SchriftleUuNfl: «at»»»«gasse «r. &. gitntnf S!r, ti • fett »»,»»«> r»»ltch i«» I»»»»»»« m e«its- s. fjrtrr-»«,« Ml 11—1« att tora v «MWSmfcm acctn lUtt »»«rnlik «» littia«! ki*t nimmt SW ScrlMltiiaQ «#«' 0rcA««-'( der t'Jiaft fcfgr-st- MUa ®ti utitu cntg*«c« Bn Bulrrtttantra uMat. Dte.TvstMc C'oSI" Itoi CnwittiK rtrno« V oWvit t«I |t Rr. 36.900 Nr. 79 (5i!!i, Samstag den 1. Dezember 1917. Senvaltuo«: «.«thavSgafft «r. '» B (< n l a I Kr. li tut Mi 0vä Uytins: ...».« . . . .K CM »um)5tr<9....%. ItM (Wh Slltt m» gidUfiiu» irt Hon» I «BUIlSiri» ..Kl» fcÄlbilitrtj , . . W • . • . K 1S.B9 gut« KsMoiti r.UVti M *w «K»iKiJdA*ti:tu am tWie(«ir» thsjtWtrtJ Rfreuew«:;« «du* H* ,« Rfcsttan» 42. Jahrgang. Aus dem stomenischen ^ Partrilrlirn. Statt des bisherigen Führer» der slowenischen Volkspartei Dr. Schusterschitz wurde bekanntlich Dr. Koro'chitz als Vertreter von Krain in die Delega-tivn gewählt, wcihalb Dr. Schusterschitz aus dem Südslawischen Klub ausgetreten ist. Die krainischen ReichsratSabgeordneten Demsar, Gostincar, Hiadnik, Jarc, R. » Pogacnik und Dr. Pogacnik haben an da» Organ »er Slowenische« Volkspartei ein Schreiben gerichtet, in dem sie dte Beweggründe daliegen, die für die Wahl des Abg. Dr. Korofec in die österreichische Delegation maß-gebend waren. In dem Schreiben heißt es ». a.: „Da Dr. Schusterschitz öffentlich erklärt, daß daS Mißtrauen zu verschiedenen Mitgliedern, inSbeson« dere aber zum Obmann« des Klub» ihn zum Aus» tritte auS dem Südslawischen Klub veranlaßt hätten, sehen auch wir uns genötigt, der Oefsrntlichkeit mit« zuteilen, daß Herr Dr. Schusterschitz schon längere Zeit aus gewichtigen Gründen nicht jenes Vertrauen genieß», daß wir ihm in diesem schicksalsschweren Augenblicke die Vertretung unserer Sache in den Delegationen anvertrauen lönnten. Hiemit ersülle.i wir auch einen Teil der letzlwilligen Wünsche uu-sereS unvergeßlichen Dr. Kiek. Wir kennten uns für Dr. Schusterschitz nicht entscheiden, auch wenn wir nicht aus den Klubobmann Rücksicht genommen hätten. — Ueber hundert Wähler aus dem Wahl» bezirke des Landeshauptmanne« Dr. Schusterschitz richteten an den Obmann der Slowenischen Volks partei Abg. Dr. I. Schusterschitz solgendcs Schrei den: Die gefertigten Wähler, Anhänger der Slo wenischen Volkspartei. dedauern Ihren Austritt aus dem Südslawischen Klub, der unser »ollstes Ver-trauen genießt. In diesem kritischen und sür das österreichische Sütslawentum entscheidenden Momente müssen alle persönlichen Rücksichten in den Hinter gründ treten. Deshalb stellen wir, geehrter Herr Abgeordneter, an Sie die höfliche Bitte, Ihren Aus« tritt aus dem Südslawischen Klub unverzüglich zu widerrusen und auch sernerhiu als treues und tätiges Mitglied dieses Klubs die Interessen dcS gesamten slowenischen Volke« zu vertreten. Sollten unsere dringenden Wünsche kein Gehör finden, wären wir bemüßigt, Ihnen als Abgeordneten und Obmann der Slow. Volkspartei unser Vertrauen zu entziehen. Die südslawischen Mitglieder der österreichischen De-legatiou beabsichtigen in der Eröffnungssitzung am 8. d eine mit d«r Deklaration vom 30. Mai 1917 gleichlautende staatsrechtliche Erklärung abzugeben. Landeshauptmann Dr. Schusterschitz, der in der Slowenischen Volkspartei unmöglich geworden ist, hat die Partei, deren Obmann er durch viele Jahr« gewesen, zertrümmert und will auf den Trümmern der Partei eine „Slowenische Bauernpartei" auf. richten. In der am 22. November abgehaltenen Sitzung des Exekutivkomitee» der Slowenischen Volk«. Partei, die unter Vorsitz des Abg. Dr. Schusterschitz nur von seinen engsten Anhängern besucht war, be-gründete der Landeshauptmann in eingehender Aus« sührung seinen Austritt aus dem Südslawischen Klub. Er bezeichnete die Politik dcS Klubs als ver» fehlt und kritisierte in scharser Weise einige rolitische Kundgebungen des KlubobmanueS Dr. Korosec, inS-besondere auch dtss«u Erklärung in der polnischen Frage. Der Klub habe kein Verständnis sür die tatsächliche Lage und sür die Stimmung der ent-scheidenden Faktoren in Betriff de» südslawische» Problem«. Dr. Schusterschitz verlangte schließlich, daß da? Exekutivkomitee aus der Haltung der radi-kalen Parteimehrheit die erforderlichen Folgerungen ableite. Nach kurzer Wechselnde, in der auch gegen Fürstbischof Dr. Jeglic scharse Worte fielen, wurde einstimmig beschlossen: 1. der Austritt der Abge. ordneten Dr. Schusterschitz und Jaklic aus dem Süd slawischen Klub wird genehmigt; 2. die Slowenische Volkspartei wird ausgelöst und deren Inventar dem Obmann Dr. Schusterschitz übergeben; tts wird eine neue Partei unter dem Namen .Slowenische Bauernpartei" ins Leben gerufen und zu diesem Zwecke ein Parteiorgan gegründet. — Wie verlautet, wird die neue Partei sich an die reine Rechls-Partei in Kroatien anlehnen und will mit der chrift» lichsozialen deutschen Partei in Beziehungen treten. Die Gesinnungsgenossen des Landeshauptmannes Dr. Schusterschitz haben außer der Slowenischen Bauernpartei aus den Trümmern der ausgelösten Slowenischen Volkspartei noch eiue neue Partei inS Lebe» gerusen unter dem Namen ,SIoweni>che Volkspartei für die Städte, Märkte und Industrie-Orte". _ Zusammenschluß der Deutschen in Oesterreich. Wie wir hören, hält Dr. Titta bereits seit einiger Zeit Beratungen mit Persönlichkeiten au» den verschiedenen Parteilagern über da» Programm für die von ihm vorgeschlagene deutsche Gemeinschaft ab, die eine Plattform sür den Zusammenschluß aller Deutschen in Oesterreich unbeschadet ihrer svn-stigen Parteizugehörigkeit bilden soll. Auch mit maß-gebenden Personen aus anderen Kronländcrn steht Dr. Titta bereit« in Verbindung. Der Verlaus der bisherigen Verhandlungen, sowie die vielen tausen-den von Zustimmungskundgebungen aus allen Be» völkerungi kreisen des Reiche» (davon allein >«» Böhmen mehr al» 10.000 Einzelzuftimmungen und an 60 Entschließungen von Städten und Bezirke») lassen einen günstigen Crsolg erwarten. Allerdings wird die Sache nicht überstürzt werden können, da jede Einzelheit de» aufzustellenden Programme« sorgsältig erwogen werden muß, wenn die „Deutsche Aeues aus Hörz. i. Als der Jubelrus „Görz unser!" durch die Herzen und den Blätterwald ging, sah das hoffende Auge die Gartenstadt im Lichte der Befreiung und Erlösung I Nun neigt sich der Mond zur Vollendung, un-sere Heldenheere stehen weit im welschen Feinde»« land, der KriegSlärm um die Gartenstadt ist verstummt und daS Auge wendet sich der Wirklich-keit zu . . . Und da krampst sich da« Herz zusammen I — Wir habea die Tücke und Gemeinheit de» heim-tückischesten unserer Feinde noch nicht ganz erkannt. — «I» Erlöser rühmte er sich zu kommen, mit .heiligen Ansprüchen" bemäntelte er seinen Verrat, die nationale Frage wagte er al« seinen Schild zu benützen und hauste dabei in den Orten, die er be« trat, ärger al« die Hunnen, böser al« die Land»-knechte deS Mittelalter». Au» tausend Wunden blutet Görz, kein Hau« ist fast unbeschädigt, und wo die Notwendigkeit einer Unterkunft für seine Leute die Schonung der Ge-baude notwendig war, wurde durch Besudlung und Sxrenguug noch im letzten Augenblicke del Flucht alle» zerstört und unbrauchbar gemacht, böswillig >?rnichtet nur um der Vernichtung willen. Richt einmal die Kosaken sollen s» gehaust 'Tuben wie die »Krieger der eoltissiwa nazione", tin i! in Ostpreußen wurde mit einer solchen 3i luHie» nt geplündert wie in der Friaul und bt soiudtr» in Görz. Man hört da geradezu unglaubliche Dinge, nicht um des Vorkommen» wegen, sondern um die Personen, welche sich damit besaßt haben. So hat der ehemalige zweite Bürgermeister Stellvertreter Dr. Achill« (!) venier und ein früherer Angestellter der Handeltkammer Fornasarig die Außräumung der Wohnungen der Görzer Familien gewerbsmäßig betrieben und wurde den beiden Ehren-Männern zu diesem Zwecke von der italienischen Heeresverwaltung ein Autotrain bestehend aus 20 Wagen für die ganze Zeit der Besetzung zur Vor* sügung gestellt. Da« da geleistet worden ist, kann man sich vorstellen und ist e» mehr al» sicher, daß die zu-rückkehrenden Görzer fast immer nur die leeren vier Wände wiederfinden werden und auch diese meist ohne Dach, denn die Verwüstungen an den Gebäu den spotten jeder Beschreibung. Schon au» den in den Zeitungen und Kinos erscheinenden Bildern kann min sich ein Bild der Zerstörung machen, die Wirklichkeit muß aber noch viel schrecklicher sein. Während der Belagerung durch die Italiener hatte die arm« Stadt noch lange nicht so gelitten I Virle Häuser waren ganz intakt und wo ein Scha-den entstand, bemühte man stch nach Möglichkeit, selben wieder gut zu machen, so w«it «8 eb«n ging. Die» scheint b«i den Jtalien«rn nur d«r Fall g«wes«n zu sein, ja sie haben die Stadt sichtlich mit Absicht ganz verkon!«- n wahrscheinlich wril st« e» ahnten, d:h t 3Itih» nicht lang« dau«rn könne! So *aben sie Häuser mitten in der Stadt als Munitionslager benützt und hat die» zahlreiche Ex< plosionen zur Folge gehabt, bei denen die Gebäude ganz zerstört und ausgebrannt wurden. So ist nach der Einnahme durch uns das Hau» de» Grafen Pace am Hauptplatz und dos HauS am Bischosplatz Nr. 7 in di« Lust geflogen und noch zahlreiche andere Explosionen durch verborgene Mi-nen machten den Ausenthalt in der friedlichsten Stadt Europas zu einer gejahrvollen. Dies ist auch ein Hauptgrund, weShalb der Bevölkerung die Rückkehr in die geliebt« Heimat trotz alle« Sehnen» nicht gestattet wird, und ist nur zu hoffen, daß alle diese Gesahren und Hindernisse durch die Tätigkeit der Ordnung schassenden Organe — bei welchem sich kriegSgefang«»« Italiener «tt besonderem Eiser und Geschick betätigen sollen — wieder wenigstens t«ilweise bewohnbar gemacht werden. Jetzt allerdings muß es furchtbar sein — Irin Hauptweg, der nicht ausgerissen oder unterminiert, mitten in der Stadt, so besonders im Stadtpark zeigen betonierte Schützengräben, daß stch di« Itz« liener die Wiedereinnahm« der Stadt durch un» ganz ander« gtdacht haben, als sie wirklich erf,lgt ist . . Barrikaden und spanische Reiter überall . . kurz da« ChaoS und die Greuel de» Kriege» im Superlativ, wo man nur Himmelsblau, Bluwtn-blühe» und Vogelsang kannte . . . Di« Verwüster sind geflohen. . hinter ihnen daS Verderben sür all' den Frevel . . Görz aber wird erwachen, au« der schaurigen Nacht italieni» scher Barbarei auferstehen, schöner al« e« je war und blühen •!» die Ros« de« Süden» unsere» Reicht«. Da» walte «ott l «. Libisch. Seite 2 Geaieinschaf!" tatsächlich zu dem werden soll, als was sie gedacht ist: ein Sammelpunkt «ller gut den« kenden Deutschen in Oesterreicb, von dem aus ziel-bewußt und rücksichtslos die endliche Verwirklichung der dringendsten nationalpolitischen Forderungen dcS deutschen Volkes in Oesterreich angestrebt werden sollen. Dir Krtkgserrignisst. 24. November. Zwischen Brcnta und Piave i°nd in den Sieben Äcmeinde» Zurückweisung ita-stoischer Angriffe. — Bei Eambrai wurde ein neuerlicher gewaltiger Durchbruchsversuch der Eng« lLaoer vollständig zurückgeschlagen. — Der Oberst-kommandierende der russischen Armeen Dnchonin erhielt den Auftrag, sich an die Träger der mililtrischen G-walt der Armeen der Mittelmächte mit dem Bor-schlage zu wenden, unverzüzlich die militärischen Operationen einzustellen zu dem Zwecke, um zur Friedens koxferenz zu schreiten. — Tauchdvoibeute im M.itelmeere 30 Tonnen. 25. November. Die Grazer Schützen erstürmen d?n Monte Partica an der Brenta. — Bei Eaor-brai wurden die Engländer ersolgreich zurückgcwor fcn. — Ja Albanien griffen wir die italienischen Stellungen bei Berat mit Ecsolg an. — Die russi« schen Frontheere, die vor einer Hunger talastrophe stehen, wnrdcn angewiesen, aus der ganzen Front Friedenvverhandlnugen einzuleiten. — U Boslbeute im Sperrgebiet um England 12.000 Tonnen. 20. November. Im Brentatale weiterer Raum-(jenrira. — kudwestlich Mit Eawbrai erneuier Ansturm der Engländer, der kraftvoll abgeschlagen wurde. Die Deutschen erzielten westlich »on Fon-ta'p; den erwünschte» Geländegewinn. — Bei Jerusalem wurden die Engländer zum Aiickzuge gezwungen. 27. Nsvember. In den Kämpfen an der Brenta z.'ichnelen sich Gicizer, Oberösterreicher und Tiroler ganz besonders ans. — An der Wefisront halten di^e Deutschen unerschütterlich Stand. — In Palä-slinj erlitten die Engländer eine erhebliche Nieder» läge. — Aus dem nördlichen Kriegsschauplätze wur-deir 20.00 j Tonnen versenkt — Die Baumwoll-oussuhr aus Aegypten wurde w-gen Mangels an Schiffsraum »erboten. 28. November. In Italien keine besondere» Ereignisse. — Bei Cambrai neue Riesenschlacht. Die Engländer erobern vorübergehend die Dirfer Bvur- Aas pfeiferl. Ja, ja, die kleinen Beamten haben in der schwere» Zeit oft reib! grobe Sergen. Warum ist denn nur der betagte Preindlbcrger, der keinen allen, armselig bezahlten Posten als Privat« deamter im Krieg wieder hat einnehmen müssen, alle-»eit so guter Dinge? Freilich hal der Man» ztiileben» schon immer alle» rosig gesehen. Jetzt bedauert er wohl de» Krieg und di« Schmerzen, die eine solche Zeit in die meisten Familien bringt; die Entbehrungen aber, die er selbst zu erdulden hat, die fechte» ihn wenig an. Buch seine Schwester nicht, di« ihm die kleine Wirtschaft führt. Sie ist gerade so wie er. Manche sagen, e« sei gar nicht anders möglich, al« daß die zwei «in hübsche» vermögen haben. Es sei auch für je»e KriegSanleihe roch etwa» übrig gewesen. In Wirklichkeit hat er von HauS auS nicht einen Heller, behaupien seine Verwandten und die Leute, die ihn von jeher kennen. Nicht lange ist'S her, traf ich ihn irgendwo im Wiener Wald, versunken in den Anblick eines Land-schaftSbilde». „Schauen S' grad," rief er mir, schon von weitem grüßend, enlgegen, „schauen S' grad, wie liab die Hiuserln da unten im Anger liegen. Und der Wald dahinter, die Farben, die Farben!" Ich stimmte bei. „Ah heut g'falli '« mir schon b'sonder» guat", fing er wieder an, „früher, wissen S', da bin i an jeden Sonntag in 'n Wiener Wald gangen, « wann'» Weller gar net extra g'wesen ist. Jetzt, in die teuern Zeiten, na da trag! 'S da« nimmer. Da geh i hall an jrtxn dritten Sonntag; suach mir freilich in schön-sten auS. Dafür ist der Genuß zum wenigsten der dreifache. Und freuen lu i mi auf so an Sonntag I Jetzt sagen S' mir: Ist'S nachher net grad 'S Gleiche wie '« früher war ?" ES hielt schwer, darauf zu erwidern. Dieser Le-tenSkünstler hatte im Grunde gar nicht so unrecht. lon und Fontaine, sie wurden jedoch nach erbitler« tem Kampke wieder hinmiszeworfen. Französisch« Vorstöße bei Noment, wurde» im Nahkampfe abge-wiesen. — Im Kanal wurden 12.500 Tonnen versenkt. — In Rußland wurde die teilweise Abrüstung «»geordnet. 29. Stoven,ber. Die englischen Vorstöße an der Westsront stehen im Zeichen der Ermüdung. — Am Westuser der Brenla und am Mcnte Tomba schei« terten italienische Angriffe. — Am nördlichen Kriegs-schauplatze wurden neue,ding« drei Dampser und ein Segler vernichtet. — Aus das russische Frieden», angebot wurde vom Minister des Aeußern Grasen Ezernin folgende Aulwort erteilt: An vie Regierung der russischen Republik! DaS Ruudtelegramm des Rates der volkSkommissire vom 28. November 1917, womit die russische Regierung sich bereit erklärt, Verhandlungen über den Abschluß eine« Waffenstillstandes und eines allgemeinen FriedensvertrageS einzuleiten, ist der Regierung Oesterreich Ungarns zugekommen. Die von der russischen Regierung be-kanntgegebenen Richtlinien für den abzuschließenden Waffenstillstand und FriedenSvertrag, hinsichtlich welcher die Regierung der russischen Republik Gc-genvorschligen entgegensieht, bilden nach Ansicht der österreichisch ungarischen Regierung geeignete Grund-lagen sür die Einleitung dieser Verhandlungen. Die Regierung Oesterreich-Ungarns erklärt sich daher bereit, in die von der russischen Regierung vorgeschlagenen Verhandlungen über einen sofortigen Waffenstillstand und uder den all.emeinen Frieden einzutreten. Der k. u. k. Minister des Aeußern: Ezernin. 0. November. An der Westfront tobt der Kampf mit größter Hcsligkeit. Die Engländer wurden unter schwere» Verlusten zurückgeschlagen. — Rußland droht mit dem StaatSbankerott, wenn die Verbandsstaalen auf seine Wünsche nicht eingehen. Dadurch würden die ungeheure» srauzöstschcn, eng« lischt» und amerikanischen Anleihen wertlos. — Im Abgeordnelenhause äußerte stch der Ministerpräsident Seiner über die bevorstehenden Friedensverhandlun-zen in folgender Weise: .Bei diesen Verhandlungen wird die Regierung Oesterreich-Ungarns anstreben, mit jenen Staaten, di« sich aus Crund der j.tzl von Rußland ergangen«» Einladung bereit erklären, einen Frieden zu schießen, zu einem Frieden zu gelangen, der für die vertragschließende» Truppen gleich ehren» voll ist ni-d von dem Grundsatze „ohne territoriale und wirischaslliche Vergewaltigungen geleitet sei» wird (Lebhafter Beifall und Händrklalschen) Hiebei wird die österreichisch ungarische Regierung das Recht der mit ihr zum FriedenSvertrag schreiten- In meinem Innern aber regte sich eine Stimm«, die schüchtern besagte, e» wäre doch besser so, wie 'S früher war. Er lieg mir Übrigen» keine Zeit zum Nachdenken. „Wissen S'. i sag immer, es hat wirklich auch a jedcS üble Ding seine guale Kehrseiten. Der leidige Krieg a. Schauen S' amal her. Mir san ja in Luxus fa stickt. Was mir »'fammengeffen haben, und Vergnügungen hat 'S geben, fast gar z'viel, auch für uns bürgerliche L-ut'. Ja und wa« ist die Folge davon g'wesen? G'schätzt haben mir » allsj'samm nimmer g'nug, wa» mir Gut'S g'habt haben.- Jetzt ja. jetzt wissen niir 'S und raunzen darnach. Wann jetzt nacher Frieden wird, da schügi man 'S aber nur so lang, bis mr'S wieder g'wchal ist. Ich nickte zu seinen Worten, wie zu etwa«, mit dem man halbrrug» einverstanden ist. Wir waren ein par Schritte »ebeneinai der hergegangen. Alsbald blieb Preindlberger wieder stthen, während er lächelnd vor Wonne die Fortsetzung de» Wege» betrachtete. „Ah schauen S' nur da hin! — Seit 3 Wochen sieh i wieder zum erstenmal mein Wiener Wald. Gehen S', da setzen wir uns a weng aus die Baumstrünk nieder." Mir war'S recht. Wir setzten unS. Die Herbst-sonne schmiegte stch wie ein wärmelndeS Ucberkleid um unS und half da» LiSchen Wind leicht ertragen. Er zog sein Tabakpfeife»! au» der Tasche, steckte e» on, und daS ganze Gesicht des Alten glänzte vor Behagen. „Möchten S' net glauben: Früher hab i'S in ganzen Tag in Mund g'habt. In ganzen liaben Tag. I will net leugnen, da» '» mir g'schmeckt bat. Sonst hätt' i'S ja net in ganzen Tag in Mund g'habt. Nur die richiige Fieud hat g'fehli. ES ist schon a wahre G'wohnheit g'wtsen. Aber jetzt . . . aber jetzt . . .!* Ich bin Nichtraucher und dennoch fühlte ich sein Behagen mit. »Ja, ja", erklärte er schmauchend, „der Genuß hängt eben zu allererst vom Bedürfnis ab. Am meisten, Nummer 79 den Staaten auerktnnen, den zu ihnen gebärigen Völkern volle Freiheit der Entschließung über ihre staatliche Zukunft zu bewahren, und wird sich jeder Einmischung in die inneren staatlichen Verhältnisse der Gegenseite entHallen, wird aber anderseits ver« langen, daß jede Einmengn,ig iu unsere eigene staat-liche Organisation unterbleibe. Ich von meinem Standpunkte als österreichischer Ministerpräsident muß anschließend hieran daraus hinweisen, daß ein Staat wie der unsere, der ein aus Grund des all-gemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechtes gewöhltes AchgeordnetenhanS hat, mit Recht behaupten kann, enie Volksvertretung zu besitzen, wie sie demo kratischer kaum gedacht werden kann und daß alle Voraussetzungen dafür gegeben sind, das politische Schicksal der Völker des Staates selbst zu bestimmen. Fest wie unsere Verteidigung zu Wasser, zu Land und in der Lust gegen ruchlose Feinde ist. s» fest muß auch die Unterstützung der Bürger unseres teuren valerl«ndes bleiben. Helfe» wir alle zum endgiltige» Siege und zeichnen wir alle die 7. Kriegsanleihe: Gottfried Freiherr von Lanfield k. u. k. Linienschiffsleutnant. Auo Stadt liiiii taut». Stadtschulinspektor Anton Stering f. Aus Peltau wird unS geschrieben: Mit Anlon Ste-ring wurde einer der populärsten und beliebtesten Männer UntersteiermarkS zu Grabe getragen. Er hatte kS jederzeit verstanden, die Herzen Aller zu erobern und in selbstloser Pftichtersullung den Dank für sein so überaus verdienstvolles Wirken zu fi». den. Schon im Jahre 1898 kam Anlo» Stering als junger Oberlehrer von Fladnitz nach Pettan und wurde alsbald in Würdigung seiner außerordenl liche» Fähigkeilcn zum Direktor «rnaniu. Zm Jahre 1909 ersolgte seine Berufung zum Inspektor >ämt-licher deut'chen Schulen UntersteiermarkS, welchem Aml« er mit feiner anerkannte» Umsicht und Tal kraft nachkam. Schon lange hatte sich Herr Anton Stering das Vertrauen und die Liebe der Bevölke-rung ei worden und es war nur zu natürlich, daß er schon im Zahre 1900 in den Gemeinderat der Stadt Pettau entsendet wurde, welchen er bis zu seinem Tode als eines der tatkräftigsten und ver dienstvoll ste» Mitglieder angehört«. Im Jahre 190« kommt mir vor, ist da» beim Rauchcn der FaZ. Auf amal schmecken ein' a weniger guate Sorten. Der > Hunger ist allemal der beste Koch. An all« Ä'schichl, aber die Leut' wissen '« no alleweil net oder wollen'» gnd net wissen — — Ab da» Pieiferl, seit der Früh j hab' i mi drauf g'ireut!" „Sie, mein Lieber," wendete ich aber diesmal ein, „das ist nicht ganz richtig, daß Sie in Friedens-zeiten den ganzen Tag durch '•> Pfeifer! im Mund g'habt haben." „A so wörtlich ist ja dcS net »'nehmen, na, na; aber meine 4, 5, a 6 Pieiierln hab' i in Tag über schon g'raucht. Jetzt tragt'S halt nur einS, höchstens in Sonntag zwci. Wisse» S', weil man in Tabak schon net kriagl und dann wegen der Sparsamkeit, die bei dö Zeiten notwendig ist.* ..Sagen Sie mir. Herr Preindlberger: Warum sind Sie denn abcr heul' so ganz besonder» aufgeräumt Grad nur der Wiener Wald und da» Pfeiferl können'» doch nicht ausmachen. So wie heut' hab ich Ste noch gar nie g'sehen." Er zuckt« schmunzelnd die Achsel». „Segen S', dö» mag vielleicht auch mit der Sparsamkeit z'iammhänge». Ich hab' halt bei allem und allem no a Biszl mehr z'ruckg'halten, al» '» grad unbedingt hätt' sein müssen. Und so ist'» mir a dö»° mal ausgange». daß i a paar Krauln a no für die 7te Anleih' z'saminbracht hab'. Denken S' Ihnen: Jetzt geht 'S ja so prachtvoi! schön gegen die welsche» Verräter. Und da soll i net amal a Bißl waö in Geld inithelfen können? Dö« war do gar z'iraung! I» Allem a weng einschränken und « an jeden Tag aa etlane Pfeiferl vom Mund absparen, und die Kraal» san auf amal da, zu so an patriotischen Zweck. Gestern bin i zeichnen gangen. Und grad de«-wegen schmeckt mir döc Pfeiferl, waS 'S mir no tagt, in der liaben Gegend a so gnar, wia mir gar nia no a Pfeiferl g'schmeckt hat." Heinrich von Schuller». Nummer 79 wurde er in den Stadtschulrat und endlich 1d»9 in de« Armenrat gewählt, welchen Körperschaften er zum Nutzen und Frommen der Bevölkerung seine Kräste in der bekannt selbstlosen Weise zur Ver-jügung st.llle. Wie er in seiner Sigenschast als Zchulmann stets in mustergiltiger Weise allen seinen verantwortungsvollen Aemtern vorstand, so hat er auch als Privatmann stelS die Hochachtung und die Liebe aller jener besessen, die ihn kannten. Unter der jüngeren Bevölkerung Pettaus wird eS wohl wenige geben, welche nicht dem Kreise seiner Schü-Irr angehören und die sich dankbar jener Leiten er-innern. Anton Stering hat sich als echter deutscher Schulmann auch im völkischen Sinne die größten Verdienste erworben. Seiner Förderung ist es unter anderen auch zu verdanken, daß das immer mehr und mehr aufblühende Rann bei Pettau seine eigene deutsche Schule «halten hat. Seine Bemühungen tragen aber auch die schönsten Früchte. Um der Verehrung Ausdruck zu geben, hat die Ortsgemeinde Rann schon vor Monaten Herr» Inspektor Anton Spring in Würdigung seiner V'rdienste um daS .Zustandekommen der deutschen Schule zum Ehren-bürger ernannt. Aber auch allerhöchsten OrteS wurde seinen Verdiensten die gebührende Anerkennung zu teil, und herzliche Glückwünsche kamen dem Verftor-denen zu, als er mit dem Kriegskreuze für Zivil-verdienst« 3. Klasse ausgezeichnet wurde. Vor wem-gen Monaten vcrmählle sich Herr Inspektor Stering mi* Frau Antonie Kellenberger, der Vorsteherin des deutschen Siudentenheimes, nicht ahnend, daß er schon in so kurzer Zeit seiner treuen Gefährtin sür immer entrissen we:de. Da« unerbittliche Geschick wollte es, daß diese beiden Menschen nach so kurzer Zeit ungetrübten Verstehen« sich wieder verlieren sollten. ES ist wohl erklärlich, wie groß die Trauer war. welche alle erfaßte, als die Kunde vom Ab-leben dieses verdieustdollen deutschen M»nneS das Unterland durchdrang. Sein Begräbnis gab Kunde von der Anhänglichkeit, welche ihm Jung und AU. Vornehm und Gering jederzeit entgegenbrachte. Endlos war der Trauerzug, der sich durch die Straßen der Stadt, in welcher die Laternen mit Fl»r umhüllt waren, bewegte, endlos waren die Reihen der von weit und breit Herbeigeströmt?», welche es sich nicht nehmen ließen, dem teuren Ver-blichenen die letzte Ehre zu erweisen. Unter den Trauergästen bemerkte man Herrn Bürgermeister, LaiidtagSabgeordneten und BezirkSobmann Josef Ornig, Herrn k, k. BezirkShauptmonn Dr. Euqen Ritter von Netoliczka, t. t. LandeSgerichtSrat Dr. Artur Dolezell, Vertreter de» Offizierskorps, sowie die Vorstände aller Zivrl- und Militärbehörde», die gesamte Lehrerschaft, die Schulkinder und Zöglinge der Erziehungsanstalten sowie zahlreiche sremde Trauergäste, wie Inspektor Treflak, die Oberlehrer Seidler, Majer, Wernitznigg, Halleker, Schiestl, Heigler, Löschnigg uns Jöbstl und viele andere Lehrer und Lehrerinnen. Nach dem Begräbnis sand eine Trauersitzung deS Gemeind.rateS statt, zu welcher auch alle Mitglieder d.S Stadtschulrates und ArmenrateS erschienen waren, und in welcher »er Borsitzende Herr Bürgermeister Josef Ornig seinem getreuen Mitarbeiter und Freunde einen zu Herze» gehenden warmen Nachruf hielt. Abg. Marckhl gegen Slawisieruncis Künste. Die Abgeordneten Marckhl und Genossen haden in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 20. November an den Ministerpräsidenten un» La». desverteidigungsminister eine Anfrage betreffend daS flawifierende Vorgehen der staatlichen Behörden in Steiermark und Lrain eingebracht, in der unter anderem ausgeführt wird: Die in der staatSrecht lichen Erklärung der Südslawen vom 30. Mai ge-gen die Einheit und den Bestand des Staate«, sowie gegen die nationale und wirtschaftliche Existenz de« unterländischen Deutschtums gerichteten Bestrebungen fanden bisher von der Regierung nicht jene klare Zurückweisung, die die pflichtgemäße Wahrung der von diesen zersetzenden Bestrebungen berührten In-terefsen erheischt. Die in dieser Richtung in Won und Schrift, in Reden und in der Presse unter Mißbrauch des kirchlichen Einflusses aus die Land bevölkerung betriebene Wühlarbeit wird vielmehr durch da« pasfi»e Verhalten der Regierung gefördert ES wird darauf verwiesen, daß gewisse Behörde und Anstalten Untersteiermark und Srain mit ei, sprachigen slowenischen Drucksorten überschwemme. In der vom Milrtärkomma»do Graz veranstaltetv Wollsammlung wurden an deutsche Orte Unterstell' mark« nur in sl»wenischer Sprache abgefaßt-! Ueb. .. nahmSbestätigung hinauSgegeben. Sine solche betr f-send den Markt Hohenmauthen liegt der Anfrage »ei. DaS Komitee für die KriegSgräberfürforge, dessen Spitze Minister von T»ard»wSky steht, ' BmtsHff Wacht Laibach nur mit slowenischen Ausrufen bedach», ob« wohl deutsche Mädchen allein in Laibach für den gedachten Zweck 3747 K aufgebracht haben. Die Bevölkerung der deutschen Stadt Marburg wurde mit in einem Gemisch von Kroatisch und Slowenisch abgesaßlen Druckschriften des KriegSfürforgeamteS überschwemmt. ES wird daher die Anfrage gestellt: Sind den Ministern die angeführten Vorkommnisse bekannt? Sind sie geneigt, ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß dem abgeschilderten — schon im Hinblick aus den wohltätige» Zweck der Beran-staltungen — äußerst bedauerlichen Vorgehen unver« züglich Einhalt geboten wird und die nationalen Rechte der Deutschen Steiermarks und Krains auch in sprachlicher Hinsicht stets geachtet und gewahrt werden? Aus dem Gerichtsdienste. Der Justiz-minister hat zum StoatSanwaltstellvertreter ernannt den Bezirksrichter Dr. Friedrich Marinitsch in Cilli für Cilli. Ernennung im politischen Dienste. Der Statthalter in Steiermark hat den Statthalterei konzeptSpraklckanteii Viktor Zangger in Windifchzraz zum Stalthaltereikonzipisten ernannt. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der Christuskirche um 1t) Uhr vormit« tagS ein öffentlicher Gottesdienst statt. Wiedereröffnung des Gaswerkbe-triebes. Datik der rastlosen Bemühungen des Bürgermeisters Dr. von Jabomgg und des Reichs-ratSabgeordneten Richard Marckhl wird cS voraus-sichtlich schon Ende der kommenden Woche möglich sei», das Gaswerk wieder in Betrieb zu setzen und die ie Bevölkerung Gas wieder abzugeben. Es wird jedoch schon heute darauf aufmerksam gemacht, daß die- Gasgabe nur im beschränktem Maße stattfinden kann. Die sür euren Haushalt zuläßige Monatshöchstmenge muß mit 15 Kubikmeter festgesetzt werden und eS soll das GaS in erster Linie nur sür Kochzwecke verwendet werden. Es ist daher die größte Sparsamkeit notwendig, wenn wir über die schlimmsten Monate, nämlich Dezember und Jänner hinwegkommen »vollen. Seitens de« Stadtamtes wird in den nächsten Tagen eine entsprechende Verlautbarung erfolgen. Die Bevölkerung wird jedoch schon heute daraus aufmerksam gemacht, daß im Falle eines Mehrverbrauches mit rücksichtloser Strenge vor-gegangen, die Absperrung des Gases ausnahmslos durchgeführt und aneßrdem wegen Uebertreturig der Beleuchtungsvorschristen daS Strafversahren eingeleitet rverdem wird. Petroleumnot. Trotz wiederholter Betrei-bringen ist daS Petroleum sär den Monat November noch nicht eingelangt und eS wird daher in abseh-barer Zeit mit der Zuweisung von Petroleitin nicht vorgegangen werden können. Ebenso sind auch die Kerze» für die Monate Oktober und November bisher ausgeblieben. Mit Rücksicht auf die geringe Menge des zugewiesenen Petroleums müssen auch die Ueberweiiungen über das allgemeine Maß unter« bleiben, so daß auch sür Schüler eine höhere Zu» Weisung nicht erfolge» kann. Reis in Sicht.! DaS Stadtamt wurde verständigt, daß das Landeswirtschaftsamt zur Verteilung an Spitäler, WohlsahrtSeinrichiunge», stillendeMütter, Kranke und i besonders notleidende Personen in der Stadt Cilli 4O0 kg. Reis zugewiesen hat. Die An-Weisungen werden im Stadtamte ausgegeben werden und zwar auf eine einmalige Menge von einem Kilogramm sür Kops und Monat. Der Preis wurde mit 3 Kronen 40 Heller ab Graz festgesetzt. Der Deutsche Frauenbund Steier-marKs beruft für SamStag. den 15. d. um 7 Uhr abend« eine außerordentliche Versammlung in Graz (Stephaniensaal) ein, deren Zweck eS ist, alle deut-schen Frauen Oesterreichs zu einer Kundgebung ihrer berechtigten Ansprüche hinsichtlich der Lösung Wirt' schastlicher und nationaler Fragen zu veranlassen. Alle demschbewußten Frauen und Mädchen seien hiemit aufmerksam gemacht, daß zu gleicher Zeit an verschiedenen Orten der Monarchie im gleichen Sinne Versammlungen stattfinden sollen, worüber die TazeSblätter rechizeitig da« Nähere bringen werden. völkischer Sprechabend in Pettau. Dieser Tage sand im Deutschen VereinShauS in Pettau der zweite völkische S»rechabend statt. Die zahlreich be-suchte Versammlung eröffnete und leitete Herr Valerian Eprufchina. Schriftleiter Karl Linhart besprach daraus in langen eingehenden Ausführungen den heutigen Stand der südslawischen Bewegung, welche durch den Tod Dr. Kret« und durch die glänzende Offensive der Mittelmächte gegen Italien mächtig beeinflußt wurde. In 'Warfen Worten geißelte er di« Politik jeuer »ater-r rd. rinden Leute, welche sogar den Aerger über den St,:e 3 Sieg gegen Italien nicht verhüllen können, nur well bei diesem Siege deutsche BündnlSIreue mirbals. i+t Redner besprach dann nationale Kämpfe in Pettau, und kennzeichnete die Interpellationen der südslawischen Abgeordneten unter der Führung deS Dr. Korosee, In welchen die Deutschen im Unter lande fälschlich beuch» tigt werden, slawischen Trrwven Mangel an Entgegen« kommen gezeigt zu baden. Der Vorsitzende brachte nach-stehende Resolution zur Abstimmung, welche einstimmig angenommen wurde: ,,Die versammelten Deutschen PettauS, die vor dem Kriege ihre patriotische Pflicht nicht nur betont, sondern auch betätigt haben, erheben entschiedensten Einspruch gegen die im Reicherate »er-gebrachten Interpellationen der Nowenifchen, bez». „südslawischen* Abgeordneten unter Führung de» be-kannten Dr. Karosec, wo die Pellauer Deutschen sillch-lich bezichtigt werden, slawischen Truppen Mangel ai» Entgegenkommen gezeigt zu haben. Pettau bat in OvferwNIigkeit keiner österreichischen Stadt nrchzestan-den. E« hat slawischen Truppen gegenüber imnnr völkisch und wirtschaftlich auS österreichischen Gründen daS größte Entgegenkommen gezeigt, ja sogar gewisse Ausschweifungen übersehen, die eS im Frieden von nie> manden geduldet hätte. Wir fordern deshalb die deut« schen Abgeordneten dringendft auf, mi» tller RücksichiS» lofizkeit der zu Zwecken der AugenauSrvischeitti such oben und der panslawistischen Hetze nach unten rer« rvirklichtcn Wühlerei der Freunde Dr. Korosee Kramar, Dr. Gregor!», Grafenauer usw. ein Ende zu bereiten." Der Redner besprach ferner den traurigen Umstand, dass immer mehr und mehr deutscher Grundbesitz in die Hände slawischer Einzelpersonen und Körperschaften übergeht und bat die einflußreichen und bemittelten Vertreter deS deutschen Handel?- und Gewerbestaad?», alle? aufzubieten, um diesem Uebel zu steuern. Weiter besprach er die Notwendigkeit der zielbewußten völki-fwen Mitarbeit unserer Gvldunternehmen, denen in erster Linie die Sicherung deS deutschen Besitzstandes obliegt. Unter stürmischem Beifall schloß der Redner. Der Vorsitzende Herr B. Sprulchina dankte im Namen der Versammelten für die glänzenden Au»fübru»gen. Herr Für paß besprach die Möglichkeit der Abhaltung einer gemeinsamen Julfeier aller deutschen Vereine PettauS und die dringende Notwendigkeit deS engen Zusammenschlusses der Pet»auer Deutschen. Nach kurzer Wechselredt wurde nachstehende Entschließung einstiin» mig angenommen: Die Versammlung beschließt, au« Gründen der dringend notwendigen Einigkeit aller Deutschen de« völkisch bedrohten Pettau, heuer eine ge-meinfame Julfeier zu veranstalten. Diese toll der A^S-druck fein, daß Deutsche Pettau immerdar fein völkische» Dasein verteidigt. Der Ausschuß wird beauftragt, dir notwendigen Vorbereitungen zu treffen. gwirnnot und der jüdische Wucher. In einer Schneiderversammlung in Wie» teilte ein Schneidermeister «it. daß Zwirn urehr als genug vorhanden sei, nur dürfe man nicht zu den besugte» Zubehörhändlern, sonder» in einzelne Kaffeehäuser «es Franz Zosef Kais und der Leopoldstadt gehen, wo jede Menge Zwirn erhältlich ist, nur kostet die Spul« statt 48 Heller in der Friedenszeit 30 bis 36 Krone». Das Schneidergewerbe werde dvrch diesen Zwirnskandal buchstäblich an den Ruin ge-bracht. Ablieferungszwang für Baumwoll-Hemden. Gemäß einer Ministerialverordnung sind Hemden mit Phantastebrust (Pique-, Fallen-, Seiden-und merzerisierter Brust) von der Ablieferungspflicht ausgenommen. Da» Handelsministerium hat nunmehr erklärt, daß Hemden mit Faltenbrust nur dann nicht ablieferunzlvflichtig find, wenn fie mit einem Brust» einsah au» solch«» Stoffen ausgestattet sind, die eigeiis für diesen Zweck gewebt wurden. Demnach müssen Hemden mit Brüsten, welche leziglich im Zuge der Näharbeit in Faltrn gcl«gt sind, adgeliefen werden. Da« Gleiche gilt von Nachthemden und zwar auch dann, wenn sie mit Borten verziert sind. gur Futter- und Streuhnot. Die sieg, reiche Offensive gegen Italien hat die Notwendigkeit einer vermehrten Beschlagnahme von Heu, Stroh und Hafer ergeben; denn bei dem ungewöhnlich raschen Tempo, in dem die feindliche» Truppen ror den Angreifern die Flucht ergriffen, dedSrfen die dielen, dielen Pferde der Artillerie, der MnnitionS-kolonnen und der Verpflegstrains kräsliger Nahrung, um den Gegnern auf den Fersen bleiben zu können. Die Landwirte müssen nun alle« daran setzen, damit sie ihre» viehstand durch den Winter bringen können. Die Berflltterung von Rauhfntter soll in Portionen erfolgen, die genau abgemessen sind und dabei sowohl dem Alter als auch der Leistung und R»tsN"iSa't des betreffenden Tiere« entsprechen. T > > rh'loje vorwerfe» v»n Futter dur^ «.Hisnstleute muß ganz aufhören. Auch »ll Stroh nicht als Einstreu, sondern nur Tett« 4 alS FilflT.illel »e.wenSel werden. f(l« Streumtttel wjendei man Laub aus Wälder« und Auen und et find die Besitzer durch behördliche Aufträge zu verpflichten, Streu in entsprechenden Mengen abzu-geben, da cS sich auch uui di« Düngerfrage handelt und Kunstdünger nur in bescheidenen Mengen vor-da»den ist. I« letzten Falle kann «IS Stelle der L«ub- oder Nadelstreu auch Erde als Einstreu »er> wendet werden, wie die» in Gegenden mit geringen Walddeständen seit langcm «blich ist. Jene Grund-besitz«. welche den Mahnungen dcS Amte« für BollSernähruug Folge geleistet haben und in den Msnatcn Juni, Jnli und August fleißig Laubheu gewonnen haben, sind in der glücklichen Lage, ihr Bteh verhältnismäßig leicht durch den Winter bringe» zu können. Aule» Laubheu hat nicht viel we-nigec Nährwert wie gutes Eiefenheu. Im nächsten Jahre muß der Laubgewinnung beizeiten eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet werd.»! Versorgung mit weihen Rüben. Ei sind Fälle vorgekommen, daß Unternehmungen, denen wetß« Stüben zugewiesen werden sollten, diese mit der Brgrü»dung ablehnten, sl« seien filr den augenblickli- Bedarf d«n'it versorgt. DaS LandeSwirtschastSamt der Statthalterel macht nochmals darauf aufmerksam, dab et sich gegenwärtig nickt nur um die Deckung der augenblicklich benötigten Mengen, sonder» um den Be-jug d-S ganzen Winterbedarfe« handelt. Dabei ist zu beachten, das? die Ernährungischwieri,keilen, wie be-reit« wiederholt hervorgehoben, die weitestgehende Her-anziehung der wli^en Rüben al« unbedingt geboten erscheinen lassen: die« umsomehr, al« auch die ungün. fiige Krauternte bei heurigen Jahre« und der fehlende Bezug von auSlväit« eine halbwegs reichliche Verlor-gung mit Kraut auii'chließl Alle größeren Veibraucher «erden nochmals eindringlichst ersucht, sich dies' llm> stände vor Bugen zu halten und in möglichst weitem Maße weiße Rüben bei der mit der Durchführung der Riidtnausbringung betrauten steierm. Vereinigung für Stemüiedeschafiung anzufordern. Insbesondere gilt die« für die BnpflegSämter der Gemeinden, die unbedingt für die ltzemeindebewohner ausreichende Mengen an vxihcn Rüben sicherstellen sollten. Die Rübeu wären lischt nur (wie Kraut) einzusäuern oder sungeschält in unterteiltem Zustand) in Obstlrestern einzulegen, soa-dern namentlich auch in weitestem Maße einzumieten, ws geeignete Keller vorhanden sind, allenfalls auch ei»-»»kellern. Da für die Durchführung nur mehr kurze Zeit zu Gebote steht, ist rascheste Bedarfsanmeldung geboten. Die Berfütterung von Mais und Hirse. Durch eine eben erschienene Statthalterei-Verordnung verfügt das LandeSwirtschastSamt. daß Landwirte von der eigenen Maisernte ein Bierlel, von der eigenen Hirsesechsung ein Fünftel der nach Abzug de« Saatgutsbedarses verbleibenden Gesamt-menge verfüttern dürfen. Hirse darf nur an Gc> sttgel verfüttert werden. Weitergehende Anträge, die das LandeSwirtschastSamt der Slallhalterei Hinsicht-lich de« Versü»terung«ausmaße« gestellt hat, wurden »zm >mt für Volk««rnährung nicht genehmigt. Die Kleinverkaufspreise für Kraut. Da« LandeSwirtschastSamt der Elatlhallerei hat die KlemverkausSprtise für frisches Kraul, wie folgt festgesetzt: Im Gebiet der Stadl Graz und der sechs unmittelbar anschließenden Gemeinden Andritz, Ez« geaberg. Güfting, Liebenau, St. Peter und Walten-dorf 64 Heller per kg, in den übrigen Gemeinden de« Lande« 60 Heller per kg. Der Prei« gilt für gesunde, marktfähige Ware. Weist die Ware Man-gel aus, hat eine angemessene Minderung des Prei« seS einzutreten. Wenn es die örtliche» Verhältnisse gestatten, kann die politische Bezirksbehörde sür ihren Bezirk oder einzelne Teile des Bezirke« den oben festgesetzten Höchstpreis durch allgemeine Verlaut-barung herabsetzen. Ausnahmsweise kann die Statt-Halter«« die polnische Bezirksbehörde ermächtigen, für einzelne Gemeinde» de« Bezirke« de» vorgesehenen Höchstpreis von 60 auf 64 Heller für das kg zu erhöhen. Unter Kleinverkauf wird der Verkauf in Mengen bis zu 10 Kilogramm an den Verbraucher »erstanden. Ablieferung für Baumwollwaren. Die Handels- und Gewerbekammer in Graz emp-stehlt in jenen Fällen, in denen die Anmeldung der nach der Ministerialverordnung vom 30. Oliober 1917 von der Ablieferungspflicht ausgenommenen Menge» an Bau» wollwaren etwa infolge der ge-genwärtigen Postverhältnisfe nichl fristgerecht bis 14. November 1917 bei der Baumwollzentrale A. G., Anbotabteilung in Wien 1., Maria There-sienstraße 32/34, erstattet werden konnte, dies« A»-zeige nunmehr mit größtmöglicher Beschleunigung nachzutragen, da eine Unterlassung unter Umständen Straffälligkeit zur Folge hätte. Weiters wird aus- D-tsch' K-,ch< merksam gemacht, daß der iu der Bemdming mehrfach erwähnte Nachweis der Berechtigung zum Grob dezw. Kleinhandel und zur Konfektion und Mani-pulation mit vanmwollwaren von der zuständigen Gemeindedehirde oder politischen Behörde erster Instanz entsprechend beglaubigt zu sein hat. Schließ-lich venveist die Kammer darauf, daß die Firmen, sofern sie Anspruch auf die in der Verordnung vor-gesehenen Zuschläge zu den dortselbst bestimmten UebernahmSpi eisen erheben, diesen Anspruch gleich-zeitig mit der Uebersendung der Wareuverzcichnisse der Baumwollzentrale A.-G. in Wien bekanntzugeben haben. Firmen, die ausnahmsweise die im % 8 der Verordnung vorgesehene außerordenlliche Erhöhung der Uebernahmspreise beanspruchen, haben überdies noch ein besondere« Gesuch innerhalb 14 Tagen nachdem ihnen die Uebernahme preise mitgeteilt wurden, beim KriegSverbande der Baumwollindustrie in Wien unler Anschluß aller zum Nachweis der wirklichen Gestehungskosten erforderlichen Unterlagen einzudringen. Abdrucke der Ministerialverordnung, Merkblätter hiezu. sowie Vordrucke sür Wareuanmel-düngen werden von der Kamme, ksstenloS abgegeben, woselbst auch weitere Ausklärungen erteilt werden. Kartoffel- und Rübenablieferung. Die zeitgerechte Sicherstellung der Kariosfelvorräle vor Eintritt des Froste« bildet gegenwärtig eine der wichtigsten ErnährungSvorkehrungen. Die Kartoffel-Versorgung darf durch vorläufig weniger wichtige Angelegenheiten unter keine» Umständen gehemmt oder gar gefährdet werden. Die Landwirte sind da-her gehalten, die ihnen vorgeschriebenen Kartoffel» menge« unter allen Umständen vor den weißen Rüben abzuliesern. Die Zufuhr von weißen Rüben zur Bah» ist solange zu unterlassen. als nicht die vorgeschriebenen Karloffelmingen abgeliefert sind. Sollten einzelne gegen diese Anordnungen handeln, so lause» sie Gefahr, die Rüben wieder zurückführen zu müssen, da die Station?ämler anzewiesen sind, unter allen Umständen Waggon« in erster Linie sür die Kartoffellieserungen beizustellen. Versuche, wie sie leider vorgekommen sind, Rübe» mit Transport-bescheitiigungen zu versenden, deren Billigkeit bereilS erloschen ist, werden unnachsichilich geahndet werden. Die Rübeneinkiufer haben die Pflicht, auch ihrer« seilS dazu beizulragen. daß diese Anordnungen streng eiugehallen werden. Jedes Zuwiderhandeln bildet eine schwere Beeinträchligung der Allgemeinversor-gung und wird daher — mag wer immer dabei in Betracht kommen, mit aller Strenge verfolgt und wenn nötig — öffentlich gerügt werden. DaS Lau» deSwirtschafiSamt der Sialthallerei sieht sich zu die« fer Kundmachung leider gezwungen, weil in der letz-ten Zeit im Rübenverkehr aufgetretene Erschein««-gen die Gefahr einer Hemmung der Kartoffelversor-gung mit sich brachten. Richtpreise für Honig. Die Zentralpreis-vrüfungSstelle hat nachstehende Richtpreise für Honig festgesetzt: sür daS Kilogramm Schleuderhonig 3 K (16 fl), Stampf, und Pießhonig 5'50 (6'50) K, Seimhonig 4 (.">) K. Die Pieise gelten sür den Ver-kauf durch den Produzenlen, die in Klammern beim Verkauf durch den Händler an den Verbraucher, au»-schließlich der Packung. Verunglückt. Kürzlich verunglückte »er Lrunnenarbeiler Martin Jansek in der Station Ro-hitsch-Sauerbrunn, in dem er zwischen Maschine und Waggon geriet, wobei ihm der linke Arm ganz zerschmetterte. Jansek starb bald darauf infolge Ver-blutuug. — Am 3. d. erlitt der dreijährig« Be-sitzerSsohn Karl Krainc i» St. Martin im Rosen-tal durch brennende Zündhölzchen derart schwere Brandwunden am ganzen Körper, daß er 2 Tage später im allgemeinen Krankenhause starb. — Am 9. d begoß sich daS einjährige BesttzerSkind Alois Röscher in Lubecuo bei Cilli mit siedendem Tee und starb noch am selben Tage an den Folgen der er-litteneu Verletzungen. Während der Besitzer Martin Kovse auS Lubuitzen mit seiner schwerkranken Frau in Cilli weilte, um einen Arzt auszusuchen, venin-glückte dessen dreijähriges Kind Theresia Kovse. da? mit acht anderen Kindern allein zu Hause geblieben, durch Spiele» mit brennenden Zündhölzchen töllich. Eine unmenschliche Mutter. Die Magd Antonia Svegelj aus Ostroschno gebar vor kurzem im hiesigen Krankenhause Zwillinge, wovon das «ine Kind nach vier Tagen starb Mit dem zweiten Kinde begab sich Svegelj nach Ostroschno bei Cilli, woselbst sie m-t ihrem Geliebten Albin Planinz in gemeinschaftlichem Haushalte lebte. Sie kümmerte sich um das Kind gar nicht, gab demselben auch keine Nahrung und trieb sich mit ihrem Geliebten täglich außer dem Hause herum, während sie das Kind sich selbst überließ. Als sie am 2. d. spät abends wieder heimkehrte, -fand sie das Kind tot im Kummer 70 Bette. Das Kind war den Huugertod gestorben. Antonia Svegelj wird sich vor Gericht verantworten müssen. Eine geheime Enterdigung. Di« Besitzerin Antonia Celcer in Oplotnitz ließ vom 29. bis 31. Oktober das im Friedhof« in Cadram befindliche Grab ihres vor kurzem Verstorbenen Vat«r« Josef Celcer öffnen, die Leiche de« letzteren aus dem «earge herausnehmen, in einen neuen Sarg legen und neben der Leiche der am 15. Oktober 1916 verstorbenen Gatlin des Josef Celcer. die einige Meter entfernt lag, beerdigen. Hiebet wurde de? Grabstein der veriiorbenen Angela RuSnik so sehr beschädigt, daß die Anverwandten der letzteren einen Schaden von 700 K erleiden. Gegen Antonia Cel-cer wurde die Anzeige erstattet. Einbruch in das Urfulaberghaus des AlpenvereinSgaueS Karawanken. Herr Primararzt Dr. Harpf in Windifchgraz stieg mit einem zweiten Herrn am 19. November auf den Ursulaberg und sand laut einem an die Gauleitung gesandten Bericht da« Haus innen erbrochen, außen jedoch unbefchä-digt. Die Diebe eigneten sich Petroleum und Kerzen, leider auch eine größere Zahl heute wertvoller Kotzen an, die sie in zwei entleerte Strohsicke verschnürten und sortschlepplen. Auch Bettwäsche dürfte fehlen. Di« K»tzen sind zumeist grau und tragen den Namen des GaueS in großen Buchstiben eingewebt, andere, »eiche, braune Kotzen tragen diese Bezeichnung nicht. Vor dem Ankauf solcher Kotzen wird gewarnt. Die «auleitung schreibt eine Prämie von lOO K für die Festnehmung der Titer au«, die vielleicht mit einem entwendeten AlpenvereinSschlüssel in da« Hau« drangen. Tierquälereien bei Schlachtviehtrans Porten. Der Grazer Tierschutzverein (Wielandgaffe Nr. 19) ersucht unS mitzuteilen, daß er auS An-laß zahlreicher Klagen gegen die jetzt herrschenden mangelhaften Biehlransporlve»hältnisfe auf Eisen bahnen und die hierbei vorkommenden Tierquälereien Slellung genommen und an maßgebender Stelle Schritte eingeleitet hat, um eine baldige Besserung dieser nicht nur aus Humanitären, sondern auch we> gen der Entwertung deS Fleisches der betreffenden Tiere bi» zur Genußunfähigkeil, auch sanitären Grün den unhaltbaren Zustände, zu erzielen. Auf der Strahe zusammengestürzt. Am 23. November ist in Klagenfnrt Herr Heinrich Huber, Oberkommissär der Arbeiter-Unfall-Versiche rungS Anstalt für Steiermark und Kärnten in Graz. auf dem Obst narkte ohnmächtig zusammengestürzt, wobei er sich Verletzungen am Kopfe und an der Zunge zuzog; er wurde tm Rettungswagen in seine Wohnung gebracht. Wer den Sieg will, zeiget Kriegianleihe. Wer den F r i e d e n will, zeichnet Kriezsanleihe. Wer Oesterreich will, zeichnet KriegS«ml«ihe. Gibt es einen, der außeihalb diese« Kreises steht? Er schäme sich und zeichne schleunigst Kriegs anleihe, damit er nicht als Schmarotzer dastehe am Tage des Sieges. Adam Müller-Gultenbrunn. Einrückung der Enthobenen. Amtlich wnd «ertautbart: Die AmtSvorstände der polittschen Bezirksbehörden wurden angewiesen, in ganz »ereinzel-ten, besonder« berückstchliguiigSwerten Fällen, wenn durch die Einrückung de« mit „Endtermin" Enthobenen öffentliche oder wirtsch«ftliche Interessen bedeutend ge-fährdet werden, ausnahmsweise «bwartebewilligungcn direkt und telegraphisch beim Ministerium für Lande«-Verteidigung zu beantragen. Im Hinblicke darauf, dak bei den »mit Endte»min Ende November 1917" Enthobenen nur noch ein kurzer Zeitraum zur Verfügung steht, wurden die AmtSvorstände der politischen Be zirksbehörden überdies ermächtigt, den mit „Endtermin Ende November 1917" Enthobenen in ganz vereinzel ten AuSnahmSfällen provisorisch einen EinrückungSaul-schul? bis zu der oberwähnte Abwartebewilligung tele-graphisch «rlolgenden Entscheidung deS Ministerium; für Landesverteidigung zu gewähren. In allen dera» tigen — wie erwähnt, nur ganz auSnahmsweifen und besonder! berücksichtigunzSwürdigen — Fällen find unbedingt. sofern nicht ohnehin bereit« EnthebungSverlän-gerungSgesuche in Behandlung stehen, solche sofort ein-zubringen. Gefunden wurde vor kurzem eine Geldnöte. Der VerlusttrSger kann sie gegen Nachweis de« Eigen-tumSrechteS beim Stadtamte Cilli beheben. Südslawisches. „Slov. Narod" berichtet nach den» „Journal de Geneve", daß die Vertreter de« ..Südslawischen Ausschüsse«", Dr. Trumbic, Dr. Trinajstic. Vasiljevic und Dr. VoSnjak, nach Been digung der Beratungen von Korfu über Einladung »ummtT 79 dcS serbischen Thronfolger« die serbische Front bei Ealon'ki besuchten. Der Thronfolger hielt auf einem zu Ehren der Gäste in Saloniki veranstalteten Fest-mahle eine Rede, worin er sagte: „Mit der Ver-einbarung van Korsu wurde der Grundstein des künftigen Staates der Serben, Kroaten und Llo wenen gelegt. Für diesen Staat vergieben die ser-bische Armee und die südslawischen Freiwilligen ge-meinsam ihr Blut." Dr. Trumb-c erwiderte im Na-men deS südslawischen Klubs und bracht« ein Hoch au« auf den Thronsolzer Alexander, der sein Bolk liebe und mit ihm leide, der großen Idee der vollen Freiheit der SüdUawen von jeder Oberherrschaft und deren Bereinigung in einem Staate dienend. Di« königliche Gardemusik spielte dann die serbisch-Hymne und ein kroatisches Kampslied. Die Abge-sandten d«S Südslawischen Klubs begaben sich hier» auf an die serbische Front, wo die serbische Armee kämpst, die nach Bersichtruug deS .Journals de Genese' sie Vereinbarung mit Korsu mit Begeiste-rung begrüßt hat. — Dc. Tcum!»il, Dr. Trinajstic und Dr. BoSnjak sind österreichische Staatsbürger. Versteigerung des Kohlenwerkes Iohannistal. Mau berichtet aus Laibach. Am 21. November fand in Laibach die gerichtliche Ver-steigerung des KohlenweikeS JohanniStal (im Beziik Gurkfetd) statt. Unter den M istbiet,-nven befanden fib u. a. die Avriatiiche C.mf. di« HandelSaktlen^eselltchaft in Budapest, Unternehmer K»:ch und der Großindu strielle Jakil auS Görz. Da» Kohlenwerk, dessen AuS» rufSpreiS mit K festgesevt worden war. wurde vom Großindustriellen Jrkil um den Betrag von 1,034.003 51 erstand n. Ä'e »erlautet, wird das Kohlenwerk sofort in Betried gesetzt. Wie steht's mit der Äriegsanleihe? Soweit ein Ueberblick über den bisherigen Berlauf der ZeichiiuilgSbew gung sür die 7. KriegSauleihe möglich ist, ist die Teilnahme aller Schichten der Bevölkerung eine äuverst rege. Nach Berichten ver jchicdener Sammelstellen lassen die bisherigen An meidungen aus ein ziemlich hohes Ergebnis lchlie-ßen; eS ist kaum sehlgegr ffcn, wenn inan behaupt«», daß die 7. KriegSanleihe hinter der fcchste» nicht zurückbleiben wird. Wir stehen in der l.tzten Zuch-nungSwoche. welche nach den bisherigen Ersahrun-gen stets den größten Teil der Zl ichner de» KrügS-anleihen zugeführt hat. Man kann auch diesmal damit rechnen, daß noch recht zahlreiche Einzelzeich-ver, welche bisher ihre Entschlüsse nicht endgiltig gesaßt halten, in dieser Woche zum Schalter schrei ten werden. Unsere vorzügliche militärische Stellnng, di« Borgänge in der Entente, insbesondere in Nuß-land, fordern gebieterisch. 0aß alleS sich bereit'telle. um in diesem vielleicht lcitischeste» Augenblicke d-S Weltkrieges für alle Möglichkeiten bereit zu sein. Wenn diesesmal die Kriegsanleihe nüt einem großen Erfolg abschließt, haben wir nicht nur in tnilii&ri-scher Beziehung einen großen Sieg errungen, wir haben in winichastlicher Hinsicht derartige Vorteile sür unS eingeheimst, daß man füglich behaupten kann, wir werden mit Kräften ausgestattet in die Friedenswirtschaft eintreten können, welche die ge-samte staatliche Entwicklung Oesterreichs sür lange Jahr« hinaus befruchten werden. Die letzte Zeich-nungSwoHe muß also von allen ausgenutzt werden, damit sich niemand den Borwurs mache, er sei mit-schuldig geworden, wenn unsere Feinde etwa trium phieren sollten. Zeichnen wir alle 7. KriegSanleihe, sie »st die beste und sicherste Kapitalsanlage. Ueber 500 Millionen Kronen 6. öfter reichische Kriegsanleihe. Die Werbearbeit der gesamten Organisation der VerficherungSabtei lung deS k. k. österr. Militär Witwen- und Waisen-sondS hat bei der 6. Kriegtau t«ihe «inen Erfolg von. über 5ü0 Millionen Kio .en gezeitigt. Die BersicherungSabteilung dtö ZondS in Graz, Fran-zenSplatz L. hat hievon in Steiermark 2:1 Millionen Kronen an KriegSanIrihezeichnungen erzielt. Ein großer Teil hievon entfällt auf die so populär ge wordene Kliegsanleiheversicherung deS Fonds. An-läßlich der 7. österreichischen KriegSaiileihezeichnung stellt der k. k. österreichische Militär Witwen- und Waisensond seine BersicherungSabteilungen — so auch die fiir Steiermark — neuerdings in den patriotischen Dienst der Krieg«an!eihewerbung. Die Zeichenstellen der BersicherungSableilung sür Steier-mark erteilen gerne AnSkitnft« über die Kriegs-anleiheversicherung und nehmen Anmeldungen ent-gegen. Diese ihre Leichenstellen sind: Steiermär« kische Agrarbank, Allgemeiner G-azer Selb^hilsS-verein, Anglo-Oesterreichische Bank, Zentralbank der Deutschen Sparkassen und alle mit ihr in Verdin-dunz stehenden Spar- und Borschußkassen deS Lan-de», k. k. priv. österreichische Länderbank, Steier-mirkische ESkouiptebank, Südmärkische BolkSbank, k. k. priv. Böhmische Union Bank, Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Steiermark und die ihm angegliederten Raiffeifenkossen, das Sekretariat des Bundes österreichischer Industrieller für Steiermark, Graz, Fenerbachgasse, die k. k. Stencrämter drZ Landes, die Hauptwerbestelle deS steiermärkifchen LehrerbundcS, Graz. Kaiserseld-gaffe 27 und sämtliche Schule» des Landes, der Verein der Finanzwachorgane de« Kronlandes Steiermark. Ein Fest der Freude. Aus Laibach schreibt man: Nun da BelowS Truppen tief in Venezien stehen, mag es wohl gestattet sein, zu ver-raten, welche Freude die Deutschen KrainS empsan-den. als die sieggewohnten deutschen Krieger in Herr-l'cher Bersassung heranzogen, voll Zuversicht, dem welschen Verräter den verdienten Lohn zu geben. Da schlug wohl d<» Deuischkraineru daS Herz höher und sie empfanden Trost über manches Ungemach, daS der Krieg ziim.il den Deutschen KcainS gebracht hat und noch zu bringen droht. Di« gehob ne Summt»! g kam besonders bei einem Konzert zum AuS« druck, das die Kapelle eines schlestschen Infanterie-regimentS am 14. Oktober im großen Kasinosaal in Laibach sür einen vaterlindischen Zweck veranstaltet«. Den Höhepunkt erreichte die B-geisterunz der Be-sucher, als der Führer der Deutschen KrainS, Land-tagSabgeo dneter Dr. Eger, in einer Ansprache den deutschen Bundesgenossen ans ihrem Zuge gegen die falschen Welschen Glück und Segen wünschte und ein Hoch aus die verbündeten Herrscher ausbrachte. Dieses Berbrüderungssest wird deu Deutschen Laibachs und vielleicht auch den reichSd.utschen Teilnehmern in steter Erinnerung bleiben. Slowenisierung der Laibacher Staats realschule. Im Landesfchulrat« für Krain ist in der S tzung vom 17. November aus Antrag d.« Abg. Dr. Ravuihar der Beschluß gefaßt worden, an der Staatsrealschule in Laibach Parallelklassen mit slowenischer Unterrichtssprache einzuführen. Der Beginn soll mit den ersten drei Klassen im Schul-jähre 1918—1919 gemacht werden. Dann soll all-jährlich eine Klasse hinzukommen. Der Unterricht in Geschichte und Geographie, Chemie und barstet' leuder Geometrie wird in den höheren Klassen in deutscher Sprache erteilt. Alle übrigen Gegenstände werden slowenisch vorgetragen. Der Beschluß deS Landes'chnlialcS unterliegt der Bestätigung deS Un« lerrichtSministerinmS. .Scha»lu>Ii>lf. Tanzabend Anrelda Mentetberg. Wie man sich immer zu getanzter Musik oder musikalischem Tanze auch stellen mag, ist nicht die Ausgabe hier zu erörtern. Sicher ist eS, daß ein musikalisch begabter Mensch den Tanz und im Tanze ganz ander« empfiu det, als ein »».musikalischer. Rhytmuö und Bewegung, sogar Grazie hat unstreitbar mustlaltsches Verstehen zur unbedingten Voraussetzung. Ob sich aber der tänzerische Ausdruck des Empfindens be! dem oder jenem Tonstück in die allgemeine Form eine» gewisse» TanzschemaS nach subjektiver Auffassung eine» Einzelnen für die große Menge zum mitfühlenden Genusse umprägen und einpräge» läßt, ist eine Frag«, die sicherer mit nein al» mit ja beantwortet werden dürfte. Man darf da-her nicht sagen: die Tänzerin tanzt Beethoven, Grieg, Schubert usw., sonder» sie tanzt nach Beethoven usw. Diesen Weg schlug auch Amelda Menlelberz ein. Und wen» eine Tänz-rtn, so wie ste. nicht das letzte, unbedingte VollauSschövfen musikalischen BewegurchSeinpfin-denS bei der oder jener Musik auszudrücken behauptet, r ach« sie eS der Menge der Zuseher leichter, ihr zu folgen. Die allgemein: Anmut der Bewegung, die nicht zu schwere Betonung eines immerhin eigenen Gedan-ken« l'ißt eS zu, daß der Zuseher ihrer Kunst leichter folgt, da ste ihm auch sein Empfinden frei läßt, nicht sagt: Dies ist die einzige Form de» getanzten Schu-bert, nein: so kann man auch Schubert tanzen, wenn man will, so tanze ich Schubert. Daher geht »on ihrer Tanzkunst nicht die oft lähmende Fesselung der Zuseher au«, durch die vielleicht stärkere Naturen sich Ruhm ergattern, sondern eine bestrickende Anmut freund-licher und erfreulicher Mitfolge bei ihren Gedanken-tänzen, denen sie sichere Form, warmes Empfinden und Ai.mut in jeder Weife zu verleihen v«isteht. Daß hier-bei selbstverständlich einige Darstellungen mehr wirkten, einige weniger, ist ganz llar. Ganz entzückend war daS spielende Mädchen, die Mutter, der Sonnenbote, wie übrigens das Reinanmutige, unschuldsvolle der Tänzerin mehr gelegen scheint, al« da» bochdramatische. E« war im Ganzen ein genußreicher Abend, der den Dank der Zuseher mit Recht und Fug auslöste. E«it« 5 Die schwebend« Jungfrau. — D i e F a-milir Schimek. — Dir Tänzerin. Die Pflicht, die letzten drei Vorstellungen auf einmal bes»rechen zu müssen, erlcichlert e», über die schwebend« Jungfrau und die Familie Schimek rascher hinnxgzugleiten. Die erstere Posie ist ein Trauerzeichen der Zeit, geschmack-los bis in die einzelnen Szenen, wenn auch ein flot-teS und sicheres Zusammenspiel aller Kräfte zu retten versuchte wa» zu retten war. Eine undankbare Auf-gab«, vor die sich die sonst bewährte Bühnenleitung ein zweiteSmal lieber nicht stellen soll. Es ist schade, um die viele Mühe am undankbaren Stoffe. — Da» alte Stück Familie Schimek schien für alle Darsteller fast so alt zu sein, daß sie alle ihre Rolle bereit« vergessen hatten. Neben den vielen Darstellern ist daher in erster Linie die Souffleuse zu erwähnen, die, ohne h-iser mi werden, ihre schwierige Rolle mit erstaunlicher Sicherheit durchsührte. Sonst wäre noch Wilhelm Sichra durch sicheres Spiel zu erwähnen, dem wir nur etwa« Mäßigung in einigen Stellen gewünscht hätten. Daß er selb.'r eiumal mit bezeichnender Geste den Beifall von hoch oben herholte, entsprach dieser unserer Be« merkung. Sonst ging c» flott von stalten. — Daß wir Deutsche auf unseren Bühnen schon durch Jahr: hin-durch den Ungar« nachlaufen, ist ein traurige» Zeichen unseres verbildeten Geschmack». Die Tänzerin kann ebensowenig, wie der Gardeoffizier, da» Märchen vom Wolf usw. zu den erquicklichen Bühnenkunstwerken ge-zählt werden. Etwa» gequält Hysterisches wird da durch zwei Stunden über die Bühne geschleift, der „Dichter" versucht un« da» angeblich interessante Leben einer großen Halbweltlerin vor Augen zu stellen. Und doch ist daS Ganze weder ein Kunstwerk, noch erquicklich, noch schön, sondern abstoßend, ungerundet und pervers. Solche Stücke halten sich nur und können nur gehal-ten werden, wenn für „die" Rolle die nötige Kraft vorhanden ist. Die Tänzerin hat die Konstantin in Wien .gemacht". Und e» ist erfreulich, daß wir hier auch eine Darstellerin haben, die di« Rolle »machen" konnte: Fredda Börken. Ausgezeichnete Kenntnis der Rolle, volle» Einleben in da« hysterische, vollkommen seelenlose Geschöpf der Tänzerin, sichert» Spiel hielt und führte den ganren Abend, sodaß e» trotz deS Können» der anderen öde und leer wurde, wenn sie nicht auf der Bühne stand. Daran ist aber da» Stück schuld, da» stch eben nur auf dieser Rolle aufbaut. Reben Bö,ken wollen wir Paul Hardtmuth, Karl Heinz und Elfe Paul nennen. NuManökung Mih Nasch Rathau« .. . . »tfl • i gaffe 1 ♦ ♦ WlUl « • gaff ) Schrifttum. Stufenjahre eines Glücklichen. Roman von Luise von Franeois. Jnfelverlag. Biblio hek der Romane. Gebunden 4 Mark. Eine» jener wenigen Bücher, deren erste zwanzig Seiten den Leser fast verleiten, eS au» der Hand zu legen, die aber leider zu schnell auSgclesen sind. So angenehm und bestrickend rauscht der murmelnde Bach der Fabulierkunst und der Eczählerfeinheit, so f^l'chi und dabei doch kunstvoll baut sich die Hand-lung aus. Ein durchaus gutes, wenn nicht allzu-tiefi*, ober grnndgütigeS Buch, das Menschen-schicksal« in seltsamer Form aneinanderkettet und sich selbst genügt in gottdegnadeter Erzählersreude. Der Jnselverlag tat recht daran, diesen ol'en Roman neu zu verlegen. Den» jeder, der etwas aus guten Stil, Erzähleifrische und ein durchaus klare« Men-schengemiU hält, wird diesen Roman der Freundin E. M MeyerS mit Genuß lesen und wieder lesen. Den» auch diesen Wert hat der Roman: man kann ihn wieder und wieder lesen, man stellt ihn nicht in jene Ecke feines Bücherkastens, in der foviele Bücher stehen, weil sie cin«n schönen Einband haben, sondern aus daS besondere Pult menschlicher und künstlerischer ErbauungSbücher. Zeit und Geschmack mag sich ändern, aber echte Menschlichkeit durch daS Auge einer klugen und doch herzbegabten Frau gesehen, wie es Luise von Franeois war, wird immer ihr Recht behaupten. _ DaS neunte Heft der Zeitschrift »Donauland' bringt an leitender Stelle eine» illustrierten Artikel über unsere» Minister dc« Auswärtigen Amte», Gra-fen Czernin, ferner die Fortsetzung der Folge .Unsere Heerführer" von Obersten Veltze, „Kleine Skizzen vom Karst' von Stefan von Szabo, einen Artikel über das Wiener Hausrcgimcnt. die Teutschmeister. An diese Arbeiten reihe» sich Aufsätze über Kunst und Theater, «eile K Ncuische Wacht Nummer 7S so ciue Charakteristik GirardiS oca Dr. Leo Feld, e!ne interessante ReminiSjeriz a»S dem Freundeskreis von Moritz von Schwind und Franz Schubert, eine Dar-stellung über Kaiser Franz Josef im Bild«. An aktuellen Kunstlhemen wird ein Referat über „Wiener Theater und Kciijerte' von Dr. Paul Slefan geboten, ferner eine Abhandlung über die „Wiener Akademie-Galerie". Auch sonst ergibt sich im Hefte noch eine Fülle von Artikeln, von denen wir nur einige hervor-heben können: ^Denkmünzen" von Hauptmann Nischer, „Die Wünschelrute" von Max Hayek uff. Dazu kommt der belletristische Teil, welcher Novellen von Robert Michel. Alfon» Petzold, Erwin Riegel und' Hugo Greinz enthält, ferner ei» Romanfrazment au« dem demnächst erscheinenden neuen Werke von Emil Erll, Ein besonderer Teil ist Tirol gewidmet und enthält vor allem frifchempsundene „Bczener Erinnerungen" von Rudolf Han« Vartjch, ferner .Frontbilder au« den Tiroler Bergen" von Oberleutnant AloiS Leihe, eine Skizze .Im Reiche der Jochprimel" von Heinrich »on Schullern. die Adolf Pichler »um Helden hat, eine Kunstbetrachtung über , Heinrich Natter" von Felix Montcr, eine Uebersicht über die Tiroler Dichiung von Richard Smekal, und andere«. DaS ganze Heft ist wieder auf daS reichste mit 87 Bildern geschmückt, wobei vor allem die Illustrationen zum Tiroler Teil zu erwähnen sind. Von einzelnen Künstlern, die durch Abbildungen vertreten sind, seien genannt: Rudolf von Alt, F. G. Waldmüller. Rudolf «Sloy, Andrea« Sin-berger, Egon Schiele und andere. N,ben einer Musik-beilage erhöhen farbige Beilagen den äuheren Reiz der nunmehr schon so sicher eingesührten österreichischen Monatsschrift. „Neueste Erfindungen und Ersah-rungen" auf dem Gebiete der praktischen Technik, Elektrotechnik, der Gewerbe. Industrie, Chemie, ter Land- und Hauswirtschaft usw. 44. Jahrgang 11)17, Heft 12 (A. HartlebenS Verlag, Wien). Ganzjährig für 13 Hefte 10 K. einzelne Hefte für 80 Heller. Die Zeitschrift betrachtet e« nach wie vor al» ihre erste Aufgabe, eine» Stab »on Mitarbeitern um sich zu sammeln, der in dcr Praxis stehend, die Anforderun-gen derselben kennt und durch nur gediegene Aufsätze dem Leserkrei« stet« da« Neueste und Beste au« den Gebieten der Landwirtschaft, Industrie und Gewerben, der Hauswirtschaft usw. zu vermitteln sucht. In dieser Absicht ist auch der Fragekasten derart auSgebrut wor> ten, daß er nicht allein dem gerade Ansragenden die gewünschten Auskünfte gibt, sondern dab diese auch sür die weitesten Kreise belehrend einwirken können. Im ganzen Deutschen Reich, der österr.-ungar. Mon-archie, dem übrigen Europa und weit über dessen Grenzen hinau», sind die „Neuesten Eifindnnlien und Erfahrungen' eine nicht nnr gern gelesene Zeitschrift, sondern dieselbe sindet auch in den Büchereien techni-schen Wissen« überall Ausnahme, ei» Umstand, dem die Schriftleitung durch Wahl nur erster fachlicher AbHand lungen die vollste Aufmerksamkeit zu schenken be> müht ist. Ein Buch für jedes deutsche Haus. Wer die Bedeutung der Deutsche» im Osten sür daS deutsche Voll ersass'» will, lese daS interessante zeitgemäße Buch dc« bekannte» Führer» der Kar-pathendeutsche», Pros. R. F. Kaindl: Die Tochter de« ErbvogtS, Roman aus Krakaul deutscher Zeit. AuS den zahlreichen glänmiden Besprechungen kon-neu hier nur einige Schlagwoue gebracht werden: „Ein Luch sür jede« deutsche Hau»", geschrieben mit „seinem Kunstsinn nnd in lebhafter, schöner Sprache". .ES ist ein Volksbuch und muß eS in jedem Sinne tet Worte» werden'. .Ei» zeitgemäßes Buch, wert dcr Beachtung und Verbreitung". „Interessanter Roman, der in unseren Tagen be> ianderen Wert hat. Kaindl» Buch hat bleibenden Wert sür jung und alt. sür nieder nnd hoch". ,Ein Zeitgemälde, da« gnade heute voll Lebensk.ast sür uns ist". „Ein deutsches Fcanen'vuch, wie wir nur wenige haben, sür jedes Mädchen und jede Frau daS schönste Angebinde '. Ein Buch „voll blühender Phantasie, flammender nationaler Gesinnung, herz-erhebend, echt volkstümlich, auch fstt die erwachsene Jugend geeignet". „Ein packendes und geschichtlich getreues Bild'. .Ein deutsches WrinachtSbuch". DaS Buch kann durch jede Buchhandlung und durch den Verlag (Deutsche VerlagSanstal», Stuttgart. 3 Mk.) bezogen werden. Andere empfehlenswerte Schuften desselben Verfasser» zur Kenntnis des Deutschtums und der deutschen Interessen im Osten sind: .Po-Ich und die polnisch -ruthenische Frage" (Leipzig, 1-20 Mk.); „Die Deulschen in Osteuropa' (Leipzig, 1-50 Ms ); „Die Deutschen in Galizieu und der Bukowina", Franksuri. 4 Mk.); „Geschichte der Deutsche» i» Ungarn" (Golha, 100 Mk.); „Geschicke der Deutsche» in den Karpathenländern". 3 Band- (Golha, 30 Mk.): „Deutsche Siedlung im Osten" (Stuttgart, 50 Psg.) Vermifchteö. Eine Schule sür Bräute. Eine Schnle sür Bräute ist in Zllinoi - in Amer>ka im Entstehen begriffen. Als Schülerinnen werden nur solche junge Damen zugelassen, die »ach.vciseii, daß sie verlobt sind. Die Idee scheint gar nicht s» tbel, wie man aus den ersten Blick anzunehmen geneigt ist. Die jungen Mädchen erhalten Bort-äge vielseitiger Art, z. B. wie ein harmonisches Zusammenleben in ideal» ster Form möglich ist, wie die Charaktere, Tempe-ramente. BerusSarbeiten der Mänuer zu beurteilen sind, wa» sie in materieller Bezieh» g sür Rechte und Pflichten haben wobei auch die wirtschaftliche Sparsamkeit und die Luxusansprüche der verheira-teten Frau zur Erörterung gelange»: serner Beleh-rung über Gejundheitepflege, Kinderpflege und Kin-dererziehung, Behandlung der Dienstboten. Rechts-fragen. BermögenSverwaltung und viele« andere. Auch für einen besonderen hauswirtschaftlichtn U«> lerfcht ist gesorgt, damit sich die jungen Mädchen in allem ausbilden, was eine glückliche Ehe gewährleistet. Der Sänger in Geldnöten. Daß Biih-nenkünstler trotz ihrer hohen Gigen mit ihrem Ein. kommen nicht auskomme», das geschieht in unserer Zeit ebenso ost, wie e« schon früher geschah. Auch der ausgezeichnete Berliner Opernsänger Karl Wauer (1783—1857) war immer stark verschuldet. So oft der Zar Nikolaus zum Besuche Friedrich Wilhelms III. nach Berlin kam. mußte „Don Juan' gegeben werden, mit Heinrich Blume in der Titelrolle und Wauer als Leporello. das war der höchste theatralische Genuß deS Kaiser» aller Neu-ßen, und aus diesen Umstand baute Wauer seinen Plan, sämtliche Schulden mit einem Schlage loi zu werden. Als im Winter de« Jahres 1835 nämlich wieder einmal der Zar nach Berlin kam, be-suchte Wauer seine Gläubigen und gab ihnen die Weisung: „Sabald Sie aus dem Theaterzettel „von Juan" angekündigt finden, lassen Sie «ich schien-nigst in den Schuldarrest stecken und geben mich nicht srüher frei, bi« Ihnen meine Schuld bei Hel> ler und Pfennig bezahlt ist.' Al» nun der »er-hängniSvoUe Tag der „Don Juan",Aufführung wirklich kam. stürzte der Intendant Gral Redern zum König und meldete, daß „Don Juan' nicht gegeben werden könne, da der Leporello von seinen Gläubigern eingesperrt sei. .Muß gehen!' sagte der König in der ihm eigenen kurzen Weise, .Kai-ser will Wauer sehen, sonst Laune für den ganzen Abend verloren!* AI» ober der König hörte, daß Wauns Schulden die Summe von 1000 Talern überstiegen, fragte er verwundert nach des Künstlers G'.ge, und al« er hörte, daß die nur 800 Taler betrage, sagte er kurz: „Zu wenig, Schulden be» zahlen und künftig 12U0 Taler Gage!" Das hatte ja nur Wauer gewollt und gehofft, und an diesem Abend war denn auch als Lepo»?«, s» ausgelassen, daß der sonst so ernste Kaiser nicht genug Sb» den Künstler lachen konnte und demselben ein Geschenk von 1000 Rubeln übersandte. Der Stern Navole »n«. wie der fran« zösische Kaiser seine Gemahlin in zahlreich«» Liebe«-briefen nannte, gebrauchte Unsummen, um durch seine Leuchtkraft zu wirken. Frederic Massen hat über die LebcnSgewohnhei'en der Kaiserin Josestne interessante Einzelheiten gefunden. Zu jeder Zeit und an jedem Ort z. B. wo die Kaiserin kürzere oder längere Zeit Wohnung nahm, mußt« ihr ein Repräfent»Iion«salon zur Verfügung stehen, in dem alle« tyrannischer Ett-kette unterworfen war. Dann beanspruchte sie ein über-au« luxuriö« eingerichtete« Wohnzimmer, in dem ste, wie in ihrem Boudoir und Schlafzimmer beständig Veränderungen und Belschönerungen vornehmen ließ. Allein sür ihr Schlafzimmer wurde» in »inem einzigen Jahre 99.982 Frank »erauSzobt. Die Jnventuraus-nähme ihre? Trousseau« lieh ersehe», dab Napoleon» Gemahlin 500 Hemden besaß, von deaen da« ein» fachste 250 Frank» gekostet hatte. Ihre lailetten waren von außerordentlicher Pracht und zeugten gleich-fall» von unvergleichlichem Geschmack. Wie kostbar ihre Roben gewesen snn müssen, ersieht man an» dem Umstände, daß die Rechnungen für Kleider und Hüte in dem Zeitraum von sech» Jahren die Tetalsumme von 1,573.053 Frank» erreichten. Der Friseur Jose-stien» »ar der seiner Zeit sehr berühmte Haarkünstler Duplay, der für seine Dienste ein jährliche» Gehalt von 42.000 Frank» bezog. Mit welcher Sorgfalt die gefallsüchtige Frau die Spuren der Zeit »on ihrem Gesicht fernzuhalten versuchte, beweist di» Summe von 3447 Frank», die in einem Jahre für Puder und Schminke »erbraucht wurde. KriegSspeisekarle am Berliner Hose. Die Tage alipreußischer Sparsamkeit, da man bei Hose an einfacher und bescheidener Lebens-Haltung mit jedem Bürgerhaus? wetleiserte, sind auch heute noch nicht vergessen. Da« im Anschluß an die KronratSsitzung vom 6. November gegedene fleischlos« Mittagsmahl, an dem Kaiser Wilhelm, der -ncue Reichskanzler, Generalseldmarschall »on Hindenburg «nd General Ludendorff teilnahmen, wic« nachstehende Speisens«lge ans: Gemüsesuppe. Griesauslaus mit Himbeersast, Käse. Dies« Einfach» heit kann allen BolkSkreisen zur Nacheiferung sehr empföhle» werden. Deutsche, unterstützet eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus» gegebenen WirtschastSgegenstände. P1NZIB m SEINER (Analytischen] ■ESCHAFfEHHCIT FAMILIEN- BCTRANR. silESSHÜBLER 556 II Bersicherungsbestand in: Dez ember 1912: Eine Milliarde 354 Millionen Kronen. Bisher gewährte Dividenden: 34? Millionen Kronen Alle Ueberschüsse kommen den Versicherungsnehmern zugute. Unverfallbarke'rt. Unanfechtbarkeit, Weltpoliee. Prospekte und Auskunft kostenfrei durch den Vertreter der Bank: August Pinter, Spirkassebeamter in Grössere Posten Obstweine, Apfel- und Birnensaft ohne Wasserzusatz zu kaufen gesucht. Offerten mit Angabe von Alkoholgehalt, Quantum und Lieferzeit erbeten an dio Bar<5ter Spiritusraffinerie A.-Q., Budapest, Kiräly u. 50. »«ch» Kummer 79 Deutsche ZI. 15.649/1917. Kundmachung. Mit dem eisten Semester des Studienjahres 1917/18 gelangt naeli-«teiiendes Stipendium — behufs Besetzung, und zwar toi läufig nur auf die Diaer eines Jahres — zur Ausschreibung: Die Olga Woschoagg'sche Studenten-Stipendiumstiftung jährlicher 240 Kronen. Das Stipendium ist für die Söhne von bedürftigen, in Marburg dorn »zitierenden deutschen Witwen von Frivatbeamten oder in Ermang-larg solcher von Öffentlichen, d. h. sämtlichen Staats-, Hof-, Landes-uad Gemeindebeamten, für die Zeit ihres Studiums an einer österreichischen Hochschule (Universität, Technik, Bodenkultur u. s. w.), solange sie sich mit gutem Studieuerfolge ausweisen, bestimmt. Die Gesuche sind bis längstens 8. Dezember 1917 unter Anschluss der vorgeschriebenen Beilagen bei der vorgesetzten Studienbehörde einzureichen. Stadiums Cilli, am 25. November 1917. Der Bürgermeister: Dr. von Jabornegg. Schweinsborsten, Soss-Schweife und Kuhh33r6 kauft zu den besten Preisen Rüratensabrik MAYR in Nteyr. Zt. 9S9. Mab. 1917. Pferdeklassifikation 1917. Das k. u. k. Kriegsministerium hat hieher mitgeteilt, dass mit Rücksicht darauf, daß derzeit Einberufungen von Gvidenzblattpferden bis auf weiteres nicht mehr stattfinden werden, eine Einziehung solcher Pferde durch die Militärkommandos nicht mehr verfügt werden könne. Dagegen fänden nunmehr wieder in allen Militärkommandobereichen freihändige Pferdeeinkäufe statt und können daher jene Besitzer von Evidenzblattpferden, die ihre Pferde aus irgendwelchen Gründen abgeben wollen, dieselben der in demselben Aushebungsbezirke amtierenden Einkaufskommission zum Kaufe anbieten. Nach Mitteilung des k. u. k. Kriegsministeriums werden hiebe! alle Kategorien von Pferden von der Heeresverwaltung angekauft werden. Stadtamt Cilli, am 27. November 1917. Der Bürgermeister: Dr. von Jabornegg. Maschinschreibunterricht. Lehrbefähigter Maschmscbreiblehrer erteilt Unterricht im Maschinschreiben und Stenographie zu sehr massigen Preisen. Auskünfte erteilt Sekretär Hans Blechinger i. B. TVudtsorten liefert rasch und billigst Vereinsbuchdrudterei Celeja. Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Lageren IT»«!«'!*. l*IIC*ll 1*3(101% HH Nl*»«!« 1 ' Fahrräder von Alleinverkauf! Alleinverkauf! 120 K aufwärts. Grosse Reparaturwerkstätte. Siuger-Nihmascliinen »on 65 K aufwärts. Anton WGAGL7, Mechaniker, Cilli, Herrengasse 2 . Sämtliche Beataadteile, Lnftachlänche, Mitntel, Sättel, Pedale, Laternen, Ketten, Lager, Freilanfnaben, V" Alte Fahrräder Pampen. Schlii*«e), VentiUcblilache, 0risse, lireuisjrumml, Lenkstangen, «locken, werden eingetauscht UnnimlltaMg, Hosenhalter. Oel, Kngeln n. -» w. Elektrische Taschenlampen nnd Ratterlen. 10 BcUcr. Xefrn Sie dir urue Montagszeiwng: 10 Better. Ratinal soziale Wontagszeitnng für dir deutschen Alpenländer ver Deutsche (Pontag ist das Blatt, das die Jnteressen aller Bevölherungsscbicbten rückhaltlos vertritt. 6r bat eigene Berichterstatter, vorzüglichen Nachrichtendienst, Beiträge über alle brennenden Cagesfragen und legt Mert auf eine innige f üblung mit der Bevölkerung. Interessanter Lesestoff und politisch-satyrische Bilder beweisen die besonders gute führung des Blattes. Der „Deutsche Montag" ist die billigste Montagszeitung. Erscheinungstag: Montag den 10. Dezember 1917. 3u Haben in allen gröberen geltungsverschleihstellen aller größeren Orte. IeitungsverschleiMellen, die noch keine Sestellkarle für VerschleiWücke erhallen haben, werden ersucht, Bestellungen an die Verwaltung: ..Deutscher Montag". Marburg Brau. Edm. Schmidgasse 4. zu richtend Sekt « Deutsche Wacht Nnmwer 79 *Zu kaufen gesucht: Handlungshaus in einem deutschen Markte Unter-steiermarks, auf einem guten Posten, samt Geschäfts- und Wohnungseinrichtung, auch etwas Grund dazu erwünscht. Anträge an die Verwaltung des Blattes. «3397 Jene zwei Männer, die am Freitag den 23. November aus dem Hause Rathausgasse Xr. 16 die lange Leiter genommen haben, werden aufgefordert, die Leiter gleich zurückzustellen, widrigenfalls gegen sie die Strafanzeige gemacht wird. GOOGOGOGODOV Ross haare Borsten 11. Schweinshaare kauft zu besten Preisen Ignaz Schimenz Bürstenmacher Kaiser-Wilhelm-Strasse Nr. 8. Repetierpistole wird dringend von Offizier zu kaufen gesucht. Anträge unter .Repetierpistole 233994 an die Verwaltung des Blattes. Kimlerliegewagen zu verkaufen. Anzufragen Savodna Nr. 4, I. Stock, rechts. Ein Paar schwere Zugpferde womöglich samt Geschirr und Fuhrwagen zu kaufen gesucht. 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Kaiser Wilhelmstrasse Nr. 14 • Cilli ■ Kaiser Wilhe!i»«traz?« Nr. 14 Reichhaltig«* Lager in Violinen, Gitarren, Zithern, Mandolinen, Mund- und Ziehharmonikas, Viollnkästen und dergleichen Goldklang-Lauten Bestandteile für sämtliche Musikinstrumente. Beste Violin- und Zithersaiten HHHflMMNHMNtMHM Kaufe Schlachtpferde zu besten Preisen. STEFAN COCH Cilli, Karl Traun-Gasse. Birkenlaub Buchen- und Kastanienlaub trocken, wird jedes Quantum zu besten Preisen gekauft. Angebot mit Quantumangabe an .loset Steiner, Prag, W'enzelplatz 37, Zimmer Nr. 24. Einkaul von Hadern »Her Art Jute Neutuchabfälle Knochen Schweineborsten Pferdeschweife Korke neue und gebrauchte kaufen gegen bare Bezahlung jedes Quantum zu den besten Preisen. IM. Thorinek & Co. Neugasse 8. Hausierer und Händler werden besonders berücksichtigt. Visitkarten Vereinsbuchdruckerei Ce/eja. MöbL Zimmer separiert, ist au einen Herrn sofort zu vergeben. — Anzufragen Insel, Villa Adele. Schaukelpferd gut erhalten, zu kaufen gesucht. 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