Deutsche Macht (Irüher „Hissier Zeitung"). Erich«,», j.dt» >»» e«»»», u»d wr llilli mit H»»« «»»«»ich «. —M, lncrtcrs-»d,n, Dircttli^ti« fl. I «. »aldjiidrig ff. !>.»'. a«niiät|T larij; bei ffiic»n»o<*njtn cntftitt4 on. «k»«rli», »»» S»wiiii0r<»lon »t. «. «p.kchft,»»«n M » «Ich! bcrlicksichttqct._ Nr. 6. Cilli, Sonntag den 31. Januar 1883. VIII. Jahrsiank. Deutsche Städtevereine. Im südlichen Mähren ist in jüngster Zeit eine Organisation angeregt worden, welche die Er ielung eines einheitlichen Vorgehens der deut-schen Bevölkerung gegenüber der tschechischen Propaganda zum Zwecke hat. Ausgehend von dem durch die ReichSratswahlen bedingten enge-re» Anschluß derjenigen Städte und Märkte, welche zusammen einen Wahlbezirk bilden, soll ein deutscher Städteverein ins Leben gerufen und dadurch ein Schutz- und Trutzdnnd der Deutschen gegen das übermächtig und übermü-tig auftretende Slaventhum geschaffen werden. Die Idee ist gewiß vortrefflich und verdient allseitige Nachahmung; denn Gnheit verleiht Macht und es kann jedenfalls als sicher angenommen werden» daß das deutsche Volk, wenn eS sich auf nationaler Grundlag« zusammenfindet . in seiner Gesammtheit den gegneri» schen Angriffen viel leichter zu widerstehen ver-mag, als der einzelne deutsche Mann oder aber als die deutschen Minoritäten in einzelnen Städten. Speciell für uns im Unterlande, die wir uns in einer ganz ähnlichen Lage befinden, wie die Stammesgenossen in Mähren, wäre ein solcher Städteverein von nicht zu unterschätzendem Lortheile. Sowie die Deutschen in der genann-ten Markgrafschaft im Kampfe gegen die Tfche-chen, so bedürfen auch wir Deutsche in der südlichen Steiermark des engsten Anfchlußes an einander, um Stand halten zu können gegenüber den Angriffen der slovenischen Hetzcoterie. Un-sere Gegner, welche weit mehr national gesinnt und ungleich rühriger sind, als wir, haben in dieser Beziehung leider schon eii.en beträchtlichen Vorsprung gewonnen; sie haben bereits seit Jahresfrist ihren Nationalverein; es ist ihnen gelungen, eine Organisation zu schaffen, welche Die japanische Arau. Pros,sior 2). Brauns in „Unsere Zeit". In ihrem Häuschen ist die japanische Ehe-frau die unumschränkte Herrscherin über alle äußeren Angelegenheiten. Sonst ist sie aber durch-weg nur die erste Dienerin ihres Mannes, und nur wenn sie die Fähigkeit besitzt, sich unbe-dingt und schweigsam seinem Willen zu unter-werfen, hat sie die Aussicht, lebenslänglich in seinem Hause zu bleiben. Die Aussicht — denn selbst bei willenloser Unterordnung der Gattin unter den Gatten können böse Elemente ins Spiel kommen, denen das geduldige Weib nur zu oft erliegt. Hat ihr das Geschick einen Mann bescheert, der ihre sanfte Hingebung anerkennt, denkt er reell genug, sie behalten zu wollen, nachdem der Reiz der ersten Jugend vorüber, so hat er doch vielleicht Eltern oder sonstige nahe Verwandte, die ihm kein« Ruhe lassen und es durch stö-risches Wtsen oder auch durch die in Japan sehr verbreitete Jntriguensucht dahin bringen, daß daS Weib verstoßen wird. Tritt dieser Fall ein, so geht die Japanerin, gewöhnlich allein, ohne ihre Kinder, ruhig von bannen. Ist sie noch jung genug, so sieht sie sich nach einem anderen Manne um, mit dem es ihr vielleicht nach einiger Zeit nicht besser ergeht. Die Eheschließung in Japan ist ziemlich einfach und erfolgt durch keine andere Zeremonie, sich bis in die entlegensten Dörfer erstreckt. Soll-ten wir Teutsche da noch länger unthätig blei-den, sollten wir ruhig zusehen, wie unscre Geg-»er uns Schritt für Schritt von unserem eigenen Terrain verdrängen? Wie segensreich «in deutscher Städteverein in der südlichen Steiermark zu wirken vermöchte, ist unschwer einzusehen. Der große Vortheil, den er uns böte, wäre zunächst die Möglichkeit eines einmüthigen Vorgehens der deutschen Be-völkerung in allen nationalen und politischen Fragen. Von einem aus verläßlichen deutschen Männern gebildeten Eentral-Ausschuße geleitet, könnte der Verein in kräftiger Weise eingreisen bei den Reichsraths», Landtags - und Gemeinde-rathswahien; er könnt« durch häufig« Veran-staltungen von Versammlungen und Abhaltung von Vorträgen in denselben in ersprießlichster Weise wirken für die Kräftigung des deutschn»-tionalenBewußtltinS und für dieÄusklärung derBe-völkerung über ihre politischen und wirthschastlichen Interessen; er könnte dafür Sorge tragen, daß der nationale Kamps nicht wie vielfach bisher nur von Einzelnen und nach indiv duellem Ermessen, sondern vielmehr nach einem einheitlichen Plan« von der Gesammtheit, also naturgemäß mit vermehrter Kraft und erhöhter Gewähr für den Erfolg geführt werde; er könnte endlich in eminenter Weif« thätig sein für die deutsch-nationale Propagande auf publicistischem Wege. An die Stelle der Opferwilligkeit Einzelner würde die Opferwilligkeit der Gesammtheit treten und durch das Zusammenwirken Vieler eine viel bedeutendere Actionskraft entfaltet werden können, als es bisher möglich gewesen. Der Erfolg einer derartigen strammen Organisation aber würd« nicht ausbleiben. Vor Allem würde das Selbstgefühl, der Kampfes-muih und das Vertrauen in die eigene Sache bei Denjenigen gehoben werden, welche sich jetzt als daß das Brautpaar, selbstverständlich in reichem, vorschriftsmäßigem Putze, sich in das HauS des Bräutigams begibt und dort im Beisein von Eltern, Freunden, Verwandten und des Heiratstifters oder Vermittlers eine Schale „Sake" oder Reiswein (wie man ihn richtiger-weise zu nennen hat) zusammen leert. Damit ist die Heirat geschlossen. Hat die Braut reiche Eltern, so wird der Bräutigam von diesen ge-wühlt und meist zuvor adoptiert. Das Vermögen kann nach japanischen Rechte nicht in die Hände der Tochter selbst kommen, und geht daher an deren Gatten, den Adoptivsohn, über. Natürlicher-weise wird dadurch die Lage der Frau eine sehr prekäre. Hat sie das Glück, daß ihre Eltern so lange am Leben bleiben, bis sie sich als Gattin und Mutter eine feste Stellung erworben, so geht wohl alle» gut; verliert sie aber ihre Eltern frühzeitig, so theilt sie sehr oft das Los ärmerer Landsmänninnen und wird, gleich diesen, ohne jeglich« Entschädigung verstoßen. Es kommen indessen auch Fälle vor, wo eine Tochter ver-mögender Eltern mit dem Gatten in das Haus der Schwiegereltern zieht, und in solchen Fällen, wo eine Adoption des Schwiegersohnes nicht stattgesuut en hat, sind die Eltern der jungen Frau in der Lage, gerichtliche Vereinbarung zu machen und den Mann im Falle einer Versto-ßung zur Auszahlung einer bestimmten Summe anzuhalten. Bei der verhältnismäßig geringen vielleicht verlassen wähnen und, wen» auch mit innerem Grolle, Unrecht dulden, weil sie sich nicht die Kraft zutrauen, eS abzuwehren; es würde ferner allmählig das Nationalbewußtsein in allen Jenen erweckt, um nicht zu sagen: wachgerüttelt werden, welche der deutschen Michelnatur getreu die Ding« einfach gehen lasse», wie sie gehen, bis es zuletzt unmöglich wird, dem Lauf der Ereignisse halt zu gebieten; es würde der deutschen Bevölkerung Gelegenheit geboten werden, die Männer kennen zu lernen, welche den Muth und die Befähigung haben, in entschiedener Weise sür die nationale Sache einzutreten und eS würde andererseits allen energischen, kräftigen, tüchtigen Elementen die Gelegenheit geboten, sich durch opferfreudige Thätigkeit die ihnen gebührende Stellung zu erringen. Wir glauben, diesen Gegenstand nicht weiter ausführen zu sollen; denn wer Herz und Ver-ständnis für die national« Sache hat, der braucht nicht erst überzeugt zu werden, ihm genügt eine kurze Anregung un6 er wird nicht kleinlichen Bedenken Raum geben in seinen Erwägungen. Und so hoffen wir denn auch, daß unsere vor-stehende Anregung günstigen Boden finden werde und daß wir in Bälde werden sagen können: Die Deutschen im Unterlande stehen ein für das deutsch-nationale Programm wie ein Mann! Zu den bevorstehenden Aeichsraths» Wahlen. Cilli. 20. Januar. Man ist eben daran, das denkwürdige „ne boj se bratec" der edlen Stammesver-wandten unserer politischen Widersacher in nener Auflage erscheinen zu lassen. Wenn eS dabei auch weniger blutig zugeht, als anno Sicherheit des Besitzstandes in Japan ist auch dies Mittel durchaus nicht unfehlbar. Man darf nicht glauben, daß das willkür-liche, ungebundene Knüpfe» und Löftn der Ehe seitens des ManneS — die Frau hat diese« Recht für allemal nicht — nur in den niederen Classen und im Mittelstand« vorkomme; es geht so ziemlich durch all« Stände hindurch. Der Adelige oder Samurai, der sich trotz der Ab-schasfung seiner Vorrechte noch immer mit Stolz so nennt, entläßt seine Gattin, die Mutter seiner Kinder, «benso katblütig wie der niedrigste Kuli. Eine Ausnahme manchen höchstens die Mitglieder der kaiserlichen Familie und die frühere» Für-sten oder Daimios. letztere sofern sie seit ihrer 1871 «rfolgten Absetzung den frühen Wohlstand zu wahren wußten. Dies« behalten ihre Gemah-linnen stetS nominel bei. Dagegen halten I>e von« ersten Beginn der Ehe an sogenannte sieben-frauen. Der Mikado selbst hat solcher „Palast-damen," gewöhnlich Naischi genannt, der Regel nach zwölf, und nur selten fehlt eine an dieser Zahl, welche man stets wieder zu vervollständigen bemüht ist; die Daimios halten eine geringere Anzahl, welche im wesentlichen in ihrem Beliebn steht und gemeiniglich drei bis sechs beträgt. Nebensrauen hochgestellter Persönlichkeiten sollen im allgemeinen aus guten Familien gkwält wer» den, und die Herren pflegen nur dann von der Regel abzugehen, wenn sie ein Mädchen niederm 2 48, so ist zwischen den damaligen Versicherun-gen der fingerabschneidenden Croaten und unseren Volksverführern, die mit den süßesten Friedensversicheruugen uns Deutsche am lieb» sten verspeisen möchten, doch eine zarte Aehn-lichteit vorhanden. DaS Thema von den nächsten Wahlen erfährt stets eine so sanfte liebliche Zurückweisung, daß die Aufmerksamkeit der Teutschen im Unterlande unwillkürlich auf die« selben, und beziehungsweise das Verhalten unserer sehr ehrenwerthen Gegner gelenkt wer--den muß. Es dürfte wohl kauni Jemanden geben, dem der mit Geschick erfolgte Angriff auf unsere Einheit bei den letzten Reichsraths-wählen nicht völlig klar ist. Die edlen Gegner sandten einen Deutfchen, nachdem er zuvor sein altes politisches Glaubensbekenntniß seier-lich abgeschworen hatte, und das neue allein seligmachende angenommen hatte, ungefähr so. wie wenn ein Ehrenmann seinen Rock ans Reisen wechselt. Gewaltige Factoren sprachen für ihn. Er war ein Teutscher gewesen. — kam mit einem wirthschaftlichen Programme comme il fant, sprach nicht schlecht, gab eine Fülle von Versprechungen, erweckte Hoffnungen, — kurz er hatte prächtige Jnstructionen von den in politischen Spiegelfechtereien ergrauten Gesellen erhalten. Die ganze Schaar der Herren Eapläne, die in Marburg eine so wunderbar gediegene politisch»religiöse Erziehung erhalten, war auf Seite unser Gegner. Die Regierung dürfte es an manchem zartem Winke auch nicht haben fehlen lasten, und wenn der Gesandte der pervakischen Clique in Laibach trotzdem nicht gewählt wurde, so ist das wahrhaftig ein Ereignis, dessen niau sich noch heute freuen darf. Wie die Actien für uns heute stehen, das weiß man im nicht-factiöfen Lager ziemlich genau, — daher stets für uns das Schlummerliedchen gesummt wird, sobald wir an die Wahlen denken. Man weiß es. daß das elende Denunciren und Verläum-den feine Früchte reichlich trug. Das Bürger-thum des Unterlandes protestirt laut und feier-lich gegen die Machinationen einiger daher-gelaufener Unruhestifter, die in keinem Stande, dem sie angehören, etwas gelten. In ganz Untersteiermark exiftirt. wenn wir den Lehrer-stand ansnehnien, nicht ein halbes Dutzend „Slovenen," die irgend eine nennenswerthe Leistung fiir's Volt zu verzeichnen haben, es sei denn, daß sie es eine Leistung nennen den Bauernstand aufzuhetzen. Sehen wir uns ein-mal die Candidaten unserer Herren Gegner an. Ein Blick ins Lager unserer edlen Feinde dürfte die Erkenntniß bringen, daß nicht alles golden ist. was einen Schimmer besitzt. Wir finden da vor allem, daß die Stellung des Abgeord-neten Dr. Vosnjak für den Reichsrath und Standes finden, das ihnen durch geistige und körperliche Eigenschaften vorteilhaft auffällt. Uebrigens steht es jedem Japaner frei, sich Ne-benfrauen zu halten, und sobald es ihm seine Mittel gestatten, macht er von diesem Rechte Gebrauch. Die Söhne der Nebenfrauen gelten als legitim und treten, falls die rechtmäßige, erst« Gemahlin keine männliche Nachkommenschaft hat, in die vollen Erbrechte «in. Eine unausbleibliche Folge dieser ungezwun-genen, bunten Verhältnisse ist es. daß die ver-schiedenen Schichten der Gesellschaft in Japan vollständig durcheinandergewürfelt werden. Man spricht viel von zwei verschiedenen „Typen," einem feineren, zarten und einem derben, breit-sichtigen, und eS ist keine Frage, daß neben der Mehrheit der Japaner, welche dem letzteren an-gehört, eine gewisse Anzahl derselben vorkommt, welcher sich vortheilhaft im Aeußern hervorthut. Vollkommen irrig ist es aber, diese Minderzahl den vornehmeren Classen, auchnur vorzugsweise, zutheilen zu wollen. Da solche Behauptungen auch in die Literatur eingedrungen, so galt eS, mög-lichst unbefangen und vorurtheilslos an diese Frage heranzutteten; doch schließlich fand ich auch nicht einmal eine annähernde Bestätigung jener Ansicht. Hatte ich tage-, ja wochenlang unter der ärmeren Bevölkerung die bausbackigen, breiten Gesichter beobachtet, so machte «ine ein- „lyrisch« Macht." die des Professors Zolgar für den Landtag ziemlich stark erschüttert ist. Dr. Vosnjak. der Apostel der kramischen Pervaken. der mit großem Freimuthe als steirifcher Abgeordneter die Interessen KrainS vertritt, ist in einem Grade unpopulär geworden, daß an die Auf-stellung seiner Candidatrr nicht mehr gedacht wird. Zudem befinden sich unter den steiri-schen „Slovenen", recte Windischen, mehrere, die selbst stark nach der Ehrenstelle schielen, die ihnen so leicht erreichbar dünkt. Natür-lich! Bisher galt folgender Usus: weun die Machthaber beschlossen, den X zu wählen, so wurde er gewählt. Der Bauer ist ja bei uns nur Stimmvieh, und wird immer nur als solches behandelt. Wir werden übrigens sehen, ob der nächste Candidat auch so ohne Wei--tereS gewählt wird. Jedenfalls glauben wir unseren Pervaken einen Dienst zu erweisen, wenn wir Herrn Dr. Vosnjak darauf aufmerksam machen, sich lieber bei Zeiten nach einem anderen Wahlbezirk umzusehen, denn hier bei unseren Bauern würde er wie neulich, trotz flovenifchem Verein, trotz Pauken und Trom-peten eine ordentliche Blamage zu regiftriren haben. Abgesehen von allem Anderen wird dem Bauer mit der Zeit auch die Binde von den Augen fallen, und sobald dies geschehen ist und er auf eigenen Füßen steht, wird der ganze Slovenenschwindel sein Ende erreicht haben, weil dann an Stelle der idealen Deutschenfreffer - Politik. jene des gesunden Menschenverstandes treten wird; mit anderen Worten, weil in jenem Augenblicke ein Auf-erstehungsfest der freundschaftlichen Beziehnn-gen zwischen dem deutschen Bürger — und dem wendischen Bauernstande gefeiert werden wird. DaS Alles steht freilich nicht am Pro-gramme des „Slovenifchen Vereines." Was Herrn Zolgar anbelangt, so schimpfen seine edlen Parteigenossen, die ihn um seine Ehren-stelle beneiden, mit solcher Ausdauer über ihn. daß sein politisches Ansehen in ihren Kreisen zu Nutz und Frommen eines wendischen Stre-berS nothwendig zn Grunde gehen niuß. Aolgar und Vosnjak werden nächstens fallen, der eine muß einem anderen den Platz räumen, und den anderen mögen die Bauern, und — wir sind so frei es zu sagen — auch wir nicht; darum wird er nächstens fallen. M. Msitische Bnndschau. Cilli, 20. Januar. Inland. Aus dem Hieichsrathe. In der gestrigen Sitzung des Abgeordneten-Hauses hat der Herr Finanzminister, angeregt durch die abfällige Kritik, welcher seine in erster zige Soiröe in vornehmer Gesellschaft jeden daraus gezogenen Schluß zu nichte. Ich starrte in grobe, oft recht gemein aussehende Gesichter der echten DaimioS und vornehmen Beamten, deren Ana-loga selbst unter den KuliS sich nur mit einiger Mühe finden lassen; ich fand Hofdamen mit breiten Backenknochen und stark vorragender Mundpartie, die sich in keiner Weise von den häßlicheren Frauen aus dem Volke unterschieden, der faltigen, grauen Gesichter veralten Fürstin-nen gar nicht zu gedenken, welche oft jeder Spur vornehmen GefichtsfchnitteS bar waren. Dann wieder bemerkte ich unter den Mädchen des VolkeS, welche Seide haspelten oder spannen oder mit Gartenarbeit beschäftigt waren, Gesich-ter, welche für japanesische Verhältnisse schön genannt werden durften, mit fein geschweiften Augenbrauen, kleinen Mund, aus dem die Zähne perlengleich erglänzten, und mit der längeren, „feingebogenen," sogenannten vornehmen Nase. Bei den Schattenseiten des ehelichen Ver-hältnisseS in Japan könnte eS wunder nehmen, daß man häufig von alten Frauen und Müttern hört, welche eine gewisse Rolle spielen. Solche Frauen nämlich, welche in vollkommener Pas-sivität und schweigender Duldsamkeit die be-denklichen Jugendjahre überstehen, fassen mit dem Heranwachsen ihrer Kinder immer festeren Fuß. Die Männer altern im allgemeinen früh und bekommen nicht selten infolge schlecht ver- 1883 Lesung stehenden Steuergesetzentwürfe von Abge-ordneten der Link-n unterzogen wurden, das Wort ergriffe». Wir werden auf die betreffende mehr polemisch gehaltene Rede selbstverständlich noch zurückkommen; müßen aber schon heute bemerken, daß uns dieselbe keineswegs geeignet erscheint, die linksseitig erbrachten Bedeuten zu entkräften. Als werthvollftks Moment glauben wir das Geständnis Sr. Excellenz hervorheben zu dürfen, daß die Textirunq des Ges>tzeS MiS-deutungen ermöglichende Unklarheiten zeige; den« dieses Geständnis genügt um den Wählern «ine Vorstellung von dem behutfammen Ernst beizubringen, mit welchem bei uns in Steuer-gefetzgebungs-Angelegenheiten vorgegangen wird. Per Strike der datmatinilchcn Abgeordnete«. Die slavischen Abgeordneten DalmatienS, denen der Erlaß des Statthalters Jovanovic so gewaltig an die Nieren ging, scheinen be-reits besänftiget zu sein, da eS sich nunmehr herausstellt, daß der Genannte nur zur Ver-eiufachung des Geschäftsganges den Beamten den Gebrauch der deutfchen Sprache empfohlen habe. Hoffentlich wird es wohl bei dem complicirten dreisprachigen Systeme bleiben, damit die dalmatinischen Croaten nicht am Ende dieDrohung verwirklichen und von denBerathun-gen des Abgeordnetenhauses fern bleiben. Ihre Abwesenheit wäre gewiß eine furchtbare Strafe für den österreichischen Parlamentarismus. Wer weiß ob die Gesetzgebung nicht zu pau-siren gezwungen wäre. Jedenfalls würde die Budgetdebatte wenig Interessantes bieten, denn die Deklamationen über das slavisch-dalmatinische Hellenenthum, über die griechische Schönheit der slovenifchen Sprache und das Ehrfurcht einflößende Alterthum derselben würden nicht wieder laut werde», es sei denn, daß Dr. Vosnjak. der gerne eine Supplenien-rolle übernimmt, für sie einspringen würde. — Das Originellste an der gedachten Affaire ist jedenfalls der Umstand, daß £s.M.L. Jovanovic ohne zu wissen wie in den Ruf eines Germanisators gekommen ist. Ausland. HtKändaiß eines deutschen ZseldKerrn. Der Statthalter von Elsaß - Loth-ringen. Feldmarschall Manteuffel, veranstaltete am verflossenen Montage zu Ehren des Landesausschusses ein Diner, und sprach sich bei deniselben mit soldatischer Ehrlichkeit und mit überlegener Verrachtung jeglicher officiöfen Schönfärberei gegen die Abgeordneten der Reichs-lande aus. Wir entnehmen der hochbedeutsamen Rede, welche sowohl den staatsmännifchen Scharf- lebter Jugend mancherlei Gebrechen, und dann ist ihnen die Frau als liebende Krankenpflegerin unentbehrlich. So kommt es, daß die Japanerin in alten Tagen oft viel mehr Einfluß gewinnt, als ihrer Umgebung nützlich nnd angenehm ist. Dazu kommt noch eine, man möchte sagen blinde, aber über alles rührende Liebe der Kinder zu den Eltern und am meisten zur Mutter. Die volksthümliche Literatur der Japaner ist gleich der der Chinesen voll von Verherlichung des Gehorsams und der hingebenden Liebe der Kin-der zu den Eltern, und von allen ihren ethischen Vorschriften wird keine so rein und aufrichtig geübt. Ist der Hausherr zu seinen Väten heim-gerufen, so legt die Wittwe ihre schönste Zierde auf dem Altar der Pflicht nieder: sie schneidet ihr Haar kurz ab und schmückt es nie wieder niit der geringsten Zurät. Diele Sitte geht durch alle Stände und ist um so auffallender, als gerade der Kopf der Japaneferin bis zu jenem Zeitpunkte mit dem ausgesuchtesten Fleiß be-handelt und von frühester Jugend an mit Gold und Flitterwerk, mit Blumen leuchtender Seide verziert wird. Vornehme Damen, auch Fürstinnen tragen als Wittwen am Hinterkopf nicht selten ein herabhängendes, fingerlanges Zöpfchen, daS durch ein Papierftreifchen zusammenhalten wird. — Gleich der Haartracht ist auch die Kleidung 1883 blick als den kühnen KriegSmann characterisirt. folgenden PassuS: Ich wende mich heute an Sie, geehrte Herren, als an politische Männer, welche das Vertrauen des Landes besitzen, und will über den Stand unserer Versnssungsfrage sprechen. Volle Klarheit hierüber ist geboten. Schon als ich daS erste Mal die Ehre hatt«, Sie bei mir zu sehen, habe ich es ausgesprochen, daß nach meiner Ansicht Elsaß-Lothringen von dem Tage seiner Wiedervereinigung mit Deutsch-land an in siine vollen Landesrechte tritt, weil «S diese niemals verwirkt gehabt; denn nicht freiwillig war ,S zu Frankreich getreten, nur durch die Schwäche des Reichs war es diesem verfallen. Ich hab« Ihnen ferner ausgesprochen, daß ich es mir als Aufgabe meiner letzten Lebensjahre gestellt, diesem Lande fein« vollen Verfassungsrechte zu erwerben. Sie können sich also denken, wie alle meine Handlungen nur dieses Ziel im Auge haben. Und selbst Maß-nahmen, die momentan recht unpopulär scheinen, und zu deren früherem Ergreifen bei den fort-währenden Agitationen von auswärts mich daS Gebot der Selbsterhaltung zwang, hängen doch mit diesem Grundgedanken zusammen, denn es liegt ja nicht eine bloße Rechtsfrage vor. eS handelt sich zugleich um eine politische Frag?, bei deren Erledigung daS Reich feine eigenen Interessen mit in Betracht ziehen, bei der eS die Gewißheit haben muß. daß Elsaß - Lothringen selbst das Definitive seiner Wiedervereinigung mitDeutschland anerkennt. Kann ich diese Frage bejah«» ? Rein! Ich führe einzelne Fälle an. Noch zu einer Zeit, wo während der ganzen Sitzungsperiode nur französisch gesprochen wurde, nahm «in M.tglied deS MunicipalrathS in Metz die auf ihn gefallene Wahl nicht an, weil er nicht deutsch verstände. Dreimal wurde diese Wahl erneut, und dreimal wurden Männer gewählt, welche die Wahl aus demselben Grunde ablehn-ten. Französische Blätter priesen das. In Deutsch-land machte es den Eindruck der Demonstration. Sie erinnern sich, meine Herren, daß ich in meine»! heißen Streben, dem Lande möglichst bald seine Vcrsafsungsrecht« zu verschaffen, die Bitte aussprach, Männer in den Reichstag zu wählen, welche di« Zusammengehörigkeit von Elsaß-Lothringen mit Deutschland offen aner-kennen. Der Erfolg ineines Rathes ^ war, daß unter anderem ein Abgeordneter auf das Pro-gramui gewählt wurde, das in den Worte»: Vrotsststion et Action gipfelt. Die Protestation datirt von Bordeaux und erhält dadurch ihre sehr bestimmte E-klärung: „Krieg, damit Elsaß-Lothringen nicht bei Deutschland lileibt." Krieg! Ja, meine Herren, ich bin Soldat nnd Krieg ist des Soldaten Element und wohl möchte ich das Hochgefühl nochmals schmecken, in einer Feldschlachi zu conimandiren, zu wissen, daß die der Japanerinnen durch strenge Vorschrift ge-regelt und seit Jahrhunderten unverändert ge-blieben. Europäische Tracht an Stelle der etwas unbeholfenen, aber dem Klinia trefflich ange-paßten Nationaltracht zu fetzen, wird für die Frauen sicherlich sehr schwer halten. Wenn auch die Männer auS ZweckmäßigkeitSrücksichten all-mählich dazu gebracht werden, so hat doch die Frau in ihrer zurückgezogenen, engen Sphäre keine derartigen Gründe, vom Altherkömmlichen abzugehen. Auch ist dies in gewisser Hinsicht kauni zu wünschen. Zwar gehöre ich nicht zu denen, welche, wie die sonst gut beobachtende Miß Bird, den Japanerinnen „Grazie" andichten möchten ; dies würde sich vor allen Dingen nicht mit ihre», schleppenden, unbeholfenen Gange vereinigen. Wenn sie aber ruhig sitzen, wissen sie uns doch durch ihr schmiegsames, bescheidenes Wesen zu gewinnen. Ob sie dies nun in der europäischen Tracht beibehalten oder gar durch aktivere Änmuth ersetze» könnten, möcht« ich sehr bezweifeln. Außerdem aber dürfte die pekuniär« Seit« der Frage in Betracht kommen. Wenn man bedenkt, wie di« Japanerin immer-fort ihre Kleider nach einem Schnitt« trägt und nie der Mode unterworfen ist, so kann aus der anderen Seite der Gedanke an di« national-ökonomische Verschwendung, welche in ganz Europa durch die Modesucht veranlaßt wird, wohl den Kopf schwindeln machen, und dieser Deutsch« Wacht." Kugeln deS Feindes jenen Augenblick vor Gottes Richterstuhl rufen, und zu wissen, daß von dem Befehle, den man giebt, die Entscheidung der Schlacht und fomit das Geschick deS Vaterlandes abhängen kann. Diese Gefühls» und GeisteSfpan» nung ist göttlich groß! Aber als Statthalter von Elsaß-Lothringen kann ich diesen Krieg nicht wünschen. Ich habe di« EondeS und TurenneS. ich habe die Campagnen Napoleons zu viel studirt und habe di« vier Schlachten, in denen ich französischen Truppen gegenüber gestanden, in zu frischer Erinnerung, um die französischen Armeen nicht zu respectiren, aber meine deutsche Armee kenne ich auch und das weiß ich auch, daß, wenn dieser Krieg unS nochmals aufac-drungen wird, hunderttaufende von deutschen Frauen ihren Söhnen daS „mit oder aus dem Schilde" zurufen. DaS würde kein bloS politischer, das würde ein Nationalkrieg, und fei«_ Land müßte mehr unttr ihm leiden, als Elsaß-Loth-ringen bei seiner geographischen Lage und bei seinen beiden großen Festung«». Ich wiederhole, ich fürchte den Krieg nicht, aber auf das Ge-wissen möchte ich es nicht nehme», ihn zu schüren." Per ?«lsch des Vrinzen Nur unserer senfationSbedürftigen Zeit ist eS zu danken, wenn der alberne Schritt deS „dicken" Napoleon zu einem politischen Er-eignisse ersten Ranges aufgebauscht und von der gesammten Presse des Kontinents glossirt wird. Wenn Prinz Jerome, die Schwäche der Bonapartisten einsehend, den Orleaniste» oder Legitimiste» einen Streich spielen wollte, um der französischen Regierung ein videant eonsnles zuzurufen, dann allerdings hat er fernen Zweck erreicht. denn der Antrag Floqnets in der Pariser Kammer auf Verbannung aller Mit-glieder der ehemals in Frankreich regierenden Familien beweist, daß die Republik bereit ist. monarchische Aspirationen im Keime zu er-sticken. Nun einmal die Dringlichkeit des Floquet'schen Antrages angenommen ist. dürfte sich auch in der Volksvertretung die erforder-liche Mehrheit für denselben finden. Und das wäre gewiß das Beste, waS sich überhaupt zum Schutze der Republik ersinnen ließe. Freilich ist der in Frohsdorf residirende Heinrich V. persönlich ungefährlich, so lange er im Auslande weilt und an seiner Schrulle, der weißen Fahne, dem Symbol der alten Feudal-Herrschast festhält. Aber im Lande selbst sind die Mitglieder der Familie Orleans. Der Herzog von Aumale übt ein hohes Commando in der Armee aus. Der Graf von Paris ist ein geachteter, staatswiffenfchaftlicher Schriftsteller , der Herzog von Joinville erfreut sich L- Umstand mnß unter den gegenwärtigen Ver-Hältnissen die europäische Damentracht als eine Errungenschaft sehr zweifelhasten Werthes er» scheinen lassen. Der Wartstreit in Wubtand, viidoltn. Peter der Große, der mit den Sitten und Gewohnheiten der Franzosen und Deutschen auch die Wissenschaften und Künste dieser Nationen fast gewaltsam unter seinen noch halb barbari-schen Unterthanen einführen wollte, begriff gar bald, daß die möglichst radicale Veränderung des äußeren russischen Menschen sehr viel zum Ge» linge» feiner Reformationspläne beitragen wür-de. Er befahl deshalb, daß feine Unterthanen, wenigstens fo weit sie in den Städten wohnten, sich künftig hin in französischer Weise kleiden sollten. Da aber französische Alamodekleider und lange russisch« Bärte gar zu ungewöhnliche Contraste gebildet hätten, so sollten auch die letzteren unweigerlich abgeschoren werden und eS wurden strenge Ukase deshalb erlassen. Wie bekannt, ließ er in Moskau an verschiedenen Orten Kleidermodelle ausstellen und es waren Aufseher angestellt, die nach den Modellen die Röcke d«r Vorübergehenden abmessen und Stücke davon abschneide» sollten, wenn sie zu lang be- 3 von früher her besonderer Sympathien in der Kriegsmarine, der Herzog von ChartreS end-lich, der Enkel LouiS Philipp'S genießt als schneidiger Officier die Achtung der jüngeren militärische» Generation. Zu alledeni kommt noch der ungeheuere Reichthum der Familie Orleans, der im gegebenen Falle bei »ranzö-fischen Waghülsen in Armee nnd Flotte leicht ausschlaggebend zu werden vermöchte. Kurz, der Antrag Floquet träfe die Orleans am härtesten, würde aber auch die Republik am meisten vor Anschlägen zu schützen geeignet sein, welche früher oder später im Interesse eines der genannten Prinzen geplant werden möchten. Intrigue« am goldenen K>orn. In Conftantinopel ist gegenwärtig der französische Einfluß thätig, um die dortigen leitenden Kreise aufzustacheln und zu allerlei abenteuerlichen Schritten oder auch zum Wider» stände gegen europäifche Strebungen zu be-stimmen. Erfahrungsgemäß aber ist nichts leichter, als den türkischen Machthabern die sonderbarsten Anschauungen beizubringen und sie zu allerlei thörichten Handlungen zu verleiten. Die jüngsten Auslassungen offieiöfer türkischer Blätter, daß die Pforte, Egypten, Bulgarien und Bosnien revindieire» wolle, waren die Früchte französischer Einflüsterungen, und die Unruhen in Ostrumelien sind höchst wahrscheinlich ebenfalls auf einen gleichen oder ähnlichen Ursrung zurück» zuführen. Pariser Blätter haben ütr.genS selbst in den letzten Tagen derartige Anspielungen ge-bracht und von einer angebliche» Absicht Oefter» reich«, nach Salonichi vorzurücken im Zusammen-hange mit der Gefahr der Aufrollung der großen Orientfrage durch Englands egyptische Politik gesprochen. DaS waren Denunciationen, die die französischen Intriguen verdecken sollten, die aber gleichzeitig zu Verräthern an ihren Ur-hebern wurden. Thatjache ist, daß man in Con-stantinopeler Regierungstreisen auf Frankreich jetzt große Hoffnungen setzt, und bei aller Ge» heimthuerei von beiden Seiten, ist es nicht un» bekannt gevlieben, daß seit einiger Zeit der französische Einfluß zu einem maßgebenden sich aufzuschwingen verstanden hat und eine seit Jahren nicht mehr vorhanden gewesene Geltung erreicht hat. Um aber dem Einfluß Stabilität zu verschaffen ist ein förmlicher französischer Ordensregen auf die Umgebung deS Sultans niedergegangen. Die diversen Paschas wurden mit rothen Bändchen der französischen Ehren» legion überschüttet. funden worden, was bei den allrussische» langen Kastanen natürlich stets der Fall war. Es ver» urfachte den Moskowitern freilich großes Herze-leid als sie die althergewohnte Tracht ihrer Vorfahren fo plötzlich ändern mußten, weil sie glaubten, sie würden im Varadiese für keine rechtgläubigen Christen gehalten werden, wenn sie dort nach ihrem Tode in „heidnischer" Kleidung erscheinen müßten. Allein eS hals kein Protestiren und Jammern. Peter hatte sich schon so sehr in Respect gesetzt, daß sich nicht leicht jemand erdreistete, ihm zu widersprechen. Seine Unter-thanen wußten bereits aus Erfahrung, daß einig« Hundert abgehackt« rebellische Strelitzenköpfe ihren ^ar eben kein unangenehmes Schaugericht wa» ren. Man gehorjamte also dem »leiderukafe, und die langen russischen Kaftane wichen den kurzen französischen Röcken. Sobald e« aber auf die Värte ankam, fand Peter mehr Wider» stand, als er erwartet hatte. Viel« Leute schlichen sich heimlich mit ihren Bärten auS dem Land«? andere wollten lieber d« Köpf« sammt den Bärten, alS die Bärte allein verlieren; die Geistlich««» mischte sich endlich mit darein und eine große Procefsion und Deputation von mehr als taufend der ehrwürdigsten und längsten Bärte flehte auf die beweglichste Art um ihre künftige Fortdauer. Doch der Zar blieb unerbittlich und eS würde wahrscheinlich zu einer allgemeinen Bart-Revo-lution gekommen fein, wenn man nicht schließlich 4 Korrespondenzen. Rom, 18. Januar. (Ong.-Corr.) sD emon-st r a t i o n e n und kein Ende!j Die deut' scheu und österreichischen Zeitungen berichten davon und wissen sogar, daß schon viele Fremde deshalb abgereist seien, — wer aber hier lebt, sieht und hört nichts davon, wenn er es nicht selber aufsucht. Während die ganze anständige Presse Italiens die Bürger zur Ruhe undOrdnung ermähnt und nach Möglichkeit allenfalls geplante und verhinderte Demonstralionen zu verschweigen sich bemüht, ist ^anderseits die radikale Presse, welche uiit den französischen Anarchisten rege Fühlung hält, eifrigst bestrebt, jeden kleinen Zusammenlaus der lieben Staßenjugend zu einer „Oberdank-Demonstration" aufzubauschen. Man hat die Sache ordentlich müde und sowohl die Gegendemonstrationen, als die ganze Haltung der Bevölkerung zeigen, daß diese kleine Partei im Volke keinen Anhang hat. In italienischen Militärkreisen, besonders in der jüngeren Gene-ration, welche die SalonS des russische» Gesandten frepuentirt, wurde in letzter Zeit die Stärke und Schlagfertigkeit der österreichischen Armee lebhaft besprochen. Man giebt sich der Idee hin, die slavischen Elemente des Heeres würden im Falle eines Krieges zwischen Oesterreich und Italien mit Rücksicht aus die neulich von Böh-men und Croatien aus proclamirte franco-sla« vische Verbrüdernng den Dienst versagen. Da dürften sich die Italiener doch täuschen; die Herren aus CzaSlau und Agram hatten daS Bedürfnis sich zu plamiren, — bis auf die Armee hat sich die neuslavische Aera noch nicht auSge-dehnt. Der Fremdenzufluß ist in diesem Jahre sehr gering; in Rom sind wenig Fremde, im übrigen Italien fast gar keine. Die langen Uu-terbrechungen des Eisenbahnverkehres in Ober-italien, das Elend und die Noth in der Heimath, die politischen Wirren, dies alles hat dazu bei-getragen die Reiselust zu vermindern. Man hofft viel von der Kunstausstellung, welche an« 21. d. M. eröffnet werden soll, doch scheint eS vor-derhand noch nicht, als ob Zuspruch zu erwar-ten wäre. Oesterreich wird sich aus politischen Gründen nicht an der Ausstellung bethätigen. Zur Eröffnung sind großartige Feierlichkeiten in Aussicht gestellt über welche ich Ihnen sofort berichten werde. Wien, 18. Januar. (Orig.-Corr.) sD i e Officiösen und F. M. L.Jovanovic.1 Wir Habens doch schon herrlich weitgebracht! Officiöfe Federn sind bemüßigt und verhalten einen k. k. Statthalter zu entschuldigen, dieweil demselben von Deutschenfreffern ein Vorwurf daraus gemacht wird, daß er sich für die deut-- doch ein Mittel ausgefuiiden hätte, diese ernst-hafte u. gefährlicheStreitsache in'S Gleiche zn drin-gen. Man verfiel nämlich schlauerweise auf die Einrichtung einer Bartfteuer! Die gewissenhafte-sten Langbärte der Nation vereinigten sich, dem Zaren eine sehr bedeutende Summe Geldes für die Schonung ihrer Bärte anzubieten. Der Vorschlag wurde mit Vergnügen angenommen (denn Peter konnte Geld gut brauchen) und dabei festgesetzt, daß alle diese Familienväter für sich und ihre Nachkommen sich für ewige Zeiten verpflichten folltcn. einen jährlichen Tribut für ihre Bättekzu bezahlen. Dabei blieb eS auch. Obgleich die langen Bärte sich von selbst nach und nach unter dem gemeinen Volke wieder einschlichlichen. so daß man nach Pe-ter« Tode fast niemand ohne Bart gehen sah. so mußten dennoch die betreffenden sehr zahl-reichen Familien fortdauernd den jährlichen Tri-but für die geretteten Bärte ihrer Ähnherren er-lege. Diese Leute erhielten einen besonderen Na-men, man nannte sie „Roskoltschiki" und be-trachtete sie als eine abgeschlossene Secte der Altgläubigen. Sie hatten vormals die Verpflich-lung. als äußeres Zeichen ihres versteuerten Privilegiums der Bartfreiheit auf dem Rücken zwischen den Schulter» einen viereckigen rothen Lappen auf.ihren Rock zu heften. „Ptnif+t Macht tische Amtssprache eing?setzt habe. Das ofsieiöfe ZeitnngSgeflüster nimmt sich erkleckliche Mühe die aufgeregten slavischen Gemüther mit der de-voten Versicherung zu beschwichtigen, daß der von der nationalen Vehme in Bann gelegte Statthalter es mit seinen bescheidenen — wohl-gemerkt — bescheidenen Bemerkungen nicht so arg gemeint habe. Um sich aver ein muthiges Air zu geben, fügt eS hinzu: daß bei der jün-geren strebsamen Beamtenwelt die Worte des Statthalters gewiß nur Anklang finden werden. O über diese jüngere strebsame Beamtenwelt vulgo Streber genannt. Weiß man in der jün-gern gleichfalls strebsamen Officiosenwelt wirklich nicht, daß all der nationale Schwindel., der Oesterreich in Zwist und Hader stürzt, gerade in dem nichtsnutzigsten Streberthun seine Wurzel hat ? Gerade die Streber und zwar jene Streber, welche die Ursache haben die Concurrenz der Fähigen zu fürchten, schwärmen für das „interes-sante" Nationalthum. Wenn dieses zur Geltung kommt, kann auch ein sonst Unfähiger zu Stelleu und Ehren gelangen; denn in solchem Falle sieht man nicht auf die Tüchtigkeit sondern auf die Nationalität. Nein bei den Strebern wird F.M.L. Baron Jovanovic keinen Anklang finden. Wikt», 17. Januar. (Orig.-Corr.) sDaS Recht der K r i t i f.] Selbst im absolutistischen Rußland ist die Kritik von Gesetzes-entwürfen, die sich noch im Stadium der Vorbe-rathung befinden, erlaubt. Erst wenn sie den Staatsrath pasfirt haben und auf Befehl des Czaren vom Ministerium promulgirt sind, dürfen die Gesetze nicht getadelt werden. Von diesem Momente ab. aber erst von diesem, ist es den Organen der Ocffentlichkeit verwehrt, auf die wahrscheinlichen, »täglichen oder ver-tnntheten üblen Folgen der rechtskräftig ge-wordenen Gesetze aufmerksam zu mache». Der Erfahrung kann man freilich niit einem Ver-böte nicht beikommen und sie thut denn auch in den meisten Fällen, was die Zeitungen nicht thun dürften, sie zeigt die üblen Folgen der betreffenden Gesetze auf: aber, was verschlägt dies den Gesetzesmachern? Sind es ja nicht sie, welche unter den üblen Folgen zu leiden haben. Uebrigens bietet doch das uneingeschränkte Gesetzgebungsrecht die Gelegen-heit das verfehlte Gesetz tut Handumdrehen zn ändern und während die Angelegenheit vor dem Staatsrathe schwebt, lebt die Freiheit der Kritik wieder auf..... Wie sich's zeigt sind die russischen Zeitungen nicht auf Rosen gebettet; aber die liberalen deutschen Journale in Oesterreich haben gleichwohl alle Ursache auf dieselben mit Neid zu blicken; denn das Schicksal, von welchem heute die „Deutsche Zeitung" ereilt wurde, weil sie die Unvorsichtigkeit beging zn glauben, die Kritik von Gesetzentwürfen sei in Oesterreich so gnt erlaubt wie in — Rußland, beweist, daß sie noch ärger daran sind als ihre russischen College«. Ihnen wird das Recht der Kritik von Gesetzentwürfen, not» bevs von Steuer-Gesetzentwürfen, vorenthalten; sie dürfen auf die üblen Folgen von Bestimmungen nicht hinweisen, die ein i» Vorschlag gebrachtes Gesetz »ach sich ziehen kann, sie dürfen nicht sagen, durch die Bestimmungen dieses Gesetzes werden die ... . besitzet im Vergleich zu den . . . . ellen.......Schweren Herzens gehen wir aus diesem Grunde an unsere kri-tische Aufgabe, aber langjährige Uebung und die Lehre von der Heiligkeit der Absichten der Regierung, die wir uns hinter die lehren geschrieben haben, verleihe» uns den Muth zu dem kühnen Wagniß: Demgemäß schicken wir voraus, daß es uns auch nicht im Traume beifällt. Herrn von Dunajewski böse Absichten zuzuschreiben, daß wir uns vielmehr bentüßigt fühlen, die Behauptung aufzustellen, unser Herr Finanzminister sei von der Ueberzeugung durchdrungen, seine Steuer-gesetzgebung sei die beste unter den möglichen und daß die von ihm vorgeschlagenen Steuern all' den vier Bedingungen entsprechen, welchen nach Adam Smith eine gute Steuer entsprechen soll, diese vier Bedingungen sind: 1. Daß die Steuer so leicht wie möglich auf der Pro- 1883 duction laste, um am wenigsten die Vergröße-rnng des allgemeinen Fonds, aus welchem die Steuer bezahlt und das Gemeinwesen erhalten werden soll auszuhalten. 2. daß die Steuer leicht und wohlfeil zu erheben sei und so direct wie nur möglich auf den schließlichen Zahler falle, um dem Volke über den Betrag hinaus, welchen die Regierung erhält, so wenig als thunlich zu nehmen. 3. daß die Steuer fest bestimmt sei, um von Seiten der Beamten die wenigste Gelegenheit zur Tyranei oder Corrup-tion und von Seiten der Steuerzahler die wenigste Versuchung zu Gesetzübertretungen und Umgehungen zu bieten. 4. daß die Steuer gleich belaste, um keinem Bürger einen Vor-theil oder Nachtheil im Vergleich zu Anderen zuzufügen. Wenn man uns trotz der so rück-haltslosen Anerkennng der guten Absichten der Regierung wird verbitten wollen den Nach-weis zu führen, daß die vier neuesten Steu-ergesetzentwürfe keine einzige der vier vorsteh- enden Bestimmungen erfülle, dann..... Hoch, die österreichische Preßfreiheit I Sauerbrunn, 18. Januar. iOtig-Corr.) Mischer im Trübeit.] Den diversen Beglückungen, welche in den letzten Monaten dem Curorte Rohitsch - Sauerbrunn zu Theil wurden, reiht sich eine in Nr. 98 der „Süd-steirischen Post" veröffentlichte Original-CorreS-pondenz recht würdig an. Besieht man sich diese amerikanische Dudelsackvfeifer-Correspon-denz etwas genauer, so gelangt man zur Er--kenntniß. daß man eS mit Jemandem zu thun habe, der von den Gemeinde-Angelegenheiten zwar keinen Dunst besitzt, dafür aber von der Absicht erfüllt ist, ehrenhafte Männer der Sauerbrunner Gemeindevertretung zu beleidigen und schändlich zu verdächtigen. Die Correspondenz entsprang, wie Jedermann weiß, in der sogenannten Teufelsmühle am Triester-bergabhange mit dem weitsichtbaren Narren-thun». Und wenn in dem Geschmiere ein dnrch nahezu fünfzehn Jahre in Sauerbrunn ansäßiger und hochgeachteter Tiroler. der Realitätenbesitzer. Gemeindeausschnß und Ob-mannS-Stellvertreter des Ortsschulrathes ist, zu seinen deutschen Brüdern nach Tirol ver-wiesen wird, so ist dies mehr als Frechheit, zumal es hier noch unbekannt ist, ob der Held der amerikanischen Dudelsack-CorreSpondenz das österreichische Staatsbürgerrecht besitze. Man folge in Sauerbrunn nur dem nach amerika-nischem System eingerichteten Dnodez-Consor-tium, welches seit Jahren einen Mißton ganz eigenthümlicher Art unter die Bevölkerung brachte. — dann kann es vielleicht schon noch dahin kommen. daß es dem Curorte Sauer-brunn so ergehen wird, wie einem gewissen, ohne Leser gebliebenen nnn selig entschlummer-ten Käse - Blättchen , welches seinerzeit durch seine mitunter maßlosen nur aus persönlichen Angriffen rücksichtslosester Art bestehenden Ausbrüche der Curanstalt mehr geschadet als genützt hat. Kleine Hbronik. sDie Krönung des Czaren.s Aus Moskau berichtet man, daß gegenwärtig die Vorbereitungen zur Krönung des Czaren daselbst mit regsten, Eifer und in großartigem Maßstabe betrieben werden. Für Volksbelustigungen zur Zeit der Krönung werden von Herrn Lentkoffsky auf dem Platze hinter dem AuSstellnngSgebäude zwei Theater erbaut, ein CircuS und ein Caroussel errichtet, zahlreiche Maibäume aufgestellt und Triumphbogen conftruirt, deren decorative Ausstattung die Zeit Bunt'S, des Tatarenbesiegers, die Annectirnng Sibiriens, die Thronbesteigung der Familie Ronianoff und die Reformen Peter des Großen versinnlichen sollen. In der Mitte derselben wird ein großer Thurm aufgeführt, der auf einem rotirbaren Cylinder ein großes Rund-gemälde enthalten wird, welches die Hauptfach« lichsten Ereignisse aus der Regierungszeit Ale« xander II. darstellt. In den AuSstellungSgebäuden selbst werden Volksfeste, Concerte etc. abgehalten werden. Das exacte Datum der Krönung ist zwar 1883 noch nicht fixin, aber so viel verlautet als ge-miß. daß sie im Monate Mai diese« Jahres statt-finden wird. 5Deutsche Lehrmeisters Der Kaiser Deutschland hat über Ansuchen der chine-fischen Regierung, ihr eine» deutschen Seeofsicier als Instrukteur zu senden, dm Capitän-Lieu-tenannt Hasen lever einen einjährigen Urlaub behusS Ausbildung der chinesischen Marine ertheilt. (E, n Legitimiste n - Putfch.] welcher am 21. Januar in Paris losbrechen sollte, wurde aufgedeckt. Die Organisation deSseloen leitete der päpstliche General Charette. Die katholische Allianz bereitete die Action im Westen Frankreichs vor und verfügte bereits über 32 Legionen in der Campagne, zusammen 32.000 Man» Bauern und Arbeiter, mehrere Waffendepots in TourS und Finister, serner über 600 Pferde, viele Gewehre und eine Caffe von 7—8 Millionen in London. Einige Zog-linge der Schule St. Cyr waren gewonnen, in Paris sogar standen I »00 Mann (alte Soldaten der päpstlichen Schweizergarden) bereit. — Nun dürfte wohl die Annahme des Antrages Floquets nicht lange auf sich warten lassen. (Attentat aus den Sultan.] Nur zu oft kommen aus Constantinopel Gerüchte von Anschlägen auf daS Leben des Beherrschers aller Gläubigen. Zumeist sind dies jedoch tendentiöse Erfindungen, die mit irgend einem unlauteren Manöver im Zusammenhange stehen. Das Attentat jedoch, das dieser Tage die Blätter mel-beten, soll kein bloßes Phantasiestück gewesen sein. Man erzählt nähmlich, daß ein tscherkes-siicher Anschlag am vorigen Sonntag zur Aus-führung hätte kommen sollen, aber im letzten Augenblicke durch ein Weib verrathen worden sei. Als die Ticherklffen in die Gemächer deS Sultans einzudringen versuchte», stießen sie dort auf die kampfbereite albanesische Leibwache, die sie nach einem Kampfe, bei dem Mehrere ge-tobtet wurden, festnahm. (Die guten Patrioten.] Aus Zara kommt die Nachricht, daß der Redacteur deS „Sutbsey List" sowie mehrere dortige Serben verhaftet wurden, weil sie bei einem Male Oberdanks Andenken feierten. (Gemüthliches aus d e m A t h e n e r P ar l a ni e n t e.] In Athen kam eS dieser Tage in der Deputirtenkaminer zu einer förm-lichtn Prügelei. Ein min sterüller Deputier und ein Opposilionsmann b-arbeiteten sich mit Krückstock und Ohrfeigen. Der erstere schleudert seinen Gegner aus den Tisch des Unterrichtsmi-nisterS Lomdardos, dem vor Schreck die schwarze Züpfelmüye abfällt, die er stets trägt. Neuer Applaus! Mehreren Deputaten, welche interveniren. werden die Röcke, einem sogar die Beinkleider total zerrissen! Aus den, dunklen Teppich vor der Rednertribüne fließt ein schuiu-tziger Tintens'e, in welchem sich die beiden Streithähne wie besessen umherwälzen. Der Präsident Valaorites ist außer sich. Umsonst gebraucht er die Glocke, auf die Niemand hört. Verzweifelt setzt er seinen Hut auf und verläßt die Aula. An den Thüren erscheint Militär, das aber nicht einzudringen wagt. Auf den Gallerten fallen zwei Damen ans Furcht in Ohnmacht. Endlich gelingt eS, den wüsten Knäul mit Gewalt zu entwirren. Beide Duellanten waren mit Blut überströmt. (Auf dem Warschauer Bahnhof] wurden im December wie der Kur.Warsz berichtet gegen 20.000 Briefe, die während des Jahres 1882 wegen falscher Adresse nicht befördert wer-den konnten, erbrochen und verbrannt. In vielen Briefen befanden sich verschiedene Dokumente und außerdem gegen 700 Rubel baares Geld, welches confiscirt wurde. (Großes Grubenunglü ck.] Ein fürchterliches Unglück wird auS der Schwefel-grübe Arciprete bei Palermo gemeldet. Bei einem dort stattgehabten Erdsturz wurden 22 Arbeiter verschüttet. ..Mttfche Macht Aereinsnachrichten. Zynischer Schnkverein. Wien, 17. Januar. (Orrig.-Corr.) (D e u t -scher S ch u 1 v e r e i n.] In der letzten Sitzung wurde die Verteilung der von dem Fabriksbe-sitzer Leitenberger den Bereinsschulen gewidmeten Spende von 0000 Kaitnntücheiu in Beratung gezogen. Zur Durchführung eines größeren SchulbaueS in Böhmen wurde die Bewilligung des entsprechenden Credites ausgesprochen. Meh-rere Kindergärten in Mähren wurden in ihrem Fortbestande durch Subventionen gesichert, und verdienten Lehrpersonen in demselben Lande Ehrengaben zuerkannt. Zur Erhaltung einer neue» Classe an einer Schule in Schlesien wurde ei» entsprech-nder Betrag bewilliget. Mehrere Schulen in Südtirol erhielten Lehrmittel, und zur Errichtung eines Turn- und Kindergartens bei Bleiburg in Kärnte» wurde der nöthige Credit angewiesen. Desgleichen wurden die Mittel zur Vervollständigung einer Bibliothek und zur Zuerkennung von Ehrengaben genehmigt. Eine Schule in Steiermark wurde mit einer Bibliothek ausgestattet, die Errichtung eines Kindergartens daseist ermöglicht, und Ehrengaben für verdiente Lehrkräfte bewilligt. Seit unserer letzten Ver-öffeutlichung erhielt der Verein an Fondsbeiträ-gen: Vom Männer- und Damen-Gesangsvereine „Harmonie" in WarnSdorf fl. 20. vom Veteranen-Frauen-Vereine ebenda fl. 20, von der k. k. priv. Schützengesellchaft fl. 30, von Damen-Casino der Turnhalle fl. 20, von den Stammgästen im Hotel „Börse" fl. 20 und von dem landwirth-schaftlichen Bezirksvereine ebenfalls in Wantsdorf fl. 20. Von der Ortsg. Neuern: Herr Dr. Adolf Weiß, Reichsr.-Abg. in Wien an Fonds« beitrag fl. 50. vom Tarockclub fl. 36*72. vom Spar- und Vors chußverein? an Spende fl. 20, die Hälfte deS Reinertrag»,isses eines Tanzkränzchens fl. 30*75, vom PreiSkegelfchieben in De-schenitz fl. 24*91, das halbe Reinerträgni« eines BalleS fl. 22*30, Erlös für eine Cigarre fl. 8, Erlös einer Sammlung fl. 11*94, Ergebnis der Sammlung der Kegelgesellschaft „Freitag-Club" bei Gause fl. 10, Ergebnis eines Concertes in St. Pöltcn fl. 68*55. Von der Ortsg. Hohen-elbe Erlös für Kaiser Josef Bilder fl. 14*37, Ergebnis deS Sammelschützen ebendaselbst fl. 19*65 und 82 R. At. 85 Pf. Ergebnis eines Concerte« im Schloßgarten zu Teplitz durch die dortige Ortsgruppe fl. 260. Ergebnis des Samuiel-Schützen der Ortsg. Gruße ach fl. 9'84. Bon der Ortsg. Kratzau: Ergebnis des Sammel-schützen fi. 17*55 und durch die Licitation eines KaiserbildeS fl. 14 05, Spende des Herrn A. st. », Asch fl. 2, Spende deS Gesangvereines in Görkau fl. 5, Ertrag des Sammelschützen der Ortsg. Hannsdorf fl. 9*27. Wien, 16. Januar. (O.-C.) Die erfolg-reiche Anwendung deS Druckes für die Her« stellung einer Eisenbahnkarte von Oesterreich auf Kattunstoff veranlaßt« Herrn Baron Seiten-berger seiner schon wiederholt bei anderen An-lassen bethätigten Sympathie für bie Bestrebungen des deutschen SchulvereineS neuerlich durch eine den Kindern der Vereinsschulen gewidmeten Spende von 6000 St. mit einer Bahnkarte von Oesterreich bedruckten Kattuntüchel Ausdruck zu geben. Die Freude welche dieses Geschenk unter den viel'n lausenden unter dein Schutze des Schulvereines stehenden deutschen Kindern in fast allen Kronländern Oesterreichs hervor-rufen wird, mag dem großherzigen Spender der beste Dank für feine werthvolle Widmung sein, die auch von den in bedrängter Lage be-findlichen Eltern der zu betheilenden Kinder als ein günstiges Symbol des ihnen von ihren StammeSgenossen zugewendeten Interesses dankbar begrüßt werden wird. (Freiwillige Ver eine s-Auflöf u n g.] Der >ironprinz-Rudolf-Verein für Obstbau in St. Georgen an der Südbahn, welcher anläß-lich der Vermählung des Kronprinzen gegründet worden war, hat in seiner letzten Generalver-sammlung die freiwillige Auflösung dieses Ver-eines beschlossen. 5 (Der st eiern, irkische Bienen-zucht-Verein] hält am 25. Januar im Hotel „Florian" in Graz seine Hauptversamm« lung ab. Locales und Brovinciates. (Todesfall.] Vorgestern verschied hier der k. k. HauptsteueramtS-Controlvr Herr Gustav Weinhardt nach längerem schweren Leiden. (Deutsche Schule in Lichten-w a I d.J Wir sind in der angenehme» Lage mittheilen zu können, daß die vom Deutschen Schulvereiue mit Hilfe des Herrn Dr. Carl Äußerer gegründete deutsche Schule in Lichten-wald nunmehr in der Person des hochwürdigen Herrn Domenek auch einen Reli^ionslehrer er-halten hat, der sich seines leutseligen Wesens wegen in der kurzen Zeit seines dortigen Auf-entHaltes die Sympathien der Bevölkerung im Fluge erworben hat. (S ch ü tz e n g e f e l l s ch a f t.] Alle Casi-nomitglieder, welche an einem Polz- oder Kapsel-schießen theilnehmen wollen, werden ersucht, dies dem Herrn Dr. Joh. Steppischnegg ehemöglichst anzuzeigen. damit die Constituirung der Gesellschaft unverzüglich erfolgen könne. (Casinoverein] Wie schon bei der Bekanntgabe des Faschingsprogrammes erwähnt wurde, hat die Casino«Direktion es sich vorbehalten. da« aus den 6. Februar d. I. fest« gesetzte letzte Kränzchen als Costüm-Kränzchen zu arrangiren, falls in dieser Richtung Wünsche ausgesprochen werden sollten. Solche haben sich nun auch geltend gemacht, andererseits wurde aber wieder die Abhaltung eines Maskenkränzchens befürwortet. Da die Schwierigkeiten eines CostürnkränzchenS, insbesondere bezüglich der Herren nicht zu verkenne» sind, so hat die Direktion beschlossen, ant 6. Februar d. I. ei» MaSken-kränzchen zu veranstalten und es wird zugleich der Wunsch ausgedrückt, daß möglichst alle Theil« nehmer maSkirt erscheinen. Ferners hat die Direktion den Beschluß gefaßt, am Aschermittwvch Abends in den Casinolocalitäten einen Häring-schmaus zu arrangiren, an welchem auch die Betheiligung von Damen erwünscht erscheint und sämmtliche Theilnehmer mindestens mit einem Maskenabzeichen versehen sein müssen. Da von einer anderen Seite die Errichtung einer Gefell-schaft zum Polz- oder Kapselschießen in Anregung gebracht wird, so gedenkt die Casino-Direction jenen Abend, cn welchem geschossen werden soll, zu einem größeren Jtmr-Fii auszudehnen. Für alle diese Unternehmungen wird eine recht leb-hafte Betheiligung erwartet. Schließlich fei auch erwähnt, daß bei dem am 27. Januar statt-findenden Balle ein Cotillon getanzt werde» wird. (DieGra zerHandels- undGe-w e r b e k a m m e r] wählte in ihrer gestrigen Sitzung Herrn Ludwig Kranz zum Präsiden-ten und Herrn Johann E i ch l e r zu». Vice-Präsidenten. In das ständige Commitee wurden gewählt aus der Section für Handel Hanns Dettelbach, Josef C. Fischer, Robert Seeger, Julius Krepesch; aus der Section für Bergbau und Fabriken Ferdinand Ludwig. Jacob Syz, Eduard Mastalka; aus dem übrigen Gewerbe-stände Johann Eichler, Rudolf Harter, Alois Rentfchmidt und Josef Säbel. (Der Ausbau des Cillier Post-a m st s - G e b ä u d e s] dürfte demnächst in An-griff genommen werden; die hiezuerforderlichen Baumaterialien werden bereits herbeigeschafft. (Der Winter] auf dessen starres und strenges Regiment die eisbedürftigen Geschäfts-leute so sehnsüchtig warteten, ist nun plötzlich erschienen. Die Temveratur sank gestern und vorgestern auf 10 Grad unter Null, dagegen er-freuten sich die Wiener an dem gleichen Tage einer warmen, sonnigen FrühlingStemperatnr. In den Hochalpen dagegen wurde bei neun Graden Kälte und leichtem Schneefall neuerlich eim Gewitter beobachtet. (Gipfel b e r Albernheit.] „Slo-venski Narod" wird immer nervös irritirt, wenn er irgendwo von deutscher Cultur sprechen hört. So rauchte eS ihm neulich stark in die Nase, als die „Deutsche Zeitung" ziemlich deutlich über bie Jungen der Tschechen und Croaten ein 6 kleines Gericht hielt. „Narod" ist außer sich, daß man eS wagt von den Slaven überhaupt als von einem Volke zu sprechen, welches nicht die höchste Cultur auszuweisen hätte. Weil Gott-sried Kinkel von einem deutschen Potentaten in Spandau eingesperrt worden war, so sind alle Teutschen — Barbaren. Narod zieht eine Para-lclle mit Rußland, läßt Sibirien mit seinen Bergwerken wie ein Eldorado für die russischen Verbannten erscheinen und stellt sich schließlich mit Stolz auf den panslavistischen Standpunkt „Narod" nennt auch die Grenzen des künftigen Slavenreiches und zwar vom weißen bis zum schwarzen Meere, vom Ural di« zum — Triglao. Diese Art Grenzen zu bestimmen, dürfte ziem-lich neu sein, man denke doch nur — vom europäisch - asiatischen Grenzgebirge tis zum — Triglao! Alles daS ist im Leitartikel des „Narod" vom 16. d. wörtlich zu lesen. Arme Sloveuen! (Zimmerseue r.] Gestern Stacht», un-gefähr »v Uhr. entstand im Tofant'schen Hause (Brunngasse) in einem Dachzimmer Feuer, welches jedoch von Hausleuten rechtzeitig bemerkt und geloscht wurde. Die Ursache des Brandes ist auf die unrichtige Aufstellung deS im Zimmer befindlichen Ofens zurückzuführen. (W n che r.j Im Monate Februar wird vor dem hiesigen Strafgerichte gegen den Haus-besitzet Johann Gaßmeier in Marburg die Verhandlung wegen Wuchers stattfinden. Der Genannte hatte von einer Partei. welcher er ein Darlehen von 500 fl. gab. 00 % Jahreszinsen abverlangt und als nach ein nnd einem halben Jahre hundert Gulden an Capital rückbezahlt worden wareu für die restlichen 400 fl. monatlich fünfzehn Gulden an Zinsen behoben. Bei einer zweite» Partei hatte er für ein Darlehen von 200 fl. «0 °/0 Zinsen genommen ; und als das Capital bis auf 70 fl. gezahlt war, verlangte er für diesen Rest mo-natlich 3 fl. Interessen. [R a u b.j Der Zimmermann Mathias Mlinar, wurde aus der Brücke gegen Gallen-hosen vom Taglöhner Jocob Stalleger räube-rifch überfallen und feiner Baarschaft von 3 fl. 30 kr. beraubt. Literarisches. L® aidmannS - Hei l."] Es liegt uns die erste Nummer des III. Jahrganges dieser illustrirten Zeitschrift für Jagd-, Fischerei- und Schützenwesen in den österreichischen Alpenlän ländern vor. deren kurze Besprechung wir nicht unterlassen können. — Obschon die diesfällige Literatur uns die diesen Gegenstand näber zur Sprache bringenden periodischen Zeitschriften sich eines recht regen Aufschwunges erfreuen, gab es bis zum Erscheinen des „Waidmanns-Heil" doch ' kein Fachblatt, welches die Jagdinteresscn der österreichisen Alpenländer vor Allem im Auge hielt. — Der Inhalt dieses FachblatteS ist ein durchwegs gediegener, unseren Verhältnissen und Bedürfnissen anpassender, so daß wir in der angenehmen Lage sind, jedem Jäger und Jagd-freunde unseres Leserkeises dieses Blatt, welches ihm zur Unterhaltung und Belehrung dienen wird, bestens anzuempfehlen. Vorzüglich redigirt, erfreut sich daßelbe eines großen Kreises von Mitarbeitern, welche sich ans der Zahl unserer besten Jäger-, Jagd- u»d Naturfreunde rekru-tiren. — Druck und Ausstattung sind elegant, die Illustrationen geradezu mustergiltig. Wenn wir dazu noch den sehr geringen Abonnementbetrag von nur 4 fl. jährlich berücksichtigen, so können wir unsere obige Anempfehlung nur noch ver-doppeln. Man abonnirt bei der Redaction des „Waidmanns-Heil" in Klagenfurt. (Iagdzeitung.j Schmidt & Günther'S Leipziger Jllustrirte Jagdzeitung 1883 Nr. 8, herausgegeben vom Königl. Oberförster Nitzsche, enthält folgende Artikel: Beittäge zu einer Geschichte der Jagdämter in Deutschland. Von Eduard Rüdiger. — Meine Jagdzüge in Algier. Von Oberförster Ouenfcll. — Drei Tage aus dem Kaukasus. Von Ernst Matthias. — Literatur. — Inserate. — Illustrationen: Der Olymp. — Griechische Hirten bei Bereitung, des MahleS (aus dem Prachtwerke: Griechenland, von A. „PetUf4< Macht " von Schweiger-Lerchenfeld). Die Jllustrirte Jagd-zeitung von Schmidt & Günther in Leipzig er-scheint am I. und 15. des Monats und tostet bei den Buchhandlungen halbjährlich M. 3. Bei den Postanstalten vierteljährlich M. 1.30. (Inhalt der Wiener Haus-s r a u e n - Z e i t u n g N r. 3 .] Vorüber! Von Natalie Schohl. — Musikalisches. Von Vincenzia Bernard. — Vereinsnachrichten. — Fragen und Antworten. — Korrespondenz der Redaction. — Für Haus und Küche. — Menn. — Diode-bericht. — Literatur. — Album der Poesie: Winterlieb. — Schach-Zeitung. Redigirt von Crnst Falkbeer. — Räthsel-Zeitung. — Erfolge. Novelle von Wladimir Kuk. — Feuilleton : Vom Carneval. Von E. Wahlheim. — Inserate. — — Preis halbjährig fl. 2. —. (Die deutsche Kaiserstadt Berlin] und ihre Umgebung geschildert von Max Ring. Mit 300 Illustrationen, 1. Lieferung ü I Mark. Der bekannte Versasser. welcher schon länger als 30 Jahre in Berlin lebt, giebt uns hier eine umfassende Schilderung der Reichshauptstadt. Der Plan des Werkes ist folgender: I) Geschichte Berlins. — 2) Das alte Berlin. — 3) Wanderung durch das neue Berlin: Paläste, öffentliche Ge-bäude und Plätze. Privathäuser und Monumente. — 4) Die Museen und Kunstsammlungen. — 5) Die Kirchen, wohlthätige Anstalten. Kranken-Häuser und Kirchhöfe. — C) Die Universität, wissenschaftliche Anstalten. Schulen, Gelehrte. — 7) Theater und Mnsik, Schriftsteller. — 8) Militärische Gebäude. — 9) Die Stadt und die städtische Verwaltung, Polizei, Gefängnisse. — 10) Finanzen, Handel, Verkehr, Berliner In dustrie. — 11) Die Promenaden von Berlin. — 12) Concerte, Vergnügungslokale, Hot.lS, Cafes. —13) Berliner Leben. — 14) Umgebung von Berlin. — Der Inhalt ist ein sehr reicher, die Darstellung in geivandter Sprache, die äußere Ausstattung des Werkes ist hochelegant. Das 1. Heft enthält 2 große Tafeln: Ansicht von Berlin im Jahre 1250 und eine Totalansicht von Berlin im Jahre 1880, daneben noch 14 Text - Jllu-strationen, alle in bester Ausführung. cherichtssaat. (G e h e i m b ü n d e l e i.] Vor dem Prager Erkennmisfenate wnrde vorige Woche in einer Verhandlung, welche vier Tage währte, ein merkwürdiger Prozeß geführt gexen dreizehn jugendliche Burschen, welche in einem Klein-settner Gasthause einen geheimen Verein, NamenS „Sl van" bildeten, wegen Vergehens der Ge-Heimbündelei. Entgegen dem Anttage des Staats-anwaltes wurde die Verhandlung öffentlich ge-führt. In den sonderbaren Statuten dieses ge-Heimen Vereines ist auch die Bestimniung ent-halten, daß für jedes deutschgesprochene Wort ein Kreuzer Strafe gezahlt werden müsse. Zwölf Angeklagte standen in Untersuchungshaft, darunter ein erst dreizehnjähriger Knabe. (Der A n a r ch i st e n p r n c e ß .] welcher ^or dem Gerichtshose zu Lyon geführt wurde ist nunmehr beendigt. Der Gerichts--Hof erkannte die Existenz eines anarchischen Bundes mit dem Character von Verbindungen mit der Internationale, welche die Absicht hat, Arbeitseinstellungen zu provciren das Vater-land, Eigenthum nnd Religion abzuschaffen und verurtheilte deshalb Gauthier, Bernard, Bordat und Krapotkin zu je fünfjährigem Ge-fängnisse, 2000 Franks Geldbusse, zehnjährige Ueberwachnng nnd fünfjährige Entziehung der Bürgerrechte. Die übrigen Angeklagten wnr-den zu sechsmonatlichem bis vierjährigem Gefängniß vernrthcilt, fünf freigesprochen. Nach der Urtheilsverlesung entstand ein Tumult, weil die Fraueu sich auf ihre verurtheilten Männer stürzen wollten, was die Soldaten verhinderten. Frau Krapotkin entfernte sich am Arme der Louise Michel. (Die Würzberger Duell-Affaire.] In dem Proceß gegen den Studiosen Danth, welcher zu Würzburg unlängst den Hauptmann Emmerich im Pistolenduell erschoß, fand am 17. d. die Schußverhandlung statt. Herauszu-heben aus den Ergebnissen der Untersuchung ist Folgendes: Emmerich, bekannt als ausgezeich- 1883 neter Pistolenschützte, fiel auf eine Distanz von 30 Schritten beim Zählen 50 todt nieder. Er hatte seine Waffe noch nicht einmal gespannt. Der Unparteiische, Herr Premier-Lieutenant Mot-teS, bezeichnet den Schuß als Hufallschnß, da er so rasch gezählt habe, daß es eine Unmög-lichkeit gewesen, auch nur annähernd zu zielen, die Sühneversuche am Kampsplatze blieben er-folglos, doch glaubt Mottes, daß bei einem erstmaligen Fehlschießen sicher ein weiterer Kn-gelwechsel unterblieben wäre. Die Forderung lautete aus fünf Schritt (Sprungschriite) Barriere, gezogene Pistolen, dreimaligen Kugelwechsel. Dauth war während deS Actes ruhig und äußerte sein Bedauern über den tragischen AuSgang, indem er noch hinzufügte: „Waren Sie, meine Herren, an meiner Stelle gewefen, Sie hätten nicht an-derS gehandelt." Die Staatsanwaltschaft erkannte zwar das nach studentischen Begriffen correcte Verhalten Dauths an. der Selbstbeherrschung genug besessen, die Beleidigung nicht aus der stelle zu erwiedern, sie vielmehr commentmäßig ausgetragen wissen wollte, geißelte aber scharf das Duellnnwesen und plaidirte im vollen lim-tauge aus Schuldig. Die Geschworenen bejahten die einzige gestellte Frage, worauf der Gerichts-hos auf die Minimalstrafe, zwei Jahre Festung, erkannte. Nach den Zeugenaussagen scheint der wtudiosus Dauth keine Beleidigung gegen die Frau des gefallenen Hauptmanns intendirt, Emmerich aber fein Verhallen mißverstanden zu haben. Eingesendet.*) An Sie. So laß deutlich s-in die Zeichen, Soll mein Herz Dich recht verstehen! Schüchtern sind verliebte Seher, Fürchten, daß sie falsch gesehen. Furchten, daß getäuscht vom Neuem Sie vor Herden Weh vergehen. Laß an Deiner Augen Dunkel Ungestraft die Blicke hangen Holde Röthe laß bedecken Beim Begegnen Deine Wangen, Laß mich Deine Hand erfassen, Sie im Gegendruck umfangen, Wie zum Knsse laß sich runden Deinen Lippen ros'ge Fülle. .... Doch Du weißt ja, wie ich's meine. Und eS fehlt Dir nur der Wille. Er. MOT* bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt bei Hunten, Halskrankhelten, Magen- and Btaeeikatarrh. PASTILL. E N (VerdamaQeialtchea). Heinrich Mattoni, Karlsbad (B&nun). W u n t e s. (Der Hermelin,] jenes kostbare Fen deS zierlichen Wiesels, welches den Nordell Sibiriens bewohnt, ist jetzt ungemein im Preise gesunken, weil er nicht in der Mode ist. Der Bedarf von Fürsten an Königshermelinen ist ein zu geringer, als daß dieser die Launen der Mode ausgleichen könnte. Bis zum vorige« Jahre war Hermelin nahezu unverkäuflich, und ein einziger Berliner Pelzhändler hatte 00.000 Stück dieser zarten Felle aus Lager. Glücklicher- *) Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht veraittworlich. 1883 »rite hat China mit seinem Bedarf ein wenig geholfen. Außerdem haben sich die Kürschner «tschlossen. den Hermelin bei seinem gesunkenen Preise als Pelzfutter für Damenmäntel zu ver-«enden. Für 13» SJM. kann man einen mit echtem Hermelin gefütterten Damenpaletot kaufe». Graues Eichhorn steht jetzt höher im Preise, als der weiche, seidenartig« Hermelin. Das ist die Macht der Mode! (Man soll den Teufel nicht an die Wand m a l e n.] Ein süddeutsches Blatt bringt nachstehende Kanzelgeschichte: .In einer ftreiigrömischen Stadt Baierns predigte jüngst der Pfarrer gegen die Altkatholiken und erzählte seinen Zuhörern so schauderhafte Geschichten von ihnen, daß die Frommen ordentlich eine Gänsehaut überlief. Endlich gegen den Schluß hin rief er empathisch aus: Die Altkatholiken find so schlecht, daß sie alle in der Hölle brennen werden, und wenns nicht wahr ^ift was ich Euch hier sage, so soll mich auf der Stelle der Teufel holen! Bei diese» Worten hieb er in die Kanzel daß es dröhnte und — plumps fiel das Evan-geliumbuch einem unten schlummernden Ameri-kaner gerade auf die Nase. Erschreckt darüber wacht dieser auf und gibt seinen. Bedienten, einem Mohren, einen Wink, das Buch aufzu-heben und achtete weiter auf nichts. Der Mohr näherte sich der Kanzeltreppe und stieg auf. Der Prediger hatte eben die vorerwähnte Versicherung wiederholt; aber bei den» Geräusch der Tritte des Mohren wandte sich derselbe um — welch' Entsetzen? Er meinte, der fff Gottseibeiuns sei da, um ihn zu holen. — „Es ist zwar möglich, sagte er mit zitternder Stimme zu seiner Gemeinde, daß mancher Gute unter diesen Alt-kacholiken ist" er wandte sich wieder — der Schwarze stieg sachte auswärts. — Angstschweiß trat dem Prediger auf die Stirne. „Es sind iogar viele, viele Gute unter ihnen," ruft er voll Verzweiflung! Der Mohr stand schon an der obersten Stufe und reichte mit grinsender Höflichkeit daS Buch. — Der zitternde Priester sah sich durch diese Geberde schon von Beelze-bubs Krallen erfaßt; er raffte seine letzte Kraft zusammen und, halb zum Mohren, halb zur Gemeinde gewendet, ächzte er: Hol mich der Teufel, wenn nicht alle Altkatholiken besser sind, als wir! Der geängstigt« Priester fiel dann in eine Ohnmacht, aus^ der er erst nach langer Zeit erwachte." (Ueber daS zweite Gesicht aus dem Sterbebett) ist schon viel geredet und geschrieben worden. Neuerdings findet sich in amerikanische» Blättern folgende Notiz: Herr Logan, der Redacteur des „Montreal Star" starb kürzlich am TyphuS. In seinem Todes-kampse stieß er plötzlich die Worte aus: „Mein Bruder.... der Sturm ist immer heftiger.... wird daS Schiff den Sturm überstehen.... die Wellen schlagen über Deck----da« Schiff sink.t" Danu kaut der im bewußtlosen Znstande dem Tode Entgegengehende auf seine Zeitung und auf seine Kinder zu sprechen, kehrte aber immer wieder zu feinem Bruder zurück. Jetzt hat die Hamilie des Verstorbenen die 'Nachricht erhalten, daß der Bruder des Herrn Logan zu der Zeit, als der Sterbende das erwähnte „zweite Gesicht" gehabt hatte, aus hoher See mit einem Schiffe untergegangen und ertrunken ist. (Die Zahl Dreizehn] galt bisher allgemein als Unglückszahl, und selbst Leute, die sonst nicht gerade abergläubisch imd, wurden stutzig, wenn ihnen zugemuthet wurde, sich als der Dreizehnte zu Tisch zu setzen. Mit dem Montag dürste dieser Glaube oder vielmehr Aberglaube einen tüchtigen Stoß erlitten haben. Fiel doch bei der an diesem Tage statt-gefundenen Ziehung der Theiß-Loose der Haupttreffer mit 100,000 Fl. aus Serie 13 Nr. 07. Addirt man di« teiben Ziffern der Zahl 07, so ergeben dieselben gleichfalls 13. Nun ist zwar «in Haupttreffer noch keine Bürgschaft sür das Glück, allein für den Gewinner vom Montag dürfte die Zahl 13 ihre Schrecke» wohl für immer verloren haben. (E i n a l t e r R a b e.j In der Nähe von Markirch (bei Mülhausen in Elsaß) sah vor einigen Tagen ein Bauer einen Raben, um des-sen Hals «in Gegenstand hing, den der Bauer nicht zu erkennen vermochte. Da er gern wissen wollte, was dieser Gegenstand sei, so holte der Bauer «ine Flinte und schoß auf den Raben, der alsbald todt zu seinen Füßen niederfiel. Der in Frage stehende Gegenstand erwies sich nun als eine aufgerollte Blechplatt«, in der ein Stück Geld mit dem Bildniß Napoleon's I. eingeschlossen war. und ein Billet, auf welches folgende Worte geschrieben waren: „Lebendig habe ich diese Rabe bekommen, lebendig lasse ich sie wieder fort. Möge sie noch lange leben! Frankfurt a. M. im Jahre des Heils 1814. Schertle, Bildhauer, Hochstraße Nr 01." Wie-der ein Beweis sür die Langlebigkeit der Vögel Odin'S! (Die Ursache deS KropfeS ein Pilz.] Der französische Arzt JuleS Carret hat als Ursache des KropfeS einen Pilz gefunden, welcher in dem Erdboden lebt und sich zu bestimmten Jahreszeiten dem Waffer mittheilt, und welcher im gekochten Wasser zu Grunde geht. Doch übt entschiede» die Beschaffenheit des Wassers einen bedeutenden Einfluß auf das Vorkonimen deS KropfeS auS. In RheimS war der Kröpf früher sehr häufig: Die Bevölkerung benutzte nur Brunnen, welche in Kreideformation gegraben waren. Nachdem im Jahre 1840 Flußwasser in die Stadt geleitet worden, ver-minderte sich di« Häufigkeit deS KropfeS, und dieser ist jetzt dort ganz verschwunden. (DaS Rauchen der Lampen zu verhüten.] Wenn man die Dochte in star-kern Essig eingeweicht und dann wieder völlig krocken werden läßt, so brennen sie ohne Rauch und Geruch. (Pariser Ressourcen.] Ein Fürst, von dent man weiß, daß er sein Vermögen bis auf den letzten Sou durchgebracht, lebt gleich-wohl höchst luxuriös in der französischen Hauptstadt. „Sie sind also wieder zu Vermögen ge-langt, Fürst?" fragte ihn jüngst ein Freund.— „Nein; warum vermutheu Sie daS ?" — „Nun, Ihr Haus. Ihre Wagen. Ihr LuxuS--" — „Ach ja, ich habe Mittel gefunden, mir ein hübsches Einkommen zu verschaffen." — „Und diese Mittel sind ?" — „Wenn irgend ein Dumm-köpf seine Stellung in der Gesellschaft zu eta-bliren wünscht, so leihe ich mir 5000 Francs von ihm aus." — „Und was geben Sie ihm dafür?" — „Ich erlaube ihm, mir öffentlich aus Die Schulter zu klopfen." (Zu galant.] Der Kaufmann Pöpel in Adorf überreichte einer Schauspielerin eine schöne Theerose. Das war galant, aber weni« ger schön war es, daß er die Rose von einem Grabe gebrochen hatte. Der Gerichtshof ver-urtheilte ihn zu einer Woche Gefängniß. 'Aolkswirtyschafttiches. (K o h l e n i n d u st r i e.] In Folg« der Preiserhöhung der Erzengnisse der Trifailer Kohlenwerksgesellschaft kommen wieder seit län-gerer Zeit feiernde Werke unserer Umgebung in Betrieb. ES sind dies die Geipel'schen Werke Bresuo und Hudajama bei Tüffer (ehemals Drasche'sche Gewerkschaften) sowie der der Sto-reaner Gewerkschaft gehörige Bergbau im Teufelsgraden nächst Cilli. (Localbahn von Spielfeld nach Radkersburg.] Nachdem die Ungarn Alles aufbiete» di« Secuudärbahn von Jennersdorf nach Oelsnitz schon im laufenden Jahre zur Ausführung zu bringen, diese Bahn jedoch die steirischen Landwirthe der Gegenden von Rad-kerSburg und Mureck jeder Concurrenzfähigkeit mit den benachbarten ungarischen Landwirthen berauben müßte, so dringen die steirischen In-teresseuten darauf, daß die bereits tracirte LocalbahnvoitSpielfeldnachRad-kersburg rasch gebaut werde. Die Südbahn wurde kürzlich ersuch», bekannt zu geben, in welcher Weise sie die Bestrebungen »ach Her-stellung dieser Bahn unterstützen könnte. Ferner wurden diesbezügliche Eingaben an den steierm. Landes-AuSschuß und an daS eben tugende Landes-Eisenbahn-Comitö beschlossen Mit den von der Bahn- Trace berührten Besitzern wur-den bereits Verhandlungen wegen Ueberlassung der erforderlichen Grundstücke eingeleitet. 7 (C o n c u r S-E r ö f f n n n g.] Das hiesige KreiSgericht hat über das Vermögen des Carl Ulrich, nicht protokollirten Gemischtwaarenhänd-lerS in Wind.-LandSberg. den ConcurS eröffnet. (Der.Tabak-Subverlag in Hochenegg] zugleich Kleinverschleiß von Stempelmarken und gestempelten Wechselblan-quetten ist von der Finanz BezirkSdirection in Marburg zur Bewerbung ausgeschrieben. Dieser Verschleiß hat seinen Materialbedarf, u. z. an Tabak bei dem Tabakdiftrictsverlage in Cilli zu fassen, die Stempelmarken und die gestempelten Wechseldlanquette aber beim Hauptsteueramte in Cilli zu beziehen. Demselben sind derzeit 44 Ta-baktrafikanten zur Materialsaffung zugewiesen. Der Verkehr an Tabak mit Einschluß des Li-mlto-Rauchtabakes betrug mit abgelaufenen Jahre 4550 Kilogramm im Geldwerthe vou fl. 9107 66 — Die näheren Bedingungen über die Berge-bung dieses Subverlages können bei der Finanz-BezirkSdirection in Graz und Marburg, bet dem Gemeinde-Amt in Hochenegg sowie bei der Fi-nanzwach-Controls-Bezirksleitung in Cilli einge-sehe» werden. Die diesbezüglichen Bewerbung«-gesuche sind liS längstens 29. Januar l. I. bei der Finanzdirection in Marburg zu überreichen. (K. k. p r. S ü d b a h n - G e s«l l s ch a s t.] Der Verkehr auf der Pusterthal-Bahn wird Ende Januar wieder eröffnet werden. Fünf-zehn Kilometer der genannten Linie waren ganz, 5 theilweise zerstört. Die Kosten der Reconstructionsarbeiten beziffern sich auf 2 Millionen Gulden. (Heuernte im December.] Die im frühesten Frühling oder im spätesten Herbst spo-radisch erscheinenden blühenden Bäume, reifenden Erdbeeren und luftig herumflatternden Schmet-terlinge sind bekanntlich schon ein ziemlich über» wuudener Standpunkt, aber Grummet im Dccem-der zu mähen, zu trocknen und einzuheimsen ist in unseren Landstrichen, soviel wir wissen, etwas doch noch nicht Dagewesenes. Dies geschah nun in der Umgebung von Oberlaibach (Krain), woselbst in den ersten Tagen des De-cember 1882 die Grummetfechsung, die im Herbste wegen des unaufhörlichen Regenwetters und der Ueberschwemmungen unmöglich war, vorgenom-men und mit einem den eigenthümlichen Um-ständen angemessenen Erfolge auch durchgeführt wurde. (Ein Concurrentder Seiden-raupe.] Von einem Mitgliede der Pariser Ecole pratique d' acclirnation ist kürzlich an der afrikanischen Küste eine Spinne entdeckt worden, deren festes und langes Gewebe gelber Seide gleicht, und den aus dem Cocon der Sei-denranpe gewonnenen Produkten fast ebenbürtig sein soll. Mehrere aus dieser Spinnenseide her-vorgestellte Muster sind durch die Syndikatskam-mer deS Vereines der Seidenhändler in Lyon einer eingehenden Prüfung unterzogen worden, und war das Ergebniß derselben ein überraschend günstiges. Die Acclimatisirnng deS neuen JnsectS dürfte keine besonderen Schwierigkeiten machen. (Im Kreislauf der Dinge] geht bekanntlich nichts verloren — daß aber selbst daS von der Wäsche abfallende Seifenwasser noch benutzt werden kann, mag neu sein. DaS-selbe liefert einen vortrefflichen Dünger für Obst-bäume. Graöplätze, Weinstöcke und dergleichen. DaS Bespritzen der Bäume mit solchem Wasser tobtet die an den Bäumen sitzenden Insekten und daS Begießen der Weinstöcke beugt verschie-denen Traubenkrankheiten vor. Für Gemüse-gärten ist Seifenwasser mit Tungerwasser ver-mengt ein vorzüglich kräftiges Düngemittel. Kourse der Wiener Wörse vom 20. Januar 1883. Goldrente....... ... 96.— Einheitliche Staatsschuld in Noten . 77.15 tf ft 1,1 v,,vv* • ' ' Märzrente 5% ........92.20 Bankactien ..........831.— Crcditactien.......... 278.60 London ...........119.90 Napoleond'or.......... 952'/, k. k. Münzducaten........ 5.65 100 Reichsmark.........58.80 8 Z>e«ttch- Macht. 1883 Wiener Arucht- nnd Waarenöörse vom 20. Januar 1833. (Orig.--Tel.) Man notirte per 100 Kilo: Weizen: TheiS fl. 10.40—II. 15, Banaler fl. 10.--10.15, Weißenburger fl. 10.20 —10.90, Slovakischer fl. 9.30 — 9.90, Slovakischer fl. 9.10—10.70, Bacskaer fl. 9.90 — 10.75. Wieselburger fl. 10.20— 10.75, Südbahn fl. 9.70 — 10.60, Raaber fl. 10.-- 10.50, Marchfelder fl. 10.--10.50, Usance- waare pro September - Oktober fl.--- --, Usancewaare pro October>Nooember fl. 10.48— 10.55, Usancewaare pro Frühjahr fl. 10.10 — 10.12, Usancewaare pro Mai-Juni Roggen: Slovakischer fl. 8.--8 .25, Pester Boden fl. 7.90 — 8.00, Südbahn fl. 7.65 — 7.80, Diverser ungarischer fl. 7.55 — 7.80, Oesterreichischer fl. 7.80 — 7.90, Usancewaare pro September-Oktober fl. —.---.—, Usancewaare pro Frühjahr fl. 7.65—7.68. & erste: Hanna fl. 10.20 11.20 Slova-kischc fl. 8.40 — 10.60, Südbahn fl. 8. 10— 10.—, Oesterreichische fl. 8.50 — 9.—, Futter-gerfte fl. 6.75 — 7.50. Mais: Ungarische alte Waare fl. 8.70 — 8.80, Ungarische neue Waare fl. 6.40 — 6.60, Wallachischer, alter Waare fl. 8.70 — 8 .80, Wallachischer, neue Waare fl. —.— — —.—.Cinquantin fl. 7.50 — 7.85, Internationaler pro Mai-Juni fl. 6.54 — 6.57, Internationaler pro Juni-Juli —.---.—, Internationaler pro Juli August fl.—.---.—. Hafer: Ungarischer Mercantil fl. 6.70 — 6.85, Ungarischer, gereutert fl. 6.90 — 7.40, Usancewaare pro September-Oktober fl. —.— --.—, Usancewaare pro Frühjahr fl. 7.— — 7.05, Usancewaare pro Mai-Juni fl. —.— RepS: Rübsen pro Juli-August fl. —.— --.—, Kohl pro August-September fl. —.— Rüböl: Raffinirt prompt fl. 37.25 — 37.50, Raffinirt pro September - December fl. 34.75 — 35.—. Spriritus: Roher prompt fl. 31.25 — 31.50. Weizenmehl: Nummer 0 fl. 21.— — 22.—, Nr. 1 fl. 20.--21.—, Nr. 2 fl. 19.--20.50, Nr. 3 fl. 19.--20.—. R o ggenmehl: Nummer l fl. 13.75 — 15.25, Nr. II fl. 11.50—13.—. G i 1 t I |c v o in 1. . J ii ii I IHHU. Triett—Wien. Courirzag Nr. 1, Ankunft Cilli 1 Uhr 2<> Min. Nacht«. Abfahrt . I . 23 . Anschluss Präget hof, Eil zog Nr. 202, ab 3 Uhr Früh. , Marburg — Eilzug: Nr. 3, Ankunft Cilli 1 Ubr 17 Min. Mittags. Abfahrt , 1 , 19 , , Anschluss Pragerhof — , Marburg Postzug Nr. 406, ab 3 Uhr Nachm. Postzug Nr. 5, Ankunft Cilli 6 Uhr 14 Min. Abends. Abfalirt , ti , 19 , » Anschluss Pragerhof PosU. 20gab 7 Uhr 53 Min. Abends. , Marburg — Posting Nr. 7. Ankunft Cilli 3 Uhr 10 Min. Früh. Abfahrt , 3 , 15 , » Anschlug*Pragerhof,Postz. 204.abö Uhr 30 Min. Vorm. , Marburg, , 404, , 9 » 15 » . Secund4rz. Nr. D t. Ankunft Cilli 9 Ubr 4 Min. Abends. Gemischter Zug Nr. 97. Ankunft Cilli 9 Ubr 11 M. Vorin. Abfahrt , 9 , 19 » , Anschluss Pragerhof — , Marburg wie bei Zug Nr. 3. Wien—Trleat. Courirzug Nr. 2, Ankunft Cilli 2 Uhr 41 Min. Nacht*. Abfahrt .2.4». Anschluss Steinbrörk, Gemischter Zug Nr. 512 ab 4 Ubr 55 Min. Frtth. Eilzug Nr. 4, Ankunft Cilli 3 Uhr 40 Min. Nachm, ■ »3 »42 „ » Anschluss Steinbräck Postzug Nr. 502, ab 5 Ubr 45 M. Nachm. Posting Nr. 6, Ankunft Cilli 10 Uhr 22 Min. Vorm. Abfahrt , 10 , 27 , , Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 4. Postzug Nr. 8, Ankunft Cilli 1 Uhr 45 Min. Nachts. Abfahrt , 1 , 50 „ » Anschluss SteinbrQck wie bei Zug Nr. 2. Sccundlrzug Nr. 94 Abfahrt Cilli 6 Uhr Früh. Anschluss SteinbrQck — Gemischter Zug Nr. 98, Ank. Cilli b Uhr 2ti M. Nachm. Abf. , 5 „ 34 , Anschluss Steinbrück — 500 Gulden 14-13 zahle ich dem, der beim Gebrauch von RAsler's Zahn-n und «tanner a Flasche 36kr. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt, oder au« dem Munde riecht. Willi. KÜMlrr'H Nifffe, EiliiMrd 1%'lnkler, Wien I., lte£ipriingxgaa»o 4. N'ur echt In Cilli bei J. Knpferaohmid, Apotheker. kür mancher kiranlie F idimav'. Weniger zu ntriifltn haben, tiicnit er ntcid) die t richtigen Mittel gegen sein Leide»zur HanZ hilite. ES ist bnber ein Buch, weld»c» wie „l>r. Airy's Heilmethode", die KraiiNxiten nicht nur beschreib», sonder» auch g!c!ch.;riti>, Lrztlich erprobte und Imifenbfodi bewährte HanSinitlel angibt, für jeden Kranken von gröfttein Werth. Genannt» Broschüre, deren Test durch viele Illustrationen eiläiilcrt ist. n>nd von St. Sorischek's UniversitStS«Buchhandlung in Wie», 1., Stephansplatz 6, sür 7S kr. srauro versandt. Wichtig für mssiM vom Apotv'ker Julius Herbuhny in Wien beieilfift Pflanxeii-Kxtract. bisher unerreicht in feiner Wirkung bei allen Formen von Gicht und Rheumatismus, al$: KefichtSfchmerzen, Migräne, Hüftweh, (IichiaS« ^hrenreisien, ideum Lahnschmer-zen, Kreuz- und Melenksfchmerzen, .niielen. die verdorbenen und fehlerhaften Bestandtheile des Mutet ig entfernen, i*t der seit Jubren «chon allgemein bekannte and beliebte Dr. Rom»*« l.i>beiiN>Rnl naitngsschreiben liegen mr Ansicht bereit. Derselbe wird auf frankirte Zuschriften gegen Xaehnahme des Betrages nach allen Richtungen rerschickt. Herrn Apotheker B. Fragner in Prag. Seit 2 Monaten bin ich von hinein Magenleiden gequält, nnd trotzdem ich verschiedene Mittel angewendet habe, wur es mir nicht möglich. mich zu heilen, aber kaum nachdem ich >! Flaschen T)r. Rosa's Lebensbalsam genommen habe, bin ich gänzlich hergestellt, vre.-halb ich es als meine Ptticbt betra« hte, diese» llalsam jeder Person, die das Unglück hat, magenleidend zu sein, warm zn empfehlen. Mit besonderer Achtung Lufgi Pippau, Kaufmann in Tri>-*t. Warnnnn' '10an'i(>iMn>en Mis«ver*taud- • VdlllUliy. nisten vorzubeug'n. erouehe die P. T. Herren Abnehmer überall autdrüMicAs Mr. Rohm'« Lehrnabalnani aus B. f'ragner't Apotheke in Prag zu verlangen, denn ich habe die Wahrnehmung gemacht, dass Abnehmern an manchen Orten, wenn selbe ein* lach Lebensbalsam und nicht ausdrücklich Dr. Ilota't LebetitbaUam verlangen, eine beliebige nichts wirkende Mischung verabreicht wurde. Echt ist Dr. Rosa's Lebensbalsam zu beziehen nur im Hnnpt-Depot den Erzeuger» II F It .4 in H K R. Apotheke .sum (ebwarien Adler- la Pra«. Rek der 8p<.nierira*sc Hr. iOO-S u. in den anten anceftlhitea Depots. Cilli: Apotheke ..KanmbachJ. Kupferschmied, Apoth. Gr.»»:: J. Purgleitner. Apoth., Job. Kichler, Apoth.; Wend. v. Trnkotzv, Apoth.; Adolf Jakic, Apoth; Ant. Nedwed, Apoth zum Mohren; Rieh. Hanzlik, Apoth.; Dr. A. Wunder, Apoth.; Anton Reicbel, Apotti.; Fr. X. Gsehihajr, Apotheke der barmherzigen Brüder; Admont; G. Scherl, Apotli.; Deutsch l.nndsberg: H. Müller, Apoth.; Feldbach: J. Koenig. Apoth.; Uonobitz: J.Pospisil, Apoth.; Leibnitz: Ottmar Russheim, Apoth.; I.eobea: Karl Filip-'k. Apoth ; Marburg: Weuzl K'.nig, Apoth; J. . t. gold. Hirschen; Hugo Rliaseh. Apoth.; Hadkersburg. C. Andrien, Apoth.; Koltenmunn ; Fr. Xav Illing. Ajmth.; Stain«: V.Timonsche«. Apoth.; Wildon: Otto Schwarzl, Apoth.; Windischgratz : G. Kor-dik, Apoth. Himnitllrhe Apothrken la Oeaterrelek, sowie die ■eiatea Materlal-Handlaairen haben Drpota dieses Lebensbalsatna. Daselbst ist auch zu haben: Prager Universal-Hanssalhe, ein sichere* und erprobte* Mittel zur Heilung aller Entzündungen, Wunden und Geeehwilre Selbe wird mit sicherem Erfolge angewendet bei der Entzündung, MiUhttoekung und Verhärtung der weiblichen Bnut bei dem Entwöhnen de» Kindet; bei Abscessen. Blutschwören, Eiterpusteln. Karbunkeln; bei KagelgcschwOren, beim sogenannten Wurm am Finger oder an der Zehe; bei Verhärtungen, Anschwellungen, DrOsengeschwOl-sten; bei Fettgewiebseu, btim üeberbeine; bei rheumatischen und gieb tischen Anschwellungen; chronischen Gelenkentzündungen am Fusse. Knie, Hand und Hüllten; bei Verstauchungen; beim Aufliegen der Kranken, bei Schweis*tO**en und Hühneraugen; bei aufgesprungenen Händen und flecbtcnartigcu Schrunden; bei Geschwülsten vom' Stieb der Inseekten; bei alten Schäden, eiternden Wunden; Krebsgescliwüren, offenen Füssen. Entzündungen der Knochenhaut etc. Alle Entsiadungea, Geschwülste. Verblrtunjcen. Anirhwrllnpifcn werile» 1b kürzester Zeit ireheilt: wo ea aber schon jtur Kjtrrbildonp prkommeai ist, wird das Orsehwür In kilrzeslrr Zeit ohne Hehmeri aaf(eioa 8& «ad 35 kr. f. c/i iitlmluttui. Das erprobteste nnd durch riete Versach« als das vcrUsslirliJte Mittel bekannt, sur Ueilang dtr Schwer-bOrickelt and sar Krlsncung des ffsaxlirh rerloreae* Gehöre«. Kln t'lkachekea 1 #. 6. W. 1883 „Z»n»tsche Macht." 9 ~ Kundmachung. Die Direction der t. k. priv. wechselseitigen Brandschaden-Versichernngs-Anftalt in Graz beehrt sich den P. T. Vereinstheilnehmern derselben höflichst bekannt zu geben, haft die Einzahlung der Vereinöbeiträge pro R8S3 mit R. Jänner 1H83 begonnen hat und solche jederzeit, sowohl an der Directions-Cassa, im eigenen Hanse Cons..Nr. 18|20, Sackstraße in Graz, als auch bei den Districts-Commissariaten geschehen kann. Es diene jedoch denjenigen Vereinstheilnehmern, welche bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 1881 mit Gebäuden bei der Anstalt versichert waren, seicher ununterbrochen bei derselben versichert geblieben sind, beziehungsweise auch im Jahre 1883 daselbst versichert bleiben, zur weiteren Kenntniß, daß denselben in Gemäßheit des von der allgemeinen Versammlung am 20. Juni 1882 zum Beschlusse erhobenen Antrages des Verwaltungsrathes, aus den im Verwaltungsjahre 1881 in der Gebände-Versicherungs-Abtheiluug erzielten Ueberschnße, siins Prozent des im letztbezeichneten Jahre geleisteten Bereinsbeitrages als Rückvergütung zu Gute kommen, demnach sich siir die betreffenden P. T. Vereinstheilnehmer die Beitragszahlung pro 1883 um die vorerwähnten fiinf Prozent verringert. Graz, im Monate Jänner 1883. Direction der fc. Ii. priv. wechselseitigen ZZrandschade» Ferjlcherungs Anlialt i» Hraj. (Rachdruck wird nicht honorirt.) GESGHÄFTS-EBÖFFNUNG. Wir beehren uns hiemit dem P. T. Publikum von Cilli und Umgebung die ergebenste Anzeige zu machen, dass wir am hiesigen Platze, Bahnhofgasse (im früher Metz'schen Locale) ein - UOCl.<3L « 4 e - W aarea-Ctesc gegründet haben und selbes mit heutigem Tage eröffnen. Vielfache Erfahrungen einerseits, sowie eine grosse Kenntnis® des Wiener Platzes anderseits, werden uns zu statten kommen, stete y die beste und billigste Waare 16 auf Lager zu haben. — Wir bitten von unserer Eröffnung gütigst Kenntniss nehmen zu wollen und uns recht zahlreich mit Aufträgen zu beehren. Hochachtungsvollst Frans Kvtch 4' Cotnp» in CWIi» „«MIN Schmettert in#", II aoner'schen Miaun. 10 putsche Macht. 1883 i i * \ % 1 * e«tsch< Wacht." 11 | SSmal pra.mJ.lxt. | lo-cgT-CLa-d^t Vardienat-Dlplom der intern&t. SanitAtsauastellung In London 1881 fflr Stoffe der Medicin a. f. Apparate snr Förderung der Geaundhelt. ____II IV T i: H N l II H I r T E MI = Ihre Majestit Königin Victoria von England- — königL Huhoit Herzog von Edinburg. Spencer, Ausstellungs-FrlUidciit. — John Eric Erichscn, Präsident des Comites. — Mark H. Judge, Secretair. Heilung von Katarrhe, Husten, Heiserkeit, Brust- und Magsenleiclen, Blutnriuuth, bei Verdaunngs- und Körperschwiiche, als Stiirkungsniitte! für Reeonvalescenten nach jeder Krankheit stets mit sicherem Erfolge angewendet. Johaiin Hort'* ulz«'xf rM«'f-lcr. .Johann Hofi's concentrirtes Maliextract, Johann HofTs Malz - ckocolade, Joliuim Hott'* llru*t-JIttli«vvtracfboiil>ouK. T st «r 11 c li e Auorkvnnuii|;tUrcib^n bezeugen <1 o r o » Ilclllcrn Ct. Oe/sentUrhr Aner^fnnuigtihries*' ! Ich bitte Euer Wublgeboren, mir wieder 28 Flaschca ihres vortrefflichen Johann Hoff"a ben Mülzi-xtruct-o>'i>unilhcit»biereB und 5 Beutel Joh. HofTsehe Briist-J', lzbonb >n« in blaneiu Papier gefälligst gegen Nachnahme zu senden. Gleichzeitig theile Ich Ihn-n mit, «lass icli seit 5 Jahren in Folge eine» Lnngenkaturrhs und späteren beinahe ein Julir andauernden Hlutbre-chens immer an Heiserkeit in d Kitzel in der Luftröhre gelitten hab«; seit Gebrauch den Malzextractbieres fühle ich eine bedeutende Besserung nnd hoffe bei weiterem Gebrauche ganz gesund zu werden, übrigens, wenn mein Gesundheitszustand nur so bleibt, wie er gegenwärtig ist. bin ich achon mit der Heilwirkung Ihres Johann HofT^chen Malz-extraetbieres vollkommen zufrieden. Mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr stets ergebe er Edunrd Kollniunn. Vermessungs-lnspector. Marburg, den 27. November 1882. Hauptdriiot« i Euer Wohlgeboren! U6rs, 2. April 1882. Ihr Johann Hojstchet concentrirta Malxextract hat mich atuterordentlich gestärkt und ich mii« flaun für : (♦ ODECA SpaiiiNclie U eiiiiliilie, Vien, Kärntnerstrasse 14. vis-ä-vis der Weihburggasse, Roth «. wei*s.)Portweln per Glas In Vio Liter il kr. bis (0 kr., per Klascbe fl. 1.64 bis fl. 3.4T. Sherry. pr. Gia* I. '/iiUler 14 kr. bis » , 4J kr., per *'lu«cbp fl 1.1» kLsfl. J.#0. Madeira, p. Gt»si.'/,» Liier S4 kr. b. Alinmn Champagner uaverselll In Flaschen per Katicml fl. *4.50, verzollt in 1UG bUUUUU DUUugfl uUÜip. TKIKSTKH All SMTKL Lü NGS.LOTT E 1« 110. Ziehung unwiderruflich am l»4. l>l>rn»r iw«*3. 1. Haupttreffer: baar 50.000 Gnlden oder 8 800 Dncaten. 2. Haupttreffer: baar 20.000 Gnlden oder 3 500 Dncaten. 3. Haupttreffer- baar 10.000 Gnlden oder 1750 Dncaten. is—4 4. Haupttreffer: Halsband n. Ohrgehänge mit Brillanten, Werth 10.000 Gnlden. Vier Treffer: Goldschmuck mit Brillanten und Perlen im Werthe von Je 5000 fl. Fans Treffer : Diverse SchmUckgcgenstände iin Werth- von Je 3000 fl. 987 Treffer im Werthe von Je 1000^00, 300, 200, 100, 50 und 25 Gulden. 1000 Ii.N.i im Werthe von II. 213.550 W# AftVAIWA l»BO wil J O *w W V V, WWW, «VVf «VW| WW «II Los 50 Kreuzer! Bestellungen unter Beifügung von 15 kr. für Postportospesen sind zu richten an die p -- Lotterie-Abtheilung der Triesler Ausstellung Frachtbriefe mit oder ohne Unterschrift, zu haben bei Joh. Rakuscli, Cilli. linirt, 30 kr..' lOO Couverts biezu 21 kr. zu haben bei JOH. RAKUSCH, PaDierhaudluoe, Herrenaasse 6. Das Gartenbuch für Millionen. Preis 1 Mark. Mark 5® Pfjf. in Krancomarkcn erfolgt Gegen Einsendung von 1 francirte Zusendung. Kein Gartenbesitzer und Blumenfreund versäume es, bei beginnender Frstlt-jahrszeit sieh dieses billige und nützliche Gartenbuch zu verschaffen, welches stets vorräthig ist am Vereins-Centrale Franendorf, Post Vilshofen ii Bayer». >00000001 Das wirksamste BlntreiulHsmittel direct vom Erfinder OSCAR SILBERSTEIN in B r e 81 a u bezogen, Flafou auf ti Wochen ausreichend nebot Gebrauchs-An Weisung 2 fl„ empfehlen und versenden: J. Kupferschmidt, Apotheker in Cilli, Joh. Po«pi«il, Apotheker in Gonobitz, A. W. König, Apotheker in Marburg:, Hugo Eliaaoh, Apotheker in Pettau, 0. Haly, Apotheker in Wels. 6«ü—K liiiiiipeuscliiriiie in grosser Auswahl, Schirmhälter bei Job. Rakuscli, rnjuertiandl. Herreng. 6. Dr. Behr S Nerven ^xtraet, ein au,! Heilpflanzen nach eiqnier. Meihobc bereitetet Extract, welcher sich seit vielen Jahre» al» vortrin-liches Mittel ^egen Nervenkrank-heiten, wie: Nrrvenschmcr-$e», Migräne, Ischias. 5krru<-und >Mückeninarkschntcr;eti, Epilepsie, Lähtnuiigen.Tchwä-ckrzustände it. -VoUutioneii bewährte, ferner wird Tr ivehr S Nerven-Lxiract mit bestem Er-sol^e angewendet fteqen: Gicbt und Rheuma» tismu»^ Steifheit der Muskeln, («Selen?*» und Muskel - Rheumatismus, nervösen Mvpfsckmerz uud Ohrensausen. Dr. Behr'S ?!erv'.n-Lxtraci wir nur aiifeecüch angewendet. Preis einer Flasche mit genauer Gebrauchsanw.: 9o kr. 0. »» ^a«»!vrrseiidiings-?tvof: Gloggnitz, N.-Otft.. in Julius Bittner'S W. Apslhkle. Depot in l?iUt: in de> Avolhkktn:I. Kup-ferscbmid; Ad. Mare?. RB Beim Anlaufe dieses Präparates wolle das P. T. Publikum stet» darauf achten, dah jede Flasche auf der äußeren Umhüllung beige-druckte Lchutzmarke führe. 649—25 Das bekannte nnd beliebte (früher von Herrn Rob. Jnd in Cilli verkanfte) welchea von der Fabrik rliemlurlter Produele in llrniitnlcK nnter der Controlle der k. k. Finanzbehörde erzeugt wird, und von der k. k. landwirth-schaftl. chemischen Versuchsstation in Wien untersucht wurde, ffeUmfft wieder zum Verkauf. Lager beiDanielRahtsch in Cilli. Abgabe nicht unter 50 Kilogramm. 12 .Deutsch- Wacht." 1883 In der Neugasse (Wogrinz'sches Haus) sind 3 Zimmer samt Kabieet und sonstigem Zugebör vom 1. Mai ab zu vermiethen. 40^—2 Wegen Abreise Sr. Exc. t. Wokhin wird dessen Wohnung im Skolaut'sehen Hause um den Preis Ton 80 fl. and zwar Tom I. Februar bis 1. August Übergeben. am Kirchplatzo für 2 Pferde ist sofort zu vermiethen. Anzufragen in der Eip. d. 131. 41—2 Cluc MOllllM'llifg«» WOHNUNG mit » Zimmern laniml ZugekSr wird mit I. April xu miethen gesucht. 152—3 Auskünfte ertheilt die Administration d. UI. Ein Ciavier 29-i um SO fl_ xu verkaufen. — Näheres Expedition. Hu Ix 36 zöllig, gut ausgetrocknet wird verkauft die Klafter mit S fl. bei 36-3 JOSEF HUMMER, Postgasae 37. In Schloss Weixlstetten findet zum 1. Februar oder 1. März d. vJ. ein Mädchen mit guten Zeugnissen, welches zu nähen versteht, als Stub enmädchen Dienstanstellung. 38—2 Zaliiilcidcmlon zur Nachricht! ~ Das dentistische Etablissement des Dr. J. Hoisel, pr. Arztes in Cilli, bleibt in dieser Saison nur mehr bis zu Beginj des Monates April in Thätigkeit. In demselben werden alle zahnärztlichen Operationen vorgenommen und zahntechnische Arbeiten jeder Art ausgeführt. 20— lloehTelne srlaehe Ungarische Salami sowie Torxftffllelten empfehlen w alland 8h Pg116, Hauptpl. u. Postgasse. liV« Fräulein ertheilt gründlichen Unterricht im Zitherspiele, der italienischen Spruche und Zeichnen gegen massiges Honorar oder italienische Conver«atinn. Daselbst werden auch 2—3 kleinere Knaben sogleich in gänzliche Verpflegung aufgenommen. Geneigte Anträte unter „Unterricht" A, Z. poste restaute Cilli. Zu beheben nur gegen Inseratenschein. 34}—2 KIWLADCKG zu dem am Sonntag; den 28. Januar in den Localitüten des Gasthofe* zur „STADT «>R.4%' •tattfladeadea Geschlossenen Burschen-Ball 30—1 Eintritt SO kr. Um zahlreichen Besuch bittet DäS ComÜB Alle Jene, die mir ftlr verabfolgte Schnhwaaren noch schulden, fordere ich hiemit auf. den entfallenden Betrag längstens binnen Monatsfrist an meine unten angegebene Adresse zu senden, da ich sonst gerichtlich die Sache ordnen müsste. 31—2 Marie Margreiter ia Schwaz in Tirol. in nassem sowie in trockenem Zustande kauft zu den höchsten Preisen Lambert Chiba's Witwe, Cilli, Grazergasse 88. 602— 28—3 Schweinshaare jedes Ouantum zu höchsten Preisen kauft JOHANN SÄGER, lArateninaelier, CIIII. Bahnhofgasse Nr. 9«. Auswanderer. Jede gewünschte Auskunft, sowie werthvolle Karten und Brochuren, die Verhältnisse des Staates nWllMHln" als geeignetes Ziel der deutschen Auswanderung betreffend, »endet, auf Verlangen gratis und portofrei der europäische Commi«sär der Ein-waoderungsbehörde des genannten Staates." 27—! K. H. K«>iiuaii, Brieffach 882, Basel (Schweiz). X o d Q JO es 2 S * a o Gß « w Ph & W SS • u o O ■+-> o & Bergcr's medicinische THEERSEIFE darck m*dio. Capacitttan «mpfoklaa, wird la da. m.i.tai Stutaa Raropa'a all glisx«nd»m Rrfal*« angewandt! |«ril Haut-Aussenläge aller Art taaVaaoadare u»*-b ekroaiatka and Sckippaolaektaa. Krttu, Orl«d «ad luuiUn A«ssehlt|*, ,owle S»I»° Kojiffr»»^, Fraattoalag, Hckw-laastraa Kopf- und Hurl-a«ka>Ma- — Tlirmrlh tnlUll 4»*|, llol.l lirar aa.t uatar- •akaidat »ick waaanillck voa allaa akrigaa Tkaarairan d« U.ndala__Zar Vor- >«'■»» T»» Ttiichaaiea kontra maa aaadrteklick llerver'a Tl.cr Mlf« and acht» auf di« bak*nute Hohutima/ka Bai feartultcklirrn Hantleiden wird an »Ulla da* Tkaaraaifa mit Krfolf Borgers med. Theer-Schwefelseife aeifa wandet, aar b«liab* «an. «Mi diaaa ▼erfeiogea werde« «ollte , nur die Berber »rhr TlM«r-Sck»«felMif« zu verlangen, da di» aniiUadUrlioB IntlaUeaaa wirkiiag«lea+ Eraengniaaa alad. AU mildere Tlaeeraelse ur Beseitigung aller Unreinheiten des Teints, r^ran Haat- aod KeafaawcklAga dar Kinder, an via als aaftbartrefflicka coanetiaebe Maerli- nad lladeaelfo skr daa tAffl leben Bedarf dient Berger's Glycerin- Theerseife, di« ton. O'reona entfallt aad fala »arfumirt tat Preis per Stück jeder Sorte 35 kr. sammt Broschüre Uaupt-Versandt: Apotheker G. IIKM. iu IBOl'l'iC. > *3 O r+-p- CD *r c& n M» s n i Ä ö sr p o- cv p er CD P cd WIWM Nachdem mir durch Beschluss der wohl-löblichen Stadtvorstehung von CilK, die Leitung des Theaters vom 1. Februar ab fl bestrafen wurde, beeile ich mich die P. T. Theaterfreunde der Stadt hievon in Kenntniss zu setzen und gebe ich die Versicherung, dass ich bestrebt sein werde, durch Vorführung einer zahlreichen, gut geschulten Gesellschaft nnd durch Aufführung der nenesten Operetten, Lustspiele, Possen etc. in eleganter Ausstattung mir die Anerkennung der Stadt in vollem Masse zu erwerben. Die Gesellschaft wird aus 20 Personen bestehen und ist derselben durch das Engagement des bekannten Komikers Herrn si. Schwciffhoser vom ehem. Kingtheater in Wien als Gast für die Saison ein besonderes Relief gegeben. Von den aufzufahrenden Novitäten führe ich die bedeutendsten nachfolgend an, u. zw.: Operetten Boccaccio, Donna Juanita, Die Glocken von Corneville, Prinz Methusalem. Die Fledermaus, Die schöne Helena, Die Grossherzogin von Gerolstein, Blaubart, Angot, Die Prinzessin von Trapezunt, Fatinitza. Der Bürgermeister von St. Anna, (Kärnthnerische Operette von Koschat) Die schöne Galathea, Mannschaft an Bord, Die leichte Cavallerie. Ehemann vor der Thüre etc. etc. IiUMt*|ilele Der Jourfix, Unsere Frauen, Die Spatzen, Cyprienne, (Divorfons) Wohlthätige Frauen, Der Schwabenstreich. Haus Lonay. Dr. Klaus, Durch die Intendanz, (Preislustspiel)'Der Todtschläger (L'Assomoir) Schauspiel etc. etc. Po«Men und VolkMatftek* Die Gypsfigur, Der Jongleur, Ihr Korporal, Der Herrgottschnitzer von Ammergau (mit grosser decorativer Ausstattung) Der Lodei, Der Protzenbauer etc. Alle die oben verzeichneten Pieren werde ich in möglichst vollendeter Weise und den Anforderungen eines kunstsinnigen und kunstverständigen Publikums vollkommen entsprechend zur Darstellung zu bringen bemüht sein. Die Vorstellungen finden Samstag. Sonntag. Montag, Mittwoch und Donnerstag statt- Die Tagespreise sind nachfolgende. 1 Loge im Parterre 2 ß. 50 kr. — 1 Logt auf der Oallerie 1 fi. 50 kr. — Ein Parterre-Sperrritz 60 kr. — Ein nummerirter Sitz 40 kr. — Parterre-Entree 30 kr. — Garni-tons- und Studentenkarten in't Parterre 20 kr. — Ein nummerirter Gallerieritz /. Reihe. Ar. 1 bit 12 30 kr. — Gallerie-Entree 15 kr. £rhöhte Preise bei grossen Operetten und Ausstattungsstücken. 1 Loge im Parterre t fl, — 1 Loge auf der Gallerie 2 fl. äO kr. — Ein Parterre-Sperrsitz 80 kr. — Ein nummerirter Sitz 50 kr. — Parterre-Entree »0 kr. — Gamisons- und Studentenkarten 30 kr. — Ein nummerirter Galleriesitz I. Reihe Nr. 1 bis 12 <0 kr. — (jallerie-Entree 20 Irr. Um meinem Geschäfte die unumgänglich nöthige Rasi» geben zn können, eröffne ich ein Abonnement auf je 12 Voratellnngen zu ermÜB-sigten Preisen und bemerke liiebei nur, dass alle die oben angeführten Operetten. LuaUpiele, Possen etc. Mach im Abonnement gegeben werden müssen. 67t>_2 Abonnementspreise für je 12 Vorstellungen. 1 Loge im Parterre 24 fl. — 1 Loge auf der Gallerie 15 fl. — 1 PartcrTo-SpeirsitZ 0 fl. Für dieses Abonnement Übernimmt aus besonderer Gefälligkeit Herr Joh. Raknach schon jetzt die Sub-scription nnd wollen die P. T. Herrschaften, welche auf solche Abonnements reflectiren, ihre geneigte Willensmeinung schon jetzt an genannter Subscriptions-stelle abgeben. Die Beträge sind erst seinerzeit wann die bezüglichen Karten ausgegeben werden zu erlegen. Indem ich zu diesem Abonnement hoflichst einlade und im Interesse der Sache und daa Gelingen des Ganzen nin recht zahlreiche Betheiligung bitte, zeichne ich mich Hochachtungsvoll G. /.uuettl. IHreetor der Stadltkeater la Cilli a. Pettaa. Eigenthum, Druck und Verlag von Johann Rakusch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Benozzi.