Eaiharhrr BSodirnhlalt, Organ der Verfasiunqspartei in Krain. St. 541 >atonntment«-$cbingni(fe: SanzjLhrig: Sir Laibach fl. 4— »(it Post ft. S.— HalbjLhrig: . . . . . . 2.50 SBitTtctjdljrig: ... 1. - - 1-25 Fur Zustrllung in’l Hau«: LiertellLhrig 10 tr. Samstag den 20. December 3 n f ertiont-Preisr. Sinspattige Petit-Zrile 1 4 fr., bei Wiederholungen a 3 fr. — Anjeigrn bif 5 Zeilkn 20 fr. Redaction, Administration u. 6r$ttition: Echustergaffe Nr. 3, 1. Slock. 1890. Pranumerations-Einladung. Mjt i. Janner 1891 beginnt ein neues Abonnemcnt auf das „Iiaibaclier "IVoclienblatt66. Jndcm lirir fur die un8 bisher vrwordene Unterstutzunst nnsercn hcrzlichcn Dank ausfprcchcn, erlaubcn wir un8, das Organ der Vcrfassnngspartci in Krain auch fur die Zukunft alien Gefinnungs-nmoffen *ur resen Theilnahme unb Verbreitung warmsiens anzucmpfehlen. Treu unserem politischen Programme unb unscrer bisherigen Haltung, merbcn wir auch kunftig die Sachc der Reichseinheit unb des Deutsch-. jjej |cj,em Anlasse unb nnch bester Kraft bcrtreten. Wir tuerben fiir ben in Krain fortbauernb unb — roie auch bie letzten Verhanblungen bes v • .r^en Lanbtages gezeigt haben — gerade in ber gegenwartigen Zeit auf Grund bes jungsten gropflovenifchen Programmes mit vermehrter Heftigkeit 01 r -idejen Fortbestand beutfcher Bildung unb Cultur mil vollcm Nachdrucke einstehen unb a lie Angriffe wider die von uns hochgehaltenen Grnndsatze, dicker fie immer fommen mogen, unbeirrt unb freimuthig zuruckiveifen. Dap die ©eulfchen in Krain unb die liberate Partei witter fcett heutigcn politischen Verhaltnissen unb insbefonbere gegenuber bem stetS >-jG4,tsinfrren unb bebrohlicheren Borgehen ihrer tierfd)iedcnen Gegner cuter cigcnen und unabhangigen pttblicistischen Vertretung mehr als te bebiirfen, braucht wohl nicht writer erortcrt zu werden. An alle ©leichgepnnten, an allc Anhanger ber beutfchen unb liberalen ©ache in Krain unb a lie Freunbe einer sortfchrittlichen Entwicklung f ftbonen unb gcliebten Heimat, bie untrennbar tierbunben ift mit bent Gcdcihcn unb ber Machtentfaltung des Gefammtreiches, an alle Die, welche in ber immer brohenber zu Tage tretenben Gestaltung ber Verhaltnisie im Lanbe die crnftefte Gefahr fur beffen Zukunft unb Wohlfahrt fehcn, VAt“"loir dober auch diehmal die dringende Bitte, das „lialbaclier "IVocliettblatt46 in geistiger unb materieller Richtung, also nicht nur b * adlreiche Pranumeration, fonbetn auch butch Einsenbung non Aufsatzen, Uebermitllung von Nachrichten u. s. w. sreunblichst unterstutzen zu wollen, bamit^es bemfelben tnoglich raerbe, die schwierige, aber auch dankbare Aufgabe, die einem unabhangigen deutschen Blatte derzeit in Krain gesetzt ift, mit 6tfol0 ZU unserrS Blattes roerben Wir bemiiht fein, so mannigfaltig und so reich als moglich zu gestalten. Dasselbe luirb in Leitartifeln bte ., , ,, *,0iitifchen Ereigniffe im Lanbe unb sonstige Begebenheiten non besonberer Bebeutung behanbeln; bent locnlen Theile toirb bie grohte Sorgsalt i rn bet roerben unb im Feuilleton soli bas belehrenbe wie bas unterhaltende Element — unb zwar toie bisher fast ausschliehlich in Original-Auffatzen, SY.imnflidie Geaenstanbe behanbeln — gleich aufmerkfame Berucksichtigiing finben. vie yetmu E,albaclier Woclienblatt44 erfcheint jeben Samstag, VormittagS 9 11 hr. — Prannmerationsgelder find bei ber Admini- fir ,intl di-ses Blattes (Schustergasse Nr. 3) einzuzahlen ober borthin einzufenben. v Pranumerations-Bedingniffe: Ganzjahrig: In Laibach 4 si. — fr., mit Zustellung in’s Haus 4 fl. 40 fr., per Post 5 fl. — fr. • » « 2 ,, „ „ n „ „ 2 „ 20 ,, „ „ 2 ,, 50 „ Zicrtcljahrig: 10 25 Sdjledjte Stimmmz. =>„ „eni6«n Sajtn fdetn »it njiek.. W°!h. iff-nllich-" L-b-n H-Nlcht zwar, roic 8 um di-I- S-it, Rnh-, im p-U.i,ch-» « -i»- »n---«--«""- I,lb" find feh MuSt unb biele nur -ni-.Uch 2 ,»,iičet«c6enb, »»" emit rnh>g-n S«m> tam« einn b-b-«Nch-n Zu!-i-b,nh-i>, -im, r,offnun9S, Saw eammtau, m' f Iteuoiotn . davon finb wir heuer wetter 2ernfCbenn je. Auch die eifrigsten Anhanger des n^tnmSrtiaen Systems fonnen eS nicht in Abrede bol die Verworrenheit bet Gegenwart, die fcieit der Zukunft auf alien Parteien Smnls brticfenber laftete, als berjett. Vor emem Se auch unmittelbar vor bem Weihnachtsseste, Z fc!' biibmische Frage dutch jene tnhaltSschwere WptDatio« d,- b-u>Ich«°--I-n $«««, «•> »« C in S-hm-n, njiebet t.nm«[ tn ben D--b-„ ber politischen Jnteresien gerttckt. Sre hat Platz bis heute behauptet, aber dabei leider n ni«. tiommen. Eme kutze ©panne Zett sch.en e8, als ob durch die Wiener Confetenzen der deutschen und czechifchen Vcrtrauensmanner aus Bohmen, die Zu-stande in diesem Lande geklatt und bamit bie Sage im Inner,, uberhaupt einer Besserung zugesuhrt werden konnte; doch diese Hoffnung war nut allzu vorubergehend. Es begann die Wuhlarbeit der Jung-qechen, bie Altczechen uberftelen Schwache und Wankelmuth und die Deutschen bliebcn allein sest unb treu bei den gettoffenen Abmachungen. So ift der Anfangs zu etfreulicher Erwartung betechtigenbe Ausgleich in unabfehbare Fetne geriidt unb die Dinge in Biihmen finb auf einem Punkte angelangt, wo sir zwat Jebermann als unleiblich unb unertraglich crfennt unb doch Niernand anjugeben oermng, wie bie unbebingt nothwendige Wenbung zum ©iinftigern herbeigefuhtt roerben foil. Es erfchien, roie Bangigkeit vor ber Aufbedung solch' trostloser Verhaltnisse, bah, als vor roentgen Tagen das Bubgetprovisorium verhanbelt routbe, fetne ber gtohen Parteien, so nahe es lag, biefelben in Besprechung jog. Unb boch roar bamit roohl roenig geroonnen. Zwar roitb ber Veginn bes fommenben Jahtes eine Nachsession bes bohrnifchen Lanbtages bringen, allein es ist nicht bie getingste Aueftcht oorhanben, bah biese erspriehlicher verlausen roerbe, als bie bisherigen Verhanblungen. Unb bann roerben nach ein paar Wochen bie Parteien unb bie Regierung aber« inals vor einer gleich unerquicklichen unb bebrohlichen Gestaltung der Verhaltnisse stehen, roie berjeit. Die bohmifche Frage beherrfcht bie politische Sage in so hetvortagenbem Mahe, fie ist so ent= scheibenb fur bie ganze roeitere Entroicklung betselben, bah neben ihr anbere Erivagungen unb Bestrebungen unscrer inneren Politik viillig in ben Hintetgtund treten. So schlecht unb aussichtslos ber Stanb biesei Frage ist, so trube ist beshalb bte Stimmung, bie alle Kreife erfiillt, bie zum politischen Seben in irgenb einer Beziehung stehen. Frohe Weihnachteu hat es fur bie beutsch-liberale Partei in Oestetteich schon lange nicht gegeben, abet so voll banger Sorge roar diese sestliche Zeit roohl noch nie als im heu-rigen Jahre. Unb doch leuchtet ein schivacher Schim-mer bet Hoffnung hinein in biefes bdfiete Bilb. Unfete tnnerpolitifchen Verhaltniffe haben stch in einem Mahe oerroitrt unb vetfchatft, bah fie in dieser Weife allzulange unmoglich mehr fottbestehen konnen. Ferne von jedem OptimismuS barf der Etroattung hingeben, bah ehe noch Jaht abermals die Weihnachtszeit bringt, sich eine Wandlung derselben vollzogen haben roirb. Dah die-selbe in ausgiebigem Mahe eine solche zum Besseren skin roetbe, mit dieser Hoffnung mogen wir ver-suchen, iiber die peinliche Unsicherheit der Gegenwart hinwegzukommen. Wiener Grief. (®ie neuc Aufstellung. — Zu den Verhnndlungen mit Deutschland.) 17. December. J. N. — Allgemach vollzieht sich in der inneren Politik die Verschiebung der Parteien und man sieht schon deutlich deren Neuaufstellung. Die grotzte Ver-anderung ergibt sich auf Seite der Czechcn, also im Lager des eisernen Ringes. Die Jungczechen treten an die Stelle der Altczechen. Die Drehung vollzieht sich am Ausgleiche. Allerdings verkunden die Jungczechen jetzt schon, noch ehe sie vollstandig das Erbe der Altczechen antreten konnten, dah sie nicht mit Graf Taaffe brechen wollen, dah sie nut verlangen, Graf Taaffe musse ihnen in Bezug auf Staatsrecht und Ausgleich zu Willen sein. Aber das ist's ja gerade, worin Graf Taaffe — Gott sei Dank — nicht freie Hand hat. Wenn die Jungczechen mit dem Grafcn Taaffe nicht brechen wollen, so handeln sie burin gerade so wie die Clerikalen, welche durch Graf Brandis erklart haben, es musse vor Allem verhinbert roerben, bah eine liberale Regierung die nachsten Reichsrathswahlen mache. Das wollen ouch bie Jungczechen verhiiten unb barutn hangen sie sich ebenfalls an ben Grafen Taaffe, von roel-chem sie offenbar gleich ben Clerikalen bie gute Meinung haben, bah er am Ende doch mit ihnen in die Laube gehen roerdc, dah er ihnen wenigstens noch zu einem auSreichenden Stuck Staatsrecht ver-helfen roerde, dah er selbst die Wiener Vetein-barungen im Stiche lassen oder wenigstens einen sehr hohen Prcis dafur bezahlen roetbe — gerabc so wie bie Clerikalen noch immet im Grafen Taaffe ben Mann sehen, welcher ihnen schliehlich boch zur confessionellen ©chute verhelsen roerde, wenn die Dinge nut weiter so fortgehen, wie dutch zehn Jahre hindurch. Jungczechen und Clerikale roerben zu sol-chen Hoffnuugen baburch vetleitet, bah sie envagen, wie bet Wiberstand bet Regierung gegen so viele Forberungen, odwohl er sich anfanglich recht kraftig auherte, allmahlig etlahrnte unb sich enblich ganz IeuilLeton. Eine kleine Weihnachtsgeschichte. Es roar Weihnachten, abet kein Weihnachts-roetter. Den Nachmittag hatte es geregnet, Abenbs roar es latter gerootben unb es pfiff ein eisiger Wind durch die Strahen. In tiefer ©title lag die sonst so belebte Karls-strahe unb nur ber ©chritt einer ©chilbroache lieh sich gleich bem regelmahigen Tick-Tack einer Uhr vernehmen. Sie roanbelte, in ben bichten Wacht-mantel gehtitlt, bie unsormlichen Fausthandschuhe an bent Geroehrtolben, vor eincm ber vornehmsten Hauser auf unb ab. Det Soldat hatte ben Mantel-fragen, so roeit er reichcn wollte, in bie Hiihe ge-zogen; aber wenn er bei seine,n Hin- unb Hergehen in ben hellen Schein bet Gaslaterne tarn, lonnte man bemerten, wie seine Augen aus den finster zu-samntengezogeiten Brauen trotzig hervorblickten. Jeben-falls roar es etwaS Anberes als ber ©ebante an bas ferne Lieb, unb ob'S ihm auch treu unb hotb vetblieb, was biefem Manne votschwebte. Wotubet solite er auch froh sein? Am Weih-nachtsabenb bei solch einem Wetter ©chilbroache stehen, roahrenb aus alien Fenstern ber Hciuserreihe heller Lichtergtanz blinkte unb tibetall frohe, glutfliche Menschen sich vermuthen lichen, das konnte ihn j nicht^froh stimmen. Abet nicht daS roar’s, was ihn ' legte. Diese Erfahtung Ieitete die bisherigen ©tutzen der Regierung und auch die Jungczechen haben sie nicht ubersehen. (Singe es also nach dem Willen der RechtSparteien, so rourden die Jungczechen einfach an die ©telle det Altczechen im eisernen Ringe treten und die ©chtachtreifje gegen die Deutschen ware wieder hergeftellt. ©o ivie sich die deutschen Clerikalen mit alien forberungen ber Altczechen befreunbet haben, so rotirben sie auch a tie Fot-berungcn ber Jungczechen zu ben ihrigen machen unb eben so rotirben sich bie Polen die Jungczechen gleicherweise als Bunde^genossen gesallen lassen, wie sie es mit den Altczechen gehalten. ©o ware also Alles gut! Der Ausgleich in Biihmen rotirbe als eine ootubetgehende Erscheinung behanbelt unb in's Enbliche geschleppt; so roeit er aber boch Fortschritte machte, muhte er sich SSeranderungen zu Gunsten bet jungczechischen Ansichten gefallen lassen unb ©tuck fur ©tuck muhte bie Regierung jenen hohen Preis bewilligcn, welchen bie Jungczechen forberten. Im Forbern rotirben aber bann auch bie Clerikalen unb Polen nicht faul sein. Dah aber bie ©achen auf biefe Art sich nicht entwickeln fonnen, baS ist boch ganz ttar. SSergebenS tauschen sich baruber bie Rechtsparteien, vergebens taufcht sich baruber auch Graf Taaffe, taufcht sich Dunajewski, wenn sie auch glauben follten, bie Jungczechen unb bie Clerikalen rotirben ihr Pochen mil Rticksicht auf bie Gefaht einer beutfchtiberalen Regierung nicht allzu heftig fortsetzen. Die Gegen-satze zwischm ben oberften Ansorberungen des Reiches unb jenen ber Rechtsparteien haben sich zu sehr ver-scharst. Jeber ©chritt im Entgegenkommen fur bie Rechtsparteien birgt viel zu sichtbare Gefahren fur ben ©taat in sich, als dah man sich in mafjgebenben Kreisen langer bartiber taufchen konnte. Der Ausgleich roar schon ein nicht zu verkennenbes Zeichen, bah bie Sage erkannt ist. Das Festhalten am Ausgleiche zeigt biefe noch beutlicher. Nach einanber ergreift ber Kaiser bas Wort, urn offenttich vor otter Welt fur ben Ausgleich einzutteten. Er fprach zum Btirgermeister ©cholz von Prag: „Die Jungczechen ftnb Ieichtsinnig, bas kann bose Folgen fur die Ration haben." Er fprach jetzt roiebet zum Slbgeorbneten Rieger: „Der Ausgleich muh butch-gefuhrt werben." Der Kaiser roirb nicht iniibe, bas irnrner unb inirner zu roieberholen. Von ber cindereit ©eite aber hallt es zurtick: „Der Kaiser ist schlecht so verzroeiselt brcinschciuen lieh. Er roar gern auf Wache gezogen, trotzbem bie Reihe noch nicht an ihm war. Die Kameraben waten zumeist stir bie Feiertage zu ihten Ellern, SSetroanbten ober guten Freunden gegangen unb von benjenigen, bie in bet fiaferne gebtieben, hatte wohl Jeber ein Packchen mit einem Weihnachtsgeschenke unb mit biesem Gruh aus ber Heimat zugteich eine stohe Weihnachts-ftimmung bekommen. Aber er — er hatte kein Heim, roohin cr sich hatte roenben fonnen, unb keine ©eele in ber Welt, von bet er hatte eine LiebeS-gabe ermarten btirfen. Baler unb Mutter roaren lange tobt; nur bunkel erinnerte er sich, bah einmat zroei Augen zarttich auf ihn gerichtet gemesen: die Mutteraugen. Als anne Waise hatte man ihn hinauS-gestohen unter sremde Menschen, unter denen er freublos auswuchs. Was er begann, schtug ihm sehl, er roar ein Pechvogel. Das brucktc ihn nieber unb lieh ihn bie Gesellschast frohticher Menschen tneiben. ©o hatte er sich als armer Teufel herumgefchtagen, bis man ihn zu ben ©oldaten nahm. Abet ©otbat sein ist nut tustig, roeitn man Getb in ber Tasche hot, unb er hatte nichts .... Die ©timniung bes wachestehenden ©oldaten roar nicht heiter und vct-bufterte sich noch meht, als cr sich ber (Sinbilbung hingab, olle jene Menschen, aus beren Zimmcrn heller Lichtergtanz strahtte, seien reich unb glticklich. Er stich^ mit dem Fuh heftig auf ben Boben. Do unterrichtet." Was glaubt man benn, kann das Ende biefer SBechfetreben sein? Dah bie Jungczechen RB bekommen? Das ist heute nicht meht wahrscheinliih. Es muh also eine durchgreifende Aenderung in bet inneren Politik ptatzgreifen — unb bas umso meht, als auch bie ciuhere Politik nach einer solchen ffianb* lung gebieterifch brangt. Denn nach ber bekannten Ansicht bet Jungczechen ist jo bie Krone in ihtet auheren Politik „ schlecht informirt" unb verstehe" sich bie Jungczecheu auch barauf beffer, wie sonP irgenbwer in Defterreidh-Ungarn. Das Fortschreit» auf ben bisherigen Bahnen bet inneren Politi! miihte gerabe auch zur Berwirrung unfercr auheren Politik fuhren. Diefe aber ist in fefle Bohnei gelegt unb kann nicht longer ©torungen von Jnm heraus ertragen. Worauf bie beutsche Pattei so osi unb so oft hingerotefen hat, dah zwischen unferet auheren unb inneren Politik ein unloSbaret Widek-spruch besteht — bas tritt enblich vollends zutag! — unb es roirb seine Wirkung in bet gegenrodrtige« Ktise cinschneibenb auhern. Man btaucht also niefct mehr Prophet zu sein, urn einen Umschlaz in bet inneren Politik aorauszusagen. Derselbe ist nntet* meiblich geroorben. Unb eben barum muh auch bie neue Politik schon jetzt an ber neuen Ausstellunz bet Parteien stir ihre Zwecke arbeiten konncn, rocni nicht ber Erfotg gefohrbet roerben soll. Es muf barum gerabe bas gefchehen, was Jungczechen un) Clerikale oermieben sehen roolten. Es hat bem Hcttn Abgeorbneten Bamberger, einem Mitglieve ber beutschfreisinnigen Partei be* deutschen Reiches, gefallen, die Forbetung bes Herrs v. Plener, nach einer bifferentiellen Bcgiinstigung be: osterreichijchen lanbwirthfchaftlichen Probucte al$ eine „Mo»strositat" zu bezeichnen. Run, biefei Set’ tangen ist nichts roeniger als monstros. Soviet bishe: aus ben Berhanblungen in die Oeffentlichkeit ge' brungen ist, besteht auf deutscher Seite die ©eneigt' heit, die Getreidezolle zu ctmahigcn, roofiir von uni eine entfprechenbe Herabsetzung ber Einfuhtzolle fur Jnbustrie-Etzeugnisse verlnngt roirb. Lctztetes bebeutet eine gtohe Concession, die Oefterreich abet nur bann geroahren kann, roenn bas, was ihm Deutschlon) bietet, einen reetlen Wetth hat unb bieh ist de facto bei bet Herabsetzung ber Zolle auf ©etreibe, Vieh unb lanbivirthfchaftliche Etzeugnisse ubethaupt nut bann ber Fall, roenn biefe Herabsetzung cine bifferetf tielle ist. b. h. nur fur Oefterreich unb bie Mei!i' klapperte cs in ber Patrontafche. Heih schoh ihi» bas Slut in ben Kopf unb ein ©ebante burch* Him. Er holte das Ding herauS, es roar eine fcharfe Patrone. Sie war bcim ©cheibenschiehe» tibrig gebtieben unb ihm nicht abgenommen toorben-Jetzt lonnte er sie gebraucben, urn all semen Mx-muth in einem Augenblick zu stillen. Mechanisch legte er bie Kuget in's ©eroehr, ftemmte ben Solben auf ben Boben unb — — Schirmte keine liebenbe Ha»b ben Berpetfr ■ ten? Stand sein echutzeitgel nicht auf der Waqt um zu verhinbern, dah ber Fuh sich hob unb die Geroehrfebet in Bewegung setzte? Es roar eine prLchtige Wcihnachtsbefcherun; im Hause bes reicheit Fabcikanten K- ©etabene Gciste berounberten pflichtschulbigst bie hettltchen ©achen, bie ber altliche reiche Mann fur feme 1«!^ Frau unb sein Tochterchen erftcr Ehe, baS fchiithtern unb still herumstanb, aufgeftapelt hatte. ^ergnug. fchmunzelte ber HauShcrt zu bem Love, ro“yreil’L feme Frau burch bie Zimmer raufchte und te i? gezollten berounbernben Bticke in Empfang "oym, rote man fchulbige ©tcuern einfammelt. »16 man fpater an einer reich besetztcn Tafel P ' hatte man bes Tiichterchcns vom House, er Walbu,g°, 9«„, $«. f. war roeber Raum an bet Tascl noch v< i brgLnstigungslander (Frankreich unb die Vereinigten tztaaten) gilt. Denn geschieht d-eh nicht, so roirb q„ ben gegenwartigen Concurrenzverhaltnisien auf btm deutschen Markte eben nichts geandert. Den ^orlheil hatten lediglich die deutschen Gonfumenten, »delche die Waaren zu billigeren Preisen erhielten; Nach wie vor wiirde aber beispielsweise Ruhland bt„ Borrang in Feldfruchten behaupten. Weil dem f0 jst roirb schon feit Jahren die „Monstrositat" fctr differentiellen Begtinstigung verlangt unb der SČbgeordnete v. Plener hat eben bieser thatsachlichen tztromung einen concreten Ausbruck gegeben. Selbst tziirst Bismarck hat zu Beginn ber Achtziger Jahre t,‘ne differentielle Begunstigung fiir osterreichischen ^eiien in Aussicht »enommen. Die nervose Gereizt-heit des Herrn v. Caprivi scheint uns eben zu be-»deisen dah man auch in den leitenden Kreisen ^>eutschlands der spontanen heftigen Agitation im deutschen Reiche nach Herabsetzung der die Lebens-diittel ungemein vertheuernden Getreide- unb Vieh-Me nachgeben zu miifien glaubt und Herr v. Plener konnte ftit sein Verlangen feme besiere Unterstutzung ftnden als ben Bundesrathsbeschluh vsm 4. b., hemiusolge bie Einfuhr von lebendern Rinbvieh aus desterreich-Ungarn in bie groheren 6tdbte, roelche Bffentlicfie Schlachthauser besitzen, gestattet rourbe. Sett v Plener hat eben burch seine Bemerkungen fc Position bet osterreichischen Conserenz-Theilneh. »net aestarkt unb das finben rotr als ein sehr lob-liches Beginnen trotz ber gegentheiligen Ansicht des tzerrn Bamberger. Wie heute verlautet, roerben bte Arbciten der D-leairten vor Weihnachten nicht beenbet roerben Die Verhanblungen roerben baher nach ben Staqen roieber ausgenommen. Die jetzige Ver-nehmung osterreichischer Jndustrieller dutch die Re-merunq steht nicht in Verbmdung mit ben eigent-k,«-- V--h-"dlung-». D- im notigen M°n», die Srnnrb^nbuftrie gehort rourbe, roerben ,etzt ©ach= fSuMV fiber Sen beutschen Import nach Defter- reich befeagt. ------------------- Molitifdje Wochenuberficht. SDer Kaiser empfing in ben letzten Tagen Nraaer Bt-rgermeister Dr. Scholz in Audienz, Itunbiate sich liber den burch bas Hochroasser angerich- SXS - '°uu>ch°» V-. hiiltn isse in Boh men; beziiglich bet letzteren bet schLnen Frau. Em.ge Z-.t hatte sich das Kmb ^\ln Ecken herumgedruckt, bann roar es m em LZimm t aeschlupft, wohin es sein Esien beforn--nd dE L e,ien |.a„. So rt We Mutter bestimmt. D.e Kleme war es schon i mit ihrem IicbebebUtftigcn H.'rzchen nut A' jh-- Pupp-» »»d Bilbe-W«-, «ng«m*n Der Papa hatte feme Zeit, unb bte Bonne timiatTU IM-- mi, anberen Sadjen. «18 mi, km «•«*• l”6 «uch h-u>° ?>» Weih. ZLabenb roieber mutterseelen alle.n tn ihrem St >u, W.ile rnM--.-s., ih.- S-. ZlrJ Aber die schonen neuen Kleiber fonnte sie bie neuen Puppen ,-h.n be, im Auspu, (» !-»- W d°» fie stch 7r A. fie aniurfiljren. Nur ber brolltge Gnom ber'grohen Nuh, in bie man Gelb hineinflecfen interessirte sie. Mit biesem spielte f.e unb S ttnmer roieber ihre Gelbschatze, neue blanfe N-rstttck- unb auch ein Heines Golbstttck hinein. 'uch dieses SpielzeugeS rourbe sie balb ttber-hrfiffia unb gelangroeilt trat sie zum Fenster, brtickte Me Heine ©tirn gegen die ©cheiben unb schaute in b e bunfte Nacht hinaus. Kein Mensch fam vorubet. ™ driiben vor be« Obersten HauS g.ng bte Schtlb-L kin unb her, rote ein roanbelnber Schneemann. ZfJZ Sold-.! U, d-- m»Ue in be. Sdlte mb bent Schneegestober ba ftehen, heute am Weih- bemerfte ber Kaiser: „WaS wollen eigentlich die Jungczechen? Sie haben boch fein Programm, ja, es scheint, bah sie auch feme Ahmrng haben, in roelche ©efahr sie ihr Land und ihr Volf ft u r z e n!" — Untet Anderen empfing ber Kaiser den altczechischen Reichsrathsabgeorbneten Dr. L. Rieger, besprach mit ihm bie Details ber AuSgleichsaction unb anerfonnte bie ©chroierig-feit ber Situation, in roelcher sich zumal bie alt-czechische Partei gegenwartig besinbet, unb bamit auch die ©chroierigfeiten, roelche sich ber Durchsuh-rung bes Ausgleichs entgegenfteUen. Schliehlich be-merfte ber Kaiser, bah sich bie (Semuther beruhv gen roerben; er hatte bie sichere Hoffnung ausrecht, bah ber Ausgleich denn boch getnach t roerben roirb. Das Abgeorbnetenhaus bes Neichsrathcs rourbe am 18. b. M. bis 6. Februar 1891 unb bet croatische Lanbtag auf unbeftimmte Zeit vertagt. Das Abgeorbnelenhaus genehmigte bas Bubget- Provisoriurn fiir bie Zeit vom 1. Janner bis Ende April 1891 unb bas Gesetz, betreffenb bie Sequartierung ber bosnischen Truppen in ben osterreichischen Provinzen. Das Herrenhaus bes osterreichischen Reichs-rathes hielt am 15. b. M. eine Sitzung ab. Der 6 6 h m i s ch e Lanbtag setzt seine Sitzungen am 28. b. M. fort. DaS com fteiermarfischen Lonbtage beschlossene Gesetz, betreffenb bie 2lbanberung bes © e m e i n b e= statuts ber ©tabt (Stilt erhielt bie faiserliche Bestatigung. Der nieberosterreichische Lanbtag nahm das ©chulaufsichtsgesetz fiir die Gtohgerneinde Wien an. — Der Abgeordnete ©arnhaf t brachte einen Antrag auf Einfuhrung des Tab af-baues in dm von der Rcblaus zerstorten Wein-gotten ein. Das ungat if che Abgeotdnetenhaus erledigte bas Finanzgefetz fiir bas Jaht 1891. Det beutfche Reichstag genehmigte ben zroischen Deutschlanb unb ber Turf ei abge-schlosienen Handelsvertrag. — Die nach Berlin einberufene ©chute on se r e n z beschloh, die Srhaltung des Gymnasiums mit Latein und Griechisch, soroie ber tateintofen Oberreal- unb hoheren Burgerfchule unter Auslassung ber Real* gymnasien. nachtSabenb — unb ein Christfinblein befam er geroih nicht. Wie mag er stieren, unb zu essen hat er vielleicht auch nichts. Wenn er nur meine Pelz-jacke anziehen fonnte! Aber von meinen Zuckersachen fann er essen, unb mein fcibencS Halstuch fann er auch umbinben, ich Habe ja noch attbere. Unb Gelb, bas fann er am allerbesten gebrauchen, bafur fann er AlleS faufen, was er Haben mochte. ©o bachte unb rebete baS herjensgute Kinb halblaut cot sich hin, framte hauSmutterlich Alles zufammen, wickelte es erst in ein ©eibenpapier, bann in eine Zeitung unb schlich sich zur Hausthur hinaus auf bie ©trahe. Eile, guteS Kinb, eile! bah bu ein ©chutzengel roerbeft in der hiichsten Roth, ber Setter eineS Menschenlebens! Der ©olbat hatte ben Kolben auf ben Boden gesetzt; er hob ben Fuh, um ben Hahn zu betuhren, jetzt — — ber ©chuh brohnte burch bie stille Racht. In bem Augenbltcf aber spilrte er, wie's ihn an ber Manteltasche rechts hiniiber zog; er sah ein liebliches itinbergesicht vor seinen Slugeit aus* tauchen, er horte ein seines ©timmchen: „©olbat, ba hast bu auch ein Shriftfinbchen!" bann roar bie liebliche Erscheinung verfchrounben. Hatte et getraumt? — Driiben erschienen Leute am Fenster; im Hause bes Obersten lief man Die italienische stammer rourbe vom Konige mit einer Thronrebe eroffnet; biefelbe betont, treu an ben Attianjen zu halten, conftatirt bie bestehenben freunbschaftlichen Beziehungen zu allen fremden Machten und erflart, Eingriffe ber Kitche in den Bereich ber fouoeranen roeltlichen Gewalt nicht zu bulben. Dem russifchen ReichSrathe roirb nach-ftens ein Gefetzentrourf zufommen, burch welchen bie Colonisation Ruhlanbs burch Aus-lanber untetfagt roirb. Die bereits in Ruhlanb angefiebelten Colonisten fallen burch bas Gesetz vet-anlaht roerben, sich um bie russische Unterthanm-schast zu beroerben ober bas Lanb zu verlasien. In Brussel fanb ein Congreh sociali-stifcher ©tubenten ftatt; aus ber TageLord-nung ftanb: Regelung ber Arbeit unb (Srroeiterung bes ©timmiechtes. Der Berner BundeS rath beschloh, meh-rere Personen, roeil biefelben bte anarchiftifche Propaganba auch in ber ©chroeiz fortfetzten, ben geroaltfamen Uinsturz ber bestehenben gesellschaft-lichen Drbnung prebigten unb als geeignete Mittel hiezu ben Morb unb anbete cerbrecherische Hanb-lungen bezeichneten, aus ber ©chroeiz auszuroeisen. Der ©tanberath in Bern genehmigte bie mit Oesterreich - Ungarn abgeschlossene Viehseuchen-Convention. Wochen-Chronik. Konig L e o p o l b II. von 33 e I g i e n feierte sein 25jahrigeS RegterungSjubilaum; bemselben rour* ben im Jnlanbe unb feitenS des Auslanbes zahlteiche Doationen gebracht. Die Ex-Konigin Natalie von ©erbien Hat mit ihren Protesten gegen bie firchlicherseitS ausgesprochene unb rechtsgiltig anerfannte E h e-scheibung fein Gluck; die Lanbesvertretung hat ihren neueften Protest, angeblich roegen Jncompetenz, txbgelehnt; bie Konigin beabsichtigt, sich in Rumanien nieberzulaffen. Dr. v. G autsch erflarte einer Deputation bes Polenclub, bah bie Errichtung einer medici« nischen Facultat an ber Lembetget Unicerfttat berzeit roegen sinanzieller ©chroiertgfeiten nicht mog-lich fei. Der ofterr.-ungar. Botschaster beim Batifan, Graf Revertera, rourbe gelegenheitlich einer hin unb her; ein Diener stiirzte herauS unb ties: »Was ift gefchehen, ©chilbronche ?" „Richts! Es scheint Jemand g^schossen zu haben." I" tegeltnahigem, festem ©chritt ging ber ©olbat auf unb ab. Rein, es roar fein Traum geroefen, roas er in ben letzten filnf Minuten gebacht, gethan unb erlebt. Denn bie Patrone fehlte, unb in ber rechten Manteltasche spiirte er etroas. Vor-sichtig griff er hinein, richtig, ba fteckte ein fleineS Pčicfchen. Eine Menschenseele hatte an ihn gebacht, ein Menfchenfinb ihm etroaS befcheert, er hatte eine Weihnachtsfteude, eine Chtistfeiet am heiligen Abend. I" seiner Freube hatte er beinahe die Ablofung tiberfehen. Et roechfelte die Parole unb schritt leich-ten ©chrittes hinter bem ©efreiten her, ber Haupt-roache zu, roo bie Kameraben um eine Punschbowle fnhen, roelche ber Dberft zur Feier bes Abenbs ge* geben hatte. Unfere ©chilbroache schlich in eine Ecke unb framte ihr Christfindlein hervor. DaS etfte SQSeihnachtsgeschenf feit seiner Kinbheit. Er fonnte sich der Thranen faum erivehren. Ja, der alte Gott lebte noch, unb es gibt noch gute Menschen in bet Welt! Kaum roar ber Punfch getrunfen, so entftanb auf einmal eine Unruhe im Wachtzimmer. „Wache HerauS!" hatte brciuhen bet Posten gerufen unb alS die Mannfchaft hinauseilte, sah sie erftaunt ben Spazierfahrt durch einen Steinwurf eincs entlossenen PortierS verletzt; letzterer wurde fofort verhaftet. Der oberste SanitatSrath beschloh, beim Mini-sterium des Jnnern die Errichtung von Aerzte-lommetn zu beantragen. Der Handelsminister beabsichtigt, die f i n a n z i-elle Lage der Postbeamten aufzubesiern und btren Rangverhaltnifle zu reformiren. Der ehemalige Finanzminister und Statthalter in Triest, Freiherr v. Pretis, ist am 15. d. M. in Wien gestorben. Der demokratische Centralverein in Wien wurde wegen Ueberschreitung seiner ©tatuten behordlich aufgelost. Am 14. Janner !. I. wird in Wien ein Grillparzer-Jubilaum gefeiert roerden; die Wiener BiihnenkLnstler und Schriftsteller bereiten sich bereits eifrigst fiir dieses Fest vor. Der Wiener Touristenclub tritt im Februar k. I. seine zweite Reise nach Griechenland, Afrika und Asien an. Die Gemeindevertretung von Hernals bei Wien wurde aufgelost, weil dieselbe die wieder-holte Mahnung der Stotthalterei, das Eingehen newer finanzieller Verbindlichkeiten mit Rlickficht auf die bevorsteheude Vereinigung mit Wien zu unter-lafsen, nicht berucksichtigte. Wegen der in Linz herrschenden Jnfections-krankheiten wurden die dortigen Schulen geschlossen. Die GemeinderathSwahlen in Briinn find wiedec im deutschliberalen Sinne auSgefallen. Zwei Ausschuhmitglieder des Sokolver-eines in Troppau wurden wegen Beleidigung von Polizeiotganen mit Arrest bestraft. In der Umgebung von Pettau wurden in dieser Woche 3 Baten geschossen. In Fohnsdorf (Steiermark) striken die B e r g-arb e i t e r. Im Ossiacher See wurde ein 45 Kilo schwerer Waller gefangen. In Feld kirch wurde der 500jahrige Ge-benktag der Vereinigung mit Oesterreich gefeiert. Alois Kartnaler, Stadtkammerer in Bozen, defraudirte 10.000 fl.; er gestand seine Uebelthat und erschoh sich im Kanzleilocale. In Triest findet im April 1891 eine Kunst-gewerbeausstellung statt. Obersten kommen, den fie in dieser Nacht am aller-wenigsten erwartet hatten. Er trat hinzu und fragte ben dienstthuenden Unterofficier: „Wer hat soeben die Wache bei mir gehabt?" „Jnfanterist Hartmann, Herr Oberst." »Hartmann, vortreten!" Hartmann trat vor, leichenblah. Der Oberst winkte die Andern ab und wandte sich dann in strengem Ton an den Bestiirzten: „Darf der Soldat auf Posten etwas annehmen?" Hartmann war mehr todt als lebendig. Es war das erste Vergehen, dessen er bezichtigt wurde, bos erste Mal, dah ihm Strafe in AuSsicht stand. „Und darf der Soldat seinen Posten verlasien?" „Erlauben, Herr Oberst . . . stotterte Hartmann, um sich zu entfchuldigen. »Ja, doppelt verlassen, den Posten, worauf ihn sein Oberst, und den Posten in der Welt, auf den ihn sein Alleroberster, unser Herrgott, gestellt hat!" Er wandte sich ab und verhandelte lange mit dem Unterofficier. Wahrend dent stand Hartmann da und es war ihm zu Muthe, alS ob es doch besser gewesen ware, wenn die Kugel heute Abend getroffen hatte. Dann trat der Oberst wieder auf den armen ©tinder zu und sagte in milderem Tone: „Er ist sonst, hot’ ich, ein ordentlicher Mensch und es ist heute heiliget Abend. Da wird viel ver- Jn Oesterreich bestehen 103 land- und forstwirhfchaftliche Lehranstalten mit 3075 Schiilern. Am 16. d. M. fand in Budapest unter Vor-sitz des Cardinalprimas eine Conferenz aller Bischofe Ungarns in Angelegenheit der Weg-taufen statt; deren Beschlusse roerden geheirn gehalten. In Fiume wurde Johann v. Ciotta zum Biirgermeister wiedergewahlt. In Fiume herrscht der Scharlach; mehrere Unterrichtsanstalten wurden gesperrt. Der souverane Furst Johann von und zu Liechtenstein besitzt in 685 Katastralgemeinden, beziehungsweise in 77 Steuerbezirken OesterreichS 143.110 Hectaren Waldungen; deren Bewirth-schaftung besorgen 23 Forstmeister, 18 Fvrstcon-trolore, 162 Forster, 9 Assistenten, 15 Forst- adjunkten, 37 Forstingenieure, 6 Forstamtscandidaten und 500 untergeordnete Forstbedienstete. Die deutsche Biihnengenossenschaft in Berlin besitzt ein Stammvermogen von 4,127.097 Mark und besteht aus 2683 Mitgliedern. Ein bedrohlicher Arbeiterstrike ist in Italien ausgebrochen. Die Stadtoertretung in Genf lieh ben Cur-falon, in welchem bet Pachter eine Spielholle auf-geschlagen hatte, schliehen. Daniel Fayerweather in Nero-Aork spen-bete zu Stiftungszwecken ben enormen Betrag von 2,195.000 Dollars_______________ Local- und Provim-Nachrichten. — (31 uS dem sl oveni schen Lager.) Der Process gegen den Domkaplan Kalan, bei welchem derselbe bekanntlich wegen unftatthafter Wahlagitation und Stimmenkauses verurtheilt worden roar, biirfte bemnachst noch ein Nachspiel sinden. Im Berlaufe dieses Processes trat namlich die uber-raschende Erscheinung zu Tage, dah fast alle Zeugen bei der Hauptverhandlung in atgen Widerspruch mit ihren in der Boruntetfuchung abgegebenen Aus-sagen geriethen. Bei einem derselben sand dieh in so eclatanter Weise statt, dah der Vorsitzende sich veranlaht fand, denselben in Haft zu nehmen und feitens der Staatsanwaltschaft wurde fpater gegen ihn die Anklage wegen Betruges erhoben, die dem-nachst zur Verhandlung kommen biirfte. — Wie gemelbet, wurden in Untersteiermark einige Gerichts- geben unb vergessen um bessen willen, bet heute in die Welt gekommen. Unb wenn auch nicht von Menschen, so darf man doch vom Christkindlein etwas annehmen auf dem Posten. Damit mir abet der Jnsanterist Hartmann funftighin teine dummen Streiche rnncht, so will ich ihn unter meine ganz besondere Obhut nehmen. Er soll in mein Haus kommen unb mein Bursche roetben, unb bo wird er seinem Posten hoffentlich nicht untreu roerben. Morgen Abend melden Sie sich bei mir als Bursche. Ver-ftanben? Abtreten!" Der Unterofficier bedankte sich im Namen der Mannschast fiir den Punfch unb ber Oberst ent-fetnte sich. Die Jlameraben uniringten Hartmann unb wollten wissen, was ber Oberst mit ihm verhandelt. Er abet setzte sich in eine Ecke unb fchaute vor sich hin, unb bie Thranen roaren ihm naher als bas fiachen. Abet es roaren Thranen ber Riihrung unb Freube. Am andern Nachmittag melbete er sich Karls-sttahe Nr. 20 im Hause beS Obersten, roo er gestern Abenb auf bet Wacht gestanben. Auf ber andern Seite erblickte er am Fenster das Gesicht eines kleinen Madchens; er ertannte es — bos roar sein Christkindlein von gestern Abend. Fteunblich nickte er hiniiber unb efl nickte lachelnd zurllck. E. beamte, die sich durch eine mahlose slovenische Partei-agitation auszeichneten, suspendirt. Bezeichnender Weise roird iiber die Mahregel, deren Nothwendiz-keit zugleich einen recht lehrreichen Commrntar der im letzten Landtage cthobenen Forderung, nrch einem slovenischen Obergericht unb den hiefiit vor> gebrachten Motiven, bildet, in ben nationalen Blattm nicht bet bei solchen Gelegenheiten ubliche Larm et* hoben; bas beutct roohl barauf hin, dah bie vtf fiigte Suspendirung vollkommen begriindet roar. — (D olk S z a hlung.) Seit einiger Zeit macht sich in der slovenischen Presse eme neuattigi, abet mil gewohntem Fanatismus und Terroristnul betriebene Agitation bemerkbar. Dieselbe betrifft die bcvorstehende Dolkszahlung, die bekanntlich nach be« Stande vom 31. December 1890 in den erskn Tagen des kommenden Monates Janner burchge* ftihrt roerben roird. Selbstverstandlich befaht nun sich innethalb ber slovenischen Partei mit den zahl> reichen und wichtigen Zwecken, die mit der Volki> zahlung verbunden find, im Uebtigen gar nicht, sow dern alles Jnteresse concentrirt sich auf die hiebki auszuftillende Rubrik „Umgang§fprache". Um dieser willen wird in der Presse und, rote uns von zahl' reichen Seiten mitgetheilt wird, auch sonst auf slo> venischer Seite seit Wochen gehetzt unb mit dtn vetwerslichsten Mitteln, butch Entstellung und drehung bet Thatsachen zu roitfcn gesucht. Entgege« bent Geiste unb Wortlaute beS betreffenben Gesetzei roirb namlich bie Dolkszahlung als eine Art Krast' probe fiir die Nationalitat hingestellt unb der Rubri! „Umgangssproche" eine ganz folsche Bedeutunz bei' gelegt, als ob dieselbe bestimmt roare, eine stric« Abgrenzung unb ein unumstohliches Bekenntnih der Nationalitat zum Ausdtucke zu btingen. Wie immer in detlei Fallen, lassen es die slovenischen Terror!' sten auch bei dieser (Selegenheit sogar an Drohunge« unb Denunciationen nicht sehlen. Als Umgaogt' sproche soll um jeben Pteis bie slovenische in dir betrejfenbe Rubrik eingesctzt roerben unb dem 9** fehle dieser Hetzer entgegenzuhandeln, ware $at«< landsvettath und mijhte gebuhtend geahndet roerben. Der Zweck dieses verwerslichen TreibenS liegt klar am Tage. Es soll in den Ausweisen der Volks-zcihlung durch unerhorte Pression, durch Einschiich' terung unb Jrrefiihrung daS deutsche Element im Lande moglichst zuruckgedrangt, daS GeltungSgebik! der deutschen Sprache moglichst eingeengt und aus den gefcilschten Angabcn sollen dann falsche SchW zu Gunsten ber einseitigsten unb extremsten natio-nalen Forberungm gczogen roerben; ein Streben, bas man ja auf nnberen Gebieten mit ahnlichrn Mitteln verfolgt. Kutz gesagt, es hanbelt sich bei dieser ganjen Agitation um eine Falschung des Gesetzes und ber Wahrheit. Dah dern so ist folgt auS einer unbefangenen Prusung der beziiglichen gesetzliche" Bestimmungen und aus der einfachen Bezeichnung „Umgangssproche" schon von selbst; zum Ueberflussi abet roollen roir doch noch auf eine anfangs dieses Jahres ersolgte Entscheidung des SSerroaltungS1 GerichtshofeS vetrocisen, roelche den Punkt, um den es sich hier hanbelt, mit grohtet Klotheit hot. In biefet Entscheibung heiht es: DoS Tha-besianbsmoment bet Nationalitat konn aus den Volkszahlungsdaten nicht entnontmen roerben, oi bie Nationalitat als solche keinen Gegen stand der Volkszohlungsousweise bribe t, unb aus bem Umstanbe, zu roelcher Umgang • sproche cine oder die andere Partei "r I zahlung sich befonnte, ein zroingender Schlutz au bie Nationalitat biefet Partei nicht gezogen roex _n konn. — Gegenllbet bet hier befprochenen s ooent> schen Agitation haben roir roohl koum nothig, a Gesinnungsgenossen noch auSdtiicklich dataus fllli^er I°m ,u machm. fich dmch i"' irreflihren |u [afl.a, fonttttn ,mM.® “ gjj„ a[|„ solgen und bei ber Wahrheit zu in seinem SBcrufe, in seiner Familie, im gewohn* tichen Verkehre sich vorwiegend der deutschen Sprache yls Umgangssprache bedient, der hat auch, will er fich nicht einer absichtlichen Falschung unb Jrrefuh-tung schuldig machen, in die betreffende Rubrik die Deutsche Sprache einzusetzen. Das allein ist einfach, Aar unb legal. Selbstverstandlich ist es insbesondere »ine Pflicht der Familienvater. Sorge zu tragen, -atz die Ausweise im angegebenm Sinne der Wahr. Beit gematz ausgefullt werden. Bei diesem Anlasse rvollen wir mit Riicksicht auf die betreffenden Ge-setzesbestimmungen auch noch darauf aufmerksam machen, dutz jeder WohnungSinhaber, beziehungsweise iedes Familienhaupt verpflichtet ist, fur die in der Wobnunq zu verzeichnenden mannlichen Jndividueu, seiche in den Jahren 1871 bis einschliehlich 1881 tseboren unb in einem der im Reichsrathe vertre-tenen Konigreiche unb Lander heimcitberechtigt find, ^inen stempelfreien, unentgeltlich zu erfolgenden Aus-zua aus dem Geburtsbuche oder einc beglaubigte Sib* fcbtift bes Geburtsscheines bereit zu halten. Jeber WohnungSinhaber, beziehungsweise jedes Familien-Laupt in befien Wohnung sich ein derartiges Jnbt* hjduum besindet, ist daher verpflichtet, falls er nicht «ne beglaubigte Abschrist des belreffenbcn GeburtS-scheines bereiis besitzt, sich langstens bis Ende bes Wenben Jahres die nolhigen Geburtsscheine zu »erschaffen unb sich demnach ohne Vetzug an das treffende Pfarramt, beziehungsweise Matrikenamt, welchem ber Taus-, beziehungsweise Geburtsact rinaetiaqen rourbe, urn Ausfolgung des nothigen Geburtsscheines behufs der Volkszahlung zu wenben. (2)ie Verleihungen des Ehren- kiSraerrechteS an Bischof Strotzmayer.) Dor eimger Zeit hatte die Stabt Weinberg- bei bem Bischose von D.akovar das Ehrenbiirger-recbt verliehen. Die bohmische Slatthalterei hob diesen Bescblutz iedoch auf. da Bischof Sttohmay.-r als Unterthan ber unganschen Krone nach ben geltenben Oeftfeen als AuSlanber anzusehen tst unb ,hm baher «me osterreichische Gerneinde bas Ehrenburgerrecht ni&t verleihen kann. Die Stabt We.nberge recunrte 2n di- Aufhebung bes BeschlusseS an bas Mini-Lrtum bes Jnnern. welches jeboch die von ber Slatthalterei verfiigte Aufhebung bestatigte. Diese Hntscheibung ist namentlich sur Kram von Jnteresie, mo Bischof Strohniayer bekanntl.ch ntcht .mr von "er LanbeShauplstabt, fonbern in Folge einer form« ficfien Agitation, bie zu b.efern Zwecke von sloventschet einaeleitet worben war, auch von zahlre.chen Gememden am Lande ,um Ehrenburger ernannt Eden ist- Nach bent vom Mm.stermm bes Jnnern "mgenommenen Stanbpunkte ersche.nen nm,. aOe b.ese rtf-LbtiraerredftSverlcihungen an ben Bischof von un» W »bereinftimn-enben Vorgehens ber Statthaltere, in rl unb bes MinisterimnS bes Jnnern, bas auch her Gesetzcslage vollstandig im Emklange steht, S es nur verwunderlich, bah se.lenS ber hiesigen 5Lbesreaierung gegen die vielfachen Ehrenburger- L nmnol- Ein,p-»ch- ->b°d-» mutlM. — (Personalnachrichten.) Dent Dbet- V,, Dr Karl L eitm aier in Graz flaatsanw^ unb Charakier eines Hofrathes mr!hcn — Der in ben Nuhestanb getretene Lanbes-LLtor J a k o b S m o l e j wurbe am 15. b. M. KiferUd,« 2lubienz entpsangen. - Der Lanbes-VfAuft hat ben vom Landtage siir etnen das Heilversahren studirenden hiesigen Arzt ^ttimmtcn Betraq bent Stabtphysiker Dr. Kopr.va ™Lenbd. - V- 39««). «5ill", S-P--W- d-. lieftgen Lazaristen.Congregatwn, hat krankhe.tShalber ; J r,;ne ©telle resignirt. 0 ^ V (Christbaumfeier des deutschen a-nd-raartens.) Einem im Lorjahre vielfach geautzerten Wunsche entsprechend finbet d.e Christ- baumbefcherung fur die Kinder aus bent beutschen Kindergarten heuer wieber im Casinoglassalon, unb zwar tibermorgen , Montag ben 22. b. M-, AbenbS unt Halb sieben Uhr statt. Auf bem Programme besinden sich Musikstucke von ber Regimentscapelle bes 17. Jnfanterieregirnentes, eine bet Gelegenheit angemesiene Ansprache an bie Kteinen, bie Austheilung ber Gaben unb ber Vortrag eines von Prof. Samhaber eigens fur biesen Zweck ver-fahten GebichteS. Wie wir weiter vernehmen, wirb nach Schluh ber eigentlichcn Feier die Gefellfchaft noch beisammen Bteiben unb auch die Musikcapelle ihte Vottrcige fortfetzen, so dah auher bent „Feste ber Kleinen" auch flit bie Etwachfenen ein vergnugter SIbenb in Aussicht steht. — (Das zweite Concert ber phil* harmonischen Gesellschast), bas fur ben 17. b. M. anberautnt roar, cingetretener Hinbernisse roegen aber verschoben roerben muhte, finbet heute Sam stag, AbenbS 7 Uhr im Saale ber alten Schiehstatte statt. Das Programm haben wir bereits mitgetheilt. — (Theatervorstellungen ini Re-boutensaale.) Die vorige Woche war fur bie Direction eine gluckliche; sie brachte vor einem fehr zahlreichen Publikum bie Dperette „Die Glocken von Corneville", bas neue Volksstuck „Det Fleck auf ber Eht" vonAnzengtubet unb dieOperette „DerMikado", Musik von A. Sullivan — fur Laibach Novitat — zur Aufftthrung. In ber crjtgenannten Dperette wurben namentlich bie Rollen bes „©asparb" unb ber „Haiderose" gut burchgeftihrt. — Anzengruber's Volksstuck sanb im Allgemeinen eine recht gelungene unb mit verbientem Beisall aufgenomntene Dar« stellung. — Handlung unb Text der Dperette „Mikado* lasten allerdingS Einiges zu wiinschen iibrig unb zielen einfach auf eine Reihe komifcher Effects ab, ber ntustkalische Theil jeboch bringt eine Anzahl von anmuthigen, zum Theile originellen Gefangspiecen, von welchen namentlich bas g.ohe Finale bes ersten Sides ben lautesten Beifall fanb, mit bem bas Publikum auch sonst im Laufe bes Abends ver-bientermafoen nicht katgte. Die Hauptwirkung beim „Mikado" liegt jeboch in ber Ausstattung, ben eigen-artigen Costiimen unb im Ensemble. In biefet Be-ziehung rourbe, foroeit es bei bent befchrankten Raume unb ben Mitteln einer Jnlerimsbuhne verlangt roer-beit kann, roirklich Vortreffliches geboten. Alles in Allem roar ber SIbenb ein recht befriebtgenber. In ben ersten Tagen ber Inufenben Woche gelnngten die Strauh'sche Dperette „Der Zigeunerbaron", das Lustspiel „Die Tochter Belial's" unb bas Volksstuck „s' Nullerl" zur Sluffuhrung. Die Dperette hatte noch einige Proben vertragen; Lustspiel unb Volksstuck bagegen kamen vorziiglich zur Darstellung; leiber war aber ber Saal an beiden Abenden nur mahig besucht. — (Der Laibacher deutsche Turn-vere in) halt morgen Sonntag ben 21. b. M. im Casinoglassalon seine diehjcihrige Weihnachtskneipe ab. Wie alljahrlich gelangt ein Christbaum zur Auf-ftt'Hung uno finbet eine Christbescherung unter ben Mitgliebern statt. — (E i s sport.) Seit bem 14. b. M. ist ber Eislausplatz nach ft bem Tivoliplatze eroffnet unb fehr zahlreich besucht. Auch „am Kern" in ber Tirnau geht es heuer wieber lebhafter zu, nachbem berselbe in Entsprechung bes bezuglichen Erlastes bes UnterrichtSministers als UebungSplatz im EiSlaufen stir bie ©tubirenben bet Miitelschule hergerichtet nutbe. — (T ob es s a lle.) Die ©tiftSbame Jeanette Marquise G oz a ni unb bie BezirkshauptmannS-witwe Auguste Vessel, geb. Sanger v. Pob-goro sinb gestorben. — (Die Latter mannSallee) ist bekannt-lich butch ben furchtbaren Drcan, Enbe August b. I. arg beschabigt, an ntanchen ©tellen leiber formltch vernichtet worben. Im Laufe biefer Woche fanb nun eine B.'tathung von Fachmannem an Drt unb Stele in Betteff bet Matztegeln zut vollstanbigen Wieber-herstellung bet Alleen statt. Hiebei einigte man sich zu folgenben Anttagen: 1. Die Allee in bet 'Ber* langerung bet Knaffl-Gaffe foll bis zum Schkofse Tivoli oerlangert roerben, ba biefe bestimmt er« scheint, kiinstig einmal bie gegenroortige Hauptallee zu etsetzen. 2. In bet Hauptallee stnb an ©telle ber zerstorten Baume junge nachzupflanzen. 3. Die vom Haupt-Ronbeau nach Schischka fiihrenbe Allee ist vollstanbig zu fallen unb dutch eine neue Ka* stanienallee zu etsetzen. 4. Die Fahtallee von ber Matia-Thetesienstrahe nach Tivoli ist ebenfaHS voll-ftanbig zu fallen unb butch eine Linbenallee zu er-fetzen. Wie ciuS biesen Anttagen zu entnehmen ist, hanbelt es sich hiebei unt roeitgehenbe Umroanblungen bezuglich bet prachtigen Spaziergange in unmittel* barer Nahe der Stabt. Es bleibt nut zu wiinschen, bah biefe umfangreidjen Neu- unb Nachpflanzungen mit thunlichster Raschheit unb Sorgfalt vorgenommen roerben. Es hanbelt sich ja hiebei um etnen Haupt-schmuck unferer Stabt, um eine ber grofjten An-nehmlichkeiten, roelche bieselbe bietet. — (Section Krain bes b. u. o. SI [pen* vereines.) Der Vortragsabenb am 15. b. M. roar abermatS fehr zahlreich besucht. Der Vorsitzenbe, Dbmamt A. R. v. ©aribolbi, befprach zunachst einige Vereinsangelegenheiten, hierauf hielt Herr T. C. Stockl ben angefunbigten Vortrag: „Die Steiner Sltpen unb bie Aufgabe ber Section Strain in benfelben." Der Vortragende gab in sachlich in* tereQanter Weise unb anziehenbet Form eine Schil-berung biefeS Alpengebietes, daS zahlreiche hervorragenbe Schonheiten unb lohnenbe Aussichlspunkte bietet, bie noch zu roenig gekannt unb gerourbigt sinb. Die Section Kcain hat butch verfdjiebene Wegherstellungen, Mar* kirungen u. bgl. bereits Slnerkennensroerthes fiir die Zuganglichmachung ber Steiner Stlpen geleiftct, boch hat sie hier noch roeitere bankenswerthe Slufgaben zu lofen. Es hanbelt sich namentlich barum, butch SInlegung ber nothwenbigen Wege unb Erbauung einer giinflig gelegeien Schutzhiitte am Hauptgipfet bet Steiner Sltpen, den Grintonz von Stein aus leicht eneichbar zu machen. Diese Projects butch* zuflihren erfcheint umfo gebotener, als in roenigen Tagen bie neue Localbahn Laibach-Stein bem Verkehre ubergeben unb bainit bas so prachtig gelegene Stein unb bie ganze Gegenb bem allgemeinen Verkehre roeit inehr erfchloffen fein roirb. Unter allge-nteiner Zustimmung unb anbauernbent lebhasten Beifall bantte ber Vorsitzenbe Herrn Stockl fiir seinen anregenben Vortrag unb gab zugleich bekannt, bah bie nachste Versammlung als Jahresversammlung abgchalten unb hiebei auch bas Programm fiir bie Thatigkeit ber Section im nachsten Jahre vom SIu6* fchuste vorgelegt uno sohin festgesetzt roerben roirb. Der roeitere Theil bes SIbeitbs war einer Setprechung bes SIntrage« gewibmet, im Carneval 1891 wieber einen grohen Vergnllgungsabenb zu veranstalten. Die Idee fanb lebhaften Slnklang; bet Slntrag rourbe einhellig angenommen unb zugleich etn aus brci Mitgliebern bestehenbeS (Somite mit ber Dutch* siihrung bet votbereitenben Schritte fur bas geplante Unternehmen betraut. Als willkommene Beigabe |u bem friiher etwahnten Vortrnge war ein Relief ber Steiner Sllpcn unb Photographien aus biefent Ge-bicte, bann eine im grohen Mahstabe angefertigte Skizze mit ber Darstellung ber Zugrichtungen biefet Sllpen ausgestellt. — (VereinShauS'Einweihung.) Seine Excellenz Fiirstbischof Dr. Misfia nahnt am 18. b. M. bie Einweihung beS VereinShauses (ehentaligeg Kinberfpital) unb ber Kapelle bes Vereines bet Frauen ber chriftlichen Liebe vom heil. Vincenz be Paula vor. — (Krainische Industrie - Gesel l» s ch a f t.) Die Coupons der Prioritats-Actien Nr. 1 bis 1000 rverden am 2. Janner 1891 mit fl. 25 per Stuck cingelost, unb gegen die Talons der Stammactien Nr. 1 bis 3400 werden am 2. Jan-ner 1891 die neuen Couponsbogen und fl. 5 per Actie an Dividende vertheilt. — (Localbahn L a i b ach - S t e i n.) Trotz der in den letzten Wochen vielfach ungunstigen Wit-terung ist der Bau und die Ausriistung der Sinic in den letzten Tagen vollendet worden. Vorgestern sand bereits die Probefahrt, bezw. die technisch-poli-zeiliche Priifung der Strecke statt und die Eriiffnung der Bahn erfolgt in diesen Tagen. — (Der I. Laibacher Beamten-Con-sumverein) hielt am 14. d. M. unter dem Vorsitze seines Obmannes, des Landcsthierarztes Herrn Wagner eine zahlreich besuchte Versammlung, in der es namentlich zu einer langen und lebhaften Debatte uber die Frage fam, ob bei der Gebahrung des Vereines hauptsachlich nur die Herabsetzung der Preise fur die verschiedenen Consumartikel anzustreben oder auch auf die Verzinsung der Einlagen, bezw. die Erzielung eines Reingewinnes und Vertheilung einer Dividende Rucksicht zu nehmen sei. Die letztere Anschauung erhielt schliehlich bei der Abstimmung die Majoritat. — (Die osterreichisch • ungarische Monarchic in Wort und Bild.) Die 122. Lieferung des Werkes, das 14. Heft des Bandes „Karnten und Strain" behandelt abermalS nur das Land Krain. Der literarische Theil des Heftes enthalt zwei Abhandlungen: „Gottschee und die Gottscheer" von Karl Julius Schroer und die „slo-venische Literatur von Gregor Krek. An Jllustrationen bringt dieses Heft: „Die Steinwand in der Gottschee", daS grohe Stadtfiegel von Gottschee, die Stadt Gottschee, die alien Trachten der Gottscheer, die Gottscheer Hausierer, cine Gottscheerin in Dolkstracht, Portrats des Primu« Truber, Valentin Vodnik, Franz PreZeren und Anton Slomšek; den Savica-Wasserfall und einige Vignetten. — (Stipendien firr Študente n) fmd im ersten Semester des Schuljahrcs 1890/91 42 zu verlrihen; die Gesuche find im Wege der Schul-directionen bis 15. Iiinner 1891 bei der hiesigen Landesregierung zu uberreichen. — (D e u t s ch er Schulverein.) In der letzten Ausschuhsitzung wurde stir die Lehrerin an der Schule in Domschale der Gehalt bezahlt, die Schulerlade an dem Gymnasium in Gottschee unter-sttitzt und fur den Musikunterricht und zur Schul-geldzahlung fiir durftige Kinder entsprechende Be-Irage bewilligt; ferner erhielt ein Lehrer in Laibach die gebuhrende Alterszulage und die Schule in Unter-Skrill ein Kaiscrbild und ein Schulkrcuz. — (Sclbstmord.) Am 15. d. M. Mittags hat ftch Valentin Gertscher, Gastwirth in der Papiersabriksrestauration zu Gortschach nachstZwischen-massern, in einem Comfortable, mit dem er gegen St. Christos suhr, wahrend der Fahrt mittelst eines Revolverschusses getodtet. AuS friiheren Jahren stam-mende mihliche VermogenSverhaltnisse und angeblich eine von ihm gcsctzwidrig unternommene Wechselan-gelegenheit sollen die Ursache dieses Selbstmordes geroesen scin. — (Unterschlagene Postgcld cr.) Der Postmeister in Dioacca, Michael LoSdorser, wurde wegen Unterschlagung von ausgegebcnen Postgeldern im Betrage von mehr als 1000 fl. vcrhastet. — (Zum Bahnprojecte D i v a cca-Laak.) Die Handels- und Gewerbekammer fur Krain hat dem Karntncr Landcsausschusse mitgetheilt, dah sic den bei der Eisenbahn-Enquete vom 28. Juli in Klagensurt beschlossenen Matznahmen, wegen Her-stellung einer zwciten unabhangigen Verbindung mit Triest durch den Ausbau der Staatsbahn unter Kiirzung der Wcgstrcckc iiber die Karawanken zu-stimme und ftch den auf die Herstellung dieser Eisen-bahnverbindung bei der bezuglichen Berathung zum Ausdrucke gclangten Bestrebungen und ftch daran reihenden Schrittcn anschlietze. — (Die Laibacher fr eiwillige Feuer-wehr) begeht am 26. d. M Abends in bet Glas-hallc ber Casinorestauration bos Christbaumfest. — (Verbreitung ber Reblaus in Krain.) Vor einigcr Zcit ist der officielle Bericht des Ackerbauministeriums Liber die »Verbreitung der Reblaus in Oesterreich bis Ende des Jahres 1889" erschienen. Wir entnehmen demselben, die nachstehen-den auf Krain bezuglichen Angaben: Von der ge-sammten Weinbauflache im Lande mit 11.631 Hektar waren Ende 1889 verseucht oder seuchenverdachtig 5805 Hektar, in 4 Bezirkshauptm«nnschasten und 29 Ortsgemeinden. Die Verbreitung der Reblaus in den cinzelnen Bezirkshauptmannschasten war fol-gende: Im politischen Bezirke Gurkseld waren verseucht oder seuchenverdachtig von der Weinbauflache per 4474 Hektar, 2543 Hektar; im Bezirke Rudolfs-werth von 2472 Hektar, 1237 Hektar; im Bezirke Tfcherncmbl von 1961 Hektar, 1546 Hektar und im Bezirke Adelsberg von 1202 Hektar, 478 Hektar. Aus den vorstehenden Daten ist zu entnehmen, dah die Verbreitung der Reblaus in Krain (eider eine auherordentlich grohe ist und bereits die Halftc der Weinbauflache davon ergriffen erscheint. Unter alien weinbautreibenden Landern Oesterreichs ist Krain das verhaltnitzmahig von der Reblaus weitaus am meistcn heimgesuchte. — (Der Serein derAerzteinKrain) hat laut einsiimmigem Beschlusse in der letzten Ver« cinsversammlung an Dr. Robert Koch in Berlin ein Begruhungstelegramm abgehen lassen. — (Bei der Bczirkskrankcncassc in Laibach) wurden in den abgelausenen 16 Monaten ihres Bestandes 20.235 fl. eingenommen und 18.934fl. ausgegeben; 968 mannliche und 157 weibliche, zu-sammen 1125 betheiligte Mitglieder bezogen Unter* stiitzungs-, Kranken- und Verpflegsgelder. — (Der Unter ft utzungsverein fur mittellofe Zoglinge der Lehrerbil-dungS-Anstall) verrcchnete im abgelausenen Jahre an Einnahmen 506 fl. und an Ausgaben 266 fl. Der Verein besitzt ein Stammvermiigen in der Hohe von 3239 fl. — (Die Priifungen aus der S t a at 8-rcchnungswi ffenschaft) fur die Candidaten aus Krain werden am 23. d. M. in Graz ab-gehalten werden. — (Auf dem Karste) hcrrschtc in den letzten Tagen der vorigcn und in dieser Woche grohe Kaltc und heftige Bora. — (Cinen starken B aren) hat der Grund-besitzer Johann Wolf im Walde nachst Schwarzen-bach, Bezirk Gottschee, erlegt. — (Dcrlosung.) Am 2. Janner 1891, Vormiltags urn 10 Uhr, findet im Bureau des Landcsausschusses die nachste Verlosung der 4pro-centigen krainischen LandeSanlehens-Obligationen statt. — (Der Gcndarmcriepostcn i n Scla-Lackcn) wurde ausgclassen. — (Auf der Slldbahn) tritt mit 1. Jan-ncr 1891 cin Tarif fur den »ostcrreichisch-ungarischen Levantevcrkehr uber Triest und Fiume" in Wirk-samkeit. Derselbe enthalt directs Frachtsatze in Gulden osterreichischer Wahrung per 100 Kilogramm stir ben Frachtgut-Transport von osterreichischen unb ungarischcn, beziehungsweife croatifchen Stationcn nach den Hasenplatzen Piriius, Syra, Smyrna, Salonichi, Dcdcagatsch, Konstantinopel, Galatz-Braila (im Sommer), Kiistendsche (im Winter) liber Triest und Fiume seewarts. Die Reexpedition in Triest, bczichungswcise Fiume, ist unter gewisicn Bedingungen gestattct. — (Vcrgntigungszugc.) Das Wiener Reisebureau Schrockl veraiistaltet aus Anlah dn WeihnachtSfeiertagc zu crmahigten Prciscn zwv Vergniigunaszugc; einer derselben geht am 23. d. um 3 Uhr Nachmittags von Laibach nach Wien, der artbere am 24. d. M. Nachmittags um 1 Uhr von Laibach nach Fiume, T r iest unb $<• n e d ig ab. Oeigmetl - Telegramme des „xuil»acher Mochrnblatt." 8. Wien, 19. December. Der Kaiser m-pfing gestern eine Deputation des Festansschnsser des Sangcrbundfestes und anerkanute belt toiitbigti, patriotifchen Verlans des Festes. Die Verhandlungen zwifchen den Jnngrzecha und Realisten, bezuglich der Fusion find gescheitert. Berlin, 19. December. Die Kaiserin rat der nengeborene Prinz befinden sich wohl. Die konservativen agitiren gegen den biirgtr-lichen Minister Herrfurth. (jtcgcn Katarrbe der AthmungeorKane, bei llueten> Seliiiu|»fen, Heleerlteit und anderen Halsaflfeetlonen wird arztlicherseits MATI5 o\ tilr sicli allein, oder mit warmer Milch vermischt, mit Erfolg angewendet. Derselbe Ubt eine mildlosende, erfrischende und beruhigende Wirkung aus. Iiefordert die Schleim-absonaerung und ist in solchen FSllen bestens erprobt. 8103 Verstorbene in Laibach. Am 10. December. Petcr Lapajne, Arbeiterk-Sohn. 4 3-r Hauplmanca 11, Simgcntubcrfulofe. '21 m 12. ®ccenifaer. Jolianna Sorošin, Ageiitenr-lIattn, 24 3. 6 M., RatbhauSplnk 10, Tuberkiilose — Sofefa StuittiL SchuhniacherS-Gattin, 26 I., Tirnauergasse 11, Tuberkuloft. — Auguste Vessel, BezirkShauptmaiiiiS-Wiiwe, 63 3., Steugafft Nr. 5, Apoplczie. Au> 13. December. August RepiL, ^ahbinderS-Svhn, Soltfinaoffe 16, Luiigcnentzundung. Stin 14. December. Marquise Jeannette v, (Sezoni, Private, 72 I., Schellenbnrggasse 6, fiumtcnltifjimmg. — Barthlwr Tichel, MaNer, 64 I., Karlstadterstrabe 20, Schlagflnh. 91 m 15. December. Maria Merinn, Schneidert-Gatti«. 26 I., FlorianSgasse 13, Tuberkiilose. Am 16. December. Franz Plestenjak, Arbeiters-Sob«, 4>/z M., Brunngasse 3, fiend)(uifteii. — Paul v. Geiliczs, Hau-besij-er, 22 S., Herreugasse 3, Tubereulose. Ls label M- tin Ber Deutsche Schulverein I« iitilben, baarcu Ipenden! — Uird's roicbet gut verwcnbr«. Zu btlllgcn Preiscnl I GemSstete 1 steierische Hapanne, Brat- und Bachhiihncr, (Itbtnb obtr autgeweidkl). ■«*, roh -der gktei,«, ................... 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Hitsclimann’s Journal* verlag in Wien, I., Dominikanerbastei Nr. 5, erschcinen und konnen gcgen Einsendung des Geld-betrages ^dnrch die Postsparcasse oder mittelst Post-auweisung) pranumerirt werden: WienerLandwirthschaftl.Zeitung, ganzj. 12 si. Oesterreichische Forst-Zeitung, ganzj. 8 sl. Allgemeine Wein-Zeitung, ganzj. 6 fl. Der praktische Landwirth, ganzj. 4 fl. Der Oekonom, ganzj. 1 fl. LEICHTLOSLICHER CACAO • Austjicbit, • 1 K? = 200 TASSEN • Nahrlxaft tioldene Medallle Weltauestellung Paris 188». ______ Unterphosphorigsaurer KalkEisen Syrup bercitct voni Apotheker Julius Herbabny in Wien, roitb feit Suliten von jnlilteichcn Sterjten cmpfohlen und mit beffem Stfotgc ongerocnbct. Sic empfehlcn dieses Prapai at warmstciiS alr ein Miitci, welches rasch ben 4Ippetit hebt, cine.rnij-lichcre, nugenicffeiic Nahruugsausnahme ctmoglidbti bnbutd) bic Ernahrnng Toiuie bic Znnahme btr Kraste wesentlich unterstutzt nnd bcitragt bic 4lnlage zn Lungenkrankheiten zn vermindern »ud z» beseitigen. 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