^ lN. 3Ulillla^ ain l9.3Nm l8s)2 Die „kaib°cher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der «l^Wzj»«. 2nsertwn«gebilhr für eine Garmond - Spal""W C.nschal- Veilagen im Comptoir ganzjnhrig 11 fl.. halb- M^M^M^. ""^!'" ^7'°^/^? 7< ". « ^.'^ I i°!,rta ü si. 50 tr.. nut Orcuzband im Comptoir ^WM ^DAkMA ^" b'csen Gebühren lst noch der Insert.ons - Stempel aanzj. 12 fl.. lialbj. 6 fl. FUr die Zusicllnng in's ««MMWWW^^ p" ^" '". für eine jedesmalige Einschaltung hmzu zu Hau" sind h^bj. 5^0 tr. me r zu entrichten. Mit ^WW^WM^ rechnen. Inserate bi« 10 Zeileu losten 1 si. 90 lr. der Post porta ret ganzj., unter Kreuzband und ge- HWWWM^ iür 3 Mal. 1 fl. 40 lr. «tlr 2 Mal und »0 lr. slir druckter Adresse 15 fl.' halbj. ? fl. 50 lr. WWWMH ^ ^" ^" ^^^" ^" Ins.rti°n«ftnnp.l«). ^aibacher Zeitung. Amtlicher Theil. <^e. k, f. Apostolische Majestät habcn n,it dcr Allerhöchsten Entschlicßling vom 2. Mm d. I. den Dckan und Stadtpfarrer zu Innsbrnck, Bartholomänö Ko-mctcr, z„m Kanonikus an dem Domkapitel zu -Umrn allergnädigst zu ernennen geruht. Nichtllmtlichcr Theil. Kundmachung. Bei der für den Monat März 18li2 gcpsioge^ ,'cn Aln-ech.umss zwischen dem f. k. Aerar nnd dem ^n^^^n.lastungs^onde ergebn sich die Em. die Ausgaben mit ! ' ! ' ' ^^1 ^ ^^ ^. daher cin Fondsgnthabcn per. . 17 2!)0ss4».s, wornach stch das >nit Ende He. ' " "' lmiar I8l>2 verbliebene Aerarial- gnthabcn per....... 1 l 7.73 l fi. 7 lr. "uf..........1UU.440 ff. ll8> kr und respektive über weiteren Abschlag der vorschnßivclsc ans dem Landcsfond entrichteten . . . U2 N40 fi. — kr. ""f..........48.l00fi, ii8; l»-. rcdnzirtc. Vom krain. ^andcs-Allsschusse. i'aibach den Nl. Mai >««2. Laibach, 18. Mai. Die Zeit ist der beste Hcilkünstler, sic knrirt nichl nnr kranke Herzen, sic heilt anch das leckgrwordene Denkver.n^en. die lranll'aftc Anschannng ganger Volker. Dasur liegen Beweise vor. Der „Pesti.5ir. 'w " wgt von der politischen Stimmung in Ungarn: Wu st„d nicht ,0 besangen, nm uns einzubilden daß cli^r zaubcrartige Metamorphose vorgegangen sei- wir w.,ien, daß die Vorliebe für die '^r Utopien noch ^ü^'l'^^s"?''^ '"' "l'" ^' "'litische Götzen-bleust hat ansgchort, wie anch der sanatische Glaube "lns^ "' ?"""'' ^"fklärnngen nnd abweichende Anstchtcn werden angenommen und mit Rnbc anac» ^'.V.s '^-'" d"' ^omitatcn ist das mnni^ip l, Sclbstbewl,Pt,cln nnd die selbstständigc Denkun.^a erwacht ln welcher, wenn auch kc'ine systematisch Uebereinstimmung. wobl aber die Neigung zu cincm Ansgleich. der auf der historischen Nechtöbasis nuö der verzehrenden Ungewißheit hinmisführt. D.r acaeu-wartigc Moment, heißt es nach diesen, der öffentlichen Stimmung gewidmeten Worten, sei am geeignetsten daß jenes ^taatssystem im Wege der Nechtskontinnität wieder hergestellt werde, welches dnrch seine 8U0iäl>. nge Dmier in Jedermann Vertrauen erweckt m«n« ?'"^ -')"^" nnr ein Urtbril der «Mornina-Post« über österreichische Verfassungs;ust^de W r lassen h.er em anderes englisches Vlatt über densely Gegenstand sprechen. Oesterreich ^ sagt der 5/ rald" - ist in diesen, Angenblick das pro.iressivsc Land Eliropa s. Es wäre schwer, in der Geschichte cin Beispiel von einer anderen Nation zu finden die in so kurzer Zeit solche Fortschritte — wie Oester« "ich ftit dem Febrnar 18li< — gemacht hätte. Und es ist ^l'sl' folgender anffallcnder Zng zu bemerken oaß die N.form des NcgiernngsMcms dem Kaiser^ '^ nicht etwa dnrch Revolution. Schaustellung wnrd ^ewalt widerstrebenden Herrschern abgepreßt a„fi/?,'" '"""Ml daß sic ill stillen Zeiten von einem «M arten Minister nnd cincm frcisinnigcn Monar-d kc>nX' .""d. Die österreichische Reform ist vle lmiscwMlvste Ncform, von dcr man jemals ge- hört hat. Und könnte das österreichische Volk mehr verlangen oder wünschen, als dicsc Vcrsassnng? Ist es nicht jcht schon so frei wie das englische? — Ueber den Widerstand der Magyaren nnd Kroaten gegen den Reichörath bemerkt der «Herald": Gescpt. eine solche Verfassung würde jept znm ersten Mal dci nns verkündet, so würden wir es bloß ergötzlich finden, wenn Irland und Schottland erklären wollten, daß die Rcichsangelegenheitcn sie nichts angehen." — Schließlich ist dcr „Herald" erfreut, daß die Ministcr-verantwortlichkcit in Oesterreich eingeführt ist. und bemerkt (hierin vollkommen mit den liberalen Vlät. tern übereinstimmend) — „eine freie Kammer ist wenig werth, wenn cin nnpopnläres Ministcrinm. gleichviel ob die Kammer will oder nicht. im Amte blci-bcn kann." Znr Vervollständigung dcr Mittheilungen über die knrhcssischc Hragc bringt die «Sch. Korr." die folgenden Daten: Am 14. Mittags ging cin Tclc° gramm nach Kassel, welches dcr knrfür,tlichcn Regie, rung die Nothwendigkeit dringend nahe lcgtc, schon in der Siyung der Vnndesversainmlnng v. U>. (Donnerstag) die Erklärung abzugeben, daß sie bcrcit sei. Nch dem Äundcabcschlnß vom 13. zn fngen. Am nämlichen Tage, des Abends, erfolgte die Rnckant< wort aus Kassel, welche, jedoch nnr ans dcm sormcl» lcn Grunde dcr iwch fcylcndr,, offiziellen Notifikation dc6 betreffende!! Vllllds^l»sschll!ssc<<. nicht liiwedinat zu» stilninciid lantctc. Darauf ward am li». Mor^e»^ eine telegraphische Korrespondenz mit Aerlin eingc-kitct, deren Resultat — wem/ wir genau berichtet stnd — i,t: daß die Gesandten beider deutschen Großmächte am knttnrstlichen Hofe angewiesen wnrdcn. mcnn nothwendig, dnrch einen gemeinsamen diploma-ti,chen schritt die Sendung des Generals Williscn zn nntcrstnycn. deutlicher gesagt, die kurfürstliche Rc< gicrung pcremtorisch aufzufordern. die von dcm Gc. neral überreichte Note zn beantworten und dic Wal), len »ofort zu sistircn. — Ans dcm Gcsagtcn crklärl »lch anch dcr scheinbare Widerspruch zwischen dcr tele, grapbiich gemeldeten Erklärung der «Kasseler Ztg." rom l4, Abends nnd einem frankfurter Telegramm des „Dresdener Journal" vom 1.';. Vormittags. In dem dazwischen liegenden Zeitranmc wird nämlich dcr kurfürstlichen Regierung die förmliche Notifikation des Anndcöbcschlusscs vom !3. wohl zugekommen sein. Das Slimmenverhältntß bei dcm Vnndcsbcschluß vom 13. d. M. - Ersnchcn um Einstcllnng des ncncn Wahlvcrfal'rens in Knrhrssen — war folgendes: für dcn Sistirungsantrag stimmtcn 1l, gegen drnsclbcn ^ Rcglcrnngcn, nämlich Hannover. Knrhcssen sclbst. .Vol,tciN'^ancnburg und Mceklrnburg; rnfembnrg nnd t'.lc 1«. Knric waren ohne Instruktion, ^nxcmburg »l abcr nachträglich dcm Antrage bcigctrctcn. Die italienischen Nachrichten sind gccignct, Auf» '"'cn zu rrrcgcu, sic briugcn uns dic ziemlich nner< wartete Knndc, daß Garibaldi nnd seinc Freiwilligcn 'N't dem Vorhaben umgiugen, einen Einfall in Süd> lirol zu unternehmen. Wir müssen min allerdings "Mchen. daß cs nns fast nicht in dcn Kopf will, Garibaldi habc dcn Plan zu eincm so tollkübncn ^"gcstuck in allem Ernste gesaßt gehabt, die Nach-nchtrn aber von den Schritten der italienischen Nc» gierung gegen die Garibaldianer klingen so positiv, daß cs kaum crlanbt ist, an dcr Sache zn zweifeln; dazu kömmt noch, daß gleichzeitig ans Italien ge< meldet wird, Oesterreich habe an der vcnczianischcn und tirolischcn Grcnzc besondcrc Vorsichtsmaprcgeln "'griffen; danach scheint nnn allcrdiilgs ctwas an dcr Sache zn sein. Dvr Prinz Napoleon ist schon am 13. d. in Neapel angekommcn. Wie dcr picmontcsische Tclc-^rapl) meldet, «crschicn dcr Prinz an dcr Scitc dcs Königs auf dcm Ballon dcs Palastes, nnd die vcr> sammcltc Volksmenge ricf: „„Nach Rom! Es lcbe dcr König!"" Ein großcs Fcst wird zn Ehrrn dcs Prinzen vcranstaltct." In Ncapcl waren fast.sammt, liche Minister angekommen, da wichtige Vciatynngen währcnd dcr Anwcscnhrit des Prinzen Napoleon in Neapel stattfinden sollen. Anch dcr englische Gesandte Sir I. Hudson war in Ncapcl angckommcn, und nachträglich will man erfahren haben, Hudson habe während seines kurzen Anfenthalts in Rom cinc Kon» fcrenz mit Kardinal Autonelli gehabt nnd diesem bemerkt, die römische Frage wcrdc l'inncn zwci Mona« tcn entschieden scin. was stark wic cinc Tcndrnzlügc lliugt. Die Insurgcntcn von Nauplia, ivelchc bekannt« lich nach Smyrna gcbracht wurdrn. habcn von dort anö rinc an dic Schnnmächtc Griechenlands gcrichtctc Denkschrift veröffentlicht, in welcher dic Pcschwcidrn grgcn die Regierung dcs Königs Otto anscinandcr' gcscyt sind. Das Merkwürdigste in dicscr Schrift ist dic anf das Fcicrlichstc abgegebene Erklärung, dap dic griechische Vcwegung cincn rein nationalcn Eha» raktcr tragc und anßcr allrm Znsammcnbang mit je» dcr andcrn Vcwcgnng stclic. Sic wären nie cinc Verbindung mit ciner frcmdcn Gcscllschaft noch mit cincr für das nationale Prinzip Propaganda machcn» dcn Negicrnng eingegangen. Sitzung dcs Herrenhauses vom lö. Mai. Frhr. v. ^ichienfclö rrstaltet Vcricht übcr dic vom Abgcordnctcnhansc beschlossenen Acndcrungen an dcm Entwnrfc dcs Gcseycs zum Scknpc dcs Vrics' und Schriftengekeimnisseö. Die Kommission bcantragt nnr cinc Abändrrnng, daß nämlich im H. 2 statt dcr Wortc: „in Fällen rcr Gefahr cincs Krieges oder innerer Unrnhcn" dic Wortc: „in Fäl« lcn drohcndcr Gefahr ?c," gcscyt würdcn. Dieser Antrag wird nach längcrcr Dcbattc angcnomnicn, nnd anch dcr Titcl dcs Gcscncs. wic ihn dir Kommission verändert bat, genrbmigt. Er lantct: Entwlirf cincs Gesencs über d>e Bestrafung der widerrechtlichen Er« öffnung oder Unterschlagnng von Briefen oder ande« ren unter Siegel gehaltenen Schriften, gillig für die im cngcrcn RcichSrathc vertretenen Königreiche nnd Bänder. Oesterreich. Töien. Ihre Maj, dic Kaiserin Karolina Angusta habcn 1li0 fi. für dic Abgebrannten von Prczzo. und l20 fi. für die Armen von 5'odronc allcrgnädigsl zu spcndcn gcrnht. — Dcr Ansschnß dcr k. k. kärntnischrn ^'and< wirthschaft.Gesrllschaft hat bcschlossen. Anfang Okto< ber d I. cinc Ansstellnng allcr Produkte dcr Acelcr und Gärten als: Fcldfrnchte. Obst. Gemüse. Bin» men'Bonqncts, Prodnktc drr Sridcn - und Vilncn-zncht x., nnd drr dabci in Anwcndnng kommenden Maschinen. Gcräthc und Werkzeuge zu veranlassen. Pest, 10. Mai. Das Urtheil gegen Johann Pompe ry. den Redakteur deS „Magyarorszag", wurdr in zn'eiter Instanz bestätigt, das gegen den Drnckereibeswcr Wodianer wnrdc zn achttägigrtn Arreste gemildert; die Geldstrafe ward aufrecht rrhaltrn. Beide wurden hcutc verhaftet. ^talleul^cye Staaten. Genua, 8. Mai. Der «Osscrv. ncapolilano" veröffentlicht folgende« Memorandum: „Vinzcnzo Mi-nclli. ungefähr 40 Iahrc alt, Gnlöbcsiprr in brr Gcmcindc Policastro im Distrikt Eotronc, Provinz Calabricn, ging mit Mlvcrdrossencm Eifer seinen Gc» schäftcn nach. lim scinc zahlrcichc Familie von 12 Kindern, von denen zrhn noch mindcrjähria sind, anf rhrliche und anständige Weise zu ernähren. Am lll. 454 März d. I. wnrdc cr von böswilligen Neidern beschuldigt, ciil gelieimcs Eiuverständniß mit dcn Vri« qanti zu unterhalten, woranf derselbe auf diese ober-fiächliche mündliche Anschuldigung hin nach Verlauf von kaum 2 Stunden mit drei audereu Verdächtigen sofort erschossen wnrdc. Diesem grausame Verfahren ucrbrcitctc in Policastro, dcm Orte der Hinrichtung und der Heimat der Unglücklichen, ein solches Ent° setzen, daß der Flecken sich entvölkerte und Jedermann, mit Hinterlassung seiner Habe. in die Verge flüchtete. Alle Vitten und Vorstellungen nm Aufschub der Un> tbat und um Untersuchung des walncu Thatbestandes und der Schuldlosigkeit der vier Opfer unserer m» dcrnen Zivilisation, waren ohne Erfolg geblieben. Tie Verwandten, die Mütter, Weiber ilno linder waren wciuend und jammernd herbeigeeilt und um» klammerten die Unglücklichen. 'Alles war umsonst, denn der Untergang dcr Opfer mar beschlossen. Der Urheber der sebrecklichen That ist der Hauptmaun Vigotti vom picmontcsischen !7. Linien - Infanterie-Regiment, der llnter einer konstitutionellen Negierung cine Gemalt übt, die selbst der Souvcrain nicht hat. Pigotti wollte selbst Zenge des gräulichen Schanspicls sein, nno da die Schüsse der Soldaten den unglück-lichen Minelli nicht tödteten, so vollendete er das Verbrechen dadurch, daß cr dem unglücklichen Opfer mit zwei Säbelhieben den Kopf spaltete. Solche Gräueltbaten sind auf den blutigen Vlänern nnserer Tagesgeschichtc verzeichnet! Derselbe Hauptinann Vigotti bemächtigte sich unter den nichtigsten Vorwän< den einer Anzalil von 17 Kühen, die das Eigenthum eines unglücklichen Industriellen mären, und verkaufte sie einem gewissen Vcvilacqua, der sie dann aus Mit-leid wieder um den Kaufpreis dem früheren Eigen« tlmmer überließ. Solche Vcranbuugcn und Gewalt« thaten wurden von diesem Vigotti so viele verübt, daß es zu weit führen würde, sie allc aufzuzählen. Die Nachkommen werden die Erzählung unserer traurigen Geschichte sür Märchen halten, lc,dcr sind sie aber nnr zu wahr. Dieser Vigotti wurde wegen seiner Untl'atcn nie in Untersuchung gezogen, sondern dürfte demnächst noch für sein Vcrfabrcn belobt und befördert werden. Ans all' diesem mag Graf Russell entnehmen, daß die Interpellation des Marquis v. Normanby und seiner Freunde über die Erlasse und Fantoni's Fumcls keine Erfinduugeu einer lebhaften Einbildungskraft sind. Eine offizielle Darlegung sol« cher Thatsachen darf wobl nicht erwartet werden, denu die Regierung wird nicht so blödsinnig sein, idrc eigene Schande zu bekennen, Policastro, 20. April 18<52." — Dieses Memorandum ist um so iulcressaN' tcr, als es während der Anwesenheit des Königs in Neapel veröffentlicht worden, ohne daß die Redaktion deßhalb zur Verantwortung gezogen wurde. Schweden und Norwegen. Die Journale von Stockholm bringen als Antwort anf den bekannten rnssischen Ukas, welcher die Gedächtnisfeier aller Siege, mit Ausnahme jenes von Pultava abschafft, einen Aufruf an Schweden und sämmtliche von diesem Lande abgerissene Provinzen, worin sie aufgefordert werden, deu Jahrestag der Schlacht von Pultava als einen Tag der National-traucr zu bcgchcn. Tagcsbnicht. Laibach, 19. Mai. Heute Abend sinoet im Redontcnsaale das zweiie Konzert dcr Harfen «Virtuosin Fräulein M ösn e r Stall. Das Programm ist ein äußerst interessantes. Frl. Möoiur wird drci Picccn spielen und zwei Lic-rcr mit der H^»rfc begleiten; das Andante aus Mo» zart's Quintett in l^mull wird zur Aufführung kommen ?e. Wien, 18. Mai. Die «Autogr. Korr." schreibt: «Den über das Vefinden Ihrer Maj. dcr Kaiserin zirkulirendcn beunruhigenden Gerüchten entgegen lönncn wir auf Grul>d authentischer Mittheilungen berichten, daß Ihre Majestät die Kaiserin durchaus in keiner Lebcus-gefahr sich befindet, wie dieß hin und wieder angc deutet wurde. Die mit Hnsten verbunden gewesenen Vrustbeschwerden haben gänzlich nachgelassen, und ist in dieser Vezichung das Vefin.cn dcr Kaiserin cin befriedigendes, so daß H>rr Professor Tr. Skoda derzeit keine Veranlassung hat. sich nach Reichcnau zu begeben. Dagegen wurde Ihre Maj. die Kaiserin vor etwa 14 Tagen von einem rheumatischen Uebel, das sich in den Füßen festsetzte, befalk». Das Uebel hat bis jetzt die Grenze des Unwohlseins nicht ernstlich überschritten, und die Aerzte hoffen übcreinstiM' mcud, daß dasselbe binnen wenigen Tagen behoben sein werde. Das Gchcu oder Fahren anf Gebirgs-Wegen ist selbstverständlich schmerzhaft, und deßhalb wurde die Kaiserin von Paycrbach uach Rcichcnau in einer Sänfte getragen. 3t a ch t r a g. Wien, 17. Mai. Zur kurhcssischcu Angelegen« heit meldet die „S. E.": Wir vernehmen, daß bis heute Morgens U Uhr die offizielle Erklärung der knrbcssischcn Regierung, sich dem Vundcöbcschlnß vom 1A. zn fügen, noch nicht hier eingetroffen war. Die Ucbcrreichnng der gestern erwähnlcn identischen Note durch die Gesandten Oesterreichs und Preußens fand gestern (lU.) Mittags auf Wilhclsm^höhc Statt. '— Vczüglich dcr wiederholt aufgetauchten Gerüchte von einer angeblich uabc bevorstehenden Einberufung des unglnischcn Landt.igs wiro der amtli' cheu «Präger Ztg " aus Wien folgende Mittheilung gemacht: «Verschiedene Vlätter verzeichnen abermals, wenn auch mit Variationen im Einzelnen, das Gerücht, daß eine baldige Einberufung des ungarische!, L.mdtagcs zu erwarten sei. Wir glanbcn aus vollständig verläßlicher Qnelle zu schöpfen, wenn wir erklären, daß dieses Gerücht mindestens sehr verfrüht ist. D>r erste Landtag, den man jenseits dcr Lcilha einberuft, wird unbedingt ecr Landtag von Siebenbürgen sein, und dessen Einlx-rufuug dürfte allerdings erfolgen, sobald die Regierung sich, wo;n die erforderlichen Einleitungen bereits getroffen, vergewissert hat. daß sie der kräftigen Mitwirkung des dortigen Gubcrniums sicher sein kann." Trieft, 17. Mai, Die Fürsten Hohenlohe und Lciningcn, Sir George Nnsscll Elcrk, Ergonvcrncnr von Vombay, Herr Pieschel. Sekretär dcr preuß. Gesandtschaft, sind licmc anf dein Lloyd - Dampfer «Amerika" aus Alerandrien hier angekommen In Genua sind am 14 d. M NWU sizilianischc Rekruten von Messina angekommen. H>er«nannstadt, 17. Mai. Die Universität der sächsischen Nation verhandelte heute über das Gnbcrnialdekret wegen Zurücksendung ibrer Repräsen« taiion vom 2!1, März. Die Universität sctzt voraus, daß auch das Ouberninm die schleunige Eilcdignng der Repräsentation wolle, glaubt zwar, das Recht zu haben, dieselbe anch olinc Protokolle Sr. Majestät zu untcrbreilen. leitet iiwesftn die Repräsentation, instrnirt mit den Protokollen, Aktenstücken und Soil" dcrmeinungcn, zum Z.vcckc der Vescklenuiguug au das Gubclnium zurück, beharrt übrigens darauf, daß die Repräsentation einhellig angenommen worden sei. Ucncste Nachrichten und Tck,MMllc. Berlin, lli. Mai. Von der polnisch''» Grenze ilnter dem Heutigen wird berichtet: Gcrüchtweise verlautet, daß bei hochgestellten Militärpersonen Haus« snchnngcn stattgefunden baben und Mehreren Haus« arrest auferlegt worden ist. General Rzcwnski wird als Stellvertreter Kriszanowski's bezeichnet. Verlin, l7. Mai. In dcr Nachwahl dcs 2tcn Verlincr Wahlbezirks wurde von 4«N anwesenden Wählern Dr. Ioh. Iacoliy mit 25il) Stimmen gc< wählt. Dcr Gegenkandidat, Rittergutsbesitzer Vruck erhielt 22'! Stimmen, Verlin, 17. Mai Die »Steruzcllung"-schrcibt: Dem Vernehmen nach ist der General der Infanterie von Schack für die Zeit der Konzeutrirung dcs 4. und 7, Armeekorps zum Oberkommandirenden ül'er beide Armeekorps, der General Adjutant des Königs. General-Lieutenant v. Vonin. zum inlcrinüstischen Kominandeur des 4. Armeekorps, dcr Major Krosigk zum interimistischen Ehef des Gencraistabcs dcs 4. Armeekorps bestimmt worden. Von der polnischen Grenze untcr dcm Hcutigen wird gemeldet: Wegen Ab sing ens verbotener Lieder in der Karmcliterlirche m Warschau habcn virlfachc Verhaftungen, grösNembeils Fniucn, statlgcflllidcil. Es ergaben sich Konflikte mit bcr Polizei. Heute kampircn Kosaken allf den öffentlichen Plätzen. Dcr Erzbischof hat an den General - Gouverneur Krziza« nowski geschrieben: ,,Dic Polizei < Verfolgungen des Volkes in den Kirchen müssen dic traurigstcn Folgen habcn." Kassel, !6 Mai. General Williscn ist erst mit dcm lctztcn Nachtznge uach Verlin zurückgereist. Die offizielle Autwort der hcssischcn Regierung auf die Forderung Preußens wnrdc noch nicht ertheilt, den Landbürgcrmeistern besohlen, die an den Vnndestag Feuilleton. Die Londoner Weltausstellung. London, 13. Mai Die österreichische Abtheilung hat sich heute dcm Publikum erschlossen, und ist auch noch nicht Alles und Jedes auf seinem Platze, läßt sich das Ganze doch schon vortrefflich übcrschanen. Oesterreich und der Zollverein, welche den westlichen Transept und den in dessen Mitte stehenden Dom untcr sich getheilt baben. mußten einen langen Kampf bestehen, bcuor sic dic ilmcu untcr dcr Domkuppcl zugesagten Plätze besetzen konnten, Da anf der unter dieser Kuppel befindlichen Estrade dcr Thron aufgeschlagen war, welcher bei der Eröffuungsfcier Dienst tliun mußte, war deu betreffenden Kommissären Oesterreichs und dcs Zollvereins das Ansuchen gestellt worden, diese Estrade nicht vor dem 1. Mai zu besetzen, Wenige Tage vor der Eröffnung bat mau sie um's Gegen< theil, und kaum hatten die Verlincr angefangen, das Porzellan dcr königl Fabrik, welches im Mittclpnnkt des Domes aufgestellt werden sollte, auszupacken, als (am 24, April) abermals Gegcnordre cintraf, worauf Porzellan. Visquit und Majolica gemüthlich wieder eingepackt wnrdcn. Nnu kam die Eröffnungsfeier, und als diese vorüber war, zcigtc dic englische Kommission nicht übel Lust, dcu Thronsesscl stehen zu lassen und einen großen Theil dcr Esplanade mit Pauken für's Publikum zu füllen, wodurch Oester» reich und dcr Zollverein ihre hervorragendsten Plätze eingebüßt haben würden. Darüber cn'tstand lebhafter Streit, der schließlich durch einen Kompromiß erledigt wurde. Hellte prangt das Verliner Porzellan iu< mitten des Domes, wie es von Anfang au bcstimmt gewesen war; lim daselbe grnppiren sich die pracht-vollen Silbcrgcschenkc. welche die Stadt Verlin dem Thronerben als Hochzcitsgaben verehrt hatte, Statuen, Holzschnitzcrcicn und audcre hervorrangcndc Kunstprodukte. In dcr nördlichen Hälfte des Domes hat Oester. reich das Hansrccht geübt. Hier steht eine geschmackvoll angeordnete Sammlung von Mobiclcn; bei de> ncn das Holz durch Hirschgcwcihe vertreten ist. Es ist das vollständige Mobilar einer Stube, wie man sich sie in einem Jagdschlösse wünschen kann, und um diese interessanten Möbel anfzunehmcn, ist in dcr That für sie ein kleines Jagdhaus aus sauber gearbeitetem Holze aufgeführt, dcsscn Aeußeres mit Schicßwaffen nnd Iagdgcräthcn allcr Art dckorirt ist. Nicht writ davon stcl't cinc andere sogenannte „Trophäe", zu> sammcngcscyt aus Ditmar's Modcratenrlampcn, dic so wohlfeil sind, daß dcr V csitzer schwcrlich cin Stück mit uach Wicn zurückbringen' wird. Näher gegen das Zentrum des Domes gerückt steht cin großer Schaukasten, gcfüllt mit feimn Galanteriewaren von Vreul u. Rosenberg aus Wicu, der iu dicsem Industriezweige an den Engländern gefährliche Konkurrenten hat, und zu beiden Seiten der Treppe, die von dcr Plattform des Domes nach dem nördlichen Transept lnnabführt. wo die eigentliche österreichische Abtheilung sich strenge von dcr Umgebung abgrenzt, stel'en drci Marmor-Gruppen: Kacbsmann's I"son, Kipling's Mars und Vcnns mit Amor als Vcglcitcr. nnd Tunainsky's Samson und Delilah. Rings um diese Marmorwcrkc grnppiren sich mehrere Schaukasten: links einer mit kunstvoll gearbeiteten Goldwarcn von Volzani, im Zentrum Vuchbindcvarbeitcn von Girar« del, die, was Geschmack in der Verwendung des Materials und Zartheit dcr Verzierungen betrifft, sich mit den besten ihrer Art messen können, nnd rechts einige, dnrch Delikatesse der Fassung ausgezeichnete Diamant'Schmuckgegenstände von Kobek ans Wicn, dcren prosaischen ab<-r nolliwendigrn Hintergrund ciu Policcman bildet. Zwei Eandclabcr aus Krystallglas stchcn auf dcm ersten Treppenabsatz nnd würden mehr bewnn« dcrt wcrdcn, hätten sic'nicht im cngegengesctzte» öst< lichen Dome zwci fnrchtbare Rivalen an Osier's Glas-kandclabcrn, denen, was Selwnheit der Form und der Glasorismen betriffi, die Palme gebührt. Vor ihnen am Eingänge der Abll'eilnng thürint sich zu ,' beiden Seiten böhmisches Glas ans der Harrach'schen Fabrik auf. darunter Glaslenchter mit Äronzenntcr-lagcn. Trinkgefäße ans weißem Glas, Vecher. Vasen u dgl. in deu schönen Farbentö,",'N. nnl derentwillen die böhmischen Fabriken von jeher berühmt waren. Zwischen diesen Glassammlnngcn hindnrch treten wir in cincn vicrccki.-.en Nanm. in welchem das Poizellail der k. k, Fabrik vor Allem in die Augen fällt Man kennt das Schätzbare dieser Orzenqnisse znr Genüge, nnd Nencs ist darüber um so weniger zu sagen, als die Fabrik im Allgcmcincn sich damit zn begnügen scheint, an ihrem alten Ruhme zu zehren. Kolossale Vasen wie Scvrcs, Vcrlincr und Worcester, hat sic niä,t geschickt, dafür einige Tbeeseruice. deren M"' lere« so sebön lind harinonisch ist, wie keine zwci>c in der ganzen Ausstellung, Im angrenzcndcn Salon treffen wir eine Sammlung tadellos ausgeführter Karten drs k, k. geogr. Institutes (wcßhal'li die k, l. Staatsdruckcrci dießm"l fchlt, ist ein Gegenstand des Räthsels und dcs allgc< meinen Vedaucrns) und an diesen reihet sich cin dritter Salon für musikalische Instrumente. Das Urlhc" über diese, wie über alle anderen Ausstcllungsgcgcil" 455 betreffs der Wahlverordnuug gerichteten Adressen zu "iisiszircn. Kasscl, !7. Mm. Die hessische Regierung hat blö heute weder Preußen 1.06) dem Vnnde gegenüber l'mc willfährige Entscheidung gegeben; hentc findet s'n Ministernth Statt, dann wird die Antwort er» ll)cilt werden; inan vermuthet, dieselbe werde schwer» ^cl) zustinuneüd. sondern wahrscheinlich wie bisher cmHivrichcnd lanlen, nn> Zeit zn gewinnen. Stuttgart, l7. Mai. Der helltigc «Staats-Anzeiger" dcmcntirt die Nachricht dcr „Stcrnzcitllng", ^ß Württemberg die knrhcssische Regierung unter« ""öe- Im Gegentheile habe sich Württemberg bei kmfillßreichen Blindesgenossen, namentlich in Wien, fur die Wiederherstellung des Vcrfassungsrechtcs in "M'hcssen ausdrücklich verwendet lind sich auch kürzlich llrgcn die knrbessischc Regierung selbst in obiger Weise "uögcsprochrn. Vtailand, 16. Mai. Die heutige «Persevc» lMlza" schreibt: Die Regiernng be,ncrkte in letzterer ^en cme gewisse Vewegnng der Er>Frciwilligcn und ^"ugvirtrn grgcn die südtirolcr Grenzen. Diese Be-,. ^»ng ,,^i,„, z,,^ ^^ ^as Korps der Genueser Ka° ^loiiieri aufgelöst wurde Um einem Gewaltakte ^rzubrugcu, schickt die Regierung Truppeuverstär« ^u^cu nu die Grenzen. Oberst' Nullo. aus dem ^udhccrc. soll deßhalb in Palazzolo verhaftet worden Ml, Die vcrdächtigeu Ex'Frciwilligen und E.nigrlr. cn stnd unter Aufsicht gestellt und werden internirt werden. Eine grope Anzahl derselben, welche sich in "^""w befinden, werden unverzüglich nach Alessan-dua al'gcsllhrt werden. ^,,,^a."and, ,7. Mai. Die bcutige „Perscvc. N",,^"lbt- Das Gerücht von der Demission siossn .?" '"' beglaubigter auf. In der ver< hier die in Verga.no vcrbaf^ A!ess^"a"überfühn "" "'" '"'"'" """" "^ zusa^^,^'V"'lc Garibald!'^^'^^^ '.'N^^^g^rei^^s^i^ Grenzen vorhatten. Der Pöbel von Brescia w ich cmcu Ver l.ch zur Befreiung der Verhafteteu u ch ' wurde mtt Gewalt zurückgewiesen Es wurden dr i n^! ."' '"'5' l'li'b t.dt. Ein Zirknlandum em! pftehlt den Prascklcn. die Regierung zu uuterstüken mw almliche Versuche, wclche dic Sache I c>! kompronnltireu. zu mucvdrückcu. ^ «.lcn. Turin, 17. Mai. Dic „Opini^uc" meldet, daß dic Zahl der verhafteten Frcischärler über dreihundert .betrage. stände überlassen wir getrost der Jury, der allein eine auf Sachkenntnis gegründete Kritil' zusteht, lind die allein gehört zu werdeu verdient. Erwähnen' dürfen wir aber füglich dicr schon, daß die Wiener Fortepianos von Vösendorfer (einem derselben wird der Ehrenplatz unter der Domkuppel eingeräumt werden) wegen der ^ulle ihres Tones, der Einfachheit ibr>' Mechanik, dcr Solidität der Arbeit und der den Ena! andern ganz nnbcgrciftichcn Wohlfcilheit unter den hcsigeu Musikern nngttheilte Bcwundcrung finden Gelingt es genannten Firma, die hier noch mmer herrschende Ansicht zu widerlegen, daß Wiener F ü^ em ,chnell wechselnden Kli.na Englands nich S halten können, dann würde es uns sehr wundern wenn sic „ch nicht einen kolossalen Absaß für E> ^ land und de„cn Kolonien eroberte. Daß w.r t dle,cn ^.nerkungen die übrigeu Wiener Firmen ,. beit der Arbeit nnd Woblfeh i Schi Ä ^ "" steierische Meta.waren in Klingen, die friedlichen Werkzeuge d s Ackers ^ Gartenbaues Messer. Sensen! Sichrln. .s.'a d , 7 Instrumente, Gußstahl. Eisenbahnschienen ^Schrauben dcr ma.'nigfaltigstcn Art und unter Anderem aui eme 4^ ^,ii dicke Eisenplatte als Segment ein's ^ftspanzerö. E^ ist unmöglich, jcden einzclnc» raac.^s '^ bcrvorzi.hcben, oder auch nur die hervor-In,!« ',.! ^'il"acr zu ncnncu; diese ganze Abthci. kim.v^I '" '"'t i" den besten uno instrustivstcn des """I ri>taatcs. (schluß folgt) Turin, !7. Mai. Garibaldi verlangte die Frei. lassnng der wegen dcr beabsichtigten Tiroler Erpedi« tion verhafteten Offiziere. Die Regicruug vcrwei« gerte sie. Brüssel, Ili Mai. Die heutige „Indepcnd." enthält ein Telegramm des Inl'alts: Die zweite hol ^ ländischc Kammer bat hentc mit 47 gegen 7 Stim^ men den die Maasftnßfragc betreffenden Vertrag mit Belgien verworfen. Zlassusa, l lj. Mai. Die Montenegriner nah» men am 1A. Niksich mit Sturm. Ul»0 Gcfaugenc wurdcu uach Cettinjc abgeführt, slassusa, 17. Mai. Aus Trcbiuie vom Ge< strigeu wird gemeldet: Alle Straßen zwischen MI« lichia uud ^iubcnjc sind von den Aufstäudischcn unter Rade Vabich und den Montenegrinern unter Peter Vnkotich bcscßt, Sie hindern den Transport von Lcbensmittcln für die türkische Armee, plündern und ranben in der ganzen Nachbarschaft. Dic türkische Miliz in der Stärke von 200U Manu ist bei Aillach blolirt. Äisher habeu die türkischen Truppeu gcgcu diese Vorgänge keinen Widerstand geleistet. Handels» uni Vcschastgbcrichlc. Die „Tricstcr Zeitung" , welche überhaupt dem geschäftlichen Pnbliknm durch ihre reichhaltigen uud sorgfältigen Berichte über den Gang des Handels von Trieft mehr uud mehr wcrthvoll wird. bringt in Nr. l ll) einen sehr ausführlichen Bericht über den Holz« Handel, welcher für unser Kronland bckauutlich vou großer Äcdcutuug ist. Indem wir hier Einiges dar« alts mittheilen, können wir nicht nmhin, das im Holz« gcschäftc cngagirtc Pnbliknm anf den vollständigen Bericht der „Triester Zeitung" aufmerksam zu machen, um so mehr, als dieses Blatt solche Berichte rcgcl. mäßig zu gebcu verspricht. Es ist eiuc auffalicudc Thatsache. sagt die «Tr. Ztg." zli Eingang ihres Berichtes, daß, wenige und uubcdeutendc Ansuahmcu abgerechnet, wie überhalipt in keinem anderen Seehafen. anch hier keine ausführ» lichen uud regelmäßigen Berichte über Ban-, uud Nnp» Hölzer erscheinen, während fast über icdcn anderen, und oft über weuigcr interessante Artikel mehr oder »under gründliche Mittheilnngen über alle Handcls-pläpe alln'öchcntlich verbreitet werden. Das Wenige, was hier geboten wird. beschränkt, sich anf trockene, meist srhr unverläßlichc Preis-Eonrants, die allenfalls den übersec'schen Besteller oder Konsumeutcu uothdürf-tig uuterrichtcn. de.n Lieferanten im Inland aber nicht genügen, ja ihn ryer ti-reführcn. Diesen knnn es N'ol)l auch ii.tci-cssircil. wie dcr I'rlostcr Holzliändler s<'i!.c Ware vrrlauft. al'cr fcii.c crstc ssragc mii^ dl'ch ^,"'> "^'^ rrl'allc ich für mrinc Prodliktc frei al> ^r.esttr Bahnhof? Gebt man »äher al.f den Grnn? der ^achc ein. ,0 findet man diesen Mangel an ..Holzbel'lchteu« erklärlich, denn die Schwierigketten. d.c uch dem Sammler solcher Notizen in den W^g legen sind ,0 zablreich nnd mannigfach, daß me Negre.che Bewältigung derselbe,, fast unmöglich st, so wnn,chenswerth sie dem intelligenten Produ en-ttn und .v.lzhandler. der oft in deu abgeschiedensten Er eunmlkeln Art^uud Säge beschäftigt, auch sein 'UN,. Daß d.e.e Schwierigkeiten besteben, davon legt eben dcr anch heute uoch. wo das System der Ge-hmnni^rän.erei l.nd des Monopols ein längst ge> Mllenes i,t, fühlbare Mangel an kommerziellen Holz. Notizen »orechend.es Zengnip ab. Es würde zn weit subren diese Hindernisse einzeln aufznfübren; wir wollen statt vieler bloß eines, für uusercn Play be-»onders in's Gewicht fallendes erwähnen E^ ist dieß n Umstand, daß die Produktion der bier zn Markte 0 ".enden .volzer nnd deren Einkauf an der Quelle zn" großen Theile in Händen von kaufmännischem ^e,en und Systcm ganz fremden beuten liegt, welche U)e Wmc olt zu eigenem, immer aber znm Nachtbeil genauer rechnender Handler und Prodnzenteu, unbe« E ni. ü^ kommerzielle ^onjnnktnr einfach unter dem ., .,. "'gcnblickücher oder Persönlicher Verhältnisse Andererseits gibt es wobl al.ch eine gc< ^ d>>s/^ """ ^""'"'"' ^'^ Wzu die Hand bieten, üe 0,, ^> ""b gehört beispielswc.se uoch. allen grö-wi s^, '^"'" "" ^'"'"^ ^ie. anch vom volks-äen ,n K''' ^'""dpunkte aus zu beklagende, so-^nannte ,,Merkantilbol;berechtigl,ug" der Bauer» iu öss! ^ < """' unreellen Konkurrenz Thor l.nd Tbür "'"'^. m, Verein mit dem obenerwähnten Uebel» stand Anomalien in den hiesigen Preisen bewirkt lind die Ziffcraufstcllungen fast unmöglich machen. Die „Tr. Ztg." läßt nnn über einzelne Hölzer Berichte folgen, dcucn wir Nachstehendes cutuchmcn: Eichenholz zum Schiffbau. Dcr deuk« würdige Kampf des „Merrimac" mit dem «Monitor", dcr, wie cuglischc und andere Blätter sattsam dargc« than haben, im Kricgsschiffban eine vollkommene Rc« uolutiou hcrvorrufeu dürfte, hat vorläufig eine Stok« kling in den bisher rege betriebenen Arbeiten auf in-und ailsländischen Werften znr Folge gehabt. welche ihren Einfluß auch auf unseren Handel iu Eichrnbolz geäußert hat. Mit Ausnahme von Stämmen erster Klasse (bezüglich Dimensionen), welche znr Deckung einiger vor längerer Zeit hier eingegangener Lieferungen für Nord-Italicu begcbrt sind, lind von starkem, wenigästigcm Holze zu technischen Artilleriezwecken ist bczimmcrtcs Eichenholz heute fast ganz vernachlässigt. Faßdauben. Dieser interessante Artikel, dcr vor 2 Jahren so manchcm Produzcntcn und Erpor« tcur als Quelle glänzenden Nuhcns erschien, verlor bereits im vorigeu Jahre viel von seinem Reiz. denn die geschmälerte Konsumtion in Süd-Frankreich unv England, starke Zufubrcn daselbst aus Nord-Amerika und die massenhaft gcstcigcrtc Produktion im südwest« lichcn Ungarn, an dcr Drall und an dcr Save, drück« ten die Preise gegen jene von I860 um lll bis 2l) p(5l. Gcgcuwärtig ist dcr Artikel noch vernachlässig« tcr uno die gegründeten Hoffnungen, wrlchc man im Spätherbst v. I an die faktisch verminderte Produk« tiou gegen das Vorjahr knüpfte, haben sich bisher uicht verwirklicht. Eicheue Bohlen (Pfosten) würden zu billi» geu Prciscu und namentlich, wenn hrrzfrei lind gc« fund, Absal) nach Italien lind Frankreich finden. Bis« her ist noch keine Parthic von großer Vcdeulnng ucr« schifft worden. B u chcuh 0 l z. Mit Allsnahmc von Tavolctten nild kurzen Dauben (meist 3 Palmi m 27") können Krain uud Steiermark noch immcr uicht die Konkllr-rcnz mit dcr ärarischcn und privaten Erzeu.nmg von Bllchcuspalthölzcrn in den Oguliner und Ottocailer Grcnzforstcn bestehen, welche anch zn solchen Hölzern geeignetere Stämme liefern. Zur Zeit der böchstru Preise in den ärarischen Depots in der Grenze, wur« den in Innerkrain lind Steicrmark Versuche augc« stellt, allein selbst damals fanden die Erperimentcurs keine Rechnung. Knrzc Bnchendaubcn (!l Palmi) für Mehl' und Früchtcfäßchcu wurden in letzterer Zeit zu fabelhaft billigen Prciscn al.f unserem Nochcnholz« markt verschleudert. Tannenholz. Wir begreifen darunter anch Fi'chteubolz. da dasselbe in Sägehölzern meist mit je« >»em uclmcngt vorkommt. Die höbereu Preise für Bretter beziehen sich aber vorzüglich auf W,irc. die bei genügender Stärke und schönen. Schilitt ganz oder zum größten Theil aus feinem Fichtenholz bcstcbt. Der Rückgang der Knrsc hat die Ansfnbr aller Hol« zer. und namentlich die des Tannenholzes, wrm'ger lohnend, bic und da anch unmöglich gcmacht. Iil großen Banstämmcn und stärkeren Trambäumcn (Spar-rcnhölzcr) wäre dcr Bcgehr lebhafter, wenn die Pro« duzenten für bessere Pczimmrrl.ng bedacht wärcn. l.nd wirklich scharfkantige statt der leidigen Mcrkantilwarc. die oft zur Hälfte waldkanli^ist. liefern wollten, wie es in Finme und Zengg der Fall ist. wclche Häfen fast immer größere Konvrnicn; bieten. Vetrcide-Dnrchschnitts-Preise in La id ach am 17. Mai 1862. Marllplcisc Magaziüsprrß« Gin Metzen in östcrr. Währ. ______________^__..l^ l" ! si^ lr^ Weizen.....— — 'i < Heideu.....— — 3 , l)l) Hirse.....__ , — 4 21 Kukilrui) .... — — 4 , 4ü MlcolMgischc DlobochluMN in Laib ach. U». Mm s, Uhr Mrg. 322.9« jlj.2 Gr. 8^V. schwach Rrgm 2 „ Nchm. 322.^2 >1?.N „ 3VV dctto brwollt 7. A» w „ Abd. 32^.29 ^12.4 „ 0. mcisiig h,i<^ Anhang zur Laibacher Icitung. NnslpNlipl'lslit Wie», 17, Mai. (Mltigs 1'/. Uhr) (Wr. Zt^, Nbdbl.) Slill »,'d wxiii G.schäft. StaatS^N'ilr.. mit Ain'in.hmc i-cr M,!,illiqits „nd 1«^,^','.'. w.lch, dli ^>V^^UP^^»U/l. ^,'nigcii.sslivft l>tlten, „in ciuc» Änichtleil billiger: auch Iüd^sl i>- «„d Sl'.s>i!.it!u,!^p>N'>^c im M^im'i,,.',, liw>i,' »i.itt.r. ^»^'.suiidir.' samten .ftlsdit.- »,,d '.»lo>d< b.,h!!-?lftil>, sich aii'7d>'!l (f»^ff»unq.,!!!,siu »>cht halt.,,, ft' wil' n.mdc V,il>lt.n »,,d Mctallr — anslin^' dilliz,(r a,i-<^ll'l,'!.l! — ziim Sch!!l,sc sich wi.dcr hl'h.l ssslll.» ft).!d nichlich. ^.Isrmptl 47,°/»- 4?effcntlickc Hchnlo. ^. des SlaiNtS (für I»)tt st.) O'.ld W.n, In c'sts,r, W.ihlii!!., . zu 5"/« 67,<;<) 6« 70 5'/» Ailkh. v. 18'li mit ^li^z 98^0 d.tto ohnc slt'scknilt IA62 . !)2.— 9210 3iat!l.'nal:'.'l!,Icl,„n mit Iämicr-(icl>vel!v . „ 5'/« 85— «5 A) Natioildl:'An!ll)cn »ut Ävril-0'oul'cms . . „5 ., 84 »0 84,90 Mct.iliqucs . . . . „ 5 „ 71.75 7I..80 dctio mit Mai-Coup. „ 5 . 71.80 71 85 dttto.....„ 4j„ «4.50 65.- «it Verlosung v. Iahrc 18I9 142,— 142 50 ., ,. 1854 98.-. 98 50 .. ., 1860 z» 500 f!. . 98 50 98 60 ., ., ,j»100fl 10Z— 1W25 Como - Rcnl.üsch. zu42 I,.»u!>tl-. 16 75 17 — ll. der Hrouländtr (für lO0 fi ) G'undmll.islungSlOl'li^itii,'!!!'». Nil^r.N,,!>ici' . ^> 5°/,, 87,50 88 — Ol'.-O.st. und Salzl'. zu 5"^ 87.-- 87,50 Äl'hmcü ..... 5 „ 88,— 89,— SlciVimalf..... 5 ., 88— 8^.50 ^.ahilii u. Sch!,sil» . 5 „ 88,50 91 — llm^im ..... 5 „ 74,— 74 50 Tüü. Van ,Kr»'. » Slav. 5, 72,75 73 25 0'alijim..... 5„ 7^.— 7.j 25 Silbclid u. Vulrw. . . 5 „ 71.— 7«.75 Vcnttianisch,« Anl. 1859 5 „ 99,50 100.50 Aktien (pr, Stück). Nationall'ank ..... 8^0,— 842.— .«r.dit'?ln!i>,lt <» 200 fl, ö. W. 219.M 21940 ?i. ü ^<>cmi, -G.s,.,. 5 z. 200fl. M'i. m. 180 fl, l90",) (?inj. 237,75 238.- O,!'!. ^lli.-DauN'isch'(^t!,!!l'ri!tt>!, .... 400,— 403,— Adln». Msil'alm ^» 200 sl, . 165.50 165 75 Thl'isjl'.llüi-Älüd! 200 fl !F M. m. 140 fl. (707«) Einzahlung. 147.— 147,-Pfandbriefe (fm 100 fl.) National- 6jA).v. >V 1857z.5°/, 104,- 104.50 bank auf 10 „ d.tio 5 „ 99 50 100.— (i M. r.rl^iOalv 5 „ 9050 91.— National!,', aüfc'.W i'crll'i'l'..') ., 86,70 86.90 Uos.' lv>r Slück,) Nr^d.-Anstalt für Hlindc'l n Gcw, z» 10<» fl. c','. W. , . . 135,60 135 80 Don-Taml'is,'^. zn 100 fl. <.5M 102,25 102 50 Slall^i». iüiVi! „ 40 .. L. M. 37.— 37,50 (5,'lnhazy ' „ 40„ „ 101.— 10150 Talm__________ 40fl, l'st W. 39 50 40,— ^,li> Na re ^alss,) zu 40fl. (5M. . 38,- 38 25 <5!>in) „ 40 ., „ . 36,75 37.- st 0'.!N'i.^ „ 40 .. „ . 38. 38,25 Wmdis.i'gräft „ 20 „ .. . 22 75 23.— W»lt»'<.!i, „20., ., . 25,— 2550 ,tts^!cv!ch ., 10 .. . 15 50 15 75' Wechsel. 3 Monat,. ss>.lt> Vlicsl ?luq>,'bu!z, ,!!> 100 fl. südd. W. 110,75 111.-" Flanlslnt a. M. dlttü 111 15 111.40 H,!!!il'ulg für 100 Mark Vanlo 98 25 98,5<1 London ,il> 10 Ps Stcrliin, . 132.10 132 25) Paiis siir 100 Hr,,nfs . . . 52 20 52 40 (5ours der Weldsorten. C>^Id Ware ,ss. VÜinz- Dusatül 6 fl. 26jfl. 6 fl. 27 Ntt. , Ksrn.ü .... 1« „ 10 „ 18 „ 14 .. , i)lapolfM!>.'d'l'r . . 10 „ 55 „ 10 „ 56 „ , Nnss. Im,c>ia,., . 10 ., 73 .. 10 ., 75 „ , V.nim'th.il.r . . 1 „ 95>„ 1 „ 96 „ ! 2i!l'.i-?lqiu . . 130 ., 65 „ 130 . 75 ., Effekte,,, und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Vörse in Wien Dcil 17. M.U t8U2. Effekten. Wechsel. 5"/» Mtalliqucs 7i,«0 ^ S>,l',r.....130 65 ü',Nat -Änl. 84 85 ,, Lc>nd n .... 132,25 Baukasten ..842. K.f.Dulatrn. . L27 ^r.ditasti.n . . 219.20 ! Lottoziehungen vom 17. Mai. Mieu: 4» V» 7« »7 Htt. Graz: »tt » >H 8» »7. F re »« dell 2l ,lzeige. Dci, Ui. Mai l802. Hr. Mlhalioülzh. f. l. Hcnlplllimnl, uc»l, Therc» sicuNaot. — Hr. Goclzelopmcr. k. k, MilitlNbc.nut,. — Die Hllre» : Lailoly. imo — Hcima»»,, Hl,»° dclöleul/. und — Kölilcr. von Trieft. — Hr. Klimm. Hallrclölmiim. uou Vrinm. — Hr. Ccruy. Hliiidcl^' nimm. voi' Gr,iz. — Die Hcircu: MlU)cr, Hliiireli!« ma»». n»t» — Dcllcl^, ^omplc>ll,st, uo» Wir». — Hr. Kuliz, Piiumicr, ro» i.'cip»ly. — Hr. VlclMllli, Ha»rl>n!gifagcllt. von Trient. — Hr. Maicr. H^»d> llill^^a^lnl. von Prag. — Hr. Wilschl. gorstmcislcr, von Amöot. — Fr. V^ronli, 5lichu. k. k Ol'crste»ö< glmalii,. um; Tiitlit. — Die Fralltu: v. ^rcucl!-dorf. l. k. Staalsanwall^allill. lNld — v. Fraoclilck. Priv5 fl. c. «. c, dic Tcr mine auf dcn ^?. Mai und l7. Juni d. I im Magazine dcö Exckut^n mit dl-m Bcisahe angc-ordncl wordcn, dah^dicse Wavcn bcim clstcn Tcimlnc nur um oder üd>> O> inüsl^nll» iiüd rmrm ^üic» Vllliiiieil. ist n>l> läßlich zu UllflNlflN. Das Nalicre l'ciin Eigeiuhüincr Vra»^ H^av. ^.'nidach am 30. April 1862. Ich warnc hi^lmit vorläufig Il'dclmann, mit Hm. Filipp Fattori, alS biöhcrigel, Prokuraführn-der Firma Rich. M a yr's Erden, irgend cin Geschäft im Namen dieser Firma adziischlioi'l'n, indcm ich bcrcitö die nöthige»! g^lichllichcn Schritte gethan habe, um die er-»vahttte Plokurazcichnung außer Kraft zu setzen. Frnnnska Mayer. c^z derMcmälde cl'rni l.sc< bst, ohne Entr« e, ssessen Vorweisung eines LoseS. I—< -= a? I © Z. M)2. (3) ' —^------------------------------------------------------ Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daft wir gcrrn Alois Cantom eine Haupt-Agentschaft für Lnibach und Umgebung übertragen haben. Graz, im Mai l862. Dic Geucral - Agelltschaft drr Versicherungs. Gesellschaft: ,Fsten. Plzöllij- ill wie»" für Steicnnark, Krain und Kärnten. Mit Bezug auf vorstehende Anzeige empfehle ich mich zum Abschluß voll Fcurr- und Transportm-r-fichcrungen unter liberalen Bedingungen und bin zur Erthcilung jeder gewünschten Aubkunft gern bereit. Laibach, im Mai 1862. Die Haupt-Agentschaft der Versichenmgs-Gesellschaft: ,Mm. Phiinir in Wien" für Vaibach und Umgebung.