Nr. 141. -^——.____ Mittwoch, 24. Juni 1891. 110. Jahrgang. Mtllllher Zeitung. 1«H""ti,,lon6Prc<«: Mit P ostversenb u ng : ga»zjähi!g st. l5, halbjilhrig fi. 7 s><>. Imllomutolr: I Di« «llllibacher Zeitung» erscheint täglich mit Nuinahmr der Tonn» »nd Feiertage. Die «ldmlnlftraNo« .'."""« fl, l,, halbilllirin fl, ü'5<). ssllr b!e Zustellung in« Hnu« ganzjährig fl. l. - Iusertlouellebür: sslir 3 befindet sich Eongresspllltz 2, bie »tednrtion Valmhofgalse 24. Sprechstunden dcr Nedactio» täglich »on ""«? Instate bl« zu 4 Zeile» 2K lr,. gröhere ver Zelle s. lr,: b?< »stere» Wiedcvl,olu»gc» per Zeile 8 fr. ^ K, h<« l2 Uhr vormittag», — Unsranliert« Äriese werden nicht angenommen und Mnnnscrlpte nicht zurüllgestellt. Umtlicher Weil. °.. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 17. Juni d. I. dem ^ 'lnsierialrathe im Nckerbauministerium Johann Nessel >^ Ritterkreuz des Leopold^Ordens mit Nachsicht der ^le allergnädigst zu verleihen geruht. z„ Ee. k. und l. Apostolische Majestät haben mit ^höchster Entschließung vom 16. Juni d. I. dem Hlandesgerichtsrathe in Lemberg Roman Lewicki ^ Mich her erbetenen Versetzung in den bleibend?« ^Wmid taxfrei den Orden der eisernen Krone dritter °sse allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Weil. Verhandlungen des Neichsratyes. -- Wien, 22. Juni. h Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes hat heute -/ Generaldebatte über das Budget zu Ende geführt. Mächst sprach ^ Generalredner oonlra, Dr. Herold, /lnit großer Emphase für die jungczechische Politik ^ ?' -^rselbe bemerkte vol allem, dass sich die Reden feurigen Debatte im wesentlichen von denen der Hlw Jahre nicht unterscheiden, selbst die der ge< Mgtrsten aller Parteien, der Vereinigten Deutschen ^ie Ä?' enthalten noch das alte Kampfprogramm gegen .Kationen, nur ihre Stellung gegenüber der Regie« , "9 habe sich geändert, indem sie doch in die Laube z^ngen sei. Redner präcisierte hierauf die Stellung h"kl Partei, welche überall Recht verlange, und wo selcht sei. auf dessen Abstellung dringe. Die Abgeord. ^ü? !^ böhmischen Nation erscheinen nicht als arme !, lAicanten, sondern als Verlreter eines selbstbewuss Zolles. (Lebhafter Beifall bei den Czechen.) Die ^Dn wünschen die Vereinigung aller slavischen ^Nlnie des Reiches, welche Verbindung eine mächtige l>n/V im Staate bilden würde. Die Czechen lieben >en Drachen, sie haben reges Gefühl für die cultu-z"" Bestrebungen aller Völker des Erdtheils, weil sie Ueberzeugung siud. dass das Wohl jedes einzeluen ^ ^r ganzen Menschheit fromme. Redner hebt ^ » ^".^ ""^ ^^ ^^ großm Völkerfamilien llyHa's sich der Individualismus am meisten bei den ^!chm Stämnu'N ausgebildet habe, und zwar so Feuilleton. Irische ^ 3 ergreifend, «du hast sehr unvorsichtig gehandelt. ^ Um deines Gatten und deines Schwiegervaters !»lisj .^ag bir verziehen sein. Nicht wahr, du würdest w« '"cht diese Aufrührer ihrer verdienten Strafe ent« "" haben?» ^,"«s Wort «Aufrührer, entflammte Grace's ^enlss ""ls neu<>. Unter ihnen waren ja ihr liebe ^lten ' ^'^ ^ '" ^" Stunde der Noth beigestanden >»et 'Doch, Mylord, auch wenn Tom nicht dabei ge-lit>z> ^""' ^ hätte ihnen beistehen müssen. Die Iren »^ .k'"es Tages frei und unabhängig gewesen und "lcht ^M'nschemkchte sind es, welche diese Männer preisgeben wollen.» »t ^rd Deane stand einen Augenblick sprachlos und ^Nlltt ^^"' Grace ^em verdienten Schicksal zu ^tts< ?' ^ber sie war so schön und dann —> es "l ^' k°te seinen Grundsätzen. sich an einem Weibe ft d^"'l.en. und er hätte nichts sehnlicher gewünscht. ^ftl>l,« '^ 'hui Gelegenheit gegeben hätte, ihre Ver-!"^?^^ einen Fehlgriff zu bezcichncn. Statt dessen z Mj'" '^ ^" b'e letzte Waffe, um sie zu ver« ^ in^ ""^ "nen Blick zu Roy Watkins hinüber "eii^" diesem Blick lag ein Einverständnis zwischen sehr. dass gerade deshalb der Panslavismus eine Un« Möglichkeit sei. Derselbe sei überhaupt nur ein Phantom, welches den Deutschen ein bequemes Mittel bkte, um viel über und gcgen die Slaven zu reden. Gegen die Abgeordneten Menger, Fournier und Graf Wurmbrand polemisierend, nimmt Redner die Czechen gegen den Vor« wurf des Unpatriotismns in Schutz und weist darauf hin. in welcher Art seinerzeit eine französische Gesellschaft in Budapest, nicht von Studenten, sondern von Ministern begrüßt und gefeiert worden sei. Als im Jahre 1866 der preußische General in Prag einen Aufruf erließ, welcher zwischen der Dynastie und dem böhmischen Volke unterschied, da habe sich der boh' mische Patriotismus glänzend bewährt, da habe das Volk erklärt: «Des Kaisers Sache ist unsere Sache!» (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) In diesen Worten liege die auswärtige Politik der Czechen. (Beifall.) Redner polemisierte ferner gegen die Abgeordneten aus Mähren und gegen den Fürsten Karl Schwarzenberg und erklärte, die Iungczechen seien eine Volkspartei, und keine Staatspartei, sie handeln aus Rechtsüberzeugung und verlangen keinen Dank. Redner freue sich, dass die ! Polen durch den Abg. Madeysli die Politik der freien !Hand proclamiert haben, denn dies haben die Jung» czechen gleichfalls und uoch früher gethan. Mit dieser Politik könne man am besten für das Staatsganze wirken. Gegenüber den Conservativen spricht Redner seinen innigsten Dank aus, da ihn die Anerkennung l der slavischen Nationalitäten aus dem Munde eines Deutschen besonders erfreue. Daran, dass das Reich ! nicht zur Nlche komme, dass die Verfassung nicht voll» kommen ausgebaut sei. dass sich die freiheitlichen In. ^stltutionen nicht fortentwickeln, daran sei nur die Idee von der deutschen Hegemonie schuld. So lange die deutsche Sprache unter allerlti Vorwänden bevorzugt werde, so lauge könne von Gleichberechtigung und von Zufriedenheit der Nationalitäten keine Rede sein. ! Redner sprach sodann über den böhmischen Ausgleich und erklärte sich gegen dens-lben, weil er die Wünsche des böhmischen Volkes nicht berücksichtige und sich nur auf ein einzelnes Land beziehe, wahrend sich ! doch die Solidarität der gesammten böhmischen Nation l nicht nach Landesgrenzen zerreißen lasse. Auch erklärte !sich Redner gegen die Idee, die Verbindung durch die Trennung, das heißt durch die Theilung in Böhmen herbeiführen zu wollen. Gegen den Abg. Grafen Wurm« brcmd. der deu böhmischen Ausgleich preise, bemerkte «Sie ist eine Wahnsinnige!» rief der Lord, um der peinigenden Scene ein Ende zu machen. «Gebt sie frei und führt sie in das Haus ihres Mannes zurück. Ich selbst werde mit Daniel Patrick sprechen, dass er ^sein Weib wohl verwahrt halte in Zukunft.» Grace's Fesseln fielen. Auf einen Wink Lord Deane's ergriff man sie am Arm und führte sie hinaus. Sie warf noch einen Blick auf Roy, aber dieser bemerkte es nicht. Er war wieder in sich zusammen« l gesunken und starrte vor sich nieder; unglückliche hatte ^ er sich nie gefühlt, als in diesem Moment, in welchem er einen Blick in das gethan, was für ihn den Himmel ' auf Erden bedeutete. ! Grace stand draußen und athmete tief auf. Sie war wieder frei, aber sie konnte sich dieser Freiheit nicht freuen. Die alte Abtei, in welcher die Gefangenen die l Nacht verbracht hatten, lag unmittelbar an dem Ufer < cincs Sees, und die herrlichen Spitzbogen, deren mit spiralförmigen Ringen verzierte Sä'nlenschäfte sich in der dui'klen Flut spiegelten, waren noch in ihrer vollen architektonischen Schönheit erhalten. Einen seltsamen Contrast dazu bildete die verfallene Lehmwand nach der anderen Seite, hinter welcher verschiedene Hütten» dächer sichtbar würden. Grace fühlte sich so müde und erschöpft, dass sie sich dem Eingang der Abtei gegenüber auf einen Stein niederließ. Sie hätte nach einer menschlichen Wohnung gehen können, aber sie musste erst wissen, welches Schicksal ! die Gefangenen erwartete. Indem sie noch darüber nach« l dachte, hörte sie Pfrrdegctrappel; Lord Deane's und Redner, er (Wurmbrand) möge doch einen solchen Ausgleich für Steiermark proponieren und möge darin den Slovene» die ihnen gebürende Stelle zuweisen, dann würden die Czechen auch gerne seine Meinung über den böhmischen Ausgleich hören. Redner meint übrigens, dass der böhmische Ausgleich doch gewiss auch eine politische Sache sei und dass die Regierung daher am besten thue, den Ausgleich zurückzuziehen, um ihrem eigenen Programm gerecht zu werden. Redner betonte, dass die Czechen keineswegs Gegner eines jeden Ausgleiches mit den Deutschen seien, dass sie vielmehr einen Ausgleich wünschen, aber nur einen solchen, der sich auf das ganze böhmische Volk und in allen böhmischen Ländern beziehe, und der außerdem der Gerechtigkeit und der Oleichberechtigung entspreche. Redner wendete sich nunmehr zur Regierung. Was das politische Programm derselben, die Thätigkeit auf wirtschaftlichem Gebiete, betreffe, so werden die Vertreter des böhmischen Volkes an derselben theilnehmen und sich nicht negativ verhalten. Dieselben werden ihren Grundsätzen treu bleiben und werden sich von der Mitwirkung nicht abhalten lassen. Man werde doch nicht die Böhmen als exterritorial betrachten, als Feinde, die man bekämpfen muss. (Beifall.) Nur jenes Volk fei verloren, das sich selbst aufgebe. Nicht im Lager der Parteien, sondern im Lager der Nationen müsse man Oesterreich suchen. Redner hofft, dass doch einmal eine Zeit kommen werde in welcher alle Völker Oesterreichs gleichwertig und gleichberechtigt, keines bedrückt und keines herrschend, sich um den Thron des Monarchen scharen werden in gemeinsamem harmonischen Wirken für den Völkerfrieden und die Interessen des Staates und der Nationen. Dies sei der Wunsch des Redners und seiner Nation. (Lebhafter Beifall und Händeklatjchen bei den Iungczechen.) Abg. Dr. v. Plener (Generalredner pro) glaubt, das Haus werde es ihm zugute halten. wenn er wie die anderen Redner so wenig als möglich vom Budget spreche. Einmal sei die Budgetdebatte an Stelle der Adressdebatte getreten und zweitens seien die Finanzen in so günstiger Lage, dass eine Kritik derselben wenig Interesse biete. Redner erklärt, dass er die Finanzlage für eine günstige halte, wie er auch schon in den letzten zwei Jahren die fortschreitende Besserung derselben con« statiert habe. Von dem Momente, wo wirtliche Ueber-schüfst vorhanden sind, rückt der Finanzminister von der Rolle eines bloßen Geldbeschaffers weiter hinauf. seiner Begleiter Rosse wurden vorgeführt. Unmittelbar darauf traten die Herren aus der Abtei und schwangen sich in die Sättel. In demselben Moment hatte Lord Deane Grace gesehen, wie sie, einem Marmorbild vergleichbar, am Wege saß. Er riss hastig sein Ross herum und ritt an sie heran; er fühlte Mitleid mit der schönen jungen Frau. «Geht zu Hause, Grace, ich werde am Nachmittag weiter mit Euch reden. Ihr habt einen braven Gatten und gehört einer redlichen Familie an; ich will deshalb hoffen, dass Ihr dieselbe nicht ins Unglück stürzen wollt.» Damit wandte er sein Ross und ritt den anderen nach. Grace saß noch lange und dachte über die Worte nach, aber sie konnte nicht zum Schluss kommen. Lord Deane und seine Genossen waren bereits ihren Blicken entschwunden, als sie sich daran erinnerte, dass sie endlich heimwärts müsse. Da öffnete sich abermals das Eingangsthor zu der Abtei und paarweise traten die Gefangenen heraus, um denselben Weg einzuschlagen, den Lord Deane genommen hatte. Auch die letzte Spur von Muth und Entschlossenheit war aus den bleichen Gesichtern dieser Jammergestalten gewichen, und es hätte wohl kaum der militärischen Escorte, welche sie umgab, bedurft, um sie zu überwachen. Nur Roy gieng stolz und ungebrochen, denn selbst Tom war in diesem Augenblick der Meinung, dass er nicht hätte frei zu werden brauchen, nur damit man ihn abermals zum Gefangenen mache. Eine Anzahl halberwachsener, zerlumpter Knaben stand in Grace's unmittelbarer Nähe, um die Ge< Laibacher Zeitung Nr. 141. 1176 24. Iillli 189.^ Wir hörten auch bereits von einer Reform der directen Steuern und können nur wünschen, dass das Unternehmen jetzt besser gelinge als die früheren Versuche. Doch sei es nicht nothwendig, inzwischen auf alle, auch die kleineren wünschenswerten Verschiebungen zu verzichten. Auch werden sich manche Veränderungen in den Ausgaben nicht abweisen lassen, u. zw. in Rücksicht der Verbesserung der Beamtengehalte in den unteren Classen und des Eisenbahnbaues. Auf die politische Lage übergehend, betont Redner, dass die Parteien heute kein Recht mehr haben, über das Opfer betreffs des Verzichtes auf die Adressdebatte zu sprechen. Die Debatte über das Budget sei ruhig, würdig und. abgesehen von einzelnen Störungen, in vornehmem Tone verflossen. Man stehe eben vier Wochen spater, aber auch vier Wochen weiter, als zur Zeit der Adressdebatte, und wenn die Situation auch noch nicht ganz klar sei, so sehe man doch schon die Marksteine. Was den Stand« Punkt der Vereinigten Linken betrifft, so sei ihre Hal« tung eine andere geworden, nicht wegen eines Wechsels der Gesinnungen oder der Ueberzeugung, sondern in» folge einer Veränderung der ganzen Situation, ins» besondere seit der Beantwortung über die im December 1890 gestellte Interpellation in Bezug auf die böhmische Frage, in welcher Antwort es insbesondere hieß, dass die Regierung die böhmische Königskrönung nicht empfehlen könne, und seit der Einladung zu den Ausgleichsconferenzen. Zwei Vortheile seien erreicht worden, einmal die Möglichkeit einer nützlichen Thätigkeit in sprachlich getrennten Körpern, wie im Landesschulrath und in dem hoffentlich bald errichteten Landesculturrath, und dann die rechtliche Anerkennung des deutschen Sprachgebietes in Böhmen. Zu den ferneren Umständen, welche zu einer Aenderung der Haltung der Vereinigten deutschen Linken führten, gehöre auch noch der Rücktritt des Finanzministers Ritter von Dunajewsli und die von der Regierungsbank aus ausgesprochene Nnelkennung des Votums der deutschen Wählerschaften. Mit Rücksicht auf alle diese Thatsachen werde die Vereinigte deutsche Linke auch den Dispositionsfond bewilligen und werde auch die Verantwortung dafür tragen. Dauere die Situation fort. so wie sie sei, so werde die Partei auch ihre Haltung beibehalten, trete aber ein Umschlag ein, so werde sich auch die Partei danach einzurichten wissen. Jedenfalls aber werde sich die Partei in der ganzen weiteren Entwicklung die völlige Freiheit der Action vorbehalten. Sie sei bereit, in einzelnen con« creten Fragen mit anderen Parteien und der Regierung in Verbindung zu treten, werde aber niemals auf die Freiheit der Entschließung und Abstimmung, und zwar sowohl was den sachlichen Inhalt als auch den politischen Charakter des Gegenstandes betrifft, verzichten. Mit Rücksicht auf diese Verhältnisse könne nicht von einer wirklichen Majorität, sondern nur von einer solchen von Fall zu Fall gesprochen werden. Redner glaubt aber nicht, dass eine solche Majolität auf die Dauer bestehen könne, denn eine bleibende Majorität werde nicht gebildet durch gegenseitige Complimente der Redner, sondern einzig und allein durch die zwingende Gewalt der factischen Verhältnisse. Bezüglich der Polen con« ftatiert Redner, dass manche Punkte der Uebereinstimmung vorhanden sind. Redner anerkennt, dass die polnischen Abgeordneten, bei aller Rücksichtnahme auf die Interessen des Landes, auch für die Bedürfnisse des fangenen zu sehen, ^s war ein verwilderter Haufe, blass, hohlwangig, mit struppigem Haar, den stieren Blick theilnahmsloö auf diejenigen gerichtet, welche dort einem trüben Schicksal, vielleicht dem Tode entgegen» giengen. «Wohin wird man sie bringen?» fragte Grace athemlos den ihr zunächst Stehenden. Der Bursche zuckte nur die Achseln und sie bekam nicht einmal eine Antwort. Sie sah sich angstvoll nach allen Seiten um. War denn niemand da, der ihr die Auskunft geben konnte? Seitwärts von der Abtei kam ein Mann, der ein Dutzend Kühe vor sich her trieb, um die Thiere zur Tränke zu fuhren. Grace eilte auf ihn zu. «Wohin werden sie gebracht?» Dabei deutete sie mit ausgestrecktem Arm auf die Gefangenen. «Wer sind sie?» fragte der Mann. «Aufrührer!» stieß sie hervor. «Ach so! Ich weiß nicht recht, aber mir ist, als habe ich gehört, dass man nicht viele Umstände mit ihnen macht. Man bringt sie nach dem nächsten Gericht, verhört sie und dann werden sie vermuthlich gehängt oder erschossen.» Grace's weiße Zähne schlugen hörbar zusammen. «Sie haben nichts gethan!» rang es sich mühsam von ihren Lippen. Der Mann sah sie verwundert an. «Ihr solltet nicht so sprechen, denn Ihr macht Euch selbst verdächtig dadurch. Das sind ruhelose Köpfe, die nichts als Unheil stiften; erst wenn sie beseitigt sind, wird wieder Ruhe im Lande werden.» (Fortsetzung folgt.) Staates und der Machtstellung des Reiches gesorgt haben und daher mit Recht den Namen einer Staats» Partei in Anspruch nehmen. Redner weist auch darauf hin, dass die Polen die auswärtige Politik in derselben Art auffassen und unterstützen, wie die Deutschen und dass sie ebenso, wie die Deutschen, schon seit einer Reihe von Jahren den Bestand des Dualismus auch nicht einmal theoretisch in Frage gezogen haben. Als trennender Punkt wird jedoch oft die Autonomie hervor« gehoben. Die Vereinigte deutsche Linke hat aber nie eine oppositionelle Haltung gegen die Selbstverwaltung gezeigt, so lange sich dieselbe auf dem Gebiete der Administration bewegt. Etwas anderes ist es mit der Autonomie, wie die Czechen sie verstehen, welche die Aufrichtung eines eigenen Staates anstreben. Redner wendete sich nun gegen den Abgeordneten Herold und bemerkt, dass, wenn derselbe auch im Reichsrathe sage, dass die Czechen in der auswärtigen Politik nicht opponieren, die Aeußerungen der Volksseele doch beweisen, dass die Czechen von Abneigung gegen das Deutsche Reich erfüllt sind. Redner erklärte, dass die Deutschen ckcht die geschworenen Feinde der Czechen sind, dass sie auch nicht die Absicht haben, wenn sie zur Macht gelangen würden, zu Ausnahms' und Zwangsmaßregeln gegen die Chechen zu greifen. Es sei ganz unrichtig, den Ausgleich als eine Fesselung der czechischeu Nation zu bezeichnen. Die deutsche Sprache in Böhmen bedeute noch etwas anderes, als bloß die zweite Landessprache. Das sei eine Thatsache, nicht die Forderung der Herrschsucht der Deutschen. Gegenüber der Forderung des Ab> geordneten Herold, die Regierung möge den Ausgleich fallen lassen, erklärte Redner, dass die Deutschen an demselben festhalten und erwarten, dass auch die anderen theilnehmenden Parteien ihrem Worte treu bleiben. Nach einer eingehenden Kritik des christlich-socialen Programms schließt Redner mit den Worten: «Wir können in die Session eintreten ohne das Opfer der Ueberzeugung, ohne jede Gefahr für unjere künftige Haltung. Wir können dies thun, eingedenk der Rücksicht auf andere und werden dabei treu bleiben und selbst, hoffentlich würdig des Vertrauens des Volkes und gerecht den Ansprüchen, die der Staat niemals an uns vergebens gestellt hat.» (Lebhafter, anhaltender Beifall und Händellatschen links.) Generalberichterstatter Dr. Bilinsti polemisierte zunächst gegen Liechtenstein-und Schwarzenberg, welche bewiesen haben, dass sie mit ihren historischen Studien «noch stark im Mittelalter stecken». Er besprach sodann die Finanzlage des Staates, constalierte, dass die Ver-waltung unserer Staatsbahnen sich eines gewissen Rufes erfreue, widerlegte die Behauptung, dass Galizien ein großes Land sei, kehrte sich gegen das böhmische Staatsrecht und erklärte, dass die Polen den Wünschen der anderen Nationalitäten im Rahmen der Staatseinhcit stets Rechnung tragen werden. Was die künftige Partei-Combination anbelange, so hänge dies zum großen Theile vom Ministerpräsidenten ab; denn nach der parlamentarischen Doctrin ist der Präsident der Re gierung zugleich auch der Führer des Parlamentes, beziehungsweise der parlamentarischen Majorität, vor» ausgesetzt, dass er Vertrauen hat und die Macht der Thatsachen berücksichtigt. In Bezug auf Vertrauen für die Regierung sei emdarras 6o riokLkns vorhanden; denn eigentlich sei niemand gegen den Ministerpräsidenten. Und was speciell die Polen anlangt, so war Taaffe immer deren Freund, und wenn er seiner bisherigen Haltung treu bleibe, so werden sie gerne seiner Führung folgen. Graf Taaffe habe auch nach den Neuwahlen die Macht der Thatsachen hinsichtlich der Linken berücksichtigt, nachdem sie erklärt hatte, dass sie nicht Hegemonisieren wolle. Von einer Niederlage oder einem Triumphe der Regierung könne also nach alledem nicht die Rede sein. Unter dem Beifalle des Hauses plaidierte der Redner schließlich für die Hebung des Ansehens unseres Parlamentes. (Lebhafter Beifall.) Bei der hierauf erfolgten Abstimmung wurde mit allen gegen eine Stimme beschlossen, in die Special-debatte über das Budget einzugehen. Die eine Stimme gehörte dem Iungczechen Vasaty. In der Specialdebalte wurde Titel «Reichsrath», nnchdem Graf Kounic wieder czechische Stenographen verlangte, angenommen. Bei dem Titel Ministerrath sprach Abgeordneter Vasaty über das böhmische Staatsrecht. Die Iungczechen seien vom Volke in das Parlament gesandt worden, um die Wege ihrer Vorgänger nicht zu betreten. Redner liest eine Enunciation des Monarchen über das Staatsrecht czechisch vor. Der Präsident unterbricht ihn: Ich bitte zum Gegenstande zu sprechen und nicht vorzulesen. Abgeordneter Vasaty: Ich habe mir die Erlaubnis erbeten, diese Zeilen vorzulesen, und Herr Präsident haben stillschweigend zugestimmt. Präsident: Ich habe nichts gehört. (Heiterkeit.) Als der Redner nach kurzer Zeit wieder zu lesen begann, unterbrach ihn d^r Präsident abermals: Der Herr Abgeordnete nchtet gar nicht auf meine Anordnungen. Abgeordneter Va< saty: Es wird doch im hohen Hause erlaubt sein. eine Antwort Seiner Majestät vorzulesen, (Beifall der Iungczechen.) Der Redner verlas sodann die betreffende Aeußerung" des Kaisers. Die Verhandlung wurde so- dann abgebrochen. Die nächste Sitzung findet ^! gen statt. Politische Uebersicht. (Die Polen in Prag) Der Empfangs polnischen Ausstellungsgäste gestaltete sich sehr gläiF Bürgermeister ^ über den Antrag Richter, betreffend die Aufhebung ^ wegen der Blackrot.Krankheit heuer erlassenen Vesb", der Einfuhr amerikanischer Reben. Der AckerbauuD' erklärte, es werde ein Fachmann zum Studium "> Krankheit nach Frankreich entsendet werden, und °. dem Ergebnisse desselben werde es abhängen, ob , Verbot ganz oder theilweise werde aufgehoben lve^ können. Per Ausschuss einigte sich sonach dahin, Beschlussfassung vorläufig zu vertagen. ,^ (Parlamentarisches.) In der vorqestH Sitzung des Abgeordnetenhauses überreichte der Ha"t" minister einen Gesetzentwurf über die Herstellung elß^ Post- und Telegraphengebäude iu Laibach. Mr"" und sechs anderen Städten. Reicher und Oe"°^ brachten den bereits 1889 vorgelegten Gesetze»^" betreffend die Errichtung von obligatorischen Oen^ schaftsoelbänden, wieder ein. Dr. Steinwender b^ einen Antrag wegen Entschädigung der Servitutsbe . tigten ein. Schneider interpellierte wegen der AlW des Gewerbegenossenschaftstaa.es. ^.ni (Ein Arbeiter-Tumult.) Dem «^ Naplo» wird aus Vattonya im Csanader Comita" ^ meldet, dass sich Sonntag vormittags eine Meng? ^, Feldarbeitern vor dem dortigen Stadthause versalN^. woselbst der Arbeitersocialist Pakuvar wegen del ^ lesung einer aufreizenden socialistischen Schrift ^ den Stadtcommissä'r Lung verhaftet wurde. P^l musste jedoch, da die Menge zu Ausschreitungen st^,j schien und das Leben des Oberstuhlrichters und "^ bedrohte, freigelassen werden. Die Intervention ^ fünf Gendarmen erwies sich zu schwach, ulN ^ Tumultuanten, welche gegen das Stadthaus ^ auseinander zu treiben. Als die Gendarmen zl>^ schreckung der Menge Schüsse in die Luft abg^ versuchte ein Arbeiter einem Gendarmen das O^ zu entreißen. Die Gendarmen mussten nunmehr ^ der Waffe Gebrauch machen und schössen aa!^. Tumultuanten; zwei blieben sofort todt, zwei S«^ verwundete starben kurz nachher, außerdem wurden! ^ Arbeiter verwundet. Am Abend langte aus Sz^l telegraphisch requiriertes Militär ein. welches die herstellte. ^ g<' (Von der Balkan-Halbinsel.) »>" i" wesme griechische Ministerpräsident Trikupis la ^ der vorigen Woche auf einer Badereise zuerst lwO^t! grad, wo er eine sehr ehrenvolle Aufnahme fand ", ^ einem ihm zu Ehren gegebenen politischen Banl^ ^ Zusammenhalten Serbiens und Griechenlands in^el auswärtiger Politik empfahl. Von Belgrad wH^ einen Abstecher nach Sofia, wo er nach einem d^ Telegramme noch einige Tage zu verbleiben geb^/ die bulgarischen Staatsmänner kennen zu lernen u ^< ihnen einen Gedankenaustausch über die beide interessierenden Fragen zu Pflegen. . !^! (Italien und der Dreibund.) Dtt^ nische Regierung, welche in der letzten Zeit ?^F bewiesen hat. dass sie treu an dem Bunde nw .^ reich und Deutschland festhält, tritt auch neue^/ Hetzereien wider denselben schneidig entgegen. T^iA uns aus Rom telegraphiert, untersagt ein RundH hst des Ministers des Innern an die Prä'fecten ""F Artikels 113 des Strafgesetzes jede öffentl'^tss sammlung oder jedes Meeting, welches die Org" ^l«! öffentlicher Versammlungen oder Kundgebung^ , fend die Tripelallianz, bezweckt. .„ ^e ^ (Die russische Regierung) "w „H tischen Werkleute in Odessa durch französtM M, Die Panzer für die im Bau begriffenen ^' ,^j wurden bisher in England fabriciert. Diesel^^». von nun an in Frankreich hergestellt. Der ^ AB.z Wechsels der Bezugsquelle ist wahrscheinlich v"^ Rusölands. England über die Geheimnisse de» von Sevastopol im unklaren zu lassen. ^^ ^>l (Der Handel Frankreichs.) ^^ec ^ wärtige Handel Frankreichs hat vom ^'^3^ 31. Mai nachfolgende Ergebnisse geliefert: <" Laibacher Zeitung Nr. 141. 1177 24. Juni 1891. lachte die Höhe von 2.015,871.000 Francs, der Ex !°tt bezifferte sich auf 1.459.192.000 Francs. Die Anfuhr hat sich gegen die gleiche Periode des Vor-Mres um 93 Millionen Francs erhöht, während der Dort um 75 Millionen Francs zurückgegangen ist. ^° die Importzunahme zumeist auf Rechnung der für ',k Industrie nothwendigen Rohmaterialien kommt, ^d die Handelsbilanz nicht ungünstig beurtheilt. , (Aus Portugal) kommen Nachrichten, welche "'e Besserung der politischen und finanziellen Situation hoffen lassen. Man meldet aus Lissabon: Die Budget« ^Mission der Kammer genehmigte das von der Regung vorgelegte Budget pro 1891/92 und ertheilt ',k Ermächtigung zur Durchführung der von der Re^ u'eiung vorgeschlagenen finanziellen Maßnahmen. (General Gurko.) Warschauer Nachrichten Mge soll General.Gouverneur Gurko. über welche:, M'zrichef Borck geheime Berichte an den Caren sendet, fassen und durch den Kiever General-Gouverneur "lagonnrov, einen Liebling des Caren, erseht werden. - (Der Bürgerkrieg in Chili) nimmt einen ^rr acuteren Charakter an. Nun hat sich auch noch >7. Theil der Präsidentschaftstruppen selbst gegen den Mioenten Balmacrdn empört. Die Schiffe der Re-^"kll sind wieder sehr thätig und verbreiten Schrecken "rn von der Regierung behaupteten Häfen. ! ' Tagesnemgleiten. , H. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Agramer Mung» meldet, dem Franciscaner-Kloster in Trsat ^ ^ Nestaurielung der Klosterkirche 200 fl. und zur ^ftaratur. der Pfarrkirche in Modrus ebenfalls 200 fi. " spenden geruht. __________ ,t.."- (Für active und Reserve - Unter-i'> leiere.) Das Reichs-Kriegsministerium hat verlaut-^ dass im Sinne der Bestimmungen über die Ein-^tung des Militär-Bauwerkmeistercurses derselbe für .^ Studienjahr 1691/92 bei dem technisch'administra» den Vlilitär-Comite' in Wien activiert und die Maximal- ^ z? ^^ in denselben aufzunehmenden Frequentanten mit ! ,« festgesetzt wird. Zur Frequentierung dieses Curses /"en sich active und auch Reserve°Unterosficiere aller ^ ^"pftenlörper und Anstalten melden, welche den Auf-^ 'wsbedingungen entsprechen. Die praktische Verwendung .. technischen Dienste vor Neginn des Curses wird nicht »wtdert. Die definitive Aufnahme der Bewerber wird ^ einer Aufnahmsprüfung abhängig gemacht, die über ^n Befähigung im Rechnen und dem Versassen kleinerer Plätze Uufschluss gibt und das Auffassungsvermögen klhaupt beurtheile» lässt. Der von den Truppenkörpern Zulegenden Liste der Bewerber ist nebst der Conduite. H nebst dem NeverS mit der Verpflichtung, nach Ab-sprung des Curses mindestens drei Jahre im Präsenz« ^be zu verbleiben, ein Gutachten über die Würdigkeit j Eignung des Einzelnen beizuschließen. Itzt -^ (Aus dem Thierleben.) Ein Friseur in ^pau erhielt kürzlich eine junge Dohle, welche auf ^ Dachboden der dortigen Pfarrkirche das Licht der ^ ! "^'^ ^^^ ^" ^"^ ^'^ fchon flügge war, ,"lden demselben die Flügel gestutzt, um es am Cnt-besi^!' ^" verhindern. EineS Tages wurde die im Hofe ^bliche junge Dohle sehr unruhig und fieng laut zu ^zen ar?. Dieselbe hatte die über dem Hause kreisenden ^" erkannt, welche seit jener Stunde an ihr wieder« ^ "^enes Junges mit rührender Liebe füttern und das-ill ^ "un in seiner Gefangenschaft, so gut es eben möglich "' ltösten. h^.^ (Eine Ballonauffahrt über den Y^,'" d.) In der vorigen Woche unternahm der bekannte ,h'Mer Spelterini in Neapel mit seinem BallM tz^"l°», in dessen Gondel auch der dortige französische »e>in ""s"l Pellet und drei andere Passagiere Platz l>xz?"'k" hatten, ein- Auffahrt über den Vesuv, um die hh. °en, Krater aufsteigenden Lavasäulen zu photozra. !h«ts ^^ Vorhaben wurde jedoch durch einen ziemlich ^n Wind verhindert. Die Luftfahrer kamen dem ^^«ur auf eine Entfernung von 500 Meter nahe. bk>v°f ^t liver den Krater hinweg konnten sie nicht yta^.^Ulgen. Gleichwohl gelang es ihnen, einig? photo- Msche Ausnahmen der Rauchsäulen auszusühren. ^^ (Von Paris nach Trieft.) Aus Bad kreuzten Lanzen getragen und mit Wappen und Fahnen geschmückt, erhebt sich vor einem Springbrunnen. Das Eingaugsthor ist zum Triumphbogen, die Mauer zu einer hohen Tannenhccke umgewandelt. Ein besonderes Capitel verdient die Hafen'Decoration des österreichisch» ungarischen Lloyd. Ueber den Aufenthalt Sr. Majestät in Fiume er» halten wir folgende telegraphische Mittheilung: Nach An» lunft Sr. Majestät hielt Bürgermeister Ciotta eine Veglüßutigsansprache in italienischer Sprache. Se. Majestät erwiderte ebenfalls in italienischer Sprache etwa Folgendes: «Ich danke Ihnen für den freundlichen Empfang und für die Versicherung Ihrer treuen Anhänglichkeit. Ich bin mit Freude Hieher gekommen und nehme mit Befriedigung die Fortschritte der Stadt Fiume zur Kenntnis». Hierauf stellte Bürgermeister Ciotta die Spitzen der städti» schen Behörden vor. Unterdessen erdröhnten die Geschütz» salvcn der englischen EScadre und begeisterte Evvivaruse durchbrausten die Halle. Se. Majestät bestieg hierauf mit dem Herrn Erzherzog Ioscf den Wagen. Bei der Triumphpforte der prächtig geschmückten Stadt angelangt, überreichte Baronesse Lett is namens der Fiumaner Damen Seiner Majestät ein Bouquet. Vor dem Palais des Gouverneurs, woselbst daS Allerhöchste Absteigquartier genommen wurde, besichtigte Se. Majestät die Ehrencompagnie des Re> gimentes Ielacic. Die vor dem Thore des Palastes zum Empfange wartenden kirchlichen Hofwürdenträger wurden zum größten Theile von Seiner Majestät dem Kaiser mit kurzen Ansprachen beehrt, darunter Graf Stefan Szapary und der Bischof von Zengg. Se. Majestät verfügte sich sodann unter sich immerfort erneuernden Eljen«, Evviva« und Zivio-Rufen in die Appartements, woselbst er die Commandanten der Schiffe der englischen EScadre unter Führung des Admirals Ho skins und sodann die zur Uebernahme gekaufter Torpedos hier wei« leuden französischen Osfiliere emftfteng. Um 1 Uhr begann der Empfang der Deputationen. Der Deputation der israelitischen Cultusgemeinde sagte der Kaiser, er interessiere sich lebhaft für ihr Geschick, welches unter seinen schützenden Fittigen auf dem Prin« cipe der Gleichberechtigung der Confessionen immer mehr aufblühen möge. Nach dem Dejeuner besichtigte der Monarch die Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter das Waisenhaus, die Häfen, die Hafenbauten, das Ge. bäude der Seebehörde lc. in sehr eingehender Weise und widmete den Einrichtungen' überall lebhaftes Interesse. Der Kaiser wurde überall enthusiastisch begrüßt. Während der Vorbeifahrt des Kaisers gab die britische Eöcaore den Kanonensalut ab. Um 6 Uhr abends fand ein Hosdiner statt, wozu die Minister und sonstige Würdenträger, die Comman« danten der britischen Schiffe, zwei französische Kapitäne und die Führer der Deputationen geladen waren. Abends folgte eine Galavorstellung im Theater, bann Besichtigung der Stadtbelcuchtung. — (Allerhöchster Dank.) Se. Majestät der Kaiser haben für die loyale Kundgebung der Krieger, welche an der Schlacht bei Custozza theilgcnommen, sowie des Bürg/rcorps in Rudolfswcrt huldvollst den Dank auszusprechen geruht. V»n Sr. l. und l. Hoheit dem Feldmarschall Erzherzog Albrecht ist folgendes Dank» telegramm an das l. k. Landespräsidium eingelangt: «Ich ersuche, dem BürgercorpS und den Veteranen von Rudolfs« wert meinen besten Dank für ihre Erinnerung auszu« sprechen. Die Feier von Custozza, an dem die tapferen und treuen Söhne Krains fo rühmlichen Antheil hatten, ist ein neuer Beweis der stets bewährten loyalen und patriotischen Gesinnungen der Bevölkerung.» Lllibachcr Zeitung Nr. 141. 1178 24. Juni 1891. * (Nachahmenswertes von der k. k. Ober real schule.) Seit einiger Zeit finden wir an unserer Oberrealschule eine Neuerung eingeführt, die sich auch anderwärts bereits bestens bewährte und in doppelter Hinsicht seitens der einzelnen Bildungsmstilute nachgeahmt zu werden verdient: erst ns, weil dadurch das Wissen gewinnt; zweitens, weil derlei das Gefühl für Nettigkeit und angemessene, geschmackvolle Ausschmückung der Räuim belebt und fördert. Diese Neuerung besteht darin, dass naturgeschichtliche, geographische und geschichtliche Lehrmittel nicht mehr im vollen Umfange in den betreffenden Schränken schlummern, sondern an den Wänden der lichten Gänge angebracht erscheinen. In sorgfältiger Anordnung erblicken wir die verschiedenen Langl'schen Nilder-tafeln, welche uns allerlei hervorragende Bauwerke, wie den Stefunsdom, die Basilika von München, den Dom von Florenz, das herrliche nordwestliche Stadtviertel von Pifa (Dom, Baptisterium, schiefer Thurm, im Hintergründe der Campo Santo), die Pyramiden, Moscheen u. s. w. vor Augen führen, ferner die culturhistorischen Wand» tafeln, die uns Ritterburgen, Turniere, Stadtbelagerungen, das Leben und Weben zur Zeit der Minnesänger u. a. vergegenwärtigen; wir sehen weiters die verschiedensten Pflanzentafeln (blühende Gewächse und deren Bestandtheile, essbare und giftige Schwämme ?c.), die vielen schädlichen Infecten und ihre Entwicklungsstadien, viele ausgestopfte Singvögel, die inländischen Fifche, bestens präpariert, die Schädellnochen des Landbären neben jenen des Ur8U8 8psiH6U8, Nester einzelner Sänger, Wespen» nester u. s. w Ganz besonders fesselnd, weil nach Loca-litäten ebenso instructiv wie mustergiltig geordnet, er« weisen sich die Mineralien in den Kästen neben dem reichhaltigen naturhistorischen Cabinet. Wir treffen da fchöne Repräsentanten der Bergbaue von Plibram in Böhmen, Hüttenberg, Bleiberg und Raibl in Kärnten, Eisenerz und Trifail in Steiermarl und selbstverständlich auch die mineralogischen Schätze Krains, wie Bohnerze und das Wocheinit aus der Wochein, Nsslinger Gipse, Eisenerze aus den Stollen von Reichenberg (Spateisen« steine) und aus jenen des aufgelassenen Bergwerkes der Belschiza, aui dem Manganbergbaue an der Negunfchiza, Bleierze aus Littai, andere Unterkrainer Erze, Thoneisen-steine aus der Gegend von Rudolfswert, Zinnober aus dem Loiblthale (Bergbau St. Anna) und selbstverständlich auch Natur- und Kunstproducte aus Idria. In unmittel-barer Nähe der Erze befindet sich auch das Relief der Steiner Alpen, darüber eine zur Orientierung beitragende Wandkarte diefes fchönen Gebirges, ferner pholographische Aufnahmen, welche den Grintouz- und Ojstrizastock betreffen (zwei Tableaux) und anderweitige Bilder, welche den geographischen Unterricht fördern follen. Um falschen Auffassungen vorzubeugen, er» scheint es angerathen, unter den Photographie-Zusammenstellungen einzig und allein nur die Bezeichnung «Steiner Alpen» anzubringen, da es denn doch nicht angeht, nur den Grintouzstock mit diesem Namen zu belegen, hingegen Partien der Ojstriza und die Nordhänge gegen das Logar-thal als «Sannthaler Alpen» zu benennen. Dieser letztere Name umfasst doch nicht allein die Steiner, sondern auch die Zulzbacher Alpen und deren Fortsetzung gegen Lilli zu. Damit die Realschüler während der Unterrichts-pausen noch weitere Anregung zum denkenden Beobachten finden, wird auf dem Gange des zweiten Stockwerkes auch noch ein Aquarium zur Aufstellung gelangen. Alles zeigt sich den Augen in bester Weise hinter GlaS und Rahmen, und sind Beschädigungen durchaus nicht zu befürchten, da felbst minder feinfühlige Schüler an einer derartigen Ausschmückung der Gangräume Gefallen finden müssen. Einer derartigen Vorführung einzelner Sammlungen und Bildcrwerle einer Mittelschule kann nur lebhaft das Wort geredet werden — sie ist und bleibt eine gute Fruc« tificierung der Lehrmittel. ^ — (Auswanderungsschwindel.) Wie man uns mittheilt, werden neuerdings ganze Ladungen von Drucksvlten durch die k. k. Postämter expediert, welche, in slovenischem, deutschem, polnischem und ungarischem Texte an die Parteien gelangt, den Zweck haben, die Leute zur Auswanderung nach Amerika aufzumuntern, wobei der «obrigkeitlich concessionierte General venec» aus Dornegg in Innerkrain gemeldet wird, wurde vorgestern dortselbst vom Besitzer Franz Basa ein weiß-köpfiger Geier von seltener Größe erlegt. Derselbe misst in der Flugweite 2-61 Meter und ist 6'/« Kilo schwer. Das seltene Exemplar wurde dem Landesmuseum übersendet. * (Vom hygienischen Co ngresse.) Bei dem im Verlaufe des Sommers in London stattfindenden internationalen hygienifchen Congresse wird Kram nicht vertreten sein, da hierländischen Ungehörigen des ärztlichen Standes keine Reise-Subventionen, wie beispielsweise in Niederösterreich, gewährt wurden. Aus Wien betheiligt sich auch der in Krain wohlbekannte Sanitätsrath Doctor M. Gauster am Congresse. i- — (guschneide - Lehranstalt.) D.r' hiesige Schneidermeister M. Kunc eröffnet demnächst die behördlich concessionierte Zuschneide-Lehranstalt für das Schneidergewerbe in Laibach. Die Interessenten verweisen wir auf den der heutigen Nummer der «Laibacher Zeitung» beiliegenden Prospect. — (Eine Drahtseilbahn) soll in Trieft nach dem Hügel von Scorcola errichtet werden, und hat Ingenieur Dr. Geiringer die Bewilligung dazu von der Commune erhalten. Wenn nur nicht durch die Geldfrage auch diefe« seit zehn Jahren ventilierte Project noch weiter vertagt wird. — (Oberst Graf vonHartenau.) Der Graf von Harten au, welcher am 28. Juni in Karlsbad eintreffen sollte, hat — wie man uns aus Graz berichtet — sein? Abreise dahin verschoben, da sich sein Befinden wieder verschlimmerte. — (Vesihwechsel.) Das der Frau Karoline Persche gehörige Haus am Rathhausftlatze wurde von Herrn Peter Strel um den Betrag von 31.000 fl. käuflich erworben. Neueste Post. Briginal-Telegramme der „Laibacher Zeitung". Wien, 23. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm in seiner hmtigen Sitzung sämmtliche Titel des Capitels «Ministerrath» an. ausschließlich den Titel «Disvo« sitiousfond», bei welchem die Berathung abgebrochen wurde. Vei der Berathung des Dispositionsfondes zog sich der Iungczeche Vaöaty durch heftige Angriffe auf den Minister Baron Präzak, dessen Rücktritt der RH fordert, einen Ordnungsruf des Präsidenten zu. 3N rend der Ausführungen des Abg. Schneider, welch" der Präsident den Ausdruck «Iudenpresse» als unM haft verwies, verließ die Vereinigte deutsche Linke ^ monstrativ den Berathungssaal. , Graz, 23. Juni. Im landschaftlichen VadeRoW Sauerbrunn fand gestern in feierlicher Weife die ^ öffmmg des MilitiwCurhauses der Gesellschaft A weißen Kreuze durch deren zweiten Vicefträsidenten V"' rath Ritter von Klaps statt. Prag, 23. Juni. 71 amerikanische Czech?« tra^ heute zum Besuche der Ausstellung hier ein und w»'' den iu feierlicher Weise begrüßt. « Fiumc. 23. Juni. Auf die Ansprache des BM von Zengq, Posilovit, welcher den römisch «kathoM Clerus fühlte, erwiderte der Kaiser: «Ihre Huldig die Versicherung Ihrer beständigen, unbefleckten ^ l und Ihres Gehorsams gegm die Gesetze des StH gereichen Mir zur großen Befriedigung; denn dieselW beweisen, dass Sie die traditionelle Loyalität des laM lischen Clerus aufrechthalten wollen, da Sie die ß> füillung solcher heiligen Pflichten geloben, welches Ihrem Berufe recht gut zu vereindaren sind, ohne ^ sie den Interessen der katholischen Kirche, die in M"" Monarchie einen so mächtigen Schutz genießt, sch^ würden. Seien Sie überzeugt davon, dass auf tM Wege all Ihr Wirken Meinem beständigen Danle "" Meiner unwandelbaren Gnade begegnen wird». ,^ Fiume, 23. Juni. Nei dem Gala-Diner. nM" der Gouverneur zu Ehren der englischen Flotte '-«Casino Patriotico» gab, toastierte Gouverneur G^ Iichy in englischer Sprache auf die Königin Victo^ worauf Vice-Admiral Hoskins sein Glus auf 3? Majestäten den Kaiser Franz Joseph und die Ka'p' Elisabeth leerte. . Szcgedin, 23. Juni. Bei den Unruhen in ^ tonya wurden drei Personen getödtet, zwri schwer v' mundet, zwanzig leicht verwundet. Das Militär" freite die vom Volke im Stadthanse belagerte St^ vorstehung. Es erfolgten 40 Verhaftungen. N"" wurde die Ruhe nicht gestört. .^ Königsberg. 23. Juni. Der frühere Kriegs"'!«'" und bisherige commandierende General des ersten Al^ corps Bronfart von Schellendmfs ist gestorben. ,,, Wiesbaden, 23. Juni. Gestern hat das nin" rheinische Musikfest unter Theilnahme von 1200 ^ gern und Sängerinnen aus einer Reihe mittelrhein«!^ Städte, ferner von 130 Musikern, darunter v'" Virtuosen ersten Ranges, seinen Anfang geno^A, Als Festleiter fungiert der Director der Wiener V" opcr. Wilhelm Iahn. ^ London, 23. Juni. Auf der Militär-Localbah" ^ Chatham stieß ein Zug, in welchem sich Geniesolda befanden, mit einem leeren Zuge so heftig zusa^z dass 34 Soldaten mehr oder weniger schwer ve^ wurden. Der Zusammenstoß erfolgte an einer 6^ wodurch die Maschinisten verhindert waren, die ^ rechtzeitig zu bemerken. ^< Constantinopel, 23. Juni. Eine aus dem Oe"^. Sabit Pascha und mehreren Officieren bestehende "v tärische Commission ist nach Essen und Frankreich , gereist, um die verschiedenen Geschützsysteme zn st^^ü Aunst und Zitevatuv. ^ — (Kürschners «Deutsche National Literal" ,. Dieses größte Werk. das über deutsche Literatur in die ^^ lichkeit gelaugte, gedieh bis nun bis zur 661. Lieferung- gii! muss erfahren haben, mit welcher Grilndlichkeit in ÄkM^eü Texle wie Commeutare und Einleitungen zuwerle l!^,^ wurde, um den Wert des Ganzen zu ermessen. Mit ^l gssl»' Vorzüglichleit uereint sich rine gediegene äußere und M ^ pWche Ausstattung und ein sehr niederer Preis (30 lr. I" jgil' 7 Bogen umfassende Lieferung). Die Verlagsgesellschaft '" ^ iu Stuttgart bürgt dafür, dass das epochale Unterneh"^,/ würdigen Abschluss- gelangen werde. Die letzten 2'w ^L bliugen neben anderem: Arnim, Klemens und B^',,M, tano (herausgegeben von Dr. Koch), Das Drama der cu l,,W Periode (herausgegeben von Dr. Adolf Haussen), August ^ L" und Friedrich Schlegel (herausgegeben von Dr. ^m),,^ k^ Nibelungen (von Prof. Piper), Wilhelm Hauffs Welle (»" / Bobertag), Thomas Murner und Ulrich von Huttcn ^ ,L gegeben von Dr, Balta), Es würde zu weit führe», ^o" ^ auf den Inhalt der fchon crfchicnenen Bände niihcr H^A Sie bringen uns Gorthc's, Schillers, Lefsings, Herders, " ^ ^ Klopstocks uud Jean Pauls W.-rle i» ebenfo anspreche"" ^ wände, wie Grimmelst)aufens «Simplicius Simplicifs's»' ß, Kortums «Iobsiade». ^ ,M'",. Alle in dieser Nubril besprochenen Bücher und^e>>^li> tonnen durch die hiesige Buch handlungIg. von mayr H Fed. Bamberg bezogen werden. ^«^-^ ff !Pz Z, 5 " H ! ft^ ß« """ '"^ ^ ___^ ^_ ^_____^--T-^^o VU.M^^?36 9 ^i6^2"NO.^schwllch fetter ^ 2'z. ^'.N. 736'? 23-2 SW. mähig he?'" ! ^ 9 . Ab. 737 3 16 8 windstill ^1^ Schöner Tag, etwas windig. — Das Ta^ Temperatur 18 8", um 01° unter dem Normals ^^ Velllutwortlicher Rel,c,steur - I. Nagl^- Jtotbodicir 3citttttfl 9lt. 141. 1179 24. Juni 1891. Course an der Wiener Börse vom 23. Juni 1891. N^ dem oMe««,: Course «eld Ware Staalli.Anlthen. 5/?. einheitliche Rente in Noten 92 50 92 7« Merrenle....... 9U-45 98-85 N" ^° Stlllllslose . 25l)sl, 134- 134 Ü0 l««n ^0 ' ganze 500 si, 139 85 13975 lzA" ' ' Mnftel ll>u st. 14!, 25 149-75 ""«r Staatslose . . 100 si, 179-179 5l. z»,' » . . 50 si. 179- 179 50 "°«°M.-Pfdbr. K I2«fl. . . 145Ü5 14l> 25 ^l2ts<. Goldrente, steuerftel. 11095 ill 15 °llerr, Notrnrente, » . 10250 1027, Arantte^ Elsenbah». «chuldverschreibungen. ^'bechbalin in G, steuerfrei . 113'5o 114 )nl,!i 200 si, EM. . . 243 — 24« — d ° D»z Vubweis 200 fl. K, W. 222'- 225- «ll^"ljb, Tirol 200 si, ö. W. 21550 2l»« Avierrente ö°/<, . . , 101-65 101-86 - b,°U!!l,1N«st,v,W,S. 11650 117 — d!° ^"° c»m»l, Stücke 99- - 99 70 K° 3>^nhn Prioritäten , . —'— —'— l,!»^a°>s Obligat, v. I. 1876 118-- 114- !»„ ?"inzehc»tMbl.'Ob.1NNfI. 97— 87-9« °- Pläm,Mnl, ll 100 si. 0, W. 137-75 13825 tb^^ll il 50fi, ö.W. 137- 137 5N "'»Mg.-Lose 4°/n 100 st. ö, W, 129 75 130 25 Gelb Wnre GrundtnlI..Gbligationen (für 100 fl. TM.). 5«/„ galizilche...... l04 75 1"5-25 5"/s> mährische...... ^'^ ""'" 5»/n Kraiil und Küstenland . . —'— —-- 5"/n niedrrösterreichische . . . 10950 -'— 5°/o stelrische...... -^ ^ —'^ 5°/n lroatische und slavonische . 104"?t» K'5 — 5°/„ stebenbliraische .... —'— —'^ 5°/„ Temeser Äanat .... —'— — — 5°/« ungarische...... S2 - »2 ?0 Andere üssentl. Anlehen. Donau-Reg.-Lose 5°/« 100 fl. . 120-50 121'- dto. Anleihe 1878 . . 10650 10?'— «lnlehen der Stadt Gürz . . 111— —'— Anlehen d. StadtgemeindeWien 105-- 106 — PrümMnl, b, Stabtgem. Wien 15880 15«-10 Äörsenbau-Anlehen verlos, 5°/« 97 75 98-75 Pfandbriefe (für ,0« st,). Bodencr. allg, bst. 4°/« G, . . 11525 116.- dto. dto. 4l/,°/„ . . . 100-50 101-30 dto. dto. 4°/2 , . . 9720 97-70 bto. Präm.-Schuldverschr. 3°/„ 10?25 109 75 Oest. Hypothelenbanl 10j. 50°/„ 98?s 99-80 Oelt.-ung. Äanl verl, 4'/,°/« . 101 — 101 5> detto » 4«/„ . . 99-70100-10 detto 5«jähr. » 4°/„ , . »970 100-10 Plloritäle'Gbligatilinen (fiir l<», fl,). FerdinandsNordbahn Em. 1886 100— 10^7^ Valizische Karl - Ludwig - Bahn Em. 1881 300 fl. S. 4»/,«/n . 9S.20 100 — Geld Ware Oesterr. Nordwestbahn . . . 107 —107-90 Staatsbahn.......19225 19350 Eüdbllhn il 3»/«.....ihn- 151.^ » .^b^.....119-119 75 Ung.'galiz. »ahn.....101 50 102-25 Diverse Lose (per Stück). Crebltlose 100 st...... i«?-. 137-50 Clary-Lose 40 st...... 5g 75 57.75 4°/„ Donau-Dampfsch. IN0 fl. . 123— 124 — Laibacher Pram.-Anleh. 20 fl. LN50 21 — Osencr Lose 40 fl. ... .^— ^_ Palffy Lose 40 fl...... 55 50 56- - Nöthen Kreuz, üst. Ges. v., 10 «l. 1?'8(, ih- Rüdlllph-Lose 10 fl..... zu-— 2(<-75 Salm-Lose 40 fi...... gd» gy-zo St,-Eenois-Lose 40 fl. . . . g,,7>, ßiZ,; Waldstein-Lose 20 fl. ... 8650 37 — Windisch'Grätz-Luse 20 si, , , 51 — 5^5» Vew.-Sch. d. 3°/n Präm.-Schuld- verschr. der Äobencrebitanstalt 25 2k 25-75 Kank-Actien (per Stück). Anglo-llst, Vanl200fl. 60°/„G. . 159-30 15980 Vanluerein, Wiener, 100 fl 113 — 113-5»' Adcr-Uüst, üst,, 200 fl. S.40°/u 383- 384-CrdtMnst. f. Hand, u. G. 160 fl, 298-50 299 — Ereditbanl, «llg, »ng., 200 fl. . »41ü>> 342 — DepllsitenbllNl. Allg., 200 fl. , 203 — 205-Escumpte Ges., Ndröst., 500 fl. 612 — 615 — Viro-u. Cassenv., Wiener 200fl, 210 — 2l2 — «elb Ware Hyvothelenb., «st. 200st.25°/olk. 71- 73-Länberbanl, üst. 200 fi. E. . . 214 — 214 5^ Oesterr.-ung. Nanl 600 fl, . . 1016 10ib Unionbllnl 200 fl.....238 50 239 — Nerlehrsbanl, Mg., 140 . . 159 — 159 50 Actien von Transport« Unternehmungen. (per Stück). Albrecht-Bahn 200 ss, Silber , 8925 8Nk.0 Alföld ssiuman, Bahn 200 fl. S. 20225 202-75 Äöhm, Nordbahn 150 fl. . . 1X9- 190 — » Westbllhn 200 fl. . . . 352— 353--Vuschtlehrader Eis. 500 fl. CM. 1228 1227 bto. (lit. N.) 200 fi. . 485 — 486- -Donau - Dllinpftchlfffahrt - Ges., Oesterr, 500 fl. CM, . . . 289- 291 — Dräu Eis, (V.-Db.-Z,)200 fl. S. 200 5>i 201'50 Duxİdenb.-Eis.-Ä. 200 fl. S. -— —-sserdinailds-Nordb, 100« fl. CM, 2855 2865 Gal. Carl-Ludw, «, 200 fl. CM. 217 75 21825 Lemb. - Czernow. - Iassy - Visen- bahil-Gesellsch, 200 fl, T, , . 244 — 244-50 Lloyd,öst.-una,.,Tr — Enybier Eisen- und Stahl-Ind. in Wien 100 fl..... 79 — 81-— Viscnbahnw-Leihg,, erste. 80 fl. 98- 99- »Vlbemühl. Papiers, u. B,-G. 48 50 4875 Ltesinger «raiierei 100 fl. . , 94'n0 95 — Montan. Gesell,, »sterr, - alpine 89'3<< 89?<» Prager E!sen°Ind,°Ges, 200 fi. 41150 412 5 Salao-Tarj, Steinkohlen 80 fl. 57«-—5hl,- «Schlögelmühl», Papiers, 200.fl. 19c, 55 198'b0 «Steyrermühl»,Papiers,u.V,»G. 183 50 185'- Trifaller Kohlenw.-Ges. 70 fl, . 180 —I81 — Waffenf.-V„Oest.wWien100fl. 502 — 507-— Waggon'Lelhllnst., Allg, in Pest 80 fi......... 88-60 89-50 Wr. Naugesellschaft 100 fi. , . 87- - 88- - WlencrbergerZlegel-Actten-Ves. 238 50 239-50 Devisen. Deutsche Plätze...... 57-^0 576» London........ 117 15 117 45 Pari«......... «35 «-40 Daluten. Ducaten........ 5-5« 553 20-Frauc«-Stücke..... 92« 929 Deutsche Nelchsbanluoten . . 5747, 575i Papier-Rubel...... l», Johann Simsic von Rodokendors, f "l> Z. 43 der Catasttalgemeinde Rodo-^dorf. stattfinden. z. K. k. Bezirksgericht Ndelsberg, am ^December 1891. (2572) 3—2 Nr. 3426. Relicitation. h. Vom k. k. Bezirksgerichte Adelsberg ^bekannt gemacht: z, «s sei über Ansuchen der Firma ^hde H Comp. in Trieft als Rechts-Mfolgerin des Jakob Blazon (durch ^'.Dm in Adelsberg) die Relicitation H ln ihrer Executionssache gegen Johann '^boj von Gorenje Mo. 175 fi. s. A. 'H Lkitationsprotokolles vom 2. März . V?. Z. 1576, executive veräußerten, ^'Mlich auf 295 fl. gefchätzten. von H^a Podboj von Gorenje um den ^nbot per 300 fi. erstandenen, dem M?" Podboj von Gorenje gehörig ^'^kn und vom Johann Podboj jun. »et ^vrenje letzthin um den Meistbot i, ^70 fl. erstandenen Realität Einlage '^ der Catastralgemeinde Vuklije auf ^ 'l)r. und Unkosten des Erstehers Johann ^ °°i jun. von Gorenje bewilligt und ,., drrcn Vornahme die Tagsatzung l den 30. Juni 1891, ^ttagz 10 Uhr, bei diesem Gerichte ^ . ^ Beisätze angeordnet worden, dass ;i«. ^zeichnete Realität bei diesem ein« ^tl Ermine auch unter dem Schätz- ^ hintangegeben werden wird. tzt., .^nim 10 «/<,. Licitationsbedingnisfe, 'vlott ^,"chsextract und Schätzlingspio-gis^ 'önnen in der diesgerichtlichen Re- ^ur eingesehen werden. 35 3, k. Vemtsgericht Adelsberg, am <Ü!^i 1891. l^i) 3-2 Nr. 3387. w Erinnerung. ^3" l- k- Bezirksgerichte Adelsberg ^ll ii " Johann Iurca sen. von Buknje ^H»« respective dessen unbekannten . ?°chsolgern, eröffnet: 'l>ie a ^"be Johann Inrca jun. von Vu-Ijen ^" Johann Inrca sen., respective ^.unbekannte Rechtsnachfolger die ^sV prakL. 16. Mai 1891, Z. 3387, ^ E..'^""g der Realität Einl. Nr. 168 ^yeh ^ralgemeinde Buluje Hiergerichts ">>i^,Mt, und wird im ordentlichen leiden ^"fah"n die Tagsatzung >l»i!> ^0. Juni 1891, '^c>n^1 U Uhr. Hiergerichts mit dem ue des § 29 a. O. O. angeordnet. Nachdem der Aufenthalt des Ee< klagten unbekannt ist, wurde Herr Doctor Eduard Deu in Adelsberg zum Curator aä acturn bestellt. K. k. Bezirksgericht Abelsberg, am 12. Mai 1691. (2454) 3—3 Nr. 3896? Curatorsbestellung. Im Nachhange zum diesgerichtlichen Befcheide und Edicte vom 28. April 1891, Z. 2864, wird den unbekannten Rechtsnachfolgern der verstorbenen Tabu» largläubiger Anton, Anna, Andreas und Johann Öbolnar, Andreas sen., Andreas jun. und Maria AnZur von Volavlje und Georg Iere von Iavor und den Tabulargläuhigern Maria Gerbajs, Anna Papez und Martha Iancar, unbekannten Aufenthaltes, beziehungsweise deren unbekannten Rechtsnachfolgern, hiemit erinnert, dass ihnen zur Wahrung ihrer Rechte bei der executiven Versteigerung der Realitäten Grundbuchs-Einlagen ZZ. 16 und 17 der Catastralgemeinde Volavlje Herr Lucas Svetec, k. k. Notal in Littai, unter Behändigung der diesbezüglichen Realfeilbietungsbescheide als Curator aä aewm aufgestellt worden ist. K. t. Bezirksgericht Littai, am 6ten Juni 1891^_________________________ (2421) 3—1 St. 2683. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lašièah naznanja: Na prošnjo Matije Ivanca iz Ster-meca St. 5 se z odlokom z dne 20ega februvarja 1890, štev. 861, na dan 17. junija 1890 doloèena, potem z odlokom z dne 16. junija 1890, št. 3048, pa s pravico ponovljenja ustavljena druga. izvršilna dražba nepremiènine Janeza Žnidaršièa iz Zagorice hišna št. 10, vpisane v vlogah št. 80 in 256 katastralne obèine Zagorica, sodno cenjene na 3640 gold., ponavljaje do-voli, ter odloèi se dražbeni dan na 31. julija 1891. 1. od 10. do 12. we dopoludne pri tern sodišèi s poprejšnjim dostavkom. C. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lašièah dne 22. maja 1891. (2470) 3—1 St. 3707. Razglas. Po glasu razglasa z dne 26. februvarja 1891, št. 1416, vrSila se bode dne 11. julija 1891. 1. pred tern sodišèem druga izvršilna dražba Primožu Kovaèu iz Pakega lastnega zemljišèa vložna štev. 221 katastralne obèine Kamnik. C. kr. okrajno sodisèe na Vrhniki dne 7. junija 1891. (2377) 3—1 St. 3199. Oklic. Z odlokom z dne 14. februvarja 1891, St. 953, na 20. maja in 24. junija 1891 odrejena izvršilna dražba Janezu Lešnjaku iz Raven hišna št. 27 lastnega zemljišèa vložna štev. 22 katastralne obèine Ravne s pritiklinami vred preloži se vnoviè na dnera 2 9. julija in 2. septembra 1891. 1., vsakikrat ob 10. uri dopoludne pri tem sodišèi s prejšnjim pristavkom. C. kr. okrajno sodisèe v Loži dne 15. maja 1891. ~È2468T3^r~~ St. 3169. Oklic. G. kr. okrajno sodišèe v Kamniku naznanja glede na oklic z dne 27ega aprila 1891, štev. 3169, da se bode vršila dne^ 4. julija 1891. 1. ob 11. uri dopoludne pri tem sodišèi druga izvršilna dražba zemljišèa Ma-rije Bernot pod vložnimi št. 77, 84, 106 in 107 katastralne obèine Paloviè. G. kr. okrajno sodišèe v Kamniku dne 8. junija 1891. (2522) 3—2 Nr. 5641. Zweite exec. Feilbietung. Die mit dem diesgerichtlichen Bescheide vom 20. April 1891, Z. 4311, bewilligte zweite executive Feilbietung der Franz Gorenc'schen Realität Grundvuchs-Einlage Z. 253 der Catastrulgemeinde Nussdorf findet Hiergerichts am 1. Juli 1891 von 11 bis 12 Uhr statt. K. l. Bezirksgericht Landstraß, am 27. Mai 1891. (2434) 3—1 Nr. 4284. Erinnerung an Johann Weber von Pröse, Johann Weber'sche Verlassmasse, die Magd. Michic'schen Erben von In-lauf, Georg Schuster von Mrauen, Johann Weber von Pröse. Von dem k. k. Bezirksgerichte Gottschee wird dem Johann Weber von Pröse, der Johann Weber'ichen Verlassmasfe, den Magd. Michic'schen Erben von Inlauf, den Georg Schuster von Mrauen und Johann Weber von Pröse hiemit erinnert: Es habe wider dieselben bei diesem Gerichte Agnes Michic von Inlauf Nr. 12 (durch den Advocate» Brunner von Gott« schee) 66 pra63. 19. Mai 1891, Z. 4284. polo. Löschung von Satzposten s. A. Hiergerichts eingebracht, worüber die Tag' satznng auf den 31. Juli l. I., 9 Uhr vormittags, Hiergerichts angeordnet wird. Da der Aufenthaltsort der Geklagte« diesem Gerichte unbekannt und dieselben vielleicht au« den k. k. Erblanden ab-wesend sind, so hat man zu ihrer Vertretung und auf ihre Gefahr und Kosten den Anton Lovec von Gottschee als Cu> rator aä aotuin bestellt. Die Geklagten werden hievon zu dem Ende verständigt, damit dieselben allenfalls zur rechten Zeit selbst erscheinen oder sich einen andern Sachwalter bestellen und diesem Gerichte namhaft machen, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einschreiten und die zu ihrer Verthei« digung erforderlichen Schritte einleiten können, widrigens diese Rechtssache mit dem aufgestellten Curator nach den Bestimmungen der Gerichtsordnung verhan« delt werden wird und die Geklagten, welchen es übrigens freisteht, ihre Rechtsbehelfe auch dem benannten Curator an die Hand zu geben, sich die aus einer Verabfäumung entstehenden Folgen selbst beizumessen haben werden. K. k. Bezirksgericht Gottschee, am 22. Mai 1891. (2056) 3—1 Nr. 1046. Uebertragung zweiter exec. Feilbietung. Vom k. k. Bezirksgerichte Wippach wird kundgemacht: Es wird über Ansuchen des Anton Cos von Görz (dnrch Dr. Iakopic) die mit dem hiergerichtlichen Bescheide vom 7. November 1890, Z. 4948, auf den 13. März 1891 angeordnete zweite Feil« bietung der dem Anton Poljsak von Za« puze gehörigen Realität Einlage Nr. 238 der Catastralgemeinde Sturija auf den 24. Juli 1891 mit Beibehalt des Ortes und der Stunde mit dem frühern Anhange übertragen. K. l. Bezirksgericht Wippach, am 12. März 1891. (2363) 3-1 Nr. 2118. Uebertragung ezecutiver Feilü'ietung. Vom t. k. Bezirksgerichte Wippach wird bekannt gemacht, dass über Ansuchen des k. k. Steueramtes Wippach die mit dem Bescheide vom 4. Februar l891, Z. 455, auf den 12. Juni 1891 angeordnete executive Feilbietung der dem Anton Poljsak von Zapuze Nr. 35 gehörigen, auf 22.388 fl. geschätzten Realität Einlage Z. 43, 230 und 235 drr Catastralgemeinde Sturja auf den 24. Juli 1891. vormittags um 9 Uhr, Hiergerichts mit dem vorigen Anhange übertragen wurde. K. k. Bezirksgericht Wippach am 4ten Juni 1891.