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BiSmarck wusste eS, dass da« Glück de« Vaterlandes auf dem inneren Frieden aufgebaut sei, er wufSte, das« eS Vaterland«?errath gewesen wäre, wenn er eine Partei gegen die andere ausgespielt hätte. BiSmarck wusste eS. das« die Regierung de« Staate« in erster Linie dazu berufen ist, die Hei» ligkeit de« Gesetze« zu achten und durch Vermei-dung jeder VerfasfungSoerletzung die Achtung vor dem Gesetze zu einer allgemeinen zu machen. BiS-marck wusste e« auch, das« er in der Steuergesetz-gebung nicht soweit gehen dürfe, das« die Hunger« schreie de« auSgepresSten Volke« zu den Throne« empordringen. Denn er wusste eS, das« nur ein wirtschaftlich kräftige« Volk dem Vaterlande eine unerschütterliche Stellung erhalten könne. Solche Erwägungen müssen sich un« aufdrän-gen, wenn wir heute an den verewigten Gründer de« deutsche» Reiche« denken. Allein Bi«marck ist nicht nur unser Vorbild, er ist auch unser Trost sür die Zukunft. Seine Unbeugsamkeit soll un« zeigen, das« auch wir in Deutsch-Oesterreich in der Verfolgung unsere« deutschen Rechte« nie erlahmen dürfen, nie zu feilen OportunitätSpolitikern herabsinken bürstn, wenn wir unsere« BiSmarck würdig bleiben wollen. Wir wollen im Kampfe ausharren mit b«r Losung: Wir Deutsche in Oesterreich müssen un« gar nichtS gefallen lassen. Aerwattnng-vlarhkau«gasse Rr. 5 (4aran*l*rt £••<). vezoy«de»i»ga»ge»: iwt »>« tut »«,»>«» tsuruljiltttg . . . fl. I «0 H°Idl»d->, . . . «. >10 •nmjüiri« . . ■ st. t'M g« < 11 (I nii Z»st«st»»g ln'1 Vt«I>«I»ch , ... st. —'55 Bimtlittcit ... st. 1*50 ÄtiblUyrif ... . st. » — . . . st. «•— Mit'* Xutlant Ritten st« M« WttVnMl (IU Vingrlcttcte Bloitntmnti« gellen di« |ttt Ul>d«ste»ii»>. 24. Jahrgang. Diesen Leitspruch werden wir verfolgen mit BiSmarck'schtr Furchtlosigkeit, eingedenk seiner Worte: .Ein Appell an die Furcht findet keinen Wiederhall im deutschen Herzen"; denn: »Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichtS in der Welt!" Deutsch völkische Zeitungen in Nöhmen. Um Irreführungen durch willkürlich gewählte Zeitungsartikel, wie: »Deutsch - nationale Zeitung', »Deutsch-nationales Organ" u. f. w. bintanzuhalten, hat der letzte deutsch-völkische Schriftleitertag für Deutschböhmen im Einvernehmen mit der deutsch-völkischen Parteileitung folgend« Kundgebung in alle deutsch-völkischen Blätter einzuschalten beschlossen. Als Parteiblätter der deutsch-völkischen Partei in Böhmen sind lediglich folgende Zeitungen zu betrachten: »Deutsche VolkSzeitung', Tagblatt in Reichenberg, »Friedländer Zeitung", Friedland, „Tra«tenav>c Zeitung", Trautenau, „Deutsche. Äachrichten", Hohenelbe, .Nordböhmisch« VolkSzeitung", Tetschen, „Leitmeritzcr Wochenblatt", Leitmeritz, „Ausstg-Karbitzer VolkSzeitung", Aussig, „Duxer Deutsche Zeitung", Dux, „Brüxer VolkSzeitung", vrüx, »Nationale Zeitung", Saaz, »Deutsch«« Volksblatt", Komotau, „Deutsches VolkSthum", Weip«rt, „Wacht an der Eger", Karlsbad, „Egerer Nachrichten", Eger, »Falkrnau-KönigSberger Volksblatt", Falkenau, „Falkcnau - KönigSberger Volks^itung", Falkenau, „Reud«ker Volksblatt", Reudek, »Hammer", deutsch-national« Arbeiterzeitung, Eger, »GraSlitzer VolkSblatt", GraSlitz, „Asch«r Zeitung", Asch, „Deutsche VolkSwehr", BudweiS, „Deutsch«? Volksbote", Prag, Allgemeines Parteiorgan : „Ostdeutsche Rundschau", Wien. Ztr. 02. Anläßlich des Wonatswechsels ersucht« »ir jene Abnehmer der „Deutschen Wacht", die »it der Aezugsgebuhr im Vü«kstaube stnb, tn bit recht v albige Einsendung bersetven, ba> »it »eine Störung i« ber regelmitzigen Au- sadung ber Zeitung eintrete. Die Kerwaltnng. Ein Jahr ohne Aismarck. Al« vor Jahresfrist die trfchütttrndt Trauer« tunbf, das« btt Alit im Sachftnwaldt feine trtutn ^eldenaugcn geschlossen habe, dit Welt durcheilte, da warb e« allen Deutschen zu einem heiligen Ver-uächtni«, da« Andenken BiSmarck'«, da« Bild seine« »ellgewaltigen Wirken« al« bestimmenden Leitstern, al« Talisman in ber Seele deS deutschen Volke» jfe immerdar zu hegen. Ja e» barf kein Augenblick vorübergehen, ba j «r nicht unserem Volke die hehre Bedeutung de« »li>Reich«kanzler« in'« Gewissen rufen, kein Augen-tlick. ba wir nicht der deutschen Jugend ba« 8esen und Wirken Bi«maick'« al« Vorbild deut-schm Wesen« und al« höchste Entsaltung de« ger-»auischen Volksleben« vor Augen halten. Wir Deutsche in Oesterreich erblicken in de« «eifie BiSmarck'« in doppelter Beziehung unseren «tionalen Echutzgeist. Er hat eS ja verstanden, ba« Berhältni« zwischen rivalisierenden Thronen zu «mm freundschaftlichen zu gestalten. Er hat da« dtwsch-österreichische Bündni« geschaffen, er hat da« tausche Volt zu einem die Wellfragen beherrschen» ben gemacht und dessen staatliche Vereinigung durch tiit über au« glücklich», weitau«schauende sociale Ge-sttzgebung al« ststtn, untrschülttrlichtn Aufbau bt-pindet. Wenn wir Deutsch-O-sterreicher un« an ba« Andenken BiSmarck'« anklammern, so geschieht «t auch deshalb, weil wir un« vor der österreichi« Zur Hriuuerung an Wismarcks Hob am Sv. Juli 1898. Ueber den Feldern, den sichelreistn, Jibt sich dumpf» Todttngefang, in der See di« zu den Bergen Geht ein zitternder Glockenklang. — Da« Werkzeug weg! vit Hände gefaltet in sinnender Rast! Die Flaggen Halbmast! Weithin künden elektrische Funken «mg» der lautlo« horchenden Welt: IiSgerungen, ausgelitten Hai, o deutsche« Volk, Dein Held! Da« Werkzeug weg! I« Hände gefaltet in sinnender Rast! Die Flaggen Halbmast! Schäme sich keiner der tropfenden Thränen, kämpfet ihn nimmer ben brennenden Schmerz: Ich. nun ist e« gebrochen, gebrochen. lliln den Deutschen da« deutscheste Herz. — Da» Werkzeug weg! Hände gesalttt in sinnender Rast! Die Flaggen Halbmast! Toch zum Himmel die Häupter gehoben! Ueber die Wolken bie Blicke gewandt, Uat> dem Herrn dit Ehrt gtgeben. Tn un« einst dtn Retter gtsandt! — Da» Wtrkzeug weg! Dit Hände gefaltet in sinmndtr Rast! Dit Flaggtn Halbmast l Und zum Schwurt dit Htrztn bereitet: WaS er geschaffen, wir lassen e« nicht; Wollen e« hegen und schirmen und «ehren, Bi« un« selber der Athem gebricht! — Da« Werkzeug weg! Die Hände gesahet in sinnender Rast! Die Flaggen Halbmast! Ueber den Feldern, ben sichelreifen, Hebt sich bumpfer Todtengesang, Von der See di« zu den Bergen Geht ein zitternder Glockenklang; Weithin künden elektrische Funken Ring« der lautlo« horchenden Welt: AuSgtrungtn, au«gtlitttn Hat, o deutsches Volk, Dein Held. August Sptrl. Eine bedenkliche Situation. Humoreske nach Prax. Von Georg Johann«. Wenn man de« Abend« ausgeht, um einen guten Freund zu besuchen, sagt man stets zu seiner Frau: „Ich bin spätesten« um zehn Uhr witdtr zu Haust." Hat man abtr keine Frau, so sagt man e« zu sich selber. Thatsache ist e« indessen, das» e» zwei, drei, ja sogar vier Uhr wird, bevor man die Nase heim-wärt» wtndet. Da» ist eigentlich nicht hübsch; die Frau muss babei bie Achtung vor ihrem Mann verlieren ober wtnigsttn« doch dtn Glauben an sein gtgtbtnt« Wort. Unb hat man feint Frau, so ist bie Sache noch schlimmer. Man verliert dadurch sein Selbst-vertrauen — und etwa« Schlimmere« läs«t sich doch kaum denken. Sich selber gegenüber kann man indessen in der Regel eine passende Entschuldigung finden. E« mus« ja schon ou«rtichtnd sein, das« man e« gar nicht geahnt, das« e« schon so spät gewesen, al« man sich zum Ausbruch gerüstet. Eine Frau hin« gegen wird von einem solchen »Nicht-Ahnen" nicht« wissen wollen, wenn man auch noch so viel betheuert, das« e« wahr ist. So sind leider die Frauen. — E« war vor mehreren Jahren, al« ich eine« Morgen«, da ich erwachte, sand, das« e« schon nach neun Uhr war. Glücklicher Weise war ich damal« noch nicht verheiratet. Al« ich nachdachte, erinnerte ich mich, das« ich am Abend vorher einem andern Junggesellen einen Besuch gemacht hatte; selbstverständlich war ich mit dem Vorsatze gegangen, spätesten« um zehn Uhr wieder zu Hause zu sein — ein regelmäßiger Schlaf ist ja ein gut Ding. Gleichwohl mus«te e« sehr spät gtwtstn fein, al« ich htimgekthN, sonst würdt ich nicht so lange gtschlastn habe». Indem ich, wit gtwöhnlich bti folchtn Gt-ltgtnhtiten, mir selber gelobte, das« die« da« letzte» mal fein solle, das« ich über die Kreide gegangen, rieb ich mir die Augen au« und hüpfte dann schnell au« dem Bette. 2 Alle hier nicht angeführten Blätter, auch wenn sich dieselben den Titel deutsch-national beilege», sind nicht als deutsch-völkische Parteiblätter zu betrachten. Kroßer Eisenbahnunfall. In d.-r Nacht von Sonntag auf Moniag ereignete sich bei der Haltestelle RückerSdorsder Kärntner Bahnstrecke «in furchtbares Eisenbahnunglück, indem derNachteilzug FranzenSseste—Marburg entgleiste. Zwei Menschenleben. deS Südbahnbearnten Wal-l i s und des UnisormschneiderS N e t ( ch t f aus Wien, sind dem Unfälle zum Opfer gefallen. Acht Personen wurden schwer, II leicht verletzt. AuS Cilli war Herr Ingenieur L i n d a u er im Un-glückSzuge, er blieb jedoch heil. Heil ihm! Er giebt uns nachstehende Schilderung des Unglücks-falle»: „Ich befand mich im Triester Wagen im letzten Coupö. In Klagensurt hörte ich noch im Schlag das« an den Triester Wagen noch ein Wagen angeschoben wurde, so dass dieser neu an« geschobene Wagen den letzten im Zuge bildete. Nach einer kurzen Zeit verspürte ich einen gewal-tigert Ruck und glaubte im Traume gegen die Spitze eines Wechsels zu fahren. Die Stöße wieder-holten sich aber mit großer Vehtmenz; plötzlich erlosch da» Licht im Coupe und ich verspürte, wie wir über die Schwellen suhren. ES war mir sofort klar, dass wir enigleiSi waren; ich hielt mich an dem Sitze in liegender Stellung, mit dem Gesichte nach abwärt», sest. Nach einigen sehr unangeneh-men Augenblicken ersolgte abermals ein gewaltiger Ruck und der Zug stand stille. Nun erhob ich mich, kleidete mich rasch an und trat in die sehr finstere Nacht hinaus. Aus dem Nebencvupv waren in. zwischen schon einige Personen ausgestiegen. Ich erkundigte mich über daS Geschehene und erhielt die beruhigende Versicherung, das» nichiS geschehen fei. Die zwei vor mir befindlich »n Osen-Pester Wagen waren beleuchtet und standen im Geleise. Die Panik der Reisenden war nicht besonders groß, Frauen und Kinder retteten sich inS Freie, und nach einigen beruhigenden Mittheilung«, wurde dem Hinauswerfen des Gepäcks Einhalt gethan. E« war so finster, das» man außer den zwei beleuchteten Wagen nichtS sehen konnte. Nur mit größler Vorsicht giengen einige Herren und ich nach vorwärts und gewahrten, das» die vorderen Theile des ZugeS gänzlich aus dem Geleise seien. Die Situation war etwa folgende: Die EntgleisungS-stelle befindet sich bei Kilometer 108 S, in unmiitel-barer Nähe der Haltestelle RückerSdorf. Ungefähr hundert Meter gegen Marburg zu befand sich die Maschine im Geleise, hinter ihr der Tender und zwei Packetwagen, zwar außer dem Geleise, doch parallel mit demselben. Fünfzig Meter weiter zurück war an der linkseiligen Böschung (die Richtung Klagensurt-Marburg genommen) ein Wagen voll-ständig au« dem Geleise geworsen und auf der Fensterfeite liegend. Himer ihm befand sich der lange Südbahnwagen Ala-Wien, gleichfalls aus Gleichzeitig schielte ich nach meinem Morgen-kaffee, der kalt auf einem schwarzen Präsentierteller neben meinem Lager stand. Man haue ihn hereingebracht, ohne daß meine Aufmerksamkeit dadurch von der Welt der süßen Träume abgelenkt worden war. Für diesen Morgenkaffee schwärmte ich sonst, trotzdem er so erbärmlich dünn und von unbe-siimmtem Geschmack war; aber diesen Morgen hatte ich nur ein mitleidiges Achselzucken für den Götter-trank übrig. Da« Zimmer, welche« ich bewohnte, hatte ich von einer Witwe gemiethet. Mein Gegenüber be-stand au« einer verschwiegenen Wallböschung und einem ungeheuren Mühlstein, der an der Böschung lag. Freilich konnten Leute aus dem Wall gehen und mir in« Fenster schauen, aber de« Morgen« waren in der Regel keine Menschen dort oben zu sehen. Der Sicherheit wegen gieng ich aber doch im tiefsten Ntgligö an« Fenster und zog die Gardinen zu — als ich in der Nacht nach Haufe gekommen, hatte ich keine Gedanken für diese Vorsicht gehabt. Kaum hatte ich die Gardinen zugezogen, so wurde leise an meine Thür geklopft. Da hatt' ich'« — entweder die Witwe oder ihr Mädchen! Sie wollten natürlich sehen, ob ich ausgegangen fei. damit sie das Zimmer in Ordnung bringen konnten. Ich wollte wieder inS Bett fliehen, aber ich rechnete doch im Handumdrehen aus, das« die« nickt mehr möglich sei. Neben mir stand ein Kleiderschrank, und die Thür war halb geöffnet. „Senifche M-cht" bem Geleise geworsen, jedoch auf der rechtseitigen Böschung. Der internationale Schlafwagen stand aufrecht, doch nicht im Geleise, welche« dort gänz-[ich zerstört war. Knapp an den Schlafwagen folgten ein Wagen erster und zweiter Classe und einer dritter Classe, umgestürzt, an der linksseitigen Böschung. Hinter ihnen standen die Osen-Pester und der Triester Waaen. Unter Verwendung der wenigen im Zuge befindlichen Fackeln wurden die Reisenden au« den vorderen ganz oder theilweise umgestürzten Wagen durch die Fenster und Thüren in« Freie gebracht. Im Allgemeinen hatte man noch immer den Eindruck, als ob kein größeres Unglück geschehen sei. Nur eine Frau war von Neroenchoc befallen, ein Reifender hatte »ine Schnitt» wunde an der Hand erhalten und «in alter Herr wurde angeblich bewusStloS im Gebüsch gebettet. Viele andere Passagiere hatten Beulen davonge-tragen und waren durch da« starke Herumwersen stark coniusioniert. Plötzlich erschien «in Herr in Radsahrenracht, am Kopfe verwundet, und theilte mit, das« rückwärl«, ungefähr hundert Meter gegen Klagenfurt, ein Wagen vollständig zerschmettert am Fuße de« zwölf Meter hohen Damme« liege. Darin befänden sich viele Verwundete. Trotz de« empfindlichen Lichtmangel« eilten einigt Herren zur bezeichneten Stelle und bemühten sich emsig, die Passagiere diese« WagenS au» den Trümmern zu ziehen. Dieser Wagen war in zwei Theile, der Plattsorm und dem Dache, vollständig auseinandergesprengt. Zu gleicher Zeit wurde die Entdeckung gemacht, dass an der rechten Seite des dort beginnenden Bahndammes ungefähr in der-selben Entfernung zwei Waggon« übereinander lagen. Der untere Wagen, l. und II. Classe, war vollständig in die Böschung hineinaedrückt und auf ihm lag zerschmettert ein Wagen III. Classe, jedoch so, dass cs möglich war, zur Thüre der I. Classe deS darunter befindlichen WagenS zu gelangen. AuS dem Wagen hörte man Stöhnen und einige leichter Verwundete krochen blutüberströmt heraus. Inzwischen kam der StationSches von Kühn«dorf, der, wie gleich hier erwähnt fein mag. mit größter Sorgfalt und Umsicht für daS Bergen der Verwundeten und die Aufrechterhaltung der Ordnung sorgte, mit einer Hilfsmaschine an und brachte einige Leute, Fackeln und Verbandstoff. Die im Zuge anwesenden Aerzte, die schon früher die im anderen Theile des ZugeS befindlichen Reisenden theil« verbunden, theils nach Möglichkeit gelabt hatten, begaben sich nun zu den zwei übereinander liegenden Wagen. Wie viele Schwerverwundete au« den Wagen herausgezogen wurden, kann ich nicht bestimmen. AuS dem Wagen I. Classe wurde der Controlor der Südbahn, Wallis, in schwer ver-wundetem Zustande hevorgezogen, der kurze Zett darauf starb. Fernrr wurde», gleichfalls schwer verwundet, hervorgezogen ein Bahndeamter und ein Reisender au« Wien. In den zwei Abtheilen de« Wagen« dritter Classe besanden sich mehrere Schwerverwundete ein-geklemmt. Inzwischen traf auch aus Klagenfurt Kurz entschlossen sprang ich hinern und zog die Thür zu, so gut e« gehen wollte. In demselben Augenblick trat da« Mädchen, bewaffnet mit einem Besen, in« Zimmer. Durch die unzähligen Ritzen de« Schranke« konnte ich alles unbemerkt beobachten. Froh war ich eben nicht beim Anblick des Besen», denn er deutete ja an, daß sie entschlossen war. ihre Arbeit sogleich zu beginnen. Und ich hatte doch gehofft, daß sie aus einen Augenblick wieder verschwinden werde, wenn sie sich davon überzeugt hätte, inwieweit ich abwesend oder an-wesend sei. Dann hätte ich doch mein interimisti-sche« Asyl verlassen können, welche» durchaus kein passender Platz für einen Menschen in meinem so überaus einfachen Anzüge war. Sie schielte noch mehr nach meinem Kaffee hinüber, al« ich eS selber gethan hatte, und blickte entsetzt auf meine Kleidungsstücke, die in der un-mittelbaren Nähe eine« Stuhle« auf dem Fuß-bodtn lagen. Aber selbst die Kleider schienen mich nicht zu verrathen. Da« Mädchen glaubte offenbar, daß ich mir einen neuen Anzug angeschafft und gleich einer Schlange die Haut abgestreift hätte. Ordnung in meinen Sachen zu haben, dessen hatte sie mich niemal« mit Recht beschuldigen können, und e« war daher im Grunde nicht so wunderbar, dass sie beim Anblick der Kleidungsstücke auf dem Fußboden nicht Unraih merkte. Plötzlich fuhr mir ein Gedankt durch de^ 1899 «in Hilf«zug mit Aerzten. Personal, dem Verkehrs-ches, dem Jnsptctor der Bahnerhaltung u. f. w. ein, und es wurden nun die Reisenden des erwähnten Wagen« dritter Classe, der vollständig eingeklemmt war, langsam au« ihrer entsetzlichen Lage befreit. Sie sollen durchwegs schwer verwundet gewesen sein. Um halb 6 Uhr morgens, als ich mich mit dem inzwischen von Unterdrauburg eingetroffen«» Hilfszuge nach Marburg begab, wurde noch an der Befreiung eineS der Armen gearbeitet. Zu gleicher Zeit wurden auch die, allerdings wie durch Wunder nur leichter verwundeten Reisenden des herabgestürzten WapenS erster und zweiter Classe — zumeist Osficiere — herausgebracht und. so weit es nöthig war, verbunden. Wie schon erwähnt, wurde um halb 6 Uhr noch an der Freimachung eine» Passagier» in dem Wagen dritter Classe, welcher einen Theil des Wagens erster und zweiter Classe vollständig be-deckte, gearbeitet, und eS ist leider nun als gewiss anzunehmen, dass die in der zweiten Classe befind-lichen Passagiere mindestens schwer verletzt seien, da eS kaum zu hoffen ist. dass diese Abtheile leer gewesen seien. In werkihätiger Mithilfe in den ersten Augenblicken hat sich Herr G«richtSadjunct Dr. GlaS be'onder« verdient gemacht, und ebenso werden alle Reisenden gewiss dem SiationSchts von Unterdrauburg, der mit außerordentlicher Raschheit einen Hilsazug von Unterdrauburg beistellte und persönlich an den RettungSarbtiten theilnahm, zu Dank verpflichtet sein. DaS Unglück hat sich um 12 Uhr 35 Mi», nachts ereignet, und es wäre nach dieser Anqab« der Zug circa 25 Min. verspätet gewesen. Ueber die Ursachen des Unglückes konnte natürlich nicht» Bestimmtes erhoben werden, jedoch behaupten die wachgebliebenen Mitreisenden, dass die ZugSge» schwindigkeit eine ganz abnorme gewesen sein soll. Von einem Sachverständigen wurde auch behauptet, dass der von der Draubrücke zur UaglückSstäUe führende Bogen in einer ung«fähr«n Länge von 300 Metern zerschlagen fei. Möglicherweise kann auch die bei den Südbahnzügen leider gepflogene, höchst ungünstige Zusammenstellung der Garnituren di« Ursache sein, da sich die schweren und langen Wagen der Südbahn, wie auch die noch schwereren Schlafwagen in der M«tte des Zuge» befinden, wodurch in den Bogen leicht ungleichmäßige Span-nungen und daher möglicherweise Risse in den Kuppelung,» eintrettn. Eine Möglichkeit wäre auch noch, das« bei irgend einem Waggon ein Achsen» bruch vorgekom nen ist, wa« namentlich an Ort und Stelle damals nicht constatien werden konnte." Ans Stadt uns Land. Ernennung. Ueber Aufforderung des Acker» baumtni'terium» hat der Landwirtschaftsrath ein Subcomitö behufs Erstattung eines Gutachtens über die Förderung deS Obstexports, ferner «in Comit6 über Maßnahmen zur Hebung der Obstcultur und zum Schutze derselben gegen die auswärtige Con- Kopf, ver fast das Blut in meinen Adern er-starren ließ. Wenn e« ihr nun einfallen sollte, daS Zeug in den Schrank zu hängen — waS in aller Welt sollte ich dann ansangen? Ich öffnet« schon den Mund, um «in schreck-liche« Gebrüll auSstoßen zu können, fall« sie sich nähern sollte. Glücklicherweise blieb ich vorläufig damit verschont, mein« Stimmmittel anzustrengen. DaS Mädchen gab nämlich den Kleidern, unter denen sich auch mein SonntagSrock befand, einen gehörigen Fußtritt, so daß dieselben in ein« Ecke flogen, wo-selbst sie, ganz auS dem Concept gerathe n, auf dem Spucknaps zusammenkrochen. AIS dann daS Mädchen sich daran begab, gründlich meine Schieblaven nachzusehen, wusste ich, daß meine idyllische Ruhe in dem Kleiderschrank vorläufig nicht gestört werden würde. DaS wurde sie in Wirklichkeit auch nicht. Es schien, daß sie versch'edene Dinge gesunde» hatte, die sich ihreS Interesse« erfreuen konnten, und die sie daher gründlich studieren musste. Sie war nämlich so glücklich gewesen, «inen Hausen alter LiebeSbritse zu entdeckt». Wollte sie aber alle die liebevoll«?» Gefühle, welch« diese Briefe enthielte», aus sich nvirken lassen — wa» sollte dann zuletzt au» mir wende»? Ich kann nicht leugnen, das» dies,er Gedanke mir den Kopf etwa» heiß machte. In aller Stillt fing ich an, da« bwse Schicksal zu verwünschen, welche« mich «n den Schrank ge-/ührt hatte, und ich gelobte mir selbe:?, niemal» 1899 .D-«tfch- Wacht ' atrrenj gebildet. Zum Referenten der beiden Co-Bits'« wurde über Vorschlag de» Ackerbauministe-wimS der hochverdiente Obmann de» Obstbau-««ine« für Mitte lsteiermark, Herr Edgar Freiherr von Ecker in Villa Eckhosen bei Graz. ernannt. Krneunuug. Der m allen Kreisen sehr be« liebte und durch lange Zeit m Cilli ansässig gewesene !. u. f. VerpfltgSseldwebel Herr Carl P a m e r ««de bei feiner lebten Anwesenheit in Cilli anläßlich de» Rennen» durch die Ernennung zum k. k. bteueramtSadjuncten für Leoben^überrafcht. Seine agklen Freunde haben ihn zu dieser Sianberhöhung sofort beglückwünscht. Kruevnuvge« i« Aina«tdie«ste. Da» Prä« sidmm der Finanz-Landt«-Dir«ct>on für Steiermark bat ernannt: die Finanzconcipisten Gustav Lichtner-Hoper, Dr. Victor Panike, Karl Fink, Dr. Franz kchreiber, Aloi» Dalla Rofa und Dr. Karl Dob-tue zu Finanzcommiffären und die FinanzconceptS-zeatticanten Johann Simml, Richard Reddi. Ernst itiilxS. Franz Stofchier, Alfred Pann und Otto Seleba zu provisorischen Finanzconcipiften. die Ziechnung«assi>tknt«n Ludwig Sperl und Franz Pro-lop zu RechnungSosficialen, die Rechnung«practi-auuen Aloi« Ustrnul und Josef Majhen zu Rech-tmgSassiftenten, den Steueramt«adjuacleu Aloi« Ichischin zum Assistenten bei der Finanz-Lande«-cosie, den Feldwebel Karl Pamer zum Steueramt«, «djun.-ten und den Feuerwerker Josef Kellner zum tanzlisien. ßvangcl. Hcmcinde ßilli. Sonntag den 6. tabust findet in der evangelischen Kirche (Garten-psse) um 10 Uhr vormittag» Gottesdienst statt. Kpme». Dienstag den I. August fand in deutschen Kirche di« Vermählung de» Herrn . Eugen N e g r i mit Fräulein Helma S t i g e r feit. Die große Beliebtheit und Verehrung, deren ßch unser Bürgermeister Herr Gustav S t i g e r «freut. rechtsertigie die allgemeine Aniheilnahme der LeoSlkerung an dem Familienfeste de» ersten Mit-tngerS. Die ganze deutsche Gesellschaft nahm an kat TrauungSacte theil. welch«r die besten Kreise nserer Stadt zu einem glanzvollen und anmuth-rnchtn Bild« v»reinigte. H«rr Pfarrer Jgnaz ocherl au» F»ldkirch»n bei Graz, «in« weit vl breit bekannte und in allen Kreisen beliebte tznsönlichkeit, vollzog die Trauung, zu der er eine jiide hielt, die. reich an edlen Gedanken und Empsin-duigen, aus die Zuhörer einen mächtigen Eindruck »ach,«. Al» Trauzeugen fungierten die Herren lchrlicher Rath Karl Traun und Rechtsanwalt 8t August Schurbi. Da» Innere der Kirche. welcher festliche Klänge erschallten, war wunder« schon mit Blumen geschmückt. Nach der Tcauung Bind« im Casinosaale ein glänzende» Festmahl ozenommen. worauf die Neuvermählten eine Hoch-Mitreise in die Schweiz antraten. Hemtindewahkerv^rlammlung. Mehrtre Ge «inderäthe au» dem 3. Wahlkörper berufen behuf« Hejprechung gewerblicher Angelegenheiten eine Ver-st»»Iunp der Gemeindewähler de» 3. Wahlkörper« sir Freitag d«n 4. August ab«nd« 8 Uhr im Gast» ■ttli die Kleider vom Leibe zu ziehen, fall« e« mir uch einmal vergönnt sein sollte, wieder in dieselben hineinzukriechen. Einer Sttinbuile in einem Hütefaß konnte nicht schlechter zu Muthe sein, al» mir in diesem Augen Kid. Mancherlei Anschläge durchkreuzten mein Ichirn. — Wäre e» doch wohl nicht am besten, eil Gebrüll au«zustoßen und dadurch ba» Mädchen i> die Flucht zu jagen? Wieder öffnete ich den Mund. Ein», zwei, tai--da wurde die Stubemhür geöffnet, und der Kops der Witwe kam zum Vorschein. Da» Mädchen hatte fchn«ll die Briefe fallen Wn u»d hatte «» nun sehr eilig, die Schiebladen t» verschließen — die Frau musst» ja glauben, tajlich sir aufgezogen hatte. .Nun, ist er gegangen?■ sagte die Frau und In» m die Stube. ,Ja — und seht, er hat den Kaffer gar nicht wgtrührl/ antwortete da» gute Mädchen, „und so liegt sein Zeug hier herum." Sie zeigte mit dem Finger auf mein» Unglück l.tyn Kleidung»stücke. .Wi» ist e» möglich!" ri«s dir gut» Frau au» nb schlug di» Hände zusammen. „Er hat also medn gezecht. E» ist entsetzlich. Wa« ein solcher Mensch wohl eigentlich denkt? Du sollst sehen, Marie, er verkommt noch ganz und gar. Gott helfe der armen Frau, die ihn einmal zum Mann klommt! Da» gute Mädchen seufzte, al« ob ihr Herz dnchen wollt»; di» Witwe seufzte auch. (Schluss folgt.) bofe Strauß ein. Die Wähler werden im eigenen Jnterrfs« ersuch», recht zahlreich zu erscheinen. Schlachthaus. Die t. k. Statthaltkrri hat die in drr GemeinderathSsitzung vom 7. Juli l. I. beschlossenen Aenderungen an der Schlachthau»ord-nung genehmigt. Es sind daher von nun an alle Fleischhauer, welche da« Fleischergeschäft in der Stadt Cilli betreiben, da« Fleisch in einem Ge» wölbe oder auf einem Standplätze zum Verkaufe bringen, verpflichtet, sämmtliche Schlachtungen im städtischen Schlachthause vorzunehmen. Von dieser Bestimmung wird nur in einem einzigen Fallt eine Ausnahme gestattet, welche aber für den betreffen« den Interessenten wenlo« ist, weil zugleich der Arnderung zugestimmt wurde, das« für die Beschau de» von auSwärt« geschlachtet eingebrachten Flei-sche« eine einheitliche Gebür von zwei Htllern für jede« Kilogramm zu entrichten ist. Nunmehr wird also der Widerstand gegen die Schlachthausordnung gänzlich schwinden müssen und e« wird dafür ge-sorgt werden, das» alle Bestimmungen aus'» strengste zur Befolgung gelangen. Der Vewaliung»au»schus» wird auch regelmäßig Bericht« «rstatten und hiebei insbesondere auch jene Fleischer namhast machen, welche nicht nur im Schlachthause schlachttn. son-dern da« Fleisch auch in den Kühlzellen ausbtwah« ren, bei denen die B«völk«rung also sicherlich gute und aesunde Ware beziehen kann. Aom -Landeslchulrathe. In der letzten Sitzung de» LandeSjchulrathe« wurden angestellt al» Lehrer und Schulleiter an der Volksschule in Glashütten der Lehrer Aloi« Spath in Gna«; al« Lehrerin an der Volksschule in HauSmannstätten die Unter-lehrerin Henriette Sartory dortselbst; al« Unter-lehrer, beziehungsweise Unlerlehrerin an der städtischen Knaben-Volksschule in Pettau der provisorische Unterlehrer Franz Mühlbauer dortselbst; an der Volksschule in St. Veit bei Ponigl. Bezirk St. Marein, der Unterlehrer - Supplent Martin Krajncic dortselbst; an der Volksschule in St. Jakob (W.-B.), Bezirk Umgebung Marburg, der definitive Unterlehrer Friedrich Zinauer in Ober» St. Kunigund; an der Volksschule in Feistritz. Be-zirk Knittelseld. der provisorische Unterlehrer Josef Schweiger dortselbst; an der Volk«schul« in Hau«-mannstäit«n d«r provisorisch« L«hr«r Franz Haschka dortselbst; an der Volksschule in Unter-Premftätten der Unterlehrer Anton Tox in Kainach; an der Volksschule in Gras«nitz. Bezirk Aflenz, der provisorisch« Unttrlthrer Josef Zinner dortselbst; an der Volksschule im Remschnig. Bezirk Mahrenderg. der provisorische Unterlehrer Jgnaz Kaffau dortselbst; an drr Volksschule in Lang. Bezirk Leibnitz. die provisorische Unterlehrerin Cornelia Rau dortselbst. politische Der Ministerpräs,, dent als L«tter de« Ministerium« de« Innern hat bekanntlich die Exponirung je eine« politischen Be amten nach Gonobitz für da« Gebiet de« gleich namigen Gericht«bezirke» und nach Praßberg für da« Gebiet de« GerichtSbezirke« Oberburg genehmigt. Die exponirten Beamten beginnen heute ihre Amt«-thätigkeit. Dem exponirten politischen Beamten steht die selbständige Erledigung der ihm übertragenen administrativen Geschäfte erster Instanz im Bereiche de« im zugewiesenen GerichtSbezirke« zu; diese Er ledigung hat jedoch stet« im Namen de» Bezirk» haupimanne» zu erfolgen. Der exponirte politische Beamte steht in allen Angelegenheiten de« ihm selbständig übertragenen Wirkungskreise« mit der Staithalterei und den übrigen Behörden und Or-ganen im unmittelbaren Dienstverkehre. Die selbst-ständige Amtswirksamkeit de» exponirten politischen Beamten erstreckt sich auf alle in den Wirkung« krei» de« Bezirk»hauptmanne« fallenden admtnistra tiven Geschäft» d»» ihm zug»witftn»n Sprrngtl» mit Au»nahm» der nachstehenden, ausschließlich de« Bezirtthauptmanne vorbehalten«» Agenden: 1. der Mobilisierung»angelegenheiten; 2. der Leitung aller Amtshandlungen in Betreff der Durchführung der Bezirksvertretung»-, Landtag«- und Reichsrath»» wählen; 3. der Handhabung der Vorschrift«» über die Wehrpflicht, insbesondere der EttllungSarb«it«n, insoweit al» die einheitliche Behandlung dieser Ge-schäste bei der Bezirtthaupimannschast geboten ist; 4. der Verfassung der Mililärtaxnachweisungen; 5. d«r Erthtilung von Päffen und Reisebewilligungen an Personen, welche stellung»- oder wehrpflichtig sind oder bezüglich welcher irgend ein Bedenken obwaltet; 6. der Amtshandlungen, welche der BezirkShauptmannschaft nach dem Gesetze vom 25. Mai 1868. G.-G.-Bl. Nr. 47, und der Ministern!» Verordnung vom 1. Juli 1868, R.-G.-Bl. Nr. 80. betreffend die Eheschließung vor den weltlichen Behörden, ferner nach dem Gesetze vom 25. Mai 1868, R.-G.-Bl. Nr. 49, betreffend die intncon-feffionellen Verhältniffe ber Staatsbürger, sowie nach dem Gesetze vom 7. Mai 1874, R.-G.-Bl. Nr. 50, betreffend die Regelung d«r äußeren Recht»-verhaltnisfe der katholischen Kirche, zustehen; 7. der VolkSschulangelegeaheittn; 8. der Ausübung de» Aufsicht»- und Tutelrechte» de« Staate« bei geistlichen und weltlichen Stiftungen; 9. der Angelegen-heilen der direkten Besteuerung. Padwettfaßre». Da« VI. Radwettfahren, welche« am Sonntag vom Cillier Radfahrervernne veranstaltet wurde, reihte sich den glanzvollen Unternehmungen diese« überaus rührigen nationalen Sportvereine« würdig an. Zur Begrüßung der vielen auswärtigen SportSgenoffen welche au» Graz, auS allen deutschen Orten de« Unterlande«, sowie au« dem Nachbarlande Krain hiehergekom-men, fand Samstag abends im Garieosaale de« Hotel« Terschek ein schön und gemüthlich ver« laufener Begrüßungsabend statt. Ter Vormittag de» Sonntag vereinigt« die fröhlichen Jünger de» flüchtigen Rade» im Waldhause zu einem lustigen Frühschoppen. Um 2 Uhr nachmittag» wurde eine Corsofahrt durch die Stadt und von da zum eigent« lichen Festplatze. dem Gasthause Erjautz in Unter-Kötting unternommen, wo sich im schattigen Garte» ein zahlreiche» Publikum versammelte, da» dem Verlaufe de» Rennens mit lebhafter Spannung folgte. Daselbst war zur Bezeichnung von Start und Ziel eine schmucke Pforte errichtet, bei welcher auch der Rennauifchus« Aufstellung genommen hatte. Derselbe bestand au» folgenden Herren: Fahrwart Franz Koneczny. 2. Vorsitzender de» Steirischen Radfahrergauverbande»; Zielrichter Stephan Hedl, 2. Vorsitzender deS Gaue» 36 und I. Schriftführer de» Steirischen Radfahrergauver-bände», und Dr. Gustav B e ck, Mitglied de« C. R.-V.; Zeitnehmer Arnold Hubalow«ki, Vorsitzender de« Sportau«schuffe« de« Carlell« der vereinigten selbständigen Herrensahrer - Verbände Deutschösterreich«. Franz F u ch «. Beisitzer diese» Ausschusses, und Friedrich Jakowitsch. Mitglied de« C. R.-V. Als Ablaffer fungierte Herr Dr. Gustav Beck. welcher auch al« Rennarzt in Thätigkeit trat. Schriftführer war Herr Joses A r l t. Al» Fahrtbeobachter fungierten an den Wenden die Herren Robert R ü p s ch l und Karl B r a t s ch i t f ch, Mitglieder de« C. R.-V. Für die Aufrechterhaltung der Ordnung sorgten in liedea»würdigster Weise und mit großer Umsicht Herr Stadiökonom Peter Der-ganz und die wackere freiw. Feuerwe hr Cilli. Die Renn«n begannen um 3 Uhr und nahmen fol-genden Verlauf: Im ErösfnuogSfahren, Strecke 20 Km. mit Wende in Surnstein, starteten 9 Fahrer ; davon wurde Erster Gras P l a t e n (Graz) mit 39 Min. 45 See.. Zweiter Franz Hubert (Graz) mit 39 Min. 46'/* Etc., Dritter Rudolf Wurm (Graz) mit 39 Min. 47% See. Im VereinSoorgabesahren über 20 Km., offen nur für Mitglieder deS C. R.-V.. starteten 7 Rennfahrer. Herr Fritz H o p p e gewährte Vorgaben bis zu 8 Min. Erster war Hoppe mit 36 Min. 21'/, See., der damit die b e st e L e i st u n g de« Ren-nens bot. Zweiter wurde Joses Lednik ('/< Std. Vorgabe) mit 36 Min. 21*/® ©«•< «m noch jung« Fahrer, der zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Der dritte Prei« wurde Herrn Albert Jenny zuerkannt, nachdem derselbe Herrn Aloi» Jilke, welcher sich einer Uncorrectheit im Endspurt (Kreuzung de» Vordermanne« Scheligo) schuldig gemacht hatte, abgesprochen wurde. Hiedurch kam Scheligo, der, wie allgemein angenommen wird, sicherlich Zweiter geworden wäre, zum Falle. Er erholte sich jedoch bald von den Folgen de« Sturze«. Im Haupt-fahren über 30 Km. starteten 9 Rennfahrer; Erster wurde Graf P l a t e n mit 69 Min. 57*/* See., Zweiter Ernst B i t t n e r (Graz) mit 69 Min. 58'/. See.. Dritter Rudolf Schmidt (Graz) m»t 69 Min. 59'/» See. Beim Cillier Meisterschaft«« fahren auf 3u Km., offen nur für Mitglieder de« C. R.-V., starteten 5 Fahrer. Vertheidiger der Cillier Meisterschaft war Fritz Hoppe, der nach ursprünglich hartem Kampfe gegen den strammen Fahrwart de« C. R.-V. Herrn HanS R i s ch n e r unterlegen ist. Trotz de« strömenden Regen« wickelte sich diese« Rennen im schärfsten Tempo ab. Al« Rifchner bei Sternstein stürzte, kam ihm Hoppe vor, wurde jedoch bi« zur Wende von Rischner wieder eingeholt. Aus der Rückfahrt gieng Risch-n e r davon und erreichte, von allgemeinen stur« mischen Heilrufen begrüßt, da» Ziel in 61 Min. 14 See. al» Erster. Er führt nun den Titel: »Meisterfahrer der Stadt Cilli 1899/1900'. Hoppe wurde Zweiter mit 62 Min. 48'/. See., Dritter Aloi« Jilke mit 63 Min. 19'/, S«c. Der wolkenbruchartige Regen trieb die große Zu« fchauermenge, welche in den Pausen den flauen Klängen der Cillier MusikvereinScapelle gelausch 4 Halle, in die Flucht. Abend« fand im Saale des Hoiel» zum Mohren ein FestcommerS mil Preis-vertheilung stalt. Der Leiter de« CommerseS Herr Rudolf Costa-Kuhn, Obmann des Cillier RadsahrervereineS, begrüßte mit herzlichen Worten alle Anwesenden al» Zeugen eine« sportlichen und deutschen Feste«. Namentlich begrüßte er die Herren Koneczny, HubalowSki und Hebt, die Rennfahrer, die Vertreter de« akad. - techn. Radfahrer - Vereine« in Graz und die anderen Grazer Vertreter, ferner die Sportgenossen au« Marburg. Hochenegg, Win« dischseiftritz und Weitenstein, endlich die freiwillige Feuerwehr Cilli, welche am Ziele stramme Ordnung gehalten hatte. Herr H e d l sprach namen« de« Steirischen Radfahrergauverbande« den besten Dank für die Einladung au«. „Sie können aufrichtig überzeugt sein, das« wir mit größter Freude und Liebe Ihrem Rufe gefolgt sind und das« wir immer schon sei» langem auf den Tag schauen, der un« in Ihre bedrohten Gefilde führen soll. Diese An-ziehung«kraft übt in erster Linie nicht der Rad« fahrspor», sondern etwa« bedeutend Höhere«: Da« eiserne Gefühl der Zusammengehörigkeit, da« Band de« deutschen VolksihumS, da« un« alle fest um-schlingt. Sie halten hier hocherhobenen Haupte« die Wacht an der Sann gegen die anstürmenden Wegen de« Fremdthum«. Der C. R.-V. hat eine bedeutende Arbeit dadurch geleistet, das« er gerade durch die Förderung de« Sport«, durch die Stäh« lung de« Körper« Männer heranbilde», die fähig sind, dem Sturme kraftvoll entgegenzutreten. In diesem Sinne bringe ich aus da« Blühen, Wachsen und Gedeihen de« C. R.»V. herzlichen Heilruf!' Herr Graf P l a t e n sprach »amen« de« akad.« techn. Radfahrerverein« Graz, Herr Reitz namen« de« Laibacher Bicycle - Clubs „Edelsweiß", Herr Han« I a n e s ch namen« de« Laibacher Bicycle-Club«. Herr Koneczny nahm al« Fahrwar» de« Rennen» die Veriheilung der prachtvollen Preise vor. Er sagte, das» die vom C. R.-V. veranstal-tften Rennen bereit« historisch geworden sind. In erster Linie beglückwünschte er den C. R.-V. zu seiner strammen Rennmannschaft, welche die Grazer übertrosikn hat. Vor der PreiSvertheilung, welche vom Publicum namentlich bei Nennung der Namen Hoppe und R i f ch n e r mit lebhaften Heilrufen begleitet wurde, besprach Herr Koneczny die Einzel« heilen de« Rennen« und richtete auch an Herrn Scheligo die Mahnung, sich durch den Sturz in seinem weiteren Streben nicht beirren zu lassen. Der Redner dankte allen Betheiligten in erster Linie dem Rennau«schufse. Ganz speciell betonte tx die Leistung der beiden Posten B r a t s ch i t s ch und R ü p s ch l, die im Wolkenbruche stramm und tapfer gestanden seien. Nach der PreiSoeriheilung verlas Herr Arlt die eingelaufenen Dravtgrüße von Dr. Miglitz, Dr. Orofel. Onkel Mofer u. v. a. Herr HubalowSki feierte daS Herren-fahrerthum welche» neu aufblühe und vom Cillier Radfahrervereine wirklich thatkräftig unterstützt werde. In diesem Sinne bracht« er namen« de« Cartell-Spor»au»schusse» dem C. R. V. ein kräftige» Heil! Schriftleiter Ambroschitsch gedachte in warmempfundener Rede de» Todestage« Bi«marck« und schloss mit dem lebhaft aufgenommenen Rufe: Heil Alldeutschland! Nationale Lieder und di« flotten Weistn der Cillier MusikvereinScapelle füllten den übrigen Th.il deS Abends auS. Pet Fschechennverfall auf ßilli. Heureka! Die hiesigen windischen Hetzer haben endlich einen besonders pielätvollen AnlasS gefunden, der die „culturelle und repräsentative" Anwesenheit der Präger akademischen Rausbolde in Cilli decken soll. ES soll nämlich am 9. August am Umgebung»« friedhofe ein Denkmal für den verstorbenen Cillier Slavisten Dr. Vatroslav Oblak enthüllt werden. Die Cillier Deutschen erinnern sich noch daran, das» dieser Oblak, welcher als Gymnasialstudknt wegen panslavistischer Umtriebe von allen Gymnasien Oesterreichs ausgeschlossen wurde und später als panslavistischer Emissär den Boden Bulgarien« unter seinen Füßen zu heiß werden fühlte, seinerzeit ein Steinwursatteniat auf daS Kaiser Josef-Denkmal unternommen hat. Bei der Ehrung dieses so großen Slovenen sollen nun auch die tschechischen Gäste zur Vervollständigung de« panflavistischen Rahmens bei-tragen. Natürlich wird auch der bekannte Laibacher Tros« nicht fehlen, die slovenische Etudentenver-bindung „Sava* wird vermuthlich korporativ auf« ziehen. E« ist selbstverständlich ganz ausgeschlossen, das« diese ganze Gesellschaft, welche da« Mal der „Provolacr" auf der Stirne trägt, irgend einen Auszug in der Stadt veranstalten wird — im Interesse der „öffentlichen Ruhe und Ordnung". Bei dem provocatorischen Charakter der „Gäste- von der Moldau und der Save sind ja Zusammenstöße ».Deutsche Macht- fast unvermeidlich und die Cillier Bevölkerung will nicht nur für sich und die liebwerten Sommergäste Ruhe, sonvern sie will schon in vorhinein einen Riegel vorgeschoben wissen gegen gerichtliche Schau, spiele, in welchen ganz unschuldige deutsche Bürger unserer Stadt die Opfer der pinslavistischen Hera»«-forderungen sein sollen. Die maßgebenden Cillier Slovenen dürsten übrigens dem Feste fernbleiben, da zu jener Zeit gerade eine windische — Pilgerfahrt nach Mariazell stattfindet. Z>as macht die Liebe. Der Diuruist der hiesigen k. k. BezirkShauptmannschaft L i p u f ch, der schon als Feldwebel des 87. Jns.-Reg. im hiesigen Stadtparke einen ExcesS gegen ruhige Bürger infcenirte, gerielh am letzten Sonntage im Gasthause „zum wilden Mann" wegen eine« Frauenzimmer« mit dem erst kürzlich au« der Kerkerhast entlassenen Taglöhner Johann M o s ch i n a in einen Rauf« Handel, der so ausartet«, das« Lipusch mehr als 10 Stich- und Schnittwunden mit dem landeS-üblichen Messer am ganzen Körper erhielt. Der Schwerverletzte wurde in da» Spital übirsührt und befinde» sich auf dein Wege der Besserung. Zum Arandc in Hverviruvaum. Wir tra« gen zu dem Berichte über den Brano in Oberbirn-bäum noch nach, dass sich die gesammle Arbeiter« schaft der Zollstabfabrik von William Prym in Heilenstein unter der Leilung des Herrn DireclorS Sieg! an der Bewältigung deS Elemenie«, sowie an den Rettung«- und Bergungsarbeiten mit größter Aufopferung und regstem Eifer belheiligt hat. Z>as Aenstonsrecht der privatbeamten tritt gemach in den Bereich der Verwirklichung. Nach Mittheilungen Wiener Blätter soll der Gesetzen!« wurf über da« allgemeine obligatorische Pension«-recht der Prioutbeamten fertiggestellt se»n. Die Pen-sionSberechligung umschließt die Privatbeamten, die Privatangestellten aller Kategorie»», sowie die nicht pensionsderechtigten SiaatSangestellten. Der Ent-wurf bestimmt, dass die PennonSversicherung für alle Privatbeamten beiderlei Geschlechts vom 18. bis zum 50. Lebensjahre obligalorisch sei. Die Ein-zahlungen sollen im perzentuellen Verhältnisse zu ben Bezügen stehen und von den Unternehmern und den Beamten gemeinsam geleistet werden. Die DurchschnittSprämie beträgt nicht mehr als 10 bis 12 v. H. deS GeHalle«. Wenn beispielsweise ein Privatdeamter eine vierzigjährig« Einzahlung leistet, erhält er bei Erreichung deS 05. Lebensjahre« un» pesähr 75 v. H. de« Gehalte» al« RuheprSmie. Die Versorgung wird unter der Conlrole de« Slaate« stehen und sei bestimmt für die Jnvalidi« tät, da» Alter, ferner für die Witwen und Waisen nach Privatbeamten. Wilderers Kude. Im Reviere de» Grasen Thurn wurde der Sulzbacher Franz Pogaritschnig vom gräfl. Jäger Eiern, gegen den er da« Gewehr erhob, erschossen. Fichtenwald. (Heiteres in ernster Zeit.) Ein „windischer Hauptmann i. P," war einem deutschen Radfahrer trotz mäßigen Fahren« und trotz gegebenen Glockenzeichen« derart in» Rad gestiegen, das» beide zum Sturze kamen. Der Radfahrer bemühte sich, dem alten Manne auf die Beine zu helfen, wofür ihn letzterer nach recht win« bischer Manier wiederholt mit den Worten: »Si« Hund Siel* beschimpfte. Die beiderseitige Klage «ndete in Lichtenwald mit dem Freispruche beider Theile. Dies veranlasste den Vertreter des Haupt» mannS, den k. k. Notar Franz Veröec in Lichten-wald, einen RecurS zu überreichen unv an bie k. k. Staatsanwaltschaft in Cilli «ine geharnrchie Eingabe zu richten, in welcher er sich erlaubte, die Objeciioiiät deS hiesigen staatSanwaltschaftlichen FunctionärS in Zweifel zu ziehen. DaS Berufung»-gericht verurthtilt« sonach Radfahrer und Haupt« mann zu je 5 fl. und zur Tragung der gegen-fei»igen Kosten, welche bei ersttrem 12, bei letzlerem Iv fl. belrugen. Nicht genug an dem, di« Staat»-anwaltschaft erhob auch gegen den be—rühmten Notar die Klage wegen AmtSehrenbkleidigung, wodurch dem Franz Versec eine rechtskräftige Cor-rectionSstraf« in der Höh« von 40 fl. auf«rl«gt wurde. So hat der famos« RechtSg«l«hrte „Franz VerSec" nicht nur seinem Clienten zu einer Ab-strafung und zu erhöhten Kosten, sondern auch sich selbst zu einer empfindlichen Geldstraf« verholfen — empfindlich darum, weil er außer der nöthigen Leibwäsche und einer Uhr — „nichtS' sein Eigen nennt. „Kojne bo rnoje!" — pfleg» feine Ehegattin d«m Gerichtsvollzieher zuzurufen--- Aufklärung erwünscht? Fichtenwald. (AuS unsererBezirkS-Vertretung.) Im Strafregister de« hiesigen Bezirksgerichte« waren die vielfachen Abstrafungen unsere» Notars Franz Veriec gar nicht oder nur 1899 zum Theil« eingetragen. Da der Genannt« zum Obmannstillvertreter der hisitgen BezirkSvkrlretung gewählt wurde, mußt« einiges Licht in diese Sache kommen. E» ist darum niemand neugieriger al» unser Notar selbst, ob ihn d«r Kaiser bestätigen werde. Der kürzlich wegen verschuldeler Crida zu dreiwöchentlichem Arrest« verurthtill« Kaufmann Ludwig Smole wurde begnadigt, trotzdem sein erstes Gesuch „abgespritzt" worden war. — Ein anderer „Ehren- und Salonmann" erhielt »rotz seiner Desraudationen eine staatlich« Anstellung» warum sollte nicht auch......, wie gesag», bei uns ist nichl« mehr unmöglich. Honovih, den 30. Juli 1899. In der vor-letzten Folge der „Südst. Post" ist eine geistfprühende Orig.-Corr. au« Gonobitz zu finden. Nachdem da» Blalt hier in keinem öffentlichen Locale aufliegt, von den glücklichen Besitzern aber wie ein Kleinod gehütet wird, damit es nicht in unberufene Hände kommt, so war e« un« unmöglich, rechlzeilig von diesem wunderbaren GeisteSproduc» Kenntni« zu er-langen, um sogleich in gebührender Weise dem Schreiderlein desselben aus die Finger zu klopfen. O pardon! Nicht Schreiberlein — e« sind deren ja mehrere, die stet« tagelang vorher ihr« Köpfe zusammenstecken und nach mehreren Redaction»« fitzungen erst daS Kind wohlweislich«? U«berl«gung vom Slappel lassen. — Dem Manne, der in dem Artikel hauptsächlich getroffen werden soll, wird eine Wieselrolle zugedacht. Wir fassen dies so auf, dass das Wiesel «in sehr nützliche» Thier ist und besonders vom Landwirte beste Schonung verdien». Auch hat der Mann auf dem Gebiete der Gemein» »ützigkeit in uneigennützigster Weise bisher schon mehr geleistet, als alle die slooenischen GeisteShelden von Gonobitz. Wir müssen wohl berechtigte Zweifel an den Tag legen, ob letztere im Siande sind und die Anlagen dazu haben. e»waS Ersprießlichere» zu leisten, als plumpe Correspondenzen für die „T. P." Sie wollen sich mit dem Mann« in seiner SchulmeisterweiShei» in kein« Polemik einlassen, nachdem er weder Latein versteh», noch sonst die Fähigkeiten besitzt, in Urkunden und Matriken zu lesen, lim ein gebildtter Mensch zu sein, ist e» wohl gerade nicht unbedingt geboten, Latein zu ver» stehen. Wir glauben die wenigen Brocke», über die da» Schreiberlein noch verfügt, werben daS Kraut auch nich» fett machen, und die Urkunden, die et zu deuten weiß, sind sicherlich nur von der An der „S. P." Doch wollen wir dem Schreiberlein — trotzdem wir bisher bei ihm nicht einmal eine Schulmeisterweisheit, wohl aber eine NaseweiSheit zu entdecken in der Lage waren — nicht jede Begabung und jeden Wissensdrang absprechen. Be» fasst eS sich doch seit längerem mit Alterthum»» kund« und ist e» ihm erst in jüngster Zeit gelungen, ein ganz nennenSwerleS Produc» zu Tage zu för» dern. Doch zweifeln wollen wir. ob e« ungeachtet dieser Lieblingsbeschäftigung in der Lage wäre, in Wirklichkeit ander«wo al« in der „S. P." den »dummen August" zu spielen. Ausgenommen, „August" lebt in dem Wahne, eine Leucht«, «in S»«rn zu fein, zu dem einmal noch alle Größen der großen slooenlschen Nation emporblicken werden. Wie beneidenswert ist eine solche Anlage! Noch müssen wir eine Sache festnageln. Die „Deutsche Wacht" liegt hier in einigen Gasthäusern auf. Kaum ver-nimmt man: „Schon wieder elwaS auS Gonobitz", sogleich sind auch die ZeilungSmarder an der Arbeit, und in weniger al« zwei Stunden ist da» Blalt in Herrn SutterS Gasthaus vtrschwunden. Nich» wahr, Ihr Edlen, «in« ichön« Eigenschaft! — Zu unf«r«m Leidwesen müssen wir noch mit» theilen, dass der Chef der Gesellschaft Horoat, Rosmann und Comp. von dem Unternehmen zurück» getretrn ist und wahrscheinlich in irgend einem krainischen oder croatischen Dorf« dauernden Auf» enthalt genommen hat. All seine Getrauen veran» stalteten ihm letzten Sonntag eine« Abschiedsabend, bei welcher Gelegenheit di« bekannten schcknen Weisen zwar nicht gesungen, wohl aber gebrüllt» wurden. In ihm verlier» die „S. P." einen der eifrigsten Mitarbeiter, die obige Gesellschaft ih»r geistige» Haupt, Gonobitz einen Menschen, der «» verstanden, alle Deutschen in frecher Weis« zu messsen. Wohl werden sich di« vtrbl«ibend«n Mitgli«di«r der zer» sprengten Gesellschaft bemühen, auf dem betretenen Pfaden weiter zu wandeln, ad«r «» fehlt der Spin-tu». — Am 15. August gedenkt man aauS Anlas» der Gründung «iner Citalnica «in großes fslovenische» Fest zu veranstalten, zu welchem, wie slovenische Blätterpomphas» in die Welt setzen, Hunderrt« von au»» wältigen Gästen erwartet werden. Wirr wünsche« der neuesten Gründung viel Glück und besten Er-folg, denn für die slovenischen Windmcocher ist e» schon lange nothwendig, sich auch em wenig mit 1899 schöngeistiger Lectüre zu besassen. Vor allem würden n:tr un< aber erlauben, ihnen den wohlgemeinten Rath zu ertheilen, alS erste« Buch sich „Rntgge« Umgang mit Menschen" zu verschaffen und recht eifrig darin Umschau zu halten. Dann dürsten sie endlich einmal wieder zu dem Bewusstsein gelangen, Sas« in Gonobitz außer den Slovenen auch noch andere Menschen leben. Aus Houobih. Der hoch- und tiesgelehrte Meister hat in der letzten Nummer der „Südsteir. Post" gründlich nachgewiesen, das« die Namen Äoßmann und Kummer schon seit Jahrhunderten Äer Grand-Nation angehören und deren Stamm-bäum schon viele Jahrhunderte lang zur Zierde dieser allumfassenden Nation gereichen. — Das« ■aber das Schreiberlein vergaß, sich selber mitzu-Mlen, ist nur dem Umstände zuzuschreiben, dass dessen Freund J.U.Dr. Kölsche! einem freudige» Familienereignisse entgegensah — inzwischen ist -auch der neue Sprößling glücklich zur Welt gelangt — zur Freude der ganzen Pervaken-Gesellschaft and zur Zierde selbstredend der Grand-Nation —. Da ich schon bei Geburten bin. so bleibe ich im allgemeinen gleich dabei und komme über die 'Schwergeburt der Citalnica zu sprechen. — Mit Mühe und Not wurde da« Präsidium angeblich 4u« der Intelligenz der windischen Gesellschaft entnommen — neben einem Dr. Rudolf und Notar Hotzbek sitzt stolz und erhaben, eingedenk seine« Eigendünkel« und der heiteren Seitzdorser Affaire «er hoch- und tiesgelehrte Schreiber Roßmann. Und am 15. August soll die Hetze lo«gehen. — Tschechen werden au« der Apotheke verschrieben, «ebenso Croaten; e« wird, wie e« in der .Süvsteir. Lost" weiter heißt, ein echt gemüthliches windische« Fest werden, und siehe — höre — staune — alle« in den GafthauSIocalitäten eine« deutschen Wirle«, 6er nicht nur in pekuniärer Hinsicht sehr gut steht und nicht angewiesen ist auf die lumpigen paar Groschen der Windischen — sondern noch obendrauf in der deuisch-nationalen Gemeindevertretung Dtzl. — Würde dieser deutsche Mann den Gastgarien nicht zur Verfügung stellen, so könnten die Herren Iperoaken, trotz deS Berichterstatter« - Schreiderlein und dtS Docior« „Na&a Zemtja" kein Fest ab-halte». Jahr- und Aievmärkte in Stciermark. Am 10. August: Graz, Hernviehmarkt nächst dem Schlacht-fcrnft. — Dcutsch-LandSderg Krämer- und Bichmalkt. — <8Ui«tn>r?, Jahr- und Viehmarkt. — Grasendorf, Bez. hntterz, Jahrmarkt. — Judenburg, Jahr- und Biehmarkt. — Windifch-LandSberg, Bez. Drachenburg, Jahr- und Vichmarkt. — Leuischach, Bez. ArnfelS, .I,hr- und Viehmarkt. — St. Lorenzen am Drau-selb«, Bezirk Pettau. Viehmark. — MooSkirchen, Bez. VoitSberg, Jahr- und Biehm. — Rann, Bez. PeUau, Schweinemarkt. — RadkerSburg, Krämer- und ^IihreSvichmarkt. — Rann, Jahr- und Viehm. — Settenegg, Bez. Birkfetd, Jahr- und Viehm. — vebelbacb, Bez. Frohnleiten, Jahr- und Viehm. — Windischgraz, Jahr- und Viehm. — St. Lorenzen im Mürzthale, Bez. Brück, Jahrm. (E«n vorzüglicher weißer Anstrich für Waschtische) ist Keil« weiße Glasur. Der Anstrich irockuet sofort, klebt nicht und ist vollkom-wen geruchlos. Dosen ä 45 kr. sind bei Traun 4 Stiger und bei Victor Wogg in Cilli erhältlich. ZSdS-2-! Landwirtschaft. ^andwirtlchasltichc Bereinigung für die südliche Steiermark. L, Winklern und Friesach iu Körnten. — Die Satzungen der Ortsgruppen Ehrenhausen und Windischgraz und der Frauen-ortsgr. Judenburg sind der Behörde überreicht worden. — Ausgelöst hat sich die Frauenortsgr. Mürzzuschlag. — Feste veranstalteten: Kapsenberg am 2. 7. (Tonnwendseier), Jrdning am 24. 6. (Sonnwendfeier), Laibach am 23. 7. (Auflug nach Frauenbergg); Ehrenhausen wird am 6. oder 13. 8. ein Sommerfest zugunsten der Südmark und des deutschen Schulvereines veranstalten, Lienz in der zweiten Hälfte des August ein Sommerfest, Hallein (beide Gruppen) am 20. 8. oder 3. 9. ein Sommersest, sowie einen Vertretertag aller Salz-burger Ortsgruppen. — Ihre Jahresversammlung halten: Hartberg: am 8., Köflach am 5., Feldbach am 18. (die Mitgliederzahl ist seither von 16 auf 60 gestiegen; bei der Versammlung sprach der Wanderlehrer des Vereines, Dr. Friedr. Sueti), Völkermarkt am 15. (Dr. Sueti), Schönstein-Wöl-lan am 16, in dem Gasthose des H. Skasa zu Schallegg (Dr. Sueti), Lienz am 1. (der Mit-gliederstand ist seit der im Vorjahre erfolgten Gründung von 71 aus 121 gestiegen)^ Unzmark! am 19., Voitsberg-Tregist am 19. (es wird die Gründung einer Frauenortsgruppe vorbereitet), Judenburg am 18. (große Betheiligung. Mitwirkung der dortigen Gesangvereine, Männergesangverein und Liederkranz; es wurde die Bildung einer Frauniortsgruppe und die Veranstaltung eines Sommerseste» im Bertine mit der Ortsgr. Föhns-dors beschlossen; 122 Mitglieder), Pragerhos am 20. (Dr. Sueti), Bleiburg am 22., Görtschitzthal (Eberstein) am 30. 7. in Mösel (zugleich mit der Ortsgruppe des Deutschen Schulvereines). — Die Ortsgr. Mureck erzielte vom August 1898 bis zum Juli 1899 aus den Eammeloorrichlungen ein Er-trägni« von 124 fl.; dazu kommen noch 45 fl. Spenden. Solcher Eifer sei zur Nnchahmung em-psohlen. Jahres-Versammlung. Die heurige Jahresversammlung findet am 10. September in Cilli statt. Gingesendet. Verehrlichter Herr Schriftleiter! Sie haben in der letzten Nummer Ihres Blattes, anknüpfend an einen gemeldeten Vorfall, Betrach-tungen über da« windische Culturniveau angestellt. Die »gute Redensart," frei nach Götz von Ber-lichiugen, eines sogenannten windischen Intelligenten, hat Sie so in Harnisch bringen können. Ich kann Ihnen heute mit einem weiteren Erlebnis ganz gleicher Art aufwarten. Zwei Herren, die vergangenen SamStag ihren Weg durch die Herrengasse machten, begegneten einem Trupp von etwa 5 oder 6 Personen, von welchen sie im Commandantenbasse mit einem ,,Dodro vecer" angeherrscht und angeschrieen wurden. Die betreffenden zwei Deutschen, für den Augenblick verdutzt, fanden sich alsbald in die Sachlage und boten ei» „Heil", daS natürlich einen Wuthanfall entfesselte und zu einigen saftigen Weiterungen Anlas» gab. Die Palme musste freilich in den Händen der windischen Intelligenz bleiben, denn diese citierte wieder einmal ihren Götz von Ber-lichiugen. Die Deuschen glaubten auf Grund dieser Un-flätigkeiten es mit einem obscuren Gelichter zu thun gehabt zu haben, wurden aber später dahin aufgeklärt, dass die Redensart des Götz auch in der bessere» windischen Gesellschaft gang und gäbe ist und dort mehr einen harmlosen Charakter an» genommen hat, da «an sich ihrer selbst unter guten Bekannten gegenseitig damit bedient. Dann ist allerding» dort ein seiner Ton zu Hause, der an das Rumänien vor etlichen 20 Jahren mahnt, wo man für gewisse Vorgänge, die mit der guten Verdauung zusammenhängen, einen eigenen Gruß hatte, wie e»wa anderswo für das Niesen. ver Conducteup. (Klein* Anigabe mit Inländisches Filrplli«!. Prell 30 kr., per l'ott 85 kr.) asu Wiltttii'i Angibt tat efieidlei Ctirtheket, An^uit mit den ntnri Fahr-plJiurn iln In- nnd Auludn, Führer »n den Kim-tiakaea uadPafcrprel-»enete. Prell 60 kr., per I'o«l70kr. Cur-Liste der Landes-Curanstalt „Neuhaus" bei Cilli. Vom 16. Juli bis 22. Juli: Herr Johann Dworzacck, Lehrer, au« Brunn; Herr Heinrich Polacek, k. u. k. Oberstlieutenant und Commandant der Inf.-Caaettenschule, au* Marburg; Frau Xlchalla« MlinirLa, Private, mit Nichte und Neffen, au« Warschau ; Herr Hans Hoffmann, Lederfabrikant, mit Kiud und Hebwester, aua Marburg; Frau Solle Va-sie, Private, mit Frl. Tochter, aus Belovar; Herr Georg Obermayer, Realachuldirector, mit Gemahlin, Gran; Frau Adele Dr. Ort ner, k. k. Custoegattin, au» Klagen-fürt; Herr Franz Jaaezlü, f.-b. Conawtorialrath und k. k. Profesaor, au» Marburg; Frau Gisela Pelz, Private, mit Frl. Tochter Irene, aus Budapest; Herr Alexander Zerkowltz, Ingenieur, sammt Gemahlin, aus Graz ; Herr Julius Hoffmann, mit Gemahlin und Kind, aus Gr. Ka-nizsa; Frau Rosa Wurm, Kaufmanns-Gattin, aus Kirchberg a/k.; Frau Apollonia Videky und Frl. Nelly Klein, Lehrerinnen, aus Budapest; Frau Therese Mayer, Mtthlenbesitzerin, aua Pischelsdorf; Herr Euren Sehreyer, Advokaturs-Candidat, mit Frau Dr. Jakob Sehreyer, Rechtaanwalts-Gattin, aus Budapest; Herr 0. Printer, Architekt, mit Gemahlin und Frl. Ella« FranJkl, aus Agram; Herr Erwin Ralsp, Edler t. Ca-llga, k. u. k. Linicnachiffalieutenant, mit Gemahlin, Söhnchen und Gouvernante, aus Wien; Frau Yllma Jakoby, mit Kind, aus Agram; Herr Ferdinand Graber, Kaufmann, aiia Wien; Frau Hedwig Ilz, Private, mit 3 Kindern u. Gouvernante, a. Wien ; Ihre Excellenz Frau General t. Sallbach, mit Frl. ttargaretha Hallbach, 2 Nichten, Neffen nnd Stubenmädchen, aus Pola; Frau Helene Stokltseh und Yaslllja Stefanovllsch. Oberstlieutenants-Witwe, mit Cousine Christ Ina Marko-vitsch, Oberstlieutenants-Gattin, aus Belgrad; Herr Josef Gruber, Hotelbesitzer, mit Gemahlin, 2 Kindern und Stubenmädchen, aus Abbazia; 8e. Excellenz Herr Carl Baron Pfeiffer, k. u. k. Feldmarachall-Lieutenant, mit Gemahlin, aus Hietzing bei Wien: Herr Hermann Ritter t. Rainer zu llarbach und Rudolf Freiherr r. Doblhoff, aus Marburg; Fräulein Desta Raeaz, Vertreterin der Firma Wiener, aus Graz; Frau Paula Mauthner, mit zwei Töchtern, aus Budapest; Herr Deslder Mauthner, Advokaturs-Candidat, aus Budapest; Herr Josef Thannhofer, Kaufmann, mit Gemahlin, aus Wien; Herr Adolf Bretschedl, Fabrikant, aus Freudenthal (Ost.-Schl.); Frau Louis« v. Dubravltzkv, Maiors-Gattin, aus Pressburg; Herr Doctor Hermann Meth, Zahnarzt, aus Triest; Frau Elisabeth Melxner, Med.-Doct.-Witwe, mit Stubenmädchen, aus Budapest; Frau Joseflne Edle r. Stourzh, Vice-Präsidenten«-"Witwe, mit Hohn Herbert und Frau Amalle Eadlleher, Apotheken»-Witwe, aus Komeuburg; Frau Louis« Morgenroth, Färbereibeaitzers - Gattin, mit Kind, aus Wien; Frau Hermlne Herold, Restaurateurs - Gattin, mit zwei Kindern und Großmutter, aus Wien; Herr Gustav Ma-tulke, Volkaschullehrer, aus Stadiau bei Wien; Herr Otto Frltsch, Ober-Inspector der k. k. österr. Htaatabahnen, mit Hohn und 2 Verwandten, aus Villach; Herr Belu v. Tötössy, Professor am k, ung. Joseph-Polytechnikum, mit Gemahlin, aus Budapest; Frau Katharina Vysata, Apothekers-Witwe und Hausbesitzerin, mit Sohn und Nichte, aus Wien; Herr Angelas Xagals, Mediciner und Schwester Frau Chr. Vafladls, mit Sohn und Erzieherin, aus Triest; Frau Marie Kurzamana, k. k. Ober Geometers-Gattin, mit zwei Kindern, aus Wien; Frau Ida Brady, Apothekers-Gattin, mit Herrn Sohn, aus Wien; Herr B. Mozes, Kaufmann, mit 2 Knaben, aus Caakathum; Herr Dr. Maximilian Brillant, k. u. k. HegimenUarzt, mit Gemahlin, 2 Kindern und Dienstmädchen, aus Triest. Zusammen 415 Parteien mit 868 Personen. Cur- und Fremdenliste de« Kaiser Franz Josefe-Bades Tüffer. Vom 14. Juli bis 20. Juli 1899: Se. Durchlaucht Prinz von SchSnburg-Waidenburg, mit Ihrer Durchlaucht Frau Gemahlin, aus Hermadorf; Herr Adolf Fried, k. k. Ministerial-Beam-ter, mit Frau Gemahlin, aus Wien; Herr Franz Praun-sels, Grosagrundbesitzer, aus St. Georgen; Herr Johann Schmldl, Kaufmann, mit Gemahlin und Kind, aus Wien, Herr Johann Haler, Reisender, mit Frau Gemahlin, aus Wien; Herr Wilhelm Hellersberg, Kaufmann, aus Wien; Herr Carl Bement, Privatier, aus Wien; Frau Sabine von Horky. Private, mit Krankenpflegerin, aus Fiume ; Frau Christine von Troyer, Oberstlieutenants-Witwe, aus Fiume ; Herr Ludwig Llpp, emerit. Apotheker, mit Frau Gemahlin, aus Wien; Herr Carl Sne-tlvy, k. k. Landesgericht*rath, aus Hermagor; Herr Gottfried Czlsehlnskl, Ingenieur, mit Frau Gemahlin und Kind, aus Wien: Herr A, Herz, Realitätenbesitzer, mit Gemahlin, aus Wien; Herr C. H. Kret seh mann, Privatier, aus Wien; Herr Victor Zalelskl, Spielwarenhändler, aus Wien; Herr Franz Kleeker, Ober-Revidcnt der k. k. österr, St-B., aus Wien; Herr Er»st Faber, Privatier, mit Frau Gemahlin, aus Gottschee; Her* Alols' Frosch, Gastwirth, aus München; Herr RudoIT Zwerger, stud. phil., au» Graz; Herr Franz Yollgruber» Fleischhauer, aus Cilli; Fräulein Amalle FriediaaA, Private, aua Wieu; Herr Cari Tomwhe, Realitätenbesitzer, aus BrOnn; Frau Bert ha Mahr. Hxuptmanna-Witwe, aus Wien; Herr Alfons Häuser, (iymnaaiaat,. aus Wien; Frau Ella Glampietro, Scbauspielersgatxin, mit Dienstmädchen, ans Wien; Herr Dr. Jacob Eder, k. k. Oberstabsarzt d. R., mit Frau Gemahlin, au« Uraa; Herr Josef Strumpf, Musikalienhändler, aus Fi istritz Herr Wilhelm Martlnek. k. k. Landesgerichtsrath, mit Frau Gemahlin, aus Laibach; Frau Henrlette Scli melke*, Advocatenswltwe, aus lugist; Herr Johaan Haberlv Fahrradhändler, mit Frau Gemahlin, aus Linz; Herr Ferdinand Sajovle, Handelsmann, aus Krainburg; Herr Heinrich Zicliard von Ylllandhort, Jurist, aus Wien; Herr Dr. Josef Haas, k. u. k. Stabsarzt, aus Wien; Herr J. Glöckner, Rechnung»-Beamter, aus Berlin; Herr Anton Radvänvl. k. u. k. Oberatlieut*nant d. R, iuia Wien; Frau Mary Hayd von u. zn Haydegg, aua Marburg; Frau Hedwlg Sernetz, Advocatensgattin, aua Frohnleiten; Frau Johanna Schwab, Private, aus Cilli^ Herr Franz Yrbaafie, Kaufmann, aus Graz. Aua der Umgebung 28. Zusammen 168 Parteien mit 8SHI 1'er-sonen. Cur- und Fremdenliste von Römerbad in Steiermark. Vom 11. bis 19. Juli. Herr Franz Christlany, Privatier, mit Gemalin» aus Wien Herr F. I«»» Delevaux, emer. k. u. k, Pro-fewor, mitOemaliD, aus Agram: Herr Josef > lemeezek, k u k. Oberst, aus Brünn; Herr Job >epomuekj, Oberingenieur, mit Fräulein Tochter, aus \Wn; Herr Jos. J. Bachmayr, au» Wien; Herr Anton Beuko, mit Gemalin, aus Wien ; Herr Josef StSekl, Werksbeamter^ aus Trifail; Frau Arathe Feld, Advocatenswitwe, mit Fräulein Tochter, aus Därda (Ungarn); Herr Karl ^Vnitner« Profenor a. d. Iu k« I^hreriimeii-Hi Iduaga-Anstalt, aus Wien; Herr Johann Kaudolin, Kaufmann und Postmeister, aus Studen'^z> Steiermark; Herr Krna--nuel Welnhardt, F.,senbahn" luspeetor, aug Szatmdka i-Herr Adolf Fritz, Privatier, mit Gattin, aus Marburg; Frau Marie Fried, aus Wien; Frau Melamle LJublSlä, Majorsgattin und Realitätenbeaitzerin, mit » Fräulein Töchter und Sohn, aus Agram; Herr F. Kaltenegger, Hausbesitzer, aus Brück st- d. M.; Herr Georg Cova-eevleh, Rentier, mit Gemalin nnd Stubenmädchen, aua Triest; Herr Oberst Theodor von Smlrh. mit Gemalin und Sohn, aus Agram; Herr Wilhelm tun Fest, Ingenieur, mit Gemalin und Schwester Fräulein Yllma von Fest, aus Visegräd Budapest; Herr Josef Ritter Yldlch, Privatier, aus Triest; trau Lenls« Sehaekowsky, Private, mit 2 Töchter, aus Craiova (Rumänien»; Herr JbIIbh Staagl, Oberingenieur der ung. Staatehahnen i. P., mit Gemalin, aus Budapest; Frau Anna Stock-mayer, med. Doctorsgattin, aus Oedenburg; Fräulein Ida von Wenke, Private aus Wien; Frau J. Rainer^ Kausmannsgattin, aus Steiuamanger; Herr Anton KlestlH, k. u. k. Oberst, aus Lemberg; Herr Robert liaudnitz, k. k. Beamter, aus Wien; Frau Th. Kandnitz, med. Doctorawitwe, aus Wien ; Herr Hauptmann Victor La-tosehlnsky, aus Graz; Fräulein Carotlae Kopp, Majnrs-toohter nnd städtische Kindergärtnerin, aus Cilli; Frau Fanny Koroschetz, Kanfmannigattin. aus Marburg t Herr Franz Brauner, Revident der k. k. österr. Staatebahnen, mit Gattin, aus Wien ; Frau Anna Kchmldt-Scbairer, Private, aus Graz; Frau Marie Sehllmp, Architektensgaltin. mit Fräulein Tochter, Sohn und Erzieherin Fräulein Bertha Opa. aus Wien; Herr Eaxenlo Draskovleh, Rentier, mit Gemalin, aus Triest; Herr Josef Kls, Advocat mit Gattin, aus Fünfkirchen; Herr Georg W. Csuresln, Eleve der k. u. k. Consular-Aca-demie, aus Wien; Fräulein ALma Wennig, Privatlehrerin, aus Graz; Herr Karl Freiherr von Wucherer, k. u. k. Oberst, mit Diener, aus Graz; Frau Ladowlka von Wol ff, Banuuierswitwe, aus Wien; Herr Julius Herrmann, Fabrikant aus Wien ; Herr M. von l.uschka, aus Wien; Fräulein Marie Murath und Fräulein Marie Edle von Vetter. Clavierlehrerinnen, au« Graz; Herr Anton Schwarz, Productenbändler, aua Gnu; Herr Josef Tottar, Privatier, aus Agram; Herr Oberst Ritter von Karl, aus Zara ; Frau Bertha Welllsch, Restaurateurin, aus Agram; Frau Aline von Wachter geb. Gräfin Oppermaan, aus Cilli ; Herr A. von Wachter, Privatier» aus Cilli; Frau Nina HirSl, Kaufmannsgattin, aus Iva-nic; Herr David Luz/atte, I'rivatier, mit Fräulein Tochter, aus Triest; Frau KUse Dragir, Directorswitwe, aus Graz; Herr Franz Folnerorie, Privatier, aus Agram: aus der Umgebung 48. Zusammen 250 Parteien mit 6So-Personen. Danksagung. Außer Stande, allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannt,« persönlich unseren Dank für die «röstende Antheilname an dem schmerzlichen Verluste unserer guten Mutter, resp. Troßmutter, der Fra» Joscfme Allzicblcr, sowie sür di» zahlreiche Beiheiligung an dem Leichenbepängnisie und sür die oielen und schönen Kranzspenden auszusprechen, bitlm wir auf diesem Wege unseren beslen Dank entgegenzunehmen. Cilli, am 1 August 1899. Tie ttiarntd Hinterblitbient». 1899 .p-«tsch- «Vach^ Kundmachung. Sonntag den 6. August 1. J. gelangen im Josenwalde 100 St, 8ttmme, 4 bis 24 Meter laug, welche als Bauholz Verwendung finden itanen, sowie einige Fuhren Reisig, gegen sogleichen Erlag des Erstehungs-jreises zur öffentlichen Versteigerung. Zusammenkunft am genannten Tag« um 7,11 Uhr vormittags auf der Strasse unter der Josefikirche. Stadtamt Cilli, am 2. August 1899. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Ja). Rakusch. 4K8 Sensationelle Erfindung in Ansicbts-Karteu *ind >s 10 Probt? k Art. fr ABC« geg.Yorhor-■end*. t. 50 kr. in Brlofnaarkm. FirWietlerT€>rk.: ]OQ$t.frBnrofl.3'50 Ein. Storcli, «JSSEÄ C © Staaten ab;. 0 C < ßcr febewsguell t wmir , . Mit dieser neuesten humoristischen Lrzählung der gefeierten Schriftstellerin «rSffnet die ..gSN!»I«»dt" soeben «in neue» (Quartal. Daran wird sich «ine tief ergreifend« Erzählung au» dem Lngadin von eigentümlich poetischem Zauber D«r i^önig der Rernina t '-■» von C. F)eei\ • ' dem jungen schweizer Dichter, der mit seinem fesselnden, als Buch erschienenen Roman ,An heiligen Ivassern" so b«rechtigt»« Aufsehen erregt hat, schließen. HbsiwmtnUpnb »l«rt«lj»brlid» 1 Onld«n 20^kr. st«mp«<. • Cos 1. n. 2. Quartal hamt ju diesem prellt durch alLc Lmhhaututus« 1 i und Postämter nachbezozrn werde». h ' j'nytj'iiij'u*! u K'I» ■»■>*'■*<* limillllllUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHMIUIMIIHHIIIimillMllllltllllllMMIIIMIII tr '.&vt SrA Jlw r>. jf, r>• ?y* ty-rlf- K*- :>• M ? S J5Z-«. *:.» 3£--. *' - «i&ii MZ) 3is&M& M-i ü« .It-. J( Cilli, Rathhausgasse 5 —- )") Eingerid)!el mit Motorenbetrieb. mit den neuesten Maschinen und modernsten Lettern, empfiehl! sich zur Uebernahme aller Werke u. Zeitschriften Cirrnlare Aufrufe Plakate Formulare Rechnungen Mittheilungen Briefköpfe Couverts mit Firmadruck Ädreljkarten \x Vifrtkarten W.C * Verwlmngs-Anzeigen Hochteils-Einladungen Vestell- u. 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Insbesondere danke ich der Direction des geehrten Musikvereins Cilli sQr da« menschenfreundliche Entgegenkommen und den Collegen des theueren Verblichenen für die «chOnrn Kranzspenden und das ehrende Geleite. Cilli, am 30. Juli 1899. 4097 lHarlc Pollak. Ich warne hiermit jedermann, meinem minderjährigen Sohne Franz Jessernik weder Geld, noch irgend etwas auf meinen Namen zu borgen, da ich absolut nichts fflr ihn be-tahle. Franz Jessernik vulgo Krjantz, Gastwirth in Unterkotting bei Cilli. 4101 Eine geprüfte Mustrieleturerm Herrengasse Nr. 30 I. Stock, ertheilt vom 1. September an Unterricht im Wcissnthen und Weis* sticken, sowie auch in allen anderen modernen Handarbeiten gegen billiges Honorar. Daselbst werden auch Mädchen in Wohnung und Verpflegung auf genommen._ * 100-63 Lehrjunge wird sofort aufgenommen für ein Modewaren-Geschäft in Cilli bei Franz Kar-bent«, ,zur Biene*._4079-63 Eine sehr nette Gassierin mit angenehmen Äusseren, welche zugleich die Oberaufsicht aber die Kslche Obernimmt, findet Aufnahme bis IS. August. Anfragen zwischen 2 und '/,3 Uhr ziachmittag, Bahnhofgasse 1, I.Stock. «ioa Local-Veränderung. Gefertigter erlaubt sich seinen geehrten Kunden von Cilli und Umgebung anzuzeigen, dass er sein Herren-Modegeschäft von der Rathhausgasse No. 5, Hum-mer'sehes Haus, in sein eigenes Haus Herrengasse No. 32, nächst der Burgkaserne, verlegt hat. — Indem er für das ihm bis jetzt entgegengebrachte Vertrauen bestens dankt, bittet er ihm dasselbe auch fernerbin bewahren ZU wollen. Hochachtungsvoll Johann Hofmann. 4104—64 Kundmachung. Im Cillier städt. Scblachthause gelangt der Dünger sowie das Blut fflr das erste Jahr, d. i. bis 15. Juni 1900, zur Vergebung. Kauflustige wollen ihre Anträge bis 10. August d. J. bei der Schlachthausverwaltung anmelden. Stadtamt Cilli, am 30. Juli 1899. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Jul. Rakusch. 4099 JL Fahrräder nnd Nähmaschinen kauft man am besten bei 3977 G. Schmidl's Nachfolger, Cilli llteste uid grösste Fahrrad- und N9timaschiien-Niederlage Untersteiermarks. w iD Germania" 99 Leb e»s.Aersicher««g,.Actie». Gesellschaft z« Stettin. Im CtfltrrriA zum 0«f21mbroiAmcb. i.ru.1 ?-r iftv = „lieleia" »I liilii.