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Noch bei den letzten Handelsvertragsverhandlungen hatte «in großer Teil der ungarischen Industriellen den Ruf nach Zollschranken erhoben und es dauerte mehrere Jahre, bis zwischen den beiden Reichs-Hälften eine Einigung auf Erhaltung des gemein-samen Zollgebietes zustande kann. Nun aber will man huben und drüben nichts mehr von Zoll-schranken und auch nichts mehr von einer Zwischen-zollinie wissen. Die zahlreich erschienenen Vertreter der öfter« reichischen und der ungarischen Industrie zeigten sich eiuig in der Forderung nach einem gemeinsamen Porgehen bei Abschluß der neuen Handelsverträge. Man sieht, daß in den handelspolitischen Interessen vollständige Uebereinstimmung herrscht, und die Ber-sammlung hat auch in einer einstimmig angenomme» neu Resolution den entschiedenen Wille» bekundet, diese Interessen einheitlich und gemeinsam zu ver-treten. Weitere gemeinsame Beratungen sollen ab-wechselnd in Budapest und in Wien stattfinden. Allerdings hat sich in den letzten Jahren in Ungarn so manches geändert. Obzwar das Land noch lange ein Agrarland bleiben wird, so haben doch schon einzelne Industrien eine namhafte Ent-Wicklung genommen, besonders die Textilindustrie, trotzdem sich die Einfuhr aus Oesterreich nach 11«» garn im allgemeinen und auch bezüglich der Er-jeugnisfe der Textilindustrie in aussteigender Rich-tung bewegt, waS eben von der zunehmenden Kon-sumkraft Ungarns Zeugnis gibt. We Keldmarschall Haötenz seinen Abschied eryiett. In dem bekannten Memoirenverlage von Rob. Lutz in Stuttgart ist wiederum ein sehr bedeutsames Werk erschienen, das namentlich in Oesterreich hoch interessieren dürfte. Stammen doch diese „Memoiren eines österreichischen Generalstäbler»" aus der Feder des ehemaligen Oberstleutnants im t. u. k. General-stabe Wilhelm Ritter Gründorf von Zebegeny, der sich 1859 im italienischen Feldzug den Adel und im dänischen Feldzug 1864 eine sehr hohe Auszeichnung erkämpfte. Er war im Feldzuge gegen Dänemark des österreichischen Generalissimus Gablenz rechte Hand gewesen und auch später, als sein Chef schon längst in Ungnade gefallen, mit Gablenz in Verbindung geblieben. Seine Darstellung, wie der einstige Sieger über das preußische GardekorpS unter Bonin Anno Kö, im August 1870 Knall und Fall entlassen wurde, wird namentlich die Deutschen Oesterreichs sehr interessieren. W. von Gründorf berichtet näm> lich hierüber: ,Jm Jahre 1870 ereignete sich ein Zwischen, fall von weittragenden Folgen. War es Vorausbe-nchnung oder ist e« nur ein Werk deS Zufalles ge-wcfen, daß der Kaiser daS Auge auf Gablenz warf, als eS galt, das getrübte Verhältnis zur Dynastie der Hohenzollern im kritischen Momente, nach den Schlachten am linken Moseluser bei Metz, günstiger zu gestalten? Tatsache ist, daß Gablenz auS Buda- Lilli. Wiltwoch, den 4. Znni 1913. Noch vor zwölf bis fünfzehn Jahren hat man jcnfeits der Leilha gemeint, daß die heimische In-duftrie nur für den eigenen Bedarf produzieren werde; nun zeigt eS sich, daß mehrere Industrien selbst exportieren und sür das Zollausland arbeiten, vielfach nach dem Balkan, der ja für Ungarn in geographischer Beziehung sehr günstig liegt. In-solgedessen sind die ungarischen Industriellen zu der Erkenntnis gekommen, daß sie mit den österreichi-schen Industriellen gemeinsame Interessen haben und eS angezeigt sei, bei der Erstellung des neuen Zolltariss und der Festlegung der Handelsverträge den gleichen Standpunkt einzunehmen. Auch die Bertreter der beiderseitigen Handels-Ministerien, die der erwähnten Versammlung an-wohnt«», begrüßten mit großer Freude diese ge-»«einsame Aktion, und man kann daher hoffen, daß die Verhandlungen mit dem Auslande diesmal unter günstigeren Auspizien beginnen werden. Wir müssen bessere Handelsverträge bekommen als die zurzeit in Kraft stehenden, die deshalb so unvorteilhaft sind, weil sie fast nur nach agrarischen Gesichtspunkten abgeschlossen wurden, wodurch auch die steigende Passivität unserer Handelsbilanzen verursacht wurde. Allerdings werden wir mit dem großeu Widerstand der Agrarier zu rechnen haben, die ja auch schon durch ihren Führer für die Zukunft dieselben ein-seitigen Vergünstigungen beanspruchen, die sie der-zeit genießen; dessen ungeachtet müssen wir doch verlangen, daß bei aller Wahrung der landwirt-schaftlichen Interessen und bei aller Anerkennung der Bedeutung der Landwirtschaft die Interessen der Industrie diesmal mehr Berücksichtigung finden. Bei der Diskussion über die Stellungnahme der Agrarier zu den neuen Handelsverträgen hat einer der Repräsentanten der ungarischen Industrie seiner Ansicht dahin Ausdruck gegeben, daß die un-garischen Agrarier keinrSsalls den industriellen Be-strebungen solche Schwierigkeiten bereiten dürsten, wie es von den österreichischen leider zn erwarten sei; denn der größte Teil der ersteren wisse die Be-deutung der ungarischen Industrie für die ungarische Landwirtschaft sehr wohl zu schätzen und sei sich dessen bewußt, daß durch die Entwicklung der In- pest nach Wien berusen wurde, um direkt vom Kaiser mit einer hochwichtigen Mission zum König von Preußen betraut zu werden. Der Wiener Hos war bekanntlich von den fortgesetzten Siegen der deutscheu Armee über die Heere Napoleons III. sehr betroffen. Wer damals den deutschen Armeen Niederlagen, den Franzosen einen Triumphzug nach Berlin pro-phezeite, ist ja unschwer zu erraten; ich brauche mich hier nur aus den Reichskanzler Bevst, den per» sönlichen Antagonisten Bismarcks, zu berufen, welcher in seinen Memoiren behauptet, der österreichische Generalstab habe ihn in diesem Sinne unterrichtet. Sei dem, wie ihm wolle, Benst glaubte, auf dieses Gutachten hin den Stoß ins preußische Herz, von rückwärts wagen zu dürsen und hätte es bekanntlich zum Kriege gegen Preußen getrieben, wenn nicht Gras Andrassy als unzarischer Ministerpräsident im Namen der ungarischen Nation und der Kriegs-minister Baron Kühn im Jnteresse der Dynastie gegen dieses waghalsige Unternehmen protestiert hätten. Die Szene, welche sich deswegen im Jahre 1870 in einem Kronrate unter Vorsitz des Kaisers in Wien abspielte, hat Kühn mir gelegentlich eines gemeinsamen SpaziergangeS in Graz ausführlich er-zählt. Um der Familie Kuh» nicht vorzugreifen, will ich an dieser Stelle um der Verständigkeit, so-wie zum besseren Verständnis der heiklen Mission Gablenz nnr folgendes erzählen: In jenem denk-würdigen Kronrate sprach zuerst der Reichskanzler Gras Beust als Minister des Aeußeren und des Kaiserlichen Hauses seine Ueberzeugung dahin aus, 38. Jahrgang. dustrie auch die Landwirtschaft mächtig gefördert werde, daß daher das Verlangen der Industrie nach günstigeren Handelsverträgen, die den Export ihrer Produkte erleichtern sollen, im allgemeinen volks-wirtschaftlichen Jntereffe gelegen fei. Es wäre zu wünschen, diß diese Erkenntnis auch in österreichischen Agrarkreisen Verbreitung fände, denn eine AbfperruugSpolitik, wie sie bezüg-lich der Einfuhr lebenden Viehes seitens der Agrarier gefordert wird, paßt nicht mehr in unsere Zeit und ist besonders unter den gegenwärtigen TeuerungS» Verhältnissen, bei dem fortwährend steigenden Fleisch-konsum, den die heimische Produktion derzeit nicht zu decken vermag, nicht mehr anstecht zu erhalten, ebensowenig der Hochschutzzoll für die verschiedenen Getreidearten. An der Aenderung dieser Verhältnisse sind nicht allein die Industriellen und Gewerbetreibenden, son> der» alle Schichten der Bevölkerung interessiert. Niemandem wird es einfallen, zu verlangen, daß bei dem neuen Zolltarif und bei den Handelsverträgen die berechtigten Forderungen der Landwirtschaft irgendwie verletzt werden; niemand ist gegen den Schutz ihrer Interessen; aber dieser Schutz darf nicht einseitig zum Nachteil aller anderen Klaffen gewährt werden. Die Industrie darf nicht wieder daS Opfer werden. Ein Blick ins benachbarte Deut-fche Reich zeigt uns, daß durch die Entfaltung der Industrie auch die Landwirtschaft mächtig aufblüht, ja, daß gerade die gigantische Entwicklung der In« dnstrie in Dentschland befruchtend aus die dortige Landwirtschaft gewirkt hat. Eine Kräftigung und Stärkung der Industrie in Oesterreich wird zweisel-loS denselben günstigen Einfluß auf unsere heimische Landwirtschaft ausüben. Die Monarchie tritt bald in ein sür ihre künf« tige volkswirtschaftliche Entwicklung höchst wichtiges Stadium. Jede Prophezeiung wäre heute verfrüht, aber die in der Versammlung vom 16. Mai erzielte Verständigung zwischen den österreichischen und un-garischen Textilindustriellen kann jedensalls doch als eine gute Vorbedeutung sür eine günstige Lösnng des schwierigen handelspolitischen Problems bezeichnet werden. daß trotz der russischen Truppen, die Preußens Freund Alexander II. an unseren Grenzen konzeii« trieren ließ, der günstige Moment gegeben sei, um die verlorene Position in Dentschland und damit die Großmachtstellung für das HauS Habsburg wieder zu gewinnen. Das klang verlockend, und wenn nicht Graf Andrassy sehr nachdrücklich seine Bedenken ge-gen eine so hinterhältige Politik geäußert, noch mehr aber der Kriegsminister Kühn, abweichend eigentlich von seinem Beruse, sich gegen eine partielle Mobi-lisiernng, wie Beust sie beantragte, in seiner derben Art ausgesprochen hätte, so würde damals ein noch größerer Fehler gemacht worden sein, al» im Jahre 1854, wo wir uns bekanntlich mit den Russen für lange Zeit verfeindeten. DieS foll bei dem noch unschlüssigen, keineswegs aber zu Beust hinneigenden Monarchen, dessen rit« terlichem Sinne der Stoß von hinten widerstrebte, entscheidend gewirkt haben. Der Kaiser hob den Kronrat mit dem Beschlusse auf: „Es wird nicht mobilisiert l" Nunmehr wurde Gablenz in das preußische Lager gesandt. Es bedarf keiner grellen Beleuchtung, um zum vollen Verständnisse des bedauerlichen Fiaö-kos zu gelangen, welches „der Gablenz mit leeren Händen" wachen mußte. Trotzdem er einer von den wenigen Generalen der k. u. k. Armee war. auf welche der König von Preußen große Stücke hielt, wurde er im preußischen Hauptquartier gleich an, sangs recht übel aufaenommen. Bekanntlich stand Gablenz anno 1864 bei Wilhelm I. sehr in Gnade Seite 2 l^ufime Wacht Nummer 45 Slawen uutc reinander. Ein niederträchtiger Verleumder wäre auf sla-ivischer Seite ein jedec genannt worden, der bei AuLbruch des Balkankricges behauptet hätte, es handle sich den Verbündeten nur um einen Beute-zug, nur darum türkische» Gebiet zu erobern, um es dem eigenen einzuverleiben. Als eine heilige Sache ist dieser Krieg erklärt worden und man hat sich nicht gescheut, sogar daS Kreuz in den Mund zu nehmen und glauben zu machen, daß ein Reli-gionskrieg im Sinne der Befreiung unterdrückter Glaubensgenossen begonnen werde. Nun, von diesem Wahne sind jetzt alle geheilt, die den Verlaus de» Krieges miterlebt haben. Die Herren Verbündeten, die al» moderne Kreuzfahrer ausgezogen waren, um Glaubens- und Stammesgenoffen zu befreien, ohne dabei für sich selbst etwas zu beanspruchen, tragen selbst am meisten dazu bei, daß man den richtigen Charakter dieses Balkankriege» kennen lernt. Jetzt, da die Türkei am Boden liegt, geht der eigentliche Streit erst an. Man rauft sich eben um die Beute. Ein Mann, dem sicher niemand deutfchfceund-liche Gesinnung oder Abneigung gegen Slawen, hei-ßcn sie wie immer und mögen sie wo immer woh« nen, wird zusprechen wollen, der Führer der öfter-reichischen Jungtschechen, Dr. Kramarsch, hat in einem Artikel, der ei» Appell an Bulgaren und Serben sein sollte, daß sie sich freundschaftlich aus-einanderfetzen, selbst das Wort Beute gebraucht, es ali eine Beute hingestellt, um die jetzt ein Krieg zwischen den Verbündeten auszubrechen droht. DaS Wort „Beute" bedingt aber einen Raub als Bor-Handlung. Als einen Raubkrieg im vollsten Sinne des Wortes hat somit Dr. Kramarsch den idealen BesreiungSkrieg der Serben und Bulgaren selbst b«' zeichnet. Und nun vollends der serbische Herr Mi-nisterpräsident. Wa» dieser in der Sitzung der Sknp-tschina am 23. Mai den serbischen Volksvertretern vorgetragen hat, ist nichts als eine Reihe von Be-weisen sür die Behauptung: Der angebliche Besrei-ungskrieg der verbündeten Serben und Bulgaren ist c'vn allem Anfange ganz sicher auf Seite der Serben als ein reiner Beutekrieg gedacht gewesen. Recht heiter lesen sich die Versuche tschechischer Blätter, den drohenden Krieg zwischen Serben und Bulgaren zu verhüten. Man fühlt in diesem Lager ganz gut, daß das jetzige Verhältnis zwischen Bel-grad und Sofia nicht geeignet ist, das Ansehen der Herren Südslawen zu heben, darum ist man kramps-hast, zur friedlichen Lösung beizutragen. Bei diesen Bemühungen sind nun dem deutschgefchriebeneu Or-gan der Tschechen in Prag, der „Union", rrcht be-zeichnete, wenn auch ungewollte Wahrheiten ent. schlüpft. So wird eS als ein Erschwernis der Ab-grenzung zwischen Serbien und Bulgarien in dem nun eroberten Gebiete hingestellt, daß die beiden Völker in sehr naher verwandtschastlicher Beziehung zu einander stehen und daß dadurch eine Linealab-grcnzung zwischen beiden auf Schwierigkeiten stößt, da bei solchen Abgrenzunzen ein allmähliger Ueber» und wurde mit der höchsten Auszeichnung, die ein Feldherr vom preußischen König erlangen kann, dem Orden „Pour lc merite", dekoriert. Im Jahre 1866 war Gablenz der einzige Korpskommandant der österreichischen Armee, welcher einen Sieg gegen die Preußen erfocht. Er schlug das GardetorpS Bonin bei Trautenau. Das gefiel dem greisen König zwar weniger, seine Hochachtung für Gablenz konnte es aber nur steigerm Es durft also ins Hauptquartier deS Königs von Preußen nach den glorreichen Sie-gen der deutschen Armeen bei Metz doch kein Ge-ringerer als Gablenz entsendet werden, um bei der zweideutigen Politik Beusts noch aus halbwegs freundliche Aufnahme hoffen können. Gablenz würde auch leidlich empfangen worden sein, wenn man ihm die nötigen Mittel und Vollmachten an die Hand gegeben hätte, die am preußischen Hose er-wartet wurde». Das ist aber leider versäumt worden. Deshalb hat Gablenz nicht nur beim fremden Herrscher eine klägliche Rolle gespielt, sondern hin-terher auch noch die Gnade seines Kriegsherrn ein-gebüßt. Man denke sich nur Gablenz peinliche Situa-tion vor Roon, Moltke, Bismarck und vollends dem König gegenüber, als er auf die Frage, was er bringe, nur antworten konnte: „Ein Glückwunsch-schreiben Sr. Majestät, meines Allerhöchsten Herrn I" Kriegsminister Roon, den Gablenz bei seiner An-kunft im Hauptquartier zu allererst besucht hatte, schüttelte bedeutungsvoll fein graues Haupt, Moltke frug diplomatisch, ob denn das Handschreiben deS Sng der Dialekte eintritt. Dieser Streitpunkt zwi-en Serben und Bulgaren wird weiter mit den gleichen Verhältnissen zwischen Polen und Tschechen im österreichischen Schlesien verglichen. DaS Ge-ständnis ist wertvoll! Wenn also zwei Völker, die in besonders verwandischastlichen Beziehungen zu einander stehen, im Raume aneinander geraten, so entstehen besondere Schwierigkeiten. Man sollte denn doch das Gegenteil meinen. Aber die Herren Sla« wen haben eben da ihre ganz besonderen Ersahrun-gen. Und diese geben ihrer Logik tatsächlich recht. Denn in Galizien sieht man eS zwischen Ruthenen und Polen und in Schlesien zwischen Tschechen und Polen und nun droht der Krieg zwischen Serben und Bulgaren, weil sie, wie die „Union' meint, sich an der Grenze nicht mehr recht unterscheide» lassen. Die Unverträglichkeit des Slawentums kommt in die Erscheinung, daS ist eS, wa» der serbisch-bulgarische Konflikt mit den ins österreichische übertragenen Beispielen lehrt. Der Slawe ist eben über-all, wo er auftritt, der Zanksüchtige, der Unverträg-liche nnd diese seine Charaktereigenschaften kann er auch dann nicht ablegen, wenn e» sich »m Blutsverwandte handelt. weibliche Jugendiirgnnisntion in Der SüiNnark. Der Gedanke, die alpenländische deut che Jugend frühzeitig sür die Südmarkziele zu gewinnen und voltserziehlich aus sie einzuwirken, ist nunmehr auch, nachdem sich bereits sechs männliche ZugendortS-gruppen gebildet haben, von der deutschen Mädchen-welt aufgefaßt worden und kam zum erstenmale in Graz zur Verwirklichung. Die am 24. Oktober 1912 im Sitzungssaal? der Südmark unter der begeisterten Teilnahme fast sämtlicher 96 Mitglieder vollzogene Gründung der ersten südmälkischen MädchenortSgruppe hat eine be-wnndernSweite Arbeitsfreude bei der weiblichen Zu-^end von Graz ausgelöst, über deren mustergiltige Tätigkeit wir an anderer Stelle berichten werden. Dank der eifrigen Werbearbeit der jungen Gruppe und der von ihr warm geförderten Per-breitung unseres Schutzgedankens hat sich die Mit. gliederzahl bereit? aus 188 erhöht, ein Umstand, der nicht allein duich die Ziffer selbst, als ganz beson-ders durch die Hingabe Bedeutung erhält, mit welcher Ausschuß und Mitglieder freudig und treu zusam-menwirken. Dieses schöne Beispiel innigster völkischer Be-geisterung hat rasch Nachahmung gesunden. In Villach, dem national so rührigen Mittelpunkte Ober-kärntenS, sand am 17. Mai die Gründung einer MädchenortSgruppe statt; sie wurde in einer glän-zend verlaufenen Feier festlich begangen. Auch dort, wo die seit 18 Jahren bestehende Frauengruppe un- Kaisers sei, was er mitbringe. Bismarck aber sagte gan; offen: „Nanu, mit diesem Briese wird unser j-tönig kaum zusrieden sein! Nach allem, was ihr hinter unserem Rücken geplant hat, durfte mein König-lichcr Herr auf ein ganz besonderes Versöhnung»-werk hoffen und erwartet, wie ich Ihnen sagen darf, das Großkreuz Ihres militärischen Maria Theresien-Ordens, welches seinem Vater nach der Schlacht von Leipzig zufiel. Uno der war doch nur Zuseher par diftance gewesen." Bismarck kannte seinen Herrn. Als Gablenz während der Audienz bei König Wilhelm l. das Handschreiben ehrerbietigst überreichte, srug der König mi> stummer Gebärd« nach dem Angebinde, und als er bestimmt wußte, was er vielleicht schon dnrch sein Dreigestirn erfahren haben dürfte, daß Gablenz weiter nichts bringe, wurde der einstige Günstling recht kühl entlassen. Das wäre nicht so schlimm ge-wesen, aber was in Wien darauf folgte, ist höchst beklagenswert. Bei feiner Rückkehr war Gablenz ehrlich genug, trotz der Warnung, die ihm von fei-nem Freunde Bellegarde zuging, dem Herrscher an» HabSburgS Geschlechte zu sagen, daß der Hohenzol-lernsttrst da» Großkreuz deS Maria Theresien-Or-deuS erwartet hatte. So vorsichtig in der Redeform sich Gablenz auch ausgedrückt haben mochte wurde es ihm doch verübelt, daß er sich quasi mit der Prätension des Preußenkönig» identifizierte, als er — der Kommandeur des Maria Theresien-Ordens darüber dem Großmeister Vortrag erstattete. Von diesem Momente an war Gablenz eine gefallene ermüdlich für unsere Sache tätig ist und ihren gründ-legenden Gedanken in Frauen- und Mädchenkreisen eifrigst fördert, hat die MädchenortSgruppe den besten Boden sür Erfolg und Gedeihen. Neben diesen beiden unter so schönen Vor-zeichen inS Leben getretenen MädchenortSgruppen wird sich in den nächsten Tagen eine dritte gleiche Gruppe bilden, und zwar unter der jungen Mäd chenwelt CilliS. Auch dort hat dieser Gedanke den lebhaftesten Anklang gesunden und eS dürste die Gruppe mit einer ähnlichen Mitglieder zahl wie in Villach (56) ihre Tätigkeit beginnen. Als sehr erfreuliche Tatsache ist eS zu verzeich, nen, daß in allen drei Fällen die FrauenortS-gruppen in den Mädchengruppen nicht, wie oftmals befürchtet wurde, eine Zersplitterung d.'r Kräfte, vielmehr eine warm und freudig begrüßte Mit« arbeiterschaft und gedeihliche Vorbereitung sür die eigene Gruppe erblicken. Es ist somit die Gewähr gegeben, daß Frauen-und MädchenortSgruppe» auch hier in schönem Zu-sammenwirken der Südmark dienen werden. Die Hauptziele der weiblichen Jugendorganisa■ tion sind in die Werbetätigkeit, den Vertrieb von WirtschaftSgegenstäiiden, überhaupt in die Kleinarbeit gelegt, doch soll ihr Augenmerk besonders auf die Wagenpflege und deren Förderung dnrch festliche Veranstaltungen für den Waisenfond gelenkt werden, wodurch die Südmark in die Lage kommen wird, die so wichtige Frage deS Waisenschutzes und der Waisenversorgung auszubauen und mehr Pfleglinge, als die jetzt vorhandenen Geldmittel gestatten, auf-zunehme». Ein weiteres Ziel der Mädchenortsgruppen, be-sonders in größeren Städten, wird die Weckung des völkischen Gedankens und die Einwirkung auf die noch jüngere weidliche Jugend fowie ihre frühzeitige Gewinnung zum späteren Eintritt in die Mädchen-ortSgruppe sein müssen. Wenn wir in dieser Weise der jungen Mäd-chenwelt gewisse Arbeitsziele vor Augen halten, so können wir sicher sein, daß sie, der ein so warmer und begeisterter Tatendrang innewohnt, dieselben mit allem Eiser, mit Hingebung un» Freude ver-folgen wird. Darum sei der weiblichen Südmarkorganisation an dieser Stelle das wärmste EmpfehlenSwort gesprochen und ihr eine für unsere Ziele hohe He-deutsamkeit beigemcssen. Mögen unsere deutschen Mädchen durch festen Zusammenschluß in den zu bildenden Gruppen den Beweis erbringen, wie ernst und wie warmherzig auch sie zur Sache unsere» Volkes stehen. Emma Rüßler. Politische A und schau. Die Freiheit des Adria Ausganges. In einem Aufsatz „Küstenbesestigungen und Flottenstützpunkte" in der letzten )!ummer ber Wochen-fchrist Deutsch-Oesterrcich, spricht sich der Kaiserliche Größe und wa» cr auf wiederholte Bitte von 1864 bis 1870 nicht erlangen konnte — feine Pension»-ruug — wurde ihm in ein kurzes Handdilleit ge-faßt, durch einen Hofgendarm in sein Wiener Äb-steigcqnarlier überbrachl. Hablenz war nun in einem Moment zu den Toten geworsen, wo er leben mußte, um seine Fa-milie erhalten zu können. In dieser verzweifelten 5i-tnation ließ er sich dnrch seinen Schwager EskaleS und andere Wiener Finanzgrößen dazu verleiten, den Tanz um das goldene Kalb, der eben in Wiea seine Orgien stierte, mitzumachen. Man benutzte sn> nen wohlklingenden Namen als Zierde für eine neu zu gründende Bank, die Wiener Seehandlung, an dereu Spitze mau Gablenz als Präsidenten stellte. Damit war fein Schicksal besiegelt. Der Krach vo» Jahre 1873 begrub einen tapferen un) siegreiche» General in gar unrühmlicher Weise unter feine» Schütte! Viel später im Jahre 1905 schrieb man mir aus Zürich, daß man dort eben daran gehe, den Friedhos auszulasfen, wo Gablenz 1873 nach dem Selbstmorde am Grabe seiner Mutter eine Ruhe-stätte gesunden. Es gelang mir, dem einstigen Aom-mandeur deS Maria Theresien OrdenS ein Grab rn Trautenau zu sichern. Niemand aber sand eS der Mühe wert, den einzigen Ueberlebenden au» dem Hauptquartier deS ruhmbedeckten KorpSkommvudan-ten zu der feierlichen Bestattung in Trautenau ein-zuladen." Nummer 45 jJcttiffljf Macht Seite 3 deutsche Admiral z. D. vreusing in sehr interessan» in Weise über daS jetzt so aktuelle Programm der Straße von Otranto, die österreichisch-italienischen und italienisch-griechischen Beziehungen anS. Er kommt dabei zu folgendem Schlüsse: In einem et-waigcn Kriege zwischen Oesterreich und Italien könnte mrc eine überlegene italienische Flotte an eine Blockade der Adria denken, nachdem sie zuvörderst die öfter-nichischc Flotte geschlagen hätte. Sie könnte letzterer unmöglich die Beherrschung der nördlichen Adria »hne Kampf überlassen und sich aus die Sperrung der Straße von Otranto beschränken. Die Opera-tionen der östereichischen Flotte würden sie bald ge-»ug zwingen, die Blockade auszugeben und sich gegen die semdliche Flotte zu wenden. Wenn aber nach vorangegangener Erringung die Seeherrschaft Italien zur Blockade der Straße von Otranto schreiten s«llte, dann ist dafür der Besitz der albanischen jiüste Otranto gegenüber ziemlich gleichgiltig. Die gegebenen Stützpunkte sür die Blockade sind dann der KriegShasen von Tarent nnd der Hasen von Lrindisi aus italienischem Boden, und nicht Balona, da» von der zahlenmäßig weit überlegenen österrei-chischen Armee vom nördlichen Albanien aus leicht «der Land zu erreichen wäre. Balona mußte daher, wenn eS als Stützpunkt dienen sollte, anch nach dem Lande zu sehr stark besestigt werden und eine ent-sprechende Garnison erhalten, wodurch ganz unnütze groß: Ausgaben entstehen würden. Oesterreich könnte nur zufrieden sein, wenn ein ihm seindliches Italien Aeld für die Besetzungen von Balona ausgäbe, statt e« für die Flotte zu verwenden. Und ebenso könnte auch Italien durchaus zufrieden sein, wenn Ariechenland oder ein Italien sreundlichcr Hintermann von Griechenland, statt ihre Flotte zu ver-stärken, gegcbcnensalls den Hasen zwischen Äorsu und dem Fcstlande beseitigen würden, wozu sehr erheb-liche Mittel nötig wären, Mittel, deren Höhe ebenso wie die gewaltigen Kosten moderner Flotte» von politisierenden Laien und nicht sachkundigen Politi-fern bei ihren politischen Kombinationen nur zu oft nicht in Rechnung gezogen werden. Der so geschas-seue Flottenstützpunkt, der übrigens, wenn der Hasen von Korsu nicht verfügbar wäre, genau so gut in vnschiedeuen anderen Haien der Westküste von Grie-chenland angelegt weiden könnte, wäre ebensowenig bedrohlich für Italien, wie irgendein anderer Flot-lenstückpunkl einer anderen Nation, denn wie gesagt, nicht die Seesestungen greisen an, sondern die Flot-teil. Italien mag allgemein den verständlichen Wunsch hab», daS Griechenland aus dem Balkankrieg mög-lichst wenig gestärkt hervorgeht; diesen Wunsch aber damit zu begründen, daß Griechenland aus dem neu gewonnenen Gebiete nne sür Italien gefährliche Seefestung anlegen könnte, ist nicht angängig. Ein maßgebendes Urteil über den serbisch bulgarischen Streit. )n der Wochenschrist .Deutsch-Oesterreich" ver-weist der Prosessor sür osteuropäische Geschichte an der Wiener Universität, HanS UeberSberger, ans eine sehr interessante Artikelserie ves russischen Historikers und Dumaabgeordneten Miljukow, der «ich dem russischen Minister des Aeußeru, Sassonow, sehr nahe steht. Die Erfahrungen, die Miljukow hier wiedergibt, sind schon auf einer Reise gesam-me», die er im vergangenen Herbste, bald nach Ausbruch deS Balkankrieges, nach dem Balkan unternommen hat, zunächst aber nicht veröffent-lichte. Die weitere Entwicklung der Dinge scheint ihm dies nun doch nahegelegt zu haben. Zur Charakterisierung der Hinterhältigkeit und heim-tückischen Art, in der Serbien vorging, weist er daraus hin, daß im Frühjahre vorigen Jahres Ser-bie» den Bündnisvertrag mit Bulgarien geschlossen habe, wobei Bulgarien Uesküb und Komanova trotz der auch Zort überwiegenden bulgarischen Bevölkerung an Serbien überlassen habe; aber schon Mitte September, also vor Ausbruch des Krieges und be-vor Serbien irgendwas von den „veränderten Ber-hältnisien", die sich nach der Meinung des Minister-Präsidenten Pasic während deS Krieges eingestellt hiiiten, ahnen konnte, richtete Serbien hinter dem Aücken der bulgarischen Regierung an die Groß-mächte ein Memorandum, in dem Reformen für Altserbien verlangt wurden, dessen Grenze iw Süden bezeichnender Weise Ochrida, Kruschewo und Pnlep einschließen, Gebiete, die mit Altserbien nicht daS geringste zu tun haben. Sehr interessant ist auch die Art, wie Proseffor Cvijic, der Geograph der Belgrader Universität, seine wissenschaftlichen Ueber-zeugungen nach den politischen Bedürfnissen der IT serbischen Politik änderte. Im Oktober 1912 ver-trat er in einem Aussatz in der „Roview of Review", der auch in serbischer Sprache erschien, Anschauungen, die mit dem Bündnisvertrag an-nähernd übereinstimmen. Nach den ersten Erjolgen der Serben verschwand diese Broschüre vom Bücher-markt und an ihrer Stelle erschien eine zweite Aus-läge, in der die entscheidende Stelle über die Ab« grenzung bereit» weggelassen wurde. Im März 1913 erschien nun ein Aufsatz von Cvijic in den „Petermannschen Mitteilungen", die sich wunder-barerweise für diefe uuwissenschastlichen Zwecke mißbrauchen ließen, ein neuer Artikel, nach dein auch Ochrida, Kruschewo und Prilep bereits serbisch waren. Die Stellungnahme Miljukows ist politisch nicht bedeutungslos, denn sie spiegelt den Wandel wieder, der sich zweifellos in der Stellung der russischen Gesellschast zu den serbischen Schutz, besohlene» vollzogen hat. Ans Stadt nnd Land. Aus dem Postdienste. Der Postmeister Hermann Goll in Neuhaus bei Cilli wurde auf sein Ansuche» in gleicher Eigenschaft nach Wöllan übersetzt. Todesfall. Der auch in Cilli wohlbekannte Gutsbesitzer auf Schloß Ponigl k. u. k. Hauptmann d. 9t. Adols Auffarth starb am 31. Mai abends in Bad Gastein und wurde am 2. d. aus den dortigen evangelischen Friedhos beerdigt. Verschiebung des Termines zur Ueberreichung der Personateinkommen steuer und Rentensteuerbekenntnisse für das Sleueijahr 1913. DaS Finanzministerium hat die Frist zur Ueberreichung t er Personaleintonimen-steuer» und Rentensteuerbekenntnisse sür vaS Steuer-jähr 1913 weiters bis Ende Juli d. I. verlän-gert. Die Bekenntnisse wollen daher auch freiwillig vor Kundmachung des neuen Gesetzes nicht einge-bracht werden. Freie Distriktsarztstellen. Der Landes-auSschuß schreibt die zu besetzenden Distriktsarzt-stellen aus. Die Distrikisärzte haben Anspruch aus einen Grundgehalt von 1200 K und sechs Dienst-alterSzulageu nach je sünsjähriger Dienstzeit im Aus-maße von 100 K. verloren wurde anläßlich des am Sonntag den l. d. beim Erjautz staitgesundenen Konzertes der Eillier Musikvereinskapelle ein Schirm. Der red-liche Minder wolle den Schirm gütigst bei der Cillier Polizei abgeben. Wohnungsvergebung an Fremde. Da Eilli bereits zu einer sehr beliebten Sommerfrische geworden ist, was schon aus dem alljährlich l ärker werdenden Besuch zu schließen ist, so werden zur Unterbringung der Sommerfrischler schon eine große Anzahl von Sommerwohnungen benötigt. Um sich eine solche vorzeitig zu sichern, pflegen die Fremden schon lange vor ihrem Eintreffen in Cilli Anfragen an den hiesigen FremdenverkehrsauSschuß zu richten, woraus meistenteils schon auf brieflichem Wege Woh-nungen gemietet beziehungi weise vermietet werden. ES ist daher von besonderem Vorteile, wenn alle jene Parteien, die Sommerwohnungen zu vergeben gedenken, diese schon jetzt in der Buchhandlung Fritz Rasch oder beim Stadtamte (Kanzlist Anton Stryeck) anmelden, damit den Fremden größere Auswahl ge-boten werden kann und damit die Vergeber ihre Wohnungen leichter an den Mann bringen können. Bisher sind schon 4l Wohnungen angemeldet und davon bereits 10 vergebe«. Die WohnungSvermitt-lung geschieht kostenlos, nur mögen alle jene, die eine Wohnung angemeldet und sie später vergeben haben, auch so liebenswürdig sein, die Vergebung bei den Anmeldestellen anzuzeigen, damit nicht, wie schon oft, der unangenehme Fall eintritt, daß man den Fremden Vermieter anempfiehlt, die dann keine Wohnung mehr zu vergeben haben. AuskunslSstellen sind: Fritz Rasch. Buchhandlung, Cast- Merkur und Anton Stryeck, Stadtamt. Preisschiehen der Schützen des hie-figen Gymnasiums. Für daS Preisschießen der Schütze» deS hiesigen Gymnasiums ist nun endgiltig der kommende Samstag, der 7. d,, bestimmt. Sollte die Witterung gänzlich ungünstig sein, so findet da» Fest am Sonntag daraus statt. Um 2 Uhr rücken die Schützen unter Borantriit der Landwehrmarsch-musik aus die Militärschießstäite ab, wo das Preis-schießen um 3 Uhr beginnt. Während des Schießen» wird die Musik einige Stücke zum besten geben. Da auch der Wirt verständigt wurde, so ist für Speise und Trank ausS beste vorgesorgt. E* seien nochmals alle Freunde des Schießwesens herzlichst eingeladen. ES wird gebeten, die Beste an Professor Alfred Greil, Cilli, Deutsches Studentenheim, einzusenden. Die Preisprüfung aus der steier-märkischen Beschichte am hiesigen Staatsgym- nasium fand am 31. Mai unter dem Vorsitze de» t. f. RegierungSrates Direktor Prost statt. Zum Wettbewerb hatten sich die Schüler der vierten Klaffe Galvagni Ennio, Muhri Erich, Stanek AloiS, Bollouschegg Joses und Wenedikter Ludwig gemel-bet, von denen die Schüler Wenedikter Ludwig und Muhri Eril) die vom steiermärkischen Landeiaus» schusse gestifteten silbernen Medaillen erhielten. Da die Leistungen der übrigen Preisbewerber ebensalls durchaus vorzügliche waren, so wurden sie mit Buch-preisen bedacht, die die Gymnasialdirektion und der Examinator gespendet halten. Deutsche Hochschulnot in Oesterreich. Unter diesem Titel, so schreibt die Wochenschrift „Deutsch-Oesterreich" in ihrem letzten Hefte, ist eine interessante Broschüre des Grazer Universität«-prosessors Gürtler erschienen; sie gibt ein Reserat wieder, das der Berfasier der „Bereinigung deut-scher Hochschullehrer* in Graz erstattet hat. Gürtler hat den Beitrag der Deutschen zu den StaatSein-nahmen mit 1123, den der Nichtdeutschen mtt 520 Millionen jährlich ermittelt. Da diese Zahlen von gegnerischer Seite sicherlich Ansechtung erfahren werden, wäre es dankenswert, wenn der Bersasser die Methode, nach der er zu diesen Zahlen gekom-mcn ist, eingehender darlegen würde, umsomehr, als es sich ja hier um eine auch in anderen Belangen sehr wichtige Feststellung handelt. Da nun der jähr» liche staatliche Answand für die dentsche» Universitäten und technischen Hochschulen l4 8 Millionen, der sür die nichideutschcn Anstalten gleicher Art 9 9 Millionen beträgt, so müßte der Auswand für die deutschen Hochschulen um 6'7 Millionen erhöht werden, um die Deutschen ihrer Steuerleistung ent-sprechend zu berücksichtigen. Wobei »och gar nicht in Betracht gezogen ist. daß die deutschen Hoch-schulen auch von Nichtdeutschen in starkem Maße benutzt werden, während das Umgekehrte kaum der Fall ist. Besonders kraß ist die Verkürzung be, den technischen Hochschulen, wo dem Aufwand von 3 4 Millionen für deutsche Anstalten ein solcher von 3 7 Millionen für nichtdeutsche gegenübersteht. Und unter diesen Hochschule» gibt eS besondere Stiefkinder, wie zum Beispiel die technische Hoch-schule in Graz. Wenn man den Reichsdurchschnitt des AuswandcS für die technischen Hochschulen mit 1000 ansetzt, so erhält die Grazer Hochschule 487, die Prager tschechische Technik aber 1-82; bei einem Durchschnitte von 100 für die Zahl der Extraordinariale füllt auf erstere die Ziffer 25, auf letztere 238. Und in dieser hohen Ziffer der Extra-ordinariate steckt auch schon wieder der Keim küns» tiger tschechischer Hochschulen. Wobei das Elend, das gegenwärtig unter den tschechischen Technikern herrscht, wutlich zur Genüge beweist, wie wenig selbst die zwei tschechischen Anstalten dieser Art einem wirklichen Bedürfnisse entsprungen sind. Arge Ausschreitungen von Soldaten. Am 1. d. nach 5 Uhr nachmittags entstand im hie-sigen Gasthause des Martin Janschek in der Brunnen» gasse zwischen einem Arbeiter und zwe> Jnfante» risten deS hiesigen Landwchrbataillons wegen einer Dirne ein hestiger Wortwechsel, wobei sich die Zn-fanteristen äußerst frech und renitent benahmen. Sie wollten auch gleich mit den Bajonetten aus den Zivilisten loSgehen. Einer der beiden ergriff auch ein Doppelliterglas und wollte es aus den Gegner schleudern. Einem ZugSsührer des 87. Jnianterie» regimeitteS. der sosort herbeigerusen wurde, gelang es unter eigener Gesahr, die Ruhe wieder herzu-stellen. Er ließ die Bereitschaft deS 87. Infanterieregimente» holen, die die Exzedenten au» dem Gast» Haufe schasste und sie hinter Schloß und Riegel brachte. Warnung vor unreellen ausländi-sehen Patentdureaus. Der Handels- und Ge-werbekammer in Graz sind insbefonders in letzterer Zeit zahlreiche Fälle bekannt geworden, in welchen heimische Interessen durch schwindelhasteS Borgehen ausländischer PatentbureauS und Patentverwer-tungSgesellschasten schwer geschädigt wurden. ES wird daher den Interessenten des Kammersprengel» dringeudst empsohlen, bevor sie mit ausländischen PatentbureauS und Patentverwertungsgesellschaften behnsS Erwerbung oder Verwertung von Patenten in Berbindung treten, Auskunft über d,e Vertrauenswürdigkeit dieser Bureaus und Gesellschaften einzuholen. Lichtenwald. Am kommenden Sonntag sin-bet hier im Saale deS Neuheim um 5 Uhr nachmittag» ein evangelischer Gottesdienst und in Berbin-dung damit die erste Konsirmation»feier statt. Seite 4 öeuische Nummer 45 Dritte internationale pharmazeuti sche Ausstellung in Wien. Die Handel«, und Gewerbekammer in Graz teilt mit, daß die dritte internationale pharmazeutische Ausstellung vom 6. bis 28. September in den Sälen der k. k. Garten-baugefellfchaft in Wien stattfindet. Ausstellung»-prospekt und Ausstellungsbestimmungen liegen bei der genannten Kammer zur Einsichtnahme auf. Günstiger Gelegenheitskauf im Un-terlande. Unweit von Pölifchach ist ein schöner Besitz mit Gasthaus- und Kaufwannsgefchäft (neun Joch Wald-, Wiesen- und Ackergrund, ein Joch Weingarten) billig zu kaufen. Der Boden enthält zudem ei» reiches Steinkohlenlager. Da mehrere slowenische Sparkassen die Erwerbung der Realität beabsichtigen, feien deutsche Käufer aus diese günstige Gelegenheit aufmerksam gemacht. Mit dem Messer. Am 1. d. kam eS in einem Gasthause in Dreschendorf bei Cilli zwischen mehreren Gästen zu einem heftigen Streit. Als man beide streitenden Parteien aus dem Lokale brachte, versetzte der Knecht Johann Solak aus Dreschendorf dem Fuhrmann Anton Kolaric in Cilli einen gewal-tigen Messerstich in den Rücken, so daß dieser schwer verletzt sofort in da« hiesige Krankenhaus gebracht werden mußte. Der Täler wurde verhaftet. Der verkannte Partezettel. In der Ausgabe vom 27. d erzählt die „Marburger Zei-tung" folgende ergötzliche Geschichte: Der letzte Hunderter, dessen Anbruch in den Kasernen sestlich be-gangen wird und zu allerlei Allotria Anlaß gib», bedeutet den ersten von den letzten hundert Tagen einer dreijährigen glorreichen Militärdienstzeit. Einer der gebräuchlichsten Ulke besteht in der Absendnng «ine» Parte an die Eltern oder die nächsten Ber-wandten und Bekannten, der ähnlich wie die Parte des Prinzen Karneval in unzähligen drolligen Variationen das Begräbnis des „letzten Hunder-terS" verulkt. Ein solches Parte bekam nun Freitag abends auch ein biederer WirtschaflSpächter in Raben-Hof bei Sl. Veit am Vogau, der Baler Leitn«, von seinem Sohne David, der Korporal in der 12. Kom-pagnie des 47. Infanterieregimentes in Marburg ist; auf dem Zettel stand zu lesen, daß der „letzte Hunderter" zu Grabe getragen wird. Unterschrift des Sohn-KorporalS als Leidtragenden. Der gute Landmann nahm den Witz ernst und war zu Tode erschrocken. Der David ist gestorben! Ohne den Zettel näher zu besehen, legten er und seine teure Hälfte Trouerkleider an und begaben sich zur Sta-tion Spielfeld, um nach Marburg zu fahren. Aus dem Wege zur Station teilten die Leilnerleute auch noch der Taufpatin, der Besitzerin vulgo Gräfin, daS traurige Ereignis mit, worauf diese und ihre Tochter so rasch als möglich Trauertoilelte machten und schleunigst mit den trauernden Eltern den Bahn-Hof zu erreichen suchten, denn um halb 8 Uhr sollte das Begräbnis sein. In Marburg angekommen, eilten sie sogleich in die Kaserne, um ihren verstor-ben geglaubten Sohn noch einmal zu sehen und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Zu ihrer neuen, aller-dings frerldigsten Ueberraschung fanden sie den ge-liebten David fröhlich und heiter unter seinen Käme-raden und halsen gleich, nachdem sie schon einmal zu einem Begräbnis gekommen waren, den „letzten Hunderter' in sröhlichem Naß begraben. Hochenegg. (SchulverelnS-Geburts-tagsfeier des deutschen Kindergartens.) In recht sinniger, reizender Art seierte am 31. Mai der deutsche Kiudergarte» den 33. Geburtstag seines große» Gönners. Es war eine Freude zu sehen, wie nett all die Kleinen ihre Spiele, Lieder und Berse vortrugen und wie erfolgreich sie die liebe-volle Umsicht des Fräulein« Mary Prugger zu strammen, deutschbewußten Kindern erzieht. Die gütigen Spenden der Frauen Eigl und Ad. Zottl und des Herrn Trattnig haben auch noch eine reich-liche Bewirtung der Zöglinge ermöglicht. Schönstein. (Jahrhundertfeier.) An-läßlich der Jahrhundertfeier veranstaltet die OrtS-gruppe Schönstein des Deutschen Schulvereines am 14. und 15. d. ein SchulvereinSsest mit folgender Festordnung: Am 14. abend«: Festversammluug im Deutschen Hause; Begrüßung; Theater: „Deutsche Treue" von Th. Körner; Festprolog; Der Kamps umS Deutschtum und der Deutsche Schulverein; Borträge des MännergesangvereineS „Liederkranz" und des Schönsteiner SalonorchesterS. Sonntag den 15. d.: Bormittags Ausflüge in die Umgebung nnd Frühschoppen im Gasthause Skasa; um 2 Uhr nachmittag« Begrüßung der Gäste am Bahnhofe und Abmarsch zum Festplatze. Hierauf Gartenfest, abends Tanzunterhaltung. Die Musik zum Garten-fest besorgt die vollständige Cillier Musikkapelle. Zu diesem Feste ist jeder Deutsche herzlich willkommen. Konzert der MufiKvereinsKapelle. Am Sonntag den 1. d. veranstaltete der Mustkver-ein ein Blechmusikkonzert im Garten de« Erjauz in Unterkötting. Der überau« zahlreiche Besuch, dessen sich dieses Konzert erfreute, ist der beste Beweis da-für, wie sehr die Bevölkerung unserer Stadt für derartige Beranstallungen eingenommen ist. Es wäre zu begrüßen, wenn der Musikverein auch fernerhin öfter« bald da, bald dort in der Umgebung der Siadt solche Konzerte geben würde. Sie werden gewiß ftctä lohnend sein und auf einen zahlreichen Besuch wird jedesmal schon wegen deS gewählten Programmes zu rechnen sein. Windischfeistritz. (Die beiden Ort«-gruppen des Deutschen SchulvereineS) hielte» am l. d. ihre Hauptversammlungen ab. Die Anwesenheit deS ReligionslehrerS Almer aus Böller-markt, der als Festredner bei dieser Versammlung .auftrat, gab die Weihe de« Abends. Beim Nachmit» tagsfchnellzuge begrüßte der Obmann Schiestl die in großer Zahl erschienenen Bölkermarkler und die Sängerriege des deutschen Turnvereines brachte den Begrüßungschor den Fremden dar. Der große Saal in Neuhold« Gasthaus hat sich diesmal« als zu klein erwiesen und e» mochten mehr als 200 Festleilnehmer gezählt worden sein. Fräulein Dor. Sternberger be-grüßte die Versammlungsteilnehmer mit dem Schu-bert'schen SchulvereinZ-Prolog. Oberlehrer Schiestl als Obmann der Männer-Ortsgruppe hieß im Na-men seiner und der Frauen-Ortsgruppe den Festred-ner, die vielen Gäste, insbesondere jene von Völker-markt mit dem SchuIvereinSobmanne Kandl Ober-und UnlerpulSgau mit Bürgermeister Sichert. Ehren-Hausen mit Obmann Müller, Gonobitz mit Obmann Dr. Lederer, Hölldorf mit Obmann Baumann, Ober-feistritz mit Schnflwart Hofmann, Pettan mit Zahlmeister Dr. von Plachki, Pragerhol mit Obmann Kreck, Brunndorf mit Gauobmann Mayer herzlichst willkommen. Bürgermeister Stiger freute sich, eine so stattliche Anzahl sremder Volksgenossen namen« der Stadlvertreiung begrüßen zu können und ver-stand es, mit wohlgefetzien Worten die KampfeSweise der wendischen Priester ,« beleuchten Nach Erstattung des Jahresberichte« der Ortsgruppen ergriff ReligionSlehrer Almcr das Wort. Er führte in ker-uigeu und feurigen Worten den Zweck feines Er-scheinen« aus und meinte, er sei nicht gekommen, um über die Ziele und Zwecke de« Deutsche» Schul-Vereines zu sprechen, sondern er sei gekommen, weil die Erfahrung lehrt, daß ein einfaches schlichtes Wort bei ernsttr Gelegenheit gesprochen, das vom Herzen kommt, wieder zum Herzen geht und dort haftet für da« ganze Leben. Unsere Zeiten sind nun ernst geworden u«d wir müsfen deshalb für die Erfolge der Schutzvereinc bemühl bleiben. Er warf einen schärft» Blick auf die Weltlage und auf die Stellung der Deutsche» im Reiche und in Oesterreich und wußte die Folge» der flämische» Ge» fahr geradezu meisterhaft zu beleuchten. Nachdem er auch die Gefahr des TrialiSmuS erwähnt hatte, wußte er mit beredten Worten die Wichtigkeit der deutschen Schule für Haui und Familie zu schildern. Der Redner. Religionslehrer Almer, führte weiter aus, daß die völkische Arbeit geradezu ein Ratur-gefetz ist und daß man daher von der Natur aus angewiesen ist, für fein Volk einzutreten, und es ist daher eine Ehrensache und die heiligste Pflicht eine« jeden Deutschen, sei er reich oder arm, fei er Akademiker oder Arbeiter, auch für fein angestamm-teS Volk jederzeit einzutreten. Der Redner dankte zum Schlüsse für die liebevolle Aufnahme aus dieser hartbedrängten Scholle und versicherte der Versammlung, daß die Stunden, die er in Windischfeistritz zugebracht hat, die schönsten seine« Leben« fein wer-den, und eS würde ihn kindlich freuen, wen» er dazu beigetragen hätte, daS nationale Empfinden, da« Zusammenarbeiten der Deutschen gefördert zu haben. Der Redner schloß seine zweistündige glän-zende Rede unter stürmischem Beifall. Bürgermeister Stiger und Oberlehrer Schiestl dankten für die be-geisternde Rede und sagten, daß es der Seltenheit, einen völki'chen Redner in katholischer Priesterklei-dung am Rednerpulte zu fehen, zu verdanken ist, daß die Versammlung einen so außergewöhnlichen Besuch auszuweisen hat. E« sprachen dann Gauob-maun Mayer, die SchulvereinSobmänner von Ehrenhausen, Pragerhof und Völkermarkt. Dr. Janeschitz, Obmann der Windischseistritzer SüdMitrkorlSgruppe, forderte alle Anwesenden auf. für den Schutzver-einsgedanken einzutreten und alle) zu meiden, was den Gegner wirtschaftlich groß macht. Er verurteilte in richtiger und fcharfer Weife die Verlogenheit der gegnerischen Blätter und die letzten Angriffe gegen zwei ehrenwerte Bürger und Beamte. Eine zugunsten de« Deutschen SchulvereineS eingeleitete Sammlung ergab 115-49 K und zugunsten der Südmark 20 In den beiden Ortsgruppen wurden die Aemter-führer wiedergewählt. Bei Liedersang blieben die Festteilnehmer bis in früher Morgenstunde bei-sammen. Monatsauswels des Einlagenstande» gegen Kassenscheine und Einlagsbücher der k. k. pri». Böhmischen Unionbant: Stand am 31. Mai 1913 . . K 66,618.58143 Vermischtes. Für tschechischen Gottesdienst in Wieni Wie das Prager erzbischöfliche Organ mel-bet, hat die Aktion aus ständigen tschechischen Goi tesdienst in Wien neuerdings eine wesentliche Förde-rung erfahren. Zu der 100.000 K-Spende de« Pro-tektors Grafen Johann Harrach ist eine von 10.000 Kronen gekommen, die ein tschechischer Geistlicher au« Iüdmähren für denselben Zweck gewidmet hat. Daß die Aktion nur nationalen Hintergrund hat. erhellt daraus, daß die ZivaostenSka banka 70 O'JO Kronen vorgeschossen hat! Einweihung des Leipziger Völker» schlachtdenkmals. Die Feier der Einweihung des Leipziger VölkerfchlachldenkmalS am 18. Oktober erregt nicht nur in ganz Deutschland ein lebhaftes Interesse, sie findet auch, wie aus zahlreichen Zu-fchriften an den Deutschen Patriote.ibund hervor-geht, unter den deutschen Stammesbrüdern der öfter-reichifchen Monarchie starke Leachtung. Besondere Einladungen zu der Feier an irgend welche Ge« meinde-, Vereins- und Berufsvertretungen kann der Deutsche Patriotenbund, der Erbauer des Leipziger Denkmals, aus praklifchen Erwägungen heraus nicht erlassen. ES ist aber jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau zu der Feier willkommen, und Fest-teilnehmet aus den österreichischen Landen, die ja einen so bedeutsamen Anteil an der deutschen Frei-heiiSbewegung im Anfang de« vorigen Jahrh»»» dcrl« gehabt haben, können einer befonderS herz-liehen Aufnahme gewiß sein. Da« Recht zur Teil-»ahme wird durch Lösuug einer Festteilnehmerkarte zum Preise von 5 Mark (6 Kronen) sür Emzel-Personen und 3 Mark (3 60 Kronen) sür Mit-gliever geschlossen auftretender Vereine erworb?». Hierfür erhält ber Festteilnehmer außer dem Rechte der Beteiligung an der Festfeier eine etwa acht Bogen starke wertvolle Festschrift und eine broirzene Festdenkmünze, Festgaben, deren Wett allein den Betrag der Teilnehmerkarte um etwa daS Doppel« übersteigt. Ferner stehen noch 2400 »ummerierte Tribüneiiplätze (zu je 105 Mark oder 124 Krone») zur Verfügung. Bestellungen bittet man so ball als nur möglich an die Geschäftsstelle des Deutschen Patriotenbundes, Leipzig, Blücherstraße 11, zu rich-ten, die Anmeldebogen versendet und zu jeder wä-leren Auskunft gern bereit ist Zwölf Hagelkörner auf ein Pfund. Es gibt ein englisches Sprichwort, da« vom engli-scheu Sommer sagt, daß aus „drei schöne Tage !»-mer ein Gewitter mit Hagelschauer folgt*. Der heurige Sommer scheint die Wahrheit dieses Sprich-wortes stark unterstreiche» zu wolle»; denn an Ha-gelstürmen hat er schon jetzt den Bewohnern des Ei-lande« schon genug gebracht. Ein Hagelschauer, bei dem die Hagelkörner die Giöße von Hühnereiern er-reichten, ging dieser Tage in Nord Essez nieder und zahlreiche Vögel, ja selbst Kaninchen fielen diese» unheimlichen Geschossen deS Himmels zum Opfer. Auch drei Menschen sollen Kopsverletzungen erlitte» haben. Einer Londoner Zeitung teilt ein Landwirt mit, daß er die Hagelkörner gewogen und gesunde» habe, daß 12 Körner auf ein Pfund gingen. Gewalttaten ruffifcherBanditenin Gali zien. Aus Krakau wird gemeldet: Als Sami> tag nachmiltags der Kassier Leon LewinSkq der lengruden Lierrol von Trzebinia in einem Wage» nach de» Kohlenwerken fuhr, um die AuSzablunz der Wochenlöhne vorzunehmen, wurde daS Gefährte im Walde von drei maskierlen Banditen Überfall«, welche den Kutscher und den Kassier mit vorgehal-tenen Browningpistolen beruhten und eine LeideSoisi-tation der beiden und deS Wagens vornahmen, wo bei sie die Kasfeschlüffel raubten. Daraufhin bestiegen die Banditen den Wagen, gaben auf den Kassie: und Kutscher mehrere Revolverschüfse ab, ohne jedoch zu treffen, suhren in die Werkskanzlei, lud«» die e'ierne Kasse auf den Wagen und fuhren davon. Die Kasse wurde fpäter im Wald« erbrochen und und ihre« Inhalte« ganz beraubt aufgefunden. Räuber sind über die Grenze nach Rußland hinüber geflüchtet. Nummer 45 Oeni'-cke Macht Seit« 5 Die österreichische Tabakregie. Wie der SektionSchef und Generaldirektor Dr. von Scheuchenstuel in einem Aussatz der „Westermann-scheu Monatshefte" ausführt, arbeitet die Tabak-regie Oesterreichs jetzt mit einem Nutzen von 200 Prozent. Im Jahre 1912 umfaßte der Ge-samtüberschuß der Regie die gewaltige Summe von 289 Millionen Kronen. Das österreichische Tabak-Monopol ist ein vollständige». Es umsaßt Anbau, Verarbeitung und Verschleiß deS Tabaks. Der Tabakbau ist in Galizien und in der Bukowina gestattet, wo Pfeifentabak, etwa« Zigarren- und Schnupftabak gebaut wird, dann in Südtirol, wo ausschließlich Schnupftabak, und in Dalmatien, wo Zigarettentabak gedeiht. Tie Ernte muß zu sestge-fetzten E>n!ösungspreifen an den Staat abgeliefert werden. Im ganzen sind beim inländischen Tabak« bau nahezu 54.000 Pflanzer beschäftigt, an die jährlich etwa 5 Millionen Kronen für eingelösten Tabak ausgezahlt werden; außerdem werden in Ungarn jährlich etwa 24.000 Hektar mit einem Ertrage von durchschnittlich 13 Millionen Kronen für Rechnung Oesterreichs bebaut. Für rund 40 Millionen Kronen kauft die österreichische Tabak-regie jährlich ausländischen Tabak. Aus der Türkei, aus Brasilien, Manila, auS Havanna, Kuba, Nordamerika, endlich aus Sumatra und Java wird der Tabak teils auf großen Auktionen, teils im Wege öffentlicher Konkurrenzen, aber auch durch direkten Markteinkauf erworben. Mit der Verarbeitung der Rohstoffe sind 30 Fabriken beschäftigt. Jährlich werden rund 1200 bis 1300 Millionen Zigarren, 6 Milliarden Zigaretten, 250.000 Doppelzentner Rauchtabak und 11.000 Doppelzentner Schnupf« tabak hergestellt. Derzeit erzeugt die österreichische Regie 39 Zigarren» nnd 22 Zigarrttteuforleii, 28 Gattungen Rauch- nnd 24 Gattungen Schnupf, tabak. 750 Beamte, 450 Diener und 40.000 Arbeiter, von denen ungefähr 86 Prozent dem weib-lichen Geschlecht angehören, sind in diesem großen Betriebe beschäftigt. Durch Massenabsatz wirken von den Regiezigarre» die „gemischten Ausländer", gemeinhin „.'urze" genannt (6 Heller), die „Porto-rico (3 Heller) nnd die „Kuba" (ll Heller), die mit einem Jahresverfchlciß von ungefähr 330, 200 und 150 Millionen Stück nahezu zwei Drittel des ganzen österreichischen Zigarreuverbrauchö bestreuen. Diesen Ziffcrnprotzcu entspricht unter den Zigaretten das Kleeblatt „Ungarische", „Drama" und „Mem« phiS" mit einem JahreSverschleiß von rund 130ü, 1100 und 300 Millionen Stück. Von den Zigaretten zeichnet sich durch ihren Massenabsatz die „Sport" aus. Vor der im Jahre 1911 durchgeführten Preis, erhöhung hatte die „Sport" einen jährlichen Absatz von wehr als 3 Milliarden Stück, eine Ziffer, die von keiner anderen Zigarette der Wett erreicht worden war. Hintereinander aufgereiht hätten diese 3 Milliarden genügt, um den Aeqnalor siebenmal zu umspannen. Auch heute uoch wird die „Sport", obwohl sie feit der Erhöhung ihres Preises auf 3 Heller einen großen Teil ihres alten Publikums an billigere Sorten verloren hat. mit einem JahrcS-verschleiß von 1600 bis 2000 Millionen Stück zu den verbreitetsten Zigaretten aller Länder gehören. Lieber ein Fremdwort falsch als e i r, deutsches Wort richtig! Nach der freilich feiten eingestandenen Aiisicht vieler Deutscher umgibt das fremde Wort ein Hauch von Vornehm' hcit, der dem entsprechenden deutsche» Worte fehlt. Und da nun die Gebildeten durch ihre Mißachtung heimische» SprachguteS ein schlechtes Vorbild geben, so darf man sich nicht wundern, wenn die Halbgebildeten, die wenigstens den Schein der Bildung «wecken möchten, mit Vorliebe das Fremdwort gebrauchen; denn durch nichts kann ja der Deutsche feinen Unterschied vom „Volke" leichter und be> quemer zeigen als durch ein klangvolle» Wort a»S fremden Zungen. Lieber ein Fremdwort falsch als ei» deutsches Wort richtig! Am harmlosesten mag noch die falsche Aussprache sein, die beispielsweise dem Telephon (mit ng), der Revanche und der Branche (mit französischem stimmhaftem g) zuteil wird; fchlimmer, weil die Fälle häufiger sind, ist die falsche Schreibung, die uns so oft auf Speise-karten begegnet (Ham aux eggS oder gar Hemetex für Ham and eggs, Omelette aux non siture für Omelette aux confitnreS, Bomfree für PommeS stite« und anderen mehr) oder in ZeituugSanzcigen, wo zum Bnspiel ein Schneidermeister — ich führe hier überall uur wirklich Geschehenes an — „Telia- | medcoftüa«" (tailor made!) anpreist, eine Schirm- j fabrik ihre En tu-caS (Ent tout-caS) empfiehlt oder gar ein sehr „vornehmer" Gafthos seine priminente (prominente — der Mann denkt offenbar an prima) — Lage rühmt und so fort. Nnd wie häufig kommt es vor, daß jemand ein sremdes Wort, da» für ihn ein bloßer Schall ist, weil e» keinen Zusammenhang mit bekannten Begriffen hat. mit einem ähnlich klingenden vertauscht und dadurch sich lächerlich macht! Da berichtet eine Zeitung, daß beim Erd-beben in Konstanz die Statuten (Statuen) vom Postgebäude herabgefallen seien; eine andere be-zeichnet eine Sängerhalle als ein dreifchiffigeS, basiliskenartiges Gebäude (Basilika!). Da sragt mich ein Barbier, ob ich schon den neuesten Fanteuil (Feuilleton) in der Zeitung gelesen hätte; da spricht einer, der ganz gebildet tun möchte, von Koniseren (Koryphäen) der Wissenschaft. Ein Diener, dem Nachlässigkeit vorgeworfen wird, kann nicht Pergament (permanent) am Apparat stehen; eine Frau glänzt mit ihrem Neffen, der dnrch seine Siege aus allen Rennplätzen der Champignon (Champion) Deutschlands geworden fei, eine andere freut sich über den sterilisierten (stilisierten) Adler am Rathause, ein Geschäft empfiehlt Weine reno-vierter (renommierter) Häuser, usw. bis ins Unend« liche. Und wie leicht hätten sich alle diese Leutchen den Spott, der sich natürlich reichlich über ihr Haupt ergossen hat, ersparen können, wenn sie dentsch gesprochen hätten! Aber wo bliebe die — Vornehmheit? Graf Zeppelin fliegt nach Wien. Graf Zeppelin wird bereits in der nächsten Zeit mit dem Schiffe „Sachsen" der Stadt Wien seinen längst geplanten Besuch abstatten. Graf Zeppelin hat Diese Absicht bereits dem Kaiser bekanntgegeben. Ueber-die« hat der Vorsitzende der Deutfchen Zeppelin-Gesellschaft den Präsidenten deS Oesterreichischen flugtechnischen Vereines Generaldirektor Alexander Cassinone verständigt, daß vom 9. d. an das Schiff „Sachsen" in Baden Baden bereitgestellt fein wird, um bei günstigen WitterungsverhäUnisseu nach Wien abzureisen. Geplan' ist der Antritt der Reife nach Mitternacht, so daß das Luftschiff dann nachmittags in Wien am Flugfeld« in Aspern eintreffen würde. Der „Sachsen" fährt unter Führung des Grafen Zeppelin selbst, in dcfsi'N Begleitung sich seine bewährten Mitarbeiter Dr. Hugo Erckener und Ober. Ingenieur Dürr befinden weide». Es wiid Vorsorge getroffen, daß das Schiff „Sachsen" einen vieruud zwanzigstündigen Aufenthalt in Wien nehmen rann. Sollten die Wettervcrhältnifse zwischen 9. und 15. d. sehr ungünstige sein, so wird Graf Zeppelin gebeten werden, seinen Besuch in Wien in den Tagen nach dem 22. d. abjustatien, da in der Zeit zwischen i 5. und 22. d. die Flugmeeling in Aspern statt-findet. Gras Zeppelin plant bei dieser Gelegenheit eine große Fernfahrt mit dem „Sachsen". Der Flug soll von Baden Baden nach Wien, von Wien nach Berlin »nd von Berlin voiaussichilich wieder in die ständige UnterknnfiSstation des Luftschiffes nach Leipzig gehen. — Graf Zeppelin hat an den Wiener Magistrat eine Zuschrift gerichtet, in der er der Hoffnung Ausdruck gibt, zwischen dem 9. und 13. d. den Flug »ach Wien zu unternehmen. Nach einem Paradeflug über Schön!» uirn werde er eine» Rund-flug über Wie» ausführe» und dann auf der Simmeringer Heide landen. Bürgermeister Dr. Weis-kirchner erwiderte telegraphisch, die Gemeinde Wien freue sich außerordentlich, Graf Zeppelin begrüßen zu können. Londons Riefelt verkehr. Der Londoner Graffchaktsrat hat an zwei der belebtesten Stelle» der englische» Hauptstadt feststellen laffe», wie groß der Verkehr a» Fahrzeugen innerhalb der Zeit von 3 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends ist. Die bei» den Stellen find die Vereinigung der Wellington. Street mit dem Strand und der souihamptou«Row mit Holborn. Täglich passieren die Krenyingsstelle am Strand mehr als 19 000, die bei Holboin mehr als 15.000 Gefährte! zu dieien wurden bei E>» Hebungen Lastwagen, Dro'chken, Privatwagen, Om> nibusse, Fahrräder, Automobil- und Schubkarren ge-rechnet. Am Strand wird da Verkehr, um dem Publikum das Ueberschreiten der Straßen zu ermög-liche», täglich durchschnittlich 469 mal und bei Hol-born 375 mal durch die Polizei unterbrochen. Der Detektiv in der Ziminerdecke. Das neue Generalpostamt in New-Kork, das mit den modernsten Errungenschaften der Technik aus' gestattet ist, soll, wie ein englisches Wochenblatt mitzuteilen weiß, eine höchst sonderbare Einrichtung besitzen, die eS gestattet, die Beamten während ihrer Tätigkeit unauffällig fowohl auf ihren Fleiß als auch auf ihre Ehrlichkeit hin zu kontrollieren. I» den Decken der Arbeitsräume befinden sich nämlich Gucklöcher, die von unten nicht bemerkt werden kön-nen. Dort können die Detektive oder Oberbeamten ein wachsame» Auge auf die Angestellten der Post haben. Da» Institut der Ziviltechniker. Bekanntlich ist das Gesetz über die Errichtung von Jngenieurkammern vor kurzem in Kraft getreten. In einem gewiffen Zusammenhange mit dieser Aktion stehen die auf eine Reorganisierung des Institutes der Ziviltechniker abzielenden Bestrebungen der Fachkreise, denen eine demnächst zur Verlaut« barung gelangende Verordnung des Ministeriums für öffentliche Arbeiten, betreffend die Ziviltechniker, einigermaßen Rechnung trägt. Zufolge der neuen Verordnung werden die autorisierten Privattechniker in Hinkunft in ihrer Gesamtheit Ziviltechniker ge-nannt, womit einem langjährigen Wunsche der Tech-nikerschaft Rechnung getragen erscheint. Die bisher bestandenen vier Fachkategorien werden ausgelöst und der Ziviltechnikerstand in folgende Kategorien einge-teilt: Zivilingenieure für Bauwesen (Straßen, Wasser, Maschinenbau, Elektrotechnik, Schiffs« und Schifft-Maschinenbau); sür Kulturtechnik, für Forstwesen, sür technische Chemie und Zivilgeometer. Hervorgehoben zu werden verdient eine Neuregelung der Be-rechtigung der Besugnisse auf den einzelnen Fach-gebieten und de» Befähigungsnachweises. Im letzteren Belange wird der Nachweis der Hochschulstudien mit abschließender Fachprüfung, eine vier- bis fünf-jährige Praxis einschließlich einer Prüfung aus Volkswirtschaftslehre, österreichischem Verwaltung«, recht und aus den in das Fach des Bewerbers ein-schlagenden Gesetzen und Verordnungen gefordert. Die bisher vorgeschriebene technische Prüfung wurde fallengelassen. Todessturz vom Leuchtturm. Aus höchst romantische Art beging ein junger Mann in Genua Selbstmord. Am Abend erschien ein zwanzigjähriger, elegant gekleideter Student namens Luigi Caviglia bei dem Leuchtturmwärter und bat um die Erlaub-nis, das Hafenpanorama von oben besichtigen zu dürfe». Der Wächter führte den Fremden zur Platt-form des 135 Meter hohen Turmes hinauf. AlZ sich der Wärter einen Augenblick abwandte, warf der junge Mann Hut und Stock weg und sprang zum Entsetzen de» Führers über die Brüstung in die Tiefe. In den Taschen d?» gänzlich zerschmetterten Leichnams sand ma» einen Zettel mit dem letzten Willen deS Selbstmörders. Dieser verfügte, daß man ihm einen großen Rofcnstrauß in die Arme legen und daß man sein Grab nicht etwa mit einem Kreuze, sondern mit einer Marn orfphinx mit aus-gelösten Frauenhaaren schmücken soll. W i e g r o ß i st e i n T r o p f e n ? Ein Waffertropfen von gewöhnlicher Temperatur ist ge-nau der zwanzigste Teil eines Kubikzentimeters. Ein Liter Waffer enthält also genau 20.000 Tropfen. Je schwerer eine Flüssigkeit ist. desto kleiner wird der Tropfen, desto mehr Tropfen gehen also aus ein Kubikzentimeter. Gleich schwer wie Wasser ist Salzsäure, eS gehen also auch 20.000 Tropfen Salzsäure aus ein Liter. Schwerer ist schon Sal-petersäure, deren Tropfen mithin kleiner sind, so daß 27.000 auf ei» Liter gehen. Essigsäuretropfen neh-men nur noch den 33. Teil eines Kubikzentimeters ein. Mehr als doppelt so klein als Waffertropfen sind Oeltropfen. Ein Liter RizinuSöl enthält 41.000 und ein Liter Olivenöl gar 47.000 Tropfen. Ein Liter Terpentin läßt sich erst durch 55.000 Tropfen entleeren. Dreimal so klein aber ais Waffertropfen sind die Tropfen des Alkohols nnd sogar viermal so klein die des AetherS. Ein Liter Alkohol zählt 62.000 und ein Liter Aether gar 83.000 Tropfen. Eine bestialische Bluttat. Zn Lobzew in Galizien wurde eine bestialische Mordtat aufge-deckt. Seit einiger Zeit war die bei dem Biehhänd-ler Julian Miszezynsk bedienstete Magd Marie Gorecka abgängig, ohne daß jedoch der Dienstgeber die Abgängigkeitsanzeige erstattet wäre. Dieser Tage sand der Kutscher des Nachbar» die in Stücke zer« hackte Leiche der Dienstmagd mit abgetrenntem Kopse im Düngerhaufen vergraben. Die Erhebungen er-gaben, daß die Gorecka mehrere Hundert Kronen Ersparnisse hatte und daß MiszczynSki wiederholt von der Dienstmagd unter Todesdrohungen Geld« betrage entlehnt hatte und daß dies auch vor einigen Tagen der Fall war. Seither war die Gorecka verschwunden. Die Untersuchung der Leiche ergab, daß die Dienstmagd zuerst erdroffelt und dann die Leiche in bestialischer Weise zerstückelt worden war, um daS Beiseiteschaffen der Leiche leichter bemerk« stelligen zu können. Außer.MiSzc;ynski wurde auch dessen Frau verhastet. Bei der Hausdurchsuchung wurden 500 Kronen blutbefleckte Banknoten gefuu-den, deren Besitz daS Ehepaar nicht aufzuklären ver-mochte. Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 45 „Gs hat dreizehn a-schlagen!" Wächer, rufe nicht zwölf'. — Ruf: eS hat dreizehn geschlagen: Deutschlands große, kettenzerreißende Zahl? Dreizehn, daS Jahr mit den heil'gen ErmneningS-tagen, Die gewaltige Dreizehn aus Blut und Stahl'. Heldengeister blitzten un« an. Mit stillen Zügen Tragen Frauen Lilien durch Brand und Glut. Wenn alle Uhren statt zwölf doch heute dreizehn schlügen Zum Gedächtnis fließendem Ahnenblut! Dreizehn'. Wecke noch einmal die großen teuern Namen aus! — Sing' von zertretener Schmach, Stellt die NeujahrSfackcln zu lodernden Feuern Heut' zusammen! Denket der Dreizehn nach! Welternst, berghoch lasiet ihr Denkmal ragen! Glockenpsalmen, schwellet vom Berg zu Tal! Wächter, ruse nicht zwölf! — Denn eS hat drei. zehn geschlagen: Deutschlands große, vaterlandfchafsende Zahl. Frieda Schanz. Herichtssaat. Gegen den Gendarm. Am IS. Mai gelangte der 45jährige Vagant Josef Lubej im Schubwege in feine Heimalsgemeinde St Lorenzen ob Profchin und begab sich dann zu Jnß ins Sanntal, um Arbeit zu suchen. In Nieder-dors, Lackendors und St. Peter bettelte er am 20. Mai bei verschiedenen Leuten und wurde schließ-lich vom Gendarm Balencic verhaftet, wobei er dem Anlegen der Schließkette durch Stoße» und Schla-gen heftigen Widerstand entgegensetzte. Der Gendarm wurde wiederholt getroffen und am Daumen einer Hand verletzt. Während der Amtshandlung und der Eskorte beschimpfte Lubej den Gendarm ans das Un-flätiaste. Bei der am 31. Mai beim hiesigen Kreis-gerichie ftattgefundenen Verhandlung behauptete Lu-bej, er sei betrunken gewesen, habe nur um Lebens-mittel gebettelt und habe an der Schließkette geris-sen da ihn da« Anlegen der Fessel» geschmerzt habe. Da der Aussage de« Gendarmen mehr Glau-den geschenkt wurde. erhielt Lubej eine schwere Kerkerstrase von vierzehn Monaten mit einem Fast-tage monatlich. Hingesendet. In vielen Familien ist e« eine ständige Sorge, eine gesunde und gute Nahrung für Kinder auf den Tisch zu bringen. Leicht wird es den Hausfrauen gemacht, welche in diesen Fällen Dr. Oetker'S Rezepte benutzen, die die Leier dieses Blatte« auf eine Postkarte gratis und franko von Dr. A. Oetker, Baden bei Wie», bekommen, denn sie enthält eine ganze Reihe guter Rezepte zu leicht verdaulichen Mehlspeisen und Bäckereien. 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Mitglieder erhallen jährlich einen reich illustrierten Kalender und noch vier Bücher oder auf Wunsch vorzügliche Jugendfchriften mit Bildern. — Jahresbeitrag 2'20 Ä. Haupt-jntung: Graz, Gradenftraße 38. BQP Moden- und familienblitt | Raapgs. axmonktl.j« 40 feit« mit fch»ittb«#«ll. |r» IrtfHli»»"" ist. DU" ' Iriü. Hb bMKi M Jlkl Hilf) ich«,. M Ul jihruch: Tausende Bilder u. Modelle. Steckenpferd Lilienmilchfeise von Bergmann & Cfo., Tetschen a. tflbe bleibt nach wie vor unerreicht in ihrer Wirkung gegen Sommersprossen sowie »nentbehrtick für eine rationelle Haut- und Schsnheitspsleqe, was durch täglich einlausende Anerkennungsschreiben unwidertegtich de-(tätigt wird, a 80 h vorrätig in Apotheken, Droge, rien und Parfümeriegeschäsien K. Desgleichen bewährt sich Bergmann'S Liiiencreme „Manera" wundeibar zur Erhaltung zarter T amen Hände ; in Tuben a 70 h überall vorrätig. Seit 1868 glänzend bewährt Berger s mediz. 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