PcLsmnlrütiSllr - Krnfc: Für Laidach Ganziahrig . . . 6 N. — lr. Halbjährig . . . S „ — , Bierceljährig. . . 1 , SV , Monatlich . . . — „ St> , Mit der Post: BanziShrig . . . g k. — kr Halbjährig , . . 4 „ so , VisrreljLhrig. . . s „ 25 , F8- Zußellung ins HauS visrrel-ikvli,; LS kr.. msnatlich 8 kr. Laibachs Sinzeine Nummern s kr. LeLakIioa BabnhofgaNe Nr. lSü Lr-edition und Zvicr-Iei! Surkliv: Aongreßplatz Nr,SI (Buchh vvn I. v. Ztkeii^ucat.r L F.B Zuscrtiou^-kkiski Für die einspaltige Petit sei zweimaliger Einschalin dreimal L 7 kr. InserticnSftewpel iedelinal 'r Bei größeren gnleraten und öster-l Einschaltung entsprechender Rabatt ^skr Anomme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 248. Montag, 31. Oktober. Morgen: Aller Heiligen. Mittwoch: Aller Seelen. 1870. Des Allerheilistentaffes wegen erscheint die nächste Nummer am Mittwoch. Die Kapitulation von Metz. Gewisse Leute schreien jetzt nach dem Falle von Metz Verrath, sie behaupten, Bazaiue hätte verrätherisch gehandelt und die Kapitulation vom 27. Oktober wäre eine zwischen ihm uud Bismarck abgekartete Sache gewesen. So lange keine unzweifelhaften Doknmeute erbracht werden, bemerkt dazu die „Pr.," ist man zu einem solchen Urtheil nicht berechtigt. Nach den drei furchtbaren Schlachten vom 14., 16. und 18. August wurde Bazaiue iu die Vcrschauzuugen von Metz hineiugeworfen. Seine Armee hatte sich heroisch geschlagen und 40.000 Mann an Todten, Verwundeten und Gefangenen eingebüßt. Der Marschall hoffte auf nahen Entsatz, die Schlachten vom letzten Angnft und l. September-Haben das bewiesen; Bazaiue versuchte den Durchbruch in der Voraussetzung, daß Mac Mahon auf seinem unglückselige» Zug gegen Thionville Vortheile errungen habe. Am 3. September war die Aktion vorüber; die Armee Bazaine'ö war zurück-geworsen nnd die Reserve-Armee Mac Mahons kriegögefangen. Die Lage Bazaiue'S wurde immer verzweifelter; die Zeruiruugs-Methode dc^ Deutschen erwies sich als vollendet. Hatte Bazaine seine Situation begriffen, so wäre er nach der Kapitulatiou Napoleons nicht bis znm l4. September muffig iu Metz liegen geblieben, sondern bedacht gewesen, die feindlichen Zcrnirungö-Vorbcrcituugeu zu stören und mit aller Kraft Tag für Tag Durchbrnchsversuche zu uuteruehmeu. Das hat Bazaiue unterlassen uud dariu liegt ein Fehler, der die Kapitulation vom 27. Oktober mitverschuldet hat. Er hatte bei dem Mangel an Proviant keine Zeit znm Znwarten. Je länger dieser Zustand audauerte, desto hoffnungsloser wurde die Lage der Eingefchlofseneu. Die Deutsche» verstärkte» täglich ihre Positionen, während die Widerstandskraft der Franzose» in demselben Verhältnisse abnahm. Der Mangel an Proviant zwang Bazaine, seine Artilleriepferde schlachten zu lassen, während die Kavallerie sehr zu Schaden kam in Folge nnzuläuglichen Futters. Die Erbitterung unter de» Franzosen »ahm bei den Oktober-Ausfällen sichtlich zu, dagegen begriffen die Deutschen die Größe ihrer Aufgabe und parirten die Angriffe mit seltener Bravour. Unter derartigen unglücklichen Operationen verstrich die Zeit, bis endlich der Hunger die Kapitulation herbeisührte. Das ist die Nächstliegende Veranlassung; doch auch andere Umstände brachten die unglückliche „Rheinarmee" zum Fall. Schon in den erste» Woche» war die Fcldartillerk aus die Hälfte zusammengeschmolzen, ebenso das Fuhrwesen im allgemeinen, weil die Pferde geschlachtet wurden. Die Reiterei, ebenfalls 20- -25.000 Mann, halte Pferde, die den Mann nicht mehr tragen konnten. Wie hätte Bazaine selbst nach einem gelungenen Durchbruch weiter operiren sollen? Man denke eine ausgehungerte Armee auf dem Marsche durch vollständig ausgesogene Gegenden und einen übermächti-gcn Feind auf der Ferse, ohne genügende Artillerie, ohne '».'citcrei und ohne Munitions- und Proviant-kolounen. Jeder Tag hätte neue Niederlagen und der Hunger schließlich die vollständige Auflösung der Armee, d. H. ihrer jammervollen Trümmer herbeigeführt. So lagen die lhatsächlichen Verhältnisse die nicht bezweifelt werden können; die Noth und die Bravour der Truppen sind genügend konstatirt. Der Ausgleich mit Galizien. Der böhmisch-polnische Feldzug der Regierung welcher i» Böhmen bis jetzt nur Niederlage» aus-zuweife» hat, soll in Galizien eine» Erfolg erzielt habe», der Ausgleich mit Galizien soll nämlich so gut wie fertig sein. Auch die polnischen Journale stellen den Ausgleich als positiv auf; nach denselben war der Ausgleich das Resultat der letzten Urlaubsreife des Ministerpräsidenten. In Lancut versammelte Graf Potocki die Politischen Führer der Polen um sich und vereinbarte mit ihnen ein Ausgleichsprogramm. Nach demselben erklärte sich das Ministerium bereit, die galizischc Resolution, mit Ausnahme der Punkte 4 und 8 (welche die vollständige Selbständigkeit Polens und eine eigene verantwortliche Landesregierung verlangen) als Regierungsvorlage vor den ReichSroth zu bringen und deren Annahme mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zu unterstützen. Weiters soll noch vor Eröffnung des ReichsrathcS ein Minister für Galizien ernannt und der galizischc Statthalterposten mit einem Polen besetzt werden. Für ersteren soll Gro-cholski, sür letzten, Graf Heinrich Wodzicki in Aussicht genommen sein. Andererseits sollen sich die Polen verpflichtet haben, die Delegationswahlen vorzunehmen und überhaupt das Ministerium im Reichsrathe zu unterstützen; auch soll der Herr Minister bei dieser Gelegenheit sich sehr bitter über die halsstarrigen Ezechen geäußert haben. Bezeichnend ist die weitere Mitteilung, daß Graf Potocki alle Schuld dieses Mißlingens auf feinen Kollegen Petrino gewälzt haben soll und auf denselben sehr schlecht zu sprechen gewesen sei. — Wie man berichtet, dauern die Unterhandlungen mit polnischen Notabilitäten wegen Ernennung eines Ministers für Galizien fort. Jedoch ist nicht Graf Heinrich, sondern Ludwig Wodzicki, der für einen weniger starren Aristokraten gilt, derjenige, auf welchen sich das Augenmerk des Grafen Potocki dabei zunächst richtet. Auch die Anwesenheit des Ritters GrocholSki in Wien bringt man mit diesen Verhandlungen in Verbindung. Jeuilleton. Zwischen deu Gräbern. -rt- Ich will Dir's, lieber Leser, uur gestehen, der Anblick der mit frischen und künstlichen Blumen, mit Lichtern und Lampe» verzierten Grabhügel , zwischen welchen sich eine buute Menge in Feiertagskleidern drängt und stößt, verstimmt mich. Man begegnet da so vielen Leuten, die nur aus Lebensart gegen die Todten ihren Miene» einen schwermülhige» Ausdruck geben. Andere tragen eine stumpfsinnige Gleichgiltigkeit zur Schau, als hätten sie keine Ahnung davon, daß sie selbst dem große» Dränger Tod nur mehr ein paar Kopflängen voraus sind. Wieder andere erinnern durch die zynische Heiterkeit ihres Wesens an Leopardi's herben Ausspruch: „Stets wird betrübt der Edle sein und heiter Nur der Schuft und der Gemeine." Das Gewühl des regen Lebens inmitten der stummen Gräber, dieser grelle Kontrast zur stillen Majestät des Todes, verwirrt und beängstigt das Gemüth. Geradezu empörend ist aber die alljährlich wie-derkehrende Entweihung der Gräber durch daö Glo-rifizireu nationaler Verirrungen und das Anrufen Politischer Leidenschaften. Man kann nicht laut genug dagegen protestiren, wenn jene fanatischen Hetzer, deren Mund so oft vom Honigseim der Christenliebe überfließt, das Gezänkc der Parteien auf das neutrale Gebiet des Todes übertragen und das Andenken der Verstorbenen zu Agitationszwecken herauf-beschwören. Ach, diese zu unfern Füßen eingebetteten Schläfer kümmern sich nicht mehr um die Ovationen thörichter Schwärmer. Sie alle, die sich im Leben fremd, vielleicht feindselig gegenüberstanden, ruhe« nun in Eintracht neben einander und die Asche des verbissenen Nationalen vermengt sich ohne Widerstreben mit dem Staub der fremden Ferse. Gleichberechtigung der Verwesung ist das Grundgesetz im Reiche der Todten. Nur auf dem Friedhofe gelangt die Weltbürgerschaft der Menschheit zur praktischen Geltung. Wir Lebende schreiten indeß fort auf dem Pfade der Mittelmäßigkeit und der bleichen Sorge, immer reizloser dünken uns in der Flucht der Jahre die Zielpunkte des Ehrgeizes, immer kläglicher die Resultate unserer Mühen, bis wir endlich als letzten LebenSpreiS die behagliche Ruhe finden, die selbst nur der Uebergang ist zur ewigen. Gleichwohl gibt eö nichts unbedeutendes im Menschenleben. Mögen auch die meisten Eindrücke, die wir empfangen, mit der Zeit unserm Bewußtsein entschwinden, sie haben doch alle mehr oder minder beigetragen, unserm Seelenleben eine bestimmte Richtung, ein eigenartiges, unverlöschliches Gepräge zu geben. Und so, wie wir des Morgens beim Erwachen uns nur selten an die Gebilde unserer Träume erinnern, sondern gewöhnlich nur einen schwachen Eindruck davon bewahren, der, ohne sich zum klaren Bewußtsein zu erheben, nur zuweilen dämmernd in uns erwacht — ebenso mag auch nach dem Tode die Spur und Nachwirkung unseres gegenwärtigen Lebens gleich einer träumerischen Ahnung in unserer Seele fortdämmern und ihre befruchtenden Reflexe auf unser künftiges Leben werfen. — Gewiß, es gibt nichts Unbedeutendes im Menschenleben und das allgemein Bedeutende kann nicht verloren gehen. Alles Schöne und Wahre, vom Vom Kriege. Die Kapitulation von Metz übersteigt in ihrer Größe und Bedeutung bei weitem die Ka-tastrofe von Sedan. Das stärkste Bollwerk der Franzosen, eine bisher noch nie bezwungene Festung, ist mit ungeheuerem Material in die Hände der Sieger gefallen. Die Kapitulation geschah unter den Bedingungen von Sedan. Die Waffenstreckung ging, wie gemeldet wird, in aller Ordnung und ohne die üblichen Zornausdrüche der Mannschaften vor sich. Prinz Friedrich Karl hat General Mantenffel mit den Funktionen der „Uebergabe" betraut. Mehr als 4000 Geschütze von jedem Kaliber, unter diesen eine Ucberzahl von gezogenen Kanonen undMitrail-leusen, mehr als 100.000 deponirte Chassepotgewehre, an 150Adler, große Lager an Eisenbahnwaggons,Tüchern, Schuhwerk, noch ziemlich beträchtliche Vor-räthe an Munition sind erbeutet. Unter den Gefangenen befinden sich außer Bazaine, Lcboeus, der frühere unfähige Kriegsminister, Frossard, der Held von Saarbrücken, Cosfinisres und viele andere Generale. Das Elend soll, wie erklärlich, in Metz ungeheuer sein, weshalb auch telegrafisch überall Zufuhr von Lebensmitteln für Metz angeordnet wurde. Die deutsche BelagerungSarmee vor M-tz zählte 7 Armeekorps und eine Landwehrdiviston, und zwar das ostpreußische; pommer'sche; brandenbnr-gischc; westfälische; rheinische; schleswig-holstein'sche; hannover'sche uud die Landwehrdivision Kummer. Ein Koips wird vorläufig für den Transport der Gefangenen, die Landwehrdivision wohl als Fe-stungSbesatzuug zurückbehalten werden. Von den übrigen sechs Korps werden wahrscheinlich zwei zur Verstärkung der Werder'schen Armee zu den Operationen nach dem Süden verwendet werden und vier Korps oder ungefähr 100.000 Mann dürften zur Pariser BelagerungSarmee stoßen und dieselbe in einer für die Belagerten beinahe trostlosen Weise verstärken. Dergestalt ist also, wie wir schon angedentet, die Uebergabe von Metz für den ferneren Verlauf des Krieges von entscheidender Wichtigkeit. Trotz der Hoffnungslosigkeit ferneren Widerstandes lassen die neuesten Nachrichten noch sehr bezweifeln, ob die eingeleiteten Verhandlungen zum Frieden führen werden. Bismarck beharrt, wie kaum anders zu erwarten, auf folgenden Punkten als Bedingung eines Waffenstillstandes: 1. Annahme des Prinzips der Landabtretung; 2. keine Wahlen zur Konstituante in Elsaß und Lothringen; 3tens kurze Dauer des Waffenstillstandes. Daß diese Bedingungen nicht angenommen werden, davon hält man sich anch im deutschen Hauptquartier überzeugt (die letzten Depeschen bestätigen die Richtigkeit dieser Annahme) und hält deshalb die Vermittlungsvorschläge der Neutralen für undurchführbar. Beide kriegführenden Parteien erklärten sich zwar Einzelnen gedacht und zum Ausdruck gebracht, es pflanzt sich unaufhaltsam fort von Kopf zu Kopf, von Geschlecht zu Geschlecht, von Welttheil zu Welttheil, alle Gesellschaftskreise durchdringend und in endlosen Wandlungen immer Größeres und Herrlicheres erzeugend. Die Lichter auf den Hügeln der Todten sollten deshalb den Lebenden eine simbolische Mahnung sein, selber nach Licht zu ringen und es zu verbreiten in Wort und That. * * * Während ich Betrachtungen solcher Art nachhing, war es allmälig stille und einsam geworden auf dem Leichenhofe, Die Schatten des Abends senkten sich herab auf den weiten Plan und herbstliche Nebel hüllten Grabkreuze und Denkmale in immer dichtere Schleier. Langsamen Schrittes wandte ich mich der Grabstätte einer geliebten Verlorenen zu, und, unbeirrt von der Beobachtung Neugieriger, schickte ich mich an, ihren Hügel zu schmücken „mit dcr Zipresscn ernstem Laub „und mit bethränter Blumenzier." zu Verhandlungen bereit, aber sie werden rcsultat-loS wieder abgebrochen werden. Nur in Paris, davon ist man deutscherseits überzeugt, kann ein wirklicher Friede unterzeichnet werden. Die „Spe-uer'sche Ztg." bemerkt hierüber z. B.: Es ist nicht anzunehmen, daß eine Konstituante die Friedcns-bedürstigkeit des Landes zugestehen und auf irgend eine Landabtretung eingehen werde, bis es nicht alle Welt in Frankreich mit Händen greift, daß jede Möglichkeit des Widerstandes zu Ende ist. Nachdem Metz übergeben ist, werden sie auf die Uneinnehm-barkeit von Paris vertrauen. Wenn Thiers jetzt im Aufträge dcr provisorischen Regierung einen Waffenstillstand unterhandelt, so ist das nicht für den Frieden, sondern um Zeit zu gewinnen. Diese Absicht müssen wir aber jedenfalls vereiteln." Wie gemeldet wird, soll die Beschießung der Hauptstadt morgen beginnen. In welchen Illusionen Frankreich sich noch ein paar Tage vor der Metzer Katastrose wiegte, zeigt folgender Bericht aus TourS: „Berlin in Trauer!" ist die Überschrift eines melodramatischen Berichtes der klerikalen „Union," wonach dreitausend Frauen in langen Tranerkleidern unter die Fenster dcr Königin gezogen wären und hinaufgeschrien hätten: „Frieden! Frieden!" Denn dcr Krieg hätte in Berlin allein 14.000 Eheweiber zu Witwen uud 29.000 Kinder zu Waisen gemacht, sowie Handel und Wandel im ganzen Prenßenlande vernichtet. Dcr „Conftitutionnel" macht dazu die Bemerkung, das könne nur dazu beitragen, Frankreich in dem Kriege bis auf den letzten Mann zu bestärken, „nicht zu vergessen, daß Preußen zwar im Stande sei, in einer kurz bemessenen Zeit einen schweren Schlag zu führen, doch daß eö nicht im Stande sei, einen zähen Kampf von längerer Daner auS' zuhalten." Dies ist jetzt die Ansicht, welche Gambetta täglich und stündlich predigen läßt, um den Franzosen zn zeigen, daß die Preußen auf dem letzten Loche pfiffen, nnd daß man nur nicht nachzugcbcn bvauwe, um des Sieges schließlich gewiß zu sein. Ucber die Operationen Werders und dessen Erfolge widersprechen die Berichte einander noch immer. Nach einem aus Mouchard vom 24. d. datirten Schreiben soll dessen Vorrückung in drei Kolonnen erfolgen, u. z. mit den Malschdirektionen von Gray über Poutailler nach Dijon, von Vesoul über Gy nnd Pesnies gegeu Dole und von Lure über Vorey das Oignonthal-hinab. Diese dritte Kolonne soll eö gewesen sein, welche am 22. und 23. die Gefechte mit Eambriel bestand. Die neueste „Proviuzial-Korrespoudenz" meldet: Das Werder'sche Korps ist im weiteren Vorrücken begriffen und wird Garibaldi kaum viel Zeit lassen, um seine Neubildungen zn vollenden. Von Karlsruhe aus werden die in dem Berichte dem Generals Cambriel gemachten Angaben über Erfolge nach dem 22. als erfunden bezeichnet. Eine neuerliche Meldung auö Tours vom 28. meldet aus Grund einer Depesche aus Basel: „Die Badenser wurde» zwischen Be-san^on und Montbeliard vollständig geschlagen; sie hinterließen 53 Wägen mit Verwundeten und sollen 1200 Todten haben. Dreihundert Badenser flüchteten iu die Schweiz, wo sie eutwaffnet und nach Parrentry gesendet wurden." Wäre die vorstehende Nachricht auch wirklich wahr, so verliert sie wesentlich an Bedeutung, da daö 'Werder'sche Korps jetzt nach dem Falle von Metz gewissermaßen nur als die Avantgarde der von hier nachrückenden größeren Armee zu betrachten ist. Aus Straß bug, 23. Oktober, wird gemeldet: Die Reorganisation der deutschen Behörden und Aernter schreitet unaufhaltsam in allen DieusteSsparten vorwärts. Zur Besetzung der etwa 30 Forstinspektionen uud eben so vielen Unterinspektorsstellen hat der königlich preußische Forstmeister Mayer in Koblenz, welchem die Stelle eines LousörvLtkur äss 6Lux et äss toröt» für die Provinz Elsaß-Lothringen übertragen ist, für den Obcr-nnd den Nicderrhein, sowie für Deutsch-Lothringen aus allen deutschen Staaten Forstmeister, Oberförster, Forstassistenten rc. berufen lassen und auch des- salls bereits Pnvatanmcldungcn erA lten, wiewohl noch viele Stellen im Forstwesen zu: besetzen wären. Außer den Verwaltnngöbeamten find auch schon die Beamten dcr übrigen Sparten, PoM Kommissäre rc-für den Oberrhein ernannt und zur ? lbreise an ihre Amtssitze bereit. Das hiesige T rib r i n a l, dessen Lokalitäten und Akten verbrannt si> ad, hat seine Thätigkcit ohneweiters eingestellt; die Beamten sind theils nach dem Innern Frankreichs, thcils nach Deutschland oder der Schweiz abgereist, um sich von den Schrecken der Belagerung zu erholen. Die Sorge um die Rechtsprechung scheint sic wenig zu kümmern. Die für Anfang November bestimmt gewesenen baierischen und sonstigen deutschen Truppennachschübe zur Ergänzung der Abgänge sind durch Befehl der Armeeleituug sistirt worden, und zwar weil alles disponible Eisenbahn-Fahrmaterial zum Transporte preußischer Truppen vou Metz uach Paris bereit gehalten wird. Der Jnbel in Berlin, als die Nachncht von dcr KapitulationBazaincs eintraf, soll ein unbeschreiblicher gewesen sein. Es wnrde Vikloria geschossen; die Zahl der abgeseuerten Schüsse war hundLrtsech-zig. König Wilhelm hatte das ausdrücklich so a>>-geordnet. Die nunmehrige Gcsamir.tzahl der gesan-genen Franzosen belänst sich aus 323.000 Mann. General Theremin, der Kommandant vorr Laon, starb am 4. d. M. an den Wunden, dir er bei der Explosion der Ciiadelle empfangen Ha!-Le. Der „Staatsanzcigcr" konstatirt jetzt, daß nach den Resultaten dcr Untersuchung der Konimaiidarit an dcr Explosion unschuldig gewesen sei; wahrscheinlich habe ein vermißter Artillerieoffizier die That verübt. Der „Sitzclc" signalisirt die Bildung cincr orleanistischcn Fr i e d e n s p ar t c i in Tours mitr Thiers, Grövy, Guyot-Montpahroux, Wilson und Lesövre-Pontalis als Führcr. Dcr „Siöcle" thcilt ferner mit: 15.000 Mann Marinctruppen in Cherbourg seien völlig inaktiv, weil sie anti-republikanisch gesinnt sind. Aus Roueu vom 28. d. M. wird gemeldet: Heute fand ein ernstes Gefecht bei Formerie statt. Der Feind, 1500 bis 2000 Mann stark mit Artillerie, suchte die Eisenbahn abzuschneiden. Das Gefecht dauerte einen Theil des Tages und wurden die Preußen schließlich zurückgewiesen und von unserer Kavallerie verfolgt. Nogent-le-Rotrau 28. d. Abends. Eonrville wurde vom Feinde hastig geräumt und ist derselbe in vollem Rückzuge auf ' Chartres. Die „Jndepcudauce" meldet aus Tours: Die Regierung soll nun doch nach Bordeaux verlegt werde. . Die Militärbehörden treffen die strengsten Maßregeln zur Wiederherstellung der Disziplin der Soldaten. In letzter Zeit werden häufig wegen Vergehen gegen die Subordination Exempel statuiyt. Dcm Bremer Senate ging aus Belgien die telegraphische Meldung zu, daß am 28. d. zwölf französische Schiffe zn je achthundert Mann Bemannung nordwärts aus Dünkiichen in See gegangen sind. Politische Rundschau. Laibach, 31. Oktober. Auf die Versicherungen der Czechen, sie würden die deutsche Nationalität nicht angreifen, selbst wenn das czechifche Staatsrccht hergcstellt würde, ist iu der That zu bauen. Das zeigt das Vorgehen dcö Prager Gemcinderathes gegcn dic Josefstädter Hauptfchule. Dicfe deutsche Schule wurde von dcm erwähnten Gemcindcrath Knall und Fall für geschloffen erklärt und jede Unterstützung derselben verweigert. Im ungarischen Unterhaus? interpellirte , Helsy den Ministerpräsidenten, ob die Regierung schon die Annexion Roms gutgeheißen habe. Wenn Nein: Warum nicht? Wenn Ja: Was gedenkt sie bezüglich der Abberufung des Gesandten aus Rom Z" ! thun? Jrauyi reichte einen Antrag auf Revision des Ausgleiches ein; er wünscht, das Haus nwge ! die Regierung anweisen, einen Gesetzentwurf über Einführung der reinen Personalunion vorzulegen. Der Antrag kommt Montag zur Verhandlung. Aus Darmstadt wird gemeldet, daß die Ver-saller Konferenzen raschen Fortgang nehmen, daß Baiern wesentliche Zugeständnisse gemacht habe, und die Umgestaltung Deutschlands prinzipiell entschieden sei. Der Kaisertitel wurde angeblich gutgeheißen. In Folge der letzten Dekrete, durch welche die Wirksamkeit der Edikte und Gesetze über die Presse in Italien mit einige» Aeuderungen auf die römischen Provinzen ausgedehnt wird, ist die Person des Papstes der Person des Königs gleichgestellt, insoferne cs sich um die Verleitung zu einem Attentate, um einen Angriff auf die persönliche Unverletzlichkeit, oder um persönliche Beleidigung des Papstes handelt. Die bei dem heiligen Stuhle beglaubigten Gesandten auswärtiger Mächte werden gleichfalls des Vorrechtes genießen, »ach welchem die gegen den Chef einer auswärtigen Mission gerichteten Injurien einer strengeren Strafe, als die gegen Private gerichteten unterliegen. Durch ein anderes königliches Dekret werden die besondere Typografie des heiligen Vaters, sowie die Veröffentlichungen und Anschläge von Akten des Papstes, der Kongregationen und geistlichen Bureaux außerhalb der ordentlichen Reglements über die öffentliche Sicherheit gestellt. Die italienische Amtszeitung bringt den »ach Frankreich abgehenden Freiwilligen den 8 3 des An. 11 des Zivilgesetzbuches in Erinnerung, welcher lautet: „Das Bürgerrecht verliert, wer ohne Erlaubniß der Regierung unter einer fremden Regierung ein Amt annimmt oder in Kriegsdienste einer fremden Macht trit." Von Florenz aus wird das Gerücht dc-mentirt, daß seitens der fremden Mächte wegen der letzten Ereignisse in Rom Proteste erhoben worden seien. Die Beziehungen Italiens zu den Mächten haben keine Veränderung erlitten. Im Gegentheile habe das Zirkular des Ministers des Aeußern bezüglich des Plebiszits eine freundliche Aufnahme gefunden. Der Herzog von Aosta kann jetzt ruhig König von Spanien werden, vorausgesetzt, daß die Spanier ihn wollen — eine heikle europäische „Frage" wird daraus nicht entstehen. Die Großmächte außer Frankreich haben bereits sämmtlich ihre Zustimmung dazu gegeben. Zur Tagesgeschichte. — Das Präsidium des Abgeordnetenhauses hat den nächsten Sitzungstag auf den 8. k. M. anberaumt. Auf der Tagesordnung steht der Adreßantrag Pascotiui'S. — Herzog Max Emannel, Brnder der Kaiserin von Oesterreich, erhielt vom König on Preußen das eiserne Kreuz. Derselbe hat als Oberlientenant im 3 Cheveauxlegers-Regiment an allen Kämpfen dieses Regiments hervorragenden Antheil genommen. — Ueber die Vorfälle in Krieglach berichtet der „Tagesbote für Untersteiermark" : Bei der Gemeindeausschußwahl in Krieglach ging es sehr hitzig her; trotzdem war das Resultat für die liberale Partei sehr erfreulich, nachdem sie mit 5 Stimmen in die Majorität gelangte. Bald wäre es einem geistlichen Herrn gelungen, den Wahlakt gewaltsam zu stören, es mußte, Gendarmerie requirirt werden und die ärgsten Schreier aus dem Lokale entfernt werden. — Die bei der Mairie in Straß bürg an-gemeldten Kriegsschäden belaufen sich für den Stadtbezirk Straßburg auf mehr als 100 Millionen Franken. — Wie man aus Rom meldet, soll dem Jesuitenorden der Untericht an öffentlichen Schulen entzogen werden. — Zehn Pariser Logen haben gegen die „Brüder" Wilhelm, König von Preußen, und Friedrich, königlicher Prinz, den Freimaurerbann ausgesprochen. — Aus Serraing in Belgien werden Unruhen der Minenarbeiter gemeldet. Dieselben haben, wie der „Jndep. belge" geschrieben wird, ihre angebliche Veranlassung in der Herabsetzung des Arbeitslohnes um 10 Perzent; es wurden von den aufgeregten Arbeitern große Beschädigungen an den Werken, an den dieselben verbindenden Eisenbahnen, an den Wohnhäusern der Beamten re. re. verursacht. Zur Unterdrückung der Emeute wurde ein Bataillon Infanterie und eine Eskadron Lanziers nach Serraing gesendet und einige zwanzig Verhaftungen vorgenommen, worauf die Ruhe wieder hergestellt ward. Lokal- und Provinzial-Augelegenheiten. Lokal - Chronik. — (V erzeich nißder kr ainifchenGrund-eutlastungs-Obligationen) welche bei der heutigen Verlosung gezogen wurden. Zu 50 fl.: 13, 20, 78, 93, 138, 293. Zu IW st.: 79, 201, 458, 498, 530, 782, 792, 1000, 1110, 1113, 1150, 1331, 1341, 1375, 1420, 1434, 1438, 1532, 1607, 1646, 1662, 1678, 2210, 2233, 2272, 2557, 2822, 2847, 2857, 2868, 2896. Zu 500 fl.: 172,339, 373,381,384,403,487,704, 726. Zu 1000 fl.: 342, 450, 512, 593, 672, 838, 1046, 1053, 1079, 1144, 1151, 1218, 1225, 1242, 1316, 1337, 1372, 1447, 1598, 1631, 1719, 1735, 1832, 1879, 1892, 1927, 1988, 2031 2233, 2257, 2353, 2357, 2401, 2494, 2570, 2597, 2623, 2629, 2689. Zu 5000 fl.: 82, 301, 407, 454, ferner 135 mit dem Teilbeträge von 800 fl. und 453 mit dem Teilbeträge von 250 fl. I^it. 299 mit 950 fl., 1011 mit 1000 fl., 1105 mtt 10.000 fl., 1552 mit 100 fl. — (In der letzten Sitzung des Landesschulrat h cs für Krain) wurde der schon in der vorletzten Sitzung angemeldete Protest wegen angeblich ungesetzlich vorgenommener Besetzung des Direktionspostens und der Lehrerstellen am Gimnasium in Rudolfswerth von Dr. Bleiweis eingebracht. Dieser beantragte zugleich eiue Petition an das H. Unterrichtsministerium, dahin lautend, daß die von der Regierung angcstellten Lehrer sammt dem Direktor anderwärts zu übersetzen und die erledigten Stellen im Konkurswege neu zu besetzen seien. Diesem Proteste schloß sich Dr. Costa als Abgeordneter des Landesausschusses an. Nach lebhafter Debatte wurde mit 5 gegen 2 Stimmen beschlossen, daß der Protest der beiden Lan-desausschuß-Mitglieder dem Ministerium mitgetheilt werde. — — (Erdbebe u.) Gestern, d. i. den 30. Oktober, Abends ^8 Uhr wurde in Laibach ein von unterirdischem Getöse begleiteter Erdstoß in der Richtung von Ost nach West wahrgenommen. Die Vögel in den Käsigen wurden aus ihrem Schlafe aufgerüttelt und flatterten längere Zeit unruhig umher, die Thüren krachten, übrigens dauerten die schwachen Schwingungen nur ein paar Sekunden und wurden in einigen Stadttheilen gar nicht verspürt. — (Abergläubisches.) Der im letzten Preßprozesse vielgenannte Wallfahrtsort Brezje bildet schon seit geraumer Zeit in klerikalen Blättern den Gegenstand ausführlicher Besprechung und die „Da-nica" hat schon im Jahre 1864 sür die Verbreitung der dort angeblich geschehenen Wunder kolossales geleistet. Es ist interessant, einiges aus diesen sonderbaren Reklamen auch dem größeren Publikum zugänglich zu machen: So wird unter anderen folgendes erzählt: Das in Oel gemalte Vild der Mutter Gottes rührt von einem Maler Leyer her, welcher, wegen Banknotenfälfchnng zu Kerkerstrafe verurtheilt, dort das Gelübde machte er werde im Falle der Freilassung die Kapelle in Brezje schön ausmalen. Leyer erreichte seine Freilassung und malte darauf das Bild. Dies das erste Wunder. — Weiters berichtet „Danica" nachstehendes : Maria Janz litt an einer Fußkrankheit, so daß die Ferse nach vorne, die Zehen nach hinten zu stehen kamen und sie auf Krücken gehen mußte. Sie begab sich um 3 Uhr früh in die Wallfahrtskirche, betete vor dem Marienbilde dreimal um den Altar rutschend — Plötzlich kam es ihr vor, als ob ihr jemand den Fuß einsalben würde, er begann sich zu dehnen, sie konnte auf den Fuß treten und Maria Janz war ge- heilt. — Ein zweiter Fall wird berichtet von einer sicheren Miza Taucer, welche dergestalt von den Fraisen geplagt war, daß ihr die Knochen krachten, und daß sich ihr Fuß vom Knie abwärts krümmte, dann ganz abstarb, so daß sie nur mit Krücken gehen konnte. Jede Medizin war fruchtlos. In Folge eines Traumes wallfahrtete sie nach Brezje, hörte dort eine Messe und fühlte, daß sich bei der Wandlung der Fuß ausdehnte, wornach sie nach der Messe ohne Krücken gehen konnte. Miza Taucer war geheilt. — Ne^a Tanker litt durch 6 Jahre an einer bösartigen Geschwulst hinter dem Ohre. In Folge einer Wallfahrt nach Brezje brach ihr am Allerheiligen-Abende ohne allen äußern Einfluß die Geschwulst auf — auch NeHa Taucer war geheilt. — Maria Mulley litt an dem Hiusallenden durch 7 Jahre, ihr rechter Arm war in der Achsel ganz gelähmt, die Finger gegen die flache Hand, die Hand gegen das Ellbogengelenke gekrümmt, endlich wurden auch die Finger der linken Hand gelähmt, so daß sich die Arme nicht allein behelfen konnte und ihr Speise und Trank eingeschüttet werden mußten. Auch sie wahlsahrtete nach Brezje nnd bat um vollständige Genesung, eventuell wenigstens um die Lösung zweier Finger der rechten Hand. Bei der ersten Messe spürte sie nichts, bei der zweiten Messe, und zwar beim Offertorium begann die Hand zu zittern und zu schmerzen. Nach 'der Wandlung dchute und öffnete sich die Hand, jetzt krachte es im Ellbogen, der Arm streckt sich, die Hand hängt schlaff am Körper, es öffnen sich die Finger. Bei der dritten Messe konnte sie die linke Hand schon heben und beim letzten Evangelium bereits das Kreuz machen. Auch Maria Mulley war geheilt. „Danica" knüpfte an diese Mittheiluugeu die Nachricht, daß das Messelesen und Wallfahrten in Brezje erfreuliche Fortschritte nehme, und freute sich dieser Wunder über Wunder. — (Benefizanzeige.) Am nächsten Donnerstag eröffnet Herr Stainl die Reihe der Benefizabende. Zur Aufführung kommt die zweiaktige Of-fenbachsche Operette „Die Schwätzerin von Saragossa," ein sehr beliebtes Repertoirstück des Karltheaters, und eine neue einaktige Posse von Berg: „Ein Stündchen im Komptoir." Wir wünschen unserm verdienstvollen Komiker das vollste Haus und zweifeln auch nicht, daß das Publikum unsere Ansicht theilen und recht zahlreich erscheinen wird, wozu der beliebte Benefiziant und die aufzuführenden Stücke den mehr als hinläng-ichen Anlaß bieten. — (Theater.) »Die flotten Burschen" scheinen im Laufe der Jahre ihre große Zugkraft noch immer nicht ein gebüßt zu haben uud am letzten Samstag machte die allbekannte Operette bei ihrer ersten diesjährigen Aufführung ein gut gefülltes Haus. Letztere war eine reckt gelungene. Die Damen Fontaine, die nur in der Engländerszene etwas schwächer war, Schwarz, die mit einer eingelegten italienischen Arie, wenn wir nicht irren aus „il Giuramento," vielen Beifall fand, und Vingat sowie die Herren R i ch-ter, Rüdiuger und Staiul leisteten sämmtlich ganz verdienstliches und ernteten auch die lauteste Anerkennung. Vorher giug der mit gar zu dicken Farben aufgetragene Schwank von Poly Henriou, „Hohe Gaste/' der viel drolliger und flotter hernntergcspielt werden muß, damit er bei dem darin angcwendeten derbkomischen Mittel wirksam werde. Herr Richter erschien in einer ziemlich gelungenen Bismarckmaske. In der Pause zwischen beiden Stücken spielte das Orchester „Die Wacht am Rhein," die uns jedoch in ihrer hiesigen Reproduktion nicht zu gefallen, geschweige zu erwärmen vermochte; noch wollen wir des Umstandes erwähnen, daß cs den dem Militär angehörenden Orche stermitglicdern angeblich verboten war, in dieser Piece mit zuwirken. Verhielt es sich wirklich so, dann genügt es wohl die Thatsache registrirt zu habcn, und wir können uns weiterer Bemerkungen sliglicb entschlagen. — In Berg's „Pfarrersköchin" exzellirten gestern Hr. Stainlals „Stieg litz," Frl. Fontaine in der Titelrolle und Herr Richter als Pfarrer stand ihnen wacker znr Seite; auch die übrigen Mitwirkendeu genügten. Das Haus war wieder gut besucht. ____________________________________ Eingesendet. Die delikate Heilnahrung lisvalgseivre 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Tasten fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Tasten fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Tasten fl. 10, 288 Tasten fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßbnrg Pisztory; in Klagensurt P. Birnbach er; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Ober ran z-meyer, Grablowitz; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in-Klausen-burg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Wiener Börse vom 2V. Oktober. Liarrrakonüi». 5perc. österr. Wäbr. . dt2. Rente, öst.Pap. dto. dto. öft.inSilb. Sose von 1851 . . .! »!ose von 1860, ganze öose von 1860, Fünft. Prärniensch. v. 1864 . Steiermark zu5pCt. scärnten, Krarn n. Küstenland 5 „ Lngarn. . 'zu 5 „ Kroat. u. Slav. 5 „ Kiebenbürg. „ 5 „ -rntionalbank . . . Lreditanstalt . . . )?.. ö. Escompte-Ges. Änalo-österr. Bank . Oeft. Bodencred.-A. . ^. Oest. Hypoth.-Bank.j Freier. E-compt.-Bk. ! ikais. Ferd.-Nordb. . Nüdbahn-G^sellsch. . »kais. Elisabeth-Bahu. Larl-Ludwig-Babn Kiebenb. Eisenbahn . Lais. F-ranz-Iosefüb.. . .^ünft.-Barcser E.-B. 1 LULld-Fium. Bahn ation. ö.W. verloSk Nng. Bod.-Creditanfi llllg.öst.Vod.-Credit, dto. rn.i;;». rück». Witterung. Laibach, 31. Oktober. Gestern meist bewölkt, Abendroth. Heute trüber Tag, gegen Mittag Negeu, Nachmittags anhaltend. Wärme: Morgens 6 Uhr-j-6.0°', Nachmittags 2 Uhr 6.1" (1869 -I- 3.0"; 1868 6.9°). Barometer im Fallen 324.09'", Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme >- 5,0', um 1.5°, das gestrige -f 5.7", um 0.5" unter dem Normale. Die Wcttcrprofczeihuug am Allerheiligentage wird nach folgendem Banernrezepte gemacht: Ob der Winter kalt oder warm soll sein? So gehe am Allerheiligentage fein In das Gehölz zu einer Buchen, Alda magst du folgendes Zeichen suchen: Hau einen Span davon! uud ist er trnckeu, So wird ein warmer Winter herruckeu; Ist aber naß der abgehan'ne Span, So kommt ein kalter Winter auf den Plan. Verstorbene. Den 26. Oktober. Der Maria Marn, Taglöhnersgattin, ihr Kind Johann, alt 2 Tage, im Zivilspital an Lebensschwäche. Den 29. Oktober. Dem Andreas Schwigel, Taglöhuer, seine Tochter Maria, alt 6 Jahre, in Elisabeth-Kiuderspital in der Polauavorstadt Nr. 67 am Zehrfieber. Den 31, Oktober. Josef Breu^l, Knecht, alt 28 Jahre, im Zivilspital an der Lnngentuberkulose. Gedenktafel über die am 2. November 1870 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Kerze'sche Real., Podgora, BG. Großlasckitz, — 3. Feilb., Nosse'sche Real., Malavas, BG Grvßlaschitz — 3. Feilb, ZuidarSic'sche Real., Oblasii, BG. Laas. -3. Feilb, Äambic'sckie Real., Tschernembl, BG. Tschernembl. — 2. Feilb., Mauffar'sche Real., Kocevje, BG. Großlaschitz. — 1. Feilb,, Ljubie'sche Real,, St. Mareiu, 1066 fl., BG Laibach — 1, Feilb., Jezek'sche Real., Ceruuc, 235 fl., BG Laibach. — 3. Feilb., Kosak'fche Real,, Bicje, BG. Laibach — 3. Feilb., Lazar'sche Real, Zagorica, BG. Grvßlaschitz, Lottoziehnng vom 20. Oktober. Triest: 17 82 30 68 23. Theater. Heute: Müller und sein §rind. Morgen slovenische Vorstellung. Telegrafischer Wechselkurs vom 31. Oktober. 5perz. Rente österr, Papier 57,45 — 5perz. Rem österr. Silber 66,85. — 1860er Staatsanleben 93 20. -Bankaktien 715. — Kreditaktien 255,60. — London 122 10, — Silber 120 75 — K. k, Miinz-Dnkaten 5.83. — Na-poleonsd'or 9 83 . Geld Ware Geld War 57.— 66.:».' 57.16 67 — Oüft. Hypoth.^Bauk . 85.50 Südb.-Ges. zu 500 Fr. :10.?5 111.25 93 93.40 dto. BonS6pCt. 234.50 235.50 IVZ.50 1lr4 — '-!o:db. (ioo fl. CM.) r» 76 — Lriestcr 100 st. CM. . dto. 50 fl. ö.W. . serrer . 40 fl. ö.W. 115.— 54.- 27.— 125 — Zs.— 30.— 716.— 717 — Salm . „ 40 „ 37.— 39.— 255.30 >5 60 880.— Palfsy . „ 40 „ 28.— 29.— 875.— Clarv . „ 40 „ 31.— 33.— 19-^.— l9^.50 St. Genoiö„ 40 „ 27.— 31.— 248 - ^50.— ^Vindischorah 20 „ 22.— 24.— Waldflein . 20 „ 18 — 20.— 23k>. Neglevich . 10 „ 14.— 16.— 2il7 172.U, 8L0.-- 172.2t 220 50 RubolsSftift. l0ö.W so^sol (3 Mon.) 14.— 14 56 246.75 247.25 107 — AugSL.IOOfi.südd.W. lOL.50 102.70 18s.— Franks. 100 fl. ^ 102 60 102.80 164.— London 10 Pf. Sterl. 122-56 122.70 169 56 170.— Pariö 100 Francs . NÜQLVN. 93.5^. 93.8- Kais. Müitt-Dncaten. 20-brancSstüü. . . 5.81 5.k6 89.— 90.— 9.86^ 9.87 106.— Bereinöt^aler . . . 1.82 1.82» 87.25 87.75 Silber . . . . 121 50 122 — Telegramme. (O r i g. - Tc lc g r. des „Laib ach er Tag bl.") Berlin, 81. -Oktober. Die Franzose» vertrieben ani 28. Qktober die preu-stischen Vorposten aus le Bonr^et östlich von St. DeniS und befestigten den -Ort. Eine preußische Division vertrieb den Feind nach heftigem, glänzendem Gefechte am Sttsten d. Nt. Wieder aus dieser Position. Neber LSSStt Franzosen wurden gefangen genommen. Unser Verlnst ist nicht unbedeutend. Pest, 30. Oktober. Die äußerste Linke des KatholikcnkongrefscS will die Errichtung einer Nationalkirche beantragen. Berlin, 30. Oktober. (Offiziell.) Ein würt-leinbergifches Streiskommando sprengte am 27. Oktober nach siegreichen Gefechten bei Montcrau und N^ngis Franktireurs und Mobilgarden. Mollke ist in den Grafenstand erhoben, die preußischen Prinzen Friedrich und Friedrich Karl wurden zu Feldmarschällen ernannt. Versailles, 28. Oktober. Thiers ist seit drei Tagen im Besitze eines freien Geleites nach Versailles und BcrsaillcS-Pariö, besteht aber darauf, auf dem Wege vou Orleans nach Paris zn kommen. Tours, 30. Oktober. Gambetta sagt in einem Rundschreiben an die Präfekten: Die Kapitnlation könne nur das Resultat eines Verbrechens sein; selbst die schrecklichsten Unglücksfälle werden die Regierung nicht verzagt machen. Die französische Republik kann und soll nicht kapituliren. Zahiiarzl Mä. Dr. Dozent der Zahnheilknnde aus Graz, ordinirt hier „Hotel Elefant" Zimmer-Nr. 20 und ZI täglich von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. UW" Der Aufenthalt mnszte um acht Tage über Schlntz des MonatsOktober verlängert werden. Berichtig»»!?. In dem Gedichte: An * in der letzten Nnmmer ist ein Schreibfehler unterlaufen, es soll richtig heißen: Wünscht' ich — zn haben der Empfindung Gold — Daß mir anch sei die Mnse hold, u. s. w. Epileptische Krämpfe (Fallsncht) (i«;-i62) j heilt bricflick der Spezialarzt für Epilepsie Doktor <». i» Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. Wie alljährlich, so auch dies Jahr unterhalte ich die W UM-G-M4rGch des IV. eiilumkvliV in ^I6N und bin auch dermal in die angenehme Lage versetzt, sämmtliche Pelzartikel iu solider Qualität unk neuester Fas;»» zn den billigste» Preisen verkaufen zu können. Ebenso befindet sich bei mir ein großes Lager der neuesten nnd geschmackvollsten Damen-Mclots und Zacken, welches Sortiment ich dnrch wöchentliche NachfKaffungeu komplet erhalte. Gleichzeitig empfehle ich mein ohnebin best bekanntes z.B. das eleganteste in OLmen - ^ütei», 8LudvlrsL, LoiKüres, LLpuvkon«, LLsedliks, Ülisäsru, Lrlnolins, 8.o8sLLLrröoksn, Rsirclsrii, Lpitneii, ^Veiss- stivlLorsieii, Slumen, I'eclei-n und allen in das Modistcn-Filch schlagenden Artikeln. Größte Auswahl iu gestickter und gehäkelter AM- MMuAM-e, -MW nnd zwar die gegenwärtig so sehr beliebten I'rou-k'iorl-L'üolrsr, I'elerins», Lselsn-Oilets, und für elien, IVlukk uud LrLken. Jür Kerren^ 8sir»üeL aus I-siasa, Lcliirtiiix und ^VLttruoll, farbig nnd weiß, Oattier», LookvQ, vleriiro-I-eiboke» nnd Hosen, ruvdLLiiliscillude, LrszeL nnd keksusclririus. Achtungsvoll ' c. 1. Stockl. Druck vonZJgu. v. Klleinmayr L Fed. Bamberg in Laibach. Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg.