foltnioa pl*£*n» t gotortaf Deutsche Zeitung — Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat - «^iHkitnno und Scmoltxno: «rdttnooo «UUa S, lÄ.ph»« Rr. 21 (inUmrban) i » e juu spr»»(* fflt dos Inland: viert.ljährig 40 Dm. halbjährig 80 »in. g«,-B ! nblättnatB »erd« i» der Verwaltung »» dilligst«« »«bühren eutgrgogenommen s jährig ISO Din. Für da» «»»land tirts»r»ch<«d« »rhöhung. «iiyelnnmmer Di» I'üO Lrsche^nt wSchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 73 ||| Celje» Donnerstag» den 12. September 1935 \ 60. Jahrgang Ministerratssitzung Montag von 17 bis 20 Uhr fand eine Sitzung des Ministerrates statt. Ministerpräsident und Außen-minister Dr. Stojadinovic berichtete über den Verlauf der Konferenz der Kleinen Entente in Bled und über seine Pariser Reise. Bautenminister Bobic berichtete über seine Inspektionsreise durch das Bar-darbanat und über die Notwendigkeit des Baues neuer Straßen in diesem Gebiet. Verkehrsminister Dr. Spaho unterbreitete einen Antrag über Rege-lung des Verhältnisses zwischen dem Staat und dem Bauunternehmen Losinger & Eomp. Der Vertreter des Ministers für Sozialpolitik und Volks-gejundheit Komnenovii referierte über die Bersor-gung der passiven Gegenden mit Lebensmitteln, Handels- und Industrieminister Dr. Vrbanic berich-tete über die Paraphierung des Handelsvertrages zwischen Jugoslawien und Griechenland. Die übn-gen Minister referierten über laufeude Angelegen-heiten ihrer Ressorts. Blutiger Zwischenfall in Taborsko Montag wurde folgende Mitteilung ausge-geben: Am 8. d. M. fand im Dorfe Taborsko (Be° zirk Pregrada) eine Kirchweih statt, an der an 1500 Personen aus dem Orte und der Umgehung teilgenommen haben. Der Abgeordnete der Maiek-Liste Mato Domovic hielt in der unmittelbaren Nähe eine Konferenz ab, die den Behörden nicht angemeldet war. Eme Gendarmeriepcitrouille, die sich im Schulhof aufhielt, begab sich zu der Stelle, wo Domovic die Konferenz abhielt, um ihn pflicht-gemäß darauf aufmerksam zu machen, daß Abhaltungen von Konferenzen ohne Anmeldung und »hne Genehmigung der Behörden gesetzlich verboten sind. Bevor die Patrouille an Ort und Stelle eintraf, stieß sie auf zwei Betrunkene, die in Streit geraten waren und aufeinander losgingen. Der Patrouillen-führ« ermähnte die beiden, nicht zu raufen und keine Unordnung zu stiften und forderte sie auf, sich zu entfernen. Eine größere Gruppe von Bauern begann jedoch, sobald die sie die Patrouille bemerkte, diese mit Steinen zu beweisen. Es fielen auch be-leidigende Ausdrücke. Aus der Menge wurden vier Revoloerschüfse gegen die Gendarmen abgegeben. Die Patrouille zog sich 120 bis 150 Meter zurück und forderte die Angreifer im Namen des Gesetzes auf, sich zu zerstreuen. Während des Rückzuges wurden sechs Gendarmen durch Steine und Ziegel verletzt. AIs der schwerverletzte Gendarm Jordan Tasic zu Boden sank, gingen die Gendarmen nach dem Dienstreglement vor und gaben zuerst sieben Gewehrschüsse in die Luft und als dies nichts nützte acht Gewehrschüsse in die Menge ab. Hiebei wurden der 55-jährige Arbeiter Gjuro Tepac aus Sttaza, der 28-jährig« Bäckergehilfe Stjepan Barii aus Oresj« und der 27-jährig« Glaser Älois Ker-der aus Rusina getötet. Der 29-jährig« Landarbeiter Konrad Turner aus Hum na Sutli erhielt einen schweren Bauchschuß und erlag am 9. d. M. seinen Verletzungen. Nach dem Waffenaebrauch seitens der Gendarmen zerstreuten sich die Angreifer und die Ordnung wurde wieder hergestellt. An Ort und Stelle wurden zwecks Fortführung der Untersuchung und Feststellung der Schuldtragenden Ministerial-Inspektor Dr. Vlaskalin als Vertreter des Innen-Ministeriums, Gendarmerieoberstleutnant Bozidar Petkovic als Vertreter des Gendarmeriekommandos und Banalinspektor Dr. Iosip Vragovic als Vertreter der Savtbanalverwattung entsandt. Gegen die Schuldtragenden wie gegen die Einberufn der unangemeldeten Konferenz wird nach dem Gesetz vorgegangen werden. Vötterbundversammlung Am 9. d. M. vormittag trat der Völkerbund in Genf zum 16. Male zusammen. Die Mehrheit der eu-ropäischen Staaten war durch ihre Außenminister vertreten. Als Vertreter Jugoslawien» traf in Genf Ge-sandter Dr. Puric ein. Zum Vorsitzenden wurde mit 49 von 54 ab-gegebenen Stimmen Dr. Benes gewählt. Auftakt zum Reichsparteitag Berlin, den 6. September 1935 Nürnberg rüstet zum Reichspcnteitag der Na-tivnalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Die ersten Sonderziige mit Kommandos des Arbeitsdienstes sind bereits eingetroffen, und in den nächsten Tagen werden 450 Sonderzüge aus allen Teilen Deutsch-lands die Teilnehmer des Parteitages nach Nürn-berg bringen. Für Berlin stellte die Rede von Reichs-minister Dr. Goebbels vor den Berliner Orts-gruppenleitern und der Partei schon einen Auftakt zum Reichiparteitag dar. Der Minister betonte in seiner Ansprache, daß die Nationalsozialisten sich die Führung im Staat verdient hätten, denn sie hätten sie sich selbst erkämpft. Auf die Zukunft der Partei eingehend erklärte er, daß es in einem 60 Millionen-Volk immer Unzulängliche geben werde. Von einigen wenigen Fehlern und Schwächen Einzelner aber auf eine Brüchigkeit des Prinzips zu schließen, sei falsch. Der Minister ermähnte die politischen Leiter von Berlin, jür jede Aufgabe bereit zu sein: „Da-für brauchen wir eine intakte Partei und ein in-taktes Volk. Das Volk bleibt intakt, wenn die Partei intakt bleibt, und die Partei bleibt intakt, wenn Sie (die politischen Leiter) intakt bleiben." Deutscher Protest in Washington Der deutsche Botschafter Dr. Lucher übermittelte am Samstag dem amerikanischen Staatssekretär Hull den formellen Protest der Reichsregie-rung gegen die Ausführungen des Neuyorker Amtsrichters Brodsky bei der Urteil-begründung im wegen des Uebcrfalles auf die „Bremen", n dem Prozeß wegen des kommunistischen Ueberfalls auf den Dampfer „Bremen" hat der Amtsrichter Louis Brodsky (Jude) am Freitag ein Urteil gefällt, das vor allem durch feine Begrün-dung eine unerhörte Beleidigung Deutschlands dar-stellt. Sämtliche Angeklagten wurden von der Anklage der „gesetzwidrigen Zusammenrottung" freigesprochen. Lediglich ein Angeklagter wurde wegen Waffenbesitzes in Haft gehalten. In seiner Urteilsbegründung ließ sich der Amtsrichter dazu hinreißen, die nationalsozialistische Deutsche Re-gierung und die Hakenkreuzflagge in der wüste-sten Weise zu beschimpfen und den Lloyd-dampfer „Bremen" als Piratenfchiff zu bezeichnen. Wien gibt's schon billiger Amtlich wird in Oesterreich mitgeteilt, daß die Bundespolizeidirektion in Wien das Vermögen der österreichischen nationalsozialistischen Verbände, welches sie beschlagnahmt hatte, nun wieder freigeben mußte. Bi» jetzt handelt es sich um folgende Vereine „Presseverein Gau Wien" (Nationalsozialistischer Presseverlag), „Braunes Haus" und um das Äer-mögen des Vereines „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Gau Wien." Die Sejm-Wahlen Der neue Sejm wird 206 Abgeordnete haben-Der Regierungsblock wird, nach den bisherigen Ergeb' nissen zu urteilen, über eine Mehrheit von 183 Abge-ordneten verfügen. Die Sowjets und die Diplomaten Vor einiger Zeit hat es in der Welt erheb-liches Aufsehen erregt, daß die Vereinigten Staaten ganz offiziell in Form einer Note gegen die Mos-kauer Komintern-Beschlüsfe protestiert haben. Die USA Note wies darauf hin. es bestehe „die Ver-anlaflung zu der Besorgnis, daß angesichts der ge-genwärtigen internationalen Lag« die Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Ver° einigten Staaten und der Sowjetunion un vermeid-lich zum Abbruch kommen muß, falls in der Sowjet-union die eine Einmischung in inneramerikanische Verhältnisse darstellenden Aktivitäten im Wider-spruch zu gegebenen Besprechungen fortdauern." Hier hat also Roosevelt aus der Komintern-Tagung und aus der unverhüllten Proklamierung der Fortsetzung der bolschewistischen Weltrevolution mit allen Mitteln die Folgerung gezogen. Die Verewigten Staaten sind aber nicht der einzige Staat, der mit schwerer Besorgnis auf den revolutionären Kurs der Sowjetpolitik blickt. Die Geschichte der Nachkriegsjahre ist reich an Versuchen einer diplomatischen Zusammenarbeit mit der Sowjetunion. Bedingt durch den Vertrag von Versailles, war Deutschland einer der ersten Staaten, der den ersten Versuch machen mußte, mit der Sowjet-union einen moclus vivencti zu finden. Viele Jahre lang hat diese diplomatische Zu>ammenarbett gewährt und dennoch muhte auch ihr eifrigster Vertreter und Förderer, Graf Brockvorff-Ranzau, schließlich zugeben, daß diese Politik Schiffbruch erleiden mußte, weil eben die Sowjetunion die Voraussetzungen einer normalen Nichteinmischungspolitik nicht erfüllt und ihrem ganzen Wesen nach niemals erfüllen kann. Solange die offizielle Sowjetpropaganda auf eine Revolütionierung und Bolschewisierung in anderen Staaten hinarbeitet, gibt es keine Möglichkeit der Kooperation mtt Moskau. Das hat England in seinem Konflikt mit den Sowjets um Persien und dem darauf folgenden Abbruch der Beziehungen ebenso erfahren müssen, wie in den jüngsten Tagen die Vereinigten Staaten. Deutschland seinerseits steht heute ganz bewußt auf dem Standpunkt, auch m der Diplomatie weltanschauliche Grundlagen be-rücksichtigen zu müssen und keine Außenpolitik im luftleeren Raum treiben zu können. Daher seine grundsätzlich« Beurteilung des Sowjetproblems als eines höchst heiklen Falles. Wächst so allmählich die Erkenntnis in der Welt, daß die Sowjetunion tatsächlich nicht bündnis-fähig fein kann, weil sie ihren Idealen der Bolschewisierung der Wett nicht abschwört, so bleibt doch Frankreich, das trotz der alarmierenden Vorgänge in Toulon und Brest sein Bündnis mit Sowjet-ruhland vor sich und anderen leidenschaftlich ver-teidigt. Ein neuer Beweis für die Einstellung Frank-reichs zur Sowjetunion ist ein Artikel Vladimir d'Ormessons im „Temps". D'Ormefson sagt zwar auch, daß es eine Dummheit wäre, die kommunistische Aktion und ihre Aktivität sowie ihre Zielsetzung in Frankreich leugnen zu wollen. Er gibt auch zu, daß Sowjetruhland die Weltrevolution betrieben und gefördert hat, aber nur bis zum — Jahre 1933. Warum? „Parce que Hitler est devenu Ernste Lage in Griechenland Volksabstimmung in Griechenland angeordnet. Rückkehr Tsaldaris'. Außerordentliche Ministerrats' sitzung. Kondylis in Aktion. Scharf«« Eingreifen und Verfassungspläne Kondylis'. Eine erregte Szene im Regierungsgebäude. Vor entscheidenden Stunden in Griechenland. Seit« 2 Deutsche Zeitung Nummer 78 le mflltre ck 1' Allenugne." Well ftHfct tet fyat Deutschland» geworden P! In diesem Augenblick hat nach b Ormesfo« dk offiMe ruisisch« Politik eine Kehrtwendung gemacht, um dllndnitMig j» werden und um so mit Hitse anderer Staaten dem angeblichen deutschen Crpansionsdrang nach Osten zu begegnen. Wenn da» richtig wäre, so mühte die Well Hitler eigentlich zu Dank verpflichtet lein, dah er jk von dem bolschewistischen Druck befreit hat. Leider ist diese These aber nicht richtig. Dafür legen gerade die Beschlüsse der Komintern ein beredte, Zeugnis ab. und dem gegenüber verschlieht auch da» französisch« Voll die Augen nicht. E» sieht die Gefahren schärfer als die Politiker und Diplomaten, die heute über Frankreichs Geschichte bestimmen. D'Ormesion hält e» bei dem grohen Mihtrauen in Frankreich der Sowjetunion gegenüber sogar für sich«, bah, wenn man eine Volksabstimmung über die Frage veranstaltet hätte, ob französisch russischer Pakt oder nicht, sich eine grohe Mehrheit des fran-^i-.'chm Volkes gegen den Pakt ausgesprochen hätte. Um aber dennoch das Bündni» für die Fran-zosen schmackhaft zu machen und die sich daraus er-gebenden inneren Gefahren abzuschwächen, stellt d'Ormesson es so dar. dah die sowjetrussische Politik von ihrem alten Ziel der Weltreoolulion abgehen muhte, um sich Freunde in der Welt zu schaffen und um mit Hilfe vor allem Frankreich» Deutsch, land einzuschüchtern. D'Ormesson sind die revolutio-nären Doktrinen Lenin» und Stalins sehr wohl be-konnt. Er glaubt aber, über sie zur Tagesordnung übergehen zu können, weil eben die Gefahr für die Sowjetunion und damit auch das bolschewistische Ein Reichswettkampf der deutschen Studierenden Die Reichssachschast der Studierenden an deut-schen Hoch- und Fachschulen hat an die Studenten einen Aufruf gerichtet, sich während des kommenden Winterhalbjahres zum ersten Mal an einem all-gemeinen geistigen Lei st ungswettlampf der deutschen Jugend zu beteiligen. Der Kampf soll Probleme aufgreifen, die durch wissenschaftliche, körperliche und musische Arbeiten zu leisten sind, gleichzeitig aber Zeugnis von der politischen Haltung der Studentenschaft ablegen. Interessant ist dabei, dah dieser Leistungskampf mannfchaftsmähig gestaltet wird. Es können sich daran bereits bestehende Gruppen beteiligen, also etwa Arbeitsgemeinschaften innerhalb der einzelnen Fachschaften, sonstige Gemeinschaften, Korporationen usw, weiter aber auch Einzelstudenten, die ihren Meldungen zufolge von den einzelnen Fachschaften zu Arbeitsgruppen in Stärke von 5 bis 8 Mann zusammengefaßt werden. Allerdings sind die Mel-düngen derartiger Einzelstudenten insofern beschränkt, als die Meldung ungüitig wird, sofern die NSDAP gegen ihre Teilnahme Einspruch erhebt. Für den Reichsleistungskampf sind 14 verschiedene Gebiete zur Bearbeitung herausgestellt worden, aus denen „Taifun" über Asien Mein Flug von Deutschland zum voldenen Horn und zurück nach Berlin an einem Tag von TU? Beinhorn Schluß Der Motor brummelte schön regelmäßig wie eine etwas geräuschvolle Nähmaschine vor sich hin und vorläufig kam ich gar nicht darauf, mich zu langweilen oder darüber nachzudenken, dah ich viel« leicht müde sei oder nicht mehr sitzen könne, weil, nachdem ich wieder Erdsicht hatte, andauernd neue, interessante Dinge an mir vorüberzogen. In den transsyloanischen Alpen waren einige schwere Ge-witter, die im Moment für mich noch kein ernstes Problem b«d«uteten, mir aber etwas Sorge wegen des Nückfluges machten. Durch die hohe Geschvin-dlgkeit der Maschine kam ich ellig aus der Karte voran und überflog morgens um 6 Uhr schon das fünfte Land seit meinem Start. Nach den hohen Bergen Rumäniens kam eine Welle Flachland bis an die bulgarische Grenze, wo ich als letzte Berge vor tar Landung den Balkan zu passieren halte. Inzwischen war da» Wetter wunderschön ge-worden, wolkenlos blauer Himmel war ringsherum, und von weitem sah ich am Horizont schon wie einen feinen Strich da» Marmarameer liegen, da» ich schon auf zw«i vorhergehenden Flügen passiert hatte. Jetzt, nachdem e» — wenigsten» für den Hinflug — mit allen Schwierigkeiten vorüber war, Syswn rm feiten Deutschland» nach da Aufrüstung ss groh geworden sei. da» für Vtofeu gar kein anderer Ausweg mehr bleckt. F^gt man d«m Franzosen weiter in seinen'Gedankengängen, so soll e» lein« kommunijlische Front mehr geben, kein« solch« gegen den Faschismus, die BourgeoPe ober gar das Kapital Keineswegs, sagt Herr d'Ormesson, sondern alle» was jetzt von feiten der Sowjetunion geschieht, ist einzig allei« von dem Gedanken diktiert, stch, soweit e» geht, gegen Deutschland zu schützen. Und seinen französischen Landsleuten sagt derDipla-maticu» des „Temps", dah diese Politik der Bor-ficht sich mit der Frankreichs decke, weil die deutsche Gefabr eine allgemeine Gefahr für Europa sei. Frankreich sieht nicht, oder will nicht sehen, dah trotz des bestehenden sranzösisch-russischen Paktes die Russen ihre Wühlarbeit in Frankreich ruhig fortsetzen, und wird dazu erzogen, nicht daran zu glauben, dah die Sowjetunion irgendwie hinter den Vorgängen von Brest und Toulon stehen könnte. „Annehmen zu wollen, dah die Sowjets oder gar die Regierung Ruhland» ein 3ntere>se daran hat, Unruhe in den Ländern zu stiften, auf die sie sich heute stützen, wäre tatsächlich unsinnig." Damit beruhigt d'Ormesson die öffentliche Meinung Frankreichs, um das Bündni» intakt zu halten, um die kollektive Sicherung, wie sie Frankreich vorschwebt, nicht durch innersranzöstsche Stimmungen gefährden zu lassen. Und da» tut man zu einer Zeit, da andere Staaten sich genötigt sehen, obwohl sie in engen wirtschaftlichen Vertraasver-Hältnissen zur Sowjetunion stehen, geharnischten Protest gegen die Eimischung der Sowjetunion in da» innnpolitische Leben dritter Völker zu erheben. sich die einzelnen Mannschaften, die sich am Wett-kämpf beteiligen, da» ihnen zusagend« Gebiet heraus-suchen. Zur Bearbeitung sind folgende Gebiete freigestellt: 1.) Landesforschung, Reicheplanung, 2) Volksdeutsche Arbeit, 3.) Auslandskunde, Kulturpolitik, 4.) Weltanschauung, 5.) deutsche Geschichte, Vorgeschichte, 6) Biologie, 7.) Rassenhygiene. Ge-sundheitswesen, 8.) Sozialismus, Arbeitsrecht, Sozial' recht, 9.) Judenfrage, 10) Presse, FUm. Rundfunk, Theater, 11.) Musik, musikalische Erziehung, Dich-hing, 12.) Erziehung, 13.) bildende Künste. Architektur. 14.) Technik. Als Preise für die besten Ar-beitsgruppen werden Inlands- und einjährige Aus-landsstlpenbien verteilt. Für die Studentenschaft ist ein derartiger Wett-kämpf etwas Neues, während die deutsche schaffende Jugend, also die aus dem Arbeiter-, Handwerker-und Angeftelltenberuf, bereits zweimal im Rahmen eines Reichsberufswetlkampfes ihre Leistungen unter Beweis gestellt hat. Bei dem Reichsberufweitkampf der schafsenden Jugend hat man aus den einzelnen Berufszweigen jeweils die Besten herausgesucht. Jetzt wird auch die studierende Jugend zu einem Wettkampf aufgerufen, um auch aus ihr die best-geschulte Mannschaft zu ermitteln, der dann durch Stipendien die Möglichkeit einer erweiterten Fort-bildung gewährt werden soll. merkte ich zum ersten Mal, dah solange auf einem Fleck zu sitzen, doch nicht ganz so einfach ist. und ich zerrte meine Lustkissen wütend von einer Stelle auf die andere unter meiner Sitzgelegenheit. Aber diefer klein« tote Punkt ging kurz vor der Landung selbstverständlich vorüber. Auf dem ganzen Hinflug hatte ich eine Scheibe Brot und ein paar Wein-trauden gegessen, getrunken überhaupt nicht», weil ich einfach keinen Durst hatte. Der Flugplatz von Konstantinopel Jeshllkoy liegt, wenn man von Europa kommt, hinter einem Sperrgebiet vor Istanbul. Mit dem von der Shell dorthin entsandten Herrn Hennig hatte ich vorher verabredet, er möge auf der asiatischen Seite des Bosporus an einem bestimmten Punkt jemanden postieren, der mein Ueberfliegen des asiatischen Bodens einwandfrei beglaubigen sollte. D«r tüchtig« Hennig hatte zu diesem Zweck einen türkischen Major auf dem grohen Bahnhof Haidar - Pascha südlich von Skutart postiert, den ich um 9 Uhr 20, also 5 Stunden 40 Minuten nach meinem Start in Deutschland überflog. Dieser türkische Major war übrigens der erste, der seine Meldung nach Deutsch-land durchgab. 5 Stunden 40 Minuten von Deutschland nach Asien und da» mit «in« kleinen Sportmaschine! Es kam mir schon etwa» merkwürdig vor, wenn ich dabei meine ersten Erfahrungen au» der Fliegeret im Jahr« 1928 zum Vergleich heranzog. 9 Uhr 34 war ich in Jeshllkoy gelandet, von einer riesigen Menschenmenge empfangen, die mit S«nsb»ry für Neuverteilung der Kolonien Der Führer der Ardeiterpartei Lausbury hat an einen Arbeiterkandidaten bei Rachwahlen zum Unterhaus ein Schreiben gerichtet, worin er neuerlich den Zusammentritt einer Weltkonferenz verlangt. Die wichtigste Aufgabe dieser Konferenz wäre eine vollkommen neue Verteilung der Rohstofi'närkt« und der Kolonialgebiete. Im Briefe heiht e» weiter: „Unsere Nation ist die größte imperialistische Macht der Welt. Wir haben die gröhten Besitzungen auf-gehäuft, und für uns ist jetzt die Gelegenheit ge-kommen, unsere Besitzungen am Altar der Allge^ meinheit dienstbar zu machen. Wir müssen bereit sein, die natürlichen Quellen unsere» Reichstum» mit dem Recht der Menschlichkeit in Einklang zu bringen. Eine gerechte Austeilung der Rohstoff-Märkte und der Kolonialgebiete ist der einzige Weg, der zu Frieden und Sicherheit führt. Die britische Nation muh einen Plan ausarbeiten, welcher der Welkonferenz vorgelegt werden wird. Die Schuldfrage beim Berliner Einsturzunglück Am 5. September ist in Berlin amllich mitgeteilt worden, dah vier Männer wegen fahrlähiger Verschul-dung des Emsturzunglücks am Brandenburger Tor ver^stet worden seien. Die Verhaftungen sind auf Grund eine» vorläufigen Gutachtens eines Sachoer-ständigenausschusses vorgenommen worden. Die vier Männer sind der Direktor der beteiligten Baufirma, zwei Ingenieure und ein Beamter der Auftraggeberin. der Deutschen Reichsbahngesellschaft. Unmittelbar nach dem Unglück ist von amtlicher deutscher Seite mitgeteilt worden, dah die Suche nach etwaigen Schuldigen ohne jeden Zeitverlust einsetzen werde. Noch am gleichen Tage ist ein Staatsanwalt mit Einleitung von Ermitt-lungen beauftragt worden. Es handelte sich darum, festzustellen, ob bei der Anlag« und Befestigung der Baugrube mit jener Gewissenhaftigkeit verfahren wor-den ist, die bei dem wenig zuverlässigen Baugrund in der deutschen Hauptstadt und bei dem starken Verkehr in der Umgegend notwendig gewesen wäre. Im Text dcr amtlichen Mitteilung über die Ver-Haftung sind zwei Punkte von Interelle: die an grohen öffentlichen Arbeiten beteiligten deutschen Arbeiter und Angestellten sollen die GemiHHeit haben, dah die Ar-beitsbeschasfung nicht aus Kosten der Sicherheit ihre» Lebens und ihrer Gesundheit geschieht, und dahdie wiederholte Erklärung des Reichskanzlers vom Wert jeder schaffenden Persönlichkeit kein leeres Wort gewe-sen ist. Der zweite Punkt ist der, dah dcr bei der grohen Erregung verständliche und auch in weiten Kreisen verbreitete Wunsch nach ausreichender Bestrafung der Schuldigen nicht zu überstiegenen Erwartungen ge-angte. Sollten die endgültigen Ermittlungen ergeben, >ah es die verhafteten Männer an der nötigen Gewis-enhastigkeit haben fehlen lassen, so werden sie wegen ahrlässiger Tötung vor Gericht zitiert und abgeurteilt werden. Die Höchststrafe für ein solches Vergehen sind 5 Jahre Gesängnis. Blumen und Schokolade, Seife und Handtuch, nicht zu bewältigenden Estwaren für mich und selbst mit einem Badeanzug für eine schnelle Erfrischung im Marmarameer bewaffnet war. Der kurze Empfang auf dem FlugplaH war tadellos organisiert und äuherst eindrucksvoll. Da war der deutsche Generalkonsul, der Geschäftsträger der Deutschen Boiichaft in Ankara und die gesamte deutsch« Kolonie. Sogar der Vertreter der deutschen Segelfliegerei in der Türkei war anwesend. Von den Türken waren da viele hohe Militär», Ver-treter der verschiedenen Sport» in der Türkei, die erste türkisch« Fliegerin, der Generalsekräter des Olympischen Komitee» — und dann natürlich die gesamte hier ansähige türkische und international« Presse. Alle» ringsherum strahlle vor Begeisterung, und ich hatte den Eindruck, dah es den Türken besondere Freud« macht«, dah ich mir gerade ihr Land zu dem Fernflug von und nach Deutschlano zurück ausgewählt hätte. Der Vorschlag der Türken, meine Maschine doch gleich zu lassen um sie ihnen zu verkaufen, war mir offengesagt im Moment nicht so ganz sympathisch. Eine der schönsten Episoden des ganzen Flu-ge» war der Augenblick, wo man mir nahelegt«, ob ich mir nicht „die Hände waschen wollte". Keine schlecht« 3d«e, sagt« ich mir, und dann wurde ich im Triumph von ca. 100 begeisterten Menschen, die mich nicht «inen schritt allein machen liehen, vor eine kleine Tür geführt, hinter der sich nach meinem Eintreten zu meinem großen Nummer 73 Deutsche Zeitung Seit« 3 Aus Stadt und Land Rückgabe der „Prizrener £>