^ Arettag, dm 10. Mai 1872. XI. Jahrgang. MckM MG Die „Marburger Seituna" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: aanzjährig 6 fl., halbjährig 8 fl., Vierteljähria 1 fl. »0 kr: für Suftellnug _ins Haut monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteliährig 2 fl. Znsertion«gebahr S kr. pr. Zeile. Hegen Naumftevl^! Marburg. 9. Mai. Die Natur hat die untere Steiermark zu einem der herrlichsten Obstländir geschaffen. Warum aber wird diese Gunst so wenig noch benüßt. Wir schweigen heute von den Unterlassungen der Einzelnen, der Gemeinden, der B«zirtt. des Landes und deS Reiches — wir zürnen dieSmal nur über die BoSheil der Menschen, welche sich im grellsten GegensaKe zur Güte der Natur als Rachgier und Zerstörungstrieb so häufig zeigt und vor der Baumpslanzung abschreckt. Der Sinn sür Naturschönheil und die Achtung vor dem Rechte Anderer mangelt alllvärtS; Lehre und Beispiel müssen diesen Sinn wrcken und nühren, muffen zu dieser Achtung erziehen und ist es auch hier ivieder die neue Volksschule, auf die wir uiisere Sache stellen. Vis zur allgemeinen Rrchtserkeuntniß, bis zur allgemeinen Hebung des Pslichlbewußtseins. zur allgemeinen Entwicklung des Schönheitsge. sühls und zur Heilighaltung der Naturgaben von Seiten eines Jeden ist aber ein Weiler, noch sehr weiter Weg und werden wir beim besten Willen und bei rastlosifter Anstrengung nach Jahrzehnten erst denselben zurücklegen. Können und dürfen »vir so lange nicht war-ten, dann bleibt uns nichts übrig, als die Bänd». gung der Rohheit durch empfindliche Strafen und durch die Berurtheilung des Frevlers. zum vollen Ersatz des Schadens. Gegenständen, welche eines besonderen Schutzes denölhigtU. mutz ein besonderer Rechtsfrieden ge-stchert werden. Ver den gefriedeten Obstbaum beschädigt oder vernichtet, soll wiffen, daß er da Aenill eto«. Ein Deutscher. Von G. Kuppius. (Fortsetzung). In dem untern Noume deS HauseS stand William Johnson, fich mit dem Hunde b,schäs-tigend und Holl bei Reichardl'S Eintritte den Blick, ihn aufmerksam in deffen Gesicht ruben lassend. „Sie kennen den jungen Mr. Frost?" fragte er. „Ich bin früher mit der Familie in Sara» toga zusammengetroffen!" erwiderte der Eingetretene leichthin und wandte fich nach dem hintern Theile drs Raumes. Johnson blickte ihm nach, als sei er unschlüssig, ob er noch weitere Fragen thun solle, stieg dann aber langsam die Trippe nach der Offize hinauf. Reichardt hatte seinen Besen in die Ecke geworfen, setzte sich, als er fich allein sah. hinter den Füffern auf die überlaufenden Lagerbalken nieder und drückte die Augen in seine beiden Hände. Das war l,lso der junge Frost gewesen, mit dem er ttesprochen — Margaret hatte ihn trotz Besen und Schmutz ivieder erkannt und den sür eine schärfere Ahndung zu gewärtigen hat. Verurtheitt den Frevler das erste Mal zu einsamer Dunkelhaft bei Waffer und Brod nur auf acht Tage — er wird nicht sobald lvieder kommen. Stellt ferner durch Euren Spruch das verletzte Recht her, soweit dieS noch möglich ist. und zwingt den Bkrurtheilten. den Schaden baar zu ersetzen und lvenn's nicht anders geht, durch Arbelt in besonderen Staatsanftalten und wLr es jahrlang — er wird nicht wieder kommen. Kein Licht, kein Zusammenplaudern, gusammrnschimpfen. Zusammensingen mit andern Schicksalsgenoffen und nur so viel Brod, daß er nicht verhungert und am Ende gar noch fleißig arbeiten und z<'hlen, bis der Schaden vergütet ist . . . dies Alles ist mehr, als unsere Baumwütheriche ertragen könncn. Neber Monnenfchuten. Die „Deutsche Zeitung" widmet diesem Ge-genstande ein Kapitel und bespricht denselben in einer Weise, daß wir lebhaft wünschen, es möch-ten auch unsere geehrten Leser von der Wahrheit des Gesagten überzeugt »Verden. In Oesterreich, schreibt dieses Blatt. bestehAi so Vitle Nonnenschulen und in ganzen Ländern liegt der »verbliche Unterricht so sehr in den Hän« den von Nonnen, daß eine eingehendere, fachmännische Untersuchung über die Frage, ob Schul-schwestern und andere Nonnen dazu berufen find, den Unterricht oder gar die Erziehung des iveib-lichen Geschlechtes zu leiten, in der Tagespreffe ganz am Platze ist. Die Erklärung sei dieser möglichst kurz ge-haltenen Untersuchung vorangeschickt, daß die in Oesterreich bisher so arg vernalhläffigte Erziehung Bruder nach ihm obAeschickt. Aber waS konnte der Grund zu dem auffälligen Schritte sein? Hatte er doch in Saratoga kaum zwei Worte mit dem Mädchen gesprochen und. von Harriet in Beschlag genommen, ihr nicht die kleinste Auf« merksamkeit erweisen können, die übrigens seine damaligen Verhältniffe ohnedieS verboten haben würden. Worin lag da» Jttterrsse für ihn, daS so^ar d n Bruder vermochte, seinetwegen den sajhiont'blen Johnson bei Seite zu laffen? Und der junge F oft schien seine Fragen so natürlich, selbstvcrständlich betrachtet zu haben, daß er sich nicht einmal die Mühe gegeben, einen andern Grund dafür anzugeben, al« theilnehmende Neu-gierde. Nun ja, war denn das zuletzt auch nicht Grund genug? Man hatte ihn als fashionablen Menschen, dann als Tanzficdler mit einigem Talente gesehen, von Harriet war er als Organist weggesandt tvorden, und nun fand man ihn die Straße fegend. Die Neugierde war jetzt befriedigt, vielleicht folgte eiu bedauerndes „schade um ihn!" uud damit war AlleS zu Ende. Noch einmal ließ Reichardt Margarets seines, kindlich-klareS Gesicht, in welchem dle beiden tiesblauen Augen wie ein paar stille, milde Sterne standen, vor jeiner Seele aufsteigen, dann erhob er sich rasch, mit der Harrd über daS Gesicht fahrend, als ivolle er damit jeden Gedanken an daS eben stattge- der weiblichen Jugend von größter Wichtigkeit ist. Was ist das Ziel der weiblichen Erziehung und speziell des öffentlichen Schulunterrichtes für Mädchen? Offenbar das Erringen allgemein mensch, licher, dann speziell weiblicher Bildung uud Ve» fähigung zum bürgerlichen Lebenserwerb. Man strebt also nicht blos Siltsamkeit und häuslichen Sinn an, fondern auch körperliche Gesundheit und geistige Kraft. Unentbehrlich ist dem Weibe die auf Naturwissenschaften bafirte praktische Kennt-niß für weibliche Haus- und Famtlien-Thätigkeit. Es sei hier die Frage nur kurz berührt, ob eine ausschließlich von Frauen geleitete Erziehung der Mädchen eine zwecktnäßige ist. Wir müffen sie verneinen. Bon Frauen gelangt in den aller-seltensten Fällen — und dann uicht leicht ohne Gefahr für ihre »veibliche Natur — eine zur Selbständigkeit im Wirken, zur Selbständigkeit im Wollen, zu jener anregenden Kraft, welihe von dem Manne ausgeht und ohne die fich einmal keine Charakterbildung denken läßt. Daß unver» heiratete Lehrerinnen, welche den natürlichen Beruf des Weibes, durch Liebe glücklich zu werden, verfeblt. den Platz, welcher dem Weibe gebührt, den Platz in der Familie nicht erlangt habe«, daß also Wesen, die man im Stillen bedauert, weil fie nicht glücklich, aber auch nicht — natür« lich find, am besten geeignet seien, die öffentliche weibliche Erziehung zu leiten — das »vird gewiß nie ein tüchtiger Pädagoge behaupten. Damit ist allerdings nicht gejagt, daß Frauen in den Unterklaffen der Mädchenschulen nicht mit Bortheil verwendet werden können. Aber daß in den Oberklaffen durch Lehrerinnen die Weckung der Einsicht. Vertiefung des Gefühles. Schärfung des UrtheilS. Kräftigung des Willens in ebeu solche« Grade als durch Männer erzielt werden könne. fundene Ereigniß hinwegstreichen. „Schaffe Dir keine Bilder. Max. mache Dir keine Hoffnungen, die sich kaum verwirtlichen können." sprach er halblaut vor sich inn. ^Du machst Dir die Ge-genwart nur noch schwerer!" und doch war es ihm, als er an seine tveiteren Arbeiten ging, immer nnd immer wieder. alS sei ihm eine neue Hoffnung erblüht — aber als nun drei, vier Tage vergingen, ohne daß das Geringste die Tin-lönigkeit seines gewöhnlichen Lebens unterbrach, da erblaßte auch daS eigenthümliche Borgefühl einer beffern Zukunft, das er mit sich herum getragen, und eine trübe Empfindung von Täuschung, die er sich doch selbst nicht gestehen wollte, nahm von seiner Seele Br^. Es war am Morgen deS fünften Tages, als Reichardt von dem Buchhalter nach der O^^e gerufen ward. „ES sii^d da Erkundigungen über Sie bei unS eingezogen worden." begann der Alle hustend, „kann nicht sagen, zu ivelchem Zwecke, vermuthe aber, Sie werden sich nach einer andern Stelle umgethan habcn. Sind wir Ihnen nicht gut genug, oder haben Sie fich über etlvaS zu beklagen? Wie ein Lichtstrahl alltcichardt's An-ivcsenheit keine lveitere Notiz nehmen zu. wollen. Dieser hatte rasch die Thür hinter sich; in dem äußern Räume aber blieb er stehen und soßte mit beiden Händen seinen Kopf. „Betrüge Dich nicht, MaL, bleibe kalt und hoffe lieber nichts — eS ist nirgends ein Grund da. der ein mehr als gewöhnliches Interesse für Dich geweckt haben könnte!" sprach er mit halblauter geprevter Stimme vor sich hin. Im nächst»'« Augenblicke aber streckte er dennoch erregt iieide Arme von sich: „Gott, wenn sich trotzdem eine Aussicht für mich eröffnete!" Er sah nach der Uhr — noch hatte er fast eine Stunde Zeit, und in wenig Sprüngen war er in dem engen Verschlage unter der kreppe» das sein Lager nnd seine Reisetasche enthielt. Sorgfältig reinigte er sich und kleidete fich um. Der meist für seinen Gebrauch im unter« Räume befindliche WohnungS-Anzeiger wieS ihm nach dem Südende der Stadt, dem Viertel der Banken und groben KommissionShänser. und nach kaum zwanzig Minuten schritt er, auch äußerlich wieder ganz Gentleman, nach der Straße hinaus. Je näher er der bezeichneten Gtadtgegeud kam. je weniger konnte er einer nervösen Erregung Herr werden, und alS ihm endlich die gesuchte Firma in altchrwürdigen. halb verblichenen goldenen Lettern, die in voller Harmonie mit der verwitterten Außenseite des großen steineruen Hauses standen, entgegenblickte, mußte er einige Minuten stehen bleiben, um die nöthige Ruhe zu gewinnen. Aber erst alS er sich lebhaft vergegenwärtiaie, wie er nach Verlauf weniger Minuten wieder hier stehen könne, gänzlich enttäuscht durch irgend eine verhältnißmäßig unbedeutende Ursache, die seine Berufung veranlaßt, begann er die Rückkehr seiner Selbsttontrole zu fühlen und er wandte sich nun raschen Schritts dem breiten, offenen Eingange deS GebttudeS zu. ivelcher zwischen einer Reihe starker geschlossener Thüren dcS Erdgeschosses nach den obern Stockwerken führte. Fortsetzung folgt. Vwo «deutschen Lehr er tag.) Zu Pft»gfteu wird in Hamburg der 20. allgemeine deutsche Lehrertag stattfinden^ unter den Gegen ständen der Berhandlung nennen wir: Die kor-porative Selbsthilfe der Lehrer. —- Die deutsche Natianal-Bolfßschule. — Das deutsche Reich und die deutsche Schule. — Wie ist die deutsche Boltt« schule vor dem ihr drohenden innern und äußern Verfall zu schützen? — Ueber die Unzufrieden, hlit der Lehrer. — Der Einfluß der gegenivärtigtn politischen, kirchlichen und. sozialen Berhültniffe und Bestrebung«n aus die Schule, und welche Stellung diese dazu zu nehmen hat. — Mängel uud Gebrechen der modernen Erziehung und Un terrichtsweise. — Die natürlichen Fch,n fich entfernt, gewahrte Herr Schlesinger, daß der Gtldbrief abhanden gekommen; er beschrieb dem Ober-Po-lizeimonn Herrn Joseph Wisiak die Personrn der Verdächtigen, tvelche dieser alS die Töchter des Holzschneiders F. in der Grazer Vorstadt erkannte. Der Wachmann schritt aut^enblicklich. zu einer HanSdurchsuchung und fand den Geldbrief in einem Kehrbesen versteckt; die Gaunerinnen'hotten noch nichts verbraucht. (Kindergarten.) Das Maifest im Kindergarten, welches am 4. d. M. stattfand, bekundete eine gesteigerte Theilnahme der Bevölkerung an dieser wichtigen Erziehnnflsanstalt. Fünf, zig Kinder mit ihren Eltern, Verwandte und Jugendfreunde waren erschienen; paarweise und singend betraten die Kleinen den Spielplatz, an deffen Eingang der Sinnspruch angebracht war: ^Kommt, laßt uns unseren Kindern leben l-Sodann wurden vier Gruppen gebildet: Eichen-kränz. Veilchen« Rosen- und Vergißmeinnicht Kranz, die sich bald abwechselnd, bald gemeinsam vergnügten. Turnspiele, Gesang und Deklamation füllten zwei Stunden aus und wurde sHließlich den Kindern eine Erfrischung (Chokolade mit Zuckergkbäck) gereicht. Sämmtliche Gäste sprachen sich lobend über den Zweck und die Erfolge dieser Anstalt aus. ^(Gründe der Spaltungen unter den Slovenen.) Domherr Kosar hat in flovenischer Sprache eine Schrlkt herausgegeben, welche den Titel führt: «Die katholische Kirche und ihke Widersacher." Der Verfasser will die nothwendige Einheit der kirchlichen und nationalen Fragen beweisen und ergeht fich auch über die besonderen Gründe der Spaltungen unter den Slovenen. „Einige Jahre schon", heißt eS in dieser Schrift, „zimmern wir an dem vereinigten Slovenien. Aber ich fürchte, es wird ein babylonischer Thurm daraus, schon lange hat es unter den Slovenen keine solchen Balgereien g-'geben und so viel ein» ander hoffende uud befehdende Parteien wie heut« Mtage. Wollen die Geistlichen zum Wohle deS Volkes etwas thun. so wenden sich die Weltlichen geringschätzig ab und sagen; Mit euch Dunkel, Männern thun wir nicht mit; umgekehrt wollen wieder die Geistlichen nichts mit den Liberalen zu thun haben. In den Haaren liegen sich alte und jnilge Politiker. „Gehen wir nach Wien l" rufen die Einen. „Bleiben wir zu Hause!" die klnderen. Und aus solcher Spreu soll ein geeinigtes Slovenien emporkeimen? Aber, dürfen wir vielleicht Slovenen bleiben, so lange wir noch kein Slovenien haben? Nein, man hört wieder nur die alten Namen: Kramer. Steirer u. s. w. In Krain. sieht man dle Slovenen scheel an und sagt ihnen: „Was tvollt ihr hier, macht euch sort nach Steiermark!" Und wir Steirer zahlen mit gleicher Münze: „Ihr seid nicht die Unseren, zurück über die Save l"'Und wenn uns die Deut-schen das geeinigte Slovenien schon auf der Tafel serviren wurden, ich glaube, wir würden es in wenigen Jahrrn wieder in kleine Stücke zerschlagen. Wo ist da ein Ausweg? Zwei Parteien bkfel»den sich erbittert; auf dem Banner der einen ist zu lesen: „Nationalität ohne Rücksicht auf den Glauben l", auf dem der anderen: „Nationalttät, geheiligt durch den Glauben!" Seit diese beiden Parteien sich entschieden von einander getrennt haben, ist alles nationale Sireben ins Stocken gerathen oder vielmehr geht cs den Krebsgang. Die Liberalen wollen nichts wiffen von Mitwirkung zu kirchlichen Zwecken, ehe nicht die Nationalität üi»erhaupt gesicheit ist, sie wollen diesen Kampf fri'iher ausgekämpft haben, che zur Entscheidung in kirchlichen Dingen geschritten iverden soll. Die klerikale Fraktion kann aber aus diese Proposition nicht hören, denn „Nationalität vor Allem, dann erst der Glaube", das ist kein christlicher. sondern ein hkidnischer Schlachtruf. Ferner Andreas Nagy mit 42, Friedrich Staudinger mit 42, Baron Ferd. Rast mit 41, Anton Wagner Mit 39. Dr. Stöger mit 33, Direktor Gutscher mit 32, Franz Holzer mit 30. J. Lobenwein Mit 27. Dr. Kotzmuth mit 2a Stimmen. (Neues Postamt.) In Hl. Dreifaltig, keit ist heut- ein Postamt in Wirksamkeit getreten, welches seine Verbindung mit St. Leonhardt wöchentlich dreimal durch einen Fußboten unterhält. (W e i n b a u V e r e l n.) Sonntag den 12 ^ M. Vormittag 10 Uhr findet im Saale der Bezirksvertretung eine Sißung dieses Vereins statt; zur Verhandlung kommt: die Vertheiluna des StaatSbeitrageS für 1873. Letzt- Post. ^den kvnue. Das »edel hat die wicheiatt»» d?» Di-Chirurg?"??«? nur den Verlauf der «rankl^eit noch verfolae» und ihre Fortschriete berechnen. Der Tov Virv ei« ptStzlicher sein. Untersuchungskommiffion, betreffend von Metz ift der Anficht, Mar- ra« ^lne Veteran in seiner jeßigen Stellung als Bürger des Staate» für Poliiik treibt, das hat mchts mit seiner Eigenschaft als Mitglied eines Veteranenvereins zu thun, da» soll er mit sich selbst, tnit seinem Goviffen und seiner Ueberzeugüng abmachen. In den Vkteranenverein gehört die Politik nicht, also auch nicht in den „Veteran". Ob Einer Deutscher oder Czeche, Slovene oder Pole oder Ungar ist. ob er mit der Verfaffung geht oder mit der Opposition, ob er Christ oder Jude oder Türke, Neu- oder Allkatholik ist, und ist eS gleichgiltig: für unS.ist er nur der alte Soldat, der unter deS Kaisers Fahne redlich seine Pflicht gtihan hat." Aufruf. Im hiesigen Bürgerspitale bkfinden sich zwei Knaben, Jakod und Franz MaLl, im Alter vott können wir den Slovenen nicht brennen'vom Ka- Jahren. Die Mutter derselben, iholiken. sie laffen sich nur als Eines denken, eme geborne Marburgerin, starb Iholiken. sie laffen sich nur als Eines denken. Dann wissen die Klerikalen »vohl, daß eS den Liberalen nicht Ernst ist mit ihren FriedenSver-sichernngen. Haben denn die ilovlnischen Ultra, montanen nicht stets sich getreu an das nationale Programm gehalten, und doch hat man von jung-slovenischer Seite nichtS unterlnffen, ihren Einfluß auf daö Volk, auf daS öffentliche Leben zu Untergraben. Unter daS national-liberale Banner darf kein gläubiger Slovene. eS führt zur „Internationale!" Da gibt .S keine Verständigung, nur Uuterwelfung unter da» ultramontane Banner rann die gräuliche Zwietracht Sloveniens heilen!" V(G e m e i n d e w a h l e n.) Vom zivcitcn Wahlkorper. welcher 300 Mitglieder zählt, belhei-liglen sich am Mitttvoch 4Ü an der Stimmgeliuna; gewählt wurden die Herren: Karl Reuter mit 44, kürzlich im allgemeinen Krantenhause zu Graz und hinterließ die Kinder als unglückliche Waisen. Die Knaben sind hübsch und gesund und sieht man eS denselben leicht an, daß die Mutter für sie mit aller Liebe grsor,it. Eine Verivahrlosung dieser armen Waisen iväre doppelt zu bedauern Und richten wir darum an edle Menschenfreunde die herzliche Bitte, dieselben an KindeSstalt annehmen zu wollen. «8^ steril empfiehlt ihre feuerfesten inid einbruchficheren Kassen solt-^ster Konstruktion zu billigsten Preisen. Sentraldepot: HVtvli, Kärntnerring 8. Agy Angekommene in Marburg. »ErzHerz. Johann". Vom 1.—S. Mai. Henen: Troller, Kfm., Wien, «iemantgnu«, Rfm., Wien. Doll-mann, Oberbeamter. Wien. Plamer. Reis., Wien. Büchler, Rfm.. Karan. Dr. Klementschitsch, Pfarrer. Luttenbera. — Die Frauen: Sdl. v. Wittenberg, Private. Graz. Dura, mani. s. Tochter, Trieft. Postruschnik, Oberlehrerßgatti«. Sauritsch. ^Vtadt Meran." vom 8.-6. Mai. Die Herren: Ochsenhofer, Rechn.-Offizial, s. Coufine, Eilli. Graf Ba-thhany und Tochter, s Ditnerin, Ungarn. Nödl, Dr. d. Med., Wien. Viedaritsch, Schuhmacher, Graz. I. Prelog, Waraßdin. M »ti I. WahlUrp» werden gewählt die Herren: Ludwig Albtnsberg. Stefan Mohor. David Hartmann. Leopold R. v. Nenpauer. Alois E v. Kriehuber. Kranz Perko. Kiedrich Leyrer. Josef Schaller. Michael Mareo. granz Stampfl. _ Das Wghlcomitv. Uü» »-« I. Waßltörper werden folgende Herren empfohlen: Herr Franz Perko. „ v. Neupautk, k. k. Ingenieur. „ A. v. Kriehuber. „ Ioh. Erhart. „ Ludw. Bitterl. „ Ludw. AlbenSbkrg. „ Mich. Marco. „ -Dr. Duchatsch. „ Prof. Schaller. „ Frieds. Lcyrer. (388 _Mehrere Wähler. G Mümttgtsmg-Vtrti« i« Flarburg. zur Theilnaljme an der 8Si!««r-MMllirt nach LeiöniH «n Sonntag den 12. Mai 1872. Die ?. 1'. Mitglieder des Männer. ^sang-Bereines wollen die Legitimationtarten zur ^hrpreisermüßigung bei Herrn Eduard Iauschitz (Poftgaffe) aegeu Borweisung der Mitgliedertarte behebt«, woselbst auch Näheret mitgetheilt werden wird. DieBereinsleitung. lÄr äio vivivll Lovoiio vov l'dvilvkdm« uvck äis Lsdlrvioko Logsloituvx beim I^oioköQ-do^koxuiiio üvi Rsrrv ttvinrivk Lälvn von Kastvigvi' Ä kadvnvtvin unÄ Kotiavk, k. k. Vdvrli«ut«»»vt» im IL. Vr»xonvr-L«>i»m«ut«, »»8«» disrmit äsm Iöbl.()kk»ivr8^or^,, so vis »IIvv k'rvuväsa uvä Lslckvvtva äs» »ovixgtvn v»alc Vi« ^oseltitrtxen. Illltsr Liii«m vardiväsv sio disrwit 6io 6»«« 6iv Leelellmsssv kür äsn tksu-rvll ^rdUvdovsv, 6sr Littsxs voxsv n»ok-trässliok, 8am»t»K 6sii 11. ü. um 1v Vki' iv 6«r I^omlcirvd« xe1e8sii vir6. 33k V0V llsrrsMviäkru ds» 254 Ein Gärtner, mit guter Konduite, guter Pomolog. der slove-nischen Spacht kundij^, ob led'g oder verheirathet, nicht über 45 Jahre alt, wird auf ein Gut für dauerhaften Dienst gesucht. Portosreie selbstge. schriebene Offerte unter H. Nr. 1. zur Re-.dattion dieses Blattes._(362 Kekrtriies iiiiil 8i>«Ii>«siner ST'/at^öe meMSA VAMN 7??ae^67l, cksT' Lstttem IemjNKVN-I^0S. Haupttreffer 45.000, 15.000 südd. W. werdkn prompt und auch gegen Nachnahme. effektuirt. Ziehungsliften werden nach jeder Ziehung franko — gratis versendet. (288 Verantwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Ianschip iu Marburg. 2. «. St. v.