Wr. 96. Sonntag, dm 28. Kovemßer 1880. V. Jahrgang. prSnumvi-stion»-Svl>ingungvn. Für Tilli: ... —.&& Vicricltfitctg . . 1.50 ÄalMükri« ... S.— W»in> ?»stll>»»» Einzelne Nummern 1 Mit Post. Versendung: *i»»iu v«a Jo&onn RltlM)i SulmiirM nedmk» Ioscri» für »1« ,.€iStct ant ft. iKo'fr >» 0>i*n, unö allt» d«di„l«»»«» etüktcR d. I iontlntmV J»|. *i(n-rcich in «Stau, 1 Oppklii «»» »ioitu k liomf. in filic«, ij. Mille., ^cituaj« - «itaiat In Da itarti. Zur Kaiser Aosefs-Ktier. Hundert Jahre sind im Zeitenstrome dahin-gerauscht seit Kaiser Josef vie Regierung der österreichischen Erdlandt antrat und den Kampf gegen die Feinde der Freiheit, der Aufklärung und des FonschritleS begann. Von der Liebe zu feinen Völkern durchdrungen, von dem Gedanken der Einheit und Machterhöhung geleitet, unternahm er eine Reihe von Reformen, die die Geistlichkeit und ihre Freunde verletzten, die Vorrechte des Adels schmälerten und das Nationalgefühl der vielsprachige» Völker beleidigten, or führte die Religioneduldung ein. Er gewährte den Bekennern anderer Confessionen freie Religionsüdung nnv gleiche staatedürgerliche Rechte mit den Kaiholiken. Er verminderte die Zahl der Klöster, Ließ nur die reichen davon bestehen, riß aber auch diese mit ihrem Zusammenhange von Rom >oS. Alle Orden, welche ihien Mitglieder» ein blos beschauliches Leben zur Pflicht machten, hob er auf und ver-wendete das dadurch gewonnene Kirchenvermögen auf Verbesserung der Schulen und Errichtung gemeinnütziger Anstalten. Richt minder folgenreich waren aber vor Allem Kaiser Josefs Reformen der bürgerlichen und staatlichen Verhältnisse. Er begründete die persönliche Freiheit dmch Aufhebung der Leibeigenschaft und die bürgerliche Rechtsgleichheit durch Einführung gleichmäßiger Besteuerung und Gleich-heil vor dem Gesetze ohne Ansehen der Person und des Standes. Sein Sinnen und Trachten galt nur dem Wohl seiner Unterthanen. Er selbst opferte seine Rechte. Er gab dem Staate die Domänen zurück, er Überliesertc sein Privatvermögen von 22 Millionen in Staatspapieren den Flammen, er erschloß seine Gärten dem Volke. Kurz er gab in Allem ein leuchtende« Beispiel der Tugend und Selbstlosigkeit. Doch das Jahrhundert wir seinem Ideal nicht reif. Im Kampfe gegen die Zähigkeit des VvrurtheileS und den Fanatismus der Bornirtheit scheiterten seine weltdeglückenden Iöeen. Die Hast der Neuerungen ließ der Aussaat nicht die erforderliche Zeit der Reife. Seine unermüdliche Thätigkeit und Anstrengung, nvmit er selbst von Allem Ein-ficht nahm fanden kein.' Würdigung und die In-ttiguen de« Adel» und de« Cleru», sowie ein schnöder Undank überhaupt, brachen dem edlen Kaiser da» Herz und beschleunigten seinen Tod, dessen Keime er in den ungesunden Donauländern während de» Türkenkrieges eingesogen halte. In seinem Testamente, da» öffentlich bekannt gegeben nnrde. sagte er: „Ich bitte Die, welchen ich vielleicht gegen meine Absicht nicht volle Ge« ' rechligkeit wiebersahren ließ, mir al» Christen oder Menschen zu verzeihen. Ich bitte sie zu bedenken, daß ein Monarch auf dem Thron, wie der Arme in seiner Hütte. Mensch bleibt und beide denselben Irrthümern unterworfen sind." Und heute wo in allen Gauen Deutschester» reich« der Gedenktag an den hochherzigen, unoer« geglichen Kaiser festlich begangen wird, heute »och , intriguirt eine stattliche Schaar von Feinden gegen die Abhaltung einer solchen Feier. Und selbst Kirche» fürsten, wie Bischof Rudigjcr in Linz und Dr. Zwerger in Graz verweigern die Vcranstal» lung eine» FestgotteSdienstc». Zittert nicht in dieser Weigerung ein Hauch der Unversöhnlichkeit? Doch diese Abstinenz der Priester der Reli-gion der Liebe wird die Festesfreuden de« heutigen Tages nicht trüben. Unsere Generation, sowie die Nachwelt werden stetS das Andenken des erlauchten Monarchen, der für Menfcheurcchl und Menschen-würde eintrat, segnen. Und die Morgenröthe der Freiheit und Aufk.ärung, die unter Kaiser Josef in Oesterreich anbrach wird und muß sich zu Hellem vollem Eonnenglanze verklären. Kaiser Josef ober, wird wig vom dankbaren Volke al» grösser Freund, al» hochherzigster Wohlthäter ver-ehrt werden. Wie von Friedrich den II. die Preußen hundert und hundert edle Züge und Schnurren zu erzählen wissen, so wissen es auch dic Oesttrreicher von ihrem Kaiser Josef. Diese Erzählungen sind ein beredte» Zeichen der hohen Verehrung, denn Liebe sammelte, verbreitete oder erfand sie. Politische Rundschau. Cilli, 27. November. Wie die „Presse" vernimmt, gedenkt die Regierung dem ReichSrathe zwei wichtige Gesetzvorlagen zu unterbreiten, und zwar den Entwurf einer Eivilproceß-Ordnung und ein Gesetz betreff» der Anfechtbai keit von Recht»handlungen zahlung». unfähig gewordener Schuldner. Ein Äerücht will weiter» wissen, die Regierung plane, dem ReichSrathe Vorlagen imSinne derErwei-terung des Wahlrechtes, das heißt, der Einführung des direclen Wahlrechtes bei den Landgemeinden zu machen. So unglaublich die» auch klingt, so scheint eine solche Eventualität doch nicht unmöglich zu sein, zumal der deutsch conservative Parteitag in Linz und die Wiener demokratischen Vereine der Regierung die schönsten Auspicien eröffnen. Der wegen der Vorgänge im Schooß der Grundsteuer.Regulirung»-Eommission sich entfesseln Feuilleton. Z)ie Gouvernante. Roman von E. Meiner. <38. Fortsetzung.) Sie zwang sich, ihre Angst zu beherrschen; versprach ihm, auf Gottes Hilfe und feine Güte zu vertrauen und sich nicht nutzloser Erregung hinzugeben . . . versprach es lächelnd, wissend, daß sie es weder halten konnte, noch wollte. Werner'S Worte klangen unaufhörlich vor ihrem Ohr ... sie kannte ihn zu gut. Er hatte nie sein Ziel gefehlt, und heute, wo e» Alle« zu gewinnen oder zu verlieren galt . . . heute fehlte er sicher nicht. Henry trat ein. Al» Lionel ihm Bianca entgegen führte und al« sein« geliebte Braut vorstellte, konnte er kaum seiner Bewegung Herr werden, und sagte, sie liebevoll auf die Stirne küssend: — Mein liebe«, liebe» Kind, das ist der glllckichste Augenblick, den ich »ach meiner eigenen Belobung erlebt . . . Gott segne Euch Beide, Ihr Lieben I Und dann bat Lionel Bianca sanft, aber in seiner bestimmten Art, die keinen Widerspruch litt, ihn und Henry allein zu lassen. Fürchte nicht«, mein Liebling! Wir sehen uns froh und glücklich wieder . . . denke nicht an da« Duell, denke nur an unsere Liebe! Da« waren seine letzten Worte. Al» die Thüre sid hinter ihr schloß, ward e» plötzlich Nacht um sie, und die namenlose Angst vor dem Unglück, daß sie kommen sah, und nicht abzuwenden vermochte, behielt allein in ihrem Herzen Platz. Wie sie den Abend mit dem lebhaften Kinde verbrachte; wie sie die lange, einsame, fürchterliche Nacht durchlebte, mit folternder Seelen-qual hundert Mal da» Duell mit feinem Schecken, seinem blutigen Ausgang sich vor Augen führend ... sie wußte e« nicht. Sie hatte mehrmals versucht, Lionel oder Sie Hemy zu sehen. Letzterer hatte ihr auch freundlich Trost zugesprochen; allein sie hatte ihm angesehen, daß er selbst nicht glaubte, was er sagte. Er hatte erklärt, Lionel sei beschäftigt und dürfe nicht gestört werden, auch solle sie ihn nicht mehr sehen am Abend ... das mache nur Beide» das Herz schwer und nütze zu nicht». Er hatte ihr auch untersagt, Lady Lake zu sprechen, welche erst spät zurückkehrte, beruhigende Nachricht von >Vest Hall bringend, und sich sogleich zur Ruhe begab. Sir Henry wollte ihr die Angst ersparen, unter der nicht nur Bianca, sondern auch er schwer litt. Er halte kaum seinen Ohren getraut, al« Lionel ihm, nachdem Bianca den Salon verlassen. kurz d?» Vorgefallene mitgetheilt und ihn gebeten hatte, fein Zeuge zu fein und sofort nach Eolonel Watley'S Besitzung zu fahren, um auch ihn zu diesem Freundschaftsdienste aufzufirtern. — Sage ihm Alle», Henry, auch, daß sie meine Braut ist. Ich bin mir wohl bewußt, daß ich viel, sehr viel von ihm verlange, aber ich weiß auch, daß ich e» nicht vergebens thue ... ich würde es ihm ersparen, wenn ich Jemand sonst in dieser Sache vertrauen könnte, aber er gerade ist der Einzige. Geh', bitte ihn! Ich schreibe indessen an Doctor Stone ... wer weiß, ob wir der Hilfe de« guten, alten Freunden nicht bedürfen werden. Henry suchte darüber zu scherzen. — Nein, sagte Lord Rullar.d ernst, scherze uicht, Henry! Mein Gegner denkt nicht daran, seine Kugel in die Luft zu senden. Ich gebe ungern dem schwarzen Gedanken Raum ... ich bin zu glücklich, um jetzt gern zv sterben, wenn ich auch freudig mein Leben opfern kann für . . . sie. Ich werde meine Bestimmungen heute Nacht in Deine Hände legen ... Du mußt auf Alle« gefaßt sein. Henry versuchte, der Unruhe, welche ihn bei diesen mit tiefem Ernst gesprochenen Worten übe,siel, Herr zu werden, aber al« er mit Eolonel Watley, der sich als edler, großdenkender Freund bewährte, Werner in dem unbehaglichen Gastzimmer des wollend? Sturm scheint der Regierung bange zu machen. So wird bereit« in einem officiösen Blatte die Hoffnung auSgesprvchen, daß der Conflict wohl behoben werde, da der Anschluß der Grund-fituerreform für alle Länder erwünscht sein muß und ohne einen Ausgleich der Differenzen ein mit solchem Aufwande an^Heit und Losten verbundene« Werk ins Stocken komme» müßte. DersteiermärkischeLandeSau-schiiß hat gegen da« Verfahren derGrundstener Commisston.protcstirtweil dieselbe wirklich eine Ziffer als Gesammtreinertrag angenommen und die Länder-Reinertragssummen daraufhin bei Annahme einer bestimmten Steuer-summe willkürlich festgesetzt werden. I" Folge der Sprochcnzwang«-Scrordnung ist es in Böhmen so weit gekommen, daß einzelne Gerichte an die selbst in der Sprachenzwangs» Verordnung enthaltene Bestimmung, daß die interne Amtssprache der Behörden die deutsche ist, sich nicht mehr halten. Das Over!aude«gericht sah sich deshalb gezwungen, in einem besondern Circulär die Gerichte an vie Befolgung dieser Bestimmung nachdrücklichst zu erinnern und auzuvrdnen, daß alle Relationen über Eingaben deutsch abzufassen seien. Welche Kämpfe auch der französischen Re-publik noch bevorstehen mögen und welche Vorwürfe derselben auch Politiker vom Range eines Hüdner machen mögen, sie hat sich glänzend bewährt. Der Volkswohlstand blüht in ihr wie nirgenv«. Seit 1876 wurden in Frankreich die Steuern um einhundertfünfundvierzig Millionen vermindert und trotzsem würben noch während dieser Zeit zwei-hu»derlfünfnndzw.in;ig Millionen rrwirthschaftet. Nach de» bisherigen Meldungen ,oll die Uebergabe von Dulcigno in den nähsten vierund-zwanzig Stunden erfolgen. Derwisch Pascha hat jenen Dulcignoten, die sich nicht unterwerfen wollen, die Anweisung neuer Wohnsitze auf türkischem Ge-biete in Aussicht gestellt uns will denselben Trans» portmittel verschaffen, um die Auswanderung zu erleichtern. Die europäische Flotte wird sich unver-züglich noch der Uebergabe Dulcigno« auflösen. Die Proklamation Derwisch Pascha'S an die Bewohner von Dulcigno sagt: „Die Abtretung Dulcigno'« in eine vertragsmäßige Verpflichtung. Eare Interessen und euer Wohl rathen zu schleu-niger Unterwersung. Wenn ihr eua, widersetzt, so werdet ihr vor Gott und dem Schert wegen Un« gehorsam« gegen die Befehle de» Sultans ver-antwortlich fein. Ich fordere euch somit auf, euch der endgiltigen Entscheidung der Pforte zu fügen, widrigenfalls ich in Gemäßheit der mir durq den Belagerungszustand, durch den Schert und las Gesetz eingeräumten Gewalten sofort strenge einschreiten werde. Ich werde die Au«-Wanderung erleichtern, indem ich den Emigranten Transportmittel gewähren, Wohnungen aus türki-schein Gebiete anweisen und sie mit Geld unter» stützen werde." kleinen Wirth«-haufe« gegenüberstand, bestätigte seine Sorge Lionel'« Worte. Baron Lossow wie« die herkömmlichen Ver-suche einer freundlichen Lösung dieser Frage so schioff, mit so unverstelltem Haß zuiück, daß Henry kaum fähig war, seine Ausreguni zu de-meistern. Und doch konnte er nicht« thun, al« Gott bitten, den theuren Freund in seinen Schutz za nehmen... da« .Geipen,j" der Ehre duldete keine Weigerung. E« wurde verabredet, am andern Morgen um sieden Uhr auf den sogenannten „Solitude", einer Waldwiese, tief unten im Forst, weit hinter dem Taunengruni^e, zusammen zu treffen. Eolonel Watley wollte in D. übernachten, um zugleich Werner's Führer zu fein, und so zu vermeiden, noch einen Anderen einzuweihen. In schweren Sorgen durchwachte Sir Heniy die Nacht, im Stillen bewundernd, mit welcher Ruhe Lionel ihm feinen letzten Willen, feine Grltße für Besste, für. . . Bianca übergab. Er selbst vermochte nicht ein Wort zu sprechen, so schnürte ihm der Schmerz die Kehle zu. Al« der Morgen grauen und bleiern anbrach, fand er Bianca fröstelnd und in tödtlicher Auf-regung immer noch am Fenster ihre« Thurmge» mache«. Sie konnte selbst im Gebet nicht Trost und Ruhe finden, die Seelenangst und Pein war zu groß. Da gab die goldbronzene Aurora auf dem Eine Constaniinopeler Depesche de« „Stand« arb" bestätigt die Meldung von der Plünderung de« Oesterreichs,chen Consulat« in Prizrend. Die christlichen Consuln in dcm Orte hatten schon längst Einer nach dcm Andern da« Weite gesucht. Der österreichische Eonsul hielt am längsten auf feinem Posten au« und flüchtete dann in solcher Eile, daß er alle s. ne Papiere zurückließ. Dieselben wurden von dem albanesischen Pöbel vernichtet. Die „Pol. Corr." bestätigt die Meldung, daß Fürst Milan von Serbien und die serbische Regierung an den serbischen Vertreter in Wien. Herrn Philipp Ehristic, ein belobende« Dank« schreiben für feine erfolgreichen Bemühungen zur Herstellung guter Beziehungen zwischen Oesterreich» Ungarn und Serbien gerichtet haben. chemeindentths-Sitzung. In der gestrigen Sitzung de» Gemeinde-Ausschüsse« brachte der Vorsitzende Bürgermeister Dr. N e ck e r w a n n nachstehenden von l 1 Ge-meinderäthen unterzeichneten Antrag zur Verlesung: „In vankbarer Erinnerung an den Schätzer der Menschen, den edlen Kaiser Josef, halten e» die gefertigten Mitglieder r>e« Gemeinde Ausschusfe« für eine Ehrenpflicht der Stadt Eilli, den hundert jährigen Gcdächtnißtag der Thronbesteigung de« großen Herrscher« durch ein würdige« Fest za ver-herrlichen; d>r Herr Bürgermeister wolle daher in einer sofort einzuberufenden außerordentlichen Ge-meindcrathS'Sitzuiig zur W>hl eines Festausschusses schreiten. Ausgabe desselben sei es im regen Zusammenwirken mit der ganzen Bevölkerung der Stast Nfi schöne Fest vorzubereiten und durchzu-führen." Der Antrag wurde noch vom GR. Pro-seffor M a r r k mit warmen Worten begründet und vom Ausschüsse einstimmig angenommen. Es wurde ein Fcslcomit6 bestehend au« den Gemeinde« räthen Dr. Proffinagg. Professor Marek und Rüpschl gewählt, welche« die erforderlichen Vor« kehrungen für die morgen stattfindende Feier zu treffen hat. Auch wurde beschlossen die Schul-jugend der höheren Elassen unter Leitung ihrer Lehrer an dcm Feste lheitnehmeu zu lassen und unter dieselbe die vom Wiener Äcmeinderalhe aus Anlaß de« hundertjährigen Gedenktages bestellte Festschrift zu vertheilen. Schließlich beantragte Dr. P r o s s i n a g g. daß die Kosten der Feier nicht au« dem Gemeindesäckel sondern durch eine kleine Subicription aufzubringen seien. Der Antrag fand einstimmige Annahme. Meine Chronik. tliüi, 27. November. (Kaiser Jofess-Feier.) Da« Programm für die morgen den 28. d. stattfindende Kaiser Josefs Feier der Stadt Eilli ist folgend.'«: Halb zwölf Uhr Vormittag« Platzmusik vor dem Kaminsim« abermals die Stunde an: halb sieben Uhr. Sie horchte mit Todesangst aus jede« Ge-rausch. Und bald da«ans hörte sie es unter sich regen. Sie vernahm leises Sprechen, dann den Klang von Pferdehufen und «volf'S Gebell, da« jedoch sogleich unterdrückt zu werden schien . . . uns Alle« wurde still. Noch einen Augenblick stand Bianca ugnng«» lo« ... dann plötzlich raffte sie sich auf. Mit zitternder Hand öffnete sie die verkleidete Thüre, welche in den Seitenflügel führte. Mit fl egender Eile durchlief sie die langen Gänge und fand die Pforte, welche in'« Freie führte, offen. Sie stand draußen in der kalten, feuchten Morgenluft, die mit dichtem Nebel erfüllt, die Gegenstände nur undeutlich erkennen ließ. Sie wußte nicht, wohin sie sich wende, kannte den Ort nicht, wo da» Duell statifinden sollte, sie wußte nur, daß sie densetben erreichen mußte, ehe e« stattfand, daß sie e« verhindern mußte, daß er nicht sterben durste für sie. Aber wo? Wohin? Da regte sich etwa» am Hosthor ... c« war Wolf. Or sprang an ihr empor und jagte wieder fort, al« wollte er sie auffordern, da» schwere Thor, hinter welchem man ihn verschlossen, zu öffnen. Sie vollbrachte die Arbeit, zu der ihr nur die grenzenlose Angst die Kräfte lieh. Rathhause; fünf Uhr Nachmittag« Festfeier im Casino; sechs Uhr Abend» Beleuchtung der Stadt und musikalischer Zcpfenst eich; acht Uhr Festoorstellung im Td-oter. wobei da» historische Volk«slück Kaiser Josef II. und die schöne SchusterStochler von Heinrich Iantsch zur Aufführung gelangt. Da die Feier eine allge-meine ist, so ergehen keine speciellen Einladungen. Schließlich fei noch bemerkt, daß da« Festcomil6 den Reichsra'hSabgeordneten Dr. Fo : egg , r beauftragte, im Namen der Stadt Eilli eine« Kranz an dem ehernen Slandbilve des Kaiser« in Wien niederzulegen. tGemeindewahlen in Marburg.) Bon den Wählern des zweiten Wahlkörpers nahmen 66 Theil und wurden folgende Herrn gewählt: David Hntmann, Johann Ulrich, Dr. Raimun» Ä-ögl und Friederich Ltidl. Der erste Wahlkörper wählte die Herren: Dr. SonnS, Dr. Lorber, Ja-spector Demmel. Kaufmann Halbärch und zum Ersatzmanne Apotheker Bancatari. Pettau. 25. September 1880. (Orig-Cor.) Auch hier winden bereit« Anstalten zur wursigen Begehung der Kaiser-Io es« F.iir getroffen. Es hat sich ein F.st-Comit6 zusammengestellt, welche« die Durchführung dieser Festlichkeit, bei welcher auch ter hiesige Mistk- unb Gesang.Verein mitwi-ken, übernommen hat. Heute wurden bereit« die be» züglichen Einladungen zu der am 28. b. Abend« 7 Uhr im Saale de» Casino-Vereine.' stattfindenden Feier ausgrtragen und ist der Eintritt nur gegen Vorweisung der Einladungskarte und nur Dem-jcnigen gestattet, auf dessen Namen die Karle lautet. Da» Programm iaut>t, wie folgt: 1. Ouvertüre. „Dumophon"; 2. Eröffnung«, ede de« Bürgermeister« ; 3. „Mein Oesterreich mein Vaterland." Männerch>?r von Fidy; 4. Ouvertüre „Zemiramis". 5. Festrede des Gym .-Direkt»,« F'schna; 6. A5atd« andacht, Mannerchor mit Tenorjolo, von F. Abt. 7. Iuvel-Ouveriu e; 8. Bericht über den Parteitag in Wien von Dr. MicheUtsch, al« Delegirten; 9. Waldabendschein, Mauner • Chor von I. G. Schmölzer; 10. Ouverlure zur Oper Stradella vou Fioiow; 11. Da« oeuische Lied, Mannerchor vo« Kaiiwooa. Schönstein, den 24. November. (Orig.-Eorr.) Am 22. d. M. Aoend« um 8 Uhr siel dcr Grunocsitzer N. Srebre au» Schmerdorf bei Schönstein in die hoitangeschwollene Paak und konnte trotz aller Versuche nicht gerettet und seine Leiche bi» heute nicht aufgefunden werde». — Heute um 1 Uhr Nachm. brach in ?en Hause de« hiesigen Schmiede? F. Eoer Feuer au«, welche« rasch um sich priff. Dem schnellen Erscheinen ber Feuerwehr unter dem Eomando des H.rrn Schnitzer v. Linden-stamm und Dr. ^'ichtenegger ist es zu verdanken, daß das Feuer in kurzer Zeit gelöscht wurde. SC Fortsetzung im Einlageblatt. *9G — Fort, Wolf I rief sie. gort! Zeige mir den Weg, ich folge Dir I In athemlosem Lauf ging eS bergab, der treue Hunb voran, als wiffe er, e« gelte feine« Herrn Leben. Er war mit großen Sprüngen weit voraus, die Jährte suchend und dann zurückkommend, um zu sehen, ob Bianca ihm auch folgte. Zehn Mal war sie daran, zusammen zu brechen, und immer wieder fand sie Kraft, sich aufzuraffen. Mit übermenschlicher Anstrengung legte sie den langen Weg im dichten Nebel zurück, nur den einen Gedanken, da» eine Gebet bis zur Ver» zweiflung wiederholend: -7 Nur nicht zu spät! Da endlich scheint der Wald zu Ende. Sie sieht, erkennt schon die Gestalten, welche ihr ganz nahe erscheinen ... der Nebel halte sie bisher verdeckt. Sie hört Sir Henry's Stimme, wie er Wolf beschwichtigt. Mi! Aufbietung der letzten schwachen «raft erreicht sie den Wiesengrund . .. nur wenige Schritte noch . . . man hat sie nicht bemerkt ... da ... da hebt Werner seine Hand und zielt . . . zielt auf den Geliebten, der ihm mit stolzer Ruhe gegenüber steht ... es ist zu spät! Rein, nicht zu spät ... er zielt so grau» sam lange . . . sie kann ihn noch erreichen. Jetzt hat sie auch die Kraft, zu rufen: — Werner! Halt' ein! Tödle ihn nicht... ich ... Beilage zur Nr. 96 der „Cillier Zeitung". (Ertrunken.) Am I4J. b. SD', btfticgen die in Ratschach iu jkrain domicilirenden Bahn« hofbebiensteten Ioh. Ostaunik und Alvi» Feifer, ersterer Bahnwärter unb letzterer Wagenkuppler, einen Kahn, um auf bewfelbea von Steindrück nach Krain zn fahren. AI« sie schon nahe an da« rechte Saveufer kamen, schlug da« Fahrzeug um und beide fielen in da» Wasser. Dem Johann Ostaunik gelang e». sich zu retten. Feiser oder verschwand spurlo» in ben Wellen und konnte bi«-her noch richt aufgefunden werden. (Tod in den Flammen.) Der Grunb-besitz» Franz O'vunik in Loschnitz bei Winb.-Graz halte mit brennender Pfeife auf ben Heuboden sich begeben, um dort seinen Rausch auSzufchlafen. Durch diese Pfeife entstand Feuer; da« Gebäude ging in Flammt» aus und fand man unter ben Trümmern den helbverkohlten Leichnam be» Eigenthümer«. * * » (Xcntfdtr« Familienblatt.) Vierteljährlich 1 Guld, S Ht. — In Hesten zu I« ober 30 Kr. Verlag von I. H. Schorer in Berlin W. Kaum haben wir die erschütternde Nachricht von dem plötzlichen Tode de« ge-nialen Dresdener Hvfschauspieler» Fritz Tellmer ver-nommcn, so bringt un« auch das „Deutsche FamilitnblaN", allen andern Blättern voraus, schon in >einer Nummer 46 de« Künstlers wohlgelungene« Bildniß nebst eingehen-der Biographie von Ar. Weenick. Den zahllosen Freunden und Verehrern des hervorragenden, oieüeidit bedeutendsten Heldendarfleller« wird die» eine hochwillkommene, wenn auch an wehmüthigen Erinnerungen reiche Gabe fein. Ein zweiter Artikel von Ar. Wernick in derselben Nummer erschließt uns das Füisieneiland Mainau, jene liebliche Insel im Lodensee, die alljährlich den Sommerausenthall der großherzoglich badischen Familie und in der R-gel auch aus einige Wochen den de» deulschen Kaisers zu bilden pflegt. Zwei Zeichnungen von Woldemar Friedrichs Meisterhand, das Porirail der Großher^ogin von Baden und eine Ansicht der Insel schmücken bildlich die anmu-ldenbeSchilderung. — Hervorgehsden seien alsdann noch eine kleine liebenswürdig enahtle. rührend« Episode au» dem Leben König Wilherm l von Werner Hahn, sowie Dr. Kochs treffliche Arlikel, die in leichllaßlicher Darstellung die lünslliche Ernährung de» Kinde» im ersten Lebensalter behandeln und bestimmt sind, mancher jungen, besorgt noch im Finstern läppenden Mutter in bu'ser wichtigen Frage auf den rechten Weg zu helfen. Unter dem Vielen, das Plauderecke und Umschlag bieten, möchten wir die besondere Ausmertsamleit aus den Artikel.Aus der Verbrecherwelt New-Dort»" lenken. Ansang December erscheint tn A. Hartleben's Verlag in Wien. Pest und Leipzig Von den Umwälzungen im Weltall Drei Bücher: In den Regionen der Sterne — Im Reiche der Wolken — In den Tiefen der Erde Bon Rudols Falb. Mit 93 Abbildungen. 20 Bogen. Oetav. Eleg. geh. Preis 2 fl. 20. Gebunden 3 sl. — In dem Werke „Von den Umwälzungen im Weltall" erscheint Rudols Falb'S Erdbeben - Theorie nun zum ersten Male nicht nur in sich vollendet und abgeschlossen, sondern auch in solchem Gewände, baß selbst Leser, denen ein daraus bezügliches Fachwissen mangelt, den streng wistenschastlichen Darlegungen des Verfasser» mühelos zu solgen vermögen In dieser Zusammenstellung gewinnt dessen Erdbeben Theorie noch besonders durch den har-manischen Anschluß an die Betrachtung der Umwälzungen Sie steht hinter Lionel, der sich schnell um-wendet, al» er voll Entseeen ihre Stimme hört. Werner'« Hand zuckt krampfhaft ... er will den Drücker der Pistole loslassen . . . zu sp.U! Die Kugel saust jischenb durch bie Luft. Doch . . . sie fehlt ihr Ziel: nicht Lionel . . . Bianca sinkt von Ihr getroffen lautlos zu Bo'en. Der Schreck, welcher sich Sller bemächtigt, wirkt im ersten Augenblick lähmend. Bianca'» Plötzliche« Erscheinen, der Schuß der ihr Haupt dcm Anschein nach tödlich getroffen ... da» Alles kam so schnell, baß die Gedai kcn kaum zu folge» vermochten. Als endlich Doclor Stone die Stirnwunde untersucht und kopfschüttelnd dem fassungslos vor Schmerz neben ihr knieenden Lionel feine Befürch-tung, daß seine Hilfe hier machtlos fei, schonend aussprach, da schien auch Werner endlich au» feiner Betäubung zu erwachen. Zu erwaäen? War dieser Blick, mit dem er sich der leblos Daliegenben näherte, nicht ber eine« Irrsinnigen? Alle schauderte» bei seinem Anblick, wie er, ohne ihre Gegenwart zu beachten, sich niederbeugte über sie, mit Entsetzen in ihre schönen, starre» Züge, auf da» rothe Blut blickte, da» von der Schläfe über ba» weiche, schwarze Haar nieberfloß, unb von Doctor Stone mit trauiig hoffnungsloser Miene durch ben Verband gehemmt würbe. „in den Reqionen der Sterne", der großen Weltfragen über das Entstehen und Vergehen der Himmelskörper, mit besonderer Rücksicht aus die Erde u nd ihre diluviale Geschichte. Alls dcm Gerichtssaale. Mittwoch den 24. November. (Credit-papierverfälfchung.) Der Bäckergeselle Jakob Stauber hatte mehrere Zehn-Äulben-Noten fabricirt. Sein Schwager der Inwohner AnbreaS Maichen halte ihm auch zu diesem Zwecke seine Wohnung eingeräumt und seine Schwester Katha-rina Maichen da» Licht zu seinen Arbeiten beschafft. Die Hausfrau Maichens Maria Gollob unb ein Bruder de» GeldmacherS Malh. Stauer sollen auch mehrere Falsificate verausgabt haben, was jedoch nicht erwiesen werden konnte. Nach dem Wahrspruche der Geschworenen wurde Jakob Stander wegen Verbrechens der Erebilpapierverfälschung zu schwerem Kerker in der Dauer von 10 Jähren ver-urlheilt. Wegen Mitschuld an diesem Verbrechen wurde über Andreas Maiche» schwerer Kerker in der Dauer von 7 I ihren und über Kath. Maichen in der Dauer von 3 Jahren verhängt. Dagegen Maria Gollob und Math. tauber freigesprochen. DolU'trstas, den 25 November. (N a u b.) Der Inwohner Andrea« Kolariö soll dem al» Flösser gedungenen Keusck lerZimmermann auf ber Heimreise duich einen Schlag auf den Kops betäubt und seiner Barschaft von 5 sl. 50 beraubt haben. Der Angeklagte stellte bci der Ve>Handlung jede Schuld in Abrede und auch die Erhebungen konnten keine sicheren Beweise erbringen. Nach dem Verdicke der Geschworenen wurde Kolaritsch v"m Verbrechen de» Raube» freigesprochen. Freitag, am 26. Novemb. (st i n b e«in o r b.) Die 35 alte, lebige BauerStochler Iofefa Vo&usef von Tyoßek hat am 8. Scplemb. b. I. Nachm. ihr uneheliche« Kind männlichen Geschlechte« gleich nach der Geburt burch Drücken mit ber Hand, durch eine» Schlag mit einem harten W-'kjeuge unb burch Absperrung der Luft mit ber Bettdecke gelödlet. Sie wurde daher nach bcm Wahrfpiuche ber Geschworenen zum schweren Kerker in ber Dauer von 3'/, Jahre» verurlheilt. (Rauh.) Der Taglöhner Franz Vertalwik au» Rieger«he'g hatte, wie bie Erhebungen er« gaben, am 5. September l. I. spät Abends den hinter einem Zaune nächst dem Mirth'schen Wirlhs-haufe in Rlegersberg liegenden verrauschten Andreas Mlinariö, Weber aus Hifnenhal, im Schlafe schwer verletzt und seiner' Barschaft beraubt, daher er trotz seine» Leugnen» von den Geschwornen zum schweren Keiker in der Dauer von 12 Iah. ren verurtheilt wurde. Buntes. tWilhelm U. Schüler.) Da« „Militär-Wochenblatt" vom 17. November d. I. ver- — Erst müßtest Du mich tSdten! wiederholte er mit ihrem Blick, halblaut für sich. Ich hab' e« nicht gewollt, Bianca! Geliebte Bianca, ich wollte Dich nicht tödten . . . O, Gott! Ich wollt' e« nicht! Dann lief er plötzlich davon, schwang sich auf sein Pferd und jagte iu den Wald hinein. E« dachte Keiner daran, ihn zurückzuhalten. Alle waren zu sehr mit Bianca beschäftigt und eilte» Hilfe zu hole», um sie nach Forest Castle zu bringen. Am folgenden Tage erst drang die Kunde »ach dem Schloß, daß i» der Nähe, am Fuße eine« schroff abfallenden Felsen», die Leiche eine« fremden Herrn gefunden sei, der wahrscheinlich de« Wege« unkundig, im Nebel den Abhang nicht gesehen und sammt dem Pferde hinab gestürzt sei. Man hatte ihn gegen Abend doit gefunden. E« war Werner. Dir büstere Prophezeiung hatte Recht behalten ... er war ber letzte Lossow. Um Werner'« plötzlich Erscheinen in Forest Castle zu erklären, muß ich ben Leser bitten, mir nach Pari« zu folgen, wo die Gräsin Rheinsberg mit ihrer Tochter feit mehreren Wochen weilte, um Einkäufe für bie Ausstattung derselben zu be-sorgen. öffentlichte folgende Berichtigung: „Eben lese ich in der Nummer 91 de» ..Militär.Wochenblalte«" in dem Artikel Über Graf Schaumburg-Lippe Sp. 1648 Folgende«: „Sein (Scharnhorst«) in Erz gegossene« Antlitz sieht täglich auf bie an der KönigSwache vorüderwogenbe Volksmenge Berlin« herab." Da jeboch Scharnhorst'« Bildsäule au« Marmor unb nicht au« Erz gefertigt ist, so er-laube ich mir, Sie auf biefen Irrthum aufmerksam zu machen. Wilhelm R. Schüler." Die Redaction bemerkt zu dieser Berichtigung, die ihr aus einer Postkarte mit dem Poststempel Berlin zugegangen war, sie bedauere, dem Berichtign: wegen seiner Anonymität nicht persönlich ihren Dank «»«sprechen zu können. — Wie indessen, so theilt man ver „Franks. Ztg." al« verbürgt mit, au» den klaren, deutlichen SchriftzUgrn unb besonder» aus der Unterschrift hervorging, rührte diese Berichtigung vo» niemand Anderem her, als von Kaiser Wilhelm, ber jene« Blatt gelesen und sich biesen Scherz gemacht hatte. Wilhelm R. (Wilhelm rex) ist übrigen» doch nicht anonym! (Wie man die Kunden anlockt.) Die Besitzerin eine» Modewaaien - Gefchäfle» in Pari« hat eine neue Manier entdeckt, wie man sich Kundschaft erwerben kann. Die Damen, die an ihrem Magazin vorübergehen, fühlen sich plötzlich burch einen Nagel, eine Art Angel, an der Schleppe festgehalten. Sofort stürzt eine der Putzmacherinnen herou». entschuldigt sich bei der Dame unb nöthigt diese, in ben Laben zu treten, um bort den Schaden ausbessern zu lassen. Dort legen indessen die an-beren Verkäuferinnen ba« Schönste au», wa» im Laben vorhanden ist, während bie Besitzerin de« Geschäfte« rafllo« commansirt: „Vergessen Sie nicht die Ballrobe für die Grast» Z. l" — „Gehen Sie zur Fürstin Z. !" u. f. w. Die fremde Dame bekommt natürlich eine hohe Izee von der Bedeutung be» Geschäfte? und . . . wendet ihm ihre Kundschaft zu. Die Reklame hat ihre Wirkung gethan. (VinSelbstmord wegen alljustarker Corpulenj) — ein solcher Fall dürzte in den Annalen der Seldstmordstatistik bisher noch nicht verzeichnet worden fein. Diese« eigenthümliche Motiv hat nun aber thatsächlich ein Mädchen au» Brünn in die Fluchen der Donau getrieden. Der „Mähr. Eotrefj)." schreibt darüber: Marie Speiz, eine w.'ge» ihrer ungewöhnlichen Größe und Stärke in Brünn wohlbekannte Waise, betrieb längere Zeit auf dem Krautmarkte einen kleinen Wurstwaaren-Handel, bei dem sie jedoch in letzter Zeit gänzlich zu Grunde ging. Sie begab sich nach Wien, um einen passenden Oienflplatz zu suchen und blieb feit dieser Z-it verschollen. Dieser Tage erhielt nun ihre in Brünn lebende Schwägerin einen Brief von ihr. in welchem sie bekannt gibt, sie könne wegen ihrer Körpergröße und Eorpulenz nirgend« einen Dienstplatz bekommen, da man sie überall verlache. Die» gehe ihr so zu Herzen, daß sie be- Sie ahnte nicht, daß Baron Lossow auch dahin wieder ihr gefolgt war und unausgesetzt seine Beobachtungen und Nachforschungen fortsetzte. Prinz H. kam edenfall» nach Pari», um einige Wochen dort mit feiner Braut zusammen zu sein. Eine« Tage«, als der Prinz allein durch die Rue Je S— ging, traf er vor bem Hotel I— mit einem Herrn zusammen, ber so tief in Ge-danken zu sein schien, daß er nicht um sich blickte und den Prinzen im Vorbeigehen an den Arm stieß. Bet dem höflichen .paräon' erkannte dieser Werner Lossow. Letzterer bat den jungen Prinzen, ihm die Ehre seine» Besuche» zu geben, da sie gerade vor dem Hotel stanben in welchem er Wohnung ge-n"mmen, und führte feinen Gast auf bessert bereitwillige Zusage in (ein Zimmer, wo ein lebhafter Austausch der deioersetigen Erlebnisse stattfand. Werncr fragte nach Baronesse Lossow, seiner Eousine, unb al» er hörte, daß der Prinz keine Ahnung hatte, wo bieselde sich aufhielt, unb höchst vermundert schien, daß er, Lossow. da» nicht wisse, machte er einige Andeutungen über die Art, wie Bianca sich ihm und feinen Ansprüchen an ihre H.inb entzogen sowie auch, daß die Gräfin ihr dabei hilfreiche Hand geboten habe. Ec habt seine letzte Hoffnung darauf gefetzt, von ihm ein Nä- schloffen habt, ihrem Leben in der Donau ein Ende zu machen. Wie seither festgestellt ist. hat die Bedauernswerthe thatsächlich diesen Entschluß bereite ausgeführt. (Fleischbrot.) Herr Scheurer - Kestner zeigte unlängst der Akademie der Wisstuschiften in Pari» ein Brot, welches viel Fleisch enthält und die Eigenschaft besitzen soll, sich Jahre lange zu halten, ohne schimmelig vier wurmig zu werden. Nach feinem Recepte besteht das Brot aus 550—575 Gramm Mehl, 50 Gramm Sauerteig und 300 Gramm sehr sein gehacktem Rindfleisch. Bti der Brotdertitung nimmt man die gehörige Mengt Wasser, welche nothwendig ist, um den Teig anzumachen, läßt in demselben das gehackte Fleisch durch eint Stunde kochen unv macht mit der Brühc, dem Mehle und dem Sauerteige den Teig an. Diese» läßt man lei «einer mittleren Temperatur 2—5 Stunden gähren, während welcher Zeit das Fleisch als solches vollkommen verschwindet. Das Brot wird wie gewöhnlich gebacken. Scheurer betont besonders, daß man da» angegebene Ler-hältniß dcS Fleisches zum Mehle nicht überschreiten darf. Da» nicht ausgetrocknete Brot gibt eine vorzügliche Suppe, wenn man es in Schnitte zer-kleine»t durch eine Viertelstunde fod.cn läßt. Wenn man einen Theil dc? Rindfleisches durch geräucher« ten Speck ersetz«, bekommt die Suppe einen aus« gezeichneten Geschmack. Anstatt des Rindfleisches fjnn man auch Hammelfleisch in derselben Gale mit etwa» Zwiebel verwenden, welcher letztere wäh« rend cer Gährung ebenfalls verschwindet. Wenn man Kalbfleisch anstatt Rindfleisch gevrai ch>, bekommt man vorzügliche EonsommvS für Kranke und Ler-mundete. Am Besten schmeckt indeß das mit Rind« fleisch und Speck bereitete Brod. D. P. tforo. Theater. Bor einem auSvel kauften Hanse ging Don-nerStag den 25. d. I. RcsenS Lustspiel „Glvßeu-wahu" zum Benesice ber Frau Stein mit durchschlagendem Erfolge in Scene. Das Stück ist eine Saiy e aus gewiße von ihieni eigenen Ich eingenommene Personen. Der Dialog ist zumeist ge-wählt und geistreich. Die schwankhafte Neigung des Dichters ist hier so ziemlich vermieden; nur die Schlußscene im 3. Acte zwischen dcm Bankier v. Ringkeim, d-n Direktor Mayer meisterhaft da,stellte, und Major ?autir. den Herr Stein mit wirksamer soldatischer Derbheit spielte, schien un» für ein Lustspiel etwu» gewagt. Ebenso wollte die Spiegelfeei-e, mit der Direcior Mayer einen geradezu blendenden Erfolg erzielte, nicht recht glaubwürdig erscheinen. Allerliebst mit Muntcrkeil uid Schalkheit reichlich ausgestattet, wurde die Rolle des Conrad Waller von Frl. B a n i n j gtgcben. H.'rr Pich ler gtfiel als Dr. Ander uugemein. Ebenso verdienen Feau Stein als heres zu erfahren, da er als Verlobter Juliens doch in deren Geheimnisse eing weiht fein müsse. Der Prinz verneinte . . . gestlhenb, daß er allerdings schon häufig nach Boroneß Lossow gefragt, aber stitS nur flüchtig die Antwort: eS gehe ihr gut, erhalten habe, womit er sich begnügt und nicht direct gefragt he.be, wo dieselbe fei. Er habe sich eingebildet, sie fei noch in I'alien, viel-leicht bei Verwandten, weil er nichts mehr in —n von ihr gehört, und weide nicht eher nach der R sidenz zurückkehren, bis die längst erwartete He-rath stattfände. Wählend er noch sprach, hatte Werner's Blick plötzlich einen auf dem Tisch liegenden Brief, welcher wahrscheinlich in seiner Abwesenheit ein-getroffen wa., erfaßt. Mil großer Unruhe und Spannung unterbrach er den Prinzen, um Ent-fchuidigung bittend, daß er in feiner Gegenwart den Brief öffne, der jedoch für ihn von so großer Wichtigkeit sei, daß er sich deshalb einer Uiiurt schuldig machen müsse. Ohne des Prinzen Bitte, sich duich ihn in keiner Weise stören zu lassen, abzuwarten, riß er da« Couvert ab und warf e» auf den Tisch. Unwillkürlich fiel dc» Prinzen Blick auf das-selbe. Er wunderte sich über die schlechte, ungeübte Schrift, und mehr noch überraschte es ihn, als er den Stempel de» HoleiS N— darauf erblickte, in welchem die Grüfi» wohnte. (Fortsetzung folgt.) Marie von Ringheim und Frau S u p p a n -Blick als Frau Ringheim lobende Aneikennung. Gestern fand das Bencfice des Komiker» Herrn Ielly statt. Das H^u» war ebenfalls auSverkaust und recht veifallSlustig. Die hitr bereite wiederholt gegebene Posse „Monsieur Herkules" bot kein besonderes Interesse. Sie war außerdem mangelhaft besetzt unv eiuftudirt. Außer Director Mayer, der den Kunstreiler-Direcior Schreier recht wirkungsvoll gab, wußie Niemand aus feiner Partie etwas zu machen, was uns um so mehr wunde, t, als alle Rollen sehr dankbar lind. Der Bcneficiant Herr Ielly, welcher den Caesar spielte, schien !,as Hauptgewiät seiner Darstellung auf die gymnastischen Gaukeleien am Schlüsse des Stückes zu verlegen. Der Posse folgte die Operette „Die schöne Galathea" von Suppe. In derselben fand Frau Suppa n>B l i ck als Galath.'a reichliche Gelegen-heil ihre schön geschulten GesangSmittel zu ent-falten. Erscheinung und Spiel waren interessant und fesselnd. Fräulein Mikola vom Sladtthcater in Laibach sang mit flotter Berve den Ganymed. Das Lied „Doch so klassisch" fand rauschenden Beifall. Die übrige» Gesangsleistungen müssen wir diesmal mit wohlwollendem Schweigen übergehen und bemerken nur, daß Herr M e l z e r in Spiel, Maske und Costüm »echt charakteristisch war. Für die W-glassung des EdoreS zu Beginn der Operette wissen wir keine Motivirung. Das Blnefikt der b liefen Op.reltensängerin Frau Suppan-Blick findet Mo itag den 2'.». d. statt. Zar Auffuhrung gelangt das mit vielem Erfoge gegebene unv von der Kritik in der günstigsten Weife besprochene Sittenbild „Monster Alfonfc" von DumaS. Die Beneficiantin wird darin die von Frl. Gallmeyer kreiste Rolle der Madame Guichard spielen. Zum Schlüsse singt Frau Suppan-Blick das Gebet unv Arie au» dem F'eischütz. Die Wahl des Stückes ist eine gewiß glückliche und wir können den Theaieifreunden um so leichter einen genußreichen Ädcnd verbürgen, als Frau Snppan-Blick in der genannte» Rolle reich-liche Gelegenheit finden wird ihr schönes Talent zu verwerthen. S l ließ.ich fei auch l'-m.rkt, daß diese Benefice Borstcllung die vorletzte der glgenivürtigen Theaiersaifon ist. Mit l. Der. 1880 beginnt ein neu s Abai« ieme»l auf die wöchentlich zweimal erscheinende „Cil'l'icr Zeitung". Der Abona mentspreis beträgt: Für Cilli mit Zustellung in» Hau«: Monatlich fl. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig H Z.— Ganzjährig „ 6.— Mit Postversendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.G0 Halbjährig „ 3.20 Gan-jährig „ 6.40 Jene P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 30. Nov. d. I. zu Ende geht, ersuchen wir um sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration ber „Cillier Zeitung." Gourse der Planer Pöcse vom 27. November 1860. Golor eute...........87.20 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 72.60 „ „in S Über . 73.35 l8<»0er Slaa'.S Anlehenslos« .... 131.— Bankact tcn........... 820 — Eredilaclien . . . ....... 287.60 London............117.55 Napoleond'or.......... y.3 5 k, k, Münzducaten........ 5.54 10() Reichsmark.........68.— Eingesendet *) Interessant ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich beftndende Glücks-Anzeige von Lamuel Heekscher fenr. in Hamburg. 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Die erste Gewinnziehung ist amtlich ans den 15. ii. 16. Dezember <1. J. festgestellt und kostet hierzu das ganze Original-Los nur 3 fl. 50 kr. das halbe Original-Los nur I fl. 75 kr. das viertel Original-Los nur 88 kr. nnd werden diese vom Staate garantirten Original-Loose (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Einsendung des Betrages selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. i:<7— Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die nmtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die &nszaülnii£ n. Versendung der Gewinngelder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt nnd unter strengster Verschwiegenheit. MC" Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteinzahlungskarte oder per recom-mandirten Brief machen. 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