Deutsche wacht «inl Ictcn ItJCBfrfag »»« «onnia| iiutqra» usb toVft Wt «llt «tt in'l t«i« m»n«tti4 II. -.56. ritNelzUtzii» tt. 1.5,0, fcsttiHnj I. s.—, ynq|ltng ». «.— Im Vofttnftittiin« >mu<|atn| tiflo. t«IM«Örla fl. S.SO, |joiru»ljrij (U «.««. tll fiigcli* »tumm« 1 tt. z»s«r»le Mdi Joris; M Mim* W«cdt>d»I>lii,«ii ftabatt. JUlralbt» .Tüttial« lik ntri« »lotl »lle »rtw«ttit»oi ce»e,t>«dili»n»» S?» 3n- ur.l »u»I-n»t« «R. KrMicttra ant ienmitiatun II». Siiir^ftilUdrii m WrDcctturl läzltch, mit Aii«»»l>m« t>n S«Il>>- in) iWttla»«, Mi tt—lt Mr ttli- mit 1—4 übt 9'ndiiuttlca». - HtKtanu Honett ccrtolr«. — VfanuSriioM iMiorn nUtit juiucJatiiiit«!. - Mnonnioc H«1(nkaaactt tti&t &crlitfS6tia«t. Nr. 97. Eilli, Tonnerstag den 3. December 1891. XVI. Jahrgang. Der neue Lurs. Cilli. 2. December. —zel. Seit dem denkwürdige» Augenblicke. » welchem der unsterbliche Schöpfer des deut-tzm Einheitsstaates, Fürst BiSmarck, die Lillbühne verließ, auf d-r er eine Rolle ge-lt, so glanzvoll, wie'nie ein zweiter vor ist die Erinnerung an ihn nie so lebhaft gemi'cht worden, als durch die Rede seine» Sacbfolaerd im Amte Caprivi. Insbesondere i« Presse oe* In» und Auslandes, welche I« krampfhaft bemüht ist. sich mit den urei-ifter» Anschauungen und unverfälschten Ge-len deS deutschen Volkes in Gegensatz zu be>-«n, läßt diese Gelegenheit nicht vorüber-«i, ohne eine Parallele zu ziehe» zwischen ersten und zweiten Kanzler des deutschen cheS. welche natürlich für den Fürsten liarck sehr ungünstig ausfällt. Wir wollen nicht über Herrn Caprivi. der für fähig gefühlt hat. das Erbe des Fürsten marck anzutreten, den Stab brechen, sondern sere Segenswünsche begleiten auch ihn aus em schweren Wege. Wir werden uns auch « mit einer weitschwäufigen Kritik seiner befassen, denn eS ist weniger unsere Auf-der hoben Politik auf ihren rrwegen zu solgen. al« jederzeit vom ionalen Standpunkte darüber zu wachen, iß das Urtheil des deutschen olkes in nationalen Angelegen-lite» nicht getrübt oder irrege-iitet ?verde. Nun aber ist der Name des iiritfti Bismarck ein großes ethisches Gut all- Deutschen, gewiß auch unbeschadet seines michischen Patriotismus für jeden Deutsch-cher. Ader kaum hat der GeniuS des deutschen lies trauend seine Fackel gesenkt, kaum hat Auch ein Salomonisches Artheil. Es war ein trauriger Fall. TaS Kind flit, da eS nicht getheilt werden konnte, sich " einem der beiden Gegner zusprechen, und jte doch nicht, welchem. Robert hat mir t Geschichte oft erzählt ... Er hatte im Alter dreiundzwanzig Jahren geheirathet und Braut war kaum siebzehn. Er war immer, »i der geschmackvolle Ausdruck lautet: „streng 1* gewesen, aber der Mensch gehört doch iicher dem lieben Gott, ehe ihn der Teufel «al recht am Kragen gehabt hat. DaS ist leicht nicht geschmackvoll ausgedrückt, aber liit wahr. Bongen Sommer nun kam der Teufel in Gestalt, in welche er sich bei seinen schwie-In und gefährlichsten Unternehmungen kleidet: i Schalt eineS schönen WeibeS. Eine russische 'fix, die zu ihrem Vergnügen reiste und die statten aller berühmten Künstler heimsuchte, auch in Robert'S Atelier. Einmal, zwei» dreimal... so eine russische Gräfin, ver-Sie, die zu Ihrem Vergnügen reist, das ei« eigenthümliches Menschenkind. Auch tnt sollte die» empfinden und wer weiß, geschehen wäre, wenn Clara, Robert» junge nicht gleich energisch ausgetreten wäre. >b eine heftige Scene und darauf zwei poungea. Zuerst räumte die russische Kunst- die ganze Menschheit sich erholt von der mäch-tiaen Erschütterung, welche der Rücktritt des größten Temschen ron seinem Amte hervor-gerufen, ist die durch Jahrhunderte leuchtende Riesengestalt BiSmarckS Gegenstand gehässiger Angriffe und Nergeleien. Es ist dieselbe Melodie, dasselbe unsagbare traurige Schauspiel, welches schon wenige Mo-nate nach seiner Entlassung sich abspielte, daß der Mcinn, um den die gesammte europäische und nicht-europäische Welt, der ganze Erdball das deutsche Volk beneideten, nachdem er sein wunderthätiges Leben seinem Volke und seinem Könige gewidmet hatte, von Leuten, »je sich über ihre eiqene Nichtswürdigkeit und niedrige Leidenschafts beweg gründe nicht erheben können, in schamlosester Weise angegriffen wird. Wir wollen nicht darauf zu kommen, wie seinerzeit die „Freisinnige Zeitung" ihre Niedertracht mit dem Artikel eingeleitet hat: „Gott sei Dank, daß er fort ist!" Jeder Deutsche konnte nur flehen, daß die Übermensch-liche Gestalt des Fürsten aus dem Weltbilde nur durch das unabwendbare Walten des unver-änderlichen Gesetze», vor dem sich auch der größte Sterbliche beugen muß. verschwinden möge waS eine beruhigende Befrie-d i g u n g über die harmonische Voll» e n d u n g dieses größten Erdendaseins erweckt hätte. Und während selbst die französische Revanchepresse in der Unterwerfung vor der erdrückenden Größe des Kanzlers eins war. giengen Deutsche von der Sorte eines Eugen Richter so weit, Bismarck als einen geistig Un-zurechnungsfähige», als einen Alkoholisten hin-zustellen, ihn des Säuferwabirsinnes zu zeihen. Die Aeußerungen des Fürsten wurden als Hochi'errath hingestellt und der Wink ertheilt, man möge aus seine ideale Größe nach dem Muster des Arnim-Processes den HochverralhS- freundin das Feld, dann sagte Clara sich feier-lich von ihrem Gatte» lo« und erklärte, nicht mehr unter Einem Dache mit ihm wohnen zu wollen. Sie wolle zu ihrer Mutter zurück-kehren. Gut. Aber das Kind? Clara wollte es mitnehmen. DaS gab Robert nicht zu; er wollte eS selbst wählen lassen. Robert war also in seinem Zimmer, Clara in dem ihrigen. Zwischen beiden lag daS Wohn-zimmer. in welchem Willi ahnungslos spielte. ®tü dem Postzug. abends 8 Uhr 25 Minuten, wollte Clara abreisen. ,ES war nachmittags 5 Uhr. als sie die Thüre ihres Zimmers öffnete. Sie rief den Kleinen, um einstweilen zu hören, wie er wohl die schwere Frage entscheiden werde. Die Frage sollte eigentlich der Verabredung .gemäß erst kurz vor der Abreise gestellt werden. Aber es ließ ihr keine Ruhe. Ihre Gedanken blieben nicht bei ihr; sie wandten sich immer zu dem Kinde und von diesem zum Gatten. Dieser aber hatte den Ruf gehört und finsteren Blicke« erschien er an der Thür seine» Zimmer«. Auch er rief nun sein Kind. Der Kleine, sein Steckenpferd in der Hand, blieb verwundert in der Mitte des Zimmert stehen. Komm' zu mir, Willi, sagte Clara. Komm' zur Mama. paragraphen anwenden. Den Hochverraths-paragraphen auf dei/jenigen, der lebenslang der Verkennung, dem Hasse und der Verläumdung die Stirne geboten, um in unerschütterlichen Glauben und in den heißesten Kämvsen. in denen er nicht mit der Wimper zuckte. daS Deutschland zu gründen, wie eS daS deutsche Volk Jahrhunderte ersehnt. Aber. Gott sei Dank, ist das deutsche Volk besser al« seine papierene öffentliche Meinung. Man ward endlich empört darüber, daß man dem Staatsmanne Schweigen auferlegen wolle, der Deutschland aus feiner Zerrissenheit so hoch er-hoben und jahrelang Europa's Geschicke geleitet hat, man erkannte im Gegentheile, daß eS ei» Recht BiSmarckS sei, die letzten Stadien seiner Thätig-seit der Wahrheit gemäß und unentstellt der Weltgeschichte wiederzugeben. Wir konnten allerdings erwarten, daß die Presse die letzte Rede Caprivi's zu neuen Aus-sällen aus die verflossene gewaltige Lausbahn BiSmarck's benutzen werde, daß diese Presse der Thätigkeit Caprivi's jubelnd Weihrauch streut. Wir stehen nicht auf dem Standpunct Caprivi's, werden aber trotzdem nicht in denselben Fehler oder in die Plattheit verfalle», ihn als den „blechernen Kanzler" zu bezeichnen, oder als den Kanzler „Kopriva", wie ihn vielfach deutscher Volksmund uemtt Wir sind auch wegen Mangels an Raum nicht in der Lage, die Entwickelung der Dinge in Deutschland seit dem Rücktritte deS eisernen Kanzlers vollständig zu beleuchten. WaS die auswärtigen Angelegenheiten anlangt, so resümieren wir ihren Stand kurz dahin, daß das Werk des Fürsten BiSmarck. der Dreibund, waS Italien anbelangt, schon starke Risse bekommen hat und daß uns vor-kommt, daß. daS politische Schwergewicht immer mehr von Deutschland abfällt,. . . Seit die Faust fehlt, die den Diplomaten fest in den Was soll das? rief Roben mit heiserer Stimme, einen Schritt vortretend. Du brauchst ihn nicht zu überreden, du brauchst ihm keine Geschenke zu geben, daS ist nicht ehrlich, er soll frei entscheiden. Du verräthst nur deine eigenen schlimmen Gedanken. Ich habe ihm nichts geschenkt, ich habe ihn nicht überreden wollen. Ich habe ihn nur fragen wollen. So frage! erwiderte er dumpf. Ich gehe fort, Willi, weit, weit fort. Willst du mit mir geh'»? Willi ritt auf feinem Steckenpferde zu ihr hin, an die Thüre, und sagte: ..Ja'. Mit stürmischer Freude wollte sie ihn an sich ziehen. Aber sie sah, wie der Mann ba drüben so bleich ward. Er winkte den Knaben zu sich; der ritt hinüber. Lustig, golden wie ein Sonnenstrahl, zog er durchs Gemach, von einer Thür zur andern, von einem Herzen zum andern. Und Robert sagte: Willst du beim Papa bleiben. Willi? Willst du brav sein und beim Papa bleiben? Ja, sagte der Knabe. Sie stürzte zu dem Kinde hin und, auf die Kniee sinkend, schlang sie die Hände um seinen Hals und küßte es: Hast du mich lieb? Willst du mit mir gehen ? Ja, Mama. backen saß, ist auf die „zünftige Diplomatie' kein -tv erlaß mehr. ^" WaS die inner» Politik Deutschland» aber aitlangt, so sind wir glücklich bi» zum persönlichen Regiment des Kaiser» angelangt. Wir verstehen jetzt, warum Wilhelm II. den alten unbequemen Meister au» dem Amte entfernt hat. Ludwig XVI. der unglückliche König, sagte vor seinem Ende, die großen Worte: .Ich empfehle meinem Dohne, wenn er da» Unglück haben sollte. König zu werden, er möge sich erinnern, daß man da» Wohl te» Volke» nur schaffen kann, wenn man nach den Gesetzen regiert." Also nicht der Wille de» König» sei das höchst« Gesetz! Der neue Cour« in Deutschland ist dort angekommen, wo der Absolutismus auf dem Throne sitzt und merkwürdig genug, fchaaren sich um ihn freisinnige, liberale Herolde. Aber wie dem auch sei. Kaiser Wilhelm II. hat durch die Entlassung des Fürsten Bismarck die größte weltgeschichtliche Ver-a n t w o r t u n g aus sich genommen , die je ein Mensch zu tragen hatte Möge sie ihm leicht werben! Der Name BiSmarckS wird ja trotz aller Verkleinerer einst im Pantheon sein, er ist eingegraben in dem Herzen des deutschen Volke» und in den Denkmalen und Säulen de« Ruhmes. Seine Verkleinerer aber werden nach der Bestimmung de» Gemeinen „lautlos in den Orkus hinabsteigen'. Jedem Deutschen aber konnte es nur Herzenswunsch sein, daß die Mahnung unsere» Homer-ling » nicht ungehört verhalle, welche er an-läßlich des 70. Geburtstages Bismarck'S an das deutsche Volk geschrieben hat: „---und können wir seiner entrathen? Nein, heg' ihn, o Deutschland, so lang ihn noch die himmlischen Mächte Dir gönnen, Und niemals komme der Tag, wo nicht, wie bisher, zu gedeihlichem Werke, Aus des Volke« Vertrauen er schöpfe den Muth." ^otitische Rundschau. Im Abgeordnetenhaufe herrscht eine förmliche Schwärmerei für neue Steuern, und es giebt offenbar Abgeordnete, welche sich den Kopf des Finanzministers zerbrechen und ihm in der Erfindung von neuen Steuern Con-currenz machen. Ei» Herr K o z l o w s k i aus Galizien verlangte vor wenige» Tagen das Z ü n v h ö l z ch e n > M o n o p o l und die Ein-sührung der K e r z c n st e u e r, als ob da» arme und ärmste Volk noch nicht hinreichend belastet wäre. Wir dürft n allerdings nicht hoffen, daß dem Herrn K o z l o w s k i ein Licht über die Pflichten eines Volksvertreters ausgehen wird, obwohl man meinen möchte, daß e» die vor» Sie sprang triumphierend empor und hob ihn auf ihren Arm. Robert näherte sich ihr. Er streckte die Hand nach dem Kinde. Und mich, Willi? Willst du bei mir bleibenP . Ja. Papa. Haft du mich nicht lieb? sprach sie. Und bebend, wild, wie im Wahnsinn setzte sie hinzu: Hast du mich nicht lieber? DaS Kind ward ängstlich, seine Augen füllten sich mit Thränen. ES sagte wieder: .Ja". Hast du nicht mich lieber? Hast du mich nicht lieber als — er wollte sagen: als die Mama, aber er brachte das traute kosende Wort nicht über die Lippen — als sie? Ja. weinte da» Kind. Sie zitterte, sie glühte; aller Trotz, alle Kraft, alle Leidenschaft war entsesselt. Wie schön sie ist! blitzte e» durch sein tobende» Hirn. Aber' sie war die Todfeindin, die Kindes-räuberin .... Kampf. Kamps bis zum Tode! Mich hast du lieber! schrie er: Mich! rief sie dem weinenden Knaben zu. .Alle zwei/ schrie der Kleine und kniete mit herzbrechendem Weinen vor ihnen nieder. Wie ein Blitz — nein, wie ein Sonnen-strahl fiel das Wort in die beiden verdüsterten „tjiujp wm nehmste Ausgabe eineS Abgeordneten ist. die bi» zum äußersten belastete Steuerkraft de» Volke» zu fch ü tzen vor neuen Ansprüchen de» Fiscn». dem ein Abgeordneter wohl kaum die Wege für seine Steuerpläne zu zeigen braucht. Auch der Abg. Reuwirth theilt tie seltsame Begeisterung für neue Steuevpläne, deren volkswirtschaftliche Bedeutung wenigsten» ziemlich zweifelhafter Natur ist. indem er eine Luxussteuer für das e l e c t r i f ch e Licht ver-langte, und im Zusammenh«nge damit sich für die Zuläfsigteit de» clec irischen Monopols au»sprach. Diese Erfindungen haben jedoch dem Abg. N eu w i r t h die Gnade der „Neuen Freien Presse" im höchsten Grade verwirkt, so daß er wohl sehr „brav" in der Zukunft sein muß. wenn ihm in der Fichtegasse sein ..Steuer-Fanatismus" verziehen werde» soll. Nachdem die „N. F. Pr." schon über die Haltung des Abg. Groß ganz aus dem Häuschen war, muß es nun auch der Abg. N e u w i r t h. dessen Liberalismus doch ziemlich waschecht ist. büßen, daß er es gewagt hat, eipe selbstständige Ansicht zu vertreten. In einem langen Leitartikelseraießt sich in der Freitags»ummer der „N. F. Pr.' der Unmuth des Organes in breiten Strömen über den Abg. Neuwirtb, der geradezu mit jenen Abgeordnete» verglichen wird, welche nicht säen und nicht ernten, und von den wahren Bedürfnissen des Volkes keine Vorstellung haben. In nicht mißzuverstehender Weife spricht daS Blatt von einer .Entsremdung" des Wahl« bezirke» veS Abg. N e u w i r t h, und schließt mit dem Vorwürfe, daß den Abgeordneten der Brünnec Handelskammer nur Eitelkeil geleitet habe, damit er sei: .Zuerst und Compagnie'. Es kann nicht unsere Ausgabe sein, den Abg. N e u w i r t h vor seinen Freunden in Schutz zu nehmen. Daß aber die Wiener Presse gleich bereit ist, jeden Abgeordneten, welcher eine abweichende Meinung ausspricht, vor ihr Tribunal zu citieren, ist wohl ein neuerlicher Beweis dafür, daß die Zerfahrenheit innerhalb der Teutschen nicht wenig dieser Art und Weil« der publicistischen Thätigkeit der Wiener Presse zur Last fällt. Bei dem Etat des Salzgesälles ist notürlich die alte Forderung nach einer Ver-w o h l s e i l u n g de« Viehsalze« wieder ausge» taucht, welches insbesondere durch die Zwischenhändler maßlos vertheuert wird. Den Ein« f l u ß unseres Parlamentes kann man am besten an dem Entgegenkommen messen, welche« die ' Regierung dieser von allen Parteien einstimmig als L e b e n S i n t e r e s s e der bedrohten Land-wirtschaft bezeichneten Angelegenheit bisher entgegengebracht hat. Es war bis jetzt unmöglich die Regierung zu bestimme!'., diesen alten Wunsch der gejammten österreichischen Landwirtschaft zu Herzen, ein jedes erschrak vor der eigenen Fin-sternis und es ward Tag darin, heller Tag. Robert rief: „Clara!" und Clara rief: „Robert!' und dann umarmten sie daS Kind und vergossen Thränen der Erlösung. Der Postzug gieng ad. genau um 8 Uhr 25 Minuten. Aber zu derfelbigeu Zeit saß Clara neben Robert auf dem Sopha im Wohn-zimmer. Hand in Hand, und im Zimmer spielte, obwohl die Sonne schon längst untergegangen, noch ein Sonnenstrahl .... Er ritt sogar auf einem Steckenpferde herum, und sie sahen zu. lächelnd glückselig, »ersöhnt durch ein Wort ihre» Kindes, ein ganz einsälti>e», unsinniges Wort . . . aber — so ist daS menschliche Herz.... Warum die hellte rauchen. Ein Prinz saß eines Tages nach dem Diner in seinem Lehnsessel und rauchte. Da kam ihm die Idee, er möchte doch wissen, warum die Menschen eigentlich rauche», und er nahm sich vor, die Leute danach zu sragen. Er fieng sogleich bei seinem besten Freunde, der, nebenbei gesagt, ein großer Esser war, an und fragte denselben: ..Lieber Freund, sage mir einmal, warum rauchst Du?" — »Ja. e» gibt doch nichts Bessere« — wie Du ja selbst wissen wirst, da Du doch ein ebenso starker Raucher verwirklichen. Selbst in der V i e h s a l z s r i gt sind Verhandlungen mit Ungarn nothwendig und da wir nun schon einmal in dieser beneidwt» werthen Lage sind, müssen wir eben weitn -warten. Mit B«?gnnHen nehme« wir eS zur Kenntnis, daß Minister S t e i n b a ch bei diesem Anlaste, versprochen bat, Ringen und allen andere» Bestrebungen, die das Licht scheue», e:ii= gegetizutreten. Vedorerno ! Wenn man aber ii seinen Entschlüssen so langsam ist. wie de» Wettringe de» TotalisateurS yezcn-über, welcher doch nicht» andere» ist, al« ei« ganz gewöhnliche Spielbank, so hat et allerding» noch keine Eile. Der To t a l i s aie»: hat sich, seitdem er insbesondere durch die sait-dalösen und fraudulosen Vorgänge der letzt» Zeit sich immer mehr als eine verwerfliche Jiriti' tution im Interesse der ö s f e n i ki ch e n M oral herausgestellt hat, beinahe unmöglich gemacht Aber trokdem ist man noch nicht bei einer aut> giebigen Besteuerung, geschweige bei da Aushebung teSselben angelangt, denn er ii! nöthig im Interesse der höheren und höchst» Pferdezucht. Ebenso still ist es wieder mit da Eindämmung nnd Aufhebung deß kleinen Lotto'S geworden, und danrtn raat es wohl am Platze, daß der Abg. R o f e r z« Xtenmal gegen den Bestand dieser specifisch ösm> reichische» .Einrichtung' seine Ausführunge». welche wir im Folgenden bringen, richtete: »bg, Dr. Roser: Ich lab« den Fina»zwimk und den Justizminister ein, mir zu folgen in tt Verbrecher-Galltri« de« Lotto, um sich zu überznige^ «tt« welchtn schmutzigen Quellen der Staat 'em Einnahmen schöpft, «i« die Existenzen ruiniert. » überhaupt der Erwerb geschmälert und die Verbrech» großgezogen »«rden; e» wäre sicherlich an der Zck dieses verwrrffiche Spiel, diese Blödsinnsteuer. endüt abzuschaffen. (Bravo!) >. Bild: Da ist der S-'I« der Vorschußcassi in Bakow. Er v«runtreute 52,000s. und verspielte dieselben in der kleinen Lotterie, i wurde )u mehreren Jahren schweren Kerker« ie> urtheilt. 2. Bild: Die Handarbeiterin Clara Dein die in einer Metallwaren - Fabrik »l« Arbeiter!, dient« und Lohnlisten zu führen hatte, viruiilrX 1267 st., die sie in der kleinen Lotterie verspiM Sie setzte jede Woche 3 bi« 5 ff. j sie wurde $ fünfzehn Monaten schweren Kerker« veruriheSt 3. Bild: Johann Gucher, Etsenwerk«->rbeiler > Pichling bei ttcflach. erwarb sich mit seinem L«A durch Fleiß und Arbeit 100» ff., die fr in w Sparkasse niederlegte; aber durch einen sogenamN» Lottoschwindler, durch einen Lotto» ßombinatm Wileitet, verspielte er da« Geld, würd« geisteiftaf und muß jetzt mit seinem Weibe darben. 4. !*i&: Der kassier der adriatischen Bahnen wurde irega Desraudation von 85,l)üO ff., die er in der k!ei» Veiten« verspielte verhaftet, und man fand in ie» bist, wie ich — als nach Tisch eine Cigarre rauchen, um bie Verdauung zu befördern.' -„Also der besseren Verdauung wegen raucht da dachte sich der Prinz. .Ich für meinen Ilw habe davon »och nichtS gemerkt " Indessen ftril sich für den Moment mit der Antwort zufrieda Des andern Tage» trat der Prinz | Wagen eine R:ife an. Aus der Landstraße s> er einen alten Maun. welcher aus einer » brochenen Geige spielte und dabei au» eim kurzen Pfeifchen rauchte. Er ließ den Waq« halten und fragte den Alten: .Sage m; warum rauchst Du? -- „Ja. bester Herr, i habe heute noch nicht» gegessen, und roenn d rauche, so spür« ich den Hunger weniger.' -Der Prinz war über diese Antwort sehe e staunt, denn sie schien ihm ein Widerspruch W die Mittheilung seinc» Freunde». Der Ä raucht, um besser zu verdauen, der Andere, ■ den Hunger zu stillen. An demselben Abend trat der Pr», > dem Hotel ei», wo für ihn Nachtquartier i stellt war. Der Hotelier, welcher sich im einen so hohen Gast beherbergen zu löm war 'selbst wach geblieben, um den Prinz» erwarten. Er gieng in der Vorhalle aas i ab und rauchte eine Cigarre nach der and« plötzlich fuhr der Wagen des Prinzen vor.« der Hotelier warf seine Cigarre in tt Winkel, um zur Pforte zu eilen. Aber ch 18*1 Gtfcnung tincn Koffer. vollgefüllt mit Ri»tonto«. chört! Hirt!) In Fünfhau» start eine Frau die ilt »oblhabend galt; nach dem Begräbni» gingen ik Erben daran, sich da» Capital »u nehmen, und ße fanden eine alte Schachtel (lekhafte Heiterkeit), mit Ri«conto» vollgepfropft. In Ottakring verlor eine wohlhabend« Frau, die durcb sieben Jahre auf die Nummer i>ü setzte (lebhafte Heiterkeit), die aber durch sieben Jahre nicht kommen wollte (erneuerte Heiterkeit» — sie setzt« 50, 100 Ii« 200 fl. — idr ganze« Vermögen und auch da« Zin»hau». I» •Ocn civilisierten Staaten ist da« Lotto aufgehoben; nur in den katholischrn Staat?» Oesterreich und Italien findet da« Lotto noch sein Heimat«recht. Zn Mexico hat selbst der al« entmenscht bezeichnete Zuarez da« Lott» al« unmoralische« Spiel erklärt «nd derr-tiert. daß e« in der ganzen Republik unter-drückt werde. Der nordamerikanische Staat«minister Harrison hat die Benützung der Post zu Lvttozwecken ill eine Prostitution der Verkehr«anstal»en bezeichnet. t>ie österreichische Bevölkerung hat aber nicht allein da« kleine Lolto. sie besitzt auch die blaue Lotterie, sie hat hie Lotto^Mathematiker. sie hat den Totali-sateur, und man kann wohl sagen: Hie kleine ketterie, die blaue Lotterie — Hie Lotto-Matbematiker. die Totalisateur: — Mein gute» Oesterreich, wa« »illst du noch mehr? (Lebhafte Heiterkeit) Die blaue Lotterie treibt ihr Unwesen in großem Maßstabe in den Grenzbezirken Böhmen» und unterscheidet sich tcn der kleinen, daß sie auch Leben«mitt»l, Kleidung«-stücke, Wäsche u. f. w. al» Einsatz annimmt. Aber beide Lotterien haben da« Gemeinsame, daß sie da« Volk au«saugen, au«beuten und betrügen, die kleine Lotterie unter der Legide de» kaiserlichen Adler» und die blaue Lotterie in Schlupfwinkeln und im Ver-torgenen. Bor nicht langer Zeit wurde feiten» de» Finanzministeriums die Strafe der sogenannten Bank-Halter und Einschreiber der blauen Lotterie von 100 au» 900 fl. erhöht und diese Straf« auch auf diejenigen »»«gedehnt, welch« in die blaue Lotterie setzen. Wie wär» e« denn, Herr Finanzminister, wenn 6ie diese Strafe ausdehnen würden auch auf jene Leute, die in die kleine Lotterie setzen, und folgenden Gesetzentwurf, vorlegen würden: »Gesetz vom . . . betreffend die Aushebung der kleinen Lotterie. Mit Zustimmung der beiden Häuser de» Reich»rathe» finde ich anzuordnen wie folgt: Wer in die kleine Lotterie setzt, wild mit 900 fl bestraft." (Lebhaft« Heiterkeit.) Ich hin f«st überzeug!, daß Niemand mehr in die Lotterie setzen würde. (Erneuerte lebhafte Heiterkeit.) Und nun erfl die Mathematiker oder, wie sie in neuester Zeit heißen, Lotto-Combinateure. welch« die Bevölkerung bethören, den Gimpelfang im Großen treiben und die Dummheit des Volke« »nd der Regierung au»nützen (Schallende Heiterkeit.) Diese Leute treiben ihr Geschäft öffentlich unter den Augen der Behörde. Redner wendet sich hierauf gegen da» Spiel beim Totalisateur. Er habe da» Treiben daselbst «. hatte der Prinz bemerkt, daß der Hotelier ge« raucht hatte, und er fragte gleich: „Bester Herr, sagen Sie mir, warum rauchen Sie? — »Entschuldigen Ew. Durchlaucht vielmals, aber ich konnte mir nicht anders belfen ; ich wollte Ew. Durchlaucht erwarten, da ich jedoch nicht gewohnt bin, lange auszubleiben, so kann ich nur. wenn ich rauche, dem Schlase Trotz bieten." Der Prinz lachte und dachte sich: Also der vertreibt sich wieder mit dem Rauchen den Schlaf." Am folgenden Abend war der Prinz bei einem türkischen Pascha zum Souper geladen. Nach dem Souper servierten, wie üblich, die Bedienten TschibukS und Cigaretten, Der Prinz bewunderte den Pascha, welcher auffallend viel rauchte, und da er sich mit dem Türken nicht verständigen konnte, fragte er den Dragoman, der ihnen al« Dolmetsch diente, warum denn der Pascha so viel rauche? Derselbe gab ihm zur Antwort, daß der Pascha immer so viel rauchen müsse, sonst könne er nicht einschlafen. Jetzt war's dem Prinzen zu viel. Er gab sein Nachforschen auf und dacht« sich, wenn der Eine raucht, um beffer zu verdauen, der Andere um sich d«n Hunger zu stillen, der Dritte um nicht zu schlafen, der Vierte, um schlafen zu können, so muß da« Rauchen unbedingt für Alles gut sein — und er rauchte sein Lebenlang weiter, ohne sich je wieder darüber Scrupel zu machen. .Ne«tfche W«ch»- mit angesehen und Scenen «riebt, die ihn zu Thränen rührten. Der Totalisateur verführt die Jugend, stürzt« Viel« in» Unglück und zieht Verbrecher groß. Ich hab« selbst »esrhtn, sagt R«dn«r, wie junge Leute. Gymnasiasten au» dem Theresianum, mit «in«r ungeheuren Wuth gespielt haben. Ich war einmal Zeuge davon, daß ein armer Lehrer 25 fl. verspielt Hot; seine Tochter, ein Mädchen von 13 Jahren, sagte zu ihm: »Um G»tte»will«n, wa» wird Mama sag«n?* Und da hat da» arme Kind noch Hi«b« bekommen. Ich wollte mich hineinmischen, aber ich durste nicht, denn wenn man mich erk«nnt hätte, hätte ich selbst noch Hiebe bekommen. (Leb-haste H«iterk«r<.) Während Hazardspiile strafgesetzlich verboten, Spielbank«» und Spielhöllen gerichtlich verfolgt werden, duld«t man d«n Totalisateur und stellt al» Sündenhock die Pferdezucht hin. Wenn die Pf«rd«zucht schon «ine große Bedeutung hat, so muß man sie mit rechtlichen Mitteln und nicht au» schmutzigen Quellen unterstützen. Redner beantragt schließlich eine Resolution, in »«Icher die Regierung aufgefordert wird, da« klein« Lotto aufzuheben, eventuell die Lotterie-Ziehungen zu vermindern, die Gewinnststeuer von 15 auf 20 Percent zu erhöhen, die Sonntag«ruhe bei den Lotto-Eollecturen einzu-führen und die Lotto-Annoncen zu verbieten. Er habe bi«h«r Jahr für Jahr vergeblich an die Re-gierung appelliert, die Regierung hab« noch nicht «inmal darüber nachgedacht, wie da« Lotto, diese Blödsinn«- und Dummheit«steuer, abgeschafft werden könnte. Er appellierte darum heute an da» arbeitende Volk, e« möge gescheiter sein, al« seine Regierung (lebhafte Heiterkeit und Beifall), und die Früchte seine» Fleiße« nicht in dir k. k. Au»saugung»an-stalten, die Lotto - Collecturen, tragen. (Lebhafter Beifall.) In der österreichischen Delegation hat der Äbg. Z a l l i n g e r zur Abwechslung eine Debatte über die römische Frage vom Zaun« gebrochen. Nach einer langathmigen Deklamation über die Leiden des Papste«, verlangte er für den „Gefangenen ini Vatican* eine fest fundierte Souveränität auf eigenem Territorium. Was der Abge-ordnete der Bozener Landgemeinden in der Delegation zum Besten gegeben hat, könnte an und für sich nicht so schwer wiegen. Denn eS ist in Italien bekannt, daß wir derartige clericale Heißsporne besitzen, ohne daß eS aber diesen Herren bis jetzt gelungen wäre, auf den Gang der auswärtigen Politik einen merkbaren Einfluß zu nehmen oder gar den ihnen unbe» quemen Dreibund in die Luft zu sprengen. Anders verhält sich aber die Sache durch die auffallende Antwort, welche Minister Kalnoky dem Delegierte» Zalli» ger gegeben hat, indem er von der weltlichen Herrschast de« Papstes al« von einem Problem sprach, da« bis jetzt eine praktische Lösung nicht gefunden habe. Von einem Diplo-malen dars man annehmen, daß er jedeS seiner für die Öffentlichkeit berechneten Worte reiflich erwägt. Umsmnchr mußte in Italien die Ant-wort alnoky'S überraschen, da die österr-reichische Regierung wohl wissen muß, daß für Italien die römische Frage vollkommen g «lösts«i. Denn thatsächlich ist seit dem 20. September 1870, an welchem die französischen Truppen von Rom abzogen und die Siebenhügelstadt die Residenz der Könige von Italien wurde, die weltliche Herrschaft des Papstes erloschen. Doch seine Souoerä-nität blieb unverletzt. In den am I. März 1871 von der italienischen Kammer angenommenen Garantiegesetzen heißt es u. a.: Die Person deS Papste» ist heilig. Angriffe gegen seine Person und Aufreizungen, solche zu begehen, werden wie die Angriffe gegen die Person des Königs, bestrast. Die italienische Regierung bestätigt dem beil. Vater königliche Würden im Reich und läßt denselben den Vorrang beibe-halten, welchen ihm die katholischen Souveräne zuerkennen. Dem heil. Stuhl ist eine Dotation von 3,225.000 Frcs. jährlicher Rente bewilligt u. s. w. DaS Königreich Italien hat sich an diese Bestimmnngen bis heute streng gehalten, und theils durch stillschweigende, theil« auSdrück-liche Zustimmung der europäischen Mächte erscheint diese Frage der Weltherrschaft deS PapsteS völkerrechtlich erledigt. DaS 3 Echo, welche« denn auch die Rede Zallinger» und die Antwort Kalnoky'« in Monte Citorio gefunden hat, läßt sich darnach benrtheilen. Kalnoky und Oesterreich werden es dem heiß-blütigen Römling von Bozen,Herrn Zallinger, der durch die Aufrollung der römischen Frage neuen Zündstoff i» die politische Welt geschleu-dert und an dem Fundamente unserer aus-wärtigen Politik gerüttelt hat, zu danken haben, wenn eine Erkaltung der österreichisch-italienischen Beziehungen eintritt, jener Beziehungen, welche bi» jetzt ein Stützpfeiler de« europäischen Gleichgewichte« waren. —zel. Stovenisches. Zur Erziehung de» windifchen Volke». Im Nachfolgenden reproducieren wir ein „Theaterstück", wie es nach mehreren Fortsetzungen im Organe de» Marburger katholischen Preß-vereine», dem sogenannten „Bauernhetzblatt" »Slovensko Gospodar" eben beendet wurde. Die ordinäre Bornierth«it die da zuiage tritt, ist für die Kreise charakteristisch, von welchen da» Blatt herausgegeben wird. Die Geschichte tst zwar ziemlich lang, wer jedoch einen Änblick in die clericale Erziehungsmethode des slooenischen Volke» thun will, lese sie zu Ende. Wie weit man mit der Deutsch-thümelei kommt. Spiel in vier Acten, geschrieben v. I. Sattler. Personen: Juri Sveder, Bauer. Liza, sein Weib. Tschuk, Geizhals (Deutschtbümler). Germ, Bürgermeister. Erster Bauer. Zweiter Bauer. Mehrere Bauern. I. Act. 1. Auszug. Bauernstube. Liza sitzt am Tisch und näht. Liza. Mein Gott wa» werde ich ansangen? Die Heumahd ist da, aber keine Männerhände zur Arbeit. Die Keusche bricht ein. ich bin noch die ganz« Steuer schuldig. Den Mann nahm man mir zum Militär. Schon jechs Wochen ist er nicht da. Heute hat er mir geschrieben. (Liest). .... Ich lerne jetzt schon deutsch; darum sagen sie mir nicht mehr „kindischer Tronl". Du aber sorge für die Keusche »nd Kinder, sonst wirst Du schon sehr», wer ich jetzt bin. Schicke mir fünf Gulden, hier tst alles sehr theuer. Juri Sveder." Geld will er also, wo werde ich eS hernehmen? Dem Tschuk soll ich die Zinsen zahlen, im Hau» habe ich aber nicht einen Groschen. Der Herr Psarrer würde mir gewiß gerne helfen, aber er hat selber nichts. Zum Tschuk möchte ich gehen; allein er gibt ohnehin nichts, da ich ihm die Zinsen schulde. O mein Gott! Mein Gott! 2. Auszug. Tschuk (deutsch): Gut' Morgen. Liza (slo-venisch): Wie geht es Ihnen, Herr Tschuk? Tschuk: Was ist's mit meinem Gelde? Liza: O. mein goldener Herr, wartet, wartet. Den Manu haben sie mir genommen, Arbeit habe ich aber so viel, daß ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht. Wartet, goldener Herr Tschuk. (Weint und küßt Tschuk'» Hände.) Wartet bis zum Herbst, ich werde Früchte verkaufen. Tschuk: Womit zahlt ihr die Steuern? Liza: Weiß ich s? Die Kuh werde ich verkaufen. Tschuk: S" ich euch noch helfen. Liza • w~ goldener g U Li au als im da» bei Haus. Tschu „Beks. Herbst 4 2. Scene. Lua: Juri Du bist e« ! Juri: Ich bin «! Liza: Zeige Dich doch. Die Kinder sind in der Schule, dort wird ihneil deutsch eingebläut . . . Juri: Ruhig! Liza: WaS ist Dir. bist Du betrunken ? Juri: Ruhig! Jetzt bin ich der Herr. (Zeigt auf die Medaille.) Weißt wer ich bin? He?/deutsch) links, rechts, Heu, Stroh l Halt! Liza: Bist Du närrisch? — Juri. . . Ver-stehst Du deutsch närrische« Weib? (deutsch) Herr. Herr, ich bin Herr! Liza: Mensch, wa« ist's mit Dir? — Juri: WaS kümmert« Dich? Bo«, gib mir menasche! Liza (erzürnt): Wa» für eine Sprache plauscht Du? Bist Du ein Irrglaube? ? Wa« haben sie au« Dir gemacht? — Juri: Gib nur zu essen! — Liza: Jetzt habe ich nichiS bereit. — Juri: Ruhig Kerl! Gib Geld, damit ich ins Wirtshaus geh ; sonst schlage ich Dir alles zusammen. — Liza: Mein Gott, da hast Du alles. III. Act. I. Scene. Wirtshaus. Juri sitzt mit anderen Dauern am Tisch. Juri . . . Ba« ? Die Türken essen Salata wie die Hasen und laufajo auch sowie diese. — Germ : Warum nemschkuterst Du denn so grauS-lich? — Juri: Weil ich deutsch kann, Du ver-stehst aber nichts. Meldam Herr Lainwand. Wer deutsch kann, gilt mehr. Ba«? Windisch, was ist da« ? Sieh her, (zeigt aus dir Medaille) So einen, der deutsch kann, den haben sie lieber. Bas? — Germ: O Du Trottel. Hat Dir Tschuk vielleicht auch nur au« purer Liebe Geld geborgt? — Juri: (Haut aus den Tisch, das die Gläser wackeln) (deutsch). Still der Kerl da '. Heu! Stroh! — Germ: Still Trottel! Frage Du Trottel den Herrn Pfarrer, der wird Dir'« sagen, daß Dein Anwesen schon in den Krallen Tschuk'S ist. — Juri: War der Pfarrer schon im Krieg ? Glaubt nur Leute, wer deutsch kann, kriegt alle«, wa« er will. Ihr werdet e« nach der Wahl sehen, der alte Germ ist ein Dumm-topf. BaS ? Mein Herr! (Deutsch.) Trink, trink, trink! Wenn in meiner Tasche noch ein Kreuzer kling. Hurä, sauft! Wer zahlt? Ich! — Liza: Du Trunkenbold. Tu bezahlst? ich werde Dir'S schon heimzahlen. Juri: Wer bist Du? Bist Du ldmarschallleinwand? Liza: (zu den Bauern) Männer, Männer, schaut was er mir für Schande macht. Ich freute mich seiner Heimkehr, aber er kam betrunken. Er vergaß nicht nur aus Gott, sondern auch aus« Slovenische . . . O Männer, das ist kein Christ, kein Mensch mehr; daS ist ei» Nemschkutar, der deutsch plappert und Mutter und Sprache verachte». (Weint). Hau' nur; aber aus den Kopf, erschlag mich! Ihr seid aber die Zeugen. — Juri: Geh' heim! — Liza: Hau' nur! — Juri: Ich will nicht! — Liza: Hau'! — Juri: Nein, auf keine» Fall. IV. Act. Germ: Nachbarn, 2ioio! Wir siegten glücklich. Den Nemfchkntaren hals eS nicht, daß einige in ihren Buckelkorb sprangen; weil sie glauben, daß ihnen die Nemschkuter die Schulden jahlen werden. Erster Bauer: Wie denn daß Juri so dumm wählte? Germ: sie versprachen ihm Geld. Zweiter Bauer: Na, da hat er sich geholfen, und wird dem Tschuk zahlen. — Germ: Oder was? Der Tschuk ärgert sich, daß seine Partei durchfiel, jetzt will er de» Besitz des Juri haben. So machen es alle NemschkuterS. Gestern haben sie dem Juri alles verkaust. Bauer: WaS wird er nur ansangen: — Germ: Um ihn ist'S nicht schade; aber das Weib will nie-mand unter« Dach nehmen! Den Juri gebt jeder au« dem Wege, wie dem Juda« Jschariot! t'Sr ®auer : sagte doch immer, daß man mit ?Zv^ltschen am Weitesten komme. — Germ: jigni kommt, ja, aber um den Besitz kommt Äarum theure Freunde, lieben wir unser ay&ftShi' unsere Sprache. Es lebe die slove-| «HeLEMe.! Aviv! 5 ir tz>Mttts5Hrjöerzogs Keinrich chemaötin. Wien. 30. November. 2 3 5 L'V.VWW IrHH.cr und jede« fühlende tie^ ?schMr«h«>ALeise ist der glückliche »Dentfche W«cht- Ehebund, in welchem Erzherzog Heinrich seil nahezu vierundzwanzig Jahren mit seiner Ge-mahlin, Freifrau Leopoldin« v. Waideck, lebte, durch deu von gestern abend« aus beute morgen erfolgten Tod beider Ehegatten zerrissen und die einzige Tochter de« Paares, die neunzehnjährige Baronesse Marie Raiueria, zur vater- und mutterlose» Waise gemacht worden. Freisrau v. Waideck ist gestern abends um 5 Uhr, wie da» ärztliche Bulletin besagt, sanft entschlafen, während ihr Gemahl, Erzherzog Heinrich bereits im Sterben lag ; es blieb ihm der Schmerz er-spart, den Verlust seiner Gattin zu erfahren, der er heute morgen« um halb 9 Uhr im Tode folgte, während die einzige Tochter den furcht» baren Schlag erdulden mußte. Zeugin des Tobe« beider Eltern zu sein und zwischen den Sterbe« betten derselben in der Fremde allein zurückzu-bleiben. Vor etwa zwei Wochen war Erzherzog Heinrich mit seiner Gemahlin und Tochter zu der Feier der Vermählung der Erzherzogin Louise mit dem sächsischen Prinzen Friedrich August von Bozen nach Wien gekommen und hatte im „Hotel Sacher" Wohnung genommen. Der Erzherzog, der trotz seine« la>»ge». schuee-weißen Bartes kräitiq und gesund aussah, nahm an allen Hoffestlichkeiten und an der Ver-mählungsseier in der Hofburgkapelle theil, und Freifrau v. Waideck wohnte mit ihrer Tochter der Festoorstellung im Operntheater in einer Parterrelog« bei. Einige Tage später wurde gemeldet, daß Erzherzog Heinrich an einer. Lungenentzündung erkrankt sei. Bald darauf wurde bekannt, daß die Baronin einige Tage vorher unter Symptomen derselben Krankheit bettlägerig geworden, und bald trat in dem Zu-stattde der beiden Patienten eine so gefährliche Wendung ein. daß man die ernstesten Besorg-nisse hegen mußte. Doch war wohl Niemand daraus gefaßt, daß die gleichzeitige Erkrankung deS Paares einen so tragischen Ausgang nehmen werde. Daß der Erzherzog und seine Gemahlin binnen so kurzer Zeit unter den gleichen Symp-tomen erkrankt sind, muß wohl auf eine und dieselbe Ursache zurückgesührt werden, und eS liegt die Vermuthung nahe, daß Beide, die schon seit zwanzig Jahren stetS in dem milden Elima von Bozen lebte», hier in Wien eine Erkältung erlitten haben, zumal gegenwärtig infolge des nebligen und feuchten Wetters An-fälle von Bronchial-Kaiarrhen sehr häufig vorkommen. Baronin Waideck batte überdies schon voriges Jahr einen heftigen Influenza-Anfall überstände»; sie ist genau an ihrem 49. Ge-bnrlstage gestorben. — denn sie hatte am 29. November 1842 da« Licht der Welt er-blickt. Erzherzog Heinrich war, olwohl er seit mehr als zwanzig Jabren al« Privatmann in stiller Zurückgezogenheil lebte und nur selten zu kurzem Aufenthalte nach Wien kam. einer der populärsten und beliebtesten Prinzen des kaiserlichen Hauses. Die Volksihümlichken, von welcher seine Gestalt umgeben war. hatte baupt-sächlich darin ihren Grund, daß der Erzherzog gleich dem Erzherzog Ferdinand von Tirol und seinem Oheim, dem Erzherzog Johann von Steiermark, ein Mädchen aus bürgerlicher Familie zur Gattin gewählt und das derselben gegebene Manneswort trotz aller entgegenstehenden Schwie-rigkeiten und Hindernisse eingelöst hatte. Die allgemeine Theilnahme für diesen Ehebund nahm noch zu, als sich derselbe im Laufe der Jahre aufs glücklichste bewährte und die Herzenswahl de« Erzherzogs nachträglich auch die anfangs versagte Zustimmung und Genehmigung des Oberhauptes der kaiserlichen Familie fand. ES erinnert an eine der rührenden Sagen aus alter Zeit, daß der Erzherzog seiner Gattin, der er die Liebe und Treue unter den schwierigsten Verhältnissen gewahrt, für die er aus seine mili-tärischc Laufbahn verzichtet hat und mit der er nach ihrer Vermählung die Heimat verlassen mußte, nun unmittelbar in den Tod gefolgt ist. Das im Tode so eng vereint gebliebene Paar wird auch nach demselben nicht getrennt werden und Erzherzog Heinrich nicht in der Kaiser-grust bei den Eapuzinern, sondern mit seiner Gattin gemeinsam in Bozen bestattet werden, wo ja auch schon sein Vater auf seinen eigen» Wunsch begrabe» worden ist. Die Vermählung des Erzherzogs fand a» 4. Februar 1861 im erzherzoglichen Palais ii Bozen mit Fräulein Leopoldine Hoimann statt. Ueber die Umstände, unier denen die Trauiuiz geschah, ist nachträglich Folgende« bekannt ge-worden: Am Vermählung«tage wurde Probst-psarrer von Bozen. Toniherr v. Mayrhaui«. in das erzherzogliche Palais geladen; er wußte so wenig, wa« sich vorbereite, daß er da Meinung war, es handle sich um eine gewöhn-liche Einladung zur Tastl. Im Palais ange-langt, wurde er in einen Saal gesührt, wo da Erzherzog mit Fräulein Hofinann und zwei seiner Hausbeamten sich befand. Ohne eine vorausgehende Unterredung sagte der Erzherzog: „Ich erkläre hiemit in Gegenwart des recht-mäßigen Psarrer« und zweier Zeugen dieiei hier anwesende Fräulein al« meine Frau.' worauf eine entsprechende Erklärung von Seite de« Fräulein« Hofmann erfolgte. Hiemit war die Ehe nach dem canonischen Gesetze und nach den damals noch zu Recht bestehenden Bestlm-mungen des Eoncordate« giltig geschlossen. Bei dieser Eheschließung war auch ein Notar anwesend, welcher ein Protocoll über den Act aufaaha. Diese Trauung, die ohne Wissen und geg» den Willen de« Kaisers geschlossen worden war, errente damals in ganz Oesterreich da» «rftßtt Aufsehen, und es knüpfte sich daran auch eine lebhaste Polemik zwischen den liberalen und clericalen Organen. Zugleich wurden Gerüchte laut, daß gegen den Domherrn v. Mayrhaus« eine DiSciplinar-Untersuchung eingeleitet worden sei und daß auch der damalige Fürstbischof vo» Trient. Riccabona, durch die allzu große Nach-ficht, welche er in der Angelegenheit habe walte» lassen, sich e»ne Rüge zugezogen habe. In einer Erklärung, die von kirchlicher Seite abgegeben wurde, hieß eS: »Für die Vermählung des Erzherzogs kann gar niemand verantwortlich gemacht werden, als eben Se. kaiserliche Hoheit selbst, am wenigsten der fungierende Priester." Sosort nach der Vermählung begab sich Erzherzog Heinrich mit seiner Gemahlin nach Rosenheim. wo er sich unter f emoem Name» in einem Hotel zweiten Ranges einlogierte, und von dort in die Schweiz, und zwar nach Luzera, wo das Paar die nächsten Jahre zubrachte. Inzwischen erfolgte die Sequestration seiner Güter, welche nun für seinen Bruder, den Erz« herzog Rainer, verwaltet wurden; dem Erzher-zog Heinrich wurde eine Apanage vo» 40.000 fl. zugewiesen, die er in der Schweiz bezoq. Ein-flußreiche Personen, die mit oem Erzherzog Heinrich befreundet waren, verwendeten sich beim Kaiser um die Zurücknahme der gegen den Erzherzog erlassenen Versüguugen. Auch die Stadtgemeinde Bozen vereinigte ihre Bitten mit jenen der Freunde deS Erzherzogs und petitionierte beim Kaiser, daß dem Erzherzog die Rück-kehr nach Boze» wieder gestattet werde. Diese Bemühungen waren auch von Ersolg be-gleitet. Im Jahre 1872 verlieh der Kaiser durch ein Handschreiben vom 24. September der Ge-mahli» des Erzherzogs Heinrich den öfter-reichischen Adelsstand und den Namen einer Frau v. Waideck, nachdem kurz vorher dem Paare eine Tochter geboren worden war. bei deren Taufe die Schwägerin des Erzherzog«. Erzherzogin Maria, als Palhin fungiert hatte. Erzherzog Heinrich kehrte mit feiner Familie nach Bozen zurück und machte da« von feine« Valer ihm hinterlassene Palai« Rainer zum Mittelpunkte de« geselligen und geistigen Leben« der Stadt, während seine Gemahlin als Wohl-thälerin der Armen eine segensreiche Thätigkeit entfaltete. Erzherzog Heinrich erwarb auch ausgedehnten Grundbesitz in Südtirol, mit dessen Bewirtschaftung er sich persönlich sehr eifrig be-schäftigte. Obwohl er in den militärischen Dienst nicht mehr zurückkehrte, verlieh ihm der Kaiser im Jahre 1875 die Oberst-Jnhaberstelle im 51. Jusanterie-Regimente. Frau v. Waideck wurde durch ein kaiserliches Handschreiben vom 7. Januar 1878 in den Freiherrnstand erhoben, der auch auf die Tochter, Baronesie Maria Raineria übergiena. 1 >>91 • Erzherzog Heinrich erhielt in seinem Palai« in Bozen wiederholt den Besuch von Mitglie-dern de« kaiserlichen Haufe«. und so oft er mit seiner Gemahlin und Tochter nach Wien kam, fanden sie im Kreise der kaiserlichen Familie eine auszeichnend« Ausnahme. Bor einigen Jahren erlitt der Erzherzog aus einem seiner Güter in-folge eine» Sturze« einen Arwbruch, der aber vollständig geheilt wurde. Dank seiner Beschäftigung mit der Landwirtschaft und Jagd erfreute «r sich einer trefflichen Gesundheit, und e« muß al« ein tragische« Verhängni« bezeichnet werden, daß er und seine Gattin, als sie zu einem Freudenfeste nach Wien kamen, fern von ihr^m Heim einer lückischen Krankheil zum Opfer fielen. gtffier Hewerbebund Am verflossenen Sonntag fand im ..Hotel Strauß" eine Versammlung unter oem Vorsitze de« VereinS-Obmanne« Herrn Michael A l t-Siebter statt, welcher nach Eröffnung der Sitzung mittheilte, daß der Gewerbedund Schritte beim Stadtamte gethan habe, damit das Benehmen der Lehrjungen aus der Straß« von den städtischen Organen beaufsichtiget und dem Unfuge de« Rauchen« gesteuert werde. Hierauf referierte der Vorsitzende über den Zweck de« am 6., 7. und 8. December d. I. in Klagenfurt stattfindenden kärnldnerischen Handwerkerlage«, zu welchem nach dem Antrage de« Herrn I e r e b i t j ch n i g g ein Delegierter entsendet werden soll. Redner besprach sodann die einzelnen Programmpunkte, und bemerkte bezüglich deS «da« Verbot der Arbeiten von Mililärprofefsionisten" für Civil betreffenden Punktes, daß derselbe für Eilli nicht zutreffe. Redner trat hieraus sür möglichst« Ein-schränkung der Verwendung handwerksmäßig gebildeter Sträflinge zu Arbnten für da« Publikum, Aufhebung des Hausiert) mdels sowie der Hiusschmieden, Schaffung eines Gesetzes, wonach LmtSdandlungen wegen Gewtrbestirungen nur im Einvernehmen mit der Genossenschaft zu pflegen seien. Erweiterung de« Rechte« der Ge-nossenschast ein. E« sei auch anzustreben, daß die Strafgelder in die GenossenschaftScasie fließen, iveil dann die GenossenschaflSumlagen entfielen, vci Verleihung von Gewerben soll nur nach Anhörung der Genossenschaft und mit Berücksichtigung der OnSverhältniffe enschieden werden. Vei den gegenwärtigen Verhältnissen bezeichnet e« Altziebler al« eine Unmöglichkeit, daß die Genossenschaften an der Zuweisung von ärarischen Arbeiten participieren. Er erklärt, sür die im Programm de« „Ersten kärntischen Handwerker-tage«" gestellte Forderung „Errichtung eine« Gewerbeministerium«" keine Hoffnung aus Reali» sierung zu hegen und mit einer Seclion für Gewerbewesen im Handelsministerium zufrieden-gestellt zu fein. D» Reform der Gewerbesteuer, sowie die Schaffung eines Gesetzes zur Errichtung eines Kranken-, AltersversorgungS». Witwen- und Waifenfond« de« Handwerkerstande« erklärt er für dringend nothwendig. Herr HauSmann meint, eine Herabsetzung der Schulpflicht auf sechs Jahre wäre im Interesse für da« Lehrling«wefen. Redner besprach sodann den Plenerschen Antrag aus Entfall der außerordentlichen Zuschläge sür die Kleingewerbe-treibenden. Derselbe nütze wenig. Wirksamer sei die Beseitigung der Schmutzconcunenz; dann werde diese kleine Steuer leicht ausgebracht. Bon einer weiteren Beschlußfassung über die Delegierung eine« Mitgliedes durch den Gewerbebund, wurde nach der Mittheilung des Redners, daß Herr Altziebler durch die drei hiesigen Genossenschaften zu diesem Hand-werke nage entsendet werde. abgegangen. Herr RigerSperger ersucht Herrn Altziebler mitzutheilen, welche Stellung er in den zwei letzten Sitzungen der Handels- und Gewerbe-kammer gegenüber der Frage, ob „Gemischtwaren-handler berechtigt seien. Glastafeln einzuschneiden." und den Verhandlungen über daS «Gesetz, be-treffend die Regelung der concefsionierten Bau- i«werbe" genommen habe. Mit der gewordenen laikunst erklärt sich der Interpellant zusrieden. Ueber eine Anfrage de« Herrn HauSmann erklärt Herr Altziebler. er werde trachten, in erwirken fiflü ha« jtrnnrrtuirn iph?r rthl». „Deutsche Wacht" haltenden Gemeinderath«-Sitzung früher in der „Deutschen Wacht" enthalten sei. damit dadurch der Besuch der GemeinderathSsitzungen für die Zuhörer erleichtert werd«. Herr I a m s ch e k brachte den von den Herren Hausmann und K o r o sch e tz unter-stützten Antrag ein. ES mögc zur Winterszeit den Lehrjungen eine körperliche Bewegung dadurch möglich gemacht werden, daß für diese Jahres-zeit der Besuch der Sonntags- und Nachmittag«» schule sistien werden". (Angenommen). Die Der-sammlung schloß mit einem Vortrage des Herrn W r a t s ch k o über den Besuch des Kaiser« in Cilli. Ms Stadt und Land. Vermälung. Im Schlöffe Weixlstätten nächst Hochenegg. findet demnächst die Trauung der Baroneffe Felicie Sidonie Thekla Zöge von Manteussel. m>t dem Herrn Aiel von Wabl, Erbherrn aus Tappik, in Livland statt. Casino verein. Der morgige Jour fix unterbleibt, da nächsten SamStag der erste Familien-abend in dieser Saison stattfindet. Das Programm sür denselben umfaßt musikalische und deklamatorische Vorträge, den Schluß bildet ein Tanz-kränzchen. Dir SiechenIsausvrrvaUkrsstrlle in Hochen-egg wurde vom Landesausschuß dem Kranken-Hausverwalter in Rottenmann, Herrn Joses Kick verliehen. Sahnban Cilli-Wöllan. Jnsolge des günstigen Wetters nehmen die Vollendungsarbeiten einen gleichmäßigen Fortgang, so daß die Vollschotte-rung der ganzen Linie in diesen Tagen beendet sein wird. Da die Montierung der sämmtlichen eistinen Brücken vollendet ist, so verkehrte am SamStag der Materialzug von Cilli bis Wöllan. Die drei neuen Locomotiven sind bereits über-nommen und in Aktivität. Der übrige Wagen-park ist zur Uebernahme bereit. Auch der Hoch-bau (StationS- und Haltestellen) sind bis auf einige Profeffionisten-Arbeiten in Vollendung begriffen. Im Monate December finden Com-Missionen statt, und zwar vom 6. bis 8. Brücken-proben, vom 10. bi« 12. Vorrevision, vom 20. bi« 21. technisch - polizeiliche Prüfung. Am 27. December findet die feierliche Eröffnung statt und am 28. d. tritt der allgemeine Per-sonen- und Frachtenverkehr ein. Sohin ist e« der Bauunternehmung Daniel v. Lapp und E. Klemensiewicz doch noch gelungen, alle Hindernisse zu überwältigen und noch heuer den am 24. April 1891 begonnenen Bau zu vollend«» und die Localbahn Cilli-Wöllan dem öffentlichen Verkehre zuzuführen. Ver Ändrämarkl in Cilli fiel gut au«. Auf dem Viehmarkte wurden bei 200 Paar Ochsen und bei 200 Stück Kühe und Jungvieh, zusammen siOO Stück aufgetrieben. ein Zeichen, daß der Austrieb einen erfreulichen Aufschwung nimmt. Käufer er-schienen jedoch verhältnismäßig wenig und war der Handel ein mittelmäßiger, offenbar als Folge der noch in einzelnen Gegenden herrschenden Viehseuchen. Der Pferdemarkt war ebenfalls gut besucht. Von gutem Erfolge begleitet war der Jahrmarkt in der Stadt, wo bei großem Andränge de« Landvolkes bei allen Marktständen sehr lebhaft gekauft wurde. DaS beste Geschäft machten aber jedenfalls die Bäcker, denn um 6 Uhr abends war bei ihnen weder eine Semmel, noch ein Brod zu haben. Die Schtourgerichtsschnngrit für da« Jahr 1892 sind bereits festgestellt und findet die erste am 18. Jänner, die zweite am 14. März, die dritte am 16. Mai, die vierte am 11. Juli, die fünfte am 26. September, die sechste am al. November statt. Widersetzlichkeit gegen die Sicherheits-wache. Am Montag den 30. v. M. während de« Verkehre« der Perfonenzüge in der hiesigen Station um '>,6 Uhr abend« benahm sich der in Storö beschäftigte Werk»arbeiter Franz Miklausch in der. anläßlich de» am selben Tage in Cilli staltgefundenen Jahrmarktes vom reisenden Publikum dicht besetzten Bahnboshalle derart unanständig, daß er von dem zur Aufrechthaltung der Ordnung in der Bahnhof» Halle anwesenden SicherheilSwachführer zur Ruh« und rn,rt,,r, «ufcte. 5 Mahnung ve« WachführerS zu befolgen, belegte Franz Miklausch denselben mit Schimpfnamen, weshalb er arretiert wurde. Der Beanständete widerfetzte sich jedoch gewaltsam der Arretierung, indem er den Wach-führer mit der Faust von sich stieß, ihn am «ragen faßte und mit der Hand auf den Sopf schlug. Mehrere beherzte Männer kamen in dem kritischen Momente dem Wachführer zur Hilfe, indem ste an dem, wie rasend sich geberdenden Renitenten Hand anlegten und dessen Abführung ermöglichten. Da« gewaltsame Benehmen de« Ercedenten rief eine all-gemeine Entrüstung unter den zahlreichen Zuschauern hervor. Der Arretierte wurde dem k. k. Preisgerichte eingeliefert. Localbahn Fehring Fürstensetd. Ein Con-fortium von Jnterkssentrn hat sich um die Be-willigung der Vorarbeiten für eine normalspurige Localbahn von Fehring über Gleichenberg zur Station Purkla der Localbahn Spielfeld-Rad-kersburg beworben. Entscheidung. Anläßlich eine« specielle« Falles hat da» k. k. Ministerium des Innern im Einvernehmen mit dem k. k. HanbelSmini-sterium erkannt, daß die gewerbsmäßige Erzeu-gung von Zuckeroblaten ausschließlich den Zucker-bäckern zusteht, und daß daher der selbstständige Antritt diese« Gewerbe« ohne die Erbringung dc« für da» Zuckerbäckergewerbe vorgeschriebenen Befähigungsnachweise« nicht statthast sei. —l. Mahrenberg. 28. November. (U n -g l ü ck «s a l l.) Auf der sogenannten Bo'zit-Realität in Wuchern arbeiteten in den Wal-düngen an der Grenz? gegen Arlberg, wo da« Terrain ein sehr steile« ist, einige Arbeiter, um Bäume zu sällen. Unter diesen war auch Simon Reck, ein junger erst kürzlich verehelichter Besiverssohn. Wahrscheinlich durch die feuchte Witterung aufgeweicht, löste sich hoch oben ein Felsblock und kollerte mit Geiöfe herab. Simon Reck mußte entweoer im Ei'er seiner Arbeit da« Getöse überhört oder vor Schreck die Geiste«-gegenwart verloren haben, denn er wurde von dem Felsblock am Unterleib getroffen und er-drückt, daß er sofort den Geist ausgab. Die Leiche wurde in das HiuiS des VaterS getragen. Windischgrat, 1. December 1891. (E n t» s ch e i d u n g.) Zur Auslegung des A 2 litt, a des Erwerbsteuerpalentes vom 31. December 1312 in Verbindung mit Art V litt a de« Gesetze« vom 20. December 1859 R. G. B. 227: Es dürfte weitere Kreise, insbesondere Besitzer grö-ßmr Waldkomplexe.welche ihreWaldproducte auf eigenen Sägen verschneiden und sohin in Handel bringen, interessieren, daß seitens der compe-tenten Behörden im Jnstanzenzug« einem sslchen Sägewerke, aus welchem n u r in eigenen Forsten gewonnene Hölzer verschnitten werden, die Befreiung von der Erwerb- und Einkommensteuer zuerkannt, und die bisher bezahlte Steuer sür eine Reihe von Jahren zurückersetzt wurde. Mittheilungen der Schriftteit«»«. [An da« löbliche Bürgermeisteramt in Windisch.Fe istritz.j Daß in un» ser«m Berichte über den Proceß Srundner contra Baumann von einem Schaden der Gemeinde Windisch - Feistritz die Rede ist. beruht aus einem Lapsus, we«halb wir gerne constatieren, daß die Gemetnde Wmdisch-Feistritz mit dieser Angelegenheit in keiner Verbindung steht. Herrn Dr. W. T. i. W. Herzlichen Dank. Kunst, Schriftthum, Schaubühne. Prinz Methusalem, «omische Operette in 3 Acten von Wilder und Delacour, Musik von Johann Strauß. Wir sind der Mühe enthoben, den ohnehin bekannten Inhalt dieses Stückes, welche« Montag hier ausgeführt wurde und den Gang feiner Handlung zu entwickeln. Für den sehr — schwachen Text wurden wir durch eine Reihe reifender und anmuthiger Melodien entschädigt. Frl. E i b e.n s ch ü tz glänzte in ihrer Rolle al« Pulicinella, während Frl. B ö h m als Methu-falem den gesanglichen Theil trotz der für sie etwa» zu tiefen Lagen mit großem Erfolg bewältigt«. Wir versprechen der Künstlerin, wenn sie auf der Bahn jtuiMMmuHMiumiütiiiiiUiik ziemlich »trbcifeungiMfl« Zukunft, die geatß nicht auf den Brettern de« Provinztheater« enden wird. Herr Sturm bat un«. soweit er in Iriner etwa« untergeorvneten Rolle al« Componist Trom-boniu« zur Geltung kam. wie immer große Freude bereitet, wa« wir weniger von Herrn Dir. Rudolf Arinke behaupten können, der seiner Ausgabe keine«-weg« gewachsen schien. Gesanglich ist ihm da« „Ttpferl auf dem I" gewiß nicht gelungen, und wa« seine Prosa anlangt, so erinnert die «»«spräche stark an die Betonung, wie fie in den Gefilden ton Ca«lau bi« Podiebrad im Schwange ist, ein Umstand, der sich wohl bei der Anwendung einer gewissen Selbstbeobachtung bestimmt vermeiden lassen wird. Daß Herr August Knirsch al« Epadi die Stelle: „Schwarz muß sie sein, de« Krieger« Mägdelein" zu singen halte, war wohl nur ein scher,haster Versuch, der besser unterblieben wäre. E« wird sich daher für die Direction empfehlen, in der Besetzung, der Rollen keine Mißgriffe zu machen und lieber der Aufführung solcher Stücke, die nicht entsprechend besetz« werden können, au« dem Wege zu gehen; da» Publikum, welche» speciell in Cilli von keiner anderen Seite an Erkenntlichkeit über-troffen wird, wird der Direktion dafür dankbar sein, wenn man in dieser Richtung seinem vorhan-denen guten Geschmacke und geläuterten Verstände nisfe Rechnung trägt. Ueberdie« kann man ruhig behaupten, daß nirgend« ander« in der Welt eine Direktion einen solchen festen Stützpfeiler hat, al« die Direction Frinke in Cilli in unserem herzen«warmen. kunstbegeisterten und aus»pserung«vollen Intendanten Josef R a k u s ch. Unser unersetzliche Josef R a k u s ». der Bater der deutschen Schaubühne in Eilli, welchtr sich dauernder al« Erz durch seine Thätigkeit ein unvergängliche« Denkmal in dem Herzen Deutsch-Silli» gesetzt hat. Zum Schlüsse erfüllen wir noch die unangenehme Pflicht, daß wir darauf hin-weisen, daß die permanenten Störungen, wie sie von einem ganz kleinen und bestimmten Bruchtheile der Logenbesucher auch wieder in dieser Vorstellung beliebt wurden, die größte Entrüstung hervorgerufen haben. Wa« würde mandazu sagen, wenn da» Galerie-publicum dergleichen Unzukömmlichkeiten, die übrigen« abgestellt werden müssen, sich herau«nehmen würde? Vorläufig muß aber auch im Theater, da«, wa« dem Einen recht ist. dem Andern billig sein. -zel. Gerichtssaat. Areilpruch eines grlländigen schlägers. Cilli. 20. November. Die am 23. d. M. wegen Ausbleiben eine« Zeugen vertagte Verhandlung gegen Ottavio D o -n a d o . wurde heuie vor den Geschworenen unter Borsitz de« LSR. Jordan fortgesetzt. Die auf da» verbrechen de« Todschlage» lautende Anklage «erirat StA. Dr. Galle, die Vertheidigung sührte Dr. Stepischnegg. Al» Dolmetsch der ita-lienischen Spracht fungierte Auscultant W e n e -d i k t e r. Der Sachverhalt ist kurz erzählt folgender: Der Angeklagte, ein JOjähriger Bursche, gerieth am 27. September d. I. in der Wirt«hau«cantine zu Ska^i« mit einem gewissen Bizare in Streit. Letzterer gieng dann mit einem Genossen fort und Donado folgte ihnen Auf der Straße erfolgte ein Zusammenstoß, bei welchem Bizano den Donado würgte. Dieser versetzte seinem Gegner zwei Messerstiche in den Unterleib und aus den Arm. — Bizano starb infolge der Verletzungen am 29. d. M. Der Angeklagte war bei der Verhandlung de« That-sächlichen geständig, nur behauptete er, au» Noth-wehr da« Meffer gebraucht zu haben. Diese Verant-wortung wurde von der Zeugin I e n s o v a z bestätigt. Der Staat«anwalt beantragte die Vertagung der Verhandlung zum Zivecke der Vorladung eine« bi«her nicht eruierten Thatzeugen. Nachdem der Ver- theidiger 'sich gegen diesen Antrag au«gespr»chen hatte, lehnte der «erichl»hof denselben ab. Die ver-Handlung endete mit einem glänzenden Siege der Vertheidigung, wtlcher in einem lichtvollen Plaidoyer für die Annahme dn Nothwehr und Freispruch ihre« Clienten eingetreten war. Die Jury fällte ihr Ver-biet im Sinne der Vertheidigung, und der Gericht«hof sprach Ottavio Donado vom venrechen de« Todschlage» frei. versuchter Hattenmord. Cilli, 27. November. Der 29jährige Keuschler Peter v e r l i l von Lelcaberg heiratrte im Februar 1885 die Grund-befitzer«tochter Julian» L e t u. Die Ehe war jedoch keine glückliche; kurze Zeit nach der Verheiratung gab e« schon Streit zwischen den Ehegatten und häufig kam e« sogar zu Thätlichkeiten. Während B e r l i c in der rohesten Weise seinem Weib« begegnete, so daß deren Lage fast unerträglich wurde, unterhielt Verlii mit der ledigen Winzer«iochler Elisabeth Kramberger einen intimen Umgang, welcher in ihm den Wunsch rege macht«, sein Weib zu beseitigen. Am 5. Juni d. I., gegen abend, verließ Peter Verlii, nachdem er sein Weid in« Zimmer gesperrt, da« Hau« und kehrte erst am nächsten Morgen heim. Al« sich an diesem Abende Juliana Verlic von dem in der Tischlade befindlichen Bäckerbrote ein Stück abschnitt und e« zu essen begann, verspürte sie beim Essen- ein Knirschen zwischen den Zähnen, bald hernach stellten sich Ueblichkeiten ein und Juliana verlii! mußte da» Genossene erbrechen. Am nächsten Morgen schnitt sie sich ein zweite« Stück Brot ab; auch die«mal biß sie in einen harten Gegenstand, wars ihn au« und entdeckte einen gelben Mineralkirper in der Größe riner kleinen Haselnuß. Sie zeigte denselben mehrere» Personen, die ihn insgesammt al« gelben Arsenik bezeichneten, und al« Peter Verllc erfuhr, daß ihn sein Eheweib der Vergiftung beschuldige, nahm er ihr mit Gewalt besagten Gegenstand weg und übergab ihn selbst dem Gerichte. Durch die chemische Untersuchung erscheint fest-gestellt, daß derselbe gelber Arsenik sei. Peter verlik läugnete den in der Tischlad« befindlichem Brote Arsenik beigemengt und hiermit seinem Eheweibe nach dem Leien gestrebt zu haben. Et wuiden strafgerichtliche Erhebungen darüber gepflogen — sie fübnen jedoch zur Einstellung, weil außer den belastenden Angaben der Juliana Perlit kein hinreichende« Beweitmaterial vorlag. Sein nachträgliche« Verhalten klärte aber den Vorfall vom 5. Juni 1861 auf. E« ist nämlich zweifello«. daß Peter Verlii sich bei Franz KriZan beworben habe, dieser möge seine Frau Julian- Lerlii um-bringen. Eigenhändig gcschricbciic Beweise de« Peter Verlii! bestätigen die« — und er selbst vermag e« nicht zu leugnen. Er behauptet zwar, Krican sei e« gewesen, der ihn bered te, er möge ihm gestalten, seine Ehegattin umzubringen. Verlic wurde in Haft genommen und nach durchgeführter Schwurgericht«-Berhandlung. welche Krei«gericht«vrSsident Dr. G e r t s ch e r persönlich leitete, da da« BeweiSverfahren die Schuld de« Angeklagten ergab, zu zehn Jahren schweren Kerker« «erurtheilt. Katljgeöer und Sprechlat. Wie Goldfische zn Erhandeln lind? Die Goldfische habt» namentlich im Winter viel unter unzweckinäbiger Behandlung leiden, denn nur wenig ift es besannt, daß sie in den Monaten November. December, Januar. Februar gar keine« Futter« bedürfen. In diesen vier Monaten kann also die Fütterung sianz eingestellt werden, da durch die Futterauinahme leicht eine für die Fische tödtliche Verstopfung brrbcigesiitjrt' werden kann. Dageaen ist den Goldfischchen auch 1891 im Winter alle zwei Tage frische« Wasser zu geben, wobei darauf zu achten ist. daß da« reine Wasser möglichst dieselbe Temperatur hat wie da« alte, jene« ist zu dem Zwecke längere Zeit vorher in dem Zimmer aufzustellen, in dem sich der Goldfischbehälter befindet, damit e« durch die Zimmerwärme die richtige Temperatur et hält. E« sei noch bemerkt, daß in den Monaten März, April und Mai. also den aus die Fastenperiode folgenden, nur s»dr wenig und erst allmälig medr Futter gereicht werden darf, weil sich der Ver-dauungsapparat de« Fische« erst wieder an die Futteraufnahme gewöhnen muß. Eisenkahnverkehr. (Eröffnung am 27. December.) Wöllan: 8*39 früh; 5*15 nachm. Abfahrt der personrtnüge van Wöllan nach: Cilli: 6'— früh; '2*45 nachm. Ankunft der perloitknuige m Wöllan von: Cilli: l *5 nachm. ; 8*45 abend«. Abfahrt der Zuge vvn Cilli nach: 1*38 nacht« (S.-Z.); 1*52 nachm. (S.-Z.). 5 34 nachm. (P.-Z.); 3.10 früh (P.-Z.); 6*20 früh (Sec.-Z.) ; 8-52 früh (G.-Z.): Laibach: 4 24 nacht« (S.-Z.); 3.23 nachm. (S.-Z ); 1 54 nach!« (P.-Z.): 10.18 vorm. (Sec.-Z); 6'— früh. 5 38 abend» (G.-Z.) Wöllan: 10*25 vorm.; 6 5 abend». Ankunft der Züge in Clllt von: Laibach: l 36 nacht« (S.-Z.): l 50 nachm. (S.-Z.): 5 29 nachm. (P.-Z.); 3*05 früh (P.-Z.); 9.04 abend» (Sec.-Z.); 8 44 früh (G.-Z.); Graj : 4 22 nach!« (S.-Z.): 3-21 nachm. (S.-Z.): 1-48 nacht« (P.-Z.); 10 13vorm. (P.-Z.): 9-28 abend» (Sec.-Z.); 5'3» abend« tG.-Z.). Hetdverkeör. Einbeill Staatsschuld in Noten . . fl. 91.25 „ „ in Silber . . „ —.90 Oesterr. Goldrente...........107.65 5«/,ige österr. (März) Rente..........101.85 Actien der Qesterr.-Ungar. Bank. . „ 1002.— Eredit-Actien .............275.55 20 Francs-Stücke...........9.34'/, K. k. Münzducaten........„ 5.60 100 Mark ............. 57.85 bi« unk Zurückgesetzte Seidenstoffe 5*/" SO'/« Rabat aus die Original-Peeise prrrtiehen medicini*cher Antoritikt<-n mit besonderem Erfolg nngowendet wird. » «l i «I 1L _ r.ca ergr&2S.2rt bei J. Ratet, Bach- i Paprtaidliw Cilli. Haaptplati Nr. 5. ALLE KALENDER 1892 sind vorräthig bei FRITZ RASCH Buchhandlung ; Cilli. 107 ■ „Zum götdenen ?!nchsapfet'' J. PSERHOFER's Zlpotheke in Wien. I. Bozirk, NliifcrHtriMfte 15. vormals Universal-Villen genannt, verdienen ck UiBU) Rechte, da es in der That sehr viele «rankheiten gibt, in welcher Wirkung bewahrt haben. Seit vielen Jahrzehnten sind diese Pillen allgemei tt und ei wird wenige Familien geben, m denen ein kleiner Vorrath dieses t letzteren Namen mit vollstem ibt, in welchen diese Pillen ihr« einein verbreitet, von vorzüglichen Haus- Bhtreinigtmgs-Pillen, wirklich ausgezeichnete 3P;-'— 1—; vielen Aerzten verordnet mittels mangeln würbe. 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Verlag der Firma Johann K«ku«eh in CIIH. Verantwortlicher Schriftleiter Moria I>ust«chmid. Erster Schriftleiter und Heransgeber J. U. C. Frans Günsel.