Nr. 122. Samstag, 31. Mai 1913. 132. Jahrgang. Mbllchel Mung P»K»n»««<»ti»n»»»<e Alm»ln vom 22. Mai 1913. Nr. 6 «N»^!«» vom 1. Juni 1913. Nr. 8494 «ääevorul» vom 9. Mai 1913 a. St. (22. Mni 1913.) Broschüre: <() u»ßaj m»1«uoj vllinHciji» von A. Vego, Druck »Ilrv^t»^». liLlllU'U». Die serbisch-bulgarische Differenz. Aus Sofia wird dcr «Pol. Korr." gemeldet.- Die ErNäiungen des serbischen Ministerpräsidenten Paslö, wonach Serbien auf dem Standpunkte beharre, txch die Teilung dcr eroberten Gebiete ohne Rücksicht auf den zwischen Vulgarien und Serbien abgeschlossenen Vertrag zu erfolgen habe, hat w allen politischen Kreisen die bestehende starke Erregung noch verschärft und auch an amtlichen Stellen, wo man sich bemüht, die Streitfrage auch weiterhin mit Mäßigung zu beurteilen, lev-hafte Verstimmung hervorgerufen. Trotz dieses die Spannung erhöhenden Eindrucks wird aber in den leitenden Kreisen Sofias nicht angenommen, dah der un» mittelbare Ausbruch einer akuten Krise zwischen den beiden Staaten bevorstehe. Eine Klärung der Lage wird sich erst aus der für die nächsten Tage angekündigten Begegnung des Herrn Pasi6 mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Ge^ov ergeben. Aus dem Ergebnis der Unterredung der beiden Staatsmänner wird sich ein sicheres Urteil über die Frage schöpfen lassen, ob über die Verteilung der eroberten Gebiete einc gütliche Verständigung im Bereiche der Möglichkeit liegt. Nach der in diplomatischen Kreisen herrschenden Ansicht sei auch in dieser Angelegenheit für eine vermittelnde Einwirkung der Großmächte Raum gegeben. Lurch ein besänftigendes Auftreten, das aber auch Entschiedenheit nicht vermissen ließe, wären bje Wichte, wie man meint, imstande, dem Ausbruch eines offenen Konfliktes vorzubeugen. Das Ansehen der Mächte sei auch gegenwärtig genügend groß für die Übernahme einer solchen Rolle mit der Aussicht auf eine erfolgreiche Einflußnahme. Albanien. Eine Mitteilung, die die „Pol. Korr." von einer führenden albanischen Persönlichkeit erhält, bezeichnet ein Fortschreiteil der die Besetzung des albanischen Fürsten-throncs betreffenden Frage als äußerst wünschenswert. Mit den, Erscheinen des Fürsten in Albanien würde für den neuen Staat ein Mittelpunkt gewonnen werden, der dm Krystallisierungsprozeß dieses politischen Gebildes in günstigster Weise fördern würde. In diesem Sinne ist auch eine telegraphische Kundgebung gehalten, welche die im Auslande lebenden Albanier an die Vot-schaftcrrcunion in London gerichtet haben. Dk' Alba-nier, die aufs sorgfältigste darauf bedacht sind, sich den Intentionen Österreich-Ungarns und Italiens in jeder Beziehung anzupassen, warten auch in der Fürstenfrage mit Geduld den Zeitpunkt ab, in dem den Kabmetten von Wien und Nom diese Angelegenheit spruchreif erscheinen wird. Mit der gedachten Kundgebung wollten sie aber die Botschaftcrreunion an die Notwendigkeit erinnern, in allen die Gestaltung Albaniens betreffenden Beschlußfassungen ein schnelleres Tempo eintreten zu lassen, und hiebei die Bedeutung, welche speziell der Entscheidung der Fürstenfrage zukommt, in helles Licht rücken. Französisches Marinebudget. Das der französifchen Kammer vorgelegte Budget-fträliminar der Marine pro 1193/14 beziffert sich auf "112 Millionen Franken, es stellt sich somit um rund 73 Millionen Franken höher als das des laufenden Budgetjahres. Von letzterem Betrage entfallen 16,8 Millionen Franken auf Neubauten, 6,4 Millionen Franken auf vermehrte Indienststellungen und 1,5 Millionen Franken auf Löhnungs- und Gageerhöhungen beim Personal. Für die Schiffsbaus (Fortsetzungs- und Neu-lrrdite) gelangten im ganzen 212 Millionen Franken zur Einstellung, aus welchen Mitteln die sechsgliedrige „Ican'Äart"-Klasse vollendet, und die neue Dread-nought-Massc (Gascogne-Tyft) mit cinstwc-ilen zwei Einheiten begonnen wird. Nebst der Vollendung der in Bau befindlichen Zerstörer und Unterseeboote sollen aus den erwähnten Mitteln fünf große Zerstörer bestritten werden. Für die fünf Docks zu Lorient, Humet, Lan-nilln, Eastigneau und Sidi Abdallah (Tunis) erscheinen 12,5 Millionen Franken eingestellt. Dcr neue Personal' stand beträgt 1600 Seeoffiziere, A54 Marincärzte, 3450 Marincbcamte und 58.000 Mann, worunter sich 21.5(X> Graduierte und Unteroffiziere befinden. Zu Cherbourg wurde ein neues schwimmendes Dock für Unterseeboot» iil Verwendung genommen, mit welchem man havariert, Fahrzeuge binnen sechs oder acht Minuten bis aus Tiefen von vierzig Metern heraufholen und bergen kann. Angesichts dieser günstigen Ergebnisse werden auch alle anderen fünf Untersecboots-Kaderftationen mit solchen Docks ausgerüstet werden. Feuilleton. Gerdas Herrlichkeiten. Von in tiefer, Schattqu. Hanger., schwerer Wimpern auf sechzehnjährigen Wangen, Abends weinte sie jedoch oft in ihrem Bett aus lauter Angst vor dem, was die Leute sich von ihr versprachen. Sie fühlte, dah das ganz ungerechtfertigt war. Ach Gott, wenn alle wüßten, wie froh ihr zumute war, wenn sie in einem Konzert oder Theater saß und den Produktionen anderer lauschte, wenn alle wüßten, wie sie ihre eigene stille Passivität-liebte! Und schreiben — konnte sie es denn? Nie hatte sie auch nur den leisesten Drang dazu gefühlt, wenigstens nicht seit ihrem zehnten Jahr! Einen Monat, ehe sie München verließ, verlobte sie sich mit einem norwegischen Schriftsteller, der sich sterblich in sie verliebt hatte und sie anflehte, der Glückliche sein zu dürfen, dcr, in die Tiefe ihrer Seele tauchend,, den Märchenschatz heben würde, den sie hinter ihren rätsel«, haften Augen und ihrem ganzen reizenden Persönchen» barg. Sie willigte ein, halb überwältigt von seinen dielest Worten und halb im Glauben, dah vielleicht er ihr ihre eigenen geheimen Herrlichkeiten zeigen würde. Sie fuhr nach Hause uud er schrieb ihr wahre Ov-kane von Leidenschaft und Poesie. Ihr wurde bange. Sie. hatte ja keine Ahnung, was sie darauf antworten sollt«, und eines schönen Tages schickte sie ihm vier kurze schiefe Zeilen, um ihm zu sage», daß sie es doch lieber lassen wollte; sie hätte sich anders besonnen. Er erschoß sich. Ein Jahr darauf starb ihre Mutter und ihr Vatex heiratete eine Witwe. Ihrer Herrlichkeiten bewußt, wurde sie sich erst als Gattin eines Großkaufmanncs, der mit Blumenzwiebeln handelte und gegen 40.000 Kronen im Jahre verdiente. Ihr Glück war, dah sie zur rechten Zeit das Talent gehabt hatte, ihrem Talent zu mißtrauen. Laibacher Zeitung Nr. 122. 1134____________________ 31. Mai 1913. Volttische Uebersicht. Laibach. 30. Mai. Die Korrespondenz „Austria" melde! unter dein 29. Mai: Unter Führung des Abgeordneten Baechl<> erschien eine Abordnung von Stantsdicncrn beim Ministerpräsidenten Grafen Stürglh und brachte die Wünsche nach ehester Realisierung der Dienstpragmatik und Herabsetzung der Gcscuntdienstzeit der Laboranten vor. Der Ministerpräsident anerkannte die loyale Haltung der Staatsdiener, deren Anliegen ihm genau bekannt seien. Er verwies auf den Beschluß der gestrigen Seniorenkonferenz, nach dem die zweite Lesung des kleinen F^ nanzplancs am nächsten Dienstag beginnen soll. Die Regierung habe die crnstc Absicht, die Dienstvragmatik ehestens in Kraft treten zu lassen und werde deshaw trachten, die hiezu erforderliche endgültige Erledigung des kleinen Finanzftlanes womöglich noch in der Som-mersession vom Abgeordnetenhaus zu erlangen. Bezüglich des Wunsches, daß die Vezüge der Aushilfsdiener bis zur endgültigen Regulierung vorläufig im Verordnungswege provisorisch aufgebessert werden, sagte dc,, Ministerpräsident, daß auch diesem Wunsche nach Möglichkeit Rechnung getragen wird. Ebenso werde er die Herabsetzung der Gesamtdienstzeit der Laboranten beim Finanzininister und beim Unterrichtsminister befürworten. Aus Belgrad wird gemeldet: Nach den in parlamentarischen Kreisen herrschenden Dispositionen wird die Skup^tina dic bisher eingebrachten Gesetzvorlagen, welche sich ausschließlich auf innerpolitische Fragen beziehen, bis Mitte des nächsten Monats erledigen und sich hierauf vertagen. Sobald der definitive Friede unterzeichnet und die territorialen Valkanfragen geregelt sein werden, wird die SkuMina zu einer kurzen Tagung zusammentreten, um die internationalen Verträge zu überprüfen. In französische« parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die Negierung fest entschlossen sei, die Heereö-vorlage noch vor dem 14. Juli in der Kammer wie u>. Senat zur Erledigung zu bringen. Ein Mitarbeiter des „Echo de Paris" teilt mit, mehrere Minister hätten ihm erklärt: Entweder das Ministerium stürzt oder das Militärgesetz ist vom Parlament bis zum 14. Juli bewilligt. Die Regierung ist namentlich infolge der durch die Treibereien des Allgemeinen Arbeitsverbandes hervorgerufenen Kundgebungen von der Überzeugung durchdrungen, daß die Militärvorlage rasch zur Abstimmung gebracht werden müsse. Nach der Allsnahme, welche die vorgestrige Rede des Ministerpräsidenten bei der ungeheuren Mehrheit der Kammer gefunden hat, sind wir fast sicher, daß dieselbe Mehrheit trachten wird, die Debatte rasch durchzuführen. Das ässlifttischc Justizministerium hat die Ausarbeitung eines Gesetzes beendet, nach dem die öffentliche Meinung im Lande schon seit langer Zeit verlangte: ein Gesetz über die Erbschaft^- und Vermögensverhältnisse der Minderjährigen. Das Gesetz schreibt vor, wie die Gerichte für Eingeborene bei der Ernennung der Vormünder für Minderjährige zu verfahren haben. In wich- tigen Vermögcnsangelegenheiten eines Minderjährigen soll von nun an der Vormnnd verpflichtet sein, vier nahe Verwandte seines Mündels zu Rate zu ziehen. Dadurch will man der in Ägypten üblichen Willkür vor-beugen, mit welcher die Vormünder bisher mit dem Ve» mögen ihrer Schutzbefohlenen wirtschafteten. Das Gesetz gilt sowohl' für die Muselmanen als für die Bckenncr anderer Religionen, und die Überwachung seiner Befolgung gehört in die Kompetenz der Eingeborenen-Gerichte. Die ägyptische Presse begrüßt das neue Gesetzesftrojett als einen für das wirtschaftlich geordnete Leben im Lande sehr bedeutungsvollen Fortschritt. Tllgcsneuiglcitcll. — Die Verwundungen im Baltankrieg.) Der französische Generalstabsarzt Dr. Dclorme hielt vor kurzem an der medizinischen Akademie über den thrazischen Feldzug einen Vortrag, in welchem er unter anderem folgendes ausführte: Das bulgarische Bajonett verursachte, abgesehen von seinem außerordentlichen moralischen Einfluß auch entsetzliche Verwundungen. Man darf wohl nicht mehr behaupten, daß die Verletzungen mit diesem breiten und kurzen, messcrartigen Instrument minder schwer sind als solche durch Geschosse. Das Feuer der Vulgären wurde sehr klug geleitet. Auf den großen Distanzen feuerten nur die besten Schützen ein paar Schüsse ab, alles andere schoß nicht. Das Feuer wurde hauptsächlich auf den mittleren Distanzen geführt und nicht selten bis auf 400 bis 500 Meter herangetragen. Im Anfange mißbrauchten die Türken das Schießeil auf große Distanzen i dieses war ungenau. Den Bulgaren kam dies, namentlich zu Beginn, zum Teil zugute; aber nichtsdestoweniger waren die Verletzungen mitunter sehr schwer. Doch auch hier zogen die Bulgaren aus der ge-ringercn Verwundbarteit der türkischen Geschosse Nutzen, die dein kleinen Gewicht und der zugespitzten Form zuzuschreiben ist. Eine der merkwürdigsten Eigenschaften dieses Gschosscs ist die, daß, wenn es den Körper im vollen Fluge trifft, es in der Regel keinerlei Teile der Kleidung mitreißt. — ^Ein romantischer Selbstmord.) Auf höchst romantische Art hat ein junger Mann in Genua Selbstmord verübt. Abends erschien der 20jährige elegante Student Cauiglia beim Lmchtturmwächter, um das Ha-fenpanorama zu besichtigen. In einem unbewachten Moment sprang er von der Plattform des 185 Meter hohen Turmes in die Tiefe und blieb mit zerschmetterten Glie-teul !ot liegen. In der Tasche des Selbstmörders wurde c!n Zettel mit dem letzten Willen des Selbstmörders aufgefunden. Er verfügte, daß man ihm einen großen Rosenstrauß in die Arme geben und daß man das Grab nicht lint einem Kreuze, sondern mit einer Marmoilphinz mit aufgelöstem Frauenhaar schmücken soll. — (Ein Nesscrhnufttlmg mit 3W Frauen.) In einem Weißbuch, das kürzlich über die Lage im Kongo-acbiet veröffentlicht wurde, gibt der britische Vizekonsul Castens einen Bericht über eine Inspektionsreise längs der östlichen Grenzen des Kasai-Distriktes. Hiebei besuchte er auch Kabinda, einen Ort von großer politischer Bedeutung, die Heimat von Lupungu, des Häuptlings dcr Vasongi und eines der mächtigsten Führer im Kongogebiet. Mr. Castens gibt eine kurze Geschichte diefes merkwürdigen Individuums, in der er sagt: „Lupungu sieht wie ein Verbrecher aus. Er hat nur ein Auge, sein Gesicht ist durch Pockennarben entstellt und nach allen Berichten ist er ebenso lasterhaft wie hinterlistig. Sen: Lebenslauf ist ein außergewöhnlicher. Als Kind von seinem Vater ausgesetzt, wurde er später von einem Unterhäuptling namens Sent« adoptiert, dessen Sohn heute Luftungus Premierminister ist. Als junger Mann liebte er phantastische Kleidungen zu tragen und er redete den Eingeborenen ein, daß er mit Hilfe seines blinden Auges alle Geheimnisse ergrüuden könne. Und selbst heute noch fürchten sich die Eingeborenen vor seinem blinden Auge. Bald hatte er eine ganze Schar von Anhängern um sich versammelt. Er schloß Frenndschaft mit den arabischen Händlern und mit deren Hilfe begann er einen sseldzug gegen seinen Vater, den er besiegte. Er wurde Hänptling der Basongi. Ill seinem Dorf und in der Umgebung wohnen über 3000 Eingeborene, aber er ist nicht Nlll Häuptling der Vasongi, sondern ihm unterstehen auch noch viele andere Stämme, so daß seine Untcrtanm sich ungefähr auf 50.000 belaufen. Er zählt ungefähr 300 Frauen sein eigen und bezahlt gerne die von der Regierung für jede Frau erhobene Steuer von zwei Franken, da ihm der Tribut seines Volkes genügend Gcld einbringt." Der Konsul fügt hinzu, daß die Eingeborenen glücklich und zufrieden leben. Die Männer kaufen sich die Frauen, um sie dann, wenn das Geschäft sich lohnt, wieder weiter zu verhandeln. — iEhescheiduun ohne Wisscu und Willen.) Eine seltsame Eheschoidungsaffäre kam diescrtage vor den Pariser Gerichten zum Mschluß. Die Gräfin V. lebte in Paris seil mehreren Jahren mit ihrem Mann in der glücklichsten Ehe. Graf V. war das Muster eines Ehemannes und voll Aufmerksamkeit für seine Frau. Vor einigen Tagen begegnete die Gräfin im Bois de Boulogne einem bekannten Notar, der ihr fein Beileid zu ihrer Ehescheidung aussprach. Sie glaubte zuerst, es handle sich um einen schlechten Scherz, erfuhr aber bald zu ihrem Erstaunen, daß ihre Ehe ohne Wissen und Willen geschieden sei. Graf A. hat seiner Frau die seltsamste und ungeheuerlichste Komödie vorgespielt. Er hat ihr vorgeschlagen, aus finanziellen Rücksichten die Gütertrennung vorzunehmen. Als die Gräfin einwilligte, führte er sie zu einem Freunde, vor dein sie auf seine Aufforderung hin erklärte, sie wolle nicht mehr in die gemeinsame Wohnung zurückkehren, denn ihr Mann hatte ihr gesagt, eine solche Formalität sei zur Ausführung der Gütertrennung notwendig. Dann hat der Graf alle Briefe an seine Frau aufgefangen, und cs ist ihm gelungen, durch Fälschungen die Scheidung durchzuführen; ohnc daß die Frau auch nur das geringste ahnte, ist die Scheidung perfekt und gültig geworden. Der Graf aber hatte unterdessen eine Millioneilerbin geheiratet, denn das war der Zweck des abenteuerlichen Unternehmens. — (Geständnisse.) Das jungverheiratete Paar ist auf der Hochzeitsreise. „Geliebte", flüstert Herr Schmidt, in das rosige kleine Ohr der neugebackenen Frau Schmidt, „ich werde nie wieder glücklich sein können, ehe ich dir nicht ein Geständnis gemacht habe." — „So sage es doch!" — „Weißt du noch, wie es kam, daß du meine Frau wurdest?" flüsterte er ein wenig zögernd, „du wurdest die Meine aus Dankbarkeit, weil ich dich im Seebad vor'm Ertrinken rettete, war es ntcht so?" — „Ja, Liebster," klingt cs leise zurück, und die Stimme der jungen Frau tremoliert zärtlich. „Schön," meint er und gibt sich einen Ruck, „ich muß es sagen, sonst finde ich keine Ru!,e: Ich habe dich betrogen, das Wasser war nur Das Nachbarhaus. Roman von A. ter mußte sich wohl ill einem Hintcrzimmer eingeschlossen haben, denn im Flur gingen sie ganz vorsichtig auf den Zehenspitzen. Erst als wir oben im Zimmer waren, wagten sie wieder laut zu schwatzen. Ich kümmerte mich nicht weiter um sie, sondern machte eine Nunde dmchs Zimmer und blieb schließlich vor dein Vette stehen. Das Nett war frisch überzogen, und ich fragte die Mädchen, ob man es erst kürzlich überzogen hätte. Sie vernemten und sagten, daß die Betten auch in ihrer Abwesenheit immer überzogen blieben, denn sie haßten nichts so sehr, als beim Zurückkommeil von einer Reise unüberzogene Matratzen und Kissen zu sehen. Ich hatt<' nicht übel Lust, ihnen eineil kleinen Vor-trag über die Pflichten einer guten Hausfrau zu halten, aber ich hielt mich zurück. Statt dessen deutete ich mit dem Finger auf eine kleine runde Vertiefung in der Vettdeck. Hat eine von Ihnen das gemacht? fragte ich. Erstaunt schüttelten sie den Kopf. Was ist daran Besonderes? fragte Karoline. Statt zu antworten, bat ich sie, mir das bewußte Nadelkissen zu bringen. Ich legte es ln die Neine Vertiefung. Es paßte genau hinein. Nein, Sie merkwürdige liebe alte Freundin, rief Karoline, wie kamen Sic nur auf die Idee? Mit einem einzigen Blick beruhigte ich ihren Enthusiasmus. Ich bin vielleicht merkwürdig, aber doch nicht alt. Ich mußte ihnen das einmal zu verstehen geben. Mr. Gryce ist alt, sagte ich. Dann hob ich das Nadelkissen auf uud legte es auf eine ebene Stelle des Bettes. Heben Sie es jetzt auf! Sie taten es und fanden, daß jetzt an dieser Stelle eine zweite ähnliche Vertiefung war. Nun sehen Sie, wo das Kissen gelegen hat, ehe man es auf den Tisch legte, bemerkte ich. Dann erinnerte ich Karoline an die Nadeln, die fic mir zu geben versprochen hatte. Sie händigte mir einige Stecknadeln ein, worauf ich mich empfahl und in mein Haus zurückkehrte. Neun zehntes Kapitel. Ich fühlte deutlich, daß ich eineil Schritt vorwärts gekommen war. Ich durfte aber nicht dabei stehen bleibeil, durfte keine Schlüsse daraus ziehen ohne noch weitere neue Tatsachen gesammelt zu haben. Und diese Tatsachen sollte mir Frau Boppert liefern. So machte ich mich auf den Weg, um sie aufzusuchen. Da ich nicht wußte, ob Herr Gryce mich beobachteir ließ, aber der Ansicht war, daß es ihm eigentlich sehr ähnlich sehen würde, machte ich erst einige Besuche bei meinen in der Nähe wohnenden Freundinnen, ehe ich mich nach dcr Straße begab, wo Frau Voftpert wohnte. Den Wagen, der mich hinführte, ließ ich etwas vor ihrer Wohnung halten und ging zuerst in einen ihrem Hause benachbarten kleinen Laden. Dort sah es wunderlich genug aus. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie eine solche Menge der verschiedensten Dinge in einem so engen Raum aufgestapelt gefehen. Ohne erst meine Neugierde zu befriedigen, schritt ich auf die Frau zu, die hinter einem Tisch saß, und redete sie also an: Kennen Sie eine gewisse Frau Boftpert, die in Nummer 803 wohnt? Die Frau warf mir einen unsicheren, mißtrauischen Blick zu und wollte wohl schon verneinen; da fügte ich rasch hinzu: Ich möchte gern Frau Voftpert sprechen, aber nicht in ihrer eigenen Wohnung. Ich will den gut entlohnen, der mir hilft, sie irgendwo, zum Beispiel in dem Zimmer dort hinter der Glastür, fünf Minuten lang zu fprechen. Dies unerwartete Anerbieten hatte die Frau noch mißtrauischer geinacht, lind sie schüttelte verneinend den Kopf. Da warf ich eine Fünfdollarnote auf den Tisch, und der Ausdruck ihres Gesichts war gleich ein wenig freundlicher. Werden Sie mir das wirklich dann geben? fragte sie schließlich. Ich schob ihr die Note zu; ehe sie sie aber ergreifen konntc, sagte ich noch energisch: Frau Vopftert darf abcr nicht wissen, daß jemand hier ist, der sie sprechen will, jrnft wird sie nlcht herkommen wollen. Ich will ihr nichts Böses antu», l>. Gcgenteil, aber sie ist eine so si.rchlil me Frau------- Ich weiß, sie ist sehr furchtsam, unterbrach mich die brave Frau. Aber sie hat auch allen Grund. In der Nacht wird sie von Polizisten aufgeweckt, am Tage alle Augenblicke von ganz harnüos aussehenden Mädchen und Knaben geheimnisvoll gefragt, was sie in dem schönen Haus, wo neulich der Mord geschehen ist, gesehen hat, — man hat es so weit gebracht, daß sie sich schon vor ihrem eigenen Schatten fürchtet, und sobald es dunkel wird, ift sie nicht aus dem Haus zu bringen. Zu mir aber wird sie schon kommen. Doch wenn Sie nur ihr Gutes wallen, warum-------Sie vollendete nicht, denn jetzt hatten ihre Finger glücklich die Fünfdollarnote gepackt, und ln ihrem Cntzüclen vergaß sie, was sie hatte sagen wollen. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitunq Nr. 122. 1135 31. Mai 1913. brusttief." — Ein tödliches Schweigen folgt diesem enttäuschenden Geständnis des Schuldigen. Vis endlich, ir-yend woher, ganz leise eine Antwort kommt: „Mach dir keinen Kummer, Liebster, ich wußte es schon, denn die ganze Zeit über blieben meine Füße auf dem Sande..." Lotal- und Provinzial-Nllchrichtcn. — (Von der Weißlrainer Bahn.) Seine Exzellenz der Herr Eisenbahnminister Freiherr von Focster wird am 2. Juni zwecks Besichtigung einiger Objekt der im Bau begriffenen Weißkrainer Nahn in Tschernembl eintrcfikl,. — (Vcim Verwaltungsgerichttzhufe) werden folgende öffentliche mündliche Verhandlungen stattfinden: an, 3. Juni: Valentin Rcpinc in Prem wider den lrai-nischen Landesausschuß wegen eines Strahenerhaltunas-beitrages; am 11. Juni: die Vorschußkasse für den Vc-zirk Illyrisch-Feistritz in Dorilegg wider die Finanzdirektion m Laibach wegen der besonderen Erwerbsteuer; am 12. Juni: die Stadtgemeinde Idria wider den trainisch ni Landesausschuß wegen der Löschung einer Ausgabspost im Gemeindevoranschlage für das Jahr 1912; die Stadtgemcinde Laibach wider denselben Landesaus-schuß wegen der Übernahme einer Privatschulc als Gc-mcindeanstalt; dieselbe Beschwerdeftihrcrin wider denselben Landesausschuß wegen der Bewilligung von Unterstützungen aus dem Universitätsfonds; dieselbe Beschwerdeführerin wider denselben Landesausschuß wegen der Bewilligung von Teuerungszulagen an die städtische Lehrerschaft. — (Die Abzüge von dem Gehalte der Staatsbeamten.) Aus Wien wird gemeldet: Der Oberste Gerichtshof hat eine für alle öffentlichen Beamten wichtige Entscheidung gefällt. Ein Staatsbeamter hatte die Einstellung der auf feinen Gehalt bewilligten Exekution beantragt, weil sein Iahresbezug infolge der Abzüge an Tienstverleihungstaxc, Pensionsversicherungsbeträgen und Quittungsstempel den Betrag von 1600 X nicht erreiche. Der erste Nichter gab dem Einstellungsantrage des Verpflichteten Folge, das Rckursgcricht wies jedoch das Begehren um Einstellung der Exekution ab mit der Begründung, daß der Verpflichtete einen Gehalt von 1600 Kronen beziehe und die administrativen Gehaltsabzüge (Pension, Stempel usw.) nur den Charakter eines Vor-zugspfandrechtes haben. Gegen diese Entscheidung brachte der Staatsbeamte die Revision an den Obersten Gerichtshof ein, die sich darauf stützte, daß das tatsächliche er>. ?utionsfreie Minimum des Staatsbeamten maßgebend sel. Ob nun !)ie Abzüge von dem Gehalte administrativen oder anderen Charakter haben — ausschlaggebend könne doch nur die Frage sein, wie viel dem Staatsbeamten übrig bleibt, wenn ihm die Dienstverleihungstaxe, die Pcnsionsbciträge und der jedesmalige Quittungsstemftel abgezogen werden. Und da komme man zu dem Ergebnisse, daß ihm ein Betrag übrig bleibt, der das exekutions-frcie Existenzminimum der Staatsbeamten nicht überschreitet. Der Oberste Gerichtshof hat dem Rcvisions-rekurse Folge gegeben und die erstrichterliche Verfügung auf Einstellung der Exekution wiederhergestellt. In der Begründung wird hervorgehoben, daß nach tz 9 des Gesetzes vom 21. April 1882 als Dienstbczug nnr jener Betrag anzusehen sei, der nach Abrechnung der administrativen Abzüge übrig bleibt. Zu den Abzügen der Staatsbeamten gehören die Personaleinlommensteuer, dic Tienstverleihungsgebühr und Quittungsstempel. Diese Abzüge sind keine Vorzugspfandrechtc, sondern Gebühren, die im vorhinein abgerechnet werden und daher das ständige Einkommen des Angestellten schmalem. — (Vom Roten Kreuze.) Der Erste Bundesvizc-präsidcnt der Österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz«, Geheimer Rat Dr. Josef Freiherr von Uriel, hat fchon vor einiger Zeit dem Vundespräsidenten Fürsten Schönburg mitgeteilt, es sei ihm infolge seines vorgeschrittenen Alters und seiner schwankenden Gesundheit nicht mehr möglich, sein verantwortungsvolles Ehrenamt weiterhin zu verwalten. Der Vundesfträsidcnt hat es nicht an Bemühungen fehlen lassen, den so verdienstvollen Funktionär von diesem seinem Entschlüsse abzubringen; sie waren jedoch mit Rücksicht auf die vorerwähnten Momente vergeblich. So ist denn das Bundespräsidium bemüßigt, der bevorstehenden Bundesversammlung die Mitteilung von der bereits vollzogenen Demission des Ersten Vizepräsidenten zu machen. Freiherr v. Uriel hat sich um das Österreichische Rote Kreuz unvergängliche Verdienste erworben. Die fortschreitende Entwicklung des freiwilligen Sanitätswesens sowohl auf den« Gebiete der Kriegsvorforgen als auch auf dem der Friedens-tätigkcit, foweit sie sich seit dem Iayrc 1906 innerhalb der'Gesellschaft vollzogen hat, ist vornehmlich seinem Wirken zu danken. Auf Grund seiner hohen dienstlichen Stellung in der Aktivität, als Chef des Militärärztlichen Offizierskorps und Vorstand der 14. Abteilung des Kricgsministeriums, vermöge feiner umfassenden Kenntnis des Sanitätswefens aller Staaten, feiner hervorragenden organisatorischen Begabung und des verständnisvollen Interesses, das Dr. v. Uriel schon als offizieller Vertreter des Kriegsministeriums bei der Gesellschaft deren humanitären Institutionen entgegengebracht hatte, war er für das schwierige Amt des Ersten Bundcsvizc-Vräsidcnten und Sanitätsreferenten geradezu prädestiniert. Seiner Voraussicht und Initiative ist es zu danken, daß 1909 während der der Annexion folgenden kritischen Situation, alle sanitären Vorkehrungen für den Ernstfall in rascher Zeit getroffen werden konnten. Damals wurde jeder Mann des Heeres und der Landwehr mit je einem allen Anforderungen der modernen Chirurgie entsprechenden Verbandpäckchen ausgestattet. Eine überaus erfolgreiche Tätigkeit entfaltete Baron Uriel während der sieben Jahre seines Wirkens als Erster Nundesvizeprä-sident auch im Interesse der Ausbreitung der.Hilfstätigteit des Roten Kreuzes im Frieden. Er sorgte innerhalb seines Ressorts für die Heranziehung von geistlichen und weltlichen Berufsftflcgerinnen, für die Heranbildung freiwilliger Hilfslranlenftflegeiinnen vom Noten Kreuze und gab dadurch de» Anstoß zu einer Altion, die derzeit noch nicht abgeschlossen ist; er förderte die Errichtung von Nettungsabteilungen im Vereine mit den freiwilligen Feuerwehren, propagierte den Desinfektionsdienst auf dem Lande und verbreitete durch überaus instruktive Schriften und Vortrage bei Kongressen und Versammlungen in der Heimat und im Auslande das Verständnis für die Aufgaben des Roten Kreuzes. Die letzte umfassende Aktion, deren glänzendes Gelingen die Osterreichische Gesellschaft vom Roten Kreuze Dr. Freiherr v. Uriel zu danken hat, bestand in der Vorbereitung und Durchführung der nach den Kriegsschauplätzen auf dem Balkan entsendeten Hilfsexpeditionen. Die Organisation und Durchführung dieser Aktion im Detail beanspruchte während des vergangenen Herbstes und Winters die unausgesetzte Tätigkeit des Ersten Bundesvizepräsidenten. Diesen schwierigen Anforderungen war die Gesundheit Dr. Freiherr v. Uriels, der gegenwärtig im 73. Lebensjahre steht, nicht mehr gewachsen. Obwohl leidend, versah er in dieser verantwortungsvollen Zeit bis zum Beginne des Frühjahres die Agenden seines Referates, bis ihm von ärztlicher Seite ernstlich nahegelegt wurde, sich endlich Ruhe zu gönnen. Unter diesem Zwange sah sich Seine Exzellenz schweren Herzens bemüßigt, die ihm liebgewordene Tätigkeit aufzugeben. Wie bekannt, Hai Seine Majestät der Kaiser die hohen Verdienste Doktor v. Uriels um das Österreichische. Rote Kreuz durch die Verleihung des Freiherrnstandcs gewürdigt. -^ (.Währiqes Dienftjubilämn.) Gestern feierte der Oberbuchhalter der Krainischen Sparkasse, Herr Josef Boehm, den 30. Jahrestag seines Eintrittes in diese Anstalt. Aus diesem Anlasse beglückwünschte den Jubilar in dessen festlich geschmücktem Bureau der Beamtenkörper mit dem Amtsdirelror, Herrn Dr. u. S ch o e ft P l, an der Spitze und überreichte ihm eine Erinnerungsgabe. Der Herr Amtsdirektor gedachte in seiner Ansprache der langjährigen verdienstlichen Tätigkeit des Gefeierten im Dienste der Krainischen Sparkasse und schloß mit dem Wunsche, der Herr Oberbuchhalter möge dem Institute auch weiter in gleich ungetrübter Gesundheit und Tatkraft wie bisher erhalten bleiben. - (Ein neuer Zug auf der Strecke Oberlaibnch» Laibach.) Von morgen an wird bis Ende September jeden Sonn- und Feiertag ein Sondcrzug verkehren, oesscn Fahrzeiten folgendermaßen festgesetzt sind: Abfahrt von Oberlaibach abends um 9 Uhr 5 Min,, von Drenov a,ri5 um 9 Uhr 11 Min., von Log um 9 Uhr 17 Min., von Bresowitz um 9 Uhr 25 Min., Ankunft in Laibach um 9 Uhr 7 Min. Die Rückfahrt dieses Zuges nach Oberlaibach erfolgt abends um 10 Uhr 30 Min,, die Ankunft in Oberlaibach um 10 Uhr 53 Min. Die Stationen Bresowitz, Log und Drenov gri<: wird der Zug auf der Rückfahrt um 10 Uhr 33 Min., bezw. um' 10 Uhr 41 Min. und um 10 Uhr 53 Min. passieren. — Die Südbahn war so kulant, dem Ansuchen des Herrn Bürgermeisters von Oberlaibach und anderer Herren Folge zu geben nnd so Nnchmittagsausflüge nach Oberlaibach zu ermöglichen, das in den unzähligen Quellen des Laibachflusfcs und in feinen herrlien Spazierwegen im Mo^ilnik sowie auf Hl. Dreifaltigkeit genug des Interessanten bietet. — (Vom Krainisch'knftenländischen Forftvereine,) dem schon von mehreren Mitgliedern Anfragen zugekommen sind, ob an der heurigen Forstvereinsvcrsammlung in Brioni anch Damen teilnehmen dürfen, wurden wir um die Bekanntgabe ersucht, daß den Damen die Teilnahme gestattet ist. — (Die Maifeier) der vereinigten Ortsgruppen Laibach und t>i^ka des Deutschen Sckulvcreines findet heute um 8 Uhr abends im Garten und in der Glashalle der Kasinorcstauration statt. Programm: Liedcruorträge des Gesangvereines „Vorwärts", Musilvorträgc des Laibachcr Salonorchesters, Wahl einer Blumentönigin, Tanz. — (Theatervorstellung.) Die Iugendgruftpe des hiesigen Verbandes „Narodno-socialna zveza" veranstaltet morgen abends um halb 8 Uhr in der Arena des „Na-rodni dom" einen Familienabend, an dem nach einer Ansprache der dreiaktige Schwank „Svet brez mo>lih" („Die Welt ohne Männer") von Engel und Horst) zur Aufführung gelangt. Nach der Theatervorstellung freie Unterhaltung, Musik, Gesang, Iuxftost usw. — Eintrittsgebühr 40 /,. - (Der Gemeinderat der Stadt Krainburg) hielt am 29. d. M. unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Herrn Ferdinand Polak eine ordentliche Monatssitzung ab. Wir erhalten über den Verlauf nachstehenden Bericht: Der Vorsitzende macht folgende Mitteilungen: Die k. k. Vezirkshauptmannfcyaft hat den Rekurs der unterhalb der Stadt gelegenen Gemeinde Hrastje gegen die geplante Kanalisation der Stadt Krainburg abgewiesen, da die genannte Gemeinde ihre Wasserleitung erhält und sürderhin an den Bezug des Wassers aus der Save nicht mehr angewiesen sein wird. Für den Monteur des Wasserleitungsunternehmens, der bisher ohne entsprechende Wertstätte gcwefen, wurde als solche die frühere Stallung vom städtischen Hause in Pungrt adaptiert und zugleich als Schmiede eingerichtet. Die neue städtische Wage in der Kankervorstadt ist fertiggestellt und mit dem dazu gehörigen Häuschen versehen; dieses Häuschen ist mit der Hinterwand an das dort befindliche Haus des Hoteliers Josef Golob (Hotel „Stara poNa") angelehnt, wofür die Stadtge-meinde dem genannten Hausbesitzer einen Revers unterzeichnete. Das Jagdrevier der Stadtgcmeindc wurde unlängst vom Großweinhändler Rudolf Kolalj um 100 X jährlich gepachtet. — Der Bürgermeister verli»cst e^n Rundschreiben des krainischcn Landesausschusses, worin die Gemeindeämter aufgefordert werden, die Auswanderer, namentlich die nach Amerika, au den Nafaelver-cin zu verweisen, der für die Auswanderer sowohl im In- als auch im Auslande in jeder Hinsicht Sorge trägt. - Gemeindcrat Franz ^ avnil berichtet über die Bt-lanz und den Rechnungsabschluß der städtischen Sparlasse für das Jahr 1912 (20. Geschäftsjahr). Die Bilanz und der Rechnungsabschluß werden genehmigt; der Dv-rcktion sowie dem Vcrwaltungsrate der städtischer, Sparkasse wird über Antrag des Gcmeinderates Cyrill Pirc der Dank ausgesprochen. Dem Lehrlingsschutz-verein wird der Betrag von 20 /< votiert. Der Pferde» zuchtscktion widmet die Stadtgemeinde behufs Verteilung von Prämien den Betrag von 50 X. Gegen das Gesuch des Ianko Engclmann um Verleihung der Gast-wirtschaftskonzession im bekannten Gasthaufe „Pri 5i-vinskem sejmu" wird kein Einspruch erhoben. — Die auf dcr Vollversammlung der Nczirksgenossenschaft der Gastwirte am 25. Februar d. I. gefaßte Resolution, betreffend die Verlängerung und die einheitliche Regelung dcr Polizeistunde, wird befürwortet. Gegenüber einem Zirkulandum der benannten Genossenschaft, wonach gestattet werden sollte, daß Gastwirte in der Stadt und auf dem Lande an Sonntagen und Feierabenden Liköre und feine Vranntweinfortcn ausfchenken dürften, vertritt der Gemeindcrat den Standpunkt, daß es bei oen bisherigen Bestimmungen zu verbleiben habe. — Di< Hausbesitzerinnen Maria kumi und Franziska Ovin in Pungrt lassen an ihren Gärten neue Grcnzmauern ausführen; für das Terrain, das sie bei dieser Gelegenheit zu öffentlichen Verkehrszwcckcn überließen, wird ihnen eine Entschädigung von 70 X zuerkannt. — Bei der Prozcßverhandlnng der Stadtgemcinde kontra Stephan Üubeinschegg, die am 3. Juli d. I. beim Reichsgerichte stattfindet, wird die Stadtgemeinde ein von Dr. Valentin ktempihar designierter Advokat vertreten. Gegen einen Bescheid des lrainischen Üandesausschusses in derselben Angelegenheit wird von der Stadtgemeinde der Rekurs an den Verwaltungsgerichtshof ergriffen. — — Zu der Bestimmung des k. l. Post- und Telegraphen, amtes in Krainburg, derzufolge die Amtsstunden an Sonntagen nur von 8 bis 10 Uhr vormittags abgehalten wcrdcn sollen, wird dahin Stellung genommen, daß es bei, den bisher üblichen Amtsftunden (von 8 bis halb 12 Uhr vormittags) verbleiben sollte und daß in dieser Beziehung bei den kompetenten Behörden die nötigen Schritte einzuleiten seien. — Die Stadtgemeinde Krainburg schließt sich dem an das k. k. Eisenbahnministerwm gerichteten Gesuche der Stadtgcmcinde Laibach an, daß der Personenzug Nr. 1723, der nach der Einführung des seit dein 1. Mai verkehrenden Schnellzuges aufgelassen wurde, im Hinblick auf die dringenden lokalen Verhältnisse wieder eingeführt werden möge. —n. — (Samtäts Wochenbericht.) In der Zeit vom !8. bis 24. d. M. kamen in Laibach 22 Kinder zur Welt (28,60 pro Mille), darunter 3 Totgeburten; dagegen starben 15 Personen (19,50 pro Mille). Von den Verstorbenen waren 6 einheimische Personen; die Sterblichkeit dcr Einheimischen betrug somit 7,80 Pro Mille. Es starben infolge Unfalles 2, an verschiedenen Krankheiten 13 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 9 Ortsfremde (60,00 ?<) und 11 Personen aus Anstalten (73,33 technischen und dem Bekleidungsgewerbe au. — (Namensgleichheit.) Wir werden um die Feststellung ersucht, daß die in der Notiz „Eine weibliche Räuberbande" genannte Aloisia Sku—. — (Die Gattin erschlagen.) Gestern vormittags hat in Klew'Slatenel, Bezirk Rndolfswert, der 53jährigc Besitzer Matthias Ovniöek seine 63jährige Gattin dnrch gegen deren Kopf geführte Hammerschläge getötet. Nach der Tat schloß Ovniöck die sterbende Frau ein und begab sich nach Nudolfswert, um die Anzeige zn erstatten. Das Motiv der Tat ist in häuslichen Zwistigteitcn zu suchen. — (Fortbildungskurs für Schulgcsangslehrer nach dem System Battkc.) In den Nänmcn der t. k. Lehrerbildungsanstalt in Graz wird in der Zeit vom 16. bis 30. Inli zur Hebung des Gesangsunterrichtes ein Fortbildungskurs veranstaltet werden. Zur Teilnahme sind in erster Linie Lehrkräfte aller Schnlgattungen und die Mitglieder des österreichischen musikpädagogischen Verbandes gegen einen bei der Amneldungserklärnng zu erlegenden Kursbcitrag von 20 k berechtigt. Sonstige Interessenten zahlen 40 3. Als Dozent wurde der Schnl-gesangsrcformator Direktor Max Battle ans Berlin gewonnen, dem Herr Haus Pratscher (Graz) assistieren wird. Die Anmeldungen mögen bis längstens 20. Juni an Herrn N.Paulus, Laibach, Römerstraße 7, I. Stock, gerichtet werden. Die näheren Mitteilungen erfolgen anfangs Inli an die Angemeldeten. — (In Krapina Töplw) sind bis zum 24. d. M. 404 Parteien mit 698 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. — (Unfall im Steinbruche.) Am 25. d. M. verunglückte der 26 Jahre alte Arbeiter Martin Iuvan bei der Sandgcwinnung in einem Steinbruche in Laufen durch die Explosion einer Pulverladung. Er erlitt Brandwunden im Gesichte und wurde auch an den Augen verletzt. — (Verstorbene in Laibnch.» Johann ArmV, Taglöhner, 74 Jahre; Marianna Nachtigal, Organistengattin, 36 Jahre; Antonia Okro^nil, Fabriksarbeiters-tochter, 4 Tage; Maria Pokorn, Bedienerin, 69 Jahre. Elisabeth Va.^elj, gewesene Fabrikarbeiterin, 35 Jahre; Anton Ker/manee, Tischleissohn, 14 Jahre; Franz Lalik, Pflegekind, 7 Wochen; Aloisia Mrovlje, Arbeiterstochter, 2l Monate. — (Wer die Wahl hat, hat die Qual.) Das zeigt sich wohl dmtlich, wenn man gezwungen ist, die gestörte Magentätigkeit durch Medikamente wieder ln Ordnung zu bringen. Was wird da nicht alles fabriziert und zu teuren Preisen, mit großem Lärm auf deu Markt gebracht! Das sicherste, billigste und zuverlässigste Abführmittel ist und bleibt das Franz Josef-Bitterwasser. Dieses natürliche Mineralwasser ist in keiner Weise künstlich verändert. Es entspringt den Franz Josef-Quellen in Ofen (Budapest) und vereint in sich all die Eigenschaften, welche ein gutes Abführmittel aufwcifen muß. Leicht zu nehmen, auch empfindlichen Personen niemals widerlich, hat es keinerlei unliebsame Nachwirkungen „Das natürliche Franz Josef-Bitterwasser", schreibt Hofrat Professor Dr. Schauta in Wien, „hat sich bis in die jüngste Zeit gut bewährt." — I» jeder Apotheke, Drogen- und Mineralwasserhandlung erhältlich. Die Ver-sendungsdirektion der Franz Josef-Heilquellen in Budapest. 1933 Einige Zeugen aus Laibachs alter Zeit. XX. Unter Anknüpfung an das Attribut „golden" sei bei der Betrachtung der Schilder zunächst hervorgehoben, daß es vordem außer dem „Goldenen Schiffe" auch einen „Goldenen Stern" und ein „Goldenes Faßt" gab; das „Schiff" und der „Stern" existieren nicht mehr, das „Fahl" glänzt noch heute als Schild in der Froschgasse. Darnach sei zunächst der an den Urzustand der Menschheit erinnernde „Wilde Mann" angeführt, nach ihm „Bacchus", ein Heide zwar, doch „Verureiter milderer Sitten", als Repräsentant des Heidentums. Das Symbol des Christentums hatte zwei Vertreter, das „Weiße Kreuz" und das „Burgunder Kreuz". Der bekehrt'Hoide, „St. Christoph", dürfte hier ani passendsten eingereiht sein; der Überlieferung zufolge soll das nach ihm benannte Lokale das Heim des Mädchens gewesen sein, von dessen Mißgeschick Pre^erens Gedicht „Zapu«cren und später Skriptor Lcvstit vorzusprechen Pflegten; über einem Caf5 am Rathausplatze hing das Brustbild des „Erzherzogs Karl" und der „Deutsche Ritter" halte uicht weit von seinem Ordcnshause Platz genommen. — Auch die Wissenschaften erfreuten sich der verdienten Berücksichtigung; Beweis dessen die Steinplatte mit der Inschrift „Zur Sternwarte"-- am Iakobs-platze an der Stelle des einstigen Icsuitenkollcgiums, wo einst ein astronomisches Observatorium bestand. Interesse für die Geographie bezeugte der Gründer des „Hotels zur Stadt Wien", wo nicht nur gewöhnliche Reisende abstiegeil, sondern wie im „Wilden Mann" auch gekrönte Häupter-" wiederholt ihr Hoflagcr aufschlugen. In einem Gasthause an der Trieswr Straße fanden sich zumeist Südländer ein, daher das Schild „Alia citta di Gorizia". Geschichtlich wichtige Weltereignisse wurden sofort zur Kenntnis genommen, wie das Schild „Znm Brand von Moskau" beweist,-' bestünde die Wirtschaft noch, so hätte das Jahr 1812 ein Jubiläum mehr aufzuweisen gehabt. Aber auch das Andenken an nur für Laibach wichtige -- Hier sei bemerkt, daß die Schilder nicht durchwegs auch das Abbild des bezüglichen Gegenstandes aufwiesen, vielfach wnrden Aufschriften wie auf den Frrma-tafeln der Geschäftsleute für genügend erachtet. '" Vgl. H. Costa, Neiseerinnerungen, S. 253 ff. Nadics, „Alte Hänser", Serie I., S. 62. -' Ein seltsamer Zufall war es, daß, wie man erzählt, der Inhaber des einfachen Geschäftes Brandt (?) hieß. Lmbacher Zeitung Nr. 122. 1137 31. Mai 1913. Vorkommnisse wurde auf dieselbe Weise festgehalten: auf der Wiener Strahe hielt Kaiser Ferdinand im Jahre 1844 seinen Einzug in Laibach durch ein zu diesem Zwecke eigens errichtetes provisorisches Prachttor, und von da an hieß eine Wirtschaft in der Nachbarschaft „Zur Ehrenpforte". — Ein paar Jahre darnach erhielt das damals in Laibach garnisonierende vaterländische Regiment nn.r Fahnen, was einen Wirt in der Petcrsstraße veranlaßte, ober seinem Gasthause das entsprechende Schild — „Zu den drei Fahnen" — anzubringen; noch jüngeren Datums waren die Schildaufschriften „Zum Bahnhof" und „Zum Lokomotiv" ("<-!), die ihrcn Ursprung, wie schol: der Name besagt, einem für unsere Stadt sehr wichtigen Vorkommnisse, der Eröffnung der Eisenbahn zwischen Eilli und Laibach (1849), verdanken. Wie aber sogar Probleme von hoher wissenschaftlicher Bedeutung selbst den untersten Schichten der Veuölkcrnng zur Kenntnis gebracht wurde», bewies das durchaus einfache Schani lokale „Zum Nordpol." — Die zuletzt angeführten Aufschriften gehören streng genommen nicht mehr in rinc Darstellung der Verhältnisse in Alt-Laibach, doch mögen auch sie hier ein bescheidenes Plätzchen finden, weil sie den Anlaß und die Zeit ihrer Entstehung unzweifelhaft ausweisen; es wäre gewiß sehr zu wünschen, daß derartige Nachweise auch für andere Gegenstände aus all<:r ^l'it geliefert werden konnten. Die weitaus größte Zahl der Schilder wies Gegen-stände ans den drei Naturreichen auf. Den Anfang mö^e der edle Einhufer machen, der als treuer Gefährte und unentbehrlicher Gehilfe den Menschen im Frieden und im Kriege begleitet.- ein „Weißes Nüßl" lud zum Be-such von Auers Gasthaus ein, wo stets „frifch" das Vier und „klar" der Wein ausgeschenkt wurde. Den nicht minder zu schätzenden, längst zum Haustier gezähmten Zweihufer und Wiederkäuer vertraten zwei Exemplare als „Weißer" und als „Schwarzer Ochs", beide in der Pe-tersstratze; nach diesen kam der gewaltigste Repräsentant des Katzengeschlechtes der „Löwe".-' Gibt es wohl eine Stadt ohne einen „Löwen?" Meister Petz deutete mit einem Schoppen schänmenden Vieres in der Pranke die , Güte des Getränkes an; das gefährlichste Raubtier Europas, der gleisnerische Isegrimm, maßt sich an in der Farbe der Unschuld als „Weißer Wolf" aufzutreten. An die Reihe kommt nun der plumpe, aber gelehrige und in feiner Heimat vielfach verwendete Dickhäuter, der „Elefant", den man erst vor wenigen Jahren aus seiner uralten Dommium, aus der Elefanten gaffe,-" hinausbugsiert hat; zwei noch ungczähmte Stammgenossen des Ochsen, die „Gemse" und der „Hirsch", waren ebenfalls in dcn Schildern der bezüglichen Lokale zn sehen, das erstere gehörte einem Besitzer, dessen Vorfahren schon im 16. Jahrhunderte hier Hausbesitzer waren/-' das letztere wurde nach seinem Eigentümer benannt, der Ialen (Ic-len) hieß und seinen Namcngebcr durch die Ausnahme ins Schild auszeichnete. Geringer ist die Zahl der Vögel, deren Namen die Gewerbsleute in ihre Schilder aufnahmen. Als erstes ist das nach dem Könige der Vögel benannte Gasthaus „Zum fchwarzen Adler", nach diesem das „Zum Raben" anzusehen; Nach der seit Menschcngedcnkcn verherrlichten Meislersängcrin erhielt das Schild „Zur Nachtigall" seine Inschrift, und einen anderen, ebenfalls durch seinen Gesang ausgezeichneten Vogel versetzte ein Wirt, der ^kr-janee geheißen haben mochte, ins Schild „Zur Lerche". Der Taube, dem Sinnbild der Unschuld, verdankte der kurzweg so genannte „Taubenwirt" seinen Namen. -Unter den Insekten war es die Biene, deren Wohn- und Arbeitsstätte in das Schild des Gasthauses „Zum Bienenkorb" Aufnahme fand; die Krustentiere endlich hatten einen Vertreter in dem Lokale „Zum Krebse (n)", wo sich insbesondere an Freitagen die Liebhaber dieser Fa-stcnsfteise einzufinden pflegten. Unter den Kindern Floras erfreute sich als Indi-vidlunm nur die „Königin der Vlumen", das Sinnbild der Jugend, die Rost', einer Berücksichtigung: sie gab den Namen dem Bierhause „Zur Rose", wo sich die Freunde des „Pils" zusammenfinden. Anzuführen ist noch „das vortrefflichste Futierlraut" der Klee, wonach das Bräuhaus „Zum Kleeblatt" benannt war; was das „Blumenstöckl" darstellte, ist nicht bekannt; im „Sträußl" dagegen waren sicherlich mancherlei Blumen als korporative Vertretung ihrer Arten vereinigt. Daß die Wirtschaft „Pod gabroni" (Unter der Weißbuche) einen Gaber znm Eigentümer hatte, soll lediglich als Vermutung ausgesprochen werden. -'>' Nach H. Costa, „Reiseerinnerungen", S. 25, war es ein „Goldener Löwe". "« I. Vrhovec, „Die Hauptstadt Laibach", S. 186. -^ H. Costa, „Neiseerinnerungen", S. 25. " I. Vrhovec, S. 186. (Schluß folgt.) Theater, Kunst und Literatur. — «Österreichische Künstler auf der Kunftausftel- lunss in Florenz.) Aus Florenz wird berichtet: Auf der Internationalen Kunstausstellung in Florenz, welche dic „Socicta delle belle arti" zum erstenmale veranstaltet hat, sind die österreichischen Künstler sehr gut vertreten. Der Österreichische Künstlcrbund ist mit seiner Kollektion in einem eigenen Raum untergebracht, und die österreichischen Kunstwerke erfreuen sich des größten Beifalles. — irgala^e am See, atmosphärische BVIbK ¦ ¦ u. Diätkuren, VV:i;;srrh( ilverfahron. ^^^K ¦ H^^ ^^^H .Mai—Oktober. Vor/.iigl. Kurerfolg. W ^fc W W ^^WV (1066 U 7 Laibacher Zeitung Nr. 122. 1138 31. Mai 1913. Gutachten des Herrn taiM. Rates Dr. F. Trrpold, im Winter Abbazia, im Sommer Warmbad Villach. Herrn I. Serravallo Trieft. Es gereicht mir znr Freude, Ihnen mitteilen zu können, daß ich mit der Verordnung Ihres Serravallos China-Wein mit Eisen gute Resultate erzielt habe. Dieses Praeparat wird von den Patienten gerne ge-nommen, es steigert die Eßlnst nnd regt die Blutbereitung an; auch wird es von mageuschwacheu Patienten ohne Anstand vertragen. Ich kaun daher Serravallos China-Wein mit Eisen fur geeignete Fälle bestens empfehlen. Warmbad Pillach. 4. Juni 1911. 5273 Kais. Rat Dr. F. Tripol d. Kino „Ideal". Programm für Samstag, Sonntag und Montag: Tk' Schluchten von Colorado l^ciicjilm); Verrechnet (humoristisch); Dcr llcine Vnnadmid (c::l:-s, Drama — nur abends); Der Fall von Stulari (dcr l'csie und interessanteste Kricgsfilm, der l'i-Zhcr nc-zemi n:nr5?): Ihr guter Ruf (Sensations-Tragödie in drei Akten mit H.euuy Porten); Gaumont Woche; Sorgen nud keiu Ende. Der Garten ist eröffnet. Es wird schon um 7 Uhr bei Tageslicht im Garten gespielt. 7 bis 8^, 8V2 bis 10 Uhr. Sonntags 7'/. l,is 9, 9 bis 10V» Uhr. Plätze und Preise wie im Saal. 2229 Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden und Gicht, bei Zucker-harnrühr, bei Catarrhen der Athmungs- und Verdauungs-Organe wird die Bor- und LithiUin-hältige Heilquelle SAWFAV&R mit ausgezeichnetem Erfolg angewendet. L^ Wirksames Präservativ gegen fflH bei Scharlach auftretende IM. Nierenaffectionen. JtJI Harntreibende Wirkung. MgJH^H Leicht verdaulich. 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Die Anstalt wird von der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer und vom Gremium der Wiener Kaufmannschaft und anderen Körperschaften subventioniert und steht unter der Leitung der Frau Direktor Dr. Olga Ehrenhaft-Steindler. 2223a Depot der k. u, k. Generalstabskarten. aRaftiab 1:75.000. $tet* per »latt 1 K in Sajdjenformat auf Seinftaub gespannt 1K 80 h. 3l. i. fileiHiaQr 4 }tl Samkrg§ «Bttbanölnnu in ^atßad?. Mit 1. Juni 1913 beginnt ein neues Abonnement auf die Haibacker Teilung. Die Pränumerations-Vedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Pollntlsendung: für ßaibach, abgeholt: ganzjährig . . »0 15 — li ganzjährig . . 2< L — u halbjährig . . l» > — » halbjährig . . Ii » — » vierteljährig . 7 » litt » vierteljährig . 5 » »O » monatlich. . . 2 » 5N » monatlich. . . t » 8» » Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen mehr. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Priinumcrationsbetrag für die «Laib. Zeitung» stets rechtzeitig nnd in vorhinein zu entrichten, da fönst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. An jedem Samstag ist dcr ganzen Auflage unseres Blattes ein Illustriertes Unterhaltungsblatt., achtseitig, ohne Änderung der Bezugsbedingungen, angeschlossen, worauf wir die P. T. Leser besonders aufmerksam machen. »^ vle ?liinumel«tion5 »ett«ae wollen ponolrel tugezensel welsen. Jg. v. ßleiltMM ^ Fed. Zamlierg. I ki II* ' I I.....I.....inmii 5493 42-22 Obcni zbor .Glavne posojilnice" r. z. z n. z. v konkursu v Ljubljani se vrši v nedeljo, dne 8. junija 1913 dopoldne ob 10. uri v vrtnem salonu hotela Lloyd. Vabijo ae vsi zadružniki. Predmet posvetovanja: 1.) Poroèilo likv. odbora o atanju zadruge. 2.) Posvetovanje in sklepaujo o namerovani poravnavi z upniki. 3.) Popolnitev likvidacijskega odbora. 4.) Sluèajnosti. Obèni zbor sklepa veljavno, èe je zastopan najmanj deseti del na deleže vplaèanega kapitala. Za sluèaj, da bi bil na 8. junija sklicaui obèni zbor nesklepèen, se doloèa drugi obèni zbor z istim dnevnim redom na pondeljek 9. junija 1913 ob 10. nri dopoldne v pisarui likvidacijakega odbora pri Lloydu. Ljubljana, 29. maja 1913. 2216 Likvidacijski odbor. JSm W^ "Heil Wasser «gen dii Ltidan der «5 &%,AHiBUBffBfgaM dtsMagensad frrBlase Lt^» ^AfcH ' Hauptdepot inLLaibaoh: Mlohael Kastner. Eine gute Idee trägt reichlich Zinsen, sei es auf welchem Gebiete immer, insbesondere aber dort, wo es gilt, eine Zeitungareklame zu inszenieren. Der Erfolg einer solchen ist zum größten Teil davon abhängig, daß ihr eine packende Idee zugrunde gelegt ist. Diese unwiderlegliche Tatsache hat sich die bekannte Annoncen-Expedition Bock & Ilerz-feld, Wien, I. Adlergasse 6, seit jeher zu eigen gemacht und dadurch in ihrem großen Kundenkreise ebenso viele Anerkennungen, wie auch neue Anhänger gefunden. 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