(Krüöer „HiMer Zeitung"). »>»!>»! tt»«n Saaarrtai »ot feaatu« ai*r|tB< und taflet für Sill, Bit ^aOtOntg tat Haus ««ralllch R. —.44, nrrlcljahng fl. t.M, Ii-ldjichiiU «. fl. . «II P»!lvkrlkadaa, oiriKU^dr!» I. I.»0. holtj-drti fl. 1.10, fl. MO. Die ctttjcUe Jiammtt T It. Instiole na« iortf; bei oftenn Si«»nh»l»»gni -nl'SKÄcndkL WaSitt. Xitmdttl netjnrn ZiirriU« fit anlkl Blatt alle »tXaitste« lnaaaa<;i>tttnan»g. k. »dmi«»ttaNi»a *. Evrechftuidk» de» Keftottcatl XzUch. ant Vuiaa^nu der 6g»- unt jrtlmo»», tu »—1» UJt vor- ant S—I Mi iiuchaitn»««. — KMlaaatioiua wtiolt«. — ®l«au(ttUrtc weidka nicht mrUder denkende National-Oekonom Oesterreichs bewußt. Wollen wir aber unserem Volke auf» helfen, so kann es nur dadurch geschehen, daß wir ihm Absatzgebiete für jene Producte eröffnen, die es zu exportiren in der Lage ist. und das sind eben vornehmlich die lanbwirthschastlichen. Hiedurch allein werden wir mittelbar auch der inländischen Industrie aufhelfen, indem wir ihr inländische, kaussähige Abnehmer schaffen. Dieß aber ist für unsere Industrie geradezu eine Ledenssrage geworden, da ihr auch der ausländische Markt durch die ringsum immer höher sich erhebenden Zollschranken, immer mehr versperrt wird. Das einzige Mittel aber, um unsere Land-wirthschaft, an der das Wohl und Weh unserer Grenze einer breiten Thalsohle. ES krönt da eine Ruine das Haupt deS vorspringenden Hügels; dies genügte um meine Fantasie anzuregen, und wie die Jugend denn überbaupt zur Roman-tik im extremsten Sinne sich hinneigt, so bevöl-kerte ich mir daS weite Feld alsbald mit Strei-tern, geharnischt und hochberitten mit Eisen bepanzerten Pferden. Jene Burg war ein Raub» nest. das unbefugte Zölle vom Donauschifft tingehobtn, drn Kaufmann des Weges nicht ziehen gelassen, das den friedlichen Wanderer in verderblichen Hinterhalt gelockt hatte, wofür tS nun vom streibartn Abte zu Mölk gezüchtigt werden sollte. Lang schon belagern die Scharen deS AbtS den Horst aus kühnem Felsenhaupte. Selbst leitet der Abt vom hohen Roß herab die Arbeiten der BelagerungSmaschinen; — umlonst; — während der kriegstüchtige Abt einmal wieder weit im fernen Ungarlande an der Seite seines Herzog«, des biederen Baden» bergerS sür die geliebte Ostmark sein Blut verspritzt hatte, war eS jenem Habicht gelungen, sich da oben fest einzunisten. — Endlich seh ich den Thurm fallen, gebunden bringen sie den Stegreifritter vor feinen LehenSherrn ; mit finst rer Miene thront der Mann im OrdenSkleib« auf feinem Richterstuhle, ich höre nicht was er spricht, doch ich seh' ihn winken und hinaus wird jener geführt, die Knie wanken ihm, noch ein- Länder liegt, zu fördern, ist. daß wir ihren Producte» den consumkräftigen nordteutschen Markt eröffnen und dieß kann nur dnrch die Zolleintgung mit dem deutichen Reiche gtschehen. Wie ersreuliche Fortschritte diese Erkenntniß macht, hat uns erst neulich die Petition des Bauernver.ines UmgebungMarburg gezeigt. Wir können nur wünschen, daß sich dieser Erkennt-niß auch unsere Industriellen und vor allem auch jene Abgeordneten nicht verschließen mögen, die eben im Begriffe sind einen deut chen Club auf rein nationaler Grundlage zu schaffen. Das eben unterscheidet ja den bloß Liberalen wesent-lich vom Nationalen,' daß ersterer ein Wirth» schastSprogramm hat, das eigentlich keines ist, während letzterer einzig und allein die materiellen Jntereffen deS eigenen Volkes rück-sichtSloS fördert und !o den unerläßlich nothwendigen Grund zur National-Wohlfahrt über-Haupt legt. Der Untergang der Herrschaft deS doctrinären Liberalismus in Deutschland wie in Oesterreich gieng folgerichtig Hand in Hand mit dem wirthschastlichen Niedergang der Nation, den er verschuldet hat. Mögen daher unsere Nationalen, indem sie die Fehler der doctrinären Liberalen zu meiden sich anschicken, nicht vergessen, daß die Zukunft der Partei sowohl, wie die Zukunft deS deutschen Volkes selbst nur durch eine na-tionale Wirtschaftspolitik zu sichern ist. Die Größe der Deutschen erhält sich dauernd durch „Nationalgeist und Nationalkrast" und die Werkstatt« der letzteren ist die Einheil wirth-schaftlicher und geistiger Jntereffen. Allgemeiner Wohlstand, sagt List, erzeugt den Nationalgeist und Jeder wird diesem AuSspruche zustimmen, denn in der bangen Sorge um die Erhaltung des Leben», in dem heißen und leidenschaftlichen Kampfe um das tägliche Brot leidet auch der geistige Besitz der Nation. Die Wohlfahrt des Nationalgeistes hat daher ein wirthschrstlich be- mal wendet er iich um nach dem offenen Zelte und flehend streckt er seinem Richter die gefalle-ten Hände entgegen; mir ist, als sollte er ihm, dem Stellvertreter des Heilandes auf Erden die Erinnerung an die Worte wach rufen: „Liebe Deine Feinde!" Der dort thront ist wohl Priester dem Kleide nach, sein Handwerk aber ist jetzt der Krieg, sein LieblingSgedanke nich« die Versöhnung, sondern die Vernichtung aller Feinde; dieS sagen mir alle seine Mienen. Am nächsten Baume haben die Schergen des AdlS den Ritter aufgeknüpft — wohl ist mir als fühlt' ich bei seinen letzten Zuckungen eine Art Genugthuung, wie etwa über «ine ge-rechte Handlung, da ich Hinblicke auf den ge-plünderten Kaufmann, aus den verschmachtenden Wanderer, kaum befreit au» dem tiessten Thurm-geschoffe des RaudnesteS, wo der nimmersatte Habicht ihn als Geisel festhielt, um Erpreßungen an den Verwandten des Unglücklichen üben zu können. So spielte meine Fantasie damals, indem ich mich, in die Betrachtung der Ruine versunken. unter einer Weide unsern vom Donauuser niedergelassen hatte; das Rauschen des vtro-mes tönte zu mir herüber und mir war, al« hört' ich das geräuschvolle Treiben jener Men- 2 friedigte? Volk zur unbedingten Voraussetzung; und das höchste Streben der Deutsch-nationalen ist es doch die Errungenschaften und den Besitz des deutschen Volksgeistes in des Wortes eigentlicher Bedeutung zu hegen und zu mehren. Wer dieß hohe Ziel erreichen will, darf aber vor allem auch das materielle Wotil unserer Volks-genossen nicht außer Auge lassen und dieß wird einzig und allein durch eine wahrhaft nationale Wirthschastspolitik gefördert. Mundschau. sS l o v e n i s ch e Kolitis.] Nun liegt unS auch bereits der Schluß der weltbewegen-den Verhandlungen der slovenischen Poliliker zu Marburg vor. Den Herren ist der Hohen-wartclub. ja sind sogar die heißgeliebten sla-vischen Brüder in Kruin viel zu wenig jlovemsch und doch schreien sie nach einem südslavischen Club. Wohlweislich hüten sie sich aber der Welt zu verkünden, wer denselben eigentlich bilden soll. Wir haben den Herren schon neu-lich den Rath gegeben besser von einem solchen Club zu schweigen, und sich damit zufrieden zu geben, daß die deutschen Blätter daS Gerede von einem solchen Club überhaupt einmal im Ernste hingenommen haben. Denn sollte irgend einmal der wirkliche Versuch zur Bildung eines solchen Clubs gemacht werden, dann würde das FiaSco gründlich an den Tag kommen, welches die Ultraslovene» eigentlich bei den letzten Wahlen in Steiermark sowohl, wie in Kram gemacht haben. Thatsächlich sind es wieder nur lauter RegierungSmänner. d>e heute Slovenien im österreichischen Abgeordnetenhaus« vertreten, kein einziger Nationaler nach dem Geschmacke des slov. druölvo ist darunter. Wenn ader die Herren darüber klagen, daß die Petroleum-steuer erhöh» wurde, so ist das ganz unnütz, haben doch ihre eigenen Abgeordnete» redlich zur Erhöhun« beigetragen. DaS Amtsblatt sür Steiermark ist ihnen auch ein Stein des An» ftosses, am liebsten möchten sie, daß darin Öl'/10 slovenisch sei. wie in der Kanzlei deS Dr. Ger-schak. nur zweifeln wir ob das Blatt auch so gut. wie der g«nannte Herr Doctor feine Rechnung dabei finden würde. Wenn aber der kaiser-lich« Rath Jermann jammert, daß er seine liebe Noth mit den slovenischen Gesetzen hab«, so möchten wir ihm recht angelegentlich die Lectüre des slovenischen ReichSgesetzblattes ein-pfehlen, welches schon seit Jahren besonders herausgegeben wird und dem Bedürfniß nach flo* veni>cher GejetzeSkund« bisher vollkommen genügt hat. Neuestens constatirt übrigens auch der Ober-Qfficioses^ das „gewaltige Fiasco", welches Herr Reic recte Reich mit seinem südslavischen Club bereit» gemacht hat. Die betreffende Stelle lautet: „Es scheint sogar die Tendenz zu be- schen, die mir die Fantasie auf dem weiten Feld«. daS vor mir lag. gezeigt hatte. Die Mittagsonne traf mich auf dem Platze zu Pochlaru. — ganz versunken in mich trabte ich die ärmliche Häuserreihe entlang. Ich hatte in der Sonnenhitze, die die klei-nen Däumchen an der Straße nicht abzuweisen im Stande waren, ein Stück meiner Kleidung nach dem ander» an meinen Wanderknittel über den Rücken gehängt. Am späten Vormittag war ich von Mölk erst aufgebrochen, hier bracht' ich nun flugs gleich auf off'nem Markte meine Toilette in Ordnung, was bald geschehen war, denn ein fahrender Schüler wie ich. war in der Habe immer auf ein Geringstes beschränkt, unsreiwil-lig dem alten Sprichworte folgend : „Wer wenig hat, sorgt wenig". — Mit dem Schlage zwölf trat ich in den Pfarrhof. der ziemlich versteckt und adfeus liegt; in der Hand hielt ich die Klinke des Hause», als mein Herz noch in der süßen Hoffnung schwelgte, daß mich bereits ein Mittagmahl erwarte, ähnlich wie ich es in Mölk angetroffen hatte. Dem Eintretenden kam zuerst ein« grämliche Alte entgegen — übel Porzeichen dachte ich — denn mein Kennerblick bezeichnete mir dieselbe sogleich als die resolute Herrscherin des Hauses. Da ich hierin schon Bescheid wußte, beach- „Z»e«tsch« IMt," stehen, die lose Verbindung unter den Clubs der Rechten zu festigen, und der gute Herr Raic, der von einem südslavischen Club träumte und noch jüngst seinen Wählern des Langen und Breiten üder die Herrlichkeiten eines solchen „UnterverbandeS" nach berühmten Mustern schilderte, hat ein g«waltig«sFiasco zu verzeichnen. Der gute Will« war da, bei Herrn Bozidar Raic wie bei einigen seiner heißblütigen slovenischen College» ; daS Nicht» zustandekommen des „Unterverbandes" ist auch weniger die Schuld dieser Herren oder das Resultat ihrer Selbstverleugnung, als vielmehr auf die entschiedene Weigerung der Dalmatiner zurückzuführen, die „großslavische" Politik der Herren Raic und Vitezic zu unterstützen. Viel-leicht wirb sich jcyl Herr Reic entschließen, Komet zu werden; sür den Club des rechten Centrums wäre dies ein vernichtender Schlag." ES muß in der That recht schlecht mit den Aussichten der slovenischen Politik bestellt sein, wenn es sogar ein Regierungsorgan wagt, in diesem Tone von seinen derzeitigen Parteige-nassen zu sprechen. sZur Leidensgeschichte der D e n t s ch e n in B ö h m e n.s Fast täglich werden Heldenthaten vom „böhmischen Kriegs-schauplaye" gemeldet, wie ein Berliner Blatt das Feld der nationalen Fehde in Böhmen treffend bezeichnet«, und sogar ein neues Kanipf-Mittel wurde eingeführt, neben den Steinen hak-en sich die Biergläser einen Platz als An-griffswaffe errungen. So wurde am 30. August in Hlavitz (Bezirk Böhm.-Aicha) in dessen Kirch-spiel auch mehrere deutsche Dörfer gehören, an-läßlich des Kirchenfestes im Wirthshause eine Streit in Scene gesetzt, bei welchem die deutschen Bauern die Angegriffenen waren, nach-dem sie gleich den Tschechen, deutsche Lieder sangen. Der Gemeindevorsteher von Pribisla-vitz warf dibei dem deutschen Oekonom Josef Suske ein BirglaS an den Kopf, daß Suske ohnmächtig zusammenbrach, worauf die Strei» terei eine allgemeine wurde, und die Deutschen bald der Gewalt weichen mußten. Die Steine spielen aber deswegen ihre Rolle weiter. So wurden am vergangenen Sonntage mehrere Deutsche aus Jserthal, welche von Reichenberg bis Semil mit der Bahn kamen, hinter diesem Orte in einem Gestrüpp von Tschechen mit einem Steinhagel überfallen, unter dem ein SchulvereinSlehrer bewußtlos und blutend zu Boden sank. In den Orten Hussinetz und Dris-lavitz, an der deutsch-tschechischen Sprachgrenze des Böhmerwaldes gelegen, werden ebenfalls aus den l«tzle» Tagen Gewaltthätigkeiten gegen Deutsche gemeldet, und zwar gegen zurückkeh» rende Theilnehmer von der Hauptversammlung des Böhmerwaldbundes in Prachatitz. Als nämlich der deutsche Sattlermeister B-uier in tete ich ihre erste Frage nach meinem Begehr nicht weiter, sondern verlangte zuni Pfarrer ge-führt zu werden. „Js nit z'Haus," war die ärgerliche Aus-fünf», ,Js fcho' heut' frua z' Melk g'fahrcu!" Nun mußt' ich freilich ganz andere Saiten aufziehen; ich stotterte noch einige Wort,-, meine Stimme wurde plötzlich weich und süßlich, denn ich hoffte den Drachen zu erweichen, wie mirs schon anderwärts öfter geglückt war. „Ich bin ein reisender Student und hätte gern ums Mittagessen ersuch! " so flötete ich in ganz devoter Haltung; hier aber war alles vergeblich, sie sprach kein Wort, langte bedächtigen Griffes in die Tasche und reichte mir einen Sechser nach damaliger Münze. In-dem sie sich bemühte, ein wohlwollendes Ge-sicht zur wirksamern Würze der Gabe beizuge-selten, empfing ich die Weisung: „Da kaufen'« Ihnen was, heut' hab'n wir sonst nix." Ich zog den Hut und ging und war an, Ende unter den obwaltenden Umständen meines Sechser« froh, denn mir waren auf der Ferial-fahrt gar oft die Kreuzer rar. Ein frisches Wanderblut wallte in meinen Adern, das jene kleinen Hudeleien gar bald v«r-gaß, umsomehr, da ich immer gute Aufnahme fand, sobald ich an Ort und Stelle den Pfar-rer selbst traf; dieser konnte mich, wenn er auch 1885 Prachatitz am G. d. abends nach Hause ging, wurde er von drei Personen angehalten und gefragt, wer er sei. Bauer antwortete er iei ein aufrichtiger Deutscher, aus dieses hin wurde er zu Boden geschlagen und blieb besinnungslos liegen, bis er von zwei Vorübergehenden nach Hause gebracht wurde. Er liegt erdeblich vec-letzt darniedtr. Zu den Ausschreitungen in Köm-ginhof wird gemeldet, daß di« schwerste Verletzung ein Reichsdeutscher und zwar ein Berliner, der Mechaniker Max Schuhmann bei der Firma Faltis in Trautenau angestellt, erlitt, dem da« Kniegelenk mit einer Eisenstange buchstäblich zerschmettert wurde. Gegenüber dieser Berge-wallillung der Tschechen gegen die Teutschen erscheinen di« Ausschreitungen vollständig be-langlos», di« angeblich von Deutschen gegen die Tschechen verübt wurden und sogar das officiöse Prager Abendblati berichtet, daß letz-tere Vorkommnisse nicht auf Rechnung der na-tionnlen Zwistigkeiten zu seyen, sondern lediglich als Wirthshausraufereien gewöhnlichster Sorte zu bezeichnen seien. [35 ecaä Schulscst stattfand. Die Schuljugend spielte, sang, declamirte und dazwischen dröhnte» Pollersalven. Gegen Schluß des Festes sprach ein Schüler der dritten Classe allen Gönnern da Schule, welche den Schülern dieses Freudenfest bereiteten im Namen der Schul-jugend den Dank au«, worauf auch Oberlehrer Herr P. Leitgeb im Namen des Lehrkörper« dankte. Für die Bewirthung der Kinder war reichlich Sorge getragen. Unter schallendem Jauchzen gieng das kleine Schülerheer fröhlich und vergnügt nach Hause. Der Tag wird ihnen allen, die am Schulseste teilgenommen, gewiß lange in angenehmer Erinnerung bleiben. Schönsttill, den l. September. (O.-C.) sUnsere Feuerwehr.j Schon seit lange hörte man von unserer tüchtigen Feuerwehr nichts, als einige Zwistigkeiten unter den Char-gen und persönliche Gehässigkeiten, desto mehr wurde man überrascht, am 23. v. M. nach vollen sechs Monaten die 2. diesjährige Uebung unter demCommando des eifrigen Hauptmann-stell Vertreters abhalten zu sehen, den Haupt» mann selbst sah man leider damals nicht. Zur angenehmen Freude aller Zuschauer wurde be-merkt, daß die wackere Mannschaft, obwohl sie kein« Routine besitzt, da Uebungen kaum eine-oder zweimal des Jahres abgehalten werden, sich noch ziemlich stramm und wacker zu be-nehmen versteht. Sehr brauchbar zeigte sich die, bei der Uebung benutzt? Spritze der Gemeinde Umgebung Schönstein; es ist aber auch von großem Werthe, daß im Falle nner Gefahr die Spritze gehörig gehandhabt werde. Zu diesem Behuse erscheint es angezeigt, daß die Leitung der Feuerwehr auch mehr Eifer zeigt, damit die tüchtige Mannschaft ordentlich ge-schult werde. Zu unserem Leidwesen sahen wir, daß die Signale meist mündlich wiederholt werden mußten. — Zur neulichen Methud-seier ist nachzutragen, daß sie ganz in der, bet den Herren Slovenen beliebten Weise ihren Abschluß durch di« k. k. Gendarmerie fand, welch« die gestörte Ruhe der begeisterten Fest-theilnehmer wieder herstellte. Kleine tzhronik. ^Russisches S p i o n i r s tz st e m.s Die Wirksamkeit des russischen Spionirsystems, schreibt eine amerikanische Zeitung, erhält eine Jllu-stralion durch einen Zwischensall, der mit dem Aufenthalt des Gouverneur« Cunin als ame- kirchen auf den Steinen sieht." — „Schwerter heißt man'«" so klang e« antwortend vom Win-kel herüber, „Ja, ja Schwerter, mit denen haben sie dreing'haut," so fuhr der Alte mit einem Hiebe auf den Tisch fort, „dreing'haut auf einan-der, daß e« nur so geblitzt hat und Alle«, die Ritter und der Thurm waren wie im Feuer zergangen und das brennende Blut war wie Feuer was auf der Donau hinuntergeschwom-mea ist; starr war ich vor Angst, denn ich hab' geglaubt, jetzt und jetzt müßt mein Hau« an-brennen und doch hätt' ich keinen Laut hervor-bringen kö>u»en. nicht um'« ganze Stift Mölk; die einen waren gerad au« dem Thurm heraus und haben die andern auf die Donau gejagt, da hat'S Eins geschlagen und auf einmal ist alles untergegangen, und finster war die Donau und der Thurm; mich hat's gegrujelt und ich hab' mich langsam hervorgemacht au« meinem Winkel am HauSthor, hab' mir di« Augen ge-rieben, weil mir da« Feuer noch immer drin gestimmt hat, dann bin ich mich niederlegen ge» aangen, hab' aber selbe Nacht nimmer einschla-fen können, mir ist e« immer im K«pf herumgefahren. sowie die wilden Ritter einmal raufen, da giebt'S einen Krieg. Bi« jetzt find'S noch immer mit einander gegangen, aber losgehn wer-den'« auf einander, wie die Ritter, so sag ich'«." Der Alte hatte somit seine Rede geendet Deutsche Wacht." rikanisch«r Gesank ter in Petersburg zusammen-hängt. Nach dem Sturze Napoleons HE. begab sich Curtin nach London aus einen kurzen Besuch. Wahrend er dort weilte, erhielt er eine Einladung, den gestürzten Machthaber, der zu Zeit in Chislehurst iebte, zu besuchen. Er lei-stete ver Einladung Folge und wurde mit gro-ßer Wärme bewillkommt. Der Exkaiser plan-derte geraume Zeit ükr seine Laufbahn, seine Armuth, sein früheres Leben in London und seinen Besuch in New-Hork. Endlich nach einer zweistündigen Unterhaltung gelangte er zu den wirkliche» Punkte seines Wunsches, Curtin zu sprechen. Er sagte zu ihm: „Sie stehen auf einem intimen Fuße mit Fürst Gortschakow. Haben Sie irgend welche Bedenken, mir zu sagen, welches seine wirklichen Anschauungen be-tresfS der Wiederherstellung deS Kaiserreiches sind ?" — „Ich kenne seine Gesinnungen über das Thema," sagte Mr. Curtin. „ich sichle mich jedoch nicht befug», Ihnen dieselben mitzutheilen." „Ich verstehe Sie", sagte der Exkaiser, „und ich bin Ihnen sehr zu Dank verpflichtet für Ihre Höflichkeit, mich zu besuchen." Gortschakow« Meinung, über welche Mr. Curtin schwieg, war sehr kräftig ausgedrückt worden. Er hatte gesagt, daß diesem „französischen Schuft" (?) von >hm niemals zur Wiedererlangung feines Thrones verholfen werden würde, da er ihn als einen Mann betrachte, der gefährlich für die friedli-chen Zustände in Europa sei. Als Mr. Curtin nach Petersburg zurückkehrte, lud ihn Fürst Gortschakow zu Tische ein. Während des Effens sagte er zu ihm: „Sie sind weg gewesen?* — „Ja, in London." — „Sie sah«n dort viele Leute?" — „Ja, ich sah einige hervorragende amerikanische Freunde von mir." — „Man sagt mir, daß Sie auch den Mann sahen, der einst die Geschicke Europas in seiner Hand zu halten schien." — „Ja, ich sah ihn," sagte Mr. Curtin. — „Haben Sie irgend welche Bedenken mir etwas über die Natur der Unterhaltung, die Sie mit ihn gepflogen, mitzutheilen?" — „Sie war nicht wichtig," lautete die Antwort, „und drehte sich haiiptsächlich um persönliche Dinge." Hier sagte Gortschakow mit einem viel-sagenden Blick: „Ich kenne alle die Details dieser Unterhaltung. Ich bin Ihnen sehr zu Danke verpflichtet sür Ihre Diskretion, indem Sir Louig. Napoleon nicht meine Anschauungen über die Wiederhersttllung d«s Kaiserreiches mittheilten." — Da bei der Unterredung zwi-schen Curtin und dem Exkaiser keine dritte Per-son zugegen war, brachte ihm diese Unterhal« tnng eine sehr hohe Meinung von der Vollkom-menheit des russischen Spionierdienstes bei. sEin verschwundener Leich» n a m.j Am Abend« des 4. d. kehrte die Frau eines Glumpenaucr Fleischers auS Heidenau nach Hause zurück. Zwischen Glumpenau und ganz mit dem Satze, den er zu Beginn liehaup-tet: dieJüngern schüttelten ungläubig, die Aeltern bedenklich die Kopse. Einer, der den Sprecher schon öfter hatte unterbrechen wollen, was ihm aber bei dem taktfesten Schritte der Erzählung nie gelungen war, nannte die« eine Geschichte, wie sie wohl für die Dirnen gehört, wenn sie Nachts spinnen; der Ungläubige in der Ecke rief gar unter dem lauten Gelächter der Uebri-gen : „Einen Rausch hast Du gehabt Alter, das ist da« Ganze. Im Winkel am Thor bist Du eingeschlafen, wie Du'« nicht hast zumachen kön-nen und Dir auch keiner helfen kommen ist. Allein liegen bleiben im Winkel ist freilich trau-rig. Da haft Du dann vom Feuer geträumt, weil Dir der Wein den Kopf warm gemacht hat. Ja, ja der Wein hat Dir in den Augen gebrannt und da hast Du sie gerieben, wie der Rausch ausgeschlafen war. Und finster ist'S frei-lich in unserm Ort, wenn der Mond nicht scheint, seil Pöchlarn ja noch nie a Latern geseh'n hat, ausgenommen eS fahrt bei der Nacht ein Fuhrmann durch di« Stadt der'« haben muß." Doch das alles berührte den alten Geister-seher, wie es schien, sehr wenig mehr, er hatte nun seine Redeseligteil befriedigt, er hielt sich aber dafür umso mehr an sein GlaS, in wel-chem di« Welt ihm aufzugehen schien. 1885 Heidenau fließt die Neifse, über welche man mittelst einer Fähre gelangt. In deren Näiie angelangt, noch auf dem rechten Ufer des Fluss», welches aber Glumpenauer Territorium in, hörte die Frau zwei Schüsse und bald daraus Klaqelaute. Sie gieng denselben »ach und fand einen Mann, der durch Schrottschüss« iin Iln-terleibe, in den Beinen und in einer Hand ver-wnndel war. Sie erkannte in ihm den Arbei-ter Beinert aus Heidenau. Der Verwundete theilte ihr mit. d ß ein Bauer aus Glumpenau. dessen Namen er aber nicht nannte, ihn schössen habe, wahrscheinlich weil er, Bewert, ein Bündel Weidenruthen in der Hand gelndl habe. Er habe aber dieselben nicht gestohltii. sondern von einem Korbmacher erhalten. Tu die Frau den Verwundeten nicht zu tran^por-tiren vermochte, versprach sie ihm, so bald wie möglich aus Glumpenau Hülfe zu schicken, tai gieng indeß nicht so rasch, da sie etn« halbe Stunde auf den Fährmann warten mußte. U«-terwegs hörte sie von dem Schauplatz des litt» glücks oder Verbrechens her noch einen Schuß. Als dann auf ihren Bericht Leute zur Stell« kamen, fanden sie den Verwundeten nicht; a'Je privat« und obrigkeitlich angeordnete Nachsuchn»-gen, die dararf stattfanden, waren vergebens: der Verwundete, oder sein Leichnam, war na» bleibt v-rschwunden. sW i e viel eine Million i st.j hat sich mancher noch nicht klar gemacht. Legtma» eine Million Fünfmarkscheine aufeinander, so erhält man einen Pack von 250 Fuß. un» doch ist dabei angenommen, daß hundert Fünfmarkscheine ei» Päckchen von '/* Zoll ergeb«» ; 1000 Stück würden 2'/, Zoll auftragen. 100.000 Stück 25 Fuß, i,> 00.000 Stück 250 Fuß. Aber nehme man an, ein Mensch hätte von seiner Geburt an, Tag und Nacht gleich durchgerech-net, einen Thaler zu verzehre«, so würde die-ser Mensch, wenn er das seltene Alter vo> hundert Jahren erreichte, bei weitem keine Mil-lion in dieser langen Zeit verbraucht habe«: l Stunde 1 Thaler, ein Tag 24 Thaler, ein Jahr 8760 Thaler. 100 Jahre 876.000 Thu-lrr. [Sin achtfacher Mörder.] Ueber eine Reihe furchtbar« Vorfälle wird aus Joh»-son City, Blanc-Dounty, berichtet. Der in ver Nähe genannter Stadt wohnende A. Lock» stand seit einiger Zeit im Verdacht, seine eigene Tochter, sowie eine Stieftochter, die Beide in seinem Hause wohnten, verführt zu haben. An einem der letzten Tage des vorigen Monat« begab sich Lockte zu einem Nachbar Namen« John Green, um von demselben eine Summe Geldes zu borgen. Green war nicht zu Hauie. und Lockie nahm aus dessen Wohnung eine Büchse mit si und begab sich in das von seinem Bruder Berry Lockie bewohnt« Haus. Vor allem frug ich die beleibte Wirth«, wo und von wem man hier über die Donau gesetzt werden könne, denn mein Reiseziel war der Norden Oesterreichs. „Da gehn's nur zu dem Alten, der hat die Furth," so lautete eS, indem sie auf unsern Er-zähler verwies. Der Alte war gleich bereit, da er eben sei» Glas geleert hatte und ihm die Gesellschaft rnut doch unbehaglich werden mochte. Am Fluße unten mußt' ich bei der Fähre noch ein gut Weilcha auf die Abfahrt warten; da ich allein der an-strengenden Arbeit nicht lohnte, war der Alte in die nächste« Wirthshäuser nach Gesellschaft für mich suchen gegangen, überall wurden ih» gewiß von alten Bekannten die üblichen Freund-schasts-Schlucke gereicht, so daß ich wohl ei« geraume Zeit warten mußte, bi« er endlich ein« vom Viehmarkt mit einer Kuh heimkehrende» Bauer zu Stande brachte. Indessen hatte ich Muße mir die ganze Gegend zu betrachten, etwas flußabwärts stau» der alte Thurm; er mag einst zur Uferbefefn-gung gedient haben; jenfeitS des Strome« sah ich die wenigen Häuser, welche Kleinpöchlarn au«-machen, ia ihrer Mitte von der einstigen Äe-deutung des Orte« zeugend, ragte der alter«-graue Kirchthurm empor. Von der Donau wußt' ich damals, daß sie früher weiter südlich ge- 1885 ft trat in daS Wohnzimmer und schoß, ohne im Wort zu sprechen, seinen Bruder sowie dch'en Gattin nieder. AIS der Mörder mit der -lich rauchenden Büchse auf die Straße irit, kam t!im ein in der Gebend wohnender Farmer NainenS Nicholson entgegen Lockie hielt den Aichvlson an und zwang denselben, ihn in die Wohnung eines Nachbars Namens StokeS zu »«gleiten. Eine Büchsenkugel streckte auch diesen j» Boden, und man glaubt, daß Lockie auch »hi oben ermähnten Richolson ermordete. Lockie »»gab sich sodann in daS eigene Haus und schnitt seiner sich daselbst aushaltenden Schwieger-lodjter den Hals ab und erschoß die Gattin Je* Herrn Stockes, welchen Letzteren er, wie berichtet wurde, früher ermordet hatte. Nicht Mieden mil dem Gemetzel, das er bereits .»gerichtet. ermordete der Unmensch seine Tochter usd versuchte auch seine Gattin zu erschießen, mißte von diesem Beginnen jedoch abstehen, da ihm Munition ausgegangen war. Hierauf brachte « sich mit einem Taschenmesser eine gefährliche -chnittwunde am Halse bei, bestieg sein Pferd itt> ritt nach der Gegend von Johnson City. Sbt dem Wege begegnete er einem Manne Samens ThomaS BrunSwick. Er ritt aus den» jkldm zu und stieß ibm das Messer, daS noch im seinem eigenen Blute triefte, in die Brust, ibat eine tödtliche Verletzung zufügend. Hierauf feie er seinen Ritt fort und wurde, halb ohn-uachtig »nfolge deS Blutverlustes, in der Nähe w Stadt verhaftet. Der Zustand des achtfachen Mörders ist ein sehr prekärer. Der Vorfall hat in der Gegend die wildeste Aufregung hervor-j (Wuscn. [SeltfamerUnfaU.] Neunzehn Mann Mten bei Schönrode auf dem Felde Hafer. Zudem Hafer lagerte ein Reh. Achtzehn Mann titten schon bei demselben vorbeigemäht, als Kr neunzehnte kam, sprang das Reh erst aus, Mitte dem Arbeiter mit solcher Kraft gegen die Beine, daß er niederstürzte, wobei er um ! nn-5 HaareS Breite fast noch mit beiden Han->oß des Thieres gegen seine Beine trug der Arbeiter solche Verletzungen davon, daß er wiize Wochen arbeitsunfähig sein dürste. ^Selbstmord einerKaffeehaus-6 o i f i r t«.] Vor Kurzem beging der Zimmer-Oberkellner des „Grand HotelS" in Budap.st, Michael Seemann, einen Selbstmordversuch. Sei« That stand im Znsammenhang mit einem ' kiispieligen Liebesverhältnis;, das der leichtsin-M junge Mann mit der Cassierin eines Nacht-Ixales unterhielt. Er brauchte vi>l Geld, um ii den Augen der Angebeteten als Kavalier zu Selten, und da er nicht genügend eigenes beiß, veruntreute er die für das Hotel behöbe-■ un LogiSgelder. Diese That verfehlte nicht, in trat Gemüthe deS Mädchens eine Umän- flössen war, ihr jetziges Bett hat also die bei-den Pöchlarn erst getheilt. DieS war mit einer mehr oder minder gewalligen Katastrophe ver-faiüptt und so etwas muß auf dem tiefsten Stunde der Volkserinnerung hasten geblieben sein, denn ohne weitern Anlaß wurde der Boden bei FlußeS und daS alte Gemäuer ringsum n:ihl mit Geisterwohnungen bevölkert. Die Insassen zeigen sich inSbesonderS dem Elhissn und Fährmann, er allein kennt am kirnt die Geheimnisse des Strome«, dieser ewig lebendigen, oft wild entfesselten und und ihm lodj stets Nutzen dringenden Lebensader der Saiur, die er von Kindheit auf bekämpfen und lubm zugleich gelernt hatte. So beiläufig dacht' ilh damals und fügte noch hinzu: Die Sage lebt im Volke, das ist zweifellos, wenn auch der boshafte Schreier von früher die Erzählung einen trunkenen Traum des Alten gescholten haue. 2$r Fähre hat gewiß nicht alles aus ßch schöpfen können, dies beweist schon sein Wort: sind die wilden Ritter, von die mir meine Rlltier erzählt hat." Welchen bedeutenden Hintergrund die Sage habe, war ich damals nicht im Stande zu ahnen, da unsere Schulen leider von deutscher Tichtimg und Sage uns am fernsten hielten. Ter alte Furthner hatte seinen Gefährten geholt, Kuh und Bauer stiegen gemach ein und Keut»«ye ^vacht." derung hervorzurufen. Marie Dora war seit dem Selbstmordversuch ihres Anbeters Seemann wie umgewandelt. DaS hübsche Mädchen war. wie man erzählt, in der letzteren Zeit trübsin-nig. Ihre Qnartiersleute, dh um das Verhältniß mit Seemann wußten, bemühten sich, den Gedanken des Mädchens eine andere Richtung zu geben un» Marie Dora zeigte sich auch scheinbar getröstet. In der Regel kam sie in den Morgenstunden nach Hause, nachdem das Ea-sehaus, wo sie befchäftigt war, die Nacht üb.'r offen ist. Heute kehrte sie etwas später heim als sonst und eS fiel den Hausleuten auf, daß sie sich nicht schlafen legte, sondern Briefe schrieb. Kurz nach 12 Uhr Mittags ertönten zwei Schüsse rasch hintereinander aus dem Zim-mer des Mädchens. Die Hausleute stürzten hin-ein und fanden das Mädchen im Blut auf dem Fußboden liege». Schon nach wenigen Augenblicken hatte die Unglückliche auSgerun-gen, beide Kugeln hatten ihr Herz durchbohrt und ihren unmittelbaren Tod herbeigeführt. s^Zwei hübscheKünstleranekdo-t e n.j Dörig lebte bekanntlich mit seiner Frau und seiner Schwägerin, die er oft scherzend „seine beiden Frauen" nannte, das glücklichste Familienleben. Der große Künstler war auch als Mensch groß — soweit ib» seine „beiden Frauen" nicht ein wenig pantoffelschwingend bemutterten. Auf der „Lästerbank" hinter den Coulissen des Schauspielhauses demonstrirte er eines Abends ven lauschenden College« die Macht und Gewalt seiner HauSherrlichkeit und schloß seine lebhaste Schilderung mit der im höchsten tragischen Pathos hinausgerusenen Pointe: „Zu Hause bin ich ein Tyrann —ein Napoleon — ein Na—po—le—on !!--" Alles schwieg ehrfurchtsvoll, nur sein alter Schüler, und Freund, der hummorreiche George Hiltl, den nun auch schon längst der Rasen deckt, »rgänzte ihn lächelnd; „Aber — auf Elba!" — Folgendes hübsche Scherzwort wird von Berndal erzählt. Der Künstler wohnte einst einem Concert bei, in welchem sich unter ande« ren eine junge Sängerin höre» ließ. Dieselbe gab recht hübsche Leistungen zum besten, nur wurde der angenehme Eindruck ihres Auftretens dadurch wesentlich beeinträchtigt, daß sie über das fashionable Maß hinaus geschminkt war. Nach Schluß deS Concerts würd- Berndal von einem Kunstmäcen der jungen Dame vorgestellt, und diese fragte den großen Mimen mit entzückenden Augenaufschlag, waS ihm denn von ihren Lei-stungen am besten gefallen habe. „O, meine Gnädige," rief Berndal, indem er feinem er-wartungsvoll lauschenden Gegenüber starr ins Gesicht blickte, „am vorzüglichste., sind Ihnen die Koloraturen gelungen?" [F t a u e n l i ft.j Daß Chansonetten-Sän-gerinnen in der Lage sind, aus ihren Hin- und das floßartige breite Boot, das drei Ruder, zwei vordere seitliche und ein hinteres großes, steuer-ruderartiges hatte, setzte sich in Bewegung. Ich war durch das lange Warten, während dessen ich meinen Ranzen auf dem Rücken behalten mußte, verd.ießlich geworden; da nun der Bo-den der Fähre naß war und sonst von einem Sitzplatz auch nichts entdeckt werden konnte, so frug ich den Alten, wo ich ablegen könnte, da der Fluß breit und die Fahrt lang fei. Der Alte mochte die bekannte Fragseligkeit der Jtnend und dies mit Recht in mir fürchten, denn ich war eben im Begriffe ein Dutzend Fragen an ihn zu richten, als er alles weitere Gerede da-mit abschnitt, daß er mir derb antwortete: „WaS wollen'S denn eigentlich alleS für ihr Gröschel ?" Der Alte hatte in der Führe den schwer-sten Stand, da er daS vordere bewegende Ruderpaar führte; ich. der ich in unserm Volke nie den guten Kern verkannt habe, ließ mich die letzte Grobheit nicht weiter anfechten und griff rüstig zu; zwei Minuten und di« Hauptströmung war überwunden; nun war der Alte wieder heiter und schenkte mir geneigtes Ohr. Mir lag noch immer die Geistergeschichte im Sinne, denn dergleichen verfehlt seine Wir-kung bei einer jugend'ichen Fantasie niemals; tuerst fragte ich : „Und haben Sie sich denn nicht gefürchtet daß die Ritter Eie sehen werden?" 5 Herfahrten in der Welt eine gehörige Dosis Lebensersahrung zu sammeln, die sie mitunter gegenüber der Männerwelt nutzbringend ver-werthe» — weiß man. Daß eS aber auch Diplomatinnen von imponirender „Feinhaa rigkett" unter ihnen giebt, diesen Preis zu erbringen, sollte einer jungen Ausländerin vorbehalten bleiben, welche gegenwärtig in Wien ihre Na-tionalliedcr trillert. Wie alle Damen der leicht-geschürzten SangeSkunst. erzählt daS „W. Ex-trabl.", hatte auch Fräulein H. ihren Herzens-roman, der in der nicht mehr neuen Weise damit endigte, daß der Geliebte — ein Presti-digiiateur — sie in einem deutschen Städtchen treulos verließ, aus dem Engagement durch, brannte und ihr als einzige schmerzliche Errin» erun, die Bezahlung seiner Schulden über-antwortete. Der Zauberkünstler zauberte während mehrerer Monate in aller Herren Länder herum. Er weilte eben in einer norddeutschen Hasen-stadt, als er in einer dortigen Zeitung ein In-fetal laS, in welchem Fräulein H., Liederiän-gerin unbekannten Ausenthalts, aufgefordert wird, sich wegen einer ihr von einem verstorbenen Onkel zufallenden Erbschaft im Betrage von M. 30.000 bei dem Notar eines pommer-schen Landtftädchens zu melden. Der Schwarz-küustler fa>jtc sogleich einen kühnen Plan. Mit dem ersten Zuge reiste er »ach Budapest, wo-selbst, wie er wußte. Fräulein H. sich derzeit aufhielt. Dort angelangt, warf er sich der Sän-gerin zu Füßen, bat sie um Verzeihung und schwur ihr. daß er ohne sie nicht leben könne und sie auf der Stelle heirathen wolle. Ent-zuckt schloß ihn die Dame in die Arme und folgte ihm zum Traualtar. Nach der Hochzeit erst fragte der Schlaukopf sein Weibchen en pa-isaot,: „Weißt Du fchon, mein Kind, daß Du eine Erbschaft von M. 30.000 gemacht hast?" Sie lächelte hold und lispelte: „Von einer Erbschaft ist mir nichts bekannt, wohl aber von einer Zeitungsannonce, die ich selbst e inrücken ließ. Ich wußte, daß Di.tz die Liebe zum Gelde mir in die Arme treiben werde. Aber tröste Dich, ich besitzt gar keine» Onkel." f Sparsam. ] Ein talentvoller Prager Regen- und Sonnenschirm-Fabrikant hat. wie man von dort meldet, folgende Tafel in sein Fenster gehängt: Verkauf von Para- j Ein noch sparsamerer Weinhändler wäre in der Lage etwa folgendermaßen anzukündigen: W I sE n t f ch u l d i g u n g.] „DaS war recht garstig von dir, lieber Mann, daß du während meiner Abwefenheit keinen Ehering getragen hast. Die Mutter hat eS mir schon erzählt!" — „Aber, liebe» Kind, bei dec Hitze." .i „O nein," hat er gemeint, „sie thun sonst auch nichts, nur gehn muß man sie lassen, wenn sie die Fähr« haben wollen. Sie bringen sie auch immer wieder zurück. Mein Vater, Gott hab' ihn selig, hat öfter gesagt: Bevor die Fran-zofen hergekommen sind, da fei'n sie gar so wild gewesen, ein paar Nächte hintereinander. Meinem Vater, der wohl auch schon alt war, wär'S damals beinahe schlecht gegangen, wie er di? Fährten nicht hat ausleihen wollen. Wie eS zugegangen ist, das weiß ich nicht recht, mein Vater Hat'S nie so genau erzählt, man hat auch nicht reden dürfen davon, wenn er dawi war." So endete der Alte und ich schied gleich darauf von ihm. Ich nahm meinen Weg den Abhang des nördlichen Donauufer« hinauf, wäh-rend in meinem jungen Kopfe am helllichten Tage die wilden Ritter gar ungebührlichen Spuk trieben. Dieselben Gestalten waren eS. die in jüng-ster Zeit ein Meister auf die Bühne gezaubert und sie dort beschworen hat ihren «ilden Streit wie eh'dem auszukämpfen. Die Nibelungenhelden, sie lebten an den Orten weiter, wo sie besungen worden sind. An der Donau ist jenes herrliche Lied entstanden, da haben es fahrende Sänger zuerst gesungen auf den Burgen di« jetzt zerfallen liegen; unter den Ruinen gleichsam lagen die Gesänge des »i Deutscher Schutverein. Laack bri Sllßenhei«, 14. September 1885 sSchulschlußsest an der hiesigen deutschen S ch ul e>1 An der. durch die Mu-nificenz deS deutschen Schulvereines hier gegrün-beten, und von diesem erhaltenen Schule wurde gestern, mit Unterstützung de« letzteren, sowie der hiesigen Bewohner unl» der Deutschen in St. Marein. W.-LandSberg zc. ein solennes Schulfest abgehalten. Die Fabriksgebäude, die Schule, sowie die Restauration waren entsprr-chend beflaggt und decorirt, die Kinder wurden im Freien bestens bewirthet, und brachten unter Leitung ihres unermüdlichen Lehrers Herrn Clemens Wratschgo, deutsche Lieder, sowie De-clamationen zum Vortrag«, welchen dann ver-schieden?, die Jugend höchlichst ergötzende Spiele folgten, wozu die im Unterlande weit bekannt; W.-Landsberger Feuerwehr-Musikkapelle ihre trefflichen Weisen erschallen liest. Aber auch Slovenen nahmen an der Freude Theil und man sah eS denselben an. daß b«S Fest nicht ohne tiefe» Eindruck auf sie geblieben. Von deutschen Gästen bemerkten wir nur einige aus Wind.-LandSberg. und konnten wahrhaftig un-fer Befremden nicht unterdrücken, daß die de-nachbarten Deutsche» sich gegen ein solche« Fest s o theilnahmSlos zeigten und eS vorzogen durch ihre Abwesenheit zu glänzen. Dem Herrn Lehrer Wratschgo, dem das besondere Verdienst de« Zustandekommens diese« Festes zuzuschrei-den ist, muffen wir aber inSbesonderS unsere wärmste Anerkennung über dessen wahrhast staunenSwerthe pädagogische Leistungen und Erfolge in der kurzen Zeit des Bestehens dieser Schule aussprechen. Auch können wir nicht un-«erlassen, der nahmhaften Spende pr. 10 fl. zu gedenken, die der gräfl. Alterms'fche GutS-vermalter Herr Jgnaz Schober von W.-LandS-berg zu dem Zwecke gewidmet hat, um arme deutsche Kinder dieser Schule mit Winterkleidern zu versorgen. Locates und Srovinciates. Cilli, 16. September. fM a l e r C a n o n, t o d t.) Der am letzten Samstag an Zerreißung des Herzens verstorbene Künstler Canon war in früheren Jahren öfter und zuletzt noch im vergangenen Sommer zur Erholung in unserer Stadt. Er war ein Freund Dr. Foregger's und »ahm an dessen Wieder-wähl den regsten Antheil, wie er denn auch bei dem Feste zugegen war, welches unserem Abgeordneten aus diesem Anlasse gegeben wurde. Eine wahre Hünengestalt und iwch in bester Schaffenskraft schied der Künstler aus dem Leben. Noch im letzten Sommer äußerte er sich, daß er eben an einem Werke arbeite, welches alle seine bisherigenArbeiten übertreffen dürfte. Er hat dasselbe nicht vollendet. gewaltigen Epos lange vergrabe», seine Klänge aber waren in's Volksherz gedrungen und hier hatten sie eine lebendige Stätte gefunden — in der Volkssage leben die Helden des größten deutschen Liedes fort. Der Fährmann insbefon-derS hat die Helden des Liedes, in dem auch er eine Rolle spielt, da« an seinem Strome han-delt, sich in's Herz geprägt; noch immer vor großem Kampfe, vor wildem Kriege sieht er sie an seinen Ufern erscheinen; und kämpfen sieht er ße dann und fallen bei jenem Thurme, der ihm die Etzelsburg vertritt. * O * Jahrelang stand die Erzählung de« Alten lebhaft in meinem Geiste; als ich sie verstand, lernt' ich sie lieben, und dieß Gefühl steigerte sich mir bald zu einer gewaltigen Sehnsucht, die mich nach dem Wohnsitze jener Geister zog, — vor einigen Jahren konnt' ich ihr Genüge leisten. Das Dampfroß flog mit mir durch die schönen Stätten, die ich damals als froher Wandervogel durchstreift hatte. Wieder sprach ich in Mölk ein, wieder bieng es gen Pöchlarn, doch diesmal im bequemen Wagen; da konnt' ich gar nicht bt-greift«, wie ich mir zur Zeit als meine Reise-notizen entstanden, das fruchtbare Feld de« ,,Z>c«tsch« ZV«ußt sCillier T h e a t e r b a u.j Montag, Dienstag und Mittwoch fand die behördliche Untersuchung und Collaudirung de« neuen Thea-terS durch den k. t. Architecten Herrn Bücher statt. Sein Gutachten ging dahin, daß das Theater bis auf einige unbedeutende Aenderungen den strengen sicherheits- und feuerpolizeilichen Vorschriften, welche vom Ministerium für Nieder-österreich erlasf-n wurden, durchaus entspricht und daß dasselbe auch durch seine künstlerische Vollendung szwie durch die Solidität und Zweckmäßigkeit des Baue« das uneingeschränkte Lob jedes Fachmannes verdient. Die gering-fügigen Aenderungen, welche vorzunehmen sind, beziehen sich auf Anbringung einer Stufe im Stehparterre, weil die bestedende etwas zu hoch befunden wurde, ferner wird über dem Bühnen-räum noch eine Feuerklappe anzubringen fein, endlich wird noch W Hebelarm, welcher den Kronleuchter hält durch ein starkes Winkeleisen unterstützt. Der Collaudator hob mit besonderem Nachdrucke die Verdienste hervor, welche sich der Bauleiter Herr Architect Walter sowohl wie das Baucomitv dadurch erworben haben, daß sie mit verhältnißmäßig geringen Kosten einen künstlerisch vollendeten Theaterbau schufen, wie es in Steiermark keinen zweiten gleich vollen-deten mehr gib». s V o l k S t o m b o l a. j Wohlberechtigt machen wir nochmals auf die von Seite des StadtverfchönerungS-Vereins für den 20. d. M. in Aussicht genommene Volkstombola aufmerk-fam, deren Ertrag ausschließlich dem geniein-nützigen Zwecke gewidmet ist. Im Interesse der Mitspielenden machen wir speciell darauf auf-merksam, daß alle Gewinnst? voll, d. h. ohne Abzug dtr fünszehnpercentigen Gewinnststeuer ausbezahlt werden und daß die entsprechende Anzahl von Sesseln in unmittelbarer Nähe der Tribüne ausgestellt wird. Karten für dies« Sitz-Plätze sind bei G. Schmidl & Comp. wie auf der Tribüne a 10 kr. zu bekommen. [Ueber dasTrabfahren iuSa ch s e n f e l Dj wird uns mitgetheilt, daß den l. Preis Herr Grenka (Cilli). den II. Herr Anton Skoberne (Cilli), den III. Herr Mastnak vulßv VaroSek (Lubetschno) den IV. Herr Otto Küster (Cilli) erhielt. Das Bauernrennen machte viel Spaß. Im Ganzen war die Betheiligung haupsächlich an Zusehen, eine ziemlich große. Wir erwarten den Bericht eines Fachmanne«. Gestern fand übrigens zwischen Herrn Grenka und Herrn Skoberne noch als Nachspiel zu dem Früheren ei» Privatreunen in Folge einer Wette statt. Es handelte sich darum wer früher von Sachsenfeld nach Cilli gelange. Die Wette galt 50 fl. welche Herr Skoberne gewann, da er das Gespann seines Rivalen um mehr als eine» Kilometer überholte. Berghange habe mit Kämpfern, mit Rittern und Abt bevölkern können. Die Pappeln am Wege waren groß ge-worden, ihr Schatten brachte dem Reisenden angenehme Kühlung, der ich heute jedoch kaum bedurste. Pöchlarn. das heute fast dasselbe Nest wie damals ist. sprach mich nun schon gar nicht mehr an, denn ich mußte jeden Comfort, dessen ich jetzt auf der Reife bedarf, entbehren. Ich kehrte zwar nicht beim Pfarrer ein, brauchte alfo auch keine geizige Köchin verwinden, wohl aber suchte ich nach dem Fährmanne und dem alten Thurme, — dieser stand noch, jener aler war nicht mehr; es war ihm ein ganz and'rer, ein jung r gefolgt, der aber von der alten Sage nichts mehr wußte. — Im Wirthshause >uurde wieder politisirt, doch in ganz anderer Weise, wie damals, — mit den Schwingungen einer andern Zeit, war eS zwar, Gott lob' lichter in den Geistern des Volks geworden, doch der Rauch, der den Schornsteinen der Fabriken entströmt, die allenthalben entstanden, hat sich gleichsam um's Herz des Volke« gelegt, es kann nicht mehr fühlen mit den Geistern seiner Sage, drum sind jene Gestalten auf immer versunken, in die Tiefen des Siomes sind sie hinabgestie-gen seitdem das neue Streben, das Haschen und 18^5 (U e 6 t r f c l f.] Der Keuschlersohn Andr. Planinz in Doll bei Sternsttin würd« am 9. d. M. um fünf Uhr Morgens auf der Äle wiese bewußtlos aufgefunden. Er war über und über mit Wunden bedeckt, die ihm starten Blutverlust verursacht hatten. Er wurde Abend vorher am Heimwege überfallen int hat es nur der Dicke feines Schädeldaches z danken, daß eS ihm nicht ergangen ist. i» jenem russischen Professor, dem die slavische, Brüder von Windischseistritz in ihrer bekanmm slavischen Herzlichkeit neulich den Hirnkasia durchlöchert haben. sA n g e s ch o s s e n.j Am vorigen Monizg wurde der Knecht Johann Toplak von Zt. Martin im Rosenthal von »inein unvorsichtige, Jäger angeschossen. Der Knecht ist schwer vn» wundet und mußte in's hiesige Giselajpiu übertragen werden. ! K u h d i e b st a h l.s Dem Grundbesitzer Fraß in St. L.onhardt wurde am 28. v. Ä. seine dreijährige rothe Kuh gestohlen. Maait dem Diebe noch nicht auf die Spur gekommen. sR a u b a n f a l l.J Am 10. d. M. rautDt im Straßengraben bei Welkadolina die Lei.i« eines ManneS gefunden, der dem bäuerliche» Stande angehörte, aber nach der Kleidung;u schliesst» wohlhabend war. Der Körper war mu Wunden bedeckt, darunter mehrere einen schnell!« und sicheren Tod verursacht hatten. Ta d» Mann aller seiner Wertsachen und des Gelde! gänzlich baar aufgefunden wurde, liegt jede» falls ein Raubanfall vor. Die Leiche ist bisher noch nicht agnoscirt worden, doch dürste der Mann ein fremder Viehhändler sein, bei de» der Raubmörder Geld wußte. __ Merarisches. f„D i e Werkstat t",] Meister ßonraii Wochenzeitung. (Leipzig, Ernst Heitmann). Nr. 36 enthält: Aus der Welt. — Für di« Werkstatt : DaS Wichtigste über die Blitzableiter. -Wie unsereiner über die Fachvereine denkt. — Wasserdichtes unt feuersicheres Segeltuch. — Krieg um die Hofennath. — Wie manchmal sub«ittirt wird. — Spruch. — Allerhand nützliches für den Handwerker. — Für den schoppen: Eine Tuchmacher-Innung. — straft- Spielratzen. — Ein Haus aus der „Steinzeit". — Wann ist der M-nsch am ftatf-sttn? — Komische Anzeige. — Allerlei Neu-i und Merkwürdige«. — Für Haus und HerZ. — Nur nicht zu viel Maschinen im Hause. — Der Uerhahn. — Wie Toni der Hämmerleiiw eine Gardinenpredigt herum kam. — (rdw Bauernwurst. — Pflaume» einzumache». — Für den Feierabend; Gefangen als Zpioli. t Schluß). — Die wußt Cravatte. — Auch eis Heimxekehrter. — Briefkasten. — Fragen und Antworten. — Anzeigen. — Jedem Handwerker kann das Abonnement dieser Zeitung e»> psohle» werden. „[D as Ech o,]" Wochenschrift für Politik, Literatur, Kunst und Wissenschaft. Bd. VII. Nr. 153. Früher waren es die Jrländer, welche om stärksten auSwanverten und die überseei'Ä Welt bevölkerten; jetzt sind es die Deuiich-n. die den stärksten Auswandererstrom hinausliefen. Im letzten Jahrzehnt sind ungefähr 1' , Millionen Deutscher allein nach Nordamerika a»t> gewandert. Di- meisten unserer deutschen Land«- I leute hat die alte germanische Wanderlust weil über die S«e gesührt. — Das seit GninBunj des Reiches so stark erwachsene Natioaalge-fühl hat den Zusammenschluß der Deutschen auch im Auslande machtvoll gefördert und |ftzi nun gar unter dem frischen Schwünge der [im* gen deutschen Colonialpolitik hören wir mehr denn je von Luft und Leid unserer jZDndSleutl, die „draußen" sind. Man blätterte z. B. an einmal einige Nummern des „Echo" nach, jener bekannte» Wochenschrift, welche in I. H. Zcho-rerS Verlag in Berlin erscheinend, mit Almk die Ausgabe verfolgt, die lebendigste Bermme-lung zwischen den Deutschen daheim und da Deutschen im Auslande zu bilden. Aus all» Weltgegenden sind dort die Aeußerungen deut-schen Lebens verzeichnet, denn das Blatt dringt nach jedem Winkel deS Erdballs, wo Demich« 1885 ,Z>e»tsche Wacht.' ms Europa empfängt, oder wer überhaupt moc Zeit nur einmal wöchentlich einer um-scfftnden politischen und literarischen Lektüre vidmen mag. der findet in der reichhaltigen Lochenschrist für nur zweiundeinhalv Mark «imeljährlich ein Fülle von belehrendem und «nierhaltendem Stoff. T>a I. H. Schorers Ver-lag in Berlin auf Verlangen gern gratis und nanco Probenummern übermittelt, so verlohnt et sich wohl einen Blick in die höchst eigenartige Wochenschrift zu werfen, welche ihr Ziel lirin setzt, ein unbefangenes „Echo" des In-im>santest>-n zu sein von dem, was die 34.274 Heilungen und Zeitschriften bieten, welche nach ita bekannten Hubbard'schen Statistik auf vem ^-samten Erdenrund erscheinen. Eingesendet. Die unterzeichnete Schulleitung erfüllt >>« angenehme Pflicht, indem sie . den ihulsreundliche» Herren Josef Schmied. Lud» ctg Müller. Lorenz Schmied. Franz Kokol, fibolf ^osina, Franz Possek, Johann Swonar, Üdalderl Pauscher, Franz Lschlak. Apollonia -chmiek, M. Pauscher und Josefine Walland Ä ihre Spenden den herzlichsten Dank aus-vrichi mit der Bitle, unserer Schule auch ser-urhin ihr Wohlwollen zu bewahren. Schullnluiig Hl. Gcist tu Loljche. Gerichtssaat. sB e i e i n t m Jt i r ch w c i h f c ft.] Ei» Wchrt fand am 25. Mai l. I. zu St. Heinrich in Pücher statt. Weil nun zur größeren Ver» füTtl chung ines solchen Festes gewöhnlich blutige -chlägereten von den Burschen in Scene gesetzt vnden, so wollte diesem der Gemeindevorsteher l«h «nigermaßen steuern, indem er sich mit l«m Gemeinderalhe Donadenik und einer ver-festen Gendarmerie Patrouille an Ort und begab. Im Verlaufe des Nachmittages !:ik rt nun wirtlich zwischen einigen Burschen, ad zwar Zwischen den Juric'schen einerseits aiib den Capl'schen anderseits zu excessiven Aus-s^uilungeu, während welchen der 31 Jahre iite Grundbesitzersfoh» Peter Juric von Frei-hem ven Phillip Eapl einen Messerstich in Hals versetzte und leicht verletzte. Der Gen-barai Seniöar wollte Ruhe stiften, wurde ^ber r.ii vem 26 Jahre alten Anton Podkriznik, EriUidbefitzerssoh» von Freiheim arg beschimpft, «-halb ihm von Genda i» ^vegli^ die Arre-iia»k', angekündigt wurde, der er sich jedoch zu itteiseytn versuchte, indem er den Gendarmen bei l« willst packte und dieselben zu Boden stieß. Er bwU' erst bann zurRaison gebracht loerden, alS er nm Postenführer Babsek einige Säbelhiebe und einen Bajonettstich erhalten halte. Auf das hin ^ngie sich der 33 Jahre alte Grundbesitzersohn rftooj Juri2 Jahre alte Joh mn )nic. Grundbesitzer zu Freiheim, genannt igorni Frcgl und die 17Jahre alte Katharina GrundbesitzrrStochier über ihn her. Joh. 3«u erfaßte den Gensdarmen an der Bnist wollte ihm das Gewehr entreißen, während Helene und Katharina Juri? mit Steinen auf den Kopf des ohnehin schon verwundeten Posten-führer losschlugen. Kaum hatte sich dieser von seinen Angreifern losgemacht und sich das Ge-sicht vom Blute mit seinem Tuschentuche ge-reiniget, warf ihn Johann Jurc abermals zu Boden, um ihn weiter zu mißhandeln, erhielt aber vom Gendarmen Zweglic ein paar Vajo-nettstiche. Nur durch fortwährenden Gebrauch der Waffen konnten sich die Gendarmen end-lich von ihren wüthenden Gegner» befreien. Sämmtliche Angeklagte wurden wegen Verbre-chens der öffentlichen Gewaltthätigkeit 3. Falles zum schwere», mit Fasten verschärften Kerker verurtheilt u. z. Johann Juriö zu 16 Mona-naten. Katharina Juric zu 8 Monaten, Anton Podkriznik überdieß auch wegen Vergehens deS Aufkaufes und Uebertretung gegen öffentliche Anstalten und Vorkehrungen zu 8 Monaten. Franz Juric auch noch wegen des letzteren Delicles zu 6 Monaten, Matthäus Juric ebenso auch noch wegen Vergehens deS Auflaufes zu 8 Monaten, Johann St ru auch wegen des weiteren Detictes nach § 411 St.-G gegen die körperliche Sicherheit zu 6 Monaten und des-gleichen Peter Juric zu 8 .Monaten, endlich Helene ,unc überdies wegen Uebertretung gegen öffentliche Anstalten und Vorkehrungen zu l Jahr. Korrespondenz der Aedaction. H. R. S. Marburg. Bedauern sehr. Ihr „Eingesendet" nicht bringen zu können, so lange Sie nicht durch volle Namcnszeichnung sür das Mitgetheilte einstehen. Nachrichten überhaupt sehr erwünscht, nur müssen Sie, wenigstens uns gegenüber den Schleier der Anonymität lüften. H! H'etta«. Besten Dank, fernere Nachrichten erwünscht. IIREM1IOLX <552-2 buchene», in gleicher Qualität wie itu vorigen Winter, bet F. WUCHER, Gartengasse Nr. 45. Hafnerei Cilli empfiehlt «ein Lager von Schwedischen-, Postament-, Kachel- und Zrllenöfen. Verkleidumfakacheln, Bauver-zicrungen und Oeten nach verschiedenen Zeichnungen werden prompt auggeffllirt. 040 4 SCHNELL-GOLD, womit Jedermann Bilder- nnd Spiegelrahtnen, Hol», GUs. Porzellan etc, «sofort selbst aufs prachtvollste vergolden kann. Preis fl. I— per Nachnahme oder vorheriger Einsendung bei Leopold Epstcin in Brunn. Ein Lehrjunge aus gutem Hauste wird sofort aufgenommen in Joaef Sima'» Bäckerei, Orazergasse Nr. SO, 653-1 Technikum Mittweida in Sachsen, die älteste und deshalb besuchteste derartige Fachschule beginnt Mitte October den Winter-lcstr«. Sie zerfällt aj in eine Maschineniiigenieur-Schule, zur Ausbildung von Ingenienren und Konstrukteuren für Maschinen- und Miihlenban, von künftigen Fabrikanten aller Branchen, zu deren Betrieb maschinentechnische Kenntnisse nötig sind ; b) in eine Werkmeister-Schule, zur Ausbildung von Werkmeistern, Zeichnern, Monteuren für Machinen- und MQlileubau, sowie von künftigen Besitzern kleiner mechanischer Werkstätten, kleiner Mühlen. Banschlossereien u. s. w. Die jährliche Frequenz betrügt über 400 Schaler aus allen Weltteilen. Programme erhält man jederzeit gratis durch Direktor K. Weitzel in Mittweida in Sachsen. 611—5 Hncutive Kalmiilsen-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte in Tüsier wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Spar« und Vorschnst-Kassa-Bereines in Tüffer, die executive Feilbietung der dem Julius und der Amalia Larifch, Brauereibesttzer in Tüffer gehörigen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten, uns auf 1202 fl. geschätzte» Fahrnisse, als: Pferde, Kühe, Scknveine und Wirth-schaftsgerathfcliaften beim WirthschaftSge-bäude in St. Ehriftoph bei Tüffer be-williget, und hiezn 3 Feilbietungsiagwtzungen, die erste auf den 28. September, die zweite auf den 12. Grtober und die dritte auf den 2t!. (ßrta-der 1885, jedesmal von 9 bis t2 Uhr Bor-mittags im WirthschaftSgebäude zu Et. Cbristof bei Tüffer. mit deni Beisatze angeordnet worden, daß die Pfandstücke bei der ersten und zweiten Feilbittung nur um oder über den Schäyungs-werth, bei der dritten Feilbietung aber auch unter demselben gegen sogleiche Bezahlung und Wegschaffung hiniangegebeit werden. Ä. k. Bezirksgericht Tüffer, am 8. Sept. 1885. Der f. (. Amtsleiter: 6r'6-2 Pramberger. schling' schon am 31. Oktober {Nur oocli-weiiig Yorratli i Budapester I | iMusstellungs-iiWÄv al11. 1110 Haupttreffer in barem Gelde 0 lll.W.elc| Ausstellungs-Lotterie-Verwaltung Budapest, Andrässy-üt 43. mim. „Deutsche Nacht." 1885 In der concejsionirten höhern Töchterschule in <5illi beginnt das kommende Unterrichtsjahr mit 19, Teptembrr und l'itlel die höflich (Gefertigte nm recht zahlreiche» Zuspruch sür ihre mit den vorzüglichsten Lehrkräften »ersehene Anstalt. Nähere» daselbst. (?»Ui, 15. Seplember 136.'«. Emilie Hausseubüchl, «J.V4-3 Vorstchcria Musikverein in Cilli. Von heut« Donnerstag: den 17. bis 1. Octo- ber dieses Jahre», findet täglich von 1—3 Uhr Nachmittags in der Wohnung des VereinB-Capellmeisters Herrn O. Mayer, die Aufnahme von Schalern statt, welche im Musikfaehe Unterricht za nehmen wünschen. Di> Direction des 6Ä8-1 CI1 lici" MnMkvcreius. Kundmachung. Tos Project sammt Kostenüberschlag für Hebung der Maierber^er Bezirksftrafie und Regulirung des Pirescbiy-BacheS liegt in der Kanzlei der BezirkS-Berlreliing zur Einsicht auf. Msallige Offerte sind versiegelt bis zum 22. d. M. an den Bezirks-Ausschuß zu richte«. Sclirks Ausschuß Cilli, 17. Sept. 1885. Der Obmanu: «b'-2 Gustav Ttiger m. p. »»»»»»«»«»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»» | lliiliiiorausreii i Hl ' • **##******«*#**»***##***#***»*•« Operateur Fz. Jcauol ans Wien, hält sich auf seiner Durchreise unwiderruflich bis 20 d. M. im Hötel Koscher auf und beseitigt Hüll ii er au Ken ohne Messer gefahr- uud «uhmerzlos binnen 1 Minute, so wie eiWMdMe Nägel, Frostbealen nnd Warzen von den Händen. Zu sprechen Montag den 14. d. M., von 8 —12 Uhr Vormittags und von 2—6 Uhr Abends, sonst auf Verlangen in der Wohnung. 648-1 Eine Köcliln, ingleich ein Hauswesen bei einem (Jcsschftstsinanne in leiten wird aufgenommen. Nur mit besten Empfehlungen werden berücksichtigt. Anträge unter „Ordnung" an das Blatt. 1 Sicherer Verdienst! Ohne Capital und Risico kann Jrdfrmaiin bei uns, durch den Vrrbauf von ftNfrrrrirlii»rli-tiitKnrlwrlini und Prnnilrii'liosen xegin ltitenzahlungen laut Ges.-Art. XXXI v. J. 1883. Verlag von Otto CTigand In Leipzig. = «atlicli 100-3(11) Galden verdienen. = Offert« mit Angabe der gegenwärtigen Beschäiti-gung sind zu richten an die Hauptstädt.Wechselstuben-Gesellsch. Al>I.l.lt »V cie« 111 IIAPKN'r. 609-ü m * * * ♦ & * Ursula Lang empfiehlt ihren • Möbel - Verkauf in der llrrmiiaasp \r. 125, einem gütigen Zusprach«, da in demselben eine vollkommene alldeMe Elchen - Sosiseziotmer - Garnitur nebst allen anderen Gattungen von Möbeln, elegantester und neuester Form, vorruthig, zu haben v.iid, 7115-6 Dun M'liiitnvauri'ii - (*cNchüst in der Herrengasse Nr. 21 vormals Postgasse Nr. 48, empfiehlt sich zur Anfertigung von Herren-, Damen- und Kinderschuhen nach Mass, in bester Ausführung zu den billgsten Preisen. Auch sind stets alle Gattungen fertiger Schuhe vor-rätljig. Um recht zahlreichen Zuspruch bittet 6ol-2 Hochachtungsvoll Million Ots>rlikw. Zwei Bücher volksthümlichnr Dichtungen »ob ADOLF HAGEN. S". IProia X -- SO Kie-aaet. Erste» Buch: Die Sagen der Spinnstube. Erzählende Dicht«.- i. Zweites Buch: Der Liederhort des Fahrenden von Steier. In Cilli zu haben bei Joh. RalroscL BRENNHOLZ hart xii«l wi'lcli til"-) bei AD. & AL. WALLANO, CILLI. Im Kalaer Franz Joaeph-Bad Tüffer steh«. zum Verkaufe. >W JACOB HELLER BSknei SAAZ, Bikm empfiehlt seine bewahrten Dienst« zum commissiott-weisen Ein- und Verkauf aller Sorten in- und ausländischen Hopfens o . Schwefelei und Packlocalitäten stehen in meinem eigenen Hause zur Verftgug. Das Warenhaus „zum Flebus" Herrengasse SI, Wra^, Herrengasse 21 sS6-Z empfiehlt ^eubsits» in s.llKök^l>Kkiiöll Stickerei-Arbeiten auf Leine«, Jute. Java. Canevas. Goldbrocat und anderen ^antasiestoffrn angefangene und fertige Siiiynia-Tep|>ich-Kjiiipsart»eiten, Horte-Fantasie- StolTe zum Sticken, Lerter-Spccialitäteil mit Stickerei, IIiicklIIIUSlcr, reizende Neuheiten von iiiontirteil ltörl>clien. Ferner sämmtliches 3iaterialc zum Buntsticken, lläckeln und Stricken. „Senelope"^,,, alleinige Niederlage für Steiermart, Kärnten nnd Krain. 11 v II • 5 Sonntag den 20. September 1885 Grosse Uolks-Tombola am Hauptplatz in Cilli. Alles ISTäl^ere d.ie Ajn.scl^la.grzettel. 047-1 Die Möbel-Niederlage Graz, Franzensplatz Nr. 1 und2 empfiehlt llir gTonnnn lisrnr mn nwplnfrnn flrLlwf infl BprUrslMrr-A'irTMn-— B,u- """ wnuin-aman i wiiwbim m lad ohne Marinorplstten. Spiegeln. Raraleesea. Reiche Aaswahl voa Salon-Garnitnren Ton #0 fl. aufwärts, Schlaf Dirans. Ottomanen nnd Rsks-fcettmt. TTebernalime aller -----•Ir.ui' liM.i-i biilirst. AssttattsncM nnd Möblirnnren von Land- nnd BadeUnaern werte Laser Ton tLh^-tIn dem Landc«theat«r, pleten ■ehlaf- nnd RpriseiiMBer-ClarnitHren ans Nnsa- nnd Kicheahol*. Salon-Kisten. Credensea ndt betten. Uebernahme aUer Tapeaier-Arheitaa prompt nnd billigst billigst and Mttbllrnngen von HechaehtaagsroU " ■ ..Verantwortlicher Redacteur Dr. Jos. Adolf Harns. -