Echnstlritung: R«tha»«gossc Wr. 5. Mr»btu Rr. 11. tstmrrboi »»,«»I>i»de: Jdjlta >» Cofflitnj aK-Bbt s«.wo Lerwaltung: RathauSgasse Sir. 5. Ikl-r»oB Rr. 11, Itttmubo ?Nllg»bedinganze> t-ich Mt Po» bezogen : »Ifttrlläbtfj . . . K IX Stniurii. . . . K »■*» «lUjMrtg. . . . K li-M ftlit li i 111 mit Z-NelliiB, an Hau« ! Vtonotlta . . . . K 110 (NaMlSttii . . . K » »« |Bt IbbcftdiiB« Kr. 00 Hillt, Samstag, den 10. August 1913 38. Jahrgang. Die Rrviltiin. Innerhalb vierund,warnig Stunden ist die nötige Störung eingetreten. In feierlicher Form wurde Eonnlag in Bukarest der Friede zwischen Bulgarien irak den Berbünteten geschlossen, wobei den Balkan-falten allerdings die drohende Gesahr einer Revision deS FriedenSvertrages vor Augen schweben «echte. Diese Gesahr ist nu» behoben und die Bal-kustaaien können sich in aller Ruhe dem Genusse chrer Siege über Bulgarien hingeben. Denn die Kwision ist heute so gut wie als gefallen zu be« dichten. Oesterreich-Ungarn hat das RevisionSver-langen aufgestellt, aus zwingenden inneren und äußeren Gründen. Man kommt mit aller Kritik über ane Tatsache nicht hinweg, daß die Vage, wie sie tach die letzten Ereignisse am Balkan geschossen ■wie, einen unhaltbaren Uebergangszustand dar-kcBt, der über kurz oder lang wieder zu neuen jtoaflilten führen muß. Denn Rumänien hat trotz zewisser Erfolge seine Gleichgewichtstheone nicht in lic Praxis umsetzen können, es sah sich zum Schlüsse s^ar gezwungen, aus Bulgarien noch einen nicht »nbeträchilichen Druck auszuüben, nur um zu einem smnclen Ende zu kommen, »ämlich die Unterzeich-»iing des Friedens zu erreichen. Diese Erkenntnis «r für die Wiener Politik bestimmend, um ihr Seiht aus eine Ueberprüfung des Bukarester Fiie-de»z aufrechtzuerhalten, um durch eine Korrektur Bukarester Beschlüsse Bulgarien den Anlaß zu einem Revanchekrieg sür alle Zukunst zu benehmen. Man wirst der österreichischen Außenpolitik miner wieder ihre allzngroße Vorliebe für Bulgarien vor, eine Borliebe, von der sie noch nicht den geringsten Borteil gehabt hätte. Dieser Borwurf ist zum mindesten ungerecht, wenn nicht auf geflissentlich falsche Annahmen zurückgehend, denn nicht um Lulgarien handelt es sich im Endzwecke, sondern um Herstellung dauernder geordneter Verhältnisse «m Balkan. Diese können aber nur dann geschaffen »erden, wenn der Keim neuer bedenklicher Unruhen, wie er in der gegenwärtigen Aufteilung deS in seiner Zinter dem Zuge. „Wie'S kam, ist ziemlich nebensächlich", erzählte mser Freund Inspektor Eckel, „und so deutlich ich auch alle kleinsten Vorkommnisse nnd Gedanken noch veiß. während das Unglück über mir wegbrauste, f» unwichtig sind mir die Umstände geworden, die «ich in meine Lage brachten. Ich will also nur er-«ihnen, daß ich dienstlich aus der Strecke zu tun gehabt hatte und gegen Abend mit meinen paar Arbeitern die Draisine bestieg, um von einer der näheren Nachbarstationen nach Hanse zu fahren. ! burtstageS des Kaisers hat k. ». f. Major Kamillo Rammel aus Gut Freienberg bei ttiUt im Vereine mit seiner Gemahlin den hiesigen Stadtarmen uab der Eillier Freiwilligen Feuerwehr je 50 Kronen gespendet. Die Südmarkortsgruppe Cilli hielt am 14. d. ihre diesjährige Hauptversammlung ad, in welcher der Obmann Dr. Otto Ambroschil'ch aussührlich Bericht über die Tätigkeit der Orlt-gruppe, insbesondere aus dem Gebiete der Üehr lingSunterbringung und Waisenfürsorge, sowie der Besiedlung und des BodenschutzcS erstattete. Die Wahlen hatten nachstehendes Ergebnis: Cbniiiiui Dr. Otto Ambroschitsch; erster Obinannstelloertrcier Daniel Rakusch; zweiter Obmannstellvertreter Gustav Stiger; Zahlmeister Franz Zeder; erster ZaU-meisterstell Vertreter Anton Platz; zweiter Zahlmeister-stellvertreter Dr. Walter Riebl^ Schriftführer Ctto Sichler; erster Stellvertreter Hermann Mauthuer; zweiter Schristsührerftellvertretcr Erich Negrr; W-rate Heinrich Findeiien, Anton Gorinschek, Ctlt Küster. August Lakitsch und Otmar Praschak; Rechnungsprüfer Georg Adler und Alfred Wendler; Gaubote» Willi Rakusch und Otmar Praschak: lir-satzmann Dr. Franz Goßleth v. Werkstätten. M der Vertretung der Ortsgruppe b« der Haupt«!-sammlung in Innsbruck am 6., 7. und 8. September wurde der Obmann Dr. Otto Ambroschm'ch betraut. Zum Geschäftsführer de» Besiedlung^»»-schusseS, an dessen Spitze der Obmann vr. Otto Ambroschitsch steht, wurde Herr Erich Negri ze-wählt. Seite 2 Palitischr Rundschau. Der Ministerpräsident über den steiri schen Landtag. In einem Wiener Blatte steht solgende Aeußerung des Ministerpräsidenten Grafen Stürgkh: „AuS zwei Gründen wurde über die Flottmachung deS steiernnärkische» Landtages noch kein Beschlnß ge-saßt: 1. Weil die Borgänge in Böhmen und Galt-zien die vollkommene Aufmerksamkeit der Regierung in Anspruch nehmen und 2. weil der Statthalter von Steiermark Gras Elary noch nicht in der Lage war. dem Ministerpräsidenten über die Stimmung der steiermärkischen Parteien zu berichten. Gras Ei n9 hat bald nach Schluß der Sommertagung des Abgeordnetenhauses bei den Parteien deS fteiermärki-schen Landtages eine Umfrage wegen der Flott-machung veranstaltet und berichtet, daß es günstig wäre, den Landtag erst in der zweiten Hälfte August flottzumachen, weil die in Betracht kommenden Par-teiführer die erste Hälfte deS Sommers mit andere» Arbeiten besetzt hätten. Der slowenische Parteiführer Abgeordneter Koroschetz ist seit einem Monat außer-halb Steiermark. Die Gerüchte von einer Auslösung des Landtages sind aus der Lust gegriffen. Ausge-löst würde der Landtag erst werden, wenn nach dem Scheitern der einzuleitenden SlusgleichSverhandlungen der Landtag seine Unfähigkeit beweisen würde." Oesterreich und Rumänien. Die gegen Oesterreich-Ungarn gerichteten lär-menden Straßenkundgebungen, deren Schauplatz die Hauptstadt Rumäniens war. als die Mobilisierung gegen Bulgarien beschlossen war, erfahren nachträg-lich eine Erklärung, die der ganzen damals auf österreichischer Seite so peinlich empsundenen Ange-legenheit ein anderes Gepräge geben. An der Spitze dieser Kundgebnnge» standen die in Bukarest leben-den Tschechen, die sich dort in einem Verein „Zvor-nost" zusammengeschlossen haben. Die Tschechen sind es gewesen, die, als die Mobilisierung verkündet wurde, in den Straßen Rumäniens in österreich-feindliche Ruse ausbrachen. Daß diese Kundgebungen in einem Teile der rumänischen Bevölkerung Wider-hall fanden, ist Tatfache und leicht zu erklären, da ja in Rumänien eine Liga sür kulturelle Einheit aller Rumänen besteht, deren Spitze sich gegen Oesterreich Ungarn kehrt, da die Liga es in ihren Einigkeitsbestrebungen gerade auf die in Ungarn lebenden Rumänen abgesehen hat. Die nationale Be-drückung der Rumänen in Ungarn ist der Anlaß zur Gründung dieser Liga gewesen. Im Mai dieses Jahres ist die Liga mit einem in einer Million von Exemplare» verbreiteten Manifestation hervorgetreten, welcher die schärfsten Ausdrücke über die Zustände in Ungarn enthält. „Alle dynastische Treue der R»-mänen," heißt eS unter anderem darin, „hat sich als unnütz erwiesen. ES muß ohne alle Sentimen-talität mit diesen übernommenen Anschauungen aus- Körper zerreißen, mich fassen. — mitzerren, ja zu Tode schleisen . . . Das ersährt mein armes Weib heute noch . . Um 7 Uhr abends kann die Kund« schon bei ihr sein . . . Und ich sah sie auf das Klingelzeichen durch die Küche inS Vorzimmer eilen mit den Worten: „Georg, bist du'S?" Und mein kleines blondes Töchterl trippelt ihr nach, an ihren Rockfalten hän-gend: „I a miadehn, Vaterl schaun". . . Indessen steht draußen einer der Kollegen, der die Ueberbrin-gung der Trauerkunde übernommen hat. Er stam-melt und stottert von Unglücksfall . . . schwerer Verletzung. . . DaS liebe Gesicht meines Weibes wird blaß., das liebe, gute, sanfte Gesicht . . . jeden Zug, jedes feine Fältchen darin habe ich vor mir — eS nie, nie mehr wiederzusehen . . . Ein snrchtbares Abschiedsweh überkommt mich, und bitt're Reue, daß ich es so ost im Eiser der Arbeit, im Aergernisse deS Alltags versäumt hatte, es zu küssen und dann zu halten in meinen beiden Händen. Bor mir, knapp über meinem Kopse, tauchte eine schwarze, runde Trommel auf: der Gaszylin-der. Er spendet Licht den gleichgiltigen ZeitungS-lesern ober mir. die vielleicht gerade jetzt das Blatt weglegen und gähnen: „Ach Gott, langweilig, keine Ereignisse . . .* Gottlob, auch die Trommel war vorbei. Was das n.nr sür ein Zug sein muß; er ist ja endlos lang. Und dann endlich zwischen knirschenden, rollen» den Rädern ein fliegendes Viereck, taghell. Der letzte Wagen, mein Gott, wenn es wirklich der letzte Wagen wäre. Ein stärker Windstoß fuhr über mich hin. dann Licht--Licht, vergrollender Lärm-- Schritte, Ruse. Stimmen: „Herr Ingenieur, Herr Ingenieur?" Ich sprang ans, warme Menschenhände streckten sich mir entgegen. Ich sah in die verstörten, blassen Gesichter meiner Leute. Niemals hätte ich gedacht, daß einem rauhe, alltägliche Menschengesichter so schiin erscheinen können. Ich schüttelte die Hände meiner Arbeiter, lächle, streckte mich: „Nichts ist ge-schehen, Leutel», seids alle beisammen, gar nichts ist mir. Aber was ist'S denn mit der Draisine? Was? Hin? Total hin! Ja, wie kommen wir jetzt heim?" Ich tastete an mir herab---in einem Knopfloch meines Mantels hing noch die Marschall Niel, die ich sür meine Frau angesteckt —-- sie war nur arg zerdrückt. „O, meine Rose'." machte ich und dann sah ich um mich, sah Himmel, Wald und Felder und Wiesen an, als seien sie mir neu gegeben. Der Schnellzug hatte eine Strecke unterhalb der Unfallsstelle gehalten. Leute sprangen aus den Knpces, Zu gpersonal kam auf mich z», man bot mir Wein, Kognak an. fragte--— Ich beteuerte mein Wohlergehen, ich glaube, ich sprach sehr laut, sehr lebhaft und wollte nichts von Schonung wissen. Mau möge sich nur um mich nicht weiter kümmern und weiterfahren. Am liebsten wäre ich gegangen. Aber mein ältester Arbeiter überredete mich, den nächsten Gegen- zug. den Neuner, abzuwarten. ES sei wegen der gnädigen Frau. Je eher ich heim käme, desto »«„er. denn ein Gerücht könnte schnelle Fuße haben, zo entschloß ich mich zum Wartcn bei der nächsten unweit gelegenen Haltestelle. — Allein daS Kupee kau mir vor wie ein Käsig. DaS Rollen deS Znzet quälte mich. — — «ls ich endlich ankam und meines HeimeS an- sichtig wurde, bekam ich starkes Herzklopfen-- di« Stiege strengte mich an. aber ich tätschelte W Geländer — es war eine WicdersehenssreuSe ra mir, die mich fast wie Angst beklemmte. Und dann zog ich die Klingel. Ich hörte meine Frau von Um-neu rusen: ..Georg? Grüß Dich!" Und mein loty terl jauchzte: „Vaterl, Vaterl!" Die Tür tut sich aus — ich strecke ihnen die Arme entgegen---„Gottlob, daß ich M wiedersehe — — — mir wär'S heute bald schlicht gegangen", und ich versuchte zu lächeln. Aber ylöh-lich überfiel mich ein Zittern, daß ich mich aiis die Schultern meiner erschrockenen Frau stützen muhe. .Es ist nicht«, es ist nichts, Mutter." beruhigte ich sie, weißt Du, nur so ein vertrackter Schnellzug, da ganz kurzer Schnellzug, der in einer halben künde an Dir vorüber ist, der hat mich so lang, so lang —" Und dann wars aus und mit meiner tfrsft und meiner Besinnung zu Ende. Ich sand mich erst wieder im Bett, unser Hausarzt neben mir an) meine Frau, die alleweil meine Hände streichelt«. üßmark. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. HosutagsSetkage bet „veutscheo Wacht" in Killt. vT* ,.Die Süü«arl" erscheint >el>en Sonniag at« unemgekliche Beilage sür du .) "lk. Oö I der „Teutschen Wacht". — Sm»«In ist «Die Südmark" mcht käuflich. (?iachdru«i verboten.) Pie Brieftasche. Kriminalistische Erzählung von Heinz Sichel. In rasendem Tempo lenkte ein halboffenes Auto in eine entlegene Straße der Weltstadt ein. Die einzige Insassin war eine tiesverschleierte Dame. So blitzschnell .vie der Kraftwagen dahinglitt, so schnell irrten hinter dem dichte» Schleiergewebe zwei brennend schwarze Auge» die einsame Gegend voraus und blieben dann mit befriedigtem Ansleuch-ten an dem einzigen Passanten haften. Es war dies eine junge, ärmliche, doch an-ständig gekleidete Iran. Ein zweiter heimlicher Blick hinter dem Schleier aus den Chauffeur, der unbewegt seines Amtes wal« tete — dann glitt die feingekleidete Hand der Auto« insassin heimlich nnd hastig zum Wagen heraus. Eiu Gegenstand glitt aus den Fahrdamm nieder. Umwirbelt von einer sich erhebenden Staubwolke blieb er dort liegen, indes das Anto bereits in der Ferne verschwand. Die einsame Passantin, deren hübsches junges Gesicht ein sorgender, ja gequälter Ausdruck mar-kiert, hatte beim Herankommen des Antos aufgeblickt. Fast gleichzeitig war sie wie aiigcwnrzclt stehen geblieben, hatte einige Worte hervorgestoßen und nach dem Wagen hin gestikuliert. Schon aber war dieser vorüber und wie im Fluge verschwunden Noch ganz erregt blickend, verharrte die juuge Frau auf der Stelle, wo sie stand. — War es Täuschung gewesen oder hatte sie recht gesehen? ES hatte ihr geschienen, als sei der Ge> genstand, der noch aus dem Fahrvamm lag, absicht« lich dorthin geschlendert worden! Was mochte es für ein Gegenstand sein? Neugierig, aber doch mit einem Gesühl der Scheu schritt sie jetzt darauf ei». Bald erkannte sie, daß eS eine Brieftasche war, und zwar eine sil- berne Brieftasche, wie solche die Finderin noch nie gesehen. Als sie sich danach bückte, war es ihr, als halte eine unsichtbare Hand sie zurück. Energisch schüttelte sie das törichte Gefühl ab, indem sie hastig die Tasche aufhob. Hätte sie dies nicht getan, so würde eS sicher der nächste Weggänger tun. Und sie hatte das erste Recht dazu, denn sie hatte den Borgang mitange-sehen, hatte gerusen, es sei etwas aus dem Auto ge-fallen und —. Mit ihrem Fund in einen Torgang tretend, öffnete die Frau die Brieftasche. Ihr Herz tat dabei ein paar rasche heftige Schläge. Allerhand Geschichtchen von einem plötz-lichen wunderbaren Geschick, das allem Elend ein Ende machten, tauchte» in ihrem Kopse auf. Die junge, arbeitSrauhe Hand zitterte vor Erregung. Herrgott, sollte es möglich sein, daß die Lösung da war, jetzt, wo gerade die Not am höchsten? Ganz gewiß war Geld in der Brieftasche. Und wenn nicht, so war diese allein schon von großem Wert. Wie aber, wenn die Tasche versehentlich au« dem Auto gefallen und die Berlinerin sich in der Zeitung meldete? „Dann bekommt sie sie zurück," murmelte die Frau. .Sonst aber" — ein harter Zug grub sich um den jungen Mund — „nein, der Polizei bring' ich den Fund nicht. Wenn sich niemand meldet, be-halte ich ihn und Fritz muß darein willigen. — — Sollen wir etwa Hungers sterben oder stehlen gehen?" Damit hatte sie die Brieftasche geöffnet. Eins — zwei Geldnoten fielen ihr entgegen. 200 Mark? Die Frau unterdrückte mühsam einen Schrei. Nein, nicht 200 — 2000 Mark waren eS. »Fritz - Fritz, sieh doch nur, was ich gefun-den habe! Geld — viel Geld! Wenn sich der Ber- liettr melde», bekommen wir sicher einen hohen Finderlohn. Und sonst — Hier stockte Frau Anna. Der Kranke, dem sie die Botschaft brachte, hatte sich mit ihrer Hilfe im Bette aufgerichtet. ES war Frau Annas Mann, der Kontorbote Fritz Berger, der seit sechs Monaten an schwerem Rheumatismus darnieder lag. Mit der Krankheit war daS Unglück über die kleine Familie gekommen, die aus den Gatten und den zwei Kinderchen be> stand, dem fünfjährigen Gert und feinem jüngeren Schwesterchen, die spielend am Boden hockten. Als die Krankheit sich gar nicht heben wollte, war Berger seine Stelle gekündigt worden. Was Frau Anna mit der Mafchinennähere: verdiente aber war, trotz allen Fleißes, verzweifelt wenig. Da war denn die Not eingezogen und ihr Gefolge: schlaflose Nächte. Berzagtheit und Erbitterung. Dazu litt der Kranke unerträgliche Schmerzen; die kranken Glieder spotteten der Kunst des Arztes, seine Mittel wollten nicht helfen. Monat reihte sich an Monat, ohne daß eine Besserung in Bergers Befinden ein-trat. Und die Not wuchs. Noch immer aber hatte Berger sich gesträubt, die öffentliche Milvtätigkeit anzurufen. So arm er war, so besaß er doch Stolz. Ebenso stark war daS RechtlichkeitSgefühl in dem kranken Manne ausgeprägt; er wäre lieber Hun« gerS gestorben, als daß er sich auf unreelle Weise etwas angeeignet hätte. Wie ein Donnecschlag tras eS ihn daher, als eines Tages die Polizei in seinem armseligen Heim erschienen war und Frau Anna vor Gericht geladen hatte. „Meine Frau?! Was soll sie getan haben?-hatte der Kranke gekeucht und sein fieberheißer Blick hatte Anna gesucht, die stumm und leichenblaß an der Wand gelehnt. Dann aber war Leben in sie gekommen. Mit jener trotzigen Energie, wie große Not sie im Men-schen weckt, hatte sie erklärt: „Die Kinder weinten vor Hunger und mich selbst hungerte heftig. WaS ich auf der Maschine verdient, hätte nicht weit gereicht. Da versetzte ich die fertig genähten Wäschestücke, — in — der — Hoffnung, daß irgendwoher Hilfe kommen werde, — ich — die — Sachen — wieder — einlösen — könnte." Die Bestätigung ihrer Schuld hatte auf den Kranken furchtbar aufregend gewirkt und damit sein Leben in Gefahr gebracht. Erst das milde Urteil de« Gericht«, das in Anbetracht der traurigen Lage, unter der Frau Anna gehandelt, diese nur mit einem Verweis bestrafte, jedoch auf freiem Fuße ließ, hatte Berger einigermaßen beruhigt. Zwischen den Gatten aber bestand seitdem ein Riß, den die Zeit zwar zugeflickt, der sich aber wie« der öffnete, sobald sich dazu die Gelegenheit bot. Auch jetzt fuhr Berger mißtrauisch aus. „Gefunden hast Du das Geld?" stieß er mit scharfer Betonung hervor und berührte die Brief-tasche nicht, die Frau Anna vor ihn hingelegt. In ihre Augen traten Tränen. „Ach so, Du mißtraust mir. Aber es ist die Wahrheit, die ich sage." Und sie begann zu erzählen. Die Kinder hatten ihr Spiel gelassen und waren neugierig herangetreten. Den Finger im Mänlche», sah die dreijährige Snsi aus Mama, die so viel zu erzählen hatte. Den kleinen Gert aber fesselte die schöne silberne Brief-tasche, die auf PapaS Bettdecke lag. Gar zu gern hätte er sie einer eingehenden Betrachtung unterzogen und als Mama sie jetzt öffnete, sah er mit glänzenden, verlangenden Augen auf die Tasche. Das Papier, das Mama ihr eut-nahm, war gar nicht schön, aber die Tasche, die so sein glänzte. „2000 Mark. Fritz - 2000 Mark," sagte Fran Anna tiesatmend. „Herrgott, wenn die unser wären!" Nervös schob der Kranke die Geldscheine von sich fort —. „Unsinn, sich so etwas vorzugaukeln!" tadelte er. „Das Geld wird abgegeben, hörst Du? Ent-weder bekommt der Verlierer eS zurück oder die Polizei, — damit basta! — Gott hat auf andere Weife uns geholfen. Hör' nur. Während Du fort warst, war der Doktor da. Er hat für uns etwas ausgewirkt — ein Legat von 50 Mark, das für einen Kranken ausgesetzt ist. Einer von der Polizei wird wohl noch heute kommen und mich allerhand auSfrÜgen — der Herr Polizeirat hat nämlich das Legat zu vergeben — und so ohne weiteres geschieht das nicht. Also — Mit sehr gemischten Gesühlen hörte Frau Anna zu. 50 Mark. Ja, eS war ja gut und schön, wenn sie diese bekämen. Aber was waren 50 Mark gegen 2000 Mark? Ueber dem Sprechen hatten die Eltern nicht gewahrt, daß der kleine Gert sich davon gemacht hatte. DaS tat er freilich oft. Lief ans dem elter-lichen Hinterstübcheu, wenn eS ihm dort zu enge ward, über den HanSflur und wie der Wind hinaus auf die Straße. Hier gab e« immer etwa» zu sehen und Spiel- kameraden die Menge'. O»o — Willi und August nnd wie sie alle hießen. Heule hatte Gert eS besonders eilig. Er wollte seinen kleinen Freunden etwas zeigen — die seine, glänzende Tasche nämlich, die Mama mit heimge-bracht und die er glücklich erwischt, ohne daß die Eltern eS bemerkt. Fast aber hätte er seine Mission vergesse», denn gerade entgegen kam dem kleinen Man» ein großer Mann mit blankem Helm nnd blanken Knöpfen. Gert staunte ihn gebührlich an wie immer, wenn er einen Helm nnd blanke Knöpfe sah. Ei, war der ein seiner Mann und wie alles an ihm blitzte! An, Ende war der feine Mann der Kaiser! Gert war sonst ein kecker Wicht. Aber der Ge-danke eben überwältigte ihn doch und er ward da-her blutrot, als der blanke Mann plötzlich stehen blieb und seine Augen durchdringend auf die silberne Brieftasche heftete, die der Zunge wie eine Trophäe hochhielt. Diese sichtbare Bewunderung schmeichelte Gert nnd mit wiedererlangter Keckheit sagte er: „Wenn Du der Kaiser bist, will ich Dir die schöne Tasche schenken. Willst Du sie haben?" „Danke," sagte der Gefragte. Griff hastig nach der Gabe, hielt aber die braune Jungenhand, die sie ihm bot, mit fest. Und nun wind Gert Berger in ein richtiges Verhör genommen. Kreuz und quer gingen die Fragen und der Fragesteller ließ sich keine Mühe verdrießen. Er fragte so oft, bis er aus dem Zungen heraus hatte, waS er wissen wollte. Dagegen aber blieb der Polizeibesuch, den der Kranke bezüglich des Legat» erwartet hatte, aus. Alle Nachbarn liefen zusammen, in wenigen Augenblicken war das HauS von einer Menschen-menge umlagert, als um die sechste Nachmittags-stunde Frau Anna Berger von der Kriminalpolizei abgeholt wurde. Herzerschütternd drangen die Klagelaute des kranken Berger bis hinaus auf den Flur. Der Arzt hatte angeordnet, daß er ins Krankenhaus überführt wurde. Die Kinder waren nicht sichtbar — eine Nachbarin hatte sie aufgenommen. War daS ein Flüstern und Murmeln ; immer noch kamen neue Nachbarn hinzu. Herrgott — der Jammer I Freilich hatte sich die junge Frau Berger schon einmal vergangen. Nun, daS war damals vertuscht » worden und auch nicht so schlimm gewesen. Aber jetzt! „Bei aller Entschuldigung wegen Krankheit und Not, aber eS so gleich zu treiben, zur Diebin schlimm-ster Sorte zu werden, das ist denn doch unerhört!" entrüstete sich eine Frau. „WaS ist denn eigentlich geschehen, — ich weiß von nichts!" flüsterte eine andere. „Was, Sie wissen die Geschichte nicht? Sie steht ja doch schon in der Zeitung I — Beim Baron von Eichstädt in der Lützowstraße ist doch heute nacht ein frecher Diebstahl ausgeführt worden — eine silberne Brieftasche mit 30.000, sage 30.000 Mark, entwendet worden! Tausend Mark hat der Herr Baron dein ausgesetzt, der den Dieb nachweisen kann. Und nun — „Nun — ?" „Ja, denken Sie nur, die BergerS sollten ein Legat bekommen nnd einer von der Polizei war ab-geschickt worden, sie 'n bischen auszufragen, wie das immer bei solche» Sachen ist. Bor dem Hause hier trifft er den kleinen Gert und der — ja, es ist kaum zu glauben! — der spielt mit der entwendeten sil-bernen Brieftasche des Herrn Baron Eichstädt! Nun, das Weitere kann sich ja jedermann denken!" „Ja, hat Frau Berger denn gestanden?* „I bewahre, ^geleugnet hat sie, hat eine ganze Geschichte davon erzähl«, wo sie die Brieftasche ge-sunden. Aber ich bitt' Sie, selbst ihr eigener Mann hat ihr nicht geglaubt, und gar erst die Polizei! — — Aber hören Sie doch nur, — was hat denn das zu bedeuten?' Aus dem Hinterstübchen, das eben die Unglück-lichc Frau Anna verlassen und in das bald daraus der Hausarzt getreten war, tönte des letzteren Stimme in höchster Erregung: „Aber Mann — Berger — töten wollte» Sie sich — töten, wenn ich nicht gerade hinzugekommen wäre?! Wollten Ihren Kindern den Vater nehmen —?" „Für sie hätte die öffentliche Barmherzigkeit gesorgt, besser alS ich es kc.nn!" „Ruhig, ruhig, Berger! Sie werden es wieder können, werden wieder genese». Bessere Tage werde» wieder anbrechen — „Mit der Schmach, die an meinem Namen haftet, mit dem Bewußtsein, daß meine Frau eine Diebin und Zuchthäuslerin ist — niemals!" „Ich behaupte, sie ist eS nicht I" schrie der Doktor barsch.. „Donner und Dona, ich will doch 'mal sehen, ob meine Menschenkenntnis trügt oder nicht und ob hier in dieses Stübchen nicht wieder Sonnenschein zu bringen ist!" Wenig sp»«rr nach dem VorerzShllen lief bei der Kriminalpolizei die Drahtmcldung ein, in der Nähe der Hauptstadt habe ein MietSauto einen schweren Unfall gehabt. Der Chauffeur sei wie dnrch ein Wunder unverletzt geblieben, der einzige Insasse aber, eine tiesverschlcierte Dame, tot unter dem zer» trümmerten Wagen hervorgeholt worden. In ihrer Handtasche habe man einen Brief gefunden, der noch keine Adresse trug, aber folgenden ominösen Inhalt: „Bictoria — die Sache ist gelungen! Diese Zeilen schreibe ich in einem Auio, das mich schnell-stenS aus der gefährlichen Atmosphäre führt. Laut Verabredung habe ich die silberne Brieftasche mit 2000 Mark Inhalt — ja, Du haltest recht, dieses Opfer mußte der Wahrscheinlichkeit halber sein! — aus die Straße geworien. Die einzige Pasfantin, eine ärmlich gekleidete Frau, wird wohl auf den Köder 'reingefallen sein. Mag sie die Folgen tragen, wenn wir nur —. Hier halle das Schicksal der Schreiberin die Feder aus der Hand genommen. Keine Minute srüher halte es geschehen dürfen, dies Zeichen von höherer Hand. .. Damit erfüllte sich die Prophezeihung des Dok> tors. Wenige Tage später war das Hinterstübchen, wo die BergerS heimisch, ganz erfüllt mit Sonnenschein ... Glückverklärlen AugeS saß Berger. in Decken gehüllt, im Lehnstuhl. Gert und Ülein-Susi aber sahen erstaunt aus Mama, die vor Papa kniete, und unter Tränen lächelnd wieder gar so viel zu er» zählen hatte. Was? Daß der Baron von Eichstädt ihr sür die er« littenc Kränkung die von ihm ausgesetzten 1000 Mark geschenkt und der Herr Polizeirat zur Entschädigung das Legat von 50 Mark gegeben habe. vermischtes. Die Ultramontanen über Rosegger. Zum 70. Geburtstag Peter RoseggerS sagte auch die ultramontane (klerikale) Presse ihr Sprüchlein her. Zwar muß sie zugeben, daß sich Rosegger im-merhin nicht geringen Ruhm geschrieben hat, aber weil er nun mal nicht ihr Parteimann ist, kann sie sich einige „Warnungen" in letzter Stunde doch nicht verkneifen. So schreibt beispielsweise die „Augs-burger Zeitung": „Freilich, ein bischen äußerlich ist der beliebte Heimatdichter zeitlebens geblieben nnd gerade in religiöser Stellung hat er durch seine Seichtheit und Unwissenheit" als VottSschriststeller vieles eingebüßt. Fromm katholisch erzogen, hat sich der Freund HamerlingS schon in den ersten Ruh-meSjahren einer verschwommenen, nationalistischen Religion zugewandt. Er hielt sich berechtigt, Uebel« stände de» katholiseben Leben« und der katholischen Kirche »u entdecken, kritisiere« und schließlich selbst den Reformator nach Art eine« Tolstoi zu spielen („I. N. R. I ", Jakob der Letzte, DaS ewige Licht, Volksreden, Die Försterbuben). Zu der Ob-jektivitSt und Tiese eines Manzoni, Eoloma oder einer Handel-Mazetti hat sich Rosegger nie empor-geschwungen. Die Literaturgeschichle wird ihn als Führer und Verfasser der UnterhaltnngSlektüre (!) werten müssen, ungeachtet des einzig dastehenden Ruhmes, den der österreichische Erzähler in der Ge-genwart genießt. Wir Katholiken können uns dar-über nicht hinwegtäuschen, daß Rosegger seinen Namen als Dichter mißbraucht hat, um mit abge-griffen?« karikaturistischen Klischees oder mit der faden, marklosen, „idealistischen" Type des Psar-rerS von Kirchseld unsere Priester und die Lehren der katholischen Kirche im Gegensatz zum Leben vor-zusühren." — Armer Rosegger! Aber wie konnte er sich auch sür „berechtigt" halten, „Uebelstände deS katholischen Lebens nnd der katholischen Kirche zu entdecken und zu kritisieren." Der liebe Gott braucht keine dop-p e l t e Buchführung. Die Lemberger Blätter melden aus Kiew: Der Prior des russisch orthodoxe» Ulpenskiklosters in Kiew, Pater Teophan, wirt-schastet mit den ihm anvertrauten Geldern nach Belieben, ohne irgendwelche Bücher zu führen. DaS veranlaßie den Bischof, inS Kloster zu kommen und eine Revision der Bücher und Rechnungen vorzu -nehmen. Der Prior entgegnete, sür ..den lieben Gott sei die doppelte Buchhaltung überflüssig". Der Bi-schos nahm aber die Revision vor und stellte sest, daß der Prior den größten Teil des Klosterschatzes, etwa 200.000 Rubel unterschlagen hatte. In der Kasse befanden sich 93 Kopeken und ein Zettel, auf dem stand: .Ich hinterlasse keine Rechnungen und kein Geld, weil weder daS erstere noch das letztere dem lieben Gott genehm ist. Ihr sollt bescheiden, ohne Geld und ohne doppelte Buchhaltung leben und der Himmel wird ener Lohn sein." Der Prior hatte inzwischen in Frauenkleidern das Kloster ver-lassen. Das Straßenbahn-Stubenmädchen. Einen neuen Posten hat die Wiener elektrische Straßenbahn geschossen. An den Endstationen der einlangenden Straßenbahnzüge bietet sich seit kurzer Zeit der Anblick einer nenen Straßentype — deS „Stubenmädchens" der Straßenbahn. In jeden einlangenden Zug tritt, wenn der letzte Passagier ausgestiegen ist, eine Frau mit Besen uud Kübel sür Papier und sonstige Abfälle und fegt die Wagen aus. Erst wenn die Frau fertig ist, treten die TrainS die Weitersahrt an. Die Frau besitzt eine selbstgeschriebene Tabelle, anS der die Nummern und die Reihenfolge der eintreffenden Züge hervorgehen. Ist die BormittagSrunde aller aus der Strecke ver-kehrenden Züge geschlossen, so begibt sich das Straßen-bahn-Stubenmädchen zu einer anderen Endstation, um auch dort die gleiche Tätigkeit auszuuehmeu. Jeder Waggon wird zweimal täglich gesäubert. Rummer 66 Deutsche Macht €et!« 3 Kaiserfestgottesdienst. Morgen Sonntag um halb 10 Uhr vormittags findet in der evan-zelischen Kirche ein FestgotteSdienst anläßlich des Geburtstages unseres Kaisers statt, bei dem auch Fräulein Betly Payer mitwirken wird. Die Südmarkbücherei in Cilli besteht, «ie der Leiter derselben, Herr Bürgerschxldirektor Olmar Praschak, bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe am 14. d. berichleie, aus 192G Banden, worunter sich 100 Neuerwerbungen befinden. Es wurde in dem Berichte aus den bedauerlichen Umstand hingewiesen, daß die Bücherei, die die besten und sesselndsten deutschen Bücher enthält, von den Bewohnern CilliS viel zu wenig gewürdigt wird, n?o« bei der so geringen Höhe der EntlehnnngS-gebühren offenbar nur darauf zurückgeführt werden kann, daß in rveitere» Kreisen der Bestand dieser Volksbücherei nicht bekannt ist. Wir machen daher blle Bewohner unserer Stadt aus unsere prächtige Cüdmarkbücherei aufmerksam und ersuchen inSbe-seadere die völkischen Verein?, bei ihren Mitgliedern sür die Benützung der Bücherei Stimmung zu machen, kie Südmarkbücherei besindet sich im Mädchenbür-gerschulgebäude und ist jeden Montag und Dienstag von halb 7 bis halb 3 Uhr abends geössnet. Die Befiedlungstätigkeit der Süd mark kann seit Neujahr 1913 als durchaus er« zebniSreich und befriedigend angesehen werden, da e» in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres wieder gelang, acht Familien mit insgesamt 44 köpsen an die südstenische Sprachlinie als Grenz-»ächter zu leiten. Sie machten sich in folgenden Ge-Minden ansässig: St. Egydi in W.-B. 2, Zirknitz n Pößnitzhosen, Ranzenberg, Dobreng und Ober-Et. Kunigund je 1. Zum erstenmal zogen Heuer a»ch in die Gemeinden Pößnitzhosen und Ranzen« berz deniiche Landwirte ein. Von den Ansiedlern lameu 3 aus Württemberg, 2 aus Nordböhmen und >e l aus Sachsen, Galizien und Kärnten. Der letzte freie Besitz der Südmark in St. Egydi in W.-B. wurde vor kurzem edensalls an eine zahlreiche Familie verkauft, die im nächsten Frühjahre kommen «rrd. UeberdieS sind für die Ansiedlung im nächsten Jahre einige weitere Familien vorgemerkt. Drei der deuer angesiedelten Familien erhielten wesentliche Südmarkbeihilsen zum Ankaufe von Liegenschaften, die sich infolge der BesiedlungStätigkeit des Vereines naturgemäß in steter Preis- und Wertsteigeruug be-finden. Demnach sichert die BesiedlungSarbeit allein °a dauerndsten den deutschen Besitzstand. Südmarkhilfe. In der letzten Monatshälste (Heumond) wurden im Sinne satzungsgemäßer Schutz-tätigten unter anderen folgende Zuwendungen flüssig zemacht: sechs Darlehen an bedrängte Handwerker, öeamie und Kleinbesitzer (1740 K); sechs Notstands. Ipetikiu (690 K); sonstige Spenden und Unter-stttziwgen an elf Gefuchsteller im Betrage von 6586 Lronen. Kommerzieller Fackkurs für Er- wachsene. An der HandelSjchule in Eilli wird ml Beginn des Schuljahres 1913/14 ein kommer-jieller (kausmännischer) Fachkurs für Erwachsene er-osinet. Der Zweck dieses Fachkurses ist, solchen Per-i»nen, die bereits in kaufmännischen oder ähnliche» Berufen tätig sind, jene» AuSmaß von Kenntnissen und Fertigkeiten zu vermitteln, das sie befähigt, ein-'sache Loutorarbeilen, Verbuchungen und kaufmännische Berechnungen auszuführen. Der Kur« erstreckt iich auf ein Schuljahr; er wird jedoch nur dann abgehalten, wenn sich mindestens 1b geeignete Teil-rchmer hiezu melden. Der Unterricht wird nach einem vom k. k. Unterrichtsministerium genehmigten Lehrplane erteilt und erstreckt sich auf folgende Ge-zwstände: Einfache und doppelte Buchhaltung (zwei stunden wöchentlich), kaufmännische Korrespondenz rnd Lontorarbeiten (zwei Stunden wöchentlich), l°nsi»ä»nischcs Rechnen (zwei Stunden wöchentlich), 6>kiwgraphie (zwei Stunden wöchentlich) und Äaschmschreiben (eine Stunde wöchentlich). Der • Unterricht wird abends stattfinden. — Am Schlüsse ' Kurses erhalten die Besucher, die sich einer Cch'.lißprüsung aus den Obligatsächern (Buchhal-tintfl, Rechnen, Korrespondenz und Kontorarbeiten) verziehen, Zeugnisse mit der Klassifikation der Frequenz und den Leistungen in den einzelnen Lehr-ztzenständen; bloße Frequentationszeugnisse werden nicht ausgestellt. — Das UnterrichtSgeld sür den ganzen Kurs beträgt 100 Kronen und ist in Teilzahlungen zu 50 Kronen bei der Einschreibung unv Mitte Februar zu entrichten. — Anmeldungen zur I Teilnahme nimmt die Direktion der Handelsschule vom 20. d. an entgegen. Geschworenenauslofung. Die Auslosung der Geschworenen für die am 15. September be-ginnende 3. SchwurgerichtStagung dieses Jahre» hatte nachstehendes Ergebnis: Hanptgeschworene: Jakob Pevec, Besitzer in St. Lorenzen; Lorenz Schmidt, Besitzer in Hl. Geist; Julius Zigan, Kaujmann in Heileiistei»; Michael Janezie, Großgrundbesitzer in Schupelevc; Anton Evetko, Großgrundbesitzer in Windischlandsberg; Johann Schöndorser, Gemeinde Vorsteher in Altenmarkt; Joses Graselli, Kaufmann in St. Jakob; Johann Maln», Großgrundbesitzer in Obersuschitz; LavoSlav Apot, Kaufmann in Kappel; Johann Stanzer, Besitzer in Franz; Alois R. V. Schildenfeld, Besitzer in Franz; Adols Zöch-ling, Gastwirt in Gabe,je bei Eilli; Raimund Hof-bauer, Holzhändler in Weitenstei»; Franz Plevcak, Gastwirt in Gaberje; Johann Kunst, Gastwirt in Gutendors; Franz Simoncie, Besitzer in Lichten-wal1); Dominik Torej, GeschästSleiter in Lote; Hugo v. Bie», Großgrundbesitzer in Rakovlje; Paul Üladeuschek, Ziegeleibesitzer in Eilli; Josef Golee, Kaufmann in Polje; Alois Sribar, Gastwirt in Dobertetschendorf; Martin Brecko, Besitzer in Um-gebung Hochtiiegg; Anton Gorsek, Besitzer in Guten-dors; Anton Eisej, Besitzer in Prekope; Joses Govedie, Kaufmann in Franz; Josei Bouk, Kauf-mann in Wernitz; Johann Korber, Spenglermeister in Eilli; Andreas Antloga, Gemeindevorsteher in Gutendors; Johann EaS, Großgrundbesitzer in Straze; Zgnaz Mojer, Gastwirt in Steinbrück; Joses Eich-Hölzer, Fleischer >n Windischgraz; Josef Dem sie, Kaufmann in Wöllanj Ludwig Plavcak, Kaufmann in Tabor; Karl Janic, Kaufmann in Sachsenseld; Anton Turnsek, Kaufmann in Rietz; Franz Urch, Kaufmann in Eilli ; Ersatzgeschworene: Jakob Gaisek, Gastwirt in Uuterkötting; Anton Kapla, Sattler-meister in Eilli; Anton Evenkl, Kaufmann in Dobertetschendorf; Johann Rifchner, GeschästSleiter in Eilli; Josef Jost. Besitzer in Lipovetz; Franz Versie, Krankenhauskanzlist in Eilli; Konrad Him-mcr. Hausbesitzer in Eilli; Jakob Kozuh, Bentzer in Pristova; Johann Spes, Besitzer in St. Nikolai. Deutscher Postlertag in Marburg. Sonntag den 10. d. fand im Gasthofe Weiß in Marburg ein von den Ortsgruppen Graz, Eilli und Marburg veranstaltet«: Deutscher Postlertag statt, der dadurch besondere Bedeutung gewann, daß demselben der Herr ReichsratSabgeordneie und Bize-bürgermeister von Marburg Heinrich Wastian und der Bundesobmann deS Reichsbundes deutscher Post-ler Oesterreichs Herr Kontrollor Paul Pagatschnigg beiwohnten. Den Borsitz sührte Herr Postadjnnkt Hans Brandl. AIs erster Redner geißelte Herr Bun» desobinann Pogatschnigg den Kastengeist und sührte als Beweis für die Notwendigkeit einer völkischen Organisation den derzeitigen Kampf de» Reichsbun-des oeutscher Postler gegen die Errichtung der neuen Bahnpost Prag—Wien 173 an. Zn scharsen Wor-ten behandelte er die Frage der Dienstpragmatik und die vielen Schwierigkeiten, die sich deren Ber-wirklichung entgegensetzen und verurteilte die Ber« schleppung derselben. Herr Pogatschnigg wendete sich sodann an den Abgeordneten Wastian als Obmann der „Südmark" mit der Bitte um Unterstützung des Reichsbundes, da dieser nicht allein eine Berussor-ganijation. sondern auch eine für das Gesamtvolk wichtige nationale Körperschaft ist. Herr Pogatschnigg machte aus die Gesahr aufmerksam, die darin be-steht, daß selbst deutschgesinnte Beamte infolge der vielfachen Enttäuschungen in das Lager der „Roten" überzuschwenken drohen, waS nur durch eine völkische Organisation, die bei de» Postlern im Rcichsbund besteht, verhindert werden kann. Zum Schlüsse mahnte er zum Beitritt zu der erst kürzlich geschas-senen Kranken, und Unterstütz»ngskafse des Reichs-bundes, die eine wichtige soziale Schaffung bedeutet. In glänzender Rede sprach zum zweiten Punkt der Tagesordnung „Ausnahme der Damen" Herr Post-ossiziant Guijahr aus Graz, der die Notwendigkeit des Anschlusses der weiblichen Postbediensteten an den „Reichsbund" betonte. Als nächster Redner mel-dete sich Herr ReichSratSabgeordneter Wastian zum Worte, der für seine Person die Zusage machte, den Reichsbund deutscher Postler von seilen der „Süd-mark" zu sördern und aus die wirtschaftliche Abhän-gigkeit des deutsche» Mittelstandes von den Staats-bevienstelen hinwies. Er erwähnte die Berhältniffe im Parlamente und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Nationalverband seine Zustimmung zu den bevorstehende» Militärsorderungen nur gegen die Er-füllung der Beamtensorderungen geben wird. Herr Assistent Tatschek aus Eilli sprach noch über den Nachwuchs im Postbedienstetenstande des steirischen Unterlandes und Herr Offiziant E. Wolf über die allgemeinen Forderungen der Postoffiziantenschaft. Mit der „Wacht am Rhein" wurde die Tagung geschlossen. Ein herrlicher Weinstock. Beim Gast-hause der Frau FranziSka Wallentschak (Pächter Franz Kasch) befinde« sich eine prächtige Laube, die von einem einzigen Weinstocke gebildet wird, an dem über 1400 Tranben hängen. Dieser herrliche Wein-stock erweckt die Bewunderung aller Besucher der beliebten Gastwirtschaft. Gründung einer Filiale. Die Kaffee-Großrösterei, Kakao- und Schokoladen-Firma Brüder Kunz, Wien, welche am hiesigen Platze bereits eine Niederlage. Ringstraße 4, besitzt und deren Spezia-litäten ganz besonderen Anklang finden, eröffnet nunmehr eine zweite Niederlage Grazerstraße 15. 11. Steirisches Sängerbundesfest. Für daS II. Steirische Sänger bundeSfeft, zugleich Feier dc» L5jährigen Bestandes des Sängerbundes am 6., 7. und 8. September 1913 wurde folgende Zeitein» teilung getroffen : Samstag den 6. September? Abends halb 8 Uhr im St phaniensaale erste Hauptaussüh-rung (die Bundesverewe von Graz und Umgebung), nachher Begrüßungsabend in den Steinseldersälen. Sonntaz den 7. September: Empfänge am Sud-bahnhofe. Probe der Gesamtchöre in den Annen-sälen. Festliche Auffahrt der Banner und Fahnen. Gedenkfeier im Stephaniensaale (halb 12 Uhr mittag?). Zweite Hauptaufführung in der Industrie-Halle (3 Uhr nachmittags). Cängerabend ebendort. Montag den 8. September: Frühschoppen in Pun-tigam. Als Gesamtchöre werden Sonntag nachmittag gesungen: „Steirerblut" von F. Blümel, „Wenn der Frühlinq aus die Berge steigt" von K. Fürn-schuß, „Grüß Gott im grünen Steirerland" von R. Wagner und ,'s rote Nagerl" von I. Wöhrer. Slawische Opferwilligkeit. Der in Laibach verstorbene slowenische Oberstabsarzt i. R. Dr. Franz KoSmelj hat dem slowenischen Schulver-ein 8000 K, dem StudentenunterstützungSverein „Domovina" 1000 K und dem Sokol 1000 K letzt-willig hinterlassen. Slowenischer Dank. Im ,.Gra;er Tag-blatte" le en wir: AuS Leserkreisen kam uns ein „Hilferuf der armen Wenden" auf den Tisch ge-flogen. Er stammt aus dem Jahre 1850 und ist damals in der „Grazer Zeitung" vom 31. Mai er-schienen. Ein bekannter Deutscher, Herr Dr. Med. Peintinger, rief darin in dreizehn BerSstrophen die „Schwestern und Brüder' auf, ihre Blicke mit Nächstenliebe „nach den schrecklich heimgesuchten Wen-den an den Ufern unserer Save" zu lenken. Er hofft, „daß bei diesem schaudervollen Bilde — Mitleid eure warmen Herzen rührt — Und daß eure stctS bewährte Milde — Wieder sie (die Wenden) zum alten Wohlstand führt." — Veröffentlicht wurde der Hilferuf von Herrn Ludwig v. Rebenburg. Ein beigefügtes Spendenverzeichnis weist bekannte Grazer Namen auf. Wie damals, wo eS galt, 20 durch einen Wolkenbruch schwer betroffenen slowenischen Gemeinden im Bezirke Rann hilfreich beizuspringen, hat die „stets bewährte Milde' der Deutschen seit-her in vielen UnglückSfällen reichlich zur Linderung der Not gespendet. Aber wie immer ernteten die Deutschen Undank, wie ihn die Slowenen so deutlich nach dem katastrophalen Erdbeben in Laibach bekun-deten. Nie regte sich eine mildtätige Hand bei wohl-habenden „Wenden", wenn deutsche Bauern im steirischen Unterlande, in Kärnten oder Krain, VON Elementarereignissen betroffen wurden. Mehr als je spüren gerade jetzt die Deutschen im gemischtsprachi-gen Gebiete den Undank der Slowenen sür die diesen erwiesenen Wohltaten und deshalb mag die Erinne-rung an jenen Hilferuf auch heute zeitgemäß er-scheinen. Ein origineller Aufruf. Wir lesen in der Mardurger Zeitung: .Sonnlag den 10. d. ver-anstaltet der Marburger Turnverein einen Ausflug »ach der Marburger Hütte am Bachern. Alle Mit-glieder, sowie Gäste, welche daran teilnehmen wollen, werden ersucht, sich mit Rucksack pünktlich um drei-viertel 1 Uhr bei Hafnermeister Paul Heritfchgo, Freihausgasse, einzusinken. Dort wird jeder Teil-nehmer einen leichten Ofenteil bekommen, welcher zum Bau deS Ofens der Hütte gehört. Hoffentlich erscheinen recht viele Turner und Gäste und helfen den Ofen mit hinauftragen. Alle Teilnehmer, welche einen oder mehrere Teile am Sormtag hinauftragen, haben freien Eintritt zu dem Konzert, welches am selben Tage in der Hütte stattfindet. Also nun alle« aus zur stischen frohen Arbeit!' Der Ofen ist also heute bereits oben. Seite 4 «Lutsche Nummer 06 Nachweisbar 50 bis 100% an Kernseife besitzt Schicht „Frauenlob-Waschextrakt" gegenüber anderen, ähnlichen Erzeugnissen. „Frauenlob" enthält keine schädlichen Bestandteile. Durch billige, gehaltlose aber scharfe Waschpulver wird die Gebrauchsdauer d^r Wäsche auf die Hälfte herabgesetzt. Man lasse sich davor warnen. Der Name „Schicht" bürgt für preiswerte Ware. Rofeggerabend. Die evangelische Gemeinde sprich! htenm allen, die zum Gelingen des Rosegger-abends durch ihre Mitwirkung beigetragen haben, insbesondere Herrn Bergkommissär Bauer sür seine humoristischen Darbietungen und Herrn Bürgerschule lehrn Achter aus Wien, der die Gesangvereine bei der Probe und dem Festabend dirigierte, ihren war-mcn Dank auS. Einigung in der nationalen Ange stelltenschaft. In den einsichtigen Kreisen der deutschen Angestellte» Oesterreichs macht sich schon seit Jahren eine starke Strömung nach Zusammen, fassung aller deutschbürgerlichen Organisationen aus nationaler Grundlage geltend. So haben die Ange-stellten in Deutschböhmen schon vor vielen Jahren sich in eine einheitliche Vereinigung, dem Ver bände der deutsche» Handels- und Industrie-Angestellte» in Böhmen, zusammengetan. während die alpcnläi.di-schen «»gestellten wieder im Jahre >905 den Reichs-verband 'Anker gründeten. Beide Organisationen haben seit Gründung in einem sreundschastlichen Ber» hältnis gestanden und waren nach Kräften bemüht, durch Einflußnahme aus die Gesetzgebung, durch rege Ausklärungsarbeit die soziale und wirtschastliche Lage der Angestellten zu verbessern, WohlsahrtSeinrichlun-gen zu schassen, die ihren Zweck voll und ganz er-füllten. So haben die beiden Verbände während der Zeit ihres Bestandes rund 25.000 K Unterftützui,. gen ausgezahlt, durch ihre Rechtsschutzabteilung über 100.000 K Gehälter erstritten, in der liberalsten Weise in Not geratenen Mitgliedern mit Darlehen beigestanden und besonders ersolgreich die Stellen-Vermittlung gepflegt. Der in den Kreisen gutdenken-der Deutschen schon verwirklichte Vorsatz, eine Zu-sammensassung aller Deutschen in Oesterreich herbei« znsühren, Nord und Süd anetnandilzuschließen. hat auch hier mitgewirkt und so sand erfreulicherweise am 27. Juli der Zusammenshluß der beiden ge-nannten Verbände in Wien statt. Es hatten sich die Vertreter von 5000 organisierten Handel!-. In-dustrie- und Privatangestellten eingesunden und mit ehrlicher Begeisterung wurde die Schaffung eine« neuen einheitlichen BerbandeS auf deutschaiischer Grundlage unter Wahrung des völkischen, boden-ständigen Charakters vorgenomme». Die Beratung?» selbst, deren Rückwirkung auf die deutsche Ange-stelltenschaft sicherlich eine tiefe sein wird, sanden unter dem Vorsitze des ObwanneS deS Reichcnberger Verbandes, Herrn Bernard Schönbeck, Gablonz, statt und zeitigten einmütige Beschlüsse. Als Name deS Verbandes wurde der Titel: .Verband deutscher Privatbeamlen, Handels- und Jndustrieangeslellten Oesterreichs" (gekürzt „Verband 1913") bestimmt, während das VerbandSorgan unter dem Namen ..Ostmärkische HandelSwarte" allmonatlich ericheinen wird, unter gleichzeitiger Auflassung der bisherigen Berbandsblättcr. Die Satzungen wurden stimmen-einhellig angenommen und zum Obmanne Herr Otto Wagner, Wien, zu seinem Stellvertreter Herr Bernard Schknbcck. Gablonz. gewählt. Außerdem wurde e n 22gliedriger Verbandsansschuß diesen Herren an die Seite gestellt, der wieder Vertreter auS den verschiedenen Orten Oesterreichs umsaßt. AlS der Borsitzende daS Ergebnis »erkundete, ericholl lebhafter und langanhaltender Beifall a»S den Reihen der ans allen Gauen der Ostmark zusammenze-strömten Vertreter. Eine lebhafte und stellenweise sehr eingehende Aussprache über zeitgemäße Stan-deSsragen gab auch dem neuen Verbände gleichzeitig die entsprechenden Richtlinien sür seine soziale und wirtschastliche Politik. Unter anderem wurden auch Einschließungen angenommen, die sich mit der Not-wendigkeil einer raschen parlamentarischen Behand-lung der Verbesserung deS PensionSversicherungS, zesetzeS. der Einbeziehung der HandelSangestellten in dasselbe und der noch unbedingt notwendigen Ab-Änderungen, sowie mit der Beseitigung der geplanten GehaltSgrenze bei der Krankenversicherung in der Sozialversicherungsvorlage befaßten. Schließlich wurde eine Begrüßung des Dichters P. K. Rosegger abge-fand«. Als Sitz deS neuen Verbandes wurde Wien bestimmt. Anmeldungen übernimmt und AuSkünsle erteilt die GeschästSstelle deS Verbandes 1913. Wien 3.. Lerchenselderstraße 66. Nach dem regen Interesse, daS der Gründung dieses neuen Verban deS entgegengebracht wurde, zu schließen, unterliegt eS keinem Zweisel. daß die noch bestehenden Lokal-vereine gleicher Richtung sich dieser bodenständigen Reichsgliederung anschließen werden, umsomehr. als bereits Anmeldungen von Lokalvereinen vorliege» und Verhandlungen mit diesen gepflogen werden. Reseroistenvermittlung. Um der im September zur Beurlaubung gelangenven Maun» schast deS Heeres und der Landwehr das Erlangen eines landwirtichastlichen DienstplatzeS oder einer Stelle für gewerbliche Arbeiten usw. zu erleichtern, fordert die Leitung der steie, märkischen Arbeitsver-mittlnnzSanstalle» im Vereine mit dem Zweigoereine Steiermark t er k. k. Gesellschaft vom Österreich schen „Silbernen Kreuze" die Arbeitgeber auf. solche Stellen, welche im September zur Besetzung kom-men, längstens bis l. September in der Zentrale der Arbeitsvermittlung Graz, Hosgasse 14. Tel. Nr. 2207. oder in der F liale Brück a. Mur, Roseggerstraße 34, Tel. Nr. 60, schriftlich oder mündlich anzumelden. Die Arbeitsvermittlungen« stalten werden diese Stellen zur Kenntnis der Ur-lauber bringen. Die Anmeldung hat zu enthalten: Die Art des Dienstplatzes, den Lohn, den Zeilpunkt des Dienstantrittes und die genaue Adresse deS Ar-beitgeberS. Die Durchsührung der Vermittlung er> folgt vollständig kostenlos. Deutsche Handwerker für einen Kur-ort an der Adria gesucht. In Betracht lom-men nur tüchtige, eulsprechend kapitalkräftig^ deutsche . Anwärter, und zwar solgende BerusSarten: Schlosser, Tischler, Malermeister. Holt- und Kohlenhändler, Eisenhändter. Fleischselcher, Schuhmacher, Schnei-der, ferner eine Modistin und Damenschneiderin. Nähere AuSlünste erteilt der Verein Süvmark in Graz, Ioanneumring 11. Festfreischieben in Marburg. Der Mar. burger Schützenvnein veranstaltet, wie bereits be-sannt, anläßlich der Ei Öffnung der neuen Drau-brücke ein großes Festfttischießen unter dem Protektorate deS Herrn Dr. Grafen Meron vom 24 bis einschließlich 27. d Hiezu werden alle Schützenvereine Steiei markS und der Nachbarländer, sowie deren Mitglieder, alle Osfiziere der bewaffneten Macht ein-geladen und werden die Einladungen diese Woche auegesandt. Wer ans Versehen keine erhält, wolle sich an den Verein wenden. AuS den Einladungen ist zu entnehmen, daß aus sechs Standscheiben ju 150 Schritt mit Besten von 701 K, aus zwei Feld-scheiden zu 30'J Schritt mit Besten von 350 K und aus sechs Feldicheiden mit Ehrengaben von beinahe 3000 K, darunter 1. Best 300 K. 2. Best 200 », mehrere zn 100 K viele zu 70, 5-0 K usw. ge» schössen wird. Der Marburger Schiitzenvcrein hat seine Gastfreundschaft seinen Gästen stets bewiese» und wird auch diesmal wieder alles daran setzen, allen Schützenbrüdern den Ausenthalt auf heißum-strittenen Boden in der alten, ausblühenden Drau-stadt recht angenehm zu gestalten. Daher aus nach Marburg! wo Euch treudeutsche, warmsühlende Her-zen zu sröhlichem Wettstreit erwarten. Schmerzhafte Fahrt. Aus Gonobitz den 12. d., wird gemeldet: Heute nachmittags fiel fer beim Kaufmann Ogoreuz in Gonobitz bedienltete Knecht Johann Novak am Kreuzberge so unglücklich, daß er sich daS linke Bein brach Trotzdem konnte er mit seinem Fuhrwerke noch biS Gonobitz kommen, wo ei durch die RetiungSabteilung der Freiwilligen Feuerwehr in Gonobitz in seine Wohnung geschasst wurde. Ueber einen versuchten Datermord wird dem ^Grazer Volksblatt" aus Rohitsch J£ schrieben: Der 18jährige Johann Medwed, der bet seinem Vater daS Schuhmacherhandwerk gelernt hatte, wurde sehr streng gehalten. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ging schließlich sogar i» Feindschaft über Am 9. d. schlich sich der -oh» in daS Schlaszimmer der Eltern und verhetzte de» schlafenden Vater mit der Axt niedrere Hiebe am den Kopf. Der Vater erlitt'dadurch lebensgefährliche Verletzungen Der unmenschliche Sohn wurde ver-haftet. Schadenfeuer. Ans Gonobitz wird gescheit-bcn: Sonntag gegen 8 Uhr abends entstand in der Winzerei de» Joses Ogrisek in Tepinaberg ein Brand, welcher diese vollständig einäscherte. Der nnter Kommando des ZugSsührerS Viktor Schi oller sofort aus-gerückte Lischzug der Freiwilligen Feuerwehr Gonobitz brauchte nicht i» Tätigkeit treten, da daS ganz aus Holz bestehende sehr alte HauS niedergebrannt, eine Gesahr sür umliegende Objekte jedoch nicht vorhanden war. Der Besitzer selbst war versichert, jedoch verbrannte den Winzerleuten ihre Habe. Man vermutet. daß der Brand gelegt worden ist. Abgängig. Der Grundbesitzerssohn Joses Hoziau in Lendwa Njercs. Komitat Also Lendwa in Ungarn, machte heute bei der hiesigen sicher-heilswach« die Anzeige, daß sein Vater Mark» Hoziau am 7. d. nach Eilli eine Wallfahrt unter* nommen habe und bis heute »och nicht zurückgekehrt sei. Marko Hozian ist 73 Jahre alt, mittelgroß, glatt rasiert und trug langes schwarzes Haar. JJr war mit einem dunkelgrauen Rock, langzestreister Hose, schwarzem Hut und mit schwarzen Stieslene» t,kleidet. Auch hatte er einen Regenschirm bei ud) Der Anzeiger vermutet, daß sein Vater vernnglitckl sein könnte. Ein Telegraphenarbeiter tötlich ver UNglÜckt. Ans ver Südbahnstiecke Römerdad-Tüffer ereignete sich Mittwoch abends noch * übe ein Unfall, der leider ein Menschenleben als Lpsa forderte. Der staatliche Telephonarbeiter^ Larb« wuide von einem Güterzuge, der von «teinbriick heranrollte. übersahren und bl;eb b.wußlloS bezn. Bahnarzt Dr. Premichak. der auS Eilli soiort her> beigeholr wurde, konnte nur den bereits eui^trete neu Tod feststellen. Die Leiche des Vabic. der ra*n Schädeldruch erlitten hatte, wurde nach Eilli gelnaÄ Verwegener Einbruch. Aus Lichtern»!» wird gemeldet: Beim Besitzer und Gastwirt ffioi thiaS Markt in St. Martin bei Lichtenwald dii» zur Nachtzeit ein Einbrecher ein Zeuster ant uzi gelangte dann in das Gastzimmer, wo er eine Last erbrach, daraus 60 K und eine goldene llhr jnt Kette stahl. Markt erwachte und wollte den Dick testnehme». Dieser trat dem Mar kl mit emem :H;-volva entgegen und drohte, ihn niedeizaschiep». Daraus durchsuchte der freche Bursche sämtliche Zii-mer, kam dann schließlich in das schlaszim«» « Eheleute Markt, stahl hier wieder eine Uhr um Kette und 40—50 K Bargeld und entfernte M Dann. Der Einbrecher war seiner Aussprache «ach ein Kroate. „Füll nicht zu sehr den Darm" st «»< der Zttahnungen. die Luther an Jene richtet, die a hohes Alter erreichen wollen Es wird also Jeder, vei Älter« Stanve« und Geschlechtes er auch fei. diese goldene Reget zu beachten haben und wird alles lerkibm müssen, damit er nicht an habitueller Obstipation stopfung oder Hartleibizkeit) leide, die stets liftij i8, bisweilen sogar ernst und bedrohlich wird. Z?>elu» leicht schafft man sich täglich beim Erwachen im Mrr gen die gewünschte Erleichterung und Rnnizriiig l« Därme, wen» man vor dem Schlafengehen et» Sein-glaS des echten Huuyadi JiinoS Biiicrwaffert nismi, da« in jeder Apotheke, Drogerie und Miirettliwifw Handlung erhältlich ist. wjo» Sanatogen ist das ideale Kräftigungsmittel für alle, deren Körper und Nerven besonders stark in Anspruch genommen werden» Wann soll Sanatogen gebraucht werden? t. Bei allen Krankheiten. Hier hilft Sanatogen dem Arzte, den Organismus des Patienten so zu stärken, daß er sich gegen das Übel zu wehren imstande ist; 2- nach allen Krankheiten und Operationen. In der Genesungszeit (Rekonvaleszenz) ist Sanatogen das beste Mittel, dem Körper seine frühere Frische zurückzugeben; 3- in Zeiten besonderer Aufregungen oder Anstrengungen, während der Schwangerschaft usw. Sanatoyen schafft einen Kräftevorrat, aus dem jeder Mehrverbrauch an Nerven- und Körperkraft ersetzt werden kann. Seinen Zweck erreicht Sanatogen, indem es dem Organismus gerade die Stoffe in reinster Form zuführt, aus denen sich die Körperzellen und das Nervengewebe bilden und ersetzen. Näheres über Wesen, Wert und Wirkung des Sanatogens sowie das Urteil der Ärztewelt erfährt man aus Druckschriften, die von der Firma Bauer & die., Berlin SW 48, jedem kostenlos und postfrei zugesandt werden, der ihr die anhängende Postkarte ausgefüllt zu-gehen läßt. Bitte hier abtrennen' Kostenlos und postfrei werden die auf der Rückseite dieser Karte angeführten interessanten und belehrenden Druckschriften jedermann gern zugesandt Es genügt, die speziell gewünschte Broschüre durch Uaterstreidirn kenntlich zu matfcen, die Karte mit Unter-•dirift zu versehen und abtuenden. Drucksachc. Herren 3-Heller-Marke BAUER & CiE; Sanatogen'Werke 3°4 BERLIN SW48 WH IV. 18. Friedrichstraße 231. Mehr als 18000 Ärzte darunter die bedeutendsten Forscher und Hochschulprofessoren, haben Sanatogen in Abha- d!ungen und schriftlichen Mitteilungen glänzend begutachtet und empfohlen. So schreibt z. B. Herr Professor Dr. Johann Fritsch in Wien: „Von Sanatogen habe ich in einer Reihe von Fällen Gebrauch gemacht und Icann Ihnen mit großer Befriedigung berichten, daß die Erfolge hinsichtlich Hebung de» Emährungs- und Kräftezustnndes überraschend günstig sich gestaltet haben." Über die Wirkung des Sanatogens auf das Nervensystem urteilt Herr Dr. R. v. Krafft-Ebing, Professor der Psychiatrie und Nervenkrankheiten in Wien: „Ich freue mich, berichten zu können, daß das Sanatogen sich recht bewährt* Von den zahlreichen Attesten über die Bedeutung des Nähr- und Kräftigungsmittels Sanatogen im Kampfe gegen die Tuberkulose sei nur du nachstehende angeführt: Herr Dr. H. Trunk, Hausarzt, schreibt im Namen der Direktion der Heilstätte Hörgas bei Gratwein (Steiermark): „Wir verordnen gern Ihr Präparat, das immer gern genommen und gut vertragen wurde und den Ernährungszustand günstig beeinflußte." Wie segensreich Sanatogen in solchen Fällen wirkt, wo der Körper durch Operationen geschwächt war, darüber schreibt u. a. Herr Professor Dr. Chiari, k. k. Universitätsklinik für Kehlkopf-und Nasenkrankheiten in Wien: „In allen Fällen war die Sanatogenmedikation stets von sichtlichem und promptem Erfolge begleitet, so daß, namentlich in den KäUen der größeren Kehlkopf-Operationen, das Sanatogen einen wichtigen Bestandteil der künstlichen flüssig« Ernälirung bildet" Auch bei Frauenleiden hat sich Sanatogen als Kräftigungsmittel glänzend bewährt. Herr Professor Dr. med. Julius Neumann, Privatdozent für Geburtshilfe und Gynäkologie an der k. k. Universität in Wien, berichtet: „Sanatogen habe ich in einzelnen Fällen von Rekonvaleszenz mit dem beste» Erfolge verwendet. Die Frauen nehmen das Mittel gern und die NacJinchte» über sofortige Besserung des Allgemeinbefindens, Zunahme des Appetits und Körpergewichtes waren gelegentlich außerordentlich überraschende." Kurzum, Sanatogen ist eben in den mannigfachsten Schwächezuständen das richtige Kräftigungsmittel, weil es, wie gesagt, das Übel in seinem Ursprünge bekämpft. Das kommt auch in zahlreichen ärztlichen Äußerungen zum Ausdruck. So schreibt Herr Primararzt Dr. Beck, Leipnik (Mähren): „Sanatogen verordne ich gern bei Rekonvaleszenten und allgemeinen Schwidx-Zuständen." Zahllose Briefe bringen die Freude derer zum Ausdruck, die dem Sanatogen die Erhaltung ihrer Gesundheit und geistigen Spannkraft verdanken. Wem daher daran gelegen ist, im Daseinskämpfe nicht zu unterliegen, der unterrichte sich näher über Wesen und Wirkung des Sanatogens. Schriften, die ihm diese Möglichkeit bieten, werden kostenlos und portofrei zur Verfügung gestellt. Es ist eine geringe Mühe, die angeheftete Postkarte auszufüllen, abzutrennen und abzusenden. Sanatogen ist erhältlich in jeder Apotheke und in jeder Drogerie in Packungen zu K 2*40 bis K 20'50. Hier abtrennen! Senden Sie mir gratis und franko von Ihren Schriften: Sanatogen als Kräftigungsmittel 1. bei Nervenleiden. 5. bei Bleichsucht und Blutarmst 2. bei Schwachezuständen aller Art. 6. bei Kinderkrankheiten. 3. bei Magen- und Darmleiden. 7. bei Frauenleiden. 4. bei Lungenleiden. 8. bei Ernährungsstörungen. (Gewünschtes habe ich unterstrichen.) Name: Stand: (deutlich erbeten) Wohnort:.............. (event, auch Pottort) Wohnung: (Strafe asm.) Nummer G6 ülüdit Zeile 5 Vermischtes. August Bebel -j-. In einem Schweizer Sa» natorium ist der Führer der Deutschen Sozialdemo« kratie, August Bebel, im Alter von 73 Jahren ge» slorben. Bebel wurde 18-tO zu Köln geboren. Er war der Sohn kleiner Leute und als Handwerks-burjche (Drechslergehilfe) durchwanderte er schon mit 20 Jahren Lüddeuischland und Oesterreich. Schon mit L2 Jahren stand er in dir Arbeiterbewegung, 18*»5 war er bereits Voifitzender des Leipziger Ar-beilerbildungSvereines. I8W Bo> sitzender deS Ber-b.rr.des sämtlicher deutschen Arbeitervereine. Im sel-den Jahre ve>büßte er seine eiste Gefängnisstrafe wegen Verbreitung staalsgesährliäer Lehren. 1871 wurde er in den Deutschen Reichstag gewählt, im nächsten Jahre wegen Majestütsbeleidiguiig zu neun Monate,» Gefängnis verurteilt und ihm das Reichs-tagSmandat aberkannt, daS er aber 1873 durch Neuwahl wieder erhielt. Mit kurzen Unterbrechungen ist Bebel bis heute Mitglied des Deutschen Reichstages gewesen und zwar seit 18S8 als Vertreter des zwei-ten Hamburger Wahlkreises. Auch alS Schriftsteller ist Bebel sür die sozialdemokratische Partei von großer Bedeutung gewesen. Von seinen Schriften haben: „Die Sozialdewokralie und das allgemeine Wahl» recht", „Die Frau und der SozialiSmuS", .Der deutsche Bauern!lieg", ,,Die mohammedanisch arabische Üulturperiode im Orient und Spanien" auch in weiteren Kreisen Aussehen erregt. ? er Tod Brbels ist gerade jetzt, wo die prinzipiellen Gegensätze innerhalb der Deutschen fozialdemoklati'chea Partei mehr als je zurG>ltuug kommen, von allergrößter Bedeutung. In den letzte» Jihren bat Bebel sich der gemähig. leren Partcirichlung zugewendet und auf den Partei-tagen war er stets der Vermittler zwischen beiden Strömungen in der Partei Wien in Ziffern. Da» Statistische Amt ber Stadt Wien hat eine Statistik der Reichehaupt« stadt herausgegeben. Zum Schlug des Jahres 1912 zählte Wien in 21 Bezirken 41.625 Häuser mit 492 053 Wohnungen. Bewohnbare Lokalitäten gab es 160.661. darunter 678.826 Zimmer, 324.828 Kabinette, 132 916 Vorzimmer und 471.097 Küchen. Der Verbrauch von Gas beziffert sich auf 13.065.095 Kubikmeter, die Länge der Gashanptröhren beträgt 1,3^0 669 Meter, die Zahl der öffentlichen Bogenlampen 1362, der Gaslampen 1292. Wien, hat 2691 Gaffen in der Gesamtlänge von 1089 Kilo-meter und 258 öffentliche Parks im Aus i aße von 10,3^5.446 Quadratmeter. In den Wiener Theatern weiden jährlich 500«) Vor»ellnngen gegeben. In 1713 Wiener Trafiken wurden im Jahre 1912 6650 echie Havannacigarren, 237,322.807 andere Zigarren, darunter 51,0^0.000 Virgiuier, 1052 Millionen Zigaretten, 32.393 Kilogramm Schnupf-tabak und mehr als eine Million Kilogramm Rauchtabak um 50 Millionen Kronen vei kauft. In de» Wiener Postämtern wurden 1838 MUtoiien Briefe, 1098 Millionen Postkarte», 293 Millionen Zeit-fchnsten und 180.000 Geldsendungen ausgegeben. Städtische Gewerbeförderu ng. In WormS hielt der Bürgermeister im großen Saale des Stadthauses der dicht gedrängt stehenden ge« ladenen Meisterschaft folgende Slandrede: „Meute HerrenMit der jetzigen Submissionswirtschaft kann es nicht so weitergehen. Mit Angeboten, die die eigenen Kosten kaum decken, muh der Handwerker zugrunde gehen, und die Stadt hat statt eines ge- sunden Handwerkerstandes, der feine Abgaben und Steuern bezahlt, arme Leute. Geht das so unsinnige Tun in diesem Tempo weiter, iv fällt später die Familie der Stadt zur Last. Wegzuwerfen hat die Stadt nicht»; es ist u»S aber darum zu tun, un-feren Handwerkerstand zu erhalten, einen zahlungS-fähigen Mittelstand, auf den Worms bis heute feinen Stolz hatte. Jedes Handwerk hat in den nächsten drei Tagen eine Preisliste dem Stadtbaumeisteramte einzureichen, nach der in Zukunft die Arbeiten ver-geben werden." Wacker! Beamte ohne Taschen. Auf dem War-schauer Postamte wurden seit Jahren alle Briese unterschlagen, in welchen Geld vermutet wurde». Die Beamten steckten diese Briefe heimlich in die Taschen und trugen diese unbemerkt nach Haufe, wo sie die Briefe öffneten und ihnen das Geld entnahmen. Insbesondere fielen dieser Manipulation die Briefe zum Opfer, in welchen die nach Amerika AnSge-wanderten Geld an ihre Familien in der Heimat sandten. Um nun diesen Defraudationen ein Ende zu machen, wurde versügt, daß sämtliche Beamten deS Warschauer Postamtes im Dienste Arbeitsmäntel ohne Taschen tragen müssen. Napoleon im D o r f t h e a t e r. Die humoristische Chronik der Dilettantenanfiiih^ungen wird vom „Saalfelder Volksblatt' um ein reizendes Beispiel ver mehrt. Bei den Jubiläumsfeier» und Ge-den feiern der Besreinngskrrcge, bei denen fast jeder deutsche Ort sein eigenes Festjpiel, anS der Feder feines Lokalpoeten, erhielt, leisteten sich auch die bie deren Dörfler einer ruoolftädtifchen Dorfgemeinde ein erhebendes patriotisches Feftspiel. Versager des Poems war der Gemeindediener ni,d aufgeführt wurde es von einer Anzahl Dorfinsafsen. Der Ver-safser hatte von der Dichterfreiheit ausgiebigen Gebrauch gemacht. So endete Napoleons Laufbahn end-giltig fchon bei Leipzig. Um den patriotischen Ge« mütern der Zuhörer aber völlige Genugtuung zu geben, erhall der Korse aus offener Bühne Prügel, die ihm Marschall Blücher voiher persönlich mit folgende» Worten ankündigt: „Napoleon, Du bist wie toll? Ich haue Dir den Hintern volll" Das wäre alles ganz gilt nnd schö» gewesen, wenn nicht die Burschen im Dorfe auch ihr patriotisches Ge-wissen hätten. Sie weigerten sich daher mannhaft, einen Franzosen oder gar den Oberfranzofen ^tapo-leo» zu spielen. Nach langem Beraten wurde daher beschlösse», die Franzosen durch angekleidete Stroh-puppen darzustellen. Als Darsteller Napoleons ge-wann man mit Geld und guten Wor.eu einen Knecht, der aber die Bedingung stellte, sich >o maS-tieren zu dürfen, daß er nicht erkannt werde. Eins aber klappte bei der Premiere nicht besonders. Dem Knecht, der den großen Korsen spielte, war offenbar die Niederlage, bei der er obendrein »och Prügel einstecken mußte, wohl ein wenig zu groß. Er fetzte sich zur Wehr und prügelte — da er von den Franzosen Strohpuppen nicht unterstützt werden konnte — höchsteigenhändig als Kaiser von zraiikreich die Preußen und ihre Ve>bündele» gehörig durch. Eist alS Pastor, Lehrer und andere Honoratioren de» schlagfertigen Napoleon innigst baten, doch die Flucht zu ergreifen, endete die „Schlacht bei Leipzig" mit einer Niederlage des Korsen. Es war leider nicht nur die erste, sondern auch die letzte Ausführung des „Festspiels" gewesen, denn keiner wollte mehr einen „Verbündeten" spielen. Venedig ohne Gondeln. Dieser kaum faßbare Gedanke wird wahrscheinlich schon in ab-sehbarer Zeit zur Tatsache werden. Die Stimmen der Entrüstung und des Bedauerns wegen der zu-nehmenden Verletzung einer prunkvollen veneziani-schen Ueberlieferung haben bereits an Wirksamkeit verloren. Sonst hätte sich kaum eine Genossenschaft von mehr als 100 Gondolieri bilden könne», die nicht etwa, was doch zunächst läge, di: Erhaltung der dort heimische» und mit Venedig so innig ver-wachfeuen Gondel bezweckt, sondern die Einrichtung eines — Motorschnelldienstes in den Kanälen der Stadt Was werden die armen Hachzeitsreisenden dazu sagen? In 6er Genesungszeit Ueberall, wo eine Kräftezunahme erwünscht ist, also ganz besonders in der Genesungszeit nach überstandener Krankheit, hat sich Scotts Emulsion schon oft und glänzend bewährt Scotts Emulsion, an und für sich äusserst reiche an Nährstoffen, regt gleichzeitig den Appetit an, womit die Hauptsache gewonnen ist. Dabei ist Scotts Emulsion vollkommen leicht verdaulich n« «im mit und so wohlschmeckend, dass a™ - Erwachsene wie Kinder sie mit iKen^ichei. 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In Dijon ist unter Anteilnahme der Geistlichkeit eine „Liga des Schweigens bei Begräbnissen" ge-gründet worden. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft verpflichte» sich, vom Beginne des Begräbnisses im Sterbehause bis zum Ende der Zeremonie auf dem Friedhof kein Wort über ihre Lippen schlüpfen zu lassen. Durch diesen Bund wiro eine Reform ange-strebt, die in weiten Kreisen als höchst notwendig empfunden wird. Begräbnisse sind ja leider seit Um-gern zu Anlässen geworden, bei denen man plaudern kann. Uiid in einer Leichenvcrsammlunq schwirrt es dann von allen möglichen Gesprächsstoffen, vom Theater und von Börsengeschäften nnd allerlei Klatsch. Unerreicht in Bezug auf Haltbarkeit, Zu» verlässigkeit und sparsam im Betriebe sind unsere Original „OTTO" Motoren und Lokomobilen. Rohö]motoren, Dieselmotoren, Sauggasmotoren, komplette Sauggasanlagen. Pospelttc gratis und franko ! LMUE.V »V WOLF, Wien X, Laxenburgerstrasw 53/1. 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Die Strafe, die er bei Unterlassung der Ein • holung dieser Konzession zu gewärtigen hat, beträgt 50 bis 250 K Die Junggesellen der Stadt, die sich ansangS weigerten, diese merkwürdige Steuer zu bezahlen, wurden durch die hohen Strasen, die sie jedesmal im Uebertretungsfalle zu bezahlen hatten, schließlich zum Nachgeben gezwungen, jetzt wird das Hospital, in dem hundert Kinder Aufnahme finden, vollständig von den Junggesellen der Stadt MemphiS unterhalten. • Nach dem heutigen Stande der Wissenschaft ist Odol nachweislich das beste Mittel zur Pflege der Zähne und des Mundes. Preis: «rohe Flasch« «. 2.—. Betne Flasche Ä. UO Hnichtssaal. gu Tode mißhandelt. Am 25. März trank im Buschenschanke der Marie Mlaker in Podgorje bei Rann eine größere Gesellschaft von Männern und Weibern. Da der in dieser Gesellschaft befindliche BcsitzerSfohn Jo« hann Verstovsek infolge Uebergenusses von Alkohol beim Tische einschlief, wurde er von der Besitzerin Antonie Krainc auS Podgorje um 10 Uhr abends geweckt und aufgefordert, »ach Hause schlafen zu gehen. Da sich aber der E'ngefchlafene nicht sogleich entfernte, zog ihn Antonie Krainc aus dem Zimmer. Auch der Besitzer Franz Bieman und der Besitzers-söhn Johann Zgalin verließen daS HanS. Am nächsten Tage beklagte sich Berstovsek über die schlechte Behandlung durch die Genannten. Er fühlte sich seit dieser Zeit krank und erlag auch tatsächlich am 7. April den Verletzungen, die er am 25. März erhalten hatte. Die Borgenannleu wurden nun ge-richtlich zur Verantwortung gezogen und leugneten, Berstovsek unterwegs schlecht behandelt zu haben, behaupteten vielmehr, daß der Verstorbene derart betrunken war, daß er nicht allein gehen konnte und daher von ihnen nach Hause geführt werden mußte, wobei er unterwegs mehrmals gefallen sei und sich selbst beschädigt habe. Schließlich sollen sie sich auch mitleidsvoll eine Leiter ausgeborgt haben, auf welcher sie den Berstovsek nach Hause trugen. Auch behaupteten die Angeklagten, daß zwischen ihnen und Berstovsek nie eine Feindschaft bestanden habe. Bei der Strafverhandlung vor dem hiesigen KreiSgerichte bestätigte nun kein einziger Zeuge, daß der Berstor« bene damals sehr stark angeheitert gewesen wäre, sondern es behauptete der Zeuge Josef Mlaker, daß Berstovsek gerade an diesem Abende nicht so ange-heitert war, daß er aus dem Heimweg gefallen wäre, obzwar es tatsächlich öfters vorkam, daß er nicht nach Haufe gehen konnte. Auch ging aus den Ver-letzungen, die Berstovsek erlitt, hervor, daß er sich dieselben nicht selbst habe beibringen können. Die weitere Behauptung der Angeklagten, ter Weg von Mlaker bis zu dem Orte, von wo sie den Berstor-benen auf einer Leiter weiiertrugen, sei steinig und Berstovsek sei in einen ungefähr drei bis vier Meter tiefen Graben gefallen, wurde durch den Lokalaugen- schein widerlegt, indem sestgestellt wurde, daß der Weg ganz eben ist und Berstovsek nicht in einem Graben, sondern aus einem Kartoffelacker lag. Die Zeugin Theresia Skofea sagte auS, daß Franz Bic> man die Antonie Krainc gefragt hatte, ob Berstov-sek schon tot ist, woraus Antonie Krainc antwortete, daß er noch atme, woraus deutlich hervorgeht, daß die Angeklagten mit dem Verstorbenen nicht sehr zart umgegangen sein mußten, bevor sie ihn auf der Leiter nach Hanse trugen. Nachgewiesen wurde, daß die Angeklagten dem Berstovsek schwere und tödliche Verletzungen beigebracht haben, infolge deren er nach ungefähr 14 Tagen starb. Bezeichnend sür die Schuld ber Angeklagten war noch, daß Franz Vic» man im Arreste in Rann dem Johann Zgalin zu« rief: „Johann, rede nur gut, damit Du Dich ja nicht verredest!" Da Vicman auch andere Zeugeu zu beeinflussen suchte, hatte er sich auch wegen Ver-leituug zur falschen Zeugenaussage zu verantworten. Der Gerichtshof verurteilte Franz Vicman zu sechs Monaten schweren Kerkers, mit einem harten Lager nnd einer Faste alle 14 Tage, Johann Zgalin wurde mit zehn Tagen Arrest bestraft, während An-tonie Krainc freiging. Schrifttum. Von den volkstümlichen UnterhaltnngSfchriften der Gegenwart hat sich wohl kein fortlaufendes Un-ternehme» besser in allen Leserkreisen und in allen Ländern der Erde eingebürgert als die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens". In ungezählten Millionen sind die schmucken roten Bändchen, meist zu stattlichen Büchereien vereinigt, in deutschen Familien des In- und Auslande» verbreitet. Bei der Fülle deS gebotenen unterhaltenden wie belehrenden Stosse« ist diese Verbreitung anch leicht begreiflich: 240 Leiten stark ist der in dauer-haste Leinwand elegant gebundene, reich illustrierte Band, dessen Preis von 75 Pfennig so billig ist, daß der Buchbinder im einzelnen nicht einmal den bloßen Einb.rnd dafür zu liefern imstande wäre. Jeder Tag der Arbeit stellt die weit-gehendsten Anforderungen an unsere Körper- und Nervenkraft. Darum sollte der moderne Mensch vor allem daran denken, sich gesund und leistungsfähig zu erhallen und für vollwertigen Ersatz der ver-brauchten Stoffe zu sorgen. Das von der Wissen-fchaft ane, kannte und von den Aerzten erprobte Mittel für alle, die sich matt und elend fühlen, heißt Sanalogen. Sanatogeu führt dem erschöpften Or-ganiSmnS gerade diejenigen Stoffe zu, deren er zur völligen Neubelebung und Berjünguug, zur Hebung aller feiner Äräfte und Leistungen bedarf. Wir ver-weisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Sanatogenwerke Bauer u. Cie., Berlin SW. 48. • Vortreffliches Schutzmittel! "a alle Inlectioiu- Krankheiten; I? §31 fl»m rtlnen o I < SjJ firultfelien » « «nUprtigend. \ ' Bet Tlelen Epidemien gffltnend bewährt. Q/ermvallo\ ChinaWein mi Eisen. Hyglen. Aniateltanff Wlea 1904 : SUAtapreis and Ehrendijilo» tut roldnnan Medaille. KrHftiKungamittel für SchwKchliche, Blntarme nnd Hekonv»le»*pnten_ — Appetitanregendes, nervenstärkend«*«, blutrerbeBsernde* Mittel. V .r*tt glieher Oa»ch®Ack, Uabar 7000 irstl. Gutachten. J. Serravallo, k.u.k. Hoflieferant Trlest-Barcolt. Käuflich In den Apotheken In PU»cb*n: n k K 2.00 ud ii I L 1 K 4.HU, * l. Danksagung. (l«ll ael Dank ! 2 5 Jahre haben mich di« Hühner-•Bgen geplagt. 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