Bezugspreise £ür Vsterreich-Ungarn ganzjährig K 4 — halbjährig K 2- — jiir Amerika: ganzjährig D. 1 25 jnr bas übrige Ausland ganzjährig K 5'20 ©riefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Goltsiheer Fvle Erscheint nitt einer illustrierten Beilage „ZDanbermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Verwaltung des Hottscheer Moten in Gottschee Nr. 121. Berichte sind zu senden an die Schristkeitung des Hottscheer Molen in Gottschee. Anzeigen (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott-s che er Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Dr. 10. Oottschee, am 19. Mai 1914. Aahrgang XI. Die katholische Mrche — eine unüberwindliche Macht. Der Kampf des Unglaubens gegen den Gottesglauben datiert nicht erst von heute, er bestand von jeher und wird dauern bis zum Ende der Zeiten. Immer war die Welt in zwei Heerlager gespalten: Hie Gott — hie Belial; hie Christus — hie Antichrist. „Eure Augen werden sich austim (wenn Ihr Gottes Gebot übertretet), Ihr werdet sein wie Götter", sagte die Schlange im Paradiese zu unseren Stammelten,. Und lockt sie nicht auch heute mehr denn je auf ähnliche Weise ins Ve, derben mit gleißenden Schlagworten, wie Aufklärung, Fortschritt, Freiheit? Die wahre Aufklärung, der wahre Fortschritt, die wahre Freiheit steht zu Gott, die falsche kämpft gegen ihn, gegen seine Offenbarung, gegen das Christentum, gegen die Kirche. Und wie wird das Ende dieses Kampfes sein? Wird die katholische Kirche jemals unterliegen? Wird sie vernichtet werden, wird sie verschwinden von der Erde? Auf diese Frage hat Christus selbst geantwortet mit den Worten: „Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Und die Erfüllung? Hören wir, was der hervorragende protestantische Schriftsteller Macau lag (Edinburgh Reviev 1840) über die katholische Kirche schreibt: „Es gibt auf der Erde kein Werk und hat niemals eines gegeben, welches die Untersuchung so sehr verdient als die römisch-katholische Kirche. Die Geschichte dieser Kirche verbindet die zwei großen Zeitalter der Zivilisation, das Altertum und die Neue Zeit. Es gibt keine andere Institution in Europa, i ie uns zu den Zeiten zurückführte, wo der Rauch der Opfer aus dem Pantheon ausstieg und wo Giraffen und Tiger im Amphitheater uinhersprangen. Die stolzesten Königshäuser sind im Vergleiche mit der langen Reihe der römischen Päpste nur von gestern her. Diese Reihe können wir in ununterbrochener Folge von dem Papste, der Napoleon im 19. Jahrhunderte krönte, bis zu demjenigen zurückverfolgen, der Pipin krönte, und die erhabene apostolische Dynastie erstreckt sich noch weit über die Dynastie Pipins hinaus. Die Republik von Venedig, welche in Bezug auf das Alter ihres Ursprungs zunächst nach dem Papsttum kommt, war im Vergleich zu ihm modern. Die Republik von Venedig besteht nicht mehr und das Papsttum besteht. Und zwar nicht im Zustande des Verfalles und als Ruine, sondern voll Leben und Kraft, während alle anderen Reiche, die mit ihm von gleichem Alter waren, längst in Staub zerfallen sind. Die katholische Kirche sendet noch immer bis zu den Grenzen der Erde ihre Sendboten aus und sie tritt noch immer feindlichen Königen mit derselben Macht entgegen, mit der Leo dem Attila entgegentrat. Die Zahl ihrer Angehörigen ist größer als in irgend einer früheren Zeit; ihre Eroberungen in der neuen Welt haben sie für das in der alten Welt Verlorene reichlich entschädigt. Ihre geistige Obmacht erstreckt sich über das weite Ländergebiet, das vorn Missouri unv dem Kap Horn begrenzt wird .... und wir sehen keinerlei Anzeichen, daß das Ende ihrer langen Herrschaft nahe sei. Sie sah den Anfang aller Regierungen und aller kirchlichen Gemeinschaften, Aus den Tagen der Cholera vom Zahre 1855 in der Pfarrgemeinde Nesseltal. Das Jahr 1855 war für die Pfarrinsassen von Nesseltal ein Schreckensjahr; es herrschte nämlich fast in der ganzen Pfarrgemeinde, vornehmlich aber im Pfarrorte Nesseltal, in den Ortschaften Büchel und Oberdeutschau die Choleraepidemie, der in rund zehn Wochen 151 Menschenleben zum Opfer fielen. ^ Das erstemal trat die Cholera in der Pfarre Nesseltal im Jahre 1836 auf. In den Sterbematriken finden wir in diesem Jahre zwei Todesfälle an Cholera verzeichnet. Hierüber gibt folgende Anmerkung im Sterberegister Aufschluß: „Im Monate September des Jahres 1836 zeigte sich die fürchterliche Cholera, welche im Juni in Laibach und anderen Ortschaften Krains, dann später in Reifnitz, endlich in Reintal (Pfarre Mösel) wütete; auch im Dorfe Büchel hiesiger Pfarre wütete die Epidemie, welcher zwei Individuen erlegen sind, die auf dem erweiterten Friedhofe zu Nesseltal begraben wurden. Jedoch hat Gott diesem Übel wieder Einhalt getan." Das Jahr 1849 weist zehn Sierbefälle an „Brechruhr", das Jahr 1850 zwei Cholera-Sterbefälle auf. Von den sieben Sterbefällen an_ „Brechruhr" im Jahre 1852 entfallen vier auf Nesseltal, zwei auf Büchel, einer auf Neufriesach. Am 7. Juli 1853 starb in der Ortschaft Taubenbrunn Haus Nr. 6 ein 30 Ve Jahre aller Besitzer an „Erbrechen-Cholera", am 20. August desselben Jahres in Reichenau Haus Nr. 27 ein 58 Jahre alter Auszügler an „Durchfall-Cholera". Verheerend und schreckenerregend war die Choleraepidemie des Jahres 1855. Derselben waren im ganzen 67 männliche und 84 weibliche Personen erlegen. Die Opfer, die der unheimliche Würgengel forderte, verteilen sich auf folgende Ortschaften: Nesseltal, Büchel, Oberdeutschau, Lichtenbach, Altfriesach, Taubenbrunn, Schlechtbüchel, Warmberg, Grodetz, Schäflein, Kummerdorf, Neufriesach, Reichenau, Altlagbüchel, Brunnsee, Mitten und Unterbrichberg und Suchen. Verschont von der furchtbaren Seuche blieben die Ortschaften Oberbuchberg, Oberkatzendors, Tanzbüchel und Untersteinwand. Die hohe, luftige Lage dieser Gebirgsdörfer scheint für die Ausbreitung des Cholerakeimes nicht günstig gewesen zu sein. Der erste Erkrankuugsfall, der auch mit dem Tode endigte, trat am 25. Juli bei dein 66jährigen Einwohner Matthias Kump in Oberdeutschau Nr. 3 auf. Mit dem Monate Oktober war die Seuche erloschen, nachdem derselben noch am letzten September die fünfjährige Jnwohnerstochter Maria Hiris aus Taubenbrunn Nr. 9 erlegen war. Bom 25. bis 31. Juli hatte die Cholera in der Ortschaft Oberdeutschau 8 Personen dahingerafft. Anfang August war die Seuche bereits in Büchel ausgebrochen und halte in einigen Tagen die heutzutage existieren, und wir möchten nicht behaupten, daß sie nicht auch bestimmt sei, ihr Ende zu sehen. ... Im 18. Jahrhunderte war das Papsttum so erniedrigt, daß im Jahre 1799 selbst scharfsichtige Beobachter menschlicher Dinge geglaubt haben, endlich sei die letzte Stunde der römischen Kirche gekommen. Doch das Ende kam noch nicht. . . . Die Araber haben eine Fabel, daß die große Pyramide von Gizeh von vorsündflutlichen Königen gebaut sei und allein von allen menschlichen Werken die Wucht der Fluten getragen habe. Das ist das Schicksal des Papsttums und seiner Kirche. Es war unter der großen Überschwemmung begraben worden; aber seine tiefsten Grundlagen waren uuerschüttert geblieben, und als die Flut abgelanfen, erschien es allein unter den Trümmern einer Welt, die vergangen war, wieder am Lichte des Tages. Die holländische Republik war dahin, das deutsche Reich war dahin, der große Rat von Venedig, der alte Schweizerbund, das Haus Bourbon, Frankreichs Parlamente und sein Adel, sie waren dahin. Aber die unveränderliche römische Kirche war wieder da." Also selbst ein Protestant sieht in der katholischen Kirche die großartigste Erscheinung in der Weltgeschichte, selbst er hält sie für unüberwindlich und glaubt, daß sie alle anderen kirchlichen Gemeinschaften überdauern und deren Ende sehen werde. Der Prophet Ezechiel (38, 18ff.) rief einst dem ägyptischen König entgegen, um ihm sein eigenes L-chicksal zu zeigen: „Steige hinab in das Totenreich und ruhe bei den Erschlagenen! Daselbst ist Assur und sein ganzes Volk; daselbst ist Älam und dessen ganze Schar; daselbst sind Mosoch und Thubal, Jdumäa und seine Könige und Fürsten; daselbst sind die Könige des Nordens, welche hinabgestoßen wurden zu den Erschlagenen. Auch du wirst zerschmettert liegen und schlafen bei den durch Gottes Gericht Erschlagenen." — Das und nichts anderes ist auch das Schicksal der Feinde der Kirche. Oft und oft ist schon der Untergang der Kirche prophezeit worden, sie hat Riesenkämpfe bestehen müssen, sie hat, wie die Geschichte lehrt, die schwersten Verfolgungen erleiden müssen, die jede andere bloß auf irdische Hilfsmittel angewiesene Macht hätten beugen und brechen müssen. Hat ja doch schon der Herr vorausgesagt: „Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen". Aber immer und immer wieder ist sie siegreich und triumphierend aus den gewaltigsten Kämpfen über innere und äußere Feinde hervorgegangen, immer sind schließlich ihre Feinde ge-demüligt worden. Wenn demnach heutzutage wieder ärger denn je ein ungeheurer, wilder Orkan „die Stadt auf 'dein Berge, die nicht verborgen bleiben kann" umtost, wenn sich in diesem wütenden Kampfe alles vereinigt, um diese leuchtende Stadt Gottes zu berennen und in Trümmer zu legen, um den Felsen, aus dem sie steht, zu unterwühlen und zum Wanken zu bringen, so brauchen wir trotzdem für das Schicksal der Kirche nicht zu zittern und zu zagen. „Jeder Kampf gegen die Kirche wird früh oder spät dem verderblich, der ihn unternimmt", hat Montalembert einmal gesagt. „Der Feind, der sich mit ihr messen will, fällt zerschmettert von Unglück oder vernichtet durch die Verachtung der Welt." ^ In unserer glaubenslosen Zeit wähnen Tausende und Tausende das Ende der Kirche, das Ende des Christentums, das Ende jeder Religion herannahen zu sehen. Sie irren gewaltig. Verdeutsche Philosoph Euken schreibt: Das Problem der Religion wird im 20. Jahrhundert die Gemüter wieder mehr beschäftigen und vielleicht durch schwere Katastrophen hindurch wird sie erweisen, daß das Christentum nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine große Zukunft hat. Wir brauchen also nicht zu fürchten, daß die Kirche im 20. Jahrhunderte verkümmern und langsam absterben werde. Im Kampfe gegen Gott kann und wird Menschenmacht und Menschenwitz nie den Sieg davon tragen. Wir selbst freilich dürfen um unseren eigenen Heiles willen die Hände nicht tatenlos in den Schoß legen, sondern müssen treu zur katholischen Sache stehen, müssen wackere Kämpfer sein. „Es naht der Kirche", sagt Professor Erhardt in feiner Schrift („Die katholische Kirche und ihr Kampf. Niedergang oder-neues Leben?"), „eine neue Glanzperiode. Es dämmert über dem nächtlichen Horizont großer Sorge und Bedrängnis ein Triumph der Kirche — denn es ist ein Gesetz der Geschichte der katholischen Kirche, daß die Zeit ihres Triumphes nie näher ist als dann, wenn ihre Leiden auf das höchste gestiegen sind." — Die katholische Kirche ist eben, weil sie kein bloßes Menschenwerk ist, eine unüberwindliche Macht, sie ist das große Wunder der Weltgeschichte. Wir schließen unsere heutigen Ausführungen mit den Worten, die ?. Boißl in der Schlußrede am 6. Katholikentage in Wien gesprochen hat: „Wir müssen überzeugt sein, daß wir für die beste Sache kämpfen, die es gibt, und daß unsere Kirche unbesiegbar ist, weil sie göttlich ist. Kein Sturm wird diesen Bau zerstören und kein Erdbeben diesen Felsen erschüttern können. Die 10 Opfer gefordert. Am 9. August wütete die Cholera bereits in Nesseltal und einige Tage später gewann sie in den Ortschaften Schlechtbüchel, Schäflein, Warmberg, Grodetz und Taubenbrunn rasche Verbreitung. Von Nesseltal scheint die Seuche nach Llchtenbach, Kummerdorf, Alt- und Neufriesach hinübergegriffen zu haben. Am spätesten mar die Cholera in Reichenau aufgetreten. Die volkreiche Ortschaft hatte nur zwei Cholera-Sterbefälle zu verzeichnen. Wahrscheinlich werden die Ortsinsassen den Verkehr mit den übrigen von der Seuche heimgesuchten Ortschaften gänzlich abgebrochen haben. Das Sterbebuch hatte im Jahre 1855 eine noch nie erreichte Sterbeziffer von 204 zu verzeichnen. Die normale Sterbeziffer schwankte sonst zwischen 90 und 40. Nach Hausnummern starben in der Pfarre Nesseltal: Im Pfarrorte Nesseltal in 16 Häusern (Nr. 7, 13, 17, 20, 22, 28, 30, 33, 36, 37, 38, 41, 44, 46, 47, 52) je eine Person, in neun Häusern (Nr. 4, 5, 11, 12, 15, 42, 43, 45, 48) je zwei Personen, zusammen 34 Personen (14 männl., 20 weibl.). In Büchel in 13 Häusern (Nr. 5, 8, 11, 14, 15, 16, 17, 20, 23, 25, 28, 30, 35) je eine Person, im Hause Nr. 2 vier Personen, Nr. 12 fünf Personen, Nr. 24 sechs Personen, zusammen 28 Personen (14 männl., 14 weibl.). In Oberdeutschau im Hause Nr. 1 eine Person, Nr. 2 acht Personen, Nr. 3 zwei Personen, Nr. 5 vier Personen, Nr. 7 drei Personen, zusammen 18 Personen (6 männl., 12 weibl.). In Sichtenbach in vier Häusern (Nr. 3, 10, 13, 14) je eine Person, in drei Häusern (Nr. 12, 15, 18) je zwei Personen, im Hause Nr. 2 vier Personen, zusammen 14 Personen (9 männl., 5 weibl.). In Allfriesach in zwei Häusern (Nr. 8, 19) je eine Person, in zwei Häusern (Nr. 7, 10) je zwei Personen, im Hause Nr. 6 vier Personen, im Hause Nr. 11 drei Personen, zusammen 13 Personen (7 männl., 6 weibl.). In Taubenbrunn in zwei Häusern (Nr. 6, 7) je eine Person, im Hause Nr. 5 zwei Personen, im Hause Nr. 1 und 9 je drei Personen, zusammen neun Personen (3 männl., 6 weibl.). In Schlechtbüchel in zwei Häusern (Nr. 2, 5) je zwei Personen, im Hause Nr. 4 vier Personen, zusammen acht Personen (3 männl., 5 weibl.). In Warmberg in sieben Häusern (Nr. 1, 4, 5, 6, 7, 8, 9) je eine Person, zusammen sieben Personen (4 männl., 3 weibl.). In Grodetz in zwei Häusern (Nr. 4, 6) je eine Person, im Hause Nr. 7 zwei Personen, zusammen vier Personen (1 männl., 3 weibl.) In Schäflein in vier Häusern (Nr. 3, 8, 9, 10) je eine Person, zusammen 4 Personen (2 männl., 2 weibl.). In Reichenau im Hause Nr. 8 eine weibliche, im Hause Nr. 28 eine männliche Person. In Neufriesach im Hause Nr. 1 eine weibliche, im Hause Nr. 2 eine männliche Person. In Altlagbüchel Nr. 3, in Mitterbuchberg Nr. 4, in Suchen Nr. 3 und in Unterbuchberg Nr. 3 starb je eine weibliche, in Brunnsee Nr. 2 eine männliche Person. (Schluß folgt.) er, alten Juden haben es versucht und es ist nicht gelungen. Das >en Römerreich hat es versucht — es war umsonst; sein Schwert, das gt, in den Reihen der Christen wütete, ist stumpf geworden. Die Jrr- zu lehrer haben es versucht und haben allen Witz und Scharfsinn auf- rm geboten — es war vergeblich — die Kirche steht noch immer und Der bte Böller beten: credo ecclesiam catholicam. In unseren Tagen die ist es der Unglaube, der den Kampf gegen unsere Kirche aufge- t", nommen hat — auch er wird vergeblich kämpfen. Es wird und ihr muß zur Entscheidung kommen. Zwei Mächte ringen um die die Zukunft: der Unglaube und die Kirche. Was dazwischen steht, wird sich notwendig auf die eine oder andere Seite schlagen m- . müssen. Dem Unglauben aber kann die Zukunft nicht gehören; denn ide er kann nur zerstören, aber nicht aufbnuen; er kann die Ideale zer- )er treten, aber kein einziges schaffen; er kann unglücklich machen, aber on nie das Herz befriedigen. Notwendig wird dann die Welt ;nd entweder mit Nietzsche wahnsinnig oder zu den Füßen aß Christi wieder vernünftig werden, t* ' Und wenn Sie mich fragen, wie ich mit solcher Sicherheit aß sprechen kann, so weise ich auf den Stifter unserer Religion hin, icn der es mit einer Bestimmtheit vorausgesagt hat, die an Deutlichkeit nd nichts zu wünschen übrig läßt; „Die Pforten der Hölle werden sie sen nicht überwältigen." Und der tiefste Grund davon liegt an seinen in weiteren Worten: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende en, der Welt." Ist aber er bei uns, dann kämpfen wir für ihn und mit ihm; dann kämpfen wir nicht einen aussichtslosen, sondern einen m siegreichen Kampf; dann wird das Ende sein der Untergang des Der Irrtums und des Bösen und der Triumph der Wahrheit und der ein Kirche. pH Darum haben wir Mut und Vertrauen I Wir kämpfen unter )en einer Fahne, die niemals sinken kann, weil sie von Gottes Kraft nn gehalten wird. Wohlan denn, die Reihen geschloffen und Mann che an Mann, Schulter an Schulter, gekämpft für die Wahrheit und ,d- das Recht: Das soll auch fürderhin unser Gebet sein: „Ich glaube an eine heilige, katholische Kirche". en, ______________ ieti f* Der Kraimjche Landesausschuß hat folgendes Nund- ’au schreiben erlassen. Die Der § 56 des Gesetzentwurfes, womit das neue Jagdgesetz ^ für Krain erlassen wird, bestimmt: im „In Ortsgemeinden, in denen der Wein-, Obst- und Gemüsebau [.). einen hervorragenden Zweig der Landwirtschaft bildet, kann der )n, Gemeindeausschuß den Beschluß fassen, daß die Hasen in der ganzen . ß Ortsgemeinde auszürotten sind. er- Dieser Beschluß bedarf zu seiner Gültigkeit der Anwesenheit von mehr als zwei Dritteln und der Zustimmung von mehr als zn, der Hälfte sämtlicher Gemeindeausschußmitglieder, sowie der Be- rei stätigung durch den Landesausschuß. Der Beschluß tritt mit dem auf die Bestätigung nächstfolgenden 15. Mai in Wirksamkeit, gilt er- jeweils für die laufende Jagdverwertungsperiode und hat zur Folge, len daß die Schonzeit für Hasen (§ 50, Ziffer 7) im Gebiete der be- treffenden Ortsgemeinde aufgehoben wird. Ferner sind die Jagd-9) berechtigten verpflichtet, den Hasen innerhalb des betreffenden Ge- meindegebietes möglichst auszurotten und ihre Jagdgebiete in der im Folge von Hasen tunlichst freizuhalten. il., Falls ein Jagdberechtigter dieser Verpflichtung nicht oder nicht in entsprechender Weise nachkommt, hat der Landesausschuß über m, Einschreiten der betreffenden Gemeinde im Einvernehmen mit der Landesregierung jene Maßnahmen festzusetzen, welche zur Ausrottung che erforderlich sind. Die Durchführung dieser Maßnahmen erfolgt in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des § 52 durch die poli-che tischen Behörden. Der Pächter der Gemeindejagd ist berechtigt, von dem im len dritten Absätze bezeichnten Zeitpunkte an beiter politischen Bezirkssee Behörde die Auflösung des Jagdpachtvertrages oder eine angemessene ) Herabsetzung des Pachtschillings zu begehren. Jene Gemeinden, in denen der Wein-, Obst- oder Gemüsebau einen hervorragenden Zweig der Landwirtschaft bildet, werden vom Landesausschusse im Einvernehmen mit der Landesregierung gleichzeitig mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes und in der Folge nach Bedarf festgesetzt und im Landesgesetzblatte verlautbart." Da der Landesausschuß im Sinne des letzten Absatzes der zitierten Gesetzesstelle mit der k. k. Landesregierung das Einvernehmen zu pflegen haben wird, wird das Gemeindeamt beauftragt, binnen vier Wochen nach Empfang dieses Rundschreibens anher darüber Bericht zu erstatten, ob und in welchem Maße in der dortigen Ortsgemeinde der Wein-, Obst- oder Gemüsebau einen hervorragenden Zweig der Landwirtschaft bildet. Bei jedem Wirtschaftszweige ist im Berichte das Flächenmaß des bebauten Bodens, die Anzahl der mit demselben sich beschäftigenden Besitzer sowie das durchschnittliche Jahreserträgnis desselben anznsühren. 21 us Stadt und Land. Hottschee. (Ernennung.) An Stelle des nach Hallein versetzten Herrn Architekten Richard Hruschka wurde Herr Architekt I. Horwath aus Wien in gleicher Eigenschaft für die hiesige Fachschule ernannt. — (Sparkasse.) An Stelle des Herrn Keswon wurde Herr Heinrich Bartelme zum Adjunkten der städtischen Sparkasse ernannt. — (Versammlung.) Am 21. d. M. findet im Saale des Hotels „Stadt Triest" um 8 Uhr abends eine Wählerversammlung statt, bei welcher Reichsrats- und Landtagsabgeordneter Herr Gras Barbo und Landtagsabgeordneter Herr Rechtsanwalt Dr. Eg er ihren Tätigkeitsbericht erstatten werden. — (Unglücksfall.) Am 18. Mai geriet der 17jährige Knappe Joh. Schmuck aus Mooswald Nr. 33 in den Transmissionsriemen, welcher ihn mit solcher Wucht schleuderte, daß er in wenigen Sekunden seinen Geist aufgab. Um 6 Uhr in der Früh ging er gesund in die Arbeit, um halb 9 Uhr vormittags war er schon eine Leiche. Er ruhe in Frieden I — (Heil. Mission.) Vom 1. bis einschließlich 10. Mai war in unserer Stadtpfarre Mission, die einen durchwegs würdevollen Verlauf nahm und einen gegen alle Erwartung erfolgreichen Abschluß fand. Die Herren Missionäre verstanden es, so belehrend und überzeugend, so ernst und rührend, praktisch und interessant zu predigen, daß von ihren Vorträgen auch solche angezogen wurden, welche vielleicht Jahre lang kein Wort Gottes mehr gehört hatten. Manche führte das Wort der Missionäre und die Gnade Gottes auch bis in den Beichtstuhl hinein, dem sie durch eine Reihe von Jahren ausgewichen waren und wo sie von drückender Gewissenslast befreit wurden, dann frohen Herzens zu ihren Bekannten zurückkehrten, um jedem, der es hören wollte, unverhohlen zu erzählen, welche Gewissensruhe und Herzensfreude sie nach so und so vielen Jahren wieder gefunden haben. Der Andrang zu den Beichtstühlen war namentlich in den letzten Tagen ein so enormer, daß die Beichtväter bis in die späten Abendstunden vollauf zu tun hatten. Bei 5000 Beichten wurden abgelegt, über 11.000 Kommunionen ausgeteilt. Um auch diejenigen, welche durch Krankheit, Altersschwäche u. dgl. verhindert waren, persönlich zur Mission zu erscheinen, der Missionsgnade wenigstens einigermaßen teilhaftig zu machen, wurden von zwei Missionären auch einige Filialen besucht und dort in 25 Fällen die heil. Sakramente gespendet. Daß die Mission einen so erfreulichen Erfolg gehabt hat, ist nicht in letzter Linie den unschuldigen Kindern zu verdanken, welche wochen- und monatelang zuvor Gott um seinen Segen für die Mission anflehten. Manches Kind brachte Vater oder Mutter oder Bruder oder Schwester durch seine kindliche Beharrlichkeit, durch sein wiederholtes Zureden nicht nur in die Kirche, sondern auch zum Beichtstuhl und zur Kommunionbank. Diese kleinen Missionäre entfalteten somit ihre Missionstätigkeit zu Hause, in den Familien. Gott erhörte das Gebet der Unschuld und segnete reichlich das Werk der heiligen Mission. Den hochwürdigen Herren Redempto- risten P. Pachter (Missionsleiter), P. P e ch a z e k und P. M i t is ch k a, die Gott als Missionäre zu uns geschickt hat, sei auch an dieser Stelle der aufrichtigste, tiefgekühlte Dank für ihre Mühen und Arbeiten gesagt. Möge Gott dem Samen, den sie gesät, das Gedeihen geben, auf daß er hundertfältige Frucht bringe für die Ewigkeit. — (Die städtische Musikkapelle) und über hundert Feuerwehrmänner aus der Stadt und vom Lande standen Sonntag, am letzten Tage der Mission, in Bereitschaft, um auch ihrerseits zur Verherrlichung der Mission in Gottschee beizutragen. Leider konnte die Schlußprozession wegen strömenden Regens nicht abgehalten werden und mußte sich die Schlußfeierlichkeit der Mission nur im Innern der Kirche abwickeln. Es wäre wohl so schön gewesen, aber es halt' nicht sollen sein. Gott hat es so gewollt, und wir müssen damit zufrieden fein. — (Die drei Eismänner) machten auch heiter ihrem Namen alle Ehre, indem sie uns im Wonnemonat eine winterliche Kälte und, allerdings nur in den Höhenlagen, frischen Schnee brachten. Nach mehreren schönen und warmen Tagen, die Bäume und Sträucher, Wiesen und Fluren mit Blüten und Blumen überschütteten, setzte am 10. Mai ein Regenwetter ein, das auch am folgenden Tage anhielt und eine ziemliche Abkühlung der Temperatur verursachte. Der 12. Mai wax wieder eilt schöner und warmer Tag, sein Nachfolger, der 13. Mai, brachte aber eisige Winde, Regenschauer und Schneegestöber, das die Spitzen des Friedrichsteinerberges und der umliegenden Höhen mit einem weißen Schleier bedeckte. — (Ausgeschrieben) ist an der dreiklassigen Volksschule zu Nesseltal eine Lehrstelle mit den systemisierten Bezügen. Im krainischen öffentlichen Volksschuldienste noch nicht definitiv angestellte Bewerber haben durch ein staatsärztliches Zeugnis den Nachweis zu erbringen, daß sie die volle physische Eignung für den Schuldienst besitzen. Gehörig belegte Gesuche sind bis 30. Mai d. I. im vorgeschriebenen Dienstwege beim k. £. Bezirksschulrat Gottschee einzubringen. — (Christliche Studentenlade.) Um würdigen und armen Schülern des Gymnasiums die Beteiligung am Adriaausflug zu ermöglichen, hat die Christliche Studentenlade vier Schülern (Mitgliedern der Studentenkongregation) Freiplätze bewilligt. — (Aus der Sitzung des Landesausschusses) vom 11. Mai. Der Landeskommission für agrarische Operationen wurde ein Landesbeitrag für Verbesserung der Hutweiden in folgenden Ortschaften bewilligt: Neulag, Altlag, Tiefental, Ältbacher, Hohenegg-Katzendorf und Hinterberg. Auch für die Kulpabrücke bei Kuželj wurde ein Landesbeitrag bewilligt. — (Richtigstellung.) Zu der in Nr. 9 unseres Blattes die Gemeindevermittlungsämter betreffenden Notiz erhalten wir aus Kliudorf folgende Berichtigung: Die Angelegenheit kam gar nicht vor das Vermittlungsamt, mithin wurde auch der Schaden nicht von ihm geschätzt. Auch beträgt die Strecke, um welche es sich handelte, über 50 Meter. Ferner grenzen die Felder der beiden Besitzer an den Fahrweg, so daß der Besitzer leicht aus sein Feld kommen kann. — (Von der „Reichsorganisation der Kaufleute Österreichs") in Wien werden wir um Aufnahme folgender Zeilen ersucht: An der im modernen Wirtschaftsleben einer Berufsorganisation vielbedeutenden Wende des 25 jährigen Bestandes angelangt und aus so manchen zum Wohle seiner Standesangehörigen bereits erzielten Erfolg zurückblickend, hat die aus dem Vereine gelernter Kaufleute hervorgegangene „Reichsorganisation der Kaufleute Österreichs" in Wien den einmütigen Beschluß gefaßt, durch die Abhaltung eines internationalen Kaufmannstag es, auf dem Delegierte von Berufsorganisationen Mitteleuropas vertreten sein werden und dessen Beratungen und Beschlüsse der wirksamen Wahrung der Be-rufsinterefsen der Kaufmannschaft gelten und ihnen zum Wohle gereichen sollen, ein Markstein am Wege ihres Werdeganges und vielfach erfolgreichen Wirkens zu fetzen. Der internationale Kauf» mannstag wird in Wien vom 27. Juni bis 5. Juli I. I. in festlicher Weise abgehalten werden. Um die Bedeutung der abgeschlossenen Epoche noch zu erhöhen, wird in Verbindung mit dein internationalen Kaufmannstage auch eine Warenmuster-Ausstellung I. Wiener Messe veranstaltet werden. Diese verfolgt den Zweck, den Konsumenten zu überzeugen, daß nur der Kaufmann als Sachverständiger der berufene und billigste Vermittler zwischen Produktion und Konsumtion ist und daß nur die auf altbegründetem Renomee fußende Kaufmannschaft in Fragen des preiswerten und reellen Einkaufes volles Vertrauen verdient und in der Lage ist, den derzeitigen Anforderungen des Publikums bei der Deckung feines Bedarfes in jeder Weise gerecht zu werden. Die Ausstellung soll aber auch den Produzenten und Fabrikanten günstige Gelegenheit bieten, mit der Kaufmannschaft in direkte Verbindung zu treten, sich deren Wünsche und Anregungen zunutze zu machen und durch Anknüpfnng neuer Verbindungen die Erhöhung des Blüheus ihrer Betriebe und die Vergrößerung ihres Absatzgebietes herbeizuführen. In ihrer Vielgestaltigkeit soll die Warenmuster-Ausstellung daher nicht nur für die Konsumenten ausklärend und nutzbringend sein, sie soll auch für die Standesangehörigen und ihre Mitarbeiter eine Lehrstätte bilden und so im gleichen Maße dem Fachmann, wie dem Laien zu dauerndem Vorteil gereichen. Das Ehrenpräsidium der Veranstaltungen zum 25 jährigen Jubiläum, verbunden mit einem internationalen Kansmannstag und einer Warenmusterausstellung, haben übernommen die Exzellenzen: Ministerpräsident Gras Stürgkh, Handelsminister Dr. Schuster v. Bonnot, Eisenbahnminister Dr. Freiherr v. Förster, Arbeitsminister Dr. Trnka, Statthalter Dr. Freiherr v. Bienerth, Durchlaucht Prinz Alois Liechtenstein, Landmarfchall, Exzellenz Dr. Weiskirchuer, Bürgermeister von Wien, und der Präsident der n.-o. Handels- und Gewerbekammer Ritter v. Schoeller. Dem Ehrenausschusse gehören die Herren Vizebürgermeister von Wien Dr. Porzer, Hierhammer und Hoß an, dann eilte Reihe von Reichs» rats- und Landtagsabgeordneten, Stadt- und Gemeinderäten, Vertreter kaufmännischer Gremien und Verbände usw. — (Titelverleihungen.) Seine Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Mai d. I. dein pensionierten städtischen Polizeiarzte Dr. Franz Jllner in Laibach und dem praktischen Arzle Dr. Robert Proffinngg in Laibach den Titel eines Medizinalrates mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. — (Der Schulschluß an den Mittelschulen.) Nach den bestehenden Vorschriften hat an den Mittelschulen, an den Lehrer« und Lehrerinnenbildungsanstalten sowie an den kommerziellen und nautischen Schulen der meisten Kronländer der Unterricht schon in den letzten zehn Tagen vor Schluß dieses Schuljahres, also vom 6. Juli an, zu entfallen. Da dieser Tag im laufenden Schuljahre auf einen Montag fällt, hat der Unterrichtsminister angeordnet, daß der Unterricht an den bezeichnten Schulen schon am 4. Juli entfällt und an diesem Tage der Schulgottesdienst abgehalten und die Zeug-uiSverteilung vvrgenommen werde. — (Todesfall.) In Wien ist am 2. d. M. die Gemahlin des Herrn Ministerialrates im Ministerium für öffentliche Arbeiten Wilhelm Haas, Frau Marie Haas, geb. Baronin Be im iger von Eberg, nach langem, schwerem Leiden gestorben. Die zahlreichen hiesigen Freunde und Bekannten der Verblichenen werden deren Heimgang aufrichtig bedauern und gleichzeitig deren schwer getros-seiten Angehörigen mit Teilnahme gedenken. — (Zum Schüleraussluge an die Adria.) Wir werden um die Veröffentlichung nachstehender Mitteilungen ersucht: Da sich zum ersten diesjährigen Schülerausfluge an die Adria, den die Ortsgruppe Laibach des Österreichischen Flottenvereines für den 19., 20. und 21. Mai d. I. veranstaltet, noch immer neue Teilnehmer anmelden, muß öffentlich bekanntgegeben werden, daß für diesen ersten Ausflug die Teilnehmerzahl bereits vvllgemacht ist und leider niemand mehr mitgenommen werden kann. Wohl aber sind für die zweite Schüler-Adriafahrt, die am 28. Mai d. I. von Laibach abgeht, noch einige Plätze frei, weshalb an alle, die sich erst in der jüngsten Zeit zur Teilnahme entschlossen haben, das Ersuchen gerichtet wird, sich für die Beteiligung an diesem zweiten [ett Ausfluge erklären zu wollen. Schließlich sei bekanntgegeben, daß ier jeder Ausflugsteilnehmer gegen Entrichtung einer Gebühr von 20 h ilt' für die Summe von 5000 K gegen Unfall versichert werden kann. let Anfragen sind an den Arrangeur des Ausfluges, Herrn Postoffizial Franz Levart, zu richten. i^e — (Schutz den Vogelnestern!) Sobald die Zeit heran ist, daß Eier in den Vogelnestern liegen, erwacht in vielen Knaben to* der böse Trieb, die Eier auszunehmen. Nicht umsonst mahnt der alte Vers: Nimmst du dem Vogel Nest und Ei, ist's mit Gesang und Obst vorbei! Dringend notwendig ist es, daß in den Schulen die Kinder über das Verwerfliche der Eier- und Nestlings-Räuberei belehrt und die angezeigten jugendlichen Täter mit empfindlichen ter 1 Schulstrafen belegt werden! Auch die Eltern sollten solche Dinge ihrem Nachwuchs nicht ungestraft durchgehen lassen. Ein Menschen-eJ' 1; . find, das mitleidslos den Vögelchen ihre Kinder fortnimmt und mordet, ist in Gefahr, ein hartherziger, rücksichtsloser Mensch zu werden, der in späterer Zeit gewiß auch nicht zögern wird, gegen die eigenen Eltern undankbar zu handeln. Jung gewohnt, alt getan! — (Staatsstipendien.) Zum Besuche der k. k. Fachschule für Tischlerei in Gottschee gelangen mit dem Beginne des Schuljahres 1914/15 mehrere Staatsstipendien (monatlich 30 bis 40 K) zur Verleihung. Bewerber um diese Stipendien haben ihre Gesuche bei der gefertigten Direktion bis längstens 20. Juni l. I. einzureichen. Dem Gesuche sind folgende Belege anzuschließen: Der Tauf- oder Geburtsschein, der Heimatschein, das Lehr- oder Arbeitszeugnis, die letzten Schulzeugnisse oder Schulausweise, das Armuts- oder Mittellosigkeitszeugnis. Söhne von Gewerbetreibenden (Meistern, Gesellen, Arbeitern) und Bewerber mit Vorpraxis sowie ältere gegenüber jüngeren erhalten den Vorzug. Die Direktion der k. k. Fachschule für Tischlerei. Gottschee, im April 1914. ;t> — (Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Kandia bei Rudolfswert.) Die Standesbehandlung im Ver-rit waltungsjahre 1913 gestaltete sich folgendermaßen: Mit Ende 1912 en verblieben 101 kranke Personen in der Behandlung. Im Jahre ik- 1913 wurden 2027 Personen ausgenommen. Die Summe der be- es ' handelten kranken Personen betrug somit 2128. Als geheilt veren 1 ließen 1533, als gebessert 298 und als ungeheilt 145 Personen die Anstalt. Gestorben sind 57 Personen. Die Gesamtsumme des ich Abganges betrug 2033. Mit Ende Dezember 1913 verblieben 95 ;r- Kranke in der Behandlung. Die Zahl der Verpflegstage betrug nd 37.781, die durchschnittliche Verpflegsdauer für einen Kranken 17'8 in Tage. Täglich wurden durchschnittlich 104 Kranke verpflegt. Von mi den entlassenen Kranken waren der Konfession nach 1966 Katholiken, ire 33 Griechisch-Katholische, 24 Griechisch-Orientalische, 1 Israelit und aß 4 Mohammedaner. Die Anstalt erfuhr im verflossenen Jahre eine llt weitere Ausgestaltung und Vervollkommnung durch die Aufstellung g- einer Quarzlampe (künstliche Höhensonne) zur Behandlung verschie- dener Hautkrankheiten, Knochen- und Gelenkstuberkulose, tuberkulöser in Geschwüre und Fisteln. Weiters wurde das Röntgenkabinett durch en Anschaffung der neuesten Verbesserungen modern eingerichtet, auch in vetschiedene Apparate für elektrische Therapie wurden neu angeschafft, en Die Leitung der Anstalt entsprach vollkommen den Anforderungen, -n Insgesamt wurden 620, darunter viele sehr schwere und interessante if- Operationen durchgeführt. Die Operierten konnten gewöhnlich schon vor Ablauf von 14 Tagen geheilt entlassen werden. Von allen :n Operierten sind nur 5 gestorben. Anstaltsarzt ist Herr Dr. Ignaz )a Paulic. Diese humane Anstalt, worin die Kranken der allgemeinen ie Abteilung vollkommen kostenlos verpflegt und ärztlich behandelt ni werden, verdient freundliches Entgegenkommen und allseitige Unter- l- stützung. xi — (Bezugsaufbesserungen für die Postbedien- id steten.) Die Bezüge der Oberpostmeister werden künftighin mit dem td Gehaltssätze von 3000 K (bisher 2800 K) beginnen und fünf Gent haltsstufen bis zu einem Höchstgehalte von 4000 K (bisher 3600 K) ch umfassen. Das bisher sieben Gehaltsstufen von 1600 K bis 2800 K r- umfassende Gehaltsschema der Postmeister wird durch Angliederung :n von vier weiteren Gehaltsstufen bis zu einem Höchstgehalte von 3600 K erweitert. Die Aktivitätszulagen der Oberpostmeister und Postmeister sind in Analogie der Aktivitätszulagen der Staatsbeamten festgesetzt. Das Bezugsschema der Postoffizianten und Post-osfiziantinnen erfährt eine Verbesserung durch Erhöhung der Jahresbesoldung in den höheren Dienstaltersklassen um 50 bis 450 K. Hinzu kommen noch die eventuellen Dienstalterszulagen. — Für die Laudpostdiener ist eine durchgängige Erhöhung der Monatslöhne um je 3 K normiert. Außerdem werden Landpostdiener, die am 1. Juli 1913 eine mindestens zehn-, bezw. zwanzigjährige Gesamtdienstzeit als Dienerschastsorgane bei einem Postamt erster bis dritter Klasse vollstreckt haben, in die nächsthöhere, bezw. zweithöhere Lohnstufe überstellt, wodurch sie eine Bezugsaufbesserung von monatlich 9, bezw. 15 K erhalten. — Die Jahresbesoldung der Landbriefträger wird bei der untersten Bestallungsabstufung um 60 K, bei der nachfolgenden um 50 K, bei den übrigen Abstufungen um 40 K erhöht. — ('Wohin fließt das Reifnitzer Wass er?) In, Reiflicher Tale kommen aus der Velika gora der Bach Sajovic, der Reiflich- und der Rakitnicabach, der aber nach einigen hundert Metern wieder versiegt, unterirdisch das ganze Tal, die Mala gora und Dürrenkrain durchfließt und dann bei Hof, etwa zehn Meter vom Ufer der Gurk entfernt, wieder zum Vorschein kommt. — (Die Türken als Vernichter der ein st deutschen Siedlungen in Kostet, Pölland und Ossiunitz.) Die Besiedlung Gottschees, diese bedeutendste kolonisatorische Leistung der Deutschen in Krain, fällt der Hauptsache nach ins 14. Jahrhundert. In der bekannten Urkunde des Patriarchen von Aquileja vom Jahre 1363 wird von neuen Ansiedlungen in Gottschee, Pölland, Kostel, Ossiunitz und Göttenitz erzählt. Die Ansiedler waren Deutsche. Wie kommt es nun, daß die Gegenden von Kostel, Pölland ulld Ossiunitz ihr ursprünglich deutsches Volkstum verloren haben? Daran sind die Türken schuld. Der erste geschichtlich bezeugte Türkeneinfall war der des Jahres 1469, wo auch der damalige Markt Gottschee durch sie zerstört wurde. Bis zum Schluß des 14. Jahrhunderts sind nicht weniger als acht weitere Türkeneinbrüche in Krain bezeugt und im 16. Jahrhundert wurden diese Raubfahrten der Türken wieder fortgesetzt. In der Zeit von 1522 bis 1530 blieb nur das Jahr 1525 ohne Türkeneinfall. Die türkischen Raub- und Beutezüge waren mit Menschenjagden verbunden. Man braucht sich nur das entsetzliche, aller Menschlichkeit hohnsprechende Treiben der Türken und der anderen Balkanvölker im kürzlich beendeten Balkankriege vor Augen zu halten, um sich einen ungefähren Begriff zu machen, wie es die Türken in Krain im 15. und 16. Jahrhundert getrieben haben mögen. Gleich bei ihrem ersten Einfall im Jahre 1469 sollen sie 8600 Gefangene aus Krain fortgeschleppt haben, im Jahre 1478 (nach Valvasor) sogar 10.000 usw. Kein Wunder, daß insbesonders die Grenzgebiete Krains verödeten. In der Herrschaft Kostel gab es im Jahre 1531 nur mehr fünf besetzte Huben und das Pöllander Tal war fast menschenleer. Die dortigen Gottscheer waren von den Türken teils hingemordet, teils in die Gefangenschaft geschleppt worden. Ähnlich war es auch in Ossiunitz. Einen teilweisen Ersatz für diese Menschenverluste brachte die Einwanderung der Uskoken, flüchtiger Serben aus dem türkischen Bosnien. Die ersten Uskoken-Schwärme kamen im Jahre 1530 nach Krain. Sie ließen sich auf den öden Gründen zwischen den Bauern vom Sichelburger Distrikte an über Möttling, Tschernembl, Pölland, Kostet, Laos bis in den Karst hinein nieder. Da in Pölland, Kostel und Ossiunitz die deutsche Bevölkerung zum größten Teile von den Türken ausgerottet war, bildeten die Uskoken dort die weit überwiegende Mehrheit, welche die geringe deutsche Minderheit in kurzer Zeit national assimiliert haben dürfte. Witterdorf. (Genossenschaftliches.) Die hiesige Vieh-und Schweinezuchlgenosfenschast, welche gegenwärtig 46 Mitglieder zählt, hielt am 3. Mai ihre Hauptversammlung ab. Hiebei wurde der Rechnungsabschluß über das dritte Geschäftsjahr vvrgelegt und ihm entnommen, daß die Kosten der Stier- und Eberhaltung durch die Einnahmen nicht vollends gedeckt werden können, weshalb an ben Landesausschuß ein Gesuch um entsprechende Unterstützung etn« gereicht wurde. Die Hauptversammlung faßte auch den Beschluß, einen zweiten Eber anzuschaffen, um die Schweinezucht, die seit einigen Jahren immer mehr betrieben wird, nach Kräften zu fördern. Zum Schlüsse der Versammlung hielt Herr Landestierarzt Lerne einen sehr lehrreichen Vortrag über praktische Viehzucht. — (Kaus.) Josef Poje aus Obrem 15 hat die Keusche Nr. 46 in Kerndorf samt den dazugehörigen Grnndparzellen um 1700 K angetauft. , _ r, — (Verunglückt.) Der 22jährige ledige Alois ^aklitsch aus Koflern 16 war seit vier Jahren in Amerika. Zuletzt arbeitete er in einer Kohlengrube zu Piper in Alabama. Im heurigen Sommer gedachte er wieder heimzukehren; doch es kam anders. Am 8. April erlitt er nämlich durch Explosion selbstentzündeter Grubenaase solche Brandwunden, daß er den erhaltenen Verletzungen am 18. April erlegen ist. Einigen Trost mag es dem Verunglückten, der ferne von Eltern und Heimat sein Leben lassen mußte, gebracht haben, daß eine seiner Schwestern, die auch in Amerika ist, noch rechtzeitig verständigt werden und dem Bruder die letzten Liebesdienste erweisen konnte. — (Trauung.) Am 18. Mai wurde in der Kofler Kirche Johann Primosch aus Masern 10 mit Magdalena Pogorelc aus Koflern 38 getraut. , . _ r — (Märkte.) Montag den 25. Mai findet in Malgent, am 2. Juni aber in Mitterdorf ein Jahr- und Viehmarkt statt. Attkag. (Sch ul ha ns bau.) Über Ansuchen des Bezirksschulrates in Gottschee findet am 28. d. M. um 9 Uhr vormittags die kommissionelle Verhandlung wegen Erbauung des neuen Schul-hauses in Altlag unter Intervention eines Staatstechnikers der k. k. Landesregierung für Kram an Ort und Stelle statt. — (Der älteste Mann der Pfarre) war bisher der Auszügler Andreas Lobe aus Langenton 52. Am 2. Mai hat nun der Tod den 92 jährigen Greis in ein besseres Jenseits geholt. Ilnterwarmberg. (Priesterweihe.) Am 20. Juli wird in Graz der dem Lazaristenorden angehörende und in Unterwarmberg geborene Herr Leopold Maufeer zum Priester geweiht und tags darauf feiert er dort sein erstes heil. Meßopfer. Nesseltal. (Eine Getreidereinigungsmaschine) hat der hiesige Spar- und Darlehenskassenverein für die Ortschaften Schäflein, Warmberg, Grodetz und Schlechtbüchel angetanst. Die Ausführung ist eine sehr solide und kamt man mit dieser Maschine jede Getreideart, ebenso Hülsenfrüchte und Sämereien vollständig marktfertig reinigen. — (Der Viehmarkt), der am 12. Mai hier abgehalten wurde, wies einen recht guten Besuch ans und nahm auch einen entsprechenden Verlaus. Es entwickelte sich ein reger Handel. — (Gestorben) ist hier am 13. Mai die 75jährige Keusch-lerin Magdalena Meditz vulgo „Grünbergerin". Mieg. (Schule.) Zum Orisschulinspeklor wurde an Stelle des verstorbenen Herrn Oberlehrers Jakob Ostermann Herr Gemeindevorsteher Ferdinand Wittine ernannt. — (Morobitzer Straße.) Der Bau der Rieg-Morobitzer Straße wird nun wieder fortgesetzt, anscheinend in einem rascheren Tempo als im Vorjahre. Die Brücke über den Rieger Bach wurde der Wiener Firma Rella & Neffen um den Betrag von 13.000 K übergeben. Der Bau wird in den nächsten Tagen in Angriff genommen. — (Der Markt) am 16. Mai hat sich sehr gut gemacht. Der Austrieb war gut, der Handel ging flott, viel wurde gekauft und verkauft, auch die Preise scheinen sich etwas gebessert zu haben. Was von Göttenitz aufgetrieben wurde, wurde außer einigen Stück Jungvieh alles verkauft. — (Vom Weiter.) Am 13. d. schneite es stark; ant daraus folgenden Tage war die ganze Obstblüte vernichtet. Unterlag. (Die ordentliche Hauptversammlung) des Spar- und Darlehenskasfenvereines findet am 21. Juni I. I. um 2 Uhr Nachmittag im Amtslokale mit folgender Tagesordnung statt: i Prüfung und Genehmigung der Jahresrechnung pro 1913. 2. Vorlage des Revisionsberichtes. 3. Wahl des Anssichtsrates. 4* Allfälliges. Sollte die Versammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlußfähig fein, findet eine halbe Stunde nachher dte Versammlung statt, die dann ohne Rücksicht auf dte Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig ist. 7>8ösek. (Besitzwechsel.) Bei der am 12. d. M. beim k. k. Bezirksgerichte Gottschce vorgenommenen Zwangsversteigerung wurden die in Obermösel gelegenen Realitäten des Hans Jonke um den Ausrusöpreis des geringsten Gebotes per K 47.103 33 vom einzigen Lizitanten, der das Vadium erlegt hatte, vom Herrn Johann K o sch er, Fleischhauer und Hausbesitzer in Gottfchee, erstanden. Da der Käufer mit 16 000 K emtolmliert ist, wovon in dem Kaufpreise nur 2ÜÜO Kronen gedeckt erscheinen, kommt ihm der Kauf eigentlich auf 61 000 K zu stehen. Innerhalb 14 Tagen ist aber ein Kauf noch zulässig für den, der mehr bietet als die letztgenannte Summe beträgt. — (Geheiratet) hat am 11. Jänner in Wien I. Skibar aus Dürnbach 8 Amalia Matzek, in Brooklyn am 2. Mai Maria Pe-tranoroitsch aus Niedermosel 41 Franz Bizjak aus Grahovo bet Zirknitz. ™ . stöental. (Hauptversammlung.) Sonntag den 10. Mat fand die Hauptversammlung des Spar- und Darlehenskassenvereines statt. Der Umsatz beträgt K 36.875'98. Der Reingewinn von etwa 23 K ist zwar gering, doch läßt sich ein Fortschritt im allgemeinen nicht verkennen. Lanqenton. (Rückgang der alten Hausindustrie.) Einst bestand fast in allen Gottscheer Dörfern die haustndustrtelle Erzeugung von allerlei hölzernen Geschirren n. bergt. In den meisten Ortschaften ist diese Hausindustrie vielleicht schon vor hundert fahren ober noch früher abgekommen, nur in der Gegend um den Hornwa^v herum hat sie sich in mehreren Dörfern bis auf die Gegenwart erhalten. Es werden sog. Butscherl, Schaffe usw. erzeugt und auch Dachschindel. In früheren Zeiten, als das Holz noch wenig Wert hatte, ging das leichter. Man kostete einfach die Stämme au, man hackte nämlich ein Stück aus dem stehenden Baum (Tanne, Fichte) hinaus und prüfte es auf feine Spaltbarkeit. Jetzt geht fo etwas längst nicht mehr; überdies sinb die Holzpreise stark gestiegen und im Bauernwald gibt es säst kein Holz mehr, das für das Gefchtrr-machen taugt. Schon vor etwa 10 Jahren haben nämlich die Besitzer in diesen Gegenden ihr schlagbares Tannen- und Fichtenholz, das zum Geschirrmachen geeignet war, bis herab zu den schwächsten Stämmchen an fremde Holzhändler verkauft. Das Jungholz wiro aber noch 40 Jahre und mehr brauchen, bis es für Holzgeschirr-erzeugnng verwendbar fein wird. Solches verwendbares Holz findet sich jetzt nur mehr in den herrschaftlichen Waldungen, aber die Preise des Holzes sind gegenwärtig bekanntlich schon so hoch, daß für den Geschirrmacher kein großer Verdienst herausschaut. Bekommt man bann überdies einen Stamm, der sich zu diesem Zwecke nicht gut eignet, so ist die Sache umso schlimmer. 30 bis 32 K kostet ein ordentlicher Baum (Stamm). Man kann sich denken, wie schwer es ist, bei solchen Holzpreisen einen ausreichenden Verdienst heraus-zuschlagen, den man durch Verkauf der Ware in den benachbarten slowenischen Gegenden zu erzielen sucht. Es wirb daher in den Dörfern, wo noch solche Arbeit betrieben wird, von Jahr zu Jahr immer schwieriger, diese Hausindustrie noch weiter fortzuführen. Höttemtz. (Die Neuwahl) des Feuerwehrausschusfes fand vor einigen Wochen hier statt. Mit Ausnahme des Obmannstellvertreters. des Paul König, der den Dienst eines Forsthüters beim herzoglichen Forstainte angenommen hat, wurde der frühere Ausschuß wieder gewählt. An Stelle bes ausscheidenden Paul Kömg wurde Johann Stampfl Nr. 89 gewählt. — (Spenbe.) Die löbl. Krainische Sparkasse hat zum Bane eines Rüsthauses ber freiwilligen Feuerwehr 100 K gespenbet. — (Besitzwechsel.) Das Haus Nr. 8 samt dem angrenzenden Garten hat vor Kurzem Herr Jakob Kraker um den Preis von K 2100 käuflich erworben. Das Haus, das vor Jahren der ehemalige Besitzer Jakob König, ein Militärveteran, der die Schlacht bei Lissa mitgemacht hatte, im Kreise einer munteren neunköpfigen Familie durch viele Jahrzehnte bewohnt hatte, steht nun vollkommen leer, die Kinder sind in allen Windrichtungen zerstreut und buch--ftäblich „streicht der Wind durch die Hallen" — als Folge der Auswanderung. — Die dem Hans Jonke aus Mosel gehörige Waldparzelle im hiesigen „Möslerwalde" hat bei der öffentlichen Versteigerung am 12. Mai das herzogliche Forstamt um den Preis von 1600 K erstanden. — (Schneefall) trat am 13. d. M. hier noch ein, aber der nächste Maientag schickte diesen winterlichen Gesellen als „Muster ohne Wert" wieder fort. Laibach. (Auswanderungsschwindel.) Unlängst brachte eine hiesige slowenische Zeitung einige Berichte über das skandalöse Treiben der Laibacher Auswanderungsageuten. Infolge dieser Enthüllungen hat nun die Behörde ein wachsames Auge auf diese Agenten und übt eine schärfere Kontrolle über die Auswanderer. Fast täglich werden von der Polizei junge Burschen festgenommen, die ihrer Militärpflicht nicht Genüge geleistet haben. Die Bureau-lnterin der Auswanderungsagentur Kristan wurde von der Landesregierung ihres Dienstes enthoben, da sie mit dem berüchtigten Agenten Ob er st eg in Basel in Verbindung stand. Die Agentur Kristan wird höchstwahrscheinlich ihren Betrieb einstellen müssen. Einer anderen Agentur droht empfindliche Strafe, weil sie entgegen den gesetzlichen Bestimmungen Auswanderer einer Schweizer Agentur in Basel zusandte. — (Todesfall.) Am 4. Mai starb hier das Fräulein Marie Regnard, eine brave Person und treue Katholikin. Die Verstorbene war eine Nichte des vor einigen Jahren in Triest verstorbenen Hofrates Josef R. v. Regnard, dessen Überreste auf dem Gottscheer Friedhofe ruhen? — (Die Eröffnung der Weißkrainer Bahn) wird Mittwoch den 27. d. M. in feierlicher Weise unter Teilnahme Seiner Exzellenz des Herrn Eisenbahnministers stattfinden. Der Sonderzug wird vom hiesigen Hauptbahnhofe um 7 Uhr 18 Minuten früh abgehen; die Rückkunft in Laibach (Hauptbohnhof) erfolgt um 9 Uhr 40 Minuten abends. Die kirchliche Weihe der Bahn und des Er-öffnungszuges wird in Rudolfswert der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Jeglič vornehmen. Briefkasten. A. A. walstern. Ihr Abonnoment reicht bis lSlö. Z. G. K. Römergrund. Den Inseratentarif finden Sie im Boten vor den Einschaltungen. Bei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Xleindruckzeile oder kten Raum 10 Keller, bei mehrmaliger Linschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes Zabr wird eine zehnprozer tige, bei solchen durch das ganze )ahr eins zwanzigprozentige L äßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Ein. schaltung zu erlegen. — Es wird höflichst ersucht, bei Bestellungen von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. (Jerein der Deutschen a. ßottschee in Wien. = Sitz: i., Himmetpfortgasse Hr. 3 wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. InfammenKnnft: Jeden Donnerstag im Wereinslokale „3mti roten Igel", I., Alörechtsplatz Wr. 2. Danksagung. Für die große Anteilnahme anläßlich des lsinscheidens unserer geliebten Tochter Ludmilla und für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse sprechen wir unseren tiefgefühlten Dank aus. Gottschee, im Mai tgt-Z. Ursula Uosan geö. KajfeL. Das renovierte Haus Nr. 32 (Granitdach) in Büchel samt Scheune und Nebengebäuden, Aecker und wiesen, Waldungen, Obstgarten, Zisterne und Pumpe in die Rüche ist um 7000 K zu verkaufen. 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