» EINZELPREIS: wMhMUgi !• Il|if Rpf 0^ - Samstag-SonnUig tS Rp mriiutgtr Leitung Amtliches Organ des Verlag iiiul Scliriftleitung: Marburg a. tl. ürmi, Badgassc Nr. 6, Ferartif: 25-6? 25-68, 25-Ö9. Ab 18.30 Uhr ist üie bcliriftleitung nur auf Fernrut Nr. 28-ti/ erreiclibar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Ui-m Anfragen ist das Hückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. Ö4.60a. Steirischen Heimatbundes hrschcint wöchentlich sechsmal als Alorgenzeitung (mit Ausnahnic der iionri' und Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.J0 einschl. Postgebühr; bei Lieferung im Streifband zuzügl. Porto; bei Abholen in der üeschäftsgtellc KM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzügl. 36 Rpf, Zustellgebühr Olr. 79 OltorSurp 0.6. g)rau, greitog, ao. Tftiin 1942 82. ^oOrgang ££ „England tief und schwer verwundet Brhitch«r UnterataatSMkretür Im Kri«g>minlslerium: „Die Gefahr, in der das Empire schwebti grösser als )e luver" ü e II f, 19. März. Der parlajueiitüvischc Unterslaatssekrc-(ar im Kriegsministeriuni, Lord Croft, erklärte cleni »Daily Expreß« vom 16. März zufolge in einer Rede in Colschester, Großbritannien sei clurch die Schläge, die es 15.000 Meilen von seinen Küsten entfernt erlitt, »tief und schwer verwundet«. Je-liei' lüngläntler müsse sich jetzt schwören, mehr für sein Land zu tun. Alles, was er liabe, und alles, was er sei, müsse jeder Mngläncler für die V^erteidigung seines Landes zur Verfügung stellen. Jeder Mann und jede Frau sollen wirkliche Opfer bringen, damit man mehr Schiffe bekomme. Niemand üürfe daran zweifeln, daß die (jefahr, in der England und das Empire gegenwärtig schwebe, größer sei als je zuvor. Neue Einschränkungen Zu den neuen Einschränkungen, die das englische Volk unter dem zunenmenden Druck der Kriegslage auf sich nehmen muß, sprach der Lordpräsident des Kronrates, Sir John Andersohn, im Rundfunk. »Unser einziges Ziel ist, die notwendigen SparmaßiKihmen zu treffen, vor allem in üezug auf Schiffsraum«, erklärte er. Recht bitter wird die Engländer, die sich noch gern der schönen Zeiten zu Anfang des Krieges erinnern werden, da sie höhnisch lachten über die deutsche Vorsorge, alle Lebensgüter ptanvoll einzuteilen, die Ankündigung des Lordpräsidenten berühren, daß »andere Maßnahmen folgen müssen«. Anderson sagte: »Unsere Lage erfordert äußerste Anstrengungen von der ganzen Nation. Wir haben bereits vieles wegfallen lassen, aber in den bevorstehenden Monaten werden wir Abstriche macheu.« „Enoland muB harter leben" Churchills »reizender Krieg« bringt nun den Engländern von Tag zu Tag schmerzlichere Überraschungen. So teilte am Mittwoch ein Kommentator im Londoner Rundfunk mit, daß auch Kohle, Gas und Elektrizität weiter rationiert und noch weniger Omnibusse unil Züge vorkehren würden. Die bisherigen Anstrengungen genügten noch nicht: ^>Englanti muß härter leben, härter arbeiten. härter kämpfen. Das bedeutet mehr, als nur eine Schraube schärfer anzudrehen«. ..Verzidilel auf eine halbe Sdieihe Bröl!" »Verzichtet auf eine halbe Scheibe Hrot und spart Schiffsraum!« so üt>er-schreibt »Daily Expreß« einen Leitartikel, in dem von der bevorstehenden Bekanntgabe eines neuen umfassenden Sparpro-grammes der englischen Regierung die Rede ist. Der gesamte englische Verbrauch werde gegenwärtig von der Regierung systematisch überprüft. Es komme mehr als je darauf an, Schiffsraum zu sparen, neue Schiffe zu bauen und die Docks von La-gcrwarcii zu entlasten. Die Regierung lasse sich von Fachleuten aller Ciebiete Vorschläge zur Ersparnis von Schiffsraum machen. Der Versorgungsminister habe u. a. erwogen, die Getreideeinfuhr noch weiter zu beschränken mit der Überlegung, daß, wenn jeder Engländer täglich eine halbe Schcibe Brot weniger ißt, dadurch jährlich viel Schiffsraum frei werde. Ein anderes Sachverständigenurteil besagt, daß der Raum von hundert Schiffen eingespart werden könne, wenn der englische Verbrauch von liiiifuhrwaren um 100 ürainm je Kopf täglich gekürzt werde. Alle diese Maßnahmen ergeben sich aus dem ziinehmenden Druck der Operationen der deutschen U-Bopte im Atlantik gegen die englische Versorgungsschiffahrt. SAinsrnumfrage IQr die BrNen immer ernster Das Londoner Blatt »Financial News« gil}t seinen großen Besorgnissen über uii außerordentlich ernste Schiffsraumfrage und die trüben Verhältnisse des englir sehen Schiffsbaues Ausdruck. Das Blatt weist darauf hin, daß die britische Handelsflotte bereits einige Jahre vor dem Krieg sowohl dem Umfange nach wie auch in der Qualität sich verschlechtert hatte, besonders wenn man die britische Han-Handelsflotte mit den Flandelsflottcn Deutschlands und Japans vergleicht. Als Ciroßbritannien dieses Mal in den Krieg eintrat, hatte es 2000 Schiffe weniger als 1914. Seit Kriegsausbruch sind, wie »Financial News« in bewußter Herabsetzung der wirklichen Versenkungszahlen zei^t, die Verluste der britischen, amerikanischen und' der im Dienst dieser Länder fuhrenden Schiffahrt auf neun Millionen brt gestiegen. In Wirklichkeit sind die Versenkungen noch verheerender, als die »Financial Newss eingestehen will; denn es sind nicht neun, sondern bereits über 16 Millionen brt an englischem, amerikanischem und diesen Ländern nutzbaren anderem Schiffsraum versenkt worden. Neben den Versenkungen bringen auch die zahlreichen schweren Schiffsbeschädi- (iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiitiim Ungarns Treue Im gemeinsamen Kampf Minlstarpräsldent Kailay vor dem Ab'-eordnetenhaus gungen eine avue Beeinträchtigung des vorhandenen Scniffsraunu-s. Ein großer Teil der Schiffstonnage ist, »Financial News« zufolge, ständig in Reparatur. Außerdem werde die Kapazität der Handelsflotte erheblich durch das Ge-leitzygsystem, durch das langwierige und oft gestörte Löschen und Beladen vermindert. Allein der Verlust einer sicheren Einfahrt in das Mittelmeer vermindere die Leistungsfähigkeit tlcr britischen Seever-kchrsm-ttel beträchtlich. j' Weiler führt »Financial News« aus, daß die britischen Schiffswerften bis an die äußeistc Grenze der Leistungsfähigkeit gebracht werden iv.üsseii, zumal die Vereinigten Staaten die Erzeugung ihrer VVerfien für den Eigenbedarf benötigen. Man sei in Seefa'irtskreisen der Ansicht, daß e.c die reinste Torheit wäre, zu glauben, daß die Vereinigten Staaten die Lage auf dem Gebiet der Schiffahrt verbessern könnten. »Financial News« weist dann auf die technischen (Baustoff- und' Maschinen-mangel) und arbeitsmäßigen (Mangel an Facharbeitern) Schwierigkeiten einer Steigerung der Leistungsfähigkeit der englischen Werften hin. »Financial News« geißelt im besonderen die mangelhafte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen für die Werftarbeilen zuständigen militärischen und zivilen Stellen, Jede Werft baue ohne Blick für das Ganze drauf los, wie sie es eben seit Jahren gewohnt sei. Budapest, 19. März. Ministerpräsident von Kailay hielt gestern vor dem ungarischen Abgeordnetenhaus eine große Programmrede. Darin führte er u. a. aus, sowohl die Zusammensetzung der Regierung wie auch ihr Programm seien unverändert geblieben. Das Land stehe im Krieg und müsse daher sämtliche daraus folgenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lasten tragen. Alle zur Verfügung stehenden Kräfte müßten in den Dienst des Krieges gestellt werden. Wenn der Krieg auch in einer Entfernung von mehr als 1000 Kilometern ausgefochten werde, so gehe es dabei doch auch um die Verteidigung der ungarischen Grenzen. Darüber dürfe es keine Meinungsverschiedenheiten geben. Als Bollwerk gegen den Bolschewismus Für Ungarn gebe es nur eine Außenpolitik, und die sei nicht konjunkturbedingt. da sie seit 20 Jahren folgerichtig eingehalten werde. Die außenpolitische Orientierung Ungarns bedeute mit anderen Worten, daß die ungarische Nation getreu ihrer geschichtlichen Sendung als Bollwerk des Christentums gegen die Gefahr des Bolschewismus kämpft. Dies bedeutet ferner auch Treue und Ausdauer an der Seite der großen Verbündeten und Freunde Ungarns, der Achsenmächte, in dem gemeinsamen Kampf für eine gerechtere Ordnung und für das neue Eifropa. Sie bedeute aber auch Frieden und Verständigung gegenüber den Nachbarvölkern iin Donaiibecken, damit in diesem Teil des Kontinents jedes Volk Ri)he, Wohlfahrt und friedliche F.nt-wicklung finde. Die Linienführung der ungarischen Außenpolitik könne keine Änderung erfahren, da sie seelischen und geopolitischen Gegebenheiten en[-spreche. Der Platz Ungarns sei an der Seite Deutschlands und Italiens. Das Deutschtum in Ungarn Nach einem Hinweis auf die tausendjährige Vergangenheit Ungarns stellte der ungarische Regierungschef fest, daß der ungarische Staatsgedanke nicht nur von den Magyaren, sondern auch von jenen Völkern nichtmagyarischer Rasse vollkommen begriffen worden sei, mit denen das Ungartum in brüderlichem Zusani-menleben seiner großen europäischen Berufung gedient habe. Unsere Beziehungen zu unseren deutschsprechenden Staatsbürgern sijid bereits vertraglich festgelegt. Wir haften uns an die Abmachungen und bitten auch das ungarländische Deutschtum, sich an die ungeschriebenen Gesetze des viele Jahrhunderte währenden Zusammenlebens zu halten, wodurch sie zu einem der wertvollsten Elemente unseres tausendjährigen Reiches wurden, ohne dabei Reibungsflächen zu liefern. Zur Judenfrage über die Judenfrage erklärte Kailay, er halte es für notwendig, daß das Judentum als ein die soziale Entwicklung hemmendes Element aus dem Leben der Nation entfernt werde. Dies zu tun werde eine seiner ersten Aufgaben sein. Abschließend gab Redner einen Umriß der reichhaltigen innenpolitischen Programms der Regierung auf sozialem, wirtschaftlichem und verwaltungstechniscliem Gebiet. Die Finanzlage des Landes bezeichnete er nicht nur als zufriedenstellend, sondern sogar als sehr gut. Die Finanzpolitik habe einen vollen Erfolg aufzuweisen. Die indischen Fürsten Von K. V. Ungern-Sternberg Indien, ohne das Fürstentum von Nepal, hat eine Fläche von 4,684.298 Quadratki-. lometer. Davon entfallen 1,841.496, also mehr als ein Drittel auf die Fürstentümer, die von sehr verschiedener Qröße und vou verschiedener Bedeutung sind. Es gibt im Ganzen 700 selbständige Staaten in Indien, von denen einige, wie z. B. Haida-rabab, Kaschmir und Myrsore so groß wie manche europäische Staaten sind. Andere haben nur winzige Ausdehnungen, der i'ürst von Bilbari z. B. gebietet über nur 27 Untertanen. Alle diese Maharadschas, die zum Teil über iimnense Reichtümer verfügen, sind mehr oder weniger Puppen In der Hand des britischen Residenten oder Beraters, der ihnen zugeteilt ist, der sich zwar nicht in die Dcspotenlaunen der Fürsten einmischt, aber der sorgfältig darüber wacht, daß sie nichts unternehmen, was den britischen Interessen schädlich sein könnte. Es geht auch nicht an, »alle Maharadschas und ihre Regierungen nach demselben Maßstab beurteilen zu wollen. Es gibt unter ihnen Fürsten, wie den Maharadscha von Travancore, die sich ganz dem Wohl ihrer Untertanen widmen und die ihr Land möglichst mustergültig regieren. Auch die Fürsten von Mysore, Baroda und Cochin zählen zu diesen Ausnahmen; sie gelten als patriotisch in> indischen Sinne, sie sorgen für Schulcn, für eine gerechte Steuerverteilung und für eine gute Rechtspflege. Sic sind deshalb bei der britisch-indischen Regierung nicht besonders gut angeschrieben. England bevorzugt die weniger guten Herrscher, die sich als unbeschränkte Despoten ihrer Länder fühlen, die selbst die obersten Richter und Gesetzgeber sind, die zwischen den Staatseinnahmen und ihrer Privatschatulle keinen Unterschied machen und die den Grundsatz Ludwig XIV. nachahmen: »Der Staat bin ich«. Diese Maharadschas umgeben sich in ihren märchenhaften Palästen mit einem unerhörten Luxus, laden englische Offiziere zu Tigerjagden ein, lieben abenteuernde Engländerinnen und Französinnen, interessieren sich für Rennen und Sport usw. Sie sind in Delhi, dem Sitz des Vizekönigs, gut angesehen, man erweist ihnen dort die Ehrenbezeugungen von so und sovielcn Kanonenschüssen und hält sie politisch für ungefährlich. Die Erfahrungen, die die Briten in den MalalL'iistaaten und in Burma macnen mußten, haben in London ein Gefühl der Bestürzung hervorgerufen. Es ist den Engländern unverständlich, daß die Fürsten und die Bevölkerung dieser Länder, die jetzt unter japanischem Schutz stehen, den Einmarsch der Truppen des Tcnno mit Jubel begrüßten und gar nicht daran dachten, sich für Britannien zu schlagen. Die Engländer sprechen von schwarzer Undankbarkeit der Eingeborenen. Jetzt fürchtet London neue Enttäuschungen in Indien. Es scheint, daß England sich dabei gar nicht bewußt wird, daß es die Kolonialländer Asiens immer als Ausbeutungsobjekte betrachtet hat, als ein »Gottesgeschenk« an die britische Herrenschicht. Die Briten haben die Eingeborenen immer als Menschen niederen Rechtes und als zu einer niederen Klasse gehörig behandelt, die dazu da sind, den Briten und ihren Interessen widerspruchslos zu dienen. Ein Beispiel für diese Einstellung ist die in den indischen Kreisen oft erwähnte fromme englische Lady, die sich für die christliche Mission im Lande aufopferte, die aber fest davon überzeugt war, daß der liebe Gott »coloured peo-plc«, »das farbige Gesindel«, nur als Dienstboten für die Briten in den Himmel zulassen werde. Der Siegeszug der Japaner ist für die Engländer nicht nur eine politische und wirtschaftliche Katastrophe, sondern ein Aufrütteln aus einer Seile 2 »Marburser Zeitutis* iO. März 194i Nummer 79 Jahrhunderte alten, tief verwurzelten Tradition. Weder die Untertanen der Maharadschas noch Kongreßindien streben Xlie Abschaffung der Fürstentümer an, aber die großindische Freiheitsbewegung verlangt, daß sich die Maharadschas der all-indischen Bewegung einordnen und sich von der britischen Bevormundung lösen. [)iis Bündnis mit den Sowjets ist den .Maharadschas ein Dorn im Auge, sie bc-türchten ein Anwachsen der kommunistischen Agitation, die ihren Interessen diametral entgegensteht, und versuchen deshalb, ebenso wie es die Sultane der iMa-laienstaaten gemacht haben, rechtzeitig mit Japan Verbindungen anzuknüpfen. Gerade die indischen Fürsten, die am meisten für den britischen Kriegsschatz geopfert hatten, und die am häufigsten in Delhi beim Vizekönig 7ai sehen waren, sind in ihrer Haltung schwankend geworden. Vorkämpfer der indischen Freiiieitsbewegung Streiflichter vom Lebensweg Subhas Chandra Botet Ansfralisciier Notschrei ScH 19.?9 an London xeKObene Rüstungs- aufträgt wurden nicht erfüllt. Oeöf, 19. März. Durcli seine Niederlagen in Ostasien ist England in 'Cine peinliche Zwick-inühlc Äcraten. Australien ist auf dem besten Wege, sich von ihm abzuwenden und sicli hemmungslos in die Arme Roo-sevelts 7A\ werfen, der nur auf den Augenhlkk wartet, wann er die britisch'w Erbschaft antreten kann. Diese Fren-mmg vom Mutteriande, für das die Australier Nx'ie im ersten Weilkriege auch ietzt wieder .so schwere BlutOT>fer bradi-tv'ii. kommt manchen Kolonialengländer hart an. Das beweist ein Notschrei, den der Eigentümer mehrerer großer australischer Zeitungen, Sir Keith Murdoch, iii der londoner ^Daiiy Mail« erhebt. Er lordcrt England dringend auf, Australien /u Hilfe zu kommen. Dabe I verweist Murdovjh darauf. dal3 CS in ganz Australien nur acht Millionen Weiljc a:ebc, die sehr verspren.i;t und .Hjf grolle EntfcrnunÄcn voneinander ;:e-irennt in den vcrsclnedeiisten Teilen des Kontinentes siedelten. Selbst läncs der australischen Ostküstc sei eine Vurtei-Jisrung gegen einen Angriff dadurch erschwert, daß die Spurweite der dort bestehenden Eisenbahnen nicht überall die s+eiche sei, daß viele Flüsse keine Brük-ken hätten und man in früheren Jahren Straßen gebaut habe, olme dabei an die Mö;i:licl)keit eines Krie:;Os zu denken. Nun riiche es sich aucli. so fährt der Verfasser fort, daß die seit 19.^0 von Au-•^tralicn an England gesehenen Rü-^tun'.rsaufträgü nichi erfüllt worden NCieti. Trotz der Kriegsan.strengunk"-n Australiens selbst, trotz der von den i'SA geleisteten Milfc an Truopen und Material könne Australien den Kampf mit den Japanern nicht sick'reicli best-jhen. wenn es nicht s(7fort Hilfe von England c]iialtc. Keine flüfe aus den USA könne einen Ersatz darstellen, znmaj Australien ietzt^ bereits jrroßc Schwierigkeiten durch die Verschiedenheit der gelieferten Fluk^zeuge, Gesclnitze usw. habe. Cborcliin macht den Australiern Zunesliadnisse Der gegenwärtige australische Botschafter m Washington R. G. Casey wurde, \\\q Deuter nun amilich bekannl'-gibt, zum britischen Staatsminister für den .Mittelusten ernannt. Gleichzeitig damit wird Casey .Mitglied des britischen Kriegskabinetts, das er im Mittelosten vertreten wird. Die Ernennung Cascys ist nidits anderes als ein Zugeständnis Churchills an Australien, der damit nicht nur den Australiern, sondern auch den Vereinigten Staaten gegenüber die Zugehörigkeit Australiens zu GroPibritannicn dokumentieren will. Selbst führende politische Krei^^e l.ondon.s erblicken, wie f^euter zugeben muf), in der Frnennung eines Australiers znm britischen Staatsminister einen >^Be-\yeis für die enge Zusammenarbeit im Britischen Empire«', und man glaubt, daß sie gerade von den Australiern angesichts der scfiwierigen Umstände, die sie jetzt zu bestehen haben, »besonders begrüßt ^ erden wird«. Neuseelands Premier sekr pessimisliscii Wie aus Wellington (Neuseeland) gji'-nieldet wird, stellte der neuseeländische Premierminister Fräser im Parlament unumwunden fest, daß die Lage Australiens rmd Neuseelands außerordentlich ernst sei. Er sagte: y^Es ist das Stadium erreicht, wo die alliierten Länder es sich nicht erlauben könnten, auch nur einen einzigen Fehler zu machen.'< Um dem Gegner die Initiative zu entreißen, würticn ungeheure ,\n.strengungen notwendig sein. In Bengalen, diesem politischen Brennpunkt Indiens, ist die Nationalistenfamilie Bose schon seit Generationen ein Sammelbecken und ein .Ausgangspunkt aktiver Kräfte. Die Faust der Briten lastete schwer auf allem, was Büse hieß; einige Teile dieser weit verzweigten Familie blieben trotz aller Verfolgungen in Indien, andere Teile wanderten aus, nach Amerika, nacTi \S clibild Japan, nach Ituropa, aber überall stellten sie sich an die Spitze der Inder, die vom englischen Joch loskommen wollten. Bereits in den englischen Missionsschulen lernte Subhas Chandra Bose den sorgfältig gepflegten Unterschied zwischen »Briten« und >■'Indern ; kennen. Und weil jeder Druck einen Wiegendruck crzei-gt, entwickelte sich in dem jungen Bose schon sehr früh ein Widerstand gegen die betonte Mißachtung des Indischen Volkes, und daraus erwuchs ein bewußt zur Schau getragenes Nationalbewußtsein. Es folgte das Studium an der indischen Universität von Kalkutta. Subhas Chandra Bose forschte nach dem Grund für die stille Ergebenheit breiter indischer Volks-massen, und auf der Suche nach den Urgründen der f^eligion wanderte er langf Zeit durch das Land, um einen »Guru«, einen geistigen Führer, zu finden. Bis in die Berge des Himalaja führte ihn die Sehnsucht nach der Wahrheit, aber krank an Leib und Seele kehrte; er wieder nach Kalkutta zurück und betrieb seine Studien weiter. Durch einen Zufall kam er erneut zur Politik. Zwischen einem besonders arroganten englischen Professor und einer Gruppe indischer Studenten war es wiederholt zu schweren Reibereien gekommen, und als alle Beschwerden der mißachtenden indischen Studenten nichts halfen, empfahl Chandra Bose eine Gewaltkur. Der Professor erhielt eine so furchtbare Tracht Prügel, daß es einige Wochen dauerte, bis ihn die Ärzte wieder aus dem Lazarett entließen. Bose und eine Anzahl seiner Freunde aber wurden strafweise vom Studium ausgeschlossen. Erst nach mehreren Jahren wurde die Sperre atif-gehoben. Im ersten Jahre nach dem W^Mt-krieg traf Subhas Chandra Bose in England ein, um an der Universität von Cam-^ bridge die englische Politik an Ort und! Stelle kennenzulernen. Die Erfahrungen,! die er dort machte, ließen ihn zu einem! glühenden Nationalisten werden. Als im| Jahre 1920 der indische Nationalkongreß den Beschluß gefaßt hatte, die Bewegung der »NichtZusammenarbeit« zu beginnen, kehrte Bose schleunig nach Indien zurück und übernahm die Führimg einer nationalen Lehranstalt. Als aber im November 1921 der Bestich des englischen Kronprinzen in Indien durch einen Beschluß des Nationalkongresses boykottiert werden sollte, organisierte Bose ein »Freiwilligen- korps für Bengalen«, und der Boykott klappte in Kalkutta so vorzüglich, daß die englische Regierung nicht nur Bose, sondern auch eine Anzahl anderer Kongreßführer ins Gefängnis w arf. In der Zeit von 1922 bis 1940 hat Subhas Chandra Bose nicht weniger als elfmal m indischen Kerkern gesessen, und es gibt wohl kaum ein größeres Gefängnis, das er nicht aus eigener Anschauung kennengelernt hat. In den Zeiten zwischen den Verhaftungen arbeitete Bose im Kongreß, und dort wirkte er für die volle Unabhängigkeit seines Landes, während die Mehrheit sich zunächst mit dem Dominion-Status begnügen wollte. Um seinen Standpunkt stärker herauszustellen, gründete Bose die »Vorwärts-Bewegung«, aus der sich die Unabhängigkeitsliga entwik-kelte. Die Ideen Böses fanden einen so starken Widerhall, daß selbst der immer zum Frieden mahnende Mahatma Gandhi die vollkommene Unabhängigkeit des Landes als das Ziel der Politik hinstellte. Die indische Bevölkerung, die den bewegten Schicksalen Subhas Chandra Böses mit ungeteilter Aufmerksamkeit folgte, jubelte ihm zu, als im April 1940 der »Ungehorsam-Feldzug« gegen die britische Regierung begann. Bose wanderte wieder ins Gefängnis, und man entließ ihn erst, als er einen Hungerstreik begann und als es deshalb im indischen Volk bedenklich gärte. Bose wurde in seine Wohnung überführt und streng bewacht, aber trotzdem gelang ihm die Flucht aus Kalkutta, und erst nach einer langen und abenteuerlichen Reise konnte er außerhalb der indischen Grenzen die Organisation der Befreiung Indiens auf eine breitere Grundlage stellen. Mit dem Aufruf an das indische Volk, das englische Joch abzuschütteln, ist seine Politik in ein entscheidendes Stadium eingetreten. Aligewlesene Sowletaigrine Bombardierung der Flugplütz« von Malta orfelgroieh lortgoMtst Fülircrhauptquariicr, 19. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gib! bekannt; .Auf der Halbinsel Kertscli sclieilj/t ;'i erneute, mit geringerer Kraft als an tlc:i Vorlagen geführte .Angriffe des Feindes. Im Donez-Gebiet schlugen deutsche und rumänische Truppen mehrere heftige Angriffe unter hohen Verlusten für den Gegner ab. Eigene Gegenangriffe verliefen erfolgreich. Auch an anderen Stellen der OsUront sind noch heftige Abwehrkämpfe im Gange. Iii Nordafrika richteten sich wirkungsvolle .Angriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen militärische Anlagen der Festung Tobruk, Die bei Tag und Naciit lortgesetzte Bombardierung von Flugplätzen der Insel Malta verursachte heftige Brändo und E.xplosionen. Im Mittelmeerraum wurden in Luft-kämpfen acht feindliche Flugzeuge- ab-gei.chossen imd drei am Boden zerstört. Der Leutna"t Strelow, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, schoß am gestrigen Tage an der Ostfront sieben sowjetische Flugzeuge ab. In zweieiDlialli Monaten über 1800 feindlidie Panzer vemidHei Berlin, 19, Mär/. Nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen erlitten diu Bolschewisten bei ihren vergeblichen .Angriffen während der großen Abwehrschlacht der Wintermonate besonders hohe Ausfälle an Panzerkampf-wrjgcn. In den ersten sieben Wochen diesi-s Jahres wurden insgesamt 961) Panzer vernichtet oder erbeutet. In den folgenden vier Wochen haben sich di-j Verhjstj der Bolschewisten noch weiter rrh'iht. Die Zusammenstellung ergibt, daß in der Zeit vom 17. Februar bis Ifl. März die Bolschewisten 879 Panzer verloren haben. Mithin betragen die bolschewistischen Panzerverluste vom 1. Jänner 1942 bis Ifi. März über IfiHO Panzer. Deulsdies U-Bno* verspnhie Kriegs-maferiai lOr die Burmalront Wie das Oberkommando der Wehrmacht nrtteilt, befand sich unter den Schiffen, deren Versenkung vor der US.A-Küste der OKW-Ber'cht am If^. März meldete^ ein schwer beladener Fracht- dampfer von 7000 brt. Der Torpedotref-ter ricß diesen Dampfer unter Explo-sionserscheinungcn völlig auseinander, Trünnner der Ladung und Wrackteile flogen durch die Luft und bedeckten dann in wei-tem Umfange oie Untergangsstelle. Das U-Boot fuhr an die Trümmer heran und stellte fest, daß die Ladung aus AAu-nitionskisten, Flugzeugteilen und Lastkraftwagen bestanden hatte. Aus der Beschriftung ging hervor, daß der Dampfe-und Ladung nach Bombay bestimmt waren. Das Kriegsmaterial sollte für die Verteidigung Indiens und für die Verstärkung der Burmafront eingesetzt werden. Mit seiner Versenkung hat das deutsche U-Boot die japanische Kriegführung entlastet und damit von neuem die Auswirkung des deutschen U-Bootkrieges auf dem Siegeszug unseres japanischen Bundesgenossen bestätigt. BeslSndnisse eines USA-Adoilrals Genf, 19. iMärz, Der frühere Oberkommandierende der US.A-Marine, Admiral Stirling, verweist in einem .Artikel in der »DaHy Mail« vom 17. März auf die wachsende Gefahr, die der U-Booteinsatz der Dreierpaktmachte auf allen Weltmeeren für die Verbündeten darstelle. Die dringliche Aufgabe, so schreibt er, der sich die Alliierten jetzt annehmen müßten, sei die Bekämpfung der Unterseeboote. Wie wichtig das sei, ergebe sich klar aus den Vorgängen auf dem Atlantik, im Mittelnieer und in den ostasiatischen Gewässern. Auf allen diesen Meeren führten die Gegner umfangreiche U-Boot-Operationen durch. Überall stoße man auf feindliche Unterseeboote. Und selbst, wenn man manchmal glaube, ihrer Herr zu sein, stelle man später fest, daß sich ihre Zahl noch erhöht habe. Wenn man diese Gefahr nicht sofort erkenne und mit Entschlossenheit englisch-amerikanische Gegenmaßnahmen ergreife, dann drohe Großbritannien die Gefahr, daß es eines Tages keine Kriegslieferungen mehr aus den USA erhalte. Gleichzeitig würde in diesem Falle die große industrielle Kraft der Vereinigten Staaten isoliert werden. .Alle in Aussicht genommenen Maßnahmen genügten noch lange nicht, um die Bedürfnisse der Alliierten an Schiffsraum zu befriedigen, solange die U-Boot-Kriegführung der Achscnmächte weiter so erfolgreich sei wie jetzt. Sumatra nnd Timor in iaiianisciRr Hand Tokio, 19, März. In einem Frontbericht der vTokio Asahi Schimbun« aus Sumatra wird festgestellt, daß nun alle wichtigen Stützpunkte dieser großen Insel in japanische Hände gefallen sind. Das Blatt weist auf die große strategtsche Bedeutung hin, die gerade Sumatra für weitere Operationen im Indischen Ozean zukommt. Wie »Vomiuri Schimbun« tneldet, kam es am 12. März im Kampf um Timor zu größeren Kampfhandlungen, bei denen die gegnerischen Streitkräfte vernichtet wurden. Damit sei auch diese Insel nun mehr praktisch in japanischen Händen. Die restlichen feindlichen Kräfte von mehreren hundert Mann zogen sich in das hohe Gebirge zurück. »weitere Verteidigung der USA-Stellungen auf der Bataan-Halbinsel unmögltcli« Auch die Widerstandskraft der letzten noch kämpfendea nordamerikanischen Truppen auf den Philippinen nähert sicii ihrem Ende. »Die USA-Truppen auf der Bataan-Halbinsel sind unmöglich in der Lage, sich noch länger zu verteidigen, wenn ihnen nicht sofort ausreichende Hilfe geschickt wird. LInsere Soldaten müssen an dieser Front höllische Qualen durchmachen«. Diese von United Press wiedergegebene Äußerung des zusammen mit General Mac Arthur von den Philippinen geflohenen und jetzt in San Franzisco eingetroffenen USA-Oberkonnnissars auf den Philippinen, Francis Sayre, ist kennzeichnend für die Gründe, die Mac Arthur zu seiner Flucht veranlaßten. Die nordamerikanische und auch die britische Propaganda ziehen natürlich alle Register, um Mac Arthurs Flucht nicht als solche, sondern als »'Berufung* nach Australien hinzustellen. " Zu diesem Zweck wird Mac Arthurs »Ernennung« als sicheres Anzeichen dafür hingestellt, daß die amerikanische Offensive jetzt beginnen werde. Trotz dieses groß aufgezogenen Illusionsrummels warnen Newyorker Zeitungen das amerikanische Volk davor, von Mac Arthur Wunder zu erwarten. Er stehe großen Schwierigkeiten gegenüber und ohne ausreichende Mengen Kriegsmaterial werde auch er keine Siege hervorzaubern können. Druck and Verlag: Marburcer Verlags, und DrucVerel-Oes. ni b. H. — VcrliBsleitunsr: Egon Bsutntartnfr* Haaptschriftleltert Antou Oerschick: all« In '_a. d. Pfau, BadKaRSe 6, Zur Zeit für Ailzelecn die Preisliste Nr. I vom 1. Juni l'J4l töltic. AuRfall der Lieferung des Blattes bei hftlifrer Geu'«U oder BetriebsstSrune irlbt keinen Ansprucü aul CQclceabluas des Betucszeldes Nummer ?> »Mnrbiirs:er Zeltunc:«^ 20. Mfirz 1^42 Seite 3 €i$ineerta()ebu(t) vom JUitag unserer Soldaten Von Süeliunüen und Lappen — Bomben kUitschcn ins Wasser — Der Strand >on toten Mschen iibcrsiit An Jur lusiiiccrlront, im iMäi/ l'lakstfllun.i; :m ilfjr rüsiiiL'erfroiit! W'cilc und hiiii;;inikt'it minaiii dit-scr t3c-Kriff, iinifaßt ilicse Welt miÄtrcr Solikjteii im liohon N'orIlmi! Iii l'iii kleines l-ismcer-tagebuch eines deutschen Soldaten wollen wir schauen, dns berichtet von jen^'r 1^-. ■ .i ''^vf ■ F- . ' •"•5^ L ■ ^ "■ " ■ """ " .' • ■■■ i- - ..L-. • •wiv.y' *1, m PK.-Auiiialiiiic; Krifiishcnditcr Rliciiiiünder (\Vl>.} UaK wachsanic Aukc un der Kiit^tc nüchternen, aber gleiciisam Iraimiliaficn Welt des Krieges, von der aufgeschrieben wurde, was doch nur allt^iglich ist, von dem Kampf, der keinen Kanipfesrausch kennt, sondern nur Peslhalten,. Zahnezu-sammenbeißen und soviel Mut — von dem Alltäglichen wollen wir h(iren. jMontag Da, wu die Weit aiifljörl, sollen Breiter sein, aber es sind mir'Steine dort. Steine an_ einer Küste, die die Landschaft des l'jordes zum Hintergrund hat. Und dann stehen hier unsere Geschütze. Die Kälte hat sie mit einem weißen wunderlichen (iewande bekleidet, vom Wasser kommt Nebel, der das Bild immer wieder verwischt. — Wir liegen eingegraben in einem Erdloch. Manchmal, wenn wir geschossen haben, stürzt der Sand durch die Bretterverkleidung. Heute haben wir endlich einen Ofenrohr bekommen. Später, wenn der Krieg aus ist, sage ich auch, woher. Aber ein Ofenrohr, das ist hier schon etwas. Ein Luxus, den nur der schätzt,.der einen undichten längst abgedienten Benzinkanister hustend wegen des Kauches verflucht hat. In der Nacht blitzt es am Himmel in Richtung der Front auf. Artillerie schießt, Dienstag Wir brauchen Nägel und Ich muß zur f)usuerkauppa, dem finnischen Geschäft, KundenkVeis ini Umkreis von nur 500 km. Kleine Finnenmädchen begegnen mir, bleiben stehen und machen einen Knicks s-lltä«. Outen Abend, heißt das. s>lltä«, erwidere ich und mache auch einen Knicks, aber da flüchten die kleinen Fiinienmäd-chen Ein Lappe, in jener seltsamen, wegen ihrer Farben doch gar nicht zu diesem weißen Lande passenden Tracht, mit vielen Schnüren nnd riesengroßen Pelz-handschuhcn, die mich neidisch machen, sicher ein Renntierjäger, lächelt mir im Laden zu. Was soll ich den sagen? Ich kann doch nicht lappisch. Also lächle ich auch. In der Nacht, die liier .so triih luginni, gellt die Alarmglocke. Dann ist das Sunniien da. ILin helles Surren diT sowi-.'-tischen Fieger. Ich fühle die Kalte nielit mehr an der Kanone. -Nur nach dem Schießen, scliwiire ich mir, nie uictier ohne Handschuhe schlafen zu gehen. l)a.> Handrad war ja eiskalt. Der Sowjet warl Bomben, tlie ins Wasser zischten. Nichts habe ich daran gemerkt, vor lauter Schießen. In dieser Nacht kommen wir nicht /.um Schlafen, am M; (Stli) Ein fester M(i*ljuiikur in Schneetarnuni; fltnerihas {(I)war3e Gruppen Sorgeil iHii die Negerbataillonc — 12 MHlioncn fordern den Negerstaat Zur Zeit werden in doii USA auf Anweisung vom Kriegsininister Stiinsoii sechs ausschiielilich aus Ne.uern zusam-menk'esetztc Bataillone der Meerespolizei aufifcstellt. Wie die amerikuiiisclie Presse dazu berichtet, sollen diese Bataillone motorisiert und nach den modernsten üesidits'punkteii ausgerüstet werden. Man !äl.U keinen Zweifel darüber aufkommen, dal.» die Bildung dieser Neger-Iieeresi>ülizci in direktem Zu-sainnieiihan.g niit schwerwiegenden Zwi-sclienfälen steht, die von schwarzen Truppen verursacht wurden. In Zukutift sollen demnach nicht mehr Abteilungen weilkr, sondern diese jetzt in Bildung begriffenen Bataillone schwarzer Hee-resipolizei negeii die Neger.soldalen eingesetzt werden, die da und dort in USA ilire Militärdiszi'plin über den Haufen warfen und in einigen Fällen (iarnisous-städte für Stunden in Aufregung versetzten. In Washington werden diese Zwischenfälle als peinlich em'pfunden, zumal die Tendenz des Militärdepartements auf eine stärk-ure Heranziehung; der Negerbevölkerung j'ür den Heeresdienst ausgeht. n l'K.-Aii[nu!iiHL>: KricsslUTiciiltT Soliiiior (\\ Ij.) tnscrc sctincciiniluillte Scliruibstubc Wa^iiington sieht sich der Tatsache, gegenüber, daU der groüe Abzu.!^ derNe-j ger aus doii PUuitasien des Südens in die lociustriestädte des Nordens während| der letzten ^0 Jahre nicht ohne enici spürbare Rückwirkung auf die Menta-I lität der amerikanischen Neger geblieben! ist. Die Schwarzen, dio heute unter dem Sternenbanner einberufen werden, sind nicht mehr ganz so einfach /ai behandeln, wie 1917--IS. Der schwerste der zahlreichen Zwischenfälle, die sich im Verlauf der ersten Wochen dieses Jahres abspielten, hat die Stadt Alexandria in Louisiana zur Schaustätte gehabt. In dem kleinen Negerviertel dieser Stadt kam es zu schweren Handgemengeii und Prügelekn. über deren Ursachen sich die amerikanische Presse nicht auslassen durfte. »Chicago Tribüne« berichtet, dalj hisgesamt 3000 Neger darin verwickelt waren imd dal.» Polizei und Heerespolizei mit 'I'ränejigas und SchuLiwaffen vorging, Dio Zahl der Opfer betrug bei diesen Zusannnenstölien auf Seitejt der Negertruppen zwei Tote imd .V» \'er-letzte. :»New York 'J'iinesvt berichtet, dal.» l)ei den Manövern im Bundesstaat Arkansas beim %. Hilfsdienst-Bataillon, das ausschließlich aus Nogern Chicagos nnd Detroits znsannnenijesetzl ist, allein 4ri Scliwarze ausrissen. Auch die Fra^c der Führun.i; der Ne-gerlrin)pen wird offen diskutiert. Bis jetzt werden die v^rotlen Einheilen noch vorwiegend von weißen Offizieren befehligt. Von den lln.OOO Negern, die bei Jahresbeginn unter den F'alinen stunden, waren mir 17.000 M[inn für die .Aufstellung ansscliliel.llichcr Negerbataillone bestimmt. Der Chef dieser schwarzen Division werde, so schreibt di<.' USA-Zeitschrift »Time.s •. ohne Zweifel ein Weißer s«jin. da kein schwarzer Offizier im Range eines Generalmajors vorhanden sei. Der Miälirige Neger Oliver Davis. der von Roosevelt einen Monat vor den letzten Präsidentscliaftswahlen zmn Brigadegeneral ernannt wurde, ist noch im_ aktiven Dienst, scheint zur Zeil aber kein ei.icentlicltes Triippenkommando inne zu haben. Die übersclibängliche Propaganda, di'C I'K.-.Viifnalinif: Krk'ii^lurichti'r 'Wb.i So scheu wir hier oben ;iin Hsjnccr /iiwcilcti aus Rooseveli mit dem Wort Demokratie seit .lalireii unternimmt, ist an d-u IJ Millionen Neucrii AnierikuN niclii spurlos voriiberjiek'an.iieii. Die Ne;:erliteratur der USA ist in ihren Forderuni^eii nicht mehr ^'du/. so zruücklialtend, wie noch vor kurzem. Das zeigt auch em Buch de^ NcKerscliriflsicllers Richard Wrik'hl. dcis Ende 1941 erschien, l'ür Jahrhunderte muriten wir auf die Worte anderer anstatt auf unser eigenes Urteil imd unsere eigene or.iianisatorische Stärke vertrauen , so schreibt Wrik'ht, ■ Die Eni-täuschimii über die. Einsteilmi.i; den Ne-J^er|l sescnüber ist so jrrol.i. daü wir Neger für die Bildtiii'^ eines 49, Bundesstaates eintreitn. , in dem nur wir Schwarzen leben.v Es gäbe (irupr-eii unter den USA-Ne.ü:ern, die- zurück nach Afrika wollten, andere wiederiiin bewunderten den japainsclien Imperialismus« ... . . In den USA wird man iiiciii mehr daran vorbeikommen, dal.» in dem Problem der IJ Millionen Ne.'^'er künftige (iefah-ren schlummern. . Man wird mit ilmen enisthafi rechnen müssen, wenn man die Neger, wie es R<»ose\cIr beabsichtigt,..!! grollen Schuren in die Armee einreilien will. Ottlieinrich Schoctensack, ..Dreckige alfe Höhlen" In den englischen Zeitmigen stoiU ma-t immer wieder auf bittw're Klagen über die imwürdige Behandlung, die britischen Seeleuten trotz ihrer ;;eiahr\oIleii und für England jetzt so lebenswichtigen T.'i-li.ukeit zuteil wird. So schreibt ein Seemann in einer Zuschrift an die :..News Chronicle. u. a., in der britischen Handelsschiffallrt sei vie! von >könin:lich: die Rede. l;s sei aber nicht ein stolzer .Name, auf den er imJ seine Kameradeti Wert le,v;tcn, sondern ein anständiger Raum zum I.ehen und Essen, ein Heim, weim s'e sich h! frctn-den Hafen befänden. Die Alänner der britischen 1 laudelsmarine verdienten wirklich etwas besseres, als die drecki-g*jn alten Hbhlen, in denen sie den besten -Teil ihres Lebens zubringen nüil.l-ten. Der Verfasser der Ziisclirift beionL dann, daL! er als Seemann tiele^'-nheit .peinig ^ichabt habe, Schiffe anderer Nationen zu besicliiigen und habe ihn ini-rner gesctimerzt, wie tiei die britischen Schiffe in ihren Einrichuingcn für dio Besatznng imter aii-dereii und besonders deutschen Schiffen ständen. Abgesehcti von diesen für das pluio-kraLische En.iilaiid typischen sozialen Mitiständen, werden die britischen Sjc-leutc ständi;; von schweren Strafen bedroht, wenn sie sich bei Üircn lebensgefährlichen l'ahrten im Dienste derVer-sorgun.iisschiifahri der geringsten Pfliclitvergessenhcit schuldig machen. So wurden -- dem ^>Snnday Dispath zufolge — kürzlich zwei Heizer zu vici VVoclien Zwaii.usarbeiL verurteilt, weil sie angeblich nicht für genügend Dampi gesorj-i liätten, um ihrem Schiff das Schritthalton mit einem Cieleit/ug zu ermöglichen, SchlieBlich sei als Kmiosiim erwähnt, dal.{ es englische Amtssttdien .yiht, die die Bedentmig der Haiidelsscliiffahrt für die Ki iCKführim.vr anscheinend noch nicht erkannt haben. Sonst könnte es wohl kaimt vorkommen. daLI das i^ondoner Arbeitsamt -• dem >;Daily Mirror. zufolge — eini.iien jun,uen Leuten, die zur See wollten, erklärte, die llandelsscliiffahr^ sei kein lebenswichtiger Benu« (!). Seife 4 »iMarburger Zeitung« 20. März 1942 Nummer 79 VoiA und JCuttae ?orberaltiiniini Iflr dl* Drahchc KoRSlaasstelloiio 1948 Dor ruhrdr h#t ProltMor Hoffminn mit AusHchtuiif b4»(riitt f>cr Tülirer hat wie auch in früheren lahrcn Professor Heinrich Hoffmann mit der Ausrichtung der Oroßen Deutschen Kunstausstelluht: I04i im Haus der i^ciilscficn Kunst beauftragt. Ehrung tor den Oicmer loni Welnbebor . Im Auditorium maximum der Wiener Universität fand am Mittwochmlttag Im Rahmen einer akademischen Feier unter 'i'eilnahme zahlreicher hoher EhrenirÄste i>:tiberg iiberreiclit. ^ UaHcn schaltet HidiSche Schatispte- "u«, Angehörigo der .tUdischen Rasse «Klrfeii nacli den jetzt erschienenen Auä-filhrungsbestimtnungeu über den Im letzten italienischen Ministerrat irefaßtön Be-schluö tlNor den AusscIilufJ itidi."%chor Elemente ans dem Kunstleben Italiens keinerlei Tätigkeit mehr beim Theater oder Film ausüben. Fbeiiso werden Auf-fiilirungcn von Stücken oder Filmen, bei ■denen jiidisclK> Schauspieler mitwirken, mit soforiiifcr Wirkung verböten. Aus-lilndisclie Filme müssen erst von der nationalen Filmgesellschaft geprllft wer* den. ob sie den Verordnungen über dett Ausschluß jüdischer FJcmente «entspre* clicn. Ferner wurde verfügt, daß eine T.isle alier jüdischen Schauspieler und Artisten angelegt werden soll, die den Theater- und FllmvermlttKirn und Her-;^lcllcrn bekanntgegeben werden und ihnen die l^inhaltung der neuen Bestim-nnmffen erleichtem soll. -jilljpäJBJMLi I England erlebte im dritten Jahrzehnt des 19. Jalirliundefts nicht nur wirtschaftlich einen Rausch des Fortschritts. Der Jude David Riccardo hatte England gleichzeitig in den Wcltbeglückmigs-Wahn des Freihandels gelockt und In seinem »ehernen Lohngesetz« icne Formel entdeckt, auf der das Manchester* tum seine llberal-kapitalistiscli« Ausbeutung Arbeiterschaft begründen konnte, ohne sich zu scluimen; denn das Proletariat war zur wissenschaftlich belegten Notwendigkeit erhoben worden. Politisch hatte das Inselreich seit dem Stur* Naipoleons unumschränkter Raff* sucht frönen können, hatte 1815 die I^u-ordnung Europas nach seinen Interessen durchgesetzt, hatte Malta, Ceylon, Ma* Ittkka. die Kapkolonle, Maufitls, Trinidad tmd Hölgolatid an sich gerissen, d»2r Weg nach Indien war gesichert, und diö Weltmeere standen unter seiner Oewalt. Englische Waren überschwemmten das Festland, und das Krämertum hatte auf der ganzen Linie gesiegt. Was bedurfte es anjjasichts dieser glilnzenden Entwicklung noch eigen-schöpferischer Leistungen auf den Oe-bldten von Kunst und Kultur! Die wachsenden Ausfuhrzlffeni der englischen Kftufieute gestatteten es. derartige Dinge, sofweit man sie nicht ganz entlKhren wollte, preiswert Im Ausland »u erwerben. Als die Londoner Oesellschaft sich von ihren guten Geschäften erhokn und eine Abwechslung erleben wollte, bestellte sie bei einem deutschen Musiker in Dresden, dessen »Freischütz« man hatte pr-ölsen hören, für sich eine neue Oper, die etwas Besonderes werden muOte. So machte sich Karl Mörla v. Weber i«i Februar 1826 auf, um seinen »Oberoii« nach London zu bringen. In den Oster-tagen kam er dort an, und die Londoner weideten sich fifernc an der märchen* reichen Fülle deutsclicr Phantasie, die Webers romantischer Oper klang. Sie hatten ein Recht daiu: denn sie hatten mit barem Oelde bezahlt. Es ist. als spreclM aus dem Schicksal, das Weber in London ereilte, die Tragik des Zusammenpralls deutscher Oemütswelt und englischer Krämerwelt. Dem deutschen Sänger, in dessen Melodien die Wälder seiner H^-Mmat rauschen, der den Frei-heitssang von Körners Scliwerilled und LützJOw« wlldör Jagd gesungen hat, und den die Sclilacht hei Waterloo zu einer großen Kantate hingerissen hatte, weil er nicht zu ahnen vermochte, daß hier nicht die Fi*:lhelt seiner Heimat, sondern das Geschäft Englands Sieger geblieben war, diesem Sänger aus deutscliem Gemüt ging in London der Atem aus. Er siechte unter schwerer Atemnot in wenigen Wochen dahin, und schon am 5. Juni starb er hi der fremd>2n Stadt. Seine letzten Briefe und Worte waren voll verlangender Sehnsucht nach der Heimat gewesen. T)ber des deutschen Sängers Grab j?lng das stolze Alblon yu seitien Geschäften über. Während In Deutschland die Romanti-k allmählich verklang, be-mmgm rechnete man in London planmäßig und kalt die Möglichkeiten der Weltherrschaft. Um Aden und Neuseeland, Hongkong und Natal sowie den größten Teil Birmas wurde das britische Reich erweitert. Ein kulturfeindlicher, dem Mammon höriger Liberalismus war zur Ausbeutung der Erde angetreten. Im Jahre 1844 war es eine kleine Gruppe hochgesinnter Männer und Frauen unseres Volkes, die sich entschloß, die Asche Karl Maria von Webers 18 Jahre nach seinem Tode heimzuhol<>n ins Vaterland. Richard Wagner hatte sich diesen Entschluß, Webers sterbliche Hülle aus Albions Hauptstadt zurückzu* holen, vor allem anderen zu eigen je-macht. Sein leidenschaftlicher Wille zu deutscher Art gab ihm die Kraft, nicht nur die finanziellen Mittel für dieses Unternehmen sicherzustellen, sondern auch die Hoimholung selbst zu einer Feier von nationaler Größe und synibolischer Weihe in gestalten. Dos deutsche Land las in winterlicher Erstarrung, als Anfang Dezember 1844 ein Schiff die teure Fracht von Hamburg aus die Elbe aufwärts trug. Wie Orgelton weht« der Wind aus der weiten norddeutschen Ebene, so daß die Schiffer alle Segel hissen und ohne Maschl-ndYkraft ihrem Ziel entgegenfahren konnten. Am 14. Dciember traff das Schiff in Dresden ein, wo man dem Toten an der Stätte .meines fruchtbarsten Wirkens eine würdige Gruft bereitet hatte. In erhabener Feierlichkeit trugen sie Webers Asche durch die schwelgenden Straßen. Aus Motiven der )>Burv-anthe« hatte Richard Wagner eine sym* phonische Trauermusik - bearbeitet, und achtzig ausgewählte Blasinstrumente spielten das langsame Tonstück, dem zwanzig tedämpfto Trommeln ein tiefernstes Tremolo schlugen. Als sei die Oelstcrvlsion der Euryanthen-Ouver-türe zur Wirklichkeit beschworen, so ging das feierliche Schreiten der Menschen durch dlo deutsche Stadt. Als am folgenden Morgen der Sarg in die Heimaterde gesenikt wurde, hielt Richard Wagner eine Grabrede, in der nicht nur Webers Kunst das schönste Zeugnis empfing, sondern die zugleich auch In den Besten des Volkes für immer den Willen wachgerufen hat, deutscher Kunst aus deutscher Art zu dlfcnen und sie als höchste Tugend der Nation zu bewahren. Eine atemlos lauschende Menge hörto Wagner jene Worte sagen, die auch heute noch, ein Jahrhundert später, nichts von Ihrer begeisternden Wirkung verloren haben und deren Echo dlo deutsche Kunst In eine stolze Zukunft begleiten möge: »Wohin dich auch dein Genius trug, In welches ferne, bodenlose Reich der Phantasie, immer noch blieb er mit tausend Fäden an dieses deutsche Volksherz gekettet, mit dem er weinte und lachte wie ein gläubiges Kind, wenn es den Sagen nnd Märchen seiner Heimat lauscht. Du konntest es niemals opfern, dieses schönen Erbmals deiner deutschen !Btk& nach Südostm 0. Efai kroatlschei Journalittcftsyiidlkit Wie bekannt wird, erfolgt nunmehr die Umwandlung des kroatischen Journalistetivereins in ein Journalistensyndikat. Dem Sclirlftleiter-beruf wird dadurch ein umfassender Schutz zuteil. Das berelti ausgearbeitete neue Statut sieht im Wesentlichen vor, daß der Titel Schriftleiter nach fünfjährlßer berufliclier Tätigkeit und nach Ablegung einer Schriftleiter-prüfun*. die mindestens eine Reifeprüfung einer Mittelschule erfordert, erlangt wird. Die materielle Läse des Journalisten wird xufriedenstellend geregelt, vor allem aucli ihre Ruhestandsversicherunff, in deren üe-nuß man nach 20>Jährig6r BerufttAtigkeit ge> langen kann. Das Statut wird der Regierung fMr Oenfhn-Ijrung voraelegt werden. 0, Toxtll-B«tutiehiln« iuob In Krottltn. Wie verlautet, hat Handelsminister Dr. Töth eine Vorordnutig über die Cinschränkung des Verkaufs von Textilwaren erlassen. Bis tum 1. April haben alle Stadtgemeltiden, bis cum 1. Mal alle Landgemeinden Bezugscheine für Textilwaren einzuführen. Die Ritionlerun? erfolgt Dach detn Bedarf In den elnselnftn Gebieten, wobei die Nationaltracht und deren besondere Anforderungen Derücktichtiguns findet. 0. POrdeninK d«r JunnderileliuBt la Ru-AMalia. Dai rumttnitcne Kultuimtnlsttriuni plant eine weitere fOrderant der rumlnf-sehen Jugenderziehung durch Theater, Sport und Film. 2u Beginn dieser umfallend Beplanten Arbeit steht ein Schulkino in Bukarest vor der Eröffnung. niiniiiNHiititnNiiiiiiiitiiNKHnininNiNnnniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiNtiiiw Abikunft dteh nie entftudem, dti konntest uns verraten 1 Unser bist du. ehi schöner Tag aus unserem Leben, ein warmer Tropfen unsere» Blutes, ein Stück von unserem Hentenl« Unter den Ges&ngen der Dreidenen Liedertafel wölbte man das Grab über Webers letzter Ruhestatt. In der sein« Asche nun ein Teil der deutschen Erde geworden ist, aus deren Grund sein-^ Musik ihr unsterbliches Leben Ke^ogen hat, Ednnind Pesch. "H-" Bibliophile Schltze In einer Graier PrlvatsammrunK. Im Hause eines Orazer Künstlers befindet sich neben einer der größten Sammlungen von Privat- und Ko- stümphotos des Schauspielers Josef Kalnx sowie dessen einzige Büste, die nach dem Leben geschaffen wurde, ein «eltener Reichtum bibliophiler Seitenheitsstücke, so u. a. die In der Cottaschen Buchhandlung 1826 erschienenen »Gedichte voti Friedrich Hölderlin« mit einem Verzeichnis, das auf einen Ilterarlichen Lesezirkel hinweist, wovon, wie aus der Eintragunt; hervorgeht, Ludwig Uhland einer der letzten Bezieher war. Neben den 1804 aus der Cottaschen Buchhandlung erschienenen Taschenbücher »Die natürliche Tochter« von Ooethe und »Wilhelm Teil« von Schiller befindet sich In dieser Orazer Prlvatblbllothek eine besonders wertvolle Erstausgabe »Oedlchte von Gottfried August Bürger. Mit Kupfern. Erster Teil. Mit Churf. sächsisch gnndigst Privilegium. Erschienen 178Ö«, ferner die 1844 erschienene Erstausgabe der »Studleu von Adalbert Stifter« 1. Band, Verlag Gustav Heckenastin, Pest, srtwle die Scniller-schc Erstausgabe. »Die Jungfrau von Orleans, eine römantlsche Tragödie«, mit einem Kupfer, verlegt In Berlin bei Johann Friedrich Meyer, 1802. DK FRAU IM ANTIlOPENMANTn |nONfAV von imüNNMlLDK I10FMANN| Copvflghl br V«fla« Kijoff & HiMh KomttiaiHliU ec»e1]«cliiift. Mflnnheit Kkjo (42. Fortsetzung) ■*Al^r ich war vielleicht gerade nicht im ;^lmnier — vielleicht hat er sich in der Tür ficlrrt —n >Noin*, (Twifierte Dr. Köster verärgert, denn er hielt diese Vermutunp: für eine glattf Ausrede. %Das Mädchen Selbst brachte Ihn hierher, sie klopfte selbst nn nnd hörte auch, dnft hier hier Im Zimmer 7iemlich lebhaft gesprochen wurde.«: Jelona ^enkto den Kopf und nuirmelte: Ma, das stimmt. Ich erinnere mich. Dnp war B.irrat, Da war Rarrat also .<^chon gekommen. Er sprach mit 01)lon- sky«. »Oblonsky, Ihr VelterV Der war also .•«uch hier? Niemand hat aber gesehen, daR er kam.- '^W'anmi sollte ich es denn sonst sa-«enV l'"!* war hier, wir kamen zusammen. Manliat wohl auch mich nichl gesehen?« Aileriiings stimnite das, das Mädchcn Orete Wentorf hatte nuftgesagt, daß «le ^r^t, als Rarrat erschienen, festgestellt h.ilte, (InR jclonri I rsknv in/wNchen I i!i kjackomi'ion v. ''v Oblnnsky v^iii dcirinrfc.b mit Fiarial allein hier im Zimmer? Wo waren Sic denn?« »Oblonskv hatte mit Barraf zu reden wegen Pölitz, wegen der Papiere — und anderem. Er wün.schte meine Anwesenheit nicht. Ich ging deshalb hinauf und saß oben bei .Agrnfena Ignatjcwna in ihrer Kammer.« »So war das«, meinte Köster nnd sah Jelena prüfend an. Sprach sie ietzt die Wahrheit? Oder war das eine kluiyc Erfindung zur Entlastung Oontards, des Sohnes? Vielleicht war dieser Oblonsky gar nicht hier gewesen, tn hatte ihn doch niemand gesehen. Nun, dachte Köster, das wird sich wohl herausstellen. »Agra-fena ist jene alte Frau, die nebenan wartet?« fragte er. »Ihre Bedienerin?« »Meine Kind'erfrftu, ja! Sie wird Ihnen sagen — fl'hcr Sie werden sich vielleicht schlecht verständigen — sie spricht kaum Deutneh.« »Wir höÄien Dolmetscher«, belehrte sie Köster. »Aber da« hat noch Zeit. Ich will Ihnen glauben. Wo ist Ihr Vetter Oblonsky denn jetzt?« •<^Das weiß ich nicht.« Jelena /Aickte die Achseln. »Wie soll ich es denn wissen? Er ist fort, muß we^gegnngcn sein.« »Wann denn? Hat er sich denn nicht von Ihnen verabschiedet? Ist er e'nfach verschwunden?« »Ich weiß es wirklich nicht«, flüsterte lelena, offenbar verwirrt. »Viellelchi hat ilm ieiiiarn der Heimat die Lösung neuer Aufgaben im Blick auf die Versorgung der Truupe nicht nur mit Waffen und Munition, sondern auch mit Lebensmitteln. Ks ist deshalb nur zu verständlich, daß zu Hnde dielet dritten Kriegswintens eine neue Anpasiung der Lebensmittelrationen an die gegebenen Deckungsmöglichkelten vorgenommen werden muß, bedingt durch diö nur durchschnitt-llchen Ernten der letzten beiden Jahre» ver-bunden mit der aüßert>rdentlichen Ungunst der Witterung nicht nur In DeutichlÄnd allflh, sondern In tAAt alten Ländern Europas und durch den durch die Kriegführung bt* dingten erheblichen Mehrbedarf, der ilcn bei unseren Oegnern in größtem Malie ungünitig auswirkt. Allein ein Blick in diö in ^gland 2uf Verteilung kömmenden Lebensmittel* rMlonen xelgt eindeutig, in welch hohem Maße bei ihnen Schmalhans Kuchenmtistcr ist. Da» deutsche Volk weiß, daß von einem grcßcn Mangel an Lebensmitteln im Reich und bei unseren verbündeten Mächten keine Rede ist, vielmehr sind auch die bekannt gewordenen Beschränkungen der LebensmitieU Zuteilungen die weitsichtige Arbeit der ver« üfltwortilchen Stellen, den deutschen Ernäh* rungssektor auf einem Stand zu halten, der äteich dem tapferen Einsatz des Feldheeres en besten Girant für den sicheren Endsieg bietet. Andererseits ist bei der notwendig wer* denden Beschränkung zu berücksichtigen, daß der Bedart an Lebensmitteln aus folgenden Oründen nicht unwe.tentllch gestlegen Ist: 1. Die Verstärkung der WeTirmacnt hat eine Steigerung des Nahrungsmlttelbedarrs zur Folge. Der Soldat muß seinem höchsten Einssts entsprechend bestens ernährt werden. Dies erwartet und versteht jeder Volksgenosse. 2. Für die vergrößerte Wehrmacht müssen in wachsendem umfange Waffen, Munition und sonstiges Rüstungsmaterial hergestellt werden. Dies hat 2U einer Vermehnmg der Zahl der Schwer- und Schwerstarbeiter und vor allem der Lang- und Nachtarbeiter ge* tührt Infolgedessen hat sich die Zahl derer, die Lebensmitteixulagen erhalten, gegenüber dem ersten Krl^sjahr um mehr als eine Million erhöht. Diese Zahl steigert sich um rund 2^ Millionen Arbeitskräfte aus dem Auslande. .Darüber hinaus Wurden mehrere Millionen Kriegsgefangene In den Arbeitsprozeß der deutschen Wirtschüft eingereiht. Auch dafür werden 2usttt%lich Lebensmittel benOtlgt. 3. Ein Teil der von uns besetzten Gebiete verfügt über eine hochentwickelte und für unsere Wehrmacht wichtige Industrie. Diese Gebiete waren bisher vielfach nicht In der Lage, sich vollständig selbst zu ernähren. W'r gaben dei>halb diesen Gebieten Lebensmittelzuschüsse, vor allem Brotgetreide, um dadurch auch ihre Wirtschaftskraft in den Dienft unserer Rüstung zu stellen. 4. Das Gebot der Treue verpflichtet uns, dem heldenhaften Finnland bei der über-u'lndiifi!? seiner Ernährungsschwierigkelten zu helfen. Die Nahrungsmittellleferungsn Deutschlands an diesen Verbündeten und an verschiedene besetzte Gebiete sind ein entscheidender Beitrag für den Neuaufbau Europas. Nur zu verstündlich i.st es. daß diese gesteigerten Anforderungen nunmehr, um die weitere Stabilität der Lebensniittelration zu sichern, eine Anpsssung des Innerdeutschen Verbrauchs an die gegebenen Versoraungs» möglichkeiten erforderlich machen. Auch die Bevölkerung der Untersteier-mark, die schon so Oft Ihre Einsatzbereitschaft für den ündslsg unter Beweis gestellt hat, hat es gelernt, nicht nur den Schwierigkeiten ins Auffe zu blicken sondern sie unter restlosem Ifitlsats eu Oberwinden, immer eingedenk der großen Opfer, die an sllen Fron* ten des großen Krieges von unseren tapferen Soldaten gebracht werden. Aus dieser neuen Lapre «bor ergeben »lob neue und große Aufgaben; 1. Es Ut notwendif, noch mehr als bisher alle verfügbaren Kräfte nicht nur In der Untersteiermark und in Großdeutschland, sondern in ganz Europa zu mobilisieren, um die Nahrungstnittelerseugung weiter zu steifiern. 2. Das ganze Volk muß In der Ernälirungs-wirtschaft mehr denn Je mitarbeiten« Die An* stfetigurtgen des Landvolks auch in der Un-terstelermark mt Erhaltung und Steigerung der Erzeugung mü-^sen durcti die Mitarbeit der Verbraucher, der Ksufleute und aller sonst in der Eruliiruflgswlrtschaft tätigen Volksgenossen noch mehr als bisher unter- ungsseKTor auT emem Btana zu halten, der h"' erster I.lnle lelch dem tapferen Einsatz des Feldheeres r 1 1 ® ?®r Ö^Jtämpfung des len besten Girant für den sicheren EndsletJ /o^rderllch' ähnlicher Mißstände er- Die Landwirtschaft in der Untersteiermark kennt bereits die Aufgaben, auf die es bei der diesjährigen Frühjahrsbestellung, die im Unterland mit aller rntenslvltflt betrieben werden niMfß, ankommt. Es sind dies die Stelgerung der Ackerbauflächert für Kartoffeln, Ölsaaten und Gemüse, die Erhaltung der iPro-duktion an Brotgetreide, die Ernatung des Schwelnebestandes, die Fortsetzung der Micherieugungssohlacht und der Weg über die Selbstversorgung zum Überschußgebiet. Die Ausweitung des Krieges machte es not-wen^g. immer mehr wchrpfliohtige Männer zur Truppe einzuziehen. Art alle Volksgenossen, die noch nicht In kriegswichtiger Arbeit stehen, ergeht daher der Appell, zur Sicherung der Ernährung ihre Arbsitskraft der Landwirtschaft für die Bestellung, Pflege und Ernte zur Verfügung zu stellen. Dieser Ap-bell richtet sich in erster Linie an diejenigen Volksgenossen. Frauen und Jugendlichen in den Dörfern und Landstädten, die früher in der Landwirtscaft gearbeitet haben. Wer 8lch dieser Verpflichtung gegenüber der Volksgemeinschaft entzieht, hilft dem feind. Man denke iniiner daran, da0 die Ernahrunp: eine der wichtigsten OrundlageiMür den Sieg ist. Von der Landwirtschaft wird selbstverständlich erwartet, daß sie ebenso wie in den vergangenen Jahren auch diesmal wieder ihr Äußerstes zur Erstellung und Bergung der neuen Ernte hergibt Jeder muß sich darüber klar sein, daß es höchste Pflicht Ist, für unsere heldenmütig kämpfenden Soldaten und für die Heimat, die die Waffen für dieses Heer schmiedet, die Nahrung zu schaffen Ebenso wie an der Front jeder deutsche Soldat In vörbildticher Weiss sein Äußerstes hergibt muß auch in der Heimat die Haltung jedes elnaslnen selbst in den fCieinigkeiten vorbildlich Sein. Die Bestimmungen der Kriegswirtschait mOgen unbequem sein, sie sind aber die Grundlage der gerechten Verteilung. Die kleinen und kleinsten Übertretungen der Kriegswirtschaftsbestimmungen, die heute vielfach zu verzeichnen sind, haben einen zusätzlichen Verbrauch zur Folge, den wir uns nicht leisten können, Während sich so Deutschand und der europäische Kontinent durch die Mobiiisierunc der in Europa vorhandenen großen Produktionsreserven und durch die Erschließung des Ostraumes Schritt für Scliritt die Nahrungsfreiheit und eine bessere Zukunft erkimpfen, steht England vui der TatRache. daß sein Lebensnerv, die Zufuhr aus Dbcrsee« unaufhaltsam schwächer wird. Auch Im Ernährungs-krieg kann uns der Endsieg nicht entrissen Werden. Die befreite Lintersteiermark wird es als ihre schönste Aufgabe ansehen, allen auftretenden geringen Schwierigkeiten zun» Trotz, Ihren Teil zu der HrfUllung der gestellten Parole beizutragen: »Sieg um ledci Preis I« V«rand«rung»n in d«r Lebensmitt«izut«ilung Auf Grund des im Reichsanzeiger vom 19. Mär* veröffentlichten Erlasses übcf die Durchführung des Kartensystems für Lebensmittel für die 35. Zuteilungsperlodö vom 6. April bis 3. Mal 1Ö42 treten in der Höhe der Ratloneti für Brot und Mehl, Fleisch, Fctle sowie Kaffee-Ersatz und Zu-satzmlttel Veränderungen ein, Icdef Verftorgungsbcrechtigte mit Aits-^ nähme der Selbstversorger erhftit in der 35. 2utellungaperiode eine Sonderzuteilung von einer Normaldose Kondensmilch. Im übrigen bleiben die laufend gewahrten Rationen an Schweineschlachtfctten, Getreidenflhrmitteln, Teigwaren. Kartof-fclstärkeerzeugnissen und Zucker gegenüber der 34. Zutcilungsperlode unvierfin-dert. Im einzelnen bleiben die Brotrationen der Kinder und Jugendlichen von sechs bis 20 Jahren sowie die B'-otzulagen der Schwer-, Schwerst-, Lang- und NAChtar-heiter unverändert. Gesenkt wird dagegen die Brotration der Normalverbraucher über 20 Jahre um wöchentlich 250 Gratiim auf 2000 Gramm und die Brotration der Kinder bis zu drei Jähret) um 200 Orimm wöchentlich auf ÖOO Gramm. Die Kinder bis 2U drei Jahren erhalten Jedoch unverändert wöchentlich 125 Gramm Kinder* Stärkemehle. Die Brotration der Kinder ...............................................^ ^ Zwei Masseif ersannlDgiei in Martin ßutidesftihrer Frtni Steindl und Führung samtsteiter Siegfried trem! sprechen Mir Bevölk ening Im Rahmen der Versammlungswelle des Steirlschen Heimatbundes veranstal- tet der Kreis Marburg-Stadt nach einer Reihe von Kleinversammlungen Samstag, den 21. März Ultt 20 Uhr zwei Massen-Versammlungen, bei denen BundesfUhrer PranK 81eIndt und Führungsamtsleiter Siegfried T r e m 1 zur Marburger Bevölkerung sprechen werden. Zur Bevölkerung des rechten Drati*-Ufers spricht der Bundesführor in der Autobusgarage in der Triesterstraße. Zum ersten Mal wird die größte Halle der Stadt für eine Versammlung benützt. Tausenden von Volksgenossen wird auf diese Welse die Möglichkeit geboten, den Ausführungen des Bundesftihrcrs zu folgen. Im Heimatbundsaal und allen seinen Nebenriumen versammelt sieh zur selben Stunde die Marburger Bevölkerung des linken Drauufers, Dort wird Reichsredner Siegfried T r e m 1 das Wort ergreifen. Mit diesen beiden Versammlungen findet die Versammlungswelle des Steirlschen Heimatbundes im Kreis Marburg-Stadt ihren Abschluß^ von drei bis sechs Jahren wird um wöchentlich 100 Gramm erhöht unter Herabsetzung der Ration «n Kinderstärkcmehlon auf die Hälfte (62.5 Gramm wöchentlich). Die Brotkarte A berechtigt künftig nur noch zum Bezüge von Brot aller Art einschließlich Mischbrot, jedoch mit Ausnahme von Weizenbrot (Weißbrot). Die Brotkarte B, die wie bisher neben der Brotkarte A an Normalverbraucher und Jugendliche von 10 bis 20 Jahren ausgegeben wird, berechtigt zum Bezüge al-der brotkartenpfllchtlüen Waren einschließlich Weizenmehl und der anderen Weizenerzeugnisse (Kuchen usw.). Bei Fleisch oder Fleischwaren werden die Rationen der Normalverbraucher über 18 Jahre und der Kinder bis zu 6echs Jahren um wöchentlich 100 Gramm, die Pationen der Kinder und Jugendlichen voji sechs bis 18 Jahren um wöchentlich 50 Gramm'gekür/t. Die Zulagen werden für Schwerarbeiter um, wöchentlich 100 Gramm, für Schwerstarbeiter sowie Lang-und Nachtarbelter um wöchentlich 30 Gramm gesenkt. Die Gesamtfettrationen der Kinder bis zu 14 Jahren und die Fettzulagen der Lang- und Nachtarbelter bleiben unverändert. Die Fettrationen der Normalverbraucher werden für die Zutellungsperlodc (vier Wochen) um 250 Gramm, der Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren um 125 Gramm gekürzt. Daneben tritt eine Kör-zung der Fettzulagen der Schwerarbeiter In Höhe von 100 Gramm und der Schwerstarbeiter In Höhe von 400 Gramm ein. Eine weitere Neuerung ist die Einbeziehung der Mikl-Nachspelse und der Soßenpulver für Süftspeisen in die Karten- und Beiugschelnpflicht für Kartoffelstarkeerzeugnisse. Die Ration an Kaffee-Ersätz und -Zu-satzmltteln wird für Verbraucher über drei Jahre auf 312.5 Gramm je Zutellungspe-rlode festgesetzL Kinder bis tu drei Jahren erhalten keine Kaffee-Ersatz und -ZusatJ:mltteL In der 3t. bis 39. Zutcilungsperlod;; werden die über sechs Jahre alten Ver- Ein Storch Von Friedrich Wallisch ^ Der Herr Direktor hatte die Zigarre in j Brand gesteckt. Nun konnte er also weitererzählen. »Nein, hab' ich meinen Kin-, dem gesagt, nein, von mir seht ihr nichts mehr. Selbst Ist der Mann. Jeder ist seines, Glückes Schmied. Ich muß noch an mich selbst denken, das Leben lÄt mir noch einiges schuldig geblieben. Wenn Ich einmal die Augen zumache, bekommt Ihr ohnedies mein Geld... Ja. das hab' ich meinen Kindern gesagt. Und ich bin ein guter Vater. Ich interessiere mich sehr dafür, was aus meinen Kindern wird. Glauben Sie mir, es gibt auch Eltern, denen es ganz gleichgültig ist, wie Ihre Kinder mit dem Leben fertig werden. Also, ich muß schon sagen, eine solche Teilnahmslosigkeit, die finde Ich geradezu tierisch.« »Aber ein Slorch sind Sie nicht, Herr Direktor.« Das sagte der Dichter, der ganz unten an der Tafel saß. »Wie bitte? Ein Storch?« Der Dichter wurde rot. Er hätte das nicht sagen sollen. Seine Gedanken waren ihm mit der Ztmge durchgegangen. Der Direktor ließ nicht locker. J!>Wie meinen Sie das mit dem Storch? Er vermutete irRend eine spöttische Anspielung, die er nicht dulden durfte. t>lch möchte Sic bitten, mir Ihren /nologischen r.inwiirf /u erkl.'lrcn.c »Die Sache käm mir nur sO in den -Sinn«, wich der Dichter aus. »Welche Sache? Ich verstehe kein Wort.« Der gereizte Ton des Direktors stärkte den Widerstand des Dichters. Weshalb sollte er sich vor diesem lauten und selbstbewußten Mann ängstlich zurückziehen? Es war ganz In der Ordnung, ihm i^ede und Antwort tu stehen. »Als Sie von Ihren väterlichen Gefühlen sprachen, Herr Dlreictor, und die Teilnahmslosigkeit anderer Eltern als tierisch bezeichneten, da kam mir ein Erlebnis mit einem Storch in den Sinn. Ich befand mich im letzten Jahre einige Zeit zum Sommeraufenthalt in einem Dorfe. An einem heißen Tage brach ein Brand in einer gefüllten Scheune aus. Als die Feuerwehren der umliegenden Orte erschienen, war der Bau samt dem Getreide darin nicht me|^r zu retten. Von allen Seiten stiegen schon die Flammen zum Dache auf. Die Löschmannschaft mußte sich begnügen, dafür zu sorgen, daß das Feuer nicht die nahen Dorfhäuser er-griff. Plötzlich sahen wir, wie ein mächtiger Vogel über dem Brand erschien und die ticfdunklen Rauchschwaden umkreiste. Da erinnerten wir uns daran, daß auf dem Dachfirst der Rcheuno ein Rad mit einem Storchennest lag und daß sich zwei Junge darin befanden. Ein ige Feuerwehrleute versuchten, das Nest mit langen Stangen zu erreichen. Aber dieses Beginnen war ganz aussichtslos. Das Feuer machte eine Annäherung unmöglich. Das Storchennest war bereits zwischen l^lammen und Rauch unseren Blicken entschwunden. Der große Vogel, den wir als die Mutler der neiden Jungen erkannten, zog enge Kreise über dem Standort des Nestes. Sein Klappern klang uns, die wir nicht helfen konnten, t|UÄlend In den Ohren, Das ging so einige ZelL Plötzlich ließ sich der Storch herabsinken, und da ein Windstoß die Flammen ein wenig zerteilte, sahen wir, wie er sich mit geschlossenen Flügeln eben dort niederließ, wo sich das Nest befand. Er bedeckte mit seinen Flügeln die Jungen, um sie vor dem Feuer zu schützen. Es war die edelste Gebärde, die ich je im Leben gesehen habe. Die Flammen stiegen hoch. Wir vernahmen nur ein kurzes Klappern, dann nichts mehr. Ich sah, wie die Bauern die Hüte vom Kopf nahmen, als würden sie In eine Kirche eintreten. Die Frauen fuhren sich mit der Schürze über die Augen. Die Scheune brannte bis aiu die Grundmauert; nieder. Dan ist die Sache mit dem Storch, die' mir vorhin eingefallen Ist. Herr Direktor.«' Und zu diesem kurzen liericht Ist noch | hinzuzufügen, daß hier nicht die f^hanta-sie des Dichters ihr Spiel treibt, sondern' daß sich diese Storchengeschichte. .<«o| wie Ich sie eben erzählt habe, tatsächlich' 'zugetragen hat. Di« richtig« ■•handlung Ein deutsdier Reisender in der sich vor dem Krieg für sein Fuh^wcrlv einen pohlischen Kutscher nahm, war mit diesem Mann in jeder Beziehung, bis auf eine, zufrieden; Warras trank, wenn er irgendwo einen Wodka erwi-iiclien iconnte, bis nicht ein Tropfen mehr vorhanden war. Der Herr versuclito es mit Ermahnungen, schließlich mit ^helt-Worten — nichts half. Entlassen konnte er den Kutscher nicht, weil er niemanden 2um Ersatz hatte. Einmal überraschte er Warras aui frühen Morgen hn Staill. als der ltzte Haifte einer Wod-kaflasche einverleiben wollte. Außer sich vor Zoni riß der Herr ihm die Klaschc vom Munde fort und warf sie durch das Fenster auf den Hof, wo sie zerschellte und den Inhalt verspritzte. Darauf ging der Herr Ins Haus zurück. Als er eln»o Stunde später den Kutscher rief, meldet dieser sich nicht. Und dann nujßte er feststellen, daß WarröS seihe Sachen KCpockt und seinen Dienst verlassen hatte. Kurz darauf erzälilte er einem l^ekanntcn. einem po^rischeii Chitsbesltzer sein Erlebnis mit Warras. ». . . . Ich bin erstaunt über diesen nicilzlichen Abbruch«. schioR er seinen liericlit. «denn der Bursche Ai^'ar .sonst \\illig. freundlich, hilfsbereit, und es tut mir wirklich leid. daR er weg ist. Ich versteh«: das eigentlich nicht.^ 5eite 6 »MarbuTger Zuitungc 20. März 194^ Nummer T* sor^ungsbercchti^tcn iiiul die Inhaber der Reifhsfcttkarten SV I, SV III und SV V je 50 Gramm Speiseöl an Stelle von 62.5 Gramm Margarine in jeder Ziiteilungspe-riode erhalten. Die Vorbestellung für den Bezug dieses Speiseöls muß spätestens bis zum II. April 1942 ertolgeii, hinen Vergleicii der alten und neuen l^.-'Hnpen in Gramm ie Woche ermöglicht die folgende Gegenüberstellung: Brot l>i00f» l.nns- imtJ NachtarlH-iter . . 'JfM» Schwerarbeiter ...... Schwcnstarheitcr . . i » . Uir.f» MtX) K c t t Klciij.stkiiuk'r l'^is zu drei Jahren 123 12.'> Kleinkinder voii bis H jalircn 18S 1S8 Kindtr von ü hi.s |4 Jahren 2*.'i J>i','eiulliehe von I I bis fS Jahre-i i-fni Normalverbraucher über 18 Jahre 2ii!) 206 I anp- und Nachtarbeiter " . . 2S<> 22)) Schwerarbeiter . . » . k . MM .'»Oli Scliwerstarbeiter......T.'iH 575 F 1 c i s c h Kleinst- tmd Kleinkinder bis /ii t' Ja Inen........2"iO 130 Jii;.;cndliche \ on ti bis IS Jahren IfX) MöO Norinalverbraiiclu'r über KS Jahre HK> J0',> I üiiK- inid Nachlarbciter . . t>(K) 450 ^eh\^ erarbeilei ......SIHI Scliwerstarbeiicr......KMM» 85«1 I)ie S.'il/e liir die Selbstversorger sind enlspreeheiui ge.'inderl worden. Weitcrc l'jn/elheiten über die Neuregelung sind .lus dem l^eielisanzeiger vom 19. /Mürz zu ersehen. .Nut" die Gruppe der Normalvor-braueher eniiallen nur rund 40 Prozent des deutschen Volkes. (iO Prozent enll'nl-len auf LÜe übrigen X'erbrauchergriippen, die Wehrniai'lil und die Selhstveri^orger. * Änderung der Ausmahlungs-vorschriflen hie VorNor.iiungsla.ue macht es urior-dcrlicli. die .Aiisnuililiing für RogKCti und Wei/.cii erneut licraufziisct/üti. Roggen und Weizen werden in Hinkunft voll aus-ücnuihlcn werden. Die dieser Ausbeute eii(spi>jclicnde Weizeiinielilt.vpc I70<1^ würde die weitere Hcrstelhing voni Klcininebäck inid I"ciid)ack\varc lumiög-licli inacheii. Uni trotzcieni die weitere Herstellung \on Kleingebäck luid Fcin-huckwaroii zu ermögliclicu, wird bis uuf weiteres die Wcizeiiausniahlung so j^e-staltet werden, dali etwa 2^ bis ,i5 \'. M. der Wcizemnelircrzcugiiisse als Mehl der bislieriK'eii Type lOöO vorweg gezo-k^'n werden. Dieses Weiz-viiineli] ent-spricht der bis zum 1. I'ebruur UMJ zu-.^ckissciieii Wcizenuiehltype und eignet sich, wie die lirfalirnngeii gezeigt haben, aul-leroidemlicli k'ut sowohl für llaushal-tuIl.^^szwecke, wie zur Herstellung von Klcim^cback inid Feinbackware. Das rcslüeli anfallende Weizenmehl, das so-, genannte BrotMiehl. wird nun zur Bei-mischun:.: zum Roj.;,L:cninchl bei der Brot-licrstclluiik^ verwendet werden. Die Haupt vcrcini;,qnig der deutschen (ic-trridc- und f'uleriniltelwirtschaft wird starke Front von treuen Menschen Wir besuchen eine Baueruversammlung Ein klarer aber doch schöner Sonntag, der den koiiiinenden ^'rülllin^ ahnen li*2li, trieb mich aus den Mauern der Stadt in die schöne Gegend der Windischtn Büheln. Schon am Kinsang des ersten Ortes fiel mir ein Plakat dc.s Steirischen Heiniatbinides mit der Ankündigung einer Versammlung auf. Da es gerade eine Stunde vor dem Versammlungster-mhi war, schlenderte ich langsam durch das l'Vorf dem Kund^ebungsort zu. mid war überrascht, dort schon eine Menge Bauern w-artend anzutreffen. Von weit und breit waren sie mit ilircin gesanl^-n Gesinde zu Tal gekommen, um die angekündigte Rede zu hören. Das Lokal war schoii überfüllt, ehe noch die Stunde des Beginnes geschlafen hatte und für mich war es. als der I^odner mit seinen Ausführungen begann, eine FreuJugendhilfe« der Btmdesl'Uh-rung, F'g. Voller. Durch die Klärung des arbeitsmäßigen Aufbaues in den Kreisen, ferner durch reges Zusammenwirken der an der Arbeit beteiligten soll von vornherein jede Doppelgeleisigkeit in /der Durchführung der Betreuung der jugendlichen vermieden und womöglichsf eine rasche Arbeit erreicht werden. Kleine Clironiit ni. NSKK-Griippeniühr©r Dörfler besuchte CIHI, Der Führer der .Motorgruppe Alpenland, NSKK-Gruppenführer Dörfler, weilte dieser Tage zur Besichtigung des Motorslurmes der Standarte Cilli der Wehrmannschaft in Cilli. Er inspizierte die Diensträume des Sturmes und die angetretenen Unterführer sämtlicher Stürme der Kreise Cilli und Trifail und fand für die Ausbildung und den Kam-pfgeist der SturnnnänrKT inigeteiltes Lob. Am gleichen Tage besichtigte Gruppenführer Dörfler auch Stadt tmd Umgebung von Cilli. m. Mit dem Eteernen Kreuz II. Klasse üu^Ke^elchnet. Für Tapferkeit vor dem Feinde wurde der Gefreite Alois Münzer aus Schöpfendorf b'Oi Abstal mit dem Fisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. m Beschädigte Wasserleitungsanlagen müssen instand gesetzt werden. Wir verweisen auf eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters der Stadt A\arburg. nach der die Beschränkungen der Wasserentnahme aus den städtischen Leitungen aufgehoben sind. Gleichzeitig ergeht an alle Hausbesitzer die Aufforderung, um die Instandsetzung der beschädigten Wasserleitungsanlagen besorgt zu sein. Samstag, den 21. Mirz 20 Ulir Samstag, den 21. Mflrz 2 Massenversammlangen in Marburg Es sprechen: Der Bundesführer FÄ A HZ STCIMOi in der Aulobusgarage, Tricsterstraße und Keiclisredner Pg^. SfCOf AfiO TJtCNl im Heimatbundsaal .samt Nebenräumen HXNNER UNO FRAUEN KOMMT GESCHLOS EN I 27 Sprachkum io Oberbura In der Ortsgruppe Oberburg werden gegenwärtig 27 Sprachkurse mit insgesamt 11.3.^ Teilnehmern abgehalten. Ne-bzu acht Berufslehrern erteilen 13 Laienlehrer den Unterricht in deutscher Sprache. Sie scheuen es nicht, oft lange \Veg-strecken in diesem entlegenen bäuerlichen Gebiet zurückzulej?-ii und ihre letzte Freizeit zu opfern. Der Besuch der Sprachkurse war trotz des strengen W-^inters in den vergangenen Monaten sehr gut. Dies ist ein deutliclKr Beweis für die Lernfreudigkeit der hiesigen bäuerlichen Bevölkerung, die dabei ist. die letzte Schranke zwischen ihr und dem übrigen deutschen Volk zu bcs-Jiti-sen. m. Todesfällen Heute früh starb im Marburger Krankenhaus der^ ehemalig-w Fleischhauermeister Georg Schrott aus Marburg im Alter von 73 .lahreii. Der Verstorbene, ein aufrechter deutscher Mann, hatte sich vor Jahrzehnten zur Zeit der deutschen CK'meindewirtschafi als langjähriges Mitghed des städtischen Gemeinderates für das Wohl der Stadt verdient gemacht. Alle, die ihn kannten, werden dem Verstorbenen ein gutes Ol-den'ken bewahren. — Im Marburger Krankenhaus starben: die 47-jährigc Glasmachersgattin Ursula Schibert aus Eichtal 62 bei Hrastiiik und der 59-.iäh-rige Oberspielleiter Artur Hey aus Wi*'jn, der zur Einäscherung nach Graz überführt wird. Ferner starben in Marburg: In der Redteubachergasse 5 der 49-jährigc Werktneister der Reichsbahn Ernst Hcidenkummer, in der Engerth-gasse 6 das Schniiedsöhnchen Franz Gomsi, in der Poberscherstraß^j In die 73-lährigc Private Maria Schustcritsch. in der Allerheiligengasse 8 der Hausbesitzer Jakob Haring itn hohen Alter von 91 Jahren, in der Hackigasse 7 der 73-jährige Winzer Josef Scher, in der Mel-lingerstrafij 67 der 81-jährige Private Martin Dominko und in Drauweiler bei Marburg, Bärengasse 4 die Arbeiterstochter Christine Kmetez im blühenden Alter von 18 Jahren. — In Anderburg starben der 70 Jahre alte Franz Zeitkammer aus B^itritsclmitza und Josefine Tauschek aus Kanino iu Rab»2ndorf bei Fraßlau ist Konrad Ribar gestorben, n>. Ernennung im Schulaufsichtsdienst. Der Führer hat den Regierungs- und Schulrat Karl Urragg zum Oberregierungs-und -schulrat ernannt. Karl Urragg ist bei der Behörde des Reichsstatthalters in der Steiermark Leiter der Unterabteilung für Volks- und Hauptschulen und bei der NSDAP, Gauleitung Steierqiark, Gauamfs leiter für Erzieher. m. Sachsejileld berichtet. Die b, Rcichs-straljensammlung für das Winterhilfswerk und der Opfersonntag erbrachten wieder beachtliche Beträge. — Anläßlich eines Elternabends, zu dem viele Volksgenossen, vor allem Elt»;;rn, erschienen waren, bot die Sachsem'elder Jugend ein recht buntes und heiteres Programm, fiesang, Reigen der Jungmädel, heitere Bühnenstücke, wie »Es geht nichts üb^r die Gemütlichkeit«, das .Marmeladeesscu der Pinvpfe und gymnastische Ühunucn der Pimpfe erfreuten alt und .iung. »Sie haben ihn nJoiit richtig beliun-, ilcli.r erklärte der I^)le läcliehid, Ihr Kulscher war nämlicii vor einer Stunde' hier, um bei mir Dienst zu suchoii, .Alsj ich ihn fra'^ie. warum er von Ihnen fort! sei. da sa;:ie er. daß es nicht mit Ihnen I au^zuliiilten sei. Sx' seien immer sehr! nett gewesen, ja. — aber sie hätten sich ül)erhaupt nicht um seine Frziehun.vj gekümmert. Anstatt ihm das Trinken mit! einigen Trachten F^rügel abzugewöhnen, hätten sie blol^ immer herumgeredet. Daim aber seien sie so unmenschlich grausam gewesen, ihm die Flasche vom Munde wegzureißen und den \\odka auf den Hof zu k'icBen.'< Der deutsche Herr s\;hültche den Kopf imd zucktc die Achseln. Die richtiiie Behandlung, das sah er ein, würde -r nie lernen ... E. S. Die Jugend marschiert! Abschlul! der Woche der Deutschen .lujicud isi eine .stv;il aiislci^jeiidc Kurve, die vom ersten Vuiaii;:: der .luuendarheit in Uuterstei-cniuirK um l'riilnahr IV-tl lierauffiilirt his zum ici/iis'cii Sta'id. lüii iiiipouiereuilcs Aufhauwerk sehen \\ir da und dieser Eituliuck wird noch \ersiäiki. wenn wir wissen, unter welchen \ (H aussct/uii.v,'en und welchen Mitteln dies alles ■^'e.^chafieii wurde. In der Tat ist heute die .luvend i^ur iiichi mehr wcn/ndeii-keii aus der pi)litisehcii Arbeit in der l.'iUer-Meierniark. I'iu Iv'iickblick auf die etu/cliicii litappen dieses Aufbiuies /eint uiis als wiclitij,'eu Ijm-scliiiitt den Snortia:^ der heutselicn .lu-*>cend , der am JS. und September 19-11 mit \ ielen luiiidert 'I eiliielw lern in iWarltur^: tii"rcli:.;<'iuhil wurde. Das war die ersic Grolj-\ cranstaltuiiv; dieser Art im l iiteriand. Iis ft»ly;te dann ein ;.,a'Waltivcer Schrill nach \()r-wiirts. ilcr sehtui rein iiulierlicli aus der l orni der /weilen «roiku AKlion /u ersehen ist: Wenn damals Marlnn^ allein der Scluut-plat/ gewesen war. so ;.;ah es iiimmehi". in der \\ uciie dei Dcut^clicu Ju^jeilii . Überuli in .is'an/ l'nicrsieiermark üiol.5e \ craiisialtun-xcu. die «esunUe Offeiiilichkeit koinne l-in-hück nehmen in das Leben, das iinsere Jun-j;eu und .Mädel in der .luijcndbeweKiinj^ fuhren. Die j^roHe riihrertais'Uiijii in Marhurj; (mit den Iv'edeii von liuudesführcr Steindl und Dberstainmfiilirer Schilcher) diente mehr da/u. den liliek auf das KroHe Ziel auszurichten. eine innere SauuiihiUK vor/unehmen vor neuem laiisat/.; daueren waren die 1-i^ 1-Iternahende. die in dieser Wochc in Stadt und Land die j^anze Bevölkerung: vereinten, da/u da; Der filternscliaft und uanz besonders den N'äteni und Müttern der Zchniiih-riuen ein leheiidijics liild zu Jieben von dem Geist, dci die .lugend von lieute beseelt. Zwar kann so ein rLlternabend mit seineu he-schriiiiklen iMitteln immer nur ein kleiner N'ersucli sein, einen liesamtüberhlick iihei dasS so umfaui,'reiche Arbeitsfeld der Junend-arheit /u jicben. Trot/.dem bekam uian liei einer Fahrt durch «an/ Ihitersteiermark. beim Hcsueh einer «rol- ' An/ahl die.ser AbcuUe» die beifliickeiide Ucwlllheit, daLi überall Kute Kräfte am Werk sind: man bekam eine kleine Ahminj^ von der Kraft der Gemeinschaft, deren Erlebnis im .Mltam. besonders aber auf f'ahrt und I-ajLter. dem iun-.ceii .Wenschen wirklich Haltun.v; und Fohu Kibt. .Ahschlieliende l'ührerapindle ni allen Bannen werden nach einem Rückblick auf das bisher geleistete der .'■Nusrichtuns; auf die neuen .Arheitsziele dienen. Demi die Jugend wcili. 'dafi Knasten slcichhedeutend ist mit Rosten und so ruht sie nicht auf den Lorbeeren histier errunseuer ürfolge aus, sondern Kellt irleieh wieder an neue Aufnähen heran. Sie weiU, daß überall noch mehr zu leisten, noch hesser zu arbeiten ist. Nach dem erfoljireichcu Abschlull dei Woche der üeut.scIieN Jugend mit ihren vielen N'eranstaltuuRen und mit der lumdert-rno/entine.n Frfassuuj; der ZehnialiriKcn hallen wir die Gewiliheit: Hie untersteirische Jujccnd marschiert! ,\ufüpfernder und unermüdlicher Einsatz aller Führer, freudige Mitarbeit der .luiisen ynd .Mädel .schufen das Werk, dessen erfolRreiche erste liewäh-iun:.;snrobe wir eben erlebt haben. W. Ii. S|t Weitere Elternabende Die Getolgscliaft Oberburj; der Denischen juffend veranstaltete im Knhtnen der h'-gendwoche einen lillernabend. Tanzgruppen. Siufischareu sowie Vorführmijien der hingen haben ilie Hltern erfreut. Die Angeliti-rigen der ju.tjtMid t'ingen mit dem IVewulit-sein nach ilause, d.1l^ ihre Inngen und Mii-j liel in tier Deulschen Jugt-'ud wirklich etwas; Ordentliches tun imd in der hiuemlarbcit j auch was leisten Am M, .Mar' li>12 abends' hielt ^die D;.*nt-ehe h'gi'm' in 1 lohlensl-in ili-' rvii erst.,'!! Lilleriiabciid ub. Uu' vulle Saal] bewies, wie sehr die Bevölkerung Anteil an der Jugendarbeit nimmt. Der Gefolc-schaftaführer hielt eine kurze Begriißmijjs-ansprache und erklarte den Sinn der h'-gendarbeit. In hunter Reihenfolge wuehscl-ten steirische Volkstänze und steirische Lieder, vorgetragen von den Jungmädeln Dn.-^ luHKVolk zeigte sein Können durch tadello.scs Bodenturnen. Die Jiingmädel führten das Märelienspiel vllänsel und Gretel« aul. da;-viel Beifall fand. Dem offenen Singen, unter Leitung der Standortführerin, wurde reg«* Anteilnahme entgegengebracht. So klang der erste FJternabend fröhlich aus und [jein wiri! man sich der schönen Stunden erinnern. -Der l'^Iternabend in Dohrofzen bei Sehlemii.'. war gleichfalls von einem vollen Lrfolg he gleitet und dem Hauptscharführer Sepp \Vrus, der Lehrerin Herta Werk und de Junj;mädelfülirerin Sofia Drofenik aebülu' für die tadellose l;instudieriing des bniiten Froßranmis der Dank aller Besucher. Schla^rcrlifjki'il Deh iiichl l»*deulend." nu'inii' ('.anon, ,jahei' sie wt'rd.'n immer lu'sscr, ich hahi' viele Auflrä^ji' . Tiul rr niiimli' ilic Suinme si'in<'s danndi^i'ii jälH'licht'ii l'.iiil ommens „So?'"' siigU- (Iii- Dann- \(•niichU'nd, ,.\iin. das reiclit bei meiner Tochter lieradc für Tasclientücher.u ..Wii'klichM'enu icli gcwuMi bade «lall Ihr I räulein 'l'ochtcr an einer clirouischen H iKisi^ leiilel, hätte ich nir iiiidil luu üie a um-lud loa". Nummer 79 »Marhurjter ^eitunsr« März T943 Seite 7 Wettere Heldenoedeahleiern ia der Hnlersteiermark Wie schon berichtet, fanden in • äint-lichen Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes, in mehreren Orten unter T^eilnahme der Wehrmacht, Sonntag, den 15. März Heldengcdenkfeiern i^tatt. Allerorts wurde in schlichter, aber würdiger Feier erstmalig in der Untersteiermark das Gedenken an die Helden des trüberen und jetzigen Ringens um Deutschlands lihre und Zukunft begangen. So wurde auch In den Ortsgruppen Saldenhol'en, Windischfeistritz, Rast, Tuller, Fraßlau, Sachsenleid und Rohitsch am vergangenen Sonntag besonders l'eierlich der toten Helden gedacht. An den Feiern nahmen neben Aiiitsliägern des Sieirischen Heimatbundes, der Deutschen Jugend und der Wehrmannschaft des Steirischen Heimatbundes auch die gesamte Bevölkerung teil, iMit der Kranzniederlegung und dem Liede vom guten Kameraden fanden die eindrucksvollen Feiern ihren Abschluß. Wir verreisen zu Ostem niclit Die wichtigen Aufgaben, die die l>eutsche Reichsbahn zu erfüllen hat. gestatten .während der Osternzeit keinerlei zusätzliche ZuKleistuiigen; die Versorguni: der Front und die Beför-derynj; von Soldaten müssen d^r Erfüllung alk'r übrigen Wünsche voraii-iiehen. Es muU daher von iedöni Volksgenossen verlangt werden, daß er alle nicht unbedingt notwendiRcn Reisen während der Osterzeit unterläßt; auch für die auswärts eiiiges«.3tzten An.sjeliörrge^i kriegswichtiger Betriebe kann keinerlei Sonderregelung getroffen werden. Unsere Soldaten an der Krönt niüss\Dn trotz der urorien LoistuiiKen, die von ihnen verlanirt werden, schon lange auf jeden Urlaub verziehten; die Volksgenossen in der Heimat dürfen mit ihren Opfern nicht hinter ihren Soldaten zurückstehen. Versammlungsplan des SIeirisdiea Heinalbuades Am 20. März: Kreis Luttcnbarg: n.id R.ideiti, Kapcllt-n, IS Uhr. Dr. Moor; Bad Radein, Eicliniaiii-dorf, l.*) Uhr, Pg. Hnring; Bad Radein, 18 Uhr, Paf. Ncmetz; Ob. Rndkersbing, Kcrsclj-bach, 18 Uhr, F'g. Riißheim; Ob. Radkers-biirg, Stcinzlal. 15 Uhr. Pjf. Rtißhc-im. ^Kreis Cilli; Rahensberj;, Mciniatimnds.ial. 17 Uhr. Pg. Kdo Paidnsch; Packenstein. Ht-i-niafbiindsnal. 17 Uhr, Pg. Rudolf Kindlhofer. Kreis Pettau: Thomasberg, Sawzen 22, | figolitsch, 17 Ulir, Pg, Bauer F., Urban Jo- j scf; Thoniasberß:. Riitznianetz Kowat-i schelz. 17 Uhr, Strttli losel; I honiasbertf. Sl, fl. B. Saal, H» Uhr, Pg Bauer F., Urban jüsef; Thomasberg Hranigowetz 9, Orban Alois, 10 Uhr, Struth joscf; l-aiifen, Fratt-niannsdorf, 17 Uhr, Helfried Lösel. Am 21. März 1942: Kreis Cllli: Cilli—Scliloli. Grüne Wiese. IS Uhr, P)j. Kiiidlijnfer Rudolf: Cilli—Schloß-herji. 18.30 Uhr. Injj. Bernaus: Cilli—SchloU, (jastliaus Stenn. Uhr, Hoffniaim Wil: I.cutsch. Sulzbach, J7 Uhr. Bleyer Herbert: Bad-Neuliaus. Saal der Schweizcrei, 17 Uhr. Dr. Alfred .Ni.,irt; Nenkirclieii. Schule, 15 Uhr. Vs. F:do Paidüsdi. Kreis Marburg-Lunü: Wliidisclinraz. Otiscli- I niiibcrs:, Zelle 08, Schule, 16 Uhr, Ps;. Kai- | tenbäck; Jahrinir. Pülitscliherg, B. Ledine^'. j Zelle U.3. 16 Uhr. Kam. Brotner: Presen, Kai>- " pel, Gasthaus Richter, Zelle 05, 16 Uhr, Kam. (iaiscliek: Ranzcnbery-, Riuizeidicrjj, Kreis-tnag., Zelle 01, 18 Uhr, Kam. Wretschko: Ranzeiiberg. Unterkmiiuund. Schule, Zelle Oi, Uhr, Kam. Wretschko: Ratizenberff, Roßbacli. Gasthaus Fifoit. Zelle 0.?. 16 IMir, Kam. Wretschko: Franlieini, Kütscherbachcr, Ciaslhaus Kopp. Zelle 05, 15 Uhr, Kam. Scheit snik: Dberpulsgau. PraRerlinf. Gasthaus Bersles, Zelle 04, 18 Uhr, Pj;. Franz. Kreis MarburK-Stadt: Linkes Drauufer, lleimatbundsaal, 2{) Uhr, Pg. Trend; Rechtes Drauufer, (iaruKC, .^0 Uhr, Bimdesführer Steifidl. Kreis Pcttau: l^ettau I., Pichldorf, IS Uhr, Pk. Tutter; Pettau II.. Rayosnilz, IS Uhr, Pflüger. Heute verdunkeln wir von 20.00 bis 6,050 Uhr Der Adler — ein Zeichen der Heeresgewalt Ein bedeutsamer Fund 1 Die Wappen — abgeleitet von Waffen — sind aus den Abzeichen der kämpfenden Ritter hervorgegangen und waren ursprünglich auf Schildern, Helmen und Fahnen angebracht. Wenn uns auch weder Schilder noch Fahnen aus dem früheren Mittelalter erhalten sind, so zeigen doch Siegel an den Urkunden der Grafen von Tirol nach dem Jahre 1200 deren W^appcn: einen aufrechten Adler. Bereits aus den ersten Jahrzehnten nach 1300 stammen die steinernen Reliefe des Tiroler Adlers und des Lindenbaumes, wahrscheinlich des Wahrzeichens der (jerichts-gewalt. Für die farbige Darstellung dieses Wappens haben die Geschichtsforscher bisher noch keinen Beleg aus dem 14. Jahrhundert finden können, wohl aber liefert das Arlberger Wappenbuch, das vor dem Jahre 1400 im Hospiz St. Christoph am Arlberg angelegt wurde, einen solchen Nachweis. Iibenso wurde bei einer kürzlich erfolgten Restaurierung eines Altarbildes vom Schlosse Tirol ein geschichtlich wertvoller Fund gemacbt. Dabei fand man das farbige W^appen der Herzoge von Österreich, den Bindenschild, und das Wappen der Grafschaft Tirol, den roten Adler. Das goldene Krönlein ist — wie Professor Otto Stolz, ein bekannter Heimatforscher, inzwischen feststellte — zu Beginn des 15. Jahrhunderts zum Tiroler Adler hinzugekommen, während das grüne Kränzlein erst Anfang des 16. Jahrhunderts aufkam. Die Darstellung des Tiroler. Adlers im Arlberger Wappenbuch enthält Vorstufen zu diesen Zuta- m Tirobf Landesmuseum ten, nämlich die Krone und die Lindenblätter. .ähnlich war auch das Wappen der .Markgrafen von Brandenburg gestaltet: auch dieses zeigte einen roten Adler und Lindenblätter als Helmzier. Die .Annahme jedoch, dali infolge der Personalunion zwischen Brandenburg und Tirol unter .Warkgraf Ludwig von 1341 bis 1362 Tirol das Wappen von Brandenburg übernommen habe, ist kaum richtig, haben doch die Grafen von Tirol schon lange vorher den Adler als Wappen ge-liihrt. Dieser war ein allgeiueines Zeichen der I Icercsgewalt in ganz Deutschland und konnte daher von den (jrafen von Tirol wie von den .N^arkgrafen \on Brandenburg imabhängig voneinander übernommen werden. a. Der Taschenolien der Japaner. Kaum in einem anderen Lande erfreut sich der Taschenofen für die kalten Wintermonate c'ner dermaßen großen Beliebtheit wie in Japan. Der Taschenofen ist kaum größer als eine Zigarrentasche. Iis gibt daneben noch eine besondere Art für Schul!:inder, die auf dem Wege zur Schule des fürsorglichen kleinen Ofens ebenfalls nicht ent-raten können. Gefüllt ist der Taschenofen mit einem Glühstoff, der verbrennt, ohne daß die geringste Gas- 'T)der Rauchentwicklung auftritt. Als Material für die Glühstoffherstellung werden vorwiegend verkohlte und verpulverte Hanfstengel verwandt, die man unter Hinzugabc eines pflanzlichen Öls zu einer festen Masse preßt. VSVW'VVSVVSi^VVVWVW^«V^W^WVV^V^VW«SVVWWWVVNAi{enieinsclialien von Marhurij und Cilli die Gegner ab, deren erstes Zusanmwntreffeii ani erünen Rasen in diesem Jahre einen recht verheißungsvollen Auftakt der neuen Fußballspielzeit vers.pricht. Rapid hat sich für die bevorstehenden Känipfo tiightii; vorbereitet, sodaß die Klf mit umso größeren tiriolj?2n die Marburger Siwrtgemein-sehait vertreten wird. Auf Grund der Krjjebnisse der letzten ÜbunKSspiele Schesclierko; Autolitschitsch, Kramber-ger; Po^dit Borowka, U^Uchek; Heller, Janschekowitsch, Bödetidorfer, Pozeit 1. Kreiner. : M?dem Rennen sechs Punkte, der Zweite fünf, usw. erhält. Der Fahrer mit der höchsten Punktzahl wird dHnn atn E^nde des Rennjuhres zum Giro-Sieger erklärt. Stadltheater Marburg an der Drau Heute, hreitaK, den 20. März, 20 Uhr (icschiobscnc Vtirstellima für die Wehrmacht Drei alte Schachteln (>peteHe in 3 Akten von Walter Kollo Kein Karlenverkau» Morgen, Sanibtag, den 21. Mürz, 20 Uhr Liebe in der Lerchengasse, Operette in 4 Bildern von A. Vetterling < »»»» ▼»» V SlBlrlscIier Bclimtiiiind»Awt VottWlHuBp Dienstag, den 24. März 1942 Hciniatbundsaal Begina 20 Uhr Einnaligis HaiMniinirt Unila UiMt-IMa Die fiiliri'nde Harfenvirtuosin in Deutschland Mitwirkende: EVA liSgHENBACH, Sopran SKNTA BENESCH, ViolonceHo Vorverkauf der Eintrittskarten in der Gescliüfts-stclle des Amtes Volkbiidung, üerichtshofgasse 1 (f;cke TegetthoTfstraBe). 2331 Der überbiirgernieistcr der htudt Marburg an der Drau t a il t i s i: Ii t* s Wasserwerk |-- - ■ ..........— liilulj^'i' ilt^s besseren W.issurzufhisses in diu Brunnen-' ^^'iisserwerkes werden liiennt du- vi illl^vlliöl anijcürdnetcn Wasserspar- f|llllllll||lllllllllllllll|||||||)||||||||||||||||||||||j|||n^ r^ennworO ied«« Wprt Kwttl 10 KpI iai fettKedrockte Wort ID BdI Dtr Wortprtla liltbli '0 IS Buchstabta H Wort 'iffrrcebßhi 'KennwPft^ ?! ?Df be) 6teli«ftr«»ticheii K von Kennwortbrleltn «'•rdei M Boi Pofi® (ifrccnnfi hfrt^cNlufl- Am vor frschefneo aip tf Uhr »Kl^he An-, . I ,v "T"' " —Voreinsendo«« dti Brtricet (incb In rfiitlccn vjiticiizeitij,' werden die Ilauseiyenlünier bzw. ihre u.'- gutfennrnrnfn f»)r Huf irieinf An7e>gt pm 'lUtHn.-tliiiieii milkT Kraft iresetzt cl h dWnssL-r ....................... I Iiitir wcruen. werden nur 1? iioehnuds nnfgclordert, die Ausbesscrunfr der i.idhaftcMi oder diireh den I rost heschäciigten Wasser-Inltni^ifsiiLslallatinneii sofort veranlassen zu wollen. Da mit Miier lifts j,'ef;ihr nicht tnehr zu reehneii ist, müssen die . piilapparate der KidsselInnlaKen s.Marl)ur-j;er Zeitun;;«, Adolt-llitler-Platz 17. Cuchhand-hing der Cillicr Druckerei IN PKITAU bei Georp Piehlcr. Aulnalune stündiger üezieiier bei l'"=den übant-erülirleu VeriretunKen und bei der ücschäut-srelle in Marburg Bezugspreis; U.M 1.25 monatlich. Der Bezugspreis ist im vorhuieui zahlbar. Wir bitten sulort nach Erhalt der Zahlkarten um die Überweisung der ßezngsgebühr, damit die regeltiiäliige Zustellung nicht unterbrochen werden muß ün.ser lieber, guter Valer, Herr 3akob Harins liuusbesitzcr hat inis heute, Donnerstag, den IH. .März um 1 Uhr IUI hohen Aller \ on IK) Jahren tür immer verlassen. Wir geleiten den teuren 1 )ahingescliiedenen am Samstag, deu 21. .März um Hi Uhr am städtischen I-riedhol in Drau weiter zur ewigen Ruhe , .\\arbiirg-(lra/., am !!•. iMiir/ 1942. Donarit (Koinperit-l)ynatnon>-üeladine, I")onarit (Sicherh. Sprengstoffe), Sprengpulver, Sprengkapseln. Zeitziind-sclmüre usw. für Steinbrüche, Stralienbauten, Ziegelwerke u. I l.aiidwirte liefert gegen soitlii'ii crsehkiiüii.; Sprengmittelhezugschein d. ' zustand. Poliz. Dion bzw. Zi-vilvcrwalter, in jeder Menge, auch nach Untersteiermark. A. Pelzl, fjraz, j. 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Korrespondent übernimmt Neu-nnlagcn und Führuns von Buchhaltungen in kaunnänni-schen und üe^verbebetrieben sowie alle Buclilialtungs- und Korrespondenzarhciten in Nachmittagssfunden. Anlrjige unter s-Stnndencntlohnung« an die Verw. 2300-7 StetUk Vor li)io*tellunp voa 4rbeiu-kriflro moO di« Zuiliininaog de* iuitändi|«o ArbeitMalr» eiupeboli werden. Friseurin, selbständige Arbeiterin, für Dauerposten gesucht. Jl. Stoinschegg, Kernstockgasse 10. 2346-8 Verkäuferin für üemischt-warengeschäft im Industrieorte gesucht. Anträge unter li'VerkäuferiU'i an die Verw. 2338-8 Lehrmädclien wird aufgenommen. Anzufragen bei Friseur Kröpfl, Tegetthoff-straße 20. 2350-iS BURG-'KIMO T Fernruf 22-19 Hilde Hraht, Mathias Wieman in dem Tobis-Lustsplel: PAS ANDERE ICH Die rei;(ende Verwandlungs-Komödie eines netten Mädels, das jn punktq Liebe ein kühnes Doppelspiel wagt. Für Jugendliche nicht zugelassenI Neueste (leutsche Wochenschau und Hnlturti(nil fSPLAMAOf '"ernruJ 25-2^ Heute 16.18.30,21 Uh. Der Ring-FUtn zeigt: „Sag' beim Abschied lein Servus... in Willy Forsts Burgtheater mit Werner Kraus, Hortetise RaKy, Olga Tschecho-wa, Hans Mose^, Willy biehberger und Mariu Holst. Kulturfllni. Ufaton-Woche Nr. 601. Für Jugendliche nicht zugelassen. 23.'i5 ino Brunndorf •Per eMwßls$Mnlg' Uie deutsche Wo^UeusfihaM Nr. GOU Für lugetidliche zugelassen. Vorstellungen Freitag 10.30 Ö/j8), S)am''fag 20.30, Sonntpg 15, 18, 20.30 Uhr. 23t2 Braves Stubenmädchen wird aufgenommen. Anfr. Viktring-hofgasse 12. 2325-Ö HausgetiUfin, rein, wird sofort aufgenommen. Smodej, Carnerigasse 16. 2322-8 Flotte l^aschifiensehreiberin, womöglich mit guter Kenntnis der Kurzsciirift, wird sofort bei einem größeren Cieldinstitnt aufgenommen. Anträge mit Angabc dys genauen Geburtsdatums der bis-herigcn Tätigkeit u. Beischluß eines Lichtbildes sind zu richten an die »Marburger Zeitung« unter dem Ivenfmcrt »Geldinsitut«. 2337-8 hi*4* - fiiliMta Zwischen dem Gasthause Krenipl und der Adolf-Hitler-Brücke wurde ein Umschlag Auf dem Wege von der Kcl-tengasse bis zum Stadtinnerti Briefumschlag mit RM 70.— verloren. Der ehrliche Finder wird ersucht, gegen Belohnung in der Verwaltung der »Marburger Zeitungi: abzugeben. 2344-0 Kanarienvogel entflogen. Abzugeben gegen Belohnung Allerheiligengassc 5. 2333-M Garthaus lu pachten gesucht Alter Fachmann. Provinz wird mit aufgeklebten Nfthrmjttet- i bevorzugt. Anträge an A. "•"■"'f. «»ssc I, C.LLI revier gegen Belohnung. 2345-9 2285 D I Braves, fleißiges Mädchen für Haushalt sofort gesucht. Molkerei, Marburg. 2328-S 5f e b o r I in Im dm fmmilim cf«s Unimrimntßmt I wmß Sclinier/.erfiillt geben die Unter/cichneten allen \'erunndten, l'reundcn und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser innigsigeliebter, unvergeßlicher und herzensguter üalle und Vater, Herr Ernst neidenkiinimer Werkmeister in der R. A. W. am D(jmierstag, den IP. März utn i4'J Uhr nach langem, schwerem l.eiden im 50. Lebensjahiv verschieden isl. Das Leichenbegängnis des unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet am Samstag, den 21. A\.irz um 17 Uhr von der l.eichenhatle aus auf den Siadtfriedhof slalt. 233Ü .Marbnrg-Agram-Peltau, den I"). A\ärz lü42. In tiefer 'l'rauer: Justine, Gattin; Ernst und bdniund, z. Z. an der Ostfront, Sohne. lerr Unser lieber, guter Vater, Grcißvater, Seliwlei-ervater, Bruder und ÜnUel, Georg Schrott d. Aelt. HdusHQSilior. oliein. flei^cliermeiSiter m. fiasiwirl, Gemninderat dtr Sladt Marburo usw. ist heute nach kurzem, schwerein Leiden seilte cntsehlafen. Wir werden unseren lieben Verstorbenen am Sanistaj?, den 21. März nni 17 Uhr auf dem städtischen Friedhof in Dranweiler ins Fainilienffrub zur letzten I^Juhe betten. Die Iii. Seelenniesse wird aiii.Monluy:» den 23. März um 7 Uhr in der Ma^^:-dalenen-Klrclie ^^elesen werden, Marburk^ Klagenfurt, Pöltsehacli, den 19. März 1942. Cjeorg Schrott, Sohn. M»rla Ramiev^Ker, Tochter. Hörniaiin Raiinecker, Seitwictror-siihn. Armild Raunecker, dzt. Im Felde, ünkel, und alle UbriKcn Verwandten. IT