(Poitnma pl»<'»n» » gotoriiti. Deutsche Zeitun g — Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat---— 6ftriftl»itu»ifl und «»rwoliuttfl: Pre^ernooa ulica 5, T.lephon Sir. 21 (interurban) I »ejugspreise für da« Inland: »ierieljäbrig <0 Din, l,albjähri«, 80 DIn. ganz. Hntnnbigungen werben in der Verwaltung y» billigsten Gebühren entgegengenommen " jährig 16« »in. Jär da» ««»land entsprechende »rhöhung. «inzelnnmmer Din !-»• Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Tamstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 34 Celje, Sonntag, den 1. Mai 193 2 57 Jahrgang Die Wahlen Die ungeheure innerpolitische Spannung, in »er das deutsche Volk seit vielen Monaten lebt, hat sich in der Länderwahlen entladen. Wenn auch in Bayern, in Anhalt, in Württemberg und Hamburg gleichzeitig gewählt worden ist, so kann die Entscheidung über den künstigen Regierungskurs des Reiches nur in Preußen fallen. Es ist nicht ganz einfach, da* zahlenmäßige Ergebnis der preußischen Landtagswahlen einwandfrei zu deuten und die Schlüsse daraus zu ziehen. Von den 2i> Parteien und Gruppen, die in Preußen zur Wahl aufmar-schiert sind, blieben praktisch nur 5 Parteien übrig: die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen, das Zentrum, die Sozialdemokraten und die Kommunisten. Die allgemeinpolitisch« Bedeutung dieser Wahl-schlacht liegt in der nunmehr auf der ganzen Linie erfolgten Zertrümmerung aller Mittelparteien bür-gerlicher Färbung und aller Splittergruppen. Der bei den vergangenen Wahlen schon eingeleitete Auf-lösungiprozeß hat sich bei den meisten Gruppen bis zur letzten Möglichkeit vollzogen: Von der deutschen VÄkspartei, der Partei des einstigen Reichsaußenminister» Dr. Strejemann, sind noch 6 Abgeordnete übriggeblieben; die Staatspmlei ist sogar auf 2 Sitze zurückgegangen. Die Nationalsozialisten haben wieder einen außerordentlich starken Erfolg errungen. Es ist ihnen gelungen, die Zahl der im zweiten Wahlgang für Hitler abgegebenen Präsident-schaftsstimmen zu bewahren, obwohl bei dieser Preußen-wähl zahlreiche Rechtswähler. die seinerzeit für Hitler stimmten, wieder zu ihren Parteien zurück-gekehrt sind. Da» bedeutet also praktisch ein weiteres Ansteigen der nationalsozialistischen Welle, ein Zeichen, daß diese Bewegung keineswegs zum Stehen ge-kommen ist. Das Anwachsen der nationalsozialistischen Stimmen ist auch nicht nur auf Kosten der in Preußen bürgerlichen Mittelparteien erfolgt. Auch aus dem Lager der sozialistischen Parteien ist ein gewisser Uebergang zu den Nationalsozialisten zu verzeichnen. Das Zentrum als konfessionell geschlossener Block hat seine Anziehungskrast auf Angehörige der mittleren Parteien, vor allem wohl der Staatspartei, bewährt. ^Zahlenmäßig hat das Zentrum gegenüber den letzten Reichstagswahlen einen Zuwachs, die Mandatsziffer hat sich nur ganz unwesentlich in-folge der Erhöhung der Zöahlziffer verändert. Es fällt aber auf, daß die Nationalsozialisten in ausge-sprachen katholischen Bezirken, wie Köln, Düsseldorf, Oppeln. den Zentrumszahlen recht nahe gerückt sind bezw. sie teilweise sogar «Düsseldorf Ost» überboten haben. Die Kommunisten konnten sich der Prösi-dentenwahl gegenüber etwas erholen. Die Be-deutung ihrer Mandatsziffer besteht darin, daß sie eine absolute Rechtsmehrheit verhindert haben, an der nur noch wenige Sitze fehlen. Die Rechte hätte die absolute Mehrheit erreicht, wenn nicht eine sehr beträcht-liche Anzahl gerade der Rechtsstimmen durch Sonder listen zersplittert und ungültig gemacht worden mären. Weltwirtschaftliche Sanierung Das ist ein Begriff, nach dessen Verwirklichung sich gegenwärtig die ganze Welt sehnt wie gewiß nach nichts anderem. Man kann sagen, daß ihn die Gedanken und Hoffnungen fast jedes Menschen in irgendeiner Form zum Inhalt haben. Er ist so aktuell wie nichts anderes, weil das, was er über-winden soll, jedem auf der Haut brennt. Deshalb findet jeder der unzähligen Vorschläge, die die WiNschastssanierung betreffen, großes Interesse. Auch wir befassen uns natürlich nich bescheidenen Kräften mit diesem Thema und sind geneigt, die in anderen Blättern hiezu erbrachten Beiträge ernst auf uns wirken zu lassen. Dieser Tage erschien im Zagreb« „Morgenblatt' ein Artikel unter dem Titel „Weltwirtschaft-liche Sanierung", als dessen Autor der Großindustrielle Herr Gustav Deutsch-Maceljski angegeben ist. Der Vorschlag, der hier vorgebracht wurde, ist sehr originell. In seinem Kern fordert er eine In-flation, deren für ein einzelnes Land gewiß nicht endgültig günstige Folgewirkungen dadurch paralysiert werden sollen, daß alle Staaten, d. i. zumindest die Mitgliedstaaten de» Völkerbundes und die Vereinigten Staaten von Nordamerika, ihren Notenumlauf mit dem Stande vom 1. Jänner 1931 um 200 Prozent erhöhen. Nach der Meinung des Autors — und dies ist mit der Ein- Bom roten Malefitz Bon Anna Wambrechtsamer, Ära«. 1932 II. Vorsicht schien keine mehr geboten, da aus Friedhof und Kirche keine Gegenwehr geschal,. Die Herren von der Kommission konnten un» gehindert eintreten. Für den Fall, als sie meiner Dienste bedürfen sollten, schloß ich mich ihnen an. Auch wollt' ich sehen, wohin das scheue schöne Kind gekommen war. Erst stiegen wir über die wohlgefügte Stiege aus Ahornholz im Turme links vom Eingang und traten in die geräumige Stube. In einer Ecke lagen viele Bücher aufgeschichtet. Sonst herrschte große Unordnung, das dürstige Hausgerät stand und lag durcheinander und auf dem Tische fanden wir. auffällig hingelegt, einen Streifen Papier. Der Vizedom nahm ihn auf. „Gebet euch von wegen mir keine Mühe, ihr werten Herren. Die weise Kommission wird mich nicht finden. Zu besseren Zeiten kommen wir allesamt zurück". „Da» ist die Schrift des Prädikanten Iosia» Dolian»ki", sagte der Vizedom, nachdem er die Zeilen laut verlesen. „Er wird sich irgendwo in Kram verstecken, weil er von dort daheim und der wendischen Sprach« mächtig ist". schränkung, daß dann die Preisschere zwischen Agrar-und Jndustrieprodukten voraussichtlich noch mehr klaffen würde als heute, auch durchaus einleuchtend würde die segensreiche Folge dieses allgemein ver-mehrten Umlaufes die sein, daß die einzelnen Staaten genügend Mittel in der Hand haben würden, um öffentliche Arbeiten (Bauten, Straßen h) durchzuführen. Damit wäre das Arbeitslosenproblem gelöst, die Konsumkraft erhöht, ein besserer Preis für Agrarprodukte erreichbar, mit einem Wort: durch ein solches Dekret wäre die Weltwirtschaft eigentlich saniert. In dem Vorschlag wird auch konkret angegeben, was mit d«n für jeden Staat dazugekommenen zw«i Geldumläufen zu geschehen Hatt«: Den ganzen erhöhten Umlauf, d. t. den doppelten Umlauf über den jetzigen hinaus, behält jeder Staat als unverzins-liches Darlehen für sich. In einer Periode von drei Jahren wäre dieses Geld zu verwenden: 26 Prozent der ganzen Erhöhung (ist gleich d«r HÄfte des heutigen Umlaufes, in Jugoslawien 2'/, Mil-liarden» behält der Staat für Investitionen in seinem Wirkungskreis; einen ganzen Umlauf (50 Prozent der ganzen Erhöhung» gibt der Staat an seine Selbstverwaltungen (bei uns an die Sonate) für den gleichen Zweck, d. i. für öffentliche Arbeiten ab (bei uns also 5 Milliarden Din); der Rest von „Wir werden durch ganz Kram bis weil nach Jstrien kommen", bemerkte Bischof Brenner streng. Weil in der Stube sonst nichts Absonderliches 5 gewahren war, gingen die Herren weiter. Der unker von Rhap als Letzter. Sperrte auch zu und zog den Schlüssel ab. D«r vieltn lutherischen Bücher wegen, die verbrannt werden sollten, sagte er. Im zweiten Turm, wo neben einer großen Stuben auch eine Kuchel war und oben eine Kam-mer, hatte der Prädikante Johannes Weidinger gehaust, den sie gar sehr verfolgt und angefeindet hatten. Auch er war nicht da. Dafür stand das Mägdlein, so das Tor ge .......¥ " ' f ägdlein leibhastig vor mir sah, war aber gleich öffnet hatte, neben dem schlichten Lebnstuhl, di ihre sieche Mutter saß. Ich freute mich, da ich Mfiafe'...... darein da» er gleich escheben lick nicht voll banger Sorge, was ihr nun wohl g werde, zumal der Hans von Rhap den Blick von ihr wandte. „Wo ist der Prädikante?" frug der Bischof. „Wer seid denn ihr zwei'?' fuhr der Stadt» richter drein. „Wenn er sich da versteckt, wird» ihm nichts nützen. Wir finden jeden", drohte der Herr von Mooshaimb. Die Alte schüttelte ängstlich den Kopf. Da» Mägdlein aber sagte klar und unbefangen: „Der Dolianski ist davongelaufen und auch der Oheim Weidinger ist nicht mehr da". Mailied Wie herrlich leuchtet Mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur! Es dringen Blüten Au» jedem Zweig Und tausend Stimmen Aus dem Gesträuch. Und Freud und Wonne Aus jeder Brust. O Erd', o Sonne! O Glück, o Lust! O Lied', o Liede! So golden schön Wie Morgenwolken Auf jenen Höhn! Du segnest herrlich Da» stische Feld. Im Blüten dampfe Die volle Welt. »NtK. Seite 2 einem halben Umlauf (25 Prozent der ganzen Er-höhung» soll der Internationalen Bank in Basel zur Verfügung gestellt werden für Abzahlung von Schulden oder für den internationalen Elearingver kehr oder für „s o n st w i e". Damit wäre in jedem Staat über die ganze Notcnerhöhung verfügt. Es ist klar, das; im engen Raum eines Zeitungsartikel ein solches Problem nicht so er-schöpfend dargestellt werden kann, daß keine Frage nach der Möglichkeit seiner Durchführung aus-tauchen könnte. Wir haben daher zu diesem schein-bar so wirksamen Projekt vorläufig einige wenige Fragen zu stellen, deren Beantwortung auch die meisten anderen Punkte der vom Autor angenommenen Folgewirkung beantworten würde, auf die wir hier nicht näher eingehen. Herr Deutsch stellt als Forderung, die im Rahmen seines Vor-schlages durchführbar wäre, auf, daß alle Staats und Privatschulden, die auf Gold basiert sind, sofort nach dem Kurse der besten (oder: b e-treffenden?» Papieroaluta abzuzahlen sind. Wir fragen nun: Womit? Da der neue Noien-unrlauf für öffentliche Arbeiten in jedem Staat ver-wendet werden soll, kämen hiefür nur die der Baseler Bank zur Verfügung gestellten 25 Prozent in Frage, also für Jugoslawien zweieinhalb Milliarden Din. Dieses Geld, das überdies auch „sonstwie" verwendet werden soll, genügt aber für die „so> fortige" Zurückzahlung der Schulden bei weitem nicht, namentlich weil es durch die Inflation in seinem Verhältnis zum Gold ja bedeutend schwächer wäre als die heutige gleiche Summe. Also; w o* mit könnten die Schulden sofort zurückgezahlt werden? Als eine der Folgen seines Vorschlages be-zeichnet es ferner Herr Deutsch, daß das ganze the- Glossen zur Kri Bon Autorität gründet sich auf geistige und sittliche Ueberlegenheit. Ihre Auswirtungen sind Ansehen und Einfluß. O Was ist geistig und was sittlich? Sind das bestimmte, in sich abgerundete Begriffe? • Geistig ist die Fähigkeit, Zusammenhänge und ihre Wirkungen zu erkennen. Sittlich der Wille, diese Wirkungen, wenn sie zum Guten und Schönen führen, zu steigern, und umgekehrt, sie zu schwächen, wenn sie nur Böses im Gefolge haben. Gut und böse! Sind das nicht auch relative Begriffe? Was für den einen gut, kann für den anderen böse sein. In dieser Gegenüberstellung darf die Quelle zu dem Begriffe „allgemeines Wohl" gesucht werden. Freilich nur im weitesten Sinne des Wortes. „So ist er auch davongelaufen?" meinte der Bischof und schaute das Mägdlein streng und stra-send an. „Rein", rief das holde Kind, so schnell als unbefangen, „das hat er nicht getan". „Kannst du nicht reden, alte Vettel, daß wir zu einem Ende kommen?" schrie der von Rhap grob. „Wohl, reden kann ich schon, ihr Herren", ermannte sich die Kranke, „will euch auch nicht um eure Zeit betrügen. Der Prädikant hat nicht verboten, euch zu sagen, daß er nach Graz gegangen ist, um dorten bei den hohen Herren Ständen Hilfe für die bedrängten Lutherischen zu erwirken. Gott tröste ihn! Ich hab' ihn tausendmal gebeten, nachzugeben und sich dem Willen des erlauchten Landesherrn zu fügen". „Der schönste Weg zur solcher Zeit", spottete der Junker, „der Weidinger wird sich die Zehen erfrieren". „Er wird in seinen Kerker laufen oder die Landeshauptstadt nicht betreten, die seit Wochen in den allen Glauben zurückgeführt ist", sprach der Bischof ruhig. „Warum seit ihr denn hier geblieben?" „Weil wir unser Stübchen drin in Cilli haben und dahin zurückgehen wollen, wenn mir wieder besser sein wird". „Wie heiket Ihr, seid Ihr des Prädikanten Weib?" frug jetzt der von Rhap und winkte mir. daß ich mein Schreibzeug aufschlug. Deutsche Zeitunq jaurierte Geld in welcher Form immer schnell in den Verkehr zurückkehren würde. Das ist gewiß wahr, weil bei jeder Inflation das gehamsterte Geld in den Verkehr flieht. Freilich nur solange, um bei der nächsten Festigung umso verbitterter wieder zu verschwinden. Es gäbe ferner keine Kapitalsflucht aus einem Staat in den anderen mehr, behauptet der Autor, da dies infolge des gleichgebliebenen Verhältnisses zwischen den verschiedenen Valuten keinen Sinn mehr hätte. Hier müssen wir uns durch die Antwort auf die Frage belehren lassen: Warum nicht? Denn nach unserer Meinung könnte die Kapitals-flucht durch das gleichbleibende Verhältnis zwischen den Valuten nicht gestört werden. Wenn man überlegt, dasz z. B. die Golddeckung des französi-schen Geldes auch für den um 200 Prozent vermehrten Geldumlauf noch immer 3t» Prozent be-tragen würde, unsere Deckung aber blos; 11 Pro-zent, dann ist nicht einzusehen, warum das schwächer gedeckte Kapital nicht auch noch weiter zum stärker gedeckten hinflüchten sollte. Wahrscheinlich würde die Tatsache der Inflation, auch wenn sie noch so gut begründet wäre, erst recht zur Flucht verleiten, weil sich die Kapitalflüchter sagen würden, daß, wenn ihr Kapital schon durch eine Inflation verwässert wird, sie es wenigstens unter dem Dach einer stärker gedeckten Jnflationsvaluta wissen möchten. Die Erörterung solcher in der Oeffentlichkeit aufgeworfener Sanierungspläne erscheint uns heute nicht nur aktuell und interessant, sondern auch not-wendig. Daher würden wir es begrüßen, wenn Herr Deutjch-Maceljski unsere Fragen befriedigend beantworten und die segensreichen Wirkungen und Folgen seines weltwirtschaftlichen Sanierungsplanes aufrecht erhallen könnte. e der Autorität !. L. Allgemeines Wohl, das ist der Trumpf, der gegenwärtig in allen Staaten als Leitlinie alles Strebens erwünscht wird. «s^ Man sollte glauben, daß die Dauer der Krise schon genügend Gelegenheit geboten hätte, daß sich bei den vielen Beratungen zu ihrer Lösung eine Autorität hätte durchringen müssen, die alle wider^ strebenden Geister im Banne hätt, um endlich ziel-bewußt dem erwünschten Ziele entgegenzugehen. Ein Mangel, der den Begriff „allgemeines Wohl" we-sentiich einschränkt. Es scheint, daß Wirtschaftsautoritäten immer nur auf beschränktem Felde zur Geltung kommen können, wobei das allgemeine Wohl höchstens ein Staatsbegriff werden kann. Autoritätskraft auf wirtschaftlichem Gebiete besitzt heute nur das Geld. Eine Kraft, die mit ihren Da hotte ich denn flink und säuberlich auf das Papier zu bringen, daß die Kranke die Wittib Anton'a Kremplin sei und dem Weidinger die Wirtschaft für eine Zett geführet und das Mägdlein ihre Tochter sei und Luzia heiße. Den Namen schrieb ich ganz besonders jchön und zierte ihn mit feinen Schnörkeln. Dabei wird ich gewahr, daß mich das Kind verstohlen ansah. Das tat mir wohl wie warmer Sonnenschein. Der Richter Knifitz führte nachher die Frauen zum nächsten Bauernhof in Obhut, weil sie am nächsten Tag mit uns in die Stadt sollten, auf daß sie im wahren Glauben examinieret würden, damit sich zeige, ob sie des Landes zu verweisen seien oder nicht. Da wünschte ich herzinniglich, daß sie bestehen und bei uns bleiben möchten, beschloß auch, sie baldigst anfzusuchen und ihnen zu dienen, wie ich konnte. Der Vizedom Mooshaimb wollte die Bücher der Prädikanten, da solche auch in der Behausung des Weidinger gefunden wurden, in den geräumigen Kirchhof tragen und dorten anzünden lassen. Aber der Junker lachte daz». „Sparen wir uns die Mühe. Die Scharteken werden schon mitverbrennen". Unterweilen kamen die Büchjenmeister, von denen der Stadtrichter gesprochen, mit den zween Spitalsschlitten angefahren, darauf die Fäßlein mtt Schießpulver lagen. Nummer 34 Begleiterscheinungen, dem Ansehen und dem Ein-fluft, auf den Besitzer übergeht. Vorausgesetzt, daß er das Geld in Verkehr zu bringen gewillt ist. Ein Knauser. der sich an seinem in eisernen Kassen gehüteten Besitze nur erfreuen will, wird gemieden und höchstens beneidet. Die Erde, mit ihren Wirtschafte uellen und ihrer Fruchtbarkeit, dem ewig regelmäßigen und sicheren Wandel der Jahreszeiten, der Aufeinanderfolge von Tag und Wacht, dem Licht und der Wärme, der Sonne, dem Wind und Wetter und den vielen anderen Mitbedingungen, die zum Leben und seiner Erhaltung führen, ist zweifellos die gi-gantijchefte, dem allgemeinen Wohle dienende Or-ganisation. Kein Wunder, daß die Kraft, welche sie bietet, die Kraft, deren Einfluß sich kein Lebewesen ent-ziehen kann, von der Menschheit als höchste Auto-rität gepriesen und verehrt wird. Und doch war die erste Sünde, welche die Legende verzeichnet und die nicht einmal den Menschen, sondern den Engeln zur Last gelegt wird, eine Auflehnung gegen diese Autorität. Das ist ebenso charakteristisch wie die Fest-stellung, daß gegen die wirtschaftliche Autorität des Geldes noch niemals eine ernstliche Auflehnung statt-gefunden hat. Vielleicht kommt einmal die Zeit, in der diese Erscheinung dem Einfluß eines der gefallenen Engel zur Last geschrieben werden wird. Politische Rundschau Ausland Ein neuer französischer Donauplan Ein neuer französischer Donauplan wird in den Genfer Donaubesprechungen lebhaft erörtert. Dieser Plan sieht vor, daß die süns Donaustaaten sofort eine 107„ige Herabsetzung ihrer gesamten Tarif-Positionen vereinbaren sollen, im Verkehr unterem« ander Aus- und Einfuhrverbote, Kontingentveiein-barungen und ähnliche Handelshindernisse auf-geben, sich verpflichten, ihre Zölle nicht zu erhöhen, und an die Hauptabnehmerländer ihrer Getreide-überschösse herantreten, um für die Getreideausfuhr einseitige Präferenzen zu erhalten, für di« keine zöllpolitischen Gegenleistungen zugestanden werden. Diese wirtschaftliche Re gelung schafft die Sicherheit«basis, auf der den fünf Staaten unter Garantie der vier Großmächte ein Überbrückungskredit von 1 Milliarde französischer Papierfranken gewährt werden soll. Nach Durch-führung der wirtschaftlichen Neuordnung soll eine Der Vizedom ließ abladen. Aus der Umgebung wurden die Bauern gehott, mit denen, der Neugierde halber, viel ungebetenes Volk mitlief, als Weiber und Kinder, welche letztere bei solcher Gelegenheit wenig zu suchen haben. Wer einen Krampen, Hauen oder Schaufel halten konnte, mußte mithelfen, die feste Ringmauer und die starkgebauten Kirchen zu untergraben, damit die Büchsenmeister das Pulver darunter legen könnten, auf daß sie das Mauerwerk von unten aus sprengten. Das schöne, wohlgefügte, noch neue Bauwerk schien mir für solche Zerstörung so gar nicht an-getan. Dergleichen kam auch andren in den Sinn, denn ich hörte, wie der Minorttenguardian sagte: ..Fürstbischöfliche Gnaden, wollet di« Kirchen be-stehen lassen und sie einem Heiligen consecrieren, aus daß sie unsrem rechtgläubigen Gottesdienste zugeführt werde". Der Bischof Brenner schüttelte sein gewichtige» Haut und ein strenger Zug erschien auf seinem klugen Angesicht. „Soll die Kirchen bestehen bleiben als ein Denkmal des offensichtlichen Abfalls und des Trotzes wider den Landesfürsten und sein billig Gebot? Auch soll ein Raum, der dem Irr» glauben gedienet, nicht umgeschlagen werden für unseren Gebrauch, als wie der Schneider ein altes Gewandstück wendet". Nummer 34 Deutsche Zeitung Seit« 3 weitere große Anleihe von 10 Milliarden Franken folgen, die unter solidarischer Haftung samt-kicher Donaustaaten aufgebracht wird. Für die Sicherheit einer gesunden Finanzgebarung der fünf Staaten sollen die Finanzorgane des Völkerbunde» sorgen, die dauernd die Staatsbudgets der be-treffenden Staaten überwachen. Ferner sollen die süns Zentralbanken der Donaustaaten nach dem System der Federal Reserve-Bank umgebildet und unter die Ueb erwachung der Baseler Bank ge-stellt werden, womit eine Währungsunion verbunden wäre. Sowohl die Vertreter der Baseler Bank, wie die Finanzsachverständigen, die die Prüfung der Lage in den Donauländern am 26. April in Gens abgeschlossen haben, sehen keine praktische Durchführungsmöglichkeit dieses Planes. Der schärfste Protest geht aber von den Ändern der Kleinen Entente aus, besonders von der Tsche-choslowakei, deren Sachverständige betonen, daß für sie nicht der geringste Anlaß bestehe, ihre Zentral^ Notenbanken der Unabhängigkeit zu berauben und in ein Währungssystem einzuordnen, das für sie nur Nachteile bedeuten könnte. Die Ministerkonferenz in Genf abgesagt Die auf Initiative Washingtons für den 28. April angesagte Konferenz der Ministerpräsi-denten Frankreichs, Englands und Deutschlands, sowie des italienischen Außenministers Grandi und des amerikanischen Außenministers Stimson, die der Verständigung zwischen Frankreich und Deutschlands dienen sollte, wurde abgejagt, weil der französische Ministerpräsident Tardieu plötzlich erkrankt ist. 4000 Kandidaten Bei den Parlamentswahlen am l. Mai in werden 615 Abgeordnete von etwa 10 iillonen Wählern (die Frauen haben kein Wahl-recht) gewählt werden. Um die Abgeordnetensitze bewerben sich 4000 Kandidaten. Stimmenverhältnisse der Kärntner Parteien Die am vorigen Sonntag im Nachbar-lande Körnten durchgesührlen Gemeindewahlen haben nochfolgende Stimmenverhältnisse der Parteien er-geben! Gegenüber dem Jahre 1928 sind die So-zialdemokraten von 51.580 Stimmen und 958 Mandaten aus 52.87(5 Stimmen und 995 Mandate gestiegen. Christlichsoziale: 8392 Stimmen (trn Jahre 1928: 8359) und 231 Mandate (205)i Landbund: 6937 Stimmen (14.872) und 237 Mandate (499); der Verlust des Land-bundes ist nur scheinbar, weil ihm außer der eige-nen Liste noch beträchtliche Teile anderer Listen zu-zurechnen sind, die unter anderen Namen austraten, z. B. „Nationaler Wirtschaftsblock und Landbund" <533 Stimmen und 29 Mandate), „Ständeoertretung" (3420 Stimmen und 52 Mandate), „Einheitsliste" (1380 Stimmen und 120 Mandate), „Nichtmarri- Derweil trieben der Vizedom und der Junker »on Rhap die Leute mit groben Worten zur Eile. Denn die Kälte war empfindlich, darum verlangten die Herren nach einem schützenden Dach und wärmendem Trunke. Immer mehr Bauersleute kamen von allen Seiten und mußten sogleich beim Graben mittun. Da» Gewühl und Durcheinanderlausen glich alsbald einem lärmenden Jahrmarkt, wie die Menschen ja immer, wenn anderen an Gut oder Leben ein Schaden geschieht, geschäftigen Eifer bekunden. Ist doch gar oft die bereitwillig erteilte Hilfe nichts andres als rohes Behagen am Schmerz oder Schaden fce» Nächsten. Zuletzt ist gar noch ein Trupp von bewaffneten Bauern angerückt, mit Sensen, Dreschflegeln und sonstigem Hiebgeräte, ganz wie ich die allen Leute be» öfteren vom Bauernkrieg hatte erzählen hören. Der Anführer war ein großer breitschulteriger Bursch mit einer wuchtigen Holzhacken in den braunen Fäusten. Der Richter Knifitz kicherte vergnügt: „Das ist der Iaka von Pletrowitsch. Dem hat, mit Respekt zu vermelden, der Prädikante Josias sein Mädel weggenommen, hats lutherisch gemacht und zuletzt mttgenommen. Jetzt hat der Iaka erfahren, daß «in« hochlöbliche Kommission allhier eingetroffen. Drum hat er seine gan» Sippschaft zusammen-getrommelt, weil» gegen die Lutherischen geht". Der Zahnstein unter der Lupe W h D*a feste Gefuqe des Z»hn»1oin Du Gofug* dei Ziftnsteln» gelockert Det Entfernen Sie den Zahnstein — die Ursache vieler schwerer Zahnleiden — durch regelmäßiges Zahneputzen mit Kalodont Nur Kalodont enthalt das gegen Zahnstein wirksame Sulforizinoleat nach Dr. Braun lieh Es lost allmählich die organischen Substanzen, die den Zahnstein verkleben. So wird sein GefUge aufgelockert, er zerfallt, verliert seinen Halt an den Zahnen, bröckelt ab und wird mit einer harten Zahnbürste fortgeräumt. Benutzen Sie stets Kalodont! Auch Ihr Zahnarzt wird Ihnen dazu raten, denn er weiß, wie gefährlich der Zahnstein für die Zahne ist. KfrlOPO* T gegen Zahnstein stische Wirtschaftspakte!" (319 Stimmen und 13 Mandate), „Wirtschaftspartei" 42.907 Stimmen und 1338 Mandate) ^Nationalsozialisten: 18.387 Stimmen und 327 Aiandate (hinzu sind zu rechnen mehr al» 4000 Stimmen, die sie im Vorjahr bei der Neuwahl des Klagenfurter Gemeinderates er-hielten); Kärntner Slowenen: 7127 Stim-men und 225 Mandate (bei den letzten Gemeinde-ratswahlen 9280 Stimmen und 239 Mandate). Der Heimatschutz hat nur in wenigen Gemeinden kandidiert und bort mit 996 Stimmen 26 Mandate erzielt. Die Kommunisten sind von 404 Stim-men und einem Mandat auf 2397 Stimmen und 27 Mandate angewachsen, so daß sie jetzt mit Ein-schluß von Klagenfurt (1 Mandat) 28 Mandate besitzen. Die restlichen Splitterlisten sind von 4690 Stimmen und 171 Mandaten auf 3005 Stimmen und 97 Mandate zurückgegangen. Die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen ist von 138.054 auf 149.069, die Mandatszahl von 3701 auf 3725 gestiegen. Solches war den Gestrengen just recht. Bejon-ders der Vizedom und der Junker haben sich der Sache mit vielem Eifer angenommen. „Wozu das lange Losen und Lauern?" schrie der magere Rhap. „Lasset si« nur gleich mit der Arbeit beginnen!" Der Vizedom stieg zu Pferde und ritt dem durcheinanderlärmenden Haufen entgegen. „Iaka, nur gleich in die Kirchen!" befahl der Herr von Mooshaimb. „Sie sollen nur recht schiech schauen, die Leut'! Le grdo glejte!" Die Bauern hörten auf zu schreien, al» sie die Stimme de» Herrn vernahmen und machten sich klein. Wie sie vernahmen, daß ihnen das anbefohlen wurde, was sie gerne tun wollten, winkten sie ein-ander ermunternd zu, grinsten verständnisvoll, und als zwei Kriegsleute die Kirchentür aufrissen und der Vizedom hoch zu Roß in das Heiligtum sprengte, da wich die letzte Scheu au» ihrem Wesen und sie stürmten, ihr Werkzeug schwingend, hinter dem Vizedom drein. „Schauet, daß ihr in die Kirchen kommt, damit ihr nachher da» Protokoll niederschreiben könnet!" befahl mir der von Rhap. Da ich die Schreiberpflichten übernommen, mutzte ich gehorchen. Paßte mir aber gar nicht, zumal ich befürchtete, der Junker könnte unterweil di« Luzia Kremplin aufsuchen und sie belästigen. Abschaffung des Goldstandards in Griechenland Das griechische Parlament hat das Gesetz über die Preisgabe des Goldstandards angenommen. Die erste Wirkung auf dem freien Markt war ein S i n-k e n der Kurse der ftemden Devisen und eine merk liche Besserung der inländischen Staatspapiere. Neue Kämpfe in der Mandschurei Da in der Ost- und Nordmandschurei große Aufstände gegen die neue mandschurische Regierung ausgebrochen sind, haben die Japaner mit einer umfangreichen mllitärischen Aktion gegen die Auf-ständischen begonnen. Friedensschluß in Schanghai In Schanghai ist infolge der Vermittlung de» englischen und des amerikanischen Gesandten ein Friedensabkommen zwischen China und Japan zu-standegekommen. Au» der Kirche schlug mir wüste» Geschrei. Rumoren und Spektakulieren entgegen. Ich bin ge-rad« recht gekommen, um zu sehen, wie d«r Vizedom sein Roß darinnen tummelte als auf einer freien Wiesen und in dem Lärmen den Bauern alleweü befahl, sie sollten nur recht schiech schauen und wacker draufloshauen. Dos taten sie d«nn weidlich. Alles Gerät, die Bibel und die Gesangbücher wurden zerrissen und zerschmissen, die schöngeschnitzten Kirchenbänke zersägt und zerschlagen. D«r Iaka war auf die Kanzel gestiegen, die von erlesner Arbett war und hieb jetzt mtt seiner Hacken wütend drein, daß die Holzspäne flogen. Dazu brüllte er immerfort, der ketzerische Pr«> digtstuhl, von dem der Josia» gepredigt, müsse hin sein und zum Teufel gehen wie der Prädikante selber. Einer der Herren, so von Cilli au» die Kom-Mission geleiteten, steckte den Kopf in die Kirchentür, mochte aber der rasenden Menge wegen nicht wei-terdringen. Der Vizedom trat zu ihm. „Wollet, Herr von Mooshaimb", sprach der andre höflich, ..dem Tölpel da oben verbieten, den schönen Predigtstuhl, der jeglicher Kirchen zur Zierde gereichet, also barbarisch und unnötigerweis zu zerstören". „Wenn Iht im Stande seid, den Lärm da drinnen zu überschreien", verwie» ihn der Vizedom rob, „so tuts und befehtt dem Iaka, daß er ab-~en soll. Möchte Euch aber davor verwarnet haben." gro lass Seite 4 Deutsche Zeitung 9himmer 34 Aus Stadt und Land Amtsstmuden i» der Sommerzeit. Für die Zeit vom 1. Mai bis 1. Oktober wurden für die Staatsämter die Amtsstunden von 7 Uhr 3V bis 13 Uhr 30 eingeführt. Von dieser Begünstigung darf aber nur in jenen Aemtern Gebrauch gemocht werden, die mit ihren Arbeiten nicht im Rückstände sind. Pflichwersichernng der Autobuspassa-giere. Auf Grund des §§ 82 und 460 des Gewerbegesetzes hat der Handelsminister eine Verord-nung erlassen, derzufolge die Autobusunternehmungen verpflichtet find, ihre Passagiere gegen Unfall und Sachbeschädigung zu versichern. Kranke «rauen erfahren durch den Gebrauch de» nainrlichen „Kranz Josef'»Vilterwafser« ungehinderte, leichte Tanncntleenmg, womit oft eine autzerordentlich wohltuende Rückwirkung aus die erkrankten Organe verbunden ist. Schöpfer klassischer Lehrbücher ftir Frauenkrankheiten schreiben, dah die günstigen Wirkungen de« ?ra«z-^osef-WasserS auch durch ihre Uniersuchungen bestätigt seien. DaS ?ra»^ Hofes Bitterwasser ist in Apotheten. Trogerien und sperrn-Handlungen erhältlich. Celje Frühlingsliedertafel. Heute Samstag abends wollen wir alle auf der Frühlingsliedertafel unseres Männergesangoereines anwesend sein und uns an deren schonen Darbietungen freuen! Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 1. Mai, findet der Gemeindcgottesdienst um lO Uhr, der Kindergottesdienst im Anschluß daran in der Ehriftuskirch« statt. Feuerwehrtag. Wie die Leitung der Frw. Feuerwehr mitteilt, werden dieser Tage die Frauen des Vereines bei der Bürgerschaft vorsprechen, um für den Feuerwehrtag am 5. Juni Spenden zu er-bitten. Da es sich um die Förderung einer gemein-nützigen Sache handelt, hofft der Verein, baß er auch Heuer auf das gleiche Wohlwollen treffen wird wie in den vergangenen Jahren. Die hiesige gewerbliche Fortbildunas- Syule beendet ihr heuriges Schuljahr am 1. Mai. m 8 Uhr früh erfolgt die Verteilung der Zeug- Uhr früh erfolgt nifse und von 27 Prämien für die besten Lehr-linge und Lehrmädchen. Die Prämien bestehen aus je einem Sparkassabuch der Städt. Sparkasse init einer Einlage von 50 Din. Den für diesen Zweck erforderlichen Betrag von 1350 Din habe», die Gewerbegenossenschaften gespendet. Die Strafverhandlung wegen der Autobuvlatastrophe am 9. Dezember 1931 gegen den Autobuschausfeur Franz Bucar wird am Mittwoch, dem 11. Mai, mit dem Beginn um '/,1V Uhr vormittags vor dein Strafsenat des hiesigen Kreisgerichts stattfinden. Weinausstellung und Weinmesse in Smarje pri Ielsah. Am Sonntag, dem I.Mai, vormittag» findet in Tmarje pri Ielsah die feier-liche Eröffnung einer Weinausstellung statt, die drei Tage dauern wird. Angemeldet haben sich 205 Aussteller mit 300 Mustern erstklassiger Weine einer Gesamtmenge von 4500 hl. Da die Auswahl verschiedensortiger Weine sehr groß sein wird, werden alle Interessenten eingeladen, diese Ausstellung zu besuchen. Vorsorge ist getroffen für günstige Verbindungen: am Sonntag, I. Mai. vormittags um Vt9 Uhr fährt aus Rogatec vom Zagreber Zug der Autobus durch Rog. Slatina nach ömarje und ebenso aus Grobelno vom vormittägigen Mariborer «d Ljudljanaer Zug. Aus Eelje fährt um 2 Uhr aschmittags ein Sonderautobus zur Weinausstellung, der um 7 Uhr abends aus ömarje zurückkehrt, so iah die Reifenden gegen Mcmdor und in das Sanntak eine günstige Eisenbahnverbindung haben. Z. ZunI ,932 -WjZ ^ Feuerwehrtag vnanftaltei »ander Freiwilligen At; . N«»erwehr un» Rettungsabteilung wCttJv. Todesfälle. Im Allg. Krankenhaus ist di« 46-jährige Toglöhnerin Anna Span aus Golobinfek gOorben. — In Polule starb Frau Agnes Krajnc geb. DruAooik im Alter von 88 Jahren. Im Allg. Krankenhaus find ferner gestorben: der 3-jährige Elfenbahnerssohn Willibald Eaks aus lkHenbahnerssohn Willibald Eaks aus to. Hubiuja und der 47-iäHrigc Besitzer Ivan abinSef aus Tratna bei h>t. Jurü. Am 22. April p '-l ' WM . - cArA «SS» \£°s v\°c ERZEUGNIS Verlangen Sie bei Ihrem Schuhmacher-meisier Palma - Okma » Gummi» Sohlen. Diese sind viel dauerhafter und billiger als Leder. Für schwarze und braune Schuhe. 21; in der H s„e Schneldergehtlfe Herbert Bloznik errengW 25 an Herzschlag. — In Ga- berje ist am 24. April die 37-jährige Ehauffeurs-galtin Fanni Meznaric gestorben. — Im Allg. Krankenhaus starben die 80-jährige Gemeindearme Maria Ocvirk aus Eelje und der 42-jährige Maurer Franz Hribernik aus ökalre bei Konjice. Der Stitlub Celje teilt mit: Am Donnerstag, dem 13. Mai l. I.. findet im Klub« lokal „Zur grünen Wiese" um st Uhr abends eine außerordentliche Hauptversammlung statt, und zwar mit folgender Tagesordnung: Begrü mannes, Statutenänderung, Reumah der Sektionsleiter. Um plins"' Erscheinen der Mitglieder Ausschuß. ;u»g des Ob-en und Wahl und verläßliche« wird gebeten. — Der D= ßruno ßadnik ordiniert wieder. Stadttino. Am Samstag, 30. April, ist das Kino wegen der Frühlingsliedertafel gesperrt. — Am Sonntag. 1. Mai. der große deutsche Ton-filmkriminalschwank „Das Geheimnis der roten Katze"; in den Haupttollen Siegfried Arno, Ernesl Verebes und Hans Junlermann. — Montag. 2., Dienstag, 3., Mittwoch, 4., und Donnerstag. 5. Mai (Feiertag), der vorzügliche deutsche Tonfilm „Das Liebeslied": in den Hauptrollen Gustav Fröhlich und Renate Müller. Leben und Liebe deutscher Studenten in Rom. FretwtMge Feuerwehr Celje, Telephon 99 Den Wochendienft übernimmt am :t0. «pri! der II. Sag. fUamMtavt: Priftonjchel Ioses-I SJkribor; 1. Mai. Laut polizeilicher Mitteilung sind am 1. Mai Versammlungen, Kundgebungen, Umzüge, Konzerte und auch gemeinsame Ausflüge verboten. Die heurige Bausaison liegt vollkommen darnieder. Für heuer waren größere Projekte vor-gesehen; beispielsweise der Bau eines Postzollamtes, von Zollbeamtensvillen, die Pflasterung der Zu-fuhrftraßen zum Hauptzollamt und eines Teiles der Aleksandrova cesta. Auch ein neue» Hauptzollamt sollte errichtet werden. Alle diese Arbeiten sollten aus dem Pflasterungsfond finanziert werden, der vom hiesigen Hauplzollamte als Umlage von unseren Fabrikanten, Kaufleuten und Gewerbetreibenden eingehoben wurde. Insgesamt standen aus diesem Titel etwas über 20 Millionen Din zur Verfügung. Der erforderliche Rest von l2 Millionen sollte durch eine Anleihe gedeckt werden, die durch den Pflaste-rungsfond zu amortisieren gewesen wäre. E» war »WWWWW . WWIWM anscheinend alles iy schönster Ordnung. Auf einmal kam die Reise und mil ihr schien auch die Durch-führung des Bauprogramnis zu schwinden, was die rasche Krise unseres Bürgermeisters nach Be» grad zur Folge hatte. Wie jedoch einer Notiz de» „Jutro" zu entnehmen ist, kann mit dem Bau dieser Gebäude im heurigen Jahre nicht gerechnet werden. Also haben auch die Interventionen des Bürgermeisters anscheinend nicht bewirken können, daß die für diesen Zweck eingezahlten Gelder frei-gegeben werden. An privaten Bauten sind Heuer ein größerer Anbau bei der Teitilfabrik Hutter, die Fertigstellung des großen Geschäfts- und Wohn-Hauses des Industriellen Herrn Berg und der So» eines zweistöckigen Hauses am Kralja Petra trg für Rechnung des Zahnarztes Dr. Stamol zuver-zeichnen. Die „Kmetijsta etsportna drujba" aufgelöst. Laut Dekret der Banaloerwaltung e» scheint die „Kmetijska eksportna druzba" endgültiq aufgelöst. Damit ist eine Angelegenheit, die in letzter Zeit sehr viel Staub aufgewirbelt hat. bereinigt. Das ganze Vermögen dieser Genossenschaft ist unter Sperre gelegt, damit die Mitglieder nicht etwa ge» schädigt werden können. Zum Liquidator ist de? Bezirkshauptmann Herr Dr. Breier bestimmt worden, der einstweilen nur die zum Schutze der Mitglied« notwendigen Geschäfte durchführen wird. Todesfall. Montag ist hier Frau Marie Hagendorfer, Bankfkontistensgatiin, nach langem schweren Leiden im 42. Lebensjahre verschieden. Den Hinterbliebenen unser aufrichtiges Beileid. Knapp verhütete« Autodusunglück. Am Montag abends hatte sich in der Nähe de« Nummer 34 D ou tsche 3 e t tung Seite 5 König'schen Besitzes bei Sv. Peter bald ein folgen-schweres Aulobusunglück ereignet. Ms der Wage» in voller Fahrt den Ort bereits erlassen hatte, verlor er plötzlich eines seiner Hinterräder. Der Chauffeur bremste den Wagen rasch ab und brachte ihn jurn Stehen, während das eine Rad die abschüssige Wiese hinabkollerte. Die Passagiere kamen zum Teil mit leichteren Hautabschürfungen und sonst mit dem bloßen Schrecken davon. Ein gutes Stück weiter »erengt sich die Straße etwas und ist von der einen Seite von dem steilaufsteigenden Schlapfenberg be-grenzt, während die zweite Straßenseite enllang die Dräu fließt, wo die Böschung steil zur Drau führt. Dort hätte eine solche Panne leicht das gräßlichste Unglück zur Folge haben können. Gattenmord. Am vergangenen Sonntag ist bet Besitzer Mathias Tivadar in Gruzova, Pfarre St. Peter bei Maribor, erschlagen in einem Straßen-graben in der Rahe seines Hauses gefunden wor-den. Da festgestellt wurde, daß Tivadar mit seiner Gattin Mana in ständigem Unfrieden lebte, wurden diese und vier Arbeiter verhaftet. Beim Verhör gaben die Arbeiter — es find dies der 37-jährige Aiiton Vauda, der 23-jährige Johann Lajb, der 20-jährige Anton Kaloh und der 53-jährige Franz Majhenic — an, daß sie am Sonntag um 2 Uhr nachmittags dem in Straßengraben schlafenden Ti-vadar mit einer Zaunlatte der Kopf zerschmettert hätten. Sie seien von der Frau Tioadars dazu ge-düngen worden. Ausflügler in der Nähe der öfter» reichischen Grenze — Achtung! Ausflügler, die die Ausläufer de« Posruck bevorzugen, und deren gibt es nicht wenige, mögen ihren ordnungs-gemäßen Reisepaß mitnehmen. Personen, die keinen haben, wollen sich bei der Polizei eine diesbezügliche Bewilligung (Izkaznica) einholen, damit sie nicht mit den Grenzwachen in Konflikt gerittn. Wer beispielsweise von So. Kriz nach Hl. Geist hinüber-gehen will, muß unbedingt eines von beiden den visitierenden Grenzorganen vorweifen können, da die Grenzer strenge Weisungen haben und man unter Umständen auch mit einer Verhaftung rechnen muh. Eine« Schlangenadler erlegt. Ein bei uns sehr seltenes Weidmannsheil hatte am Freitag, dem 22. April, vormittags der Jäger Greif der Herrschaft von Pachler beim Fischteich in Raie. Es gelang ihm nämlich, einen ausgewachsenen, prächti-gen Schlangenadler (Circaötus gallicus) zu erlegen. Die Länge des Raubvogels beträgt 70. die Mügelspann werte 180 cm. Der Schlangenadler kann beim Präparator Herrn Josef Ziringer in Maribor. Stroßmayerjeva K, besichtigt werden. In den letzten Jahren ist der Schlangenadler bei uns zur Selten« heil geworden. Den alten Bacherer Jägern ist er jedoch noch wohlbekannt. Jetzt dürfte er nur noch in den Schluchten des westlichen Abschnittes des Bacherngebirges horsten. In nächster Nähe wurde ein Paar im Jahre 1864, von Pekre kommend, über unserer Stadt gesichtet. Am östlichen Teil de» Bachern wurden in den letzten 40 Jahren mehrere Ansiedlungsoersuche beobachtet, es kam jedoch nirgends zu einer Eiablage, was weniger auf Stö-rungen durch Menschen als auf die auffallende Reptilienarmut des Bacherngebirges zurückzuführen ist. Da sich jedoch gerade in der letzten Zeit in der Umgebung von Ataribor Sandottern immer häufi-aer bemerkbar machen und man Heuer ttotz der bis fetzt beobachteten Kühle stellenweise ganze Knäuel dieser giftigen Reptilien beobachten konnte, wäre es angtteigt, ein Schußoerbot für Schlangenadler zu erlassen. Als reptillenarm kann man nur den Ba-chern ansprechen, während es in den Ausläufern des Poßruckgebirges, besonders in Bresternica jtel-lenweise von Sandottern geradezu wimmelt. Für einige in der Nähe horstende Schlangenadler wäre hier mehr als genügend Nahrung zu finden. Der Schlangenadler ist in Europa ein Sommervogel. Den Winter verbringt er in Nordafrika und in Südasien. Sein Stand ist gewöhnlich in großen einsamen Waldungen, wo er ein wahres Stilleben führt und sich nur wenig bemerkbar macht. Seine Lieblingsnahrung bilden Giftschlangen, weswegen er einige Zeit hindurch als gtftfest galt. Es ist dies jedoch nicht der Fall, da man diesbezügliche Ver-suche gemacht hat. Bereits Brehm erwähnt einen Fall, wonach ein Schlangenadler, von einer Kreuz-otter in den Kopf gebissen, in drei Tagen einging. Der Schlangenadler kann sich daher bei seiner ge-fährlichen Jagd nur auf seine Geschicklichkeit und auf sein dichtes Gefieder verlassen. Export lebender Giftschlangen. Bereits im vergangenen Herbst haben wir unsere Leser auf den heuer bevorstehenden Giftschlangen erport in» nahe Ausland aufmerksam gemacht. 2m heurigen Winter ist nun weitere Nachfrage nach lebenden Giftschlangen zu verzeichnen gewesen. Ein Groß-abnehmer in Deutschland ersuchte um Anlieferung von 100 zu 100 Stück. Der hiesige Präparator Josef Ziringer. seinen Schulkameraden noch aus der Jugendzeit als eifriger Schlangensänger bekannt, hat es nun übernommen, der Nachfrage nach leben-den Giftschlangen zu begegnen. Bereits anfangs April ging er auf die Schlangenjagd, konnte aber infolge des damals sehr kühlen Wetters erstmalig nur ein einziges Eremplar erwischen. Um gefahrloser und vor allem rationeller arbeiten zu können, hatte er sich den Winter über eine Zange angeschafft, da ihm, der bis dahin nur mit einem Gadelstocke und den bloßen Händen arbeitete, bei steinigem Terrain so manches Prachtexemplar zischend entwischte. Einige Tage später hatte er bereits mehr Glück; er brachte drei Sandottern nachhauje. Der vergangene Sonntag, ein kühler, trüber und windiger Tag, sollte für ihn eine angenehme Ueberraschung werden. Er brachte gleich 12 Stück aus einntal heim, darunter einige Prachteremplare. Mit vor Jagdlust glänzenden Augen erzählt er von seiner Hoffnung, am kom-menden Sonntag mindestens 20 heim zu bringen. Ein Winzer erzählte ihm von einer zwar kurzen, dasür aber armdicken Giftschlange, die in einem Felsloche in der Nähe seines Häuschen haust; diese Schlange stellt sich bei menschlicher Annäherung kerzengerade auf und zischt den Störenfried wütend an. Herr Ziringer ist Feuer und Flamme, er wittert eine bei uns nicht mehr vorkommende alte Kreuzotter. Bei einigem Glück hofft Herr Ziringer monatlich an die 00 bis 100 Stück der bei uns häufigen Sandotter lebend zum Versand bereitstellen zu können. Bekanntlich existieren bei uns Exportprämien auf Wein. Wie wäre es, wenn der Staat, das Banat oder die Gemeinden für Giftschlangen, die tot oder lebend abgeliefert werden, eine gewisse Prämie bezahlen würde. Natürlich müßte diese eine Höhe ausweisen, die einen gewissen Anreiz zum Schlangenfang auslösen würde. Jedenfalls gebührt Herrn- Ziringer für diese seine weidmännische Tä-tigkcit irgendeine materielle Anerkennung seitens der Behörde. Einige Weingartenbesitzer zeigen ihre Er-kenntlichkeit für das Absangen der Giftschlangen auf ihrem Grund und Boden in Form von Weinspenden. Die 16 lebenden «andottern (im Volksmund bei uns Hornoippern genannt) befinden sich im Schau-fenster des Herr Ziringer in der Stroßmayerjeva ulica 6, wo sich täglich viele Neugierige einbinden. Wenn man Gelegenheit hat zuzusehen, wie die Sandotter ihre beiden Eiftzähne blitzschnell in die lebende Maus hackt, kann einen das Gruseln über-kommen. Voltsgenossen! Tretet zum „Schwäbisch Deutschen Kulturbund" in Maribor bei! Freiwillige Feuerwehr Maribor, Fern» sprechet 2224. Zum Feuerbereitschaftsdienst in der kommenden Woche, und zwar vom 1. bis einschlief}-lich 7. Mai. ist der II. Zug kommandiert. Kommandant: Brandmeister Armin Tutta. Bereitschaft -in Reserve: III. Zug. Freiwillige Rettungsabteilung, Fern« spreche? 2336. Apothekennachtdienst. Den Apotheken-nachtdienst in der kommenden 'Woche, und zwar vom 1. bis einschließlich 7. Mai, versieht die „Mariahilf- Apotheke", Mr. König in der Alek-sandrova cesta 1. Ptuj Groger Gelddiebstahl. Am 22. April gegen Mittag brach ein unbekannter Täter in die Wohnung des Bauern Josef Arnqfic in Skoriönjak in der Koloß ein und stahl aus einem versperrten Koffer 26.750 Din. Unter dem Geld befanden sich 17 Tausendernoten, Wie wenig zu empfehlen das Aufbewahren von Geld zu Hause ist, geht auch daraus hervor, daß vor kurzem dem Besitzer 4ufek in Podvince bei einem Brande 12 Tausendernoten verbrannt sind. Slovenska Bistrica Der Gemeinderat hat am Dienstag, dem 19. April, eine ordentliche Sitzung abgehalten. Der Stadtvorsteher Herr Dr. Jagodic begrüßte eingangs die neuernannten Mitglieder des Gemeindeaus schusses. — An Stelle des scheidenden Kassiers des Ortsschulausschusses Herrn Kladnik Josip wurde der Sparkassenbeamte Herr Sajko Matko gewählt. Die Frage der Umbenennung der beiden Eisen bahnstationen „Slov. Bistrica" und „Slov. Bistrica-Mesto" wurde neuerdings in Beratung gezogen. Es wurde beschlossen, der Generaldirektion der Staatsbahnen den Vorschlag zu unterbreiten, den Fernbahnhof „Sloo. Bistrica-suzni kolodovr" und den Stadtdahnhof kurzweg „Sloo. Bistrica" zu benennen, wodurch endlich alle weiteren unliebsamen Verwechslungen, die stets Geld' und Zeitverluste zur Folge yatten, gebannt wären. Der Feier des 60-jährigen Gründungsjubiläums der Frcha. Feuer wehr, das Ende Juli l. I. in festlicher Weife be> gangen werden wird, wird auch die Äadtgemeinde ihre weiteste Förderung angedeihen lassen. Im vorbereitenden Festausschuß werden alle Gemeindeaus-schußmitglieder mitarbeiten. — 3m Zusammenhang mit der bevorstehenden Durchführung der Aarar reform wurde beschlossen, die im Vorjahre «nge-brachte Anspruchsanmeldung auf Zuteilung eine» auf Grund der Agrarreform zu enteignenden entsprechenden Waldkomplexes aus dem Dr. Ferdinand Graf Attems Helligenkreuz'schen Großgrundbesitze zurückzuziehen. Dieser bemerkenswerte Gemeinderate beschluß ist darauf zurückzuführen, daß durch eine Zertrümmerung de» gräfl. Attems'schen Schloßgut«-besitze? gleichzeitig ruft dem bisherigen Eigentümer, wie wir an dieser Stelle bereits vor einiger Zeit dargetan haben, auch eine Unzahl von Beamtem, Angestellten- und Arbeiterfamilien um ihren Lebens-unterhalt gebracht werden und die Arbeitslofenziffer um ein Beträchtliches anschwellen würde, ein Um-stand, der auch auf den hiesigen Handels- und ®e» werbestand nicht zu unterschätzende Rückwirkungen zur Folge hätte. — Da nach den Bestimmungen des neuen Beamtenaesetze» Slov. Bistrica. obwohl es Sitz eines Bezirksgerichtes, eines Steueramtes und einer ansehnlichen Garnison ist, in die niedrigste Teuerungszulagenllaffe eingereiht wurde, die Lebens-Verhältnisse aber keineswegs günstiger liegen als in Bezirksstädten, wurde beschlossen, die Einreihung unlerer Stadt in die 2. Tenerungszulagenklasse bei den zuständigen Stellen zu erbitten. • An die öffentliche Gemeinderatssitzung schloß sich ei in ge-eime, in der über die Dienstbezüqe der Gemeinde-eamten und -angestellten verhandelt wurde. In einigen Fällen wurde eine wesentliche Aenderung des Dienstverhältnisses und der Gehälter vorge-nommen. Abg. Krejci hat am Donnerstag, dem 88. April, im Hotel „Beograd" im Kreise seiner Wähler über die politische Lage und über seine Tätigkeit Bericht erstattet. Da» Bezirtsgerichtsgebäude wird ge- genwärtig einer Erneuerung unte^ogen. Be,itzwechsel. Da» Hau» des Schuhmacher-meisters Herr I. Jel Ecke redigier» von Harald Schwab Problem Nr. 10 Dr. F. Talitzsch „Neue Leipziger Zeitung" 1923 Stellung: Weiß: Kh4. Db8, Tb3 (8 Steine). Schwarz: Kc4; Bc5, clZ. d5 (4 Steine). Weiß zieht und setzt im 3. (brüten) Zuge matt! Lösung zu Problem Nr. l0 1.) Tf4—l8! Sb8Xd7 2.) Ddl—f3-f 1. )..... c4—c;> 2.) Dd I - b3 1. )..... c6 —c5 2.) Sd7—b6-f- Nachstehende Verlustpartie des Weltmeisters wurde anläßlich eines Trainingsturnieres in Bern während der Osterfeiertage gespielt. Weiß: Dr. A. Aljechin Schwarz: Prof. Dr. O. Naegli I.) d2—d4 Sg8-f6 j 23.) Sc3—b1 ? sEin 5! 2.) c2—c4 e7—e6 3.) Sbl—c3 Lf8-b4 4.) Ddl—c2 d7—d5 5.) c4Xd5 e6Xd5 6.) Lei- g5 c7—c6 7.) e2—e3 Lc8-g4 8.) Sgl—e2 sStärker scheint hier Db3 zu sein, wonach Schwarz mit allerlei Unannehmlichkeiten zu kämpfen hatte.s ..... Sbti—d7 Se2—g3 h7—h6 10.) Lg5 —f4 g7—g5 11.) Lf4—eö Sd7Xe5 12) d4Xc5 Sk6—d7 13.) h2—ha Lg4—e6 14.) 0 -0-0 Dd8 a5 s Schwarz kann den öe5 nicht schlagen wegen 15.) f4! und f5 nebst Figurenoerlust-s 15) k2—f4 gf»Xf4 16 ) eZXtt 0-0-0 17.) Sg.'S—e2 s Aljechin lehnt das angebotene Fi-guren opfer ab. da Sch warz nach 17.) l5, S X e5 18.) ke, d4 bei starkem Angriff 3 Bauern für die Figur bekämes 17.) .... d5—d4! 18.) Se2Xd4Sd7—c5 19.) S44Xe6 M3XI1 + Sc3Xdl k7X-6 Lkl—c4 Th8-d8 Das Bauernopfer hat ich rentiert, Schwarz steht überlegen!! 22.) Sd,-c3 Td8-d4 2o!) 21.) Fehler; am besten war noch l.e2j 23.) .... 1,7—b5! 24.) Lc4Xe6-f snicht Lb3 wegen 8d3-i- nebst Sdl i- und auch nicht Le2 wegen DXa2 nebst Sb3-r) 24.) .... Sc5Xe6 25.) b2—b3 Se6—c5 26.) Thl-dl Da5-d8 27.) a2 a3 Lb4—el! !Auf 28.) TXL, folgt Sd3^ m.Damengewinnj 28.) Be2—f5-h KC8 »7 29.) Hl XU SC5-I3+ 30.) Kcl 12 Sl'iXH +- 31.) Kd2Xel Dd8 -d5 s Rascher hätte Dh4-b ! l2.) Ke2 Dg3 entschieden! 32.) Sbl-c3 Dd5Xg2 33.) Sc3 »2 l|2—fei ■+■ 34.) Kel—k2 Td4—d2 35.) Kf2—e3 Dhl—dl 36.) M5 —j4 Til—<3 t- 37.) Ke3 k2Dd!Xb3 38.) ef>—e6 DbH—d5 39 ) Dj}4—«7-f- Kb7—10 40.) e6-e7 Dd5-k3+ 41.) Kf2—ll 113 ll-f 42.) 5,2-,1 Bill—14 4-Sgl — e2 Td3-e3 Dg7-g4 De4Xe7 Kt 1 —f2 T|3X|2+! Dg4Xe2 De7Xe2 Kf2Xe2 Ka6—b6 48.) Ke2—e3 Kb6—c7 49.) Ke3-e4 Kc7-d6 50.) Ke4—f5 Kd6—e7 51.) Kf5—g6 Ke7—f8 Weiß gab auf. Post der Schachecke an H. Schwab, Wien VIIl., Skvdagafse 23a Filiale: E. Serna CeUe, Krulja l'etrn cents 5r. 10 ffiiu Seit« 8 Deutsche Zeitung Nummer 34 Ganz separierte möblierte Wohnung im I. 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K.-hlartoslg knlt, Ma{rB»törungeu. CebercnipAndLicbkeJt, Scharrten in den ülin'em, allgemeiner oder t«Uw«i*«r Körperacbwlche oder an anderen an-r&bJigen Braeb«tounf«n )«ld t. muss sich mein trostspendendes Büchlein kommen laassn ! Wer et eiii Au'ei«rkeaakf it geleeon, wird di« heruhlfftnde ü«barxeufung gewonnen halien. » Schidlo in lltijf.