BINZfiLPSElS: wochenUgt !• Ept S«mtUa-SottDUg 15 ftpl fDlailniign ötiinng Amtliches Organ des Verla« und Schriftleitung! Mirburi a. d. Dran, Badgaise Nr. 6, Fernru!: 28-67 iH-M. W Ab 18.3« Uhr iit die Schriftleitung nur auf Ftnirul Nr. 38-67 erreichbar. ~ Unverlannte Zuschriften werden nicht rflckgeiandt — Bei ^nfraien t«t dai Rückoorto beiiulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608 Steirfschen Heimatbundes t!rscheint werktäglich als Morgenxeitung. Besugspreis (im voraus zahlbar) in(> natlicb RM 2,10 einschl. 19.8 Rpt. Pojtieittingsgebühr; bei Lieferung im Streifband tuzflgl. Porto; bei Abholen In der Qeschiftssteile RM 2,—. Altreich durch Post monatl. RM 2.10 einschL 19,8 Rpf. Postzeitungsgebtthr u- 36 Rpf. Zustellgebühr !7lr. 910 91tarbure*2)rau, eam^tag esonntag, 9./10.3anuar 1943 83.3a|)roang Vergeblicbe GegenangriHe der Sowjets 47 Panier und S2 Sowjetflugzeuge abg«schow«n — Zw«i Schiff« mit Ii 000 bit und «In feindlicher Unterteebeetjgger vertenkf FUhrerhBiipt<]uartler, 8. Januar Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Raum de« mlttlören Kaukaaua, des Don imd nordwestlich Stallngrads standen die deutschen Truppen auch gestern im schweren aber erfolgreichen Abwehrkampf mit starken Infanterie- und Panaerkräften der Sowjets. Im Gegenangriff wurde der Feind an verschiedenen Stellen zurückgeworfen und erlitt hohe Verluste. 82 Panaer wurden vernichtet. SUdöstlioh de« Dmen-Seea griff der Fslnd wieder vergeblloh mit Untenttttzunig salü-reldier Panior an und verlor dsiiei 18 Pan-zerluunpfwagen. Jagdflieger flchoawn In heftigen Luftkärapfen Ul»er der Mittel- und Nordfront ohne eigene Verluste 82 •owjet-flugveuge ab. Die Bekämpfung des Nach-«ohubverkelu« auf dem Ladoga-See wurde fortgesetiKt» hei Naoht dae Stadt- und Hafen-gebiet von Murmansk angegriffen. In Nopdafrlka örtliche Kampftltlgkeft. r>er Feind erlitt bei überraschenden Angriffen schneller deutscher Kampfflugzeuge In Libyen empfindliche Verluste an Kraftfahrzeugen und Gerät imd verlor drei Flugxeuge im Luftkampf, Im Hafen von Bone wurden ewel feindliche Bewaoher haschädlgt. Bombantrefrar iiiiiiiiimiiiniinnniniimiHiiiiiiiiiHHiiiiiHiiiiiiiiiiiiiifUHjiiiiiiiin Hatea VOR lenii irnsat bonlwrdiert Rom, 8. Januar Dar Italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlaut: Abteilungen der Italienischen Luftwaffe erneuerten die Bombardierung de« Hafens von Bone und griffen zusammen mit deutschen Abteilungen Fahrzeugkolonnen an. Uber fünfzig dieser Fahrzeuge wurden in wiederholten Tiefflugangriffen bewegungsunfähig geschossen und zahlreiche andere beschädigt Fünf feindliche Jäger wurden in den Luftkämpfen des Tages abgeschossen. An den Küsten Algiers griffen deutsche Flugzeuge einen Geleitzug mit Erfolg an: Zwei Handelsschiffe von Je 8000 Tonnen erhielten Volltreffer und sanken, fünf weitere wurden mit Sicherheit getroffen. Viermotorige nordamerikanische Bomber warfen gestern zahlreiche Sprengbomben auf das Hafengebiet und den Stadtkern von Palermo ab. Zahlreiche Privatgebäude wurden zum Einsturz gebracht. Die bis jetzt unter der Bevölkerung festgestellten Verluste betragen 46 Tote und 262 Verwundete. Auch auf Licata wurden Brandbomben abgeworfen. Einige Geb&udeschäden und ein Verwundeter. Neujahnparads vor dem Tenno Tokio, 8. Januar Auf dem Tokioter Truppenübungsplatz Voyogi fand am Freitagvormittag vor dem Tenno die traditionelle Neujahrsparade Ktatt, die Zeugnis ablegte von der St&rke und Schlagkraft der japanischen Wehrmacht. Ausgewählte Formationen aller Waffen-qattungen, und zwar in erster Linie motorisierte Einheiten, waren bereits in den frühen Morgenstunden unter dem Befehl von General Nakamira auf dem Paradeplatz aufmarschiert. Gegen 10 Uhr erschien der Tenno In der Uniform eines Großmarschalls, begleitet von den Hofbeamten, auf dem Para-defeld, wo er von den kaiserlichen Prinzen Takamatsu und Mikasa in einer für dieses Ereignis besonders errichteten Zeremonienhalle empfangen wurde. Auf den Zuschauertribünen hätten über tausend Würdenträger Platz .genommen, an ihrer Spitze Ministerpräsident Tojo. Während de« Voitelmarsche«, den der Tenno erstmals auf seinem neuen Schimmel Yazusuki abnahm, erschienen über dem Platz einige hundert Bomber und Jäger. Dem militärisrhen Schauspiel wohnten rund 100 000 Zuschauer aller Bevölkerungsschichten bei, die mit Stolz und Freude dem Vor-heimnrsch folgten. Auf -besondere Einladung der Regipninq waren mehrere tausend Arbeiter der japanischen Rüstungsindustrie aus aTlcn Teilen des Landes zur Parade nach Tokio gekommen. Besonderes Interesse fanden die modernen Waffen, wie Panzerwagen der verschiedensten Typen und schwere ArtUteria. richteten auf einem feindllehen FlugstUtzr puiUct In BUd-Tunealan umfangreiche Zer« Störungen an. In der Nacht versenkten deutsche Kampfflieger vor ^ugle aus einem Geleit swel Handelsschiffe mit suaammcn 16 000 brt, fünf Handelsschiffe wurden schwer beediä» digt. Außerd«n versenkte ein deutsohes Unterseeboot tfsUloh Algier einen feindlichen UnteraeebootJäger. Daseelbe Boot torpedierte apkter ein große« Frachtschiff, In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages unternahmen britische Flugzeuge Störangrlffe auf westdeutsches Gebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. Es entstand geringer Gebäudeschaden. „Oarcl lliodiBdB nicht nrhr In Ute Knie lu zwmiteb" Rom, 8. Januar Die Achsengegner geben sich noch Immer der Illusion hin, daß Deutschland und Italien durch die Blockade ausgehungert und damit schlieQlich auch ohne einen militärischen Bieg in die Knie gezwungen werden könnten, stellt Anaaldo In einem Kommentar Im Italienischen Rundfunk fest. Das natlonalsosla-llstlsche Deutschland iat, wie Ansaldo betont, unvergleichlich blockadefester und besser organisiert als das DeutschlEuid der Jahre 1914/18. Auch Italien hat seit dem Welt-krlegf^/ «ins gewaltige Wandlung erfahren und das italienische Volk ist heute opferbereiter und diszipliniertet als vor 25 Jahren, das von Anfang an eine rationellere Bewirtschaftung der Lebensm'.ttelbeatände und eine bessere Verteilung möglich war. Der grundlegende Vterachipd besteht also vor allem Hauptquartier empfangen. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiüiiiiiMiiiiiitiiiiiiuiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHtiiiiiiiiiiiiiiiniitiiiiiiiiiiiHiiiiitiiiiiiiim^^ Roosevelts klägliche Botschaft Phra&en, Zahlenbluff« und Redensarten eines gewissenlosen Schwätzers — „Washington ein Narrenhaus" Berlin, 8. Januar i wird sich fragen müssen, Inwieweit diese Dl« Rede Roosevelts am Donnerstag vor Feststellung mit den dauernden verzwelfel-dem Washingtoner 78. USA-Kongreß, die ten Hilferufen Tschiangkaischeks in Über darin, daß die Achsenmächte heute Europa nicht nu^ mllltärlaoh, sondern auoh wirtschaftlich beherrschen. FUr dl« Sicherung der Ernährungslage des Kontinents spielt der Besita dei Oatraumes eine ausschlaggebende Rolle. Ganze •ngllsche Luftwaffenverbände für die Bergung Schiffbrüchiger Genf, 8. Januar In elntr Betrachtung Ober die starke Beanspruchung englischer Luftwaffenverbände für die Rettung Schiffbrüchiger von torpedierten Fahrzeugen berichtet die »Times«, der Küstendietist habe kürzlich für die Auffindung und Bergung der Überlebenden eines einzigen Schiffes nahezu 95 000 Kilometer fliegen müssen. Ferner hätten Torpedoboote, Korvetten und Schaluppen und Schlepper Hunderte von Ouadratmeilen abgesucht, um die Rettung von 73 Schiffbrüchigen durchzuführen, deren Schiff 800 Kilometer von Englands Küste entfernt ini Nnrdatlantik torpediert worden war. Am 13. Tage erst sei die Aufiindune des Bootes gelungen, in das sich der Kapitäti gerettet hatte und zwar durch ein Flugzeug, das an diesem Tage allein 1600 Kilometer zurückgelegt hatte. Oer Fahr« emniln« den bolenrlsifien KriePsminiSlDr Führerhauptquartlef, 8. Januar Der zu einer längeren Beslchtiguntttrelse In Deutschland weilende bulgarische Kriegsminister Generalleutnant Richoff wurde aus diesem Anlaß auch vom Führer in seinem von der USA-Fresse mit lautem Theater doimer angekUndtgt worden war, hat infolge elnstlnomung gebracht werden kann, sowie glelchfalLi mit den jsahlrelchen Berichten Ihrer auffallenden Inhaltslosigkeit — wie von USA-Plloten In der USA-Presse, die auch die ersten Aualandstimmen erkennen gleichlautend besagen, daß Lufttransporte lassen — In der gesamten politisch interes- nach Tschungklng wegen der au Uberfllegen-sierten W'Jlt enttäuscht. Entgegen den Er- den riesigen Gebirgszüge nahezu unmöglich Wartungen der amerikanischen öffentlich- seien. kelt hat der Oberkriegshetzer des Weißen Bemerkenswerterwelse gibt Roosevelt Hauses weder ein den breiten Maasen der auch In seiner Kongreßbotschaft nochmals USA in Aussicht gestelltes Sozialprogramm zu, daß die Vereinigten Staaten ihre Produk-verkiindet, noch zum völligen Durchfall sei- tlonsziele für das vergangene Jahr nicht ha-nes berüchtigten Weißbuches Stellung ge- ben erreichen können, während er über den nommen. Die Tatsache, daß aich der Präsl- gegenwärtigen Stand der amerikanischen dent der USA über das Kernproblem des ge- Rtlstung au der alles andere als optlmlstl-genwärtigen Krieges, die U-Bootfrage, sorg- sehen Feststellung gelangt: »Ich will nicht sam ausgeschwiegen hat und daß Im Rah- behaupten, daß wir mit unseren augenbllck-men seiner üblichen Bluffzahlen über den Hohen Fortschritten der heutigen Produktion angeblichen Stand der USA-KrIegsproduk- zufrieden sein dürfen.« tion jede Angabe Uber das Schiffsbaupro- ( Den Krieg mit Japan streifend, versteigt giamm der Vereinigten Staaten fehlte, sich Roosevelts Größenwahn au der Behaup-macht nur allzu deutlich sichtbar, wie pein- tung: »Im vergangenen Jahr hielten wir lieh ihm die vemlihtenden Schläge der deut- seinen Vormarsch auf.« Er hat die Stirn, in sehen und verbündeten U-Boote In Wirklich- dem Zusammenhang der »anfeuernden Lel-kelt sind. < etungen der USA-Soldaten« zu gedenken. Was von den Ziffern, mit denen Roosevelt ' Jener Soldaten also, die Im Stile des bekann-auch diesmal wieder jonglierte, bei emster, ten Fluchtgenerals Mac Arthur nicht nur von Überprüfung gehalten werden darf, geht am den Philippinen vertrieben, aondem wo Im-klarsten daraus hervor, daß er von 1,5 Mll- mer auch sie sich den tapferen Truppen des Honen USA-Soldaten sprach, die sich zur Tenno in den Weg zu stellen suchten, zu Zeit in Übersee befinden sollen, während Lande, zu Wasser und In der Luft geschla-erat am Dezember der USA-Oeneral Mar- gen worden sind. shal die Uberseetruppen der USA mit genau Interessanterweise bezeichnet Roosevelt einer Million angegeben hat. Roosevelt hat am Ende seiner Rede die Bundeshauptstadt also damit nicht nur sein Volk infam betro- seines Landes als »ein Irrenhaus«. DI0 Gründe für diese Feststellung Roosevelts sind darin zu suchen, als er damit sowohl gen, dem er vor seiner Wiederwahl versprach, auch nicht einen elnaigen Mann auf fremde Kriegsschauplätze zu entsenden. Er die großen Inneren Verwaltungsschwlerlg' hat, verglichen mit der Erklärung des Generals Marshai, sogar das Kunststück fertig gebracht, Innerhalb von nur aehn Tagen sage und schreibe 500 000 Soldaten Uber die weiten Ozeane der Welt au transportleren. Nicht minder groß Ist der Bluff, den Roosevelt mit den angeblichen USA-Lieferungen an Tschungklng-Chlna lU landen versucht. »Noch heute senden wir auf dem Luftwege nach China soviel Kriegsmaterial, wi« Jemals auf der Burmastraße befördert «wordea iaU, heißt «i In aeinsr Redi^ Itea keiten als auch die starken Widerstände Im Innern der USA eingesteht. Entgegen allen Großsprechereien von ehedem hat Roosevelt auch für 1943 der USA-Bevölkerung nichts als »schwere Kämpfe« anzukündigen vermocht und anstatt Entschuldigungen für das Versagen seiner verbrecherischen Kriegstreiberpolitik anzuführen, versteckt er sich hinter dem blamablen Eingeständnis, Washington — zu deutseh der Sitz der USA-Regierung — aai «io ImnhaiML Frontiioot and U-Tanker Von ür. tiamas H* Relnluirdt Ais sich in den letzten Tageu des Jahre» 1914 der Führer der U-BooLe mit einem Entwurf zur Blockado Englands ü» die damals schwebenden Verhaiidluntjen zwi-sclicn Admiralstab, Auswärligem Amt und Großem Hauptquartier einscliallete, ver. band man mit dem Becriff Blockade noch die Vorsieliung, einer Kon troll- und Kampf-läligkeit im engen Vorfeld der fciiullichcn Vers>orgungshafen. Nach dem Vorschlag des Fuhrers der U-Boote sollten vier U-Bool-Positionen die Zufahrlwej^' der wichtigsten Häfen Grolibritanniens überwaclien, eine an der Ostküste der Insel für den Verkehr nach der Themse, nach liull und New Castle, eine im Kanal und dLi^ IxMilen anderen im Brislol-Kanal und in der Irischen En(^. Seit diesen frühen Tagon seines Fin-salzes hat das U-Bool mit dem Anwachsen der technischen Mögliclikeilen das NVell-nieer erobert. Heule greift seine Heich-weiU; über die Ozeane, auf denen jetzt ,der U-noul-Ivrieg — nicht zulel/t auch wegen der grölieix'n WirksamkcU der Abwehrwaffen im feindlichen Küstejivor-feld — seinen eigcnllichcn Schauplatz sit lit. Von den Randgewäswni des Iiulischeii Ozeans bis an die Hisgin-n/^e des Nord-nieeres kreuzen U-Hoole die Woge des britischen Seeverkehrs. Ein englischer Fachmann hat für die letzte Zeit des ersten Weltkritgos geschätzt, daß jeweils ein Drittel der deutschen U-Boole auf Position stünde, ein weilei^s Drittel zur Überholung unti Neuausrüstung in den Werften liegi' und das letzte Drittel auf dem An- unu Ahmarsch zu den Kampfiwsitlonen seL An der Ülvr-windung diesi'r durch die Antnarscliwe«* verlorenen Zeit haben nach dem VVell-krle^». die groLW'n LJ-B^x)tmnclile eifrig gearbeitet. Es gall, die Heichweite der lioole zu erhöhen, denn damit verkürzte man nicht nur die lole Zeit dos .\n- und Ali-marsclies zu den Positionen, s*)nilern verringerte zugleich die Ixsonileiv Gefährdung der floote im Vorfeld iluvr Ein-salzliäfen, wo der Gegner wine Kampfmittel, vor alkm Minen, zu konzenlrLeriin pflegt. Iki eini»m Seemäcliten, z. B. der iranzösischen, führte dies ßestrel)en zu einer erheblichen Vergrüliening d<'s Deplacements, die in If-Bool-Kreuzt'rn mll einem Raunigchalt von fast 30Ü01 ihren Höhepunkt erreiclile. Die deutschen IJ-Boot-Konslruktoure hs-Ix'n, als das Heich wieder den Vorsprung seiner Gegner an BauLen luid Erfahrun- f;i'n auf/.uTiolen l>ogann, grundsAlzlicli den lau kleiner U-Üaole Ixjvorzugl, in die jedoch ein Höchstmaß von Kampfstärke eingebaut werden mußte. Man wollte den gröm'ren Fahrbereich, keinesfalls durch eitlen Verzicht auf Wendigk<'il, Manövrier, fahigkeit und rasches Tauchen erkaufen. So entstand mit der Verlegung d«*s Jaj^d-gebieles in entlegene Gewässer die Nol-wendigkeil, die Reichweile der deulschen U-Boote auf andere Weise zu vergrößern, d. h. die verlorene Zeit des An- unn Abmarsches zu verkürzen und somit die Anwesenheit im Oneralionsgebiel zu verlängern. Da das Reich sich nicht wie andere Seemächte auf befesligle Stützpunkte an fernen Küslen slülzi-n konnte und da die FlollennlK'rlegenliieil des Gegners eine Versorgung der U-Boote durch Überwasserschiffe weitgeliend ausschloß, mußte dieser Nachschub unter Wasser ins Oneralionsgebiel gebracht werden. Der Ü-TauKer, das Versorgungs-U-Boot, wurde geboren. Wieder hallen die Erfahrungen desers'en Weltkrieges den Weg gewiesen. Damals war zum ersten Male das U-Bool, das von Anbeginn seiner Entstehunc doch stets nur als Kriegsschiff ^dachf war. Tran.s-porlschiff geworden. Es war im Sommer 1916, als das Handels-U-Boot „Il-Deulsch-land" seine Fahrt zwischen Bremen und dem nordamerikanischen Hafen Hailimore planmäßig bewältigte und trotz der Verfolgung durch acht brilische Kreuzer seine Ladung (H'iOt Gummi, 31,11 .NMckel, t Zinn) nach I'>eutschland brachle. Diese Pioniertat deulschen Schiffbaues wirkte fort. In dem gleichen Rhythmns mil der räumlichen Ausweitung des 0|>eralions-gebietes der U-lk)ote waren die Ireibsloff-und iiroviantfressenden Anmarschwege waclison, so daß nun im zweiten Weltkrieg dif Versorgung der l^-Hoote in See notwendiger war orR ie zuvor. Treiböl, .Waftoi UDd Proviant, aas sind di« wich- Seift 2 >Marbur^rer Zcihingc 9./10, Januar 1943 Nummer 9/10 6'!?fn Bedürfnisse, die das FrontlKwt für die Fortsetzung seines harU'n Dierisles verlangt. Hi'ule gf lien ruigen »larül»pr hinuiis die Möglichkeit erweiter-Icr äi'^tlicher HiJfe für die Besatzung und I)ielen durch ihre Werkstatt Gelegenlieit, irgendwo im Ozean von Bord zu Bord Kri»atzleile ru ülaerjiehrafn und Reparaturen auszufüliren, für die die eigenen Kräfte uud Bordmittel des U-Bootcs nicht ausreichen. Hinzu kommt, daß die Übernahme. frischen Proviants die Ausdauer der Bcsatzun/? für die nunmehr verlängerte lYontzeit erhöht und festig Dicsyc Kinrichlung der schwimmenden imd tauchenden Versorgiingsstützpunkte traßt einen wesentlichen Anteil an der fjesteiflerteii Wirkung des gegenwärtigen L'-IU->)t-Krieges und ermöglicht zugleich das Vorschieben eines liinsatzschwerpunkles in neue Seeräume. So erhöht der U-Tari-kei-, der eine Reihe von Booten nachei^an, «ler trifft, ohne daß diese ihre Posidion, verhissen müssen, die Kampfkraft und verlängert den Aktionsradius der Frontlioota Die Wochen, die bei jedem Boot sonst für die unergiebigen Hin- tind Rückwege verloren gingen und an Kraft, Treibstoff und Proviant zelu*ten, werden nunmehr die eigentliche Kampfaufgal» de» U-Bootes eingesetzt: Aufspüren, Jagen und Versenken. Damit vergrößert sich die Zahl Es ist klar, daß der Mörder nicht aus eigenem Antrieb gehandelt hat. ebenso wenig wie de Gaulle einen derartigen Befehl ohne Zustimmung »einer eag-lischen Auftraggeber erteilen konnte.« Damit ist ein neuer politischer Mord aufgeklärt, der auf Englands Schuldkonto fällt In raffinierter Weise hat der Secret Service wieder einmal den Mörder dort gedungen, vo er am leichtesten zu finden war. Ein politisch verhetzter funger Mensch, geistig verhaftet im Judentum, wurde das Wcrk-reug. Nichts aber kann den wahren Schuldigen — England — verbergen, das nie davor zurückgeschreckt ist, sich durch gemeinen Meuchelmord aus einer Verlegenheit m helfen. Girand ftM hi starker Beideltunf Oeneral Qiraud traf auf dem Luftweg i» Dakar ein. Er ließ sich dabei nach einer englischen Darstellung von einer Lufteskorte von 25 Flugzeugen begleiten. RooMveft rückt von Otto *on HtAeborg ab Roosevelt erklärte vor der Presse, es sei durchaus falsch, anzunehmen, daß Otto von Mabsburg etwa eine leitende Stellung bekleide. Er gehöre nur einem Emigranten-Komitee an. Fs scheint, daß man sich inzwischen selbst im Weißen Haus von der Nichtigkeit des Habsburger Gernegroßes überzeugt hat Castle« (5178 brt), »Baron Vernon« (3542 hrt), »Wolsend«, »Empire FranklifHE, »Sbifii-man« und »Corinaldo« (7131 brt). Jammer in USA fiber aetie ElnscIirXiditiiigm Wie EFE aus Newyork meldet, wurden «!• ß:esichts der öl- und Benzinknappheit neue Verfügungen erlassen. Am Donnerstag wurde die Benzinliefening an drei Autobesitzertcate-gorien untersagt. Dadurch werden etwa acht Millionen Autos stillgelegt. Wie EFE weiter meldet, fehle neben Heizöl, das bekanntlich um weitere 25 t. H. in der Zuteilung beschnitten wurde, auch öberall die Kohle, weil es an Aiteitskräften für Transport und Verteilung mangele. Die Lage in Newyork sei in dieser Hinsicht besonders kritisch, tmd es werde eine vorliber^hende ScMleßung der Kirchen, Schulen, Kinos, Theater und Konzertsäle voraussichtlich angeordnet werden müssen. Ritselraten: Besettlgimg der ll-Boot-8e!alir „Fünfte amerikanische Armee" in Nordaftika — Von der Qualität der Waffen nicht befriedigt Stockholm. 8. Januar Die Amerikaner haben weitere Truppen nach Nordafrika geschickt. Es ist amtlich bekanntgegeben worden, daß nunmehr die »fönfte amerikanische Armee« in Afrika stehe, und zwar iinter dem General Clark, Ei-senhowers bisherigem Stellvertreter. Die militärischen Schwierigkeiten in Nordafrika werden jetzt auch auf amerikanischer Seite als groß eingeschätzt. In einer amerikanischen Darstellung aus Fisenhowers Hauptquartier heißt es, der Krieg in Nordafrika sei vor allem ein Maschinehkrieg, und der Ausgang des Kampfes hänge in vielen Fällen von der Qualität der Waffen ab. Die amerikanischen hätten sich zwar im allgemeinen bewährt, aber man erkenne doch, daß sie »nicht voll perfekt« seien. Eine andere ebenfalls amerikanische Darstellung sagt, parallel mit dem Kampf auf dem Land gehe eine Kraftprobe zur See und in der Luft vor sich, deren Ziel die Landungs-häfen, Zufuhren und Verbindungswege seien^, »Beide Partner sind sich darüber klar, daß der, dem es glückt, die größte Menge Ma-terial und Truppen heranzubringen, die größere Chance hat. wenn die Regenzeit vorüber ist« Alle Einzelheiten, in denen diese Berichte schwelgen, sind so gehalten, als wären sie für die Angelsachsen günstig. Sie verraten aber immerhin deren wachsende Sorge und Ungeduld, vor allem, weil alle festgesetzten Termine überholt sind. Ein offiziöser Kommentar des Londoner Nachrichtendienstes vom Mithvoch erklärt, jede weitere Aktion der Verbündeten sei überhaupt nur möglich, wenn vorher die U-Boot-Gefahr beseitigt werden könnte. Westafrikanische Kakaoerzeugunsf vofl England gekauft und vernichtet Die westafrikanische Kakaoerzeugung wurde im Verlauf der letzten Jahre zii sehr schlechten Preisen von der engtischen Regierung aufgekauft, mußte aber infolge des Schiffsraummangels an Ort und Stelle vernichtet werden. Überlebende von sieben versenkten Schiffen in Lissabon hl Lissabon trafen 24 englische Schiffbrüchige ein. die zur Besatzung der folgenden durch deutsche U-Boote versenkten Schiffe gehörten: »Tasmania« (4460 brt),» >Hope- „Die Zeit arbeitet aocii für lapaa" Nordamerika kämpft in Ostasien gegen ein gewaltige«, reiches und mächtiges Land beim Transport rur Sowjetunion Uber das arktische Meer von den Achsenmächten stark dezimiert. Die anglo-amerikanischen Mächte ergänzen diese Verluste aus dem für die Lieferungen nach China bestimmten Schiffsraum und vernachlässigen die Transporte nach China, als ob sie nie ein Versprechen abgegeben hätten. lapanisclisr Angrffl an! TraasponscMna Tokio, 8. Januar Wie «Hfl Nanking gemeldet wird, griffen Japanische Flieger starke Sehiffskonzentra-tionen anf dem Jaagtsekuang mit Erfolg an. 13 Schiffe, mit Kunition und Waffen beladen, wurden versenkt. Die feindliche Schifffahrt auf dem Jangtsekuang Hegt tmter stän-öigem Bombardement tmd erleidet starke Verlust«, Grenzenloser BrMeilemir Ein ganzes Dorf In Bnuid fwletlit Tanger, 8. Januar Das Dorf Rass Tahel wurde von den Eng' ländern vollkommen in Brand gesteckt nnd die Hälfte der Einwohner eingesperrt. Der Rest der Einwohner konnte mit Mühe und Not in Richtung von Mateur entfliehen. Der Grund für diese brutale und jeder Menschlichkeit honsprechenden Maßnahme der Briten ist der, daß die Araber einen abge« stürzten deutschen Flieger retteten. Aus Ta-barka wurden von den Engländern samt» liehe Tragtiere der arabischen Bevölkerung beschlagnahmt und nach Beja gebracht. »HonKer. Seuchen und andere Übel Im Gefolge britischer Barbereic Rom, 8. Januar Zum mohammedanischen Neujahrsfest richtete der Vorsitzenden der Misr-Partei in Europa eine Rundfunkbotschaft an das ägyptische Volk, in der er betonte, das Jahr 1942 habe Ägypten neue Leiden gebracht, die das Volk tapfer hingenommen habe. Hunger, Seuchen und andere Übel gehörten bekanntlich zum Gefolge der britischen Barbarel. Das Ende der Unterdrücker werde aber bestimmt kommen und mit ihm dank des Sieges der Achsenmächte auch die Freiheit, Genf, 8. Januar In einer Rede !ii Philadelphia erklärte der frühere USA-Botschafter in Tokk), Joseph Grew, dessen Wamiungen Roosevelt bisher stets leichtsinnig in deft Wind schlug: >DIe Zeit ist die gefährlichste Waffe, die wir Japan geben können; wenn diese Waffe nicht aus Japan geschlafen werden kann, wenn die Verehiigten Staaten nicht mehr leisten als Japan aufzuhalten, dann kann Japan wirklich unbesiegbar werden. Ein Ab-nUtzungskrieg gegen Japan kann keine Entscheidung bringen, well Japan alle Ellemente der Autarkie besitzt. Das Japan, gegen dM heute die Nordamerikaner kämpfen» Ist em gewaltiges, reiches und mftchtiges tÄid. Im Umkreis setner Eroberungen hat Japan alles, was eine Großmacht braucht. Wenn wir also nur seinen Vormarsch aufhalten wollen, würde es unermeßlich stark bleiben. Wir müssen nicht nur Deutschland, sondern auch Japan die Zeit verweigern.« »Ab ob Sie nie ein Versprechen abgegeben hättenc Wie der Sprecher de« Tschungkingregimes erklärte, leidet die Tschungkingkriegführung an mangelhafter Zufuhr au» England und den USA. Die Nachschubmöglichkeit ist auf große nnd unerwartete Schwierigkeiten gestoßen, iRückeroberung Der ai^^-Bmerikanäsche S^fftfaum wvrdelgenMcht« laptum Luftwaffe erfolgi^eh Die japanischen Bombenflugzeuge belegten wieder feindliche Flugpl&tze nnd nülltä-rksche Aiüagen bei cailttagong mit Bomben und Ternlchteten nehrere feindliche Plug-eenge. Slebai )aip«mu»che Ftagseoge werden vermißL Dnrcfi diese st&ndigen Angriffe werden die Pläne des Feinde« bezüglich einer der Bumiastraße zunichte .Freitag, 1. Jaonart Unter der Parole »Bli zum endgültigen Sieg« richtete der Bilhrer einen Aufruf an das deutsche Volk und die Wehrmacht. Ihm schlössen sich mit Tagesbefehlen der Reichsmarschall und die Führer der weiteren Wehl machtstelle an. — Im Jahre 1942 verloren unsere Gegner 8 MO 000 brt Handelsschiffsraum. 50 Schiffe wurden erbeutet, — In zehn Tagen büßten die Sowjets in den großen Schlachten des Ostens 742 Panzerkampfwagen ein. Samstag, 9. Jannar: Die große Materlal-schlacht im Osten nahm ihren Fortgang. Alle Angriffe der Sowjets waren ergebnislos. — Bei der Bärenlnsel kam es zwischen feindlichen Krlegsschiffeinheiten und deutsehen Seestreitkräften zu ehier Seeschlacht Sonntag, 8. Januar: Die schweren Ah-wehrkämpfe im Dongebiet hielten mit unverminderter Schärfe an. — Erfolgreiche Operationen unserer Land- und Seestreitkräfte richteten sich gegen Nordafrika. Bjn Handelsschiff von 10 000 brt wurde Tersenkt. Montag, 4. Januar: Im westfranzfislsehcn Küstengebiet verloren die Briten an eteem Tag 16 schwere Bomber. — Die Sowjets wurden im Dongebiet mit hohen Verlusten für sie zurückgeschlagen. — Erfolgreiche Vorstöße unserer Luftwaffe richteten sich nach Nordafrika, wo der fehidllehe Nach-sdiubverkehr eB Ramplraflin am ladoga-See ^*Ainnhfi OaiNtN-OliHST Karte: Delinen-tXenst Wiederholt hat das Oberkommändo der Wehrmacht in den letzten Monaten von Kämpfen berichtet, die im Raum südlich des Ladoga-Sees ausgetragen wurden, wenn die Sowjets gegen die deutschen Stellungen anzurennen versuchten. Immer wieder brachen diese Angriffe blutig zusammen. Auch die Kämpfe an der Newa, über die der Feind vergeblich verlustreiche übersetzversuche unternahm, fanden das gleiche Ende. Gegen den sowjetischen Zuschubverkehr über den nun Zugefrorenen See sind die deutsche Luftwaffe und die deutsche Artillerie ständig wirkungsvoll tätig. Unser® Karte vermittelt einen Uberblick Ober diesen Kampfraum. Die Mitte des Ladoga-Sees etwa und die anliegenden Landgebiete sind vor dem Moskauer Zwangsfrieden Im März 1940 nach dem finnisch-sowjetischen Winterkrieg Grenzzonen zwischen Finnland und der Sowjetunion gewesen. Am Gesamtraum des Sees — er ist mit über 18 ODO qkm der größte Binnensee Europas hatte Finnland vor 1940 etwa mit 8000 qkm Anteil. Die Einverleibung dieser Gebiete samt der Zone von Viipuri durch die Sowjets traf das finnische Volk schwer. Bereits im Zuge der Operationen des Jahres 1D41 konnte unser tapferer Verbündeter diesen Bodenraub wieder rückgängig machen. Viipuri, Sortavala, Aunus sind Stationen dieses erfolgreichen Kampfes geworden. In Äänislinna hat Finnlands Wehrmacht auf altem karelischem Boden Wacht am Onegasee bezogen. rlngerte die Reihen der Kämpfenden um ein Drittel, ebenso der Überfall von Hochkirch. Der Tag von Torgau kostete 13 000 Tote, Verwundete und Gefangene. Statt zehn Bataillone Garde traten am Tage nach der Schlacht zwei an. Durchachnittllcb gab es nach dem Kriege bei jedem Infanterieregiment kaum 100 Mann, die schon am Anfang des Krieges mit dabei waren. Ostpreußen, Pommern und Märker waren es, die bis zum Schluß durchhielten. Zwei Dutzend aus dem Offiziersgeschlecht von Kleist fielen, sieben Schenkendorfs und zwanzig Bellings. Viel lernen ... Unter Friedrich lernte die Infanterie viermal in der Minute schießen; Seydlltz machte die Kavallerie üur kühnsten und verwegensten Europas. Selbst ein so ungnädig behan-deltar Offiz'er wie der Freiherr von Trenck sagte: »Man mußte In Friedrichs Schule viel arbeiten, um viel zu lemenc. So sorgte der König mit seinen Soldaten zeitlebens, »daß jeder an der Stelle, die Ihm angewiesen, nach Ehre und edlem Ruhm strebte, damit Preußen der am tapfersten verteidigte Staat sei«. Alfred Hein »Nach uns die SIptfluf« Newyork zum lahresschluß ein Nnrrenhaus Das neue Jahr wirft in den USA düstere Schlagschattt-n voraus. »Nach uns die Sintflut« — unter diesem Motto feierte Newyork das Jalirc.sende und betäubte sich in Orjiien, die, wie der Vertreter des Madrider Blattes »Vac berichtet, bisher nicht ihresgleichen hatten. »Niemals wurde mehr ausgegeben, mehr getanzt, mehr geschrien und mehr getrunken, erzählte dem Berichterstatter in Newyork ein alter Bürger der Millionenstadt, die sich im Zeichen des Galgenhumors und in dunkler Vorahnung noch einmal bis zur Besinnungslosigkeit austobte und in ein Narrenken«. erzählte dem Berichterstatter in New-Matrosen, schwankende weibliche Wesen, unter ihnen auch Arbeiterinnen mit ihrem Kriegslohn in der Handtasche, wälzten sich durch die HauptstraRen, in denen .'MXX) be-.sonders aufgebotene Polizisten vergebens Ordnung zu halten suchten, Tanzlokale, Bars, Kabarette, Restaurants und Hotels waren bis zum Ersticken angefüllt von einer mit Konfetti und Papierschlangen bedeckten Menge, die sich inmitten eines teuflischen Lärms von Musik und Gebrüll, Übergossen mit allzu reichlich fließenden Oe-tränken, Ausschreitungen erlaubte, die keine Grenzen kannte. Von dem jüdischen Hilfsausschuß organisierte Umzüge sollten eine Fülle und Sorglosigkeit als Oegengewicht zu dem düstererr Schlagschatten der kommenden Zeit vortfluschei}. Sefte 4 »Maibofger Zettong« OyiO. Jrnnar tofl Ffnimner 9/10 .Aas Stadt und £4uul Aut voUmii H«mn Der ailKeit fröhliche rriU Perger gebfirte 2u jenen, die. al£ sie in den Krieg igogen, überzeugt m ihren Angehörigen sagten; »Ich komine geaund wieder!« Aber ea war anders gekommen« Der Krieg hatte Fritz Perger schwer gezeichnet, doch in jenen Kriaenta-gen, als es um Leben und Tod ging, trug der Wille r.im Loben in ihm den Sieg davon. Obwohl der junge Soldat seine gesunden Glieder hingegeben hatte, war ihm dieses Leben noch lebenswert. Wir, die wir Fntz Perger kennen, bewundem ihn uiad mit Ihm all jene, die gleich ihm ihr Schicksal so tapfer auf sich genommen haben. Wir bewundern, daß er sein jungenhaftes Lachen nicht verloren hat, wie er voller Zukunftspläne und Tatkraft steckt, daß er vor allem von seinem schweren, ja für einen jungen, lebensfrohen Menschen wohl schwerstem Opfer kaum spricht, und wenn er darauf zu sprechen kommt, es nur als unabwendbare Notwendigkeit bezeichnet. Und wir spüren dann, wie tapfer und inhaltsschwer der Begriff Opfer ist. Was aber haben wir solchem Opfermut der Front entgegenzusetzen, fragen wir uns immer, wenn wir mit ihm zusammen sind, und ob das, was wir im alltäglichen Leben Opfer und opfern zu nennen pflegen, überhaupt so genannt werden kaim? Der erste Opfersonntag in diesem Jahr wird diese Frage an uns alle herantragen. Nicht aus CJewohnheit und weil es wieder einmal an der Zeit ist, nicht aus Mitleid oder um der »Wohltätigkeit« willen, wollen wir unseren Betrag in die Spendenlisten einzeichnen, sondern aus dem Gefühl der tiefen Dankbarkeit und Entschlossenheit, alles zu tun, wa.s uns für den Sieg möglich ist. Dankbarkeit unseren Soldaten gegenüber, die in fremden Landen treue Wacht für die Heimat halten, denen wir es danken, daß unser eigenes Land vor Kriegsnot verschont blieb, die zugleich Leib und Leben gegen den Feind einsetzen und schweigend die höchsten Opfer bringen. Diese Dankbarkeit soll unsere Spende am kommenden Opfersonntag bestimmen, die wir nicht gedankenlos hingeben wollen, sondern aus vollem Herzen. Erslaaniiliriinp im Msrboreer Sladlthealnr hl der kommenden Woche bringt das Marburger Stadttheater wieder eine Erstaufführung. Diesmal ist es die Operetten-burlesk^e „Lustige Vagabunden" von Ludwig Bender. Bei der Nachmittagsvorstellung am Sonntag wird das Singspiel „Fahr'n ma Euer Gnaden" gegeben, ara Abend folgt die Oper für kleine und große Leute „Schwarzer Peter"; Montag: „Schwarzer Peter", geschlossene Vorstellung für Ring 1 des Amtes Volkblldungj Dienstag: Erstaufführung „Lustige Vagabunden"; Mittwoch: „Lustige Vagabunden"! Donnerstag nachmittags: „Schwarzer Peter", abends „Lustige Vagabunden"; Freitag: geschlossene Vorstellung für die Wehrmacht; Samstag; „Lustige Vagabunden"; Sonntag nachmittags: „Schwarzer Peter", abends: „Lustige Vagabunden". m. Tagung des Mädel Werkes im Bann Marburg-Land. Zu Beginn des neuen Jahres erhielten die Führerinnen des Mädelwerkes der Deutschen Jugend im Steirischen Heimatbund sowie die Kochlaienlehrkräfte weitere Richtlinien für die Winterarbeit. In jeder Ortsgruppe des Steirischen Heimatbundes werden Koch-,und Näharbeitsgemeinschaften durchgefiihrt, desgleichen auch Sport und Gymnastik. Zum Abschluß der Tagung sprach Pqn. Dollinger aus Graz über die steirische Tracht, anschließend wurde ein Farbfilm gezeigt. An der Schwelle des Rosegger-Jahres Wie lus dem kleinen Schneiderpeterl der große Dichter unserer Heimat wurde Dia Steiermark steht an dor Schwelle Ihraa Rosegger-Jahres; denn 1943 — am 31. Juli — jährt sich zum hundertsten Male der Tag, an dem Peter Rosegger als Sohn des Kluppeneg-ger-Bauern zu Alpl bei Krieglach geboren wurde. Der seltsame Lebensgang des Waldbauern-buben, der als wandernder Dorfschneider in die Welt hinauszog und als Ehrendoktor dreier Universitäten in den Krieglacher Friedhof heimkehrte, ist allen Lesern seiner Schriften vertraut. Wir wissen heute, daß Roseggers „Wa]dheimat"-Ge5chichten, diese taufrischen Erzählungen vom Menschenerwachen im Waldlande, Wahrheit in Dichtung binden, daß nicht alle ihre Einzelheiten wörtlich als gegenständliches Ereignis zu nehmen sind. Die steiermäxkische Landesblbliothek am Grazer Joanneum verwahrt zwanzig Bände Von Dr. Friedrich Pock Hoiisat verlieren *— und schon dar Jün^ltog Rosegger hat dieses grausame Schicksal geahnt und ratlos nach Weaen, ihm zu begegnen, gebucht. Umsonst war der ruhelose Fleiß, war die fast märchenhaft anmutende Sparsamkeit und Bescheidenheit der Eltern, die keinen Kreuzer für ihr Vergnügen und ihre Erholung verwendeten, die, wenn sie einmal nach Graz mußten, siebzehn Stunden lang über Berg und Tal beschwerliche Wege wanderten, um di® Kosten der Eisenbahn zu ersparen. Am Ziel ihres treuen Mähens und Sorgens und Sparens stand die Gant, hieß es, den ein ganzes hartes Arbeitsleben hindurch betreuten Hof der Väter fremden Gläubigern räumen. So aussichtslos wie die Rettung des Vaterhauses mußte dem Jungen bald auch die Hoffnung erscheinen, einen zu Freiheit und Selbständigkeit führenden Beruf zu finden. I Roseggers Geburtshaus Aafnahne; Steffen-Licbtbtld, Qraz „Rosegger, wie ihn niemand kennt". Es sind die handschriftlichen Erstlingswerke vom ersten Predigttext des dreizehnjährigen Hirtenjungen bis ZU den Zeitschriften und Volkskalendern und Schauerdramen des Schneidergesellen und dem ersten Roman des Handelsakademikers, die Tagebücher der Werdezeit, die uns das mühselige und sorgenvolle Aufwärtsringen einer von tausend Widrigkeiten gehemmten Begabung unmittelbar nacherleben lassen. Dieser Entwicklungsweg war gewiß härter und unromantischer, als mancher Leser der „Waldheimaf'-Geschichten — bisher ahnen mochte. Es war ja nicht nur die Erkenntnis, zur Bauernarbeit zu schwach zu sein, es war auch nicht nur der Drang, einen seinen Anlagen gemäßen Beruf zu finden, was den Bauemsohn aus dem elterlichen KIup-peneggerhof ins Schneiderhandwerk und in die Stadt hinaus trieb, es war auch die aus diesen Schriften immer wieder aufstöhnende Gewißheit, daR der geliebte Heimathof, ja daß vielleicht das ganze liebvertraute ehrenreiche Waldbauerntum unaufhaltbarem Untergang verfallen sei. Der Dichter, der vielen Hunderttausenden seiner Leser ein neues Heimatgefühl entzündet hat, mußte vorher die eigene geliebte In seiner Umgebung konnte er weder viel Verständnis noch viel Förderung erwarten. Der Fünfzehnjährige klagt in der Beschreibung seiner bisherigen Erlebnisse über da» Übelwollen der Nachbarn: „Er der Lenzn Pe-terl sitzt den ganzen Dag in der Stuben, nnd Kratzelt", und kommt schließlich zur bitteren Feststellung, daß alle Versuche, geregelter Bildung teilhaft zu werden, vergeblich gewesen seien: „Zum Studieren bin ich nun richtig zu alt". Er „kratzelte" dennoch in allen seinen freien Stunden fleißig weiter und übte die ihm verliehene Kraft schöpferischen Gestaltens in den verschiedensten Bereichen schriftlicher und zeichnerischer Darstellung. Der Drang, sich mitzuteilen, zu belehren, zu bekehren, eine früh als unvollkommen erkannte Welt besser einzurichten und sich über ihre Unzulänglichkeiten hinweg in ein freies Traumland aufzuschwingen, verband sich mit einem urwüchsigen Form- und Spieltrieb, der sich deutlich auch in der Nachahmung aller Äußerlichkeiten eines Druckwerkes vom Feuilletonstrich und vom Impressum zum Zeitungsstempel äußert. Der junge Dichter, der frühzeitig lernen mußte, das Leben so zu nehmen, wie es ist, nicht, wie wir es gerne haben wollten, er bmftgt« fleh »icW daratl, ridi vw Mr vier Wände eine schönere Welt znrechtzu-zimmern. Er wandte »ich ganz bewußt an einen Leserkreis, wenn der vorläufig auch nur aus den paar Freunden im Haselgraber-haus zu St Kathrein bestand. Auf den aber wollte er so tief wie möglich wirken, und darum bot er ihm in bunter Abwechslung, was die gedruckten Zeitschriften und Kalender der Zeit an Wort und Bild zu bieten pflegten; Unterhaltung und Belehrung, Heimat- und Erdkunde, Geschichte und Politik — der Schneider hielt sich schon, wie später der reife ,4j[eimgärtner", an den ganzem Menschen, als Dichter, als Erzieher, al» hilfreicher. zuweilen wohl auch ein wenig schulmeisternder Kamerad. So unbeholfen und unfreiwillig heiter manche dieser ersten Gehversuche eines werdenden Volksschrlftstel-1er» anmuten, es ist doch schon der ganze künftige Rosegger zu erkennen, so wie auch einzelne Vorwürfe und Gestalten aus diesem dichterischen Jugendland tief in die Meisterwerke der Reifezeit hineinwachsen. Wir danken heute dem Geschick, das dem Waldbauembuben die Erfüllung seines heißesten Wunsches versagte, daß seine ursprünglichsten Anlagen nicht schon in vorzeitiger Ablenkung durch die Durchschnittsbildung einer höheren Schule verbildet und verbogen wurden, sondern daß er gerade die eindrucksreichsten und aufnahmsfähigsten Jahre seiner Jugend an der Quelle seines Volkstums verblieb, aus der er dann ein ganzes Leben imme-r wieder schöpfen konnte. Der Sechzigjährige hat, als ihm die Heidelberger Universität die Urkunde eines Ehrendoktor» Überbrachte, »eine Schneider-Wanderjahre als die Hochschule seine» Dichter-lebens bezeichnet Was andere »ich in mühsamer Beobachtung aneignen, hat der Wald-bauemsohn im täglichen Leben voll Kampf und Sorge, besinnlicher Betrachtung oder heiterer Erholung Stück um Stück »elber erlebt. Ein unbändiger Fabuliertrieb, eine unversiegbare Einbildungs- und Erfindungskraft waren die angeborenen Grundanlagen seiner Kunst, die bis ins Greisenalter immer wieder in den zu Jugendzeiten angesammelt ten Schatz hineinlangen konnte. Das Hirtenbübel hatte unter der rauschenden Fichte ara Ackerrain seine Märchen um die aufglimmenden Sterne des unendlichen Himmels gedichtet, der wandernde Schneider hatte die Menschen der Heimat erlebt, schnurrige Käuze und sinnierende Philosophen, karge Arbeitsmenschen und dämonische Sonderlinge, anders In der feierlichen Einsamkeit des Hochwaldes und anders in der bunteren Enge de» Dorfe». Der Dichter hat sie veredelt oder Tergröbert, durch mannigfaltige eigene Zutat umgeformt, aber immer iwie-der durch Jan® innere Wahrheit gefestigt, die sie als blntlebendlge eigenartige und einmalige Gestaltung und zugleich als die gültigen Verkörperungen ihres Bodens und ihrer Zeit erschehien läßt. Solche Kunst nährte sich von eindringlichater persönlicher Erfahrung, ist ganz persönlich bedingt und darum hat Rosegger wohl viele Nachahmer, aber keinen NacUolger gefunden. m. Spendefrcudige» Mazmi. Die Orttgruppa Maxau des Steirischen Heimatbundes zeigte bei der letzten Straßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk erneut ihre große Spendefreudigkeit Es wurde hiebe! der schöne Betrag von über 1100 RM gesammelt. Auch Witwe Bolle gibt encb Kunde, Verg«Bt nicht dte Verdunkiangsstnnde. Verdunkle von 18—6 Uhr Wenn ( Poman von P. A. RÜGEN OEiSlER die TUJM faiim Urheber-Rechtschutz; Drei Ouellen-Vcrla*, KöniibbrBclc (12. Fortsetzung) „Joachim, Junge!" stammelt Anna Mollenthal. Unablässig rinnen ihr die Tränen über die Wangen, kein Wort vermag sie zu diesem unerwarteten Wiedersehen zu finden. Drösle hat die kleine, rundliche erregte Frau stumm an sich gezogen, er streicht ihr über das silbern schimmernde Haar, wieder und wieder, seine Augen brennen, auch er kann nicht sprechen. Die herbe' Verschlossenheit seine« Wesens ist gewichen vor der Welle von Zärtlichkeit und Zuneigung, die ihm diese schlichte, alte Frau vorbehaltlos entgegenbringt. Endlich löst sich Anna Mollenthal. Autgeregt streicht sie c;ch über die blaue Kattunschürze. „Um Gottes willen. Junge, komm dotJx nur herein, wir stehen hier, und du wirst Hunger und Durst haben und müde wirst du auch sein von deiner langen Reise, du kommst weit her, nicht wahr?" „Jd, Mutter!" sagt Joachim Droste, tief atmend. „Ich war weit, ganz weit — aber mm bin ich zu Hause." Sie gehen den dunklen Korridor hinunter. Joachim weiß, die letzte Tür rechts führt in die „gute Stube", sie ist nur an Feiertagen und bei festlichen Anlässen in Benutzung. Anna Moll^nthal öffnet feierlich und etwas umständlich die Stubentür, die in das Aller-heillgsto des Hauses Mollenthal führt, Droste bleibt auf der Schwelle stehen nnd sieht gerührt in das altväterlich eingerichtete Zimmer mit seiner dunkelroten Plüschmöbelpracht, den Nippsachen und Öldrucken. Hier hat sich nichts geändert in all' den Jahren, da er ferne Länder und Meere sah, hier ist noch der gleiche stille Hauch der Weltabgeschiedenheit und des Friedens, in dem sich seine Kindheit abgespielt hat, hier hat er als Knabe unter dem ehrfürchtig angestaunten Christbaum gestanden, hier wurden ihm an seinem Geburtstag mit Liebe die kleinen Geschenke und die Torte mit den brennenden Wachslichtern aufgebaut, hier pflegte der Osterhase seine bunten Schokoladeneier abzulegen. In diesem Raum schwebt der Hauch der Kindheit, der Erinnerung an etwas Schönes und Unvergängliches. Anna Mollenthal umsorgt ihren heimgekehrten Pflegesohn mit mütterlicher Hingabe, es erscheint eine bauchige, riesige Kaffeekanne, die guten Tassen werden aus der Glasvitrine geholt, wo sie sonst das ganze Jahr ein beschauliches Dasein führen, die, knusperigen Brötchen werden dick mit Honig und Butter bestrichen, Joachim Droste sieht gerührtlächelnd auf das geschäftige, aufgeregte Treiben der kleinen, molligen Frau. „Komm, Mutterle, setz' dich zu mir", sagt er endlich, als sie wieder in die Küche enteilen will. Er drückt sie sanft auf das Sofa und streicht zärtlich über die rauhen, rissigen Hände, die ihn, das fremde Kind, ins Le-ijen geleitet haben. „Ist Vater auf Arbeit?" Er blickt betroffen auf, als Anna Mollenthal sich srhwefftend abwendet und den Kopf senkt. Ihre Mundwinkel zucken. Dann schüttelt sie stumm den Kopf. „Er hat wieder einmal seine Tage", sagte sie leise. „Du weißt doch, Joachim, wie er i»L" Droste nickt, ein bitterer Zug legt sich um seinen Mund. Richtig, das war nicht mehr in seinem Bewußtsein. Vater Mollenthal ist ein gutmütiger, ein zu gutmütiger Kerl, der von seinen Freunden weidlich ausgenützt wird, wenn seine Geldkatze um das Quartal herum wohlgespickt ist, dann konwnt es vor, daß er.tagelang seih Heim nicht betritt, um schließlich eines Morgens mit einem verkaterten Gesicht und leerem Geldbeutel zu erscheinen. Er gibt sich dann meist wochenlang verbissen und pedantisch korrekt seinem Beruf hin, bis er wieder einmal „seinen Tag" hat, Das ist also wieder einmal der Fall gewesen. Droste streicht seiner alten Pflegemutter tröstend über den welligen, silbernen Scheitel. Da fällt sein Blick auf eine etwas verwackelte, offenbar von wenig fachkundiger Hand aufgenommene Photographie, sie stellt einen Knirps in Matrosenanzug mit Schulranzen und einer riesigen Zuckertüte dar, er blickt etwas zaghaft aus dem schmalen Bronzerahmen. Joachim Droste beugt sich vor, starrt lange auf das Bild, Das ist doch — — ,,Dein Junge, Joachim, wie er dich anschaut, als wenn er fragen wollte, warum wir ihn bei der Begrüßung vergessen haben", sagt Anna Mollenthal, die sich ihre Fassung erkämpft hat, leise. Droste erhebt sich, geht zum Vertiko, nimmt das Bild herunter und tritt ans Feri-ster. Lange sieht er schweigend auf den kleinen Matrosen, der sein Kind Ist. „Wo ist der Bengel?" sagt er mit zuckenden Lippen. Anna Mollenthal versucht zu lächeln. „Er geht in die Schule, wußtest du es nicht?" «In die Scbule? Richtigl" tagt Joachia Droste und starrt lange unbewegt zu Boden. „Fünf Jahre war ich weg, eine verdammt lange Zeit, eine — lange — Zeit" „Ja, Joachim!" Anna Mollenthal tritt neben ihn ans Fenster und sieht bittend zu ihm auf. „Bist du es nicht müde, draußen in der Welt umherzuziehen, während hier--" Droste geht zum Vertiko und stellt die Photographie zwischen die anderen Familien-bild^r, die dort einträchtig herab auf den seltenen Gast blicken. „Laß gut sein, Mutter", sagt er mit rauher Stimme, „ich bin, einer mir im Augenblick unverständlichen, impulsiven, sentimentalen Regung folgend, nach hier gekommen, nun stehe ich da und glaube, es war wieder einmal eine meiner Dummheiten, die mich nie Frieden finden lassen." Er tritt ans Fenster und sieht mit zusammengepreßten Lippen auf das Treiben da unten. „Deinen Frieden, Joachim?" Anna Mollenthals Stimme zittert. „Du könntest ihn hier finden, wenn d« nur wolltest. Weißt du, wer oft hier war, mit dem ich immer von dir sprach und nie genug erzählen konnte — Werner hängt mit Leib und Seele an ihr —" Droste wendet sich schroff ab, seine Hsnd klopft nervös auf das Fensterbrett. ,,Ich habe sie gesehen — gesprochen — sagt er mit erzwungener Ruhe, „sie hätte sich das eher überlegen sollen, damals, als ich sie brauchte, als Ich mit dem Kinde allein war — da war die Stunde der Bewährung. Sie hat versagt in dieser Stunde. Ich kann das nicht vergessen und Ich will es auch nicht. Es genügt ja wohl, einmal von einem Menschen verraten worden zu sein —" Anna Mollenthal wendet sich schweigend ab. Sie kennt diesen Ton und versucht keinen Widerspruch. »MartMifiger ZdtuDgc 9./10. Januar t943 Srtte 5 Schwabensiedlung in den BUlieln Von der Volkstumsferbeit des Schutzvereines „Südmark" um die Jahrhundertwende Die Sorge und die Zukunft des deutschen VolkRtunas im untergegangenen Oaterreich-Ungam führte im Jahre 1889 zur Gründung des großen Schutzvereines »Südmark« für Kärnten, Krain, Küstenland, Nieder- und Obei^terreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Entstanden in einer Zeit ärgfiter Bedrückung österreichischen Deutschtums, während der Regierungen Hohenwart-Taaffe und Badeni-Thun, war das Ziel der Schutz und die Festigung deutschen Besitzes, deutscher Sprache, deutschen Rechts und damit deutscher Volkskraft auf einem Voiposten des deutschen Mutterlandes. Das sind Gedanken, die heute längst Gemeingut des deutschen Volkes geworden sind und im Auftrage des Führers an den Reichsführer ff, als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstum«, ihre Verwirklichimg finden. Um die Jahrhundertwende aber stellten sie mehr als heute ein Unterfang^en dar, das, vom hohen Verantwortungsbewußtsein dem Volkstum gegenüber Zeugnis aUegt imd gerade darum nicht genug anerkannt werden kann. In jenen Tagen war es leider keineswegs so, als ob die breite Mause des Deutschtums in Osterreich imd im Reich, dem harten Volkstumskampf an den Orenaen Interesse tmd Verständnis «itf egengebracht hätt«. ist erschütternd feststellen zu müssen, wieviel Aufklänings-arb«it und Beredsamkeit es bedurfte, selbst aus vermögenden privaten Kreisen, aus Banken und Industrie, wenige Kronen zu erbetteln, um die Beträge aufzubringen, die für die völkische Schutzarbett so dringend notwendig waren. In richtiger Erkenntnis, daß dauernde Fe-itigung des Volkstums vor allem durch Be« Siedlung In bedrohten Gebieten zu erreichen sei, ging der Schutzverein im Jahre 1906, neben der völkischen Kleinarbeit zum Erwerb von GUltem \md zu deren Besiedlung mit deutschen Bauern über. Aus mehrfachen Gründen wurde das Gebiet von Egidi, nördlich Marburg, nun Hauptansat^ebiet der Besiedlun^r. Aber gerade in den Büheln war — ganz im Gegensatz zum übrigen steiri-flchen Unterland — ein Zurückgehen des Deutschbewußtseins feststellbar. Dem mußte begegnet 'werden. Da es vor allem auf den Einfluß der In panslawistisch geleiteten Priesterseminaren herangebUdeten Geistlichen zurUckaiführen war, das Deutschs ihrem Volkstum entfremdet wurden, mudte man sich dazu entschließen, die Siedler aus evangelischen Gebieten des Reiches zu holen. Daß es dabei an Protesten klerikaler und panslawistisch eingestellte!^ Kreise nicht fehlen würde, das war j« voraus zu sshen. Wie gefährdet jedoch die LAge des unterländischen Deutschtums in Wirklichkeit war, sei. an einem Beispiel aufgezeigt: Eine im. Jahre 1896 bei Egidi angesiedelte deutsch-katholische Fa-mUie aus dem Rheinland, namens Potthast, war im Jahre 1911 bereits dem Deutschtum entfremdet Der Mann war 1908 gestorben, die Witwe hatte einen Fremden geheiratet und die Kinder waren in wenigen Jahren dem Deutschtum verloren. Im Hinblick auf derartige UmsU^nde wurde also gerade in dem Gebiet um Egidi 1906 mit der Besiedlung neuerdings energisch begonnen. Als erster Siedler traf im Herbst 1907 der Landwirt Wilhelm Eberle aus Lehrensteinsfeld bei Heilbronn ein. Er wurde auf dem Krumholzgut in Graßnitz angesetzt, neun Schwabenkinder, sechs Buben und drei Mädel brachte Eberle mit. Der Anfang war so getan und der Entschluß nicht zu bereuen. Briefe gingen und kamen zwischen dem ersten Siedler und der alten Heimat. Im Jahre darauf folgten die nächsten Siedler. Sechs Familien mit 48 Köpfen allein aus Lehrensteinfeld und weitere sechs aus Weinsberg (beide Orte im Neckartal bei Heilbronn) mit 35 Köpfen. Außer diesen Württemberger Schwaben siedelten noch Badenser, Sachsen, Deutsche aus Ungarn, Deutsche aus Böhmen und Mähren und Kärntner an. Sie alle übernahmen fast aus« schließlich Einzelwirtschaften abgehauster Bauern, deren deutschfeindliche Einstellung bekannt gewesen war. Die Siedlung wuchs und bald plauderten blühende Siedlerklnder im Dialekt ihrer alten Heimat, es gedieh auch das Land unter den fleißigen Händen dieser deutschen Bauern. Da die nächsten Jahre gut waren, kamen die Siedler bei Fleiß und guter Wirtschaftsführung tüchtig vorwärts. Bis Ende 1914 hatte die »Südmark« in Egidi und In den 16 Nachbargemeinden insgesamt 63 Familien mit 371 Köpfen seßhaft gemacht Der Beginn des ersten Weltkrieges ließ dieses großes Vorhaben nicht mehr zu Ende führen. Aber schon das bis dahin Erreichte brachte einen erfreulichen Umschwung mit sich. Die sprachlichen und kulturellen Einflüsse waren so stark, daß sich auch in den benachbarten Gemeinden das deutsche Blu. der Untersteirer zu regen begann. Schulgründungen, Gründungen von Turn- und Gesangvereinen, Bauten wie der SUdmarkhof waren der sichtbare Ausdruck. Da die Siedler die österreichische Staatsbürgerschaft erwarben, konnten sie auch ihre politischen Rechte, besonders bei den Wahlen, zur Geltung bringen. Dann nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns kam unter der serbischen Herrschaft die Bewährungsprobe für das Unterfand und damit auch für die Siedler, Ein Besuch dieser Siedlergemeinde beweist uns, daß sie hart und stark geblieben sind und die ihnen gestellte Aufgabe restlos erfüllt haben. Ordelt Der Slsdlerhol der Familie Schmidt in Altenberg-Dobreng Ein trauer Begleiter durcli den Jaliresiauf Der „Unterstelrischs Kalender 1943" hält Einkehr in Jedem Haus Ente und zweite GeneraUon der Siedler Wieder liegt er vor uns, der „Unterste!-fische Kalender". In einem schönen, recht bunten Kleid stellt er sich vor, bunt wie unsere große Zeit, bunt wie das Leben mit seinen mannigfachen Schicksalen, seinen heiteren und seinen ernsten Seiten. Wie sein erster Vorgänger, ja vielleicht in einem viel stärkerem Maße, ist er der vertraute Freund für den Feierabend, der uns, wenn draußen die Welt zur Ruhe geht, noch manche stille Stunde beschäftigen wird. Wie reich ist das Geschehen, das er in sich verbirgt, reich an inuner neuem Erleben der schönen unter-iteirischen Heimat. Vor unseren Augan erstehen die blauen Berge in ihrer ganzen Pracht, das Land, über das der Bauer den Pflug führt, die Städte und Dörfer unserer Heim'tt, die rauchenden Schlotte der vielen Fabriken und der 'dröhnende Singsang der Arbeit an den Stätten, wo der Bergmann das „schwarze Gold" TU Tage fördert. Wir lauschen wieder alten Mären und nehmen freudig die buntbewegten Bilder heimischer Geschichte in uns luf. l.-nd über allem lauschen wir dem Ruf des großen Reiches, hören von deutschem Ki^mpf, von deutscher Not und der Heimkehr En d.is Land der Viiter Machtvoll klingt das Kriegsgeschehen auf, Daten und Dokumente großdeutschen Freiheitskampfes rufen uns, den Platz, auf den wir gestellt sind, auszufüllen so treu und so lückenlos wie die tapferen Soldaten, die an allen Fronten des Ringens um Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes und des jungen Europa ihr Blut und Leben geben als höchsten Preis. So ist uns der „Untersteirische Kalender 1943", heraus-geg^en vom Führungsamt II der Bundesführung des Steirischen Heimatbundes, sinnvoll zusammengestellt von SA-Hauptsturmführer Sepp Kogelnik, Freund und Mahner zugleich in dem wechselvollen Jahreslauf. Versehen mit einem vielfarbigen Umschlagbild, das untersteirische Weinland darstellend, von Frl. Rubin wirkungsvoll gestaltet, begegnen uns beim Durchblättern des 200 Seiten starken Werkes die drei Großporträts des Führers, des Gauleiters und des Bundesführers, der diesem Hausbuch der Untersteirer ein Vorwort widmete. Das übersichtlich geordnete Kalendarium unterrichtet über alle wichtigen Gedenktage, über die Namenstage im Jahreslauf wie über alles, was jeden von uns und den Bauern im be-Bondern angeht. Für Notizen steht genügend Raum zur Verfügung. Parolen der Lenker deutschen Schicksals führen uns durch den Jahreslauf. Der immerwährende Kalender, die Ordnung der Festtage und wichtige Daten des Jahres 1943 sind die Brücke zur Chronik der drei Kriegsjahrc, die Großdeutschlands Freiheitskampf eindrucksvoll vor Augen stellen. Pg, Treml gibt in dem Artikel „Deutschland ist unbesiegbar geworden" einen fesselnden Überblick über die Bilanz des bisherigen Verlaufs des Krieges. Pg, Dr. Helmuth Carstanjen und Karl ilanak-Hammerl finden mit ihren Aufsätzen ,.Unser Weg" und „Die Untersteiermark ist deutsch!" die Brücke in untersteirisches La3ul> Weitere Arbeiten aus dem Schaffen der untersteirischen Frauen (M. Pfeifer und A. Putz) schließen sich an. Landesbauern-führer Sepp Hainzl gibt einen Überblick über den landwirtschaftlichen Aufbau des Unterlandes und Delti Ordelt lenkt unser Augenmerk auf den Bauernwall im untersteirischen Grenzboden und die Wehrmannschaften, die Träger des Wehrwillens in diesem Land an der Grenze. In weiteren Aufsätzen von Dr. Gottfried Grill, Otto Koschitz. usw. finden wir beglückende Wege in die nähere Geschichte unserer Heimat, um uns dann dem Kriegsgeschehen zuzuwenden und in PK-Bcrichten einen Einblick zu erhalten in die Härten des Kampfes, den unsere Väter und Söhne im eisigen Norden wie in der Glut der Wüsten Afrikas zu bestehen haben. Wenden wir dann weitere Blätter, so kommen wir zu dem still-besinnlichen Teil, der mit einem Beitrag aus dem köstlichen heimatlichen Märchenschatz „Die verwunschenen Zünglein" von A. Gerschack eingeleitet wird. Ihm folgen „Die Hexe von der Drauinsel" von J. Werdisch sowie ein bunter Sagenkranz aus Cilli, dem Bachergebirge und anderen Teilen unsei^r Heimat. Zwei schöne Erzählungen ,,Ein ^tück Dank abarbeiten" von J. Linke und „Mit Steigeisen auf Wild-schweinjagd" von E. Paidasch beschließen diesen Abschnitt. Eine Anzahl weiterer Seiten unterrichten den Landwirt, den Kleingärtner, die Hausfrau und den Forstmann über wichtige einschlägige Fragen. Den Reichsbahn-Fahrpreisen (in Kilometerumrechnung) und den Postgebühren schließt" sich ein Anzeigenteil an. In dem sich die Mannigfaltigkeit des Wirtschaftslebens der Unter- Der Bauer Haak in Altenberg, ein schwäbischer Siedler lllllllllllllllltlllinillllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllliil Steiermark in besonderer Weise widerspiegelt. So hat dieses untersteirische Haasbucii deu Weg ins Volk angetreten und wir sind gewiß daß es nicht nur als ein Jahrbuch gewertet wird, sondern seinen Eingang findet in jede Gemeinde- und Hausbibliothek als Zeugnis der treuen Bereitschaft urtd des emsigen Schaffens der ins Reich heimgekehrten Untersteiermark in dem größten Kampf unseres Volkes. Und wenn wir diesen Freund des Hauses zur Hand nehmen, möge er uns immer wieder den Weg in heiligste Arbeit weisen, die wir auf dem Platz, auf dem wir stehen, zu leisten haben und die uns täglich neu aufgezeichnet wird durch die Worte, mit denen Bundesführer Steindl sein Geleitwort schließt: „Die Front heißt Deutschland — unser Grabenstück heißt Untersteiermark! Es lebe der Führer!" Robert Kratzert m. Untersteirische Bevölkerungsbewegung. Vor dem Standesamt in Pettau schlössen den Bund fürs Leben: Anton Polenschek und Maria Seiler, beide Oberradkersburg, Herbert Lachner, Rosenthal, und Eleonore Wrablitz, Pettau, Franz Sorli, Sollabrunn, und Theresia Walenko, Pettau. Gestorben sind Konrad Ramschek und Barbara Just, beide aus Pettau. — In Anderburg heirateten Thomas Jug und Aloisia Laubitsch, beide aus Egidi. Gestorben ist der Besitzerssohn Franz Kostomei aus Zerowetz. — In Süßenheim gingen Franz Salober und Anna Turn-schek, beide aus Grubberg, den Bund fürs Leben ein. In Buchendorf starb der SSjähriga Josef Kladnik. — In Bad Neuhnus verslat-ben: Eva Flis aus Sawerch, Josef Mauch eus Siele und Theresia Tschmeine aus Goritza. — In Tscheppl bei Franz verstarb der 39jahriqB Franz Weinzerl. m. Beim Holzschlägern verunglückt. Die 27jährige Eisenbahnersgattin Maria Stolzer aus Schleinitz bei Marburg wurde beim Holzfällen von einem Aste eines fallenden Baumes erfaßt und mußte mit einer schweren Kopfverletzung und Gehirnerschütterung vom Deutschen Roten Kreuz ins Marburger Krankenhaus überführt werden. — Ferner verunglückte bei einem Betriebsunfall der 49jährige Hilfsarbeiter Josef Munda aus Jo-sefinental in Brunndorf. — Beim Fleisch-schneiden durchschnitt sich den rechten Zeigefinger der 18jährige Hilfsarbeiter Franz Jarz aus Unter-Kötsch 120. — Durch Ausgleiten zog sich der ISjährige Landwirts-und Lehrerssohn Hildebrand Rosel aus Weidenegg 102, Kreis Veit, Kopfverletzungen, und die kaum 5jährige Melanie des Reichs-bahninspektor-Anwärters Namestnik aus Je-schenzen 35, Gemeinde Frauheim, ein© icchte Ellbogenverletzung zu. II Aii[ii.;hnicn: kf,cliskotmnii.snr f. d, ^cstißimii dcuisthen VulkMiiins U>rdelt) Siedlerbaus, errichiet unter Patenschaft der Grazer Burscbenschafl ^Frankonia". I 9rm 0 WWartMifigfT 9./t0. jaimtr 1043 ftMmnm ^10 Was stark und mutig ist, muss zusammenstelieii Der Gauleiter rief das Führerkorps des Reichsarbeitsdienstes zum Höchsteinsatz aui Graf, 8. Januar In den Tagren Tom 6. bi« 7. Januar hatte Bich daa FUhrerkorps des Arbeltsgaiies XXXVI Im Gaufltabagebäude m einer Arbeltstagung zusammengefunden, um Klarheit über die Arbeit des Jahres 1943 zu gewinnen und vor allem Richtlinien für die Erfüllung des vom Führer erteilten neuen Auftrage« zu empfangen, auch im Kriege jeden jungen Deutschen im RAD zu erfassen, um ihn körperlich, aeeUflch und geistig zu jener Haltung zu erziehen, aus der un-»erom Volk die Kraft erwächst, nicht nur den Sieg zu erkämpfen, sondern auch seine Früchte zur Reife zu bringen. Der Reichs-arbeitsdlenst steht In diesem Kriege nach dem Willen des FUlirera nicht nur an der Front des körperlichen Einsatzes, Im Kampf um Lebensraum und Freiheit des deutschen Volkes, Bondern auch an der Front des geistigen Ringens um ein neues Weltbild und eine neue Weltanschauung. Da ergibt sich die Notwendigkeit eines Einsatzes der FUh» rungskröfte und FUhningsmIttel, der weit über das Maß an Leistung hinausgehen muß, das schon bisher gefordert worden ist. Vertiefung dieser Erltenntnls und Stör-k\ing des Willens zu nationalsozialistischer Tatberoitschaft war das Ergebn's der Arbeitstagung, in deren Rahmen auch der Bun-desführer des Stelrischen Heimatbnndes Pg. ß t e i n d 1 und der Oauschulungslelter Pg. H o f f e r das Wort ergriffen, um über die besonderen Aufgaben im heimgekehrten atei-rischen Unterland und über weltanschauliche Frnq:en zu sprechen. Die Bedeutimg der Tagung wurde dadurch gekennzeichnet und unterstrichen, daf3 im Mittelpunkt des SchluRappells eine Ansprache des Gauleiters stand, den der Führer des Arbeitsgaues XXXVl Generalarbeitsführer L u k e s c h im Namen des Führerkorps mit herzlichen Worten des Dankes Im würdig geschmückten Saal des Stabspebäudes wUl-kommen h'eR, nachdem die Klänge des Mel-eters'nger-Vorspiels zu festlichem und zugleich sinnvollem Auftakt geworden waren. EngHto» Zusammen wirken von Partei und RAD Mit aller Offenheit konnte der Gauleiter vor Münnem, die Träger einer so entscheidenden Führungsftufgabe und hoher Verantwortung sind, über die großen Fragen der haiien Gegenwart dieses Krieges und die Probleme, die nach dem Siege zu lösen sein Werden, fjprechen und aus der Sinndeutung des schicksalhaften Geschehens unserer großen Zeit die Forderung nach höchstem Einsatz ableiten. Mit vei*pflichtender Klarheit begründete er zunächst die Notwendigkeit engsten Zusammenwirkens von Partei und Reich.sarbeitsdlcnst, der, aus der nationalsozialistischen Revolution geboren, eine Erziehungsstätte Ist, die atifl dem großen Plan für die Erz'ehung der kommenden Ge-fichlerhter nicht mehr hinweggedacht werden kann. So gehört es zu den Forderungen der Zeit, daß sich die RAD-Führer nilt allen Kriiften in den Dienst auch der Parteiarbeit itellcn. Gewaltige Aufgaben Der Vertiefung des Wissens um den letzten Sinn dieses Krieges galten die weiteren Ausführungen des Gauleiters, in denen er den RAÜ-Führem nicht nur die unerbittliche Alternative, mit dem Siege alles zu gewinnen, oder mit der Niederlage alles zu verlieren, sondern auch die Sendung Deutschlands in Europa vor Augen hielt, das im Zeichen des Kampfes erst mit dem Schwert geeint werden mußte, um allen seinen Feinden als innere Einheit gegenübertreten zu können. Der Gauleiter erinnerte aber auch an die gewaltigen Aufgaben, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, die Probleme des Ostens zu meistern, und erharteto mit dem Hinweis auf diese Riesenaufgaben den Appell, in täglicher Selbstprüfung die eigene Leistung zu messen und auf das Höchstmaß zu steigern. Heldenlied deutschen Soldatmlnmi In seinen ebenso von unbeirrbarer Siegeszuversicht, wie von dem Willen, allen Tatsachen offen ins Auge zu blicken, getragenen Darlegungen suchte der Gauleiter mit packender Anschaulichkeit klarzumachen, wie es geschehen konnte, daß die lebensfelnd-lichfi Ideologie des Bolschewismus unter Preisgabe aller Menschlichkeit, wie sie bei uns undenkbar wäre, wenigsfens vorübergehend zu einem so starken Gegner zu werden vermochte. Leuchtend hob sich von diesem düsteren Hintergrund das Bild deutschen Soldatentums ab, das sich jetzt selbst wieder ein goldenes Lied In das Buch der deutschen Geschichte schreibt, vergleichbar mit dem goldenen Lied der Winterschlacht von 1941/42. HeuU wie einst i«t die Führung für »llea bereit: Die Front im Osten steht und auch der Krieg im Süden wird von un« gemeistert Die Heimat — würdig der Front So Bicher ea nach all dem ist, daß wir den Krieg nicht verlieren können und nicht verlieren werden, so bleibt doch von ent-flcheldender Bedeutung, wie der Gauleiter betonte, die Erhaltung der seelischen Widerstandskraft. Darum gilt es, daß alles, was mit dem Herzen trägt und den Nacken jederzeit steif zu tragen vermag,, daß alles, Was glaubt und aus dem Glauben Kraft gewinnt, jetzt eisern zusammensteht Mit stolzer Genugtuung konnte der Gauleiter in diesem Zusammenhange feststellen, daß für die Lage im Innern als entscheidendes Kennzeichen die Tatsache gelten darf, daß unser Volk jetzt unter schwierigsten Verhältnissen eine Gemelnschaftslelstung vollbringt, wie sie noch nie von einem Volk vollbracht worden Ist, und daß auch unsere Heimat sich verdoppelter Leistung rühmen darf. Trau bto In den Tod! En BÄtlonalsozlaUstlscher Kbmpromlßlo-slgkeit der ganzen Haituniy, rief dann der Gauleiter auf, wobei er daran erinnerte, daß der Nationalsozialist auch einst in der Kampfzelt alle Brücken hinter sich abbrechen mußte, um eine Welt bu erobern, ohne die Ihm da« Leben nicht mehr lebenswert erscheinen würde. »Heute stehen wir alle«, so rltf tr d«n RAD-rührtm mit begeistern- Karl Nasko lum Gedenken Eil trener Sohn der Draustadt ist am 4. Januar gestorben. Karl Nasko wurde im Jahre 1869 in Marburg geboren, besuchte hier die Volks- und Mittelschule. Nach der Matura diente er als Einjährig-Freiwilliger beim Drag.-Reg. Nr. 6 und Heß sich als Reserveoffizier aktivleren. Nach wenigen Jahren trat er In das Unternehmen seines Vaters ein, das er nach dessen Tode tibernahm. Einem schönen Charakterzug folgend war er seinen Mitmenschen stets In uneigennütziger Weise behilflich. Jahre hindurch war er an leitender Stelle im Kredit- und Sparverein tätig, der seinerzeit gegründet wurde, um kleinen Kreditwerbern an die Hand zu gehen und gerade hier hatte Nasko Qelegenheit, die Schwierigkeiten und die Sorgen des unbemittelten Volk.sgenossen kennenzulernen. Sein praktischer Sinn, sein klarer Dlick und seine vlelseitlKcn Kenntnisse ermöglichten ihm, allen, die sich an ihn wandten, ein guter Berater iu sein, was von Ungezählten umso dankbarer anerkannt wurde, da sein steti freundliches Entgegenkommen den Qang zu ihm so wesentlich erleichterte. Daß die Marburger einen solchen Mann auch in der Qemeindevertretung wUn-^chton, war eine naturgemäße Folgerung und so wurde Karl Nasko 1913 zum üemeinderat gewählt und übernahm bald die Stelle des BürEermeister-Stellvertreters. Er hatte so Gelegenheit in allen Zweigen der Qetneinde-wirtschaft erfolgreich zu wirken, bis ihn die Vaterlandspflicht neuerlich zu den Waffen rief. Wie im bürgerlichen Leben bewährte er sich auch als Soldat an der Front, wo er mit verschiedenen Kriegsdekorationen a^sge- zeichnet wurde. Nach dem Kriegsende hl die Heimat rückgekehrt übernahm er flcich wieder die Amtsgeschäfte des Bürgermeister-Stellvertreters und leistete der Stadt und seinen Bewohnern gerade in der Umsturzzeit durch sein energisches große Dienste, bis er von den neuen Macht-habern am 18. Dezember 1918 unter Protest seines Amtes enthoben wurde. In den schweren Zelten, die onter der Ingo- slawischen Regierung für das deutsche Marburg folgten, gehörte Karl Nasko zu Jenen Männern, die sich in vorbildlicher Weise lur das Interesse des Deutschtums einsetzten. Zuerst in den Volksrat gewählt, trat cj- (lan^u an die Spitze des neugegrürtdeten Politisch-Wirtschaftlichen Vereines der Deutschen, führte bei der ersten Wahl in die Skup-schtinBt an der die Deutschen teilnehmen konnten, die verantwortungsvollen und umfangreichen Vorarbeiten so mustergumg durch, daß der Erfolg nicht ausblieb. Es würde zu weit führen, alle Einzelheiten seiner erfolgreichen Tätigkeit anzuführen und nur zusammenfassend sei gesagt, daß wohl in allen Delangen, die für die Deutschen unserer Stadt von Wichtigkeit waren, Karl Nasko in seiner taktvollen, aber aucb energischen Weise eintrat Groß ist die Zahl der Trenndc, die er sich durch sein freundliches Wesen erwarb und noch größer die Zahl derjenigen, denen er stets ein hilfsbereiter Berater und war. Die Freude, Marburg wieder dem Groß-deutschen Reich einverleibt zu wissen, verklärte seinen Lebensabend. fflr W«che, Monat um Monat roer^ "-f Vöen Olt Outm unftre» VolNeo auo allen LeblnofAlchten irnmtr mehr lulimmenge-rdin>elOt lu einer unlöoUd^en öemelnfdiaft Un5 Mefe Oemeltildiaft mir& ndi be- lonOer« auch loleöererroelfm bei Oem groOen Hltforoerh, Die rolr in Clelem , A 2U oollbringen haben. ' ^ den Worten zu, »al« Schlldwachen vor den Toren der Reichskanzlei Endgültig ist für uns die Zelt vorbei, wo man ui Krisen zelten Ewar feierlich protestierte, dann sich aber bieugte. Uns trägt man von unserem Posten tot weg, oder wir stehen dort. Die Fahne, die man lebend verläßt, versinkt, die Fahne aber, die einem Sterbenden entfällt, trägt ein anderer weiter.« Tief ist es den RAD-Führem ins Bewußtsein geprägt, was die eiserne Geschlossenheit der nationalsozialistischen Front bedeutet, in die sich kein Gegner einschleichen darf, und ebenso zündete In jedem des Gauleiters Manneswort, daß jetzt und nach dem Sieg keiner bestehen könnte, der nur daa getan hat, waa schon an sich seine Pflicht gewesen ist Hallig ist uns das Veraachtnli derer, die starben für Deutschland AbsChlleDend wandta sich der Gauleiter den Aufgaben der Zelt nach detn Siege zu. I Wenn der Augenblick gekommen Ist, daß da« Schwert In die Scheide gesteckt werden kann, mtiD von neuem die Fahne der na-tlonalsozlalistlsfchen Revolution entrollt Werden. „Wir haben nicht nur diesen Krieg mit allen Tugenden durchzustehen, mit denen wir einst dftn Kampf um die Macht siegreich bestanden haben, wir nOitan uns auch bereit machen dafür, daß wir nach dem Siege das «ffüllen, wofür unsere Minner gefallen sind. Sl« «Iii, an daran Gräbern vorbei der Weg Deutschlands aus tiefstet Erniedrigung In die Zukunft geht, haben uns ein Erbe hinterlassen, und wir wollen In jeder Stunde unseres Lebens so handeln, daß wir Jahr für Jahr vor diese Gräber treten können, um denen, die das höchste Opfer für uns gebracht haben, melden zu können, daß sie nicht umsonst gefallen sind." ^ Generalarbeitsführer tukeich verband mit dem Dank für die Worte des Gauleiters, dl» der Arbelt des RAD neuen Impuls gegeben haben, das Gelöbnis, anth die neuen vom Führer gestellte Aufgabe restlos zn erfüllen, und schloß den Appell mit dem GruB an den Mann, an dessen Genius sich das Feuer unseres Glaubens hnmer wieder von neuem entzündet, und mit dem begeisterten Schwur der Treue. m. Das Btandesaat ClIH meldeil. Vor dem CllHer Standesamt schlössen den Bund fürs Leben! Eduard Pochlln, Cilll, und Katharina Lach, Marburg, und Alois Hoschek, Graz-Apdrltz, und Sophie Sattler. Mannersdorf am Lelthageblrge. Gestorben sind: Josefln© Furlan, Ida Sakschek, Johann Leben, Josef Horwatltsch, Franziska Batsch geb. Rnteilz, Anton Rebernak und Maria Napolnlk gob. Dobnlk, alle aus Cllli, ferner Rosa Wouk, oeb. Stante, Tüchern, Amalie Zestnik, Arndorf, Franz Kolaritsch, Preworle bei Hei'enstein, Josef Unetitsch, Hl. Kreuz, Gertrud« Mautwurf, Herrenhofen bei Breslau, Mjfla Ramschak geb. Weitz, St. Pankratz bei Vrag-wald, Dorothea Matul, Leutsch, Gabriele Wodopiwetz, Töplitz be! Edlingen, Franziska Trepel geb. Hrasthik, Hellenstein. Am 10. Januar — OPFERSONKTAG Was heißt »OpfMsonntSf• ? Das Wort besagt, daß Du an diesem Tag nicht nur eine KleJnigkalt geben sollst, die rar Dich unbedeutend ist. Deine Spende soll auch für Dich fühlbar sein. Denk dabei «n das Opfer, das der Soldat, der für Dich und die fceinen kämpft, täglich und stündlich bringt I______ Das weisse Grauen Von Hans Auer »Es schneit, es schneit!« So riefen glücklich die Schulbuben in der Stadt und bewarfen flieh mit dem flaumigen Schaum. Am nHchflten Tag schneite es noch Immer. Die Lokomotive des Abendzugea hatte vor ihrer sLaiilernen Bniat eine hübsche, dicke, weiße Weste. Ich war fast allein Im Abteil. Ich freute mich schon auf meine warme Stube. Nun — eine halbe Stunde Fahrt, eine halbe zu Fuß, und Ich bin da-h Ullijen mit Aia *i(!rt Sfiiiar UciitliiUlcirvortrAt: des 8t«irlscb«a Heimat-tnuides MJniateriald'rlgvit a, D Dr. Karl Bar-dachzi w'rd D erwtafl^, den 12. Januar, im Rahmen der Marburger VolksbildunjfMtätte ar.haivj von farb'gen Lichtbildern Ubdr die Lanciachaft In des Dichters Leben und Werk sprechen. Der Verfasser hat in langrwier'ger Arbeit aelnon Plan verwirklicht, die für laa Leben una Werk Adalbert Stifter» bedeu-tungtivollen Landachaften (Böhmerwald, VoralpNi- und Alpenland, Linz und Wien) in charakteristischer, den Schilderungen dei Dichters entrprichcnden Stimmungen mit der Farbkamera aufzunehmen. Er tritt mit dem Ergebnis seiner neuartigen Arbelt vor die öffentMchkeit, um zu zeigen, wie innig" die Landschaft, das Leben und die Werke Stifters initeinander verbunden sind und wie seine Schöpfungen als Dichter und Maler aus der Landschaft herauswuchsen. Er will auch nachweisen. In welchem Maße die weitverbreiteten dichterlachen Werke freudeepen*» dend und lebenshelfend wirken. Der Vortrag der in vielen Städten größten Beifall fand, mußte in Wien viermal wiederholt werden. Der Vortrag kommt im FesLsaal der Oberschule ftir Jungen, Taurlakerstraße 9, zur Duichführung. Die Eintrittskarten sind in der Buchhandlung W. Heinz, In der Tegett-hoffstraße 10a und an der Abendkasse erhältlich. Rsit Tüliihell IBT PsIlaMr VoiksMiilDmstflitc Beginnend am 22. Januar wird Pg. Gustav Hild«brand Im Rahmsn des Steirlschen Hcimatbundee in z«hn Ortsgruppen des KreU sea Pettau einen Vortrag U^r »Englands Untergang, Deutschlands Aufstieg« halten. Seine AusfUhrungen wsrden da« regste In-terftMe aller Volkagsnowen findan, die aus diessm berufenen Munde Uber die großen politischen Zusammenhinge , und Hintergründe des Zeitgeschehens aufgeklärt werden. Im Rahmen der Pettaver Volksbildunga-Btätt« findet am 13. Januar ein Vortrag des Gauk(Hi««rvators Walter v. Semetkowsky aus Graz statt, der Uber daa Thema »Das Baugesicht der Untersteiermark« spricht Der welth ji bekaimte Gelehrte wird aus seinem reichen, in langjähriger fruchtbirer Kulturarbeit en^'orbenem Wissen schöpfend, den Zuhörern einen genußreichen Abend schenken. Am 22. Januar folgt ein Vortrag von Prim. Dr. Wessely über die Grundlagen der Verer-bimg. Dr. Wesaely wird die Zuhörer damit in ein interessantes Fragengebiet einführen, da« heute jeden Deutschen angeht, da die hier in den letzten Jahrzehnton erzielten Forschungsergebnisse Erkenntnlis« gebracht haben, die mit zu den Grundlagen der na-tlonalsozlajlstischen Geisteshaltung wurden. Die iDStfMR VavflMi'Jsn Der Schriftsteller und Spielleiter am bayrischen Staatstheater Ludwig Bender hat unter diesem Titel eine äußerst erfolgreiche und sehr lustige Neubearbeitung der un-Bterblichen Gesangsposae »Robert und Bertram« verfaßt, die nach Ihrem Siogetaug über viele deutsche Bühnen (sie wurde auch verfilmt) unter der Regie von Richard Nagy und der musikalischen Leitung von Leop(Md Mattauschek als Faschingspremiere Dienstag, den 12. Januar, in unserem Stadttheater In Ssene gehen- wird. Der Vorverkauf dafUr hat bereits begonnen. Ansicseieiif f ani iOr angelieiNle Lsn^vrie Über 45 Jungen aus dem Landkreis Marburg waren dieser Tage 9um trstM Auslefte-lehrgang der neu errichteten landwirtschaftlichen Hauptberufaschule de« Bannes Mar- sanft war der Druck Uirer Ideinen Hand gewesen. Naturlloh machte diese Erinnerung Paar noch verbitterter und unversöhnlioher. ßo konnte es nicht mehr weitergehen...! Erika hatte Glück. In der erstra Pause erspähte sie eine Junge Angestellte, die ihr gom den Gefallen tat, den Platz jsu tauschen. Eine Schönheit war dieses Junge Mädchen nicht Daa Klingelzelchen ertönte. Der Zuschauerraum lag im Dunkeln. Im letzten Augenblick zwängte sich Erika durch die Reihe. So, nun würde sie doch endlich sehen, was auf der Bühne vorgüif. Und lachen wollte sie, tüchtig lachen mit aU de« anderen lustigen Menschen. Und Erilca lacht wirklich, denn das Lustspiel war tatsächlich lustig. Und neben Uir lachte auch jemand aus vollem Halse, denn wie gesagt, da« Lustspiel . . . Ach, Lustjypiel hin. Lustspiel her, aber dieaos Lachen von der rechten Seite — äffte sie denn ein Spuck? Blitzschnell drehte sie Sick Ihrem Nachbarn mr Rechten bu und sah — Ja, es int wirklich achwer zu glauben — und sah In daa immer noch lachende, aber gleichzeitig reichlich verdutzte Gesicht ihres bösen Fritz, Er hatte den gleichen Gedanken gehabt — verletzend eigentlich — auch er hatte einen gefälligen Freund gefunden, und nun saßen sie glückl ch wieder nebeneinander. Da hatte sich im Dunkeln also etwas abgespielt, das sich den Vorgängen auf der Bilhne würdig an die Seite atellen konnte. Die gegenseitige Überraschung war denn doch zu stark, und so kamen sie aus dem Lachen gar nicht erst heraus, und dieses Lachen war so echt und herzerfrischend, daß es nicht nur alle bösen Geister verjagte, Bomlern In einem Umkreis von zehn Metern Durchmesser die Zuschauer abermals zum Lachen bracht- Zacharias ein sts-voransetzen möchte In der Tst: e n unmög- lem sie früher achtlos vorilberpegangen. hält llches Unterfangen sche nt es, nach Ablauf Zwlesr^arhe mit toten Dinsren, d'e ihr mit kurzer Stunden dem Wesen des Dichters <»lnem Mal belebt erscheinen, lernt das ge-nachzuspüren, ihni auf seinen schöpferisch- helme, atllle Lauschen, In das Ströme von suchenden Wegen zu folgen und zu erfassen, T.eben e'nfl^eßen und begreift mit wi.«»aender so nachhaltig auch der gewonnene Eindruck Tn Emst dieser Sk1j!7.e besser gesagt: uns allen aus den unterschied- hob der Dichter den Vorhang von se'nen Ju- lichen Bereichen seines dlchteri«chen Schaf- "ender'nneninren und 1'eR uns mit der köst- fena zu beschenken. Im Rahmen von vier liehen Goschicnte »Erste Hobe oder der grundverschiedenen Novellen führte er uns Kuß« einen erheiternden Blick auf lene aua den dunklen Schattengründen unerforsch- Jahre werfen, da di® L'ebe »d'e erste Ucher Mystik in d'« heiteren Gefilde harm- schwere, aber mißverstandene Botpchaf*^ an los frohen Lachen«. den lungen Erdenhür<*er ans'f'ndte«. Ver- »Später Gast« betitelte sich da« seltsame emügt folerten wir dem Er7,}enn als wel« gestellt werden mußte. er seine politische Tätigkeit begann, halte Der größte Teil der Jungen kam vom Ba- | eben das große Bauernsterben eingesetzt, ohemgebirge, von den entlegensten Dörfern viele Tausende deutscher Bauern gingen da-und Bauernhöfen. Davon wurden 30 Jungen mals zugrunde, als die Masseneinfuhr ame-auagelesen, die vom 15. Jänner bl« zum 15. j rikanischen Getreides durch die ersten gro-Mai in Jahringhof in den Büheln für ihren ßen Prachtdampfer die Preise so drückte, künftigen Beruf ala Bauern eine fachliche daß unser Bauernstand nicht mehr mitkam. und weltanschauliche Ausrichtung erhalten. So werden die jungen Bauernsöhne, die später einmal den Hof ihre« Vaters übernehmen, jetzt schon für ihren Beruf vorbereitet. Auch der Bann Marburf-Stadt brachte am Mittwoch, Donnerstag imd Freitag im Haus am Bachern einen Ausleselehrgang zur Durchfühnuiir, der g^ite Ergebnisae zeitigte. IteM sferograpliiMhe Vei||iestlc!slaRq 481 Silboi kl dar MSinil« Der bekannt« deutsche Nfeistwrsteno-graph Goorg Pauckcr, lur Zeil OberieuU nant bei der Wehrmacht, wies gele^nllich eines l^lirgangcs des RcichsverbanfJes deuL scIifM* Prcssestoiiotffaphit'n und der (teutschcn Stenograplienschait in Bayreuth ira Haus der Slenograj)hi« neue ül)erragende sleno-ffraphische Höchsileislunj^ nach, wie sie bisher unter dejisell)en wtlingungeu noch nirgends erzielt worden sind. Er »ciu-ieb an drei aufcinanderfolgencieo Tagen unter schärfster Kontrolle eines Prüfungsausschusses der deutschen Sleno-granhenschaft unter der Faltung des Di-reklors des deutschen luid des mtemalio-nalen Instituts für Steiio^aphie und Nfa-schinensclireiben, Max Baier, des Rclchs-verbandes deutscher Ppesscslenograplien und der Fachgruppe Verhtndhmgssieno-graphen der deiitscnen Stenograplieaischaft zehn Minuten je vierhundert Sillien. fünf Minut«! i« 440 Silben und drei Minuten i« 480 Silben. Alle Ansagen übertrug er fai kürzerster Zeit einwandfrei M. Das MWochaabUtt der Laadeebanerm-schaft SIeiemiark" als Jubilar. Mit seiner •ratea Ausfabe In dissem Jahr begann das „Wochenblatt der Landesbauernschaft Steiermark" seinen 125. Jahrgang. Unter verschiedenen Namen hat dieses Blatt, das 1819 unter dsm etwas langatmigen Titel „Verband-lungan uad Aufsätze — herausgsgeben von der K. k. Landwlrtachaftsgesellschaft in Steiermark" zum ersten Mala erschienen ist, im Lauf« einer langen Zeit unendlich viel für die Aufklärung, Belehrung und Ertüchtigung der steirlschen Bauernschaft geleistet. Aus klaineh Anfängen ist es. kurz nachdem über Vorschlag des Erzherzogs Johann die „K. k. Landwlrtichaftsgeaellschaft in Steiermark" errichtet worden war, Immer mehr und mehr an Bedeutung gewachsen und haut« wird es wohl in fast alle« BauarnhSutara unsara« Gaues gelesen. Als es gegründet wurde, lasteten noch Robot und Zehent auf dem Bauernstand Dann kam das Sturmjahr 1848, und Hans Kudlich beantragte Im Reichstag die Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses und der bäuerlichen Lasten. Der Antrag wurde Gesetz, aber seine Durchführung vollzog sich zögernd und bei weitem nicht so durchgreifend, wie Kudlich es ge- Wle die meisten anderen Regierungen in Europa, hat auch die österreichische für den Schutz der Landwirtschaft nicht das getan, was nötig gewesan wSre. In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg verschlechtarte sich die Lage der Bauern und vor allem die der Bergbauern immer mehr. Die vIp^ph Zwanns-Versteigerungen, Landflucht und Auswanderung sind uns allen noch In Erinnerung. Erst Adolf Hitler sicherte dan Bauamstand, hob Ihn empor und macht« den Bauern zum „Repräsentanten der deutschen Nation". — Während dieses langen Weges durch einundeln-viertel Jahrhundert hat das „Wochenblatt der Landesbauemschaft Steiermark" unseren Bauern stets ratand, fördernd und helfend zur Seite gestanden? es wird ihnen nunmehr, die Ziele und die Kraft der nationalsozialistischen Agrarpolitik vor Augen, noch freudiger und auch wirksamer dienen können. m. Ein Ehadrama In Crax. Das Ehepaar Samec in Graz lebte seit längerer Zeit in un-leldll"-' "n Zerwürfnissen, die ihra UrsT^he Im Lebenswandel der Frau hatten. Vor einigen Tagen kam ee ameut zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Gatter ir. deren Verlauf der 39 Jahre alte Mann seine um 9 Jahre jüngere Frau iurch Beilhiebe tötete. Nach dem Mord begab sich der Täter In di« Küche seiner Wohnung und vergiftete sich durch Leuchtgas. A. Jubiläum eines der stärksten OlTte. Eine Heihe von Arten der Slrychnos, jene tropischen Holzpflanzen mit hartsclialißen Beeren, Gattung der Lopaniacee, enthält ein außerordentlich Riflißcs, bitter-schmcckcncles Alka-loid, das Strychnin. Besonders der Satnen des in Ostindien wachsenden Brechniiß'iaumes ist mit diesem Gift ausgezeichnet. Dieser Samen, Brechnüsse oder Krilhenaupe penannt, enthrllt bis zu 1,9«. 0 Strychnin sowie in etwa gleicher A^enge ein weiteres Alkaloid von weniger hoher Giftigkeit, dem Bnicin, Erstmalig gewonnen wurde das Strychnin von Pelletier und Carventon vor 125 Jahren im Jalire 1818, und zwar aus dem Samen des Hrcchniißhau-mes und ans Kinde und Samen einer anderen Strychnosart. Es findet zu Heilzwecken in den verschiedensten Fällen Anwendung. Es wirkt anregend auf Geljirn und Rückenmark, wie ül^erhaupt auf das Zentralnervensystem, und wird deshalb häufig bei l.ähmungen aller Art crfolgreicli angewandt. Auch gegen Bettnässe der Kinder, gegen aktilr Zirkiiln-tionsstfinmgen, bei Atmungslähmiing, wie sie hei A\orphiumvergiftungcn vorkommen, gegen bestimmte Selistiirungen, gegen chronische Erschlaffimgszusfände des Darms, wie auch hei allgemeinen Scliwächeziisiänden findet Strychnin Verwendung, infolge seiner hochgradigen Giftigkeit beschränkt sich die Dosierung naturgemäl^ auf kleinste A\en^en. Da es aucii in weiten Kreisen kein Geheimnis blieb, daß Strychnin eines der stärksten Gifte ist, die wir können, sind Verhrcclien mitllüf'j dieses Alkaloides bedauerlicherweise keine Seltenheit gewesen. Für den Kriminalisten ist es aber nicht schwer, das Stryi'hnin nachzuweisen, insbesondere da es zu den Giften gehört, die durch F-auhiis kaum zerst(>rhar und deshalb noch nach vielen Monaten feststellbar sind. Hieraus ist auch zu erklären, daß das Strychnin sopjar noch in den Knochen exhumierter Leichen nachweisbar ist. Ah Kuriosität muß sogar betrachtet werden, daß der Nashornvogel den Strychnossanien buchstäblich' als besonderen Leckerbissen betrachtet. a. Ein raerkwünH^fwi Gekrlink* Die Frauen und Mädchen der l'apua-NVger werden sciion frühzeili« angoiernl» das Li<'l)lings-gelränk dieses Volksslanini'es zu iMToileiL, dus Kava oder Ava hoiLil. Zu seiner lk> reilun« wird eine große llolzschüssol auf den i^deji gestellt, melii'ere Krauen mid Mädchen stellen sich im Kreise darum aul^ kauen die Ava-Wurzeln durch und spucken (len Brei in die Schüssel. Dann wird Wasver dazugt'lan, das Ganze "ul ßerülu-l, unä das Getränk ist fertij^. Es hat einen un-aiij^Miehm billewn Geschmack unri sielit ni^il gerade a])i)clitlicli aus, v»'ird al>er von den MäniH^rn wie I-^rauen mit Begeislerung getrunkeiL Elnt^boreaciirevolte in einem südafrlkani-tchan KonKaiitratlonilaeer. Im Koiizentra-tionslaKcr von Marabastad bei l^retoria kam es am 26. Dezember zu einer Kevolte unter den 2l)0U EinEcborerien. die dort unterse-bracht waren. Ein europäischer Soldat und fünf europäische Polizisten wurden ECtütet. Die revoltierenden Eingeborenen hatten 13 Tote und 86 Verletzte, meldet »Oiornala d'Italiac aus Lissabon. Am 5. Januar kam es zu ciuer ncueti Revolte, die zehn Tote forderte. Das Dorf wo Menschen und Tiere erblinden wollt, de; 1B49 als ..Revolutionär und Hochverräter" flüchten mußte und 1917 Im Alter ten ebenfalls, ganz ähnlich Das kleine Dorf Tiltepec in dem mexikanischen Staate Oaxaca besteht aus 44 einfachen Erdhütten mit strolieedeckten Däcliern und bietet rein äußerlich nichts UnsewUhnliclies. Wer aber als Fremder zum ersten Male in die Ortschaft kommt, bemerkt mit Überraschung, daß hier sämtliche Bewohner blind sind. Die meisten der Einwohner sind entweder schon blind geboren oder bereits we-nlfe Monate nach der Geburt erblindet. Das Ist schon seit über hundert Jahren so. Krüher dachte man zunächst daran, daß hier die Augenschwäche, die dann rasch In völlize Erblindung übergeht, vielleicht erblich sei. Dem gegenüber wurde aber die Beobachtung gemacht, daß auch Fremde, die aus anderen Gegenden kamen und sich In dem Dorfe ansässig machten, nach verhältnismäßig kurzer Zelt das Augenlicht verloren. Zu diesen Erscheinigung tritt noch eine andere, die noch übtrraschander Ist: in Tiltepec erblinden nlclit nur die Menschen sondern vielfach auch die Tiere.^ [besonders an Haustieren hat man das beobachtet, in erster Linie bei den Kälbern. Auch bei den Tieren läßt die Sehkraft schon bald nach der Geburt nach, sofern sie in Tiltepec selbst zur Welt kommen. Von dem Vieh, das aus anderen Gegenden angekauft wird, sind manche Tiere verschont geblieben, andere erbllnde- wie die zuse- Oeheimnisse um Tiltepec wanderten Menschen, nach kürzerer oder längerer Ze't. Die Frage, woraufhin diese Erblindung von Mensch und Tier gerade an diesem einen Orte erfolgt, während die Menschen in der gesamten Umgebung alle ihre normale Sehkraft haben, hat die Forscher bereits seit Jahrzehnten beschäftigt, ohne bisher zu einem positiven Ergebnis geführt zu haben. Man hatte festgestellt, daß In dem Dorfe die Trunksucht erheblich verbreitet Ist und glauble die Erblindung darauf zurückführen zu können. Dem steht aber die Tatsache ge-genfiber, daß la auch die Tiere das Augenlicht verlieren, und sie pflegen sich la keinesfalls dem Alkohol zu ergeben. Naturforscher glauben, die merkwürdige Erscheinung auf die Ausscheidungen der Blätter eines ganz bestimmten IJaumes zurückführen zu können, der in dieser Gegend besonders viel vertreten ist, aber auch diese Erklärung hat sich nicht als stichhaltig erwiesen. Wahrscheinlicher ist es. daß die Erblindung von Mensch und Tier durch ein winziges Insekt hervorgerufen wird, die mikroskopisch kleinen Larven eines Wurmes, der dünn w'e ein Haar ist. Diese sollen sich im menschlichen Auge einnisten und den Sehnerv zerstören. Man hat ähnliche Fälle von zahlreichen Erblindungen an der Küste von Guatemala beobachtet und irlaubt. daß auch hier derselbe Parasit der Urheber ist Sdte S »Martrarfer ZeHung:« 9.'/10. Jamiar 1943 Nummer 9/10 (Det iatuimitt Oer KoraUtsr Seine Lebensweise und Bekämpfuns: Der Schaden, der durcii den Kornkäfer an unserem Brotgetreide, sowohl an Rojrgeti als auch an Hafer, üerste, Weizen und Mais, alijährlich angerichtet wird, beläuft sich auf viele Millionen Reichsmark. Es bedarf da keines besonderen Minweises auf die Notwendigkeit der unerbittlichen Bekämpfung dieses Schädlings. Der zylindrisch gedrungene, schwärzlich-braune, etwa 4 bis 5 Millimeter lange Käfer ist durch einen Rüssel gekennzeichnet, mit dem das Wcibchen die Körner anbohrt, um in jedes Loch ein Ei abzulegen. Das Loch im Korn wird vom Käfer mit einer zähen Masse vcrschniiert. Bereits nach acht Tagen schlüpft die Larve aus, die nun ihr Zerstörungswerk in dem (ietreldehaufen auf dem Speicher vollbringt. Wieder eine kurze Zeit später verpuppt sich die Larve, und der Puppe entschlüpft nach wenigen Wochen ein neuer Käfer, Dieses Spiel wiederholt sich zwei- bis dreimal In einem Jahre, woran man ermessen kann, wie groß die Gefahren sind, die dem Korn drohen, wenn nicht Maßnahmen ergriffen werden. Die Böden, auf denen Korn lagert, sollen von Zeit zu Zeit untersucht werden, ob Kornkäfer sich in Dielenritren verborgen halten. Zur Reinigung eignet sich wohl am besten ein Staubsauger, mit dem die Ritzen sorgfältig auszusaugen sind. Wo ein Staubsauger nicht vorhanden ist, muß gründlich Vermehrte Schafhaltung, mehr Welle Ein Wort an umere BertflMiMm Durchreist man die weilen, grüneri Täler der Steiermark und Kärntens, so denkt man als Fachmann der .Schafzucht an die schier unbegi-enzlen Weidemöglicbkellen, an denen es in weiten Gebieten des ,\lt-reicbes so sehr mangelt. Wohl fehlen im hiesigen Gebiet die weilen Kleefelder und die slarken dichlen Wintersaalen, die bei-si)ielsweise in Würlteinl)erff und Bayern das Überwintern der Schafnerdcn wcsenl lieh erleichtern, doch ^ilt auch für die Gaue Steiermark und Kärnten die gleiche Parole wje im Reich: Haltet mehr Schafe. Was Nuchbargcbiclc uns in dieser Beziehung vorausnal)en, muß durch erhöhten Rifer der gesamten Baucrn-schafl trotz des Krieges und gerade weijen des Kriegers, in kurzer Zeit nachgeholt worden. Schafe sollen und müssen gehalten und vermehrt werden, denn es ist das Tier, das uns den Rohstoff Wolle für die Bekleidung unserer Wehrmachl und der Zivil-l>evölkerung liefert. Dnß in Steiermark und Kärnten in dieser Hinsicht Iwi einiger Rer^ilwüligkeit der Bauern noch sehr viel erreicht werden kann, ist sicher. Nicht nur mengenmäßig sondern auch gütemäßig läßt sich die Schafhaliung unseres Gebietes noch wesentlich vermehren und verl>essem Srlbstverständlich kommen für unsere Gc, birgsgegenden keine Merinoschafe oder sonstigrn fremden Schafrasson in Frage, da hinsichllich des Futters und des Klimas zu starke Verschiedenheiten gegenüber den Gebieten lieslehen, in denen diese gekehrt und gereinigt werden. Nach der Rei-/ fp^^drassigen Schafc beheimatet sind. Es nigung sind die Bodenritzen gut zu verkitten, jg auch nicht notwendig, unbedingt wenn man es nicht vorzieht, den ganzen'- • • ^ ---- —j- Boden mit fugenloser Pappe auszulegen. Beim Neubau von Speichern und Kornböden sollte von vornherein auf möglichste Dichtung des FuBbodenbelages gesehen werden; am besten ist ein fugenloser Betonfußboden. Lagerndem (jetreide ist es äußerlich nicht anzusehen, ob es an Kornkäferbefall leidet. Machen sich im Kornhaufen Stellen mit höheren Temperaturen bemerkbar, ist auf Befallsverdaclit zu schließen. In diesem Falle schreite man sofort zo Probesiebungen, wobei jedoch auf richtige Maschenweite des Siebes zu achten ist. Zuverlässiger jedoch ist die Wasserprobe. In ein mit Was.<5er gefülltes. steilwandiges Olasgefäß wird eine Handvoll des verdächtigen Getreides geworfen. Bleiben dabei Körner schwimmend auf der Oberfläche, so kann man sicher sein, daß sie angebohrt und !uit einem Ei oder einer Larvo besetzt sind. Beim Aufschneiden solcher Körner wird man dann den letzten Beweis erhalten. Neben der vorbeugenden Bekämpfung, zu der neben der Reinigung und Spritzung mit enietn amtlich anerkannten Bekämpfungsmittel auch eine Entrümpelung des Bodenraumes von allen dort nicht hingehörenden Dingen (alte Laden, Bettstellen, Schränke, Kinder-spielzeuge usw.) kotnmen muß, ist häufiges Umschaufeln des Erntegutes und Lüften des Kornbodens dringend erforderlich. Licht und frische Luft sind nämlich Todfeinde des flugunfähigen Kornkäfers, der übrigens auch mit Kornsäcken ins Haus geschleppt werden kann. Wer also Säcke leiht, sorge für eine Erhitzung derselben auf etwa 50 (jrad und auf eine mindestens vierstündige Dauer. fremdrossir^ Schafc einzuführen, wo doch selbst ein gut anj^paßtes, boden-sländigos und wirtschafllicnes Schaf besitzen, nämlich das deutsche Bergschaf. Wir wollen darauf bedacht sein, dieses deiHsche Bergschaf im ganzen Gebiet der T.andpsbauernschaft Südmark zu verbreiten, und zwar in dem ^faßc, wie es im Sinne der Frzeugungsschlaclit erwünscht ist und die Gegenwart es von uns erfordert. Es mpge jeder Bauer prüfen, ob nicht in seinem Stall, wo jetzt vielleicht 5 Schafc stehen, ebenso 10 Stück Platz und Futter finden. W'o 30 Stück Großvieh genug Futter haben, da fällt auch noch etwas für 5 oder 10 Stück Schafc ab, und ob die ein oder zwei Paar Zugochsen im Frühjahr etwas wejiiger Speck auf den Rippen haben, ist nicht .so wichtig, als wenn mit dem Futter ein paar Schafe mehr gehalten werden. Wenn es auch nur 2 Stück sind, so bringen diese schon mehr Tuch oder .Stoff, als man für 120 Punkte der Kleiderkarte Ijekommen kann. Halten aber 100 Bauern bloß um je 2 Schafc mehr, dann gibt das für eine Kompanie Uniformen und sonstige warme Kleidungsstücke, die unsere .Soldaten jetzt im Osten so dringend benötigen. Wohl gibt es auch in der L^ndesbauern-schaft Südmark vereinzelte große Betriebe, die in den Lage sind, größere Herden zu halten mit einem dazugehöri^n Berufs-Kchäfer. Im allgemeinen wird aber die Klein- und Kleinstlierherde vorherrschend bleiben. Einen Berufsschäfer für diese kleL nen Herden zu halten, wäre zu kostspielig. Andererseits ist es aber erwünscht wenn einem Berufsschäfer die Betreuung größerer Herden während der Sommerzeit übertragen werden könnte. Hier hilft dann meist nur die gemeinschaftliche Haltungswelse. Der Berufsschäfer macht sich dann bezahlt, denn am Verdienst gemessen, ist dies nur eine kleine Ausgabe, Bs sorgen doch gerade unsere Bergschafe schon s^'lbst infolge ihrer hohen Fruchtbarkeil für eine entsprechende Verzinsung, Zur Steigerung des Futterertrages auf den Almen soll ein wichtiger Faktor nicht außer acht gelassen werden. Dies ist das Pferchen, wodurch ohne erhöhte Kosten der so notwendige organische Nährstoff dem Weideland auch auf den unzugänglichsten Stellen zugeführt werden kann. Wer dies nur erst einmal versucht hat}, wird nicht mehr davon abMhen, denn wo gepfercht wird, wächst m^r und besseres Futter, Wilhelm Kubier, Trofaiach Miris, der mifviditiiisfe Bnihrer Neben dem Weizen ist der Mals der zweitwichtigste Ernährer der Erde, Der Maisanbau dringt auch in Europa immer mehr vor und findet auch im Reich immer mehr Freunde in jenen Lagen, wo der Anbau am vorteilhaftesten ist. Die Hauptanbaugebiete In Europa befinden sich auf dem Balkan und in Italien. Ein großes Maisland ist Rumänien, das vor allem sehr geeignete Bedingungen in der Nordbukowina zu verzeichnen hat. Auch in Ungarn, in der mittleren Steiermark und in Untersteier wird bekanntlich viel Mais gebaut. Neu kommen die Ukraine und Nordkauka-sien für unser Erzeugungs- und Versorgungsgebiet hinzu. In diesen beiden Gebieten wird der Maisanbau sehr stark betrieben, und zwar etwa zu einem Drittel der landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche. Auch in Transkaukasien und im Gebiet von Rostow bis in die Krim ist der Mais vertreten. Sehr bedeutend war bisher die Maiserzeugung in den Vereinigten Staaten, Hier sind im .lahre 1941 insgesamt 68 Millionen Tonnen geern- Für die Frau Kraft sparm baim BUgaln Das Bügeln von Wäsche und Kleidung verschönt zwar — aber auch nur, wenn es richtig gcinacht wird— doch stets wird das Bügeleisen dem Stoff schaden, ihn durch seine Hitze angreifen und mürbe machen. Nun ist es aber eine Tatsaclie, daß wir viel weniger zu bügeln brauchen, als wir es gemeinhin tun. Da sind zum Beispiel die Strümpfe, die viele Hausfrauen unters Bügeleisen zu nehmen gewohnt sind. Auch die kunstseidene Wäsche wird gebügelt; das naßgeregnete Kleid, der verregnete Mantel werden aufs Bügelbrett gelegt. Aber, liebe Hausfrau, es geht auch anders. Es geht besser, billiger und schonsanier für die Gewebe. Naßgeregnete Kleidung wird auf einen passenden Bügel gehängt, in guten Sitz zurecht-gezupft und dann freihängend getrocknet. Sollte dabei der Kragen oder ein Besatz kraus bleiben, so kann dieser wohl unter einem feuchten Tuch gebügelt werden; das ganze Kleidungsstück, das werden wir einsehen. hat diese Prozedur durchaus nicht nötig gehabt, es hat sich ganz von selbst glatt gellängt. Strümpfe werden nach dem Auspressen des letzten Spülwassers glatt gezogen erstmal Ober ein Tuch gelegt und oberflächlich darauf getrocknet. Patin klammert njan sie sorgsam mit der t^uß^pitze an die Leine uud läßt sie so vollends trocknen, damit sie sich nicht, schwer von Feuchtigkeit zu lang rek-ken. dadurch zu eng werden und beim Anziehen niciit so leicht reißen. Die kunstsci-dene Wäsche wird ebenfalls auf einen Tuch getrocknct. bis sie nur noch eben feucht ist. Dann werden. — wenn irgendwelciie Volants, Stxkcrcien usw. als Verzicriing angebracht sind — diese leicht ülKrgebügelt und das Stuck im übrigen vorsichtig an der Leine r^ctrocknet. Um Strom und Verbrauchsrecimung beim Bügeln weiterhin zu sparen, bedejike die Hausfrau, daß man ja nicht ständig mit ein-Ifcschaltencm Stecker zu bügelu braucht. Nur die schwereren Stoffe bflzclt man eingeschaltet; zwischendurch zieht man alle zehn bis fünfzehn Minuten den Stecker für ein par Minuten heraus und nimmt sich mit dem ausgeschalteten Eisen die leichteren Sachen vor. Daß man weder Bett- noch Tischwäsche, weder Küchen- noch Handtücher bügelt, sondern daß man derartige Wäsche rollt, hat sich schon bei unseren Großmüttern herumgesprochen! Gertrud Abel Wie entferai nan Ranch am den Mnqen? An Festtagen und bei geselligem Beisar» mensein wird im allgemeinen stärker geraucht als sonst. Dabei ist es meist nicht so Icicht, deii Rauch-Geruch aus den Räumen wegzubringen, besonders da man im Winter niclit stundenlang das Fenster offen lassen will, damit die Räume nicht zu sehr auskühlen. Da ist es ratsam, anstelle langen Lüftens lieber für kurze Zeit einen scharfen Durchzug herzustellen, dadurch ziehen die Rauchschwaden am schnellsten ab. Aus den Ecken des Zinnners schlägt man mit einem größeren Tuch oder Handtuch mehrfach durch die Luft, sodaß die dort lagernde Rauchluft in Bewegung gebracht und in die Bahn des durchziehenden Luftzugs gebracht wird. Neben diesem raschen Durchlüften eines raucherfüllten Zimmers ist es zweckmäßig, über Nacht in dem Raum große Wasserschüsseln aufzustellen, in denen sich der Rauch niederschlagen kann. Es konnnt dabei weni-ger auf die Wassermenge als auf die breite Fläche an. Als Ersatz dafür kann man auch einen großen nassen Schwamm oder fenchte Tücher aufliängen Die Tücher sollen nicli* zu naß sein, damit sie nicht tropfen, aber auch nicht zu wenig befeMchtet, weil sie sonst in der warmen Zimmerluft zu schnell trocknen und dann nicht mehr ihren Zwcc'' eriüilca. tet worden. Im Jahre 1942 ist dort eine Beschränkung der Anbaufläche erfolgt, weil besonders von Argentinien her noch ein Überangebot vorlag. Es ist jedoch fraglich, ob infolge des Schiffsraummangels die argentinischen Überschüsse abtransportiert werden können. In Kanada ist im Jahre 1941 der Maisbau um mehr als die Hälfte ausgeweitet worden, wogegen der Sommerweizenanbau stark eingeschränkt wurde. Der Haupt-versorger des Weltmarktes mit Mais war Argentinien. 80 v. H. der dortigen Maiserzeugung gingen in fremde Länder. Da jedoch die Ausfuhr infolge des Krieges stark gehemmt ist, mußte auch die Anbaufläche beschränkt werden. Waren 1939 noch 7,2 Millionen Hektar mit Mais bepflanzt, sank die Ziffer 1940 auf 6,1 Millionen Hektar und 1941 weiter auf 5 Millionen Hektar. Das gesamte Südamerika dürfte 1942 etwa 16 Millionen Hektar mit Mais bepflanzt haben. Die Maisanbaufläche der Erde wird int Jahre 1941 auf über 76 Millionen Hektar geschätzt, wobei die unbekannten Größen aus der Sowjetunion und Tschungking-China nicht mitgerechnet sind. Die Malsernte der gesamten Welt (die beiden obengenannten und abgeriegelten Kriegsländer wieder ausgenommen) belief sich im Jahre 1941 auf 121 Millionen Tonnen, Spod und pMetuH UarlMroer Blsawrlpliii erMMl Wenn auch mit einer Ueinen Verzögerung, so kommt der Eissport doch auch in der Un-tersteiermark zu seinem Recht. Am heutigen Samstag wird im Marburger Stadtpark der Eislaufplatz eröffnet, der nun zum Tummelplatz für jung und alt werden soll. Außer dem Kunstlaufen wird dort auch das Eisschießen seine Heimstätte finden, so daß mit einem regen Ablauf des neuen Eissportbetriebes zu rechnen ist. Oer zweite Teil der nsciilcimisneisierscHalt Wie schon kurz gemeldet, finden . am Sonnta^^ ab 9 Uhr die fälligen Meiaterachafts» spiele zwischen LSV Zeltweg und SG Cilll in Cilli statt. Damit beginnt schon der zweite Teil der «telriaehen Tiflchtenniamelster-schaft, die Im Zeichen eines Wettlaufes zwischen ASV Graz und SG CÜU steht. Es ist also jeder Punkt besonders wertvoll und wir werden wieder eine Reihe spannender Kämpfe zu sehen bekommen. Die Spiele beginnen Sonntag: um 0 Uhr vormittagrs. Austragungsort ist Jeweils der große Suil de« Gasthofes zur »Grünen Wlesec in 'Cilli. : Spengler-Pokal in kleinem Rahmen, Das regelmäßig zur Jahreswende in der Schweiz ausgetragene Eishockeyturnier um den Spengler-Pokal, das in früheren Jahren immer eine erstrangige internationale Besetzung aufzuweisen hatte, war diesmal eine reine Schweizer Angelegenheit. Der HC Davo» siegte auf eigenem Platz mit 6:1 Toren über den Züricher Schlittschuh-Club. ' : Seppl Seidler g«falleii. Im Osten gab Seppl Seidler, der' oft hervorgettetene LeichUthlet von Rapid-Marburg, fein Junges Leben für Führer und VateHchd. Mit Seppl Seidler» ist wieder einer aus der alten Garde Rapide abgetreten, der stets mit dabei war, wenn es galt, Rapids blauschwarze Farben zu neuen Siegen zu führen. Sein vielseitige« Können, sein ritterliches Kämpfertum und seine treue Anhlng-lichkeit bleiben auf immerdar ein beispielgebendes Vorbild für unseren Sportnach-wucha. : Oll — Ust—cha torloa. In Padua trugen die Jugendmannschaftsn Italiens und Kroatiens einen Fußballkampf aus, der torlos 0:0 ausging. ; der ttaUenlMlMi Mi^rlne-FoBliatler. In Rom kam es su einem Fußballkampf zwischen den Mannschaften der Italienischen Marine und d^r italienischen Luftwaffe. Die Marine siegte mit 2:0. ; EfSlrariB TIsefeleMÜa-BereldMinelstcr-sdiaftan. Für den Ifonat Februar werden erstmals Tiachtennis-Qereichsmeisterschaf-t«n des Donau-AlpenlaiidM vorbereitet,'die in Wien stattfinden sollen. Außer den bekannten Spitzensplelem der Donaustadt werden sich unter den Teilnehmern auch die ausgezeichneten Innsbrucker Brüder Ho-chenegger sowie die KHmtner Knific und Strumbl befinden, : Alpenland-Wanderpokal begann. Zwischen den besten Mannschaften von Steiermark und Kärnten wurde in Klagenfurt die erste Begegntmg um den Alpenland-Wanderpokal ausgetragen. Dh» durch die Mannschaft Berger aus Langenwang vertretenen Steiermftrker gewannen tlfber die Kärntner mit 37:35 PunKten. Am komrhenden Sonntag wird auf dem Kreuzl>erglteieh von Klagenfurt der Kärntner Gausieger-Bewerb entschieden. WintMfraudsn dar Dsutschan Jugand Vorschau xa den Wlnterkänpfen Da gab es zu den letzten Weihnachtsta-gen enttäuschte Gesichter. Endlich waren die so heiß ersehnten Schulferien hereingebrochen, man liatte so herrlich viel Zeit und kein Schnee lag auf den Hängen und Wie gerne hätten die Buben Uire Brettln vom Dachboden henintergeschleppt, sie geputzt und richtig gewachselt und gespannt. Frau Holle aber, die um die Weihnachtszeit auf Reisen geht, um zu sehen, was die Menschen auf der Erde tun und treiben, hatte ja leider diesmal die Pechmarie zu Ihrer Magd gedungen, und so kam keine einzige Schneeflocke zur Erde, denn das Betten schütteln muß auch gelernt werden. Aber die lichte Frau kam doch noch vor der Jahreswende in ihr Reich und schaffte Ordnung. Freudige Rufe unseres Jungvolkes belohnten sie dafür. Auf den Hügeln wurde es lebendig, denn noch erlaubte es die schulfreie Zeit, sich nach Herzenslust auszutollen. Aber nicht nur die Jungens hatten ihre Winterfreuden, auch die Mädel sausten mit dem Schlitten talabwärts und besonders unsere Jungmädeln konnten sich nicht genug rote Backen holen. Schneemänner wurden gebaut und richtige Schneeballschlachten wurden ausgekämpft. Im Januar werden in allen Bannen aej Unterlandes die Bannsklwettkämpfe durchgeführt, doch zuerst tragen die Fähnlein and Gefolgschaften ihre Skiwettkämpfe aus, um die i>esten von ilmen herauszuholen, die dann zu den Bannskiwettkämpfen zugelassen werden. Wenn keine ungünstigen Schneeverhältnisse eintreten, so finden die Bannsklwettkämpfe wie folgt statt: Im Bann Cilli, am 16. und 17. Januar, im Bann Rann, am 17. Janyar, im Bann Luttenberg, am 10. Januar, im Bann Marburg-L^nd, am 9. und 10. Januar, im Bann Marburg-Stadt, am 16. und 17. Januar, im Bann Pettau, am 10. Januar, Bann Trifall noch unbestimmt Die Sieger In diesen Wettkämpfen kommen dann zu den Skiwettkämpfen der Deutschen Jugend im Februar und werden dort im Abfahrts- und Torlauf, sowie im Sprung» und Mannschaftslauf Ihr Können und ihren Mut unter Beweis stellen. Frau Holle bist Du wieder auf Reisen? Vergesse nicht, dafi Deine Federbetten tüchtig grelüftet und geschüttelt werden müssen, denn wir brauchen Deine Flocken, den so viel Freude bringenden Schnee. Um don Eislauftitel der Frauon Als erste der Kriegsmeisterschaften des neuen Jahres wird am Wochenende in Hamburg die im Kunstlauf der Frauen entschieden. Ausrichter ist der Altonaer Schlitt-srhubläuferverein, der sein fünfzigjähriges Bestehen feiorte. Es wurde bereits hingewiesen, daß Martha Musilck (Wien) vor einem neuen Titelgewinn steht, Die Wienerin würde damit zum zweiten Male deutsche Meisterin und zwar im 31. deutschen Titelkampf werden. Vor ihr schmückten sich mit der Würde: 1911 Elsa Rendschmidt (Berlin), 1912 Stra* sella (Troppau), 1913 und 1914 sowie 1917 und 1918 Thea Frenssen (Berlin), 1919 und 1920 Elli Winter (Berlin), 1921 Ellen Brock-höfft (Berlin), 1922 Elll Winter (Berlin), 1923 bis 1928 Ellen Brockhöfft (Berlin), 1929 bis 1931 Else Flebbe (Berlin), 1932 Edith Michaelis (Berlin), 1933 bis 1935: Maxi Herber (München), 1936 Viktoria Lindpointnor (München), 1937 bis 19-11 Lydia Velrht und 1942 Martha Musilek (WienJ. l Tfnminer C^O »MatfHiiiK«r Zeftnnf« 0./10. jaimar Sette 9 JJtm du Wotht iKimit Ml HrnM Wena Heinrieb G*org« etner Roll« di« Wucht seiner darstellerischen Kreit nnd lei* Des unerschöpflicbeD Künttlertums leiht, so bedeutet dies ein Werk, das sich aus der Ebene der Ailtagsfilme heraushebt. So ist es auch ia diesem nach der NoTelle „Jolanthes Hochreit" gedrehten Ufa-Film, der von Carl Froelich, dem bedeutenden Gestalter auf» teheoerregender Schöpfungen, Inszeniert wurde. Tief berührend und erschütternd -wirkt das natürliche Menschentum, das Heinrich George in die Perton des Freiherm Max von Hanckel legt: Kindlich aufschäumendes Glück, da er um die blutjunge Roswitha von Krakow freien darf, verstehende Güte, da er aol sie zugunsten des Jüngeren verzichtet. Dieser Jüngere, Leutnant Lothar von Pütz, der Sohn seines besten Freundes, wird von Ernst ▼. Klinstein mit sympathischer, gereifter Männlichkeit dargestellt, in einer durch widrige Lebensiunstände hervorgerufenen seltsamen Reinheit Ebenso kindlich scheu, entzückend in ihrer keuschen Anmut :e{gt Ilse Werner sich als Roswitha, die sich dem ungeliebten, aber herzlich verehrten „Onkel" einen will. Der unguten Gestalt des Vaters schenkt Paul Wegener ongemein charakteristische Züge. In kleinen Rollen fügen sich eine groOe Zahl ausgezeichneter Künstler der Handlung einr die ia befreiend glücklichem Ansklang ihr naturgegebenes Ende ffaidet Um dieses Geschehen wurde ein interessanter Rahmen gebaut: die Weite der ost-preußischen Gutshöfe mit ihrem herrlichen ^erdestand und die wohlfundierte Pracht der HerrenhAuser, die im Glanz der Festlichkeiten die künstlerische Verbrämung dieser Zeitepoche vor Augen führen. (Marburg, Burg-Kino). Marianne von Vesteneck RMiwIKnhIm Der Herzog von Laufenburg ist sehr theaterliebend. Er widmet sich seinem kleinen Hoftheater mehr als den Regierungsgeschäf-tea. Sein Freund, ein ehemaliger Regimentskamerad, wird als Intendant des Theaters berufen und bringt mit seinen soldatischen Angewohnheiten und seinen großen Unkenntnissen ein großes Wirrwarr in das Haus der Musen. Der Herzog schreibt nun unter einem Decknamen ein historisches Schauspiel, in dem er seinen Vorfahren, den Eisemen Herzog, verherrlicht In Abwesenheit des schriftstellernden Herzogs, der erst zur Premiere wieder in seine Residenz zurückkehrt, werden an dem Stück Änderungen vorgenommen, die die historische Per- sönlichkeit lächerlich madiea and bei' der Premiere zu einem — nicht beabsichtigten Lacherfolg führen. Schließlich endet alles gut, viele Verwicklungen, Verwedislting«! und Eifersuchtsszenen erweisen sich als völlig unbegründet Zahlreiche lustige Momente, eine flotte Handlung und gute Schauspieler bürgen für den Erfolg des Films. Allen voran Johannes Riemann als flotter Rittmeister und Intendant, Lil Dagover als verwöhnte Herzogin und Gustav Waldsu als verschwiegener Professor. Ein wunderschöner Film ans den Tiroler Bergen ist im Vorprogramm zu sehen. (Marburg, Esplanade-Kino). Herbert Erker wir höran im Rundfunk Smttaf, f. Jiaoar INIeäsorosrsem —15..10: »KliniendeH M&refaeo-buch«. 16—1«: Proher S*ni*tainachmittaj. 1^—IR.l.S: Politische Hörszene ton Rudolf Stäche. IS.30—19: Dftr Zeitspieuel. 10.20—19.35: h'rontberichte. 19.45—20: Hans PrUzsche spricht. 20.15—21: Bunte UntefhaltuiiR. 21 bis 21 .io; Die lustige Stunde am Wochenende, 21.30—22: Das deutsche Tan?!- und Untcrhaltnnitsorchesier. 22.20 bis 23.30: Sportnachrichten. I Deottchlindsender: 17.tO->-18.30: Kleine sinfonische I Sütze und Solistenmusik. 20.15—32: Musikalische Drehbühne: Oper, Konzert, Unterhaltung:. ' SonnUK. 10. .fannar Relch«prncramm: 9—10: »Schatzkästlein«, von Hebet bis Carossa (Matthias Wiernan) lO.lO—11: Politisclie Sendung. H..10—15: Geschichten aus dem »Struwelpeter«, vertont von Hans Mielenr.. 15—15.30; KuHurfilm- In KUch«« Flur. am BtiUeii Ort brenn! mcn kein Uchl. wtnn nitmcmd dortl IL» I musik von Hans Diernhammcr. 16—IH; »PeldpoM: Rundfunk«. 18—19: Mozart. StrauB (Leitung: Hans Knapperis-busch). 19.30—20: Sport und Mu.^ik. 20.15—22: »Carmeni, 1. und 2. Akt. 22.20—22.3fl: Sportnachrichten. Denttchlandsender: 15..10—15.55: Solistenmii*ik: Brahms. Wintuer, Tartini. I^f—19- Bunte Melodien. -»«.IS—21: SoUstenstunde (altitaltenjsche Meisler), 21 bts 22: Tanz- und Unterhaltungsmusik._ Immer korrektl Als der Siebenjährige Krif»g t\i Ende war, hatte Friedrich der Große bestimmt, daß angediente Veteranen seitens der Offiriere nirht mehr mit „Er", sondern mit ,,Sie" anzureden seien. Einst hatte ein junger Leutnant diesen Befehl seines Königs offenbar vergessen, er ließ sich hinreißen und rief einem alten Soldaten zu: „Er ist ein Esel!" Der alte Schnauzbart reckte sich und erwiderte in militärisch strammer Haltung: „Verzeihung, Herr Leutnant, nach dem neuen Reglement heißt es: „Sie sind ein Esel!" Pasta Plmnlii Dr. Reiner fehört ii Mes Hans. Pasta PlUHbl Df. Rtlaitr ist anznwendea bei Verletconeei und Wanden. bei EntzUnduneeii: LymphdrOses-. Venen-, Brustdrilsenentzündang, hei Inaektenstlchen. bei Crirleruntes nod Verbrennnngen, bei Citerungen: Parnnkel, Karbunkel. Fingerwurm, UnterhautretigewebsentzOndutig. bei roflgeschwüreii, Röntiengeachwüren. Qeschwüren nach Wunden usw. — Oebraachsanveianag bei jedem Tiegel.' —• 50 Oranimpackung RM 2.24. — f!rhältlfch in den Apotheken, Wenn nicht, wenden Sie sich an die Pabrik: R res WERKE, GRAZ. RIE85TRASSC I. 3787 Amtliche Bekanntmachungen Der Chef der Zivilverwaltiing In der Untersteleniiarli HöchsteraiM für unl«nt«lrisehM GmiUs* ab 11. JHnnw 194S Aut Urund des § 2 der Anordnung Aber die Preisgestaltung im Handel mit Obst, Gemüse und Südfrüchten in der • üntersteiennark vom 30. Mai 1941 (Verordnungs- u. Amtsblatt Nr. 19, Seite 139) werden hiermif ab 11. Januar 1943 nachstehende Höchstpreise für untersteirisches Gemüse festgesetzt. Die Höchstpreise enthalten alle Unkosten der Erzeugungsstufe und verstehen sich frei Verladestation des Erzeu-gers. bezw. der Bezirksabgabestelle/ waggonverladen. Sie gelten bis zar nftchsten Veröffentlichung, rür nicht genannte Waren gelten die zuletzt festgesetzten Höchstpreise. _ Karotten ohne Pahse, Je kf . . . Knoblauch )e kg....... Kohl (Wlrsing-)i Winterfürst, Giina-kohl und Krauskohl je kg . ... Kohlrabi über 4 cm Durchm. je kg Kraut (Weiß-) je kg . • . » . Kraut (Rot-) |e ks: . ,...... Kren (wen^ch) je kg . - « » # Pastinake ohne Grün je kg . • r * Petersiliengrün (Treibware) je Bund ■ zu -12 dkg Mindestgewicht . * . PetersiHenWurzel Je kg « . « » . Porree je kg .....vi. Rettich je ke...... Rote Rüben je kg . . , § Rüben, weiß, je kg ... Salat (Endivien-)* je kg . Salat (Rapunzel) je kg . . Sellerie-Knollen mit Herzblatt über 5 cm .......... Sellerie-Knollen mit Herzblatt unter 5 cm 0 und B«Ware . . . Schnittlauch, je Bund tm 12 dkg Mindestgewicht . » • • . Schwarzwurzeln je kg « ■ ■ ■ . Spinat (Wurzel-) )e kg . • » • . Spinat (Blätter-) je kg . * . . . Suppengrünes, je Büschel zo 4 dkg Zwiebel (einschließlich Lagerkosten) j« kg , k «Vi • H t Brs»! sMia« Hl A U 014 0^ 014 J.18 0.11 0.15 3.80 0.28 0.84 028 0.36 J.08 0.13 0.04 J.70 J.80 0.S2 034 0.57 032 0.4J 0.03 (m MU- la ■ M 0.11 0.11 0,14 ao9 0.12 0.50 a29 0.06 0.10 "OM 0.50 0.26 046 0.26 0.32 0-18 VerkraMhav liSefcalmla« k«l A»ab« dar war«-a«ff ■arki Gata> U A 0.19 1.06 0.19 0.24 0.15 0.20 1.06 ,0.37 0.45 0S7 0.48 ).12 0.17 0.08 0.90 1.06 0.44 0.45 0.76 0.44 0.54 0.04 0.29 ia ai5 0.15 0.19 0.13 0.16 0.68 0.40 0.13 0.14 O!75 0.66 0.84 0.60 0.34 0.4^ 0.24 • ungebleichte Ware (MteHasse B rar Waren der Güteklasse C dürfen höchstens 50*/« der Preise für Waren der Güteklasse A gefordert werden. ' Aufschläge an! den Erzeagerpreis dfirfea nicht berechnet werden, wenn der Erzeuger die Ware anmittelbar la der Er-zeugungsstltte an den Vefbraacher abgibt Das Waschen der Ware ist unznlitosig, soweit (Res nicht ausdrücklich in den Reidiseinheltsvorschriften fQr Obst und Gemüse vorgesehen ist Die Bruttohöchstgewinnspanne des Großhandels betrigt bei Gemüse und Beerenfrüchten 10*/», bei Obst 8*/# des Einstandspreises. Die Bruttohöchstgewinnspanne des Einzelhandels beträgt bei Gemüse 33H*/». bei Obst und Beerenfrflchten 25% des {eweiligen Einstandspreises. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden nach § 4 der Verordnung über die Preisgestaltung in der Untersteiermark vom 9. Mai 1941 (Verordnungs und Amtsblatt Nr. 12, Seite 41) bestraft. Der Oberbürgermeister - der Stadt Marburg-Dran Stadtbetriebe — Autobusunternehmen 'Mit 11. Januar 1943 tritt folgende Änderung des Fahrplanes auf der Linie Adolf-Hitler-Platz—Draiiweiler—Hauptbahnhof—Adolf-Hitler-Piatz in Kraft: Adolf-Hitler-Piatz—Richtung Drauwefler 6.22 6.52 7.22 7.52 8.22 8.52 9.22 9.52 10.22 10.52 11.22 1I..'S2 12.22 12.52 13.22 13.52 14.22 14..'i2 15.22 15.52 16.22 16.52 17.22 17..'52 18.22 18.52 19.22 19.52 Drauwefler—Richtung Hauptbahnhof—Adolf-Hitler-Piatz 6.37 7.07 7.37 8.07 8.37 9.07 9.37 10.07 10.37 11.07 11.37 12.07 12.37 13.07 13.37 14.07 14.37 15.07 15.37 16.07 16.37 17.07 17.37 18.07 18.37 19.07 19.37 20.07 Marburg-Drau. den 8, Januar 1943. 77 Der Oberbürgermeister der Stadt Marburg-Draa. Im Auftrage: gez. Alexander Linninger. Stallanautschraibung Die Stadtverwaltung Pettau sucht zum sofortigen Dienstantritt 1 Stadtinspekto*" BOr. 4c2 als Leiter der Stadtkasse, 1 Stadtinspektor BGr. 4c2 für die allgemeine Verwaltung und I VerwaituHRSafigestellten VGr. 6b mit Aufstiegsmöglichkeit in die VGr. 5b für die Kriegswirtschaftsstelle. Pettau ist Kreisstadt mit 11 500 Einwohnern, Ortsklasse B und hat Volks- und Hauptschulen sowie eine Oberschule. Bewerbungen (auch von Ruhegehaltsempfängern für eine Wiederverwendung auf Kriegsdauer) mit lückenlosem Lebenslauf, Lichtbild, Nachweis der arischen Abstammung (auch für die Ehefrau) sowie Partei- und Gliederun^zuge-hörigkejt sind mit Angabe des frühesten Eintrittstermines zu richten an den komm. Amtsbürgermeister der Stadt Pettau, Untersteiermark. 85 Kundmachung Mit 15. Februar 1. J. beginnt an der Winzerschule in l^senthür bei Luttenberg der heurige lOmonatliche Winzerkurs, an welchem Winzer- und Besitzerssöhnen Gelegenheit gegeben wird, sich in allen Fächern des modernen Wem- und Obstbaues sowie der Landwirtschaft und den hiezu einschlägigen Zweigen theoretisch und praktisch gründlich auszu* bimen. Die Verpflegung und Schulung ist kostenlos. Aufgenommen werden Bewerber, die mindestens 15 Jahre aft und körperlich gut entwickelt sind. Die Gesuche, welchen der Ausweis der DJ bzw. die Mitgliedskarte des Steirischen Heimatbundes, das letzte Schulzeugnis, ärztliche Bescheinigung und bei Minderjährigen die Genehmigung der Eltern bzw. Vormundes beizulegen sind, sind hift 10. Februar I. J. schriftlich oder persönlich bei der Verwaltung der Winzerschule in Eisenthür vorzulegen. 45 Nähere Auskünfte erteilt der Outsverwalter als Winzerschulleiter: Kutschera J.t eh. Kundmachung Mit 15. Februar 1. J. beginnt an der Winzerschule in Ka-pellen, Post Bad Radein, der heurige lOmonatliche Winzerkurs, an welchem Winzer- und Besitzerssöhnen Gelegenheit gegeben wird, sich in allen Fächern des modernen Wein-und Obstbaues sowie der Landwirtschaft und den hiezu einschlädgen Zweigen theoretisch und praktisch gründlich auszubilden. Die Verpflegung und Schulung ist kostenlos. Aufgenommen werden Bewerber, die mindestens 15 Jahre alt und Körperlich gut entwickelt sind. Die Gesuche, welchen der Ausweis der DJ bzw. die Mitgliedskarte des Steirischen Heimatbundes, das letzte Schulzeugnis ärztliche Bescheinigung und bei Minderjährigen die Genehmigung der Eltern bzw. Vormundes beizulegen sind, sind bis 10. Februar L J. schriftlich oder persönlich bei der Verwaltung der Winzerschule in Kapellen vorzulegen. 46 Nähere Auskünfte erteilt der Outsverwalter als Winzerschulleiter: Glaser J., eh. 63 Heilt Haus IM UNTERLAND Oltarburorr 3rituna"! DER LANDRAT DES KREISES MARBURG (DRAU) 2^hl: V-043/31-43- Marburg-Drau, den 5. 1. 1943. BEKANNTMACHUNG Über die Musterung der Geburtsjahrgänge 1918 und 1925 für die Wehrmacht bzw. für den Reichsarbeitsdienst. 1. Linter Hinweis auf die Verordnung über die Einführung des Wehrrechtes in der Untersteiermark vom 24. März 1942 (VuABI. Nr. 75, S. 5.33) und die hierzu ergangenen Bestimmungen findet die Musterung im Landkreis Marburg-Drau wie folgt statt: Dienstpflichtige der Gemeinden Mahrenberp Kappel Saldenhofen Reifnig Wuchern Rotten berg Hohenmauten Presen Musterungsort und -k)kal: Mahrenberg, Schule. Hartenstein Richterberg Widerdrieß Waldegg Windischgraz Tag der Musterung 11. 1. 1943, 8 Uhr 12. 1. 1943, 8 Uhr 13. 1. 1943, 8 Uhr 14. 1. 1943, 8 Uhr 15. 1. 1943, 8 Uhr 16. 1. 1943, 8 Uhr Musterungsort und -lokal; Windischgraz, Schule: Windischfeistrilz Kerschbach Pöltschach Oberpulsgau Pragerhof Lapriach St Martin am Bachern Musterungsort und -lokal; Windischfeistrilz, Schule. Egidi in den Büheln 18. 1. 1943, 8 Uhr 19. 1. 1943, 8 Uhr 20. 1. 1943, 8 Uhr 21. 1. 1943, 8 Uhr 22. 1. 1943, 8 Uhr ^ 23. 1. 1943, 8 Uhr 25. 1. 1943, 8 Uhr 26. T. 1943, 8 Uhr 27. 1. 1943, 8 Uhr 28. 1. 1943, 8 Uhr 29. 1. t943, 8 Uhr Jakobstal Frauenberg bei Marburg Frauhetm Kunigund Rast Schleinitz bei Marburg Würz Zellnitz an der Drau Lorenzen am Bachern Bachern Schober Ranzenberg Täubling Georgenberg lahring Wachsenberg Witschein Musterungsort und -lokal: Marburg-Drau, Goethestraße 6, ff. Stock, Pol.-Kaserne. 30. t. 1943, 8 Uhr Hagau Gonobitz, Jahrgang 1925 Gonobitz, Jahrgang 1P18 Hohlenstein Rankenstein Preichaa Weitensteifi 8. 2. 1943, 8 Uhr 9. 2. 194.3, 8 Uhr 10. 2. 1943, 8 Uhr 11. 2. 1943, 8 Uhr 12. 2, 1943, 8 Uhr Musterungsort utid -lokal: Gonobitz, Schule. 2. Musterungspflichtig sind die erfaßten Geburtsjahrgänge 1918 und 1925. 3. Die Dienstpflichtigen haben in gewaschenem Zustand und mit sauberer Wäsche bei der Musterimg zu er.scheincn. 4. Sollte ein Dienstpflichtiger durch Krankheit an der Stellung zur Musterung verhindert sein, so Ist hierüber ein amtsärztliches Zeugnis vorzulegen. 5. Ansprüche auf Reisekosten bestehen nicht. Bezüglich des Lohnausfalles am Tage der Musterung wird auf die Bekanntmachung des Chefs der Zivilverwaltiing in der Linter-Steiermark vom 27. Mai 1942 (veröffentlicht in der »Marbur-ger Zeitungf Nr. 146) verwies^en. 6. Die erforderlichen Ausweise (insbesondere Mitgliedskarte des Steirischen Heimatbundes, Kennkarte, Geburtsur künde) sind bei der Musterung mitzubringen. 7. Dienstpflichtige, die ihrer Musterungspflichf nicht oder nicht pünktlich nachkommen, werden bestraft. 80 Der Landrat: gez. Töscher. ^ I 0 □ □ Wolinorl- nnd Ansdnltliindening müssen unsere Hesibezieher sotort dem zustänoi gen Postamt (nicnt dtm Verlag) melden. »Marburger Zeitung«. Vertriebsabteilunß SeHe 10 Nummer 9/10 Kl6in6r ilnzGiii6f *31 ^ ii]iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiilullll||||)|iilil|iHilllll|j||ji jnd neirat II KpI dai teitceürucktc Won 4i, l^pi tür die Obrigen WortanzciKCD 10 Rpl da» |fttv:«dri^krt Wort 3« KpI Der Worioreis mit bU la 13 ßnchslabcn le Wort KennworifcrbQh' bfi Ahholunir der AncFbota 36 Rpl bei Zusen dune durch (*o«( oue' üotca 70 WpJ AuskupfitKehChr fOr Anzeitea mit dem Vermerk; «Aaskanft In det Vtrwalitjnii oder OeichSliaatelle« H' Ri>l AnieiRfn Anrahmesch'iii Am Taw vor Prscheinen um 16 Uhf Klejne ADiea-en werden nur teien Voreinsendiin* de» Betraxe« (auch eüitljtf RrleltnmKrnt anUenommen WindMUrrhOhr [fir eine Kleine Anieige I RM iMiUättu wtd ^sckäflsve^ceUt Zu verkaufen (inmdsfück. Utn«:ehuii;r Lul-teiiheur, 15 4^8 ni' verkaufen. AnsoliriTi in der Verw. 'J5-2~a f"'rIseurKeschült wegen Todesfall zu verkaufen. Anfragen l.iitzowKasse 42. Dratiwciler. Marbiirs. 142-?-a Zu pachtcn gesucht Ilcsitz (ca. 10 Joch), Nälie Marburgs, zu pachten Reviic'it. Aiifraife in der \'er\v. 87-2-d Tausch Tausche Rcsitx in Kroatien, herrliclie Lage mit ebenso!-c'icn in der Untersteiermark. ^ Ztiscliriftcn unter »Unterstef-j ermark« an die Verw. 5-2-e i Verschiedenes I Kaufe nnd verkaufe RealitS-, ten ieiier Art. beschaffe lanj;-fristijre fivnotheken zn niederem Zinsfuli; führe Konver-j tierunffcn durch; Baukredite, Wechselkredite, Cieschäft^be-teilisriinKen. Geschiiftsverküu-fe, übernehme Qrundstilckö I 7ur Parzelierunsr, übernehme, die VerwaltunK von Zins- und (leschäftshäu' ern und Gütern.' A. I.ustkandl, Realitäten- und llvpothckensensal. (jcbäude-, und Oiiterverwalter Marburp-Drau, Merrenjrasse 69. | _ 11269-2-f I Verkaufe oder taiisclie Besitz in Unter.ste'ermark, 14 j .loch WeinKartcn, Wald, Ak-ker. Winzerei. Wotiniiaus, kc-een Besitz in Obcrsteierniark, Kärnten oder Niederdonau. 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Frei-iiiüller, Obernberg a'Inn. Ob.-Donau. 146-4 Zabntechtniscber Praktikant (Anfänger), aus gutem Hause, gesund, intell gent, willig, fleißig, Marburger. von Marburger /Zahnarzt sofort gesucht. Anträge unter »Zahntechnl-scher Praktikant« an die Verwaltung, 129-6 Wachmänner für Marburg werden täglich 9—11 u, 15-17 iufgenommen. Bevorzugt Pensionisten und Rentner. Pension wird nicht gekürzt, Be-wachuiigsgesellschaft. Marburg. Herrengasse 43. 130-6 Suche Wirtschafterin im frau-enlosen Kaufmanns-Haushalt am Land. Anträge erbeten unter »Land 55« an die Ge-scliäftsstelle der Marburger Zeitung, Cilli. 68-6 I.eichter federbrückenwagen . sowie StelrerwaKcrl oder Schlitten zu kaufen gesucht. I Anträge: Marburg, Mühlgassv [ Nr. 30, Kartonage. 144-i. Damenfahrrad dringend zu kaufen gesucht. Zuschriften j unter »Out erhalten« an die Verw. 145-4 j Doppelschlnfzimmer und Her- ^ ren« oder Damenfahrrad gut erhalten zu kaufen gesucht. | Anfragen in der Verw. 147-4 SleUtk^esiukt Tüchtige ältere Bürokraft mit Buchhaltungskenntnissen sucht entiiprechende Stellung, Anträge unter »Buchung« an die Verw. _ Mutter und zwei Töchter i^n-schen in solidem Hause als Hausmeistcrlcute unterzukommen. Zuschriften unter »Hausmeisterleute« an die Verw. 125-5 Ältere Frau nimmt Federn zum Schleißen ins Haus. Anschrift in der Verw.___11^*5 Ökonom versiert auf allen Qe-bieten der Landwirtschaft, mit mehrjähriger Praxis, nüchtern, verläßlich und gewissenhaft, sucht Posten auf großem Grundbesitz. Zuschriften unter »Absolvent der landwirtschaftlichen Schule« an die Geschäftsstelle der Marburger Zeitung, Cilli. 72-5 Suche Li^rplatz als Fotografin, Vida' Le&koschek, Cilli, Sachsenfelderstraße Nr. 62. Ältere Frau aus gutem Hause, selbständige, gute Köchin (gearbeitet In größeren öe-trieben), sucht entsprechenden Posten. Auch auswärts.! Zuschriften unter »Perfekt« an die Verwaltung. 14-5, Buchhalterin sucht noch Abendbcschäftigung. Anbote t unter »Zuverlässig« an die Verwaltung. Junge Monlafonerkiih wegen Futtermangel zu verkaufen. Marburg, Unterrotweinerstra ße 77. 143-3 Als Portier, Amtsdlener oder ähnlichen Posten sucht nüch-' terner einwandfreier deutscher Privatsprachlehrer. 50 Jahre alt. Beherrscht in Wort ^ a I und Schrift die deutsche und iu küUSßH MSlUUt ' kroatische Sprache: nebenbei ' auch andere. Letztes Jan-reszeugnis als nolmetscher. | Angebote unter »Portier« erbeten an die Verw. 166-5 Kaule Kasten, Bett, Tisch und Sessel. Anschrift in der Verw. 165-4 (iut erhaltener Kindersportwagen und moderner Speise-zimmerluster zu kaufen gesucht. Marburg, Bahnhofgasse 4. Part. link». 123-4 Kaufe Icichten Einspannerschlitten, vicsitzig. Ulm, Marburg, Morst-Wessel-Straüe 13. 109-4 Plattenspieler mit oder ohne Rundfunkempfänger, Schallplatten, Harmonium. Rcise-koffer zu kaufen gesucht. Anschrift in der Verw. 110-4 Alte Schallplatten. auch gebrochen, sowie Teppiche zu kaufen gesucht. Breitenfelder, Marburg, Tegetthoffstraße 47. H8-4 Suche Hausraeisterposten. ' Nehme auch Sparherdzimmer ^ als Wohnung. Plewnik, Marburg, Pettauerstraße 19. H8-5 dtUM I Ältere Verkäuferin der Gemischt warcnbranche. sucht als Stütze im Geschäft selbständiger I.andkaufmann. Anträge erbeten an die Geschäftsstelle der Marburger Zeitung. Cilli. unter »Landgeschäft 55« _69-6 Küchenmädchen werden sofort aufgenommen. Dauerstellung, Lohn nach Heimta-rif. Verpflegung und Unterkunft frei. Persönliche Vorstellung erwünscht in der i.ehrerbildungsanstalt Graz in Marburg-Drau, Landwehrkaserne, pjngang Landwehrstraße, Heimgebäude, Verwaltung. 18-6 Männliche Hilfskraft als Stütze des Wirtschaftsleiters zur fachgemäßen Einlagerung der Lebensmittel und Wartung derselben gesucht. In Betracht kommen nur gesunde, kräftige Personen. Persönliche Vorstellung erwünscht in der Lehrerbildungsanstalt in Marburg-Drau, Landwehrkaserne, Eingang Landwehrstraße, Heimgebäude, Verwaltung. 19-6 Für ein Engrosgeschaft wird ein Beamter bKW. Kaufmann event. Pensionist, aufgenommen. Zuschriften unter »D. R., Marburg« an die Verw. 6.'5-6 Hausgehilfin für alle häuslichen Arbeiten die auch kochen kann, für gutes Haus gesucht. Anträge unter »Dauerstellung U« an die Verw. 42-6 Mädchcn 1..* alles, selbständig im Kochen, gesucht. Hutgeschäft Leyrer in Marb'" ' Herrer"""e 22. 43-6 Erstklassige Kanzlelkraft, versiert in allen r'T»'^''"'«Ti(i'en Büroarbeiten und Karteiwesen, für größeres Industrieunternehmen in Marburg gesucht. Anbote unter »Tüchtig« an die Verw. 16-6 Friseurgehilfe und Lehr junge werden aufgenommen. Ernst Golob, Marburg, Perkostraße Nr. 15. _ 156 Winzer wird «sofort aufgenommen. Auskunft erteilt Anton Habianitsch, Drawzen bei Pet-tau. ^28-6 Köchln fOr afles gesucht. Zuschriften unter »Rein 22« «^n die Verwaltung. ^ 45-6 Hausgehilfhi mit Kochkenntnissen gesucht von Dr. Kraus in Marburg, Domplatz 3. 44-6 HanSKehltfln wird aufgenommen. Jerausch. Marburg-Drauweiler, Zwettendorfer-straße 82. 13971-6 Brave Köchin zu drei Perso- f nen »ofort aufgenommen. Anschrift in der Verw. 114-6 Var Eisttellang voi Arbeit»' krlftea auB die ZiiT*Jch tig« an die Verw. 97 6 Bedienerin wird auf 3 Stunden im Tag aufgenommeii. Anschrift in der Verw. KM-ö Torwartstellc an Pensionisten EU vergeben. Angebote an Franz Swaty, Schlelfscheiben-werk, Marburg. Triesterstra-ße 60, Ruf 20-58, erbeten. 82-6 Zwei deutschsprechende Kpllnerlehrlinge werden Im Hotel Adler in Marburg aufgenommen. 82-6 Näh«rin zum Andern von Damengarderobe 2—3 Tage Ins Haus gesucht Unter »Nähe^« an die Verw 149-6 Brave, verläßliche HauigehH- fln wird dringend gesucht. Marburg, Tegetthoffstraße 39, Stock. ___________150-6 Ehrliches Lehrmädchen wird für Herren- und Damenschnel-derel gesucht. Baitz Marburg, Meilingerstraße 2.__ Kost für einstündige Haushaltshilfe bekommt solide Frau. Murmayer, Marburg. Schillerstraße 20. 152-6 Wäscherin, welche zu Hause wäscht, dringend gesucht. Anfragen Horst-Wessel-Straße 5, 3. Stock. Tür 135, Marburg. 153-6 Möbliertes Zimmer in der Nähe der Viktringhofgasso dringend gesucht. Julie Sker-biscn, Marburg, Viktringhof-gasse 12. 83-8 Tausche 3Vi-Zimmerwohnung mit federn Komfort gegen 2H-Zimmerwohnung womög!. Hut-terblock Anfragen In der Verwaltung. 134-9 3Vs-''' merwohnung, modern m't allem Komfort, tausche gegen 4—S-Zim.ner-wohnung. Zuschriften unter «Reiserstraße« an die Verw. 85-D 5-Zimmerwohnung, Bad, Gas, Elektr., Obstgarten (Einfa-r ■ "»nhaus) gegen 3t4-Zim-merMvohnung im Hutterblock zu tauschen gesucht. Anbote unter »Kokoschineggstrnßcf r die Verw. 84-9 Tausche : .!.3ne l-Z'-^mier-wohnung in Stadtmitte gegen 2-7'mmerwohnung im Hutterblock. Anfragen in der Verw. 57-9 Wohmingstauschl Schöne 3-Zimmerwohnung mit Rad u. Gas, Stadtmitte, gegen 3- od. 4-Zimmerwohnung im Hutterblock zu tauschen gesucht. Anträge erbeten unter »Sonnig und hell« an die Verw. 73-9 Bedienerin, halbtägig (Vormittag) für Haushalt gesucht. Anschrift in der Verw. .154-6 2tt ußtaüiiiH Kleines, event. leeres Zimmer : gegen Mithilfe im Haushalt,] Garten, an ältere Person so-1 fort abzugeben. Anträge un- , ter »Hofgebäude« an die Ver-waltung.__11^ . Ehrlicher Frau wird Schlafstelle gegeben gegen kleine Bedienung. (Kochgelegenheit"). ^ Marburg, Suppanzgasse 12. | 155-7 hthdeUit 9tsiukt .lüngeres Fräulein vom Lande sucht ein separ. möbl. Zimmer im Innern oder Nähe d. Stadt ab sofort. Angebote unter »Besitzerstochter« an die Verwaltung. 131-8 Tauschwohnung! 3 Zimmer mit Bad, Stadtmitte, gegen ebensolche im Huttfcrbiock gesucht! Zuschriften unter »I. Sch.« an die Verw. 64-9 Zentralgelegene 3-Zimmer-wohnung (Bade- u. Dienstbotenzimmer) gegen sonnige, moderne 2-Zimmerwohnung zu tauschen gesucht. Zuschr. unter »Eventuell Hutterblock« an die Verw. 63-9 Wohnungstausch! Schöne u. billige 2 K'-Zimmerwohn.ing, Bad, Gas, Schillerstraße, mit 3-Zimmerwohnung im Hutterblock zu tauschen gesucht. Zi'schriftf.r. unter »Parte.'re« hn die Verwaltung. 11R9 Fräulein sucht warnies Zimmer bis 15. Januar in Marburg oder Umgebung. Anschrift in der Verw. 132-8 Älterer Herr, Witwer, kinderlos. Pensionist, derzeit ange-j stellt, wünscht bei älteren i Leuten als Untermieter mitl Verpflegung bei event. Mit-j beniitzuhg seiner Möbeln, un-terzukommen. Qefl. Anträge j unter »Stadtmitte 3« an die Verwaltung. 133-8 Tauschwohnung! Schöne 1-Zimmerwohnung mit Bad u. Gas, Stadtmitte, gegen 154-Zimmerwohnung im Hutterblock zu lauschen. Zuschriften unter »II. links« an die Verwaltung. ^*2 9 Tausche abgescÜTnssene 1-Zlmmerwohnung mit Bad gegen ebensolche 2-3-Zinuner-wohnung. Anträge unter »T.in-kes Ufer« an die Verw. 173-9 Fräulein sucht reines möblier tes Zimmer, Zuschriften unter »Januar« an die Verw. 117-8 MÖbH^rte und leere Einzel zimmer für alleinstehfi.iae Einsatzheamte und Beamtin* nen von hiesiger Dienststelle für sofort und später zu nre-teü gesucht. Angebote unter »Dienststelle« an die Verw. 53-8 Älterer Herr, Festangesteliter, sucht in Cilli ein möbliertes Zimmer für ständig. Anbote erbeten am Molkerei Cilli. 42-8 Kleineft, leere« Zimmer mit Küche oder Sparherdzimmer wird dringend gesucht. Anschrift in der Verw. 35-8 Rimdhinkapparat auf Wechsel- Fräulein vom Lande zu drei- Zahnarzt sucht Ordlnations- Strom, .3-4 Röhren oder Ba- jShrigem Kinde und zur Mit- gehllfin. Gute Umgangsformen tcrie zu kaufen gesucht. Kra- hilfe in der Küche gesucht, ehrlich, gesund. Anträge un- mer Cilli. SchloHhergstrafle Heutz, Marburg, Josefstraße ter »Anfängerin« an die Ver-. ]4 ' 7ü-4 Nr. 4. 71-6 waltunjE. 167-6 i Reichsbea* '.c. ^ sucht dring möblior'.es Zimmer. Zuschriften erbeten unter »Marburg Stadtmitte« an die Verw. 72-8 Alleinstehendes Pensionistenehepaar wünscht bei einem I:.andbesitzer Zimmer mit oder ohne Verpflegung ab März od. April. Anträge unter »Lebenslang« an die Verw. _ Frau, Büroangestellte sucht in Cilli oder in der Nähe nur für sich ein möbliertes Zimmer. Angebote erbeten unter »Dringend« an die Geschäftsstelle der Marburger Zeitung. Cilli. 79-8 Fernunterricht! Neue Maturaschule, Wien, Marlahilfer-straOe Nr. 8/1. Reifeprüfung (Hochschulbesuch), Abschlußprüfung (6 Klassen Mittelschule) für gehobene Beamtenlaufbahn. 13193-10 Zwei junge Burschen aus Untersteiermark wünschen mit zwei sympathischen Fräuleins zu korrespondieren. Anfrage unter »Januar« an die Verwaltung der Marburger Zeitung. 171-11 HekiU Out angestollter Beamter, 35 Jahre alt, ohne Anhang, sucht zwecks Heirat sympatische Dame, nicht über 30 Jahre alt. mit etwas Veriiiügen kennenzulernen. Lichtbild erwünscht. Zuschriften unter »Frühling« an die Verw. 135-12 Nette Unterstelrerln. ledig, in den schönsten Jahren, mit größerem Erbteil, wünscht die Bekanntschaft eines Postangestellten, Cisenbahnbedien-steten, oder Angestellten. 40 bis 50 Jahre alt, zwecks Ehe kennenzulernen. Zuschriften unter »Schönes Lehen« an die Verw. 23-12 Möbliertes kleines Zimmer oder Kabinett Stadtmitte ge-suclit. Zuschriften unter »^-fort« an die Verw. 156-S Fräulein, synipnthi«:ch. mit schöner Herzenskultur, 28 Jahre alt, wünscht Bekanntschaft mit selbständigem Herrn nicht unter 35 Jaiire, zwecks späterer Ehe. Vorzug haben jene mit schöner, voller Statur und edler Seele. Zuschriften unter »Bring mir Sonnenschein« an die Verw. 99-12 Älterer alleinstehender, selbständiger Handwerkernicistcr sucht Ehehekanntschaft nMt guter Frau. Zuschriften unter »F. M.« nn die Verw. .58-12 tiaronin Hüde Kedwitz Wien IV.. Prmz-tugen-Straße Nr. 34 23. Eheanbahnung lür I nniiki'MSi i iniii- raten. Tausende Vormerkungen. 576Ü Einfaches alleinstehendes Fräulein in mittleren Jahren mit eigener Wohnung, wünscht Ehehekanntschaft mit Staats-angeStellten, D. R.-Beamter bevorzugt. Zuschriften unter »Gemütliches Helm« an die Verwaltung. 98-12 2 Beamte suchen ehrenhafte Bekanntschaft zweier hübscher Mädchen 17—-24 Jahre. Lichtbild erwünscht. Zuschriften unter 5*Blond u. Schw.irz« an die Verw, 120-12 Gebildeter, etwas über 30 Jahre alter Absolvent einer landwirtschaftlichen Schule, mit etwas Barvermögen. ohne Eigenheim, wüuscht zwecks sofortiger Ehe die Bekanntschaft eltifs tapferen Mädels, Absolventin einer landwirtschaftlichen Schule. Alter bis zu 30 Jahren, mit Eigenheim und Besitz. Nur ernste Angebote unter »Herzliche Grüße« an die Geschäftsstelle der Marburger Zeitung, Cilli. 71-12 Witwer, alleinstehend, ohne Anhang mit Wohnurtg sucht eine Fhekamtradin keilnfenzu-lernen, womöglich mit etwas Möbel. Anträge unter - »Ge mütllch« an die Verw. 168-12 Reichsangestellter, Ostmärker, 41 Jahre, wünscht mit Hausoder Hofliesitzerin (Kind kein Hindernis) bis 40 Jahren Bekanntschaft zwecks ba'd ger f!hc. Zuschriften unter »Ruhige Zukunft« an die Verw. _172-12 Relchsbahnpenslonlst sucht gutmütige Frau nicht unter 55 Jahren zwecks Ehe kennenzulernen. Zuschriften unter »Prühllngswnnsch« an die Verw. 157-12 huHfU s Veeiuste Roter Fäustling am 7. Januar 12 Uhr in der Richard-Wag-ner-Strafle verloren. Abzugeben gegen Belohnung: Karner, Beethovenstraße 2, Marburg. 136-13 Am 4. Jänner vormittag wurde in der Tegetthoffstraße vor der Haustür Nr. 11 goldener Ehering verloren. Jene Person die ihn aufhob wurde erkannt und soll selben in der Verw. des Blattts abgeben. 158-13 Diejenige Person, welche vor Weihnachten die Pakete bei Firma Gusti Wrat^chko, Cilli, abgeholt hat, wird aufgefordert, sofort das Paket mit Kin-der-Ooisererschuhen zurückzuerstatten. um Unannehmlichkeiten auszuweichen. 74-14 Prothesen jeder Art (Leder-, Leichtmetall-, Holz-), orthopädische Apparate, Leibbinden, (juministrtlmpfe, Bruchbänder erzeugt und liefert das führende Fachgeschäft F. Egger — Bandagen und ürthonädit — Lieferant sämtlicher Krankenhäuser, Krankenanstalten und SozialinBtitute. Marburg^ürau, Meilingerstraße 3, CHU, Markt-platz 13._3325-14 Bei älterem Ehepaar, Besitzer Nähe Marburg, wird eine Schülerin vom Lande, in Wohnung und Kost genommen. Ebendort wird Hausgehilfin für Gartenarbeiten aufgenommen. Zuschriften unter »Ehe-paar« an die Verw. 119-14 Tausche weiße Schneeschuh« und Schuhe für 2 Jahre alte» Kind gegen Damen chuhe Nr. 38 event. Aufzahlung. An-schrlft In der Verw. 105-14 Neuer elektrischer Kocher wird gegen guten Volksempfänger getan cht, Wolferl Maria, Cilli, Fritz-Zangger Platz 4. 67-14 Tausche Herrengn'oschen gegen Tlienimsflaschc Marburg, Beethovenstraße 9'l links. 162-14 Nummer tMaf^fieer Zeftungc 9./10. Jamiar 1943 Sette 11 Fernglas M. G. für Rundninkempfänger. .-ahluf?fif, Gisela Kra- Sammelt AbliUei Altpapier, Hadern, Schneideribschnitte, Textilabt&lle Alteisen, Metall«, Qlasscherben, rler.taare und Schatwolle kauft laufend jede Menjre Alois ArMter, Marburg. Drauffaape S. lelefon 26-23._7052-14 Taö-Tüc Ferngilas M. G. für neuen Auch Ba, meritsch, Schillerstraße 23, Marburg. 29-!4 Abschreibe? Abidchfieti? NeinI Photokopieren lassen I >Fotokopist«, Graz, Orleakal 60. Ruf 6795._12837-14 Tausche Herren- oder Üa- mcnfii'irad f. Rundfunksm^-färger. Anfragen beim Friseur, Marburg Tegetthoff-sliaße 48. 1^^ Skischuhe 41 iscjfen hohe Da-menberzschuhe 39Vi zu tau-11745 sehen sesncht Anschrift in der Verw.___174-14 Toplnambor. Saatknollen sucht Landwirt Ziserl, Sanritsch-Pettau.__17M4 Prima Gurken. Kekse, Jau.sen-BchOsselchen. Spezialsalz. Qe-würze. Leberpastete, Vita-milch bei Kavalier, Marburs, Herrengasse 28. 177-14 Brillaatriac tausche fflr Wintermantel oder KostQra. Anfragen Marburg. Seltzcrhof-gasse 5, Part_100-14 Damenwtaterstlefel Nr. 39 gegen kleinen Photoapparat um-zutaaschen, Marburg, Schil-lerstraße 4, Part, rechts. _159-H 2 Paar hohe Herrenschuhe 40 und 43 QeIegenheit< an die Verwaltung. 139 f» PBTTAtf ««CM IffffTC^iJCD OroMtmmdlimg IlVffwWnCK gesetzteren Altera. Wenn verheiratet nette Wohnung und Hausmeisterstelle geboten.. Anträge unter »25« an die Verwaltung. 25-6 Ca. 700 ~ Festneter Brlei- nid Lliiileiisfammilob tn Rollen abgelfingt auf 1,50 m, tob 17 bis 29 cm Dorchmesaer ohne Rinde, praktisdi astrein, ana frischer FAllung, sowie LanheisdnilttiDatniiil 30 bis 70 stark, eine Waggonladung, sucht n kauien. Bitte um Angebot an ARNO PDSCHK, FaAbinderei, Bautzen 1. S. 64 Leset nd verMtel die Martinmer Zeltiiigi Familien-Anzeigen finden durcb die »Marl »Marhurger Zeitmig« weiteste Verbrettungl Wir haben uns verlobt; FRANZI LACH Obei{>ulsgau bei Marburg/Dr«! RICHARD ROGER Winnenden, z. Zt. im Felde Neujahr 1343 Ihr« Vermählung geben bekannt ERWIN TSCHINKEL FRIDA TSCHINKEL geb. WITTINE Arch, am 9. Januar 1943. 65 Festneter WevnntlHUeler-SfawDlielz 2 bis 5 m lang, 20 bis 35 cm Durchmesser, praktisch astrein, gesund nnd aus frischer Fällung, alles aacb In Tellpartlen, umgehend gegen Kassazahlung so kanfen gesochL Ausführliche Angebote erbeten 66 Schwan Bleifllftfabrlk AO. NUrnb«rg ,Sdi5n ist, wer gesund ist; ReinUdikeit und R&nheit madien sdtön und gesund xugUidu'^ MZNilMITtii Ihre Vermählung geben bekannt; Joset Kraschowlte, Eisenbahn^häffn er Maria JurKhitE, geb. Fröhlich Marburg-Drau, den 4. Januar 1943. 140 Ihre Kriegstrauung geben bekannt: 73 ff-üntersturmf. der Waffen-ff Karl Kasper, Arzt Dr. med. üiscia Rasper, geb. Kern Petta« Manchen Danksagung FOr die uns zugekommenen Beweise der anf-richtigen Anteilnahme wie auch für die wannen Abschiedsworte am Grat>e, sagen wir allen, be-ders den Herren Oberbürgermeister Knaus und Dr. Mühleisen herzlichen Dank. 178 Marburg, am 8. Januar 1943. Familien Nasko, Radlcs. Am 7. Januar 1943 verschied nach kurzer Krankheit Frau Friede tfodoscheh geh. Moll Bezirksschulinspektorswitwe Das Begräbnis findet Samstag, iten 9. Januar 1943, um 15 Uhr, auf dem Ortsfriedhof in Trifail statt. Trifail, den 8. Januar 1943, 76 Die trauernden Hinterbliebenen. Unser Heber Sohn, Bruder, Schwager usw. Sepp Sefd/er Uffz. in einem Gebirgsjägerregiment, Träger des E, K. II und Bewerber des HJ-Ehren-Zeichens ist am 29. November 1942, in einem Lazarett an der nördlichen Ostfront für seinen geliebten Führer und seine Heimat den schwerem Verletzungen erlegen. l.eibnitz, Heidelberg, Marburg-Drau. im Januar 1943, Im Namen aller Verwandten: Familie Seidler. SHte 12 >Mart)urger Zeltungf 9./10. Januar 1943 Nummer 9/10 Sla Jllheater Maf bürg a. i, Draw Samstag, 9. Januar PreiM 2 Der Vetter aus Dingsda Operette in drei Akten von E(L Küantcke End tk>giiui: :su Dhr ide; Zi Uhr Sonntag, 10. Januar Nachmittagsvorstellung Preiie 3 Fahr'n ma Euer Gnaden SliigM|)iel In dr«i Akten von Oskar Waber Beginn: 15 Uhr Ende: 18 Uhi Atwndvoratellung Preise Z SCHWARZER PETER Eine Oper in sechs Bildern für kleine und ffoße Leute von N. Scbultze und W. Lieck Bep^inn: 20 Uhr. Ende: 23 Uht Montag, 11. Januar Kein Kartenverkauf Ring 1 des Amtes für Volkbildung SCHWARZER PETER Eine Oper in sechs Bildern für kleine und große Leute von N. Schultze und W. Lieck Beginn 20 Uhr Ende 23 Uhr Dienstag, 12. Januar Prelfe 1 Erstaufführung I Lustige Vagabunden ROBERT UND BERTRAM Operettcnburleske in fünf Bildern von Ludwig Bender Beginn 20 Uhr Ende 23 Uhr Mittwoch, 13. Januar Pr^e 1 Lustige Vagabunden ROBERT UND BERTRAM Operettenburleske in fünf Bildern von Ludwig Bender Beginn 20 Uhr Ende 23 Uhr Donnerstag, 14. Januar PndM 2 SCHWARZER PETER Eine Oper in sechs Bildern für kleine und große Leute von N. Schultze und W. Lieck Bof^inn; 30 Chr. Ende: 38 Uhr. Freitag, 15. Januar GeechloflMcne Vorstellung für die Wehrmaioht Lustige Vagabunden ROBERT UND BERTRAM Operetlenburleske in fünf Bildern von Ludwig Bender Beginn: 20 Ulir Knde: 23 Uhr Steirischer Heimatbund — Arbeitspolitisches Amt Arbeitsgebiet Technik — AbtIg. für tecbn. Wissenschaften Belcanntmacliung über Veranlassung des Qauhauptamtes für Technik, Abteilung für technische Wissenschaften, hat das Reichspatentamt ab 1. Januar 1943 die Auflegung der Patentschriften und der F^alentklassen, die für die Untersteiermark in Frage kommen, angeordnet. Die Patentschriftenauslegestelle befindet sich in der Dienststulle des Arbeitsgebietes Technik der Bundesführung, Marburg, Tauriskerstraße 12, Zimmer 12, und ist von Dienstag bis Freitag in der Zeit von Ö bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr zur allgemeinen Benützung geöffnet. 33 Arbeitspolitisches Amt. — Arbeitsgebiet Technik, Gez. Ing. Scherabon. © m D» wir fo was für Rohlenklau: Selber heizen. Da würde in alle Ofen eingekachclt, wu Pill* bat, und wcnn's draußen'12 Grad Wärme sind! Di« Ofentür bliebe natürlich dauernd jperrangelweit offen» damit die ganze \/ärnic zum Sdioroiteia hinauifliegti itatt die Stube zu heizen I Aber nein, das Heiien beiorgen xvir — ohne Kohlcnklaul Und zwar heizen wir nur einen Oka in der Wohnung (auch „Zentralbcheixte** rüAen eben ein bißciien zusammen und drehen die überflüssigen Heizkörper ab). Gelüftet wird kurz und kräftig. Lieber zweimal 5 Minuten das Fenster ganz auf, all einmal 20Minuten halb. Frische Luft erwärmt sich rascher. So idilagen wir — du und idi und wir alle — dem Rohlenklau ein Schnipp-chcn und sparen eine Masse Kohlen. Hier ist für ihn nichts mehr zu mooiön,-Paß auf, letzt tüdif «r andre Sachen! ireiAffCHCR HKiMATBUMD KtElf MAUUaO-STADT - AMT VOlKBliOUNG VelkiblldungtilHtf« Marburg-Dr«u für Januar 1f48 DienstAg^ 12. L 1943 Minitterialdirigtnt Dr. Karl Bardachzi, »Die Land> Schaft in Adalbert Stifters Werkt, ein Parblicht-bildervortrag. Mittwoch, 13. L 1943 beginnt die Arbeitsgemeinschaft »Kunsterziehunf« (Zeichnen), geleitet von Stud.-Ass. Sophie Hirsch. Donnerstag, 14. L 1943, Dr. Fritz Endres liest aus eigenen und Werken von Ludwig Thoma. Freitag, 15. I. 1943 beginnt der Italienischkurs für Anfänger, geleitet von Frau Dr. Edith Oerdet. Dienstag, 19. L 1943, Stud. Dr. Karl Schalberger beginnt die Vortragsreihe >Deut3chlands Kraftströme in Vergangenheit und Gegenwart«, mit dem ersten Vortrag; >Der Rhein, ein magnetisches Feld Europas«. Dienstag, 19. I. 1943, beginnt die Arbeitsgemeinschaft: Singen nach Noten, geleitet von Fachlehrer Karl Romich. (Ort; Musikschule, Tegetthoffatraße 5.) Donnerstag, 21. I. 1943, Paul Graetz: »Zweimal quer durch Afrika«. Lichtbildervortrag. Freitag, 22. I. 1943, beginnt die Arbeitsgemeinschaft »Technik des Schachspiels für Anfänger«, geleitet von Dr. Rud. Tiroch. (Mädchenhauptschule I, Reiierstraße 5.) Dienstag, 26. L 1943. Stud. Dr. Kart Schalberger, zweiter Teil der Vortragsreihe »Deutschlands Kraftströme In Vergangenheit und Gegenwart«: »Die deutsche Küste, das Tor in die Welt.« Freitag, 29. L 1943, Dr. Ottmar Endres, »Vom Glück des Schauens«. Bilder aus dem Haus der Deutschen Kunst, Sämtliche Veranstaltungen, wenn nicht anders an- Jfegeben, finden im Festsaal der Oberschule für ungen, Marburg-Drau, Tauriskerstraße 9, mit dem Beginn um 20 Uhr, statt. Eintrittskarten für alle Veranstaltungen in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoff-straße 10a, in der Buchhandlung W. Heinz, Her-rengasse und an der Abendkasse. Anmiedungen für Arbeitsgemeinschaften und Kurse in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung. 83 STEIRISCHER HEIMATBUND Kretefttftrung Marburg-Stadt Amt VolkbUdung Veranstaltungsanzeiger des Amtes Volkbflduag 10. L 1943 Beginn um 16 und 20 Uhr Heitnattnindaaal 84 3 Fratelllnrs mit ihrer Troppe Ans verkauf 11 11. L 1943 Beginn tun 16 Uhr HeimatbUfidMal 3 Frateliinfs mit ihrer Tmppe 11. L 1943 Beginn um 20 Uhr Stadttheater Ring I Schwarzer Peier Eintrittskarten im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße Nr. 10a. und an der Abendkasse. l^iO t U*f«rlMr am Awit«, tifL liier .Rflstnag»-«rar. Dt« Knidtiag* dM Sytta« Lwdihordt DKP. ii> rwdi witMoschaft* ,lich«n V«rsu 22. Januar 1943, 20 Uhr, Deutsches Haus, l. Stock Schulrat Robert Trötscher Pat Pfogramre der NSDAP 27. Januar 1943, 20 Uhr, Deutsches Haus, Schu-lungsraum, 1. Stock Prim. Dr. Walter Ritter Von den Haopttcindcn Her Volltsoesnnillicit 29, Januar 1943, 20 Uhr, Deutsches Haus, Schu-lungsraum, 1. Stock Prof. Anton Klinger Kunst und Kitsch KAUF. Nähmaschinen, gebraucht oder neu, sucht ftlr den haua-wirtschaftlichen Unterricht dringend die Allgemeine Berufsschule Marburg, Reiserstraße 5. _^ Sihulm für #Cunst- und Geseffscfiaffsfani HCRRefiGASSE 20. f. Stock Mit Montag, den 11. Januar 1943, Beginn neuer Kurse für A.>-ffinger und ein Spezialkurs für Fortgeschrittene. Auskünfte und Einschreibungen Montag, den 11. Januar 1943, vormittags von U bis 12 Uhr und nachmittags ab 18 Uhr in der Schule. 14 \