»»««er 27. »et»«», »e> G. I«li 1W2. XIII. Iah ,«», Erscheint jebw Sonntag. »- •— - - «-ÄS5 ? U"Ä! KÄ i tS: 86 "• H.ndschrifw> »ttte« nicht »ndtfyfrth, IwWnMfltmyn billigst bernhaet. - Bcilrd» sind trottn!« «Mb «am längsten» bt» Sre,i°g i«b» Woche einge,a»dt »trWn. Deutsches Schiidburgrrmm. So oft sich irgend ein deutscher Staat«-bürger in einem »»»archisch «gierten Land, über irgend ein Etwa«, da« ihm «t ihren Herren aal dem Lande triefen und ihr «olk befreiten, wäre« ebenfall« Deutsche. Er kann stch leinen freieren Mann vorstellen al« einen Schweizer ilud'tane vernünftigere S«aat«form al» die Republik, die wieder au« so and so viel kleinere» Republiken zm^mme,'gesetzt rf*. von denen jede «i»qel»e eine seldstündigr republikanische Regierung hat. . . Dieser Partikulari«»«s liegt den Deutsch« eben im Blute und weil er in der Schweiz an höchste» ausgebildet ist. fo imponiert dem Deut-'ch. s» wär« Banrbaki m,t seiner Armee gerade j» in densche KriegSgefange»-schast geraten wie di» andern bei Metz und Seda». Gewehrt hätte e» ihn augenblicklich niemand, die Schweizer am jwntgflen und nachher hätte e« wohl viele Schreibereien, aber tau« eine» Krieg me^r gegeben. E« war daher der -alte Geist de« Parti-kular,«nm», der die gilehtten Herren da« Hirschaner-stück begehen lie£, wegen einer, die geistig? Zu-sammeugehörigkei, der Deutschen ,» der Schweiz und im Reiche betonenden Festrede auf deutschem Grund und Bade». — ihren deutschen Kollegen Hinauszuekeln, weil ein Haufe nichtdeutjcher Studenten in dieser Rede eine Provokation erblickte. Die echten deutschen Schildbürger! — Diese Herren. welche da« Gast- und Asylrecht der freien Schweiz so unentlveg» hoch und heilig halten, daß sie sogar dem wütigsten Anarchisten-gesindel volle Freiheit lassen, in offenen Ber-sammlungen den Mord al« da« beste Mittel für ihre Zwecke zu erklären und ihre Attentat«pläue Bater meiner Hajduken. hab' die Kerl« unendlich lieb. Weiß den» der Staat die Dienst« und da« Blut der armen Soldaten zu lohnen? Un«Ofsi» ziere reizt die Ehre. Aber der arme Soldat, wa« soll den anreizen, seine Knochen zu Markte zu trage» ? Und doch tut er'« mit so viel Hin-gebung.' Am 14. Juli 1848 schreibt er: .Wen» ich meme Hajduken sehe, lacht mir da» Herz im Leibe. Bedaure nur. daß ich nicht reich bin, möcht' es ihnen beim G . . . . hineinstecken" Auch seine Mängel waren au« seiner Sol-datennatur zu erklären. So hat Benedek niemal« ein Hehl darau» gemacht, daß ihm höher« strate-zische Kenntnisse eigentlich fehlten. 1848 schreibt er au« Italien an seine Frau' .Bin zu wenig wissenschastlich arroganter Stratege, treibe da» Krieg«handw«rk nach ganz einfachen Grundsätzen, bin kein Freund von komplizierten Kombinationen." Seine Erfolge vor 18ti6 hat Benedek hanptsäch-lich seinem .Soldatenmut" zu danke». 1849 im stalieuische» Feldzuge war er >» der Schlacht von Montara fast da« Opfer seiner Unerschrocken-heit geworden. Allzu kühn vorgedrungen, hatte er einen weit überlegene» Feind im Rücken. Be- zu beraten und zn beschließen, wobei die Machthaber der Republick gegen Revolver, Dolch oder Dynamit-bomben bloß durch die von den am meisten Bedrohten garantierte Neutralität geschützt sind, diese deutschen Hochschullehrer schlagen sich auf Seite der randalierenden fremden Studenten und boykottierei, einen deutschen Kollegen de»Halb, weil er auf deutschem Boden eine .deutsche" Rede geholten hatte, welch« die nichtdevtschen Studenten an der deutschen Universität mit ge-wohnter Frechheit al« Beleidigung ihrer respektiven Nationalität auszufassen beliebten? Eine» höhere» Stumpfsinn gibt e« nicht mehr! Aber Beispiele, ja die gibt e« auch bei nn« im lieben Baterlande, freilich aber au» ganzanderen Gründen! Wa« in der freien Schweiz im Rainen der Freiheit von Deutschen an einem Deutschen gesündigt wurde, da« sündigen im weniger freien Osterreich De»tsche au ihren eigenen Stamme«genosfeu au« Haß gegen die Freiheit. BunnH von der ZVoche. Der Dreibund ist erne»ert und da« bezüg-liche Übereinkommen von lxn Herrn Ministern de« Äußern der Dreibündni«staaten unterzeichnet worden. ' Den Gegnern de» Dreibünde« wird dir Nachricht davon arg in die Glieder gefahren seitr, aber sie mögen sich trösten, außerhalb der schwarz-gelben Grenzpfähle hätte man für ihre Schmerzen weit weniger Berstänndni« al« sie glauben oder besser glaub«» machen wollen, denn in lichten Augenblicken wissen die Klofa-zianer und ihre nord- und südslavischen Brüder lehr wohl, daß man im heiligen Rußland mit solchen Lärmmachern wenig Federlesen« macht. Mai, versteht e« drüben bedeutend besser, die heißblütigen Herrn zu beruhigen, indem man ihrer nationalen Arbeitslust schöne Strecken zwischen Obi nnd Lenu al« Feld zur Betätigung einer au«giebigen Kulturarbeit zuweiset. nedek ließ sich nicht einschüchtern. Seine Luffor-derung, die Waffen zu strecken, imponierte und er hatte damit da« eigentliche Heldenstück de« Tage» vollbracht. In der Schlacht von Solferino, 1859, hatte er über den rechten Flügel de« Feinde« gesiegt. Richt seine Schuld war e«, wenn die Schlacht doch verloren gieng. Seine Truppen hielte» sich so tapfer, daß Benedek, durch ihre Reihen schreitend mit den Worten dankte: „Ihr seid Burschen zum Küsten.' Seine ganze Weltanschauung war einfach soldatisch. Rauh und treu in seinen Empfindungen, schlicht und soldatisch in seiner Gedankenwelt. Er glaubte an alle Autoritäten. 1859 schrieb er an den Grasen Rechberg während de« italie-nischen Ftldzuge«: .Der Eilige Leopold, der k. k. Minister de« Aeußern, die Armee und ihr kaiserlicher Führer werden zuverläßig alle» zum Guten führen." Bekanntlich ist 1859 nicht alle« zum Guten geführt worden, und Benedek» muster-haster Autoritätsglaube sollte tragischen Schiff-bruch leiden. Am 30. Juni fand in brr Hofburg i» Wien ein Kronrat statt, der von 1 Uhr bi» »/,6 Uhr nachmittag« dauerte, nachdem der Herrscher jchm, vormittag« Herr, v. «jrll in einer ei«ftünbigcn AutzWz empfangen fwtte. Roch cm Abende kehrte Herr ». TM nach Budapest zurück und so nimmt «an au. daß der Monarch mit der Bersteckenspiserei de» un» aarischen Ministerpräsidenten doch nicht einver» stände» scin Knute. Jedenfalls werden die Herren Magyaren jammern, daß sich Herr von Körber hinter die Krone gesteckt hat. um seine „u n» erfüllbaren Forderungen' durchzu» setzen. Wenn mau einen tousequeut verhätschelten Balg einmal im Ernste sagt, daß auch die andern Geschwister ein Recht haben zu leben, so ist er der Erste, der über Ungerechtigkeit klagt. Die Hauptstadt Graz hat Trauer angelegt. Ihr Altbürgermeister Dr. Wilhelm K i e n z l ist in der Rächt zum l. Juli an einem Herzleiden geslorbe», nachdem er ein Alter von 76 Jahren erreichte. Mit dem Namen de« verstorbenen, der ein deutscher Bürger in de« Worte« bester und schönster Bedeutung war. hängt da« mächtige Ausblühen der Landeshauptstadt immer zusammen und daher ist die Trauer eine allgemeine und vom Herzen kommende. Durch 12 Jahre Bür» Smeister von Graz, gehörle er auch dem stein-n Landtage längere Zeit an und daß man seine Verdienste um die Hauptstadt und da« Land richtig würdigte, beweisen seine Auszeich-nuugeu: der Orden der eisernen Krone III. Klasse, Komturkreuz de» Franz Joses^rden» und da« Ehrenbüraerrecht der ÄiideShauptstod« Graz. Der ehrende Rachrus. den ihm der Landeshauptmann in der Sitzung de« Landtage« widmete. Der Be» schlnß de« GemeindrrateS Graz dem Lerswrbenen ein Ehrenbegrabnis zu veranstalten und die all-gemeine« Teilnahmekundgebuuge» aber sagen »och mehr; sie sagen, daß ei» Mail», der unentwegt nnd jederzeit offen und treu zu seinem deutschen Bolle steh», sich auch in den hervorragendste» Lebensstellungen durch seine Eharaktereigen-schatten Hochachtung und Anerkennung seiner Berdieusle erzwingt, ohne beide« ängstlich gesucht zu haben. Bunt, schon sehr bunt treibt'» wieder das Wetter und wa» die vorhergehenden Monate in der Blüte verschonten, scheint der Juli an den Früchte» zerstören zu wolle» l Erschreckend laute» die Berichte über da» Gewitter am 2 Juli au» allen Teilen der östliche» und nördlichen Eteiermark Über Birkfeld entlud sich ein zweinstündige» Gewitter mit Hagel von der Größe eine« Hühner-ei«S, welche« oll« Kulturen besonder» um Strahlegg vollständig vernichtete, so daß au 50 Besitzer total ruittirt sind, da eiu Wotkenbruch fort-schwemmte, wa» der Hagel zerschlage» hotte. — Im Jahre 1866 kam der Krieg mit Preu» ßen und mit Italien. Zwei Feldherrn waren nötig. Einer für den Rorden, einer für Italien. Zwei Feldherrn standen in Frage. Bundes und Erzherzog Albrecht. Benedek schien prädestiniert für da» >tal>enijche Kommando. Deshalb lehnte er das ihm aiigeboleiie Nordkommando e»ljchi«de« ab. Aber bei Hofe drang man in ihn, «ach Böhmen zu gehen. Erzherzog Albrecht redete dem Feldzeugmeister zu. Trotzdem beharrte Be-nedek aus seiner Weigerung, zurückzunehmen. Diesmal wirkte ein Argument auf diesen treuen Diener feine« Herrn. Im Falle einer Nieder!«-ge würde man dem Kaiser die Schuld an der verfehlten Wahl beimessen, und dann bliebe ihm nicht« übrig al« dem Throne zu entsagen. „Ich hätte ein schlechter Kerl sein müssen," erzählt« Benedek. .wen» ich da» Kommando nicht über-nommen hätte." Bon allem Anfang schien Benedek iu diesem Kriege ein anderer al» sonst. Sein gewohnte» Selbstbewußtsein hatte ihn verlasien. Schon der Beginn deS Kriege» brachte Niederlage«. Schuld daran trug hauptsächlich die Eigenmächtigkeit Ei« l7-jäbriger Bursche wurde auf freiem Felde vom Hagel erschlagen. In Wchldorf zündete der Blitz da« Hau» eine« Bauer« an. der erst vormittag» seinen Sohn zu Gr»be getragen hatte. In Ind. nbürg richteten Gewitter mit Hoch-waffer su«htbare Berliterunge» an. I« der Um» aekmng der Stadt im Wmchitzgraben riß das Wasser die .Weißbachkensche" samt Bewohnern fort. Der Man« konnte sich retten, die Frau und drei Kinder von 1 bi« 8 Jahren ertranken. Ein Sägearbeiter fand den Tod in den Fluten. Eine BerqarbeilerSfrau wurde auf freiem Felde vom Blitze getötet. In Kirchberg an der Raab bat zu gleicher Zeit, al» auch bei nnS hier da« Wetter losbrach, ein furchtbarer Hagel olle« vernichtet. Gleichfalls am 2. Juni wird au« Preßbvrg gemeldet, daß ein Hagelwetter in drei Gemein-den Weingärten und Getreidefelder total zerschlagen habe. Und wie werden die HiobSposten au« unseren Weinbangegenden lauten, da bis heute den 8. Juli noch keine Berichte eingelaufen sind? Bis zum Schlüsse des Blattes sind aus unseren nächsten Nachbarbezirken leine besonderen Meldungen über schwere Hagelschäden eingelanfen. dagegen dürfte der schwer« Gewitterregen mannig' fache Schäden, wenn auch im Berhältniffe unbedeutender. al« in der unglückseligen Oststeiermark verursacht haben. Grauenerregend lauten die Berichte au» dem Hartberger Bezirke: Alle Kulturen in Hortberg selbst und die Gemeinden Reuberg bei PSllan, Löffelbach, Ring. St Johann aus der Haide sind vollständig verwüstet. Ein halbstündiger Hagel hat die Obstkulturen bi« auf die Äste der Bäume kabl geschlagen. Alle« Getreide ist vernichtet. Mai«, Erdäpfel. Kraut, Burgunderrüben, alles, alle« ist vollständig entblättert. Auch die Kulturen im Raabtale bi« Rie> gerSburg hinauf und bis Gleichenberg hinab find zum großen Teile verwüstet. Groß und entsetzlich ist da« Elend: rasche und ausgiebige StoatÄnlse muß geleistet werden, denn da« Land selbst ist zu arm dazu und der Notstand«foud« ein Tropfen auf einen glühenden Stein I Die Steiermark ist schon seit langer Zeit nicht mehr lieb Kind in Oesterreichs Die Fort-schritte de« Lande« nach jeder Richtnng hin. ver-dankt e« sich zum größten Teile selbst? Styria. die herrliche Tochter der Mama Anstria ist zu stolz zum Betteln und zum Kriechen! Hunderte von Millionen verschlingen die .strategischen" Bohnen in Galizien. die für die Volkswirtschaft zum Teile wertlos sind, zum anderen TKle sich nicht rentieren, da die ver-lotterte Wirtschaft der Schlachzizen und ihrer der UnIerbefehlShaber. So kostete ein Angriff de« Erzherzogs Leopold — direkt gegen Bene» des« Befelil — bei Josefstadt der österreichischen Armee 5000 Mann. Am 2. Juli — einen Tag vor der Schlacht bei Kbnigarätz — telegraphierte Benedek an den Kaiser: .Bitte Eure Majestät dringend, um jeden Preis Frieden zu schließen. Katastrophe der Armee unvermeidlich." „Frieden schließen — unmöalich. eventuell Rückzug." war die Antwort Am Tage darauf endete die Schlacht von Königgrätz mit einer »unaufhaltsamen Panik" der österreichischen Armee. Benedek selbst ritt durch» ärgste Feuer. Die Haltung de« Heere« erbitterte ihn: .Meine Kavallerie läßt mich in Stich?" ries Benedek »ngerechterweise im ärgsten Granatseuer. Da« stiebende Fußvolk wollte er durch Kartätschen zur Rückkehr zwingen! Benedek ertrug mit Fassung sein Schicksal. .Ich habe nie an Selbstmord gedacht." schreibt er am 10. Juli an seine Frau, .bin nur de«-halb so start in« Feuer geritten, weil ich helft» mußte. Al» man mir da« Kommando gegen alle meine motivierten Vorstellungen aufgedrungen hat. hab ich'« in einer Konferenz laut und unge- Verbündeten, der Juden, nicht« mehr produzieren kann. Prag erhielt ei« Geschenk von 16 Millionen zur Beschwichtigung der J»natscheche». StnerniaN muß sich seine Bahnen selbst baue« »t mit göu«rhaster P»>e wurde der stei» rische» Land«»hanptstadl die .Bewilligung- er-trist, Geld zu borge«, um da« Rötigste zu be streiten und da« Land Steiermark mußte noch obendrein Garantie leisten! Nun huben elementare Naturgewalteu in wraigr» Stunden die letzte Hoffnung lausender arbeitSsroher, fleißiger Menschen vernichtet; Hun-derte sind >» einer einzigen Stunde zu Betilern geuiocde», die iu stumm« Verzweiflung die Hände ringen und nach Hilfe ausschauen. Und diese Hilfe muß ihnen meldt»! Au», giebige, genügende Hilfe muß tytteu zuteil werden! Kein Almosen, kein Bettelgeld! Der steirische Bauer schämt sich zu betteln, er ver» laugt blo» eine Hand gereicht, an die er sich fest, holten kann, daß er nicht verstnkt in der wilde« gilt de« Unglücke«, da« er nicht abwehre» konnte! ch au« dieser Flut herautzuwindeu. bi« er wieder festen Boden u»ter den Füßen hat, dazu hat der steirische Bauer physische und moralische Kraft genuH und Mut und Gottvertrauen! Unverschuldet brach da« Uuglück herein über die blühendsten Gaue der Steiermark l Hundert-tausend« an Vermögen si»d in wenigt» Stunden vernichtet worden! Hier ist eine Milliouea-Subvention am Platze und sie ist zugleich ein sicher angelegte» Kapital, da» dem Staate in wenigen Jahren Wucherzinsen trage» wird und nicht wie bet not-leidende» Transportnnterurhmnngen hinau«gc-worseue« Geld! Hat der Staat Geld um faollenzende Groß-aktionäre zu .unterstützen", so muß er auch Geld für die unglücklicheM Bauer» haben, die ohne seine Hilfe an Recht und Gerechtigkeit verzweifeln müsse»! Aus Stadt und Land. (Cnrnraaug.) Der Minister für Kultu» und Unterricht ha« den wirtlichen Lehrer am hiesigen Kaiser Franz Josef.Laade«-Gymnasiu», Dr. Karl Ozwald die Stelle am k. k. Staat» Gymoa-sium in G ö r z verliehen. Mit Dr. Karl Ozwald scheid«! ein junger pflichtgetreuer Lehrer von der hiesigen Anstalt, der au« Gesundheitsrücksichten seine Versetzung in ein südlichere« Klima ange» strebt und aun erreicht hat, wa« ihm wohl zu gönne« ist. seltne Cl>erh«rti«ßrr f.) Am 28. Juni abend» starb die Gattin unsere« Stadtamt«-Bor-stände». Herrn Artur Eberhartinger, Frau Helene Eberhartinger im fchihtstni Lebensalter von 30 Jahren. Ein schwere« Leiden. schminkt ausgesprochen, daß wir vu daoqus spielen .... Habe wörtlich gesagt, daß ich für den deutsche» KriegSschauptatz ei» Esel bi». wäh-rend ich in Italien vielleicht von Rutzen sein könnte, will niemand anklagen, will mich gar nicht verteidigen. Rur meinen Kaiser werde ich, wenn er e» wünscht, alle», alle» sagen, wa» ich weiß und glaube. Bin mit mir. m,t meinem Gewissen und mit meinem Herrgott im reinen, bin ein recht gottergebener Soldat." Benedek wurde in kriegsgerichtliche Unter» suchung gezogkn. Ebenso die Generäle Henikstei«, Krismanic und Elam-Galla». Bor der Untersu-chungStommissio» verweigert« Benedek jede Au»-kunft. Seine Frau, ungestümer und hitziger al» er. fordert ihn auf z» reden! Benedek besänftigt da« revoltierende Weiberher». .Wenn alle Welt um Dich herum laut und vifen schimpft und an» klagt, dann soll dre Frau de« Feldzeugmeister» Benedek ruhig und würdevoll trauern über da« Unglück, da« Oesterreich und ihre» Mann ge-troffen." Aber bei all dieser Ergebenheit ist Benedtk in den Briefen an seine Frau nicht» weniger als furchtsam. .Die Regirrung soll froh an dem die junge Frau dahinsiechte, war e«, da« diese« junge Frauen leben so unerwartet rasch ge» knickt, dem Gatten die geliebte Gattin, dem lieben herzigen Bübchen da« treuliebe Mütterchen entriß. Ein tragische« Schicksal sürwahr! Nachdem die Kranke durch längere Zeit, um Heilung zu suchen, bei ihren Angehörigen in Wien geweilt und sich besser gefühlt hatte, kam sie wieder nach Pettau. — Wenige Tage aber wäre» ihr vergönnt, im heimlich trauten Familienkreise; «in schwerer An» soll der tückischen Krankheit warf sie fast unver. mutet aus« Krankenbett und mit harter Hand zerstörte der Tod ein Familienglück schon in den rrsten Tagen de« Wiedersehen« der beiden Got» «en. Eine junae Dame, deren vortreffliche Eha--akiereigenschasten, Geistes- und Herzensbildung ihr rasch die besonderen Sympathien der Gesell» schost. deren seltene Liebenswürdigkeit ihr auch eine besondere Wertschätzung Fernerstehender er-warb, ist mit der Verblichenen zu Grabe getragen worden! — über ein jäh zerstörte« Glück ver-mag nnr die Znt zu trösten, aber die allgemeine Teilnahme, die sich während der letzten Leben«-stunden der allgemein hochgeachteten Frau kund-gab und die ebenso herzlich al« echt war, mag dem schwergeprüften Gatten den harten Schick-solsschlag leichter tragen machen! Ihr aber bereite der Herr eine fröhliche Urständ und lasse ihr die Erde leicht sein! n» Herz getroffen als durch das Kriegsjahr selbst. Seiu äußeres Geschick hätt« ihn je so tief erschüttern können, «r hätte e» ergeben getragen. Hier aber war ihm ein Herzstoß gegen seine innerste LebeiiSanschauung widerfahren. Sein kaisertreue» Gemüt konnte sich nicht mehr zurechtfinden . . . In seinem Testamente — sieben Jahre später auf-gesetzt, schreibt er mit unverminderter Bitterkeit: .Daß die österreichische Regierung, mein Versprechen zu schweigen in Händen habend und an die Ehrlichkeit meine» Versprechen» glaubend, am 9. oder 10. Dezember ihren sonderbaren Artikel über mich, worin man mir sogar meine ganze Vergangenheit abspricht, in du Zeitung publiziere» ließ, daß dieser nicht tu qualfizierende RegierungSartikcl in der Präsidialkanzlei de» behrliche Kühlmittel für ihren Bedarf nicht. Wir machen aufmrrksam, daß in den städt. Industrie» Werken der Stadt Pettau auch eine Einrichtung besteht zur Erzeugung reinen, festen, künstliche« Eise». Diese Einrichtung würd« sofort in Bo» trieb gesetzt werden, wenn sich «in« genügende Zahl Abnehmer melden n»d der Preis pr. Block beträgt blo« 25 Kreuzer. E« ist daher dloß eine kurze Anmeldung de« Bedarfes an da« Stadtamt Pettau zu richten und sobald diese Anmeldungen die Kosten decken, wird sofort frische« Ei« erzeugt und di« p. t. Abnehmer zur Übernahme avisiert werden. (Der virhwsrkl) am letzten Mittwoch war recht gut besucht und entwickelte sich ein reger Bekehr mit guten Verkäufen. Aufgetrieben wurden: 343 Stück Rinder, 61 Pferde und 286 Schweine. Der nächste Viehmarkt wird am 16. August abgehalten. Doch ist auch mit dem sogenannten OSwaldi- (Krämer-) Markte am b. August wie immer auch ein Viehmarkt verbunden. der sich ebenjalls eine« lebhasten Ver» kehreS erfreuen dürfte. (K«l«lbrita.) Selbstgefühl ist unter Umständen eine sehr schöne Sache, die aber immer weniger schön imrd. je mehr sie sich der Selbst-Überschätzung nähert Wenn Goethe jagte: .Nur Lumpe sind bescheiden!" — so hat er gewiß nicht daran gedacht, daß .Lumpen" zuweilen eine ausgewachsene Arroganz im Gefolge hat; wenigsten« lieferten einige Jünglinge, die Sam«-tag» .reis gespoch«»" worden, Sonntag Nachts ziemlich laute Beweise davon. Sie hätten das wohl besser unterlassen, ganz besonders aber vor den Fenstern derjenigen un «erlassen sollen, mit deren Vor- und Nachhilse sie schlecht und recht um die gefährliche Ecke kamen, denn wer das sah und hörte, der wunderte sich unwillkürlich, nicht über die sehr zweifelhafte .Reise", sondern über das noch zweifelhaftere Selbstgefühl der für reif erklärten Scholaren. Von Dankbarkeit zu reden, wäre zu viel verlangt, die geht auch andere Leute als die Beteiligten nichi» an, aber Störung der Nachtruhe geht die davon Betroffene« desto mehr an und da könnte e« bei einer Neuauflage solchoir Exzesse wohl geschehen, daß einige handfeste, um ihre Nachtruhe gebrachten, noch reiferen Männer sich periönlich von der Trockenheit hinter den Ohren der Ruhestörer überzeuge» würden. — DaS ist nämlich ein viel probateres Mittel, kaum reif gewordene Radaubrüder zu besänftigen, al« nach der Polizei zu rufen. Selbstachtung und besonders aber Selbstschatzung weiß selbst nach einer solennen Kneipe noch immer den Unterschied festzuhalten, der zwischen einem bekohlten Stu-deuten und einem betrunkenen Bauernbuben be-steht. Sapieoti sat. iSt. Ilrbttiii d« Pettau.) Ein Wildling schlimmster Sorte ist entschieden der Bauernsohn Genera Istabe» konzipiert, voin Feldmarschall-Leu-tenant Baron John. Feldmarschall Erzherzog Albrecht u s. w. u. s. w. korrigiert und auSge-seilt wurde, und endlich in der ganz absondert«-chen Fassung der Regiern,ig publiziert wurde. daS übersteigt meine Begriffe von Recht. Billig» seit und Wohlaliständigkeit.' Am Schlüsse dieses Testaments verlangt Benedek ei» ziviles, nicht militärisches Leichen!«» gängnis. .Ich will ohne alle militärischen Ab» zeichen begraben werden.' Im April 1881 legte sich Benedek zu Bett, um zn sterbe». Der Arzt konstatierte ein ernsteS Leiden. Benedek richtete sich auf und mit seiner Doiiuerstimme, die einst den Tumult des Kampfe« übertönt hatte, fuhr er den Arzt an: .Ich befehle Ihnen, die Wahr-heit zu sprechen." Daraufhin erhielt er die wahre Antwort. Sein Kehlkopf war vom Krebs bereit» zerstört. Am 27. April 1881 starb er. Im bür-gerliche» Rocke wurde er zu Grade getragen. Dieser schwarze Anzug, in dem Benedek begraben wurde, ist von symbolischer Bedeutung. Eine Soldatenseele war hier nicht durch Worte und Lehren, sondern durch ihr Schicksal eine» andern belehrt worden. Franz Srainz, der. wie »n« geschriebn, wird, feinen leiblichen Bater. den Grundbesitzer I. Srainz i» Patzing. so arg mißhandele und bedrohte, daß er wegen verbrechen» der schweren körperlichen Beschädigung und der Öffentliche» Se-walttitigkert dem htrfi^n Bezirksgerichte eingeliefert wurde. hl.) Borige Woche wurde bei der Gruiidbtsjtzcrin E. Weselitsch in Hra-stovetz in deren Keller eingebrochen und verschie-dene Gegenstände, sowie auch Leben«mittel im Werte von 40 Kronen von unbekannten Tätern gestohlen. (9ieb|tahl.) Dem Grundbesitzer Jakob B n u k in Oblaken wurde vorige Woche au« dem Kuhstalle ein Kalb entwendet, ohne daß mau de« Täter« habhaft werden konnte. Während die BesitzerSleute Franz und Anna Evetko in Et. Urbai» letzten Sonntag zur Kirche gingen, benutzte der dortige Keuschler Binzeaz Braöiö deren Abwesenheit, um zu stehlen. Braöie kannte nämlich den Ausbe-wahrung«ort de« Hau«schlüssel« und auch sonst den Hau«brauch genau, schlich sich ei» und be-aanu nun nach Geld zu suchen, wob« er sich in sein verbrecherische« Gebaren so sehr vertiefte, daß er vo» der vorzeitig heimkehrenden Besitzerin gerade dabei erwiichl wurde, al« er in einem Kasten nach dem Gelde suchte. Der Dieb enl-schuldigte sich zwar recht höflich bei der Frau und meinte damit die Sache abgetan, doch wurde er verhaftet und dem hiesigen Bezirk«gerichte ein-geliefert. (ftruilrgiii.) Dem Keuschler I. Ioscht to Slasschiua bei St. Andrä W.-B. brannte vor einiger Zeit seine Besitzung ab. Da dieselbe ver-hälttii«mäßig hoch versichert und auch sonstige Anzeichen vorhanden waren, daß der Brand eigenllich gelegt worden sei und der verdacht, die Tat begangen zu haben, sich mehr und mehr auf den Besitzer selbst lenkte, nahm ihn die Gendarmerie scharf in« verhör, wobei sich Joicht in solche Widersprüche verwickelte, daß er ver» hastet wurde. Er hat die Tat dann auch einge-standen und sieht der verdienten Strafe entgegen. s«rh»«itN,,q.) In Slasjchina wurde vorige Woche die Leiche de« I. M e r n i k ge-richtlich enterdigt. da nach seinem Tode die Rede ging, daß er infolge von schweren Mißhand-lungen gestorben sei. die er eine Woche vorher durch drn Knecht I. K l o b a s s a erlitten hatte. Da diese« Gerücht immer bestimmter auftrat, wurde die Leiche de« am 7. Juni verstorbenen Mernik. obgleich der Totenbeschauer nicht« auf-fallende« an derselben gefunden hatte, exhumirt und die gerichtliche Untersuchung eingeleitet. r»msche».) Die dentschen Turnvereine de« 8. und 9. Turnbezirke« de« Südösterreichi-fche« Turnaaue«. zti denen die Orte Silli. Marburg. Pettau. Wiudifch-Feistritz, Laibach. Gottschee u. Abazzia gehöre», haben beschlossen, am 28. Sep-tember l. I. in Eilli ein B e z i r k« g r n p p e n-turnen zu veranstalten. An diesem Tage wer-den sich die deutschen Turner Südösterreich« zahl-reich zu gemeinsamer turnerischer Arbeit in gast-freundlichen (Silli einfinden und so die Zusam-mengehörigkeit auf« neue bekunden. Die deutschen Bewohner Eilli« werden e4 auch nicht versäumen, zum Gelingen de« Feste« ihr Möglichste« beizu- tragen, sobald der Ruf um kräftige Unterstützung an dieselben ergehe» wird. Für den genannten Tag wurde auch eine Versammlung aller Gau-Vorturner de« gesammten Gaue« festgesetzt und steht sicher zu erwarten, daß die«mal alle Tur-ner am Platze erscheine» werden. Schon viele Jahre hat in (Silli ein derartige« turnerische« Unternehmen nicht stattgefunden, daher muß e# mit Freude begrüßt werden, daß die«mal die Turner S ihrer turnerischen Arbeit <&Qi auswählten, ie Turner habe» auch mit Begeisterung die Wahl Silli« zum Festorte aufgenommen und be-grüßt Mit einem üblichen Wetturnen wird da« Fest eingeleitet werden, an diese« schließe» sich nachmittag« allgemeine Freiübungen, Musterriegen-und Kürturnen an. Da« Fest wird durch einen feierlichen Abschied«abend mit turnerischen Son-dervorsührungen bandet werden. Diese Zusam-menkunst soll bekunden, daß die Turnerschaft und mit ihr die deutsche Jungmannschast Südöster-reich« die deutsche nationale Turnsachc immerdar hochhalte und ernstlich bestrebt sei, im Geiste Iahn« fortzuarbeiten. Heil! fAleurntüchliilsr.) Da» k. k. Finanzmiaiste-rinn hat für da» Jahr 1902 den Nachlaß an der Gruudsteuer mit IS»/» und an der Gebän-desteuer, mit Autnahme der fünfperzentigen Steuer vom Ertrage steuerfreier Gebäude, mit 12'/,»/, festgesetzt, di« bereit» in den Vorjahre» durchgeführte Ermäßigung der Erwerbsteuerhauptsumme ausrecht erhalten nnd den Steuerfuß für die im § 100, Absatz 1 unb 5 P.-St. G. bezeichneten, der öffentlichen Rechnungslegung unterworfene» Unternehmungen aus 10% ermäßigt. Der Räch-laß an den Realst,uer» wird blo» von der StaatSsteuer und nicht auch von den Zuschläge« der autonomen Körperschaften berechnet werden. Nach erfolgt« individueller Aufteilung der Nach-läsie auf die einzelnen Steuerträger wird der für da« Jahr 1902 entfallende Nachlaßbetrag ia den Steuerdokumenten der Partei sSteuerbüchel. An-lagnchein, Zah>ung»auftrag) nachträglich ersicht-lich gemacht werden. Der Zeitpunkt, mit welche» die Einliagung der Nachlässe in die Steuer-dokumente der Parteien erfolgen kann, wird Mittel» besonderer Kundmachung der eiuhebenden Aemter zur allgemeinen Kenntni« gebracht werden. iDnt««g ■tlit.-irar. Sctarfairtikrl.) Wegen Sicherstelln»«, der arrendierungSweise» Abgabe von Heu, Streu- und Bettenstroh finden folgende öffentliche» Verhandlungen statt und zwar am 22. Juli d. I. beim Stadtamte i» Pettau für Pettau, am 23. Juli d. I. beim Militär-Verpfl-'gS.Filial. Magazine in Silli für Silli und am 25. Juli beim Militär-Berpfleg«-Magazine in Marburg für Marburg. Wind.-Feistritz und Straß. Die bezüg-liche Kundmachung der k. u. k. Intendanz de» 3. Korp« vom Juni d. I. Nr. 4165. sowie näheren Bedingniffe können bei jedem Militär-BerpflegS-Magazine. den beide» politischen Bezirk«-behörden und landwirtschaftlichen LondeS-vereinen während der Amt«stnnden eingesehen und über verlangen gegen Bezahlung von 8 Heller per Druckbogen von jedem Militär-BerpstegS-Magazine bezogen werden. Landwirtschaftliches. Räch 1895 konnte ff. FraaS, tat berühmte Historiker der 8an»nrirtj4afi, sagen, daß da« europäische Via-Ichinen wesen all völlig abljdnfligrr Schüler der Englan. der dastehe und da« beste an ihm die vollkommene Nach-a^rnnng sei. Wenn da» brüte nicht mehr zutrifft, wenn wir auch aus diesen Gebiete die englische Vormundschaft Iotaeworden find, so gebühn d»S Verdienst daran einigen lest ländlichen gabriiea. von denen »ir heute unsere Le-ser mit einer der best renommierten von PH. M-yf,rih 4 C. i» »ie» 11/1 Taborstraßr Skr 71, Frankfurt o. M und Berlin etwa? genauer bekannt mcichen wollen. Sie fabriziert alle«, wa« Landwirtschaft. Starten, bau und Weinbau an Maschinen und Serölen brauchen. Eine Auszählung im einzelnen ist ganz unmöglich, wir müffen unsere Äser mit den auf ausgezeichneten gllustr-. tionen auf« reichst» auSgeftatteten Katalog der Firma ver-weis«,, der ein imposanter Band fttr jeden Landwirt eine vorzugliche Lektüre bildet, aber auch dem Laien viel Interessante« und belehrende« bietet. Wir müssen un« darauf beschränken, einzelne« beliebig herauszugreifen. Beginnen wir mit den von PH. Mayfahtth 4 So. gelieferten?r»i«-Pfla,e». weiche infolge der »ich. lichen Verwendung von Stahl und Cchmiedeifen ganz be» sondere Borzüge haben. Mit gefälligem, ja eleganten Aussehen verbinden fie die größte Lrichiigkeit. «türke und Dauerhaftigkeit und stellen dabei an die Zugkraft die «. ringsten Ansorberungen Sehr «schult ist dir Vernietung soweit irgend möglich durch Schrauben ersetz», so daß je. der die Ersatzteile, die die Fabrik stet« genau liefert, selbst einsetzen kann. Die Pflüge »erden, den besonderen Zwecken entspreche»», welche» sie diene» sollen, in den mannig. sechsten Größen nnd «utfübruaaen «baut, ebenso die Waljen und Eggen Namentlich ist auf die von PH. 3Ra>-fart * So. al« Spezialität erzeugte Säemaschine ,Agri-kola" besonder« Augenmerk zu legen. Durch dies» neue Schubrad^üemaschine ist e« mißlich gemacht, olle Getrei-dearten. auch Hülsen,ruchte un» Sämereien ahne An«. »ech«lung irgend welcher Rüder «der a-derer Zeile, atso uur durch eine höchst einfache Stellvorrichtung in jeder beliebigen Menge »««streuen, beziehungsweise anbauen zu können, ohne daß dabei ein Korn beschädigt werben kann und ohn» dass Stopfunyen eintreten, »te leichteste Hand-habung bei einfachstem Mechani«m»S und außerordentlich leichter Sang, gelungensten« nahezu bürstenartige« Auf-gehen de« Saatkorn« gehören zu de- Hanptvorzügen dieser al« unerreicht dastehenden «»Maschine. Wa« ein Flegel ist. weiß jedermann, wa« aber der Flegel ursprünglich gewesen ist, da« »erklingt immer mehr; man muß e» schon ,etz» ordentlich auswendig lernen und die nächste Generatio» wir» den Drrichfleg-i nur noch im Museum bewundern könne». Er ist schon fast jetzt ganz »erdräng« durch die preiSgekrinttn Dreschmaschi-nen, welch« PH. MaUarth 4 ff». zu billigen Preise« tiefern und in der Größe allen Bedürfnissen anzupassen gewußt haben, vor dem Flegel haben die Dreschwerle groß» vor-züge: Ersparnis an Zeit und Ersparnis von fast 60*/, der Druschkosten. Mehrgewinn von über 10»/, an Kürnern und die Mächten, durch beliebig raschen Ausdrusch gün-stige Kon>unkture» voll ausnutzen, endlich vollkommen reiner Ausdrusch aller Setreidearten und Sämereien. In neuester Zeit liefem PH. Mahfartb 4. So. di» Dresch. werke mit ihren patentiert»» Stahl rollen Ringschmieela -gern, wodurch gege» früher eine Kraftersparni« vo» SV»/, erzielt wirb. Der Betrieb »er Dreschwerke erfolgt meistens durch Göpel. Göpel sind überhaupt zu« Betrieb landwirtschaftlicher Maschinen aller Art sehr geeignet, sie rwrden von Pb Mahfart 4 Eo. i» g?dirgenstrr Äu^süd rung und für jeden Zweck paffen» geliefert; auch diese »erden jetzt mit Siollensch«tal«ger» gebant. so daß be-reit« ein Pferd im Stande ist, ein recht ansehnliche« Dreschwerk zu betreiben Bon PH, Mayfarth 4 Eo.'« preiSyefrSnten Maschinen zur Obstweinbereitnng und Weingewinnung wie Wein-nnd Obst-Pressen, Trauben nnd Ovstmühte», Trauben-Abbeer. und Quetschmaschinen. Patent rrnkenappaiin? für Obst «ad Gemüse brauchen wir nicht« anzuführen, al» daß st» in Deutschland vom preußischen Ministerium für Landwirtschaft durch »rlaffea» Svezialverlügung zur Einführung al« Lehrmittel an den landwirtschaftliehen UnterrichManstaUen empfohlen, in Oesterreich-Ungarn ». fast t» jedem Orte vertrete» sind- Auch an vielen Pri-vaten nnd staatlichen Lehranstalten sind sie eingeführt Doch für heute geaag der Einzelnheiten. Wir fügen nur noch einige statistische Angaden hinja. die besser al» alle« andere zeigen, mit welcher Intelligenz di» Fabrik von PH. Mayfarth 4 Eo. geleitet wirb und welche »»erkenn ung ihr» Leistungen sich erworben haben. Di» Firma, di» erst seit 1878 besteht beschäftigt 8Ö0 Beamte nnd Arbeiter, sie besitzt über 430 Medaillen und höchst« Preise und ihre Produktion betrügt seit »er Begründung mehr al« 360.000 Maschinen «ad Berit». Nicht übermütig gemacht durch solche Erfalge. strebe» PH. M-vfarth 4 So rüstig weiter nnd werden gewiß der Landwirtschaft zu dem Bisherige» »ach mancherw Ren»« nnd Gute» bieten. Wir werden ia einigen weiterea Artikeln besondere Spezialitäten der Firma besprechen Und hoffen damit dem Interesse unserer Leser zu begegne. Wichtig für Han«fra»e»! Mit dem chemisch reinen „*»is»r-*i»r«f- wird der Frauenwelt ein Hilfsmittel an die Hand gegeben, da« sich sowohl in der Körper-. Haut- und GesundheitSpsieg», wie auch i» Haushalt« durch seine vor-»üge bald unentbehrlich machen wird. Schon bi» Wich-kigktit de« Kaiser Boraj al« zuvervffiae« Mittel zur Bctfchiwnag M Teint» macht ihn äußerst wertvoll und in hhgienischer Bezieh»«, kommt der Kaiser-Boear für die Wundbehandlung, für'« warme Bad, »nr Pflege be« Munde«, der Zühn» und Haar», al« Mittel gegen Fußschweiß, zur Desinfektion in Betracht Unbegrenzt ist je-»och sein- veroendbarkett M »»inignngSwittel im Haushalte zum Neinigeu von Silberzeug, Spiegeln. Teppichen, «ardervbe^egenständen. knrz aller Hau« unb Küchengeräte. Beim Eintauf verlange man anSbrücklich den echte» «aifer-vorax tu rote» S»rt»»S und begnüge sich nicht «t< losem Vom, welcher oft al« .Kaiser-Borax" verobfvlgt wird. Jedem KaNo» Kaiser-Bornx ist ein kleiner Löffel, sowie eiae anSfüheliche Mrnh«M-»eisnng beigegebe», welche höchst wertvolle Notizen über die vielseni^e Verwendbarkeit de« Kaiser-Borar al« Schön-heitS-, Heil- und Reinigungsmittel enthölt. Kaifer-Boraz »st in icdem besseren Geschäfte zn baden. Wer aus seine Gesundheit bedacht ist. trinke in? I«sef-Bitter»«ffer, welche« seit 25 Iren in die ganze Welt verschickt wird und al» einzige«, angenehm zu nehmende« natürliche — 5 — Abführmittel oiKttoint ist Mau verlange aus-drücklich Franz Josef-Bitterwaffer. „Henneberg-Seide" — nur echt. wenn birtft twn mit btmßn — für Blousen unb «oben in schwarz. «riß m» Wb'g » SO Kreuz, bi« « I4kb p. Met «n Jedermann ftanfo u. verzoll« in# «itu*. Muster ««gehend, Briefporto nach der Schweiz. k. Henneberg, Mdtt-Fibr. (iqsL L a. k. Hol Zürich. Bitterwasser ist da» lest« natürliche Abführmittel -- Erhältlich überall. *= Niemand versäume c«, sich wegen Übernahme der Agentur für eine« der älteste» Baulhäuser zum Verkaufe von gesehlich erlaubte» Staat«, »ud Aiilehen«. losen aege» Ratenzahlungen zu melden. GöchKt proiik«». Virschuß, nxniu-ll ßre» Gehalt. Offerte «id Ehiffre „K. A. 8841" richte man an g«tlr»(Ui» 4 vsgler. Wir». : oiHtria't Hrintersaft «ti »IH«i Jikrt« «li belltbur Ru$un$af t 1 Flasche K 2.50. Port-Colli --- 6 Flaacben K 10.— france i» Jede kt-M( Pwtetatlaa, TOD Franz Wilhelm Apotheker k. u. k. Hoflieferant in Neimkircheo, Nied.-Österreich Zum ZctciMO der Echtheit befindet »ich auf den Emballagen du Wappen der Marktgemeinde Neunkirchen (neun Kirchen) abgedruckt Durch all« Apotheken xu beziehen. Wo nicht erhältlich direkter Versand. AmerrichtF-Erteilung in Ferial-, sowie Jahre»kursen für schulpflichtige, sowie der Schule entwachsene Mädchen in ollen Lehrgegenständen der Bolls-und Bürgerschule, allen weiblichen Handarbeiten, gänzliche Aus-bildung zur Ablegung der Prüfung für Arbeitslehrerinnen an Volk»- und Bürgerschulen, Kindergärtnerinnen, Vorbereitung zur Aufnahme in die Lehrerinnen-BildungS-Anstalten u. f. w. Anmeldungen täglich vormittags. Marie Kunstek. JHUli . i i i liiiunmnjinnnA A A A A A A A A A A M. A A A A A Ä Ä Ä Ä A A yy tf Ich widme die mir als Direktor der Sparkasse der l.-f. Kammerstadt Pettau für das erste Halbjahr 1902 zukommenden Funktionszulagen wie folgt: De« Ht»de»te»hei»e ..........25 ftriaca „ MU»»erzesR»sverei»e.........25 T»ruverei»e............25 städtische» M»se»l»erei«e........25 „ Crcheysz Alkrecht4>eter»»e»»erei»e .... 25 Är«e» Sch»lki»der» ym ChriRkcnnc der ltttti scheu V»lkschmerzstillende, rasch heilende Wirkung bei noch m> alten Wunden, betreit durch Erweichung von etngedruafeaen Fremdkörpern aller Art. Erhältlich in den Apotheke?. Per Post franco 8 Tiegel 3 Kronen 60 Heller. Apttbefctr Thierry (Ailalf) UMITEO I# Pregrada bei Ro4ilt»cK-8ai»erbr«iia. Man meide Imitationen and achte auf obig», auf jedernTiege^ingehrannt^chutzmarke^in^^rma^ Ä Ä Ä Ä Ä Oaaohmaekrolle, laicht auaführbare Toiletten, vornehmstes Modenblatt ^iKEH>Voi>E mit der Unterhaltungsbeilage „1(11 Botltfoir". Jährlich 24 reich illustrirte Hefte mit 4R farbigen Modebildern, aber 2800 Abbildung**, 24 Ueter-haitingibeilagen und 24 Schnitt*u*trrb*«e«. 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Ms* aUi mm flaaia« hk MM hM t«k>««»> (jM«aua)i Ach »au« »ach «km «raalV«! - Ha an ißaum Mm iit kh »ach »>»»»« «aal «la«ch»> 3*«« .a —1 -»■ - - a ., ,, SM.M.I ■ «■ ^ '••ns *t(9a mwi rtlfCWi a»lln crm*w Jt«« « »Mi.;. »■*«>«# 3»>r«iaaa Ittt Ich aa «M- «ch Ihr .Ufaarla- |ihia4i. tilra art» Am Haar, aal aa» »,<»> Haat« Sank „Lavaafta*' Mrtn M« £aaiMi|tfl Im »MI »»Irtolank«« Itlli ar«Ärrfs Mit« nihhh ms »m «tteaaUlchca mtrtaaac» mim Mrtntm Rute;» canMI Wa kttnri »al IMmkt*ua lij>WI «, »at HMM chtrlaMi Mm«. KaMÜaa tat »«»-« aa» ka»Sak ia »«ma (• «• Mt |)ka «an« Mkk. W B*fka. »a| M Mb kHttrf «<»<. ackch» «na Uaaa 8ta»Maaaa.»«nti4« »*. »1 na«t at»k«a (Hatt* ..Lataarla'4, bHiki Maaat« aal »«*<■». iÄÄttr- - M. Feith, Wien, VII. Mariahilserstr. 38. 11 ybta hftial »ir» ia «mUatn*» MI a I i aMs« Itk« JilaMi |uM. »n«a #1I«W«I« - j^jqg tf&i xoru&rrs: BÄ. Übersiedlungs-Anzeige. Endesgefertigter erlaubt «ich, einem P. T. Publikum die höflichst« Anzeige ru erstatten, dass er sein Tischlerei-Geschäft vom Hause Herreafasse Nr. 88 Ia aew eifaaes Haus, JUIertieNIgeagasse Nr. I verlegt hat und empfiehlt sich dem P. T. Publikum zur Anfertigung von Bau-und Möbeltischlerarbeiten in allen Stilarten, von der einfachsten bis zur feinsten Ausführung. Derselbe wird stets bestrebt sein, seine geehrten Kunden durch solide Arbeit und möglichst billige Preise bestens zufrieden zu stellen. Hochachtend £a|.| RejSjnger? Tischlermeister, Alierheiligengasae Nr. 9 in PETTAU. Sommer-Fahrordnung der Station Pettau. P O H t z li e. Ankunft Abfahrt Früh NachmitL Vormitt. Abend» I Uhr ütaala Blaa». 7 \ 17 | Frth f5= 9 8 9 _; ! *8 h r um«« »laai» 22 14 Früh 4d 8 Nachmittag ! & Vormittag . 9 Abends S Früh --»- 6 48 56 lä~ Nach Triaat». Mtruaaehlag Wi«i u4 Triaat Wita u* Ma^Nt WM«. Beisyest, Wkraal. Mkrtarg, 6ru. Schnellzüge. Nachts Nacbla NachmitL Nachmitt. 66 4« Nacht« Nachts 44 liT ■f— Nachmittag 1 Nachmittag A 66 M 46 lT Wiaa ik Maat WiM,Ba4apet4, Wanai. Viea bi4 Tri««t ■r-i Badapfit Zar Bkaektaif! Die MfahrtaxaMin der Sommer-Fahrordaunf aiod weaaatllch akwaMbkatf von jenen der Winter-Fahrordnung Ohrftstof Mösslacher Velden am Wörthersee. Gebe bekannt, dass bei NetarieK Naaratter, Spezerei-, Wein- und Delikatessen-Handlung, Pettau, mein Wtfrtherseer Dessertkäse im Allein verkaufe erhältlich ist; für gute Qualität wird bestens gesorgt. Achtungsvoll Christof Mösslacher. Schweizer Uhren-Industrie. Nur 16 H 'K «ch-m •»»« kamt. ka» k« WW.taaf^fcaa* S»r 'jrfcÄsrärS >» M kmn. aket ■ 8i»iiiga««al (arm aa» Baa» *ichti>F»nazi»< Mi» »akkkMi» aak 2?Är£= ai Ml «•»<•! iXrWMl |tf»a «»chach», ,»« Mi»un. Drack: S. ?>««>», Pettkk. Weilage zur |0ctt«itcr ^citwttg f3m V-Juge. von « von Detlev. der»-,«^) ine Schar junger Mädchen stand aus dem Perron des SauptbahnhofrS zu I., um vor dem DnrchgangSwagen de» V-Zuges Alexandrowo-Berlin von einer ehemaligen Mitschülerin Abschied zu nehmen. 'rjr, Die schlanke Blondine, deren knospende Formen ver» <\ rieten, daß fle soeben erst zur Jungfrau erblüht, umarmte die Freundinnen herzlich und schwang sich dann schnell, um der Rührung Serr zu werden, aus das Trittbrett des Wagens. .Ich hob' de Paudelche all' aus de Sitzplaatzche ÜRr. 38, letzter Mthe-il gelocht, Freileinche!" rief ihr der gutmülige Gepäckträger im biederen Lstpreußifch zu und schwenkte in Dankbarkeit für den erhaltenen SOPfenniger die Dienftmiitze. .Lebe wohl. Lieselotte! Adieu! Adieu! Vergiß uns nicht! -chreibe bald!' So schwirrte e» von Abfchiedsgrüße» durcheinander. Lieselotte aber hörte nicht» mehr, sie lies eiligst den Gang, der seitwärts au de» Wagenabteilen entlang führte, hinab, um weinend auf das Sitzpolster de« ihr bezeichneten Sitzplatzes zu sinken. Dann preßte sie aber energisch das Taschentuch an die Augen, big die Zähne zusammen und zeigte vom Fenster aus ihren Freundinnen noch ein leidlich gefaßte» Gesichtchen Dranßen liegen diverse Taschen-lücher, geschwollene Augen und Näscheu darauf schließen, daß auch den Zurückbleibenden der Abschied von ihrer LieblingSmit-schülerin schwer wurde. Nun ein schriller Pfiff - der Zug sehte stch in Bewegung — ein Tiicherschwenken — eine Biegung des Weges, der Hauptbahn-Hof mit seiner vertrauten Umgebung war Lieselotte» Blicken ent-ichwunden.' Im Fluge erschaute sie noch daS alte, wohlbekmmte Bild, die gute, ehrwürdige Stadt mit ihren hohen, spitzen Giebel-dächeru, umrahmt vo» der dicke» Stadtmauer und den Festung»-wällen, der jetzt vereiste breite Strom, auf dem die Eisschollen langsam abwärt» trieben — alle» verhüllt durch den Schleier der dicht und dichter herabfallenden Schneeflocken. Jetzt iah ste nicht» mehr — die Thränen rannen unaufhaltsam nieder über die blühenden Wangen — e» wurde ihr doch schwer, von der alten Heimat zu scheide». Wie oft hatte fle früher im Kreise ihrer Freundinnen geäußert: .Ach, wäre ich doch au» den alten, langweiligen FestungSmanern herau« — sie bedrücken mich!" Run der Augenblick de« Scheiden« gekommen, da hätte sie am liebsten dem Zuge Einhalt gebieten mögen, der sie an» der Kind-heit frohen Tagen in» unbekannte Leben führen sollte, Ihre El-teru waren vor einem halben Jahre »ach Berlin versetzt worden nnd hatten da» junge Mädchen, welche» nach der Konfirmation noch die Selekta der höheren Töchterschule durchmachen sollte, bi» zum Schluß de» Schuljahre» in einer bewährten Pen"i)n unter« gebracht. Die zärtlichen Eltern hatten aber die Trennung von ihrem Liebling nicht länger ausgehalten und beriefen sie jetzt schon, um die Weihnachtszeit, nach banse, nnd Lieselotte war glücklich ge-wesen, den lästigen Schulzwang abschütteln zu dürfen, um endlich den Eltern nachfolgen z» können. Aber min die Treiinnngsstunde geschlagen, war ihr der Abschied vo» den Stätte» ihrer Kindheit, von den Jugendfreundinnen, mit denen sie ausgewachsen, doch namenlos schwer geworden. .De Faahrka—art! Freileinche!" Der Schaffner sah ihr mit-leidig ins verweinte Gesichtchen, .I na! Freileinche! Eo schwer i« de Abschied geworde? Warten Freileinche man noch e Weilche, da kriechen se Gesellscha-ast und denn wird Jhne de Abschieds- 1 schmarz vergähen! In Brombarg wird'» immer sehr voll. Frei» leinche muß sich aber eene Platzkaart sichern, wenn de Kellner kommt !" Sie nickte dem gutmütigen Ostpreußen freundlich zu und blickte danu, al» er gegangen, wieder in die trübe, schneebedeckte Land-schaft hinaus. Bald daraus kam der Kellner, um zu fragen, ob sie im Restaurant zu Mittag speisen wollte. Sie verneinte und nahm gegen zwei Mark ihre Platzkarte in Empfang, die ihr erst das Recht für einen festen Sitzplatz sicherte. Allmählich legte sich ihr Kummer etwa«, fle begann sich zu langweilen so allein, und hätte gern eine Reisegefährtin gehabt, »in durch Plaudern stch ein wenig die Zeit zu vertreiben. Reife-lettüre hatte sie wohl mit, aber das Lesen bei der schlechten Be-leuchtung de» dunkelgrauen Himmel» und dem Rütteln de» Wagen» war doch zu erschwert; sie gab e» bald auf. Endlich Bromberg, die erste größere Station seit Beginn ihrer Reise. Auf dem Bahnhof rege» Treiben. Sie schaute interessiert hin« aus, hoffend, daß ihr nun endlich Reisegesellschaft würde. Jetzt näherten sich auch wirtlich ihrem Abteil Schritte. Reugierig blickte sie nach dem Eingang. O weh! Da» war ja keine Dame, fon-dem ei» Herr, der mit erstauntem Blick auf da« junge Mädchen höflich die Reisemütze zog. Sein Gepäck ließ er aus da» Netz ihrem Platz gegenüber unter-bringen. ES bestand in einer sehr eleganten Juchtenledertasche mit silbernem Schilde, ans dem ein großes Monogramm mit sieben-zackiger Krone angebracht, einer Helmschachtel nnd einem eleganten Schirmbezug, aus dem neben dem Regenschirm auch noch der blitzende Kolben de» Dragonersäbels hervorschaute. Mit einem scheuen Blick streifte Lieselotte auch da» Gepäck, da» ihr die beruhigende Sicherheit gab, einem Kameraden ihre» Bater» gegenüber zu sitzen, vor dem sie, al» echte Soldatentochter, die nur in Militärkreisen groß geworden, keine Furcht zu habe» brauchte. U»d doch wurde ihr dies Alleinsein mit dem jungen Manne peinlich, denn sie fühlte seine Blicke auf sich ruhen, obgleich er in eine Zeitung vertieft schien. Wie kam nur ein Herr in diese» Eoupö? Sollte ihr der Ge-päckträger irrtümlich ein Richtrauchercoupi belegt haben? ES mußte wohl so sein, den» sonst würde der Schaffner, der bald daraus erschien, um sich da» Billet de» Reisenden anzusehen, ihn doch ersucht habe», ein andere» Abteil zu erwählen, da die» hier Dameucoupt war. Jetzt hatte sie ihr kleine» Abenteuer, um da» sie gewiß vo» ihren Freudinnen beneidet worden wäre. Aber je länger dies schweigsame tvt« »tkt« währte, um so unbehaglicher wurde dem jungen Mädchen zu Mnte, Zum Ueberstuß fühlte sie, wie sich eine glühende Röte iw.r Gesicht und bal» breitete, und nervös nestelte sie an ihrem Jackett, um eS zu öffnen und sich dadurch etwa» Kühlung zu verschaffe». .Dari ich die Wärmevorrichtung abstellen, meine Gnädigste?" srug plötzlich ihr vi» i-vw, die Zeitung sinken lastend, .ich finde es unerträglich heiß im Eo«p6.' .Ja, bitte!' erwiderte Lieselotte flüchtig ausschauend, dann aber wieder krampshast ans dem Fenster blickend, während sich die glühende Röte ihre» frischen Gesichtchens noch vertiefte. Der Fremde schien aber gar nicht gewillt, die begonnene Unterhaltung fallen zu lasten, .Bei dem schlechten Licht verdirbt man sich durch Lesen un-nütz die Augen," meinte er, seelenrnhig die Zeitung zusammen' faltend. .Sie fahren anch nach Berlin?" .3«!" antwortete Lieselotte kurz, denn ihr wurde immer un-gemütlicher zu Mute. Für was mochte er sie nur halten? Eine jnuge Dame, die 106 allein reif*, sährt im Fraueneoupt und sucht die Gelegenheit, mit Serren zusammenzukommen, möglichst zu vermeiden, Hätte sie nur nicht die dumme Platzkarte, die ihr den Platz für diese ganze Reise vorschrieb, so wäre sie unbedingt aufgesprungen »ud in» Damencouvt gegangen. Da kam ihr ein__ rettender Bedanke. Senn sie sich ihm gegenüber al« verheiratet a»«gebe, dann wäre sie gewiß vor etwaigen Dreistig-feiten feinerfeit« sicher. Langsam zog sie den Landschuh ihrer rechten Sand ad und drehte nuaussällig den breiten Gold-reisen an ihrem Ringfinger so. daß der kleine blaue Stein nach innen kam und der Reisen einem Trauring vollkommen ähnlich sah. Dann fuhr sie sich einige Male wie glättend mit der »»behandschuhten Rech-ten über ihr lockige« Schläfeiihaar nnd bemerkte mit Genugthnung. daß der Fremde »ine» erstaunten Blick auf den vermeintlichen Trauring warf. Ihre List war also gelnngen. Lieselotte at-»irte auf. und mit dem Gefühl der un-bedingten Sicherheit kam auch wieder der ihr innewohnende Hang zum Ueber-niut zum Durchbruch Jetzt würd« sie ihm ein hübsche« Märchen aufbinden. Der Trauriug schien ihm wirklich au imponieren. Er lehnte sich in seine Ecke zurück und versuchte e« nicht, die Unterhaltung weiterzuspinnen. Run war es Lieselotte, die da« Stillschweigen zu-erst brach. .Wie gleichmäßig der Schnee fällt!' sagte sie. aus da» Schneegestöber zeigend. Er richtete sich sofort aus. man sah ihm an, wie gelegen e« ihm kam. ' wieder mit ihr anknüpfen zu können. 1 »Wenn da» so weiterschneit, fürchte ich. werde» wir mit großer Zugverspä-tuug in Berlin eintreffen; die Strecke zwischen Landsberg »nd Schneidemühl soll wegen großem Schnee-fall schwer passierbar sein, wie mir der Zugvorsteher vorhin sagte." „Aber da» wäre ia entsetzlich! Meine Eltern würden sich ganz furchtbar ängstigen, wenn ich nicht pünktlich ankäme!" „lind erst Ihr Herr Gemahl, gnädigste Frau!' sagte der Herr, und ein leichte« Zucken der Mundwinkel verriet, daß er die Mani-vulation mit dem unechten Trauring vor-hin wo^l be-merkt »atte. aber zu ihrer Beruhigung auf cie kleine unschuldige Komödie ein-gehen wollte. Sir war aber zu naiv. um seinem Lächeln diese Deutung zu geben. Begierig nahm sie den Faden der Unterhaltung auf. .Ja. ihm wird e» furchtbar unangenehm sein, daß er mich hat allein reisen lasse», aber er bekam nicht früher Urlaub und kann mir daher erst ei-nige Tage spä-ter folgen!" »Ihr Herr Gemahl ist Offizier? Sie gestatten, daß ich mich vor-stelle, al« auch zur .Zunft" gehörig! Leutnant von Bärensprung!" .Sehr angenehm!" Würdevoll neigte fie da» Köpfchen. .Dürste ich mir die Gnade ausbitten, auch Ihren Namen zu I« Heergottkioiitkel. , _ zu machen, konnte fie ihm ihren Nam aber »»möglich verschweigen. Ihre», geiteit indessen durfte fie nicht nenn« da« konnt« ihr noch nette Unanneh lichkeiten bringen. Aber welchen? S. sie der Fremde nicht schon so eigentü, lich au — ihr Zögern mußte ihm ja a» fallen! Also schnell einen beliebigen N men — den ihrer besten Freundin mc netwegen —. .Frau vo» Werthern,' sagte fie plö> lich hastig. Der Offizier verbeugte sich danke»! sein Geficht überflog nur wieder da undefinierbare Lächeln von vorhin, drn nur für einen Augenblick, um dann eine, filmende» Ernst Platz zu niachen. E schien über irgend etwa« nachzudenke, .Gnädige Frau komme» aus I!" ric er plötzlich freudig erregt. .Ja. gewiß!" entfuhr e» ihr. .Dann steht Ihr Herr Gemahl be der höchsten Hausnummer unserer In fanterieregimenter. dem Regiment voi Hohenhansen, und ich kenne ihn ganz gc na»! Welch reizende« Znsammentreffen!' lind er ergriff ganz überwältigt vo» der freudigen Entdeckung Lieselotten beide Hände, die er länger wie unbe dingt nötig in den seinen behielt, bi« fie sie endlich, dunkel erglühend, mit förm-sicher Kraftanstrengnng befreite. - .Wie freut e« mich, die Frau meines alten Freundes und Schulkameraden end lich kennen zn lernen! Aber man steht es Ihnen wirklich nicht an. daß Sie schon .zehn Jahre verheiratet find — ja, mein Freund hat immer viel Glück gehabt —" .Ja, man sagt, ich hätte mich leidlich konserviert." Lieselotte, so ia die Enge getrieben, beschloß »nn, es biege oder breche, ihre Rolle weiter durchzuführen. Ei» Zurück gab e« nun nicht mehr für fie. .Und Ihren Kinderchen? Wie geht e« denen? Das älteste. mein Patchen, muß doch schon ein großes Mä del sein!" -Lieselotte würbe dunkelrot. Derschrecklichc Mensch! Nun sollte sie gar schon Kinder haben! Und Pate von dem einen Göln war er auch noch! ?!a, das konnte ja nett enden! Wa-rum es ihm nur immer so um die Mund-winkel zuckte; in die Augen wagte sie ihm schon gar nicht mehr zu sehen, denn sie blitz-ten fie so über-mutig und verwegen an. ge-rade als ob er fie durchschaut und sich nun an ihrer Verlegenheit weidete. Am liebsten hätte sie jetzt die Flinte ins Korn geworfen nnd ihm alles gestanden. Aber wie blamiert stände sie dann vor ihm — nein — das ging schon gar nicht! Da fing er wieder an! link« die 5i»hlt»i«scl. rechts die Virstndt A». BoltSbav mit »e« RiiSsich»««i,rm. Aussicht inf die Srhardt und (Wlt T«5»> ; ^sarregnlier«>g in München. A«Sficht ®oh der Zraiinlioserbructe auo; lins* di 3m Hi«dergr>>«d Hufs die Lxlaslirche. ;Wii Jejt Wieviel Kinderchen haben Sie doch eigentlich, gnädige Frau?" ni> er harmlos, .Sechs Stück!" stieß sie erregt hervor, .Was! Soviel! Ih! Da hat mir ja der gnte Kurt, r«rdon, di meine Ihr Herr Geniahl — drei unterschlagen! Ich habe nur >ic Annoncen von den drei älteste» erhalte»!" Also Kurt hieb ihr Mann! Recht angenehm. daS zu wissen. .Ja. eS wurden schließlich zu viel und lauter MädclS, da hat 9)irt sie gar nicht mehr angemeldet!" antwortete Lieselotte eilig >»!' honte damit daS verfängliche Thema beendet zu haben. .Was mich eigentlich wundert, gnädige Fran." meinte Bären-prang plötzlich. „ist, daß Sie erst bei Nennung meines NameuS keine Ueberrafchung bezeigten und der Freude, Ihres Mannes -> .en Freund vor stch zu haben, nicht äußerten? Sie müßten h\ij meinen Namen recht oft rt ui von ihm gehört haben," „Ach Gott, es giebt ja so >i't BärensprungS in der Ar-:t c, wie konnte ich gleich aus - Gedanken kommen, daß Sie d lltisch mit KurtS bestem r .'iindf seien, von dem er mir nirlich viel erzählt hat!" .Kleine Schlange," dachte Osstzier für sich, „wie Tu »urren kannst! Und dabei - ht sie so harmlos uud un-üldig auö. als ob sie kein .isierchen trüben könnte! Wer rte dem kleine» Ding so viel rstellnngsknnst zugetraut? . >d dabei ist sie süß uud ahut r nicht, daß ich sie längst rchschant! Am liebsten ver-löste ich ihr den kleinen Kin» rinnnd. der so viel thörichte »ge schwatzt, mit unzähligen ' issen!" Laut aber sagte er: „Hat . »ie» Ihr Mann auch vo» den -le» Streichen. die wir ge-insam als Schuljunge» voll» : :irt und auch später aus der ' ciegSschule alSFähndricheiort-etzt. erzählt?" „Wenig!" sagte Lieselotte > rstchtig. „Aber, bitte, er-' hlen Sie mir etwa? davon! 3» interessiert ja jede Fron, etwa» au« der Junggesellenzeit ihre» Manne» zu erfahren!" „Hat er Ihnen erzählt, wie wir einmal über Rächt als Krieg«fchüler unserem Direktor sämtliche Doppelfenster herausgenommen und sein säuberlich wie di« Kartenhäuser auf dem freien Platz vor seiner Wohnung ausgebaut haben? Die A»gen, die der alte Herr machte, als er am andern Morgen ans Fen-ster trat und die Ueberraschuug erblickte!" Lieselotte lachte herzlich. „Sie scheinen eine recht über-mütige Gesellschaft gewesen zu sei»!" „Ach. derlei Streiche könnte ich Ihnen zn Dutzenden erzäh len. A propo«! Ißt Kurt üb rigen» immer noch so gern nnd reichlich Süßigkeiten? Er hatte ols junger Mensch einen wahren Straußenmagen, p»rä-m, meine Gnädigste! Aber ich erinnere mich, daß wir ln'ide an einm Sonntagnachmitlag in eine von »nS Schülern beliebtr Jloitbi« torei gingen n»d er z.'in alige-meinen Ergötzen innerhalb zwei Stunden snr vier Mark Kuchen nnd zwar dao Stück zn zehn Pfennig vertilgt halte. Und nachher, was viel sagen will, fühlte er sich so fuchsmunter nnd setzte »och eine Dreivicnuigcigarre hinterhr,." „DaS kann er noch jetzt. Herr von Bäreusprnug!" lachte Lieselotte. von seinen Schilderungen aufs anderste amüsiert. „Wir beid: gehen des Sonntags sehr oft in die Konditorei nnd e^sen »nS n 'ch Herzenslust so satt. Besonder« Windbeutel mit Schlagsahne, das ist unser Leibgericht!" . , »Sympathie edler Seelen!" lachte BAr<"''?rn»g; „haben denn Ihre Kinderchen den siißen Geschmack der Eltern geerbt^?" Da war er wieder bei den Kindern, deren Existenz ste in der amüsanten Unterhaltung gänzlich vergessen hatte. Doch sie wurde einer Antwort überhoben. Der Zng hielt plöftlich ans freiem Felde, Thüren wnrden aus-und ziigeworsen, Reije.^e riefen mit ängstlicher Stimme: „Mein li»l» dic Zt«d». rechts die t>,rs»«dt Au, TU rMtmgu(icr*Rg in MS»che»i «»«ficht #»n der S.ha.dtdrScke nach der Frau«>>»str»rück. recht» dir K.hlen i»f»l ».d die M»r>«ili«»»kirche, li«l» die «.rftidt »«. !«>' Text,, -+ 10S Otott, uisl-J ist driiii poisicrt? Hier ist doch feine Haltestelle!' 91ml) l'iriclulic wurde uuruljin und bat ihre» Nriirgciälirtc». ciitutnl uachiuieheii, wa» Cij gäbe. lir erhub sich, um ihrem Annsche nachzukommen; ba trat aber irtiüu der cchafiurr ein »ud meldete, da« das Geleise uuvliliifia durch Schneegestöber vvllstnudi» unpassierbar sei. Arbeiter aber „ , jchiuuuS)UU' S((icrbilk. denen beschäftigt wäre» , den Schnee fort zuschaufelu, freilich ichue vorläufig virl Erfolg zu haben, da der Schnee in so dichte» Flotte» fiele, das; in kurzen» die freigelegte Stelle n>ie' der neu bedeckt sei. .Das ist ja aber schreck lich!' rief Lieselotte; F$ 1 vo ist Andrer? .da»» sitzen wir weiß Gott wie lange fest uud kommen womöglich nicht vor der Rächt in Berlin an!' .Ja, das ist »lehr wie wahrscheinlich!' meinte gleichmütig der Schaffner; .weil» nicht de Himmel ee» Eensehn hat und de Schnee-fall aufhiirt, kaan'S sogar noch liianger dauern!" J|lif Ist ber Abend lo lraullch, 4yiiic (örficlub der lag verschieb; * Wie fingen '0 herzlich erbaulich Tie B0g«l ihr Abendlieb! (->or(!r|.vuit(i fulflt.) Zbenbfcicr. Wutiitt ich gehe unb schaue CUt Abendandacht, Fm Strom Spiegelt sich auch der blaue. Prächtige Himmelldom, Tie Blume» müsse» iwuhl schweigen, Unb alle« betet lebenblg Kein Tun ist Blumen beschert; Um »ine selige 91 nl/, Tuch, stille Beter, neigen Unb alle« malmt mich inständig: Sie alle ba« Haupt zur Urb'. 0 Meiischentind. bete auch b»! (I. A «. «pitla. ,1m Herrgittswinlel. Unsere nlpcnlAnbischen Bauer» siub ein konser» valive« Volt, Zäh» ballen sie am Althergebrachten fest, nnb wabren strenge die alten Sitte» und Trachten ber Väter. 3» ben meisten Bauernstuben diese» kernigen Bergvolke» finden wir i» einer traute» tfefe den sogenannten Herr» gulUiolnfel, ein zumeist mit Blumen umkränzte» Bild bei bekreuzigten, vor bem am Frellogabenb eilt L'ömpchcn brennt. In diesem Zimmer. da« die .gute Stube' be» Bauer» bildet, und ba« mit be« Bildnissen der Tiroler Helden geschmückt Ist. pflegt die Bänerin Ihre Blumen; hier versammelt sich bie Familie bei festlichen Anlässe», und hier empfangt der Bauer seine wüste Irr Aelpler Ist bieder, ausrichtig und sehr gotteliurchtig. We»n ber Tonner in den Berge» furchtbar rollt und kracht. Ivenn bie Lawine zerstörend niebersaust, oder Wildbäche gleich Strömen vo» be» Felsen stürzen unb bie Thäler über-flute», ba erhebt er »nb bie Seine» andächtig bi» Blicke zum Herrgoll«wtnkel und bitten Inbrünstig be» bekreuzigte» um Abwendung der Aefahr, St. Die Isarreguliernitg i» München, TI« Uederschwemmnng von 1809. ber I» München zwei Brücke» und ei» Woh»han» zum Opfer fielen, war eine ernste Mahnung, «ine durchgreifende Korrektur be« Zsargebiete« im Stabt-bezirke vorzunehmen. Die Arbeite» umfaßte» zunächst bie Herstellung ber eingestürzten Brücke», unb bereit« im vergangeuen Herbst tonnte bie Prinz, regeulenbrücke dem Verkehr übergeben werden. Der fortgerissene Teil der itiitliuKl, aus bem ba« i» ben Wellen verschwundene Wohuhan« gestand«» hall«, würd« wieder ergänzt, ferner eine Betonmauer a» dir ganzen West, feite der ttohleninfel ausgeführt. Tal Stromgebiet unterhalb der O.ilkinsel wurde tiefn gelegt und ber «»«gehobene Sie« mit Lampsbetrieb auf Schiene», gelcise» sliomanswür«« geschasst unb z» Betonarbeilr» verwe»det, Tie Jsar teilt iich^unlerhalb ber Frauiihoferbrück« I» zwei Arme unb l«ftt die i» weiten Ureise» durch di« Srast»iaschin«n. »nb Tporta»»stellu»g bekannt geworbene «olileniiisel, ferner bie sich barauschiebenbe ltalkinsel in ber Mitte. Tie Ar-bellen im vergangenen Minler erstreckten sich hauptsächlich auf ben rechten Arm ber Isar; bie Betonmauer am rechten User, bie an der Schwanenbrücke endete, wurde bi« zur Fraunhosei brücke fortgesetzt. Tie im »orletzie» Winter »»'geführte Betonmauer an ber Westseite der UoKleninfel wurde a» der Süd» seile gegen Osten herüber bi« zur Erhardtbrücke verlängert. Hauptsächlich aber behelfen di« gegenwärtige» Arbeiten bie Fundierung zum Bau ber neliuibrücke. Sie bildet den llebergnuglpunkt einer neuen Berkehiladcr eine» bil jetzt abgeschlossenen Teil ber Borstilbt« Haidhaafe» »nb A„ ^ ^ mit dem Inner» ber «labt v«,binde» wird. Gut herausgeredet. Tle alt« «rbla»»«- .Bon Dir nag irf> j« schOue Sachen hären; Teinem Schneider hast Tu gesagt, T» würbest Ih» zahle», sobalb wie ich die Auge» geichlosse» hätte!» — Reff«; .»«üi!,:, lantche», ich hatt« babei den Wunsch, baß ber nieberträchtige lterl n. :i fünfzig Jahre warte» müßte!" Heine« Cnkel als lkhestister. AI« Bewei» für «alorno» Heine« f?«. — ber Cnkel Heinrich Heine« — biene bi» Thatsache, baß «r ». a. »inst , , armen Ll«de«I»»ten in folgender «eise geholfen hat. Al» er nämlich tut Soi»met«teit in ber Abenddämmerung In Hamburg auf bem Wall spa^e, , ging, fügte e« sich, baß ber einsame alte Herr gelegentlich hinter einem Lied.,, paar gi»g, da« sich gegenseitig seine Rot Nagt». »»Iche hauptsächlich dann bestaub, baß si» weg»» mangelnder Mittel noch lange nicht heiraten rannten. Plötzlich mischt sich Hein» I» ba« Gespräch, läßt stch bie Verhältnisse Nartegin »nb ersucht schließlich den vräuligam, stch bei ihm z» meld«». Ta« gefchr!, Heine gab bi« Mittel zur Hochz«It und dies« konnt« al«dald gefeiert »erd«». Hichfte gaulhei»! .Tu sagst Immer, Dein Schreiber »hre so faul, im jetzt schreibt er noch Immer, wo »« doch schon Fei«rad«»d Ist!' — ,Sa, toe;;;t Tu. der ist nnr zu faul, die Fed«r wegzulegen " C; I HNUUi U, L nr~ Proble« Kr. 20. ?«» Kart »aller, «uttgail, Schwarz, Spät« tkrds«». Um »och bi« In den späte» Herbst hinein frisch« »rbsk» zu haben, säet man noch im g»ll ans ein abgeerntet»« ffrkhbeei Srbse» «m beste» eignen stch dazu bi« früh«» Pfahl» oder »nelf«l«rbf«n; die späten Mai?, «rbsen werbe» bei später «ulsaat leicht vom Rehlla» befalle». Auch darf man ble Beet» nicht frifch düng«», tgtll st, da»» noch m»hr al» im Frühfah» Ia« »rant schießen, vo» Mitte September aa bringt dies« Aulsaat Schot»» und Ist Im Trag»» unermüdlich, bi« ber Frost »In Zi»l seht Für (Hurten, bie ans kalten. feuchten Boden zu stehe» komm«», empfiehlt e« sich, jwische» bie Reihe» gut mit Salk und Asche zu bü»ge». Ter gut« »rfolg wird gewiß nicht aulbleibe», Gewöhnliche» Beefsteak. Man wählt hlezn ein zarte«, saftige«, boch berbe« Stück Rindfleisch, am besten a»« der Oberschale, schneidet die Sehne» a»« bem Fleisch und hackt e« ganz fein, oder schabt e« mit einem Blechldffel. wa« feiner ist. t« müssen all« Sehnen zurückbleib«». Sodann thut man ei» Stück feingewiegt«» Rl»d«nlerentalg oder Riadermark, einen abgebrannten Zeig, aa» b Otcamm Butter, 33 (Uiamm geriebener Semmel, einem ganzen Si »»b einem Eß. lasset Milch bestehend, hinzu, ferner fügt man Salz. Pfeffer nnb Mostrich d.,. ran, vereinigt durch tüchtige« Rühren bie ganze Masse, formt davon fingerdi^. Beefsteak« und bratet sie k»rz vor bem Anrichte» In brauner Bn.ter mit «jw» bei» ab. Bi« zum Braten legt man ste aufeliianber. bom» si« frisch bleiben U«fiöf»»i. K B • m N I m • ■ R « ■ u m n r Cbarlotla 8 t » I lnpbu»n tV i Idcnnckwii rl 1* v t e r I' » u 1 IE ii I» u n c