WW Nach der Confiscation zweite Auflage. -W> Vnmntv 87; ■ • - «. .. »et t« u, le« 1&. y mbrt 1001._XII. Jahrgang. PettauerZeitimg. M . Erscheint jeden F»onnrag. Prei» für Petwa mit Zustellung itf Hau«: Mo«,tlich 80 h, viettelithrig K JJ.iO, halbjährig K 4.80, gouzjShrig K 9.—, mit Poiwersenduag im Inland«: Monatlich 86 h, mtrtdjäijrß K 2.60, halbjährig K 6.—, ganzjährig K 9.&0. — Einzelne Hummern 20 h. Handschriften werden nicht jurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — veitrüge find erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Coufisciert. Wall-Kausch. Sin lichtdurchfluteter Ballsaal. Süß« Sieb» zehnjährige in weiß, rosa oder himmelblau, die jum ersten Male ihre zarten Schultern und üacke» enthüllen; hinter ihnen die Mütter, denen da« Herz fast eben so aufgeregt klopft wie ihren Küchlein; junge Herren im funkelneuen Frack, die fick schüchtern und linkisch bewege», sich aber doch sehr wichtig fühlen in ihrer grasgrünen Männlichkeit, Fähnriche und Leutnant» mit mehr Selbstbewußtsein al» ein Generalfeldmarfchall nach einer stegreichen Echsacht; ab und zu da» kohle würdige Haupt eine« .Papa'S", der sich gelangweilt in den Ecken herumdrückt. Inmitten all der Uniformirten und Befrackten steht flott, sicher, mit muthwillig blitzenden Au- Srn Kurt Steegen. der Maler. Er lacht über die kierlichen Jünglinge und grüßt den hübsche» weiblichen Nachwuchs mit ljeijjem Wohlgesollt». Und wie nun die Musik beginnt und dann nach der streifen Polonaise der herrliche Strauß-sche Walzer durch den Saal rausch« und ringsum die eingefrorenen Lebensgeister weckt, da wird sein hübsches, junge« Gesicht inimer übermüthiger. oufisciert. ,n Kußhände möchte er ihnen zuwerfen, den vorbeitonzenden, schlagen Gestalten, den weichen, rosigen Gesichtern. Aus seinem Bild: „Walpurgisnacht", da sollen sie auch so durcheinnander wirbeln, die reitenden Hexlein, — nur wenjger gesittet wie diese hier, nur mit flatterndem Gelock, mit wilderem Temperament uud feurigere» Augen. Die Entzückendste hat er bald herauSgefun-de». Eine Blondine im weißen Gewand mit einem iesohnkranz auf dem goldigen Haar. Dieser Hal»! «HDe» MSchen! Und wie sie lacht! Der aller-liebste Kindermund mit blitzblanken Zähne»! Er harrt vor Ungeduld auf eine Gelegenheit, sich lern hübschen MajorStSchterlein vorstellen zu lassen und schaut ihr dann so warm, so schmeichelnd, so lieb in die Augen, das» ihre Wangen sich.heißer röthe» und e» ihr ganz wirr zum Muthe wird. Sie fühlt, das» sie ihm gefällt, das» er sie schön findet. Und er ist ein Maler! Wie stolz sie da» macht! Die Frage: ob sie gar keine» Tanz mehr für ihn frei habe? klingt von seinen Lippen wie eine Liebe»-Erklär»na. Und sie nickt. Ohne Zögern, mit einem kur- Confisriert. Lin yetzprlestrr. Marburg, 12. September. Die Hetzereien gegen die Pettauer deutschen Kaufleute im „Slov. Go»podar", welche im März d. I die Verurthei-hing des Redacteurs des „ElovenSki GoSpodar-zu einer vierzehntägigen streuge» Arreststrase Wege» Vergehen« gegen die öffentliche Ruhe und-Ordnung zur Folge hatten, beschäftigten heute abermal« die Marburger Geschworenen, indem der eigentliche Urheber dieser Echwähartikel in der Person de« StudienprSfectcn am fürstbischöf» lichen Knaben-Seminar, Anton KoroSec, der nachAngabe de« damaligen Redacteur«diese Aufsätze verfaßt und eigenhSiidlg geschrieben ha», sich zu verantworte» hatte. Borsitzender deS Schwurgerichtes ist LandeSgerichtSrath M o r o c u t t i, öffentlicher' Ankläger StaatSanwall Dr. Nemanitsch, Vertheidiger Dr. R o s i n a. Der Attgeklagte Anton K o r o S e c ist 29 Jahre alt und gerichtlich unbeanstandet. Im „SlovenSki GoSpodar" vom 14. Juni v. I. erschien der bereit« au« der früheren Berhand-luug bekannte Schmähartikel, der in Pettau unt> Umgebung eiuen solche» Sturm der Entrüstung hervorrief, das« da« Stadtamt eine Anzeige air die Staatsanwaltschaft erstattete. Weitere ebenfalls erörterte Lügenaufsätze im .SloveiiSki GoSpodar", die zur Gerichtsverhandlung im März führten, zen, freudigen Auflache» gibt sie ihm den dritten Walzer. — den dritten Walzer, den Herzens-walzer. Sie hat die Tour ihrem Better Gustav versprochen; vor Wochen schon. Aber Gustav kommt ihr plötzlich so entsetzlich laugweilig vor. Wen» er sich auch ärgert, wa» liegt daran? Mit ihrer braven Schulschrist schreibt sie den Name»: „Lottchen Gehrig" aus die Ta»zkar-te. die Kurt galaut für sie hält, — mit leiser Liebkosung streifen seine Finger ihre weichen Händchen.. Mama horcht neugierig auf da» lustige Ge-tusche!. Sie wittert de» Feind. Aber Knrt Stee» gen weiß mit seinem lachende» Gesicht und mit seine» artigen Worten mich Mütter zu bezanbern. Und al» Lottchen dann später flüstert: .Ich finde e» wunderschön aus dem Ball, Mama!" Da nickt Frau Gehrig verständnisvoll und erwart ungSfreudig. Ei» schwüler Blick auS einem schönen blas-sen Frauengcsicht traf de» Maler, während er die Kleine umschmeickjelte. Er sah cS wohl. Run sucht er nach diesen wohlbekannte» stolze» Zügen. Diamantenfunkelnd kommt sie ihm entgegen «erwiesen sich vollständig al» an« der Luft gegriffen und selbst Zengtn. die sich offe» zur flovenischen Partei bekennen, bestätige» die». Damals konnte «ine Vernehmung de» Angeklagte» Anton KoroSec, des eigentlichen Urhebers dieser Artikel, nicht «rsolgeii. weil er bei jeder Citation vor den, Richter die Aussage verweigerte. Der Angeklagte Anton K o r o » e c spricht slvvenisch und erklärt, die incrimiuirten Artikel verfaßt und zum Druck ge-bracht, aber im guten Glaube» gehandelt zu haben. Nach seinen Informationen habe er die Artikel geschlieben. Eine Absicht die Pettauer Kaufleute zu schädige», sei ihm ferne gelegen; er habe nur die Slove»en vor ihre» politischen Gegner» gewarnt. ES werden dann die Zeugen Josef Ornig. Bürgermeister von Pettau. Johann Wissen j a k. Gemeindevorsteher von Slomdors. Marti» M u sek. Gemeindevorsteher von Rann, serner Max Ulm. Gutsbesitzer in Sanritsch u. 21. vernommen, die erklären, daiS zwischen der Stadt- und Landbe-völkerung da» beste Einvernehmen bestehe, welche» aber nur gestört werde durch die in den sloveni-scheu Zeitungen erscheinenden Hetzartikel. Bürger« meister Ornig und Kaufmann Schulfink sagen a>.». das» durch die fragliche» Hetzartikel die größte Beunruhigung unter der Bevölkerung ent-stand, daß die Erbitterung auf da» äußerste ge» stiegen sei und das» bei den hentigen Verhältnissen die Folgen solcher Artikel unabsehbare seien. Mit den Artikeln gegen die Kaufleute hab.' man deren Schädigung beabsichtigt, da man die slovenische Bevölkerung de» deutschen Kaufleuten abtrünnig machen und diese boycottiren wollte. Der Gerichtshof legt den Geschworenen drei Hauptsrageu vor: ob der Angklagte durch die in-criminirte» Artikel in Druckschriften ein falsche», für die öffentliche Sicherheil beunruhigendes Ge-nicht ohne zureichende Gründe, es für wahr zu halte», ausgestreut und weiter verbreitet und Andere zu Feindseligkeiten gegen einzelne Classen der bürgerlichen Gesellschaft aufgefordert hab'. Der EtaatSanwalt Dr. Nemanitsch begrün-bet die Anklage, indem er ausführt, dass durch die Zeitungsartikel die beiden Nationalitäten ver-hetzt wurde». Der Beruf deS Priester» sei über« au» schön, wenn das heilige Gebot der Nächsten-liebe befolgt ivird. Der Angeklagte habe aber gerade da» Gegentheil davon gelhan. weil durch feine Zeitungsartikel die Bevölkerung unter ein-ander aufgestachelt wurde. Der Angeklagte habe sich nur von politischen! und nationalem Fana-liSmnS leiten lassen. Der Angeklagte unterbricht den StaatSanwalt. was ihm aber vom Bor-sitzende» verwiesen wird. Der StaatSanwalt spricht dann noch über die Aufgaben der Presse uud bittet schließlich die Geschworenen um die Schuldigsprechung deS Angeklagten. Der Vertheidiger Dr. Rosina sucht zu be-weisen, das dem Angeklagten jede beleidigend« die schlank« Frau Eomnierzieinrath am Arme deS rundlichen Gatten, der ihn herzlich begrüßt. „Sie hier. Gnädigste! Welche Überraschung!" Kurt ruft e» so nnbesangen. so freudig. Sie war zusammengezuckt, wie in einem heiße» Erschrecke». Sie halte ein wenig die Fassung ver-. loren. Aber nun gibt sie ihm lächelnd die Hand, die er an seine Lippen zieht. «Ich bin hier al» Ball-Mama, denken Sie! Ich habe meine Schwester chaperonniren müssen!" „Welcher GlückSsall für mich, das» ich hieher kam. zn dem Lämmerhüpfen!" versichert er höflich. Sie hat zum Tanzen keine Lust. Aber sie sitzen nebeneinander auf einem kleine» Sopha in einer stillen Ecke; eine Palme verhüllt sie mit ihren breiten Blättern und sie flüstern hinter dem große», weiße» Federnsächer. Zuweilen treffe» sich ihre Augen; dann schweigen sie plötzlich. „Leonie!" sagte er einmal leise, zärtlich. Die Schwester, ein eckiger Backfisch, kommt hastig und erhitzt Hera» und spricht gleich vom Sommer: „E» war so nett, wie sie uns in der Villa Absicht ferne gelegen fei; er habe die Deutschen und den Kaufmaunstand vo» Pettau al« solche» nicht beleidige» ,vollen. Von einem Boycott der-selben könne keine Rede sein. Da« Gerücht von der Brandlegung habe er nur verzeichnet, weil e« seine journalistische Pflicht war, e« in die Orffertlichfeit z» bringen. Die Geschworenen, Obmann Herr Johann Kasper au# Pettau. bejahen die erste Hauptfrage mit 10 gegen 2 Stimmen, die zweite und dritte Frage mit H gegen eine. Darnach verhängt der Gerichtshof über den Angeklagten im Sinn« der §§ 308 und 302 St.-G. und § 28 Pr. G. unter Anwendung des außerordentlichen Milde-rungSrechteS, die Strafe d«s einfachen Arrestes in der Dauer von sechs Wochen. Auch hat er die Kosten deS Verfahrens zu trage». Localnachrichten. (Ernennung des neuen Jfa|Uürhrrr* und Kapellmeisters ) In der am 10. d. M. slaitge-hallten DirectiouSsitzung wurde Herr Anton Schuhbauer nach genauester Prüfung der zwölf Gesuche einstimmig zum Musiklehrer und Kapellmeister deS MufikoereineS Pettau ernannt. Herr Schuhbauer ist ans Maria-Knim bei Eger geboren, erwarb sich glänzende Zeugnisse am Eouservatorium in Wien, ist Violinsolist, spielt Elavier und Orgel, wirkte als k. n. k. Militär Kapellmeister im k. ii. k. 83. Jnstr.-Regm.. ist also practischer Dirigent und auch Componist. j ES ist also zu erwarten, dass eine tüchtige Lehrkraft und ein gediegener Kapellmeister gewonnen worden ist. (Vie stiidl. Mädcheulilirgerschule.) Um zu ermöglichen, das» die vom hohen steiermärkische» Landtage bewilligte Mädchen-Bürgerschule in Pettau schon im Schuljahre 1902/3 mit drei Classe» eröffnet werden könne, lind das» ander-seits auch die dermalen die obersten BolkSfchul-claffen besuchenden Mädchen gehörig vorberei-tet werden, nm ohne Verlust eine» Schuljahre» seinerzeit in die entsprechende Bürgerschulclaffe einzutreten, fand sich der Stadtschnlrath bestimmt, mit Vorbehalt der Genehmignng de» k. u. f. Landesschulralhe», folgendes anzuordnen: Vom Schnljahre 1901/2 angefangen ist dem Unterrichte in der 6. und 7. Classe der für die 6. und 7. Classe bestimmte „Lehrplan der achtelassigen Bür-gerschule für Mädchen" zu Grunde zu lege», und ebenso daS bezügliche StundenauSmajS mit der Abänderung einzuhalten, dass auf de» Religion«-unterricht in jeder der bezeichneten Claffen 2 Stunden, auf Aritmetik je 4 und auf den Unterricht im Schreibe» in der 6. Classe 2 Stun-den entfallen. Die Gegenstände dieser Claffen sind unter die Lehrerinnen Frl». Victoria Zurhaleg und Frln. Marie Edle von S t r o b a ch der- besuchten. Herr Steegen! Wissen Sie »och. wie ich sie und xfeonie beim Schmärnmesuchen verloren habe und mich im Walde verirrte! Und Sie haben immer so lustige Geschichten erzählt! Ich hätte mich halbtodt lachen können." Sie ahnt nicht, welchc Bilder sie den Bei-den weckt! — Dann sind sie wieder allein. Ein neuer Tanz beginnt. — „Der Faust-Walzer!" lächelt Leonie mit halbgeschlossenen Augen uud athmet rascher. „Wissen Sie noch?" rannt er ihr in'S Ohr. „Die Rosen dufteten zum Fettster herein, der Mond schien hell. Im Seehos.spielte die Musik und diese wunderbaren Klänge schwirrten zu uu» herüber, ins stille Gemach. Oh der unvergeßliche Walzer. Leonie!" „Still, still! Schweigen Sie!" fleht sie. aber ihr schwüler Blick glüht ihin entgegen voll Sehnsucht. Später trinken sie Sect zusammen, an einem gemüthliche», kleinen Tuche. Der Commerzienrath ist sehr aufgeräumt und klopft dem Maler in weinfeliger Slimmnng auf die Schulter. „Sind ei» charmanter Mensch', Steegen! müssen un» recht oft besuchen, nicht war!" art aufzutheilen, das» eine Lehrerin dieselben Fächer in beide» Claffen in ihrer Hand ver-einigt. iDtirgerabendr.) Über Anregung mehrerer Mitglieder de» Pettauer Handelsgremium findet vorläufig jeden Dienstag um 8 Uhr abend» im Deutschen VereinShause eine gesellige Zusammen, funft statt. Bei genügender Theilnahme werden Besprechungen Über gewerbliche und landwirtschaftliche Fragen, wie nicht minder Gemeinde-, und Lande».Angelegenheiten in Berathung gezogen. unv Du Walzer aus der Fledermaus! Die Kleine kennt ihn. Ihr Bruder trillert ja unermüdlich mit feinem rauhen Baß: „Erst ein Kuß — dann ein Du, Du, Du. Du im merzn!" Aber >vie sich'« wiegt auf birfen Tönen, wi« berauscht man dahingleitet im Arme dieses Tänzers, der so lustig zu ihr herabschaut, der so zärtlich schmeichelt: „Sie walzen wie ein F jähriger Knabe Ziege» weidete. Die Katze über» fiel nun den Knaben und verbis» sich derartig in den linken Schenkel de» Kinde», das» sie erst loS-lies», nachdem sie von den herbeigeeilt?» Haus-ieuten mit Knüttel» halb erschlagen worden war. Nun verkroch sie sich in den Keller, wo sie von Herrn Trafella durch einen Äewehrschus» erlegt wurde. (Eine Rechtsfrage.) Bei der letzten Versamm-hing de» Herrn Dr. Ploi und Dr. Jurtela in Jnrschinzen war auch ein Berichterstatter de« ötajere anwesend, der sich Notizen machte. Die» ärgerte natürlich die Herren Doctoreu. und der Hau»-knecht de» Gastwirte» und Postmeister» Kosfär erhielt den Auftrag, die Schriften de» Mitarbei->er» zu konfiscieren. Derselbe schlich sich zum Tische deS Mitarbeiter», packte sämmtliche dort liegende Papiere, darunter auch eine Abonnen-tenliste nnd lief davon. Sofort meldeten sich bei den Angestellten de« ötajerc mehrere Sauern, um eventuell Zeugenfchaft bei Gericht abzulegen. Der ötajerc hat anch thatsächlich sofort durch seinen Vertreter Herrn Dr. A m b r o f i t f ch die Strafanzeige beim Bezirksgerichte Pettau erstattet. Wer beschreibt aber da» Erstaunen der Redaction, al» nach wenigen Tagen die Verständigung kam, das» der Vorfall nicht der Gegenstand einer strafgerichtlichen Verfolgung sei» könne. Die Herren Ploj. Kofsär und Genosse» bleiben also im ungestörten Beside einer geraubte» Abonnen-tenliste und können dem Stajerc beliebig Schade» uifkigen, indem sie durch allerlei Drohungen die Abonennten zur Absage nöthigen. Wir meinen, eS sollte in einem RechtSstaate immer möglich sein, geraubte Gegenstände zurückzubekommen, wen» man den Räuber kennt! t^euerdrreilschaft.) Vom 16. bi» 23. Sep-tember. 2. Rotte de« 2. Zuge«, Zugeführer Bella», Rottführer Stroh ^eueranmeldun» ge» sind i» der SicherheitSwachstub? zu erstatten. Auswärtige Neuigkeiten. ?)rr Streit um die Leichenrede.) Am ugust um 4 Uhr nachmittag» sand in St. Johann bei Unterdranburg die Beerdigung der Frau Marie Srabotnik, Gattin dr« dortigen Oberlehrer» statt. Bei diesem pietätvollen Anlasse wirkten drei Pfarrer in höst pietätloser Weise mit, nähmlich der Pfarrer Srabotnik au« St. Pry-mon am Bacher (ein Bruder de» Oberlehrer»), der Pfarrer von St. Peter am Kronberg und der Ortipfarrer von St. Johann. Diese drei Geistliche» wäre» schon vor dem Leichenbegäng-nisse .schwer beladen" und unterhielten sich, in einem Zimmer des Trauerhause«, während im Nebenzimmer die Leiche aufgebahrt »vor. in so sonderbarer Weise, das» einer der Pfarrer mit blutiger Hand und blutbefleckter Stola zum Lei-cheiiznge autrat. In diesem boten die drei Geweihten ein Bild de« Jammer«: ihr schwankender Gang schlug der Weihe de« Anlasse» in« Gesicht, ihr schauderhafter Gesang entfesselte unwürdige« Gelächter. Am Grabe selbst entstand ein höchst würdeloser Streit um die Leichenrede. Der Ort«-psarrer wollte zuerst sprechen; da fuhr ihn der Pfarrer vo» Prymon und Schwager der Verstor-denen mit den Worte» an: Du kannst einen Dr . . . reden." (Ti zna« en dreak.) Nun begannen beide, mit .Bärenstimmen" ausgestaltet, zu brüllen. In diesem edlen Wettstreite siegte der Primoner und begann nun seine Leichenrede mit den schönen Worte»: „Da dn, meine liebe Mitzi, todt bist und nicht mehr {reden kannst, so will ich für dich reden." (Ko ti, moja Micika ne znaS govoriti, born pa jaz za te govoril.) Der Psarrer von St. Peter hatte iu einem lich-feit Augenblicke während dr« Streite« das Grab vcrlaffen. Ein Gleiche« that die eigene Schrvester de» Psarrer« von Prymo» und de« Oberlehrer« Srabotnik. Nach feiner famosen Leichenrede vergas« der Psarrer Srabotnik die Leiche einzu-segnen. Al« ihn der OrtSpfarrer darauf ausmerk-sam machte, sagte er: „Wenn du glaubst, dass ich einsegne» soll, so fei e« den» I" (Ce rnisliS, naj pa bo!) Nach der Beerdigung zog er sich 20 Schritte vom Grabe fei» Mes«gewa»d an», warf e« dem MesSner zu, giern» zu dem WirlShanse, vor dem sich massenhaft Leute gesammelt hatten und stierte diese Leute a». Viele lachten, viele auch schon am Grabe, während andere eS vorgezogen hatten, fortzugehen und den Scandal nicht weiter mitan- {»sehe». Allgemeines Ärgernis erregte auch die lngeheuerlichkeit, das« die Frau im Grabe der erste,» Gattin de» Oberlehrer« bestattet wurde. Denn die Erde, die uebenan ausgeworfen war. wie« Überreste deS San,?« nnd Knochentheile auf, fo das« di? r?cht?n Kinder d?r ?rst?n Frau sich voll Entsetzen von de» sterblichen Resten ihrer Mutter abiveud?» musste». (Sitdmitrkifche volksbauk.) Diese für die Deutschen der Alpenländer vor kaum Jahresfrist geschaffene VolkSbank hat durch ihre satzungSge» mäße WirthschaftSfördernng der Deutschen in allen Gebieten der Marken südlich der Donau seit Beginn de« Jahre« 1001 fortwährend neue Mitglieder und Theilnehmer gesunden, so das« diese Errnngenschaft nationalen Zusammenwirken« zur endlichen A»erk>-n»ng aller Kreise gelangen wird. Die zielbewußte Leitung dieser Ereditge-noffenschqfft wird jederzeit bestrebt sein, da» Ver. trauen in die eigene nationale Kraft aus wirt-schastlichem Gebiete zu heben. Seit 1. Jänner die-se» Jahre» haben sich erhöht der Mitgliederstand von 734 ans 1740. Die eingezahlten Geschäst»-aiitheile von 45.653 K ans 101.269 K 65 h. Die Spareinlagen von 225 Posten mit 33.053 K auf 800 Posten mit 391.104 K 27 h. Die Eontocurrenteinlage» von 11.891 K ans 32608 K 82 h, Diegegebcnen kurzen Darlehen von 24.704 K auf 179.470 K 57 h. die Hypothekardarlehen von 300 K auf 10.084 K 40 h. Der Stand der e«-conipKerten Wechsel von 7765 K auf 220.493 K 86 h. Bisheriger Geldverkehr 3,125.190 K 50 h. Wenngleich die» noch bescheidene Ziffern sind, so bestätigen dieselben da» ruhige Wachsthum der Südniärkische» VolkSbank. Sehr zu wünsche» wäre e», wenn so wie bei der im Jahre 1898 gegrün« beten Deutschen VolkSbank für Böhme» Wanderlehrer entsendet würde», welche das Wesen und die Zweck? der nationalen Kreditgenossenschaft in allen deutschen Orte» zu erläutern und etwaige unrichtige Anschauungen Über dieselbe zu zerstreue» hätten. Die VolkSbank ist keine Gesahr für die bestehenden Localsparcassen. sie bedeut?« eine» wichtigen Ausbau der Ereditorgauisatio» für die alpenländische» Deutschen. Die Satzungen der VolkSbank ermögliche» eS. das» jeder Deutsche in der einen oder andern Richtung dieselbe zu seinem Vortheile beniitzen kann. Deutsche Männer sowohl wie Frauen können Mitglied werden, eS genügt dazu bereits ein Antheil von 20 Kronen, ivelcher satzungsgemäß Eigenthum des Mitgliedes bleibt und am GeschästSerträgnisfe teilnimmt. Spareinlagen werden vo» jedermann entgegengenommen, zu 4 5 v. H. vom Werktage »ach Einlage ver-zinst und sind in der Regel kündigungSfrei. Eontocorreiit-Einlagen haben 4 v. H Verzinsung und sind bei einer Stammeinlage von 2000 K provision»srei. Anmeldiiiigen und Satzungen bei j?der Zahlstelle oder in der Bankkanzlei in Graz, Radetzkystraße Nr. 7 mündlich oder schriftlich mit Postkarte. lPostsparcassenconto.) Zahlstellen zu Amstettcn, N.-Oe.. Arnsel«, Bozen, Brnck a. d. M., Frieda» a. d. D., Fürstenfeld. Eurort Glei-chenberg, Klagensurt, Laibach. Leibnitz. Lutten-berg. Pottschach. R.-Oe., Trieft, Wien VIII., Josesstadt. Wien II.. Leopoldstad«, Wien XVI., Ottokring. (Xmndierung.) Am 10. October findet beim Militär-Verpfleg«-Magazin in Marburg eine öffentliche Verhandlung behus« Sicherstellnng der arrendieningSweisen Abgabe vo» Brot, be-«chuiigSweise Haser i» den AnendierungSstationen Eilli, Wind.Feistritz lind Straß, am 12. Octob?r eine gleiche Verhandlung wegen SichersttNung de« Brote« für die Station Pettau b?im dortig?» Stadia»»? statt. Die diesbezügliche Kundmachung Nr. 5992 vom 31. Auglist d. I. sowie die Be« dingnishefte erliegen bei jedem Militär-Verpfleg«-Magazine d-S 3. EorpSbereiche«, dann bei den Bezirksbehörden und landwirtschaftlichen Lande«-vereinen in Steiermark. Kärnlen, »rani, Görz nnd Gradiska zur Einsicht nnd können auch die Kundinachnngc» unentgeltlich, die BedingniShefte gegen Bezahlung von 8 h sür je einen Druckbogen vo» jedem Militär-BerpflegSmagazine deS EorpSbereiche» mittelst Post bezöge» werden. (Eine merkwürdige Vergiftung.) Au» Pari» wird ein merkwürdiger Fall von Vergiftung durch schwarzgefarbte» Schuhwerk gemeldet: Der Reservist de» 15. Jufauterie-Regiment» Philippou war vor wenigen Tage» zu einer 28tägigen Was-fenübnng zu feinem Regiment eingerückt. Die ihm zugewiesene« ärarischen Schuhe wollten nicht recht passen und schmerzten ihn, weshalb er sich selbst ein Paar kaufte. Da sie jedoch au« gelbem Leder verfertigt waren, kaufte er sich außerdem ein Fläsch-chcn mit schwarzer Cebeifarbe und bestrick» damit die gekauften Schuhe. Am nächste» Tage machte er mit dem Regiment« eine längere Marschübuug und fühlte sich beim Einrücken in ganz inert-würdiger Weis? unwohl. Eine eigenartig? Mattigkeit lag ihm in allen Glieder», während die Nägel, dit Lippe» und di? Augenlider eine blaue Verfärbung annahmen. Er begab sich, ängstlich gemacht, zu seinem Bruder und legte sich zu Bette. Der besorgte Bruder ließ rasch Arzte holen. Während zwei derselben rathloS vor dem merkwürdigen Phänomen standen, diagnosticirte ein dritter zn Rathe gezogener Arzt, der bereit» eine» derartige» Fall behandelt hatte, eine A»i-linvergiftnng durch die schwarzgefärbten Schuhe. Die anilinhältig? schwarze Schnhsarbe hatte da» Leder durchdrungen und war durch die während de» lange» Marsches hervorgerufene stark, Trans-piration der Füße i» die Haut gelangt. Rasch gereichte Gegenmittel brachten den Reservisten bald außer Gesahr. (Ein Opfer de« Eisenbahn^isammenstoßes bei Aalsdorf.) Der Eisenbahnzniammenstoß bei KalSdorf. Der Eisenbahnzusammenstoß bei KalS-dorf vom 27. December 1899 ist »och Allen in Erinnerung. Bei jenem Unfälle wurde der Loco-motivheizer Hermann KröU schwer verletzt und mnßte ihm daS rechte Bein ampntirt werden. Am 10. September legte sich Kröll, wie an» Wildo» gemeldet wird, vor einen heranbrause»-den Zug. Im letzten Momente wurde er jedoch gerettet. Al« Motiv der That gab er an. nicht länger al« Krüppel leben zu wollen. ri>>e Martha U l m a u u au« Maiwaldau, welche e« fertig ge-bracht halte, einen 77 jährige» Mann. Heinrich M.. einen arm,» Tensel, der sich in einem Leben voll Mühe uiit> Entbehrung gerade so viel zu-sammeiigespart hatte, um sich i» ha« Hirschberger Siechenhan« einkaufe» und seine Tage i» Ruhe beschließen zu könne».-in de» Glauben zu versetze», das« eine junge, ti» jährige Dame, die Tochter eine« hohe» Staatsbeamte» ihn liebe, Für ihre Bemühungen al« Postillon d'Amour ließ sie sich natürlich eine klingende Entschädigung zahle». Vor zwei Jahren, al« die Martha Ullmann noch in der Schule war, wurde der damals 75 jährige M. bei ihrem Vater mit allerlei Arbeiten beschäftigt und in dieser Zeit bahnte sich ein Freundschaftsverhältnis zwischen de» Beiden trotz deS großen Altersunterschiedes a». denn der Alte besorgte der Dreizehnjährige» schöne Räuber» geschichtenbücher. Nachdem M. aus dem Dienst bei Martha'« Vater getreten und in da« Siechen» hau« gegangen war. begann die Thätigkeit de« gerade an« der Schule entlassenen Mädchen«. E« erzählte dem Alten von der Liebe de« schönen neunzehn jährige» Töchterlein« eines geheime» Ober-reqierungZrathe«, da« in Sorge und Zweifel »er-geh« ob der Frage, wie e« mit der Gkgenliebe des Alten bestellt sei. AlSbald trafen denn auch Bri-se bei dem Alten ein. die von Hildegard unterschrieben »vare» — Hildegard war eben die liebende geheime OberregierungSrathS-Tochter — und zunächst mit der Anrede .Sehr geehrter Herr M." begannen, später aber zu vertrauteren Aiiredkn systematisch überginge». Sie lauteten der Reihe nach: „Geeherter Herr M.". ..Lieber Herr M." it. s. w.. bi« die Liebende ihrer Liebe deutlicheren Ausdruck gab durch Anreden, wie: „Lieber Heinrich- oder „Mein süßer Schatz" oder „Mein süßes Schätzchen" und dergleichen. Diese Briefe endeten natürlich auch mit den Versiche-rungen ewiger, unwandelbarer Liebe und Treue und waren unterschrieben „Hildegard v. Hohen-stein". In den Briefen stand nnn, das« Hildegard anS Furcht vor ihrem 90-sährigen Vater nicht wage, offen mit ihrer Liebe vor die Welt zn treten; sobald ihr gebrechlicher Vater aber da« Zeitliche gesegnet habe, würde sie ihm. ihrem geliebten. süßen Heinrich, die Hand zum einigen Bunde reichen Vorläufig wollte sie ihm nur mit-theile», dass sie nach dem Tode ihre« Vater« anderthalb Millionen Mark besitzen werde, die dem Geliebten am Hochzeitstage überaeben werden würden. Bi» die trüben Wolken aber die jetzt »och da« Glück ihrer Liebe verhüllten, verzogen feien, müßten sie sich beide der Martha Ullmann als Vermittlerin bedienen und der süße .Heinrich solle nur ja sie recht reichlick» belohnen, damit sie um so eisriqer die Interessen der Liebenden vertrete. So hielt die Ullmann den „süßen Heinrich" eine längere Zeit hin und al« er anfing, ringe-duldig zu werden, zeigte sie ihm in der Warm-brunnerstraße in Hirschberg eine elegante Villa, in der die Liebende angeblich wohnen sollte. Zuerst verlangte sie al« Vermittlungsgebühr ein weiße« Kleid; ihre Ansprüche wnrden immer größer, bis sie schließlich ein Damenfahrrad ver-langte. Mit der Zeit gelang e« der Ullmann. au« dem Alten 16 Mark herauszulocken und wa« du« besagen will, da« weif« nur der. welcher die Schwierigkeit kennt, einen alten Gebirgler zur Abgabe auch nur eine« Pfennig« zu bewegen. Schließlich muß die Angeklagte einge-sehen haben, das« an« dem .süßen Heinrich" nicht« mehr heran«znlocken war; sie beschloß daher, der Geschichte ein kurze« Ende zn machen. Eine« Tage« brachte sie einen Brief vo» der schönen Hildegard, der mit den Worten begann: „Sie sind ein alter Esel", und zugleich machte sie ihm klar, das« er durch feine Dummheiten eine Heirat unmöglich gemacht habe. Und e« war in der That au«. Durch Gespräche und Unvorsichtigkeiten kam eS jetzt aber an den Tag. dass in Hirschberg nnd insbesondere in dem bezeichneten Hause keine Hildegard v. Hvbensiein wohne nnd zugleich richtete sich der Verdacht auf die Angeklagte. In der Verhandlung gestand sie ohne Umstände ihre Srfjuld ei»; ansang« habe sie den Alten nur zu». Besten habe» »vollen, erst später sei ihr der Ge-danke gekommen, Geld auS ihm herauszuschlagen. Der Gerichtshof verurtheille sie zu einer Weche Gefängnis. Humoristische Wochenschau. Die SchwurgcrichtSverhandlung gegen den hochwürdigen Herrn Koroschetz und gegen Herrn von Maytner gibt Gelegenheit zu interessanten Berechnungen Hochwürde» Koroschetz hat alle deiltsche« Pettauer beleidigt und erhielt 6 Woche» Arrest. Maytner hat einen Marbifrger beleidig! nnd bekommt 2 Monate Arrest. "/•«•• = 0.014. Koroschetz hat also für einen beleidigte» Pettauer 0.014 Tage Arrest ohne Faste», ohne hartem Lager und mit Kotze bekommen, während Herr von Maytner für eine» beleidigte» Marburger 2 Monat auSfaßte. Unwillkürlich fällt mir dabei auch jener arme Tischlergehilfe ei», welcher wegen Beleidigung der slovenischen Ration zu hartem Lager und Fasten verurtheilt wurde. Hochwürden Koroschetz darf sich im Arrest selbst verpflegen und in einem Bette schlafen, denn er hat die deutsche Nation nicht beleidigt, er hat sie ja nur der Brandlegung beschuldigt, während der Tischlergehilfe die Blüte der slovenischen Nation, den schönen Herr» Pinteritsch scandalöS blos-stellte, indem er de» junge» Ehemann al« einen alten Herrn bezeichnete. Um aber irrigen Auffassungen in Richter-und Laienkreifen vorzubeugen, constatiere ich, dass ich nnd viele Andere fest entschlossen sind, trotz alledem die slovenische Nation empfindlich zu be-leidigen, wen» wieder einmal ei» Frechling in der Mitte von hnndert Deutsche» Noveuisch zn brüllen anfängt. Sonderbarer Weis, bin ich aber sonst kein Feind der slovenischen Nation uud höre sehr gerne slovenisch rede». Erkläre mir Graf Orindur. diesen Zwiespalt der Natur! Die Miniaturen Ausstellung der k. I. Histittio-thet in Wie« Seit ungefähr einem Monate sind im Pruutsaale der I. I. HofbibliiXhek in Wien eine Anzahl Miniaturen au» dem reichen Schatze dr« genannten Insti-inte« zur öffentlich,» Besichtigung «liegest,[It. War in der Ausstellung im vorigen Juhre die Entwicklung d,r Buch» druckerkunst in hervorragender Weis, anschuulich gemacht, so findet man h,u,r wahr, P,rl,n d^ illustrativ,» Buch, schmuckes, von d,n ,rst,n Anfang,rn an bi« zu d«n mei> sterhafttst auSgesühile» Kunstwerken. Mit Sorgsalt wurden aus den zur Schau gestellten Werken die charakteristi-schesten und besten ansa,wählt und mit Erlaubnis der Hosbiblioth,l-Dtrntion in Heft von «L>st,rr,ich» Illustriert, Zeitung" in must,rgiltig,r fikis, zur R,produetion «»bracht. Sin populär gehaltener, ab,r doch d«r wissenschaftlich,« Ärnndlag, nicht entbehrender Text bildet die Erklärung und zuglrich auch d,n Führer durch di, s,h,n<-werthe Aufstellung, Da auch d«r übrig, Inhalt dies,» vor-nehmen österreichischen FamilienblaiteS. wie immer, interrs-sant und reichhaltig ist, kann dasselbe allen besten« ,m. psohlen werden. — ewicht fNitltlbunt« Ichnittlpm« in 6. W Weizen...... Korn....... «erste...... Hafer...... Kinurutz..... Hirse....... Haiben...... «rbflpfd..... Fisolen...... Linsen...... Erbsen..... Hirsebrei..... Weizengrle» . . . . Rei»....... Zucker...... Zwetschken ..... Zwiebel...... Jhlmmrt..... Wachholdcrbeere» . . klrenn...... Euppengrüiit» . . •. Mundmehl . . . . Semmelmehl . . . Pollntamehl.... Rinbsschmalz . . . Echwcinschmalz . . Vpeck. frisch.... Speck, gxrtuchert. . Schineer ..... «alj....... Butter, frisch . . . fffife, steirisch . . . Sier....... Rindfleisch .... Kalbfleisch..... Schweinefleisch jung Tafelöl...... Mbiöl...... K»r«nMai.... Seife ord...... ©rantiwin .... Bier........ Weinessig..... Milch, frische . . . „ abgerahmte . Holz hart Meter lang , weich . Holzkohlen, hart weich Steinkohlen . . eu..... roh. Lager . , > S^en . 100 Kilogr. TTsT Kilogramm Liter Kilogramm 1b 15 18 15 13 14 13 9 16-20 Kilogramm 45 Stück Kilogramm 1 1 fi l 1 Liter ®(OUT Hektoliter 100 Kilogr. ■Avnarfusl Carbolineum liest»'r flilriu nl !td»l» Osrbollnsum-Fabrlk B. Avenarln«, Amstettin. 56 56 27 32 56 96 66 16 40 60 40 80 26 22 80 80 40 21 20 21 24 60 12 12 20 40 10 KB 64 76 40 «8 14 12 80 80 80 40 80 80 In Pettau zu haben bei: A. Sellinschegg. Brennholzpreise der Herrschaft Rohitsch ab Pettaa: 1 Rm. Buchenholz 6.50 K 1 Rm. 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Herautgeber und verantwortlicher Schriftleiter: Friedrich von Kalchberg. Druck: W, Blanke, vetta«. unter sie aber et rii 5in verfehltes Leben. Srzühlunz au» dem Leb«», von goh Leopold schien er. (tjortfrtuag.) 'et erste Akt war vorüber — bet zweite — und »och immer blieb es still. Ma» vernahm nicht», wie die durcheinander schwirrenden Stimme» der Scha»spieler hinter den Eouliffen und in den Garderoben. Sie wußten schon die Entscheidnng, Er dachte daran, sich }it mische«, um sein Schicksal aus ihre» Miene» zu lese», jrte sich nicht, er fühlte sich nicht stark genug, das Schlimmste zu erfahren, und so wartete er weiter, während lang-sain wie TiseSkälte die Ueberzeugung, die furchtbare Gewißheit sich ihm aufdrängte: — Du hast verloren! Er bedeckte das Gesicht mit den Sünden und sank auf einen Stuhl. Doch was war das? — Ein Geräusch drang an sein Ohr. Leise zuerst, dann lauter und immer lauter anschwellend wie fernes Sturmesrauschen. Wie elektrisiert sprang er ans. Alles an ihm wurde Nerv, fieberndes, gespannte» Lauschen. Er wagte noch nicht an sein Glück zu glau-den. Magnetisch aber, mit unwiderstehlicher Gewalt, zog es ihn an» seinem dunkeln versteck, in die Nähe der Biihne. Da eilte sein Freund Strehsen auf ih» zu. Er spielte die Hauptrolle im .Künstlergenie', und seinem Ein-flug allein verdankte OSkar die Aufuahme des Dramas. Sein Auge blitzte. Auf den schönen, geistvollen Zügen lag noch der Abglanz jener Begeisterung. durch welche er die Seelen der Zuschauer mit sich fortgerissen. Er wußte, daß der tosende Beifallsturm, welcher das Hau» durch-hallte, einzig seinem Spiel galt, aber das bleiche, vor Erregung zuckende Gesicht des Freundes rührte ihn. Er wollte Oskar einen Anteil an dem Beifall der Menge schaffe», und hastig zog er den Widerstrebenden mit sich vor die Rampe. .Welch freche Arroganz,' murrte der vo» OSkar beleidigte Kritiker, .ich glaube wahrhas-tig, der Kerl bildet sich ein. daß der Applaus seinem jammervollen Stiick gilt!" und mit lauter Stimme rief er: .Bravo, Strehsen!" Oskar traf das Wort wie ein Schlag in» Gesicht. Einen einzigen Blick warf er auf die Menge, in der sich nicht», kein Lant für Ih» regte. Glühende» Rot flammte plötzlich über seine Stirn — er hatte seinen Bater erkannt und — Elsa. Sie waren vielleicht die einzigen in dem menschenerfüllten Raume, welche fühlten, daß der Dichter sein eigene» qualzerriffene» Herz geschil» dert. Das Mädchen hatte die Rechte auf den Arm des alten Offizier« gelegt, in dessen weiter-hartem Antlitz es ganz eigen znckte. Er drückte schweigend ihre Hand — sie beide verstanden sich. Oskar aber war eS, als drehe sich alle» in wirren Kreisen um ihn her. Mit einer hastigen Bewegung befreite er sich von deS Schauspielers Sand und trat zurück — niemand rief ihn wieder. Schwer sanken die Falte» des BorhangeS nieder, wie der Deckel eines Sarges. Sekundenlang stand Oskar da wie betäubt. Die kummervollen Blicke de» alten Manne» brannten ihm in der Seele. Verstand er die Sprache, die er zu ihm redete? Wußte er, daß er ihm mit all der heißen, nie verlöschenden Baterliebe zurief: »Du bist einem l Irrlicht gefolgt, kehre um vo» der dornenvollen Bah», wohin eS Dich gelockt. Kehre zurück i» die Arme Deiner Eltern, Deiner Braut, die weit geöffnet sind. Dich, den Irrenden, den Unglück« lichen heimzuführen zu den Stätten Deiner Kindheit." Ah! — er verstand sie nicht, wußte nur. daß seine Hoffnungen zerstört, daß sein Leben vernichtet, gebrochen war. Wortlos ging er fort, vorüber an der eisige» Kälte des Theater-direktors. welcher halb schadenfroh, halb mitleidig ihm nachblickte. In der Garderobe riß er Hut und Mantel vom Nagel. ES drängte ih». i»S ftreic zu komme», die schwüle Luft hinter den (Coulissen drohte ih» zu ersticke». Draußen auf der kalten, stnrm-durchwehten Straße stand Arthur vou Linden, in seinen alten Ossi-zierSmantel gehüllt, und wartete auf feine» Sohn. Er sah dessen schlanke Gestalt in den dnnklen Rahmen der Thür trete», er wollte ihm entgegeneile», aber ein {fremder zog OSkar wieder in das Theater zurück. Es war Strehsen. .Wir lasten Sie heute nicht allein,' sagte er, .denn Sie wären im stände, Dummheiten zu machen. Uebrigens wollen wir nicht auf unser Fest im Easö Bauer verzichten." .Ich mag keinen Menschen sehen!" .Seien Sie kein Thor," mahnte Strehsen, 2!» er bemerkte, wie sein junger ffreund wie geistesabwesend vor sich hinstarrte, .die heutige Ausführung war durchaus kein Mißerfolg, und Sie werden mir doch das Lob des dicken, alten Ohinke nicht miß-gönnen?" Er schlug ihm lachend auf die Schulter, während er ihm zuraunte: »Seien Sie klug und mache» Sie der schöne» Meta die Evur; wen» sie die Rolle der Ilse im .Künstlergeuie" über-nimmt, so macht das Stück seinen Weg durch die Welt." Tann winkte Strehsen seine befreundeten Kollegen herbei. .BorwärtS, Kinder, die Droschke» warten!" Linden folgte mit einem anderen Schauspieler zu Fuß. Er wollte gehe», denn Sturm und Uälte thäte» seinem schmerzenden Kops wohl. Er erhob den Blick nicht vom Boden, uud so sah er den Bater nicht, der sich seufzend ab-wandte. Er ging in die Damengarderobe zn-rück, wo ihm Elsa mit bangen, fragenden Auge» entgegenschaute. Er vermied es, ihren Blicken zu begegnen. .Soll ich Dich nach Hanse bringen, oder hast Du Deinen Wagen bestellt?" fragte er. Seine Stimme klang milde und traurig. .Papa wartet bei Baner auf mich." annvor-tete Elsa, .er wollte durchaus, daß ich nach dem Theater noch eine Stunde mit ihm zum Ball de» Onkels Reiner fahre." .Armes Ding." murnielte der Offizier, wäh-rend er mitleidig ihre blaffen Wangen streichelte. .Man verlangt doch viel Selbstbeherrschung von solch einem schwachen, junge» Geschöpf." Iohann-I rpt)ri f. (Mit Xejt.) Schweigend saßen der Oberst und Elsa in dem reservierten Zimmer bei Bauer und war-teten hier ans den Bankier. Derselbe mußte durch etwas Wichtiges abgehakte» worden sein, denn die verabredete Zeit war längst verstrichen uud er kam »och immer nicht. In dem Nebenzimmer hatte sich eine lustige Gesellschaft etabliert. ES schien eine bacchanalische Stimmung dort zn herrsche», die Ehampagnerkorken knallten, während Lärme» und Reden und Bechergeklirr laut durcheinanderklang. Linden nnd Elsa Weitage zur ]0cttaucr Scihtng ««rlag Don s. «(•■(* U f«tt«u. 14si nitjteini aiiiiiiuiliri) taiii» daraus, sie waren zu sehr mit iijrcit ciacncii Gedanken beschäftigt, was gingen sie die lustigen Zecher an? Der Liierst Iwtc sich von dem Kellner Tinte n»d Zeder geben lassen nnd schrieb mit zitternder Sand ein vaar Worte aus ein a»»gerissenes Blatt seines Notizbuches. A» seinen weißen Wimpern hing eine Thräne, und ehe er es hindern tonnte, fiel sie herab ans das dicht beschriebene Blatt, das der Oberst mit tiefem Atem» zng in ein Eouvert schob nnd frankierte. Elsa stand am Fenster, dir Stirn gegen dir Scheiben gedrückt, nnd sah ans die nächtliche Straße hinab, die selbst jetzt nicht zur Ruhe komme» wollte. Plötzlich schreckte sie znsam-men. Eine weinheisere Stimme i» den, Nebenzim-mer ries: „Prosit Linden, der widerspenstige Schwiegervapa soll leben, wirst ih» mit der Zeit schon rnmkricgen. das Mädel ist ja doch toll in Dich verschossen und dann soll ein lästiges Leben wer-den, juchheisasasa!" Ihre öaiiö zuckte nach dem Herze». Dann hatte sie plötzlich mit einer hestige» Bewegnng die ver> schlösse»? Doppelthür ausgcrisse», welche ans de» kleittk», umgitterte» Balkon hinanssührte. Schwan-kend nttiklam«lerte sie das vergoldete Gitter, starr, mit weitgeömiete» A»ge» sah sie in das Zimmer. in welche», jene Worte gesprochen worden waren. Der Sturm fuhr über sie hin nnd zerzauste ihre Haare, ihre Zähne schlugen vor Frost aneinander. sie merkte eS nicht, sie sah nur die Tafelrniide. die in orgienhaster Lnst vor den halbgeleerten llham-paguerstaschen saß. Und »litte» »nter den Männern und Frauen, als gehöre er dazu. Oskar, glühend vor Wein und Aufregung, deu schäumende» Sektkelch in der Hand, den Arm um die Gestalt eines schöne« Weibes geschlungen. Elsa erkannte sie wohl, es war eine ihres Talentes halber bew«nderte und ihrer Leichtlebigkeit halber vou viele« gemiedene Schauspielerin! und dieser Fran sagte er nun wohl all dieselben süßen LiebeSworte. mit denen er einst ihr un-sclmldiges Herz bethört. Elsa konnte ihn nicht verstehen, er sprach im Flüsterton, aber sie sah seine feurigen Blicke, sah daS ver-siihrerische Lächeln der Schauspielerin, sah, wie er vor ihr auf die M»ico sank uud sie die Lippen aus seine Stirn drückte. Kalt wurde eS in Elsa» Herzen, kälter wie die Ja-»naniacht. die ihre eisigen Schleier um sie breitete. Ihr war'S, als müsse sie sterben an diesem gransamen, stechen-den Weh in der Brust. Sie wollte in daS Zimmer zu-riickkehren, aber die Füße wa-ren ihr schwer »nd strif wie Blei, sie trugen sie kaum. lind dann hörte sie seine Stimme, heiser, niit einem fremden und unangenehmen Mang, wie er den lächeln-den ToastanSbringer von sich abwehrte. .Laß mich tu Ruhe mit diesen alten, längst vergesse-neu Geschichten — ich bin froh, wenn ich von der Ge-sellschast nichts mehr zn sehen nnd zn hören brauche." .Na, na," lächelte der audere. .thu' nur nicht f»! Die E^brant mag ja aller-dingS hübsch langweilig ge< wesen sein, aber das Geld." Er schnalzte mit der Zunge. Freiherr ». «leichc» Rlißwurm f. (Mit Ztft.) Di« Stadt Vvchhol, i» Sachsen. Photographie vo» Paul «eher in Puchholz <«i, tcjt.) - - . ................ ... OSkar aber schlug mit der geballten ^anst auf deu Tisch, daß die Gläser klirrend gegeneinander stogen »nd der Wein in breiten, Strom über den Tiich floß. .Ich will weder sie. noch ihr Geld!" ries er heftig. .Znin Henker mit dem ganzen Philistervolk. Unsere lockere, nngebnndene ttnnstlenrrilieit soll lebe»! Nicht wahr. Hera." Er hielt der Müustlcriu de» Kelch entgegen uud stürzte de» fenri.mi Wein mit einem Schluck hiuuuter. Immer weiter rissen il, t die Weingeister fort, seine Äugen brannten, er wußte längst ni.1,k>' mehr von dem, was er sprach — er sühlte nur. daß ihm da? Herz weh that, und hin nnd wieder schüttelte eS ihn wie Fieber-U- a»er. Oberst von Linde» hatte Elsa in das Zimmer znrückgesührt nnd drückte sie sauft an seine Brust. Leise, fast sriini brriil seine bärtigen Lippen ihre weiße Stirn. ..Vergiß ihn, er ist Deiner nicht wert!" „Und ich hatte ihn so lieb, so ituansivrechlich lieb," schlu Elsa und sank sasinngslos weinend in die Missen des Sofas. Der alt« Offizier biß die Zähne zusammen, daß sie knirsn Er dachte an seine kranke Zran daheim, welche in sieberndei wartnng seiner Heimkehr harrte, dachte an die Tochter, 5 Ingeud des Bruders Leichtsinn verdüstert, und ein Gefühl zori Verachtung wallte i» seinem Herze» gegen den ans, der all Leid verschuldet nnd mit leichten Frauen und i kenen Freunden zechte, während anderen das.< um ihn brach. Sine» Moment schwankte er, ob er de» ? s der da vor ihm ans dem Tisch lag. zerreißen so -Was brauchte Oskar Trost und Verzeihung? s2i et die Liebe ist langmütig, sie vergißt nur zn g> u, und so ging der Brief fort. • » Blaß und matt dämmerte der Wintermorg m OSkar stand allein am Fenster der Bel-Etage, it er mit Strehsen gemeinsam bewohnte. Die Luft, welche von der Straße hereinwehte, hm« ihn jäh ernüchtert. In dumpfer Verzweiflung uh er zu den Sternen ans, die, ach, so kalt, so f,n> und unerreichbar zu ihm niederstrahlten, so fent, so unerreichbar wie der Ruhm. Die Trostlosigkeit seiner Lage überwältigte i m jäh. Er sank in die jtuiee und drückte sein Gesich, in die gefalteten Hände. Und die Sterne am du»k-leu Winterhiminel flimmerten weiter, kalt, geheimnisvoll. Wie viele Menschen mochten sie schon gesehen haben, die au» dein «tanb der Erde emporstrebten uud in ohnmächtigem Per-langen die Hände »ach ihnen ansstreckte». Bleibt doch daS Men« fcheuherz mit seinem heißen Sehnen, seinem stürmischen Ringen und Streben sich ewig gleich — im Sand der Tropen, wie im Schnee des Nordeus, durch IaHrtaitseiide uud aber Jahrtausend Strehsen fand den jungen Frennd ani nächste» Tag krank und siebernd. .Laß mich allein," sagte er mit müder Stimme. Er schloß sich in feinem Zimmcr ein und wollte linder esse», noch trinke». Stnli sen ließ ih» gewähre». Der geniale Heldciispielcr war im gewöhnlichen Leben ein envaS leichtsinniger, aber änßerst gutmütiger Menicb und liebte Linden wirkli Er selbst hatte die Ideale der Jugend längst über Bord geworfen, als lästige» Ballmt bei der Jagd nach dem ü". folg. Er kannte das Lel> ti seiner Kreise uud empsa! ? ein Gefühl schonenden M leidS für diese schwänneris>> e Dichtcrseelc. die sich dni t' de» glänzenden, änßei » Schein noch blenden iii Er wnßle. wieviel OSkar f. opfert, wieviel Enttäns> nngen ihm noch bevorsta de». w»ßte, wie dnnkel d. Weg war, die zur Hö e führte. Ob Oskar sie überbau, t erreichen würde? Jede falls nur mit versengt i Schwinge»! Er strebte, il> : so lange wie möglich die jugendliche Begeisternng zn erhalten. «: als er ihn so gebrochen vor sich sah, fühlte er'S wie eiueu körpt lichen Schmerz am Herzen. „Es sind Briefe für Sie angekommen," sagte die Wirtin a Nachmittag, während sie energisch an Liudeus verschlossene 3lj; klopfte. Er richtete sich auf und ließ sie herein. Er »ahm der Fra die Postsache» ab »nd winkte ihr. wieder zu gehen. Es war il-eine Onal, ihr nengierigeS Gesicht zn sehen. Gleichmütig erbrach er daS erste Schreiben; eS war eine Rrr nn»g, das zweite auch. Mit einem höhnischen Auflachen ball er die übrige» Briefschaften zn einem U nänel zusammen und schle derte sie «»gelesen i» den Kami». Er zündele ein Scheit H. ii uud fftJ mit düsteren Aiigcii zn. wie die «lammen nierin uart) rn Papieren hlnzlingelten. eines »ach den« ««deren erfaßte» n«d z!^'?nd und knisternd zur Asche verbrannten. 1019t.) Die Kaiserin und der Klavierstinnner. ^Äevor Napoleon I. den Feldzug in Spauleu beaann. der der testierenden Familie der Bourbou», rejpetlive der Herrschast es einfältigen nid euergie->ieu König» nrl IV. ein tieö Ende be 'itete, hielt et ,ih IÜHflere .Zeit in bet olretijfefhirtn Na»onne auf. t'O er a» der i-ite seiner emahlin so iniige und ebenSfrohe luuden ver-äurnte. Na-..■lern» erreich-eBayonneam I April lvaS eine halbe Meile von Ba-»vime entfern-te Schlößchen Oiftteau de Mirrao, da» gegenwärtig titict Ruine .icht. nachdem e» im Jahre durch einen 'örand ganz-lich zerstört ivurde. Kein Tag verstrich, ohne daß beide ei-»cuGang durch die Straßen nnd über das Glac!» mach-ten; manchmal stieg man zu Pferde oder suhr in einer vssenen Kalesche aus, begleitet von ei-item glänzenden Stäbe und einer Husaren» eskorte. Der Uaiier wählte vielsach ganz entlegene Ztra-ßen uud Wege, inbemer jedeö-mal eilten anderen Rückweg ctnWi'a. Das Don Poncan am rechten Adournfer, eine kleine Meile vo» der Stadt entfernt, war Ioiephiueuö belieb-teste» Ausflugsziel. Hier war es. wo der gewaltigeSchlachtenlcnker mit ihr wie ein Schulknabe iit den Freistunden sich erlnstigte. indem beide zwischen den Diine» Berstecke« spielten, oder indem er bei der Ebbe sie in den See jagte, so daß sie ost bis zu de» Kniee» im Wasser watete, uud dies alles gar häusig i» Gegenwart der am Strande beschäftigten Fischer und Weiber des Ortes, die sich hoch-lichst darnbe- ano'isiru». Es ist eine traurige Wahrnehmung, bn5 dieser eiserne Monarch, während er sich mit soltheu unschuldigen Spielen vergniigte. gleichzeitig Könige absetzte und iianiciiloje» Elend über die ivanische Nation lieransbeschwor. I» Biatritz, wohin das Herrjcherpaar ebenialls Ausflüge unter-nahm, befindet sich die sogenannte „Höhle der Liebenden', worin der Sage »ach ein Liebespaar vo» der Meeressint Überrascht und ertränkt worden war. Diese Grotte wurde ost von dem Herrscher-paare besucht, sobald die Ebbe e» erlaubte, und sie mögen dort im Angesicht des unendliche» Oceans manche romantische Stunde verlebt habe». Ein Augen-zeuge, derLeut-naut Nigo-lewSki von der polnischen Lei-beskadron der kaiserlichen Garde,erzählt, daß der Kaiser zu Zeiten Io-sephinenö klei-neAtlaSschuhe, während sie draußen im Wasier umher- plätscherte, hinter einen Sandhügel versteckte nnd dieselben nicht eher zu ihr brachte, bis sie den ganzen Weg von dem Strande bis zur vierspän-nigen Karosse bariiißig zu-ruckgelegt hat-te;ihre Schelt-Worte uud Fächerschläge machten ihm danndaSgröß-te Bergungen. Die Eskorte bildete unter-denen einen Halbkreis, um jede unbefugte Annäherung sein zu halte». Eine sehr hüb-sche Anekdote stammt an» jener romanti-scheu und idtil-lifchen Zeit: Ein Klavier in dem Mnsiksaal be» Schlosses von Chatcau de Marrac mußte neu gestimmt werden und dereinzigekla-Vierstim niet zu Bayonnewur-de gerufen. Während der Mann nun mit dem Justru-ment beschäf- tigt war. trat Josephine In einfacher Toilette in den Saal. Neu-gierig wie sie war, sah sie der Arbeit des juugeu Mannes mit sichtlichem Interesse zn. indem sie sich mit den Ellbogen ans den Deckel stützte und ei» Gespräch über die Art der Reparatur mit dein Handwerker anknüpfte, welcher weit entfernt war, in ihr die Kaiserin zn vermuten. Allmählich nahm die Unterhaltung eine wärmere Tonart an »nd der galante Arbeiter, der von den Reizen der Anwesenden, in der er eine Kammeriuugser vermutete.^geieiselt war, wurde «icht müde in Komplimenten an die Adresse seiner (sin guter Wiq. von B. »0.1 Berge» rb«it «uft flach bltib«», »Stigen-fall» fl",b «inige M. In Lweilarblii« Spitze in H«kelardetl«t stder Tour zuzunehmen. «te l»«n 1 Ct., gefolgt vo« 1 Picot (bestehend au» ü Lft«. »nd l f. w. i» bi« erst« derselbe«» I« jede St« M. vor. lour Bei all«» folgenden Rosetten schleift «an die beide» letzten W!e,t an die ent-sprechenden Picol» der l«tztg«arb»itete« Ros«tt«, »I» di« Spitze bi« gewünschte Läng« «micht hat. »i«t Langreih«» bild«» b«» g«rad«n Rand d«r Spitz«, lt« Reihe: I« ei» Bündel vo» 2 dreifachen Stäbchen In die beiden Picol» vor und die b«!b«n Picol» nach den »er«inlgt«n Picol». «lle S Stunden werden mit ei««« Umschlag« abgemascht, 6 Lft«.. 2 St. mit eine« Umschl. abgemaschl In ba» nächste Picot, l Lslm., 2 durch eine« Umschlag abgewaschte St. i» ba» folgend« Pilot, 6Cflm.; fortlaufend wiederh. 2te 8»., blau? »ech. felnd 1 St., I Lft«,, 1 M vor. R. üb«rgrh«n. St« R.. rr«mefarben! Sreuzst., gefolgt vo» je l Lstm.,1 M vor. R. iwergehe». «te R., bla»! wechselnd l St., l Lft«,. I M. vor. R, übergehen. Johanna Spyri f. «m 7. Juli ist In Zürich die gemütvoll» Jugend-schrlslstelleri» grau Johanna Sphri, d»r«n volkstümlich« Schrift»« In b»n w»I-t«st«n Kreis«» b«ka«nt und hochg«schätzt flnd. Im »ller von 7« Jahren ge-starben. I« dem b«! Zürich gelegene» Tors Hirzel a« 12. Juni 1827 al» Tochler de» «rzte» Dr. Heufter geboren, hat fl« feit I8ft2, wo fl« al« di« Frau de» Recht»a»walt, Spyrl nach Zürich übersiedelte, ständig hier gelebt und In Ihrer Häulllchkeit Ihr «llick gesunde», «l, Schrlslstelleri» trat fl« erst verhältnllmäftig spät. In Ihrem «I. Leben»jahre, ans; dann aber hat fle flch Im Fluge die Herzen Ihrer Leser und Leserl»»en erobert »nb bie Kinderwelt mil «in»r großen Zahl ebenso gehaltvollen wie fesselnden Jugendschrislen beschenkt. Heinrich Ludwig Freiherr v. GleichenRußwurm, der Mitte Juli im 65. Lebensjahr In Weimar gestorben ist, war ein Enkel Schiller», Seine Mutter war (Xmilie von Schiller, die Tochter de» Dichter», die 1828 de» nachmalige» baltischen Kammerherr« Areihcrr» Adalbert vo» «leich«».Ruft. wurm geheiratet halte. Ter verstorbene hat flch al» Landschaft»«aler noch I» späteren Leb«n»jahren bed«utenden Ruf erworben — er wldmele flch rrri In reisen Mannelalter der Kunst, Das 4jthrige Iubiläuni der Siadl Buchhol, in Sachse». Die reizend gelegene sächflsche Stadt Buchholz feierte i» den Tagen vom 19.—23. Juli i|i vlerhunderljlhrige» Jubiläu«, Bei dieser «elegenheil wurde auch «in Denkm,,! ihr«» Begründer» (Kursürst Friedrich der «eise» enlhülli, Buchholz hat geg», 8000 Einwohner «nd »Ine reiche Industrie: in»b«>ondere Posa«e»lierwaren (Fil gulrr Witz. Für die «lanemirl ist e» jedesmal ei» Feiertag, wc«, von ihre« Schatz, der bei den schwere» Reiter» I» München in Gar»iso» liegt, ein Brief ankommt. Die «rlle» Herzen«grvfte waren wohl nicht beso»d„« heiter abgefaftl, denn da» Heimweh nach den Bergen vo« Partenkirche» «nb die Sehnsucht nach der blauäugige» >»»emlrl waren zu grob und guckte» am I'd»m geschriebene» Wort herau». Heule Ist da» allerding» ander» geworden. In wenigen Woche« ist sei»« Miiilärzeil um. und bann ist er wieder dahem und bei seiner Braut, Heut« «»zählt er Ihr in sein«« Brief« 1» aulgelassexexi Humor all«rl«I lustige Schnurre», an b«««n «» im Soldal«»l«b«n nicht «angeli Sei« Brief kommt vom Manbverfelde und gor lustig schildert «r darin sei», Einquartierung in einem fränkischen Bauernhof, wobei flch allerhaab Reim Adenteuer und lustige Episode« abspielt»». Ja, gar lustig ist'» Soldalenleben A»ch eine >u»kunfl. Fremder: »>lso ba» Ist da» berühmt» «lp. Horn. Ja, v«r»hrt»st»r, klingt bin« ba» Immer so «ntsktzlich?' — I >«. heimisch«»: ,Ra — btoft wenn «an '««Inblost!' Freusd>nn«nb»SH«it. Reiche Er bin: »Tu glaubst gar nicht, »I» viel, H«rr«n wir Fensterpromenad« mache»,' — Ti« gute Freundin: denn von der Strafte au» T«in »eldschrank flchlbar?' Die Wurzel all«» N«b«l». Mürrisch sagt« «inst ein Kranker z« seinem Arzte: »Schon so lange habe« Sie an «Ir herumgebocktert, aber bl»her oh«, groften »rsolg. Greisen Sie doch bi« Sache einmal kräftiger an. um die Wurzel de» Uebel» gleich «it «In«« Schlage zu vernichten.* — Tal loill ich sogleich thun,' enlgegnele ber >rzt lächelnd, erhob s»In»n Stock nnd zer. schmetterte »lt eine« Schlag« «in« voll« weinflasch«, bi« auf «in«« Seite,, tisch« stand, Dr. w Sie »«iß noch «icht Bescheid. Franl.: »wa» flnd denn Ihr« neu,, Nachbarn sür Lente?' — Fr an B.: .Ja, da» tann ich Ihnen «icht sag», fle haben Ihre Wäsche noch nicht ausgehängt I' —■ ■ . ■ w » Rührei«» »it ftife. Zwei bi» drei Eier verrührt «a» «it drei di» vier Ldffel Rah« oder guter Milch tüchtig, giebt zwei bi» brei Liffel g>-schabten Käse, da» nltige Salz und etwa» Pseffer zu, »acht in «Ine» Pfa»?, etwa» Butter helft, bringt die« hinein nnd läßt e» unter beständige« Rühr,» so lange darin, bi» » ein wenig fest geworden ist. Wabin, welch« noch kein« Brüt enthielt«», sollen bei ber Herbstrevifls» de» Sticke» entnommen werden, Dieselben werden von den Bienen nicht belagert «nd bilde» daher i« Winter «in« recht hinderliche Scheidewand zwi. schen zwei Honigw aben. Eine gut« für offen« wunb««, Bra»dw»nde» tt. kann man auf leicht- w«is« dadurch h«rst«ll»n, daft man auf einem Teller ei« Stückchen Butter mit de» gleichen Quanta« Mehl nltt«lst einer M«fl»rNIng« g»t durch-einander arbeitet, die so erhaltene Salb« ans «in L«inwanbläppch»n ansstreicV u«d auslegt. Die Salbe muß in jede« einzelne» Fall« frisch ber«it«t werde B B E a 0 M | 0 0 | 0 OnatzrattZlsel. Die «uchstade» W Quadrat,» ftnd so z» ordne», daß di« »»>-sprechend«» nx> »erechten »nd senkrecht»» »elhei, gleichlautend« «Sri, eegeden »l« wdrier »«zeichnen I t) »ine «eteichnuna für Pddel. »> El»«» >»Ir»f dr» Widerspruch». »> ?tn«n hefttgen «tndstotz. «rilhmogriph. \ 7 $ El» geschützte» ichleifmalertal. ». Hin sildamerikonischer Staat. 8. »in« »rt>sergattun> «. 4ln Fluh In Preutze». « i * ». Sin« Stadt in Cestfrretch. »»»»«. VI» «vael. 5 7 8 »». «ine lächerlich« Stodeftgu». 4 » i i ». Ein wrtbllcher Vornan^ 8 9 4. Eine Urbart. Tle «nfang«I,uchstabe» von »de» »ach unten erg«l>«» I—». h«tnr, «vg». Rnagramm. gnxi Brüder sind zu finden I» Her«» «die» »et. 'JR'-iS rinn davon schwinden, bann blu&t'O »nt> duftet» zart Juliu» galck. ■nftifunf. 1114» I I I * I » • I 4 8 4 8 ■ 7 ■ 0 M .1 _A M 0 R A 1 E R P 1 l. 0 A E T A A L L A 11 «ilUhm folgt I» Nil After fhirnmet. Vuflvfnngtn an« »«riger Kummer: »e» »ülsel»! «u^ndltck. »et «har-de- «fle». »baler. «fsenthaler. >IIe Rech«, ,«e»e»«Ile». Veraatwortttld» Redaktion von Srnst Vlelsser, «drutfl und t»»ra»»i>«a»d«» VON «rei»«r k $f«l||c» tn ttuityart