Nummer 46. Kett«», de» 15. R«»e«h,r 1903. XIV. A.hr,a», PettauerZeitung. Erscheint icdenSoniirag. Prei« s»r Petta« mit Zustellung ins Hau»: «»natlich 80 h, vierteljährig K 2.*>, haldjährig K 4 80. ganzjährig K 9.—, mit Vostoersendung im Inland«: Monatlich 8ö k. vierteljährig I! 2.50, halbjährig K 6.—, ganzjährig K 9.60. — Einzelne Nummern 20 li. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechne«. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bit Freitag jeder Woche eingesandt werden. Der steirische Landtag jsl geschlossen und wenn einem der Landtage deS R.iche« ohn« standesamtlich protofoQirtrn Namen, den» das: .Der im ReichSrate »frtrrteiien König-reicht und Länder' ist eine Kollektivbezeichnung aber kein Name. — wenn einem der Landttage tiefer „ÄönigreidK und Ander" sin ehrender Nachruf gewidmet werden soll, dann kann auch der blaße, oder zornende Neid nicht daran mäkeln. daß der steirische Landtag nicht bloß der fleißigste war, sondern auch der einzige, welcher wirkliche Ersolge seiner Mühen ausweisen kann, trotz der Obstruktion, welche in den Land-lagen von Böhmen, vraiu und der Bukowina jede Tätigkeit lahmlegte. Nicht bloß die Budget« wurde« erledigt, junbrru Mit fririeu auch eine Reih« von dringenden wirtschaftlichen Frage», insoiveit sie über-hanpt i» die Kompetenz eine» Landtage« lallen und insoweit sie m,l den de« steirischen Laud-tage zur Bersügnng stehenden Geldmitteln erledigt werden kounien. Daß diese Geldmitteln im Ber-Uiltuiffr zu denen anderer Länder, die tief unter der Kultuihöhe unserer Eleierniark stehe», gerade-zu armselig find, ist eben ein« österreichisch«! Spe-zialilät, die ihre höchst, B,nvaltung«lo«i«heit darin erblickt, die vom Grunde au« verlotterte Wirt» ichajl anderer Länder, wie z. B. de« jiönigreicheb Galizien und Lodomerieu und de« Königreiche« Talinatien. mit den Steuergeldern der wirtschaft->ich und kulturell höher stehenden, n*nn auch viel kleineren Länder zu sanieren und nebenbei au« purer zärtlicher Mütterlichkeit de» Störrischen M.llionengeschenke 41, machen. Eine noch höher einzuschätzende Leistung de« steirisch,» Landlage« ist die La»dtag«wahlresorm. die kü»sli,chin alle» großjährigen eigeoberechtigten Sonntagsplauderet. Der ungarische Ministerpräsident rief zu Ende seiner Programmrede am S. November pathetisch in« hohe HauS: „Ich wiederhole es von diesem Platze aus, wenn wieder solche Zeiten ein-treten sollten, ha|l sich jeder Ungar vor die Kugeln oder den Galgen zu stellen. — (Lebhafter Beifall und Hände-klatschen recht«.) Recht« fitzt nämlich immer die .herrschende Partei", oder kurzweg die Regierungspartei. so genannt, weil sie regiert wird und im Notfalle durch lauten Applau« die Stirn-mung des Hause« zu beherrschen sucht, wa« ihr sogar manchmal gelingt, wie im „Bettelstudenten" oder im Niederösterreichischen Landtage. Wenn ich zwischen beiden zu wählen habe, «ehe ich den „Bettclstudenten" vor, denn der Kerkermeister Enterich ist ganz entschieden gemütlicher al« Herr B i e l o h l a w e t, der jeden deutfchnatio-nalen Bürgermeister, wie dem Bölkl von St. Pölten, alle möglichen Schandtaten vorwirft, weil cr eine bessere Beleuchtung eingeführt hat, ohne die christlich sozialen Herren zu ftagen, ob fie mehr Licht auch vertragen können. Auch Graf Tisza hat den gleichen Fehler begangen, al« er kurzweg verlangte, daß sich Bürgern de« Lauft? da« direkte und geheime Wahlrecht gibt. Und diese Leistung ist eine umso höher an-zuschlagende, al« die Wahlresoriu^ auch ' eine Bürgschalt für den freiheitlich»»' - lkhaiakter de« steirischen Landtage« in sich fließt und e« nach Möglichkeit verhindert, da^jene Elemente an die Herrschaft kommen, welche Mmn ihre Mach« auf die gleiche Weise mißbrauchen würde» wie die, welche heute da« alte Erbland Niederösterreich vor aller Welt Angen schänden. E« ist ja wahr, daß den Städte» und Märklen nicht jene Zahl von Mandate» gesichert werden konnte, auf welche sie vermöge ihrer Steuerleistung begrtludeten Anspruch haben. Allein, wenn man eriviigt. »die die bittere» Gegner de« freiheitlichen Deutschtum« in der Sleiermark bisher alle Mittel aufboten, um eine Wahlreform nach ihrem Zuschnitte durchzusetzen, wie sich die erbittertsten Feinde in dem Bestreben einigte», der deutschen freiheitlichen Mehrheit de« Lande« den Garau« zu machen für alle Zeiten, dann kann man dem meisterlichen Schachzug, der deutschen Bolk«partei die Anerkennung nicht v r-sagen, daß er da« Land nicht einer klerikal-slavisch-sozialdemntratische» Herrschet as-lieserte. die »m ihr, eigenen und dabei gegensätzlichen Interessen z» sörd,rn. den wildesten Jnteressenkamps in die Landstilb? verlegt hätte, »ubikümuiert darum, ob da« Land Steiermaik daiob zugrunde geh« oder nicht. Koch einmal der Fall BratuSa und dann Schluß! Zum Falle BratnSa bringt die .Grazer Morgenpost" vom 10. November, Nr. 309, den nachstehenden Artikel: jeder Ungar vor die Kugeln oder den Gal-gen zu stellen habe, wenn solche Zeiten wieder eintreten sollten. Damit waren die nationalen Helden der Opposition nicht einverstanden und so kündigten sie ibm den Kampf bi« auf« Messer an. Da« ist sehr begreiflich, denn selbst der große National-heilige Kossuty sen. ist seinerzeit den Kugeln und dem Galgen lieber rechtzeitig au»aewichen und hat es vorgezogen, an Altersschwäche zu sterben, wofür er em schönes Monument inSzegedin erhielt, während der tapfere Verteidiger von Ofen, General Hentzi, der sich wirklich vor die Kugeln stellte, zu^hen mußte, daß sein Monument vom Platze seiner patriotischen Heldentat — entfernt wurde. „Schwamm drüber!" sagte der .Oberst Ollendorf" am Donnerstage zum .Kornett von Richthoffen", der feinem eigenen Namen alle Ehre machte und den einzigen Fehler, den er hatte, mit vielen gleicher Charge teilt. Moltke hatte auch keinen Schnurrbart, der zum Siegen ganz überflüssig ist. geradeso überflüssig, wie der Specharenmarkt, aus dem man billigen Speck kaufen kann. Diejenigen, welche wirklich billig kaufen, haben ohnehin schon Speck genug an sich. Dagegen war es wirklich schon sehr not- Der bedauerliche Justizirrtum, der mit der Beriirleilung de« Franz BralnSa wegen Ermordung seiner Tochter, und der Maria Bralu«a wegen Vorschubleisiung durch boshafte Unterlassuni» der Verhinderung de« erwähnten Verbrechen« auf Grund der konsequenten Selbstbeschuldigung und des erschöpfenden, durchaus freiwilligen Geständnisse« de« Franz Bralula sowie de« zeitweiligen Geständnisse« seiner Galliu endete, wurde von besänge »er Seite auch damit begründet und umso schärfer verurteilt, daß. obwohl die Bra-t u s a Slovenen sind, dieH 0 uptver -Handlung in deutscher Sprache durchgeführt wurde, weil die staat-lichen Funktionäre und die große Mehrzahl der Geschworene» Deut-s ch e g e w e s e » sei» sollen. Demgegenüber konstatieren wir auf Grund a m t l i ch e r S e h e b u » g e n . daß der ganze Gerichtshof au«schließ-lich au« Richtern jlove nischer Na« ti 0 nal 1 tät bestand, daß auch der Schristsührer ein Sl 0 vene war »nd daß die Mehrzahl der G,schwor,n,n der slove uische n Rationalität an-gehört hat, daß die Aussagen der Beschuldigten und zwar der Ma-ria Bratusa zur Gänze, de« Franz BratnSa zum große« Teile slove-uisch protokolliert wurde», daß Franz BratuSa übrigen« der deut-scheu Sprache in Wort und Schrift vollkommen mächtig ist; endlich, daß die Ärzte die ihnen vorge wie-s e n e n Knochen sofort al« tierische Knochen bezeichnet und bezüglich der Blutflecken erklärt haben, daß sie »ach so laiiger wendig, daß ein paar Abgeordnete noch vor Schluß ein bißchen Leben in unseren sanften Landtag gebracht haben. Der eine nannte den anderen einen „politischen Hochstapler" und der andere bedauert lebhaft, keine HundSpeitsche mit zur Sitzung genommen zu haben, um den einen sofort zu verhauen. Ein Beglückwünschung«-telegramm vom Niederösterreichischen Landtage ist nicht eingelangt, weil Herr Bielohlawek de-hauptete, da« „politischer Hochstapler" und .frecher Lausbub" nach parlamentarischen Gepflogen-heften de« Wiener Landtages höchstens „a Hetz", aber durchaus keine unparlamentarischen Au«-drücke seien. Überflüssig war die Bemerkung des Häuptling« der „Bauernbündler", daß durch solche Angriffe ein Zusammengehen seiner Partei mit der deutschen Volk«-partei nicht gefördert werde! Die von ihm im Vereine mit den Klerikalm und Slovenen gegen die deutsche Landtagsmehr-heit in Szene g^etzte Obstruktion kann auch nicht gerade als eine oesondere Zuneigung zur deutschen BolkSpartei aufgefaßt werden, außer er rechnet sie zu jenen politischen Dickhäutern, welche gegenseitig ihre Wählerversammlungen sprengen, sich gegenseitig zwischen Kornberg und Riegersburg Zeit sich nicht bestimmt äußer» können, ob sie von menschlichem oder tierischem Blute herrühre» Und w««n das offiziöse Blatt als Beilage de» Amtsblattes .Grazer Zeitung^ vom gleiche» Tage die Bemerkung daran knüpft: Da« Fehlurteil, wenn auch uoter den obwaltenden Ver> hältnisseu erklärlich, ist doch an sich beklagenswert genug und sollte nicht in ganz unerhörter Weise zu nationalen Agitationen ausgebeutet werde», so haben wir dieser Bemerknng nichts mehr weiter hinzuzufügen, al» daß die „Pettauer Zeitung- in der Darstellung de» Falle« niemals so tief i» die Einzeiheiten griff und auch nicht i» der Lage war, e« zu tun. da ihr. woran jeder vernünftige Mensch schon damals, al« der Fall in unserem Blatte besprochen wurde, darüber nicht im Zweifel war, daß da« k. k. Preisgericht in Marburg weder der .Pettauer Zeitung" noch einem anderen Blatte hatte authenliicbe Mitteilungen zukommen lasten. Jeder Vernünftige war davon überzeugt, daß ei» k. k. Preisgericht sich weder ein Tag noch ein Wochenjournal dazu aussuchen würde, um einen Justizirrtum — nnd wäre der. selbe, wie gerade im Falle Bratuta. noch fo bc greiflich und durch da» von der Geichworenenbauk aus unanfechtbaren Gründen basierte Verdikt al» der vollen Wahrheit entsprechend sanktioniert worden — urbi et orbi „zur gefälligen Beur teilung und Nachsicht" bekanntzumachen! Umso infamer waren die halbve »hüllten und anch ganz nackten Beschuldigungen der klerikalen windijcht» Presse, daß „bei den bekannte» Bc» ziehungen" die „Pettauer Zeitung" aus dem für diese fromme Presse als ielbfiversiändlich geltenden „nicht mehr ungewöhnliche» Wege" informiert worden fei! Und weil die windisch-klerikale Presse e» ganz natürlich für völlig auSgefchlvsse» hält, daß ein jloveniicher Beamte einer solchen Pflichtver-letzung sich schuldig mach,» könnte — anch wir halten daS für ausgeschlossen — so mußte daS Odium auf deutsche ÄmtSfunktionäre fallen und damit glaubte diese Gattung Presse, von der sich auch der anständige Slovene bereit« mit Abscheu wegivende«, zwei Fliegen mit einem Schlage ge-troffen zu haben, die »Pettaner Zeitung" und ihre „drutschen Gewähr«mänuer". Daß die halbamtliche Darstellung deS Falles Bratuscha auf diese Dickhäuter nicht den geringsten Eindruck machen wird, ist ebenso natürlich, wie ihr ZyniSinnS. mit dem sie alle», wa« ihnen in die Rahe kommt, ohne Unterschied in den Sumpf niederziehen, der ihr Leben«rlement bildet, nicht, um ihre Opfer darin zu ersticken, da» wäre gegen ihre GeschäftSpraxiS, sondern um e» so oft und fo ausdauernd zu besudeln, bi» sie mit wohlge-fälligem Schmunzeln sagen können: seht, der Kerl wollte immer anständiger fein al» wir und jetzt ist er geratze so schmutzig wie wir. bewaffnete Hinterbalte legen, \yh gegenseitig ie nach StärkeverhältniS mörderlich durchprügeln und dann im Landtage Herz an Herz und Arm in Arm sich ewige Liebe und Treue gegen die — Deutschen schwören. Gar so uncntbchrliH sind die deutschen! „Bauerubündler" wahryaftig nicht, al» sich Baron Rokilantky einbildet. Sie haben ebensowenig das klerikal-slovenische Kraut fett gemacht mit ihrer Liebe, al« sie uns den Wahlreform-Sterz verdorben haben, wenn sie auch versuchten, un» in die Schüssel zu spucken. „Subordination! — oder Schwamm drüber", sagt „Oberst Lllendorf" im „Bettelstudenten". Und ich säße: „Der wackere Schwabe forcht sich nit! — Ging seine» Wege« Schritt vor Schritt, — ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken — und tät nur spöttisch um sich blicken." — Den Rest mag der Herr Baron in den „Schwabenstreichen" von Uhland nachlesen und er wird finden, daß e» gegen „Hundepeitschen" und „Reitpeitschen" der Kavaliere und Salon» dauern in der Steiermark ein sehr probate« Mittel gibt, da» ist eine kräftige deutsche Faust und dann „Schwamm drüber!" F. Rolltische Umschau. Im steirischen Londtage wurde der von der deutschen BalkSpartei eingebrachte LandtagS-Wahl« reformeniivurf einstimmig angenommen, in welchem da« direkte geheime Wahlrechts-währt und eine vierte Kurie mit acht Mandaten, und zwar je ein Mandat in jedem Wahlkreise geschaffen wird. Auch der seltsame Dreibund „Klerikale. Slo-Venen und Bauernbündler" hat für diesen Wahl-reformentwurf gestimmt, iveil e« ihm einfach unmöglich war. dagegen zu stimmen, ohne seinen Wählerschaften plötzlich die Auge» zu öffuen und dann die Konsequenzen tragen zu müssen. Wa» die von de» Klerikalen uiid Slovenen eingebrachten LaiidtagSwahlreformeiitwürse betrifft, so waren sie vo» jeher darauf berechnet, den steirifche» Landtag in absehbarer Zeit f?i»eS deutschen und freiheitlich gesinnten Charakter« zu entkleiden, ihn auf da« Niveau de« heutigen niederösterreichischen Lindlage« herabzudrückt», in welchem die chrisllich-ioziale Mehrheit Orgien feiert, die da« bißchen Ansehen, welche« da« Reich al« Kulturstaat noch genießt, völlig untergraben. WaS dagegen die Bauernbündler betrifft, so mag eS für die Einsichtigern der Partei schon bei dem Bündnisse ihre« Führer« mit Klerikalen und Slo-venen selbst schwer gewesen sein zu erraten, wa« der Buron mit diesem Bündnisse und der daran-gehängten Obstruktion eigentlich bezwecken wollte? Den Agrariern eine ihrer Zeit und ihren staat«-bürgerlichen Leistungen entsprechende Vertretung im steirischen Landtage sichern? Wenn der nächst, beste Bauernbündler ein Verzeichn!« der steirischen Landtag«abgeordneten zur Hand genommen hätte, so würde er schwarz auf weiß gesehen haben, daß außer den Agrariern de« Großgrundbesitzers »och eine stattliche Reihe vo» Landwirte» aller Parteien und Wählerkurie» als Vertreter der Agrarier im Landtage sitzen, welche da» Elend de» kleineu Landwirtk» oder wenn e» der Partei lieber ist, de« Bauern a>H eigener Anschauung genau so gut kennen als Baron RokitanSkh und was die nnterftcirifchen Weinbauern betrifft, »och viel bester, als er. Aber auch für den Fall, al« sein Bündni« mit den „geschworenen Feinden der Bauern-bündler", er selbst hat ja die Klerikalen hundert-mal al« solche bezeichnet, und mit den Slovenen, die ebensowenig Freunde der „deutschen Bauern-bündler", al« der „slovenischen Bauernbündler". der „6tajerr">Leute sind, selbst für den Fall, al« ihm diese« Bündni« und die Obstruktiv» dazu ein ganze« Dutzend Mandate sür feine Partei eigetrage» hätte, ein Fall, an den er selbst nicht Dauben konnte, meint er. daß diese zwölf oder Zoppelt so viele Bauernbündler im Landtage »ein Bauernlande aufgeholfen hätten? Da« brächte )er steirifche Landtag auch dann nicht zuwege, wenn er au« lauter Anhängern de« Baron Roki-tan«ky bestünde. Die Handel«» und Zollverträge, da« unsere Landwirtichaft in allen ihre» Zweigen und Rebenzweigen vtllig ruinierende wirtschaftliche Verhältnis zu Ungarn, die Tarifpolitik der Verkehr«anstalten und viele« andere, wa« unsere Landwirtichaft immer tiefer herunterbringt, da« find Frage», die überhaupt kein Landtag löst» kann, rva« der Führer der Bauernbündler eben-fogut weiß, wie irgend ein anderer. WaS ihn bewogen haben mag. die deutsch« Majorität de« steirischen Landtage« im Bereine mit Klerikalen und Slovenen unter dem Applause der Sozialdemokraten zu bekämpfen, ist nunmehr gleichgültig, wa« er dabei aus» Spiel fetzte, hat er wahrscheinlich selbst nicht erwogen, daß aber weder er. noch feine Partei vou den Deutschen in der Steiermark werden ernst genommen werden, wenn e« sich um ernste Fragen handelt, dürfte er heute schon ahne» und später sehr empfindlich zu verspüren kriegen. Die Landtage von Böhmen und Krain habe» ein wenig rühmliche« Ende genommen, auch der Landtag in der Bukowina ist bereit« vertagt und bi« heute werden schon die meisten geschlossen sein, da der ReichSrat für den 17. November einberufen ist. In Ungarn hat die Kossuch-Partei den neue» Ministerpräsidenten bereit« wieder den Krieg erklärt und da ist kaum abzusehen, wie Gras Tißza die Rekruten bewilligt erhält, um die dreijährig^, Diener «tlasten zn könne». Ob fein Appell an die Vaterlandsliebe viel nützen wird, ist fraglich, dagegen ist ei sehr «vahrfcheinlich. daß er sich kaum in fruchtlose Kämpfe itut der Obstruktion einlasse» wird und da zudem die heutige Regierungspartei in ihrer Zusammensetzung mit den Apponyaner» nicht um Haar zuverlässiger ist. al« früher, fo ist e« sehr möglich, daß der ungarische Reichira» noch früher aufgelöst wird, als der österreichisch« zusammentritt und zur Ab-wechslung wieder einmal die tschechische Obstruktion in Österreich einsetzt, da wo die ungarifch« auf-gehört hat. Die eine bei den Bolttrechten der .magyarische» Ratio»". »" 'velcher schlankweg auch die Slowaken. R»>h-nen. Rumänen und Deutschen gezählt werde», die a»dere beim „böh-mischen StaatSrecht". deffeu Segnungen selbstverständlich auch auf die Deutschen Böhmen«, Mährens uud Schlesiens und auf die Wasser, polaken an der Oder ausgedehnt werden müssen! Und e« sind lauter hochpiuriolische und all-zeit loyale Völker, die da« Reich dem Gespötte der Welt preisgeben, während die Deutschen, die sich beim Anblicke dieser gräulichen Verwirrung bedenklich den Kopf kratzen, zum mindesten StaatSverräter find. AuK Stadt und Tand. (ftpralri für «rar 3chalftii»er.) Herr Kajetan Murko spendete zwölf Wollhemden für arme Schnlfnaben. Dem edle» Geber wird dafür von der Knabenfchulleitnng der wärmste Dank ausgesprochen. jpr«trfta«tischrr •iltnlirift) wird am Sonntag de» 15. November 1903 um 11 Uhr vormittag« im M»sikverein«faale abgehalten. markS volkstümliche Vortrüge. Auf P e t t a u werden hievon drei höchst interessante Borträge entfallen und zwar: 1. .Die Grenze» de« Mittel-alter« und der Renzejt", gehalten am Gonntag den 29. November vo» Pros?ssor Dr. Han« von Zwiedinek-Südenhorst. 2. Da« Wesen der moderne» Kunst im Gegensatze zur alten", gehalten am Sonntag d«n 13. Dezember 1903 vom Prof. Dr. Strzygowöki. 3. .Hexenpro» zeffe der Steiermark". gehalten vom Privatdozent Dr. Fritz B y l o f f am 17. Jänner 1904. Da« Lokale, in welchem die Borträge gehalten werden, sowie den B«ginn derselben werden wir in der jeweiligen Nummer unsere« Blatte« veröffentlichn«. iStipelliie» siir unser «Danutß».) Der Landtag hat in seiner Sitzung vom 11. November beschlossen: E« werden am KaiserHranz-Iofef-LandeSgymnasium in Peltau zehn LandeSstipendien und zwar fünf zu je 200 Kronen und fünf zu/ je 160 Kronen jährlich errichtet: Anspruch au« diese Stipendien haben dürstige und würdigt Schüler diese« Gymnasium«, welche in Steiermar da» HeimatSrecht besitzen. Die Verteilung diese^ Stipendien steht über Borschlag de« Lehrkörper 4 de» Kaiser Franz-Iosef-LandeS-Gymnasium« dem LandesauSschufse zu. I» der gleichen Sitzung würd« die mit Beschluß deS Landlage« vom 22. Juli 1901 dem Deutschen Studentenheime in Pettäu gewährte jährliche Subvention vom 2000 Kronen aus 4000 Kronen erhöht und dem Deutschen Mädchenheime in Petto» eine jährliche Subvention von 2000 Kronen gewährt. Vo» der k. k. BezirkShaupt Mannschaft Pettau wird bekanntgegeben, daß im Sinne de» K 189. Abs. 2 de» Personalsteuer-Gesetze« vom 25. Oktober 1896, R G.-Bl. Nr. 220, Mit Ende diese» Jahre» »achbenonnte gewählte Mitglieder und Stellvertreter der Personal-ki„kom«e»stemr - Schätzu»g»kommifsion für die Schatzung»bejirte Pettau Stadt und Land au»-zuscheiden haben, jkdvch wieder berufen werden können. Schätz,,nfl«bqi?f Pettou Stadt, erster Wahlkörper. Mitglied die Herren: Simon Hinter, vranntweincrzeuger. Stellvertreter Jakob Matzun, Z,egelsabrik»befitz,r. Zweiter Wahlkörper Mitglied Herr: Dr. Franz Gla». k. k. BezirkSrichter. Dritter Wahlkörper Mitglied Herr Johann Steudte, Faßbindermeister. Stellvertreter Herr Johann «trohmayer. Seilermeister. E» find sonach für diesen Schatzung»bez!kk zu wühlen: Im ersten Wahlkörper e i» Mitglied und e in Stellvertreter, im zweiten Wahlkörp.r ein Mitglied und im dritten Wahlkörper e i » Mitglied und e i n Stell-Vertreter und zwar mit Ausnahme de» im dritten Wohlkörper zn wühlenden Mitgliedes mit der Funktion»dauer bi» Ende 1906. sämtlich« anderen Mitglieder und Stellvertreter mit der Funktion», daner bi» Ende 1907. Die Wahlen in diese Lchätzung»kommission finden für den ersten, zweiten und dritten Wahlkörper am 3. Dezember d. I. im Stadtamte Pettau. vormittag» von 9—12 Uhr nnd nachmittag» von 3—6 Uhr statt. Schätzuug»bez!rk Pettau Land, erster Wahl-körper: Mitglied Herr Richard Klammer. GutS-besitz«?, Ebentseld. Stellvertreter: Hr. Woldemar S'intze, Realitätenbesitzer. Kartschovina bei Pettau. weiter Wahlkörper : Mitglied Hr. Karl Ferschnig. RealitStenbefitzer, Rohitsch. Dritter Wahlkörper. Stellvertreter: Her.' Franz 2iher, Oberlehrer Wurmberg. ES sind sonach für diesen Schätzung» bezirk zu wählen : Im ersten Wahlkörper e i n Mitglied und ein Stellvertreter, im zweiten Wahl körper e i n Mitglied und im dritten Wahlkörper e i n Stellvertreter, sämtliche mit der Funktion» daner bi» Ende 1907. Die Wahlen in diese SchützungSkommission finden für den ersten, zweiten und dritten Wahlkörper am 10. Dezember d. I. in der Kanzlei de» Steuerreferate« der k. k. Be-zirkShaupImannschast Pettau vormjttagS von 8—12 Uhr und nachmittag» von 2—8 Uhr statt. Schließlich wird noch bemerkt, daß weitere, die Wahlen betreffende Auskünfte. '»»besondere auch bezüglich der au» den Kommissionen ausscheiden-de» und der m derselbe» verbleibenden Mitglieder und Stellvertreter von dem Steuerreferate der k. k. BezirkShauptmonuschast Pettau erteilt werde» und daß de» wahlberechtigte« Steuerpflichtigen und de» interessierten Körperschaften unter den gebotenen Kantelen die Ejnücht,lahme in die angelegten Wahlerlisten (nicht Wählerverzeichnisse), sowie die allfällige Anfertigung von Abschriften der Wählerlisten während den gewöhnlich» AmtSstnnden bi« zum Wahltage gestattet ist. Mit Rücksicht auf die große Wichtigkeit dieser Wahlen werden die Stadt- und Marktgemei»deämter. die Herren Gemeindevorsteher, sowie die interessierte» Körper-schasien erlucht, ans die personaltinkommensteuer-Pflichtigen Personen bchus» möglichst zahlreicher Beteiligung an diesen Wahlen entsprechend ein-znwirken. (prttiirr Äufikverrin.) Ein für hier sehr seltener Genuß wurde un» am 9. d. M. dnrch den veranstalteten Musikabend, mit Herrn Ehr. W i l i-kov al« Gast, geboten. Wir wollen in unserer Besprechung dem Gaste de« Borrang lassen, welcher, wie e» die Kritiker, allgemein sagen, ei» Birtuo« aus der Ftdte ist. dem wir voll-kommen beipflichten, Daß e» gewiß einer sehr langen Zeit bedarf, um eine solche Fertigkeit auf dem Instrumente zn erreichen, ist unbestritten, doch um da» allgemeine Interesse rege zn erhalten sllr eine Reihe von Tonwerken. welche für diese» Instrument zum Vortrage taugen, welche geeignet sei» sollen, sowohl dem Virtuosen Gelegenheit zu grbe», seine Kunst zu zeigen und den Zuhörer nicht zu ermüden, die» wär, an und für sich ein Kunststück. — Herr Wilikov brachte Gounod-Hermann» große Fantasie au» .Faust". Ropp „Ruffisch, Fantasie". Hubay: „Ungarisch, Fan taste" und Briccialdi: »1» sonambula« mit M,ist,rschaft zum Lortrage nnd der allgemeine lebhafte Applau» anerkannte dessen schätzenswerte Leistungen. Nichtsdestoweniger gab ,» ein allgemeine» Aufatmen, al» unser, Kammermusik Vereinigung da» Podium betrat und un» mit Beethoven'» Klavierquartette in Es-Dur in die feierlich, Kamm,rmusikstimmung versetzte. Wer würde bei den l»errlichen Klängen unser?» deutschen Altmeister«. diese« Hero« der edlen Formen, diese» gewaltigsten Schöpfers der Symphonie, nicht ü, j,n, weihevoll, Stimmung g,rat,n. welche über un» al» unsichtbare Gewalt schwebt, un, unser ganze» Fühlen und Empfinde» zu banne» zur Aufnahme der edlen Gabe de» mit dem Glorien-scheine der Unvergänglichkeit umgebenen Meister»? Die Wiedergabe diese» erhabenen Werke» war sonst in allen seinen Teilen ,in, vorzüglich,, wirklich tadellose; da» präzise Zusommenspiel und der Bor-trag zeigten da« eingehende Studium de» Werte». Er»ff»tt wnrd, bie Bortrag»ordnniig mit Schubert» Klaviertrio in Ea-Dur, eine seiner poesievollsten Schöpfungen. An den herrlich bewegten ersten Satz reiht sich da» Andante gleich himmlischem Gesänge; im Scherzo dagegen zeigt sich Schubert in vollster humoristischer Laune. Alle Sätze er» teten vollste» Beifall und al» der letzte Satz ver klungen war. da zeigte sich die Danke»knndgebnng aus der höchsten Sproß, der Befriedigung. Wir können diesen Bericht wohl nicht schließen, ohne auch an dieser Stelle allen Mitwirkenden die leb-hafteste Anerkennung auszudrücken. Da» alte sich leider stet» bewahrheitende Sprichwort „Die Kunst geht nach Brod' ist fürwahr nn traurige«, und bitter für jeden, der in die Lage versetzt wird, e» selbst empfinden zu müssen. Umso schätzen», werter ist e». daß die Herren der Kammer-musikvereinigung sich an die Spitze der Beran-staltung stellten, wodurch sie »ich, nur un» eine» Genuß bcr,itrt,u, sond,rn auch dem „fahrenden Künstler" eine Wohltat erwies,». l»Vkrs««»li»s.> Der Land,«- und Fraum-Hils»v,r,in vom Rottn Kr,uz, für Stri-ermark. Zweigverein Pettau und Umgebung, hält im Stadtamt»-Sitzu»g»saale am Di,nstag den 1. Dezember 1903, »m 6 Uhr abend» seine Generalversammlung ab. Sollten nicht 1b slimmbe-rechtigtt Berein»mitglieder „scheinen, so findet am 2. Dezember 1903. »m 6 Uhr abends die Sweite Generalversammlung mit der gleichen Lagesordnung statt, bei welcher ohne Rücksicht aus die Zahl der onwesendei, BereinSmitglieder Beschlüsse gefaßt tverden. Tagesordnung: 1. Verlesung de» Protokolle» der Generalvnsammlung vom 16. Dyembtr 1902. 2. Vortrug brt Rechen-schast»b,richt^. 3. Erstattung de» Berichte» über die JahreSrechnung pro 1903. 4. Anträge der RechnungSzensoren. 6. Neuwahl deS Ausschuß,» für eine dreijährige FunktionSdauer. 6. Allfällige Anträge au» der Mitte der Gkiieral-Bersamm» lung. (Cilirr pervikisch, Srschiiftslenlk». Wie au» Eilli geschrieben wird, grassiert dortselbst wieder einmal di, — Fallsucht unter den dortigen G,schäft«l,ut,». Die jüngsten Opfer, die sie dahin-raffte, sind der Maler öubiö, der sich akadeniitcher Maler schimpfen ließ und d?r Weinhändler Gre« äoriö. Sie haben beide den Weg in« pervakische Eldorado Laibach zurückgefunden. Böse« Blnt in der pervakische» Kolonie soll jedoch die schuftige Art und Weis, mach«n, in der die eigenen Per- vaken die beiden, besonder« ober den Snbiü um-gedrungen' haben. Man sieht, die vielgerühml» pervakiiche Solidarität ist nicht« al« eitelGeflunker ri'2, s>h»rr ,'rlrtzl». Der Keuschler Martin Osenjak au» Zirkowetz kam mit sniiem Weide am 8. d. M. i» guter Weiu-laune »ach Hause. Dortselbst angekommen, fingen beide zu streiten an und verursacht,» hikdurch einen solchen Lärm, daß durch denselben mehrere Burschen herbeigelockt wurden. Die Burschen nahmen sich de« W,ifc» an und versetzten sowohl hiedurch, al« auch durch einige dnrch da« Fenster de» Wohnhause« dem Oi'enjak zngernstn, spöttklnde Bemerknngen denselben in noch größeren Zorn, welcher sich nun geg,n die Burschen kehrte. Im verlause de« Streits, welcher hierauf entstand, stürzt, Oienjak. der sich infolge seine» Rausche» nur mit Mühe aufrecht halten konnte, in da« im gleichen Hans« befindliche Wohnzimmer de« Jagdausseher« Poll, nahm dortselbst da« Gewehr deiselb,» und gab ,i«,„ Schrotschuß gegen die Bursche» ad. Hiebei traf er den Grund-besitzerSsoh» Johann Kaiser au« Zirkowetz in den Unterleib. Kaiser erhielt hiedurch eine leben«, gefährliche körperliche Verletzung und mußte am 9. d. M. »ach der Grazer Klinik überführt werden. Besonder» in der jetzigen Zeit dring«n sehr viel, Kroal,» Geflügel, hauptsächlich Jndiane. in unsere Stadt auf den Markt. Die armen Tiere müsien gewöhnlich eine» ganzen Tag aus der Straße einherlanfe», bevor sie unser, Stadt erreichen. Müde, hungrig, durstig und halb erfror,» iverden sie da»» noch oft d,n ganze» Tag in der Stadt herumgetrieben, bevor sie an den Mann gebracht werde». Könnte man die kroatischen Geflügelhändler — solche sind e« zumnst — welche doch gewiß kein schlechte» Geschäft mit diesen Tierrn machen, nicht dazu verhalte», daß sie den Tieren wenigsten» da» allernötigste Futter und vor allem Trinkwasser verabreiche» würden? — Tierschutzverein, wo bist du? (Jlnch et» Alraßkukamps.) Bei der Hiesig,ir Bahnübersetzung gerieten mehrere 14 bi» l6jährige Burschen in Streit, welcher bald in einen förm-lichen Straßenkampf ausartete. Die jugendlichen Hitzköpfe griffen nach Steine» und bald gab e» einen wahre» St,inhagel, der jedoch glücklicher Weise keine weiteren üblen Folgen hatte, anßer daß einig, Fensterscheiben de« dortselbst zunächst befindliche» Wohnhauses zertrümmert wurde». Die Ursache des erbitterten gegenseitigen Angriffe« soll ein, nationale Streitigkeit der jugendlichen Brause-köpfe gewesen sein. jttkgr« eine« £ch»cinr«.) Au« Sachsens,li> teilt un» ein Freund unsere» Blattes folgende Geschichte eine» Meuchelmorde», welcher wegen eine» Schweine» verübt worden sein soll, mit: Der beim Fleischermeister Herrn Hodnik in Sachsenfeld bedienstet gewesene Albin I a n k o-v i ö au» Agram ist vor einigen Tagen vom Bahnarbeiter Josef D e b e l a k mit einem Meffer erstochen worden und soll diese Tat in-folge Anstifte»« durch einen Fleischhauer verübt worden sei». Dieser Fleischhauer soll vo» einem Bauern die Zusicherung erholten haben, daß ihm der Bauer ein Schwein verkaufen werde. Der Bauer habe nun diese Zusicherung nicht gehalten, sondern da» versprochene Schwein einem anderen verkauft. Darob sei der Fleischer so er-bittert gewesen, daß ,r beschlossen habe, den Käuser de« Schwkiut« zilchlig?» zu lasten. Hiezu hab, ?r »u» bnt Lohnarbeit?? D?belak g?» dünge» und demselben für jeden Hieb oder Stich den der Schuldtraqende «halten würd«, einen Doppelliter Wei» versprochen. Debelak legte sich n»« aus die Lauer. JankoviS kam de« Wege« daher, wurde für den Schuldigen gel»altc». von, Debelak überfallen und mit einem Messer derar-tig schwer verletzt, daß er den Geist ausgegeben hat. Debelak ivnrde dem Gerichte eingeliefert. (Diedstahl.) In einem hiesigen Geschahe ließ letzten Do»»er«lag ein Bauer au» der Umgebung, während er sich zur Besichtigung von Waren i» eilte» Nebenrauni begab, ein Paket Leder, welche« er gekauft hatte, ans der Berkauftlade liege» Diese Gelegenheit nahm der Inwohner Georg P l o ch l au« Drasendnrf, Genieinde Ran», wahr und entwendet, da« Leder, um damit schleunigst da« Weile zu suche». Plochl wurde jedoch auf frischer Tat erlappt und vo» einem herbeigehvllen Sichelheit«wachmai»ir verhaftet und »ach sestge-stellte? Identität dem k. k. Slrafgerichte eilige» liesert. (Wegrn Verbrechen» »ich § 128 St.-G.) wurde am 11. d. M. dem bissige» k. k. Straf» ?>erichte der unverbesserliche Ibjährige I»woh»er«-ohn Georg Bonibek au« Schwabendorf (Ran» bei Pettau) eingeliefert. Der jugendliche Verbrecher Hot bereit« wegen eine« gleichen Verbrechen« eine zweimonatliche Serkerstiafe abgebüßt. — Der 17 Jahee alte Inwoli»tr»sohn Franz Goriupp au» Stoperzen wurde verhaftet und am 10. d M d'Ni Pettauer Strafgerichte übergeben, da er beschuldigt wird, ein Verbrechen nach $ 129 de« St.'©. begangen z» habe». (.ftn).) Eine ehrliche Finderin ist die Stadlarine Maria W e l s ch e g g. Dieselbe Hot letzten Donnerstag am hiesiqen Hanplplatze ein Notizbuch mit VO Krone» BargUd gesunden und den Fund der Sicherhe:t«wache übergeben. iVerlorea^ wurde ein fchwarzleberne« Täschchen mit einem kleineren Geldbetrag« und einigen Papieren, welch letztere für den Finder t-ine», sür de» Verliistträger jedoch einen große» Wert habe». Der Finder wird ersucht, de» Fund gegen sehr gute Belohnung der Sicher» heit«wache zu übergeben. (prltauer Marktbericht.) Der letzte Mo-nat«-Vieh» und Schweinemartt war von Käufern außergewöhnlich gut besucht. Auf dem Markte ge» langte» zum Austriebe: 118 Pferde, 858 Stück Rinder und 520 Schweine. Der Handel war trotz angezogener Preise sehr flvtl. Der nächste Vieh» und Jahrmarkt wird am 25. d. M. abge» halte» werden. Schwetneniärkte finden am 18. und 24 November statt. (Theater ) Da« Referat bringe» wir in der nächsten Nummer. Vermischtes. (An» it» vatikau) gingen dem römischen Vertreter der Sanalogen.Werke kürzlich 2 Schreiben von Prosessor Eomm. Giuseppe Lapponi. dem Leibarzt Sr. Heiligkeit de« Papste« nnd vo» Tom Pucctnelli. dent Hofmeister der Apostolische» Paläste, zu. in denen sie bestätigen, daß Sana» tojje» von den höchsten Würdenträgern der katho-lischen Kirche ivährend der Zeit de» Koicklave». wie anch vo» Sr. Heiligkeit dem verstorbene» Papste Leo Xlll. sehr gerne gebraucht wurde und keine Konkurreiiz von andere» b>« jetzt bekannten Kräftigungsmitteln zu fürchten habe. Diefe außer» ordentliche Wertschätzung ist wohl geeignet, den heute beiliegende» Prospekt der Firma Vaner & die,, Berlin der besonderen tbeachtnng feilen« unserer Leser z» empfehle», »miomehr. al« der Gebrauch diese« bewährten Mittel« durch eine beträchtliche Preisermäßigung jetzt auch weiteren Kreisen ermöglicht ist. (v»chfiihroag»korse de» fteier«. Envrrb?-ftfrftrrang»-3n|)itutr«.) Oft und oft ist in Wort und Schrift dnrch die Fachpresse, in Versammlungen und bei anderen Gelegenheiten aus die Wichtigkeit, welche eine einfache aber geordnete Buchführung für die Kleingewerbetreibende» besitzt, hingewiesen worden. Au« seinen Aufzeichnungen soll der Ge» werbetreibende feine Vermögenslage und die Ber» änderungen am Vermöge» (Material. Waren, Geld) seine Forderungen an die Kundschaft, sein« Verpflichtungen gegenüber Liferante» jc., verläßlich "sehen können. Mancher, nicht wieder gntziima-chender Schade», manche Enttäuschung, wäre bei dem Vorhandensein einer Buchführung vermieden geblieben. Da« steiermärkische Geiverbefördeniiig«. institut bietet nunmehr die Gelegenheit zur Au«» bilduug in der Buchlührnng durch Veranstaltung vo» Kursen, welche zunächst für Kleidermacher. Schuhmacher. Tischler und Schlosser berechnet sind und e« kann nur allen Genannten »värmsten« empfohlen werden, diese Gelegenheit nicht unbenützlzu lassen. Diese Kurse werden zur Unterweisung der steier-märkischen Gewerbetreibenden in der gewerblichen Buchführung abgehalten. Die Kurie umfassen: Für Kleidermacher 30, für Schlosser 8Ö, sür Schuhmacher 30, für Tischler 36 Unterrichtsstunden. Der Unterricht findet wöchentlich dreimal von 7 bi« 9 Uhr abend« statt. Die Festsetzung der Unterrichtstage erfolgt in Graz durch das Institut, außerhalb Graz über Vorschlag der Knrateilneh« mer durch de» Kur«leiter. Die Lehrkräfte für die Kurse werden vom Jnstitntr honoriert nnd müssen siel« am Orte selbst beschafft werden. Der Unterricht wird nach den vom GeweibesöidcritngSdienste de« k. k. Handel4»iinistelinm« Hera,««gegebenen Lehrgänge» (Verlag vonA Pichle»» Witwe&, Sohn, Wie» V.) erteilt. Jeder Knr« wird im Interesse der Erzielnng eine« möglichst einheitliche» Unter» richiarefultate« inspiziert. Für die Kurse in Graz weiden die beleuchteten und geheizten Säle de« Institute« kostenlo« zur Verfügung gestellt, bei den Kurse» außerhalb Graz muß da« Lokale von den betreffenden Genossenschaften, Gemeindet» it. beigestellt iverden Den Lehrgang, die Druckiorteu und die Schreibmaterialien haben die Teilnehmer selbst anzuschaffen. Die Zahl der Teilnehme, .«mß mindesten« 20 sein und darf 30 nich' verschrei» teil. Zum K»r«bks»che können alle i» oem betreffenden Orte ansässigen Meister und Gehilsen de« gleich«,i Grwerbes zugelassen werde». De» Vorzug erhalte» Meister vor Gehilfen »ttb unter letztere» wieder solche, die vor ihrer Selbstätidigmachniig stihen. Än«nahiii»weise und nur wenn Platz vor» Handen ist, könne» atich weibliche Familietimilglieder von Getverbelreibeiiden ausgenomincn werde», sofern? dieselben nachweislich im Gewerbebetrieb? tätig sind. Denjenigen Kiir«t?ilneh»i?rn, welche de» g.satiit?» «urS besuchen, werde» voin In-stitiite Fr,qutnzzeugnisst ausgestellt. Der Unterricht erfolgt kostenlo». Stipendien »verteil nicht erteilt. Sollte sich in unserer Stadt eine genügende Anzahl von Meistern und Gehilfen finden, welche sich tun die Abhaltung solcher Kurse bewerben wollen, so muß dir« unverzüglich dem hiesiegeu Gewerbevereine mitgeteilt werden, wtlcher sodann die >v?it?r?n nötigen Schritte veranlasse» »vird. Hoffentlich »verdrn unsere Meister und Gehilse» die Wichtigkeit dieser Kurse erkennen und deren Abhaltung durch die Anmelduiigeu in vorgeschrie» beiier Anzahl ermögliche». «t» ei» ftmrtfUUak««, ni)iaku|«tii)rl|t(, Stmrtuj befirbtrake# Vee»aad««ittel, welche« oft mit slbmafchritdcnt (ftfolge bri den oerschiebensten Füllen (xm verwunbunqen angewendet Würbe, hat sich bie seit mehr al« 60 Iahren al« bewährte« Hau«rnittel bekannte Prager Hautfalbe au« ber Apotheke be« B g ragn er, f. f. Hoflieferanten in Prag, in ber ganzen Monarchie besten» betonn» gemach» unb wirb be«yatb von allen ?Ipo-theten geführt. Die Salbe erleibet selbst b?i jahrelanger Aufbewahrung keine Itinbuße ihrer Wirkungen unb sollte daher al« ein gute« Hautmittel in jeder Hausapotheke vor» rätig gehalten werben. Si» ,»te« Haalmittel. Unter ben Hau«mitteln, die al« schmerzstillende und ableitende Linreibug bei Srkäl» tungen usw angewenbet zu »verben pflegen, nimmt da« in bem Loborotonnm der Richterschen Apo-dcke zu Prag erzeugte Lirument. Caosici comp mit .Anker" die erste Stelle ein. Der Prer« ist billig: 80 h., K 1 40 unb 2.— bie Flasche; jede Flasche befindet sich in eleganter Schachtel und ist kenntlich an dem bekannten Anker. 57 tote Ratten fand Herr g L»hr, Oberaulaa, noch »«öligem Auslegen de« berühmten R.tt.ntod rusr-) tt; K — 60 und 1 20 bei Apotheker «alttar. Pettaa. Agenten mit Vekonntschoft bei Privaten aegen_________. _____ Mit »»■ 80 K u> h«h« Pr»»iji», >verden sofort ifccral ia allea Btibte», Orte» anb vezrrke» gefacht zum ver-kaufe neuer paten». Anikel, die in jebem Hau,holte, bei vüraer und Landwirt unumgänglich notwendig flnd. Diese Uaeat»? kaaa aach kfctmaaa, der in Privotkreisen Bekanntschalt hat. al« tt»fc,Wtch«frt|aa, in seiner freien Zeit durchführen. Anträge find einzusenden unter „KeaMt ___ 1908' an «a»,lf Waffe, Sie. €brcn-€rklärung. TcD endcsflcfertlgier «esrg Roll, Besitier a« Raaa, trklire bicarit, da» ■tiae gegen Ijerrn P0«a tsd>m i0gr öaitwirt «14 ffaatbesitxer a» Raaa, erbobeaen Jfawirfe gänzlich unbegründet sind aad bitte bieaait denselben a« Uerxelbaag. Peffi«, in u. notcMer 1««». _0. «oh. Eine Schneiderin zum Ausbessern der Kleider wird gesucht. Bewerberinnen im gesetzten Alter wollen sich beim Stadtamte melden. Dieselbe wird ständig im deutschen Studentenheime Kost und Quartier erhalten, hat »Amtliche Ausbesserungen der Kleider zu besorgen und gegebenenfalls auch den Krankendienst zu versehen. ubsäft Warenhaus pi&Fetikan Ski Appetitlosigkeit migenweb und $d)Ud)UH m«g«» leisten bi? bewühtte» r* * r i Kaisers PfeffermüDZ-Caramellen stet« sichert» erfolg. Paket 25 Psg bei: R. KtOllMr, Apoth. it Pettau, K«rl Rcmii» in Markt Tüffer. Buchbinder-Lehrling wird aufgenommen in der Buchbinderei tu. Blanke, Pettaa. — o - •PniftCMeibenber nehm? die längst bewährten hustenstilleiideu und wohlichineckenden Kaiser's Lru«t-(?»r»ineII«n. 2740 Vonbon» »ot. l>>gl. Zeugnisse bewei-seu, wie d'wälirt und vo» siclierein tfrfolt] solche bei ümum, f>eiserkcir, Katarrh ». Uerstfilti* ■Mg sind. Tafsir Ä>»,rbl>te»eS weiiezurück. Ma» hüte sich vor Täuichiuig. Nur echt mit Schutzmarke ..drei Tannen". Paket 20 u»d 40 HiHer. Niederlage bei: ft. Vtlölitor. Apotheker in Pettau, Karl fitraaM i» Mark, Tiiffer. tytei oen/etdetiden »in (j*Jtet/ier au> SaiÄett 6o$ün/oz (£tu>fiuttß, tvt* )«in <ßticfan 4*$c£a&n war un(/ ipoc/hicA «r yenina/ f""ou6*. G>p •£s«» > ,» FUHnmMltluilH« In tlUa Spraob» Kalllston- Orcbestrloos Dl-okan-Tr*i*atU»M. tnah fit Tiiiatilk. PY«4I« 7» M> IM X §tf— intlirttaa um » » K. Pbooo&raptieii iu irtlkluilfi, T«r*QfLi«h NmklioAt*r»nd« Apparat« »« aJlan Praiaan. Baapialt« u»'l in- WfclltQ U Qualität. lleMtsretee k m. JVccordeons In ttbr ra»oh*r Av«> wakl, atfcr prvia««rlt Inttmnant« Bit »U— Pr«>. sowie TatrrMtr. Pataautik, 0»I». Dadtla >. a äglich frische Wiener-Nenstädter- Frankfurter zu haben bei fieinr. Maurener, SÄ' a «».sä« Aundmachung. Aesteilnngen auf amerikanische Rebe» gegen Bezahlung aus de» vereinte« Staat»- nnd Landesredenanlagen für die Pflan?ptriode 1903 1904. Vom Lande Steiermark kommen im Frübjahre 1904 folgende Mengen amrritaniichrr Reben unter »achbenannten Bedingungen zur enigtiilichen Abgabe, und zwar: 1. 280.000 Stück Veredlung?» (größtenteils lo» MoSler gelb. Welsch-rießling. Burgunder weiß. Gutedel rot nnd weiß. Sylvaner grü». Traininer rot. Kleinrießlii'g, Muskateller) auf Riparia Portalis, Vitis Solonia und Rupestris Monticola. 2. 500 000 Stuck Wurzelreben vo» Riparia Portalis, Vitis Soloni» und Rupestris Monticola. 3. Eine größere Anzahl von Schnittreben vo» den vorgenannte» drei Sorten. Die Preise der Reben per 1000 Stück sind folgende: I. Veredelte Reben für wohlhabende Besitzer 240 fronen, für alle übrigen Besitzer ISO Kronen. II. Amerikanische Murzelreben für wohlhabende Besitzer 20 Krone», für alle übrigen Besitzer 10 Kronen. III. Schttittriben 6 Kronen. Bei Bestellungen von mehr als 1000 Stück Veredlungen. 4000 Stück Würze.» oder Schmllrebe». durch eine Partei behalten wir u»s vor. die angesprochene Menge entsprechend dem allgemeine» Stande der Anmel-dünge» zu reduziere». Die Bcsttllniigin anf diese Reben sind direkt beim LandeSausichufse oder durch die Gemeindeämter, bei welchen zu diesem Bihufe eigene Bestell-scheine aufliege», einzubringen. Die Semeittdevorstehungen haben die anSgkfüllten Bestellscheine sofort dem LandrSauSichnsse zu Übermittel». Sie Bestellungen werde» der Reihe nach wie sie einlangen erledigt, und bekommt jeder Besteller die gewünschte» Sorten, solange der Vorrat reicht, sugesichert. Die Reden werden nur an steirische Besitzer abgegeben, und haben daher auch jene Parteien, welche die Reben unmittelbar bei», LandeSans-fchufse bestellen, eine gemeindeäintliche Bestätigung darüber, daß sie etnen Weingarten i» der Gemeinde besten, beizubringen. Rebenhäudler find vom Bezüge obigen MaterialeS ausgeschlossen. Die Preise verstehen sich ab Anlage und ist der entfallende Betrag bei Übernahme der Reben zu ei legen, beziehungsweise, wenn sie mit der Bah» befördert werde», wird derselbe samt de» ÄerpackiingS» und ZusuhrSlosten. welche znni Selbstkostenpreise berechnet werden, nachgenommen werden. Bei jeder Bestellung ist genau anzugeben: 1. Der Name, Wohnort und der Stand de« Bestellers; 2. die Steuergemeinde, in welcher der Wen-garten liegt; 3. die gewünscht, Rebe»sorte; 4. die letzte Bah», nnd Post, station. woh», die Reden gesendet werden sollen. Wen» die gewünschte Sorte bereits vergriffen oder nicht in genü« gender Menge vorhanden sein sollte, wird dieselbe durch eine andere ähnliche ersetzt. Die Rebe» sind vom den Besteller» womöglich selbst zn übernehmen, oder n e»n sie pa Bah» gesendet werden solle», sofort »ach Erhalt zu be-fichligen. Beschwerden sind sofort an die Nebfchulleitnna tu richten. Spätere Kelchwerden werden nicht wehr berücksichtigt. Graz. ini Oktober 1903 Pom stciermärtischen Landes Alisschusse. Edmund Graf Atteins. »itttfsA« mimi Diitttiicttt miiiti. * * ?iir magenleidende! * * ©peilen oder durch unregelmäßige Lebensiveise (in Magenleiden. wü« Wagf«faj«rr|, M»,«nfrs«»f, Wagrafchmrtra, schwere «er»»..., .»er «crschlri»»», ! sqar»?»Ä R Hubert Ullrich'sche Kräuterwein. ffra,""Wo»-. txllkrim« befundenen * rieter« mit taten Wein bereitet «ad eUrki und belebt den Verdau u n g «o rg aa I «pu» de» Menschen. Kristerwein beeeltigt Verdauung« •tlruagaa aad wirkt sinternd aas die Neubildung gesunden Blutes. ...intS? fkchtteilifttn «edrauch de« itrSulerweine« werden Magenübel meist schon im Aeimk erstick» Man sollt? nicht ftumen. ihn lechtzeitia ,u CÄ fe'T' wie- Aufstessen, Sodbrennen, y j!®??' Erbrechen, die bri chronischen veralteten "tutfrij UW auftreten, verschwinden oft nach einigen Mal Atuhlverkoofuna ü"?..**"" unangenehme Folgen, wie kekie«»usg. . ^ W( ' 9 K»llksob*erren, Herzklopfen, &oklafleti|keit, o t.f »luljtauirtflfn in Leber, M.lz und Psortaderiystem (K»«orrb«ldal' islasa) werde» durch Arduterwein oft rasch beseitigt. Sröuterivein bebebt Unverdaullehfcait und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe au« de» Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen,jßliit-mangel, Eiitkriistnug "" " find meist die Folge Ich! echter Verdauung, mangel» , , m t hafiee vlntbildung und eine« krankhaften Zustande» bet Leber. Bei Appetitlosigkeit, im,er nervöser Abspannung und Benüthsveretlmsieag, sowie häufigen Kepf-. ff* "l«*ten, siechen oft solche Personen langsam caiiin Rrdiitensftn gibt der geschwächtes Lebenskraft einen frischen Impuls. ^^Krautenvemsteigende«Appetit, befSidert Verdauung und nährung. Kgl den Stoffwechsel an. beschleunigt die vl.Ubildung. dernhigt die erregten Nerven und schafft neue Lato«!*«». Zahlreiche «nerfenmuigen und tut. „ , schreiben beweisen die« SSSrä,' rn « *®r ^achahuMfe» wird gewarnt. 'MM Man verlang, au»drü>Nich DM^Liibsrt ITIrted'sLliSQ «-M> KrilterwtiE PliietUd»e> Dlitetischet Mittel. Pettaner Badeanstalt _am linken Drauufer._ Badeordnung. Dusohe- und WannenbMer täglich von 8 Uhr Früh bia 7 Uhr abends. Dampfbflder Dienstag, Donnerstag und Samstag von '/,g bis >/,6 Uhr abends und wird bemerkt, dass Dienstag» von '/.« bis 4 Uhr das Dampfbad Q ,.,,amen vorbehalten ist und daher dieselben pünktlich um ^,3 Uhr mit dem Hade beginnen mussten, somit an Pienstagen Dampfbäder für Herren erst etwas nach 4 Uhr verabfolgt werden können. Zu zahlreichem Besuche ladet achtungsvoll ■»» t die vorstehung. Tische JJalflid», ■ariifert, Kaviar, ech» ^trraeftan, Ostsee-, Rolf-, Hrintep, ■ariiierte, Torellen-, Bltaarck-, sdMtttscfce na 5Ä1r üger, Cangnsta-Taperial-Cachs, ChnnfiscD, See-rollen in vl. stets krisch xn bekommen bei Reinricft Manrener, echte tiroler Wettermäntel aas garantierten wasserdichten Kameelhslarioden bester Schutz gegen Nüsse nnd Verkühlung, empfehlen in jeder Mannesgrtisse und stets lagerndem Vorrat im Preise von 10,12,15 fl. Damen- und Knaben-Wettermäntel werden in jeder Qualität auf Bestellung geliefert. Bei brieflichen Bestellungen genügt' die Angabe der Bückenlänge. Brüder Slavilseh. Zur Bedarfszeit empfehle Närd«Ii»«U>. c«»l. v«»p«ppt> H0fe0»»trfcfte, «»»«! .JltMir. tioldbroixt, eittaladt, 7»»»do««alac» aad AI«»». t»0tr*, Bis- vitf Wi8«if«ne, Birtbei» fattcrkaik and Ttora-nähr-p»I»«r. J1Herl»eilia(«-Keneei l«d Zäloapettolea». sowie andere Ar-* tikat in bester Qualität zu billigsten Preisen. Hochachtungsvoll Tos. KeisiaacLix, ^©ttei-UL Spezerei-, Material-, Farbwaren- u. Produktenhandlung lc. k Tabak-Haupt-Verlag und Klein-Verschletfl Vertrftna^ der k. k. priv. allgeaeitea An«kirni ftr Feaer, Lckea nid v» fallvariieheriag Utr-Btpet Ton Brftdtr lUtnlnghau», Stalafeld, Ch*Bpagn#r-D#pot roa W. HIbIm, PETTAU, im Oktober 1903. Pettau. Universal Doppel-LeldstecHer „Alpenglas' bester Feldstecher für Reisen, Jagd, Feld und Theater. ^aakcrtt «ankeaaaag»schr»i»eN «al aOea Kreise». Preis inklusive (Etui und Riemen K 30 —. Bequeme Bezugsbedingungen. Oriftinal'I«stn>«ente mit Plombe versehe« zu beziehen durch da« Optische ÄnstlMt Lerd. Groß Sohn Wien VII jZ. Burggasse 73. Ilastriert« Prel»tatal»ge gratis aak fraaf». ©|®|©|©|®|©|©|©l®l@l©l© Veredelte Reden auf amerikanischer Unterlage, der gangbarsten Sorten, wie: Burgunder, weiß und blau, Gutedel, rot und weiß, Klein- oder RheinrieSling, MoSler, Ortlieber, Portugieser, Rotgipfler, Ru-länder, Sylvaner, grün, Traminer, Veltliner und Wälschriesling, auf den Unterlagen Riparia-Portalis, Solonis und Monticola, ferner wilde Schnitt- und Wurzelreben der Sorten Riparia« PortaliS, Solonis, Monticola, Göthe Nr. 9, hat in größeren Quantitäten, so lange der Vorrat reicht, abzugeben €111. Msner «»»schaleabesltze», Marbar, a Draa Ähnliche Annonzen sind Nachahmungen. @@@@@@@@@@@@ 8 — Futterbereitungs=/Vlaschinen. HfloksaUFuttar-Sohneldmaschlnen, mit Paten t-RoUen-Ringachmierlagern mit lelohteatem Qang bei einer Krafteraparnlu bia 40«',. RQben- und Karlaffal'Sohnalder, Sohrot-und Quetsoh-MOhlen, Vleh-Futterdflmpfer, Transportable Spar-Kessal-Öfon mit enaillierten oder aneaaillitrtea Einsatzkesseln. stehend oder fahrbar, zum Kvtken und Dämpfen von Vieksatter, Kartaffela, für viele laad- und haaiwirUfkastliebe Zweeke etc. serner Kukurutz- (Mals-) Rablar, flatralde PutemQhlan, Trlaura-Sartlarmasohlnan, Hau- u. Strohprassan, Dreschmaschinen, Göpel, Stahl-Pflüge, Walzen, Eggen. Die besten Säemaschinen „AGRICOLA" (Schubrad-System) leichteste Handhabung, ohne Wechselnder für jeden Samen, für Berg und El>ene. Selbsttätige patentierte Bespritzungs-Apparate zur Vernichtung des Hederichs, der Obstbaumschädlinge und Bekämpfung der Peronospora _ fabrizieren und liefern in neuester, preisgekrönter Konstruktion Ph. Mayfarth & Co. Fabriken landw. Maschinen, Eisengiessereien und Dampfhamnierwerke Wien II/l, Taborstrasse Nr. 71. Illastrierte Kataloge gratis and franka. — Vertreter aal Wiederverkäufer erwttaseht. Firma o o o o V. Schulfink < Pettau oooo Spezerel- u. DellkateHenflesdislft empfiehlt oooooooo Neuheiten, o o o Schätzet Kare Fflsee Jas kHm «liefxbni. W". M Wa. CnfH kf> anVym«. »- Mmmm, »«[•«. ruf«, xditt ma* kM« U ». Ar. Mfyaa' Pataat-AMaat-MMn. ff Paar H>,( IÜY i m. D.r- f.iurrtrt («ftr la w im. IU*n. prafp. i m InllllMittihn »k X Mr.: ViM, MAiHrtiMI lt. ©I©l©l©»©l©l© Gedenket bei Spielen, Wetten u. Vermächtnissen des Deutschen Schulvereines. @l@l©l©l©l©l©l© Verwundungen jeder Art sollen sorgfältig vor jeder Verunreinigung geschützt werden, da durch diese die kleinste Verwundung zu sehr schlimmen schwer heilbaren Wunden ausarten kann. Seit 40-Jfihsen hat sich die erweichende Zügsalbe, Frager Haussalbe genannt, als ein verliissliches Verbandmittel bewähr! » Post versand täglich. W» Gegen Vorausscndting von K H-Jfi werden 4/1 Dosen, oder 3 :i6 6/2 Dosen, oder •t-fiO 6/1 oder 4 96 9/2 Dosen franko aller Stationen der österr.-ungar. Monarchie gesendet, • • MENKff) Alle Teile der Emballage tragen dla ga-setxtloh deponlrte Schutzmarke. Hauptdepöt B. FRAGNER, k. n. k. Hoflieferanten, Apotheke „zum schwarzen Adler" PRAG, Kleinseite, Ecke der Nerudagasse Nr. 203. Depots in den Apothekea Östarr.-Ungarns. In PETTAU la der Apotheke des Herrn IG. BEHRBALK. rSSÄÄn 6/2 Dosen, oder ' } SÄ Iaternrhanes Telefon 1556. Telegr.: Nechvile Telefon. Franz Nechvile Weinbaugeräte, Kellereimaschinen u. Metallwarenfabrik Wien, V/l, Margaretenetrasae 98. Massenfabrikation und Export von Spritzen, Injektoren, Zerstäubern, l'ulverisatoren für Weingärten, Obstbüume, Hopfenpflanzen etc. etc. Zur Bekämpfung von Peronospora viticola, Oidium Tuckeri, Phyl-loxera, Fusicladium, Sphaceloma, Eurycreon sticticalis etc. etc. Preislisten auf Verlangen ! Gegründet 1882 Keine Stuhl Verstopfung mehr durch meine Huss-Kuchen. Niederlage: Wien, XVIII., Ladenburg gaise 46. Prospekt gratis. Probesendung 12 Stück franko K 3 — per Nachnahme. Msessseeweeseeeeeseoss # Gesundheitshosenträger { Patent Mach — erhältlich M in eleganten Kartons # li fl. —50, 1—, 125, 150, Knaben 25, 9 35, 45 kr. Passendstes Weihnachtsgeschenk für Herren und Knaben, käuflich bei ^ Herren Brüder Slawitsch Pettau. ^ K. i. ausscbl. prl?: Hosenträgersabrik, Fr. Mach, Brflon. Non plus ultra! Non plus ultra! Weingarten- u. Obstbaum-Spritze. Prämiirt mit dem ersten Preise. Anerkannt vorzüglichstes eigene« Eystent von ioltber Äauarl. Einfach?. leichte Handhabung; feinste, ausgiebigste Zerstäubung; ma» ffior« Metattpumpiverk unb Windtesjrt sreitiegenb; V>n-t>le bnrch Öffn>n einer ein-zigeii Biigelickraube leicht zugänglich. Alle Teile finb auiwcchselbar. Preis in Kiste vcrp.ickl per Stück K 28,— ®ii BovanSseiidnng des Betrage» franko jeder Post- und Bahnstation. Patant Q. Calmeg. Georg Czimeg, Leoben, Eisen- und Metallgiesserei, Maschinenfabrik. WW l'roiprkt* t/ralia und franko. DW> @@@@@@@@@@@@ Herausgeber unb verantwortlicher Schriftleiter: Michael Bayer. Druck: JB. Blanke. Pettau. CJPT!YrTJT5T!Tn'!TITXTJT7nr!T!TI?ST^!T?TJT!TIT5T5T^rF?FIYTTrT^TTTJT^JTIT!YJT!Y?TTT^T?ITT P —... \ i "- ■ *~Ai . . | , Meitage zur ^Dett«uer Deiturrg Verlag vo» W Blank» tn Pettan. Eine seltsame Befreiung. £g) Srjahlung von Mary Ticken«. (Sdiluft.) I^Mvhn umfing Nora nicht, ei» starke» Zittern überfiel ih» /H?» »>ld seine Lippen wurde» noch farbloser: aber er drückte V3^ sie saast aus eine» Stuhl nieder und blieb, seine Hand (2) ans den Tisch stützend, nebe» ihr stehen. Dann erzählte er mit der äußerlichen Ruhe eine» Mannes, für den der Kampf vorbei ist, das wenige, was er zu sagen hatte. Er sei. erklärte er, gestern Abend zu der Einsicht gckoninien, das; Berwick sich einer völlig normale», geistigen Gesnndheit er-sreue »ud er sich demzufolge gezwungen sehe, Verzicht zu leisten. Sir hatte ihm zugehört: in ihren auf ihn gerichteten An-gen lag ein Ausdruck, als ob sie zum letzten Male ins Licht ichanten, nnd die Worte, welche er sprach, schienen kann» ihr Be-wttsitsei» zu erreiche«. Aber als er endigte, erhob sie sich mit einem Ausleuchten ihres totenbleichen Gesichtes und streckte ihm beide Hände entgegen. Allender nahm sie in seine Arme und es war dabei weder ein Laut noch eine Bewegung im Zimmer bemerbar. AIS er die Tür wieder hinter sich schloß, hätte er am besten dem Leben entsagt, nnd die Einsamkeit, die hinter ihm zurückblieb, erschien Nora als die starre Rnhe des Todes. Die Schatten verlängerten sich; das Zwielicht stahl sich über die Felder in das Zimmer, es berührte die reg»ngslose Frauen« gestalt, die mit verhülltem Antlitz ans dem Sosa lag. nnd dennoch regte sie sich nicht. Mehr als zwei Stnnden mußten verstrichen sein vhne das leiseste Bewußtsein ihrerseits, nnd der Mond war scho» ausgegangen, als Nora sich erstaunt fragte, wärmn es so duukel war. Sie erhob sich langsam, als sei sie körperlich voll-ständig erschöpft uud versuchte, sich zu erinnern, was sie eigentlich vorgehabt hatte. Die schwüle Rnhe war »och drücken» der geworden und schien sie am Denken zu hindern. Dann besann sie sich, daß es Abend war uud w»n-derte sich, warum Biddti die Lampe »icht brachte. Sie ging z»r Tür. öffnete sie und lauschte. Die Stille. die da drauße» lagerte, schien sich auch dun Sause mitgeteilt zu haben. „Bidlm," rief sie. Keine Antwort. Sie wollte schellen, als ihr Ange anf eine kleine, dunkle Gestalt fiel, die mit eigentümlichem, una»shör-lichem RückwärtSwersen de» Kopse» dem Hause zu-eilte und dabei furchtsam jeden vorteilhafte» Schatten benutzte, um sich zu verstecke». Im nächsten Augenblick flog die Haustür anf nnd der kleine Tim stürzte atemlos »»d an allen Glie» der» zitternd auf sie zu. .Fräulein Nora," stammelte er, .liebes Fräu-lein Nora, Sir werden mies) nicht verrate»?" Tim war Nora treu ergebe», »nd sie hatte das Eduard Kind gern. Sie sah ihn jetzt mit schwankenden Ge- ntll< „ss,^ fühlen a» »nd wunderte sich selbst, daß sie ihm nicht (Wt antwortete. .Gnädiges Früuleiu Nora," wiederholte er. »Sicherlich werden die Bauern mich totschlagen, wenn sie es je erfahren; aber ich konnte doch nicht dabei stehen, alles mit anhöre», nnd dann das Unglück ruhig geschehe» lasse». Sie smd nämlich alle sort »ach der Makilth-Klttst, unsere Leute und die ans Lisnagh. Gegen Sonnenuntergang hatte» sie eine große Versammlung, und Herr Berwick war fort, da hielt sie keiner zurück. Es ist wegen des schottischen Herrn, gnädiges Fräulein; sie sagen, er ist heute abend in MalonehS Farm, »ud sie wollen ihm den Hof vor der Nase abbrenne», zu Ehren Alt-Irland»." Der Knabe hatte diese Worte in atemlose», Flüsterton hervorgestoßen, indem er mit entsetzten Blicken in die Duukelhcit hinelnstarrte. Al» er schloß, packte ihn Nora bei der Schutter. .Wa» sagst du?" rief sie hart. .Es sind ihrer zweihundert, gnädige» Fräulein. Es soll um Mitternacht sein, sagt Pater Hallora»; aber die Lente sind wild, nnd ich glaube, sie werde» «icht so lange warten, wenn der schot-tische Herr da ist." — Die Hand, die seine Schulter umfaßt hielt, driickte ih» so sest, daß der kuabe einen leise» Schrei ausstieß. .Der schottische Herr!" rief Nora so rauh. daß ihre Stinime kaum zu erkennen war. .Herr Allender ist im Malonepschcn Hause. Tim. und wird die ganze Nacht dort zubringen." .Wo ist denn Herr Berwick. gnädiges Fränlein? Anf den werden sie vielleicht «och höre». Gege» de» «ene» Herrn sind sie sehr er-bittert; wo ist denn Herr Berwick?" .Herr Berwick ?" Sie hielt plötzlich inne: Tim siihlte mehr al» er sah, daß sie die Hände rang «nd sest zusammenpreßte. .Wie spät ist e», Tim?" fragte sie hastig mit gepreßter Stimme. .Es muß sicher aus neun gehen." .Laufe nach Manoleys Farm, Tim, nnd sage Herr» Allender. was du mir mitgeteilt hast; er ist dort mit Eouor Maearthl,." Tim schüttelte den Kops. „Kami nicht stimmen, gnädiges Fränlein! Eonor Mararthh ist mitten nnter ihnen." .Dann ist er allein, Tim. ganz allein." Kam dieser Ausschrei vou Fränlein Nora? Es schien dem Jungen, als ob das ganze Zimmer davon widerhallte uud ihm grante in der Dunkelheit bei dem kurzen Stillschweige», das dara»s erfolgte. Da»» sprach Nora wieder, u»d ihre Stimme klang hart und unnatürlich, al» wenn Hals nnd Lippen ver-trocknet wären. .Geh, Tim, lauf schnell; ich weiß, wo Herr Ber-wick ist und will ihn holen. Lauf, so schnell dich deine Füße tragen!" Und Tim verschwand ohne ein weiteres Wort. Firns Minute» später galoppierte Nora de» Weg «ach Kildow»i»g entlang. Berwick konnte ihn retten! War Berwick bei ihm, so ko««te ihm niemand etwas zusüge», »nd bis der kam, war er allein, ^eden Augenblick spornte sie ihr Pserd zn immer größerer Schnelligkeit a». Der Mond war verichwitnden nnd es war jetzt finster, aber sie beachtete die Dnnkelheit »nd die Beschwerlichkeiten des Weges nicht. Um sie herrschte noch dieselbe Stille; aber sür ihre Lhren war dieL»sl voller Stimme», die ihr vo» alle» Seite» .Nette ih», rette ihn!" zuriesen. Sie ritt immer weiter uud weiter. Nora hatte erwartet, Berwick Plrskc, früher zu treffe»; sie hatte den Lrt, wo sie ihm ihrer fflnaniiniiiiRn Berechnung »ach begegnen mußte, schon mehrere CnU tausend Schritt hinter sich, »nd ihre Angst kannte keine Grenzen mehr. Endlich sah sie an einer Stelle, wo der Weg an jeder Seite von steile» Hügel» ei»gesaßt war, die Lichter eines Wagens sich langsam nähern. „Berwick!" rief sie, nnd ihre Stimme klang ihren eigenen Lhren fremd. „Berwick!" „Alannah!" Mit einem Ausrui des Staunens hielt er still und sprang vom Wagen herunter. «Bist du t* wirklich, Alannah?" ÖCjc er grenbet, war sie vom Pferde herabgeglitten. „Steige nur," sagte sie bris«'. „Steige ans mtb reite» nist» btt reite« kanust .\rt) fnfire Herrn Tonnlb uach Hause" .Umbringen!" wieberMte Per wirf. „(fr ist ja nnv nicht gefiutt nie 11; er hat mir teleiuoiiljiert, er hätte den Zug verpasst." Vlber sie verstand seine Warte nicht i» der Angst. „Sie werden ihn umbringen!' wieberholte sie. „Sie können jetzt schon da sein, ihrer zweihundert Leute, sagt Tim, nnd er ist ganz allein, sie werden den Hos in Prand stecken!" .Die Malone»sche Zarin meinst du?" „Ja doch, ja! Woraus wartest dn noch? Wa» zögerst du? Bei stehst du den» nicht, dansie ihn totschlagen wol-len. L Berwick, aus dich werden sie hören, v rette ihn, hils ifim!" Ihre Stimme hatte sich ,u aual-volleui Schluchzen gesteigert, nnd sie hielt seinen Arm mit beide» Hände» ninklaminert, wie nni ihn zu zwinge», aniznsteigen. Aber er stand regimg»-los da nnd iah sie betroffen an. wäh »end seine.'säge sich seltsam veränder ten. .Wen soll ich retten?" fragte er langsam. Nora schlug wild ihre Hände zu-iammen. „Wen?" rief sie. „Weil? Aber Verwirf, verstehst du denn »icht, d<»; ich John meine, John! Warum gellst du nicht, Benvick. ivarnm eilst d» nicht?" Er sah sie »och eine Weile au, während sein Gestellt gran nnd alt zu A«k dem Weg zur iverdeu schien, da»» fttef; er ei» eigen« «>>«> Km oxmin», tiimliche» kurze» Lachen hervor. Al>o da» war's! Ja, ja. das erklärte ihm mit einem Schlage und »». widerleglich so viele», wa» er wohl bemerkt, aber kanm beachtet hatte: Rom» groner Schreck bei dem erste» Wiedersehen, ihre kühle Zurnekhaltnug und so manche andere Eigentümlichkeit ihres Penehme»»! „Ja natürlich!" rief er mi» wilder Stimme, „.^ch mache mich sofort anf den We^. Las? un» nur erst den Damensattel abneh-inen, dann wird» rascher »nd leichter gehen!" Seine Hä»be aber machten sich hastig an de» Riemen zn schaffen: er schien sie jetzt zerreisjen zn wollen, so hastig wäre« seine Beive-gütige«, .fertig!" rief er, während er ihn wie eilte m'ber von sich wegschle» derte uud auf da» Pierb sprang. ..Das soll ein Ritt werben, Alan nah! Ih» retten! Natürlich will ich ih» rette», unseren gemeinsameukfrenub. Ich soll ih» doch sliirii von dir griif>e». wenn ich hinkomme, nicht ivahr, Lieb-cheu?" Ti« tiniserliche Post in Er lachte ietzt vo» neuem, gab bei» Pferd die S''vren. das! es livch auibäumte, und während er in die Dunkelheit hineinstiirnite. drangen seine letzten Worte, die er Hervorstiesj, noch lange an Nora» Lhr: .^ch werde ihn von dir grünen, Alannali!" Zn derselben ;ieit ninwogte ein tobende» Meer von wilden, erregten Gesichtern da» Malonetliche Haus, da» schutzlos der Bolks-wut preisgegeben war. Tim hatte recht: bie Leute in Balltinalea , wäre» nicht an die aufregende Methode des Agitators gewöhnt »nd keine Autorität hatte vermocht, die allzu leicht entfachte Raserei zn zügeln. Und e» war einer gegen zweihundert. John Allender hatte Tim um Hilfe »ach der Stadt gesandt; aber die Entfernung tvar groß, und Allender wußte, das; ihm der Tod bevorstand, (kr sah ihm mit geringer Erregung in» Ange, und nur der Instinkt, der einen religiös gesinnten Man» vom Selbstmorde zurückhält, so öde und zwecklos ihm anch sein Leben vor-komme» mag, hielt ih» in feinem verschlossene» Zimmer »ach der er-ste«, kurzen Verhandlung mit dem Pöbel zurück. So lauge noch eine Aussicht blieb, wollte er sei» Leben »icht wegweise». Aber al» der Lärm und der Geruch de» fteuer» ihm aukiiudigte, daß alle» verloren sei, war sei» erster Gedanke, daß die Stunde seiner Erlösung geschlagen hatte. Er brauchte aber nicht länger zn warten; der Tod kam unzweifelhaft, uud er wollte ihm wie ei» Ma»» entgegengehe». Er schob de» Riegel zurürf, öffnete die Tiir und trat anf die Schwelle, einer trnnkene». wütenden Menge gegenüber, da» brennende Han» hinter sich. Sein Erscheinen war ein so »n-vermutete», das, alle eine» Angein Zchnlc. rJM Ttrl.l blies wie augewurzelt staube», uud »«» «lax H»«ui«rt. die »nartiknlierte» ftliiche nnd da» Gehenl ans ihre» Lippe» erstarb. Tan» erhob sich ei» einstimmige» Gebrüll de» Hasies, das aber ebenso schnell wiede» verstummte. 3uhn Allender hörte einen Schrei, sah ein paar Leute wanken, dann fallen, die Menge sich teilen und aus deu frei gewordenen Grasplatz stürzte die Gestalt eine» Manne» mit bloßem tkopfe, in zerrissenen «leider», der mit erhobenen Raufte» anf Allender losging. Ehe dieser Zeit hatte, die wntver-zerrte» Züge ferne» neuen Angreifer» z» erkennen, hatte Ber-wirf Dannt ih» mit einem bestialische» Schrei bei der Meiste gepackt »»d schlug dail» mit dem ttol-be» des Revolvers, de» er i» der anderen Hand hielt, auf ihn los. Allender nmklam-inerte den Arm sei-»es übermenschlich starken Gegner» mit beiden Händen und zwang ihn nieder. Dabei entlud sich aber ber Revolver imb durch deu Kops geichosie». stürzte Berwick »«» tot zu Bode». Er hatte da» Ber-spreche», da» er sei-Vr«n»fch«eig. «Mi« »er Brant gegeben, im Wahnsinn einge- löst. Ten» als die Menge ihren Liebling so plötzlich tot am Bode» liegen sah. vergas» sie de» ursprünglichen Zweck ihrer Zn« sainntenrottnng: Allender war gerettet. "..crosxXi höfliche 5pil»bubon. das Ha»s eines berühmten Analer» Nameiis Hall in Rich ___mvild in (Siiglniid wurde kürzlich eingebrochen, imb der Dieb Hütte Silbergerät im Wert von über 200 Pfund Sterling stehlen können, wenn er nicht ah — höflich gewesen wäre. Den Beweis hiervon lieferte ein Brief des Diebes, den man am ander» Morgen anf dem Tisch i» bet» Zimmer vorfand, wo sich das Silberzeug befand. Dies bestand größtenteils a»s Ehreupvkale», Becher» »»d Schalen, die Herr Halle In vielenWctt-angeln im Laufe der Jahre gewonnen hatte. Der Brief lautete folgender« maßen: „Geehrter Herr! Biit anßerordent-lichem Bedanern finde ich soeben, das; ich in das Ha»S ei-»es so berühmte» AnglerS, wie Sie es sind, eingebro-che» bi». Ihr Name als solcher ist mir wohlbekannt! aber erst die In-schriste» anf Ihren sehr schönen Ehren-vokalen verrieten mir. daß Ihr Na-me mit dem des berühmten Anglers identisch ist. Um alles in der Welt mochte ich Sie der-selben nicht berau-be» und scheide ich daher vo» Ihnen mit der höflichen Bitte nm Verzeih-uug wegen der Störung." Eine Unterschrift fehlte, der Polizei gelang es nicht, de» höfliche»Ei»brechee ausfindig zn ma-chen, worüber sich niemand mehr freu-te, al» Herr Hall, den» er hätte, wie er sagte, es aus-richtig bedauert, einen solch begei-sterten Nrennd des Angelsports gefaßt zn fehen. * » O Der bekannte Millionär Andrew Earnegle behanp-tet, das wertvollste »lomplimentseiihm von dem Einbrecher gemacht worden, der vor einige» Iah-ren in seine Billa bei Glasgow eingebrochen war. In jener Nacht befanden sich im Hanse für mehr als taufend Pfund kleinerer Kostbarkeiten nnd Uimstgegenstäilde, aber nichts davon wurde gestohlen. Der Dieb hatte wahrend der Nachtstunden einen «5e»sterlade» ansgeiägt, eine Scheibe eingedrückt, war eingeiii.gen und hatte alle «»bewohnten Räume gründlich »ach Mostbarkeite» durchsticht, ltut endlich nichts mitzunehmen. In einem Schreiben, das morgens ans dem Schreibtisch des Millienärs vvrgesnnden wnrde. driickte der Einbrecher sein lebhaftes Betoniert! darüber ans, daß er nahezu im Begriff gewesen sei, das Hans eines vo» ihm wegen feiner pliilantrvvischen Gesinnung hochverehrte» Mannes zn plündern. „Millionäre," schrieb der Dieb unter anderem, „sind zwar Mchilichcr Überfall. «ezelchnet meine »atlirlichen feinde »nd »teilte natürliche Beute: Sie sind die einzige AnSnahme. ,^ch bi» sroh, daß es a»ßer Ihm» n;>rit viele gibt, die zn erleichter» ich keine Skr»vel hege nnd bedanre nur, daß ich Ihnen Moste» dnrch das Zersägen des Fensterladens »nd Zerbreche» der Fensterscheibe verursacht Irnbe." » * Verschieden von diese» beide», aber noch befriedigender war die Erfahrung, die ei» altes Ehepaar i» London mit einem Ei»' brecher machte. Die alte» Leute hatte» lange Jahre eine» kleine» Gemüsehandel be-trieben nnd sich ein Vermöge» vo« zweitausend Pfund erspart. Vor etwa siittf Jahre» verteilte» sie ihr Geschäft »nd zogen sich I» eine Borstadt Londons zurück, um ihre» Lebensabend in Ruhe zn genießen. Sparkasse» n»d Banken mißtrauten die Alte» uub behielte» ihr Geld im Haufe bei sich. Eines Morgens war die Miste, in der das Geld aufbewahrt wnrde, verschw»»-den, nnd die beide» waren ärmer als je vorher. Der Dieb wnrde nie entdeckt. Dnrch den Verkauf ihrer Möbel gelang es den beiden alten Leuten jedoch wieder, fo viel Geld zniainmen zn be-kommen, daß sie anss »e»e einen Gc müsehaiidel beginne» konnte». Schott vier Jahre lang mühten sie sich ab. als eines Morgens der Postbote ein ein-geschriebenes Paket brachte, worin iich Banknoten im Wert von zweitausend vierhundert Psnnd Sterling befanden. Der Man» glaubte, die Banknoten wii-ren falsch. oder rührten vo» einem Diebstnt)! her »nd trug sie sofort zur Polizei. Aber i»> Laufe des Tage? kam ein Brief, in dem ihm mitgeteilt wnrde, daßderSen-der des Geldes der Dieb fei, der sie vor vier Jahren beraubt habe. Er von?x. 21> f rf) (. Stäbchen, gefolgt vo» 1 Lnstmasche. 2t t Reihe! wechselnd 1 Stäbchkn und 1 Lstm. Bogenabschlnß: Nie Reihe: • um die solgeude» «Lust» mnichi'» ti Toppelstäbchen, .1 Luftmaschen, <> Toppelstäbchen, um die nächsten 9 Lnftmafchen ü feste Maschen, vom ' wiederhole«. 2t« St c i b r: ' da» erste Top» pelstäbcheu übergehe», ie 1 feste Ma!che auf die nächsten K Toppelstäbchen. l fest« Masche in die folgende, 3 feste Masche» in die 21«, 1 feste Masche in die Ale Lnft-»nische, je I feste Masche auf die nächste» !> Toppelstäbchen. je I feste Masche aus die mitteilte» 3 der iul »enden "i feste» Masche», vom * wiederhole». .'Ite Reiher wechselnd I Stilb-che» »ud 1 Picot (an« si Luft- nnd I feste» Masche in deren Ifte), da« I Masche voriger Reihe übergehl. Auf Bogenhüh« komme» 2 durch I Picot getrennte Stäbchen, in Bogentiefe verfällt da» Picot- mau häkelt hier, si feste Maschen übergreifend, l UtabelstAbche«. R- /Ml I) (»6uarfi Plesk«. !t>orstchr»d bringe» wir ein Porträt de« neuen russi-fchen Finaltzinlnister«, Eduard Pletke, der zuletzt al« «onverneur der rufst, fche» Staal»b»«k tätig war. «ehelmrat Ple»ke war ein vertranter Mitarbeiter seine» Borgäiiger». de« jetzigen Minislerpräfidettte» Witte, we«halb man an-nimmt, das, der Wechsel im russischen Finanzressort keine» Wechsel in der russische» Wirtschaftspolitik bedeutet. Auf dem Weg zur schule. Tie kleine Toni in ihrer malerischen Mie»< bacher Tracht besucht seit einige« Woche» die Schule, wo ihr die Aitkang». gründe de« B IS beigebracht werden, und der sinnende Ernst, der auf ihrem hübschen tNcsichtchen «»»gebreitet liegt. läut vermute», da« sie eine tüchtige Schülerin wird. Wen» sie nun auch vo» ihrer ungebundenen Freiheit durch deu Schuibeluch etwa» eingebüßt hat, so winke» ihr dafür andere Freuden, den» wc»n sie erst einmal Otedruikte« lese» kann, wird sie so schöne Märchen, wie dir Großmutter sie immer erzählt, selbst in den Büchern lesen und noch viele andere Geschichte» dazu. Xit Uaijerliche Post in Braunfchwei«. An der Friedrich-Wilhelmstraß« liegt da« GebSude der Uaiserlichen Oberpoltdirrktion, in dem sich auch da« Hauptpostamt befindet. Ta»s«Ibe ist im gotische» Stile mit reichlicher Quader-Architektur von Proseffor Rafchdorf entworfen »ud in den fahren 1H7H—ishi erbaut. Ter Ha»ptci»ga»g dir Schalterllalle mit Cbcrtichl unb Mofaikfttß. bode» wird dnrch zwei Türme Nankiert. Tie Tachgiedel der beiden Seiten-sliigcl schmücken gewaltige Reich»aol«r. ti kalten. Am nächste« Tag» schneidet man die Niere mit den, Fett in feine Scheiben, fchneidet etwa« guten Speck feindlatlerig und läßt ein Stück Butter mit Mtoiefelringen braun schmoren. Endlich tut man di« Niere und d«n Dp«ck. sowie 2» «ramm Liebig« Fleisch.Srtrakt in die Butler. schwenkt alle» gut durch »nd serviert «I, wenn e« ordentlich aufgebraten Ist '«tun kann jede Art vo« Kartoffeln, anch »löße und Macearoni dazu reichen. Ä i i i i # k Äk ■ .'i W Ä k i l a Z « : i \m T '< . V O H Worträtsel. >. Meine rif|t<)(K, steile« Utet Schmückt nur eine dürsi'n« i>(orn. fcim zu beide» Seite» säumt mich Magere «leppe, öd« tundra. — Bilderrätsel. Weder Hallen, noch Paläste« »»an» ich je enlbevriich fetu: leim e» saüene dann von oben ölerngesnnkel (nt l>lntin. i. A i, Mcnimt rl» armer, müder Wanderer, Weil daher an fallen Zaflen. wiest du titiu, so er« erbittet, Tlele« Uvr» ivuht nie versaaen. I. He»p«. BtrS (krgänznngsanfgabe. vrrr «a» -II- ]«!•— will — »rein — gron— «e—ren — «nnun »till — «n »chUtf« — lüein- |>unk— di* —»t» — Tit nachstellende» Silben find (i> fmtt der Striche \u seien, daß sich ein Schiller» Iche» «»edichl zeig!. I.o, eli»». ä«r. er, ei. blich, lütt', Im, kraft, If, >«», »ten, te, ten, liess, und, *», Richard Wiltefe. Auflösung fotflt Scharade. j>in £cmmer dir entjitaeinachl ?er beiden erste» i>art>e»pra<<>>. Wird dir da» dritte dacaebracht, ?ir e« alt Schitterz. »st jsreitde macht. Bon viele» wird da» >Ü0»te aeedet, So itim die» fromm sein iitlaub« leitn. I« nächster Dummrr. Richard UÖutrte. Auflösnngeu aus voriger Rnntmer: ?e» Homo»l,m«! Stock. — Ter Sdiarabt: Krenz. Mstge, Kreuzziine. Ie» Arittimoaripll»: Il-ied». Klt-zr*. Irene, XoiU'. Il>ii<1, Ontn. I.urö, Niana, Harr, Kdiion, »»rog, Abt. Mitber. — X«» vo„ogril>h«! v«bel, Uebel. ttltc »iechle onetiet,litten. Verantwortliche Redaktion von (frntt Pfelkler. aednickl und herauDaeaeben do» «reiner 4» Pleisser in Stiilluarl.