faibachelMIeilllllg. str 27». Pläu«melllt»»n«, balbj. fl. 7.5si Mittwoch, 4. Dezember H»l«lti°n»««b»hl bl» »«»jeilen: 1»al»vll., »» 80 fl., >m.! st.< lonst P». Z«ilc l«.«ll.. «».»ll., »«. 10 ll. u. s. ». Inse^ti»»»»«»»,! «be»», «li 1872. Amtlicher Theil. l.»^ ^' ""b ^' Apostolische Majestät habe,, mit Aller-^W unterzeichnetem Diplome dem Secllonsralhe und "«ffier des lais. österreichischen Leopold-Ordens Nor. °"t Wannirzet als Ritter des Ordens der eisernen! 5"Nt dritter Klasse in Gemüßheit der Ordensstatuten " "tllterstand mit dem Prüdicate „Villnau" allergnä-"W zu verleihen geruht. Der Minister des Innern hat auf Grund der Wollenen Allerhöchsten Ermächtigung und im liinver. «tWe„ mit den belheiligten anderen l. f. Ministerien "r Industrie, und Commerzialbank für Oderösterreich "b Salzburg w Vinz die Vewilligung zur Errichtung ^"r ^Aktiengesellschaft unter der Firma: .Salzburge, Anl" mit dlm Sitze in Galzburg ertheilt und deren Stuten genehmigt. Der Minister des Innern hat auf Grund der "Menen Allerhöchsten Ermächtigung und im Einver-"tllMen mit den belheiligten anderen l. l. Ministerien den verren Johann Freiherrn v. Liebig, Theodor Ritter ^ Dffermann, Gustav Riller v. Schneller. "Mst El«««. Morlz Redlich, Dr. Friedrich ^lob. G. «. Staehlin, Johann Vergl, Joseph ^ Ripla und Tomp. und Hugo Reichsritler von ^ 'nner in Verbindung mit dem Lünderbankenvereine .^len die Vewilligung zur Errichtung einer Actien-Auschaft unter der Firma: ..Vrlinner Vant" mit dem ^'^« in GrUnn ertheilt und deren Statuten genehmigt. ^vtlzuftsvorschrift v. RH. November ^" oetn Wesehe vom 1». November 1«?8 über dcn zeit. "'eilige,, Schuh der auf der Wcltaussilllunq des Jahres l»7F in Wie« zur AuOstclluna «tlailgendrü Gfgf„ftHl,de. (Vchluß.) Zu Ärt. 2. Gei Gewährung der ^chuhrertlftcatr wird der Generaldireclor der Weltausstellung stets m cn. llem Einvernehmen mit dem von dem Ministerium der Zünder der ungarischen Krone hiezu bestimmten Organe vorgehen. Die Schutzcertificate sind von dem Gcneral^rector ^ Weltausstellung unlcr Ocgenzeichnuiig des gedachten Vertreter« des lünigl. ungarischen Ministeriums unenl» ^Uich „2ch dcm beiliegenden Formulare auSzufeitigen, ^°nach j^^ Schlltzcertificat den Namen und Wohnort ^ Ellverbtr^ eventuell auch des Veoollmächtigten, tmrch ^tlchem etwa das Gesuch eingebracht wurde, die lurzc ^ze'ch,,,,^^ ^ hclressenden Gegenstandes, die Art des ^tnil gewährten Schuhes (ob Privilegium«., ob Malten-z.^ Musterschutz), endlich den jc nach der dicsfälligm ^'"natinc des «rt. 2 z» bestimmenden Tag des Ve^ !«?" und den allgemein gellenden Tag des NblaufeS "lelvei, z„ enthalten hat. H ^llfällige Gesuche womit sich die Ocsitzer solcher "?U>ficate während ihrer Oilligleit im Hinblicke ben" " Schlußsatz des Art. 2 wcgcn lörlangung des or> "tl'chcn Privilegiums-. Marken, obcr Musterschutzes soll? "" ^'" Gcneraldirector der Weltausstellung wenden dlr^"' ""den von letzterem nicht zu Übernehmen, son« dtn ^ Ueberreichenden hiemil an die nach den betreffen. ^. ^pecialschutz^sctzen zu deren Uebernahme berufenen "ürden uud Organe zu verweisen sein. ,^ ^>ne analoge Verweisung hat hinsichtlich allfälliger hh^" Generaldirector ^langenden Eingaben stattzuftuden, 5e°" Esther solcbcr Gchuhcertiftcate dritte Personen sollt." ^'"Nl'ffes in ihr tlwmbenes Schnhrecht belangen l«t>b^ ^^" ""^l Eiügrisssllageu die nach den belref» it,« ",^chutzqcsetzen diesfall« compclenten Gehörden zu '^lden de.ufen sind. w. ^lese Behürbm werden sich in solchen Fällen be< lolllt», Eonslatierung des Sachverhaltes um Ucber. fts^ung fines Pares der den betreffende Schutzcerl«. °dcr W^" Grunde lk ienben Geschreibungen. Marken iu h "sler an den lyeneraldirectar der Weltausstellung »y^ ^^n haben, von welchem ihnen dasselbe unter Er-^l,rV^ ^" UmftandeS, ob die Geheimhaltung verlangt Nleig/ .^" nicht, gegen nachmalige Rückstellung und 4) s,^'l'se entsprechende Vormerkung im Register (Art. ^ anstandslos auszufolgen sein wird. boy ^ ^ lt. 3. Beschwerden gegen die Verweigerung l^< ^"tzc«rtiftcatet, st„h gesetzlich unstatthaft und daher, »" dmnoch oorlümen, unbedingt zurückzuweisen. Wird dagegen der Rechtsbestand von ertheilten Hchutzcertiftcaten angefochten, so kommt die Entscheidung hierüber den nach den im Art. 1 ervähnten Schutzzesetzen dicsfalls kompetenten Vedtirden zu ! Solche Klagen sind demnach, falls sie bei dem Generaldirektor der WcltauesliUi'ng eingebracht werden wollten, von demselben nicht anzunehmen, sondern die Ueberreichenden hiemit an die compctenlen Gehörden zu verweisen. Hinsichtlich der Ausfolgung der Beschreibungen, Marken oder Muster, welche den tine solche Anfechtung erfahrenden Schuhcertificaten zu Grunde liegen, an die zur Entscheidung hierüber berufenen sehörden hat die zu Art. 2 getroffene analoge Anordnung zu gellen. Zu Art. 4. Ueber die ertheilten Schutzcertificate und t>ie denselben zu Grunde liegenden Gesuche ist bei dem O««eraldilcctor dcr Weltausstellung ein eigenes Re» «istel in zwei Parien zu führen, in welches unter fort« laufenden Nummer« jedes gewährte Schutzcertificat vor dessen Ausfolguug mit dem Oalum seiner Erlheilung und den üo dclle, dem l. l. Hllndelommistel-ium. das «übere Pare dcS Registers .ider sammt cmem Paie t>cr oben elwahnlen Gesuch»?be!cge durch dcn Vertreter des l. ungar. Mini» stcrinmS dem t. uniiar. Miliislerium für Ackerbau. In. dustrie und Handel behufs der Aufbewahrung in den beiderseitigen Prioilcgienarchiven geordnet zu übergeben haben. Zu Art. 5). Jede Crlheilung eines Sckutzccrli-ficateS ist von dcm Generaldireclor dcr Weltausstellung unauf^ehaltcn im AmtSblatle der „Wiener Zeitung" zu veröffentlichen. Die analoge Veröffentlichung im ungarischen Ämts-blatte veranlaßt der Vertreter des liin. ungarischen Mi» nistcriums. Die Einsicht in das Nber die ertheilten Schuhcerti. sicale zu führende Register ist jedermann unbedingt, die Einsicht m die bezüglichen Veschrrlbungen, Pläne, Muster ll, dgl. aber nur insoferne zu gestatten, als in den be-treffenbcn Gesuchen nicht die Geheimhaltung derselben! onlangt wurde. Zu «rt. 0. Ueber «nstände. welche ungeachtet ccr vorstehenden Weisungen sich hinsichtlich der Anwen» tung des gegenwärtigen Gesetzes ergeben sollten, ist die Entscheidung des Handelsministers einzuholen. Banhans m. p. Register Nr. Formular. Weltausstellung de« Jahre« 1873. Schuhcertifilat. ! Dic Gefertigten bestätigen hiemit. daß Herr (Frau) N. N aus ... (Bevollmächtigter) ... auf Grund und unter den Gedingunaen des Geseyes vom 13. No» vlmber 1872 und des XXIV. ungarifchen Gcfetzartllel» vom Jahre 1872 fiir nachslehrnd bezeichneten, auf der Weltausstellung des Jahres 1873 in Wien ausgestellten Gegenstand, b. i............. l Privilegiums» den ^Marken. Schuh für die Zeit vom ... > Muster. als dem Tage der Einbringung........ ............ bis einschließlich 31. Dezember 1873 erworben hat. Wien, am..... Fül da« l. Ministerium der Länder ungarischen Krone.-Der k. l. wirll. geheime Rath und Oeneraldireclor der Weltausstellung. (Hier sommt der «louteft de« Gesetz«« vom 13, November !S7> abzudruckn.) Nichtamtlicher Theil. Vom Tage. Beinahe jedes politisch« Journal bringt stlnn, »Parten Gericht über die Action im am 23. v. M. stattßt-fundenen Ministerrathe Der ..P. ployd" erhält v«n seinem »iener Hsrn» spondenlen unterm und Grocholekl. Mun wird d»e Bedeutung dlcsrr Worte nicht unterschätzen dürfen, wenn ««, sie auch libelichäh!. sobalt, man in ihnen bere,l« einen Triumph der Regierung feiert. Ihr großer Werth liezt eben darin, day die Polen auf o« jüngsten, nach den ilmsbrucker Vorgängen drängender geworbenen feudalen Lockungen erneuert mit einer entschiedenen Zurückweisung antworten und zwar in Formen, »elche für dll Heudol-partei geradezu vernichtend genannt «erden müssen. IM übrigen wird man dcn Wortlaut der Neden abwarten müssen, um beurtheilen zu können, »a» von der gestrigen Sitzung in Lemberg schwerer in die Wagschale füllt, der Ndrehbeschluß oder der entschieden ant,föderalistische Eommenlar zu demselben." ,Der Ministerrath unter dem Vorsitze be« Kaisers isl vorüber. Was er beschlossen, »a« er oe» Handell, wird, wie es in der Natur der Sache liegt in den Schleier des Geheimnisses so lange gehüllt bleiben, bis die Regierung dcn Zeüpuntt für gekommen erachten wird. mit ihrer Action vor die OessentUchlelt zu treten, allein das wird n,chl hindern, daß vielleicht stbon in den nächsten Tagen es in den Spalten einzelner »littler von — Elfindungen wimmeln nnrd über all da«, »»« in jenem Conseil vorgegangen sein soll. Nach den jüngsten Proben könnte man füglich schon heute zur Vorsicht mahnen, vielleicht daß sich die Mahnung al« überflüssig erweist, obwohl dies unter den hiesigen Verhalt, nlsscn kaum wahrscheinlich ist. — Die um einiae T««e früher erfolgte Berufung des Reichsralhes entsprana. wohl der Rücksicht auf die Vertreter der ferneraelegenen Kronlälider, die ohnehin nur für wenige Tage noch eilen müssen, da sie dann die Weihnachlsflrien wieder an den heimatlichen Herd führen. Die Zeit zwischen heute nntz dem Zeitpunkte der Eröffnung de« Reicherathe« wir« wohl dazu benutzt »erden, um mit den «bgeordnete» über die Wahlr«f,rmvorlage in Contact M treten." In leitenden Krisen scheint man feft entschlösse» zu sein, das Geheimnis über die Vorgänge im letzt«, Ministerrathe strengstens zu bewahren. Da« wirb nich, hindern, daß die Combination für einige Tage ba« g«nze politische Terrain h!er überwuchern wird, allein e« liegl dies nun in dem Wesen unserer publicistischen Verhaltnisse, unter denen jeder wenigstens unterrichtet scheinen will. wenn er es auch nicht ift. Diesem Umstände ent« springen auch all die heute vorliegenden <5ommunl««»4«. von denen das eine dus Oegemheil oo« anderen he- 197« hauptet und so den willkürlichen Charakter desselben documentiert. Iu den Abendausgaben der Blätter werden diese Meldungen gegenseitig ergänzt und oerschmol-zen, um dann morgen wieder glossiert zu werden, even« tuell da« Substrat für den Leader zu bilden. In die« sem.Oewirre von Conjecturalpolilil wird die öffentliche Meinung den schwersten Stand haben, fich politisch orientleren zu können, und dürfte man fich gar nicht wundern, wenn sie pessimistisch würde, da schon heute die Matter mit wichligthucnder Miene den befriedigen« den Meldungen gleich einige Zweifel nachschickten. Die Takt»! ist nicht neu, durch Lancierung falscher Meldungen eine Richtigstellung derselden herbeizuführen, und darauf dürften wohl diese pessimistischen Anwandlungen einzelner Organc zurückfuhren sein, unter die zunächst die Meldung von einer erst jetzt vorzunehmenden Änderung an der Wahlreform, die dem Ministerium oktroyiert norden sei, zu zählen ist. Wäre beispielsweise diese Meldung richtig, dann ließe sich die Befriedigung, mit der man sich in den leitenden Kreisen über die Resultate des Ministerrathcs äußert, nur unter der Voraus-setzung eine« besonders potenzierten Sanguinismus erklären, der blSher wenigstens d:n jetzigen Rcaierungs-»ünnern fremd war. In der That brauchte es nicht erst «lner solchen Auffassung, um sich über den Werth einer Meldung von dem Kaliber der eben erwähnten sofort Rechenschaft geben zu können, daß sie erfunden ift. Das Organ, welches sie lancierte, kennt j?ne auf. gedrungene Aenderung zwar nicht, weiß dagegen schon heute, daß „sie den Entwurf im Reichsrathe zu Falle bringen müsse," eine Logik, die eben zeigt, d^ß auch zum Erfinden eine besondere Uebuna gehört, ein Gebiet, auf dem jenes Blatt, welches diese Meldung produciert, zu seiner Ehre bemerkt, noch ziemlich ein Neuling ist." Das „N. Frdbl." ergehl sich an leitender Stelle des längeren in Betrachtungen über die Frage, was im letzten M inist err athe vor fich gegangen ist. DaS genannte Blatt schreibt: Es ist eine mehr unterhaltende als belehrende Thätigkeit, die hirsigen Glätter zu beobachten, wie sie sich im Schweiße ihres Angesichtes ab» »ühen, über den letzten Mlnisterrath etwas zu erzählen, und doch am Ende sammt und sonders zu dem ver< schämten Bekenntnisse gelangen, daß sie nichts wissen können, was manchem von ihnen „schier das herz verbrennen" will. Wir wollen aufrichtiger sein als die meistln unsereer Eallegen und offen eingeslehen, daß uns über den Verlauf des gestern abgehaltenen Mini' fterrathe« ganz und gar nicht« bekannt ist, daß sich lein Minister gefunden, der une einen Bericht über die vierstündige Verhandlung anaeboten. daß lein Protokoll, führer uns sein Elaborat auf einige Minuten zur ftüch. tigen Durchsicht überlassen, und daß die mystische, „zu den Räthen der Krone in guten Beziehungen stehende Persönlichkeit", die stets vorgeschoben wird, wenn es gilt, dem Ueser vage Vermuthungen plausibel zu machen, uns auch nicht eine Andeutung gegeben, die uns über das Schicksal der in dem erwähnten Ministerrathe oer< handelten Vorlagen aufzuklären vermöchte. Die Mitglieder des Eablnets scheinen untrr sich einig zu sein, über intime Verhandlungen des Ministerralhes nichts zu verlauten, und so sehr sie die Aufgabe der Publi-cistil damit erschweren und so sehr wir mit unseren Lesern das Bedürfnis fühlen, in einem wichtigen Mo» mente, wie dem gegenwärtigen, die Situation in voller Klarheit zu übersehen, so sehr begreifen wir auch den Standpunkt der Minister, denen e« die einfachm Regeln der Wohlanstündigleit gebieten, über eine Verhand» lung nichts zu verlautbaren, deren Protokoll noch nicht einmal dem Monarchen oor^. legt worden. Wir lassen dabei das politische Moment auße« Betracht, ubzroar auch dieses für die Discretion dee Ministeriums spricht, insoferne es in der That b', dei? mannigfachen und oer-schmitzten Feinden, deren sich Ministerium und Verfassung erfreuen, nicht gerathen scheint, die geheimsten Pläne sofort den Gegnern zu verrathen und so den Feind in die Karten blicken zu lassen — aber, selbst daS bei» seite gelassen, bleiben der Gründe noch immer genug, die das Schweigen des Cabinets ,m gegenwättiaen Falle begreiflich machen. Man wird zwar sagen, dies Schweigen sel nichts als ein verschämtes Verhüllen einer erlittenen Niederlage, und die Gegner, Feudale und Ultramontane, werden in ein Triumphgeschrei ausbrechen und die Wahlreform als todt und cin^csargt erklären. Nun, was di? Gegoer sagen oder schreien werden, das kann für uns leine Rücksicht sein. Sie haben die Verfassung oft genuq schon todtgesagt und si' ist noch m: 50^1 g stolen; im Gegentheile, wie die todtgesaglcn Menschen, hat auch sie sich nach jeder solchen Scheinbestaltung regelmäßig kräftiger und blühender denn je zuvor erhoben. Um dessen will?n also, was die feudalen Organe aus einem gewissen Anlasse in die Welt seßen könnten, baucht da' Ministerium nicht einen Schritt von d^m aozuwcicheli, was es für richtig und gut anerkannt. Was aber die Freunde der Perfassung belriffl, so haben diese gewiß keinen Grund, das Schweigen der Minister übel zu deuten. Entweder der Ministerrath hat, wie es in den letzten Tagen oft verlautete, die prinzipiell bereits vom Monarchen genehmigte Wahlreform nur forrmlf zu behandeln, oder er hat, wie eine andere viel verbreitete Version lautete, über das Wesen und Prinzip der Wahl. reform totaliler zu entscheiden ., habt. Im ersteren Falle hatte der Minislerrath ga-,z und gar flciinze Wichtig' teit und es wäre ungerecht, mit ihm irgend welches Aufhebens zu machen, n einer Thronrede als die wahre Verkörperung des österreichischen Reichsgedantens bezeichnet wird, seine Genehmigung verweigert. Was wäre in einem solchen Falle geschehen? Die Minister, die mit der Wahl,eform stchrn und fallen, hätten dem Monarchen auczeniilicks eltlärii» müssen, daß sie bei dieser Anschauung der Kione sich nicht für fähig hielten, die Geschäfte der Regierung noch länger fortzuführen, und die Krise wäre in einem Athemzuge und mit der denkbar schäifften Actualität zum Ausbruche gekommen. In solcher Lage Pfosten dann Minister nicht mehr zurückhaltend zu sein. Gefallene Minister pflegen übcr die Ursache ihres Sturzes kein Geheimnis zu be> wahren, zumal in einem Falle wie dem gegenwärtigen, wo die Ursache der Krise eine schr populäre gewesen und den Mitgliedern des Eabmcts vom Volle zum Per dienste angerechnet worden wäre. Kurzum, der gestrige Ministtlralh tonnte, wenn er thalsächlich die Wahlreform zur Entscheidung brachte, nur einen total günstigen Beschluß oder eine acute Mimsteslrise zum Ausgange haben. Eine Krise ist, daS glauben wir mit aller Be- stimmtheit sagen ^'< dürfen, nicht eingetreten; es blelbl also nur der andere Theil der Alternative, dtl jedem Btrsissuntzsfreunde nur äußerst erwünscht kommen lann. Nach dem Gesagten wird man eS wohl erklärlich finden, daß wir uns in weitere Conjecturen über die von einzelnen Blättern colportierten Details nicht einlassen. Uns scheint die Nachricht, daß Galizien bereits v>>n t>tt Wahlreform definitiv ausgeschlossen sei, von nicht größt' rew Werthe, als die Meldung, daß dem Ministerium von o:r Krone bezüglich der Gloßgrunddesttzer-Oluppe Veränderungen seines Entwurfes aufgedrungen wol> den, und beide lönnen wir nicht anders als in die Reiht vager Vermuthungen rangieren. Auch eine andere Naa> richt, wonach die Genehmiguna des Wahlreformentwulsl> bisher nicht erfolgt ist, vnlli'ehr Minister Wasser stoll dem Kaiser noch speciell über die Wahlreform Vortros halten und „ohne Zweifel auf Grund dieses Vortragt ersl die Eimächligima. zur Emdringung der Wahlrefol"' >m Reichsrathe erhalten soll, dünll uns völlig unglaub' würdig, wär's auch nur darum, weil das, was von einll Reise des Ministers Lasser nach Pest erzählt wird. M und gar unwahr ist. Wenn das Ministerium sich d<^ Gelübde des Schweigens auferlegt, dann tonnen wir iM' Haupt nicht ^laubeu, daß von Cillzelncn m.c Übcr 6^ zellies dicS Gelübde gebrochen wurde. Wir mögen lM sere Leser nicht täuschen, noch mit halllosen Geruch«" abfinden. Dae Eine ist für uno klar. daß die Sit^ lion durch den gestrigen Mnisttrlulh sich eher ssebessell, denn verschlimmert hat Die Discussion über die ^ tails spare«, wir bis zu dem Zeitpunkte auf, bis dll Journalist nicht mehr „mit saurem Schweiß zu s«ö^ braucht, was es nicht weiß". Politische Uebersicht. "" Laibach, 3. Dezember. Die „Montagsrevue" meldet aus bester Quelle a>i< Pest, der Kaiser habe die Demission deS Grafen iionyoy angenommen und den bisherigen Handelsministel S zl a vy zum Mlnsterpiasidel'len ernannt. Das ga^ bisherige Ministerium, aufgenommen Lonyay. bleibt in< Amte. — In» ungarischen Unterhausc theilte der P"' sident mil. daß das Cabinet seine Demission ein^ reicht lM. 5er Kaiser dltraule den Handelsministtl Szlavy mit der Neubildung des Cabinets, gleichzeit>s die gewesenen Minister mit Fortführung der Portefeuille« bis zur erfolgten Neubildung des Cabinets beaul' tragend. Die „Independance belae" meldet aus OerllN, "" Kmjer habe daS Decret unterzeichnet, wodurch 25ihöhelt Staatsbeamte, Generale und Grundbesitzer zu Herrt^ hausmilglieoern ernannt werden. — Den neutstt" Nachrichten zufolge aiicr hat Minister Graf Eulenblils in cilier mit Mitgliedern des Herrenhauses abalhalleliel' Conferenz. der auch der Kriegsminister Roon be>' wohnte, die Zustimmung zu der von ihm für noth' wendig erachteten Zahl von 25 neu zu ernennende'' Pairs gefunden und die „Spener'sche Ztg." splicht ^ mit Bestimmtheit aus, duß die Anschauung des iD' iiislcrs Eulenburg auch die Zustimmung an entscheid^' der Stelle gefunden habe. Das Gerücht über die angebliche Demlssio" Thiers ist unbegründet. In parlamentarischen Kl^ sen wild die thtilweise Erneuerung der National»^ sammlung als der einzig mögliche Ausgang der Kl" Quisle! oll. Ritter Planbar t. Novelle von Albert Reinhold. (Fortsetzung.) Trotz aller Anstrengungen war es der Frau Ge-heimräthm nicht gelungen, noch einiger Blumen in dem Städtchen habhaft zu n,«rden und sie befand sich dadurch keineswegs in «ine heitere Stimmung versetzt. Sie l,ebte Lenore sehr, ja mit fast abgöttischer Zärtlichkeit. Lmorc war ihr Liebling, ihr Ideal, und es ,hat ihrer Eitelkeit »eh. dieselbe nicht so schmücken zu lünnen, wie sie es »ohl gewollt hätte. Aber die Sache ließ fich nicht ändern und Lenore, nahm sie von einem bei weitem erträglicheren Standpunkte auf alS die Tante. Sah sie doch allerliebst aus in, der duftigen Tüll-Robe mit dem seidenen Unte,kleide und den rolhen Bändern. Auch in ihrem Haar hatte sie eine Schleife befestigt, aber die Geheimräthin wollte da« durchaus nicht für voll anerkennen, obwohl Lenore ihr immer wiederholte, daß sie so hüvsch genug aussehe. „Nein. Kind. ich bleibe dabei, es paßt nicht. es geht dulchau« nicht, als Kranzjuxgfer diefe abscheuliche Schleife." sagte die Oeheimräthin immer und immer wieder. „Es ist doch daS größte Unrecht von dem Gärt-ner. in diesem Punkte unzuverlässig zu sein, ich werde mich nie wieder auf ihn verlassen. Ach, Lenore, es ist doch traurig »enn man in emer solchen Ttadt lebt, »0 selbst im Oktober leine Blumen mehr zu haben sind." In diesem Augenblicke brachte die Kammerfrau eine Ochachtel. welch« für da« gnädige Fräulein von Roden« Höfen gebracht sei, und gleichzeitig verbreitete sich ein süßer, berauschender Duft wie von tausend Frühlingen durch das kleine Zimmer. Erstaunt nahm die Oeheimräthin die ziemlich große Schachtel, während Lenorcns Antlitz von einer glühen-den Rölhe übergössen wurde — eme unbestimmte Ahnung stieg in ihr auf. Mittlerweile hatte die Geheimräthin mit rascher ungeduldiger Hand das zierliche Band durchschnitten und die Schachtel geöffnet und ein Ausruf des Entzückens entalllt ihren L,pP,'N. während Lenore wie aui glühcnden Kohlen stand und den Blick nicht zu erheben wagte. „Grundgütiger Himmel, welcher Segen!" rief die Geheimrälhin aus. al« sie die Menge duftender Blumen sah, aller Farben und scheinbar auch aller Zonen. Inmitten der Schachtel lag ein äußerst geschmackvoll gebundenes Bouquet von Moosroseütnospen. Veilchen und Vergißmeinnicht, ringsherum, außer gleichfalls Rosen, Veilchen. Cunelien, noch eine Menge farbenprächtiger ausländischer Blumen, welche die Ge« heimräthin nie gesehen, geschweige den Namen nach tannte. „Aber ich begreife nicht, Lenore", fuhr die Geheim räthin fort, nachdem sie sich etwas von ihrem Erstaunen und ihrer Verwunderung erholt hatte und die Sache etwas ruhiaer überlegte, „ich begreife in der Thal nicht. Wer hat sich deinetwegen eine so ungeheure AuSaabe gemacht? Wer hatte eine Ahnung von unserer Verlegenheit und woher sind diese Blumen? — Hier in der Stadt sind solche Blumen nicht — ich muß aufrichtla bekennen, daß ich in diesem Falle nicht umß, wie wir eigentlich daran sind." Lenore sagte noch immer nichts, obwohl flt ' manchem etwas anderer Ansicht war. als die Taw»' Erstens zweifelte sie leinen Moment daran, daß l>^ Blumen innerhalb der Stadt gewachsen, und dann »^ nicht, wer der Absender sei. Niemand anders als Al von Werden halle ihr diese Aufmerlfamleit bewies aber sie dachte nicht im mindesten daran, ihre Gtdanle zu verrathen. . „Nun. Lenore. und du sagst gar nichts?" f"s' die Geheimrälhin endlich. „Sage du doch einmal d^ Meinung, du mußt doch mehr davon wissen als »'»' „Durchaus nicht, beste Tante, ich lann darU" nichts bestimmtes sagen", stammelte Lenore verwirrt-^ „Bestimmtes?" lachte die Tante, „davon bich '" fest überzeugt. Aber eine Vermuthung hast du?" .^ Lenore zögerte mit der Antwort, sie wollte lel" Lüge aussprechtn. ,^ ..Ich lann mir nicht denlen, ob hier i^and . der Stadt, der solche Blumen hat," gab sie ausweicy" zur Antwort. ,^ «Auch das ist wohl möglich, aber ich glaubeH daß diese Blumen hier überhaupt innerhalb der «" gewachsen sind. Eigentlich ist mir die ganze Sache n angenehm, denn es ist peinlich, wenn man n'^ w.„ wem man zum Danle verpflichtet ist, und bel« wir uns nicht gerade in dieser peinlichen Vene« heil —" z«l, „Du meinst, daß wir die Blumen annehmen fen?" fragte Lenore lebhaft. . ,„ .Annehmen. Kind? »ah. sie sind angenonim ich habe diesen Fall seither nicht voshergesehen uno auch leine Anordnungen dafür getroffen. Ich wer« jetzt an «galhe beauftragen, zuerst den «bsenv" 1s77 betrachtet. ^. Das „Ivurnal OsslcM" meldet. PMdent Thiers hab« die Demission des Ministers drs Innern, ^efranc, angenommen und das Ministerium be« -sn» n«rn interimistisch dem Grafe«, Remusat übertra^n. Der Kroße Rath des Cantons Sololhnrn «enehmigte das Gesetz über die periodic W'ederwW der Geistlichen mil 80 .earn 14 Stimmen. Die italienische Regie:» «lg rüstet eiuc Frr-satie und ein Kanonenboot in Genua aus mit der angeb» lichen Bestimmung, vor den Galearen zu kreuzen. In ^«nua und Venedig sind fluchtende spanische Fanullcn tingetroffen. „Diano Espanol" kündigt fur Spanien eine Mi« "'ftlrtrisls an. Oie Partei Sagasta werde durch «lhmiral Topele und General Gandara berufen sein, die Erbschaft des Cabinets Zorilla zu übernehmen, w!e lctz» lere« an dlc Slclle der Partei Sagasta tralt. Es liegen Ndoch noch leine weiteren Nachrichten über diese Version dor. Dagegen wird in einem pariser Telegramm erklärt, 'aß die an der spanischen Grenze vorgenommenen Truppen» ^ncentralionen mit den insurrectionelltn Vorgängern lln Laube nicht in Zusammenhang sländcn unk die Be« deuluna. eines Observationscorps nicht hätten. — Die von der „Epoca" gebrachte Nachricht hinsichtlich eines spanischen Observation Scorps an der spa» N'lchen Grenze ist nicht richtig. Wahr ist. daß die fran-ivstsche Regierung schon seit längerer Zelt die Errichtung zweier Uebu^slagcr, eines in den Pyrcnücs Orientals, °as andere in den Basses Pyrenees beschlossen hat. Allein ^tse Truppenansammlungen haben nichts mit den innern Verhältnissen Spaniens zu thun. Dle portugiesischePairskammer bat. al s Gerichtshof sitzend, zu dem Antrage, den Marquis von ^geja wegen Verschwörung gegen den König und die ^tlllltseinrichtungen in Anklage zu stellen, ihre Geneh. ""stung erthcilt. De, andere Anllagepunlt, Veiralh gr« ^n die Unabhängigkeit des Vaterlandes, wurde von der Kammer zurückgewiesen, weil ein solches Verbrechen sich ^lcht in dem Strafgeschbuche aufgeführt findet. Wiener Weltausstellung 1873. Infolge der Eonfercnz der österreichischen Eisenbahn, ^Wallungen von, 29, Ollober fand am 4. o. M. eine Alsllmmlung statt, a>» welcher auch die auswärtigen ^sendahnvcrwaltungen theilgenommen hallen. Es wurde ^schlössen, namhasle Preisermäßigungen und andere Er« ^Hterungen eintreten zu lassen, welche geeignet sind. die ^'selust des Pudlicums zu erhöhen. Zur Erreichung sl"es emhcillichcn und ^aschcl, BorgchcliS wnrde voll >ÜUlu,tlichen E'senbahnvcitntcrn die Direction der l, k ^- P. Kaiitr-Hcldillands.Nordbuhn mil der Gcschliflsfüli. lung betraut; dieselbe errichtet zu diesem Zwecke ein selbst-ständisst« Vureau, in welchem die Intcilssel, der riüzel» xen (tiselibahnoerwaltungen durch Delegierte derselben oertrcten sein wllden. Vorläufig finden wöchentliche oie. rathungen statt Zur Zeil der Weltausstellung wird da« Bureau permanent thätig sein. Da die Unterbringung der Fremden, also dic Woh. nungefrage zur Zeit der Weltausstellung für den Frem> denvertchr uon immenjer Oedcutung ist. so haben die Eisenbahnverwaltuna.cn einem Corsortium im allgemei« "en Iiiteitsse weilgehtüdc Concessionen rrtheilt. Den ^uternehmcrn sind auf sämmllichcn Bahnhöfen in Wien lignite ^ocalitätc» zur Errichtung von Zweigburccmx "Ngelviescn worden, um ihre in Wien ankommenden Rei-iendcli empfangen, sie mit den »ölhigeu Wohnunasanwei-lungln versehen und curch ihre Wägcn iu ihre Quartiere geleiten lassen zu können Hauptzweck des Unternehmen«, welches die Firma: ..WellauSstellungS.Reise-und Quar-tier.Eentral-Bureau" führt, ist, von allen bedeutenden Städten der Wett aus Eftrazüge nach Wien mit Eil. zugqeschminoiakeit zu veranstalten, und zu sehr ermäßigten Pli»»ell; dem Rclzcuden soll glelchzeilig be»m Antritte seiner Neisc die Anweisung auf eine bestimmte Wohnung ein-,ichänoigt werden. Gerichten aus Haag zusoluc steht auch eine würdige Vertretung der holländischen Colonicn auf der Wcllaus-slcllung zu eriv^l en. Dn lllc^ualidische Colonialminister hat in Beantwortung einer kurzlich, anläßlich der Budget« bcbatte an ihn gerichteten Interpellation erklärt, daß er den Gcneral'Gonverneur der Colonien bereits auf die Nothwendigkeit der Theilnahme Niederländisch-Indiens an der Aulüstcllung aufmerksam gemacht habe. Die bezüglichen Einleitungen werben denn auch in eifrigster Weik betrieben. Von Seite der „holländischen Handels« gesellschaft" sowohl, als der DampffchisfahrlSglseUschaft „Niederland" sind Begünstigungen für den Transport der vox den holländischen Colonien zu gewültigenden Ausstellungs-Objecle in Aussicht gestellt. Die Räume des nunmehr vollendeten Industrie-palastes gestalten dem Gesucher, sich auch bereits ein Urtheil über die ttichtverhaltnisse dieses OebäudeS zu oil» den. Eine flüchtige Begehung dieser Räume wird genügen, um die Zweifel zu zerstreuen, die von einigen Journalen Deutschlands bezüglich der genügenden Be-leuchlung geäußert worden sind, und ebenso wird sich jeder Besucher überzeugen, daß sich die Beleuchtung mit hohem Seitenlichte als die ausgibigste und entsprechendste erweis», was auch ziffernmäßig constaliert werden kann. Der von der dänische,, Commission für die Welt» ausstcllung delegierte Archilitl Herr Brinlopff ist aus Kopenhagen in Wien eingetroffn, um die Vorbereitn«, yen zur Installation der Einsendungen Däncmalls zur Ausstellung zu treffen. Hagesmuisskeiten. — (Hofreise.) Mit dem vorgestrigen wiener Schnellzuge ift Se. lünlql. Hoheit der Prinz von Dänemark sammt Familie von Wien nach Italien hier durchgereist. — (Person alnachr ich ten.) Se. Durchlaucht der Herr Ministerpräsident Fürst Ndolf Nuersperg ist nach Prag abgereist, um den Sitzungen des böhmischen Landtages beizuwohnen. - Se. Lrc. der Herr Frnanzminister Frech, de Prelis reiste nach Görz zu den Landlaasver. Handlungen. — Der Herr Commandierende Felomarschall» lieutenant Freiherr o. John ,st am 30. v. M. abends nach Nraz z'iruclgelehrl, - Der neue ungarische Minister. Präsident Joses v. Szlavy, bisher Handelsminister, ist zu Preßburg geboren. Lr ist der Sohn eines Stabsoffiziers und erhielt seine Ausbildung im Theresianum zu Wien. Schon in 'richer Jugend zeichnete er sich durch große Ne« gabung aus. Szlavy ist ein Mann von grUndllcher Bil. dung und hat als Staatsmann eine Überlegene Ruhe. Er steht gegenwärtig im Alter von 53 Jahren. — l,Iur Tegetlhofs.^otlerie) wurden die ^ose soeben von Graz aus versendet. Die Lotterie enthält 3000 Gewinste im Gesammlwerlhe von 25.000 fl und findet die Ziehung am 28. Februar l. I. statt. Die ^'ose (zu 50 kr.) enthalten eine Abbildung der Seeschlacht bei v.ssa. — (Ueber neue Eisenbahnvorlagen) meldet die ..N. Fr. Pr." folgende«: Zunächst sollen die großm Gebirgsbahnen über Predil und Nrlberg ausgelra« gen werden, weitere Vorlagen betreffen das große dalma« tinische Vahnneh Über Knie uüd Dernis nach Spalato nebst den Zweigbahnen der Bahn Laibach.Karlstadt, der Bahn Knittelfeld.Zllprestz durch das raoanlchal, der Bahn RottcnmanN'Wcl« und dle galizische Oahnoortage, lehiere nur, wenn die Eoncessionierung auf Grund de« Gesetzes der letzten Reichsralhssesslon nicht durchführbar wäre. — (Die Tochier Franz ^ißt«) trat, »« .Pefti Naplo" berrchtel, am 31. Olloder l. I. zur prote-stanlischen Kirche üder und feierte auch an demselben Tage ihre Vermählung mit Richard Wagner. Das Ehepaar trat nach der Vermählung eine Reise an. Bekanntlich war Fräulein Cosima Lißl Vülows Gattin und ihr Ueberlrtlt zum Protestantismus geschah mit Einwilligung des Baters. — (GrgrbigeIagd.) Den 27. v. M. wurde in dem fllrstlich Liechlensleln'ichen Iagdbeznle Rabensburg in Niederöslerreich eine Krelsjagd abgehallen, bei welcher über 2b00 Hasen erlegt wurden. Dre Jagdgesellschaft, worunter Aürst Johann Liechtenstein nebst mehreren hohen Iagdgästen, zählte 42 Schlitzen und wurde von der Station Lundenburg mittelst eines sürsMcherseil« beigestellten Separatzuges zum Rendezvousplatze unweit der Station hohenau gesuhrl und nach beendigter Jagd wieder abgeholl. — (Neubauten in Oörz.) Der .Wrz« Ztg." wird mitgetheilt, daß die Vaugesellschaft fUr Kuioile »hre Thätigkeit >n Oörz mit de» Vau von sieben Vlllen beginnen wird. Locales. Arainischll Landtag. VIII. Sitzung. «aibach, ii. Dezember. (Schluß.) Sechster Gegenstand. Gericht deS Finanzausschusses, betreffend das Gesetz wegen Uebertragung der im § 14. des Schul, gesetz es vom 27. Juli 1871 bezeichneten Kosten auf den Vandesfond. Abg. Dr. Razlag weist durch statistische Daten nach, daß jene Gemeinden, die jährlich nur eine geringe Anzahl von Schüblingen zu transportieren haben, hinsichtlich der Entschädigung schlechter daran sind, als jene, bei denen die Frequenz eine lebhafte ist. Der Vltrag mit 20 kr. pr. Kopf sei ein so geringer, daß manche Gemeinden jährlich nur 3, 4 bis 5 Gulden als Entschädigung erhalten. Redner beantragt, dir Schubaus-lagen seien vom LandeSfonde zu übernehmen. Abg. Dr. Vleiweis beleuchtet die Schubfrage von der ökonomischen Seite aus: die Schübllnge werden von Wien bis Lalbach mittelst Eisenbahn, von ^ai-bach weiter aber auf der «ch/e weite,befördert; letztere» verursache bedeutende Auslagen. Redner beantragt eine Resolution: d,e Regierung sei aufzufordern, das erforderliche einzuleiten, daß die Schübllnge, wo lhunllch, mittelst Vahn lsimeportiert werben. Ab«. Kromer drückt sein Erstaunen darüber aus, daß cS einem Milgliede des Vandesausschusses noch un-delannl ist, daß der Transport der Schüblmge mittelst Eisenbahn bereits gesetzlich normiert ist; wo diel«« nicht geschehe, sei dem Gesetze Geltung zu verschaffen. Ab^. Dr. Costa bemerkt, daß der ilntrag Raz-lag bereits im Ausschüsse lcmen Anklang fand. Dl« Schubkosten nehmen alljährlich den bedeutenden Vettag von mehr als 10.000 fl in Anspruch. Der ilandeS-so„d könne leine größere Entschädigung gewähren; sich gegen den Vorredner Abg. Kromer wendend bemerkt Dr. Costa, die Regelung des Schubwesens stehe nicht nur dem Randlage sondern auch der Regierung zu. At?g. Deschmann äußert sich auf den Einwurs Kromcrs dahin, daß der lrainische ^andesauSschuß in-brtrtff des SchubtransporteS per Eisenbahn bereüs mit dem triester Stadlralhe in Correspondenz getreten sei, daß aber die Verhandlungen durch den Widerstand de< genannten Stadlrathes resultallos blieben; durch Intervention der Regiciung würden vielleicht diese Schwierigkeiten beseitigt werden können. Verichlerstatter Ab^. Murnik vertheldiat mlt Beziehung aus die Paragraph« 14 und 15 des ReichS-schubacsctzcS die Nnllä^e des Ausschusses; hiernach wird die Generaldebatte grscklossen. «ba. Dr. Razlag ergreift daS Wort und be» merkt, falls sein erster Antrag nicht zum Beschlusse er-hoven werden sollte, so beantrage er den Zusatz: daß jenen Gemeinden, welche alljahilich eine . geiingere Anzahl als 5)00 Schiiblmge zu expedieren Hütten, eine Enl-schädigung von 100 fl. zu pulsieren sei. Dagegen bemerkt Abg. Dr. Costa, baß hvchften« vier Gemeinden jährlich 500 Süüblinge zu expedieren gälten; eS müßte also allen übriaen Gtmeinben eine Cnlschädigung von je 100 fl. erfolgt werden. Redner könne dem lehlern Antrage noch weniger zustimmen als dem erstern. Der Oerichterstatter »bg. Murnil empfichlt dle NuSschußanlrüge; bei der Abstimmung werden die »u«. schußanlläge angenommen und jener des Abg. Razlag abgelehnt; auch wird die Resolution Gleiwels und da« ganze Ges tz in zweiler und letzter Lesung angenommen. Siebenter Gegenstand: Der Vericht l>t« Oe-meindeausschusscs, betreffend daS Gesetz wegen Ueberlra-gung der Füllung der Schuberlenntnisse an die Schub-stalionsgemeinden, sammt Nntlügen, wird ohne Debatte angenommen. — ^slauen, ^^ ^^ derartiges annimmt und mich dann da» ^on benachrichtigen, ob es überhaupt geschehr» soll. i>ür ^"e finde ich eS für das Vernünftigste, von diesem ^schenke den umfassendsten Gebrauch zu machen, denn 3 ist außer aller Möglichkeit, daß eine gewöhnliche ""son dir solche Aufmerlsamleit erwiesen hat." ^enore zitterte wie Espenlaub. ES war ihr ein ""bcschleiolich wonniges Gefühl gewesen, als sie die ^lumm sah und den Absender erriclh, als sie jetzt dar-U" »äher „achdachte, da n>ar es ihr. als könne sie die AlU'"en unmöglich aunchmen. alS müßlcn sie ihr in der ^"d ^,„i) im Haar brennen. v. Dennoch blieb nichlS aiideres übrig, als sick in das ^deltneidliche ^u fügen, wenn sie nichl wollte, daß die °.?^ irgendwie Verdacht schöpfte. Sie ließ eS ruhig "»Helle,,, daß die Geheim,älh>n mit geschäftiger Hand ..^ ulioosroscn in ihrem lockigen Haar ^festigte, aber ick """" ^ ""^ ln'^ ^^ »roßten Anstrengung über ^' da« Vouquel in die Hand zu nehmen. A. Und dennoch war ^enore sich n,cht klar über die ll^b,le, selche sie in diesem Augenblicke leiteten, «n-,?"^ glaubte sie, es sei Abneigung und Widerwille. a„? ""l zu bald erkannte sie. daß die Annahme durch il "nrlchllg sei. Das Geschenk bedrücklc sir. aber ! ^l Weil sie den Geber für einen Unwürdigen hielt. K.dtln weil sie anfing, sich ihm gegenüber als eine ^"lbiye zu suhlen, m> Wie lMl und niedrig hatte sie schon über den ti^"" geurlheilt, obwohl er in ih,en Augen noch nle h^ Handlung begangen, die das Tageslicht zu scheuen ^le. Freilich umgab sich der junge Freiherr von "den absichtlich oder unabftchMch wit dem Nlmbu« ces Geheimnisvollen, aber würde nicht vielleicht die Zeit den Schleier lüften, den man jetzt vergebens bemüht war zu durchreißen? ttenore »fühlte sich förmlich niedergedrückt durch dieses Ereignis, ^»m große» Erstaunen der Geheimräthin, die das ourchauS incht zu begreifen vermochte. Ach, sie hatte sich auch noch nie in «Kicher oder ähnlicher ^age befunden, eS war ihr Uiirrliü^ich, ein Geheimnis vor der Tante zu haben, und doch konnte sie sich auch wiederum nichl entschließen, derselben mitzutheilen, was sie bedrückte Als Lenore das HauS verließ, um in den bereit-stehenden Wagen zusteigen, glitt gerade eine in einen großen Mantel gehüllte Gestalt vorüber, aber ^enore glaubte sie dennoch zu erkennen, obwohl sie das Gesicht ab-loandle. Hastig setzte sie den kleinen, elegant beschuhten Fuß auf den Wagentlitt und im nächsten Augenblick rollte das Oesährt mit ihr davon. ttcnorc halte sich nicht gelauscht, der Herr im Man. tel war niemand anders als der Freiherr von Werden. Ueber sein ernstes Antlitz glitt ein Sonnenschein des Glückes und der Freude, als er öenore mit seinen Blu-men geschmückt sah. „Ich habe es nicht erwartet", murmelte er; „sie wenigstens scheint nicht an dem Hasse zu kränkeln, wel» cher die Geheimlälhin beseelt und dafür büra.l mir auch schon ihr kindlich rmirs Gemüth, ihr edles Herz. Wohl »st auch sie von dem G'fthauche der Ve,lüumdung be-tührt, aber der H'mmel wird mir beislehen, daß ich ihn wie Dunst vertreibe." lftortl'tznn«
    t.) 1978 Achter Vegenftanb. Vericht des Finanzausschusse« üb« den Voranschlag des landschaftlichen Theaterfonde« für das Jahr 1873. Verichterftatter Abss. Deschmann spricht über die Petition des slovenisch-dramatischen Vereines um Erhöhung der Subvention ps. 2400 fl. Der Redner betont, cs seien Stimmen laut geworden, welche die Herabsetzung der Dotation von 2400 fl. auf 1800 ft. betonen. Da« Präliminare weise an Emnahmen 4401 fl , Uuegaben 8670 fl.. mithin ew Deficit von 4269 fl. aus. Der Vcrichterstatter befürwortet die bisherige Subvention in der Erwägung, als der slooenisch-dra« malische Berein noch bedeutende Schwierigkeiten und Hlnocrnisse zu überwinden hat. Mit Rücksicht auf die Gleichberechtigung der slooenischen Muse beantragt Redner die bisherige Dotation. Abg. sromer bedauert in liwgerer Rede den sprachlichen Utraqu««mus im Randlage, '" b^ Schule, lm Amte und sogar im Theater. Durch die slovcnische Vühue werde die deutsche in ihrer. Erfolgen geschwächt. Malbuch Mle nur 25.000 Einwohner. welchen ein deutsches Theater aenügen dürfte. Oraz zähle 85.000 Einwohner und für zwci Theater sei dort lein strenge« Vedürfnis. Die hiesige deutsche Vühne erhalte eigentlich aus dem Landesfonde keine Subvention; die Dota-! tion werde aus dem GrUndungsfonde und aus den Er-träglnsser, der ^o^engclder gelastet. Die slovenische Bühne habe temc Fortschritte gemacht, besitze weder «m reiches Nepertoir noch tünsllesische Bühnenträfte; sie ist eine Dllettantenbühne mit mittelmäßigen tlliiften. Der Red« ner schließt: S»e werden die Dotation für die sloveni« jchc Bühne votieren, aber die innere Berechtigung, die Zustimmung des Gewissen« wird dieses Votum nicht für sich haben! (Ohorufe im Zuhörerrnum.) Abg. Dr. Zar^il bedauert, daß der Mg. Kromer loch dort stctze, wo wir bereits vor ',thn Jahren ge standen; Kromer lasse sich nicht iidllzeugen. tonne aber auch die Majorität nicht eines anderen überzeugen Die Nothwendigkeit zweier Landessprachen sei evident, hill' über scl kein weiteres Wort zu verlieren. Redner widerspricht, daß die slovenischc Bühne die deutsche schä« dige. Die Subventionen für Bühnen seien im allgemeinen nothwindig; Frankreich zahlt deren in Beträgen von I V, und 2 Millionen für eine einzige Bühne. Redner gesteht: das slovemsche Vühnenrepertoir sei mangelhaft, aber es sei ja erst der Anfang; sett l859 sei immerhin ein Fortschritt zu verzeichnen. Die slovenische Bühne habe gegen die deutsche Kollegin jederzeit loyal aehan. dell. Redner würde, wenn der KandeSfond durch Schul« und andere ÄuSlagen nicht schon so überbürdet würe. für eine Erhöhung der Dotation an die slovenische Bühne pr. 600 fi. plaibieren; so stimme cr für das Präliminare (Beifall links und im Zuhörerraume). Nachdem der Berichterstatter auf das Won oerzich, tel, wurde der Ausschußantrag angenommen. Neunter Gegenstand. Der Bericht des Bandes-ausschusses betreffend die Bewilligung einer Unterstützung zur Herstellullg eines Gemeindewegis am rechten Savc-ufer von Ratschach bis Saoedörfl, wird dem Finanzaus» schusse zugewiesen. Wegen vorgerückter Stunde werden die Punkte X und XI von der Tagesordnung abgesetzt und in die nüchste Tagesordnung eingereiht. , Der Landeshauptmann theilt mit: DieGe« neral'Dircclion dcr Weltausstellung 1873 habe sich um eil'en Beitrag von 1500 fl. zur Bestreitung der Kanzlei-erfordernisfe an den hiesigen Landesausschuß gewendet; letzterer habe sich zur Erledigung dieses Ansuchens nicht für competent erachtet. Die Eingabe wird nun dem Finanzausschüsse zugewiesen. Der Bericht über die Erhöhung der ölhrergehalte wird als dringlich angesehen und die Prüfung des Prä» limlnare« von Seite des Finanzausschusses ehestens ge-würtigt, indem die Zeit d r Laildtagssession allmiMg ablüuft. Der Antrag Kosler i«, Betreff des Grundsteuer» regullerungsgesetzes wird in ei,,« der nächsten Sitzungen zur Behandlung kommen. Unter 5en zur Behandlung vorliegenden Berichten befinden sich: 1. einer, betreffend die Herstellung der zu den Bahnhöfen führenden Straßen; 2. einer, betreffend die Benützung einiger Kocalitäten im Zwangsarbeit«« hause durch ruhige Irrsinnige; 3. einer, bewfftno die Petition der wocheiner Anfassen. Berichterstatter Baro» «pfaltrern ersucht, die Berichterstattungen der Petitions-, Gemeinde« und Stra-ßenausschüsfe auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu stellen. Schluß d«l Sitzung 3 Uhr 30 Minuten nach. mittag«. Nächste Sitzung Mittwoch 5,en 4. Dezember. — (Die hiesige Sparkasse) hat in ihrer Generalversammlung beschlossen, den Zinsfuß für Einlagen auf fünf und für Darlehen auf 6 pCl. zu erhöhen. — (Lose der philharmonischen Gesell» schaft) sind von heute ab in der Buchhandlung von Klein» mayr K Vamberg in der Sternallee sowie in der Hand« lung des Herrn I. C. Mayr zu haben. — .(Das Apotheker, Gremium) für Krain hat sich constituierl, zum Porstande Herrn Virsic und zu dessen Stellvertreter Herrn Wilhelm Mayer gewählt. — (Dem hiesigen Feuerwehrvereine) 'sind alS unterstützende Mitglieder »olgende Damen und Herren mit den nebenstehenden jährlichen Beiträgen beigetre« ten, als: Die Frauen: Fanny Galle 5 fl., Fanny Kmtnig 5 fl., Ursula Klemenölö 10 fl. Die Herren : l5o. Terpin! 6 st., Josef Krisper 10 fl,, Josef Kordin 5 fl.. Anton , Krenner 5 fl., Ioh. Perban 6 fl., Ioh. Vinc. Krisper 10 st.. Franz Goltsch 5 fl. Michael Kastner 10 fl.. Albert Plautz 5 fl, Peter Laßnil 6 fl.. C. C. Holzer 12 fl,, Heinrich Maurer 5 fl.. Vincenz Fischer 5 fl.. Ioh. N. Plauh ^iu. 5 fl, Arth. Muhleisen 5 fl,, Ioh. Vaumgartner 10 ft., ?. E. Luckmann 10 st.. Halbensteiner 5 fl., Ferd. Mahr 10 ft., Neuwirth 5 fl,. Ioh Gregorizh 5 fl. ; zwei Ungenanntseinwollende 20 ft. — (Für die waitsch«glein itztr Dorffeuerwehr) spendeten Herr Justin 1 fi., ein unge« nannt sein Wollender 5 fl,, sowie 22 Einwohner der Ortschaften 100 st. Die Summe der Spenden beträgt über 700 st., und somit ist vas Inslebentreten der ge> nannten Dorffeuerwehr gesichert — (Für A o v otat enlr e ise.) Die grazer Advolatenlammer hat in ihrer Generalversammlung mit großer Mehrheit über Antrag des Dr, Posen« be» schlössen: „Die Befreiung der Advokaten u«n der sx osso-Vertretung in Civil» und Strafsachen, welche mit der Freigebung der Advokatur nicht mehr im Einklänge steht, ist im verfassungsmäßigen Wege anzustreben, andere Advola» lenlammern zu einem ähnlichen Vorgehen anzuregen und eine Petition an das Ministerium u»d an das Abge»rd> nelenhaus zu richten, daß eine diesbezügliche Aenderung der einschlägigen Gesetze (Advokatenordnung und Strafprozeßordnung) in Vorlage gebracht werde." — (Theaterbericht vom 3. d.) Wir wollen die löbliche Absicht des sehr verdienstvollen und thätigen Schauspielers Herrn Car ode — uns aus Anlaß seiner Emnahme ein neuestes gediegenes dramatische« Werk vorzuführen — lobend anerkennen. Ein großer Theil des theaterfreundlichen Publicumö war es, der sich heule in den Theaterräumen eingefunden halte, um die hohe edle Sprache des großen österreichischen Dichters und Palriolen, um das nachgelassene diamatjsche Gedicht «Ein Bruderzwist im Hause Habsburg," das den unbeugsamen Charakter Kaisers Rudolf II. und seine Beziehungen zu seinem all- zufrüh nach der Kaiserkrone lechzenden Vruber Mathla« in Gzene führt, zu hören und dem Verfasser der ..Ahnfrau" — Grillparz« — seine Huldigung darzubringen, lltt war für unsere VUHne ein allzulühnes Wagnis, un» ein Kind der dramatischen Muse Grillparzer«, das in der Regel nur auf den ersten Residenzbuhnen sich anständig präsentieren kann, vorzuführen. Von einem Bühnenerfolge lann da leine Rede sein, wo die Rollen eines Feldmarschalls, eines Wallenstein u. a. von Statisten übernommen, nxnn von ungeweihler Hand Szenen umgearbeitet, wenn ganze Szenen gestrichen, wenn öffentliche Prunlaufzüge von nul drei Personen ausgeführt und fliegerische Feldmusil lv Orcbester von Viollneo efeculierl weiden müssen. Die göttliche Muse Grillparzers verträgt derartige allzu profane Inszenierung nicht. Den Herren Car ode (Cäsar) u»l> in erster Linie Herrn Aus im (Klesel) gelang es, den Geist chrer Parte gründlich und mit correctem Verstandn»« aufzufassen und zu exellieren; beiden wurde beifällige ll^ erlennung zulheil; auch Herr Wauer bemühte sich, lN den Geist feiner äuheist schwierigen Rolle (Rudolf H-/ tief einzudringen; die Aufgabe war keine geringe. Dit genannten drei Schauspieler wurden durch Hervorrufe be> offener Szene ausgezeichnet. Meßt Mi. ^ " >ll?a!<,5A,^ «'ü 102.50. Va'i'-Actl" 973. Eivdtt 71c!" 338.80 i'^!,^i!, 108.80. — ?>»'»'« W7.85. « t M<»n» T"" caifn —. v«ll< s"co»'«5 I,'. 8.68 Anbekommene Fremde ilm 8. Dezember. »-'»<»«'»««. DNrfrl, «illach Pallos, Eilll. - Heinrich. T"' fail. - Mihli. Ksm., Kamscha, v. Sorst, Tcchniler, ^ Krizmllliii, Glililbcscher. Hö> ling, Fiume. - Ritter v. keil' l. t. Oberst. Ritter u. Kapus, Vllrgermeistcr. SteinbUch' Hoievar, Gurlfeld. st»«»« W»S». Ritler v. Herzfeld. Trieft, Theater. Hel, tr - Er mutz aufs Land. Lustspiel i« 3 Auszüge» >"'" I. Mendelsohn. ' tt ll. M<,. 73",f»" ^14..<> S. hcjtig Rege» «.,,,, 3. 2 ,. >)l 7^2«? ^1l.4 O schwach Regen «...l, ,0.. M, ?3<),,i 4-10.0 O. schwach Regen "" Nach 4 Uhr morgens lebhafte Vlchr in Silo, mit entf""' tem Donner, mit 6 Uhr Rege», heftiger Süd. zwischen 7 "" « Uhr zog da« Gcwltter llber kaibach, Negcn dm ganzen TA anhaltend. Da« Tagesmiltel der Wärme > l I9". «m !"" llber dem Normale. !>l>l,^!,lwür»!ictitr >^'5i>"?:!r: .'^üa^ o. i> < ? < .< n? li >< ^lislkN^srniH^ ^'^ie», 2. Dezember. ?ie Airangementöfatalitäten und der Umstand, dah die Mehrzabl der Geschäfte aus sinen längeren Termin absseschlossen werden mnßle, wobei Ercd>' ^»'^»^UR l.l»Ufz. rijllsich^i, in erNcr Linie maßgebend erscheinen, likfjen dieHaufseleudenz nicht ,um Durchbruch tammm. In einigen Effecten, zumal den in lchlvachen Händen befindlichen, zeig" sich sogar vorwiegend NeallsierungSlnst. Nur Actien der Matlerbanlen uahmeu einen bedeutenden Nusschwung. Tchrantenpapiere blieben ziemlich fest bei belanglosem llmsalze. «tüKjiNlicvt ^l^utsjchuld zu 5 pCl.. in Noten v,«;ins!Mai-No>)emblr 66 25 K«U5 ^ ^ ^ Febru°r-Nuq,il' 66 25 «6 35 Vtttlr . Iänurr-Inli ?<>3<) 7040 ^ . „ «priI-O<-tobtr 70 30 70,40 sol» ° ^, 1U3i, . - - ^ -.- .- . , l854 (4 "..) zu 250 fi. 96 25 9 1«0 st. ii W. w Silber . . 114.^ 114 50 «löhn,-' . . . , ,u5p«> ?S50 97.-«°Uzim , . . .^ » 77.75 7« 50 «i«d«rc0efterreich , „ b <. 85— W. .^dti.Qlfttrrtich . ^ 5 .. 9150 93 - ' ^ ^,ibi g. Eisenbahnanlelien zu 120 ft. «. W. Silber ki", pr. VtUcf 100.50 101.-,'/»u Pränlienanltlztu zu 100 ft. v. ^. 7^jl . . 280,— 283.— ! Creditunnal: f Hiii^el u. « . 338 25 338 50 , lredllllnNalt, allgem. nngar. 139.50 l40 50 , Depofilenbllnl...... 136.— 137.— . H«coVptc-H:jill;chall, u ü. . lI35 1145,— ! Frnilcü-öfte«, i3üa? . . 137 50 K0- ! Haudelsbllul..... 30j<50 309, . NaUonalbaltk 97« — 976 — Uninnbant . . 278. - 278 25 «erem«»!«ml . . . 205 50 206 — Ntiithrsbllnl...... 2b0.— 251 — «?. «ctien von ir^livi o»,un««rneh» lnun,en Veld wa»« Alföld-Flumauer Vahn . 174 — 175 — Vöhm, «eftbahn.....238 50 239.50 larl-üudwig-Vahn.....233— 235.— Douau-Dampfschifff, . . »37 — 338 — Aliobahu....... 199— 199.50 Gild.nordd Verb'nd B:^ 172.- 173.— Theiß-Vllhn . . 24« — 249.50 Uugurische Noroostbahl, »60 50 161.- Ungarische Ostbahl, 138. !88 50 Trnmn,«ly ..... 386. - 387.— t»l!g. »)st Oob^u-Credtt-Äuftal! '»elb W< _ gghy Nat'onalb. ,u 5 p«< ö W. . 90 75 !»1 -ll.^,. B«d..«rrd ,»ntt. zn f, V, p«4l. 86 75 87 — >^ill Waare Lllj.-Weftb ln^. „tiz. ^i. ^misf., 90.25 90 00 Frdi:laud«-N°rdb, in G»l)s,?iih«.V<,5« . . . 99.80 100.— v t«l<'ui,5j B i «>. ' " - ^ . 100.50 101. -V«ß^l. «»rtz»,?,»^u VS.50 »8.7b Hiebeub. »Uahn in Vlib^i nnz. . 8750 68,. Sl^ ,t«!h. O, 3". -> 500 Ft, „I, ssni. l25 - 12.^" Hlldl». <3 3", » 5W ^, pr, Stilcl 108 75 l«»".^" Vlldb-O.^OO fl.,. 5"„f!lr lOOfl 92 50 !>».^ G,!dd..»au« «°, fl , 76.-76" U. Vei»at1«s< ^per KlUll). ,, ire^tunstal» f. Hr-,,!!)fl u, <3nc Vel^ «»°' ;^i 100 si ö M . ,. 18950 l9" ??,dls^l»s»l',<; »u !0 fi , 14,50 »" Üuzshnl« !tll 1W fi Mdd.» sl 40 s'- . FranlsurtoMIOOfl. detto 9,45 "^ Hamburz. tür l<»0 Marl B,»« 79 50 "^, V»mt>au. fli«, 10 Pjuud ^ ..!iu« 106.60 l"°^ Pii"?. ,i!r W0F?»ncz ... "60 '- » Hlfi«,-D.,r<,»' 3 ^ ^° ' «^ 6Si " Preuß.