Nummer 51. » ett > ». de, 22. fetemktr 1901. XII. I«hrsa»s. Erscheint jeden Sonntag. -Itis »r Peitau mit Zustellung In« Hau«: Monatlich 80 h. vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.80. ganzjihng K 9.—, mit Postveriendung im Inland«: Monatlich 86 h, vierteljährig K 2.60, halbjährig K , ganzjährig K v ^ — Einzelne Rummern A) K. Handschriften werden nicht zurüttgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht »ad wollen längsten« bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden. Weihnachten. Dreifache» Erz um die Brust muß derjenige toben, den Neigung, Beruf und Schicksal in da« Mklgetriebe des öffentlichen Lebeiis hinaukzu-nett» zwingen und sllhrwahr. er bedarf dessen. Z» unserem nervösen Zeitalter ist et leidiger Ge-dwuch geworden, dep Meinungsstreit um die Loche in bösartige Feindseligkeiten gegen die Personen anSzuprägen. die sich rechtschaffen und kl^lich einer eigenen Überzeugung nicht entschlagen Mnen und den Muth der freien Meinung«» tMrung besitzen. Und wären rS nur immer noch offene Gegner, deren Warn' und Herkunft der Herold vor dein Eintritt in die Kampfarena zu «ilden vermag! Wie oft ist e« elender Tros«, illiammengelaxfene« Gestndel, da« nur um des Helme«, nicht utn der Sache und ihre« Sieges roiflen Heerfolge leistet und feigen Anfall mit upjerer Kriegführung verwechselt. .Friede den Menscher, aus Erden, die eine» guten Willen« find", so lautet in diesen Tagen tie Botschaft. Und wie s«gt doch der grübelnde Zaust: .Die Botschaft hör ich wohl, doch mir fehlt der GlaubeI" Die Weltgeschichte erzählt im« feit mehr denn einem Jahrtausend vom Zampfe um da« Übergewicht zwifchen deutscher Kaiserkrone und römischer Tiara. Und wie zum Höhne auf die internationale Friedenskonferenz ?eht der frömmelnde Brite mit der Bibel in der lasche daran, den braven Buren Hau«. Heimat «nd in zähem Fleiße erworbene« Eigenthum zu rauben »nd trotz der Entrüstung aller mensch» l'chen Böller ein Unternehmen zu wagen, da« die EtaatSmoral Krieg, der schlichte HauSverstand gemeinen Raub nennt. In breiten Lichtwellen flutet der Glanz unsere« deutschen WeihnachtSbaume« in die frühe Der Mord tn der Tinten-fabrtk. (Schluss.) .Teufel?" «Das Publikum wird heute unser Blatt verschlingen. Ich kann, mir'« vorstellen, wie die übrigen Blätter vor Wuth bersten werden. Nuu geben sie sich Mühe, das« wir auch den Namen btf unglücklichen Menschen erfahren." .Jawohl." Und Almo« begab sich, sobald er angeklei-det war. zur Polizei. Dort sagte man ihm, das« von dem Falle noch lein» Anzeige gemacht por-den fei und man vpn dem Morde nicht« wisse. .Ich weiß alle«.' sprach Almo« zum Redakteur, al« er nachmittags in die Kanzlei kam, doch wir müssen den Oberstadthauptmann ordent-lich abschnalzeu. .Er will die Sache vertuschen." .Roch nicht. Die« lassen wir uu« für den dritten Tag. Morgen bringen wir die Abbil» durig und die Detail«." Eine erstaunliche 2choffen«fähigkeit beschlich AlmoS und er be-' mit klingender Leier, wie da» Weib und Dämmerung hinan«; draußen am Hag träumt die Knospe am Strauche vom kommenden Frilh-ling. C Abglanz der Freude im Kinderauge, o du warme Flut deutscher Innigkeit unter dem Tannenbanme, o FrühlingSzouber, unter dem sich die kahle Knospe zur Blüte entfallet, welch fühlende Brust mag an deiner Schönheil flthllo« vorübergehe» ? .^iWVer eS sei un» der strahlende Banm eine Mahnung im Kampfe um unsere« deutschen Volke» Macht und Erbe. Mit zähen Wurzelarmen umklammert der Baum die heimische Scholle und sei sie noch, so arm; in tre«r Brüderlichkeit hasten die Äste am gemeinsamen Stamme, der starr und trotzig sei» Haupt den Winde» bcut und lieber bricht, al» das« er sich beuge. So wird denn so mancher, der in der jubelnde» Runde der Seinen den eugen Sorgen-Panzer am Festabend ablegt, ein Gebet zum Himmel sende»: Herr schütze und erhalte meine Familie und den deutschen Herd, da« deutsche Wort, die deutsche Schule. E» handelt sich nicht um die Meinen allein, sondern auH um mein Volk, dem ich unverzagt meine Kraft und meine An»° dauer widmen will in den sauren. Wochen nach dem frohen Feste. < Indem wir unseren geehrten Lesern recht angenehme Feiertage wünsche», ersuchen wir, un« auch i» der Folge treu zu bleiben. Unsere Ab-ficht wird alle Zeit dahin gehen, bei aller Ent-schiedenheil den Anstand de« ToneS zu wahren, sowie wüste« und unfruchtbares Personengezänke zu vermeide», eine gewissenhafte Chronik der OrtSereiguisse zu bieten und die .Pettauer Zeitung" zu einem Blatte zu gestalten, welche« iu ruhiger Erörterung der Ortiinteressen seine nächste Ausgabe erblickt. die Kinder de« Opfer«, (welche« übrigen« Kaspar Kotori heiße.) mit herzzereißendem Schluchzen auf den Leichnam gestürzt seien, das« dem Obst-Händler gar nicht« mehr fehle uud man drei Arbeiter der Tmtenfabrik bereit« unter dem Verdachte de« Morde« verhaftet habe, das« die-selben jedoch alle» leugnen. Diese Mitteilung wurde lebhast illustriert durch da» Vild. Ein vier Stock hohe» Hau«, schwarz wie Tinte, auf welchem mit Rücksicht auf die Schwächeren die Aufschrist .Tmtenfabrik" zu lesen war. und eine menschenähnliche Masse, welche rückling« auf die Straße stürzte, wo der »och nicht» ahnende Obsthändler friedlich feine« Wege« gieng. Die Abendblätter übernahmen die spannende Nachricht nicht, wa« den Redakteur ein wenig verstimmte. Da sehe einer den Brotneid! Sie werden die Nachricht der .Rationalwacht" todt-schweigen, blo», um dem Blatte keine Reklame machen zu müssen. Ihr werdet schon sprechen, wenn nur erst der Mörder gefasst ist! Auch die Blätter de« nächsten Tage« nahmen keinerlei Kenntnis davon. Na. da« ist iinerhört! Auch die Polizei gibt keinerlei Mitteilung au«. tat denn die Tiiitenfabrik sie schon alle in der asche? Die Kundgebung deK Mar-burger „Deutschen Vereines" an den Tandtag. In der von Mitgliedern de« steiermärkischeu Landtages und zahlreichen Vertreter» des steirischen Unterlandes besucht™ Versammlung, welche am (j. Oktober d I. in Marburg stattgefunden hat. wurde unter anderen Fordernngen in Bezug auf die Sicherstellung de« bedrohten deutschen Be-sitzstande« al« eine der wichtigsten und dring-lichsten auch d i e ausgesprochen, i >, M a r b u r g eined e u t s ch e L e h re r i n n e n b i l d u » g «-an st alt zu errichten. Die Berechtigung dieser Forderung ist kaum zu bestreiken. Die beiden im Lande vorhandenen staatlichen LehrerbildnngSanstalten decken nur zu einem kleinen Theile den Bedarf anLehrern, und e« ist daher notnrgemäß. das« die sehr be-deutenden Abgänge »ach Möglichkeit durch Heran-ziehung von Lehrerinnen ausgefüllt werden. Bei dieser in den Verhältnissen begründeten rasche» Zunahme der Zahl der Lehrerinnen ist aber die Heranbildung der letzteren umsomehr eine Ange-legenheit von weitreichender Bedeutung: ist doch der Geist, in welchem sie selbst erzogen und für den gewählten Beruf herangebildet werden, auch der Geist, der, in seinen einzelne» Äußerungen nicht immer controlierbar, auf die heranwachsende Jugend übertragen wird. Während nun in Steiermark eine einzige StaatS-LehrerinnenbildungSanstalt in Graz be-steht, welche zudem u n v o l l st ä n d i g ist und dem Andränge der Zöglinge nicht annähernd zu genügen vermag, erhalten seit einer Reihe von Jahre» die Schulschiveslern in Algcrtdors bei Graz »nd in Marburg je eine Lehrerinnenbil-dungSanstalt. welche unter der Gunst der Zeit .Sollte etwa die Nachricht nicht wahr sein?" rief der Redacteur au«. .Da hätte ja der Oberstadthauptmann eine Dementi gegen un« ausgegeben!" meinte AlmoS. Das ist wahr, also sie vertuscht. Dann greifen wir an." Und am dritten Tage erschien ein in scharfem Tone gehaltener Artikel, welche r die Polizei unwürdiger Machinationen zieh, de« Geschästelns n. s. w. und deutlich ersehen lies« das« der Oberstadthauptmann Actien der Tinten-sabrik besitzt und die Polizeiwachleute ihre Stie-fei mit Tintenblank wichsen. Kemerlei Nachhall. Weder ein Dementi, »och ei» Preßprozeß, noch aber ein Mörder. .Herr AlmoS." sagte hieraus der Redacteur, gehen wie doch persönlich iu die Tmtenfabrik hinaus »nd erkundigen Sie sich dort nach der Sache! .Wo ist doch nur diese Tintenfabrik gleich?" .Waiznerring 63." Almo« hatte sich schon so sehr i« den Mord hineingelebt, das« er geradeswegs aus Nummer 63 zugieug und sehr erstaunt war. dort ein sehr unbebaute» Grundstück vorzufinden. Erst »ach zwei Stunden kehrte er in die Redaktion zurück .Nun, nun?" Unserer heniigen Uninmer liegt ein prohect der Maschinenfabrik pH. Mayfarth & Co. bei, ans den wir besonders aufmerksam «achea. zur vollen Entwicklung gebracht wurden, so zwar, das« nach der letzten Ausgabe de« „Sche-matismu» der VolkSichulen Steiernuntt" die Privat-LehrerinnenbildungSanstalt in AlgerSdorf 101 Zöglinge und 22 Borbertit»i,g«schülerinnen. jene in Marburg 99 Zöglinge und 32 Vorbe-reitungtschülerinnen. somit beide 200 Zöglinge und 54 Borbereitung»schültri»nen gegenüber 98 Zöglingen der SjaatS Lehrerinnenbildung«-anstalt zählen. Hieraus ergiebt sich, das« der Lehre-rinnen nachwuchs in Steiermart seine Ausbildung größten theils von Klosterfrauen erhält, die schon vermöge ihrer Zugehörigkeit zu einem religiösen Orden einen einseitige» conseffionelleu Standpunkt einnehmen und hervorkehren müssen, infolge der vorherrschenden Einflüsse aber, denen sie au«-gesetzt sind, jede Regung einer wärmeren deutschen Empfindung ersticke». Die Besetzung der Schnlstellen durch Zöglinge dieser consesslvnellen Anstalten entspricht nun zwar ganz zweifellos den Wünschen der offenen und geheimen Gegner unsere« ReichS-VolkS-schulgeletze«. sie erfüllt aber jede», dein e« damit ernst ist. das» in unsern mit einem namhaften Aufwand« erhabene» Schulen nicht blo» formell diesem Gesetze Genüge geleistet, sondern das« auch dessen Geist lebendig erhalten werde, nut schwerer Besorgnis. Nicht minder ist die Besorgnis gerechtfertigt, wenn erwogen wird, daj« namentlich an national gefährdeten Punkten auch der Lehrerin die Pflicht erwäch«t, sich offen zu ihrem Bolte zu bekennen, und das« mehr al« eine dieser deutsche» Lehrerinnen der erwähnten Pflicht in anerzogener Gleichgiltigkeit gegenübersteht, woge-gen sich ihre slovenischen Beruftgenossinneu zu solcher Zurückhaltung nicht gedrängt zu fühlen pflegen. Es ist daher ein durchaus gerechtfertigte« Begehren der Deutsche» UntersteiermarkS, das« man rasch und zielbewusSt die Bedingungen zur Heranbildung deutschsühlender Lehrerinnen schasse, besonder« da ja auch die k. k. Lehrerbildung«, anstalt in Marburg im Laufe der Jahrr einen nahttu ausschließlich slavischen Lehrkörper erhal-ten hat; das« man da« bisher fast unbeschränkte EinflvsSgebiet der Echulschwestern und ihrer Gönner gebürend einenge, und dass man jenen Eltern, welche bisher nur der Noth gehorchend, nicht dem eig'nen Triebe, ihre Töchter den Lehrerinnen-bildiingianstalten der Klöster anvertrauten, die Möglichkeit biete, diesen ihren Töchtern eine ehrenvolle Selbständigkeit als Lehrerin»?» zu sichern, ohne diesen Erfolg mit einem Opfer der Überzeugung bezahlen zu müssen. ES wäre uun naheliegend, zur Beftiedi-gung des nachgewiesenen Bedürfnisse« einer weltliche» LehrerinnenbildungSanstalt für Unter-steiermark a» de» Staat heranzutreten,' dem die Errichtung und Erhaltung einer solchen Anstalt zweifello« zukäme, zumal er für ganz Steier-mark und Kärntrn, ein Gebiet von fast 32.1)00 km' mit nahezu 2 Millionen Einwohnern, lediglich die schon erwähnte, nur au« 2 alternierenden Jahrgängen bestehende LehrennnenbildungSanslalt in Graz erhält. Allein, abgesehen davon, das« derartige Ber-Handlungen erfahrungsgemäß Jahre beanspruchen, die für da» BolkSschulwesen Un-ter steiermart« «iuen un wieder-dringlichen Verlust bedeute», und das» der volle Erfolg solcher Verhandlungen keineswegs gesichert wäre — abgesehen von diesen gerechtfertigten Bedenken läge e« im wohlverstandenen Interesse de« Lande« Steiermart. seiner Vertretung einen entscheidenden Einfluss auf die Art der Ausbildung der Lehre-rinnen für einen wichtigen Theil diese» Lande» sicherzustellen, wie die» auch da« Land Nieder-österreich schon vor Jahrzenten für nothwendig erachtet hat, indem eS zwei vollständige Lehrer» feminare, in Wiener-Neustadt und St. Pölten, erhält. — Darum spricht der Deutsche Verein für Marburg u»d Umgebung in voller Übereinstim-mung mit der Berira»en»män»e?.Bersammluug vom 6. Oktober d. I. die Bitte au»: Der hohe st eiermärkische Land-tag beschließe die Errichtungeiner deutschen Lehrerinnenbildung«-a n st a l t in Marburg au« Lande«-Mitteln und beauftrage den hohen Lande«au»schus» zur sofortigen Durchführung diese« Beschlusse«. Die ErhaltungSkosten, die infolge der nur allmählichen Vervollständigung dieser Bildung«, anstalt erst int vierten Jahre nach der Gründung in voller Höhe zu tragen wäre», erscheine» aller-ding« al« ein Opser. zu dem keine gesetzlich« Pflicht da« Land zwingt. Doch neben den para- Szphierten Pflichten giebt e« auch ein unge-riebene» Gesetz der nationale» Selbsterhaltung. da» nicht minder ersüllt sein will. Und wenn der hohe Landtag im Hinblick auf da» vorhan-dene und in anderer Weise nicht zu befriedigend« Bedürfnis, eine Oberrealfchule in Graz. ein Obergymnasinm in Pettau und eine Forstlehr-anstalt in Brück a. M. in dauken«werter Bil-dungsfreundlichkeit aus LandeSinitteln zu erhal-ten für nöthig erachtet, so kann ein grundsätz-liche« Hindern!« der Erfüllung der oben au«-gesprochenen Bitte nicht im Wege stehen. Zudem dürste für den angegtbenen $w«f immerhin eine BeitragSleistung au« Staatsmitteln in abiehbarer Zeit erreichbar sein; ferner besteht kaum ein Zioeifel, das« die Stadt Marburg in Würdigung der moralischen und materiellen Vortheile, die sie au» der Errichtung einer deutschen La»deS-Lehrerinne»bild»ng«anstalt zu erwarten hätte, etwa durch Widmung eine« ge- Herr Redacteur, auf dem ganze» Wai»ner° ring giebt e» keine einzige Tintensabrik. „Wo ist sie hingerathe» ?" „Sie fj.it gar uiemal« existiert." „Vielleicht haben Sie schlecht verstanden, ent-weder in Bezug auf die Gasse oder aber bezüg» lich der Tinte." „An die Tinte erinnere ich mich ganz be-stimmt. Bezüglich der Gaffe kann ich mich eventuell geirrt haben." „So wollen wir also die Tintensabrik zu-fammen aufsuchen." Sie begaben sich zusammen in die nächste Papierhandlung und kauften je eine Flasche Tinte au« jeder Tintensabrik. zusammen zwöls Flaschen. Bon diesen lasen sie die Adressen ab, und dann suchten sie die Fabriken der Reihe nach auf. »Da» Resultat war ein niederschmetternde»! Drei der Fabriken waren schon seit einem halben Jahre geschlossen. Acht Fabriken waren in einstöckigen Häusern untergebracht, von deren Dache man dreist herabfallen konnte, ohne auch nur im geringsten Schaden zu nehmen. Eine einzige Tintensabrik befand sich in einem zwei- stöckigen Hause in Steinbruch, doch in dieser arbeiteten lauter Keine Mädchen. Der Redacteur gab Almo« einen Verweis und den guten Rath, sich ein nächstesmal nicht zum besten halten zu laffe». Darauf sprach er: Welches Glück, das» unser Blatt von niemand gelesen wird, oder doch von solchen Leuten nicht, die berufen wären, sich in Angelegenheit eine« Morde» in einer Tintenfabrik zu äußern." Tag» darauf kam gegen Abend ein Herr in die Redaction und stellte sich al» HauSbesttzer au« der äußeren Station«gaffe vor. „Mein Herr." begann er, „ich komme au» Gödöllö von einem AuSfluge. Meine Frau packte ein kalte» gebratene» Huhn . . ." „Bitte nur kurz." „In Ihr Blatt packte sie e» ein, in die .Nationalwacht." Ich habe in Gödöllö, draußen im Wald« >a» Huhn verzehrt und da» Blatt durchgelesen. Hier ist da» Blatt, e» ist auch ein wenig sett, >och da» Elend der zurückgebliebenen Familie, de« armen Kaspar Kotori ist wahrhaftig her»er-greifend. E« ist wunderschön beschrieben." Und i eigneten Schulgebäude« und Beschaffung der sack, liehen Erfordernisse, einen Theil der Opfer aus sich zu nehme» bereit sein dürste. überdies wird sich im Jahre 1902 in der Leitung einer der Mädchenvolk«schulen in Mar-bürg durch die Pesionierung der b»«herigen In haberin dieser Stelle eine Änderung vollziehen welche insofern z» einer bedeutenden Erspar»,» Gelegenheit bieten würde, al» diese Schult «ine Ub»»g«schule umgewandelt, mit der zu cr-richtenden Lehrerinnenbild»ng«anstalt verbünde,, und unmittelbar der Direktion der letzteren un-terstellt werde» könnte. Doch ivenngleich die Stadt Marburg in Rücksicht auf ihre Entwicklung und ihre allseii» anerkannten Leistungen für Schulzwecke in erster Linie berechtigt erscheint, die Errichtung einer Lande»-Lkhrerinnenbildu»g«anstalt aus ihrem biete zu beanspruchen, so steht doch fest, das» diese Anstalt nicht nur für die Bewohner Marburg«, sondern für zahlreiche Eltern det steirische» Mittel- und Unterland««, ein Segen wäre, insofern sie den der Schulpflicht entwach. senen und begabten Mädchen ein geordnetes Be-rufsstudium ermöglichte, und die im Zuge be-findliche Errichtung von Mädchen-Bürgerjchulen in Pettau »nd Eilli bietet die Bürgschaft, das« es an gehörig voi bereitete» Zöglingen niemals fehle» würden. ES wäre vielleicht einzuwende», dass durch die Errichtung einer neuen L?hrerinnenbildu»gS-anstalt die Gefahr einer Überproduktion von Lehrerinnen heraufbeschworen werden könnte. Dieser Einwaud wird jedoch hinfällig durch die Erwägung, das« erstlich ei» Theil der Mäd. chen, die sich heute den Klosteranstalten zuwende», weil eben eine a»dere Möglichkeit der Heranbil dung zu Lehrerinnen fast gar nicht geboten ist. den Briuch einer weltlichen Anstalt vorziehen würd«; das« ferner au« Gründen, deren Erör-terung an dieser Stelle unterbleiben mus«, der Lehrermangel voraussichtlich noch aus lange Zeit hinaus bestehe» und bei Fortdauer dieses unzu-reichenden Zuzuges männlicher Lehrkräfte der Lande»gesetzq?bung nicht» erübrigen wird, al» die Zulassung der Lehrerinnen auf höhere Stufen der Knaben- und gemischten Schulen au«zudeh»en Im übrigen eröffnet eine Lehrerinnenbil-dungtaustalt ihren Absolventinnen auch den Wirkungskreis al« Erzieherinnen, sowie den Zu- !>ang der philosophischen Fakultät, so das« eine olche Anstalt, abges?h?n von ihrem sachlichen Eho-rafter, auch al» höhere Bildungsstätte ein wich-tige« FörderungSmittel der geistigen Eultnt; darstellt. Indem schließlich noch dem Wunsche AuS-druck gegeben wird, das» an der zu errichtenden deutschen Lande».Lehreriane»bildo»g»anstalt in Marburg au» praktischen Gründen die slovenische Sprache al» UnterrichtSgeg »stand gelehrt werde, er zog die „Nationalwacht" mit der Nachricht de» zweiten Tage» aus der Tasche. Almo». als Autor wurde gerührt. „WaS wollen Sie mit all dem. mein Herr?" fragte der R?dact?ur be unruhiat. „Hier bringe ich fünf Gulden für die Familie' Almo» und der Ehef sahen einander an. „Sie benöthigen e» nicht mehr." antwortete der Redacteur. Zwei Kinder hat der Obsthünd ler adoptiert, die andern zwei die Tiniensabrik; Ihnen, mein Herr, sei Dank für Ihre Groh-mut. Der gutherzige Hau»besitz«r that den Fün> fer weg. rieb sich da« Kinn und sprach »ach einigem Nachdenken: „Und wo wohnt die Witwe?" „Aber ich bitte sie, sagte vorwurf«voll der Redacteur. „Sie wurde al« Krankenpflegerin in« Rochu«spital aufgenommen," sprach AlmoS „Da« thut mir leid, e« ist wirklich sehr schade." Damit entfernte er sich. „Gott sei Dank". seufzte der Ehef, „hiermit ist auch die letzte Gefahr vorüber. Mein lieber Freund! Herr AlmoS! In unser Blatt werden gebratene Hühner einge-packt. Ich habe blo» auf Speck zu hoffen gewagt." Matibl die unterzeichnete Leitung de» deutsch,» S-itinc« fstr Marburq und Umgebung, die Be-rrtljtiiiuiifl der in der Bertrauen»män»er-Bersamm-[pa Dom 5. Oktober l. I ausgesprochenen For-icri'ng >n Bezug aus die ehest, Errichtung der ^!nch»eten Anstalt ausreichend und übrrjfuqcuti h,arü»dkt zu haben, und st, hofft, dass der hohe szildt.'g nicht zögern werde, da» Wort zur That ju machen. Pettauer Gemeinderath. Unser Gemeinderath erledigte in seiner litzlc» öffentlichen Sitzung am 18. d. M. »ach-wbmbc Tagesordnung: 1. Verlesung dc» Protokolle» der letzten Sitzung. 2. Mittheilungen. 3. Bericht de» Geldgebahrniig» AuSschuffe» utcr den Voranschlag für da» Jahr 1902. 4. Bericht in Angelegenheit de» Baue» der Wdchen-VolkS- und Bürgerschule. 5. Bericht in Angelegenheit de» Kasernbau» platze». 6. Bericht de» RechtSauSschusse» über Ge-inch, um Verleihung de» HeimatSrechte». 7. Bericht de» Gelvgebahru'igSauaschusse» ib,r da» Gesuch um BeitcagSleistung zum .leutschen Säugerseste." 8. Bericht desselben Ausschusses über da« SrundverkaufSanbot der Käthe Lerch. 9. Bericht desselben Ausschusses über das Ansuchen der Lehrer um Fortbezug deS Ouar-liergrldbeitrageS für da» Jahr 1902. 10. Bericht des GeldgebahrungS-Ausschufse« Eber da« «nsuche» de« Bezirksausschüsse» wegen Lrückeumauth. 11. «llfällige». Sodann vertrauliche Sitzung. Erlangung: 1. Die BerhandlungSschrist der Sitzung vom 15 November wird vrrlese» und genehmigt. 2. Au» Anlas» der Eröffnung der Repa-ralurwerkstätte in Pettau haben der Bürger-ineister und der Gemeinderath den erschienenen Vertretern der Südbahn eine fkstliche Ausnahme ^orgt. Herr Generaldirector Hofrath T g e r und die Herren Werkstätten-Jnspector K a l u » m Marburg und W i d m e r in Stuhlweißen» bürg sprechen unter schmeichelhafter Anerkennung aQ de» Gesehenen ihren Dank für die Aufnahme Ollg. 8. Herr Gemeinderath Jos. K o l 1 e n z er» stattet den Bericht über die Gem eind,wirtschaft, larnach beträgt die Summe der Ausgaben K 137218. die sich ans folgenden Posten zu» ammensetzen: EultnSauSgaben 390.—, Unter-richt und Bildung K 16890.—, Armenpflege und Subvention deS Ärmenfonde» K 1200.—, Militär» autlagen K 500.—, Spenden u. Schuldentilgung K 33.850, Subventionen K 1200.—, Städtische» FuhrwerkX 5000.—,Gaswerk 9000.—. Schlachthau» K 2000.—, Säge K 3000,—, Tischlerei K1200 —, Beitrag zur Dampfspritze K 1000.—, Cisenconstruttion der Brücke K 8000.—, Kirchen-dachherstelluttg 700.—, Verschiedenes K 9000.—, BerwaltungSauSlagen K 16980, Pensionen K 5700—, GefSlleeinhebung K 800.—, Maut-regle und Brücke K 6840 —, Steuern K 4000.—, VersichernngSgedühr K 400.—, Unfallversicherung K 300.—. Gebäudc-Erhaltung K 3000.—, AirtschaftSauSlagen K 700.—, öffentlich« Bauten K 3600.—, öffentliche Sicherheit K 11888.—. Der.Abgang im Betrage von K 52500 findet seine' Bedeckung: 1. Durch einen zwanzigpro-zentigen Zuschlag auf die VerzehrungSsteuer für Wein. Fleisch und Most K 5000.—. 2. Durch eine Umlage von je 8 Heller auf Spiritus per Sektoliter und Grad K 4500.—. 3 Durch eine mlage ans Bier in der Höhe von K 1.40 per Hektoliter im Gefammtbetrage von K 6000.—. 4 Durch eine vierzigpercentige Umlage zur directen Steuer K 20000.—. 5. Durch eine Zuwendung der Sparcaffe K 11000.—. 6. Beitrag veS Staate» — d — für Uferschutzbauten 3. Rate K 2000.—. 7. I». ftallationSratc» K 2400.—. 8. Laude»subvention ür die Tischlerei K 600.—. 8. Vermuthlicher Eassarest am 31. December K 1(XX).—. Zusammen K 62500.—. Herrn Gemeinderath Kasimir erwiedert der Berichterstatter über Anfrage, das« für die Herstellung der Drau. brücke 12000 K und Erweiterung de« Viehmarkt-platzt 8000 X nöthig sein werden. Der Vor-sitzende betont, das« sich ein Fachmann über die nunmehrige Ausführung und Betonierung der Draubrück, sehr zufriedenstellend geäußert hat. Durch den der Vollendung entgegengehenden neuen Brück,-ivberbau mit Betondecke ist man von der Anschaffung der kostspielige» Brücken-Hölzer für eine Reihe von Jahre» befreit und durch die Betonierung wird die Bedielung geschont. welche früher große Summen verschlang. Der Voranschlag wird genehmigt. 4. Namen» de» BauauSschufse» berichtet Gemeinderath Kasper, das» man trotz eifriger Suche nach einem Bauplatz« für die Mädchen-bürgerschule feinen paffend,reu fand al» den neben der städtische» Schirßstätterealität. E« gäbe wohl bessere, die seien aber eben iiicht erhältlich. I:, der Pause zwischen der vorangegangenen Sparcaffesitzuug und der Gemeinderathssitzung hatte Herr Bürgermeister an großen Wandtafel-zeichnnngen den Plan de» Neubaues erörtert. Gemeinderath Kolle» z befürchtet die Über-schwemmungSgesahr, wenn da« Gebäude »eben der Schießstätte aufgeführt wird. Er findet Unter-stützung am Gemeinderathe Herrn C. Für st. Über Aufrage de« Gemeinderath?« Herrn Kasimir w?rden die Mängel der zuerst in Erwägung gezogenen Bauplätze angeführt. Dabei habe man Sorge getragen, das« da« Gebäude nicht auf fremde« Gemeindcgebiet komme. Herr Gemeinderath S t e u d t e erinnert bei der Ge-legenheit daran, das« vor dem seinerzeitigen Baue de» Knabenschulgebäudes Herr Simon u 111 x einen Bauplatz unentgeltlich zur erfügung gestellt hatte. Herr Hutter habe das nicht vergrfle» und fei heute unzugänglich. Gegen die befürchtete Hochwaffergesahr lass« sich durch Dämme Vorsorgen. Herr Bürgermeister O r ii i g erinnert an die Nothwendigkei t, der rasch anwachsenden Frequenz de« Kindergarten» Rechnung zu tragen, dem in der Schießstatte mit ihren Bäumen eine passend? Stätte zugedacht sei. Daran würde sich das neue Schul gebaut* anschließe». Gemeinderath Fürst bezeichnet die Schießstätte als altes Gerümpel, mit dessen Abtragung man nichts verliere. Dann hab« man einen Bauplatz, der weiter vom Waffer entfernt ist. Reißt man daS alte G,bände nieder, hat man einen Bauplatz, der ganz anders und vor» theilhast aussieht. Herr Gemeinderath S t e u d t e schließt sich dem an. Herr Gemeinderath Kasimir wünscht den Maierhos „Marienhof" als Bauplatz, damit wäre die neue Schbpiung im Mittelpunkte der sich erweiternden Stadt. Gemeinderath Konrad Fürst wiederholt seinen Antrag auf Demolierung der Schießstätte und Herstellung eine» vollständigen Neubaues und lenkt die Aufmerksamkeit aus die Oberpettauer Wiesen vor dem Bahnhofe. Herr Bürgermeister Ornig stimmt im allgemeine» der Verdauung der Bahnhofgründe zu, wozu die Errichtung einer Schule im ZukuiiftSstadtviertel AnlafS geben könnte, doch verweist er auf die Unzuaänglichkeit und den Mangel an Entgegenkommen der Herr» schaft Oberpettau. Doch schwärmt er heute noch nicht für die Entfernung der schießstätte, die immerhin einen Wert von 8000 fl. där>tellt und die bei dringendem Bedürfnisse späterhin immer noch entfernt werden kann. Herr Gemeinderath Oberlehrer S t e r i n g erinnert daran, dass sich zur gleichen Etnnde der Gemeinderath von Mar» bürg jedenfalls mit der Frage der vom Ver» trauensmännertage geforderten Errichtung einer LehrerinnenbildungSanstalt beschäftigt, an der die Zöglinge auch in der slovenischen Sprache unter» nchtrt und befähigt werden sollen, im slovenischen Unterlande von Eteiermark und Kärnt?» ein Gegengewicht gegen die bisherigen Klosterzbglinge ju biete». Die >» Pettau zu errichtende Anstalt bildet zu dieser nothwendigen LandeS-Lehrerinuen» bildungSanstalt einen wichtigen Vorbau. Anderer» seit» würde da» geplante Mädchenheim eine unerläßliche Stütze d«r Mädchenbürger schule sein. Gebaut muß ohnehin werden, darum empfiehlt sich ein weiter schauender Plan. Er stellt de» An» trog, grundsätzlich den Bau eine« Mädchenheim» in Verbindung mit einer Mädchenbürgerschnle zu beschließen und die Bauabtheilung de« Stadt-amte» mit der Fürsorge für die nöthigen Vor-arbeiten zu betrauen. E» liegen drei Anträge in der Angelegenheit vor: 1. Gemeinderath Kasper: Mau möge nur den Banvlatz bestimmen. 2. Ge-meinderath Fürst: Die Schießstätte möge beseitigt werden. 3. Gemeinderath Stering: E« mög, der Bau einer Mädchenbürgerschule sammt Mädchenheim aus dem Bauplatz« der Schießstätte-realität im Prinzipe genehmigt und daS Bauamt mit den Vorarbeiten betraut werden. Nach der Be-schlußsasiung melden sich zum Worte: Gemeinde-rath Herr Conrad Fürst: Sie können überzeugt sein, dass ich der Stadt Pettau wünsche, dass für die Bildung das Möglichste gethan wird. Speciell wegen deS Mädchenheim« glaube ich, dass der Hauptpunkt der ganze» Angelegenheit die Geldfrage ist. Ssine Errichtung erfordert be-deutende Mittel, d,nn mit dem Bau ist es nicht abgethan. Dazu kommen die ErhaltungSkvsten. Wir sind eine arme Gemeinde. Wir verfügen nicht über Sliftungen zu solchen BildnugSzwecke», so loirb aus un» die ganze Last falle». ES ist die Frage, ob das Heim prosperieren wird, nach-dem gar kein Fond« vorhandtii ist. Ich habe da-rüber viei nachgedacht und glaub,, dass wir z» arm sind, »in mit solche» Versuchen vorzugehen, obwohl die Sache sehr schön wäre. Von diesem Standpunkte au» möchte ich vom Heim absehen und zu bedenke» geben, das» auch die Leitung einer solche» Anstalt mit Schwierigkeiten ver-bunden ist. die man auch in große» Städten hat. GemeinderathDr. S ch ö b i» g e r ist für ein Mädchen-heim, wenn der ZöglingdieAuSbildung bekommt, das» das Mädchen die Matura mache» kann. E« be» steht ein Zug der Zeit nach der höhere» Mädchen» ausbildung und die geplante Anstalt kann sich für die Dauer nur halte», wenn sie diesem Be-dürsnisse Rechnung trägt, damit daS Recht zur außerordentliche» Universitäthörerin erworben wird. Auf einen Zuzug von auswärts dürfte mau nicht hoffen, da die weibliche Jugend den Klöstern und Lehrerbildungsanstalten zustrebt.*) Aber wie viel kostet das! Für einen Buben gibt eS da leichtere Auswege! Mädchen sucht man lieber in eine Stadt zn geben. Dagegen wäre eS nöthig, daS bei un» mit dem Gymnasium organisch ver» bundene Studentkiiheim auszubauen, damit wir die ZöglingSzahl aus 80—90 hinauf bringen können. Von slovenischer Seite wird durch Einslüsterungen der Anstalt skindsclig beg,gn,t. Friedaner Gymnasial» schül,r fahren an Prttan vorüber nach Marburg. So sei da« Studentenheim die nächstliegend, Aufgab,. Herr Bürgermeister Ornig erinnert daran, daS bei dem triften Zustand, d,s alten Mädchen* schnlhanseS überhaupt gebaut werde» muss. Die Erziehungsanstalt in Traunstein, welche u a. aus der'Studie» reise besucht wurde, ist durch ent-sprechende Leitung, welch, Nam,n und Zuzug bewirkte, eine Anstalt geworden, die mit Über» schus« arbeitet. Der geplant, Zubau zum Studenten» Heime ist „»schwierig und ohne große Kosten durchzuführen. Die Koste» sind im Hinblick aus den wichtigen Zweck keine so große Frage. Wir sollen nicht» versäumen, denn ich zweifle, das« wir wieder ein so große» Geschenk de» Lande» erreichen. Gemeinderath Oberlehrer Stering erinnert an die Versäumniffe, welche unsere Borfahre» durch die Ablehnung einer großen Werk» stättenanlage in Pettau seinerzeit begangen haben. Dagegen sei die ehemalige Kleinstadt Marburg •) Wir empfehlen dem Herrn Doctor den Motiven-bericht des Deutsche« vereine« m Marburg jur ein- gehenden Beachtung! ..... Die Schristteit»,. durch die Sudbahn aufgeblüht und gewachsen. In ähnlicher Weise müssten wir auch dieSma die Ausführung eine» fruchtboren Gedankens entweder Marburg oder Eilli überlassen, wenn wir in dieser Angelegenheit zaudernd vorgehe». In der gegenwärtigen Zeit, da nationale Selbst« Hilfe so wichtig, ist unsere Frag« gerade für Pettau brennend. E» gibt doch noch Deutsche mit warmem Herzblut« bei un«? Die zu- gründende Anstalt mus» ein« Borstnf« der Ährerinnenbil-dung«a»stalt in Marburg werden. Lassen Sie darum die Idee nicht fallen. Beschließe» wir darum die Sache im Prinzip. Eine Unterlassung würd« un« nach wenigen Jahre» schon bitter reuen. Herr Gemeinderath Kasimir vermisst im Voranschläge die Ausstellung aus die Angele-genheit bezüglicher Posten. Hr. Bügermeister Ofr n ig: Man tonnte da» eben nicht im vorhinein thun. Ich hab« die Baukosten in Übereinstimmung mit einem bewährten Fachmanne auf 70000 st. berechnet, wovon 8000 fl. auf die moderne Einrichtung ent-fallen. Da» wäre zunächst ein« bedeutende Summe. Run liefert der Reservefond der Sparkasse un-verzinsliche 20000 fl.; 1000V fl. beträgt der Wert de» in andere Verwendung tretenden alten Mädchenschulgebäude«, die Sammlungen dürsten gewis« mindesten« 10000 sl. «rgrben, bleiben also rein al« Baukosten 30000 fl., ein Betrag, den unser« br-nachbarten Landgemeinde» Stoperzen. St. Maxen und Haidin aufgebracht haben. G«ht die« nicht, dann «rklären wir Pettau zum Dorfe. Ich bin anch Steuerträger und nicht der schlechteste, aber ich weis» die Bildung zu schätze». Ich hab« mich überzeugt, wa» eine derartige Anstalt leist«n kann. Dcr Gesriedigung eine» weitergehenden Bildungsbedürfnisse« steht bei un« fein Hmderni» entgegen, da ja auch die Schwestern von saure coeur in Graz Mittelschullehrer zum Unterrichte in Specialfächern verwenden. Um die Schieß-ftätt« wäre mir leid, den ich verliere 6—8000 fl. Wa» den Bauplatz anbelangt, so wird die neue Schule dort für alle Zeit frei von störender Nach-barschast sei». Entscheiden Sie sich »«beeinflußt über den Bauplatz und ich werde Ihnen demnächst meine Pläne mit und ohne Belassung der Schieß-stätterealität vorlegen. Vicebürgermeister Herr Kaiser schlikßt sich diesen AuSsührungen an. Etwa« wagen mus» man doch immer. Herr Kasimir fragt an, ob man den Bau nicht verschieben könnte, um Zeit und Mittel zu gewinnen. Auch H,rr G«mrinderath Dr. Treitl meint, e» ließe sich in späterer Zeit durch die Kasernendemolierung ein vielleicht passenderer Bauplatz schaffen. Herr Bürgermcister Ornig verweist darauf, das» schon im nächsten Schul-jähre die vorgeschriebene Einrichtung in'S Lebe» zu treten hat und der neue Lehrkörper in Wirksamkeit tritt. Da» Sammeln von HilsSgeldern, da» man übrigen» nur dann unternehme» könne, wenn sich der Gemeinderath im Princip« für ein Mädchenheim au»spr>cht, von dem man gar keine Meinung zu haben scheint, wird einen glänzenden Beweis von dem Opfermuthe unserer deutschen Frauen und Mädchen liefern, ohne das» da» Studentenheim darunter leiden müsste. Ich müsste mich auch sehr irren, wen» bei dem Entgegenkomme», da« der LandeSau«jchus» dem .Deutschen Studentenheim" erwiesen hat. derselbe dem Mädchenheime seine Anteilnahme versagen wollte. Ich will Sie auch heute zu keinem B<-schlufse nöthigen, ober ich hielte e« für wünschenswert, wenn Sie dem prinzipiellen Antrage des Ge-mein berathe» Stering beistimmten. Dann steht mir die unumgänglich nöthig« Beivkgu»g«srcchc>l zu Grbot« und «» steht Ihnen vor Aussetzung deS zweiten Stockwerke» auf den Reubau frei, sich für oder gegen da» Mädchenheim zu ent-schließen. Der Antrag de» Herrn Gemeinderath«» Stering wird sohin mit 11 gegen 3 Stimmen angenommen. 5. Über eine Zuschrift de» k. u. t. Eorp»> EommondoS in Graz sühlt sich der Gemeinderath veraulas»t zu «rklären. ihm sei der vorgeschlagene Bauplatz für «ine Kaserne in einer fremden Ge-meinde nicht angenehm. Nach einem beiderfeit» entsprechenden Bauplatze wird Umschau gehalten werden. Die Punkte 6 und 7 werden von dieser Tagesordnung abgesetzt. 7. Von der Annahme de» Verkauf»anbote» wird für diesmal abgesehen. S. Berichterstatter Gemeinderath S a d n i k stellt den Antrag, da» Gesuch der Lehrer behuf» Erhebung von deren Bezügeu an da« Stadtamt zurückzuleiten mit dem Auftrage, dasselbe bi« zur nächsten Sitzung mit den erwünschten Daten vorzilegen. — Angenommen. Gemeinde« rath Stering stellt die Anfrage, warum da« Gesuch diesmal nicht an die Rechtssectio» ver» wiesen wurde. 10. Berichterstatter Gemeinderath Kollenz beantragt »amen« der Finanzsectio», dem Vor-schlage der Bezirktvertretung zuzustimmen. Wird angenommen. 11. Gemeinderath Dr. Schöbinger be-treibt die baulich« Erweiterung de« Studenten-Heime«. Da« Schulgeld für die Zöglinge de« städt. Kindergarten« wird für da» nächste Schuljahr mit 3, 2 und 1 Krone festgesetzt. Gänzliche Be-freiungen werde» fallweise vom Gemeinderath« erledigt. Gemeinderath Dr. Treitl wünscht eine Beleuchtung de» Villenviertel» mit Petroleum-latenten; Gemeinderath Kasper beantragt die Aufstellung einer solchen in der Schloßgaste. Angenommen. Dem Theaterdirector wird für be-sondere Fälle zugestanden, Sessel im Parterre aufstellen zu dürfen. Bon besonderen Herstellungen behns» Vermehrung der Sitzgelegenheiten mus» aus Rücksichten auf Raum und Sicherheit abge-sehe» werden. Loealuachrichte». (Cmgrlischrr Ggtlesiienst) findet am 26. d. M. Vormittag 11 Uhr im Musitver-einSjaale durch Herrn Pfarrer Goschenhofer von Marburg statt. rich. Dr. Karl Schöbinger und Morii Braunstein zu Ausschüssen. Den Schluss der Haupt-Versammlung bildete ein flottes Tänzchen bei einer Musik, die allerdings fast alles zu wün-schen übrig liess. tSieaien für arme Schiller »er Kaabea-Herren R. Sadnik & Eomp. spendeten Tuch für 5 Knabenanzüge, Herr Fr. Hickel den Loden für 2 Knabenanzüge. Den hochherzigen Gönnern wird innigst gedankt. (Heimischer Gewerkejleis».) Nach einer Reihe von Versuchen, die Jahre erforderten, ist eS dem Schlossern,eister Herrn Franz Kuko-wetz an der Hand von Angaben de« Uhrmachers und Mechaniker» Herrn Schmitz gelungen, eine» Benzinmotor in eigener Erzeugung herzustellen, den Herr Kukowetz nebenbei al» Kraftquelle zur Erzeugung von elektrischem Licht in seinen Räum-lichteten zu verwenden gedenkt. — Im Anhang, zur Notiz über den Neubau deS Kaufmannes Herrn A. M u ch i t f ch in der letzten Nummer möchten wir auf den in dieser Woche fertiggestellten , neuartigen und ebenso seltsamen als Sschmackvollen Anstrich seines HauSthoreS und alkon» in zierlichem Eisenaejchmeide (Kunst-schlosst? Johann Max) ausmerksam machen. (Aparcaffa.) Nachdem Herr Franz Stroh-meier »eo. durch 28 Zahre verdienstvoller Vertrauensmann der Gemeinde bei der städt. Sparkasse war. nun aber infolge der Bürde eine« vorgeschrittenen Alter» diese Stell« nieder-egte. so wurde ihm in der letzten Gemeinderath»-itzung vom Herrn Bürgermeister al» Direktor der städt. Sparkasse in wärmsten Wort,,, der Dank für seine außergewöhnliche Pflichttreue au»gesprocheu. An seine Stelle wnrde Obers,, leutenant in R. Herr Wilhelm Ritter vo» Pramperger gewählt. sllif /rächten Auf- und Abgabe» beim f. f. Postamte in Pettau findet am 22. d. M ausnahmsweise auch Nachmittag von 2-5 Uhr statt. (chffe»tlich, vaoksag»«g.) Der Leseveren, .Mprqj" (.Vorwort«") in St. Barbara in der Kolos« hat im Laufe df« heurigen JahreS zweimal eine Tombola veranstaltet und noch nebstbei ein« Sammlung freiwilliger Beiträge zu Gunsten armer Schulkinder in St. Barbara eingeleitet. Räch der ersten Tombola am 1. September l. I. haben gespendet die Herren: Skuhala K 1 — Lonöarec K 2—, Josef Fürst K 2 — Hwd. Kaplan P. Brdnik K 1 —, Notar Cfck an K 1—, PeterSiü K 1 —, Sellinschegg K 4 — Prantner K 2 —. Elise Wratschko K 2 —, Äa. simir in Besten. W Blanke 2 Beste. Kollein 6 Beste. Leposcha K 2 —. Hwd. P. L. Vaupo. tiö K 2 —. Hwd. Vicar Moravec K 2 —. Htob. Kapl. Horvat K 2—. Hwd. Benef. Podwintli K 2 -, Hwd. Probst I. Fleck K 3-. Fr Bogl 4 Beste. Wegscheider 2 Beste, Jurza Diverse. Schwab K 2 —, Hutter K 2—, Ogo-relec K 2 —, Hwd. Dechant I. Kralj l! 3 —. Lehrer Pristernik K 2 —, Miheliü in Dobrova 2 —. Klinc, Dobr. K 1—, Maider. Dobr. Kl*—, Frl Erhartiü Dobrova K l—, Hwd.Bogn» K 2—, Hwd. Pf. Fr. MurkoviS K 3 —, T. Mikl K 1—, Hwd. K Zorko K 2-, Hwd. Pf. Suta K 4 -, E. Fürst K 2 —, Bür« germeister Ornig K 4—, Wibmer K 2 —, Hwd. Pf. Andr. Podhostnik in Thränender^, 20'—. Josef Kolednik K 1'—. Josef Stum> berger K 2 —. Joh. Arbajtar K— 40. Gemeinde GradiZca K 4 — und Ort«sch»lrath St. Bar. bara K 5—. Die angeführten Beträge und der vorher aufgebrachte Betrag von K 200 — haben erinbglicht. das« am 4. December l. I. an 68 arme Schulkinder 182 Stück Kleidungsstücke um den Betrag von K 345 41 vertheilt wurden Im Namen der Betheilten sei hier der wärmste Dank ausgesprochen sämmtliche» Spendern von dem Ausschüsse de« Lesevereme» in St. Barbara „Napny." (Eine wirksame Reklame) hat der streb-same Uhrmacher und Juwelenhändler Herr Karl Ackermann auSgedacht. Geht da ein schlichter Sterblicher durch unsere Bi«marckgasse, als er plötzlich militärische Befehle, da« »Gewehr rauh", die Bolkshymne und endlich den Khevenhüller-marsch vernimmt, geradeso wie bei der Ablösung d«r Wiener Hosburgwache. Um die Ecke, welch-da» geschmackvoll ausgeschmückte GeschäftSlocale in unserem Theatergebäude einnimmt, drangt sich unser, liebe Jugend, um ja keiuen Tou dc» im Geschäftsräume aufgestellten Grammophons zu ver« lieren. «err Ackermann hätte e» übrigens nicht nöthig, »urch fein merkwürdig rein klingendes Grammophon solche von der hohen Staatsbehörde fo unliebsam angesehene BolkSzusammenroNuMl zu veraulass.!,. ba er seiner Kundschaft vhnedicS sicher sein darf. Al» Neuheit sahen wir in seinem Äcschästc unter zahlreichen autxreu appetitlichen Sachlichen Weckeruhren mit rasch erglühendem Glühlichtchen. DaS ist wohl nur «ine Erfindung für Junggeselle«, die übe? Sperrstunden und Gardinenplcdigtcii erhaben sind, für Ehemänner, welche die UrlanbSzrit überschritten, muß da« eine lästige Einrichtung sein. Im übrige» überzeugte unS auch der Besuch dieses Gkschästt-raumrt wieder, das« «an nicht in die Ferne zu schweife» braucht, wenn man zu wohlfeilen Preisen etwas Gediegene« haben will. QMitter Sorge," VoUtsstück »«» R. Hawcl.) Am ersten Weihnachttfeiertage bekommen wir ein, Senjatwnt-Neuheit zu hören, und zwar wird daS Wiener Volksstück .Mutter Sorge' in Scene gehe». E« dürste wotzl au» den Zeitungen, welche sich sehr viel mit diesem Stücke beschäftigten, genügend bekannt sein, welchen großartigen Er- folg dasselbe bei seiner ersten AufWrung am zaiicr-IubilänntsSiadttheater in Ami errungen hat; wir begnüge» nuS. ein Wiener Referat im Wesentlichen anzusühreu: „Die Gerüchte, welche für den gestrige» Abend einen SensationSersolg j,i Aussicht stellten, haben nicht übertrieben, das Laijcr-Jnbiläum«>Stadttheaier hat gestern einen seiner stärksten Erfolge davongetragen, dessen Be-deiltung vor allem in der Entdeckung eine» echten wahren DichtertalenteS zu suchen ist. von dein wir erwarten dürfen. vasS cS uns noch eine lange Reihe dramatischer Werke voll echter, edler Poesie bescheren wird. Rudols H a »v e l, der Tichter deS VolkSstiickeS ..Mutter Sorge" wa». b;lt >cho» in diesem Werke mit aichiroideutlichem Äeschicke in den Bahnen Ferdinand Raimunds und wir sind der Überzeugung, dass er das mo-der»? Wiener Bolksstück zu einer solche» Höhe ei heben wird, dass ih» die Nachwelt einst als den Raimund deS XX. Jahrhunderte« verehren wird. DaS Stück enthält Scenen, die zu den Schönste» gehöre», was in unserer Zeit geschaffen worden ist. Namentlich interessierte die Schatten-gestalt der .Mutter Sorge", die uns der Dichter, gleichsam verkörpert, vor Augen fühlt; denn seit Raimund wurden diese Gestalten niewieder lebendig cius die Bühne gebracht. Der siüimiiche Applaus, der de» ganzen Abend hindurch dem Dichter zu-theil wurde, wollte »ach Schluss der Vorstellung kein Ende nehmen, so dass der hochbeglückte Au-lor immer wieder vor der Rampe erscheinen musste." Das Interesse. welches auch das hiesige Kublicum der Novität entgegenbringt, ist ein sehr großes und find wir unserem beliebten Theater-Tirector sehr zu Danke verpflichtet, dass er u»S die theuerste Neuheit vorführt; um so höher ist die? bei d«m Umstände anznschlage», als so ein mit großen Kosten erworbenes Stäck hier nur meist einmal ausgeführt werde» kann. — So wird auch .Mutter Sorge" jedenfalls nicht wie-derholi werden, da die Direktion in letzter Zeit diesbezüglich sehr traurige Ersahrungen machte. DaS Publicum wird deshalb aufmerkjam gemacht, sich rechtzeitig mit Sarten vorzusehen, da die Anfrage nach Sitzen eine sehr große ist. (Wtüteraewitter.) In den Morgenstunden deS 18. d, M, zog über das Pettanerfcld in füd-östlicher Richtung eine schwere Wolle, die unter Donner einen heftigen RegengnsS herniederfandte. wälzend unseren Landwirten ein ehrlicher strenger Deeemberfrost weitaus lieber wäre. (Jritrrbrrfilschaß.) Vom 23. Dezember bi» 30. Dezember, 1. Rotte deS 1. Zuge«. ZugSführer Laurentschitsch, Rottführer Martschitsch. Ftueranmeldungen sind in txr Sicherheitswachstube zu erstatten. (Theitmtachricht.) Wegen der gestern ab-gehaltenen Weihnachtsfeier de« Turnvereine« ent-fiel die gestrige Boistellung. Heute gelangt der mit so großem Heiterkeit« irfolge aufgeführte Schwank „Tdff Töff (Automobil) zur Wieder-holung »nd können wir den Besuch diese» äußerst komischen Stücke« alle» Jenen. u>elche gern »nd viel lachen, bestens empfehlen. Mittwoch den 25. December (Ehristtag) wird „Mntter Sorge" aufgeführt und bringen wir das Nähere über diesen Abend an anderer Stelle. Donnerstag den 26. December lStefauitag) findet Nachmittag eine Kindervorstellung statt, während abends da« vorzügliche Volksstück „Bruder Martin" zur Darstellung gelangt. In Vorbereitung befindet sich ferner Philipp«'» effektvolles Schauspiel .Da» Erbe", welche« namentlich durch die Verkörpe-ruug de« deutschen Herrscher« und det verstor-denen Reichskanzlers, sowie Vorführung der be-kannten Vorgänge zwischen dem Kaiser und Biimarck sehr interessirt. Die Figur deS letzteren wird vom Herru B o r n st ä d t gespielt, der da« Stück auch iu Scene setzt. Auch Sudermann« llomödie .Die Schmetierling«schlacht" wird in der nächsten Zeit zur Aufführung gebracht werden, welch vorzügliche Novität überall fo außerordentlich gefallen hat. pcttaurr Theater. Der SainStag brachte »n« das .Preitluftipiel" Heule'« .D u r ch d i e I >» t e n d a n z". E« ist thatsächlich eine preiSwürdige Kunst, eine so kurze, dünne Fabel an daS Lattengerüst von vier Acten auszuranken .Weil Kürze denn deS Witze« Seele ist. fas«' ich mich kurz", sagte mein Freund Hamlet und .Henle hätte besser gethan, wen» auch er sich knrz gefasst hätte. Indes« die abermals kleine Theatergemeinde wusste de» Darsteller» Tank, so mögen wir un» denn bescheiden »nd pflichtgemäs« unser Sprüchlein sage». Der Elotprian nnd ZnknnstSdichter Waldau gelang Herrn W » gg a n i g gut und nett, stellenweise entwickelte er sogar bisher vermissten Schwung, wa« im beiderseitig,» Interesse nur zu begrüßen ist, die Eomnierzienräthin de» Fräulein »t o p p e » st e i » e r war eine fo wür« dige Erscheinung und treue Wächterin ihrer Tochter, das« man kopsschüttelnd und mit Er-staune» e« aufnimmt, das» der Offizier und Personaladjntant eine» Prinzen, welcher sich der einen Tochter wegen in» Hau» schlängelte. wieder-holt der würdigen Dame da» Wort .Drache" zuschleudert. Ein »etteS Preislustspiel! An Stelle deS Herrn R o l a u l^M > l l e r, der de» Adju-tauten in sonst dankenswerter Weise darstellte, hätte» wir die grobe Unziemlichkeit in der Form der leisen Seitenbenierkung gemildert oder bester ganz unterlassen. Eine Leistung wie die de« Com merzienrathes des Herrn B o r n st ü d t sind wir gewohnt. Abgesehen von einigen kleinen Über-treibunge» war »nsere Naive. Frl. Ilse Renata, eine ansprechende Erscheinung, wie ja auch Frl. Lia S t e l l a mit glücklichem Temperament ihren Rollen Wärme nnd Farbe verleiht. Millionen Damen banlltien „Faaolln". Fr**«n 81« frran Ar*t, ob Faoolln" nicht du Ooimetloum lür Haut "aar® iin.-li&annelst'Dna unrainsta 0 es: oht ttti'l di.' hfcaillohJtnn Rlndo «.Iu-.:«» »st r! urtftlukratiacJi« Fr'tthe.t und Kenn durcli licnäUung von ..Faaolln". „Feaolln" kd «in* »u» »1 i'.lc'«l«ti Bad fmeh««t»n Krlnlrr h«r*. «UM» mf-li-ct-e s»,l» Wir >!»»> f«rn« Knnsaln und Falten dm 1 «alonUe, »Vtewar, Winsmerln. Naaerj-ötuonc. nu. !> tiebMOcb nin ..FwaolltV aptttlca *of*onwinden- - „Feaolln" nl du Imir Kr KopihurpfMfa» und H»arn♦ftchfiRom1, whlml«rt du AmfaDra d*r Hm», Kahlkftpfifkcit und Kop(krank>ig| « »nuLiK S»if» hinfltst. h!«lbl Jur.r antl tcliä». Wir v»fpflichten un«, Cl t» Qald •ofort xuritok tu eratatten, «-«im nun mit ..Faaolln" nicht valtaaf nMvSim tat Pral» par SlUok K L—, 3 Stuck X X80. fl StUok K 12 Btllok K 7.—. Porto bat t Stück ao h, von I Stock aaftrtrta «0 k/ Nn-hruhmo •» h m*hr Varaaadt »«'«* iu Baxral-Oaalt «•■ ». Faltk, «flau, «>., ■arlaklllW-•buu «f. M, I. »tat» Än »o»ceu II «tka /dlmtfen «nd Kachmii • hnfton, Couitbachor etr. r«»«rft rasch ual tu den vorfhuÜbuftMUit lt» HiaminctB di# Annoncen F-Äp«-1illon von tks«rt KoiUnnusohSili«, Entwirf» für iVdtHmla« «!(♦ und |MdtfliackTolk AnxeU«n. sovie kostenfrei. ^ 1/Iosse Wler. I.. S*iler»tltt« S. Praf{, Gr*bon 14. PrwjH. Fraa»f«rt a. Mieters^jl^a, | Seit vielen Jahren bewährte Hausmittel von Franz Wilhelm Apotheker K. u. k. Hoflieferant in Neunkirchen, Nied.-Österreich Frani Williflm's abführender Thee t Paket K 2.—. Pogt-Colli — 15 Paket K 24.-. Wilhelm's Kräuter-Saft 1 Flasche K 2.50. I'ost-Colli = (5 Flaschen K 10.—. K. k. priv. 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Die Gesuche nm derlei Darlehen sind feiten# der Parteien i» Wege jener Gemeindevorsiehung einzubringen, in deren Bereiche der zerstörte Weingarten liegt, welch letzt,re die gesammelten Gesuche bi« längsten« 1. Februar 1902 der f. f. Bezirtthauptmannschaft vorzulegen hat. Nach diesen Termine einlangende Gesuche werden al« verspätet ein» gebracht, »urückgewiesen. Bei Verfassung von Gesuchen ist speziell auf die richtige Sintra-guog der Grundbnchsdalen. Parzellennummer de« zu reconstruirenden Wein» garten«. Einlagczahl. welchen der Gesuchsteller behuf« Sicherstelluna des Darlehen« verpfändet, ferner, ob 1 oder 2 Besitzer grundbücherlich ver-gewährt fiud. ein besondere« Augenmerk zu richten. Die erforderlichen Formularien sind beim Gemeindeamt« oder bei der k k. Bezirtthouptmannschast erhältlich. Stadtamt Pettau. am 14. December 1901. Ver Sttlzermeistn! 3is«f Greif. Annoncen I für alt« in- nnd aeeländleehsn Journale, PaohMfteohriften Kalender etc. besorgt am besten and billigsten du im besten | Rnfe m>H 38 Jahren baatabaoda erste örterr. Annonoen-Bureau roo A. Oppelik's Nachfolger Anton Oppelik, WIEN, L, Qrttn&ugergasse 12. iHNhr l»Hn mi tllHUr «atala«, aonlt fraUa. NbdwicIis der Haars! Im Moif nähr! mL- *■—iaf*anaw«r.n«a Mittet »,>»«« Mann, fr.u und Kind pradM-oprhaar »crldht. — Yarhindar» da« HufaUin d«r Haar«. midK ' dicht. htllt Schuppen, eChors. Kopffinnen und macht |td«a staar lang und retd«nw«Uh. — frtlhuitlg ergraute« naar erhllt «Im« lein« natürlich« farfc« wltd«r. flarantlrt ftcuwachathum da« da« Raar dicht, hallt I fahwar, lang firtan ___________ |___________________ naar« auf kahUn Köpf«», sowie Hugenkrau«n und {Dlmp«rn. . Uwtn »«■ Mama „UfaerU" l« l. «aijrita tla Rttttl ««rd». «Jy« Uaaaa wrt »urtstat IM*n »5-5»»«, «tH«jt ®a nUracrU > «ja .ata HUaHj#«» 9r«»act tt. I- »r»ach«a », »U »««>, N»w,nda», »14, t, •nlagSM m a|m. ka aa ffr Ma «epfkaat t>«ll*abl| taraU«! I«. . _SJÖ™ ««, •»" 3tn *lak«T Mtllchaa, anaia t*M»«a i««ic* «efaaktd «aa. ,» all »4», rtta BdlM SUi, , aa |iMi CrMMilUa i (UM Im Uaa rtljal , »h. lal-rtcbaa »w, iiMi, «i> Sttalrta'taT Lw'___________ . _____ ___ - faakaa: U» «Wal ke»4htt ffch lcha. J'SSÄS Hl bm(m |aa*e «»pftaal MAI aik Haaica (Ml Mai aMa kmh aU »ilatlttafKlgt Ma|ttaach I aa» ' I»U| tot .Utacato* iKSWrS»... ataea . ÜB« ■tat »«f «Mal nfaUM .______rag eta. fiMa faaraa setz» M»a Miii >> 94 H»<« aach ataai «ra«f»rit aH »aal «U(««a 3*trt Iw «ch aa turu«a « »ilMiMaa« »aach ka« ■«a»IU»a »ca«t > •Was ■eakiilma lUaM ai l». k«t Utataa •cttoaaa kaUaa. W al I« |at« «au» cheaa nalaaa StaWlagia |ant-4« »aaaic aalrt44n» atau am M. Feith, Wien, VII. Mariahilserstr. 88. *g&g3?5S5egBS _ Die neuesten - - Futterbereitungs-maschinen rar Winter-Stall-Fütternng! 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In Marburg werden im Jahre 1902 12, in Luttenberg 12, in Leibnitz 20 und in Untertan« 30 junge Grundbesitzers- und Winzersöhne ausgenommen. Diese erhalten dortselbst freie Woh. nung, volle Vertöstigung und außerdem einen MonatSlohn von 8 Kronen. Die Ausbildung an diesen Kursen ist in erster Linie eine praktische und nur insoweit auch eine theoretische, als dieS für Vorarbeiter u. selbständige Winzer unbedingt nothwendig erscheint. Nach Schluss der Kurse wird jedem Teilnehmer ein Zeug» nis über dessen Verwendbarkeit ausgestellt. Behufs Aufnahme in einen dieser Eurse haben die Bewerber ihre stempelfreien Gesuche bis spätestens 15. Jänner 1902 an den Landes-Ausschuss zu übersenden. In diesem Gesuche ist ausdrücklich zu bemerken, in welche der vorerwähnten Lehranstalten der Bewerber einzutreten wünscht und sind beizuschließen: 1. der Nachweis über das zurückgelegte 17. Lebensjahr, 2. das Moralitätszeugnis, welches vom Pfarramte bestätigt werden muss, 3. ärztliche Bescheinigung, dass der Bewerber nicht an einer ansteckenden Krankheit leidet und 4. EntlassungSzeugni» aus der Volksschule. Beim Eintritte müssen sich die Bewerber verpflichten, während der ganzen KurSdauer (vom 15. Februar bis 1. De-cember 1902) ununterbrochen im Kurse zu verbleiben und allen die Ausbildung bezweckenden Anordnungen der landwirtschaftlichen Fachorgane Folge zu leisten. Graz, 7. Decemberl901. VomsteiermärkischenLandts-Aasschssse. Htrou»g«ber und vnantworlllch« Echristleiter: Ignaz Sprihey jun. Druck: W. Blanke, Pettau. I1I1IIIP I i -—r—-1 ...... i. Weitage zur Beiturrg «erlag von « Vlanke tu fettou, mMimmMMirn MWMW Des Kindes Gebet. wechuachltgelchichl« von W. v. Rh »t». IZ«rtse»»»a> ntschloffen griff grau Schleiden zu und bald flog die Nadel hastig durch daS Zeug. Die Kranke nähte, als gälte es das Lebe». .Hurtig, hurtig," keuchte sie, .damit ich diese Menschensreundin los werde. TaS Zeug brennt mir zwischen den Fingern und ihre harten, erbarmungslosen Worte brennen mir in der Seele. Nur diesmal, siecher Körper, halte noch stand, wer weiß, was morgen sein wird ...' Die Thüre ging auf und Luise sprang in« Zimmer. Die Kranke hob den Kops. „C Mamachen, mein liebes, gute« Mamachen.' rief die Kleine und flog Frau Schleiden an den Hals, „bist Du wieder gesund? Wie ich mich freue, daß Du wieder für unS sorgen kannst, daß wir die fremden Leute nicht mehr brauchen!' Damit drückte sie ihrer Mutter einen langen Kuß auf den Mund. .Nähe nur nicht wieder zu viel. Mamachen/ schwätzte sie altklug weiter, .sonst wirst Du von neuem krank. Wir wollen lieber weniger zu essen haben, wenn Du nur gesund und bei uns bist.' Frau Schleiden strich die Locken des Kindes zärtlich zurück, mtd während sich heiße Thränen in ihre Augen stahlen, flüsterte kie: .Du bist mein kluges, liebes Töchterchen, Mama» Stütze und (!»gel. Sieh, mein Schätz .. . chen .. Thränen erstickten ihre Stimme, und verzweiflungsvoll lehnte sie de» Kopf an des Kindes Schulter. »Weine nicht, Mamachen, weine nicht,' schluchzte nun auch die Lleine und bedeckte der Mutter Gesicht mit zahllosen Küssen, .sonst muß ich auch weinen und habe Angst, daß Du wieder krank wirst - Gewaltsam richtete sich Frau schleiden empor. .Sieh, mein Cchätzchen.' vollendete sie den vorhin begonnenen Satz. .Mama wird nur diesmal noch so angestrengt nähen. Heute morgen war rinnt Hochberg hier und hat Mama gescholten, weil da» Kleid nicht fertig ist. Mama will sich aber nicht schmähen lassen, und so muß sie denn die kommende Rächt durchnähen, damit Du morgen der grau Hochberg das Kleid bringen kannst. Dann aber wird Mama nachts nicht mehr nähen, mein Lieb, damit sie noch lange, lange bei euch sein kann ..." Ein Hnstenansall zwang die Sprecherin zu schweigen. Abermals wurde die Thür geöffnet und in» Zimmer sprang kin rotbackiger, blonder Knabe mit dunkelblauen Augen. Es war Heinrich, das getreue Ebenbild seine» allzu früh verstorbenen Vater». .Wo bleibst Du so lange. Heinrich?' fragte Frau Schleiden und schaute nach der Uhr. .Die Schule ist doch schon lange au».' .Sei nicht böse, liebe Mama,' schmeichelte der Knabe nnd iuchte die Schwester von der Mutter Seite wegzudrängen, .ich linbe mir auf dem Wege die schönen Sachen angesehen, die alle zu Weihnachten ausgestellt sind. Bei Schmitz, Mama, stehen ganz herrliche Sachen: eine Lokomotive, eine Kanone, Pserde, Wagen und vieles andere. Morgen ist heiliger Abend, morgen kommt das Ehristkindchen. Kommt e» auch zu uuS, Mamachen?' fragte er mit zärtlichem Ton und streichelte der Mutter die Wange». .O, ich hätte so gern eine Kanone!' .Heiliger Abend,' senszte die Gefragte nud richtete den Blick zu Boden. .Kommt e» zu unS?' wiederholte der Knabe. .Ich — weiß--nicht — Kind,' erwiderte grau Schleiden langsam und suchte die Thränen zu unterdrücke«; .ich glaube nein —; Ehristkindchen kommt — nur — zu — reiche» Leuten! In «ttser — Dach — kämmerche» — tra»t es — sich «icht hi«ci«!' .Aber voriges Jahr war e» doch bei un»,' warf Heinrich ein, .waren wir denn da reich?' .Nein, nein, mein Liebling,' belehrte die Mutter den Frager, und ein wehmütige» Lächeln stahl sich über ihre Züge, .aber voriges Jahr war Mama »icht krank.' .Kommt es denn nur zu Leuten, die nicht krank gewesen sind?' forschte der Knabe. .Zu reichen Leuten, die krank waren, kommt e» schon, aber zu kranken armen Leuten sehr selten.' .Das ist nicht recht vom Ehristkindchen,' meinte Heinrich, .ich habe mich so sehr aus Weihnachten gefreut.' Frau Schleiden vermochte die Thräne» nicht länger zn wehren; in dicken Tropfen rollten sie über die blaffen, hohlen Wangen, und ei« heftiges Schluchzen erschütterte ihren zarten Körper. Stürmisch zog sie ihre beiden Kinder an sich und preßte sie an» Herz, al» wenn sie sie nie wieder von sich laffen wollte. .Du Unart,' schalt Luise den Bruder, .Du bist schuld, daß unser Mamachen wieder weint. Sei rnhig, Mamachen,' tröstete sie die Mutter, .wenn'« Ehristkindchen auch nicht kommt, wir sind doch znfrieden. Wir hoffen dann auf nächstes Jahr.' .Du bist mein großes vernünftiges Töchterchen,' lobte die Kranke die Kleine und trocknete ihre Thränen; .Ehristkindchen bringt auch dafür nächstes Jahr desto mehr. Nun, Kinder, laßt mich aber hübsch in Ruh', sonst bringe ich da» Kleid der Frau Hochberg nicht fertig.' Frau Schleiden griff wieder zur Nadel, und emsiger al» zuvor fuhr die Rechte auf und nieder. • » Der heilige Abend war an-gebrochen, grau Schleiden hatte bi» vier Uhr morgen» an der Nähmaschine gesessen, um ihre ungestüme Drängeritt lo» zn werde», aber es war ihr »icht gelungen, bi» dahin die Arbeit zu beende». Bor Erschöpfung war sie zur besagten Stunde aus ihrem Stuhle eingeschlasen und hatte, den Kops ans die Ma-schine gelehnt, bis zum Anbruch de» Tages geschlummert. Der erste Sonnenstrahl sah sie jedoch wieder bei der Arbeit, nnd als die Glocke» das Ehristsest ein-läutete», erhob sie sich von ih< rem Sitze und flüsterte ein er-lösendes Gebet: .GottseiDank!' DaS Kleid der Frau Hochberg war vollendet, sie konnte ihr Wort einlösen. .Luise,' wandte sie sich an ihr Töchterchen, „mache Dich eiligst ans dc» Weg zn Hoch» »»«»r« tmiiiH n»tsrti«ic«. liergS. Hier steht die Papp- ta «»»»«».> 20'J schachte! mit dem Kleide. Heinrich wird mit Dir gehe» und tragen helfen. Du bekommst für dieses Kleid genau so viel, wie für da» andere. Sollte grau Hochberg Dir mehr geben wollen, so sagst Du, Mama habe da» verboten und verweigerst höflich aber ent-schieden die Annahme." Die Kinder verliebe» da» Dachkämmerchen. Draußen wirbelten die Schneeflocken lustig vom Himmel herab, und geschäftig eilte» die festlich gestimmten Menschen durch die Straße». Jedermann schien sich zu freue», und jeder zweite Mensch war mit einem Paket beladen. Die nahe Bescherungsstunde schien elektrisierend auf die Menschheit zu wirken. Hell tönten die Glocken in die Nacht hinaus, Ehristbäumchen wurden getragen. Wagen rollten voriiber, in den Geschäfte» gi»g es lebhaft zu, kurz, die Weih-nacht niit ihren unvergleichliche» Freuden war herangekvmme». Eiligst schritten Luise »nd Heinrich voran. Bor einem statt-lichen Hause de» etttgegengesetzten Stadtviertel« machten sie c»d-lich Halt. u»d zaghast zog da« kleine Mädche» die |*. Klingel. Ein Dienstmädchen in blendend weißer Schürze nahm den Kindern mit ei» nem schnippische» .endlich' die Schachtel ab und ver-schwand dann hinter der ÄlaSthiire. Fünf Minuten später reichte e« der Kleinen wortlos den üblichen Macherlohn hinaus. grau Hochberg hatte ihre prahlerische Zusage von gestern längst vergessen; Lnise kam daher nicht in die Lage, höflich aber ent-schieden die Mehrzahlung ablehnen zu müssen. * » Durch die Straßen der Stadt wanderte still und nachdenklich ein großer, schlanker Herr. Der seine Pelzmantel und die goldene Brille ließen leicht erken-nen, daß er der besten Ge-sellschastsklasse angehörte. Er mochte etwa sechzig Jahre zählen. Sein Haar und Bart waren völlig weiß, seine Wangen hohl uud bleich, uud seine gram-dnrchsnrchte» Züge ließen auf einen tiefen Kummer schließe». Stumm und teilnahm«-lo« schritt er an den sröh-lichen Mensche» und hell-erleuchtete» Schaufenstern vorüber, für ihn schien das alles nicht vorhanden zu sein. .Allein.' flüsterte er. .zum erstenmal ganz allein an diesem Abend. Wie der Gedanke mir das Herz zer-reißt! ... Martha, warum haft Du mich verlassen, warum hast Du mich nicht mit Dir genommen.' Er senkte wehmütig das Hanpt n»d wischte ei«e Thräne au« de» Augen. — Justizrat Korn, einer der reichste» Leute der Stadt, hatte vor nicht ga»z drei Monate» seine Gatt!» »nd damit sein Lebensglück verloren. Wa» ärztliche Kunst und reichste Mittel vermögen, war versucht worden, um da« fliehende ^.'eben aufzuhaltcu. Unisonst, der Sensenmann war unerbittlich gewesen. In der Heimgegangenen betrauerte der Gatte seine treue, sorgende Lebensgefährtin, die Annen der Stadt eine Wohlthäter!» ohueglcichctt. Obwohl der Himmel dem Herrn Justizrat keine Kinder beschert hatte, war doch in seiner langen, glücklichen Ehe kein Weihnacht«-sest vorübergegangen, an dem nicht ei» stattlicher Banin da» kinder-leere Gemach geschmückt hätte. Die beiden Gatte» überböte» sich a» dem Feste der Liebe und de« Frieden« mit Aufmerksamkeiten und Nebriraschuugen, und wie glückliche Kinder saßen sie alljähr« lich vor dem strahlenden Tannenbanm. Das hatte der Tod mit einem Schlage geändert In der präch- Weih»«cht«»arkl «emnli von W Zimmer tige» Wohnung de« Justizrat« war e« einsam, sehr einsam h Tannenduft durchzog, kein Wachslichtchei, erhellte die Gnu • Was Wunder, daß e« ihn hinanStrieb ans die Straße, l» unter Gotte« freie» Himmel! Dort durfte er hoffen, seine >.'t danken zu zerstreue», seinen Schmerz z» vergessen. Allel» das wurde ihm schwer, viel schwerer, als er g. -. seine Geda»ke» hinanf zu den Sternen, zogen Jahrzehnte an se> r geistigen Auge vorüber. .Sieh. Lnise, daS ist die Kanone anf die ich mich schon freut hatte,' hörte cr ei ich vor ihm stehenden Kne.. einer Weile fort, .nimm Du hier das Geld von Hoch bergs nnd bring' es Mama chen, ich will »och schnell in die Kirche gehen und zum Ehristkindchen beten." Die Kleine drückte dem Knabe» ei» Geldstück in die Hand, stieß ihn an uud wandte sich mit ihm zum Gehen. Der Justizrat folgte den Kindern in einiger Entser nung nach, nnd als das kleine Mädchen in die Kirche einbog, betrat cr auch mi> bemerkt das Gotteshaus Kleinen stehen nnd blieb dann in Hörweite von der Die Kirche war leer. Bor dem EhristnSbild kniete das Kind nieder, faltete seine Händchen »nd betete laut: .Liebes Ehristkindchen! Wenn du heule abend auf die Erde »iedersteigst, so vergiß a»ch Mamachen, Hciii-rich und mich »icht. Wir sind zwar arm, aber du fragst doch, wie uuser Herr Pfarrer sagt, »icht »ach Reichtum, souderu siehst auf daS Herz. Mein Herz, liebes Ehristkindchen, ist rein, nnd ich wüßte wirklich nicht, womit ich dich beleidigt hätte. Ich bitte dich nicht um schone Sachen, so gern ich noch ci» Pnppchen ge> habt hätte, ich stehe dich a», Mamache» z» stärken, Mamachen gesund werde» z» lassen, damit sie noch la»ge bei Heinrich uud mir bleibt. O. lieber Gott, es war schrecklich, als Mamachen krank lag! Papa hast du zu dir in de» Himmel genommen, »iinm uns nicht auch »och die Mama! Was sollten wir ohne n»ser liebes, g»teS Mamachen anfangen? Die fremde» Menschen sind so bös »nd herzlos. Sie gnalen »nd schelte» sogar uuser fleißiges Ma-»lachen, wie würde» sie uns Kinder erst auäleu. wenn wir ganz allein aus der Welt wären! Ehristkindchen, erhöre mein Flehen! 203 ■ .-s5.v ■ !"" •" •'' -jt *''? ;-'n*£r ' • .' V- - •- - ' #>#*>. &.,} ■•' . ■. i - , v japanische Zollgeschichten. v»de»s»e.««rteld»h»! «tatia» Un«er»tzlHi»,e». Mit Teil In borlß« Nummer., Laß Mamachen gesund werden und mache un» nicht zu Waisen. Mein Herz will ich Dir dafür schenken, etwa» andere« hab' ich nicht.' Die Kleine schwieg. Sie senkte den Kopf auf die Kniee und blieb zusammengekauert still sitzen. Der Justizrat war näher getreten. Dick« Thränen rollten lang-sam über seinen grauen Bart und seine Augen richteten sich nach oben. .Martha,' flüsterte er. .ich fühle Deine Nähe, ich verstehe Dich. Jetzt weiß ich. wa» ich am heutigen Abend zu thun habe.' Er legte die Hand auf die Schulter de« betenden Kinde». .Das Ehristkindchen hat Dich gehört,' sprach er. .stehe auf. mein Kind, »nd gehe zu Deiner Mutter.' ' Erschrocken blickte die Kleine auf. .Komm mit mir,' mahnt« der Justizrat wtich und reicht« d«m Mädchen die Land. Willenlos legte sie ihr kleine» Händchen in die dargrbotene Rechte und folgte dem fremden Herrn. Draußen angekom-men fragte der Justiz-rat: .Wie heißt Du, mein Kind?' .Luise Schleiden.' .Wo wohnst Du?' .Im Dachstübchen bei Erkinaiin.' .Wa« fehlt Deiner Mama?' .Sie hat schrecklichen Husten, sie weint so viel »nd die Brust thut ihr. so sehr weh.' .Wa» arbeitet Dein Mamachrn?' .Sie näht. O lieber Herr, sie näht Tag nnd Nacht, damit wir Brot und ganze Kleider haben. Mamachen ist so fleißig,' beteuert« die Kleine, .sie arbeitet stch noch, tot.' Der Justizrat sah dem Kinde in die blauen Augensterne, die jetzt, da sie von der Mutter sprach, vor seliger Be« geisterung strahlten. .Du bist ein ante», brave» Kind.' lobte er uud drückte der Kleinen die Haich. .Brave Kin» der verläßt da» Ehrist-kindchen nicht.' (S4,i.t fälst.) en ersten Freuudfchaft». und Handelsvertrag schloß Japan mit Nordamerika im Jahre 1834 daraus folgte 1865 ein solcher mit Rußland dann nacheinander solche mit den Riederlan-mit England, Frankreich u. s. w. 1801 mit Preußen und 1868 mit dem Norddeutschen Bunde. Den VertragSmächten wurden die Häfen von Na-gasaki, Hakodate und Jokohama und später die pou Hiogo tKobe) und Osaka geöffnet. Mit dem Ab-schluß der erste» Verträge hörte auch da» Verbot de» Shogun» auf, der e» den Japanern untersagte, ihr Vaterland zu verlaffen und seit der Zeit befinden sich viele Japaner im Ausland, um fremde Einrichtungen und ausländische Wissenschaft zu er-lernen. Im Jahre 1860 besuchte eine japanische Gesandtschaft Nordamerika und eine zweite meh-rere europäische Löse. Nach der Rückkehr dieser vesandschasten fanden europäische Einrichttingen und lki!llurz»stlinde schnell Eingang in Japan. Am meisten Anklang fand wohl in Japan die europäische Zolleinrichtung. Aber noch gegen Ende der sieb-ziger Jahre war die kaiserlich japanische Zollver-waltnng die seltsamste der ganzen Welt, uud Rei« bungen zwischen den Fremden und der javanische» Zollbehörde fanden au« den lächerlichsten Ursachen fast täglich statt. So hatte einst ein deutsch«? Kausmann, der sich in Shanghai niedergelassen hatte, von einem Geschäftsfreunde in Jokohama eine grobe Anzahl in Japan einheimischer Pflanzen und Blumen ge-schickt bekommen. Der Kaufmann, ein leidenschaftlicher Blumen-freund und Botaniker, pflanzte und pflegte seine japanischen Blu-men auf» sorgfältigste; aber alle Mühe war vergeblich, die Pflanzen wollten In dem jedenfalls ungeeigneten Boden Shanghai» nicht wachsen. Endlich entschloß er sich, stch au» Jokohama einige Säcke voll derselben Erde schicken zu lassen, in der die Pflanzen ursprüng-lich gewachsen waren. Gedacht- gethan, er schrieb seinem Freunde, ihm in Säcken eiMge Tonnen guter japanischer Gartenerde zu ver-pachten. Dieser begab stch vorsichtiger Weise zuerst aus» Zollamt, um zu fragen, ob die Erde zollfrei ausgeführt werden dürfe oder nicht. Die Antwort lautete bejahend und der Kaufmann lieb nun Stil» Nacht, (eilige Nacht! von Ctorch 204 etwa 100 Säcke mit bester Gartenerde füllen und in» Zollhau» schaffen, von wo au» alle» verschafft werden mußte. Jetzt aber riihrte sich da» Zollgewiffen der Japaner, zuerst machte» die Be-amten allerlei nichtige Ausflüchte, um zu begründe», warum die Säcke nicht in da» Schiff, da» wartend dalag. Übergeladen wurde» und schließlich verweigerten sie geradezu, die Erde überhaupt Pas-sieren zu lassen. Run sragte der Kaufmann erbost nach dem Grunde und naiv antwortete der schlaue Japaner: .Ja sehen Sie. mein Herr, wir befürchte», daß. wenn man einmal ansängt, japanische Erde auszuführen, und die Fremde» werden schnell genug ein-gesehen haben, wie vorzüglich Misere Erde ist, so wird in ein paar Jahren vom ganzen Japan nicht» mehr übrig bleiben 1" Zu jener Zeit gab e» in Jokohama noch keine Eisfabriken und derselbe Kaufmann ließ sich seinen Eisbedars von Hakodate bringen. Eine Ladung von etwa 400 Ton-nen dieses unentbehrlichen Stoffes kam nnn eines Tage» an und sollte wie alle» übrige da» Zollhau» passieren. Aber am Tage, al« es gelandet werden sollte, kam der Angestellte de« Kaufmanns, der die Ladung überwachte, in» Geschäft zurück und mel-dete, daß die Beamten, wie üblich, Schwie-rigkeiten machten. Der Kaufmann ritt nun sofort »um Zollhau» hinunter, sah mit einem Blick wa» vorlag und ohne sich erst mit dem Beamten selbst einzulassen, wen-dete er sein Pferd, um seine Beschwerde gleich höhere» Ort» anzubringen. Aber der Zollbeamte hatte den Kaufmann be-merkt und ahnte jedenfalls auch sofort, was der Deutsche beabsichtigte. Im Lausschritte eilte auch er zu seinem Vorgesetzten und kam schweißtriefend gerade an, als der Deutsche schon seine Beschwerde vorgebracht uud sofortige Beseitigung aller Hindernisse versprochen erhalten hatte. Mit gerunzelter Stirn empfing der Beamte seinen Unter-gebenen und fragte ihn barsch, warum er den Leuten unnötig« Schwierigkeiten b«-reite. .O Herr!" erwiderte der Zöllner, sich tief verbeugend, .ich weiß sehr wohl, daß auf Eis kein Zoll ruht, aber um es den Fremden recht offen-bar zu machen, habe ich jedem Eisblock, der ausgeladen wurde, das große Zollsiegel aufdrncken lassen!" w. (V Sine, bie tt »ersteht. .Weißt In, wen» mein Man» mich schlecht behandeln sollte, werde ich ihm drohe», daß ich wieder |» meiner Mama gelte * — »Sage ihm lieber, daß Du Deine Mama zu Dir komme» Ifift; da» wirkt bester' Geschickte Antwort. Herr lj»« Diener): .Jetzt weiß ich wirNich »ichi, bin ich verrückt, oder tu)" — Diener: .von Eu«r Gnaden wage ich t* gar nicht dorau»z«setz»it, daß sie sich «Ine« verriickten Diener halte» sollten.' Erkannt. Der große Romanschriststeller «lexanber Duma» wohnte in ei»e« sehr heißen Sommer in Montmoreney. Da» St» war sehr knapp ge-worde», und nur ein einjtger Gastwirt hatt« »»ch Vorrat an »I», gab aber davon außer dem Hanse nur noch a» Duma» ab, so viel dies«r haben wollte. Ei» Graf 0. »un, der «I»«» lag«» durchau» für seine Güste Ci» haben wollte. dachte, sich diese» durch List >u verschaffen und ließ seinen Diener nm Si» ,f*t Herrn Duma»' bitten. Man füllte auch mit dem kostbar«» »ry. stall d«n Simer. St» nnn aber der Diener nach dem Preise fragte und zugleich ein Geldstück hin-legte, riß ihm der Wirt den Eimer au» der Hand »nd »ntleerte ihn mit den Worten: .Sie haben »ich betrogen, Sie kommen »icht von Al»ra»der Duma», den« der bezahlt niemal»I" Traurig kehrte der Diener z» seinem Herrn zurück. Die Geschichte aber machte die Runde durch ganz Pari», und al» Duma« selbst sie hürte, rief tt» Ire»»»««- »«ficht. Rdchin; „Oefcit schreibt wie mein Bujujt, lit [ofl ihm. wenn et beute kommt, ein recht freundliche« Iellchi ma-chen und nun ist jerade die Speifesammer leer!" zelnd: .Der Wann kennt «ichl* »r schinun-«. WeignaWaöend. I» fremde Gtadt durchschritt icki sorgenvoll. Der Siuder denkend, die ich ließ zu Hau». Weihnachten war'»! durch alle Gasten scholl. Der kinderjubel und be» Markt» Gebrau». Und wie der Menschenstrom mich sortgespült, Drang mir ein heiser Stimmlei» I» da» Ohr: »paust, lieber Herr!" Sin magre» Hflndchen hielt Feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor. Ich schrak empor, und beim Laiernenschei» Sah ich ein bleiche» Kinderangesicht! We» Alter» und Geschlecht» e» mochte sei«, Srkannt' ich im vorüberschreite» »icht. Rur von dem Treppenstein, darauf e» saß, Roch immer hdrt' ich, mühsam. wie e« schien: .Saust, lieber Herr!" den Ruf ohn' Unterlaß', Doch hat wohl keiner ihm Gehir verlieh'». Und ich-? — War'» Ungeschick, war e» die Scham, Am Weg zu Handel» mit dem Vettelkind? Sh' meine Hand zu meiner Börse kam, verscholl da» Stinimlein hinter mir im Wi»d. Doch al» ich endlich war mit mir allein, Erfaßte mich die Angst im Herzen so, Al« W mein eigen Sind auf jenem Stein Und schrie nach Brot, indessen ich entfloh. lh»»dor Storm. ZI«Mtstrr>«. Reun »iweiß werde» z« Schnee geschlagen uub mit 600 Gramm fein gesiebtem Zucker '/« Stunbe verrührt, woraus man ben Saft und die auf Zucker abgerieben« Schal« einer Ei-trone, sowie 30 «ramm feinste» gimml dazu fügt und dann noch '/« Stund« rührt. von dieser Mast« wird uageführ eine Taste voll zur Glasur beiseite gestellt. Unter ba« übrige mengt ma» 600 Gramm gebrühte »nd gemahlene Mandeln, lüßt die Mast» eine Zeitlang ruhe» und rollt dann ziemlich dicke Streue davon au», welche man bei schwachee Hitze bückt und dann glasier«. Man formt den Teig am Abend und bückt ih» am andern Morgen. Pomera»zenbrötche». vier große Eur werde» mit 1 Pfd. Zucker etwa >/, Stunde lang ge-rührt. '/»Pfd. überzuckerte Orangenschalen schnei-bet man al»dann in ganz kleine Würfel und mischt sie nebst l Pfd. Mehl in be» Teig, vo» dem man al»da»n runde oder lüngliche vrbtchen formt, die ma« auf ei» gut bestrichene» Backblech bringt »nb etwa eine Stunbe stehe« lüßt. Hiernach bringt ma» st« in gelinde vsenhitze und lüßt st« darin backen, bi» sie »ine schöne gelbe Farbe habe«. Ei» sehr kräftiger, aber guter «nd bekömmlicher Punsch wird folgender-maße» bereitet: Man gießt je eine Flasche Weißwein, Rotwein, Rum ode« Arrak «nd Waster zusammen, giebt bie Schal« von einer, den Saft von vier Citronen dazu und kocht da» Ganz« mit Zuck«r auf, worauf ma» d«n Punsch durch «i» Seihtuch giebt. All« dies« Punfchart«« kb»ne» kalt ober heiß ge-gebe» werden. Begen Wadenkrampf. Leidet man am Wadenkrampf. so reibe man bie Füße allabendlich, jedeufall» »ach Anstrengung oder Ausregung, mit Spiritu» ein. Echter Eor»- oder Franzbranntwein soll dieselbe» Dienste Ihn»; Spiritu» wird aber für heilkräftiger gehalten. Z«m Wasche« der Haarbürsten bedien« man sich niemal» der Seife: man nehm« vielmehr etwa» Soda, lüse sie in warmem Waster a«f und leg« di« Bürste mit d«n Borsten noch ««te« in di« Lüsung, so daß da» Waster nur gerade die Borsten bebeckt. So werde» diese bald weiß und rein sein. Dann lüßt «an die Bürste an freier Lust »nd mit »»taflet« gekehrten Borste» trockne». Sch»chlis»ngen: Ar. i«. I, t-i> *. K <1 »— f l-( 4 t etc. Ar. 14. T e l-g 3 K d 4 D l l-t 1 ) Charade. » » - Ta« Erste ist immer von hohem »ewicht. Du« «lndr • ■ — - Ta« Sanzt fcr.t un\»h «Mit Elfe »nd Kante dir nicht, i« stet« au« dem Erste» gemacht, l'gen Otfen den ?»d schon gebeacht. Homonym. Einmal zeigt mich der Vater Rhein. »1,1» --------- retfach I vierfach lieg ich in Reerr«woge». — Znximal Drei! » jede« Bö hat mich der seiet», leitenboflen. 114« Gut gegeben. Professor (al» sehr zerstreut bekannt»: .Ich habe bie Bestimmung getroste», baß meine Leiche mal verbrannt nnb daß bie Asch« in alle Winde zerstreut werden soll." — »Sie wollen also auch nach Ihrem Tode noch ei» zerstreuter Professor fein'/" Arithmogriph. 6 7'8. Eine deutsche Haupt» und Residenzstadt. Eine «Mi». Eine fteldfmcht. Ein deutschte mutz. Ein Vaum. (. Ein Gartenaerüt Et» weltlicher Rome. H. Vero In der Schweiz. 8 C o N » r C b » e A Auslosung. J • » ii n i » i> n b n c I ■ lote* t » W « g ehern h r o <1 r' j » « b » r h I o t o t b » i » Tic «lnfangtduchstaden ergede» £ ,» u r G » d So« ■ »Zohanniterord«»' » « •'S bin» a « i o n A m » | i • r i i g o i 7 • t e b MufUsung folgt in »üchstee Kummer. Nie iNrAic v-idedalie». V"rtlM« Redaktion von Ernst 'JlleHtee. netinuft und drr.iu««tS>>» Qoii O.cincr k 'JJieiliec tu aiuiuiufc