Amts -MUM Z3 I a t t. ^'?- 136.________Samstag den 11, Movember 1837. Nreisannliche ^crlautvarunIrn. Z. lb68. (2) Llcitations-Kundmachung. Es wird über den hohen Orts bcanaigten Schulbau in WelMy, bei der Bczirksobrlgfett Klupp am 12. December l. I. Vormtttags io Ilh« eilie Mmuendo« Ltat:onebcd>ngs!'sse und die Vauacten sammt Bgudevlse b«l der Dezirksobngkeit Krupp wah« rend den Amtsssunden eingesehen werden können; laut der Baudeoise betragen die Maurerarbeiten 242 st, z kr.; die Maurermaterlallen 55I st. 22 kr.; die Ste«nmeharbett 80 st. 2^ kr,; die Z'mmcrmannsarbett i/»6 st. 2ä kr.; dle Zlmmiimann^materlallen ^06 st. 5a kr.; dl« 3>schlirarbe,t ,7/^ ft.; die Schlosscrarbelt 86 st. 5cj kr. ; die Glascrarbeu 75 st. 52 kr.; Vle AliNrc,ckcr. October bis Onde December 48Z7 und für den nächsten Jahrgang (den ein unv vreißigsten) 5328 angekündigt. ^Velche Theilnahme demselben im Sommer» Seme- . sicr d. I. geschenkt winde, ist schon in einer frühern ! Anzeige bemerkt worden. Es haben sich nämlich gleich ' beim Beginne des Juli - Halbjahr die Abonnenten dergestalt vermehrt > daß— ohne des höchst bedeutenden ! Absatzes durch das Comptoir dieser Zeitschrift in Wie», < durch Commissionäre in den Pcovi zen, dnrch Vuch' « banbiungen und dirccte Versendungen !c, zu gedenken, « bloß durch das' löbliche k.k. Oderhospostann in Wien , über Eintausend Exemplare versendet wurden Diese nahmhafte Anzahl von Theilnedmern in einer Saison, welche, de.u, Mrarischen Unternehmungen so ungünstig ist,, und über welche Schriflsteller, Buch. Händler und besonders die Herausgeber öffentlicher Vlät^ tlr so häusig klagen, dürste den Veiveis liefern, daß sich die Theater-Zeitung in ihrer Beliebtheit nicht uur erhalten, sondern auch gesteigert, und daß also ihre Verbreitung auf das Glänzendste zugenommen hat. Dies« günstigen Auspicien uecanlassen nun dcn Her. ausgcbcr und Redacteur bei der bisherigen Einr.chiung feines Journals nicht stehen zu bleiben; er wird bemüht seyn, dasselbe imm^r gediegener zu machen, und nichts unbenüftt lassen, den Umfang und Werth desselben mit jcdcr'Nummer zu erhöhen. Da die äußere Ausstattung dieser Zeitung immer mit ihrem inneren Gehalte gleichen Schritt gmg, so wird auch für jene besonders Sorge getragen/um an Eleganz der bestehenden, dann an Pracht neuer und vermehrter Kupferdeila-<;en keinen Wunsch un«rf"lU zu lassen. Vor allem wird diese Zeitschrift noch reichhaltiger und mannigfal tiger werden, als bisher. Es wird Zweck und Tendenz ihres Strevens s,yn, jedem Stande, jHpeculacion eine größere Aufmerksamkeit zuwenden. Sie wird unverweilt jede nützliche Erfindung, Entdeckung , Verbesserung zur allgemeinen Kenntniß drin. gen; sie wird immer etwas Lehrreiches der menschlich«« Gesellschaft Vortheil gewährendes berichten, wohl auch erheitern, ergötzen, durch Witz und Humor beleben, ader nie den tändelnden Zeitvertreib zum Hauptzwecke ihrcs Unternehmens erheben. Sv»i« sen. Die meisten Erzählungen, wie sie jetzt von vielen jungen Schrif>ÜelIern auS den Acrmcln geschüttelt werden, sind thörichtes Geschwätz, ohne Kopf, ohne Seele, ohne Adel der Gesinnung, verderblich für die Jugend, die sie liest. Dagegen wild diese Zeitung historische Mittheilungen, tief gedachte N e fl e c ti on e n, Zeit- und Sitten-Schilderungen, Reisebilder, harmlos: Streisereien im Gebiethe der Literatur, vorzüglich w a hre V e g e b e n h e i tcn, merkwürdige A 0 enleuer, gefahrv 0 lle Ereignisse, S cene'n aus dem Kriege, aus dem S»e-leben, Daten, aus welchen ersichtlich wird, wie der Geist, der Wille und die Kraft des Menschen gegen Schicksal und Unglück siegreich anzukämpfen vermögen, mit Vorliebe aufnehmen. Liest dcr verständige Lectür-freund doch am liebsten waS wirklich gescheheil und wobei die oft kranke Phantasie eines Romanen-schreibers nichts verderben kann. Ein Hauptaugenmerk dllses Journals wird ferner seyn, nie langwellig zu werden. Ein Redacteur , macht sich eines argen Vergebens an seinem Publikum ^ schuldig, wenn er mittelst Fadheit, Flachheit und Brei-' tt seine Blätter füllt! wenn er seichtes Gefa'el für Weisheit und Scharfsinn, dünkelhafte Meinungen fi:c ' ! Urtheile ausgeben will. Nie wird die Theaterzeltun^ ' ihren Lesekreis durch arrogantes Benehmen beleidigen, 8il me die Rücksichten, die sie dem Publicum schuldig ist, A verletzen. H Um den Appetit der üeser immer zu erhalten und d, zu reizen, wird sie die kleinen pikanten Artikel, die sie ti zuerst einfü hrte, sorcan in reichster Abwechslung erscheinen lassen: I> Das amüsante »Bunte aus der Zei t.« st Die, das Zwerchfell erschütternden »D r o l- z, leri.cn.» h Die interessanten „Tag s be ge be nh eiten.« j< Die alles umfassenden Korrespondenz-Nachrichten ^ aus der ganzen Welt. h Die durch attisches Salz gewürzte «Nevue al- 5 lcr Journale" ^, Die »Beleuchtung der Tagslügen auswärtiger s Journale." ' ' Die reichhaltige »Damenzeitun g." z Die belehrenden Rubriken «N a tu r h i st 0 ri- , sches, Technisches." , Den »Spiegel für Stadt- und Land« ^ leben.« , Die „Mittheilungen au6 dem Gedie. , the der Moden und deS LuxuS.« Die beliebten Mittheilungen unter dem Tile! l , »Telegraph von Wien, Prag, Pesth, Gräh, Lemberg, Mailand, Venedig, Trieft :c. :c.« Die den Theater- und Musikfreunden so unentbehrlichen gedrängten »Notizen, An zeigen, Me I« düngen, Referate, Ereignisse und Anekdoten aus der Coulissen» und Orchester« W«lt." „Das Reprrtoir aller Theater.« Die verläßlichsten Urtheile über Mu« fik. Conce rtwe sen, berühmte Virtuosen, neue Composition««, musikalisch« Piobuc. ti 0 nen lc. lc. Die «Berichte über bildend» Kunst und Künstler' und Die tausend,Novitäten mit der Bezeichnung-,Vaterländisches, M i li lä rl sch e «, Oeko« uomisches,« endlich den alles Wichtige besprechlnden „Wegweiser im Felde der Literatur." Somit wird di? Wienei- « Theaterzeitung auch noch ferner das (Z e n l ra 1 - V l a c t alles I-ueressan. ten bleiben. So wie noch immer frühere Jahrgang« als Nachschlagebuch, als Chronik, als ^ndcr jedes auffallenden Ereignisses dienen, so wird auch der künf-l'ge Jahrgang eine kleine Bibliothek jeder Denkwürdigkett ,^ ein Eonversations « Lexicon aller interessanten Vorfalle seyn. Die äußere Ausstattung betreffend, so glaubt der Herausgeber in jede« Beziehung das Preiswürdigste geleistet zu haben. Das Velinpapier, auf welchem die Wiener-Theaterzettung abgedruckt wird, ist das prachtvollst«, das noch je zu einer Zeitung verwendet wurde. Das Format ist d<-5 des größten Quart- Lexicons. Der Druck ist compreß, jede einzelne Lieferung von einem halben Bogen enthält im Durchschnitt mehr als dreißig einzelne Artikel; die Lettern sindZneu, scharf, dem Auge überaus gefällig; die illuminirlen Kupferstiche sind durchaus meisterlich, sämmtlich von dcm berühmlen N ien er-Kupferstecher Geiger angefertigt, und es erscheinen. Erstens: Modenbilder, jede Woche ein Doppelkupfer, vortrefflich colorirt, stets die aücrneue« sten Trachten für Damen und Herren, von zwei Seiten aufgefaßt, enchattend. Diese Madenbil-der sind so praktisch und verläßlich, daß jeder Mo^st, jeder Kleidcrmacher, jede Putzhändlerin augenblicklich darnach arbeiccn lassen kann. Diese Bilder sind auch die tonangebenden in ganz Europa. Es richten sich nach ihnen alle Kleideimachcr, alle Hlai-clluncj ä^z Ht<,)^8 der ganzen civilisttten Welt. Auch sieht man sie in Auslagküjten der Putzhändler, Schneider, Männer. Hutmacher, Lurus - Arbeiter m Wien, Prag, Ptsth, Mailand, Berlm, Frankfurt, München:c. :c. Um einen L)cgrin der »Stummen von Poriici/' und in der allbelieblen (^>-cku^li»; Dem. Sophie ^öwe, tönigl, preuß, Hof, Vpllnsängliinn als Priuzsssinn in^Nodert der Tcuscl,« Dem. Peche als Königinn von sechzehn Jahren; Ferdinand älaimunoin zwei Abbildungen; der k.k. Hofschaulpiller Löwe als Oarick; Herr Cost?, noble in z>.vei Abbildungen, als Jude Shewa und Essighändler; Herr Korn als Tasso; Mad. Sohhie Schröder als Medea; die königl. prcuß. Hofschauspielerinn ; Mad. S ti ch -- C r e l i n g e r und ihre Hobler in Sapho,- Herr Eßlair als Krieqsrath Daliner; Herr Rott, tönigl. preuß. Hofschaufpiel?r als Bar' bardssaj Mad. Rettich als Luzie im „Kö'nig Enzi'o ' Herr Rettich als Enzio; Dem Fournier als Jungfrau von Orleans; Herr Staudig l vs Prie-l ster in der »Norma;« Herr Schober als Wildelm Tell: Dem. Lutzer als Iessonda; der Sänger Pöckh > in zwei Abbildungen, als Jäger im „Nachtlager i„ ^ Granada«, und als Bertram in „Robert der Tcuf.'l" l ! die Herren Ignaz Schuster, Sch 0 lz und Ncstr 0 y, 812 jeder in zwei Abbildungen ln ihren vorzüglichsten comi-schen Rollen:c. ?c. Die ganze Sammlung vom Anbeginne bis zu Cnde des Jahres 1828 wird die Zahl von sechzig Stücken überschreiten. Zur Anempfehlung dieser wunderschönen Gallerie, welche dem Theaterfreunde, wie dem Th-aterdirector und Sch.nispl'cl/r Kochst willkommen ist, und sich durch Farbenpracht w^!)rh>,ft auszeichnet, kann bemerkt werden, daß kein, was immer Namen habendes Journal etwas Aehnli-chcs anzuweisen vermag. Drittens. Di» erst im Jahrgange l83? begon« nene Sammlung ebenfalls illuminirter, und nach Original-Zeichnungen angefertigter Kupfersti, ch? unier dem Titel: „S cenen ausÄi« n, humo» listlsche oder satyrische Bilder auS der Kaiserstadt.« Hier werden Wiener - Tagedegeben« heilen, Mode. Thorheiten, drollige Mißverständnisse, launige Ereignisse, Lächerlichteiten, Velkehrchtilen lc. lc. aus drin großen Gewühl dcr Residenzbewohner mil der Geißel der Ironie aufgefaßt, bildlich dalg,st,lit und durch wi^ige Ausätzt erklärt. Die Bilder entwirft eine gewandte Künstlerhand, «in» geübte, anerkannte saly» rische Feder beschreibt sie. Besonders haben di! re cler Pränumer, emeln believtcu Theater'Zcituna," nicht, sie ihren Lesern auf das vor-tycilvaftefte zu empfehlen. Eine solche NcichhaitiMir, so großes Inttrcffe, eine so mannichsa.'tige, alle Lcseftlunde befriedigende Auö^ahl ?on a,>cgeic>ck.uel<,'ii, höchst au-ziehend geschriebenen Mittheilung«.'!, bcsi^t ivohl kein, roas immer Nahmen habendes, öffentliches Blatt. Man tan» mit Recht sop.en, die Wiener Thcaler. Zcitiui^ dicseS Icurnal für Kunst, Literatur, Tagöbegcdcnhcit, Handel, Industrie, Zeitgeschichte, befriedigt alle Classen von Lec. tnrfreunden, wenigstenö niird der Gelehrte wie der Sol. dar, der Kaufmann wie der Fabrikant, der Weltmann wie der Techniker dann Etwa5 nach scincnl Wunsche finden, Dahcr auch die ungeheure Verbrcilung ) und der ehrcnvollc Antheil in den höchsten und dcdeutcndsten Familieu der ft.Nlzzn Monarchie. Musterhaft sind besonders die zahlreichen i l l u^ minirte n Kupferstiche, wohl über i>o an der Zahl. die größtentheil5 nach Original-Gemälde» und Zcichnunqen allein b^b Geld w-lth sind, doö die ganze Iettung kostet. Wcnn man schnell und zwar im NvÄcmbcr Ul die Pl-än5meral,on eintritt und ganzjähric; abonnirt. clh5.lt dcr Abonnent auch noch den a,anzeu Jahrgang tö^? der «Meuen Scenen aus Wieu ", ein'pr^hl^es satyciiches Nilderwcrl, meisterhaft illuminirt, dcr einze,n nuf L fl. C. M. zu stehen kom»! Jahrgang ^5?) g r a-ti5. Man muß sich aber ,n dicseui Falle oirecte an Adolph Näuerle, Herausgeber und Redacteur, W Nicn, wenden und den Betrag bar an sein Comptoir, Rüuhenstcin^sse Nr. 926, anweisen oder einsenden. — o — <5ubernial - Verlautbarungen. Z. 63o. (3) Nr. '"7.^ Kundmachung der Veräußerung der k. k. Aerarial-Wollenzeug-, Tuch-und Teppichfabrik zu Linz, im Erzherzogchume Oesterreich ob der Enns. ^jn Folge allerhöchster Entschließung vom !/z. Jänner l. I. wird die k. k. Acrarial-Wollcnzcugr, Tuch- und Teppichfabrlk zu Linz sammt allenZugehörungcn demMeistbiethenden, mit Vorbehalt der Genehmigung der k. k. allge, meinen Hofkammer, verkauft, ohne jedoch dem Käufer die Fortsetzung dcs Unternehmens zur ausdrücklichen Bedingung zu machen. — Diese hiemit zum Verkaufe ausgcbothcne Fabrik ist »n der Entfernung einer Viertelstunde von dem Mittelpunkte, und am östlichen Ende der Haupts stadt Linz, der Provinz Oesterreich ob der Enns, an der Südseite dcs Donaustromes gclrgtn, von welchem sie durch eme brclte, aufgedämiw te, mit einer Kastanienallee bepflanzte, jedoch als Gemeindeweg der allgcmemen Benützung gewidmete Straße geschieden ist. — I. Bestandtheile der Fabrik. — /V. Zum Fabriks. betriebe gehörige R e al i ta te n. — D>e> se Realitäten umfassen folgende Gebäude in Linz, welche sich über einen der Fabrik eigenthümlichen Flachcnrcmm von vier Joch 371 ^ Qua. dralklafter ausbreiten. — ,) Das in einem vorzüglichen Bauzussande befindliche Hauptge» bäude, auch Zcugfabrik genannt, welches aus vier in einem Viereck gebauten, zusammenhängenden Trakten besteht, wovon der nördliche mit dem Donaualmc und der Fab^ksstraße pa-rallel lauf^de Fronttrakt, in einer Länge von 59/, Klaftcr, dann die bclden Trakte gegen Osten ul^d Westen, jcder in einer Länge von ^/3 Klafrcr, nebst dcn Erdgeschossen zwei Stockwerke h^^^ Der hintere südliche Trakt, m einer ^änge ^n Z5 Klafter, hat jedoch nebst 5"" ^dgeschossc nur ein Stockwerk. - Inner, yalb d.escr vier Trakte befindet sich ein weiter n?!^!? ""b " dessen Mitte der sogenannte ^uacyttpuim, c,n gemauertes Gebäude für Feuer« loschreqmsiten. ^_ .) Das unter dem Namen „Luchmanufaktur und zweite Färberei" bekannte Gebäude, östlich von dem Hauptgebäude gelegen.—Dieses nebst dem Erdgeschosse ein Stockwerk hohe Gebäude, welchcs die Norzuge dcs Hauptgebäudes in sich vereiniget, besieht cbcn« falls aus vier, in einem länglichen Viereck oer-einigten Trakten, wovon der nördliche 27 Klafs tcr, der östliche aber 3o Klafter und eben so viel jeder entgegenstehende Trakt m der Länge mißt. — Z) Das Wollmanipulationsgebaude, welches westlich von dem Hauptgebäude an der Fabrlkssiraße gelegen ist. — Dasselbe btsteht aus einem nebst dem Erdgeschosse einstöckigen, oblangen, aufgemauertcn , und im guten Bau-zustande befindlichen Trakte, welcher in der Länge 58'/z Klafter, lind in der Breite tz^ Klafter mißt. — 4) Der sogenannte Zwirnerstock zunächst dem Hauptgebäude und westlich von diesem an der Straße gegen die Donau gelegen. — Dieses Gebäude hat einen zweistöckigen Haupttrakt, in der Länge von ,2'/2 Klafter und m der Breite von 10V2 Kloster, dann einen ebenerdigen Ecitcntrakt in der Länge von 1/^/3 Klafter, m-d in der Breite vcn ^Klafter. — Im Erdgeschosse des Hauplraktes befindet sich nebst einer gewölbten Schlosserei, arch cine gewölbte Stalling für sechs Pferde / ,m ebener« digcn Seitcntrakte hingegen sind nebst einer kleinen Wohnung noch weitere zwei gewölbte Stallungen, jede auf drei Pferde vorhanden.— 5) Das sogenannte Pehn? oder Bcamtcnstöckl, welches ungefähr ,n der Mitte aller Fabriksrca-lltäten liegt, an allen wer Seiten frci steht, m der Lange 8 Klafter, in der Breite aber 5'/. Klafter mißt, und nebst dem Erdgeschosse mir einem Stockwerke versehen ist.- 6) Dos Tisch, lerstückl südlich gegenüber dem Tuchmanufakturs, gcbäude, besteht aus einem ebenerdigen Trakts, welcher 32^ Klafter in der Länge, und 4 Klafter in der Breite mißt. — 7) Das Schlosserei-Gebäude, welches aus einem ebenerdigen Trakte besteht, m einem Winkel gebaut, 22 Klafter lang, und an der Vorderseite 3^ Klafter, an der Rückseite aber ^'/2 Klafter breit ist. — -8) In den verschiedenen Höfen find nebsidem mehrere, theils hölzerne, theils gemauerte Hüt» ten zu vcrschiedenaNigcn Zwecken vothanden. (Z. Amts-Blatt Nr. 135 d. n. Novbr- 1L37) 2 c> wozu der Zimmerfladel, die Mörtel- und Re-ßuisitenhütte, wobei ein Hofwlesgrund und drei eingeplankte Gartchen sich befinden, endlich die Wagenrcmisen, Kartentrocknungs- und mehrere Holzhütten gehören. — g) Alle vor«nge-führten Gebäude, woven die von Zahl l bis einschlleßig, 7 durchaus mir Ziegeldächern, dann auch sämmtlich, mit einziger Ausnahme der un, ter 5 und ü angeführten, mit Blitzableitern versehen sind, dann dle übrigen Raume, Wies« und Gartengründe der Fabrlk sind dort, wo nicht ohnehin Gebäude den Anschluß bilden, mit Umfangsmauern geschloffen, welche in der Lange 2/»4 Klafter, in der Höhe »^ Klafter, und in der Dlcke i'/? Schuh messen, mit Zügeln gedeckt/ und gut conservirt sind. — 10) Ferners gehören hleher noch der m der Mitte der Fabrlksgründe an das Hauptgebäude anstossende große, schöne Garten, dann die der Fa, brik eigenthümliche, wirksamen Schutz bei Ueber-schwemmungen leistct^de Donauufer-Mauer, welche auf Bürsten und einem Roste aus Stein gebaut, m gutem Bauzustande befindlich ist, und 2o5 Klafter in dir lange, z Klafter 4 Schuh m der Höhe, und 4 Schuh in der Dlcke mißt. »« ii) Endlich das in dem «ine Stun< de von Linz entfernten Orte Kleinmünchen gelegene Walkgebllude, .welches ein ebenerdiges gemauertes Gebäude, in einer Lange von »n'/z Klafter, und in der Breite von 5'/, Klafter, und mit einer angebauten hölzernen Hütte zur Radswbe, dann mit einer Holz« und Kartentrocknungshütte versehen ist. — D. Verpach, tete Gebäude u nd G run dstü cke. — Hleher gehören: — 1) Die Steinbrückelmühle zu Kleinmünchen,mit5Mahlgängcn welche ein an einem lcbhafrenWasser liegendes, einstöckiges, land, artig construirtcs Gebäude ist, in der Lange 27 '/5 Klafter, und in der Breite ,6 Klafter nnßt, und theils mit Stroh, theils mit Schmdeln emge-dcckt, und gegen vierteljährige Aufkündigung und einen Betrag von jahrlich 236 st. Eonv. Münze verpachtet »st. — 2) Die zu dieser Realität gehörigen Grundstücke, bestehend m 6 "/54 Joch »» Quadratklafter Ackergründen, und in 2 'VgzIoch^O.uadratklafterWiesen undGärten, welche qutarrondirt, und ebenfalls gegen viertel-jährigeAufkündigung und einenPachtschllling von jährlichen 74 fl. Eonv.-Münze verpachtet sind. — I) Unter die verpachteten Gerechtsamen gehört weiters die der Fabrik mit den Gebäuden in Linz eigenthümliche Aussch«nk- und Ausspei» segerechtigkeitj der jährliche Pachtschilling betragt 2i3 ft. E.M., und es ist ebenfalls die vierteljährige Aufkündigung bedungen. -- z) Endlich sind in dem Fabriksgebäude zwei Ge« ^ wölbe dem Winzer-Hauptzollamte gegm einen ' Betrag von jährlichen i5» fl., und gegen vierteljahrige Aufkündigung vermiechct. — (5. Werko Maschinen, Gcrä thschaftcn und sonstige Utensllien. — Hierunter sin» alle fur den dermal'gen Fabriksdelrieb vorhan« dlncn, und sowohl ,n dcn summarischen, alS auch ln den Detail- Nachwcisungen bezeichneten Werksmaschlnen, Geräfhschaftcn und Utcnsil.en, so wie auch d.e Haus- und Kanzlelgeräthschaf-ten, bann Wazen, Pfcrdgeschirre u. s. w. be» griffen, welche zusammen ecn1li, sind übrigens die in den Verschleiß-Niederlagen zu Wien, Pesih und Mailand bc> findllchcn Elnrichtungsgegenstände, Kanzlei-und andere Nequljilen ausdrücklich ausgeschlos, sen, und deßhalb auch abgesondert nachgewi«« sen. — v. V 0 rrathe an rohen und zu» bereiteten Materialien und Nequi-slten. — Diese Vorräihe, welche sich eben, falls in den vorstehend b«nannte.', Fabriksgedäl.!« den befinden, umfassen die vorhandene rohe und zube;?ltete Wolle und das Gespunst mit Einschluß de^r Kette und des Einschlages, dann oie Färbe- Stoffe, so wie andere Materialien und Requisiten. — k. Vor rathe an Halbfabrikaten. — Unter diesen Vorräthcn finddie Erzeugnisse, vom gewebten Stücke angefangen, bis einschllcßig der in was immer für einem noch erforderlichen Grade der Appretur befindlichen Stoffe begriffen. — ^. Vorrathe an fertigen Waaren. — Hiehcr gehören alle fertigen Waaren von den bereits ganz appretirten und zur Abgabe an die Verschleiß, Niederlage geeigneten, jedoch noch nicht zusammengelegten und zum Verschleiße ausgerüsteten fertigen Waaren angefangen, bis cinschließig sämmtlicher auf den Verschlcißlagern zu Linz, Wien, Pesth und Mailand, dann auf den Eomm,ssionsla-gern zu Brünn und Grätz befindlichen Fabriks» artlkel. — II. Verkcniföbedingnisse. — §. ,. Als Feilbiethungspreis für die sämmtlichen un. ter ^.. und V. bezeichneten Realitäten wnd der Betrag von 132576 fl., — dann für den unter <^. benannten ^unc^i^ in^n-ncUl^ die Sum« me von 44»55 ss., zusammen 17673a fl., sage: Einmal Hunden sechs und sicbenz'g Tau- 0 send sieben Hundert dreißig Gulden in Conventions- Münze nach dem 20 fi. Fuße, drei Stück Zwanziger auf einen Gulden gerechnet, festgesetzt. — Die Feilbiethungsprelje für die übrie gen Derkaufsobjecte unter I). 1^. und k'. können jcdoch dermal in der Ziffer des Gesammtbctra-gcs deßhalb nicht angegeben werden, weil dci dcm bls zur Uebergabe an den Bestbicther fortwährenden Betriebe der Fabrik, mithin bel der auch fortdauernden Erzeugung und dcm fortge» sctztcn Verschleiße der Waaren auch die Vor-räihe an diesen Verkaufsobjecten immerhin wan-dclbar, somit auch bis zum Verkaufe der Men« ge nach unbekannt seyn werden. — Es haben tahcr bei 5,csen Vcraußeru'igsobjccten nur die nach den emz>,lncn Gattungen und Qualitäten cusgemlttcltsn Schayungswerlhe, welche in ab-gesonderte, und an den weiter unten bezeichneten Orten zu Jedermanns Emsicht bereit liegende DetaillNachweisungen aufgenommen sind, die Feilbltlhungspl-cise zu bilden. — §. 2. Jedermann , welcher nach den bestehenden Gesetzen zur Erwerbung von Realitäten geeignet ist, wird —sey cs nun allein oder in Gesellschaft,— «ls Kauflustiger zugelassen. — §.I.DcnKauf. lustigen wird freigestellt, den Anboth bloß — H) auf die Fabnksrealttaten und den l'unäliz» in-5trucM3) oder — k) bloß auf die vorhandenen unverarbeiteten Materialien, die Requisiten und d,e halbfertigen Stoffe, oder — c) bloß auf die Vorrathc an fertigen Waaren zu machen, endlich — li) denselben auf zwei oder auch auf gllc drei der unter u, Kund c, erwähnten Feil« hiethlmakobjecte auszudehnen. — §. ^, Die 5aufiustigcn haben »hre Anböthe mittelst schriftlicher versiegelter Offerte, und zwar für jede der »m vorsteyelidcn §, ä. unter u, ^, und c, be-^eichnelel^ ore» Abtheilungen abgesondert zu machen, wenn gleich sie dieselben auf zwei oder auf alle dre, Frlldlethungsobjecte ausdehnen sollten. — Auch lst lm leylercn Falle der Offercnt, welcher nur rücksichtlich des c»nen oder anderen Objectes Bcstbiether bleibt, an das betreffende einzelne ^Offert gebunden, wenn ihm auch d«e anderen Fcildicthungsobjecte, aufweiche er mit? gebothen hat, nicht zugeschlagen werden sollten. — Die Osse, tc sind bis zum Ja. December i35? um ,2 Uhr Mittags bei dcm Präsidium der k. f. allgemeinen Hofkammer in Wien zu überreichen. — Jedes dieser drel abgesondert schriftlich und versiegelt einzubringenden Offerte muß aber — g) von Außen mit cmcr den Gegenstand bczelch-yenden Aufschrift versehen, und eS muß — Ii) im InHalle, das der Versteigerung ausgesetzte Object, für welches der Anboth gemacht wird, mit Hinweisung auf d,e zur Versteigerung die, ses Objectes festgelegte Frlst, nämlich Tag, Monat und Jahr, gehörig bezeichnet seyn; daher nach Verschiedenheit dcv Objecte die abgesondert euizubringcndcn drei Offerte ausdrücklich dahin zu lauten haben: »- nu) Anboth auf die Fac lniksrealilatcn, und den in der dießfalligcn, in der öffentlichen Kundmachung bezogenen De-ta,l - Nacdwelsung als solchen bezeichneten k'llndi^ in^ucu^) welche am 3o. December i6Z7 der öffentlichen Feilbiethung mittelst schriftlicher Offerte unterzogen werdln. — !)i>) Anboth auf die rohe und zubereitete Wolle und Gespunst mit Einschluß der Kette und des Einschlages, dann auf die Färb- und anderen Materialien und Requisiten ; endlich auf die Halbfabrikate, vom gewebten Stücke angefangen bis emschließig dcr in was immer für einem noch erforderlichen Grade dcr Appretur befindlichen Stoffe, welche am Ic>. December 18)7 der öf« fentllchen Fellbiechung mittelst schriftlicher Offerte unterzogen werden. — cc) Anboth für d,e fertigen Waaren von den bereits ganz appretir-ten und zur Abgabe m die Verschlcißniederlage geeigneten fertigen, jedock noch nicht zusammen« gelegten und zum Verschleiße ausgerüsteten Waaren angefangen, bis einschließlich sämmtlicher auf den Verscl leißlagern zu Lmz, Wien, Pesthund Mailand, dann aufden Commissions, lagern zu Brunn und Gräh befindlichen Fabriks-Erzeugnisse, welche am Zo. December ,8)7 oer öffentlichen Fe,lbiethung mittelst schriftlicher Of-ferie unterzogen weiden. — c) Das Offert auf die Fabrikvrealltatcn und den k'un^us ^n^tl nc» tu5 muß ferner auf eine bestimmte zugleich durch Buchstaben und Zahlen ausgedrückte Summe in Conventions, Münze nach dcm Zwanzig Gulden Fuß lauten, jedes der beiden übrigen Offerte auf die nn §. 3. unter k. und 0. bezeichneten Verkaufsobjecte hingegen hat aus dcm schon im §- !. angeführten Grunde auf ein bestimmtes und für alle Gattungen, ohne Unterschied der O.ualitat, ganz gleiches, ebenfalls zugleich durch Buchstaben und Zahlen ausgedrücktes Percent in öcnventions-Münze zu lauten , welches auf oder über die schon nach den verschiedenen Gattungen und Qualitäten dieser Verkaufsobjccte ausgcmittellen, oder bei emlgen Objecten auf oder über die nach Maßgabe des nachfolgenden Paragraphcs i i. erst bei der Ucbcrgabe auszu-Mtttc^ndcn Schahungswcrthe gebothen werden will. — Auf Offerte, 'welche überhaupt bloß bedingt, oder etwa mit Beziehung auf einen o anderen fremden Anboth gestellt, oder unbe» stimmt sind/ kann keine Rücksicht genommen werden. — 6) Jedes Offert muß weiter mit dem Erlagsscheine, oder der Quittung über die bei einem der unten benannten Aemter erlegte Caution versehen seyn, welche entweder,m ba« ren Gelde, oderm annehmbaren und haftungsfreien k. k. österreichischen Staaspavleren, nach dem letzten am Erlagstage bekannten börsenma« ßigen Curswerthe berechnet, oder mittelst einer, volle Garantie darbiethenden und demnach von eimm der unten bezeichneten k. k. Flscalamter vorläufig geprüften Hypothekar« Verschreibung sicher zu stellen ist; und — ää) für den An» both auf die Realitäten und den I^unäu8 in» 5dr!ic^li>, in 10F des Schätzungswerthes ur. »76750 si., daher in 1767) fi.—keine Schätzung vorhanden scynsolllc, wird die Berechnung des Schatzungswerthes nach den bei der k. k. Fabriksbuchhaltung erliegenden und Bezug nehmenden Tanffen, jedoch ohne Zurechnung der Regiekosten gcsckthen, welche Regiekosten übe? Haupt bei den ausgcmittclten Schatzungswerthen nicht ln Anschlag gekommen sind. — Dieselbe Berechnung wird auch be» jenen Halbfabrikaten Statt finden, rvclche sich noch in einem solchen Grade der Appretur befinden soll» tc:?, für welche kein eigener SchälMigswerth besteht. — Da übrigens dlt Vcrschlcißmcbcr-lagen der Fabrik zu Wien, Pesth und Mailand in gemietheten Localitaten, und zwar in Wlen gegen einen jahrl Zins von 20c>l) st-'s /x «>> in Pcsth von ........ «00 fi. i ' ' und ln Mailand von Lire»u5t. l ioo, untergebracht find, so wlrd es dem Ersteher der fcrti« gen Waaren, in so ferne er diese Niederlagen beizubehalten gedachte, anheim gestellt, fich wegen fernerer Uebcrlassung der dießfälligen Loca-liläten mit den Eigenthümern derselben emzU' verstehen, indem von Seite des Acrars die dickfalls bestehenden Mlcthverträge für jeden Fall aufgekündet, und dem Ersseher der Waa« rcnvorralhe nur ein Zeltraum von !H Tagen, vom Tage der vollendeten Uebergabt an gerech» net, zur Räumung derselben in dcm Falle zugestanden werden würde, als derselbe die Nle-derlags:?ocalitaten gegen Zahlung des VUeth» zinscö vom Tage der vollendeten Uebergab? nicht übernehmen, und nicht auch die in diesen drei Niederlagen befindlichen, und von dcm ^niicinz in5lilll:t,>iF der Fabrik ausgeschiedenen Einrichtungsstücke, Materialien und Requisiten, um den bei derWienernlederlagemit 10^7 fi. 52 kr. bei jener zu Pcfih mit ..... iä7 st- io kr. «nd zu Mailand mit...... 2/5 st. 19 kr. daher zusammen mit l/, 70 s!. 2l kr. sage Eintausend vier Hundert siebenzig Gulden 2l kr. ausgemitteltcn Schatzungswerth ablöscn, oder, wenn selbst im Falle der Geneigtheit des Erstehers zur Eingehung dteser Bedingung der Eigenthümer der Nlcdcrlagslocalltätcn, d cse Uebcrlassung in Aftermiethe nicht zugeben sollte. — Uedrigens hat auch dcr Ecsteher dieser Feil-biethungsorjecte, von dcm festgesetzten Tage der Ilebergabe an, den Zufall auf fich zu nehmen, wenn tne Ulbergabe aus semcm Verschulde»/ oder aus was immer für einem von seiner Seite eder von Seite seines Bevollmächtigten eingc« tretenem Hindernisse an dem dazu bestimmten Tage nicht Stattfinden könnte. — §. ,2. Ob« schl.^ jdie den Fcllbiethungspreis bildenden Schähungswerthc, und zwar die der Fabriks-realitaten bloß mit Rücksicht auf den allfalligett Zinsertrag, und Jene des l?un<^u8 in5lll,c:lu8 nur nach der mehreren oder minderen Brauchbarkeit, ja, größtenlheils gar nur nach dem Werthe dcs dabei befindlichen Eisens, Kupfers oder Mcssmgs ausgemiltclt; ferner der Schatzungsi werih der Materialien und Requisiten, m so weit diese nicht wegrn minderer Brauchbarkeit nach solcher eigends abgeschätzt wurden, nur in dem M,ttelp7-lse, endlich be» den .yalbfabrika« ten und ganz fertigen Waaren, ln so ferne Nlcht Einige hiervon als incurrent clgcndii ab-gcschatzr wurden, nur in den Gestchungsmit-tclpseisen ohne Einrechnung der Regiekosten bestehen, so wird gleichwohl ausdrücklich hiermit erklärt, daß der Verkauf und die Nebergabc ohne geringste Haftung des Aerariums für die Beschaffenheit, den Zustand und dav'Flächen-oder Grundausmaß der Fabriksrealitäten oder für die Brauchbarkeit des l'unciuz inHll-uQi.u5 und der Materialien und Requisiten, oder füf die Qualität und Preiswürdigkeit der Halbfabrikate und ganz fertigen Waaren geschehe, und dahtr auch nur eme Gewährleistung durch drei Jahre, vom Tage der Uebergabe an, bloß füt den Fall zugesichert wird, wenn binnen dieser Zeit das E'genthum der Verkaufsobjecte sel st, und insbesondere, was die Realitäten betrifft, wie dieselben in der dießfälligen abgesondertem Beschreibung nach ihren grundbüchcrlichen Bf5 ncl-.i'.ltnyen aufgeführt find, von emem Onllell in Anspruch genommen, und die Vertretung gegen den Flscus nach Vorschrift der Gerichts« ordnung verlangt werden sollte. — Es findet daher außer diesem, selbst bet behaupteter Ver« letzung über die Hälfte, oder aus was immer für einem Nechtsgrunde, ke ne Gewährleistung Statt, und der Käufer kann deßhalb die Go i'a^u <.cn»- , fioriä zu erlöschen hat. — D,e Bewilligung zur bücherllchen Besiyanschreibung wird jedoch dem Käufer in keinem Falle vor der wirklich er« folgtenBerlcht'gung des erstenKaufschlllingsdrit-lkciles, sondern nur nach der wirklich geleiste» ten Zahlung dieses Drittheilei, und falls er, bezüglich des KaufschitlingSrcstes, von der ihm zugestandenen Ratenzahlung Gebrauch machen will, auch dann nur gegen dem ertheilt, daß die dicßfalls von lhm übernommenen Verpflichtungen nebst dem m den nachfolgenden §§. l5, 16, »7 und l8, dem Acrar vorbehal» tcnen Nelicttationsrcchtc, welche ^Vtipulationcn auch in den Kaufscontlact überzugehen haben, zu gleicher Zelt m den Kassenstand der sämmtlichen erkauften, und hiermit ausdrücklich für ihre Spccialhppothek erklärten Realitäten, g'.'undbücherlich einverleibt werden. — §. iH. Der Evstehcr der übrigen, im tz. 3, unter d Ut^d ,<: bezeichneten Verk^ufsobiecte hat dagegen den bei dcr Übergabe ili der (§. i l) bezeichl^eten Art allsgcmittcltcn Kaufschilling, gleich nach Vollendung der Ucber^abe, und sobald der Vcrkaufsvertrag ausgefertiget ist, bar zu erlegen. — Bis zum erfolgten Erläge des Kauf« schillings werden aber von dem Ersteher diese verkauften Objecte dem Aerar zur Sicherstellung dcs KaufschillmgS rechtsförmllch als Pfand bestellt, und m der pfandwelscn Innehabung des Aerariums belassen werden. — Eben deßhalb wird in dem Falle, als sich während der Bezahlung in den Verschleißniederlagen einsin« Hen sollten, dem'Ersseher zwar gestattet, diese Waarcnabnchmer für seine Rechnung befritdi, gen zu dürfen. — Dieser Verkauf darf jedoch mir gegen bare Bezahlung und gegen einstwei- lige gleichfalls pfandweise Depositirung der ?o« sungsbetra'gc bei der Uebeigadscommission Statt finden, welche Commission die Lojungs« betrage erst nach berichtigtem Kaufschillinge all den Erstchcr ausfolgen wird. — Auch müsscrl diese Losungsbetrage wenigstens dem Erstchungs-preise der zu erfolgenden Waare glc,ch kommen, oder von dem Erstehcr bis aus diesen Be» trag ergänzt werden, wldrigens er die Erfolg-lassung der von ihm erkauften Waaren nicht ansprechen konnte. — §. i5. Für den Fall, als der Erstcher u) die Fertigung dcs Vertrages oder die Uebernahme verweigern, oder d) zu der >n den §§. l3 und 14 bestimmten Zeit den Kaufschilling, je nachdem dlrse zum Theile oder gleich ganz zu leisten ist, nicht berichtigen, oder sonst den Verkaufsbedmgungen mckt pünct« lich nachkommen, oder c) wenn endlich die Er« stlher der Realitäten zwar die erste Ratenzah« lung leisten, jedoch mit einer der übrigen Rae ten und den bedungenen Zinsen im Rückstände verbleiben sollten, wird in den Fällen ^ und i, die erlegte Kaution als verfallen er» klärt und ^i-o 2l.'i-2ti'a eingezogen werden. -» Außerdem hat aber auch ,n dil zu b,eth?n, und d,e Diffe« renz des neuen Befibolhes zu dem semigen, an dem gesammttn Vermögen desselben zu erholen. — §. 16. Vei dieser vom Aerar sich vorbehal« tenen neuerlichen Feilblethung steht demselben auch das Recht zu, nach Guibesinden jene Gumm« zu bestimmen, welche be» der zweiten Fellbllthung als Ausrufspre,s gelten soll, und es können für kemen Fall die dem veräußernden Aerar verpflichteten Crstehir aus der Be« stllnmung des slusrufepre,ses, noch aus der Art der Wledelfeilbitthung, Einwendungen gege'n ! die Giltigkelt und die rechtlichen Folgen Der ! zwtittn Veräußerung herleiten. — tz. 17. Für ' den Fa«, als dem Ersteher derFabrikertalitaten : dle lm §. l5. «. bezelchnete Eontrastsbrücblg- > kett zu Schulden fommt, und eS demnach dem > Nerar nach den Bestimmungen d«r §tz.'i5 und - lö zusieht, dle uerkault«n Realltätm und was 0 mit demselben an den Käufer übergegangen ist, im administrativen Wege zurückzunchmm, und auf Gefahr und Kosten des Vertragsbrüche gen neuerlich fellzubiethen, ertheilt blcser