^9^___________________Montag, 21. April 1890. 1tt9. Ial„nanss, Mibacher Zeitung. °°"Mia n ^"'s: MI! Poftvcllendiing : aaiizjahri« fl. 'b, !,all>Ms«g fi, 7 50, I», E nmstoi r: ^ llei», <>' < ' lialbjal)l!8 st. 5 5». Hiir t,!, ^ustfN»»« ,»« Hau» „anzjahlin fi, 1, - InslrtaebUr: Für z ^ 'ü'leralf bi« z„ 4 Zeile» lib lr,, grübele Pll «"Ic 6 lr, i bei «lirre» Wtcdrrholuügen per Zrllr » tr. ^ Die «Laibachsi ^!nt!»,a» eilche!»! «ässlich mit «„«„ahm? drr Honn »»d Fsieilage, Dil «b, heNiibe« sich llonasessplah li, die Nednction Bat,ü>>o!nalje L4, Lpsschstimd?!! der NedarNo, <ü bi« lü Uhr vormitlag«, — Unlianlirrle Äriese werden »icht angeüümmr» und Maimlcriple »ich! ,......^., ,,,,, Umtlicher Mil, hat ^ ^räsidiunl der k. t. Finanzdirection für Kram Neu? - ^eueramtscontrolor Adolf Petsche zum Heu!, '^"'" '" ber neunten Rangsclasse, den °>nt« Puncten Franz Ravnilar zum Steuer- St»,,"'"rolor in der zehnten Rangsclasse und den wt«?"^praktikanten Johann Rißmaul zum Steuer-"uolunctkn in der eilften Rangsclasse ernannt. lür dc>z^^' ^ ^. wurde das V.Stück des Landesgchhbi altes °"lhillt H"^^^"" 6"'" ausgegeben und versendet. Dasselbe ^«^""dnuna. der l. t. Landesregierung von, 18. April die s^' ^^^/Pl.. betreffend die Abänderung der fiir Nn . °^ Laibach gellenden Mict< und Ausziehordnung. " der Redaction des Landesgeschblattrs für Kraiu. ^^"lbach am 21. April 1890. Nichtamtlicher Mil. Verhandlungen des Reichsrathes. H ^ Wien, 18, April, dehnte ^f. ^^eordnetenhaus sehte heute die General, der Q,.. ^ den Staalsvoranschlag fort. Zu Beginn ^Utiai U ."snff Finanzmil'ister Dr. Ritter von in, Ei.' '"^l das Wort. Der Minister wendete sich l""gen 5?«^"'" Nede gegen die gestrigen Ausfüh-^antlvki. s4 Abgeordneten Mcnger über den Antrag der ^gebnis pn 'l." ""^ "klärte, das» nach den bisherigen lvechs,, ""de ae5« ' '° lange es eben zwei Nationalitäten im p'ellen N»5' ^'e Deutschnationalen seien leine priuci-^n ihn X" des Ausgleiches, sie bedauern aber. dass Me die K. "" Separatabkommen abgeschlossen habe, "W Di. «?"ksgenossen in den übrigen Ländern zu ?>3 ,u «s p""°nder haben ohnedies schon Ursache -'" hi« M"' ""d weise Redner auf die Grund-V schon' verhängnisvoll der Ansgleich sei. ergebe ^^^usder Rede des Abgeordneten Dr. Gre- gorec, der bereits einen Ausgleich für die Slovenen verlangt. In Kinnt^n wohnen auch zwei Nationalitäten, dort begehre ab?r niemand nach dem Ausgleiche. Durch den Ausgleich habe sich in erster Linie die Situation der Regierung gebessert, denn diese war eben unhaltbar geworden. Ob auch die Situation der Deutschen sich gebessert habe. ist eine andere Frage. D?r Redner hofft von der vereinigten Linken, dass sie vor allem gegen das Vetorecht der Großgrundbesitzer' Enrie auftreten werde. Von einer Besserung der Lage der Deutscheu in den anderen Ländern ist nichts zu verspüren, im Gegentheile, habe eine Missstimmung wegen des Aufgebens der Solidarität platzgcgriffen. Abgeordneter Steinwrnder bespricht hierauf verschiedene wirtschaftliche Fragen und meint, dass sich die Gesellschaft nach zwei extremen Richtungen hill entwickele, und dazwischen liege das Arbeiter.Proletariat, um das sich die Regie« rung, weil es kein Stimmrecht habe. nicht kümmere. Dem Mittelstande muss aber geholfen werden, Den Antisemitismus für den Niedergang der Landwirtschaft und der Gewerbe verantwortlich zu machen, habe keinen Sinn. Durch folche Ausführungen wirb die öffentliche Meiuung nur irregeführt. Seine Partei werde dem« nächst Vorschläge erstatten, welche die Lage des Mittel» standl's bessern sollen, und schon demnächst einen Antrag einbringen betreffs der Errichtung einer Reichsgenossenschaftsbank, welche den Gewerbetreibend?« billi-gen Credit und Wechselcscompte verschaffen soll. Zum Schlnsse erklärte er, jkine Partei werde gegen das Budget stimmen, weil die Regierung weder in politischer noch in wirtschaftlicher Beziehung die Deutschen schütze. Abg. Lupul betonte, dass der diesjährige Staats-Voranschlag ein erfrenliches Bild der finanziellen Lage des Staates enlrolle. Das Deficit s^i seit dem Vorjahre verschwunden, und im heurigen Jahre sei das Gleichgewicht hergestellt, was man flüher gar nicht er. wartet habe. Infolge dieser gebesserten Verhältnisse er. gebe sich die Gelegenheit, an die Regelnng des Ae-steuerungswesens zu schreiten, und es sei die Pflicht und Aufgabe der Regierung, diese Regelung jetzt anzubahnen und durchzuführen. Ferner möge die Valuta-Regulierung endlich zum Abschlüsse gebracht werden, denn früher könne von einer vollkommenen Gesundung der Staatsfinalizen nicht die Rede sein. Durch die gebesserte finanzielle Lage des Staates werde es auch möglich sein, für productive Zwecke größere Summen cmszugebei, als jetzt. Aber auch die innere Lage des Staates habe sich gebessert. Der deutsch-böhmische Aus» gleich habe zur Festigung des Staates beigetragen. Den Zwistigkeilen in Böhmen ist ein Ende gemacht worden, und die Versöhnung der Parteien dürfte an Stelle der früheren unleidlichen Zustände treten. Der Unfrieden in Böhmen habe auf das ganze Reich zurückgewirkt und die Machtstellung desselben geschädigt. Die Vedentung dieses geschichtlichen Ereignisses lasse sich nicht verkennen. Dasselbe müsse in seiner Gänze anerkannt und gewürdigt werden; es muss namentlich vom Standpunkte des österreichischen Staates beurtheilt werden. Deshalb verdienen alle Männer, welche daran thrilgenommen, welche in patriotischer Erkenntnis der großen Bedeutung dieser Frage an dem Frirdenswerke mitgewirkt haben, die volle Anerkennung der österreichi» scheu Reichsvertretung. Redner beglückwünscht auch die Regierung zu diesem Resultate in der Hoffnung, dass sie auf diesem einmal eingeschlagenen Pfad? weiter fortschreite», und es als ihre fernere Aufgabe betrachten werbe, die übrigen Völker und Volksstämme zufriedenzustellen und ihre berechtigten Wünsche zn berücksichti-gen. Die Regierung möge dabei von dnn Grundsatze des gleichen Rechtes für alle ausgehen. Redner wünscht schließlich die Verwirklichung der Anliegen, der er in Bezug auf die Bukovina wiederholt vorgebracht, und erklärt, für das Eingehen in die Svecialdebatte stimmen zu wollrn. (Bravo! Bravo! rechts.) Ueber Antrag des Abg. Dr. Ritter von Kozlowsli wurde die Generaldebatte geschlossen. Die «corill'u» eingetragenen Redner wählten den Abg. Dr. v. Plener, die «pro» eingetragenen den Abg. Suklje zu General-rednern. Abg. Dr. von Plener wies auf den von den früheren Budgetdebatten abweichenden Charakter der diesjährigen Generaldebatte hin. die von dem großen Ereignifse beherrscht werde, das sich im letzten Winter vollzogen hat. Auch Redner will darüber sprechen, vorerst aber doch sich mit einigen Aeußerungen des Herrn Finanzministers beschäftigen, mit welchen derselbe seine prälimimerten Ansätze der Brantwein- und Zuckersteuer vertheidigt hat. Die Ziffer, welche der Herr Minister bezüglich der ersten fechs Monate der letzten Campagne mitgetheilt habe, sei wohl eine solche, die eine wesentlich höhere Erträgnisziffer in Aussicht stelle, als die eigentliche Erträgnisziffer des letzten Jahres. Aber heute handle es sich nicht so sehr darum, ob die in der Brantweinsteuer veranschlagten Ziffern erreicht wer-den, sondern um die Krise, die in der Spirilus'In» dustrie heute besteht und die durch die letzte Steuergesetzgebung noch gesteigert worden ist, da diese eine mit dem Consum gar nicht im Einklang stehende Productions < Ausdehnung hervorgerufen hat. Dies werde noch sehr missliche Folgen für den Staat und für die Spiritusindustrie haben. Was die Zuckelsteuer anbelangt, so weisen die ersten drei Monate der neuen Campagne wohl ein Plus von 1-9 Millionen Gulden aus; allein dir späteren Monate seien nie gleich günstig Feuilleton. Meine Ferienreise. Aroint b^W Aussee und den Dachstein mit be- M. zu Fahrgeschwindigkeit, um das gelobte Land: ^chrer ^'s her der Esplanade, auf welcher wir . 'gen Vi?M"' Äer.chignng den so überaus wohl- ^» "'ylu? des dort gebräuchlichen «Besänftig ^"', isl ^"2 auf die verrücktesten Ladies wahr- s^l^elddmm"s,lchönste Pnnkt Ischls unstreitig der I" Pllnfl ^ '^ das ein ziemlich hochgelegener, > ' wer f. ""b "ur filr Equipagenbesitzcr erklimm- ^3. sür »! """ ohne Beschwerden zu erklimmen l?« ^ls wir//"bieten ^ die herrlichsten Aussichten. l>?^ es z"°"dle obligaten Salzkammergutseen fuhren. inÄ '" ein^ «I^nml. Der Wolfgangsec lag mitten i!?l. Nicht f., ..°llk' so dass das berühmte Echo dies- Fäenz ""ctwnierte. In dem dichten Nebel mag l hrul' ,^" Altersee nicht minder, und ein 3>en a 5 ^ diesem, als wäre auch er auf Er- l,n! ^as l,3l Ul"ch den anderen Reisegenosscn, die "ick. ""inn, " ^M" siud und nicht gleich heulen ^ legren "en. I«, Winter soll es hier übrigens In Harfling am Mondsee, da gimg ein großes Wagnis los. Eine Erholungstonr ailf den Schasberg gilt als die Klimax des Salzkammergütes. einmal von wegen des Sonnenaufganges von der Spitze, nnd ein anderesmal, weil es einmal so sein nmse. Man ist für alle Zeiten comftromittiert ohne den Schafberg, und ich lasse mich nicht bemitleiden. Es wu'de folglich ein großer Halt gemacht. Für die Frauen wurden Wig. wams aufgeschlagen, wir anderen abrr, fünf Manu von erprobter Erschrockenheit und Feuereifer, machten uns an die Arbeit. Bergstöcke und Proviant wurdeu angeschafft, Cornelius kaufte Verbandzeug und Schneebrillen, die Frauen aber standen umher und weinten zum Herzzern'ißen. Auch Cornelius weinte dabei bittere Thränen über seiuen «wahnwitzigen» Unternehmungsgeist, während er sich von seiner reizenden kleinen Frau alle erdenklichen Hindernisse in den Weg legen ließ. um doch zurückzubleiben. Als wir endlich, voran einen Führer und hinten einen, den Abmarsch antraten, da gieng uns ein Geplärre nach. dass es ein Jammer war. «Dass wir uns ja vor den Eisbären m Acht nehmen!» — «Ou die Gemsen nicht vielleicht den-noch Naubthiere seien!?» Großes Lachen. «Ei, was, man könne nicht wissen, die Naturgeschichte wisse auch nicht alles!» Der Aufstieg gieng, wie aller Anfang, schwer. Um so schwerer gieng die Fortsetzung. Cornelius hielt sich vom Anbeginne an die Führer. Zwischen diesen und ihm elltwict>lte sich sofort eine Art stillen Cartells, wornach im Falle nner Katastrophe Freund Cornelius zuerst, und zwar vollständig gerettet werden müsse. Hinwiederum versprach Herr Cornelius auch seine vollste Mitwirkung, falls die Führer etwa verunglücken sollten Wir stiegen aufwärts. Dab.i fiel uns die glühende Sonne in den Nacken, nnd senkrecht wie ein stiller Sommerregen troff und plätscherte es in dicken Schwr.'ß. thränen vor uns auf den Boden nieder. Wortlos, keines Gedankens fähig, schleppten wir uns dahin, keuchend, schnaubend, pusteud, athemlos und jeden Moment bereit, das Zeitliche zu segnen, wenn es nicht bis dahin zu spät wird. Nur Cornelius' öfterer Appell an die Führer, sich nicht zu rasch hinauszuwagen und an ihre vertragsmäßige Humanität nicht zu vergessen, hin nnd wieder auch meine frommen Stoßgebete für das ewige Heil der Hlfwder dieser Sommergenüsse gaben voll Zeit zu Z>>it zu erkennen, dass oben nicht sieben wahnsinnig gewordene Steinböcke, sondern denkende Menschen hintereinander trabten. Tief unten in den Thälern begann es zu dunkeln. In den Seen zündete die untergehende Sonne, gkich dem fliehenden Feinde, mächtige Feuer an, in den Nie« deiungen giengen breite Schatten nieder, und slocbges Gewölle hieng sich an Strauch und Baum. Wir befanden uns auf steilem Felsgrat, aus hellem, mächtig geklüstetem Kalk, hoch oben aus dem Ansüea/ d?3 letzten l'aibacher Zeitung Nr. 90. 728 21. April lM.___ wie die Anfangsmonate, und dann sei noch zu bedenken, dass in Ungarn die neue Zuckerindustrie in einer Weise gefördert werde, dass sie nicht bloß den einheimischen Bedarf decken, sondern auch einen wesentlichen Export erzielen werde. Die Lage der Finanzen habe sich wohl gebessert, aber die Besserung sei noch eine labile, und viele Posten haben noch einen sehr veränderlichen Charakter. Eine entschiedene Minder-ausgäbe habe z. B. das bedeutende Sinken des Goldagios erzielt, das heuer nur mit 20 pCt. berechnet werde, während es im Vorjahre mit 25 pCt. eingestellt war; aber durch eine ungünstige Zeitungsnachricht könne der ganze Gewinn in ihr Gegentheil verwandelt werden. Auch bei den gemeinsamen Angelegenheiten ergebe sich ein Mindererfordernis von ungefähr 4 Millionen Gulden. Daraus folge aber, dass das heurige Budget trotz seiner günstigeren Chancen ungünstige»-stehe als im Vorjahre; sehr leicht könne das Gleich« gewicht gestört werden und ein Deficit erscheinen. Wenn der Herr Finanzminister hervorgehoben habe, dass er in der Lage war. die Bedürfnisse ohne eine Finanz-Operation zu decken, so möge nicht vergessen werden, dass ihm aus dem außerordentlichen Credite des Jahres 1888 ein Ueberschuss von 15 Millionen Gulden zur Verfügung stand. Redner wendete sich hierauf der Besprechung des deutsch-böhmischen Ausgleiches zu. Dieser Ausgleich sei mit solcher Heftigkeit angegriffen worden, und zwar von verschiedenen Seiten, dass Redner es für seine Pflicht hält, seinen Standpunkt in dieser Frage zu kennzeichnen. Insbesondere heftig sei der Angriff von antisemitischer Seite gewesen, welche Partei Redner die Iungczechen der Linken nennt. Der Ton, in welchem Abg. Türk gegen den Ausgleich sprach, habe sich sehr unoortheilhaft von der Art und Weise des Abgeordneten Dr. Gre'gr unterschieden, welcher gemäßiqt sprach. Ueber persönliche Angriffe, wie den Vorwurf der Streberei und der Minister-Candidatensucht. fühlt Redner sich erhaben, und er könne dies auch im Hinblicke darauf, dass ja schon einmal vor Jahren mit ihm Unterhandlungen wegen Uebernahme eines Portefeuilles gepflogen wurden und wegen Nichtannahme der von ihm gestellten Bedingungen sich zerschlagen haben. Noch kleinlicher müsse es erscheinen, wenn man einem politi» schen Gegner zumuthe, dass er um den Preis eines Diners oder um ein gutes Essen zu kaufen sei. (Abgeordneter Türk: Das ist eine Entstellung!) Redner hob hervor, dass da« Verdienst an diesem Ausgleiche eigentlich einem Factor zukomme, welcher über dem Parlamente und der Regierung stehe. Der Ausgleich habe seine sehr ernste Bedeutung. Die Wünsche der Deutschen in Bezug auf Aufhebung verschiedener für sie schädlicher Maßnahmen seien bisher seitens der Regierung immer abgelehnt worden. Im Ausgleiche aber habe die Regierung diesen ihren Standpunkt verlassen. Es sei dies eine Umkehr aus besserer Erkenntnis, und er stelle dieses Zeugnis dem Herrn Ministerpräsidenten und den Herren altczechischen Abgeordneten mit Vergnügen aus. Der Abg. Dr. Gligr habe die Abgrenzung der Bezirke als den ersten Schritt zur Zerreißung Böhmens bezeichnet. Redner müsse die Verdächtigung der Loyalität der Deutschen in Böhmen entschieden zurückweisen. Die Loyalität der Deutscheu hänge allerdings nicht an dem dünnen Faden des böhmischen Staatsrechtes und an der Ceremonie der Krönung, sie habe einen festeren Halt an der Anhänglichkeit für Oesterreich uud seine erhabene Dynastie. Auf dem Teftlitzer Parteitage sollte den Vertrauensmännern der Deutschen in Böhmen das Einverständnis des deutschen Volkes mit der Führung der Ausgleichsverhandlungen ausgesprochen und d?r Ueberzeugung Ausdruck gegeben werden, dass die bisherige Politik die richtig/ gewesen sei. Der Eindruck, welchen der Redner auf dem Tep« liher Parteitage empfieng, sei der großartigste in seinem Leben gewesen. Wem von den besten Männern eines Landes, welche von Dorf und Stadt zusammenkamen, im vollen Bewusstsein der politischeu Richtung mld in reichster Begeisterung Dank und Anerkennung für selbstlose, erfolgreiche politische Arbeit iu der Weise ausgesprocheil wurde, wie dies in Teftlitz geschehen sei, den köttneu alle Angriffe, wie sie hier gefallen, kalt lassen. Man dürfe das Ergebnis des Ausgleiches uicht zu gering anschlagen. Es sei ein großer moralischer Erfolg errungen worden. Diesen Erfolg verdanken die Deutschen ihrer unentwegten, zielbewussten Politik. Weuu heute von einem Abgeordneten die Deutscheu Böhmens an ihre nationale Pflicht erinnert worden seien, so könne er darauf hinweisen, dass die Deutschböhmen zu allen Zeiten uud in allen Lagen ihre deutschen Stammesgenossen iu allen Theilen der Monarchie in ihren nationalen Interessen mit voller Kraft unterstützt haben. Die Deutschen wollen nichts anderes als deutsche Oesterreicher bleiben, aber sie wollen nicht Oesterreicher in der Form von böhmischen Unterthanen sein, was gleichbedeutend ist mit nationaler Unterdrückung. Darum sei die nationale Abgrenzung im Interesse der Erhaltung des deutschen Volksthums und zugleich ein gut österreichisches Werk. — Was das Vetorecht des Großgrundbesitzes betreffe, so lag dasselbe ursprünglich nicht in der Ansicht der Deutschen; aber es wurde als Forderung der Parität der drei Curien gestellt und konnte, da die Deulscheu aus nationalen Gründen Wert darauf legten, für die deutsche Curie ein solches Vetorecht zu erhalten, dieser Forderung nicht entgegentreten. Die Aenderung der Landesorduuug und Landtags'Wahl-ordnung habe der Großgrundbesitz auch heute schon in der Hand. Denn da zu einer solchen Aenderung eine Dreiviertel-Majorität nothwendig sei, der Großgrundbesitz aber schon heute mehr als ein Viertel aller Landtaqsmandate besitze, so könne er durch Absentieruug jeden Versuch der Aenderung vereiteln. Was die Theilung des Prager Oberlandesgerichtes betreffe, so sei es falsch anzunehmen, dass sich hiedurch gegenüber den bisherigen Verhältnissen nichts ändere. Die Errichtung zweier Abtheilungeu sei eine constitutive Organisation für das Obergericht, die einen ganz bestimmten Charakter habe. Befremdet habe ihn die Aeußerung des Abg. Dr. Rieger, dass ja der Ausgleich noch nicht perfect sei und dass bei der Berathung dieser Gesetze der Landtag die Freiheit habe, sie zu ändern :c. Die Nachconferenz habe aber wesentlich den Sinn gehabt, über die ausgearbeiteten Gesetzentwürfe eine ähnliche Vereinbarung zu treffen wie über die Ausgleichipunctationeu Durch die beiderseitige Uebereinstimmung werde, wie anerkannt worden, die rasche parlamentarische Behandlung im Landtage gesichert. Es seien diese Gesetze als eine Vereinbarung aufzufassen, für deren Durchdringung im Landtage beide Parteien einstehen. Hoffentlich werden sie trotz der Opposition der Iungczechen zur Annahme gelangen, wenn auch diese Opposition nicht zu unterschätzen sei. Redner kommt schließlich auf die neuesten Erschei-nungen in der socialen Bewegung zu spreche», welche an die Initialstadien der französischen Revolution mahnen. Damals wäre durch rechtzeitige Reformen gleichfalls manches Unheil zu verhüten gewefen. An solche Reformen solle auch die österreichische Regierung denken, doch wcrde dies mit der jetzigen Majorität Drittheils des Schafberges. Weit unten wars tiefe Nacht. Ein stiller Friede von unsäglichem Reiz lag über Thal und Firn, und bloß das ferne Silbergebimmel eines friedlichen Kirchthurmglöckleins brachte uns Kunde herauf von Meschenthum und Sorge. Da mit einemmale brannte es hellodernd auf um uns. Cs brannte in den Höhen, es brannte in den Tiefen, ein Meer purpurnen Lichtes wälzte sich über uns, und als schlügen aus dem weißen Gestein lodernde Oalben auf. war der Berg im Nu eine einzige purpurne Feuersäule. Es war ein herrliches Alpenglühen, das nur allzurasch verblich. Bald war der strahlende Purpur blass und blässei geworden, und eine kurze Weile später umfieng uns eine tiefe und dichte Fin-sternis, wie ein Grab. Eine absolute Stille lag in den Höhen, dass man das Herz des Nachbars klopfen hörte, und ein Verlassensein ergriff unsere Gemüther, dass wir regungslos hocken blieben. Ich kann nicht sagen, wie wir endlich doch auf die Berghöhe kamen. Irre ich nicht, so haben uns die Führer zu einem Bündel gerollt und wie die Schafe ins Schafberghotel hinaufgetragen. Betäubt, geschunden und wüthenden Menschenhass im Leibe kroch ich in die feuchtkalten Linnen des Hotels auf der Schafbergspihe. Dass dir Kälte die Körper zusammenziehe, habe ich da oben eingehend erprobt. Da« Bett zu kurz, die Decke zu schmal. ,ch selbst wie ein Federmesser zugeklappt. Aber ich Mies wie ein Murmelthier! Mir träumte, ich wäre tausend Meilen von den Bergen entfernt, auf einer reizenden Ebene am Ufer eines stillen blauen Sees; eine rebenbehangene Villa mit herrlicher Terrasse wäre mein Siestaplätzchen; frühmorgens wars, eine süße, ruhige Sonne vergolde mir Welt und Seele, eine lange Schmauchpfeife im Munde, schaukelle ich mich voll süßen Nichtsthuns im bequemen Fauteuil. Eiu reizendes Stubenkähchen brachte den Kaffee und die Milch uud den süßesten Honig auf den weißgedeckten Garteutisch uud ... da, bumm! pol-tert eine verruchte Faust an der Thüre und bumm! uud bumm! uud bümmer! bis ich fröstelud, nass und mit geräderten Gliedern in meine Kleider krieche und ins Freie hinauseile. .. Richtig! der Sonnenaufgang! Es war noch Nacht und eine schwarzgraue Wolle hüllte uus wie in nasse, dunkle Tücher ein. Schlottrige, schlaftrunkene Gestalten saßen, hockten und standen wie große Flecken in der Wolke, mehr schlafend noch, als wach. Da trat ein Mann vor. Es war der Wirt. «Meine Herren,» sagte er, «wir stecken in den Wolken drinnen und da gibts heute keinen Sonnenaufgang!» ... Ich habe nie im Leben so tief beklagt, ein Cultur-mensch zu seiu, wie in diesem Augenblicke. Herrgott, weuu man den Kerl nur einmal wenigstens hätte maus-todt schlagen dürfen! ? nicht möglich sein. Daher müsse eine Wandlung.'" der inneren Politik vorbereitet und neue V"hnen e>«' geschlagen werden. (Lebhafter Beifall und HändeklllW" links. Redner wird beglückwünscht.) ^ Die Verhandlung wurde sodauu abgebrochen- ^ Abgeordneten Dr. Ruß und Genossen interpellttM' den Handesminister inbetreff der Lage des östeireM schen Exporthandels und über die 'demselben spec"" durch die Zolleihöhung in Nordamerika drohende« ^ fahren. — Die nächste Sitzung findet morgen statt- Politische Ueberficht. (Aus dem Reichsrathe.) Man berichtet uus unterm Vorgestrigen aus Wien: In der heutW Sitzung des Abgeordnetenhauses gelangte Abg. S " l ! zum Worte. Derselbe (Generalredner pw) begM namens der Slovene» den böhmischen Ausgleich Interesse des Staates wie der Nationalitäten um> ^ klärte gegenüber dem Abg. Grögr. es war ein F")l der Iungczechen, im böhmischen Volke den Glauben die feste Autorität gerade in einem Momente zu ut> graben, wo die Zusammenfassung aller Kräfte noiy^ ist. Redner wünscht die Ausdehnung des «" ches auf die übrigen gemischtsprachigen Länder. A.. ralreferent Kathrein constatierte die erfreuliche ^'.^ rung der finanziellen Lage Oesterreichs. Ein h^ Factor beauftragte die Regierung, die heikle, , wickelte Frage in Böhmen zu lösen; es ^ dies ein Zeichen des Vertrauens, welches « Stärkung der Stellung der Regierung bn"'^ Das Budget wurde mit großer Majorität als ^> läge der Specialdebatte angenommen. Hierauf beg die Specialdebatte. Beim Capitel «Hofstaat» besaM,^ sich Abg. Lueger gegen gewisse Beamte, welche es ^ Vorjahre verhinderten, dass der Kaiser eine Dtp'" der Kleider-Genossenschaften. welche eine Pet'^" " «e reichen wollte, nicht in Audienz empfieng. Gras ^ ^, betonte, in keinem Lande kenne man einen so """Me derten Verkehr zwischen dem Monarchen und dem als in Oesterreich; es sei leichter zum Kaiser ä"^ langen als zu irgend einem kleinen Manne. " ,^,, wurden die Capitel «Hofstaat», «Cabinetslanz^ «Reichsrath» uud «Reichsgericht» angenommen-Verhandlung wurde bei Capitel Ministerrath aM chen. Nächste Sitzung Montag. , ^ (Dr. Rieg erundGre" gr.) Die «Presst'^,, einen Vergleich zwischen den Persönlichkeiten der ,^ Czechmführer, zählt die Verdienste Riegers "'" ^ Voll auf, und fragt dann: «Welches aber ^^ Verdienste Orögrs und seiner Cumpane um das cz"? ^ Volk?» Nie'hätten diese etwas anderes gclym.^ das Volk in eine ungerechtfertigte Unzufrieden^'^ eiuqchetzt. Auch in ihren Reden zeige sich denu»H <^ Unterschied. «Doch was nützt es. dass das so"^ „,de Recht auf Seite des Ausgleiches und seiner 6 ^ ist? Während Grsgr in Wien sprach, — so "" „ ei" heute gesagt — eroberte seine Partei in "oy'" „^ Mandat, welches die Altczecheu seit Beginn dtt " ^ tutiouelleu Aera innegehabt. Ja wohl. es lst ^c läugnen: Die brutale Ziffer diefes und so " ^ früherer Wahlergebnisse lässt nicht daran z^e» dass ein erheblicher Theil der czechischeu WMer^s Herrn Gre'gr auf den Leim geht uud dass dies^ ^ ^ der Corrumpieruug der öffentlichen Meinung .^ chischen Volke noch nicht seinen Höhepunkt üb"!"^l hat.» Trotzdem dürfte aus dieser Thatsache no^^„ auf eine Gefährdung des Ausgleichswerles g^ werden. „M' (Der Oberste Gerichtsho f) h^ >>' den, dass für die Prioritäteubesiher der Sno° ^ll> Angelegenheit des Coupouabzuges ein Cnrato " ,^ werden soll. Der Coupon der dreiprocentlgen ^„cö täten beträgt 15 Francs, wird jedoch nur mit i^" ^ d. i. mit je 6 Francs 50 Ceutimes. honoriert- ^ ^> Abzüge ist die zehuproceutige Einkommcn!te"^F 1 Franc 50 Centimes und die Cütegebür an t>e Börse mit 50 Centimes enthalten. , d^ (Die Bezüge der Suppleute" '^!^ Armee.) Der Landesvertheidigungs-Mimster ' ^„e bereits telegraphisch gemeldet, dem P"la>"^si< Gesetzentwurf vorgelegt, wornach den ber ^ gM Macht augehörigeu Supplenteu au den staatWU' ^M'^ schulen. Lehrerbildungsanstalten und nautisch." ^ insoferne sie beeidet sind. auch im Movllijl^ die Bezüge fortbezahlt werden sollen. ^^ (Hausners Nachfolge r,)^Vei de^^ raths.Ergäuzuugswahl im Städte-Wahlbezir" ^ Stryj-Drohobycz wurde an Stelle Hausner» sitätsprofessor Gustav Roszkowski gewählt. ^,i^ (Räküczy's Asche.) Klausenburger Wählern geplanten H""'^' W^ irdischen Ueberreste Rälüczys's II. wird 'M». M^ Thaly. der mit Titularbischof Fraknül ' ^'>t St. Benedictiner.Kloster der Lazaristen wem«. ^H «EgrMtes. mit. dass nach den Erklärung' ^M , per'iors 1'. Franz Lobry aus eiue AusfolgUW Räküczy's keine Aussicht vorhanden sc>. Laibacher Zeitung Nr. 90. 729 21. April 1890. . (Deutschland und Russland.) Wie man 5'Pol. Corr.. aus Petersburg meldet, werden die Mchen Heeresmanöver. welchen Kaiser Wilhelm II. ?°Wn soll. Mischen Petersburg und Narva, in der D?n Fnüschen Meerbusens abgehalten werden, "us «ager von Krasnoje Selo wird den Ausgangs-^nlt der Manöner bilden. Der deutsche Kaiser soll ., > der Jacht «Hohenzollcrn» nach Peterhof kommen, r von zwei Avisodampfern begleitet sein wird. Im Men von Kronstadt wird die kaiserliche Jacht von n kchffrn des Ostsee - Geschwaders begrM werden. Ail l ^ ^"^ ^'^o ^^^r anderem auch den aus ^tt>'s des Namensfestes der Kaiserin am 3. August ^ -fttterhof zu veranstaltenden Festlichkeiten beiwohnen. ^ uers m.ldet man dorther, dass das Hintreffen des 29 w" von Neapel in Petersburg nunmehr für den La',.^' angekündigt ist; er dürfte in der russischen v"UWadt einen mehrtägigen Aufenthalt nehmen. Nen, Spanien) dauert trotz der für die ^. mrung andauernd günstigen Haltung der Cortes alz A°!,dr. der Generale ungeschwächt fort. welche es ben b ^'b^g ansehen, eigenmächtig Politik zu trei-jh ' ^"m dass eben erst General'Daban den über »etret !"^^" zweimonatlichen Arrest in Alicante an-bkbo ^' >?^' ^ ^^" ^on wieder die Generale Sa-Hera»« c ^^urbon eine gleiche Maßregelung wider sich Nttale s ^^ ^^^ ^" erstgenannten der beiden Ge-lNun^l.1 "^"^ Kriegsminister gleichfalls eine zwei-"sficier ^ Alreststrafe verhängt worden. — Cavalleric-einer < ^^ Antonio von Montpensier soll wegen Diz^/.Amentswidrigen Urlaubsreise ins Ausland in ^p'"b'lM verfemt werden. ch^^".lNom) soll in nächster Zeit eine italienifch-de>, °,°Me Gesellschaft, ähnlich der bereits bestehe». Leben 'c ""b deutschen Gesellschaft dieser Art. ins bürste ^"'"' werden. An die Spitze der Gesellschaft Kl' °i" ehemalige italienische Consul in Zanzibar. ""u>> treten. leitet ^ ^ ^ ° nz ö s i sch e Kriegsm i n isterium) «egend ?"be Manier in Nordfrankreich in der Um- ^"erals m n '^"' ""' "^^^ ""^ Leitung des llMent^ s stattfinden werden. Dieselben werden b'dinet ^ Versuchen mit ranchlosem Pulver ge-»euen Tal'.', ^"^^slchUich die Nothwendigkeit einer lung era3 Veränderungen in der Üniformie- lchlli,,^ " ^ ?i ^ ersburg) wird gemeldet, dass Vor-^absiH.i'^^?^n werden für eine im nächsten Jahre -.^M Reise des Zaren nach Mittelasien. Tagesneuigleiten. Ü^ndbla^^ der Kaiser haben, wie das «Präger ^ohnel ! "eldet, für die durch Braud veruuglückten von Chrobold 400 fl. zu spenden geruht. !'^et^nz^"hi°hrsparade in Wien,) Man be- M der K "."/""" Vorgestrigen aus Wien: Se. Maje. ^sftarat», "°^ ^ute die Revue der zur Frllh. Ahnten k° ""^""ckten Wiener Garnison ab. Vom Hofe "'"er ^ /°"de die Erzherzoge Albrecht. Salvator, ?'l den l/, V^°g Cumberland und Prinzessin Gisela " deutle, ^""" Töchtern bei; ferner Graf Kälnoly, ^lhes '^^"schafter Prinz Reuß und die Militär- ^Ulne s^""^." Missionen. In dem reservierten ^crais ^. " ^ch der französische Botschafter Graf ^"be ^. mehrere Gesandte ein. Das massenhaft an« " Änlunf? - acclamierte den Kaifer stürmifch bei Mt wie bei der Abfahrt. . Ech>,e5 , '^'ebe"e Geschwindigkeiten.) ?"^ 0'0m. "ach Dr. A. Winlelmann in der Se-«, ^! ein ^ ^^" ^"nlck; der Mensch im Schritt Mel I.^chnceschnhlciufer 2-95; Hallcy's Komet im ? ^indsntt' " gellste Fluss 4 00; ein Luftballon ^' der s^«^ ^n Schnelläufer 7-1; eine Fliege »° frisch, U"^e Dampfer 6 5; ein Vicycle 9-7; ^be 67 staube 87-0; der Orkan 45-0; eine h ^ «ust 5>^ ^" ^"^ Cyklon 116'0; der Schall Ki "enluael >^"' b'e Luft im Vacuum 337-0; eine Ie do», ^' "^'0; eine Flutwelle 800 0; Steine des Ke. bei ib, ^ ^^ lich vom Gipfel losgelöst haben. E ^°"d i.? ?^e zu Thale ein Kilometer zurück; 40 ° 7'6- ^' " Explosion der Schießwolle 5'8; die 11.'^! der' y «. ^ 29 5; Sternschnuppen im Mittel tz> "; de^ 3 ^"" ^^i der Telegraphenstrom t>a« in,N,-„7"ductillnsstrom 18,400; der elektrische ^lcht I^^000;BlitzeninSonnenfllckcn 200.000; !h^°ß.n^p"^ Hochzeitsrede des Bischofs Kid, " die ^ ^^ vergangenen Montag fand in l^"htes an^""""U der Tochter des Professors des ^ ' Ellaen?« ^gramer Universiiät, Conte Vonjovic. !vy>>en ". ܰ" Vo"j°viAufwand ins. gesammt auf 1,418.000 fl., das Vermögen des Vereines mit Iahresfchluss auf 11,900,000 fl. Ebenso hervorragend wie auf wirtschaftlichem Gebiete erscheinen auch die Leistungen des Veamtenvereines in humanitärer Beziehung. An mittellose Vereinsmitglieder und deren Angehörige wurden im Jahre 1889 in 792 Fällen Unterstützungen, Curbeiträge, Unterrichts- und Lehr-Mittelbeiträge sowie Stipendien im Vetrage von 28.112 st. bewilligt. Der Beamtenverein brachte im Jahre 1889 ein sehr lebhaftes Interesse der so nothwendigen Regulierung der Ruhegenüsse der Witwen und Waisen von Staats-bedienstelen entgegen. Er betheiligte sich in ausgedehnter Weise an dem in dieser Angelegenheit am 8, December 1889 abgehaltenen Veamtentage in Wien und beförderte nachdrücklichst die Maßnahmen zur Erreichung des angestrebten Zieles. In den verschiedenen Theilen der Monarchie zählt gegenwärtig der Veamtenverein 89 Localgruppen und 75 Consortien. Aus dieser Darstellung erhellt, dass auch im Jahre 1889 der Veamtenverein seine Ausgabe, so weit nur thunlich, gelöst, auf wirtschaftlichem Gebiete aber erfolgreich thätig war. Die Versammlung, welche dem Vortrage des Herrn Vorsitzenden mit lebhaftem Interesse folgte, nahm diesen Bericht zur erfreulichen Kenntnis. AuS den weiteren Mittheilungen des Herrn Landes-schulinspeclos Smolej über die Chronik der hierländi-gen Mitgliedergruppe und über die Thätigkeit des Local-ausschusses sowie aus dem von der Versammlung genehmigten Rechenschaftsberichte für das Jahr 1889 geht hervor, dass diese Gruppe im Laufe des bezeichneten Jahres durch den Tod neun Mitglieder verlor, worunter namentlich zwei Ausschussmitglieder, brn Obmann des Consorlialvorstandcs Herrn Rechnungsrath Lorenz Haubih und im Aussichtsrathe das Mitglied Matthäus Krec, landschafllicher Secretär. Die Versammlung ehrte das Andenken der Dahingeschiedenen durch das Erheben von den Sitzen. Die Gesammtzahl der Cnde 1669 zur lrainischen Gruppe glhörigen Mitglieder betrug 421, von denen auf die Lebensversicherungs'Abtheilung 305, auf das Spar-und Vorschuss-Consorlium 116 entfiilen, und waren bei dem letzteren noch andere 114 Mitglieder betheiligt, welche zugleich auch der Lebensversicherungs - Abtheilung angehörten. Der Stand der auf diese Mitgliedergruppe entfallenden Versicherungsverträge betrug Ende 1889 319 mit 423.079 fl. Capital und 88 fl. Rente. Erloschen sind im selben Jahre durch den Eintritt des versicherten Ereignisses, bann durch Domicilwechsel tt. 29 Verträge mit dem Capitale pr. 36.589 st. und hinzugewachsen 21 Verträge mit dem Capitale pr. 28.100 fl. Bei dem Localausschusse wurden an die Angehörigen der im selben Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder 9300 st. Versicherungscapital, den hilfsbedürftigen Mit-gliedern 230 fl. an Unterstützungen, Lehrmittelbeiträgen «. ausbezahlt und aus Anlass des 25jährigen Jubiläums des Bestandes des Beamtenvereines an drei Vramtens-Witwen 50 fl. vertheilt. Nach Erstattung dieses Berichtes seitens de« Herrn Vorsitzenden berieth die Versammlung über einen Antrag auf Zuwendung der reinen Ueber-schlisse des Beamtenvereines zur Erleichterung der Prämien-einzahlung älterer Vereinsversicherter, dann über Amen-bementsanträge zu diesem Gegenstände und beschloss endlich, die entsprechenden Schritte zur Erwirkung einer Prä-mienherabsehung, beziehungsweise Vertheilung der Ueberschüsse einzuleiten. Ebenso berieth die Versammlung über die mehrseitig vorgebrachten Wünsche, dass den pensionierten l. k. StaatSbeamien in gleicher Weise wie den activen Fahrpreisermäßigungen auf den Eisenbahnen zugestanden werden, dann dass bei der gesetzlich eingeführten Unifc»r-micrung der Staatsbeamten insbesondere für den internen Dienst bei gewissen Branchen ein praktischer Dienst-Unisormrock eingeführt werde, und beauftragte den Local-ausschufS, die diesfalls gestellten begründeten Anträge zur Kenntnis der berufenen Behörden zu unterbreiten, eventuell mit Petitionen an dieselben heranzutreten. — (Der 1. Mai.) Die vorgestrige «Wiener Abendpost» veröffentlicht folgendes Communique^: Wie wir erfahren, sind die Vorstände der in staatlicher Verwaltung stehenden Betriebe dahin verständigt worden, dass für die Regierung lein Anlass vorliegt, am 1. Mai, welcher weder ein Sonntag noch ein Ferialtag ist, in die^n Be» Laibacher Feituua Nr. 90. 730 21. April 1890. trieben die Arbeit einstellen zu lassen. Demgemäß sind die betreffenden Vorstände angewiesen, im Falle an sie Ansuchen um Unterbrechung der Arbeit am 1. Mai seitens der Arbeiter gerichtet werden sollten, denselben zu bedeuten, dass es nach den bestehenden Dienstes-Instruo tionen nicht möglich sei, darauf einzugehen. Zugleich wurde den Betriebsleitern der Auftrag ertheilt, die Arbei« ter vorkommendenfalls mit entsprechender Mäßigung, aber mit aller Bestimmtheit darauf aufmerksam zu mache,,, dass sie für allfällige eigenmächtige Arbeitseinstellungen die Ver» antwortung felbst zu tragen hätten. — (Cin glücklicher Fischer.) Man berichtet uns aus Krainburg: Für Fischereiliebhaber dürfte es von Interesse sein zu erfahren, dass der Fischzüchter Herr Ferdinand Kumer das Glück hatte, im Laufe dieses Monates zwei noch nicht verlaichte Huchen, einen prächtigen Rogner und einen zierlichen Milchner zum Zwecke der künstlichen Fischzucht in der Save bei Kram» bürg mit dem Netze zu fangen. Die beiden Huchen wur» den der Ausstreifung unterzogen, und die (über 6000 Stück) embryonierten Eier werden in der den Herren F. Kumer und Franz Sedlar gehörigen Brutanstalt zu Ralovca bei Krainburg in Brutapparaten californifchen Systems zum Ausbrüten gebracht. Es verdient erwähnt zu werden, dass die Herren Kumer und Sedlar zu den tüchtigsten und strebsamsten Fischzüchtern zu zählen sind, da sie in uneigennützigster Weise die Auszucht edelster Fifchforten sich angelegen sein lassen. Die Genannten haben in den letzten Jahren weit über hunderttausend Jungfische von Forellen, Aeschen und Huchen in die von ihnen gepachteten Flüsse eingefeht. Ihre Bemühungen müssen als sehr er» spriehlich bezeichnet werden, da die Vermehrung der Edel« fische im Kanlerstusse, im Ralovcabache wie im Save« flusse bereits in deutlich erkennbarer Weife zutage tritt. Da der Laich des Huchens außerordentlich schwer künstlich zu befruchten ist und embryonierte Hucheneier nur schwer zu erhalten sind, sollten die Fischzüchter wie auch die Naturfreunde es nicht unterlassen, die Brutstätte in Ra» kovca zu besichtigen. Xosmaö. — (Gewehr - Visitierspiegel.) Wie man uns mittheilt, beabsichtigt das persische Kriegsministerium das österreichische Mannlicher'Gewehr einzuführen. Der dem persischen Arsenalchef in Teheran zugetheilte persische Instructionsofficier Schüller bestellte eine Muster« sendung der vom Oberlieutenant Herrn Fridolin Kaucic construierten Gewehr - Visitierspiegel von der «Ersten Gottscheer Hausindustrie» in Laibach, welche das aus« schliehliche Recht der Eizeugung dieser Spiegel besitzt. — (Felsabsturz.) Wie bereits gemeldet, stürzte Samstag nachts an der Südbahnstrecke Trifail-Sagor eine bedeutende Geröllmasse auf das Nahngeleise, wodurch ein Lastenzug zur Entgleisung gebracht, jedoch lein nennens« werter Unfall verurfacht wurde. Der nachfolgende Courier» zug konnte die Stelle natürlich nicht passieren, und wurde aus diefem Grunde ein Hilfszug aus Laibach abgesendet, um die Passagiere und die Post des Courierzuges zu übernehmen. Im Laufe des Vormittags wurde das Geleise wieder freigemacht. — (Personalnachricht.) Der k. k. Notar Herr Maximilian Kossr wurde von Idria nach Pettau versetzt. — (Sanitätswesen in Krain.) Nach dem Stande des Jahres 1687, beziehungsweise 1888, gab es in Krain Krankenanstalten 8 mit einem Krankenstand von 3876 Personen, Irrenanstalten 1, mit 478 Kranken; Taubstumme gab es 501, Blinde 353, Cretins 287, Gebäranstalt bestand 1, Findlinge zählte man 25, die Anzahl der jährlichen Impfungen betrug 13.466, Eur-orte gab es 6 mit 3592 Curgästen. Die Zahl der Med.'Doctoren betrug 49, der Wundärzte 38, der Thier« ürzte 9, der Hebammen 333; Apotheker existierten 20. — (Das «weiße Kreuz».) Der Zweigverein der österreichifchen Gesellschaft vom «weißen Kreuze» für Krain in Laibach versendet soeben seinen Jahresbericht pro 1689 sowie das Jahrbuch des Centralvereines in Wien an seine Mitglieder, ebenso die Iahresmitglieder-larten gegen Entrichtung des Jahresbeitrages. Beitritts« anmeldungen nimmt das Vereinspräsidium entgegen. — (Impfwesen.) Im Ministerium des Innern werden in den nächsten Tagen über Antrag des Obersten Sanitütsrathes zum Zwecke der Klarstellung einiger wich« tiger, bei der bevorstehenden Reform des Impfwefens in Betracht kommenden Momente commissionelle Verathungen von Fachmännern im Impfwesen stattfinden. — (Schadenfeuer.) In Vizmarje nächst Laibach brach Freitag abends beim Besitzer Anton Cepelnik Feuer aus, welches sich trotz energischer Löscharbeiten rasch ausbreitete und in kurzer Zeit das Wohnhaus und die Wirt« schaftsgebäude des Genannten vollständig einäscherte. Der durch den Brand verursachte Schaden wird auf über 2000 st. gefchätzt, wogegen die abgebrannten Objecte nur mit 1000 fl, versichert waren. Dem energischen Eingreifen der Feuerwehren von St. Veit und Schischka gelang es trotz Wassermangel, den Brand zu localisieren. Die Entstehungsursache des Brandes ist nicht bekannt, doch vermuthet man, dass das Feuer gelegt worden ist. — (Eine wichtige Entscheidung.) Der Oberste Gerichtshof hat ausgesprochen, dass ein Notar, welcher sich eine« m feiner Kanzlei angestellten Notariats« canbibaten als Zeugen bei der Ausstellung einer Urkunde bedient, sich eines Disciplinarvergehens schuldig mache; zugleich wurde der Grundsatz aufgestellt, dass auch bei dem Disciplinarverfahren Unkenntnis des Gesetzes nicht entschuldigt. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hält Mittwoch, den 23. d. M., abends um 6 Uhr eine außerordentliche Generalversammlung im Vereinslocale (Civilspital) ab mit nachstehender Tagesordnung: 1) In« nere Angelegenheiten, darunter die Wahl der Delegierten zum nächsten Aerztevereinstage in Troppau; 2.) Referat über die Reform der Apotheker; 3.) allfällige Anträge und Demonstrationen; 4.) Regierungsrath Dr. Kees« bacher: Fortsetzung seines Vortrage« über Tuberculose. — Nach der Versammlung findet eine gesellige Zusammenkunft im «Hotel Elefant» statt. — (Todesfall.) In Wien starb, wie das «Wochenblatt, erfährt, am 12. d. M. Adolf Graf Ledebur - Wicheln, Gutsbesitzer, im Alter von 48 Jahren. Vor seiner Uebersiedlung nach Wien hatte Graf Ledebur durch eine Reihe von Jahren in Laibach gelebt. — (Aus Pola) meldet man uns: Das k. und k. Reichs-Kriegsministerium, Marine-Section, hat das Fräulein Amalie Spoljaric zur definitiven Lehrerin an der k. und l. Marine - Volks - und Bürgerschule für Mädchen in Pola ernannt. — (Vom Wetter.) Der allgemein noch herrschende niedere Luftdruck bei steigendem Barometer im Westen läfst für die nächsten Tage in unseren Gegenden unsicheres, zu Regenfällen neigendes kühles Wetter erwarten. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 20. April. Der Befehl des Militär-Stations-commandos gibt kund, der Kaifer habe die Allerhöchste Zufriedenheit über das fchöne Aussehen und die sehr gute Haltung der bei der heutigen Parade ausgerückten Truppen ausgedrückt. Miihrisch-Ostrnll, 20. April. Im Streilgebiet ist alles ruhig. Zahlreiche Verhaftungen von Rädelsführern wurden vorgenommen. Die Bergleute beginnen ihre Forderungen zu formulieren, nämlich: Achtstündige Schicht, Lohnerhöhung, Entlassung der missliebigen Beamten und Amnestie für die Streikenden. Budapest, 20. April. Die Oberstadthauptmann, schaft bewilligte den für den 1. Mal projectierten Nrbeiterumzug nicht, erklärte jedoch, sie habe nichts einzuwenden, wenn die Arbeiter auf einem von der Stadt zu überlassenden Platze eine Volksversammlung abhalten wollten, falls der Aufzug getheilt in kleineren Gruppen erfolge. Berlin, 20. April. Gestern fand unter dem Vorsitze des Reichskanzlers eine Sitzung des Staatsmini, steriums, sodann ein Kronrath unter dem Vorsitze des Kaisers statt. Dem «Reichsanzeiger» zufolge bildete den Gegenstand der Berathungen des heutigen Kronrathes die Schnlfrage sowie die Frage der Errichtung eines Denkmals für Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich. Potsdam, 19. April. Erzherzogin Marie Valerie ist zum Vesuche des Erbprinzen und der Erbprinzessiu von Hohenzollern hier eingetroffen und besuchte nachmittags das Kaiserpaar. Potsdam, 20. April. Erzherzogin Marie Valerie besuchte heute vormittags Berlin und kehrte abends nach Frankfurt zurück. Rom, 20. April. Der Papst emftfteng heute 6000 italienische Pilger und erklärte, ihr Erscheinen habe einen besonderen Wert angeblich des großen Krieges der Secten in Italien gegen die Kirche. Italien könne nur zwei Lager haben, die z>lm Papst und den Bischöfen haltenden Katholiken und deren Feinde. Die Neutralsein-wollenden sind Feinde. Der Papst beglückwünschte die Pilger, die durch ihr offenes Glaubensbekenntnis zugleich die wahre Liebe zu Italien beweisen. Se. Heiligkeit ertheilte schließlich ganz Italien den Segen. Paris. 19. April. Stanley ist heute hier einge-troffen. Derselbe erklärte, dass er für die Zukunft leine Project« habe. Seine Mission in Afrika fei vollendet. In England wolle er ausruhen und dann vielleicht nach Amerika abreisen. Vorläufig lege er an sein großes Werk: «Wie ich Emin Pascha fand», die letzte Hand an. Toulon, 20. April. Carnot empfieng in feierlicher Audienz den Commandanten des italienischen Geschwa-ders Admiral Lovera, welcher ein Handschreiben des Königs Humbert überreichte. Kopenhagen. 20. April. Im Slaatsrathe genehmigte der König das Budget und ermächtigte den Finanzminister zur Verwendung von 400.000 Kronen zur Erweiterung des Freihafens. Belgrad, 19. April. Die Sknpschtina hat ein Gesetz angenommen, welches die Erzeugung, die Einfuhr und den Vertrieb von Pulver, Dynamit und Explosiv-stofien als Vorrecht des Staates erklärt. Sofia, 20. April. Major Panica ,md sm< ^ plice Stamenuv versuchten ihre Wächter zu besteh und zu entfliehen. Die Flucht misslaug aber iwv > werden daher strenger bewacht. Angekommene Fremde. Am 18. April. Hotel Stadt Wien. Schweinburgcr, Lamprecht, Vogt, H>' Rosenberg. Ttöhler, Kaufleute, Wien. - Poser. M°M«^ Vaucrmaun und Euder, Werkmeister, Wien. ^ KolM. "'^ sender, Salzburg. — Iurz, Realitäten-Besitzer, Kanw' < Muli, Klagenfurt. — Hausza, Nrandstätter, P""I ^. Seilern. Baron Kellersperg. Graz. — Pozbeuörl, M<>> Coro, Postmeister, Trieft. Hotel Tiidliahlchof. Sturm, Reisender; Geiringer, Wien-Hotel Elefant. Freund, Hamau, Steiner, Popper, Kau," Somernitz, Franl, l. l. Militärintendaut, Wien. Am 19. April. ^, Hotel Elefant, v. Herrenschwand, Generalmajor, Graz. -^ ,^ Waldstein, Böhmen. — Deutsch, Wemcr, Somarih. H, Werner. Müller, Haman, Kaufleute; Gotz, Riedl und "" Reisende, Wien. — Eylscr, Theater. Director. Klagensu" , Ialobi, Privatier, Graz. — Lena>cic. Selzach. -" U ^e, Holzhändler, Stein. — Schweitzer, Kaufm., Berlin. - ^ Neumarltl. — Koftolout, Lovrana >.„!^s, Hotel Stadt Wien. Kirchhof, Tetzner. Kaufleute; v" Görstner, Slavil, Privatiere; Kirchenlieder, Hohenberg. ^ — Baron Somarugga. Gürz. — Knobloch, WseroM', Slodler, Graz. — Fried, Kaufmann, Brunn. , „ ^ Hotel Kaiser von Oesterreich. Richard, Monteur, W"^ Dobrin, Neumarltl. — Cihal, Karlstadt. M^ Hotel Sliobahnhof. Kleinsasier, Ingenieur, Graz. -, "/,,,„tec. und Soldatsch. Studenten, Cherso. — Feil, ValM" Simmbach. — Moser. Wien. ^<» Verstorbene. , Den 18. April. Francisca Grebenc, Agentens" ^. 5 Mon., Ialobsplah 9, Fraisen. - Milan Vorst»", " ^ besitzers'Sohn, 2'/« Mon., Hühncrdorf 4, Fraisen. ^.„, Keber. Arbeiters.Tochter, 5'/, Mou.. Ziegelstraßc 35, st"', ^, Den 19. April. Johann Mral, Knecht. ^^'.I„ thal 11, Tubcrculose. — Marjana Trampus, Koch". «^. Kuhthal 11, Caries.Pyämie. — Franz Ieriua, Auskocht" Sohn, 4 I., Truber-Gasse 2, Scrophulosis. . .^M, Den 24. April. Francisca Zitnil, VesthecS" 1 I., Karolinengrunb 1b, Bronchitis. Volkswirtschaftliches. Localbahn Liirstenfeld-Oartl>erg. ^ In der vorgestrigen Sitzung des Eisenbahn«^ D< wurde, nachdem die Regierungsvorlage, betreffe»!» ,^ fi>c änderung des Gesetzes vom Jahre 1877 (Mar.'"^ ei^" den Personenverkehr auf den österreichischen Eiseübah"^'^ ^ Referenten zugewiesen worden war, der von der ^a" >, Z»' gebrachte Gesetzentwurf inbetresf der Vedinaunacn ^ B gcständnisse für den Bau und Betrieb ciner iiocc"^ „B Fürstenfeld nach Hartbcrg in Verhandlung a"°,a" ckters< > Victor und ^------ ^— DeDöt der k. k. Generalstabs ^art«!l^v ^" ' 9?"^ bnofi. 138 7»1»9 25 "k^ r K.« ,«r' .^"""" l°" ll- l43.?5 144 25 "l °, »_^ ,,,' . . . 50 fi, 179'— 179!,0 °«°M,'Mbl. ^,»o st, . , 15(.-15N80 ^.^^"dlenle, steuerfrei , Nc» 20 110 40 ^NNllienrf»,«.. steuerfrei . i«»i 05 1^1 »5 «llinidvtrschreibunneu. ^Vb°>'. w «, steuerfrei . „«-?<,„»- Vn^'^N <" Eilber . ,18 - N8 7b dM°A°> '""> ft, HW, . . «44— 247'- bkl>° L^> '^^« !">" st- ». w 222 50 223 5.0 llllllbN^ ?°' ^"" kl' ° 's' "3— "3 k.0 de, ° !ü?Ä''Wr 2z^,"'"M°rl4«/,. . , 1,8 75 119- 97 «5 «8 25 "«rz?, «ahn «mlss, l884 98 — 9« ec ^N"nle4°,, , , , . K.8 80 ,03'- lln«,K"""e l>''/„ , , . 98-90 99 10 "° ^''b'«"I,^<1fi.ü,W.V. 11740 1,7 80 "° Wc!,,.!, ^K°>' bI 187« 114 »» Ilk »5 >k.'''>"",b '""««.«' „z,7^«g., ^"l'^n.i.«! ^ !i"fl«. W, 135 75,86-- Veld Ware Gruudentl.-Oblilllltionrn (für INl» fl, CM.), b°/n «allz,fche...... loii — 1U6 — ö°/n mührlfche...... ll)9 l>o Ilo — 5°/u Kraw unb »llstenlalld . . —'— — — b°/n niebeiösterrelchüche , . . 109— 110 — b°/„ steirische......-.------------<- b"/^ trnlltlsche u»b Ilavonljche . —>— ..--- 5"/, Nebenburgliche . , , . — — —>. b"/„ lemefer «a»a< , , .... —-— 5"/„ uügarlfclie...... 88 8« 89 — Aude« öffentl. Anlehen. Do»all.«eg..L°!e .v/« «<«> ft- - 12N?b ILl i<» d!«, llnlellie ««7« . Nbr^enlillu !N»!el,>» verln«, 5"/« »g 50 9S — Pfllnddrlefe (für K»l, si,), Uot>encr, all«, oft, 4°/, V , 117-5» UN »b dlu. . 4>/»°,,>, , . 101 b0 10U-- dto. » 4°/^ , . , 98-L5 9»'?s> bto. Pram. Lchuldverfchr, «°/, »08 Ll 1087» Oesl. ^ljpütheleüblli'l IVj. ül>°/„ lUl-Lb 102-25 Oeft..ung, Ban» verl, 4'/,°/« . «01 — lui 5« betto » 4°/„ , , 100 10 l00 7» detto 5«j«hr. » 4°/„ . , lN0 l0 «><»?<> Prioritiits-Obligatlonen (sür l, ,8«l 3UU N. L. 4>/,°/, . 10N — l00'bN Geld Ware Orstrrr, Nurbwestlalü, , »07 50 lN8 - slaatlbllhn . l98— 198 — Vudbllhn k »"., 149 — 1^0 — » b ü",„ , l»l — l«I 50 Un«,.galiz. Van» lttl bo 10» 3" Diverse sole «rebltlofe 100 N...... zg«^ 18» 1.0 Tlary'Lole 40 fl, . , . , z«.^ ü»_. 4°/p Donau Dampflch. ,<»» fi 1»n-5<» 1»3 — Ua,bacher Präm,«nlrb. «<» «, »3-. - 28 ü<» ^"'"^°lc40fi..... «z,5l> K4l," Pal A Lu,.. z, h>» Val!i'l,°Ie 40 st..... «2 .- «L 7b Vt,.«rnoi« ilole 40 fl. , . . „.^ «z-«« Wllldstein liole 20 fl, , , In.»z 4, 25 Nlnbilch Oräh.L°le »0 ft, , , ^.^ bl,b° «ew.-Ech, b, »"/„Präm.-Lchulb. derfch b, lftobencredttanstal» . ,7- ,n - Vuul < Actien <;>ci >>lül, .üllill i>0!» st, K0"/„», >4I b<» 142 -Vaiilvrrew, Wiener 100 fi,. , II» 70 ll3 — Ädncr..«lnst, «st, 20» ft, G, 40"/,319-25 21» «b Lrbt, «,ist, f. Hand, u, «, l««»fi, 29S »0«9K 8,' «lrebllbanl, «lllg. un«, 20« ft. , 330 2i »«l, ?!> Depllntciibaiil, Ällg. ^00 fl. . 19S-e>0 IV7 5U , (lafww., Wiener lllwfi. «,0 — »>» " »eld «are hupl>tt>ele»b.,0n. »0ON.25-/»«. «8— 70 . «Hnberbnnl. «ft, 200 fi, », . . »lü-liz^z Oesterr'ungar, Vanl »00 ft. . S4» — «ii- - Unionbanl »00 fi...... »22 50 «34 - <8erlthr«b»nl. «ll«. 140 fl. , . 1«l — I»l 5l» Nctlen von Transport' Unterucdmnllgen. lper Vttill), Älblechl'Vahn »ON fi. VUber . »» - k» b0 «Isold ^iuman. «llhn 200 fl. O. »01-b0 l»!L-!>" ««!„», i»«!-bbatin 150 fi. . . . »04 — «Ob-- . WeNbllhi, 200 fi. . . . 3Ü» - »i? — Vmchticliraber »l 71, Leml,.' Hzernow.»Iosfy ° Kllen» bahn »elellfch. 200 fi. L. . . 231 — »»«— Üloyb,«st.-ung.,Tr!eflb0Ofi.«W. »47 — 351 — Orslerr, Nprdwsftb, 200 fi. Hllb, «0,^ 50'2»4 5<» dto. (llt, U) «W fi, O, ,«>z'-!lie — Plllo°»uiel lillenl!, 150 st, Vllb, «S —! «« «» 3tlla<«s«enbllhn i>00 ss, VIlber »12 75!«>3 »5 Zubbahn 20» fi. Silber. . . Iiz-e.0 116 — Lüd.Norbd.Nelb.<Ä, 20NN,llM, 170 bu 1?l ^0 Tramway Ves,.Wr,,17Nfl,«,U, liz? » neue »l»r,, Piloli««»- «rtten 100 st...... !19 — 9«f>(> Ung.^ali», »Henb. 200 fi. Ollber IU3 »5 19» 75 »eld ««« Una Nordostbahn »00 fi Tilber 1»l 7b le» »!» UngWeVb («aab-<»raz)» ,5 50 H>ll>l!ta!!>Ve!ell, «strrr.'alpine 9» in »z g<> Präger VüenInb.-Ve! 200 ft 372 — ,75 — 5»lao.I»rj, Vteinloylen »0 fl. 4iz — 4» 151 -— 4l« — «iaggoN'Uelhllnft,, «ll«, ln Pest »0 fl......... 79— »0 - Wr. «auaelellichaft l»0 fi. . . ?« — »u^_ <»!enssl,ergerZ!ezel-»ctien.»ef. 170 — 17l — Devisen. Dtulfche Pl»tz»...... 5»,,. «4». Uonbon........ ll8^u ll»»i Part»......... 4?'»5 47-50 lUlllnten. Ducalen........ i »5 ^«7 2U-Franc«'3tü