^m^aelze^ ^e!tnna ^' «4«. Dinstag am T« October »83« Die „Laibacher Icitünq" erscheint, mit Ain'nahm.- der Sl,'nn- »nd !fclerg 6 il Wr die Z,l,1ell,»lq i»'s Ha,is inid l.albjähiiq 3U fr. „lebr ,» e.itricht.». Mit der Vo'ü uur^. frei c,a,l^äs,riq, untcr Kre^baiid m.d ziewickter ?ldre„e <., ,1 s> s.'.r i..-"»'liqe Eiu.chaltx.n, 3 s>., s>.r ^N'.'i,>ml,.,e^ s> „,r "n»m, ,g^. sr (5 M Inserate bis 12 Z.i!.» fosle» < ff. für 3 M.il. 50 fr. sin- 2 Mal »„d 40 fr si,r < Ma! ,i„.'„sckal^ 3» diese» Gebühre» ist »ach de>» ,,prov>!>,n!,che» (Äe,etze Vm„ «.. '.'ll'ven.ber «8^0 f,,r I"s.rt,o»sftä>»P.l" »och ,0 fr. sür e,»e jede^»,ali.,e ^i»sä>altuuq hi»z» z» rechnn ",,z„,n)an,». Amtlicher Theil. <^^uf allerhöchste Anordnung wird für weiland Se. königl. Hoh. Franz Gustav Oscar, Herzog von Upland, königlichen Erbprinzen von Schweden und Norwegen, die Hoftrauer, von Samstag den 23. October angefangen, durch zehn Tage, d. i. bis einschliesiig 1. November, ohne Abwechslung getragen werden. Se. k. k. apostol. Majestät geruhten mit allerhöchster Entschließung aus Fiume vom 6. October d. I>, dem Major Carl Gottschligg, Commandanten des Militär-Gestüts zn Mezöhegyes in Anerkennung der sehr eifrigen und umsichtigen Erfüllung der ihm übertragenen, mit ungewöhnlichen Schwierigkeiten verbundenen Mission, das Ritterkreuz des Leo» pold-Ordens, mit Nachsicht der Taren, allergnädigst zu verleihen. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung Kegiments Nr. 14, im Warasdiner St. Gevrger Gränz-Infanterie-Negimente Nr. 6, und Joseph Ritter v. Turszky, dieses letzteren, im Peterwardeiner 9. Gränz-Infauterie-Negimente. Zu Majoren, die Hauptleute: Anton v. Lerner, bes Infanterie-Regiments Freiherr v. Hesi Nr. 49, in demselben; Joseph Mraovic, des St. Georger 6., N" ersten und Peter Preradovic, dieseö letzteren, im Deutsch-Banater 12. Gränz-Infanterie-Regimente; Camillo ^raf v. Thurn, von Ritter v. Schönhals Infanterie ^'. 29, hei Ritter v. Airoldi Nr. 23; Alelander Venedek, von Fürst von Warschau Nr. 37, bei Fürst Thurn und Taris Infanterie Nr. ü'0; Staniolaus Paic, vom Infanterie-Negimente Fürst Carl Schwarzenberg Nr. 19, im Regimente; Carl Ritter v.Czetsch, von Kaiser Alexander Infanterie Nr. 2, bei Franz Graf Gyulai Infanterie Nr. 33 ; Alexander Hnmner, von dem znleßt genannten 33. Infanterie-Regimente. bei Varon Culoz Infanterie Nr. 3l; Carl Noth, vom Infanterie-Negimente Prinz von Preußen Nr. 34, bei Herzog Nassau Infanterie Nr. lll; Felir v. Alemann, von Erzherzog Rainer Nr. 69, bei Dom Miguel Infanterie Nr. 39; Friedrich Grobois, von Erzherzog Ernst Infanterie Nr. 48, im Negimente; Marcus IeUencic, von Erzherzog Franz Carl Infanterie Nr. 62, bei Erzherzog Leopold Nr. 63; Joseph Grobis, vom Infant.-Regim. Bar. Wimpffen Nr. 13, bei Erzherzog Carl Nr. 62 ; Lazar Csicsa, von Prinz Gustav Wasa Infant. Nr. 00, im Negimente; Rudolph v. He»kl, vom Infanterie-Negimente Ritter v. Noß-bach Nr. 40, bei Graf Nugent Infanterie Nr. 30; Carl Ritter v. Mycielsky vom Infanterie-Regimente Freiherr von Turszky Nr. 62, ebendaselbst; Joseph Freih v. Vaselli, von Ritter v. Alroldi Infant-Nr. 23, bei Erzh. Sigiömund Infanterie Nr, 4!i, u,^> Gustav Kohut v. Eicheokron, dieses l.yteren, beim Infanter -:'leg»nente Ritter o. Airoldi ?tr. 2U; Adolph Backi des Infant.-Regimenteü Großflirst Michael Nr. 2t/ Gouvernements-Adjutant in Tricst, im Regimente' und endlich Scipio Freiherr v. Palombini, des Infanterie-Regimentes Graf Haugwi!) Nr. 38, in der Dienstleistung bei Sr. kaiserlichen Hoheit dem durchlauchtigsten Hrn. Erzh. Rainer, im Negimente. Am 2l. October 1862 wird in der k. k. Hof-und Etaatsdruckerei iu Wien das I^XI. Stück deS allgemeinen Neichsgesch- und Negieruugsblattes, und zwar in sämmtlichen Ausgaben ausgegeben und versendet werden. Dasselbe enthält unter Nr. 203. Den ZoUeinigungsverlrag zwischen Oesterreich, Modena uud Parma vom 9. August 1852. Nr. 204. Die Mimsterial-Erklärung vom 29. Sep' tember 1862, zur Feststellung des Uebereinkommens zwischen Oesterreich uud Vaiern, betreffend das von den beiderseitigen Gensd'armerien bei Einschreiten jenseits der respective» Landeögränze zu beobachtende Verfahren. Nr. 20k. Die Verordnung des Ministers für Lan-descultur und Bergwesen vom 9. October 1862, womit der Zeitpunct der beginnenden Amtswirksamkeit der k. k. Verghauptmannschaft in Komotau znr öffentlichen Kenntniß gcbracht wird. Am 1«. October 1862 wnrden ebenda die noch rückständigen acht Doppelansgaben der vorläufig bloß in der deutschen Allem- und in der italienisch-deutschen Doppelausgabe erschienenen Stücke 1.VI., I.V1I. und I.VIII. deS allgemeinen Neichsgeseß- und Regierungsblattes vom Jahre 1862 ausgegeben und versendet. Ebenfalls am 16. Occvber 1862 wurde ebenda die magyarisch-deutsche Doppelausgabe des ^VIll. Stückes vom Jahre 1860 des allgemeinen NeichS-gesey- und Regierungsblattes ausgegeben und versendet. Wien, am 20. October 1862. Vom k. k. Nedactionsbureau des allgemeinen Reichs-geselz- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. O n t g e st n u tt ft auf die Darstellung der Ansichten wegen der Feilbietung der Herrschaft Laas und Schneeberg, in der „Laibacher Ztg.« vom N.d. M., Nr. 233. (Schluß.) Wenn man nun den, für den ganzen Grund-compler ermittelten Geldwerth auf die Große der Be-siftung, d. i. anf das sich gleich bleibende Flächenmaß von 44.211 Joch vertheilt, so ergibt sich nach der Schalung von 1848 für ein Joch der Werth ron..........29 fl. 3t kr. daher der jährliche Neinertrag oder ""/« ,3'nsen.......' t „ 28-/. „ nach der neuen Schätzung von 1862 der Werth vom Joch nur mit . . 11 „ 16 „ der jährliche Reinertrag oder 6"/^ Zinsen.........— „ 28«/. „ Diese Berechnung zeigt, daß der allgemeine Werth des ganzen GrundcomplereS der ersten Schätzung zu der zweiten, wie 100. 3tt sich verhalte, daher die letzte fast um ^ geringer ist. Betrachtet man den Werth der Wälder allein (d. i. mit Ausschluß der übrigen Culturen und Objecte), welcher durch beide Schätzungen «,-l höbe,, worden ist, so erhalt man folgende Resultate: Herr Valentin Nichter gibt nach der ersten Schahimg in seiner Darstellung den Brultowerch der gesammte» Wälder an mit.......2,0üj.67« st. die Abzüge für diese an Grundsteuer, Negie- und Servitutskosten mit . . 799.670 „ daher Netto verbleiben . 1,282.108 ss. Vertheilt man diesen Nettogrundwerth der Wälder auf die Fläche von 4i.639 Joch, so ergibt sich für ein Joch Waldlaud der reine Grundwerth mit 30 fl. 8V» kr. und die jährlichen 6"/„ Zinsen mit . 4 „ 30'/^ „ während der Vruttogeldwerth mit 2,061.678 fl., auf die Waldstäche vertheilt, für ein Joch an Brutto- geldwerth........4!) „ 23-/. „ und an 6"/„ Zinsen.....2 „ 28'/« „ gibt. — Die neueste Schätzung hat den jährlichen Vruttogeldertrag der Wälder sammt deren Neben, Nutzungen mit 30.063 st. 60 kr. ermittelt, dieß gibt ein Capital von.....601.276 fl. 30 kr. Im Nettoertrage aber . . . 22.063 „ 60 „ im Capitale......441.276 „ 3l) „ Der wirklich bestehende reine Waldstand beträgt nach der neuen Schätzung beiläufig 41.006 Ipch. Vertheilt man den obigen Brutto» und Netto-Ertrag auf d,ese Waldfläche, so erhält man für ein Joch an Bruttogrnndwerch . . . 14 st. 30V. kr. an 6"/.. Zinsen......— „ 44 „ an Nettogrundwerth.....IU „ 46^ „ nnd an jährlichen 6«/„ Zinsen . . — „ 32'/, „ Nach diesen Darstellungen der beiden gerichllichen Schätzungen zeigt sich für ein Joch Waldland folgender Werth: Nach der ersten Schätzung von 1848 ein Brutto« werth mit........49 st- 23^ ^. Nettowerth mit ..,--- 3V „ ß^ ^ Nach der zweiten Schätzung!. I. ein Vruttowerch mit.....14 „ I«2^ ^ Nettowert!) mit......10 „ 46^ .. 103« Der jährliche Neinertrag für ei» Joch Waldland hingegen, nach der ersten Schätzung mit 1 fl. 30 V. kr. nach der zweiten......— „ 32)^ „ Die erste Schätzung der Wälder dieser Herrschaft hat 1848 als Kunstverständiger und Schätz-mann, der Verfasser des im Eingänge citirten Aufsaftes, Herr 1^. D. selbst vorgenommen, zu einer Zeit, wo der Erlaß des Patentes vom 7. September 1848 schon bekannt war. Der Waldstand von Laas und Schneeberg wurde ron ihm damals auf 41.639, dermalen 1862 auf 41.006 Joch, also nur um 633 Joch geringer angenommen. Die Preise des Holzes sind seit der ersten bis zur zweiten Schätzung, wie allgemein bekannt ist, bedeutend gestiegen. Der Werth der Gruudstücke hat sich seit jener Periode bis nun um das Doppelte gehoben, was die seither im Lande verkauften Güter und andere Neali-täten beweisen. Die Waldservitute waren 1848 wie 1852 sich gleich — die Zahl der Holzberechtigten hat sich seit jenem Zeitraume her nicht vermehrt, auch habeu die Servitutsberechtigten durch ihre Uebergriffe in den Jahren 1843 bis 1860 die Wälder ja nicht überhauen — dieß zeigt die Waldstäche von 1848 und 1862. Die Servitutsrechte mußten bei der ersten so gut, wie bei der zweiten Schätzung in Abzug gebracht werden. Die seit dem Verkaufe der Herrschaft Laas uud Schneeberg im Jahre 1847 neu eingeführte Waldwirthschaft und die Gebarung mit dem Holz wird es doch nicht sein, daß der erste Schätzüugswerth derselben gegen den der zweiten so bedeuteud hoher ausfallen konnte? Man erlaubt sich nun an Herrn l.. I). die Frage zu stellen, wie es komme, daß trotz dieser eher günstigen als ungünstigen Verhaltnisse, andere Fachmänner — Kunstverständige — nämlich die der zweiten Schätzung, für die ganze Herrschaft einen gegen die semige so bedeutend geringeren Werth haben annehmen können, und ob dieser geringere Werth die Kräfte eines Privaten, der diesen großen Gruudcompler zn kaufen (nach der vorne angegebenen Art) in der Lage wäre, übersteigen sollte, während Private (selbst in Krain) die Staatsgüter ankanften, durch Einführung einer verständigen und besseren Bewirthschaftung derselben sich ein sehr bedentendes Glück begründet haben, wie dieß bei den vom Staate verkauften Herrschaften Freudenthal, Nupertsdorf, Neitenburg, Kaltenbrunn und Weinhof sich zeigte. .,, ' Wenn daher die Darstellung der Ansichten des Herrn L. v. m der „Laibacher Zeitnng" vom 11. October d. I., Nr. 233, keinen anderen Zweck im Hintergründe hat, als für die Privaten den Ankauf der Herrschaft Laas und Schneeberg für unerschwinglich zn erklären, so scheint diese bei dem dermaligen Werthe des Gruud und Bodens, besonders deS Wald-grnndes in der Nahe der Eisenbahn und der Häfen von Fiume und Triest, wohl nur eine Stimme in der Wüste zu sem. Laibach, am 18. October 1862. W. G. L. Oesterreich * Wien, 22. October. Das k. k. Handelsministerium theilte vor Kurzem der hiesigen Handelsund Gewerbekammer eine Aeußerung des k. k. Gene-ralconsnlates zu Bukarest mit, welche in Betreff der Aussendung von Handelsindividuen auf levantinische Handelsplätze zur Forderung des Absatzes österreichischer Industrieproducte erstattet wurde. Das k. k. Generalconsulat bezeichnet den Vorgang der Schweizer in gleicher Richtung als erfolgreich und empfehlenswert!). Die von diesen ausgesendeten Haudelsin-dividuen hätten vor Allem die Aufgabe, jeue Com-Missionäre, welche mit dem Debit der Schweizer Fa-brikserzengnisse betrant sind, in der doppelten Beziehung zn überwachen, daß sie das genossene Vertrauen nicht mißbrauchen, und die Absatzwege der Schweizer Industrie uicht entfremden. Ferner sei es Sache derselben Handelsiudividuen, den Fabrikanten mit dem Localbedarfe. den Play hinwieder mit den Erzeug-mssen ihrer Pnuzivale selbst bekannt zu machen. Das System der ^m^ui,, vo^^ur« haben viele englische und Schweizer Industrieanstalten in der Levante zu Credit gebracht, und die alten österreichischen Etablissements nach und nach verdrängt. Den Vorschlag der Ausseudung juuger Mäuuer aus Fabriksdistric-ten, welche iu eiu auswärtiges accreditirtcs Haudels-etablissemeut zu tteten hätten, erachtet das k. k. Generalconsulat nicht für practisch, weil kein Handelshaus sein Geschäft vor einem jungen Commis offen halten werde, dessen Bestimmung es ist, jenem Unternehmer Coucurreuz zu machen. Bei der Ueber-legenheit der englischen Erport - Unternehmer in der Walachei, welche Herren und Meister des Platzes geworden sind, uud es so lange bleiben werden, als Capital und Wohlfeilheit ihnen zuc Seite stehen, wäre es ferner nnnütz, Stipendisten dahin zu schicken, um die Verkehrsverhältnisse zu studieren, und zugleich Memoireu über Hebung derselben zu ve» fassen. Sollten aber österreichische Fabrikanten ihre Zöglinge aussenden, «m sie in der Art, wie es die Schweizer thun, den Handelscommissionären beizugeben, so dürften wohl die Consulate sich darauf beschränken, diese Ausgeseudeten zu beobachten, und die Verichterstattuug rüctsichtllch der Ergebnisse ihrer Forschuugcu über deu Fortgaug des betreffenden Handelsverkehrs im Allgemeinen als ihre eigene Aufgabe betrachteu. * Der zwischen Oesterreich, Modena und Parma abgeschlossene Zolleinigungsvertrag ist gesteru durch das Verorduuugsblatt des Handelsministeriums kundgemacht worden. Nach demselben ist der Verkehr zwischen den drei Staaten freigegeben. Die Herzog-thümer Modena und Parma nehmeu folgende österreichische Gesetze an: den Zolltarif, das Gefällsstraf-gesetz, die Bestimmungen über Finanzwache, das Stämpelgesetz, das Zuckersteuergesetz. Bezüglich der Tabakpreise werden die im lomb. - venet. Königreiche bestehenden Bestimmungen als Regulator angenommen. Die eingehobenen Zölle fallen in gemeinschaftliche Theilung auf Grund emer nach dem gegenwärtigen Ertrage erfolgten Berechnung. Der Vertrag wurde auf die Dauer vou 4 Jahren 0 Monate», angefangen vom 1. Februar 1863, geschlossen. — Se. Erc. der Herr Statthalter von Mähren hat das Protectorat über die demnächst in's Leben tretende H au dwer ks schnle in Brunn übernommen. — Mit den Herren Emannel nnd Joseph Mar ist in Prag jetzt der Contract verabredet, durch welchen dieselben die Verpflichtung übernehmen, binnen drei Jahren die Modelle zu dem Radetzky - Monu-mente herzustelleu. Zugleich wurde über den Platz entschieden, auf welchen das Denkmal zn stehen kommen soll. Es soll dieß der freie Play zwischen dem Gitterthore der kaiserl. Burg nud der Hradschiner Allee sein. — Der Stadtrath der Stadt Klattau im südwestlichen Böhmen hat dem k. k. Ministerial-Officia-len Herrn Heliodor Truska, dessen Bemühungen um die Begründung des Iellaci« - Invalidenfondes, als Secretär desselben, vielseitig hekaunt sind, einstimmig das Ehrenbürgerrecht verliehen, uud ihm das sehr schön ausgestattete Diplom mit eiuer sehr ehrenvollen Zuschrift zugesendet. Bemerkenswerth ist, daß dieß daS erste Ehreubürgerrecht ist, welches seit uudenkli-chen Zeiten von der geuaunten Stadt verliehen worden ist. — Der bekannte Dichter, Herr C. Cerri, gedenkt in Verbindung mit Hrn. I. L. Semlitsch, eine uach einer besonderen leitenden Idee zusammeugetra-geue Sammlung noch ungedruckter lyrischer uud epischer Dichtuugeu, ausschließlich nur vou österreichischen Poeten, herauszugeben. Dieses Sammelwerk will dnrch strenge Auswahl, Eleganz und Wohlfeilheit die Theilnahme des größeren Publicnms für Poesie zu beleben, nnd die vaterländische poetische Literatur würdig zu vertreten suchen. Für das Unternehmen sind bereits höchst zahlreiche Beiträge vor-handen, daruuter vou Grillparzer, Halm, Prokesch-Osteu, Seidl, Hermannsthal, Deinhardstein, Vogl, Levitschnigg, Prechtler, Fvankl, Hammer - Purgstall, Castelli, Lorm, Baron Schlechta, Stelzhammcr u. m. A. — Ein altes Buch in nener Auflage, des Erasmus von Rotterdam ,>!.!"" xlüüili!«", zuerst erschiene» 1611, ist jetzt, 340 Jahre später, in Leydeu wieder iu Druck gelegt worden. Holbeiu's Zeichuuugen jedoch sind in der Ausgabe von 1780 viel eleganter erschienen. — Am 16. Abends ist zu Freiburg an der Un-strut der alte Thurnvater Friedrich Ludwig Iah» an deu entkräfteudeu Folgeu eines Nervenfiebers und hinzugetreteueu Luugeuleideu, nach achtwöchentlichem Krankenlager, im Alter von 74 Jahren 2 Monaten und 4 Tagen verschieden. — Aus Holsteiu wird berichtet, daß am Morgen uach dem Orcane vom 2. October im Vehler See eine Insel von 100 Fuß Länge und 70 Fnß Breite an einer Stelle aufgetaucht sei, wo der See bisher 12 Fnß tief Wasser hatte. Die neuciustandeue Iu-sel besteht aus Torfgruud, zeigt Nisse, und hat das Auseheu, als wenn gegohrner Teig in die Höhe gegangen ist. — Uebrigens hatte sich diese Insel bereits ein Mal im Jahre 1804 an derselben Stelle gezeigt, und war im darauffolgenden Jahre wieder verschwuudeu. — Das Churer Tagblatt will wisseu, daß ein gewisser Hoffmanu aus Deutschland, welcher seit eiui> gen Jahren in einem neapolitanischen Schweizer Re» giment gedient, und kürzlich als Mörder eines wache-habenden Soldaten zn Neapel dnrch Pnlver uud Blei hingerichtet wordeu ist, vor seinem Tode das Bekenntniß abgelegt habe, er sei der Mörder des Fürsten LichnowSky. Die „St. Galler Ztg." glaubt der Angabe uicht, da Fürst Lichnowsky nicht, wie Hoffmann a"< gebe, von Messerstichen durchbohrt, sondern -erscholl worden sei. Hossmann soll übrigens anf einer Var-rikade am 1«. September 184!) in Frankfurt "-M. dnrch die Hand verwundet worden sein, und sich bei der Ermordung des Fürsten uicht anf der Bornhei-mer Heide befunden haben. W e u t s ch l n ll d. Berlin, 20. Oct. Die von dem Minister des Innern berufene Commission zur Vorberathima der dem StaatSministerium in Betreff der Revision der Verfassungsurkuude zu macheuden Vorlagen ist, dem Vernehmen nach, mit ihren Verathungen zum SclM gediehen, uud soll ihre Auflösung in Kurzem zu e<> warteu sein. Wie es dem »C. B." zu Folge heißt, wird beabsichtigt, diese Commission, um einige M>t' glieder verstärkt, wieder einzuberufeu, weun über die iu Rede steheudeu Vorschläge die Berathuug »M Staatsministerinm beeudet seiu wird. K'önisssberss, 10. October. Heute hat das hiesige Stadtgericht die definitive Schließuug der Hit' sigen freien Gemeinde auSgesprocheu. München, IN. October. Die Geuesuug deS Herrn Ministerpräsidenten, Dr. v. d. Pfordten, schrei-tet nun ohne Unterbrechung vorwärts. Der Herr Ministerpräsident hat in der vergangeneu Nacht meh' rere Stunden lang unuuterbrochen geschlafen. S ch w e i ; Vern, Kl. October. Man vernimmt, daß Ih^ Majestät die am 9. d. in Lausanne angekommene Königin Marie Amalie, in deren Begleitung si^ außer dem Priuzeu vou Ioinville noch der Graf "' ChabanneS, die Gräfin v. Mollien und Dr. Gu"»«»' de Mussy befinden, bis zur vollständigen Wiederherstellung und Abreise Ihrer k. Hoheit der Herzogs vou Orleaus dort verbleibeu werde. Die Herzog"' vou OrleauS läßt iu Lausaune vielfache Beweise '^ rer Wohlthätigkeit zurück; so hat sie der aus f»'^ zösischen Arbeitern gebildeten 5m!!<'l<: !« eine Summe von 200 Fr. übcrmachen la^ ' Die AuSwanderuug aus dem Canton ^^'' uach Amerika ist immer uoch im Steigen. I" vorigen Woche sind alleiu auS dem Flecken M" 40 Personen aufgebrochen, um im Staate Wisco>'>" ^ wo die Glarncr zwei Colouien (Neu-Glarus und ^el' Elm) gegründet haben, sich niedcrzulasseu. ^"") haben im Sinn. ihre Eristeuz auf Landwirchschaf^ gründen, wozu ihnen das Heimatland keine ^"^ heit bietet. Einem geschickten Gärtner bot "" " milie 1000 fl.. wenn er sich ihr anschlösse, wao auch gethan hat. In Thnrgan ist der Eifer für d.e Errlch""" 5031 der Eisenbahn, welche diesen Canton dnrchschneiden soll, so groß, daß in der Gemeinde Bürgten drei Orundeigenthümer die ganze erforderliche Strecke Landes unentgeltlich zur Verfügung gestellt, und die Einwohner die Erdarbeiten übernommen habe». Frankreich. Paris, 18. October. Die „Ind. Beige" veröffentlicht nachfolgende telegraphische" Depesche: "Der „Moniteur" enthält eine Note, welche besagt, daß die glanzenden Kundgebungen, welche zu Gunsten der Wiederherstellung des Kaiserreiches stattgefunden haben, dem Prinzen die Pflicht auferlegen, den Senat auf den 4. November einzuberufen. Wenn die Verathungen desselben das Ergebniß liefern, dasi es wüuscheuswerth ware, die Reglerungsform zu ander», so wird das oon ihm angenommene Senatusconsult der Ratification des Volkes unterbreitet werden. Der gesetzgebende Körper wird berufen werden, um die Regelmäßigkeit der Abstimmungen zu bestätigen uud die Stimmenzählung vorznnehmen." Das „Pays" hat bereits das Recht an sich gebracht, seiner Zeit als Journal „de I'Empire" z» erscheinen. Der „Monitenr" berichtet über die Freilassuug Abd-el-Kaders, wie folgt: Der Prinz bezeichnete die Beendigung seiner Reise dnrch einen großen Act der Natioualgerechtig-teit und Großmuth; er hat dem Er-Emir Abd-el-Kader die Freiheit wieder gegeben. Seit langer Zeit war dieser Act iu seinen Gedanken beschlossen; er wollte ihn ausführen, sobald die Umstände es ihm gestatten würden, den Eingebungen seines Herzeus, ohne irgend eine Gefahr für das Land, zu folgen. Heute hat Frankreich in seine Macht nnd in sein Necht ein ausreichendes legitimes Vertrauen, um sich auch groß gegen einen überwundenen Feind zeigen zu köunen. Auf der Rückkehr vou seiuer Reise verweilte der Prinz auf dem Schlosse vou Amboise. Er ließ sich dort Abd-el-Kader vorstellen und gal' ihm in folgenden Worten Nachricht vou dem Ende seiner Gefangenschaft : „Abd-el-Kadcr! Ich komme, um Ihnen Ihre Freilassung auzu-kündigen. Sie werden, so bald die nöthigen Vorbereitungen dazu getroffen worden sind, nach Vrnssa, in den Staaten des Sultans, abgeführt werdeu und von der französischen Regieruug einen ihrem ehemaligen Rang gemäßen Iahresgehalt dort erhalten. Seit langer Zeit, Sie wissen es, hat Ihre Gefangenschaft mir einen wahren Schmerz verursacht, denn sie erinnerte Mich unaufhörlich daran, daß die mir vorangegangene Regierung die gegen einen unglücklichen Feind eingegangenen Verpflichtungen nicht eingehalten hat, uud nichts ist in meinen Augeu für die Negierung eiuer großeu Nation demüthigender, als ihre Macht in solchem Grade zu verkeimen, ihr Versprechen nicht zu halten. Die Großmuth ist immer die beste Nathgebcrin. Ich bin überzeugt, dasi Ihr Aufeuthalt iu der Türkei die Ruhe unserer Besitzungen in Afrika nicht beeinträchtigen wird. Ihre Religion, wie die uusrige, lehrt, sich deu Fügungen der Vorsehung zu unterwerfen. Nun, wenn Frankreich Herr von Algerien ist, so hat es Gott so gewollt, nud die Natiou wird nie Verzicht auf diese Eroberung leisten. Sie waren der Feind Frankreichs, aber ich lasse trotzdem Ihrem Muth, Ihrem Charakter nnd Ihrer Resignation im Unglücke Gerechtigkeit widerfahren. Ich halte also fest an der Ehre. Ihre Gefangenschaft aufhören zu lassen, indem ich vollkommenes Vertranen in Ihr Wort setze." Diese Worte brachten eine tiefe Nührnng bei dem Er-Emir hervor. Nachdem er dem Prinzen seinen ehrfurchtsvollen und ewigen Dank ausgedrückt hatte, schwur er auf das Buch des Korans, daß er nie den Versnch wagen würde, die französische Herrschaft in Afrika zu stören, uud daß er sich dem Wille« Frankreichs ohne Rückhalt unterwerfe. Abd-el-Kader fügte uoch hinzu, daß man deu Geist uud den ^chstaben des Gesetzes des Propheten sehr schlecht verstehe, wenn man annehmen wollte, daß eS gestatte, die gegen die Christen eingegangenen Verpflichtuugen zu verletzen, und er zeigte dem Prinzen einen Vers des Korans, der förmlich, ohne Ausnahme oder Rückhalt, Jeden verdammt, der die beschworeue Treue selbst gegen die „Unglanbigen" verletzt. In den Angen aller verstandigen Araber wird heute die Eroberung Afrika's als eine vollendete Thatsache betrachtet; sie erblicken ln der bestandigen Ueber-legenheit unserer Waffen die offenbare Kundgebung des Willens Gottes. Eine loyale und edelmüthige Politik ^st die einzige, die eiuer großeu Nation geziemt; Frankreich wird d.m Prinzen Dank wissen, sie befolgt zu haben. Abd-el-Kader wird auf dem Schlosse von Amboise so lange verbleibe»,, bis alle Maßregeln zu seiner Uebersiedeluug und seinem Aufenthalt in Vrnssa getroffen worden sind." Der Prinz-Prasident gab bei dieser Gelegenheit einen nenen Beweis seiner Selbständigkeit, indem er die Fleilassuug Abd-el-Kaders gegen den Nalh seiner Umgebung anordnete. Er eröffnete dem General Arnaud erst einige Minuten vor der Unterredung mit dem Er-Emir, daß sein dießfalliger Entschluß uuum-stößlich sei. Ucber die Gefangennehmung Abd-el-KaderS bemerkt das „Journal des D»'bats": „Abd-el-Kader ergab sich dem Geueral Lauwrlcl''re am 21. December 1847. Man weiß, daß der Emir dabei die Be-dingnng stellte , mit seiner Familie nach St. Jean d'Acre oder nach Alerandrien gebracht zu werden. General Lamoricii're, als Commandant der Provinz Oran, nahm dlcse Bedinguug an, welche der Herzog oon Aumale als General-Gouverneur von Algier ra-tificirte. Die Regierung des Königs Louis Philipps erhielt am 31. December 1847 die Nachricht von der Gefangennehmnng Abd-el-Kaders uud seiuer Anknnft in Toulou Am 24. Februar 1848 hatte der Mini» sterrath über das Schicksal desselben noch keinen Beschluß gefaßt. Die provisorische Negierung ließ den E,nir nach Schloß Pan bringen, wo er ein Jahr blieb, von dci wurde er nach Ambo.se, seinem Aufenthaltsorte bis zur gegenwärtige,, Stunde, gebracht. Paris, 20. October. (Tel. Dep. der Prenß. Ztg ") Der „Monitenr" macht 4K0 Gemeinden namhaft, die für das Kaiserreich petitionirt haben. Der Prinz hat hente die Arbeiten am Louvre besichtigt. Ueberall rief man: „Es lebe der Kaiser!" Das Gerücht von der bevorstehenden Zurückbe-rufnug der erilirten Generale gewinnt an Bestand, sowie der Glaube, Se. Heiligkett werde die Krönuug Sr. Hoheit selbst voruehmen. In Nantes circulirt eine Petition, in der der hl. Vater gebeten wird, den Erwählten des Volkes zu salben. Paris, 20. October. Man will heute bereits mit Bestimmtheit wissen, daß am 21. November das allgemeine Ecrutiuium begiunen wird, durch welches der Senate beschluß bestätiget werdeu soll. Iu diesem Falle wird dauu die Proclamirung des Kaiserreichs am 2. December Statt finden. Sp a n i e n. Madrid, 11. October. Die über die Vereinigten Staaten angelangten Nachrichten ans der Havana reichen bis zum 14. September. Die Journale berichten, daß es kaum begreiflich sei. wie die Hauser in Santiago nach der jüugsteu so fürchterlichen Catastrophe sich so schnell aus ihrem Schntte erheben konnten, uud die Einwohner zu ihrer alten Lebensweise uud Geschäftsthaligkeit wieder zurückgekehrt seieu. Der Haudelsverkehr hat seiue vorige Gestalt wieder augenommen. Die während des Erdbebens auf die Schiffe im Hafen geflüchtcten zahlreiche» Familien sind zurückgekehrt, und Jeder geht seinen gewöhnlichen Geschäften nach. Die Stadt bot nach den ersten Tagen des Erdbebens den Anblick eines großen Feldlagers dar. Der Generalcapitan der Insel Cuba hat mit dem Dampfboote „Isabel" allerlei Hilfsmittel für die uuglücklicheu Vewohuer vou Santiago übersandt. Die Cubaner erließen Danksagnngsschreiben an die Capi-täne der inländischen und anoländischen in dem Hafen von Santiago de Cuba liegenden Schiffe, für de» men» schenfreundlichen Beistand und die Hilfleistungen, die sie den dortigen Einwohnern bezeugt hatten. Madrid, 12. October. Am verflossenen Sonntag fand aus Anlaß des Geburtstages Ihrer Maje» stat der Königin die Ceremonie des Handkusses Statt. Trotz der sehr unfreundlichen Witterung war der Hof-zirkel sehr glänzend und höchst zahlreich besucht. Auch im Palaste der Königin Mntter war großer Empfang, obgleich sie erst vor einigen Tagen vou ihrer Reise nach Asturien und Taracou zurückgekehrt, noch sehr ermüdet war. Abends wohnten die königlichen Herrschaften der Vorstellung der Oper „Semiramis" im Theater bei. Osmlnnsches Neich. Sofia, 6. October. DaS hohe Namensfest Sr. Maj. des Kaisers Franz Joseph wurde bei dem hiesigen Conslilaramte, nach beiläufig einjährigem Bestehen desselben, auf eine sehr festliche Weise ehe-gestern gefeiert. Am frühen Morgen schon versam-unlcen sich die hier anwesenden Oesterreicher und andern Schutzgenossen im AmtSgebäude, wo die große kaiserliche Flagge aufgehißt wurde. In Begleitung des gesammten Amlspersonales wohnten die hier weilenden österreichischen, preußische,,, euglischeu, sardinischen uud griechischen Unterthanen in der Metropolis tankirche einer feierlichen heiligen Messe bei. Darnach statteten der neu ernannte Kaimakam, der ganze Meslisch, alle einheimischen Vey's, der Bischof mit den Gemeindevorständen, alle Cchntzgenossen und eine sehr große Anzahl Anderer, ihre Glückwnnschbesnche ab. Abends war das Consulatgebände feierlich be-lenchtet. Passende Transparente mit Wünsche,- für „Franz Joseph !.", für die durchlauchtigsten Aeltern Sr. Majestät, hatten eine große Menge herbeigezogen. Obgleich ein derartiges Fest in diesrm Lande ganz neu war, fiel doch nicht die geringste Unord-nnng vor; auch das Wetter war güustig. Afrika. Ohartum, Ende August. Am 1«. d. M. wurde auch hier, im Iunern von Afrika zwischen den brausenden Nil-Catarakten die Gebnrtsfeier Sr. k. k. apost. Majestät festlich begangen. Am frühen Mor-qrn flatterten ron den Mastbüumen der „«l.llll ,„«-lulmll« die „österreichischen Flaggen", und auch andere eben im Hafen befindliche Fahrzeuge hißten dieftlbe anf. Der daranf abgehaltenen feierlichen Messe wohnten der österreichische und sardinische Consul mit ihren Schutzbefohlenen bei, während die gleichzeitig vom Bord der ,,8lM»" ertönenden Kanoueusaloen der gesammten Bevölkerung von Chartum die erhabene Bedeutung dieses Tages verkündeten. Ein kleines Mal im Gebäude deS österreichischen Consulates, welchem auch die hiesigen türkischen Würdenträger beiwohnten, und bei dem herzliche Toaste auf das Wohl Seiuer Majestät und des gesammten Kaiserhauses ausgebracht wurden, beschloß das denkwürdige Fest. Nenes und Neuestes. Telegraphische Depeschen. — Turin, 21. October. Die Agitation zum Behufe der Einziehung der geistlichen Güter gewinnt znm Mißverguilgeu der Negierung immer größere Ausdehnnng. — Graf Cavour ist zur königl. Audienz geladen worden. — Der König hat den Feldmanovern bei Sambny beigewohnt. — Das Ionrnal „v«>00 <1<>I «llll« lilx, !ü" verwandelt uud zählt Victor Hugo unter seinen Mit-arbeitern auf. — Unter den politischen Flüchtlingen soll eine Epuratiou theils durch Interuirungen, theils durch Ausweisnngei» vorgenommen werden. * Turin, 22. October. Die »lin/x. pl^ Weizen ... 4 26^ 4 40 Kukurutz ... — ___ I 20 Haldfrucht . . _ __ 3 40 Korn .... 3 40 3 20 Gerste .... 2 35 2 48 ' Hirse ....—— 2 10 Heiden ... 2 50 3 — Haser .... l 32 l 42 Kundmachung. Die Amtsvorstehers- und Secretärs-stelle bei der k. k. priv. innerost. wechselseitigen Brandschaden - Versiche-runqs« Anstalt wird ausgeschrieben. Von Seite der gefertigten Direction wird hiemit nach erfolgtcr Pensionirung des dieheri-gen Amtövorsteherö und Sccretärö Georg Pe-ninger, dessen Dienstesstelle zur Wiederbesctzung mit dem Beisatze ausgeschrieben, daß mit derselben eine fixe Jahres-Besoldung von !2lM fl. und die Wohlthat eines normirten Pcnsions-Genusscs verbunden ist. Jene im besten Manncsalter befindlichen kompetenten, wclche einen vollkommen unbescholtenen Ruf, mit gutem Erfolge zurückgelegt? Studien, dann prattische Dienstleistung in politischen oder Assecuranz-Geschäften, umfassende Amtirungs- und Rechnungs-Kenntnisse nachweisen können, und hicmit auch die vollkommene Qualification eines Amtsvorstehers verbinden, haben ihre, mit dem Taufscheine, den Studien-, Moralitäts- und Dienstes-Zeugnissen belegten, eigenhändig geschnobenen Competcnzgcsuche längstens b,ö Ende October I852 hierorts zu überreichen. Bon derDirection der kaisl. königl. priv. inneröster. wechselseitigen B r a n d s ch a d e n. V e r s i ch e r u n g s - ?l n-stalt. Gratz, am I. September 1852. Z. 1498. (1) U^- Nicht zu übersehen! Eine Hammerschmiede, eine Viettel Stunde außer dem Doife Billichgtatz, an einem beständig wasserhaltigen Bache, mit zwei Eschfeuern, einem großen Hammer und großem Schleifstein vetsehen, alles zur Erzeugung dcr Grobzcugwaren, mit gennger Wasserkraft betrieben, auch zum Sttcck- hammer, Nagelschmiederei und sonstigen Geschmeidefabrikserzeugnissen geeignet, gleich daneben ein neu gebautes Haus mit 3 Zimmern versehen, im besten Bauzustande, wird um sehr billige Bedingnisse verkauft oder auf mehrere Jahre verpachtet. Das Nähere erfahrt man im Kleinmayr'schen Zeitungß - Comptoir unter der Chiffre ^. (^. Z. 1472. (2) Kundmachung. Die Gefertigten brinqen hiermit zur Kenntniß, daß bei denselben zur Betheiligung an der k k. a. p. Dampf, Wasch- und Bleichanstalten Actien-Gesellschaft, für welche das Großhandlungshaus I. G. Sch u ller 6c (^>np. in Wien die Emission der Actien übernommen hat, subscribirt werden könne, und die Ausfertigung und Einhändigung der Interimsscheine und Actlen von demselben kostenfrei besorgt werde. Die Statuten und Kundmachungen bezüglich dieses für die Herren Actionäre sehr lucratlv zu werden versprechende Unternehmen, liegen eben daselbst zur Einsicht auf. Daselbst werden fortwahrend gekauft und verkauft, wie seit /,o Jahren, alle Gattungen Obligationen und sonstige Staatspapiere. Gebrüder Heimantt. 3 1439. (3) Anzeige. Von den seit neuester Zeit so allgemein beliebten trans|iiire nt- gemalten Fenster' Koiilcttcn, die sich ebenso durch ihre Eleganz und Daiurrliast igkeit als dun'h ihre IJilligkeit aus/iCichnen, sind beim Unter/ieichneten neue grosse Parlhien, in gllfl/l origineller Manier und in allen Farben gemalt, angekommen. JLUtert Trinner9 Handelsmann in .Laibiieh. 3. !440. <2) Wichtige katholische Werke! In der Jg. v. K'einmayr st Fed. Vamberg schm Buchhandlung in iiaibach ist zu haben: Ohalloner, I>r. 3l. (Bischof) Denkwürdigkeit ten der Misswtispriester und anderer Katholiken, die in England ihrer Religion wegen den Tod erlitten huben. 2 Bände. 1852. 2 fl. 42 kr. Müllbauer Max. Geschichte der katholischen M>s> sionen in Ostindien von der Zeit Vnzco -. Jos., die Pfiichten der Krankenwär-teriu. Eine Darstellung der Grundsätze zur Kran-kenluarlung in öff»'ntl. Spitälern. Wien 1852. 20 kr. Blumen dcr Zeit Magazin der neuesten Erzähkni' gen, Gedichte, Novellen, Phantasiestiicke und Humo.-resken von den vorzüglichsten Schriftstellern, nebst interessanten Mitiheilungeu aus der Vergangenheit und Gegenwart; mit einer Beigabe: »die Bühne", für Musik und Theaterfreunde. Mit 60 brillanten Stahlstichen. Leipzig. I. Heft. >8 kr. Bonbons, philosophische. Erfahrungen aus dem Leben berühmter Manner in lericograph'scher Ordnung gesammelt. 2. Auflage. Dresden 1852. 43 kr. Canstatt's, C., spezielle Pathologie und Therapie, vom tlmischen Stanlpuncte auS bearbeitet. V. Bd. ! 1. Lieferung Erlange» ,852. l fi. 48 kr. Dietrich, III'. D., Deutschlands Flora, oder: Be. schrribung und Abbildung der phanerogamischen, in Deutschland wildwachsenden und daselbst im Freien cullivirten Pfiauzen. Ei» Taschenbuch auf botanic schen Ercursiom'N. 1—5. Heft. Jena l 847—5 l. 9 fi, Fuchs, (5. I., Grundzüge der allgemeinen thlcrärztli-chen Heilungslehre. Als Leitfaden beim Schul- und Selbstunterrichte. Erlangen »852. I fl. l2 kr. Goer witz, Hermann, Standreden auf der Kanzel des Humors. Mit einem Anhange: „Auswauderer.-Lledel" enthaltend. Leipzig ,852. Ü6 tr. Gottlieb, Dr. I., vollständiges Taschenbuch d^r che» inischen Technologie, zur jchlicllcu llebersicht bearbeitet. Mit 36 in den Text gedruckten Holzsch'"'"",. Leipzig 1852. 4 fl 30 kr. Grosie, K., vollständiges Lehrbuch der höhereu Be-klcidungskunst für Damen. Aufgestellt in 5 Plano-Tafeln mit 66 Zuschne,dmuste>n in namrlicher Gr'oß«'/ mit 28 kleinen Figuren zum Nachzeichne» der r^ schied<>nen Aermel und Pelerinen, dem Taillenkragl" und Maotelkoller, dem Bouruus, Tweene und d»'>^ Mantel. 3. ga»z neu verbesserte ?lusiage. Erf»^ 185 l. 1 fi. 30 kr. Haas, !),-. Carl, Katechismus über den Inhalt der ganzen heiligen Schrift und der Kirchengeschichte. Ein Handbüchlein für Neligionslehrer und Schule»» Tübingen 165l. 18 kr. — — das Reich GotceS, von Erschaffung der Welt bis auf unsere Zeit. In zwei Theilen. Oder: Oe-schichte der Kirche vor und „ach Christus. Tübiü-geu 1851. 22 kr. Kemp is, Thom., das Heiz des Menschen, wie es ist, und wie es sein soll, seine Verirrungen und sei>^ Tugenden. Neue sehr vermehrte Auflage. Nlin. 43 kl'» Kugler, Frauz, Geschichte Friedrich's des Große«. 3. Auflage. Leipzig ,848. l fi. 48 kr. Liederbuch für deutsche Studeuteu. Mit größte"-theils mehrstimmigen Sangwciseu. 2. Auslege. Halle 1852. 1 fi. 12 kr. Loh mann, Nr. C., der conversnende Franzose, ode»'! der sicheiste Führer , die französische Umgangs' Sprache sich auf ciue leichte Weise anM'igneu. 2. Auflage. Leipzig l85 2. 54 kr. Märzbach, Alexander, die Türkisch,Rothfärberei »ach allln voihandeneu Methoden und mit Benutzung ^ neuesten Eifiiiduiigen iind Verbessemngcn, theoretisch und piactisch dargestellt. Quedlinburg l85l. 54 k>'< Mailath, Johann Oiaf, Geschichteter M,,gya>e"' l. Band, 2. sehr vermehrte und verbesserte Auflag/' Regenüburq »852. 2 fi. 42 kr. Ran, G. H.. neues und nothwendiges Hand- "" Hilfsbuch für Ausivauderer lmd?llisu.'a»derung!