^ Iß« Sonntag den 12. September 1880. XIX. Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg ganzjährig 6'fl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 sl. SV kr.; für Znstellnng ins HauS monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl.. halbjährig 4 tl., vierteljährig 2 fl. Jnsertionögebühr 3 kr. per Zeile. Zor Vrirotpolitik drs Mstcn Bismarck. Marburg, II.. September. Von einem Deutschen ReichsrathS'Abge-ordneten wird in der „Wiener Allgemeinen Zeitung" dem Fürsten Bismarck hinsichtlich der Orientpolitik ein großartiger Plan zugetraut. Dentschland, Oesterreich-Ungarn und Frankreich sollen sich verbünden — kein Fuß breit Erde aus der Balkan-Halbinsel dürfe in den Besitz Rußland» übergehen — das türkische Festland in Europa dürfe nur Oesterreich-Ungarn, Deutschland und Frankreich gehören — wenn diese Völker sich erst auf der Balkan-Halbinsel festgesetzt haben, so werden sie auch den Weg nach Kleinasten und nach den Inseln finden und in den brachliegenden Ländern Asien» reiche Ernten und neue» Leben erwecken . . . Ob der eiserne Kanzler diesen Plan hegt, können wir nicht wissen; wenn er denselban jedoch verfolgt, so müßte Deutschland Nlege-ahnte» beschlossen haben und vor Allem geneigt sem, behuf» Einigung mit Frankreich den Preis de» letzten Kriege» — Elsab'Lothringen zu opfern. Auch diesen Entschluß vorau»gesetzt, kann Oesterreich-Ungarn nur jenem Theile des Pla» ne» zustimmen, welcher die Fernhaltung Nub-lands und England» betrifft. Was darüber h>n-au» geht, wäre für un» ein ungeheures, ja tolles Wagniß. Wir haben gar keinen Sinil für solchen Nuhm und solche Größe — wir haben auch die Mittel nicht. Für Alles, was wir an letzteren besitzen, kennen wir ein Land, welche» UN» viel näher liegt — ein Land, wo e» reiche Ernten und ein neues Leben zu er wecken gilt . . . unser Vaterland. Dieses neue Leben zu erzielen, brauchen wir daheim so viel Zeit, so viel Anstrengung, daß unser Vltck sich niemals von demselben abwenden, niemals in die Ungewisse Ferne schauen darf. Darum also keinen Nitt ins wildromantische Land, keine Eroberungsfahrt durchs ägäische Meer weder zu Dreien noch mit Bismarck selbander; darum nur ein mannhaftes Vorwärtsstreben im schweren Dienste des Vater» lande», seiner Freiheit und Gesammtwirthschast. Dies allein isj es, was wir können und wollen. Franz WieSthaler. Zur Geschichte des Tnge6. In der Hauptstadt Mährens ist die Grün-dung eines deutsch-österreichischen Nationalvereines angeregt worden. Dieser Gedanke ist schön und wäre praktisch, nur kann er leider nicht ausgeführt werden, weil das Gesetz über das Vereinswesen eine solche nati-onalpolitische Verbindung nicht gestattet. Die Beziehungen Oesterreich-Un» garnS zu Ruhla »d müssen durch die Katser-reise in Galizien nicht wenig getrükt worden sein, da es die Zensurbehörde in Warschau verboten hat, die Antwort des Kaisers aus die Ansprache der LandtagS-Deputation wiederzugeben — jener Deputation, welche um die Wiederherstellung der Königsburg in Krakau qebeten. Die Fehde zwischen den polnischen und russlschen Blättern bekundet gle»chsalls diese Trübung. Ein Hauptgegenstand der Verhandlung zwischen unserem gemeinsamen Minister des Aeußern und Bismarck ist wol)l die Orientfrage gewesen. Unser Minister hatte ja jeinen Präsilitalisten, den Grasen Welsersheilnb, den früheren Delegirten bei dem Kongreß in Berlin und jetzigen orientalischen Neserenten, Hofralh von Zwiedineck und den Legalionssekretär Koschittsky (von der Gejandtschast in Teheran) nach Friedrichsruhs berufen und der Besuch dauerte jechsunddreißig Stunden! Bismarck will die Silbe rvo rrät he des Deutschen Reiches mobilisiren. Die Anwesenheit Nothschild's in Friedrichsruhe wird mit dem Verkauf dieser Vorräthe in Zusammenhang gebracht, da es nicht möglich ist, einen anderen Grund für den Besuch des ersten Geld-manneS beim ersten Staatslenker aufzufir,den. Die Nachrichten aus Nordalbanien widersprechen sich, allein die Beftrchtung eine» blutigen Zusammenstoße» überwiegt: die Doppelzüngigkeit der Pforte und die Leidenschaftlichkeit der Bergstämme lassen einen sriedlichen Au»-gang kaum erwarten. Vermischte Nachrichten. (Die Helden von Chäronea.) Nach den Berichten von Pausanias und Plutarch haben bei Chäronea im Jahre 338 vor Christi Geburt aus der Ebene, die sich zu Füßen de» Parnasses ausbreitet, 30 00V Mazedonier unter den Besehlen Philipp's und seines achtzehnjährigen Sohnes Alexander die letzten verbündeten Streitkräfte der Athener und Thebaner vernichtet; der Zusammenstoß war so furchtbar und das Handgemenge so blutig, daß der Fluß, welcher die Ebene durchschneidet und dessen Bett heute ausgetrocknet ist, den Namen: der Blutstrom empfing. Die „Heilige Schaar" der Thcbaiier, aus dreihundert heldenmüthigen Jünglingen bestehend, kam zuletzt in» Gesecht und wurde gänzlich ausgerieben. Diese dreihundert ruhmvollen Todten sind es, welche man heute nach einundzwanzig Jahrhunderten aufgesunden, wie sie am Tage nach der Schlacht bestattet worden. Fünf Minuten von dem Dorfe Chäronea, welches jetzt Capraina heißt, liegen die zerstreuten Glieder eines kolossalen Löwen, welchen die unwissende Habgier zertrümmert hatte, da sie unter seinem Sockel einen verborgenen Schatz zu finden glaubte. Man hatte den riesigen Marmorblock, der voi» den Helden« thaten der Griechen Kunde t^eben sollte, unter-minirt und in Lust gesprengt. Seit einigen Monaten grub man an dieser Stelle nach und entdeckte zuerst eine 25 Meter lange, 15 Meter I e n n le t o n. Ein Ntvolotionür. Bon Julius Grosse. lKortsehung.) „Allerdings", warf Savaiy ein, „ist die Stimmung von Paris gefährlich." „Bah, mit den Parisern nehm' ich'» aus", erwiderte Napoleon, „die kennen mich seit dem 13. Vendemiaire. Was fürchten Sie überhaupt einen Ausstand? Die Zeiten sind vorbei, dagegen Helsen Kanonen und Reiter. Sagen Sie Reg« nier, er solle den Quai Pelletier, Pont d'Arcole und die Tempelstraße bei Zeiten besetzen. Es darf Nichts vorkommen, hören Sie — gleich« viel, welche Aiittel er anwendet — ich mache Sie Alle verantlvortllch. Es darf nichts vorkommen." Damit schritt er wieder zum Billard. Später trat er noch einmal zu den Beiden, die sich wundern mochten, daß er die Hauptfrage vor Allem noch nicht gewagt hatte. Jetzt kam Sie plötzlich. „Was halten Sie von Moreau?" „Eine weitschichtige Frage, Sire", antwortete Vavary. „Die Spezialkommission hat ihn zum Tode verurtheilt." „Das heißt Thuriot", unterbrach ihn rasch Napoleon. „Ich kenne meine Leute — ein gehorsame» Werkzeug das, aber die AltSfüh-rung —" „Sire, ich würde nicht rathen", sagte Fouche, „dieser Schritt würde Jlinen noch mehr schaden, als ter Tod des Herzogs." „Was wltrden Sie also thun, Fouche?" „Vielleicht einige Jahre Festung und dann Verbannung." „Verbannung — und wer steht nur dasür, daß er nicht abermals zu meinen Feinden übergeht. Ein gefährlicher Gegner — doch es ist zu llberlegen." Eine Weile stand Napoleon in GedatUen versunken; der starke, willensfeste Mann zitterte vor der Möglichkeit, die Kaiserkrone, welche bereits über seinem Haupte schwebte und ihm nach dem Willen des Volkes zuerkannt war, dennoch zu verlieren. Savary, der seinen Einfluß erschüttert sah und jedes Wort Fouche's als schneidettden Vorwurf gegen seine schnelle Exekution d'Enghien's deuten mußte, glaubte diesen Augenblick tienutzen zu dürsen, um den Kaiser von Neuem aufzureizen. Er schilderte in wenigen Worten die immer noch drohenden Umtriebe der Noya-listcn und schrieb es ihrem Einfluß zu, daß man selbst im gesetzgebenden Körper eine Verbannung aller früheren KonventSlnitglieder wünsche -- eine Forderung, womit mait, wie Savary sagte, auch indirekt aus den ersten Konful und Kaiser ziele, der als der Erbe jener Königsmörder angesehen werde. Fouche war klug genug, diese Argumente Savary's zu den seinigen zu machen, aber daraus die Nothwendigkeit einer allgemeinen, ausnahmslosen Atnnestie der Verschworenen zu folgern. Da aber wandte sich Napoleon mit einer Geberde der Hestigkeit zu ihm. „Schweigen Sie, Fouche — und sagen Sie jenen Leuten, Savary, daß ich diese Dinge nicht diskutirt zu sehen wünsche. Was wollen diese Herren? Sie erstreben nichts Andere» als die Wiedereinführung der Unordnung, der Verwirrung, der Anarchie, der Metzeleien. Sind wir denn Banditen, und bin ich nur ein Usurpator? Ich habe Niemanden entthront. Ich habe die Krone aus der Straße gefunden und ausgehoben, und das Volk wird sie mir auf dos Haupt setzen. Man achte den Willen des Volkes. — Dle Restauration der Monarch»? ist ein Mysterium und soll es bleiben. Wozu dieser neue Antrag einer Verbannung der Königsmörder und der Konventsmitglieder? Wie kann man so kitzliche Fragen wieder hervorrufen? Ueberlassen wir Gott das Urtheil über Dinge, welche zu beurtheilen die Menschen kein Recht breite, ül'er zwei Meter hohe utid auf einem Grltnde von l'/s Metcr rudeud.: Mauer. Iii dem von diesen Mcineru gebildeten PoraUelo-flramm sand man in einer Tiefe vou vier Meter« die Reste von 16ö Zhebanern, welche in parallelen Neihen von vierzig Mann, genau in der Hal!ung, in der sie den Geist aufgegeben hatten, Mann an Mann auf der Thonerde ruhten. Sieben Reihen diefer ruhmvollen Kämpfer sind bereits bloßgelegt; die Köpfe der fol^ genden Reihe ruhten immer aus den Füßen der vorangegangenen. Sämmlliche Leichen tragen die Spur der schweren Wunden, denen sie erlegen sind. Dem einen Mann sind beide Schenkel von einem Lanzensplitter durchstochen; einem anderen ist die Kinnlade zerschmettert, einem dntten der Schädel furchtbar zugerichtet; ein vierter, dessen Kops noch wundervoll erhalten ist, ha! den Mund halb geöffnet; diesen wird man in das Antiken:Museum von Athen bringen. Waffen wurden nicht gefunden, da man sie den Besiegten abnahm, aber man entdeckte eine Anzahl in der Mitte durchstochener beinerner Knöpfe und zweihenklinger Näpfe von gebrannter Erve. Die Nachgrabungen werden fortgesetzt, um auch noch die anderen hundert Genossen der khebanischen Phalanx an das Tageslicht zu bllngen. Man sucht auch die beiden Denk» steine, welche rechts uild links von dem Löwen von Chäronea die Namen dieser dreihundert Jünglinge der Nachwelt verkündeten. Stamatak^S arbeitet an einem eingehenden Berichte über diese interessante historische Entdeckung; beigefügte Zeichnungen sollen die Stellung jedes eu>zeln6n Kämpfers wiedergeben. Sechs von ihnen werden in dem Museum von Athen aus-bewahrt, die anderen ihrer Ruhestätte wiedergegeben. (Lelhoflungen in Moskau.) In jüngster Zeit wurden zu Moskau Verhaftungeu politisch veldächtiger Personen vorgenommen und bringt darüber die rusiische Zeituilg ,„Etrana" solgende Meldung: „Es verlautek, dab vor zwei Wochen die Unterminirung des EisendahndammeS auf der Strecke Moskau-KulSk vecjucht wurde. Thatsache ist, dav ein Polizei-Beamter bei dem Betreten euies Hauses im Rogoski-Sladlthelle bei der genannten Bahn in einem Zimmer, wo drei unbekannte Personen sich besanden, eine große Grube mit Spuren sortgesttzter Acbelt bemerkte. Die anwesenden Personen behauptete»l. daß sie einen Keller für die Wirthjchast anlegten. Indessen stellte sich diese Angabe als unwahr heraus. Der Polizist meldete dles seinem Vorgesetzten, worauf die Verhaftung jener drei Personen angeordnet wurde, diese hatten aber schon das Weite gesucht. Bei der daraus erfolgten Besichtigung ergab sich, daß dieselbe der Anfang einer Untere m'nirung war. Der Mlischuld an deni ge- mehr haben. — Der Gegenstand oller meiner-Sorgen, dir Frucht aller meiner Anstrengungen sollten velloren sein? — Es heißt also geradezu,^ daß Ihr, wenn ich morgen Euch sehle, morgen Euch wU'ter gegenseitig erwürgen würdet. Mein armes Frankreich — du bedarfst noch sehr lange des Vormundes. Seitdem ich an der Spttze der Negierung stehe, hat mich ktin Mensch ngend Jemand fragen gehört: wer bist Du gewesen, was hast Du gesprochen, gethan, geschrieben? Man ahme mir darin noch! — Niemals kennt man voit mir eine andere Frage als die einzige: willst Du mit mir ein guter Franzose sein? und wer mir darauf mit Ja nntworlet, den treibe ich in einen granit'nen Engpaß ohne Aueflucht nach links und nach rechts — einen Engpaß, in dem er nach dem anderen Ende vorgehen muß, wo meine Hand ihm Ehre, Ru^m und den Glanz des Vaterlandes zeigt! — Sagell Sie das Ihren Leuten, Savary. Adieu meine Herren!" Damit kehrte er ihnen den Nucken zu, wandte sich aber noch einmal um und rief: „Fouche — es sei, Ihren Rath akzeptire ich. Behalten Sie Moreau einstweilen zurück. Alle Uebrigtn gebe ich preis. Sagen Sie Neg-nier, vaß er die Verantwortung trägt für alle Maßregeln. Adieu." Damit trat Napoleon wieder zum Billard, planten Verbrechen dringend verdächtige Jndi» riiduen sii»^ in Hast genommen worden." (Fencrwebr nnd Steuerwebr) Beim achten badischen Feuerwehrtag, der jilngst in Heidelberg abgehalten wurde, hat die folgende kleine, etwas boshafte Jnschrist beistimmende Heiterkeit hervorgerufen: Die Feuerwehr, Die ist zum Löschen stets zur Hand. Hätten wir eine Steuerwehr. Wären wir nicht so abgebrannt! (Aus dem Lager bei Sadoya-WiSznia.) Der „Wiener Allgemeinen Zeitung" wiro von Sadoya «Wisznia in Galizien (8. d. M.) geschrieben: Die Zahl der gestern am Hitzschlag Gestorbenen ist fünf. Der Soldat des 10. Infanterie-Regiments, der sich gestern wäh« rend des Manövers erschossen hat, heißt Moses Hirth und ist der Sohn des General-Lieferanten der manövrirendeil Korps. Die Marschstrapazen, welche die Truppen erduldeten, waren zum Therle ganz außerordentlicher Natur. Vorgestern marschirten das 20. Landwehr-Regiment, bestehend aus 4 Bataillonen, und 2 Insanterie-Regimenter von Lemberg nach Kamienobrod, von 2 Uhr Nachts, ohne eine einzige Pause, dis 4 Uhr Nachmittags. Diese Truppenkörper ließen aber auch unterwegs 662 Mann marod liegen; dieselbe kamen später wieder nach, so-bald sie sich von ihrer Ermüdung erholt hatten. Die Kavallerie des Ost-Korps verlor 34 Pferde, die in Folge der übermäßigen Hitze fielen. Die Verpstegung der Truppen ist nn Ganzen gut, nur kamen gestern wegen allerdings unvermeidlichen späten Anlanqenö des Trains, der sich natürlich an der Queue des einziehenden Korps befand, manche Bataillone erst um 10 Uhr Abends, andere sogar erst um Mitternacht z.lm Abkochen. Wein ist in genügend guter Qualität vorhanden, Kommisbrod jedoch wurde tierm Ost Korps verschimmelt abgeliefert, was Schuld des LleferantStr sein soll, der zur Verantwortung gezogen werden wird. Heute langte eine Sltitheilung Genie-Truppe aus Lem-verg an, um Nortom'sche Brunnen bebufS Beschaffung triltkbaren Wassers für die Truppen zu schlagen. (Zur Armenpflege.) In Wien wurden kirrzltch die Eheleute Keil von Bratelsbrunn todt aufgefunden. Die Eheleute hatten stch an ihre Hetmatsgemeinde mit der Bitte um Versorgung gewendet. Weinge Tage, bevor sie die VerzweiflungSthat ausfülirten, erhtelten die armen Leute durch die Vermittlung der Polizer die Antwort auf ihr Ansuchen. Der Gemeinde-Ausschuß von Bratelsbrunn erklärt sich bereit, oaS Ehepaar auszunehmen und stellt demsetben die folgende ,Versorgung" in Aussicht: „einen Baarbelrag von 50 Kreuzern monatlich, Wohnung im Stalle des Gemeinde-Kuhhirten und um die unterbrochene Partie aufzunehmen, nachdem Savar^ das TodeSurtheil Moreau's aus !dem ganzen Stoß heransgefncht und dem Konsul präseittirt hatte, der es zerriß. Noch waren kaum einige Minuten vergan, gen, nachdem Savary und Fouche das Schloß verlassen hatten, als einer der Konsulargarde, welche den Dienst im Schlosse hatten, die Meldung brachte, daß zwei Damen im Vorzimmer wären, welche einen Brief dem ersten Konsul zu Überreichen hätten. Zu einem Osfizter, der nicht mitspielte, sagte Napoleon: „Lemarrors, sehen Sie doch nach, was man von mir will." Und er fuhr fort Billard zu fpielen. Le-marrois kam nach zwei Minuten wieder herein und entsiegelte den Brief, aber kaum hatte er die ersten Zeilen durchlaufen, so schloß er ihn plötzlich wieder und sagte verlegen zum ersten Konsul: „General, das geht nur Sie allein an." Napoleon ergreist den Brief, blickt hinein, erblaßt und zieht sich in eine Fensterbrüstung zurück. Dann sagte er zu einem Lächeln sich zwingend: „Lcmarrois, sagen Sie der alten Dame, die sich iin Vorzimmer befiridet, sie solle morgen früh um acht Uhr kommen." - das Recht, zweimal wöchentlich im Orte z'l gellen!! Die Eheleute Keil zogen den Tod u.ier Art von Versorgung vor. (Landwirthschaft. Anbau deS weißen und des schwarzen Senfs zur Senfbereitung.) Die Getreide-KuÜur gewährt sehr häufig nicht mehr den höchsten Reinertrag, wedhalb der Landwirth sein Augenmerk wieder wie früher etwas mehr auf die Handelsgewächse richten sollte, von denen zur Zeit viele ertragsfähiger sein werden als das Getreide. In dieser Beziehung kann auf die der Senf- oder Mostrich-bereitung dienenden beiden Senfarten, den weißen Senf und den schwarzen Senf aufmerksam gemacht werden. Was den weißen Senf anbelangt, so sagt ihm am meisten der kräftige, etwas humofe, durchlassende Lehmboden, der entwässerte Moorboden und der Neubruch zu, doch gedeiht er auch auf dem sandigen Lehmboden und dem nahrungsreichen Sandboden noch gut. Der durchschnittliche Saatbedarf stellt sich auf 10—12 Kilogramm per Hektar und die passendste Saatzeit fällt von Anfang bis Mitte Mai. Selbstverständlich ist bei der Kleinheit des Senfsamens der Acker zur Saat fein zu präpariren, auch darf der Samen nicht tiefer als 1'3 bis 2 5 Centimeler untergebrach! werden. Nach der breitwurfigen Einsaat folgt die Walze, damit der Samen gehörig an den Boden angedrückt wird und schnell aufkeimt; gewöhnlich erscheinen die jungen Pflänzchen schon nach 4—5 Tagen. Bei der Drill-Kultur gibt man gern eine Reihenweite von 30—40 (Zentimeter. Am besten gedeiht der Senf nach stark gedüngten Hackfrüchten und rothem Klee, weniger reich fällt die Körner-Ernte aus, fobald er eine frische Düngung erhält, indem er hienach zu stark in das Kraut wächst. Sind die Schotten gelbbraun und fangen die Samen an, gelbreif zu werdeu, so erfolgt der Schnitt, doch darf man den Senf, weil sonst die Samen ihre grüngelve Farbe behalten, nicht zu früh mäl)en, denn für nicht ausgereisten Samen finden sich nur schwierig Käufer. Nach dem Abmähen wird der Senf in kleine runde Haufen gefetzt, worin er so lange verbleibt, bis das Stroh gehörig trocken ist und die Samen gut nachgereift sind; auch kann man ihn in Gebünde binden und gegeneinander ausstellen, bis er vollständig trocken geworden ist. D>e Samen-Erträge stellen sich auf 1500 — 2000 Kilogramm per Hektar. Dte Vegetatlons Perlode des weißen Senfs beträgt nur 12 Wochen, mithin kann nach ihm Winterfrucht noch rechtzeitig gebaut werden. Der schwarze Senf wrrd vorzugSweife zur Mostrich-Bereitung benutzt, auch ist er, weil reicher an Schwefel'Senföl, viel Iheurer als der weiße Senf; nur die Samen-Gewinnung des schwarzen Senfs hat, da hje Schoten überaus leicht auf-aufspringen, ihre großen Schwierigkeiten und „Morgen um acht Uhr!" Wie eine Erlösungskunde klang dies Wort den beiden Frauen, die sich weinend urnarmten nnd nun erst die Besreiung Viktors für geivitz ansahen. Auf elf Uhr war die Hinrichtung festgesetzt. Jener Brief aber, der Napoleon in eine so gewc:ltige Erregung verfetzt hatte, lautete im Wesentlichen wie folgt: „General! „Im Andenken an eine gewisse fchöue Lchauspielerin, Nainens Aglav, erlaube ich mir, einige Worte an Sie zu richterr. Ich bin weder ein Bruder, noch ein Verwandter dieser Person, um aus Ihren Gunstbezeugungen gegen diese Schölie irgend eine Gnade für mich zu folgern. Mein Naiiie ist Viktor Dev'lle, und ich gehöre vielmehr zu jenen Geuosien Georges Cadoudal's, welche von Ihrer Spezial'Kommission zuin Tode verurlheilt worden sii»d, weil sie es für ihre Pflicht hielten, nicht utn Gnade zu flehen, noch stch einein Ufurpator zu beugen, desien Recht sie, uin den milvesten Ausdruck zu brauchen, mindestens für zweifelhast halten. „So weit ich auch jetzt noch von dieser Selbsterniedrigung entfernt bin, veranlassen mich doch die Thränen meiner armen Mutter, Ihnen zu sagen, daß Sie liiich nicht hinrichten können, weil Sie noch eine Schuld an mich abzutragen haben, falls Sie noch einer Regung Verluste stnd dabei unvermeidlich. Im Allgemeinen gedeiht der schwarze Senf unter den gleichen Bedingungen wie der weiße, d. h. der Boden mub kräftig, unkrautfrei und mürbe sein. Frischer» Mist verlangt er dagegen ebenso wenig als der weiße Senf. Die Samen sind viel kleiner als die de« weißen Senfs, weßhalb bei brcitwurfiger Aussaat die Aussaatmenge nur 4—5 Kilogr«mm per Hektar beträgt, welche sich am bestem mit einer Kleesäemaschine verlheilen läßt. Die beste Saatzeit ist Ende April oder Anfangs Mai. Bei der Neise werden die Schoten zuerst gelb oder gelbbraun und öffnen fich kurz darauf, um ihre fämmtlichen Samen fallen zu lassen, daher der reisende Samen täglich mehrmals zu untersuchen ist, ob die Mähezeit noch nicht eingetreten sei. im Uebrlgen findet die Ernte wie beim weißen Sens statt. Die Erträge sind sehr schwankend, so können 8 oder 20 Hektoliter per Hektar und durchschnittlich 12—14 Hektoliter zu je 64 Kilogramm geerntet werden. (Ernennung.) Anton Kukovitsch, Kon-trolor de» Steueramtes in T»Wr, ist zum Hauptsteueramts-Kontrolor ernannt worden. (Oefsentlicher Kindergarten.) In der letzten Sitzung des Ctllier Gemeinderathes gelangte auch der Antrag, betreffend die Er» richtung eine» Kindergartens zur Verhandlung. Nach der „CiUier Zeitung" bemerkte der Berichterstalter Prof. Marek u. A.: Der Stadtrath habe selner Pflicht gemäß, gedrängt durch t)»e Wahrnehmungen, die im Lause der. letzten Jahre in Hinsicht des moralischen Zustanves der zarten Jugend gemacht wurden, ln seiner Sitzung vom 4. Mai beschlossen, der Erziehung der Kinder in den ersten Lebensjahren eine er-höhte Aufmerksamkeit zuzuwenden, indem gerade dieser Erziehungsabschnitt aus die spätere phy fische, geistige und moralische Entwicklung der Jugend von größtem, ja entscheidendem Einflüsse sei. Als das geeignetste Mittel dein moralischen Elende, in welches so viele Kmder namentUck aus den unteren Schichten der Bevölkernug nur zu oft vtirfaUen, als das beste Mittel dic mehr oder minder mangelhafte oder gar vernachlässigte Erziehung der Kmder vor dem schul-pslichtigen Atter zn heben, zu beleben, zu regeln un0 ihr eine Richtung zu geben, ivonach die Entwicklung des kindlichen Lebens auf naturgemäße Weise zu Nutz und Frommen der spä« leren Erziehung in der Schule und zuin Heile der späteren Äeneralionen unterstützt werden könnte, erschien dem Stadtschulrathe die öffent' liche Erziehung der Jugend vor dem schul» pflichtigeli Aller. Dl>:se Erziehung kann aber nur durch die Errichtung eines öffentlichen. jener Noblesse und lÄroßinuth zugänglich sind, deren ich Sie slir jäljig halte. „In einer Märznacht dieses Jahres und in jenem Ihnen wohlbekannten Haule der Chaussee d'Antin war eS, als Sie ohniuächlig aus dem Sopha lagen und völlig in lneine Hand gegeben waren, denn ich befand niich gleichzeitig unter dnn Namen eines Lord D. in jenem Hause, ili dem Nebenziminer jenes Salons. Ich koimte Sie damals ermorde»», »neine Hand zuckle am Dolche, um graiikreich voi» seinen, Ti)rannett zu liesreien. Wäre es geschehen — welche uiiermeßlichen Folgen. Nienials li>äre ich in die elende Lage gekoininen, Jhiien von diesem Octe aus diese Zeilen zu schreiben. Waruin ich es deiinoch nicht verinochte — ich will es Jhiren heute gestehen. Nicht war es Neue oder llnenl« schlvssenheit— nicht Wechsel meiner Gesiii»»u«lgeit gegen Sie, oder Furcht vor Entdeckung -- iin Gegentheil: der Uinltand allein, Sie einlnal menschlich elend, menschlich hinfällig gesehen zu haben -- Ihnen brüderlich beigestanden zu haben — machte mich uiisähig zu jener That und schlug lNich in die Flucht. Die schöne Aglav, welcher wir Alle unseren Uiltergang zu daiiken haben, »vlrd Ihnen die Wahrheit jener That» sache bezeugen können. ^Urlheilen Sie darnach, General, ob e» eines Konsuls, eines kttnstlgen Kalser« wilrdig allen Ständen zugänglichen, unter der Aufsicht des Stadtschulrathes steheiiden Kindergartens erreicht werden. Das Publtkiim zeigte allerit-halben die regste Theilnahme. Aus diese Theil. nähme gestützt, kann das Komite mit Sicherheit sogen, daß die nothwendige Einrichtung durch Subskription in der Stadt gedeckt wird. Die Theilnahme des Publikums läßt mit Sicherheit schließen, daß ein Theil der nothwendigen Er-haltungskosten aus den Erträgnissen der Anstalt gedeckt werde, allein alles dies kann den Bestand des Kindergartens auf die Dauer nicht stchertl, wenn nicht für fixe Jahressubventionen gesorgt werde. So wende sich denn das Komite vertrauensvoll an die Gemeindevertretung mit der Bitte, oem zu eröffnenden Kindergarten eine jährliche Subvention von 300 fl. bewilligen zu wollen. Der Atedner kann nicht umhin, als schönes Beispiel die Städte Pettau und Villach anzuführen, welche aus Gemeindemitteln Kindergärten errichtet haben. Er hoffe, im Interesse der Stadt, daß der Gemeinde-Ausschuß dies edle nothwendige Unternehmen unterstützen und die Subvention bewilligen werde. Dieser Antrag wurde der Finanzsektion zugewiesen. (Junge Gauner und ihre Eltern.) Die Wlnzerknaben Mathias und Karl Supan-tschitsch zu St. Martin iin Nosenthale drangen dort zur Nachtzeit durch eine schmale Mauers öffnung neben dein Rade in die Mühle und stahlen. In derselben Nacht brachen diese Beiden unter Leitung ihrer Mutter bei einein Grund« besitzer in Weichseloorf ein, wo ste Kteider und Lebensmittel entwendete»». Der Vater und Gatte sitzt wegen eines Diebstahles hinter Schtoß und Niegel. (Kirchen raub.) Die Wallfahrtskirche zu St. Nochus, Gerichtsbezirk St. Marein bei Erlachstein, ist am 6. September Nachts gänzlich ausgeraubt worden. (Auswanderung nach Amerika.) In St. Paul bei Pragwald haben zwei Bauern ihre Besitzungen verkauft, um samtnt ihren Aaini^ lien nach Ainerika auszuwandern. Dieses Beispiel ilurd Nachahmung finden. (Am 70. Geburtslage eines Dich' terS.) Tscherovetz bei Friedau wurde am 6. d. M. der stetizigste Geburtstag des kroatischen Dichters Stanko Vraz geseiert. Ueber zeh»« tausend Menschen waren anwesend, darunter funihundrrt Vertreter aus Kroatien und den siidslavischeli Ländern. Am Geburtshause des Dichters wurde eine Gedenktafel angebracht. Die Festrede hielten Kukuljevitsch ans Kroatien und Psarrer Nailsch t^Reich). Zahlreiche Be grüßungstelegramme wurden verlesen. — St. Fraß adlolvirte ln Marburg das Gymnasiuin und begab sich später nach Agram, wo er sich als „Stanto Vraz" einen heroorra^zenden Pla^ unter den lyrischen Dichtern jenes Landes ei- ist, seinen Gegner, der ihn in einer verhäng nißvollen Stunde schonte, de»n Henker zu üver-liefern. — Im Fall Sie meine Hinrichtung Ihrerseits undelikat und »neine Befreiung für ein Gebot der Schicklichkcit hallen, verspreche ich Ihnen, Frankreich zu verlassen u»id Hinsort aUeui den Wünschen meiiier guten, alten Mutter zu leben. Um Gnade flehe ich auch heule noch Nicht l Viktor DeviUe." Dies war der Brief des Gefangene»;, dessen Stolz und Trotz sich offeiibar nur aus Liebe zu seiner Mutler die »nöglichste Mtätze g.'geben hatte, dein verhaßten Feind gegenüber »iicht eine noch drohendere und schneidendere Sprache zu führen. Der einzige Grund, weßl)alb Napoleon nicht josorl zum Entschluß ka»n, sondern eiiie Verzögerung b!S zum nächsten Morgen für gut besand, »nochte die Vorsicht sein, zuerst bei der schönen Schalispielerin — die in Folge jener Nacht und aus Furcht vor den Ver-schivorenen ihren Aufenthalt gewechselt »»nd sich nach Versailles geflllchtet hatte — nähere Erkundigungeti über die Wahrheit jener Angaben einzuziehen, utn sür alle Fälle sicher zu gehen. Der letzte Tag war nunmehr angebrochen. Scho»» irn bleichen Grauen der Morgen-dänmltrung waren die Knechte des Scharsrichters warb. Seine Werke zeichnen sich durch tiefe Empfindung und vollendete Formen aus. Fraß war ein warmer Freund der deutschen Poesie uiid setzte seinen Liedern gerne Sinnsprüche aus deutschen Dichtern vor. (Deutscher Schulverein.) Der Lehrerverein von Wildon, Leibnitz und Arnfels, welcher zn Ehrenhausen getagt, ist dem Deutschen Schulverein als Gründer beigetreten. (Gusej erschossen!) Gusej ist in der Nacht vom 10. auf den 1l. d. M. in einem Keller zu Ielze, Gerichtsbezirk Drachenburg, nach hesliqern Kampfe von Gendarmen erschossen worden. Zwei Gendarmen stnd verwundet. (Reblaus.) Der Adjunkt unserer Wein--Schule, Herr Julius Hansel, befindet sich Mit Zöglingen dieser AnsZalt in Kapellen bei Rann, um die lauskrankei» Nelken auszuroden. Es sollen dort vierzig Joch veriollstet sein und verlautet, daß für ein Joch 200 fl. Entschädigung gezahlt werden. In der nächsten Woche begibt sich die Untersuchungskommission nach Wisell. (Unterste ir»sche Bäder.) In Neuhaus bei Cilli sind bisher 856 Badegäste angekommen. („Belgier.") Gestern Mittags ist zu Marburg das Bataillon „Belgier" eingetroffen, welches hier in Garnison bleit)t. Dieses Bataillon wurde von der Musikkapelle der Süd-bahn-Werkjtätten in die Kaserne begleitet. ^Ausstellung weiblicher Handarbeiten.) Während der Dauer der Schülerausnahme an der hiesigen Mädchenschule findet daselbst eine Ausstellung weiblicher Hanvardeiten des JndustrialkurseS statt. (Liedertafel.) Die Südbahn-Liedertafel wird sich unter Mitwirkung der Werkstätten-Kapelle Sonntag den 19. September im Saale „zur Stadt Wien" produziren. (Wählerver sammlung.) Am nächsten Samstag (18. September Abends 8 Uhr) fi,tdet hier in der Bierhvlle des H^rrn Thoin. Götz eine Wählerversammlung statt. (Neue Jägerbataillone.) Am 1. Oktober l. I. beginnt die Ausstellung von zehn neuen Feldjäger-Bataillvtlen. darunter drei z^iatail^oire Kaiserjäger. DaS 35. Felojäger-Bataillon wird nach Cllli verlegt, wohin auch die ErgänzungSkadres des 7. 8. 19. und 20. JägerbalaiUons koinmen. Hervorragende Prälaten beal-sichtigen ein gemeinsames Vorgehen der SlistSvorstände in Betreff der Neligionssond-Steuer. BiSniarck »oll sich mit Haymerle Über die polltischen und Handelsbeziehungen RutnänienS und Serbiens verständigt haden. bemüht, aus dein Gi^veplatze vor dein Sladt-tiause jene abscheuliche Maschine auszustellen, welche als Moloch der Revolution das Blut von Tausenden und ober Tausenden getrunken hatte — Balken u»n Balken dieser Todesbuhne ward zusarnlnengesügt, während eine dicke Lage von Sand rings u»n das Schaffst gestreut wurde. Der Nachrichter selbst prüfte noch einmal an einem Bund Stroh die Schärfe des Fall-deils, nachdetn der Schleifstein eines Mesier-schiNiedeü den Blutrost davoi» abgeschliffen halt?. Endlich war er fertig und blickte, die Arme übereinander geschlagen, sinnend in die däin> mernde Glut des Hiininels, der um drei Uhr schon von Pnipnrwolten nnisäuint war. Eine unendliche Stille lag jetzt über dem hochgiebligen, vielthurmigen Häuserincer. dessen llmrisse sich wie eii'e phantastische Silhouette gegen den HlMinel abhoben; er versprach einen schönen, sonnigen Tag — sür Huiiderttausende einen goldigen Sominertag iind sür zwölf Verurtheilte den letzten Abschied voin Leben. — Wie ein gespensterhastes Erlebniß erschien ihm jetzt ein Aiistritt, der erst vor wenigen Stunden stattgefunden. (Kortsetzuug folgt.) Seit einigen Tagen werden in Bukarest viele russische Offiziere bemerkt. Der serbische Vertreter in Sophia (Gruitsch) hat sich nach Philippopel begeben, um sich Über die Streitkräfte Ost-Rumeliens gegen die Mrkei zn informiren. Die Armenier des Hochlande« Zeitun haben zu den Waffen gegriffen. Die Pforte begünstigt die Bildung eines knrdischen Bundes. Nr. 7866. (1010 Kundmachung. Vom Stadtrathe Marburg wird mit Bezug auf die Reichsrath-Wahlausschreibung deS Herrn k. k. Statthalters vom 23. August 1380 Z. 235ö xr. hiermit! zur allgemeinen Kenntniß gebracht. daß die nach dem Gesche vom 2. April 1873 und vom 18. Jänner 1867 angefertigte Wählerliste der Stadtgemeinde Marburg am Heutigen in der StadtamtS-Kanzlei am Rathhause, HauptplaK Nr. 96 zu' Jedermanns Einsicht aufgelegt wurde, und daß Reklamationen wegen Aufnahme von Nichtwahlberechtigten oder Weglassung von Wahlberechligten bis zum 20. September 1680 bei. dem gefertigten Bürgermeister eingebracht werden können. Marburg am 11. September 1680. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. Kundmachung. An der k. k. Staatsoverrearschuke zu Marburg findet die Ausnahme der Schüler für das Studienjahr 1880/81 am 13., 14. und 15. September von 9—IS Uhr vormittags in der Direktionskanzlei statt. Marburg am 8. August 1880. 953) Die Direktion. mit Pariser Aussprache! Die Französische Lehrerin, welche schon durch drei Jahre mit bestein Erfolge Unterricht in der Französischen Sprache hierorts ertheilt, und im Besitze vorzi'lglicher Lrhrbesähi-gungsjkugnifft aus Paris nnd Wien ist, nimmt Schülerimc» siir den ersten Unterricht sowohl, wie zur höheren Ausbildung an. Sie war in Paris mehrere Jahre als Lehrerin nnd Erzieherin nnr in den vornehmsten Kreisen thätig; nnd erwarb sich somit die reinste Pariser-Aussprache, sowie die, dnrch die dortige Akademie vorgeschriebene Lehrmethode, welche sich wesentlich von der in Deutschland gebranchlichen unterscheidet. Kärntiierstrahe Nr. 8 iin 1. Stock. N^' Lasinv'keijtsui'atiou. Heute Sonntag den 12. September 1880: voll der vollständigen (1008 Südbahn-Werkslätteil-ZUusikkapelle unter persönlicher Leitlillg ihres Kapellmeisters Herrn .lollnnn Ansang halb 8 Uhr. Entrse 20 kr. Dr. Iren, Lot- uQä velLl)en äiese Vordeäinßung kel^lt, bestellt ein öesouäerer Voi'- deieitunKS-i^urs Lürlll^sk'i'eii^illiKen-Lxamei». alle ^ntrasen, detreü'evä IIntei'1>i'iiiKUUK ete. ertdeilt./^usliuntt unä ausfiilirlielie?r0spelcte ille Vireklioii r'. virektor. Wichtig sttr jede «famitie! Für Damen, welche wie in größeren Städten das Schnhmachen lernen wollen, habe ich dahier einen Lehrkurs eröffnet, und sind unter Garantie fichere« Erfolges die Bedingungen sehr vortheilhaft und billig gestellt. Muster-Arbeit sowie Zcuguih des Nrsulinen-Couvents in Graz liegen vor. Damen, welche zu lernen beabsichtigen, haben sich spätestens bis Montag Mittag anzumelden. <^oIra»r»s. Lehrerin, lovö ___Hauptplatz, Hau« Nr. 7.___ Weißllühcrtl und Kleider- macherei wird übernommen am Hauptplatz Nr. tt rücklvärtS über den Gang. (1006 Um gefällige Aufträge wird gebeten. Eingerichtete Wohnung mit Zimmtr, Kabinet oder Küche ist mit oder ohne Bettwäsche in der Herrengasse Nr. 26 im 1. Stock sogleich billig zu vermielhen, wo auch ein eingerichtetes Zimmer allein zu haben und zu erfragen ist.___ (975 Mit V» Bogen Beilage. haben und zu erfragen ist. t97ö ««»»wörtliche «edattio», vru« »vd »erlag von »duard Sauschitz t» «atdmg. Gin schönes, etegant meuölirtes Zimmer ist sofort zu vermielhen im Hause Nr. 6 am Domplaße.' (926 8 Stück seltene historische Kignren nebst Postamenten von Steinpappe zu verkau-ftn bei.Bniiatti» Vsoliuv»», Bildhauer, Kärntner-Vorstadt, Löfchnigg'sches Haus, in Marburg. (996 Beilage zu Nr. 110 der „Marburger Zeitung" (I8S0). KSti' LtorwUI«. Linlaliung. tisuto SonntsA äen 12. Lept. 1880: In8trumevtAl- ä' Voeill- Das ?r0ßramm kestelit au3 itaÜsn. O^ern» ^rien, lioman^vn, Duetteu etc. Lvtrös 5roi. (1012) ^n5aug KM 8 lldr. SlnÄIvr«»«!« werden in ganze Verpflegung genommen: Theatergasse Nr. 8. (994 Sutor Ilostort, sorgfältige Aussicht, für 2 Knaben oder Mädchen bei einer BeamtenSwitwe. Näheres in der Expedition d. Bl (991 Studenten 1011 aus gutem Hause werden in Verpflegung und Wohnung genommen. Gewissenhafte Obhut wird garantirt. Anzufragen Brunngasse Nr. 4, parterre links. Zwei Ttndenten aus gutem Hause, eine Mittelschule besuchend, werde» in Virpstegung und Wohnung genommen. Auch Klavierbenützung. Auskunft im Comptoir d. Vl. (899 Li« vllvi' l'i'ÄktiliÄUt mit Kost und Wohnung aus dem Hause wird für ein Kurzwaaren-Geschäst sofort aufgenom-m«n. Anfragen im Comptoir d. Zvl. (999 Li» l.vlii'jiiuA vller pmlitikllnt wird im Manufaktur-, Tuch- Mode-Geschäft des Carl Hartnagl aufgenommen. (990 Z. 867ö. Edikt. (977 Vom k.k.Bezirksgerichte Marburg l. D.U. wird bekannt gemacht: Es sei zur Vornahme der exek. Versteigerung der dem Herrn Mathias Wohlschlager ge-hiirigen, mit exekutivem Psandiechte belegten, auf 3193 fl. b8 kr. geschaj)ten Fahrnisse, als: Hoteleinrichtuna, Weinvorrathe zc. eine einzige Tagsatzung auf den I«. September 1^80 und nöthigenfalls auch die unmittelbar nachfolgenden Tage Vormittag von 9—12 Uhr uno Mchmittag von ^—6 Uhr an Ort und Stelle in der Tegetthoffstraße zu Marburg mit dem Beisätze angeordnet worden, daß die Pfandstucke hiebei an den Meistbietenden um jeden Preis veräußert werden. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D. U. am 5. Juni 1880. Iliezeil 8«i«iiim>>rmei> ^ödorüsoko, I'ivQvv; ?1eodtSQ U ^sietier ^irtceucl und volIlcommLu uu-^ SLliäälielt: ^ I kofsx-kl>2si-in-8öite S 35 kf. ^ D llriontalisoke Klx^srin»ko5enmilvk ^ üt 1 20 kr. ^ ^potdvl^v ä«'« >1. W«»» iu Al»i Iml ............................................ l!i>8ll>»ii8 !iir »elilzkiide. vxl^uisit unä billiß — omptislill Eirea S Startin (992 Veingrüllt Hallien-Füjser, gut erhülten, sind zu vlrkausen. Anzufragen im Comptoir d. Bl. Mehrere Ztarlin alter Weine aus den besten Gebirgen, sowie weingrüne Fässer, darunter zwei Stitck 100-eimrige, sind zu verkaufen: Kärntnervorstadt Nr. 33 neu. (988 Eine Wohnung Q e.Depüt schwarzer Terno und franzöfischer Cachemiro. pkr Meter 500 St. schwarzer Terno, rein Wolle .... fl. —.48 Ivo „ ^ Lyoner Faille....... fl. 1.50 1VV »» ,» ,, 1k. ...... fl. 2.— 600 „ Cnchemir, Ind., alle Farben .... fl. —.80 1000 „ ^ills koiut, dicke Waare...... fl. —.35» 500 „ Hlanelle, doppelt breit........fl. 1.05 Kranä ßilagai'm Prix Leopold Lang» WtsiA nur' I., 6. Provinz.Austrüge prompt gegen Nachnahme, ans Wunsch Musler gratis und franko, die nach getroffener Wahl zu retourniren sind. (953 1V» vslln aut isäsr Lokkodtsl- llsr ^6Ivr unä _____________ li^ticzustts usr ^6Ivr unä iQsius vsl vlslfavtlts li'irw» auf^v^ruelct igt. Seit. 30 .Ikdrsn stets wit äsm dsstsu kirfolxs »uxvvauät ^'süo^rt AlaA^nIcrAnIiliviten uuü Vei-Unounxk^^titi'unz;«'»» (vis ^xpslitlovitxlcojt. Vsr-stoxkunx vlo.), xsxvu NIuteottx»'«tivnt'n unä Utt-luvi'» ltttitlttUvlöt'n. össonäsrg ?vrg0ilev 2U ew> pfsklsu, äis oivs sit2snllo l^stivULvoigo tüdion. bklsititikts völllöll xvrietttliel» verfolgt. preis einer verftegelten Orig.-Schachtel Ist ö.W. VrÄlij^ltiÄlliMvvin uiiä WV Dvr -uvsrlässißssto Lsldst-^rst z:ur Ililfs der lettlsväsu ^sllsctidolt lisi allso illllvrsn uuä ^ussv> rvll LlltsülläullKv», xvxvu «Iis wsistsll Lrsnicksitov, Vvrvull6'2vgsu »Ilor ^rt., Itopk-, Odroii- uuä 2aliu-solimsrz!, alts Loliätlen und oü'suv VVuvävv, Lrsl)s> «odääsll, Lrsnll, sntiiiinästs 1«ädmunxsli uuü Vvrlvt^uvxvu ^s6sr .^rt vto. vlv. In Flaschen s. Gtbrauchs-^^nweisung 8V kr.ö.W. orsvll»l.oi»ortllriu> Vttti liroli» öc L«., IierAen,^«rv«xeii. Disssr 1'lirau tlor siuei^v, 6er untor alltiii im Ilauclvl voricommvuäeu Lortsu 2u är^tlielisll ^^vsollsn ß^voixust ist. (IL preisjjl.ö.W.pr.Flaschts.Gebranchsanwtisung. böi ^xotdöl^or, K.Ic. 1l0t1iLteraut,Vio» 'luvlilaudvll. so/e//ö tt»su?ts/tni6n, ttie/o/ts /ö»o/iu^ema?'^s sinci. N » rburx: H. Lvräaji, Illoriö Sc vo. uvä Iko>8, ^^otlwlcsr. (lilli: ,1. liuxtsrgetimivll, „ Lauwdac^'Z Iz^rbeo, (): (lirvtl, 0. 8e!i>var2, liaätcvrsliurA. l!^. 0. ^ullrieu, SPeller auf 30 Startin ist zu vermiethe»» in der Postgasse Nr 4. Milch-Verkauf. Eine Gutsverivaltung beabsichtigt vom 1. Oktober täglich ISß» Liter Milch ab- zugeben. — Reflektanten auf daS ganze Quantum oder 50 Liter wollen ihre AntrSqe brieflich unter dkr Chiffre: „Milch-Offert" an die Administration d. Bl. einsenden. (1004 Stndierende aus gutem Hause lverden in Kost und Ouartier aufgenommen: Herrengasse Nr. 35, I. Stock.W MZin welches bei Frau Katharina Vogel in Graz gäernt hat, wünscht in die Häuser als Büglerin zu gehen und nimmt auch zuhause Wäsche an. (1001 Wohnt: Herrengasse 28. Wtinprejst zu verkaufen in der Villa gelber Pößnitz.(1002 SSV auiäM 923 zalile ich Dem. der beim Gebrauch von RöSler's Zahn-Mundwaffer, « Flasche SS kr., jemals wieder Zahnschmerzen bekommt oder auS dem Munde riecht. Wilh. RöSler, Wien, RegierungSgasse 4. In Ililartiufg nur echt bei l08vf Ißartini. Das wegen seiner schnessen «nd grü«dtichen Ne-seitiguug von SchWeryörigKelt, temporärer Ta«ö-yett, Hyrensausen und HHrenfluss, Hhrenstechen und HHren»Katarrh biriihmt gewordene und vor wie nach unübertroffene (659 Vlicrstiidsarzl Dr. V. Ichmidt's Kkdör-Völ ist nur echt, Ivcnn auf der rothen Papierumhüllung nebenstehende Schnhmartte vorhanden! Anderenfalls hat man es mit unechtem Fabrikat zu thun! Ein »verbessertes" Ober-ftaböar)t Dr. Schmidt'schrs Gehör-Gel gibt es nicht"WU — dagegen ein „verbcssertcö Faljlstkat", welches __fälschlicherweise sur Dr. vchmldt- chcö (Aehiir-Oei von Wiener Nachahmern in den Handel gebracht wurde! Preis pr. Flasche mit Gebrauchsanweisung fl. 2; ist allein echt und unvcrsäljchl zu haben in Graz bei Apoth. I. Purgleitner, Apotheke zum Hirschen. dllj. Alles anderwärig annoncirte Geljör-Oel ist kein echtes OlierstabSarzt und PhysikuS Dr. Schmidt'sche» sondern Kalsiftkat! Eiscnlllöbel-Fabrik von Iteiellarl! Ü! in >Vikn IN., Marxergaffe Nr. N, neben dem Sophienbad. Da wir die CommisslonS Lager in den Provinze» sämmtllch eingezogen, weil e» häufig vorgekommen, daß unter dem Namen unserer Firma fremdes und geringere» Kabrikat verkauft wurde, so ersuchen wir unsere geehrten Kunden, fich von jeht ab oirect- an unsere Fabrik in Wien wenden zu wollen. (764 Tolideft grarbrilete Möl>el für Talon, Aimm-r und Garten find ht,ts auf Lager und verkaufen von nun an, da die Spesen für die friiher gehaltenen LommifsionS-Lager entfallen, z« Nachlaß vom welchen auf Verlangen grae»» und franco einsenden. Die uuKari8eIi>trav2ö8i8oIie V örÄeiiöruiiZs»>/!^isii-<^ssö11sckgÄ mit einvm V«» 8 ZltlU»««» lw vorsllk 4 Zllllloi»«!» ««IS«» l» ««1Ä k»»? 1. ßößkll k'euer-, Vkmvt- unä esvs-LxpIosivus-SodäÄen; 2. ZeZen (^dömaxv, 6. k. Svdaüen üared ^rbvits-MnsteUuus oäer LntKknx aes Einkommens in k'olxv Üranüv8 oäer Lxplo8ivn; 3. ZsAsv Lruod von SpieAvIxlaZ; 4. ßsßon ^ransportsollÄüvn 2U ^sLser uaä 7u I^anä; 5. au? Villoren, ä. i. Leuäullgeu vou >Vvrtti-?axioröii aller ^rt unä Laarxelä psr ?03t 2u ullä 2u V^a8svr; L. auk 6a5 I^elZvn äes Nkvsel^vi», auk Xaxitalisll mit uuä oltus avticzipativsr ^al^luuA 6er vorsieliertsll Luwmv, au5 Reutsu, kvllLiollsn uliü ^u33tÄttuvßev. vag deäkuteväo ^ktieulcaxital As^ädrt äeu Vors!eI»srtoQ V0l!sts.u6ißs (?aravtiv. Vorlcommeriäs Lekliäou veräsn prompb uuä coulavt adZsvsielcelt uuä ausböZüalilt, edovgo ^oräev tlvQ ?. I'. Vvrsieiieruvßssueksväöll 6iv voitgodsnägtou Loßüvstjßuuxsii viugeräumt Versiedoruußs-^vträgs veräou eatgeßsuAsvommvii uQä aUs gsvüugelitsii ^utkIäruvASN erUioilt «vv^okl dei ävr gessrtißten Kvaeral-^ßvQtsLdat't, al8 «.ueli dsi äsr I^aupt-^ßvut m clsr ?r0viv2 uvä de! 6oQ ApsiZial-^Asuturev in allou OrtvQ äes I^avävö. vis Ksnefal/^gontsekaft fitr Ltvisfmark, Kämtvn unö Kpsin in Knai. 527) .lalcod Lz^2, liaäet^lcMrassö !dir. 8. Die Haupt.^Zentsellaft für ^ardurß^ nnä llmAedunK betinäet sied bei Herrn l'eAettkoMtrasse. s z z S eo ^ dL .IS UZZ t/» ' ^ ' o u V «^>0 ^ ^ »'S» Ii ^ ^ > ^ ^ p,» ^ ^ Ls « c>.k « ^ v s'^Z'LS L^s L sZ aV,», ^ a Z «-5? c» «c^ A ^ ^?o 2?^ O— 0S--LLL.»-' Z »L i» ^ k-e !?, V Z « 2 ? Z Ä ? " zSs-Z t^°ZZZK z cd L.U- »> >o m « o « c».^ 'S« ^ 1 z z s «ö « «a0Z-^ L.doZ -Z^L-ZQ. -Z aö s ..v »'Ä «vSM ^ W »H » .M » L Zs. Z L « ^ sö >»1!? >« ikLz o ! «0«Mll!KKS.... vr. tlArllinß's »uns- uvä XsknvksserZ ^ a Flacon 6? Kreuzer incl. Verpackung und x ^ Gebrauchsanweisung, jemals wieder Zahn-?» schmerzen bekommt oder an üblem Mund-fteruch leidet. 4 FlacnnS für 2 fl. 20 tr.Z^ V. N. Sekumavko^ Ziogttti dvl vorlin.Z^ Haopt-Dtpot skr Vtfterrtich-Rvgar« bei U /^nt. 1. Lävf, vuäapvLt, ^ FranziSkanerplt, Meteorologische Beodachtungen in Plckern bei Marburg. Vom 4. bis N. SepUembtt^^_ »» Tempe- Luftdr^ « a ratur tn Mittel «-i Celflus' S^ -^17 < 763 S -^18 1 76 1 M -t-17'5 760 D -^16 3 ?S 9 M -^15 9 75 5 D -^14 8 7b 3' s -s-15 0 7b 3 heiter itterung /c. S "NWS StW SW SWR heiter bewölkt und Regen ,^ » »» bewölkt und Nebel Der Luftdruck ist gefallen um 0 3°»». Wöchentliche Temperatur -s- !6 S°t., höchste -^13 1', tiefste -^14^8^. Maximum in der Sonne -^201°, Minimum durch Strah. luna -^18 0° C. Wind tagsüber schwach ans RW, Nachts stark aus SW. Vtardurg» II.Sept. (Wochenmarltsbertcht.) Weizen fl. 8.40, «oru st. 6.S0, «erste ft. S.IV, Hafer st. S.30, Kuturuß ft.S.So, Hirse fl.5.»0, Helden fl. b.V0, Erdäpfel fl. 2.b0, Kisoleu 14 kr. pr. «gr. Linsen 24, Erbsen 21 kr. pr. Kgr. Hirsebrei« 14 kr. pr. Ltr. Weizengrlts 28kr. Mundmehl 26, Semmelmehl 22, Polentamehl 14, ikindschmalz fl. 1.20, Schweinschmalz 74, Speck frisch 5b, geräuchert 72 kr., Butter fl. 1.0b pr.Klgr. Eier 1 St. 2 kr. ötindsteisch b3, Aalbsletsch b4, Schweinstelsch jung b3 kr. pr. Klar. Milch fr. 12 kr., abger. 10 kr. pr. Ltter. Holz hart geschwemmt fl. ö.—, »ngeschwemmt fl. 3.20, weich geschwemmt fl. 2.30, ungeschwemmt fl. 2.b0 pr. Meter. Holzkohlen hart fl. 0.70, weich 50 kr. pr. Hktltr. Heu fl.2.—, Stroh Lager fl. 1.90, Streu 1.10 pr. 100 Xlgr. Pettau, 10. Septemb. ^Woqenmarktspreise.) Weizen fl. 7.30, Korn st. 6.—, Gerste st. 4.2b, Hafer st. 2.90, Kukurutz fl. V.—, Hlrfe fl. 0.—, Heiden st. 4 b0, Erdäpfel fl. 1.9S, Kjsolen fl. 0.— per Hektoltr. Verstorbene in Marburg. b. September: Adamofsky Paulina, Bahnmetall« druckerstochter, 14 Monate, Reue Kolonie, Masern; Koro iec Maria, Wäscherin, 50 Jahre, Kärntnerstraße, Wassersucht; Ornig Josef, Gastgeber, 48 Jahre, Werk-stättenstraße, Lungentuberkulose; 7.: Tschernko Marga-retha, Köchin, 75 Jahre, Kärntnerstraße. Altersschwäche; 8.: XemetzIgnaz, Lederergehilfenssohn, 2.Jahre, Seizer-Hofgasse, Lehlfietzer; 9.: Brofch Maria, BeamtenSwitwe, 83 Jahre, Bur^asse, Altersschwäche; Benko Josef, Dienst, magdsohn, 6 Monate, Bergstraße, Magen- u. Darmkatarrh. Verlaß von vruelisotteii sUr k. k. äemlei-, Kemeio^en. Seliiilvn, äävvkaleii, AIol»re etv. ete. ?i-ei8eoui'.iilte ?o8lltartea kActiireii Iteetmuiixeii Oirevliire vsiekltiipse Louverte kraetitdriete I^ieterselieine 6ss M««M FKwmNt» lR U«SkU»K vmptiviilt sivti lur Uvbvrnakms allvr kuvkliruvk/^rbvitvn bvi miiglivk8t billigvf Vvrvvknung. Vriieltsorlen silr äie Iloedv. ?s«rrimter. kartezeUel I'rvxrsmme Liiilailulixeo 8pe>seksrteii ^»sekIaAiettel ^nnoiieeli d>?: Visitltsrleii !K»s.Ä Vallwaelilen, kormulnre kllr Itlizeii ele.