Ar. 11. Donnerstag, den 5. 3-fßruür 1880. V. Jahrgang. Pränumerations-Bedingungen. Für ffiUi: AraMtUt . . . —.1^ Binlkljiitrtg. . 1.S0 • . . . »•— Mit Post-verseavunk: . . l.OV Haldjajnq . . . 3.5H1 ®anticqn9. . . «>•■— . » . 6.4«> tammt A»vell«»s (»•«meine Nummern 7 fr. Erscheint zeden tlonnrrltiur uuh Sonntag Morgens Inserate werden angenommen t« >« Sri>tdtti«n »« „(Slflltr ;Wt!iig". tensaift Sir. « (3Ju (itriidtffi l>,„ So'jann »«»»itrl« neunten gnftttu (ils die „Sillift .■j'ltnnj" au: St. Mo'Ic >» Ssi'n, lind nüfil fftnttot&cn Siatito d > iunUuciuV ü.r-i- (cidi in 0»t«, A. Oniclif 11 kO Stellt. Ic üo »». in i>. INAOf - j»g«ntnr in ' » --♦ Politische Rundschau. Cilii, -I. Februar. Der Budget-Ausschuß der österreichischen Delegation verhandelte am Samstag über du« außerordentliche Heere« Erfordermß für die Occupa» lionslruppen. An der diesbezüglichen Debatte bc> theiligten sich die drei gemeinsamen Minister. Baron Haymnle und Baron Hoffmann beant« «orteten in entgegenkommendster Weise olle an sie gsstellten Fragen. Was Baion Hosfmaan über die Verwaltung des SteuerwesenS und die HtlfS« quellen der beide» Piovnzen sagte, machte auf die Delegirten den günstigsten Einvruck. Die Er-klärungen beider Minister lieferten den Beweis, daß tnc gemeinsame Regierung sich über die großen Schwierigkeiten, welche sie in dem Okkupationsgebiet zu überwinden hat, keinerlei Illusionen hingibt. Auf die von dem Delegirien Sturm angeregte Frage nach der Rückbcrufung der noch in Bosnien und der Herzegovina befindlichen Reservisten, gab der Kriegsminister die wiederholte Versicherung, daß er dieser Angelegenheit fortwährend seine un-getheilte Aufmerksamkeit zuwende; doch fügte er hinzu, daß es von der Entwicklung der dortigen Verhältnisse abvänge. ob es im Laufe dieses Jahres möglich fein werde, sämmtliche Reservisten zurückzurufen. Das Resultat der Debatte war. daß die Forderung der Regierung, entgegen dcn Antrüger des Reserentcn GrochoiSti, der ver-schiede»? Hcrabmindcrungen beantragt hatte, ohne Abstriche bewilligt wurde. Die Berathungen über das Gcgen«Mcmo-randum wurden von den deutsch-böhmischen Ab?t-ordneten Sonntag den 1. d. begonnen. An den- selben nahmen 70 Mitglieder darunter auch Land' tagS-Abgcordnetc aus Böhmen Theil. Der Ob« mann dcs Elubs der liberalen, Abg. Wolfrum, begrüßte die Anwesenden, welche den Abg. Dr. Klier zum Porsitzenden wühlten. LandtagS-Adge« [ ordnet« Dr. Schmeykal legte dcn Entwurf des ! Gcgen-Memorandnms vor und referirte über das > >,uslandcko:nmen desselben und die Principien, welche ihm zu Grunde liege». Die Versammlung beschloß, den Entwurf zur Giundlage der Debatte zu machen, und zog Punkt für Punkt des Ela-Urals in Erörterung. Die Debatte zeigte, daß die Vertreter der Deutschen in Böhmen gewillt sind, vollkommene Objecliväl bei Beschließung des Gegen-Memorandums walten zu lassen. Man sprach sich dahin aus, es sei, ohne die Rechte der Ezechen, soweit sie staatSgruntgcsctziich gewähr« leistet sind, zu tangiren, durch wahrheitsgetreue DasttUung der Verhältnisse die Unzuiäsfigkeit der meisten im czechischen Memorandum gestellten For-j dcrungen darzulegen. DaS Gegcn'Memorandum wurde in der Form, wie es von dcn Präger Per-traucnsmännern vorgelegt worden war. fast voll-inhaltlich angenommen. Dasselbe verhält sich dcn czechischen Forderungen gegenüber wohl abwährend, doch wird darin der entschiedene Wunsch auSgc-sprochcn. daß der Gedanke ein» Abschlusses des Nationaliiätenstreiles zwischen Deutschen und Ezechcn an den Abgeordneten der Deutschen in Böhmen wohlwollende Förderung finden werde. Im Laufe der Dcbattc wurde der Wunsch zum Ausdrucke gebracht, daß das Gegen-Memorandum auch die Verhältnisse der Deutschen in Mähren erörtern möge, und die Frage ventilitt, ob fiel) die deutschen Abgeordneten aus Währen anschließen sollen. Dieser Antrag fand umsoweniger Unter- stützung, alS bei dcn Besprechungen, welche außer« halb der Versammlung zwischen dcn deutschen Abgeordneten beider Länder stattgefunden hatten, von den Abgeordneten auS Mähren anerkannt wurde, daß sich da« Gegen-Meworandum Haupt-sächlich auf die Erörteiung der Verhältnisse in Böhmen beschränken solle. Die deutsche HeercSvermehrungSvorlagc scheint auch bereit« in Oesterreich ihre Wellen-ringe zu ziehen. Pcster Blätter ventiliren bereits lebhaft die Fragt, ob das Vorgehen in Deutsch-lind nicht auch für Oesterreich eine Erhöhung des Kriegs«Budgets in sich schließe. Da inoeß der Armeestand eben auf 10 Jahre festgesetzt wurde, so wäre vorerst auf eine ReichSbefeftigung zu denken. Der .Pest« Lloyd" sührt auS, daß bei dem Umstanoe al« Oest« reich die Offensivkraft Deutschland«! nur mit ganz unerschwinglichen Opfern erreichen könnte, die Paralysirnng in einer Defensivkrast suchen müsse. „Und dies ließe sich/ wie der „Pcster Lioip" schreibt, „nach Anschauungen der leitenden Wiener militärischen Kreise nur durch eine größere Sorgfalt fiir die Reichsbefestigung praktisch erreichen. Jnsbe-sondere wird die Frage der Befestigung Wiens ernstlich erörtert. Es kann sich dabei felbstver-stündlich nicht um eine „Befestigung" in des Worte« engerem Sinne handeln, sondern ähnlich wie dies bei Paris der Fall ist und demnächst auch bei Rom zur Ausführung gelangt, lediglich um die Errichtung permanenter und halbperma-nenler vorgeschobener Werke auf den Höhen, welche die Residenz im weiten Bogen umgeben. Diese Befestigungen hatten dann im Kriegsfalle a s Stützpunkte für weitere paffagere Fortisicationen Fcuillcton. Zu spät! Ein Hesellichastsbilv. Roman von W. Hofs«. 138. Fortsetzung.) Er nahm eine neue Cigarre, und blieb halb ichlummernd auf dem Divan liegen, während die betlagenSwnthc junge Frau nur wenige Schritte von ihm entfernt, eben so regungslos am Fenster saß und starr aus die Straße hinab sah, ohne irgend etwab zu bemerke», ja ohne an etwa« Be> stimmte« zu denken. — Für mich braucht es keiner Lorbcreit-ungen. taue sie sich gesagt, mein Verlust wird von Niemandem betrauert, mein Lebewohl fände keine Adresse. Es ist gut so. ganz gut . . . das schlaft gewordene Band reißt ohne Kampf. Und dann trat das Bild des Geliebten. Verlorenen, vor ihre Seele. Sie fühlte, wie heiß die Thränen aus dem Herzen empordrangen in « Auge. Noch ein Mal mit >hm sprechen schluchzte sie, ein Mal ihm sagen wie Alle« zusammenhing, und wie ich an keine Untreue gedacht, bis mich der Mensch aus plötzlicher, wilder Eifersucht in jener Unglücksnacht da« schnelle Wort hinwerfen ließ. Und dann war'« zur Kette geworden, dann halte mich die eigene wahnwitzige Leidenschaft in unzer« reißbaren Banden gefangen. O Ernst. Ernst, Du tist gerächt wie selten ein Mann, Du könntest triumphiren, sähe Deir Auge die Demüthigung, welche mir heute widerfahren, den Jammer, den furchtbaren unerträglichen Jammer, in welchem ich lebe ! Ihre Gedanken wanderten. Sie führten die Unglückliche zurück zu jenem Wintermorgen, als früh um zehn Uhr Lorenz Berning bei dcn Tanten erschien und um ihre Hand warb, al« sie, sie selbst noch unter dem lebcntödtenden Eindruck von Ernst's alier Verachtung jetzt alle Mittel in Bewegung setzte, um das Versprechen der Tante Regine zur Erfüllung zu bringen. „Dem nächsten bestell Bewerber würde ich Dich geben", hatte die Alte gesagt . . . und jetzt sollte sie Wort hatten . . . «gneg forderte e«. Berning hütete sich, den Gründen dieser leidenschaftlichen Sprache näher nachzuforschen. Ec wollte nicht wissen, weshalb Allerleirauh so plötz-lich andern Sinne« geworden; fein Ziel waren die Gelder in den Kellern der Bank, und die« zu erreiche», scheute er keinc Mittel. Indessen auch wahrend dieser verhängnißvollen halben Stunde verließ ihn fein Humor kcincSwcg«, er schilderte die Ereignisse der letzte» Nacht wie etwas ganz Harmloses, Ungefährliches, er setzte die beiden alten Damen in solche Aufregung, daß der Zweck des ganzen Besuches trotz aller Neuheit und Un-geahnlheit doch schon nach der ersten Viertel-stunde erreicht wurde. Von Ernst Orthloff sprach dabei keine Stimme. Die Tanten ignorirten alle früheren Beziehungen ihrer Nichte zu dem Buchhalter schon aus Klugheit und um der «lösenden Heirat des Mädchens keine Hindernisse in den Weg zu werfen, j AzneS selbst trug den theuren Namen wie cincn Talisman im tiessten Herzen, aber sie profamrte ihn in Geg:i>wart Berning« durch kein lautes Erinnern, während der Elegant selbst vergessen zu haben schien, wa« er im Keller diese« Hauses und vor Sagebiel's Etablissement gesehen. So geschah es, daß auch Doctor Roberti's Einwilligun., «folgte und daß sich sogar Hau« Engcfchr entschloß, seiner scheidenden Richte eine splendide Hochzeit zu veranstalten. Die feindlichen Zwillingsschwestcrn waren wieder ein Mal cinig, denn cs galt den Glanz der Firma, sie öffneten ihre Prunkzimmer und ihren Easscnsch?a»k, sie bezahlten so viele Kutschen, daß fast die Passage der engen Straße gesperrt wurde, und baten so« gar vor vielen Zeugen ihre geliebte Nichte, doch auch al« junge Frau dcn V«tchr mit ihnen nicht ganz abzubrechen . . . dann aber, nachdem die Feier vorüber und der Schade berechnet war, sah das kleine Hinterzimm« Scenen, bei denen Fidel zu bitnett. Ob diese Idee zu greifbaren Formen sich entwickeln wird, mag bei ver Kostspieligkeit der Ausführung derselben vielleicht noch fraglich sein. Thatsache bleibt aber, daß seit 1867 der Gedanke um Wien ein verschanztes Lager ja er» richten, in sehr einflußreichen Sphären nur als aufgeschoben betrachtet wurde und heute — wenn auch vorläufig nur akademisch — wieder ernstlich erwogen wird." In Petersburg wurde obwechslungsweise wieder ein.' geheime Druckerei entdeckt, in der sich fünf Personen in voller Thätigkeit befanden. Dieselben bestanden aus zwei Frauen und drei Männern, von denen der eine seinem Leben durch Selbstmord ein Ende machte. Derselbe soll der au» früheren Processen bekannte politische Verbrecher Deutsch gewesen sein, den die Polizei be-reil» seit Langem suchte. ?ie Wohnung, woselbst die Druckerei aufgefunden wurde, ist im fünften Stock eines großen steinernen Haufe« gelegen. Die Einwohner waren unter falschem Namen, »IS Kleinbürger Liszenko nebst Frau und Köchin be« kannt und bezogen die Wohnung im Monat August. — Der Polizei-Pristav Müller unv dessen Gehilfe Cffcnbach, welche mit Lebensgefahr die Verhaftung vollzogen, murren durch Rangbe-körderung belohnt unv mit dem Wladimir-Orden decorirt. Vom neuen Zsriedvofe. Seit einer ansehnlichen Reihe von Jahren hatte unsere Stadtgcmeinde die Errichtung eines neuen FriedhofeS beschäftigt. Die ab und zu auf-getauchten Projecte wurden jedoch zumeist im Keime erstickt, bis endlich die Uelierfüllung der bestehende» Friedyöse und gewichtige sanitüre Bedenken die Frage neuerdings in Fluß brachten und deren definitive Regelung dringend erheischten. Unsere Gemeindevertretung, die, wenn cS gilt gemeinnützige Einrichtungen zu schaffen stet» eine edle Munisiceuz entwickelt, hat auch diesmal ihr Bestes gethan. Nach sorgfältiger commissioneller, Prüfung der für die Anlage eines neuen Fried« Hofes geeigeten Plätze wurde in Öret ein Grund« stück erworben und bald darauf dessen Planiru^g, sowie der Bau des Leichenhauses in Angriff ge» nommen. Wie jede Neuerung ihre Gegner und Ver-theidigcr findet, so fehlte e» auch diesmal an solchen nicht zumal als mit der Eröffnung de« neuen FriethofeS auch eine vollständige Umgestaltung des bestehenden Begräbnißwesens et- treten sollte. Wir übergehen die von den Gegner» ins Treffen geführten Bedenken gegen die zu große Entfernung des Platzes, gegen die Beschaffenheit des Grundbodens und die Opportunist des LeichenhauseS u. s. w. Wir glauben, daß die Be-nützung des neuen Friedhofes, dcffen Eröffnung für die ersten Tage dcS kommenden Frühlings angesetzt ist, alle diesbezüglichen Bedenken ent> trösten wird und wollen diesmal nur das Wisent-lichste des neuen Begrüdniß-Slalule« in refumirender Knappheit mittheilen. Jedermann, der das Unglück hatte von einem bitteren Trauerfalle in feiner Familie ereilt zu werben, weiß, wie schwer und umständlich bisher die Anstalten zu einem Conducle veranlaßt werden mußten und wie durch den Mangel einer besteh-enden Norm selbst bei dem primitivsten Leichen-begängniffe oft Kosten erstanden, die mit dem Gebotenen durchaus in keinen Einklang zu bringen waren. Nach dem von der Statthaltern genehmigten Statute werden nunmehr alle das Begräbnißwesen betreffenden Angelegenheiten durch eine aus sechs Mitgliedern bestehende Commission besorgt. Dieser Commission gehören drei Bürger der Stadt, von denen mindestens einer Mitglied des Gemeinde» Ausschusses sei» muß. ferner der Stadtphqsiku«. der Todtenbeschauer oder dessen Stellvertreter und schließlich Un Commiffär, welch letzterer alle lau-senden Geschäfte zu übernehmen und mit den Parteien unmittelbar zu verkehren hat. an. Jeder Todesfall ist allsogleich am Stadtamte zu melden, wobei von der betreffenden Partei eine Schreibgebühr von 50 kr., so wie die Todten-beschaugebuhr und die Gräbertaxe entrichtet werden müssen. Nach vorgenommener Todtenbeschan werden vom betreffenden Arzte zwei gleichlautende Beschau-scheine ausgestellt, wovon der eine dem Pfarramle, der andere aber (selbstredend vor der Beerdignng) dem Friedhofegärtner einzuhändigen ist. Der Transport der Leichen vom Sterbehauke nach dem Friedhofe findet mittelst Wagen statt. Hiefür werden die tarifmäßigen Gebühren ringe-hoben. Es steht jedoch den Parteien frei die lieber-führung der Leichen, unter Einhaltung der fani» tären Maßregeln, selbst zu besorgen. Ebenso steht eS denselben frei, ihre verstorbenen Angehörigen bis zum Ablauft der gesetzlich bestimmten Frist, falls saniiätSpoliteiliche Bedenken nicht obwalten, — i» der Wohnung aufzubahren, oder aber gegen die an die Gemeinde zu entrichtende Gebühr in der Leichenhalle de» FriedhofSgebäudeS aufbahren zu lasten. Diese Aufbahruug ist demnach nicht obliga-torisch, e» steht indeß zu erwarten, daß in kiir-erster Zeit etwaige gegen eine solche Aufbahrung vom Gefühle der Pietät dictirte Voreingenommen-heilen schwinden werden und schon auS sanitären Gründen die diesbezüglichen Vortheile durchschlagen werden. Die Ueberführung zur Aufbahrnng nach dem Friedhofe kann erst drei Stunden nach dem Ab-leben und erst nach vorgenommener Todtenbeschau erfolgen. Dagegen müssen an ansteckenden Krank-heiten Verstorbene sofort auf den Friedhof über-führt werden. Die Herstellung der Grüfte ist Sache der Parteien. Da» erste Herrichten de» Grabe», sowie und Assy unter das Sopha krochen, obwohl alle l diese bitterbösen Worte im leisen Tone hinüber | und herüber gewechselt wurden, damit e» das Ladenperional nit t höre. Fidel und Affy saßen jedes in einer Ecke und psauchten sich aus der Entfernung an» während ihre liebenswürdigen Ge-bieierinnen sowohl Schiefertafel als Andachtsbuch in den Kampf führten, um christliche« Verwandten-gefühl und kaufmännische Sparsamkeit zum Com> promiß zu zwingen . . . während Agnes die ersten Tage ihrer Ehe in stiller trotziger Ver-zweiflung dur^t lebte uud Lorenz Berning ein Mal wieder so recht . . . Lorenz Berning war. da» heißt, das Geld seiner jurgen Frau eben so spie» tend wie liebenswürdig achtlos aus dem Fenster warf. WaS kommen mußte, das kam. AuS den früheren kleinen Verlegenhüten des Lebemanne» wurden große und immer größere. Berning amü-firte sich, aber er arbeitete oder rechnete nicht und trieb daher dem Verderben unrettbar entgegen. Agne» sah es, wußte eS, sie hoffte aber immer noch, daß in der Stunde höchster Noth die männliche Ehre, da« Vatergefühl wenigsten« in ihrem Gatten erwachen werde, sie strebte nicht nach einem einigen oker wahrhaft herzlichen Ver-dältniß zu ihm, aber sie suchte ihn auf den rich-tigcn Weg zurückzuführen, bis sich endlich die i offenbarste Verachtung der Kälte hinzugeseUle und | nun das gegenseitige Zusammenleben zum unträg-I lichen Joch wurde. Scenen wie die heutige, hatte sie hundert Mal durchlitten . . . hundert Mal. nur nicht so bitter, nicht von so furchtbaren Enthüllungen be-gleitet. Agnes schauderte. Diese war die letzte. Nach deni Gesagten konnte kein gutes, freund-liche« Wort mehr gesprochen werden. Müßig, mit gefalteten Händen saß die junge Frau. Au? dem Nebenzimmer erklang da» Weinen ihres unschuldigen KinveS, das halblaute Schmeicheln der Amme, sie hörte es gedankenlos, schaudernd. Der Kleine hatte de» Vater« Augen, sie haßte ihn, sie fühlte all' ihr Elend doppelt, so oft sie ihn sah. — Luft! . . . Luft! Agne» erstickte fast. Wieder wie damals in dem niederen Keller ihrer Tanten durchraste ver-zehrende Ungeduld alle Adern des schönen üppigen Weibe». — Ernst! murmelte sie. Ernst! Komm', komm' zu mir. laß mich Deine Kniee umklammern, laß mich sterben unter Deinem Blick! Sie schlich zum Secretär und nahm aus dem innersten Fach desselben jene» Porträt, das ihr Ernst am Weihnachtsmorgen nach jenem Abend vor Eva'S Flucht geschenkt. In aller l Drangsal, aller Noth der letzten Monate war e« trotzdem wie ein unantastbare» Heiligthum ver- eine Bepflanzung desselben mit Bäumen kann nur vom Friedhofsgärtner vorgenommen werden. — Gräber, für welche weder Verwandte noch Freunde die Erhaltung übernehmen, werden auf Gemeinde-kosten mit Bäumen bepflanzt. Die Tarife selbst sind tn nachstehender Weist normirt: Todtenbeschaugebühren: Im Allgemeinen........fl. 150 für Stadlarme.......... — Gräberlaxen: für eine Doppelgruft........st. 100 Beilegegebühr.......... 5 für eine einfache Gruft......... 60 Beilegegebühr.......... 5 für eine Familien-Begräbnißstätte.... 40 Beilegegebühr........... für ein Einzelngrab......... 15 für jede» Reihengrab........« > für RenovationSgebühr von 50—30 Iahren „ 10 Für das Ltichenfuhrwerk: Mit dem gr. T^btenwagen nach der I. Classe fl. 25 n ir fi ff ff ff ^ ■ if , , kleinen „ ........ « Für die Aufbahrung in der Halle: I. Classe.............fl 15 II-...............w III. u ............. ff 1 Für die Entlohnung des Friedhosgärlners : für das Graben dc» Grabes......fl. 1 „ „ Gradherstellen......... 1 „ „ Besetzen mit Blumen okne Pflege „ 2 « » Pflegen vom März bis November „ 5 Schließlich sei noch bemerkt, daß bei allen Tarifen für nicht Gemeinde-Angehörige eine 25°/<,ige Erhöhung eintritt. Bei der Beisetzung und Ällsbahruug von Leichen der Gemeinde Umge-bung Cilli unterbleibt jedoch diese Erhöhung. Kleine Chronik. Lillr. 4. Februar. (Pcrsonaländrrungen.) Der bei der k. k. ^ezirkshauplmannschaft ^illi in Verwendung stehende k. k. SiatlhaltereiConceptS Praktikant Marian D u m a t wurde zur weiteren Diensttci-stung der Bezirkshauptmannschaft Wei; zugewiesen. An Stelle de« Gcnannten ist der gegeuwäilig bei der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz in Verwendung stehende Slatlhatterei-ConeeptS-Praklikaut Graf Alberte d' Enno zur DiensteSleistung der «ezirks-hauplmanmchaft Cilli zugewiesen worden. (Militär Assrntirung.) Dieselbe wird im lausenden Jahre nicht so wie früher in den fünf Gcrichttdczirken des politischen Bezirke« Cilli staltfinden, sondern sämmtliche Stellungspflichlige werden nach Cilli, dem Sitze der Brzirksaaupt-Mannschaft, zur Assentirung, welche in diesem Jahre im März und April stattfindet, vorgeladen. In Folge dessen wurde die ver Militärrekrutirung wahrt, in jeder Stunde innerer Qual hatte sie e« angesehen und immer wieder den Muth zum Fortleben gesunden, immer wieder, so oft ihr die geliebten Züge entgegentraten. Vielleicht, ach vielleicht kam ja doch noch vor dem Ende die Stunde, wo sie mit ihm svrechen, ihm Alle« sogen konnte! Diese? Ge-danke allein hielt die Unglückliche aufrecht, in ihm lebte sie, er beherrschte all ihr Denken uns Fühlen. Ernst wohnte in Hamburg, sie wußte es und hatte ihn auch schon mehr als ein Mal von fern gesehen. Er besaß sein eigenes, mit einem Com-pagnon gemeinschaftlich geführte» Materialwaren-gefchäft und galt als gutsituirter Manu, der die alte Mutter ernähren und die Geschwister er-ziehen lassen konnte. Seit Eva'S Flucht hatten sich die äußeren Verhältnisse erheblich gebessert, das bedauernswerthe Mädchen aber war und blieb verschwunden, eS ka-i von ihr nie eine Kunde zurück nach Hamburg. Agnes fühlte, wie bei der Erinnerung an diese unbekannte und doch so gehaßte Neben» buhlerin da« Bluk glühend heiß zum Herzen drang. Mochte Ernst sie geliebt haben, mochte ihm Eva Alle« gewesen sein . . . jetzt war sie todt, daran ließ sich nicht zweifeln. Agne« preßte die weiße« Zähne fest auf einander, e« stürmte und tobte in ihrer Seele wie da» Chaos des jüngsten vorausgehende Losung am 12. Februar auch nur im Pokale der BezirkShauplmannschast in Cilli angeordnet. (Der Familienabend,) der am3l.v. M. im Casino abgehalten wurde, rechtfertigte wie sein Vorgänger seinen Namen vollinhaltlich. Die gleiche natürliche Gemütblickkeit und liebenswürdige Ungezwungenheit lockie zum Tanze. Die Musik wurde von einem Quintette der MufikoereinSkapclle besten« besorgt. Schließlich sei auch constatirt, daß diesmal das schSnerc Geschlecht zahlreicher vertreten war al» da» starke, daher die Tänzer viel größere, allerdings angenehme Pflichten zu erfüllen Kalten. (Pettau. am l. Februar 1880.) Die Fürst sche Theatergesellschast. die alS eine Specialität de» lustigen und leichten Wiener Genre« den besten Ruf genießt, gibt auch in un-serem Siüdtcken 4 Porstellungen. Am Freitag wurde da« einaktige Singspiel v. I Doppler. .Wein. Weib unv Gesang", die Posse „Ihr G'freiter" vonL. Gottsleben unb da« Possenspiel von K. Bayer: „Alles geht zum Theater". — gestern aber das vieractige Bolkssiück von E. F. Stix .die schöne Schusterin' zur Aufführung ge-bracht. Die beiden bekannten Komiker, GottSleben „nd Kräuser haben auch hier nicht verfehlt, da» HauS auf das Beste zu unterhalten. Der Besuch wur infolge der doppelt erhöhten Preise ei» mäßiger. Du Musik wurde vom hiesigen Musikvereine unter gefälliger Mitwirkung der Dilettanten besorgt, uns hielt sich brav. — Die Drau ist infolge der Eisgänge und der eingetretenen Kälte auch ober der Pettaucr Brücke ganz zugefroren, und es mußten seit 4 Tagen, um die Brückenjoche zu schone», Arbeiter zur Beseitigung des Eises da< selbst in Llrweadung genommen werden. (Adelina Patti.) Den allgemeinen Er-fahrungesay, daß Künstler freigebig seien, macht die italienische Di» a Paiii glänzen Z zu — Schanden. So hat sie gelegentlich ihres letzten Gastspiele« im Wiener Ringtheaur die dösen Scherze der Witz-blätter, die immer über ihre Zurückhaltung im Wohlthatcnüben spötteln, glünzens ad absurduni geführt. An ihrem letzten Gaftipiel-Äbend sandte sie dem Orchester, welche« begreiflicherweise währen» der Overn-Stagione mit Probe» überbürdet war. in Anerkennung seiner trefflichen Haltung sech« — Eametien aus dem Bouquct. welcpe« ihr die Di« rection vc« Ringtheate'S reichen ließ. (Verwißt) wird ver Beamte Wellak des Berg- und Hüttenwerkes Stör« seit 30. Januar l. I. Aus den hinterlassenen i! riefen ist auf einen Selbstmord des Benannten zu schließen. Einem Gerüchte zufolge soll der Permißte in der Gegend von «t. Georgen mit durchschnittenem Halse todt aufgefunden worden sein. Die Motive seiner Ab« sentirung oder de« vermuthlichen Selbstmorde« sind bisher unbekannt. (Der Maskenball im Ttadt-theater.) Je nähe? das Ende des Earnevals rückt. Tages. Eva todt unv sie selbst frei, frei von aller Pflicht gegen den ehrvergessenen Mann! . . . — O Du verscherztes, wahuwitzig'vcrscherzte» Glück der Müdchenlage. kehre ein Mal, ein ein-jiges Mal zurück, laß mich ihm Alles bekennen, laß mich wieder an seinem Herzen ruhen, seine Stimme hören unv dann sterben . . . sterben! Im Nebenzimmer beschwichtigte die Amme ta« weinende Kind. — Wo ist denn der kleine Lorenz! schmeichelte sie. Wa« will er denn, der Junge? Agnes schauderte. Der verhaßte Name! . . . Warum hatte sie ihn jemals gehört? Ware nie die« lächelnde Per-sucherantliy im Rahme» der Kellerthüre erschienen, wäre ihr lorenz Berning ewig fern geblieben, dann könnte sie jetzt, nachdem die Rivalin aus dem Wege geräumt, eine glückliche Frau sein. O. sie haßte ihn. sie fluchte ihm! Und dau» hod die Versuchung langsam das Haupt, don» fragte in dem gramzerrissenen, wildempörten Herze» eine leise Stimme: — Warum zögerst Du ? . . . Geh' zu ihm, flüchte in seinen Schutz, berausche Dich in dem Klang seiner Worte . . wer darf Dich hindern! Sie sah auf die Straße hinab. Da« erste Dümmergrau dc« hereinbrechenden Winterabend« wo» leichte, durchsichtige Schleier, Mensche» eilten geschäftig hin und her, Jeder hatte seinen Zweck, desto größer werden die Huldigungen die man dem tollen Prinzen zollt. Der am Montage im Stadllheatcr adgeh«ltene Maskenball gab hievo» dos beste Zeugniß Da» überaus zahlreich er-schienene Publicum amusirte sich in köstlicher Weise an den Allotriau die diesmal von den vielen und zumeist sehr hübschen Masken ge-trieben wurden. Der Maskenzug fiel sehr gelungen aus und auch die Prümiirung der drei schönsten MaSken entsprach dem allgemeinen Urtheile. Das hciteie und ungezwungene Vergnüge» wurde aber auch durch Die Tanzweisen der vollständigen Cillier Musikvereinskapellc und da» wohlausge-staltete Büffet des Unternehmers im beste» Maße erhöht. Bis halb sechs Uhr früh machte der Ta»; seine Rechte geltend. Audi die süße Minne schürzte einige komische Episoden über die wir ge« legentlich aussührlich berichten werden. Wie wir vernehme» findet Sonntag der letzte diesjährige Maskenball statt. Nach den bisherigen Erfahr-ungen, steht ein wo möglich noch stärkerer Be-such in Aussicht. Schließlich sei noch bemerkt, daß ein AnorymuS von der Anziehungskraft de» Maskenballes überzeugt, die Gelegenheit aufgriff eine» schlechten Scherz zu inscenireu. Er theilte in einem Schreiben dem hiesigen Gcndarmerie-Eom-mando mit, daß Franz Guiej maSkirt im Theater er-scheinen würde. So unwahrscheinlich auch diese Meldung sein mochte, so sand sie doch Berücksichtigung und mehrere Organe der heiligen Hermandad über-wachte» die ahnungslosen Maske». Selbstredend war das polizeiliche Aufgebot, an dem sich auch die Gendarmerie belheiligtc, zwecklos. l Wölfe.» Im Bezirk Frieda» zeigen sich Wölfe und soll eine große Treibjagd stattfinden. (Ein rabiater Pfründner.) Der Pfründner Kajeta» Michelilsch erfaßte in einer üdermüthigen Sch:iapSlau»c seine» Zimmergcnosscn Schwendtner und begann ihn unter Drohworten derart zu würge», daß letzterer ohne Intervention eine« Dritten erstick« wäre. Michclitsch der sich nun gegen den Ruhestifter stellte, glitschte am Boden aus und fiel so unglücklich, daß er sich den Oberarm brach. Schwurgericht. Dienstag den'!». Der Pagant Vinzenz P l a S-k a n hatte um 15». November v. I. die Harpse dcS Grundbesitzeis Anton Eilenöek zu Praßberg iu Brand gesteckt. PlaSkan ist der Thal ge-iändig und gibt an dieselbe auS Rache vollführt zu habe». Nach dem Wahrspruche der Geschworene» wird Plaskan zum schweren Kerker in der Dauer von 10 Jahre» verurtheilt. Hieraus wurde die Verhandlung über den der Amtsveruntreuung beschuldigten Poslcxpeditor Anton Marx durchgeführt. Marx der ein unisassendcS Geständniß ablegte, wurde von de» Geschworenen nur der gemeinen Veruntreuung schuldig erkannt Jeder suchte ein bestimmte« Ziel oder ging lang-sam plaudernd mit einem anderen, vielleicht theuren geliebten Wesen über dcn knisternden Schnee da, hin. Agnes sühlte, wie sich die Verzweiflung ihre« Herzens immer mehr und mehr bemächtigte. Wenn sie jetzt au« dem Hause fortschlich. tonnte sie bei beginnender völliger Dunkelheit den Laden ihre» einstigen Geliebten erreichen, konnte tief ver-schleiert eintreten, wie um irgend etwa« zu kaufen, »nd dann, wen» ihr Ernst enigcgenkam. sich ihm zu erkennen geben. Ueber diese» Augenblick dachte die arme Bethörte nicht hinaus, er schien für sie Alles zu enthalten. Alle« in sich zu schließen, wa« da« Leben Beglückende» überhaupt gewähren konnte: sie wollte, wusste nicht« mehr, al« Ernst sehen, seine Stimme hören. Bisher lag der Gedanke un-eingestanden al« stille innige Sehnsucht im tiefsten geheimsten Grunde ihrer Seele, jetzt aber hatte ihn Berning mit seinen empörenden entsetzlichen Worten zum Leb:», zum verhänguißoollen Dasein erweckt. Da er selbst den Feuerbraud geschleudert, so mochte nun auch die Gluih vernichten und zer-stören, wa« an Scham-Pflichten, an äußerer Rlick-ficht überhaupt »och übrig war. Ein dunkle« Kleid wurde angelegt, ein Mantel und der Hut mit dem dichten Schleier, dann drehte Agne« den Schlüssel im Schloß und trat tuf den F'.ur hinau«. (Fortsetzung falzt. und vom Gerichtshöfe zu 15 Monaten schweren Kerker« verurtheilt. Verzeichnis der im Mo-ate Januar in Eilli getauften Kinder. Jereb Maria; Krajm Was; Holet Jsabeüa; Roiy Sofia Maria; Sander Alberline AqneS; Krajne Alexander: Iani>' Maria Amalia; Tralmt Joses; Znider Agnes. Jonte Anna FranziSka: Krajnc Anton: Slolan Agnes; Gaj^el Agnes: Glin^et Anton; Ram^at Agnes > Stadler Adelheid Annai KrU'ik Maria; Jere» l'ü nit Amonia Ursula : Leve Heinrich Ferdinand; Kummer Josef; v Kurzrock Maria Pauline Amonia. Verstorbene im Monate Januar. Iani>' Friedrich, Bäckermeisterssohn. 2 I., Tipb thttiti* ; Hudolin Maria. Realilütenbesiyerstochter, 2 I., Schwäche; Schmidt Wilhelm, BaumeisterSsohn. 10 I. Diphlkerilis: Tappeiner Josefine, Realitätenbesitzers Witwe 7l I., Altersschwäche: Resae Franj. Taglöhncr. 54 I., Leberatrophie; Iesernik Ursula, Bauersgattin, 36 I., Thyphus: Bengust Theresia, BahnarbeiterS gatlin, l llnerSkind, 2 I., Schwäche: Smar>'an Maria. (Aast wirldstind, 2 M, Fraisen: Urch Franz, Gassabrik»-ardeiier, ZI I., Erstickung: TkNivvet Franz, Gas-sabrilsarbeiter, I., Erstickung i Leder Antonia, Magd, 19 I., Lungen Tuberkulvse: Kompost Anton. Sicherheitswachmann, 56 I., Typhus; Waida Leopold, Maurerssohn, 3 I,, Diphtheritis: Hla-er Katharina, Grundbesitzers Witwe, >«0 I.. Altersschwäche. Lourse der Wiener IRörse vom 4. Februar 1880. Goldrente..........8(5.60 Einheitliche StaoiSschuld in No t > . . 71.60 „ »in Silber . 72.8;*» 1860er Staa'.«-Anlehenslose . . . .132.— Bankactie»........... 846.— Ereditactien...........302.— London............117.05 Nsltoteond'or.......... y.341/» t. f. Münzducaten........ 5.53 100 Reichsmark.........57.5)0 jutftnntt und Aßfstört der Eisen baönzüge in Eilli. Richtung W i e n - T r i e st: Ankunft Abjadrl Postzug.....................11^6 11.34 Mittg. Gemischter Zug.............. 5.22 5.32 Adds. Beschleunigter Pastzug.........11.8® 12.04 licht» Schnellzug.................... 3.">" 3.50 licht». Richtung Triest-Wiea: Beschleunigter PostjUg ........ 6.29 6.87 Früh. Gemischter Zug ............. 8.55 9.03 Bor«. PostjUg...................* 31 *-39 Rchm. Schnellzug..................12.15 12.16 Rchts. Localzug Eilli-Laidach: Abs. o. Cilli 5.3« Früh. Ankst. v. Laibach 10.32 Nacht» Mit 1. Februar 1880 begann eia neue« Abonnement aus die wöchentlich zweimal erscheine ide. „HiMer Zeitung". Der^AbonnimentSpreiS beträgt: Für Cilli mit Zustellung ins Hau«: ^konatlich fl. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig „ 6.— Mit ^postverfendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Zone P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 51. Januar d. I. zu Ende ging, ersuchen wir um sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administratlvu der „Cillier Zeituitg.'' Für Haiiftliälle empfiehlt sieh ein'' töchtige Pianistin. Auskunft i. d. Eil"«!, d. HI. 45 Schöne moderne Möbel wegen Abreist' billig m verkaufen. Anzufragen bei Kaufmann Janeseh in Cilli. 47 Jede ^tihmuscliine ebenso jede l'lir oder mechanischer Gegenstand reparirt mit g&rantirt sicherem Erfolge, in und ausser dein Hause, Mechaniker 48 Hcrreligasse N'r. 1'. 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Rheumatismus, jiindersüßen unv veralteten hartnäckigen Uebeln, stets eiternden Wunden, sowie allen Geschlechts- und Haut-onsschlag»->irankdeitkn, Wimmerln am Körper oder im Gesichte, Flechten, syphilitischen Geschwüren Besonders (tiinftir.cu (krsolg zeigte dieser Tbee bei Anschoppungen der Leber und Mil«, sowie bei Häm^rrhoidal Zuständen, Gelbsucht, heftigen Nerven-, Muskel- und Gclenlschmerzen, dann Magendrücken. Windb'schwerden. Unterleibs Verstopfung, Harnbe-schwerden, Pollutionen, Mannesschwäche, blos unter der Bezeichnung antiarthritischer antirkeumaiischer Blutteinigungs-ZKce austauchenden Srjeugnisie nur Nachahmungen find, vor deren Anl.ru> ich stets warne. Zur Bequemlichkeit des P. T. PudlilumS ist der echte Wilchetm'S aitiarthritische «itirheumitische klntttiuigiins-Thtt auch zu haben in tkilii Baumhach'sche Apotheke, bei Ios. Kupfersckmid, Apotheker. Unentbehrlich für jeden Hanshalt! 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