^^ Dienstag, 17. März 1891. 110. Jahrgang. kllibllcherMZeitung. ^^'^"°tl f,?^^n» l^'^"^°"buna, ! aa!,z!«hr!l, fi, lb. halbjährig fi. 7 bN. ImEomptolr: I Die »Laibacher Zcttmiss» «scheint tilglich mit «lulnahme der Kunn» mid Feiertage, Dir Nbmiutftrntio« ^^^^^ '« 4 ^^, ^ ">- »für die ZusteUnn« in« Hau» ganzjähria st, l. — Insertionsgebür: Für V bessüdet sich E°»grc!splay 2, die «tdnltluu Vahnhofgasse 24. Oprechstunden der Ncdncti?» täglich von ° ",. giöhels pst Zeile « tr,: bei öfterei, Uifderlwlnngen per Zelle » tr. V l« bi« »li Uhr vormittag« — Unfrankierte Vrlefe werde» nicht angenommen und Mamiscripte nicht zurilllgestellt. lH l. u^^^u Hheil. ^!!" ^ sH^ in V^glichm'3- ." Anerkennung seiner viel-b °llttg^ias?^"l"stm.g taxfrei den erblichen » u'^zu verleihen geruht. 3« Entschli^"^^'^" Majestät haben mit ^V'^ si^"^"om 11. März d. I. den " w>z K'"en Frm.z Kocevarin Laibach ^I^V^ in Klaget ^tleihen """^ ^" Leopold-Ordens aller. ^^schiie^°"sch- ^"''^ baben mit "<) G wd N ^" 9. März d. I. den "ttHi,^°f ^ö'^le zum Berg- "UN zu ernennen geruht. ^^,. ^____^alkenhayn m.p. - > "l^m '^lNlnisi.,.^^7' 1, .llulch ^" den Bezirksgerichts-Adjuncten ^M>N>H,/i^" ^ nach Irdning ss^du I'" I"denbun, «erseht und zu X «5lsch^" "nannt die Auscultanten Karl X^richch^' Wruck °- M. und Victor ' ^^lche d^^^iftendim für hoffnnngs-"». ^" jene »'. r l'l ^" ihrer Fottbild.ing ' ^7 l>i,de^""'''Uer aus dem Bleiche der und der Musik aus " h^ ^'w3. n"'" Königreichen und Län-'^^" ^7" M'g eines Stipendium« An- ^, ^ezst^n aufgefordert, sich bei den > ''< '" ^ewerbnn^ ^?' ^is längstens ^h°^ Mil y?N ^ etzen. Anspruchs- >^.>tker "^luss aller Kunstschüler ^>^esuche"I "" ielbständig schaffende ^^»^ "°ben ;„ p^f,.n.«. 1^ die ^n^ Belobung. Ä^^^ "^te seine Glocke; ^>si°^l's bin? bten Gang und rief zur ^> '^ ,)'nem: Pie Familienan ehö-V ^ '"ge sch3'l d'esen Ruf erhoben sich ^?/lr?e^n. o^^kleine Kinder/einen Kna-^X^r^cher^k'Hand. Man hatte den k^>7- "" den Hals gebunden zum H'h^>tz°nd^^"e ebenfalls ein "'< ^e<5 ^ "ach A^ ?""" «nd Kind trugen ^ i)^r?"ung^ der bretonischen Bäu^r- -^ <>^">'d di^.^"lers begaben sich ch'^ .<^ vier Särge, 'x vl'" ^ scho ^^ E'U Mann in ^>!.^?/^.^. änlich schimmerte, >?k ^ <3?'' Arp/. " ll^ijren Sie? Wer >3.< Ä?." "ste... dort., bei ^ ' '^7 HM ^ Matrose hielt die ^. °^e w " lagte zagend mit "«gen Mime Lecacheux.. Darlegung des Bildungsganges und der persönlichen Verhältnisse des Bewrrb«rs; 2.) die Angabe der Art und Weise, in welcher derselbe von dem Staatsstip?n-dium zum Zwecke seiner weiteren Ausbildung Gebrauch machen will; 3.) als Beilage Kunstproben der Gesuchsteller, von welchen jede einzelne mit dem Namen des Autors speciell zu bezeichnen ist. Wien. 4. März 1891. K. k. Ministerium für Cultus und Unterricht. Ludwig Windthorst ist Samstag mittags gestorben. Dieser Tod reiht eine unautzfüllbare Lücke in die Reihe des dmtschen Centrums, der deutschen Parteigestaltung. Man braucht durchaus kein Anhänger jener politischen Ideen zn sein, lw'lche Windthorst mit dem ganzen Einsahe seiner starken Persönlichkeit, seines eminenten Wissens, seiner großen Talente vertrat, um tnm Dahingeschiedenen VcwuU' dcrung und Achtung zu zollen. Ans einem hannovera^ nischen clericalen Juristen ist während der lehtm zwanzig Jahre dieser Mann zum Staatsmann europäi» scher Bedeutung emporgestiegen, obwohl er gerade während dieser zwanzig Jahre ein Staatsamt nicht bekleidet hat. Windthorsts amtliche Thätigkeit im Königreiche Hannover, auch seine damalig? politische Stellungnahme, ist nicht über die Grenzen seines engeren Vaterlandes wirksam gewesen und war auch innerhalb dieser Grenzen kaum von bestimmendem Einfluss. Mit der Gründung des deutschen Reiches, mit der Krise, welche die römisch? Kirche zuerst dnrch das lchte Concil und dann in Preußen durch den Culturkampf erlitt, wuchs Ludwig Windthorst und hat sich im lreuen Dienste der Sache, drr er sein Leben weihte, eine erst»' Stellung unter den zeitgenössischen Politikern erobert. Redliche Gchinmnq/n echdr KiwigKtreue waren es, die Wmdlhorst zum Führer der hannoveranischen Welfenpartei machten, aber dies? besondere Revindication füllte nicht allnn seine Thälig, keit. und an dieses politische Programm knüpste er das confessionelle. welches der Stellung der katholischen Kirche in Drntschland und insbesondere in Preußm gegolten hat. Aus jener verhängmsnoUen Verbindung des Welsen» thums mit der Katholikenpartti als solche entstand die feindselige Stellungnahme des Centrums, die die Al>> wehr der preußischen Staatsregierung herausforderte. Der schwarze Mann streckte den Arm aus. «Das ist der Sarg dort, Nummer vier.» Dann kam der Priester. Der Mann und die Frau stellten sich zu den Särgen, die mau ihnen bezeichnet hatte. Sie weinten nicht. Als nach beendigtem Gebete die Särge anfgehoben wurden, da seufzte das junge W?il, und der kräftige Mann zitterte. Die vier Särge wurden in deu Leichenwagen gehoben, der mit einem großen weißen Pferde bespannt war. Ein altes Welb nut einer Kerze in der Hand gieug hinter dem Wagen, ein Priester mit einem Buche vor demselben. Der Mann und die Frau, die Kinder an der Hand. folgten. Sie wanderten die Küste entlang, und das Pferd gieng srhr langsam auf dem abschüssigen Wege. Da näherten stch die beiden Familien einander. Der Matrose sagte: «Ihr begrabt Euren Mann?. Mit gesenkten Auge» seufzte di> Bretonin: «Ach ja. es ist mein Mann.» — «Woran starb er?» — «An einem Fieber, das er stch m Cochm. china geholt hatte.» . Der Matrose erhob den Kopf. «Er war also em Matrose?» — «Ja. Vierzehn Jahre war er auf der See, ohue dass ihm etwas zugestoßen wäre. Ach. n,em Gott, wie ist es denn nur möglich geworden, dass er jetzt todt ist. Er war so stark, dass er m,t einem Faustschlage einen Tisch spalten konnte! Und wie gut er war. besonders wenn er Veld hatte! Ach. »nein armer Mann! Mein arn^r Mann!» ... Dann mur< melte sie leise wie zu sich salbst: «Nie werde ,ch wledrr einen solchen Maun finden!» Dann schwiegen beide. Der Matrose sch^u a» ihrem Schmerz Antheil zu nehmen. Mch einer W'Ue begann er wieder: «Mir ergeht es ähnlich wie eucy, gute Frau. Ich lebte mit meinem Weibe acht Jahre. Und sie war meine Jugendliebe. Ihr wisst. derle, em« Der Katholicismus wurde particularism und aus diesem Beisahe entstand der Culturkampf. In lebendiger Erinnerung aller Mitlebenden ist die Energie, mit welcher Windthorst diesen Kamps auf parlamentarischem Boden geführt hat. Der von ihm geleiteten Agitation gelang es, das Centrum zur stärk» sten Partei im deutschen Reichstage, seiner geschickten Taktik gelang es. das Centrum wiederholt zur ausschlaggebenden Partei im Reichstage zu machen. Als Bismarck, nicht minder gewandt im politischen Spiele, über Windthorsts Kopf hinweg feinen Frieden mit der römischen Curie machte, da hat es der Cen» trnmtzführer meisterhaft verstauben, das Centrum selbst als Wächter und Schützer der Friedensbedingungen in seine, Stärke zu erhalten. Wohl widerfuhr ihm auch die Schwäche eines politischen Fehlers, da er im Vereine mit Richter das Septennat bekämpfte und so die Cartellmajorität schaffen half. Aber in kurzer Zeit war dieser Fehler wettgemacht, und der gegenwärtige Reichs» tag zeigt das Centrum wieder als stärkste, führende und entscheidende Partei. Die Uebermacht der Thatsachen hat den besonderen Particularism««, welchen Windthorst vertrat, obsolet gemacht, und die kirchlichen Fragen allein vermochten der Gesetzgebung nickt dauernd die Richtung zu geben. An ihre Stelle hat Windthorst zum Theile die social-polilische Propaganda gesetzt, welche er nach der Initiative des Kaisers Wilhelm II. als Schutz gegen die Social-Demokratie, als Schntz für die staatliche und kirchliche Ordnung in sein Programm aufnahm. Durch den kirchlichen Kampf hat er seine Partei, zu hervorragender Machtstellung im deutschen Reich? a/führt, aus dem loyalen Particularismus her» ans wusste er sich und seiner Partei die Stellung als Schützer für Reich und Ordnung zu erringen. Der Ma„n, welchei jahrelang den Vurwurf des «Neichs-f>indks» erdulden musste, endete seine Laufbahn mit der Erklärung, dass jeder Deutsche für Ehre und Ansehen des Reiches und des Kaisers sein Letztes einsehen rmisse. Unter dem Enkel Wilhelms I. hat Windthorst seinen Frieden mit dem Hause der Hohenzullern. seinen Fiieden mit dem deutschen Reiche gemacht und ist als guter deutscher Patriot in Berlin gestorben. Was Wiudthorst so hoch über viele seiner Gesinnungsgenossen emporhob, das war die feine akademische und forensische Bildung, die sein ganzes öffent« liches Auftreten erfüllte. Stark in seinen Uebrrzeu- pfindet man nur einmal. Als ich von meiner letzten Reise zurückkehrte, hatte ich gerade noch Z-it. um von ihr Abschied zu nehmen. Eine solche Wiederkehr ist wahrhaft traurig. Was soll ich jetzt mit meinen beiden Kindern anfangen! In zehn Tagen muss ich wieder zur See. Meine Eltern wohnen nicht hier und meine Frau hatte keine Verwandten.» Das Pferd gieng schneller, und der Priester las mit lauter Stimme seine traurigen Psalmen. Der frische Seewind hob und senkte die Flügel an der weißen Haube der Bäuerin. Die Augen des Matrosen waren auf die weite See gerichtet. Es schien ihm. als habe er sein Schiff bestiegen, schon sah er das Land hinter sich, in dem er ein Grab und zwei Waisen zurücklasse» musste . . . Seine harten Hände pressten die Händchen der Kinder so fest. dass sie zu weinen anhuben. «Ach mein Gott, was soll ich beginnen!» seufzte er. U„d bis zum Friedhof kämpfte er mit den aufsteigenden Thränen. Mau gieng bei einem Dutzend aufgeworfener Gräber vorbei, die im voraus für ihre Insassen gegraben waren; vor leichten Hügeln, in denen andere Todte, ohne Blumen, ohue Besuche das Ende der Zeit ab> warteten, die ihnen gegeben war, um wieder anderen Platz zu machen. Nun wurden die Särge aus dem Wagen gehoben, und die beiden Trauernden hörten die Gebete an, die sowohl für die Ihrigen als für die beide» Unbekannten gesprochen wurdeu. Waren es Männer, waren es Weiber, wer kümmerte sich darum? Es begleitete sie ja auch niemand. Der Mann und das Weib starrten ergriffen mit hängenden Armen, offenem Munde in die Gräber, bis die letzte Scholle die Särge bedeckte; sie giengen nicht eher foit, als bis sie sich überzeugt hatten, Lailiachcr Feitui^ Nr. 62. 496 17."""" ^ gungen, war er in seinem Wirken durchwegs Verstandesmensch, der Sinn und Empfänglichkeit auch für das Empfinden und Denken der Gegner bewahrte und deshalb von jeder Einseitigkeit im Denken und Handeln frei blieb. Niemals verletzte er berechtigte Empfindlichkeiten srincr Gegner, niemals wurde er durch falschen Pathos zu Aeußerungen hingerissen, die über den be-sondi'N'N Zweck seiner Erklärungen hinausgiengen. Mit seinem Scharfblick beherrschte er die jeweilige parla» mentalische Lage, mit seinem reichen, regen Geiste fand er jederzeit das richtige Wort für seine Sache, mit seiner vornehmen Kampsführung. seiner glänzenden Dialektik, seiner persönlichen Tugend und Liebenswürdigkeit erzwang er die Hochachtung und Wertschätzung seiner Gegner. Fürwahr, eine «Perle» ist Windthorst für seine Partei gewesen, in die er eingeschlossen war nach seinem Werden, der er aber einen Wert z>.l geben wusste, wie er jetzt nach seinem Ausscheiden unersetzlich erscheint. Windthorst hat das Centrum zusammengehalten und bat ihm Geltung verschafft, weil er es auch in den Dienst des Reiches zu stellen wusste. Mit Windthorst erleidet das deutsche Centrum einen schweren Verlust. Das Centrum, welches Windthorst schuf, wird ihn kaum lange überleben. Die Tragik des Todes bringt es mit sich, dasö Winothorsts gewaltigster Gegner. Fürst Bis' marck, in seinem zeitlichen Ruhestände an den Sarg des Mannes seine Huldigung schicken wird, der nun in den ewigen Ruhestand trat. der so oft darauf bedacht war, früher aufzustehen wie.Bismarck, und nunmehr sich auch früher zum Sterben legte. Diesem Centrums» führev wird die Welt ein ehrenreiches Andenken bewahren. Er war der Besten einer im Streite der Welt. 1^. Politische Ueberficht. (Zur Situation.) In den letzten Tagen haben Besprechungen des Herrn Ministerpräsidenten Grase» Taaffe mit einigen hervorragenden Parteiführern stattgefunden. Dass dieselben die Gruppierung der küns« tigcn Majorität im Abgeordnetenhause zum Gegenstaude hatten, liegt auf der Hand. Was jedoch an Journal. Meldungen über diese rein äußerlichen Momente hinausgeht, ist ans Rechnung der Conjecturalpolltik zu setzen, die jetzt üppiger als je in die Halme schießt und darum verdoppelte Vorsicht geboten erscheinen lässt. (Regelung der Baugewerbe.) Samstag fand im Ministerium des Innern unter Vorsitz des Sectionschlfs Freiherrn von Erb eine Conferenz von Vertretern der betheiligten Centralstellen behufs Feststellung des Gesetzentwurfes, betreffend die Regelung der Baugewerbe, stalt. Bekanntlich wurde bereits vom Gewerbe Ausschüsse des früheren Abgeordnetenhauses der Bericht über diesen Gesetzentwurf erstattet, vom Abgeordnetenhause jedoch nicht mehr in Berathung gezogen. (Parlamentarisches.) Die Wahlbewegung kann im großen und ganzen als abgeschlossen betrachtet werden, da nur noch die Wahlen in Dalmatien aus» stehen, deren mnthmahliches Ergebnis das Kräfte« Verhältnis der einzelnen Parteien kaum wesentlich alte-rierru kann. Dass der Reichsrath wenige Tage nach Ostern zusammentreten wird. gilt für gewiss, und man dass man über jedes Grab ein kleines hölzernes Kreuz gepflanzt hatte. Als sie das Ausgangsthur wieder erreicht halten, sagte der Matrojc: «Wir werden uns so nicht trennen; hoffentlich werdet Ihr mir nicht verweigern, eine kleine Stärkung zu Euch zu nehmen», Die Bretonin zögerte, doch fühlte sie sich erschöpft nnd matt und nahm die Einladung an. Als sie beim Glase Wein sahen, fragte der Mann: «Wie alt seid Ihr?» — «Dreiunddreißig Jahre». Er fragte weiter: «Habt Ihr nur das eine Kind?» — «Ich habe noch ein Kind. das ich bei einer Nachbarin ließ; es ist zwei Jahre alt». Der Matrose füllte ihr Glas wieder. Dann sprach er zögernd: «Wäre es Euch unangenehm, wenn Ihr noch zwei Kinder ins Haus bekämet?» Sie sah ihn au und errieth, was er meinte. «Wie Ihr schlagt mir vor ...» — «Ja, es ist zu Euerem und meinem Guten, und die Kinder werden auch ihr Theil d'ran haben!» Die Augen der Bretonin hefteten sich auf die breite Brust des Mannes, auf welcher der Name «Louisiana» gestickt war. «Wann geht Ihr wieder zur See?» — «Am Ende dieses Monates. Bis dahin hätten wir gerade Zeit, uns die nöthigen Papiere zu verschaffen». Er wollte das Wort «Heirat» nicht autsprechen. Dann erhob er die Augen und sah die Frau treuherzig an . . Sie sagte nicht nein, aber die Flügel ihrer Haube bebten. Sie schwieg bewegt. Dann reichte er ihr, ebenso bewegt wie sie, über die Gläser hinweg seine breite Hand und sagte: «Schlot ein! Die Zwei dort drüben werden ruhiger 'ichw^u'.» . . . Hugues Le Roux. hält es auch für sehr wahrscheinlich, dass zuvor die Lücken, welche der Tod im letzten Jahre in die Reihen der Herrenhausmitglieder gerissen hat, durch entspre» chende Neuberufungen ausgefüllt werden dürften. Seitens der Regierung wird neuerlich der Staalsvoran« schlag für 1891 vorgelegt werden, welcher jedoch erst nach beendigter Adressdebatte auf die Tagesordnung gelangen wird. (Mähren.) Ueber die künftige Haltung der mährischen Czechen im Abgeordnetenhause hat der Wiener Correspondent des «Czas» einen hervorragenden Führer derselben interviewt und von diesem erfahren, dass die mährischen Czechen über ihren Eintritt in einen Parleiverband noch keinen Entschluss gefasit haben. Die Verhandlungen seien in dieser Hinsicht noch gar nicht eingeleitet worden. So viel aber könne als sicher gelten, dass die mährischen Czechen sich mit den Iungczechen keineswegs liieren und im Gegentheile alle von diesen herrührenden extremen Anträge bekämpfen werden. (Erzbisthum Gran.) Die Ernennung des Erzbischofs von Erlau, Dr. Josef Samassa. zum Fürstprimas von Ungarn hat, wie ein Telegramm meldet, die Zustimmung des Papstes erhalten und dürfte so» mit in der allernächsten Zeit veröffentlicht werden. Damit hat die katholische Kirche Ungarns wieder ihren Oberhirten. Ob in den Pourparlers, welche dieser Ernennung voranaiengen, auch die Frage der Verlegung des Primutialsitzes nach Budapest zum Nustrag gekommen, ist wohl nicht bekannt, doch im höchsten Grade wahrscheinlich. (Deutschland und Elsass-Lothringen.) Kaiser Wilhelm empfieng Samstag in feierlicher Audienz in Anwesenheit des Reichskanzlers und des Hofstaate« im Rittersaale des königlichen Schlosses die Deputation des elsass lothringischen Landesausschusses. Der Kaiser sagte: «Ich nehme gern und mit Dank den Ausdruck der reichstreuen Gesinnung entgegen, womit die Bevölkerung, auf dem Boden der bestehenden rechtlichen Verhältnisse verharrend, die Einmischung fremder Elemente zurückweist und den Schutz ihrer Interessen nur vom Reiche gewärtiget.» Der Kaiser bedauerte, die Wünsche jetzt nicht erfüllen zu können, hofft aber, dass die Verhältnisse in nicht allznferner Zeit Erleichterungen des Grenzverkehrs gestatten werden, und zwar umso früher, je mehr die Bevölkerung von der Unlösbarkeit der Bande mit Deutschland überzeugt sei. (Die französische Kammer) hat den Landwirten, deren Wintersaaten gelitten haben, sechs Millionen Francs Steuernachlass bewilligt; ebenso hat dieselbe zu Oimsten der Zuckerfabriken einen Nachlass von 5 Millionen Francs beschlossen, falls die Fabriken den Rübenbauern für 20 Centner Rüben 1'/, Francs nachzahlen. Dagegen hat die Kammer die Anträge zu Gunsten der Arbeiter, welche unter dem langen Winter gelitten haben, abgelehnt und ebenfo den Antrag auf eine mäßige Unterstützung der durch den Kiach der Spiritusbrennereien uud Oelmühlen brotlos gewordenen Arbeiter verworfen. Dieses zweierlei Maß der Kammermehrheit wird vom «Temps» scharf kritisiert, noch mehr aber vom «Journal des Dsbats» die Hal» tung der Regierung gegenüber den Forderungen der Agrarier. Kolr ich. folr ich nicht? Roman von Max v. Weißenthurm. (20, Fortschunn,) In kostbarster Sammtrobe stand die Baronin in dem ersten der Empfangssäle und hatte für jeden ihrer Gäste ein verbindliches Wott. War es Einbildung oder wurden ihre niemals allzu lebhaft gefärbten Wangen wirklich lwch um eine Schattierung blässer, als der Arzt mit tiefer Verneigung auf sie zutrat? Und wenn — galt dieser jähe Farbenwrchsel der Person des Arztes oder wurden Erinnerungen bei seinem Anblick in ihrer Seele wachgerufen? Das waren Fragen, die mit Blitzesschnelle Doctor Brands Gehirn durchzuckten, für die er aber keine Lösung, auf die er leine Antwort fand — keine Antwort, die das Dunkel lichtete. Das Fest verlief voller Leben. Bewegung und obligater Langeweile, wie derartige Vergnügungen stets zu verlaufen pflegen, ohne dass Doctor Brand im-stände gewesen wäre, dem. was er wissen wollte, auf die Spur zu kommen. Die Baronin war freundlich und zuvorkommend gegen ihn, wie gegen ihre übrigen Gäste, aber lein Blick, kein Wort verrieth, dass er ihr näher stehe, dass sie je mit ihm Dinge besprochen, welche sie anderen gegenüber nicht berührt hätte. Sie fragte nicht, weshalb er stch so lange ferne gehalten, sie forderte ihn nicht auf. wiederzukommen; sie behandelte ihn wie einen guten, alten Freund, mit dem man nicht ungern eine halbe Stnnoe verplaudert, aber^ nicht wie einen Mann. welcher einen tieferen Einblick in das reiche Seeleuleben eines edlen Frauenherzens gethan und sich durch warmes Verständnis für drssen (Livraghi.) Die Enthüllungen "^^ -thaten, welche in Massaua und dem v'" ^, Hauftt^tes der erythräischen Coloiue ^ M^ Livraghi und Genossen begangen ^^ei^i Italien selbst und außerhalb des "^Ml«A immer das Tbema sehr ledhaft" ^e ^ italienische Oppositionsblätter fahren >^g^ hüllungen aus dem Memorandum ^ zutheilen. ^ i"'"'^ -(Dänemark.) Die Msche" ^ ^ Rechten in Dänemark und der gen"M^ 3le« geschlossene Allianz reicht über die »eo ^ >H session hinaus. Zwischen den bwe" ^ ^e l'° die bevorstehenden Volksthingswahlen 9 u ^ Linke ein Wahlcartell abgeschlossen n>o" M^ (Aus Russland.) Wie """ ^d <> meldet, hat der Gouverneur vo>> ,"",^ ll,^ ordnung erlassen, welche die aussMv ^i,.' der russischen internen G.schästispra^'^ ^.! dir communalen Verwaltung verfugt« .,^ ^ steht eine ähnliche Verfügung l^M^ (In Rio de ans zahlreich besuchte Versammlung ,^,n-Deputierten, Osficieren und Journal"" ' ^ nifche gegen die Politik der Rea'e« ' ^ (Verwaltungsreform «« ^ ^. , Württembergische Regierungsrath ^j Iah A>> Ruf nach Japan angenommen, um ^äi^ der Einrichtung der Verwaltung nach " ^ sätzen mitzuwirken. ^ , fterald'^,/ (Amerika) Der «New-IM v^ ^5 licht ein Schreiben aus Santiago. ^" Regierung alle den Insurgenten gM"" dividnen ausweisen lässt, TagesnmigleM. Se. Majestät der .Prager Abendblatt, meldet, dm" ^ ^ , lüchen. Suppen« und Thee-AnM"^ fl, "^ dessen Vororte zu Vereinszweckcn .„r»^' Feuerwehren in Thierbach und Pe"M" ^" von Feuerlösch-Requisitrn je 50 sl. z ^ - (Der LooTsT^^H^ fand vor kurzem ein interessantes " *sölil k^,'-an welchem König Don Carlos ^'^^g^'° Minister und verschiedene StaatSwuroe ^^ l> Und dennoch war der Verstorbene "' ^llel. welchem Range, sondern ein K'nd ^ z I^, bürgerlich, ein einfacher Lootse NaM'^ re der i„ Pa?o de Arcos. etwa ^ ^ ^l >' ^ am anderen Ufer des Tajc, gelebt. " ^ A ,>, ^ mann hatte vielen hundert Personen Apiel^ hatte unzähligemale sein eigenes ^ig ^. ein anderes zu retten, und W" ""^ er ^^ Portugal. Er war 8b Jahre «lt, " ^pol^ >' Leichenbegängnis gestaltete s'ch i" "" „ Z" <»!, feier. wie sie wohl selten e,n A ^ ^ ^ dürste. Er wurde nach L'ssabo" "bM V ^. Tajo wimmelte es von Sch'M"',. aM^e<: das Geleite gaben, unter de"" ^ tt^ ^ " Yacht «Donna Amelia» befand, " ^N ^ > wohl die höchste Ehre, die dem ^--^^ ins Grab folgen Empfinden, durch wohlmeinenden " ^ erworben hat. .. ... selbst "^ <^ Hugo Brand war "'t '^„,< ^z/>' er endlich mit einem ganzen "^ s,ch, „l-Gäste das Haus verließ;er" ^, ^ '> die Folgeleistung jener Emlavunu « v verstoßen hatte, an welchen " ^ ^/, . hieng. um trotzdem einem H ' 5l,"<>t.'? ' selbst uur als Chimäre b'z"ch^'f,sste H '',. Atom näher zu kommen "id ^ ^^^ M,'^ . rassend, auch den Entjchl"! ' zelspl'< ^, ^! verfolgen. Wozu seine Kra" j 6s/ci<<> Grübeleien über unnütze ^ ^ ^ ^ selbst unwürdig. Sobald v"« ^ ^ ^ etwas mit sich im klaren n^r sich He ^ , ab von dem Wege. ^/,,^ vorgezeichnet sah m'd 0 wA s^ ^ , des Ehepaares Waloau " °^ anst>c^ ! langte, wies er doch dieselben O," thätigkeit vorschützend, UM' dass sie endlich unterblieben. ^ ^,^ Der Todestag.^ arn^ zum dritteumale wiederaelchr geft'^? ^ jetzt allerorts "icht nur für ^..^ ^ ^ hiizu in dem Umstände 5" ^-^'"»«^«2. 497 ,?,Mr,,891. «'^! " d°n Ve e°inÄ ^Lynchjustiz.) Aus New» ^ d'e ff c?" Staaten wird telegraphisch der Sicilians, welche ^?°' «m d^'^? Iennesy auf Geheiß «lii^^'t in der .. r! ä" habe», erregte große Un- """"« hierum ?^" Bevölkerung, welche in der ^ ^°" Freund "<'^^ ^"sfe verübte. Auf Ver- ^7"^ ^ "en des Ermordeten fand heute ein ^^^ditt'der ?kln dasselbe heftige Proteste ^n^l^chM^^ einstimmig angenommen X.'" b°st b2^''"^ dem Gefängnisse, um ^U>en d e N ?'" Sicilianer zu lynchen. ^!?^°ffen und W ° " 'krochen, aus den- ^ l V^mt. die ?.?"'°" «"°ubt. hierauf das ?küit ' Salve in ^ ?«"" desselben erbrochen und AlW^ciliane" ?«°? hineingefeuert, gchn der U7?le gehe« ..7"'" "schössen, zwei auf >Ü.^ ^a sen en ^ "°)"^ ^ in der Luft K^krre^^ durchbohrt. Da« X^''liene/^°" bedroht das Leben aller hier ^^en be3.. ^"lrechterhaltung der Ruhe und ^lVlilber " Trupp"' aufgeboten. ^?>n°he^^ °uf Island.) In ^ s^"" Nintr s<7 "^ "^" I^' Antheil K i^^and n^^" bie Berichte über das Ht,,, Jänner i«u< <^ ^"' Monaten November ^?hierilbe7ei„ ^dänische «Dags^Telegraf. > 7^ht. da^^l"^«che Zusammenstellung, ^«2 "" Nord .^ bloß 'l" Süd- und West.. >^n und s?„, "" "'t vielen llaren Tagen. ^ö^°N Ne^'7 Zerschlag, am häufigsten ^« bet tv,?^n wird für die Zwecke des >> °h»e N ^, sollte die Schwester der H^ist«,' Kommen sterben, so werden den />^°ll°rz "s" katholischen Kirche in Amerila ^ܰ" "erso "/ °"' Der von Kate Drexel ge- <^n der V ""l'» den Zweck, den unter- ^' ^ ltz ^ ' ^" Indianern und Negern, ^i^" auV!^'5^ In den Nistkästen an <' ?l«'?"9en S " ^slellerberge bei Düsseldorf ^^s ^ im 3 """ mie Colonie Staare an-' ^ ?.' davV^ chre Wohnungen verließen. ^^"' Sch^'?' die jetzt den Staaren ^^>°« !! UNI den <3 .^'^ "chl Tagen dauert der ^!^^l>"siebt l ^' sobald ein Staar i" ^>^^en der?" die Sperlinge in d^m 'l ^Ii "" 3lilg/ln. Staar aber steigt hinein und >se>herum^' Während er sich mit ^f°," zurück r,ber/' ^'"'^ kästen haben )^>^_^ "" °"^" ^"ert der ^'^^.. "" ^' """ ^^r^n^ochte"r l^,liesl>g nach"^" " g'leqel.tlich einmal ' ^ > ^°"' ll'fei?r^ ^ "'" Waldau, aller- i' "«ck ,dle Erin«^ '^ ^ nahen; za, es i "^'"d^'°^h^bl^ 'n seinem Ge. ,,^e.^^ 'äffenden Thätigkeit ge- ' 'Ä>^^ sagte sich unser " f»^"^ c>P "" sp ,?,l/'?'lm viel älter als ' ^^"^^ "ieder m, gutes '^v' ^h,lb V Vlttrlkeit die Fraqe '' >'t > ,^ den„ ^rad. ihm je»,"s '^d ^1'^ « N ^..^'dercn z.ttheil ward. ^«^^dch,/« Bedürfnis danach empfand . <^ ^r ."'e ttI ' unt ziemlichem Gleich. ' ^ä' !n,^"r es^9°"^ Selbstverständliches. '^l^>- vl"" klovf '"^llt? Misste er nicht ^ ° ^> H" und sich schuldbeladenen ^l ^ 2^ H'3er Uzende Mama heran- ^^T^n^ "M ibn,^?"^""iger Töchter i'^t I/er ^orzii" 1? die Al.gen zu öffnen ^'^ >^V "ch ^s Lieblos? Hütten l ^l<<^ ble^n MZ' »ben. ihr U ^"de,, ^t « '° nder Klarheit leuchten M. '^Hlosv.rüberg.gangenan ^^ ^ Nch entfaltenden Reizen; — (Mazzini « Feier.) Die «Niforma» ver< Dffentlicht ein Telegramm aus Livorno, demzufolge vor-zestern nachmittags in der Nähe des dortigen Friedhoses ein ernster Zusammenstoß zwischen der öffentlichen Gewalt und den politischen Vereinen stattgefunden hätte, welche sich aus den Friedhof begaben, um den Todestag Maz» zin,'s zu feiern. Mehrere Personen seien verwundet und ?in Sicherheitswachmann getödtet worden. — (Eine wichtige ärztliche Erfindung.) Vei der jüngsten Jahresversammlung ungarischer Aerzte und Naturforscher in Großwardein producierte Dr. Neumann aus Budapest einen Apparat zur Durchleuchtung ion Körperhöhlen. Die mittels elektrischen Glühlichtes sunctionierende Vorkehrung durchleuchtete Nasenhöhle. Ge° ^ichtslnochen, Halsröhre in einer Weise, dass sie zur Diagnostik der Erkrankungen an solchen Stellen bahnbrechend sein wird. Anch seine von demselben vorgezeigte ;aloanokaustische Batterie zu Operationszwecken erregte lebhaftes Interesse. — (Ueberfahren.) Aus Monfalcone, 14. März. mrd gemeldet: Der von Trieft kommende 9>Uhr°Abend-^ug überfuhr gestern in der Nähe des Bahnhofes von Nonchi den Bahnwächter Nincenz Podrazil. der auf der Ztelle todt blieb. Der Verunglückte hinterlässt außer der Witwe 9 Kinder, von welchen mehrere im zartesten Alter stehen. — (Verhaftung.) Einer Depesche aus Sosia zufolge wurden vorgestern in Burgas drei Individuen verhaftet, bei welchen man 50.000 Francs und eine Menge aufrührerischer Schriften fand. Die Nationalität )er Verhafteten, welche nach Sofia transportiert wurden, 'onnte bisher nicht ermittelt werden, da dieselben allen Hragen des Untersuchungsrichters consequentes Schweigen entgegensetzten. — (Selbstmord.) In Petersburg hat sich am 12. d. M. der Flügeladjulant des Caren und Sohn des ielannten Eroberers von Taschkent, Stabscapitän von ssauffmann, ein sehr bekannter und beliebter Sports' inann, erschossen. Der Fall erregt dort großes Aussehen, )a man den Tod des Capitäns, wie dem Pariser «Matin» gemeldet wird, mit einer Scandalaffaire der russischen Hauptstadt in Zusammenhang bringt. — (Zur Bekämpfung der Nonne.) Das llckerbauministerium hat auf Grund der Anträge der Tnquete eine populäre Belehrung zur Bekämpfung des den Wäldern so schädlichen Schmetterlings, genannt «Nonne», n deutscher, czechischer und polnischer Sprache publiciert Lud an die Landbevölkerung in Tausenden von Exemplaren vertheilen lassen. — (Kirchendiebstahl.) In der Nacht auf den l.1. d. M. wurde in die Kirche der Gemeinde Dolovän iei Szegedin ein Einbruch verübt und au« dem an die Kirche stoßenden Iimmer neben anderen Wertsachen ein Vetrag von 16.000 st. entwendet, welcher, sür Kirchen« Bauzwecke bestimmt, in jenem Zimmer verwahrt war. — (Influenza in Rom.) Der päpstliche Tardinal Vicar der Diöcese Rom kündigte an, dass der Papst die Gläubigen daselbst für den 18., 21., 26sten 27. und 23. März vom strengen Fasten dispensiere, weil )ie Influenza wieder in Rom aufzutreten scheine. — (Die Augen ausgekratzt.) Dem in der Wiege liegenden zweijährigen Tvchterchen einer Familie ln Tilsit in Ostpreußen wurden von einem ins Zimmer zeschlichenen Kater die Augen total ausgekratzt. Das arme Wind ist bald unter furchtbaren Qualen seinen Verletzungen erlegen. ?r hatte mit theilnehmendem Lächeln das Tugendreqister aufzählen gehört, über welches nach Versicherung der liebende», Mutler, die «gute Emilie» zu verfügen habe; ?r ließ sich mit offenkundigem Interesse von dem «Engelö-zemüch» der «lieben Fanny» erzählen, aber — ob» svohl hoffende Herzen immer noch wähnten, er müsse sich schließlich doch einmal entscheiden und irqend eine ins der Schar ihm angepriesener Tugendheldinnen an fein Herz ziehen, um ihr seinen Namen zu geben — trotz alledem ließ Doctor Brand doch mit größter Zeelenruhe den Zeitpunkt immer näher und näher heranrücken, in welchem er mit vollem Recht Anspruch erheben konnte auf die Bezeichnung «alter Hagestolz». Und warum wohl? Das fragten sich seine Freunde und Bekannten, ohne eine Antwort auf di^se Hrage z>i finden, das fragte sich Doctor Brand hellte — vielleicht zmn erstenmal in seinem Lrben — selbst. Er wur nach einer ungewöhnlich langen, ansiren» senden Tagesarbeit gegen acht Uhr abends nach Hanse gekommen, hatte snn Abendbrot, das die alte Haushälterin stets selbst zu bereiten pflegte, zu sich ge. lwmmen und sah nun beim offenen Kamin seiner mit Behagen und wuhnlichem Luxus ausgestatteten Arbeitsstube, träumerisch in di<: Flammen blickend. Warei, rs Vilder der Vergangenheit, welche an seinem gelsNgen üuge vorüberzogen? Waren es Zilkliüststräume. die seinen Zügen einen so nachdenklichen Ausdruck verliehen, )er nicht frei war von Melancholie? Empfand er die Bitterkeit des Allmchehens oder hatte das Leben ihn bereits zmn verknöcherten E^oMen gemacht, dass er es als eine Wohlthat ansah, für meman« den schassen und sorgen z.l müssen, als für das elgene — (Raubmord im Eisenbahnwaggon.) Man berichtet aus Madrid: In dem von Scvilla hier eingetroffenen Zuge wurde ein? Frau. die allein in einem Coup«? saß, mit durchschnittenem Halse aufgefunden. Dem Mörder gelang es zu entkommen, nachdem er vorher sein Opfer beraubt halte. — (Auf leinen Fall.) «Mama. darf ich dem Herrn Assessor mein Bild schenken?» — «Aber Kind, das ist doch im höchsten Maße unpassend, auf leinen Fall . . . darf ich davon wissen!» Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Reise der Kaiserin.) A„8 Lufsin-Grande telegraphiert man uns unterm Gestrigen: Ihre Majestät die Kaiserin, die Frau Erzherzogin Marie Valerie und die Herren Erzherzoge Franz Salvntor und Karl Stephan sind an Nord der Hacht «Miramar» hier eingetroffen und in der Villa des Herrn Erzherzogs Karl Stephan abgestiegen. Die ganze Bevölkerung der Insel war her» beigeströmt und bereitete der Kaiserin, welche von der Frau Erzherzogin Maria Theresia am Landungsplatze erwartet wurde, einen enthusiastischen Empfang, Die Kaiserin, über den Empfang fichtlich erfreut, nahm die Ergebenheitsadressen des Clerus sowie der Gemeinden von Lussin-Grandc und Lussin«Piccolo entgegen und unternahm sodann einen Rundgang durch die Stadt, wobei dieselbe den erzhcrzoglichen Park und das Leonora-Maria-Kinder.Asyl besichtigte. — (Die Königskette der Bolzschühen-Gefellfchaft.) Die erste Volzschühen - Gesellschaft in Laibach, von deren 70jährigem Bestände wir jüngst be« richtet haben, zeichnet sich durch eine Reihe interessanter statutarischer Bestimmungen aus, unter denen jene betreffs deS «Schützenkönigs» besonders hervorgehoben zu werden verdient. Paragraph 7 der gedachten Statuten bestimmt nämlich, dass b?i dem alljährlich stattfindenden Eröffnung«» schießen jener Schütz?. d?r bei demselben den Bestschuss gemacht hat, durch ein Jahr den Ehrentitel des «Schützenkönigs» erhält, welcher ihn als Zeichen seiner königlichen Würde berechtigt, bei jeder Schießunterhaltn„g ein Ehrenzeichen, bestehend in einem goldenen, mit dem Vrustbilde Seiner Majestät gezierten Stern?, an einer goldenen Kette zu tragen, wobei er aber verpflichtet ist, dieser Kette ein Ringlein, gleich den schon bestehenden, worin sein Name nebst Jahreszahl eingraviert sein muss, beizufügen. Dieses Königsschiehen wurde im Jahre 1853 vom damaligen Schützenmeister Anton Czerny gegründet, wie auch der goldene Stern mit dem Bildnisse Seiner Majestät d?s Kaisers Franz Josef I. von ihm der Gesellschaft ge» widmet wurde. Diese Kette zählt bis heute 38 goldene Glieder, auf denen der Name des jeweiligen Königs eingraviert erscheint. Herr Czerny ist der erste, Herr I. C, Gerber der letzte König, so dass also die Königs-t^tte eine Art Chronik des Vereines repräsentiert. Zweifellos wird fich diefer nun bald vier Decennien übliche Brauch forterhalten und die Königstette des Schützenveremes in späten Tagen ein ganz besonders interessantes histo« rischcs Denkzeichen des socialen Lebens unserer Stadt bilden. — («Die österreichisch'UngarischeMon. archie in Wort uud Bild.») Ein großer Theil des neuesten Heftes (Lieferung 128) wird von der aus< nehmend plastischen landschaftlichen Schilderuug des Fest« landes uud der Inseln Istriens (von Ministerialralh Dr. von Lorenz) gefüllt; bei der Lecture dieser Schil« Ich? Schwär ist rs. in Msnschenseelen zu lesen, selbst dann, wenn der Gedank,' durch Wort zum Ausdrucke kommt; schwer ist es zu b urtheilen, ob das Gesagte anch wirklich empfunden ist. Naturgemäß aber ist das Ergründen dessen, was die Menschen denken, noch weit schwieriger, wenn uns nicht die Beihilfe des erläuternden Wortes wnd. Hältc Dr. Brand gesprochen, er würde vielleicht haben be» kennen müssen, dass er fich in seltsamen Grdanken-sprüngen ergehe, die anscheinend gar keinen Ideenzusammenhang hatten; dass er sich als kleinen ttnaben sah, in Wald und Flur ungebunden frei umhertollend; dass er sich dann des Tages entsann, an welchem, hlim» kchrend von einem solchen Streifzua, die Mutter ihn mit schmerzbebeildcn Mienen empfangen und in ein uer-dmlkeltes Gemach geführt hattc, in welchem, auf schneeigem Linnen a/bettrt. der Vater bleich und leblos da-lag; noch einmal hatten die brechenden Anae,, sich auf Gattin und Kind gerichtet, um hierauf für imm'-r zu erstarren. Er war bei einer Aerufsfahlt im Oebirge aus dcm Wagen geschlendert und schwer verlöt wo» tm,' sterbrnd halte man ihn nach Hmise gelnacht. Wie hatte denn die Mütter für chn absorgt m>d dafür anstrebt, das« d?! Knabe stnias Ordentliche imd Mchtcs lerne! Unwillküllich fuhr Hugo fich „nt der L>a„d übrr die A»gen. War es. um cme Thräne zu zerdrücken, die dem Ai'drnlen der besten Mutter gewccht war. oder wollte er die Ermnernngen v, scheuchen, die ihm aus d?n Flammen zu erstehen schonen? (ssortschuna folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 62. 498 ,7. ^ ^< derung tritt uns die ganze Landschaft wie eine Relief« karte entgegen, die uns aber doppelten Venuss dadurch bereitet, dass uns der Autor den Reiz und die Beschaffenheit der einzelnen Punkte und Gegenden mit kurzen, aber trefflichen Bemerkungen charakterisiert. Der Artikel erhöht unser Interesse auch noch durch den Umstand, dass er ein Bild bringt, das die durchlauchtigste Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie für das Werk zur Urheberin hat; das Bild stellt eine stimmungsvolle Strand» landschast vor, eine Felsenpartie unter der «Villa Angio» lina» in Abbazia, deren prächtiger Park noch aus der Mönchszeit herrührt und den hauptsächlichsten Anziehung«-» Punkt der Besucher des rasch berühmt gewordenen Ortes bildet. Ueber dem ganzen Bildchen liegt ein herbstliches Grau, aber am Meere draußen glänzt ein großes Licht, der Widerschein des durch die Wolken dringenden Sonnenlichts. Die andern zahlreichen Abbildungen zu diesem Artikel haben die Künstler Bernt, Lichtenfels, Ransonnet und Schindler in hochkünstlerischer Weise ausgeführt. Der zweite Theil des Heftes zieht bereits unser Handelsemporium in die Betrachtung: Trieft. Mit gewiegter Feder schildert Director Dr. Franz Swida nicht allein die landschast« liche Lage des römischen Tergeste sammt Gebiet, sondern auch das Leben der Einwohner, die geschichtliche und culturelle Entwicklung dieser «allergetreuesten Stadt», wie sie seit 1819 den Ehrentitel führt. Wer diese gedrängte Schilderung der Stadt und ihrer Geschicke liest und die beiden Abbildungen «Trieft im XVII. Jahrhundert» und «Trieft in der Gegenwart» (von Robert Ruß) nebeneinander stellt, der wird von der großartigen Tntwicklung dieses für unfere Monarchie fo hochwichtigen Ortes überrascht sein. Diesem ersten Theil der Abhandlung über Trieft ist noch beigegeben die Abbildung des Domes von St. Just, die Bilder «H.reo äi Liccaräo» und «I^Hpi-aarw ^rio8tino mit Wintelmanns Kenotaph». — Die Redaction des Unternehmens hat neuerdings einen schweren Verlust durch den Tod Seiner Excellenz des geheimen Rathes Franz von Millosich erlitten; sie hat der Trauer dadurch Ausdruck gegeben, dass sie dem treuen und stets unermüdlichen Mitarbeiter einen Kranz auf den Sarg legen ließ. — (Landeshauptmann Dr. Pollukar 1) Landeshauptmann Dr. Josef Poklular ist heute nachts nach längerer Krankheit'ge» st o r b e n. * (Section «Krain» des Alpenvereines.) Die rührige Section «Krain» des deutschen und öfter« reichischen Alftenvereines hielt gestern abends im Salon des Hotels «Stadt Wien» einen Vortragsabend ab, zu dem sich außer den Mitgliedern der Section auch eine große Anzahl von Gästen, darunter zahlreiche Damen, eingefunden hatte. Nachdem der Obmann Herr Dr. Emil Bock die Anwesenden begrüßt und der Versammlung die erfreuliche Mittheilung gemacht hatte, dass der Section neuerlich mehrere Mitglieder beigetreten und ein Freund der Section sich erbötig gemacht hat, die Wegmarkierung auf dem nahen Golovec unentgeltlich durchzuführen, dafs weiters auf der großen Karte des Alpenvereines die Ve» zeichnung «Sannthaler Alpen» durch die richtige Benennung «Steiner Alpen» ersetzt werden wird, ertheilte er dem von der Versammlung lebhaft begrüßten Gaste Herrn Friedrich Müller aus Trieft das Wort. Drr-selbe schilderte in fesselnder Weise die von ihm im Vereine mit den Herren Hanke und Marinitsch 1884 und in den folgenden Jahren in den Grotten von St. Caxtian bei Divaca unternommenen Forschungöarbeiten und die enormen Schwie« rigkeiten, mit welchen die Fprfcher bei Verfolgung ihres Zieles zu kämpfen hatten. Dank ihren Bemühungen sind die Grotten und Höhlen von St. Eantian heute eine Sehenswürdigkeit Oesterreichs, die lein Tourist und Naturfreund unbesucht lassen sollte, den seine Straße nach Divam oder Trieft führt. Dem Reifenden, der auf der Eifenbahn den Karst durcheilt, der hinausschaut auf das öde Steinmeer, kann man kaum glauben machen, dass wenige Kilometer entfernt die Natur hier ein Schaustück geschaffen, das einzig in seiner Art dasteht. Wild zer-rissene Felsschlünde, auf deren Grunde sich tief unten die Gewässer der Reka den Weg in die Unterwelt bahnen, mächtige Klammen bildend, zahlreiche Wasserfälle (25), über die das Wasser seine schaumgeklönten Wellen wirft, Grotten mit bizarren Tropssteingebilden, hohe unterirdische Dome, die wiederhallen von dem Donnern und Rauschen der in ihnen befindlichen Stromschnellen und Wasserfälle — alles dies schilderte Herr Müller mit beredten Wor° ten, so dass die Zuhörer seinem Vortrage von Anfang bis zu Ende mit gespannter Aufmerksamkeit lauschten. Die Gesellschaft dankte dem Vortragenden durch stürmi» schen Applaus. Sectionsobmann Dr. Bock theilte nach Beendigung des Vortrages mit, dass anlässlich der im August d. I. in Graz stattfindenden Generalversammlung des Alpenvereines ein Ausflug in die Grotte von St. Cantian veranstaltet werden wird. — (Vom Eissport.) Als Epilog zu diesem herrlichen Winteruergnügen enthält der Inseratentheil unserer heutigen Nummer die Aufforderung an die Mit« gUeder des Eislausvercines, ihre im Pavillon deponierten ElgMche wegzunehmen. Es ist dies der Abschluss einer Ei«wu5 Sa^ou, welche so günstig wie noch leine seit dem zehnjährigen Bestehen de« Vereme« war, denn e» wurden 81 Schleiftage verzeichnet, nur durch einen einzigen Tag im Jänner unterbrochen, an welchem wegen Wegschaffung des massenhaft gefallenen Schnees die Eisbahn gesperrt werden musste; überdies herrschte die ganze Zeit hindurch klares, zwar kaltes, aber dafür nebelfreies Wetter, ein Umstand, der in Laibach besonders hervorgehoben zu werden verdient. Wenn wir noch beifügen, dass sich heuer die Eisbahn durchgehends in einem ausgezeichneten Zu» stände befand, so haben wir alle Momente berührt, welch? es erlärlich machen, dass in der abgelaufenen Saison dem Eislaufen eine so rege Theilnahme entgegengebracht wurde und dass sich die Anzahl der Mitglieder gegen das Vor» jähr abermals gehoben hat. Der Eislaufteich, auf dem die außergewöhnlich starke Eisdecke binnen wenigen Tagen ganz abgeschmolzen ist, bietet nun das Bild einer schönen, ruhigen Wasserfläche, auf welchem sich binnen kurzem eine heuer wieder vermehrte Anzahl von Kähnen herum» tummeln wird — der Eissport ist todt, es lebe der Rudersport! — (Portofreiheit.) Nach den dermalen gel< tenben Vorfchriften unterliegen bekanntlich Correspondenzen zwischen Gemeinde« und Pfarrämtern in Wehr- und Landsturm-Angelegenheiten der Portopflicht. Anlässlich vor« gekommener Anstünde wurde nun seitens einer Landesregierung beim l. k. Ministerium die Anregung gegeben, dass für derartige Correspondenzen die Portofreiheit zugestanden werde. Mit Bezug hierauf ist nun bekannt« gegeben worden, dass das k. k. Handelsministerium die Regelung dieser Frage bei Gelegenheit der in naher Zukunft zu gewärtigenden Revision des Postgesetzes in Aus' ficht gestellt habe. — (Ausstellung in A gram.) Die Agramer Jubiläumsausstellung beginnt bereits greifbare Formen anzunehmen. Auf dem Univerfitiitsplatze wurden nämlich einige Ausstellungszwccken dienende Bauten, so der Musik» Pavillon und der Stall für die Viehausstellung, in Angriff genommen. Nächstertage wird auch mit dem Bau des Pavillons der Grazer Actienbrauerei begonnen werden. Einer der ersten Musilabende in diesem Etablissement wird zu Gunsten des kroatischen archäologischen Vereines veranstaltet werden. — (Von der Steiner Bahn. An Stelle des auf der Localbahn Laibach'Stein vom Tage der Betriebs-Eröffnung giltigen Local-Tarifes Theil II für den Eil. und Frachtgüter-Transport gelangt mit 1. April l. I. ein neuer Local-Tarif (Theil II) zur Einführung, und können Exemplare dieses Tarifes durch die Dienststellen der l. l. österreichifchen Staatsbahnen bezogen werden. — (Unglücksfall.) Man schreibt uns aus Idria: Am 12. März kam der 12jährige Johann Brumen, Sohn der in Idria wohnhaften Eheleute Lorenz und Ursula Vrumen, in die ärarische Brettersäge, um Sägespäne zu holen. Während der Arbeiter Franz Grat us ihm den mitgebrachten Korb damit füllte, gerieth der Knabe unversehens in die im Gange befind» liche Circularsäge, wurde von derselben ergriffen und derart verletzt, dass er nach einer Viertelstunde den Geist aufgab. — (400.000 Cdelweißblüten.) Herr Andreas Iackl in Unterpreth sendet uns folgenden Aufruf: Alle, welche 400.000 Edelweiß-Pflanzen von vier Jahrgängen mit 5 bis 15 Blüten sehen wollen, sind eingeladen, vom 10. bis 2b. Juni d. I. hierorts in Preth (Küstenland) an der Grenze Kärntens beim Andreas Iackl zu erscheinen, indem dann die Blüten ab« genommen werden. * (Ein «gesuchter» Agent.) Der steckbrieflich verfolgt gewesene Agent der Bank «Slavia» Anton Eol wurde diesertage in einem Geschäfte an der St. Petersstraße von einem Detective erkannt und verhastet. Col, welcher des Betruges dringend verdächtig erscheint, wurde dem Kreisgerichte in Görz eingeliefert. * (Aus Handelslreisen.) Das Eisenwaren« Geschäft des Herrn I. Tercel am Valoasor-Plahe im Gebäude des k. k. Bezirksgerichtes hat Herr I, Nagy läuflich erworben. — Herr Ernst Stöckel hat fein Modewaren-Geschäft am Congrefsplatz aufgelassen. —k. — (Aufgelöster Verein.) Uus Trieft tele» graphiert man uns: Der Verein OollkyüorHtiouo opoi^a triogtiuH wurde wegen Ueberschreitung der Statuten von der Statthalterei aufgelöst. — (Deutscher Schulverein.) Die diesjährige Hauptversammlung des Deutschen Schuluereines findet am 28. und 29. Juni in Klagenfurt statt. Neueste Post. Original-Telegramme der „Lnibacher Zeitung". Wien, 16. März. Einige Blätter melden, dass der Commandant des 2, Corps und commandierende General in Wien. FZM. Freiherr von Schönfeld, dem« nächst in den Ruhestand trete. Die «Politlsche Corre-spondenz. ist autoritatw ermachtlgt. diese Nachricht und alle an sie geknüpften Combinationen als thatsächlich jeder Begründung entbehrend zu bezeichnen. Plag, 16. März. Bei den hiesigen engeren Reichs, rachswahlen wurden bei äußerst schwacher Betheiligung seitens der Iungczechen und gänzlich"/" ^z »eitens der Deutschen und Altczechen die » ^!t.) Kandidaten Blazek, Trojan und Kaft" «,h^'' 5er Stichwahl im Städlewahlbezirk Ka^ gleichfalls der Iunqczeche Dr. Kaizl ^/^ ^ Budapest, 16. März. In d" ^.z. gelegenen Gemeinden des Budapefter ^u > sich die Lage gebessert, da das Oasj" ^ ^, Die Arbeiten beschränken sich m" "ey^ ^ilz ^. besserung der angerichteten Schäden. "^ ^M. -gegen 60 Häuser unter Wasser, etwa ' ^ ^' eingestürzt. Die Bewohner sind «M . allein es mangelt an L' bensmitteln. yzM Zara, 16. März. Bei den heM^^,, mahlen in den Landgemeinde DalM«l ^v,. gara Dapar, in Sebrnico Masovc'«!..'" M' ! ln Sinj Peric. in Raqusa Dr. Klaic ten), in Cattaro Kvetic (Serbe) g?^ ^. Ragusa, 17.März.BeidenL°"^S^^ 5ta«llsa-Curzola wurde Dr. Michel «" .. 8 Stimmen zum Abgeordneten g'""?s„M^,,- Trieft, 16. März. Se. kön. Hohe't ^/^iB.' FZM. Herzog von Württemberg und" g^ der 3. Artillerie ° Brigade OM. Mt" ,, sind aus Graz hier eingetroffen. ..„sill^'. Berlin, 16. März. Die Trauerf" "^ ^ , findet morgen in der Hedwigs-Klrcye >v ^l ^ ^ ssopp hält ein feierliches Requiem av " ^ °P" seier wird die Leiche in feierliche" 0"^hltll )ie tatholifchen Vereine theilnehmen, i" ^ Hof gebracht. .. t.tt!lN^ i^ )as Bundesgesetz, betreffend tue ^ M^ ' infähiger eidgenössischer Beamten, °" <^5 90.641 Stimmen verworfen. . . hat bt'"^ Paris, 16. März. D.e Ress'ernng ^,^ )ie in Toulon für Rechnung ber , i,chF'^ mng im Nau begriffenen Fahrzeuge ^M^ Coustantinopel, 16. März. D" ^ gz^""/ in einftündiqer Privataudienz tz"" ^M., mehrere Geschenke des Kaisers, daru' ^r^F werke in überaus kostbaren ^'"b^aue^^ hat eine entscheidende Schlacht del -p"' ^lW funden. Die schlagen worden und hätten 70^ -^ ^iM ^ Washington, 16. März. ^"'^ ^ hat dem Präsidenten der Wpl'bllk ^ s^ lichen Blutbides in New-Orleans " >< zemacht. Angekommene Fremde. Am 15. März- s^ Hotel Stadt Wien. Dr. Ka"ber- Z"^,'^, Dr. von Wiedenfeld, Aduocat; ' ^ ^ Fuchs, Gorupo, Kaufleute; Hendl ^sV. Weih. Kaufmann, NeiftenfelS. .^, U °. ^,!^ polcl Elefant, iiory. Stationschef; »P» Wz. ^ Wunderlich, Kaufleute, Wien^ 3"^ Vo"' ^ ^' Saqo.-. - Tominz. St. Man'", ^a^ ^ , sseistritz. - Wunder. Gcschiittsle "^^an"' ,, Forstmeister, Hammerstiel, - V"^ ^ i" Lansl'l. Pisa. - Theuerschuh. Kam ^5'- z, ^ Hotel Siidliahnhof. Erui sanmtt Fl^er. La'°^>^ Händler, Friesach. - S'tti^Geom^^^ ^ Verstorbene. ^H^' Den 15, März. polanastrahe 23, Hudropö. -^ ^"' Hallla, » tiristlicheu Liebe vom heil. Vincenz " ^ peritonitis. ^-.ilale: 45?, I Den 14. März. Paul A' AM^,gc-5> lauteutzündui'.g. - Audreas Kos '7 I-'^^H' !ulose. - Rosa Vernil. I>uvohner^^ ^^te^M^ l6.2.N." 732.^ I?« F schw°« M ,, ' » . A. 733-8 , 0.8 !^ Wshe'°7.Z', > Vormittag be.vollt, nach''"V>per°t'" ^^ Ilacht. - Das Tanesmittel °" > Ilber dem i>iaS'^< Ner^ortlicher ««d»"^^^^ ^ Viuuuerlässli^Md <^ snng bildet für den ^ '<<' !räftcten Körper eine Nahrung, ^ ^el „ <'"^" ^ >ücht noch das '«""Me O^/f^ loudern die "ähreuden S ' ^t. s'^ M" s, ^.., ^ie Säsle geciguetrn For '"^^ ro: "„gc'/, ">.^ l ist K>m>nerichs Fle.,ch

zu übertreffen. ^^> 499 Course an der Wiener Börse vom 16. März 1891. M« dem offm^« «^matte Veld Ware Grundentl.'Gbligationen (fNr 10« st. TM,), l>°/n „alizilche...... 10475 105- 5"/„ mährische...... —-— — — 5"/» Krain und Küstenland , . —'— —'— 5°/n niederösterreichische , . , 10S — 110 — ü°/„ steirische...... —'— —'— 5"/n lroatilchr und slavonischr . 10450 105 — 5°/« siebenbürssüche , . , . —-— — - ü°/„ Temi'srr Äanat .... — — — — 5"/„ ungarische...... S» 10 9» 80 Andere össentl. Anlehen. Donau'Neg, Uose 5,°/» 100 fi. . 120 75 121'5» dto, Anleihe 187» . , 10« 25 —'— Ansehe» der Stadt Gör; . , 111— — — Aülehe» d, Swdtssemeinbe Wien 105 75 10« 50 Präm, «nl, d, Stabtssem, Wien 14950 — — Vsrsenbau'Aulehen verlos, 5°/« »8 50 »9 — Pfandbriefe (für ,00 fl.j. Audeucr, allg, öst, 4"/<>G' . , 113 L5 114 — d!o, dto, 4>/,°/„ . , . 100 50 IUl'50 dto, bt», 4°/, . , . »720 87'»0 dto, PrüM'Schuldverschr. 3"/« 1<>3 25 109'75 vest, Hypoihelenbanl luj, 50"/^ - — —--, Oest, 10070 "»alizische »arl > llilbwig - Äahn Em, 18UI ZU0 st, S, 4>/l"/o . 93-80 100 21, Gelb Ware Oesterr, Nordwestbah» . . . 10« 75 107 75 Staatöbahn....... 192 - —'— Südbahn k A«/«..... 154'bll 155 - - » il 5°/n..... 11k 5 » 119 5" Ung°«aliz, Nahn..... in«--103 — Diverse Luft (Per Stück), Creditlose l»u fl...... 185 — 185 50 Llart, Lose 40 fl...... 59 5» 57 50 4«/„ Donau'Dampfsch, 100 fl, , 125» — 126 - Laibacher Präm.-Anleh, 20 fl, l-1'50 2250 Ofener Lose 4» fl..... 5" 5!»-- Plllffy-Lose 40 ss...... 55 75 5« 25 NothenKrenz. öst, Ges. v., 10si. 18'S" IN- Rudolph Lose 10 fl..... z»l>'25 20 75 Salm Lose 40 fl...... b9'5» 60 50 St, Oenois Lose 40 fl. , , . 61 25 6« 25 WalbsteinLose 20 fl, ... 36-50 37'50 WiubUch Gräh-Uose 20 fl. . < 48 75 —'.-Ocw.-Sch, d, 3"/.. Präm,-Schuld> verschr, der Vobencredüanstalt 27— 29 — Zank» Actien (per Ttüit). «ngloöst. Naul 200 fl, «0«/.. E. . 16» — 1L«'5U Äaulverein, Wiener, 100 fl. , 118- - I1»'5>0 Vbcr,Mnst, öst., 200 fl, S.40°/„ 352'- 354 — Lrbt,'«nsl, f. Hand, u, G, l!!0 fl, 310 25 210'75 llrcbitbaul, Allg, mig,, 200 fl, . 35«— 358 5!) Deposlteubanl, Vlllg,, 2U0 ss, . Ll'll-- 207 — Eöcompte Ees,, Nbröst,, 500 fl. 620 —«?4 — Giro' u. Cassenv,, Wiener 200st. Lioüo 212 5« «elb Ware Hypolhelcilb,, üsl,200fl, 25"/ull — 821-50 Oesterr, m,g. Van! 600 st, . . 9«8 — 992-— Ulllonbllul 200 st.....248 z<» 248 75 Verlehrsbank, Allg., 14« . . il>0'50 ---— Actien von Transport» Unternehmungen. (per Stück). MbrechtAllhn 200 ss, Silber , 89 50 N0-«lföld.Fiuman, Vahn 200 fl. S, 20« — 202-5" ÄSHm, Nurbbnhn 150 fl. . . 20«'-- 20«'5N » Wrstbllhn 200 fl, . , . 350 — 354 — Vlischtichrader Ms, 50» fl, IM. 1849 1L56 dto, (lit. N,) 200 fl. . 492 - 494 — Donau ' Dllmpfichiffsahrt - Ges., Oesterr. 50« fl, LM, , , , 31'!iu,'EIs,'A, Äw fl, S. —-— —'— Fcrdl»a>ldi! Nordb, K>a0fl,CM, 2»l0 28>5 Gal, Carl Uubw, A. 200 fl, (!Vl. 2I4"i0 2,5— Lt»il>. - Czernow.»Iassu. ltiseii' bahn Vcsellsch, 200 fl. T, . . 23575 23l,"?b Llo>,b,üst,'Unn,,Triest500fl,) 1»7'25 Süb.Nl,rbd,Aerb >Ä,200fi,EW, 17»- .. 1»0 -Tramwat,Oes,.Wr,.i7Ust, K, W, —-— —-— » neue Wr,, Prlorltats' Actien 100 fl......95— 9« 50 Ung.^aliz. Tisenb. 200 st, Silber 103'5l>M0'20 Veld Ua« Ung, Norbostbahn 200 st, Silber I9L-75 i?/-«b Ung,Westb,(«aab-Vraz)200st.E. 199 5') 200-— Industrit'Zllien (per Stück). Vaunes,, Nllss, Oest., 100 fl. . 90- - 91-— Essybier Eisen- und Stahl-Inb. in Wien 10» st..... — — — — Tisenbahnw'Ueiha,. erste, 80 fl. 100 — 101 — «Elbemühl» Paplerf. u, V-G- 4450 45-5« Ltestnner Brauerei 100 fi, . . 9250 93-25 Montan-Gesell,, österr,-alpine 96^0 9L 70 Prasser Lisen Inb,Ves, 200 st. 382 — 3»2 — Salno Tarj, Lteinlohlrn »0 fi, 4«4-— 48« - 'SchlSgelmNhl', Papierf, 200 fl. 13«'?5 ,9?-bN «Stenrermtthl'.PnpierfuA-O. 132— 1«>«-- Irifailer Kohlenw, Ves. 70 fl, . 1SK-—163-50 Waffenf.-G .Oest, inWien loofi, 474-- 476-— WaggllN'Leihanst,, All«, in Pest 80 fl......... 9N-— 92 — Wr, Ballgesellschaft 100 fi, . . 81'-- 8«-— WlenerbergerZleaelAcrien-Ves. 2U7 50 208 «5 Devisen. Deutsche Plühe...... 5«'?0 5« «z London........ 115-40 115 90 Pari»......... 4» 77, 4b»« Dllluttn. Ducaten........ 5« !»-4» 80 Franc» Stücke..... »15 917 Deutsche «eich«ba»liuten . . 5«-?«. 5«'3l» Papier «übel...... !'35„ l'35„ Italleulscht Vanlnoten (100 «.) j 45-ib «-»b ^^^rrirs: WseWe lies Bnktan Sdttm & Sttathn Kmtsllait zur Laibaliier Zeitung Rr. ßA Dienstag den 17. März 1891. Hx''°Nth, >"^1,H / n den ^.wi)hn-^^^^ '^'un, Rudolfswert, (1031) 3—3 g. 1438. cFdictal-Vorladung. FranzRöthel, Schmied in Lola Nr. 40, derzeit unbekannten Aufenthaltes, wird hiemit aufgefordert, den Erwerbsteuerrückstand llä Cata-stral.Nr. 39 Lola — mit 3 fl. 4 lr. binnen vierzehn Tagen beim l. l. Steueramte in Tfchernembl so gewiss zu bezahlen, als'widrigens sein Gewerbe von Amtswegen gelöscht wird, K. l. Bezirlshauvtmannschaft Tscherncmbl, am 25. Februar 1891. (1030) 3-3 g. «9 V. Sch. R. VaU'csicitalion Am 16. März d. I. um 10 Uhr vor. mittags wird in Dübernil, Gerichtsbczirk Treffen, eine mündliche Minuendo-Licitation wegen Hint' angäbe des Baues eines neuen Schul-gebäudcs abgehalten werden. Die Arbeiten werden in den unten angesetzten Sätzen einzeln vergeben werden, doch wird sich vorbehalten, dieselben in ihrer Ge° sammtheit auch einem einzigen Unternehmer überlassen zu dürfen, wenn hiebei günstigere Vl'dinguugrn zu erzielen wären. Die einzelnen Arbeiten sind veranschlagt, und zwar: 1.) die Maurerarbeit auf . . 7178 fl. 96 lr. 2.) die Steinmetzarbeit auf. . 284 » 09 » 3.) die Zimmermannsarbeit auf 2480 . 86 » 4.) die Tifchlerarbeit nuf . . 909 » 60 » 5.) die Schlosserarbeit auf . . 719 » »2 , «.) die Spenglerarbct auf. . 15? > 23 » ! ?.!die Malerarbeit auf. . . 178 . 83 » ' 8.) die Glafcrarbcit auf . . . 236 » 81 » 9.) die Hafuerarbeit auf ... 18 » 18 , 10.) die Schuleinrichlung auf . 513 » 80 » Summa . 12678 fl. 18 lr. Die näheren Licitationsbedinqnisfe, laut welcher insbesondere jeder Licitant ein Vadium im Verhältnisse von 10 Procent seines Anbotes, der Uebernehmer aber eine gleich hohe Caution zu erlegen haben wird, sind vom 4. März d. I. angefangen hieramts einzusehen. K. l. Bezirtsschulrath Rudolfswert, am 26. Februar 1891. (1122) 3-1 Z. 1983. «Mcial-Vorladung. Milo Prcdovic aus Hrast Haus°Nr. 18 und Iakob Mauser aus Potole Hs..?ir. 3, derzeit unbekannten Aufenthaltes, werden hiemit aufgefordert, ihre Erbwerbsteuerrückstände, und zwar ersterer aä Catastral.Post Nr. 45 der Steuer, gemeinde Hrast mit 12 fl. 10 lr. und zweiter llä Catastral'Post Nr. 24 der Steueraemeinde Perbise mit 16 fl. 37 kr. binnen vierzehn Tagen umso gewisser beim l, l. Steucramte in Müttling zu bezahlen, als widrigens ihre Gewerbe von Amtswegen gelöscht werden. K. k. Vezirkshauptmannschaft Tfchernembl, am 14. März 1891. (1101) Präs..1.2306^ Kundmachung. Auf Grund des § 301 der Strafprocess» Ordnung werden für die zweite Schwurgerichts» sihung im Jahre 1891 bei dem k.k. Kreisgerichte in Nudolfswert als Vorsitzender des Geschwornen» gerichtes der l. l. Kreiögerichts.Präsioent Josef Gerdesiö und als dessen Stellvertreter der t, l. Landcsgerichtsrath Dr. AndleaöVojsla berufen. Oraz am 14. März 1691. (1061)3-2 g. 116. -^ehrstesse. An der dreiclassigen Volksschule zu Weixel. bürg ist die dritte Lehrstelle der IV. Gehal'ts« classe definitiv zu besetzen. Bewerber um diese Stelle wollen ihre ord» nungsmäszig belegten Gesuche im vorgeschriebenen Wege bis 30. März 1891 hieramt« überreichen. K. l. Bczirlsschulrath Littai, am 10ten März 1891. (1066) 3-2 Nr. 37 B. Sch. R. Vaubegebung. Am 31. März 1891, vormittags 9 Uhr, wird zu Brunndorf die Minuendo»Lici-tation zur Begebung des Erweiterungsbaues der Schule in Brunndors stattfinden. Die diesfälligen Kosten erscheinen nach dem Voranschläge nachstehend berechnet: Meisterschaften.......1400 st. 12 lr. Materiale.........951 . 93 » l Hand- und Zugarbeiten, . . . 586 > 89 » Schuleinrichtung.......462 » 45 » zusammen . 3401 fl. 39 lr. Hiezu werden Unternehmungslustige mit dem Veisügen eingeladen, dass das technische Operat nebst den speciellen Baubedingungen in den gewöhnlichen Amtsstunden Hieramts ein» gesehen werden lann. K. l. Bezirlsschulrath Umgebung Laibach, am 11. März 1891.______________________ (112?) Erkenntnis. g. 2141. In Namen Seiner Majestät des Kaisers hat das l. t. Landesgericht in Laibach als Press» gericht auf Antrag der l. l. Staatsanwaltschaft zu Recht erkannt- Der Inhalt des in der Nummer 56 der in Laibach in slovenischer Sprache erscheinenden periodischen Drulschrifl «Llovenglli ^rcxi» auf der ersten Seite abgedruckten Artikels mit der Aufschrift: