PrSnumerationS-Preise: F ti r Laibach: Sanzjilhrig ... 8 fl 40 kr. Laibacher Redaction: Bahnhosgofst Nr. 15?. Halbjiihrig . Bierteljahrig Monatlich . 4 .. 20 2 „ 10 - .. 70 Mit d er Post: Ganzjiihriji. Halbjiihrig . BierteljLhrig 11 fl. - I 5 „ 50 2 it 75 Attr Znstcllung ins HanS vier-teljiihrig 25 kr., monatl. 9 kr. Siuzelne Nummern ti kr. fagblatt Anonyme Mitthrilungen werden nicht berUcksichligt; Manuscripte nicht gurticfgefenbet. Srpedition- & Jnserate*. 'Burton: Evngrktzplav Nr. 81 (Buch. fiaiibhmfl Don Jgn. n. Klei»-mahr & grb. ©ambrtfl.) JnsertionSprrise: glir dir ctnfpalligc Petitzeilr & 4 tr., bn zweimaligrr Tia-schaltung L 7 kr., breimoligtr L 10 tr. 3hisertiou#flemt>el jrbcemat 30 fr. Nr. 24. Donnerstag, 30. Janner 1873. — Morgen: Petrus N. Bei grvtzcrcn Stiferntfh unb Sfterrr @in(d)altuiig knlspre-chenber SRobo't. 6. Jahrgang. Cin ©tiid Mittelaller zesillen. Mit einer hochinteressanten Debatte nahm bad Hcrrenhaus mit Beginn dieser Woche seine Bera-thungen wieder auf; ts hanbelte sich um cine Reform, bit schon vor breiund;wa.>zig Jahren verhei-hen, aber noch immer vergebens erivartet rourbe, niimlich um die Reform unserer Hochschnlen. Noch immer bestand bei uns die mittelalterliche Auomalie, dah die zwei ersten Universitaten des Reiches, die von Wien unb Prag, auSschliehlich confessionellen (katholischen) Charakter trugen, dah die jeweiligen Erzbischofe von Wien unb Prag die Kaiizlerwiirde an denselben bekleideten. dah die Erwerbung eineS Universilatsamtes (bes Rectorates, Decanates, einer Lehrkanzel ober auch nur der Doktorwnrde) von der Confession des Bnverbers abhangig gemacht rourbe. Zwar hatle man bent Zeilgeiste entsprechend schon felt Jahrrn von diesen mittelalterlichen Abnormita-ten Umgang genom men, aber jedeSmal erhoben bie urommeii im Lande einen Heidenlcirm, weun ein Protestant zu titter Lchrkanzcl bernfen ober gar mit rinem afabeinisdjett Amte bekleidet ward. Die tiich-tigsten wissenschaftlichen Kraste tourben gar bald dieses ewigen confesstonellen Gezankes milde unb kchrtcn der wiener ober prager Hochschule nach roeni-gen Jahren ben Ri'tcfen; wir erinnern nur an die beriihmten Philologen CurtiuS, Schleicher, Bonitz, die nacheinander Oesterreich oerliehen. Erst bie gegenwiirtige Regierung avbeitete auf Grundlage einer Denkschrift, tvelche Dr. Ungar itn Jahre 18G9 veroffentlichie, einen Gesetzentwnrf iiber die „Orginasalion der UnioersitStsbehSrden" aus, roetcher, ohne an den gegenroartigen initern Organis-mns ber Universitaten zn tnsten, benfetben von ben unhaltbaren mittelalterlichen Znthatcn befreit. Der-selbe lvst bie Doktoren-Collegien in Wien unb Prag von betn SQerbanbe ber Universitaten los, beschrankt die Kanzlerwiirbe ber Erzbischofe, die ohnehin zur leerett FSrmlichkeit geroorbeit, auf die theologische Facultat unb tnacht die Eclangung atabeinischer Wiirden unb Aemter von bcrn Glaubensbekenntnisse uuabhangig. Es stanb zu erroarten, bah ber refonnatorische Charakter ber Borlage ben ganzen Zorn ber kleri-calen Zionsivachter hervorrufen werbe. Zahlreicher als je roar baher bie flericale Gegnerschaft itn Hause erschienen, an ihrer Spitze bie beibeu Cardiniilc Rauscher unb Schroarzenberg, utn den Sturm gegen die Gesetzesvorlage zu erosfnen. Das roirb ltiematib rounber nehmen. ber ba roeih, bah in Oesterreich ber Kampf ber 'Staatsgewalt mit ber Kirche unb Dent burch fie oertretenen Mittelaller noch (ange nicht ausgefochlen, bah vielmehr jeber Fuhbreit Boben, jebe fortschrittliche Ibee bes Jahr-huttberts ben finstern Geroalten erst abgerungen roerbctt muh. Der Cardinal Schroarzenberg, ber unter ben Fiihrcrn tier klerical-setitialen Partei in BSHtnen in ber vorberslen Reihe steht, hielt bie Angelegenhcil fur so roichlig, bie Regierungsvvrlagt von so grogcr prinzipieller Tragmeite, bah er seinen erzbischbflichen Palast auf bctn prager Hrabschin verlieh unb seinen (ange verroni ten Sitz in ber Pairsfamnter wieder einnahm. Es versteht sich, dah ber Ktrchenfnrst mit ben feubal-fobcralistischen An-schauungen ben czechischcn Rechtcistarnipuiift zutn Ausgangspunkle seiner Rebe nahm, alte Stislungs-briefe unb vergilbte Pergamente, siir ganz anbere Zeiten unb Verhaltnisse berecbuet, zur Grunblage seiner Behanptung ausstellte, bah ber katholische Charakter ber Hochschulen in Wien unb Prag alS kirchlicher Eorporatioiten geioahrt roerbtn miiffe. In ben Augen bes feubalett Carbinals ist jebe Reform, roelche bie Hochschulen bes mittelalterlichen Gilben. wesens entfleibet unb selbe in Pflegcstatten ber [reien Wiffenschast urngestaltet, eine Berktirznng angeblicher Privatrechte einer kirchliche'n Institution, nach kano-ttischem Rechte eine ©eraubung (spoliatio). Mit echt aristokratischer Bornehmheit verschmaht es ber Carbinal, ben Kampf mit ben moderne« Anschauun-gen auszuttehmen, er begnugt sich, seine Thesen hin-zustellen, ohne auch nur den Bersuch zn machen, eine zu heroeisen. Es roar baher betn Mitgliebe bet roiener Unioerfitat, Hofralh Neumann, ein leichteS, bie Ausfuhrungeii bes fiirftlichen Cardinals auf« schlagenbste zn widerlegen. Aber auch die Rede des Cardinals R a u s ch e r, roettti fie auch mit groherer Spannung entgegcn« genommen rourbe, als die seines Amlsbrubers, er» zielte biesntal nicht bett burchschlagenbm orator!schen Ersolg, roelcher sonst seine Parlamentsreben auS-zuzeichnen pflegt. Grunb mag roohl bie ohttehin schon verlortte Sache sein, fur bie er ben ganzen Iemlleton. Ein Besuch in cincut japauesijcheu Zuchthause. *) Lon ber so sanften unb liebeuStuurbigeit Be. voUerung Japans erzcihlt man sich oftmals ganz falsche unb fast immer iibertriebene Geschichten, bie ich gem auf ihr richliges Mah zuriitffiihren mijchte. Wie Diete Vorurtheile rourbett schtoittben, roenn roir uns eingehenber mit anberen VSlkern beschaftigten, zumal mit bemjenigen, bas ich in bicsettt Augenblick ftubitre. Nach Durchsicht dieses Aufsatzes iiber daS ja-panesische GesangniSsystem z. B. roerben Sie mei- *) In bent Augeublicke, wo tine japanesisPe ugehen, nicht einmal gehorig unlerstutzt und der Antrag seines prager AmtScollegen, welcher nur eine Bertagung der Berhaudlungen bezweckte, um weitere Feststelluugen und Erhebungen zu veranlas-sen, mit groher Majorilat abgelehut und die Re-gierungsvorlage, welche die Hochschulen ihrer confes-sionellen Fesseln entledigt, zum Beschluh erhoben wurde. Und damit ist in Oesterreich wiederum tin bedeutendes Stiick D^ittelalter gefaUen. Politijche Rundschau. * Laibach, 30. Janner. Inland. Porgestern hielten beide Hauser des Reichsrathes Sitzungen. Das HerrenhauS schloh seine Debatte uber die UniversitatSreform ab, im Abgeordnetenhause gelangten die drei Lortagen des Justizministers betresfend den Civilprozeh (uber das Bagatell- und Niahnversahren, so wie uber die Einschrankung der Gerichtsbarkeit der BezirkSgerichte) zur ersten Lesung und wurden sodann einem Neuner-ausschuh zugewiesen. Bon Bedeutung war die be-statigende Mittheilung des Prasidenten v. Hopsen, dah er an die pflichtvergessenen Abgeordneten von Krain, Tirol Borarlberg die vorschristsmahige Aufforderung zum Erscheinen im Reichsralhe ge-richtet hat. Die Regierung brachle Gesetzemwurse iiber die zollsreie Behandlung von Gegenstanden, welche zum Baue und zur Ausriistung von Schissen ersorderlich find; — ferner iiber die Verauherung unbeweglichen Staatseigenthums, iiber einen Nach-tragScredit fiir 1873, endlich einen Gesetzentwurf iiber die Organisation der technischen Hochschule in Briinn, der Abgeordnete Roser bringt einen Antrag betresfend die Handhabung der StaatSpolizei bei Eisenbahnen ein. Der „Nat. Ztg." schreibt man iiber die Tages-srage auS Wien: SDian will wissen, es sei dem Kardinal Schwarz en berg in sehr verstandlicher Weise bedeutet worden, dah seine etwaige Intervention zugunsten der czechischen Petition gegen die Wahlresorm zuriickgewiesen werdenmiihte. Diese Petitioner, sollen ubrigens an mahgebender Stelle einen sehr ublen Eindruck gemacht haben. Es ist in der That entweder eine vollstiindige Begrisfs- den; dahinter ist eine ziemlich unbedeutende Bar-riere und alsdann folgt das Meer, das die Inset von alien Seiten umgibt. Am User des MeereS steht nur eine einzige Schildwache und ein Schwim-mer konnte zur Nachtzeit ohne Miihe das User des Okawa erreichen. Da iiberdus die diacktheit ein fiir die Strahen Jeddos vollkommen genugendes Costiim ist, so sallt ein Haupthindernis, das den Bagnosklaven von Toulon im Wege steht, fort, namlich die Berkleidung. Auch kommen hin und wieder Entweichungen vor; da aber die Fliichtlinge keine unmittelbaren Hilfsqnellen besitzen, so erwischt man sie gar bald, und das Gcsetz straft jede Bei-hilfe zur Flucht so streng, dah die Betreffenden nur auf sich selbst rechnen diirfen. Am Tage ubrigens ist die Bewachung leicht und nachtS ist alles in Schlaffalen eingeschloffen, je 50 fiir einen Saal. Es find dies gerciumige Sale, derm vier Wande folide aus Holz gezimmert find, mit zahlreichen, durch ein Holzgitter^ geschlosfenen Liicken. Dort streckt sich abends ein jeder auf seine Matratze, unter der Aussicht eines Wachters. Anher dicsem Wachter gibt es in jedem Schlafsaal wie in jeder Werkstatt einen Aeltesten, der aus den bestbelenmun-deten Gefangenen gewahlt wird, die Arbeiten leitet und fur das Personal verantwortlich ist. (Schlutz folgl.) verwirrung oder cine an Borniertheit grenzende Ber-messenheit, wenn man heute der Krone, welche sich doch bcreits in der Thronrede fiir die Wahlreform engagiert hat, ein Znriickgreifen auf die ..Funda-mentalartikel" und auf die Zeiten des September, rescripts zumuthcn will und von ihr verlangt, die Constituierung des Reichs auf Grund eines sictiven Staatsrechtes erfolgen zu laffen. Dazu kommt dann noch der freche Commentar, welchen die czechischen Blatter zu der „demiithigendcn Form" der Petition gegeben, indem sie es ganz unverschleiert anssprechen, das czechische Volk werde an die Revolution appellieren, wenn die ..Petition" nnberucksichtiat bleiben sollte. In dem Sonntag unter dem Vorsitze deS Kaisers stattgefundenen u n g a r i s ch e n Di i n i st e r. rathe in Ofen wurde beschlossen, den Erlos auS dem Grenzwalderverkanf zu wirthschaftlichen und UnterrichSzwecken in der M i l i t a r g r e n z e zu ver-wenden. Often spricht der ..Pester Lloyd" aus, dah die Tendenz dieses Regierungsbeschlnsses daraus ge-richlet sei, den ihr Unwesen auch in der Grenze treibenden kroatischen und serbischen Agilatoren ent-sprechend zu begegnen. Ausland. Ein Gesiihl groher Erleichterung spricht auS den Worten, mit welchen preuhische Blatter vor allem die grohe Rede Bismarck« begleiten. „Der Fiirst" — auhert sich die..Spener-sche Zeitung" — „sagte dcm jetzigen Ministerium seine voile Unterstntzung zu. Wir glauben, dah er es mit seinen Jdeen leiten wird, wie er es bisher als Borsitzender geleitet hat, und wir meinen aller-dings, dah es so am besten sein wird. Denn an Verdiensten um das Vaterland, wie an genialen Conceptionen fiir Gegenwart und Zukunft ist ihm doch niemand auch >iur entfernt gewachsen. Das ist das gemeinfame Bewnhtfein des deutschen Volkes, dem auch daS Oberhaupt des Reiches und des preu-hischen Staates soeben erst wieder Ausdruck gegeben hat." Die ..Kolnische Zeitung" erwartet vor allem eine ersolgreiche Durchsiihrung der kirchenpolitischen Gesetze. „SD^n schien iiber das Schicksal der letzteren im Herrenhause in Abgeordnetenkreisen mehr be. ruhigt. Doch wurde dabei gewohnlich vorausgesetzt, dah Fiirst Bismarck seinen Einfluh zur Geltung bringen werde. Dah er diefem auch auf die preu. hischen Angelegenheiten nicht zu entjagen denkt, geht auS seiner Rede deutiich hervor." Unter den siid-dentschen Pretzorganen halt die ..Allgemeine Zeitung," sich eine tieser gehende Besprechuug vorbehaltend, zu-nSchst dasiir, dah mit dieser Rede die Nothwendig. keit einer Auseinandersetznng zwischen dem Reich und Preuhen zntage trete, welche ohne Zweisel noch zu mancherlei kieinercn oder groheren Reibungen Ver. anlassung geben konnte, deren AuSgang aber sicher-lich dem Bediirfnis nach einer selbstcindigen Gestal. tnng der Reichsregiernng enlfprechen werde. Bekanntlich hat der franzosische Minister des Aeuhcrn an den Herzog von Gramont geschrieben, er solle die Staatspapiere, welche ef den Archive« des Ministerinms entwendet habe, znriickerstatten. Gramont leugnet nun, dah er solche besitze. Er will nur Abschristen haben. Die Originale besanden sich in den Archiven. Jnsolge dieser Behauptung des Herrn v. Gramont stellte man dort die genaueste Nachforschung an, ohne die geringste Spur von den-selben zu entdecken. Wie verlautet, sollen nun weitere Mahregeln ergrisfen werden. Gegen Emil O l l i -vier, der sich auch im Besitze von wichtigen StaatS-documenten befindet, wird ebenfalls vorgegangen werden. In Bezug auf die in Angriff genommenen conftitutionelle n Reformen hat sich in F r a n k r e i ch nichts befonderes ereignet. Die neueste Incarnation, welche die Reformidee im Dreihiger. ausschusse jetzt angenommen hat, besteht bekanntlich in einem Amendement, demzusolge Thiers nur mit Erlaubnis seines gesammten Ministeriums in einer Interpellations- oder Petitionsdebatte das Wort er-greifen diirftt. Solche Dinge werden von diesem engeren Kreise politischer Tollhausler mit einem Ernst und einer Wtchtigthuerri behandelt, als hinge das Schicksal Frankreichs, ja der ganzrn Welt von den den Befchluffen einer Subcommission ab, die jetzt bereits fur das ganze Land ein Gegenstand be« Spottes und der Verachtung geworden ist. Ueber die Russificierungsversuche der Petersburger Regierung in den Ostseeprovinzen schreibt man der „Fr. Ztg." aus Riga: Der asia-tische Alp, der auf uns druckt, der seit dem polni-schen Anfstande begonnen und scitdem von Jahr zu Jahr schwerer auf uns gelastet and uns den Lebens-odem zu 'ersticken gedroht hat — dieser Alp bet Barbarei und des Despotismus scheint allgemach unsere Gesittung vernichten zu rootien. Jeder Monat bringt neue Schlage, jeder Tag grvtzerr Befurch-tungen. Und anderseitS ist es schwer, dem AuSlan-der einen klaten Begriff von unseren Zustanden zu geben. Daher nur einzelne Thatsachen. Die Cen-sut, welche alS getreuer Gradmesser des DruckeS von Petersburg her angesehen werden kann, hat daS Tempo ihres vernichtenden Wahnsinns seit den letz-ten Monaten merklich beschleunigt; ihre Zeitnng hat im letzten September tine Probe davvn gegeben; die taglichen Erlebnisse unserer deutschen Publicisten kSnnten dazu noch ganz andere Proden dieten. — Unsere Universitat Dorpat soll ausgehoben werden, die Geriichte davon wollen nicht nachlassen; mit ihr trifft man ben Herzschlag det deutschen Kultur un» ferer Ptovinzen; fie ist rotit mehr als irgtnb eine andere Universitiit btutschtr Zungt bit alma mater unseres beften Leben«. Wie ein Telegtamm aus Bombay nach Mel-bungen aus Lahore berichlet, hat der Kampf in Cen-tral-Asieu bereits begonnen, ntierbings nicht zwischen Russen unb Englandern, aber zwischen deren Vorlrup-pen, namlich zwischen ben ben beiben Rivalen in Cen« tralasien ergebenen Volkerstammen. Det Sirdar Abdul Rahman hat daS Fort Hissar im gleicknamigen sUd-turkcstan'schen Lande und der Sirbar Mahomeb Isa Khan Scherabab in Kabul ubetfallen und genommen. In der That ist der Kamps bereits zwischen England mid Ruhland sozusagen auf Distanz entbrannt; denn btibt Theile werden ihre Freunde nach Kraften mit Geld, Waffen unb Munition nnterstutzen, was fie ieboch nicht abhalten wirb, sich unter anberen Breitengraben in grohter Freundschaft zu begegntn unb in Europa bit centr'al-asiatische Frage burch ihre Diplomalen ben ernstesten Verhandlungen unter« ztthen zu laffen. Zur Tagesgeschichle. — Uugcheure Weizenfeldet. In San Joaquin Laller gibt es, dem „Sau Francisco News Letter" zufolge, brci grohe Weizeufarmen, die einen Flacheninhalt von 36.000, 23.000 und 17.000 Acres haben. Auf der grohten diefer brci Farmen hat seder Acre 22\ Schessel per Morgen, im Durch-schnitt einen Erlrag von 40 Bushel ergebett. Im ganzen belaust sich bet Ertrag der Farm auf 1,404.000 Bushel, beren Weglchassung nach einem auslanbische Marklt 40 Schisse von mitllerer GrLtze ersordern wltrbe. Nur die nLlhigen SLcke flir biefe ©etreibemaffen zu beforgen, roUrde fUr bie meisten Lanbbautreibenden schon eine bedeutende Ausgabe sein. Die Grenzlinie aus einer Seite der Farm hat eine Ldnge von 17 englischen Meiten. 40 Pserbe an 40 Pstiige gespannt waren erforberlich, um daS Feld fiir bie Saat vorzubereiten. Auf bet Mitte des WegeS toutbe bas Mitlag- unb am Enbe bes FeldeS, also 17 englische Meilen vom AuSgangSpunkle enlsernt, wurde daS Abenbbrot verzehrt und am anberen Tage bie RUckkeht angelreten Zwanzig sehr grohe Mah-maschinen warden in der Erule auf der Farm ge» braucht. Mehrere tausenb Tonnen konnen in biesem Jahre nicht auSgefiihrt werden unb tiegen ale totted Kapital bem EigeMhiimer zur Last. — Zur Katastrophe im Kanal. DaS grLhliche UnglUck bet „Norlhfleet^ siillt noch immer bie Spalten bet englischen SBltitter; noch meht aber als bamit befchSftigt sich bie englische Presse mit bem entflohenen Dampfer, in Bezug auf welchen jetzt eine sehr roichtige Miftheilung vorliegt, die vieUeicht zur Losung be« RaihselS fiihren roirb. Der Capitan beS von Antwerpen kommenben spanifchen DampserS »Murillo," welcher bcnfclben ungcstiht zwei Stunbrn vor ber Katastrophe in Dover verlieh, um nach Lonbon zu gehen, hat namlich bie Bermulhung auSgesprochen, bah sein Schiff fo unglUcklich roar, in bie »North-fleet" hineinzurennen, unb bah e8, butch ben Zufam-menstoh befchabigt, felbst verfunfen ist. Da bet „Mu. riQo" bloS mit blinnen Cifenplatten bebecft roar, so Habe nut ein schroachet Stoh gentigt, um ihn lick zu rnachen. Der Capiliin bes ,,MuriQo" theilt auhetbtm noch mit, bah bet Offizict, ben er in seiner Abroc-senheu mit bem Commanbo betraut Habe, ein voll-fommen vetlcihlichet unb intclligenter Mann sei, bem man eine solche SchLnblichkeit, roie daS Jmstichlafsen beS verunglticften SchiffcS, nicht zutrauen ftinne. Zu gleichet Zeit vetzeichnen bie „TimcS" bie Melbung, bah in bet westlichen ©at von Dungneh, roo bet Zu» farnrnenstoh erfolgle, ein gefunfener Dampfer gefunben rourbe. Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Die geftrige @ e 11 er a l v er f o m m * lungbetLanbroitthschaftgesellfchaft) rourbe untet bem Votsitze deS PrLsidenten Baron Kati Wurzbach abgehalten; es hatten sich ungeftihr 30 bie 40 MitgUebet eingefunben, auch bet Lanbesptasibent L ue tSperg roar anroesenb. Lon ben einzelnen Programmpunften rourbe bet RechenschaftSbeticht be« Centrales ohne Bemerfung tntgegengenommen. Hieraus verlaS Sectetar Bl eiroeis ben Bericht Uber bie Berwenbung ber SlaolSsubvention fUr lanb« roirthschastliche Zwecke; im Anhange hiezu referierte GutmannSthal Uber die Beschltisfe deS onologischen CongresieS in Wien, an roelchem auch er Uber Bern« fung beS ilcferbaumtnifletium« theilgenommen. Be-treffenb bie Verroenbung ber ©laatSjubvcntioncn bean* tragte Richard D0 ten5, bah fUr bie Bauem in Wocheiner Feistriz uttb in Voviz, benen er Wan» bervorttage Uber ben Flochsixiu crthcilt hatte, zwei FlachSbtecheln unb mehrete Schwungstocke auf Kosten ber Slaatssubvenlion angetauft roUtbcn. Wutbe ongenommen. Ein Gesuch bet Filiale RubolfSwetth auf Refer-vierung ber Halfte bet zum Ankuuf von Stieren ge» roibmclen Staatsfubvenlionen flic ben Bebarf Unter-trains wirb abgelehnt. Profesior Konfchegg fteUt bie Anfrage, roie eS nunmehr bas Centrale mil bet Sprungtaxe bei Slieren Halle. Als noch bie unentgeltUche Verlheilnng der ©litre an einzelne Grunbbesitzer ftotlfanb, roar felbe mit 10 ft. normiett, nunmehr, bo bit mit ben ©laate-fubtientionen vom Centrale angetauften Sliete im Lici« tationSroege vertiuhett roetben, fcheint es ganz bem Be« lubtn ber Ersteher anheirngcstellt zu sein, die Sprung, toxe zu bestimmen. Prasibem Wurzba ch erklart hieraus, bah bits allerbings ber Fall sei, unb zroar mit Vorroissen beS CenlraleS, welches btr Ansichi hutbigl, bah bie freie Concurrenz ber beste Regulator bet Sprungtaxe fci. Schollmayer rcferiert Uber ben Lollerieplan behufs Errichlung cine« lanbroirthschaftlichen Museums fammt UnlettichlSlocalilLlen am gefellfchaftlichen Vet« fuchshofe. Nach bem Anttage des Centrales follcn btc ©ewinjte, bestehenb aus GegenstSuben bet Lanb. unb Fotstwitlhfchafl unb be« Haushaltcs, mittelst Gc fchcnten von @6nnern ber Lanbwitlhschaft-gesellfchaft unb burch Ankauf auf Rechnung cine« ThcilcS bcS zu crziclcnben LolicricfonbcS aufgebracht wetben. Die Bau- unb EinnchlungSkosten bes Museums sinb auf 20.000 fl. veranschlagt. Die Zahl ber Lose roirb auf 200.000 a 20 ft. btantragt. Fetnet soll im Jahre 1874 eine lanbroirthschaftliche AuSstellung mit bet Wibmung beS EnltScS fUr bie Lollerie nebst ber AuSstellung ber Gewinstc veranlaht roetben. WcitetS feien bas Ministerinm be« AtfetbaueS unb ber Finan-zcn zu crfuchcu, burch Subvcnlioncu aus bem 6taalS. fchatzc unb burch Gcbiihrcnnachltifle bie Lotlctie zu fLtdcrn. Medizinalrath Dr. D u l e r bcantragt bie Ethohung ber Lotlerielofe auf 40 kr. BUrgermeister Dcfchmann crwartet nicht vici von ben freiroiUigen Spcndcn jut Dolicrung ber Lottcric, daher eS ihm nolhwenbig erfcheint, bem Ccntralau«. fchah einen Maximalbctrag zu befiimmen, bi« zu rod. chem bet Ankauf von Gcroinstcn auf Rechnung be« LolleticfondeS gefchehen ftinnte. GutmannSthal fchlichi sich diefer Anfchauung an unb bcantragt hiefUt bas Maximum von 5000 fl. Auch PrLsibent W u r z» bach roUnfcht anfanglich eine folche Bcstimmung, fchlieht sich jcboch nachtrSglich ber von einem Mit-gliebe auSgefprochcncn Anfchauung, bah tint folche BefchtUnkung ein MiStrauenSvotum gegen daS Sen* trale ware, an, worauf das ganze Arrangement ber Lotterie bem freien BerfUgen be« Centrale« Uberlaffett unb auch bie tibrigen Punkle be« LottcriepregramrncS von ber Berfammlung acceptiert roetben. §ierauf folltc bie GefellfchastStechnung pro 1871 unb ber Boranfchlag pro 1873 zum Bortrage tom« men. Ueber bie Bemerkung mchtercr Mitglieber jcboch, bah bie« UbetflUffig sei, inbem bie Rechnung von ben Rcvisotcn bereits gcptUst fci unb felbe nebst bem PrLliminatc in ben GefellfchaftSfchriften gebrudt erfcheinen roerbe, acceptiert auch ber Borsitzcnbc biefe Crlcbigung, ohne bah man sich auch nur bie MUhe einer fummarifchen Votlcfung ber Ziffcranfiitzc noch ben ctnzclnen Rubriken genommen hatte, unb roirb, ohne eine Abftimmung zu veranlaffen, ber Gegenstand als erlcbigt bezeichnel. Peter KoSIer refcriert Uber bie Betheiii. gung ber LanbroirthschaftS-Gcfcllfchaft an bet Welt, ausstellung in Wien. Da« Centrale Habe eine grohe Anzahl von (Sinlabungcn an Oetonomen unb Forst-roirihe mit bem Bcmcrkcn gefenbet, bah, roenn eine . RUckantwort nicht erfolgt, angenommen roirb, bah ber Betteffenbe sich an bet CollectivauSstellnng ber Gefell. {(haft betheiligen wolle. Es feien nun,' fchlieht ber Votltagenbe, feint Antwotten an bo« Centrale ein. gelangt, baher eine feht lebhafte Betheilignng von Seite ber Erfuchten zu erroarten steht. Wirb zur Kenntnis genommen. Sei bet hierauf folgenbcn Erfatzroahl von vier Mitgliebern be« EentraleS roetben bie ouSgetretenen Pregl, GutmannSthal, Schollmayer unb Debeuz gerodhlt. Nachbem Uber Anlrag be« Centrale« zwei ©hren* unb ein cortefponbierenbe« Mitglieb ernannt unb meh« tete belobenbe Anerkennungen an brave Obst- unb Sei« benzUchter auSgesprochen worben waren, kamen bie Anlttige einzelner Mitglieber an bit TageSotbnung Graj Borbo stelli bet Gefellschaft 300 StUck jUnjjatjtige Moulbeerbciume zur Berlheilnng an Sei* benzUchter zur VerfUgung. Wirb mil Dank angc. nommen. Weiter« beantragt Graf Borbo, bos Finonz. minifterium wore um Gcflattung be« TabakbaueS in Krain zu erfuchen, inbem uifer Lanb feht gnten Tabak in genUgenber Menge unb um billige Pteife probucieren fbnnte, baher bie tiefigen Snmmen, welche die hiefige Zigottenfabrik fUr auslcinbifchen Tabak zahlt, leicht in Etfparung kiimen. Wirb angenommen. Schliehlich befchroert sich ©r. Ahačič Uber da« grohe Gebrange unb den Koth am Biehmarkt. platze am letzten Jahrmarkte unb beantragt, e« folle sich bie LanbivirthschaftS-Gefellfchaft an ben Magistrat roegen zroeckmahiger Umgeflaltung beS befagten PlatzeS unb beffen befferet Beaufsichtigung vetroenben. Hiet. Uber entfpann sich eine langete Deboite, in welcher bie Berfommlung fammt bem Vorsitzenben fbrmlich in die Rollen einer Gemeinderalhssitzung verfiel. Nach An. nahme des 2ihačič'fchen Anttage« wurde urn l Uhr die Sitzung gefchloffen. Die in bem Programme angekUndigten, fUr bit WeltouSstellong beflimmten Gcgenstonbe befchriinkten sich auf eine Flafche Slivovitz, ein Bund Korniihren vom Moraste unb ein GlaSWchen ein, unb -weijah. tiger ErbSpfel, auS ©omen gezogen, nebst ouf Papier angeleimten getrorfneten Kortoffelpflonzchen in vet. fchtebenen EnlwilklungSstobien ¥ — (Det Zlisabeth - Kinderfpital« v er ei n) hielt am 28. b. 9)1. seine jlebentc General-versammlung. 1. Der Vorsitzende — ObmannS-Stell-vertreter Herr Dr. B ock — referierte liber die Geld-gebarung; die Einnahmen beliesen sich ouf 5028 ft. 83 Jr., die AuSgaben aus 5312 fl. 68 ft. 2. Die anwesende Frau Griifin Sofie AuetSpetg, k. k. LandesptLsidentenSgattin, wurde ersuchi, die Stellver-tietung bet obersten Echutzsrau dieses VereineS — Jhrer Majestiit bet durchlauchrigsten Kaiserin Elisabeth — zu iibernehmen; Frau Grafin Auersperg sicherle die Annahme biefer Ehrenstelle in bet zuvor-komwendsten, freuublichsten Weise au. 3. Hieruach rout« den nod) mehrere Damen zu Cchutzsrauen bes Kiuber-fpilalS ernannt. 4. In den VerwalmngSralh wurden die sriiheren Milgliedet deSselben geirahlt, als: die Frauen Magdalena Punzler, Pauline Possannet Edle v. Ehtenthal, FrLuleiu Josefine von Raob, die Het-ren Dr. Emil Bock, Dr. Fuebrich Keesbachet, Dr. Wilhelm fiooci, Karl Leekovic, Lorenz SDhfus*, Albert Romm, Dr. Joses Cvppan unb als Rechnnngs-revisoren die Herren Joses Kordin und Mathias Treun. 5. Frau Griifin Sofic AuerSperg fteflte den Antrag: „Es mLge zum beften deS Elisabeths Kindet-spitalS in bet Fastenzeit eine Dilettanten-Theatervorstel-nng arrangiert merben, durch welche ein gunstigeS Resullat zu erwarten retire." Der VerrealtungSrath occeptierte btesen Antrag und roitb zur AuSsUhrung desselben bie geeignelen Cchnilc wachen. — (©IttbesSUe im Jahre 1 8 7 2) find in Laibach 811 vorgekommen und zwar 412 Personen mtinnlichen, 399 weiblichen GeschlechteS, im Bergleiche zum Johre 1871 n it 922 2ctun, vm 111 Personen tveniger. Die meislen EtetbcstiUe ztihlt ter Monat Juli, 87, die roenigften bet Dezember, 46. Aus Sttungliicfungen entsoOen 12, ouf Eelbfimuibe 4. Nach bem Alter staiben unter 1 Johr 146, von 1 — 7 Jahren 89, von 7—20 Johren 54, von 20—40 Jahren 174, von 40—60 Jahren 151, von 60—80 Jahren 148, von 80—100 Jahren 28. 9icttgetouftr 6, Tobigeborcne 14, ffobtgesunben 1. — (UnglUckSsall.) Am 22. d. M. fiel det Keufchlet Franz VočniŠtar aus Labia HauS-Nt. 13, Bezitk Umgebung Laibach, am Rvckreege von Laibach obet Zreischenretifsern in den Zaierfluh. An jenet Slelle wo det genannte Mann ms Wasser fiel, warcn im Cchnee Cputen zu selen; es sanben sich desien Hut, Regenschirm unb ein Sock nut mehreren in Laibach eingekausten Sachen vor. Der Leichnam reurde bisher noch nicht aufgefunbeu. — (BerkehrSwesen.) Auf derElibbahn (8ti n ge 587 Meilen) reurben tin Monate Dezember 1872 besiSrbert 390.789 Personen unb 6,955.075 Zeniner Frachten; die Einnahmen in diesem Monate beliesen sick aus 2,788.567 fl., urn 165.542 fl. hvher als im Dezembtr 1871. Die Gesammteinnahme im Jahre 1872 betrug 33,873.750 ft., nm 567.056 fl. roeniger ale im Jahre 1871. — Aus der Kron pr i nz RndolsSbahn (Lange 78 Meilen) wurden im Monate Dezember besorbert 94 183 Personen , 34.622 ntehr alS im Dezember 1871) und 1,108 366 Zentner Frachten (166.141 Zentner mehr als im Dezember 1871). Die Einnahme betrug in biesern Monate fchwere kvrperliche Beschtibigung. — Am 13. Februar.; Franz Zbevnik und Mathias Hokevar: schwere j perliche Beschtibigung; AgneS unb Maria Kovačič:, Diebstahl unb Verleumbung; Johann Bizjak: Berun-! treuung. — Am 15. Februar. Anton $ujje! sen. | unb jun. unb 10 Genosien: Ausstand und bffcntlichc j Gewaltthtitigkeit. — (Inhalt Set..NeuenJllusttietten Zeitung" Nr. 4 ) Jllustrationen: Napoleon III.; Prinz Louis Napoleon; Eugenie; Napoleon am Dob* lenbette; Getnachet ber Exkaisenn Eugenie in Chisel-hurst; Cambenplace; Autogramm (Hondzeichnung von HanS Mokort); Portr. Dr. Meitner. — Text: Wiener Chronil von F. S.; (Sine Begcgnung mil Franz DeLk; Der Robe, Gebicht nach bem Englischen, beutsch vvn Ebuarb Maumei ; Exkaiserin Eugenie und der kaiserliche Prinz; Aus Abwegen, Novelle von B. M. Kopri; Die Abgrlinbe beS Herzens, v. B. Sigm. Kern čn^i ; Kleine Chronik; Biographic Meitner. Auch biese Numrner enthtilt in Bild unb Text BorzliglicheS unb recht ZeitgematzeS. Berstorbene. Dni 2 8. 3 d it u c r. Martin Verhovc, Arbkiter, 62 I., Sioilfpital, Abzehrniig. D k n 29. 3 8 n li e v. Dein AdrraS Rack, Sonbuctmr, fetn Kind Maria, alt 2 I 2 Monote unb 18 Zage, St. Pe-tersvorstadt Nr. 35, Zehrfieber. Eine erthhrim'sche Snlft wild pefauft. Offerte mollen im Aanoncen-Bareaa in Laibach, Hauptplatz 313, abgegeben rocvBen. (62) Promeffen auf ISOOer IOO fl -Lose fltr die Zikhung am I. Februar V. j., Haupttreffer 300.000 fl., L fl. 2 30 b. j«, unb 50 kr Stempel. Promeffen auf ungnrische Lose Ur bie Ziehung am 1;$. Februar 6. J, Haupttrefser 100.000 fl, š fl. 1.75 unb 30 kr. Stcaipet Lose der wiener Armev-Lotterie Ziehung am 25 Februar d. J., Haupilikffer 1000 Ltiick Ducate«, & 30 kr. (bei Abnahnie von 5 Stiick ? SMck zraliS) sinb zu bezichen biivd) (53 10) Rudolf Fluck, W echselstube, Graz Sackstratze Nr. 4. Witternng. I'a-bad), 30. Jiiiincr. Gklockerte Wolteiidcckk, au8 ’Jiorbo(l zikhcnd, iiachrnit tags zunehmenbk Bkwolkiing, Wiiiddrchimg, schwachcr West. ^Temperatur: Morgen« 6 Uhr - 1 4", nadjmittngs ’ 2 lltjr + 4-K° C. (1872 + 3-8 , 1871 f 24). Haro meter 736 80 Millimeter Dos geftiige ZagcSmittel bet Temperatur — 10°, um D-3* ilbct- bcin Norma!?. Dcr ge-fltige Nirbrrschlag (Schucc) 0.80 Millimeter. Angckommene Fremde. Am 29. 3fitiner Hotel Elefmit. 81ad)tter, Forfirneistcr, Reisniz. — Weiler, ftfnt., Kanischa. Pvsquoti, Udine. — ©tonic, Graz. — Carrara. Fran Blaschin, Cilli. — Sormann, Gotlschee. — 9iuttčič, Arzt, Wurkfeld. Hotel Stall« Wlen.Stra&er, Kfm., Wien. — Pcittera, Kfm., Triest. Hotel Etiropw. Klein,Graz. LLlk, Wien. — Maria Wregori, Burjan. ForNcr, Kfm., Karlstadt. JTloliren. Lesnich. — Kotarik, Windisch-Landsberq. — Fischer, Tischler, Adetsberg. — Pinter, iKeifenber, sag or. und due va;n gehttrige flflenrrmife iu -.erGradischavorstadt sinb soaleich zn vermielhen. Aiiskinist ertheitt bas Annoncen-Bnreau >>> Laibach, Hauplplatz Nr. 313. (63) C. .f. llaiiiami „zur goldenen Quaste“ Laibach, Hauptplatz. emutiehlt sein stets mil Ucm Neuesten gut sortiertes Lager von: Selden- und Woll-Crepln, Gallons, Quasten, Behange, Spangen, Woll-, Seiden- und Pelz-Fransen, schwarz und farbig Reps, Atlas, Noblesse unci Taffetas, schwarz und farbig Selden- und Baumwoll-Sammte, Woll- und Seiden* Plusch, schwarz und farbig Noblesse, Faille, Atlas, Moirče-und Sammt-Bander, schwarz, weiss und farbig Baumwoll-, Zwlrn-, Seiden- und Woll-Spitzen, weiss und schwarz, glatt und I'agonniert Seiden-Tull, °. und Blondgrund fur Brautschleier, Gaze, Frou-Frou, Hutschleler, Tull’ anglais, Batist-Clair, Moul, Crepe-Lisse, geschlungone und gestickte Moul-, Batist- und Leinen-Streifen, Mousselin, Organtin, Aermelfutter und Futterleinen, Sarsinet, Peroail, Vor-hang- und Schlafrook-Quasten, weisse Vorhang-Halter, Miibel-Chenillen-Fransen und Crepin, Wagenborten, Leinen-und Percail-Bander, Knopfe jeder Art, Seide, Zwlrn, Na-deln etc. etc. Bestellungen nach Auswarts werden postwendend expe-diert und Gcgenstande, die nicht auf Lager, bereitwilligst besorgt. (12—12) Wiener BSrse vom 2$>. Janner iiber bie am Gedenktafel 1. Februar 1873 Hcitationen. stattfinbenden 1. Felt., Ktoli'fchf Real.. ZgiS. BG. Radrnaniisbors. — I. Feil., Perce'schk Real., Hrasche, BG. Sininbmg. — 3. Feilb., Povse'sche Rent, ad Podgoriz, BG. Laibach. 206.545 fl. (urn 78 971 fl. mehr als im Dezember § Feilb., Zrimc'sche Real , Sap, BG. Laibach. - 3.Feilb., bcS BorjahreS). Die Gesammteinnahme bes JahreS ^ Sernic'sche Real., HrnSkarje, ^BG-^Laa«. — 1.^Feilb., Po 1872 belief sich aus 2,274.225 fl., urn 595.313 fl hijher alS im Jahre 1871. — (Cchluhverhanblungen bei bem k. k. KreiSgerichte R u bclfStucr th.) Am 1. Februar. Johann Dvornik uub Mathias Zabkar: schwere kvrperliche BeschSdigung; Martin Pirlovik unb Mathias <šištar : »etuntteuung; Johann Teme unb 4 tofnil’fche Real., Zapotnica, BG^Lack. — 3. Feilb., Bra-tovj'sche Real.. Pobgoric, BG. Wippach. Theater. Hente: AuS ber GeseUschaft. Schauspiel in 4 Allen bon Bauerufelb. Personen: Stnatsfonds. (Scib raa« 55etc. tfieute, oft.Pap. 67.3iV «7.40 dlo. dt°. °st. m Silb.' 71.60 71.8 Lose von 1854 , . . 94 25 91.50 Sole »on .81)0, gaitje 103 25 103.7: e0[C von 1860, gUitfl.1124 — 124.5« Prtimiensch. v. 1864 .^146 7 5 147. Grundeittl. -Obi. ©teiermavt zu 6 91.50 92. Aarnlen. Stain, li. Kitstenland 5 „ Ungavn jii. . 5 „ Kroat.n. Slav. 5 „ Sicbenbiirg. zu 5 „ Action. Ralionalbank .... Union - Bank .... Crebitaiiftalt .... N. o. Escomptc-Ges Unalo.-osterr.Banl Ccft. Bodencred.-A. Franco»Austria . ikais. Ferd.-Nordb. Liidbahn-Gesellsch. Ikais. tilisabeth-Bahn. Harl-Ludwig-Bahn. . Eiebenb. Bsenbahu, SlaalSbahn . . . . Rai|. Franz-JoseM.. — " Barcser 6.-8 ■ Geld Deft. Hvpolh.-Bank.j 94.25 Vrioritilts-Obl. itdb.^Ges.zu 50 > Fr. bto. 80116 6 $61. Nordwb. (100 ft. CM.) Sieb.-B.(E>fl. S W.) SlaatSbahn pr. ©tlta Slaatsb. pr. St. 1S6: War, 94.75 Luzar: Bergehen gegen die Sickerheit beS Lebens. —' Gras Felbern Am 6. Februar. Anton Cbelbar: Braublcguug; Franz ^ Griifin getbern Šetinc: Bergehen ber schulbbaren Crida. — Am > Anhnr Felbern.................................... , 8. Februar. Franz 3ef< unb 5 Jenofien: Diebstahl. - T,!aqda,m^W«n^". ' '. Rrl. Branb.' — Johann USnu: Hol^biedstahl; Franz Kocjan :Doktor Hagen........................................Hr. Wauer. schwere lLrperliche BeschSdigung; Franz Cerovsek:1 Baron Rtelbeig...............................Hr. HSller. Hr. Rbbet. Frl Brantbilla. Hr. Hofbauer. Fr. Kroseck. Hr. Sarobe. rl. Jtottann. rfundbriefc. Mo. in 86 tl. tidi. 85.75 86.— 82 ~ 82.25 83.75! 84.— 79.75 80.50 - 62.— 964. 218. - 249.— 381.50 332.— 1165 1170 295.25:295.75 279 — 280.— 98- 102.— 297. - 129.50,130. - 2175 •2185 191.75 192.25 249.501250. fO 228.— 229. 174.50 175.- 332. 338.— 220.— 221.- 179.- 180.— 178.- 172.50 92.30 92.50 87.75 88.— 102.25 102.75 88.75 89.50 115.80 98,'SO fe8.— 130.- 125,- 93,— 10130 87.50 129.— 124.— , 92.50 Franz-Jos. (-00 ft.©., 101.10 Ijoso. Credit MO fl. 6. W. . 18V50 188.50 Don.-Dampssch.-Ges zn 100 ft. EM. . .1 98.50 99.C0 Triester 100 ft. CM. 117.50 118.50 bto. fO ft. 6.W. . 58.— 59,— Ofeiier . 40. fl o.W. 30.— 31,— Satm . „ 40 „ 40.— 41.- Palffy . „ 40 „ 27.50 28.50 Ctarv . „ 10 „ 38.— 38 50 St. Genoi«,. 40 „ 29.75 30 75 Windischgratz 20 „ 1 24.— 25.— Walbftem . 20 „ 22.50 23. - 10 „ 18.— 18.50 10 „ 15.25 15J0 atuboifejitft. Wechsel(32Ron.) [.ftibb.ro. if. "©tot $raac» flugitb. !00 Franks. 100 Bonbon 10 Paris too Mttnzen. 91.70 91.80 108.20 42.50 ikais.Milnj-Ducaten. 5.13 20-tzr-nk«sttick . . . 8.6760 «erein»lhaler . . .i 162.50 Silbn................! 107.26 91 80 91.90 109.10 42.60 5.17 8.6850 168. -107.75 Telegraphiscker Evursbericht am 30. Sdntier. Papier-Renle 67.30. — Silber-Rente 71.70. — I860« Staats-Anlehen 103.25. — Baiifoctien 962. — Srebit 33150 — London 108.90. — Silber 107.25. - #. f. Miln,-Ducate« —. - 20-Franc-StUcke 8.67. Drudf von Jgn. v. Kleinmahr & Fed. Bamberg in Laibach. Berleger unb filr die Redaction verantwortlich: Ottomar Bamber g.