^31. Mittwch, 10. Juni 1896. Jahrgang 115. kaibacher Zeitung. ^!,^---_____------ P°s ^'chede. die Consular-Attaches Koloman )Vf^eiu Freiherrn von Gudenns und ''^ !" von Hem pel, sowie den Concepts-Wch'" "' Ministerium des kaiserlichen und ^"Hauses und des Aeußern Dr. Johann ^hl, "' zu Vicecousulu allergnädigst zu ernennen ^chs^"!!? k. Apostolische Majestät haben mit , H" Entschließung vom 3. Juni d. I. den ^N siloes Obersten Gerichtshofes in Ver< ,i ^,''Mndcn Gerichtsadjunctel, Richard Dlaba<< ^>l »^ls-Adjuncten Johann Gebauer Ht»,. Charakter einer Ralhssecretärs aller- ^" '"rleihen geruht. Gleispach m. P. ^ ^chst!'. '!?b t. Apostolische Majestät haben mit ^ ,^zh , ^"lchließnng vom 15. Mai d. I. dem Kch "^« - Oberinspector Josef Neuha u s e r '""len.."" Versetzung in den dauernden Ruhestand MlGn ? seiner vieljährigen und ersprießlichen ' ^iidi^'j °"s goldene Verdienstkreuz mit der Krone U" zu verleihen geruht. '' ^^Ws>N b°s XXI. Stück des Landesgesehblaltes für > °'M "'^ Versendet ^herz^"Uhält das Ocsch von, 25. Mai 18W, wirksam i^H"'"^ain, mit welchem eine Van-Ord'wng . "Ndegcbiet der Landeshauptstadt Laibach erlassen ^"^ch>,^esetz tritt mit dem Tage der ^,z,e in Mirlsamleit. " Redaction des Landesgesetzblattes fiir Krain. ^l^^a i bach a,» 10. Juni 1896. _____ ^ichtamtlicher^heil. ^ Millcnniums-Feier ill Ungarn. , ^ Wien am 8. Juni. Hs^"udaftest, wo zur Zeit um die Person Seiner K desA ^°'sn's und Königs die höchsten Würden-" ""'Uln^'^^ versammelt sind, erreichte heute die i'.Ioße, ?, ihren Höhepunkt. Es war der Tag ^ der ^'^ und Huldigungszuges durch dle ^"d d^Melstadt, wobei die heilige Stefans->!A,I ^ übrigen Reichsinsignien vor den Hundert-^? b°n ^?"Z^n,melten Zuschauer, die eiue Weg-"' es ^. Kilometern einsäumten, vorübergefiihrt ^""g s>i 5 der Tag der allgemeinen Volls-> ^ltol s^«^,. inniggeliebten Träger der Krone, ^ir H" ^"n,g Franz Josef. ..^ ^ "lls der !5 - """ die weiteren Meldungen über den ^ 7 H'erlichkeiten folgen: ^des'z^N" wurde die Deputation der Ober-^/esi^ ""des sowie die Deputation der Haupt-/>n "°dt Budapest von Seiner Majestät Ottp^3"sprache des Führers der Deputation, '^so a^" ^"on Vanffy, geruhten Seine ^t ^ di ?"^"^l"e Ich au den gegenwärtigen ^^tellun 'vuldigung der Obergespäne entgegen, X. Mhria.3 ?!' """ der ältchen Institutionen des Vs>chtia^^^ beruht. Die Obergespäne waren ^/^itm, ^actoren im öffentlichen Leben, Führer V^ere ' M auch auf dem Schlachtfelde, aber ^z «e d°, K"^enszeiten, indem sie in den als ^hl des m .^ssung wetteifernden Comitaten dle °Ü?e,heit auch mit Opferwilligkeit unterstützt. Em Rückblick auf die verflossenen Jahrhunderte zeigt uns das altehrwurdlge Ofen mit seiner glänzenden Vergangenheit und mit den Erinnerunaen an die hierauf folgenden traurigen Zeit. per oden am linken Donau-Ufer aber die erst fpäter iilm Leben erwachte, aber desto rafcher emporbluhende ünaere Schwesterstadt, bis in den letzten Jahrzehnten beide vereinigt wurden und mt vereinten Kräften jene Stufe der Blüte errungen hLw', auf welcher W.r ste At mit Freude fehen. Gebe der Allmach.ge dass d eser Aufschwung auch im zweiten Iahrtaufende auf sich rer Grundlage fortschreite und die berecht.gte E?wartuna des ganzen Landes, welches m der geliebten Auvt2 von Treue, wahrem Patriotismus, bürgerlichen Tilgenden, religiöser Sitt« will, hier einen entsprechenden M derhall finde Dies wird auch der schönste Lohn Meiner für Budapest stets gehegten warmen Sympathie sew und Meine Hoffnung bestärken m d.efem Memem geliebwi Heim bei jeder Gelegenheit nur angenehme '5°^An^ wurden mit begei- sterten Eljen-Rufen aufgenommen. Das neue herrliche Parlaments-Gebaude war hente der Schauplatz jenes hochbedeutsamen staatsrechtlichen Ues welcher d e Feier des tausendjährigen Bestandes s un Hu Staates im Gesetzbuche verewigen U Das Gebäude wurde durch diese Feier eingeweiht. W,e be eits gemeldet, war der Platz vor demselben durch Tr bün" flankiert, welche von emem eleganten Pu-bl um besetzt waren. Hinter demselben halte e.ne un-^bbare Menschenmenge Aufstellung genommen. D ^Platz Mt'war freigehalten. Auf zw i riesigen ^lmen äulen vor der Feststiege wurden die ungarische und d k oa iw Tricolore gehisst. Die Galacaros en n des Reichstages begaben sich zum Parlament, die übrigen Theilnehmer am Vander.um ^"Der'Viccvräsident des Magnatenhauses GrafTibor Karolyi eröffnete die Stzung mit einer feierlichen Anbacke die in einer begeisterten Huld.gung für Seme MaMt den Kaiser-Köuig ausklang. Graf Karolyi warf emen Rückblick auf die tau-smdiähriqe Geschichte der ungarischen Nation, Ein Jahrtausend ist verstrichen, sagte er. seit Arpad und seine Tapferen diefen heiligen Boden eroberten und damit das ungarische Vaterland begründeten. Ich kann in dieser kurzen Eröffnungsrede nicht alle glänzenden Bilder unserer Geschichte erwähnen, welche von den herzerhebenden Thaten unserer Porsahren Zeugnis ablegen, sowie auch nicht jene dunklen Blätter aufzählen, die Fälle, in welchen das Vaterland dicht an den Ab« gründ, an den Rand des Verderbens gelangte. Es gibt kaum eine Nation, welche bemüssigt gewesen wäre, um den Preis so vieler Opfer ihr Vaterland gegen Feinde, sowohl innerne als äußere, zu vertheidigen, und nicht immer waren es Tage des Glückes und des Sieges, auf welche wir mit dem schönsten Stolze zurückblicken könneu. Hohen Dank, sagte er weiter, müssen wir an diesem Tage den Großen unseres Vaterlandes zollen. Durch die Gnade Gottes unter den Völkern Europas heute bereits einen würdigen Platz einnehmend, brauchen wir nichl mehr um das Dasein zu kämpfen. Von hier gehen wir nach Ofen, um unserem geliebten König (stürmische, nicht endenwollende Eljen-Rufe) diese, dem Herzen der Nation entsprechende Huldigung zu verdol« metschen und dessen große Verdienste nicht ich in dieser Rede, sondern die Geschichte berufen sein wird, ent« sprechend zu würdigen. (So ist es! Lebhafte Eljen-Rufe). Wollen wir an dieser Stelle nur dem Ausdruck geben, dass wir, die wir durch Parteilämvfe oft getrennt sind, durch die Vaterlandsliebe immer vereinigt werden, und geloben wir Gott, dass dieses Vaterland, welches unsere Ahnen erworben und beschützt haben, auch wir und unsere Nachkommen beschützen werden, und dass dieser heilige Boden, so lange es einen Un« gärn gibt, immer Ungarn bleiben werde (lang anhaltende, lebhafte Eljen-Rufe), so uns Gott helfe! (Lange, nicht enden wollende Rufe: Es lebe der König !) — Die Erzherzoge hatten in der links vom Präsidium gelegenen Loge, die Erzherzoginnen in der Loge rechts vom Präsidenten platzgenommen. Die Mitglieder des Allerhöchsten Herrscherhauses wurden bei ihrem Er-scheinen mit stürmischen Eljen-Rufen und Schwenken der Kalpaks begrüßt. Nachdem die stürmischen Eljen»Rufe, welche dieser Rede gefolgt, verklungen waren, verlas Schriftführer Auton Molnär das fanctionierte Millenniums-Geseh, welches mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Hiemit hatte die Sitzung ihr Ende erreicht. Die Mitglieder des Allerhöchsten Herrscherhauses verließen, lebhaft acclamiert, den Saal, um sich sofort nach der Hofburg zu verfügen. Nach kurzer Pause rangierte sich wieder der Fest» zug, um sich nach Ofen zur Huldigung Sr. Majestät des Kaisers und Königs zu begeben. Nach der Festsitzung begaben sich die Mitglieder beider Häuser des Reichstages in die Hofburg, wo Präsident Szilagyi an Seine Majestät eine Anfprache hielt, in welcher er die Einheitlichkeit des ungarifchen Staates und die constitutionelle Unabhängigkeit, die uralten Freiheiten, dann die Einheit der ungarischen Nation und den auf der Gemeinsamteit des Herrscherhauses beruhenden Verband mit den österreichischen Königreichen und Ländern betonte. Ebenso unverletzlich sei die verfassungsmäßige Sonderstellung der Autonomie der ungarischen Nebenländer, sowie deren Gebiet und politische Nationalität; gleich unverletzlich ist die Gleich« heit der politischen Rechte ohne Unterschied der Rasse und des Glaubens. Der Verband Ungarns mit den österreichischen Ländern bietet für beide Theile der Monarchie eine Quelle der Kraft und eine Garantie für die Sicherheit, daher beide Reichstheile ein dauerndes Interesse daran haben, dass die österreichisch'Uugarische Monarchie fest und stark sei und überall die Ueberzeugung dahin erwecke, Ungarn werde immer lebhaft sich betheiligen an dem Wettbewerbe mit den Culturnationen. Die Rede betonte schließlich die erhaltende Kraft, die Anhänglichkeit Ungarns au den Thron und das Herrscherhaus und schloss mit Eljen-Nusen auf den König, welche begeisterte Aufnahme fanden. Seine Majestät geruhten hierauf zu erwidern' Geehrte Herreu Magnaten und Abgeordnete! Liebe Getreue! Mit Freude begrüße Ich die hier ver-sammelten Magnaten und Abgeordneten Meine» Laibacher Zeitung Nr. 131. 1118 10. IlU^5^ geliebten Königreiches Ungarn, und indem Ich Ihre Huldigung mit Dank entgegennehme, preise Ich die göttliche Vorsehung, welche es mir vergönnte, mit Meiner geliebten ungarischen Nation die Gedenkfeier aus Nnlafs des tausendjährigen Bestandes des ungarischen Staates begehen zu können. Selten und erhaben ist in der That dieses eine so historisch denkwürdige Zeitperiode abschließende Fest, und indem das ganze Land von dem Gefühle der großen Bedeutung dieser Feier durchdrungen ist, wollen Wir vor allem mit Pietät Unserer Vorfahren gedenken, deren Weisheit mit Gottes Hilfe den bisherigen Bestand dieses Staates gesichert hat, und zugleich aus der Geschichte die nützliche Lehre schöpfen, dass dieses Land nur dann stark und blühend wird, wenn dessen Söhne treu zu ihrem Könige stehen und, die Religion hochhaltend, untereinander in brüderlicher Eintracht lebten, dass jedoch Gefahr drohte, woferu innere Zwietracht seine Lebenskraft lahmte. Aber auch dahin weist Uns die Geschichte, dass das Land dankbar jener Nachbarn und Nationen gedenken möge, die demselben mit Vereitwilligkeit hilfreich beistanden, namentlich als es um die Befreiung von der mehr als hundertjährigen Fremdherrfchaft kämpfte, und dass es auch jener Nachbarn gedenke, mit denen es das wechselnde Geschick sowie die Weisheit Unserer Vorfahren verbunden hat und mit welchen vereint jene Monarchie gegründet wurde, deren Bestand an diefem Orte sich in Europa als eine Nothwendigkeit darstellt, welche Ich von Meinen Vor» fahren ererbte und die Meinen Nachkommen unverletzt zu erhalten Meine heilige Pflicht nnd Mein Wille ist, wie dies auch das eigeue Interesse der beiden Staaten erfordert. Es ist deshalb Mein innigster Wunsch, dass das Gefühl für diese» Verbaud nicht nur nicht erschüttert werde, sondern stets unverletzt fortbestehe, dass diese Empfindung sowie die Sympathie der Angehörigen beider Staaten der Monarchie eine gegenseitige sei und gegenseitig zugleich das Bewusstsein, dass aus dieser Zusammengehörigkeit nicht nur Rechte, sonderu auch Pflichten für beide Theile erwachsen, wie dies sowohl die pragmatische Sanction als anch die infolge derselben geschaffene staatsrechtliche Grundlage weise anordnet, auf welcher Grundlage die ganze Monarchie und nament« lich Mein geliebtes Königreich Ungarn in fo erfreulicher Weise sich entwickelte und aufblühte, ohue dafs dadurch die unverbrüchlich festzuhaltende Einheit des ungarischen Staates und der ungarischen politischen Nation, dir Entwicklung der verschiedeueu Nationalitäten bei Wahrung der staatlichen Einheit und Achtung der Gesetze, sowie das durch die Geschichte und die Gesetze geheiligte Verhältnis gefährdet würde, welches Ungarn mit seinen Nebenländern unter Aufrechterhaltung der eigenen autonomen Rechte derselben verbindet. Tausend Jahre sind auch im Leben der Staaten eine lange Zeit. Während dieser Epoche hatte das Land glänzende Zeitperioden, aber auch viele Widerwärtigkeiten zu tragen, ja es brachen über dasselbe Katastrophen herein, welche den Bestand der Nation wiederholt mit dem Untergange bedrohten. Die glühende Vaterlands- uud Freiheitsliebe der ungarischen Nation, ihre Tapferkeit uud ihre im Missgeschicke bewiesene zähe Ausdauer besiegten stets mit Hilfe der göttlichen Vorsehung die Gefahren, und sie gab auf diese Weise einen glänzenden Beweis ihrer Lebenskraft und ihrer Fähig« teit, den Bestand dieses Staatcs zu erhalten. In diesem feierliche« Momente muss Ich mit Anerkennung dieser hervorragenden Eigenschaften der ungarischen Nation gedenken, und es ist Mein inniger Wunsch, dass im unabsehbaren Laufe der kommenden Jahrhunderte die Nation in Uebereinstimmung mit ihrem Könige stets von wahrer Vaterlandsliebe geleitet werden und auch inmitten der Segnungen des Friedens dnrch besonnene, den Umständen und bestehenden Verhältnissen Rechnung tragende Ueberlegung die ruhige Entwicklung und das Aufblühen des staatlichen Lebens sichern möge. Bei der Sorge für die Geschicke des Vaterlandes fällt eine maßgebende Rolle auch dem Reichstage zu, und es ist deshalb Mein lebhafter Wunsch, dass ein jedes Mitglied der beiden Häuser des Reichstages, durchdrungen von seinem Berufe sowie von dem Bewusstsein, dass mit seiner Stellung nicht nur besondere Rechte, sonderu auch Pflichten gegenüber dem Lande verbunden sind, welches von der Gesetzgebuug die Fürsorge und Förderung seines materiellen und geistigm Wohles erwartet, durch Fleiß und nützliche Arbeit dieser Erwartung zu entsprechen bemüht sein möge, wobei Sie auf Meine mit diesen Vemühuugeu vollständig übereinstimmende Unterstützuug uud Gnade jederzeit rechnen können, und diese edle Aufgabe mit gegenseitigem Vertrauen und vercinten Kräften erfüllend, wird sich der in dem pietätvollen Gesetze, welches Sie in Ihrer heutigeu feier» lichen Sitzung verkündeten, enthaltene Ausspruch bewahrheiten. Es seien dies die festen Grundlagen jeuer segensreichen Harmonie, deren Kraft zugleich ein Unter-Pfand des sicheren Fortschreitens in den künftigen Jahrhunderten bildet! > u " ? Walte Gott dass es so sei, jetzt und immerdar!. TlieHns.« ^ ^ ^"estät wurde mit begeisterten «'M-Nusen aufgenommen. Die Majestäten und die Erzherzoge zogen <2ich hierauf m derselben Weise, wie Sie gekommen, in Ihre Gemächer zurück, wohin Sich auch Ihre k. und k. Hoheiten die durchlauchtigsten Frauen Erzherzoginnen begaben. 's Nach der Huldigung im großen Saale verfügten sich die zur Uebergabe der Krou-Insignien bestimmten Herren, und zwar der Cardinal Fürst-Primas, der königlich ungarische Obersthofmeister, die deideu königlichen Commissäre, die Deputation beider Häuser des Reichstages und der Protokollführer des Ministerrathes, in den Audilnzsaal, wo die auf der Estrade liegenden Kron-Iusignien eingehend besichtigt, Stück für Stück uuter Verlesung des vorliegenden Verzeichnisses in die Cista gelegt und mit dem Krönungsmantel in Ver> Wahrung genommen wurden. Hierauf wurde die Richtigkeit des Verzeichnisses sowie der Act der Deponierung zu Protokoll genommen und dieses nach allseitiger Unterfertignng und Nbschriftnahme desselben ebenfalls in die Cista gelegt. Letztere wurde sodann geschlossen und versiegelt. Behufs Siegelung würd? auf die Cista ein viereckiges Stück weißen Taffets gekgt und mittelst seidener, durch die Nrbeu der Schlösser gezogener Schnüre, welche gesiegelt wurdeu, befestigt. Der ungarische Obersthofmeister Graf Grza Szapary als Bevollmächtigter Seiner Majestät des Kaisers und Königs drückte das Allerhöchste Siegel mitten auf den Deckel der Cista, sein eigenes links in die obere Ecke. der Ministerpräsident das seine links in die uutere Ecke, der Fürst-Primas rechts in die obere Ecke, der Index Curiae rechts in die untere Ecke, links und rechts die beiden königlichim Commissar,,', in der Witte links uud rechts vom Majestätssiegel die beiden Kronhüter. Die Cista wurde nunmehr von Leiblakaien gehoben und in Begleitung der königlich ungarischen Leibwachen uud der Kronwache, gefolgt von den Mitgliedern der Commission, iu das Kronlocal gebracht, wo die Krünungs-Insignicn wieder deponiert wurdm. Hiemit war die Feier beeudet. Politische Uebersicht. kaibach, 9. Juni. Der Vudget - Ausschuss der Delegatiou des Reichsrathes nimmt heute seine meritorische Thätigkeit auf. Die Taqesordnuug umfasst den Voranschlag des Ministeriums des Aeußern und die Schluss-rechmmge». Auch der Heeres'Ausschuss der Delegatiou des ungarischen Reichstages tritt hente zusammen, um die am 5. d. M. begonnenen Berathungen fortzusetzen. Die Erklärungen Balfours im englifchen Nntcrhause haben, wie nicht anders zu erwarte», in Rom zu Anfragen uud Erklärungen sowohl im Senate wie in der Kammer Anlass gegeben. Das Ergebnis dieser Debatten ist der Fortbestand eines uu» getrübten Einvernehmens zwischen England und Italien bezüglich des Vorgeheus im Sudan. Zufolge eine« im Laufe der letzte» Woche feitens der parlamentarischen Wahlconnnission gefassten Beschlusses fand am 7. d. M. die Stichwahl zwischen Defelice und dem Fürsten Odescalchi statt, bei welcher Defelice mit 568 Stimmen zum Abgeordneten des vierten Wahlkörpers in Rom gewählt wurde. Auf Odcscalchi entfielen 512 Stimmen. Die Moskauer Krönungsfeste haben nun ihr officielles Ende erreicht. Die Meldung, dafs der Zar im Monat August Seiner Majestät dem Kaiser Franz Josef einen Besuch abstatten soll, wird von dem Wiener Correspondenten der «Kreuzzeituug», der sie zuerst bestritt, nuumehr bestätigt. Weiter ist zu verzeichnen, dass der Zar dem italienischen Kronprinzen versprochen haben soll, anfangs September der Gast des Königs Humbert zu seiu. Auf Kreta haben die türkischen Truppen die Ordnuug noch nicht wiederherzustellen vermocht, ji nach Meldungen aus griechischer Quelle sollen sie sich selbst mancher Ausschreitungen schuldig gemacht hab»?n. Die europäische Diplomatie in Constantinopel und in Athen ist bemüht, drohendes Unheil zu ver« hüte». Der französische Botschafter Cambon hat abermals der Pforte Vorstellungen gemacht. Man wiid diesen verstärkten Eifer daiauf zurückzuführen habeu. dass nuumehr die türkische» Truppenverstärkungen auf der Insel complet sind und die Bewältigung des Auf» standes beginnen soll. Da ist es begreiflich, dass vor türtischen Ausschreitungeu gewarnt wird. Anderseits lässt sich nicht verkennen, dass der Zustand auf der Iuskl sich sehr verschlimmert hat; der russische Consul ist, augeblich von Muhamedanern, in der Nähe von Kanca überfallen worden und »ur mit Noth der Ermordung entgangen. Nachdem durch läugere Zeit keine wichtigere Nach' richt von den Truppenbewegungen am oberen Laufe des Nil eingetroffen war, berichtet man aus Kairo von einem Zusammenstoße der von Kitchener Pascha befehligten egyptischen Truppen mit den Derwischen. Die letzteren wurden vou den sudanesischen uud egyptischen Soldaten, welche die ganze NB^ ^ marschiert waren, bei Firket angegriffen ^Bi heftigen Widerstandes und hartnäckiger ^P^ ihrer Stellungen auf den Hügel» und m oe" h<« vollständig geschlagen. Die Cavallerie I^F Derwischen dm Rückzug ab. Die England^ ' ^ das Lager der Derwische sammt Klmeelet!. ^,! Maulthicrm und Vorräthen. Von "igM^^ wurde weder ei» Officer noch ein Soldat ^, Die Haltung der Trnppen aller Grade nM zügliche. ^^^^-^ Tagesnemgleiten. ^, — (Ungarischer Verein von» ^ Kreuze.) In Budapest hklt der unga"!^ „ vom rothen Kreuze feine LanbeSversammlung ^ welcher die hervorragendsten Persönlichkeiten °c ^ theilnahmen.' Auch Ihre l. und k. Hoh^e" ° z,^ lauchligste Herr Erzherzog Ioftf und die du"> ^ Frau Erzherzogin Clolilde, hd'chstwelche Ih« ^"^ «>> Kaiserin vertrat, wohnten der Versammlung B wurden beim Erscheinen mit begeisterten ^".'ß^ empfangen. Präsident Se. Excellenz G"! .^ gedachte des großen Verlustes, den der Verein ^> Hinscheiden weiland Sr. k. und k. Hoheit des ,^/>' tigsten Herrn Erzherzog« Karl Ludwig erlitten. " ^ Se. Excellenz Minister Dr. von Datäny hielt F sprach?, worin er die Entstehung der Idee " ,^l" Kreuze als eine der ruhmreichsten EcrungM"^ ll> 19. Jahrhunderts feierte. In Ungarn >^^> Initiative Ihrer Majestät der Kaiserin und " ^ 5 danken, «llerhöchstwelche vor sechzehn I^"^ ß< richtung d?r ungarischcn Gesellschaft vom ">? ^ angeregt habe. Nachdem Redner auch Ä" K^ Hoheit der durchlauchtigsten Frau E,zherM'^/ den Dank für ihre werlthätige Unterstützung "^zl>^ hatte, gab er eine lurze Uebersicht über den M ^,L Vermögens- und Mitgliederftanb und verM,^ mit dem Stande vom 1.1879. Redner gedach < I ^ längerer Nede der großen Verdienste well" ^ l. und l. Hoheit dls durchlauchtigsten E^ ". ^ Ludwig und stellte schließlich folgende «""Ab^ Generalversammlung wolle beschließen, d>e ^,F weiland Sr. l. und l. Hoheit im Protokolle i" ^t ^ und ein Exemplar desselben Ihrer k. und l- V ^ durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria "^ unterbreiten, ein Porträt des verewigten 6'^ .j^ den Prunlsaal des Elisabeth' Spitales male" 'A und eine Stiftung von 20.000 st. als *E^ zH Ludwig - Stiftung, flir die Vetpstegung ^:, Gendarm von montenegrinischen Schmuggle ^ worden sei. Das Mordgewehr war russische ^ ' von der jüngsten Waffenschenlung. ,. i» ^ , — (Succi in Genf.) Der von ^/. , angekommene Hungerkilnstler Succi will, ^g ^ wird, wahrend der Schweizer Landesaus!' ^l ^, ^ dreißiglägige Hungerproduction geben, ",^l«^ i Hälfte davon in eiserner Rüstung und ly ^ Pferd. <, ! — (Drei Millionen 3""^ ,,^ , schlagen.) Der Zollbeamte Tobias Alfonso " ^, ^ Lima ist nach Unterschlagung von Staatsge" ^ ^ Höhe von drei Millionen Francs aus B"'" ^ ^ ^ geworden und hat sich aller Wahrscheinlichlel . st ^ Europa gcwendct. Der Millionen - Defray ^ portugiesisch, französisch, vielleicht auch eng ''^l , — (Ein verunglückter Mill« ^>< Newyoll meldet man: Der bekannte Eilenbay^b i! l und Millionär Austin Eorbin wurde "^ b^i > Spazierfahrt, die er mit seinem Enkel ""^/^,5 ! Sturz der Equipage aMdlet; der Kutscher ^ö" falls den Tod. während der Enkel des U" ^ , schweren Verletzungen davonkam. z« ^ ^ ! — (Cholera.) Die Cholera 'st si" / ! stetiger Abnahme begriffen. In Alexa""' ^ 7. d. M. 4 und in Kairo 18 Erkrankungen -^H^itung Nr. 131. ^_______________________1N9 _________________^______________10 ^. ^^ ,^ '""- und Prouinzial-Nachrichten. M ^le Beeidigung des Bürgermeisters. ^' ^./""llcher Weise wurde gestern vormittags die !' ^2?^ Bürgermeisters Ivan Hribar durch 3 ^nber ^" des Landeöpräsidenten Herrn Hofcath «u 5°, 3.^"^l vorgenommen. " ., X .^'egenhlluse und Vorsaale des Rathhauses ^tch,,^ freiwillige Feuerwehr uud die städtische ^ Hti« '«wache in Parade-Adjustierung Spalier. In dem ^ i!!<^"rlerten Rathhaussaale, in dem die Büste ^» W."'k Apostolischen Majestät in der Mitte !i<» .'»"rien . «./ Gewächsen und künstlich angeordneten ^ ^delF " ""' ^tten sich die Mitglieder des " !'^ .^"' die hochw. Vorstände der städtischen >> ^tt h»z ^ezirlsvorsteher, die Armenrälhe, die Mit- >F i^na >. "dtschulrathes, die Magistratsbeamten unter H Mi"« ?<. H"rn Maglstratsrathes Voncina, die ft ^»elt ""^ und viele andere Honoratioren ver- ^ ^ ^osrath Schemerl suhr in Begleitung des H ^gz "'"rs Varon Rechbach um 11 Uhr vor. K» ' d, zg, ' wurde durch den Vicebürgermeister Dr. ,«5 «'>!«! w ?^^ empfangen und in den Festsaal / ^'ii«t he H"" Hofrath Bürgermeister Ivan ^ ^^.^"H Schemerl theilte zuerst in slo-«^ Mollsck" ^kutscher Sprache mit. dass Seine l. u. k. «! " Vlaz ^ ^"iestät "^ Allerhöchster Entschließung vom x? . ^' ^ ^ Wahl des Herrn Ivan Hribar p ^zsl . ""^r der Landeshauptstadt Laibach aller-l^ ^t,/" bestätigen geruhten, und richtete dann un< ^ l""n,lu . ^"lftrache in slovenischkr Sprache an die ^ zz Hochgeehrte Herren! 'Ü 3«,." Seine ,. und k. Apostolische Majestät mit ^ ^^"Entschließung vom 20. Mai die am ?.Mai «!" ^'Ült ..""hl des Herrn Johann Hribar zum Vürger- < Mgen 5 ""beshauptstadt Laibach allergnädigst zu < >« d^w^ ^ben. ist es meine Pflicht, indem ich ^ ^Ota, Legierung denselben als solchen begrüße, ihm ^ I^ '^'ebenen Diensteid abzunehmen. '!' ^ ""aew « " bedeutungsvollen Augenblicke scheint es >>nel?< ' die Aufmerksamkeit des neuen Herrn / ? l>ie ^?", wie auch drs versammelten Gemeinderalhes " ^ättr ? Verhältnisse der Landeshauptstadt, die sich , " »otiä^lerlichen über sie ergangenen Katastrophe ' Venn ^" Erdbebens zu erholen hat. bedingen. ' ^'»lin. °"? diessalls einiges schon geschehen ist. die z'K t>u?^. das Vertrauen der Bevölkerung, Haupt« ">«tj, "Z den allergnädigsten Besuch Sr. Majestät des ^ 2'^l,^ ^°'b°ch, zurückgekehrt ist, und da die seitens der ! 3^, ?" hochherzigen Mildthätigkeit Heimischer z- ?'" ^,°" eingeleitete Hilssaction dieselben weiter ge- ^ Veitr?' ^" bleibt es nunmehr doch noch Aufgabe )>« ^".ung der Landeshauptstadt, alle Hilfskräfte K ^?t'gen bahnen zu lenken und durch ihr Vor« , «,>l>en»/^ Vefchlüsse mit Bedachtnahme auf die ^ l!> az", Kittel das jedem Mitbürger am Herzen ^ "'«kl,. "'" des Wiederausblühens der Stadt zu er- ^ ^r/n^"l""a erwartet, dass Sie. Herr Bürgerin ^»"d r? " dem ganzen autonomen Wirkungskreise : z >hen °"h dieser Aufgabe mit voller Thatkraft ^ >lhe« ."" das« Sie in den Beschlüssen des ' ä"we d, ^"sprechende Anregung und Unterstützung ,i iz^Nttn ?' und ich darf namens des Herrn Landes-l !i ^ie N, , ^ ^er vertrete, die Versicherung abgeben, " die sH?^"ung diese Action mit voller Sympathie ? ^ th^.Landeshauplstadt begleiten und ihr jede " ^ ^euts^« Unterstützung angedeihen lassen wird. ,! d."c>uH'^. lvttsahrend:) Die Regierung muss aber ' lÜ berr «."'"dern, Hass die speciellen Pflichten, welche ^ ^ "fter ^"^ster, als Chef einer politischen Be° ? i?'hlNen - "^"i der Staatsverwaltung gegenüber !' ^Na a^ ^"l" Einvernehmen mit derselben zur h ,< m.^en. dass Sie gegenüber den Administrierten, "'»leiten des Gesetzes stehend, mit Eifer und ^ 5le A" Amtes walten, ö ^ttV"""« h°t dabei mit Befriedigung von l'^M ^V in der vor dem versammelten Ge- Wahl zum Vürgerme.ster z>Uch der? ""de ^" genommen, wonach Sie jeder-5».^ bleibp^"^chen Bevölkerung der Landeshauptstadt V, °" die s "^^"' da Sie nur in einem solchen H "»id di, ^""^enswette Abschwächung der Gegen-'>" ^enwil, "."Mche Anbahnung eines gedeihlichen "l'lälen,/^ beider diese Stadt bewohnenden Na- ^ ^lenn/o^ ^ 6^' Herr Bürgermeister, in allen V'e in ?""" Nlchtungen erreichen mögen, und 'I^t stt^, """'»er Epoche da« Wohl der Landes-^^Miau"' die« walte Gott! ^il ^ezs"l'ecretcir Baron Rechbach verlas sodann ^ ^igun° u" Herr Hosralh Schemerl nahm ^sgen" d" Bürgermeisters vor, worauf die hler-«"nene Urlunde unterfertigt wurde. Bürgermelster Ivan Hribar richtete eingangs seiner Antrittsrede an den Herrn Hofralh die Bitte, den unterthänigsten Dank für die allergnädigste Bestätigung Sr. l. u. k. Apostolischen Majestät zur Kenntnis bringen zu wollen. Inde« er das verantwortliche Amt als Bürgermeister der Landeshauptstadt Lalbach übernehme, bringe er vor allem Liebe der Stadt und deren Einwohnerschaft entgegen. Man fagt, dass die Liebe Wunder voll« bringt; aber er verlasse sich nicht darauf, fei vielmehr überzeugt, dafs nebst der Llebe und dem Streben nach dem Fortschritt auch die opferwilligste Arbeit und Ausdauer erforderlich sind. Er fei dazu bereit! Zwar wisse er wohl, dass seine Kräfte zu schwach, sein Wissen und seine Clfahrung zu gering feien, um in jeder Hinsicht der schweren Ausgabe zu genügen, die ihn erwarte. Er erwarte daher, dass er in Wort und That nicht nur seitens seiner geehrten Herren College« im Gemeinde-ralhe, vielmehr und vor allem auch seitens der h. l. l. Landesregierung Unterstützung finden werde. Unsere Vmfahren wählten sich eine Ansiedlung, die sie Laibach nannten, eine Gegend, die sich durch Naturschönheiten auszeichnet und welche nah und fern von einer reizvollen Umgebung begrenzt ist. Aus der kleinen, aber schon damals ihnen theuern Ansieblung entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte eine freundliche Stadt, die im Vollsmunde den Kosenamen «weißes Laibach' erhielt. Aber nicht allein durch die Schönheit seiner Lage zeichnet sich unsere Landeshauptstadt aus. Ihre Lage ist auch gedeihlich und günstig. Nicht weit entfernt vom Meere, das die Pforten der ganzen Welt eröffne», in der Mitte des Landes, von dem der Uebetflufs der Nalurproducte zuströmt, als Metropole einer Bevölkerung, die sich durch Vegabung, Fleiß und Ausdauer auszeichnet, wächst die Wichtigkeit Üaibachs von Tag zu Tag. Der Wert der Stadt wird aber nicht von Tag zu Tag, sondern von Stunde zu Stunde zunehmen, wenn alle berufenen Factoren sich dessen bewufst fein werden, was sie den Interessen der Gesammtheit schulden. Redner hofft in erster Linie, dass Lalbach seitens der hohen Regierung den kräftigsten Schuh seiner Rechte finden wird, nebstdem aber auch die wohlwollendste Förderung seiner Entwicklung und seines materiellen Wohlstandes. Der Herr Hosrath habe betont, wie wichtig die Ausgaben find, die den neuen Bürgermeister und den Gemeinderath erwarten. Er versichere mit allem Nachdrucke, das« er und seine College« aus dem Gemeinderathe sich der Aufgaben in ihrem vollen Maße bewufst seien und dass sie sich auch bestreben werden, dieselben ersprießlich zu Ende zu führen. Er erwarte aber auch, es werde sein und des Gemeinderalhes Streben, gerichtet auf den Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Stadt, auf die Schaffung einer gesunden Grundlage für ihre glückliche Zukunft, die Unterstützung der hohen l. l. Landesregierung finden, und diefelbe werde bei der Centralregierung mit voller Ueberzeugung alle diesfälligen Schritte der Gemeindeverwaltung befürworten. Das sei umsomehr zu erhoffen, als der hochwohl-aeborene Chef der Landesregierung fofort nach der vor-iäbriaen furchtbaren Katastrophe, unter deren Eindruck alle noch mehr ober minder stehen, mit wahrer väterlicher Liebe sich bei der Centralregierung sür eine außerordentliche Staatshilfe verwendet hat und well er auch heuer durch seine einflussreiche Fürsprache erreichte, dass in den eben verflossenen Tagen das Abgeordnetenhaus die Regierungsvorlage erledigen konnte, die eine neuerliche Hilfe für die Stadt und ihre Bevölkerung bewilligt. Damit ist gegenwärtig die Action für die unmittelbare Ersatzleistung aus Anlass der Erdbebenschäben abgeschlossen; es muss jedoch eine andere Action ins Leben treten, und zwar eine viel wichtigere, deren Wirkung auch nachhaltiger sein wird. Redner ist nämlich überzeugt dass die vorjährige Erdbebenkatastrophe. d«e unsere Stadt in so aroßen Schrecken versetzte, auch ihre gute Seite hat. c>ene denkwürdige Nacht hat nicht allein die Bevölkerung Laibachs aus dem Physischen Schlafe erweckt, sondern -wie Redner glaubt - auch aus Mer gefahrl.chen aeiNiaen Lethargie, die jede Unternehmung verhindert. Wenn jetzt — wie Redner herzlich wünscht — Handel und Gewerbe in Laibach zu neuem, frischem Leben ausblühen, möge die hohe l. t. Landesregierung dieser Bewegung Schutz und Unterstützung gewähren. Der Stadtverwaltung harren in den kommenden ^abren wichtige Aufgaben, die unaufschiebbar sind und die Vüraermeister Hribar mit der opferwilligen Unter-Nilkuna des Gemelnderathes sofort und mit aller Energie n Anariff zu nehmen beabsichtigt. Vorerst erwähnt er der Ausführung der Stadtregulierung. die infolge des Erdbebens dringend geworden ist. In unmittelbarem Zusammenhange mit der Regulierung steht die Canali-sieruna der Stadt, und er wird Sorge tragen, dass der betreffende, schon mehrere Jahre bestehende Ausschuss seine Gerathungen beschleunige, und das umsomehr, als Laibach nach Durchführung der Regulierung und Canali« sierung eine der gesundesten Städte des Reiches werden wird. «l k«. """'«"""» "" oer megullerung stehen jene Arbe ten, welche, wenn die Trockenlegung be« Moore« Thatsache wird. in Laibach durchzuführen find, nämlich die neuen Quais an beiden Ufern der üaibach. Er eraHlet es daher als seine Pflicht, so rasch wie thunlich diese sowohl in wirtschaftlicher Beziehung als auch für die Morastbewohner hochwichtige Angelegenheit einer glücklichen Lösung zuzuführen. ^ Aus fanitären und Verkehrerücksichten erscheint die endliche Errichtung einer gedeckten Markthalle dringend geboten. Redner wird daher dem Gemeinberathe inlllrze bieserhalb concrete Vorschläge erstallen. Der Vertrag wegen Einführung der eleltrifchen Be« leuchtung ist schon unterfertigt, und im kommenden Jahre wird Laibach bereits die Vortheile einer modernen Ve< leuchtung genießen. Abgesehen von der schönen und ge» funden Veleuchtungsart fällt die Billigkeit in die Wag. fchale, und die Verwertung der elektrischen Kraft für Motoren wird von großem Vortheile für das Klein« gewerbe sein. Ferner wird für die Erbauung eines besonderen Gebäudes für die gewerblichen Fachschulen und die Er« Weiterung derselben dahin zu sorgen sein, dafs dieselben alle Gewerbe umfassen; ebenfo ist für die Nctivierung der höheren flovenifchen Mädchenschule und die Unterbringung derselben Sorge zu tragen. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit beider Anstalten für Laibach wird sich Redner bemühen, die Activierung nach Kräften zu fördern. Der zunehmende Verkehr macht die Entfernung der hölzernen Brücken und deren Ersah durch solche von solider Construction nöthig. Er hofft, dass es möglich sein wird, eine dieser Brücken noch heuer zu vollenden; weitere Anträge in dieser Hinsicht beabsichtigt Redner l« künftigen Jahre im Gemeinderathe zu stellen. In Hinblick aus das Anwachsen der Bevölkerung und auf die größere Ausbreitung der Stadt infolge der projektierten breiten Straßen wird die Beschaffung billiger Verkehrsmittel in« Auge zu fassen sein. Zur Schaffung und Herstellung aller dieser und anderer Werke, die im Detail anzuführen zu weitläufig wäre, wird vor allem Geld, viel Geld erforderlich fein. Rebner hofft jedoch, dass es auf Grund gut erwogener und glücklich angepasster finanzieller Pläne gelingen wirb, alle diese Fragen dergestalt zu ordnen, das« durch ihre Lösung der Stadt, die sich allerdings zu einigen Opfern entschließen muss, nicht übermäßige Lasten erwachsen. Mit der Politik werde sich Redner und der Ve> meinderath, bei den schweren wirtschaftlichen und Ver« waltungsangelegenheiten. die ihrer harren, nicht besassen; sie ist ohnehin dem Wirkungskreise der Gemeinde« Vertretungen entzogen. Er werde aber niemals außeracht lassen, dass Laibach nach der Mehrzahl der Bevölkerung eine slovenische Stadt und es daher seine Pflicht fei, aus diefen Umstand Rücksicht zu nehmen. Deutsch sortfahrend, betont der Rebner, er erkenne an, dafs sich die nationale Minderheit der Bevölkerung da« Recht der vollen Gleichstellung in der fchönen Landeshauptstadt erworben hat, und er werde der erste fein, der sich elner Schmälerung oiefes Rechte», wenn fie — und sei es von wem immer — verfucht werden follte, widerfetzen wird. Er erwarte aber auch mit voller Zuversicht, dafs feiten« der nationalen Minderheit der Bevölkerung die erb» geseffenen Rechte der aulochthonen Mehrheit derselben stets und im vollen Maße respectiert werben, das« daher ein Eingriff in dieselben nicht geschehen wird. Ist dies nun einmal der Fall, dann wird die gesammte Bevölkerung Laibachs, dem erhabenen Wahlspruche unsere« ritterlichen Monarchen folgend, viridus unitig an der Arbeit für ein schöneres, größeres und glücklicheres Laibach zu finden sein. Möge es die Gunst der Verhältnisse erlauben, dass dieses einträchtige Wirken während seiner Amtsthätigkeit zustande käme! In slovenischer Sprache fortsetzend, wendete sich Bürgermeister Hrlbar schließlich zu den Gemeinderäthen, denen er seinen Dank für bas ihm gefchenlte Vertrauen ausspricht, an ihre Freundschaft appelliert und um ihre Nachsicht und Unterstützung bittet. Heil sei Laibach widerfahren, bafs es bas Glück habe. die treue Obhut unseres mächtigen Reiches zu genieß?», mit dem es sei sechs Iahrhunderlen in Freud und Leid verbunden ist. Mit Stolz kann behauptet werden, dass die Landeshauptstadt Krains jederzeit ihre Stellung zu schätzen wusste, dafür zeugt die Vefchlchte. reich an edlen Thaten opferfreudiger Vaterlandsliebe durch die sich Laibach und dessen Bevölkerung stet« gegen das Reich und die erlauchte Dynastie ausgezeichnet hat. Er fprlcht daher aus dem Herzen jedes Einwohner« der Stadt üaibach, wenn er des erhabenen Tröster« gedenkt, der nach der furchtbaren Katastrophe zu uns geeilt ist und die für alle so trostreichen Wc>rte gesprochen hat: «Laibach muss geholfen werden!» Redner fordert daher die Anwesenden auf. sich mit ihm in den Ruf zu vereinigen: «Unserm gütigen, ritterlichen Herrscher Seiner Majestät Kaiser Franz Josef I. Slav»! Vlava'l Slava!» Die Versammlung stimmte begeistert in die patrio« tische Kundgebung ein. Laibacher Zeitung Nr. 131. 1120 10. Ilmi^- Damit schloss die officielle Feier. Der Herr Bürgermeister nahm sodann die Glückwünsche der Anwesenden und die Aufwartung der Magistratsbeamten entgegen, die unter Führung des Maglsttatsrathes Herrn Voncina erschienen waren. Desgleichen sicherte er der Deputation der Feuerwehr seine volle Gewogenheit zu. — (Vanlelt.) Herr Bürgermeister Ivan Hribar veranstaltete gestern nachmittags aus Nnlass seiner Installation im Hotel «Elefant» ein Bankett, zu dem die Mitglieder des Gemeinderathes, die Referenten des Magistrates und die Vertreter der Tagespresse geladen waren. Das Vanlett nahm einen sehr animierten Verlauf, und es wurden viele auf das feierliche Ereignis Bezug nehmende Toaste ausgebracht. — (Canonicus Karl Klun f) Aus Buda-peft wird vom Gestrigen telegraphiert: Heute fand die Einsegnung der Leiche des Abgeordneten Canonicus Klun im Kaftuzinerkloster in Ofen statt. Die Leiche wird nach Laibach überführt. Der Einsegnung wohnten bei der Minister des Aeußern Graf GoluchowSky, der Präsident des Abgeordnetenhauses Baron Chlumecli, der Präsident des gemeinsamen obersten Rechnungshofes Edler v. Plener und sämmtliche Delegierte. Koloman Szell richtete an den Präsidenten der österreichischen Delegation Baron Chlumecly ein Schreiben, in welchem er namens der ungarischen Delegation sein Bedauern über das Ableben de« Abg. Klun aussprach. Vom Gebäude der österreichischen Delegation weht eine Traue:flagge. Der Leichnam des verewigten Reichraths« und Lanbtagsabgeordneten Canonicus Klun trifft heute mit dem Miltagspoftzug aus Budapest in Laibach ein, wirb sogleich vom Südbahose in die St. Ehristophslirche über-jührt und daselbst aufgebahrt. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag nachmittags von dieser Kirche aus aus den Friebhos daselbst statt. — (Aus dem Vereinsleben.) In Gutenfeld wurde ein Verein «XmLtijulco äi-u3lvc» v Dobr«-^oij^Ii, roAl»trovunn xuäi'UAn x muc^'ono 2^020» gegründet. Diefer Verein bezweckt, feinen Mitgliedern wirtschaftliche Erfordernisse jedweder Art zu den billigsten Preisen beizuschaffen, insbefonder jeder Gattung von Vieh, Futter, künstlichen Dünger, Sämereien, landwirtschaftliche Maschinen u. s. w., anderseits aber auch für die günstige Verwertung des Viehes und der Producte über diesbezügliche Wünsche der Mitglieder Sorge zu tragen. — Aus Soderschitz geht uns die Mittheilung zu, das« sich der dortselbst vor kurzem ins Leben gerufene Gesangverein «Glas» am 4. d. M. constltuiert hat. —0. — (Der lrainisch-lüstenländische Forstverein) wird seine diesjährige Generalversammlung am 5., 6., 7. und 8. Juli abHallen und mit derselben eine Excursion in die Karstaufforstungen bei Sesfana-H.'rpelje und in das verbaute Wildbachgebiet der «Rccica» verbinden. Unter anderen Gegenständen der Tagesordnung wirb der Herr l. l. Oberforstcath Wenzel Goll, beziehungsweise der Herr l. k. Forftralh Josef Pucich, über die Fortschritte der Karftbewaldung im Vereinsgebiete, dann ilber forft- und jagdlich wichtige Vorkommnisse referieren. Das Programm lautet: Am 5. Juli: Zureise nach Sessana; Ankunft in der Station Stfsana um 4 Uhr 13 Minuten nachmittag« oder um 8 Uhr 5 Minuten nachts; gesellige Zusammenkunft im Nestaurationsgarten des Hotels «Drei Kronen». Am «.Juli: Verfammlung zur Excursion am Hauptplatze in Sessaua um 6 Uhr slüh; Wagenfahrt und Fußtour zur Besichtigung der Karstaufforstungen bei LiPPiza, Corgnale, Nodil und Herpelje; Eintreffen in Hcrpelje um 10 Uhr 30 Min. vormittags; Eisenbahnfahrt von Herpclje nach Pinguente, Abfahrt um 12 Uhr 32 Minuten nachmittags; Besichtigung der Wildbachverbauung in der Rlclca; Eisenbahn« fahrt nach Trieft, Abfahrt von Pinguenle um 8 Uhr 11 Minuten abends, Nnlunst in Trieft um 9 Uhr 45 Minuten abends; gesellige Zusammenkunft im Hotel «Europa» um 10 Uhr 30 Minuten abends. Am 7. Juli: General« und Plenar-Verfammlung in dem gefälligst überlassenen großen Börsensaale; Beginn um 6 Uhr srüh; gemeinsames Diner im «^lowl äo lu villa» um 1 Uhr nachmittag«; Besichtigung der Stadt und des Hafens, eventuell Ausflug nach Miramare. Am 6. Juli: Excursion in die Grotten von Divaca und St. Cantian; Abfahrt um 7 Uhr 45 Minuten früh mit der Südbahn, eventuell Wagenfah,t iiber Bofovizza; im letzteren Falle Besichtigung der Aufforstungen der Karst-nufforftungs-Commission für Trieft (Ioh. Salzer-Wald). Tagesordnung der Generalversammlung: 1.) Excursions-wahrnehmungen. Referent Hürr Forftrath Cornelius Rieder, beziehungsweise Herr Folstmsvections-Commifstir Wilhelm Effenbergcr. 2) Wahrnehmungen über die Einflüsse der Kahlschlagwirlschaft auf den Niedergang des Waldes. Referent Herr Ludwig Freiherr von Berg. 3.) Betrachtungen über die Tragweite der Waldcommas-Wlon für den Wirlschaftsbetrirb. Referent Herr Cultur, ingenieur Josef Pour. 4.) Mittheilung?« über die forst-?I^.!"^^ wichtigen Vorkommnisse und über die Fort-Ar Nl 5 Karstbewaldung im V.rem«°Mele. Referent Rechenschafts- und Casseberichtes für das Vorjahrs 2.) Bericht der Rechnungsrevisoren über den Befund der Vereinsrechnung. 3.) Vortlag des Geldpräliminares für das nächste Jahr. 4.) Wahl zweier Rechnungsrevisoren. 5.) Antrag auf Abänderung der Bestimmungen des § 3 der Vereinsstatuten. 6.) Antrag auf Gründung eines AufsorstungssondeS aus den Cassebestänben des Vereines zur Prämiierung von gelungenen Aufforstungen deS Klein« Waldbesitzes. 7.) Feststellung des Ortes für die nächst« jährige Generalverfammlung, Die I^. ^. Herren Vereins-Mitglieder und Gäste, welche sich an diefer Verfammlung betheiligen wollen, werden höflichst ersucht, behufs rechtzeitiger Vorforge für Wohnungen und Fahrgelegenheiten, sowie insbesondere hinsichtlich der Theilnahme an dem Ausflüge nach Miramare und der nach dem officiellen Schlüsse der Versammlung beabsichtigten Excursion in die Grölten von Divaca und St. Cautian, ihre Willensmeinung bis spätestens 25. Juni d. I. dem Herrn Forst-rath und Landessorftinspector Josef Pucich in Trieft, welcher in zuvotlommender Weise die zeilliche Geschäftsleitung übernommen hat, unter Angabe der Ankunftszeit bekanntzugeben. Die Quartlerzuweisung an die einzelnen Theilnehmer wird von der GeschäftSleitung am Zureise-tage auf der Station Sessana erfolgen. * (Plötzlicher Tod.) Au« Stein wird uns berichtet, dafs am 7. b. M. in der Pfarrkirche in Jauchen während dcs Haupt-Gottesdienstes der 65 Jahre alte Jakob Gregorin, Besitzer aus Jauchen, plötzlich verfchieden ist. Der Verstorbene war schon seit längerer Zeit kränklich und altersschwach. —r. — (Gemeindevorftands'Wahl.) Bei der stattgehabten Neuwahl des Gcmeindevorstandes von Slavina wurden gewählt: Anton KriZaj in Orehel zum Gemeindevorsteher, Franz Delleva in Slavina, Jakob Kriftan in Orehek, Johann MoZina in Grobse und Johann Klemenc in Ralitnil zu Gemeinderäthen. — (Die Arbeiterlranken Versicherung in Oesterreich) weist auch im letzten, soeben publicierten Berichte für 1894 noch immer eine arge Zersplitterung in zahlreiche kleine und deshalb wenig leistungsfähige Institute auf. Von den Ende 1894 bestandenen 2914 (1693: 2876) Tassen waren 557 (552) Vezirlscassm, dagegen 1410 Netriebscafsen, 633 Genossenschasts- und 105 Vereinscasstn. Die Vetriebskrankencassen nahmen um 15 zu, während die Bezklscassm um 5 vermehrt wurden. Dass die Arbeiter selbst recht gut den gtößeren Vortheil des Aezirlsinstitutes zu würdigen verstehen, erhellt auch daraus, dass die Mitgliederzahl der letzteren viel stärker zunahm, als die bei den übrigen Kategorien. Es entfielen nämlich von den insgesammt 1,940.557 Versicherten auf die Bezirkscassen 740.835 (685.733), auf die Netriebscassen 549.066 (543.215), auf die Genossenschaftscassen 326.900 (302.173), auf die Vereinscassen 320.277 (377.077). Abfolut und auch relativ ist somit die Steigerung der Mitgliederzahl bei den Aezirlsinstituten viel größer, als bei jenen der übrigen Cassenlategorien. Die gesammten Leistungen aller 2914 Cassen bezifferten sich im Gelde auf 12 68 Millionen Guldm (gegen daS Jahr 1693 mehr um 0 45 Millionen Gulden). An dlefen Kranken-Ausgaben waren die Nezirlsinftilute mit 3 91, die Betriebscassen mit 4'20, die genossenschasllichen mit 1 83 und die VereinScafsen mit 2 64 Millionen Gulden betheiligt. — (Stand der österr.-ungar. Bank vom 7. Juni 1896.) VanknoleN'Umlaus 569.066.000 fl. (-s- 251.000), Metallschatz 412,157.000 Gulden (-s- 1.795.000), Portefeuille 141,679.000 Gulden Steuerfreie Banknoten - Referve 45,444.000 Gulden (-l- 1,226.000). Neueste Nachrichten. TelegvatNtNe. Wieu, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Das Militär-Verordnungsblatt meldet, Se. Majestät der Kaiser genehmigte die Aufstellung von weiteren vier bosnisch-her-cegovinischen Infanterie-Compagnien und vier Bataillonsstäben im Herbste 1890. Wie«, 9. Inni. (Orig.-Tel.) Der Kronprinz von Schweden ist aus Muskau incognito hier eingetroffen Troppau, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Gestern nach' mittags gieng über die Gcrichtsbezirke Wildstadtl und Odrau ein verheerender Wolkenbruch nieder. Zwanzig am Bache gelegene Häuser sowie zwölf Scheunen sind stark beschädigt und zwei weggerissen worden. Die VezirkHstraße und die Gemeiudestege sind theilweisr weggeschwemmt, theilweise stark beschädigt. Die Eisenbahn ist in einer Länge von fünf Kilometer beschädigt und die Verbindung für mindestens acht Tage eingestellt. Budapest, 9. Inni. (Orig.-Tel.) Ihre Majestät die Kaiserin ist heute um 1 Uhr mittags mittelst Hof« Separatznges nach Wien abgereist. Eine officielle Verabschiedung hat nicht stattgefunden. Gestern abends sind die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Rainer, Leopold Ferdinand, Peter Ferdinand und Friedrich sow!e Prinz Leopold von Nairrn abgereist. Heute ist auch die durch' 'wuchtigste Familie des Herrn Erzherzogs Karl Stefan nnd Erzherzog Eugen abgereist, fowie a"A^B Minister Baron Glanz, Graf Ledebur und " ^ Gnttcnberg und der japanische Gesandte. A^Ml mittags mn 4 Uhr begibt sich das diplomat mittels Separatzuges nach Wien. . , h^ Budapest, 9. Juni. (Orig.-Tel.) 3" „°"eiM Sitzung des Budgetausschusses der ?>" ^W Delegation referierte Delegierter Dumba ""l ,«^ des Ministeriums des Aeußcrn. Nach ihm "« ^, Minister des Aeußern Graf Golucholvs" "" und gab ein Expos^ der allgemeinen ^age- .,, ^ Budapest, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Im M,,^ Akademie der Wissenschaften fand heute "'' ^ zehnjährigen Bestandes dcs weißen Kreuz-^ ^ Festsitzung des Vereines in Nnwefeicheit em ^ guierten Pnblicnms statt, welches die Prot""^ Herzogin Stephanie und das Prinzenpa" ^j enthusiastisch begrüßte. Ihre Hoheit eröffnete °'^ mit einigen Worten, welche das Public,»" I'^B hörte. Der zweite Präsident erstattete sodann or ^ über das Wirken des Vereines. Erzherzog'" "^i hielt sodann im Nebensalon Cercle. Da"".H^ Ihre Hoheit mit dem Prinzen und der Pu^/ Coburg und den anwesenden Notabilitäten i" ^/ steinlegung des Vereinsspitals. BaumeistersM überreichte einen silbernen Hammer, und ^ prinzessin-Witwe Erzherzogin Stephanie w^MßL üblichen Hammerfchläge, woranf Prinz "^ „ ol^ von Coburg nnd die anderen Notability' ^ Unter brausenden Eljenrufen entfernten stH > Anwefenden. .i zu Tag bessert sich die Ausrüstung '^U Italien hat den afrikanischen Krieg satt. ^^ das Vertrauen, im Interesse des Landes da» lösen zu können, das Kassala uns bietet. ^ Berlin, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Der Ao"^ ^ Italien ist heute vormittags um 11'/« ^ .h« getroffen und in der italienifchen Botschaft "" ff" Der Kronprinz wird heute abends im """ . am Diner bei den Majestäten theilnehmen. ^ Paris, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Der SH,^ nach einem ehrenden Nachrufe, den der ^ ^^>'. verstorbenen Senator Jules Simon widmete, ^d für die Kosten des Begräbnisses zu bewillM" . die Sitzung zum Zeichen der Trauer auf- , ^' Paris, 8. Juni. (Orig.-Tel.) Der Sel'a ^, Jules Simon auf Staatskosten beerdigen i"^ Paris, 9. Juni. (Orig.-Tel) DieH"M^ Senates wählten die Finanzcommission. ^ ^B derselben ist dem Tntwurfe Cocherys " ,. Reform der directen Steuern günstig. he»'^ Madrid, 8. Juni. (Orig.-Tel.) ^Hinist^ außerordentlicher Weise versammelte Aoü^! decretierte den Belagerungszustand für A". ^s'^ der Kammer erklärte der Finanzminister, v' ^,.« werde mit Euergie gegen die Urheber "'^l^ vorgehen. Die Kammer votierte hierauf w .^e " ihre Entrüstung gegen die Schuldigen uno ^ nähme für die Opfer. . Äi^ .^ Madrid, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Zw",, ^ wnrden hier verhaftet. Mehrere Verhaft"H, z"^ in Catalonien vorgenommen. Dem ^^?^b^ sind die Behörden in Barcelona den u ,^ Attentats auf der Spur. «?..lte^ ^ London, 9. Juni. (Orig.-Tel.) ^ f>M meldet ans Braß: Die Ueberlebenden oer i^.^ in der Landschaft Borgn aufgeriebene" ^e ^j Hauptmann Tontie, zwei andere Enropae ^e" eingeborene Soldaten und 120 Träger, ^ anf dem Wege nach Lagos. Ae F London, 9. Juni. (Orig.«Tel.) " MF Blätter legen der Entfcheidung des genMA ^e"" Hofes in Kairo in Sachen der Casse v ^ Schuld keine besondere Bedeutung bei. ^l,/ Washington, 9. Juni. (Orig.-Tel.) /' nahm ein Gesetz zur Erleichterung der ^ der Northern'Pacisic Eisenbahn an. l ^^Zeitung Nr. 131._________________________^21 __________________^_^.___________w. Juni 1896. "Ngelommene Fremde. ^ Hotel Elefant. ^lH"'' Schreiner, l. u. t. GeneraLMajor; Socher, >lin-""ant Graz. - Ehrenberger, l. l. Hof.Secretar, >.Zei„/°udmger, Nober, Pelarek, Tausig. LiMer, ?".Vien "nd Nugarsly, s-Gemahlin, Kflte.? Salzer, ^°ch°t>'l ^ ^°vesi, Kfm., Parma. — Zimmerman», 5's-G n.^' ^iesner. kfm,, Wiesbaden. - Uham,, ^°!8 >"°l)lm, Turin. - Rebolj, Priester. Trusle. >lber K .'' ?°ron Nillel, l. u. l. Oberst, Klagenfurt. ->'. H ''^"' " Polla! und Oblath, Me., Tnest. !7«°br°^?r.'Kanizsa. - Vrod und Hitsch, Me., "z»!,n,. Ksel, Buchhalter, s. Gemahlin, Essegg. - KoPP->^"der, Oberinspector, Graz. - Friedländer, Kfm.. SchweldNly. — walvanl, ^nouftrieller, Poroenone. — niß, Ksm., Budapest. — Weizen, Kfm., Fiume. Verstorbene. Am 8. Juni. Agnes Jailer, Heizerstochter, 4'/, I., Wienerstraße (Arbeiterhäuser) Nr. 4, Ülsniu8>ti8 kazilzris. Am 9. Juni. Thomas Kofler, Corrigend, 14'/, I-, Polanadamin 50, Lungentuberculose. Im Siechenhause: Am 8. Juni. Gertraud Germ, Arbeiterin, 53 I., Darmlatarrh. — Maria Vercon, Fuhrmannsgaltiu, 4b I., Cachene. MeieoroioglM Veol,achtuugeu in Laibach. ^ 9. Ab. 730 5 16 1 W. miißia tbeilw h"^ 10.l?U.Mg. ,729 6,15 3, NO. schwach , bewölkt ,94 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 1b 4« «m 1 - 6« »lnter dem Normale. ' Verantwortlicher «edacteur: Julius Ohm.Ianuichowslt, «itter von Wissehrab. ^ Course an der Mener Börse vom !i. Zunl 189«. na« dem ^ ieaen Coursbl««« s ^»ich,^ ^"' «elb War, ^' °"' Iänn^Ä" "1 20 10140 i ^' <^ «Pr ^Aul« 101-20 101-40 ^ "«"«l°,e ^"°ber iui 10 10130 5 l" 50 145 50 ^ ^^. . ' ?X !' >»0 80 131 UN ,M""N^^«0 ' ! , '>^°"'"währ.. ! ' '" MUm!.'^"' "140 10100 !^ ° - - IUI-40 101-en ?^' ld^ -" -" ^ " '""'5 10115 /^>^^""-'lM. 218-5« 218-50 Geld W«r, Vom Vtaate zur Habluna Udernowwent WllNd.'PNor.' 0blillKr«uf»N°n,. S3 80 u» 4"/ dto dto. per Ul/,",., 101 it> 1U^ 15 b<°. Präm,'«.'l. ^ 1W ft. Ü,W. 5 - üL bto. dl°, ^ 50ft.0,W. l5I-1d- Iheih Reg, Lose 4°/„ 10" st, . l»«- "0 - Glund»nll.«Vbllgation»n (für 100 fi. W ft, ».W.) - »« ?" "^ ^" And»« Lss»nll. Anl»h»n. Donau Reg, Lose 5°/».... A-N «7 25 dto. «>>le!lie ,«78 , . "7 - »"»,^ Äüleh?» der Stab! «»rz. - > "2'- 77 «nieöen d, Sladlgemeinde Wien ,0415 105 15 «ülchc» d. 2tabl!iei»eli!de Wien Geld Ware Pfandbrief» (für 100 fl.). Uodcl.<>Uu.«ft.in50I.«,4«/°». — - "'- bto, ,. „ ink» „ 4"/, »S25 100 25 bto. Pr«m..Kchldd. »»/„l.Vm. 114 50 115 50 dtll, dto, »°,z, ll. ,, Ocsterr., 50« st, IM. . . . 470 — 472 — D»l ÄodeiibachelE,-Ä.200fi.E, «5 60 6620 Ferdinand» >>io,bl>, 1000 st. «el., «eu« Vr., Pr<^ l!tH»»»clitn 100 fi. . . . 104 .. 104 z» Unz.^lllllij. «tijenb. »00 fi. Kllb« «0« 75 »07 — U»g.Wtfto.(>«»ab-«raz)200st.V. »0« — »a? ... Mener Uocalli,hnen.«ct. »Gt<. «1 — . 70 fl. IS»-— 1«, — Wa,scnl.Ui!uge!ell!chalt 100 fi. . . l10?t» tll'»« Wttnerberaer glezel «lctien'Vts. »»1 — »»«-- z»«,ls»». «msterdam....... »«15 »«»5 Deutsche PlHtze...... 5» 80 5» »». Üondo»........ t»U10l»U4U Pari«......... 477«, 4?-?5 Tt. Petersburg.....—-. — — Dalulen. Ducaten........ 5 «7 i«» 2N-Fianc«'Etuckt..... »b», 9-»4, Deutschf «elchübanlnolen , . ü»'8O 5»«?. Italienische >Ua»tn«»<,» . . . 44 «0 44 7» PaplerMubel...... I27„» 1 »?«» ^«ostkiiabeii K"r«en an6 nächsten Scliuljahres aer Administration dieser H «gjp---____(2557)2-1 M* ®> Wenlg irobrauohte n> a»e Administration dieser ^^-^___^ (2559) 2—1 K.^ierbeforderun* plgjlewyDrk ^rpreU Ik. 120. •*u»0e, StatUa üatorwiek 7. ^5W""---—________ (2*05) 12-2 "2 St. 1921 in 1965. ^ Oklic. ViC&^fißevIdpgidiue V|>lunc VMJOÈir» Katarini Sever, ''^^MarH LOanc,JernejuGre- ',C?iro*ia \ aric' r°Jeni Jur" ]fiS Je> da Qfnjenn" naslednikom, H(J 2 fa ad 1 Franc Kobal >K}hl?\uOhnc «Spodnje >' *t 1991 b° de Praes 18e*a ....., • 19G5 , ' oziroma 21. maja K l50 Bid priznanJe plaèane \1 vl°žila m Paranja drugih V Wh I6 POstavil pranc Sin- doiden^uralopJein in *e Je v. 17 . a na ^kt-okr ri> "^ lb%'n° sodiSèe v Idriji dne f^gr reinste und beste HiBtEGrea-SYrnn in Flaschen zu 1 kg ä GO kr., in Korbflaschen zu 3, 10, 20 und 40 kg ä 48 kr. per Kilogramm. (2119)6 Apotheke Piccoli HLiai/badi. Ein wahrer Schatz I für die unglücklichen Opfer der Selbst-1 bofleoknng (Onanie) und geheimen I Auisohwelfungen ist das berühmte B Werk: I Dr. Retau's Selbstbewahrang. I 80. Aufl. Mit 27 Abbildungen. Preis 2 11. ¦ Lese es jeder, der an den lohreok-l Hohen Folgen dieses Lasters leidet, I seine aufrichtigen Belehrungen retten I Jährlioh Tausende vom sloheren I Tode. Zu beziehen durch das Ver-H laga - Magazin in Leipzig, Neu-1 j markt Nr. 21, sowie durch jede Buch- ¦ andlung. (3369) 36—31 [ (2099) 3—3 StT7557^^7558. RazglaB. C. kr. okrajno za m. del. sodišèe v j ¦ Ljubljani naznanja, da se je vsled tožbe; | Janeza Srakarja iz Tomaèevega proti.' Matiji in Jožetu Srakarju, oziroma! njegovim neznanim pravnim nasled- J' nikom, radi priposestovanja zemljišèa,] vl. št. 285 k. o. Stošce de praes. löega' aprila 1896, št. 7557, oziroma zemljišèa;! vloga St. 256 isfe katastralne obèine de praes. 15. aprila 1896, st. 7558, po-stavil Janez Stembolj iz Tomaèevega skrbnikom na èin in da se je za su-marno razpravo doloèil dan na 21. julija 1896 s dopoldne ob 9. uri pri tem sodišèi. i C. kr. za m. d. okrajno sodišèe Ljubljana, dne 17, aprila 1896. (2558) St. 615. Vpis firme. V tusodni zadružni register se je vpisalo: «Posojilnica za Sodrašieo ter okolico, registrovana zadrnga z neoiuejeno zavezo». Posojilnica ae je konstituirala vsled pravil z dne 17. maja 1896. Sedež posojilnice je v Sodraäici. Namen posojilnice je: dajati po-sojila zadružnikom, prejemati hranilne vloge na obresti, dobivati si denarna sredstva s svojim zadružnim kreditom. Svoje sklepe in sploh vsa nazna-nila razglasuje naèelstvo na deski svoje pisarne, pa tudi po drugem kakoršnem si bodi pripravnem naèinu. Taèasni udje naèelstva so: ravnatelj: Jakob Lavrenèiè, r. naniestnik: Primož Pakiž, odbornik: Franc Fajdiga, » Franc Hudolin, » Martin Kerze, » Ivan Lušin, » Luka Mikoliö, » Jože Vesel. C. kr. okrožno sodišèe v Rudol-fovem dne 2. junija 1896. (2419) 3—3 Nr. 1630. Edict. In der Executionssache des Ferdinand Fürsten Porcia (durch Dr. Deu von Adels« berg) wurde die executive Relicitation der Realität der Johanna Penlo von Na« dainoselo im Reassumierungswege auf den 12. Juni 1896, vormittags 10 Uhr, Hiergerichts mit dem ursprünglichen Anhange angeordnet. K. k. Bezirksgericht Adelsberg am 29. Mai 1«96. (2498) 6—6 St. 23äö. Razglas. Neznano kje v Ameriki odsotnemu Jožefu Cuèniku iz Orehovca postavi se o izvrSilni stvari Antonije Buèer in nedol. Leopolda Buèarja iz Kosta-njevice proti Jožefu Èuèniku radi 222 gld. 21 kr. Alojzij Zabukošek iz Kostanjevice kuratorjem ad actum ter se mu eksekutivni odlok dn6 6. majnika 1896, št. 2065, s katerim se je eksekutivna dražba zemljišèa vloga št. 56 kat. obèine Orehovec na 16. junija in 17. julija 1896 doloèila, dostavi. C. kr. okrajno sodiäce v Kosta-njevici dne 29. majnika 1896. (2416) 3—3 Nr. 1252. Erste executive Feilbietung. Am 12. Juni 1896 um 10 Uhr vormittags wird hiergerichts die erste executive Feilbietmlg der Rea» lität del Franz Knafelc von Nodockendorf Einlage Zg. 4 und 164 der Eatastral-gemeinde Rodockendorf stattsinden. K. l. Bezirksgericht Adelsberg am 29. Mai 1896. (2539) 3—1 Nr. 10.722. Curatorsbestellung. Das hochlöbl. l. l. Landesgericht in Laibach hat den Rechnungshauptmann d. R. Alois Maurer nach § 274 allg. b. G. B. für wahnsinnig zu erklären befunden und wurde für denselben vom gefertigten Bezirksgerichte Max Maurer, Kaufmann und Besitzer in Unterschischka Hs.-Nr.24, zum Curator bestellt. K.k. städt.-deleg. Bezirksgericht Laibach am 30. Mai 1896. (2535) 3—1 Nr. 10.591. Euratorsbestellung. Vom k. l. städt.-beleg. Bezirksgerichte Laibach wurde in der Executionssache de< Anton Nelec (durch Dr. TusterM) gegen den Nachlass des Friedrich Tomc von ^ St. Veit Mo. 354 fl. 01 kr. j. Anhang sür Matthäus Tomc von St.Veit und dessen unbekannten Rechtsnachfolger Herr ^ Dr. Victor Supan, Advocat in Laibach, >als Curator aä aetum bestellt. K. l. städt.-deleg. Bezirksgericht Laibach .am 26. Mai 1896. ^