präaamrrattoa» - prrtsr: Kür Laibach Sauzithrlg . . . 6 ft. — tr. Halbjährig . . . § . — . Kisrteltahrig. . . I , SV , ^tsnatlich . - — , ä» , Mit der Post: »anzjährig . . . S ft. — kr. Halbjährig . . . 4 » so , MerrsljLhrig. . . » , SS . Für Zustellung ins Haus viert«!' sLhrtg iS tr.. monatlich 9 kr. Larbacher Ulinreloe Nummern S kr. blatt «lcdalilioii Sahnhosgasse IS»' Lkpr-ition ml» Zalccalra Sarrau: .rongretzplatz Ü!r SI (Buchhai/tP> »5N I. r. Hlciumavi L A.E4»> Züsertioubiirkisr: Für die einspaltige Petit,eilc »-/s>.' öei »weimaüger Linschallung L s ki ' dreimal ä 7 Ir. ^nsertionSftemtel jedesmal s« kr Bei früheren Inseraten und östere, Einschaltung entsprechender Rabatt Aüornme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 268. Donnerstag, 24. November. — Morgen: Katharina. 1870. Politische Rundschau. Laibach, 24. November. Das Abgeordnetenhaus wurde am Dienstag auf unbestimmte Zeit vertagt, zunächst weil die Delegationen in Pest zusammeMreten. Den einzigen Gegenstand der Tagesordnung bildeten die böhmi schen Großgrundbesitzer wähle u. Sieben Wahlen wurden nach dem bereits erwähnten Ausschuß antrage für ungiltig erklärt und die Regierung aufge fordert, daß sie das nöihige veranlassen möge, damit die vakanten sieben böhmischen Großgrundbcsitzcrstellcn im Abgeordnetenhaus ehestens besetzt werden. Am Beginne der Sitzung wurde eine Zuschrift des Ministerpräsidenten mitgetheilt, worin der Präsident des Hauses ersucht wird, die zu Delegirteu gewählten Abgeordneten einzuladen, daß sie am 24. d. M. (heute) um 11 Uhr Vormittags im Gebäude der ungarischen Akademie der Wissenschaften in Pest zu der ersten Sitzung der ziöleithanischen Delegation sich ein-finden wollen. Das Finanzministerium überreichte einen Gesetzentwurf in Betreff einer Abänderung der Beitragsquote zu den gememseime» Angelegenheiten anläßlich des Ueberganges von einem Theile der Militärgrenze in die Zivilverwaltung. Der Gesetzentwurf wurde dem Finanzausschüsse zur Vorberathung zugewiesen. Das Herrenhaus stimmte in der vorgestrigen Sitzung dem Gesetzentwürfe betreffs der Forterhebung der Steuern für die nächsten zwei Monate zu, ebenso einer andere» Vorlage, welche die Be!heil'guug des Staatsschatzes an den Kosten zur Herstellung einer Douaubrücke festsetzt. Nach Wahl der Unterrichtskom-missivn vertagte der Ministerpräsident das Haus auf unbestimmte Zeit. Das Ministerium nimmt sich auch die wiederholten Mißtrauensvoten nicht sehr zu Herzen und läßt durch seine Organe fortwährend versichern, daß es sich durch solche parlamentarische Niederlage nicht zum Rücktritte veranlaßt sehe. Indessen beginnt mau iu unbefangenen Kreisen denn doch einzuseheu, daß der gegenwärtige Zustaud ein unhaltbarer ist. NollendS durch den Beschluß des Abgeordnetenhauses über die laufenden Stenern ist das Ministerium ganz und gar unmöglich geworden. Die Herren Minister mögen die Stimmen der Volksvertretung gering achten, aber sie allein sind ja nicht die Entscheidenden. „Ginge das Ministerium nicht freiwillig — sagt die „Vorstadt-Zeitung" — dann stünden wir vor einem Konflikte, wie ein ähnlicher in Oesterreich noch nicht vorhanden war, der übrigens dem wankenden Staate den Gnadenstoß versetzte." Eine Wiener Korrespondenz der „Tpst." bestreitet die Meinung der meisten Blätter, daß das Ministerium nicht zu weichen gedenke, versichert vielmehr, daß die Entlassung formell bereits gegeben fei, kann jedoch über die weiteren Verfügungen des Kaisers nichts Positives angeben, da sich die maßgebenden Persönlichkeiten über die Details der gegebenen Demission in tiefstes Schweigen hüllen. Der Korrespondent glaubt, daß der Kaiser nochmals den Grafen Potoeki mit der Neubildung des Ministeriums betraue» wird, und daß im Lause dieser Woche sich die Dinge vollständig klären nnd entscheiden werden. L?em „Tagesvolen ans Mähren" schreibt ein Wiener Korrespondent vom 20. d.: „Der gestrige Tag ha! »och nicht die volle Entscheidung in unsere innere» Angelegenheiten gebracht, aber cs wurde der Grund hic^i gelegt. Wie mir nämlich vvn verläßlicher Le tc mitgetheilt wird, hakte sich Se. Majestät der Kaiser noch var seiner Äbicise nach Pest genauen Bericht erstatten lasfen über die Borgäuge im Abgeordneten-Hause, und cs soll namentlich die Rede Herbsl's auf den Monarchen dcn allcrticssten Eindruck gemacht haben. Namentlich die Stelle: die Deutschen in Oesterreich wolle» das Oesterreich, wie es Kai- serin Maria Theresia und Kaiser Josef geschaffen haben, erhalten wissen, soll vom Monarchen mit größter Befriedigung ausgenommen worden fein/' > Innerhalb des polnischen Reicherath s-klubs ist ein Zwiespalt auSgebiochei', der eine Man-dalsniederlegung zur Folge halte. Bekanntlich ist ^daS aristokratische Element in der polnischen ^eie-Kation sehr stark in der Oberhand und Männer ,von demokratischer Gesinnung werden gc» öhn! ich von den Wahlen ausgeschlossen. ÄuS diesem Grund mußten auch Dr. Weigel und Dr. Smolka, die sich um ei» Mandat in die Delegation bewirken, zurück-^ weichen und zwei obskuren Grasen Platz machen. Herr Dr. Weigel aber ist nicht genc g-, diese Zu-^rücksctznng ruhig hinzunehm», „»p hat sein Mandat niedergelegt. Von dcn, Terrorismus dieser Partei wird auch dcr galizische Ab^eoinicle Dr. Janovsl.' ^u erzählen wissen, der sich Samstag Vormittags als Redner für die Adresse cinschrcib n ließ und ^Nachmittags aufs Wort resignirlc. O,S Worum ^ gehört zu den Koulissengcheimnissen dieses Klubs. Uebcr die Verfass ung des »eueu deutsche» Bundes wird aus Berlin berichtet: Der Reichstag des deutschen Bundes wird aus direkten i Wahle» hervorgeheu. Die Verfassung tritt mit mit I. Jänner I87i in Kraft. Baiern behält eine ^ gesonderte Armee, aber keine eigene Diplomatie und ! übernimmt eine Beitragöleistung für die Flotte. Von !der Gewerbeorduung und Freizügigkeit sind Baiern und Württemberg ausgeschlossen. Presse und Ver-einswcsen fallen in die Kompetenz des Bundes. Für Bersassungsändernnge» ist eine Majorität von drei Vierteln der sämmtlichen Bnndesralhsstimme» ^forderlich. Die Einführung der Geträuke-Steuern in den Südstaaten bleibt Vorbehalten. Für eine Kriegserklärung ist die Zustimmung des Bundesrathes erforderlich, ausgenommen den Fall eines Angriffes gegen das Bundesgebiet. Baden wird im Paria- Jeuiileton. Das Maurerthum nnd die Klerisei. i. Selten nur wurde eine Verbindung von der geistlichen Macht so nachhaltig verdächtiget und verfolgt, als jene des Maurerthums. Wo immer der Geist dcr Menschheit sich gegen klerikale Uebergrisfc und kirchliche Mißbräuche auf-^hnte; — wo immer ein Bolk das Joch seiner ^irannen abzuschüttelu strebte; —. ,vg immer die Wissenschaft und freie Forschung die Fesseln des blinden Autoritätsglaubens abzustreifen versuchte: — dort überall sah die Priesterschaft die geheime Hand der Maurerei und schob ihrer Thätigkeit die Schuld des Erfolges in die Schuhe. Was bei den Griechen der Kakodämon, bei den Persern dcr Ahriman, das war bei derPriester-fchaft das Maurerthum: das verkörperte Prinzip des Bösen — der lebendig gewordene SatanaS. Da wurde nicht erst untersucht, keiner Rechtfertigung Raum gelassen, sondern ohne weiters ver-urtheilt und verdammt. Allerorts gab nur das große Scherbengericht der Klerisei den AuSschlag, zu welchem jeder schon in vorhinein sein „Anathema" bereit hielt. Auch in unserer Stadt wetteiferten Kanzel und Katheder in der Verdächtigung und Verunglimpfung jener Berandung; und wer seinen Weg über die etwas primitive Gradaschzabrückc gcgen die Tyrnau-kirche nimmt und daun rechts ableukt, der kann und konnte im Geiste das Aechzen und Stöhnen hören, unter welchem sich eine viel gefeierte geistliche Kapazität im Windmühlenkampfe gcgen die Freimaurerei geistig zu Grunde richtet. Es fei uns daher gestattet, auch in dieser Richtung unser Scherflein zur Aufklärung beizutragen und wenigstens in den allgemeinsten Umrissen über Ursprung, Bestrebungen und Endziel der Maurerei unser» Lesern das mitzutheilen, was wir aus objektiven, ganz verläßlichen Quellen zu schöpfen in der Lage waren. Es ist ein Märchen, wenn man das Alter dieser Verbindung bis zu den Misterien der alten Aegiptier und noch weiter zurückführen will, und alle jene Geheimnisse über die Formen der Aufnahme in den Bund sind schon lange als eine unwesentliche Zuthat anerkannt, mit der nach dcn Begriffen des Mittelalters oft mehr als gut und »öthig geflunkert wurde. Thaisächlich war die Bezeichnung „Maurer" ursprünglich keine figürliche, sondern entsprach vollkommen der Sache und dem Handwerke, welches mit diesem Ausdrucke bczcichnct wird. Dic geistige Freimaurerei ist eine Tochter dcr wirklichen — der W e r k maurerei. Jene besteht erst seit dem Jahre 1717, in welchem zu London dic erste Großloge errichlet wurde. Die Wcrkmaurcrei hingegen fußt auf den Handwerksverbindungen des Mittelalters, den Vereinigungen der Maurer und Steininetzc, welche zur Zeit der großen Kirchenbauteu in Italien, in Deutsch, land, in Schottland n. s. w. ihre Bauhütten entweder in den Seitengcmächern dcr Tempel selbst oder doch in nächster Nähe derselben aufgeschlagen hatten. , Man war sehr vorsichtig und wählerisch bei ' dcr Aufnahme der Mitglieder in die Baugenossenschaft. Nach^ der „Ordnung der Steinmetze vom 25. April 1459" durfte keiner in die Verbrüderung ausgenommen werden, der nicht „ehrliche und eheliche Geburt, einen guten Leumund und Tüchtigkeit an Leib und Seele" nachwies. Kein unfreier, kein unehrlicher Mann, ja selbst kein ausgewachsener und mente durch 14 Mitglieder vertrete» sein und im Bundesrathe 3 Stimmen haben. Hessen wird 6 neue Parlamentsmitglieder entsenden, welche den auf dein linken Main-User gelegenen Theil seines Gebietes vertreten werden und 3 Stimmen im Bun-desrathe haben. Es sind Gerüchte von einer abermaligen Ne i s e ThierS' »ach Versailles und von der daselost ei folgten Ankunsl Cb andordH 's, des Ministers des Auswärtigen in Tours, verbreitet und demnach neue Unterhandlungen zu gewärtigen. Die „Jndepeuoance" theilt bereits mit, der letztere habe nicht blos die Mission, Friedensvei Handlungen zu cröfsiieii, sondern er bringe auch Borschläge betreffs der Frie-denSgruudla>!en. Vou Gebietsabtretungen sei darin jedoch keine Rede. Die aus Petersburg cingctrossencn friedlichen Nachrichten sollen Preußen zu danken sein. Bismarck habe R^ ßland gerathen, versöhnliche Maßregeln zu ergreifen, im Hinblick auf die entschiedene und energische Haltung aller europäischen Kabinete. j Der „Presse" wird aus K o n st a n t i n op e l vom 22. d. telegrafirl: Gestern am 2l. d. soll die Antwort des Großveziers auf die russische No-tifikations-Depefche nach Petersburg abgegangen sein. Es heißt, die türkische Antwort sei ruhig und dem Inhalte nach reservirt gehalten, denn sie erkläre, der Veurtheilung der Mächte nicht vorgreifen zu wollen._________________________________ Im ungarischen Unterhause beantwortete Graf Andrasfy die Interpellation Esernatony's folgendermaßen : Die Interpellation be- zieht sich auf eine Priuzipienfrage und auf einen konkreten Fall. Was die Priuzipienfrage betrifft, so gibt «s kein Parlament, wo die Regierung mit Kombinationen auftritt; was den speziellen Fall anbelangt, so besteht keinerlei Krisis im Ministerium des Aeußeru, und die diesbezüglichen Nachrichten sind erfunden. Csernatony wollte vorzüglich darauf Hinweisen, daß eS für den ungarischen Ministerpräsidenten keinerlei Beförderung gibt und stellt sich mit der Antwort zufrieden. Graf Andrasfy erwidert, er wisse nicht, auf wen die letzte Bemerkung sich bezieht. Er kenne andere Wirkungskreise, aber keine „Beförderung;" er wiederhole nochmals, es gibt keine Krisis. Die Erwiderung des Ministerpräsidenten wird zur Keuutniß genommen. Graf Andrafsi) fährt sodann fort: Herr Simonyi hat mich ebenfalls interpellirt, und zwar erstens bezüglich der Aeußerung Granville's. Ich bin für diese Antwort nicht verantwortlich; wir haben gethan was möglich war. Bewaffnete Intervention und Neutralität sind unvereinbar. Was die russische Frage be- nen Flankenmarsch eines Theils der Loire-Armee Kenntniß erhallen hatte. Zum Verlegen des Hauptquartiers von Versailles, wahrscheinlich nach Fontainebleau , waren bereits alle Vorbereitungen getroffen. Die Siege am 17. und 18. d. änderten jedoch die Situation. Aus Versailles wird nun unterm 21. November gemeldet, daß wohl die Besatzung von Paris bei dem kalken und feuchten Wetter keinen Aussall machen werde. Die Nachrichten über die letzten Kämpfe gegen Abtheilungen der Loire-Armee sind dahin zu berichtigen, daß der deutsche -Lieg am 18. d. nicht bei jenem Ühateanneuf erfochten wurde, welches drei Meilen von Orleans an der Loire liegt, sondern bei Chateauneus-en-Thymerais an der Straße von Eorcux nach Le Mans. Aus Tours, 22. d., wird offiziell gemeldet: Ernstes Gefecht bei Bretoncelles am 21. d. Die Mobilgarden zogen sich nach vierstündigem Kampfe zurück. Die Prcuß.n bedrohen Nogent-le-Rotrou (südwestlich von Paris an der Eisenbahn nach Le Mans.) Die Oberkommanden im Osten und Norden wurden ausgehoben. Bourbaki ist zum Kommandanten des 18. Armeekorps ernannt, Lmien-schiffskapitän JaureS, zum Divisionsgeneral ernannt, erhielt ein Kommando im 18. Korps. Ein an der holländischen Grenze niedergegan-gener Luftballon, der Paris am Montag verlassen hatte, brachte angeblich folgende Nachrichten: Paris ist ruhig. Delescluze war verhaftet, wurde aber in Freiheit gesetzt. Flourens ist nicht verhaftet. Man spricht weder von Uebergabe, noch von Waffenstillstand. Die tägliche Ration an frischem Fleische beträgt 50 Grammes. Pferdefleisch und Gemüse stehen nach Belieben zur Verfügung. Alle Ledigen von 20 bis 35 Jahren sind iu die mobilisirte Nationalgarde eingereiht. urtheilen der Zeit durch größere Duldung für abweichende Meinungen vorteilhaft anszeichneten. Niemand halte wohl damals eine genauere Kenntniß von der Gcfinn ng und Denkungsart, von dem Slarrsinne, den Schwächen und der Unduldsamkeit der Priesterschasl, als gerade diese Bauleute, die verniöge ihres Berufes bei den Kirchenbauten im nahen und beständigen Verkehre mit der Geistlichkeit standen. Was war da natürlicher, als daß sich bei dem obwaltenden Antagonismus schon damals vielfach zwischen der Priesterschaft und den freien Maurern ärgerliche Konflikte ergaben, welche, von Bauhütte zu Bauhütte getragen, gar bald auch in weitern Kreisen dem Ansehen und der Autorität der Klerisei gefährlich und abträglich zu werden drohten. Während einerseits die Bauleute ihre Geringschätzung des Klerus in ihrer simbolischen Sprache auf den Baudenkmälern selbst zum Ausdrucke brachten, wie beispielsweise am Dome zu Brandenburg, wo ein Fuchs im geistlichen Ornate als Prediger, — im Münster zu Bern, wo mitten in der Hölle ein Papst als Verdammter dargestellt wurde, ließ eS die Priesterschasl an Verdächtigung und Verfolgung dieser Verbindung der Bauleute nicht fehlen und Daß man in französischen OffizierSkreisen den Punkt des Ehrenwortes nicht sehr ernst nimmt, ward schon mehrmals hervorgehoben. Alles übersteigt aber folgende Stelle des „Sieele" vom 14. d., die den Schluß des Berichtes eines Offiziers der Bazaine'fchen Armee bildet, der selbst entschlüpft war: „Ahmet jenen 1200 Offizieren nach, die aus Metz entflohen sind, wo die Bazaine'sche Konvention sie ans Ehrenwort festhielt, und die jetzt nach Tours eilen, um sich einfchreiben zu lassen und gegen den Feind zu marschiren, obwohl sie wissen, daß sie erschossen werden, wenn sie verwundet oder gefangen in die Hände der Prenßen fallen sollten." Mit Recht knüpfen deutsche Blatter an diese Auslassung Worte der tiefsten Entrüstung; nur ist es falsch, wenn sie die aus Metz geflohenen Offiziere de« Ehrenwortbruches beschuldigen, da auf ausdrücklichen Befehl des preußischen Königs keinem Offizier der Bazaine'schen Armee das Ehrenwort abgenommen worden ist. „Siecle" hat also einfach die Korrespondenz selbst sabrizirt und das in der gemeinsten, die eiaene Armee beschinivtenden Weise. Zur Tagesgeschichte. — Man meldet der „Pr." aus Briinn, 21. November: Im Prozeß Hompesch hat das Oberlandesgericht Uber Berufung der Staatsanwaltschaft das Unheil des Landesgerichtes abgeändert und den Grafen Hompesch zu einem Jahre Kerker verurtheilt. — Der charakterfeste und von seiner Gemeinde hochgeachtete Pfarrer von ESlarn in Baiern ordnete nach der Schlacht von Sedan besondere Sonntagsgebete für die gefallenen Deutschen und für den ferneren Sieg der deutschen Waffen an. Der Regensburger Bischof Senestrey, der davon Kenntniß bekommen, sandte ihm flugs einen Jesuitenkooperator auf de» Hals, der dem Pfarrer die Urkunde unter die Augen hielt, er — der Jesuit — sei fortan Stellvertreter des Pfarrers, habe im Pfarrhof Sitz zu nehmen und dieser sei seiner amtlichen Funktionen enthoben. Der Pfarrer indeß wich nicht, berief sich auf seine königliche Anstellung und zwang den Jesuiten, bei einem Gastwirth Quartier zu nehmen. Schließlich mußte der Bischof die Gasthausrechnnng zahlen! — Wir lesen in der Berliner „Volkszeitung:" Die Noth unter den armen Frauen, deren Männer sich im fernen Frankreich für das deutsche Vaterland schlagen, tritt jetzt, wo die Ausgaben für Feuerung, Licht, wärmende Bekleidung re. größere und unvermeidlichere geworden sind, in einer tiefbetrübenden und mitleiderregenden Weise zu Tage. Die Unterstützungen, welche diese Frauen von der Kommune und einigen Privatvereinen erhalten, sind aber unzureichend und decken kaum — soll die Unterstützte mit ihrer kleinen Familie nicht wie eine Bettlerin in Lumpen sich hüllen und in der kalten und finsteren Stube oder Kammer ihr Leben vertrauern — die allerdringendsten Ausgaben für Heizung, Licht, Schuhwerk, so- suchte schon damals die Tendenzen der freien Maurer, als dem StaatSwesen gefährlich und gegen die Religion gerichtet, allerorts zu verdächtigen. Schon damals, so wie heute, identisizirte die Priesterkaste das eigennützige Interesse ihrer weltlichen Macht nnd Herrschaft mit jenem der Religion; damals schon wie hente blickte sie mit Mißgunst und Besorgniß auf alle Errungenschaften und Fortschritte der Zivilisation, woferne sich diese nicht unter das Richtmaß ihrer beschränkten Anschauung stellte; damals schon wie heute war der Klerus nicht wählerisch in den Mitteln und Bundesgenossen, genug, daß sie zur Förderung seines Zweckes dienten; damals schon wie heute galt der Mensch der Priesterschaft nichts, und nur der frömmelnde Katholik etwas; damals schon wie heute zog er jene lichtscheuen Bahnen, die nur Ein Ziel kennen, das der Machtfülle RomS und der Abhängigkeit des weltlichen Armes von geistlicher Willkür. Wir werden in der Folge zeigen, wie sich aus diesen Anfängen jener Antagonismus fortentwickelte, der noch heute in vollster Blüthe steht, und wie erbärmlich jene Gründe seien, mit denen der Klerus seine Anklagen gegen die Maurerei zu rechtfertigen bemüht ist- wie die Übrigen zahlreichen kleinen und unvermeidlichen Ausgaben, die täglich sich wiederholen. So bleibl dann für den Lebensunterhalt kaum das nöthige Geld zu Brot und Kartoffeln übrig, an Gemüse oder gar Fleisch kann in den meisten Fällen die ganze Woche Mer und auch nicht einmal Sonntags gedacht werde». Wo die Mutter noch arbeiten kann und Arbeit findet, ist ihre und die Lage ihrer Kinder noch erträglich. Wo dies aber aus vielen, hier nicht zu erörternden Gründen nicht der Fall ist, da wandert ein Stück der mühsam erworbenen Wirthfchafisgegenstände, ein Kleidungsstück nach dem anderen ins Leihamt oder zum Trödler. Sollen nicht lausende, vor dem Kriege gut siiuirte bürgerliche Familien ins Proletariat gestürzt werden, dann muß der Staat, so lange es noch Zeit ist, helfend eintretm. Es steht zu erwarten, daß der in der nächsten Woche zusammentretende Reichstag diese dringende Angelegenheit zu der seinigeu machen und durch ein gutes, sofort in Kraft zn tretendes Gesetz den Frauen und Kindern der Vaterlandsvertheidiger Hilfe verschaffen wird. — Alle Justizbeamten der Rheinpfalz wurden aufgefordert, sich zur Besetzung der Justizämter im Elsaß und Lothringen zu melden. — General d'Aurelles de Paladine, der gegenwärtige Oberbefehlshaber der Loire-Armee, ist 67 Jahre alt, noch sehr rüstig und wegen seiner Energie, welche an Roheit streift, in der ganzen Armee bekannt. Es ist ihm gelungen, die zerstörte Disziplin wieder herzustellen. Er machte als Brigadier und Divisionär den Krimkrieg mit und wurde wenige Jahre nach dem italienischen Kriege zur Disposition gestellt. Vor l'/z Jahren überwies man ihm die Kadres der Reserve. — Aus Dublin wird der seltene Fall gemeldet, daß vor einigen Tagen ein der Athenry und Enniseisenbahn gehöriger Bahnzug, als er in die Station Gorst einlief, wegen einer rechtskräftigen Forderung der London-Eity-Bank an die Gesellschaft in der Höhe von 3500 Pfd. St. von Gerichtsexekutoren mit Beschlag belegt und gepfändet wurde. Die Passagiere ließ man aussteigen und für ihre Weiterbeförderung selber Sorge tragen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten Lokal-Chronik. — (In der gestrigen allgemeinen Versammlung der k. k. Landwirthfchaftgefell-fchaft) wurden die einzelnen Punkte des Programms «hne erhebliche Debatten erledigt. Aus dem Rechenschaftsberichte entnehmen wir, daß die Zahl der bisher durch die Staatssubventionen ermöglichten, unter die Viehzüchter Krains verteilten oder mit Prämien ausgezeichneten Zuchtstiere sich auf 78 belaufe, von denen auf Ober-, 23 auf Unter- unter und 24 auf Jnnerkrain entfallen. Der Rechnungsabschluß für das Jahr 1869 und das Präliminare pro 1871 wurden genehmiget. Regieruugsrath Pall er sprach den Wunsch ans, daß künftighin bei Rechnungsabschlüssen auch ein Vermögensausweis geliefert werden möge. Der Vorsitzende Dr. Wurzbach findet diesen Wunsch indem Wortlaute der Statuten gerechtfertigt; es werden demnach künftighin die Rechnungsvorlagen in dieser Weise ZU geschehen haben. Von den Anträgen der Filialen wurde jener der Filiale Möttling, die sich über die strenge, rücksichtslose Eintreibung der rückständigen Steuern durch die Steuerämter beklagt und ein sehr düsteres Bild über die schlechte Fechsung des heurigen Wahres entwirft, der Landesregierung zur lhunlichsten ^rücksichtigung zugewiesen. Ferner wurde die Grün-zweier neuen Filialen, nämlich zu Ratschach-Johannisthal und zu Feistritz in der Wochein genehmigt. Eine überschwengliche, poetisch anSgeschmückte Zuschrift des Gutsbesitzers Vestenek aus Neudegg in Unterkrain stellt dem Unterkrainer Wein eine glänzende Zukunft in Aussicht, da derselbe leicht, süß, prickelnd und haltbar sei, demnach einen ausgezeichue-Champagner liefern müßte, doch könne mit dessen Fabrikation erst dann begonnen werden, wenn Unter-rain mittelst einer durch die weinbauenden Gegenden, "ud nicht etwa durch das Gurkthal zu führenden Eisen-ahn in den allgemeinen Weltverkehr einbezogen fei» wird. Nach einer kurzen Debette wird die Drucklegung dieser Zuschrift beschlossen und dem Zentrale die Erwägung der Frage, ob der Export der krainerischen Weine nicht etwa durch Gründung einer Export-Gefell-fchaft befördert werden könnte, zugewiesen. Forstmeister Scheyrer stellt mehrere auf die Vornahme der Schätzung bei der Grundsteuerregulirung bezuguehmende Anträge, die Versammlung lehnt jedoch die meisten derselben ab. Dr. Orel erstattet Bericht über die Versuche und den Erfolg der Wasserröste beim Lein- und Flachs- > bau. Zugleich wurde vom Tischler Johann Rutar aus der Wochein ein von ihm verfertigtes Modell einer Flachsbrechmaschine vorgewiesen. Von der Verlesung des Berichtes über die Be-wirthschastnng des gesellschaftlichen Versuchshofes und über die Hufbeschlaganstalt wurde Umgang genommen. Silberne Gesellschaslsmedaillen wurden zuerkannt: an Josef Vode in Dovsko, Deklcva in Jnnerkrain, Barle, Lehrer in Wippach, Sajs, Lehrer in Predaßl, und Lehrer Mnchitjch. Anerkennungsschreiben sind zu erlassen an Bolz in Töplitz und Maurermeister Treo in Laibach. Ferner wurde die Präge einer neuen Gesellschafts' medaille beschlossen, welche nicht blos an Obstbaumzüchter, sondern überhaupt für verdienstliche Leistungen in allen Zweigen der Landwirthschaft in Silber und in Bronze zu vertheilen sein wird. Zum Ehrenmitglied wurde ernannt: Grafd'Aver-nas in Wildon; zu korrefpondirenden Mitgliedern: Bodenstein, Franz Heiß in Spital, Felix Pavesch in Zara, Strohdach in Klagensnrt. Zum Schlüsse machte Kustos De sch mann die Forstkuudigen auf zwei bisher wenig beachtete Pflanzen aufmerksam, welche in hohem Grade geeignet sind, die Abschwemmungen des Gesteinschuttes in den Riesen und Schutthalden der Bergabhänge zu verhindern, deren bodenbindende Eigenschaft die ! größte Beachtung verdient. Die eine ist eine Grasart I.L8iL§ro8tj8 6LlawLAw8tl8 H (Das riedanige Rauhgras), sie bildet dichte Büsche im dolomitschen Schutte und kommt in den Alpenthälern KrainS nicht selten vor. Die andere Pflanze gedeiht vorzüglich auf kieselhaltiger Grundlage, auf den Sandsteinen und Schiefern, es ist dies die Grünerle (Linus viriäis) eine Strauchart, von deren bodenschützender Eigenschaft man sich an den Erdblößen des Golouzberges überzeugen kann. Bürgermeister Perenitfch von Planina bringt zum Schlüsse den Antrag ein auf Erlassung eines Landesgesetzes zur Hintanhaltung der Walddeoastationen in Jnnerkrain; namentlich sollte im Gesetz ein bestimmtes Maß festgestellt werden, bis zu dessen Erreichung die Waldbäume nicht gestockt werden dürfen. Forstreferent Ludwig Dimitz erweitert den Antrag dahin, daß bri dem Umstande, als das jetzige Forstgesetz fast gar nicht gehandhabt wird und manche seiner Bestimmungen nicht zeitgemäß sinh, zum Schutze der Waldungen in Krain jene landesgesetzlichen Reformen des Forstgesetzes vorzunehmen wären, welche geeignet sind, den schreienden Uebelständen in der Forst-wirthschast abzuhelfen. Beide Anträge werden angenommen und sind durch das Zentrale an den Landes-ausschuß zu leiten. Die vorgenommeue Ergänzungswahl in das Zentrale der Gesellschaft ergab folgendes Resultat: Seunig, Witfchl, Achatfchiisch, Seitncr. Sodann wurde die Sitzung um 1 Uhr geschloffen. An der Versammlung hatten sich beiläufig 40 Mitglieder, darunter auch der Herr Landespräsident Baron Conrad v. Eybesfeld beiheiligt. — (Zu Ehren aller Katharinen) wird vom löbl. Offizierskorps des Jnf.-Reg. Graf Huyn morgen Abends im Kasino ein Militärkonzert veranstaltet. — (SüdslavischeS.) Vor einigen Tagen hat, so wird der „Tr. Ztg." von hier geschrieben, in Sisfek eine Konferenz südslavischer Parteiführer statt, gefunden, an der auch Slovenen theilgenommen haben > sollen. Es handelte sich zumeist darum, sich über die allgemeinen Punkte eines staatsrechtlichen Verbandes zwischen Kroatien und Slooenien, welches letztere Krain, Steiermark, Istrien, Görz und Gradisca, sowie Triest mit seinem Gebiete umfassen soll, zu einigen, um diese Idee sodann durch die beiderseitige Journalistik besprechen zu lassen. Dieselbe dürste aber ohne Zweifel Idee bleiben, indem die krainifchen Slovenen-führer, welche doch auf politischem Felde die wichtigsten sind, Gegner jedes Anschlusses an Kroatien sind, und anch kein einziger Parteiführer aus Krain sich an den Berathungen in Sisfek betheiligt hat. Die Ver-^ tretnng der slovenischen Nation bei dieser Konferenz dürfte durch das Herbeiziehen einiger in Agram ange-stellten Professoren erzielt worden sein, welche jedoch nicht die geringste politische Bedeutung haben. Der Protektor dieser Unionsidee zwischen Kroatien und Slooenien ist der Redakteur des Oppositionsjournals der kroatischen Nationalen „Zatocnik," Vonkina, selbst ein geborner Slovene, der nach dem Amtsantritte des Banus Rauch als der heftigste Opponent der Union mit Ungarn abgethan und pensionirt wurde. Redakteur Voncina war auch vor kurzem in Laibach, um für seine Idee hier Propaganda zu machen, zog jedoch unverrichteter Dinge ab. Aus dem Gerichtssaale. Prozeß Aichelburg. — (DieUrtheilsverkündigung in dem Strafprozesse Aichelburg) erfolgte gestern Abends 6 Uhr durch den Vorsitzenden Herrn Ober-landes-Gerichtsrath Heinricher vor einer großen Zuhörermenge, welche der Gerichtssaal kaum zu fassen vermochte. Das Urtheil lautet: Das k. k. Landesge- richt zu Laibach hat zu Recht erkannt: Franziska Aichelburg, geborue Hödl, aus Graz gebürtig, 46 Jahre alt, katholisch, Witwe des k. k. Bezirksvorstehers Karl Freiherr» v. Aichelburg, sei des vollbrachten Verbrechens des Betruges nach den tztz 197, 199 lit, 6, 200, 201 lit. u, und ä, strafbar nach dem tz 203 St. G., dann des vollbrachten Verbrechens der Veruntreuung nach ß 183, strafbar nach tz 184 St. G., als Thäterin schuldig und werde in Gemäßheit des H 34 nach tz 203 St. G. zur Strase deö schweren Kerkers in der Dauer von sieben Jahren nach tz 3 des Gesetzes vom 15. November 1867 Nr. 131 R.-G. Bl., verschärft mit einmaligem Fasten in jedem Monate, dann mit einsamer Absperrung in dunkler Zelle, und zwar 1 Tag im Monate Jänner und 1 Tag im Monate Juli eines jeden Jahres der Strafzeit, — dann nach 8 341 St. P. O. und der kais. Verordnung vom 2. Juni 1859 zum Ersätze der Kosten des Strafverfahrens und Strafvollzuges verurtheilt. Auch habe dieselbe nach tz 359 St. P. O. nachstehende Privatentschädigung zu leisten: An die Simon Vonk'sche Nachlaßmasse den Betrag per 30 737 fl. 98 kr, als den durch das Verbrechen des Betruges verursachten Schaden, dann den Betrag per 1375 fl. 13 kr., als den durch das Verbrechen der Veruntreuung verursachten Schaden, zusammen somit den Betrag per 32.113 fl. 11 kr., und zwar diesen Betrag unbedingt, dann denjenigen Betrag fammt Nebenge-bühren, welchen die Simon Vonk'sche Nachlaßmasse aus dem vom Simon Vouk akzeptirteu Wechsel ddo. 10. Oktober 1867, zahlbar 10. Jänner 1868, per 7500 fl., im Zivilrechtswege zur Zahlung verhalten, leisten sollte, und ebenso den Betrag von je 300 fl. fammt Nebengebühren in dem Falle und nach Maßgabe, als der Simon Vouk'fche Nachlaß auf Grund des über den vom Simon Vouk akzeptirten Wechsel per 300 fl. ddo. 15. November 1867. zahlbar am 1. Februar 1868, erslosseueu Zahlungsauftrages ddo. 3. Februar 1868, Z. 563, und auf Grund des über den vom Simon Vouk akzeptirten Wechsel per 300 fl. ddo. 15. November 1867, zahlbar am 15. Mai 1868, erslossenen Zahlungsauftrages ddo. 27. Mai 1868, Zahl 2844, Zahlung leisten würde. Weiters werde der vom Simon Vouk akzeptirte Wech» fel per 18.000 fl., ddo. Radmannsdorf 5.Juli1867, zahlbar am 5. Oktober 1867, prolongirt bis 5. Jän« ner 1868, für nngiltig und der darüber erfloffene Zahlungsauftrag ddo. 31. Jänner 1868, Z. 526, für rechtsunwirksam erklärt. Desgleichen werde der Wechsel ddo. 2. November ^867 per 8800 fl. bezüglich des Mitakzeptanten Bar-ihelmä Vouk fUr ungiltig erklärt. Weiters habe Franziska Aichelburg dem Franz Freiherrn v. Aichelburg den Betrag von 1000 fl. in Anlehensobligationen aus dem Jahre 1860 riickzustellen oder den dafür gelösten Betrag pr. 850 fl. zu bezahlen. Dagegen werden Johann Krivic, Valentin Lah, Gertraud RamouS, Ursula Krivic, Magdalena Krivic, Andreas Kenda, Franz Kenda und Maria Kenda mit ihren Entschädigungsansprüchen gegen die Franziska Aichelburg nach Z 362 St. P. O. auf den Zivilrechts' weg gewiesen, wogegen ihre Ansprüche gegen den Simon Vonk'schen Nachlaß unberührt bleiben. Endlich werden die Prozeßakten gegen Franziska Aichelburg an den die Untersuchung gegen Audrä Domenig führenden Untersuchungsrichter, nnd zwar wegen der aus dem vorliegenden Prozesse in Betreff der Wechsel pr. 6800 fl. und pr. 8400 fl. und in Betreff betrügerischer Buchführung gegeu Andrs Domenig hervorgekommenen Indizien eines strafbaren Vorganges zur weiteren Amtshandlung abgetreten. Hierauf entwickelte der Vorsitzende im freien Vortrage in bündiger und lichtvoller Weise die Ent-scheidnngsgründe, die wir morgen im Ansznge bringen werden. Die Angeklagte, vom Vorsitzenden befrag«, ob sic gegen das Urtheil eine Berufung anmelde, erklärte, dies nicht thun zu wollen, doch behalte sie sich die Revision des Prozesses für den Zeitpunkt vor, wo sie alle Beweise ihrer Schuldlosigkeit beisammen habe werde, nm ihren Feind, den Ränberhauptmaun .... der sie schon seit Jahren mit allen Jntrigueu verfolge, zu entlarven. Sie dankte nochmals dem Vorsitzenden und dem Staatsanwalt für die Menschenfreundlichkeit, die man ihr bei der Schlußvcrhaudlnng angedeihen ließ, obwohl sie in der Mördergrube ihres Arrestes iu Folge auswärtiger Machinationen, an denen das Aufsichtspersonale und die Untersuchungsrichter ganz schuldlos waren, viel gelitten zu haben vorgibt. Um sich von diesen ihren Feinden zn sichern, wolle sie vor den Strafantritte ihre Konfession ändern, sie könne nich mehr katholisch bleiben. Hierauf erfolgte die Abführung der Verurtheilten Auf ihrem Gange zum Jnquisitioushaufe hatte sie eine große neugierige Volksmenge zu pasfiren, welche sich inzwischen auf dem Platze vor dem Landesgerichte gesammelt hatte._______________________________________ (KingNenVct. Seitdem Seine Heiligkeit der Papst durch den Gebrauch der delikaten lisvlüsseitzrs äu Nui'i^ glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird niemand mehr die Heilkraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln und führen wir die folgenden Krankheiten an, die sie ohne Anwendung von 'Medizin und ohne Kosten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-Schleimhaut-, Athem-, Blasen- uud Nierenleiden, Tu berkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulich keit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blut-aufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, wov unter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hosniarschalls Grafen Pluskow, der Marquise de Br6han — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Rövrtlöseiörs bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Pre in Arzneien. Zertif. Nr. 73.416. Gasen in Steiermark, Post Pirkfeld, 19. Dez. 1869 Mit Vergnügen und pflichtgemäß bestätige ist die güw stige Wirkung der Rkvaleseiöre. Dieses vortreffliche Büttel hat mich von entsetzlichen Athembeschwerden, beschwerlichem Husten, Blähhals uud Magenkrämpsen, woran ich lange gelitten, befreit. Vinzenz Steiner, pens. Pfarrer In Blechbüchsen von Pfd. fl. 1.50, 1 Psd fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd.. fl. 20 24 Pfd. fl. 36. — liövrüeseiörö OiwoolLi-ös in Tabletten für 12 Tasten fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Tasten fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 286 Tasten fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry arry L Co. in Wien, Goldschmiedgaste 8 ; in aibach bei Ed. Mahr, Parfumeur; in Pest örök; in Prag I. Fürst; in Preßbnrg isztory; in Klagenfurt P. Birnbach er; in Linz Haselmaver; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz-ey e r, G r ablow i tz; inMarburg F. Kollet-ig; in Lemberg Rottender; in Klaufen-nrg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Witterung. Lai buch, 24. November. Nachts Regen. Vormittags Aufheiterung. Angenehmer, sonniger Tag. Wärme: Morgens 6 Ubr-> 7.0", Nachm. 2 Ui,r -s- 10.6" R. (1869 2.8"; 18W -f- 3.4"). Ba- ll m e t e r im steigen 827.34"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 8.2", um 5.9" über dem Normale. Dcr gestrige Niederschlag 0.70'".________________________________ Angekommtue Fremde. Am 23. November. 8tn«>t Gruden, Kellner, Triest. — Jndrigo, Kfm., Triest. — Smreker, Marburg — Graf Pace, Privat, Ponovic. — Neumann, Kfm., Hiofok — Schmi> goz, k k. General, Ungar». — Mauttier, Jngenienr, Pest. — Bernhanser, Kfm., Wien. KI«!'«»»». Raut, Handelsin., Billichgraz. — Vidmar, Flödnik. — Zupaneic, Kooperator, St. Martin — Brauer, Handels»!.. Wien. — Bettelheim, Chemiker, Wien. — Kottnig, Oberlaibach. — Gorjnp. Partikulier, Triest. — Kosmäc, hl Berg. — Klemencic, Zengg, können. Bezüglich dcr russischen Auge legcnheit habe Preußen dnrch seine Stellung ;u den bclhciligteu Parteien Gelegenheit, allseitig einen versöhnlichen, auSglcichcndcn Einfluß geltend zu machen. Dic Hoffnung erscheint berechtigt, cs werde gelingen, auf dem Wege sricdlichen Mciuuiigsaustauschcs'dcn Auftrag des Streikes herbeizusühieu. Wiener Börse vom 23. November. 55. W 56 — 65.20 65- 30 KtLS-LsrocLäs. Zpe^c.Rente, öst.PaL. dlo. dto. ött.inSilb. -^vse von 1854 . . . öose von 1860, ganze 91—! §1.50 soje vor, 1860. ^Ünft. 1112.50 103.- 114 — 1.4 2:'i 92 - Gelb l Äare .. cft. Hyyoth L üdb..- Ges. 500 Fr. 111.— r 11.50 Verstorbene. Den 23. November. Lukas Ramovs, Bettlerssohu, alt 10 Jahre, im Zivilspital au der Lnugrulähmung.______ Theater. Heute: ^-aust. Oper von Gcunwd. Morgen: Uricl Äkvfta. Trauerspiel in 5 Akten von Gutzkow. v. -Ht>:iermcrrk kkärnren, -irarn u. ckiistenlanv 5 , Ungarn . . ;u 5 , ^roal. u. Slav. 5 , -iationasb.'.llk . Union - Bank . . . srcdu'aMall . H. v. Eücompte-Ocs. ÄNgl.o-öfterr. Bcrnk . L)en. Lodencred.-A. . Oest Hypoth.-Bank . -Steier. E rc-oinvr.-Bk. 23l»... Franko - Austria . . 9^.^'^^ldftein »tari. iverv.-r'tordd. . L0^5 2050 Lüdbahn-^Gesellsü. . i?4.»o,75— icais. Eliiadech-'Babn. 212 — 212.50 LLrl-Ludwig-Bahn 226 — 236.f 0 liebend. 5^ )63 50 Staatsbahn. . . . 3?3.50 374.50 »taij. ^ranz-Iosefsb. . 187.5l> »88 — Küufk.-Barcier E.-B. 157 50 15^.--Aföld-Fium. Babn . rt5 — 165 5t' 8^--> 78 50 79.— dO.— 81 — 74—! 74 bl. 72V— 7L7.-2l9.— 29.^ L47 25 8^5 - 89^, 189 50 196 — dto. Dons 6 pLt. 2!-.2. - ^33 — ^ortb. (100 st. CM.) —! 9- — ^:eb.-B.:2<-0sI. ö.W.^ —! 87-StaatSbahn pr. Stück — 9^- Staatsb. pr. St. 1867 — Miwolfsb.iLoost.ö.W.) 88.50! S9.— tzranz-Ioj. (2tl0fl.S.V 93 50^ 94 — Credit 100 fl. ö. W. . ^ 158.— Don.-Da.'Npfsch.-GLs.! zu 100 fl. CM. . . 95.— Triefter 100 fl. CM. .115.— Telegramme. Bcrli», 23 November. (Offiziell.) ?>m 21 tcn November gab cs verschicdcne kleine siegreiche Gc-cchte südlich von Va Loupe. bei weichen das Regiment 83 ein Geschütz nahm. Nogent-lc-Rotrou wucde am 22. d. widerslandslos von den dicöseiti--gen Truppen besetzt. Bcrlin, 23. November. Die vffiz^ösc „Pro-vinzilü-Korresponden;" schreibt: Die Regiernng wird die Bewilligung eines Kredits von 100 Millionen Thalern .beantragen. In Frankreich sichen die Dinge so, daß wir schon nächstens dcr endlichen Erfüllung unserer militärischen Aufgaben vor Paris, an der Loire und im Nordcn zuversichtlich cntgcgcnschcn !?L'rr.rr ! 88 dto. 50 fl. ö. W. . 54.— Ofener . 46 fl. ö.W ! 27.— Palffy . " 40 ^ ; 26.— . „ 40 ^ ^ 31.— St. GenoiS,, 40 ^ ! 28,— ^Lindiichgrcjk 20 ^ 22.— ' 20 „ ! 18. ^e-^revich . 10 .. 14 — >>tud2ls-st'fr. lOö.W ^ 14 — ^sorr«vLi3Mon.) ^ A^'gsd. lOOst.südd.W. U)j —^104 2? Frür!^. I0t)st. ^ ^ 104.25! 1»4 50' London 10 Pf. S:crl. 124.75 125.— Paris 100 Hranc- 158 50- 96 — 125 — 55.-30.— 39.— 27.— 33.— 29.— 24.— 20.— 16 -14 56 20-FrancMit? . . . vereinst Haler . . . SM« . . 5 95 5 97 1'».'7 10 03 1.83 I 1.t4 1^-3 - r 23 50 ' Lelcgrafisckcr Wechselkurs vom 24. November. öperz. Reut,' üfferr. Papier 65 75. — 5xerz. Ren e Lsterr. Silber 65.—. — WÜUer Staarsanlehen 91.25. Bankaktien 72l — Kreditaklien 245.75. — kondon 124.80. — Silber >22 76 — K. k. Miinz-Dukatcn 5.95. — Na-p^leonsd'or l08'/,„. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (ii;-i72>j heilt brreflicl, der Lpcjialarzt für Epilepsie Doktor «. in Berlin» jetzt: Louiseustraße 45. — Bereits überHundert geheilt. Nath und Hilfe für Diejenigen» welche an Gesichtsschwäche leide» und namentlich durch angestrengtes Stndiren und «»greifende Arbeit de» Augen geschadet haben. Seit meinen Jngcndjahren hatte auch ich die leidige Gewohnheit, die L>tille dcr Nacht wissenschaftlichen Arbeiten ;n widmen. Sowohl hierdnr», als durch viele aiigrcisende optische unv seine mathematische Slnsfnhruugeu war meine Sehkrast so sehr geschwächt, daß ich um so mehr den völligen Verlust derselben besiirchteii mnßte, als sich eine fortwäh- rende entzündliche Dioposilion eingestellc halte, welche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerzte nicht weichen wollie. Unter diesen betrübenden Umständen gelang cs mir, ein Mittel zu finden, welches ich nnn schon seit 40 Jahren mit dem ausgezeichnetsten Erfolge gebrauche. 'Es ist nicht allein jene fortdauernde Eiitzttudiiug vollständig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle'Schärse uud Kraft wiedergegebeu, so vaß ich jetzt, wo ich das 75. Lebeusiahr autrete, ohne Brille die seiuste' Schrift lese und mich, wie in meiner Jngend, noch der vollkommensten Sehkraft erfreue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei anderen gemacht, nnter welchen sich mehrere befinden, welche früher, selbst mit den schärfsten Brillen bewaffnet, ihren Geschäften kann, uoch vorzustehen vermochte». Sie haben bei beharrlichem Gebrauche dieses Mittels die Brille hiuweggeworfeu uud die frühere natürliche Schärfe ihres Gesichtes wieder erlangt. Dieses ist eine wohlriechende Essenz, dcren Bestandtheile die Fenchelpflanze ist. Dieselbe enthält weder Vrastics. noch NsrooticL, no» metallische oder sonstige schädliche Bestandtheile. Die Bereitung der Essenz erfordert indessen eine verwickelte chemische Behandlung, und ich bemerke daher, daß ich dieselbe seit längerer Zeit in vorzüglicher Güte vou dem hiesigen Chemik.-r, Herrn Apotheker Geiß, beziehe; derselbe liefert die Flasche für 2 sl. und ist ner» crl'ötij,, dieselbe nebst Gebranchs-Anweisnnn auch auswärts zu versenden. Ich rathe daher den leidenden, die Essenz von hier zu beziehen, indem eine solche Flasche ans lange Zeit zum Gebrauche zure.cht, da uur etwas weniges, mit Flnßwasser gemischt, eine milchartige Flüssigkeit bildet, womit Morgens nnd Abends, wie anch nach aiigreifeuden Arbeiten, dic Umgebung des Auges befeuchtet wird. Die Wirkung ist höchst wohlthatig nnd erquickend und erhält nnd befördert zugleich die Frische dcr Hautfarbe. Es wird mich freuen, wenn vorzüglich Deucu dadurch gcholfcn wird, welche bei dem rastlosen streben nach dem Lichte der Wahrheit oft Las eigene Licht ihrer Angen gefährden nnd einbüßen müssen. Vielleicht kann auch durch den Gebrauch dieses Mittels das leidcr iu der jungen Welt so sehr znr Mode gekommene entstellende Brillentragen vermindert werden, da dieses in den meisten Fällen die Angen mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer fehlerhaften Organisation des Anges zur Hilfe kommen, aber nie gesunde vder geschwächte Augen stärken nnd verbessern. .4kvn a. d. Elbe. Dr'- KoMö/'s/iKuse/r. Um den geehrten Reflektanten bei direktem Bezüge von mir die bisher dnrch Rückfragen, Retournirnngen und Unbestellbarkeit eutflandenen Unkosten zn ersparen, bitte ich den Bestellniigsbriesen deutlich ausgeschriebene Adressen unterzusetzen, die eventuellen Beträge beiznsügen, da namentlich in ÄeznH aus letztere Postnachnahme nüch den österrel-chischen Staaten nicht zulässig ist. ... Mss- Depot der echten Dr. Romcrshanscn'jchen Augen-We»; in Laibach bei Herrn I "»>»> Berleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Drnck vou Jgn. v. Kleinmayr >!- Fed Bamberg in Laibach.