Schriftleitung: NathauSgassc Wr. h. Itlfikci Rt. *1. tntmdiim. V zeeaiinnd e: ltgli» lmH I,«»»dm! der G«n» n. Aetn-t«e »oa 11—U übt o«m. t'«M#rtlt>rn »rrben irtAt MiiiralDk lli». (ttiitnitn aldt brrifliärtjt. «Butt d» eotMltmu gegen tewAnEitg bei dilltzft fdk> grtrfltrn t#ebiU)TfB entgegen, •ei ®it»t:acliinjrn Dutt-aa4Ut. Iir.t.ntMie fBa4l* erltdltl 10(1 «in»?» ant emltof «fccnM. •>|t!*art«nen-Som* a«.*oa. Verwaltung: »iathauSgaffc Str. 5 ttirtbn Kr. st, lntnnttan. vez»g»dedt»grwge» Durch die tfoft bqojin ! «enrlMi«, ...Kl» L-ldj-Uiet, .... K «'40 »«iqjiitet,, . . . K lS'M ftitt * 1111 ntt Znftel»»! ml Hon»: VionatiHt . ... IC 1-— Bteeteljürig . . . K »•_ »«ibjstrtj . . . . K *■— »nniUTlttg . . . . K ir— m* «»«link ertüfetn M He B«p>,»qedli»rez »« Hefteten 1S*tKn4ttna#-«ebi6een. CtngeleUele Bienntwentl gelten Mt m> SMieftfOuno Ar. 12 KMt, Aienstag den 7. Heptemöer 1915. 40. Zayrgang. Wien und Budapest, Oesterreich und Ungarn. Der Krieg hat uns so viele Ueberrafchungen, hat uns die Erfüllung so manche» mopistisch an-wulenden Wunsches gebracht, daß wir uns eigentlich iber nichts mehr wundern dürfe». Wie vieles, was wir noch vor Jahresfrist für absolut unmöglich ge-halten hatten, ist unter dcn Einwirkungen der jkie.zSzeit doch möglich geworden. Was morsch und dküchi.i schien, ist unter dem Hammerfchlag der weit-historischen Ereignisse, die wir an uns vorüberziehen sehen, gehärtet und zusammengeschweißt worden, so »ab es allen Stürmen Trotz bieten kann, die viel' leicht noch über un« hinwegbraufen sollte». Und so ist es denn ein unS keineswegs in Erstaunen sehen-Ix«. nichtsdestoweniger aber erhebendes und herz-erquickendes Erlebnis, wenn wir die Vertreter der Heiden Teile der Monarchie, die wir lange und oft genug in Hader und Zwiespalt gesehen hatten, in voller Eintracht die künftige innere Entwicklung de» jieiches vorberaten sehen, wahrend »och immer die Eöhne Oesterreichs und Ungarns draußen im bluti-gen Kampfe stehen für Heirscher und Vaterland. ES war ganz selbstverständlich, daß die Huldi-gurigSfahrt der ungarischen Munizipalvertreter nach Wien. um dem Monarchen zur Vollendung seines 85. Lebensjahres ihre Glückwünsche zu unterbreiten, dcn Anlaß dazu bot, um das auszusprechen und in die Erscheinung treten zu lassen, was jeder in die-im Tagen empfinden mußie. Die Freude darüber, daß der Krieg das Zusammengehörigkeitsgefühl der Völker Oesterreich-Ungarns in solchem Maße geweckt und gestärkt hatte, klang au« all den Reden, die heim Empfang der ungarischen Munizipalvertreter beim Ministerpräsidenten Grasen Stürkgh und im Wiener Rathause gewechselt wurden, die innige Ge-luiztuung über die Eintracht aller, die unter Habs-durgs Szepter leben, klang aber auch aus den Worten des greisen Monarchen, als er die Bürger-»elfter der Hauptstädte Wien und Budapest in ge-numsamer Audienz empfing. Auf Kaiser Franz Z»sef muß diese Harmonie zwischen ZiS und Trans «mitten deS noch immer nicht verstummten Kriegs-zetiimmels den tiefsten Eindruck gemacht haben. ÄlS Keimat. Jeden Sonnabend nachmittags spielt ein Leier, fasten in unserem Hos und jedesmal die drei gleichen Stücke: „Deutschland, Deutschlind über alleS' — „tiolj weht die Flagge schwarz weiß rot" nnd zu-lest den bunten alten Eoldatensang. Bei den beiden ersten Liedern singen nur die Kinder mit; wenn aber im letzten die Stelle vom Lob der Heimat kommt, mischen sich auch die alten ein. Die Gesellen vor der Tischlerwerkstatt, der Milchmann bei seinen Launen, die Frauen an den Fenstern und aus den Lalkonen. auch die Mutler gegenüber, die kurz vor WeiKnachle» ihre beiden Söhne im Felde verloren, alle stimmen ein: .--Die Vöglein im Walde, die singen so wunder- wunderschön, In der Hei-mat, in de? Hei-mat, da gibt'S ein Wiedersehn--" Und draußen dröhnt die Elektrische vorüber, Rauchsetzen von der benachbarten chemischen Fabrik streiten an den Dächern und schmutzigen Hosfronten hin, — hungrige Spatzen, angelockt durch den Kü-chendunst, sammeln sich zwitschernd uuf den Tele» phondrühlen, flattern aus und ab und balgen sich in den Pfützen. Sie sind die einzigen Vöglein im Echornsteinwald der Vorstadt.-- er. ein Achtzehnjähriger, den Thron bestieg, da drohten nicht nur äußere Feinde, sondern das Reich war dmch Partei- und Verfafsungskämpfe im In-nein geschwächt. Es war ihm nicht beschießen, seinen Lebensabend in ungestörtem Frieden genießen zu können. Sein Auge, daß so viel deS Unglücks in nächster Nähe gesehen hatte, mußte auch noch Zeuge des gewaltigsten Kampfes werden, den die Welt-gefchichte verzeichnet. Ader etwas mag den Kummer seines gütigen Herzens ob der vielen und großen Opfer des Krieges mildern: da« Bewußtsein, daß diese Opfer nicht umsonst gebracht wurden, daß au« dem dampfenden Blute so vieler treuer Söhne des Vaterlandes der Gedanke emporsteigt, daß diese Län-der. diese Völker untrennbar miteinander verbunden und auseinander angewiesen sind in Sturm und Not, aber auch in der Zeit des hoffentlich nicht mehr fernen Friedens. Was die Häupter der österreichischen und unga-rischen Regierung, die Ministerpräsidenten Grasen Stürgkh und TiSza, anläßlich des Empfanges der ungarischen Munizipalvertreter in Schöndrunn in ihren Begrüßungsansprachen gesagt haben, wird in der Bevölkerung beider Reichshälsten freudigen Widerhall finden. We«b>clseiligeS Vertrauen und Ver-ständnis weiden die Brücken bilden, die alle Gegen-sätze und Meinungsverschiedenheiten zwischen ZiS und TranS stets leicht überbrücken werden und wenn sich dereinst wieder einmal Bestrebungen gellend machen sollten, um da« Gefühl der brüderlichen Zu-sammengehörigkeit zu verdrängen, dann wird e« wohl nur der Erinnerung an die gemeinsamen Waffen-taten im Weltkriege und des Hinweises auf die er-hebenden Kundgebungen bedürfen, deien Schauplatz Wen in den letzten Tagen war, um die volle Ein-tracht wieder herzustellen. Eine Kundgrlmm, Prag, I. September. Das hier erscheinende tschechisch-sozialdemokratischc Organ „Pravo-Lidu" veröffentlicht heute eine Kund-gebung de» k. k. Bezirkshauplmannes Baqerle in Nachvd, worin es heißt: In dem jetzigen, für das Schicksal unseres Reiches so ungemein wichtigen Welt- Und doch: auch dieser graue, sonnen- und licht-lose Hof in der Vorstadtstraße gehört zu der Heimat, für >>>e schon viele, viele Tausende «hr Blut ver-gössen, auch zu ihm ziehen aus den Schützengräben liebreiche Gedanken und Hoffnungen aus ein Wie-dersehcii. Es gibt kein einzig deutsches HeimatSlied, das etwa die Großstadt besänge und es wird wahrschein-lich auch nie eins geben. Immer sind'S Wald und Feld oder allenfalls des Städtchen» „stille Gassen", der „Berge sanfte Höhn", „der Täler grüne Saa-ten", die Vöglein und Blümlein, der klardlaue Him-mel, die lichigrüne Welt, die im Volksgefühl die Heimat bilden einst wie jetzt: „Wie du lachst mit deines Himmels Blau Lieb Heimatland-- Wie du grüßest mich mit Feld und Au Lieb Heimatland--" Und wenn die Krieger hinausfahren und tücher-winkend von den teerbestrichenen Hintersronten der Vorstadt Abschied nehmen, dann halt deS Vaterlandes Hochgesang „daS Waldtal" wider und sie ziehn in den Kampf zum Schütze seiner „Hütten". Ja: für Wald und Feld und Auen, fi>r Täler weit und Höhen, für den Heimatstrand und den grünen Rhein kriege erscheint das apathische, passive Verhalten einiger Schichten der tschechischen Bevölkerung dcn nngemein weitreichenden Begebenheiten gegenüber, die sich gerade vor unseren Augen abspielen, merkwürdig, ja, man könnte sagen, verdächtig. Auffallend ist die Erscheinung, daß in dieser überaus wichtigen Zeit ein Teil des tschechischen Volkes trotz der wiederholten Hinweise durch di« öffentliche Presse und auch in an-derer Weise, f^nen österreichischen Patriotismus, als ob man sich dessen schämen würde, bisher wenig ostentativ bekundete, bei dem siegreichen Vorrücken unseres lapierin Heeres seine Freude nicht in sehr begeisterter,Weife äußerte, wie es sich voraussetzen ließ, und eS finden sich selbst einzelne, welche durch ihr Verhalten Verdacht erwecken, als ob sie mit Staate« sympathisieren würden, gegen welche unser Reich einen Existenzkampf zu führen gezwungen ist. Diese traurige Erscheinung ist glücklicherweise keine allgemeine, sie muß aber doch den ungünstig-sten Eindruck und Mißt™»?» hervorrufen, das Wr Nation nicht zum Vorteile gereichen kann. Darum wird jetzt von jedem, der als treuer Reichsangehöri» ger angesehen werden will, mit Recht verlangt, daß er seine österreichische Gesinnung und die Treue für das Reich ungescheut überall selbstbewußt kundgebe. Das tschechische Volk muß sich dessen bewußt sein, daß die Existenz und die gedeihliche Entwicklung der Nation nur im Rahmen des Reiches gesichert sind und daß ein starkes Reich für die tschechische Nation eine LedenSbedingung ist. Es wäre verhängnisvoll und für die künftige Entwicklung der tschechischen Nation höchst schädlich, w nn die jetzige Haltung »er Tschechen «n den maß-gebenden Stellen einen ungünstigen Eindruck hervor-rusen sollte. Es muß also alle» daran gelegen sein, daß ein solcher Eindruck nicht hervorgerusen werde. — — — Ermuntert also das Volk, daß eS seine Begeisterung für daS siegreiche Fortschreiten unserer tapferen Armee und deren Verbündeten offen kundgebe. die von ihm im Kriege geforverten Opfer be« reilwillig bringe, jederzeit der Bedürfnisse des Gan-zen eingedenk sei und besonders immer den guten Ruf der tschechische» Nation überall vor Augen habe. Gebt bei allen Gelegenheiten selbst ein gutes Beispiel und zeigt, daß in unserem Bezirke das Volk ver-läßlich, dem Kaiser ergeben ist und in Treue zum Reich steht, dann werdet ihr euch, dem Bezirke und der ganzen Nation dienen. und den hellen Strand der Saale, da läßt sich'8 sterben, nicht aber sür .die geschäfi'ge Welt*, die ..da draußen stet» betrogen" in Hast und Unrast ihren Laus nimmt. So wurzelt des Volkes Heimatsliebe in einer wunderbaren, noch immer mühelosen Krafi, sich über die nächste karge Wirklichkeit hinwegzusetzen und von den Veränderungen der letzten 5J bis 60 Jahre keine Kenntnis zu nehmen. Und eS geschieht ohne bewußten Protest, es fehlt jedwede Anklage, denn jedeS .Zurück zur NaturdaS den Schlachtruf der LebcnSreformer bildet, jede demonstrative Wan-dervogelstimmung höherer ^öhne und Töchter, ist noch nicht in die Tiese der Massen gedrungen. Viel» leicht weil sich in der Seele der Massen mit der Er« innerung an daS Land doch immer noch auch Erin-nerungen an die Plagen eines unfreien Taglöhner-lebens mischen. Jndesfen, auch die Zeit der proleta-rischen Großstadtbejahung neigt ihrem Ende zu und vielleicht wird schon sür das nächste Geschlecht die deutsche Heimat mit Feld und Wald nicht nur ein Leierkastenlied, eine Stimmung, sondern eine heftige Forderung sein! es sich imqier deutlicher zeigte, daß der Vormarsch der österreichisch ungarischen und deutschen Heere in das Innere Rußlands nicht mehr auszu-halten sei, werden von den opposionellen Elementen in der Duma rücksichtslos als plumper Schwindel und Volksbetrug gebrandmarkt. Es wurde beispielsweise daraus hingewiesen, daß die Autonomie Polens erst in dem Augenblicke versprochen wurde, als be» reitS daS ganze Gebiet Russisch-Polens von den Truppen der Verbündeten besetzt war, als von der polnischen Bevölkerung nur noch Mitglieder der Duma und deS Reichsrates außerhalb des eroberten Gebietes sich befanden. Wie ernst diese Resorm'n gemeint waren, geht am besten daraus hervor, daß der zur Porberalung der Selbstverwaltung Polens eingesevte Ausschuß des russischen ReichSratS seine Arbeiten „bis aus weiteres" eingestellt hat. Trotz dieser Erscheinungen, die gewiß eine deutliche Sprache führen, will man daS Ausland noch immer täuschen, indem man alle Nachrichten über die in Rußland herrschende Gärung dementiert. Der russische Gc-sandle in Sofia hat es sogar gewagt, eine Erklä-rung des Inhalts zu veröffentlichen, daß das rus-fische Volk in ungeahntem Ausschwung begriffen sei und sich „zum Kamps gegen dcn entmenschten Feind der Menschheit" zusammenschließe. Die russischen Verluste von Kriegs-beginn bis Mitte August. Nach der „Baseler Nationalzeitung" beträgt Nachdruck verboten. Vergiftungen durch Aeeren Von Dr. H. Rossen. Die Gifte, welche dem Menschen den Tod drin« gen können, sind entweder gasartige Stoffe, oder Be-standteile aus der Klaffe der Mineralien und Pflan-zen, oder Produkte des «ierischcn Lebens, wie Schlangengist, Contagiumgist usw. Man kann die Gifte aber auch einteilen in zwei große Klassen, je nach ihrer Wirkung, nach der Art, wie sie ven Tod deS Menschen herbeisühren. Von diesem Standpunkt auS gibt es chemisch oder dynamisch wirkende Gifte. Die chemischen Gifte wirken entweder ätzend und zerstören die organischen Gebilde und Gewebe, wo-mit sie in Berührung kommen oder sie wirken durch eine Schärfe, welche das Blut und die Ncrvensud« stanz verändern. Die dynamischen Gifte, wozu die Pflanzengifte und die fäulniserregenden Gifte g hören, wirken nicht so direkt wie die chemischen, sie müssen vielmehr erst in das menschliche Blut übergeführt werden, wclchcS sie dann zersetzen und lahmen. Zu den gesährlichsten Pflanzengiften gehört das Atropin, dieses wichtige Heilmittel, ohne welches ein Augenarzt gzruicht fertig werden könnte. Die höchste Einzelne ist 0,001, ein Beweis, wie ungeheuer stark wirkend dieses Gift ist. Und dennoch ist dieses Gift jedem zugänglich, denn eS wächst in unseren Wäldern, es ist enthalten in der Tollkirsche oder Jeutjche Macht _ die Zahl der ruffischen Offiziersverluste vom Kriegs-beginn bis Mitte August 1915 223.172, davon 43.124 gefallen, 161.443 verwundet, 18.605 ver-mißt. Der Gesamiverlust an Mannschaft betrage schätzungsweise fünfeinhalb Millionen. Kommandowcchsel im russischen Heere. Der Ches der 6. Armee. Generaladjutant Rußki wurde zum Oberkommandierenden der Armeen an der Nordsront und der Kommandeur der 4. Armee, General der Jnsanterie Evert, zum Oberkomman-bietenden der Armeen an der Westfront ernannt. Die Berichte des österreichischen G e n e r a l st a b e s. 4. September. Amtlich wird verlautbart: Dec Feind hat gestern an der ganzen Front zwischen dem Dniester und dem Südrand der großen Prip-jatiümpse heftigen Widerstand geleistet und die Stärke seiner Verteidigung wiederholt durch Gegen-angriffe zu erhöhen versucht. Am unteren Sereth und zunächst der Mündung haben unsere Truppen unter zähen Kämpfen aus dem Ostufer des Flusses festen Fuß gefaßt. Sie entrissen dem Gegner die stark ausgebaute Stellung auf der Höhe Sloteria, nordwestlich von Sinkow und brachten 2 Offiziere und 1400 Mann als Gefangene ein. Vor Trom-bowla und Tarnapol herrscht verhältnismäßig Ruhe. Nördlich von Zalosce und östlich von Brody durch-brach die Armee des Generals von Böhm ErmoUi die feindlichen Linien an zahlreichen Punkten, Es wurden hier 6 ruffifche Offiziere — unter ihnen ein Oberst — und 1200 Mann gefangen. In Wolhynien stehen unsere Truppen im Raume weit-lich von Dubno und bei Olyka im Kampfe. Der Widerstand der Ruffen ist noch nicht gebrochen. Bei den k. u. k. Ltreitkräften nordöstlich von Pruzany trat keine Aenderung der Lage ein. ö. September. Die Ruffen setzen unserem Vor-dnngen in Ostgalizien und Wolhynien heftigen Wi-verstand entgegen. Ein russischer Angriff an der beffarabischen Grenze brach vor unseren Hindernis-sen zusammen, wobei mehrere feindliche Bataillone zersprengt wurden. Oestlich der Serethmündung drang der Feind unter gewohnter Vergeudung seiner Menschenmassen in einen unserer Schützengräben ein, wurde aber im Kampfe von Mann gegen Mann znrückgeworsen, wobei er zahlreiche Tote und Ge-sangene 1» unserer Hand ließ. Westlich von Tarna« pol erstürmten österreichisch-ungarische und deutsche Truppen ausgedehnt: feindliche Verichanzungen. Auch bei Zalocze nahmen wir einen ruffischen Stüyp unkt. Oestlich von Brody und in Wolhynien gewinn t un« ser Angriff langsam Raum. Die im Festungsdreieck kämpsenden k. u. k. Sireitkräste haben in den letzten Gesechten etwa 30 ruffische Offiziere und über 3000 Mann gesangen genommen. Auf dem Kloster Bubzan'ow, das sich inmitten der ruffischen Front am unteren Sereth befindet, weht feit einigen Tagen die Fahne mit dem Genfer Kreuz. Wenn schon von HauS aus nicht dem Belladonna-Strauch, Der ganze Strauch ent-hält daS Gift, die Wurzel, die Blätter, der Stiel, die Blüten, die Früchte. Der Strauch wird ll/t bis 2 Meter hoch, besitzt eiförmige oder elliptische Blät' ter, lederbraune, überhängende Blüten nnd kirschen-große, glänzend schwarze Beeren, die durch ihr schönes, lockendes Aussehen Kinder und Unerfahrene zum Genusse einladen und töiliche Vergiftungen herbeisühren können. Zum Glück sind wenige Beeren nicht lebenvgejährlich, im Gegenteil, sie haben manchmal bei Kindern Heilung von Hustenleiden veran-laßt. Diese merkwürdige Erscheinung erklärt sich leicht, wenn man wciß, daß Belladonua-Extrakt, also der wässerige und eingedampfte Auszug ans den Belladonna-Blättern innerlich von Aerzten angewen-det wird und zwar gegen Keuchhusten und krampf« haste Leiden der Schlund- und Speiseröhre. Man lasse sich aber nur nicht verführen, des-halb weniger vorsichtig zu sein und den Kindern etwa kein Hindernis in den Weg zu legen, Tollkirschen zu pflücken und zu effen, denn die Wirkung des GifteS ist unberechenbar. Als bestes Gegenmittel dient ein metallisches Brechmittel, wie Kupservitriol. Es ist ein bewährter Grundsatz, bei Pflanzcnvergislungen mineralische und bei mineralischen Vergiftungen pflanzliche Brechmittel in Anwendung zu dringen. Zst cin Brechmittel nicht gleich zu haben, so tut das Trinken von Kas« fee und Milch gute Dienste. Gerade jetzt im Sep« tember reift die schlimme Tollkirsche. Giftig sind auch «och die überall aus Schutt und an Wegen wachsenden Stechapfel und Bilsen- Rnmmn: 72 angenommen werden kann, daß ein Feldspital mit-ten in der Kampsftellung eingerichtet wird, so -ft im vorliegenden Falle überdies festgestellt worden, daß die Ruffen das Kloster zu einem starken feld-mäßigen Stützpunkt ausgestaltet haben. Es wird so-nach niemand erstaunen, wenn demnächst russische Berichte erzählen würden, wir hätten das in Rede stehende Kloster trotz des Genfer Kreuzes unter Feuer genommen, Der Feind macht sich hier einet MißbraucheS völkerrechtlicher Abmachungen ichuldiz, der unsere Gesechtssührung keineswegs beeinträchti-gen darf. 6. September. An der beffarabischen Grenze und östlich der Serethmündung wiederholten die Ruffen gestern ihre heftigen Gegenangriffe. Der steint» wurde überall zurückgeworsen uad erlitt große Verluste. An der Serethsront und an unseren Li-nien östlich von Brody und westlich von Dudno ließ die Ges?chtstätigkeit im Vergleich zu den starken Kämpfen am Vorlage etwas nach. In d:t Gegend von Tarnopol wurde den Ruffen eine verschanzte Ortschaft entrissen. Unsere östlich von von Luzk vor-dringenden Truppen haben nördlich von Olyka un-ter den schwierigsten Verhältniffen die versumpne, überschwemmte Pulilowka Niederung im Angriffe überschritten. Die an der oben Jasiolda kämpsenden k. u. k. Streitkiäste warfen den Gegner aus seinen letzten Berschanzungen südwärts des Flusses heraus und gewannen an mehreren Stellen da« nördliche User. Der Stellvertreter des EhefS des GeneralstabeS: v. Höfer, Feldmarfchall-Leutnant. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. Heeresgruppe des GeueralseldmarschallS von Hiiidenburg. 4. September. Der Brückenkopf von Friedrich-stadt ist gestern erstürmt; 37 Offiziere, 3325 Mann sin» gefangen genommen, 5 Maschinengewehre er-beutet. Beiderseiis der Wilia wiederholte der 'Feind seine ergebnislosen Angriffe; er ließ außer einer sehr bnrächtlichen Zahl von Toten und Verwundeten 800 Mann als Gefangene zurück. Zn und um Grovno fanden noch Kämpfe statt. Während der Nacht gut-gen aber die Russen, nachdem sie überall geschlagen waren, in östlicher Richtung zurück; die Festung mit sämtlichen Fort» ist in unserem Besitz. Der weichen»? Feind wird versolgt; 6 schwere Geschütze und 2700 Mann Gefangene sind in unseren Händen geblieben. Auch südlich von Grzdno yat der Gegner die slel-lang am Njemett geräumt. Zwischen der Swislocz-mündung und der Gegend nordöstlich des Bialö-wieSkasorsteS ist die Armee des Generals von Hall-witz im Angriffe. Bislang sin» 800 Gefangene gemacht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. D-r Kamps um die Sumpfengen nördlich und nordöstlich von Pruzauy dauert an. kraulpflanzen, welche den Giftstoff Hyosciamin em-halten. Zum Glück sind ihre Früchte weniger verlockend, als wie bei dem Belladonnastrauch, der Tollkirsche. Die Früchle von Stechapfel und Bilsenkraut sind Kapseln, welche mit krautigen Dornen besetzt sind. Da aber diese Dornen uicht stechen und die kind-• liche Neugierde gern wissen will, was die Kapseln bergen, lo werden sie vielfach gepflückt und die Koj' feln geöffnet, um den Inhalt zu schmecken. Da« Bilsenkraut wird Erwachsenen oft dadurch gefährlich, daß sie eS mit Pastinak verwechseln, deffen flet« schlge, möhrenartige, süße Wurzeln von vielen Menschen gern gegessen werden. Giftig sind serner die schwarzen Beeren vom schwarzen Nachtschatten, eine sehr verbreitete, in Wegen wachsende Giftpflanze, kenntlich an den buch-tig ausgeschweiften Blättern, weißen Blüten und den kleinen schwarzen Beeren. Vergiftungen durch den Genuß dieser Beeren kommen oft vor. Die wirksame Substanz ist das Solanin. welches auch in den bei Lichtabfluß auswachsenden, sarblosen Keimen t« Kartoffelknolle enthalten ist. ebenso in dem grün» Kraut und in den Beeren der Kartoffel. Vergisttn-gen durch Solanin kommen häufiger vor, als «an weiß und glaubt. Bei Erwachsenen tritt oft eine mehr oder minder schwere Vergiftung ein durch den Genuß von Kartoffelbrei aus ungenügend von de» weißen Keimen und Schalen befreiten Kartoffel». Das Solanin wird den scharsnarkotischen Giften zugezählt und suhlt den Tod durch Lähmung der Äl-mungsorgane bei. BergiftnngSsymptome find Schone ftunxiet 72 Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallS von Mackensen. Der Feind hält noch in einem Brückenkopf bei Bereza KariuSka. Weiter südlich wurde der Gegner m der Gegend von Drohiczyn (60 Kilometer west-lich von PinSk) zurückgeworfen. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallS von Hindenburg. Zwischen Friedrichstadt und Merecz (am Nje-wen) ist die Lage unverändert. Oestlich von Grodno ist der Feind hinter den Kotraabfchnitt südlich von Zeziori) zurückgewichen. Die Zahl der in den Kämp-sen um Grodno gemachten Gefangenen erhöhte sich aus über 3000 Mann. Bon Truppen der Armee des Generals von Gallwitz bei und südlich von Mftibowo (südwestlich von Woltowr>Sk) ist der Gegner erneut gewv'fen. 520 Gefangene wurden ein-gebracht. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Der Austritt aus der Sumpjengc bei und füd-östlich von Nowy Dwor (nördlich von Pruzana) ist erkämpf». Auch weiter nördlich'sind Fortschritte ei-zielt. ES wurden über 400 Gefangene gemacht und drei Maschinengewehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalseldmarfchalls von Macken sen. Der Brückenkopf von Bereza KartuzSkaja ist vom Feinde unter dem Drucke unsere» Angriffes ge« räumt. In der Gegend von Drogiczyn und südlich leistete der Gegner gestern nochmals Widerstand. Er wird weiier angegriffen. (Südöstliches Kriegsschauplatz. Die Armee deS Generals Grafen Bothmer hat eine Reihe feindlicher Vorstellungen auf dem westlichen Serethuser gestürmt. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallS »ou Hindenburg. 6. September. Bon der Ostsee bis östlich von Grodno ist die Lage unverändert. Der rechte Flügel nähert sich dem Njemen bei Lunn- und dem Ros Abschnitte nördlich von Wolkowysk. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Die Heeresgruppe ist unter Kämpfen mit feind-lichen Nachhuten im Vorgehen und hat den RoS-Abschnitt südlich von WolkcwySk bereits überschrii« im. Auch die Sumpfengen bei Smolanice (nvrdöst-lich von Pruzana) sind überwunden. Heeresgruppe des Generalseldmarfchalls von Mackensen. Der Angriff geht vorwärt». Oberste Heeresleitung. Auf den westlichen Kriegsschauplätzen hat sich nichts Wesentliches ereignet. Ein feindlicher Dippeldecker wurde an der Straße Menin—Apern heruntergeschossen. im k«ps. Kopsschmerz, Schwindel, Kratzen im Halse, beschwerliche» Atmen, Erbrechen, erhöhter Pul»schlag, Mattigkeit, Krämpfe und Konvulsionen. Gegengifte wie bei Atropin. Alle die genannten Gifte, Atropin, HyoScyamin, sowie Solanin, wirken giftiger auf Fleisch, als auf Pfknzeneffer. Vögel können giftige Beeren ohne Schaden in großen Mengen verzehren. Kaninchen erfreuen sich einer besonderen Immunität (Unempsind» lichkeit) vor den Wirkungen dieser Gifte. Ein Kaninchen wird von einer Gabe Atropin, die einen Menschen töten würde, wenig belästigt. Bekannt ist M, daß die Krammetsvögel mit Vorliebe die roten Beeren der Eberesche fressen, Beeren, die, ohne ge-rade gistig zu sein, dem menschlichen Magen sehr schlicht bekommen. Zum Schluß sei noch vor dem Genuß der Mohnsruchtkapsel gewarnt. Die kurz vor der Reise gesammeltcn getrockneten und vom Samen beireiten Früchte deS Mohn» werden im Ausguß als Schlaf-Mittel für Kinder, selbst sür die kleinsten, vielsach von unklugen Müttern verwendet. Starke Ausgüsse ron Mohnkapseln wirken aber auf Kinder unter einem Jahr vergiftend, ebenso gistig wie Opium aus Erwachsene. Die durch daS heiße Wasser aus den Mohnsruchtkapseln ausziehbaren Stoffe sind auch diejenigen deS Opiums, darunter das bekannte Morphin, welches schon manchem Erwachsenen den Tod gebracht hat. ___Deutsche Dacht ___ Torpedierung eines Grohschiffes. Der britische Dampfer der Alland Linie „Hes-perian" (10.920 Tonnen), mit 350 Fahrgästeu unterwegs, wurde bei Fastnet torpediert. Der Dampfer ist gesunken. Die Schiffbrüchigen kamen in Oueeus town au. Die Fahrgäste sind alle gerettet. Der Krieg gegen Italien. 4. September. Seit den nutzlosen Angriffen gegen die Hochstäche von Lavarone und auf den Tol-meiner Brückenkopf hat die Tätigkeit der Italiener sichtlich nachgelassen. Bon dcn Artilleriekämpfen ab gesehen, sand gestern nur vor dem Südleil des ge-nannten Brückenkopfes ein nennenswertes Gefecht statt. Der Feind wurde, wie immer, abgewiesen. DaS gleiche Schicksal hatte ein heute zeitlich früli im X>o-lomitengediete von der Borden Alpe gegen den Jnich-riedl gefühller italienischer Angriff. 5. September. Gestern entwickelten die Italiener auf der Hochfläche von Doberdo eine erhöhte, ober gänzlich erfolglose Tätigkeit. Nach heftiger Beschießung einzelner Räume durch ihre Artillerie jeden Kalibers versuchten sie schon vormittags mehrere Vorstöße entlang der Straße westlich San Mariino. Alle wurden abgewiesen. Unsere Artillerie wirkte verheerend gegen dcn zurückflutenden Feind. Gegen Abend nahm das Geschützfeuer an Heftigkeit zu. Sodann folgten wieder vereinzelte Znsaniericongrisfc, die sämtlich unter großen Verlusten der Italiener scheiterten. In Südtirol wurden zwei feindliche Kompagnien, die un feren Posten in Marco angrifsen, in die Flucht ge-schlagen. 6. September. Während die Italiener gestern an der küstenländischen Front und in Kärnten im allgemeinen untätig verblieben, entwickeln sie im Geiiiet des Kreuzbergsaltels (südöstlich Jnnichen) nach längerer Pause eine heftige Artillerietätigkeit und versuchen dort an mehreren Punkten sich unseren Siel-hingen zu nähern. Zu Jnfanteriekämpfen ist eS bisher nicht gekommen. Der Stellveitreter des ChesS des Generalstabes v. Höfer, Feldinarschalleutnant. Türkischer Kriegsbericht. Türkische Offensive an den Dardanellen? Schweizer Blätter melden, wohlunterrichteter-seit» aus Sofia, daß die Türken eine umfassende mächtige Offensive an den Dardanellen vorbereiten. Obwohl die militärische Aktion geheim gehalten wor> den ist, konnten die Truppentransporte nicht ver-borgen bleiben. Tag und Nacht kommen jetzt Truppen-tranSporte namentlich aus Kleinasien in Konstanti-nopel an. Gleichzeitig damit geht die Bestückung der Dardanellensorts mit großkalibrigen Geschützen vor sich Die Berichte deS türkischen Haupt-quartie rS. 2. September. Der englische TranSportdampfer „Sawsland" wurdc im Aegäischen Meere von einem deutschen Unterseeboot torpediert und versenkt. Ei» großer Teil der an Bord befindlichen Truppen ist untergegangen. 4. September. Im Abschnitte Anasorta zerstörte unsere Artillerie ein seinblichcS Maschinengewehr süd-lich von ASmakdere. Unsere AufklärungSkolonnen überraschten an verschiedenen Stellen die feindlichen Schützengräben und erbeuteten eine Menge Genie-und Telephonmaterial. Im Abschnitte von Ari-Burnu ist nichts von Bedeutung vorgefallcn. Im Abschnitte von Sedil-Bahr bombardierte der Feind am 2. Sep-tember zu Lande und vom Meer au» während zwei Stunden erfolglos Altschitepe und Umgebung. Am linken Flügel rief unser Feuer eine Explosion in der Bombenwursstellung deS Feinde» hervor. Eine Mine, die wir zur Explosion brachten, zerstörte die feind-lichen Eisendrahtgitter, die zum Schutze gegen Bom-den dienten. 5. September. Am 4. d. versenkten wir in den Dardanellen ein englische« Unterseeboot und machten drei Offiziere und 25 Mann zu Gefangenen. Zm Abschnitte Anaforte führten unsere RekognoSzierungS-kolonne» mit Erfolg nachi« überraschende Ueberfälle auS und nahmen dem Feinde von neuem zahlreiche Beute ab. Am 4. d. verursachte unsere Artillerie aus einem an der Küste von Bujuk Kea>ikli stationierenden feindlichen TranSportdampfer einen Brand. Im Abschnitte Ari Burnn dauert der Arlilleriekampf und daS Bombenwerien fort. Im Abschnitte Scdil Bahr zeitweiliges, aber wirkungslose» Feuer der feindlichen Artillerie gegen die Küste von Altschitepe. Am 4. d. beschossen unsere anatvlischen Meerengen• batterien wirkungsvoll feindliche Werke am Kap El. leSBurnu, sowie die feindlichen Batterien und Lager Seite 8 bei Sedil Bahr. Die feindlichen Batterien versuchten, unser Feuer zu erwidern, wurden jedoch zum Schweigen gebracht. Der Feind wurde auch gezwungen, seine Lager zu räumen und an einer anderen Stelle aufzuschlagen. Abends zwangcn unsere Batterien feindliche Torpedoboote, die sich dem Eingange zu nähern versuchten, zur Rückkehr. Ein seindlicher Dampser, der unter unserem Artillerieieuer geblieben war. wurde in die hohe See hinauegcschleppt. Aus Äta-N und Aani». Todesfälle. Der Oberbuchhalter der Stadt-mühle und Turnwart des Cillier Turnvereines Herr Moriz Böthe hat einen schvercn Verlust erlitten. Svnntag früh ist seine Gattin Frau Anna Böthe, geb. Newal» im Allgemeinen Krankenhause nach glück-lich verlaufener Operation entschlafen. Frau Böthe, die „Turnermutler", genoß im Turnvereine die größte Verehrung. Dem gebrochenen Gatten wendet sich all-gemeine Teilnahme zu. — In Hölldorf bei Pöltfchach starb am 3 d., wie von dort gemeldet wird, nach längerem Leiden der Gasthofb,sitzer Herr Zvsef Baumann d. Z., Mitglied der Bezirksvertretung usw., im Alter von 59 Jahren. Mit Baumanu ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten de» Unterlandes aus dem Leben geschieden Ein tieuer Sohn seiner Hei-mal und seines Volkes stellten reiche LebenSerjah-rungett, warme Begeisterung ihn überall dorthin, wo eS galt, sür Deutschtum und Fortschritt einzu-stehen. Die Berdienste, die er sich um seine engere Heimal erworben hat, werden ihn für immer ein dankbares Gedenken seiner Mitbürger sichern. Ein Sohn ist im Felde, der zweile in russischer Gesau-genschast. Kriegsauszeichnung. Oderleuinant in der Reserve Franz Stindl, Fachlehrer an der Landes-diirgerschule in Eilli, welcher nun schon über acht Monate im Norden gegen Rußland kämpft, erhielt blreilL im Februar 1915 sür tapferes Verhalten vor dem Feinde gelegentlich eines vierwöchenilichen Nachrichtendienstes in den Karpathen daS Signum LaudiS. Für einen durchgesührien Angriff gegen den stark beseitig en und bedeutend überlegen?» Feind, der Höhen besetzt hielt, am 30. und 31. Mai, er-hielt Stindl das Militärverdienstkreuz 3. Klaffe mit der Kricgsdckoratio». Infolge der Julikämpfe am Dniestrübergang, besonders am 15. Juli, welche sieg, reich durchgeführt wurden, wurde Stindl zweimal zu Auszeichnungen eingegeben. Ein Ruhmestag des Landwehr In-fanterieregimentes Nr. 26. Am 26. August feierte daS hcimiiche Landivehrinsanterieregiment Nr.26 in seinem jetzigen Standort? dcn Jahrestag der Schlacht bei Zukow. DaS Regiment war zu einer Feldmesse ausgerückt, zu der auch der Divisionär ge-laden war. Feldkurat Pintcr hielt eine ergreifende Ansprache an die Soldaten, in der er ausführte, welche Taleu das Regiment in diesem KriegSjahre geleistet hat. Nach beendeter Feldmesse ließ der Di-visionär die elfte Kompanie und die Pionierabteilung des Regimentes vor die Front treten, um ihnen be-sonders zu danken, weil diese durch ihr energisches Vorgehen am 8. August den Fall deS Brückenkopfes von Czernelica ermöglicht hatten. Der Divisionär hielt folgende Ansprache: „Soldaten! Die elfte Kompanie hat eine glorreiche Tat vollbracht, welche ihr für lange Zeit in der Geschichte ein schönes Zeichen sichert. Unter Führung ihre» tapferen Kommandanten, Oderleutnants Rakufa. ist sie als erste durch die feindlichen Drahthindernisse eingedrungen. Als die erste Kompanie im ganze» dritten Korps hat sie etwas vollbracht, was man vorher nicht sür möglich gehalten hätte. Sie hat in der Folge den Platz, den ste errungen, festgehalten und nicht mehr aufgegeben. Ich will auch den heutigen Tag dazu benützen, nm den tapferen Pionieren deS Regimentes zu danke», welche durch die Sprengung der feindlichen Draht-hindernrfse das Vorgehen der elften Kompanie er-möglichten und hiedurch viel zu dieser Heldentat bi-e trugen. Ich will sie hinstellen als ein Beispiel sür alle. Diele Kompanie zeigt euch, was Soldaten, die mit besonderer Tapferkeit erfüllt sind, zu leisten ver-mögen. Ich gebe mich der Ueberzeugung hin, daß alle anderen Kompanie» und Maichinengewehrabtei-lungen des Regiments, wenn au sie die Ausgabe her-antritt, sie gerade so erfüllen werden. In wellige» Tagen werden wir einem verhaßten Fernde zeigen, waS es heißt, unsere Armee anznfallcn. Wir werden auf den Bergen dort das Vertrauen, das Sr, Maje-siäi in uns letz!, rechtfertigen und keinen Zoll eige» nen Bodens opfern. DaS, Soldaten, sollt ihr mir versprechen mit demselben Ruse, mit dem wir uns auf den Feind stürzen werden: DreimaligeSHurra!' Seite 4 ^.v'uiiuje Kracht Nummer 72 Nach dieser Feier defilierte da» Regiment unter dem Kommando deS Major« HauSner, welcher derzeit den beurlaubten RegimeittSkommandanten Oberst Schön, auer vertritt, vor dem Divisionär. , Soldatenbegräbniffe In den letzten Ta> gen sind nachstehende Soldaten, die hier an den im Felde erlittenen Verwundungen gestorben sind, aus dem städtischen Friedhose zur letzten Ruhe bestattet worden: am 5. September Jnsanierist Johann Eih-lar«, I -R. 91, am G. September Gefreiter Karl Toih, I..JH. 34, Infanterist Johann Konopac, Land> stürm Batlaillvn Nr. 30 Jnsanierist Ludwig Kleindl, J.-R. 49. am 7. September Jnsanierist Franz Zirn-gast, J.-R. 47. Jnsanierist Anton Catez, J.R. 87. K. k Staatsobergymnastum. Die Auf-nähme in die erste Klasse findet am IG. September um 9 Uhr. die Ausnahmsprüsung um 2 Uhr statt. Die Einschreibung der Schüler der übrige» Klassen wird auch am 16. d. vorgenommen. Weitere An gaben sind im JahreSberichle und aus der Ankün. viguugStasel der Anstalt zu lesen. Die Anmeldung auswärtiger Schüler kann gegen Einsendung des LehrmitlelbeilrageS von 3 K bis zu dem bezeichneten Termine auch schriftlich erfolgen. Der Zeitpunkt des Beginnt» des Unterrichtes wird rechtzeitig mit' geteilt werden. Veränderungen im Personalstand der Südbahn Versetz! wurde der Äijuntl Einst Vit-tori von Ronchi nach Grobeluo, d e Assislei len Johann Pipan 1 von Langenwang nach Trisail, Richard Uhl von Pölifchach nach Unttrdrauburg, Franz Sircelj von Trisail nach Langenwang, Slationsches Fianz Ernst von Rosenihal als Adjunkt nach Marburg, der Adjunkt Guido Kininger von Mvri nach Pöllschach, die Assistenle-' Julius Me>x»er von Jen-dach »ach Steinbrück, Joses Lieber von Sleinbiück nach Jendach und Kamillo Miheljak von Sagrado nach Graz. Pflanzer-Baltin — ein Gonobitzer? Der kommanvierende General unserer Truppen am Dniestr, Pflanzer-Balti«. hieß dee Geburt »ach Pflanzer, wuide aber von dem seinrrzeiiige» Besitzer des GuleS ..Dobjahof". dem Baron Ballin, adop-liert. Sonach wäre dieser siegreiche General ein Gonobitzer. General der Infanterie v Arz über die Kornblume. Der Berichterstatter elneS Ber-liner Blattes weilte dieser Tage im Quartier des siegreichen Generals von Arz. Als er zur Verabschiedung erschien, überreichte er dem General Kor», blumen. General von Arz nahm den Strauß, dankte unv sagte: „Ich weiß, die Kornblume war die Lieb-lingvblume Ihres allen Kaisers Wilhelm. Es gab eine Zeit, wo sie bei uuS verpönt und niemand der Unseren sie hätte tragen mögen. Diese Zeit gehört, gottlob, heule und sur alle Zukunft der Geschichte an Heute stecke ich mir, wie jeder andere Oesterrei cher und Ungar, oiese Blume mit stolzer Freude als Sinnbild der treuen und unvergleichlich innigen Kameradschaft unserer Heere und Völker an! Wenn die Kornblume auch hier, auf der russischen Steppe, nur selten vorkommt, so werden wir sie doch ans n» serem weiteren Vormarsche nach Rußland hinein manchmal sehen und — nicht übersehen! An alle gemusterten Gendarmen! Da bei den stattgesu»denen Musterungen auch ehemalige und pensionierte Gendarmen als mit der Waffe ge eignet befunden wurden und zu den einzelnen Trup penableilungen eingeteilt werden, hat die NereinSlei-tung an die Stufen des allerhöchsten Thrones ein Ge uch überreicht, Ee, Majestät geruhe» zu gestatten, daß die Mitglieder deS Vereines den einzelnen k. f. Landesgendarmeriekommanvos zuzureihcu sind. Die VereinSleimng ist nun in der Vacc, ihren Mitglie. dern die »öligen Weisungen, Erlässe und Gebühre» bemcsjung bekanntzugeben, weShalb sich jeder an den „ReichSverem ehemaliger Gendarmerieangehöriger in Wien 2.. Nordbahnstraße 20, wende, wo ihm ge-»ane Auskünfte wegen seiner Zuteilung zur Gendar merie unentgeltlich erteilt werden. Die Lage der Staatsbediensteten. In einer Sitzung von Vertretern des Vereines der deut« scheu Staatsangeslellte» und deS ReichsbundeS deutscher Postler Oesterreichs, welche am 27. d. in Wien stattfand und die sich mit der amtlichen Verlaut-barung über die Verbesserung der Lage der SiaatS-angestellle» befähle, wurde festgestellt, daß die SlaatS-angesteUien die in der amtlichen Mitteilung gefaßten Beschlüsse der Regierung keinesfalls geeignet finden, eine wirkliche Verbrsserung der Lage der SlaaiSbe. dieiisteien herbeizusühren. Die am Schlüsse der Sitz ung gefaßte Entschließung lautet: »Die Vertreter deS Vereines der deuifche» Siaaisangestellten und d,S ReichsbundeS deutscher Postler Oesterreichs stellen in ihrer am 27. d. stattgesundeiien Sitzung mit Bedauern sest, daß durch eine amtliche Mitteilung, die von der I gesamten Presse weitergegeben wurde, in der Oessent. lichkeit die Meinung verbreitet wird, als würde durch die in Aussicht gestellte Maßnahme der Regierung den Staat,bediensteten irgend ein materieller Vorteil erwachsen. Vielmehr erklären die Genannten, die von der Regierung in Aussicht gestellte Maßregel sür eine Verbesserung der Lage der StaaiSbediensteten gänzlich ungeeignet, da durch diese Maßnahme nur einem ver schwindenden Teil der EtaatSbediensteten kleine Vorteile erwachsen, aber sür die große Masse vollständig wirkungslos bleiben. Die Vertreter o!?° genannter Körperschaften erklären, aus der Forderung einer 20prozenlige« und für jedcS unversorgte Kind einer Lprozentigen Zulage auch Weiler bestehen zu müssen und erwarten in Anbetracht der bis aus daS Höchste gestiegenen Not der Staaisbediensteleir rasche und auSgiebige Hilfe". Die Cholerafälle. Vom Gesundheilsamt des Ministerium des Innern wird mitgeteilt: Laut Berichten vom 4. d. wurden ein Fall von asiatischer Cholera in Laak bei Steindruck (tchaue.n) in Steter-mark, 3 Fälle in Trieft, 5 Fälle in vier Gemein-den des Bezirkes Görz und 6 ,\äUe in vier Gemeinden des Bezirkes Sesana im Lüstenlande, ein Fall in Mäh.-Weißkirche» in Mähren ferner ein Fall in Lemberg und noch 203 Fälle in Galizien, weitet 8 ein Fall in einer Gemeinde des Bezirkes Aotzmann in der Bukowina festgestellt. In Mähr. We ßkitchc» handelt es sich um einen Kriegsgefangenen, der vom nördlichen Kriegsschauplatz eingelangt ist, sonst »m Einheimische. Zur Teuerungszulage an Lehrper-fönen des Ruhestandes. Die Gesuche mit dem behördlich bestätigten Mittrllosigkeitszeugnis sind stempelsrei. Letzteres bat auch zu enthalten, ob Ie-big, verheiratet oder Witwer. Witwer haben anzu-geben, ob sie noch sür Kinder oder Enkel zu sorgen haben. Die Gesuche sind an den LaudeSauSschuß zu richten und dorthin einzureichen. Die Lehrerwilwen brauchen kein Gesuch einzureichen. Die Teuerung. Die Klagcnsurter Freien Stimmen schreiben: Der mit sesten Bezügen Angestellte muß, um nicht in drückende Schulden zu ge-raten, znr Lebensweise der Proleten zurückgreift», er kann mit seiner Familie sroh sein, wenn sie sich mit Polenta, Kartoffeln und Brot sattesten können. Mit der Unterernährung und der damit verbundenen Unbehaglichkeil treten dann Folgeerscheinungen ein, welche Pflichteifer und Arbeitslust naturgemäß sehr eindämmen. Und eS ist keine Aussicht, bag es bester werde, im Gegenteile, es sind Anzeichen vorbanden, daß die Lebensmittelpreife durch gewissenlosen Kriegs-wucher noch mehr in die Höhe getrieben werde«. Die Behörde« suchen die Teuerung durch eine ganze Flut von Erlässen zu bekämpfen, die gewiß recht gut gemeint sind, aber meist aus dem Papiere stehen bleiben, und die unverschämte Preistreiberei wird bei den sogenannten kleinen Leuten bestraft, mährend die Kioßspekulantrn als die Hyänen des wirtschaftlichen Schlachtfeldes sich weiter durch die Ausnutzung der Kriegsnot ungehindert ins Ungemessene bereichern könne». Die Studienfrage der freiwilligen Schützen. Auf mehrfache Aufragen fei mitgeteilt, daß die beeideten Schützen kaum beurlaubt werden dürften. Für diese wird das Unterrichtsministerium bezüglich der Studienfortsetzung später Maßnahmen treffen, damit sie nicht geschädigt werden. Ueber die Einrechnung dieser Militärdienstzeit in die aktive Dienstleistung wird später v.rftigt werden. Doch auch hier ist kaum eine Sorge nötig. Die nicht beeideten freiwilligen Schützen dürften zu Schulbeginn wieder beurlaubt werden. Genaue Bestimmungen darüber ünd vom Milttärstationskommando noch nicht erlassen worden. Das Kriegsfurforgeamt Graz ersucht um Einstellung der Flaschensammlung außerhalb Graz. Allen Spendern wird sür die reichliche Anlieserung von leeren Flasche» zur Ab süllung mit Sauerwasser der wärmste Dank gesagt. Die Sammlung ergab im ganze« Waggon, welche zur Füllung gelangten und teilweise noch in Füllung begriffen sind Mit Rücksicht auf die hohen Speien, welche die Einlieferung von Flaschen vom flachen Lande »ach Graz verursachen uud im Hinblicke aus die großen Flaschenvorrälc innerhalb der Stadt Gra; wir» das Ersuchen gestellt, sie weitere Anlieferung von Flaschen vom flachen Lande an da« Kriegs-sürsorgeaml Graz zu unterlassen. Um jedoch die noch vorhandenen bedeutende» Vorräte behufs Abfüllung an die Sauerdrunnverwallungen absenden zu können, werden dringend leere Kiste» benötigt. Es wird daher gebeten leere Kisten nach wie vor der Zweigstelle Lteiermark deS KriegSsürforgeamteS Graz, Spor- l gasse 29, zur Abholung zur Verfügung zu stelle» oder aber Militärsrachlbriese behufs spesenfreier Ber-fendung vom Lande beim erwähnten Amte anzu-sprechen. _ Verunglückter Kriegsgefangener. Die ser Tage veruiglückte ein russischer Kriegsgefangener bei Hochenegg dadurch, daß ihm die Hände in eine Dreschmaschine gerieten und er an allen zehn Fin-gern schwere Verletzungen erlitt. Er wurde in daS allgemeine Krankenhaus »ach Eilli gebracht. Es wird ausdrücklich festgestellt, daß sich dieser Unfall nicht aus dem Gute Weichselstätten erreigneie. Steckbrief. Folgender Steckbrief des Ge-richte» des k. u. k. Militärkommandos Graz vom 24. August 1915 wird verlautbart: Viktor Trauve, am 5. Jänner 1876 in Triest geboren, ebendahin heimatszuständig, katholisch, ledia, angeblich Ingenieur, zuletzt Einjährig-FreiwiUiger dc« JR. Nr. 97, eut-wich im Monate Juli l. I von seinem Truppen-körper in Radkersburg. PersonSbeschreibung: Größe 176 Zentimeter, schlank, schwarzes, gekraustes Haar, glattrasiertes, abgebranntes Gesicht, große, schmale Nase, italienischer Typus, spricht gebrochen Deutsch mit italienischem Akzent, Italienisch, Fianzösisch, Eng-lisch und Arabisch. Eine Warnung. Die Prager „Rar. Lifty* veröffentlichten unter diesem Titel eine von der Zen< sur nicht beanständete Notiz, in der sie darans hm> weisen, daß sich daS Volk der außer ewöhnlichen Verhältnisse zur Zeit deS Kriege« nicht bewußt ist und spiicht, schreibt und handelt, wie wenn normale Ver-hältuisse herrschten. Es sei keine Entschuldigung, daß derartige Vorfälle auch anderwärts sich ereignen. Sie kommen vor — da« sei wahr — werden aber gleichfalls schwer bestraft. Vorige Woche fei in Pilsen die militärische Zensur aller Privatbriefe eingeführt worden ; es sei Die? wohl auS sehr gewichtigen Gründen geschehen. Niemand möge denken, daß man außerhalb Pilsens frei schreiben könne. Das wäre ein großer und gefährlicher Irrtum. „Die Verhältnisse sind* — sagen Narodni Listy — „so. daß jeder unserer Lands-teute sich die größte Reserve in spräche uud Schrift auferlegen und sich vor allem hüten möge, was ihn mit der gegenwärtig geltenden Ordnung in Konflikt bringen könnte." Verhaftung eines Fahnenflüchtigen. Am 2. d. wurde ber seit 27. Juli verfolgte Fahnenflüchtige Franz Reich de« Jnf.-Reg. Nr. 87 aus Sachsenseid vom Gendarmeriewachlmeister Franz Prah des Postens S>. Paul d P. im Gebirge der Gemeinde Mariarek verhaftet und dem Regimeute eingeliefert. Reich trieb sich die ersten Tage im Bacherngebirge und die übrige« 83 Tage im Gebirge bei Cilli herum und brachte sich dadurch fort, daß er sich bei den Bauern Ledensmittel erbettelte, indem er teils vorgab für das Aerar Pferdesutter zu besorgen, teil« angab, daß er infolge Verwundung beurlaubt sei. Das eigene Haus angezündet Am 30. August nachts brach beim Besitzer Jakob Kan-duscher in Lava Nr. 9 Feuer aas. das das Wohn-ha»S gänzlich einäscherte. Als Brandleger wmde Kanduscher verhaftet. Kanduscher, eitt dem Truake ergebener Mensch, sollte unter Kuratel gesetzt werden, um nun noch zuvor in den Besitz der Versicherung« summe vo» 1200 K zu gelangen, zündete er sein Eigentum an, und glaubte dadurch, sich auch an seinem Nachbarn Gabersek rächen zu können, indem er annahm, daß auch dessen Wohnhaus abbrennen werde. DieS wurde aber durch das rechtzeitige tatkräftige Eingreifen der Ortsbewohner verhindert. Die Ordnung bei dem Brande hie t Gendarmeriewacht< meister Matthias Urch und Landsturm Feldwebel Eb-mund Sorger aufrecht. Das Iahrbüchlein für die deutsche Jugend 1915/16 (herausgegeben vom Deutschen Schulverein in Wie», 8., Florianigasse 39) ist wieder erschienen 1 Wie seit neun Jahren wird auch da« zehnte dieser kleinen, hübsch gezierten Feldgrauen den Schulkindern eine Freude bereiten. Der Inhalt ist reichhaltig und wertvoll, trotz der Kleinheit deS nett gcbundeucu Büchleins. Ein Huldigungsbild, in echt kindlichem Geiste gehalten, schmückt schon die zweite Buchseite Die vielen Gedichtchen, Erzählungen, Lchil-drrungen, fast ille mit Bilder geschmückt, tollen die L'ebe zu Kaiser und Baterland, zum deutschen Volke pflegen und belehrend wirken. Hervorragend schöne Bilder zeigt der Zeilweiser; sie sind i» herzigster Weise kindlichen Freudenstunden entnommen. ein Stundenplan, eine Buchführung für die junge» Sparer, eine Anleitung, Gelesenes nicht zu vergesse», und so manches andere nicht sehlt, wird die junge» ^nben gewiß auch erfreuen. Da ein Büchlein nur 20 Heller kostet, sollte es wohl in der Hand jede« deutschen Schulkindes sein. (Direktor Siering, Pettau. ftüwme. 72 Säet Spinat aus! Als im vorigen Spät, sowmer bald nach Kriegsausbruch ditser Ruf an alle Landwirte und Gartenbesitzer erging, hub allerorts, wo Heimaterde bebaut wird, gleich ein regeS Schaf« sen an, denn Jeder wollte nach besten Kräften mit» helfen, von dem fchnellwachfenden und für die VolkS-cnlährung unentbehrlichen Gemüse recht große Men-gen dem Boden abzuringen. Die ausgewendete Mühe zeitigte einen vollen Trsolg, denn eS trat kein Man-gel ein. an dem sür Gesunde und Kranke gleich wert-vollen Nahrungsmittel. Heule nach einem Jahre muß die Mahnung: Säet Spinat au«! noch einmal durch die Lande gehen, denn noch ist da« große Ringen «ich! beendet und nach wie vor haben wir daheim im Hinterland« die Pflicht, durch Einsetzen aller un-serer Kräste an der Schaffung von Nahrungsmitteln mitzuhelfen. Durch den Ein.ritt JtalieuS in den Kreis unserer Feind« ist uns besonders auch in der Erzeu-gung von frischem Gemüse eine noch größere Pflicht auferlegt, als bisher, denn früher hat uns der fal-fche Freund im Süden viel Gemüse gegen unser gu> tc« Geld geliefert, daS wir jetzt und hoffentlich auch fürderhin im Lande lassen können. Dasür wollen wir »der durch erhöhte Tätigkeit aus dem Gebiete deS Gartenbaues das benötigte Gemüse selbst und auf eigener Heimalscholle bauen. Drum auf, Ihr Land-wine und Gartenbesitzer in Stadt und Land! Baut Spinat an! Jetzt im September ist die beste Zeit für die Aussaat deS schon im Herbste eme Ernte liefernden WinterspinaiS, der dann im zeiligen Früh-jähre unsere Küche reichlich mit frischem Gemüse ver-sorgen wird. Doch spart mit dem Saatgut und säet »ichl zu dicht aus! Auf 1 Quadratmeter Fläche genügen 10 Gramm Samen, der auf ein Beet von 120 Zentimeter Breite in fünf Reihen oder bei gutem leichlen Gartenboden auch breitwürsig ausgesät wird. Etwa benötigte Auskünfte über den Anbau des Spi» »ates oder einer anderen GemüseaN erteilt die Aus-kunstsstclle sür Gemüse- und Kartofselbau bei der k. k. Stailhalikrei in Graz, k. k. Burg, Hofseite Tür Nr. 7. Ungehörigkeiten. DaS würdelose Betragen gewisser Kreise m Dingen völkischen Empfindens tritt anncr wieder verletzend in die Erscheinung, weil der zme Geschmack, der Sinn sür die würdige Vornehm« heil, sei es insolge eineS GcburlSsehlcrS oder wegen schlechter Erziehung, mangelt; so hat sich die deut» sche Nationaldummheit ausgewachsen, dus Fremde zu bestaunen, vor dem Auslande aus dcm Bauche z» liegen und dem Feinde in wegweisender Ergeben-heit entgegenzukommen. Wie viele welsche Namen »urocii unS nicht in letzter Zeit in den Zeitungen aufxetischt: Trento, val Sugana, Lavarone. Folgaria a. s w. Anerkennen wir nicht damit die welschen 8n prüche? Muß dieses.bedientenhafte Verhalten nicht die Feinde in der Meinung bestärken, daß wir jämmerliche Waschlappen sind, die sich alles dielen lassen, nicht nur Haß und Verachtung, sondern auch Fuß-kille und Vergewaltigung? Ohne Selbststolz kann kein Mensch und kein Volk Anspruch auf Achtung der Ehre und deS Ansehens erheben. Wenn wir den Ehrgeiz haben, das Adelsvolt unter den im Marn-«insdienste plebejisch gewordenen Nachbarvölkern werden zu wollen, müssen wir uns völkische Rück-sichlSlosigkeit angewöhnen und viel selbstbewußter und charakterfester auftreten. Mit der naturwidrigen Nci-gung, da» Eigene zu verachten und die Partei de« FsindeS zum Schaden der VolkSehre zu ergreisen, verdtn wir un« nirgend« beliebt machen. Da sällt es z. B der bekannten Firma Heinrich Franck und Eöhnc in Linz justament in dieser Zeit der deutschen Liege bei, in einer öffentlichen Anzeige (Grazer Tagespost vom 10. August) dcn altbekannten Stadt-vamen Agram beflissentlich in „Zagreb" umzu-.fremden". Ist das nicht völkische „Perversität", um einen KrankheitSauidruck sür krankhafte Triebe zu gedrauchcn? Angeflchtv solcher össentlicher Taktlosig-leite» muß eS doch einmal in aller Höflichkeit gesagt »erden, daß die vaterländifch gesinnte Mehrheit un-seres Volkes AergcrniS daran nimmt und die händ-lerische Gesinnungslosigkeit gut tun wird, mit sol« chcn Mätzchen zurückzuhalten und die gedcteneRück-fichl aus unser Empfinden nicht gar so dreist zu miß» achten. Acschaffung von Metallen sür Kriegszwecke. Ein wesentlicher Faktor in dem Kriegsplane der Ententemächte besteht in der Einschließung der Zen-ttalmächte und der dadurch erreichten Absperrung von der Zufuhr notwendiger Siohstofse. In Friedenszeiten wurden die zur MunitionS- Deutsche Macht____ erzeugung erforderlichen Metalle zum überwiegenden Teile aus dem Auslande bezogen. Da dieser Bezug während d-S Krieges süe die Zentralmächte, wenn auch nicht »ollkommen verhindert, so doch außerordent-lich eingeschränkt wurde, glaubten die Gegner dersel-den durch diese Maßnahmen die Zeniralmächte an der Fortführung der Muniiionserzeugung von dem Momente der Erschöpfung der eigenen Vorräte an verhindern zu können. Wie sehr sie sich hierin ge» täuscht haben, beweist der bisherige Verlaus des Krieges und der heutige Stand der MunitionSerzeu-gung, welche aus lange Zeit hinau« vollständig ge-sichert erscheint. Der Fehler in der Berechnung unserer Feinde bestand darin, daß sie die ganz außerordentlich großen in Deutschland und Oesterreich Ungarn befindlichen MetaUmengen nicht berücksichtigt haben. Der heutige Stand der Technik macht es nämlich möglich, Me-talle und Legiernngt», welche sich in den verschiedensten Formen als Gebrauchsgegeustände vorfinden, wieder in einen zur Munitionserzeugung geeigneten Zustand überzuführen. Während als» die Munition«-fabriken in Friedenszeiten ihren Bedarf auf dem Weltmarkte deckten, mußten sür dieMetallbeschassung im Kriege den wesentlich anders gearteten Bezugs-quellen entsprechend ganz neue Organisationen ge» schassen werden. In der diesseitigen ReichShälste wurde zu die-sem Zwecke im November v. I. über Anregung deS hohea k. t. Handelsministeriums und mit Zustimmung deS hohen k. «. k. Kriegsministeriums die Metall-zentrale-Aktiengesellschaft, Wien, gegründet. In der Verwaltung der Gesellschaft sin» Delegierte der ge-nannten Ministerien sowie deS Eisenbahnministeriums und deS k. u. k. JnspektorateS der technischen Artillerie vertreten. Letztgenannte Militärbehörde üdt eine ständige Kontrolle über den Dienst der Metallzentrale-Aktiengesellschast auS, welche sich dcS freie» Verfü-gungSrechteS über die von ihr gekauften Metallbestände begeben hat und diese dem k. u. k. Inspektor?« der technischen Artillerie zur Verteilung an die Verbrau« cher überweist. Die MetaUzenirale-Aktiengesellschast berechnet für ihre Tätigkeit nur geringe behördlich genehmigte Regie,»schlage. Der bei Lequidiernag sich eventuell ergebende Ucberschnß wird nach § 35 der Statuten dem k. u. k. Kriegsministerium sür Kriegs« fürforgezwecke überwieien werde». Zn Anbetracht dieser von der Gesellschaft über» nommenen Verpflichtungen wurde die Metallzentrale-Aktienzeiellfchaft vom k. u. k. Kriegsminifterium im Einvernehmen mit dem k. k. Landcsverteidigungs. Ministerium und dcm k. k. Handelsministerium zum Einkaufe von Metallen zum Zwecke der Heeresverwaltung ausdrücklich ermächtigt. Ebenso ist sie mit der Behandlung der requirierten Materialien beirant. Bei Ankauf solcher Materialien, die sür Kriegs-zwecke in Anspruch genommen wurden, üdernimmt die Metallzentrale auch die volle Verantwortung für die in de» Intentionen der KriegSverwaltung ent-sprechende Verwendung der Materialien. Insbesondere ist die Metallzentralc-Aktiengesellschaft ermäch-tigt und deauslragt, die der k. k. Zentralrequisitions-kommission oder anderen behördlichen Stellen ange« zeigten oder angebotenen Materialien käuflich zu erwerben. Die von ihr vergüteten Eiukcmsspreisc sind im Einvernehmen mit dem k. k. Handelsministerium und dcm jeweils maßgebenden industrielle» Verbau-den oder anderen ösfenilichen Körperschaften festge-setzt. Bisher ist die Metallzenirale-Aklitiigesellschaft nicht unmittelbar an die Oessentlichkeit herangetreten, weil eS ihr möglich war, genügende Metallmengen im Wege »ou Vereinbarungen mit großen Jnstitu« tione» zu beschassen. Nachdem nunmehr das aus diese Weise erreichbare Material zum größten Teile greisbar gemacht worden ist, müssen nunmehr die ge-radezu unerschöpflichen Quellen der im Privatbesitze befindlichen Metallmengen erschlossen werden. Diese soll vorerst im Wege dcS freihändigen Einkauft« geschehen, um daS Betreten des RequisitionSwegeS so lange als möglich zu vermeiden. Die Metallzentrale-Aktiengesellschaft wendet sich deshalb nunmehr an alle Besitzer von Reinnickel, Kupser, Messing. Tom-bak, Rotguß, Bronze nnd anderen Kupserlegierungen, in allen wie immer gearteten im Handel und Privat« gebrauch vorkommenden Formen, mit dcm Ersuchen, ihr diese Materialien zum Kaufe anzutragen. Die Angebote sind vorläufig ausschließlich an das Haupt-bureau der Metallzentrale.Akliengesellschast, Wien 1., Kleeblattgasse 4, zu richten. Es ist jedoch bereits eine große Organisation im Ausbau begrissen, welche über zahlreiche Ueberuahmestellen verfügen wird. Ein Verzeichnis dieser Ucbcrnahmestcllen wird in nächster Zukunft veröffentlicht werden. S.'dc 5 Vermischtes. Italiener, Sabiner, Friauler. Wenn man jahrelang immer das Geschrei der italienischen Presse über die Unterdrückung der Italiener in Oester» reich zu hören bekommen hat, so muten die Nach» richten, die jetzt auch auS den italienischen Blättern zu entnehmen sind, recht wunderlich an. In den von den Italienern besetzten kleinen Teilen Tirols und deS Küstenlandes soll eS überall Verrat geben, die Einwohner werden in daS innere Italiens abgeführt, und die italienische Soldateska versährt gegen die Bevölkerung der b.setzten Gebiete in der rücksichlS-losesten Weise. Kurzum, es scheint da in der näch-sten Nabe der italienischen Grenze nichts zu geben, was „erlöst" werden will. Nimmt man nun hinzu, daß ein Teil der Bevölkerung sowieso vor Beginn des Krieges in das Innere Oesterreichs geflüchtet ist, so bekommt man ein zutreffendes Bild von der wah-ren Stimmung dieser Bevölkerung. Man hatte zu wenig beachtet, daß in Wclschtirol die Jrredentisten hauptsächlich in ein paar größeren Städten saßen und dort in den Kasseehäuiern tagaus tagein Poli-tik trieben, während der fleißige Bauer auf seiner Scholle arbeitete, keine Führer besaß und sür Poli-tik keine Zeit übrig hatte. Dann darf man aber auch nicht übersehen, daß ein Teil der Bevölkerung Südtirols nicht italienisch, sondern ladinifch ist, und daß, was in der breiten Oessentlichkeit kaum be-sannt ist, auch im Küstenland? nur unmittelbar an der Küste Italiener siedeln, während die Friauler tatsächlich Ladin?r sind und >m häuslichen Gebriuch einen ladinischcn Dialekt sprechen, der dcm Italiener keineswegs ohne weiteres verständlich ist. Selbst in den Kirchen FriaulS wird vielfach noch in der fri-aulischen Sprache gepredigt. Es war ein schweres Veriäumnis der österreichischen Regierung, daß sie nicht planmäßig hingearbeitet hat, daß Ladinische als Sprache zu entwickeln, so gut wie in der Schweiz das Rhaeto - Romanische, doch auch als besondere Sprache anerkannt ist. Ja, man tonnte sich uicht einmal ein klare» Bild über die Zahl der Ladiner machen, weil bei der Volkszählung ladinisch und italienisch zusammengeworfen wurde. Ebenso wie die Ladiner in Tirol, die wirtschaftlich durchaus nach dem deutschen Gebiet neigen, sind aber auch die Fri» auler im Görzischen durchaus „Austriacanti", das heibt österreichisch gesinnt. Im übrigen beschränken sich die ladinischcn Gebieie keineswegs aus Oesterreich, auch ein g,ößerer Teil, insbesondere deS GebirgS-landes VenetienS ist von Friaulern, d. h. von La-dinern, bewohnt. In der Provinz Udine haben auch etwa 20.000 Slowenen ihre angestammten Wohn-sitze. Für die Gesinnung eine« Teiles dieser Bevöl-kerung ist eS jedensalls bezeichnend, daß die Italiener die Gebiete der 13 uud 7 Gemeinden, alte deutsche Siedclungcn, von der Bewohnerschaft geräumt haben, weil diese angeblich unzuverläßlich sei. Wenn cS sich hierbei nach den Berichten um 25.000 Mensch n ge-handelt hat, so dursten diese keineswegs durchwegs Deutsche gewesen sein, sondern auch zum guten Teil Ladiner. Eingesendet. Deutsches i I Cöcbterbcim: v für studierende Mädchen, fiteres Familienleben, '•* häuslicbe Erziehung. Nachhilft. Unterricht in Sprachen « ;*5 und Musik, gesunde, zentrale Lage. Sportvlatz u. s. w. ; ; & Beschrankte Ausnahme. — Näheres: ttzraz. ttroi» V bachgassc Nr. I. Wde Rechbauerstrafte. $ •> :>:♦ ❖ •:<».:» Steckcnpferd-Lilienmilch-Sejfe von Bergmann & Tetscheu a. 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