Nr. 251. Pr5num5l»tlo»«yr«i«! Im «omptoil ganzj. «. !,, halb^. N. 5'5ll. iZiii dl» Hufiellun« in» Hau« ha!!',. s>l» sr. !l)!n,j. ff. lb, hnlbj. fl. ?'5l». Doltnerstag, 2. November. 1876. Amtlicher Theil. Wer Minister des Innern hat den Obercommisfür ^"'z Kaus znm Polizeiralhe der triester Polizeidirec-"°" ernannt. ^ichtaintlicher Theil. Zur Lage. Ei»cr telegraphischen Nachricht des „Pcster öloyd" s' <°s ' ^ der Abschluß eines scchswöchciltlichcn Waffen- "Waildes zu gewärtigen. Bestätigt sich dich Meldung. ° hat die dipwmntischc Thätigkeit jedenfalls der kricgeri- ^. Action wieder den Vorrang abgelaufen. An sich l d'c Frage der WaffenstiUstandsdaucr allerdings von <"^ordncler Bedeutung gegenüber den Bedingungen ." Friedens und der Pacification, in denen ja der Etliche kritische Pnnlt liegt; allein die Tlnisache, daß ^>ßllli,d dc,n Waffenstillstände die Zustimmung gibt, .^ vie Garanticfragc merilorisch behandelt wurde, laßt lnnntt'hin darauf schließen, daß das Cabinet rml St, Pe- ^burg mindestens nicht gewillt ist. dic Verwicklung il forcieren. Knapp an der Grenze, welche 5ie diplo- ""'schc von der militärischen Action scheidet, hat Nuß. nad ^ einmal Halt gemacht, und wie uinniltelbar ^-v ^uch der Krieg in Eicht war, heute scheint er h. "' M beträchtliche Ferne zurückgetreten zu sein. Sollte ^ 'Mttwarletc Mäßigung Rußlands wirklich nur auf >, 'Ut'denlsn gegen einen Wintcrfclozug zurückzuführen n'. udrr hat sie nicht gewichtige politische Motive? l», 6 dünkt unö wahrscheinlicher, und wir glauben ^ Nl im Irrthum zu sein, wenn wir die eigentlichen H "nd.' der russischen Reserve in der Haltung unserer ^°"c»rchic suchen H Erinnern wir zunächst an das Wort des Grafen , glassy: „Oesterreich-Ungarn kann als Freund sehr Mlich, als Feind sehr neflihrlich werden." Diese Wahret hat man in St. P. lersburg längst erkannt, und Alte zumal dürfte sie plastisch vor den Augen der russi-lchen Staatslenker stehen. Es ist jedenfalls eine auf-lallende Wahruchmung, daß in den verschiedenen Phasen ^Verwicklung immer ein lebhafter Verkehr zwischen ro.,, ? ""d Oeslcrrcich.Ungarn mit dem acutcn Eha-einer l,I^^ zusammenfiel, während jedesmal nach der,.., ?^ Auseinandersetzung eine augenblickliche Mll-Nlu a ^ »cspannten Situation eintrat. Als — um die W-'ss. Engste derartige Wandlung zu erinnern — die 3 Sumaratuffs die Lage beherrschte, da hingen! N ^lterwolken so tief am Horizont, daß man jeden Mnbllck die furchtbare Entladung befürchten mußte; Sumarotoff kehrte nach Livadia zurück, und plötzlich gewann die Situation eine freundlichere Physiognomie. Anstatt der Kriegserklärung an die Türkei lam ein neues Stadium der „friedlichen" Thätigkeit; die Kanonen blieben im Arsenal und dcr diplomatische Wcbstuhl wurde wieder hervorgeholt. Freilich währte diese Ruhe nicht lange. In der Waffcnstillstands-Fragc flatterte wieder eine russische Mine auf, und die Gefahr einer allgemeinen Explosion trat — wie der „Pester Lloyd" schreibt — in immincntcr Weise hervor. Da fand abermals eine ledhafte Communication zwischen den Kabinetten von Wien und St. Petersburg stall, und das Resultat ist eine abermalige Mäßigung Rußlands. Soll man die Erklärung für diese Erscheinung in der bloßen Ueber-redungslunst unseres auswärtigen Amtes, oder nicht vielmehr in einer entschiedenen Abwehr gegen jede Zu^ muthung suchen, welche mit dem friedlichen Gedanken des „Drei-Kaiscr-Bündnisses" nicht harmoniert? Wie dein auch sei — in jcdcm Falle wird uns ans diesem Verhältnisse mit unzweifelhafter Gewißheit die Thatsache entgegentreten, daß unser auswärtiges Amt weil entfernt ist. sich der Aggrcssio-Politit Rußlands verschrieben zu haben. Könnte Rußland auf die Mitwirkung oder auch nur auf die unbedingte Neutralität Oesterreich-Ungarns zählen — die Kugel wäre längst aus dem Rohr und die Zerstörung halle längst begonnen; aber wie die Sachen heute liegen, gipfelt die Sorge des Ca bincts von St. Petersburg nicht, oder mindestens nicht vorwiegend in den Bcdcnllichlcilen eines Feldzuges auf dem Balkan, sondern in der Unsicherheit über die Politik Ocstcrreich'Ungarns gegenüber den Eventualitäten des Krieges. In dcr Unsicherheit über dir Politik unserer Mon< archie, sagen wir, denn es liegt auf dcr Hand, daß Ruß. land, «he es sich zu einer kriegerischen Action entschließt, oollc Gewißheit über die Halting Oesterreich>UngasnS gewonnen haben muß. Daß die Mitwirkung unserer Monarchie dm russische" Staatsmännern am meiste,, willkommen würe und daß inan sich anch mit einer sllicten Neutralität zufriedengeben würde, das bedarf keines Vcweises; aber man wird taum fehlgehen, wenn man annimmt, daß auch eine entschiedene Parteinahme unserer Monarchie gegen Rußland ^em Cabinet von Si. Pcttrsbm'!, relatm wü'lschmSwcr:!':r e« schiene, als irgend eine unau^esp^ochenc Tendenz. E'ne offene Action unsere? auswärtigen Amtes gegen Rußland würde diesem die oollc Freiheit der Entschließung geben, und alsbnld würde man in Petersburg alle Hcbel in B^wegum, sctzcn, um eine Isolierung Oesleneich Ungarns zu bewirken und sich Naum für eine Expansionspolitik in großem Slyle zu schaffen. Nun hat cS den Anschein, als hätlc Rußland lioch keinerlei Garantien bttreffs der künftigen Haltung Ocstcrreich.Una.arnS gewonnen und als ließe es deshalb wieder den Arm sinken, der bereits zum Schlage aus geholt hat. Positiv dülfle das russische Cabinet nur mit 5er Thatsache rechnen können, daß eine Mitwirkung O:sterreich>Ungarns zum Zwecke des Umsturzes und der Ländererwerbung auf dem Vulkan platterdings aus» geschlossen ist; alles andere starrt ihm wie ein oer-hängnlsoollcS Räthsel entgegen, und vor dieser Ungewih. heil streicht es immer wicder die Seyil, so oft es sie a»ch vom Winde hat schwelle» lassen. Eine solche Hal-tuna unseres auswärtig-,,, Amies ist richt nur eine pa< tülliche, sie schöpft ihre Berechtigung aus dem Drei. Kaiser-Bündnisse s e l b st. Unsere Mon -archie hält offen und ohne Hintergedanken an den ursprünglichen Grundlagen dieses Bündnisses fest. Dieses Bündnis hatte durchaus conservative Zwecke, es zielle auf die Wahrung deS Friedens und dcr bestehenden Muchlvcrhällmsse ab; für diese Tendenz kann j,»c der alliirlen Mächte auf die Mitwirkung Oesterreich Uü^a^'s zählen, welches Treue und Glauben in keinem ,5alle oeNcnynlt. Allein wenn d:r conservative und friedliHe Gedanke c^eS Drei'Kaiser-Vündnisses über Bord geworfen wird. so ist da» Oünbnis selbst hinfällig geworden, es ist wie ein Körper, dem die Stele ausgegange». und die natürliche Folge ift, daß jtdc Macht sich auf ihr ciczenes specielle« Interesse zurückzieht. In dem Falle nun, wenn Ruhland die Tendenz deS Dlel'Kaiser-Vündnisses verleugnet, zwingt eS ul,sere Monarchie, frei von jeder Verbindlichkeit, in der einen oder der anderen Richtuxg zu handeln, je nachdem ihr Interesse durch die Ereignisse enqagieri erscheint. In diesem Sinne faßt der „Pester Kloyd" die Haltung unseres auSwältiyen Amte« auf, und ob wir auch leine andere Vürgschaft als unsere persönliche Meinung für das Zutreffende dieser Voraussetzung haben, so möchten wir sie doch nicht lcichlerdings gegen eine andere umtauschen, denn es will lins scheinen, die hier skizzierte Tendenz unserer au»walligen Politik entspreche de» Interesse der Monarchie wie den Anforderungen her ^anc aanz und nar. Und deshalb vermögen wir uns auch nicht in den Slilmnungtn zur-chlzufinden, die von zwci extremen Seilen ne^-n die Politik deS Glasen An-drussy agieren. Die einen — die den Frieden um jeden P'eis wollen und von diesem Gefichtepunlte aus die O>>ent Politik unseres Auswärtigen Annes bekämpfen, übersehen die einfache Wah:heil, daß es bieher denn doch gelungen ist, den Frieden zu erhallen, Rußlands Gelüste z>, zügeln, die Klicgsaclion immer wieder zur Umkehr zu bewegen, und daß ein conseqilentto Feslhalten an der einmal eingeschlagenen Richtung vielleicht doch den Erfolg h.ibcn lö:mle, die radical! Lösung der Orient-Frage in ihrem ganzen Umfange wenigstens zu vertäuen. Die anderen — die den Krieg gegen Rußland um jeden Preis wollen, übersehen die Thalsache, daß Rußland bisher psychologischer Charakter der Hffen.* 2„ "" ber glühenden üppigen Tropenzone und den Diff ^"^" Gegenden, wo die Jahreszeiten nur gerlnqe ^"»zen der Wärme und dcs Lichtes zeigen, eine "HUge Vegelalion und Inseclenwclt sich entwickelt, lebt ^ zahlreiche Gruppe wesentlich baumbewohnendcr lichn ."' "elche unter allen den Menjchen am ühn» Ear? ^'^' ^ jedoch, daß sie als Verzerrungen oder Grak """ desselben zum Theil bis zum üutzcrslm Eine s ^ Widerlichkeit sich darstelle.,. In den Seelen, lch '^'.'e" der Assen offenbart sich dieselbe Widerlich, l'nust '" '^" äußern Erscheinung, und bci der ge. VlMck ^'bc"sa)afl lrilt an ihnen daS Voshaflc. oia^eu '^ch^l.'che hervor, am nmsten bci den Pa-der u's. ^ Gcsicht durchläuft in wenig Augenblicken. Wilglick, ü. ^"eglichlcil der Scelc anncmcsse,'. alle Verstand ""^^ucksformcn. und mit dem Wachsen des schleckt, ^-""b d" Muskelkraft nehmen auch alle ihre Breh,, ^"sll,afttn. ihre Rohheit und Wildheit zu. Äfft,, b.,!^"^ "lt ^n Arabern: an, besten feicn die ^tufel x ^" "^ Mittelwcfen zwischen Mensch und sche», ae.n ^. l" seincln i^orn aus verworfenen Mcn. lust ist u ?^ ^^' ^lire Plu»üeru>,«S' und Zerstürunge-zwelftuna > i""^' '° baß fit den ^'andwirch zur Ver. haben sie ^""^n. Neben ihren fchlimmcn Eigenschaften Nltn. H-^,^ "uch einige aule: unterhaltendes Vcneh. -^^"hme für schwache und kranke Thiere aller ^'«!«l»»»in «"^"lenlebm der Thiere. Von Maf>m,li°n " ° und H«bell»,rg, L. F. Winlci'sche Vtrlagshanblung.) Art. große Liebe für ihre Iangen, und zwar nicht blos die Weibchen, sondern auch die Männchen. Affen sollen die Wunden verletzter Genossen suchen und zur Stillung dcs Bluleö Matter darauf legen. Wer die Menschcn aufmerksam beobachtet, findet diese Zuneigung für Weib, Kinder und Freunde, wol auch Wohlwollen für Bcdinf. tiae anch bei manchen, sclbst verbrecherischen Menschen, denen sonst die Wahrheitsliebe, der Sm„ für Gerecht!«, leit. mit einem Worte die höheren, sittlichen Ioecn eben io aut feblen wie den Affen. Affen streiten immer, hauptsächlich um d'.e Weib. chen- dic schwächest" Männchen werden häufig geiöblet. Manche amcritll"i!che und ino,sche Äffen leben streng monoqam, jeder m>t ,einem wcN'chcn; andere Arten Amc, rlla'ö dann der Gorilla, die P^'ane leb^n polyayl.ijch. ein Männchen mtl mehreren Weibchen. Dabei lö„ne' wieder die Familien ein^, w,c bc,m Gorilla. od>r mch-rerc zu Truppe vereinigt lcbcn, wie d.e Paviane und meh ere südamerilanischc Affeü. Die Affenliebe i,l sprich' mörilich geworden; alle Olo','achtcr erzählen von dcr Zärtlichkeit dcr Äfftluveibchen fur >h,e Jungen. S>e säugen. lieblosen, reinigen dieselben, sehe,, ihrm Spielen mit Vergnügen zu, schlagen oder raufen sie aber auch, wenn sie boshafte Streiche machen. Ein Pavian, der sein Weibchen verloren U"d r>on diesem cin abqczchrtes, iha> chilisches Junges hatte, hielt dicscs jcdc Nachl in scintn Armen. E!n männlicher Nbäla"dj'Affe, den Brehm hielt, hatte die Neigung oer «effinncn, junge Thiere zu pflcgen, und adoptierte sogleich fein Junges, welches noch sehr der Hilfe bedürfte, pflegte es auf d,o eifrigste, vcct^ei. digte es mit aller Kraft. Der Pflegling starb nach einigen Monaten; der Schmerz des Pflegevaters war grenzenlos. Ms ihm wiederholt der Leichnam «ntrissen wurde, verließ er oaS Haus, nachdem er die Nachbarschaft noch stundenlang durchsucht hatte, um nicht wieder, zukehren. Eine Acffin darbte sich jeden guten Vissen ab, um ihn ihrem Jungen z» gebcn. Affen, besonders junge, grinsen und kichern, wenn mau sie kitzelt oder wenn sie eine lang entbehrte liebe Person sehen; bei Schmerz oder Noth stoßen die Affen cin schrilles Geschrei aus, sollen sogar weinen. Junge Orangs und Chimpansös sind, wenn krank, sehr niedergeschlagen. In der Wuth fletschen die einen die Zähne, andere strecken die Lippen vor, manche ziehen die Ohren zurück, drücken den Haallami» auf dem Kopfe nieder, schlagen mit einer Vorderhand den Boden, alle fixieren den Fnnd mit wildem Blick, Bei manchen Affen unter« scheidet nur dn Kenner freudige von zorniger Erregung. Bei Uücuuuu Klu^u« wird im Zorn das Gesicht roth, in dcr Furcht bleich; junge Chimpansüs schreien laut, schleudern t»e Arme wild hnmn, nursen sich auf den Boden, beißen. Imia/ Oiangs. vor den Spiegel n regel der Aufbesserung selbst zu bewegen haben wird. Auf diefe Art wird für das rechtliche Verhältnis zwi. schen dem SeelsoraekleruS und dem Religionsfonds, dann zwischen diesem letzteren und dem Staatsschatze eine Un. terlage gewonnen, welche in gleich präciser Weise bisher nicht bestand und welche doch zur vollständigen Sicher, stellung aller betheiligten Interessen unerläßlich ist. Es wird fernerS hiedurch Gelegenheit zu einer gründlichen Reform der bestehenden Dotationseinrichtungen, zu einer durchgreifenden Vereinfachung der oiesfälllgen Vorschriften und zur vollständigen Beseitigung aller jener Un> gleichheiten in dem bisherigen Dotationswescn geboten, welche nach der oben gegebenen Darstellung zwar histo» rlsch zu erklären, sachlich aber nicht zu rechtfertigen sind. Durch die Perordnung, „womit die Höhe der auS dem Religionsfonds gewährten Dotationen der ta» tholischen Seelsorge.Geistlichkeit provisorisch bestimmt und das Verfahren zur Geltendmachung des DotationSanspru-ches geregelt wird", erfolgt die Feststellung der neuen Co:'grua für die nächsten drei Jahre (1877 bis 1879); zugleich werden anstelle der zahllosen, vielfach unklaren und veralteten, in wichtigsten Punkten verfehlen Vor-schriften über die Berechnung des kirchlichen Lolaleinlom. mens neue, den Verhaltnissen besser entsprechende gesetzt, wodi'rch für die nach Ablauf deS Provisoriums vorzu. nehmende definitive Bestimmung der Congrua sofort ver« läßliche Grundlagen vorbereitet sind." Dem Motioenberichte folgt hierauf eine Uebersicht der Ergebnisse des ReligionSfonds-Neltrages in den ein« zelnen Bändern und eine Uebersicht de« Mehraufwandes für Dotationen, welche sich nach dem Provisorischen Congrua«Regulierungsplane in den einzelnen Ländern herausstellt. Für das Jahr 1877 sind RcligionsfondS. Beiträge präliminiert: Niederösterreich 175,854 fl.. Oberoslerreich 47.737 fl., Salzburg 7585 fl., Tirol 8456 ft., Vorarlberg 30 fl., Stelermarl 8000 fi., Kärnten A0"0fi.. Krain 2564 fl., Trieft 100 fl.. Gör, ^?^V"^7N>ll.. Dalmatien 1000 fl., Böhmen i??.'^b fl., Mähren 112,600 fi., Schlesien 28,700 ft., Galizien 37,500 fi, «rala'u 12,053 fi., zusammen daher 1671,424 fl. Der durch die Congrua-Aufbesscrung vtt-ursachle Mehraufwand beträgt: Niedcrösterreich 173,886 Gulden, Oberösterrelch 50,340 fl., Salzburg 10,312 fl>. !Tirol 91.000 fl., Vorarlberg 13,582 fl., Steiermarl 105,000 fl., Kärnlen 26.110 fi., Kraln 23,408 fi., Trieft 6168 fi., Görz 8700 fi., Iftrien 28,064 fi.. Dal' matien 44,000 fi., Böhmen 169.082 fi.. Mäh«« 111,300 fi.. Schlesien 30,500 fl.. Galizlen 238.000 5-Krakau 3000 fi., Bukowina 4794 fl., Summa 1.137.246 Gulden. Als erforderlicher Zuschuß aus dcn allaemeintn Finanzen ergibt sich son«ch drr Betrag von 465,822 fl> Oesteireichischer Reichsrath. 20ft. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wicn, am 30. Oktober. Unter den Einlaufen befindet sich ein vom Iusilz-minister Dr. Glaser vorgelegter Gesetzentwurf, be« treffend die Bestrafung der Nichtbcfolgung elneS E'"' rückungSbefehles. Abg. Dr. Herbst stellt den Antrag, es möge bit von Gr. Durchlaucht dem Herrn Ministerpräsidenten in der letzten Sitzung ertheilte InterpellationSbeantwortlM!! einer Debatte unterzogen und dieselbe auf die Tages' ordnung der nächsten Sitzung gestellt werden. Präsident Dr. Rechbaucr erklärt, vor der Abstimmung über den Antrag Herbst noch dem He"" Ministerpräsidenten das Wort zu ertheilen. Ministerpräsident Fürst Auersperg gibt hierauf folgende Erklärung ab: ..Die k. l. Regierung hat wahrgenommen, daß die der Beantwortung der Interpellation der Herren Abgeordneten Baron Eichhoff, Dr. Herbst und Dr. Hoff^ sammt Genossen beigefügte Erklärung, worin von M"' festationen kriegerischer Natur und von Kundgebung^' welche möglicherweise die Kraft und das Ansehcu dcr Monarchie schädigen könnten, die Rede ist, in Kreise" des hohen Hauses ciuc Deutung gefunden hat. welche den Intentionen der l. l. Negierung vollständig fcr» lag und umsowcniger beabsichtigt sein konnte, alS die Neuerung durch dic eingehende Beantwortung beider Int"' pellationen wol hinlänglich bewiesen hat, welches Oe-wicht sie auf die Kundgebungen der ReichSlörper legt. ,Dle l. l. Regierung vermag diese Deutung »mr einem Mißverständnisse zuzuschreiben und hält eS ange< sicht« des Ernstes der Lage im allgemeinen für emc P°' triolische Pflicht, soviel an ihr liegt, dieses Mißverständnis durch die Erklärung zu beseitigen, daß unter den in jenem Passus der In'crpellalions Beantwortung erwähl ten Manifestationen und Kundgebungen nicht jene ^ legalen Vertretungsl0rpcr gemeint waren, noch nach ^ Auffassung der Regierung gemeint sein konnten." (Beifall.) In Beantwortung einer Petition um Einbri,'S""a eines neuen EinquartierungSgesctzcs erklärt LandeSverthc^ diaungsminister Oberst Horst, daß dieses Gcsctz "0« vor den Weihnachlsfeiertagen werde eingebracht werde". (Bravo.) Das Haus schreitet sodann zur Erledigung von Petitionen, nachdem die auf der heutigen TagesordlUu'll stehende zweite Lesung dcS Antrages Oöllcrich. betreffe"» die Reform der politischen Verwaltung, von der Tag"' ordnung abgesetzt wurde. Schluß der Sitzung 2 Uhr 45 Minuten. NliF Sitzung Samstag den 4. November. Zur Debatte über die Geantwortung der in t^ orientalischen Frage gestellten Interpellationen h^" sich bis zum Schlüsse der Sitzung 27 Redner j"'" Worte gemeldet. Details der türkischen Charte. Die im Staatsrathe behufs Aufstellung der G""^ lagen der neuen Reformen eingesetzte, ausschließlich a" mit dem türkischen canonischen Rechte (Eheri) vertraut" Muselmännern bestehende Specialcommisswn ist "^ mehrtägigen Berathungen über folgende Reformat" lagen schlüssig geworden: ^ 1. Die Gesetze, die in Hinkunft ausgearbeitet ^ promulgiert werden, müssen dem heiligen Ges^ . Cheri und den wahren Bedürfnissen des Landes sprechen. .^ 2. Die einzusetzende Nationalversammlung ^ hauptsächlich die strenge und aufrichtige Anwendung bestehenden oder in Hinkunft zu occrelierenden Gr! «^ überwachen. Die Aemter werden nur fähigen und ^ petenten Beamten anvertraut und lein Beamter, Munster mit inbegriffen, wird ohne einen gesetzt Grund abgesetzt verden. ^n 3. Die politischen, Finanz- und Flscalvcrwaitun^ werden in allen Provinzen vollständig reorganisier» reformiert. ., ...zch, 4. Die mit dem Namen Medjliß-Ounwunu d z^^ nete allgemeine Versammlung zerfällt in zwei «am ^ in die Deputiertenlammer (MedjlißMeebouchan) u> die Notablenlammer (Medjliß Ayan.) Die Dep» " ^ kammer wird provisorisch 120, von der Bevolttumu Hauptstadt und der Provinzen gewählte Mitgl.cder M^ Ihr wird die Prüfuna und Votieruna der vom A« ^ rathe ausgearbeiteten rath behält auch wciters seine gesetzgebende TM 9 Die Notablen!^ ernannte Mitglieder. D« lm Range eines Webers , 2001 henden Würdenträger und die in Disponibilität befind«. Anulemlls höheren Ranges sind von Rechts wegen Mit. »lleoer dcr Notablcnlammer. Die übrigen Mitglieder werden durch von dcr Regierung ausgewühlte Persönlich, mien comftleticrt. Di? von dem Ttaatsrathc ausgear-velleten und von der Deputiertenlanliner genehmigten M etze werden dcr Notablenkammcr zur Prüfung und letzte» Entscheidung vorgelegt, welch' letztere die Gesetze emwcdcr annimint oder verwirft. Die von dcr Deputier-«"lammer in Anklagestand versetzten Beamten werden °°n drin Staalsralhe abgeurtheilt. Nur die Minister werden von der Notablcnlammer gerichtet. <). Der Dcputicrtcnlammer steht Überdieb die Con-"öle der Finanzen und das Recht zu, das allgemeine Ausgaben- und Einnahmen.Budget festzustellen. Dem "U'anzminister ist die geringste Auszahlung von im Budget "M vorgesehenen Ausgaben untersagt. , Alf diesell Prinzipien werden die Verordnungen uno Grscl^ über die Details der gesummten administra-^°"' und politischen Reformen beruhen, welche für die ^evMrung drö Reiches werden octroyicrt werden. ^«, Nachdem die Commission diese Grundlagen in Ge. "°uhnt der Vorschriften des Eheri festgestellt, schritt sie de- ss ^"'bcitung der Einzelnbrstimlnungcn. Die Arbeiten die ^"""lsslon sind schon ziemlich weit gediehen, so daß y.. "eröffcullichung ^s definitiven Reformwerlcs, wenn Hl neue Complicationcn dazwischen treten, in einer !!^Zukunft bevorsteht. Politische Uebersicht. «aibach, 31. Oltober. In der gestern stattgefundenen Sitzung des Abge« vtbNtienhausts dcs österreichilchcn ReichSralheS, über "elche wir an anderer Stelle dieses Blattes ansführli. ^r icrichlcn, nahm Se. Durchlaucht der Mmisterprasi. .°"'l Fürst A^olf ÄuerSperg das Won, um die lir. uarung abzugeben, daß dte Deutung, welche cm Passus ^ InterpcUlltionS'Bcanlwortung über die Nurgünge im ^«nt in Kreisen des Abgeordnelenhaujcs ^funden, Nttn Vtißoerständnisse zuzuschreiben sei, da mit jenem ^As weder die legalen BcrlretunaMlp^ gemeint seli^»' "°^ "^ der Auffassung der Regierung gemeint ^. ^n^len. Diese Erllcttung wurde vom Hause bei« ^Aufgenommen. — <üin Antrag Sr. Excellenz des ill^' Dr. herbst, in dcr nächsten Sitzung eine De. . lc über die Interpellations.Beanlwortung inbetreff t!>»s ^^"ge im Orient zu eröffnen, wurde vom Hause ^ imnlnig angenommen, da auch Ihre Excellenzm die l 'nslcr dafür stimmten. Das Haus schritt hierauf zur ^ltdluung der Tagesordnung. . iUionlag den ^0. d. M. begannen in Wien unter . ^ Präsidium des HofratljcS v. Schweael die Con. ^"tnzen jener Eommissioil, welche jene Instruction«,, "Usllrbeiten und feststellen wird, die bei den auf die .^Neuerung deS Zollvertrag es mit Deutsch-!"nd zu pflegenden Verhandlungen dem Ministerium A äußern gegeben werden sollen. SeiteuS des unga. UH" Handelsministeriums wurde hiezu SeclionSchcf "m^" MallelooicS und seitens des Finanzmmiste. ra.k ^^'"wialratt, v. Salmen exmittiert. Sections, bei, L« /el"'" wird außerdem ein Concipist belgege-tiale'it ''"^ diese Verhandlungen von besonderer Wich« »llck «""!» die Beranlworllichleit der theilnehmtnde» " ^ulanner eine große. F l i, ^." herannahende Winter wird den Bedarf für die «"Htllnge aus Bosnien und der Herze» Mi»ls<"° voraussichtlich steigern, infolge defsen hat der finan < ^" «tußcri, im Einvernehmen mit dem Reichs» K ".ö'NlnIster den Hof- und Ministerlalralh Baron tntse^ "^ Dalinalicn, der Mililärgrenzc und Kroatien den u ' ^""'l derselbe mit Unterstützung der betreffen. „^ ""bcebehiirden die «age persönlich in Augenschein MllU^"^ ^^ gemeinsamen Regierung über die unum-H°^ erforderlichen Hilfsmaßnahmen Bericht erstatle. Und ,!' ""^ ^ die Reise am 30. v. M. angetreten «.?!" sich zunächst nach Dalmatien. taftl^!^ ""^ Ägram gemeldet wird, hat die Banal, la mm «"ilassung des Pcäsidenlen der csseger Handels, lrbr^' ^^eut'jcoiö, bestätigt, da derselbe den Beweis wel^ ^"' bah er an der Zusammenkunft in Belgrad. Ni^/n. dem Prozeß Miletit eine so große Rolle spielt, lw ^'^"'olumen hat. Mit Atscnlijeoit wurde der we«^ «^ "^ln staatsfeindlicher Umlrltbe Verhaftelen "" -"tangel an Beweisen entlassen, der Vl ^""stantinopcl liegen über den Stand Die 3i c >^"'6M die befriedigendsten Nachrichten vor. scheu A . ^"l)^' wie sie bisher zwischen dem russi. stand 9l und der türkischen Gcgenpropositiou be-Waffi^ ^" "icht mit dcr diploumtischen «oupe be« a.ehr'te ^u "uge laun, mehr wahrnehmbar. Rußland bc-tuch su l!'""^ zunächst einen scchdwöchcntlichen, even-antwort/l ? ^ verlängernden WasscnstlUstaud. Darauf das unter ,. ?^"^ "^ bcm bekannten Anerbieten, ^lhenWll« s.^" ^crtlausulierungcn einem fünfmonal. '"odierte s'?'^^^""b «leichtan». Rußland seinerseits accom-ttit erklär. ^^"" Ansinnen insofern, als es sich bc< von erst s^/«^"sp"chen, daß eine solche Vcrlängernng »erer Dc>. ^"Hm ,^„h ^„„ eventuell vou noch lim-steht wied "^ ^""' könne. Die Pforte ihrerseits be-^^ den ern ^' .^b diese Verlängerung, wenigstens "lien vermin anbelangt, ixgo keto einzutreten habe, falls in dcr Zwischenzeit die Verhandlungen über den Frieden nicht zum Abschluß gediehen sein sollten, so daß also nach dcr türkischen Lesart die Feindseligkeiten auf drei Monate unterbrochen blieben. Um diese Unterscheidung zwischen facultativer und obligatorischer Verlängerung drehte sich bis jetzt die Verhandlung. Dcr russische Antrag wurde von Deutschland und Italien kräftig unterstützt, während sich Frankreich und England zwar äußerlich reserviert verhielten, hinter der Scene jedoch der Pforte in den Ohren lagen, sie möge die also modificiertc und in der That allgemein ob ihrer Mäßigung überraschende russische Proposition annehmen. Die Bemühungen dcr Vertreter dcr Großmächte waren auch von Erfolg gekrönt, denn wie „Office Reuter" meldet, habe der Snltan in der am 28. d. dem russischen Botschafter ertheilten Privataudienz in die bedingungslose Annahme eines sechswöchentlichcn Waffenstillstandes ge. willigt. Vom Kriegsschauplätze liegt ein serbisches Dementi vor, daß Djunis von den Türken noch nicht genommen worden, und nimmt immer wahrscheinlichere Founen an. Ein belgrader Telegramm berichtet von einer am 28. Oltober bei Djuniö stallgefundenen Kanonade, welche mit der Zerstörung einer türkischen Batterie geendet haben soll. Es wird sich ohne Zweifel in den nächsten Tagen herausstellen, aus welchem Hauptquartier die Wahrheit berichtet wurde. Jedenfalls ist dcr Umstand beachlenswerth, daß die Waffenruhe schon wieder fast eine Woche dauert und die Türken noch nicht im Besitze des zwei Meilen westlich Djunis gelegenen Kru> sevac sind. Mgesneuigkeiteu. — Se. l. und l. Apostolische Mujcstät sind den 29. Oktober morgens vou Gödüllii nach Wien zuruckgslehll. — Se. Majrsiät der tt n i s c i huben - wie der „Ossrrva. tore Tricsiiiio" mitlheili -- den Schulschweflcrn in Gürz 10.000 Guldtll zur Elweilerulig ihres SchulgcbäudeS zu spenden geruht. — (Nutworl der wiener Stud eu ten.) Die pcsscr Studenten erließen bekanntlich nu t»e wimcr Studenten einen Aufruf, in welchem sie dieselben zur Theilnahme an ihren Dt' mouslralioncn und zur Sammlung vou Geldern sllr die türti-schen Verwundeten aufforderten. Da nun der „üeseverein der deutschen Studenten WienS" flatutengemUß nicht in der i!age war, dem belanllten Schreiben der pester Studenten cinc lachliche L» wlderung zuthcil werden zu lasse», hat sich unter der deutschen Studentenschaft Nicn« eiu Eomiln gebildet, welches eine ein» gehende Entgegnung für nöthig erachtete. Nach Ablehnung eines an den Rector gerichteten Ersuchen« um Vcnnlliguug einer Gtu^eulenoelsammiuna. hat dieses Lomil« den pester Studenten sol-gendc Alüworl in nicht officleller Weisc übermittelt. „Die deulschrn sludeiilen Wicli« nn die „vercmigle ungarifche llniorrsiläl«» und Polylcchulculns-Iilgend von Pest." Collegialischer Vegmgllih zu» vor I Wir habe» mit Orsricdinuiig zur Kcimlms gcuomMl'N, daß ihr »ulilnchr, da ihr euer Voll in Gefahr glaubt, m>l einemmalc die Lullurbedculuug deS deutschen Volles anerkennt. Euer Bor» gehen gegen unsere SlammeSgenossen in Siebenbürgen und die conscqnmte Verfolgung der deutsche» Sprache in eurem Lande laun uns aber nie daran vera/fsen lassen, wie sehr eure heutigen Worte im schroffen Widnspruche stehen zu eueren Thaten, Ebenso» wenig aufrichtig cischcml uu« der gerade au« ruerm Munde so sonderbar lliugmde Appell an unser Gefilhl fllr da« „ungctheille Otsammlltich." Wollten wir ench selbst zugeben, daß die slavischen Bestrebungen iu ftrner Zeit anch unsere Sicherhelt bedrohen lümilen, so glauben wir denn doch uicht, baß die Gefahr, die euch Magyaren vou dieser Seile droht, in gleicher Weise Über der grohcu dculschctl Nation schwebt. Die Vorsuhrung jene« abgr, brauchten Schrcckbilde« vermag un« demnach „ichl i» dem Maße zu verwirren, daß wir in dem „tapfern Tllrlrnvollc" die „Trtlger dcr 2lvil,!a>i°!l" und ein „Vrudervoll" erblicken liinuten. Mit thcilnehme:,dcm (linste sehen wir dem blutigen Schauspiele zu, d»e stch uns darbietet, aber wir bedürfen nicht de« Umherblicken« nach Hilfe, um uus da« beruhigende Vcwlißtsein der Sicherheil ,u ver. fchafsen- Wir vcrtrllucn vielmehr auf die glorreiche Vergangenheit nnd Gegenwart der deutschen Nation. Wien. im Ollober 187«. (Folgen 14 Unterschriften.) _ (Ergebnisse de« Postverlehre« 1875.) Laut einer Zusammenstellung be« statistischen Departement« im l l Haudcl.min.stenum waren die Elgebn.sse d:« Postve.lehre« im Iahee 1875 folgende: Die Vefammlzahl der in der üsterre.. chisch.nngarischcn Monarchie ausgegebenen und beförderten «r.ese. Postlarlen. Diuclsachen und Warenproben bel.ef stch auf 3,9 001.902 S.uck - davon lamcn auf den iulelnat.onalcn «eilehr 59,8t«stuhlrichttr S. Puy wurde unlängst, wie dcr„ltelel" berichte!, ein ganz zctlutrp'er. struppiger Velller angehalten und durchlucht. Man fand bei ihm zwei Zwieblllopst und etwa» Ma, maligll, ferner ein llgramer Svarlassebllchel Über 1500 fi,, 100 SlUck l. l. Dukaten, Über 500 fi. in österreichischen V°nl»otm, eine gau< hübsche Sammlung von nord- und sudamerilanischen, deutschen, englischen, turlischen. russischen und spanischen Vold» und Silbermüuzen, sehr viele Heiligenbilder, tiirlische und ruf» fische Gebetbucher, viele slavische Schrislen und e>n Vlehhemd. Natürlich hielt ihn jedermann für einen russischen Emissllr. E» stellte sich indessen, welksten« nuch seine« Papieren, heraus, daß derselbe ein harmloser pussionierter Reisender »ft. In frllhere» Zeilen war er Mililiiidiener, dann Würftelmacher in Nelgrud. Plötzlich aber ergriff ihn die Wanderlust; er nahm sich einen Paß für olle europäischen und ubeiseeischen Länder und seudem streicht er in der Welt herum. Den einen Bestandtheil seiner Kleidung hat er in Allfandricn auf dcr Straße aufgelesen, den anderen »n< Jerusalem, Galatz, Tcmesvar mitgebracht. Sein Name ist Franz Anlalovic. Er ist aus dem beiovaler Limital gebürtig und lann weder lesen noch schreiben. Lc Hut Vllloer uud eme Tochter Na« mrn« Maria. Au vielen Orten passierte ihm schon, angehalten zu werden, doch licß man ih» immer wieder frei, uub so wandert er nun wciter und bettelt. fokales. — (N udicnz bei Sr. MajeftUt.) Der fllr Laivach neu ernannte Brigadier, Herr Olnrft Leo Ritter vou Schauer, wurde diesen Montag von Sr. Majestät dem Ka,scr in Pcwal« audienz empfangen; der gleichen Auszeichnung eifreute sich an diesem Tage auch Herr Nlbert Samassaaustaibach, der scium Danl für die ihm lllrzlich zutheil gewordene Verleihung des goldenen Vcrdienillreuze« mit der Krone an den Stufen des Throne« niederlegte. — (Personalnachricht.) Der Herr Landesvlllsident Ritter vou Widmaun traf vorgestern «il dem Schnellzuge wieder von Wien hier ein. — ( Erneunung.) Der l. l. Polizei»Obercomniiffär in Laib ach, Herr Franz Kau«, wurde zum Polizelialhe der lriestcr Polizeidireclio» ecuannl. — (Auszeichnung.) Herr Dr. Guido Visconti, Finanzprocuratur«» Secrelllr in Klagensurt — seinerzeit turch mehrere Jahre in Laib ach — erhielt den Titel und Lhaialler eincs l. l. Finanzralhe«. — (Saulmlungscrgebnie.) FUr die Abgebrannleu in Loilsch siud bei dec l. l, Landesregierung in Laibach ncch solgcndc Sammlung«bctrilgc eingegangen: Vom Oemelnbe'Amle OiohstUbing ,u Sleletmarl 50 tr.; von der l. l. Vezirlshaupl« mamljchasl Lullenberg m Sleiermall 5 st. 90 lr.; von der l. l. VezlllshllUptMllNllschafl Weih ,n Steiermarl 21 si. 90 lr.; von der l. l. Aezlrlohauplmlmnschllfl 5loiencubuig »n NlederKfteirelch 16 ft. 4 tr.; zusammen 44 si. 34 lr. — (Grab erb esuch.) Der gestrige Tag und zum Theil auch dcr heutige gehüien den Todten. In dichlgeblänglen SHllien pilgerten gestern nach Taufenden zählende Mcuschengruppen nach ten lieidcll Frlcbhü,ell bcl S l. Christoph, um ^it Giüber der boil luheuden Uugchüllgen u>»l liedcuuller P>e>äl zu fchmllcken und sich dir fllmanlude, »Ucldiug« nur wenige Tage Veftnnd ha^cnoe Äusftailulig dcr Glüb.r u»o Grüfte z» besehen. Vs war allerdings auch iiu Tag wie urfchafieil zur pietätvollen Viemin,«-ceiiz. Zum lctzlrnmale oicllcichl für lange Zeit war die Sonne aus dem dlchleu, lrUbfellgen Woilenschleicr hervorgetreten, in welchen diejclbc die Ichtcn Wochen hilldurch neidisch eingehüllt dlub. gleichsam al« wullie auch sic lhre« Theil zum allgemeine» Schmucke beitragen. Uub so blieb e» wol begre'ftich. daß der g«, ftrlge Gläbelbesuch Dluiensionen annahm, wie wir sie in Laibach schon jahrelang nicht gesehen zu haben un« erinnern. D,e Passage ails dem Fcledhosc, namentlich läng? der Grusle und Maurrgräber, war mitunter nahezu ganz ins Stocken gerathen und an einzel« nrn, besonder« reich gcschmucklen Grabstelltn war der Nudrong mitunter so mafseuhast, daß an ein Durchdringen laum zu den-len war. Erst bei Nnbruch der Dämmerung verlief sich der Strom dcr Oesuchrr ein wenig. Auch an Kiäuzen. Blumen» und Lichterfchmuck bot dcr gestrige Tag ungewöhnlich, viel und zeich» «cte sich eine grohc Anzahl vo« Glllbstätlcn durch ebenso reich als geschmackvoll gehaltene Ausstattung au«. — (Petitionen imAbgeordnetenhanse.) In der diesen Montag abgehaltenen 200. Sitzung beschäftigte sich da« Abgeordnetenhaus de« österreichischen RcichSralye« mit der Erle-digung zahlreicher, wllhrcnd seiner mehrmonatlichen Vertagung euigclausener Petitionen. Unter denselben fanden auch nachstehende, theil« au« ltrain eingelaufene, lh:il« ihre« allgemeinen Inleiesse« wegen auch hier berührende Pelilionen ihre Erledigung: I. Die Petitionen der Diurniften der l. l. Aemter in Krain um Velblsscrung ihrer materiellen Lage, namen'.lich Erhöhung der Dünnen, Abschaffung der Bcnrimuiig „Diuruist". Ausnuhme auf liiugcrc Zntdauer. Zählung dcr Otsammldlenstzei, behu!« Zuge« ftehung t'uer Pcusiou oder Provision nnd Verücksichügung bei Ässetznng der Veamleilst.llc« im Moiopulationtzdienfte — dieselbe w^lb' über Ulilrag de« Rcfetrnlm »bg. o. Pstügl der Regierung „zur müglichsttu Belüclsichligullg" abgelreleu. — 2. Di, Petition der l. l. Telegraphenamt« »Oj flciale des triefier Ttlegruphrn.Direclion«beziltc« um Ernciung einer «alenolie v-n OberamlOofficiallN in der neunten Munq»llafse; d'^lbe würbe dcr Rcgirrulig abgetreten. - 8. Die Petition der l l. P ° I»' c ° nducleure Lisltilhanien«, dahin gehend, d°ß ""^"6" Sichttheil be« Poftdienste« in die eilfle i«°"»"°^ «/"'" den; dichlbe wu.de durch nog. ^r. ^ur " um Vew.lligung zur Errichtung »"m,", D«wd. "'"«" "' °'""«pu"', «"ch. w d.. d« 2002 und hob die Verechtigung des Verlangens hervor. Für den Petitionsausschuß war namentlich die Thatsache maßgebend, daß die vorliegende Petition von einer sehr großen Anzahl von Per» fönen, etwa 3000, aus allen Schichten der «enüllerung sowie au« allen Kronländern unterzeichnet ift, und daß in der «evällerung notorisch eine große Anzahl von Anhängern der Homöopathie sich befindet; die genannte Petition wurde dem entsprechend der Regierung „zur eingehendsten Wllrdigung" abgetreten. — (Prllfungsergebnis.) Zur Nblegung der rechts« historischen Staatsprüfung haben sich im Studienjahre 1875/76 an der grazer Hochschule 94 Kandidaten gemeldet; hi«von wurden approbiert 64, reprobiert 10. — (Fleischtarif fllr den Monat November.) Da« Kilogramm defter Qualität von Mastochsen lostet 48 lr., mill« lerer Qualität 40 lr.. geringster Qualität 32 lr.; von Kühen und Zugochsen tosten die drei Sorten Fleisch 42. 34 und 26 lr. — (Militärexceß.) Heute nachts um '/^ Uhr entstand m der Nähe des Theaters zwischen mehreren Militaristen ein Maufexceß. Ein städtischer Sicherheitswach mann, der hinzu lam und Ruhe schaffen wollte, wurde von denselben thltlich »ißhan« delt. Als er infolge dessen den Hauptexcedenten — einen Unter» offizier des Erzherzog Leopold 53. Infanterieregiments — vn> haften wollte, zog derselbe seine Waffe und drang mit ihr auf den Sicherheitswachmann ein, den er auch an der Hand verwundete, so daß dieser heftig blutete. Auf den Hilferuf des hart bedrängten Wachmannes tame» ein Livilift und ein Oberjäger herbei, deren vereinten Bemühungen «Z nach längerem Ringen endlich gelang, den rabiaten Unteroffizier zu Voden zu weifen und ihm die Waffe zu entreißen. Unter Intervention eines schließlich hinzu-gekommenen Iägerossiziers wurde der Excedent gefesselt und auf die Wachstube gcsührt. Der Vorfall hatte trotz der späten Nacht« stunde eine verhältnismäßig ziemlich große Menschenansammlung zur Folge. — (Aufgefundener Leichnam.) Am 18. v. M. wurde im Laibachfiuße nächst Udmat ein unbekannter mann« lichei Lelchnam aufgefunden. Derselbe war mittlerer Tröße, mit grauer Hose, gleichfarbigem Gilet und Rocl, einem weißen Hemde ohne Halstuch und abgetragenen Sliesletten bekleidet. Der Leich» nam hulte einen blonden Schnmrbart uud gleiche Kopfhaare, da« Gesicht war bereit« start aufgedunsen und infolge dessen voll« lommen unkenntlich. T>a« Alter biefe« Manne» hat ungefähr 40 Jahre betragen, und scheint derfelbc seinem Aeuhern nach dem Arbtiterstande angehört zu haben. Da an der Leiche, welche bei» läufig acht Tage lm Wasser gelegen haben dürfte, leine Spuren e,ner begangenen Gewaltthätigkeit ersichtlich waren, wurde dieselbe aus dem Friedhofe zu St. Christoph beerdigt und unter nnem zur Identilätsconstatieruug die behördliche Erhebung seilen« de« Stadt» magistrate« Laibach gepflogen. — (Nint erböte.) Der Winter scheint heuer mit raschen Schritten heraneilen zu wollen. Aus Marburg lommt nemlich die Nachricht, daß es im Laufe des vorgestrigen Tages daselbst in dichten Flocken geschneit hat. — <,.Die Heimat.") Die soeben erschienene Nummer k» des illustrierten Familienblattes „Tie Heimat" enthält: Die nur einmal lieben. Roman von Moriz I«)lai. Autorisierte Uebertragung aus dem Ungarischen von N. D. (Fortsetzung) — Das Scherftem der Witwe. Gedicht von Ferdinand von Saar. (Nach Gemälden öfter« reichlicher Künstler: „Das Echersiein der Witwe." Von Gustav Kuntz,» — Em Kreuzfahrer, Erzählung von Aglaja von Enderes — KonftaMmopelS alte «unstdentmale. Von Franz von Pulzsly. — Aretumiche «ilstenfahrt. Von Karl Vogt. I, (Schluß) — Im Blumengarten der jeiser Alm. Von V. Dahlle. (Mit Illustration; Dolomil'Schlern in Südtirol.) — Moderne Soiree > Requisiten. Von Bernhard Wall. — Der 13. März 1741. Von Nnlon Langer. — Randglossen eme« Harmlosen. Von Ille ego — Musil. „Das goldene Kreuz," Oper m zwel Acten, Musil von Ignaz Brüll. Coppelia, Ballet, Musil von Leo Delibes. Veide zum erstenmale aufgeführt an der w«ener Hofoper den 4, Oltober, Von L. P. Hellmes« beiger. — Jubiläum. — Aus aller Welt. — Urieflaften. Theater. (—F.) Kucisel« jünfacltgt« Lujispiel „Die Tochter «eil als' versammelte am vergangenen Montag ein äußerst spärliche« Publikum m den Räumen unseres Theaters. Wir finden l>»e« umsoweiilger begreiflich, als dlese« Elucl eine« der blslen semes Verfasser« ist und noch aus den früheren Saison« bei jedermauu, der e« damals gesehen hat, in bester Erinnerung stehen muß. Nlchlsdefiowenlger haben o,e Darsteller vor leeren «änlen m»l Fleiß und Eifer und auch, wenngleich nicht ausnahmslos, m«t ilchligem Verständnis gespielt. Letztere« läßt sich eben nicht eiufach memurieleu, soudeln ist stets Sache des eigenen Gefühle«, mi! welchem dcr Schauspieler einer Rolle, der der Dichter die Seele gegedcn hat, Körper und Formen verlelhen muh. Diese Gabe ist allerding« eine Naturanlage, die angeboren sein muß und die man bei dem Darsteller einer hervorragenden Rolle sehr schwer vermißt. So hat — es läßt stch nicht leugnen - Frau-le,n Pischel «hre „Clara Wallfriet," sehr gut studiert lmd rec,» tiert, aber sie war eben, wie soft immer, nur eine sprechende an« muthige Statue, die auf der Vüyne wol hin und wieder ging und eine Hand in die andere legte, jedoch ohne Gefühl und ohne Temperament. Sind die« nicht die unentbehrlichsten Eigenschaslen einer sentimentalen Liebhaberin?! — und auf diese« Fach scheint ja Frl. Plschel zu reflektieren. — D°ß sie hiezu selb« bei den bescheidensten Ansprüchen gar leine Anlage besitzt, hat sie schon oft vorher und auch am vergangenen Munlag deutlich bewiesen. Wir machen gerne da« Zugeständnis, d»ß die Rolle der „Llara Wallfned", in ihrem ersten The,le, in welchem diese im Vewußt. sein lhrer lindlichen Rechte als Fremde — al« eine Tochter «elial« — in da« Haus ihre« Vaters, der von einer Erbschleicherin über ihr Schicksal in arge Täuschung versetzt ift, in eine ihr feindliche Umgebung tritt, in der sie den Widerstreit scheinbarer Unbefan, genheit mit den natürlichen Ansprüchen der einer legitimeu Toch« ter durchkämpft, nur für Künstlerinnen geschrieben ist; aber die durchbrechende Innigkeit und Wärme der so lange lünftllch zu» rllckgehaltenen Kindesliebe in der Scene, in der die Tochter den Vater von dem Wahne befreit, in dem er über sie besangen war und in der sie ihm zum erstenmale in die Arme sinkt, wäre wol jeder mittelmäßigen Dilettantin zum mindesten eben so gut gelungen, wie Frl. P'schel. Herr Rieger hingegen, von dem wir bisher nicht viel gute» zu sagen hatten — e« wäre denn sein nicht zu unterschätzender, unermüdlicher Fleiß — war al» „Ferdinand von Narnberg" eine im Totoleindrucke gelungene Figur, obwol wir anberelseit« an seiner Stelle lieber Herrn Fritzsche. und Herrn Rieger anstelle des Herrn Leulhold g'sehen hätten, wa« dem Gelingen des Ganzen gewiß nur forderlich gewesen wäre. Rückhaltlose Anerkennung nedührt Herrn Strähl (Freiherr von Kostau) und der Frau Schubert.Vaibieri (Dorothea von Vernacl.) Da« Experiment, welch«« unsere Direction mit der Aufführung der Oper „Freischütz" am Dinstag machte, tonnen wir immerhin al« ein gelungene« bezeichnen. Unsere Directrice Frau Fritz s che - Wag ner und Herr We i ß theilten sich in den Erfolg des Abends, und lhnen gebührt da« me>fte Verdienst, denn sie allein besitzen die Mittel, welche nothwendig sind. um auch im Opernfache Ersprießliche« zu leisten. Wir heben da« von Frau Fritzsche mit wahrer Andacht gesungene Gebet hervor, wofür sie mit wohlverdientem Beifall ausgezeichnet wurde. — Chor nnd Orchester hielten sich wacker und ermöglichten gelungene Ensemble'«. Und so wurden un« auch Frau Zwerenz als „Aennchen" uud Herr Mailler, der als „Kaspar" gar nicht durchdringen lonnte, leichter erträglich gemacht, als wir es erwartet hätten, si daß wir unserem Publikum den Vesuch einer Reprise de« „Frei. schütz" wärmst««« empfehlen können. Die Nolfsschlucht war sehr gut >n Scene gesetzt, uur bitten wir. in Zukunft im Interesse >e« an Höllenatmosphären noch nicht gewöhnten Publikum» und auch zum «eften der Mitwirkenden den «ionsum an ben» galischem Feuer etwa« zu mäßigen. NtNrste Post. (OrlglNal-Telegramm der ..Laib. Zeitung.") Velssrad, 1. November. Es verlautet, die Pforte hätte einen zweimonatlichen Waffenstillstand zugestanden und Serbien denselben angenommen. Petersburg, 31. Oktober. Der „Regierung«, anzeiger" meldet: General Ignatieff wurde angewiesen, von der Pforte binnen 48 Stunden die Annahme des sechswüchenllichen Waffenstillstandes und die Einstellung der geindseliglellen zu verlangen, widrigenfalls er die diplomatischen Beziehungen abzubrechen und Konstantin» pel mit dem Volfchaflerpersonale zu verlassen hat. Belgrad, 31. Oltober. Von der vereinigten Timol'Viorava'Armee wird unter dem 29. ptlober gemeldet : Gestern begann der Feind die Höhen von Djunii und Äljegovac zu stürmen, wurde jedoch von der ser-bischen Artillerie zurückgeschlagen. Heule morgens warf sich der Feind mit ganzer Kraft auf Horvalooit, welcher gezwungen wurde, die Vertheidigungslinie aufzugeben. Derselbe bezog in Gaglova bei Kruscoac neue Stellungen. Belgrad, 31. Oltober. (Officiell.) Die Türlen haben sich am 2<1. Oltober der serbischen Positionen hei Djuniä bemächtigt. 80,000 Türlen mit großer Belage« rungsartillerie waren eine so ungeheuere Uebermachl, daß die serbischen Mittel an Truppen und Material nicht imstande waren, weiter Widerstand zu leisten, selbst auch dann nicht, nachdem der Kampf am 28. Oltober zugunsten der Serben ausfiel. Horvatooii hat stch nach Krusevac zurückgezogen. «onstanlinopel. 31. Ollober. Einem der Re, gierung zugekommenen Telegramme aus Rustschul vom 31. Oktober zufolge haben die Türlen heute Aleflnat mit Sturm genommen. Telegraphischer Wechselcours vom 31, Oktober, Papier « Nente 61 50. — Silber, «ente Kb 80. — I960« St»at«-Nnlehen 108 —. — Vanl-Actien 810'—. Lredit-Aetie« 145-30, — London 124 10. — Silber l< 5 60. — K. l. MUi,,,-T>»' taten 591. - N°P°leon«d'or 51 82 — Ilx^ Reichsmark 6110. Wien, 31. Oltober. 2 Uhr nachmittag«. (Tchluhcourie.) «lredilactien 145 4?, 1860er Lose 108 25, 1864er Lose 128 75, österreichische Rente in Papier 61 40. Staatsbahn 259 —. N°rl>» bahn. 176—, 20 « Franlellftüli« 9 93'/,. ungarische «lreditaclie« 11050, österreichisch, ssrancobanl — —. österreichische «„global»! 72 - , Lombarden 73 50. Uuionbanl 51 —, »ustro-°rie„t«lischl V»nl —- -, Lloybact««, 310- -, anftrn-ottomanische Vanl ' , türkische Lose —--. Communal, ««letzen 98 50. «gyplisch» -'—. VedrUllt. Handel und UMswirUchaftliches. L«ll«ch, 31. Oltober. «uf dem heutigen Markte stnd n» schienen: 4 Wagen mil Getreide, 5 Wagen mit Heu und Gtrol, 21 Wagen und 2 Schiffe mit Hol, (24 Kubikmeter) ______________Durchschnitt«.Preise.__________^. «ttl.. M,,.. «Ntt.. W>5 N. k». st.j ll. fi tr. ft b.» Weizen pr.Hellolit. 8 86 9 86 Vutter pr. «ilogr. —^80—>- Korn „ 6 50 6 57 Vier pr. Stl»(l - 2; - -" Gerste „ 4 65 4 77 Milch Hr. Liter 7------' Haser „ 3 41 3 87 Niudfielsch pr.itlgr. — 48 - - Halbfrucht » -------7— Kalbfleisch « -58 — ^ Heiden ^ 5 80 6 67 Schweinefleisch „ ^ 52 - -" Hlrse ^ 5-493 Schöpsenfleisch „ 28 - ^ Kulurutz ^ 6—62? Hilhndel pr. Stllck - 35 ^ 3l 2 ^ N. j 730.,? ! > 6.» , 0. schwach bewvlll zlei" 9 „ Ab , 732.«. l -»- 2., , 0 schwach theilw. heUelj^^^ ' 7U.Mz 7o!ä< "< '^ wlndstlll Nebel i ''" 3"A 7^3" ^ ^ «^s »« «l, 732.7« ^ 0., j windstill , mondhell ! ... ..^"Ä^^" ""»'" Nebeln nachmittag« nochz""'" mäß.gtr 0stwml>; Regen, einige Gtunden anhaltend, «"n" lhe,lwe,se «ufhelterung. Mondhelle Nacht. Den l November. , der Nacht sank b,e Temperatur da« e.stemal unter den «.<, l««l. !>«, ll" ^Vl.,clwkll(yl. «urden wieder ungllnfttge Oerllchle «lpartilrt, worauf eine Abbriillung der «lourfe stattfand. ' ' «lt,«elung o» ^«ulse »u«dru«l s»nb. I" ^^. 3^'' ^ »«... ^.....6290 63 — Februar.) ««"« (.....^^0 yg _ ^l«' ^........lb» - 2bb - » .373........104 75 105 25 : Z.«in,..« i!. - i^ ül^ M ^Vb4........ Ilwbu 131 — Uug. Pr°m»en.«lnl...... 7^ ^^ ^b Crebil«L.......... if.tt bu lb»b« «ud°lfs-L. -'---- '»40 ik uo Vram'?n»ulehen der Gtabt Wien l»Ä k«) 94. D^nali-sitßUlltrungsoLose . . 100 1^250 HaUz«n. ,...''' »4»50 8Ü'— O«ld Wa« Siebenbürgen.......7350 74'bO Temeser Vanat.......74— ?b - Ungarn..........75-- 7b'50 «ttle« »«» V««fe«. »«u» ««« »nglo.ilfitrr. Vanl.....7550 76 — «lreditanfialt........150- 150 50 «lreditanftall, ung«.....114 25 114 50 «l«c«mpte»nst«ll......64«— 64? - «»tlonalbant.......l<30 — l>38 — 0«ften. ««mlgesellschaft . . . — — — — Unl«n'aaul ........b5— b2b0 «erll!,r«!h,nl .......8050 »1- Nlener Vanlverein.....------- — - »ette» »„ Tr«»Ktz«rt-U»ter»etz- «'"d.«ahn .... '" "^ Z°?7'^'«ifl.'«is.uschat'. 347- 84^ «liiabeth.Wtftbahn . . . ' ,,,7 2»-. ,»?.?k 5er°m<,ud«.Aorl»>°,n . . ' ,l?db",?3u. ürauz. ^ojepl,. B»,» .... i„_ ^z^.^ »«ll» Van Galtzlsche «arl-Lnbwig.vahn . 2^675 20? 25 Kafchau-Oderberger Vuhn .. ^__ ..^ Lembera-Lzernowitztr Vahn .' l,b^_ ,,«^ Lloyd.sesellsch. ....'.. »"_ «^.. Oefierr. Nordweftbahn .... 1,050 121 «V, Rud°ls«-«ahn.......il,2 _ ,y^.^, Slaatsbahn........z^.^ ,^.^ «lidbahn.........7H75 75.^ lh"ß-«°h°. - -.....17b- 17«- Ungai.-g«ll,z. Nerb,ndung«bahn — - - ... Ungarische Nordostbahu . . . 9375 94 ^ Uugarl!«e Oftbahu.....,7 _ ^7 ^ Wiener Tram»»y,O?slllsch. . ^4 _ 9450 Pl«»d»rief«. «llg.oft.Vodencredil»ust.(i.!H«ld) 10« »5 106 75 " " .^ . « (i.V.-V.) 88 8V 50 Nallcnalbanl........95.50 ^^ Ung.V«dtncredil,Instilut(V..V.) 85 50 »«-Prl«vit»te». Elisabeth,«. 1. Vm.....»». 88-50 ßerd.'Nordb. in Silber . . . 103«) io»»5<) «ranl-Ioievb-Nabn.....»o-lik 90'b« ---------------------------------------------------------------------------^^ «V«l« «" 9? HO Gal. »arl.Lndwig'V., 1. «m. S?'^ ^ Oefterr, Nordwell.Vahn «6 6« .7?» Siebenbiirgtl «ahn.....57^ ^ Staatsbahn 1. «m......>^^ ,',8^ VUdbahn L »'/.......''»" >> 5',.......l>2^ ^..^ SUdbahn. «on«......-7'^ hs^ Un,. 0fto«hn.......b5 l" Tevlsen. ^ Aus deutsche Plilhe..... ,^.^ ll»^ London, turze Sicht..... A^ 1«»^ London, lange Sicht . - - '^»0 ^ Pari«.......... " Geltziorte«. ^„ ^ Dulatm . . . . bft.»6 tt. b st-^ , »iapole°n«d'ol . . v « 85 ^ " " Deutsche «eich«- .^ ai) . 60 - b»ntno° ^g. )iachlr»«-. Um 1 Uhr 30 Minuten notier««: Reut« bii 70 bi, 62 80. TUbtritnlt 6675 bl« 66 90. «iledit 149 20 bi« 149 30. «nalo 74 75 bi« 7b'-. London lii»'" " «»flUsn« ll üb b^« s litz. SiHh« 104 7ll bis 19o ^-«