Verwaltung: RathauSgasse Skr. » Vez-Kkdrdillginlstu: v»r« W( f »d Kjatcc ! fimeljätinj , . im H-ldjUci, . . . X , WaiulSKrij . ... K tt'4« 8a« tun auäiittOsoe!»« «an«: «»«llich , . . .» 110 «totelHfat . . . » I - e-lbi-j«, •»njjäWs . i . 1i**— girl flultoat ecbbbcD fdi »U ®n»5»gb<(Ullirj. SchMleitttttg: «athauSgasse Str. S f »t««»satT: Ufliit (all filnotmr »tt 6™«- n. fffirr-»«II 11— lt II»! »0N». ftsMÄreiboi ImW* »ich! nMnr«rtn, mamtofc »>,. tatasia richt dkritSfichltz!. *af II nti|«ngcB »w«» M( fknMltaiq gnrn K»t tMÜl^rt ML pftStn •rtfcittn nttMt«)-— *ri BtefcotatiMta ftnti- * "xHMt. e* .Vevtsch» türtt* fTKörint Jörn ©panJafl »im D»«»««ta, ■nmi. f*ft1*acfaff«i-*ctrt0 KAM. Ar. 96. Aie Stellung der Megierung zur Wahtreform. In den Nach«iiiagstunden des Dienstag» traf in Cilli eine Drahtung de» Abgeordneten Dr. Pom«er ein, di« in «artanten Zügen die Leitge» danken der Regierung in der Wahlrecht«srag» »iedergab. Diese Drahtung gelangt» in de« Schau, saster der Buchhandlung Rasch jur Ausstellung »»d e» ist k»nnzeichne»d für das alle «reise der Bevölkerung gleichmäßig erfüllende hohe Interesse, daß die ausgestellte Benachrichtigung alsbald von Scharen Wißbegieriger ««lagert war. Der Wortlaut der Drahtnachricht lautete: .Keine Kuritnl Kein Bildnng«z»nsu« l Ver» latung auf die Länder nicht nach der Volkszahl jmdern Bedeutung. Rational abgegrenzte Wahl-drzirk». Schutz der Minderheit durch Zuteilung pi gleichen nationalen Bezirken. Auch Proportional» ?l«ralitätssyftem und Seßhaftigkeit, sowie Au«ge» Haltung des Herrenhauses erwägln«wert." Dieser kurze Auszug, der seine Bestätigung durch die Reichsratsberichte der Tagblätter bereits «sahren hat. läßt erkennen, daß es der Regierung m daru« zu tun ist. Zeit zu gewinnen. .Zeit r»onntn, alles gewonnen/ ist ihr Losungswort, lies ist ja auch begreiflich, denn ein so «ächtiges Lerk. wie es di» Wahlresor« eines Großstaateß »l, wird nicht von heute auf »orgen zustandege» tracht. Da gilt es reiflich jedes Für und Pider p überlegen und die Statistik zu befragen, denn h»ter einer vernnglückten und täppisch zugehauenen vahlrefor« lauert der furchtbarste nationale ta»pf. die Anarchie, der Zerfall Oesterreichs und strengen Hause «einer Tante Antolnette. Ich ibig für «ein Leben gern ins Tuilerienschloß zu Wmelte de Laforest. Wenn die Kaiserin bei Tasel «da »»»gefahren war, nahm «ich die Ka««er» >« «it in das Ankleide». Bade« und Schlaf» u»°ch ihrer hohen Herrin, und «einen staunenden ««kfifchaugen eröffnete sich »in Glanz, eine Pracht, in Raffinement de« Luxus und Geschmacks, die »schäum wohl wenig Sterblichen beichieden war. Bub bann war da «st Monsieur Franxoi« Hachette, , Donnerstag, 30. Aovember kommen vor allem die Allgemeinheit des kommenden Wahlrechtes zugesichert, sehr zu« Verdruß der Polenbänke. Ja, üb,r alle Erwartungen hinaus, sollen sogar die Analphabeten her» angezogen werden. Die Tschechen erinnert die For«el von der länderweisen Austeilung der Mandate nach der Bedeutung der Länder an den Kra«arschen Vorschlag; den Deutschen werden be» ruhigend« Mittel in reicher Menge verabreicht. Doppelt hält besser und so verheiß»» d»nn verfchie» den» Stellen der Rede des Leit«inisters den Schutz der nationalen Minderheiten und die kulturell« Wertung der Völker; ja Gautsch versteig« sich sogar soweit, die Anstre» bung der n a t i o n a l e n A u t o n o « i e zu be» tonen, ein schönes Ziel für die Deutschen in diese« Staate, denn «it der Selbständig«achung unseres Volkes und der Befreiung unseres Haushaltes von den Lasten der slavischen Sch«arotznvölker steigt unser Bolk de« verjüngten Phönix gleich in die Lüfte und wir werden di» Bleigewichte los. die sich hemmend für unser»« Kulturfonschritt erweisen. Wir werden dann wieder «it den an» deren deutschen Eiämmea konkurrenzfähig, 8« muß hier betont werden, daß diese nationale Aulono«ie auch i« Progra««« der österreichischen Sozialdemokratie steht. Auch die Erwähnung der Erwägung des Proportional«Wahlsyste«s, da« gleichfalls den Schutz und die Vertretung der nationalen Minder« heilen gewährleisten würde, noch «ehr aber die Erwägung de« Mehrsti««enwahlrechte» sind Be» schwichtigungsmittel für die Deutschen. Ganz i« Besonderen wird die Deutsche Vvlkspartei durch die Heranziehung des Borschlages ihre« Führer« Dr. v. Derschatta, die Au«gestaltung de« Herren« hause« betreffend, »«schmeichelt. Allerding« soll welcher unter Auisicht Nannette« und eines Kam«erherrn die Brillanten der Kaiserin an die Garderobieren zu verttilen hatte, welche da«it betrau» waren, die kostbaren Steine aus die Ball-toiletten zu nähen. Mr. Hachette war noch jung, sehr hübsch und gegen «ich. die kleine Liane de Trebillon, unge«ein freundlich. Es war wieder ein Hofball angesetzt. Dies«al ein sehr großes, offizielles Fest in der Oper, an welche« die Kaiserin nicht nur ihren Privat-Brillantenschatz, sondern die kostbaren Steine des Kronschatzes anlegen sollt». Die großen, wundervollen Steine des Krontresor« durste niemand ander« annähen al« die Ka««er-frau vo« Dienst, welche die volle Verantwortung für da« Festsitzen und die Unverlierbarkeit der Steine zu übernehmen hatte. E« waren ungeheure Su««en, die «eine lauschenden Ohren in staunen-der Verwunderung vernahmen, für die dies» ar«e Ka««»rsrau haften «ußte. In den Tagen, an welchen ste die kostbaren Steine in Empfang zu neh«en hatte, bi« zur richtigen Wiederadlieferung e«pfiag die treue Nannette keinen Menschen; ihre ganze Auf«erkso«keit konzentrierte sich aus di« Brillanten und ihr« Aufgabe, si« festzunähen, wa« «it eine« besonderen, mit echtem seinen Golddraht durchschossenen Seidensadeu zu geschehen hatte, Monsieur Hachette und ich waren die einzigen, die an solchen Tagen Zutritt bei ihr hatten, ersterer, weil er sofort nach de« Annähen jeden Brillanten auf sein Festhalten zu prüfen und g»nau die an ih« angebrachte Nn«mer und di« Stell« zu Proto» koll zu n«h««n hatte, die er an der Toilette «in» 30. Iayrganx. da« Herrenhaus nicht i« Sinne Dr. v. Der» schatta« »in» Schutzburg d»r Deuifch»n w»rd»n, sondern «in» V«rsorgung»anstalt sür dir überschüssig gewordenen Großgrundbesitzer. Damit soll vor alle« auch den Bedürfnissen der polnisch,« Schlachta gedient werden. Auch den Christlich« sozialen wird »in Zuckerl verabreicht und zwar ist <» di« Bedingung der Seßhaftigkeit, die an da» Wahlrecht geknüpft wird und zwar einer Seßinf, tigkeit, die stch aus Jahre berechnet. Damit hofft sich da» christlichfoziale Wien der fozialdemokiati» schen Arbeiterbataißone zu erwehren. Da es ia de« Belieben der Fabrikanten steht, ihre Arbeiter von Fall zu Fall zu entlassen, so wäre es damit auch in ihre Hand gegeben, di» Seßhaftigkeit ihrer Arbeiter zu unterbrechen und sie damit bezüglich ihres Wahlrechtes auf ihre Hei«atsge«einbe» zu verweisen. Wie man aus all de« entnehmen kann, hat die Regierung noch kein festes Progra««. ja sie tappt noch vielfach im Finstern her«« und schwankt zwischen feindlichen Polen hin und her. Die eine Beruhigung dürfen wir Deutschen schön« sen: Die Regierung denkt an Reformen, nicht an u«stürzlerifche Maßnahmen. Diese Erkenntnis hat auch ia den Kreisen der Slovenen xlatzgegriffe», allerdings hat sie hier eine gegen-teilige Wirkung gehabt. Eine kurze Zeit ist uns noch gegeben — Auf den Feber hat Gautsch die ungestümen Dränger und Heischer der Wahlresor« vertröstet. Nützen wir die Zeit, der Regierung noch deutlicher zu «achen, als sie bereits erkannt hat, daß die Wahl» resorm nur «it de« Willen der Deutschen und . nicht gegen ihren Willen ge«acht werden kann und daß den Forderungen der Deutschen nah«. Jede Viertelstunde erschien ein Bea«ter de» Kronschatzes, um genau die dem Fräulein de laforest zugezählten Brillanten nachzuzählen. Es waren aufregende Tage So war nun auch dies« «al der ganze Ballstaat «it den viele Millionen repräfeniierenden Steinen auf das sorflfältigfte ge-ch«ückt worden. Eine Ranke hellblauer Winden ollte den Halsausschnitt einfasse«, ebensolche lange Sewinde Rock-, Schippe- und Haarputz bilden. In jede der dreihunderlsünszehn Blüten wurd« «in Dia«anttautropfen eingenäht. Die Edelsteine waren i» Silber i jour gefaßt, und es befand sich unter der SilberhiUse »ine kltin» goldn» Oefe zur Durch-lritung de« Nahfaden«. Ich reichte Nannette die Steine zn. welch« Monsteur Hacheite mir in die Hand gab, nachde« er laut die Nu«mer »erlesen und notiert hatte. Gerade reichte ich den Stein Nu««er zweihnndertnennundneunzig an die Kam» «erfrau. al« «an an die Tür pochte und Leda de Glanier unange«eldet erschien. Sie war erregt und sah rot au«. »Aber Mademoiselle", rief die Lasorest. .wie können Sie so »an» xSn« hier ein-dringen 1' »Eindringen, que voulei-rous dire ?" lächelte die schöne Leda. .Der Kaiser hat «ich ge» schickt, ich ko««e in Allerhöchste« Auftrage!" Dabei richtete sie sich stolz aus und «achte ein allerliebst wichtige« Gesichtchen. »Ach — der Kaiser?" lächelte Monsieur Hachette etwa« «okaiu — warum verstand ich damal« nicht. «Mais oui* — die schöne Leda sta«pft «it de« Fuß auf — »er will, daß man «ir dir Toilette der Kaiserin für den Hofball zeige!" »Da« darf ich nicht i' ©ntt 2 entsprochen werden muß. soll nicht ein Widerstand aufflammn», der nicht nur Gautsch hinwegfegt. Kleinlich war e« von der Regierung, die Wahlresor« Erklärung mit Budget-Forderungen zu verquicken und den hochwichtigen Zeitpunkt zu eine« „Geschästchen" zu verwerten und da«it zu schäuden. Gerade eine solche verquickung kann aber den deutschen Parteien eine Handhabe bieten, die Regierung zu einer Kapitulation vor ihren nationalen Wahlrecht«sorderunge» zu zwingen. gilt Aeichen dankbarer Erinnerung. Wie wir bereit» mitteilten, hat der Wiener Schubertbunb seinen diesjährigen BereinSbericht ia Prachteiaband den beiden Bürgermeistern unserer Siadt als ein Zeichen dankbarer Erinnerung an glücklich »erlebte Stunden übermittelt. Bon welchen Gefühlen der Zuneigung die Wiener Künstlergemeinde für unsere Stadt erfüllt ist, welch' aufrichtige HerzenSbande sie mit dem Stäbchen an der Sann verknüpft, das kann man so recht deutlich diesem Jahresberichte entnehmen. Nicht weniger als 17 engbedruckte Seiten sind der Erinnerung an die Festtag« in Cilli gewidmet und in begeisterten Dithyramben wird daS Lob Cillis gesungen. Auch die Einleitung zu dem Jahresberichte, der sich al« ein stattliches Buch von 230 Seiten Inhalt darstellt, nimmt sich wie eine Widmung für Cilli aus. Wir geben sie im nachstehenden auszugsweise wieder: .Die fünf Wohltätigkeitskonzerte in Sarajevo, Jlidze, Pola, Trieft und Cilli brachten ver« schieden»« wohltätigen Zwecken bedeutend» Ertrag-nisse und stellen einen vollen Erfolg des deutschen Lirdes dar. Ja den fr»«dfprachigen Ländern ge« lang es d»« Schuberibunde, der d«u»fchen Kunst die allgemeinste Bewunderung zu erringen, den Deutschen in Pola und Trieft bereitete er durch seine Darbietungen Stunden frohen Genusses hei« matlichtr Kunst, und in d»« viel um stritt»» nen Cilli stärkte er mi« seine« Liede ven Mut und die Entschlossenheit der Stamme« b rüder b»i der Verteidigung des b » d r o h t»n »ationaltn Besitzes. In richtiger Erkenntnis de« Umstände«, daß die Sängersahrl de« Schubeitbundes nicht zu politische» Zwecken unternommen würd», sondern p> «leftitrl» Nannette. die d,» blaue Winttnranke für das Haar ia der Hand hielt. »Auch Se. Majestät kann eine solche Indiskretion «einerseits nicht ver» anlassen wollen!• Mit erregten Fingern nekteltt fi» an de« Brillanten, den fi» aufzunähen i« Be-griff stand. .Der Kaiser wünscht die Kaiserin mit einem zur Rod» passenden Fächer zu überraschen. Ei» wissen, ich male selbst Fächer. Mademoiselle" . . „ wandt» si» sich an «ich .petite Liane — Sie haben ja «ein Atelier gesehen!- AUe-bings war ich einige Wochen vorher bei Leda im Atelier gewesen, u« »in p»«altes Döschen abzuholen, wel» ches Tante Auioineit« als Bielliebcheng schenk be-stellt hatte. „Jawohl." b stäiigte ich also den An» ruf, »und Mademoiselle de Glanier ist eine Kunst» lerin ersten Range«!" »Man siht es an dem Ge» schick, mit welchem sie sich selbst zu «alen ver» steht!" flüsterte bosdast Hachette in «ein Ohr. .Nun also. Lasorest.' kommandierte Leda. »schnell, z»igen Ei» mir das kleid!' „Ich darf nicht!" beharrte di» Kammrisrau. Ein Blick auf die Uhr belehrte «ich, daß ich beim «üsse. und so vtrab» schiedet» ich «ich schnell, während Monsieur Hachette den Stein N. 30V in Nannettes Hände legte. Zu «einer Uederraschung begleitet» «ich Leda de Glanier. S»e boi mir an, mich in ihrer Equipag» nach Hau!» zu fahr»», und da sie nicht weil ab von uns wodnt', uah« ich das sr»und» licht Anerbieten skrupellos an. Unterwegs entlockt« sie mir, wie mir allerdings »rst viel später zum Btwußtstin kam, das Geheimni« d»r Toilette der Kaisrrin, die ich ja jetzt zwei Ta^ie gesehen und bewundert hatt», während di» Brillanten befestigt lediglich der Pfleg» d»r Kunst g»wid«et war, brachten die sr»«d»n Nationen, durch deren Länder uns der Weg führt», uns»r»« Brr» ein» «neingeschränkt» Hochachtung »ntgtgen und ihr« Vertreter begrüßten uns überall innerhalb der Ge«arkung ihrer Wohnsitz» in drr aufmerksamsten Weise. Jnde« der Chronist diese Tatsache hiernit «it vollster Genugtuung f»ststellt, will er nicht uner« wähnt lass»«, daß di» S l o v »n »n Cilli«, «it d»n»n der verein zwar in feine Berührung ka«, dies»« Beispiele nicht nachfolgen zu müssen glaubten. Sie b»nützt»n nämlich d»n Besuch des Schubertbunde«, um einig» Tag» nach unserer Abreise au« der Sannstadt in ihre« Blättchen da« deutsche Cilli, dessen Be» wohner und ossizielle Vertreter in gröblichster und — wir können an dieser Stelle «it d»« für g»bild»t» Mensch»» schweren Bor» wurs» nicht zurückhalten — lügenhafter Meist zu verunglimpft«. Wir nah«»n anläßlich di»s»r Vorkommnisse nur umsomthr dir Gelegen» heit wahr, u« die Frauen und Mädchen, die Sängerschaft und die übrig» deutsch» Bevölkerung Cilli« ««serer aufrichtigste« Aerehrvug ««d Aew»nder«ng «it de« Be» merken zu versichern, daß dieser A u «f a 11 einer rückstiadixe« A«kt«r die Deutschen Cilli«, wie auch den S chu bertbund gewiß nur an» spornen werde, die «aito«ate» Hüter avch furderhi« a«f das treuekie z« schütze« ««d z« bew-^re«.' Noch heute bringt di« bloße Erinnerung an die den Freunde« unserer Stadt angetan« Schwach unser Blut i» Wallung. Al« Tschechen, die nur «ühsa« deutsch radebrtchen hat «an sie hin» gestellt, al« verhöhuer ihrer gastfreundlichen Wirte hat «an sie befchi«pft und «an sprach von de« ,Ku««et" da« aus ihren Schultern lag. Nun, diese bübischen Beschimpfungen haben ihre Wirkung getan, allein in »ine« and»r»n Sinne, al« ihre Urheber ver«eint»n. Si« sind an d«« Ehr«nschild« der Grschmählkn abgeprallt und auf die Gassenbuben und Kotschleuderer zurüA» gefalle». Sie haben aber auch noch da« Gute ge» zeitigt, unseren Wiener Freundin di« Augen aber den Kulturgrad jene« Pack« zu öffnen, «it d»« wir un« h»rumschlag»n müsse/ Di» Sprache un» serer Freunde vom Schubertbunb läßt die«bezüg» lich an Deutlichk'it nicht« zu wünschen übrig. wurden. Al« wir in der Rue Richelieu anka«en, überhäufte «ich die Geliebte de« Kaiser« mit Dank-sagungen und Schmeicheleien, von deren Grund ich «ir keine Rechenschaft geben konnte. Am andern Abend sollte der Hosball stattfinden. Nan-nette war froh, der Kaiserin die Toileite über» reichen und sich selbst nach der Absahrt der Maje. stiUen nach der Großen Oper, wo der Ball statt« finden sollte, ausruhen zu dürfen. Sie kam zu Tante Antoinette in der Rue Richeleu. Ich erzählte har«lo« von der Fahrt «it Mademoiselle de Glanier. Nannette erdlaßie. .Liane, Sind, — o «ein Gott, «ein Sott — wa« hast du getan?" Avnungslo« blickte ich meine alte Gönnerin an. „Aber wa«, Laforest wa«?" stammelte ich. ,0 malkeur, — malbeur, pour nous, pour tous, pour tous le moade!* schluchzte das alte Früu-lein, »Liane, — Schlange, die ich an meine« Busen genährt!" Trotzdem mir gar nicht komisch zu Mute war. muße ich doch lächeln — da« Bild war zu drastisch. Nannette konnte sich gar nicht beruhigen. »Ader ich begreife Sie nicht/ rief ich endlich, .wa« kann ei schaden, wenn ich Made« «oiselle de Glanier den Ballanzug der Kaiserin beschreibe und die Zahl der daran angebiacht-a Diamanten nenne? Steht diese Beschreibung nicht morgen srüh in allen Zeitungen?" »I, morgen 1" schluchzte die fassungslose Kammerfrau. »Morgen können Sie e« erzählen, wen« Sie wollen — aber vor dem Nestel O mein Gott, welche Dummheit!" Eden wollte ich metner Entrüstung über diese letzte Beleidigung Worte verleihen, al« man draußen ein lebhafte« Debattieren vernahm, dem schließlich die Nummer IS Die Schubertbünbler sind jedenfalls bestens in die Lage geraten, im gesamten Wien au« persönlicher Anschauung Aufklärungen über den kulturell« Tief-stand der sogenannten ^Intelligenz" de« slovenischei Volke« zu verbreiten. Im Gedenken der frohverlebten Stunden uib beS musikalischen Hochgenusses, den un« die erlese« Künstlerschaar bereitet hat. rufen wir ihr über die Alpenwand hin, treudeutfche Heilgrüße zu, es al« hohes Glück preisend, daß sich deutsche Bruderhände gesunden haben. Z>ie Deutschen ats Wirtschaftsgroßmacht in Oesterreich. von I. Lanz»Litb»nftl«. Besonder« lehrreich für den wirtschaftliche» Hochwert der Deutschen ist der Kilometerertrag der Eisenbahnen i» deutschen und nichtZeutfchea St-bitttn. E« trägt »in Kilometer in deutsche« Gebiete K 15.610 — dabei sind wieder die kostspielige, Alpendahnen zu berücksichtign, die infolge der hohen Erhaltung«kostcn da« Erträgni« Herabdrücke» —, in t chechischem Gebiet X 5660. ia polnische» K 1861, ia ruthenischem G biet X 1594. in sl«» venische« Gebiet X 5127, in kroatischem Gebiet K 370 (!!), ia italienische« Gebiet X 2242. Man «ü£te nun au« diese» Ziffern folgere daß die österreichische Regierung ,« eigenste» Interesse sich beeilen würde, Slaatsbahnen in deutschem Gebiet zu bau-n, da sich dort da« Kapital am besten verzinst. Weit gefehlt! Die Sienergelp« der Deutschen werden verwendet, ganz unnötig« und passiv« Linien in irgend einer polmsche» oder tschechischen Landschaft zu bauen, nur Damit Die betreffende» Abgeordneten bei Entrierung de« S«> schälte« zu ihrer Provision und die diversen Grund« einlösungsipekulaniea zu ihre« P« allen d» pegneten. .Ma^emoisell Liane — Sie hie> ?!' «j er erstaunt. »Ist Mademoiselle nicht zu Hause? 9 ist etw « Furchtvare« geschehn, — man hat » Ka'seri töolich belrisi.« — uns sie hat den Nr. 299 an« der mittleren Winde der Haa» oarnteru-'g verloren!" .Um Gotte« willen — ms| Nannette ihn ersetzen? Äa« ist er w<«? zevntausend Frank!" erklärte Hachette. .Si al ich, wir werden dadurch beide ruiniert, denn wir» mich verantwortlich michen, weil ich ich glüadlich genug da« Festsitzen geprüft ha»«!' .Armer Mr. Hachette; o. könnt, ich Ihnen helle»? schluchzie nun auch ich. .Aber ich bin ja selbe arm wie Hwd!" .Arme« Kind!" seuszte er u» streichelte mein Haar. Mmernacht war längst »or» über — wir setz>en unt neb neinander vor die c«i» ol'mmenden Scheue im Samin und starrten rtü sinnend in die Glut. .15.000 Frank!" stöhme t Nummer 96 *it_ 545*2 Millionen Kronen besoldet sind. Di« 697.000 Nichldeutschen machen aber mit ihren Neidern und Kindern zirka 2,546.000 Köpfe au«. Deutscher Fleiß und Deutsche Intelligenz hat also für 2-5 Millionen Nichtdeutsche zu sorgen. Diese Leistung soll uns ein anderer deutscher Volk«-stamm nachmachen, und zwar unter denselben Insten politischen Verhältnissen. 3ch glaube, die wenigen hier vorgebrachten Zahlen sprechen allein ohne jeden Kommentar eine beredte Sprache und legen ein glänzende« Zeugnis siir die ungebrochene Kraft und den mehr al« hu» »anen Charakter de« österreichischen Deutschtum« ad. Durch tausend Jahre fast sitzt der austro. kjuoarische Volk«stamm im Donautal und deckt tu« große Osttor Deutschland«. Wir hatten den klrprall der wilden, zerstörung«wütigen Ostvölker «sgehalten, während sich, geschützl von unseren Schwertern, Westeuropa verhältn,«mäßig ruhig entwickeln konnte. Wenn man die großen die an» deren deutschen Länder verwüstenden Kriege näher bttrachiet, so waren e« meisten« Fehden, die die »manischen Pfaffen angezettelt hatten. Sie. waren jedoch nicht so hart und so andauernd al« die tampse, die die österreichischkn Deutschen bi« auf den heutigen Tag führen. Dabei darf man nicht oergtsitn. daß allein die paar Millionen Deutsche »ll die vielen Kriege der Habsburger durch fast M Jahr» geführt haben, daß sie gleichsam die Illerwelt«.Büttel im Dienste de« römischen Kaiser» ümS deutscher Nation waren, daß ihnen die «aiserwürde de« Hause« Hab«bura eine ungeheure Vlmsteuer auferlegt hatte. Kein Gesch chtSkundiger mrd den Deutschösterreichern eine glänzende Ver» plugenheit absprechen können. Aber da« besprochene stach mit seinem unwiderleglichen Zahlenmaterial mbürgt diesem Aolk«stamme eine glänzende Zu-k»«st und muß bei den anderen deutschen Stämmen d» Kredit und da« Zutrauen in seine ungebro» cheoe Kraft wieder herstellen. politische Rundschau. $W Landtage und die Wahlresor«. Von Her Bedeutung für die' nationale» Interessen der deutschen Untersteiermarks ist die Feststellung des ttministers, daß die Regierung unter keinen Um» Dndcn daran denke, die Wahlresorm auch auf die limdtage zur Anwendung zu bringen. Gerade in einen oft allgemeinen Wahlen hervorgegangen«» Landtag Men d c Pervaken die größten Hossnungen gesetzt, tan das Bündnis mit den Kalteneggern sollte ihnen M unumschränkten Herrschaft über die D.utschen des laterlandes verhelfen. Z>ie Wahlrechtskundgeönngen i» Wie«. kei Wahlrechtskundgebung der Christlichsozialen, it der nach Schätzung de« „Deui-chen Volk«-Üalte«' an 96.000 Personen teilnahmen, ist der »Lpaziergan^" der Sozialoemokraten gefolgt, an tat nach Schätzungen der liberalen Blätt'r an Mich. „Alle«, wa« ich besitze. Liane. Liane — de meine Hoffnungen in Trümmer I* „Armer jmn?oi« !• flüstert» ich, trat hinter seinen Stuhl mb strich beruhigend über seinen Aermel. „O ita», Liane — Sie töten mich mit Ihrer Geduld »fc Sütel' rief er. lebhaft aufspringend. „Liane, »lt« Mädchen, ich liebe dich — liebe dich bi« p« Wahnsinn — und nun ist alle« — alle« ver-lmn. Der unselige Stein t" Er riß mich an feine vrnst und küßte «ich stürmisch. „Mein Frans»!«,' Welle ich scheu, voll innerster Seligkeit „wir «nmen un« nicht, habe Mut! — Ich werde den taut finden, und sollte ich alle Kehrichtwagen von k-ri« durchsuchen.' Aber wo nur Nannette bleibt - der Morgen graut, und noch ist sie nicht zu» cki!' „Wirklich schon der Morgen!' seufzte hechelte. „Und wa«, wa« wird un« der grauende !«g bringen !• Ich lächelte ihn tröstend an: .Hoffe Da tat sich die Kur auf, Nannette Lasorest «mkte herein. „Der Brillant" — rief Fransvi« ? ntgegen — „ist e« wahr, daß er verloren ist?* ,3o, ja," jammerte di» Kammerfrau, „und da« W«mhe — da« Allerschlim«ste — dies» Leda tt Glanier erschien aus dem Balle und genau — ckr bi« in« Tipflchen — in der Toilette drr liiimn!* Und wich erblickend, lief Nannette mit ichobene» Händen auf mich zu: „Und du allein, Sme, bist schuld — du indi«krete Plaudertasche!" t«! sie weinend. «.Zehn Jahre hat die Kaiserin mir «traut. Alle«, alle«! Auch die heikelsten Geheimnisse a}ttn begraben in meinem tiefoerfchlossenen Busen - und nun — o nun!?' Hysterische Krämpse Welten da« arme, alte Wesen, da« sich in einen W«cht- 200.000 Arbeiter teilnahmen. Beide Parteien schworen einander Vernichtung zu. Zu Zusammen» stoßen ist e« nicht gekommen. Äus Stadt und Land. volkstümliche Aorträge der Grazer Uni» versitüt. Sonntag den 3. Dezember hält Privat-dozent Dr. Wilhelm Scholz um 4 Uhr nachmittag-im Hotel Stadt Wien einen Vortrag über „Kretinismus". Militärisches. Dem Hauptmann Franz Schö» binger wurde anläßlich der Uebersetzung vom Infanterie-Regiment Nr. 87 zum Infanterie» Regiment Nr. 20 für seine langjährige, sehr er» sprießliche und erfolgreiche Truppendienftleistung die belobende Anerkennung de« 3. Korp»kommando« «»«gesprochen. Fheaternachn'cht Die nächste Theatervorstellung findet am Samstag den 2. Dezember statt. Zur Aufführung gelangt das Lustspiel „Die große Null" von Gustav Schesranek. Da« Werk wurde am Jubiläum«tdeater in Wien mit vollem ehrlichen Erfolg aufgeführt und beherrscht daselbst noch immer den Spielplan. Auch bei un« ist da« Stück mit den ersten Lustspielkräften besetzt. Der weitere Spielplan erleidet, teilweise wegen Vorbereitungen zu den Neuheiten un» auch wegen de« Feuerwehr-weihnacht«seste«» in den Spieltagen einige kleine Abänderungen, und zwar stell« sich der Spielplan folg«nderweise: Freitag den 8. Dezember .Da« Wäschermädel"; Sonntag den 10. Dezember „Prinzessin von Trapezunt'; DonnerStag den 14. Dezembv „Siein unter Steinen"; Dienstag den IS. Dezember „Maria Stuart"; Dienstag den 20. Dezember .Frühling«luft". Wahlen in die Handels- und Hewerbe-kammer (II. Keweröesektio«). In Kürze finden die Wahlen in die II. Sektion (Gewerbe) der Handel«- und Gewerbeka«mer in Graz statt. Aus diesem Anlasse hielt der Cillier Wahlausschuß, be» stehend au« dem Ausschüsse de« Cillier deutschen Gewerbebunde« und mehreren Vertretern de« deutschen Gewerbestande« am Montag im Gift» hause „Zur Traube" eine Sitzung ab. Der Ob» mann de« Wahlau«schusse« Herr Otto Küster leitet« di« Verhandlungen und brachte zunächst zur Kenntni«, daß der alpenländische Handwerkerrai, bestehend au« dem „Siebenerau«schusse" und den Vertreter» sämtlicher gewerblicher Körperschaften nach reiflicher Ueb?rlegung die geeignetsten Kandidaten vorgeschlagen habe. Die Wahllisten feien bereit« an die Vertrauensmänner in Tüffer, Lichtenwald, Rann. Sachfenfeld. Franz. St. Marein, Windisch» Land«berg und Gonobitz übersendet worden. Weiter« teilt er mit, daß von gegnerischer Seite ebenfalls Kandidaten aufgestellt wurden, und deshalb rege Arbeit und einmüiigeS Vorgehen um so ,.otivtndi ;er S-ssel warf und heftig schluchzte. Ich versuchte vergeben», ein verzeihende« Wort von ihr zu er» halten ; sie winkte mit der Hand: „Nur fort — nur fort!" Fran^oi« sprach auf sie ein, und beide in lebhafter Debatte erblickend, enteilte ich. Ich stürzte — ich flog förmlich nach dem Gebäude der Großen Oper. Und siehe — die letzten Ballgäste eilten eben au» den weitgeöffneten Toren, Wagenketten hielten in langer Reihe davor, verschlafene Kutscher, leichenblasse Diener warteten auf den Böcken der Equipagen. Ich drückte und drängte mich zwischen Pferdeköpftn, Rädern,. Menschenfluten hindurch. Und ohne selbst zu wissen. wie ich dahingekommen, stand ich plötzlich mitten in dem leeren Ballsaal. Einige Ga«flammen leuchteten noch, aber die Diener, wohl übermüdet und träge, dachten noch nicht an da« Ausräumen. Ich hatte gehört, daß man niemal« vor acht Uhr morgen« damit be» gänne. So hatte ich noch über drei Stunden Zeit. Aber da« Ga« wurde au«gedreht. nnd nur" ein fahler, kalter Streifen Kerzenlicht drang durch die festgefchlossenen Vorhänge. Ich versuchte einige zu-rückziehen, und e« gelang. Ich fing nun an zu suchen. — Und ich durchsuchte di« ganze weit« Fläche d«« RiesenfaalkS. die Logen des ersten RangkS. die noch offen standen, die Treppen de« Vestibüls. ES schien, al« wäre ich das einzige Wesen in dem ganzen großen Riesenbau. Uner-müdlich suchte ich und suchte. — Es ward heller und Heller. Da plötzlich — da in dem roten Samt-polster de« Diwan« in der kaiserlichen Loze leuchtete e« auf. Ein feiner Sonnen-blitz hatte sich gerade hier eingestohlen: Seite 3 sei. Die Versammlung beschloß eiichimmig für die vom alpenländischen Handwerkerrate aufgestellten Kandidaten einzustehen und ihnen zum Siege zu verhelfen. Herr Pacchiaffo rügte mit scharfen Worten, daß anläßlich dieser Wahlen an die Wähler nur doppelsprachige^Wahllegilimationtn zugestellt wurden. E« sei die« »ine Herausforderung der deutschen Wähler und bedeute «ine Mißachtung de« völkischen Fühlen« der deutschen Gewerbe-treibenden. Herr Pacchiaffo ersucht» drn anwesenden Kammerrat Herrn Karl M ö r t l, bei der nächsten Kammerratssitzung dagegen Stellung zu nehmen. Herr Mörtl versprach in bereitwilligster Weise, in der nächsten Kammersitzung diese Angelegenheit zur Sprache zu bringen und gegen eine Wiederholung derartiger Herau«forderungen energisch zu protestieren. ßissier Kurn»erei«. Donner«tag, den 7. De» zember d. I. findet im großen Saale de« Hotel« „Stadt Wien' die diesjährige Julfeier statt. Die Einladungen zu derselben werden in dieser Woche «»«gesendet. Reklamationen sind an den Turnrat zu richten. Festordnung: Scharlieder. Julrede. Musikvorträge (Cillier Musikverein«kapellt). Turne» rische Vorführungen. Julbaum. Glück«hafen. * Aulfeier. Wie wir hören, wird Heuer die Julfeier, diese« echt germanische Fest recht wacker von Seile der deutschen Körperschaften gepflegt werden. C« ist die« ein erfreuliche« Zeichen de« immer mehr erstarkenden völkischen Geiste«, der namentlich die deutschen Vereine durchweht. Den Reigen der Julfeier eröffnet die „Freiwillige Feuerwehr'. Dieselbe veranstaltet, wie bereit« mit» geteilt.wurde am 16. Dezember im Hotel Terschek eine Julfeier, welche im Rahmen eine« Fa«ilien» abende« gehalten werden wird. Bei derselben sind deutsche Volksgenossen, deutsche Frauen und Mädchen herzlich willkommen. Am 23. Deze«ber veranstaltet der „Deutschvölkische Gehilfenverband" im Vereine mit dem .Deutschvölkische» HandelSangestellten Ver» bände" eine Julfeier. Bei dieser Feier wird Bürger» schullehrer Herr Aistrich die Julrede halten. Auch bei dieser Veranstaltung ist der Besuch der deutscht» Volk«genossen erwünscht. A» die deutschen Hewervetreibeudeul Wir werden ersuchl mitzuteilen, daß jene Gewerbe» treibenden, die die Wahllegitimationen für die Wahlen in die Handel«» und Gewerbekammer Graz (II. Sektion Gewerbe) erhalten haben, die Wahllegttimation nur mit ihrer Unterschrift ver« sehen und sie dann an Herrn Otto Küster oder an Herrn Möril einsenden mögen. Die genannten Herren sind auch jederzeit bereu, Aufklärungen ia dieser Angelegenheit zu erteilen. Zwei Sauutaler in der »eitm Welt. In Bangkok, der Hauptstadt Siam« hat sich ein österreichischer Unterstützung«verein gebildet, de« al« Aemiersührer Herr Jng. O. Tratnik, ein Sohn de« Cillier Ge«einderate«, Herrn Marku« gerade wo die vergoldete Krone i« Holzwert an dem roten Samt in reicher durchstochener Schnitz» arbeit sich erhob, sunkelte e«, wie ein' klarer, flussiger Tropfen! — ich griff zu. ich fühlte etwa« Kühle«, Harte« in meiner zitternden Hand, ich hob e« vor die Augen, ich schaute, schaute — und erkannte die seine, in da« Gold der Oese gravierte Nr. 299 «i, der König«krone der Bourbenen darüber! — E« war der verlorene Brillant der Kaiserin. Ich eilte, den AuSgang zu gewinnen. Meinen kostbarm Fund barg ich sorg-sam im Portmonnaie. Ach — die Türen waren verschlossen — ich konnte nicht hinau«! Wa« nun? Ich taumelte auf müden, jungen Füße» noch ein-mal nach dem Vestibül — ich suchte und fand die Wohnung de« Hcm««eister« — ich klopfte. Endlich hörte «ran mich. Der Mann in zie«lich dürftiger Bekleidung, sehr verschlafen, ftagte un-wirsch. nach meinem Begehr. „Ich bin hier ein» geschossen," sagte ich schüchtern. „Ah' — tt lacht» — „Madam» hat v»rschlas»n — Madame hat wohl Champagner getrunken?' Er ka« herau« au« dem Stüdchen und schloß aus. Ich dankte ihm eilig und entschlüpfte. Wie gehetzt lies ich nach dem Tuilerienschloß — durch den wohlbekannten Eingang der Bediensteten hastete ich die vielen, vielen Treppen hinaus — un? in siü n \h bei Nannette ein! — „Ich habe ih,< außer Atnn. Den Stein in der Hand r, . .mmer» frau zur Oberhofmeisterin der y —ich mußte mit. Wir wurden sofort vorg iftn. Nein, diefe Freude, diese Au«zeichnung, *,,« die hohe Dame mir kleinem Dinge zuteil werden ließ! Sie Seite 4 Tratnik und H^rr Malermeister C. Hermann, ein gebürtiger Sachfenfelder, angehören. Z»er 2S. November. Die hiesigen Sozial« demokratin hatten et mit recht viel Glück ver» standen, die Lärmtrommel für ihre Wahlrecht«-tundgebung zu schlagen und -die allgemeine Neu-gierde mobil zu machen. Aengstliche Gemüter — wo fände man nicht solche Käuze — sahen der Veranstaltung sogar durch das Vergrößerung»-gla« der Furcht entgexen und scheinen alle Schrecken der Revolution erwartet zu haben. Der Tag verlief jedoch, wie nicht ander« zu erwarten stand, völlig ruhig und ohne jeden Zwischenfall. Sehr ungünstig erwies sich der fozialdemokrati» schen WahlrechtSkundgtbung da» Regenwetter. Ihm wird e» auch zuzuschreiben sein, daß an dem lim-zuge nicht noch mehr Arbeiter teilnahmen. Man zählte an Zweihundert, die unter Vorantragung roter Fahnen und Tafeln «it der deutschen Aus-schrift: „Heraus u. f. w." durch die Straßen der Stadt wallten. Zur Seite de» Zuge» schritten Ordner, durch rote Bänder al» solche kenntlich gemacht. Die Vertrauensmänner der Partei trugen außerdem noch rote Maschen angeheftet. Vor dem Gebäude der BezirkShaupimannschaft wurde Auf» stellung genommen und eine Dreierabordnung zum Statthaltereirat. Baron Apfaltrern entsendet. Dieser Abordnung gehörten die beiden Sozialdemokralen Majcen und Koß und der Slovene Redet an. Sie wurden in zuvorkommender Weife empsangen. die Besonnenheit ihrer bisherigen Veranstaltungen her» vorgehoben und ihnen empfohlen, ihre Ziele auch weiterhin innerhalb der gesetzlichen Schranken zu verfolgen. E» gelangten alle drei Vertrauen«-«änner zu Worte und ihre gemeinsame Bitte ging dahin, die Forderung des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes höherenorteS zu unterbreiten, welcher Bitte Gewährung zugesagt wurde. Die gleiche Abordnung verfügte sich auch zum Bürgermeister. Herrn JuliuS Rakusch, wo daS nämliche Ersuchen vorgebracht wurde. Nach Rückkehr der drei Ver» trauenSmänner brachen die auf dem JofefSplatze Versammelten, denen sich auch viele Neugierige zugesellt hatten, in Hochrufe auS. Vor dem Abmärsche sang man auch das Arbeiterlied. An dem Umzüge der sozialdemokratifchen Arbeiter nahmen auch die flovenischnaiionalen GesolgS-mannen, richtiger Gefolgtknaben de« Schlossers Rebek teil, an ihrer Unreife fofort erkenntlich. Auch der streitbare Kaplan t^emazar hatte aus Tüchern ein paar „Schäflnn" zugeführt, damit sich die Garde RebekS etwas stattlicher auSnehme. Rebek selbst hatte zur Ehre de« Tage« und um als Sendbote des Volkes fo recht das VolkSver» trauen zu rechtfertigen, ein Hemd angelegt, dessen Reinheit der Vergangenheit angehörte. „Hoch klingt das Lied vom braven Mann, der im rußigen Arbeiterkleide vor den kaiserlichen Amtmann trat.' Rebek versteht sich auf die Komödie. Große Ungehaltenheit herrschte unter den flovenischen Geschäftsleuten ob der Voreiligkeit, mit der man in eilte sofort nach den Privatgemächern der Kaiserin und kam mit einem wunderschönen, reich mit Rubinen geschmückten Armband mit der Kaiser« kröne zurück. Ich aber sagte demütig, daß ich ein solch kostbares Geschenk nicht annehmen könne, und barg mein Gesicht in den Händen. Sie streichelte meine Stirn und sprach freundlich au «ich ein. Ich mußte daS Armband behalten und wurde in einer Hofequipage nach Hause gebracht. Einige Monate später war ich Fran^oi« Hachette« glückselige kleine Frau. I« Jahre 1874 war ich mit «eine« Gatten und «eine« Sohn auS der Schweiz, wohin wir de« Krieges wegen gestoben waren, nach Pari« zu» rückkehrt. Wir faßen einem der belebtesten Caf6s — da trat an mich eine Orangenverkäu« ferin heran und bat, ich möge kaufen. Ich sah auf; ein bleiche«, abgezehrtes Gesicht, tiefliegende, fiebernde Augen, rotes, sonnengoldige« Haar. Ich fah sie an. ich sah die Ja««ergestalt, ich nestelte an meiner Börse und entnahm ihr zitternd ein Goldstück. Die Aermste starrte mich an — sie hatte wohl lange kein Gold mehr besessen. „Mais Madame*, sagte sie fast beschämt. „Leben Sie wohl, Leda de Glanier!" sagte ich leise. Ja ihre «üben, kranken Augen kam ein Strahl dcS Erkennen» — ich — ich hatte ihr ja damal» di» Toilette v»rraten — und ihn gefunden, den vi»l» gesuchten Diamanten der Kaiserin. M$e««r4r« Wacht" der Domovina über ihre Köpfe hinweg zum Schließen oer Geschäfte aufforderte. Die Geister platzten heftig aufeinander und es kam endlich zu dem vermittelnden Beschlusse, nur während deS Umzuges zu schließen. Auch dieser Aufforderung haben sich einzelne flovenische Gewerbebündler widersetzt und sie verwiesen mit Kecht auf die Erklärung der Sozialdemokratin, die ausdrücklich festgestellt wisien wollten, daß sie keine Störung des öffentlichen Erwerbslebens bezweckten. Man hat sich in dem Uebereifer der Liebeswerbung also nur lächerlich gemacht. Zu dieser Sorte slove» nischcr Geschäftsleute zählte auch der Friseur Äapus, den auch die Rücksicht aus die vielen Offiziere, di« zu feiner Rundschaft zählen, nicht abhielt, den Laden zu sperren und zu demonstrieren. HSaruuug vor Kausierjudeu! Beim Krei«-gericht« in Cilli befinden sich O»kar Werner und Ferdinand B r u m m e l au» Wien in Haft, und zwar wegen deS Verdachte» de« Betruges, be» gangen dadurch, daß sie Goldin, al» echte Gold» uhren verkauften und dadurch die Käufer schädigten. Aus diese Weise Beschädigte wollen sich beim ge» nannten, ihrem zuständigen Gerichte oder dem nächsten Gendarmeriepostenkommando meldeu. Schaubühue. Wer Sonntag feine Schritte in« Theater lenkte, — und die» taten gar Viele, denn e» gab «in auSverkaufteS HauS —, den wird »S gewiß nicht gereuen, denn jeder der gern lacht, kam vollauf aus feine Rechnung. Zur Darstellung kam „Der Strohwitwer", eine Posse mit Gesang von JuliuS Horst und Emil Norini. Rudolf Ehrich hat dazu «ine flotte Musik und die GefangStexte geliefert. Die Darsteller waren ohne Ausnahme in heiterster Laune und sangen, tanzten und ulkten um die Wette. In erster Linie bietet diese Posse Herrn Siege den gefälligen Rahmen, in dem ihm als „süßes Mädel" aller Herzen zu fliegen, und in dem er feinen Humor austollen lassen kann, und er machte von dieser Gelegenheit auch den ausgiebigsten Gebrauch. Doch auch alle anderen Mitwirkenden machten sich um das Gelingen deS lustigen UnsinnS vollauf verdient und zwar Herr Fischer al« (Leopold Brandtner), Frl. Osten (dessen Frau), Fräulein Urban (die ge» fürchtete Schwiegermutter), Frl. Walde (Annie), Fräulein Schlocker (weiblicher Detektiv), Herr Kurt (ein prächtig böhmakelnder, flott tanzen-und singender Menelik) und Herr Kühne, Kammaus, Mahr, Kopal, Weißmüller, sowie die Damen Stein und Peretti als würdige Vertreter der übrigen kleineren Rollen. Die rasche Auseinanderfolge toller Harlekinaden bringt es beinahe in Vergessenheit, daß die Bühne auch eine erziehliche Aufgabe zu erfüllen hat. Durch die einseitige Beschränkung ans den Lach' kitzel wird unser Musentempel nur herabgewürdigt. M—a. Z»ie -Laudesvicrauffage wurde durch einen Landlagibcschluß von X 1-70 aus K 2 — erhöht. Z>r. Arumer ;um neuutenmale verurteilt. Der btkdnnte Dr. Brumen wurde neuerdings wegen gröblicher Ehrenbeleidigung schuldig gesprochen und zu vierwöchigem Arrest», verschärft durch ein hartes Lager in der Woche verurteilt. Eiu rabiater Hast. Am Sonntag kam in später Abendstunde in den Kaffeefchank des Herrn Krobath in der RathauSgasse der etwas angetrun» kene Maurergehilfe Johann Breg. Da er sich ungebührlich benahm, herumschlug und die Gäste beleidigte, wurde er vom Kaffeeschankbesitzer au» dem Lokale hinausbefördert. Breg zerschlug au» Wut üb»r diese HinauSbefördtrung die Scheibe der GlaStüre des Kaffeefchanke«. Er hatte aber nicht daran g»dacht, daß da» Aug» dr» Gesetze« wacht. Kaum war die Scheibe zersplittert, al» sich die Faust eine» Wachmanne» auf feine Schulter legte und ihn sanft aber entschied»» in d»n Arrtst »nt-führte. Gegen den rabiaten Maurer wurde die Strafanzeige erstattet. Keuvodeu abgestürzt. Dieser Tage machte sich die 55jährige Taglöhnerin Agne» I «r j u c am Heuboden de« Wirtschaftsgebäude» der Frau Swettl in Gaberje zu schaffen. Sie trat fehl und stürzt« von dem ziemlich hochgelegenen Heuboden herunter. Die Abgestürzt» erlitt mehrere schwere Verletzungen und mußte in» allgemeine Krankenhau« nach Cilli geschafft werden. * »Kier biu ich!" Sonntag in der Nacht hörten die in der Sicherheitswachstube anwesenden Wachleute in der Grazerstraße ein Zetergeschrei, aus dem man nur die immer wiederkehrenden Worte .Slovenska kri v lust!* (slovenisches Blut in die Luft!) heraushörte. Eben wollte sich die Wache über-zeugen, wem das flovenische Blut solche Beschwerden Nummer 96 mache, daß er eS in die Luft senden wolle, als sich die Türe öffnete und etwas schwankenden Schrittes »ine geisterbleiche Gestalt mit blutendem Haupte hereintrat. Mit Grabesstimme stieß dabei die Er-scheinung die gewichtigen Worte hervor: „Hier bin ich!« Nachdem die Wachleute der Erscheinung höflich erwidert hatten, daß sie in diese Behauptung nicht den geringsten Zweifel setzten, fragten sie ihn eben fo höflich, mit wem sie das Vergnügen hätten, und er-fuhren, daß es der Jurist Karl Lasni sei. der daS flovenische Blut in der Lust haben wolle. Nach längeren Bemühungen gelang es endlich auS den verworrenen Reden des zukünftigen Führers des Wendenvolkes herauszubekommen, daß er in Bischof-dorf von eigenen Volksgenossen Haue bekommen habe und daß er wünsche, daß gegen die Täter sofort mit aller Strenge des Gesetzes vorgegangen werde. Al« man ihm bedeutete, daß er sich gütigst an die Gendarmerie wenden möi« Südmarli-Nücherei ist btim Stadtamie im Vorzim«er des Htrrn AmtSvorstande« unter-gebracht und enthäll wissenschaftliche und belletristisch e Wtrkt ia 1600 Bänden. AuSleihstuodni sind jeden Montag, Mittwoch und Freitag («it Ausnahme von Feiertagen) von 1 bis 2 Uhr nach-mittag». Jeder Entlehner hat monatlich 10 H»ll«r und außtrdtm für jeden Band 2 Heller für je 14 Tage zu bezahlen. Ueber zwei Monate dürfen d» Bücher nicht behalten werden. Jeder Deutsche kann Bücher entlehnen. I« Jahre 1903 wurbn 6202, im Jahre 1904 8153 Bücher entlehnt. FRITZ RASCH, CILLI.j| Gedenket ££SÄS3iS Wetten und Legate»! Nummer 96 .»exttche Wacht» Seite 5 Gemischtwarengeschäft m P farrorte Leskotec, Bezirk Pettau, eelir guter Poeten, ist ■nter günstigen Bedingnissen sogleich zu verpachten. Anzufragen bei Max Straschill, Pettau. 11347 5 Kronen 11102 >imd mehr per Tag Verdienst. Hausarbetter-Strickmafckinen-Gesellfchast. Gesucht Personen beiderlei Gestlecht« zum Stricken auf unserer Maschine. Emsache und schnelle Arbeit das ganze Jahr hindurch zu Hause. — Keine Bortenntniffe nötig. Enisernung tut nicht» zur Sache und wir verlausen bte Arbeit. 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Gibt auch die achänate Weilw&ache Schwan ?0N der Südbah«. „Wie uns da» Betrieb«' Jnspetiorat der Südbah» in Graz mitteilt, haben die t. f. Lagerhaus» in Trieft vie Einstellung der Lufnadme von Gütern mit AuSuahme von Spiri> tu«sendu»gen in Reservoirwagen wegen Platzmangel verlangt. Frachtgüter für Triest-Friihasen werde» daher in der Eüdbahnftaiivne» mit obiger Lu« k. t. Eijendahnministerium« werden rm Zwecke einer e»geren Fühlungnahme der k. österreichische» Etaat«bahnen mii den Ver-stSchtern in bestimmten Stationen und an festge-setzn» Tagen durch einen Beamten der f. k. SiaatSbahndireltion Billach kommerzielle Ami«tage abgehalten, um AuSkünfie zu er>eilen. Wünsche und Beschwerden der Interessenten entgegen zu nehm-n «nd über d>e Berhälinisse de« Handel«, der Ge-weibe, Industrie unv Lanowirischas« Informationen einzuholen. Diese Ami«tage fiaven vom l. De-zember 1905 anaesangen statt in: W i n d i s ch« graz. am 2. Mittwoch, Schönste > » Bad Topolschitz am 2. Don»er«iag der geraden Monaie. Graz Et. B., am 2. Di»n«tag der un« geraden Monate statt. Fallen aus die bezeichneten Tage Fett'tage, so wird der Am«tag ia der darauffolgenden Woche am gleichen Tage ab« gehalten. Z>ie Hrwe?v»enerKommiMon für den Ver-«nlagungebezirk Clli Siadi ist für die Beran-lagu»gSper>ode I9O6—07 nachstehend zu, immen» «»stellt: 1 Erwerosteuertommisston III. Kl sse C'lli Siadl: Borsttzer: Dr. Valentin Kermaun», t. k. Finanzkommissär in Cilli; Borsts»,-SieUvrrtr"«r: Heinrich Biditz, k. t. Steuereinnehmer in Cilli: Sewählie Mitglieder: Achleitner Joses, Bäcker in Cilli; Lakitjch August, Kaufmann in Cilli. Ge» wählte Miigliedstelloerlreier: König Joses. Kauf» mann in C>lli; Terschek Johann, Hoielier in Cilli. Ernannte Mngliedsiell >e»tr«,r: Dr. Breni c Alo>«, Avvokai in Cilli; Bollouscheg Rudol», k k. Sieuer-a«iSosfizial m C ll, 2. Erwerbsteue»tommnsion IY. Klaffe Cilli Siadl: Gewählt» Mitglieder: jtoroschktz Johann. Schuhmacher >n C>ll>; K st-r Oiio, Gastwirt in C ll>. Gewählte Mngli ist ll-vertikter: Hofsmaan Johann, Kleidermachr in Säger Johann. Bü stenbinder in Cilli. C>» «annie Mitglieder: Fürftdauer Thoma«. S>adi-a«t«oorstand in Cilli; Bollouicheg, Rudolf, k. t. St.ueramiSofstzial in Cilli. E nannie Miigtiedstell-dertreter: S«»>z Josef. Spezereiw^rendändler in Cilli; Bradl Johann, t. k. Sirueramisoifizial in Cilli. Eingesendet. Verehrliche Schriftleitung! Nicht wenig erstaunt waren wir, al« wir die anläßlich der bevorstehenden Wahlen in di« Handels, und Gewerbekammer un« zugekommenen Wahlleg'limatioaen erblickte». Dieselbm waren au«-»ahm«lo« doppelsprachia. Es ist vie« umso befrem enver. al« ja der Großtril der Gewerbe« treibenden nicht nur in Cilli sondern im ganzen Kammrriprengel deutsch und der slooenischen Sprache gar nicht mächtig ist. E« bedeutet die« eine Mißachtung unsere« völkischen Fühlen« und eine Zu» rückietzung der deutschen Gewerbetreibenden vor der slove»ijchen Minderheit. Unsere Gegner würden sich »in« derartig» Herausforderung nicht gefallen laffen und wir verwah-en un« mit aller Cni-schiedenheit gegen eine Wiederkehr solcher willkürlicher »Sprachen Verordnungen" vonjeite der Handel«- und Gewerbekammer. Wir bitten um Beröff^nilichung dieser Zeilen mit de« Wunsch», daß si» geeigneten Orte« zur Ktnntni« kommen möchten. HochachiungSooll Mehrere Cillier. Keller'sche ^pielwerke. Annerkant die voll-kommendsten der Welt, sind steiSsort eine« der passendsten uvd beliebtesten Ftstgrschtnk». E« wird mu denselben di» Musik in di» ganz» Welt «»-tragen, aus daß st» überall di» Freude der Glück-lichen erhöbe, die Unglücklichen trö.te und allen Fernweilenden durch ihre Melodien Grüße au« b»r Heimat sende. In Hotel« Restaurationen u. f. w. ersetzen sie ein Orchester und erweisen sich al« be-sie« Zugmittel, besonder« d-e automatischen Werk«, di» beim Einwerfen eine« Gelsstücke« spiele», wo-durch die Ausgabe in kurzer Zeit gedeckt wird. Die Reperioir« sind mit großem Berständni« zu-sammengestelli und enthalten die beliedtestin Melo-dien auf oem Gebiet» der Opern-, Operetten- und T.inzmastk, der Lieder und Cyoräle. Der Farikant wuide auf alle» Autstellungen mit erste» Preisen ausgezeichnet, ist Li^»rant aller europäischen Höfe und geh»-, ihm jäSrlich Tausende von Anetten-nunq«schte den zu. AlS willkommene Ueberraichuag bietet o,e Fabrik ihren Aoneymern auf bevorstehende Weihnachten ein» dtdeuiend» PreiSermäßi-«iunn, so daß sich nun jedermann in de» Besitz ein.« ächt Helle,'sch-n Werke« setzen kann. Man wende stch dir,k> »ach Bern, »eldft bei kleinen Aus. trä.en, da die Fanrik keine Niederlagen hat. Re-paraiuren. auch solch» von fremden Werken, werden aus« beste belorgt. Aus Wunsch werden Teilzah» langen bewilligt und illufttiene Preislisten franko zugesendet. „Wiener v-utsches Kagbkatt". Täglich: selbständiger alpin-iou»>Nl>ch«r Teil. Jeden Mitt-owch: Turn Zeitung. Jed'N Sonniag: Frauen« Zeitung. 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Landes-Zentralrebenschule in Unterrann bei Pettau zu veranstalten. Diese Kurse beginnen mit 15. Februar 1906 und schliessen mit 1. Dezember 1906 ab. t In Marburg werden im Jahre 1906 . . 14 „ Luttenberg.........12 , Oberradkersburg.......16 , Leibnitz..........24 , Unterrann.........20 Grundbesitzers- und Winzerssöhne aufgenommen. Diese erhalten an der genannten Anstalt freie Wohnung, volle Ver-köstigung und ausserdem einen Monatslohn von 8 Kronen. Die Ausbildung an diesen Kursen ist in erster Linie eine praktische und nur insoweit auch eine theoretische als dies für Vorarbeiter und selbstständige Winzer unbedingt notwendig erscheint. Nach Schluss der Kurse wird jedem Teilnehmer ein Zeugnis über dessen Verwendbarkeit ausgestellt Behufs Aufnahme in einen dieser Kurse haben die Bewerber ihre stempelfreien Gesuche bis spätestens 1. Jänner 1906 an den Landes-Ausschuss zu übersenden. In diesem Gesuche ist ausdrücklich zu bemerken, in welche der vorerwähnten Winzerschulen der Bewerber einzutreten wünscht und sind beizuschliessen: 1. Der Nachweis über das zurückgelegte 16. Lebensjahr. 2. Das Moralitätszeugnis, welches vom Pfarramt« bescheinigt werden muss. 3. Die ärztliche Bescheinigung, dass der Bewerber nicht an einer ansteckenden Krankheit leidet. 4. Das Entlassungszeugnis aus der Volksschule. Beim Eintritte müssen sich die Bewerber verpflichten vom 15. Februar bis 1. Dezember 1906 ununterbrochen im Kurse zu verbleiben und allen die Ausbildung bezweckenden Anordnungen der landschaftlichen Fachorgane Folge zu leisten. Graz, am 3. November 1905. UJH4 Vom Steiermärkischeii Landesausschusse. ' • ** "1 ~ -- Fritz Hosinann, Georgine Gross, geb. Hofmann, Elsa and Lada Hofmann geben im eigenen, sowie im Namen aller übrigen Verwandten die bScbstbe trübende Nachricht von dem Ableben ihrer innigstgeliebten Mutter, der Frau omnt.Mil>' jwii'j.iou» >m> >o«v' 7 im Ä «i nuidika<>>»iiiic .1 .1 MM Anna Hofmann I t ll . Private welche am Dienstag den 28. November um 5 Uhr nachmittags nach kurzem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 63. Lebensjahre selig im Herrn entschlief. Das Leichenbegängnis der teueren Verblichenen findet am Donnerstag den 30. d. M. um 3 Uhr nachmittags vom Sterbehause (Neugasse 14) aus auf den Umgebungsfriedhof zur Beisetzung in die Familiengrabstätte statt. Die heilige Seelenmesse wird am Freitag den 1. Dezember um 8 Uhr früh ia der Stadtpfarrkirche gelesen. / Cilli, am 28. November 1905. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 11365 Separate Parte werden nicht ausgegeben. Tbjiö :an« It'jmg ?yjiiUs)t^na wX itbo (btnl I Seilen» und §«M