Berwottmg; «athausgasse Kt. 8 tciro»« «r. «. iMtrirtoa. Lez»g«I»ed>aia»ge» »«<* »i( »OB »tMgci, : • • • * >M . . . . K < M ■ondslirtg. . . . K I2 W W» «im mtt .SuStU«»» !,» . . , ,» W«w(|ü»ti(| . ..«»•_ H»'dUld»t, ....«»— »=«U«T1J . . » ir— Nr« auiun» ertastn tta *ic um Mürber» «»grfrtUU Stainmncntt «cltcv M im «Mw«dUa> StrMltirnig: 91 >kha»«Aafic Wr 5. r«Iep»«» «I *1, urttmtra £lii «■■>( to^lu» M Mi ««in»- ». ftrtrt- t«|i im 11—u px »«« H Hitrttb« vnkrm »»ch> inUltjita. Baatnlttr «, Wl nun >uck» IrrUlfRatHL > »k» «tft»oc# »> e«n«ta« MM. *•« «- toflin-ffsiit» M.9U0. Ar 8« Der Weltkrieg. Gegen Frankreich. Meldungen des Großen Deutschen Hauplqnar-tierl. 3. April. Ein Versuch der Belgier, das ihnen am 31. März entrissene klosterhoek Gehöft wieder zu nehmen, scheiterte. Im Priesterwald« mißlang ein französischer Vorstoß. Ein französischer A«griff aus die Hohen bei und südlich von Nieder Atpach westlich von Mühlhausen ivurde abgeschlagen. 4. April. Am Hferkanal südlich Dixm«iden be< setzten unsere Truppen den von Belgiern besetzten Ort Drie Erachten aus dem westlichen User. Im Priesterwalde wurden mehrere französische Vorstöße «bgewiesen. b. April. Nach dem Orte Drie Erachten, der sich seit dem 3. d. bi« auf einzelne Häuser am Nordrande in unserem Besitz befindet, suchten die Belgier Verstärkungen heranzuziehen. Sie wurden jedoch durch unser Artillerieseuer zurückgetrieben. Ebenso verhinderte untere Artillerie sranzösische An» griffSversuche im Argonnerwalde. Ein starker feindlicher Angriff in die Höhenstellungen westl ch Bou-reuille« (südlich von Varenne«) brach dicht vor un« seren Hindernissen zusammen. Französische Znfan-terievorstöße westlich von Pont a Moufson hatten keinen Ersolg. Dagegen brachte« uns mehrere Mivensprengungen Geländegewinn im Priesterwalde. v 0 0.0 0 0 schwerverwundete Franzosen. Die im Staat« Massachusetts erscheinende »Hloucestn. Times" veröffentlichen in ihrer Nummer vom 6. März ein schreiben de« früheren Unter, ftaatsiekreiär« im Schatzamt der Vereinigten Staaten A. Platt Andrew, der als Mitglied des ameiikani-schen Roten Kreuzes in Frankreich weilt. Au« diesem w Dünkirchen zur Post gegebenen Brief geht 1>ec» wr, daß sich nach amtlicher Zählung Mitte Februar L00000 schwerverwundete sranzösiich« Soldaten olein in den Spitälern NordsrankreichS befand«». Deutsche und Oesterreicher in den Karpathen. Nach de« letzten Nachrichten dauern die Kämpfe im Zentrum der Karpathen mit unverminderter Hef- tzm von den Aussen gestohlener Stamm. Da« vielfarbige, lebenSbunte Bild, da« die Bukowina in ihrem Völker- und Trachtenvielellei darstellt, ist, wie »>e „F. Z f treibt, um eine Farbe ärmer geworden. Berichterstatter bringen au« tat Bukowina die Nachricht, die abziehe,iden Russen hätten die Sekte der Lippowener nach Rußland mit« genommen. Also eine Transferierung in großem Ettl, eine Ueberstedlung mit Kind und Kegel, eine BolkSwanderung in heutiger Zeit. Bei den Russen slllte das niemand weiter wundernehmen. Sie haben seinerzeit da« gesamte M,udlement der Ezernowitzcr Landesregierung »ach Rußland gejchaist, warum sollten »e nicht auch dem Lande einen kleinen Stamm sichle»? Nut», die Bukowina ist reich genug an solchen kleinen Völkern — es feien bloß die Arme-»in, die Magyaren, die Huzulen genannt — tote sich unvermittelt zwischen die großen Volksmajoritäten de« Lande« einschieben; aber die Totsage regt doch zur Betrachtung an. Sitzen da seil Jahrzehnten Minner, sagen wir beispie «weise die Lionisten, die sich über die Frag: den Kops zermartern, ob und wie man ein Volk in feiner Gesamtheit nach einem erstrebten Lande überführt, bauen eine ganze Lite-rottn au«, verfechten und bekämpfen die Möglichkeit eilte» solchen Unternehmen« — und da faßt die derbe kriegSsaust ohne Bedenken einige hundert Htlli, Mittwoch d»n 7. Aprit IUI5 tigkeit an. Die Ruffen geben ihre ganze Kraft a»S, um den sich zwischen Lirpkow und den Uz'oker Paß hinziehenden Bergrücken einzunehmen und unsere Truppen gegen die ungarisch« Abhänge der Karpa-then abzudrängen. Diese Versuche blieben jedoch bi«-her gänzlich erfolglos. Im Gegensatz zu diesem er-bitterten Ringen trat im Gebiet der Duklasenke und in der Gegend von Ondova sozusagen vollständige Ruhe ein Die amtlichen Berichte lauten:..3. April. An der Front in den Ost-BeSkiden sindHcit gestern nur im oberen Laborczatale und auf den Höhen südlich Virava Kämp'e im Gange. Neue eingesetzt, rtifsi'che Verstärkungen zwangen, die beiderseits Cisna und Berechi gorna kämpfenden exponierten Truppen etwa« zurückzunehmen. Angriffe auf die Stellungen nörd-lich des Uzsoker Passe« wurden blutig abgewiesen. Von den zuletzt vor PrzemhSl gestandenen russischen Kräften sind nun alle Divisionen an der Karpathen-front festgestellt. In Südostgalizien nur Ariill-rie-kämpf. Vor unseren Stellungen zwif^en Dnjestr und Pruth herrscht nach den erfolgreichen Kämpfen des 1. d. Ruhe. 4. April. In den Karpathen dauern die Kämpfe aus den Höhen beiderseits des Ladorcza'aleS fort. Ein auf den östlichen Begleithöhen durchgeführter Gegenangriff warf den bisher heftig angreifenden Feind auS mehreren Stellungen zurück. Auch östlich Virava wurde ein starker russischer Angriff zurück-geschlagen. In diesen gestrigen Kämpfen 2020 ruf» fische Gefangen«. Nördlich de« Uzsoker Passe« ist die Situation unverändert. Ein erneuter Angriff der Russen scheiterte nach kurzem Kampfe. An allen übrigen Fronten keine befonteren Ereignisse. 5. April. In den Karpathen wird im Labor-czalale und in de« beiverseil« anschließenden Ab-schnitten weitergekämpft. An allen übrigen Fronten stellenweise Arlillertekämpse, sonst Ruhe. Bei U«cic BiSkupie, östlich ZaleSzczyki, versuchen stärkere feind liehe Kräfte am südlichen Dnje'trufer Fuß z» fassen. Sie wurden nach mehrstündigem Kampfe zurückgeschlagen. 1400 Mann gefangen, 7 Maschinengewehre erobert. Familien und fch rudert sie mit einem kleinen, fast spielerischen Wurf dem Nimmersatt Rußland in den Rachen. Allerdings die Sache war hier im wesentlichen leichter. Die L'ppowener, wie sich der in der Buko-wina ansässige Teil der russischen Sekte der Pb'l-lippowzy nennt, zählen keine 4000 Leclen. Diese Sekt«, deren etwas »»klare Lehre sich um die Frage der Selbstverbrennung konzentriert, zerfällt in zwei Lager: in die kleine piiesterlose Gruppe, die nur Kirchenjänger kennt, da das wahre Prieftertum auf Erden nicht mehr vorhanden sei, und in die eiuent-lichen Lippowener unter einem Meirvpol'ten „aller aligläubigen L'ppowener" als Kirchenhaupi, die ein Mönchs-, ein Non»enkloster und eine aus einer etwas abenteuerlichen Stiftung erbaute Hochkirche in ihrem Dorf Fontina alba (Bezirk Leieih) be»itzen Sie haben v'k.e Eigenheiten, biete Lippow-ner. In der strengen Abschließung gegen Änderagläubige b, Wahrheiten sie diese, sie sind Gegner des Al kolzolgenusfe«, der Matiikelsührung, de» Tabaks, des Theater», des Kaffe,«. der Musik, deS Tai-zeS und — deS Kriege«. Schwüre zu leisten, ist ihnen ver-boten, und man ei innert sich, diese ftarl knochge», dlondbärtiqen Leute beim Waisen rbwur mit kramps-hast zusammengepreßten Lippe» dastehen gesehen zu haben, nur die zwei Finger in die Höhe streckend. Ost auch sieht man sie, vor der HauS itr eineS Ändersgläudigen, mit denen zu handeln ihnen nicht gestattet ist, ein sühnegedet verrichten, devor sie ' 40 Zavrganft. Im Norden. Russische Angriffe in der Gegend von Augu-stowo wurden zurückgeschlagen. Ferner wurde ei« russischer Angriff aus Mariampol unter schwere« Verlusten für den Feind abgefchlage«. Sonst hat sich auf der ganzen Ostfront nichts ereignet. Der Krieg der Türkei. Da« türkische Hauptquartier veröffentlicht am 2. d. folgenden Bericht: In den Dardanellen und auf den anderen Krieg«schauplätzen keine wesentlich« Veränderung. Am 2l. März beschoß ein engliichcr Kreuzer den Marktflecken Muileh an der Küste vo« Hedschah und ve tuchie, dort Truppen zu landen. An der Au«sührung seine« Vorhaben« verhindert, kam er am nächsten Tage wieder und beschoß den Ort fünf Stunden hindurch, wobei die Moschee, gegen die das Feuer insbesondere gerichtet war. zer-stört und einige Häuser beschädigt wurden. D«r Feind machte neuerlich Versuch, aus Schaluppen Truppen zu landen, wurde aber durch den Wider-stand unierer Besatzung und der bewaffneten Bevöl-kerung verjagt, wobei er schwere Verluste erlitt. Hieraus zog sich der Kreuzer zurück. Wir hjtte« keine Verluste. Doö Hauptquartier veröffentlicht folgende» Kommunique: Unsere Flotte bracht« gestern bei Odessa zwei russische Dampser, und zwar .Provi-dent" mit einem Geholt von 2020 Tonne« und .Wastofchnaja" mit einem Gehalt von 1500 Ton» nen, zum Sinken und machte die Mannschaft zu Gefangenen. Während bteter Aktion stieß der Kreu-zer .Medschidjc', al« er sich bei der Verfolgung feindlicher Minensucher in der Umgebung der Festung Ot'chakow der seindlichen Käste näherte, aus eine Mine und sank. D«r Verlust würd« durch eine Mine vernrsacht, die von den zur Verteidigung der Häsen Odessa und N'kotajew sowie des Küstenge-biete« ausgelegten Minen abgetrieben war. Die Be-iatzung der „Medschidje' wurde durch ottomaniiche krieg«schiffe, die sich in der Nähe besanden, gerettet. Sie hatte eine alle« L«b würdige Haltung an den Tag gelegt. Bevor das Schiff sank, wurden samt-liche Verichlußstücke der Geschütze entfernt und der hineingehen und ihre Ware anbieten. Sie sind näm-lich durchweg» Obsthändler, und da« ist auch ein Grund mit — und zwar ein wirtschaftlich eminent wichtiger für die ganze Frage, warum die Tränt-ferierung dieses Stammes io schmerzlos vor sich gehen konnte. Sie hauen sich im kleinen Kronland des Obstwa'kteS bemächtigt, »achteten Gärten, waren Meister in der Kunst des Dörren« und der Most-bereitung und hatten schon traft ihrer religiösen Organisationen die Mittel in der Hand, sich durch Planmäßigkeit und Konzenttierung aus diesem Pl rtze zu behaupten. E» scheint, daß derartige Sekten Natur- und instinNg«»äß zu solchen Zwischenstellun-gen im sozialen Kreislauf neigen. Ackerbauer waren die Lippowener jedenfalls in sehr geringem Maße, so daß ihr Abgang sich kaum fühlbar machen wiid. Ader ein Stück Farbe waren sie doch, diese Männer in den bunten, über die Hosen fallenden Hemden, diese oft blat>er»arbigen Frauen in den pclzverbiämien, langen Taillenjacken. Von chrem Familienleben wußte man wenig und fie waren auch immer bemüht. Hau« uiid Hos durch hohe Zäune abzuschließen. Kani aber ein Andersgläubiger in ihr Haus, so legten sie einen eigenen Teppich auf die Bank, damit er die St«»e nicht verunreinige. Wie das aber schon bei solch gläubigen Stämmen manch-mal der Fall ist, waren sie gute Geschäftsleute, w'lderten gern, obwohl ihnen Tiere zu töten ver-boten war. und machten, schnapsschwer durch die Gassen wankend, aller Welt klar, daß Gebote nicht Seite 2 Wacht Kreuzer selbst durch Torpedos zerstört, um ei»e Flottmachung durch den Feind unmöglich zu machen. Letzte Nachrichten. Oesterreichischer Kriegsbericht. 6. April. Amtlich wird verlautbart: Die Kämpfe in den Karpathen nehmen noch weiter an Ausdehnung zu. Aus den Höhen östlich deS LabvrczataleS eroberten gestern deutsche und unfere Truppen starke Stellungen der Russen und machten hierbei 5040 Mann zu Gesangenen. In den an-schließenden Abschnitten wurden mehrere heftige An-griffe unter großen Verlusten des Feindes blutig zurückgeschlagen und weitere 2530 Russen gefangen. In Südostgalizien scheiterte auf den Höhen nordölt-lich Ottynia ein Nachtangriff des Feinde». Bei dem am 4. April fiidwestlich U«cie Biskupie versuchten Vorstoß de» Gegners auf das südliche Dnjestruser wuiden zwei Bataillone des russischen Alexander-Infanterieregiment» vernichtet. Deutscher Kriegsbericht. Westlicher Kriegsschauplatz. 6. April. Die Franzosen sind seit gestern zwischen Maa» und Mosel besonder» tätig. Sie griffen nach Einsatz starker Kräfte »nd zahlreicher Artillerie nordöstlich, östlich und südöstlich von Ber-dun, sowie bei Ailly. Apremont, Flirey und nordwestlich von Pont-a-Mousson an. Nordöstlich und östlich von Berdun kamen die Angrisse in unserem Feuer überhaupt nicht zur Entwicklung. Südöstlich von Verdun wurden sie abgeschlagen. Am Ostrande der Maashöhen gelang e» dem Feinde, in einem kleinen Teil unseres vordersten Graben» vorüber-gehen» Fuß zu fassen. Auch hier wurde er in der Nach! wieder hinausgeworfen. Der Kampf in der Gegend von Ailly und Apremont dauerie während der Nacht ohne jeden Ersolg für den Gegner an. Erbittert wurde in der Gegend Flunj gefochten. Mehrere sranzösische Angrisfe wurden abgewiesen. Westlich de» Priesterwaldes brach ein starker An-griss nördlich der Straße Flirey -Ponl-a Mousion zusammen. Trotz der sehr schweren Verluste, die der Gegner bei diesen Gesechten erlitten hat. muß nach seiner neuerlichen Kräfteverteilung angenommen wer-den. daß er seine Angriff« hier fortsetzen wird, nachdem die gänzliche Aussichtslosigkeit oller seiner Bemühungen in der Champagne klar zutage ge-treten ist. Otstlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffe östlich und füolich von Kal« waria sowie östlich von Augustow waren erfolglos. Im übrigen ist die Lage im Osten unverändert. Der Unterseebootkrieg. Der kleine englische Dampfer „Olvine" ist zwischen der Insel Guernfey und Calais torpediert worden. Die Bemannung wurde gerettet. Der russi-sche Segler .Her ließ" wurde auf der Fahrt nach Mexiko auf der Höhe der Insel Wight torpediert. Die Bemannung ist gerettet. — „Cut) of Bremen" wurde bei Landfend torpediert und ist gesunken. Bier Mann der Besatzung sind ertrunken. Gebote wären, wenn man sie nicht übertreten könnte. Nun soll das Kreuz mit de» vier Balken und acht Enden au» der Bukowina verschwinden. DaS russische Gejährt mit dem Halbreifen über dem Pjerd wird nicht mehr gesehen weiden. Der gewaltige Magen Rußland wird die kleine Sekte beichwerde-los versauen. Wahrscheinlich wird Rußland sie an irgend einem Winkel seiner uferlosen Steppen an-siedeln, wenn man nicht vorher dieie stienggläubigen Leute durch die Hauptstädte schleppen wird, um, von panslawistiichen Agitatoren ausgerufen, die „russischen B-üder' vorzustellen, die Oesterreich unie> drückt. In der Tat waren e» die einziqen Russen unter österreichifcher Gebietshoheit. Aber Russen, die Rußland geflohen hatten, die von Ruß land, wo man sie al» „Raskoln»ki", das heißt „Schismatiker", versolgle, nach einem Lande zogen, da» das Grundgesetz der Freiheit ane, kannte und praktizierte. Da« soll zur Zeit Kaiser JosesS II. ge« schellen sein, wogegen andere die Einwanderung der Lippowener in die vorösterreichische Zeit dieses Lan-de« zurückdatieren. Sie genossen in O sten eich viel' fache Privilegien Ein Jude, der zu ihrem Glauben Übertrat und sich Michails Karlowicz nannte, schrieb eine Apologetik ihrer Lehre in drei Bänden. Die deutsche Südarmee in den Karpathen. Der .Frankfurter Zeitung" wird au» Berlin gemeldet: Durch da» Glückwunschschreiben, welche» anläßlich der Verleihung einer hohen österreichischen Kriegsdekoralion der Armeeoberkommandant Erzherzog Friedrich an den preußischen General der Infanterie v. Liniingen und dessen Generalstabsches gerichtet hat, wird man wieder einmal daran erin« nert, daß in den Karpathen Schulter an Schulter mit den Oesterreichern eine kaiserlich deutsche Süd-arm« kämpft, deren Befehlshaber der General von Linsingen ist. In den täglichen Kriegsberichten der österreichischen Heeresleitung und in den schildernden Berichten der Kriegsberichterstatter wird dies« deut-sche Südarmee selten erwähnt. Gewiß nur deshalb selten, weil man al» bekannt vorauSi-tzt, daß die bravourösen, mit übermenschlich«? Kraft durchge-führten Kämpfe, von denen die Berichte zu erzählen wissen auch von dieser deutschen Südarmee be-stritten werden. Im großen Publikum ist man sich aber dieser ganzen Taisache, wie es scheint, nicht immer bewußt. Deshalb ist es erfreulich, daß durch da» Glückwunschschreiben de» FeldmarschallS Erz-herzog Friedrich auch die größere Oessentlichkeit wieder einmal daran erinnert wird. Die Passivität der Tschechen zu den »riegsereignissen. Aus leitenden Kreisen de» konservativen Groß-grundbesitze» verössentlicht der Prager „HlaS Na-roda" einen mit der Ausschrist „Heraus au« der Passivität" betitelten Artikel, in dem im Sinne dieser Aufschrift an die tschechische Zivilbevölkerung die Ausforderung gerichtet wird, aus ihrer Zurück-Haltung herauszutreten. Anschließend an die Kriegs-ereignifse wird in dem Artikel unter anderem ge sagt: Die Amee erfüllt ihre Pflicht bi« zur äußer-sten Grenze im Schnee und Unwetter der Karpathen und in den mit Wasser gefüllten Schützengräben in Polen. E« handelt sich um den zweiten Faktor, die Bevölkerung, die auch ihre Pflicht bis zur äußersten Grenze erfüllen soll, eine heilige Pflicht, die uns alle im Augenblicke der Gesahr um den Thron und daS Reich vereinigen soll. Der Artikel bemerkt weiter, daß aus dem Feld« der KriegSfürior^e die Bevölkerung ihre Ausgabe voll erfaß« hat. E« h in delt sich nur darum, daß ein großer Teil der tschechischen Oessentlichkeit seine Passivität zu den großen KriegSereignrfsen ausgibt. Diese Pafsiviiäi könnte von den Feinden des tschechlichen Volkes ganz anders gedeutet werden. Indem der konser» vative Großgrundbesitz herzlich und treu mit dem tschechiichen Volke durch langjährige Tiadmone» und Zusammenarbeiten verbunden ist und mit dem er durch Jahrhunderte alle Leiden und Freuden ge> teilt Hai, rät er dem tschechischen Volke im ernstesten Augenblicke sreundschastlichst. mit der Warnung und Betchwörung: Im Interesse de« Reiche» und in seinem eigenen Interesse: «Heraus aus der Passt-vität!" Für dir Krirgsimtilrn! Umere Ausgabe ist et, die G.genwari, io weil uni.r Blick reich« die Zukunft unterer näckften «eneta.ton not! unj rcn Gälten, na» unterem heftn W sie. u t> Hewisien glücklich zu geNatlen. BUroiti. Einer der folgenschwersten Schläge di»se« Welt. kriegeS wird j ner sein, welcher die armen Kinder trifft, die ihren Vater verloren haben un» ohne Heim, ohne Vermögen hilflos dem blinden Zufall preisgegeben, in die Welt hinaus müssen. In der Gesellschaftsordnung ist gegen diese schlimme Gcahr keine Boriorge getrvfsen. Daher kann sich die Z» kunft der unbemiitelten Kriegerwaisen vorauvsichrlich in ungezählten Fällen sehr traurig gestalten. &«? aber darf nicht geschehen! Bilden doch die Si»de> den Reim für ein Geschiedn, daS kräftig u»d lüch tig den Schatz verwalten soll, der durch das H.rz-blut ihrer Vorfahren erworben wurde. Bei vielen taufend Kriegern, die auf dem Schlachtfeld? dabinsanken oder in den L.rzareiten tlu Leben aushaiichien, mag der letzte Gedanke wohl der gewcfin sein: „Was wird mit meine» armen Kindern geschehen, wer wird sich ihrer annebmen?" Es ist daher die unabweisbare, heilige Pfl'cht »er Du heimgebliebenen, diese schuld- und schutzloien wie schöpfe in einer Weise zu behülen. daß der Dank sür die unbeschreiblichen Opser ihrer Väter wüidig zum Ausdrucke komme. Dies« Kinder müssen vor der Not geschützt und gut erzogen werden. Eine solche Vorsorge muß sich aber in einem Punkte sammeln. Und wer wäre in den Alpen- und Donauländern dazu wehr berufen, diefer Brenn-punkt zu fein, als unsere oftbewährte Südmark, unser Schutzverein, der schon seit einizen Jahren die Waisenpflege in sei» reiches Arbeitsfeld ausge-nommen hat. Helfet daher, Südmärker, einen Fond für die Kriegswaisen schassen! Geizet nicht mit den Geld-Mitteln sür diesen edlen Zweck I Bedenket, vor welchem Elend wir durch die Tapferkeit unserer Soldaten, durch de» Heldento) unserer Brüder bewahrt worden sind. Ihr vernahmt ja die Schrecken»» künden aus Galizien, Ungarn und der Bukowina, ihr laset von den Verwüstungen, vor» den Greuel» der Russen gegen Männer, Frauen und Kinder. Darum ist eS Pflicht eine« jeden denen, die auf den Schlachtfeldern verbluteten und ihre Leiber al» lebenden Wall vor uniere Heimat legten. Dank ab-zustatten. DaS können wir am besten dadurch, daß wir für die sorgen, die den kämptenden Kriegern neben dem Vaterlande daS Teuerste waren, für ihre Kinder. Gebt, Südmärker, gebt, deuische Volksgenosse», reichlich für die KriegSwaisen, aus daß sie zu nütz-lichen Gliedern unsere« Volke« erzogen werden können! Adolf Hofmann, Wel». • » • Vorstehenden Aufruf für die Kriegswaiien auS dem Südmorkgediete unter stützen mit aufrichtiger Zu-strmmung Onokar Kernstock, Dr. Peter Roiegger. Der Verein Südmark befaßt sich bereits feit einigen Jahren mit der Waifenfürforge Er ist gerne bereit, dieses Gebiet seiner Tätigkeit im sinne des verstehenden Aufrufes, welchen ein bewußter Südmärker an die Volksgenossen richtet und der die Zustimmung der beiden warmherzigen heimische» Dichter gefunden hat, zu erweitern. Der S^utz und die Erziehung der südmirkl-scher, KriegSwaisen ist eine edle Pflicht. Die Süd-mark will sie mit redlichem Bemühen erfüllen. Helfet, liebe Volksgenossen, bei diefem Werke! Für die Hauptleitung deS V> reines Südmaik: Joses Wolsgang Dobernig. Odmann. Be'tiä e wollen für den „Kriegssüriorgeichatz" der Südmark. Graz, Joanneumring 11, eingesendet werde». Dir Ukraine. In dem Märzhest der .Ukrain'schen Rundschau* finden sich ei e Reihe tnieresfanter Au»fuhrunge« Dr. Wassyl SchifchuratS über die politi'che Geich'chte der Ukiaine, die sich durcy andere Mitteilung?» der Zeitschrift ergänzt, in Folgende« zusammenfasse» lassen: Nach 348 war daS von Wladimir dem Geißen gegründete Kiewer G'vßfüistentum an Liihauei und an Polen gefalle» um im 15 Jahrhundert wieder unier der polnisch lithauische« Krone vereinigt zu werden. Mille drS 17. Juhrhunden« befreite »ch die Ukraine von der polnnch liihauischkN Herrsch ist, und irat 1654 als »aaisrechitich selbständige« He> bilde in Personalunion mit Moekowien. Später er-»olgie die Rückgabe de« am rechten Dniepiu'er gelegenen T-il.« der Ukraine (also >m wesentlichen da« heutige Galizien) an Polen, während gleichreüij Rußland den in seinem besitz verbliebenen Teil zu „rnit fixieren" begann. Die Ramen Moskowie» und Ukraine wurden besritigt und an ihre Sielte die Gesamtbezeich«ung der „Rofsa" eingeführt unk schrittweise die Autonomie der Ukraine vernichiet. Am Ende d.» 18. Iah,Hunderts wurde dieser Diuck so stai k, daß sich dre ulrarniiche» Naiioiialiite» nach Hil e »insahen. Während sie einer»»»« mir P cuhen Begehung.» ankoüpsie«, riet der damalige Lemderger Bi'chot ?chep!y^kyj d-m Kin ler Louniy »»ich eiri'p .che.ide Mitiel vie rnssiiche Uk>ai»e für Orsterreich z» gewinnen. Kaunitz haite nicht ?chz>f-blick aenua. um darauf einzugehen und da» Än'ia«-che» Ripoteon» unterbiach auch die ukraimich drei-ßi'che» Beziedungk". Alle n seine Verbindung mit den Pol»« hiiioerte R>rpoleo». aus die u rifch«i BetlrevuNg'n einzugehen. Da griff England >i», M es die uk a>> i ch B'wcM»g m t Geld unterstes, um einerse-i» Rußland Lchw erigkrtten zu mache«, anderseits aber um zu verhindern, daß d>e Ufrain« ihrer N 'guiig lolgie», sich im öileireichliche» ein»« zu vrienii.ren. L>tzterea wäre auch rroy Englaiidi Umir>ebe» geicheh.n. wenn man in Wien eine folgerichtige Poliirk g> macht hälie. Don halte man dem Wiener Kongresse lediglich die Freundichast »s 5t»mmer 28 Seite 5 Rußland im Auge (Metternich opferte damals wesentliche Balkaninteressen seiner Freundschaft zu Rußland). In Wien wollte man nicht einmal die sprachliche Einheil der Ukrainer Galizien« und der Rußland» anerkennen. Erst zu Beginn der vierziger« jähre bewirt die österreichische Regierung der ukrainischen Bewegung größeres Entgegenkommen und nahm 1848 die rutheniiche LohalitätSerklä^ung. die die kulturelle und sprachliche Einheit aller Ukrainer betonte, wohlwollend entgegen. Die russische Regie« rung antwortete daraus «it einer Denkschrift, in der »it der allslawischen Bewegung gedroht, Ungarn die Erdrosselung durch die da« Magyarentn» umgebe«-de» Slawen angekündigt. Oesterreich aber mit dem LuSspruche des Tschechen Hanka geschreckt werden sollte: „Böhmen wird nicht eher im Besitze seiner selbst sein, bis Rußland wieder Im Besitze Galiziens ist." Rußland kündigte damit seine „legitimen" An-sprüche auf Galizien an. Inzwischen war aber die ukrainische Bewegung, an jeder Hilfe von außen ver-zweifelnd, in daS slawophile Fahrwasser geraten und bereitete parallel mit Polen einen Ausstand vor. ES tot nicht dazu. Die russische Regierung unterdrückte die Bewegung und entfaltete eine starke panilawi-stische Agitation, durch die sie die Massen der Ukrai-nn laisächlich inS russische Lager trieb. Dieselbe Politik hatte sie gleichfalls gegenüber den Polen be folgt, deren Ad'l sie nach dem polnischen Bauern-ausstand von 1846 gewonnen; brachte doch damals «uf dem Prager Slawenkongreß de; polni'che Fürst didomirSki »ach heftigen Angriffen auf die Deutschen et» Hoch auf Rußland auS. Gerade diese Aenderung de« Verhältnisse« zwischen Russen und Polen be-wirkte aber, daß die Ukrainer sich wieder noch der österreichischen Seite zu orientiere« begannen und al« einer der Führer der ukrainischen Nationalbe-»ezung au« den Bierzigerjahrm, Kostomarow, im Jahre 1854 «m seine Ansicht über die Richtung der »krainischen Politik ersucht wurde, antwortete er kwz: „Seid vor allem Oesterreicher, dann erst Elawen!" Rußland aber hat seitdem nicht geruht, die Er-»erbung Ostgalizien« vorzubereiten, dabei aber seine Llicke auch auf Ungarn geworfen. „Der Wunsch, Galizien zu besitzen, ist — so schreib« Wassyl PatschowSkyj — eine »er wichtigsten Ursachen de« Krieges. Ist voch mit Ostgalizien die Hi Rußland so unargenehm empfundene Frage öfter-reichischer Expansion so hervorragend verbunden. Er« hielte Rußland diese« Land, dann hätte es seinen Z»sion Nr. 22. die kaiserliche belobende Anerkennung wird bekanntgegeben dem Oberleutnant Meihod Rakuia. den Hanpileuten ZulmS Myslivec und Rudolf Zanker. den teuinan» toi in der Reserve EuftachiuS Kopciuch und Oskar May. dem RegimenISarzt Dr. Julius Metzl, alle Lonl>ivehr-J»f.«Reg. Nr. 26. dem Obcrleuinant im LerhillniS der Evidenz Dr. für. Adolf Bofchek, eingeteilt beim Landwehr Jnf.-Reg. Nr. '^6. Das zoltene Berdlenftkreuz mit der Krone am Bande der lapjerkcilsmedaille wurde verliehen dem Assistenzarzt in der Reserve Dr. Oskar Dirnbeiger, Landwehr« Jij.'Reg. Nr. 3. Im Kriege ausgezeichnet. Dem Haupt > wann Ludwig Zwirn de« bosnisch herzegowinijchen Infanterieregimentes Nr. 1 wurde vom Kaiser in Anerkennung seines tapfere« Verhalten» vor dem Feinde da» Militärverdienstkreuz mit der Krieg«-dekorativ» verliehen. Der ausgezeichnete Ossizier war seinerzeit Lehrer an der Marburger Kadetten-schule. Sein Bruder Franz Zwirn, Hauptmann im Marburger Landwehrinsanterieregiment Nr. 26. wurde in Anerkennung deS tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit dem Signum Laudi» ausgezeichnet. Für Verdienste um das Rote Kreuz hat Erzherzog Franz Salvator die Silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuz unter anderen verliehen der Frau Frieda Gallent in Marburg und dem Hauptmann Emil R. v. Schludermann de» Jnfan-terieregiment« Nr. 47. Todesfall. Am Osterfvnntag nacht» ist hier der Lederhändler Herr Max Franz Reichenbach im 49. Lebensjahre nach kurzem Leide« plötzlich ver» schiede«. Da» Leichenbegävgni« fand heute Mittwoch um 5 Uhr nachmittag« am städtischen Friedhose statt. Beeidigung der Freiwilligen Schützen. Nachdem bereit» am IS. März die Eillier Freiwilligen Schützen feierlich beeidigt worden waren, fand nun am Ostermontag auch die feierliche Beeidigung der auswärtigen Schützenabteilungen von Hochenega, St. Georgen, Store und Tüffer auf der Festwiese in Cilli statt. Unter klingendem Spiel marschiert: die ganze Schützenkompanie vom Rathause auf die Festwiese, wo eine große Menschenmenge sich ver» sammelt hatte, um dem feierlichen Akte beizuwohnen. Nach dem Gebete richtete der Kompanieführer Herr Peter Derganz eine längere zündende Ansprache an die Schützen und forderte sie auf, alle Kräfte sür da» bedrohte Vaterland einzusetzen. Mit einem Hoch aus da« Vaterland und einem Hurrah auf den Kaiser schloß der Redner seine mit Begeisterung aus-genommenen Ausführungen, worauf er die Eides-formel vorlas, die die Schützen nachsprachen. Nach Abschluß der sonstigen Formalitäten zogen die Schützen wieder mit Musik in die Stadt ein. Vortrüge Über Gemüsebau. Samstag, den 10. und Sonntag den 11., jedesmal um 3 Uhr nachmittag« wird Herr Fachlehrer Otto Brüder« im Zeichensaale der Mädchenbürge» schule in der Grabengasse Vorträge über Gemüsebau halten. Wir richten an alle Hausfrauen und Gartenbesitzer die dringende Aufforderung, bei diesen wichtigen Vor« trägen möglichst zahlreich zu erscheinen. Die Ausgabe von Brot- und Mehl-Karten hat Dienstag nachmittags 3 Uhr im Rat-hause begonnen. Sie findet in dieser Woche bis ein-schließlich SamStag täglich von 3 bis 7 Uhr nach-mittags statt. Samotag können die Karten auch in den VvlmiitagSstunden zwischen 8 und 12 Uhr abge« holt werden. Dies wurde auS dem Grunde verfügt, damit der für Samsiag nachmittags zu erwartende Andrang etwas abgeschwächt wird. ES wird drin« gendst empfohlen, nicht auf den letzten Tag zu warten, sondern sich die Brot- und Mehlkarten wo-möglich schon Donnerstag oder Freitag zu besorgen. Die Brotkarten werden für jede Woche neu auege» geben, und zwar in einer anderen Farbe, und haben nur sür die auf der Karte kalendermäßig angegebene Woche Gilligkeit. Von der kommenden Woche an werden die Brot' und Mehlkarten jeden Donner'lag und Freitag von 3 biS 7 Uhr nachmittags und jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 7 Uhr nachmittags ausgegeben weiden. Ankunft eines Verwundetenzuges in Cilli. Am Z. d. um 8 Uhr früh langte in Eilli ein Roter-Kreuz'Zug ein, der 201 Verwundete, dar-unter &0 Schwerveiletzte, vom »ö dliche» K>ie^S> fchauplay brachte, darunter auch mehrere Russe». Auszeichnung eines alten Südbah ners. AuS Pragerhof wird vom 5. d. gemeldet: Dem Kanzleidiener der Südbahn, Velschak. wurde die Medaille sür 40jährige treue Dienste verliehen. Die seierliche Ueberreichung fand heute unter zahlreicher Beteiligung der Beamten und Diener duich den StalionSvorstand statt, der in herzliche» Worten die verdienstvolle Tätigkeit deS JubilaiS im Dienste der Eisenbahn würdigte und ihn zu der wohlver-dienten Auezeichnung beglückwünschie. In gle>cher Weise stierten Belichak die übrigen Beamten, die alle in ihm einen Diensteifrigen, Pflichtbewußten schätzen, und seine Kameraden, denen er immer ein liebevoller Kollege war. Spekulationsankäufe der künftigen Ernte — verboten. Aus Wien wird berichtet: Die Notwendigkeit, den Ertrag der Ernte das Iah-reS 1915 unter allen Umständen für die Allgemein-heit zu sichern, nötigt zur Beschränkung gewisser rechisgeschästlicher Verfügungen, die die künftige Ernte zum Gegenstand haben. Durch eine aus Grund der kaiserlichen Verordnung vom 10. Ok-tober 1914 erlassene Verordnung, die im Reich«» gefetzblatle und in der „Wiener Zeitung" kundge« macht wurde, werden die HvfsnungSkäuse (Kauf der künftigen Ernte in Bausch und Bogen), die sich a«s die landwirtschaftlichen Erzeugnisse irgendwelcher Art, ausgenommen Obst und Wein, beziehen, ver» boten und ungiltig erklärt. Ist solchen Geschäften schon unter gewöhnlichen Verhältnisse« ei« berech-tigte« wirischastlicheS Interesse kaum anzuerkennen, so muß in dem gegenwärtigen Zeilpunkte daS Be» streben daraus gerichtet sein, den Ertrag der näch-sten Ernte aus da« höchste zu steigern und muß deshalb solchen Spekulationen durch ein Verbot entgegengewirkt werden. Solche BorauSverkäufe fallen nicht unter das Verbot de« Terminhandel«, weil jede« einzelne Geschäft, vermöge der dabei ge-trofsenen Vereinbarungen, ein besondere« Gepräge zeigt und nicht durch bloße Abrechnung, sonder» durch Lieferung und Abnahme zu erfülle« ist. Solche Geschäfte werden unter den heutigen Um-ständen Gefahren für die Allgemeinheit, die vermie-den werden müssen. Sie wirken preishaltend und können sich daher al» ein Hemmnis sür die heu-tigen Hochpreise erweisen und sie entziehen da» Ge« treibe jenem Orte, wo e» im Falle der Not für die Allgemeinheit in Anspruch genommen werden kann. Durch das Verbot der spekulativen Vorausverkäufe der neuen Ernte fordert die Wiiksamkeit der Krieg«» getteideverkehrsanstalt sür den Fall, daß e» sich al« notwendig herausstellen sollte, ihr auch die Vertei» lung der neuen Ernte zu übertragen. Fachleute aus dem Getreidehandel und der Mühlenindnstrie er-klären, daß sich der Verkehr vorübergehend auch ohne dieses Geschäft behelfen könne. E« ist vorläu-fig ausreichend, ein Verbot der handelsrechtlichen LieserungSgesetze bis zum 1. Juli auSzuspreche«. — Diese Verordnung hat nur sür die landwirt« schastlichen Erzeugnisse de« Inlandes Wirksamkeit und es soll inSbefonderS VorauSerWerbungen au» der ungarischen Ernte kein Hindernis entgegenstehe». Der Ankaus der landwirtschaftlichen Bode»erzeug-nisse durch die Militärverwaltung und die Kriegs-gelreideverwallung ist vom Verbote ausgenommen. Um daS Verbot wirksamer zu gestalten, wurde auch von der in der erwähnten kaiserlichen Verordnung eingeräumten Strafbefugnis Gebrauch gemacht und der Verordnung selbst rückwirkende Kiast verliehen. Evangelischer Gottesdienst. Ueber Wunsch findet der Gottesdienst am kommenden Sonntag noch einmal abend« um 6 Uhr statt. Spenden. Zu Gunsten der Armenpflege der hiesigen evangelischen Gemeinde während der Krieg«» zeit spendeten anläßlich der Taufe feiner Tochter ungenannt in Lichtenwald 30 K, al« Kranzablösung für den in Graz verstorbenen Herrn Unger Herr und Frau OSwatiifch 10 K. ES sei auch an dieser Stelle im Namen der Armen den edlen Wohltäter» herzlich Dank gesagt. Für das Rote Kreuz Für den Zweig, verein Eilli Stadt d?» Roten Kreuzes wurden un-genannt zusammen 39 K gespendet. Betriebseinstellüng einer grohen Mühle. Die Walzenmühle Vinko Majdic in Krain» bürg hat bi» auf weiteres den Betrieb eingestellt. Ein Feind des Deutschen Schuloer-eines. Der 33 Jahre alte Alo>« Rofch, Sohn de« früheren Bürgermeister« Rofch in Hrastnigg sägte in der Nacht de« I. d. den vor dem Deutschen Schul-vereinsgebäude stehenden Eichenbaum durch und ver« ursachte nebst dem Fällen diese« Baume« durch dessen Umsturz noch anderen Sachschade». Die Deutichen • HrastniggS winden durch diese von nationaler Ge-häffigkeit zeugenden Tat sehr empört, so daß sie trotz de« Angebotes der Echadensgutmachung und einer Hundertkronenspende sür den Deutschen Schul» verein aus der gerichtlichen Versvlgung des Täter« bestehen. Der Deutsche Turnverein in Windifch-feistritz dielt am 27. März seine Haupiversamm-lung ab, die einen unerwarteten großen Besuch aus-zuweisen hatte. Nach einer zeitgemäßen Begrüßung des Sprechers Schiestl erstattete Sparkassebuchhalter Watzei den Tätigkeitsbericht Er widmete dem aus dem Kriegsschauplätze verstorbenen Turnbruder Dr. Bvllerilsch einen warmen Nachruf und gemachte jener Turnbrüder, die in befreiendem Heldenkampfe um den Sieg streiten. Mit einer Huldigung für die beiden verbündeten Kaiser schloß Herr Watzel den einleitenden Bericht. Dem eigentlichen TätigkeitS» ©tilc 4 Seuyche Num»icr 28 berichte konnte man entnehmen, daß im Vereine trotz der ereignisschweren Zeiten sehr fleißig gear-beitet wurde; die Turnzeiten betrugen 346, die Turnbesuche »703, um 337 Besuche mehr als im Vorjahre. Die Mitgliederzahl belief sich am 31. Dezember trotz der vielen Einberufenen auf 51. Der Geselligkeit wurde vollauf Rechnung gelragen. Der Bericht schloß mit einer ernsten Mahnung zur Weiterarbeit im Vereine zu Nutz und Frommen deS Deutschtums in Windischfeiftritz. Hierauf erstatteten die einz:lnen Amiswalter ihre Berichte. In den Turnrat wurden entsandt: Heinrich Schiestl, Sprecher; Rudolf Lauste, Stellvertreter; Aloi« Watzek, Schristwart; Jakob Suppanz, Zahlmeister; Rudolf Kaufte der Jüngere Turnwart; Franz Löschnigg, TurnwartfteUvcrtrcter; Karl Kopatsch, Zeugwart; Heinrich Schiestl, Sangwart. Al« Bei. rat wurde Tierarzt Josef Kutschera gewählt. Zu Säckelprüferu wurden Offtzial Woschitschko und Sladtamtssekretär Harzer berufen. Bürgermeister Dr. Murmayr hielt hieraus eine Anspracht, in der er die Wichtigkeit der Turnvereine im Unterlande betonte und des großen Kanzler» gedachte. Mit dem Bismarckliede wurde die Hauptversammlung geschloffen, an der Bürgermeister Dr. Murmayr, Bürgermeisterstellverireter kaiserlicher Rat Beifolati, Sparkaffedirekior Scherf und Abordnungen des Ranner Turnvereines und der Grazer Turncrfchaft teilnahmen. Bildnisse der verbündeten Herrscher. Im Schaufenster der Buchhandlung Fritz Rasch hat der akademische Maler Oskar Ritter von Pistor Oelgemälde des Kaisers Franz Josef I. und Kaiser Wilhelm II. ausgestellt, die durch ihre Wohlgetrof. fenheit und ihr lebenswahre» Kolorit allgemeine Aufmerksamkeit erregen. Die Bilder sind mit meister-haster Hand gezeichnet und geben von glänzender Technik Zeugnis. Der Künstler, der auf Götheborg bei Saldenhofen haust, hat seine Ausbildung aus der Wiener Kunstakademie und bei Defregger erhal-ten und mit seinen bisherigen Bildern, von denen über 600 Porträts sind, vielen Beifall gesunden. verschollen. Au« Markt Tüffer wird uns geschrieben: Am Aschermittwoch ging der Besitzer Ferdinand Mlinaric aus Psarjc bei Tüffer von fei-nem Hofe, um Ochsen zu kaufen. Gegen Abend wurde er noch in Markt Tüffer gesehen, wo er be-reitS am Heimwege begriffen war. Seit dieser Zeit fehlt jedoch jede Spur von ihm. Man weiß nicht, km« ihm zugestoßen ist. Seine Familie bittet, wenn jemanden etwas bekannt sein soll über dessen Verbleib oder Tod, ihr die» gütigst mitteilen zu wollen. Vermittlung von landwirtschaftlichen Arbeitskrästen. Im Interesse de» ungehinder-ten Fortganges aller landwirtschaftlichen Arbeiten während der kriegerischen Verwicklungen empfiehlt eS sich, die nötige Anzahl von landwirtschaftlichen Arbeitskräften rechtzeitig sicher zu stellen. DaS Ar-beitsamt der k. k. LandwirtfchaslSgesellschast in Wien ist noch in der Lage, jede Anzahl von landwirt-fchaftlichen Hilfsarbeitern in beliebig großen Grup-pen, mit 30 bi« 40 v. H. Mähern, nach einer drei-wöchentlichen Quarantäne sofort stellig zu machen. Die verehrlichen GutSinhabungen, BezirkSarbeitS-nachweise und landwirtschaftlichen Körperschaften, BezirkSvereine, Kasinos, Großgrundbesitzer, GutS-besitzer, GutSpächter, Landwirte usw. werden eingeladen, von dieser gemeinnützigen Einrichtung in der weitgehendsten Weife Gebrauch machen zu wollen und ehestens ihren Bedarf anzumelden. Bestellungen übernimmt dos Arbeitsamt der k. f. Landwirt-schaflSgefellschaft in Wien, 1., Schauflergaffe 6, woselbst auch alle AuSkünste erteilt werden und Ver-tragssormularien und Prospekte kostenlos zur Ver-fügung gestellt werden. Diebstähle bei einem Kaufmann. Aus Gonobitz wird berichtet: Seit Februar bemerkte der Kaufmann Franz Jonle in Oplotnitz, daß ihm Stoffe und Wäfchewaren in beträchtlicher Menge und von bedeutendem Werte abhanden kamen. Um-stände wiesen darauf hin, daß der bei Jonke in Diensten stehende HandelSangestellte Joses Kotzbeck und die Magd Leopoldine Mernik die Diebe seien. Eine Durchsuchung der Koffer förderte gestohlene Waren im Werte von 300 Ä zutage. Beide wurden am 28. März verhaftet und dem hiesigen Gerichte eingeliefert. vom untersteirischen Weinbau. Da» seit einigen Tagen anhaltende gute Wetter ermög-lichte es, daß unsere Weinbauern heuer etwas früher mit den Arbeiten in den Weinbergen beginnen konnten. Eine nicht geringe Sorge bereitet den Weinbauern der Mangel an Kupfervitriol. Was die Vorräte an Wein belangt, so beginnen diese einen ziemlich raschen Absatz zu finden und auch die da- sür erzielten Weinpreife werden als zufriedenstellend bezeichnet. Jnsbefonder« gilt die» von den Lutten-berger-, Koloser-, Wiselerweinsorten. Weißweine werden mit 44, 47 bi» 50 K per Hektoliter be-zahlt. Die besten Konfumabfatzgebiete scheinen Graz und Laibach zu sein. Mit dem zunehmenden Ab-fatze der Weine und den sich erhöhenden Preisen wird somit einem überwiegenden Teile der Bevilke-rung im steirischen Unterlarde eine schwere Sorge abgenommen. Dem Geschäftsbericht des Alpenver einsgaues „Karawanken" für 1914 entnehmen wir folgende Angaben: Mitgliederstand 552, Gesamteinnahme 11.073 38 K bei einem Uebertrage von 6731, Ausgaben 3252 69 K und zwar für Wege 388 K, für Hüttenerhaltung >068 37, so daß ein Saldo von 7820 K erübrigt. Trotzdem der Krieg im Sommer den Fremdenverkehr völlig unterband, blieben die beiden Hütten de« Gaue» vom 31. Mai an geöffnet und zwar die Klagenfurter Hütte bis 25». September mit einer Besucherzahl von 771, da» Urfulaberghau» bi» 8. September mit 493 Be-suchern. Letzteres Haus wurde von Frau Rauter aus Klagensnrt bewirtschaftet und die Verpflegung von Gutenstein aus besorgt. Von den Anteilscheinen )es Urfulaberghaufe» wurden wieder 10 ausgelvst und zurückgezahlt. Beide Häuser erhielten Ergänzungen ihrer Einrichtung. Der neue Besitzer der großen Herrschaft Hellenburg, Herr Ludwig Wittgenstein, gestattete die Wege und Markierungen in seinem Gebiete im bisherigen Umfange. Zur Erhaltung des Tfchaukofalle», der durch zivei geplante Kraftanlagen in feinem Bestand bedroht ist, unternahm der Gau eine Reihe von Vorkehrungen, ohne bisher eiuen Erfolg feiner Bemühungen gewonnen zu haben. Vorträge wurden zwei, anläßlich der JahreSverfimm-lung und der Gründungsfeier, abgehalten. Eine Maifahrt fand wie fönst statt. Die Gründung einer alpinen Rettungsstelle gemeinsam mit der Alpenver-einSsektion und de« Turnverein mußte verschoben werden. Die Lichtbilder Sammlung des Gaues wurde von Professor Arnold in Hannover in verschiedenen Städten de« Deutschen Reiches durchgeführt. Das Alpenkrä zchen de» Gaue» warf im Jahre 1914 2681 K ab. Zur Unterstützung von Kriegshinter-bliebenen in feinem Arbeitsgebiete widmete der Gau 200 K. Seine zehnjährige Gründungsfeier beging der Gau am 25. April, die ihm manche Anerken-nung einbrachte. Die bei dieser Gelegenheit heraus-gegebene Festschrift kommt erst mit den nächsten Mitgliedskarten zur Verteilung. Den eigenen Besitz eingeäschert D'e Besitzerin Josefine Schuster in Franz wurde stark von Gläubigern bedrängt, die ihr drohten, die Hi)> potheken zu kündigen. Außerdem wurde ihr mit Klagen gedroht. Um sich an den Gläubigern zu rächen, legte sie an ihr Wohnhau» Feuer, da» das Wohnhaus und den benachbarten Heustadel einäscherte. Sie wurde dem Gerichte eingeliefert. Einbruch in einem Pfarrhof. Dieser Tage wurde während des Vormittagsgoliesdienste» im Pfarrhof zu Kanker ein frecher Einbruchsdieb-stahl verübt Die Täter, vermutlich drei, stiegen über eine Mauer auf ein angebautes Objekt und von da auf das Dach deS Pfarrhauses. Hier entfernten sie 20 Dachziegel und stiegen auf den Dachboden, wo sie nach gewaltsamer Entfernung mehrerer Hinder-nisse in die inneren Räume gelangttn. Sie drangen in mehrere Zimmer ein, öffneten alle Kasten und Laden mit Gewalt und stahlen 1013 K Bargeld, zwei goldene Ohrgehänge, eine kleine goldene Brosche, eine Noienrente und 2 Lilderrenten im Werte von 153 K. Nach dem Diebstähle öffneten sie da« Haus-tl»r und verschwanden in der Richtung gegen Ste-phansberg. Wcrkötatt für Pferde- und Viehbesitzer bezüglich der Fütterung. Der gegenwärtige Kricgszustand hat die Futter-befchaffung für Pferde und andere landwirtfchafl-liche Haustiere äußerst schwierig gestaltet. Die Ernte wichtiger Futterproduktioneländer steht heuer nicht zur Verfügung, auch die Haferernte Ungarns war eine nicht ganz befriedigende; dessen ungeachtet muß der erhöhte Bedarf der Heeresverwaltung an Futter-Mitteln für die KriegSpferde in erster Linie befrie-digt werden; ist doch die hinreichende Versorgung der Armee mit ihren wichtigsten Bedarfsartikeln eine Hauptbedingung für den glücklichen AuSgang deS uns aufgezwungenen Kriege«. All diese Umstände haben eine Knappheit an natürlichen Kraftsuttermitteln mit sich gebracht. Mit dem Ersatz« aller derzeit fehlenden Futter-Mittel kann jedoch noch für längere Zeit nicht ge-rechnet werden, weil Hafer erst nach der neuen Ernte in größerer Menge zu haben sein wird und die Rohstoffe für manche Kraftfuttcrmitteln derzeit schwer oder gar nicht zu beschaffen fein werde». Da aber die Erhaltung unferer Bestände, so-wohl an Pferden als an Rindern und Schweinen, gerade im gegenwärtigen Zeitpunkte von besonderer Wichtigkeit ist, muß mit allen Mitteln getrachtet werden, die Fütterung den gegebenen schwierigen Verhältnissen anzupassen und mit den zur Versügung stehenden Ersatzmitteln da» Auslangen zu finden. Im Folgenden werden Ratschläge erteilt, ans welche Art und Weise die Bestände an Pferden, Rindern und Schweinen unier Heranziehung von Erfatzfuttermitteln ohne empfindliche Beeinträchti-gung de» Ernährungszustände» über die kritische Zeit hinübergebracht werden können. Es wird vorausgeschickt, daß bei allen der-artigen Fuiterpassierungen in erster Linie daranf ge-achtet werden muß. daß mit der neuen Fütterung nicht plötzlich begonnen, sondern eine allmähliche An-paffung der Tiere an diese Fütterung herbeigesührt werde. Es kann daher nicht dringend genug em-psohlen werden, zunächst mit kleinen Gaben des neuen Futters neben dem gewohnten zu beginnen und diese so zu steigern, daß nach ungefähr einer Woche der Uebergang vollendet ist. Sollten sich während dieser UebergangSzeit bei einzelnen Tieren Symptome davon zeigen, daß die neue Fütterung nicht anstandslos vertragen wird, so wird der Ueber-gang zu verlangsamen sein. Unter Berücksichtigung dieses Grundsätze« wird die Anwendung folgender Futterpassierungen em-psohlen: 1. Pferde. a) für schwere FuhrwerkSpferde von 750 Kilo» gramm Lebendgewicht durchschnittlich: zwei Kilogramm Haser, zehn Kilogramm Heu, zwei Kilogramm Rohzucker; eineinhalb Kilogramm Kleie, drei Kilogramm Strohhäckiel, zwei Kilo-gramm Rübenfchnitzel und ein Kilogramm Reis-suttermehl; l>) sür Pferde von zirka 450 Kilogramm Lebend-gewicht (mittler« Arbeit): zwei Kilogram» Hafer, zwei Kilogramm Heu. eineinhalb Kilo-gramm Rohzucker, ein Kilogramm Kleie, zwei Kilogramm Häcksel; c) sür leichte Pferde von zirka 350 Kilogramm Lebendgewicht: zwei Kilogramm Hafer, vier Kilogramm Heu, ein Kilogramm Rohzucker, ei»-halb Kilogramm Kleie. (Der in den vorstehenden Passierungen angege-bene Rohzucker kann durch das doppelte Quantum Melasse ersetzt werden. Es erscheint empfehlenswert, dem verwendeten Rohzucker Schlemmkreid« im AuS-maße von zwei Prozent zuzusetzen.) 2. Rindvieh. !>) ArbeitSochsen: möglichst viel Heu, bei nor-maier anstrengender Arbeit außerdem ein bi» eineinhalb Kilogramm Kleie, eventuell eine gt' ringe Zugabe von Rübenfchnitzeln; b) Kühe und Jungvieh: die Fütterung ist in t« gewobnten Weife nach Maßgabe der vorhaude-nen Futtermittel fortzusetzen. 3. Schweine. Die Fütterung ist nach Maßgabe der vorha»-denen Futtermittel einzurichten. Außer Kleie, nicht mahlsähiciem Hintergetreide und AuSreut, serna Magermilch wären insbesondere die Küchenabftlle zur Fütterung heranzuziehen. Auch Rohzucker und Reisfuttermehl werde», so-weit verfügbar, heranzuziehen fein. Bezüglich aller Tiergattungen kann nicht bttn-gend genug darauf hingewiesen werden, welche Lich-tigkeit ganz besonder« unter den gegenwärtig schwierige» Berhältniffen die Weide besitzt. S« wird unbedingt zu trachten fein, so bald nur irgend »üz-lich und im größten Ausmaße die Weide an^ztu nützen. JnSbefondkr« Zucht- und Jungschwe« sollen, wo immer eS angeht, auf die Waldiveid« p bracht werden, was gleich nach der Schneeschmche möglich ist. Wien, am 10. März 1915. Der k. k. Ackerbaumimskr. Ruwwer 28 otTTe» Herichtssaal. Cilli, am 7. April. Ein unangenehmer Auszügler. Der 29 Jahre alte verheiratele Arbeiter Johann Hervann in Sachfenield ist nervenkrank, weshalb ihm aus dem Besitze seiner zwei Schwestern in Sach senstld lebenslänglicher Auszug zuerkannt wurde. Keit einiger Zeit fing er nun an, den Herrn deS HouseS zu spielen, weswegen es zwischen ihm und ten Schwestern mehrmals zum Streite kam. H-ebei Kohle er den Schwestern mit Erschicbe» und Erstechen, wart ihnen oft Messer oder andere Gegen-stand? nach, so daß sie fliehen und bei Nachbarn übernachten mußten. Eine dritte Schwester warf er jedesmal aus dem Hause, wenn sie von Eilli nach Hause auf Besuch kam. Vor Gericht leugnete Her-wann die Drohungen. Er wurde mit drei Monaten schweren ÄeikerS, verschärft durch einen Fasttag «natlich, bestraft. Ein unredlicher Agent. Der 35 Jahre alte Agent Johann Govc auS Silzdach hatte dadurch, daß er behauptete, ein zah-l«nz»sä!>igtr Käufer zu sein, im Sommer 19o7 dem Zoses Pseiser in Unterkötsch eine Dreschmaschine im Werte von 120 K. dem Franz Vosner in Dobrava eine alte Futterma'chine im Werte von 40 K und eine Angabe von 10 H herausgelockt. Unter gleichen falschen Vorspiegelungen hatte er sich die ihm von Johann jtugonik in Storno und Johann Kaker in La>nica zur Bezahlung von Maschinen übergebenen Aildbeträ^e von 264 90 Ä und 111*36 K. zusammen 396-26 Ä. angeeignet. Schließlich hatte er sich hie sür die VersichcrungSgeseUschast „Llavia" in Prag bei elf Besitzern eingehobenen Betiäge im Ge-samtausmaße von 119 K vorbehalten und verbraucht. G«vc, der deshalb zur Verantwortung gezogen »urde, ist vollkommen geständig. Er wurde zu drei Monaten schweren Kerker«, verschärft durch eine Faste monatlich, verurteilt. Graz 31. März. Irregeleitete Jugend. Dem Direktor der kausmänni eben Fortbildungsschule in Peitao wurde eines Tages gemeldet, daß ans ten Wänden deS AborteS die Worte: „Zivio Serbia!" geschrieben standen. Der Diiektor leitete eine Untersuchung ein, um den hochverräterischen Wondkratzler ausfindig zu machen. Er forderte denjenigen, der die Worte geschrieben habe. auf. sich zu milden, jedoch ohne Erfolg. Da verfiel er aus den Gedanken, den Schülern ein Dikrat zu geben, «id so kam durch Vergleichung der Schrift aus den Abortwinden mit den Handschriften der Schüler sei« Verdacht aus den 1898 geborenen Handelsschüler F. S. Er nahm diesen ins Gebet und nach län« gerem Hin und Her erzielte er ein Geständnis, aber mit der Beschränkung, daß er, F. S-, nur auf eine Wand die schuldbaren Worte geschrieben habe. Der Junge wurde nach elstatteter Anzeige beim Bezirks-gerichte Pettau in Untersuchung-hast gesetzt, wo er nach 16tägigem Leugnen auch die Aufschrift auf der zweiten Wand zugestand. Heute stand er daher vor dem Kriegsgerichte, angeklagt bei Verbrechens der Aufreizung zur Verachtung und zum Hasse gegen den einheitlichen StaatSverband. Auf die Frage dtS Verhandlungsleiters, ob er sich der Strafbarkeit seines Tuns bewußt gewesen fei, erwiderte er, daß er wohl gewußt habe, daß Leute wegen solcher Aeußerungen gestraft worden seien. Der Verteidiger des sehr gut beleumundeten und auch von seinen Lehrern belobte Knabe. Leutnant i. R. Dr. Haury plaidierte für Frtispruch unter Anwendung des § 4 des M-St.-G., wonach ein; Handlung, deren Straf barkeit sich der Täter nicht bewußt ist. nicht als Verbrechen angerechnet werden könne. Da» Kriegs-gericht konnte sich aber angesichts des Geftändnisies des Angeklagten, das der Annahme der Verteidigung entgegen sei und angesichts der Bekritzelung zweier Wände mit den inkr>minierten Worten der Ansicht deS Verteidigers nicht anschließen und verurteilte F. S. im Sinne des § 65>a zu sünf Monaten Kerker Wien, 26. März. 106 Stamperl Kognak. Die Inhaberin eines sogenannten TschecherlS (kleine Kasseeschenke mit Mädcheubedienung) in Wien, namens Josejine Schock, hatte sich wegen einer eigenartigen Betrügerei zu verantworten. Der Büro» diener Josef Paschinger hatte mit der Kellnerin Marie Kreuz gezecht und sollte schließlich für 106 Stamperl Kognak 66 K bezahlen. Paschinger besaß jedoch in seinem ganzen Vermögen nur 10 K und wurde daher aus Veranlassung der Kasseeschenkerin wegen Zechprellerei verhastet Die Erhebungen der Polizei führten jedoch zur Umstellung deS Verfahren« gegen Paschinger und zur Betrugsanzeige gegen die Schöck. Die Kellnerin Kreuz halte, bei der Polizei einvernommen, erklärt, angegeben, daß von den 106 dem Gast in Rechnung gestellten Stamperln Kognak nur sehr wenige Stamperln wirklichen Kognak enthalten hatten, während in der Mehrzahl der Stamperln, die sie selbst trank, u » den Gist in Stimmung zu erhalten, sich ein mit Wasser vermengter leichter schwarzer Kafsee befun-den hatte. Marie Kreuz gab ferner an, daß in der Küche de« genannten RafseeichankeS stet» eine Flasche einer derartigen/ für die Animierdamen bestimmten ^ Kognaksorte" bereit stand. Zur Erklärung und Rechtfertigung eines solchen Vorganges gab die Zeugin an, daß ja die Kellnerinnen physisch nicht in der Lage wären, so große Quantitäten wirtlich geistiger Getränke zu trinken. Gemäß dem Antrag des staatsanwaltlichen Funktionärs fand der Richter die bisher unbescholtene Angeklagte deS versuchten Betruges im Sinne der Anklage sür schuldig und verurteilte sie unter Anwendung deS anßerordent- • lichen Milderungsrechte« zu 48 Stunden strengen Arreste«. Schrifttum- Deutsche Rundschau für Geographie. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner her« ausgegeben von Prosesfor Dr. Hugo Hassinger. 37. Jahrganz 1914/15. Heft 7. (A. Harileden« Verlag in Wien, jährlich zwölf Hefte zu 125 K Pränumeralion für zwölf Hefte inklusive Franko-Zusendung 15 K). — AuS dem Inhalt des 7. Hei-te«, März 1915, führen wir die Hauptartikel an: Die Großstädte der kriegsührenden Staaten. Von Dr. K. Olbricht, BreSlau. — Au« Lübeck. Bon Elsa Brezina. Wien. (Mit sünf Bildern.) — Land und Leute im oberen Pandsch. Au» dem russisch-englisch - afghanischen Grenzgebiet in Zentralasien. (Mit einer Karte.) Bon A. Bencke, München. — Ueber archäologische Fundkarten im allgemeinen und österreichische Fundkarlen im besonderen. Von Dr. Oswald Menghin, Wien. (Fortsetzung.) — Reisen in Dschimma Kaka. Von Friedrich I. Bieder, Wien. (Mit 14 Bildern.) (Schluß.) — Rassen, Völker und Sprachen. — Neue Beiträge zur Lan-deSkunde von Nlederösterreich. — Bom Büchertisch. — Karte»beilage: Karte deS PamirgebieteS. 1914. Ein Tagebuch über den Weltkrieg von Prosesfor Dr. Eduard Engel. Mit Urkunden, Bild-nifsen, Karten. Band 2 Gebunden 5 50 Mk. (Verlag von George Westermann, Braunschweig. Von dem großen kriegSgeschichtlichen Werke „1914. Ein Tagebuch" (Verlag von George Westermann in Braunschweig) von Prosessor Dr. Eduard Engel ist mit der soeben erschienenen 16. Lieferung der zweite Band abgeschlossen, der bis zum 31. Dezember 1914 reicht. In seltener Einhelligkeit hat die deut» sche und die österreichische Kritik, ja. selbst die der neutralen Länder, anerkannt, baß hier «in Ge-schichtswerk größten Stils über den Weltkrieg vor-liegt; die HerzenSzeschichte deS Kriege«, wie sich eine große deutsche Zeitschrist ausdrückte. In begeisterter und begeisternder Darstellung, in meisterlicher Sprache, sprühend von Geist, dabei mit musterhafter Voll-ständigkeit der Urkunden wird in Eduard Engels schon jetzt klassisch zu nennender Geschichte des Welt« Kundmachung. Im Grunde des § 20, P. 3 des Gemeindeatatutes für die Stadt Cilli vom 21. Jänner 1867, Nr. 7 L.-G -BI., wird hie« mit verboten, Hühner orl»»r anripr*»s G"fliigpt ausserhalb der Häuser, beziehungsweise der dazugehörigen Höfe, im Stadtgebiete frei hernmlanfrn zn lassen. Uebertretungen dieser Verfugung werden im Sinne des § 47 des Gemeindestatutes mit GMdbussen bis zum Betrage von 100 K oder im Falle der Zahlungsunfähigkeit mit Arrest bis zu 10 Tagen bestraft. Stadtamt Cilli, am 13. März 1915. Der Bflrgermeister: Dr. Heinrich V. Jabornegg. Soeben begann zu erscheinen und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Der europäische Krieg Historische Darstellung der Kriegsereignisse von 1914 Von a. II«» m Im* r ff er. Mit vielen Illustrationen, Porträts, Karten und Plänen. Das Werk erscheint in zirka 40 Heften. Jedes Heft umfasst 4 Bogen grösstes Oktavformat, zweispaltiger Satz, und kostet mit diversen Beilagen 50 Heller. Eine gross angelegte, lebendige Darstellung des Völkerringens in Europa! slor Diirnnäicoho Ifrion" *lra ah grosiea Werk in grosser Zeit j.Uül eurujjdlbbllt! IVliey entstehen, oti» nnd den kommenden Geschlechtern Rechenschaft flbir Er> ignUae geben, denen die Gescbicht« bisher kaum etwas lehnliche« an die Seite 7.n «teilen hat. tVie umfassend nnd schwierig die Anfgahe ist, wissen wir wohl; wir werden sie erlallen, getragen von dem Gei-te oad den Anschauungen, die »unu>> hr die Volker von Deutschland and Oesterreich- Ungarn vereinen. Gratia-Pro«pekte nnd Ansicht-beste sind durch jede Buchhandlung erhlltlich. A. Hartleben's Verlag in Wien I., Singerstrasse 12. Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Lagerin IT»«!«!*, I'llf'llPä«!!'!*, IV HV'I1 IN» «1«'I* Kahräder von 120 K aufwärts Allein verkauf! 4 llrln vor kauf! Grosse Reparaturwrerkstätte. Singer-Nähmaschinen von 65 K aufwärts. Anton Neger, Mechaniker, Cilli, Herrengasse 2 sämtliche He»fandteile, Lnftschl&uche, Mäntel, Sattel, Pedale, Laternen. Ketten, Lager. Freilaufnaben, Alte Fahrräder Pumpen. SchlU-sel, Ventilschl&.iche, Griffe Bremagnmmi. 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Aber die Bildnisse aller Helden de« Kriege«, die Karten und kärtchen aller wich-tigen Schauplätze werden in stattlicher Zahl und tadelloser Wiedergab« dargebeten und all« amtlichen Urkunden werden grundsätzlich sür immer aufbe-wahrt. — Eduard Engel« „1314", dem al« dritter Band „1915'' folgen wird, ist da« einzige Buch in der schon ungrheurtn Literatur über den Weltkrieg, d>« neben der Kriegsgeschichte zugleich die öeelen-gefchichte der größten Zeit Deutschland« und Oester« reich« zu schildern unternommen und mit glänzen-dem Gelingen vollbracht hat. — Auch dieser zweite Band, fein gebunden und noch reicher geschmückt al« der erste, kostet nur 5-50 Mk. Die Lieserung«au«> gäbe in Heften zu je 30 Ps. bleibt nach wie vor veßehen. Da» Werk sollte in keiner Bibliothek, auch nicht in der kleinsten, fehlen. eutschösterreichischer Prehverein Uk ^ bekämpft den Schund, fördert die Volk». Abildung. Mitglieder erhalten jährlich einen reich illustrierten Kalender und noch vier Bücher oder aus Wunsch vorzügliche Jugendfchrifien mit Bildern. — Jahresbeitrag 2*20 K. Hauptleitung : Graz, Grauiftraße 38. Deutsche, unterstützt eure Tchutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen herau«-gegebenen WirtfchaftSgegenstSnde (Zündhölzer, Seife u. dgl.) da« euch nicht« kostet und den Bereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrschatzmarken! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schutzvereine! Eingesendet. An die geehrte Bewohnerschaft Steier» marKs und Kärntens! Schwere Zeiten sind über Oesterreich und dessen Völker hereingebrochen; große Anforderungen wurden und werden noch immer an die stet« opferwilligen und selbstlosen, von hohen patriotischem Gejühle durchglühten Kürzer gestellt. In einem Matze, wie es nur einer von reinen Jdenlen beseelten und be-geisterten Bevölkerung möglich war, wurde diesen Anforderungen entsprochen. Nur auf eine Institution, die bescheiden im Hin< »ergründe blieb, wurde fast ganz vergessen; e« ist die« der Rote Halbmond! Die Türkei, die uns treu zur Seite steht, die mit unS die Waffen für Recht und Wahrheit gegen Lug und Trug ergriffen hat und vielleicht entscheidend in den uns aufgezwungenen Krieg eingriff, hat in hervorragend edelmütiger Weise unseren, wie den Kämpfern unseres großen verbündeten Deutschlands Tabak und Zigaretten im Millionenwerte gespendet. Es ist un« FreundeSpflicht und Ehrenschuld, daß wir nach den vielen, schon gebrachten Opfern für unsere Helden, auch der tapferen Krieger unserer treubesreundeten Türkei gedenken. E« ergeht daher an alle Bewohner Steiermark« und Kirnten« die innige Bitte, diese« neue Opfer nicht zu scheuen und nach Kräften für den Roten Halbmond (der für die Türkei dasselbe ist. «ie sür uns da« Rote Kreuz), besteuern zu willen. Dai Komitee: L. von Bernuth, Mitglied de« Wiener Zentralkomitee sür den Roten Halbmond. Kaiherine Weinberge?. Sammelstellen befinden sich bei der Angloister» reichischen Bank Filiale Graz und bei der Böhmi-scheu Unionbank Filiale Graz. Steckenpferd-Lilimmilch-Seife von Bergmann & wunderbar zur Erhallung zarter Damenhände. Hinladung zu der am Montag den 26. April 1915 um V,5 Uhr nachmittags im Veratungs-Zimmer des Rathauses stattfindenden Ordentliche« ollserfammlunZ der Vereinsbuchdruckerei Celeja. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht und Genehmigung de« Rechnungsabschlusses. 2. Wahl de« Obmanne«. 3. Wahl de« Ausschusses. 4. Allsällige«. Sollte die Versammlung nicht beschlußfähig sein, s« findet die neuerliche Versammlung am gleichen Tage, a« gleichen Orte mit der gleichen Tagesordnung nm 5 Uhr nachmittag« statt, die bei jeder Snmmenzahl beschlußfähig M. Der Vereinsausschutz. vw»4 Afr um/ rt»m/ \ /KU/U»- Vertreten durch: Rudolf Blum & Sohn Spengler-fieschift Ecke Carnerle- i. UIIariusstnisM. Aufträge nimmt entgegen: Peter Majdiä .Merkur' in Cilli ßj BcrchiÄiill>drii«kcm i = Druchaufträgc = in jeder beliebigen riusfuhrung bei massiger Preisanstellung. Postspartasse Rechnung L Geschäftsstelle i (still Inseratenaufträge für du Deutsche Cüacbt rverden nach billigstem üarif berechnet ♦♦ Fernruf Nr. 8t ♦♦ Rathausgllsse Nr. 5 laiaiiriRiiaiiig komm*. zo Kemsche Wacht Kontoristin mit mehrjähriger Praxis, Maschin-schreiben. Stenographie usw. sucht Posten. Anträge unter «Tüchtige Kraft 458* an Kienreicbs Annonzen-Expedition, Graz. Braver, veilässlicber Bursche wird als Hausdiener Mitgenommen. Auskunft in der Verwaltung des Blattes. 21091 40 tüchtige, fleissige Eisendreher werden sofort bei gutem Akkordlohn infgenommen. Anzufragen bei Berg-iospektor Nowak. Graz, Grieskai 60, IV. Stock, Tür 15. Lediger militärfreier Krankenwärter wird vorläufig auf Kriegsdauer im Bruderladespitale in Hrastnigg aufgenommen. Monatslohn 100 Kronen nebst freier Wohnung und Beheizung. Kenntnis der slowenischen Sprache erwünscht. 21089 Zirka 2 "Waggon Fichtenstangen 4—8 m lang, 7—13 cm Grundstärke, sind zu verkaufen. Anfragen und Preisangebote sind zu richten an di^ Forst-Verwaltung Freudenthal, Post Franzdorf, Krain. SchOne tödliche, vollkommen reine Wohnung; mit 3 gassensritigi n Zimmern. Köche, Dien*tb<>tenzimmer, Spe's etc. sogleich in vermieten. Werth-linkihsb Nr. .1 in verkaufen. Nähere« in der Verwaltungd Blatte». Halbgedeckter Kutschierwageii Oelachser, mit Kutsch bock, sehr gut erhalten, samt Brustgeschirr, billig abzugeben. Anfragen erbeten unter „E. W. 21088" an die Verwaltung des Blattes. Stadthaus in Cilli einstöckig, mit Vorgarten and Grundstöcken, die »ich vorxa^lich aU lUn/rünte eignen, enthaltend 4 grössere W^huiiagen samt Zubehör, Wasserleitung u. a w. ist mit den Grundstöcken oder ohne di selben preis «firdig zu verkaufen. Die Grun lsficke werden auch mich 4mu>M..... 1 — * — — 5 — — — — — — — — — — — Jaaschet Martin .... — — l l — — — •• - — — — — — — — Kurt Beiichard..... — - — — — — — — — — - — - — — — — - äuouiin..... — — l — — 1 — — — — - — — — — — — ^«toicbet >alob .... — 22 1 — 7 3 — — — — — — - — — — — Pay r Linie...... — — 1 — — 1 — — - «— — — — - — — — — 14 9 27 ätetxu'iicm» Jont .... 1 — — 11 — — — 5 — — — — — — — • — 2 — I 5 1 — — - — — — — —- — — öteljtt Joses .... l — l 1 1 öuvvau Johann . . . — 3 — — 2 — — — — — - —— - — — — - II a h! /er) Sehr schönes Landgut im Sanntale, ao der R« !h<>tr»äude Stallnngen, Wig.jnr. mis.- etc and ,«dr er-tragfähiger Oetonomie i«t < >t -rt preis-wtlrdtg zu verkaufen. Auskunft erteilt dis Realititenve kehrsvermiflung d r Stadt-gemeinde i'illi (Sekret*r H.tit» Blechinger). Einstöckiges Wohnhaus neugehaut. mit Gastwirtschaft Br mutwein-scharik, Trafik und Garten in einem teutschen Orte in unmittelbarer Sähe von Cilli, ist prei»wördig zu verkanten. Daselbst sind auch w itere drei Wohnhäuser mit ertrag fähiger Oekonoraie ver.äuitioi. Auskunft erteilt die Realitätenverkenrsvermitt-lung d r Stadtgemeinde Ci.li (S kretär Hans Blerhmg>-r) Annensitz eröflnet! Abgetragene Kleider, Schuhe, Wäsche und Möbeln kauft zu tasten Preisen Trödlerei Adalf Kolenz Cilli, Herreugasae. ZI. 5522 Kundmachunga Regelung der Sperrstunde in Gastgewerbe-Betrieben und Massnahmen gegen den Alkoholmissbrauch. In Ergänzung der Verordnung der k. k. stoiermärkiachen Statthalters! vom 13. März 1915 L.-G.-Bl. Nr. 25, beireffend die Massnahmen gegen den Alkoholmissbrauch findet das Stadtamt Cilli zu verfügen, dass an den Tagen der Musterungen vom 7. bis 11, April 1915 sämtliche Gast-und Scbankgewerbebetriebe spätestens um 11 Ubr abends gesperrt sein müssen und dass an diesen Tagen alle Brantweinschänken während des ganzen Tages geschlossen zu halten ind. Desgleichen wird allen Gast- und Schankgewerbetreibcnd^n (Gast-und Kaffeehäusern, Kaffeeschänken u dgl.) und Handeltreibenden jeder Art Kaufleuten, Delikatessenhändlern u. dgl.) sowie sonstigen Gewerbetreibenden («. B. Zuckerbäckern. Destillateuren), welche die Berechtigung zum Ausschanke und Kleinverschleisse von gebrannten geistigen Getränken auf Grund des § 16 lit. d der Gewerbeordnung oder auf Grund des 3 1 des liesetzes vom 23. Juni 1881 R.-G.-Bl. Nr. 62 oder die Berechtigung zum Detailhandel mit gebrannten geistigen Getränken in handelsüblich verschlossenen Gelassen besitzen, untersagt, an den genannten Tagen gebrannte geistige Getränke zum Ausschanke oder, sei es verschlossen oder unverschlossen, zum Verkaufe zu bringen. Zugleich werden nachstehende Bestimmungen der Verordnung der k. k. steiermärkischen Statthalterei vom 13. März 1915 L.-G.-Bl. Nr. 25 betreffend die Ma»snahmen gegen den Alkoholmissbrauch zur strengsten Darnachachtung in Erinnerung gebracht. Bpinntweinscbänken sind an Sonn- und Feiertagen während des ganzen Tages, an Samstagen von 4 Uhr nachmittags ab und an sonstigen Wochentagen von 7 U:.r abends ab geschlossen zu hallen. Gast und Schankgewer betreibenden (Gast- und Kaffeehäusern, Kaffoescbänken u. dgi.) und Handeltreibenden jeder Art (Kaufleuten. Delikatessenhändlern u. dgl.) sowie sonstigen Gewerbetreibenden (zum Beispiel Zuckerbäckern, Destillateuren), welche die Berechtigung zum Stadtamt Cilli, am 31. März 1915. Ausschanke oder Kleinverschleisse von gebrannten geistigen Getränken auf Grund des § 16 lit. d der Gewerbeordnung oder auf Grund d"s § 1 des Gesetzes vom 23. Juni 1881 R.-G.-Bl. Nr. 62 oder die Berechtigung zum Detailhandel mit gebrannten geistigen Getränken in handelsüblich verschlossenen Gefässen besitzen, ist es an Sonn- und Feiertagen während des ganzen Tages, an Samstagen von 4 Uhr nachmittags ab und an sonstigen Wochenlagen von 7 Uhr abends ab untersagt, gebrannte geistige Getränke zum Ausschanke oder, sei es verschlossen oder unverschlossen, zum Verkaufe zu bringen. Auf den Grosshandel finden diese Vorschriften keine Anwendung. Die Verabreichung von gebrannten geistigen Getränken an jugendliche Personen unter 16 Jahren, an Gewohnheitstrinker oder trunkene Personen, an Bettler oder Vagabunden u. dgl. ist verboten, ebenso die Gestattung eines unnötig langen Verweilens der Kunden in Branntwein-sebänken. Unter gebrannten geistigen Getränken sind alle zu>n menschlichen Genusse bestimmten gebrannten geistigen Flüssigkeiten zu verstehen, welche sich ohne Zusatz oder mit einem Zusätze zu Getränken eignen (Spiritus, Branntwein, Rosoglio, Rum, Liköre u. dgl), mögen dieselben auch auf kaltem Wege (z. B. durch Verwendung von Essenzen oder Beimengung ähnlicher Surrogate) hergestellt sein. Diese Kundmachung ist in allen in Betracht kommenden gewerblichen Betriebsstätten anzuschlagen. Uebertietungen dieser Kundmachung werden nach £§ 7 und 11 der kaiserlichen Verordnung vom 2t). April 1854 R.-G.-BI. Nr. 96 mit Geldstrafen von 2 bis 100 Kronen oder mit sechsstündiger bis 14tägiger Arrests! rase, eventuell gern aas K 133 b Absatz a der Gewerbeordnung, R.-G.-B1. Nr. 199 ex 1907 mit der strafweisen Entziehung der Gewerbeberechtigung für immer oder auf bestimmte Zeit geahndet. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Seite K Deutsche Wacht Nummer 28 Kundmachung. Die Ausgabe von Brot- nnd Mehlkarten findet in dieser Woche bis einschliesslich Samstag täglich von 3 bis 7 Uhr nachmittags statt. Samstag können die Karten auch in den Vormittagsstunden zwischen 8 und 12 Uhr abgeholt werden. Dies wurde aus dem Grunde verfügt, damit der für Samstag Nachmittag zu erwartende Andrang etwas abgeschwächt wird. Es wirft flringendst empfohlen, nicht ans den Meisten IVir/ zu warten, .vomiern sich tlie jBros- und jflehlkarten iromöglich schon Dok-nerstag oder Freit äff zu besorgen. Die Brotkarten werden für jede Woche neu ausgegeben und zwar in einer anderen Farbe und haben nur für die auf der Karte kalendermässig angegebene Woche Giltigkeit. Von der kommenden Woche an werden die Brot- und Mehlkarten jeden Donnerstag und Freitag von 3 bis 7 Uhr nachmittags und jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 7 Uhr nachmittags ausgegeben werden. Stadtamt Cilli, am 7. April 1915. j Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. • • - 1*05 • »y» »>» *** •»* ;4mi| Sparkasse der Stadtqemeinde Cilli. >-5 Kundmachung. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli gibt bekannt, daß Spareinlagen wie bisher auch weiterhin mit 4 i 0 0 verzinst werden. Ueber nene Einlagen oder Nacheinlagen kann der Inhaber eines Einlagebüchels jederzeit, auch bis zur ganzen Höhe der Einlage, verfilmen. Spcueinlagebiicher der eigenen Aufgabe und die Kriegsauleihe werden kostenfrei in Ber-Wahrung übernommen. Auswärtigen Einlegern stehen Posterlagfcheine kostenlos zur Verfügung. Aus Anlaß des ölljährigen Bestandes der Sparkasse werden im laufenden Jahre schön aus« gestattete Einlagebücher, die sich besonders zu Geschenkzwecken eignen, herausgegeben. S'ir f >*i -. i-. V*i Wfmfi >■-1 vf/V* c.■*i ■> * IV#i.%f>* I i -.,+AtAtn* i > * i i - i i ♦ t > ♦,i\ - O * t,': *'« •'»»!»»'* «I» «I» «>» «'» • • «t» «>» »>» «I» «>* «>• *)» »<» «/» »>» . . »>» • '» »>» » » »I» »>, rTTTttrTrtrrrTTTr -. jii'.i». • ii.„« *•; wh «I. »l» »>» «I, *1» ««• «I» «>, «'» •'* ,<» TTTT TTt T TTTTTTI Echriftleilung. Verwaltung, Truck und Berlaft: BeremSbuäidruckerei „tteleio" in Cilli. — Vcranlworllichcr Leiter: Guido Schidlo.