921 Amtsblatt Jur Laibacher Ieitung Nr. 123. Donnerstag den 3. Juni 1869. Erkenntnisse. Das l. l. Kieisgelicht in Äozrn als Prehgericht hat dem Erkenntniß vom 20. April l. I. Z. 1387, die von der l. l. Staatsanwaltschaft verfügte V.schlagnahme der V.ilage zu dem in Vozen erscheinenden Tnoler Vollsblatte vom 17len April 1809. N^. 31 w.->a.en V^rqehcn gegen die öffentliche Ruhe und Ocdnuna. nach H 300 durch Aufleizung gegen das Gesetz vom 25. Mai 1803, Nr. 18 R. G. V., und gegen die Schulaussschtsverordnung vom 10. Februar 1669, bestätiget und das Verbot der Verbreitung deisclben nach Art. V des Gesetzes vom 15. October 18L8, Nr. 142 R. G. Vl., ausgesprochen. Das l. t. Landes- als Pltßgericht Piag hat mit dein Elkenntnisse vom 26. April 1869, Z. 27806, da« Verbot der Weilervelbreitung ver Nr. 155 der „?iluc)oli^'," dann der Nr. 167 des „>'ll>'> I'l)Ii>u!i" vom 6. Juni 1868, rücksichtlich des Artilcls „V sni^ilN' li'lioiu !il von Nuiz vom 17ten December 1667, auf Eisinduug von Maschinen«Treib' riemen^esen. 24. Das Privilegium des Florian Proschinger vom 10. December 1867, auf Eisindung einer Vorrichtung zum Schutze des Weinftoctcs gegen d»n Neif. 25. Das Privilegium des Peter Emich vom 10. De> cember 1867, auf Erfindung «iner eigenthümlich const ruir-ten, doppelt wiltenden Saug» und Druckpumpe. 26. Das Privilegium des Julius Zchoiowsli vom 12. December 1807, auf Eifindung «'ineö Eichelheits «Äp^ parates gegeu Raubanfalle u»d C,nbll1chr. 27. Das Privilegium des Gustav Fichtner und Comp. vom 13. December 1867, auf Eifindung einer eigenthümlichen Zündungsart bei MetaUpationen. 26. Das Privilegium des Franz Ka»l Klang vom 12. December 1867, aus Verbesserung bei den Graboenl-müleru. 29. Das Privilegium des Adalbert Gillitzer vom 12tcn December 1867, auf E>sindung einer eigenthümlichen Sor» lil» und Veutllmaschine sür Mühlen. 30. Das Privilegium der Claudio Alli Maccaroni und Gregorio Nusso vom 12. Dumber 1867, auf Erfindung einer eigenthümlichen Kraftmaschine, genannt „Rufso'scher Motor." 31. Das Plivilegium des Pierre Josephe Macaigne vom 13. December 1867, auf Verbesserung an der Iac» quard-Maschine. 32. Das Privilegium des Leo Fichtner vom 12. De-cember 1667, aus Verbesserung des Verfahrens, Vlies-und Ctempelmarlen zu erzeugen. 33. Das Privilegium des Vincenz Kttbn vom 24ten December 1867, auf Erfindung eines eigenthümlichen Motors und dessen Anwendung bci Slabilpumpen und anderen Vlaschinen. 34. Das Privilegium des Michael Pawlowitsch Lwow vom 24. December 1867, aus E'sindung, bestehend in del Vereilungsweise eines volzüglichen Eisens. 35. Das Plivilegium des Friedrich Stach vom 24ten December 1867, auf Verbesserung an Füllöfen. 36. Das Privilegium des Georg Lirzer vom 31. December 1867, auf Verbesserung an der Krummholz-Schlltid-Maschine. 37. Da« Privilegium der Vceitfeld und Evans vom 24. December 1667, auf Velbefserung der sogenannten Iarlol'schen Steuerung für Dampfmaschinen. 38. Das P.ioilegium der Idaline Fürstin Nuspoli vom 24. December 1867, auf Erfindung einer Vorrichtung -Helmvisn" genannt, um da« Durchgehen scheu geworbenen ^eil« und Wagenpserde zu verhindern. (Schluß folgt.) (207II.Z) Nr. 3629. Kundmachung. Laut der Eröffnung des Herrn Ackerbaumi-"isters vom 14. Mai d. I., g. 2298/778, wird ^ den kommenden Herbstferien, d. i. vom 9ten August bis 25. September l. I., ein landwirt- schaftlicher Cursus zur Begründung des landwirth-fchaftlichen Fortbildungsunterrichtes in Wien abgehalten werden. Zur Theilnahme an demselben sind nur Landschullehrer berufen; Lehrer der Stadtfchulen, Directoren, Lehrcrbildner, Realschullehrer werden auf Kosten des h. Ackerbauministcrimns nicht zugelassen und können höchstens in beschränkter Anzahl als Hospitanten auf ihre eigenen Kosten oder mit anderweitigen Subventionen dem Curse beiwohnen. Die ordentlichen Hörer erhalten für jeden Tag ihrer zum Zwecke des Lehrercurses nothwendigen Abwesenheit vom Hause einen Sustenta-tionsbeitrag von 2 ft. 50 kr. ö. W., so wie die Vergütung der Reisekosten nach dem Tarife der Eisenbahnen bei Benützung der dritten Wagen classe, so wie nach den localen Fahrgelegenheiten, und können die hiernach für die Reise nach Wien entfallenden Auslagen nebst einem Drittel der sechswöchentlichen Sustentationsbeiträ'ge als Vorschuß bei der k. k. Landesbehördc behoben werden. Der Rest wird ihnen in zwei Raten in Wien ausbezahlt. Die Anzahl der aus Krain für den Wiener Lehrercurs auf Staatskosten aufzunehmenden Lehrer soll acht nicht übersteigen. Dies wird mit dem Beifügen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß diejenigen Landschullehrer, welche in den fraglichen Lehrercurs aufge^ nommen zu werden wünschen, sich mittelst eines speciellen Bewerbungsgesuches im Wege der k. k. Bezirksbehörde bis zum 10. Juni d. I. an mich zu wenden haben. — Vor allen werden jene Bewerber berücksichtiget, bezüglich deren der Nachweis geliefert wird, daß in ihren Gemeinden dic Errichtung landwirthschaftlicher Fortbiloungs schlllcn mit Sicherheit zu cnvarten ist. Bewerbungen von solchen, die schon im vorigen Jahre dem landwirthschaftlichen Lehrercurse in Wien bei gewohnt haben, sind zwar nicht ausgeschlossen, doch haben jene Bewerber, welche noch keinen Lehrercurs mitgemacht haben, jedenfalls den Vorrang. Unmittelbar an das hohe k. k. Ackerbaumini stcriuui gerichtete Bewerbungen werden von demselben nicht berücksichtiget. Laibach, am 26. Mai 1869. Der k. k. Landeopriisldent für Krain. (208—3) " Nr. 961. Concurs. Zur Besetzung einer sür den Staatsbaudienst in Oberösterreich erledigten Bauadjunctenstelle erster Classe mit dem Iahresgehalte von 800 ft., eventuell im Falle gradueller Vorrückung einer solchen Stelle zweiter Classe mit dem Iahresgehalte von 700 ft. wird der Concurs bis 15. Iuni l. I. ausgeschrieben. Die Bewerber haben ihre gehörig instruirten, namentlich mit den Nachweisungen über ihr Altn, ihre Befähigung und bisherige Verwendung im Staatsbaudienste versehenen Gesuche im gewöhnlichen Wege bei dem Statthalterei - Präsidium in Linz innerhalb des Concurstermines zu überreichen. Linz, am 21. Mai 1869. Der k. t. Statthalter: Karl Graf Hvhenwart Gerlachstein >». p. (209-3) ^3tr.4557 Bei dem k. k. Landesgerichte in Laibach ist eine Gcrichtsadjuncknstelle' mit dem jährlichen Gehalte Von 800 fi. und dem Vorrückungsrechte in die höhere Gehaltsstufe von U00 ft. zu besetzen. Die Bewerber um diese Stelle haben ihre gehörig belegten Gesuche binnen 14 Tagen nach der dritten Einschaltung dieses Edictes in das Amtsblatt der Laibachcr Zeitung bei dem ge fertigten Präsidium im vorschriftsmäßigen Wege zu überreichen. Laibach, am 30. Mai 1869. K. k. Kaudesgerichts-Priistdiunl. (201—2) Nr"6930? Edict. Vom Czernowitzcr k. k. Landes- als Berg-gcrichte wird bekannt gemacht, daß zur Herein bringnng der mit rechtskräftiger Zahlungsauftagc vom 13. März 1862, Z. 4238, ersiegten Wech selforderung des Abraham Schärf pto. 2400 Duka-ten s. 6perc. Zinsen vom 16. October 1861, Gc richtskosten 6 ft. 23 kr., 5 st. 2 kr., 198 fl., 5 ft., und der gegenwärtigen Kosten pr. 12 ft. ö. W., die executive Feilbietung der dem Julius Kalita, respective dessen Ausgleichsmasse gehörigen, in Bukowina in Buksehoja gelegenen, in Bergbuchs^ Folio IV und XXXVI eingetragenen Montan-Realitäten in drei Terminen, nämlich 9. Juli, 6. August und 9. September 1869, jedesmal um 10 Uhr Vormittags, bei diesem k. k. Landesgerichte vorgenommen werden. Die zu veräußernden Entitäten werden beim ersten und zweiten Termine nur um oder über dem Schätzungswcrthe pr. 193.425 fl. 98 kr., bei dem dritten jedoch auch unter demselben hintangegeben werden. An Vadium sind 9670 fl. ö. W. zu erlegen. Der Schätzungsact, Bergbuchs-Eftract und die Licitationsbedingnisse können in der hicrge-richtlichen Registratur eingesehen werden und hie-Von Abschriften erhoben werden. Hievon werden Ignaz Diakonowicz zu Fol-ticzeni, dann diejenigen Gläubiger, welche erst nach dem 24. Juni 1867 an die Gewähr gelangen, oder denen die Verständigung von dieser Feilbietung aus was immer sür einem Grunde gar nicht oder nicht rechtzeitig zugestellt werden konnte, durch gegenwärtiges Edict und den Curator Dr. West verständigt. Aus dem Rathe des k. k. Landesgerichtes Czeroowitz, 12. Mai 1869. (195 — 3) ßt 126. Razglas. C. k. okrajno glavarstvo Logaško v Planini kot lokalna komisija za oprošcenje zein-ljiških dolžnosti klièe vse tiste, kteri bi iraeli še kiiko, pod postave ces. patenta 5. julija 1853 in ministerskega ukaza od 30. oktobra 1857 spadajoeo, dosihmal še ne naznanjeno ali v obrav-navo vzeto zeniljiško pravico do Idriške ali Vi-pavske grajšfine — ali med seboj — da jo 'iniajo do konca mesca julija 1869 jpri vis. c. k. deželni komisiji v Ljubljani ali pa pri tnkajšnemu glavarstvu naznaniti, ako ne store tega, bi se, glede na § 30. ininisterskega ukaza od 30. oktobra 1857 misliti moralo, da ji m je volja, od svojih pravic prostovoljno od-sitopiti. V Planini, 11. maja 1869. C. k. glavar: O griuc«