WEnewerettwS: Preise Kür Laibach: Vanzjihr^g . . ^ st. 40 kr HalbjShrig . . 4 „ 20 „ Btrrteljährig . 2 10 „ Monatlich„ 70 „ Laibacher Mil btt Post: Ganzjährig..................12 fl. HalbjShrig.................. 6 » Virrtrljiibrig 3 „ Kth tznstellnng m9 Ha»S rtrrttlj. 25 kr., monatt 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. TJ ^aablait. Rr 34. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht znrückgesendet. Montag, 12. Februar 1877. — Morgen: Fastnacht. »eberttw: Bahnhosgaffe 9lt. 16. Erpediti-nS- k 3#ttr«tc*= 8*re«e: Longreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von 3g. v. »lew* mayr & Fed. Bamberg.) J«fertt«»s»retse: Kür die einspaltige Petitzeile L 4 kr, bei wiederholter Einschaltung ä 3 kr. Nnzeigen bi- 5 Zeile» 20 kr. Bei grötzeven Inseraten, Öfterer Einschaltung uR? chender #a6«ttA ,3.1; Kür complicierten Satz dere Vergütung . . PHÄ w. Jahrgang. Die lUliiimojilntieit und die Sesuiten. Johann Kaepar Stunts* li, ein gkbormr Schweizer, Professor der StaalSwissenschaften zu Heidelberg, seinerzeit Präsident des großen Rathes in Zürich, Mitglied der badischen Kammer, einer der berühmtesten deutschen Gelehrten und Politiker, ein Mann von konservativer und religiöser Gesinnung, fällt in einem vor kurzem erschienenen Werke rin unappellableS Unheil über die Ultra« montanen und Jesuiten. Wir wollen unS der Pflicht unterziehen, die Srundzüge diese« in Form eines UriheileS ausgefertigten Porträt» unseren Lesern in folgender Skizze vorzuführen: DaS Geistesprinzip der ultramontanen Partei liegt außerhalb des Staates und deshalb fühlt flch dieselbe wesentlich vom Staate unabhängig. Stellt dir ultramontane Partei Forderungen an den Staat, so beruft fie sich dabei auf ihren religiösen Glauben und ihre kirchliche Pflicht, in erster Linie auf die Autorität der Hierarchie. Wenn diese Partei ange-griffen und vom Staate genöthigt wird, die Staatsgesetze zu befolgen, so zieht fie sich jederzeit zurück in die Unantastbarkeit ihrer Religion und des gött» lichen Gebotes und klagt über Gewissensdruck. Die Ultramontanen wollen nicht, daß die Kirche dem Staate, sondern sie fordern, daß der Staat der Kirche diene. Die ultramontane Partei ist daher zunächst eine religiös kirchliche und erst in zweiter Linie eine politische Partei. Die ultramontane Partei rühmt sich, vorzugsweise katholisch zu sein, sie wagt cs, sich mit dem Lhristenthume zu identificieren, sie erklärt, daß das ewige Gesetz ihres Lebens und Wirkens kein andere« als die christliche Rkligion fei. Die Glaubenssätze der Ultramontanen stehen wol in Harmonie mit der mittelalterlichen Ueber-ordnung der römischen Kirche über den germanischen Staat, jedoch in einem unversöhnlichen Widerspruche mit der ganzen Existenz und Richtung des modernen Staates und der modernen Kultur. Wäre die Behauptung richtig, daß das ultramontane Prinzip gleichbedeutend sei mit dem Christenthume und Katholizismus, so hätten die Völker von heute nur die Wahl zwischen Christenthum und modernem Staate und müßten, wenn sie bisher katholisch waren, entweder au« der Gemeinschaft der katholischen Kirche austreten oder den modernen Staat aufge-ben. E« kann nicht zweifelhaft sein, daß die freien Völker auf den modernen Staat, auf die moderne Kultur nicht verzichten. Die uliramontane Partei gefährdet durch starres Verharren auf ihren Prinzipien nicht den modernen Staat, sondern die religiösen und kirchlichen Interessen. Wenn der UltramvntaniSmu« fordert, daß der Staat von der Religion bestimmt und von der Kirche beherrscht und geleiiet werde, io ist diese Forderung eher jüdisch-theokratisch nie christlich. UeberaU, wo der Ullramontanismus seine Zelte aufgeschlagen, wird der Geist der Bevölkerung verdüstert, wird die Volksbildung gehemmt, wird der volkswirthfchaftliche Fortschritt erschwert, wird die Vervollkommnung der Industrie und Gewerbe beeinträchtigt, wird Unfrieden in die Familien getragen; überall, wo der Ultramonttmismu« seine Fah-nen flattern läßt, wird jede freie Regung des Geistes unterdrückt, die Wissenschaft geknechtet, der Staat entmannt, das moderne Leben zu Grabe getragen. Der Sieg des UltramvntaniSmu-bedeutet die Niederlage der menfchli-chen Kulturentwicklung und der Cidili-fation; überall, wo der Ultramvntanis-mu« herrscht, mästet und bläht sich die Priesterschaft, verarmt und verdummt das Volk! Die liberale Partei ist berufen, die Welt von der absoluten Herrschaft Roms zu befreien. Die Sünde der ultramontanen Partei ist die Sünde gegen den heiligen Geist, welcher die Menschheit bewegt. Der moderne Staat unterdrückt niemals den religiösen Glauben, auch in dem Falle nicht, wenn er denselben für thörichten Aberglauben hält; eine staatliche Verfolgung der Ultramontanen würde dem humanen Geiste des modernen Staates widersprechen, IeuMon. Das Geheimnis des rolhen Hauses. Roman von Arnold Werner. (Fortsetzung.) VII. Ungefähr fünfzehn Monate waren nach den bis jetzt erzählten Ereignissen verflossen, f • Paul halte, von Leon von Courtenay überredet, dem Bavquier die nöthige Summe vorgeftreckt, um Lord H .... zu befriedigen. Dann halle Herr von ValserreS noch die Mittel gesunden, ohne daß er seine liegenden Gründe zu verkaufen brauchte, allen feinen Gläubigern gerecht zu werden. Nachdem er sich vom Geschäfte zurückgezogen, war seine Tochter die glückliche Gattin Paul MorganS geworden. Da« junge Ehepasr hatte seinen Wohnsitz während des Sommers in der Villa des Vaters genommen, dessen Heiterkeit und Lebeneluft vollständig zurückgekehrt war. Wenn irgend etwas das Glück der Vermälten und des Banquiers noch hätte vermehren können, so war es die Geburt eines lieblichen Knaben, welcher ein treues Abbild des Vaters und der Mutter zu-gleich war. Es ist nicht selten der Fall, daß selbst das schönste Mädchen, wenn fie Gattin geworden und einem Kinde das Leben geschenkt, schon einen, wenn auch nur schwachen Theil ihres Reize« eingebüßt. Diese Einbuße hatte bei Pauline, jetzt Baronin Morgan, nicht stattgefunden. Im Gegentheil, die unentwickelte Rosenknospe hatte sich zur jungen blühenden Rose entfaltet und zog nach wir vor die bewundernden Blicke aller jungen und alten Kavaliere auf sich, wenn sie sich an der Seite ihre« Gatten in eleganter Equipage auf der Promenade zeigte. Werfen wir einen Blick auf die Verhältnisse des sogenannten Unglücksbringers Simon, so war damit zum Theil eine glückliche Veränderung vorgegangen. Paul Morgan halte mit Hilfe feines Freundes Leon von Courtenay, der sich lebhaft für das junge kranke Mädchen zu interessieren schien, derselben Ausnahme in einer Krankenversorgungsanstalt verschafft, die in der Nähe des Bois de Boulogne und der Festungswerke lag und von einem berühmten Arzte geleitet wurde. Der alte Simon hatte von Paul und Leon gleichfalls die nöthige Unterstützung erhalten, sein Leben in bescheidener Weise fristen zu können. Doch war dies alles geschehen, ohne Wissen des Herrn von Valserres und seiner Tochter. Simon durfte sein unglückliches Kind, welches nach dem Ausspruch der Aerzte, obgleich schon länger als ein Jahr vergangen und Martha noch immer lebte, doch langsam dem Tode enrgegensiechle, an gewissen Tagen in der Woche besuchen, was seinem Vaterherzrn freilich nur wenig Trost gewährte, da jede Hoffnung auf ihre Genesung bei ihm verschwunden war. Au« diesem Grunde blieb der Haß, den er gegen feinen, ehemaligen Schulkollegen, den Banquier, fühlte, sich immer gleich, weil er ihn als die erste Ursache all des Unglücks betrachtete, das ihn seit zwanzig Jahre» getroffen hatte. Wir haben die Che des Barons von Morgan als eine außerordentlich glückliche geschildert, und jedermann betrachtete fie so. Trotzdem aber zeigte Paul schon wenige Monate nach seiner Hochzeitsreise in seinem ganzen Wesen eine gedrückte Stimmung, die auch auf sein Aussehen Einfluß hatte. Seine großen sprechenden Augen blickten nicht mehr so klar wie sonst und seine Züge hatten nach und nach eine auffallende Bläffe angenommen. Er besuchte jetzt weniger Gesellschaften als sonst, und wenn er seiner jungen Fra» zu Liebe an einer solchen theilnahm, so blieb et einsilbig und wortkarg. Nach und nach begann auch die ihren Gatten zärtlich liebende Pauline unter seiner düsteren Stimmung zu leiden. Vergebens flehte sie ihn heiß und innig an, wenn irgend ein ihn beunruhigende« Geheimnis fein Herz belaste, es in ihren treuen Busen auszuschütten. «Ich bin die Teilnehmerin deiner Freuden gewesen," sagte sie, „ich will auch die deines Kummers sein." — jeder möge nach seinen rrligiösen Gefühlen selig werden. Der moderne Staat schreitet gegen den UltramontaniSmu« erst dann ein, wenn letzterer die Schwelle des Privatlebens überschreitet und störend in da» öffentliche Leben eingreift. Der moderne Staat kann nicht zugeben, daß fich beispielsweise der Jesuitenorden in die Schule drängt. Der Jesuitenorden gilt notorisch als eine dem modernen Staate und- den liberalen Prinzipien feindlich gegenübrrstehende Corporation. Der Jesuitenorden gehorcht nicht den Gesetzen des Staates, in welchem seine Patres domicilieren, sondern vollzieht die Befehle einer auswärtigen Autorität, des in Rom residierenden Ordensgenerals, dessen Macht fich sogar übe: das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche erhebt. Der Jesuitenorden ist ein arger Feind de» konfessionellen Friedens, ein altbekannter Feind des geistigen, freiheitlichen Fortschritts. Die Gemein, grfährlichkeit dieses Orden» ist historisch. Kein Freund der edlen Jagd wird Wölfe in seinem Jagdreviere dulden. Ein liberale Tendenzen schützender und unterstützender Staat soll in seinen Marken keine Corporation dulden, wodurch die geistige Gesundheit seiner Bevölkerung geschädigt wird. Der Friede in einem Staate wird dann gesichert sein, wenn die Duldung der staatsfeindlichen Kollegien der Brüder von der Gesellschaft Jesu ausgelassen sein wird. Durch die Duldung de» JesuitiSmu», de» Ultra. montaniSmuS, nährt der Staat eine Schlange am eigenen Busen. Reichsrath. 234.Sitzung de» Abgeordnetenhauses. Das Hau» eröffnet die Spezialdebalte über den Gesetzentwurf, betreffend die Executtons-Ord-»ung. Es ergreifen zu §§ 1 bi» incl. 4 da» Wort: Abg. Lienbacher, Präsident Rechbauer, Abg. P r a jj a I, Justizminister Dr. Glaser, die Abgg. Fux, Dr. Menger, Berichterstatter Dr. Sturm, Kowalskis Dr. Kaiser, Dr. Groß, Dr. Roser, Dr. Ryger, Dr. Dinstl und Sections-chef Freiherr v. Sacken. Erledigt wurden die Paragrafe 1 bi« einschlägig 4. 235. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Die Spezialdebatte über obigen Gesetzentwur' wird fortgesetzt. Cs sprechen Abg. Lien b ach er, Justizminister Dr. G l a s e r, die Abgg. Dr. M a g g, Dr. Dürnberger, Fux, Berichterstatter Dr. Sturm, Dr. DworSki, Dr. Kabat und Dr. Dinstl. Da« Haus erledigt dir Paragrafe 5 bi» einschlüsfig 14. Nächste Sitzung: Mittwoch den 14. d. M. Umsonst! Paul war nicht zu bewegen, weder seiner Gattin noch seinem Schwiegervater Vertraue-zu schenken, letzterer hatte auch angefangen, ihn mit besorgten Blicken zu betrachte», und war, wenn er sich nicht in Gesellschaft seiner Kinder befand, in den alten Aberglauben zurackgefallen, daß der unglückliche Einfluß de» Bettler« Simon aus ihn und seine Familie noch immer wirksam sei. Der einzige, der al« der vertrauteste Freund Paul Morgan» vielleicht um dessen Geheimnis wußte, so schloß der Banquier, war Leon von Courtenay. Herr von Balserre« nahm sich vor, den Lebemann mit nachdrücklichem Ernst zu befragen, und führte diesen Borsatz auch eine» Tage» au». Leon widerstand lange seinen Bitten, al» ihm aber Herr von Balserre» erklärte, wie schwer die Traurigkeit seine» Schwiegersöhne» auch auf Paulinen laste, und daß sie im Stillen heiße Thränen des Schmerze» über die Verschlossenheit ihre» kummervoll au»sehenden Gatten weinte, da gab er endlich nach. „Mein Freund Paul," sagte Leon, „ist der rechtschaffenste aller Sterblichen, aber er läßt fich zugleich von dem thörichten Glauben beherrschen, er habe rin schwere» Unrecht begangen, er sei ein Verbrecher der schlimmsten Art, ohne Ehre und Gewissen." „Und woher dieser Glaube?" fragte der Banquier erstaunt und erschreckt zugleich. politische Rundschau. Laibach, 12. Februar. Inland. Dem „Lloyd" und „Ellenör" zufolge Sc. Majestät die Demission des Kabinett« T isz a angenommen. Wie der „Budapester Korrespondenz" auS Wien mitgetheill wird, wurden Georg 0. Maj-ath und Baron Paul Sennyey vom Kaiser empfangen, aber keiner der beiden übernahm bisher die Bildung eines neuen ungarischen Ministeriums. Der Kaiser dürste in den nächsten Tagen noch einige ungarische Reichstags-Mitglieder, wahrscheinlich Josef v. Szlavy und Koloman Ghyczy, berufen, um jich über die ungarischen Parteioerhältnisse referieren lassen. Ueder die Orientfrage schreibt der „Pester Lloyd": „Der Sturz Mithad Paschas drängt der öffentlichen Meinung die Ueberzeugung auf, daß die Versuche einer conftrlutionellen Umgestaltung des türkischen Reiches zu Ende seien, daß der alte religiös-politische Charakter der asiatischen Despotie obsiegen werde. Nun wäre dies gleichgilug, wenn nicht die türkische ConstilutionSsrage auch die Reformsrage und vie Garantiefragt in sich schließen würde. Habe soch die Pforte selbst gegenüber den Reformforderungen immer auf die Verfassung hingewiesen, welche alles Begehrte zum Gemeingut aller Unterthanen mache, und den Garantie« die Constitution als beste Bürgschaft gegenüber gestellt. Wenn jetzt das Petersburger Kabinett nach dem Sturze Mithad Pascha« frage, ob die Constitution noch al« Verbesserung des Lose« der christlichen Bevölkerung zu betrachten sei, so würde auch den wolwollendsten Türkensreunden die Bejahung schwer fallen. Von der Pforte müßte jedenfalls die Politik Mithad Pascha« mit erhöhter Energie fortgesetzt werden, um dem Ausland den Vorwand zu dem Verlangen nach materieller Bürgschaft zu benehmen. Ein rascher Friedensschluß mit Serbien und Montenegro könnte manches ins Geleise bringen. Serbien gegenüber müsse die Pforte alle« vermeiden, was eine dauernde Dernüthigung involviere ; dies könnte dir Rettung aus jeder Gefahr, in welche die letzte Krisis die Türkei gebracht habe, herbeiführen. Tritt nicht baldigst eine Rentebur ein, so ist diese Krisis nur als Einleitung de« sich immer sichtbarer ankündigenden Zusammenstöße« mit dem Auslande zu betrachten." A»Sla«d. Der deutsche Reichskanzler gab am 8. d. ein parlamentarische» Diner, zu welchem da» Präsidium, die Schriftführer und sämmtliche Abtheilungsvorstände des Abgeordnetenhauses geladen waren.. Ueber die äußere Lage sprach sich Fürst Bismarck sehr reserviert au». Die Anwesenden em- „Darüber mögen Sie ihn selbst befragen," versetzte Leon. „Ich habe schon oft versucht, ihm da» Gegentheil zu demonstrieren, aber er hat nicht aus meine sehr vernünftigen Argumente gehört. Ohne Zweifel besitzen Sie mehr Beredsamkeit al» ich, und so wird Ihnen wahrscheinlich gelingen, wa» mir nicht möglich war." „Gut, ich will e» versuchen," sagte Herr von Balserre» entschlossen. „Das Glück meiner Kinder liegt mit am Herzen, und darum muß mein Schwiegersohn mir beichten." Am Morgen de» folgenden Tage» erhob fich Herr von Balserre», wie er gewöhnlich zu thun pflegte, schon früh vom Lager und begab sich in den Garten. Wie er meinte, schliefen seine Kinder noch, und so konnte er, in den Laubgängen aus und abwandelnd, ungestört Über die gestrige Unterredung mit Herrn von Courtenay nachdenken und fich aus ein vertrauliche» Gespräch mit Paul im Stillen vorbereiten. _ Er hatte aber nur wenige Schritte in den Gatten hinein gethan, als et seine» Schwiegersöhne» ansichtig wurde, der in einer Laube auf der Bank saß und in seine gewöhnliche Träumerei versunken zu sein schien. Trotzdem hatte Paul die Schritte seine» Schwieger, vatet» gehört, er wollte fich hastig von der Bank psingen jedoch den Eindruck, daß nach BiSmarck» Meinung Rußland jedenfalls gegen die Türkei Vorgehen werde, von Deutschland aber keine materielle Hilfe zu erwarten habe. Der preußische Landtag soll spätesten» am 25. Februar geschloffen werden. Im englischen Oberhaust kündigte Russell den Antrag an, es sei unverträglich mit den Pflichten der Regierung, mit einem so barbarischen und grausamen Staate, wie die Türkei, Freund» sch-istsbeziehungen aufrechizuerhalten. Die einzige mögliche Beziehung sei die der Feindseligkeit. Minister RistiL ersuchte den österreichische« General-Konsul, den Dank deS Fürsten Milan für die Unterstützung Oesterreichs bei den serbischtürkischen Friedensoechandlungen der Wiener Regierung zum Ausdruck zu bringen. General Jgnatieff hatte den Auftrag, vom Grafen Andrassy bestimmte Erklärungen über Oesterreichs Stellung tu Rußland zu verlangen, und schon in der nächsten Zeit dürste ei« Circularschreiben des Fürsten Goctschakoff über die Antwort, die sein jüngster Abgesandter erhielt, einige» Licht verbreiten. In einflußreichen Petersburger Kreisen circutiert neuerdings sehr bestimmt das Gerücht von dem bevorstehenden Rücktritt de« Fürsten Gortschakoff. Nach Berichten, die der „P. Lloyd" au« R u ß * Und empfing, wird dort alle« in Stand gesetzt, um, sobald die Witterung sich dem Unternehme« nur einigermaßen günstig gestaltet, in die militärische Action zu treten. Nach verläßlichen statistischen Date« beträgt der Stand der Südarmee gegenwärtig 280.000 Mann und soll er bi« 15. d. M. auf 300.000 Mann gebracht werden. „Goto«" sagt: „Da« Ende de« türkischen Reiche« in Europa ist gekommen, und sei nur Geduld noth« wendig. Da» Warten sei nicht schwer, da ein Krieg unmöglich sei mit einem Staate, welcher schneller durch die innere Krist» als durch ein fremde« Heer untergehen wird. Rußland werde Zeit genug haben, die Christen vor dem Unglücke zu retten, welche» sie durch den Untergang der Türkei treffen könnte. Für Rußland wie für die Christen ist e» vortheil-haftet, abzuwarten, welche Richtung der Prozeß der Staatsverwesung annimmt, al» denselben durch eine Einmischung zu verlängern. Die Hohe Pforte richtete an ihre auswärtigen Vertreter eine Citculatdepesche, in der sie ihnen mittheilt, daß auf Befehl des Sultans und um auch nicht den leisesten Zweifel darüber aufkornmea zu taffen, daß die Verfassung vollständig zur Durchführung gelangen wird, die Wahlen ins Parlament erheben, aber Herr von Balserre« hinderte ihn daran. „Bleiben Sie sitzen, Paul," sagte dieser. „(£» ist mir lieb, Sie schon so früh im Garten anzu-tteffen. Ich habe ein ernste» Wort mit Ihnen zu reden. Pauline schläft noch und wird un» nicht hören. Paul fuhr unwillkürlich zusammen. (58 kam ihm die Ahnung deffen, wa» sein Schwiegervater beabsichtigte. Dieser fuhr ernst fort: „Ich war gestern bei Courtenay. Ich verhehlte Ihrem besten Freunde nicht, wie sehr Ihre Melan-cholie mein Kind und auch mich betrübt, und wie ich nicht zu begreifen vermag, daß Sie sich dennoch den glücklichsten aller Menschen nennen." „Und Courtenay? Wa» — wa» sagte er?“ stotterte Paul erröthend. „Er vertraute mir, daß er den Grund Ihre« düsteren Wesen« kenne und mir denselben mittheilen werde, wenn Sie fich nicht zu einem Geständnis gegen mich von mir bewegen ließen. — Im Namen meiner Tochter, welche untröstlich ist, daß Sie da» Vertrauen ihre» Manne«, auf da» sie doch mit vollem Rechte Anspruch hat, nicht zu gewinnen vermag, beschwöre ich Sie, endlich zu sprechen." (Fortsetzung folgt.) und der Zusammentritt desselben beschleunigt werden sollen. Die offiziöse „Turquie" sagt, Mithad sei abgesetzt morden, weil er sich nicht mehr in Ueber-kinstimmung mit den Ideen des Sultans befand, dessen Machtbefugnisse er einzuschränken suchte; seine Entfernung vom türkischen Gebiete sei eine reine Vorsichtsmaßregel, um eine Erregung der Gemüther zu vermeiden. Der Sturz Mithad Paschas berühre die neuen Institutionen nicht. Dem „Tiempo' zufolge Unterzeichnete der König in Spanien ein Dekret, mit rnelchem der Senat aufgelöst wird und Neuwahlen angeordnet werden. Zur Tagesgeschichte. — Ertrunken. Der Bibliothekar an der Gimnasial-Studienbibliothek in Klagensurt, I. B r e t t e r k l i e b e r, ist auf dem Gange vom Schleppewirth in Winklern nach Klagensurt im Glanflusse ertrunken. — Gegen einen drohendenFelsstnrz. Aus bet Strecke Großwasser-Domstadtl der Mährisch-Schlesischen Zentralbahn mußte die Sprengung einer Felswand, welche "dem Absturz nahe war und den Bahnkörper zu zerstören drohte, vorgenommen werden. Nach Passierung deS Zuges Nr. 12 wurde mit der Sprengarbeit begonnen und bis beute b«8 Resultat erreicht, daß circa hunbert Kubikmeter Gestein abgeränmt würben. — Stenografie. Im Jahre 1876 würben in allen Ländern an Lehranstalten unb privat 20,872 Personen ln ber Gabelsberger'jchen Stenografie unterrichtet. Hievon entfallen 7286 aus Oesterreich, 1237 aus Ungarn, 10,495 aus bas deutsche Reich, bet Rest aus bie Schweiz, Italien rc. Außerdem waren thätig 261 Stenografen - Vereine mit 10,351 Mitgliebetn (Oesterreich.Ungarn 49 Vereine, 1573 Mitglieder); bie Beretns-Bibliotheken zählen 27,746 fteno* grafische Werke. Nach »abelsberger» Sistem wirb bei ben betreffenden Seit8- unb ÄommunalDertretungen in deutscher, ungarischer, böhmischer, italienischer, griechischer, dänisches schwedischer unb norwegischer Sprache stenografiert, angesichts dieser Thatfachen ergibt fich der problematische Werth anderer Stenografie-Methoden von selbst. — Urtheil. Kardinal Ledochowski wurde wegen Uebcrtretung der Mai-Gesetze, Widerstandes gegen die Staatsgewalt unb äJtajeftStsbeleibigimg zu 2'/, Jahren Gefängnis unb 300 Mark Geldbuße, eventuell dreimonatlichem Gefängnis, verurtheilt. Lokal- und Provinzial-Angelegenheilen. Morgen wirb bas „Laibacher Tagblatt" um 3 Uhr ausgegeben. — (Aus dem hiesigen Schwurgerichts» (aale.) Der Grunbbesitzer I. S t u p n i k a r würbe wegen an seiner Magb verübten Raubmordes zum Tode durch ben Strang verurtheilt. — (Unfall.) Gestern gegen Mittag erregte in ber lljeateigaffe folgenbet Borfall einen großen Zusammenbaus von Menschen: Einer FabrikSatbeitetin aus Josefs-^al, bie, auf ber Straße gehend, ihr frugales Mahl Der» 8*htte, blieb ein Stück hartes Brod im Halse stecken unb tDbte fit zu ersticken. Durch angstvolle Gesten machte sie Borllbergehenbe auf ihren Zustand aufmerkfam unb bat, bos allbekannte, energische Hilfsmittel in derartigen Fällen anzuwenden: ihr tüchtig zwischen bie Schultern zu fchlagen. Doch umsonst, der Bissen faß fest unb bie Arme drohte zu ersticken. Man (»affte die Ohnmächtige in ein Haus, lie um einen »rzt, der mit einem Schlundstoßer Hilfe zu bringen suchte. Alles vergebens, es blieb nichts übrig, als bie Bebanetnswerthe ins Spital zu bringen, wo endlich ihre Rettung gelang. W,r hören, daß fie heute früh bereits lieber gesund war. «Besunbene Sachen.) 6en Lokalitäten bes hiesig«, Postamtes wurde am 1. b. ein Gelbbettag und 6- d. am Matienplatze ein golbener Ring gesunben. Verlustträger wollen ihre Eigenthumsanspriiche Beim Wesigen Stadtmagistrate geltend machen. — (Aus dem Amtsblatte.) Kundmachungen, beitefftnb l. die Anlegung neuer Grundbücher für bie @e-«neinbe Parje; 2. ben Beginn bet Amtstätigkeit des «ich. amtes in RabmannSborf; 3. die preßgerichtliche Bestätigung der Beschlagnahme ber Nummer 37 bet „Nooice"; 4. bie Ueberreichung bet Offerte bis 10. März l. I. behufs lieber* laffung des hiesigen landschaftlichen TheatetS für bie Zeit vom September 1877 bis zum Palmsonntage 1878; f>. die Besetzung von Lehrstellen in St. Peter und Pöllandl; 6. die Hintangabe von Arbeiten auf der Sgiamer« und Karlstädterstraße im Bereiche des Banbezirkes Rudolfswerth; 7. die Betheilnng aus der Adelsberger Grölten- und Metelko'schen Stiftung; 8. die Hintangabe bet Conservations- unb Reconstructions-Arbeiten aus ben im Rayon deS Baubezirkes Laibach befindlichen Straßen. — (Wünsche und Beschwerden.) Es besteht die Einrichtung, daß recommandierte Briese im Orte Selo nächst Laibach erst dann an die Abresie zugestellt werben bürsen, bis bas betreffenbe Post-Abgadsrecepifse auch vom zur Contrasignierung berusenen Gemeindevorsteher in Udmat mitgesertigt wurde. Bei dieser Gepflogenheit geschieht es nicht selten, daß derlei Briefe, falls let Gemeindevorsteher in Udmat landwirtschaftlichen Verrichtungen oder anderen Geschäften nachgeht, mithin vom Hause abwesenb ist, erst nach Verlaus von 36 bis 48 Stnnben in die Hände der Adreffaten gelangen. Im Jntereffe des korrespondierenden Publikums wäre eine abänbernbe postbehördliche Verfügung erwünscht. — (Kronprinz Rudolfbahn.) Die Beamtenschaft dieser Bahn feiert heute einen Festtag. Herr Transportchef Daniel Schaffer, ein geborner Laibacher, früher Staatsbeamter, begeht heute ben 25. Gebenktag seines Eintrittes im Dienste ber Eisenbahnen. Der Beamtenkörper auf sämmtlichen Strecken nahm Anlaß, bem Jubilanten seine Glückwünsche unb besonbere Achtung burch Ab-sendung einer Deputation unb durch Überreichung eines vom Kaligrasen Herrn Jlz meisterhaft ausgefertigten unb vom hiesigen Galanteriebuchbinder Herrn Eifert kunstvoll ausgestatteten Gebenkblattes auszudrücken. — Vom 15. d. M. tritt auf allen Stationen bet Ktonprinz-Rudolsbahn ein ermäßigter Spezialtaris für Lang-, Bau-, Schnitt-, Säge-, Werk- und Nutzholz aller Art nach Wien in Wirksamkeit. — (Faschings-Lhronik.) „Treu bas Gemtith, frei unser Lieb I" Dieser freunblidje Gruß empfing uns vorgestern an ben Pforten unb im prächtig dekorierten Borsaale deS ehemaligen SchützenhaufeS. Die „Meisterfinger" der Metropole KrainS, bie teizenben Töchter bet Gesangs-mufe, bie Mitgtieber des Damenchores, eine ansehnliche Zahl von Tänzerinnen unb Tänzern au« allen Gesellschaftskreisen Laibachs, eine nicht minbet bedeutende Zahl von Gästen, unter biefen bie Herren: LandeSpräfident v. Wib-rnann, Brigadier k. k. Oberst v. Schauet, bie Landtags-mitgliefcer Dr. v. Schtey unb R. v. Gariboldi, Hanbels-kammetptäfibent Dreo, namentlich die Beamtens- unb Han» belswelt zahlreich vertreten, sanben sich ein, um ben Sänget-ball zu bem schönsten, zu bem animiertesten ber heutigen Saison zu stempeln. Die Schießstätte-Lokalitäten erschienen im Festkleide, im Säulensaale frisches Grün, bie Wfinbe beider Säle mit ben Attributen und Wappen des Mannerchores bet silhatmonischen Gesellschaft geschmückt. Mehr als 80 Paare standen in ben Reihen bet Quabtille unb des von den Herren Dornig unb Janeschitz arrangierten LotillonS, elegant auSgestattete Tanzotbnungen wurden ben Damen überreicht unb beim lotillon gelangte* unzählige frische, buftenbe Blumenbouquets unb Sträußchen zur Ausheilung. Die Regimentsmusik unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Herrn LzanSky forderte unermüdlich zum Tanze auf, ber letzte Beigenbogenstrich erfolgte leibet zu früh, schon in ber fünften Morgenstunde. Das Sänget-BallcomitL kann infolge des gelungenen, glänzenden Ballfeste S auf seinem wolvetbienten Sorbet ruhen. In recht vergnügter Stimmung vollzog sich am selben Abende im großen, recht finnig unb nett becorietten Speisesaale beS Hotels „zue Stabt Wien" ber von ben Unteroffizieren ber hiesigen Garnison veranstaltete und auch von vielen Gästen aus bem Militär- unb Zivilstande zahlreich besuchte Ball. Vierzig Paare stanben auch hier in ben Reihen ber Quabtille. — Der Gesellschaft ungehörige Schülerinnen unb Schüler des Tanzmeisters Herrn Doix legten gestern abenbs in ben Lokalitäten de« Reh n'schen Institutes gelungene Proben ihrer Fortschritte aus bem Gebiete beS TanzeS ab. An diesem ben Ebaralter eines gemüthlichen, sehr animierten HauSballes tragenden Bergnügungsabenbe n ahmen viele Gönner unb Freunde dieses bestrenommierten Institutes und zahlreiche Verehrer TetpsichorenS theit. — (Neue Beamtenkategorie.) In maßgebenden Juristenkreisen soll man daran benken, zwischen den Gerichtsauskultlinten- und Adjunktenstellen eine Zwischenstelle zu errichten. Man beabsichtigt hiedurch ältere unb gesetztere Männer früher als bisher einer selbstänbigen richterlichen Stellung zuzuführen. — (Zur Katastrife in Steinbrück.) Der Ackerbauminister hat ben gewesenen Forstakademie-Direktor Newald nach Steinbrück abgesendet, um die forstlichen Verhältnisse in bet vom Bergstürze betroffenen Gegenb zu untersuchen unb hiebet tnSbesonbere zu erheben, ob etwa auch besonbere forstliche Maßnahmen zur Binbung der abgelagerten Erd- und Schuttmafsen Mitwirken könnten. — (Unglücksfall.) In ber Nacht zum 9. b. M. wurde in ber Nähe ber Siibbabnstation Hrasinigg während der Kreuzung zweier Züge bet Bahnwächter Kaufchek von ber Maschine gefaßt unb zu Tode geschleift. — (Gegen bie D i p h t h er i t i S.) Dr. 6 e n i o r in Graz theilt bet Grazer „Tagespost" ein vom 6. d. datiertes Schreiben mit, welchem wir folgenben Absatz entnehmen: „Ich erweise allen Kindersrennben gewiß einen guten Dienst, wenn ich ihnen hier meine einfacheBehanblnng berflinber» angina zur Kenntnis bringe. Ich gebe ben Kinbettneth stündlich einen Kaffeelöffel voll zur Reinigung unb lege auf ben Hals einen in warmes Leinöl getauchten Leinen« fleck breimal täglich unb batüber alle Stunden eine breite, bicke, warnte Bedeckung um den ganzen HalS. Der Patient bleibt im Bette gut bebetft, mit ben Händen immer unter ber Decke, wozu eine beständige Aufsicht nothwenbig ist. Ich besichtige täglich bie kranken Rachentheile. AIS Nahrung nur magere, leere Rinbsnppe unb zum Getränke laues Semmel» roafset eßlöffelweise. Nach oftmaliger Wirkung beS Kinder-methS gebe ich anstatt einer Arznei nur warmen Linden-Blütenthee mit ein wenig schwachem Meth (vom Lebzelter) ben ganzen Tag eßlöffelweise, was bie Kinder gern nehmen. Bei dieser Behandlung mit strenger Diät nimmt bie Angina allmälig ab. ES ist augenscheinlich, wie ich hier bie Säste-Ableitung von inneren Organen nach außen und die dadurch erhöhte Hautthätigkeit beständig aufrechtzuerhalten strebe. — Den Kälte-Enthusiasten unb otthoboxen letzten rufe ich aber, ohne Rücksicht auf Autorität unb Schnldogma, zu: In bet Heilkunst gilt nur bas, was hilft." — (AnastasiuS Grün.) Die Statthalterei für Niebetüstetteich hat die Statuten des AnastasiuS Gtün-Bereine« bestätiget. Die constituierenbe Plenarversammlung dieses Vereines findet am 15. b. im Wiener Universität«-gebäube statt. — Das in] Graz bestehende <£omit6 zum Zwecke ber Errichtung eines Grün-Denkmale« in Graz veröffentlicht nachstehenben Aufruf: „Es ist eint ehrenwerthe Sitte gebilbtter Völker. bie Erinnerung an ihre besten Männer bei bet Nachwelt durch Werke bet bilbenben Kunst zu erhalten. Lot kurzem schieb von uns AnastasiuS Grün, ber hochfinnigeDichter, der geniale Staatsmann, bet charakter-eble Mensch. Die Freiheitsziele. welchen er als Poet zustrebt. suchte er mit zäher Folgerichtigkeit, mit unverbtoffener Mühe, mit unbeugsamer Festigkeit alS Politiker zu »et» wirklichen; — et blieb bis zum letzten Athemzuge dem Dienste bet Musen, bet Rechts- unb Kulturideale treu. Diesen seltenen Mann burch (Errichtung eines Denkmales zu ehren, traten wir zusammen. Da« Denkmal soll an einem geeigneten Platze in Graz ausgestellt nnb eine Zierde unserer Stadt werden; — eS soll ein Beweis der unvergänglichen Hochachtung sein, welche wir für das schriftstellerische unb staatSmännische Wirken des Grafen Anton Auersperg hegen. Wer unsere Verehrung für Anastasins Grün theitt unb bie Absicht billigt, betselben burch Errichtung eines Denk mal eS Ausdruck zu geben, trage einen, wenn auch geringen Tribut für biesen Zweck bei I Ein aus unserer Mitte gewähltes ActionScomitö wirb bezüglich bet Sammlung bet Geldbeiträge für baS AnastasiuS Grün-Denkmal das Ent-sptechenbe einleiten." — („Heint garten*.) Das 5. Heft ber im Verlage Leykam-Jofefsthal in Graz erscheinenden Zeitschrift „Heim-garten," herausgegeben von P. K. Rosegger Bringt folgende interessante Aussätze: Der Kamps eines Poeten. Novelle von Lubroig Habicht. — Ein Weg zur Schul». Von P. K. Rosegger (Schluß). — Altbeutsche Lieber. Von K. I. Schroer. — Das Porträt. Bon Alsreb Meißner. — forb Byrons erster Schritt ins öffentliche Leben. Bon Ernilio Lastelar. Deutsch von Prof. JutiuS Schanz in Rom. — Bon einem vergessenen Dichter. Ein Literatur» unb Lebens- bilb auS vergangenen Tagen. Bon Dr. Anion Schlofsar. — Drei Jigeunerbnrsche zogen. Bon Aug. Silberstein. — AuS dem Stimmen- und Lautkonzert der niederen Thierwelt. Bon Ä. H. — Die Danksagung. Eine Hochzeitsrebe aus Obersteier. DaS Kräutlein für den Tod. Ein Ge-schichtchen, wie sich's das Volk erzählt. — Der Weltverbruß. Don Franz Keim. — Ferner enthält bas Hest in ber „kleinen Laube" unter ben „Schwänken* eine Anzahl kleinerer humoristischer Beiträge. Bestellungen hierauf besorgt die hiesige Kunst« und Buchhaublung Jg. v. Kleinmayr & Feo-bor Bamberg. — (Landschaftliches Theater.) Vorgestern ging im nahezu ausverkauften Hause Suppe's komische Oper „Fatinitza" zum brittenmale über die Bretter. Das prächtige Terzett (Wladimir, Lydia uud Bolz) wurde viermal gesungen. Heute findet die dritte Wiederholung.dieser interessanten Novität statt. — Am Faschingsdienstag nachmittags gelangt die bekannte Faschingsposse: „Die verhängnisvolle Faschingsnacht" zur Aufführung. Abends 8 Uhr beginnt in den Theaterlokalitäten der zweite und letzte Maskenball in dieser ablausenden Faschingssaison. DaS gesummte Personale der Theatergesellschast bringt Szenen unb Bilder zur Darstellung, in ber Wahrsagerhütte probuciert sich der „berühmte Wahrsager des Morgenlandes Ali Baba.'' Zum Berkause gelangen Krapfen, ein Stück zu 6 kr.; in mehreren derselben befinden sich: I Dukaten, 1 Zehnfrankenstück in Gold, 1 Fünffrankenstück in Gold, 1 Silbergulden, 1 Biertelgulbenstück. Bor ber Ruhestunde: Freie Lotterie unb Llückshafen. Diesmal leitet Herr Direktor Fritzsche persönlich bas Arrangement. Witterung. Laibach, 12. Februar Wechselnde Bewölkung, Sonnenschein, mäßiger SW. Temperatur: morgens 7 Uhr + 5'4«, nachmittags 2 Uhr + 8 7« 0. (1876 — 3 2»; 1875 — 44« C.) Barometer 733 98 mm. Das vorgestrige Tagermittel der Temperatur + 4 9«, bas gestrige + 6.7«, beziehungsweise um 5 3«, und 71« über dem Normale. Angekommene Fremde am 12. Februar. Hotel Stadt Wie«. Fentler. Bes.. AdelSberg. — Detela, »utSbes., Lack. — Dr. Steiner, k. k. Notar, Krainburg. — Dr. Scholl, k. k. Hofrath, »Franc«ftn844 —iDeulsche Reichibank 78 rolEilber . 106'— 89*26 96-70 86- 98 — 90-69 60-76 156'“ 84— eetb Ware 161-60 13-60 10560 89 60 96 90 86 86 98 86 »0 76 81-— 166-6» 94-86 163-— 14 — 69-76 183 85 49 80 5-86 9-83 60 86 114-60 69 86 183-36 48 96 5 87 »84 60-46 114'60 Telegrafischer Kursbericht am 12. Februar. Papier-Rente 63 —. — Silber-Rente 68 35. — Bold-Rente 74-35. — 1860er Staats-Anlehen 111.20. — Bank-actien 839. — Kreditactien 149-— London 122-90. — Silber 114 50. — K. k. Münzdukaten 5-87. — 20-Francs Stücke 9 83. — 100 Reichsmark 60 30._______________________, Druck von Jg. v. Kleinmayr & Ked. vamberg. Lerleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Fran, Müller