Laibacher Zeitung. W ^-"' 3H Vonncrstng am 3«. Juli N84G. Wie«. ^e. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschlie-6u»g vom ll. Juli d. I. den Präsideut>'N des Ge-l'lchtes erster Instanz in Mantua, Franz Brescacini, zum ^'äsidenten jenes zu Trcviso zu ernennen; den, Präsidenten, ^"'gi Caz^iro Anselmi zi, Como, die Präsidentenstelle bei den, Gerichte erster Instanz in Mantua zu verleihen, und b"> loinbardischenAppellalionsrath, Anton v, Manfroni, zum ^l>iside,uen des Gerichtes erster Instanz in Como zu crnen-""' gernher. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschlic.-l''""g von» l8. Inli d. I. die beiden Hof-Commissions-rache des l. k. General'Nechnmigs-Directoriums, Johann ^"schin nnd Carl Czoernig, in gnädiger ?lnerkennung ihrer ^fx'gen und ausgezeichneten Dienstleistung, zu Hofräthen zu ^'Nennen geruhet. Wien, 21. Inli. Se. Durch!., der Gtaatskanzler Fürst p. Metteruich, hat Heine früh 6 Uhr die Neise nach feinen Herrlchafr'ei, in Böhmen, vorerst nach Königswart, auf der Nordbahn angetreten. Der Fürst speist und übernachtet heute zu Kremsir im Schlosse des Für,'l-Erzbischofs von Olmntz, und setzt morgen die Neise auf derStaatöbahi, bis Prag ftrt. In der Begleitung des Fürsten befinden sich die k. k. Hofräche Frhr. v. Werner und de Pont, der Staatskanzleirath, Carl von Sieber und der Official, Hr. Buhl. Se. Erc. der k. k. BundeSpräsidialgesandte, Graf v. Munch-Bellinghausen, wird übermorgen über Königswart die 3?eise uach Frankfurt a. M. antreten. Eroatiett und Slavonien. Die »Agranier Zeitung« vom 2l. Juli berichtet Folgendes: Aus Vincovc^e »vird uns über die erste in Croa-t>en und Slavonien erbaute Dampfmühle berichtet: Viele El'fmdungen der Neuzeit, so sehr sie auch die Gemeinnnhig-"it anstreben, sind oft darum ein Monopol der Geldaristo-uaten geworden, weil sie Geldmittel erfordern; es bleibt >°"'it immerhin ein Verdienst, wenn eine Erfindung in klei-"erem Maßstabe versucht und deren Benützung als anwend--bar factisch dargethan wird. Ein solches Verdienst gebührt 5"n Vinkovczer Bürger, Anton Treyer, der zu Korodje, auf b" gräflich Elz'schen Herrschaft, eine Dampfmühle von 6 Pferdekraft errichtet, welche schon d .urch an Interesse ge-u'mut, weil sie die erste dieser Art in Croatien und Slavo-»>en ist. __ Die vorzügliche Maschinerie vom Hrn. Ma-Hinist?» E s^z^^. ^,g ^^.^ .^ .^ ^.^. Zuckcrfabrik.Werk-statte des Hr„. v. Mayer in Csepin verfertigt^ Dampfmüh-e>, dieser A-t sind anch geringeren Geldkraftcn zngäng-^ch und können sich dort besonders,, wo das Brcnnmatcriale nicht zn hoch im Preise steht, recht gut rcnliivn, daher es wunscheuowetth wäre, den Versuch des Hrn. «/.i.'l" von» l 7. Juli enthalt nachstehenden Artikel: Neunter Congreß der italienischen Gelehrten zu Venedig im Jahre 1847. Die in Neapel versammelt gewesenen Gelehrten heften znm Sitze des neuiuen Congresses unsere Stadt a»5? erkoren. Se. k. k. apostolische Majestät haben nun. mittelst allerhöchsten Erlasses vom 2. Mai d. I. diese Wahl ,;u sanctionn'l-n geruhet. Die Municipal-Congregation, von dcm Wunsche beseelt, so viele ausgezeichnete Personen aus d>.'m In- und Anslande nach Gebühr und in einer der alten Erinne-rnngen, so wie des dermaligen Wohlstandes der Stadt Venedig würdigen Weise zu beherbergen, hat die Vcreiülcimn« gen hierzu cifu'g betrieben, und nachdem sie ihre Vorschläge schon am 13. Imu dem Stadtrache vorgeleqt und ihre volle Zustimmung darüber erhalten, so weiden solche den Schutz-behölden nächstens unterbreilet werden. Ein zweibändiges Werk, »Venedig und seine Lagunen,« wird den Gästen bci diesem Anlasse verehrt werden. Znr Abfassung desselben ist eine aus dem Grafen Agosio Sagredo und Nicolo Priuli, dann den Herren Lod. Pasini und Lnigi Carrer zusammengesetzte Commission ernannt worden ; auch werden andere Gelehrte und Literate» lmsercr' Stadt an dem Werke Theil nehmen. Zur Vornahme vom 553 »wissenschaftlichen Eroerimeliten wird dell, Congresse ei:> Be» trag von 10.00t> Lire» zur Verfügung gestelic. Snmnclichen Gelehrten stcht der Vorschlag der Versuche, die Wahl selbst aber dem l. k. Institute der Wissenschaften und Künste zu. Zur Erheiterung der anwesenden Gäste während ihrer Mußestunden solle» Nationalfestlichkeiten, fröhliche Mahlzeiten und Abeudversaunnlungen Statt finden. Das 'i'''N!«u wird um jene Zeir eröffnct seyn, und es wurde bereits zu diesem Ende ein Vertrag nur der Gesang^künstle-rin Emilia Frez^olinI abgeschlossen. Ill» über ein so erfreuliches Ereignis! auch den Nach» kommen ein feierliches und immerwährendes Denkmal zu hinterlassen, soll an einem öffentlichen Platze die Sra-tue eines Mitbürgers, welcher den Ruhm von ganz Italien bildet, nämlich jene von Marco Polo, errichtet werden. Sein der Wissenschaft theurer, und an die Tage der com-meiciellell Herrschaft Venedigs mahnender Name ist für die Fortdauer unseres dermaligen Wohlstandes von glücklicher Vorbedeutung. Mit Ausnahme einer bescheidenen Steinplatte, welche der verdienstvolle Abate, Viuc. Zenier, in der Nahe der Kirche St. Giovanni Ehrisostomo auf dem Plaßc ein-ssrub, ll)o eiust Polo's Behausung stand, ist kein anderes öffentliches Andenken an denjell'en vorhanden. Die, Gelehrten-Versammlungei^ haben zu Pisa nnd Florenz das Andenken an Galilei, zu Mailand jenes an Caoalieri und an Pietro Verii, und zu G.'nua jenes an Clnistoph Eolulnbus geehrt. Der Name des Marco Polo steht jenen nnserer berühmten Landslntte nicht nach, und indem Venedig den großen Reisenden auszeichnet, tritt es den edlen Wcttkampf an, ans dcm die Nachkommen entnehmen luögcn, >v!e von der ge-aemvärcigen Generation das Andenken an jene berühmten Vorfahren geliebt und verehrt wurde, welche dadurch, da>; s^ das Gebiet der Wissenschaft erweiterten, sich nm das Vaterland und um das Menschengeschlecht verdient gemacht haben. Die Bildsänle soll aus Bronce gegossen, auf tlnem Piedestale von carrarischem Mannor aufgestellt, «nid ihre ?ln?führung jelbst den, venetianIschenBildhancr, Lnigi Ferrari, anvertraut werden. Der Gcmeinderath wird zu entscheiden haben, wo die Statue aufzustellen >V>)n n'iid. Italien. Rom, 15. Juli. Die Familie Mastai wanderte von Crema in der Loinbardei gegen das Ende deS 14. Jahrhunderts aus, und lies; sich in Sini^aglia nieder. Seitdem finden wir ein rd.r mehrere Mitglieder derselben b>i der doiti-gen Municipalität angestellt, Unier Urban ^lll. befehligt«? ein Mastai die Sladt während der Beschießung durch die venetianische Flotte, >vo der Admiral derselben sein Leben lils, u»d seii'Aomiralschiff desarmirr ivurde. Gegen das E»do d^-5 !7. Jahrhunderts wurden die Mastai von dem Füv^n Farn.'sc, Herzog von Parma uud Piacenza, für gelei>i^te Dienste in den Grafenstand erhoben. Den Namen Ferretti „ahmen die Mastai nach Uebereinkunft dnrch Verheirathung mit dem letzccn Zweig dieses Stammes an, und die Haupt-lime führt seitdem dcido Namen. Der Vater des Papste?, Hi.'ronymus, nn^ce znr Zcii der italienischen Revolution uüd der Repul'ül a!s Ganfalynierc viel Ungemach über sich ergehen sehen. Ein Bruder von ihm, Andrea, war Bischof von Pesaro, wurde aber nach Mantua abgeführt, weil er der französischen Regierung nicht huldige» wollte. Dieser Bischof ist als Schriftsteller rühmlich bekannt dnrch das Wert: »6Ii ^valixoü^li unili, U-,iblichen Stande nnd 18^6 begann er mit einem nicht zn ermüdenden Eiser seine theologischen Stndien. 1823 ging er in Aufträgen des heiligen Stuhls nach Ehili, von wo er erst l825 zmückkehrte. In demselben Jahre wurde er zum Director des großen Hospitiums von S. Michelc ernannt. Im Jahre 1827 wnrde er von ^eo Xll. zum Erzbischof von Spoleco erhoben, wo er bis 1833 blieb und dann als Bischof nach Imola versetzt wurde. In der Revolution 1831 war er es, der den General Eircognani durch seine Anrede zur Niederlegung der Waffen bewog. Tnrin, 13. Inli, Die Herzogin von savoyen, Gemahlin unsers Kronprinzen und Tochter des Erzhcrzogs Nai-ner, ist vorgestern Nachts anf dem Lustschlosse Racconigi eines Prinzen glücklich gencs^n. Der uengcborene Prinz wurde gestern Nachmittags in der Schloßcapelle vom Erzbischof von Tnrin gerauft und erhielt die Namen: Otto Eugen Marie Herzog von Montferrato. Die regierende Königin und der Herzog von Savo>)en Earrignan vertraten Pathenstelle. — Man versichert, unser Monarch wolle die Einweihung des Columbus - Denkmal), welche Feier im nächsten September die Eiöffnnng des achten italicnischcn Gelehrtenvereins i» Gclnia inauguriren wird, mit seiner Gegenwart verheimlichen. D e « t s ch l a n d. Bin gen, 12. Juli. Heute gingen wieder achtzig Hochil'älder auf den Rhein > Dampfschiffen von hier nach Brasilien ab, ohne Geld, ohne schriftliche Verträge, ohnc den Olt ihrer Bestimmung zu kennen, ohne alle Aussichl — geradezu ins Blaue hinein! Sie waren von Agenten, welche in den meisten Gegenden des Rheines und der Mosel allgemach sich aufgestellt haben, verleitet worden, schon im vergangeneu Winter ihre Güter zu verkaufen. Es war ihnen gesagt worden, der Kaiser von Brasilien bezahle die Ueber-fahrr nnd werde ihnen unentgeltlich Ländereien anweisen. Auf d>ese, dnrch gar mchls, nicht cinmal durch etwas Schriftliches verbürgten Versprechungen hin hatten sie ihre Habe weit nnter dem Werthe verkauft; die ueuen Erwerber oder auch Ankäufer zogen noch s?gar 2l> Proccnt oom Kaufschi!' linge ab, weil das bare Geld zu rar sei), und nun warteten die guten Leute das ganze Frühjahr hindurch anf dei» Befehl zur Abreise. Die Agenten waren aber verschwunden, nachdem sie die Güter iu die Hände ihrer Gevatterleuce ge-spielt hacren, oder brachten allerlei Ausreden vor, so das, die Wanderungslustigen, welche mittlerweile das aus dem Vcr-kaufe er!ö?re Geld rerzehit, lh^iireise auch vettrunlen !>n-' 559 l"', sich genöthigt sahen, aufs Gerathewohl den Weg nach Dmil'il'chm zu suchen. Was ihnen dort bevorstehen irird, ist "cht zu erachten. Ohne Geld, ohne Vertrag werden sie N>ema»det, fmden, ^,. ^ überschifft, oder entschlieft sich e>" Spcculaut dazu, so müssen sich die Leute anheischig ^ch",, die Kost.'., abzuarbeiten. (Ueber die Lage der in ^"l'k»'che„ befindlichen 5N0 deutschen Auswanderer meldet """ ^'"' dort iiütcrnl 6. Juli: Die Straßen sind voll aus-!^'"N'gerter Weibe,-, Kinder und Greise, welche die Vorangehenden in einen» herzzerreißenden Tone l»n ein Almo->"' anflehen. Die Kirchthüren sind förmlich belagert von '""'den deutschen Bettlern, und man meider die öffentlichen ^l,'ße und die Thore, »m sich dem Jammer zu entziehen, "n ,man ja doch nicht zu steuern vermag. Mit jedem Tage ^'chst das Uebel, denn bald haben auch die, welche noch etwas ^en, ihr letztes Stück veräußert. Das Haus Delrue wird "'inen fortschaffe, ohne das; er bezahlt hat; es wählt sich ""s der Masse die aus, welche bezahlen können, um eine ^ch'ftsladung zu ergänzen.) Eine ziemlich mysteriös klingende Geschichte hat sich '" dem Dorfe Reinstecien bei Ulm zugetragen. Dort hat """lich ciu als arm bekanntes Mädchen auf einmal aussal-'"d viel Geld vergeudet, so daß sich das Gericht iu der -"beramtsstadt Biberach veranlaßt sieht, sie vorzuladen und »ach tv„, Bezug der Summeu zu fragen, die sie auf eine '^h>hafr verschwenderische Weise an Bekannte und Ver-'^»dre für Kleider, Schmalisereien, Tänze .'c., und zwar l>!üc alle Heimlichleit ausgibt. Sie erklärt darauf, das; sie d>i5 Geld von >'inem vornehmen Fräulein in regelmäßigen Zusendungen mit der ausdrücklichen Bedingung erhalte, »daß AÄes zur Hoffahrt verwendet werden »nüsse.« Indicien, tast das Geld gestohlen sey, lieben entsernr nicht vor; auch su'd die verschwendeten Summen so bedeutend, daß es noch--»wendig bekannt werden müßte, wenn in der Nähe oder Ferne ein außerordentlicher Diebstahl begangen wäre. 25e- lNei»1,'cherweise >!^ tua» auf den Auogang der Geschichte sehr gespannt. Schwerin, den 16. Juli. Vor einigen Wochen entsprang ans dem hiesigen Arbeitshause ein gefährlicher Ver-^"her, Namens Nackwitz, der so eben erst eine fünfjährige Zuchthausstrafe zu Dreibergen abgesessen hatte. Einer be.-kannten Diebesfamilie, deren Stammvater einst aus Schlc-^n nach Mecklenburg eingewandert war, angchörig, ermordete er auf der Scras-e nach Lübeck, bei Lame im Schön.-^"g'schen, um sich andere Kleidung zu verschaffen, einen MüUergesellen durch viele Messerstiche. Von dort aus wandte " !>ch in's Holsteinische, >^wo er an einen, Sonntag-Nach-""tage, auf dem Wege von Pinneberg nach Eidelstadt, <^uf einen Menschen schoß, der eine Jacke mit silbernen Kopsen auf der Schulter trug. Schot» au demselben Abende wald er jedoch durch einen Polizei-Offizimitcn in Pöseldorf, be> Hamburg, wohin das letztere Acrentat bereits gemeldet w'U-, nach hartnäckiger Gegenwehr (er führce zwei geladene Pfoten u„d ein scharfgeschliffenes Messer bei sich) verhafte, 'vorauf er nach Pinneberg und nach crfolgtcr Nccogni-l'o» nach Schönberg ausgeliefert worden ist. Von letzterem Orte aus wird er mm wohl sein altes Quartier zu Dreibergen anf Lebenszeit beziehen müssen, wenn nicht vielleicht gar das Veil des Henkers seinem ruchlosen Leben ein End« macht. Aschaffen bürg, 19. Juli. Heute kam das holländische Schiff „Amsterdam en Weener«^ anf der Fahrt nach Pesth bei unserer Stadt an. Am Landungsplatze wurde dasselbe von einer großen Menschenmenge mit Jubel empfangen. Die städtische Musik spielte, während die Landwehr-aitillerie das Schiff mit Salutschüssen begrüßte. Se. Maj., der König, beobachtete die Festlichkeit vom Pavillon des Schloßparks aus. Man hofft, das Schiff werde in drei Wochen die F>chrt bis Pesth vollbringen. Preuße n. Die »A^ig. Preuß. Zlg." schreibt aus Stettin vom »4, Juli: Durch einen Nnglücksfall eigenthümlicher Art verlor ein 21 Jahre alter Knecht in Paculent bei Greifenha-gen das Leben. Er neckte einen in seinem Neste stehenden Storch, indem er wiederholt mit der Hand nach ihm griff; der Storch biß nach ihm und vellehte ihm gan, unbedeutend die H.nit anf dein Knöchel des Zeigefingers. Schon am nächsten Tage schwollen der ganze Arm und demnächst die Bei-nc des Verletzten stark a», und am lOten Tage erfolgte trotz der — vielleicht zu spät angewendeten — ärztlichen Hilfe der Tod. Potsdam, 22. Juli. Ihre Majestäten, der König und die Königin, sind nach Negensburg gereif't, von wo Ihre Majestät, die Königin, die Reise nach Bad Ischl fortsetzen und Se. Majestät, der König, nach Sanssouci zurückkehren. F r a n k r e i ch. Paris, 17. Juli. Nach den officiellcn Uebersichten zählt Paris 3-^4 öffentliche Wagen, bestehend si, Fiacres-Coupes mit ein und zwei Pferden, Cabrioletts mit 2 und 4 Nädern, Ergänznngswagen, Omnibus und Carrossen mir 2 und 4 Rädern, deren tägliche Eiünahme l»2,5I6 Fr. beträgt, was für die 365 Tage des Iahies die Summe von 22,817.340 Fr. ausmacht. Diese ungeheure, turch die Million Einwohner von Paris und die Fremden, welche diese Hauptstadt besuchen, getragene Ausgabe belauft sich in mittler Summe per Tag und per Kopf nur auf ungefähr 6 Centimes. Um sich zn überzeugen, daß im Moraste von Fain-pour in Folge der Katastrophe vom 8. Juli keine Leichname mehr verborgen seyen, haben, wie der »Moniteur Pari» sien« meldet, 15 Husaren unter dem Commando eines Oberstlieutenants denselben durch Untertauchen in allen Richtungen durchsucht und nichts als unbedeutende Trümmer zerbrochener Wagen gefunden. Der »Messagcr« erklärt, der Ingenieur v. Brcoille habe, sammt seineu, College» Busche, die Frage, ob dic Eröffnung der Nordbahn ohne Gefahr Statt fmdeu lönne, bejahend beantwortet. Der »Courrier" möchte diese Erklärung von dem Ingenieur selbst öffentlich vernehmen, zumal am l2. Juli wieder unweit des Schauplatzes des llüglück^ falles bei einem Zuge von fünfzehn Wage» in Holge emel Seiltung, wie sie an manchen Scellen der Vahn sich zeigen, 560 eine Kette gerissen »nd die Wagen aus dem Geleise gekommen seyen, zum Glück ohne daß Jemand Schaden litt. »Galignani's Messenger« verlangt cine strenge 1Intcrsu6)ung der' Bahn durch Sachkundige, die weder m!t der Regierung, noch mit der Compagnie in Verbindung stehen. Der Minist«- der Staatsbauten ist am ll. in Arras angekommen. Es heißt, er habe die Allstrocknung des Torfmoors, wo das Unglück sich ereignete, angeordnet; auch soll die Anlegung eines electrischen Telegraphen beschleunigt werden. Die Wagenzüge fahren neuer-dlngS weit langsamer als bisher. Sobald der König von dein Unglücksfall auf der Nord-bahn erfuhr, schickte Se. Majestät den General von Numi-gny, einen der ko'nigl. Adjutanten, an Ort und Stelle, von wo dieser sehr bald genaue Berichte überbrachte. In der Nacht vom 9ten zum lOten schrieb der Kk.i''g eigenhändig an den belgischen Gesandten, Fürsten von Lignc, uin ihn über das Schicksal der Fürstin und ihrer fünf Kinder zu beruhigen, die den Folgen jenes Unfalls glücklich entgingen, da die Wagen, in welchen sich die Familie des Fürsten von Lignc befand, obgleich sie ans den Schienen wichen, nicht mir umstürzten. Paris, 18. Juli. Der Herzog v. Anmale ist gestern über Orleans auf der Eisenbahn in Paris angekommen. Se. k. Hoh. hat sich unoerweilt nach Neuilli) begeben. Zugleich bringen die officiellcn Blätter die Empfangs - nnd Tischreden, die der Prinz unterwegs mit Maires, Präfecten gewechselt hat. Die übrige Presse hat mit endlosen W.chlartiteln tagtäglich ihre Spalten gefüllt. Großbritannien. Sir Robert Pael wird nicht, wie so bestimmt versichert wurde, eine Reise nach Italien antreten; er begibt sich demnächst auf seinen Landsitz Drayton-Manor. Der »New-Castle-Guardian« will wisseu, dasi in Folge einer mit dem heiligen Stuhle getroffenen Verabredung die Anzahl der katholischen Bischöfe Großbritanniens, welche sich dermalen auf sechs belauft, nächstens anf 22 nebst zwei Erzbischöfen vermehrt werden wird. Auf diese Art werde in Zukunft auch Englands hohe Geistlichkeit an der Auszeichnung des Cardinalhutes Theil nehmen, nnd es heißt bereits, dasi Lord Clifford, ein Neffe des verstorbenen Cardinals Weld, die Verleihung dieser Würde zu gewärtigen habe. Der ..Cambridge Advertiser« schreibt: Capitän Fuker-ton und seine Familie sind dem Beispiele der Lady Geor.-giana gefolgt und traten znr römischen Kirche über. Großes Aufsehen erregt die Anzeige, dasi der hochwürdige Corrector des Magdalenen-Collegiums in Orford , I. G. Wen-ham, ebenfalls zum Katholicismus übergetreten ist Herr Wenham ist von dem nenernannten protestantischen Bischöfe von Columbo, Dr. Chapman, im leytverstossenen Jahre besondere, ausgewählt worden, um die Clerical - Erziehung in der Diöccse ^ überwachen und zugleich die Dienste eines bischöflichen Prnfungs. Caplans zn verrichten. Der »Oesterr. Beobachter« vmu 26. Iuls meldet Nachstehendes: GroßcS Aufsehen machr in diesem Augenblick der in Folge einer militärischen Strafexecntioi^ erfolgte Tod eines Husaren von, siebenten Regiment, das zn Houns-low in Garnison lieat. Der Verstorbene war, weil er sich an seinem Feldwebel thätlich vergriffen hatte, von elnel» Kriegsgericht zu 150 Peitschenhieben verurrheilt worden. Wie es die Vorschrift ist, wurde die Strafe im Beisey» des > Regimentschprurgen und Whyte) vollzogen; nach dem achtzigsten Hieb erklärte der Chyrurgus, jeder, weitere werde lebensgefährlich seyn; der commandirende Officier hörte nicht anf die Vorstellung; der Chyrurgus entfernte sich; die Execution ging ihren Gang und der unglückliche Mann wnrde so zugerichtet, das; er (fünf Wochen nachher) im Spital gestorben ist. Die Sachc kommt vor cine Juri und wird mit der größten Strenge untersucht. Osmanisches Neich. Das »5<»!i!'!in! ,Ia l^oil«l:mll'i!<)z>!c!" meldet a:>ö der türkischen Hauptstadt unterm ll. Juli: Am versi»ssenen Dinstag hat im Arsenale die Entlassung der ausg.dieiuel, Seeleute in Gegenwart des Sultans Statt gefunden. Die hohen Würdenträger des Staates hatten sich im Voraus bei der Admiralität eingeftlnden, um den Giossherrn daselbst zu erwarten, der auch gegen >0 Uhr Vormittags, in Begleitung seines Hofstaates, in seinen Gallaschaluppen daselbst er-schien. AnV dem Casernplatze waren die Mannschaften der kaiserl. Flotte und die Marine-Truppen in Schlachtordnung! aufgestellt. AIs der Snlcan angekommen war, wnrde Se. Hoheit von dem Linienschiffe „Peiki'Messeret" mit einer S«l» ve von 2l Kanonenschüssen begrüßt, die Truppe» präsentirrv!«' das Gewehr, die Trommel,, wirbelten, die Mlisilbanden ließen ihr Spiel vernehmen, und aus allen Reihen der aufgestellten Truppen erscholl zn den verschiedenen Malen der. Ruf: »Es lebe der Padischah!« Bald darauf nahn» die Entlassnna mit, ergreif,!!del" Feierlichkeit ihrer» Anfang, Bei 1900 Mmi, sind z,n- E-it' lassung berechtigt erklärt worden, bei !(1() da^o» baten nm Wiederaufnahme in den Dienst und nahmen sofort unter den Fahnen ihren alten Platz wieder ein. Die Ilebrigen erhielten ihren Abschied und einen Marschroute - Bogen, UN» nach ihrer Heimath zurückzukehren. Diese imposante Ceremonie endigte unter dem Donner einer zahlreichen Artilwie und unter dem lauten Vivatrufe der Truppen. Der ehemalige Fetwa Emmi, Aarif Efendi, ist zn-n Mitgliede des Reichsconseils ernannt worden. Der Großherr hat den 40 französischen Bergsangern, die sich in verflossener Woche bei Hofe producirten, ein Ge> schenk von 15.000 Piastern, und dem Dragoman der fran^ zösischen Botschaft, Hr. Lauxerrois , welcher dieselbe-, bei dieser Gelegenheit begleitet hatte, eine mit Brillanten gezierte Dose zustellen lassen. Verleger: Ignaz Aloiö Edler v Kleinmayr. Anlmna;ml ^m!zac!wvSeituna. «lours Vom 25. Dull »846 ! ' Mlttelprei». Otaatsschuldverschreiv. zu 5 pt^t. (in CM) il, »^ Verloste Obllqotloil. Hoftsm. f zu 5 pC».^ ,»i »>« mer'Ol-ligatl^l» d.Zw,,inq5-l z» 4 ^ ^« l — »,al > Obligat, v. Ti'^ol. Vor« l zu 2 l/> ,, l — ariberg linft Salzburg ^ 1 Darl.mitVll-I. v. I. »«^flir 2^ia fi. ' (iii^M.) 5,7 »>, detw detto ^639« 5a (in CM.) 65 il» ?viener Htadl »V^nco.Obligation, zu , ,^»i»>sr «>!,«-» llo>n« l jü » >»» ,, l — da!t»<»cht», 35H»!0» ^ ,^> , »^4 ,. ^ 58 5^4 I^Iofe!^ »«! Gexiui aufg«'« l >;» » ' », l — N"n,«s««l, .'lnlcbel' ^>u » 5j4 ,. ) -^ A,r«r. Dc mest. Obiiaal,0!!,,< ^,r Äl^üde (G.M.) (,lch unc^r u»i> iz«5 s^l.^ — — ob der, ^»ol>' «,>»!»>»» ,. l — — mc» . Mähren , Gchle» ^ zu , ,j4 ^. ' — — ssen. «slenrrniars. )lar>,»^ >u , ,» <^ ^5 — ten, jtrain , Gorz uiii» > ^ii > .^^ »» » — °^° l'ti W. Oberl. Amle« ^ ) va!.f.Hcli«in pl stück »568 >n u>wei9'lll!!^'GlUuni>nel- B^h,, zu25>, fi. (§M......'. 2,5 st in E. Vt. Z.-,l66. ' "' ' ^'""'""^'^ So el'en tsscdien vollständig im Verlage von I,n. Tr. 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Centner N u>,d 546, vor« kommende» Bestimmungen außer Kraft rieten, '^bach den 6. Juli l8l6. Joseph Freiherr v. Weingarten, ^ndes - Gouverneur. '^ Carl Graf zuWelßperg Raitenau und Primör, k. k. Vice-Präsident. Friedrich Mitter v. Kre,zderg, k. k. Guberni^lrali). lande und den Zollausschlüssen Im Verkehre mit Ungarn und Siebenbürgen '> u , t) r:_______ ^ o l l Dreißig sta tbü h r dei bei del vn ! Zollstälten,b,i der Emfuhr derAuöfuhr der Einfuhr der Ausfuhr ', H o l l ^„s„ d,e Vcr ^5 ,^ch nach aus z zollung zu he- Ungarn Ungarn Ungarn Ungarn ____,________Ichehen hat--------------------------------^-----------.----------.-----------------------^---------- fi. > kl. ^. ^ tt^__ si- ! kr. si. ^ kr si. j kr. ! ! i — 10 Hilfözollamt -_ w — 5 -^ l0 — 5 ! — »0 detto l 40 — l(1 — 50 — !0 i — l0 dttto 3 20 — i ,0 1 4« — lO l ! > > ! ! l i > N) detto 2 30 - W l ^0 — 10 i, i, — »0 detto 3 20 — l0 2 30 -^ 10 i 564 Ilcmtlichs Vrrlllutbarungrn. 3. 1182. (y Nr. tt17^l. K u n d m a cl) u n q. Von der k. k. Cameral- Bezlrks-Verwaltung zu Laibach wird zur öf-fentllchcn Kenntnlß gebracht, daß bel-laufig ^75 Current- Fust entbehrlich gewordenes Fenster- Steingewände, dann ein Paar eiserne Fenstcrgltter und ein Paar beschädigte, alte gußcl-serne Oefen un öffentlichen Licitations-wcge am 5. August ltM um 10 Uhr Voranttags, lm Amtsgebäude am Schulplahe Nr. 297, werden hlntan-gegcben, hledci als Ausrufsprclse für emen Current - Fuß Slcingewändc 6 kr., für emcn Centner des alten Gitterelsens 5st. und für einen Centner der alten Gußeijen-Qefcn 1 st. 40 kr. angenommen und die erstandenen Gegenstände dem Meistbietenden gegen gleich bare Bezahlung werden überlassen werden. —K. K. Camera! - Bezirks - Verwaltung. Laibach am 28. Juli 1Mb'. Z. l!79. (I) 673MVI.' Verlautbarung. Am l8. ?lugl,st l>i46 Vormittaqß um 9 Uhr wird in der Amtos.inzlei der Cameras Herrschaft i!ack die ^Nation wegen Hiutan-anqal'e del (5'rzeuqung von l5(> Klaftern i()-zölliyen Buchenbrennhol^es im herrschaftlichen Wall,!.' lll-ulllli^ und der Zufuhr '^» jährliche» 10^ Klafter d,efts Holzcs in das Herrschaft« lichi Bchloß zu Lsck adgll)«ltcn. u«d dirse Ul,« tcrnchmun^ wird für die dni Jahre 1^l8, »6^9 und 1650 dem Mindestfcroerüden überlaffen werden. — Hiezu wtlC^n Unternrhnlungslu' stige mit dem V»'isatze eingeladen, d^ß 0>e ^jc cllalionöbcdlNlzniffe täglich Hi<-rorl5 cinalsehen wrtdin„sl- »6l7 dis C'l,l)e Declmdcr 1952, in der hl.sigen Amtskanzlti mittest öffentlicher Versteigelung werden verpachtet werden, wozn Pachtlischaftllchen Iagd^ qerechtsamen auf sechs Iahie, nacnlich seit l. Juli lk'l? liiö Ende Juni l653. in der hi.fi-gen Amtskanzlei mittelst öffenllichsr Vlrsteiqe-rung werden verpachtet werden, wozu Pachllied' Haber ersä>ein.n wolltll. — K. K. Verw^l-tuilai'amt ^'«ck am 2l. Juli 16 l6 tslrnnschtc Verlautbarungen. Z. 1163. (l) Nr. »97Ü. Edict. , Alle Jene, welche auf drn Nachlaß des am 7. De^m'oer l8^5 zu S'tlichdorf ve^o,dcnen H.^ld' hlU'Ievt,, i?luas Schelesniker, linen Anspruch zu siel-lcn vcrmcmm, haben denselden dei der auf den l3^ August d. I., ^lirmiltag 9 Uhr hiennuls festgefetz^ ten Taqsayung, del Bcnneidlllig der im §. 8l4 b. G. B. auögcdrückiln Folgen anzumelden. K.K.HeznksizcrichtKraiudurgam l7. Juni ls jH. Z. ll^4. 1?) i Nr. 3)7l. E d l c t.' Vor dem k. k, Bc^irk^gcrichte Umgebung ^ai^ bach's leaden alle Jene, welche an den Nachlaß des zu Iescl)za am »2. M<ü d. I, verstorbenen GanzlM-ltls und zugleich Winhen, Valentiil Deschmann, insgemein .Nuschilr, irgend cine Forderung zu stellen 0t''meinli!, oder zu solchem ctwa schulden, zu der dicßf.ills auf den l2. August d.' I. ai^geordn^en siquldalionö. Tagsayung, und zwnr Crsteie bei Vermeidung der Helgen des K. 8»4 V. G. B., i.'e!>teli ader bei Ä,clmcidung dei sonstigen Klag^anststngung im ^ecblöwegc gcgen sie, zu erscheinen. K. K. Sczirtsgencht Umgeoung Laidach's am 25. Juli 584g. > , t Z? N85'. (l)" ^ 'NrTIZVL, Edict. ' 7llle Jene,welche in den Nachlaß des zu Ieschzä am 14. Juni l. I. vcistovbenen Kaischlers und Zim' mermanns, Iodann Iuuan, irgend eine Forderung zu stellen venucinen, werden hienm erinnert, mit ihe ren ^ecklödehelfen zu der dießsalls am 12. August l. ^., srül) um 9 Uhr angeordnelen Liquidationslag-säumst, dei Vermeidung der im §. ^l4 d. G ^. au'sgedlü'ckien Ho'gen, vur di