Sonntag, den SS. IM 187t. X. Jahrgang. „Marburgtt Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — sür Marbnrg: ganzjähria 6 ft., lialbiäliria 3 fl vierteliäbria 1 fl KV kr' fiir l^ukesluna m. ö°u. monatlich 10 tn - mit P»ft°-rsendnne ^ »°n,>°h.ig S fl.' h.>djih.ig°4 K. 'diertelsthrig - 7 zAr'i-n.g^A S .? p.. Seil" ^ " Am die ftele Schute! Zum Kampfe denn, zum Kampfe je^t! Der Kampf nur gibt die Weihe. Areiligrath. Marburg, 22. Juli. Kampf ist Ltben! Ohne Kampf tem Gebrauch der Kräfte, leine Entwicklung derselben. Ohne Kampf Erkaltung de? Herzen, Trübung des Eeiste». Je höher der Preis, desto erhebender und beglückender ist der endliche Sieg. Wohl uns, daß eines der schönsten Ziele die freie Schule ist. Wehe uns, ivehe so viel Millionen Mal, als es Seelen in Oesterreich gibt, lvenn wir in diesem Kampfe unterliegen. Die wenigsten unserer Gegner haben bei Schaffung des SchulgeseKes die Trogweite desselben erkannt, sonst hätten ste den Krieg schon früher begonnen. Die ersten Widersacher, welche dieses Gesej» durchgelesen und verstandku, riefen zum Streite; die Kampfgenossen Hörle» und schwuren auf's Wort der Führ>r — eine blind-glüubwe, unbedingt gehorchende Masse. Diesem Fehler der Gegner verdanken wir'S, daß das Schulgesetz sich zum Theile schon einge-lebt, daß es sich praktisch verwerthet. daß namentlich die ganze Lehrerschaft für daSsklbe sich erklärt, entschiedene, sachkundige Männer, aus deren Seite die Jugend sich geschlagen. Diese Stellung drr Lehrer zum Schulgesetz ist von solcher Bedkntuug. daß keine Partei sich am StaaiSruder zu erhalten vermag, welcher die Lehrerschaft grgenübertrilt. Die nächste Zukunft wird es beweisen. Freie Schule! Wenn ein Hoffnungsstern uns leuchtet in der Nacht, die hereinzubrechen droht, so ist ts die Gewißheit, daß der übirgroße Thtil des Volkes die zwingende Rothwendigteit und den greifbaren Nutzen der neuen Schule einsteht — der Schule, welche das heranwachsende Volk zum freien richtigen Denken erzieht. Wenn die Knaben, welche die neue Schule gebildet, zu Jünglingen und Männern gereift, dann wird es an der rechten und retttenden Thal nicht fehlen. Die Geldfrage ist auch hier eine Lebensfrage und suchen die Gegner des Schulgesetzes besonders den Kostenpunkt sür ihre Zwecke auSzulicuien. Was die Bertheidiger der nrucn Schule in dicser Beziehung helfen können, das dürfen sie nicht unterlassen. Der Schulpfennig ist eine freiwillige Steuer, die jeder Freund des BolkeS leisten muß. Geld regiert auch hier die Welt. Mol: Freiwillige Steuern sür das Uncnt-behrlichste. was wir in Oesterreich brauchen — sür die Schule, für das fichersle Bollwerk der Freiheit. Frkiwillige Steuern nnd mit vollen, raschen Händen — überall und solange, bis line kühnere Gesetzgebung mit hundert anderen brennenden Fragen auch diese Geldfrage löst. Zum Kampfe denn l Mndesstaat nnd WMswirtffchafi. Die „NkUt Frei, Preffe" liebt es, zur Ve kämpfunq der bundeSstaatlichen Partei auf die vermeintlichen Schattenseiten der schweizerischen Eidgenossenschaft hinzuweisen und darailS Kapital zu schlagen sür den Einheitsstaat. Der letzte diesbezügliche Bericht, ivelcher dem genannten Blatt zugekommen, schildert die Mannigfaltigkeit des „bürgerlichen" Rechte» in der Schweiz, wo jeder Einzelswat sKanton) unier Anderem auch daS volle Gese^gebungSrecht über diesen Theil deS Volkslebens besißt. Nachdem sich der Berichterstatter der „Neuen Freiln Presse" daS Centralistenherz erleichtert, bespricht lk die Leistung«« der Schweizer auf volkS-wirthschoftlichem Gebiete. Trotz all' seiner Vor-urtheile gegen die liundkSstaatlichen Grundsätze und Gestaltungen ist der Berichterstatter dennoch gezwunjien, die Vortheile der selbständigen Verwaltung zuzugeben; er schreibt: „Ein schlagendes Beispiel zeigt daS letzte Frühjahr, ols 85.000 Mann sranzosischer Truppen binnen zivei Mal Viertindzivanzig Stunden mit 645 Geschützen aller Art, unzähligen Fuhrwerken. 120.000 Stiick Gewelircn und blankcn Waffen, 10.6-tS Pferden in schaudererregendem Zustande ze. das Schlveizcrgebiet betrate» und in fünf Tagen in jümintlichell Kantonen »vohlvcrsorgt untcr-gekiracht »varen. Alles, was von Oben herab geschah, bestand einfach darin, daß ein Telegramm den Kantonen anzeigte: zu der und der Stunde kommen so und so viel Atonnschasten und Pferde an, versorgt sie! Wie uild wo, das müßt ihr selbst wissen. Und so geschat) cS. General Herznj^ erkennt dies in seinem Schluhberikttte vom 19. Juni mit folgenden Worten an: „Wenn eS gelang, die erste französische Armee in dem trostlosen Zu-stände, in welchem sich Mann und Pferd besan-den. auszunehmen und ohne Störung in daS Innere der Schweiz fortzubringen, so gebührt daS Hauptverdienst einzig und allein der wirthschaft-lichcn Tüchtlgkkit. der Opferwilligkeit der Bevöl' kerung der Kantone, die in ivahrhaft rührender Weise sast unmöglich scheinende Leistungen hervorbrachte. Die erhebenden Szenen jener Tage iverdeu meinem Gedächtnisse unvergeßlich ringe« prägt bleiben." DaS Gegenstück bildet die große Nation, welche durch eine unsinnige milthschaft. liche Crntrallsntion unfähig gemacht worden ist, etwas praktisch und von sich auS in die Hand zu nehmen. Trotzdem, daß inan die Abschiebung der Jttterniltcn um sechs Tage verschob — aus Wuitsch der Bersailler Regierung — mußtcn die Truppen doch sosort Mit dem Betreten deS heimatlichen Bodens — im Schnee übernachten und voii einer ordentlichen Verpflegung ivar keine Rede!" Wir ftagen den Berichterstatter der „Neuen Freien Preffe": Ist die selbständige Berivaltung nicht die Frucht der selbständigen Gesetzgebung? Ist eS grundsätzlich zulässig nnd praktisch rathsam, beide zu trennen? Wäre im Cinheilsstaate Oesterreich im gegebenen Falle der Erfolg, besser ge-itiesen, als i»n Einheitsstaate Frankreich? Hat die wirthschaftliche Centralisation in Oesterreich, die ja eine Folge der politischen ist — unser Volk nicht auch, wie das französische, in gar vielen Dingen unfähig gemacht, dieselben „praktisch und Von sich aus in die Hand zii nehmen?" Z>er Aorstzwang in Irankreich. Die Bewalduiiji der Ländercien in Frankreich hat, mehr als in anderen Staaten, sowohl Sei- tens der Privaten, als namentlich Seitens der lehten Regierungen die aufmerksamste Wege gefunden und auch die Gesetzgebung hat in nutz-bringender Weise eben dahin gewirkt. Höchst merkwürdig und durchaus nachahmeuS-tverth ist besoilders das vom Gesetze vorgeschriebene Verfahren, nur öde und unfruchtbare Ländereien zwangsweise mit Waldungen zu bepflanzen, wie dasselbe von einem Einsender in der „Neuen preußischen Zeitung" muthmahlich von einem Land-wirtlie. der am letzten Feldzuge theilgenommen, geschildert wird; er schreibt nämlich: „Unter Atiderem können wir vou Frankreich nachahmen und lernen: den Forstzwang. Wo dort sich größere, öde, unfruchtbare und unbebaute Ländereien finden, da läßt die Regierung eine Komtnission zusammentreten, bestehenv auS sachverständigen Forst- und Landwirthen und Mitgliedern der Regierung, welche eiu Gutachten da-rüber abzugeben hat. ob diese Ländereien »och irgendwie brauchbar sür den Ackerbau zu machen oder ob sie nur für Anschauungen geeignet sind. Im letzteren Falle werden aus Kosten der Re-gierutig diese Ländereien sofort forstmäßig ange-schont; alsdann hat nach zehn Jahren die betreffende Gemeinde die Wohl, ob sie sämmlliche Kosten der Anschonung übernehmen will oder nicht. Will sie die Kosten tragen, so bleiben die Ländereien unverkürzt ihr freies l^igenthum, weigert sie sich dessen aber, so bleibt ihr nur die Hälfte, während die andere Hälfte alS sreieS Eigenthum der Regierung anheimfällt. Die Nützlichkeit dieses Gesetzes ist in die Augen springend. Wie viele solcher unbebauten Landstrecken fiilden wir noch in Deutschland (viel mehr aber noch in Oesterreich!). Die Indolenz und Trägheit der einzelnen Gemeinden und Besitzer. auch oft die Armuth ist hier zu groß, um selbst Hand an'S Werk zu legen. Ich übergehe hier alle Vorzüge dieses Verfahrens, als z. B. der auf daS Klima so wohlthätige Einfluß der Wälder ze.^c. ilnd möchte nur die Augen unserer jetzt so schöpserischen Gesetzgeber auf diesen Punkt gelentt haben, damit wir bei uns nicht auch erst, wie in Frankreich, durch Schaden klug werden, wo erst Miß-Ernten, Ueberschwemmungen ^c. u. dieses Forstzwangs-Gesej) geschaffen haben." Iii viel höl)erem Grade als von Deutsch-land, gilt alles hier Gesagte von Oesterreich, wo man ja unter den Augen und unter Mitwirkung der Regierung selbst vorhandene Waldungen verwüstet, statt daß neue angelegt werden. Am Geschichte des Hages. Die Wa hlrefo rm, welche die Regierung sür Böhmen vorschlägt, entspricht vollkommen dem Plane der reaktionären Partei. Die Grundlage Schmerlings — die Änteressenverlretung — bleibt; allein darauf soll ein Bau errichtet iverden. an ivelchem der hohe Adel nnd die Hochkirchler ibre Freude haben. Ilnd das verehrungswürdige Publi- Böhmen? Die Jungtschechen sind unzufrieden, weil das Vorrecht der Bischöfe nicht aufgehoben und der Abel noch mehr liegiinltigt wird. Die Deutschen atier verlieren daS l)iSherige Vertretungsrecht der Handels, und Ge-werbekammern. HolienwarlS Bestreben gegen daS Deut^lzthum hat eine Folge, die wir in ihrer gan» zen Schwere erkennen: er bringt die Deutschen namentlich Vöhmen« zm Oppofition. wie keiner, der vor ihm die Geschicke Oesterreichs beeinflußt und diese Opposition ist eS, die un» notthut. Die Gefühlsduselei mit Allem. waS darum und daran häng», muß unseren Stammgenofsen in Oesterreich ausgetrieben werden: waS unser Bitten und Beschwören in zehn Jahren vergebens zu bewirten versucht — dem Grafen Hohenwart ist eS in wenigen Monaten gelunj^en. In Deutschland muß die Stimmung gegen die Ultramontanen eine tief erregte sein, wenn sogar die Allgemeine AuaSburgerin zum Aeußersten entschlofien ist und vaS Einschreiten de« Staates verlangt. „Nur auf Grund des Konkordates", schreibt dieseS Blatt, „und nicht auS privatrechtlichem Titel zahlt der Staat an die Bischöfe und ihre Domherren jene enormen Gehalte; daS Konkordat aber ist zerbrochen, weil die Kurie selbst auf's Hartnäckigste erklärt, daß daS Berhältniß von Staat und Kirche nun eben ein ganz anderes sei. alS eS im Konkordat nor-mirt ward. Der Staat bestellt die Pfarrvor-stände und ergänzt denselben die Kongrua. er hat in der Anstellung derselben und der Berabfolgung jener Beträge eine indirekte Gewalt über den Klerus. Er hat die Strafgesetze, um jenen schmäh lichen Angriffen gegen die staatliche Autorität zu ^geanen, er hat Beamte, denen er die schärfste Wachsamkeit zur Pflicht machen soll." Die englischen Blätter sind getheilter Meinung über die Berordnug. durch welche die Regierung den Stellenkauf im Heere verbietet. Während die Einen diese Verordnung alS ver» faffungSwidrig bezeichnen, rühmen die Anderen das Borgeheu Gladstone'S. Da zu diesem Kaufe stets die königliche Bewilligung nöthig war. so brauchte eigentlich nur diese versagt zu werden. Warum aber legte dann die Regierung selbst einen Gesetzentwurf vor? vermischt« Nachricht««. (Dii Rtgitrung vo» Aotga« und die Lehre von der päpstlichen Unfehlbarkeit.) Pfarrer guchS zu Niederwhl im Aargau. welcher die Pfarrgenossen vor dem Empfang des Abendmals auf die Lehre von der päpstlichen Unfehlbarkeit verpflichten wollte, ist von der Regierung abgesetzt worden. Der Beschluß lautet: „Dem ZhomaS FuchS von Einsiedeln Pfarrer in Riedermyl. ist vom 1. September 1871 hinweg die Pfründ-Kompetenzfähigkeit für den Kanton Aargau entzogen. Bon genanntem Tage an hört die Ausrichtung der Befoldung an Pfarrer FuchS auf. Einfache Mittheilung an den Mschof von Basel, die Finanz-Direktion und den katholischen Kirchen rath mit der Einladung, die erledigte Pfründe zur Wiederbesetzung auszuschreiben.- (Unterstützung landwirthschait-licher Ausstellungen.) Bon Seiten deS Ackerbauministeriums sollen künftig nur folche landwirthschaftliche Ausstellungen einen Beitrag erhalten, die n) entweder Kulturbilder getvifser Bezirke. Gaue oder Länder nach allen oder nach einzelnen Zweigen der Bodenwlrthschaft darbieten; oder b) die Kenntniß und Verbreitung von besserem Bieh, Maschinen und Gerathen. Sämereien in entschieden wirksamer Weise bezwecken; oder o) endlich beide hier angedeuteten Hauptlichtungen verfolgen. In allen Fällen muß daS Programm nicht nur die vorgesteckten Ziele, sondern auch die Mittel zu deren Erreichung wenigstens in den Hauptumriflen erkennen lassen. (Verwendung der Steuerämter für Bezirksschulkassen.) Durch daS Gesek vom 11. Mai d. I. wurde bestimmt, daß das yinanzmlnistenum auf Einschreiten der bethei. llgten LaudeSschul-Behörden den Steuerämtern die Geld« und Urkunden-Gebahrung der BezirkSschul« kassen. sowie der Lehrer-PenfionSfonds-Kaffen zu übertragen habe. Nach eiaem Erlaß deS Finanz Ministeriums ist, wenn von einem LandrSschul» rathe ein solcher Anspruch erhoben wird. daS bezügliche Einschreiten mit den geeigneten Anträgen nnaufgehalten zur Entscheidung deS Finanzministeriums zu leiten. (Bewegung der steiermarkischen Bevölkerung.) DaS Ergebniß dieser Bewegung im Jahre 1870 war: Geboren tvurden 37.71 ö und zwar 19.401 Knaben, 18.314 Mädchen. Bon diesen kamen 606 Knaben und 463 Mädchen todt zur Welt. Unehlicher Geburt waren 10.645. nämlich: S4()7 Knaben (darunter 2b7 todtgeborne) und S238 Mädchen (darunter 203 todrgcborne) Gestorben sind im Jahre 1870 16.233 männ-lichen und 14.473 weiblichen Geschlechts, darunter 21 Männer und 13 Frauen im Gefängnisse — im Tanzen also 30.706 Personen mit Einschluß der Kinder unter 5 Jahren, deren Zahl 11.669 beträgt. Ein Alter über 70 Jahre errerchten 2357 Männer und 2289 Frauen. Getraut wurden 10.264 Paare. Unter diesen waren 8191, wo beide Theile dem ledigen und 184, wo beide Theile dem Witwenstande ange-tiörten. Ferner verbanden sich 1140 Witwer und 749 Witwen mit ledigen Personen. Die meisten Ehen wurden geschlossen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahre (1332). Gemischte Ehen wurden 58 geschlossen. Von diesen gehörten 35 Bräutigame der protestantischen, 20 dir römisch katholischen, 1 der helvetischen, 1 der griechisch unirten und 1 der griechrsch-nicht-unirten Konfession an. Bon den Bräuten hingegen bekannten sich 37 zur römisch-katholischen, 18 zur protestantischen und 3 zur helvetischen Konfession. Durch den Tod wurden 5533 und durch Scheidung 4 Gtlen aufgelöst. Die längste Ehe dauerte 61 Jahre, dagegen wurden unter einem Jahre 35 Ehen durch den Tod gelöst. Hinsichtlich deS Alters deS Bräutigams und der Braut wäre zu bemerken, daß der jüngste Bräutigam 17 Jahre, der älteste 79, die jüngste Braut 14 und die älteste hingegen 71 Jahre zählte. (Auch eine Stempelstrafe.) ES ist »viederholt der Fall vorgekommen, daß Personen tvegen angeblich unrichtiger Antveadnng von Stempelmarken gestraft wurden, obgleich die betreffende Marke in Bezug auf ihre Höhe oder Werthgeltung ganz den Forderungen deS Stempel» gesetze» entsprach. Die zu ihrem größten Erstau-nen nachiräglich zur Strafe Gezogenen hatten nämlich für ihre stempelpflichtigen Urkunden d»e neuen Marten Verivendet. die sie anS den öffent» lichen Berschleißlokalen — wie der „TageSbote au» Mähren" berichtet — schon beziehen konnten, obgleich die Zeit für die Anwendung diefer Marken erst einige Tage später begann. Daraus hat nun die Finanzbehörde eine Uebertretung der Bestimmungen deS Stempelgesetzes herausgetüpfelt und Anlaß genommen, den Betreffenden die entsprechenden Geldstrafen zu diktiren. Daß ein solcher Borgang sehr befremdend erscheinen muß, brauchk^ wohl nicht gesagt zu werden. Denn dafür, daß man eine dem öffentlichen Berfchleiße bereits über-gebene Marke, die bezüglich ihrer Werthhöhe nicht beanstandet werden kann, verwendet, der Strafe unterz0t»en zu werden. daS ist etwaS, wovon man sich anderwärts wohl nichts träumen läßt; aber bei uns ist daS was Anderes! Marburger Berichte (Selbstmord.) Sonntag den 16. Juli hat sich in Pettau der Trödler Simon Lach er« henkt, während seine Gattin sich in der Kirche befand. (Im Walde bei Iuvanze n.) A»ch»ngS Juli verschwand der Weber Geom Jleschitz' in Juvanzen, Gerichtsbezirk Pettau. Am 18. ging seine Tochter in das naht'^Gehölz und fand ihn dort mit zerschmettertem Haupt unter einem Baume liegend — daS abgeschossene Jagdgewehr daneben. (Sta dtschulra t h). In ver letzten Sit-zung des StadtschulratheS wurde beschlossen. daS Gesuch der grau Wilhelmtne BerdajS um Bewilligung zur Errichtung eineS Kindergartens zustimmend dem LantieSschulrath vorzulegen. DaS Gleiche soll mit dem Gesuche der Schuljchivestern, betreffend die Erwirkung deS OeffentlichkeitsrechteS, geschehen. Der Stadtschulrath berichtet darüber an den LandeSschulrath: „Im Schulbezirke Stadt Marburg befindet sich seit 1865 eine Privat Mädchenschule. Vorzugs-weise für Kinder der ärmeren Klasse bestimmt. An dieser Anstalt, dreiklassig, wird 1>tr Unterricht von Schulschlvestern erlheilt, während der Frauenverein in Marburg vorzugsweise die Kosten der Erhaltung herbeischafft. Die Zahl der daselbst unterrichteten Kinder beträgt im Mittel 300. Die vorgelegten Lehrpläne, sowie die vorgenommenen Jnspektioilen beweisen, daß an genannter Anstalt das durch die neue Schul- und Unterrichtsordnung gesteckte Lernziel nicht nur angejtrebt. sondern auch wirklich in erfrrulicher Weise von lauter geprüften Lehrerinnen erreicht werde. Wolle demnach der hochlöbliche k. k. LandeSschulrath gefälligst dahinwirken. daß der dreiklafsigen Mädchenschule der Schulschlvestern in Marburg auf Grund der Erfüllung aller gesetzlichen Bedingungen das Oeffent-lichkeitrecht verliehenwerde." In der Sitznn«, vom 3. Juli tvurde ein Dreierausschuß gewählt zur „Ausmittlung geeigneter Schullokalitäten und Besetzung der er-forderlichen Lehrstelle behufS Erweiterung der städ-tischen Mädchenschule, beziehungsweise Errichtung einer sechsten Klasse." Nach dem Berichte dieses Ausschusses wurde beschloffen: 1. An die Stadtgemeinde unter Mittheilung deS vorgelegten Entwurfes daS Ansuchen um AuSmittlung be-ziehuligSweise Adaptiruug der hiezu erforderlichen Lokalitäten zu stellen, und 2. die AuSfchreibung der neuen Lehrstelle durch die „Marburger Zeitung" und die Grazer „Tagespost" zu veröffentlichen. Herr Direktor Habianitsch verlaS daS Pro« gramm des Sonderausschusses, betreffend die Schlußfeier deS heurigen Schuljahres; er beantragt: 1. SamStag den 12. August soll in der Domkirche ein Gottesdienst abgehalten werden Utld hierauf im Gemeiuderathfaale eine Schul-feierlichkeit, bestehend in Gesängen und Borträgen, Namhastmachung der ausgezeichneteren Schüler, Ansprachen an die Schuljugend und deren Angehörige, wie im Borjahre, stattfinden. 2. Am nämlichen Tage Nachmittag soll im Bereich deS vormaligen KädettenstifteS für die Schuljugend ein aus Gesängen und Spielen bestehendes Kinderfest veranstaltet, zur Erhöhung deS Vergnügens eine Musik beigezogen, sowie auch die Jugend mit Erfrischungen betheilt »Verden. — Der erste Punkt ivurde in seinem ganzen Umfange einstimmig angenommen; bezüglich deS ztveiten wurde Herr Direktor Hibianilsch eriucht. mit einigen Herren und Damen über die Art und Weise der Ausführung Rücksprache zu pflegen und über daS Ergebniß in der nächften Sitzung Bericht zu erstatten. (Sitzung deS Gemeindeausschusses vom 20. I u l i.) Der Ausschuß zur Ueber« wachung des SchulhausbaueS beantragt, die Ber-einbarung mit den Herren Bucher, Hartmann und Lobenwcin. betreffend die Beschleunigung dieses Baues, zu genehmigen und behält sich vor, weitere Antrüge zu stellen, wenn die Bauführung größere Forderungen bedingen sollte. Dieser Antrag wird ohne Verhandlung angenommen. Herr Dr. KoMuth berichtet über den Antrag wegen Entfernung der Arreftlokale in der Allerheiligen-Gasse; er beantragt: Jene Denkschrift, welche der gegenwärtige Justizminister von der Ai)ordnung der Stadt Marburg verlangt habe, sei mit den erforderlichen Belegen in kürzester Zeit abzusenden und der vorgelegte Entwurf sei in Berathung zu ziehen und zu genehmigen. Die Versammlung stimmt diesem Antrage bei. Herr Dr. Kotzmuth erstattet seinen Bericht über die Verlegung deS MilitärspitalS. Die Abtheilung beantragt: ES seien in einer Einlage an das Generalkommando in Graz alle Gründe zusammen zu fassen, welche sowohl vom Standpunkte der Gemeinde Marburg, alS auch der Militärverwaltung für die Verlegung dieses Spitals vom linken Drauufer in der Grazer-Borstadt auf das rechte Drauufer in der Nähe der beiden Hauptkaseruen sprechen. Zugleich seien die An. träge der Herren Baron Rap und Franz Perko zur Herstellung, beziehungsweise ganz neuer Erbauung eines Spitals dem Generalkommando vorzulegen. Der Enttvurs sei in Berathnng zu ziehen und zu genehmigen. Nach Verlesung die- Htklu Graf, betreffend Abänderung seines Vertrages; die Abtheilung beantragt: ^Da bisher die Privatkoasumenten nicht angehört werden tonnten und zu wenig Anhaltspunkte vorhanden sind, um «ine gewissenhafte Aeuherung bezüglich VeS Ertrages der Gasanstalt abzugeben, so ist die BelmchtungSkommission zu ermächtigen, zwei Sach. verstandige zur Abgabe ihres Gutachtens über letztere Frage beizuziehen. Nach kurzer Berathung wird dieser Antrag mit dkM Zuscitze angenommen, daß sich die BkleuchtungSkommission daS Gutachten im Privatwege verschaffen woÜk. (Schul pf ennig.) Eine fröhliche Tisch-gksellschaft von hiesigen Bürgern hat zu Gunsten des Schulpfennigs sieben Gulden gesammelt. Diese Neisteuer verdient Nachahmung. Wär'S nicht möglich, in jedem gutbesuchten Gasthause eine Büchse anzubringen, wo sreiwillige Beiträge „für drn Schulpfennig" eingelegt werden? Drei Stammtzäste sollten die Ausführung übernehmen und monatlich oder wöchentlich die Büchse öffnen. Die „Marburger Zeitung" würde daS Ergebnih im Allgemeinen und im Besonderen mitthellen. (Pa rt ei l e be n.) In GonobiK, wo der katholisch-konservative Verein kürzlich den Herren Abgeordneten Brandstetter und Seidl sein Mißtrauen bezeugt, gibt es auch einen politisch-volks-wirthschaftlichen Berein „Fortschritt"; dieser hat m der letzten Sitzung beschlossen, de« genannten Herren sein volle» Vertrauen zu erklaren. (Arbeiterbildungsverein.) Heute Nachmittag 1 Uhr wird im Gasthause de» Herrn Tscheligi am Hauptplatz eine Sitzung des Arbeiter-bildungsVereineS abgehalten; ausderTageSordnung stehen: Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben des Halbjahrs. Bortrag über die altkacho-tische Bewegung. . . . (Neuer Berein.) Nach dem Vorbilde des deutschen BercinS in Graz soll auch hier ein solchtt Verein gegründet werden und würden der politisch. volkSwirthschaftliche Verein „Fortschritt" und der „Deutschnationale" in denselben aufgehen. Ein Dreieransschuß deS Vereins „Fortschritt" ist mit der Durchführung dieses Planes betraut worden «-tzt- §>ost. Der Entwurf der böhmischen Wahlordnung ist schon vor einigen Monaten verfaßt worden. Der ungarische Ministerrath hat sich für die Vereinigung von Pest und Hfen entschte-den und soll die Hauptstadt au» Alt-Gfen und die Margarethen^nsel umfaffen. Deutschlands Kläffe werden im Auftrage des ReichökanzleramteS untersucht Der franzofischc 5triegSminiiter läßt das Gesetz über die ungarische Landwehr i!ber-ketzen. ses Schriftstückes werden die Anträge der Abtheilung zum Beschluß erhoben. Herr Dr. Kotzmuth berichtet über den Antrag des Herrn Stampfl und Genossen wegen Verlegung eines Beschälhengften-DepotS nach Marburg. Die Verlegung sei im Jntereffe der Stadt Marburg und sei darum anzustreben durch eine wohl begründete Eingabe an daS Ackerbaumini-sterium. Der Antrag der Abtheilung wird einstimmig angenommen nnd daS Stadtamt mit der Abfassung der Eingabe betraut. Von fünfUnterstützuagSgesuchen werden zwei abgewiesen^ Herr Flucher berichtet über daS Ersuchen der Gemeinde Kartschowin um Verbesserung der PulverthurM'Straße. Die Abtheilung beantragt, diesmal ausnahmsweise zu entsprechen, weil die Straße jetzt durch die Zufuhren der Materialien zum SchulhauSbaue außerordentlich benützt werde. Herr Rödling befürwortet diesen Antrag; Herr Aeuter erklärt sich ebenfalls dafür, jedoch mit dem ausdrücklichen Zusätze, „nur für daS heurige Jahr", damit hieraus der Gemeinde Marburg keine Verpflichtung erwachse. Schließlich wird der Antrag in der Faffung angenommen, daß die Beschotterung dieser Straße auf Rechnung der Gemeinde Kartschowin slatlfinden soll. Herr Flucher berichtet im Namen der Be-leuchtnngSkommifsion über daS Anerbieten deS Z>er Aiamantmyändter. Von li, Vehulkt. (Fortsetzung). „Noemi", sagte Hansen, ihr die zitternde Hand drückend, „armes unglückliches Kind!" Eine Wolke der Ohnmacht umschleierte die Stirn der Jüdin, sie sank um. und Hansen fing sie in seinen Armen auf. Diese Berührung durchzuckte sie mit elektrischer Gewalt, sie schlug die Augen auf. und Purpur-röthe ergoß sich über ihr Gesicht, als ihr Busen an dem seinem klopfte, nnd seine Augen so nah in die ihrigen blickten. Die Hand der Stummen berührte leise seine Schulter. Er ließ Noemi loS. deren Lippen ein tiefer Seufzer entschlüpfte, und wandte sich zu der Wärterin. Sie deutete mit der Hand nach dem geheimen Gange, und ihre Gebärden drückten auS, daß eS Zeit sei, sich zu trennen. Schmerzlich bewegt schloß Hansen Fanny noch einmal in die Arme. ^Werden wir unS wiedersehen?" entfloh es ihren Lippen. ES ward ihr dunkel vor den Augen, der schöne Wonnetraum zerrann in der surchtbl^ren Wirklichkeit. „Wir »Verden unS wiedersehen, süßeS Mädchen." entgegnete er mit krampfhaft bebenden Lippen. „Nein, ich bleibe bei Dir! Hier, hier ist mein Platz, hier laß mich sterben!" In diesem Augenblicke wurde hastig die Kerkerthür ousgerisien. und der Scheich erschien auf der Schwelle. „Berrath l" rief er mit funkelnden Blicken die Szene überschauend. „Berrath im Innern meines HauseS. Wer . hat mir daS gethan? Ha, die stumme Schlange! Ich hätte ihr mißtrauen sollen. Sie hat sich nie an den Harem ihres Gebieters gewöhnt, sie hat mir geflucht und um ihre Flüche nicht zu hören, habe ich sie stumm gemacht. Sie soll eS sein für immer!" Er wollte sich mit dem Dolche auf die Unglückliche werfen, die beiden Mädchen stießen ein furch!hareS Jammergeschrei aus. „Nein", sagte er, den Dolch einsteckend, »vährend ein grimmiges Lächeln seine Lippen um» zuckte, „sie soll nicht sterben, aber ihr Leben sei ein beständiger Tod!" Die Stumme stieß ein heisereS. verächtliches Gelächter auS, daS schauerlich auS ihrem zungenlosen Munde hervordrang. .Bindet sie!" rief der Scheich seinen Leuten zu. die er am Eingange gelaffen. „Bindet auch diese beiden Täubchen nnd bringt sie in die oberen Gemächer." Ein halbes Dutzend Drusen warf sich, ehe er sich noch von der Ueberraschung und Verwirrung, welche diese Szene in ihm erregt, erholt hatte, auf Hansen, ohne daß er Widerstand leisten konnte, war er in wenigen Sekunden so fest an Händen und Füßen zusammengeschnürt, daß er kein Glied zu rühren vermochte, und daß die Bande schmerzhast in seine seinen und zarten Glieder einschnitten. Andere Drusen warfen sich aus die drei Mädchen — denn auch die Stumme war noch jung, olilvohl ihr leidendes und abgefallenes Gesicht sie älter erscheinen ließ, als sie wirklich war und bald waren auch die Mädchen regungSloS gefesselt. „Bringt die drei nach den oberen Gemächern", wiederholte der Scheich, „sie sollen zusammen bleiben. War ihre Sehnjucht, einander zu sehen, so groß, so will ich sie dieses GenuffeS nicht berauben. Aber damit sie nicht in Versuchung kommen, mit einander zu plaudern, legt ihnen große und starke Knebel an." ES geschah, wie der Scheich gebot, und im hilflosesten Zustande wurden die drei Unglücklichen aus dem Kerker geschatff; indeß empfanden fie eS in dieser schrecklichen Lage alS eilten Trost, daß sie wenigstens nicht von einander getrennt werden sollten. „Diese l^'ßt hier." sagte der Scheich mit wildem Gelächter, indem er die Stumme, welche man aus den Boden gelegt, mit dem Fuße fortstieß. „Wir werden sehen, waS mit ihr zu machen ist. Jedensalls soll sie nicht zum zweiten Male zur Berrätherin an iljrem Herrn werden l" Ein Diener trat hastig und verstört ein. „Scheich," rief er, „die Maronitenhunde dringen von verschiedetien Seiten über die Felsen gegen vaS Schloß vor. Sie klettern wie Gemsen über die steilsten Stellen des BcrgeS und ihre Zahl ist so groß, daß wir erliegen müssen, iiienn sie die Mauern erreichen!" „Ha, wir wollen die Hunde hinunterwerfen, daß sie zerschmettert daliegen, ein Fraß für die Geier und Schakals." „Folgt mir zum Kampf!" rief der Scheich mit donnernder Stimme, während die einzige edle Regung, die in seiner Seele sich befand — feuriger KampfeSmuth — ihn alleS andere ver-gesien ließ. Per Aa»ps. Bald hüllten sich die hohen, mit Schießscharten versehenen Umfassungsmauern des Berg-schloffeS in eine graue Dampfwolke. auS welcher unaufhörlich Blitze zuckten. Die Maronitet» hatten den kühnen Versuch gewagt, über fast unersteigliche Felsen einen Sturm aus das Ranbnest zu machen. Während ihre Hauptmacht die engen Pfade hinausschlich, hatte eine Schaar von Plänklern sich ringS um den Fuß des steilen Felfen, auf welchem das Schloß log. zerstreut und suchte im Dunkel der Nacht in die Nähe desselben Schlosses zu kommen. DaS Dunkel ivar indeß in diesem Klima nicht so stark, daß sie nicht sobald entdeckt worden wären. Auch waren die Augen der drustschenWäch-ter, die auf den Mauern vertheilt standen, durch eine zur Gewohnheit gewordene Borsicht geschärft, und so wurde der kühne Versuch der Feinde sast unmittelbar, nachdem man ihn auszuführen begann, entdeckt. Als der Scheich auf der Mauer erschien, hatten bereits alle seine Krieger sich versammelt und waren in voller Thätigkeit. Der Aga war an der Seite deS Häuptlings. Letzterer hatte dieS ausdrücklich verlangt, weil er verhindern wolllte, daß der Türke mit den ge-fangenen Engländern korrespondirte. denn etwaS anderes als Gefangene lvaren dieselben zur Zeit eben nicht, obwohl der Scheich sich noch immer die Micne gab, sie als Gastfreunde gut zu behandeln. „Maschallah," sagte Amun Katun. als er mit seinen Adleraugen die nächtliche Szene über-flog> „diese Söhne von Hündinnen wagen vielleicht den Sturm. Sic müssen toll geworden sein und ihr Leben sür weniger halten alS Unralh; hört auf mit Schießen. Ihr Esel", rief er seinen Leuten zu. „seht Ihr nicht, daß Eure Kugeln unschädlich an die Steine prallen? Ihr verschwendet nur Pulver. Laßt diese bleichsüchtigen Schufte näher heran kommen, daß Eure Kugeln lZinigen den Garaus machen können, dann werden die Andern unS sicherlich den Rückrn zeigen. Fortsetzung folgt. ^UisssronImUii^ grosser gMA^giMscker llreiis Direktor VA»I»tuß^0Q Ilz^vr» virll äiv 8tsl!t Iiisi'bürg bvsuviien unil auf äsm IsppsinvrplAtiv zvsi Vorstellungen gelien, l. unil 2. August. Vivso ko^oszslv (?ese!Iscd«ft bostslu »u» VkvrÜVQ, 20 I^0N)^S, wkkreiön ^sul-sselll Ullä lc»muv!stt, s LIsvdßmts», RSV ?sr>o»v» uucj SV visZeibv virä um 11 Udr liilorgvos dior avkomwell uvä ia Zivsi Lluuäov iltr tzross-»rti^vs, mit siloo öegusm!iekleo!tso »u8ßegtMvt08 ^wpditkestör, ^olotio8 molirvro IVW 2u»ok»uor 5»»s8t, sutstvlle«. vioger präcdti^e, ia gesokwaolcvoÜsm 8tzs!s susßöLülirtv ?»-viUov vir6 ^dsnäs gläuz^oä erleuedtst uv6 bistvt üdorkaupt vllv Vortlivilv vivvs «t.abilvn lZebäu^Mehrere Regen ^chirmma cher. Verpachtet wird: Das Gasthaus Nr. 9l in der Erazer-Vorstadt, bestehend aus 2 Gastzimmern und 5, Wohnzimmern, 1 Küche, 1 Epeis, 2 großen gewölbten Stallungen, auch zu Ma-gazinen geeignet, einer großenTenne, einen» großen oder kleinen Keller,! entweder zusammen oder einzeln e Unternehmungslllstige können auch^ direkte bei dem Herrn Eigenthüme» 2gnaz Kltcher im Tabakgewölbe gewilnschte Auskunft erhalten. I« pachten gesucht: EinGreislergewiilbe auf einem^ frequenten Posten nebst Wohnzim^ mer und Küche. Zu mietbe» gesucht: Ein oder zwei Zimmer, eine Küche,^ eine Speis nnd eiue Holzlege. Zwei Zimmer, Küche nnd Holzlege, im Innern der Stadt bis^ 1. September d. I. Bcrmiethet wird : Zwei gafsenseitige, schön möblirte? Zimmer. Zwei Zimmer mit Alkoven, Küche ic.? Ein großes Berkuussgewölb,kannZ auch in zwei Tl)eile getheilt iverden,^ mit Magazin, auf selir gutem Posten,^ in der Mitte der Stadt. ordnung. »«vnlUU und >,or«i» puezelt«. welche von mir als Agentei des Verstcherungsvereines als Subagenten der Lebensversiche-^ rungS'Ptiuk„I'«ti't»" und als Sub'? agenten der allgemeinen Elementar-I BersicherungS-Bank in Wien zu fuu-giren betraut waren, werden hiermit anfgesordert, sich binnen drei Tagen? mit sämmtlichen Drucksorten le. in der^ Agentie-Kanzl:i zur Begleichung der,j eingetretenen Differenzen verläßlich^ einzufinden. 3. 3279. Mündliche «uSkunft wird unkntgeltiich^ schrisiliche »ur gc„eii Einschluß von V0 kr. in Brirf- »dir Siemp'lmarken ' ' Kundmachung. (371 Im Sinne des Allerhöchst genehmigten Ge-stheS vom Jahre 1863, nach welchem ftr den Besitz eines Hundes in der Stadtgemkinde Mar-burt^ eine Auflage von jährlich zwei Gulden zu entrichten ist und in Folge drr diesbezilglichen Vollziehungsvorschrist werden die Besitzer von Hundcn allf,gefordert. den Besiß dericllien vom 1. bis 25. Juli 1871 in der hiesigen Gcmeinde-kanzlei anmelden zu lasien und die Auflage gegen Empfangnahme der Quittung und Marke um so gewisser zu berichten, widrigenS jeder Hund, wel-cher vom 26. Juli 1871 an M!t keiner für daS nächste vom I. 3uli 1871 bis Ende Juni 1872 laufende Steuerjahr gültigen Marke neuer Form versehen ist. Vom Abdecker abgefangen und nach Umständen sogleich vertilgt werden lvird. Für Hunde ftemder oder durchreisender Per-sonen können Fremdenmarken in der Gemeinde-kanzlei erhoben werden. Jede Umgehung der Steuerentrichtung, insbesondere die Verheimlichung eines steuerbaren HundeS oder die Benützung eineit falschen oder erloschenen Marke wird, insoserne dadurch nicht eine ohnehin durch die Strafgesetze verpönte Handlung eintritt, außer der zu entrichtenden Jahrestaxe pr. 2 fl. mit dem doppelten Erlabe derselben pr. vier Gulden bestraft, wovon die Hälfte dem Anzeiger zufällt. Stadtamt Marburg am 18. Juni 1871. _Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. H». Ttiwinvr» 8»lan»I'«ukrMr!i« »d!>: vikett«, Schwärmer, »»«et»«, schirme, L«Miilke, Sl«m»» otr. pr. »lüek l, 8. S. ». lv. SV. ZV Iir. vvrlr»utt äiv 4S0 tallustriv-N»!!« lßerr«ns«»»e »»dr« 415 in Marburg, Stadt, Herrengaffe, ist zu verpachten. Der Pächter erhält zur Verfügung: Zu ebener Erde 3 Gastzimmer. 3 PassagierSzimmer. eine Küche, Speise. Kammer, 2 geräumige Keller und einen Stall mit Raum für mehr alS 30 Pfordt. Im ersten Stocke ö PassagierSzimmer, Antheil am Voden, einen separaten Heu- und Strohboden. Pachtanträge wollen an den Eigen» tbümer R. Babinsky gerichtet werden. Sligleich )ll verlltlllstll: HS Giu Weingarten in der Gemeinde Schlaßberg in vorzüglicher Lage. — ein Wein» garte»» in der Gemeinde Koschak, — eine Wiese, 3'/« 3och groß, im Pößnitzthale. Anfrage bei Herrn Dr. Gustav Kokv-schinegg, Advokaten in Graz. Nitolaiquai 10. Gasthittis-Berkmf. Mein Gasthaus „zur neuen Welt" w Gt. Magdalena, auf einem sehr guten Posten gelegen, ist unter günstigen Bedingnitlen zu verkaufen. 441)_Alois Tta«zer Da«ksag«ng. Herrn Alois Stanzer, Gasttvirth „zur neuen Welt" in St. Magdalena. Ich bedanke mich schünstenS, daß ich nach dreizehn Jahren, die ich in Marburg zugebracht habe, zu einem „Herrn" geworden bin. DaS Uebrige können Sie mit den Betreffenden selbst auSfechten. 44h Marburg 21. Juli 1871. Josef Schmuck, BirthShauSpächter _und Nachiiar der „neuen Welt." Das Halls C.-Nr. 272 in Potschgau simmt Garten, neu aufgebaut, V4 Stunde van der Stadt entfernt an der Reichs» stiaße gelegen, auf welchem das WirthSgeschäft mit gutem Erfolg betrieben tvird, zu jedem Geschäfte geeignet — ist aus freier Hand billig zu verkanfen. — Näliere Auskunft ertheilt der E>, genthümer daselbst. ^449 Mit «inrr Beilage. Verantwortliche Stedaktion, jliruck und «erlog von Eduard Zanjchttz in Vtarbuig. 2. «. St. S. Ilelie I-W-KniWil xkM« kstkNZslilunK füi' llie nüe!l8ten /ieluinj;«« am 3V. ju!i, I. unll IS. Augu8t uni! 1.8opt«mdsi'. Gleich nach Erlag der ersten Rate und während der Abzahlung spielt man gay alltill avf alle Treffer der in der Gruppe verzeichneten Lose und erhält diese sukcesftve nach den Bestimmungen des RatenbrieseS ausgefolgt. Man gelangt daher schon während der Abzahlung in den Besitz von Original-Lofen. Erste ^ ^!/° 1860er Los, Ziehung I. Aug. ^ jähU^ch 8 Ziehungen mit Haupttreffern von über Gruppe Zweite Gruppe Dritte Gruppe 3°/„ vollgezahlte» KrS. 400 Türken-Los Ziehung 1. Aug. t Million und 4 fl. und 12° KrS. Interessen. Preis dieser Gruppe: erste Rate fl. 10 und weitere 24 monatliche lltaten fl. 1V. »-/. l0« I8S0.r L°,. Ziehimg August, i jM "»«d" 4" Wn M-mV ! w-i.«- »0^ m°n°..ich- R...N 37» vollgezahlte» ) ^ Kr». 400 Tarken.Lo». ) fl. 50 1864er Los, Ziehung 1. September, fl. 50 Ungar. Prämien-LoS, Ziel)ung 15. Aug. Braunschweiger-LoS, Ziehung 1. August, Clary-LoS, Ziehung 3b. Juli, StaniSlau-Lo», Ziehung 15. Oktober, jährlich Z» Ziehungen mit Haupttreffern von über S'/, Millionen und 12 Fr». Interessen. Preis dieser Gruppe: erste Rate fl. 12 und weitere 30 monatliche Raten a fl. 12. Die Interessen gehören vom Erlag»tage der ersten Rate an dem Käufer. Stempel ein- für allemal per Truppe 2 fl. 55 kr. Gegen Erlag der ersten Rate und des Stempels erhält man einen Ratenbries, in welchem Serien und Rummern der Lose verzeichnet find, uud welcher dem Besitzer die oben erwähnten Vortheile sichert. Alle in Oesterreich exiftirenden Lose werden sowohl einzeln, als anch in beliebig zusammengestellten Gruppen auf Raten billigst verkauft. Am I. September RSV« wurde IX,» 2««.««« kuläell mit einem Ratenbrief bei mir gewonnen. lämzrä kürst, Aalltlhllus,8tepi.«n»M. 15. Juli 1871. t418.) HVle«lernm ein« nvuv „Glück «od Segt« bei Cohn!" Aitst alltr«t«tfte »»« ter Landea-titgier«»«! garmtirte große Seld Litterir verdient de > sondere Seachtnng. ! Ti« enlhä» Stwiniit «on über ^ I Mlllio« SS«,««« Thalee. In dies-r vortheilhiftin Keld-Lotterie,l >>on nur 4ö,00v Loosen, werden in weni^ «en Monaiin ii» 6 Ablhiilunkin folgende Ee-l Winne sicher entschieden, nämlich 1 Gewinn! eventuell IVV.VW thlr>, spez Thlr. ö0 c>00.^ 40,000, 20I00^ lö.ooa. 12 ovo. 2mi>l lo.vovl Zmal 8000, !)mal öVOo, 3mal S000, 8mal! >4000^ Imal Zooo. 14mal 2000. 28mal 1S00^j loSmal laoo, 7ma> b00> losmal 400> 17mali !300. Zglmal 200^ 470mal 100, 70mal 70! «o, so, 23,275 » 47, 40, SI, 22 ck IS II» Die Kewinn-Ziehnng dt» I. AbtheilunM a«tlich auf den 443)^ »?. und »». Juli d. I. Ifestgestellt und kostet hierz«: l ° lh anzei vrig. L««» nur 7 fl. ö W. albe» do. nur Z fl. SV kr. l viertel do. »nr i fl. ?Z kr. 1 achtel do. «nr >t» kr. und siiid« ich diel« Oeigtnal-Loose mit Regie-rungswappen (nicht von den verbotenen Proineffcn^ oder Privat'Lotterien) gegen frankirte EinsendlingZ de» Betrage», selbst nach den entferntesten Gc^ gen den den geehrten Auftraggebern sofort zu. Die amtliche AiehnngSliste nnd ! dit Vtrstudung dkr Vrwittllgeldrr ^erfolgt sofort nach jeder Ziehung an jeden dcrZ Vetheiligten prompt und verschwiegen. Z ! Mein Geschäft ist bekatintlich da» Aelteste nnd^ Allerglttcklichste, indem ich bereit» an mehreren« Mhetligten die größten Hauptgewinne von^ Thaler 60.000. 50,000. oftmal» 40.000.? ^20,000, sehrhällfig l!i,000Thaler, 10.000Thaleric.zc.l ^laut amtliche» Gewinnlisten ausgezahlt habe. ^ 1«. U«»»». in Hamburg,^ Hanpt'Vomptoir, Bank, und Wechselgeschäft. »GGOc ItlUlIlNUlllllvIt«», sotvie Kranthkiten deS Zahnfleisches, weröen durch den Gebrauch des Anatherin-Mnnd-waffers von Pr. I. G. Popp, prakt. Zahnarzt in Wien. Stadt. Bognergasse Nr. 2, stets gelindert und in den meisten Fällen gänzlich geheilt. (11 Preis per Flacon fl. 1.40 ö. W. Zu haben allein echt in: A/larburss in öavcklsrj's .^potkvlcs, dsi Lsrrn Löni^, .^potdvtco Zlu dvi Herrn XollotniA unä in '1'auobmauus Xllvstkaväluve; 0 il Ii: bei Lrispvr uuä in Lauin-daod« Vsutsok-I^snäsdsrzs: 1«. klvivksllbsrx: k'. v. ki'slä-daed, Xpotk.; vonodit^: d. k^lsisvksr, ^potd.; I^sidnits: Lrvt^ix's bsrx: k'r. ?vssialc, .^xotksleor; mursolc: 1^. v. LtoinbsrA, ^potkslcs!'; ?öttau: L. ksitkammsr, ^^potk.; kaäksrsburA: k'. Lokul?, .^pvtksksr und ^sitrinxiör; Kknn: »s. Lekniäsrsczkitsetl; tloditsok: Xi'isper, ^potkslr.; LauiZrbrunn: .^votlislcs; StaivZ!: V. l'imonLokek, .^potdekor; >Vinä. k'siLtrit?: Visnss, >Vinä. Knlixaritseb; >Viuä. l^anäsdsrx: VsssuIiLeds .^xotdstrs; >Vai'asäin: llaltsr, .^potkolcsr. > Dank «lld ElvpsthllUlg. Ich mache hiemit dem gckhrtnl Publiklim zu Stadt und Land ergebenst bekannt, daß ich das bestrenommirte (431 Mefferfchmiedfteschäft deS verstorbenen Herrn .RttiGvß' Ilotvi' am Hauptplatz Nr. 85 oaliicr übernommen habe. Mit drm Pcrsprfchen. da^^ Vertrauen, welches mein Vorgänger gcnvssen. durch gediegene Arbeit und billige Preise erwerben zu wollen, empfehle lch mich zu recht zahlreicher Abnahtne. Marburg, 18. Ziili 1871. ^o8vf Ilialinsnn. S. S2S. (4» Kundmachung. Auf die Wurmberger und Ziglenzer Bezirttstrahe II. e kommen pro 1371 480 Pri»men Schotter » 40 Kub.-Kuß zu verführen u. z. 1. Von der Magdalenavorstadt bis Unterpobersch aus der Povoden'jchen Schottergrube .... 50 2. Bon dort bis zur Zwettendorfer Temeindegrenze anS der Kokl'fchen Schottergrube.....'^0 3. Von dort bis zur Kapelle in Lendorf au» der Wrejjl'schen Schottergrube ....... 40 4. Von dort bis znr Lenvorfer Ueberfnhr an» der Lendorfer Gemeinde-Schottergrube ..... 30 5. Von dort bis zur KoßÜr'schen Brücke au» der Skoffitsch'schen Schottergrube ......90 0. Von dort bis zur Gemeinde St. Martin au» der Roiko'schen Schottergrube........80 7. Von dort bis zur Pettauer Bezirk»grenze auS der Kohbek'schen Schottergrube.......60 3. Von der Wurmberger BezirkSstraße in Untertäubling durch die Gemeinde Ziglenzen bi» zur St.Leonharder Bezirksgrenze auS der Roiko'schen Schottergrube 60 Prismen. — Zur Sicherstellung dieser Verführung findet Ztvntax 6en 3Z. 6. Hl. eine Minuendo-Lizitation statt n. z. fiir die Loose 1—4 Vormittags 9 Uhr beim Te-meindeamte in Lendorf und für die Loose 5—6 Nachmit-tagS 2 Uhr beim Gemeindeamte Untertäubliug. — Die LizitationSbediugnifse können in der hiesigen AmtSkanzlei eingesehen werden. Bezirksausschuß Marburg am 17. Juli 1371. Der Obmann: Konrad Sei dl. kotdsodilä Ä 0- unä Vericauf von Ltaatspapiervv, XnleliWS-I^ooseu, LiseadatiQ-, öavlc- ul»ä Inäustrio-^etisll, doupous, (^olä- uuä Liliiör- ^uttrilgv slir äiv Ii. k. SSrsv -W, vsräöl» 8t6ts dv3t6iis ßszen baar oäsr Lutspreelioiiäe ausßekiitlrt. »us 20 k- k. Kzterr. Skats-l^ose auk Katen a L Ü. 5 ^ikduvßsv Mki'liell: 1. Mr:;, 15. 1. ^uui, I. Lsp-tömdsr, l.ve^ewder. HauptZv^vivu A. lileiuster ü. l7s) a t1. 2l)D. ^eäer IdeLluellwer eiliält naod vollLtäu-äiZer 1 Ic. Ic. iisterr. 1864LI.' ()rißival>1.00s »iik Sk liSiiizI- «n^ar. I87ker Aials l^ose aut' Raten u tl. k monatliek. 4 ^ietiungeu Mkriieln 15. ^bediuar, 15. Mi, 15. ^ugu8t, 15. ^tsovewdei'. KauptZevinu ti. Icleinster (isvinn tl. ls)4 ä. ü. 20V. ^eäei Ilieilneluuer erliält naed voUstän-äiZer ^Munx I tcömjzl. Ungar. 187061- Onxinkll-I^oos »uk SV Ii»i8l. lijrliisede I87ker 8l»»t8 u»oze au5 Katen ü. k wonatlieli. 6 ?!i6l)Ullßen : 1. I'el)l'uar, 1. ^ai, 1. AU8t, 1. OIit0l)er, 1. De^emlier. IlauptAs^ivn ü'. LDV.liVO, Icleinster (le^vinn ü-. 4LV. ^eäer Ilwilnellmer erdiilt naoli vollZtän-tZi^er 2Mun^ ^ai8er1. tür icisedes 18786r ()riAina1-I.003 »Iis 4a Iir/.jsl. vrittinseliveixerStsal« Ixlose auk liaton it. 8 nwnatlieli. 4 ^iekunKsn jälirlielu 1. lolii., 1. 1. ./^UAU8t. 1. >c»-veuibor. Hauptgewinn SV.VW Idr., K1eiu8ter Oewinn 21 sllr. ^eder llieilnelimer erdält naeli vviktän-äi^e»' /alilunA 2 lieriioxl. öraun8eiiVseiA. Orißinal-I^ovse. k,' Alle /iellunfiivn ^'ilti^ ^ 2i)te1 ^nttwilselieine aut 18646!'^sterr. 1^008« a Ü. 8 ollne >v6it6lo /alilunA. 2l)te1 ^nttieil8elwin6 aut' 188961' otel 0.1^0086 a il. Ig 0duv >veitoi'o /aliluu^. ^^0te1 ^ntlieilseliöine aut 1870 unxar. I^oose a ii. 7 ollne ^veit^io /aiilun^. ?I'0MSS80N sllsn ?ivkuklgvn. ^Ile (Iattun^en 1^0086 vveräs ii auel» einzeln aut' monatliclie liaten verliuut't. ^i86 Beilage zu Rr. 88 der „Marburger Zeitugg " (1871). l ' ! ^ i i ' » > ' Marburg, 22. 3utt. sVochenmarktsbericht.) Weizen Ist.'S.84. «orn fi. S.4S. Serste fi. 3.55, Hafer fi.2.g0,KukurutzN.4.40, Hirse fl. 3.45, Hirsebrein fl. 6.30, Heiden fi. 3.1Y, Erdäpfel kl. 1.60, Bohnen fl. 4.ö0ipr.M