Nr. 163 Donnerstag, 19. Juli 1911. 136. Jahrgang MiblllherWZeituna Vr«iuu«e»ntl««»pv»»»: Mit Postverslndun«: gai^jäbri« 2l> ll, l,a!bjäl,r Hau« qa^jähn« » II. - I«srrtlon«gebühr: ssür Nelne Inserats b>« zu virr feilen »0 li, ssr^ürre pcr Zrilr ll.' k; bei üslcrl'!! Wa^i^lllüßr,, pcr Zcile « d. Die «l.'aibaa>er ^rilim«. erscheint 1 ^ "'?«"""« 10 H vl>lm!ttlls,°!, Uü'i-cmlnrll l,t!lll. Telephon Ur. der Aedaktion 52. Amtlicher Geil. ! Nach dem Amtsblatt? zur «Wiener Zeitung» yom 13, und 17. Juli a 8«m«tiue littsraire», Druckort: Genf 1917. ! «Wioszliritan»irn und srin Hcl>r» vc>u Julien (brande, Druck und Verlug: Orell. stühli H lio. in Zürich 1917. Nr. 3 «Das Erwachen», Druckort: Zürich 1917. Nr.ii .Mue Wea.e», Druck: N. G, Zdindcu in Aasel 1917. Den 17. Juli INI7 wurde in der Hos- und Staat8druck>rei das <ÜXXV. Stück dcö NsichSn^sehdlattes iu deutscher Ausgabe au6a.ca.eden und uersendrt. Politische Uebersicht. , Laibach. 18. Juli. Aus Wien, 17. Juli, wird gemeldet. Die Adrcß-! abordnn»«, dcs Herrenhauses mit den Vizepräsidenten Fürsten zu Fi'irsteubcrg und Grafen Sylva-Tarouca an der Spitze überreichte heute Seiner Majestät dem Kaiser die in der Sihunq dcs Herrenhauses vom 28. Juni d. I. beschlossene Adresse. Vizepräsident Fürst zu Fürsten. verg richtete als Führer der Abordnung an Seine Majestät eine Ansprache, worin er daraus hinwies, dah die Thronrede beim Heirenhause den freudigsten und dankbarsten Widerhall gefunden habe. Seine Majestät der Kaiser schwß seine Antwort mit den Worten: „Ich gewärtig mit voller Zuversicht, daß das Herrenhans auch fürderhin i.u festen Zusammcnwirlcn mit den audcreu Faktoren der Gcscygebung seine Kräfte in den Dienst dcs heißgeliebten Vaterlandes stellen wird, und ich vertraue auf dessen erfolgreiche Mitarbeit bei der großen Aufgabe, aus den Wirreil dcs Krieges heraus die Fundamente einer segensvollen Friedens-cntwickillng versöhnter Kulturvölker auszubauen." Nach der Antwort brachte Fürst zu Fürstenbcrg ein drei' maliges Hoch auf Seine Majestüt den Kaiser aus.! Hierauf wurden alle Erschienenen durch Ansprachen ausgezeichnet. Aus dem Kricgsprcsscquartier wird unter dem Ili. d. M. geschrieben: An der Isunzo-Front war nach dem gestrigen Mißerfolg der italienischen Stoßtrupps leine Infanterietätigtcit. dagegen überschüttete der Italiener zeitweilig nnserc Stellungen heftig mit Artilleriefeuer. Auch seine Fliegertätigteit war sehr lebhaft, was vielfach zu Luft'tämpfen führte, in deren Verlanf ein feindliches Flugzeug bei Iamiano abge-schössen wurde. An der Tiroler Front fand auf dem von uns besetzten Colbricon eine Sprengnng statt. Sie ging dem Italiener vorzeitig los, denn erst 5U Minuten später setzte sein Artilleriefeuer ein, das uns aber nicht mehr hindern konnte, den Sprengtrichter zn besehen. Generalfcldmarschall von Hin den bürg und General der Infanterie von Lndcndorff haben am 17. d. M. abends Berlin wieder verlafsen. „Nlgemeen Handelsblad" schreibt zum Überfalle der englischen Kriegsschiffe auf die deutschen Fracht« dampfcr: Die Kriegshandlung der englische» Kriegsschiffe war eine so flagrante Verletzung unserer Neu» tralität wie möglich, die um so ärger ist, weil man trotz der damit verbundenen Gefahr für die Bevülle« rung und trotz der Tatfache, daß die Beschießung auf unser Land, unsere Häuser und Bauernhöfe gerichtet war, nicht davor zurückschreckte. Über den Unterseebootkrieg liegen folgende Nach-richten vor: „Progrbs de Lyon" meldet aus Toulon: 19 Überlebende des belgischen Dampfers „Claire", der am 12. Juli 250 Meilen vor Vone (Algerien) von einem deutfcheu Unterseeboot versenkt worden war, sind in Tonlon eingetroffen. Der Dampfer war von Salonichi nach Marseille mit Eisenerzen unterwegs. Die Besatzung bestand ans einem Kapitän griechischer und einem Offizier belgischer Nationalität. Ferner befanden fich an Bord französische Mnlrosen zur Bedienung der Geschütz? sowie einige Passagiere. Das Schiff sank in 50 Sekunden. Die Rettung war sehr schwierig. 26 Personen sind ums Leben gekommen. — Die Niederländische Telegraphenagentur meldet aus Imuiden: Der holländische Schoner „Timor" ist auf der Reise von London nach Rotterdam versenkt worden. — „Stockholms Tidningen" znfolge ist der schwedische Dampfer „Frederika" mit 1200 Tonnen Ranmgehalt auf dem Wege nach Hull versenkt worden. Aus London, 17. Juli, wird gemeldet: Der König nahm heule in der Sitzung des Privy Council für sich nnd die Familie den Namen Windsor an. ^ Das Stockholmer Blatt „Daqens Nyhetcr" veröffentlicht nene Einzelheiten über die von der fchwe-dischen Polizei entdeckte Handclsspionnge der Entente. Darnach haben die Spione ihr Hauptwerk hauptsächlich in Lulea und Gefle betrieben und von dort ihre in Zeitungen versteckten Berichte über die Bcwegnn-gcn deutscher Schiffe an die Marineattache's und Ententegefandtfchaftcn gesendet. Außer zwei Marine-', ctttachis ist anch ein Lcgationsrat bei einer dritten Ententegesandtschaft bloßgcstrlll. „Gazette de Lausanne" meldet aus Athen: Zwischen dem neuen König und Veniselos scheinen ziemlich ernste Differenzen aufgetaucht zu fein, die sich äußerlich in der Tatsache zeigen, dnh der König die Unterzeichnung des Detrctcs, betreffend die Einberufung der alten veniselistischen Kammer anfgcschoben habe. Anch andere Anzeichen sprechen dafür, daß eine Krise aus^ebruchen sei. Veniselos fordere vom König, mit der inneren nnd äußeren Politik seines Vaters offen zu brechen, was der König jedoch zu tun zögere. Das Renter-Bureau meldet ans Peking: Wang-Tasieh ist zum Außenminister nnd Lin-Knan-Suang zmn Marincminister ernannt worden. Der Präsident bekundete die Absicht, die Präsidentschaft nicht wieder !zu übernehmen. Mal- und Provinzial-Nachrichten. Der Voranschlag der Stadtgcmeinde Laibach. Dem in der vorgestrigen Sitzung des Laibacher Gcmeinderatcs angenommenen Voranschlage des städtischen Konkretalfonds entnehmen wir folgende Haupt« datcn: I. Allgemeine städtische Verwaltung: Erfordernis 741.991 K., Bedeckung 39.000 K. — Der für die Teuerungszulagen vorgesehene Betrag von 53.008 K. wurde mit Hinblick auf die jüngst bewilligten Zuwendungen sowie mit Rücksicht auf die analog den Zuwendungen an Staatsbedienstete bevorstehenden Erhöhungen um 100.000 K. erhöht. II. Verwaltung des städtischen Vermögens: Er» sordernis 59.786 K., Bedeckung 113.296 K. III. Städtische Unternehmungen: Überschuß 210.000 K. IV. Abgaben: Erfordernis 8232 K., Bedeckung 510.832 K. V. Schulden: Erfordernis 527.443 K, Bedeckung 41.080 K. VI. Strahen, Gassen, Plätze und Spazierwege: Erfordernis 557.800 K., Bedeckung 1141 K. VII. Sanitätswesen: Erfordernis 122.001 K., Bedeckung 60.100 K. . ! VIII. Humanitäre Einrichtungen: Erfordernis l 158.979 K. (darunter: Kaiserin Zita.Fonds 30.000 l Kronen, Kriegsmvulidenstistnng 30.000 K.; Subventionen: für den StudelltenunterstM'.nngsverein „Rado-goj" 700 K., sür, die Unterstütznngsvereine an sämtlichen Laidacher Mittelschulen 1500 K., für das Elisabelh-Kinderspitlil 175,0 K., für den Verein ftir Kinderschutz und Jugendfürsorge 1500 5t., sür den Verein „Domovina" 1000 K), Bedeckung 6100 K. IX. Schulwesen: Erfordernis I85.994K,, Bedel. lung 33.009 K. X. Wissenschaft. Knnst und Kultur: Erfordernis 12.168 K. sdarunter Subventionen: sür die Simon Gregoreic.Voltsbibliothel 3000 K., für die „Glasbena M«'.tica" 3000 K., für den Musitverein .Ljubljana" 500 K., für die Philharmonische Gesellschaft 500 K,, für Gcmäldeanläufe 3000 K.), Brdecknrig 100 K, XI. Handel und Gewerbe: Erfordernis 21.098 K. sdarlintc; neben dem für Stipendien an der Staats« gewerbeschule ausgesetzten Beilage von 1000 K. ein weiterer Betrag von 30l)0> K. für sechs Stipendien zu 500 K. infolge der Ausgestaltung der ^ werbeschule zu einer höheren Gewerbeschule), ^ .......g 4500 K. XII. Militärwesen: Erfordernis 128.492 K., Be« deckunq 103.902 K. Xill. Verschiedenes: Erfordernis 61.604 K. ldarunter Subventionen: für den Feuerwehr- und Ret« tungsoerein 5000 K., für den Schützenverein 104K., für den Slovenischen Alpenverrm 2500 K., für den Ankauf eines Bildnisses Seiner Majestät 2000 K), Bedeckung 50 K. Zusammen: Erfordernis 2,314.788 K., Bedeckung 1,183.110 K., Abgang 1,131.678 K. — ignm Bcsnch des (frzherzogs Leopold Tal-vator im t. u. f. Spitale des Ursulinerinurutlosters in Laibach, > Am 9. Juli beehrte Seine t. u. t. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Leopold Sal. vator das Spital des Ursulinerinnentlosters durch Höchstseincn Besuch. Begleitet wurde er dabei vom Prinzen Lobkowitz, vom Landcspräsideuten Grasen Attems, vom Generalstabsarzt Dr. Geduldiger und vom Stabsarzt Dr. Fantet. Von der Mutter Oberin an der Pforte empfangen, wurde der Herr Erzherzog samt den genannten Herren durch die Räume des Spitals geleitet,! wo dem Herrn Erzherzog durch den Herrn Landespräsidenten anch die seit Bestehen des Spitals äußerst verdient wirkende Oberschwester Frau Paula Dörr-Stibral vorgestellt wurde. Seine kaiserliche Hoheit zog sie in ein Gespräch nnd begab sich dann zu den Krankenbetten, wobei er viele der Patienten in deren Muttersprache amedete, was bei diesen große Freude hervorrief. Nach eingehender Besichtigung des Spitals äußerte sich der Herr Erzherzog sehr lobend und anerkennend über alles Gesehene und drückte der Mutter Oberin seinen besonderen Dank aus. — (Kriegsauszeichnung.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Marinelommissär erster Klasse Joses Ritter von Pogatnil in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde das Goldene Verdienst-» kreuz mit der Krone am Bande der Tapferleitsme-daille und mit den Schwertern verliehen. — (Kriegsanszeichnung.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Marineoberkuraten Anton I arc, einem Bruder des Abgeordneten Prof. Eugen Iarc, das Geistliche Verdiensttreuz zweiter Klaffe am wnß-roten Bande verliehen. — lKriegsauszeichunngen.) Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: da« Goldene Verdienfttreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Laibach« Zeitung Nr. 163__________________________1048 __________________________________19. Juli 1917 Landsturmverpflegsoffizial Anton Bebr, Vorstand! der Fassungsstellc in Unter-Loitsch, und dem uugar. Landsturmuuerarzt Dr. Wilhelm Guttmann beim Reservespital Eger in Veldes; das Goldene Ver-dieusttreuz am Vande der Tapferteitsmedaille dem Landsturm-L^utnantrechnungsführer Josef Hoöevar bei dcr Monturetadlierungsanstalt in Ioscfstal; das Silberne Verdieustkrcuz am Bande der Tapferlcits-medaille dem Korporal Franz Ferjanc des DR 5. — Militärisches.) Seine Majestät der Kaiser hat folgende Absolventen der Offiziersschule in Graz zu Fähnrichen beim IR 17 Kronprinz ernannt: Josef Aschmcmn, Rudolf Banovec, Josef Baran, Doktor Josef Bavdet, Theodor Betriani, Alois Bulovec, Franz Cehun, Cyrill Dereani, Matthias Drovenik, Koloman Földes, Emanuel Iosin, Franz Kerziö, Max Lukanc Edlen von Savenburg, Franz Mahkovec, Dr. Nikolaus Omersa, Max Palouz, Anton Poje, Ladislaus Pretnar. Anton Skala, Wilhelm Sustersik und Stanislaus Vrancic. — (Spende von Brennholz.) Herr Agraroberin-spektor Wilhelm Put ick hat anläßlich seines 61. Ge« bnrtsfestcs ein Drittelwaggon weiches Brennholz für die Stadtarmen Laibachs gespendet. — (Spende.) Ein ungenannter Wohltäter hat dem Stadtmagistrate für Kriegsblinde 20 K. übermittelt. — (Flcischvertcilung auf rote Legitimationen.) Die städtische Approvisiomerung wird heute nachmittags in der Iosefikirche Rindfleisch auf rote Legitimationen zu 2 K. per Kilogramm abgeben. Reihenfolge: von 1 bis halb 2 Uhr Nr. 1 — 150, von halb 2 bis 2 Uhr Nr. 151—300, von 2 bis halb 3 Uhr Nr. 301—450, von halb 3 bis 3 Uhr Nr. 451—600. von 3 bis halb 4 Uhr Nr. 601—750, von halb 4 bis 4 Uhr Nr. 751—900, von 4 bis halb 5 Uhr Nr. 901 bis zum Ende. Außer der roten Legitimation ist die Fleischkarte mitzubringen; Kleingeld ist bereitzuhalten. te-. — (Sclchftcischabgabc für Beamtcnkatcgorien.) Die städtische ApprovisionierUng wird heute in der Iosefitirche billigeres Schweiueselchfleisch für Beam-tenlategorien abgeben. Die Gruppen I und II erhalten Geselchtes zu 4 K., die Gruppe III zu 4 80 K. und die Gruppe IV zu ,6 40 K. per Kilogramm. — Reihenfolge: von 5 bis 6 Uhr Gruppe I, von 6 bis halb 7 Uhr Gruppe II, von halb 7 bis 7 Uhr Gruppe III und von 7 bis halb 8 Uhr Gruppe IV. Außer der Aeamtenlegitimation ist die Familienlegitimation (Fleischkarte) mitzubringen. ke—. — (Fettvcrteiluug an Parteien, die an keiner Aktion zum Vezuge von Fett teilnehmen.) Reihen« folge für morgen: von 8 bis 9 Uhr vormittags die Kunden der Bückerei Kavcic in Unter-Aiska, von 9 bis 10 Uhr die Brotabnehmer der Bäckerei TuZar in Unter-lZiska. von 10 bis I I, Uhr Parteien der Verlaufsstelle Stubic in Unter-Sista; von 2 bis 3 Uhr nachmittags die Kunden bei Stupica, Martinsstraße, von 3 bis 4 Uhr Parteien, die ihr Brot bei Cizej, Zalokargasse, beziehen, von 4 bis 5 Uhr Brotabneh-mer des Blazic. Martinsstraße, von 5 bis 6 Uhr die des Iezersek, Zaloger Straße; Reihenfolge für übermorgen: von 9 bis 10 Uhr vormittags die Kunden des Konsumvereines, Nohoricgasse, von 10 bis 11 Uhr die des Konsumvereines, Zaloger Straße; von 2 bis 3 Uhr nachmittags die Kunden des Staric, Floriansgasse, von 3 bis 4 Uhr die des Vrtacnik, Karlstädter Straße 30. — Jede Partei hat sich mit der Familienlegitimation für die 117. und 118. Woche auszuweisen. Auch die Fettkarten sind vorzuweisen. Die Behältnisse und Kleingeld sind mitzubringen. Von der Fettabgabe sind ausgeschlossen: Parteien, die monatlich billigeres Fett bei der Approvisionierung beziehen, dann Aahnbedienstete, die von der Bahnverwaltung mit Fett versorgt werden und endlich die in der Umgebung wohnhaften Parteien, die ihre Familienlegitimationen mit dem Worte „Umgebung" signiert haben. te—. — (Die Brotkommissioncn) werden morgen uvn 8 Uhr früh bis 1 Uhr nachmittags amtieren. Zur Ausgabe gelangen nur Brotkarten. — (Vortrag iiber Obst- und Gemiisekonscruie-rung.) Die städtische Approuisionierung veranstaltet heute um 8 Uhr abends im Realschulgebäude den zweiten Vortrag über Obst- und Gemüselonservlcrung. Vortragen wird Herr Landesobstbauiuspettor Hum et Da der erste Vortrag unter den Hausfrauen bereits großes Interesse erweckt hat, dürften auch die nachfolgenden Vorträge auf zahlreichen Besuch rechnen. — (TcndllUsscn au Kriegsgefangene in Numnnicu.) Der Landes- und Frauenhiissuerem vom Roten Kreuze für Kram iu Laibach teilt uns mit, daß ab Kopenhagen Leliensmittel» und Ranchwarenpakete auch für die Kriegsgefangenen in Rumänien geschickt werden können. Aufträge werden beim obigen Vereine entgegengenommen. — (Verlustlisten.) In der Verlustliste Nr. 593! ist Reserockadett Kolar Milan, IR 22, 4 K., aus Senosetsch als in Italien kriegsgefangen ausgewiesen. — In der Verlustliste Nr. 594 sind folgende aus Krain stammende Heercsangchürige ausgewiesen: k) als tot die Lcutnante des LstIR 27: Klchar Franz, zug. dem LstMB 29, Pavsiö Johann, zug. dem Lst.-IN 37, 5. Schinkouc Josef, zug. dem LstMB 29, 4; d) als kriegsgcfangen die Einj.-Freiw.: Ahcin Johann, GSchR 2, und Gefr. Stefaucic Anton. IN 17, 5; e) Manuschaftspersunen: vom Infanterieregiment Nr. 17: ErsResInf. Bajc Franz, 10., kriegsgest; die LstInf. Nizjak Franz, 6., Bobnar Dominit, 8., Ga-sperin Ilchann, Hocevar Franz, 10., Kambit Alois, 8., Kastelic Franz, 9., Lavric Josef, 8., verw.; Ers.-ResInf. Mahnic Josef, 10., triegsgef.; die LstInf. Marinko Anton, 6,, Mezck Georg, 1., Opeka Franz, 8., ResGefr. Podobnit Johann, MGK 2, verw; Ers.-ResInf. Sumrada Johann, 10., triegsgef.; die LstInf. Vicik Martin, 11., Zupancic Franz, 6., verw.; — vom Gebirgsschützenregiment Nr. 2 als kriegsgefangen: die LstSch. Ahacic Franz, Anoerlic Johann, Babset Josef, Bahooic Peter, Äezlaj Stephan, Bizjat Franz, Blaziö Lukas, Blazon Anton, Arezec Josef,. Nutovnil Josef, Burgar Franz, Vurja Anton, Inf. Cadez Josef, 2. (im'Austauschwege zurückgekehrt); die LstSch. Cesarek Alois, Ciglar Nikolaus, Evitkovic Josef, De-beljat Anton, Debeljat Matthias, Debeuc Iatob, Desman Franz, Korp. Dezman Matthäus, die LstSch. Dobrin Josef, Dolar Gregor, Dulinar Johann uud Dolinsel Franz, TitKorp. Dolinsel Josef (im Austauschwege zurückgekehrt), die LstSch. Erzen Philipp, Frcaj Andreas, LstGefr. TitKurp. FerM Franz, die LstSch. Gabrijan Johann, Gajgar Anton, Gionter Johann, Grilc Johann, Grum Iatob, Hotevar Au» ton, Hakevar Franz, Hotevar Johann, Hren Cyrill, Hribar Felix, Hudollin Eduard, Istenik Johann, Ia-kos Rudolf, Iamuit Franz, IaneM Johann, Inf. Ieluken Andreas (im Austauschwege zurückgekehrt), LstSch. Ierina Jakob, Korp. Iuhant Ludwig, die LstSch. Kalan Johann, Kastelic Rafael, Kavsek Franz, Kebe Johann, Klemm Johann, Klesnik Johann. Korp. KloM Valentin, MGA 1, die LstSch. Klun Josef, Kobe Iofef, Kobler Franz, Kocian Anton, Kaucnit Anton, Korencan Stanislaus, Kosak August, Kosel Valentin, Kotar Franz, Kovacic Alois, Kovacic Franz, Kuralt Franz, Küster Franz, Lajlovic Johann, Lcgan Johann, Lence Matthäus, Malensek Johann, Meglic Franz, Merzlilar Franz, Mihelit Simon, Milus Johann, Modic Karl. Mramor Alois, LstKorp. Nosan Franz. — (Ein neues Soldatenhcim.) Der Katholische Preßverein in Laibach hat für die Errichtung eines neuen Soldatenheims, das den Namen „Domoljubov dom" erhalten foll, den Betrag von 1000 Kronen gespendet. — (Der k. k. Verwaltunnsgcrichtshof in Wien) hat über eine durch das hiesige Wirtschaftliche Lau-deshilfsbureau für Eingerückte gegen eine Entscheidung der Unterhaltsbezirkskommission Nr. XVII in Wien eingebrachte Beschwerde die angefochtene Entscheidung als ungesetzlich aufgehoben uud sein Urteil nachstehend begründet. Der Anspruch der Beschwerdeführerin — daß ihr aus Anlaß der Heranziehung ihres Gatten zur aktiven Dienstleistung in der bewaffneten Macht der Unterhaltsbcitrag in der Zeit vom 1. August 1914 bis 1. März 1916 angewiesen werde — wurde mit der angefochtenen Entscheidung abgewiesen, weil der Unterhalt bisher nicht im wesentlichen von dem Arbeitseinkommen des Eingerückten abhängig war und im Hinblicke auf den teilweifen Lohnfortbezug des Eingerückten, bezw. den Eigenuerdienst der Beschwerdeführerin nicht gefährdet war. Über die dagegen wegen Gesetzwidrigkeit und mangelhaften Verfahrens eingebrachte Beschwerde gab der Verwaltuugsgerichtshof folgenden Erwägungen Raum: Nach Lage der Akten louute die belangte BeHürde nur von dem mit den Angaben der Partei übereinstimmenden Tatbestände ausgehen, daß der Eingerückte bis zur Einrückung Straßenbahnschaffncr mit 118 50 K. monatlichem Lohu nebst üblichen ziffernmäßig nicht angegebenen Neben-einnahmen war und daß er aus diesem Einkommen nebst dem ergenen Unterhalte den Unterhalt seiner Gattin und eines Kindes besorgte — und daß seine Gattin vor der Einrückung leinen Erwerb noch Einkommen oder Vermögen hatte. Nach der Einrückung wurde von der Monatsgebühr des Eingerückten dessen Gattin die Hälfte, bezw. nach dem Abzüge für den Peusionsfonds usw. — monatlich bar 45 15 K. bis 15. Dezember 1915 — an welchem Tage der Heran-gezogene aus dem Dienste der städtischen Straßenbahnen trat, ausbezahlt. Die Beschwerdeführerin felbst stand vom 8. Juli 1915 bis 1. Jänner 1916 als Schaffncrin gegen Taglohn von 3 24 K. im Dienste der genannten Unternehmung. Die Beschwerdeführerin hat aber im Zuge des Admiuistrativverfalirens, insbesondere in der Eiugabc vom 15. Mni I9I6 weiter geltend gemacht, daß sie 31 30 K. monatlich Mietzins zahlte uud daß ungeachtet sie ihren ersparten Notpfennig zusetzte, sie mit dem Neste des Bezuges nicht auskommen tonnte und 272 K. an Mietzins schuldig blieb. Bei dieser Sachlage erweist sich zunächst die Annahme der angefochtenen Entscheidung, daß dcr Unterhalt der Beschwerdeführerin nicht im wesentlichen uom Arbeitseinkommen des Eingerückten abhängig war, im Widersprüche mit dem obigen Tatbestände, da für diese Abhängigkeit nur die Verhältnisse bis zur Emrückung maßgebend sind uud bis zu dieser die Beschwerdeführerin nach Lage der Akten weder Ver« mögen noch Einkommen noch Erwerb hatte. Auch der zweite Abweisungsgrund ist in dem obigen Tatbestand nicht begründet. Es ist allerdings richtig, daß die Fortzahlung einen Teiles des früheren Lohnes seitens des Dienstgebers an die Angehörigen des Eingerückten nicht als eine Zuwendung im Sinne des § 7 des Unterhaltsbeitrags-Gesetzcs anzusehen ist, sie kann jedoch, wie der VerwaltUlu;sgerichtshof iu ständiger Rechtsprechung zum Ausdrucke gebracht hat, deu Anspruch auf den Unterhaltsbeitrag nur dann ausfchlie-ßen, wenn auf Grund durchgeführter Erhebungen anzunehmen ist, daß der Unterhalt dcr ansprucherheben-den Angehörigen nicht gefährdet war. Die Tatsache, daß die Gattin des Eingerückten erst nach dessen Einrückung in ein Arbeitsuerhältnis getreten ist, bewirkt nicht den Verlust des Anspruches auf den Unterhaltsbeitrag. Die angefochtene Entscheidung ist hiernach von Rechtsanschauungen ausgegangen, welche nach Ansicht des Verwaltungsgerichtshofcs im Gesetze nicht begründet sind und hat es deshalb unterlassen, zu den obigen Behauptungen der Beschwerdeführerin Stellung zu nehmen und den maßgebenden Tatbestand unter Wahrung des Parteigehörs festzustellen. — Es war deshalb nach § 7 des Verwaltlmgsgcrichtshof-Gesctzes vorzugchen. — (Siebzigster Oclmrtstaa..) Hermann von Ber-rer, der langjährige verdienstvolle Leiter der Wcißcn-felscr Stahlwerke, begeht am 1. August d. I. als Oberstleutnant uud Kommandant eines Landsturmbataillons seinen 70. Geburtstag im Felde. Dieser unter so ungewöhnlichen uud nicht alltäglichen Umständen erfolgende Antritt eines neuen Lebensabschnittes rechtfertigt es wohl, dem Werdegang und bisherigen Wirken des trefflichen Mannes eine eingehendere Würdigung angedeihen zu lassen. Hermann v. Berrer, einer hochangesehenen württcmbergischen Offiziers-familie entstammend, wurde am 1. August 1847 in Stuttgart geboren, betrat gleichfalls die Offizieislauf-bahn, nahm mit seinem Regiment, den Königin Olga-Grenadieren, als junger Lentnant an deu Feldzügen von 1866 und 1870/71 teil, wurde iu deu Kämpfen bei Champigny am 2. Dezember 1870 verwundet und mit dem Eisernen Kreuze zweiter Klasse ausgezeichnet. Im Jahre 1888 cutsagte er dem militärischen Berufe nnd suchte sich auf anderem, speziell technischen Gebiete zu betätigen, zu welchem Zwecke er gründlichen, vorbereitenden Studien oblag. Verwandtschaftliche Beziehungen zum Begründer der Weißrnfclscr Stahlwerke, dem im Jahre 1902 verstorbenen Geheimen Kummerzienrat Robert Meebold, ermöglichten cs ihm, diesen großzügigen Industnelleu für ein amerikanisches Patent zur Erzeugung von geknoteten Ketten zu interessieren. Das Patent wurde von Geheimrat Meebold läuflich erworben und von Berrer erhielt deu Auftrag, die Fabrikation diefer Ketten in Weißenfcls ein-zurichten. Sein großer Fleiß und feine Tüchtigkeit sowie die Anpassungsfähigkeit an eine ihm bisher un-gewohnte Tätigkeit wurden alsbald von Geheimrat Meebold erkannt. Im Jahre 1894 erfolgte der Ein-tritt von Berrers in die Leitung des Unternehmens, zwei Jahre bevor in den Vorbcsitzcrn der Entschluß reifte, das Gesellschaftsvcrhältuis in eine Aktiengesellschaft unter der Firma „Aktiengesellschaft Stahlwerke Weißenfels, vorm. Göppinger ii, Eo." umzuwandeln. Im Jahre 1902 übernahm von Nerrcr als alleiniger verantwurlichcr Direktor der Gesellschaft die Führung der Geschäfte, nachdem die frühere technische Direktion nach jahrelangen sehr kostspieligen, jedoch ergebnislosen Versuchen, einen außerhalb des Rahmens der Ketten» fabritation liegenden Artikel im Großbetriebe herzustellen, die finanziellen Grundlagen des Unternehmens start erschüttert hatt?. Unter den schwierigsten und mißlichsten Verhältnissen trat damals von Äerrer sein Amt an. Mit richtigem Blick erkannte er, was der Gesellschaft not tat, und in konsequenter Durchführung des einmal festgelegten Sanierungsplanes fchied er alles Überflüssige uud Schädliche aus, und beschränkte sich lediglich auf die Kettencrzeugung, an deren Entwicklungsmöglichteit nnd Gl'wimmussichten er nie gezweifelt hatte. Durch Sparsamkeit, Beharrlichkeit und unermüdliche« Fleiß gelang es ihm, das Laibacker Zeitung Nr. 163_____________________________1049______________________________________19. Juli 1917 aufstrebte Ziel zu erreiche» und die Gesellschaft einer stetig ansteigenden Prosperität zuzuführen. Der Be» trieli wurde in zweckentsprechender Weise ausgestaltet, indem man der Schweihuug der Ketten auf elektrischem Wege die größte Beachtung zuwendete und diesen Zweig der Kcttcufabritatiou besonders pflegte. Technische Neuerungen, sei es, daß sie die Maschinen, sei es, daß sie den Artikel selbst betrafen, wurden einer sorgfältigen Prüfnng anf ihre Verwendbarkeit unterzogen und. für nützlich befunden, ohne Rücksicht auf materielle Opfer dem Betriebe einverleibt. Die reichen Wasserkräfte, die der Wcißenfelfer Gesellschaft als Eigentümerin dcr beiden Weißenfclser Seen zu Go böte stehen, erfuhrcu durch Ausbau eine praktische Verwertung und liefern heute 1000 U. ?. zur Erzeu» gung von elektrischem Strom sowie zum Antrieb der großen Anzahl von Maschinen. — Der Ort Weißenfels felbst verdankt von Berrer manche Errungenschaft und manchen Fortschritt in vcrlchrstechnifcher Beziehung. So ist es nicht zum geringsten Teile seinen Bemühungen zu verdanken, daß Weihenfels eine eigene Haltestelle an der Strecke dcr k. t. Staatsbahncn er» hielt, daß ferner die alte, infolge ihrer primitiven Anlage für Schwerfnhrwerkc recht ungeeignete Bczirks-straße in ihren schlechtesten Teilen durch eiue breite Fahrstraße mit mäßiger Steigung erseht wurde. — Auch auf dem Gebiete der Nrbciterfürsorge bewährte sich von Berrers organisatorische Begabung. Im Laufe der Jahre entstanden eine stattliche Anzahl von Beamten- und Arbeitcrwohnhäusern, welch letztere wieder auf die Schhaftmachung von Arbeitskräften und die Erhaltung eines Arbeiterstammes in der denkbar günstigsten Weise einwirkten. Die Schaffnng eines Konsumvereines ermöglicht den Beamten nnd Arbeitern den Bezug vou Lcbcnsmitteln und anderen Bedarfsartikeln zu den billigsten Preisen. Auch der Frage der Arbciterhygiene brachte von Aerrer das nötige Interesse entgegen; mancherlei sanitäre Ein« richtungen auf dem Territorium der Fabrik zeugen von seinem verständnisvollen und ersprießlichen Wirten. Es bedarf daher keines befonderen Hinwcifes auf das vorbildliche Verhältnis, das zwischen von Aerrer und der ihm unterstellten Beamten- und Arbeiterschaft besteht. Die Erwähnung der Tatsache möge genügen, daß im Frühjahre 1914 anläßlich der 20jährigen Wiederkehr des Tages, an welchem von Bcrrer in die Leitung des Unternehmens eintrat, ihm von den Beamten und Arbeitern eine spontane, von Herzlichkeit und dankbarer Gesinnung überströmende Ehrung dargebracht wurde, der sich auch die gesamte Ortscin« wohncrfchaft aus freien Stücken anfchloh. Als dcr Weltkrieg ausbrach, geuügte es von Vcrrcr nicht, daß von seinen vier Söhnen drei in den Kampf zogen; noch als 67jährigcr stellte er sich im Angust 1914 seinem Vaterlande ohne Zandern zur Verfügung. Drei Jahre hindurch übt er nun wieder den ihm so vcr-tranten militärischen Beruf aus, der von seiner Ausdauer und Tattraft die höchsten Leistungen verlangt, denn es blieb nicht nur bei einer Verwendung im Hintcrlandc und Etappcnraum; der Winter 1915/1N sah ihn auch an der wolhynifchen Front, wo er an der Spitze eines württcmbcrgischen Landstürmbataillons an den Kampfhandlungen teilnahm. Nichts könnte wohl überzeugender die Sinnesart und das Wefen dieses aufrechten Mannes kennzeichnen als dieser heroische Enlschlnß, den ihm eine glühende Liebe zu seinem Vaterlande und ein ehernes Pflichtbewußtsein eingaben. — Mit Stolz und Genugtuung darf von Berrer an feinem 70. Geburtstage auf sein Wert blicken. Aus lleiucn Anfängen hat er eine blühende und achtunggebietende Industrie geschafft!!, denn heute kann Neißeufcls, an den Einrichtungen und dcr Arbeitcrzahl gemessen, mit einer Jahresproduktion von weit über 200 Waggons Ketten als das leistungsfähigste Werk der österreichisch-nngarischen Monarchie M seiner Art gelten. Möge es ihm nach Wiederkehr besserer Zeiten Geschieden sein, uoch viele Jahre dcr wohlverdienten Nnhe zu pflegen, und mögen ihm die fortschreitende Entwicklung und der weitere Aufstieg des Unternehmens, dem er seine ganze Persönlichkeit in der treucstcn Hingebung widmete, den Lebensabend freundlich erhellen! — (70jäl,rigcs Pricstcrjubiliimn.) Der Ehrcn-boniherr uud Pfarrdcchant in Scifcnberg Herr Michael Tavcar begeht am :l1. Juli seiu 70jä'hrigcs Pncstcr-lubiläum. Der greise Jubilar wurde am 25. Septcm-ber 1823 in Veldes geboren und am 81. Juli 1847 imn Priester geweiht. — (Das Wettschrciben m der slovenifchen Steno-graphic) fand an der Privallehranstalt des Josef ^hristof in Laibach am U>. d. M. statt. Geschrieben ^urde mit einer Geschwindigkeit vou 150 bis 180 ^'lben in dcr Minute durch fünf Minuten. Die erste >"ar Frl. Huliaoi Paula (20 Kronen Prämie), die zweite Banovec Iulie(15K.), die dritte Slovnik Draga (10 K.), die vierte Gerbic Franziskll (5 K.) nnd die fünfte Dei sing er Emma (Kette, Poesien). Die erreichte Geschwindigkeit m für einen zehnmonatlichen Kurs überraschend und spricht deutlich von der zielbewußten Anstaltsleitung und vom unermüdlichen Fleiße der Zöglinge. — Das Schuljahr wurde an der gedachten Anstalt heute geschlossen. Mit Vorzug absolvierten die Anstalt 18 Zöglinge; 19 Absolven-tinncn tratm sofort in sehr gute Stellungen. — Die Einschreibungen finden den ganzen Monat Juli tag. lich von I bis 8 Uhr abends statt; die Tages- und Abendkurse beginnen am 1. Oktober. Der Krieg. Belegranrrne be» k. k. Helegraphen. Korre> spondenz-Mureaus. Oesterreich - Ungarn. Von den Kriegsschauplätzen. Wicn, 18. Juli. Amtlich wird verlautbart: 18. Juli: Südlich von Kalnsz erweiterten kroatische Heerestruppen nnd bayrische Bataillone im Angriff ihren vorgestern erkämpften Erfolg durch Einnahme einer Höhe bei Nowica. Östlich von Kalusz wurde die Säuberung des linken Lomnica-Users abgeschlossen. Sonst auf keinem der Kriegsschauplätze Ereiguisse von Belang. Der Chef des Generalstabes. Dic Kämpfe bei Kalusz. Wieu, 18. Inli. Aus dem Kriegspressequar^er wird gemeldet: Besonders heftig waren die Kämpfe bei Nowica, einem Dorfe, das bereits am feindwär-tigcn Ufer der Lomnica liegt. Gestern nachmittags waren die Höhen östlich des Ortes in den Händen dcr siegreichen österreichisch-ungarischen uud deutschen Truppen. Gegenangriffe der Russen scheiterten in unserem Artillerie- und Maschinengewehrfeuer. Auch bei Ldziany suchten sich die Russen durch heftige Angriffe bei ihrer gefährdeten Nowica-Stellung Luft zu schaffen. Sechsmal rannten sie an, sechsmal warfen sie kroatische Bataillone zurück. Die Verluste des Feindes in allen diesen Kämpfen waren ungcmein schwer, so bei Nowica und besonders bei Ldziany, wo die rus» fische Führung mit echt moskowitischer Rücksichtslosigkeit die Truppeu immer wieder von neuem vorjagte. Bei Kalusz haben die 117. und 104. russische Divi» sion, zumeist Regimenter aus dem Odcssaer Militärbezirk, furchtbar gelitten. Sie wurden in uuscrem Feuer dczimiett. Die Gcfangencnaussagen warfen auch ein charakteristisches Licht auf die unter den Truppen des revolutionären Rußland hcrrfcheudc Stimmung. So erklärten Mannschaften der 160. russischen Division, das Infanterieregiment Nr. 638 habe sich bis zum 16. Juli jedem Angriffsbefehle widerseht. Erst dem nen eingetroffenen Obersten gelang es, die Leute am 17. Juli zum Angriff zu überreden; dabei wurde das Regimeut derart zusammengeschossen, daß nur 300 Mann übrig blieben. Viele Soldaten konnten nur dadurch vorwärts gebracht werden, daß man ihnen vorspiegelte, Lemberg sei bereits gefallen. Teutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 18. Juli. Das Wolff-Bureau meldet: Großes Hauptquartier, 18. Juli. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Nupprccht von Vaycru : Der Artillcrietampf in Flandern war an dcr Küste stärker. Von der Yser bis zur Lys hat er sich gegen die Vortage erheblich gesteigert. Zwischen Holle-bctc nnd Warnelon sind englische Ertundungsvorstöße im Nahkampf abgeschlagen worden. Am La Bassöc-' Kanal, bei Üoos' und Lens sowie auf beiden Ufern der Scarpe war das Feuer iu dcu Abendstuuden lebhaft. Bei Einbruch der Duukelheit griffen die Engländer nördlich der Straße Arras-Cambrai an. Sie wurden bis auf eine schmale Einbruchsstclle westlich des Vois du vcrt zurückgeworfen. Heute morgens wurde ein englisches Bataillon, dns nördlich von Fresnoy vorging, durch Feuer vertrieben. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen: Längs der Aisne und in dcr Champagne blieb bei trübem Wetter die Fcuertätigleit meist gering. Auf dem linken Maas-Ufer wurde tagsüber getiimpft. Nach dreistündiger stärkster Artilleriewirkuna, griffen die Franzosen in fünf Kilometer Breite vom Avocourt-Walde bis zum Grunde westlich des Toten Mannes an. An der Südostecke des Waldes von Malancourt und beiderseits der Straße Malancourt-Esnes drangen sie nach erbittertem Kampfe in die von uns kürzlich dort gewonnenen Gräben. Im übrigen sind sie zurückgeworfen worden. Mit einem am Abende erneut vorbrechenden Ansturm suchte der Feind seinen Ge< winn zn erweitern. Dieser Angriff brach ohne Erfolg verlustreich zusammen. Östlich der Maas war das Feuer lebhafter als sonst. Heeresgruppe des Herzogs Albrecht von Württemberg: Keine wesentlichen Ereignisse. Östlicher Kriegsschauplatz: Front des Gcncralfclomarschalls Prinzen Leopold von Bayern: Erhöhte Gefechtstätigleit herrschte bei Riga sowie südlich von Dünaburg und Smorgon. In Ostgalizien war das Feuer bei Brzezany stark. Im Karpathen-vorlande nahmen in gemeinsamem Angriff bayerische und kroatische Truppen die von den Russen zähe verteidigten Höhen östlich von Nowica und wiesen in den erreichten Stellungen russische Gegenangriffe ab. Auch an anderen Stellen der Lomnica-Linie wurden die Russen in örtlichen Kämpfen zurückgedrängt. An der Front des Generalobersten Erzherzog Josef und bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Macken sen ist ein allmähliches Aufleben der Feuertätigteit besonders zu beiden Seiten des Susita-Tales und längs der Putna und des Se« reth merkbar. Mazedonische Front: Nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: o. Luoendorff. Berlin, 18. Juli. Das Wolff-Bureau meldet: An der Westfront beeinträchtigte regnerisches Wetter und teilweise schlechte Sicht am 17. d. M. die Gefechts» tätigteit. Gegen 8 Uhr abends spielte sich eine große Luftschlacht ab, an der auf beiden Seiten etwa fünfzig Flugzeuge beteiligt waren. Unsere Kampfflieger stießen gegen den geschickt manövrierenden und zähen Gegner mit außerordentlicher Kühnheit und Unerschrockenheit vor und schössen elf feindliche Flugzeuge ab. Weiters wurde ein Ballon durch einen Flieger abgeschossen, während vier feindliche Ballone durch unsere Batterien zum Niedergehen ge« zwungen wurden. — Im Artois griff eine etwa 400 Mann starke feindliche Abteilung um 0 Uhr nachmittags nach kräftigem Feuerwirbel östlich von Monchy unsere Stellung an. Was im Sperrfeuer nicht liegen blieb und vernichtet wurde, wurde im Handu/anaten-lampf geworfen. — In der Champagne mäßige Gefechtstätigleit. Bei dem gemeldeten Vorstoße der Franzosen in fünf Kilometer Breite vom Avocourt-Wald bis zum Grunde westlich des „Toten Mannes" vermochte der Gegner in etwa zwei Kilometer Breite nnd 500 Meter Tiefe in unfere Stellung einzudrm-gen. Seine äußerst schweren Verluste wurden durch unser Vernichtungs- und Sperrfeuer vermehrt, — An der Ostfront wurde das nördliche Lumnica.Ufer zwi» schen Kalusz und Babin völlig vom Feinde gesäubert und dabei Beute uud Gefangene eingebracht. Nur beim Dörfchen Babin hält sich noch schwache russische Infanterie. Auf den Höhen westlich Nrzezany lag tagsüber stärkeres feindliches Feuer. In den Karpathen lebhafte Artillerietätigtcit. Beiderseits der Bistritz und der Valcputna-Straßc südlich der Bistritz wurde eine starke russische Patrouille abgewiesen. Berlin, 18. Juli. Das Wolff-Bureau meldet: Gro-ßcs Hauptquartier, 18. Juli, abends: Starter Feuerlampf in Flandern. Sonst nichts Wesentliches. Meutereien im französischen Heere. Berlin, 18. Inli. Briefe französische.- Soldaten lassen ei kennen, daß sich die Meutereien im französischen Heere mehren. Der Seekrieg. Neue U-Booterfolge. Berlin, 17. Juli. Das Wolff-Bureau meldet: Neue Untersccbooterfolge im Englischen Kanal: 23.000 Bruttorcgistcrtonnen. Unter den versenkten Schiffen be« fanden sich drei bewaffnete ticforladene Dampfer, von denen einer Munition geladen hatte und in fünf Te-tunden nach dem Torpedotreffer in dic Lust flog. Der Chef des Adimralstabes der Marine. «aibacher Zeiwng Nr. 163__________________________1050___________________________________19. Juli 1917 Zur Abwehr der U.Boote. London, 17. Juli. Carson und Admiral Iellicoe haben an den Verband der Eisen- und Stahlgewerl-schaften einen Aufruf gerichtet, worin sie darauf dringen, daß alles geschehe, um Handelsschiffe und Abwehrmittel gegen die Unterseeboote hinauszubringen und so die sichere Niederlage des Feindes zu beschleunigen, der jetzt alles auf den Unterseebootkrieg als seine einzige Hoffnung setze. Ludendorff über den U-Bootkrieg. Berlin, 18. Juli. Das Wolff-Bureau meldet: Wie wir hören, hat bei den Besprechungen, die zwischen der obersten Heeresleitung und den Mitgliedern des Reichstages stattgefunden haben, Generalleutnant von Ludendorff u. a. folgendes geäußert: Vei der obersten Heeresleitung war für die Führung des U-Bootkrieges zunächst der Wunsch bestimmend, die feindliche Kriegswirtschaft, namentlich die Munitionserzeugung, zu treffen. Die Weswrmeen erfuhren durch die Unterseeboote eine wesentliche Entlastung. Die feindliche Mumtionsan-fertigung ist gemindert. Die Unterseeboote haben diese Aufgabe erfüllt. Das Zusammenwirken der Marine niit der Armee stellt sich fomit als mustergültig dar, entsprechend den ungeheuren Verhältnissen dcs Weltkrieges, in dem wir noch mit beiden Füßen stehen. Die oberste Heeresleitung erwartet vom Unterseebootkrieg ferner, daß er die Kriegsfähigkeit Englands durch Verminderung des Frachtenraumes auf dem Weltmeere und durch die daraus sich ergebenden Folgen trifft. Die Erfüllung auch dieses zweiten Wunsches wird kommen und damit trotz Amerika die Beendigung des Weltkrieges und der auch von der obersten Heeresleitung gewünschte Friede. Rußland. Revolutionierende Truppen. Petersburg, 1«. Juli. (Agentur.) Der Vollzugsausschuh des Delegiertenrates der Arbeiter und Soldaten und der Vollzugsausschuß des Delegiertenrates der Bauern veröffentlichen folgenden Aufruf an alle Arbeiter und Soldaten von Petersburg: „Unbekannte Personen haben entgegen dem allgemeinen Willen, einschließlich jenes der sozialistischen Parteien, euch eingeladen, mit der Waffe in der Hand auf die Straßen zu gehen und euch auf diese Weise aufgefordert, gegen die Auflösung der Regimenter zu protestieren, die sich an der Front dnrch verbreche rische Verletzung ihrer Pflicht gegenüber der Revolution entehrt haben. Wir Delegierte der revolutionären Demokratie ganz Rnßinnds erklären euch, daß die Auslösung der Regimenter über Forderung der miltärisch'.'n Ausschüsse nnd auf Befehl des Kriegsministers Kerenslij erfolgt ist. Jede Aktion zur Verteidigung der aufgelösten Regimenter ist demnach eine Aktion gegen unsere Brüder, die an der Front ihr Blut vergießen. Wir erinnern euch, daß keine militärische Einheit ohne besondere Ermächtigung dcs Oberlommandanten, der sich im Einvernehmen mit uns befindet, mit der Waffe in der Hand handeln! darf. Alle diejenigen, die diefem Befehle zuwiderhandeln, erklären wir für Verräter und Feinde der Revolution. Gleichzeitig ergreifen wir alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen, um diefem Befehle Geltung zu verschaffen." Die provisorische Regierung ließ unter einem folgende Kundmachung anschlagen: „Angesichts der bewaffneten Kundgebung gewisser militärischer Einheiten, die am Itl. und in der Nacht zum 17. Juli stattfand und eine Anzahl von Ver« wundungen zur Folge hatte, werden jedwede Kundgebungen untersagt." Stockholm, 17. Juli. „Novoje Vremja" berichtet, daß ein Gardegrenadierregiment aufgelöst worden sei, weil es sich geweigert habe, am Kriege teilzunehmen. Die Hauptstadt der zukünftigen Ukraine. Bern, 18. Juli. Das ukrainische Bureau meldet: Poltava soll die Hauptstadt der zukünftigen Ukraine werden. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Wir geben hiemit die traurige Nachricht, daß unsere liebe Tante, beziehungsweise Schwägerin, Fräulein I krieclsrike Tertlcliel heute um 4 Uhr nachmittags sanft entschlafen ist. Die Beerdigung der teuren Verblichenen findet Freitag den 20. Juli um « Uhr nachmittags statt. Laibach, am 18. Juli 1917. famllle Sertkiier. Angela Agnola, geb. Svet, gibt im eigenen sowie im Namen aller übrigen Verwandten allen Freunden und Bekannton die traurige Nachricht, daß ihr innigst-geliebter, herzensguter Gemahl, bezw. Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, Herr August Agnola Kaufmann heute um 3 Uhr früh nach langem, schwerem Leiden, versohl mit den Tröstungen der heil. Eeligion, selig im Herrn entschlafen ist. Die irdischo Hülle des unvergeßlichen Dahingeschiedenen wird Donnerstag den 19. Juli am 6 Uhr nachmittags im Trauerhause Dnnajska cesta Nr. 12 feierlichst eingesegnet, auf den Friedhof in WaitSCh bei Laibach überführt und dortselbst in der Familiengruft zur ewigen Ruhe beigesetzt werden. Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Laibach, am 18. Juli 1917. Städtische LeichenbestattungsanBtalt in Laibach. 191(5 1919 Ein groOes möbliertes Zimmer mit Küche unö Klavierbenützung ist zu. vermieten. Adresse In der Admin. d. Zeitung. Oberleutnant sucht ein bis zwei möbl. Zimmer mit Küchenbenützung Zuschritten unter „Rasch" an die Admin. d. Zeltung. 1921 Gemüse-Kochbuch der k. k. Gtartenbaugesellsohaft in Wien Vierto Auflage. Verfaßt von der Bildungsanstalt für Kooh- und Haus-haltungssohullehr er Innen, Wien, mit einem Merkblatte über Trockenkonservierung von Otto Pfeiffer. ¦¦ 16% **n& krißgsinvaliden Gärtnern gewidmet. = Preis 8O Heller. Nach auswärts gegen rorherige Einsendung ron 90 Hellern portofreie Zusendung durch die Buch- HBd IHalieBbandlyng lg. v. llelnnayr fi Fei Bamberg. Bei Magen- und Darmkatarrh Gicht, Zuckerkrankheit, überhaupt hei allon Erkrankungen bestens empfohlen die wichtige Hroschüro „Die Krankenkost" von Leitmaier. J'reis 70 h. Vorrätig in der Buchhandlung lg. v. Klein-mayr & Fed. Bainherg in Laibach. QGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGB ¦ n I Donoulnnd | § Illustrierte Monatsschrift | g erscheint 864 17 Q W monatlich in einem etwa 100 Soiton p Lp starken Hefte, mit farbigen Kunst- Q |j bellagen, Kupferdruokblättern n g und relohstem Bildersohmaok [jj U anderer Art. |ij LiJ Der Bezugspreis beträgt per Jahrgang uj m (12 Hefte) K 30"— oder für das ffi y Einzelheft K 3'—. Mit PoBtzusondung p] l^ für jedes Heft 15 Heller mehr. fa IJJ Abonnements nimmt entgegen die Q g Buch- und Musikalienhandlung [t] § Ig.v. Kleinmayr & Fed. Bamlierg. § Beamten-Sparverein in Oraz, r. O. m. b. H. HerrengaBBe Nr. 7. Kassastunden 9 bis J2 Uhr vormittags und 5 bis '/,8 Uhr abends. Persönalkredit an Beamte, Professoren, Lehrer, Pensionisten und Olelohgestellte, insbcHondur» langfristige Rangieruiiffsvorschiissfi JIV|)ofli<'k;ir(larh'lieTi, zweite Sätze Wert-papierbelehnunff 672 17 Couponeinlösuu/?en Handvoi'Hchüsse bis 240 K untor den günstigsten Bedingungen. -------- Näheres die Prospekte. --------- Koinn Vorspesen. Spareinlagen von Jedermann mit Tagesverzln-snng, rentensteuerfrei, zu 4kVt7o ««•! B%- Spareinlagenstand 10,000.000 K. Anzahl der Mitglieder 7000. Auskünfte erteilt kostenlos jeden Montag und Freitag zwischen 1/t3 uod '/,4 Uhr naehmittagB Josef Kosem In iAibaoh, Krakauer Damm 29/1. Druck und Verlag von Jg. v. Kleinmayr H Fed. Vamberg.