Mittwoch den lS. JuN 1v?k. XV. Jahrgang. MdiM ZliliiU vi« .«-.du»,» Set,««-- «schei», jedtn e-nnt-g. Mittwoch und s«»°g. Prcil- - filr Mardurg: g»»,ISHri- s si^, halbjShri, s fl.. «intellähri« l fl. »o k: «r ai>ft«II «m H-ii« in»»Mch 1» kr. - mit Poftversending: »anMrig 8 fl., halbjährig 4 fl., vieriiljShrig 2 fl. I»serti°»»ged»hr S kr. pr. Seile. Vkioftaschasttichtr Atlritb dkr Lallwirthschast. Die Genossenschaft spielt in der Landwirth» schüft noch eine so unbedelitende Rolle und hat auch die Lehre von dieser Genosselischast noch so geringe Verbreitung gefunden, daß wir mit Freuden die aufmunternde und lichtvolle Darstellung begrüßen, welche Robert Baron Wal-terstirche», in der „N^uen fr. Presse" gebracht; der bekannte Versaffer schreibt: Bevor man an die Beantwortung der Frage geht, „in welcher Weise die Verallge-meinernng der Genossenschaften zur Hebung der landwirthschastlichen Produktion und Industrie anl wirtsamsten zn fördern wäre", muß man darilber Nar werden, in welche»» Zweigen und welcher Ausdehnung der genosseitschaftliche Betrieb in der Landwirthschaft überhaupt wttn-schenSwerth erscheint. Bevor man sagen kann, wie verallgen»ei-nert werden soll, nluß tnan wissen, was man verallgemeinern soll. Kann und soll der gesainmte Landwirth-schastsbetrieb überhaupt, als ein Ganzes betrach^ tet, wie das Schneider-, Maler-, Maurergewerbe, Gegenstand genossenschaftlicher Arbeit werden, oder muß sich derselbe atlf einzelne, vonl übrigen Betriebe getrennte, selbstständig dastehende Zweige beschränken? Einige allgemeine Betrachtungen über die Bedingungen, unter denen man itl der Regel auf das Gedeihen einer Genossenschaft zählen kann, sowie der Hindernisse, mit denen kooperative Produktion im Allgenieinen zn räinpseit hat, werden die Vorfrage leicht erledigeit. Gleiche Einsätze, sei es an Geld oder an Arbeitskraft, oder bestinnnter ansg^'drnckt, Ein- Zi e u i r t«t o n. Z» drr libyschtii Wüflr. Gerhardt Nohlfs, znr Zeit in Weimar lebend, tritt ntln mit der Befchreibuilg seine» Aufenthaltes in der libyschen Wnste vor das Publikum. Bekanittlich hat ihn die Muniftzenz der Khe-dive, der für Kt,nst und Wissenschaft großes Interesse erweist, dnneben aber ein biederer Leute» sÄnder ist, die Möglichkeit geboten, sich n»it einem Ltab von Fachgelehrten zu umgeben: Zittel, Ascherson, Jordan zogen init uich der LandschastSphotograph Remele, von dessen Aufnahmen drei Bilder der ersten Lirferung beigegeben sind. Das Bnch betitelt sich: „Drei Moilate in der libyscheit Wüste" uitl? erscheint bei Theodor Fischer in Kassel Wir heben einige Stichproben heraus. Gerhardt Nohlfs nah»n, unl in der Wüste vor Waffermangel geschtttzt zu sein, fünfhltndert eiserne Wasserkisten mit. Er erzählt darüber: „Als vorzüglichstes Hinderniß unserer Reise war, so weit man muthmaßen durfte, der abso^ lnte Wassermangel in der lii^yschen Wüste zu bekämpfen und als wirksamstes Mittel, diesen» sähe, deren genaue Abschätzung bei der seinerzeitigen Vertheilnng des Gewinnes keinen Schwierigkeiten llnd Streitigkeiten unterliegen kann, sind gewiß eine Grundbedingung, ohne welche ein gelwssenschaftliches Unternehmen nicht gelingen wird, weil die nöthige Harmonie der einzelnen Theile nnerreichbar bleilien dürfte. Eine zweite Bedingung ist, daß wo kein Geld, sondern ArbeitSleistunaen von den Genossenschaftern verlangt, diese unter der Kon-trole der Gesammtheit verrichtet werden. Wo diese Kontrole mangelt oder unmöglich wird, dort muß, allen Eigenschaften der menschlichen Natur zufolge, das Gefühl, daß man an dem Vortheile der eigenen Mehrleistung doch nur in geringem Grade selbst partizipirt und der größte Theil der Produkte seines Fleißes Anderen zugute kommt, höchst ungünstig auf die ProduktionSkraft der Einzelnen einwirken, wenn es nicht geradezu die Arme lähmt. Die Jnfchrift, welche Louis Blanc in goldenen Buchstaben an die Thüren feiner Na-tional'Werkstätten fchrieb: „Die Faulen sind Diebe", hat sich bis jetzt noch nicht zum Glaubensbekenntnisse der großen Mehrzahl ausschwin-gen können. Wer sür Andere slatt für sich selber arbeiten muß, wird oft faul arbeiten und wenig leisten: daß er aber deßhalb ein Dieb ist, davon dürfte wohl Mancher sich nicht überzeugen lassen, llnd so lange die Menschennatur so bleibt, wird auch eilt genossenschaftlicher Be-triel', bei deln die Einzelleiftnng nnkontrolirbnr ist, nicht gedeihen. Die Landlvirthschast im Ganzelt genommen, scheint nult gerade jener Bedingungen ulld VorattSsetzungen zu entl'ehren, von welchen die Gcnosseitschast ansgehen muß. Wie will man die verschiedenartigsten Allheiten und Leistniigen, llebel ntit Ersolg zu begegnen, hatte ich die Mitltahme von eisernen Wasserkistelt ins Auge gefaßt. Wenn anch die Fralizosen iit Algerien bei ihreit Expeditionen in die:-ahara geglntibt haben, wieder von diesem schon bei ihnen ein-geführten Transportmittel al'stehen zit miissen, weil das Wasser itn Somnier eine unerträgliche Temperatur annimmt, so koitnte dieftr scheinbare Grund für mich nicht ntaßgebeitd fein, denn es handelte sich incht nnt kaltes oder warmes Wasser, sondern um das Vorhandensein von Wasser überl)anpt. Ebensowenig konnte ntich das Schicksal der beklagenSwertlieil Ale-xandrine Tinne abschrecken, welche haitplsächlich denl Wahne der räuberischen Tnareg. daß ihre Wasserkisten ntit Gold gefüllt seien, zum Opfer siel. Eine nnter dein Schutze des Kl)edioe rei sende Expedition hatte dieses Los wohl nicht zu fürchten. Die mittelst einer Schraube verschließbaren Kisten wurden von Stiederitz »ind Müller in Apolda aus dickem Eisenl>lech, das eine genügende Festigkeit gewährte, angefertigt. Die viereckige Form ermöglichte überall ein be-quemeS Ausstellen und t)ot anberdenr den Vor-tt)eil, dasi nlan Wänd^' und Schn^lnauerit ailS ihnen ausrichten konnte ; der inweichig angebrachte Lack hinderte, daß das Wasser einen Eisengeschmack annahm, und das Gewicht mar so berechnet, daß ein Kameel zwei (^im Roth- die das landwirthschaftliche Gewerbe erfordert, in ihren Einwirkungen auf das Endergebniß richtig abschätzen können, und wie wÄ. man all diese einzelnen Verrichtungen, wel^ der individuellen Thätigkeit nicht entzogen werden können, unter eine geeignete Kontrolle der Gesammtheit bringen? Der das Feld nläht, wird sich nicht überzeugen können, ob die Kühe gehörig gefüttert oder gemolken werden, und wer im Hause schafft und waltet, wird es nicht überwachen können, ob der Mäher arbeitet oder die Zeit vergeudet. Des Herrn Auge fehlt der Genosftn-fchaft und ebenso das Bewußtsein, daß Lässigkeit im Dienste den Dienst kosten kann. Die Erfahrung bestätigt diese theoretischen Erwägungen. In der Provitlz Drenthe in Holland wurdet! wiederholt verunglückte Versuche mit atlf genossenschaftlicher Basis beruhenden AckerbaU'Kolonien gemacht; sie mißlangen. In Frankreich begrub man Millionen, um die Zdeelt von Fourier und St. Simon in der Landwirtl)schaft zu verwirklichen, und in Atne-rika tvar mait nicht glücklicher. Ueber die russischen Gemeinde-Kommunismen hat die Volks-wirthschast den Stab gebrocheit und würde es überall thun müssen, wo ähnliche Versuche in erneuerter Auflage gemacht werden. Wo hingegen der Grund und Bode»», frei von jeder Last, am ungebundensten der unum-schränkte!» Verfügung des einzelite»» Jttdividu-untS überlassen bleibt und nur in dem gleichen Bel»ützuttgSrechte feiner Nachbarn seine noth-we»»dige Grenze fi»»det, dort begeg»»en wir der g'ößten Prodllktion, dem größten Wohlstat»de, der vorgeschrittensten Bevölkerung. Wenn es nn»» wünsche,»öwerth ist, daß der laitdwirthschaftliche Betrieb als Gai»zes der in- falle auch drei) volle oder zehn leere Kiste tragen konnte. Eine leere Kiste sollte 25 Psund. eine volle l25 Pfultd wiegen, jede Kiste sollte also fünfzig Liter Wasser enthalten. Es ist dies das Quaittun», dessei» ein Mensch beiin sort-währei»del» Marschirei» ii» der heißesten Jahres» zeit in d^r Wliste sllr etwa 5—6 Tage benö-thigt. (In der heißesten Jahreszeit, wo die Wüstenlnst fast absolnt trocke»» ist, bedarf der Mensch, NM die durch Transpiration verloren gegaitgeile Fenchtigkeit des Körpers zu ersetzen, täglich 2ü Pfund Wasser.) Obwohl eine Zahl voi» ü0() Wasserkisten voraussichtlich nicht erfordert wurde, so kol»»»ten doch durch ein Znsan»ntentreffen der ungünstige»» Umstände so viele »»i)thig werden und deshalb ließ ich 500 al»fertigen. Bei'der Ausrnstnng hielt ich überha»lpt de»» Grui»dsatz fest, stets aus den schlimu»stel» Fall gesaßt zu sein nnd verfnhr so bei allen übrigen Reisebedürfnissen. Die übrigen Au^rilstul»gügegenstände, als Zelte, Feldbetten, Tische, Stühle, Küchenapparate zc. besorgte ich selbst i»» Paris, »vährend die Waffen in Deutschland geka»lst wiirden, wobei sich leider die bei MeiSner in Leizig verfertigten Lefan-chelix-Nevolver als höchst nlaugelhaft erwiesen." Die ersten Schrecknisse der Wüste bekainen die Neisel»den an» 18. Deze»nber (t873) zu kosten. Rohlss erzäl)lt: dividuellen Gebahrun^ überlassen bleibe, so folgt daraus nicht, daß einzelne Theile dieses vielgestaltigen Ganzen des Mittels der genoffen-schaftlichen Vereinigung entbehren könnten, um zum höchstmöglichen Ertrage zu aelangen. Besonder» die Umwandlung oer landwirth-schaftlichen Rohprodukte in Gebrauchswerthe, der Verkauf derselben, sowie der Ankauf von landwirthschaftlichen Geräthen, Maschinen, Sämereien und Vieh, die Herbeischaffung des immer unentbehrlicher werdenden Betriebskapitals wird durch die Vermittlung von Genoffenschaf« ten angestrebt werden müssen. In allen diesen Fällen ist die Einzelleistung genau abschätzl»ar und erhöht sich durch Zusammenwirken mit anderen oft nicht nur in arithmetischer, sondern geometrischer Progression. (Schluß folgt.) Zur Geschichte des Tages. Mtten in da« betäubende Gewirre der Tagesgeschichte schlägt die Nachricht von einem tschechischen Ausgleich — gegen die Verfassungspartei und zu Gunsten der wirthfchaftlichen Anfprüche Ungarns. Der staatsrechtliche Krach wäre der vorletzte Akt eines Spieles, in dessen letztem der Knoten gelöst werden — der Held siegen oder sterben muß. Von Allem, was man sich über das E r» gebnib des Kaisertages zu Reichstädt erzählt, ist die Aeußerung des russischen Staats-rathes Jomini die bestimmteste und lautet: ^Es wird Oesterreichs Schaden nicht sein!" Nehmen wir diese Worte im gewöhnlichste»» und eigentlichsten Sinne, dann bedeuten sie einen greifbaren Vortheil, eine „Mehrung" des Reiches. Die magyarischen Blätter feiern deil gemeinsamen Minister des Aeubern wieder als ihren patriotischen Landsmann. Das Bünd» niß zwischen Oesterreich-Ull gar n und Rußland sei zu Reichstadt besiegelt worde»» — dies unterliege keinem Zweifel. Da nun aber trotzdem Graf Andrassy Minister bleibe, so müsse bei der Festsetzung der Bedingungen Rußland sich den Forderungen Andras-sys gefügt t)aben, denn dieser könne doch nichts unternehmen, was den Magyaren Schaden bringt. Ist denn Graf Andrassy gegen den Rücktritt versichert? „Morgens hatte sich eine starke Westnordwest-Brise fühlbar gemacht; als wir kaum un. terwegs wareti, gegen 9 Uhr, steigerte sich dieselbe so, daß ringsum Staub auswirbelte und Nachmittags war die Luft mit Sand erfüllt, es war ein tüchtiger Simum. Allerdings war die Temperatur nicht sehr hoch, aber ein Simum, ob kalt oder warm überschüttet den Rei senden derart mit einem alles durchdringenden Staub, daß es schwer wird, unter so lästigen Empfindungen den Marsch fortzusetzen; an Beobachtungen ist selbstredend gar nicht zu denken. Es war dies auch die Ursache, daß wir eine Pyramide, welche am Rande des Kalkusers gelegen ist. nicht wahrnahmen, wie denn überhaupt von der ganzen Gegend nichts zu sehen war. Es war ursprünglich unsere Absicht, bis Mer zu gehen; wenigstens hatte der uns begleitende Effendi, welcher lins vom Mudirat in Liut mitgegeben war, die Instruktion, uns bis zu diesem Orte zu begleiten. Aber Angesichts eines hochummauerten Platzes wurde ein anderer Entschluß gefaßt. Der Effendi meinte wir sollten dort lagern, da die koptische Gemeinde, welche dort wohne, uns gern bewirthen wolle und wir unter den Mauern von Maragh, so hieß das Kloster, besser aufgehoben seien, als in Mer. UebrigenS l>efand sich Mer nicht un« mittelbar an unserem Wege, während Maragh, ZNarkurtier Berichte. Sitzung des GemeinderatheS vom 6. Juli. (Schluß.) Der Vice-Bürgermeister, Herr Dr. Ferd. Duchatsch, berichtet über die Erweiterung des Friedhofes in St. Magdalena, zll welchem Zwecke die Gemeinde zweihundert Geviertklafter Grnndfläche erworben und wird beantragt, diesen Kauf zu genehmigen. Der Herr Bürgermeister bringt zur Kennt» niß, daß die betreffende Grundfläche aus der Südseite des Friedhofes liege und daß die Gemeinde nur das unumgänglich Nothwendige gekauft, um bis zur Anlegung des neuen Fried» Hofes auszukommen. Der Sektionsantrag wird zum Befchluß erhoben. Herr Ferdinand Baron Rast erstattet Bericht über die Zuschrift des Stadtschulrathe«, betreffend die Remunerirung der Religionslehrer; er sagt: «»Nachdem der Landesausschuß die fernere Honorirung des Religionsunteri^chtes aus dem Landesfonde, als im Gesetze nicht begründet, abgelehnt und diese Honorirung aus dem Be-zirksschulfonde ebenfalls gestrichen hat, nach den Paragraphen des Gesetzes aber keine Aussicht vorhanden ist, diese Honorirung a»»s dem Re-ligionsfonde zu erlangen, nachdem auch der Flirstbischos aus schriftliche und mündliche Vorstellung abgelehnt, den Religionsunterricht, wie das VolkSschul-Gesetz vom 20. Juni 187Z A l verlangt, unentgeltlich ertheilen zu lassen, oder seine Zustimmung zur Ernennung eigener Religionslehrer zu geben, jedoch jede Leistllng eine Gegenleistlmg verlangt, weßhalb man nicht fordern kann, daß die Katecheten unentgeltlich den Religionsunterricht ertheilen sollen, ^o bleibt nichts übrig, als daß die ReligionSgenossen' schasten den Religionsunterricht honoriren: Nachdem aber die Zahl der Katholiken in Marburg eine so überwiegende ist, beantragt die 2. Sektion, diese Honorirtlng aus der Gemeindekasse zu entrichten, und den Akatholiken es frei zu stellen, die auf ihre Steuergulden entfallenden Perzente abzulehnen, jedoch in diefen» Falle den Religionslehrer ihrer Konfession seldst zu honoriren, indem »ntter Leistung des sie treffenden Perzentensatzes in die Gemeindekaffe denselben aus dieser gerade so lvie den katholischen Religionslehrer honoriren zu lassen znkommt. Auf Grund dieser Erwägungen stellt die 2. Sektion de»; Antrag : die Religionslehrer seien sozusagen, auf der Straße lag. Unser Entschluß, hier zu l'leiben, wurde noch dadurch bekräftigt, daß wir, kauni beim Kloster angetommel,, eine lange Prozession sich nahen fahen. Galt es uns? Es lvar kein Zweifel. Der Prior voran mit der Monstranz. Die Diakonen ui»d Prälaten und zirka fünfzig Mönche, die angesehel»« sten des Klosters nahten in ehrerbietiger Haltung, uns zn begriißen. Was sie an Kostbarkeiten in ihrer Kirche besaßen, hatten sie mitgebracht, um uns ihre Freude über unseren Besuch zu bekunden. Da trug der eine ein großes Heiligenbild, der andere die liebliche Jungfrau Maria, die gebenedeite Mutter Gottes oder den elfenbeinernen Thurm, wie sie auch genannt wird, der dritte hatte eine seidene Fahne, wiederum ein Anderer ein Banner mit irgend einem frommen Emblem, kurz, was das Kloster von iniponirenden Besitzthümern hatte, brachte man herbei, uns freundlich willkommen heißend. Der Abt hielt eine Ansprache in ara-bischer Sprache, die etwa solgendermaßen lautete : Gesegnet sei der Tag, o Effendi, der Dich nnd Deine christlichen Begleiter zur Stätte unseres heiligen Klosters gefi'lhrt hat Kommt Alle nnd ziehet ein in unsere heiligen Mauern, welche der Höchste geschützt hat inmitten der Ungläubigen, die unseren Herrn Jesun, nicht bekennen. Erquicket Euch auf der Stelle, wo an den drei städtischen Volksschulen aus der Gemeindekasse mit 30 fl. pr. Iahresstunde vom Beginn des Schuljahres 1876 an zu honoriren." Herr Max Baro», Rast ist mit dem An« trage der 2. Sektion nicht einverstanden. Niemand als die betreffende Kirche (Religio»,Sge-nossenschast) habe nach dem Gesetze für den religiösen Unterricht zu sorgen. Die Sektion habe vergessen, sich mit den konkurrirenden Gemei,»den in's Einvernehmen zu setzen; sie habe es auch unterlassen, die hiesige evangeli« sche Gemeinde zu fragen. Die 2. Sektion beantrage, Reciprocität zu üben; diese aber setze die Annahme des Antrages vo»» Seiten der evangelischen Gemeinde voraus. Bisher sei der Religionsunter' richt in dieser Gemeinde unentgeltlich ertheilt worden; die einzelne»» Mitglieder haben also keinen Vortheil, wenn die Stadtgemeinde eine Remuneration bewillige. Die Remuneratio»! für die Katecheten an den drei Volksschulen komme auf 1200 fl. — 1'/« Perzent der Gemeindeumlagen. Die evangelische Gemei»ide habe noch nicht Einsprache erHobe« gegen die politische Gemeinde wegen der Beitragsleistungen, z. B. für den Bau des Pfarrhofes, zu welchem ihre Mt« glieder nichts beizutragen haben. Prinzipiell müsse die fragliche Entlohnung von der Pfarr-ge»neinde getragen werden und könne ^r Red-ner dem Antrage der Sektion nur so »veit beistimmen, daß sowohl dieser Betrag als jeder andere, weichet für katholische Kultuszwecke geleistet worden, den Mitgliedern der evangelischen Gemeinde gutgebucht »verde »n»d soll die Stadtge»neinde sich n»it den to»»kurrirenden Gemeinden (bezüglich der Schule in St. Mag« dalei»a) ins Einverneh»nen setzen. Herr Johan»» Girstinayr schließt sich in »neritorischer Beziehung der Anschauung des Vorredners an, bemerkt aber z,»r Berichtigung, daß die Gemeinden Rothwein und Brunndors vo»» St. Magdalena ausgeschult worden, daß also n»lr,»och »nit der Gemeinde Pobersch das beantragte Einvernehmen nothwendig sei. Der Herr Bürgernteister hält die ganze Anrepartirung sür unausführbar. Man soll auch »licht von Protestal»te»l allein reden, so»»dern von Akatholike»! übe»haupt. Die Stadtgeineinde sichre kei!»e Evidenz, wer Katholik sei, »oer nicht nnd sei eine solche Evidenz ,»ur »nöglich, wenn eine Organisation der Kirchge»nei»»den vera»»-laßt worden. Herr Max Baron Rast entgeg»»et, die Schwierigkeit sei nicht so groß, wenn die be- eil»st die lieblichste Frau auf Erden lebte, die wahrhaftige Mutter Gottes, die allein unsere Seele in den Schoß der ewigen Seligkeit einführt. Ko»n»nt Christen nnd erquicket Etlch d»»rch <5peise und Trank! Obgleich es mir gar nicht recht war, sogleich !»ach Ankunft der Karawane, statt die Anordnun. gen beiln Lager zu treffen, »neinen Pflichte»» e,»trissel» zu werde»», »nochte ich es doch de»» Klosterleuten »licht abschlagen, ihre»n Heiligthum meinen Besuch abzustatten, zumal ste ängstlich aus meine Antwort warteten, Angesichts der ullS uingebenden Moha»nedaner, dene»» es viel-leicht keine geringe Schadenfreude bereitet hätte, wenn »vir die Mönche barsch zurück-gewiesen hättel». Ich sage „vielleicht", glaube es aber kanm, da es sich »nn „Essen" handelte. Ich zauderte daher nicht lange und bat Zittel, »velcher vol» den »nich begleitenden Herren gerade in der Nähe war, sich mir anzuschließen und fort gings sodann in seierlicher Weise, um d!»rch das einzige Nordthor Einzug zu halten. Welch großes lAe»vicht der Prior und seine Klosterbrüder aus unsern Besuch legte»», geht an» beste»» darallS hervor, daß sobald wir uns in Bewegung setzten, sämmtliche Glocken der Kirche geläutet wurden. (Schluß folgt. treffende Atatholifen aufgefordert werden, sich in Bezug auf den Rttckersatz dessen, wa« sie sttr katholische Kultuszwecke gesteuert; melden sie sich aber nicht, so haben sie es sich selbsl zuzuschreiben, wen»» eine Rückvergiltung nicht geleistet wird; im Gesetze seien letztere vollkom> wen begründet. Der Antrag des Nedners lautet: „Es wolle der Gemeinderath beschließen: Atatholikeu sind die pro rata der Steuerleistung auf sie entfallenden Auslagen fiir spezi» fisch katholische Kultuszwecke rllckzllvergtttel^ llnd ist diesbezüglich eine Kulldmachul,g zur Danach-achtullg der betreffenden Religionsgenossen in gehöriger Fornl zu erlassen." Der Berichterstatter legt Verwahrung ein gegen die Kumulirung der Anträge; es handle sich jetzt nur ilNl die Religionslehrer, nicht aber um den Kultus. Der Herr Bürgermeister erinnert, daß lediglich die Honorirung der Religionslehrer auf die Tagesordnung gesetzt wordei» und müsse er deshalb ersuchen, bezliglich de« Kult»»s einen Separfltantrag einzubringen. Herr Max Baron Rast erklärt sich zur Einbri?,guttg eines solchen Antrages bereit und erklärt der Herr Bürgermeister, daß er diesen der Sektion zur geschästsmäßigen Behandlung z«cheilen nerde. Der Getneinderath saßt dann nachstehenden Beschluß: ..Die Entlohnung der katholischen Religi-onslehrer hat aus Mitteln der katholischen Pfarrgemeinde zu geschehen. Akatholiken sind die pro rata der Steuerleistuttg auf sie entfallenden Auslagen für spezifisch katholische Schulzwecke rückzuvergitten und ist diesbezüglich eine Kundmachung zur Danachachtung der betreffenden Religionsgenossen in gehöriger Form zu erlassen." Der 2. Sektion wird ein gleichlauteltder Antrag betreffs Rückvergütung der auf Akatholiken entfallenden Auslagen für spezifisch katho tische Kultuszwecke zur Berichterstattung und Antragstelluug in der nächsten Sitzung zugewiesen. Der für die Rennlnerationen der Katecheten entfallende Betrag ist einstweilen aus der städtischen Gemeindekasse den» Stadt-Schulrathe auszuzahlen. Die 2. Sektion beantragt durch Herrn Max Baron Rast, behufs Errichtung eines gewerblichen Fortbildungs-Kurses für die ersten Anschaffungen der Lehrnnttel einen Beitrag von 40 fl. zu leisten. Die Lehrlinge sollen Gelegenheit finden, das in der Volksschule erworbene Wissen zu ergänzen und jene Kenntnisse sich anzueignen, welche zu ihrer beruflichen AuSlnldnng unbedingt nothwendig sind und in der Werkstätte nicht gewonnen werden. Die Dauer dieser Fortbil^ dungsschule hätte sich vorläufig ans zwei halb' jährige Kurse zu lu'schränken uild l'estälidc ans einem Untere und einem Oberknrse. Gegen^ stände des Unterrichts wären: im Unterkurse: deutsche Sprache mit gelegentlicher Wiederholung der wichtigsten Realie!», wöcheiltlich zwei Stunden — Rechnen, zwei Stunden — Zeich» nen und geonietrische Formenlehre, drei Stunden; im Obcrkurse: deutsche Sprache mit besonderer Beriicksichtigllnng der GeschäftSanfsätze zwei Stunden — Gewerbeknnde eine Stunde — Arithmetik eine Stunde — Zeichnen uud Fortsetzung der Formenlehre drei Stunden. Der Unterricht würde vom l. Oktober bis Ostern Montags und Donnerstags von 6—8 Uhr Abends und Sonntag Vormittag von 9 bis »2 Uhr ertheilt. Bedingungen der Aufnahme wären: das zurückgelegte 14. Altersjahr, die Nachweisung jener Kenntinsse, welche die Volksschule vermittelt Unterrichtsgeld soll nicht gezahlt werden llnd wäre der Besilch ein freiivilliger. Im Un-terkurö würde der Unterricht von Lehrern der Volksschule ertheilt, im Oberkurse von diesen und auch von Fachlehrern. Die Herren: Inge- nieur Balzer und Banmeister A. Jäger haben sich zur unentgeltlichen Ertheilung des Zeichenunterrichtes während des ersten Schuljahres bereit erklärt; die Herren Volksschullehrer: Hönig, Pfeifer und Fersch wollen ohne jeden Anspruch auf Entschädigung den übrigen Theil des Unterrichtes übernehmen. Ueber diesen Gegenstand ergreifen das Wort die Herren: Johann Girstmayr, Nagy, Max und Ferdinand Baron Rast, Stampfl und wird dem Antrage der Sektion beigestimmt. Herr Max Baron Rast berichtet über die Stadterweiterung in der Kärntner-Vorstadt nnd beantragt: der vorgelegte Plan wird hinsichtlich aller Straßenzüge und Plätze genehmigt und dürfen in Zukunft Baubewilligungen nur mit genauer Eillhaltung desselben ertheilt werden. Herr Johann Girstmayr stellt den Zusatzantrag: Es seien die Straße von der Schmide-rer-Alle zur Drau mit neun Schuh Breite, die übrigen Straßenzüge mit acht Schuh Breite bis zur Drau zu verlängern. Nachdem auch die Herren: Ferd. Baron Rast und Felix Schmiedl über die Nothwendig-kett dieser Verlängeruug gesprochen, wird der Sektionsantrag mit dem Zusatzantrage des Herrn Johan,» Girstmayr angenommen. Der Herr Bürgermeister dankt Herrn Lobenwein für die schnelle Aussührung dieses Planes. Nach dem Antrage der 3. Sektion (Berichterstatter Herr Max Baron Rast) wird beschlossen, den geplanten Umbau der Rathhaus» Stiege mit dem ^^ostenvoranschlage von 349 fl. 24 kr. nicht zu bewilligen, sondern nur zwei schadhafte Stufen auswechseln und das Ziegel-Pflaster ausbessern zu lassen. Die Kosten dürften sich auf 50 fl. belaufen. Vor Beginn der Verhandlung über das Gesuch, betreffend die endliche Reguliruug und Herstelllnlg des östlichen Theiles der Bergstraße in St. Magdalena ergreift der Herr Bürgermeister das Wort. In der Ueberzeugung, daß die Ausführung des gemeinderäthlichen Beschlusses nicht möglich ohne Gefahr für die persönliche Sicherheit na» mentlich der Schüler uud der Kirchenbesucher inl Winter, hatte der Herr Bürgermeister die Kommission an Ort und Stelle berufen. Da jedoch kein Mitglied gekonlmen, so wnrden zwei Sachverständige beigezogen und liegt das Gutachten des Einen vor. Die povzeilichen Bedenken werden dnrch dieses Gutachten im vollsteil llmfange bestätigt und ist es nothwendig, in Folge dessen mit der Ausführuug zu warten. Herr Johann Girstmayr hält das Vorgehen des Herrn Bürgermeisters für ganz korrekt. Herr Nagy beantragt, die erwähnte Verfügung zu genehmigen. Der Herr Bürgermeister wünscht, es niöge noch das Gutachten eines zweiten Lachverständigen eingeholt werden. Herrn Ferdinand Baron Nast genügt das eine Gutachten vollständig. Der Herr Bürgermeister betont die Noth-wel,digkeit eines zweiten Gutachtens, weil die Anschauungen im Gemeinderatb divergirel». Herr Johann Girstmayr beantragt, noch einen zweiten Sachverständigen beizllziehen. Nachdem noch die Herren: Badl, Ferd. Baron Nast und Dr. Reiser gesprochen, wird beschlossen, die Ausführung des fraglichen Baues vorläufig einzustellen und eine!» zweiten Sach verständigen zu befragen. (Steiermärkifches Sängerfest inCilli.) Der leitende Ansschuß hat beschlossen, dieses Fest, welches im Angnst hätte stattfinden sollen, einstweilen zu verschieben und zwar in Erwägung der kriegerischen Ereit^nisse an der sl'idöstlichen (Grenze des Reiches nnd der allgemeinen Nott)lage. Die eiltgegangei'cn Gelder bleiben dem fraglichen Zwecke gewidmet und werden bei der CiUier Sparkasse srucht« bringend angelegt. (Belobung und Belohnung.) Das Ministerium für LandeSvertheidigung hat den Gensdarmerie-Wachtmeister Franz Kaibitsch in Windisch-Haag urkundlich belobt und mit einer Remuneration a»lS dem Gensdarmerie-Belobungsfond betheilt, weil derselbe einen sehr gefährlichen, steckbrieflich versolgten Dieb fammt der Begleiterin festgenommen und das entwen» dete Gut mit Beschlag belegt. (Wenn ihrer zwölf beisammen und besoffen find!) Der Winzer N. Nepolust aus Spielfeld saß neulich im Wagnerwirthshause zu Willitsch und wurde dort von zwölf besoffenen Burschen aus Zierberg ohne Veranlassung beschimpst, geschlagen »md gestochen, daß er bewußtlos liegen blieb. (Maul- und Klauenseuche.) In der Gegend von Rann ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. (Kranken- undUnterstützungS-kafse.) Die freie Versammlung der Schuhmacher-Gehilfen, welche am Montag Abend» im Volksgarten stattgefunden, hat beschloffen, eine Filiale der Kranken- und Unterstützungs-kasse für Schuhmacher-Gehilfen in Graz zu bilden. Die Zahl dieser Gehilfen beträgt in Marburg über zweihundert und haben sich an der Versammlung im Volksgarten ungefähr neunzig betheiligt. (Bildung skurs der Arbeitslehrerinnen.) Am 16. und 17. d.M. werden in der städtischen Mädchen-Bürgerschule (Domplatz, I. Stock) die Handarbeiten und Zeichnungen der Arbeitslehrerinnen, welche am Bildungskurse theiluehmen, zu Jedermanns Einsicht aufliege» — Vormittag von 8—12, Nach» mittag von 3 bis 6 Uhr. (Lieferungen für den Heeresbedarf.) Anl 19. Juli fiudet in der Kanzlei des hiesigen Verpflegsmagazins die öffentliche Verhaudluug statt, betreffend die HeuUeferung fiir die Stationen Marburg, Windisch-Feistritz, Strab, Radkersburg, Pettau und Cilli für die Zeit vom 1. September 1876 bis .?!. August 1877. Das tägliche Ersorderniß der einzelnen Stationen: Marburg: . . 500 Port, zu 3400 Gramm, Windisch-Feistritz: Straß Radkersburg: Pettau: Eilli.' . . 10 150 10 60 80 60 90 10 5 4500 3400 4500 3400 4500 3400 4500 4500 4500 Letzte Post. Kaiser Franz Josef und Kaiser Wilhelm werden am IS. d. M. von Andrassy und BiSmare? begleitet, in Ischl zusammentreffen. Bei der Volksabstimmung über das schweizerische MilitSrsteuer Gesetz haben stch bisher Iä6,L34 mit Ja, l58,Sz4 mit Rein ausgesprochen. Die Heerstraße zwischen Widin und Nisch ist von den Gerben desetzt worden. Die Tilrkei trifft Vorkehrungen zu einem Hauptschlag gegen die Gerben unter Tschernajeff. In Bulgarien ist der Aufstand allerorts wieder ausgebrochen. Heirats'Antrag. Ein junger Südblihnbedienstettr mit sich?-rtM Einkommen wilnscht mit einem jun gtn Fräu-lrin Bekanntschaft zu machen. (816 Gcneij^te Anträge, wenn Mötzlich mit Pho-lographie, werden unter „V. Nr. 50" Haup'post Marburg bis 29. Juli 1876 erbeten. An dik v. T. Kewohner von Mrburg! FreiMIaeWeingarten Seine k. k. apoftol. Majestät der Kaiser Fra«) Zosef I. haben dem Marbnrger Militär-Veteranen-Vereine „Erzherzog Friedrich" eine Vereinsfahne allergnädigst zu widmen geruht. Um die Weihe dieser Fahne würdig zu drehen, wurde beschlossen, ein Fest zu veranstalten. Dieses FahnenVeihe-M, bei welchem die Pathenstelle Ihre kaiserliche Hoheit die durch-lanchtiaste Fran Erzherzogin Elisabeth übernommen hat, findet am S. August 1876 statt. Das geftrtigte Comit6 erlaubt sich die ?. I. Bewohner zur zahlreichen Theilnahme an diesem Feste einzuladen und die Bitte zu stellen, für die anlangenden Gäste Wohnungen über die Dauer des Festes zu überlasten. Diejenigen ?. 1. Einwohner, welche über solche Wohnungeil verfügen, wollen so freundlich sein, bei einen; der nachbenannten Herren: Faleskini, Keim, Terbisch, Neuwirth, Krappek und am Bahnhof bei der Eilgutgepäck-Aufgabe, Herrn Stibenegg, die Ateldung zu machen. Fkft-Karten ü 1 fl. für die ganze Dauer des Festes sind bei den obengenannten Herren und bei Herrn Eduard Janschitz (Postgasse) zu haben. Marburg den 10. Juli 1876. Vas Feft-Comitv. rn. Am 5. Ängnft 1876 Empfang der mit den Abendzügen ankommenden Gäste. Abends 9 Uhr Zapfenstreich. Geselliger Abend in den Lokalitäten des Herrn Thomas Götz. (8S4 Am K. Änguft 1876. 6 Uhr Früh Tagwache. Empfang der ankommenden Gäste. Um 9Vs Uhr Raillirung der Vereine an der Straße nächst dem Südbahllhofe (Grazer« Vorstadt). Um 10 Uhr Festzug sämmtlicher Vereine durch die Tegetthoffstraße, Burggasse (Tegetthoffs Geburtshalls), Herrengaffe, über den Hauptplatz, durch die Kärntnergasse und Urbanigaffe auf den Festplatz. Empfang der Fahnenmutter, Ihrer kais. Hoheit der durchlailchtigsten Erzherzogin Elisabeth. Um 11 Ul)r heil. Feldmesse, Weihe der Fahne durch Se. fürstbischöfliche Gnaden Henn I)r. At. Stepischnegg Ulld Einschlagen der Nägel in üblicher iördllung. Sodalln Uebergabe der Fahne an den Fahilenführer uud Ansprache durch den Vereins-Obmann. Deftlirung und Abmarsch auf den Hauptplatz. Abgabe der Fahnen am städtischen Rathhalise. Um 2 Uhr Nachmittags Festessen in den Lokalitäten des Herrn Th. Götz. ^ Um 4 Uhr Aufstellung sämmtlicher Vereine am Sophienplatz und Abmarsch in den Park der Frmlz Josefs-Kaserne; Concert daselbst. Abends geselliger Abeild in den Lokalitäten des Heml Thomas Götz. _ W MdU M WgröMIl VMIlt Vurvk 2S «fprodt l Anathenn-Prüparate von Dr. Zum AusMen HoHler Aäpne gibt e» kein wirksamere» und bessere» Mittn al» die welche fich jede Person selbst ganz leicht und schmerzlo» in den hohlen Zahn bringen kann, die sich dann fest mit den Zahnresten nnd Zahnfleisch verbindet, den Zahn vor weiterer ger störung schlitzt nnd den Schmerz stillt. Preis per StttiS 2 fl. 10 kr. (l Anatfierin - Mundwasser in Klacon» zu fl. 1.40, ist da» vorziiglichste Mittel bei rheumatischen Zahn schmerzen, bei Entzundungeu, Geschwülsten nnd Ge schwüren des Zahnfleische», e» lö»t den vorhandenen Zahnstein und verhindert dessen Nenbildnng, beftstigt locker gewordene Zähne durch Kräftigung de» Zahn-fleische»; und indem eS die Zähne und das Zahnfleisch sou allen schädlichen Stoffen mnigt, verleiht es dem Munde eine antzenehme Arische nnd beseitigt den Übeln Seriich an» demselben schon nach knrzem Gebrauche. Diese» Präparat erhält die Frische nnd Reinheit de» Athems. e» dient iiberdie» uoch um den Zähnen ein blendend weiße» Au»sehen zu verleihen, um da» verderben derselben zu verhüten uud um da» öahufleisch zu stärken. Prei» per Dose fl. 1.22, per Paket 35 kr. Vvxvlakilisol»«« 2»kapulvvr. E» reinigt die Zähne derart, daß durch dessen täglichen Gebranch nicht nur der gewöhnlich so lästige Zahnstein entfernt wird, sondern auch die Glasur der Zähne au Weiße und Zartheit immer zunimmt. Prei» per Schachtel 63 kr. ö. W. Ze«UnI»ttr»ten für Erwachsene pr. Stück 80 kr. „ siir Kinder pr. Stück 50 kr. Depot» in: in bsi Uerir» >V. Iiünix, Xpottislcv eu t)ei llsrra ^oriü anä in ^vnvtlianliluvjx; sovio in »ämmt-Iiods» ^potdo-csll, l'klrluwvr'isv u. ttalknt«risv»krsnt>»nllluuxsll Ltsivrmarlcs. Gi« Haus sammt GreiSlergeschast in der Mitte dkr Stadt ist aus freier Hand zu verkaufen. (83S Näheres im Comptoir d. Bl. Ich komme einer angenehmen Pflicht nach, dem hochverehrten und schulfreundlichen Herrn Michael Wretzl, Obmann und OrtAschulauf-scher, wie auch allen seinen Angehörigen für die so liebevolle Bedienung bei der am 6. d. M. stattgefundene» Exkursion im Namen der Schulkinder meinen herzlichsten Dan? hiemit öffentlich um so mehr auszusprechen, als ich zu dieser Danksagung schon unzählige Male verpflichttt gelveseu wäre. (833 Schulleitung Rothwein llm 8. Juli 1876 Johann Jager, Schulleiter. Awel eiug-eichtete mit separatem Eingang am Hauptplatz find vom 15. Juli d. I. an zu vermietheti. (835 Anzufragen im Comptoir d. Bl. Zu verkaufen 1 leichte, halbgedeckte, einspännige und 1 elegante, sehr wenig überführte, gedeckte, zweispännige Kalesche; letztere auch ganz m schließen, sehr billig. Auskunft bei Aloisia Koller, Trödlerin. Hauptplatz Nr. 80, Heumeyer'scheS HauS. (838 ^ « r n a n K. Wir tvarnen hiemit alle gewesene Wirtl»s-letite, ja nicht mehr aus einem Gasthaus fich Bier oder Wein in ihr EeschÜstslokal bringen zu lassen, wenn Bekannte mittrinke», weil sie sonst wie wir gestraft werden können. Wir haben üb-rigens de» Rekurs ergriffen und hoffen das Beste. Marburg. (gss Zakob Murto, Auna Murko, ehmals Wirthe, jetzt GreiSler. Eine Esstgfabrik und ein en KroL v (Icoinv vorbotvnon kromosson) KSgou fr»nlrirts LinssQäuvx äss Ito-oäör ?ostv0r«vt»uss 8olbst n»ot» äsv vntssrvtoston 0oxsi»6vv vva mir vsrssnät. ^säor äar övtkoiUxtov arkält voa mir vsdoa ssillsm Ori^aAl-l-ooso »uok clvo mit «tom w»pxsQ vorssdavsll Originsl l^lsQ nvä nkvk stattgsvdkdtsr LÜioknnx »okort äis »mt-liiods ÄokuQxsIisto uuaufKsforÄort «uKvsar>ät. /^u»»»dlnuss u. Voriouäaux ävr Voviuuxvlüor erfolgt von mir äirsict »ll äiv lutsro«8sutsa prompt unll uvtsr »trsug^stor Varsokvio-xsukoit. ^807 HM^ekocks öostoUunx lcsull msn sillt»ok »ut sills l'ostöivL»dIllvxg1c»rtv oüvr psr rsvom» maväirtvn Lriek m^oksu. vvll6ö «iok «Zsksr mit äsu ^uf> lrägeu vsrtrausllZvoll »v lianq^u^r ck ^Vo^ssl-Lompto^ ia ll a luda «erantwortliche Nedotttou, Druck und Berlaa von Eduard Samchttz i« vtarbmg. Damps'».Waullcilbad iii der Käriilntr-Vorstadt täglich von 7 Ilhr Früh biS 7 Uhr AbendS. lkk) Akt» Tchmtderer. --