Pranmmatim - Prcisc: Fttr Laibach Banzjahrig . . . S st. — ft. Halbjiihrig . . . 3 „ — „ Bierteljahrig. . . 1 „ 50 „ Monallich . . . — „ 50 „ Mit iitr Post: Banzjahrjg . . . 9 fl. — ft. Halbjiihrig . . . 4 „ 50 „ Birrleljiihrig. . . 2 „ 85 „ 8>ir Zustellung in« HauS eiertet-jahrig 25 ft., monatli* 9 ft. Laibacher (Einjelne iliummcrn 5 ft. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berucksichtigt; Manuskripte nicht zuritckgesendet. Rcbaktion: Bahnhosgasl« Nr. 132. etptbilitm uni 3«ftraltn-flnttnu: Kongrehvlatz 'Jit 81 (Yv.&bayitlun von J. v. ftleinmat)! 6 K.Bi , I's Zoskrtionsprrisk !«• 'tilt die einfvaltige ipctiticflh41«'';'! bei zweimaliger Einschaltung Zn brctmal a 7 kr. InsertionSftempel jedesmal 30 !r. Bei groheren Inseraten unb Ssterer Einschaltung entsprechendc, Mabatt. 2** Nr. 96. Donnerstag, 29. April. — Morgen: Katharina. 1869. Ubonnements -Linl'adung. Mit 1. Mai 1869 beginnt tin neucs Abon-nemcnt auf das „Soibnd)cr Tagblatt." Bis 1. Juni 1869: Fur Laibach..............................— ft. 50 ft. Mit ber Post.............................— fl. 75 kr. Bis 1. Juli 1869: Fur Laibach .............................1 fl. — kr. Mit ber Post.............................1 fl. 50 kr. Fur Zustellung ius Haus mouatlich 9 kr., viertcljahric; 25 kr. Auf bas „Laib. Tagblatt" kann taglich abonuirt werden, bod) muh baS Abonnement immcr mit Schluh cincs Monates ablaufcn. Die neuen Forstgcsetzentwurse. Die iibcr Auorduung bes Ackcrbau-Miuiste-numS unter bem Lorsitzc deS Hrn. LandcSprasibentcn hiehcr cinbcrufcnc Kommission zur Bcrathung einer Revision rcspcktive Durchfiihruug beS ForstgefetzeS Hat ihre Arbeit vollcnbct unb cS licgen unS bie Resultatc bcrsclbcn in den Entwursen eincS ReichS-forst- unb LandcsforstgesetzcS, ucbst dazu gehorigen Motivenberichten unb einem Anhangc von Wiin-schen vor. Wir theilen in folgenbem ben Jnhalt biefcr Gesetzentwiirfe, bei bcren Verfassung bie Gutachten ber k. k. Bczirkshauptniannschaftcii, ber Lanbwirth-schaftsgesellschaft unb beS Komitees ber vorjahri-gen forstmannischen Bersaminlung beniitzt rourben, in kurjem mit. Der (Sntrourf deS Re i ch s f or stg e se tz e s enthalt 27 Artikel. Als Hauptzweckc dcs Forstge-setzcs werden in bem Motivenberichte bie Erhal-tnng, pflegliche Behanblung ber Walbcr, Aufsor-ftung ber Blohcn, Regclung ber anslanbslosen Be-nutzung ber Waldgriinde unb ihrer Promkte bezei- chnet unb bas bie Privatwillkiir befchrankenbe Recht bcs Staates zu den bicsbcziiglichcn fchiitzenben Matz-nahinen buret) bas staalliche OberhohcitSrecht begriin« bet. Denigeinab roivb in bem Artikel 1. fcstgefetzt, batz sich baS O b e r a n f s i ch l s r e ch t b e s S t a a-tes iibcr jene Walbgrnnbe, bcrcn Fortbestanb anS offentlicheii Rucksichten, sei eS wegen bee Einflusses auf Klima unb Kulturtiichtigkeit eines Landes, sei eS, rocil sic auf zu anbercn Kulturen nicht taugli-chcm Boben flocken, geboten ist, bann auf bie obcn, ber Wieberaufforstung zu iinterziehcnbcn Griinde, enblich auf bie prinzipiellc Regclung ber vcrfasiungs gcmač ber ReichSgefetzgebung zustehenben, bie Er-Ijaltiing unb Beniitznng ber Walder bezielenben Norinen erftrccfe. Zur Durchfiihrung biefcr Oberaufficht wirb ein Walb k a t a st er angclegt (Art. 2—5), welches von Kommissionen, bestchenb anS einem Staats-beamten, aus vier fachkunbigen Slbgcorbiieten dcs Staates unb ber LanbeSvertreluug zu gleichen Thei-len, unter Jntcrvcniruiig ber bclljciligtcn Gcrnein-ben, angcsertigt unb von ber LanbcSstclle in Evidcuz gehalten roirb. Gcgen bie Eiutragung fiub Rekla« mationen juiafsig. DaS Berfahrcn zur Durchfiihrung beS Katafters soil ini VerwaltungSwcge georbnct werbcn. Artikel 5—9 hanbclt von bem S ch n tzc ber Walbcr. Kein im Walbkataster begriffencr Walb barf ber Holzzucht entzogen obcr vcrwiistct werben; frifch abgctriebene unb verwahrloste Griinbe sinb biimcn einer gewisscn Frist aufjuforften ; jebcr inkataftrirtc Walb ist gegeu Fcuer-, Jnseklcn- unb sonstige Schabengefahr zu fchiitzen. Art. IX spricht von ber Bannlegnng ber Walbcr, Art. X von ber Berpflichtung jebes Grunb-eigenthiinicrs, Waldprobukte, bie anbere gar nicht obcr nur mit unvcrhaltnihmatzigen Kosten aus bem Wotbc geschasft werben konnten, iiber seine Griinbe unb Gcwasscr gegen Ersatz be6 Schabens, even« luell sclbst gcgen Expropriation ber Griinbe unb Gcwasscr, bringen lasscn zu wiissen. Die Artikel XI unb XII sctzcn bic Gclb- unb Arreststrafcn beS Forstfrevcls fest. Lctztcre werden theils nach fixen Satzcn, tlieils nach ben n. 6. Ioche ber betrcsfenbcn Walbflachc, (bie z. B. bcoaftirt obcr nicht aufgeforstet nrnrbe) berectmct. 91 rt. XIII rSumt fiir ben Fall, als bie allge-mcinen ExckutionSmittcl beS StaatcS nicht hinrci-chcn, ben politischcn Bchiirben bas Recht cin, bie Wieber auff orstung aus Kosten bcs Walb-cigenttjiimcrs unb zur Einbringung ber Kosten bic zwangSwcisc (Snteignung bcs in Aussorstung ge« nomtncncn Objcktcs zu bcwirkcn. Zur Hanbhabimg beS Gcsctzcs sinb bie poli-tischen Behorbcn bcruscn (Art. XIV), iljncn sinb bie erforberlicheti Forstorgane beizugeben, bercn Organisation unb Kostcnaufivand burch cin Reiche-gcsctz fcstgestcllt werben wirb (Art. XV). Art. XVI bis XXVI handcln von bent S traf -ver f a h ren, welches summarisd) ist; von ber Berpflichtung zum Ersatze fur bic Beschabigung ber Walbcr; von ber Ber ufun g gcgen Straferkennt-nisse, von ber Verjahruug ber Strašen, von ber exekutionsweisen Einbringung ber Walbschabenersatze; von ber S tein p el -unb Gebuhrenfrcihcit ber Eingabcn wegen ©inkatastrirung, Aufforstung unb Bannlegung ber Walbungcn, bann in Forstfrcvelangclegcnheiten, von ber S te u er f re i h e i t ber in Aufforstung genom« menen iiben obcr verwahrlosten Griinbe burch fiinf-zchn Jahrc; von ben befonbcreti Bcstimmungen beS LerfahrenS riickfichtlich ber Bcizichuiig von Sachverstaiidigen nach Ma§gabe ber obwaltenbcn Parteiintercffen obcr offentlichen Rudfichten; beziig-lich bcs Erschcinens unb ber Vorlabung ber Par= tcien riickfichtlich ber Expropriationen ber Griinbe u. s. w., enblich bet Einbringung bet Kosten beS Bcrfahrciis. 3m allgcmcinen macht biefer Entwurf beS Rcichsforstgcfctzcs nur jene SSalbgriinbe zu fcincm Substrate, welchc zu ihrcr Erhaltung unb Pflege Ieuilleton. Barbarei unb Aberglaube in Frankreich. Ein franzbsischer Diplomat, ber zuglcich ein griinblichct Gelchrter ist, Gras Gobineau, hat in feinem Werke iibcr bie „Unglcichhcit ber Mcnfchcn-rahen" sehr vorurthcilsfrci erortert, wie es sich benti tigentlich mit ber so viet gepriescnen ..Zwilisaiion" in Frankreich verhalte. Er gclangt (1856) zu fol-genbem Ergcbnissc: „Will man cine annShcrnbe Statistik cntwersen, so kann man, meiner Uebcrzeugung nach, sagen, datz in Frankreich etwa 10 Milliouen Mcnschcn inner* Halb unscres Ji.ccn-, Gcsittungs- unb Gefellschafts-kreifes lcben, datz abet 26 Millionen vvllig autzer-halb dcsselben sich bcsinden. Diese Annahrne ist eher zu ntebrig als zu hoch." Graf Gobineau racist aussiihrlich nach, batz durchschnitttich ber kcltisch.franzosische Bauer einen ties eingeraurzetten Hatz hege gegen alles, was Bil-dung ist unb heitzt. Er betrachtet es als cine Art von Ehrenpunkt, nicht lefcn unb fchreibcn zu konncn. „Er hat ein uniibcrwinblichcs inncrcS Wibcrstrcben gegeu unferc Zivilisation." „Schcn wir genau zu, wie cs sich mit bem Glaubcn unb ben Ansichtcn unsercs Bolkes verhalt, so stettt sich bcuttid) heraus, wie fern es ber Zivi-lisation steht. Bischose unb Pforrer habcn noch heute wie vor 100, wie vor 500, ja wie vor 1500 Jahren gegen crblich uberkommcne Wahnvvrstcllun-gen unb Vorurthcile anzukampsen, unb biese sinb um so gcsahrlicher, ba sie fast nie offcn hervortreten obcr eingestanben werben; beshalb kann man sie nicht Icicht faffen unb besiegen. Jcber umsichtige Dorfprebiger wcih, mit raetcher List unb Berschla-genheit sclbst ber anbachtige Bauer mancheS in sich versteckt halt, mit bem er nie herausgeht. Spricht man mit ihm bavon, so leugnet er, tsht sich aus ErSrterungcn nicht ein unb bteibt bei feinem Wahn. Zu feinem Geistlichen hat er wohl Bertraucn, nur nicht in Bczug auf bas, was man seine gehciine Religion bezeichnen konnte. DeShalb ist beinahe in alien Provinzen (— bit einst zum beutschen Reiche gehorenben: Elsah, Lothringen, sobann baS vlami- sche Rorbbepart'cmcnt ausgcnommen —) ber Bauer so fchwcigfam unb verschloffcn gcgen ben von ihm sogenannten Bourgeois; beshalb ist bie Scheibe- iinie zwischen ihm unb bem gcbilbeten Gntsbesitzer, aitch einem solchen, ben cr im iibrigen ganz gem hat, nicht zu ubcrschreiten. So verhalt cs sich mit ber Mehrzahl biese« Bolkes, welches angeblich ber Zivilisation vorzugsweise zugcthan fcin soll, unb so ist seine Stellung ber Zivilisation gegeniiber." „Die Masse ber Bevolkerung ist ein Abgrunb, iibcr welchem bie Zivilisation in ber Luft hfingt, unb bie tiefen stagnirenben Gcwasscr, welche auf bem Boben biescs Abgrunbes schlummcrn, werben bermaleinst hervorbrcchen unb auslbsenb unb zer- setzenb rairkcn. — Der franzbfische Bauer betrachtet uns gcbilbeten Mcnschen, uns Leute ber Zivilisation als seine Fcinbc." „Sowohl bie liberalen als bie klerikalen Blatter sinb einig uber bie ungemeine Unwisscnheit unb Rohhcit ber Lanbbevblferung. Es werben hieriiber bie ungfaublichftcn Dinge berichtet, unb aus ihnen, je nach bem Stanbpuukt ber Berichterstatter, die verschiebenartigsten Folgerungen gezogen. So schreibt ben Schutz dcs Staates benotdigen, und befchrankt das Eigenthnmsrecht des cinzclnen nut im nothwen-digsten Jnteresse der Forstwirthschaft. Der Entwurf des Lanbesforstgefetzes fur Krain enthalt im Anschlussc an die Grundsatze dcs Reichsforstgesctzes vier Abschnitte. Es wurdcn der LandcSgesetzgebung in mehrcren Bcziehungen Be-stimmungen zugewiesen, wclchc bishek in dent fur das gauze Rcich gcltenden Forstgcsetze voin 3. Dc-zembcr 1852 cntljalten warcn, was als Forlschritl bezcichnet werden muh. DaS Landesforstgesetz nor-mirt im 1. Abschnitte die Bentttzung der W alder in Bctreff des fremden und gemeinschaft-lichcn NutzungsiechtS und der Forstproduktenbringung (Riesen, Triftcn); im II. Abschnitte den F orst -schutz gcgen Waldbrande und Jnscktenschadcn; das Forstschutzpcrsonale, die Ucbertretungcii und Stra-» fen; im III. Abschnitte die WaldschadencrsatzC nebst Tarif; endlich im IV. Abschnitte die B e -horde n und das B erf a hren in Forstsachen. Die Aufmerksamkeit, welche die Regierung der Forstkultur, dicscui hochwichtigen Zweige der Bolks-wirthschaft mitmiet, und der Fleih und Cifer, mit welchem daS Komitee diese fchwierige Arbeit durch-gefiihrt hat, vcrdient die dankbare Anerkennung aller VatcrlandSfreuude, und bleibt uns mtr zu wiln-scheu ubrig, datz an der Hand einer fortgefchrittciien Geseygebung und bei einer energischen Durchsuhrung der gesetzlichen Borschristen die sorstlichen Berhaltnisfe unseres Staates, und namentlich unseres Heimatlandcs baldigst einer Besserung entgegengehen, damit. wie dcr Motivenbencht tresfend bcmevft, dcr alle Gaue dcs LandeS durchtonende Hilferuf fur den Schutz der Wcildcr nicht die Stimme eines Rufenden in der Wustc bleibe. Reichsraths-Verhandlungen. Sitzung des Abgcordnetciihanses vom 27. April. Im Beginn der Sitzung werden die vom Herreil-hause beschlossenen Aenderungen an ben Nachtragskre-bitcn fltr das Jahr 1868 ohne Debatte genehmigt. Der Gesetzentwurf liber bic Besteiiernng be« Wein-unb Mostverbrauches in Borarlberg nub bent Filrsten-thume Lichtenstein wirb hierauf ebensalls ohne Debatte angenommen unb barans bet Gesetzentwurf, betrefseud ben Ausbau der Franz Josefs-Bahn, mit einer nnwe-sentlichen Mobtsikaliou nebst einer Resolution geneh-migt, in »etcher bie Regierung zur rechtzeitigen Bor-lage eines Gesetzes liber ben Ban der Sinic Bnbweis-Wessely ansgesorbert wirb. Letzter Gegenstanb ber Tagesordnung ist bie zweite Lesuna bes Wasserrechtsgeseizes. DaSselbe hatte sehr leicht mieder zu Meinungtz-verschiedenheilen bariiber slihren fmtncn, ob die Bor-lage ber Kompetcuz ber Reichsvertretung angehore, ober ob fie ber ber Laitbtagc iiberoiefeit tuerben tniisse. die ..Guienne," ein ultramontan-legitimistisches Organ von Bordeaux, urn cittcn Bcgriff von dent bodenlosen Aberglaubcn der BcvSikcruug jenev sud-westlichen Departcments zu geben : „BorigcS Jahr vcrheertc ein furchlbares Hagelwetter die Fcldcr und Wcinbergc dcr Umgegcnb von Blahc. Die Bancrn dcs Dorses Donnc;ac schrieben einsach ihrem Psarrer die Schuld dieses Unhe-ils zu. In der Gemeinde erzahlte man sich, dah Abb-' Season wahrend eines Gewittcrs auf den Wolken herumgewandclt sei und fortwahrcnd ctitcit grohcn Tops voll Wasfer gc-schiittelt Habe. Strnite er die Hand je nach dcr rechten oder linken Seite aits, so fittg es an rechts oder links zu hagcln. Und dicsc Dinge erzahlte ein Steuerbeamter, der als einer der ansgektartesten Kopfe dcs Dorses galt!" Diese Unwisfenhcit, sugt das geimnnte Blatt bei, bcutct man bet jeder Wahl aus, aber sreilich ttic znm Nachtheil ber offiziosen Kaudidaturen. Das „Sicclc" bemerkt zu dieser wuttdcrbaren Erzahlung: . . . . „ES gcniigt nicht, bah die Klerikalen setber ben klaglichen intellektuellen Zustand unserer Landbevolkernng konstatiren. Sie muhten in einer Zeit, in der man so wuthentbrannte Indetz war man berariige Difserenzen im Schotze der Kommissioit moglichst zu ebnen bctniiht; bie Bor-lage bietet auch tein vollstiindigcs Wasserrechlsgesetz, sonbern ttur gcwifsc, flit alle itu Reichsrathe vertrete-ttett Konigrciche unb Lander matzgebendc Bestimmun-gcn, und es erscheint der Gesetzentwurf als der aller-diitgs hochst fchwierige Verfuch, den richtigen Weg zwi-schen den Grenzett ber Kompetenz des Reichsralhes unb ber cinzclnen Lanblage zu fittben. Dieser Gesetzentwurf licgt also als ein sehr rebu-zirtes Resultat vieljahriger Bestrebnngen vor, er ist auf keinen Fall zn einer selbstanbigen Durchsuhrung, sonbern nur zu einer Icitenbcn Richtschnur fiir die Verfchiebencn Lanbesgesetzgebungen geeignct; die Bor-tagc ist vielmehr nichts als ber Ausdruck eines Kom-promisseS, ben die Mitglieder des Ansschnsses eingin-gcn, unb zwar iiber die rechtliche Eigenschast ber Ge-wasser, ilbcr offentLichc unb Privatgcwasscr unb dercn Bcnlitzung, iiber die fltr bas flietzenbe Wasser von mehrercit Seiteit bcansprnchtc Eigcnschaft eines offcnt-Uchcit GutcS, iiber baS Auffichts- unb Berleihungsrecht bcS Staates. Uebcr den Berlauf der Debatte ist nur beizu-fiigcn, das; die Polen an ihr eifrigen Atttheil nahmen und cittige Amenbements mit Hilfe bes Zentrums burchfetzteit. Beim Artikel 111, Paragraf (>, nahnt die DiSkussion grofje Diutenstonett an. Derselbe be-stimmt, batz Privatgewasser, welche nicht bcnothigt wer-ben, unb fiir andcrc nutzbringend verwendet tuerben fontten, ait diese gegeit aitgemessene Entschadignng zu itberlassen find. Baron Pratobevera bezeichnet diese Bestimmuug als etitcit „Eiitgriff in die Eigen-thnmsrechte des Privaten." Minister Graf Potočki crktart, mm § 6 ab-gelehnt wurdc, so ware damit der cigentliche Zwcck dcs Gcsctzcs vcrcitclt. Rcdncr bcrust sich auf das Wasscrrcchtsgcsctz anberer Lander, namentlich Baicrns unb ber Lombardci, wclchc dicsc Bestiutmmtg ebenfalls aufgeuDiuitten. § 6 ant'd bei ber Abstitnntuitg angenommen. Wegen vorgerlickter Stunbc wirb hierauf bie Sitzung gcschlosseit. diiichftc Sitzung Mittwoch. Das Schulgesetz in der Herrenhaus-kommission. Wie bcrcits geftcru eiwahnt, gchen den Wiener Slattern Andcutungen zu, denen zusolge daS Bolks-schulgcsetz iti der Herrcuhauskoinmission auf schwer zu brechenden Widersland slohcn biirfte. Es wirb nenerdings vcrfichcrt, datz ein Mitgtied deS AuS-fchuffcs den Antrag einbriiigen werde, das Bolks-schulgcsetz an die Regierung zuriickzulcitcn. In Rc-gierungSkrciscu ist man iiber die Stimmung liereits informirt und soli cinzclnen Abgeordnctcn von mab-gebender Seite bedeutet worden sein, die Regierung sei sest entschlossen, zuriickzutretcn, falls das Herren- Augriffe gegcn die von dem Dogma emanzipirte Wiffenschaft untcrnimmt, sclbst in sich gchen, und bic wirkUche Ursache eincS so betriibendcn Schau-spiels eingestehen. Wcr crzicht unserc Landleute? Der Priester Welches B»ch lesen sie, roc nit fie iiberhaupl lefen konnen? Den KatechiSmns. Wcr lehrt sic an Wundcr, an den Teufel, an Besessene glanbcn? Die katholifchc Tradition. Haben wohl, wir fragen jeden chrlichen Menschen, in der Schule der Herren Robin, Littr«', Franck, See, Vulpian re., in der fogenannten materialistischcu Schule, die Bewohner der Chareute und des Blahais gclernt, datz ein Mensch nach Belieben iiber die Elemente verfiigen, und datz cin gcistlichcr Hcxenmcistcr kraft cincs mit dem bofen Fcind abgcschlosscncn Bnndcs bald rechts, bald links hagcln lassen kann? . . . . Heute nun ist es der katholifchc KlcruS, dcr sich iiber die Dnmmheit und den Aberglaubeu des wackern Landvolks bcschwert. Er foll nur gctrost sein tni-n culpa sagen, benn er ist seit Jahrhuuderten desseit Fuhrer und einziger Lehrer." hanS daS Volksschulgesetz nicht im Grohen und Ganzen in ber Faffung des Abgeordnetcnhauses an-nehinen wiirdc. Auf Amcndirungcn, hcitzt es, sei das Ministerium geiieigt einzugchen, auf eine Ver-werfung nicht. Dem ..Wiener Tagblattc" wirb jedoch von anberer Seite niitgcthcilt, dah die Kommission deS HerrenhaufeS eben AngefichtS der gestclltcn Kabinets-srage benn boch bent Hcrrcnhause bie nnveraitdcrte Annahmc bes Schnlgesetzes euipfehlen biirfte. Der franzosische gesetzgebende Kiirper tDurde am 26. d. M. gcschlosscn, nachdem cr noch das auherordentliche Budget mit 226 gcgen 14 Stimmcn unb cineit Gesetzentwurf, der den alien Soldaten deS ersten KaiserreichS Pcnsiotint gewahrt, mit 218 gegett 6 Stimmen angenommen hatte. Dcr Prasident Schneider hielt zum Schluh eine Anrede an die Kammer, in welcher er derselben fiir ihre Untcrstiitzung, ihre Einsicht unb ihrc patnoti-fche Ergebcnhcit bankte. Die abgetaufcnc Session, nieint cr writer, wirb in unserer Geschichte hervor-ragcu. Wir sitib mit sicherem Schriltc in ber liberalen Ansiibnng unserer Jnstitutionen vorgefchritten, indent wir utifere Kontrole behauptet haben, ohne ben Gang ber bffentlichen Angelcgciihciten zn de-hindern uud indent wir ohne Unterlah die Initiative des Hcrrfchers in dcr Entwicklung unserer osfcnt-lichen Freihcitcn untcrstiitzcn. Unter einer Gewalt, die Ordnung und Sicherhcit beschiltztc, haben wir in Vlebereinftirninung mit ihr haltbarc unb bauernbe Fortschiitte zur moralischen unb niatericUcti Wohl-fahrt Frankreichs verwirklicht. Jch hoffe, bie nachfte Kammer wirb biefelbeti Pflichtgefiihlc gegen das Land unb Achtung unb Erkenntlichkeit gcgen ben Kaiser kiiudgebcn. Hierauf verliest der Prasident bas kaiferliche Dekret, womit bie Session bes gesetzge-benben Korpers gcschlosscn wirb. — Die Dcputir-ten gitigen unter ben Ruseu „ES lebe der Kaiser!" auseinander. Mit den Pensionsgcsctze hat die franzSsische Regierung jedensalls cin vortrcffliches Hilfsmittel bei dcm nunrnehr entbrennenden Wahlkampsc fur sich gcwonncn, aus dem sie — barubcr sind sclbst ihrc Gegner einig, als vollstandigc Sicgcrin her-vorgehen wirb. Die Regierung wendet den Wah-len begreiflicher Weife ihrc gauze Aufmerksamkeit zu unb aus dicscm Grundc wirb wohl auch bic bclgische Angelegenheit erst nach bcit Wahlen zur Eiitscheibnng gclangen. Politische Rundschau. Laibach, 29. April. Die gematzigte Littkc dcs ungarischcn Reichstags hat citicit Zuwachs an Parteigenos-sen crhalten, die aus dem Klub dcr autzersten Lin-ken geschiedeu sind. Wie ..Ellenor" ersahrt, sind biSher gcgen 34 Abgcardnctenwahlen Proteste cin-gclaufeu unb von ben 10 Wahlen dcs Pester Ko-mitatcs nicht roenigcr als vicr augcfochtcn. Dcm norbdeutschcu Rcichstage hat Graf Bismarck cine sclbst seincn allczcit Getrcucn inmngcnchrne Ucbcrraschuug bereitct. Er hat bemselben uamlich nicht nur cine B r a u n t w e i n ft e ue r v o r l a g e, fondcrn bei dieser Gelegenheit auch noch Dtitthei lung von einer ganzen Re the ncttec Steuerpro j ekte ntachcit lassen, als da sind: Pctrolcumstener,Gasstcuer,Wechsclstempclstcucr, Biir-fcitfteiter, unb, — was befonbers cmpfiudlich be-rilhrtc, — cine matzigc Bicrstcuer. Auf durch diese schone Bescherung bcgrciflicherweisc entstnndenc Sensation unb namentlich als cin Abgcordnctcr die Branntwcinstcucr als fiir die Landwirlhfchaft sehr tiachtheilig bezeichnetc, crffartc Graf Bismarck cin* fach: E r tibernehme die vollc Vcrautwortnng fiir die Borlage; die BundcsauSgaben miisscn bcstritten werden. Kennen Sie andcrc Icichterc Miltcl, so werden wir sie genie akzcptircn. Die „Augsb. Abdztg." erhalt aus Munchen fotgenbe anfcheinend offizio s c Mittheilung: „Die Regierungen miissen sich deni projektirten okurneni-schen Konzil gegeniiber vcranlatzt fehen, auch ihrer-seitS dafiir zu forgen, datz der Kampf her Hierarchic gegen ben modenien Staat, wclchen die Enziklika und der Sillabns zu heller Flamme ange-facht hat und der nun in Rom durch tin Dogma gewisiermahen geheiligt werdcn foil, nicht cine Gestalt annehme, wclche ben friedlichen modus vivendi zwischen Kirchc nnd Staat gefahrdcn und die wci-tere Existenz des letzteren fast unmoglich machen konnte. Es kamen uns auch schon da und dort Andeutungen zu, welche es nahe legten, datz zur Zeit zwischen mchreren StaatSregierungen Berhand-lungcn iiber gemeinsame Schritte schweben, welche zur Wahrung ihrer schwerdedrohteii Jnteresscn dem bkuineuischen Konzil gegeniiber dienen konnten. Wir freuen uns, hicuoit Mittheilnng machen zn fonnen, unb erwarten, datz die vollste Entschiedenheit und Festigkcit seitens der bedrohten Staatsregierungcn anfgcwcndct loirb, urn bcit zu weit gehenben Be-schliissen bed Konzils ein Paroli zu bieten." In ber italienischen D e putirten -lam me r ist das Gcsctz, welches die Wehr pf li ch t auch atif bie Geistlichen auSbehnt, in it 223 gegcn 25 Stimmcn augcnommcn wordcn. Die diesfdlli-gcn Tcbaltcn waren schr lcbhast. Der friihcre Kon-seilprasident, General Lamarmora sprach gegen daS Gesctz, Welches cr als ciiun Sift der Feindseligkeit flcgen Rom, als cine Art von Repressalicn bezeich-nete, — eine Auffassung, die insofern als berech-tigt erscheint, wenn man sich erinncrt, datz dieses Gesctz unmitlclbar nach den in Rom erfolgten Hin-richtungen von dem Ministerium eingedracht ward, t'amonnora machte insbesonbere noch gelteub, wie die Borbercitungen zum geistlichen Stande eine schlechte Borichule siir den Soldaten sei und datz umgetehvt sowohl der Garnisonsdienst, wie der cigentliche Kric>,Sdicnst cine schlechte BildungSschule fur deu angchenden Geistlichen sei. Die Minister stellken cs in Slbrebe, batz bas sraglichc Gcsetz gegen Rom gevichtet sei unb machten geltenb, datz cS sich hier tebiglid) um Dnrchsnhrnng dcs Prinzips ber aUgemeiucn Wchipfltcht handle. Die Lt'ajoritat, wie 9cfagt, pflidjtctc ben Ministcrn bei. Das Londoner katholische Wochenblatt „Wee-kly Register" weitz durch cinen Privatbries aus Rom, datz auf deni Btumenifchcn Konzil nur Einc politischc Fragc ervrtcrt werdcn roirb: bic des be-waffnelcn Fricbcns. Der Papst roirb sich Miihe geben, bie verschiebenen Nationcn Europas zur Ab-rustung ihrer gegcuroartigeu ungeheuren unb kost-spicligcu Hecrc unb Flotten. unb zn cincr schicbs-t'ichter(id)en Schlichtung ihrer Zwistigkeilen zu be-wegen. Den nichtkalholischcn Madjten, wic den katholisd)ci>, foil cs bringenb ans Herz getcgt wcr-den, ben Fricdeu nicht zn brtdjen, unb zn die-scin Behufe cine Garantie oder ein Bersprechen zu gebcn. Aus Petersburg roirb ber Mitthciluug auSwartiger Blatter iiber cine im Kttufc des Sommers beabfichtigte Reise des taiferiidjcn PaareS, nanientlid) aber die Radjridjt der „Patric" iiber cine im Sommer ftattftnbenbe Zusammenkuuft der Monardien von žDcfterrcid) unb Rutzlanb als vollstandig unbegvitnbet bezeichnet, ba ber Kaiser in bicfein Jahrc die russische Gienzc nicht liberschreitct. Nach ber Nicderkunft ber Prinzessin Dagmar in Zarskoc- Sclo begibt sich bie Kaiserin nach Jlinska bei MoSkan, roohin ber Kaiser [pater nachsolgen Kurd. In, Spatsommer reisr das faiferlid)e Paar nad) ber Krim Nach Bcrichtci, aus Petersburg ist bie Untersuchnng roegeii ber Studcntcn -Umtricbc noch "icht geschlossen; die Hanptschuldigen scheinen die Zvglingc ber medikv-chirurgischen Akadcmie zu sein; '"dessen sinb auch bereits 37 Universitats-Stuben-*en aus ber Zahl ber Stndirenden gestrichen wor-13 unter dcnselbcn habcn daS Recht vcrwiikt, ll,re Studien auf cincr russischen Unioerfitat fort-3ufetzcn unb zu den Staatspriifungen zugelasseu lu lucrbcii. Die Bemnhnngen ber nationalen Hcitz-IPorne, biefe klcinc Emcutc auf polnifchc Jntrigucn zuriickzufuhrcu, find bis jetzt crfolglos gebliebcu; von ben 37 Hanptschuldigen nntcr ben Univcrfi-tats-Studcntcn entstommen nur 5 ben littauischen Gonvernemciits, und selbst biefe scheinen nicht Polen zu scin. Festlichkeiten in Pest. Am 25. b. M. murbc in Pest die Enthiillung des Jofef-Monumeutes vor der Bevolkerung vorgenoni-men. Tausende von Menfdjcti hatten sich schon zeit-lich des Morgens auf dem Jofefsplatz versammclt, um das Andcnken an Ungarns popularsteu Patatin zu serern. Der Kaiser, bie Kaiserin, die in Pest an-roefenden Erzherzoge, der Minrstcrprasident Gras An-drassy, ber Primas nnd noch viclc aiibere Honoratio-xcn wohnten ber Zeremonie bei. Oberblirgermeistcr Garnpcrl hielt bie Festrebe. Hierauf fchritt Professor Halbig, ber Schiipfcr bes MonumenleS, selbst zum ©tanbbilb, um es zn enthllllen. Der Kolcsey'sche „Himnus" erklang, aber — bas Monument eiithullte sich nicht. Einc etwas pcinliche Szcne, schreibt ber ber „P. S.," folgte nun. Die Arbeiter hatten, ben Weisnngen zuwibcr, bic ubevcit Spangcn bes Mantels zu sest geschlossen, unb als ber Kunstler bie Schuur zog, rih biefe gerabe auf ber Hohe bes Sokels ad. Man war nun genuthigt, ben Mantel selbst zu stiffen, nm ihn hcrabzuzcrrcu, was jebod) erst nach manchcrlci Bcrsnchen mittelst eincr langeii Stauge unb cincr her-bcigcholtcn Vetter gclang. Die fatale Situation hattc jebeufalls and) ihre heitere Seite unb ein Thcil bes Publikums bcutete biefe wirklich in hunioristifdjem Sinnc aus, jebuch nur so lange bie Hiillc nicht gc-faUeit war. Als biefe enblich fiel unb bas gtanjenbe Erzbilb plotzlid) im vollen Sounenlichte baftanb, blitzenb im Strahle bes Tages unb vom Mittaigshimmel sid) cffekt-voll abhebeitb, trat tiefe Stillc ein, wclcher alsbalb ein Sturm von Eljens unb Beifallsrnfen folgte. Die Kunst feiertc ihren Triumf. Als bic kirchlichc Zcrc-ntoiiie voruber war, britcfteu beibc Majistateu bent Ktinstlcr ihre Zufriebenheit aus. Die Portratahnlich-feit bes Gesichtes ist cine frappantc unb wirb von alien, bic bent Bercwigten im i'eben nahe gestanben, schr gelobt; bent Kunstler ftanben als Borbtlbcr bie Tobtcninaskc bes Palatitts uitb ein iut Bcsitzc ber Tochtcr bcSsclben besinblid)cs, von Arnerling gemaltes Pcrtrdt zur Stierfiigung. Um zwei Uhr SJt'ad)mittagS hattc ber Knnstlcr Aubienz bei bent Kaiser, ber thin perfonltd) ben Orben ber eifentett Krone ubergab unb ihn in heiter scher-zenber Weife fitr bas kletne Mi£gefd)icf bei ber Enthullung trbftete. 9iad)rnittag8 spctstc Professor Halbig an ber Hoftasel unb Abends bilbeteit er unb Abbe Liszt bic tuustlerijdjeu Diittclpunkte in ber grotzen Soiree bes 9Jiiuisteiprdfibenten. Dicscr Ball roirb, fast konnte man fcujen, hiftcrifch benkmnrbig scin, beim man fah barin znut erften male roieber Honvcboffiziere unb — wie schr habeit bie Zeiten fid) ucrdnbert — Arm in Arm mit Offizicrcn bes Hccres. Fast fdntmt-lidjc Stabsofsizicrc ber Honvcbs, bonmtcv ber jllngst ernannte Obcrst, Unterftaatsfelietar HoUan, roavcit in ihrer tleibfamen Uniform crschieney. Ein befonbcrcs, Lustre verlieh biesem Abenbc aber and) nod) ber Unt-stanb, bajj ber tihef ber nngarischcn Regiernng bei biefer Gelegenhcit zum erften male bie gefrbnte Ko-nigin Ungarns in fcincn Appartcments bcgriltzcn konnte. Der Kaiser ttttb bie Kaiserin kainen um zehn Uhr nub bliebcit heiter konversirenb bis gegcn Mitternad)t. Zur Tagesgeschichte. — Die „Wie»er Ztg." ueroffcntlidjte am Dins-tag das Gesctz, betreffenb cinige Aenberungett in ben Titcln, Rangsverhaltnisfcn unb Bczligen bet Gcrichts-hofbeamten unb Dicner, fcrncr ein Gesctz, burd) welches cinige Bestimmungcn iiber bic Einhebung ber Berzehrnngssteucr bei Bier geaubert lucrbcit, unb sd)Uetzlidi cine Bcrorbnnng bes Justizministers iiber bie Erridjtung cities Bezirkgerid)tcs zn Rokitnitz in Bohmcn. — Die von Wien gebiirttgc Katharina K b r n e r, Gattin elites in Tcrnitz bei Wilhelrnsbnrg bebienstetett Fabriksansschcrs, rourbe vorslosscncn Sarnstag von B i c r I i it g e n, zwei Knabett unb zwei Mddchen, g(iidlid) cntbnnben. Der „sreubenvolle" Gatte raciibete sich telcgrafifch an ben Kaiser mit ber Bitte, Pathen-stelle bei seinen Kinbern zu uertreten. Der Kaiser gcnehmigtc bie SBitf, beanftragte bcit Grafen Belle-garbe, feitte ©telle zu uertreten, unb lietz bent nun wirklich gliidlid)ett Bater als Patliengefdjenf 100 Stuck Dukatcn Ilberfenbcn. Mutter unb Kinder befittbeu sich bis jetzt im beften Wohlfein. — Lieutenant .(i .... r bes 11. Artillcrie-Regimeutes roar mit ber lSjahrigen Tochtcr cincs rcichcn auf ber Lanbstratzc roohnhaftett Blirgcrs verlobt unb war ihtn eine Mitgift von 20.000 Gulden ge-fichert. Da ber Bater bes Mdbchcns auch bic Kan-tioit von 12.000 Gnlben bei ber Militdrbchbrbe be-reits beponirt hatte, so stanb ber Bcrbinbting nichts tuehr entgegen. Die Bewilltguug war von bem Neichskriegsministerium bercits ertheilt unb felite bas bctreffeube Dekret cben ansgefcrtigt roerben, als Plotzlid) beim Aubitoriate bie Melbitng gemacht rourbe, batz auch Lieutenant K. an ber Defraudation im Arfenale betheiligt geroefcn sei. In Folgc beffett ronrbc ber benuuzirtc Lieutenant in Uutcrsuchung ge- zogen, ba sich seine Mitfchnlb leiber herausftettte, taffirt unb ba er nod) nicht zwolf Jahrc gebient hatte, nach eincr j ting ft erfloffenen Berorbnnug zum Gcmci- nen begrabirt. Er richtete nun an fcine Brant ein Schreiben, tvoriti er ihr scin Loos mittheiltc unb fie aufforbcrte, bie erlegte Kantion roieber zu beheben. Hieinit roar and) bas Vcrhaltnih beenbet. So er-zahlt eine Wiener Lokal-Korrcfponbcnz. — Am Moiitog erfolgte in Triest bie Beci-bigung bes iieuett ©tabtrathes. Der ©tatthalterciletter Felbmarfchalllieuteuaut Btoring betonte in eincr Att-fprachc das ©elfgovcritnteitt, die Wahrung ber crrun-geitctt Frciheit gegen Mitzbrauch, unb die praftifche unb patriotifche Bchonblmtg ber bffcntlichen Angele-genheiten, bic zugleich bfterrcidjifchc find. Znm Podesta rourbe Abvokat Angeli, zum erften Bizeprasibenten Hermei, znm zroeiten Bizeprasibenten Abvokat Pitteri gcroiihlt. — Das „Giornale bi Udine" oerbffentlicht einen bemerfensroerthen Artikel liber bie ungemeitt starke unb intmcr zuttehmcube Emigration ans Frianl, roelche den Prdfcften Fasciotti vcraulatzt hat, ein eigcnes Zirkuldr an bic Unterbehbrbeti zu richten, bamit fie berfelbcn ntbgltchst stenent. Im genanutcn Blattc roirb nun anseinaubcrgcfctzt, batz feit 1866 gar nid)ts gefchehen, sei, um ben Wohlstattb ber Provinz zu heben. Die Pontcbabahn z. B. sei in Florcitz nie gchorig be-griffen unb geroiirbigt roorben, bie Kattalifintng bes Lebra set ein frontmer Wttitsch gebliebett, von Befe-ftiguugsarbeiteit an ber Grcnzc sei feitte Rebe, unb von a iibcren; bffcntlichen Arbeiten fcicn fo gut roic fcine unternommen roorben. Unter foldjeu Uuistanbeit unb bei bem intmer uichr zttnehiiienben Bcrfallc bes Lanbcs bleibc ebeh uid)ts iibrig, als bic Ausroanberung, unb zroctr bie Ausroauberuug nnd) Ocsterrcid), beffett incut eittst nicht mchr zu benbthigcn glaubte, bei beffett zahlrcid)en unb grohartigcn Untcniehmmtgcit matt aber jetzt das Broi fiubc, welches im Bctterlaitbe mangle. Einen ahnlichen Ton stimuli eine Korrefpondcnz der „Perfeceranza" cuts Udine an, woritt cs ant ©chluffe heijjt: „Jenfcits der Greuze werdcn Jtalien unb feitte Regiernng nach bent beurtheilt, roas man fie in biefem Lanbe thun ober laffeit obcr zcrstorcu ficht, wo bic 9iation roenigftens fo aitftretcu folltc, roie bic Defter rcicher bics in Tricst unb Gorz zn thun ftrcben." — Am 10. b. M. ging ein Paar armcr (She-leute NamcnS Pohl, ans der Ortfchaft Hemmehtibl in : bas zur Domdne HaittSpach gchiirige Stcrubcrgcr ; Walbrcvicr, nut stir ben Hattsbcbarf etwas Klanbholz zu hvlcn. Als sic ihre Korbc mit fleiitctt Holzabfdl-^ lett gefiiUt hatten, giug ber Mann feittem Weibe cine ■ kurze Strecke voraus, in ber Richtuug nach seiner Woh-i umtg zn. Balb aber horte er einen Hilferus von fei-: nettt Weibe. Der Bkautt eilte zurlick unb fah, roie i ein Ancrhahn fein Wctb, bas ein rothes Kopstnch trug, attafirte unb mit feiiten Fliigcln fchlrtg. Um seinem Weibe Hilfe zu verschaffeu, motite der Mann den Auerhahn mit dnem Baurnaste verscheuchen, atleiit der Auerhahn schenle sich nicht, einen Karnpf auch mit dem Manne anfzunchmen, flog ihni einigemale auf den Kopf nnd schlug ebenfalls mit seinen Flngeln, so dah der Mann in der Nothwehr den starken nnd teden Vogel beint Kragen pacfte, sich auf ihn wars, demselben mit seinem Taschenmesser den Hals dnrch-schnitt nnd ihm auf diese Weise den GarauS machte. Diefer Vorfall ist itnr dadurch erklarlich, dah gerade zu diefer Zeit die Balzzeit beittt Auerwilde ciuge-treteii ist. — (Sinem vom k. k. Konfnlatsverwefer in Bangkok erstatteten Berichte ist zu entnehmen, dah daselbst alle Vorbereitungen fiir den Empfang der Schiffe der ostasiatischen Expedition getrossen siitb, nnd dieser allem Anscheine nach cin hochst sreundlicher sein wird, nach-dem die Bemuhnngen unseres Vertreters ant siamesi-scheu Hofe auch durch die besreundeteu Machte England uitd Frankreich warmstens unterstiitzt wnrden. Die Regientug ven Siam wird dem k. k. Gesandten sosort nach seiner Anknnft cin oder zwei Dampfer znr Verfiigung stelleu, welche ihn sanunt seiner Suite nach Bangkok bringen mcrbcit, da die k. k. Kriegsschiffe roegen der ant Ansflussc dcS Menam River befindli-chen Sandbank ati s der iinhcreit 9ihebe, in einer Ent-feritung tion ungefahr 30 eitglischen Meilen von der Stadt, Anker fafsett ntilffcn. Auherdem halt die siaiue-sische Regiernng cin ueues Gebaude zur Disposition unseres Gesandtcn, nnd ist Uberhaupt jednivgliche Bor-sorge getrossen, um den Zweck der Expedition zn fordern. — Die „Patrie" erflart, dah von a ((cit Reifepro-jetteii, die man der K a is erin E n g e ni e zufchreibc, nnr bas eines Ansslnges nach Suez zur Erossnung bes grohen Kanals im nachsten Jahre auf thatfachli-chen Grttudlageu benthe. montage enblich foll auch die Umgebung von Laibach mit einent Tabor begliickt tverben. Der Berfammlungsort ist bie Hutweibe bei Wischmarje ttachst St. Beit. Die Vorbereitungen hiezu werdeu vom Semite ..Slovenija" getrosfen. — (B c i m P etr a n in V eld es,) miter luclchem Namen der bortige Gasthof zititt Erzhcrzog Sigismund ivohl ant befanntesten ist, werdeu die Fremdeu im Laufe des kommenden Sommers leiber feiite Unterfnnft titehr finbcit. Uns luivto nantlich berichtet, dah die Besitzerin das ganze Haus an einent in dcr Gegend von Beldes ivohlbekannlcit reicheit Russen, der fchoit frither einmal dort citteit Itingemt Anfenthalt geitommett hatte, vermiethct Habe. Die zahlreicheu Berehrer der fchvneu Lage und der gnten Kiiche bes Gasthofcs beint Petran merbett bieses Arrangement, wenn es sich wirkltch bestčitigt, gewih bebauent. Ans bciit Gcrichtssaalc. Vom k. k. Kreisgerichte R n d o l s s w e r t h wnrden ant 15., 17., 22. nnd 24 . April 26 Personen verurthellt, nnd ztvar 5 wegen osfeutlicher Gewaltthcitigkeit, 1 lucgen Veruntreuung, 11 wegen schwcrer korperlicher Bescha-digtmg, 1 wegen Todtschlag, K wegen Diebstahl, eiite Vcrhandlnng wurde vertagt. Itn 9J iona te April wnrden 32 Schlnhverhandlungen abgehalten. —■ Schln h »erh a ttb t u n g ett: Ant 1. Mai.: Franz Pauli ttitb 15 Gettossen, ofsentliche Gewaltthcitigkeit. Ant 5. Mai.: Anton Perko, ofsentliche Gewaltthcitigkeit und Diebstahl; Franz Pirz, Vergehcu gegen bie Sicherheit bes Lebetts; Anton Pnrsch, Diebstahl. Lokal- unb Promiizial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Serenabe.) Hente Abenbs bringt bie Garnison bem scheibenben General Berman einc Serenade. — (Die E inladnnge n zn m Tabor in j K r a i n) lmtrben in Agrarn nach einent Telegramu,e' der „N. F. P." polizetlich entfmtt. — (Der h c n r i g e M a i - A n sfln g bes L a i b a ch e r T n r n v e r'e i ns) tvirb, roie mir horen, ant 23. Mai stattsinben unb ist sotgenb projektirt: Fruh mit bem gernischten Zuge itnch Laafe, vvu bort auf ben Jantfchberg, bann liber Salloch znruck nach Jofefsthal, in bessen herrtichem Parke bas Mittagntahl eingenom-men wurde. Am Nachmittag biirsten sich auf biesem, freunbtichen Platze noch uiele attbere Gciste einsinben,! umsontehr, da eine Anzahl bon bett Turnem srennb-1 lich gesinnten Daniett deuselbett bei dieser Gelegenheit ^ eine freubige Uebemfchitng zngebacht habett soll. Im | Lanse bes Sommers wirb banu noch cin Ansslng stattsinben nach Zwischenwassern liber ben Grohkahlenberg, e in britter Nachmittagsansslug nach einent in ber Nahe getegeneu Puukte unb enblich im Spatsvtnmer etn grbherer Ansslug per Eisenbahn. Auch bie Schiller bes Vereius roerben int Lanse ber Sommersaison meh-tere Aussllige miter Seituug bes Lehrers unternehmen. — (Ein slovenischer Tabor) wurde zu Biljana an ber gorzisch-italienischen Greuze abgehalten. Die bersammelte Bolksmenge belief sich auf beilciufig 5- bis 6000 Seelen. Die gefahteu Refolutioncu sinb mit beiteit ber sriiheren Tabors ibeittisch, auherbeut wirb ber Regiernng bie Durchflthrung ber Prebilbahn auempfohlen. Znr Berlefuug gelaugte unter verschie- ^ beneu cingelaufenen Telegrantmen auch eitt Schreiben bes Dr. Bleiweis. Der nachste Tabor ist ant (iiitf-! tigen Somttag in Vichtenroatb in Untersteierntarf, nach bem Sorte bes Aufrnfes tverben bie Slovenen daselbst sich bespechen liber bie alien heiligen Rechte, bie jeber Nation zustchcu, von denen auch'die Slovenen Besitz ergreifen miisien. Unter ben Resolutiouspunkten ist auch bie Grunbuitg einer Ackerbauschule sUr bie Bezirke Rann, Lichtenwalb unb Drachenburg, serner ber Ban ber Savebrlicke bei Lichtenwald angefUhrt. Ant Psiugst- Witternng. Laibach, 29. April. Milde, roarnie SBitterung anftatteuti. Rnhige Luft. Hau-fenroolten ouS Nord zichend. Warine: Morgeus ti Uhr + ti.7", Nachm 2 Uhr + 19.6" (18(18 + 15.0", 1867 4- 16.0"). Barometer: 325.43"', int fatten. Das geftrige Tagesmittet der Waruie + 10.5°, um 1.3" itber fcent sJiormatc. Angckommene Fremde. jim 28. April. Slaitt H'len. Erlich und Rosenberg, ičaufti., Wien. — Parih, Haiidelsm., GSttenih. - Pertz »nd Handler, Haudelsli., Moravitz. — Ruppe, Handelslt., Linz. — Trainpnsch, Jaklilsch und Riithel, Handelslt., Gottschee. - -Hofmanu, Private, A gram. — Zanger, Private, Padova. Elefant. Skerjanz, Sagor. — Dentjch, Holzhandler, Ofen. — Milian, Schultehrer, St. Helena. — Berger, Handelsni., Olonitz. — Seeder, Kausm., Ktagenfnrt. — jtovcičič, Grotzhandler, Triest. — Cofterrcidjcr, Kaufm., Pest. — Kreupner, k. k. Hauptin., Griine nnd Fritze, k. k. Oberlis., Dalrnatien. — Konski, Rath, Lippe. — Lainuik, Kansin., Warasdin.________________________________________ Laas. — 1. Feilb., Fortun'sche Real., Hrovacjigrad, 135 fl., BG. Tschernembt. (SrlcSifliitifleu : Scheidhaus-Aussehersstelle bet der Bergdirektion Jdria, nionattich 22 fl. 81l/, fr. (25 fl. 9", kr.) Binnen drei Wochen bei dcr Bergdirektion Jdria. Marktliericht. Kraiuburg, 26. April. Auf dem heutigen Markte stud erschienen: 98 Wagcn mit Getreide, 24 Wagen mil Hotz, 86 Stilck Schweine von 12 bis 20 kr., 326 Silick Hornvieh und ti Wagen mit Speck. Viirchschnitlsprcise. Weizcn pr. Metzen Koru „ Gerste „ Haser „ Halbfrucht „ Heideu „ Hirse „ jiukurutz „ Erdapsel „ Linstu „ Erbsen „ Fisolen Riudsjchmalz pr. Pfd. Schweineschnialz „ Speck, frisch, Speck, geranchert, „ fl. kr. fl. kr. 4 00 Butler pr. Pfund . — 3f 3 — Eier pr. Sttick — 1 — Mi,d) pr. Mah . — 10 2 50 Rindfleisch pr. Pfd. — 20 — — Kalbfleisdi „ — 22 2 44 Schweiuefleisch „ — 21 ,2 4' * Schirpsenfleisch „ — — 3 — Hahudel pr. Siiick . — 25 1 20 Tauben „ — 12 — Hen pr. Centner . Stroh „ — — — — — 3 52 Holz, bartes, pr. Klst. 5 50 51 — rocidjcS, „ 3 40 38 Sein, rother, pr. 31 Eimer .... 5 70 40 — weiher . . . — — Telegramme. Wien, 28. April. Die „Wiener Zeitnng" veroffeiitlicht cine Vcrordnuitg dcS Gcfainmtininiste-riumes vom 28. April, wodurch fiir Prag und dic Gebiete der Bczirkshauptmaititfchaftcn Srni chore unb Karolinenthal dic fcit bem 10. Oktober 1868 getroffenen A n s n a h m S v c rf ii g u n g e n in Folgc eines vom Kaiser genchmigtcn BeschlusscS des Gcsammtministeriums q u f g c h o b e n reerben. Ich beehre mich, die elegante Dainemvelt bei nteiitcr soeben erfolcjteu Riicffimft ans Wien zimi Besuche mciiter Wichtig fiir Damen! id), die elegante Da ' ' ickknnst anS Wien z lantrit- hoflichst eiiizuladen. Alles, was in Damen-, Miidchen-Herren- und KunbcustrohhNtcit, Tanten - Palrtots, 5nrfcit, die Mode nnd feiner Geschrnack in Wieu erfonnen, ist in reicher Answahl bei mir zn sehen. In der lleberzengung, datz alles Gesehene sich selbst am besten empfehlen wird, erspare ich jede mcitere Anpreisung. Zur mcitcrcn Keuntnih. In Folge inehrsacher Anfragen erlmibe ich mir deni verehrten p. t. Publikum initzutheilen, datz ich mir ti« Geschaft, »ud z war niti KundschiiftSplatzc 9Zr. 'ZZ'1 besitze. Das Geschaft des Herru Josef 'Hii9cv senior in Dev Tternnllcc steht mit deni meinen in L,»I Uvitier nnd wird ausschlietzlich unter seiner Firma »nd ans seine Rechiiung belriebeii. (94—2) A. J. Fischer. Backerei Croffnung. Ant 27. April ervfsne id' meiiie Biickerci a»f dem H«nptpl»t;e Nr. 1) neben der Karinger'schen Handlung, von welcheni Tage taglidi Dvfi »tal frischkS tocbatf, edit, slichiischcs tioritbvot, ->as Laib oder die Strntzen zu 5, 10, 20 kr., Biitterstrntzcn, N »k- nnd Zuckel-Kipscln, italienisches Zibcben- »nd.Sloviictciibrot, bann fnfche LrmmclbrSfelit nnd frisdie Wiener Pretzaerm z» haben sein wird. Auch wird taglich von 7 bid 9 Uhr sriih HatlS-brot z urn AnSbacken angenotnmcn. Zu zahlreichem Znsprnch empfiehlt sich Johann PlUllittschck, (97—2) Bacfermeifter. Wiener Biirse vom 28. April. Btaatsfonds. Spere, osterr. Wahr. Gedenktafel uber die am 1. Mai 1869 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb., Strumbel'sche Real., TorniZel, 2907 fl. 41 fr., BG. Laibach. — 1. Feilb., Krijman'sche Real, Nekt.-Nr. 456 ad Gut Sonuegg, 1440 fl. 40 kr., BG. Laibad). — 2. Feilb., Heiratsgut, Mar. Janlovii, Brezovic, BG. Laibach. — 1. Feilb. der auf der Real. des Martin Javernili Urb.-Nr 45 ad Gut Sitlich fiir Anton Javernili hastenden Forderuug per 400 fl. CM,, BG. Laibach. — 2. Feilb., Javernik'sche Real, ad Gut Weixelbach, 370 fl. und 2270 fl., BG. Laibach. — 3. Feilb., Kocevar'sche Real., Lase am See, BG. Weld Ware 57.40 57.60 bto. ti. 3. 1866 . - 62.50 62.70 bto. Rente, ost. Pap. 61.10 61.20 bto. bto. ost.inSilb. 68.90 69.— Lose von 1854 . . . 89.50 90. Lo e von i860, ganze 98.40 98.60 Lose von i860, Fitnft. loo.— 100.50 120.20 120.40 I 90.—, 91.— 86.— 94.— 85!.— 82.50 82.50! — 74.50 75.— | 722.-172:;.— 279.— 279.20 Pramiensch. v. 1864 Grundentl.-Obl. Steiermark zn5 pCt. Karnten. ^tatn u. Kiistenlanb 5 „ Uiigam . . zu5 * Kroat.u. Slav. 5 „ Siebenbitrg. „ 5 * Action. Nationalbank . . tšrcbitanftalt . . N. o. EScompte-Ges. 825.— 830.— Anglo-osterr. Bank . 317.— 317.6V Oest. Bobencreb.-A. . 282.— 290.— Deft Hyvoth.-Bank . 100.— 105.— ©teier. E«icompt.-Bk. 232 — 234.— Kais. Ferb.-Norbb. J 2335 2340 Siibbahn-Oesellsch. . 231.80 232.— Kais.Elisabetb-Bahn. 185.25 )85.75 Carl-Lubwig-Bahn 216.50 ^17. Siebend. Eisenbahn .161.—(iGl-oO Kais. Franz-Iosessb. Fiinsk.-Barcser E.-B Alsolb-Fium. Bahn Pfandbrlefe. j Nation. o.W.verloSb.l 94.75' Ung. Bob.-Crebitanst. ^l-A «llg.°fi.B°d.-Cr-dU. I08.-loa.50 dii. tit 333. cildj. .1 90.-1 90.O0 Geld Ware Oest. Htzpolh.-Banl. 98.50 99.— Prlorltats-Obllg.: @itbb.=®e(. ju500gt. m.25 m.i5 bto. Son« 6 pCt. i3b.— 237.— Nordb. (loo fl. CM.) »2.— »3.— Sieb.-B.i200fl.o.W.) 87.75 88.25 !)!ubclf6b.(300n.D.Sm.) 88.50 89.— $ranj=3o|. (200 jt.6.)j 90.75 91.— Lobo. (Srcbit 100 fl. o. W. . 161.50 162.— Don.-Da»>vs!ch.-Gef. ju 100 fl. EM. . . Triester 100 fl. CM. . bto. 50 fl. . Ofenet . 40 fl. o.W. S aim . „ 10 „ PalffY . „ 40 „ Clary . n 40 * @t.@cnoie„ 40 » 'Vinbifchgra, 20 Walbstem , 178.75 179.25 . 185 00 186 — 162.25 162.75 95.25 92. 20 „ Rubolfsjiist. 100.W. Weohsel (3 9Kon.) AugSb. lOOff.fiibb.XB. Franks. 100 fi. „ „ London 10 P s. ©teti. PariS 100 FrancS . Mtinzen. Kais. Miinz-Ducaten. 20-FrancSstiick. . . BereinSthaler . . . Silber................. 97.— I 120.— 57.— 37.50 42.50 35.— 37.50 33.75 22.50 24.50 16.25 15.— 97.50 121.— 58.- 38.50 43.— 101.— 101.20 121.60 48.45 5.73 9.75 1.78» 119.25 34.— 23.— 25.50 16.75 15.50 101.25 101.40 121.75 48.50 5.75 9.76 1.78 119.75 Tclegraphischer Wechselkours Bom 29. April. 5peti. Rente osterr. Papier 61.50. — bperz. Rente Bderr. Silber 69 40. — 1860er Staatsanlehen 99.70. — Bankakiien 723. — Kreditaktien 285.60. — London 122.3.j. — Silber 120.—. — K. k. Dnkaten 5.77. Berlrger und flit die Redaktion verauiworllich: Otto mar Bamberg. Drnck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach.