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Böhmen ist «ich?» weiter alS die Bezeichnung eines BerwaltungSgebiete», bad die Tschechen allerdings gerne zu einem Bergewalti» gungSgebiete machen möchten; böhmisch ist deshalb auch keine Bezeichnung fiit eine bestimmte Nationalität, denn es gibt deutsche und gibt tschechische Böhmen; ist dethalb widersinnig, die Tschechen in ihrer nationalen Eigenschaft alv Böhmen zu bezeich-orn, weil dadnrch de» Eindruck hervorgerusen wird, als ob Tschechen un*> Böhmen gleichbedeutend sei und Böhmen eigentlich nur von Tichechrn bewohn» weide und die Deutschen l>o>t gewissermaßen nur als Gifte leben. Die Unzulässigkeit dieser Ausdrucksweise wird recht augensällig an solgendem Beispiele: Die Lan> desoerwaltung Böhmens wird durch den böhmischen LandcSauSichüß besorgt der zwei Abteilungen ha», eine deutsche und eine tschechische; die amtliche Be-richte, stattung spricht jedoch von einer böhmischen Abteilung deS böhmischen LandeSauSschusseS! Da selbe zeig» die amtliche Liatistik. Im öfter« reichischen statistischen Handbuch vom Jahre 1913 Heißt eS aus Seite 13 bei Auszählung her Bevölkerung nach der Umgangssprache in der ersten Längsseite „deutsch', in der zweiten „böhmiich, mährisch, kroa-tisch''. Auch hier sind also zwei Provinzialbegriffe mit einem Naiionalbegnffe zusammengeworsen un» bei den Außenstehenden muß dadurch der Eindruck hervorgcruten weiden, day „böhmisch" in Böhmen und „mährisch" in Mähren die Umgangssprache sei. Unst diese Fiktion bemüht sich Die tschechische Presse ausrecht,»erhalten, um den Ge.anken einer >sch,chisch staatsrechtlichen Einheit der Sudetenländer und da-mit eingebildet» Sonderrechle einer böhmischen Krone zu beionen. Verbieten kann man ihnen doS nicht, allein der amtliche Sprachgebrauch soll und muß endlich von diesen falschen Begriffsbestimmungen gereinigt werden. 42. Jahrgang. Der Weltkrieg. Die Friedensbewegung. Die neue Note WilssnS. 23. Jänner. Unter dem Titel „FriedenStrSiimt-reien" schreibt der „Lokalanzeiger", der Präsident der Vereinigten Staate» habe sich von dem uner-sieulicheu E, folge des ersten Schritte» zur He» bei-führung dcS Friedens wahrscheinlich nicht abschrecke» lasten. Da sein, Bestiebungen aus praktischem Weg« so wenig Boden gesunden haben, so wirft er sich mit der ganzen Leidenschast deS begeisterten Theoretikers auf die Eiörterungen von I een und Grund' sätzen. Die Gestaltung dessen, waS ist und werden könnte, ist ihm nicht geglückt. Umso ausgiebiger hält er sich mit der Eiörterung dessen schadlos, w»S sei» sollte oder er möchte. Seine Ausführungen an den Senat tragen schon in der äußeren Form, in dem weitläusigen Butt der Sähe uno in den stets wieder-kehrenden philosophischen und rechishistoiische» Redensarten das deutliche Gepräge «iner idealogischen Tat. Prust man sie erst aus ihren inneren Gehalt» so wir» noch schärser e keundar, duß ihr die Berück-sichtigung nicht nur der taiiächlichen Verhältnisse, sondern auch der politischen Möglichkeit abgeht. Er will den ZriedenSbund nach dem Kriege und will, daß die Vereinigten Saaie» beim Abschlüsse dieies Bundes bestimmenden Einfluß haben. Den dauern-den Frieden nach diesem entsetzlichsten aller Kriege zu begilinden und zu verwirklichn, wird sich kein« Muchi weigern, wenn sie die Möglichkeit sieht, ihm ohne Gesäh, durig ihrer Leben«inleressen zustimmen zu könne». Wie sich Deutschland die Sicherung diese» Interessen vorstellt, ist ost genug geiagt worden. Der Weg, der dazu süh », wird aber von dem Wege, den Wilson« idealistische Botichast zu zeichnen ver-sucht, ziemlich weit abliegen — >o weit, wie bie harte Wirklichkeit von idealistischen Träumereien. Der Krieg gegen Rußland und Rumänien. Die Berichte de» österreichischen V General st ab, S. Amtlich wird verlambart: 34 Jänner. Front des Generalseldmarschall» Nr. 8 „0iil,»lisch.^M» In deut chen ProvinzblS'tern ist neuesten? wie-der daraus hingewiesen worden, daß endlich mit der verwirrenden Verwechslung „tschechisch" und .böh-milch' gebrochen werde, die bekanntlich darin besteht, daß a!S die amtliche Bezeichnung sür die tschechische Nationalität immer noch „böhmisch" gebraucht wird, während andererfeitS die tschechische Sprache das Wort „böhmisch" gar nicht kennt, sondern Böhmen mit cech und böhmisch mit ceaky übersetzt. Auf tschechischer Seite wird dagegen dieser Brauch auS Gründe» krampfhaft verteidigt, dir sich aus einer Bemerkung »er Prager tschechische» .Union" leicht erklären lassen. DaS Blatt schreibt: »Nicht wir, sondern die Deutschen sind eS, die sich gegen den Namen „Böhmen" st-äuben . . . Die böhmischen Führer haben unter der Bezeichnung „die Nation deS Königreiche« Böhmen" oder bö'> mische Nation" im politischen Sinne stet» auch die deutschen Mitbewohner de» Landes verstanden . . . Man möge nur bei den deutschen Schriftleitern im Königreiche Böhmen eine Umfrage halten, ob sie sich «l» einen Teil der bödmischen Nation bezeichnet wissen wolle« und sie wird sofort ganz authentisch erfahren, daß man aus dem Holzwege ist und die Deutschen c* sind, welche diese Bezeichnung ab-lehnen.' DaS tschechische Blatt hat durchaus Unrecht, wenn eS behauptet, biß die Deutschen ihn Böhmen sich gegen den N^men Böhmen sträuben, im Gegen-teil« legen sie aus diese als H-imat«bezeichnunq sehr großen Wert, weil sie damit ihr Recht an dem Land« zum Ausdruck bringen. Richtig ist eS dagegen, daß dSe .böhmischen Führer' unter der Bezeichnung „die Malion des Königreiches Böhmen" oder .böh-mische Naiion" im politischen Sinne stets auch die deutsch,en Mitbewohner deS Lande« verstanden haben; allein ersten» waren diese »böhmischen Führer' nicht deutsch,«, sondern tschechische Führer im Lande Böh men — und die „Union" beweist damit neuerding» die Te?ndenz absichtlicher Zrresühiungjdurch den un-gehirigzen Gebrauch der Bezeichnung böhmisch — zweitem? uOu' gibt eS weder eine „Nation deS Hlicht krepiert. Von Fritz Schulhof. Was die Katzelmacher gerade in der Doline suchte«, wo mein HilsSplatz war, konnte ich mir nicht denken; seit einigen Tagen aber schoß die feindliche Artillerie mit Wut un» Macht dort hinein und man konnte nur so um 7 Uhr abends, wenn der Feind seine Rachtmahlpause hielt, schnell auS der Kaverne, um einige Bedürsnisse zu verrichten und mußte wie Blitz wieder hinein. Du huschte eine» Nachmittags auf einmal etwa» wie ei« Lanenauio durch die Lust, da» immer näher kam — wir wurden nah der Kaverne immer kleiner und kl einer u«d plötzlich suhr etwas mit ftlrchtbarcm Getöse in die Doline — mitte» hinein. AllleS bebte und obwohl es keine Explosion ge« geben hatte, waren durch den Luftdruck alle Lichter verlösckht. Schnell wäre» wieder alle Lichter ange« zündet und bleich fahrn wir einander o». Nachdem wir festgestellt, daß wir noch nicht im Himmel seien, ginge» > wir langsam zum Kaverneneingang und sahen ---eine feindliche 35 Zentimel'r.Granate, von der »,ir wußte», daß sie l-;20 Meter lang ist. in tar Errde stecken. Sie war nicht krepiert — Gott sei Doank; denn mit Ausnahme dieser Mistvieher solle« meinetwegen alle anderen hin werden^ Gerade angenehm war diese Nachbarschaft nicht. Nach dem alten Grundsatze aber, daß »>an so ein Luder in Ruhe lasten solle, beichlosten wir, auch dieses hier niit w,»er zu behelligen und zogen uns wieder in das Innere unserer Gemächer zurück. Dem Bataillo » Kommando meldeten wir sern» sprecherisch diesen Vo-fall und v«n der Telephon» orbonanz ersuh, en es allmählich alle, die dem Ba-taillon angehörten. DaS Bataillon stammte aus einem Zndustriebezirk und eS bestand meist au« Handwerkern. Einige Leute der dieservekoo^p^nie. die in der nachfolgenden Nacht nicht schlafen konnten, »bwohl e'ne nahezu völlige Ruhe herrschte, mußie eine surchtbare Neugierde geplagt haben; denn al» wir in der Fiühe erwachten und die morgendlich, Toilette vornehmen wollten, stellien wir mit Schi eck und Bläste fest, daß da« in unsere Doline geflogene Kulturprodukt au» dem Boden gezogen war und nun in seiner ganzen Länge behaglich dalag. Nach langem Beraien erging eine neue Mel-dung an unser Kommando, das sich ferne von die« ser Bestie über den Vorfall sehr gut unterhielt. Der Tag verstrich, weil da» eben so in der Erscheinungen Fluch« notwendig zu sein scheint. Am Nachmittag huben die Italiener wieder an, aus un» zu fch'eßen und wir war etcn nur mit eingezogenen üöpfen darauf, daß ein anderes Luder dem ersten auf den Leib fliegen werde nach dem alten Grund-satze: Gleich und gleich gesellt sich gern. Die Nacht brach h-rein und da keine Verwun» dcten vom Tag her zu erwarten waren, begäbe« wir uns zur Ruhe. Endlich standen wir aus und al» Morgengruß meldete mein Bursch: Qospod Obriai (Oberarzt), Granata so porratila (hat sich umgedreht). Mein Fähnrich uud ich fuhien wie Gewehrkugeln au< dem Bette und be aunten mit L«rn und B^be» die ver-übte Frechheit. ES war doch zum Teufel holen l Auch die kup-fernen Fuhrungsringe waren von dem Ungeheuer loSgeftemmt worden i Man muß wissen, was da» für eine Arbeit ist. Mit vielen Schlägen erst gelingt e», diese herunterzubringen; und eine so schwere Granate hatte drei Lupferringe l Und >o ein Zuckerl geht in die Luft, wenn man e« nur schief anschaut t Und von dem Lustdruck ist alle» im Umkreise von 300 schritten zerrissen und tot!! Diese Kriegspieise soll der Teufel holen und alle Granaten soll er seiner Großmutter al« Liedes-gäbe zu Füßen legen i Solche und ähnliche Erwt« gungen halsen aber nicht und die Granate blieb (feu«a; den» der kräftigste Fluch ließ diese« eh los« Subjekt ungerührt und kalt lächelnd glotzte sie un« an. Froh aber waren wir doch, daß die Ringe weg waren; sie konnte» jetzt niemand mehr reizen, weil alle» andere wertlo« war. Svllie man glauben! Da» Bat«illon»kommando empfahl un», ein» Wache aufzustellen, wa» wir auch Äi.'e S von Mackensen. Da» Notdufer deS St. Geotg-Ar-«eS wurde wieder geräumt. Fron« beS Gencialobersten Erzherzog Joses. Stellenweise gesteigerter Geschützkamps. 25. Jänner. Bei der Armee beS Generalobersten v Tersztyansky eine von Ersolg begleitete Un« ternehmung eines deutschen Sturmtrupps. 26. Jänner. Am Südflügel der Heeresfront beS Generalobersten Erzherzog Joses wurde im Ka-ßnulal ein rumänischer Vorstoß abgeschlagen Einer unserer Flieger schoß am 23. d. bei Kimpolung ein russilcheS Flugzeug im Luftkampf ab. Der Stellvertreter des Ehess des Generalstabes: v. Höfcr, Feldmarschalleutnant. Die Berichte der Deutschen Ober st en Heeresleitung. 24. Jänner. Front deS Generalfeldmarschall» Prinzen Leopold vo» Bayern. BeiderseiiS der Aa «nd südlich von Riga haben sich für u»S günstig verlausende Kämpfe entwickelt. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Bei strenger flälte nur stellenweise lebhafte Artil-lerie- und Borseidgefechte. Heeresgruppe de« GeneralfeldmarschallS von Mackensen Da» Norduser deS St. Georg-Armes «irdlich von Tulcea ist wieder ausgegeben wo den. 25. Jänner. Fron! beS GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern^ Beiderseits der Aa brachten unfe>e Angriffe mehrere russische Walbstel lungen in 10 Kilometer Breite mit 14 Offizieren und 1700 Mann, sowie 3 Maschinengewehren in unsere Hand, Starke Gegenstöße herangeführter Re< serven konnten untere Fortschritte nicht hindern. Westlich von L«ck brachen Stürmt'uppen rheinischer Regimenter in die Waldstellung von Semerynki ein Und holten 1* Geiangene heraus. Front bes Generalobersten Erzherzog Josef. Gefechte von Jagbohieilungen und nur vereinzelt stärkere« Ätullenefeuer wiederholen sich täglich in dem verschneiten Gebirge. Zwilchen Kasinu- und Putnatal wurden dem Gegner 50 Gefangene abgenommen. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallS von Mackrnsen. In der rumänischen Ebene heirscht bei strenger Kälte im allgemeinen Ruhe. Längs bet Donau Glfchüyseuer von Ufer zu User unb Posten-geplänkel. 26. Jänner. Frcnt de» GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Die Kämpfe an der Aa brachten auch gestern den angreifenden oft-preußischen Divisionen vollen Erfolg durch die Be. sitznahme weiter«! rufsi'cher Stellungen beiderseits des Flusses Aus dem Ostufer scheiterten starke Ge genstöße dcS Feindes 500 Gefangene wurden einge-bracht. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Im Belecket Gebirge wurden im «asinutal Angriffe mehrerer rumänischer Kompanien zurückgewiesen. Gegen Frankreich und England. Berichte des Großen Hauptquartiers. 24. Jänner. Bei sast durchweg« klarem Frost-weiter blieb in den meisten Frontabschnitten die taten Wa» aber die ausgestellte auch tat, da« war, baß sie sich zuerst niedersetzte, dann niederlegte und endlich einschlief. Hie-aus nahte sich eine Granaten« Hyäne und schraubte seelenruhig und vergnügt zu« Andenken wahrlcheinlich an den Krieg, der diesem Ehrenmanne sonst sehr bald in Vergessenheit geraten wäre — den Zünder ab. So ein Zünder aber ist schwer unb schwer ist auch sonst alle«, was man im Felde zu tragen hat und außerdem läßt sich so ein Stück verbotenen Schmucke« wirklich nich verbergen, was der Biedermann vorher nicht bedacht zu haben schien, da wir unweit vom Eingang zu unserer Kaverne, in der Nähe der aufgestellten Wache den abgeschraubten Zünber fanden. Der aufgestellte Wächter behauptete wie alle ■seine eingeschlasenen Berussgenosfe», er habe gar nicht geschlafen, worauf mein ungarischer unb mein polnischer Fähnrich. me>n tschechischer Feldwebel unb ich sämtliche Schimp'wörler im kräftigsten unisono aus fein Hiupt eniluden. Tie Gefahr war verdoppelt. Die biederen Kämpfer rauchten fest die Pjetfe, warfen gerabe in meiner Doline, wenn sie zur Matodenvisite kamen, bse Zündhölzer weg, weil sie sich erst in ber Doline solche anzünden dürfen, damit e» ber böse Feind nicht sehe. Es sehlte nur. baß ein glimmendes Zündholz betn Untier in ben jetzt weit geöffneten Rachen fiel und die Explosion war gemacht. Wir Kampstätigkeit in mäßigen Grenzen. Flieger nutzten bie günstigen Beobachtungsverhältnisse für ihre viel« seitigen Ausgaben aus. Die Gegner büßte» in zahl-reichen Lustkämpsen unb burch unser Abwehrfeuer 6 Flugzeuge ein. L5. Jänner. Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht Im Artois, zwischen A.icre und Somme unb an der Aisnesront nahm bie Kampstätigkeit der Artillerie und Minenwerfer zu. Mehrfach kam es im Borfelde der Stellungen zu Zusammenstößen von Erkunbungsadteilungen. Südöstlich von Bettt) au Bac (norbwestlich von ReimS) drangen preußische unb sächsische Soßgrupps in die französischen Grä-ben unb kehrten nach erbittertem Kampfe mit einem Offizier, 30 Gefangenen und zwei Maschinengeweh-ren zurück. Heeresgruppe deS deutschen Kronprinzen. Durch forsches Zupacken gelang eS an der Combreshöhe zwei Erkunden» eines hannoverfchen Referveregiment», einen an Zahl breifach überlegenen Posten der Franzofen zu überwältigen und mit einem Maschi-»engeweht in die eigene Linie zurückzubringen, In den Bogesen scheiterte am Hilfenfirst ber Vorstoß einer französischen Streifabteilung. Klares Wetter begünstigte bie beiderseitige Fliegertätigkeit. 26. Jänner. Heeresgruppe dcS Deutschen Kronprinzen. Auf dem Westufer der MaaS erstürm ten im Abschnitte deS Generals ber Infanterie unter dem Befehle deS GeneraUcutiranis von dem Borne bewähne westphälische und Teile badischer Regimen-ler, wirksam unterstützt burch Artillerie, Pioniere unb Minettwerker, die französischen Gräben aus Höhe 304 in 1600 Meter Breite. Im Hanbgemenge erlitt der Feind bluiige Verluste und ließ runb 500 Gefangene, babei 12 Offiziere und 10 Maschinen» gkwehre in unserer Hand. Nachts setzten die F»an« zqs.n zum Gegenangriff an, der mißlang. Seitlich der AngriffSstelle führten Unternehmungen am „To-ten Mann" und nordöstlich von Avocomt zum ge-wün chten Ergebnis. Der Krieg gegen Italien. 26. Jänner. Amtlich wirb Verlautbart: Lage unverändert. Der Stellvertreter beS Chefs bes Generalstabe»: v. Höfer, Feldmarschall Leutnant. Der Seekrieg. 23. Jänner. Der Vertreter de» Wölfischen Bureau» meldet burch Funkipiuch aus Newyork vom 17. v.: Die hiesigen Blätter kargen nicht m»t ihrem Lob für die Heldentaten der neuen „Mim". Die ihr gewibmeten Artikel drin en Ueberschriften in großen Lettern. Der von dem beutschen Hilfskreuzer betn fteinbe zugefügte Schaden wird aus 20 Millio-nen Dollar (100 Millionen Kronen) geschätzt. Ein Seegefecht in der Nordsee. Bei einer Unternehmung von Teilen unsetet TorpebostreitkrSste kam es am 23. b. früh in den Hoosden zu einem Zusammenstoß mit den englischen leichten Streitkcäften. Hiebet wurde ein feindlicher Zerstöret während des Kampfes vernichtet, ein zweiter wutbe nach betn Gefechte von unseren ergaben uns in unser Schicksal und sägten uns in ba», waS kommen sollte, wie ein BoSniak, det mit ben Woitk«: „Wie Gott g'bt", alles erledigt. Wir stellten abend« einen anderen, verläßliche-ren Wächter auf und schärften ihm bei Leibes und Lebensgefahr seinen Dienst ein, nicht ohne ihn an Frau und Kinber erinnert zu haben, bie er deS Ernährers berauben würbe, wenn er wegen Dien stesnachlüffigkeit vor dem Feinde in kriegSg richtlicht Untersuchung kommen würde. Er gab vor, ein Jung geselle zu sein und als wir schlafen gegaugen waren, ging er hin und tat desgleichen. Man brauchte zu den verschiedenen Sprengun« gen für Kavernen Ekrasit. Man wußte von dem Glück, wie nahe ein solches zu finden sei und begab sich nächtlicherweile in unsere Doline unb entleer e — ich lege dafür bie Hand inS Feuer — rauchend unb Zündhölzchen wegwerfend die Menge Spreng« stoff, die hinreichen würde, um Eilli und Umgebung in die Luft zu sprengen. Unsere Bursch, n hatt.« diese Talsache schon festgestellt unb meldete sie uns. Der zur Rechenschaft gezogene Wächter e, zählte, irgend jemand habe ihm befohlen, ba« Maul zu halten, al» et ben Täter wegiveifen wollte. Da er in bet Dunkelheit nicht fah, wer ihm diesen Befehl gab, es aber immerhin ein Befehl war, so schloß er Iiessinnig auf eine höhere Persönlichkeit und sah dem Ablauf bet Dinge zu--obwohl er ganz heilig schlief. Kummer & Flugzeugen in sinkendem Zustanbe beobachtet. Bon unseren Torpedobooten ist eines durch die erlittene Havarie in Seenot geraten unb hat nach eingegan-geilen Meldungen den holländischen Hafen Humiden angelaufen. Unsere übrigen Boote sind vollzählig mit geringen Verlusten zurückgekehrt. Am südlichen Balkan Bulgarischer amtlicher Bericht. 25. Jänner. Mazedonische Front. Nordwestlich von Bitolja spärliches Gewehr-, Maich'nenzeweht-unb Aniller»teuer. Im Eernabogen lebhafteres Ar» tillericfeuer. In der Gegend vor, Moglena vereinzelte Kanonenschüsse unb schwaches Gewehr- unb Maschi-nengewehrseuer. Auf dem rechten Ufer beS Watbar einzelne Kanonenschüsse, auf dem linken Ufer ziem-lich lebhafte« Artilleriefeuer Ein Annäherungsversuch feindlicher Patrouillen scheiterte in unserm Feuer. Auf ben Sübavhängen ber Belaste» Patrouillengefechte. Beim Bahnhöfe Poroj versuchten starke feind-liche Patrouillen vorzugehen. Sie wurden jedoch durch Gewehr und Maschiriengewehrfeuet vertrieben. Rumänische Front. Wirkungsloses feindliche» Artilleriefeuer gegen Jsaccea Zwei feindliche Monitore beschossen vom Sulina Arm das Dors Brrslava östlich von Tulcea. westlich von Namudie. Wir er« öffneten ein Geweht», Maschinengewehr» und Artil-leriefeuer gegen die feindlichen Einheiten aus dem Norduser des St. Geotg-ArmeS und zerstreuten sie. Aus Stadt Hilft ?and. Cillier Gemeinderat Der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Heinrich von Jabornegg eröffnete bie am 26. Jänner 1917 stattgetnndene Gemeinderatssitzung mit der Verlesung einer Zusch ist »et Kirchenkämmerer »et Marienkirche, worin die Baugebrechen bieser Kirche, sowie die Frage der Neuhe, stellung derselben mit Rücksicht auf bie Erbaut ng des neuen Kreisgerichtsgebäudes nähet erörtert werden. Hinsichtlich der Frage der Erbauung einet neuen Maticnkirche w>eS bet Bürgermeister darauf hin, daß auf diese Zuschrift hin der Gemeinde-tat nicht in der Lage sei, tosort einen poiüiven Beschluß zu fassen, da ja über bie Frage der Neuher« stellung übe, Haupt und im bejahenden Falle über bie Frage bet Platzeinstellung und ferner über bie Frage der Ausstellung der Kirche aus einem anderen Platze eingehend beraten werden müsse, weShalb zu diesem Zwecke ein Sonderausschuß gewählt werden solle. Es wurde daher beschlossen, diesen Sondetaut schuß in bet Weis? zusammenzustellen, daß demselben In-genieur Wilhelm Rakusch, Fionz Pacchiaffo, Gottfried Gradt unv Dr. Fritz Zangger angehören. Der Bürgermeister wie» weiters auch auf bie Notwendigkeit der Errichtung eine» Kriegerdenkmals oder eines sonstigen Erinnerungszeichens zur Erin-nerung an die gefallenen 87er oder Erllier, wofür schon verfchiedentliche Bo> ichläge aufgetaucht seien. Auch für diesen Zweck müsse ein Sonderausschuß gewählt werden, der über diese Angelegenheit Be- Wir aber umstanden sroh daS entleerte Ungetüm und dacht n unS frei nach Busch: Guckste wohl, mein liebet Täte, Au« ist '* mit bet Gianate. Daß am Nachmittag desselben Tages eine 15, Zentimeter Granate wieder in unsere Doline fiel, aus die nämliche Stelle, wo die andere gelegen war, war nicht unsere Schuld. Froh aber waren wir. daß es so unerschrockene Diebe gab, bettn sonst wären wir sicher mit dem heiligen Petrus in nähere Be-rithrung gekommen. Sosdatcnöraut. Es sing sich im pochenden Herzen Die Kugel au« seindlichem Blei. Da war es mit Freuden und Schmerzen DeS bravsten Soldaten vorbei. Sie senkten aus eisiger Höhe In« felsige Grab rhn hinein Unb legten ihr ehrliche« Wehe Zum Abschieb auf schmucklosen Stein. Daheim steigen heiße Gebete ÄuS zitterndem Herzen empor Und Tränen, daß Gott ihn errette, Den sehnende Liebe erkor. A. Wambrechtsammer. Rummer 6 ratungf« pflegt« und drin GemeindeauSfchusse Vor-schlägt erstatten foQr. In dielen ÄuSichuß winden gewählt: Ingenieur Wilhelm Rakusch, Direktor Pra-fcbaf, Profesjor Eichler, Oberlehrer Zeder und Flitz «asch Ferner erörterte der Bürgermeister das Ansuchen der hiesigen Kleiichhauer wegen Regelung der Fleisch-preise, da sie d.i Einhal'.ung der Preise, wie sie in der bezüglichen «taithallereiveiordnung festgesetzl sind, nicht das Auslangen finden, wenn sie ein gutes Fleisch liefern sollten. Der Bürgermeister ber>chieiee>ngehend über die seilen» de« SiadiamteS vorgenommenen Probeschlachtungen, die tatsächlich das Ergebnis hatten, d ß bei dem derzeitigen Einkiuispreie für Le bendoieh die Abgab« von gutem Ochienfleisch, wie e« von Sei.e der Konsumenten verlangt wud, unmöglich ist. Da weitere Schritte de» StadiamteS nur nach Aeußerung der Gemeindevertretung unternommen werde» könnten, müsie die Angelegenheit in der Ge «eindeiaiesitzung zur Lpiache kommen. Es enl'pann sich nun eine länger« Wechirlrede, in der im allge-meinen der Wunsch zum Ausdrucke gebrach« wurde, lS mögen die verzrdneten Preise Geliung behalten. Jng Wildelm Rakusch nahm eni'chieven dagegen Stellung, daß in der erwähnten Verordnung Be« stimmn,igen emhaHen sind, die e« der G'ineindrver-tretuug anheimstellen, eine Er^iliung der Pre>se zu-zulassen oder nicht. Hiedurch wende sich der Unwille der Interessenten nur gegen die Gimeindevenrelung Es muffe daher gegen deraitige Ueberwälzungen der Veraniworiunc, entschieden Be> Währung eingelegt werden. Schließ ich wurde der Beschluß gefaßt, die iu der Verordnung frstgefetzlen Preise auch weiterhin in Geltung zu belassen, im übrigen aber wegen Regelung der Preise an die Slallh ilterei beranzuireten Der ^urgei Meister wie« besonders daraus hin, daß eine E»»>e»rigu»g der Biehpreise in eistcr L'nie in» Auge geiaßi werden i«lle. Zur Tagesordnung übergehend berich e e G A. Dr. Futz Zangger über die Änsuch n dc» Schuh niachermeisteiö Adolf Buisik, deS Friseur» Rudolf Andcrwald und des Lobnkuischer Anton K empufch um Ausnahme in de^ HeimalSverdand der S adt Eilli. Da die Ausnaymsbedingungen gegeben sind, wu.de den Ansuchen stattgegeben. Auch wurde eine L.nse ul g dtS Verlages de» essend bie Militär barock.n », Cllli im Sinne eines Antrages des Berichterstatters beschlossen. Kür den FlnauzauSichi ß berichte!« dessen Ob mann Bürge»meisierstellve,ireier KailTeppry Ueber A»such,u d<» Deutschen O>I»>chuIven wurde ein Beitrag von 20 Kronen gewidmet. Die Angelegenheit des Giund-kaufs«>»bol«s deS Franz Schuscha wurde von d r Tagesordnung abgefttzi. U.ber Ersuchen der städti-schen Aml»diever um E>hbhung des BekleidungSgel^ deS nvulde beichloffen, den Amisdienein die g«i«iit« Moniiur in nsltura beizustellen. sie Angelegen heilen der Teuerungszulagen wurden vertagt. Gemeindeaiisschuß Fritz Rasch betitlet« für den Gewei beaueschuß über das Än>ucheii der,>rau Fanny Kauischlisch um Veilrihung einer Gastgeweibetonzes sion und der F«au Karoline Mlaker un, Berltihnng einer Kaffeeschankkonzess on. Im ersten Falle wurde die Berirauenswürdigkeit der Frau Kautschiiich und der SutülbeDarf für die ang, strebte Konzession aus-gesprochen. Im zweiten >>aüc wurde gegen die Ber-ttaueiiSwutduselt der F au Mlaker kein Einw-nd «hoben, der Antrag de« Uuteiou»'chusse«, daß der Lokalbedars sür eine Kasfeelchenke vorhanden sei. blieb iu der Minderheit. Ueber Ansuchen de» Robert Zingger um Her-absetziing des Kaufpreise« für die Glufiparzelle am stSdii'chen Friedhojc wurde über Antrag deS Ge-meindeauSschusfeS Franz Karbeutz als ObmanneS deS KriedhvfsauSfchusie« beschlossen, von dem seiner-zeitigen Beschlusse, daß der Quadratmeter 10 K so stet, nicht abzugehen. Für den MautaufsichtSauSfchuß berichtete dessen Obmann Gustav Suger. Die Maulabfindung für Maria Karlovschek wurde mit 80 K, »er Firma Bikiou Wogg mit 10 J, der Bierniederlage Reining hau« mit t^0 K, der Firma O. Rakuich m» 160 K und d»er Firma Gustav Stiger mit läuft festgesetzt. Spende für die Schutzvereine, von einer ungenannt bleiben wollenden, wackeren deut schen Eillier Gewerbssrau wurden dem Deittichen Schulroereine und der Südmark je 20 K gespendet. Heil! Äeu.^che ^Zacht Auszeichnungen vom Roten Kreuze. Im Bereiche d,s Zweigvereines Ltadi Eillii mit der Silbernen Ehrenmedaille m. d. Är «D.: die Damen Schwester Adelheid, Erik» »o» Kl'mbacher, Erna Paul Ilse Woschnagg; Herr Josef Temmerl; mit der Bronzenen Ehrenmedaille m. d. Kr. D.: Schlv. Siegbeila. — Im Bereiche de^ Zweigvereine» Land-beznk EiUi mit der Silbernen Ehlknmedaille m. d. Kr. D. die Damen Klara Payr, Johanna Steiner; die Herren Franz Medko, Ant«n Petricek, Oilo Zi«ka; mit der Bronzenen Ehrenmedaille m. d. Kr.-D : Herr Wolfgang F«de-mayer. — Im Bereiche de« Zweigvereirie« Marburg: mit der Silbernen Ehrenwedaille m. d. Kr. D.: die Damen Zo Hanna Fell, Ingeborg Franz Elifabeih Grögl, Margarethe Kramer, Marie Lambrinvi, Ann« Lein-muller, Marie Lächert, Friederikc Pirimer, Paula Pfrimrr, Anna Pöch, Elisabeth Neidinger, Anna Rostok, Auguste Ruletz^ Franzitka Schell, Sophie Gräfin Sickingen, Helene Tbaler, Bcrta Volkmar, Jiene Wiesenthaler, Therefe Wirth. Elisabeth Wolf; die Herren Neltor Frohw, AloiS Peheim, Raimund Zw^rn; mit der Bronzenen Ehienmedaille m. d Kr.*©.: die Schwestern Luise Fischer, Jda Unger; Herr Joses Ech'.girt. — Zm Bereiche deS Zweig-verein.« P>l»au: mit der Silbernen Ehre»m?daille m. d. Kr. D.: Herr Leopold Faniur. — In der Physikalisch «rihopädlfchen Heilanstalt in Rohiifch-Saukibruiin: mil der Silbeine» Ehrenmedaille mit der Kr. D.: die Damen Elisabeth Gla», Marlh i von GrvboiS, Leonie Hummer, Helene Negri, Zoe Rrininghau«; Herr Josef Faikat; mit der Bronze-nen Ehrenme^atlle m. d. Kr.-D.: die Damen Aloisi^ Klinar, Hcdwig Mulli, Gertrud Negri, Marie Rieglbauer, Annemarie Simonitsch, Ma.garelhe SU moul-fch; die Herren Anion Krasser, Malih^as Moser, Rudolf Werbofchegg. — I« Bereich? des Zweigveieine» Windiichgraz: mit der Silbernen EbrenmeoaiUe m. d^ Kr. D.: d e Damen Eruesline Neuner. Jol.fiae Wanlur; H-rr Loren; Baup»i; mit d>r Bronzenen Ehrenwedaille m. d. Kr.-D.: Schivefter Grr ivr-a Kvrbar. — Im Bereiche des Ziv'igverrines Frieoau: mit der Silbernen Ehren-m.daille m. d Hr. O..- die Damen Lu^se Baumann, Angela BcSgelh, Margarete Delphi, Johanna Gomzi, Paula Heiß, Jv'efii e Kozoll, Marie Kozoll, Marie P>avd»sch Ernestine Potecz, Baibara Pup pacher, Marie Llirk-r, Aloisia Tljyr, Franziska von Birady, Marie Winninholz, A&rle Zwilkowlisch; H.n Giift.lv T.amv.ller; mit der Bronzeneu Ehreu-medaille m. d. Kr -D.: Frau Helene SkerUy — Im Bereiche !eS ZweigvereineS LuUenbeig: mit der Bronzenen Ehrenmedaille m. d. Kr. D.: Her: J ikob Zemljusch — Im Bie'che de« Zwe'gvereine« Rad-kersburg: mit der Silbernen Ehrenwedaille m. d. Kr.-D.: Zäzilie Diindöck, Ma ie Dominkuich, Marie Eiseniicder, Amalie Gudler, Thrreie Kleinoschrgg, Elijabeih Knoble, Marie Makowetz Margarethe Neumai»', Josefi^e Orueki, Karoline Osfointk, Editlia Po'ch. Alphonsine Reicho, Hilda Soukal, Anna Spranger. M.chaela Trummer; mit der Bronzenen El>renm.daille m. d. Kr D: die Damen Marie Merlins, Anna Sattler;.H rr Karl Schmiderer. Die Wasserleitung wieder hergestellt. Der Rohrbruch, der durch das letzte Hochwasser an der Wasserleitung unier der BischosdorferRcichSitraßeu-brücke verursacht wurde, ist, wie wir soeben verneh-men, wieder auizebessert und eS wird unsere Wasser-leitung voraussichtlich schon am Montag wieder in Tätigkeit treten können. Es bedarf nur noch der gründlichen Auswaschung und Desinfektion de« durch da« schmutzige Hochwaffer verunreinigten Rohrnetze». D.e Arbeit wurde unter Heranziehung einer größeren Anzahl von K-iegsgefangenen, unter der Leitung deS Wafferleiiungsinstallateurs Goitfued Grabt, dessen uncia>u»iicher Tätigkeit die rasche Behebung de« Schadens zu verdank-n ist, in der Weise hergestellt, daß über die Bl ücke eine provisorische Leitung gelegt wurde. Die Au«waichung und Detinfektion eifolgt schon heule und ei werden alle Wasterleiiungibenützer ersucht, vom Zeiipunkte, in dem da« Wasser wieder zu rinnen beginnt, durch vier Stunden alle Hähne ossen zu lassen, damit auch in den Nebenleitungen Überall die Reinigung eine vollständige ist. Bis nach Ablauf von vier Stunden ist daS herauSfließende Wasser unter allen Umständen zum Trinken, Kochen und Waschen nicht zu benützen. Soldatenbegräbnis. Am Eillier Helden-friedhofe wurde am L4. d. der Infanterist MarcziS LaSzlo, vom JR. 76, der hier einer vor dem Feinde Seite 3 erlittenen Verwundung erlegen war, zur letzten Ruhe bestattet. Gasselsahren zugunsten der Tillier Kriegsküche. I» allen Herzen regt sich der freudige Wille, für die durch die Leide» deS Krieg«? hart getroffene arme Bevölkerung Opfer zu bring« und man kann eS schon heute voraussagen, daß die Eillier KriegSküche, in welcher die minderbemittelt« Bcvölkeiung ein billiges und gutes Esse» bekomme« wird, wie alle«, waS das gute Eillier Herz schasst, v»>trefflich gedeihen wird. Diesen Bestrebungen ist in einem Kreise wackerer deutscher Männer der Plan entsprossen, zugunsten der KriegSküche e n Gosiel-fahren zu veranstalten, bei welchem unsere unterstes-rischen Renner sich wieder Lorbeeren holen werden. Der Anischuß, der sich für diese Veranstaltung ge« bildet hat, hielt Freitag abendS im Gasthost zum Mohren seine erste Sitzung ad und ei wurde der Bürgermeisterstellvertreier Herr Karl Tepp-y zum Obmann gewählt, wodurch allein schon ein prächti-ges Gelingen deS Schlitternennend gewährleistet »st. DaS Rennen soll am Lichtmeßtage den 2. Februar nachmittags 2 Uhr von der ReichSstrakendrücke bei der Festwiese aus bi« zum ^Deutschen Wirte" in Lehndo»f und zurück abgehalten weiden. Die Schut-tenbahn ist vorläufig eine tadellose und wird eS wohl auch bleiben, da ein Fachwann au« Obersteiermark für die Sicherstellung der nötigen Schneemasse die persönliche Haftung übe-nommen hat. Städtisches Schauspielhaus. Die wegen Verkehr«i>örung der Bahn am Miiiwoch den 24. d. entfallen? Aufführung von „Lili Grün* findet Mut-ivoch den 31. d statt. Evangelische Gemeinde. Morgen Conn-tag findet i» der Ehristutkirche um lv Uhr vormit-tagS ein öffentlicher Gemriudegottesdieust, um 11 Ui,r (in Ki»dergolie«die»st statt. Cillier Mufikverein. (Kammermusik-Abend.) Seit nunmehr 37 Jahren — dem dungSjahre 1879 — versucht der Berein mit den ihm zur Bersügurg siebenden musikalischen und finan-ziellen Kräften dem Eillier Publikum gute Musik in Form von Kammermusik- und Orchesteikonzerien zu bieten. Mit welchen allseitigen Schwierigkeiten der Verein gekämpit hat und noch lämpst, da« wissen nur die Eingeweihten. Außer einem gewissen Teil de* Publikums, welche? sich zu allen Veranstaltungen regelmäßig tingefunden Hof, war der Dank für die gioße Arbeit deS Vereines der größeren Menge fei Publikums gänzliche Nichiachtung der Bestrebungen des Vereines So sind die Subventionen im Laufe der Zeit nicht zum weiteren Ausbau, sondern nur zur notwendigsten Deckn, g der lausenden Unkosten verwendet worden. Auch für das letzie Konzert am Montag Abend zum Besten der Hinterbliebenen des d7. Zus.-Reg. mußte» alle Ausgaben auf daS Geringste gestrichen werden, um einen Ueberschuß zu erzielen. Daß ausverkaufte Häuser in Eilli möglich sind, selbst wen» es steh nicht um einen wohltätigen Zweck handelt, haben wir oft genug gesehen. Der Vortrag der verschiedenen Kammerwusikwerke zeigte, auf welcher Höhe die Leistungefähigkeit des Ber-eint# momentan steht und auf welche Höhe sie noch gebracht werden kann. Die auvsührendeu Herren Landesgerichtsrat Dr. Rojic, Musikdirektor Stolz, Sttyeck, Kubista und Euppantschitsch boten alles au», um den Abend zu einem gelungenen zu machen. Die Streichquartettsätze zeichneten sich durch Wohl-klang und sein stu ieries Zusammenspiel auS. Die Suite im «lten Stil von Max Reger bracht« eB sogar zu einem herzlichen Hervorruf der vortragen-den Herren LandeSgerichtsrai Dr. Rojic und Musik« direkter Stolz. Sicher war der Beifall ein Beweis» daß moderne Komponisten auch außerhalb der gro-ben Musikzentren mit Erfolg vorgetragen »erden tön« nen. Falls gleichwertige Musikernaiuren, wie die obengenaunten Herren sich dieser Ausgabe mit Ernst und Liebe annehmen. Einen temperamentvollen Ad-schluß fand das Konzert durch daS B-Dur Trio von Dvorak. Sehr dankbar muffen wir anerkennen, daß sich einige der Herren, durch ihren Beruf während deS Kriege» ohnehin auf da» äußerste angestrengt, noch Zeit für die Proben gefunden habe». Mag da» Publikum sich feiner Dankespflicht gegenüber unserer Kammermusikvereinigung bewußt werden und dieselbe in Zukunft für ihr Streben durch volle Häuser ent-schädigen. Hauptversammlung des Deutschnatio-nalen vereine» für Oesterreich. Donner», tag den 18. b. abend» fand im Saale „Zu« feite 4 Zägerhorn* in Wien die Hauptversammlung deS Deuts «.nationalen Vereine« für Oesterreich statt, an bet auch die Abgeordneten Pacher, Dr. Waber, kvedra und Dr. Wichil teilnahmen. Au« dem Le-richte deS Schriftführer», Bezirksschulrates Lang, war zu entnehmen, daß der Deutschuaiio >ale Berein la der KriegSzeit einen bedeutenden Ausschwung ge-«ommen und daß er zum Schlüsse des Jahres 1916 bie Mitgliederzahl 17 500 übet schritten habe. Der lkassader'cht weist Einnahmen in der Höhe von rund 70'»00 K aus. Von den Ausgaben wurden fast 24 00D £ süi Versammlung«- und Werbezwecke »erwrndet. Für 1917 wurden in den Lorstand entsendet : die Abgeordnete» Wols und Pacher, Direktor Etan^el, Oberinspektor von Stra»»ky, die Bezirk«-schulräte Lang und Direktor Hövl, Buchhalter Klm-ger, Handelskammerbeamter Berger, Bezirksrat Lackner und Buchhändler Vetter. Nach Abwickelung deS geschästlichen Teile» der Tagesordnung sprach Bezirksrat Sedlak über wirtschasil-che Fragen. Er wandle sich unter wiederholtem Beifall gegen die Auswüchse, die sich im Handel in der KriegSzeit ge-bildet haben und verlangte Maßnahmen ge^en den überhandnehmenden Wucher und Kettenhandel. In Vertretung de« durch Krankheit verhinderten Adge-ordneten Wols sprach ReichsralSa geordneter Pacher über die politische Lage. Die Politik der deuisch-radikale« Partei vor und währ.'nd dc» Krieges sei vollnä, dig gerechtfertigt worden. Die Erreichung der KriegSz>ele sei in nächste Nähe gerückt. Redner er-irterte die Stellung der Partei zur Linberusung des ReichSrate« und zum Kabinett Koeiber. Wenn die Neuordnung Oesterreich« der parlamentarischen Er-ledigung überlassen worden wäre, wäre die von der Belölkerung allgemein gewünschte Kontrolle und Kritik der Verwaltung erschaun, wenn nicht ganz unmöglich gemacht worden, weil der Reicherat wie der mit den alten national poli'iichen Streitfragen belastet geblieben wäre. Von den Ministern Doktor Urdan und Dr. Baernreither erwarten wir die er-folg eiche Veriretung unserer Forderungen bezüglich der Neuordnung de« Staa'es und vor allem ihre endliche Verwirklichung. Der Deutsche National-verband habe dem Eintritt der beiden Politiker in das Ministerium zugestimmt, ja ihn verlangt, da die Deuiichen bei der Neuordnung nicht abirits stehen dürsen Als Krönung de« Neubaues de« Staate« w!lre auch nach unserer Auffassung die österreichische Kaiserkrönung zu betrachien, der als Ausdruck der StaaiSeinheil Oesterreich« treser Sinn und hohe ver-sossungSrechtliche Bedeutung innewohnt. Die deutsch-radikale Partei steht aus dem Standpunkte der Zu-sammenfafsung aller deutschen Kräfte zur Beiätigung und Duichsrtzung der polnischen Ziele unsere« Bol ke«, unrichtig wäre eS aber, alte bewährte Partei-gliedeiungen zu zerstören, ohne dessen sicher zu iein, daß disfere an ihre Stelle treten. Dank und Ver-ehrung gebührt unseren Helden im Felde, höchste Anerkennung müsse aber auch de» Kämpfern im Hinierlande ausgesprochen werden, besonder« den jetzt schwer ringenden Frauen. Deshalb müssen auch die Bestrebungen nach Zusamm-nschluß im Verbände deutscher HauSsrauen Oesterreich» nachdrücklichst ge-fördert werden. Auch müsse in Zukuost der Frau al« Hausfrau, Gattin und Mutter jene Berücksichtigung zuteil werden, die ihr zukomme. Abgeordneter Pacher streifte »och die Frage de« Ausgleiche« mit Ungarn und de« WirtschaftSbündnifseS mit dem Deutschen Reiche. Er erinnerte an den vor 46 Jahren ersolg. ten Zusammenschluß de« Deutschen Reiche« und schloß «it o richtungen ausrecht zu e>halten sind. Das Haupt-ergebnis der Neuorganisation wird in der gleich-mäßigen Verteilung deS Zucker« bestehen, da der Zucker in Hinkunft nicht mehr von den Großtaufleuie» auf Grundlage ihrer geschäftliche» Beziehungen son-der» von amtlichen VerteilniigSstellen nach festgelegten Konlingenten aufgeteilt werden wird, 5>uch i» Hiiikunft werden sich jene Schwierigkeiten in derZuckerversor-gnng, die aus TranSporlschwierigkeiten beruhen, nicht vollkommen beheben lassen, weshalb die Verfügung getroffen wnrde, daß je nach dem in den Bezirk«-verteilungSstellen jeweils zur Verfügung stehenden Zuckermengen seitens der politischen Bezirksbehörde» jene Zucke,mengen festzusitzen sind, welche innerhalb eine« bestimmten Zeilraume» an die Verbraucher ab gegeben w rden dürsen. Jedensall« wird aber in Hinkunft unbedingt jede Ungleichmäßigkeit in der Zuckerverteilung und jede Bevorzugung Einzelner ausgescdlofs.n fein. Alle näheren <.etaildestimmungen, deren Kenntnis für das Publikum wichtig si d, wer-den seiien« der politischen Bezirksbehörde» durch öffent-lichen Anschlag, sowie in den TageSblättern bekannt gegeben werden. Die Interessen der Kaufmannschaft wurden dadurch gewahrt, day zur Führung der Be-ziiksverteilungsstellen bezw. der amilichen Verschleiß-stellen in erster Linie Kaufleute bestellt wurden be-ziehlll'gSweiie zu restellrn sind. Der Zusammenschluß der kroatischen Parteien. AuS Zar«, den 17. d. wird gemeldet: Auf E>nladung deS Landespräsidenten Dr. Jvtsche-witsch traten unter dessen Vorsitz am 13 und 14. d. die Vertrauensmänner der kroatischen Partei, die Vertreter der kioatischen Rechtspartei und die Mit-glieder de» seinerzeit gewählten Ausschusses der kroa» tischen Parteien zusammen, um über eine einträchtige gemeinsame Tätigkeit zu beraten. Bei dieser Zusom menkunft wurde u. a. einmütig beschlossen, sich auf daS entschiedenste gegen jede» Raub des nationalen Besitzes und gegen jede Zerstückelung der kroatischen ui d flovenischen Länder zu verwahren, daS gemein-same Austreten der dalmatinischen Abgeordnete» mit den übrigen Abgeordneten deS kroatischen und slowenischen VolkeS im Reichsrate in allen nationalen Fragen mit ganzer Krast zu unterstützen und endlich anzustreben, daß in allen fragen deS Landes ein» mutig vorgegangen, daß allsäUige Zwistigkeiten ein-vernehmlich geschlichtet werden und daß man zu die-sem Zwecke auch weiterhin in wechselseitiger Berührung verdlerve. Eine Übersiedlung der Deutschen Universität in Czernowitz nach Salzburg. Seit Monaten ruht der Unterricht rn d?r Universität zu Ez-rnowitz, Stadt und Gebiet sind vcn den Russen besetzt. Ob in nächster Zeit, ob überhaupt jemals wieder eine Deutsche Hochschule in jenem ser-nen Erdenwinkel erstehen wird, kann niemand sagen. Aber da« Schicksal der Deutschen Hochschule als solcher liegt doch allen denen am Herren, die über-baupt noch Zeit finden, inmitten des Krieges an di; Pflege der geistigen Güter zu denken. Unwillkürlich kommt der Gedanke, ob nicht an anderer Stelle die alte Hochichule sich wieder austun könnte, mindestens b>« da« Schicksal von Czernowitz ernfchieden ist vielleicht aber auch für immer. Und da richten sich die Blicke aus Salzburgs daS einst eine Hochschule besessen hat, daS feit viele» Jahren an der Hoch fchulbewegung lebhaften Anieil nimmt, und da» wie erst kürzlich in dem Deutschen Hochschulwart ausge-führt wird, äußerlich für den Siaat sehr günstige Bedingungen gibt. WaS vom österreichi'chen Standpunkte auS in der Sache zu sagen ist, ist wohl in Nummer S jenem Aufsetze dargelegt worden. Aber auch von unserem reichSdeutschen Standpunkte wäre die Ent-stehung einer staatlichen Universität in Salzburg höchlichst zu begrüßen. DaS geistig regsame Salz« burger Volk, einschließlich der Bewohner de« Salz-kammergutes und Oberösterreichs, verdient eine be-qnemere Möglichkeit, die Hochschule zu besuchen, al« sie ein Studium in Wien, Prag, Graz oder JnnS-brück gewährt. Auch sind mit der Uebersiedlung in die beiden zuerst genannte» Siädte allerhand Miß-stände verbunden, die in dem kleineren, von einer h-rrl chen Umgebung begünstigten Salzburg sich nicht einstellen. Und Salzburg könnte auch eine her-vorragende politische Rolle spielen: an der Grenze zwischen dem Deutschen Reiche und Oesterreich gele-gen, wäre eS so recht die Stelle, wo deutsche und österreichische Studenten gemeinsam studieren könn-ten, und mit dem benachbarten München könnte ein reger geistiger Austausch stattfinden. Beide verdün» deten Länder haben aber gerade »ach dem Kriege ein dringende» Interesse daran, in geistigem Au«-tausch und steter gei'tiger Verbindung zu bleiben. Bisher war eö wohl wesentlich Innsbruck »der auch Wien, zu dem sich deutsche Studenten wandten. Aber Salzburg liegt unendlich viel günstiger, seine Anziehungskraft wird eine viel größere sein. Die alljährlichen dort abgehaltenen Hochschulkurse haben bewiesen, wie leicht akademisches Lebe» sich an den Ufer» der Salzach entwickelt. Möchte trotz aller Kriegesnot der österreichische Staat sich entschließe», dem Wunsche so vieler Salzdurger zu willfahren, und möchte» wir Reichsdeutsche in nicht allzuserner Zeit der übergesiedelten Deutsche» Universität Ezer-»owitz >n ihrer inuen Heimat unsere herzlichsten Glückwünsche darbringen könne» I Es wäre nicht da» erstemal, daß eine Hochichule ihren alten Sitz verläßt, »m sich an einem neuen niederzulassen. Und die Beispiele von München und Halle, um nur diese zu nenne», sind ein gutes Omen für die Zu-kunst der von un» erhofften Czernowitzer Hochschule in Salzburg. Freiherr W. von Bissing-Munchen. Das Einfuhrverbot für Zitronen. Der Wiener Handel»- »nd Jndustrieverein hat eine dring-liche Eingabe an das Handelsministerium gerichtet, die sich gegen das Einsuhrverbot für Zitronen wendet. E» wag gerechtfertigt erscheinen, Mandeln, Feige», Orangen usw. al» entbehrlich hinzustellen und deren Einfuhr zu verbieten. Zitronen sind jedoch keme»weg» in die gleiche Reihe zu stellen, da sie im Gebraache ebenso wie Tee und Kasfee in hohem Maße noiwen-dig sind und gerade Zitrone» in den Spitälern die vielfältigste Verwendu g finden. Ern Gegensatz in der Verordnung besteht außerdem auch darin, daß Zi-tronensäure. Zitronenöl und Zitronensaft eingeführt werden dürfen, trotzdem diese unzuverlässiger als na-im liche Zitrone» sind. Flucht ins Ausland. Aus Trieft wurde dem . Grazer Tagdlait" geschrieben: Der slowenische Rechtsanwalt Dr. Gustav Gregoric, der nunmehr au» der Advokatenliite gestrichen wurde, hat im po litischen Leben des Küstenlandes eine hervorragende Rolle gespielt 1908 hat er am allslawischen Jour-»alistenkongteß in Laibach teilgenommen, wo er mit dem Russen General VolSdimit ow, Grasen Bob, inSki, dem Kadetiensührer Mrljukow, dem Korrespondenten d r „Nowoje ©rein ja" ScawinSki und mehreren ser bischen Politikern zusammentraf. Al» Graf BobrinSki nach dem Kongresse Trieft besuchte, führte >h» Dr. Gregoric nach Opcina und zeigte ihm die Stadt Trieft mit den Worten: „DaS ist die größte südslawische Stadt l" Während de« Balkankriege« faßte die von ihm geleitete Hotelgesellschan Grignano den Beschluß, dem serbische» Roien Kreuz für v-rwua-bete serb fche Ossiziere 15 Zimmer zur Verfügung zu stellen. Beim AuSbruch deS italienische» Kriege» hat er Trieft verlassen und ist seither in den Ent-enteländern al» Mitglied deS Südslawischen Komitee« tätig. Zm Abgeordnetenhause hat er bat 3. Görzn Wahlkreis vertrete». weitere Mitglieder der Räuber-bände im Bezirke Rohitsch verhaftet. Den eifrigen Nachinschungen der G.ndarmerie ist e« gelungen, weitere Mitglieder der Bande, die schon längere Zeit die Bevölkerung de« Bezirke« Rohitsch in Furcht und Unruhe versetzt, zu verhaf-ten ES sind dies Joses Tudine, Gregor Eedular und Marie Jnkret, sämtliche auS Cacendorf. Da« saubere Kleeblatt verübte die Einbrüche beim Be-sitzer Zmrek in Eacendorf. bei Maria Seligo ii Gradistidol und steht unter dem dringende» Lc'dachl, auch an den übrigen Einbrüchen im Bezirke beteiligt gewesen zu sein. Schonet den Maulwurf! Die freie Ver-einigung »um Schutze des Werdweike« in Wien ver» sendet Aufforderungen an ihre Mitglieder, zum Zivvtr Mitunter 8 der Ausschaltung de» Zwisch«nhand«lS brauchbare Bälge einzuschicken. Den Jägern wird der volle lageSptti» bezodll. So sehr dieie Mahnabme zu begrüßen ist, müs f«u wir al» Verlrete, det lcndwinschastiichen Interessen dagegen Stellung nehmen, d,ß unter den ausgezählten Tiere« auch der Maulwurf zu finden ist. Für Maul wurssseUe wird ein Betrag von 20—50 Heller be> zahlt. Wir erlauben un«. die Oeffentlichkeit daraus aufmerksam zu machen, daß der Maulwurs ein Insektenfresser ist und oft mehr al« sein eigene« Köiper-grwichi an Insektenlarven und Würmer verzehrt. Im Sommer jagt er in den oberen Bodenschichten, im Winter in den tieferen, di« Winterschlafes bedarf er nicht. Pftanzeanahruag nimft er keine zu sich, Pflrn-»enteile zernagt er niemal«. Er frißt Regenwüimer sehr qeru und dadurch nütz» er nicht im Allgemeinen ist sein Nutzen aber sehr groß. Die Aufforderung zur MaulwurfSjagd und die Belohnung derselbe» durch L» kauf der Felle muß daher besonder« in der jetzigen harten Zeit auf da« Entschiedenste bekämpft w«rden. K. f. Lai.dwirlschast»geleiifchaft in Steiermark. Deutsche Mädchenhorte. Ät«her hat «an R«d) wenig davon gehö«i. Da ist es umso erfreulicher, bah die „Demschöstetrei. ische Haupistelle für Jugend pflege" auf die Grüdung von Mädchenhorte» beso». deren Wert le^t. Die vielen Klagen, daß unseren Mädchen und Müllern da« B rständnis für da« Leben und Treiben der Mitwelt fehlt, wird ver» stumme«, »veun auch ihnen Gelegenhei» geboten wir», unter Leitung tüchtiger Fühier und Fühierinnen zu hören und zu lesen, wo« in der Welt voigeht, $e > mal und Welt auS eigener Anschauung beim Wandern kennen zu lernen und durch Besprechung in gesellt ger Stunde solcherart et wordene« Wissen u verliefen Reichen Stoff für eine solche Belehrung und Beiäli gung der schulentwachsenen Mädchen bietet der, Ar» h«tt»stofs für Juge»dhortr'^, den die „Deuts öfter-reichische Haupistelle für Jugendpflege" für den ge ringen Betrag von st 4öü (jür Einzelhefte st 4) für 12 Folgen herausgibt. Ieichnungsergednis der S. Kriegs anlethe in Steiermark. Nach den der Statt-Haltern nunmehr vo> liegenden Ausweisen — es fehlen nur noch die Daten einzelner Post und Steuer üm:a — be tragen die Zeichnung!n auf die fünfte K>ieg«anleihe in Steiermark 318,907.639 Kronen unÄ übersteigen da» Ergebnis der vierten Kriegs«»-leihe um rund t?7 Millionen. Bei Ermittlung be« Zeichnulig«ergkbnisl>« wurde sorgfältig daraus ge achtet, daß Dopp-lzählungen vermiede» weiden. Die Zeichnungen der größien Jndustrieunternehmungen de« Landes (wie österreichische Alpine Montangesell fchaft, Firma Gebrüder Böhler, Felten und Guil-leaume usw), welche ihre Zentrale in Wien haben und bei Wiener Bankinstituten aus die fünfte stnegS-anle?lhe zeichneten, sowie alle noch in Aowckiung be-grissfenen Zeichnungen sind in der obigen Ziffer nicht enthmlien. Der ganz äuge ordentlich günstige Erfolg der Anleihezeichnung in Steiermark ist zum großen Teille der eindringlichen Werbearbeit zuzuschreiben, weicche planmäßig im ganzen Lande d rchgesührt worcden ist. Auch an dieser Stelle fei allen jenen, die sich um den E> folg des großen patriotischen Wer te« bemüh' habe», wärmsten« gedankt. Zur Sprachenfrage in Mähren. Der Stadtrat inOlmütz hat ein Schreiben de« mährische» LandesauSschufse«, da« in tschechischer Sprache ab gefaßt war, nicht angenonmen Der Landesausschuß Hai sich sodann bei der Siadihalterei beschwert, an welche sich auch die Stadt Olmütz wandte. Die mäh rische Statthalierei traf nun die Entscheidung, daß Luschristen für die Olmutzer Stadtzemeinde in deut-fcher Sprache geschrieben sein folleu. Aus der Zeit-fchtift „Der getreue Ecf.iit Der tschechische Pflichtgegenstand an den Kroatischen Schulen? Der Führer der kioaiischen B^uen Partei Abgeordneter Stephan Ra» ditsch hat am >6. c>. M. im kroatischen Landtage in Agram eine Eingabe überreicht, warum die tschechische Sprache noch nicht in allen kroatischen Mittelschulen, auch den Lehrerbildungsanstalten und Handeleschulen, al« Pflichig^enstand an Stelle de» obligatorischen Madjatischen eingeführt worden sei, da doch die Re-gier ung für die Kroaten im Jahre 1911 im eigenen Ber lag ein tschechisches Uebungsbuch für Mittelschulen heraus.kgeben habe Er erinnert daran, daß im Jährt Iviil unier der Regierung des Dr. Tomasttsch die Einführung oti Tschechischen an allen Mittelschulen Kroatin 9 ve:sp>ochkn woiden f,i. Diebstähle in der Offiziersmesse in Pletrowitsch. Dieser Tage wurde die Inwohnerin Th-testa Lvet au« Locc vom Jnsanteristen stail Picthler batet betreten, als sie eben in einem storbe 5 Kilo Mehl davon tragen wollte. Kurz vorher wurrvea aus der OsfizierSmesse 2 silberne Eßbesteck« ?e,tische zvacht und 2 Kaffeelöffel von unbekannten Tätern gestohlen. Außerdem wurden aus der OsfizierSküche Oel, Fett und andere Dinge gestohlen, ebenso dem Offizierskoch Jiiterfek eine Uhr samt stelle. Man vermutet nun, daß diese Diebstähle die oberwähnte Svet verübt habe, weil sie sich sehr tst in der Osfiziersmesse herumtrieb, Giflügel und anderes zum Verkaufe an> bot. Da« G flügel stahl sie verschiedenen Besitzern >n der Gegend von Pletrowitsch. Sie ist al« gefähr. liche Diebin bekannt und schon öfter vorbestraft. Sie winde von dei Gendarmerie in Sachsenseid veihaslet und dem streiSgerichte Eilli eingeliefert. Bekämpfungsmittel gegen Peronos-pora und Otdium. Die überaus stark auftreten-den verschiedenen Krankheiten im Weinbaue haben im Lorjabr« eine außerordeniliche Schädigung hervorgcru sen und ist eine auSgiebiqe Betämpiung der Peronof-pora und de« Oidium» im laufenden Jahre unbedingt geboten Hiezu eignet stch und zwar gegen die Peronof-pora daS Kupfervitriol und »ach den umfassenden fach-lichen in Steiermark durchgeführten Versuchen in erster Linie auch die Kupserpasta „BoSna" und gegen daS Otdium da« Schwefelvulver. Die Regierung tst bestrebt, trot» der vorhandenen Ersparnisse die nötige» BekSmp ungsmittel für Sieie>mark zu beschaffen und wird, so-Viel in Aussicht steht, durch Zuweisung von Kupfer v'triol und Kupserpasta .BoSna" den Bedarf a» Be kämpfungSmitteln gegen Perouospora unter gewissen Vo,besaiten annähernd gedeckt und beide Mittel in dem Verhältnisse der Bestellungen aufgeteilt Ungünstiger ge stalten sich die Verhältnisse bezüglich der Beschaffung de« SchwefelmehleS und zwar insoferne, al« die vor handenen SchwefelmehlvorrSte kaum ein Fünftel deS angemeldeten Bedaiie» betragen und weiteres Schwef.l-m»hl nicht beschafft werden kann. Erfreulicherweise haben jedoch auch in dieser Hinficht die fachlicherfeitS im Vorjahre durchgeführten Versuche mit .Natrium-thiolulfat" ergeben, daß dieses Mittel mit Eifolg gegen daS Oitium angewendet werden kann und zwar da durch daß man der fertigen Kupferkalkblühe Kilogramm per 100 Liter zusetzt, wodurch eine gleichzeitige B-kSmpfung der Peionospora und deS OidiumS erfolgt. DaS Natriumth oiulfat wird in Aussig hrufchau erzeugt und wiid über Veranlassung dcS k. k. Ackeibauministe numa nach erfolgter Bestellung nach Möglichkeit an Steiermark überwiesen. Der Veiband der landwirt schafilichen Genossenschaften in Steiermark, wel« r als alleinige VerleUungSstelle für Vitriol, Kupfeipasta Bosna". S»w«felmehl und Natiiuntihiosulfat bestimmt würd«, bat flch an die Bezirksausschüsse ia Steiermark — welchen eS obliegt, die durch die Gemeinden ge sammelten und an die Bezirksausschüsse vorgelegten ve-steuungen aus di« gedachten BekämpiungSmittel an den Verband zu überwei'en — mit dem Er uchen gewen d-t mit aller Beschleunigung auch die B >t«Uu»g«n auf Nalriumihioi'ulfat einzubringen, damit die rech'zeitige Bestellung auf diese» für die Bekämpfung de» Oidium» so wichiige Mittel durch den Verband weit«, geleitet weid«» kann und die»iallS kein die Weinb^>utieib«nden I»äoig«nde» Versäumnis eintritt. ES liegt sonach im Jnleuff« der Weinbautieibenden, ihren Bcdaif an Na» triumthiosulfat fvileich bei ih>«n Gemeindevorstchungen ai'ztimelden, welche di« Bestellungen an ihren zuständig gen Bezirksausschuß zu leiien haben werden. Da der a> gemeldete Bedarf an Schweselmehl kaum mit einem Fünftil der Bestellunaen gedeckt werden wird können, erscheint die Deckung deS Abganges mittelst Natriunr thiolulfat angezeigt. Ein Mittel gegen den Schnupfen. In der kalten Jahreszeit ist der Schnupfe« an der Tagesoidnung. Wenn auch meist hatwlo«, so ist er immer lästig und birgt nicht selten einen steim zu mistetet Krankheit. Als nenel Mittel dagegen hat der Assistent an der stindeiklinik der Wiener U»i» versitäi, Dr. Han« Janulchke, bet eil« vor einigen Jahren mit Eisolg stalziumsalze innerlich augemen-ve». die sich auch bei chivni'chem und sogenannien Siockjchnupsen in sehr vielen Fallen dewähu haben. Man verwendet am besten milchiaure« Kalzium, und zwar nehmen Erwachsene täglich 3 bis 4 Giamm — 1 gehäufter Kaffeelöffel voll, in wässeriger Lö-sung, Säuglinge nur 1 Gramm in 70 G amm Wasser. Um die Sal^e votteilhast der Darmauf »ahme zuzuführen, ist e« nötig, die einzelnen Dosen bet leerem Magen, als jeweils etwa eine Siunde vor den Hauptmahlzeiten einzunehmen. Wer empfind-liche Ge>chmuck«nerven hat, kann etwas Zucker oder »)>mdeersast zusetzen. Die Behandlung dauert 3 — 4 Tagt; die Schwellung der Rafenschleimhaut und die flüssigen Absonderungen hören meist schon am zwei-ten oder dritten Tage aus. E« empfiehlt sich aver, noch eine Woche mit dem Einnehmen fortzufahren, um RucksäUe zu vermeiden. Sc«e 5 Wrnkenrezeptf. Die BildungSanstalt für Koch- und HauShal-lungSsch illehrennnen in Wien stellt für je vier bi« fünf Portionen Kochrezepte für Wructen zusammen. Wenn die deutsche« Rüden auch kein Ersatz für Kar lysseln sind, so helfen sie un« dcch über die Zeit der Sartosselknappheit hinweg. Im allgemeinen müssen die Rüben vorher abgebrüht werden, um den stren-gen Rilbengeschmack zu verlie en, und werden durch Beigabe vo» etwa« doppelkohlensaurem Natron (speisesoda) schneller weich, wodurch an Feuerung erspart wird. 1. Passierte Rübensuppe: '/t Kilogramm Rüben, Einbrenn ?on 6 Dekagramm Mehl und 3 Dekagramm Fett, '/« Kilogramm Kartoffeln, Sulz. — Die Rüben werden geputzt, in Siiicke ge-ichnitten. nach dem Abbrühen mit Salz un) Kümmel weich gekocht und durch ein Sieb gedrückt. Au» Fett und Mehl, oder bei F>ttmangel auch nur aus Mehl, bereitet man eine Einbrenn, gibt den Rübenbrei hinein, gießt mit Wasser auf, salzt nach Bedarf und läßt die Suppe gut verkochen. Al« Einlage kann man würfelig geschnittene Kartoffel» mitkocheu lassen. 2. Gedünstete Rübensuppe: '/, Kilo gramm Rüden, 3 Dekagramm Fett, 1 Dekagramm Zucker, pnka, 2 Dekagramm Mehl, Salz, Kümmel, Essig. — Die Rüben werden geputzt, gewaschen, würfelig zeichnitten, im Salzwasser mit Stimm.I halbweich gekocht. Im heißen Fei» lägt man feingeschnittene Zwiebeln goldgelb anröste», gibt Paprika und Essig dazu, stäubt und gießt nach Anrösten des Mehles mit Wasser auf. Hierans gibt man die halaweich ge-kochten, abgeseihten Rüden hinein und läßt sie in der Gula'chsauce sertig dünsten. 9. Schöpsenfleisch mit Rüben: % Ki» logramm Rüden, Salz, Kümmel, 4 Dekagramm Mehl, 30 Dekagramm Schöpsenfleisch, 2 Dekag-amm Feit, Salz, Psefser. — Die Rüben werden geputzt, geschält, würfelig geschnitten, abgebrüht und dann mit Salz und Kümmel weichgekocht. Mehl wird ohne Seite 6 'imaur * Zusatz gtrJjUt, erst mit kalltm Wasser verrührt, dann mit heißem Wasser aufgegossen und «it den gekochten Rüben vermischt. Schöpsenfleisch wird in Stücke geschnitten, geklopft, gesalzen, gepf ff^rt und in beißem Fett rasch abgrbraten, dann mit etwas Wasser aufgegossen und weich gedünstet. Das Schöp-senfleisch gibt man dann zu den Rüben, verrührt diese gut mit dem Saft und läßt alle« zusammen roch einig? Minuten kochen. 10. Ziilbenfleckrrl: •/* Kilogramm SRiUen, 3 Dekagramm Fett, 1 Dekagramm Zucker, 2 D«ka-gra»m feingthockie Zwiebeln, Salz, gleckerl von 30 Dekagramm Mehl. — Die Rüben werden geputzt, fein gehackt, mit Zwiebeln und Zucker ia Feit braun gedünstet, Mo» mit den in Salzwasser gelochte», «b geseihten Fleckerln ve> mischt. 11. Kar tos selt ascher I mit Rübeu : 30 Dekaqramm Rüben, 2 Dekagramm Fett, Lwitbeln, Pete-silie. Kartosfelteig v«nKilogramm Kariosseln, 15 D kagramm Mehl, Salz. — Die Rüden werden Seputz«, sein gehackt und mit Zwirbeln und Peter-li« gedünstet. Der Kartosselteig ivird ausgewalkt, mit den gedünsteten Rüden gefüllt. Tascherl geformt und diese in Salzwasser gekocht. Man kann sie mit gerösteten Bröseln bestreuen, wcnn man welche auf-zutreiben imstande ist. Totenlille für den Wonat Dezember. In Cilli: Maria Aulischer, 01 I., GerichiS-dieneia^iiwe. Äail KincI, 1 M. Dienstbotenkind Lo^onil« Boz c, II I, Advc>kalenski"d. — Im allgemcinen Krunkenhauie: Jan Kjuan, 7l J,Ge-men.dea,mcr Mana Ko'ch r.'/,Stunde, Bergai bcitrrfi-kiud aus Pleirvw ts L. Filomeua Luzar, eineinhalb Jahre, Bedienerin-kind cuS Et. Beil bei Grobelno. Agnes Pfeifer. 06 I.. Orisa we. Jolef Holecek, 4 I-, Bahnbeamienskind auS Umgebung Eiui. Ra bolf Jost, eineinhalb Jahr, TaglöhnerskindausArn-do>f. Kranzieka Gclod. 55 I, SdmhmachcrSgatti». J>a»z>«ka Br cer, 76 I, Gemeindearme an« Cilli. Sitsan Meza. 67 I, Gemeiiidearmer aus Wollen. An:onia Slernad, 30 I , F^brikSarbeitelKgatiin aus Unigel>u»a Cilli Maihias Groc- er, 4- I., Arbeiter aus Sieinbiück Fra"z Kiulc, 12 I. Gymnasial fchüler au» Gabe, je. Johann Rrzar, 29 Hasuer-gehilse aus Umgebung Cilli »iranz Sirepnik, 5 I, ArbeiierSkind ous T'chretl. Israel Ka«dl, 65 I, Flüchtling au» Zloczov Edmund Marinfchek, 29 I , Korieipoiident. Georg Dobomcnik, 41 I. Toglöhner. Michael Mocivnik, 35 I., Knech: ans Laak. Johann Ekos, I I. Uoleiostizierekui» aus Gaberje. Mariin Caks, 30 I, Ta^>ö!)ner aus Lt. Martin. Jakob V'sovisek, 73 I. Bergmann aus St Ch'istos. Jo> sef Plachnta, 9 M., TaalöhnerSkind auS ®airach. Anna Tof.int, 24 I., Taglühneiin aus Umgebung C'lli. Joses Gor>ear, 68 I., Taglöhner auS N.u> kirchen. Dominik Raklej, 62 I, Klavierstimmer aus @abnje. — Gainifons'pit.il Nr 9. Ladw'gMaurih. ü0 I., Jusanitriit der Traineivision 8 Mur>>n Molan, 23 I. La»dsturminsa»te>itt kes ZR. 87 Fianz!a»od>k, 40 I, Infanterist des ^,'dst. Bat 3/42 Jos's F'»ek. 23 I.. J,.santcrist deS LIR 23. Jo. hann Siinpian, 35 I., Koipo.al des JR. Nr. 5»0. Maul Äaj. 38 I., La>t.-J„f. de« Ldft.-JR 3L. Ferenz Barga, 37 I., Gefreiter des Ldst. JR. 2 Wolfgang Leg«er, 50 I. Infanterist des JR &7. Zqnea sof>ou. 25 I Jnfinierist des JR 43 -Noirefervcspnal: F>ovor Mazurski, 24 I. Joses Maumger. 24 I., Oif'zi rsdiener des Pion. Bat. 8. Seoig Mekoimk, 43 I, I iiant?liü des JR. 23. Anton Paricevic, 22 I., Jusamerist des JR. 87. Wnchßanöknng Writz Wasch Rathaus' ♦ ♦ gasse 1 ♦ ♦ » » RathanS » » gasse 1 Schrifttum. Daö Dezembei hest vo«, Paul Kellers illustrierten Monatsblittern „Die Bergstadt" (Breslau, Berg, stadtveilag Wilh. Gottl Korn; Preis vierteljährlich mit 15 «unst- und 3 Musikdtilagen nur 3 M.) trägt der auch durch den tiefe» Ernst der schweren Kriegs-zeit nicht zu ertötenden We>h»achlsstimmung durch ein trostvolles Gedicht des Herausg berS, die von Bruno Wick komponierte schöne „H>rtenwtise" für Harmonium un» die seinsinnige Betrachlung „Der Mensch und die Sehnsucht" von Cmil Haiina gebührend Rech' nung. E. M. Hamann bespricht in ihren auSgezeich-neten Buchanzeigen „Manch,m etwas" eine Reihe Ute? arischer Festgaben. „Die neue Front" in Sieben-bürgen und Rumänien schil ert in seinem gut illu^ silierten, farbenreichen Beitrage Catl Maiilaun außerordentlich fesselnd nach persönlichen Eindiücken Paul Barsch stellt in seiner beliebten „Bergstädti-schen Kriegsberichterstattung" die amerikanischen Mu-nitlonelleseiungen an unsere Feinde verdientermaßen an den Pranger. Ueber „Aegypiische Wahrsagereien" plaudert in anziehender Weite eine genaue Kenneri« der islamitischei Welt. Dorothea Abdel Gawad. Schumacher. Lustig zu lesen ist «>p-U> von Bereziks Humvieske „Der Vorschuß". Eme Reihe trefsliche-Gtdichte, die Chronik der Kunst und Wissenschaft von Dr. Joh Eckardl. Änz,igen neuer Bücher und die mit lebhastem Beifall begrüfite :!t»e Abieilung „Bon d.r Ächnur>pfeifergilde" mit Kellers eigötzlichen „Feld bliesen eines druischen Jungen" und anderen luuigen saiiiische» Beiträgen v.,vollstäi>dige» den vielseitigen Inhalt dieses HesieS. vo« d-ssen p-ächtigen Kunst-beilagen die surbige Radierung „Ära großen Teich ' (i« Riesengebirg.) dls schlesischen Küi.stlers Friedrich Iwan besondeis hervorgedobc» iei. Napoleon III. Ein Märchen auf dem Thron. Roman von Heinrich Bolliat Schumacher. (Berlin W. 57; Verlag von Richard Bong. Gehes->et 5 Mark.) N ipoleon III., deife» Empo kv>»»ien aus dem Thron von den Fiunzufen als eine glück hast« Verheißung zukünftige« Ruh e» begrüßt wurde, der sich innerhalb weniger Jahre vom ver-lachint Äbenteurer zum SchicdSnch'er Eu>opas auf-schwang, biS er ebenso jäh wieder im Dunkel verschwand — er, der mit einer geradezu ängstlichen Sorgfalt bemuht war, sich m» drm li.fsten Ge bfimiiis zu umgeben, bildet in seinem Planen und Handeln, Fühlen und Denke» mich heute noch ein Rätsel, dessen einwindfreie Lotung kaum noch erhofft w<«de» durtie. DaS >eue We>t bringt mit eindring lichiter Ueberzeugung»?, af, die restlose Löiung des Louis N.ipoleon.Räifels und zwar in einer Weife, die in unserer heutigen Z i» geradezu wie eme Of fendarung wirken muß Denn die Tragödie des zweiien sranzösischen Kaiserreichs gibt gleichzeitig klärenden Ausschluß über die treibenden Kräsie in der riesenhaften, die ganze Menschheit um'pannenden Tragödie des We.tkrieges un'erer Z it. In derselben Weise, wie Napoleon III., ist auch die Gestalt der Kaiserin Eugenie heute noch in ein Duniel gehüllt. Auch über sie gibt Schum icher Klarheit. Bon dem J»t)ll ihrer Liebesheirat bis zum endlichen düsteren Ritderbruch macht sie alle Phasen der Entwicklung durch, deren Keime in ihren natürlichen Anlagen schlummern, um endlich unter dem Einflüsse eine« ihr seindlich gesinnten Volkes, eines in dc» Oig'en d r Pariser Sittenlosigkeit schwelgenden Hoses, eines von Untreue zu Untreue flatternden Gatten zu vol-ler Entsaliung zu gelangen. Daß ihr Werden und Schicksal unentwirrbar mit der politischen Geheim-tümtlei Napoleons III. verknüpft ist, daß sie als Frau, Gattin nnd Mutter notgedrungen d«S Opfer eines in seinem innersten Kern verdorbenen Galten werden muß, das alle« verleiht der Gestatt jene erschütternden Züge des Rei, menschlichen, Mitleid-erregkiiden, durch die das Buch trotz schlich'er Dar stellingsweise die atemberaubende Spannkraft des großen Dramas eihält. Zeitgenössische Abbildungen gewähren in enger Anlehnung an das-tL ' t hr.. einen inleressavten Einblick i» das un« Deutsche bisher wenig bekannt gewordene sran,ösische Kunst leben unter Napoleon III. und sichern auch äußer-lich diesem neuen Bande jenen bevorzugten Platz, den die Serie „Romane berühmter Männer und Kraue»" in den deutjchen Büchereien errungen hat. Vermischtes. Der Kakao, die Valuta und der Bürokrat. Ein in Brünn wohnender schweizer SlaaiSbürger (Student), «hielt von «einen Verwand' iei, aus der Schweiz ein Paket als Geschenk. Er begab sich mit drm Aviso aus da» Zollamt und be-kam eine Dose Kondensmilch, nachdem er vorher versprechen mußte, daß er die Dose selbst verbrau-chen werde und sie nicht dem Verkaufe diene. Ein halbes Kilogramm Kakao, tas beigepackt war, wuide ihm nicht auSgejolgt. da eS „Banuware" bilde und daher zuiückgesendet oder vcrnichiet roirtrn müsse. Auf Erfuch.n deS Studenten, den Kakao den Mili. tär.pltälern zu spenden, wurde ihm mitgeteilt, daß dies nicht statthaft >ei. Schließlich ent'chied man sich, den Kak>!». der gegenwärtig «inen Wert von 15 K besitzt, zu vernichten. Der Beamte öffnete eine Ofrn-tür. der Kakao wurde in di« Glut geworfen dar-über ein Protokoll ausgenommen und von dem Slu-oenik» gefertigt. So geschehen am Boimittag« des 11. Jänner 1917 am Zollam:e in Brüun im Zeit-«Iter des — — DuichhaltenS I Französisch« Taktlosigkeit. Unter der Ueterschüt ..Eiwa« mehr Takt" teilt eine Pariser Leitung die Sp.is«tifolge dt* Festessen» im „Grand HoM" mit, um im Toi« einer berechtigten Entrü-rüstung öffentlich zu rügen, d^ß sich in d»efer -p«i« senfolge, di« z-hn Franks kostet«, «in Gang befand, der solgendeimaßen bezeichnet war: „Gefüllte Put« auf Aim.Ieute Ari." — DaS Blatt bemerkt hiezu: „Diese gesüllte Pute auf Armeleuie Art ist wirklich außererdrntlich geschmackvoll in «inem Augenblick, wo viele „arme Leuie" Mühe haben, sich nur Kartossein zu beichassen!" — Derartige Geständnisse dringender. wi> tichasilicher Not sin et mau in der Pariser Presse übrigens nur lehr selten und gleichsam zwi-schen den Zeilen zu lesen, da sie sonst darin wett» eifert, alles iotjuschiveigen, was Frankreichs No lag« dem Auslande Senaten köunie Die französischen 'Zeichner sind unier Umständen wenige» zu, ückhaltens, in demselben Blatt und aus derselben Seile findet man das Bild von zwei kleinen nur mii Hemdchen bekleidet » Kindern, die diesmal nicht, wie sonst zu Weihnachten üblich, die Schuhe an!>eu Kamin stelleu, um d e Gaben des Christkiiides in Ea>piang zu neh-me» — sondern den leeren Kohlenkorv. damit da» Christkind ihn füllen möge. des Cillier Stadloerschön«-ruugsvereines bei Spiele», IDrtten und Vermächtnissen. '¥ Y V 't1 Y Y V Y Y Y Y Y ßfaff - näbmascbinc Unübertroffen im Nähen, Stopfen u. Sticken! Neueste SpezialApparate! w WM Niederlage bei :: Jos. Weren Manufaktur-Geschäft Cilli, Ralhausgasse ooooooo ooooooocooooooooooo O JOSEF MARTINZ, Marburg 3 Q (gegründet 1860) liefert: ö o Galanterie-, Spiel-, 8 § Kurz-- Wirkwaren Q O zu den billigsten Tagespreisen. 2T Aufträge und Anfragen werden prompt erledigt. w OOOOOOCOOOOQOOCOOOOOOOOOOO Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für HauS und Familie. *«raaua<0fiuiratf4oi Wacht" in tißi. Nr. 4 „»uDinart" erscheint |e(xn sonntu« ale unentgeltliche tut bu Lei«' „Eeutf chen Wacht". — litmeln ist „Die fe»ibmarI" nicht täuflich 1917 Verirrt und doch gesunden. Griginal-Roman von Konstantin k)arro. „Ach, die Jugend, di« Zugend!" rief Frau von Berfen in komischer Verzweiflung auS. „Sie hat eben noch ihre Illusionen! Und wir Alten sind dazu da, helfend hinzuspringen, wenn diese Illusionen sich in nicht» auslösen. Wie oft aber ist Hilfe denn nicht mehr möglich 1" Kopfschüttelnd lieb sie Hilda allein. » • * ES waren peinliche Tage, welche nun für Hilda folgten. Der „gemütliche Abend", zu welchem Trent-hoff für den nächsten Tag geladen worden, verging höchst ungemütlich für alle Beteiligten. Allerdings hatte die kluge Frau vo» Versen dem liebeglühenden jungen Offizier H ldaS Weigerung, feine Bewerbung anzunehmen, nur als eine durchaus kindische Prüderie oder auch Koketterie hingestellt. Und die Selbstgefälligkeit, welche Kuno TrenkhofsS W^sen völlig beherrschte, machte es dem Leutnant nicht schwer, Frau von BerfcnS Redereien für bare Münze zu nehmen. „Kleines HeideröSlein! Hat Angst vor mir!" reflektiert« er, feinen wohlgepflegten Schnurr-bart liebevoll streichend. „Müssen wir nicht gleich so schneidig vorgehen! Vielleicht ein bischen GäiiS« chen vom Lande? Nun, schadet nichts! Kluge Weiber, brrr l Sind iu der Ehe höchst fatal!" Er bemühte sich also, Hilda in zartester, rück-sichtsvollster Weise den Hos zu machen, nur beging er dabei den Fehler, die Angebetete nun wirklich et« was al« Gänschen zu taxleren und demgemäß die Unterhaltung, welche er als Tischnachbar mit ihr zu führen hatte, noch geistloser und oder flächlicher zu gestalten, als dieS bei seinen durchaus nicht hervor-ragende» geistigen Fähigk'ite» ohnehin der Fall fein mußte. Hilda verstummte bei feinen Plattheiten all-mählig ganz. Sie begriff nicht, wie die Eltern sich für eine» Menschen begeistern konnten, der nur von der „Militaria" daS Heil der Welt erwartete, und der andere Interessen als die beruflichen nicht zu kennen schien. Zu TrenkhosfS Glück hatte man HildaS ältere Schwester Otti an feine andere Seite postiert. Und wenn ihm das Mädchen, als zu verblüh», als Gat-tin auch nicht mehr konveuierte, fust ein, der au« Hunderten von leuchtenden Kelche» flieg. In diesem Moment gewahrte sie, daß der Blick deS HauS-Herrn sie prüfend streifte. Dann lächelte Herr Karl Tre-khoff ihr gütig zu, und da» Lächeln blieb auf feinen ernsten, unschönen Zügen und erhellte sie. „Kommen Sie. ich will Ihnen weine Lieblinge die Rosen, genauer zeigen", sagte eine Stunde später plötzlich der Fabrikbesitzer zu der stillen Hilda, die mit gequältem GesichlSauSdruck »eben dem geschniegelten Leutnant aus der Gartenterraffe s>>ß. Man trank Sekt und knabberte Gebäck dabei. Hilda aber kämpfte mit den Tränen und nippte kaum an ihrem Glase. Sie sprang sofort auf, um dem alten Trenk-hoff in den Garten zu folgen. Frni von Versen blickte vielsagend auf de« Leutnant, er erwiderte den Blick ebenfo. „Jetzt wird Onkelchen alleS in Richtigkeit bringen l" reflektierte auch Otti bei sich. „Dieser Glücks-pilz, diese Hilda!" Der „Onkel' sührte indessen aus Umwegen seine liebliche Begleiterin dem Rosenparterre zu. Wieder beobachtete er die düster Schweigende scharf. Endlich begann er: »ES scheint, Sie machen sich nicht« aus zwei-erlei Tuch, liebes Fräulein?" „Nein! Garnicht»!" gestand sie müde lächend zu. — .Wenn aber der Träger des bunten Rock« ein so schneidiger Kerl ist, wie mein Neffe Ku-o, so muß die Festung mit der Zeit doch kapitulieren, nicht wahr? Und sie lul» auch gern. E» sind nur kleine, völlig unnütze Plänkeleien, die dem Gegner mehr Lust zum Angriff machen sollen, welche eine freudige Ueber-gab« noch hinausschieben?!" AI» sie nicht antwortete, blickte er sie verwun-dert an. „Verstehen Sie mich nicht?" fragte er. „Nein!' sagte sie ruhig und ernst. „Sie lieben also Kuno, meinen Neffen Kuno" — er betonte daS „meinen" schärf« — „wirklich nicht?" »Ich liebe ihn nicht?' sagte sie leise und sest. „Und werden ihn doch heiraten!' meinte « im g«ingschätzigen Tone. „Sie irren sich! Niemals!" Traurig setzte sie hinzu: „Auch weine Eltern können mich nicht zwi«-gen . . .Da sei Gott vor!" sprach er rasch. Er «griff ihre Hand und drückte sie herzlich. „Wollen wir Bundeögenoffen sein?* fiagte er. „O, wie gern stelle ich mich unter Ihren Schutz", rief Hnlda warm, wahrenv lyr CYAnrn au« >?n *u- gen schössen. „Ich habe gleich so viel Vertrauen zu Ihnen gehabt. ES war mir, al» könnten Sie mir ln der Seele lesen, wie in einem offenen Buche." .Wirklich?" sagt« er lächelnd. .Und wie ist«? Soll ich jetzt laut vorlesen, waS in Ihrer Seele steht?" .Können Sie'«?" fragte sie ängstlich, zaghaft. „Ich denke: ja!" begann er. „Sie lieben be« reit«. Ihre Liebe ist aber nicht glücklich " „Woher wissen Sie da«?" fragte sie beun« ruhigt. ..Aber es steht Ihnen ja in dem lieben, un-schuldigen Gesicht!" rief er belustigt. „Nur will eS mir nicht in den Sinn, daß Ihre Liebe nicht erwi« dert werden sollte! Daß sie unglücklich ist!" „Sie ist hoffnungslos. Sie wird nicht erwidert", sprach sie hart. Er zuckte die Achseln. „Dann müßte Ihr Stolz Ihnen gebieten, den Unwürdigen zu vergessen", meinte er. „Achl M^n Stolz!" rief sie bitter auS. „Kennt Liebe denn Stolz ? Ich weiß eS nicht I Ich weiß nur, daß ich Diejenige Haffe, die lächelnd daS an sich reißt, was meines Leben» einzige Freude gewesen ist! Und ich weiß nur, daß ich mich lieber mit glühenden Zan> gen peinigen ließe, al« daß ich ihm, dem Ungetreuen, noch einmal die Gewißheit gäbe, er werde von mir geliebt l" „Nicht s« leidenschaftlich, Kind!" sagte Trenkhoff und schaute voll inniger Anteilnahme in ihr im Zorn erglühendes Gesicht. „Sie müssen ruhiger werden, wenn Sie Rache üben wollen. Die Leidenschaft taugt Keinem etwa». Da» habe ich auch gespürt . . ." .Auch Sie wurden verraten?' fragte sie ver« wundert, überrascht. Sie hatte in ihm nur den alten Mann gesehen. Daß er auch ein Stück Leben einsam durchpilgert, machte sie sich jetzt erst klar. Er lachte eigentümlich. Nicht ironisch, nicht hä-misch, aber sein Lochen schnitt ihr doch in die Seele. E» lag soviel Weltverachtung darin. .Ja, ich bin verraten worden l" begann er wie» der. „Und Sie sehen, ich habe e» überlebt, da«Un-geheure. Sie. die ich verehrte, wie eine Gottheit, sie zog eine» Reicheren mir vor. Denn einstmals war ich ein armer Schlucker, müssen Sie wissen." „Sie ist glucklich geworden?" fragte Hilda be-flommen. E« war ihr eigen zu Mute bei dem Be-kenntni» de» Sonderling». Warum ließ er sie in die Kalten seine» Herzen« sehen? E» durste sich doch keiner sonst rühmen, sein vertrauen zu besitzen. „Wa» ist Glück?" antwortete Karl Trenkhoff ,,*„»»»<•—„*• ,«»«>» int »», in ein blasse», abgehärmte» Weib ans meiner Schwelle stand und um Arbeit bat. Glück stand meiner ein-zigen Verlobten nicht in den Augen." „Mein Gott! Sie kam zu Ihnen ?" rief Hilda entsetzt. Wie konnte sie, die Aermste?' „Sie hatte Kinder. Und die hungerten', sprach er dumpf. „Ihr Mann?" frug Hilda leise. Trenkhoff zuckle die Achseln. Nach einem wüsten Leben verschollen, unterge-gangen. AuS Monte Carl» hatt« sie die letzte Nach-richt von ihm.' „Sie haben ihr geholfen !" rief Hilda mit leuch-tenden Augen. „Ich?" Er sah ihr gespannt ins Gtsicht, „woher wissen Sie das?" „Das fühle ich. Das muß doch so sein", ant-wortete sie enthusiastisch. „E'e li.be Phantastin!" sagte er im bedauern« den Tone. „Nein, Kind, ich muß den NimbuS zer-stören, den Sie natlöcher und Trichttr. In eintn halten wir un», mein Kamerad und ich, hineingelegt. Wir bliebe» darin, obgleich der Angriff abgeschlagen war. „Otto", sagt mein Samerad. „wie kriegen wir nur unsere Verwundeten weg? Ich möchte vorschlagen, wir neh-men unsere beiden Armbinden zusammen, stecken sie aus unsere beiden Seitengewehre und Heden dann diese» Zeichen Über den Rand unsere» Loche». Wir werden dann sehen, was der Franzmann macht." Wie er sagte, so geschah e». Nach ungefähr zehn Minuten wurde auS der französischen Linie dasselbe Zeichen auch mit Seitengewehren hochgehoben. Wir hatten schon whr überlegt, wie wir eS weiter machen würden, wenn ein gute» Zeichen käme. Wir hatten ein Stück von einer grauen Unterhose abg«-rissen, tiefe» Stück hoben wir über unsere Armbinden und beobachteten wieder gespannt, waS drüben ge« macht werden würde. Nach ganz kurzer Zeit kam ein reine» Tuch au» dem französischen Graben. Nun kommandierte mein Kamerad: „Otto, jetzt 'rauS und fest« angefaßt!" Wir sprangen au» unserem Trichter, kein Schuß fiel von französischer Seite, nur ein deutsch-gesprochene» Kommando kam von dort: „Die sran-zösitchen Verwundeten rührt nicht an, die holen wir selbst; aber beeilt euch I" Wir ließen un» die« nicht zweimal sagen und schleppte« auf dem Rücken und iu unseren Zeltbahnen fort, wa« noch Leben zeigte. Dann fingen auch dieFranzmänner an, V«rw»ndete sortzuschassen. E» siel dabei kein Schuß von unserer Seite. fhBn"nct 8 _■___Deutsche Wacht Se.<- 7 -A u S w e i ö über die im städt. Schlachihause m der Woche vom 15. bis 21. Jänner 1917 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingesührten Fleisches. Name .' be* Fleischers Juniqer Ludwig . Rofffar Ludmi« . 2«vt:o|cbft Jakob Plewtat fttnnj . Joses SeUtal Franz . . Sirllzn Ioin . . Zamv Viktor . . Gastwirte private t> öilad>ltinq HnqHllfrrtt* blaset etatätte l'str alle Systeme, lachiuänuisch gut nnd billig1. Sämtliche Bestandteile, Nudeln, 01, Schiffchen et*., sowie auch »Amtliche Fahrradbent'tnd teile Elektrische Taschenlampen und Batterien. Zur gefälligen Kenntnisnahme! Beehre mich den geehrten Bewohnern von Cilli und Umgebung bekannt zu geben, dass ich meine Schneiderei für Herrenkleider wieder in frflherem Umfange weiterführe und, gestützt auf meine langjährige Praxis und Tätigkeit in Damen-Modesalons auch die Anfertigung von Damenkleidern nnd zwar: Schossen, Jacken, Sportkleider u. s. w. eingeführt habe. Für tadH||o>es Passen und «xuto Arbeit wird volle Garantie geleistet. Ich emplehle mich den sehr geehrten Damen und Herr-n bei Neuanschaffung von Kleidern, welche ich sorgfältigst zur Auslührung bringe und bitte um zahlreichen geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll Anton Jost Herren- und Damenkieiderinacher, Herrengasse Nr. 3, I. Stock. S1NGE11ÄÖJ 81NGE11 W Cllsei ^Cill"lft111EU• Muijikiuötrumentenlliacher Kaiser Wilhelmstrasse Nr. 14 ■ Cilli ■ Kaiser Wilhelmstrasse Nr. 14 Maiidolineii, MiiikI- ihm! harinonlkas, Vlollnkasten Bestandteile für sämtliche Musikinstrumente. Beste Violin- und Zithersaiten. Singer Co. Nähmaschinen Ml.-Ges. 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Kenntnis, dass wir mit 1. Februar das Oasbus „Zur Kahnfahrt" in Savodna fibernehmen nnd bemüht sein werden, den geehrten Gästen das Beste zu bieten. Zum Au-schank* g lun^t vorzstgliches Märzenbier, sehr gute Tischweine, Flaschenwein Berg Jerusalem und warme Getränke. Warme und kalte KAeiie, vorzügliches Haus-geselcktes. Auch steht den geehrten Gä