80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 25-69. Maribor, Kopališka ul. 6 Nr. 26$ Dienstag, den 19. November 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Uiholcn oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. PtGtS D£ft 1*50 Mlmbom Heilung furchtbare Kämpfe stellungen im Sektor Lerina - Koritza Aie Lage auf den Kriegsschauplätzen — Berlin meldet neuerliche schwere Luftangriffe auf London, Portsmouth und Southampton — Englische Flieger über Hamburg, Bremen und Kiel — Athen meldet fortschreitende Einkreisung von Koritza — Britischer Xransportdampser mit 7000 kanadischen Soldaten gefunken? Beograd, IS. November. (Avala) ie Berichterst. der »Politika« berichten, aaß zwischen den italienischen und den griechischen Truppen gegenwärtig eine 8roße Schlacht im Sektor Lerina-KOritza lni Gange ist. Im Zentrum der Kriegs. Stellungen stehen bei den Griechen die , 'itetruppen der Euzonen, die die gut be-estjgten italienischen Stellungen unaufhörlich angreifen. Die Kämpfe sind hier aberaus erbittert. Mörderisch wütet die chiacht auf den Höhen von Ivan und Vezda. Das Hauptwort führen hier die 8chwere Artillerie und die Fliegerei, die aUch die Infanterieverbände angreift. Um le Positionen der beiden Gegner wird Erbittert gerungen, da es sich hier um Schlüsselstellungen von größter Wichtig. e't handelt., ^hfeWy0rk, 18. November. Wie den '*.l,1erikanischen Blättern aus Berlin beachtet wird, hat die deutsche Luftwaffe j*111 gestrigen Tage militärische Ziele in °ndon, Portsmouth und Southampton "t Bdmben schwerer Kalibers belegt. ndcrseits haben britische Flieger die ei*tschen Städte Hamburg, Bremen und ’d bombardiert. Wie einem amtlichen cutschen Bericht zu entnehmen ist, wur-,.e in London u. a. die Bahnstation Pad-ln8ton, Gaswerke und Hafenanlagen Urch Bombentreffer schwer beschädigt. ^London, 18. November. (Reuter) as britische Luftfahrtministerium mel-e : In der Nacht vom Sonntag zum Mon ,a§^ haben deutsche Flieger einige Städte ^ der Nähe der englischen. Südküste mit ^°mben beworfen. Nach den bisherigen dichten ist der Materialschaden gering nd auch die Zahl der Menschenopfer ist .bedeutend, ln derselben Nacht flogen n 'sehe Flieger über dem Ruhrgebiet, p..^ o nIi n, 18. NovemLv,. xMackav d«.0?8 Service) Wie einer amtlichen ist i^Ln Mitteilung zu entnehmen d ’ . Buben deutsche Flugzeuge gestern y 01 britische Schiffe versenkt, und ^c'lr einen 8000 Tonnen-Frachlcr, ei-20n'??00 Tonncn-Tanker und einen ' i’onncn-Dampfer. Bei den Luft-„i^-ften auf London wurde u. a. auch ,.L berühmte Watcrloo-Brücke von ütben getroffen. B°m, ig November. (DNB) Wieder ist ° s s :i 8 8 c r o“ aus Basel berichtet. der 2(1000 Tonnen verdrängende j ailsallanlik-Dampfer .,15 mp ress of kc^an ' fici unter kanadischer Flag-äls n-11’ UU(* zu beginn des Krieges teS ,'lfskrcuzcr für Truppcnlranspor-0nf ^gerichtet worden war, das J er eines Brandes geworden. Die g hisse“ bestätigt die Nachrichl. ^Ss sich an Bord des Dampfers 7000 p^hh kanadischer Truppen befanden, nr angenommen, dass der Dam-Onr e*utm deutschen Luftangriff zum du CV gefallen ist. Nach weiteren Mel-hScn wagte es kein einziges, unter sic^ 1Cr blagge fahrendes Schiff. Uül’ C*Cni brennenden Dampfer zu N-|ern; und zwar aus Angst vor der die eines etwaigen deutschen Tauchbootes. c Bom, 18. November, ln einer amtli-daR1 balienischen Auslassung heißt es, a an der italo-griechischen Front hefti- ge Angriffe und Gegenangriffe einander abwechseln. Die Luftwaffe entwickelt auf beiden Seiten eine lebhafte Tätigkeit. Italienische Flieger bombardieren griechische Straßen, Eisenbahnen und Truppentransporte. Ferner hat die italienische Luftwaffe Angriffe auf Kreta, Alexandrien und sechs andere Orte in Afrika durchgeführt. Athen, 18. Nov. Das griechische Oberkommando meldet: Die italienischen Truppen sind an allen Frontabschnitten im Rückzuge. Eine Kolonne von 130 italienischen Tanks, die in der Richtung auf London, 18. Nov. (Reuter.) — Der italienische Außenminister Graf C i a n o ist Sonntag nachts von Rom abgereist, um sich im Sinne einer amtlichen Mitteilung nach Berlin zu begeben. In der Mitteilung ist nichts näheres über den Zweck der Deutschland-Reise des Außenministers Wien, 18. Nov. Reichsmarschall Hermann Gering ist gestern in Wien eingetroffen, um in Begleitung des Generalfeldmarschalls List und des Reichs Statthalters Baldur von S c h i r a c h die Aufstellung »Sieg im Westen« mit einer Ostmark-Sonderschau persönlich zu eröffnen. Der Reichsmarschall wurde von Genf, 18. Nov. (Availa—DNB) Die auf Schloß Chazeron eingekerkerten Schuldigen an der Katastrophe Frankreichs (D a 1 a d i e r, General Game-1 i n und Leon Blum) sind nach Bura-solle überführt worden, wo bereits der frühere Luftfahrtsminister Guy 1 a Chambre festgehalten wird. Wie aus einer Mitteilung des Justizministers hervorgeht, hat das französische Obergericht in Riom die ehemaligen Minister bzw. Ministerpräsidenten Pierre Cot, Guy 1 a Chambre, Edouard D a 1 a d i e r, Leon Blum und General Gamelin unter Anklage gestellt. Im September des Vorjahres wurde der Haftbefehl gegen Pierre Cot erlassen, der sich auf der Flucht befand, doch konnte er anläßlich seiner Rückkehr aus USA am 21. September gefaßt werden. Die Anklage wird sich aber auch auf den ehemaligen Vertreter der Judenschaft George Mandel richten, dem außerdem noch die Veruntreuung der Fonds des Kolonialministeriums zur Last die jugoslawische Grenze zu entkommen suchte, wurde abgeschnitten. Die heftigsten Kämpfe fanden gestern rund um Koritza statt, wo stellenweise Brust gegen Brust gekämpft wird. Die Griechen setzen die Einkreisung von Koritza fort. Der Berg Morawa, der die Stadt Koritza aus einer Entfernung von 3 Meilen beherrscht, befindet sich in griechischen Händen. Ferner haben griechische Truppen den stark befestigten Berg Iwan umzingelt. Athen, 18. Nov. Wie ein griechischer Militärfachmann erklärte, stehen die grie- efifhalten. Man erwartet in Berlin ferner den spanischen Außenminister Serrano Suner, der vorher in Paris mit L a v a 1 verhandelte. Vichy, 18. November. (Avala) H a-v a s berichtet: Die hiesige spanische der Wiener Bevölkerung stürmisch umjubelt, als er als z w e i t e r Reichsmarschall zwischen dem Denkmal des ersten Reichsmarschalls Prinz Eugen von Savoyen und des Feldmarschalls Erzherzog Kart, des Bezwingers Napoleons, trat, um das Defilee der Ehrenkompagnien abzunehmen. gelegt wird. Ein zweites Parallelverfahren ist gegen Paul R e y n a u d eingelei-| tet, der sich noch immer im Gefängnis auf Schloß Chazeron befindet. Die Anklage richtet sich auch gegen seinen Kabinettsdirektor L e c o t und dessen Gehilfen Devote, die im Juni 16 Millionen Franken nach Spanien geschmuggelt haben. Diese Summe stand Reynaud vor seiner Demission als besonderer Fond zur Verfügung. Seldies Italien-Aufenthalt Rom, 18. November. (Avala-DNB; Rcichsarbeitsministcr Scldte halte im Laufe des Samstag in Rom mehrere längere Besprechungen mit leitenden italienischen Stellen über eine möglichst enge Zusammenarbeit der Achsenmächte auf sozialpolitischem Gebiet. Gestern abends verliess Minister Rom, um sich nach Mailand -chisohen Truppen vor den Toren von Koritza. Der Fall der Stadt stehe unmittelbar bevor. Amsterdam, 18. Nov. (Avala—DNB) Der englische Minister ohne Portefeuille Greenwood hielt gestern in Colche-ster eine Rede, in der er Londoner Rund-funkmeldungen zufolge erklärte, es sei nicht von der Hand1 zu weisen, daß die deutschen Bombenangriffe auf britische Städte einen ansehnlichen Schaden augerichtet hätten, so besonders in Birmingham, Liverpool und Coventry. Neues Staaismännerlrelfen in Berlin Eiano und Suner kommen nach Berlin / Suner Verhandelte Vorher in Varis mit Laval Reichsmarschall Görina in Wien und Genua zu begeben und auch dort verschiedene IndusLrieunlernehmun-gen in Augenschein zu nehmen. Vom hervorragenden Gast verabschiedeten sich am Bahnhof Korporalionsminister Rizzi und Bautenminister Gorla, Vertreter der deutschen Botschaft und andere hervorragende Persönlichkeiten. Vor seiner Abreise aus Rom hatte Minister Scldte eine Unterredung mit einem Vertreter der Agcnzia Stefani und erklärte, er sei auf Einladung der Minister Rizzi und Gorla nach Rom gekommen, um seine im Mai des vorigen Jahres begonnenen Besprechungen über den möglichst raschen Beginn einer engen Mitarbeit zwischen beiden Achsenmächten auf sozialem Gebiet fortzusclzcn. Die jetzigen Besprechungen hätten einen vollen Erfolg zu verzeichnen. Es sei ein Einvernehmen über den Bau billiger Wohnungen in beiden Staaten erzielt worden. Auch auf anderen Gebieten der sozialen Fürsorge für die ärmeren Volksschichten sei ein Einverständnis zu verzeichnen, dessen praktische Ergebnisse sich bald zeigen würden. Newyork, 18. Nov. (Avala—DNB) In der großen chemischen Fabrik in Bridgcville bei Pittsburgh ereignete sich aus bisher noch nicht genau festgestellter Ursache eine Explosion, die den Haupt bau der Fabrik vernichtete. Der Schaden wird auf etwa eine Viertelmillion Dollar geschätzt. N e w y o nk,, 18. Nov. (Avala—Havas) Anläßlich der Schließung der internationalen Ausstellung veröffentlicht das amerikanische Radio eine Botschaft an Marschall Petain, worin u. a. gesagt wird, daß die französisch-amerikanische Freund schaff fortdauern werde, obwohl Frankreich die tragischesten Tage seiner Geschichte durchlebt. Botschat erließ eine Mitteilung, in der cs heißt, daß Vizepräsident Laval am 15. d. M. eine längere Aussprache mit dem spanischen Außenminister Serrano Suner gehabt habe, der durch Paris nach Berlin weitergereist sei. Bor dem M onffer-prozeß in Mom Daladier, General Gamelin und Leon Blum sind nach Burusollc eskortiert worden — Paul Reynaud sitzt noch im Schloss Chazeron — Die für Frankreichs Niederlage Verantwortlichen erwarten ihre Verurteilung Seidle Die Konturen des Neuen Europa insbesondere auf die mündliche Zustimmung des Herrn Yvonne D e 1 b o s hingewiesen werden, der 1937 die Garantie Frankreichs an die Tschechoslowakei erweiterte. Der Anschluß Oesterreichs wurde im März 1938 vollzogen, und zwar in einem Augenblick, als R e y n a u d die Vertreter der Kommunisten zum Eintritt in die Regierung zu bewegen ver- gen Empfang zu Ehren des russischen Regierungschefs im Kaiiervof Scharfe Kritik des ehemaligen französischen Regierungschefs Flandin an der einstigen Haltung Frankreichs und Englands Frankreich schließt sich dem Reuen Europa an / Ansaldo über den Ginn der jüngsten diplomatischen Mionen der Achsen machte / Das Gegengewicht gegen den angelsächsischen Block entschlossenen Haltung Englands und i pJomatischen Aktion, deren hauptsäch-Frankreichs zum Zusammenbruch des lichste Richtlinien am Brenner beschloß Regimes in Deutschland führen müsse, sen und in Florenz vervollständigt wor-■- Dieses Konsortium hielt die Zeitungs- den waren, ist in voller Entwicklung. MO-- agenturen, fast die gesamte Presse und lotows Berliner Besuch, der 40 Tage nac den Rundfunk in seiner Hand. Der drei- j der Unterzeichnung des DreimächtopaK-jährigen Herrschaft der Volksfront ist es tes erfolgt ist, der Berliner Besuch Ser-zuzuschreiben, daß gegenteilige Meldun- rano Suners und der ständige Kontakt w über Deutschland verhindert wur- der Regierung in Vichy sind ein Bewe dafür, daß der von der Achse Rom-Bern-ausgearbeitete Plan immer mehr sichtbare Konturen aufzuweisen beginnt.« So äußert sich der bekannte italienische Publizist A n s a 1 d o in einem Artikel in der »Gazzetta del Popolo«, indem ef fortfährt: »Trotz der offiziellen Zurückhaltung der interessierten Regierunge11 kann das Hauptziel, dem die Diplomatie der Achsenmächte zustrebt, klar enkann werden. Es handelt sich um die Schaffung eines politischen Systems aller europäischer Staaten mit Deutschland un Italien als Mittelpunkt. Zudem komm1 noch die Fortsetzung der bereits bestehen den Beziehungen der Achsenmächte aut der einen und der Sowjetunion auf de* anderen Seite. Dies ermöglicht die Schaffung eines eurasischen Blocks, deren Mitglieder sich verpflichten werden, mit den Achsenmächten zusammenzuarbeiten und die englischen Intrigen zu verhindern. wird eine Mächtekoalition derjenigen gc" schaffen, die am Verschwinden des Britischen Imperiums unmittelbar interessiert sind. In diesem Kriege rechnet England nur noch mit einer Hilfe: den Vereidigten Staaten. So wird auf diese Weise neben der Koalition der Achsenmächte ert* angelsächsischer Block vorbereitet, >**-merhalb dessen England kämpfen und sich aus iden Vereinigten Staaten versorge1* wird. Die amerikanische Industrie stellt ie' doch lediglich eine Illusion dar —- 50 meint Ansaldo —, denn außer der Produktion müssen die produzierten Erzeugnisse auch geliefert werden. Die Vereinigten Staaten müßten die achtfache Flugzeugproduktion der Achsenmächte liefern-Die Entscheidung in diesem gigantischen Kampf hängt vom Widerstand des einet* oder des anderen Blocks ab. Den entscheidenden Schlag wird jener Block führen, der die Lage bis zum Ende beherrschen und von größerem Glauben und größerer Kraft getragen sein wird.« Paris, 18. November. Der ehemalige französische Ministerpräsident Pierre Etienne Flandin hielt in Dijon vor 50 Chefredakteuren und politischen Redakteuren der französischen Ostpresse eine Rede, in der er zunächst die Ursachen des Krieges von 1939 überprüfte. Flandin sagte in seiner Rede u. a.: „Die entscheidende Periode, diel93ü mit der Besetzung der Rheinlandzone begonnen hatte, hätte auch die entscheidende Wendung in der europäischen Politik bringen sollen. Die Politik der Sieger basierte damals noch auf der militärischen Macht zur Aufrechterhaltung des Versailler Vertrages und Frankreich spielte dabei die Rolle des ersten Gendarmen in Europa. Seit damals begannen sich in Europa dunkle Mächte zu regen, die darauf abzielten, einen Krieg zu entfesseln, der den Freimaurern und dem Judentum die Herrschaft ermöglichen sollte. Dieser Krieg war schon zur Zeit der Abessinien-Krise beabsichtigt, als Grossbritannien durch seine Politik der Sanktionen einen Mittelmeerkonflikt herauf beschwören wollte. England war damals nur auf einen Krieg gegen Italien vorbereitet, nicht aber auf einen Krieg mit dem Deutschen Reiche. Das ist mir in London im März 1936 auch formell gesagt worden.“ Flandin schilderte sodann seine Bemühungen auf der Suche nach einer Grund läge für die Zusammenarbeit mit Deutschland und sagte wörtlich: »Gewisse Imperialisten in London waren jedoch der Ansicht, daß England die Rolle des Schiedsrichters im Mittelmeerraum verlieren würde, wenn die französisch-italienische Rivalität ein Ende hätte. Außerdem waren sie der Ansicht, daß das Ende der deutsch-französischen Rivalität den britischen Einfluß auf dem europäischen Kontinent zu vermindern ge eignet wäre. Das war eine Gefahr für aine gewisse internationale Plutokratie. Die Reaktion der unterirdischen Mächte beschenkte Frankreich mit der Aufstellung der Volksfront mit den Regierungen Chautemps, Blum und Dalaaier, welche Regierungen in voller Uebereinstinimung mit London nur an einer solchen Entwicklung arbeiteten, die zum Kriege führen mußte. Auf diplomatischem Wege wurde gleichzeitig ein Garantienetz geflochten, aus dem wir uns im gegebenen Augenblick nicht herauszuziehen vermochten. Von diesem Gesichtspunkte muß Zu Ehren des in Berlin weilenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare der UdSSR und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, W. M. Moio-tow, fand am Dienstagabend ein Empfang im Hotel Kaiserhof statt, ln der ersten Reihe, von links: Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, Staatsminister Dr. Meißner und Volkskommissar Molotow suchte, damit eine nationale Union des Krieges gegründet wurde. Ich habe dieses Manöver durchkreuzt und damit auch den Ausbruch des Krieges im Jahre 1938. Die Münchner Konferenz erweckte wiederum große Hoffnungen. Ich bin überzeugt, daß Europa eine neue Friedensaera hätte erleben können, wenn man damals den Verhandlungsweg betreten und Hitlers Angebote und Versicherungen nicht abgefeimt hätte. Alle Anhänger der Kiiegs -partei vereinigten sich jedoch sowohl in England als auch in Frankreich, um Verhandlungen zu vereiteln. Es war dies die Aera der Falschmeldungen und der unglaublichen Gferüchte von einer phantastischen Revolutionsstim niung in Deutschland, die angesichts der Die großen Feierlichkeiten aus Anlaß des Namenstages des Königs Michael in Rumänien ln der Hauptstadt der Moldau, in Jassy, fanden am Namenstag des Königs Michael und dem Tage des Schutzpatrons der Legionären Bewegung, des heiligen Michael, große Feierlichkeiten statt, an denen teilnahmen: König Michael, Königinmutter Helene, Ministerpräsident General Antonescu, der Kommandant der Legionären Bewegung Horia Sima sowie führende Männer der rumänischen Regierung und der Legionären Bewegung, fernne- die Chefs der -l.- vcwren Wehrmächte. Mission sowie die üssnna'en Deutscnlands und Italiens. De- ceutsche Gesandte Dr. Fabrizius beglückwünscht König Michael den. So wurden die Fundamente Frankreichs untergraben.« Flandin erinnerte sodann an das Friedensangebot des Führers Anfang Oktober 1939. Damals habe D a 1 a di e r eine Ausrede benützt, indem er erklärt habe, es sei unmöglich, den Worten Hitlers zu vertrauen. Flandin sagte dann weiter: »Und was ist uns jetzt sonst geblieben als das Wort Hitlers? Heute kann niemand behaupten, daß Europa nach diesem Kriege auf dem status von 1919 verbleiben wird. Wie immer wir Franzosen uns auch die Zukunft vorstellen mögen, mit dem neuen Europa müssen wir Zusammenarbeiten, denn das neue Europa ist nicht eine politische Reform, sondern eine soziale Revolution. Der von London dem europäischen Kontinent aufgezwungene Goldstandard diente nur dem Profit der Spekulantenschicht, die die Arbeiterschaft um das Ergebnis ihrer Arbeit betrog. Die Hälfte der Preise und Löhne war nur eine Täuschung für Bauern und Arbeiter, deren Gewinn — soferne ein solcher überhaupt zu verzeichnen war — wie der Schnee in der Sonne zerschmolz. Wenn jetzt das vergängliche und wandernde Gold aufhört, der Wertmesser des Verdienstes zu sein: wer wird da weinen außerhalb der Reihen der Börsenspekulanten?« Flandin schloß seine Rede mit den Worten: »In Europa wird eine neue Ordnung geboren. Wir würden einen schweren Fehler begehen, wenn wir an diesem Geschehnis nicht Mitwirken würden. Der Sieger hat durch seinen Aufruf zur Zusammenarbeit der beiden Nationen bewiesen, daß er die Fähigkeiten und den seelischen Umschwung Frankreichs kennt, das er dem neuen Europa erhalten will.« Die Ausführungen Flandins wurden mit größtem Beifall entgegengenommen. Die Versammlung richtete sodann an Marschall Petain eine Depesche, in der die Versicherung ausgesprochen wird, daß : die Direktoren, Chefredakteure und poli-i tischen Redakteure entschlossen seien, | am Wiederaufbau des Landes und an seinem Eintritt in die große europäische VölkerfamhlMe mitzuwinken. i Turin, 18. Nov. (Stefani.) — »Der 1 große Plau der politischen und der di- Die Abreise des sowjet- russischen Regierungschefs Molotow Der sowjetrussische Regierungschef und Außenkommissar Molotow hat Berlin wieder verlassen. Reichsaußenminister von Ribbentrop geleitete ihn zu seinem Sonderzug auf dem Anhalter Bahnhof. —* klrtferstützet Se Kičevo von ausländischen Flugzeugen bombardiert Der amtliche Bericht über die Bombenabwürfe, die nur Sachschaden angerichlet und glücklicherweise keine Menschenopfer gefordert haben / Fliegeralarm in Veles und in Bitols ...^ograd, 18. November. Einige aus-ändische Flugzeuge haben gestern die r°vinzstadt Kičevo mit Bomben zu belesen versucht. Ausländische Flieger wur-auch über Bitolj gesichtet. Ueber die r?mbenabwürfe auf jugoslawisches Ge-}et hat die Nachrichtenagentur Avala ^ nachstehende amtliche Mitteilung aus-8€geben; 8Am 17. November gegen 4 Uhr friih-^nrgens überflogen ausländische Fluglage Bitolj und Kičevo. Infolge der lehrten Aktion unserer Flugabwehr und "nserer Jagdflieger, die sofort aufgestie-jten waren, konnten die ausländischen •agzeuge ihre Bomben nur in der Umge-ang von Kičevo abwerfen, und zwar in er Nähe zweier Dörfer, worauf sie sich rasch zurückzogen und unseren Luftbereich verließen. Menschenopfer waren nicht zu verzeichnen und wurde lediglich Materialschaden verursacht.« Veles, 18 November. Die Stadt Veles hatte gestern zweimal Fliegeralarm, Der erste Fliegeralarm war um 4.45 Uhr gegeben worden und dauerte bis 5.50 Uhr. Der zweite Alarm wurde um 8.55 Uhr gegeben und dauerte bis 9.29 Uhr in Veles wurde der Fliegeralarm bis jetzt schon vier Mal durchgeführt. Ueber der Stadt wurde kein fremdes Flugzeug gesichtet. Später wurde in Erfahrung gebracht, daß ein ausländisches Flugzeug bei Kičevo die Staatsgrenze überflogen hatte. Die Bewohnerschaft nahm das Zeichen der Gefahr kaltblütig auf. Bitolj, 18. November. Gestern um 4 Uhr morgens hat ein ausländisches Flugzug wiederum Bitolj überflogen. In diesem Zusammenhänge wurde Fliegeralarm gegeben. Die Flugabwehrkanonen und Maschinengewehre traten in Aktion. Ein zweiter Fliegeralarm wurde um 8.30 Uhr gegeben, als ein Flugzeug neuer, dings über Bitolj erschienen war. Dieses Flugzeug verlor sich aber sehr bald aus dem jugoslawischen Luftraum. Ausländische Flugzeuge wurden auch nachmittags um 15 Uhr gesichtet. So wurden bei Stenj drei Bomber gesichtet. Um halb 16 Uhr flog eine Gruppe von sechs ausländi. sehen Bombern in der Richtung auf die Plava Zvezda in Albanien. Baldige Übersiedlung aus Vichy nach Varis JrjNE ERKLÄRUNG DES FRANZÖSISCHEN INNENMINISTERS. — GEGEN DIE KOMMUNISTISCHE PROPAGANDA UND FÜR DIE NEUORDNUNG IM SINNE DES MARSCHALLS PETAIN. — F* a r i s, 18. Nov. (Havas.) Innenmini-er P e y r o u t o n erklärte anläßlich sei-Cr Reise nach Paris, er sei’ der Ueber-^hgung, -daß die Verhandlungen, die Vizepräsident L a v a 1 in Paris mit Ver-jetem der Okkupationsbehörden führe, 16 baldige Ue-bersiedlung der französieren Regierung aus Vichy nach Paris Möglichen würden. Der Innenminister Crklärtee ferner, daß Marschall Petain l^ndi-g für die Bevölkerung im besetzten ebiete besorgt sei. Eine gewisse auslän-ische Propaganda, namentlich aus Eng-and, versuche die Kraft des nationalen Gedankens bei den Franzosen zu schwächen. Aber nur derjenige könne den Beitrag zum Aufbau liefern, der volles Vertrauen; besitze. Innenminister Peyrouton befaßte sich sodann mit der Zusammenarbeit der Pariser Polizei mit den deutschen Okkupationsbehörden in der energischen Aktion gegen die kommunistische Propaganda. Eine solche Aktion werde gegen jede Propaganda auftreten, die gegen die Interessen des französischen Volkes gerichtet ist, wie sic von Marschall Petain definiert worden seien. Kroalisch-deutfche Gesellschaft" In Zagreb Neue wege der kroatisch-deutschen Zusammenarbeit. — für N°CH INTENSIVEREN AUSBAU DES DUTSCHEN SPRACHUNTERRICHTES IN KROATIEN. Der Verein sprach in einer Resolution dem deutschen Generalkonsul in Zagreb, Herrn Dr. Alfred F r e u n d t, seinen Dank für die Verdienste aus, die sich der Generalkonsul für die kroatisch-deutsche Zusammenarbeit erwarb. Der Zagreber Rechtsanwalt Dr. Dragan š a f a r sprach sodann über den deutschen Sprachunterricht an den Schulen in Kroatien. Auf seinen Vorschlag wurde eine Entschließung angenommen, in der die Banatsregierung aufgefordert wird, den deutschen Sprachunterricht in Kroatien zu intensivieren, u. zwar umso mehr, als die deutsche Sprache in Kroatien noch immer nicht in dem Ausmasse gelehrt wird, als dies notwendig wäre. Vielfach werde der deutsche Sprach unterricht von Lehrkräften erteilt, die der deutschen Sprache nicht einmal mächtig seien. Die Entschließung wurde einstimmig angenommen. Der Gründer der »Vereinigung der Freunde Deutschlands« Dr. Josef Löchert wurde von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt. . Zagreb, 18. Nov. Vorigen Samstag ,3lld in Zagreb die Jahreshauptvcrsamm-der »Vereinigung der Freunde eutschlands« unter dem Vorsitz des niv. Prof. Ing. Gjuro S t i p e t i č statt, ach Annahme der Rechenschaftsberich-e Und des Absölutoriums wurde ein An-r,ag auf Abänderung der Statuten in dem hihe gestellt, daß der Verein vbn nun an &Kroatisch-beutschc Gesellschaft« heißt. Die Erdbebenkatastrophe in Rumänien Banus Dr. šubašič auf einer Inspektionsreise in Zagorien und auf der Murinsel. Zagreb, 18. Nov. Banus Dr. Ivo šubašič hat sich gestern frühmorgens in Begleitung des Generalsekretärs der Kroatischen Bauernpartei Dr. juraj Kr-n j e v i č auf eine Inspektionsreise nach Zagorien und auf die Murlnsel begeben. Portugiesisches Urteil über Chamberlain Lissabon, 16. November. (Avala-DNB). Die Zeitung »Universal« befaßt sich mit der politischen Rolle des verstorbenen Chämberläin und schreibt ü, a., Chamberlain habe den Münchner Pakt nur deshalb abgeschlossen, um die Kriegs erklärung aufzuschieben und hinsichtlich der Aufrüstung Zeit zu gewinnen. Dieses politische Spiel habe dem politischen Prestige Chamberlains außerodentlichen Schaden zugefügt. Bulgarische Zigaretten für italienische Soldaten. Sofia, 16. November. (Avala-Stefani) Die bulgarische Regierung hat beschlossen, den italienischen Soldaten vier Millionen Stück bulgarischer Zigaretten zum Geschenke zu machen als Ausdruck der Sympathie des bulgarischen Volkes für die italienische Wehrmacht. Verhaftung eines spanischen Tschekisten. Madrid, 16. Nov. (Avala-DNB). Es ist der Madrider Polizei gelungen, den Tschekaführer des spanischen Bürgerkrieges Manuel Martinez festzunehmen. Wie es heißt, soll Martinez persönlich an Ermordung mehrerer Hundert spanischer Nationalisten mitgewirkt haben. Neue Judengesetze in Rumänien. Bukarest, 16. November. (Avala-DNB). Der rumänische Außenminister erließ ein Dekret, demzufolge alle Unternehmungen und Betriebe bis zum 31. Dezember 1941 alle jüdischen Angestellten zu entlassen haben. Jene Unternehmungen, die dieser Bestimmung nicht Folge leisten sollen, werden von seiten des Staates enteignet. Die durch die Entlassung der Juden freigewordenen Stellen werden in erster Linie von rumänisch-arischen Flüchtlingen aus den besetzten Gebieten besetzt werden. Die entlassenen Juden werden zur Durchführung öffentlicher Arbeiten herangezogen. Jüdischen Ärzten ist auf Grund eines Zerstörtes Wohnhaus in Bukarest Henry Ford glaubt an kurze K iegsdamr DIE VEREINIGTEN STAATEN WERDEN NACH SEINER MEINUNG ÜBERHAUPT NICHT IN DEN KRIEC EINTRETEN. Newyork, 18. Nov. Der bekannte amerikanische Großindustrielle Henry Ford erklärte einem Korrespondenten des '..ternational News Service«, er sei der Ansicht, daß die Vereinigten Staaten überhaupt nicht am Kriege teilnehmen werden. Die wahren Kriegshetzer — sagte Ford — sind gewisse Interessentengrup pen, die finanzielle Gewinne einzuheimsen wünschen und deshalb unterirdisch arbeiten. Am Schlüsse sagte Ford, er glaube nicht an eine lange Dauer des Krieges. Regierungsdekrets die Behandlung arischer Patienten verboten. Jüdische Ärzte können in Hinkunft nur jüdische Patienten behandeln und in jüdischen Spitäler Dienste verrichten. Die jüdischen Ärzte haben außerdem ihren eigenen Verein zu errichten. Juden, die nach 1919 eingewandert sind, dürfen die ärztliche Praxis über haupt nicht ausüben. Weitere Ehischränkuliigen im Lebcns-niittelverbrauch Englands A in s t e r d a m, 16. November. (Avala—DNB) Der britische Handelmini-stor Oliver Littleton hielt eine Rede, in der er die Mitteilung machte, dass sich das Handelsministerium genötigt sehe, neue Einschränkungen im Lebensmittelverbrauch in England einzuführen. In Hinkunft werde jeder Engländer auf das verzichten müssen, was er bislang als unumgänglich betrachtete. In der Motivierung dieser Massnahmen erklärte Littleton, dass in diesem Augenblick der englische Soldat alles gesichert haben müsse, was für das normale Funktionieren der Kriegsmaschine wichtig sei. Die Bevölkerung müsse deshalb gewissen Dingen entsagen. Wie der Soldat seinen Frontdienst leiste, so müsse auch die Zivilbevölkerung in ihrem Privatleben gewissen Dingen zugunsten des Vaterlandes entsagen. Römergräber ln der Gegend von Luino freigelegt (S. A. P. E., Rom) Aus Verbania wird mitgeteilt, daß in der Gegend von Luino, nicht weit von der italienisch-schweizerischen Grenze, zahlreiche Römergräber freigelegt worden sind, in denen verschiedene Gebrauchsgegenstände und zahlreiche Münzen gefunden wunden. Auf diesen Münzen sind die Bilder einiger römischer Kaiser, wie Alexander Severus, Maximus f., Gordianus, Pius Claudius 11. der Gote, Gallenius, Konstantin der Große und Konstanz II., zu erkennen. Nach den Münzen zu schließen, dürften die Gräber aus dem IV. Jahrhundert nach Christi stammen. Es wird angenommen, daß bei der Fundstätte der Gräber eine römische Nekropolis liegt. Eine interessante Fotothek beim Internationalen Keramik-Museum in Faenza (S. A. P. E., Rom) Das internationale Keramik-Museum in Faenza, bei Ravenna, verfügt über eine Fotothek von höchstem Interesse und außerordentlichem Wert für Künstler und Kunstliebhaber. Es handelt sich um eine umfassende Sammlung von Wiedergaben alter und neuer italienischer und ausländischer Keramik, die mehr als 10.000 Stücke aufweist. Die Fotothek sammelt und bewahrt die Aufnahmen der Werke mit Angabe des Künstlers und der Werkstatt, so daß sie vor allem einen sicheren Beleg über das Urheberrecht der Künstler darstellt, deren Werke wiedergegeben sind. Bedeutende Ausgrabungen in Arpi bei FOGGIA. (S. A. P. E., Rom.) .Die Ausgrabungen von Arpi, die etwa 7 krp von Foggia (Apulien) entfernt liegen, sind -in den letzten Tagen vom Unterstaatssekretär im Erziehungsministerium eingehend besichtigt worden. — Von den Fundstücken kommt zw.ei Mosaiken besondere Bedeutung zu, die in der Art ihrer Bearbeitung Seltenheiten, sind. Großes Interesse erregt auch wegen seiner wenig - verbreiteten Art eine Pflasterung, die an verschiedenen Stellen im Umkreis "von 500 Meter in dem bisher erforschen Gebiet zu Tage gekommen, ist. Es. handelt sich um eine Pflasterung .mit verschiedenen geometrischen Mü§tern von großer Wirkung in hesterhaltenem Zustand." Nicht weniger bedeutend "ist eine ausgedehnte Nekropolis, in der Begräbnisgegenstände, Vasen, Bronzuschmuck, Statuetten usw. in großer Menge gefunden wurden. — Bisher beschränken sich die Ausgrabungen noch auf Grabungsproben zur Untersuchung, aber ohne Zweifel steht fest, daß bei Beginn der planmäßigen Freilegung höchst bedeutende Funde für die Wissenschaftler zu erwarten sind. Gedenket der Antituberkulo sen-Liga! Aus Stadt und Umacbunu Maribor. Montag, den 18. November Johann Strauß-Abend des Mannergesangvereines Sam s tag, den 23. d. M. gibt der Männergesangverein im Saale der .,Zadružna gospodarska banka“ einen Abend unter dem Titel „Heiterer Liederabend — Johann Strauss und seine Jünger, Deutschen Frohsinnes Meistersinger." Die Leitung des Abends liegt in den Händen des I. Chormeisters des Vereines Prof. Hermann Frisch. Eine Wiederholung des Abends findet Montag, den 25. d. M. statt und sind Eintrittskarten für beide Abende im Geschäfte „Svila“, Gosposka ulica, ab heute erhältlich. Die Vereinsleitung erlaubt sich höflichst aufmerksam zu machen, das Platzreservierungen nicht durchgeführt werden können. über die Normale angestiegen. Aehn-ist die Lage am flachen Lande, wo besonders die Pesnica stark angewachsen ist. Die Bevölkerung befürchtet ein weiteres Ansteigen der Flüsse und Ueberschwemmungen. m Besuch aus Ljubljana. Die Ingenieur- und Architektenvereinigung in Ljubljana veranstaltete am gestrigen Sonntag eine Exkursion nach Maribor, an der sich zahlreiche Mitglieder beteiligten. Die Ingenieure wurden am Bahnhof von ihren hiesigen Kollegen herzlich begrüsst und besichtigten dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt und der Umgebung. Die Gäste nahmen unter der Leitung des Archivars Professor Baš eingehend die adaptierten Räume in der Burg in Augenschein und unternahmen nachmittags einen Ausflug in die Umgebung. Abends kehrten die Exkursionsteilnehmer nach Ljubljana zurück. m Akademien zugunsten armer Schulkinder. Die Mariborer Frauenorganisationen veranstalteten Samstag und Sonntag drei Akademien, deren Reinertrag für die Unterstützung armer Schulkinder bestimmt ist. Mitwirkende waren vor allem die Schüler der Mariborer Mittelschulen, die unter der Leitung ihrer Fachlehrer und Professoren eine Reihe von Musikstücken und Liedern zum Vortrag brachten sowie anmutige Reigen aufführten. Der grosse Saal des Sokol-heimes war stets gänzlich besetzt und wohnten auch Vertreter des öffentlichen Lebens den Veranstaltungen bei. Die Akademien fanden Samstag nachmittags, in erster Linie für die Schüler, dann abends und schliesslich Sonntag abends statt. An den Akademien beteiligten sich auch die Schüler der Musikschule der Glasbena Malica sowie eine Kinderschar des So-kolvereines Maribor I. Die Mit wirkenden wurden vom Publikum stürmisch akklamierl. m Humoristischer Abend in der Volksuniversität. Heute, Montagabends wird auf allgemeinen Wunsch der humoristische Abend wiederholt, der Freitag abends den Saal der Volksuniversität gefüllt hatte. Die etwas abgeänderte Vortragsfolge sieht die Mitwirkung der Komiker Ivan Rob, Fran Milčinski-Ježek und Božo Podkrajšek vor. m Zugsentgleisung" bei Hrastnik. Wie noch erinnerlich, wurde durch einen Erdrutsch vbr einigen Tagen zwischen Trbovlje und Hrastnik der Balmkörper teilweise verschüttet, wobei auch ein Teil des Bahndammes in die Save stürzte. Dadurch wurde zeitweise der direkte Verkehr an der betreffenden Stelle eingestellt. Samstag abends fuhr wieder ein Güterzug über die in Reparatur befindliche Unfallsstelle, doch sprang die Lokomotive aus dem Gleis. Die Strecke wurde wieder für einige Stunden verrammelt, sodass der Verkehr durch Umsteigen abgewickelt werden musste, wodurch sich mehrstündige Verspätungen ergaben. Mittlerweile wurde die Bahnstrecke soweit hergestellt, das die Züge wieder die gefährdete Stelle passieren können ,wenn auch mit grösster Vorsicht. m. Der neue Bata-Palais in Ljubljana wurde Samstag nachmittags feierlich eröffnet. Zwei Jahre fast dauerte der Bau der monumentalen, im Herzen der Stadt neben der Hauptpost gelegenen Hochhauses. Das Geschäftshaus ist noch nicht gänzlich fertiggestellt und wird erst im Frühjahr schlüsselfertig sein. Die Einweihung der Geschäftsräume nahm Fürstbischof Dr. Rožman im Beisein des Banus Dr. Natlačen, der Vertreter der Behörden, der Geschäftswelt usw. vor. Das Bata-Palais wird im siebenten Stockwerk ein schönes Kaffeehaus erhalten, das zwar etwas niedriger liegen wird als das unweit davon befindliche Wolkenkratzer-Cafe, aber immerhin fast 40 Meter über den Straßen. Im Hause befindet sich au- ßerdem ein schön eingerichteter gro e Kinosaal, der ebenfalls demnächst sein Bestimmung zugeführt werden wird. m Verhängnisvoller Sturz vom "a^' gon. Der 20 jährige Taglöhner Slan o M a v k o aus Studenci kletterte au einen Waggon. Hiebei glitt er aus un stürzte zu Boden, wobei er eia schwere Beinverletzung erlitt. ^ musste ins Krankenhaus überführ werden. m Ocffenllichcr Dank. Die Arbeitet des Baumeisters Fritz K i f f tu a 11 u auf dem Bau des Hutter-Blocks danken auf diesem Wege dem Grossnidu-striellen Herrn Hutter für die grossherzige Bescherung anlässlich des Gleichenfestes. m Die kleinen Harmonikaspieler aus Studenci traten Samstag abends tru Rahmen eines Wohltäligkeilskonzevls zugunsten der Jugendorganisationen des Rotkreuzes und der Jadranska straža zum ersten Mal vor die Ocffcnt-lichkeit. Unter der Leitung des rastlos wirkenden Dirigenten Josef M a-t j ašič brachten die Kinder eine Anzahl von Musikstücken, darunter auch schwere, in einer Weise zum Vortrag, dass sie die ungeteilte Bewunderung des Publikums hervorriefen. Die Zuhörer spendeten den kleinen Künstlern stürmischen Beifall und sprachen den Wunsch aus, derartige Konzerte noch öfters zu hören. m. Wetterbericht vom 18. November, ® Uhr: Temperatur 10.4 Grad, Luftfeuchtigkeit 88%, Luftdruck 723 mm, Windrichtung S~N. Gestrige Maximaltemperatuf 16.7, heutige Min im al tempe ratu r 7.5 Grad, Niederschlag 5.1 mm. in Zum Si l tlichkeits verbrechen Studenci, von dem wir bereits Erwähnung getan haben, erfahren wir, dass eine Person, der 58 jährige Uhrwachergehilfe August Sterle, bereits verhaftet worden ist. Sterle ist zUI" Gänze geständig. In die Angelegenheit sind ausser einigen Schülerinnen auch zwei Männer aus Maribor verwickelt-Die Angelegenheit wird weiter untersucht, um den vollen Umfang der Affäre festzustellen. m Am Leben verzweifelt. Der 3® jährige Arbeiter B. E. aus Erjavčev3 ulica in Studenci durchschnitt sich gestern in einem Anfall von Verzweiflung die Adern an den Händen und fügte sich mit einer Rasierklinge auch schwere Verletzungen am Halse zU-Er wurde unverzüglich ins Krankenhaus überführt. Das Motiv ist in wirtschaftlichen Sorgen zu suchen. Aus teilt _ c. Bestattungen. Der im hiesigen Krankenhause einem Leiden erlegene ArtiUe' rie-Rechnungsunteroffizier i. R. Stephan šoje aus Gaberjc fand am Sonntag nachmittags im Stadtfriedhof die Ruhestätte. Neben den nächsten Verwandten hat sich ein größerer Kreis von Leidtragenden zum letzten Geleite versammelt-Stephan šoje, der ein Alter von 47 Jahren erreichte, genoß den Ruf eines aufrechten, schaffensfrohen Mannes. Blumeng6' binde bildeten das Zeihen treuen Gedenkens. Im gleichen Friedhof und am glichen Tage wurde der Großkaufmann S1' mon S t ö ß 1 der Erde übergeben. Simon Stößl, der viele Jahre an einem schweren Leiden litt, hatte 54 Lebensjahre hinter sich gebracht. c. Hauptversammlung der »Glasbena matica«. Kürzlich fand in der Musikschule die Jahresversammlung der »Glasbena matica« statt. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß der Verein auf km' turellem und gesellschaftlichem Gebiet wieder eine rege Tätigkeit entfaltete, daf unter auch mehrere Musikabende aus dem eigenen Mitglieder, und Schülerkreise gab. Einen Querschnitt durch die Lehrtätigkeit an der Schule und ihre musikalische Aufbauarbeit gab seinerzeit unser Kunstbetrachter H. P. Scharfenau >n seinen ausführlichen Musikreferaten über die Schlußkonzerte, die im Stadttheater abgehalten wurden und allemal ein£n Massenbesuch hatten. Auch heuer haben sich wieder rund 140 Schüler in die Schule des Musikvereines eingetragen. D|6 Verbesserung der Autobusverbindung in Vtuj ZUR AUSFÜLLUNG DER DURCH ZUGS EINSTELLUNG ENTSTANDENEN LÜK- KEN IM VERKEHR. Wie dieser Tage schon kurz erwähnt, haben sich die Mariborer Stadtbetriebe entschlossen, dem durch die vor einigen Wochen angeordneten Zugseinstellungen auf den Bahnen entstandenen Mangel an Verbindungen teilweise durch Einsetzen einer neuen Kraftwagenlinie abzuhelfen. Es handelt sich um eine weitere tägliche Wagenfahrt zwischen Maribor und Ptuj in später Abendstunde. Die Stadtgemeinde hat die entsprechende Genehmigung seitens der Banatsverwaltung erhalten und mit dem gestrigen Sonntag den Betrieb auf dieser Linie nach der teilweise abgeänderten Fahrordnung b e-reits aufgenommen. Vormittags bleibt die Fahrordnung der Autobusse zwischen Maribor und Ptuj unverändert. Der Nachmittagswagen, der gelegentlich des Markttages von Ptuj jeden ersten u. dritten Dienstag im Monat bisher um 13.30 Uhr abfuhr, geht fortan an diesen Tagen erst um 14.30 ab und trifft in Maribor um 15.35 Uhr ein. Die Humoristischer Abend in der Vottöuniversität Der humoristische Abend in der Volksuniversität, bei dem die drei slowenischen Humoristen Božo Podkrajšek, Ivan Ro b und Fran Milčinski-Ježek mitwirkten, gestaltete sich zu einem wahren Triumph des slowenischen Humors. Die Verschiedenheit der drei Auf. tretenden machte den Abend äußerst bunt und abwechslungsreich. Božo Podkrajšek gab einige gelungene Witze zum Besten und stellte sich bisweilen auch als Konferencier vor. Ivan Rob, der Autor der Travestiensammlung »Deseti brat«, entfesselte oft ganze Lachsalven, besonders mit seiner Travestie »Milijon« auch Aškerc’ Ballade »Mejnik« (Dar Grenzstein). Auch die Proben aus seiner Samm Iung »Kanibalska lirika« zündeten durch ihre große Aktualität. Wir wollen nur das Gedicht vom verliebten Torpedo oder von der verrosteten Mine erwähnen. Fran Milčinski-Ježek las seine Humoreske »Das Opfer der Demokratie« und sang mit seiner sympathischen Stimme auch einige Couplets, Es war ein Abend voll sonnigen Humors und das Publikum, das den Saal der Volksuniversität bis zum letzten Plätzchen gefüllt hatte, sparte nicht mit stürmischem Beifall. Der Abend wird heute, Montag, wiederholt. Das unglückselige Messer Wieder Totschlag am Lande In Majšperk gerieten in der Nacht zum Sonntag in einem dortigen Gasthause mehrere Hitzköpfe in einen Streit, der jedoch vom Wirt halbwegs beigelegt werden konnte. Nach der Polizeistunde entstand aber zwischen drei Burschen im Freien wieder eine Auseinandersetzung. Es kam zu einer Balgerei, die jedoch bald ein jähes tägliche Abendfahrt nach Ptuj um 16.30 Uhr wurde um fünf Viertel Stunden vor-veriegt und verläßt der Wagen unsere Stadt bereits 17.15 Uhr, um um 18.20 Uhr in Ptuj anzulangen. Die Rückfahrt dieses Wagens von Ptuj erfolgt eine Viertelstunde später, nämlich um 18.45, und die Ankunft in Maribor um 19.50 Uhr. Neu ist noch eine vierte tägliche Fahrt nach Ptuj. Der Wagen verläßt die Drau-stadt um 23 Uhr und wird die Besucher von Veranstaltungen, Theater, Kinos, Konzerten usw. mitnehmen. Der Wagen kommt besonders den mit dem Abendzug aus Ljubljana und Zagreb eintreffenden Fahrgästen zugute, die nun doch noch gegen Mitternacht in Ptuj cintreffen •können, obwohl das letzte Personenzugspaar auf der Drauf eidbahn eingestellt worden ist. Dieser Wagen fährt ebenfalls vom Hauptplatz ab, wartet aber im Falle der Zugsverspätung auf den letzten lokalen Autobus vom Bahnhof, um die Zugsreisenden sicher heimzubringen. Ende fand. Einer der Raufenden zog das Messer und versetzte dem 22 jährigen Besitzerssohn J. Burg so schwere Stiche, dass der Verletzte in wenigen Minuten tot am Platze liegen blieb. Die Leiche wurde nach erfolgtem Lokalaugenschein in die Totenkammer überführt. Die Gendarmerie schritt ein und nahm bereits zwei Verhaftungen vor. In Kebelj bei Oplotnica gerieten in einem Gasthause mehrere Bauernburschen einander in die Haare. Es entstand eine Balgerei, in deren Verlauf dem 28 jährigen Taglöhner Peter Sla-tinck der Bauch aufgeschlitzt wurde. Der Schwerverletzte wurde unverzüglich ins Krankenhaus nach Maribor überführt. Sein Zustand soll ernst sein. m. Das traditionelle Joumalistenkonzert ann 1. Dezember in Ljubljana wird auch heuer einen imposanten Verlauf nehmen. Während bisher die Veranstaltung der Stärkung des Pensionsfondes des Journalistenverbandes galt, ist diesmal das Konzert, das die Feierlichkeiten anläßlich des Staatsfeiertages abzuschließen pflegt, für die Unterstützung armer Mittelschüler bestimmt. Unter den Mitwirkenden ist vor allem das Orchester der Ljubljanaer Philharmonie zu erwähnen. m. Das goldene Ehejubiläum feierten dieser Tage Herr Gottfried Anrather und dessen Gattin Philomena. — Wir gratulieren! m. In Ribnica na Poh. starb kürzlich die bekannte und allseits geschätzte Besitzesgattin Frau Anna S o 1 e r o. — Friede ihrer Asche! m Weiteres Ansteigen der Wasserläufe. Infolge der Regengüsse der letzten Tage sind die Wasserläufe in unseren Gegenden stark angewachsen. Die Drau führt Hochwasser und ist der Wasserspiegel bereits drei Meter Wahl des Vereinsvorstandes brachte keine Änderung. Obmann ist wiederum Rechtsanwalt Dr. Milan Orožen. Schriftführerin Frau Johanna Zupančič. Schatzmeister Direktor Franz Turnšek und Schulinspektor Prof. Fink. c. Wolkenbruch schafft Hochwasser. fm oberen Sanntale und im Logartale waren in der Nacht auf Sonnabend heftige Regengüsse niedergegangen, die von stanken Stürmen begleitet waren. — Der Sannfluß war im Nu mächtig angeschwol-len und trug sehr viel aufgeschlichtetes Holz mit sich. Allem die Gutsverwattung der Marienburg in Nazarje ober Mozirje verlor 1200 Baumstämme. Dös Hochwas-$er hat auch an der Banatsstraße großen Schaden angerichtet. c. Besitzwechsel. Das Schloßgut Jut-klošter samt der dazugehörigen Fabrik in Jurklošter ist aus dem Besitze der Fannie Heinrich und Irene Falter durch Rauf ln den Besitz des Arztes und Besitzers von Slatina Radenci Dr. Anton ša-r i č um den Preis von 4,500900 Dinar übergegangen. c. Der Storch auf der Eisenbahn. Am Freitag schenkte in der Station Grobelno die 36 Jahre alte Keuschlersfrau Cäcilie Eaberl aus Grofoelc bei Šmarje einem Knaben das Leben. Der Personenzug aus Maribor brachte Mutter und Kind nach Gölije, wo beide durch den freiwilligen Rettungsdienst ins Krankenhaus eingelie-fert wurden. c. Kino Metropol. Montag und Dienstag der große deutsche Spitzenfilm »Der Gouverneur« mit der ausgezeichneten Starbesetzung Brigitte Horney, Willy Bir-gel und Hannelore Schroth, ein halbes Kind noch und dabei von beinahe fraulichem Scharm, ein reizendes Küken unter den Nachwuchsschauspielerinnen. — Bei diesem Film kann man nur sagen: hingehen und anschauen! Aus Ptul p. Ein neuer Autobus hat vergangenen Sonntag zwischen Maribor und Ptuj zu verkehren begonnen. Der Wagen geht täglich um 23 Öhr abends von Maribor ab und trifft etwas nach Mitternacht in Ptuj ein, um die Einstellung der Personenzüge teilweise zu ersetzen. Bis auf Weiteres fahren die Autobusse der Mari-borer S'tadtlbe triebe von Ptuj um 6.25, M-35, 14.30 und 18.30 Uhr, von Maribor-Hauptplatz jedoch um 6.35, 13, 17.15 und 23 Uhr ab. PtaKMstte Bünte h. Schwarze Wollstoffe wäscht man zweckmäßig in einer Abkochung von Efeublättern. Auch zur Reinigung von far Eigen Strümpfen eignet sich diese Efeuabkochung ausgezeichnet, zum Schluß muß mit Salzwasser gründlich gespült Werden. h. Ruß ist ein gutes Putzmittel für alle Edelmetalle sowie Nickel. Die erste heurige Musiiauf-fflörung im OHariborer Th eater BRUNO GRAN1CHSTÄDTEN: »AUF BEFEHL EHER HERZOGIN.« — ERSTAUFFÜHRUNG IM MARIBORER THEATER AM 14. OKTOBER D. J. Granichstädtens Operette »AUF Befehl der Herzogin« gehört in die Reihe jener Operetten, die vor unseren Augen die guten alten Zeiten aufleben lassen. Kaiserin Maria Theresia geruht persönlich auf der Bühne zu erscheinen. Wir sehen das Ränkespiel auf dem alten Habsburgerhof. Audienzen werden erteilt bei der Kaiserin, die in großen Sorgen für die Treue ihres erhabenen Gemahls manch mal fast vergißt, daß sie als Kaiserin größere und wichtigere Pflichten hat als das Spionieren nach ihrem Manne. Hinzu kommt freilich eine rührende Liebesgeschichte zwischen einem jungen hübschen Gardeoffizier und einem armen Mädchen, die wegen falscher Informationen des Sittenkommissärs Prandiers fast schief geht, aber von der Majestät persönlich geordnet wird. Dies alles wird in einen feinen Schleier einer melodiösen Musik, bei der der Wiener Walzer am meisten hervortritt, eingehüllt und dem Publikum zum besten gegeben. In allem, in der Musik wie im Text liegt cm Stück des sorglosen biedermayerschen Altwiens, das uns heute, in der Zeit der größten Nervenspannung, vielleicht schon etwas fremd ist. Es ist fast schon etwas schwer, sich in diese Welt zu versetzen. Die Operette wurde vom Regiesseur u. Choreographen Anton Harastovič u. vom Kapellmeister Lojze H e r z o g in der bei uns üblichen Weise geschickt auf die Bühne gestellt. Die Inszenierung war wie gewöhnlich bei unseren Operetten. Die etwas kapriziöse Kaiserin sang mit weicher und zarter Stimme Jelka Iglič, die manchen Szenen mit ihrem Temperament viel Leben einzuflössen verstand. Den etwas leichtsinnigen Kaiser Franz spielte Karlo Kamušič. Diesmal war er wohl etwas gar zu jugendlich geschminkt. Er hat eine glanzvolle Stimme. Schade, daß er auch schauspielerisch noch nicht völlig sattelfest ist. Anton Manoševski gab den jungen Gardeoffizier Konrad. Sein Auftritt und seine Stimme fügten sich in den Rahmen der Vorstellung. Seine Partnerin, das unschuldige, reizende Mädchen, das sich dem Befehl der Kaiserin fügen muß, spielte und sang mit viel Gemüt Marica B r u -m e n-L u b e j. Die übrigen auftretenden Personen haben nur kleinere Rollen und sind dazu da, dem Spiel der Hauptpersonen die gebührende Resonanz zu geben. Am köstlichsten unter ihnen war Paul K o v i č als biederer Bürger, der seiner Unbefangenheit vor der Kaiserin manche wirklich komischen Effekte erreichte. Für die Unterhaltung des Publikums sorgte ferner Anton Harasto-v i č als schüchterner Bräutigam. Das Haus war ausverkauft und dankte den Sängern oft auf offener Bühne mit stürmischem Applaus. Es ist zu erwarten, daß diese Operette noch oft über die Bretter unseres Theaters gehen wird. Meteor beträgt die Höhe, die der Mensch erreicht hat. Das Ranüo kennt keine Grenzen und vermittelt Nachrichten aus -der ganzen Welt. Kürzlich wurde in Novisad im Beisein des deutschen Volksgruppenführers Dr. Sepp Janko eine deutsche Jagdgenossenschaft unter dem Namen H u-b e r-t u s, Jagdbezugs- undVerwertungsgenos-senschaft m. b. H., gegründet. Ueber diese unsere Jagdorganisation brachten einige Tageszeitungen Nachrichten, welche nicht der Wahrheit entsprechen, so z. B., daß die deutschen Jäger einen selbständigen Jagdverband gegründet hätten und a-us dem bestehenden Jagdverband ausgeschieden seien. Um ähnlichen Gerüchten ein Ende zu bereiten, geben wir die Satzungsbestimmungen über die Ziele und Aufgaben der Genossenschaft, welche im § 3 der Satzungen fest gelegt sind, wieder. Diese Bestimmungen lauten: 1. Anschaffung von Jagdgewehren, Feuerwaffen, Munition, Jagdausrüstung, Jagduniformen und anderen 3000 Arbeiter der amerikanischen Flugzeugindustrie in den Streik getreten W a s h i n g t o n, 18. November. H a-v’as berichtet: John Lewis, der Leiter der Arbeiterverbände ließ 3900 Arbeiter der amerikanischen Flugzeugindustrie in den Streik treten. Der Koordination saus- aussebuß für Nationalverteidigung konnte den Ausbruch des Streiks, der geeignet ist, die Lieferungen der Flugzeuge zu verzögern, nicht verhindern und mußte sich auf den Verhandlungsweg begeben. FEc »Tivar«-Werke entlassen 600 Arbeiter. Zagreb, 18. Nov. Infolge Mangels an Rohstoffen sieht sich die hiesige Stoff-l,ad Konfektionserzeugung »Tivar« gefügt, 600 Arbeiter und mehrere Beamte entlassen. Der Kroatische Arbeiterverband hat bei der Werksleitung in dem Kinne interveniert, daß zunächst die wirtschaftlich besser stehende Arbeiter entlassen werden und daß von jeder Arbeiterfamilie wenigstens ein Mitglied beschäftigt bleibt, ln der Leitung der Tivar-Werke ist außerdem eine Veränderung durchgeführt worden. Der technische Ober beamte Erwin S m u t k a und der Za-greber Rechtsanwalt Dr. D u r b e š i č wurden mit der Prokura ausgestattet. In Dubrovnik kostet das Brot 8.50 Din per Kilogramm. Dubrovnik, 18. Nov. Am Sonntag wurde in Dubrovnik der Brotpreis von 5 auf 8.50 Dinar per Kilogramm erhöht. Die Erhöhung wurde den Bäckermeistern, die infolge des Mangels an Emheitsmehl Weißmehl zum Ausbacken nehmen mußten, behördlicherseits bewilligt. bei der Jagd brauchbaren Sportgeräten ; 2. Errichtung von Reparturwerkstätten für Feuerwaffen und Jagdgeräte; 3. Erzeugung von Schrot und anderen zur Munitionsherstellung nötigen Bestandteilen; 4. Wildverwertung im In- u. Auslande; 5. Besorgung von lebendem Wild zwecks Blutauffrischung in den Jagd gebieten; 6. Errichtung von Wildnasturschutzge-bieten; 7. Wildabschußvcrmittlung; 8. Abschließung von kollektiven Jagdversicherungen (gegen Jagdunfälle 11. Jagdhaft); 9. Herausgabe von Fachzeitungen u. a. Mitteilungen; 10. Vorträge und andere Jagdveranstaltungen (Jagdschießen usw.); 11. Einrichtungen, die für die Fortbildung und Belehrung ihrer Mitglieder erforderlich sind; 12. Anschaffung von Jagdhunden und Jagdhundezucht. Die Genossenschaft wird sich, wie aus den angeführten Bestimmungen deutlich zu ersehen ist, hauptsächlich mit den wirtschaftlichen Fragen unserer Jäger befassen und auch Hand in Hand mit den zuständigen Jagdverbänden am Aufbau unseres Weidwerkes Zusammenarbeiten. 4-RÖÖREN SUHER-EMPFÄNGER ORION ^ADIO 1 5 0 I. Lusicky, Maribor, Koroška c. 11 Muribctet Theater REPERTOIRE: Montag, 18. Nov.: Geschlossen. Dienstag, 19. Nov. um 20 Uhr: »Auf Befehl der Herzogin«. Ab. B. Mittwoch, 20. Nov.: Geschlossen. Gtadttheater in (Seife Mittwoch, 20. November um 20 Uhr: »Ungewöhnlicher Mensch«. Gastspiel des Mariborer Theaterensembles. Tcn-Kino Apothekennachtdienst Bis Freitag, den 22. November versehen die M o hr en-Apotheke (Mr. Maver) in dr Gosposka ulica 12, Tel. 28-12, und die Schutzengel-Apotheke (Mr. Vaupot) in der Aleksandrova cesta 33, Tel. 22-13, den Nachtdienst. h. Kochsalz leistet der Hausfrau vielseitige nützliche Dienste. Im Winter verhindert es als Zusatz zur Stärkelösung bzw. zum Spülwasser das Gefrieren der Wäsche. Außerdem trocknet die Wäsche schneller. In Spiritus oder Salmiakgeist aufgelöstes Kochsalz bringt Fettflecke aus allen möglichen Geweben zum Verschwinden. Heiße Gefäße kühlen rasch ab, wenn man sie in kaltes Salzwasser stellt. Burg-Tonkino. Der romantische Großfilm »Danko Piszta« mit Javor Pal und den rassigen Ungarinnen Erszi Simor u. Margit Luikacs in den Hauptrollen. — Ein von heißem Ungarblut erfüllter Liebesfilm, der wie er einmal die Zuschauer restlos in seinen Bann zwingt. Ein Prachtfilm, der bßsher nur vor ausverkauften Häusern gezeigt wurde. Besorgt euch daher die Karten im Vorverkauf! — Es folgt die Novität, der Vlasta Burian-LustspiefecMäger »Bezirkskrankenkassa«. Esplanade-Tonkino. Der sensationelle Liebes- und Abenteurerfilm »Dr. X. —.« mit Gustav Fröhlich und Jutta Freybe in den Hauptrollen. Ein Film gewaltiger Sensationen und atemloser Spannung, in rasendem Tempo gespielt. Gustav Fröhlich in einer Bombenrolle, die für ihn geschrieben wurde und die er mit virtuoser Könnerschaft spielt. — Nächstes Programm d ie große Sensation »Baron Trenk« mit Hans Albers. Union-Tonkino. Der spannendste Groß film aus der Indianerromantik »Geroni-mo» mit Preston Förster und Ellen Drew in den Hauptrollen. In diesem gewaltigen amerikanischen Standardfilm wirken über Zehntausend Darsteller mit. In der Titelrolle des Indianerhäuptlings stellt sich uns erstmalig -der Exote Thundir C1 o u d vor, der im Sturmlauf alle Herzen erobert. Das Wetter Wetterbericht für Dienstag: Vorwiegend bewölkt, Niederschlag zu eavsacten. Sport vom Sonntag Wird „Ljubljana" Meister? »ŽELEZNIČAR« BEENDET DIE ENTSCHEIDENDE KRAFTPROBE GEGEN »LJUBLJANA« 1:1. — »MARIBOR« GIBT IN JESENICE BEIDE ZÄHLER AB. In der Fußballmeisterschaft von Slowenien fiel gestern eine wichtige Entscheidung. Dem SK. Ljubljana gelang es, die wichtige Punkteschlacht gegen »Ž e-lezničar« mit 1:1 ungeschlagen zu beenden, womit er nicht nur die Führung weiterhin behautptet, sondern nunmehr auch gewisse Chancen für den Endsieg besitzt. »Železničar« bot gestern namentlich in der zweiten Spielhälfte eine ausgezeichnete Leistung u. hätte den Ereignissen am grünen Rasen gemäß auch den Sieg verdient. Das Cornerverhältnis von 5:1 der zweiten Halbzeit spricht ganz eindeutig für die bessere Offensivleistung der heimischen Elf, die allerdings vor der Pause kaum zu erkennen war. Der gestrige Punktekampf im »železničar«-Stadion, in dem sich mehr als 1000 Zuschauer eingefunden hatten, zeigte nach Jahr und Tag, daß der runde Lederball doch wieder eine ungeheure Anziehungskraft ausübt. Das Hangen und Bangen zwischen Sieg und Niederlage riß auch den resigniertesten Besucher mit, doch wechselten Begeisterung und Entrüstung gar zu bald einander ab. Nach der wenig ereignisvollen ersten Spielhälfte legten sich nach der Pause namentlich die Eisenbahner voll und ganz ins Zeug. Angriff auf Angriff rollte gegen das Gästetor, doch dauerte es immerhin genau eine Viertelstunde, ehe es š t a 1 e k a r gelang, den Ball ins gegnerische Netz zu drücken. Der Begeisterungssturm, der über den Rasen brauste, ebbte sofort ab, als »Ljubljana« out von Baloh energisch beendet wurde. Die Boxerstaffel aus Jesenice trug sorm im Klubmatch mit 7:5 Punkten der. Steg davon, für den Erstlingsauftritt der heimischen Boxer gewiß ein ehrenvolles Ergebnis! (Mariboi:), womit die Aussciigidutigs-kämpfe beendet waren. Den ersten Kampf, der zum Klubkampf »Maribor«-»Bratstvo« zählte, lieferten J a n ž e k.. (Maribor) und Zupan | (Bratstvo).. Janžek, der zunächst • gar schon nach der ersten folgenden Minute | nicht auf die Deckung dachte, erhielt ei-durch Lah. den Einstand wieder herstel-i nen derart wuchtigen Schlag, daß er auf len konnte. Die heimischen Stürmer Hießen sich zwar nicht so rasch unterkriegen und forcierten mit größtem Kräfteaufwand ihr Offensivspiel, das ihnen aber nur eine Reihe von Eckbällen einbrachte. Die großciChance war vergehen. Der ISSK. Maribör trat gestern in Jesenice zum Revanchespiel gegen den dortigen SK. Bfatstvo an und mußte diesem beide Punkte überlassen. Das Spiel, das 4:0 (1:0) für Jesenice schloß, ging in einer nahezu unerträglichen Atmosphäre vor sich, an der auch der Schiedsrichter nicht unschuldig gewesen sein soll. In Jesenice trat der ISSK. Maribor gegen den SK. Bratstvo an, doch nahm das Spiel einen abnormalen Verlauf, da sich der Spielplatz völlig unter Wasser befand. Der ISSK. Maribor hat daher gegen das vom Schiedsrichter proklamierte 4:0 Protest erhoben. In der Tabelle gab es nur dahin eine Veränderung, daß der ISSK. Maribor und der SK. Bratstvo wieder ihre Plätze wechselten. Die Reihung lautet somit: Ljubljana železničar Amateur Kranj Mars Bratstvo Marlbor Olymp 11 7 2 2 44:20 16 11 6 3 2 23:10 15 11 7 1 3 32:24 15 10 5 1 4 21:20 11 10 4 2 4 27:19 10 11 4 1 6 22:32 9 11 3 2 6 21:31 8 11 1 0 10 10:44 2 Boxienfativn im Mna Vcrhelssungsvolle Werbeaktion des ISSK Maribor — ,,Bralstvo“ siegle über „Maribors“ Boxerschaft mit 7 :5 wurden. Ein Remis war das Ende. Schliesslich siegte noch Senekovič (Maribor) nach Punkten über Čerin Im grossen Saal des Sokolheimes gab es gestern eine ausgezeichnet besuchte Boxerveranstaltung. Der ISSK Maribor brachte im Rahmen einer ver-heissungsvollen Propagandaveranstal-tung einen Klubkampf gegen den SK Bratstvo zur Durchführung, dem mehrere Ausscheidungskämpfe für den Wettkampf Sloweniens gegen Kroatien vorausgingen. Insgesamt gab es zehn anregende Kämpfe, die die zahlreichen Zuschauer alsbald mit sich rissen und schliesslich in helle Begeisterung versetzten. Zweifelsohne bringt man bei uns, wie die gestrige Veranstaltung eindeutig zeigte, genug Interesse für das Boxen auf u.cs wäre nur zu wünschen, dass dieser Boxpremiere alsbald weitere Kämpfe folgen mögen. Der ISSK Maribor stellte sich mit einer Staffel von 11 Mann vor, die in allen Gewichtsklassen eine vielversprechende Form auf zeigen konnten. Den Rest stellten der SK Bratstvo aus Jesenice und der SK Hermes aus Ljubljana, sodass man genügend Einblick in das Kräfteverhältnis im Boxsport Sloweniens gewinnen konnte. Dass das Arrangement recht gut klappte ist der jungen, aber umso agileren Boxseklion des veranstaltenden ISSK Maribor mit ihrem unermüdlichen Leiler Škrinjar an der Spitze hoch anzukreiden, während sich für die glatte Abwicklung der Kämpfe Verbandsschiedsrichter Rogač aus Zagreb besonders verdient gemacht hat. Den Reigen der Kämpfe leiteten Ce-r i n (Maribor) und An toi in (Hermes) ein, deren Kampf aber einen jähen Abschluss nahm, den Cerin liess mit einem scharfen Haken seinen Gegner rettungslos auf den Brettern landen. Einen Punktesieg heimste sodann Meglič (Maribor) über seinen Klubkameraden G o j z n i k ein, der jedoch alle drei Runden durcli-stand. Zu einer blutigen Angelegenheit gestaltete sich der Kampf zwischen Majnik (Bratstvo) und Volčič (Hermes die Bretter, mußte, von denen, er. sich nicht, mehr erheben, konnte, š v a j :g e r (Maribor), der auf R a n z i n g.e r (Bratstvo) stieß, vermochte; mit einem Punktesieg den Vorsprung der Gäste wieder auf-z.uholen. Švajger war insbesondere in der ersten und dann auch in der zweiten Runde klar überlegen, obgleich er in der dritten Runde so manches über sich, ergehen lassen mußte. Zu einem schlimmen Schlag Wechsel kam es zwischen š fr n k e 1 j (Maribor); und Mitrovič (Bratstvo), die sich schließlich mit einem Unentschieden zufriedengaben, štrukelj war auch zu Beginn weit besser, doch mangelte ihm die Kondition für den Sieg, der bereits in greifbare Nähe schien. Viel guten Willen brachte Pečenko (Maribor) mit in den Ring, wo er mit Ažman (Bratstvo), einem resoluten Kämpfer, zusammen stieß. Pečenko ging allzu stürmisch los, mußte aber gar bald einen Hagel von Schlägen über sich ergehen lassen. In der zweiten Runde . mußte er schließlich aufgeben. Einen unerwarteten Abbruch brachte die Kraftprobe zwischen dem ehe mäligen Meister der Kleinen Entente Ipavec (Maribor) und dem vielversprechenden R a ž e n (Bratstvo). Ipavec erhielt einen Tiefschlag und brach zusammen. Die Jury mußte natürlich Razen disqualifizieren und proklamierte Ipavec zum Sieger. Den Abschluß fanden die Kämpfe mit dem Auftritt des wiederholt international hervortretenen Meisters B a-1 o h (Bratstvo), dem sich Drozg (Maribor) als Gegner stellte. Baloh entpuppte sich als fairer Kämpfer von außergewöhnlichem Format, sodaß man tatsächlich das Boxen in seiner klassischen Ur-gestatt mitunter bewundern konnte. Drozg hielt sich recht wacker und ließ sich nicht so bald einschüchtern, sodaß der Kampf über alle drei Runden ging, schließlich aber doch mit einem technischen Knock- Deutsch and - Dänemark i:0 In Hamburg fand gestern der insbesondere in den nordischen Staaten mit groß" tem Interesse erwartete Fußballänder-kampf Deutschland—Dänemark statt...-" Der Kampf, dem über 30.000 Zuschauer beiwohnten, schloß mit einem knappem aber verdienten Sieg von 1:0 der deutschen Mannschaft. Trefferregen in Beoarad .0:1*SIEG DES BSK — DIE EREIGNISSE IN DER SERBISCHEN U. DER KROATISCHEN LIGA Neuer Sislaufverband gegründet ln Beograd wurde gestern die Gründung eines neuen Obersten Eislaufverbandes des Königreiches Jugoslawien vollzogen. Den Vorsitz der von slowenischen, kroatischen und serbischen Delegierten beschickten Tagung führte der bekannte Beograder Sportsmann Sava G r u j i c-Einmütig wurde beschlossen, daß sich der Sitz des Verbandes für das laufende Jahr in Zagreb befinden wird. Im nächsten Jahr folgt Ljubljana und nachher Beograd. Zum Obmann wurde Dr. Ivo S p c( vec gewählt. Seine Stellvertreter sinn š u p u t, Grujič und Betetto, Im Ausschuß befinden sich aus Slowenien noch Viktor Vodišek und Palme. Die technischen Agenden wurden dem Slowenischen Eislaufverband übertragen- Zagreber »Concordia« nach Berlin. Die Zagreber Fußballmeisterschaft »Concordia« hat die Einladung zur Teilnahme an einem Weihnachtstumier der Berliner »Hertha« erhalten. Die Zagreber wurden für drei Spiele-verpflichtet. In der Serbischen Liga gingen gestern programmgemäß fünf Spiele vor sich. In Peograd gab es zwei Begegnungen und zwar schlug die »Jugo slavi, j a« zunächst den »J e d i n s t v o« mit 1:0 (0:0), worauf der BSK die »Amateure« mit 10:1(3:0) in Grund und Boden spielte. In Novi Sad feierte die dortige »Vojvodi na« einen überraschenden 5:2.Sieg über den SK. Bata aus Borovo. Eine reiche Trefferbeute erntete in Subotica der ŽAK gegen »Jugoslavija« aus Jabuka, die mit 4:0 geschlagen blieb. In Skoplje standen sich der dortige »G r a d j a n s k i« und die »S I a. v i j a« aus Sarajevo gegenüber. Das Match schloß 0:0 unentschieden. In der Kroatischen Liga wurde das seinerzeit abgebrochene Spiel zwischen dem Žagreber »Gr a d j a n s k i« und der Osijeker »S 1 a v i j a« zu Ende geführt. »Gradjanski«, der mit 1:0 im Vorteil war, erzielte noch zwei Treffer, sodaß er schließlich mit 3:0 (1:0) beide Punkte an sich brachte. Allerdings haben die Osijeker neuerdings Einspruch gegen die Anerkennung des Spieles erhoben. In der Fortsetzung des Spieles, das als Freundschaftsmatch gewertet wurde, einigten sich beide Mannschaften für ein 1:1. Gestern spielten ferner noch »S 1 a-v! j a« (Varaždin) gegen »Concordia« 2:1 und »Hajduk« gegen »že. 1 j e z n i č ar?< 4:0. Beide Spiele zählten jedoch nicht zur Liga. Friedensaktion im NadfaHr- fport VOR EINER ZUSAMMENKUNFT DER VERTRETER DER NATIONALVERBÄNDE. — RADFAHRFUNKTIONÄRE BERATEN IN CELJE. Maribors Radfahrvereine waren durch den Obmann des Unterverbandes Hiebs sowie durch die Klubobmänner bzw. Sektionsleiter Hausmaninger (Edelweiß) und Jenko (Železničar) vertreten. Einmütig wurde beschlossen, in den nächsten Tagen eine Konferenz einzuberufen, an der sich je drei Vertreter des Serbischen, Kroatischen u. Slowenischen Radfahrverbandes beteiligen würden und in der alle bisherigen Differenzen beseitigt werden sollen. In Celje fanden sich gestern die Funktionäre der einzelnen Nationalverbände zu einer Besprechung ein, der auch die Vertreter der einzelnen Unterverbände des Slowenischen Radfahrverbandes beiwohn ten. Zunächst fanden sich die Vertreter des Obersten Verbandes in Zagreb sowie des Kroatischen Verbandes und der Unter verbände von Maribor und Kärnten zusammen, worauf am Nachmittag noch die Vertreter des Serbischen und des Slowe-da beide aufgeschlagen' nischen Verbandes herangezogen wurden. Umschau in Wissenschaft und Technik (RDV) Berlin, Nov. Deutsche Glasforschung Glas ist schon im Altertum bekannt gewesen, und Jahrtausende lang hat man sich damit begnügt, die Erfahrungen der Glasmacher von Geschlecht zu Geschlecht zu vererben. Erst in neuerer Zeit hat man damit begonnen, Gläser wissenschaftlich zu untersuchen und Glassorten für ganz bestimmte Zwecke zu entwickeln Es sei in diesem Zusammenhang nur an die klassischen Versuche Schotts in Jena erinnert, die notwendig wurden, als der große deutsche Physiker Abbe seine berühmten grundlegenden Berechnungen des Mikroskops durchführte. In Deutschland ist die Glasforschung in der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat und von Dr. Maurach geleitet wird, zusammengefaßt. Es handelt sich hier um eine Fachorganisation, in der alle Forschungsergebnisse dieses Gebietes zusammengefaßt werden, die daher in enger Fühlung mit allen Forschungsstellen des Reiches, wie z. B. dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Silhkatforschung in Berlin-Dahlem un anderen, arbeitet. Sie sammelt Vorschläge aus der Praxis, sorgt für ihre wissenschaftliche Durchprüfung und venrüttel den deutschen Glasfachmännern die ge' wonnenen Erkenntnisse. Die von ihr unterhaltene Fachbücherei dürfte die lüoken lose Zusammenstellung aller über die Glaskunde veröffentlichten Schriften sein. Monatlich gibt die Gesllschaft ihre »Glas-technischen Berichte« heraus, die seit Jahren in den Fachkreisen Anerkennung gefunden haben. Die von dem Institut geleistete Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, die Güte der deutschen glastechnischen Erzeugnisse zu erhöhen. Lichtelektrische Zellen als »Mädchen für alles« In der chemischen Industrie werden Drehöfen verwendet, bei denen es wichtig ist, daß sie ihre Drehzahl ständig beibehalten. Bleiben sie stehen, so würde der Inhalt zu einer festen Masse zusammensintern, deren Entfernung viel Zeit erforderte. Solche Betriebsstörungen müssen unter allen Umständen vermieden werden. Auch hier erwies sich die lichtelektrische Zelle als »Mädchen für alles«. Man gab ihr den Auftrag, das Arbeiten Das Erdbeben in Rumänien Rumänien wurde vor einigen Tagen von einem starken Erdbeben heimgesucht. Der Sachschaden ist erfreulicherweise nicht so groß, wie ursprünglich angenommen wurde. — Einwohner der rumänischen Hauptstadt, die durch die Erdstöße alarmiert wurden, haben auf der Straße Zuflucht gesucht, um hier die Ereignisse abzuwarten Die Zukunft der Mineralöl-Wirtschaft in Güdost-Europa Essen, Nov. (UTA) Mit Erdölfragen in Siidost-Europa befaßt sich ausführlich das letzte Heft der Zeitschrift »O e 1 und Kohl e«. Infolge der raschen und einstweilen kaum übersehbaren Entwicklung der Mineralölwirtschaft in den Ländern des Süd ostraumes lassen sich klare Tendenzen für die zukünftige Mineralölwirtschaft des Gesamtraumes noch nicht erkennen. Er ist bei verhältnismäßig noch geringen, wenn auch rasch steigendem Verbrauch ausgesprochenes Erdölüberschußgebiet. Der eigene Einfuhrbedarf der zugehörigen Länder wird zu etwa vier Fünftel allein von Rumänien gedeckt. Mit einiger Wahr scheinlichkeit läßt sich vorausschen, daß der Ausfuhrüberschuß Rumäniens in den nächsten Jahren weiter sinken, dagegen ein neuer Ausfuhrüberschuß in Ungarn sich einstellen wird. Eine Prognose für die einzelnen Länder läßt sich möglicherweise — wie folgt — aufstellen: Bis 1936 war in Ungarn kein Erdölfeld bekannt. Im Jahre 1937 gelang es bei Lis-pe und Szentajorda in durchschnittlich 1200 m Tiefe mit einer Anzahl Bohrungen auf Erdöl mit einer Anfangsproduktion von je 20 bis 50 t fündig zu werden. Der Erfolg wurde in den nächsten Jahren ausgebaut. Die Entwicklung der ungarischen Mineralölwirtschaft ist in raschem Fluß. Schon im laufenden Jahr dürfte die Selbstversorgung annähernd erreicht sein Setzt sich die Steigerung der inländischen Erdölförderung fort und werden später auch die neuen Schürfunternehmen fündig. so wird Ungarn zum Ausfuhrland werden und möglichweise einen ansehnlichen Teil zur Mineralölversorgung Mitteleuropas beitragen. In Jugoslawien ist die Frage des Auftretens größerer Erdölvorkommen noch unentschieden. Es hat an Versuchen zu Schürfarbeiten nicht gefehlt. Umfassende und mit großen Mitteln arbeitende Bemühungen haben aber erst in jüngster Zeit eingesetzt, bisher aber noch keine abschließenden Ergebnisse erzielt. Als einziges nennenswertes Oelvorkommen ist dasjenige auf der Mur-Insel bei Pekleni-ca und Selnica seit über hundert Jahren bekannt. In Rumänien hängen die Aussichten der Mineralölwirtschaft von der Frage ab, wie weit es gelingt, die a-n vielen Stellen des Landes vermuteten beträchtlichen Reservevorkommen zu erschließen. Nach dem augenblicklichen Stand können die Aussichten nicht als günstig angesehen werden, da die Schürfbohrtätig-keit noch immer nicht in Gang gekommen ist. Vorsorglich beschäftigen sich Wissenschaftler und Techniker auch in diesem Land mit der Frage der Kohleverflüssigung, ohne daß es bisher zu greifbaren Ergebnissen gekommen ist. Die rohstoffmäßigen Grundlagen wären auch in Rumänien in gewissem Umfange gegeben, wenigstens insoweit als der dringendste inländische Bedarf gedeckt würde. Bulgarien ist bisher reines Einfuhrland. Die in den letzten Jahren eingeleiteten Untersuchungen auf Erdölvorkommen haben noch kein abschließendes Urteil ermöglicht. Die Aussichten sind noch nicht zu beurteilen, da die Frage der Auffindung von natürlichen Erdölvorkommen noch ganz offen steht. Griechenland ist ebenfalls reines Einfuhrland. Die in den letzten Jahren gemeldeten Schürfversuche haben bisher kein abschließendes Ergebnis gezeitigt und es läßt sich auch noch in keiner Weise erkennen, ob weitere Versuche einen wesentlichen Erfolg versprechen. Zusammenfassung. Ueber die Mineralölwirtschaft Südost-Europas vermittelt die folgende Zusammenstellung, die auf den Ergebnissen des Jahres 1938 fußt, die wichtigsten Angaben: in 1000 t. Förder ung Einfuhr davon aus Ausfuhr Rumänien Verbr. Ungarn 212 204 0 244 Jugoslawien ... 1 183 143 0 132 Rumänien . . . 6610 — — 4495 1674 Bulgarien 96 85 — 110 Griechenland 354 249 338 ieser Drehöfen durch eine sinnvolle Ein-richtung zu überwachen. Diese Aufgabe urde von einer deutschen elektrotech-‘schen Firma in folgender Weise gelöst: J*1 äußersten Rande des Ofens wurden «her den ganzen Umfang acht handbreite leche befestigt. Beim Drehen des Ofens Urchschneiden sie einen Lichtstrahl, der oii einer Glühlampe auf eine lichtelektri-^he Zelle geworfen wird. Die Zelle ist Uber einen Verstärker und ein Schaltre-a's mit zwei Zeitrelais verbunden. Die ^zieren sind so gebaut, daß sich beim Ansprachen ein Kontakt auf seinen Ge-jjpnkontakt zu in Bewegung setzt. Die Zeit ,le er zur Zurüoklegung seines Weges «■nötigt, kann beliebig eingestellt wer-€r>- Das erste der beiden Zeitrelais läuft lla,n am, wenn der Lichtstrahl auf die licht e,ektrische Zelle fällt. Wenn die Trommel stehen bleiben sollte, nachdem das lech gerade den Lichtstrahl verlassen at so wird ein Alarm ausgelöst. Das zWite Relais dagegen spricht an, wenn C|nes der Bleche den Strahl unterbricht Und sorgt dafür, daß der Alarm auch j>anm ausgelöst wird, wenn sich ein . '^ch beim Stillstand des Ofens gerade 1111 Lichtstrahl befindet. Die Einrichtung warnt auch dann, wenn die lichtelektri-sehe Zelle versagen oder die Glühlampe ^rchgebrannt sein sollte. Schreibmaschine für Ingenieure und Mathematiker Bei der Abfassung wissenschaftlich-^chnischer Arbeiten wird es immer wie-als ein Mangel empfunden, daß mit ,r Schreibmaschine zahlreiche Formel-eichen, wie sie in der Mathematik und er Technik üblich sind, nicht geschrieen werden können. Eine deutsche Firma at nunmehr eine Schreibmaschine her-^gebracht, die 46 Tasten bei doppelter Beschaltung aufweist, so daß auf ihr Schriftzeichen untergebracht werden können. Die nach dem Stoßstangenprin-Z|P gebaute Maschine wird für die ver-&chiedenartigsten Zwecke mit den geeig-neten Tastaturen geliefert. So gibt es rei-mathematische Tastaturen, mathema-'■sch-chemische, mathematische Tastatu-v6n mit Profilzeichen für Eisen- und Brückenkonstruktiönen usw. Zahnkreis vor 60 Millionen Jahren Ls ist vielfach behauptet worden, daß öas Schlechtwerden der Zähne, die sogenannte Zahnikairies, erst eine Erscheinung pr Neuzeit sei. Untersuchungen aber, die r°f. Dr. Weigelt Im Geologisch-Paläon-hologischen Institut der Universität Hal-e an Tierresten aus dem deutschen Ter-j^r anstetlte, ergaben, daß die vor rund ^ Millionen Jahren lebenden Tiere zahlreiche kariöse Zähne aufwiesen. Daraus ergibt sich, daß die Zahnkaries keime Kulturkrankheit unserer Zeit ist. Die erste Zahnradbahn unter Tage. In einer deutschen Kupferschiefergrube würde die erste Zahnradbahn unter Tage j” Betrieb genommen. Sie bringt die tiergleute an ihre Arbeitsstellen und dient auoh der Beförderung der gewonnenen r2e. Die etwa drei Kilometer lange Strek-e hat eine Neigung von rund sechs Grad, Ul1d der Bahnstollen hat einen Durch-Schnitt von 15 Quadratmetern. Die fluß-stähiorne Zahnstange liegt in der Mitte öes Gleises. Die elektrischen Lokomotiven assen sich sowohl als Zahnrad- wie als gewöhnliche Reibungslokomotiven verwenden. Jede Lokomotive ist mit zwei remdgelüfteten Hauptstrommotoren ausgerüstet, die zusammen eine Leistung }°n 170 Kilowatt haben. Bei Berg- und nlfahrt beträgt die Höchstgeschwmdig-eit elf Kilometer in der Stunde. Eine 550-olt-Gleichstromanlage, die in der Mit-e der Strecke neben den Gleisen in einem esonderen Raum eingebaut wurde, lieft den Strom. Und die gewöhnlichen örderwagen, die sogenannten Hunde, auf er Zahnradstrecke verwenden zu kön-?En, mußten besondere Unterwagen ge-aL|t werden, auf die sie dann hinauffah-ren. Diese Unterwagen bestehen einfach aus einem Tragrahmen mit Fahrschienen, le die Spurweite der Hunde haben. Zwi-schen den Fahrschienen der einzelnen agen sind bewegliche Gelenkstücke eingebaut, so daß die zusammengestellten unterwagen eine lückenlose Fahrbahn ergeben. Die Anlage der Bahn kostete 1,1 mllionen Mark. Sie ermöglicht aber eine Wesentlich bessere Ausnutzung der Arbeitszeit unter Tage, so daß ihre Wirtschaftlichkeit von vornherein gewährleistet ist. Ousete Hmute Ein glattes Geschäft Von Heinz Scharpf Vor der .gangslür des Juweliergeschäftes .,Giermont & Bruder“ in der Ruc de la Paix hielt „Ein schnittiger Luxuswagen“, würde der versierte Kurzgeschiehteuleser sofort mutmassen, „dem ein vorneh- mes Paar entstieg. Es war gerade Samstag, fünf Minuten vor Geschäftsschluss —?“ Durchaus nicht. Vor dem Juwelierladen hielt nur ein ältere Herr Umschau nach der Firma Clermonl, vor der er gerade stand, uncingedcnk des Sprichworts: Sich, das Gute liegt so nah. Als er es gewahr wurde, machte er mit einem Scherzwort seine Begleiterin darauf aufmerksam. Es war auch an keinem Samstag unmittelbar vor Geschäftsschluss, sondern an ei- nem Montagnachmittag, wo im Laden keine anderen Kunden anwesend waren. Das Paar war durchaus nicht auffallend gekleidet. — „Aber der Herr halte doch zumindest eine olivendunkle Gesichtsfarbe und die Dame interessant umschattete Augen, was in Herrn Cler-mont im Verein mit dem ganzen Auftreten der Besucher die Ideenverbindung „reiche Amerikaner“ auslöste?“ Auch das stimmt nicht, die Leute sahen direkt wohltuend unamerikanisch aus. „Womit kann ich dienen?“ fragte der ältere Bruder Clermonl, während der jüngere — — „Im Hintergrund das Paar sogleich scharf in Augenschein nahm?“ Während der jüngere im Hintergrund in aller Gemütsruhe ein Wurstbrot verzehrte. „Wir möchten ein Perlenkollier kaufen“, sagte der Herr. — „In einem gebrochenen Französisch?“ Nein, in einem Französisch, wie es pariserisclier nicht klingen könnte. Herr Giermont schritt zu dem mächtigen Tresor, an dem noch nie ein Einbrecher seine Kunst versucht hatte, und entnahm ohne jede besondere Vorsichtsmassregel einige Safianetuis. — „Wie nach ähnlichen Safianetuis bald darauf unauffällig der Herr in seine Tasche griff, um eines davon geschickt mit einem der Firma Giermont zu vertauschen?“ Nein, er griff nur nach seinem Taschentuch und putzte damit die Brille, um die vorgelegten Perlenschnüre besser betrachten zu können. Die Dame nahm eine nach der anderen auf und Hess sie bewundernd durch die Finger gleiten. — „Inzwischen suchte der Mann die Aufmerksamkeit des Juweliers durch geschickte Bemerkungen abzulenken?“ Im Gegenteil, er hielt den Blick nur auf seine Begleiterin gerichtet, sich ganz auf ihren Geschmack verlassend, wie Ehemänner das so zu tun pflegen. — „Schön, also einmal ein ungewöhnlicher Beginn einer Kurzgeschichte, der sicher auch zu einem außergewöhnlichen Trick führen wird.“ „Was ist der Preis für dieses Kollier?“ erkundigte sich die Dame. Herr Giermont lächelte verbindlich. „Oh, gnädige Frau sind wirklich eine Kennerin“, verbeugte er sich, „dies hier ist in der Tat das schönste von allen Kolliers. Es kostet 200.000 Francs.“ „Es soll ein Hochzeitsgeschenk für unsere Schwiegertochter werden“, begann der Herr zu erzählen, „sic heiratet in vierzehn Tagen“. In diesem Augenblick wurde ihm etwas zugeflüstert. — „Aha!“ — „Das interessiert doch den Juwelier nicht“, konnte Herr Clermonl genau verstehen. „Nun gut“, entschieden sich die Herrschaften, „wir wollen dieses Kollier nehmen. Bitte, schicken Sie cs uns ins Excclsior-IIotel.“ — „Endlich, endlich“, wird der zappelnde Kurzgeschichtenleser aufal-men, „endlich ein Anlauf zu einer kriminellen Möglichkeit.“ Der Herr zückte sein Scheckbuch und füllte ein Blankett auf 200.000 Francs aus. — „Hcrrjeh, die Geschichte wird doch nicht mit einem gewöhnlichen Scheckbetrug schliessen, das wäre ein starker Bart.“ „Hier, bitte“, überreichte der Herr den Scheck dem J uwclier, „wollen Sie uns das Kollier morgen zwischen 11 und 12 Uhr zuschicken, da sind wir zu Hause, am Abend reisen wir ab.“ — „Und während dieser vierundzwanzig Stunden geschah es dann?“ Am ändern Vormittag bekam der Juwelier anstandslos beim Credit Lyonnais die 200.000 Francs ausbezahlt. Von dort fuhr er direkt mit dem Schmuck ins Hotel. — „Wo das biedere Hochstaplerpaar ihm das Geld samt den Perlen abnahm, nicht?“ Keine Spur, wo man ihn sehr nett empfing und ihn zu einem Glas Wein einlud. — „Der ein Schlafmittel enthielt?“ Es war ein alter Burgunder, der Herrn Clcrmont so zu Kopf stieg, dass er fröhlich vor sich hinpfiff, als er eine halbe Stunde später die Treppe wieder hinabstieg. Er hatte bei dem Geschäft 20.000 Francs verdient. — „Ja, um Himmelswillen“, wird der enttäuschte Kurzgeschichtenleser ausrufen, „was hat denn diese Erzählung, der es an jeder Spannung und Pointe mangelt, mit den interessanten Kurzgeschichten zu tun, wie wir sie täglich zu lesen bekommen?“ Sehr viel. Denn zur Abwechslung muss ein Juwelier doch auch einmal ein glattes Geschäft machen. Woher sollte er denn sonst das Geld nehmen, sich jene kostbaren Brillanten' und Perlen auf Lager zu legen, um die er in allen anderen Kurzgeschichten stets so fesselnd geprellt wird? Biithcesihiui b. Vogelzug und Menschenwanderung. Von Prof. Dr. Ernst Schultze. Ganzleinen-band mit 17 Abbildungen auf 12 Kunstdrucktafeln RM 16.'— Verlag Neumann-Neudamm. Dem Verfasser fiel es auf, daß die Wege, auf denen die Ausbreitung der nordischen Rasse in der Urzeit erfolgt ist, sich zum Teil förmlich decken mit gewissen Zugstraßen der Vögel. Immer schärfer drängte sich ihm die Frage auf: Hat nicht etwa der Mensch von der Vogelwelt hier gelernt? Es dürfte wenige Bücher geben, die mit so souveräner Beherrschung eines ungeheuer weitsichtigen Stoffes geschrieben sind. Gegenwart, Vergangenheit und früheste Vorzeit, Tier-und Menschenwelt unter dem Zwange, zu wandern und ihre Wanderungen zweckmäßig und erfolgreich zu gestalten, der Niederschlag der Wanderbräuehe in Sitten und Vorstellungen und Erinnerungen an die früheste Urzeit, ihre Überbleibsel in den verschiedenen Sagen — alles das zieht an den Augen des Lesers vorbei. b. Entschleierte Erde. Die schönsten und interessantesten Luftbilder aus allen Ländern der Erde. Herausgegeben von Wulf Bley. Verlag Hesse & Becker, Leipzig. Diese herrlichen Aufnahmen aus aller Welt geben uns einen tiefen Einblick in die Zusammenhänge zwischen Natur und menschlichem Wirken. Es gibt viele Bild- werke, aber noch niemals ist in einer solchen Weise ein Bildwerk entstanden, fast möchten wir sagen, ein mitreißendes Bilderbuch für Erwachsene. Diese Fülle von Schönheit, Spannung und Buntheit umrahmt ein überaus fesselnder Text. b. Bildwort Deutsch. Technische Sprach hefte. Heft 4; Chemische Technik, Verfahrenstechnik. Zusammengestellt von Dr. Ing. K. W. Geisler. VDI Verlag, Berlin. Einzelheft RM 1.50. Der Schwerpunkt des »Bildwort Deutsch« liegt auf der sprachlichen Seite. In diesem Sinne stellt die neue Heftreihe eine für praktische Zwek-ke geschaffene, kurze Einführung in die begrifflichen Grundlagen der Ingenieurtechnik dar. Das jedem Heft beigefügte Stichwortverzeichnis kann mit den entsprechenden Ausdrücken aller Fremdsprachen versehen werden, so daß die vorliegende Schriftenreihe für alle Länder der Welt benutzbar ist. b. Wunderwege durch ein Wunderland. Ein Fahrtenbuch von Gustav Adolf Ge-dat. Verlag J. F. Steinkopf in Stuttgart. Kartoniert 5.50 RMČ In diesem Fahrtenbilderbuch erzählt uns der Verfasser in seiner frischen klaren Art von großen und kleinen Begebenheiten in den verschiedenen Teilen Afrikas. Wir sehen vor uns den indischen Maharadscha und den amerikanischen Millionär auf dem Nildampfer, wie den schwarzen Proletarier in den Bergwerken der Südafrikanischen Union, den Studenten an Negerhochschulen und den nackten kleinen Jungen im Busch. Wir erleben all die Schwierigkeiten auf afrikanischen Straßen, Abenteuer mit Büffeln und Krokodilen und ebenso die Schönheit der afrikanischen Nächte. 130 prächtige Eigenaufnahmen bereichern diesen spannenden Bericht. b. Das Novemberheft der »Literatur«, der Monatsschrift für Literaturfreunde (Herausgeber: W. E. Süßkind, Verlag: Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart) erfreut durch einen ebenso reichhaltigen wie abwechslungsvdllen Inhalt. Besonders gerne notiert der Leser aber, daß in dem neuen Heft zwei wertvolle Rubriken wieder aufleben, die einige Zeit stillgelegt waren: nämlich die Übersicht: »Bühnen, Film und Rundfunk« und die stets gern gelesenen »Proben und Stücke aus neuen Büchern«. Kleiner Öela# Amwlge» kosten 60 Par» pro Wort, In der Bobrik „Keersspondens“ 1 Dinar -Dia lesoratenstena» (9 Dinar bis «0 Worte, S Dinar Inselgen) wird besonders berechnet - Die Iflndeattaxa für eine kleine Anzeige betrttgi 10 Diner -Mr