Pränumeratious - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig... 4 „ 20 Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich „ 70 „ Laibacher M i t der Post: Ganzjährig.................12 fl. Halbjährig................. 6 „ Vierteljährig 3 Für Zustellung ins Haus, »irrtelj. 25 fr., monatl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Tj Nr. 45. [agblntt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Mittwoch, 25. Februar 1874. — Morgen: Alexander. Nedactisu Bahiihosgaffe Nr. '.32. Expedition- & Bureau: Tongreßplatz Nr. (Such» bandlung ron Jgn. K!ein» mayr & Fed. Bamberg.) Jnsertiouspreise: Für die einspaltige Petitzeile k 4 kr., bei zweimaliger Än-‘chaliiiiig ä 7 kr., dreimaliger ä 10 kr. Jn^erlionWemrel irde#a:nl :)0 tr. Bei größere!! Znseiüieri und öfterer Eiii'challmig enripre-dfr.trr Nabatt. 7. Jahrgang. Köhlerglaube und Wissenschaft. Wir müssen unsere Leser um Entschuldigung bitten, wenn wir die Namen FliS und K. Vogt noch einmal an dieser Stelle zusammen nennen; weil wir sie aber schon einmal neben einander gestellt und der erste« davon als Typus einer besonderen leider weit verbreiteten Gattung gelten kann, so mögen sie noch einen Moment neben einander figurieren, aber wvhlgemerkt, wie kontradiktorische Begriffe, die einander ausschließen, etwa wie Licht und Finsternis, wie gesunder Menschenverstand und dessen absolute Negation, wie „Köhlerglaube und Wissenschaft." Doch zur Sache. Wir haben uns jüngst erlaubt, das dummdreiste Gebaren des Katecheten FliS zu kennzeichnen, der, obgleich ihm die ersten Anfangsgründe Wissenschaft-licher Bildung fehlen, sich dennoch erfrechte, über Männer, die zu den größten Leuchten der Naturwissenschaft gehören, die, was ihre staatsbürgerliche und gesellschaftliche Stellung betrifft, als wahre Muster redlicher Pflichterfüllung und patriotischen Wirkens gelten, den Stab zu brechen und die Ergebnisse ihrer Forschungen als verderblich, Staat und Gesellschaft zerstörend zu brandmarken. Es wurde ihm nachgewiesen, daß die sogenannte Affen-abstammung des Menschen ein lächerliches Psaffen-mürchen sei, von dem sich auch nicht eine Spur in den Werken der großen Naturforscher findet. Nur wer die Werke selbst nicht gelesen oder nicht ver- standen hat, sondern seine ganze Wissenschaft aus klerikalen Blättern schöpft, kann so etwas behaupten. In der letzten Nummer der „Danica" kommt nun der Casinote Flis noch einmal auf dies Thema zurück. Er hat nemlich mittlerweile herausgefunden, daß eS eines Beweises für seine Behauptung gar nicht bedürfe, da es ja weltbekannt sei, was Darwin lehre, und der gelehrigste Schüler Darwins sei ja ohnehin K. Bogt. Damit glaubt er die Sache abgethan, rin Beweis, daß so ein hohlköpfiger Polterer es nicht einmal der Mühe werth hält, die Theorie oder das System eines Forschers nach seinem wahren Gehalte zu prüfen, bevor er sich anmaßt, darüber abzusprechrn. Würden die Herren eines der Werke Darwins selbst zur Hand nehmen und nach ihrem Inhalte prüfen, so müßten sie ja wissen, daß die Naturwissenschaft schon seit Kant dahingestrebt hat, sich vom Köhlerglauben zu emancipieren, an dir Stelle des ihr fremden Schöpfungsbegriffes den Begriff der Entwicklung, an dir Stelle des Wunders das ewige unabänderliche Naturgesetz zu stellen. Mit dem Begriff der Entwicklung aber Ernst gemacht, ihn an der ganzen Welt des Lebens durchgeführt zu haben, dies Verdienst gebührt dem Engländer Charles Darwin. Es sieht, gelinde gesagt, srhr sonderbar aus, wenn unsere Ultramontanen, die in ihrem Gehirne nicht über das ABC der Naturwissenschaften verfügen, geschweige deren Riesenfortschritte in der Neu zeit kennen, sich über die Lehre Darwins lustig machen und die Ergebnisse seiner 50jährigen For- schungen mit höhnischen Auslassungen über das „Affenthum des Menschen" abgethan glauben. Nie war ein Forscher von Willkürlichkeiten oder üewag-ten Hypothesen weiter entfernt, als gerade Darwin. Die Eigenthümlichkeit seiner Theorie besteht im Ge-gentheile gerade darin, das scheinbar weit von einander abliegende durch Einschiebung von Mittelgl-'t-dern zu einer stetigen Entwicklungsreihe zu verbanden und die Hebel aufzuzeigen, mittelst deren ; .e Natur die aussteigende Bewegung dieser EntwickunyS-reihe zustande bringt. ES zeigt immerhin von einer lächerlichen Naivetät des Denkvermögens, wenn man diese Theorie widerlegt zu haben glaubt, indem man zwei so werthverschiedene Gebilde wie den jetzigen Menschen und den jetzigen Affen mit lieber* springung der zahlreichen durch Jahrtausende Mährenden Zwischenstufen und Mittelzustände hart an» einander stößt. Nie hat Darwin oder einer seiner Anhänger behauptet, daß ein Thier der Ahne deS menschlichen Geistes gewesen. Darwin hat unwiderleglich gezeigt, daß die Ahnen ihres Geistes die Menschen selbst durch fortgesetzte, fortgepflanzte Gedankenarbeit geworden sind. Den Geist stellt Darwin an der Hand der hunderttausende von Jahren zählenden Menschengc-schichte als einen Erwerb dar, den unzählige Generationen mittelst Anhäufung vieler kleinen, aber im Kampfe ums Dasein nutzbaren Abänderungen und Fortschritte unter der Leitung der natürlichen Zuchtwahl allmälig gemacht und den Nachkommen vererbt haben. Gerade so ist es die heutige Biene wohl nicht, die ihre Kunstwerke selbst aussinn!; scn- Ieuiileton. Das sympathetische Pulver. ES war später Abend: alles hotte sich schon »ur Ruhr begebrn, nur ich saß noch allein an rinem Tische und la« in der „Ehre des Herzogthum Ärain". Ich konnte mich heute von dem wunderbaren Bucht nicht trennen, es hielt mich wie durch Zauber.festgebannt. Ich blätterte in den Bänden und ergötzte mich an den zahlreichen Spuckge-schichten, an den Wandlungen über die verschiedenen ..Pacta" mit dem Teufel; ich erinnerte mich an jene Stelle, wo Balvasor erzählt, wie ihn der Freund einlud, in dir Teuselöschule mitzugehen, und der. selbe auf seine Weigerung vor seinen Augen ver. schwand; ich las, wie Balvasor' in Venedig im Zauberspiegel sein Schloß Wagensberg sah, und iuletzt schlug ich dir Stellt vom „sympathetischen Pulver" auf. Oft hatte ich schon darüber nach-9efcacht, allein nie hatte es mich so aufgeregt wir letzt. Ich grübelte und sann und konnte feine Aufklärung finden. Sollte ich das Ganze in das Ge» &iet der Fabel verweisen? Einen Augenblick war >ch geneigt dazu. Aber er, der gute, alte, ehren- werche Valvasor, der sagt, selbst habe er es mehr als einmal erprobt, daß, wenn man den einen Theil deS Pulver« anzündet, der andere Theil auch brennt und wäre er auch viele Meilen entfernt. Auf feinen Reisen durch den Orient habe er sich viele Kenntnisse über dieses Pulver erworben. Durfte ich den Ehrenmann für einen Lügner halten ? Ich schämte mich des unausgesprochenen Verdachtes und sa«n auf andere Aufklärung. So sehr ich mich aber anstrengte, ich konnte keine finden. Gewiß dir alte Zeit hatte manche« Geheimnis, welche« damals Zauberei war, jetzt eine natürliche Au'klärung finden würde, wenn wir es ererbt hätten. Man braucht nur an die Hexensalbe und an dir Salbe, welche bei den Feuerproben benützt wurde, zu denken. Ja, guter Valvasor, ich konnte mich töchsten« damit trösten, daß jeder Mensch dein sympathetisches Pulver in der Brust tragt. Wäre dir« nicht der Fall, dann müßte der Gebildete seine Umgebung mit dem ruhigen Auge de« Künstlers betrachten, er müßte alle« schöne anziehend, alle« häßliche abstoßend finden. Und doch gibt e« Schönheiten, welche geradezu widerwärtig sind, während manche« Gesicht, welche« beim ersten Anblick für häßlich erkannt wird, sehr anziehend wirken kann. E« gibt Augen, welche nach den Gesetzen der Schön» heit tadellos sind, und wir fühlen ein Unbehagen oft sogar ein Grauen, wenn wir ihren Blicken aue-gesetzt sind, während andere minder schöne Augen oft auf uns eine Wirkung machen (um mich poetisch auszudrücken), wie der Sonne Frühlingölächcln auf die Natur. Und alles das erklärt man mit dem einzigen Wörtchen „Sympathie". Da bin ich wieder, wo ich anfing, bei Valvasor und seinem Pulver. Wenn ich die Macht hätte, seinen Geist zu eitleren, gewiß würde ich cs ihun, um mir die Lösung diese« Räthsels zu erbitten. Ich starrte auf das Bild Valvasor«, als könnte e« mirAntwort geben. Mein Kopf glühte, meine Nerven waren fieberhaft aufgeregt. Die Buchstaben tanzten vor meinen Augen, die Zeilen hoben sich au« dem Buche, sie fingen an sich in einander zu verschlingen, sie gestaltete« sich zu Schlangen, welche da« Bild Valvasor« umschlossen, dessen Züge sich belebten. Ich wottic mich erheben und entfliehen, aber ich halte die Kraft nicht dazu; das Grauen hielt mich fest und hatte mich gelähmt. Ich schloß das Buch und fegte den Kopf darauf. Einen Augenblick klang mir noch das Lied einer alten Zauberin au9 Valvasor in de» Ohren; dann war alle« still. Fortsetzung folgt) »ms in Reihen von Jahrtausenden, seit aus dem unvollkommenst«, Kerbthier sich allmälig die Hautflügler in ihren verschiedenen Gattungen entwickelten, haben an der Hand oes im Kampfe um das Dasein sich steigernden Bedürfnisses nach und nach jene Künste sich ausgebildet, die den jetzigen Geschlechtern mühelos als Erbstück sich überliefern. Wir begreifen übrigens ganz wohl den Ingrimm und den Zorn der denkfaulen Offenbarungsund Wundergläubigen gegen Darwins Theorie; sie thun ganz rechi, dieselbe als ein ihnen feindseliges Prinzip auf Tod und Leben zu bekämpfen. Nur sollten sie sich besser geschulte Streiter wählen und ehrlicherer Waffen bedienen als Fälschung, Lüge und Verleumdung. Das Geringste, was man von ihnen verlangen kann, ist, daß sie Prinzipien, die sie anfechten, vorher richtig auffassen und verstehen lernen. So viel über Darwin. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 25. Februar. Inland. Da« Abgeordnetenhaus wird in den nächsten Tagen endlich in der Lage sein, an die Berathung des Staatsvoranschlages pro 1874 gehen zu können. Der Budgetausschuß beschloß nemlich über einen Antrag des Dr. Herbst im Abgeordnetenhause zu beantragen, es mögt dasselbe in die Budgetdebatte schon jetzt eingehen, ohne wie bisher die Durchberathung des gesammten Budgets seitens des Ausschusses abzuwarten. Die SamstagSsitzung des Budgetausschusses bot überhaupt einige interessante Einzelheiten. Abg. Demel interpellierte den Kultusminister, ob jene Gerüchte auf Wahrheit beruhen, nach welchen die kirchliche Zweitheilurtg Schlesiens, welches der geistlichen Jurisdiction des breslauer Fürstbischofs untersteht, in der Weise geplant wird, daß der östliche Theil dieser Provinz mit der krakauer, der westliche hingegen mit der olmützer Diöcese vereinigt werden soll. Der Minister zerstreute diese Besorgnis mit der Erwiderung, daß die Verhandlungen bezüglich der künftigen kirchlichen Stellung Schlesiens noch kein Ergebnis geliefert haben. Der ins Budget eingestellte Betrag von einer halben Million zur Unterstützung hilfsbedürftiger katholischer Seelsorger, die ihre staatsbürgerlichen Pflichten nicht verletzt haben, wurde wieder genehmigt. Auch die parlamentarische Vollberathung der konfessionellen Regierungsvorlagen ist durch den Beschluß des konfessionellen Ausschusses, jeden Gesetzentwurf dem Hause einzeln vorzulegen, in nahe Aussicht gestellt. Dieselbe kann schon in der nächsten Woche beginnen, sobald Dr. Weeber den Bericht über das Hauptgesetz vollendet hat. Der kommandierende General in Temesv ar, FML. B. Scudier, welcher der O m l a d i n a längst ein Dorn im Auge ist, hat sich ein neues Anrecht auf den Haß der Miletic'schen Clique und ihrer stillen Eompagnons erworben. Infolge der Gerüchte, welche die pensionierten O fiziere in der Militärgrenze der eifrigen Unterstützung der Om-ladina und selbst des vollen Anschlusses an diese beinzichtigen, hat der General einen Befehl an sämmtliche pensionierte Offiziere in der Grenze erlassen, in welchem jene Gerüchte zwar als ein „bischen übertrieben" bezeichnet werden, gleichzeitig jedoch konstatiert wird, daß mehrere Offiziere anläßlich der letzten Wahlen für den Candidaten der Omladina gestimmt hatten. Hiedurch aber Hütten die Betreffenden die Grenze überschritten, welche ihnen ihre Stellung al» k. k. Offiziere zieht, da die Zwecke der Omladina keineswegs nur staats-rechUtch-oppositionelle, sondern in der That staatS-geführliche, und die Mittel, welche sie anwendet, verfassungswidrige seien. Als Beweis für letztere Behauptung wird namentlich angeführt, daß die Omladina selbst die Person de- Kaisers misbrauchte, indem sie unter den einstigen Grenzern den Glauben zu verbreiten suchte, daß die Provinzialisierung der Grenze gegen den Willen des Kaisers erfolgt sei. Nun müßten die Offiziere wissen, daß die Grenze auch vom militärischen Standpunkt nicht länger aufrecht zu erhalten war, und daß Se. Majestät selbst die Auflösung gewollt und ungeordnet habe. Baron Scudier spricht denn auch die Erwartung aus, daß jene Offiziere, welche für die Omladina stimmten, fortan ihr ihre Unterstützung entziehen werden. Dagegen empfiehlt er ihnen, ihren Einfluß aus ihre Stammesgenossen dahin zu verwenden, daß Fleiß, rationelle Thätigkeit und Wissen Eingang in die einstige Grenze finden. Baron Scudier schließt mit der Erklärung, daß er für jeden einzelnen ein wachsames Auge haben und jene, die sich in der angegebenen Richtung als wahre Freunde des Volkes erweisen werden, möglichst unterstützen werde. Der ungarische Reichstag ist auf den Wartesold gesetzt und zehrt von Interpellationen und Petitionen. Für Kurzweil und ein kleines Scan-dälchen sorgen die Ultras der äußersten Linken, welche ihre Partisane jetzt um Auflösung des Par» lamentes petitionieren lassen. Ein solches Gesuch rief in der letzten Sitzung ziemlich stürmische Szenen hervor. Ernst und bedeutsam dagegen sind die Interpellationen zweier sächsischer Deputierten an den Minister des Innern wegen der Auflösung der sächsischen Nationsuniversität. Angesichts der Haltung, welche selbst das hervorragendste Organ der Deakpartei in dieser Frage eingenommen hat, wird Graf Szapary einen schweren Stand haben, sein autskratischeS Vorgehen zu rechtfertigen. Ausland. Bei der ersten Lesung des P r e ß -gesetzes im deutschen Reichstag waren wieder sämmtliche geistliche Deputierte bis auf den Bischof von Metz anwesend, als ob nichts vorge-fallen wäre; cs wird also vhneweiterS ihre Mitwirkung bei der künftigen GesetzgebungSarbeit zu erwarten sein. Selbstverständlich ist in die geheimen Motive, welche sie zu dieser Taktik veranlaßten, noch nicht mehr Klarheit gekommen. Das beschauliche Leben des Erzbischofs Ledo-ch o w s k i in Ostrowa wird auch durch die laufenden Prozesse nicht unterbrochen werden. Das Kreisgericht zu Posen fragte schriftlich bei ihm an, ob er zu dem nächsten Termine in Posen persönlich erscheinen wolle. Der Erzbischof lehnte brieflich ab. Der Reichsgerichts Hof für kirchliche Angelegenheit verzichtet, wie die Ostd. Ztg. erfährt, bei der klaren Sachlage gleichfalls auf die Vorführung des Erzbischofs und wird über ihn in contumaciam erkennen. Die Rede des Grafen M o l t k e im deutschen Reichstage findet fast in allen Lagern zu Paris die nemliche Beurtheilung. „Die Rede" sagt die „»ffembläe nationale" „ist friedlich und drohend zugleich. Sie verdient jedenfalls, auf das aufmerksamste gelesen zu werden. Man wird dann sehen, was in Frankreich zu oft vergessen wird, daß man nicht ein großer KriegSmann sein kann, wenn man nicht auch in den anderen auf die wirthfchaft-liche und sittliche Führung der Gesellschaft bezüglichen Gebieten der menschlichen Kenntnisse bewandert ist. Die Rede des Feldmarschall« verdient namentlich vom Standpunkte unserer Ausbildung berücksichtigt zu werden. Herr ». Moltke ist ohne Zweifel ein Feind, aber dieser Feind sagt uns wenigstens Wahrheiten, die für uns sehr werthvoll sind. Unsere Sache ist eS jetzt, ans dieser groß» müthigen oder geringschätzigen Offenheit unseren Vortheil zu ziehen. Fas est et ab hoste doceri.“ Der Zusammentritt des neuen englischen Parlaments ist formell auf Donnerstag den 5. März anberaumt, doch werden die eigentlichen Geschäfte erst etwa zehn Tage später beginnen können. Wenn die Wahl de» Sprechers und die Vereidigung der Mitglieder erledigt ist, wird sich da» Hau« vertagen müssen, bis der neue Premier und eine Reihe seiner College», die durch Uebernahme des Amtes nothige Neuwahl überstanden haben, so daß voraussichtlich erst am 10. März da» Parlament seine Sessionsarbeiten beginnt. Am 2. April beginnen alsdann die Osterferien, und für dir ganzen Geschäfte bleibt somit nur die Zeit zwischen dem 12. Hpril und dem Anfang August. Die Times Hat gegen die Zusammensetzung des Disraeli'schen CabinetS, in welchem bis jetzt das Oberhaus und das Unterhaus gleichmäßig durch je sechs Mitglieder vertreten sind, sehr wenig einzuwenden. Vor allem rühmt das Blatt einen hervorragenden Zug von „Unabhängigkeit," welcher diesen Staatsmännern eigen sei. Disraeli zeige ein gewisses Kraftbewußtsein, indem er sich Collegen erlesen, die keineswegs zu den Jasagern gerechnet werden könnten. Die Times wünscht dem Ministerium eine ausreichend ehrliche Prüfungszeit, indem ein allzu schneller Umschlag zur liberalen Aera für die letztere nicht förderlich fein könnte. Die Tory - Regierung werde sich ohnehin mit Maßregeln befassen müssen, die entschieden liberale,t Ursprunges seien. Die liberale Partei habe angesichts ihrer Verdienste und auf ihre politischen Erfahrungen gestützt, durchaus keinen Grund dazu, betreffs der Zukunft sich dem Kleinmuthe hinzugben. Zur Tagesgeschichte. — Der gebrochene Aschermittwoch. D:r Kronprinz Rudolf besuchte am Aschermittwoch die leopoldstüdter Volksküche und aß ein „GuttyiS.“ Darob große« Entsetzen in klerikalen Kreisen. Nach der Versicherung befl wiener Correspondenten der „Germania" ist man in „katholischen Kreisen" über die Fürstin Hohenlohe höchlich entrüstet, welche tem Kronprinzen am Aschermittwoch „GnlyaSfleisch" serviert hat. Nun ist das Menu, das der Kronprinz „gekostet" hat, allerdings nicht gerichtlich festgcstellt, doch kann die Entrüstung der „katholischen Kreise" doch vollkommen grundlos sein; wenn der Kronprinz das GulyaSfleisch gegessen hat, dann hat er entweder DiSpenS oder — er kann« beichten. Servieren mußte es die Fürstin Hohenlohe, da sie ja alle in der Volksküche vorräthi» gen Speisen vorsührte und die „Volksküche" ja nicht „katholisch" ist. — Harmlose Notizen. Die „N. fr. Pr.", die neulich co a i l.) Wie bekannt, wurde von der Südbahngefell-ichaft der Beschluß gefaßt, infolge der vermehrten Kohlenerzeugung die Station Trisail zu vergrößern und zwar sollte eine Erbreiterung des Bahnhofe» und ^ie Anlegung zweier neuer Geleise und der nöthigen V-rbindungSgeleife statifinden. Da« k. k. Handels-Ministerium hat nun dieses Project bereit- genehmigt wird, sobald die Witterung es zuläßt, an dessen Ausführung Hand angelegt werden. . — (Thierquälerei und Thier. ^ ch >, tz.) „Wozu denn Thierschutzvereine ? Da» ist übertriebene Zärtlichkeit. Sollen lieber Anti-^nschenquSlereivereine oder Menschenschutzvereine grün- Sogar strafen muß man sich lassen, wenn man {*'» eigene» Pferd oder sonstige» Thier martert. Ist nicht ein Eingriff in das Eigentumsrecht?" So 7*1 man manchmal schwätzen — wahrlich ein rohe», "vernünftiges und widerliche» Beschwätz. — Men-^'chutzvrreine, welche den einzelnen vor grausamer "«Handlung durch andere schützen, haben wir im Staate, in der Kirche, ja wir haben viele Wohlthätig-keiisvereine für Mensche». Die Strafen gegen Tierquälerei sind sehr begründe», denn die Thierquälerei ist ein Zeichen eines rohen, grausamen GemütheS. Durch muthwilligeS Martern der Thiere stumpft sich das natürliche Mitleid mit dem Schmerze anderer Wesen ab; das menschliche Gemüth wird verwildert; ein Mensch, der im (lande ist, aus Zorn oder Muth-willen ein Thier grausam zu behandeln, wird auch gegen seine Mitmenschen ebenso zu handeln geneigt sein oder geneigt werden. Sehr verderblich ist das böse Beispiel, welche» mit der Thierquälerei drn Kindern, welche zusehen, gegeben wird. E» wird damit der Keim zu Hartherzigkeit und Grausamkeit in da» sonst so weiche jugendliche Herz gelegt und die Frucht davon kann der Galgen werden. Die Thierquälerei ist also gemeinschädlich, und Staat und Gesellschaft thun wohl daran, gegen dieselbe aufzutreten. Dabei ist sie in vielen Fällen für den Thierquäler selbst nachtheilig. So ist zum Beispiel in den allermeisten Fällen die Ungeschicklichkeit und Rohheit de» Menschen daran schuld, wenn da» Pferd, da» unentbehrliche und edelste HauSthier, in den Fehler der Stätigkeit verfällt. Wie soll ein Mensch ein andere» empfindende» Wesen bilden können, wenn ihm selbst eine menschenwürdige Bildung fehlt. Leider ist efl noch eine nolhweudige Maßregel der Behörden, die Thiere vor der Rohheit de» „Ebenbildes Gotte» und Herrn der Schöpfung" zu schützen! Und bei den vielen Fällen empörendster Thierquälerei klage noch jemand über die verlängerte Schulpflichtigkeit der Jugend. — (Concurrenzlose Bärentretberei.) Diejenigen Leute, so sich in O-sterreich-Ungarn der freien Kunst de» Bärentreiben» gewidmet haben, werden von nun au die leidige Concurrenz durch ausländische Bärentreiber nicht mehr zu bekämpfen haben. „Die k. und k. Missionen wurden aufgefordert, fremdländischen Bärentreibern kein Paß-Visa nach den k. und I. Staaten zu ertheilen und die Confularorgane in gleichem Sinne anzuweisen.- So lautet eine officiöse Meldung, deren Folgen für Verminderung de» Land-streicherthum» abzuwarten sind; da» Eine steht fest, autochthone Bären sind fortan privilegiert. Nur da» „Bären.An- und Aufbinden" bleibt nach wie vor auch Ausländern gestattet. — (Neue» Mittel zur Vertilgung »er Feldmäuse.) Ein solche» hat Professor Neßler angegeben. Bekanntlich kann man die Mäuse ladurch übten, daß man dicken Rauch in die Mäuse-löcher bläst. Man benützt hiezu einen kleinen, eisernen Ofen, in welchem man qualmende Substanzen verschweelen läßt, und bläSt mittelst eine» Blasebalges den Rauch in die Löcher. Um den Ofen entbehrlich jU machen, hat Neßler Patronen angefertigt, die an* gezündet und in die Löcher gesteckt werde», in denen sie einen solchen Qualm erzeugen, daß die darin befindlichen Mäuse sofort ersticken. Eine faserige Substanz, al» welche sich die Jute al» besonder» geeignet erwie», wird mit concentrierter Salpeterlösung (Kali, salpeter) getränkt, getrocknet, getheert und in halb-trockenem Zustande mit Schwefelblumen bestreut. Nach vollständigem Abtrocknen werden die zur Herstellung de» Fabricate» in dünne Zöpfe geflochtenen Jutefasern in kleine pillenartige Stückchen geschnitten und in der Weise verwindet, daß sie an einer Laterne behutsam angezündet, in die offenen Mäuselöcher geschoben und diese sofort mit Lide verschlossen werden. Kaufmann Moog in Karlsruhe verfertigt solche Pillen und verkauft sie zum Preise von 1 tr. per 10 Stück. — Die allg. illustr. Industrie-und Kunstzeitung von Dr. Ferd. Springmühl Nr. 8 und 9 enthält unter anderem folgende prachtvolle Illustrationen und gediegene Abhandlungen: Venedig und venetianische» GlaS; Amerikas schwimmende Paläste; Lampe au» ciseliertem Eisen; Luther die Bibel übersetzend, Gemälde von G. Spangenberg; die landwitthschaftlicheo Maschinen Nordamerika»; etwa« von der Sonne; Papierleder; Gitterthor au» Gußeisen; da« verlorene Paradie», Gemälde von A. Cadanel; de» Engel» Liebe, Marmorgruppe; Cen- trifuzalirocken.Apparate; kleine MittheiluNzen, Feuilleton :c. rc. — (Ein finsteres Staatsgeheimnis oder ein Märtyrer der Liebe.) Historischer Roman von LouiS Mühlfeld. Borunöliegen die ersten fünf Hefte eine» neuen ungemein spannenden Roman- von LouiS Mühlfeld (Hartlebens Verlag in Wteu und Pest.) Wir geben unfern Lesern ein Skizze der darin handelnd auftretenden Persönlichkeiten. Eine hochgeborne Dame, au» der nächsten Nähe der Kaiserin Maria Theresia, zugleich auch Mitwisserin eine« düsteren Staatsgeheimnisses, stellte sich an die Spitze einer Partei, um durch Aufgebot der ränkevollsten Mit. tel, nicht zurückschaudernd vor gewaltsamen Attentaten, dir Ordnung der Dinge umzustoßeu nod ihnen die von ihr beabsichtigte Richtung zu geben. Schön, wie die junge Maiensonne, mächtig durch Reichthum, An. sehen und Einfluß, suchte sie feurige und ehrgeizige Cavaliere in ihre Netze zu locken und ein herrlicher, kraftvoller, wenngleich allzu leidenschaftlicher, wilder und unbändiger Mann fiel ihr — ein Mär-yrer der Liebe — al« bedauernSwerthe« Opfer. Gefeiert von der Monarchin, von feinen Freunden und von den Frauen, die ihn vergötterten, mußte der übermüthig Gewordene vom Gipfel feine« Ruhme«, au« den Palästen de« stolzesten Abels, Hillabsteigen in das grau, famste und peinlichste Kerkerelend, während andere aristokratische Häupter, und darunter so mancher letzte Sproffe eines mächtigen Geschlechtes, welche sich an de» verwegenen Unternehmungen betheiligten, ihre Schuld mit dem Tode durch Henkershand büßten. Neben de» anmuthenden Persönlichkeiten Maria TheresienS und ihrer Familie, deren treuesten Minister und Freunde, Herzog von Tarouca, fesseln zumeist die Aufmerksam-keit: deren Hofdame, die intriguenvolle Fürstin Z o l f f y-(Rakoczy'S Enkelin) und der berühmte Parteigänger Franz von Trenk. Die Liebesabenteuer und Heldentaten diese» eigentümlichen, gewaltigen und fesselnden, bei all' feiner Wildheit und Schroffheit doch je» »eilig gefühlvollen Manne», da» Unglück, welche» ihn zuletzt ereilte, die furchtbaren Leiden, welche er im Kerker zu erdulden hatte, die öfter versuchte Flucht, die von seinen Anhängern eingeleitet, von seinen Fein, den aber stet» verhindert wurde, bieten ein überreiche», höchst romantische» Bild von abenteuerlicher Größe. Nicht mindere» Interesse erregen Trenk'S Panduren, darunter besonders hervorragend der junge, vielversprechende Held Laudon und der reckenhafte Harambascha (Räuberanführer) Peter Bagyu; die Zigennerkönigi» Czinka Parma (hochberühmte Geigerin), der politische Sendling Graf Perufa, der allgemein gehaßte Emporkömmling und al» Documentenfälfcher angeklagte Staatssekretär Bartenstein u. A. Die Leser werde» aber auch theilnahmSvoll den Schicksalen de» weiblichen Oberlieutenant- Barbara Liputi von NädaSdy-Hußrren folgen und in den launigen Abenteuern de» berühmten Hofzwerge» Baron Hansel, sowie de» erste» Schattenspielmanne» Kühnei und de» KorporalS„Flucher" erheiternde und anmuthige Abwechslung finden. — Und fo wird der Roman „Ein finsteres Staatsgeheimnis oder Ein Märtyrer der Liebe" nicht nur eine hoch, romantische und fortwährend spannende Schilderung von frappierenden, selbst schreckensvollen Begebenheiten bieten, sondern auch — zum erstenmale, aus authentischen Quellen — die überraschendste« Enthüllungen über eines der dunkelsten Staatsgeheimnisse der Oeffent-ichkeit überliefern. — Dieser Originalroman erscheint n circa 16 Lieferungen ä 3 Bogeu in schönem großem Octavformat, jede Lieferung mit einem großen, effektvollen Szenenbllde auSgestattet und in illustriertem Umschlag gehestet. Preis jeder Lieferung nur 25 kc. ö. W. (5 Sgr. = 18 kr. rhein.) (Mit Franco-Postzufendung kostet jede Lieferung 4 kr. mehr.) Als Prämien erhalten die Abnehmer auf Wunsch gegen die geringe Nachzahlung von 1 fl. ö. W. da» Blatt, zwei prachtvoll auSgeführte 21/27 Zoll große Farbendruck - Kunstblätter (Pendants) : 1. Der hall» lädier See. >— 2. Aussee. Zu beziehen in Laibach durch die Buchhandlung v. Kleinmoyr & Bamberg. Aus dem Gerichtssaale. Heute begann im k. k. Landesgericht zu Laibach tic Schloßverhandlung wider Therese Aristolrle« und Anna Rie-ner wegen de- Verbrechen» de» Betruges. De» Borsitz führt der LandeSgerichl-rath RowL Der Gerichtshof ist zusammengesetzt aus den LandeSgerichtS-räthen Joh. Perko und Ludw. Raunicher, dem Secrr« tär Boschitz, dem L.-G..Adjuncteu Towölö und dem Echristjilhrer AuScultant Sluhec. Dr. Äoejet aus Graz fungiert als Bertheidiger der Theresia Aristoteles, Dr. Rudolf als solcher der Anna RieSner. Bor Beginn der Verhandlung stellt Dr. AoSjrk den Antrag, daß die Beschädigten, welche zugleich als Zeugen vorgeladen sind, wührend der Bernehwung der beiden Hauptangeschuldigtea nicht anwesend sein sollen. Der GerichiShof zieht sich zurück und beschließt, da auch der zweite Berlheidiger, Dr. Rudolf sich dem Antrage KoSjekS anschloß, daß die Zeuginnen während der Einvernehmung der beiden Hauptangellagten abzutreten haben. Hierauf entwickelte der Siaat-avwallSsubstitut Kccevar die Anklage. Wir entnehmen der Anklage folgende Daten: Theresia Aristoteles, 47 Jahre alt, za München ge bürtig, katholisch, verehelicht, HolzhändlerSgattin in Laibach, bisher unbeanstündet — Anna RieSner, 54 Jahre alt, katholisch, verwitwete BeauuevSgattin in Laibach, bisher gerichtlich unbeanstündet, wnrden wegen des Verbrechen» des Betruges, strafbar nach dem § 203 des St. @. (von 5 bi» 10 Jahre schweren Kerkers) in der» Anüagestand versetzt. Zur Schlußverhandlung, dir mehrere Tage in Anspruch nehmen wird, sind 23 Zengen vorgeladen, nemlich Maria Äuntaro, Lehrerin; Maria Paschali, Beamtentwitwe; Johanna Nebensüh> rer, BahnbeawtenSwitwe; Gabriele Krewzar, (gpitol«, verwalterSgattin; Kath. Jacomini, verehelichte Hammer, LievtenantSgattin; Wenzel Hammer, pens. k. k. Lieutenant; Moria gabjani, WeinhändlerSwitwe; Fran;i«ka Koffler, PostconducteurSwitwe; Maria von Cvmelli, HolzhändlerSgattin^ Fanny Richter, Rechnung-vsficial-gattin; Christine C'wZar, StationSauffeherS gattin ; Cäcilia Hruschauer, RealitülenbesitzerSiochter; Anna Obrefa, verwitwete Hausbesitzerin; Helena Krem« lat, SchveidergehiljenSgotiin; Josef Blumlachner, Lehrer; Flora v. Gariboldi, Private; Theresia Polz, Private; Maria Schiw.tz, Wirthin und Hausbesitzerin; Ursula Oberwaditzer, gewesene Dienstmagd; Josesine v. Kleinmoyr, Private; Palmira v. Antolic, Haupt-mannflgatlin; Katharina Monier, Haushälterin au« Zwischenwiiffern; Josef Aristotelc», Holzhändler in Laibach. Der Thatbestand, weshalb sich die beiden Angeklagten z« verantworten haben, ist folgender: Seit längerem wußten sich einige Frauen in Laibach dadurch ein Nebeneinkommen zu verschaffen, daß sie anderen Frauen, welche unter der Hand Geld suchten, solche» von verschitdenen Gläubigern gegen 3 bis 5per-Xentlge Zinsen für den Monat verschaffte«, wobci sie sich noch eine Provision von 3 bi» 5 Perzent bezahlen ließen oder gleich im vorhinein in Abzug brachten. Heber derartige Darlehen wurden von den Schuld-tutinnra Wechsel auf kurze Frist au-gestellt, den Geldvermittlerinnen anSgefolgt und von diesen den Gläu-bigerinnkn eingehändigt, so daß die Gläubiger und Schuldner sehr selten oder gar nie gegenseitig in Be-rühruug kamen, ja einander oft gar nicht kannten. Zur Verfallszeit wurden dir Wechsel in der Regel prolongiert, wobei e« für die Mäklerinnen wieder eine Provision von 3 bi» 5 Prozent abwarf. Die Zahlung der Interessen besorgten ebenfalls die letzteren, indem sie solche von den Schuldnerinnen einhoben und den Gläubigerinnen au-solgten. Da gab e» für sie «alUrlich wieder etwa» zu verdienen, indem sie den atmen Schuldnerinnen womöglich die höchsten Beträge abpreßten und den Gläubigern die möglichst niedrigen zahlten. Auf diese Art kam ein Darlehen auf 100 und mehr Perzent im Jahre zu stehen; die Folge war, daß die enormen Zinsen häufig nur mit neuen Darlehen gezahlt werden konnten, und die Schulden der Geldsucherinnen rasch an wachsen mußten. Zu den bekanntesten Geldvermittler innen der geschilderten Art gehörten die am 5. Juli v. I. verstorbene Antonia I f a t i t s ch und die BeamlenSwitwe Anna RieSner, während von den Gcldnehmcrinntn die Ehe- j gattin des feit ungefähr 3 Jahren in Trrest sich aus-; haltenden Holzagenten Josef ÄnftotcltS, Theresia An-! stoteleS als diejenige erscheint, welcher das meiste Geld! zugefloffeu ist und die mit sämmiUchtn bekannten Gtld-j Mäklerinnen im Verkehr stand. Sie selbst ist ganz: vermögenslos und ohne Aussicht, je zu einem Berwö-gen zu kommen. Auch ihr Ehegatte besitzt kein Ber-wögen und erhält sich und seine Familie nur vom Verdienste der Holzogentie und von Cer Unterstützung, die ihm feine wohlhabende Schwester, die Handelsfrau Lucia Hörmann in Triest, zukommeu lägt. Theresia Aristoteles gibt zu, daß sie ihr Ehegatte in Geldsachen sehr knapp hielt und sie zur genauen Rechnungsführung über Empfange und Ausgaben verpflichtete. Nach ihrer Angabe trat sie vor drei Jahren, als sie Geld brauchte, das erste mal mit der Anna Riesner ^aße Nr. 82. in Verbindung, die ihr unter den bekannten drückenden Bedingungen ein Darlehen von 100 fl. verschaffte. Zur Zinsenzahlung gtcöihtgt, schrill sie unbedenklich zu immer neuen Schulden und nahm zur Contrahierung derselben die Vermittlung aller bekannten Geldmäklerinnen, als ; Antonia Jsatitsch, Maria Comelli, Fauni Richter, Flora v. Gariboldi rc. in Anspruch. Da aber das Schuldenmachen nur so lange möglich war als, die Zinsenzahlnng tarnte, dieselbe aber in dem Momente anfhören mußte, als die Quellen neuer Geld* zuflüffe versiegten, so ist es klar, daß dieser Schwindel bei der geringsten Siörung aufgedeckt werden wutzle. Dies geschah aber nach dem Tode der Haupt Innigsten Dank fltr die Theilnahme, welche mir und meinen Familienangehörigen ans -Inlaß des Dahi»s»eidens meiner Tochler Gabriele von so vielen Seiten bewiesen worden ist. (is5) Josef v. Schiwizhofen. Zwei Doggen, Hund und Hündin, zu Treibjagden sehr gut eingeschnlt, find ! Zu verkaufen. Näheres bei Joh. Lenaeei, üloqenfurler-slratie Nr. 82._____________ (124-1) Ki,,8 für •fjäm'lfer. NälttDasciinen-Eiiros- Gescläft von E. A. Hollub, Generalrepräsentant der Löwe tfont-foflnie für Oesterreich-Ungarn (122) Wien, Mariahilf, Windmiihlgasse 33. Sicherer Verdienst für vertrauenswürdige, thätige, welchemLtan» immer ungehörige Personen, ohne 6of$ selbe Kapital brnii-thigen oder ihrem Berufe schaden vermrttlerio Antonia Jsatitsch. Denn dadurch ging1 einen reellen Menschen,' welcher fieTmkgMrXtoinmt’d^iif tqr einmal eine sehr thatige Bermittlertn verloren, evenluell «usnabme von Bestellungen, sei es gegen Bar-Dann wurde e» sofort bekannt, daß ihr Lerlaß passiv »der Ratenzahlung befassen würde/ wofür ich eine 15>m. fei, daß viele, die ihr Geld anvertraut hattec, tiefe» ganz v Nähmaschinengeschäst ist eines ■»" .Md«.. wU SaÄÄSÄÄ wurden die «elbgeht selbst voiftcl.tig und eS war die es ist daher jedermann ein leichtes, pro Monat über 50 fl! zur Zahlung der Zinsen ersorderliche Botschaft nicht auch mehr ohne allen Ristco zu verdienen, was auch allen wehr auszntreiben. Vielmehr meldeten sich alsbald meinen bisherigen Agentni gelungen ist. Preiseourants tu ©lüntiii}« mwm »ma>. SSTÄfitaiSiÄ (Fortsetzung folgt.) franco an Haaeenetein &, Vogler in Wien gerichtet werden. >78 -7« 75 nahm die bekannte Ausschußresolution betreff« der mii« f»«ni .' vom Sleudkl beantragten BerzehrungSsteuerreform eSetr^mt' «':oL'Ü'I an, und genehmigte in dritter Lesung die Regie« ' rungSvorlage betreff« Aushebung der Berzehrung«. *m|. ‘i),0» 165.71 .«* 75 51.--Mu.-47 50 91.- 979 7 16 ,H18 '1.-9 60 ITnndbrlefe. *B£. b.c. n 33 3........ e.B.......... i*e- Vrlorttats-Obl. >kran,.g»-rf«.«,hn . Cefl -VIerbe «st. »bn . «Ikbrnbürgkr......... eiuonbaeu . . . fcUbb..#cl.ju 500 ^ dl», «iin« «pikt. Lose. «redil. k. . . Wubetf«.8. . . Wechsel (3SKon.) «ug«b. 1001. im.» -Teeft. 100 st. , Hamburg.............. oetem 10 ei«il. thie« . 6taal#bobn Güddahu. .'323 MrSXl. .101.6 |l6i.- fleuet auf Brennmaterialien. — Der Minifterprü- " sident theilte mit, der Gesetzentwurf über den Vcr waltung«gericht»hof sei bereite dem Präsidium be«i Herrenhauses übermittelt. Berlin, 24. Februar. Da« Abgeordneten-! »tib 94.50 55.— 91.15 Btt 60 Ware 95.— -6 50 90.90 M. 70 «ul« 100 HOiuen. 40* Bmiic« ftiid . . . l)»tnj. »ofloif «3.90 6 31-8.90» l G6 M*6.— 170.76 14 86 93 90. 94» 66— 111.09 44.— 6.13-8.91 ‘ i 6i » 06 19 Telrgraphifehkr Sursdrricht am 20. Februar. Papier viente 08 üü -^«itder-Rente 74-10 — lttäüet 4itud »on 3fix v. Xlttnmeet * ftte. «amderg in rardach Haus nahm da, Civilehegesetz in der Fassung de« _ SSV" W'10 ~1M0« »» ««b nur» motflfn OK, bi, Hi«. ~-'ÄT^1«» tagung de« Landtage« bi« 13. April be,alhen. eiutf, 8-9V/«. ö ntS Berteger und fttr bi« Vredaciiou vnanr»vr»iVa wderg.