Lchriftleitimg: (tet^ontgafTe Wr. 5. rot« Ki. ll, tetenrfcui «,»,»?»»« - ! l«gl>» «» ■■Mul2tn.-s 6et So-!». iiftff tofj so» 11—It Ufet »«». ^«M4inb brtUtfftditlflt. «■r«»»ta® «««» •bbI »K 8ft»c!t«n# »««e» Sartmnnj »a Wfltijfl (e(l-|rtf£tni «-tu»'?» cntflcge«. M BtebcxlKlniijni fttt*- mAIaI. «N.CrtilMt U?o«t- rrlVtil !M OttKcMt an! eant»t«4 akenbl. fnfloi-Äotrto M.HCO. Verwaltung: !«athau»gafle Kr. 5. Kr. 21, Inifrutbcn «t,UK«btdi»gU»S» t ir® M« Voll ! ...«»'»» . . . . K r«« •am|fit«a. . . . K irM gilt (it[| Bit 4v|UHan« tat Hau« ! «,i»l»a . . . . r t i» «erttlMrt, . . . IC »•-HlUdjtlirt» , ... K f— . .. . I Ur— MM >»»!»»« nb»h-n st» ti «MUjftttilfcii um M; to;<«r G'dtU»«». «»»»lri«« tbonn<»rntl acHtn d>« «01 »ddkktlill», Eilli. Samstag den ^0. ^eptemver 1913 38. Jahrgang örutsd)lum\ Brstrrreich-Ungarn uni» örr Balkan. In der letzten Zeit sind die deutsch-österreichi-schen Beziehungen mehr als nötig zunz Gegenstände kritischer Bemeikungen gemacht worden, die in den slawischen «reisen cm gewisses Gesühl der Ent-lastung hervorgeruseu habe». Man hat sowohl die berliner als auch die Wiener Politik während der Valkankrise einer Politik unterzogen, die, weil sie vielsach aus willkürlichen Boraussetzungen beruhte, zu einer völlig schiefen Auffassung des gegenwärti-gen Standes der Dinge führte und geeignet ist, die Meinung hervorzurufen, als ob Meinungsverschiedenheiten, die sich zwischen den beiden Verbündeten »geben haben, nicht ausgeglichen woiden seien und deshalb heute »och einen störenden Einfluß aus die Politik beider Reiche ausüben. Ganz abgesehen davon, daß dabei Gerüchte und Vermutungen als Tatsachen hingestellt werden, liegt die Ursache dieser nicht immer liebevollen Kritik barin, daß man besonders in breiten Kreisen Deutsch« landS die Erfordernisse der österreichisch ungarischen Salkanpolitik lediglich nach den Bedürfnissen deS Deutschen Reiche«, beziehungsweise nach seiner geographischen Lage beurteil». Deutschland liegt einige hundert Kilometer vom Balkan entsernt, Oesterreich-Ungarn ist fein unmittelbarer Nachbar. Schon daraus ergibt sich eine große Verschiedenheit der ieiderseitigen Interessen. Deutschland hat unmittel-bar nur solche wirischastlicher Natur, Oesterreich-Ungarn ist aber an der Gestaltung der Dinge auch politisch umso stärker interessiert, als zwischen ihm und den Balkanländern da» südslawische Element zcucinsam ist, woraus sich der starke national-politische Interessengegensatz zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien und zum Teil auch die Echwankungen in den Beziehungen Rumäniens zur Monarchie erklären. In Deutschland kann man sich «zenüber der Balkanfrage, beziehungsweise der süd« slawischen Frage, auf den Standpunkt des reinen Aavsmaniies stellen, obgleich der Balkan dem Deut- Schutz der deutschen Schrift! Was du ererbt von deinen Bätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen! Goethe. In den letzten Jahren haben sich die Latein-schriftanhinger besonders eifrig bemüht, die deutsche Eprache ihres eigenen Gewandes, der heimischen teutschen ©Christ, zu entkleiden. Wie weit diese Be-strebungen gehen, wird anS der Tatsache klar, daß im Jahre 1911 dem deutschen Reichstage ein Ge-sttzentwurf vorlag, dessen Zweck eS war, aus dem UnterrichtSplane der vier unteren Klassen der deut-schen Volksschulen die altererbte und in jeder Hin« ficht entsprechende deutsche Schreib- und Druckschrist auszuschalten. Daß dieser Antrag nicht Gesetz wurde, ist nur dem aufklärenden Einschreiten einiger wackerer Männer zu danken. Aber auch in unserer deutschisterreichischen Hei« «at mehren sich die Anzeichen, daß unser sprach-liche« AuSdruckSmittel, die uns teuer und vertraut gewordene deutsche Schrift, zugunsten der lateinischen verdrängt werden soll. So mußten beispielsweise in der Sitzung des österreichischen Abgeordnetenhauses vom 20. Mai 1913 die Abgeordneten Dr. Schürff, Wedra und Kenoffen in einer Anfrage an den Eisenbahnminister Aufklärung über die fortgesetzte Verdrängung der deutschen Schrift im Betriebe der österreichischen EtaatSbahnen verlangen. Ausgehend von der Erkenntnis, daß den zum schen Reiche seit Bismarck auch politisch schon be> deutend nähergerückt ist und ihm noch näherrücken wird. Oesterreich-Ungarn aber kann sein Verhältnis zu den Balkanstaaten und inSbesoudcrS zu Serbien nicht lcbiglich nach wirtschaftlichen Erwägungen ein-richten, weil die südslawische Bewegung der Monar« chie politisch an die Existenz greift. Vom rein wirt« schastlichen Standpunkte aus betrachtet, ist deshalb Deuischland gegenüber dem Balkan in einer gün-stigeren Lage, weil es seine Beziehungen mit den Balkanftaaten lediglich nach Maßgabe gegenseitiger wirtschaftlicher Konzessionen abstimmen kann, da es andere als wirtschaftliche Beziehungen mit diesen Staaten nicht hat; Oesterreich-Ungarn aber sieht sich der großserbischen Bewegung gegenüber, die sortgesetzt ans den Boden der Monarchie hinüber-greift, und wer da meint, daß dieser Bewegung nur durch nationalpolitische Zugeständnisse an die Süd-slaiven der Monarchie mit Erfolg entgegengeireten werden kann, wer da glaubt, daß Oesterreich Ungarn mit Serbien einen besseren Handelsvertrag ab-schließen wird, wenn es die Bildung eines dritten südslawischen Teilstaates in seinem Rahmen zuläßt oder sördert, der kennt die slawische Psyche nicht. Das südslawische Problem läßt sich also für Oesterreich Ungarn nicht einfach aus die Formel reduzieren: „Man hat sich mit den Leuten da unten besserzustellen." Dazn gehören zwei, und die Erfah-rung bietet leider keinen Grund zu der Annahme, daß Serbien sich mit der Monarchie besser stellen will. Ebenso stichhältig ist aber auch der Vorwnrf, daß Oesterreich-Ungarn nicht bereits Ende Oktober 1912 militärisch in den Balkankrieg eingegriffen habe. Möglich wär« ein solcher Eingriff auch noch im April 1913 grivesen und in Wien war man dazu auch entschlossen, wenn die Skutarifrage nicht erledigt worden wäre. Allein die Antwort auf die Frage, was dann Oesterreich»Ungarn mit dem okkupierten Serbien hätte machen sollen — denn eine Beschränkung der Okkupation aus den Sand-schak wäre taktisch unmöglich gewesen — wäre doch schwieriger gewesen als der gute Rat zum Ein-marsch. Dieses nachträgliche Herumbohren in den Meinungsverschiedenheiten, die sich im Lause der Teil deutschseindlichen Beweggründen entspringenden Bestrebungen zur AuSmerzung der deutschen Schrift zielbewußt entgegengetreten werden muß, hat sich nach einem Ausrufe, den der Schriftsteller Ottokar Stauf von der March über Anregung Gleichgesinnter ergehen ließ, im Deutschen Schriftvereine für Oester-reich eine Anzahl volkSbewnßter Männer in selbst-loser Liebe zu deutscher Art zusammengefunden. Dieser notwendig gewordene Verein tritt hiemit an alle Freunde der deutschen Schrift mit der Bitte heran, seine Ziele durch Beitritt oder durch sonstige Unterstützung zu fördern. Gerade wir Deutfchöster« reicher, die wir auf hartumdrängter Scholle um unser völkisches Dasein schwer zu ringen haben, dürfen auch nicht daS geringste Zeichen völkischer Eigenart aufgeben, und so hat gerade für uns daS alle Deutfchsprechenden des Erdballes zugleich mit der deutschen Sprache umschlingende, einigende Band der deutschen Schrift erhöhte Bedeutung. Nun einige kurze, sachliche Erörterungen. Jede Erscheinung im Entwicklungsleben der Völker hat ihre Ursachen. Unsere Vorjahren erkannten offenbar aus ihr:m richtigen Sprachgefühl heraus, daß die Lateinschrift alles das, was die deutsche Sprache zu sagen hat, nicht wiedergeben kann. Darum suchten sie nach einem eigenen, ihrem Wesen besser ent-sprechenden AuSdruckSmittel. Sicher wird auch dem künstlerischen Gefühl und dem Gemüte der damali-gen Deutschen die nackte, glatte Schrift der Römer nicht genügt haben. Seit den Zeiten der Bekehrung der deutschen Stämme zum Christentum versuchten Balkankrise zwischen Oesterreich-Ungarn und Deun'ch-land ebenso ergeben haben wie zwischen Frankreich, England nnd Rußland, hat aber nmsoweniger prat-tischen Wert, als dadurch praktisch gar nichts zum Besseren gewendet wird, sondern — wie schon eingangs erwähnt wurde — nur bei den gemeinsamen Gegnern und besonders bei den Slawen Hoffnungen aus die Zukunft ausgelöst werden, die jedenfalls nicht zur Stärkung der Position des DeutschtumeS in Oesterreich beitragen. ES der beiderseitigen Di-plomatie zu überlassen, in künstigen Fällen Mei-nungsverschiedenheiten aus das möglichst geringe Mag herabzudrücken, ist aber umso vernünftiger und zweckentsprechender, als der Wille hiezu doch auf beiden Seilen vorhanden ist, nämlich der Wille zu fortgesetzter Vertiesung des Bündnisses und Har-mouisierung der beiderseitigen Interessen, die auch dadurch gefördert wird, daß Deutschland immer stärker in die Stellung der politischen Interessenten am Balkan rückt. Klerikale Gelchichlo-fälschuug. Der Llerikalismus hat Theorien entwickelt, die im Gegensatz zu den geschichtlichen Tatsachen stehen. Da aber diese Theorien mit der Zähigkeit festgehal» ten werden, bleibt ihren Vertretern nichlS übrig, als die unangenehmen Tatsachen so herzurichten, daß sie halbwegs zur Theorie stimmen. So kommt eS zu den berühmten klerikalen Geschichtskonstruktionen. Eine dieser Konstruktionen hat die Erhebung deS deutsche» Volkes in den Jahren 1813—1815 zum Gegenstand. Die klerikale Geschichtsschreibung will glauben machen, daß diese große Zeit deutscher Geschichte nicht» anderes sei als eine Wirkung katho-tischen, das heißt im Munde unserer Klerikalen ul» tramontanen Geistes. Der hohe religiöse Schwung, der jene großen Zeiten kennzeichnet, wird kurzer Hand gleichgesetzt mit der ReligionSauffasiung, die sich der moderne Klerikalismus zurechtgelegt hat. die deutschen Schreibkuudigen, durch Brechung und Verästelung der gefühlskalten Römerschrift nnauSge-setzt diese ihrem Geschmacke anzupassen. Ja, schon die frühesten deutschen Schriftsteller, Ulfila, Otfried und andere, suchten einige eigene Schriftlichen an» zuwenden, wie dies der hervorragendste lebende Schriftforscher, Professor Tangl in Berlin, bewiesen hat. Bis um das Jahr 1100 herrschte allerding» in Westeuropa die durch die Schreibschulen Karl» des Großen gepflegte runde Schrift, die Stamm-form der heutigen lateinischen, vor. Aber die Ab-änderung der runden Formen in gebrochene war, ähnlich der Ablösung des romanischen Rundbogen» durch den gotischen Spitzbogen in der Baukunst, kein bloßes Ergebnis geschmackloser Willkür, sondern eine zeitgemäße Fortentwicklung deS schon Bestehenden. Nach der Erfindung deS Buchdruckes bildete sich in Deutschland die Bruchschrist zu künstlerischer Vollendung bei deutlichster Lesbarkeit aus, und Albrecht Dürer schuf im Jahre 1525 in eigener Druckerei das Urbild der heutigen deutschen Schrift. Wie wesensverwandt die deutsche Schrift mit deutschem Fühlen und Denken ist, das beweisen uns deutlich die vielen diesbezüglichen Aeußerungen un-serer großen Männer. Goethe sagte: «Die deutsche Schrift ist in ihrem Schmucke den gotischen Bauten vergleichbar, die den Blick zur Höhe ziehen und unS mit Staunen und Bewunderung erfüllen. Gotischer Stil der Baukunst und die Gestalt unserer Buch-stabeu sind al» gleiche Offenbarung deutschen Ge-müteS zu erachten." Und Luther: „ . . . denn die Seite 2 •Lv'U'nuie Keucht Nummer 76 Ja so weit geht die Kühnheit ungeschichtlichtr Fabelei, daß man die klerikalen Hochschüler, die sich zu Pagen des tschechisterten und tschechisierenden Feudaladels hergeben, als die echten Erben Kürnerschen Freiheit«-geistes bezeichnet! Diesen verwegenen Konstruktionen gegenüber soll nachgewiesen werden, daß es zur Zeit der Frei, heitskriege einen KlerikaliSmuS heutigen Stils nur in höchst bescheidenen Ansängen gegeben hat. Man hielt im Ansang deS 19. Jahrhunderts auch in katholischen Kreisen die Wiederaufnahme der Weltherr-schastSbestrebungen deS mittelalterlichen Papsttums für ausgeschlossen. Auch die katholisierende Richtung in der Romantik, die dem Katholizismus viel« be-deutende Geister zuführte, gelangte um 1815 noch nicht zu solchen Forderungen. Während der ersten Jahrzehnte deS 19. Jahrhunderts herrschte in der katholischen Kirche Deutschlands noch der ausklärende Geist de» 18. Jahrhundert. ES war die Zeit, in der hervorragende Männer des Katholizismus, wie Generalvikar Wessenberg in Konstanz. Fürstbischof Hohenlohe in Breslau. Erzbischof Graf Spiegel in «öln, Fürsterzbischos Milde in Wien, in „christkatho-lischem" Sinne wirkten, das heißt die aus den ro-manischen Ländern eingeführten neuartigen grimmig-keitSbezeigungen ablehnten und für die Wissenschaft-liche Schulung des Klerus sorgten. Es fehlte dieser Zeit nicht an religiöser Tiefe und Regsamkeit. Diese erging sich aber nicht in konfessionellem Streit, so»-dern auf katholischer wie aus protestantischer Seite wurde das gemeinsame Christliche betont. Das reli-giöse Bewußtsein der Besreiungszeit war durchaus national. Um das Jahr 1815 erhoben zahlreiche Flugschriften aus katholischen Kreisen die Forderung nach einer deutschen Nationalkirche. Die Wiederein-fetzung des Papsttum» in seine weltliche Herrschast (1814) und die Erneuerung deS Jesuitenorden« be> trachtete man als harmlose Zugeständnisse an eine ehrwürdige, aber für immer überwundene Vergangen-heit. Und doch waren diese und andere Ereignisse das Wetterleuchten der über das deutsche Volk her« ausziehenden ultramontanen Gewitterwolke, deren Entladung daS innere Leben unseres Volkes gestört und dieses in eine beklagenswerte Zerrissenheit ge-stützt hat. Der heutige deutsche Klerikalismus, dessen schüch-terne Anfänge in die Zwanzigerjahre deS vorigen Jahrhunderts fallen, dars sich also der nationalen Regungen im Katholizismus der BefreiungSzeit nicht rühmen. Er dars Männer wie Spiegel und Wessen-bcrg nicht zu den Seinen zählen. Er steht vielmehr in schärfstem Gegensatze zu ihrem Streben, er hat ihr Wollen und Wirken nicht sortgesetzt, sondern aufgehoben. Die Geschichte des deutschen KatholiziS-muS von Hermes bis auf Schell und Schnitzer be-zeugt die Ueberwindung der nationalen und zugleich wissenschaftlichen Richinng. Darum lasse man die hehre Zeit der Freiheits-kriege, ihren religiösen und nationalen Ausschwung unangetastet! Der Geist Körner» schwebt über den Fahnen des freiheitlichen Deutschtums, von der kle-rikalen Internationale bleibt er auf ewig getrennt. lateinischen Buchstaben hindern uns über die Maßen sehr, gut Deutsch zu reden." Kurz und bündig er-klarte Bismarck: „Deutsche Bücher mit lateinischen Buchstaben lese ich nicht!" »ehnlich wie dieses deut-fche Dreigestirn äußerten sich Kant, Klopstock, Her-der. Jean Paul, Iahn, Simrock, Gustav Freytag. Rosegger und andere. Und auch wir werden wohl von ähnlichen Gesühlen ersaßt, wenn wir dem wah-ren Wesen deutscher Kunst näherzutreten suchen. Spricht doch zu uns, um nur das Gebiet der Poesie zu berühren, aus der echten Dichtung die Seele und das tiefste Empfinden eines Volkes. Man urteile einmal, wenn man in einer Stunde stiller, innerer Erbauung ein Buch eines unserer großen, unver« gänglichen Dichter zur Hand nimmt, wenn man ein gcmütStiese«, von echt deutschem Wesen zeugendes Gedicht eines Schiller, Uhland, Mörike. Eichendorsf oder wenn man in rechter Stimmung die herrlichen Worte Goethes liest: ..Ueber allen Wipfeln ist Ruh' . . Gehört nicht zu diesen Wort gewordenen Empfindungen das Kleid der deutschen Schrift? Wem dagegen beim Lesen einer solchen Perle deut-scher Dichtung, wiedergegeben im Lateindruck, nicht etwa» Befremdendes, Kaltes über die Seele kriecht, der hat einfach kein Recht, über Sachen, die mit dem Wesen deutscher VolkSart innig verknüpft sind, den Stab zu brechen. Aber auch allen sonstigen Angriffen der Latein schriftfreunde hält unsere Schrift stand. Man sagt vielfach, die deutsche Schrift sei nicht so leicht les-bar wie die lateinische. Das gerade Gegenteil trifft Politische Rundschau. Ernüchterung unter den Slawen. Der jungtschechische Cesky Dennik schreibt: „Die Imwälzungen, welche auf dem Balkan nach dem Londoner Frieden eingetreten sind, sind so gewichtiger Natur, daß sie vollständig die innere Struktur der Balkanstaaten und ihr gegenseitiges Verhältnis ge« ändert haben. Anstatt national einheitlicher Staaten existieren nur mehr aus dem Balkan Staaten, welche tarke nationale Minoritäten haben, und dies Mino-ritäten, welche durchweg« einem fremden Staate gravitieren. Und eS ist die Idee geschwunden, welche Bulgarien, Serbien uud Griechenland verknüpft hat. Das türkische Joch hat aufgehört zu existieren, al« lein an dessen Stelle ist ein neues, weit ärgere« Joch getreten, da« Joch de« gegenseitigen Hasses. Die ehemaligen Bundesgenossen sind so verfeindet, daß sie fortwährend gegenseitig aus einander mit dem Verdachte blicken werden, daß sich jeder von ihm um die Gunst des oSmanischen Reiches bewerben werde, welches aus den Balkanstürmen nicht so schlecht hervorgeht, als eS nach dem Londoner Frie-)en den Anschein hatte." Der bosnische Landtag. Die Verhandlungen über die Bildung einer Arbeitsmehrheit im bosnischen Landtage sollen in den nächsten Tagen zum Abschlüsse kommen. Außer den 20 Virilisten sitzen im bosnischen Landtage 24 MoslimS, 31 Serben und 16 Kroaten. Von den Serben hat sich ein kleiner radikaler Flügel abge-löst, während die Kroaten sich in eine liberale (elf Stimmen) und in eine klerikale Gruppe (5 Stimmen) teilen. Die Serben und die liberalen Kroaten haben sich nun vor kurzem auf ein extrem demokratische« Programm geeinigt, aus Grund dessen sie eine Ar-bcitsmehrheit bilden wollen. Die politische Richtung dieser Koalition ist großbosnisch, mit starkem serbi-schen Einschlag, während die klerikalen Kroaten groß-kroatisch sind. Aus diesem Grunde ist von der La»' desregierung kürzlich auch die Bildung eines Klubs der klerikal-kroatischen Rechtspartei verboten worden. Seither wurde diese Maßregel rückgängig gemacht und die klerikalen Kroaten sollen nun bereit sein, sich al« selbständige Gruppe der ArbeitSmehrheit anzu-Ichließen, während gleichzeitig auch diesbezüglich mit deu MoslimS verhandelt wird. Festzuhalten ist dabei, daß bei den Verschiebungen im Parteiwesen des bosnischen Landtage« in der Regel weniger die po-litischen Momente al« vielmehr die materiellen maßgebend sind, und zwar osl recht problematischer Natur. Die Krise in Kroatien. Der Wiener Deutschen Korrespondenz wird aus Agram geschrieben : In «gramer politischen Kreisen glaubt man, daß die ungarische Regierung sich noch im Laus« dieser oder der nächsten Woche über den in Kroatien einzuhaltenden Kur« schlüssig werden wird. Ob er nach rechts oder nach links ausschlage» wird. zu. Wir buchstabieren ja nicht beim Lesen, sondern das Auge «saßt die Worlbilder, und diese sind in deutscher Schrift durch die Leben und Abwechslung in die Zeilen tragenden vielen Ober- und Unter« längen der Buchstaben viel deutlicher als in Latein gedruckte. Schon Kant sorderte mit Rücksicht auf die Erhaltung der Augenkrast ein Polizeigesetz. daS den Druck deutscher Bücher in lateinischer Schrist verbiete. Hier sei auch von vielen ärztlichen Urteilen eines erwähn». Der bekannte Augenarzt und Leipziger Universitätsprofefsor Schön schrieb: „Die Lateinschrift ist nicht so leicht lesbar, weil sie wem-ger charakteristisch ist." Man denke auch an die vielen Falschlesnngen infolge der mangelnden Unter scheidung der S'Formen in Lateindruck. Zum Bei spiel: Kreisel»-» (Kreischen oder Kreischen?), Hausenden (HauSenden oder Hausenden ?), Wachstube (Wachstube oder Wachstube?), Winteretücke (ffiin-terStücke oder Winterstücke?). In einer Zeitschrift fand man in, Laieindruck den Satz: In Aussen genossen ist der Branntwein nicht nur nicht schädlich, sondern ein durchaus bekömmliches Getränk. Der Inhalt, mit dem man natürlich auch dann nicht einverstanden fein braucht, wenn der Satz in deutschen Buchstaben erscheint, ersährt hier eine von seinem Versasser ungewollte Deutung, denn es ist ja nicht gleichgiltig. ob es heißt „in Mafien" ober „in Maßen". Außerdem nimmt der Lateindru^ gegenüber dem Deutschdruck einen weitaus breiteren Platz in Anspruch, was besonder« Druckereien in Erwägung ziehen sollten. Auch die immer wieder iegt noch im Dunkeln, da noch gänzlich unbekaaiit ist, für welche der beiden möglichen Kombinationen man sich in Budapest entschließen wird. Im alle» im Jahre 191 l gewählten und bald daraus aufze-östen Landtage verfügte die Regierungspartei nur über 25 der gewählten 88 Abgeordneten, während hr die 26 Abgeordneten der liberalen Koalition und )ie 25 Abgeordneten der vereinigte» Rechtspartei al« geschlossene Opposition gegenüberstanden. Die Regierung verfügte also einschließlich der 26 Prä-laten, Obergespäne und Magnaten nur über 43 Stimmen von 114, hatte also keine Mehrheit. Für die Bildung einer solchen gibt es nur zwei Möglich, leiten : Entweder die Vereinigung aller »monistischen Elemente mit dem klerikalen Teil der Rechtspartei oder aber die Vereinigung der Unionisten mit der erbisch-kroatischen Koalition. Die Anhänger der er-sten Kombination rechnen dabei, daß die Untonisteu, wenn eS gelingt, die persönlichen Differenzen zwischen hnen beizulegen, eS auf 40 Mandate und die kleri-kale Frank-Partei mit Hilfe der Regierung auf 25 Mandate bringen würde, was einschließlich der Bin-listen 91 Mandate von 114 ergäbe. Die erste Bor-aussetzung Hieftir wäre allerdings, wie schon n> wähnt, die Herstellung der Einigkeit unter den Uni«, nisten, der, wie man sagt, der eigentliche Führer der Partei, der frühere Banu» Tomasic geopfert werde» müßte. — Die andere Kombination rechnet dagegen auf 30 Unionisten und 30 Abgeordnet: der Koali-tion, also aus eine Gesamtmehrheil von 86 stim-men. Zweifellos hat diese Aufstellung mehr Wahr fcheinlichkeit für i»ch, allein auch sie scheint nur »ach Lösung einiger Personalfragen möglich zu sein, da die serbische Koalition nur dann mit von der Partei sein will, wenn einige führende Persönlichkeiten der Unionisten. die sich während der landtagSlosen Zeit besonders exponiert haben, von der Lildfläche ver-schwinden. Aus Stadt uui> taui» Ernennungen im politischen Deteri-närdienfte. Der Statthalter in Steiermark hat den provisorischen B^zirkS-Obertierarzt Dr. Cduard Blaha i» Brück an der Mur, dann die Bezirlsärzte Hermann Rupp in Feldbach. Max Graf in Sian». Eduard Rezae in RadkerSburg. Franz Pirnat m Windischgraz und Alvis König in Marburg zu Be-zirks-Obertierärzten ernannt. Die Genossenschaft der Handwerks mäßigen Gewerbe in Tüffer hält Sonniaz den 21. d. »m 3 Uhr nachmittags im Gasthause Juvanc'c in Steinbrück eine Genoffenschastsixr-sammlung mit folgender Tagesordnung ab: Bericht der Lorstehung und Zurücklegung der Mandate. Neuwahl der Lorstehung. Wahl und Bericht der Rechnungsrevisore. Wahl der Vertrauensmänner »ad der Mitglieder der Gesellenprüsungskommission. Beschlußfassung über innere Angelegenheiten. All'il-liges. kehrenden Einwendungen der Lateinschristsreunde, Hob die deutsche Schrift im Ausland« unverständlich sei, treffen durchaus nicht zu. Verbürgte Versuche habe» vielmehr ergebe», daß unbeeinflußte Ausländer mm verschiedener Bildung, die Deutsch nicht beherrsch'.», ihre eigene Sprache in deutscher Druckschrift saß stets glatt zu lesen vermochten. (Siehe G. Ans-recht: „Da« Kleid der deutschen Sprache.") Trögt doch auch eine große Anzahl bedeutender sre»d-ländifcher Zeitungen den Kops in deutscher Z»r-schrist, und deutsch sprechende Ausländer wollen saß dnrchwegs deutsche Bücher nur in deutscher Schrift lesen. Die Meinung, daß bei uns in Oesterreich schon mit Rücksicht auf die slawischen Völker bk Lateinschrist bei deutschen Druckerzeugnissen beixir-zugt werden müsse, ist ebenfalls vollkommen vnstich-hältig. Selbst wenn Polen, Tscheche» und Slowem» nicht mehr in dem Maße unter Beeinflussung W deutschen Geistes stehen würden, wie es heute tat-sachlich der Fall ist. könnten die deutschen Luch-staden hier ebensowenig als Hemmungsmittel der Verständigung bezeichnet werden wie bei ihrer In-Wendung gegenüber dem fremdsprachigen Auslande. Haben doch beispielsweise die österreichischen Slasc» bis ungefähr in das fünfte Jahrzehnt de« vorig» Jahrhundert« viele ihrer Veröffentlichungen in d«t> scher Schrist erscheinen lassen, wie sie ja au« wohl-erwogenen Gründen auch heute noch einzeln« tungen in deutscher Sprache herausgeben. Ucb«rv>e» weisen die amtlichen Drucksorten in gemischlsprachi-ge» Gegenden mehrsprachige Texte auf, vo» denen MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie K,«»t«gsöetlaze der „Dn»tsche» Macht" t» KtlN. _ Nr. 38 .Die 6flbmqrt" erscheint jeden Sonntag al» unentgeltliche Beilage für die Leser der .Deutschen Wacht". — Sm»eln ist «Die Südwark" ntcht täufiich-_ 1913 (Nachdruck verboten.» per Hefellschaftsdiev. Kriminal-Novelle von H. Milge. Da kreuzte das junge Paar bereits wieder ihren Weg. — Die Detektivin Mary Howvldt verlangsamte ihren Schritt. Verstohlen schaute sie beiden nach. Wie immer, wenn sie Gereon NeuhöferS Tochter sah, klang in ihr eine schmerzliche Erregung nach. Noch immer.. verbesserte die Beobachterin in Selbst-Verspottung. Dann heftete sich ihr Blick aus den Begleiter der jungen, sehr anmutigen Dame, sest. Eine junge Reckengestalt mit einem schönen, brünetten Rasfege-sicht. Die Charme dieses so vornehmen ManneS lag über dieser ganz frappierenden Persönlichkeit auSgegossen. „Nun mit diesem Schwiegersohn, und dies wird der junge Herr wohl demnächst werden, kann Ger« con Nenhöser ja recht glänzen . . murmelte Mary Howoldt. Gereon Neuhöfer . . . Bon diesem Namen stieg eS heraus aus verrauschter Zeit — der gar kurze, süße LiebeSsrüh-ling, den die jetzt schon 38jährige Detektivin einst erlebt. Mary Howoldt war die Tochter eine« Kriminalisten. Vom Vater hatte sie daS Talent für diesen Berus geerbt, der ihr später, als Jugend und Liebe vorbei, die Eltern gestorben und die Verhältnisse sie zwangen, sich ihr Brot selbst zu verdienen, zur Le-benSausgabe geworden. Die gute Bildung, die sie genossen, wie ihre gewandten UmgangSformen, waren ihr sehr förder-lich in ihrem Berus. Sie hatte sich als Detektivin bereits einen ziemlich großen Ruf erworben und ward in den vornehmsten Kreisen der Gesellschaft viel beschäftigt. Damals, in der Zeit ihres Lebenslenzes und ihrer Liebe zu Gereon Neuhöfer, einem äußerst in- telligenten jungen Bankbeamten, halte sie freilich nicht gedacht, daß auf jenem Wege ihre Laufbahn sein werde. Neuhöfer war ein Streber und so feurig er auch damals die hübsche Mary liebte und von ihr wieder geliebt ward, so siegte ooch die Aussicht auf eine Geldheirat, als diese sich ihm plötzlich bot, über seine Liebe. Kurz entschlossen, bat er die Geliebte, ihm sein ihr gegebenes Treuwort zurückzugeben und dadurch seiner Karriere nicht hinderlich zu sein. Die Tochter seines Chefs, des BankdirektorS, hatte zu Neuhöfer eine tiefe Liebe gefaßt und der Vater, der sein Kind glücklich sehen wollte, hatte dem jungen Mann dies angedeutet und es ihm nahe gelegt, daß, wenn er sein Schwiegersohn werden wolle, er für dessen Avanzierung sorgen werde. Der so sprach, aber war nicht allein ein hochgestellter Beamter, er war ein hochbegüterter Mann. So kam eS, daß Gereon Neuhöfer die ungeliebte Frau feiner jungen Liebe vorzog. Und diese? So wild und heiß auch der Schmerz in Mary tobte, so heiß bäumte sich auch der Stolz in ihr aus, und unverzüglich und ohne jedwedes Wort der Anklage, willigte sie in Neuhö-fers Bitte ein. So waren diese zwei voneinander geschieden. Daß sie in Nächten schrie und weinte um ihr ver» lorenes Glück — was wußte der Urheber dieser Tränen davon? Er heiratete das reiche Mädchen und avanzierte tatsächlich überraschend schnell. Jetzt war er bereits seit einer Reihe von Jahren selbst Di» rektor der Bank. Die Detektivin suhr aus ihren Grübeleien auf, — ihr Ziel, das Gebäude der Kriminalpolizei, lag vor ihr. Indes hatte Fräulein Rose Neuhöfer und ihr schöner und eleganter Begleiter eineu Bekannten ge-troffen, bet dem sie plaudernd standen. Dadurch war das Paar wieder in eine ziemliche Nähe der De-tektivin gekommen. Jetzt endlich trennte man sich. Mi« litsherabgtzvgenem Hu« stand nun der junge Recke da. — Die Detektivin, im Begriff, in« Haus hinein zu gehen, sah e«. Hierbei mußte ihr irgend etwas auffallen, denn sie stand plötzlich wie festgewurzelt. Eigentümlich fixierend hastete ihr Blick auf dem ent. blößten Männertops sest. dessen Bildung sich silhou-ettenhast schars von dem klaren Licht dieses Septem-bermorgens abzeichnete. Nachdenklich schritt sie daraus in daS Polizei« gebäude. ..ES ist ein Auftrag an Sie gekommen, zum heutigen Abend, Fräulein Honwlbt," empfing sie der Herr Polizeikommissär und reichte ihr einen ge-öffneten Brief. Sie la«: Die Unterzeichnete wünscht zu dem von ihr veranstalteten letzten diesjährigen, großen Gartenfest, heute abends 8 Uhr, die Anwesen-heit der Detektivin, Fräulein Howoldt. DaS Fräulein hat in der GesellschastStoilette zu er« scheinen. Ina, Gräfin von Dollermann-Adlerseldt. Hunderte von sarbigen Lampions schmückten den herrlichen Park, in dessen Mitte Schloß Adler-seldt ragte. Elektrische Glühlampen bestrahlten die hohe Freitreppe, dunkle Pyramidenhaine und weiße Marmorbilder. In Regenbogensarben «schimmerte in dem Glühlicht der Fontänenstrahl, der mit leisem Plätschern inS Sandsteinbecken zurücksank. Ueber den Schwärm der Gäste, der sich in den Park ergoß, blitzten die Lichter hin, über rauschende Seidenge, wänder, über weiße, duftige Spitzenkleider, über Uniformen nnd ordengeschmückte Fracks. Der erste Gast, der heute im Schloß erschienen, war eine stattliche Dame in eleganter, fliedersaabiger Seidenrobe gewesen. Sosort war sie in das Bou-doir der Fran Gräfin geführt worden, worauf zwi-schen den beiden Damen ein kurzes, leises Wechsel-gespräch stattgefunden. Beendet wurde dieses Ge-spräch mit der Bemerkung der Gastgeberin: „Solche GesellschastSdiebe sind zumeist durch Spielschulden in eine verzweifelte Lage geraten, die man ihnen aber nicht anmerkt, da sie sich ungezwungen und elegant benehmen. Sie stehlen, weil sie keinen andern Ausweg wissen. Weil man jeden Skandal vermeiden will, so unterstützt man die gerichtliche Verfolgung, wenn solche Verbrecher überführt werden, — zum Schaden anderer natürlich. Daher eben wende ich gern VorbeuguugSmaßregeln an. — Also, bitte seien Sie wachsam — »bei, Sie ihre ost gerühmle Beobachtungsgabe. — Für meine Gäste sind Eie meine Freundin Frau von Keller." Eine Viertelstund: später waren die Geladenen fast vollzählig versammelt. AIS einer der zuletzt er-schienenen Gäste wurde „Frau von Keller" der Ba-ron von Holldegg vorgestellt. Eine junge Reckenge-stalt, mit einem schönen, brünetten Rassegesicht und der Charme des vornehmen ManneS. Mit der gelassenen Freundlichkeit, welche die Detektivin in deu vornehmen Kreisen zur Schau trug, halte sie auch diesen schönen Gast begrüß». ES war ihr besonders interessant, Zen zukünftigen Schwiegersohn des Herrn Gercon Neuhöfer kennen zu lernen. Eine sehr vornehme Gesellschaft war eS, die Träger und Trägerinnen alter, hochadeliger Namen, welche die weiten, herrlichen Räume des Schlosses füllten, in dem kostbare Sammlungen und Wertge-gegenstände das Auge des Beschauers sesselten. DaS solenne Souper war vorüber. Die Klänge von GounodS „Faustwalzer", die von draußen her tönten, lockten die Gäste in den Park. Bald schwebte die Jugend, die jungen Aristo-kratinnen am Arm ihrer jung«» StandeSgenosjen auf dem weiten Rasenplatz im Dreivierteltakt dahin. Rauschende Klänge, blühende Lust erfüllte den Park, über den sich nun der Sternenhimmel wölbte, zu dessen Zelt >etzt sortwährend Rakete um Rakete leuch-tend aufstieg. Trotz der außerordentlich feenhaften Beleuch-tung wars aber unmöglich, jeden einzelnen Gast im Park zu erkennen. Nun, das war auch nicht nötig, denn dnnkle Existenzen waren sicher nicht darunter: wer dazu gehörte, benutzte die Zeit, wo die Gesell-schast und die Gastgeber im Garten, die Diener-schast neugierig nachspähte und da» Schloß sast ein-sam dalag. Das gedämpfte, träumerische Licht einer Milch-glaSampel lag in dem sogenannten Sammlungszim-wer, dem interessanteste» Raume im Schlosse. Le-bcnSgroße Marmorstatuen schmückten die Nischen des sechseckigen Gemaches, dessen Wände ans Spiegelglas bestanden. Es war, als seien die steinernen Götter hier ausgestellt als Hüter der Kostbarkeiten, der seltenen Raritäten und wundervollen Kunstgegen-stände, die aus Tischen und Etageren auSlagen und von den Spiegelwänden sechsfach zurückgestrahlt wurden. Sächelchen, oft fo klein, daß sie in einer geschlossenen Kinderhand Raum fänden, und doch so groß an Wert, daß sie ein Vermögen, ein großes Vermögen repräsentieren. Dir Hand, dir sich rbrn nach rinrin solchen winzigen Gegenstande ausgestreckt — blitzschnell — war keine Kinderhand. E« war eine schöngeformte, schmale, sehr wohlgepflegte Männerhand, eine echte Aristokratenhand. Die dichtgeschlossenen Borhänge an den Fen-stern verrieten den im Park Lustwandelnden den ein. samen Bcwunderer im Sammlungszimmer nicht. Nur die Spiegelwände sahen ihn und gaben sechsfältig sein Bild zurück. Wer nervö« war, mochte diese vielsache Wieder-spiegelung der eigenen Person irretieren. Sah es doch gerade aus, als seien in diesem Raum ein halbe» Dutzend Menschen und alle diese Leute sahen einzig nur aus den kleinen, kostbaren Gegenstand nieder und alle streckten jetzt blitzgeschwind die Hand danach ans. Ein halbes Dutzend? Nein — nein, waren eS nicht plötzlich sieben Personen? Sieben? Nicht doch, zwölf waren es jetzt, nicht mehr sechs und sieben, es waren ihrer zwölf! Unsinn — Täuschung. Nur eine zweite Person bejand sich plötzlich im Zimmer und die sechs Spie-gelwände gaben ihre Gestalt sechsfach zurück. Dieser Entdecki'ng folgte ein feines, leises Ausklingen, — der kostbare Gegenstand war zu Boden geglitten. „Daran bin ich nun schuld — mein plötzliches Erscheinen....." ..Ich bedauere sehr lebhaft, sagte eine wohltönende Frauenstimme und eine flie-derfarbene Scidenschleppe rauschte über den Parkett-boden hin. „Sehr liebenswürdig, meine Gnädige, dem Un» geschickten Pardon zu geben. Gnädige Frau teilen meine Bewunderung sür schöne Sammlungen?" Hiermit hatte der Sprecher den Gegenstand ousgelesen und an seinen Platz zurückgelegt. Seine Hand war auch jetzt noch unsicher, denn sie bebte leise und auch sein Gesicht war sehr blaß, als er sich ausrichtete. Doch auch die Eingetretene schien mit einer In disposition zu kämpsen. Lebhafter bewegte sie den Fächer, über dessen Rand hinweg ihr Blick an der hohen Reckengestalt, mit dem brünetten Rassegesicht hasten blieb. „In der Tat interessiere ich mich lebhaft für sei tene Sammlungen, so lebhast, daß eS mich auS dem Park fort nnd hierher trieb," entgegnete sie lächelnd. „Ah. sie sind Kenner, Herr Baron vonHoldegg?" suhr sie fort. „Denn dieS winzige Schälchen mit feinem Mosaik aus Diamanten, daS Sie vorhin be trachteten, scheint tatsächlich daS kostbarste Stück hier zu sein." Und nun drgan« dir Danu den jungrn OaTon in ein Besprach Über al» französische kostbare Damm- hingen, die sie gesehen, zu verwickeln. Obwohl der Zuhörer sichtlich strebte, das Gespräch zu beenden, ließ sie nicht ab und sührte geschickt das Gespräch fort, bis der Schwärm der Gäste ins Haus kam, die Wagen zur Heimfahrt vorfuhren und damit der Baron gezwungen war, den Raum zu verlassen, wo die sür ihn so gesährlichen Kostbarkeiten offen gestanden. — ES war lange nach Mitternacht, alS Mari, howoldt von ihrer Tätigkeit im gräflichen Schlöffe heimkehrte. Doch auch für den Rest dieser Nacht loh ihr der Schlas. Unablässig jagten sich ihre Ge-»anken um den einen Punkt: ES ist deine Pflicht Gereon Neuhöser bekannt zu geben, daß der Mann, »er sich um seine Tochter bewirbt, zu den dunklen Existenzen gehört. Aber wird er deinen Angaben Glauben schenken, in ihnen nicht vielleicht gar einen Racheakt für die einst erlittene Täuschung sehen und sich brüsk jede Einmischung in seine Angelegenheiten verbeten? Lange, lange kämpfte sie mit diesen wider« streitenden Gedanken. Schließlich siegte doch das Pflichtgefühl und sie schrieb an Gereon Neuhöser. Mehrmals vernichtete sie die Zeilen wieder und schrieb von neuem, bis sie endlich mit dem Inhalt zufrieden war. Müde und abgespannt verließ sie am nächsten Morgen ihre Wohnung. Als sie das Schreiben in den nächsten Briefkasten werfen wollte, zauderte sie abermals und ging dann schließlich unvcrrichteter Sache weiter, dem Polizeigebäude zu. Unzufrieden mit sich selbst, und sich auch fest vornehmend, diese Zeilen doch an Herrn Neuhöfer auf dem Rückwege zu befördern, betrat sie daS Bureau der Kriminalpolizei.. Lebhaftes Stimmengewirr, wie es sonst nicht hier erlaubt, empfing sie. „Was sagen Sie zu dem Neuesten, Fräulein Detektivin?" rief ihr der Herr Polizeikommissär ent-gegen. „Heute, um die vierte Morgenstunde, ist in dem Bankhause von Gereon Neuhöser eingebrochen worden. Dank der Wachsamkeit des Schutzmanne« Ziegler ist der Einbrecher auf frischer Tat ertappt. Man hat ihm die eben gefüllten Taschen glücklich wieder entleert, ha, haha. ES handelt sich hier um einen sehr eleganten Gauner — einen Baron von Holldegg.' Schweigend hatte die Detektivin zugehört. Jetzt nickte sie nur; rein mechanisch geschah es. Als sie sich unbeachtet wußte, zog sie den Bries an Neu-höser hervor und zerpflückte ihn . . . Wermifchtes. Schau spielerelend in der Provinz Da« Mindestmaß an Schauipielergagen in Deutsch, land weist wohl da« Commertheater in Mühlacker bei Pforzheim auf. Eine Annonze dieser Direktion in einer Bühnenzeitschrist wirst da« traurigste Schlag-licht auf die Verhältnisse in der Provinz. Sie lan-tet: „Für ein solides, reelle» EngagementSverhältnis wird sofort 1 kom. Alte sowie 1 Herr s. Chargen gesucht. Bedingungen: je 1 Teil. 1 Mark .Honorar. \ örtl. Benefiz, 1 Teil Zetteltragen sowie ganzes Soussleurjournal zu vergeben." — Man denke: 30 Mark Monatsgage und Nebeneinkommen durch Austragen der Theaterzettel! — Das ist noch lange nicht das Schlimmste! Es gibt in der dunkelsten Provinz „Kunstinstitute". an denen die Priester und Priesterinnen der dramatischen Musen tatsächlich sür den „bürgerlichen Mittags tisch" arbeiten, den die DirektorSgattin täglich zubereitet. DeS Sohne« letzter Wunsch. Ein See-begräbniS mit militärischem Gepräge fand unlängst in der Meeresbucht von Falmouth, im Süden Eng-lands, statt. Da» Londoner Blatt „Daily Mail" berichtet darüber: Die Leiche deS südasrikanifchen Minen-JngenieurS John O'Sullivan wurde, dem Wunsche des Verstorbenen gemäß, durch seinen Vater dem Hauptmann O'Sullivan vom Artillerie-Regi-ment zu Falmvuth, aus die See hinausgcleitet und nach kurzer Einsegnung an Bord des Schisses ins Meer versenkt. Soldaten von der Kompagnie des Vaters trugen den blnmenbeladenen Sarg aus den zur Verfügung gestellten RcgierungSdampser ..Jas« per'. Nur Hanptmann O'Sullivan und der intimste Freund de» Entschlafenen bildeten das Gefolge. Zwei andere Dampfer gaben dem „Jasper" das Geleit. Nach einer Fahrt von etwa sieben englischen Meilen wurde die nur wenige Minuten in Anspruch »ch-mende Zeremonie vollzogen. Der Vater sprach die letzten Gebete Über der irdischen Hülle; doch als der Sarg langsam in die Wogen glitt, überließ er es dann dem Freunde, die kleine Trauerst irr zu be-schließen. Entführung eines Mädchens ans einem Kloster. Aus Serajewo wird vom 10. d. folgende Aussehen erregende KonvertierungSaffäre berichtet: Zu Beginn dieses Jahres verschwand die 22jährige serbische Diurnistin Georgija Pavlvvic aus dem Elternhause und blieb verschollen, bis die Mut» ter erfuhr, daß die Tochter in einem Kloster sei. Die Mutter erstattete die Anzeige bei der Polizei, doch konnte da« Mädchen nicht eruiert werden. Von Erzbifchvs Stadler ersuhr die Mutter, daß ihre Tochter Serajewo verlassen h.ibe. Sie wolle katholisch werden. Vor einigen Tagen erhielt die Mutter von der Tochter einen Brief aus dem Serajewoer Kloster der Schwestern Jesu. Das Mädchen schrieb, daß sie sich glücklich sühle, bereits katholisch gewor-den sei und den Namen Margerita erhallen habe. Sie wolle Nonne werden. Da« Mädchen besuchte vom Kloster ans die LehrerinnenbilduugSanstalt. Als Margerita eines Morgen» mit Freundinnen in die Schule ging, wurde sie von der Mutter und einigen Gerbe» entsilhrt nnd verborgen gehalten. Der «rz-bischof erhob beim LandeSches Protest und einige serbische Abgeordnete erschienen beim R'glerunqSkom missär und verlangten die Rückgabe deS Mädchens an die Mutter. Da das Mädchen nach dem Gesetze großjährig ist. mußte ihre Entscheidung eingeholt werden Vor dem Regierungskommissär erklärte das Mädchen, daß sie zur Mutter zurückkehren wolle. Die KonvertierungSaffäre erregt namentlich unter qen Serben großes Aufsehen. Füll/ RUSCH, BflcIMIung, GILLL Schrifttum. Fidelio. DaS neueste Hest der populären Musik Zeitschrist „Musik sür Alle" bringt das ein-zige Bühnenwerk, da» uns Beethoven hinterlassen hat den „Fidelio". Kein anderer konnte den Stoss, der dieser Oper zu Grunde liegt, keuscher und rei^ ner ersassen, als Beethoven, der deutscheste aller Tondichter. Er hat uns in diesem Werke das Hohe-lied der Gattenliebe geschaffen. — Das vorliegende Heft gibt die schönsten und melodienreichsten Szenen in leicht spielbarem Klaviersatz wieder. Auf daS lu-stige EingangSthema in E-Dur folgt die schwärme-rische Aric der Marcelline „O wär ich schon mit Dir vereint', das Buffolied RoccoS „Hat man nicht auch Geld beineben" und das Terzett „Du wirst Dein Glück". Weiter bringt das Heft den Marsch beim Einzug des Pizzaro, die berühmte Leonoren-Arie, die Gefangenen - Chöre, die wunderbare Arie des Floreston, das Terzett „Euch werde Lohn in besseren Welten" und endlich nach der Fanfaren-Musik und dem Duett Leonorens und FlorestanS. die herrlichen Jubelchäre „Heil sei dem Tag" und „Wer ein holdes Weib errungen". Da zwischen den Musikstücken die Handlung der Oper eingehend er-läutert wird, ist das Hest ein vollkommener Führer durch das Werk. — Wie alle Hefte der „Musik sür Alle" ist daS Fidelio Heft zum Preise von 6t) Heller in allen Buch- und Musikalienhandlungen so-wie direkt vom Verlage Ullstein und Ko., Wien 1., Rosenbursenstraße 8, erhältlich. eutschösterreichischer Prehverein bekämpft den Schund, sördert die Volks-bildung. Mitglieder erhalten jährlich einen reich illustrierten Kalender und noch vier Bücher oder auf Wunsch vorzügliche Jugendfchriften mit Bildern. — Jahresbeitrag 2*20 K. Hauptleitung: Graz. Grabenstraße 38. Rummer 76 gA!a«hi Svtte 3 Die Lehrer und der fteiermärkische Landtag. Unter Führung des ReichSratSabgeord-neten Dr. Groß nahmen die Vertreter des Deutsch-iftnreichischen Lehrerbunde«, die Fachlehrer Bundes-»dmonn Matthias Strebt und Anton Freiinger, Audienz beim Ministerpläsidenten Grasen Stürgkh, «« bezüglich der baldigen Einbnufting des steier-märkischen Landtages vorstellig zu werden. Der Ministerpräsident teilte der Abordnung mit, daß er bereits in der ermähnten Sache tätig war und daß derzeit noch zwischen den maßgebende.» Faktoren Ver> Handlungen behufs Erreichung eines arbeitsfähigen Landtages stattfinden. Eine selbständige Verfügung in dieser Sache mit Uebergehung der politischen Par-leitn des Landes könn« von ihm nicht getroffen wer-den, da die Vorbedingungen der Einberufung und einer ersprießlichen Arbeit das Einverständnis der leiden gegnerischen Parteien sei. Behufs Erzielung einer geneigteren Stimmung habe also die Lehrer» orzanisation an diesen Stellen einzusetzen. — In ©in} werden krcmpshaste Bemühungen gemacht, die Arbeitsfähigkeit des Landtages zu erreichen. Hofrat Dr. August von Schneditz f. 8u< Preblau kommt die Trauerbotschaft, daß dort der Hofrat i. R Dr. August von Schneditz gestor-de» ist. Der Veiblichene war am 19. Juli 18^0 geboren und studierte an der Grazer Universität, wo er zu Beginn der Siebzigerjahre dos Doktorat der Medizin erlangte. Einige Zeit war er Assistent an der Lehrkanzel für pathologische Anatomie. Am 19. Juli 1875 trat er in de» Staatsdienst und da wirkte er zunächst als Bezirksarzt in Cilli, wo er auch die Praxis als Kinderarzt ausübte. Zu Ansang der Neunzigerjahre war er inspizierender Amtsarzt tu Graz. Im Jahre 1892 i.,s Ministerium zur Dienstleistung einberufe», wurde er am 8. Oktober 1#93 zum SanitätSreferenten der steiermürkischen Statthalterei nnanut. 1898 erhielt er den Orden ta Eisernen Krone und trat 1905 in den Ruhestand. Seither lebte er abwechselnd in Wien und in Preblau, wo er nun auch gestorben ist Er hinter-läßt drei Söhne, von denen der eine Fregatlenleut^ »ant, der zweite Dragoner Oberleutnant ist und der dritte bei der politischen Behörde in Kärnten als UezirkSkommissär wirkt. Todesfall. In Graz ist der ehemalige Grazer AcichSraiSabgeorduete (Deutsche Volkspartei) Inge« nirnt Hugo Skala im Alter von 80 Jahren gestor-ben. ikc war der Erbauer der Bahnen Wien-Aspang, «t. Polten. Kirchberg a. d. Pielach, Gleisdorf-Weiz und mehrerer Bahnbaute» in Ungarn sowie zahlreicher Häuser in Graz und Marburg. Dem Reich», rate gehörte er vom Jahre 1892 an durch mehrere Zahre an und erwirkte für Graz die I8jährige «leuerfteihtit für Umbauten. Personalnachricht. Der Stadtarzt Herr Tr. Eduard Gollitsch hat sich zur 85. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte nach Wien de-zeden. die nichtdeutschen ohnehin im Latcindruck erscheinen. Es ist also kein Vernunftgrund vorhanden, nach dem in Oesterreich für unsere deutsche Muttersprache nicht auch die deutsche Schrist die ihr gebührende Ver-wendung finden sollte. Und haben diejenigen, die ant „WeltverkehrSgründen* die Verdrängung der deutschen Schrift wünschen, auch schon a» die Russen, denn Schriftlichen im Gegensatz zu den deutschen Buchstaben von den großen westlichen Völkern tat-sächlich nicht verstanden werden, ähnliche Forderun-gen wie an die Deutschen gerichtet? Oder hat man, »m eine andere Seite des hiebet immer ins Treffen geschickten Weltverkehre? zu streifen, schon versucht, die Engländer von ihrer im übrigen Europa unge» käuchlichen und veralteten Maß- und GewichtSart abzubringen? Auch die Urteile vieler erfahrener Schulmänner sprechen für unsere Schrist. Die Schweizer Kan-wve. die eine Zeit hindurch die deutsche Schreib-schrist abgeschafft hatten, sind, durch schlechte Er-iahrunzen belehrt, wieder zum früheren Brauch iiirilckgekehrt; nur im Kanton Zürich herrscht noch die lateinische Schriftart vor. Es ist hier nicht der Raum vorhanden, um alle einschlägigen Fragen ein-zehend behandeln zu können. Folgende empfehlen?-werte Schriften geben weitgehende Ausschlüsse: Adolf Reirerfe: „Die deutsche Buchstabenschrift", 8 Ms. Lerlag A. Hasert und G, Leipzig - BorSdors); Gustav Ruprecht: .DaS Kleid der deutschen Sprache", I Ms. (Lerlag Bandenhoeck und Ruprecht-Göttin-zni!; Prozessor Dr. August Kirschmann: „Antiqua oder Fraktur?*, 1 Mk. 50 Pfg. (Verlag deS Deut-schen BuchgewerbevereineS in Leipzig.__ Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der Christuskirche um 10 Uhr vor-mittags der kfientlicheGemeindegotteSdienst, um viertel 12 Uhr ein Schulgottesdienst statt. Am Montag abends nach 8 Uhr treffen sich Glaubensgenossen im Conderzimmer des Hotel Erzherzog Johann. Trauung. In Pettau wurde Herr Dr. Edwin Rollet», Sohn deS verstorbenen Hosrates Proseffor Dr. Rollet», mit Fräulein Frida LeSkoschegg getraut. Der Deutsche Gewerbebund in Cilli veranstaltete, wie noch erinnerlich, im heurige» Som-wer ein großeS Fest im Deutschen Hause. Wie uns nun mitgeteilt wird, hat dieses Fest einen Reinertrag von 1866 27 Kronen ergeben, welcher Betrag der UnterstützungSkafse deS Vereines zufließt. Allen Gön-nein und Freunden deS Vereines, welche so tatkräf. tigst mitgewirkt und zur so bedeutenden Vermehrung deS UnterstützungSfondeS beigetragen haben, wird der herzlichste Dank deS Vereines ausgesprochen. Die Bürgerliche Scbützengesellschaft hält morgen Sonntag den 21. d. nachmittags Punkt 2 Uhr ein größeres UebungSschietzen ab. Da am 4., 5. und 6. Oktober daS Preisschießen stattfindet, bitt« der VereinsauSschuß um recht zahlreichen Be-such. Den Gästen stehen Gewehre und Munition zur Versügung. Die Bürgerliche Schützengesellschaft in Cilli hält am 4., 5. und 6. Oktober ein reich dotiertes Preisschießen ab. Sie richtet an alle Schützenbrüder und Freunde des Schießsportes, in«-besondere aber an die Mitglieder die herzlichste Bitte, ihre Bestrebungen durch zahlreichen Besuch zu unterstützen und zu sördern und versichert alle liebwerten Gäste deS herzlichsten Willkomms. Mit der Aussendung der Schießordnung wird dieser Tage begonnen. Theatereröffnung. Die diesjährige Theater» spielzeit wird von Herrn Direktor Hermann Rocht! Mittwoch den 15. Oktober mit einer Neuheit „Prinzeß Gretl", Operette in drei Akten von Reinhardt, eröffnet. Der Personalstand unseres Stadtthe.?ters ist folgen-der: Artistischer Direktor: Franz Schramm, führt die gesamte Oberregie; Robert Kopal, Regisseur deS Schau- und Lustspieles; Viktor Torelly. Regisseur der Operette und Posse; Fred CharleZ Adler, Kapellmeister; Theodor Krüttner, Kapellmeister und Korrepetitor; Anton Lauberer, DirektionSsekretär und Kassier; Fred Sander. Inspizient des Schau- und Lustspieles; Leo Körner. Inspizient der Oper und der Operette; Joses Meldinger, Odergarderodier; Rifa Piff, Sousfleuse. Darst^lendeS Personal: Damen: Herma Hart, Heldin und Liebhaberin; Hanna Reimar, jugendliche Heldin und Salondame; Margot Falkone, sentimentale Liebhaberin; Else Linhart, naive nnd muntere Liebhaberin: Aurelia de Polany, AnstandSdamen und Mütter: Luise Ehren-seid, Opern- und Operettensängerin; Lotti Dagmar, jugendlich - dramatische Sängerin; Vally Heller. Operettensoudrette; Mitzi Zampa, jugendliche Soubrette; Hermine Wolf, komi ehe und singende Alte; Mina Und nun fragen wir: Dürfte man wohl einem anderen Volke eine ähnliche Verleugnung völkischer Eigenart zumuten? Haben wir als großes, hochent-wickelte? Volk nicht das Recht, stolz zu fein auf unsere geistigen und künstlerischen Güter, zu denen auch unsere vollberechtigte Schrift zählt? Wir mei» nen vielmehr, daß wir eS nicht nötig haben, den Reichtum an bodenständigen Schöpfungen gegen fremde Armut einzutauschen. In allen Gauen der deutschen Erde erschallt heute der begründete Ruf nach Natur- und Heimatschutz. Schützen wir aber auch einen wesentlichen äußeren Bestandteil unserer gesamten geistigen Errungenschaften, unsere schöne deutsche Schrift. Darum richten wir nochmals an alle Volks-treuen, an Abgeordnete, Schriftsteller, Verleger, Druckereibesitzer und besonders an die berufenen Er-zieher unserer Jugend, an die gesamte deutsche Lehrerschaft, die Bitte, unsere Bestrebungen zu unter-stützen, selbst stets nur Deutsch zu schreiben, von Drucksorten mözlichst nur solche mit deutschen Buch-staben zu benützen, GeschästSschilder und Ausschriften nur in deutscher Schrift anfertigen zu lassen und un« gegnerische Aeußerungen in Zeitschriften und Zeitungen behufs Widerlegung zu übermitteln. Helfet alle mit, da« traute Gewand unserer teuren Muttersprache zu wahren! Der Deutsche Schristverein für Oesterreich. Geschäftsstelle: Wien. 19./1, Ehimanistraße 24. Vorsitzender: UniversitätSprofeffor Dr. Leopold v. Schroeder. Hammerschmid, Altistin; Olga Jüttner, sGesang» Partien; Helly Göbel, Gesangpartien; Anny Brückler. Tänzerin und Partien; Mimi Lenner, Nein« Rollen; Adele Meiner, kleine Rollen. Zehn Damen: Chor. Herren: Franz Schramm, Bonvivant; Rudolf Ferstl, Held und Liebhaber; Siegfried Holger, jugendlicher Held und Liebhaber; Heinz Zlober, Konversation»-liedhaber und Bonvivant; Robert Kopal, Charakter« und Bäterspieler; Adolf Wurz, humoristische und ernste Väter; Fritz Böhm, zweiter Liebhaber; Anton Ausim, Opern- und Operettentenor; Viktor Torelly, Charakterkomiker ; Georg Marlow, jugendlicher Kom«-ker, Tenorbufso; Alexander Deisenhoser, Komiker; Karl Ritter, Bariton; Gabriel Steiner, Tenorpar-tien; Paul Margon, Baßpartien; Richard Freud-mann, Gesangpartien; Leo Körner, komische Cliar-gen; Georg Stöger, Fred Sander, Rollen; Otto Kurz, Karl Wöber, Rollen und Partien. Zehn Herren: Chor. An Neuheiten sind erworben: Opern: Der Rosenkavalier von Richard Strauß; Schmuck der Madonna von Wolff-Ferrari; Das Mädchen auS dem Westen von Giacomo Puccini; Werther von Massenet. Operetten: Prinzeß Gretl von Hein-rich Reinhardt; Susi (Der kleine Graf) von Karl Kaiman; Der lachende Ehemann von Edmund Eys-ler; Napoleon und die Frauen von Heinrich Rer::-hardt; Di: ideale Gattin, Endlich allein von Franz Lehar. Prosawerke: TantriS der Narr von Ernst v. Hardt; Tor und Tod von Hoffmannsthal; Der Kammersänger von Frank Wedekind; Fräulein Julie von Strindberg; Die Frau des Kommandeurs von Max Dreyer; Magdalena von Ludwig Thoma; Der gute Rus von Sudermann; Der Reiherbusch von Dario Niccodemi; Der Kardinal von Lothar und Grube; Das Paar nach der Mode von Raoul Auernheimer; Die Hydra von Karl Ettlinger; DaS kleine Cafö von Trislan Bernard; Papa von de FlerS und Cavaille; Mein Freund Teddy von Rivoire und BeSnard; Die Modistin von Heltay; Die Frau Präsidentin von Maurice Hennrquin v. Weber; Der Retter in der Not von Schönthan und PreSper; Jnnozent von Arpad PaSztor; Die Moral der Frau DulSka von Gabriel Zapolska; Der Fremde von Distinktion von Felix Dörmann und Alexander Engel; Die Frau von vierzig Jahren von Eil Bar. Geplante Neueinstudierungen: Opern: Jl Bajazzi von Leoncavallo; Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni; DaS goldene Kreuz von Jgnaz Brüll; Der Wildschütz von Lortzing: Rigo» letto von Verdi; Die lustigen Weiber von Windsor von Nicolai. Operetten: Wiener Frauen von Franz Lehar; Künstlerblut von Edmund Eysler; Modell, Boccacio von Franz Suppö; Apajune, der Wasser-mann, DaS verwunschene Schloß von Karl Millöcker; Der Obersteiger von Zeller. Prosawerke; Ueber un-sere Kraft von Bjürnson; Die Macht der Finsternis von Tolstoj; Gespenster von Henrik Ibsen; Sin idealer Gatte von Oskar Wilde; DaS Konzert, Wienerinnen von Hermann Bahr; Zapsenstreich von Adam Baierlein; Der Teufel von Fr. Molnar; Die gold'ne Eva von Schönthan und andere. Geplante Klafsikeraufführungen: Clavigo von Goethe: Jung-frau von Orleans, Don Carlos v. Schiller; Die Jüdin von Toledo, König OttokarS Glück und Ende von Grillparzer; Romeo und Julie, Der Wider-spenstigen Zähmung von Shakespeare; Der Prinz von Homburg von Kleist; GypeS und sein Ring von Friedrich Hebbel; Zriny von Theodor Körner. Benefizkonzert. Die Eillier Musikvereins» kapelle veranstaltet, wie bereits mitgeteilt, am 5. Oktober ihr diesjähriges Benefizkonzert, für welches diesmal ein außergewöhnliches Programm gewählt ist. Es zerfällt in drei Teile, wovon der erste Teil auserlesene Werke von Ed. Grieg, Mendelssohn» Bartholdy, Weber und Schubert enthält. In der zweiten Abteilung kommen Neuheiten der heimischen Tonkünstler Dr. Karl Freyberger und Eduard Jnter» berger ^um Bortrage, darunter auch ein Lieder» Zyklus, in welchem Herr Schweyer das Baritonsolo singen wird. Der dritte Teil deS Programms wird nur humoristische Vortrüge enthalten. Fuhball. Da für die nächste Zeit einige Fuß-ballwettfpiele in Cilli und auswärts in Aussicht ge-nommen sind, werden im Laufe der nächsten Wochen mehrere Vollspiele abgehalten werden, deren Zeit» Punkt in der üblichen Weise bekannt gegeben werden wird. Morgen Sonntag findet um 3 Uhr nachmit» tags ein UebungSspiel statt, bei welchem sich die Wettspielmannschast und die Jungmannschaft gegen-überstehen werden. Steuerfälligkeiten. Im Laufe deS vierten Quartales sind die direkten Steuern in nachstehen» den Terminen fällig und zahlbar: Grundsteuer, Hausklassensteuer und Hausziussteuer, sowie die sünsprozentige Steuer vom Zinserträge der aus dem Seil« 4 Deutsche Rummer 78 Tittl der Bauführung ganz oder teilweise zinssteuer-freie» Gebäude, und zwar: die 10. Monatsrate am 31. Oktober, die II. Monatsrate am 30. November. die 12. Monatsrate am 31. Dezember. Allge» meine Erwerbsteuer und Erwerbsteuer der rechnung»-Pflichtigen Unternehmungen: die vierte Quartalsrate am 1. Oktober. Rentensteuer und Personaleinkom-mensteuer. soweit diese Steuern nicht seitens der die steuerpflichtigen Bezüge auszahlenden Personen oder Kassen für Rechnung deS Staatsschatzes in Abzug zu bringen sind, und zwar: die zweite Halbjahrs» rente am 1. Dezember. Schwerer Unfall im Bade. Eine Be-amtensgattin im Kurorte Rohitsch-Sauerbrunn öffnet« im Bade aus Versehen den Hahn mit siedendem Wasser. Sie zog sich dadurch an beiden Füßen Brandwunden zu, sprang aus der Wann«, glitt jedoch, als sie über die Stiege eilen wollte, aus. siel und verrenkte sich den linken Fuß. Ein Arzt leistete der Frau di« erste Hilse. Sie wurde mit der Süd-bahn noch Graz und im Rettungswagen in bad LandeSki ankenhaus übergeführt. Eine Brandkatastrophe. In dem Dorfe Log bei Gurkfeld brach am 13. d. «in großer Brand aus. ES entstand im Wirtschaftsgebäude des Reali-tätenbesitzerS Josef Zurcc Da staiker Wind h«rrschie, griff da» Feuer so rajch um sich, daß in kurzer Zeit drei Wohnhäuser, drei Doppelharpfen, drei Wirt-schaftSgebäude, drei Stallgebände und vier Dresch-lennen bis auf den Grund niederbrannten. Neun Schweine, zwei Rinder und ein Pferd fielen den Flammen zum Opfer. Auch verbrannten große Men-gen Heu. Getreide, landwirtschaftliche Gerätschaften und Maschine», Kleider und Wäschestücke. Die Gen-darmeri« fand in dem brennenden Hause des Be» sitzer» Franz Sovic eine größere Menge Dynamit und Dynamitpatronen, die rechtzeitig beseitigt werde» konnt««. Der Brandschaden beläuft sich aus 80 000 K. Ein vernünftiger Erlaß. Nach den be-stehende» gesetzlichen Bestimmungen kann zur Herein-bringnng von Steuern und öffentlichen Abgaben die Hälfte der nicht dauernd Angestellten (Arbeitern) zukommenden Lohnbezüge gerichtlich gepfändet wer-den. Wie aus Wien berichtet wird, hat nun das Finaiizminifterium die in Betracht kommenden Un-terbchörden angewiesen, in Hinkunst von diesem Exekutionsprivilegium bei Hereinbringung von direk-teil Steuern, Gebühren und Militärtaxen keine» vollen Gebranch zu machen, vielmehr den Psän-duugsantrag gleich von vornherein aus einen den individuellen Verhältnissen des Exekuten entsprechen-den Wochenabzug im Höchstausmaße von einem Zehntel des Wochenlohnes zu beschränken. In be-sonder» rücksichtswürdigen Fällen (wie zahlreicher Kinderstand, Krankheiten, sehr geringer Wochenbezug) soll unter bestimmten Voraussetzungen eine Lohn-psändung überhaupt nicht eingeleitet werden. Slowenisch leicht gemacht wird in den praktischen sechSmonatigen Unterrichtslehrgängen, deren Eröffnung vergangenen Dienstag im Gebäude der Landesbürgerschulr stattfand. Di« Unterrichtsstunden für di« Anfänger sind jeden Dienstag und Freitag, für die Vorgeschrittenen aber jeden Montag und Mittwoch von halb 8* bis halb 9 Uhr abends. Monatliche? UnternchtSgcld beträgt 4-50 K. Zutritt hat jedermann ohne Unterschied des Geschlechts, Stande» und AlterS. Der UnterrichtSleiter: Ober-legrer Fr. Zmerescheg Gründung einer steiermärkischen Ma schinengenofsenschaft. Der .»jentralverband der B«zirkSverbände SieiermarkS beruft für Montag den 29. d. im Steiermärkischen Gewerbesörderungsinstitute, Graz, Burggasse 13, die gründende Versammlung der Steiermärkischen Maschinengenossenschaft ein. Alle Handwerksmeister, Genossenschaften, Verbände usw., welche an dieser Gründung ein Interesse haben, wollen ihre Adresse an den Zentralverband für Be-zirkSverbände, Graz, Normalschulgasfe 4, einsenden, damit denselben eine Einladung zur gründenden Ver-sammlung zugemittelt werden kann. gur Grenzabsteckung nach Albanien. In Trieft wurde Donnerstag früh die Be-dsckungsmannschast der GrenzabsteckungSkommission in Nordaldanien, bestehend au» 100 Mann deS 3. Bataillons des 97. JnsanterieregimentS unter dem Kommando zweier Oberleutnants eingeschifft. Zn Skutari findet die Vereinigung mit der gleich starken italienischen Mannschast statt. Der Papst Über Oesterreich. Da» katho-lisch konservative Südtiroler Parteiorgan berichtet, daß dieser Tage in PetrrSburg eine Versammlung de» PiuSvereine» stattfand, an der auch der General de» Servitenorden». Pater Alexiu» M. Ltpicier, teilnahm, der zum Sommerausenthalte in Tirol weilt. Der Servitengeneral erklärte im Lauf« der Versammlung, daß sich der Papst Piu« X. gelegentlich einer Audienz, die er in der letzten Zeit bei ihm hatte, ihm gegenüber dahin geäußert habe, daß er (der Papst) seine ganze Hoffnung auf die Rettung Oesterrei^S auf den PiuSverein gefetzt habe. Na. uns ist zu gratulieren! Gefunden wurde eine Zehnkronennote, die beim Stadtamte gegen Nachweisung des Eigentum«-rechtes behoben werden kann. Deutsche und tschechische Rekruten. Der Kommindant einer Jnsanteriekompagni« erzählt in der letzten Nummer von „Danzers Armeezeitung" einige hübsche und bezeichnende Antworten, die er bei den Rekru en seiner Kompagnie, von denen 15 Deutsche, 20 Tschechen und einer Ungar waren, im Herbst 1912 aus seine Fragen erhalten hat. So antworteten zum Beispiel auf die Frage: ,,Wa« sind Sie?" achtzehn Mann stolz: „Ich bin ein Tscheche!", der eine: „Ich bin ein Ungar!", drei: „Ich bin ein Wiener!", zwölf: „Ich bin ein Oesterreicher!" Und zwei erwiderten auch: „Ich bin ein Deutscher!" Ist schon dieses Verhältnis jür da» Nationalgefühl der Tschechen äußerst bezeich-nend, so tritt es bei den weiteren Antworten noch mehr hervor. Während aus die Frage: „Wer ist der Höchste in Oesterreich?" 21 antworteten: „Kaiser Franz Joses," einige unklare Antworten gaben, sagten zwei Tschechen: .Der König von Böhmen." einer aber nannte — Klosac. Daß die außerböhmi-schen Kronländer von den Tschechen fast stets zum Ausland gerechnet werden, ist demnach kaum mehr verwunderlich. Bemerkenswert ist, daß aber zehn Tschechen glaubten, der drohende Krieg werde gegen die Deutschen geführt werden! Eine Geisteskranke. Am 18. d. vormit-tags kam die 26jährige Ziegelarbeiterin Anna Pökel-fchek durch die Grazerstraße gegen die Straßenkreuz> nng gelaufen, schrie hiebei und machte derartige Aeußerungen, daß man daraus ihre Geistesgestört-heit sofort entnehmen konnte. Sie wurde in Verwahrung genommen und wird in eine Heilanstalt gebracht werden. Wie Bekannte der Unglücklichen behaupten, foll Pokelschek bereits vor ungesähr 5 Jahren durch längere Zeit als Geisteskranke im Feldhof unterge-bracht gewesen sein. Die Mittelschulen in Görz. Da aus den Berichte» verschiedener Blätter hervorgeht, daß über di« Mittelschulverhällnisse in Görz ziemliche Unklar-heit herrscht, so teilen wir unseren Lesern solgendeS mit: In Görz bestehen derzeit ein italienisches Staatsrealgymnasium (vorläufig vier Klassen), ein slowenisches klassisches Staalsgymnasium (vorläufig vier Klassen), eine vollständige Staatsrealschule mit deutscher Unterrichtssprache und ein deutsches Staa!»-realgymnasium. Diese zuletzt genannte Anstalt tritt mit dem heurigen Schuljahre an Stelle deS bis jetzt bestandenen klassischen Staalsgymnasium». und zwar in der Weise, daß im Schuljahre 1913/14 in der ersten Klasse schon »ach dem Lehrplane der acht-klassigen Realgymnasien unterrichtet wird, während die übrigen Klassen »och den Lehrplan des allen klassischen Gymna'iums beibehalten. Mit jedem Schuljahr« rücken di« Realgymnasialklasse» vor, während die Gymnasialklassen entsprechend aufgelassen werden. Durch die Umwandlung des klassischen Gymnasiums in ein Realgymnasium wurde dem Wunsche der deut-schen Bewohner und den besonderen Verhältnissen des Küstenlandes entsprochen. Da gleichzeitig die Anstalt von den di» jetzt bestandenen italienischen und slowenischen Parallelklassen befreit wurde, so wurde» alle Mißstände, die sich a»S der große» Klassenzahl und Ueberfüllung ergaben, beseitigt und das »eue Staalsrealgyinnasium wird sich zu einer Mittelschule auswachsen. Die Schult ist in einem von einem schönen Park umgebenen, allen Ansorde-rungrn der Gesundheit entsprechenden Gebäude unter-gebracht, nämlich in der in der Via Pont« Nuovo gelegenen ehemaligen Villa Formenlini, die durch Umbauten für ihren Zweck vorzüglich hergerichtet wurde. Da aber die baulichen Umänderungen und die Einrichtung noch nicht beendet sind, beginnt das Schuljahr ausnahmsweise eist am I. Oktober. — Wir begrüße» das neue deutsche StaalSrealgym-naiium mit unseren lebhaftesten Wünschen und erwarten, daß der Stamm deutscher Schüler auch durch Zuzug aus den anderen Provinzen unsere» Reiches verstärkt wird, besonders da die Stadt Görz wegen ihrer südlichen Lage und ihres milden Klima» als Studienort wärmstenS zu empfehlen ist. Ausstellung,,Deutsche Heimat", Wien 1913. Der Gedanke, diese Ausstellung zu veran-stalten, hat sich in den beteiligten Kreisen erfreulich schnell durchgerungen und begegnet überall den wärm-sten Sympathien. Das Bild der Heimat in seiner ursprüngliche» Schönheit zu erhalten und die kultur- historischen Werke der Vorfahren vor Zerstörung zu schützen und zu sichern, sowie daS Bestreben, dat Volksleben in seiner Schönheit und Reinheit, in seinen edlen Sitten und Gebräuchen weiter zu eat-wickeln, muß gewiß als eine danken»- und fördern«-werte Aufgabt bezeichnet werden. Wohl die Erkenntnis dieser Tatsache hat dem Projekte, eine AuSstel-lung .Deutsche Heimat" in Wien zu veranstalte», so rasch Förderer und Freunde geworden, und da auch die Volkskunst, Hausindustrie und Heimarbeit, sowie daS Handwerk mit Qualitätserzeugnissen stark vertreten fein werden, so ist «in volles Gelingen der Veranstaltung zu gewärtigen. DaS Neue und die Eigenart der Ausstellung, die eine reiche Fülle d«< Interessant«», Wissenswerten und Belehrrnd«» für alle bringen wird, dürfte sich gewiß auch als zuz-kräftig erweisen und die verdiente Anerkennung der Oeffentlichkeit finden. DieS beweist, daß schon j,tzt «in« große Reihe Abgeordneter und hervorragender Persönlichkeiten des öffentlichen Leben» dem Ehren-und Arbeitsausschüsse beigetreten ist. Auskünfte erteilt. Arbeitspläne versendet u:id Anmeldungen nimmt entgegen die Geschäftsstelle der Ausstellung, Wien. 3/2, Weißgär be, lande 12. Erkältungen und Husteit Jedermmni iveiß, wie schwierig eS oft ist. eine Erkältung oder Husten los zu werde». In solchen Zeile» ist der Gebrauch von Scotts Lebcrtran-Emulsion empfehlenswert, den man so lange fortsetzen soll, bis man sich wieder ganz frisch und kräftig füblt. Der wohltätige Einfluß von Scotts Lebertran Einnlnon. besonders auch ihre den Hustenreiz mildernde Wirkimz macht sich bald bemerkbar, und von da an läßt sich der Fortschritt leicht beobachten. Manche, die sich jahrelang mit den Folgen von Erkältungen nnd Husten plagten, liaben sich mit Scott« Emuision nme Kraft u»d Lebensfreude verschafft. ScottS Lebertran Emulsion ist so »oM» schmeckend und leicht verdaulich, dn* Qr» wachjcne und Kinder sie gerne nehmen. Preis» der CTijw.ufo'ttK 1 K SO h. In alle« Geaea ft«lfabottJ eua h in gruf-narfr* aa c " w G«s. ttt. l> H.. ttStrit VII., tuib suter Qsus^naliwt «u| DU« 4 •t'üljt btt einmalige Z»Ie«d«»A ei«er dur.S kl»' Pettauer Marktbericht. Der «uftrteb auf dem am 16. d. stattgefundenen Rinder und Pferdemarkte betrug 1110 Rinder und l 70 Pferde. Der Auftrieb von Schweinen betrug auf den am 17 d. stattgefundenen Schweinemarkt 906 Ztück Der nächste Rinder- und Pferdemarkt findet am 7. Oktober und der nächste Schweineinarkt am 24 September und am 1. Oktober statt. Lesenswert für jede Frau ist das 32 Smn starke Heftchen über Teintpflege. Haarpflege. He rnchbeietigiing usw., welche« dem 75 Heller-^artv» deS echten Mack'S Kaiser-Borax beiliegt. Man rcr-lange aber nur den echten Mack'S Kaiser-Borax « zinnoberroten Schachteln zu 75 Heller. Schutzmarke kniende Frauengestalt. Millionen Hausfrauen verwenden täglich MAGGI Würze mit der Schutzmarke Kreuntern Gewi»» ein sprechender Beweis flr die Beliebtheit dieses seit mehr als 20 Jahren bewährten Produktes. Unerreicht In Arena, Würzekraft und daher Billigkeit. In Fläsohchen schon von 12 h an. Nummer 76 Seite 5 Eingesendet- Ein Lebewohl allen guten Cilller Freunden. Fühle mich veranlaßt, sür den mich so ehren-tat, öffentlich gebrachten AbschikdSgruß den herz-innigsten Dank auch auf diesem Wege auSzusprechen und versichere, daß es mir äußerit schwer fällt, eine so liebliche, gastsreundichaslliche Stätte verlassen zu aüffeo. Ich werd« die schöne Eillier Stadt, die reizenden Cillier Damen, sowie meine teuren Freunde gewiß nie vergessen und rufe ihnen nochmal» ein recht herzliches Lebewohl zu. Franz Cassani, Vertreter der Gösser Brauerei. Herichtssant. Totschlag. Der im Jahre 1881 geborene Holzarbeiter Josef Zigart au» Tainach bei Windischseistritz stand beim Holjhänbler Kobi im Lukanjagraben bei Win-dischfeistritz als Holzarbeiter und Schichtenschreiber im Dienste. Der Jahre alle verheiratete Johann Molk war ebendort al» Säger bedienst«. Zwischen Zigart und Molk bcstand schon seit längerer Zeit eine gewisse Spannung, weil Molk die Art, wie Zigart seine eigenen Schichten verzeichnete, tadeln»-wert fand. Auch am 12. Juli 1913 kam e» in der varacke zu einem solchen Austritte. Zigart mußte sich von Molk durch längere Zeit alle möglichen Anwürfe gefallen lassen und wurde schließlich derart böse, daß er eine ziemlich lange und dicke Latte er-griff und damit zwei Hiebe gegen Molk» Kops führte. Mol! fiel zu Boden, blieb eine Zeit lang bewußtlos liegen, rasste sich bann auf und ging zur Säge, wo er unter Dach feine Schlasstätte halte. Bei der Säge stieß er wieder aus Zigart und brachte ihn durch fortgesetztes Schimpfe» in solche Wut, daß sich dieser mit einer Spitzhaue aus Moll stürzte und ihn geschlagen hatte, wenn Johann Koß nicht dazwischen gefahren wäre. Molk hatte zwar, nachdem er zu sich gekommen war, deutliche Sprach-störungen gezeigt, vermochte jedoch noch ohne Hilse auf der Leiter zu seiner Schlüsslest? zu klettern. In der Nacht hörte man ihn noch etwas rusen und am Morgen de» 13. Juli >913 lag er tot auf seinem Lager. Die Gerichttärzie sanden feitun Schädel vielfach verletzt und gesprungen; ferner sanden sie auch «ine Ader im Gehirn gerissen und das Gehirn durch nun mächtigen Blutaustritt derart gedrückt, daß der trt durch Gehirnlähmnng eintreten mußte. Alle birst Verletzungen entstanden durch die Lattenhiebe einerseits und durch da« Ausfalle» und Aufschlagen de» Kopfe» an den Ofen anderseits. Zigart war seiner Tat vollkommen geständig nnd rechtfertigte sein Handeln — ohne die feindselige Absicht zu leugnen — nur mit seiner sinnlosen Wut, in di* er infolge Molks Beschimpsungen geraten fei. Un' lerschiede zwischen feiner nnd der Auge»zeugen Sach» virbaltsdarstelliing fanden sich nur msoserne, als Zizarl behauptete, er habe Molk nnr einmal an der Schläft getrossen, während der zweite Hieb nur den Ofen getrossen habe. Dem entgegen bezenglen die Bruder Klinc, daß zwei Hiebe Molks Hinter-lops getroffen hätten. Diese Unstimmigkeit war jedoch tclaogloS, da schon nach dem Geständnisse Zigarls der verdacht gerechtfertigt erschien, daß die Tat in feisdseliger Absicht begangen worden sei nnd den Tod Molks verursacht habe. Die Geschworenen ver-»einte» die Schuldsrage, worauf der Freispruch de» Angeklagten Joses Zigart ersvlgte. uridwasser Wer Odol konsequent täglich anwendet, übt die nach unseren heutigen Kenntnissen denkbar beste Iahn- und Mundpflege aus. Drei»: Flasche Jt 1—, (Utnc Flasche Ä. ISO Gegen das Dickwerden, da» die Damen von Welt und die fportsgewandten Männer von heute so sehr verabscheuen, slnd 1—2 Weingläser Saxlehner» Hunyadi JänoS Bitterwasser täglich ein probate« Mit-tel. Ein anerkanllte« Fachblatt, wie e« die „Wiener medizinische Presse" ist, schreibt darüber: „Infolge der Vermehrung der Darmperistaltik wird die Ausscheidung der verdauten NahrungSbestandteile, wie der im Darm-röhre angesammelte» Sekretmassen beschleunigt, beson-derS aber die AuSlcheidung der Etickstoffelemenle, wie der Kohlenhydrate de» Körpers vermehr«, wodurch bei längerer Fortsetzung de« Wassergebrauche» entschieden eine Abnahme de« Körpergewichtes h.-rbeigeführt wird. „Hunyadi JänoS" ist in dieser Beziehung daher auch al« Svezifikum gegen Fettleibigkeit anzusehen. .Huny rdi Jäno«" sollte daher in keinem Haufe fehlen, wo man für Körperkultur Sinn und Verständnis hat." Drei Tage in München. Der LandeSver-band für Fremdenverkehr in Steiermark veranstaltet sür den Fall, daß sich mindesten» 50 Teilnehmer melde», in der Zeit vom 3. di» 7. Oktober eine Gesellschaftsreise »ach München. Preis 3. Klasse 97 Kronen. 2. 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