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Au« der Alldeutschen Vereinigung ist über Nacht ein« Alldeutsche Versittlichung und zwar eine »Herzog"»lich A l ld eut sch e Versittlichung von Schönerer« Gnaden geworden. Am Donnerstag tagte in Eger eine alldeutsche Vertraucnlmänneroersammlung, in welcher sich Schönerer von Wolf, der tagSzuvor. wie schon mit» getheilt, in Trautenau zum ReichSrathSabgeordneien gewählt worden war. feierlich lossagte. Der Herr von Rosenau ließ aber immerhin Wolf die Ehre zutheil werden, das« er ihn nicht mit dem sonst üblichen Anathema sit au» der Partei „auLschlosS." Schönerer sagte: .Wenn Wolf seinerzeit äußerte, er lasse sich eher die Hände abhauen, al« das« er sich von mir trennt, so erkläre ich die« für un. nöthig, weil ich selbst die Trennung vollziehe-. Der TrennungSgrund ist natürlich hochsittlicher Natur und bezieht sich auf jene unglückselige Fraueu. zimmergeschichte, in welcher Pros. Seidl und mit ihm die Unbedeutenden der Alldeutschen Verein!-gu«g ein unglückliche« Weid in der Öffentlichkeit herumzerrten und einen Kreuzzug sittlicher Entrüstung gegen einen Mann predigten, dessen natio-nale Riesenthaten den einmal begangenen, gesühnten Fehltritt glänzend überstrahlen. Man würde aber fehlgehen, wenn «an diese sittliche Entrüstung für eine echte halten würde, sie gilt nicht dem sittlichgefallenen Wolf, son dern dem bedeutenden Wolf. Schon vor Jahren that un« gegenüber einer der nächsten Anhäng—er Schönerer« den Au«spruch: „Wolf bricht Schö« Z>ie Wayryeit üöer den Krieg in Südafrika. H. Ein anderer Soldat erzählte, das« in den zu verbrennenden Farmen merkwürdige Ding« gefunden wurden: Nummern von Londoner illustrierten Zei» tungen und holländische BelehrungSbücher, welchen man ansah, das« sie vielgelesen worden waren. Aber wie er sagte, war e« unnöthig. den Inhalt aller dieser Häuser zu beschreiben. „Sie brauchen sich nur zu denken, das« Sie gelegentlich mit ein paar guten Freunden in da« Hau« eine« besseren Bürger« der Stadt gehen und alle« einstecken, für wa« Sie denken. Gebrauch zu habe». E« ist dort drüben genau dasselbe. „Ich habe mir da eine Buren>Uhr eingesteckt", und dabei zieht er ein Monstrum von einer Uhr au« einer Ledertasche, die er unter dem Rock befestigt hat. .welche ich nicht für fünf Pfund verkaufen würde.- Geht sie gut? „Da« will ich meinen." entgegnete er. und wirklich zeigte ste keine Secunde Unterschied mit der benachbarten Thurmuhr. Der ofsicielle Bericht spricht von 630 Farmen, welche in der Zeit vom Juni 1900 bi« Januar 1901 auf dies« Art und Weise geplündert und niedergebrannt wurden. Es ist aber al« vollständig sicher anzunehmen, das« diese Zahl in Wirklichkeit die dreifache ist. Mit welcher Schnelligkeit die Ber. wüstung ganzer Landschaften vor sich gieng, ist au» folgendem Beispiel zu ersehen: Al« die Frau de« Burenfüdrer« Botha von Lord Kitchener die Er-Umbnis bekam, zu ihrem Manne zu reisen, durch» q»me sie da« Land in einem der landesüblichen Wagen, und übernachtet« immer in einrr d«r am Weg« liegenden Farmen. nerer die Treu«, indemer sich inDeutsch» böhmen zu stark in den Vordergrund drängt." Damit ist das ganze V«rbrechen Wolf« aufgedeckt; der sittliche Fehltritt, den man ja in allen deutschfühlenden Kreisen auf da« Schärfste vkrunheiltn mus«, bot nur drn «rwünschten Anlas«, jenen sonderbaren „Treubruch" politisch auSzu schnitte». Wir aber sagen: Es ist »»deutsch «in«n Freund, dem man so viel aus sonnigen Tagen zu verdanken ha», in der Zeit da, wenn auch verschuldeten, Noth über ihn hereinbricht, au« Erwägungen der Selbst Herrlichkeit zu verlasse», ja ihn zum Gaudium der clericalen und jüdisch-liberalen Pres«meute in den Rücken zu fallen. Mag man den Schritt Wols« noch so sehr verurtheilen, da« ein« dürfen Schönerer und seine Leute niemal« vergessen, das« die hin» reißende B«r«dsamkeit Wolfs, feine unverglkich lich« agitatorische Krast, sein alles mit sich reiße», der Idealismus, fein deutscher H«ldenmuth ihnen in Deutschböhmen den Boden erobert haben. Und solcher Undank entehrt mehr, als ein bereuter und gesühnter Fehltritt! Ihr las«t den Armen schuldig werden, Dann überlasst Ihr ihn der P-inI Diese Worte muss man heute Schönerer und seinen Leuten zurufen, welche sich in ihrer Zerstörungswuth auf eine» der Besten Deutschösterreichs stürzen, mit jener Z«rstörungSwuth. w«lch« «in« Gefahr für daS Deutfchthum Oesterreichs bedeuten müsste, wenn die politische Bedeutung Schönerer« nicht so sehr im Sinken begriffen wäre. Ja d«r nächsten Folge dürste sich eine bedeu tende Spaltung in der Alldeutschen Partei in Deutsch böhm«n herausbilden. Schönerer selbst hat in Eg«r von ein«r Wolf» Tschan »Partei gesprochen. Die Als si« nach fünftägigem Auf«nthalt wie» der zurückfuhr, musst« si« «inen ander«» Weg wählen, da die früher berührte» Farmen ohne Ausnahme niedergebrannt waren. DaS Schicksal der von diesen Wohnstätten weg. geschleppten Opfer muss jeden Menschen empören. Da die Helden, welche nur den traurigen Muth hatten. Gewaltthaten gegen Frauen und Kinder zu verüben, einen plötzlichen Ueberfall der Buren fürchteten, beeilten sie sich sehr bei ihrem Zerstörung«» werk, und ließen ihren Opfern nur eine geringe Spanne Zeit, da« Nöthigste mitzunehmen. Doch auch hierbei gieng man mit grausamer Berechnung zu Werke, denn gerade jene Gegenstände, welche den Gefangenen in ihrer traurigen Zukunft von Nutzen hätten sein können, dürsten ste nicht mit sich nehmen. Zelte, welche in allen Burenfarmen zu finden sind, da solche bei den jeweiligen Jagdautflügen von der Familie als Obdach benutzt wurden und doch einen einigermaßen annehmbaren Aufenthalt geboten hätten, wurden mitoerbrannt. Ebenso alle« Kochgeschirr, Bettzeug, Matratzen, Kleider u. s. w. u. s. w. Rahrung«mittel wurden in der verwerflichsten Art und Weife vernichtet; die Getreidesäcke wurden ausgeschnitten und die Körner mit den Füßen zertreten. Diese ZerstörungSwuth hätte ihre Begrün-dung angeblich darin, den Buren ihre Hilfsquellen zu entziehen und die im Felde stehenden sozusagen auszuhungern. Das« die« den englischen Truppen heute schon selbst zum Schaden gereicht, haben sie erst jetzt, zu spät, eingesehen. Doch wurden auch Tausende von Ballen von Wolle, welche einen enormen Wert repräsentierten, mit Oel getränkt und angezündet. Ob auch diese zu den Nahrungsmitteln gehören? Infolge dieser grausamen Taktik ist eS kein nächsten Tage werden zeigen, ob diese Wolf Tschan» Partei einen größeren Anhang in Deutschböhmen hat, al» die „Immer» unbedingter» wer den» den". Die alldeutsche „Marburger Zeitung", welche die Wiederwahl Wols« in einem begeisterten Auf» fatze feiert, scheint nebenbei doch auf dem Stand-punkte Schönerer« zu stehen, denn sie meint, das« Dr. Tschan al« Alldeutscher niemal« hätte gewählt werden sollen. Wir citieren hier übrigen« da« wackere Marburger Blatt nur al« authentische Quelle. So wären wir denn vom „BolkSverräther" Prade, vom .Stellenjäger' Dr. Derschatta bi« zum .ManbatSkleber' Wols fortgediehen — e« fehlt nur noch, das« sich Schönerer wegen Ge-sinnung«bruch selbst au« der Partei „ausschließt". DaS wäre dann .alldeutsch". Zur Frage der Abänderung des Thierseuchengejetzes. In den landwirtschaftlichen und industriellen Kreisen der Monarchie wird infolge der bevor» stehenden Revision der Handelsverträge mit dem Auslande zur Zeit sehr lebhaft die Frage der Aenderung de« betreffenden Thierskuchengesetze« vom 29. Februar 1880 besprochen, und daS umso» mehr, al» auch die Regierung die Regelung der diesbezüglichen Verhältnisse anstrebt, und bereit« an verschiedene landwirtschaftliche Vereine und Körperschaften herangetreten ist, zu dieser Frage Stellung zu nehmen, und Anträge zu stellen. Vor un« liegt ein von der Handel«, und Ge» werbekammer in Krakau vor einigen Tagen zum Beschlusse erhobenes Referat sammt Vorschlägen zur Aenderung diese« Gesetze«, da« nun den be» »heiligten Ministern vorgelegt wird und welche« wir der Wichtigkeit halber, welche dieser Frage gerade in der Zeit der bevorstehenden Handel«» Verträge innewohnt, etwa« näher besprechen wollen. Da« Referat geht von der Thatfache au«. Wunder, dass in den Frauen- und Kinderlagern ein geradezu entsetzliche« Elend herrscht, und sprachen hiervon einige Berichte. Eine Dame, welche am 23. März 1901 Tran«vaal verließ, berichtet hierüber: Al« ich Pretoria verließ, waren im Lager von Grene 5000 Erwachsene und Kinder, wovon nach dem Rapport 1000 krank waren. Da« ganze Lager ist von einem Stacheldrahtzaun umgeben und nie» «and darf hineingehen oder dasselbe verlassen ohne im Besitz eine« Militärpasses zu sein. (Letztere Maß» regel ist jedenfalls deshalb gttroffen worden, um Berichte zu verhindern, da auch der Mis« Hobhouse der Besuch dieser Lager untersagt wurde. Anm. der Schriftl.) Ich war erstaunt, zu hören, das« man in London der Ansicht ist. das« diese Gefangenen freiwillig in diese Lager gegangen wären, da« ist nicht wahr, sie alle wurden plötzlich au« ihrem Heim herausgerissen und hierher überführt, ohne auch nur die nöthigsten Lebensbedürfnisse mit sich zu führen. Al« ich Pretoria verließ, war e« schon ziemlich kalt, so das« ich selbst in meinem wohlgebauten Hause fror. Wie müssen nun diese armen Opser in ihren dünnen Zelten, welche nicht einmal Schutz gegen Regen boten, gefroren haben, zumal, da auch meist ihre Kleidung mangelhaft war. Während das Obdach unzureichend ist, sind die ausgetheilten Nahrungsmittelrationen geradezu schlecht. Die Militärhehörde hat mit einem Lie» seranten abgeschlossen, welcher diese Rationen für ?ie Erwachsenen zu liefern hat. Diese Rationen inb bei weitem nicht dieselben, welche der Armee jelieferl werden.') Da« Mehl ist zu grob und die Frauen, welche e« allesammt nicht gewöhnt sind *) Sie besieht« aui: '/« Pfd. Fleisch mit Knochen und 3«tt, gr. Kaffee, •/« Pfd. grobem Mehl, 64 gr. Zucker, 16 gr. Eolz und elwaS condensierler Milch. Seite 2 Deutle M«cht Stummer 6 das« unser derzeitige» Viehseuchengesetz trotz der groß,» Opfer, welch« da»selbe de« Staate und der SanDroirtfdjufi auferl g>. sein«« haupisächlich-st«n Zwecke, nämlich der Sicherung de« V ehhandel« und oe» Viehexpvrte«. nur iheilweise entsprochen habe, und daj» wir Gefahr laufen, das» unsere CompaciScenten die Viehconvenlion noch mehr al» bisher zu einer Sperrmaßregel gegen Oesterreich im Interesse der eigenen Landwirtschaft ausbeuten und unserem Export, welcher in den letzten zwanzig Jahren infolge eb«n ditser Sperrmaßregel Schwant-ungen im Werte von 7—100 Millionen Gulden «»»gesetzt war. die Thore fast gänzlich verschließen werden. Um ditser nicht nur der Landwirtschaft, son-dern in weiterer Folge auch dem Handel und der Industrie, ja der finanziellen Grundlage de» Staate» drohenden Gefahr vorzubeugen.erscheint der Krakauer Handelskammer al» einzige» Miitel die Einführung der schon in vielen landwirtschaftlichen Körper« schaften besprochenen und bereit» im Jahre 1394 in einer Interpellation im R«ich»rath« geforderten allgemeinen Viehversicherung und eine» dersrlben anzupassenden Biehseuchengesetze». Al» Beispiel, das» eine ReichSviehversicherung und ein derselben angepasSteS Thierseuchengefetz un» sicher in kurzer Zeit eine continuierliche Seuchen« freiheit und eine dadurch bedingte Handelsfreiheit verschaffen würde, führt da» Referat da» Rinder-p«st> und Lungenseucheiilgung»gesetz und die vor zwei Jahren erlassene kaiseiliche Verordnung be-treffend die Tilgung der Schweinepest an. Alle anderen aufgewandten großen Mittel seien nicht im Stande gewesen, dieser verheerenden Seuchen Herr zu werden; als ober der Staat die Sache in die Hand genommen hatte und dcm Thierbesitzer den Schaden, der au» der Vertilgung der kranken und verdächtigen Thiere resultiert, ver-gtttete, waren die beiden erstgenannten Seuchen, welche unausrottbar schienen, in wenigen Jahren mit geringen Geldopsern ohne Wiederkehr plötzlich verschwunden. Die Verordnung betreffend die Til-gung der Schweinepest sei zwa? erst zwei Jahre alt und habe trotz der auS natürlichen Gründen nicht leichten Handhabung derselben, da Erkennung»-zeichen, Abstammung und oft ViehpasSmängel große Schwierigkeiten machen und trotz der freien Einfuhr au« dem sehr verseuchten Ungarn eine überau» heilbringende Wirkung ausgeübt. Wenn also eine in diesen Gesetzen enthaltene EatschädigungSnorm für einen Bruchtheil de« Vieh-stände« erwiesenermaßen enorm ersprießlich ist, wie wohlthuend und ermuthigcnd für den Viehzüchter, meint daS Referat, würde erst eine allgemeine Viehversicherung sein, welche für jeden irgendwie gearteten Schaden aufkommt! Da» Referat citiert an dieser Stelle auch da» fachmännisch bearbeitete „Reich«viehversicherung«-JubiläumSwert" de» Mi-nisterialrathe» Bernhard Sperk. in welchem in überzeugender Weise dargelegt wird, dass weder vertragen e< nicht Der Kaffee verdien» diesen Namen nicht, er scheint au» geröteten Eicheln zu bestehen. Der Zucker ist das Product des beim Zuckerkochen Abgeschäumten. Diese Nahrung ist deshalb unzu-reichend für Erwachsene und die armen Kinder sterben einfach daran. Die Sterblichkeit unter den Kindern ist geradezu schrecklich. Von einer Farm starben allein zehn Kinder und es gibt viele Fälle, in welchen alle Kinder einer Familie ihren Tod fanden. Wenn die Sterblichkeit dieselbe bleibt, wer« den, wenn dieser Winter vorüber ist, im ganzen Lager keine Kinder mehr sein. E» bildete sich ein holländische» WohlthätigkeitS-Comitö, welche» unter die Kinder bessere condensierte Milch vertheilte. DieS als etwa», aber plötzlich wurde die» von den Militär-ehöcden untersagt und jetzt sterben die Kinder wie Fliegen. Noch eine andere Maßregel hatte man ergriffen. Man gab nämlich den Familienange-hörigen der noch im Felde stehenden Buren nur die halben Rationen. So viel wie ich gehört habe, ist hierüber auch im Unterhaus eine Interpellation eingebracht worden, aber erst, al« die fremden Eon-fultt Pretorias gegen solche Grausamkeit protestierten, wurde dieselbe eingestellt.' Für diese Aussagen der Dame sind nicht nur die bekannten Berichte der Miss Hobhouse, sondern auch Scenen im Parlament u. f. w. eine Bestäti-gung. Am 26. Februar 1901 fragte der Abgeordnete im Parlament, Mr. John Ellei», einen Vertreter der Regierung, Mr. Brodrich, ob e« wahr sei, dass die Frauen und Kinder, welche sich freiwillig er-gaben, volle Rationen bekämen und im Gegensatze hierzu diejenigen, deren Ehemänner und Vater noch im Felde standen, herabgeminderte? Mr.^Brodrich aiMorleie seinerzeit: .Ueber ' » t ^ U-'I /ir i <• - .!■-— - private noch LandeSviehoersicherungen im Stande seien, jenen Zweck zu erreichen, der eben erreicht werden soll, nämlich Sicherung gegen jede Geld-einbüße infolge von Verlusten durch Viehseuchen und durch Viehkrankheiten und Sicherung de» Handel« bei den bescheidensten Gegenleistungen der Viehbesitzer, denn bei einer Reich«oiehoersicherung kann der ganze bei allen anderen Versicherungen nothwendige versicherungStechnische Apparat, wie Kataster, Vormerkungen über Zugang und Abgang oder sonstigen Wechsel de« Standorte«, Schätzungen, Carrenzzeiten, Gefahrenklassen, Ausschließungen von der Ausnahme in die Versicherung, Strasbestimm-ungen, Schiedsgerichte usw. vollständig in Wegfall kommen. DaS bei gewöhnlichen Versicherungen übliche Prämiensystem ist in diesem Falle als Umlage« verfahren gedacht, indem nämlich auf Grund von fünf zu fünf, oder von zehn zu zehn Jahren vor-genommenen Viehzählungen jeder Gemeinde nach Maßgabe des Ergebnisse« der letzten Zählung eine Umlagequote anrepariiert werden soll, welche Jahre«quoten dann jede Gemeinde auf den, am jeweiligen Umlagetag vorhandenen effettiven Viehstand der einzelnen Besitzer zu vertheilen und ein-zuheben hätte. Nach der auf Grund der Statistik gemachten Verlustberechnungen würde die Steuer-umlage für eine derartige Versicherung gegen alle erdenkbaren Schäden beim Vieh kaum '/« Procent des Wertes betragen, wobei der Eclö« für das Fleisch de» nothgeschlachteten Viehes nicht berück-sichtig« und für die Administrationökosten in Reserve gehalten ist. ES würde den Rahmen unseres Blattes über-schreiten, wollten wie noch aus die Vortheile näher eingehen, welche nicht nur unserer Landwirtschaft sondern auch der Gesammtbevölkerung durch die Einführung dieser angeregten Institution erwachsen würden. Wir wollen sür heute nur erwähnen, dass der Landwirt wegen der Versicherung vor jedem Verluste infolge von Viehkrankheiten und wegen der Entschädigung des vollen Marktwertes viel eher seinen HauSthieren eine aufmerksame Pflege «»gedeihen wird lassen, weil er selbst im Unglücks-falle den höchstmöglichsten Erlös in der Form der Entschädigung erzielen kann, wa» entschieden einen allgemeinen Aufschwung der Viehzucht bringen würde. Er wird sich, da er keinen Schaden zu de« fürchten braucht, nicht mehr veranlasst sehen, Un-glückSsälle unter seinen Thieren zu verheimlichen oder gar schwerkranke Thiere noibzuschlachien und an Fleischhauer und Selcher um billigste Preise zu verkaufen, wodurch zu vielfachen Schädigungen der Gesundheit der Eonsumenten Anlas« gegeben wir). Wir wollen nur noch einige Punkte au« dem im Referate enthaltenen Vorschlägen zur Aenderung de« ThierseuchengesetzeS und der beabsichtigten all-gemeine» Biehversicherung bringen, von welchen wohl der hauptsächlichste der § 1 ist in welchem diesen Punkt habe ich mich mit Lord Kilchener ins Einvernehmen gesetzt. Die Schwierigkeit, alle die Leute, welche in diese Lager kommen, zu verprovian« listen, ist sehr groß, und ich begreise, das« ein Unterschied gemacht wurde zwischen deuen, deren Ehemänner und Väter sich mit ihnen freiwillig er-gaben, und jenen, welche in die Lager kamen, um sich süllern zu lassen, während ihre Angehörigen noch gegen un« kämpsen. (Oho-Ruse.) Im Uebrigen habe ich noch nicht genügende Informationen ein« gezogen, um diese Frage schon j.tzt genügend be-antworten zu können. Später hat Mr. Brodrich dann dem Abge-ordnetenhau« bekannt gegeben, das« diese unwürdige Methode seil dem 27. Februar 1901 eingestellt wurde und zwar in Rücksicht aus die Proteste vieler ehrenwerten Männer, sowie aus die Entrüstung der fremden Consuln. Hier folgt noch da« Guiachten eine« englischen Sachverständigen in Johannesburg, über die ihm zur Untersuchung übergeben»» Nahrungsmittel, welche aus den Prooiantstationen entnommen waren. >Hierdurch bescheinige ich, dass ich a) eine Probe gemahlenes Mehl Nr. I und b) eine Probe gemahlenes Mehl Nr. 2 und c) eine Probe Zucker Nr. 3 sorgfällig untersucht habe. Probe Nr. 1 ist schimmlig, enthält Milben und ist für Menschen ungenießbar. Probe Nr. 2 enthält Milben, jedoch nicht in lebendem Zustande, immerhin ist eS sehr gefährlich, eS zu genießen. Prob« Nr. 3 ist feuchter brauner Zucker. Der Geruch ist etwas sauer, aber «ikroskopisch untersucht, konnte ich kein Ferment oder sonstige fremde Bestandtheile entdecken außer Waffer. Dieser Zucker ist nicht geeignet, zur Er« . nährung kleiner Kinder. Wenn das Mehl und der * Zucker, von welchen dies« Proben entnommen sind, daS Princip aufgestellt wird, das» bei alle« bi« «un bekannten und noch vorkommenden ansteckende» Krankheiten der HauSlhiere die Tilgung durch Ktulung auszuführen fei, und das« für jeden Schaden, welchen die Biehbesitzer durch den Tod oder die nothwendige Tödtung der Thiere infolge von Seuchen, anderen Krankheiten, oder von Un-fällen erleiden, Ersatz au« dem Versicherung«fond geleist.-t werden soll. Und zwar soll diese Ent« schädigung ähnlich bemessen werden, wie e« gegenwärtig bei der Tilgung der Schweinepest der Fall ist. Also für schlachtreise Thiere nach dem Schlacht« gewicht und für Nutz- und Zuchtthiere auf Grund de« im lebenden Zustande festgestellten Gewichte« nach Maßgabe eines halbjährig im Einverständnis mit einem aus Bürgern zusammengesetzten Lande«-beirathe in jedem Kroulande festzusetzenden Wert-tarifes. Die Höhe der Steuerumlage soll höchsten» I K sür ein Rind, 1 K 20 h für einen Einhufer, 5 h für ein Schaf oder eine Ziege und 15 h sür ein Schwein betragen, falls aber in den ersten 10 Jahren der Staat mit dieser Umlage da« Au«-langen nicht finden sollte, so hat die Vergütung au« dem Staatsschätze zu erfolgen, da der Staat füc die VolkShygiene zu fordern verpflichtet ist und viele« zu leisten, was er bis heute versäumt hat. Jungvieh unter vier, bezw. zwei Monaten soll von der Umlage befreit sein, aber doch entschädigt werden. Au« dem Auslande eingeführte* Vieh Hai eiue entsprechende Zeit in ganz abgesonderten Stallunae» unter Aufsicht aufgestellt zu werden. Aus Stadt und Land. ßillicr Hemeinderath. Freitag nachmittags fand unter dem Vorsiye des Herrn Bürgermeist rS Gustio Sli g er eine ordentliche öffentliche Sitzung de» Cillier Gemeinde-rathe» statt. Nach Genehmigung der Ve-Handlung»-fchrift vom 30. December 1901 machte der Vor-sitzende von nachfolgenden Einkäufen Mittheilung: Die am 10. December v. I. verstorbene Apollonia I a z b e c hat von zwei «»»ständigen Forderungen im Gefammtbetrage von 4100 K den Armen der Stadtgemeinde Eilli einen Betrag von 200 X vermacht. Da» Schlachthau» » Comi16 theilt mii, das» Herr Samuel P a g e r seine Stelle al« Mitglied diese« ComilöS niedergelegt habe. Die Ergänzung»wahl wird in der nächsten Sitzung er-folgen. Weiter» theilt daS SchlachlhauS-Comilö mit, dass e« in seiner Sitzung am 27. November 1901 im Einvernehmen mit dem SchlachthauSverwalier beschlossen habe, an den G.meinveralh um die Genehmigung nachstehender Stunvenordnung sür die Schlachtungen im Schlachthause heranzutreten: An Wochentagen m der Zeit vom 15. Sepie«der bi« 15. April vormittag« von 3 — 12, nachmittag« von 1—5 Uhr. in den übrigen Monaten vormillaa« al« menschliche Nahrung gebraucht werden, erzeugen ste Dmchfall u. f. w. Ich habe nach der Untersuchung die Proben «ii meinem Siegel versiegelt. Dr. W. Johnson, F. P. C. S. D. P. H. etc " Au« diesem Gutachten kann man leicht den Grund der immensen Kinderfterblichkeit herau«lesen. Der bekannte Bericht der Mis« Hobhouse beginnt mit den Worten: .Meine Empfindungen beim Betreten diese« Lager« zu schildern, will ich gar nicht versuchen, denn e« ist unmöglich.- Dieser Bericht ist schon zu b«kannt, um ihn hier in allen seinen Einzelheiten zu wiederhole», aber wenn man sich darinenthallene Thatsachen in« Gedächtnis zurückruft, so begreift man erst die ganze Unmenschlichkeit. mit welcher diese armen Frauen und Kinder behandelt werden. Das« sie in Zelten Hausen, in denen weder Tisch, noch Stuhl, noch der Raum für dieselben vorhanden ist, das» sie auf zu-sam«engerollten Decken sitzen müssen und auf den-selben, auf der nackten Erde «»«gebreitet, schlafen müssen, ist schon unmenschliche Grausamkeit. Aber dabei sind diese Lager noch fo ungünstig angelegt, an irgend eine« Abhänge, das« da« Wasser nicht nur durch die Leinwand in da« Zelt eindringt, sondern unter derselben durch da«selbe hindurchrinnt. fo dass diese armen Ereaturen direci im Wasser liegend schlafen sollen. Sogar einen Kampf mit einer giftigen Natter, welche a« hellen Tage in eine» dieser Zelle eindrang, halte Miss Hobhouse zu bestehen. Zu diesen körperlichen gesellen sich noch die seelischen Qualen. Nicht genug damit, das» man die Insassen gegen ihre» offen ausgesprochene» Willen festhält; — viele von ihnen sagen, das» sie lieber in den Trümmern ihrer abgebrannten Farmen Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „Deutschen Nacht" in gilt Nr. 3 li »Dir Sflbmarl" erscheint jeden Sonntag al« unentgeltliche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Si>dmark" nicht täufttch 15)02 Lea. Roman von ?. G. Sandersohn. — Autorisierte (10. Aorlsehung). .Nehmen Sie Ihre Hand zurück, Mr. Ward", rief sie gepresSl, es widerstrebt mir, sie zu berühren! Von allem, was Sie gesagt haben, glaube ich auch nicht ein Wort! Es ist weder Freundlichkeit noch Freund-schaft, die Ihre Besuche bei uns veranlassen. Warnm sollten Sie denn aus Ihrer Sphäre heraustreten, möcht' ich wissen, aus lauter Güte gegen eine alte Frau und deren Enkelin, die Sie vor wenigen Wochen zum ersten Male in Ihrem Leben gesehen haben? Es ist das zu unwahrscheinlich, und ich glaube nicht an Ihre Güte. Gott allein weiß, was Sie zu uns führt. Mögen Ihre Beweggründe jedoch sein, welche sie wollen, ich biete Ihnen Trotz, um Sie zu hindern, Ihr Schlimmstes zu thun. Sie haben die Waffen ergriffen gegen eine alte schwache Frau, werden aber finden, dass eine willens-starke junge sür jene eintritt". Tollemache zuckte zusammen, als habe er einen Schlag erhalten. Er hatte, das ließ sich leicht erkennen, ein leidenschaftliches jähzorniges Temperament, denn seine Augen schössen bei ihrer muthigen Herausforderung wüthende Blitze und aus seine Lippen schienen sich Worte zu dränge», die sein Verräther hätten werdm können. Er verschluckte sie aber, schwang sich rasch auf sein Pferd und jagte, ohn« sich nach Lea umzusehen, wie ein Sturmwind davon. Mit Tollemache's Verschwinden verschwand auch auch ihr Trotz. Dem Feinde eine tapfere Stirn zu zeigen, war ganz gut, aber weit entfernt war sie, Ver-trauen zu fühlen zu den eigenen Kräften. Wiederum überkam sie jene Empfindung namenloser Hilflosigkeit und des Verlassenseins, und die Abgelegenheit ihrer Wohnstätte machte ihr Herz erzittern. Wie sehnte sie sich nach dem Anblicke eines menschlichen Angesichts und dem Laute einer menschlichen Stimme. Die düstern Fichten erschienen ihr in der jetzt rasch herabsinkenden Dämmerung noch finsterer und ihre tiefen Schatten, so wähnte sie, wären nie so dunkel und beängstigend in Uebersetzung aus dem Englischen von jl. Brauns. Hut : MtMCIL den kleinen Hof gefallen wie jetzt. Sie fistelte und fühlte sich schwach vor Bangen und wusste doch nicht, vor was, und sie eilte fort, hineinzukommen in die lichte Wärme des KüchenseuerS. Lange, nachdem die Groß-mutter zu Bett gegangen und eingeschlummert war, saß Lea noch grübelnd am Küchenofen. Die letzten Funden der zusammensinkenden Kohlen erstarken, aber l.aS Mädchen rührte sich noch t»,ner nicht. Der Mond stieg höher und höher und warf seine Strahlen durch die Gitterfenster herein, Lea aber merkte nichts davon. Bis tief in die Nacht hinein saß sie da, ankämpfend gegen ein unnennbares Angstgefühl, das ihr das Herz zu» fammenfchnürte. Einmal, nur auf einen kurzen Augenblick, kehrten ihre sorgenschweren Gedanken zu den ersten Nachmittags« stunden zurück. War eS möglich, konnte sie noch die-selbe Lea sein, die vor nur wenigen Stunden heiter, froh und sorgenfrei im Aprilsonnenschein geseffen? C3 schien ihr kaum glaublich. Sechstes Capitel. Sollte sie sich an ihre Freunde, z. B. den Pastor Lister, um guten Rath wenden oder ihre Großmutter vor Tollemache warnen? DaS waren die Gedanken, die Lea in der Seele erwog und trotzdem entschied sie sich schließlich für Schweigen. Wenn sie ihre Ver-mulhungen und Besorgnisse in Worte soffen sollte, da hatte sie keine weiteren Beweise ins Feld zu führen, als Tollemache's mehrmaligen Besuche in ihrer Häus-lichkeit, seine Angabe eines falschen Namens und sein sonstiges auffälliges Betiagen. An Tollemache's Freund Lord Barchester konnte ste sich selbstredend nicht wenden. Der gute alle Pastor ge kte ebenfalls zu Tollemache's näheren Bekannten, und letzterer genösse in feinem Um« gangskreife solch hohes Ansehen, meinte sie s» ließen zu dürfen, dass jede nur einigermaßen glaubhsale Dav-stellung seines Thuns bereitwilligst angenommen werden 2 würde, und von gleichem Resultate würde auch dcS Pastor» Einmischung begleitet sein. Und ihre Groß-mutier warnen, das hieß geradezu in den Wind rede»! Füns Minuten nur brauchte Tollemache in seiner zu-thunlich bestrikenden Weise, wie er sie so meisterhaft an den Tag zu legen verstand, zu sprechen, und er saß noch fester in der Gunst der alten Frau als je zuvor. Andere überzeugen zu können, durfte ste folglich nicht hoffen und musste daher allein diesem gewandten Ränkeschmied die Stirn bieten und seinen noch ver-hüllten Plänen gegen sie und ihre Großmutter ent-gegenzuarbeiten versuchen. Trotz ihrer Bekümmernisse vergaß Lea nicht ihr Lord Barchester gegebenes Versprechen, obschon eine Gelegenheit, es wahr zu machen, sich nicht sogleich darbot. Das Wetter war wieder umgeschlagen, war kalt und feucht geworden, und in der Haus- und Landwirtschaft gab es jetzt gerade viel zu schaffen, wodurch sie gänzlich ans Haus gefesselt war. Im Lause einer Woche hatte sie unter den außergewöhnlichen Obliegenheiten aber tüchtig wieder ausgeräumt und au einem schönen milden Nachmittage war sie wieder frei und gönnte sich einen Spaziergang auf die Höhe deS Berges. Diesmal schloss sich ihr Billy als Begleiter an. Sehr selten ließ der Hund Jemand die Gunst seiner Gesellschaft zu Theil werdeu, da er sich lieber aus dem sonnigen Wege im Obstgarten ausstreckte; wandelte ihn aber einmal die Lust zum Mitgehen an und man wies seine Begleitung zurück, dann zeigte er sich tagelang schlecht gelaunt. Die Bewegungen des Hundes waren langsam und be-dächtig und beim Aufstieg musste seine Herrin jede Mi. nute innehalten und ihn zur Eile antreiben. Lea war noch nicht lange auf dem Plateau, als sie Barchester kommen sah. Sie erhob sich von dem Rasenhügel, aus dem sie saß, und ging ihm entgegen. Der Lord reichte ihr bei der Begrüßung die Hand, was er bisher noch nie gethan, und etwas schüchtern legte sie die ihrige hinein. Ihr bleiches Antlitz röthete sich und die Augen leuchteten auf bei seiner Annäherung, und dieser Thatsache war sie sich bewusSt. „Was für ein Zauber liegt doch im Strahl seiner schönen grauen Augen und im Klang seiner fröhlichen Stimme, dass mein Herz jedesmal aufjubelt bei feinem Nahen?" wunderte sie sich. „Tollemache's Anblick erfüllt mein Herz mit beängstigenden Ahnungen, in Lord Barchesters Gegenwart schwindet dagegen alle Furcht und neuer Muth zieht ein in meine Brust*. „Und werde ich heute die zugesagen Mittheilungen von Ihnen hören. Lea?" fragte Barchester nach der gegenseitigen Begrüßung. „Gewiss, Mylord; alles, soviel ich selbst weiß, sollen Sie ersahren!" Verlegen, auf welche Weise sie be- ginnen sollte, machte sie eine Pause, fuhr aber nach nur wenigen Augenblicken fort: „Mit Ihrer Erlaubnis will ich Ihnen den Platz zeigen, wo meine Mutter be-graben liegt. An ihrem Grabe, wo ich selbst ihe Geschichte zuerst vernahm, und welches auch die einzige Stätte ist, die ich mit ihrem Namen verbinden kann, werden sich die Worte am leichtesten finden, hoff' ich". Sie schritten hinüber aus den über die Mitte der Anhöhe führenden Weg. Billy folgte ihnen nur wider» willig. Er war in behaglicher Lage auf dem Grase eingeschlasen und war ungehalten über daS Gestörtwerden und die weitere Ausdehnung des SpaziergangS. Der Friedhof und das Pfarrhaus lagen am Fuße des am weitesten sich vorstreckenden Theiles von Coombe-Hill, links von Barchester's Besitzung. DaS Dorf war noch entfernter, aber außer der Pfarre, die gleich rechtS lag. war kein HauS desselben vom GotteSacker aus sichtbar. Sie gingen aus einem Seitenpfade, wo ein Gürtel alter ehrwürdiger Eibenbäume den matten Sonnenschein theil-weise abhielt. Lea schritt voran durch das hohe Gras und machte bald vor einem schmalen grünen Hügel, aus dem ein kleines Kreuz von weißen Lilien lag. Halt. Barchester wanderte herum auf die andere Seite, und fo blieben ste. das Grab lag zwischen ihnen, stehen. Er wartete geduldig, bis ste zu sprechen anfangen würde. Lea aber verharrte gesenkten Hauptes und mit leicht gefalteten Händen mehrere Minuten lang in völligem Schweigen. Sie schien seine Gegenwart vergessen zu haben. Ihre Gedanken waren zurückgeschweift zu der neulichen Szene daheim in der Küche, bei welcher ihre Großmutter sich so seltsam geberdete. Barchester be-trachtete sie, jeden Zug der classischen Schönheit ihres Antlitzes und der Gestalt sich für immer einprägend. Die allmählich tiefer berabsinkende Sonne warf hier und da strahlende Lichter durch das Blätterwerk der Eiben-iäume. Und das Wechseln der Beleuchtung aus dem lila Kleide und dem geneigten Kopfe hob den weichen und sinnigen Ausdruck, wie ihr Antlitz ihn jetzt zeigte, »och mehr hervor. „Vor 20 Jahren ungesähr', begann Lea endlich mit gedämpfter Stimme ihre Erzählung, „wurde sie hier begraben. Sie halte erst das siebzehnte Jahr zurück-gelegt, als sie starb, und ich war ein Baby von einem Monate. Meine Großmutter sprach nie mit mir von meiner verstorbenen Mutter; die kindliche Lieb« zu ihr wurde in meiner Brust nicht geweckt und genährt. Kein Buch, kein Kleinod. daS ihr wert gewesen in ihrer kurzen Lebenszeit, wurde mir, selbst als ich heranwuchs, alS ein Andenken und zur Erinnerung an sie einge-händigt. Das alleS verwirrte mich und verletzte mein Gemüth; doch jedesmal, wenn ich fragte, wurde mir statt einer Antwort Schweigen geboten und aus meine Bitten um Erklärung erhielt ich scharfe Verweise. Ich wusste nicht einmal, wo m«ine Mutter begraben lag. s Soviel nur war mir bekannt, dass eS irgendwo an dieser Seite des GotteSackerS sei; doch welches von den umliegenden Gräbern ihre Ruhestätte sei, wurde mir nicht gesagt. In jener Zeit war ich noch ein Kind; aber das Alleinsein und die Vereinsamung meiner Kind-heit hatten mich ernster zu denken und tiefer empfinden gelehrt, alS eS bei Kindern im Allgemeinen der Fall ist. Oftmals entfloh ich der großmütterlichen Aufsicht und rannte über den Berg hierher, um zu ergründen, unter welchem von den vielen grünen Hügeln meine verstorbene Mutter ruhe. „Meine Großmutter war gütig und freundlich zu mir, aber doch sehnte mein Kinderherz sich mitunter schmerzlich nach der Liebe einer Mutter, und mit einer Leidenschaftlichkeit, die weit über meine Jahre hinaus-ging, grollte ich über daS Schweigen und Verheimlichen. Meine Schuljahre vergingen. Die Großmutter, von jeher zart und schwächlich, wurde mit jedem Tage hin-sälliger und ich trat allmählich an ihre Stelle im HauS-halte. Von dieser Zeit an kehrten meine Gedanken, da ich nun weit mehr mit Geschäften überhäuft war, seltener zurück zu der Mutter, die ich nie gekannt. „Meiner Mutter LebenSgeschichte", so erzählte Lea weiter, „sollte ich nun, und leider in der schonungS-losesten Weise erfahren. Ich war nämlich auf Ver» anlassung des Herrn PaftorS in die Familie eines oer besser situierten Dorfbewohner zu einer abendlichen Festlichkeit eingeladen worden. So völlig abgeschlossen zu leben, wäre für mich nicht gut, hatte der Geistliche zu meiner Großmutter gesagt, ich müsste ein paar gleich-altrige Freundinnen haben. Er meinte es gut, der alte Herr, sein Plan schlug aber gänzlich fehl. An das ruhige, sanfte Wesen meiner Großmutter gewöhnt, fühlte ich mich von der lauten derben Art der Dorfmädchen abgestoßen. Ich kam mir alS nicht zu ihnen gehörend vor und meine Bemühungen, unbefangen zu erscheinen, glückten nicht. Schließlich zog ich mich von ihnen zu-rück und setzte mich zu einer gutherzigen alten Frau, die ich schon seit Jahren kannte. Ich sollte aber nicht in Frieden gelassen werden. Ein großes wildes Mädchen kam bald heran und versuchte, mich wieder in ihren KreiS zurückzuzerren. Ich widersetzte mich und bat, mich da lassen zu wollen, wo ich war. Das Mädchen wurde zornig über meine Antwort, als wäre eS eine eine persönliche Beleidigung und mit gemeinem Lachen schrie es laut, ich hätt's eben nöthig, die Rase hoch zu tragen. Ich wurde feuerroth vor Aerger, denn alle Anwesenden starrten mich an und die Mädchen tuschelten und kicherten mit einander. „ES würde klüger gewesen sein, hätte ich das Mädchen nicht beachtet und den Mund gehalten, aber m«in heftige« Temperament kam zum Durchbruchund ich gab eine fcharfe spitze Antwort. Roch kann ich es sehen", unterbrach sich Lea mit Schauder», „wie da» Mädch;» ' von der anderen Seite herangestürmt kam und sein erhitzte?, zornige? Gesicht dicht an daS meinige haltend, «in Wort auSstieß, solch gräsSlicheS Wort, dass ich eS niemals über die Lippen zu bringen vermöchte. Eine volle Minute verrann, ehe ich die Bedeutung desselben erfasste. Von Entsetzen gepackt, stierte ich daS Mädchen sprachlos an. Dann hörte ich. wie die Männer ihm zuriefen, eS sollte sich schämen, während die Frauen mit ernsten Mienen sich wie schützend um mich stellten. Mir aber war, als hörte ich jenes Schmachwort von hundert Stimmen rufen und ich wich mit einem Ent-setzensschrei von ihnen zurück. Nur die alte Frau, mit welcher ich mich eben noch unterhalten, suchte mich zu-rückzuhalten; ich schenkte aber ihrem Zureden kein Ge» hör und floh, an ihr vorübereilend, aus dem Hause. Danach besand ich mich auf dem GotteSacker und lief hinüber an die Seite, wohin die Eibenbäume ihre Schatte., werfen und wohin es mich als Kind so oft gezogen, und hier sank ich mit einem herben Schmerzens-schrei inS Gras. „Jahre sind seitdem verflossen", fuhr Lea nach kurzem Innehalten fort, „doch weder die vergangenen noch die kommenden werden je aus meiner Erinnerung die Seelenqual und daS Schamgefühl jener Stunde auS-zutilgen vermögen. Das, was mir jahrelang ein Ge-heimnis gewesen, wurde mir durch eine Beleidigung enthüllt. Aber ach! mit welch leidenschaftlichem Be-dauern wünschte ich die glückliche Unkenntnis zurück, die nun sür immer dahin war! Hier, an dieser Stelle, hatte ich als Kind süße und zärtliche Phantasiegebilde gewoben um die entschlafene Mutter. Run aber, seit ich wusste, was sie war, schien sich bei dem Gedanken an sie mein Herz zu Stein zu verhärten. „Lange lag ich hier im Grase, dann legte sich ur-plötzlich eine Hand aus meine Schütter und rüttelte mich auf auS meinem dumpfen Jammern. Aufspringend und mich umsehend, erkannte ich ungeachtet der Dunkelheit die Gestalt des Herrn Pastors, der neben mir stand. Er war im Dorfe gewesen und hatte von meiner gut-herzigen Freundin die Kränkung erfahren, die mir an-gethan worden. Mit rauher, mir selbst fremd klingender Stimme erzählte ich ihm. wie ich bis jetzt in völliger Unkenntnis über meiner Mutter LebenSgeschichte er-halten worden wäre. Ich muss wohl «ine grausame Aeußerung Über m«ine Mutter hinzugefügt haben, doch das ist mir nicht erinnerech, blos, dass der gute alte Herr meine Hand erfasste und mich eindringlich zu schweigen ermähnte. „Komm mit, Lea, und verurtheile nicht, biS du alleS erfahren hast". Und durch die Dunkelheit den Weg suchend, blieb er zuletzt an dieser Stelle stehen. (Zortfetzung folgt). 4 Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. £' !«!»»!- Erbarmt Iug äwer de lütten Buremkinner. En Würd ant dütfche Zruenshart. Bon Eduard Jürgens» n. Friedenau. Kein Hüsung! — Keiu Schutz gegen Regen un Wind, Nich Tack un nich Fack hcwwen Moder un Kind. Kein Hemd un lein Rock, nich Lpis' un nich Trank. Kein Medizin, wenn s elend un krank! Un gorlein Erlösung a» blos den Tod — Wo gaww't up Erden je gröttere Nod? Wer helpt < Kein schrecklicher Elend was jemals tau seihn. Kein swarer Verbraten i» jemals geschtihn; So lang Uns' Herrgott de Welt regiert, Heww'n Minschen kein ähnlich« Schanddaht vullführt! stein ihrliche Eprak ftnd't dorvör en Würd AS: Murd! gemeine, koldbläudige Murdl Wer helpt? Kein Staat, kein Regierung in keinen Sann', Kein vörnehme Herren ut bogen Stann', Kein Fürst, kein Minister — „regierende" Lüd' — Heww'n den Maud, tau verhinnern, dat Murd geschaht, En Murd, de lud tau'n Himmel upfchriggt, En Mafien murd. de en Bolk vernicht't! Wer helpt? Wer helpt? — Wer fülwst mal krank was un arm. Wer sülwsi mal eins röp: Lei» Herrgott, erbarm l Wer sülwst mal in Jammer un deipes Weih Ein krankes Kind hett holl'n up de Knei! Wer fülwst dörch den Tod mal en Kind rxrlur'n, W«r sülwsi ünner Weihdag' e» Kind hett gebur'n! De helpt I Erbarm {ick wer eigen leiw Kinn« je hadd', Erbarmt Iug Ii Fiuens in TSrp un in Stadt: Helpt, helpt dütsch' FruenS ut jeden Stann'l Un makt den Satan sin Wark tau Schann I Help«, helpt, dormit »ich mit Zru un Kind En edel Volk vun de Welt verswinnt! Helpt, helpt! Ins Album. Kannst du das Schöne nicht erringen, So mag das Gute dir gelingen. Ist nicht der grob« Garten dein. Wird doch sür *>ich ein Blümlein sein. Bauernseld. Zur Behandlung der Pserdegebifse. Im Winter, bei sehr kalrem Welter und besonders in schlechten, kalten Ställen, werden die Gebisse den Pferden oft ge-waltsam, unbarmherzig und unüberlegt in den Mund gezwängt. Das grimmig kalte Eisen muss gewiss einen unerträglich n Schmerz erzeugen und besonders aus der Zunge, dem Zahnfleisch und, möchte ich sagen, aus da« Gemüth deS Thiere« störend wirken. Hab« selbst ein Pferd behandelt, schreibt ein Landwirt. daS so geouldig wie ein Lamm war. Ich hatte immer die Ge» bisse etwas erwärmt, ehe ich >'e in Gebrauch nahm. Dasselbe Pferd kam unter eine andere Behandlung und bisS und schlug später und schließlich wurde eS völlig unbrauchbar und crepierte, es war ein sehr wertvolles Thier. Ich denke, jeder, der etwas menschliches Gefühl hat, wird mir bejstimmen und nicht wie jener Unmensch sagen. eS ist bloß Än Thier. Auch ein Thier empfindet Schmerz, quäl ti nicht. 0 ««»schlich Herz. Meine Idee, um daS Kaltwerden des Gebisses zu verhindern. ist diese: Ein Zoll breiter Riemen oder besser Gurte, der gerade lang genug ist, den Hals deS Pferdes zu umfassen, dicht am Kopf oben aber ein Stückchen Reifeifen hat. so gebogen, das» er dem Halse deS Thieres passt, damit sich der Riemen nicht verschieden kann, wird ein-geschnallt, an diesen Riemen norden zwei kleine Schnüre oder Schnallen angebracht, die da» betreffende Gebiss festhalten, dicht am Kopse unter der Mähne, da wird da» Gebis» warm Wenn man morgen» den Riemen mit dem Gebis» dem Thiere an-schnallt, wird, während daS Thier fris»t und geputzt wird, dasselbe etwa» erwärmt. TaS Gebiss sollte so gemacht sein, das» e» leicht und ohne Schnallen in den Halter eingefügt werden kann. Fettflecke au» Gewebe» zu ent-ferne«. AuS gefärbten wollenen Stoffen, Tischdecken usw. entfernt man Fettflecke oft sehr leicht, wenn man kohlensaure Magnesia mit Wasser zu einem ganz steifen Brei anrührt, diesen messerrückendick aus-, trägt (bei groben Flecken noch stärker), unter mäßigem Druck trocknen lässt und dann mit einem nicht zu heißen Plätteisen die Magnesia stark erwärmt. Frische Fett-flecke kann man so recht gut entfernen, in allen schwierigen Fällen hilft Benzin. «in Vorsichtiger. „Ich kann Ihnen nur rathen, kaufen Sie das Sommer-Hotel. Es ist die reine Goldgrube." — B.: „Man kann auch in Goldgruben hinein-fallen!" Naiv. Gusti: „Möchtest du lieber einen Leutnant von der Landarmee oder von der Marine haben?' — Elli: „Bon der Marine. Denke doch, wie reizend: Hoch-zeitSreif« auf einem Kriegsschiff." Wo den» ? Mutter: „Minna, wenn du dich abends von einem Herrn zu Haufe bringen lässt, darfst du dich aber nicht auf der Treppe küssen lassen." — Tochter: „Wo denn?" Mäunerlogit. „Na. weißt du, mit dem Papagei sind wir aber angeführt, kein Wort spricht er, und der Handler sagte, er sei so sehr klug!" — „Na eben, darum schweigt er ja!" Da« Schrecklichste. Fremder (der sich durch ein alteS Schloss führen lft!»t); „Man erzählt sich von diesem Schloss >a allerlei grausige Geschichten An welcher Stelle ist denn das Schrecklichste passiert?" — Lakai: „Bei jenem Portale dort ist ein Zremder 'nauSgegangen und hat mir kein Trinkgeld gegeben." Verunglückte Beschönigung. Sohn: „Was, Papa, die Tame soll ich heiraten?" — Vater: „Ja, denn sie ist fehr reich." — Sohn: „Mir egal — das Fräulein scheint aber doch viel älter zu sein, als du mir sagtest, da» sieht man deutlich auf dem Bilde.' — Aaler: „Ja, Heinrich, da» ist ja auch schon eine alte Photographie." Es ist erreicht. Gutem Vernehmen nach erleichtert sich ein Barbier der Resi-den; die Arbeit an seinen Kunden dadurch erheblich, dass er ihnen während des Haar-schneiden» eine ganz haarsträubende Lektüre in die Hand gibt Ter Scheeie wird dadurch die Arbeit ein gut Stück erleichtert. In der Schule. Lehrer: „Hier sehen Sie das Gerippe eines Säugelhiere», und zwar, Mayer, von wa» für einem?' — Mayers „Bon einem tobten!" Nummer 6 von 7—11, nachmittag» von 2—6 Uhr; an Sonn» und Feiertagen dürfen Schlachtungin nur mit Be> willigung des Stadtamie« und zwar in der Z»it von 8—10 Uhr vormittag« vorgenommen werden. Ueber Antrag de» Herrn GR. Fritz W e h r h a n wird diefe in jeder Richtung zweckentsprechende Stundenordnung genehmigt. Die Post- und Telearaphen-Direction beant-wortet die Zuschrift der Stadtgemeinde Cilli vom 15. November 1901, betreffend die Errichtung eines StaatS-Telephonnetze« in Cilli mit Anschluss an die interurbane Telephonlinie Wien—Trieft mit der Mittheilung, dass durch die Aufnahme eines solchen Telephonnetzes mit ausgedehntem Verkehr die erforderliche Promviheit der GefprächSabwick» lung gefährdet werden würde, weshalb vorläufig dem Ansuchen keine Folge gegeben werden könne. Die Ausnahme eines staatlichen TelephonnetzeS könnte erst nach Errichtung einer zweiten inier« urbanen Linie erfolgen. Durch die Eröffnung einer öffentlichen Sprechstelle sei den dringendsten Be« bürfniffen deS Verkehres Rechnung getragen worden. Dies sei aber bei wohlwollendster Erwägung nur al« Provisorium, al« einleitender Schritt zu dem in absehbarer Zeit nachfolgenden StaaiStelephon-netz zu betrachten. Die Post- und Telegraphen-Tnection werde sich fördernd in den Dienst dieser Angelegenheit stellen. Herr Vicebürgermeister JuliuS R a k u s ch füget aus, dass eS sich doch al» noth-wendig herausstelle, vorläufig wenigstens ein Local-Telephonney zustandezubringen. Er stellt daher an den Bürgermeister daS Ansuchen, alle erforderlichen Schritte einzuleiten, um über die Möglichkeit der Errichtung eine» solchen Localnetze« ins Klare zu kommen, inSbefondere einen Voranschlag aufstellen zu lassen und ein Bild zu gewinnen, wie sich ein solche« localeS Tel,phonnetz verimeressieren würde. Später könnte ja diese» Localnetz vom Staate über» nomme» werden. Thatsache sei e». dass sich das Bedürfnis nach einem Telephonnetz in der Stadt sühlbar macht und wenn einmal ein solches ge« schaffen sein würde, so würden stch sicherlich sehr viele Interessenten finden. — Der Antrag des Herrn R a k u s ch wurde einstimmig angenommen. Ueber eine Zuschrift deS Vereine» der Freunde der Feuerbestattung „Flamme" in Wien erklärt der Gemeinderath, dass er sich den Schritten, welche zur Erreichung des Vereinszweckes dienen, anschließe. Nach Uebergang zur TagungSordnung berichtet Herr GR. Dr. K o v a t s ch i t s ch namens der RechtSfeclion über eine Zuschrift deS Gemeinde« amteS Arch um Anerkennung des HeimatSrechteS des Martin U r s ch k o. Dem Ansuchen wird Folge gegeben. Ferner wurde da» HeimatSrecht dem Karl Baumgartner und Wilhelm L i n d a u e r zuerkannt. Ein gleiche» Ansuchen de» Andrea» A p l e n z wird abgewiesen, weil er schon seit drei hausen, al« sich weiterhin hier aufhalten möchten; — man hält auch ihre Angehörigen von ihnen fern und unterstützt sie nicht im Aufsuchen derselben. So weiß eine Frau P. nicht, wo stch ihre sechs Kinder im Aller von 2—15 Jahren aufhalten; ihre bangen Zweifel dauerten drei Monate lang an, nach welcher Zeit sie vier von ihren Kindern wieder« erlangte, von den anderen zwei weiß sie jedenfall» bi» heute noch nicht». Dabei war der Ehemann dieser Armen in Bloemsontain, und e» wurde ihm nicht erlaubt, sie zu sehen, und obgleich sie ihrer Niederknnst in einigen Wochen entgegensah, hatte sie nicht», worauf ste liegen konnte, und hatte seit zwei Monaten nicht mehr auf einen Stuhl gesessen, immer nur aus einer zusammengerollten Decke ge« hockt. Miss Hobhouse verschaffte dieser Aermsten eine Mattatzt; wa» mit dem Kinde werden wird, weiß man nicht, alle Baby«Wäsche, welche sie zu Hause in Ueberfluss besaß, wurde mit der Farm verbrannt. Wenn man lie»t, wie Mis» Hobhouse durch da» Lager gieng, überall, wo si« konnt', half, hier einer Frau, die ihrer Niederkunft entgegensah, eine Nachijacke und zwei Kinderkleidchen schenkend, im nächst*» Zelt eine Mutter tröstend, deren sech» Monate alte» Kind soeben auf ihrem Schoße da» Leben au»hauchte, im nächsten Kinder labend, deren eine» an den Masern ertrankt und an demselben Tage au» dem Spital al» geheilt entlassen worden war, trotzdem e» noch im Fieber glühte, und vier Kinder, welche um e» herum lagen, noch der An-steckung gefährdete, dann begreift man ihre Er« bitterung gegen ihre eigenen Landsleute. Im Lager nannte man sie „Schwester- oder «liebe» Fräulein von England", sie gieng durch dasselbe wie ein guier Engel und schaffte Hilfe, wo «» ihre Mittel erlaubten. Unter ihrer Anleitung machten die ge« fangenen Frauen eine Eingabe an Major Wright, > «Ae«tsche Macht- Jahren in der Gemeinde Umgebung Cilli wohnt. Für die Schulfection berichtet Herr GR. Raich über eine Zuschrift de» LandeSauSschufse«, betreffend die Errichiung einer öffentlichen Bürger» schule in Cilli. Am 6. December v. I. hat der Gemeinderath beschlossen, der Austastung der Lande»« bürgerschul« gegen die Errichtung einer öffentlichen ttnabenbü?gerschule unt«r d«r Bedingung zuzu» stimmen, das» Die Punkie dk» Vertragt» vom 16. September 1870 zwischen dem steiermärkischen LandeSauSschufse und der Stadtgemeinde Cilli, in« soferne sie die Auflösung, bezw. Umwandlung der Lande«bürgerschule betreffen, aufrecht erhalten werden. Der LandeSauSschus« macht demgegenüber darauf aufmerksam, das« die Errichtung einer öffentlichen Knabenbürgerschule nur durch einen LandtagSbeschlus», bezw. ein Land«Sg«s»tz erfolgen kann. E» müsste daher die obige Bedingung dem Gesetze als Claus«! angefügt werden, wodurch dessen Sanctionierung verhindert würde. Der LandeSauS-fchufs empfiehlt daher Abänderung deS SitzungS« beschluffeS vom 6. December und unbedingte Zu« snmmung. — Hierüver wird in der nächsten Sitzung Beschluss gefasst werden. Für die Finanzsection bericht«» deren Obmann Herr Vicebürgermeister Julius R a k u s ch über den GebarungSauSweis der städtischen Sich«rh«it<-wach«, betreffknd da» Monturpauschale für 1901. Dt« Rechnung wird genehmigt. Bericht der Geweibesection (Referent GR. Otto K u st e r). Ein Ansuchen deS Johann G r a c n e r in Bischosdorf um Bewilligung «in«S Standplatzes am Hauptplatze zum Verkaufe von Speck, Schwein«-fleisch und Würsten wird abg«wies«n. Für daS Ga«verwaltung«-Comit6 bericht«» Herr GR. T r a t t n i k über ein Ansuchen der Herren Michael Wakonigg. BlaS Simonischek und Franz Herzmann um Aufstellung einer Straßen-latente in ver Gartengafse hinter dem Depot der Grazer Actien-Brauerei. Wegen der geringen Frequenz und der hohen Gestehungskosten (30 Meter Rohrlegung) wird daS Ansuchen abgewiesen. Der öffentlichen Sitzung folgte ein« vertraulich«. Kür die Alebcrschwemmte« Kilis and des Sanntkales. In der GemeindeauSschusSsttzung vom Freitag theilte der Vorsitzende Herr Bürgermeister Gustav Stiger mit, das« laut Erlasses der k. k. Statthaltern au» dem mit dem Gesetze vom 4. December 1901, R.-G.-Bl. Nr. 202, bewilligten Noth« stand»credite zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Bevölkerung in den durch Elementarereigniffe heimgesuchten Gegenden ihres VerwaltungSgebiete» zur Verfügung gestellten Betrage d«m Stadtamte auf Grund de« Ergebnisse« der gepflogenen Erhebungen zur Gewährung nicht zurückzuzahlender Unter« den Commandanten de« einen Lager«, in welcher sie unter Hinwei« auf die zu ertragenden Strapazen baten, nach Haufe zurückkehren zu dürfen. Statt ihr für ihre Menschenfreundlichkeit zu danken, ver« bot man ihr den Besuch der Gefangenenlager. Fürwahr, jeder edle, Halbweg« anständige Mensch mus« sich schämen, zur englischen Nation zu gehören. Und so kommt e« denn auch, das« man sich in England bemüht, die Schuld an all diesen Un« Menschlichkeiten vom einen auf den andern zu schieben, aber wie Methuen in seinem Buche sehr richtig sag», diese Blutschuld wird stet« in erster Linie an Chamberlain und seinen Regierung«organen und wiederum am Namen de« zur Entrüstung eine« jeden deutschen ManneS mit einem deutschen Orden gtschmückttn Lord Robert» hängen bleiben. Die Politik de» Ministerium» ChamberlainS, die Verantwortung für diese barbarische Kriegs« sührung auf die Armee und die im Felde stehenden Officiere abzuwälzen, welche sich ,n einem am 24. Jun> 1901 an die .Time»" gerichteten und von Lord Hugh Cecil verfassten Briefe documen« tierte. wird von Methuen al« ein feiger, unwürdiger Zug bezeichnet. Die Beweggründe, welche die Nation in diesem Kriege nicht klar blicken lassen, behandelt er in einem besonderen Capiiel (5): „Der Feind". E« ist jedoch zu hoffen, dass bei noch längerer Ausdauer de« Krieges sich noch viele aufklärende Stimmen finden werden, — da« hier besprochene Buch erlebte seit Mai vorigen Jahre» sech» Aus« lagen mit insgesammt 15.000 Exemplaren — und dass Chamberlain von seiner eigenen Nation zur Verantwortung gezogen wird für unmenschliche Greuklthattn, welche den englischen Namen sür alle Zeiten mit Schmach und Schande bedecken. _____________Seit« 3 | stützungen der Betrag von 5000 Kronen für Privatpersonen übermittelt würd«. Außerdem wurde der Stadtgemeinde selbst als Beitrag zu d«n Kostin der Behebung der Hochwasserschäden der Betrag von 2000 Kronen zugewendet. Nach-dem weitere Unterstützungen nicht mehr in Aussicht stehen, so wird der zur Verfügung gestellte Betrag nur den besonders dringend bedüiftigen Personen zukommen. — Mit der Vertheilung werden be» traut: der Bürgermeister, die Obmänner dir See» tionrn und «in Mitglied d«S Armenrathe«. Evangelische Gemeinde. Heute Sonntag, den 19. Jänner, findet vormittag« um 10 Uhr ö s s e n t -liche r evangelische Gottesdienst statt. — Wir machen heute schon daraus aufmerksam, das« am nächsten Sonntag (26. Jänner) von 6—7 Uhr ein Abendgottesdienst abgehalten werden wird, weshalb der FrühgvlteSdienst aus-fällt. — Einem Wunsche zahlreicher GlaubenSge-noffen folgend, wird Herr Pfarrer May wieder feine regelmäßigen Vorträgt an den alle 14 Tage stattfindenden Familienabenden aufnehmen und heuer über Reformation und Gegenreformation in den einzelnen österreichischen Kronländern sprechen. Der erste Vortrag und zwar über Steiermark wird am DonnerSlag. den 23. Jänner, obend« 3 Uhr im Sonderzimmer de« Gasthofe« .zur Krone" ge« halten werden, wozu jedermann herzlich eingeladen ist. Besondere Einladungen werden nich» au«ge-sandt. — Der Vorlrag über Luther zur Wider« legung der schamlosen Verdächtigungen in der „Südsteirischen Presse' finde» in den ersten Tagen de« Februar« statt, da Ende Jänner mehrere andere öffentliche Veranstaltungen (Vorträge u. s. w.) den Besuch diese« Abends beeinträchtigen könnten. Prof. Katentinitsch f. Donnerstag nachmittag« wurde in Graz die Leiche unsere« ver-blichenen allverehrten Land«manne« Pros. V a l e n » tinitsch unter ehrenvoller Betheiligung aller Be» völkerungSkreise zur letzten Ruhe bestattet. Sein letzter Erdengang stand im Zeichen der ungewöhnlichen Verehrung, welcher sich dieser Heimattreue Sohn des steirischen Unterland« im Leben allent« halben «rfrrut hatt«. In Vertretung der Markt» gemeinde Tüffer, wo die Wiege de« Verewigten stand, war Herr Fabriksbesitzer Otto Withalm erschienen. Den Sarg bedeckie auch ein herrlicher Kranz der Gemeinde Tüffer mit schwarz-roth, goldenen Schleifen und der Widmung: „Ihrem treuen Anhänger". Der Director der StaaiSober» realschul« Dr. Franz Reibenschuh widmete dem dahingegangenen Collegen und Freunde am Grabe einen ergreifenden Nachruf. Mnfikverein. Der von uns bereits angekündigte Kammermusik-Abend findet Mitt-woch, den 22. d. M., abendS 8 Uhr im großen Casinosaale statt. Die VortragSordnung enthält durchweg« vornehme, gewählie Musik. Die Ein» leitung bildet da« herrliche Trio, ox. 100, in Ls-dur für Claoier, Violine und Cello von Franz Schubert, das Mächtigkeit deS Ausdruckes mit zarter Empfindung in einer Weife verbindet, wie sie diesem Meister deS Liedes und der Kammer» musik überhaupt eigen ist. Altmeister L. v. Beetho-ven ist diesmal mit der schönen Sonate, ox. 30 Nr. 2, in L-wol! für Clavier und Violine vertreten, während den Schluss das Trio. ox. 32, in 0 - moU für Clavier, Violine und Cello von A. ArenSky bildet, ein modernes, gerne gehörte« Werk, da« zu den besten im Gebiete der neueren Kammermusik zählt und durch seine vielseitige eigenartige Schönheil reichlich befriedig». Da« Interesse, wtlcht» dieser Veranstaltung «ntgkg«ngtbrach» wird, ist dem-nach vollauf berechtigt und läs«t auch einen zahl-reichen Besuch umsomehr erwarten, al» in dieser Richtung Hierort« noch wenig geboten worden ist. Spenden für das deutsche Studentenheim, a) Bücher: Herr Oderrechnung«ra»h Joses GottS-berger in Wien: GoelheS Werke, 10 Bände, Goethe westöstlicher Divan; das Buch der Erfindungen, 7 Bände; Jugendalbum, 3 Bände; die Nippon» Fahrer. Arktische Fahnen und Entdeckungen; Frank-linS Expeditionen; ErforfchungSreisen im Inneren Afrikas; Reisen und Entdeckungen deS Dr. E. Vogel; EntdeckungSrtiskn an der Westküste Afrikas; DaS heutige Mexico; Cook. der Weltumsegler. Herr Dr. E. Mravlag, RechtSanwalt in Cilli: mehrere Bücher belletristisch«» Inhalts und daS Prachtwerk „Unser BiSmarck* von C. W. Alters und Han« Krämer, b) Geld: Sammelbüchse der Dämmer» schoppengesellschast „goldene Krone" 29 K. Turner- und Vadfahrerkrinzchen. Der Fest-auSschuss für daS am 1. Februar stattfindende Kränzchen deS Cillier RadfahrervereineS und Cillier Turnvereine? niurde guS Mitgliedern beider Ver» Seite 4 ..Deutsch- Wicht Nummer 6 eine gebildet und hat bereit» die einzelnen Unter-au«fchüsse gewählt, welche eine überaus eifrige Thätigkeit entwickeln. Die Damenspenden sind schon bestellt und werden unseren tanzlustigen Damen eine ganz ungewöhnlich reizende und sinnige Ueberraschung bieten. In allen Kreisen der Bevölkerung gibt sich für dies«» Elitekränzchen die freudigste Antheilnahme kund, und der Einladung»au»fchus», dem eine voll-ständig genaue Adressenliste nicht zur Verfügung stehen kann, hat diesmal »in doppelt schwere» Amt. E» werden daher nochmal» alle jene, die durch irgend ein Versehen eineEin-ladung bisher noch nicht erhalten haben, gebeten, ihre Adresse im Caf6 „Mercur" abzugeben, von wo diese täglich vom Einladung«au«fchufse be-Huf» weiterer Amt»handlung abgeholt werden. Mit der Au»fendung der Einladungen, deren vornehm« Ausstattung den besten Eindruck macht, wurde Donnerstag begonnen. Liedertafel des ZStuuergejaugvereiues. Wie bereit» berichtet wurde, find« heute Sonntag, den 19. Jänner, nicht, wie irrthümlich am Plakate angegeben, im Saale de» Hotel» „Elephant", sondern im Easinosaale die vierte Mitglieder - Liedertafel de» Cillier Männergesangvereine« statt, welche unter dem Namen „Engel«berg-Abend' veranstaltet wird. Engel»berg ist da« Pseudonym de» im Jahre 1879 gestorbenen Ministerial - Secretär« Dr. jur. Eduard Schön, welcher zu EngeUberg in Schlesien geboren wurde und stch durch seine zahlreichen Compositionen, fast durchweg« Perlen auf dem Ge-biete de« Männergefange«, eine weit über die Grenzen seine« Baterlande« reichende Popularität erworben hat. Der Verein hat sich bemüht, au« -dem reichen Schatze EngelSberg'scher Compositionen ein« entsprechende Auswahl zu treffen und die be-liebtesten und besten Männerchöre auf die Vortrag«-ordnung zu fetzen. Dieselbe wird mit dem Chöre „Grüß dich Gott' eröffnet, welcher gelegentlich de« im Jahre 1876 peplanien und in Cilli abi»-haltenden steiermärkischen Sängerbunde«seste« von EngelSberg componiert und gewidmet wurde. Diesem folgen „WaldeSweise", ein gemischter Chor „Weißt du noch?', ein Theil der umfangreichen Ton-dichtung „Im Dunkeln", weiter« „Heim von Stein' mit Violin - Solo, „Poeten auf der Alm", „So weit" und der SchlufSmarfch au« einer humoristischen Quadrille. Die MusikoereinSkapelle bringt die „ „Ouvertüre zur Oper .Rabuccodonosor" von G. » AVerdi, eine „Phantasie-Erinnerung an R. Wagner', daS große Potpourri „Neue Wiener Volksmusik" A von Komzak, ein Lied von Schrammel, ein Pot-" pourri „Orchestergrüße" von Ludwig Schachenhofer und einige leicht beschwingte Tanzweisen, so das« die VortragSordnung jedem Genre gerecht zu werden bestrebt ist. Die EintrittSgebür von 1 Krone, wie gewöhnlich, gilt «ur sür Nich tmi tg lieder; die unterstützenden Mitglieder haben wie immer freien Eintritt. ßMer Aeterauenvertin. Am 5. Jänner fand im Verein«locale im Hotel „Strauß' die 20. Ge-neralversammlnng de« Cillier Mililärveteranenver-eine» statt. Dieselbe wurde vom Obmanne de« Ver-eine« Herrn Franz Dirnberger mit einer herz-lichen Begrüßung der Mitglieder eröffnet. Der Cassier Herr Matthäus Speglitsch erstattete den Thätigkeit«bericht. Au« demselben war zu entnehmen, das« der Verein über ein Baarvermöaen von 9070 K 27 h verfüg«. Im abgelaufenen Jahre betrugen die Einnahmen 2083 K 70 h, die Ausgaben 2072 K 08 h, fo das« sür die Handcaffe ein Ueberschus« von 11 K 62 h erübrigte. Der Verein besteht au« einem Pcotector, 17 Ehrenmitgliedern, 67 unter-stützenden und 159 au«übenden Mitgliedern. Der Bencht wurde dankend zur Kenntnis genommen und dem Cassier S p e g l i t s ch einstimmig die Ent-lastung ertheilt. Die Wahl de» neuen Au»schuffe», welche durch Zuruf erfolgte, hatte folgende« Er-gebni«: In den engeren Au»fcbuf« wurden ent« sendet: Franz Dirnberger, Peter Derganz, Heinrich Leitermayer, Malth. Speglitsch, Joh. Gospodaritsch. Andr. Mich« Ulf ch, Johann Gradischer, Joh. Cwetanowitsch, Gregor Dworschak, Josef Cardinal, Josef Bauer, Gregor Wretscher; Ersatzmänner: Alexander Roth. Johann Kullich und Victor Fasching. In den verstärkten AuSfchuf» wurden gewählt: Heinr. Kandolf, Karl Formaferig, Sebastian Autifcher, Josef Swettl, Johann Supp, August Schwiga, Franz Reschetar, Johann Tabor, Simon Kalischnig und Joh. Mastnak. Zum Punkte „Anfällige Anträge" wurden über Antrag de» Herrn Peter Derganz die Mitgliederbeiträge von 60 d aus 80 K monat-lich erhöht, damit die Krankenunterstützungen in der bisherigen Höhe von 30 h täglich ausbezahlt wer« | den können. Jede« neueintretende Mitglied hat einen einmaligen Betrag von 5 X 20 d zu erlegen, welcher dem Fonde zur Gründung de» Militär-Veteranenheim» zugeführt wird. Der Ob-mann, Herr Franz Dirnberger. widmete dem langjährigen Mitglied« und VereinScomrolor Franz Resar. welcher dienstlich nach Wöllan übersetzt wurde und sich um den Verein große Verdienst« erworben hat. «hr«nd« Wort«. Herr P«ter Der-ganz theilte mit. das» da» Veteranenkränzchen am 2. Februar stattfinden wird. HLperimeutalvortrag Z>ähne. Seit einigen Jahren haben sich in den Anschauungen über da» Wesen der Eleclricität große Wandlungen voll-zogen, mit denen sich bekannt zu machen, die Pflicht jede» Gebildete» ist. Wa» vorher Heroen der Wissen-schasi wie Faraday. Maxwell nur mit dem geistigen Auge der Theorie erblickt hatten, wurde durch dir epochtmachendtn, genialen Versuche eine» Hertz be-wiesen, nämlich, das» electrische Fernwirkungen al» fortschreitende Veränderungen electrischer und mag-netischer Kraftfelder aufzufassen sind, Veränderungen, welche sich mit Lichtgeschwindigkeit im Raume au»-breiten. Wir können heule Licht, Wärme, Eleclricität und wahrscheinlich auch die Schwerkraft ihrem inneren Wesen nach al» vollkommene gleichartige Strahlung»vorgänge auffassen, welche nur infolge ihrer außerordentlich verfchiedenen Größenordnungen aus unsere Sinnesorgane verschieden einwirken. Demnächst wird nun Gelegenheit gibotrn, «in« große Zahl dieser, einen Wendepunkt in der Wissenschaft bedeutenden Experimente sehen zu können. Herr Dähne au« DreSden-Blasewitz wird sie un« in seinen auch hier schon von früher her rühmlichst bekannten Experimentalvorträgen vorführen und in der ihm charakteristischen, mustergillig klaren Weise «rläulern. Im Anschluss wird er kurz auch d«r«n praktisch« Anwendung die Telegraphi« ohn« Drähte demonstrieren, sowie auch die Grundversuche über Lichl-Telephoni« und -Ttl«graphi« mit unsichtbaren Lichtstrahlen. E«be-darf nur wohl dieser kurzen Andeutungen um da« lebhafteste Interesse sür die Dähne'ichen Abende wachzurufen. Dieselben finden statt am Miitwoch den 29. und Donner«tag, den 30. Jänner 1902. Z>eutschvölKischer Heßilfenveröaud. In der am 11. d. M. im Gasthose .zur Krön«" staltgt« sundenenMonatSversammlung de« Verbände« deutsch-völkischer Gehilfen Cilli« de« Bunde« deutscher Ar-beiter Germania in Wien machte der Obmann Franko Heu Mittheilung, das« sich in Pettau em Verband deS auch in Cilli vertretenen Bunde« ge-bildet habe, wa« mit l«bhast«m Beifall« zur Kennini« genommen wurde. Weiler« wurde beschlossen, den Marburger Organifalion«au»schus« nicht mehr zu beschicken. An die Stelle Motzun» wurde Jakob Ghidini in den AuSschus« und Kallan zum Bacherwarte gewählt. Mit der GeschäflSleilung der deutschvölkischen Stellenvermittlung wurde, nachdem Franko Heu diese Stelle niedergelegt hatte, Adols Heinz betraut. E» wurde beschlossen, sich an der Gründungsfeier des Pellauer Verband«» möglichst zahlrtich zu beiheiligen. Z>te „Südsteirische" ärgert sich, das» ihr Lutherreserem von Herrn Pfarrer May sür so christlich und anständig g«hali«n würd«, das» man von ihm auch «hrlich« Waffen verlangen könne. Und der ganze Aerger nur de»halb, weil man die öffentlichen Luthervocträge, die von den beiden evan-gelischen Geistlichen angekündigt wurden, fürchtet; weil man Luther nur nach den längst gedrand-markte» tendenziösen Zerrbildern eine» Janssen, Majunke, Ever» — und wie diese katholischen Ge-schichtSsälscher alle heißen — „kennt", ohne jemal» Luther» Schriften in Händen gehabt zu haben und daher au» diesen selbst niemal» einen Satz citieren kann; weil man also die geschichtliche Wahrheit scheuen und mit den längst „anerkannten" Waffen de» verlogenen Vorbehalte» und der Verdrehung sein Auskommen finden muss. Die „Südfteirische" erklärt Herrn Psarrer May al» naio — ja e» war naiv von ihm, Leuten, die für die .Südsteirische' denken, zuzumuthen, das» von ihnen eine Kampfe«« weife ohne verlogenen Vorbehalt, ohne Verdrehung, ohne Entstellung zu erwarten ist. Um solche Naive-täten zu vermeiden, haben heute wir selbst da» Wort ergriffen, zumal sür Herrn Pfarrer May nach den letzten Unanständigkeiten der „Südsteirischen" selbstverständlich jede Zeitu»g«polemik unmöglich ge» worden ist. SchauSühue. Wenn man von einigen reizen-den Weisen absieht, so muss man den köstlichen Schwank .Die Rosa-Domino' seiner Ope-retten-Verarbeitung .Der Opernball' entschieden vorziehen, weil ja die humorvollen Bilder im Schwanke viel lebhafter und dramatischer zur Gel- tung kommen, al» in der Operette. Wir haben e« daher schon au» diesem Grunde sehr bedauert, das« die Donner«tag-Ausführung fo schwach besucht war, zumal sie einen der unterhaltungsreichsten Theater-abende gebracht bat. Wir müssen diesen schlechten Besuch aber umsomehr bedauern, weil wir wohl mit Recht auf dem Standpunkte stehen, das« die Beneficiantin Fräulein Paula Stein, diese so ge-wissenhaste und leistung«fähige Darstellerin nach allem, wa« sie un« bisher geboten hat. eine An-erkennung unsere« Theaterpublicum« sicherlich ver-dient hätte. Wie die ganze Vorstellung sich sehr flott und gut abwickelte, so war auch die Bene-ciantin in der Rolle de« Vorsehung spielenden Stubenmädchen« Hortense sehr brav und hat den Beifall, der ihr auch in Blumengeben gezollt wurde, reichlich verdient. Ein köstliches Paar waren Beau» bisson (Herr Friedrich) und dessen Frau (Frl. Dorn stein), die ihr gute« Theil dazu beitrugen, das« die Zuhörer au« dem Lachen nicht herau«-kamen. Herr Schrottenbach und Herr Friedrich (die beiden bösen Ehemänner), führten ihre Rollen flott und mit viel Humor durch. Mit vornehmer Grazie entledigten sich die Fräulein Burkhart und Körner (die beiden „betrogenen' Frauen) ihrer dankbaren Aufgabe. Frl. Finaly (Feodora) brachte ihre reizende Erscheinung sehr vonheilhast zur Geltung. Auch Herr Berg er (Henri) und Herr Randols (Philippe) seien lobend erwähnt. Fßeaternachricht. Heute Sonntag, den 19. d. M.. gelangt um 6 Uhr nachmittag« da« histori-sche Costüm - Lustspiel .Annaliese oder d«« alten Dessauer« Jugendliebe" von Her-mann Herich zur Aufführung. Die Hauptrollen spielen die Fräulein Körner (Annaliese) und Dorn» stein (Fürstin Mutter) und die Herren Günther (Dessauer), Schrottenbach, Friedrich und Berger. — Kür DienSiag. den 21. d. M.. steht die Wiener Original-Poffe.Ein keckerSchnabel" in vier Acten von Bernhard Buchbinder am Repertoire «it Frl. Finaly in der Gesang«»Hauptparthie. Die anderen Rollen sind in Händen der Damen Burk» hart. Dornstein, Körner und der Herren Dir. Roll» mann, Friedrich, Schrottenbach. Günther, Berger, Randols. - ßiu Ausbrecher. Am Dienstag entfloh au« dem hiesigen Krei«gerichte ein Arrestant, welcher jedoch schon in der Grazerstraße entwaffnet — er schwang ein offene« Messer — und dingfest gemacht wurde. Wieder einer. Diesertage ist der Kaplan Martin Agrez in Doll flüchtig geworden, nachdem er einen Schulknaben derart mis«handelt hatte, das« dieser am linken Ohre da« Gehör verlor. Er hat große Passiva hinterlassen. In der Begleiiung de« Flüchtling« befanden sich drei liebevolle Frauen-zimmer. Ausführlicher Bericht ist un« ana»fagt. Sturm. Donner«iag und Freitag wüthete in Obersteiermark und Niederösterreich ein furchtbarer Sturm, der namentlich in Wien große Verwüstungen anrichtete. Ueber 50 Personen wurden durch herab» sallende« Mauerwerk beschädigt. Pas Kruckereigewerve im gelobten ^aude /traiu. Das« sür die Analphabeten Krain da« Druckereigewerbe keine hohe Bedeutung besitzt, be-darf keiner besonderen Bedeutung, und e« steht die Zahl von zehn Druckereien, die sich in Krain be-finden, mit dem Culiurzustande de« flovenisch-clericalen Lande« allerding« in keinem Verhältnisse. Au« diesen, Grunde befinden sich auch die krainischm Druckereien, ausgenommen die Druckerei Bamberg in Laibach, in recht mif«lichen Verhältnissen. Wir begreifen sie Furcht de« .Slov. Narod", bezw. der Laibacher „Narodna tiskarna*, vor einer neuen Druckerei, von welcher gerüchlweife verlautet, das« fie Herr--Dragotin Hrib ar in Laibach er- richten will. Anderseits wirkt e« aber komisch, das« «an den wackeren Dragotin, der ja in Laidach schon eine Strumpserei besitzt, dort al« Drucker nicht brauchen kann. In Cilli hat er ja recht harmlo« ge» wirkt. Oder 2000? Die Ausführungen .NarodS" in der Dien«lag Nummer, ein scharf gezeichnetes floveni» fcheS Culiurgemälde, werden sicherlich dem Interesse unserer Leser begegnen. Sie lauten: „Ist in Laibach noch eine Druckerei nöthig? Heute haben wir in Laibach sechs Druckereien, fünf flovenifche und eine deutsche. Für den Bedars de« PublicumS ist damit wohl schou so gut gesorgt, wie kaum wo anders, namentlich, weil wir Druckerei.'» auch in Krainburg, Stein, Avelsberg und Rudols«werth haben. Die Bedürfnisse de« PublicumS sind klein, ist ja doch bei unS keine besondere Industrie, kein besonderer Han-delSstand, und eS würden für die Bedürfnisse de« Publicum« zwei oder drei Druckereien vollauf genügen. Wenn alle krainifchen Druckereien von den Bestellungen de« Publicum« leben müf«tea, Shtmtner 6 wären sie schon längst eingegangen. Wo haben nun die Laibzcher Druckereien ihren Verdienst? Die Bamberg'sche Druckerei ist die größte, sie hat unter ihren Kunden alle deutschen Firmen, si« hat da« Amtsblatt und würde noch nicht ihr Auskommen finden können (?), wenn sie nicht von anderwärts, aus anderen Ländern Auf» träge erhielte, namentlich auS Pola. Die „Ka» tholijche Druckerei" hat alle Bestellungen der Geistlichen, ste kommt aber nur auS, weil sie «ine ganze Reihe Zeitungen und allerlei Bücher herausgibt. Die Druckerei Blasnik erhält sich hauptsächlich mit dem Bauernkalender (pratika) und dem „Morgenstern" („Zgodnja danica"). Die ehemals Militz 's che Druckerei hatte ihren Hauptoerdienst von der krainischen Sparcasse und von den Schulberichten, allein st« erzielte fast gar keinen Ertrag, sondern gerieih infolge der großen Concurreoz in Schulden, so dass der Eigenthümer froh war. als er sie los werden tonnte. Die Druckerei Klein hat Arbeiten sür die Re» «ierung, für die Stadigemeinde und sür die städtische iparcasse. Die .National« Druckerei" (.Narodna tiskarna*, die Druckerei des »Slovenski Narod") aber lebt von dem Verdienste, den sie bei Zeitungen und Büchern hat, weil sie andere Be» stellungen fast gar nicht bekommt. Von uns wird immer nur Reclame verlangt, der Verdienst wird aber zu anderen getragen (!!!), obwohl unsere Druckerei als Actiengesellschast mit Steuern am ärgsten belastet ist. Die Sache liegt also so, dass die Laibacher Druckereien leicht noch hundertmal mehr Austräge übernehmen könnten, wenn es solche gäbe, dass aber insolg« des Mangels an Aufträgen keine Druckerei auskommen könnte, wenn sie nicht «in Specialfach betreiben würde. Unter solchen Um» ständen ist eine neue Druckerei in Laidach ganz una gar unnolhwendig und würde auch nicht die Existenzbedingungen finden. Wir erwarten, das« die maßgebenden Kreise diese that-sächlichen Verhältnisse würdigen werden. Solange die Druckerei ein concessionierte» Gewerbe ist, haben die Behörden nach unserem Urtheile die Pflicht, die Concessionen nur dort zu verleihe», wo ein Bedarf wirklich besteht und erwiesen ist, sonst ist e« besser, wenn das Druckereigewerbe aushört, ein concessionieries zu sein." Kheaterbrand in Marburg. Am Donners-tag nachmittags geriethen im Marburger Stadt-theater au» bisher unaufgeklärter Ursache die Cou» lissen in Brand. Der Sohn de» Theaterdiener» Pleperschek bemerkte da» Feuer, öffnete rasch den Hydranten, rief seinen Vater und den Theatermeister, und e» gelang den Bemühungen der drei Personen, da» Feuer innerhalb einer Viertelstunde zu löschen, so das» die Feuerwehr, welche schleunigst herbeieilte, den Brand sast ganz bewältigt fand. Marburg ist dadurch vor einer Brandkatastrophe bewahrt ge-blieben. Die Vorstellung unterblieb an diefem Tage. Kränzchen des Ocrbandes deutscher Koch, schüler Marburgs. Alle wichtigen Vorarbeiten für da» am l. Februar stattfindende Kränzchen hat der Au»fchuj» bereit» zum Abschlüsse gebracht. Allenthalben gibt sich für diese» Fest ein rege» Interesse kund, da auch au» der Umgebung Mar» bürg» und au» der Untersteiermark zahlreiche Zn« sagen eingetroffen sind, so das» aus einen großen Besuch gerechnet 'werden kann. E» wurde nicht allem für da» Auge der Besucher durch die originelle Ausschmückung, die der AusschusS er» sonnen hat, Sorge getragen, sondern e» ist auch in ausgiebigem Maße sür die Tanzlust der Damen gesorgt, da eine große Betheiligung von Seite der Grazer Hochschüler auf da» Bestimmteste in AuS» sich« steht. Der AdrefSauSfchus» hat die Ein» ladungen au«gesandt und stellt daher an alle die-jenigtn, die au» Versehen keine Einladungen er-hielten, da» höfliche Ersuchen, ihre Zuschriften an Herrn gtnd. mech. Gustav Höfler in Graz. Schiller-ftraße 22, zu senden. Sechstes deutsches SSugerbuudesseü. Von Gemeindevertretungen Steiermark» wurden dem Feste bisher folgende FörberungSdciträge gewidmet: Admont 25 X, Brück a. d. M. 200 K, Donawitz 100 K, EibiSwalb 50 K, Fehring 20 X, FListenfeld 100 K, SaiShorn 10 X. GleiSdors 50 K, Graz 20.000 K, Hartb«rg 20 K, Hie flau 20 K, • Judenburg 100 X, Kapfenberg 25 K, Kind» berg 100 K, Knitttlfeld 100 K, Deuisch-LandSberg 50 K, Leoben 1000 K, Liezen 10 K, Marburg 400 K, Mäulern 20 K, St. Mi» chael 50 X, Mürzzufchlag 50 X, Murau 50 X, Mureck 20 X, Neuberg 20 K, St. Stefan am Gratkorn 100 X, St. Stefan ob Leoben 10 X, Trofa-ach 50 X, Uebelbach 20 K. Voitsbtrg 50 K, Waltendorf 25 X, Wartberg 50 K, Weißenbach < „Drutsche Wacht- a. d. E. 6 K, Zeltweg 50 K. Der Cillier Gemeinderath wir» in der nächsten Sitzung in dieser Angelegenheit Beschluss fassen. Aus Aischofdorf wird uns geschrieben: Vor zwei Jahren, im Jänner 1900, wurde hier Jgnaz Sa »netz zum Gemeindevorsteher gewählt, weil er versprochen hat, dass er ohne Honorar durch drei Jahre arbeiten wolle. Dadurch bat er damals seinen ehrenwerten Vorgänger verdrängt. Durch zwei Jahre hat eS Samttz thatsächlich ohne Honorar ausgehalten. Bei der letzten Gemeindeausschuss» sitzung erstattete der Gemeindesecretär Skoflek da» Referat über den Voranschlag, weil der gegen» wäriige Gemeindevorsteher nicht in der Lage ist, über einen solchen Gegenstand zu referieren. Bei dem Punkte: Honorar de» Gemeindevorsteher» war zu allgemeiner Ueberraschung ein Betrag von 240 X eingesetzt. Der Gemeindeausschuss StoZir sprach sich entschieden gegen diese Post auS. Er wies darauf hin, dass sich Sametz verpflichtet habe, durch drei Jahre ohne Entgelt zu arbeiten. Aus dieses Versprechen hin sei er auch zum Gemeindevorsteher gewählt worden, sonst hätte man ja einen fähigeren gewählt. ES wurde über Antrag Bikofcheks über die Post von 240 X zur Abstimmung geschritten. ES war zweifellos ein ungesetzlicher Vorgang, dass sich Sametz während der Verhandlung und Ad» stimmung über den seine Person betreffenden Gegen» stand nicht au» dem Sitzungsraume entfernte. Er hat e« auch nur dem Einflüsse seiner Anwesenheit zu danken, dass ihm das Honorar mit 240 X mit Stimmenmehrheit bewilligt wurde, wie er sich auch früher schon durch Ausleihen von Gemeindegeldern beliebt zu machen vermochte. Kömersuud. In der letzten Sitzung der Central-Commtjsion sür Kunst- und historische Denk» male in Wien berichtete Conservator Herr B-rgrath R i e d l, dass man zwischen Hrastniz und Stein-brück auf den Rest eines römischen Denksteines stieß, welcher eine Grabinschrift enthalten dürste. S»d»arK-Aündhöljchen. Durch den Verkauf der Eüdmark-Zündhölzchen ist dem Vereine Süd» mark im Jahre 1900 der sehr beträchtliche Betrag von 5116-11, im Jahre 1901 gar ein solcher von 7722*03 Kronen zugeflossen. Wir lenken dader die Aufmerksamkeit aller Deutschvölkischen auf diese ertragreiche Einnahmsquelle unseres Schutzvereine» und ersuchen neuerdings dringend: Jeder Deutsch» thumSbewusSte verlange überall nur Südmark« Zündhölzchen, und wo er solche nicht erhält, besorge er auch keinerlei anvere Einkäufe. Aahr- und Aiehmärltte in Steiermark. Am 24. Zänner: Graz, Stechviehmarkt nächst dem Schlachthaus?. — Am 25. Jänner: Graz. Ge-treibe», Heu- und Slrohmarkt am Grie«», Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Artitsch, Bez. Rann, V. — Feldbach, I u. V. — Gleinstetten, Bez. ArnselS, I. u. V. — Rann, Schweinemarkt. — Windiichgraz. I. u. V. — Leibnitz. MonaiS-viehmarkt. — Sudenitz, Bez. Windisch-Feistritz. I. u. V. — Am 27. Jänner: Hochenegg, B;z. Cilli, I. u. V. — RadkerSdurg, I. u. V. — Am 28. ZSnner: Frieda», Schweinemarkt. Am 29. Jänner: St. Georgen am Tabor, Bez. Franz, I. u. V. — Graz. Getreide-, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dieirichsteinplatze. — 30. Jänner: Graz, Hornviehmarkt nächst dem Schlachthause. — Judenburg. Rindermarkt. — Rann, Bez. Pettau, Schweinemarkt. Amtscher Schutverein. In der Sitzung de» engeren Ausschusses vom Z.Jänner 1902 wurde den Gemeinden: Wispitz, WeigelSdors, Ober-Kurzwald, BudigSdorf, ReigelS-dorf, Liesing, GerSvorf, WvlferSdorf, Zöptau, Piesling, Görkau. Olhütten, TesSwitz, Tarvis, Himmlisch - Ribney, Radaun, Döllach, Althütten, Groß-Sejlowitz, Friedland in B.. Jllemnitz. der Bezirksvertrelung in Staub und dem BezirksauS» schusse in Rumburg, sowie der Sparcasse in JnnS-brück, der Tischgesellschaft „zur alten Eiche" und dem technischen Venine in Wiener - Neustadt sür bewilligte Beiträge und Spenden; ferner Herrn Wendelin Schier in Eipel für da» Ergebni» einer Sammlung der Tischgesellschaft in Raatsch, der Schießstättengefellschast in Steinitz für den Erlös aus der Sylvester-Tombola. der Familie Berka in Wien sür das Ergebnis der im Zeitpunkte der Jahreswende eröffneten Sammelbüchse, der Orts-gruppe Neuniarkt für da» Ergebni» einer Tombola, Herrn E. Eckardt in Pilsen sür den Spielgewion der Dominogesellschast. der Ortsgruppe Arnau für da» Ergebnis einer Sammlung am SchulvereinS» . abend« vom 15. D«c«mb«r 1901, den Ortsgruppen ' in Niederwald und Semil für den Erlös au» Neu» I Seite 5 jahr»gratulation»'Enthebung«karten der geziemende Dank abg«statt«t. Untrrstützungtn wurden bewilligt: der Schüler-lad« dk« Gymnasiums in Tri«nt, den Schulen in Rannay, Obergra«, Ober-JohnSvorf für Lehr» und Lernmittel. Skalitz, Pawlow und Penetzko Credite für bauliche Herstellung«», ErhaltungSbeiträge den Schulen in Schreibendorf, Paulowitz. Hirschdorf, Graetz, Hliboka, Alexanderdorf. Unter-Stanestic und Drahomifchl, den Kindergärten in Königsfeld ll und Gaya. Angelegenheiten der VereinSanstalten in Schwa» nenberg, Lichtenwald und Böhmisch Trübau wurden berathen und der Erledigung zugeführt. Der Zahlmeisterstelloertreter Herr Ludwig berichtet über di« vorgenommenen Cassafcontrierung und deren Richtigbefund. Südmark. Unterstützungen hvben erhalten: 1 Bauer in Tirol 400 X (Darlehen), 1 Bauer in Kärnten 200, der Kindergarten in Schönsten 300, 1 Studieren» der auS Untersttier 100 (Darlehen); außerdem sind kleinere Unterstützungen von 30 bi« 60 X im Ge» sammtbetrage von 312 X verliehen und 14 Schulen und Kindergärten WeihnachtSspenden im Gesammt« betrage von 680 X zugewandt worden. Spenden habe» gesandt: Fräulein Josefine Dressler in Kroi»bach 2 X 35 li (Sammelbüchse), Ort»gr. FohnSdorf 15295 (FisterträgniS 124-25, a. d. Sammelbüchsen 28-70), Ortsgr. Mießthal» Präoali 416. Brücken-PrüsungSgefellschast 9-10, OrtSgr. Fehring 6. OrtSgr. Mürzzuschag 4-43, OrtSgr. Oberkrain 4 (Spielgeld), Prof. Dr. v. Zwiedinek z. Julfeier 10, Dr. Paul Schupp!» 32-50, OrtSgr. Steyr 152-94 (davon 89-60 Er» trag d. Sonnw.ndfeier u. 57 74 a. d. Sammel» büchsen) OrtSgr. RadkecSburg 2-52 (davon 1*26 a. v. Sammelbüchsen). OrtSgr. Murek (a. d. Sammelbüchsen) 29-30, OrtSgr. GleiSdorf a. d. Sammelbüchsen, davon 21-10 aus Pischelsoorf) 96, von einem Apotheker 0-40, OrtSgr. Krieglach 167 39 (ein gemüthl. Abend 23-18, ein gemüthl. Abend 30, b. d. Hauptversammlung 1-92. Süd» mark-Kränzchen 93'73, b. d. MonatSversammlung 9-76, a. d. Sammelbüchsen 8-80), Lehrerverein Umgebung Klagensurt 10, Löschers Gasthau« zur elektr. Bahn 9 80 (Sammelbüchse), OrtSgr. Arn-sel« (Ertrag d. Südmarkabende« in Oberhaag) 30, Ortsgr. Gleichenberg (a. d. Sammelbüchsen) 20, Ort»gr. Murau (Sammelbüchse i. d. Bahnhof» Gastwirtschaft) 10 50, OrtSgr. GuniramSdorf 13-67 (davon a. d. Sammelbüchsen 13*65), OrtSgr. Weißkirchen 5 74, Fr.-O. Graz (Julsestertrag) 5671-55. Ort»gr. Klagensurt 180-80 (davon a. d. Sammelbüchsen 45). OrtSgr. Wimpaising (a. d. Sammelbüchsen) 25. Ed. Eckmayr in Mautern a. t. Donau 9, OrtSg. Hainburg 1.980, Ort»gr. Vordernberg (a. d. Sammelbüchsen) 66-20, OrtSgr. Bozen 12 50 (Sammlung durch Otto v. Habet 7-59), OrtSgr. Göstling 21 (davon a. d. Sammel» büchsen 19), OrtSgr. Edens» 59-05 (Sonnwend» seier 32-06. Quodlibet 8, Sammelbüchsen 14 99), OrtSgr. Weiz 23 21 (a. d. Sammelbüchsen 18-70), OrtSgr. Gloggnitz 206 (a. d. Sammelbüchsen 12036). L'ezen 19892 (^«stkrträgni« 168-79, a. d. Sammelbüchsen 30-13), OrtSgr. Arnoldstein 40. OrtSgr. Brück a. d. M. 3-67. OttSgr. Görz 11. OrtSgr. Marburg a. D. 437*60, OrtSgr. Völkermarkt 2 76, OrtSgr. Mödling 41 (a. d. Sammelbüchsen 40*50), OrtSgr. Kindberg 117*36 (Julfeier 71*40, Sammelbüchsen 13 74), OrtSgr. Frantschach- St. Gertraud (a. d. Sammelbüchsen) 17*20, OrtSgr. Hannover de» all. d. Schulvereine» 58*60, Dr. Camillo Baumgartner und Frau (Ent» Hebung von NeujahreSwünsche) 30 ,Ort»g. Köflach (a. d. Sammelbüchsen) 20*19, OrtSgr. Laibach (a. d. Sammelbüchsen) 15*84, OrtSgr. Tarvis (a. d. Sammelbüchsen) 5. Ortsgr. Hariberg (a. d. Sammelbüchsen) 44-88. OrtSgr, Wien, innere Stadt (a. d. Sammelbüchsen) 30. Gründer: Glockenrund« in Klagensurt mit 50 Kronen. Vermischtes. Krach in der englischen Aank k Wie die .Aussig-Karbitzer Ztitung" aus fich«t«r Quelle erfährt, haben einige beutschböhmische Millionäre bedeutende Summen aus der englischen Bank zu» rückgezogen. Da« schon vor einiger Zeit umlaufend« Gtrücht. dos« England vor dem Staat«bankerott stehe, scheint also doch nicht so ganz au« der Lust gegriffen zu sein. Nach dem miserablen Stande der englischen Krieg«speculation, der auch die dicksten Draht» und Presslügen Reuter'» und de« War» Nummer 6 Office nicht mehr auf die Beine helfen können, finden wir e« auch begreiflich, das» fich die fest« Kindischen Kapitalisten von den englischen Werten beizeiten zurückziehen. * Hroßes Hrubeuungkück. Am Mittwoch er-eignete fich im Jupiterfchachte de» Brüxer Kohlen» bergwerke« durch Wassereinbruch ein furchtbare» Grubenunglück, dem der Ingenieur Binder und 42 Bergarbeiter, welche 31 Witwen und 84 minderjährige Kinder hinterlässt», zum Opfer fielen. Ingenieur Binder fuhr dreimal in die Grube, um die Gefährdeten zu retten. Beim drittenmale wurde auch er vom Elemente zurückbehalten. Der Kaistr hat 10.000 Kronen für die armen Hinterbli'benen gespendet. Kerhastuug eiues Pfarrers. Au» Olmütz wird berichtet; Uebtr Auftrag dt» Bezirksgerichte» Liebau erfolgte die Verhaftung des Pfarrer» Frimmel» in RudolfSau. (Vielleicht RudolfSthal. Die Schriftleitung.) Man bringt die Verhaftung mit der Vergiftung der früheren Wirtschafterin de» Pfarrer» zusammen. Z>ie ?rophqeihu«g «ver die?äpste. Der Pariser „Figaro" beschäftigt stch eingehend mit der Prophezeihung über die Päpste, welche dem heiligen Malachia« zugeschrieben wird. Dieser war Bischof von Down in Irland und lebte ansang» de» XII. Jahrhundert». Die Prophezeiung besteht in einer Serie von hundertundzwölf lateinischen Versen, tn welchen die Päpste und auch die Gegenpäpste von Cölestin II. an, der 1143 den päpstlichen Stuhl bestieg, bi« zu dem „Römischen Petru«" charakterisiert werden, dem letzten aller Päpste, welcher der Zer-störui'g der Siebenhügelstadt und dem Weltgerichte beiwohnen wird. Au» diesen Prophezeiungen sind in letzter Zeit hauptsächlich die Benennungen citiert worden, welche darin Piu» IX. und Leo XIII. gegeben werden: ,Crux de Crace* und „Lumen in coelo", Leo XIII., »Lumen in coelo", trägt in der Serie de» heiligen Malachia» die Nummer 102, er soll vor dem Weltuntergang nur noch zehn Nachfolger haben. Da» „Crui de cruce* wird so gedeutet: Gekreuzigt durch da» Kreuz (Savoyen«). Die drei nächsten Nachfolger Leo» XIII. heißen bei Malachia»: „Glühende« Feuer-, „Entvölkerte Re-ligion", »Unerschrockener Glaube'; sie werden schweren Verfolgungen ausgesetzt sein. Dann werden nach Malachia« drei glückliche Päpste regieren: der „Englische Hirt", der „Hirt und Fährmann", die „Blume der Blumen". Die drei nächsten tragen „schreckliche und gehei»ni«volle" Namen, die nicht angegeben werden. Der huadertundzwölste Papst „Petrus Komanus* wohnt dem Weltuntergänge und dem jüngsten Gerichte bei. Wettuutergaug! Von Zeit zu Zeit setzt irgend «in „himmlischer Forscher" die Nachricht von dem bevorstehenden Ende der Erde in die Welt. Wie man weiß, hat unser alter Planet alle diese ange-sagten Katastrophen stet« überlebt. Diesmal kommt die Weltuntergang«prophezeiung au» Kalifornien, und die Astronomen de« Lick-Obfervatorium« haben sie auf ihrem Gewissen. Die Herren wollen nämlich eine Sonne sechster Größe entdeckt haben, welche „Groombridge" getauft wurde. Diese Sonne soll sich nun mit der für eine menschliche Vorstellung absolut unsasibaren Geschwindigkeit von 240 Kilo-Mttern in der Secunde bewegen. So weit wäre ja alle« recht schön, denn schließlich kann un« da« auch ziemlich gleichgiltig sein. Aber da« Furcht-bare kommt erst. Denn die Beobachter wollen auf Grund mehrerer photographischer Aufnahmen her-auSbtkommtn habt«, das« die neue Sonne direct auf unsere Erde lo«geht und noch dazu mit der fabelhaften Geschwindigkeit von beinahe 90.000 Kilometer die Stunde. Wie weit ist nun noch dieser Feind unserer GemüthSruhe? Leider sagen die Herren vom Lick-Observatorium darüber kein Wort. Und gerade die« wäre doch am meisten interessant! Die einzige Hoffnung, die un« unter diesen Um-ständen bleibt, ist, das« die neue Sonne zwischen heut« und dem 1. April sich doch noch einem verlockenderen Stern zuwenden wird, al« unsere Erde e« ist. Z)er Aarwurf, ein Alldeutscher kaust bei Audeu, eine Hßreubeleidiguug. Die „Nordböh-mische VolkSzettung" in Tetjchen schreibt: Der Tetschener Schuhmacher Loo« verbreitete da« un-wahre Gerücht, Herr Professor Dr. Stidl habt tin Paar Schuhe von einem Juden gekauft. Loo« wurde wegen Verbreitung diese« unwahren Gerüchte« strafgerichtlich belangt und bei der vor dem Straf-richter de« Bezirksgerichte« Tetschen durchgeführten Schlussverhandlung zu einer Geldstrafe von dreißig Kronen und zum Erfatze der Gericht«kosten ver-urtheilt. Das Gericht erblickte nämlich in dem einem Alldeutschen gemachten Vorwürfe, dass er bei Juden kaufe, den Thatbestand einer Ehrenbeleidigung. gitte nette Ausstellung in Wie«. Man schrtibl uns: Der vor einem Jahre gegründete „Wiener Künstler>Bund" hat soeben seine erste, unter recht glücklichen Auspizien stehende Ausstellung Wien, I., Wipplingerstraße >9, eröffnet, die viele schöne und sehenswerte, zumeist im sezessionistischen Stil auSgesührte Gemälde der VereinSmitglitdtr, sowie von ihnen nahestehenden BerulS- oder Studien-aenossen umfas«t. Da» sich rech» zahlreich ein-sindende Publicum bezeug» ein lebhaftes Interesse an den einzelnen Gemälden und stell» sich auch des Abends fleißig tin im Ausstellungsräume, welcher sodann brillant erhellt wird. Vor ollem findet der Besucher hier außer mehreren Portrait«, Genre-bilden», Slilltben und Blumenftucken. da» Genre der Landschaft in allen Formen und Arten ver-treten, und sieht man viel Gute» darunter. Ein Hauptinteresse der Besuch» wtndt» sich dem Ge-mälde der Berliner Malerin Bertha Kröcher zu. „Morgen im Dorf«", üb«r dem nordische» Licht lagert. Bald grüß» un» auch da» markig gemalte Bild der Gräfin Rantzau (Magdeburg) „Märkische Haide im Herbst". welche, naturwahr wiedergegeben, echten Haidezauber wachruft. Gräfin Reventlow (Holstein) bringt hingegen den Zauber der Alpen in Erinnerung mit ihren trefflichen „Aquarellstudien au» Bayern", welche allgemein bewundert werden. Hervorragend gelungen sind ferner die Landschaft»-bilder der Herr«n: G. Bauer (Wien) „Wintertag" und „Buchenwald", Friedrich Krau» (Wien) „Die Jahreszeiten", ein stimmungsvoll komponierterEyclu» von vier Bildern, Georg Burmester (stiel) „Mein Nachbar", „Herbstsonnt", zwei brillant gelungene Stücke, welche großen Effect hervorrufen, ferner sind auch erwähnenswert die floiien Zeichnungen der Herren R. Wossak und E. Elleder, (beide in Wien), ersterer umgab feine Schöpfungen mit genial erfon-nenen Randleisten, letzterer stillte die farbigen Zeichnungen in den Dienst de« Humor«. Aussehen er-regen die Gemälde von Hedwig Lang, Martha Lobach (Berlin). M. Möjer (Berlin), die inSge» sammt anziehende Motive wählten und ihre Bilder sorgfältig ausführten. v. R. " Line Aufsehe« erregende Entdeckung auf dem Hebiete der Kuberculosefrage. Der rühm-volle Entdecker der Serumbehandlung gegen Diph-terilis, der geheime Medicinalrath von Behring, hat soeben seiner ersten epochalen Entdeckung eine zweite angereiht, dertn W«t mit jen«m der größten Errungenschaften de« menschlichen Geiste» in eine Linie zu stellen ist. Dr. v. Behring hat nämlich vor einigen Tagen anlässlich der Zuerkennung de« Nobel-Preises eine Mittheilung gemacht, die nicht» Geringeres al» die Immunisierung gegen die Tuber-culose betrifft. Nach dieser Mittheilung hat Dr. v. Behring die überraschende Entdeckung gemacht, das» die vom Menschen stammenden Tuberkel-bazillen, wenn sie längere Zeit auf einem künst-lichen Nährboden fortgezüchtet werden, die Eigen-fchaft besitzen, Rinder vollkommen immun gegen Tuberculo>e zu machtn, das« sie aber frisch au« dem Menschen herausgezüchtet und besonders aber, wenn sie durch Ziegen hindurchgesührt wtrden, für Rinder äußerst giftig, virulent, sind. Der berühmte Ge-lehrte hat also eine ähnliche Entdeckung gemacht wie Jtnnrr mit seiner Blatternimpfung, nur mit dem Unter-schiede, das« diese neuestt Erfindung rin bedeutend größere« Geschenk für die Menschheit ist. denn wie Dr. von Behring in seinem Vortrage stlbst hinzufügt», betrachtet er seine Entdeckung al« erste Etappe auf dem Wege, welcher schließlich zur wirksamen Ver-hütung der Menschentubtrkulose führen soll. ES ist also dem untrmüdlich forschend»» Menschtngeistt gtlungtn, die Rinder durch Impfung für Tuber-kulofe unempfänglich zu machen, das« die« auch beim Menschen gelingen wird, ist nach den Mit-theilungen Dr. v. Behring« zu schließen, nur mehr eine Frage der allernächsten Zeit. Am über-raschendsten mag dirse neue Entdeckung sür den Entdecker de« Tuberkelbazillu«, Dr. Koch, gewesen sein, der bekanntlich erst vor wenigtn Monaten die Menschen- und Thirrtubtrkulos« al« zwti verschiedene Krankheiten erklärt hat, und dem nun nach so kurzer Zeit schon da« Gegentheil mit Erfolg praktisch bewiesen worden ist. Z»ie Krauen der Anren. Bei dem großen Interesse, da« der nun schon über zwei Jahre währende südafrikanische Krieg allerorts in Deutschland findet, wird e» gewiss vielen erwünscht sein, auch einmal über die in den sogenannten Concen-trationSlagern dahinsterbenden oder ein bejammern«-werte« Dasein führenden Frauen der Buren Nähere» zu erfahren. Insbesondere wird man darüber Ausschluss haben wollen, ob die Urtheile, mit denen seit Jahren von England auS Stimmung gegen unsere S»amme»gtnossinn«n und gegen daS Buren-| voll überhaupt gemacht wurde, richtig sind, ob Seite 6 diese Frauen die rohen, ungtbildtttn Geschöpfe sind' al» die sie un» geschildert wurden, od«r ob wir t» nicht vitlmehr mit Frauen zu thun haben, die zwar nicht an Bildung der Engländerin gleich-kommen, aber hinsichtlich ihrer Tüchtigkeit und Tapferkeit, ihrer Herzen»güte und wahren Religiosität derselben zweifellos überlegen sind. Die „Gartenlaube" veröffentlich au« der Feder von Professor Dr. Ed. Heyck einen Aussatz übtr die Fraum der Buren, der schätzenwerle Aufschlüsse und eine wahrheitsgetreue Charakteristik dieser un» glücklichen und in ihrem Unglück doch s» tapferen Frauen gibt. Ein hübsche« Neujahr«gedicht von M. Beerel. eine Beschreibung der Osmiumglüh-lampe" von W. Berdrow, der Schluss de« Romane« „Da« neue Wesen" von L. Ganghofer, eine prächtige Erzählung „Heini" von L. Westkirch und eine Reihe hervorragender Illustrationen füllen die vor-liegende Nummer der „Gartenlaube", die mit der nächsten Nummer in ihrtn Jubiläum«>Jahrgang, den 50. Jahrgang feit ihrer Gründung durch Ernst Keil, tritt. Medicinischer Thee. Franz Wilhelm« ab-führender Thee von Franz Wilhelm. Apotheker, k. u. k. Hoflieferant in Neunkirchen, Nieder-österreich, ist durch alle Apotheken zum Preise von 2 Kronen per Packet zu beziehen. Höstverwertungsstelle. SchlusSberich» pro 1901 der ObstverwerlunaSstellt deS Verbandes der land» wirtschaftlichen Gtnosstnfchafltn in Sttitrmark, Graz, Mehlplatz 1. Sei» unserem Situationsberichte vom 20. No-vember 1901 wurden 207.440 Klg. Tafeläpfel zum Verkaufe angeboten, welche eine neue Nachfragt von 20.730 Klg. gtgenübersteht. Da» Gefammtangtbot und die Nachfrage an Obst« und Obstpruction pro 1901 stellt sich wie folgt in Kilogramm: Angebot: Nachfrage: PresSäpfel......3,270.152 18,001.800 Tafeläpfel............4,700.100 7,949.495 Pressbirnen............115.600 610.000 Tafelbirnen............48.500 73.700 Zwetschken............351.445 125.94» Quitten..............— 550 Pflaumen..............— 8.000 Pfirsiche..............23.200 2.580 Aprikosen..............620 355 Rtineclauden ..... 200 — Kirschen..............12.810 119.352 Wtichstln..............2.620 1.175 Erdbeeren..............7.800 1.015 Himbeeren............8.220 1.10S Johannisbeeren .... 546 1.130 Stachelbeeren..........100 515 Heidelbeeren............2.000 — Preiselbeeren..........2.000 550 Weintrauben..........12.310 345 Nüsse................136.700 9.760 Kastanien..............72.160 51.810 Mispeln..............338 — Obstkerne..............700 100 Dörrobst..............12.125 15.120 Honig................11.203 180 in Litern: Apfelwein..............676*014 119.852 Birnenwein............26.808 3.550 Beerenwein............762 30 Traubenwein..........341.971 11.096 Brantwein............1.200 300 Obstessig..............5.900 — Seit 1. Jänner 1902 siud 7160 Klg. Tapfrl-äpfel angeboten worden, größtentheils Maschanzker. Der Durchschnittspreis im Jahre 1901 für PresSobst war 8 Kronen per 100 Klg., für Tapselobst 16 diS 50 Kronen für 100 Klg. Außerge-wöhnlich« Preise wurden erzielt: für la AuSnahmS-reinetten 1 Krone ptt Kilogramm, dann für Ila AuSnahmS-, Damafon- und Eanadareinttlen und für gelben Belltfltur 80 Htlltr pkr Kilogramm. Im allgemein«» gestaltete sich die Obsternte in der Oststeirrmark thatsächlich so günstig, wie wir auf Grund der Angebote in uniertn Publicationen am 15. Septembtr 1901 angenommen haben. Am stärksten war nach den uns zugegangenen Nach-richten der Obstexport in der Station Gleisdorf, wo nahezu 450 Waggon Obst verladen wurden. Beim Obstwtin« beträgt 1901 die Nachfrage 17"/, vom Angebote. 1900 waren 18%. 1899 38°/0 und 1898 30%. Nach Obstessig war keine Nachfrage. E« ist gegenwärtig noch Obstwein von 1900 verkäuflich. Graz, am 10. Jänner 1902. Ktt inner 6 .Deutsche Macht' Seite 7 SPARCASSE der Stadtgemeinde Cilli. 1. Die Cillier Gemeinde-Spareaase befindet sich im eigenen Anstaltsgebäude, Ringstrasse Nr. 18. 2. Die Spareinlagen werden mit 4°/0 Terzinst; die Renten-Steuer trägt die Anstalt. Der Einlagenstand betrug mit Schluss des Jahres 1900 K 8,833.560-42. 3. Darlehen auf Hypotheken werden mit 5°/0, Wechsel-Darlehen mit 5l/,% und Pfand-Darloben gegen 5°/# Verzinsung gegeben. 4. Die Sparcasse vermietet eiserne Schrankfacher (Safes) unter Verschluss des Miethers und unter Mitsperre der Sparcasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effecten; übernimmt aber auch offene Dep6ts. 5. Zahlungen an die Cillier Gemeinde-Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse auf Conto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine werden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Der Credit- und Vorschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen 5 7*% Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. Die Direction. IIERDAB1Y» unterphosphorigsaurer Kalk-Eilen-Iyrup. Dieser seit 38 Jahren stets mit gutem Erfolge angewendete, von rielcn A" r*ten bestens begutachtete und empfohlene BruaSisvriin wirkt schleimlösend, hutemtlllrail, sehwrissrermindernd, sowie <3ie Easlnst, Verdauung und Ernährung befördernd, den Körper kräftigend nad stärkend. Dm in d'esem Syrnp enthaltene Eisen in leicht assimilierbarer Form ist ffir die Blntbüdang, der Gehalt an loslichen Phosphor-Kalk-Salzen bei schwächlichen Kindern besonders der Knochenblldong sehr nützlich. Preis 1 Flasche 1 II. 25 kr. = 2 K 50 h, per Post 20 kr. = 40 h mehr für Packung. |C Ersuchen, stets ausdrücklich J. Herbehnj's Kalk-EUen-Syrup xu verlangen. 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Elriucne postwendend mn 5 Pnkete 8chwcine-Ma8tpul*er. 31 10 1VOO Uocbachtend ^ t Josef Englisch, Bikhtunei«ter, Beli^ft—SiiTonnn. Vorliegende Cople stimmt mit dem aas «-Iner mit 4 Killer- und » neller-ll»rke versehenen Currespondens-Karte Rwcliriebenen OriainaU vollkommen «herein. Laibach, am ,. IdriMen) Oetober 1901 (Ein Taasend neun Unndert ela»-) (NotariaUsiegel.) Ivan Plan tan. k. k. I»ot»r. Jeder Schwel.ebesltzer kaufe Doetor v. Trnköczys »eh»*rl«»r-»*Hrpwlv«r. Es ist b i allen Kauf-leuten zn haben, wenn nicht, dann per Post: Apotheke Trnköozy, Lalbaoh. Kraln. 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I» Jahre 1870 fiel er in Dalmatien ein, wurde gefangen und zu leben«-langem Kerker verurtheilt. während zwei seiner Ge» „offen am Galgen endeten. Al« in Spalato be« kannt wurde, das« Timic« au« dem Gefangn!« ent« lassen und in da« lkrankenhau« gebracht worden sei, strömte die Bevölkerung herbei. Z>er deutsche Henius. Der französische Dichter Victor Hugo schrieb einst: „Nach den Geistesthaten hat der deutsche Geniu« anvre Grenzen, al« da» deutsche Shnd. Manche« Volk, da« der deutschen Kraft widersteht, unterwirft sich dem deutschen Geiste. Wa« er nich« unterwitf», nimmt er in sich auf. Die deutsche Natur, die verschieden von der europäischen ist, mit ihr aber übereinstimmt, verflüchtigt sich gleichsam und schwebt über den Naii-onen. Der deutsche Geist ist wie eine «»ermesSliche GeisteSwolke, durch welche Sterne glänzen." O O • >7777 m Süssrahm-Theebutter Kräftigstes Marbürger Dampfmehl Direct import. russ. Thee. Echten Jamaicarum und Cognac. Best. Marken Rheinweine Lissa Blntwein, 1 Litern 40 kr. Kleinoschegg-Champagner Flasche 51. 1 60 empfiehlt Alois Walland. Rathhausgasse. || ZI. 13308; Kundmachung! Im Sinne des § 8 des Gesetzes vom 29. Februar 1880, betreffend die Abwehr und Tilgung ansteckender Krankheiten, findet das gefertigte Stadtamt anzuordnen, wie folgt: für Rindvieh jeden Alterg (mit Ausnahme unter 6 Monate alter Kälber), welches dem städtischen Schlachthanse der Schlachtung zugefQhrt wird, sind Viehpässe beizubringen, welche vor der Schlachtung, respective vor der Einstellung der Thiere, ia der Verwaltungs-kanzlei abzugeben sind. Ausgenommen von dieser Bestimmung sind nur Rinder, welche aus Cilli selbst oder aus einem Umkreise von höchstens 10 km stammen, für solche Thiere ist ein Viehpass zwar nicht erforderlich, dagegen hat der Besitzer die genauen Angaben Aber die Herkunft des Thieres schriftlich oder mündlich zu Protokoll zu geben, welche Angaben dann den Pass ersetzen. Kinder, welche durch einen vollgiltigen Viehpass nicht gedeckt sind, oder solche, wo gegen die Richtigkeit der oben angefahrten Provenienzangabe begründete Zweifel obwalten, dürfen unter keiner Bedingung geschlachtet oder eingestellt werden. Uebertretungen dieser Verordnungen unterliegen der gerichtlichen Strafamtshandlung. Stadtamt Cilii, am 5. Jänner 1902. Der Bürgermeister: Slltrer m, p. Schutzmarke: Auker LINIMENT. CAPS. GOHP. au» Richters Apotheke in Prag, ist al* vorzüglichste schmerzMllenbe <5in- reibnngallgeiiiein anerkannt; zum Preise von 801)., st. 1.40 und 2 st corrütig in allen Apotheken. Beim Einkauf diese» überall beliebten Hau», mittels nehme man nurOriginalslaschen in Schachteln mit unserer Schutzmarke .Aller" ant Richter« -xr~ Apotheke an. dann ist ma» sicher, da» Original-" erzeugn!« erhallen zu haben. Richters Apotheke »An« Wolbcnen VStven" Im yr„. 1. eitfatcttftafec t. 6 (Ein vorzüglich er weißer Anstrich für Waschtische) ist Keil« weiße Glasur. 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