Rummer LZ. Pettau, den 2. December 18V4. V. Jahrgang. Pettauer Zeitung erscheint jeden Sonnrag. Prei« für Pettau mit Zustellung in« Hau«: Bierteliährig fl. halbjährig fl. L.—, ganzjährig fl 4.—; mit PostVersendung im Inland«: Lieneljährig fl. t.lb. halbjährig fl. 2.80, ganzjährig fl. 4.50. — Einzelne Nummern 10 kr. Schriftleiter: Ilses Ael«»er, v,hnh»f»afie S. — Ler»«lt»«g und Bert««: W. vlante, v»chh«»dl»»g, H«»ptpl»tz Sir. 6. Handschristen werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Vertretung der „Pettauer Zeitung" für «raz und Umgebung bei: £*h»t| »«» Schtnhofer i» Ära», Jporzaffe Nr. S. Ein rechtes Wort zu rechter Zeit. In der letzten Sonntagsnummer der »Deut» schen Zeitung" vom 25. November d. I. erhält die in WarnSdorf erscheinende .Abwehr", eine der Kindertrompeten der Prager deutschen Easino-Kntei, vulgo der Partei der „Bereinigte» deut-che» Linken", die wirklich nur mit der Linken für las deutsche Volk, mit der gewandteren Rechten aber für da« deutsch'jüdische Großkapital und Manchesterthum arbeitet, — einen jklap« auf da» greinende Mündche». Die .Abwehr" hat der .Deutschen Zeitung" vorgeworfen, das« dieselbe einen Bericht über den »Niederösterreichischen Katholikentag" brachte, bei dem der Wiener Abgeordnete Prinz Aloi« Lichte»' stein unter großem Beifallsjubel erklärte, das« er A>ffe, die nalionalgesinnten christlichen Parteien n rden sich enger und enger anein-anderschlicße», die von der.Bereinigten deutschen Linken" sich abbröckelnde» Theile anziehen und dann würden die . Liberalen" geliefert sei». .Wenn wir de» .Liberalen" blo« 30 Mandate abnehme»", — meinte Lichtenstein, .dann find sie gesprengt." Das« diese 30 Mandate die .klerikalen" nicht erobern werden und die .Christlich-Sozialen", welche an diesem Tage mit klingendem Spiele in« klerikale Lager zogen, auch nicht, da-rüber ist sich Prinz Lichtenstein klar, er rechnete auf die Nationalen, die de» Liberalen diese Man-date abnehmen sollen. Seine ganze damalige Rede war überhaupt merkwürdig. E« klang Der Renegat. von g. 3*11««. ({JorUftung m>» Schlich.) Am zweiten Tage darituf passierte eine Karawane von etwa dreißig Tragthieren den Ort Boksi. Außerhalb de« Orte« wurde Rast gehalten und die Karawandfchie besahen sorgfältig die Ladung, die aus länglichen schmalen Misten bestand, auf welcher in fränkischer Schrift mit rother Farbe offenbar der Inhalt angegeben war. der trotz de« geringen Umfange« der Kisten sehr schwer sein mus«te. denn die Männer, welche hie und da eine« der Tragthiere abpackten, nm den Strohpolster am Rücken de« Thiere« zurechtzuschieben, auf dem der Tragsattel lag, hob?» diese Stiften, wie e« den umherstehenden Gaffern schien, nur mit Anstrengung und großer Borsicht Unter den Umherstehenden befanden sich zwei jüngere Burschen in Pluder-Hosen von weißem groben Wollstoffe, die eng an den Unterschenkeln anlagen und in Opanken endigten, an deren Sohle noch die Haare der schwarzen Zie^knhaut zu sehen waren, au« der die Fußbe-Neidung gefertigt ist. Ein grobe« Hemd mit weiten Ärmeln, darüber eine Jacke au« langhaarigem Gewebe, zottig wie ein Bärenfell, kaum den halben Rücken bedeckend und mit Ärmeln, die nicht bi« an den Ellbogen reichten und den schwarzhaarigen Kopf mit einer gestrickten Kappe in Form unserer Kinderhäubchen bedeckt, über welche ein kleine«. daran« ziemlich vernehmlich der Wunscy. die .Deutsch - Nationalen" möchten doch ein wenig näherrücken und wer da« »Grazer Bolksblatt" nach der Brück Leobner Wahl la«. wird sich auf einen WarnungSartiket an die Adresse der „Libe> ralen" erinnern. in dem da« dentale Blatt der siegestrunkenen Lorberpartei sehr trocken in'« Ge-ficht sagte, dass sie schmählich unterlegen wäre, wenn die . klerikale»' nicht neutral geblieben, sondern sich für die .Nationalen" in'« Zeug ge-legt hätten. Sie haben e« nicht gethan, weil sie de» .Nationalen" noch nicht recht trauen. Die Rede de« Fürsten Lichtenstein und ein-zelne wie absicht«lo« hingestreute Bemerkungen de« clericalen Blatte«, welche» in der Lage ist, über manche« sehr genau insormirt zu sein, über welche« andere Blätter blos vage Bermuthuugen äußern, stehen in einem gewissen EausaliiexuS. In der Sprache der Diplomatie würde e« .eine Sondirung zur Anbahnung besserer Beziehungen" genannt werden. Auch die . Deutsche Zeitung" scheint die Sache ähnlich aufzufassen. Sie findet da» Zusammenschließen der christlichen Parteien durchou« nicht al» eine otsolute Unmöglichkeit und sagt mit einem EeitenIUcke auf die Bereit«, gung der Elerikalen und der Christlich - Socialen auf dem niederösterreichischen Katholikentage solgende»: .In dem angedeuteten Sinne muss sich die Parteibildung vollziehen, wen» für die Deutichen in Österreich erträgliche Zustände eintreten sollen. Früher oder später werden sich die National-fühlenden unter den heutigen Christlich-Socialen so gut wie unter den Liberalen weiße« Fez ohne Quaste gtstülpt war. Diesem Äußeren nach zu schließen Ware» eS zwei junge Bergalbanesen und die SttSereien in schwarzer Wolle auf den Schenkeln ihrer weißen Hosen kennzeichnete sie al« zwei juitge Männer aus dem Stamme der Rioli. Beide sahen viel aufmerksamer zu als die umstehende» Türken und verschwanden ganz plötzlich wie vom Bode». Wer ihnen aber gefolgt wäre, hätte sie außerhalb de« Ortet gegen die Berge im Norden eile» sehen. I» der Nähe eine« ßinzeln stehenden Han machten sie Halt. .2« sind knien, die Munition berge». Greo Ich zählte «veiunddreißig Thiere und sah keinen einzigen Alker (Soldaten)." — .Es ist Friede Didan, wa« haben die Turaki zu fürchten? Sie sparen den Nizam« den weiten Weg." — .Und wir wollen ihnen einen Theil der Last abnehmen, das« sie schneller nach Grusinje kommen," — lachte Didan. — .Am Fuße de« Maranai weiden die Brüder; ich will ihnen sagen, das« sie heute nacht« so viele Patronen erbeuten können al« sie wollen. ES wird eine große Freude geben Greo." — Der andere nickte: — .Gut, gehe du zu den Brüdern am Maranai; aber e« >st weit, werden sie zurechtfommen?" — .Sie werden;" — fugte Greo bestimmt, — .rede du mit den Männern in Schiatschesta. MittwegS, wo die Straße tief liegt, sollen sie lauern, die Kisten fortzuschleppen, wenn wir ein paar Pferd« mit denen, die sich heuteschon al« national bekennen, zusammenschließen. Durch Koket-tiren mit RadicaliSmus und durch altgermanische« Gebahren werden wir freilich weder die Einen noch die Anderen gewinnen. Es nützt nicht«, mit höchst modernem Bier altgermanische Iultrünke zu begehen; eS nützt nicht», in den Wäldern unserer Tage die Götter der Vorzeit um Hilfe anzuflehen; es nütztnicht«. imKreise der Gesinnung«-genossen die Größe deS Gerinanenthum« zu ver-herrlichen und sich im stolzen Bewußtsein unsere« Nationalgefühles von jedem Angehörige» einer anderen Nation abzuschließen; die Noth der Zeit verlangt es, das« wir hinaustreten unter die Anderen und mit dem Ellbogen unS Platz schaffen. Wie wir keinen Fußbreit Heimatland freiwillig ausgeben werden, auch ivenn Tschechen oder Sloveiie» in der Übermacht ihn un« streitig machen, so haben wir auch ein Anrecht aus die gesellschaftliche» Einrichtungen, an welchen Deutsche mitgewirkt haben, möge ihr Werth ein ideeller oder realer sein; und wir haben keinen Grund, zu weichen, wo Angehörige eine« a»deren Bolke» mit-reden, wohl gar die Übermacht erlangt haben. Ausharren solle» wir und kämpfen und unseren Willen zur Geltung z» bringen suchen. Schönerer hat den nationalen Gedanken in einer Reinheit wie selten Einer ersasst und mit eiserner Eon-sequenz zur Durchführung zu bringen gesucht. Dass seine praktischen Erfolge so geringe waren, ist nicht in letzter Reihe darauf zurückzuführen, das« er alle gesellschaftlichen Gebild« von Grund au« »tu schaffen wollte, anstatt in d«n bestehenden seine Ideen zur Geltung zu bringen." niedergeschossen haben von der Höhe au«. Die Kisten sind schwer, sie können nicht auf andere Pferde verpackt werden und ehe die Türken solche au« Schiatschesta holen, werden die Kisten in Sicherheit sein. Sie werden vor Nacht nicht die steilen Hänge de« Erkeu hinauf kommen und wen» sie in den tiefen Weg gelangen, werden sie müde sein. Gehe Didan." Die beiden Albanesen trennte» sich und mit de» laugen, wnnderbar elastischen Schritten, welche die gewöhnliche Gangart aller Bergbewohner der Balkanhalbinsel ist. eilten sie fo rasch die steilen FelShänge hinan, al« giengen sie auf ebenem, grasigen Boden dahin. — Die Karawane war anfgtbrochen. Die Männer hatten da» Aussehe» gewöhnlicher Karawandschie'S. welche Güter verfrachten; ärmlich, theilweise zerlumpt, schmutzig und joniieverbrannt. aber wohl bewaffnet. Sie trugen da« weiße Fez der arme» Bewohner Albanien» und zwar so tief in die Stirne und zwischen die Ohren gezogen, das« man den da-runter steckenden Haarwuchs nicht sehen konnte und sie für echtglänbige Moslim« mit völlig kahl geschorenen Schädeln hielt Gute MoSlimS waren e« sicher, aber ganz echte nicht; eS waren verkltidete anatolische Nizam« und ihr Führer, ganz ähnlich gekleidet wie sie. war — Ibrahim Effendi, der IüS-baschi der Topivschi. — Wa« er that geschah aus höhere Weisung. Die BergclanS kümmern sich wenig um die BilajetSregierung und ihr Als wir in Nr. 15 unseres Blattes btn Leitartikel .Bruchtheile" brachten, geschah ti in der ehrlichen Überzeugung, das« sich unter de» national fühlenden Deutschen Oesterreichs langsam die Erkenntnis Bahn brechen müsse, dass sie durch ein zwar recht unschuldige«, aber gar vielen echt national Gesin nte» sehr kindisch scheinende« Kvkettiren mit dem Radikalismus nie und nimmer ihren Zweck erreiche» werden. Wir waren überrascht, al« wir damals und zwar vo» Männern, deren gute« Deutjchlhum außer allein Zweifel steht, lebhafte Zustimmung«-beweise erhielten. Überrascht wie jemand. der einem Kinde ein unnütze« und dabei gefährlich?« Spielzeug wegnehmen will und sich auf ein zornige« Greinen gefasst macht, während es plötzlich selber das unnütze Zeug zum Fenster hinauswirft. Diese Männer verstanden unS eben. Wären wir eitel, so könnte» wir jetzt sagen: »Seht, wa» wir vor einem Monate sagte», da» sagt heute auch die „Deutsche Zeitung", der wohl niemand den Bonvurf machen wird, das« sie nicht „national-deutsch" gesinnt sei. Wir halten solche Eitelkeit für kindisch, denn wir thun unsere publizistische Pflicht nach bestem Wisien und Gewissen, sind selbständig genug sie zu thun, ohne anderen Parteiorganen nachzubeten und selbständig genug, für unser Thun auch die Berantwortung zu über» nehmen. Allein e« freut uns. dass da« große Wiener Blatt zu der nämlichen Ansicht neigt wie wir und dieser Ansicht so entschiedenen Ausdruck gibt. Es sasSt daS Spielzeug vieler tausender von Dcutschnationalen ebenso fest wie wir. um e« den großen Kindern wegzunehmen und zu zerbrechen, weil es ebenso unnütz ist. al« eS schädlich werden kann. Der größte Schaden aber, den e« stiftet, ist der. dass es von ernster, wirklich ersprießlicher und acwinnbringender Arbeit abhält und das« e« manchen wackeren Mann — und wir haben wirklich keinen so großen Überfluß an solchen, dass wir ihrer leicht entratben könnten, — das« es manchen gut national gesinnten Mann abhält, mitzuthun nach Kräften, weil ihm diese Spielerei nicht besagt. Seien wir doch ehrlich. Wa« in einer Burschenkneipe oder bei einem Commerfe der deutschen Jungmannschaft eine nicht zu entbehrende Würze ist: Mühende Begeisterung für das heilige Bolksthum, das Feuer der leidenschaftlichen Liebe für die deutsche Heimat und Sitte, der wilde Kampfruf in Wort und Lied, das tollkühne Bor-wärtsstürmen in die Reihen der nationalen Gegner, alle« diese«, ivas die Welt Radikalismus nennt. — e» wäre vielleicht besser und richtiger wäre eS gewiss, e« ein Überschäumen edler Leidenschaften zu nennen, — alles da« ist an der Jugend schön junger Fürst Prem Doda war fast unbeschränkter Herr. Mit den Montenegrinern fortwährend in Fehde liegend, bereite» sie der VilajetSregierung eine Schwierigkeit »ach der a»dern und die Klage» des montenegriuischen Vertreters bei der hohen Pforte nehme» kein Ende. Zudem machen sie auch den Türken da« Leben lauer und die Aufforderung zur Leistung der Abgaben be-antworten sie mit Flintenschüssen. Vor wenigen Wochen hatte eS förmliche Gefechte gegeben im obere» Thale des Kiri und die türkischen Soldaten hatte» einen harten Stand gehabt, ehe sie den Aufstand niederwarft». Die Häupter der ElanS hatten in Skutari Friede gelobt, allein die Regierung wusste wohl, was diese« Gelöbni» wert sei. Die Karawanen wurden auch nach dem Frieden ge-plündert oder hart gebraiidschatzt und wandten sich natürlich an den Vali Pascha un> Erfutz. Daher erhielt Ismail, der IüS-baschi. den Befehl, mit einer finginen Karawane in« Gebirge zu zielen »nd den Rioli einen Denkzettel zu geben. Und der noch junge Artillerie-Capitän gab ihnen einen solchen, an den sie heute noch denken. Die Karawane hatte leere oder mit Steinen gefüllte MunitionSkisten geladen, nur die beiden Kisten de« zehnten Tragthiere« in der Reihe waren gefüllt mit losem Pulver und einigen alten Rund-granaten auS de» Magazinen de« Castell«. Au« — 2 — und die Leiter der nationalen Bewegung können diesen «Radikalismus" der Jungrnannschast ebenso ausnützen, wie die Commandanten der einzelnen Bataillone den Elan ihrer Soldaten, den un-zähmbaren Kampfesmuth, die Tollkühnheit ihrer sungen Officiere ausnützen, um ihre Abtheilungen zum Siege zu führen. Allein vollkommen gefehlt und nichts weniger als erfolgverbürgend wäre e«, wenn der Commandant de« Bataillon« sich an dessen Spitze stellte und blindwütbig, Hurra, drauf lo« stürmte. Da« ist nicht seine Aufgabe und für solche Helden-thaten in Person dankt ihm gar niemand. Solche Momente treten äußerst selten ein und wenn sie einmal eintreten müssen, dann — sind sie eine BerzweislungSthat in einer verzweifelten Situation. Die Führer, welche die Schlacht zu leiten und Krieg zu führen haben, stehen nicht in der Feuer-linie. sondern oft sehr weit davon entfernt. Und doch gibt ihnen die ganze Armee neidlos den Lorbeer, den sie selbst errungen, aber nur errungen habe durch die Ruhe, die Überlegung, das sorg-fältige Abwägen aller Für und Wider, daS Ausnützen aller Fehler des Gegners und des kühlen, bedächtigen Leiten« aller Faktoren, de« weisen Zauderns, welches die Reserven nur dann ver-wendet, wenn sie wirklich nothwendig werden, um den Gegner zu werfen. Wir aber, was thun wir? Wir verknallen und verpuffen das Pulver, dass es ein ohren-betäubendes, höllisches Geknatter, ein entsetzlich anzusehendes Riesenfeuerwek mit platzendenKanonen-schlügen, fischenden Raketen und grauenerregendem Feuerschein gibt und — wenn der Lärm vorüber ist, sinken wir „die Wacht am Rhein." — Die Gegner lächeln über solch lärmende« Treiben, liegen wohlgedeckt und gut vertheilt und halten ihr Pulver trocken, machen da und dort einen Scheinangriff und während wir noch nicht wisien, ob die Geschichte Ernst oder Spaß ist, während wir singen: „Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein t" der un« nicht« angeht. weil er ohnebin gut bewacht ist,*) — sitzen sie plötzlich mitten im deutschen Bollwerke Cilli fest! — „Durch Kokettireu mit Radikalismus und durch altgermanische« Gebahre« werden wir weder die Rationalsühlenden unter den heutigen Christlich-Socialen, noch die unter den Liberalen gewinnen," sagt die „Deutsche Zeitung"; wir haben das schon lange gedacht und gesagt, aber — *) Anmerkung des SetzerS: Jedenfalls besser al« die Draul „Der erste Schnee." „Mit dem ersten Schneesalle beginne» die Freude» de« Winter«^ die Abende im trauten beiden Kisten hiengen graue Schnüre, eine gleiche war am Tragsattel de« Thiere« ausgerollt. Ein alter BalchTschausch der Topidschi führte diese« Pferd al« verkleideter Karawandschie. Es war schon Abend, als der Zug die runde Bucht durch-schritt, die sich hinter dem Dorfe DomS, mit MaiS- und Tabakfeldern bedeckt, in die Berge drängt vom Kiriflnße weg. Jenseits steigt der Weg in vielen Windungen bergan und führt durch den Sattel zwischen dem 4600' hohe» Kirivrh und dem 6000' hohen Maranai, in einer Art Hohlweg. Al« die Karawane diese» Weg betrat, ließ der Basch-Tschansch sein Thier rasten und so blieben auch die hinter demselben gehenden zurück. Al« der vordere Thrl der Karawane etwa 200 Schritte Vorsprung hatte, löste der Tschausch die Schnnrrolle und knüpfte sie an die beiden ans den Kisten hängenden Schnüren; — es waren Stoppinen. Dann gieng'S weiter. Einen Kilometer vor dem Albanesendorfe Schiatschesta. fielen von der Höhe zur Linke» Schüsse. ohne zu treffen. In der Karawane erhob sich Geschrei und jetzt wurde da» Geknatter lebhafter. Ein paar Trag-pferde bäumten sich getroffen hoch auf und schlugen, da sie im Hohlwege nicht durchgehen konnten wild um sich. Die vorderen Führer hoben die Kilten ab; in diesem Momente bohrte der Basch-Tschansch seinem Pferde den Aatagan hinter die Schulter, Familienkreise, an, warmen Kamine; der gesündeste und angenehmste Sport de» Schlittschuh- und Sky-laufen«, die gemüthliche Kränzchen- und die glänzende Ballsaison und" — na ja. wa« denn nicht noch alles, verehrter Herr Lokalreporter? Sie haben wohl die Absicht, sich bei dieser packenden Schilderung des „Winter« und seiner Vergnügungen und stillen Freuden", einen neuen Winterrock zusammenzuschreiben? Die Zeile zu 3 kr. gerechnet, würden wohl gegen 3000 Zeilen nöthig werden, für einen Halbweg« anständige» Flau« ? — .9« »ich!" — Verehrter, thut un« leid, aber 3000 Zeilen Über die Annehinlichkeite» des ersten Schnees schreiben zu wollen, da« geht über die Gemütlichkeit, die auch in der Redaktion in Geldsachen aufhört. Überdies, Herr Lokalreporter, — haben Sie sich den so warm geschilderten „ersten Schnee", auch mit eigenen Augen an-gesehen? He? Haben Sie diesen schönen „ersten Schnee", auch mit den eigenen Füßen gestampft? he? — haben Sie auf der ..glänzenden unschnld-weißen Schneesläche" bereits die erste Tl>ali<.hrt von den Höhen de« Theaterplatzes in die Tiefen der Kirchgaffe gemacht? — Unfreiwillig nämlich und auf der Breitseite eine« neue» Paares Winter-Hosen? — Nein? — Na da interviven Sie mal unsern Chefredacteur, der kann Ihnen bessere Auskunft ertheilen über den berühmten „ersten Schnee", in Pettau, denn dichter al« die Schnee-flocken draußen fielen mündliche und schriftliche „Anliegen und Beschwerden", — „Eingesendet", — „Ich mus« Sie ausmerksam machen", — „Sö über dö Sach' müffen« wa« schreiben", und so weiter auf ihn nieder, das« einen Augenblick die Gefahr de« „Eingeschneitwerdens" groß genug war. Der Eine meinte, das« er am Vorabende de« Katharinatage« zum „Juden-Nazl" gehen musste, um auf da« Wohl feiner „Alten" ein paar Viertel zu trinken; da« wäre er sich selbst und seiner braven „Kathi" schuldig gewesen, die er in gehobener FesteSstimmung angratuliren wollte. Diese gehobene Festesstimmnng sei um acht Uhr abend« komplett gewesen und daher wollte er recht-»itig zur GratulationScour. Allein an der Ecke der „Bahnhof- und Hebergasse" brannte keine Laterne und so habe er nicht wahrnehmen können, das« hier auch die Mauer aushöre. an welch« er sich des „verd . . ersten SchneeS" wegen anhalte» mustte. Die Folge der Finsternis sei eine totale Entgleisung gewesen und da er nicht auf „allen Bieren" vor seiner in süßer Sehnsucht harrenden „Kathi" erscheinen konnte und seine Toilette in der Finsterm« nicht in Ordnung zu bringe» vermochte, musste er mit betrübtem Herzen die Gratulation«cour aufgeben, wa« feine Kathi fo Übel vermerkte, das« sie am nächsten Morgen die Festpredigt mit den Worte» einleitete: „Du das« da« arme Thier leblo«. zusammenbrach. Unter Geschrei wurde» die abgeladenen Kisten aus da» verendete Thier und seine Ladung gelegt und der vordere Theil der Karawane eilte dem Dorfe zu; der hintere wandte einöln die Pferde herum und floh »ach rückwärt«, die Thiere mit Geschrei zum Laufe» antreibe id. Eine furchtbare Panik schien die Karawane erfasst und zersprengt zu haben. Tiefe Nacht lag über der BerwirrungSszene. Der Basch-Tschansch zwängte sich zwischen einen Felsen, etwa zwanzig Schritte hinter seinem todten Pferde, auf dem sechs oder acht der abgeladenen Kisten der von den Albanesenkugeln getroffenen Thiere lagen und so den ganzen Hohlweg verbarrikadirten. Da« Getrappel der nach vor- und rückwärt« fliehenden Tragpferde wurde immer schwächer, sie entfernten sich immer mehr. Der Tschausch holte einen der dreieckig geschnittenen Cartonfidibnsse. welche im ganzen Orient zum Anzünde» der Tschibuk« im Freien verwendet werden und ein steirische« Fabrikat sind, au« seinem Paz und horchte. Sein feine« Ohr vernahm die fast laut-losen Schritte zahlreicher, mit Opanken bekleideter Füße. Sein Gesicht verzog sich zu einem Grinsen. Die Hirten vom Maranai und die Männer vom nahen Dorfe Schiatschesta kamen, um die verlasienen Patronenkisten davon zu schleppen, ehe die Kara-wandschie'S wieder ihr Eigenthum retteten. Sie Erz . . na reden wir nicht weiter I Sehen Sie Herr Lokalreporter, da» verschuldet der .erste Schnee — ohne Beleuchtung". Der zweite Un-fall endete noch tragischer als die Vorstellung .Chrimhilde" an diesem SamStag. Er hotte vor lauter Kvkettiren sogar übersehen, das« der Bote, welcher da« ominöse Telegramm überbringen sollte, im „ersten Schnee" irgendwo stecken geblieben sein musste, so das« die arme Ehrimhilde gezwungen war. da» Telegramm selber zu holen. — Er lptte überhaupt für nicht« auf der ganzen Welt Äugen gehabt, al« für Sie und diese Unachtsamkeit war sein Verderben. Er ward auch nach der Vorstellung mit unwiderstehlicher Macht an Ihre Seite gefesselt, und al« sie auf dem abschüssigen Wege »ach der .Kirchgafse" hinab eine» Moment zauderte, de»» der .erste Schnee" lag auf der gefährlichen Bahn, da flüsterte Er heiß: .Mein Fräulein darf ich Sie —" und im selben Augenblicke saß er auch schon und suhr so blitzschnell zu Thal, das« Er bereit« vor dem Eingang in die .Brandgafse" angelangt war, al« er da« Wort „stüden" flüsterte. Wirklich flüsterte, denn diese Rutschpartie gerade im allerungünstigsten Momente hotte ihm die Red' verschlagen. Drüben aber, in voller Beleuchtung der brennenden Gasienlaterne, stand Sie nnd lächelte: Gute Nacht mein Herr!" — Ob ihm da« Sitzbad in der kalten Schneebrühe oder da« lächelnde: Gute Nacht mein Herr" mehr verschnupft hat? Wer kann e« sagen? — Jedenfalls können Sie sich mit Ihrem Lobe auf den .ersten Schnee" ausstopfen lassen Herr Localrepoiter. Hätten Sie Ihre» .Bericht über den ersten Schnee", — den wir wegen Mangel an Raum für solchen Schwefel dankend ablehnen. — nicht im warmen Zimmer, sondern in einer der Marktbuden in der .Kirchengasse" geschrieben, so hätten Sie gesehen, das« die TrottoirS so ver-rammelt waren, dass die Damen knöcheltief in der .ersten Schneesuppe" herumstapsen mussten, wenn sie vernünftigerweise ihre Einkäufe nicht bei den Marktkrämern, sonder» in den einheimischen, ebenso billigen, dafür aber auSwahlreicheren Geschäfts-loealen machen wollten. Sie hätte» ferner ge' sehen, das« die Gemeinde wohl eine Menge Schnee-schausler angestellt hatte, das« aber diese Herren, anstatt vom Hauptplatz, weg die frequentesten Gassen und Plätze von dem niederträchtig quat-schigen .ersten Schnee" zu reinige», diese Arbeit in den abgelegensten Kätzchen begannen, wo .keine Katz geht". Möglicherweise wollten sie da« Pu-blikum nicht . incommodiren". denn manchmal schlagen auch unter dem schlichte» Rocke der Schneeschausler .feinfühlende Herzen". Oder. — war e« etwa gar eine antisemitische Demonstration gegen die Judenkrämer. die sich am liebsten unter waren zahlreich wie e« schien, obgleich nur wenige und diese sehr leise sprachen. Der Tschau>ch rieb den Zunder an und hielt ihn an die Stoppine. Ein paar Minuten schien e». als krieche ein glühendes IohanniSkäferchen zwischen den Felsen herum; der Tschausch kroch fast in de» deckenden Felsen hinein. Plötzlich ertönte ein furchtbarer Knall, eine Feuer-garbe fuhr jäh ans dem Hohlweg gegen den dunkle» Nachthimmel empor und dieser Feuergarbe folgte ein schreckliches Wehe- nnd Wuthgeheule. Zwanzig Albanesen lagen im Kreise umher, in Fetzen blutigen Fleische« zerrisse» oder mit ab-gerissenen Armen. Füßen, aufgerissenen Leibern und zerfetzten Gesichtern. grüfSlich wehklagend. In diesem Augenblicke blitzte e« im weiten Halb' kreise um den Ort de« Schrecken« au« dreißig türkischen Snyderbüchsen. Es war eine Art Krei«-jagd aus die unglückliche» Rioli. welche, von der Explosion verschont, da« Weite suchen wollten. Langsam bewegten sich die verkleideten Nizam« gegen da« Dors Schiatschesta, jeden niederschießend der sich ihnen al« Ziel bot, bi« ein wildes Allah-Geschrei da» Feuer einstellte. Es war der vordere Theil der Karawane, etwa sech« oder sieben Reiter, die vom Dorfe kamen. Sie hatten die Tragpferde bestiegen und trabten neben dem Hohlwege zurück zu ihren Kameraden, die sich fünfhundert Schritte hinter der Unglücksstätte sammelte» und eilig den — 3 — den Schutz de« Kreuze«, um den Kirchthurm etablireu? da« wäre eine ganz ungerechtfertigte Bosheit, nicht gegen .unsere Leut", — sondern gegen unsere Damen, welche gerade diese Buden dicht umdrängen und au« lauter Sparsamkeit Grempel um den festgesetzten Preis von 20 kr. kaufen, den sie in Pettauer Geschäften täglich um den halben Preishaben können, wenn sie nur so offen fein wollen und .minder gute Waare" verlangen. Dieselbe ist dann tortzdem noch immer besser, als der Quark in den .5 kr.-, 10 kr.- und aufwärt«-Bnden" und sie ersparen e« dabei, sich nasse Füßchen, Schnupfen und infolgedessen nasse NäSchen, im nassen .ersten Schnee" zu holen; und eine solche Ersparnis ist auch nicht übel. Wa« Sie aber am Schlüsse Ihre« Berichte« über die Bo«heit der schönen Katharinen sagen, die ans lauter Ärger über die altvaterische Volks-regel: .Kath'rein sperrt die Geigen ein," — sich den .ersten Schnee" extraquatschig und wässerig bestellt haben, um die Welt, die mit dem Raine»«-tage der lustigen Katherln das Tanzen abbringen will, zu ärgern. — so sagen wir Ihnen bloS, dass Sie ein sehr ungalanter Mensch sind, Herr Lokalreporter und dass wir Ihnen den Lauspas» geben werden, wenn sich auch nur eine einzige Kalhi wegen dieser Zumuthung i» der Redaction beschweren sollte. Pettauer Nachrichten. (Aniieii? bei Sr. ÄmUrnj Graf warm-brand.> Herr Bürgermeister Jos. Ornig hatte mit den Bürgermeistern von Marburg und Arn-fel» unter Führung unseres Abgeordnete» Herr» Dr. Kokoschinegg am 29. November eine Audienz beim Herrn Handelsminister Graf Wurmbrand. Die Deputation kam in Angelegenheit der Bahn Pettau-Marburg-WieS und wurde von Sr. Excellenz in freundlichster Weife empfangen. Der Herr Handelsminister erkundigte sich in ein-gehender Weise um dir Verhältnisse unserer Stadt und ganz speziell »m die Ergebnisse der heurigen Weinlese nnd im Laufe des GeiprächeS um daS Befinden ejnzelner ihm näher bekannten Persönlich-leiten Pettau« und versprach der Bahnangelegen-bei! Pettau-Marburg-Wie« Die thuulichste Berücksichtigung und entließ die Herren in leutseligster Weise. Die Deputation sprach später noch bei den Herren SecttonSches Wittck und Hosrath Wurmb vor. (tvrfiag f) Am 26. d M vormittags kam der städt. Mauteinnehiner, Herr Jak. Wesiag, in dienstlicher Angelegenheit in bie StadtamtSkanzlei. Während der Abwickelung seiner Dienstgeschäfte klagte er über plötzliche« Unwohlsein und gieng auf de» Corridor hinan«, wo er unter dem Rufe Rückweg nahmen, die zerfetzten und schwer-verwundeten Angreifer ihrem Schicksale über-lassend. — Am nächsten Tag' befand sich ein Bataillon bosnischer Jäger mit dem Kadi-Asker (Auditor) am Wege nach Schiatschesta, wo die Häuptlinge der albanesischen Dörfer DSaka. Trendtina, Delai. Prekali. Suminia und S. Jovan versammelt waren Die Jäger besetzten die Dörfer, der Kadi-ASker hielt töricht. — .Die Männer von Schiatschesta habe» einen MnnitionStranSport angefallen und geplündert, trotz de« Frieden«, den die Capetan« der Rioli gelobten; wa« tiabt ihr darauf zu sagen?" — frug der Kadi-ASker die Versammelten. — Ein alter Mann nahm daS Wert: „ES ist wie du sagst, Effendi. Die jungen Leute konnten der Versuchung nicht »oiderstehe». Wäre Gold in den Kisten gewesen, sie hätten den Frieden respektirt; aber Pulver und Blei gilt ihnen mehr, deshalb rannten sie in ihr Verderbe». Zweiundzwanzig junge Männer sind todt oder werden sterben ehe dieser Tag hingeht. Hält der Vali Pascha diese Strafe zu gering, so mag er unS köpfen oder spießen lasten. Aber bedenke, dass bei uns das Gesetz der Blutrache gilt, Kadi-A«ker! Für jeden todten Helden der Rioli werden zehn Türken getödtet werden. Willst du daS verantworten Effendi, dann thue, was dir der nach Wasser zusammensank. Der Herr StadtamtS-secretär beeilte sich, den plötzlich Erkrankte» zu labe», allein derselbe hatt« einen Schlaganfall er-litten, infolge dessen er nach wenige» Stunden den Geist aufgab. Die zahlreich« Betheiligung am Leichenbegängnisse, welche« am 27. d M. um 3 Uhr nachmittag« stattfand, bewirt die allgemeine Werthschätzung de« Dahingeschiedenen. Herr Jakob Wesiag versah sein Amt al« städt. Mauteinnehmer seit April 1888 und wird al« ein außerordentlich pflichteifriger und gewissenhafter Beamter gerühmt, der seinen Dienst uuter allen Verhältnissen klaglos versah. Der Verstorbene war ein Mitglied unserer braven freiwilligen Feuerwehr, die denn auch den wackeren Kameraden getreulich zur legten Ruhestatt brachte. — Möge ihm die Erde leicht sein! (form aehiirt der Hunderter?) In der letzten Nummer unsere« Blatte« brachten wir unter dieser Spitzmarke eine eigenthümliche Geschichte über einen ^vergessenen Hunderter". Seither hat sich der Eigenthümer in der Perso» de» Keuschler« Schue» au« Gabornig al« Eigenthümer gemeldet und wurde al« solcher auch vom Herrn Heinrich Stary, bei dem er die Note wechseln sich, ag-»o«zirt Die ganze Geschichte hat eine so eigen-thümliche Färbung von Sorglosigkeit, das« e« schwer ist, sie zu begreifen. H«rr Martin Schuen wechselte an diesem Abende in mehreren diesigen Geschäfte» Hundertguldennoten und hatte auch im Geschäfte Stary solcher Noten mehrere in der Hand. Warum der Mann die wenige» Minuten, welche Herr Stary zum Umwechseln brauchte, nicht abwarten wollte und später wie e« schien sich nicht mehr erinnern konnte, nach seiner eigenen Angab« überhaupt nicht wusste, ob er Herrn Stary eine Hundertnote gegeben habe oder nicht, daS AlleS stimmt schlecht zu den uunnterbrochenku Klagen über die rapide Verarmung der kleine» Landwirte. Oder ist der Vorfall etwa eine erklärende Jllu-stration zn dieser rapiden Verarmung? Fast schein» eS so. denn ein Keuschler, der am 12. Oc-tober hundert Gulden auS der Hand gibt und sich bis Ende November nicht weiter darum kümmert, wo er diese bedeutende Summe gelassen liabe, ist jedenfalls kein Bewe>« dafür, das» .die Landleut' kein Geld mehr haben." (änbrnurM An die hiesigen beiden Ort«-gruppen de« Vereine« .Südmark" gelangte sol-geiide« Schreiben: Geehrte Ort«gruppenleitung! Wir erlauben u»S Sie zur Theilnahme an der Gründung der Männerortsgruppe .Graz" des Vereines Südmark einzuladen. An die Gründung, die Samstag den 8. Dezember 18V4 um >/,8 Uhr abends in den Annensälen statt-findet, schließt sich ein Festabend mit Musik-und GesangSvorträgen. Eintrittskarten (1 Person Vali besohlen hat." — Ein BeifallSgemurmel durchlief die Versammlung. Der Kadi-ASker rauchte ruhig seine Zigarrette; sein Gesicht blieb ernst und würdig bei dieser Drohung. Endlich legte er den Rest der Zigarette weg und sagte kalt: .Was du da sagst Pren Ridi, ist wahr; die Albanesen werden Blutrache übe» und für jede» todte» Rioli zehn Rechtgläubige todte«, — dass wären zwei oder dreihundert. Die Rioli aber wisse», dass der Großherr, — Allah verleihe ihm lange« Leben »nd Sieg, — das« der Großherr hunderttausend Soldaten hat. welche das Land der Rioli und ihrer Brüder in eine Wüste ver-wandeln, wen« er will! Deine Drohung war unüberlegt Freund Nidi. Der Vali Pascha aber will, das« die Rioli und ihre Brüder leben: er ist ihr Freund, er achtet den Frieden, den sie gelobten. Er will Gnade üben. Aber er will wissen, wer den Rioli verrieth, das« ein Munition«« tranSport nach Grnsiuje gehen sollte, denn die tirten am Maranai und die Männer von chiatschesta konnte» e« nicht wisien. Wer war der Verräth«? Rede Pren Nidi!" — Eine lautlose Stille trat ein. Verrath ist da« scheußlichste Verbreche», selbst bei den halbbarbarischen Berg-clan«. Die Häupter der Albanesen nickten lebhaft mit den Köpfen, wa« im Gegensatze zu dieser Geste bei uns, ein entschiedene« „Nein" bedeutet. Die 30 kr. 4 Personen 1 Gld.) werden Freitag den 7. Dez. den ganzen Tag und SamStag. den 8. De». bi« mittag« im Geschäfte der 'Herren Jot). Puch u. So., Graz, Herrengasse (Wechselseitige) ausgegeben. Etivaige Zuschriften sind zu richten an Herrn Joses R u derer (Graz, Thonet-hos.) Diese Bekanntgabe dient zugleich als Ein-ladung an die P. T. Mitglieder beider Ort«, gruppe». Frauen-Ortsgruppe. Männer Ort«-gruppe Pettau de« Bereine« Südmark. (NsbraiisKchtigte Pferde.» Am 27. d. M. vormittag« raste ein mit zwei Pferde» bespannter Woge» vo» der Bahnübersetziing her durch die Ungargasse bis auf den Florianiplatz. wo e« ge-lang, da« Gespann endlich anzuhalten. Bon der Gefährlichkeit diese« Durchgehe»? mag der Um« stand sprechen. dass da« dahinrasende Fuhrwerk in der Ungarthorgasse einen anderen Waqen anrannte und mit sich so,»schleppte. Da» Gespann gehörte einem gewissen Franz Tosch, der es »»bewacht auf offener Straße stehen ließ E« ist ein förmliche» Wunder, dass bei der lebhasten Frequenz zu selber Zeit. a»f dem ganzen Wege, den die scheuen Pferde »ahmen, kein Unglück geschah. — Wir gestatte» »nS hier die Frage. weShalb das Stetienlaffen von Gespannen aus de» srequeutirtesten Plätze» und Straßen (von, vom lebhaftere» Verkehre abgelegenen Gassen wollen wir sogar absehen) gestattet, und von jeher tolerirt wird? Man sehe sich doch nur einzelne solche Plätze und (Nassen am Sonntage während der Zeit deS Vormittag« an. von Markt-tagen gar nicht zu sprechen! Wir wisse», dass ein Theil der Bewohner dagegen ist, die Straßen« Polizeiordnung inbezug auf die Bauerngespanne allzu rigoros handzuhaben. Gut, aber wir wissen auch, dass einem a»dere« Theile der Bewohner »nd zwar der Majorität ihre gerade» Glieder ebensoviel werth sind, als anderen ibr Geschäft. Wer von außen nach Pettau komme» will oder muss, der wird auch komme», wenn er verhalten wird, sein Gespann zu beaussichtigen und »ver sich einer ver> nünftig gehandhabten Straßenpoli,Beiordnung nicht füge» »vill. der mag eben thun wie ihm beliebt. Bei dem Leichenzuge am 27. d. M standen auf der Straße die der Zug passiren musste, zwei be-spannte Wägen aussichtslos und die Pferde wurden beim Blasen der Hornisten der mitauSgerilckten Feuerwehr so unruhig, dass die Möglichkeit durch, au« nahe lag, die erschreckten Gäule werden durch« gehen und blindling« in den Zua der Leidtragen-den renne», wa« nicht ohne Unfall oder Unglück • abgegangen wäre. Die Straßenpolizei »Ordnung ist zum Schutze aller da und muss dementsprechend gehandhabt werden. - (latharina-iKarkt.) Der diesjährige Katharina-Markt war infolge de« geradezu mise-rablen Wetters ein sehr mittelmäßiger. Am Stirne be« Kadi-ASker zog sich in finstere galten. — »Ihr wollt nicht reden?" — frug er strenge. — »Aol (nein) Effendi, verflucht sei der Ver« räther!- — In diesem Augenblicke drängte ein Weib durch die Versammelten. Wild funkelten ihre Augen, ihre Kleider waren auf der Brust zerrisse», da« Fleisch auf der entblößten Brust blutig geschlagen und zerkratzt von ihren eigenen Fäusten und Nägeln. Du« Zeichen des wildesten Schmerze« bei den albanesjschen Frauen. — „Greo und Didan. meine Söhne, sind todt!" — schrie sie gellend den Kadi-ASker zu — „sie liegen zerrisse» im Hohlwege um Maranai! Ich habe die Stücke ihrer Leiber zusammengesucht, aber ich finde nur wenig; sie werde» keine Ruhe im Grabe habe»! Verflucht sei der Türkenhund, der sie in's Unglück schickte! Verflucht sei der «adi Reschid! Er warS, der dazu rieth!" — Da« Weib ballte die blutige Rechte zur Faust, streckte de» Daumen aus und stieß damit wild in den Boden! ES ist die Geste deS TödtenS. Die Geste, welch« offenen oder Meuchelmord andeutet. — Dann lief die Albanesin. die nackte Brust von neuen mit den Fingernägel» zerfleischend, heulend und wehklagend durchS Dorf, gefolgt von anderen Weibern, die sich ebenso wild geberdeten. Der Kadi-ASker zündete sich eine frische Zigarette an. sann eine Weile und sagte dann mit gleichmütiger — 4 — zweiten Tage hielten nur noch die Marktsieranten stand, machten aber, trotzdem sie „ein Paar bäum« wollene Strümpfe von echter Wolle um 15 Kreuzer" in beiden Landessprachen und mit großem Geschrei zum Kaufe anboten, ein „schlechtes Ge« schäft!" — die wenigen Käufer, welche de» zweiten Tag wählten, fanden eS bei dem Hundewetter begreiflicher Weise nöthiger, sich anstatt ein Paar wollener Strümpfe ein paar „Frakerln SchuapS" oder ein paar Viertel andere« Heizmaterial zu kaufen. Der innere Mensch hat eben mehr An» spruch darauf, schön n>arm gehalten zu werden, als der äußere und ein warmer Magen ist ge« sllnder als warme Füße. Die Standleute, welche den ganzen Tag im nassen Schnee standen, »varen nicht gerade zu beneiden; allein noch weit rveniger zu beneiden war da« kaufende Publikum, welches durch die Berrammelung und Verbarri« kadiruug der Bürgersteige gezwungen war. mitten im knöcheltiefen, »vässerigen Schnee der Straßen« bahnen herumzustapsen. Wir möchten die städti» sche» MarktaufsichtSorgane denn doch ersuchen, nicht bloS daS Standgeld einzufordern, sondern auch darauf zu sehen, dass den Passanten die TrottoirS freigehalten werden. Sie selbst tragen hohe Kniestiefel und machen sich nicht gar viel darau«, irgendwo hineinzupatschen, allein die Damen können keine „Juchtenen" anziehen und im knöcheltiefen Schneebrodig nützten ihnen auch die Gummigalloschen nicht viel, da sie sich beim Durchwate» einer Straße mit Schneewasser füllten. Man darf die Toleranz der Marktfreiheit nicht so »veit treiben, das« die einheimischen Bürgerinnen an solchen Tage» zum Hausarrest gezwungen sind. Eine Regelung der Standordnung thut dringend not. t^rciwillige Feuerwehr pettau.) Wochen« bereitschast vom 2. December bi« 9. December. II. Zug II. Rotte, Zug«führer: Laurentschitsch, Rottführer: Maizen. (Genehmigte Vereinsbildaug.) Die h. k. k. Statthalterei in Graz hat die Bildung de« Zweig« Vereines „ASgard" in Pettau, des . Bunde« der Germanen" in Wien auf Grund der vo» der BuiidcSleituiig vorgelegte» Statuten genehmigt. iwinterorrsammlung dre Eewerdeverrinrs.) Der „Gewerbe-Verein" hält am lO. Dezember d- I im Hotel Osterberger (Clubzimmer. recht«) feine erste diesjährige Winter-Vollversammlung ab; im Laufe derselben wird ein Bortrag über Ver-Wendung von Motoren im Kleingewerbe gehalten werden. Der AuSschusS ersucht umsomehr u»n zahlreichen Besuch, at« gewerbliche Fragen von allgemeinem Interesse doch hauptsächlich nur bei solchen Versammlunge/» einer gedeihlichen Erledi-9"ng zugeführt werden können, bei welchen derlei Fragen von verschiedenen Gesichtspunkten au» di»« cutirt werden. Ruhe: „Der Verräther Reschid ist ein Renegat; er hat die Rechtgläubigen an die Rioli verrathen und Beide» zum Schaden. Die Rioli haben daS Recht, fünf Beutel Sühngeld von ihm zu fordern! Im Rainen de« Vali von Skardar, verdamme ich ihn dazu!" — damit erhob er sich. — „Die Männer der Rioli werden den Frieden halten, denn sie sehen, das» der Vali gerecht ist." — — „Sie werden Frieden halten Effendi!" — sagten die Ältesten kopsschüttelnd, welche Geste ein feierliche» „Ja" bedeutet. Der Kadi-ASker zog mit den Truppen ab. — Drei Tage darauf kam der Val-Mudiri von Skardar und setzte die Mudirieh von Boksi ab, der alte Nuri wankte gebrochen »ach seinem Tschistlik; er hatte um de» Verrath Reschid« ge-wusSt. Al« dieser aus die Gasse trat, spuckten die Männer nach seinem Barte, der entsetzlichste Schimpf, der einem Rechtgläubigen angethan werde» kann; die Buben aber warfen mit Steine» »ach Reschid und schrien: „BerrätHer! O Hund, möge dein Grab von Hunden und Schweinen besudelt werden, — o Verräther!" — Der Val-Mudiri setzte Omar den Waffenschmied zum Mudir über Boksi, ernannte den Hodja Sulejman zum Kadi und gab ihnen Essad bei al» Berather. Nuri, Reschid und OSman wurde» nach Skutari gebracht Nuri und OSman der Handjie (MMverei»» - L««cert.> Mittwoch den 5. d. M. gelangt in den Easino-Localitäten ein Concert unsere» Musik-Vereine« zur Ausführung. Da» au» 28 Mann bestehende Orchester wird durch Dilettanten und auswärtige Kräfte verstärkt sein, dann unter Mitwirkung de« Herrn Such«, land und unter der Leitung de« Kapellmeister« Herr» Haring ein reiche«, gewählte« Programm zur Aufführung bringen, in welchem uut^r andere»: die Ouvertüre au« „Zampa", Preis-lieb aus „Meistersinger von Nürnberg" für Eello und Streichorchester, „Concert für Cello" von Goltermann. Entre-acte au» „Rosamunde" von Schubert, „Jabuka-Walzer" aus der neuen Operette von Strauß, „Sei nicht bös" Lied au« „der Obersteiger", „ein große« Potpourri" »c. ic., zum Vortrage gelangen werden. Nähere« werden die diesbezüglichen Affichei» enthalten. (Lorkeilvirhmarkt i» Kann.) Marktbericht über den allwöchentlich jede» Donnerstag in R inn bei Pettau (Steiermark) stattfindenden Bnrslen-viehmarkt). den 29 Nov. 1894. Ausqetriebei» wurden: 730 Stück Zuchtschweine, 276 Stück Frischlinge. 134 Stück Mastschweine. Im ganzen >140 Stück, wovon 973 Stück aufgekauft wurden. Lebendgewichtpreise wurden für Frischlinge 28 kr., Zuchtschweine 30 kr.. Mastschweine 32 und 35 kr. pro 1 Kilo erreicht. Verkehr lebhaft. (Vikhmarkt.) Der Viehmarkt am 26. d. M. war. ebenfalls de« eleuden Wetters wegen, schwach besucht. DaS ist umso bedauerlicher, al» der Umsatz ein lebhafter und die Kauflust eine ge-steigerte war. denn der größte Tl)«il des Auf« triebe» wurde verkauft. Zum Austriebe gelangten: Ochse» und Stiere 144 Stück, Kühe 224, Jungvieh 98, Pferde 78. Rinde» kroatischer Pro-venienz 52. Zusammen 596 Stück. Der nächste MonatSviehmarkt wird am Mittwoch den 5. De« cember abgehalten. (tangßigrr am jfarktr.) Im allgemeinen geht eS auf den Märkten in unserer Stadt sehr „anständig" zu. da« heißt die Gilde der Lang-finger, Taschen- und Marktdiebe halten sich von unseren Märkten so ziemlich ferne. Anna B .. k au» St. Johann schien da» ebenfall« zu finden und da sie da« verdros«, zog sie der Maria Domiter an« Grajena da« Geldtäschchen. Leider war daS Geschäft schlecht, denn daS Täschchen enthielt Klo» eine» Gulden nnd die langfingerige Dame wurde bei ihrem Kunststückchen noch oben-drein ertappt und festgenommen. (Ein ehrlicher Metisch.) Im Gegensatze zu der Taschendiebin auS St Johann ist der Zimmer-mann Michael Kozca, bei», Franz Munda in Neudorf Nr. 30. Gemeinde RagoSnitz, Bez. Pettau, ein junger Mann von seltener Ehrlichkeit. Er fand nämlich am ersten Markttage den 26. d. M. kauften sich lo«; der Vali sah Baargeld lieber, al« die beiden in de» Gefängnissen von Skardar sitzen. Reschid musste die verwirkten fünf Beutel Sühngeld an die Rioli in Skardar erlegen. Ob man dort vergaß, da« Geld den Rioli zu geben oder ob sich diese die Blutrache doch nicht ab-kaufen ließen? Wer rveiß e«. Eine« TageS war Reschid verschwunden. Er sei von den Albanesen in die Berge entsührt worden. Niemand kümmerte sich darum in Boksi. DaS Tschistlik aber, welche« er bewohnte, war, da e« nahe an der Djamia lag. dem Bakus zugesprochen worden und die Mudirieh von Boksi hat e« nothdürftig zur Schule eingerichtet. Eine Karawanserai aber hat Boksi heute noch nicht. Ismail Bei »var al« Alaj (Oberstlieutenant) unter jenen 3000 Man» dtr Besatzung von Mostar, die, nachdem zwei bosnische Jägerbataillone am Tage de« Gefechte« von Citluf, (4. August 1878), in welchem da« Linien-Regiment Belgien, die Siebener-Jäger und eine GebirgS-battene die Insurgenten zum ersten Male geschlagen hatten. — Sack und Pack desertirt waren. — unter dem L!wa Pascha Aali nach Kleck abzogen und dort eingeschifft wurden, während sein College Mehemed Bei, der Generalstäbler de« Liiva Pascha, da er sich beim Abzüge verspätete, von den Aus-ständischen mit noch ein paar höheren Beamten im Konok ermordet worden war. am Florianiplatz in Pettau eine rvtbe Brieftasche mit einem größere» Acldbetrage, welche er sofort dem Herr» Wachtmeister Uuar uuserer städtischen Sicherheitswache übergab Solche Ehrlichkeit ver-dient lobend anerkannt zu werde». Der Verlust-träger tan» sein Geld am Stadtamte abholen. Theater. „Kricmhilde", Schauspiel in 5 Auszüge» von M. Meyer. Ein erschütternde« Stück voll höh« Tragik und im Ganzen so gut ^spielt, al» es auf ein« Provinzbühne möglich «st und dennoch — hieng es an einem Haare. Wie oft sollen wir es wiederholen, dass d« Erfolg oft an ttkinijj-feiten hängt? In einem großen Theater, wo die Regel ein sehr gemischte« Publikum ist und Ausnahme nur in den Hoftheatern, übersteht man einen Fehler leicht«, al« in einem kleinen Theater, wo man die Szene knapp vor den Augen hat und — wo die Regel da« beste Publikum, ge-mischte« ab« die Ausnahme bildet. Und dieses beste Publikum, welches auch großstädtische Theater kennt, folgt mit Aufmerksamkeit dem Spiele und stellt V«gleiche an und weil es so ist. bemerkt cS Fehl« sofort und wird — unwillig. .Erich Hartoag" (Hr. Zimmerer) und ..Hannah Hartogg" (Frl. Wagner) halsen über die peinliche «ituation mit ihrem vorzüglichen Spiele hinweg. DaS Publikum anerkannte ihre Situation mit ein« Beikallsbezeugung. Ob es solche Nachsicht ein zweites Mal übt, bezweifeln wir. „Nikolai Saweljew' (He« Saldern) und „Elärchen Brünnig" (Frl. Helson) waren wie tmmer mit vollem Hnzen bei der Sache. „Schwester TeleSphora" (Frau Pichler) vertrat ihren Part auf« beste. Die beiden „Gerbrügge" hatten zu wenig Leidenschaft, der alte „Briinning", d« verknöcherte Kaufmann, ist keine Rolle für Herrn Thalmann. „Ihr Corpora!/ — „OftoAn" (saldern) und „Therese" (Frau Pichl«), „Snst" (Frau Knirsch) und „Hr. Lampl" (Hr. Thalmann) aaben nicht weniger zu lachen, als die .Baronesse RumpelSberg' (Fr. Saldern) und d« „Commt« Wendelin" (Hr. Röbl.) Die anderen H«ren thaten was fte konnten und Frl. Wagner« .Frau Everl" war wieder eine Musterleistung in der Maske. Da« Publikum kargte denn auch nickt mit Beifall. In d« „Pension Schdller" leistete sich Frau Knirsch mit der „Schriftstellerin Krüg«", eine köstliche Figur in Ma«ke und Bild. He« Thalmann war al« „Klapproth" wied« in seinem Element uud der Weltbumml« „Bernhard?" (Herr Böhm) spielte temperamentvoll; die «zene mit den beiden Leoparden machte auch griesgrämige Zuseber lachen. Frl. Helson» .Friederike". Frau Pichler« .Amalie Pfnffer". Herrn Saldern« „Ruinpel" und Herrn Zeinekes „Schöller" fügten sich sehr gut in« Ensemble. Dagegen war der .Major Gröber a. D." eine Earrikatur. Pardon Herr Erkeng«, ein Major a. D. spricht vielleicht noch immer militärisch scharf, vielleicht kann er auch hie und da in den Kas«nton verfallen, ab« dabei blickt imm« ein Mann durch, der sich auch im Salon zu bewegen »«steht. Diese gewisse Sorte „General Bum Bum!" — existirt kaum mehr bei den russischen Strafbataillonen im östlichsten Sibirien und — da« liegt sehr weit von Pettau entfernt. Im Lustspiele „Die Nixe" von G. Friesch brillirte Fräulein Helson al« „Selma"; die Art. wie sie ihren .Bönnj," dahin brachte, wo sie ihn haben wollte, uberschntt bei all« (Energie doch nirgend« die Grenzen einer köstlichen Naivetät und in der Art, wie sie auch ihren Bat« „Maler Paul Welsbach- (Herr Salden,) unter die Haube bringen hals, streifte sie auch nie die Grenze »wischen Tochter und jener Tone heiratsstiftend« Frauenzimmer, die manchmal sehr gewagte E$« verimknte versuchen. Der „Else" ab« hätten wir nn letzten Akte etwas mehr Wärme gewünscht. Ein durchau« gelungene« Paar war „Fürstin Dartschikoff" (Frl. Wagn«) und ihr Schwager „Fürst Tartschilon" (Hr. Rödyj der „Eduard von Grienich-Wingenried" (Hr. Zimmer«) wäre Selungen, wenn sich Herr Zimmerer eine ruhigere lrt de« Spieles angewöhnen würde; im Affekt läset « sich von fein« Rolle fortreißen, anstatt sie zu beherrschen; ivird sich ader geben und sein „.Hartoczg" in der „Kriemhilde" hat gezeigt, das« « bei aller Ausregung sich beherrschen kann wenn « will. Herr Böhm (Bildhauer Böring) verdirbt sich sein sehr gute« Spiel selbst durch da« stereotype Lächeln in ganz und gar nicht zum Lachen geeigneten Momenten. Da« ist fast ärgerlicher für die Kritik, al« für ihn selbst, weil man Widerspruch «fährt, wenn man sein Spiel ein sehr gutes nennt, ohne widerlegen zu können. Herr und Frau Saldern (Maler Wels-dach und Baronin Justin«) verstehen es jedesmal zu gesallcn und der „Baron Drovitsch" des Hrn. Thalmann gefiel natürlich auch. Sonntag den 2. December wird .he« und Frau Rastor „Im AuStragstüberl" vor das Publikum treten. Vermischte Nachrichten. l/ürftin Johanna öismarck gestorben ) Ant 27. November d. I kam die Nachricht, dass die Fürstt» Johanna j Bismarck in Varzin gestorben ist. DaS ist für den gewaltige» Man», dem Giganten a» Geisteskraft und Körperstärke, wohl der vernichtendste Schlag, den da« eherne Schick-sal gegen Fürst Bisnrnrck sühre» konnte, den» er hieng mit ein«, bei einem Manne wie BlSmarck wohl selten vorkommende» Lieb« und Zärtlichkeit an der treue» Lebensgefährtin, von welcher er selbst sagte: .Sie ahnen nicht >va« diese Frau aus mir gemacht hat!" — Jawohl, Johanna vo» Bismarck war eine jener Frauen, die.Gott dazu geschaffen, mit sanfter Hand und mildem Worte eine» d« gewaltigsten Geister aller Zeiten zu lenken, zu säufttgen. zu tröste». A» ihr« Seite fand der GeisteSriese, der oft mit einer halbe» Welt im wildesten Kampfe lag, die Ruhe und den Gleichmuth d« Seele. «»« den Briefe», die der Gewaltige, vor dessen Wort Europa mehr als einmal in'S Wanken gerieth, an seine Frau schrieb, leuchtet eine Liebe, eine Verehrung, eine Hingebung, die de» gewaltigen Einiger Deutschland», dessen Feinde Legion waren, so menschlich schön erscheinen lassen, das» auch die verbissenste» Gegner der Politik, die giftigsten Neides seiner Größe, an dem Menschen BiSmarck keinen Tadel zu üben wagten. Fürstin Johanna Bitmarck war eben eine echte deutsche Frau! ' LEHRJUNGE wird für die Spenglerei sofort aufgenommen bei Johann PITAKO, Spenglermeister, PETTAU. Neu! Zum ersten fliate hier. Neu! ->—i—- Im Club-Zimmer des Herrn Osterberger täglich von 3 Uhr nachmittags bis 9 Uhr abends, Sbnntag auch von 9 bis 12 Uhr mittags Die künstliche Glasbläserei, Spinnerei, Weberei u. Flechterei. 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März: Familienabend mit Tombol*. 19. März: TKe«t«p unj VartragaaVcnJ 31. Würz: familinakod alt TeaWU. 7. April -Theater und Vortragsabend. Besinn jedesmal H Chr abend» Vermiethungsbestimmungen. Der Caatnovereln Uberilaat die Vwelmlocelitlten an den frn Abenden tu nachfolgenden Bedingungen : 1. Nachdem eowohi die LocallUten im I. Stocke, ala »ach de* ätiecenhaoeee rollkommen neu hergerichtet werden, M eine Derorierang der Winde nicht geetattet. f. Sämmtliche« Mobil.ir* wird Ion h den Herrn ÜconoaMB ie» Vereine« abergeben nnd «nue« such lemwlben ordnunaagentfee ruckgeeteIH worden, wobei lUfkltige Schkden eofort tu ordnen «Ind. >. Ali Beleuchter >»t der beim Verein* in DleneUn ,leben ie Lnmpiet tu Torwenden 4. Die Miethe pr. Abend betrügt a) l«i Feiekleg: Für «Ammtltche Localititen to fl., fOr den Siai allein 16 fl b) fUr die ebrigeZeit: Kttr «ImmUiche Localititen 10 fl., fUr den Seal allein 7 fl. Anmeldungen eind beim Öconom Herrn Ifaai IprlUey ab »(eben Beitritt Anmeldungen »u» Eintritt In den Caeino-Verein weilen bei Herrn Victor SaMilflek abgegeben werden. Die Monnteboltrltge eind *) ftr Fimflie t fl , b) FUr Einteln« &n kr., aoeerrdom iat bei dem Eintritt eine AofnahmogibOhr pr. t II. - *># v i < ^ ? \ 1 W M . Baron: Wenn meine Schwester Pauline nur etwa« von ihrem reizenden Teint Hütte, sie würde gewiß ihr Halde« BermSgen dafür geben. Früulein Rosa: Warum soviel? «rolich ErSme und «rolichseile kosten ja zusammen nur fl. 1.— und bezwecken Alle» auf leichteste und schallst? Weise, «ei Anwendung dieser einfachen, billigen Mittel ist schSn zu sein, kein« Jhmst. Cröme Grolich entfernt unter Barantie ©omntrr sprossen, fitberfktf«, Sonnenbrand, Mitesser, RaseueSthe K. und «hält den Teint zart und jugendlich snsch bi« in« hohe Alter, preis «0 kr. ==4 Savon Grolich da?u gehörige Seife 40 kr. Leim Kaufe verlange man autdrücklich die in Pari« 1889 prei gr8me grolich. da e« wertlose Nachahmungen gidi. Haupt-Depot bei Johann Grolich vrogirrie „juin nirißrn Engel" in firüan. Sauflid» in den Apotheken. Hgetr&nte P. T. Ich erlaube mir, die hochgeehrten Herren Officiere, Beamten, k. k. priv. Corp« und Vereine auf meine Uniform-Reiiiigungs-Tinktnr und eine hochwärdige Geistlichkeit und geehrte« Publikum auf meine anerkannt vorzügliche Fleck-Reinigungs-Tinktur aufmerksam zu machen. Mit dieser Tinktur, die unübertroffen dasteht, kann Jedermann wunderschon »Ammtliche Kleidungsstücke billig, ohne Hinterlassung einer Spur vom Flecke reinigen und zwar Schweiss und Fettflecke, Tinte, Wagenschmiere, Asphalt, Theer, Firniss und Stockflecke. Jeder Fleck verschwindet spurlos bei Anwendung dieser Tinktur. Preis einer Flasche 50 kr. und I fl. LEOPOLD WEISS I. Karlsbader Uniform- und Fleckrelnigunga-Fabrik in Buohau bei Karlsbad. 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Yorschuss-Geschäft theilt Vorschüsse ans Werthpapiere, Münzen, Einlage- bücher von Sparcassen etc. gegen 6°j0 Zinsen und Vergütung der Stempelgebühren. verkauft die executiv erstandenen Realitäten, als: ein Haus in der Stadt, eine grosse Wiese und sechs Weingärten zn äusserst günstigen Zahlungsbedingungen und wird Kauflustigen im Bureau der Anstalt bereitwilligst jede Auskunft hierüber ertheilt. besorgt commissionsweise den Ankauf und Verkauf von Wertpapieren, leistet Zahlungen auf fremden Plätzen, besorgt Incassi von Wechseln und Anweisungen auf Bankplätzen und anderen grösseren Orten, löst fällige Coupons ein uud wechselt alle fremdeu Noien und Münzen. übernimmt bis auf weiteres Bareinlagen, verzinslich vom Tilge der Einlage bis zum Tage der Behebung ohne Kündigung gegen 3°|0 pro anno nnd überweist oder leistet Zahlungen nach Möglichkeit für die Conto-corrent Inhaber auswärts kostenlos. Realitäten-Geschäft Bank-Geschäft Conto-corrent-Gescliäft i pettauer Marktbericht, November 1894. Gattung per von bis kr. kr Flslschwaares. Rindflc ach . . . Kilo 46 541 Kalbfleisch . . . 46 Mi Schweinefleisch . 46 5>i „ geräuchert 70 Schinken, frisch . 61 „ geräuchert ff 80 Victuallen. Kaiserauszugmehl . 13 14 MMivdmelil .... 12 11 Semmelmehl . . . n 11 12 Weisspohlmehl . . 10 11 Schwarzpohlmehl 8 9 Türkenmehl . , . 8 9 Haidenmehl . . . 12 18 Haidenbrem . . . Liter 6 — Hirsebrei» .... 10 Gerstbrein . . . 10 Weizengries . . . Kilo 14 — Türkengries . . . „ 10 12 Gerste, gerollte . 12 — 12 28 F.rbscn..... 20 28 Linsen..... 20 30 Fisolen..... 6 10 Krdäpfol .... n 2 2'/, Zwiebel .... 7 Knoblauch . . . 30 st Stück 10 Butter..... Kilo 100 Milch, frische . . Liter 8 „ abgerahmt 6 Kahm, süsscr . . n 20 „ saurer . . 2U Riudschmalx . . Kilo 90 100 Schwciuxchmalz . B 64 Speck, gehackt . ■ 60 „ frisch . . 50 54 „ geräuchert 58 — Zwetschken . . .! l 14 — Gattung per Preise von bis! kr Zucker . . . Suppengrünes Gurken . . . Rüben . . . Kraut, . . . Kilo 32 ll Kopf 6etreide. Weizen . . . Korn . . . . Gerste . . . Hafer . . . . Kukurutz . . Hirse . . . . Haiden , . . Heclol.iöOO . 600 Geflügel. Indian . . . G&nsc . . . Knten . . . . Backhühner . Brathühner . Kapaun . . . 34 10 «00 600 6(X> 600 550 600 575 650 Stück 120200 160j Äpfel Birnen Nüsse Obst. Paar Stück Kilo Diverse. Holz, hart . . . „ weich . . Holzkohle . . . Steinkohle. . . Kerzen. L'nschlitt „ Stearin Hohl . Bier..... Wein..... Qb«tmo*t . , . Brat-Kastanien . 150200 40l «0 so 90 " 8 1 ü Meter 300 340 „ 200 27)0 ;Hectol- 70 lOOKo. 90 Kilo 44 48 . I Hfl 38 54 fio 18 20 28 48 10 12 Liter Schicht's Patentseife mit Schutzmarke Schwan, ist unstreitig da« hefte Mittel zur Erzielung schnee-weisser Wäsche, ,um Reinigen von Woll-, Seiden-und farbigen Stoffen, erwiesenermaßen eine« der besten Des-msectionsmittel für jede Art Waiche uaD dabei vollkommen unschädlich für Wäiche und Hände. 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